![]() Verallia Deutschland AGBad WurzachZwischenbericht zum 30. Juni 2018ZwischenberichtVERALLIA DEUTSCHLAND AG ZUM 30.06.2018UNTERNEHMENSKENNZAHLEN KONZERNscroll
1)
Umsatzrendite = Operatives Ergebnis / Umsatzerlöse x 100 ZWISCHENLAGEBERICHTDES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS ZUM 30. JUNI 2018GRUNDLAGEN DES KONZERNSDie Verallia Deutschland AG (VD) - mit Hauptsitz in Bad Wurzach - ist eine börsennotierte
Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht, die im General Standard gelistet ist
und am Regulierten Markt in Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und München gehandelt
wird. Zum Konzern gehören vier deutsche Produktionsstätten, die sich in Bad Wurzach, Neuburg
an der Donau, Essen und Wirges befinden. Weitere Standorte sind die Werke Kavminsteklo
in Mineralnye Vody und Kamyshinsky Steklotarny Zawod in Kamyshin bei Wolgograd in
Russland sowie das Werk Consumers-Sklo-Zorya in Rivne, Ukraine. WIRTSCHAFTLICHES UMFELDDeutschlandDie Weltkonjunktur ist laut Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) 2018 verhalten
gestartet und im Euroraum haben sich die politischen Unsicherheiten erhöht. Daneben
können sich erhebliche geopolitische Risiken negativ auswirken. Trotz einer Revision
der aktuellen Prognose für die Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für 2018
von 2,5 auf 2,0% sehen die Forscher die deutsche Wirtschaft weiterhin in der Hochkonjunktur.
Aussagen des ifo Instituts bestätigen jedoch, dass der Rückenwind für die deutsche
Wirtschaft abflaut. Ähnlich äußert sich das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das besagt,
dass trotz der etwas gedämpfteren Konjunktur die deutsche Wirtschaft nach dem schwachen
Jahresauftakt weiterhin in guter Verfassung ist. Die Arbeitslosigkeit geht weiter
zurück - für dieses Jahr wird eine Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent prognostiziert
- und die Beschäftigten verdienen dank steigender Lohnabschlüsse insgesamt ordentlich.
Das begünstigt den privaten Konsum, der eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur
- sowie für die Verallia Deutschland AG - bleibt. RusslandIn einem Umfeld relativ hoher Ölpreise, erweiterter makroökonomischer Stabilität und
anhaltendem globalem Wirtschaftswachstum erholt sich auch die russische Wirtschaft
weiterhin. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im ersten Halbjahr 2018 um 1,3%, gestützt
weitgehend allerdings auf den Finanzsektor. UkraineNach einigen Jahren politischer und wirtschaftlicher Spannungen zeigt die ukrainische
Wirtschaft nun erste Anzeichen einer Stabilisierung. Nach einem Wirtschaftswachstum
von 2,5% im Jahr 2017, wird auch im Jahr 2018 mit einem Anstieg der ukrainischen Wirtschaft
um ca. 3,2% gerechnet. Dennoch leidet die Ukraine nach wie vor unter den Auswirkungen des Russland-Konflikts,
insbesondere im Energiesektor. Dem wirkt die Regierung mit verschiedenen Maßnahmen
im Hinblick auf den privaten Konsum sowie die fiskalpolitische Konsolidierung entgegen. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEUmsatzentwicklungDer Konzernumsatz in der aktuellen Berichtsperiode beträgt 253,7 Mio. Euro und liegt
damit 4,3% über dem Umsatz des ersten Geschäftshalbjahres 2017 von 243,2 Mio. Euro.
Zurückzuführen ist dies sowohl auf Mengen- als auch Preiseffekte, leicht gegenläufig
dazu verhielten sich die Wechselkurse von Rubel und Griwna. Der Umsatz in Deutschland stieg um 3,3% von 184,2 Mio. Euro auf 190,2 Mio. Euro. In
Russland ging der Umsatz währungsbedingt von 39,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf
38,7 Mio. Euro und somit um 1,0% zurück. In der Ukraine konnte die größte Steigerung
erzielt werden, hier stieg der Außenumsatz um 24,5% von 20,0 Mio. Euro auf 24,9 Mio.
Euro. ErtragslageDas Operative Ergebnis des Verallia Deutschland Konzerns beträgt 32,0 Mio. Euro und ist damit um 10,1 Mio. Euro höher als in der Vergleichsperiode 2017. Turnusmäßig fielen im ersten Halbjahr 2018 ausnahmsweise keine umfangreichen Wannenreparaturen an, dies führte zu einer Verbesserung der Umsatzkosten im Verhältnis zum Umsatz. Zusätzlich wurden CO2 -Zertifikate innerhalb des Verallia Konzerns veräußert, was die Sonstigen Erträge mit 3,2 Mio. Euro positiv beeinflusste. Gegenläufig hierzu verhielt sich die Erhöhung der Sonstigen Aufwendungen, hierin enthalten sind Rückstellungsbildungen in Höhe von 0,9 Mio. Euro für zurückzugebende CO2 -Zertifikate sowie 2,5 Mio. Euro für die sich aus der Entscheidung der EU-Kommission ergebende Rückforderung von Netzentgeltbefreiungen für Strombezug der Jahre 2012 und 2013. Das Finanzergebnis beträgt -6,2 Mio. Euro (Vorjahr: -7,1 Mio. Euro). Ein insgesamt
niedrigerer Refinanzierungssatz der Verallia-Gruppe wirkt sich hier auch positiv auf
den Verallia Deutschland Konzern aus. Die Sonstigen Finanzerträge und -aufwendungen
enthalten wie im Vergleichsjahr Währungsverluste aus einem konzerninternen Rubel-Darlehen
in ähnlicher Größenordnung. Analog zum Geschäftsbericht zum 31.12.2017 wurden hier
gemäß IAS 8 für die Vorjahresperiode -1,8 Mio. Euro retrospektiv von den Sonstigen
Aufwendungen umgegliedert. Insgesamt ergibt sich somit eine Erhöhung des Ergebnisses
vor Steuern von 14,8 Mio. Euro in der Vergleichsperiode 2017 auf 25,8 Mio. Euro zum
30. Juni 2018. In der Folge stiegen die Ertragsteuern von -5,4 Mio. Euro auf -6,5
Mio. Euro. Darin enthalten ist im Berichtsjahr ein latenter Steuerertrag in Höhe von
0,7 Mio. Euro aus einer Steuersatzanpassung für latente Steuern bei der Verallia Deutschland
AG. Unter dem Strich ist damit ein Konzernergebnis in Höhe von 19,3 Mio. Euro im Vergleich
zu 9,4 Mio. Euro in der Vergleichsperiode zu verzeichnen. Darüber hinaus bewirkt die Verschlechterung des Rubelkurses im Vergleich zum Euro
Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von -1,3 Mio. Euro, die direkt im Eigenkapital
erfasst werden (Vorjahr: -2,3 Mio. Euro). Insgesamt liegt das Gesamtergebnis mit 18,0
Mio. Euro deutlich, nämlich um insgesamt 10,9 Mio. Euro, über dem Vorjahreswert in
Höhe von 7,1 Mio. Euro. Finanz- und VermögenslageBeim Vergleich der einzelnen Bilanzposten zum Halbjahr (30. Juni 2018) mit dem Jahresabschluss
(31. Dezember 2017) sind üblicherweise saisonale Sonderfaktoren zu beachten. Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2017 von 436,8 Mio.
Euro auf 415,8 Mio. Euro. Die Sachanlagen verringerten sich hierbei aufgrund relativ niedriger Investitionen
bei konstantem Abschreibungsniveau um 5,8 Mio. Euro auf 243,2 Mio. Euro. Die Vorräte, hierbei insbesondere die Fertigen Erzeugnisse, nahmen saisonal bedingt
um 4,6 Mio. Euro auf 84,3 Mio. Euro ab. Ebenso zyklisch bedingt ist der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
in Höhe von 9,8 Mio. Euro auf 39,9 Mio. Euro, analog dazu auch die Verringerung der
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 17,9 Mio. Euro auf 68,8 Mio. Euro. Die Sonstigen Vermögenswerte reduzierten sich signifikant von 56,7 Mio. Euro auf 31,9
Mio. Euro. Im Wesentlichen ist dies auf gesunkene Cashpool-Forderungen innerhalb der
Verallia-Gruppe zurückzuführen. Diese resultieren hauptsächlich aus den wegen der
erfolgten Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH um 29,9 Mio. Euro
geringeren Sonstigen Verbindlichkeiten. Aufgrund der zum Halbjahr jeweils nicht darzustellenden Ergebnisabführung des laufenden
Jahres werden zum 30.06.2018 Ertragsteuerschulden in Höhe von 6,8 Mio. Euro ausgewiesen.
Im Zuge der Ergebnisabführung zum Jahresende gehen diese dann weitgehend wieder auf
die Horizon Holdings Germany GmbH über. Das Eigenkapital erhöhte sich um 18,1 Mio. Euro auf 72,6 Mio. Euro. Diese Steigerung
ergibt sich größtenteils aus dem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 19,2 Mio. Euro
abzüglich Währungsumrechnungsdifferenzen des Geschäftsjahres in Höhe von -1,3 Mio.
Euro. Die Eigenkapitalquote stieg somit von 12,5% zum 31. Dezember 2017 auf 17,5% zum 30.
Juni 2018 an. CashflowDer Cashflow stieg gegenüber dem Vorjahr von 45,1 Mio. Euro auf 48,8 Mio. Euro. Im
Vorjahr war hier zudem noch der Sondereffekt aus Steuererstattungen als Folge der
Organschaft mit der Horizon Holdings Germany GmbH enthalten. Der Cashflow aus operativer
Tätigkeit stieg ebenfalls, von 36,7 Mio. Euro auf 42,6 Mio. Euro. Hier wirkt sich
insbesondere die Minderung der Vorräte um 3,9 Mio. Euro aus, während im Vorjahr eine
Erhöhung der Vorräte in Höhe von 8,4 Mio. Euro zu verzeichnen war. Der Cashflow aus
Investitionstätigkeit liegt bei -21,9 Mio., wie bereits erwähnt fielen im Berichtszeitraum
planmäßig keine umfangreichen Wannenreparaturen an. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
beträgt -16,4 Mio. Euro. Die Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH
führte gleichzeitig zu einer Verringerung der Sonstigen Vermögenswerte. Insgesamt erhöhte sich somit der Zahlungsmittelbestand im Berichtszeitraum um 4,6
Mio. Euro. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageSämtliche wichtigen Ergebnis- und Ertragskennzahlen liegen über Vorjahresniveau, zum
Teil sogar deutlich. Hauptgrund ist die bereits erwähnte Kostenstruktur, die zumindest
temporär deutlich verbessert ist. Erfreulich ist, dass alle geographischen Segmente
auch in der aktuellen Berichtsperiode einen positiven Beitrag zum operativen Ergebnis
leisten. Die Verallia Deutschland AG geht davon aus, dass sich diese Entwicklung auch im zweiten
Halbjahr so fortsetzt. Unsicher stellen sich weiterhin die Rahmenbedingungen in Russland
und der Ukraine dar. Im Vergleich zum Vorjahr scheint sich die Lage weiter stabilisiert
zu haben, die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung bleibt jedoch abzuwarten. In Deutschland wird den marktseitigen Herausforderungen mit nochmals verstärkten Anstrengungen
sowohl auf Kosten- als auch Erlösseite begegnet. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENArbeitssicherheitSicheres Verhalten bei der Arbeit, fortschrittlicher Umweltschutz und ein Höchstmaß
an Gesundheitsschutz sind bei der Verallia Deutschland AG ein wichtiges Unternehmensziel
und zentraler Bestandteil des EHS-Managementsystems, das die Elemente Environment
(Umwelt), Health (Gesundheit) und Safety (Sicherheit) umfasst. Die Entwicklung im
Bereich der Arbeitssicherheit wird durch den Indikator TF2 abgebildet. Dieser gibt
die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen
auf eine Million Arbeitsstunden an. Es werden sowohl alle Unfälle berücksichtigt,
die zu einem Arbeitszeitausfall von mehr als 24 Stunden geführt haben, als auch solche,
bei denen eine Behandlung erforderlich war, aber die Rückkehr an den Arbeitsplatz
innerhalb von 24 Stunden erfolgte. Im betrachteten Halbjahr 2018 ist für die Standorte der Verallia Deutschland AG inklusive
der Standorte in Russland und der Ukraine für den TF2 ein Wert von 0,6 zu verzeichnen
(Vorjahr: 0,9). CHANCENBERICHTDas Chancenmanagementsystem sowie konkrete Chancen und Potenziale der Verallia Deutschland
AG sind im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2017 dargestellt. Zum aktuellen Zeitpunkt
sind hier keine wesentlich anderen Erkenntnisse festzustellen. Die beschriebenen Chancen
behalten auch für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2018 ihre Geltung. Einzelne
Entwicklungen seit Geschäftsjahresende sind nachfolgend aufgeführt. Markt- und absatzspezifische ChancenDer Trend zu individuellen Verpackungen, das Bewusstsein der Verbraucher für Gesundheit
sowie die Erwartung an nachhaltig verpackte Nahrungsmittel und Getränke halten weiterhin
an. Diesen Anforderungen im Hinblick auf hervorragende Qualität, Kundenservice und
Innovationen wollen wir proaktiv begegnen. Dadurch sind für uns Chancen auf eine positive
Absatzentwicklung erkennbar. Industrielle und technische ChancenDurch die konsequente Implementierung des Produktionssystems VIM (Verallia Industrial
Management) in den deutschen und osteuropäischen Werken konnten gute Fortschritte
in den Bereichen Kostensenkung, Verbesserung der Produktqualität und Flexibilisierung
erzielt werden. Die Initialisierungsprojekte als Grundstein für die kontinuierliche
und nachhaltige Bearbeitung von Optimierungspotenzialen wurde erfolgreich abgeschlossen.
Es konnten zahlreiche Mitarbeiter die theoretische Ausbildung zum Einsatz der VIM-Instrumente
abschließen und diese in konkreten Verbesserungsprojekten erfolgreich anwenden. Ein
zentraler Focus liegt hier auf der Behebung der zugrundeliegenden Ursachen von Problemen
mittels eines strukturierten Problemlösungsprozesses. Ferner wenden die Mitarbeiter
ihr Wissen bei der konsequenten Bearbeitung und Verfolgung von Optimierungspotentialen
zur Erreichung einer nachhaltigen Verbesserung unserer Leistungsgrößen an. RISIKOBERICHTDie Verallia Deutschland AG verfügt über ein konzernweit implementiertes Risikomanagementsystem.
Eine detaillierte Beschreibung des Systems wie auch der einzelnen Risiken ist im Geschäftsbericht
zum 31. Dezember 2017 enthalten. Alle dort gemachten Aussagen besitzen nach wie vor
weitestgehend ihre Gültigkeit. Die größte Dynamik weisen generell die Markt- und Absatzrisiken
auf und in Deutschland zwischenzeitlich ebenso die rechtlichen Risiken des Energiesektors. Markt- und AbsatzrisikenDer deutsche Behälterglasmarkt ist nach wie vor von einer hohen Wettbewerbsintensität
geprägt. Dies könnte sich weiter fortsetzen. Auch im ersten Halbjahr 2018 konnte eine
leicht erhöhte, segmentübergreifende Nachfrage festgestellt werden. Wie stabil und
damit nachhaltig dieser Trend ist, bleibt abzuwarten. 2018 gibt es in Russland keinen Grund, eine Verringerung der Produktionskapazität
von Glasbehältern zu erwarten; mehrere Marktteilnehmer kündigten Projekte zur Erhöhung
der Leistung an. Es gibt jedoch auch Akteure am Markt, die sich in einer instabilen
finanziellen Situation befinden, so dass in der nahen Zukunft die Kapazität reduziert
werden könnte. In der Ukraine hat die hohe Verbrauchsteuer auf Alkohol nach wie vor einen starken
Einfluss auf den Konsum. Der Inlandsmarkt insgesamt ist immer noch kompliziert, jedoch
zumindest nicht mehr rückläufig. Obwohl der Markt für Lebensmittel seit 2016 ein deutliches
Wachstum zeigt, herrscht dennoch ein harter Preiswettbewerb, der Herausforderungen
im weiteren Geschäftsverlauf 2018 darstellt. Rechtliche RisikenDie jüngsten Entwicklungen im Energiesektor haben regulatorische und rechtliche Auswirkungen
zur Folge und erfordern von der Verallia Deutschland AG eine erhöhte Aufmerksamkeit.
Die dabei zeitlich immer kürzer werdenden Abstände bei gesetzlichen Änderungen belasten
die Planungssicherheit - sowohl bezüglich finanzieller Belastungen als auch des Verwaltungsaufwands.
So könnte sich durch neue Gesetze, aber auch durch Vorgaben der EU, wie jüngst die
Entscheidung der EU-Kommission zur teilweisen Rücknahme der Netzentgeltbefreiung für
stromintensive Betriebe, die Situation für die Verallia Deutschland AG verändern. Einschätzung der GesamtsituationSämtliche Risiken werden aktuell und für die Zukunft als nicht bestandsgefährdend
beurteilt. Gegenüber der letzten Berichterstattung zum 31. Dezember 2017 hat sich
die Risikolage nicht grundlegend verändert. PROGNOSEBERICHTErwartete Geschäfts- und Ertragslage im zweiten Halbjahr 2018Sämtliche in unserem Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2017 getroffenen Aussagen sehen
wir nach wie vor weitgehend als zutreffend an, wir bewegen uns am oberen Ende der
angegebenen Bandbreiten. Für die einzelnen Segmente ergeben sich damit folgende Prognosen: DeutschlandWir rechnen für das Geschäftsjahr 2018 unverändert mit einem Umsatz auf Niveau des
Vorjahres und einem Operativen Ergebnis deutlich über dem Vorjahr. OsteuropaAnalog zu Deutschland rechnen wir auch in Osteuropa weiterhin mit einer erfreulichen
Entwicklung der dortigen Aktivitäten: RusslandUnter der Prämisse eines weiterhin relativ stabilen Rubelkurses erwarten wir nach
wie vor für das Geschäftsjahr 2018 einen leicht steigenden Umsatz, das Operatives
Ergebnis dürfte sogar signifikant über dem Vorjahr liegen. UkraineBei konstanter Entwicklung der ukrainischen Griwna gehen wir sowohl beim Umsatz als
auch beim Operativen Ergebnis von einer deutlichen Erhöhung aus. AllgemeinVerallia Deutschland hat die Ausrichtung auf nachhaltige Ertragssicherung und qualitativ
hochwertige Produkte auch in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres aufrechterhalten
und sieht sich in der Fokussierung auf Innovation, Service und die Qualität insgesamt
bestätigt. Für das Geschäftsjahr 2018 wird in Anlehnung an den Prognosebericht vom
31. Dezember 2017 für den Verallia Deutschland Konzern ein Umsatz leicht über dem
Niveau des Geschäftsjahres 2017 und ein Operatives Ergebnis, das deutlich über der
Vergleichsperiode liegt, erwartet. Die Arbeitssicherheit bleibt auch im zweiten Halbjahr 2018 ein zentrales Element bei
Verallia Deutschland. Für die Kennzahl TF2 (Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall
und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden) erwarten wir
im weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs 2018 unverändert zu unserer Zielstellung für
die Werke in Deutschland, die Werke in Russland und Ukraine eine TF2-Wert von 1,0. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. Im August 2018 Der Vorstand scroll
Alle Zahlen und Angaben sind nicht extern geprüft. ZWISCHENABSCHLUSSDES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS ZUM 30. JUNI 2018GESAMTERGEBNISRECHNUNGDES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNSscroll
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNSscroll
BILANZDES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNSAktivascroll
Passivascroll
KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALSDES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNSfür die Zeit vom 01. Januar 2017 bis zum 30. Juni 2017 sowie vom 01. Januar 2018 bis zum 30. Juni 2018scroll
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ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSSDES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS ZUM 30. JUNI 2018Ausgewählte erläuternde Anhangangaben nach den International Financial Reporting Standards
(IFRS) für den Konzernzwischenbericht der Periode vom 01. Januar bis 30. Juni 2018. A. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGENDie Verallia Deutschland AG ist ein selbständiges Tochterunternehmen der international
tätigen BRH Holdings GP, Ltd. Die Geschäftstätigkeit des Verallia Deutschland Konzerns
umfasst im Kerngeschäft die Produktion und den Vertrieb von Behälterglas. Die Verallia
Deutschland Aktiengesellschaft, Oberlandstraße, 88410 Bad Wurzach, Deutschland, beschäftigt
derzeit 3.016 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.089). Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag
verpflichtend anzuwendender International Financial Reporting Standards (IFRS) des
International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie aller für das abgelaufene
Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting
Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Dieser verkürzte Abschluss ist im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember
2017 und den darin enthaltenen Anhangangaben zu sehen. Damit informiert das Unternehmen
über den Geschäftsverlauf in der Unternehmensgruppe. Der Zwischenabschluss wurde weder extern geprüft noch einer prüferischen Durchsicht
unterzogen. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENEs werden grundsätzlich die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2017 angewandt, zusätzlich IAS 34 Zwischenberichterstattung. Darüber
hinaus traten insbesondere folgende neue Standards zum 1. Januar 2018 in Kraft und
wurden entsprechend seither von der Verallia Deutschland AG angewandt:
Alle anderen Neuerungen waren für Verallia Deutschland nicht relevant. Zum 01.01.2019 ist für die Verallia Deutschland AG insbesondere folgender neuer Standard
bedeutsam:
Analog zur Vorgehensweise zum 31.12.2017 werden die erfolgswirksamen Währungsumrechnungsdifferenzen
der Vergleichsperiode in Höhe von TEUR -1.848 in Übereinstimmung mit IAS 8 retrospektiv
von den sonstigen Aufwendungen in die Sonstigen Finanzaufwendungen umgegliedert. C. ANGABEN ZUR KONSOLIDIERUNGDer Konsolidierungskreis des Verallia Deutschland Konzerns umfasst unverändert zum
31.12.2017 vier voll konsolidierte Gesellschaften. Der jeweilige Anteilsbesitz an
diesen Gesellschaften blieb im ersten Halbjahr 2018 unverändert. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(1) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse resultieren in erster Linie aus den Verkauf von Erzeugnissen und
Waren. (2) SachanlagenDie Investitionen in Sachanlagen des ersten Halbjahres 2018 in Höhe von TEUR 15.554
liegen unter dem Vorjahresniveau von TEUR 25.509. (3) VorräteDie Abwertungen auf Vorräte betragen zum 30. Juni 2018 TEUR 1.868 (31. Dezember 2017:
TEUR 2.391). (4) Finanzielle Vermögenswerte und Finanzielle VerbindlichkeitenDie Zuordnung der einzelnen Bilanzpositionen zu den gemäß IFRS 13 geforderten Fair-Value-Hierarchien
ist im Vergleich zum 31.12.2017 unverändert. Der beizulegende Zeitwert sämtlicher
Bilanzpositionen entspricht näherungsweise nach wie vor ihrem Buchwert. (5) EventualverbindlichkeitenSonstige vertragliche Verpflichtungen belaufen sich auf TEUR 148.788 (31. Dezember
2017: TEUR 153.054), darin enthalten sind Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen
in Höhe von TEUR 15.220 (31. Dezember 2017: TEUR 11.489). E. SEGMENTBERICHTERSTATTUNGSämtliche Unternehmen des Verallia Deutschland Konzerns sind in der Produktion und
dem Vertrieb von Behälterglas tätig. Die wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns
sind somit stark abhängig von den geographischen Märkten, in denen Oberland produziert
und absetzt, insbesondere im Hinblick auf Wachstum sowie gesetzliche und wirtschaftliche
Rahmenbedingungen. Folglich entspricht die Segmentierung gemäß IFRS 8 dem Standort
der Tätigkeiten. Unter das Segment Deutschland fällt demnach die Verallia Deutschland AG. Im Segment
Russland sind die ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod und JSC "Kavminsteklo" enthalten.
Das Segment Ukraine enthält die Gesellschaft Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA'. Daraus
ergeben sich für den Zwischenabschluss folgende Segmentinformationen: scroll
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1)
Konsolidierung F. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONENDie Geschäfte und finanziellen Beziehungen mit den verbundenen und assoziierten Unternehmen
innerhalb des Verallia Konzerns werden in Summe angegeben. scroll
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