![]() Verallia Deutschland AGBad WurzachZwischenbericht zum 30.06.2020 der Verallia Deutschland AGUNTERNEHMENSKENNZAHLEN KONZERNscroll
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Umsatzrendite = (Operatives Ergebnis/Umsatzerlöse) x 100 ZWISCHENLAGEBERICHT ZUM 30. JUNI 2020GRUNDLAGEN DES KONZERNS Die Verallia Deutschland AG (VD) - mit Hauptsitz in Bad Wurzach - ist eine börsennotierte
Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht, die im General Standard gelistet ist
und am Regulierten Markt in Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und München gehandelt
wird. Zum Konzern gehören vier deutsche Produktionsstätten, die sich in Bad Wurzach,
Neuburg an der Donau, Essen und Wirges befinden. Weitere Standorte sind die Werke
Kavminsteklo in Mineralnye Vody und Kamyshinsky Steklotarny Zawod in Kamyshin bei
Wolgograd in Russland sowie das Werk "Verallia Ukraine" in Rivne, Ukraine. WIRTSCHAFTLICHES UMFELDCovid-19 Die Covid-19-Pandemie hat die Verallia Deutschland AG wie alle Unternehmen und Menschen
in den Ländern, in denen die Gesellschaft tätig ist, getroffen. Dank eines sehr frühen Eingreifens und sehr klarer strenger Direktiven seitens des
Vorstands, die auf den Vorgaben der Behörden und den unternehmensinternen Business
Continuity Plänen basieren, konnte die Verallia Deutschland AG jedoch bis dato die
Produktionskapazitäten zu 100% aufrechterhalten. Glücklicherweise gab es aus gesundheitlicher Sicht in Deutschland keine und in den
osteuropäischen Werken kaum Beeinträchtigungen. Eine etwas geringere Nachfrage nach
Behälterglas von Kundenseite war allerdings in beiden geographischen Segmenten zu
verzeichnen. Deutschland Die deutsche Wirtschaft wurde - wie die gesamte Konjunktur weltweit - in den ersten
6 Monaten des Berichtsjahres 2020 stark von der Covid-19-Pandemie beeinflusst. Das
Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) spricht davon, dass die Corona-Krise
der deutschen Wirtschaft tiefe Wunden zugefügt hat, die trotz einer beherzten Wirtschaftspolitik
nur langsam heilen dürften und Deutschland damit in der tiefsten Rezession der Nachkriegsgeschichte
steckt. Laut Aussagen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) im Juni 2020 lassen sich
deren wirtschaftlichen Folgen jedoch immer verlässlicher quantifizieren. So liegt
der Tiefpunkt der Krise nach Meinung des IfW Kiel hinter uns. Das ist noch keine Entwarnung,
denn der Tiefpunkt war extrem. Der Einbruch ging auch - entgegen sonstiger Muster in der Vergangenheit - auf die
privaten Konsumausgaben zurück, die sonst oftmals ein stabilisierender Faktor der
wirtschaftlichen Entwicklung sind. Maßgeblich hierfür waren mangelnde Konsummöglichkeiten. Im Juni ist der ifo (Institut für Wirtschaftsforschung, München) Geschäftsklimaindex
allerdings auf 86,2 Punkte gestiegen, nach 79,7 Punkten im Mai. Dies ist der stärkste
jemals gemessene Anstieg. Die deutsche Wirtschaft sieht Licht am Ende des Tunnels.
Die aktuelle Lage wird jedoch weiterhin von einer großen Mehrheit der Unternehmen
als schlecht eingestuft. Osteuropa Auch in den osteuropäischen Ländern beeinträchtigt die Covid-19-Pandemie die Wirtschaft
negativ. Infolgedessen stuft der IMF (International Monetary Fund) seine Schätzung für den
Rückgang der russischen Wirtschaft in 2020 auf 6,6%. Diese Vorhersagen sind im Vergleich
schlechter als die offiziellen russischen Schätzungen: Die Zentralbank der Russischen
Föderation erwartet einen Rückgang des BIP in 2020 von 4 bis 6%; das Ministerium für
die wirtschaftliche Entwicklung von 5%. Die Inflationsrate des ersten Halbjahres liegt
bei etwa 3%, die Prognose für das gesamte Jahr liegt bei 3,8 bis 4,8%. Die Ukraine präsentierte sich bis Februar 2020 mit rückläufiger Inflation und positiven
Wachstumsprognosen. Durch den Ausbruch von Covid-19 haben sich die Konjunkturaussichten
eingetrübt. Laut der aktualisierten IMF Prognose vom April wird für 2020 ein Rückgang
des BIP von 7,7% erwartet. Weiterhin wird vom IMF erwartet, dass die Arbeitslosenquote
schwer von den negativen wirtschaftlichen Folgen getroffen wird, Schätzungen rechnen
mit einem Anstieg um 10,1% in 2020. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEUmsatzentwicklung Der Konzernumsatz in der aktuellen Berichtsperiode beträgt 284,3 Mio. Euro und liegt
damit 3,0% über dem Umsatz des ersten Geschäftshalbjahres 2019 von 275,9 Mio. Euro.
Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf positive Preiseffekte bei leichten Mengeneinbußen
durch die Corona-Krise. Der Umsatz in Deutschland stieg um 3,7% von 202,3 Mio. Euro auf 209,7 Mio. Euro.
In Osteuropa konnte eine Steigerung um 1,2% von 73,7 Mio. Euro auf 74,6 Mio. Euro
erreicht werden. Ertragslage Das Operative Ergebnis (EBIT) des Verallia Deutschland Konzerns beträgt 45,1 Mio.
Euro und ist damit um 7,6 Mio. Euro höher als in der Vergleichsperiode 2019. Preis-
und Effizienzsteigerungen führten zu einer Verbesserung der Umsatzkosten im Verhältnis
zum Umsatz. Analog dazu erhöhte sich auch das EBITDA von 58,9 Mio. Euro auf 67,4 Mio.
Euro. Das Finanzergebnis beträgt -0,3 Mio. Euro (Vorjahr: -5,3 Mio. Euro). Der Zinsaufwand
verbesserte sich von -5,3 Mio. Euro auf -4,0 Mio. Euro, zurückzuführen insbesondere
auf eine durchgereichte Umfinanzierung der gesamten Verallia Gruppe. Die Sonstigen
Finanzerträge und -aufwendungen enthalten Währungsgewinne in Osteuropa, resultierend
aus einem teilweise in Euro vorgehaltenen Zahlungsmittelbestand. Insgesamt ergibt sich somit eine Erhöhung des Ergebnisses vor Steuern von 32,2 Mio.
Euro in der Vergleichsperiode 2019 auf 44,8 Mio. Euro zum 30. Juni 2020. In der Folge
stiegen die Ertragsteuern von -8,7 Mio. Euro auf -9,4 Mio. Euro. Wegen Inanspruchnahme
von Verlustvorträgen in Russland verläuft dieser Anstieg unterproportional. Somit ist ein Konzernergebnis in Höhe von 35,5 Mio. Euro im Vergleich zu 23,5 Mio.
Euro in der Vergleichsperiode zu verzeichnen. Im Sonstigen Ergebnis sind Zeitwertänderungen von Sicherungsgeschäften für Zins-
und Rohstoffrisiken in Höhe von insgesamt -0,8 Mio. Euro (Vorjahr: -4,9 Mio. Euro)
enthalten, gegenläufig dazu die daraus resultierenden latenten Steuern in Höhe von
0,3 Mio. Euro (Vorjahr 1,4 Mio. Euro). Außerdem führt eine Erhöhung des Abzinsungssatzes
für die Pensionsrückstellungen zu versicherungsmathematischen Gewinnen in Höhe von
insgesamt 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: -8,9 Mio. Euro) und einem entsprechenden latenten
Steueraufwand in Höhe von -0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro). Die Verschlechterung
des Wechselkurses sowohl von Russischem Rubel als auch Ukrainischer Griwna im Vergleich
zum Euro ergibt Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von -12,6 Mio. Euro, die direkt
im Eigenkapital erfasst werden (Vorjahr: 7,1 Mio. Euro). Insgesamt liegt das Gesamtergebnis
mit 23,4 Mio. Euro um insgesamt 2,6 Mio. Euro über dem Vorjahreswert in Höhe von 20,8
Mio. Euro. Finanz- und Vermögenslage Beim Vergleich der einzelnen Bilanzposten zum Halbjahr (30. Juni 2020) mit dem Jahresabschluss
(31. Dezember 2019) sind üblicherweise saisonale Sonderfaktoren zu beachten. Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2019 von 463,9 Mio.
Euro auf 405,0 Mio. Euro. Die Sachanlagen verringerten sich sowohl zyklisch- als auch währungsbedingt von 248,9
Mio. Euro auf 241,3 Mio. Euro. Die Vorräte, hierbei insbesondere die Fertigen Erzeugnisse, nahmen dank hohem Produktionsvolumen
um 8,8 Mio. Euro auf 85,5 Mio. Euro zu. Die Sonstigen Vermögenswerte reduzierten sich signifikant von 67,7 Mio. Euro auf
15,6 Mio. Euro. Im Wesentlichen ist dies auf gesunkene Cashpool-Forderungen innerhalb
der Verallia Gruppe zurückzuführen. Diese resultieren hauptsächlich aus der erfolgten
Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH in Höhe von 85,9 Mio. Euro,
gegenläufig dazu verhält sich der laufende Cashflow. Auf der Passivseite führte dies
zu einem entsprechenden Rückgang der kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.
Per 30.06.2020 ist hierin hauptsächlich das auf das erste Halbjahr 2020 entfallende,
an die Horizon Holdings Germany abzuführende handelsrechtliche Ergebnis der Verallia
Deutschland AG enthalten. Ein Teil des Zahlungsmittelbestandes wurde zur Rückzahlung finanzieller Verbindlichkeiten
verwendet, entsprechend ging der Zahlungsmittelbestand um 8,5 Mio. Euro auf 19,9 Mio.
Euro zurück. Ebenso gingen folglich die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
um 13,6 Mio. Euro auf 140,1 Mio. Euro zurück. Das Eigenkapital erhöhte sich leicht um 1,8 Mio. Euro auf 26,1 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote
stieg somit von 5,3% zum 31. Dezember 2019 auf 6,5% zum 30. Juni 2020 an. Cashflow Der Cashflow stieg gegenüber dem Vorjahr von 55,2 Mio. Euro auf 62,3 Mio. Euro, in
erster Linie dank des erhöhten Operativen Konzernergebnisses. Der Cashflow aus operativer
Tätigkeit stieg dank signifikanter Working-Capital-Verbesserungen im Vergleich zum
Vorjahr sogar von 40,7 Mio. Euro auf 68,1 Mio. Euro. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit
liegt bei -24,0 Mio. Euro (Vorjahr: -14,8 Mio. Euro). Größtes Einzelprojekt ist hierbei
der Wannenbau in Kamyshin. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt -53,4 Mio.
Euro (Vorjahr: -19,8 Mio. Euro). Die Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany
GmbH führte gleichzeitig zu einer Verringerung der Sonstigen Vermögenswerte. Außerdem
wurden die finanziellen Verbindlichkeiten um insgesamt 13,2 Mio. Euro gesenkt. Insgesamt verringerte sich somit der Zahlungsmittelbestand im Berichtszeitraum um
8,5 Mio. Euro. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Fast alle wichtigen Ergebnis- und Ertragskennzahlen liegen trotz Corona-Krise über
Vorjahresniveau, zum Teil sogar deutlich. Hauptgrund sind die bereits erwähnte weiterhin
weitgehend stabile Absatzlage sowie eine verbesserte Kostenstruktur. Erfreulich ist,
dass beide geographischen Segmente auch in der aktuellen Berichtsperiode einen positiven
Beitrag sowohl zum Operativen Ergebnis als auch zum Konzernergebnis nach Steuern leisten. Die Verallia Deutschland AG geht allerdings davon aus, dass sich diese Entwicklung
im zweiten Halbjahr nicht so fortsetzen wird. Den durch die Covid-19 Krise weiter
gesteigerten Herausforderungen wird mit nochmals verstärkten Anstrengungen auf Kostenseite
begegnet. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENArbeitssicherheit Sicheres Verhalten bei der Arbeit, fortschrittlicher Umweltschutz und ein Höchstmaß
an Gesundheitsschutz sind bei der Verallia Deutschland AG ein wichtiges Unternehmensziel
und zentraler Bestandteil des EHS-Managementsystems, das die Elemente Environment
(Umwelt), Health (Gesundheit) und Safety (Sicherheit) umfasst. Die Entwicklung im
Bereich der Arbeitssicherheit wird durch den Indikator TF2 abgebildet. Dieser gibt
die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen
auf eine Million Arbeitsstunden an. Es werden sowohl alle Unfälle berücksichtigt,
die zu einem Arbeitszeitausfall von mehr als 24 Stunden geführt haben, als auch solche,
bei denen eine Behandlung erforderlich war, aber die Rückkehr an den Arbeitsplatz
innerhalb von 24 Stunden erfolgte. Im betrachteten Halbjahr 2020 ist für die Standorte der Verallia Deutschland AG inklusive
der Standorte in Osteuropa für den TF2 ein Wert von 2,8 (12 Monatswert) zu verzeichnen
(Vorjahr: 3,7). Damit zeigt das im letzten Jahr gestartete Reaktionsprogramm, ausgelöst durch die
Zunahme der Unfälle, erste Wirkungen. Führungskräfte verändern durch fokussierte Gespräche
unsichere Verhaltensweisen und Situationen. Der Fokus darauf, die Sensibilität für
Gefahren zu stärken, bewährt sich. CHANCENBERICHT Das Chancenmanagementsystem sowie konkrete Chancen und Potenziale der Verallia Deutschland
AG sind im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2019 dargestellt. Zum aktuellen Zeitpunkt
sind hier keine wesentlich anderen Erkenntnisse festzustellen. Die beschriebenen Chancen
behalten auch für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2020 ihre Geltung. Einzelne
Entwicklungen seit Geschäftsjahresende sind nachfolgend aufgeführt. Markt- und absatzspezifische Chancen Bedingt durch die Corona-Pandemie ist die Nachfrage am Markt aktuell sehr volatil.
Durch steigende Bevorratung in privaten Haushalten und auch die erhöhte Zubereitung
von Lebensmitteln zuhause ergibt sich erhöhte Nachfrage bei Produkten für Food. Der
bislang bereits festgestellte Trend hin zu Glasverpackungen im Allgemeinen besteht
auch während der Krise weiter. Industrielle und technische Chancen Durch die konsequente Implementierung des Produktionssystems VIM (Verallia Industrial
Management) in den deutschen und osteuropäischen Werken konnten gute Fortschritte
in den Bereichen Kostensenkung, Verbesserung der Produktqualität und Flexibilisierung
erzielt werden. Mit der "Cost Deployment Methode" können jetzt die Werke besser identifizieren,
wo ihre Einsparungsmöglichkeiten liegen und welche Werke "Good Practices" von anderen
Standorten übernehmen können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Behebung der
zugrundeliegenden Ursachen von Problemen mittels eines strukturierten Problemlösungsprozesses.
Ferner wenden die Mitarbeiter ihr Wissen bei der konsequenten Bearbeitung und Verfolgung
von Optimierungspotentialen zur Erreichung einer nachhaltigen Verbesserung unserer
Leistungsgrößen an. RISIKOBERICHT Die Verallia Deutschland AG verfügt über ein konzernweit implementiertes Risikomanagementsystem.
Eine detaillierte Beschreibung des Systems wie auch der einzelnen Risiken ist im Geschäftsbericht
zum 31. Dezember 2019 enthalten. Alle dort gemachten Aussagen besitzen nach wie vor
weitestgehend ihre Gültigkeit. Die größte Dynamik weisen generell die Markt- und Absatzrisiken
auf und in Deutschland zwischenzeitlich ebenso die Beschaffungsrisiken und rechtlichen
Risiken des Energiesektors. Durch die Corona-Pandemie ergeben sich in allen Bereichen sowohl im Beschaffungs-,
Absatz- als auch im Finanzbereich Planungsunsicherheiten. Diese werden durch ein erhöhtes
Ausfallrisiko bei Kunden und Lieferanten hervorgerufen, welche auch auf die Liquiditätsplanung
Einfluss haben. Finanzrisiken Als Folge der Corona-Krise sind verminderte oder verspätete Zahlungseingänge nicht
auszuschließen. Dem wird durch intensiviertes Kunden-Monitoring entgegengewirkt. Außerdem
werden staatliche Unterstützungsmaßnahmen geprüft und bei Bedarf in Anspruch genommen. Des Weiteren könnten sich durch das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld Wertminderungsrisiken
für die einzelnen Vermögenswerte der Verallia Deutschland AG ergeben. Wie in diesem
Zwischenbericht dargestellt, ist die Lage des Verallia Deutschland Konzerns derzeit
jedoch nicht als deutlich verschlechtert einzustufen. Ein Triggering-Event für die
Überprüfung der Werthaltigkeit sämtlicher Vermögenswerte liegt dementsprechend nicht
vor. Markt- und Absatzrisiken Die Corona-Pandemie sorgt derzeit dafür, dass die Forecasts der Kunden zunehmend
unzuverlässig werden. Dabei ergeben sich, teilweise sehr kurzfristig, Abweichungen
nach oben aber auch nach unten. Diese starke Volatilität der Märkte verlangt eine
hohe Flexibilität. Durch diese Schwankungen besteht das Risiko, dass vorhandene Lagerbestände
nicht wie geplant abfließen können und mögliche Absatzchancen durch nicht vorhanden
Lagerbestände eventuell nicht bedient werden können. Ob der positive Trend bei Food
sich weiter fortsetzen wird, steht auch im Zusammenhang mit den Ernteerträgen und
ist somit nach wie vor wetterabhängig. In Russland gibt es für das erste Halbjahr keine Veränderung auf dem Wettbewerbsumfeld
im Vergleich zum Ende 2019. Im Food-Bereich besteht durch verschiedene Wettbewerber
eine hohe Verfügbarkeit von Gläsern, dies könnte das Gemüse-Segment beeinflussen,
welches traditionell sehr sensibel auf Preise reagiert. Alle Risiken für den Bereich
der Flaschen (Mengen und Preise) stehen in diesem Jahr in Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie. In der Ukraine ist nach wie vor der Bereich Spirituosen risikobehaftet. Der negative
Trend wird hauptsächlich durch demographische und volkswirtschaftliche Gründe erklärt.
Durch die Einführung neuer Produkte und dem Angebot von verschiedenen Mix-Produkten
sowie Exporte wird diesem Trend entgegengewirkt. Beschaffungsrisiken Zur Herstellung unserer qualitativ hochwertigen Produkte benötigen wir in unseren
Geschäftsprozessen Rohstoffe, Energie, komplexes technisches Equipment, spezifische
Dienstleistungen sowie Frachtkapazitäten, bei deren Bezug wir Marktpreis-, Liefer-
und Qualitätsrisiken ausgesetzt sind. Marktpreisrisiken begegnen wir durch gezieltes
Beschaffungsmanagement bzw. durch mittel- und langfristige Lieferverträge, wodurch
wesentliche Preisrisiken verringert werden. Darüber hinaus verwenden wir in wichtigen
Verträgen Preisgleit- bzw. Indexregelungen, um uns gegen Marktpreisrisiken abzusichern.
Nachfrage- oder krisenbedingte Lieferengpässe auf Seiten unserer Lieferanten können
bei fehlenden Ausweichmöglichkeiten zu Produktionsstillständen und eigenen Lieferverzögerungen
mit negativen Auswirkungen auf das Ergebnis führen. Dies betrifft insbesondere die
Beschaffung von Rohstoffen, Verpackungsmaterial und Vergütungsmitteln. Wir begegnen diesen Risiken zum einen mit einem intensiven Lieferantenmanagement
und zum anderen durch eine enge Abstimmung mit unseren Kernlieferanten als auch einer
laufenden Marktbeobachtung. Durch das bestehende Lieferantenkontrollverfahren und
enge Zusammenarbeit mit unseren Kernlieferanten verbessern wir permanent die Qualität
der bezogenen Produkte. Die Energiepreise sind weiterhin relativ volatil. Dem Risiko steigender Energiepreise
wird durch eine strukturierte Energiebeschaffung sowie durch Projekte hinsichtlich
Energieeffizienz und alternativer Energien begegnet. Es besteht nach wie vor eine Unterdeckung an CO2-Zertifikaten. Dies führt zu einem
stichtagsbezogenen Rückstellungsbedarf in Höhe von 10,9 Mio. Euro (31.12.2019: 10,4
Mio. Euro). In dem Maße, in dem zum Stichtag eine Unterdeckung an CO2-Emissionsrechten
vorliegt, besteht ein entsprechendes Risiko in Bezug auf deren Wertentwicklung. Auf
Ebene der Verallia Gruppe ist im Rahmen des Risikomanagementsystems durch eine vorwärts
gerichtete Sicherung aller CO2-Emissionsrechte die Versorgung mit CO2-Emissionsrechten
für die kommenden Jahre gewährleistet. Rechtliche Risiken Die jüngsten Entwicklungen der Corona-Pandemie sind positiv. Die aus dem Lock-Down
resultierenden Risiken haben sich daher deutlich verringert. Die Entwicklungen des
für die Verallia Deutschland AG wichtigen Energiesektors werden weiterhin aufmerksam
verfolgt. Die zunehmende Anzahl an gesetzlichen Änderungen bietet dabei sowohl Chancen
als auch Risiken. Durch das Risikomanagement und die interne Organisation wird den
Risiken bestmöglich begegnet. Einschätzung der Gesamtsituation Sämtliche Risiken werden aktuell und für die Zukunft als nicht bestandsgefährdend
beurteilt. Gegenüber der letzten Berichterstattung zum 31. Dezember 2019 hat sich
die Risikolage nicht grundlegend verändert. PROGNOSEBERICHTErwartete Geschäfts- und Ertragslage im zweiten Halbjahr 2020 Resultierend aus der Covid-19-Pandemie sehen wir unsere Prognosen aus dem Lagebericht
zum 31. Dezember 2019 nicht mehr als vollständig zutreffend an. Obgleich die Abschätzung
der finalen Auswirkungen dieser Krise natürlich mit großen Unsicherheiten behaftet
ist, schließen wir nicht genauer zu quantifizierende Auswirkungen auf Kunden und ihre
Aktivitäten und damit Auswirkungen auf Ergebnisse der Verallia nicht mehr aus. Die Arbeitssicherheit bleibt auch im zweiten Halbjahr 2020 ein zentrales Element
bei Verallia Deutschland. Die im letzten Jahr eingeleiteten Maßnahmen werden weiterverfolgt.
Vor diesem Hintergrund erwarten wir für die Kennzahl TF2 (Häufigkeit von Unfällen
mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden)
eine Stabilisierung und ein Abklingen der Unfallereignisse, im weiteren Verlauf des
Geschäftsjahrs 2020; durch die eingeleiteten Gegenmaßnahmen gehen wir für die Werke
in Deutschland, Russland und der Ukraine von einem Prognosewert für den TF2 von 1,5
aus, womit wir den Zielwert von 1,7 unterschreiten. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. Im Juli 2020 Verallia Deutschland AG Der Vorstand scroll
Alle Zahlen und Angaben sind nicht extern geprüft. GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
Das auf andere Gesellschafter entfallende Gesamtergebnis in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr:
TEUR 301) ergibt sich aus dem anteiligen Jahresergebnis in Höhe von TEUR 314 (Vorjahr:
TEUR 80) sowie anteiligen Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR -314 (Vorjahr:
TEUR 221). GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
BILANZAktivascroll
Passivascroll
KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS
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| Verallia Deutschland AG | ||||||
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gesetzliche Rücklagen | Andere Gewinnrücklagen | Gewinnvortrag | Konzernergebnis |
| 01.01.2019 | 26.000 | 73.408 | 249 | 3.909 | - | 37.598 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | - | 23.377 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges | - | - | - | -5.140 | - | - |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | - | - | - | 264 | - | - |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | - | - | -8.887 | - | - |
| Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - | 4.018 | - | - |
| Dividende | - | - | - | - | - | - |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 72 | - | - | - | - |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | - | - | - | 77 | - | - |
| Umgliederung | - | - | - | 37.598 | - | -37.598 |
| 30.06.2019 | 26.000 | 73.480 | 249 | 31.839 | - | 23.377 |
| 01.01.2020 | 26.000 | 87.466 | 249 | -49.025 | - | 50.507 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | - | 35.148 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges | - | - | - | -3.592 | - | - |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | - | - | - | 2.773 | - | - |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | - | - | 1.624 | - | - |
| Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - | -200 | - | - |
| Dividende | - | - | - | -29.251 | - | - |
| Vom Organträger übernommene hypothetische laufende Steuer | - | 7.401 | - | - | - | - |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 174 | - | - | - | - |
| Umgliederung | - | - | - | 50.507 | - | -50.507 |
| 30.06.2020 | 26.000 | 95.041 | 249 | -27.164 | - | 35.148 |
| Verallia Deutschland AG | FremdgeselIschafter | Gesamt | ||||
| in TEUR | Kumulierte Währungsumrechnungs- differenzen |
Summe Eigenkapital | Minderheitenkapital | Kumuliertes übriges Konzernergebnis | Summe Eigenkapital | Summe Eigenkapital |
| 01.01.2019 | -103.929 | 37.235 | 2.466 | 367 | 2.833 | 40.068 |
| Konzernergebnis | - | 23.377 | - | 80 | 80 | 23.457 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges | - | -5.140 | - | - | - | -5.140 |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | - | 264 | - | - | - | 264 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | -8.887 | - | - | - | -8.887 |
| Währungsumrechnung | 6.852 | 6.852 | 221 | - | 221 | 7.073 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | 4.018 | - | - | - | 4.018 |
| Dividende | - | - | -1 | -1 | -1 | |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 72 | - | - | - | 72 |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | - | 77 | -847 | - | -847 | -770 |
| Umgliederung | - | - | 367 | -367 | - | - |
| 30.06.2019 | -97.077 | 57.868 | 2.206 | 80 | 2.286 | 60.154 |
| 01.01.2020 | -93.346 | 21.851 | 2.287 | 253 | 2.540 | 24.391 |
| Konzernergebnis | - | 35.148 | - | 314 | 314 | 35.462 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges | - | -3.592 | - | - | - | -3.592 |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | - | 2.773 | - | - | - | 2.773 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | 1.624 | - | - | - | 1.624 |
| Währungsumrechnung | -12.319 | -12.319 | -314 | - | -314 | -12.633 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | -200 | - | - | - | -200 |
| Dividende | - | -29.251 | - | - | - | -29.251 |
| Vom Organträger übernommene hypothetische laufende Steuer | - | 7.401 | - | - | - | 7.401 |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 174 | - | - | - | 174 |
| Umgliederung | - | - | 253 | -253 | - | - |
| 30.06.2020 | -105.665 | 23.609 | 2.226 | 314 | 2.540 | 26.149 |
Ausgewählte erläuternde Anhangangaben nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) für den Konzernzwischenbericht der Periode vom 01. Januar bis 30.
Juni 2020.
Die Verallia Deutschland AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz
in 88410 Bad Wurzach, Oberlandstraße, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Ulm unter
der Registernummer HRB 610192 eingetragen. Sie ist ein Tochterunternehmen der international
tätigen Verallia Gruppe. Die Geschäftstätigkeit des Verallia Deutschland Konzerns
umfasst im Kerngeschäft die Produktion und den Vertrieb von Behälterglas. Im Konzern
sind zum Stichtag 3.029 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.105) beschäftigt.
Mit Wirkung zum 29. Oktober 2015 hat uns die BRH Holdings GP, Ltd., aufgrund der
Vorschriften des § 21 WpHG (alte Fassung) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil durch
indirekte Beteiligung 96,7 % beträgt. Als Folge des Börsengangs der Verallia SA im
Oktober 2019 hat sich diese Beteiligung entsprechend verringert. Die direkte Beteiligung
wird gehalten von der Horizon Holdings Germany GmbH, Bad Wurzach, mit 91,7 % sowie
der Verallia France SA, Courbevoie, Frankreich, mit 5,0 %.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag
verpflichtend anzuwendender International Financial Reporting Standards (IFRS) des
International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie aller für das abgelaufene
Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting
Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.
Dieser verkürzte Abschluss ist im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember
2019 und den darin enthaltenen Anhangangaben zu sehen. Damit informiert das Unternehmen
über den Geschäftsverlauf in der Unternehmensgruppe.
Der Zwischenabschluss wurde weder extern geprüft noch einer prüferischen Durchsicht
unterzogen.
Es werden grundsätzlich die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2019 angewandt, zusätzlich IAS 34 Zwischenberichterstattung.
Darüber hinaus traten folgende für den Verallia Deutschland Konzern relevanten Standards
zum 1. Januar 2020 in Kraft:
| ― |
IAS 1 und IAS 8 Definition von Wesentlichkeit |
| ― |
Änderungen an IAS 39, IFRS 9 und IFRS Interest Benchmark Reform |
Hieraus ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf diesen Konzernabschluss.
Der Anstieg des Abzinsungssatzes für die Pensionsrückstellungen von 0,85% auf 1,00%
führte zu versicherungsmathematischen Gewinnen in Höhe von insgesamt TEUR 1.624.
Der Konsolidierungskreis des Verallia Deutschland Konzerns umfasst unverändert zum
31. Dezember 2019 vier voll konsolidierte Gesellschaften. Der jeweilige Anteilsbesitz
an den anderen Gesellschaften blieb im ersten Halbjahr 2020 unverändert.
Die Umsatzerlöse resultieren in erster Linie aus dem Verkauf von Erzeugnissen und
Waren, basierend auf Verträgen mit Kunden.
Die Investitionen in Sachanlagen des ersten Halbjahres 2020 in Höhe von TEUR 20.769
liegen zyklisch bedingt über dem Vorjahresniveau von TEUR 15.368.
Die Abwertungen auf Vorräte betragen zum 30. Juni 2020 TEUR 2.655 (31. Dezember 2019:
TEUR 2.491).
Gemäß IFRS 13 sind Finanzinstrumente entsprechend der jeweils zugrunde gelegten Bewertungstechnik
zur Darstellung der Fair-Value-Hierarchie in 3 Stufen zu gliedern:
Stufe 1 umfasst Finanzinstrumente mit auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte
oder Verbindlichkeiten notierten Preisen.
Stufe 2 beinhaltet Finanzinstrumente, die nicht unter Stufe 1 fallen und deren Inputfaktoren
von einem aktiven Markt direkt oder indirekt ableitbar sind. Hierunter fallen im vorliegenden
Geschäftsbericht sämtliche Derivate.
Stufe 3 enthält Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren Bewertung nicht auf beobachtbaren
Marktdaten basiert. Darin enthalten sind sämtliche Finanzinstrumente, die nicht unter
Stufe 1 oder 2 fallen.
Für sämtliche weitere finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum Buchwert
bilanziert wurden, entspricht der Buchwert näherungsweiße dem beizulegenden Zeitwert,
weshalb eine Angabe desselben unterbleiben kann. Der Konzern erfasst Umgruppierungen
zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode,
in der die Änderung eingetreten ist.
Sonstige vertragliche Verpflichtungen belaufen sich auf TEUR 155.513 (31. Dezember
2019: TEUR 191.985), darin enthalten sind Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen
in Höhe von TEUR 23.929 (31. Dezember 2019: TEUR 21.425).
Gemäß IFRS 8 erfolgt die Segmentierung nach dem Management-Approach. Dieser folgt
grundsätzlich den wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns, die stark abhängig
von den geografischen Märkten, in denen Verallia Deutschland produziert und absetzt,
sind, insbesondere im Hinblick auf Wachstum sowie politische, gesetzliche und wirtschaftliche
Rahmenbedingungen. Mit der Zielsetzung einer effizienten Ressourcenallokation werden
sämtliche osteuropäischen Gesellschaften als ein operatives Segment geführt, Russland
und die Ukraine werden folglich unter Osteuropa subsummiert.
Sämtliche Konzernunternehmen sind im Bereich der Behälterglasherstellung für die
Getränke- und Nahrungsmittelindustrie tätig.
| 30.06.2020 | ||||
| Deutschland | Osteuropa | Eliminierung & Anpassung | Konzern | |
| Außenumsatz | 209.734 | 74.592 | - | 284.326 |
| Intersegmentäre Umsätze | - | 2.914 | -2.914 1) | - |
| Operatives Ergebnis | 29.911 | 15.351 | -153 1) | 45.109 |
| Ergebnis vor Steuern | 31.519 | 18.155 | -4.857 1) | 44.817 |
| Konzernergebnis | 23.406 | 16.917 | -4.861 1) | 35.462 |
| Vermögenswerte | 485.497 | 143.469 | -223.963 1)2) | 405.003 |
| 30.06.2019 | ||||
| Deutschland | Osteuropa | Eliminierung & Anpassung | Konzern | |
| Außenumsatz | 202.286 | 73.658 | - | 275.944 |
| Intersegmentäre Umsätze | - | 141 | -141 1) | - |
| Operatives Ergebnis | 26.776 | 10.659 | 37 1) | 37.472 |
| Ergebnis vor Steuern | 22.581 | 9.576 | 13 1) | 32.170 |
| Konzernergebnis | 15.953 | 7.501 | 3 1) | 23.457 |
| Vermögenswerte zum 31.12.2019 | 545.792 | 157.698 | -239.554 1)3) | 463.936 |
1)
Konsolidierung
2)
Saldierung Latenter Steuern (TEUR -13.897)
3)
Saldierung Latenter Steuern (TEUR -13.715)
Die Geschäfte und finanziellen Beziehungen mit den verbundenen und assoziierten Unternehmen
innerhalb des Verallia Konzerns werden in Summe angegeben.
| in TEUR | 30.06.2020 | 31.12.2019 |
| Forderungen | 6.457 | 55.034 |
| Verbindlichkeiten | 171.112 | 241.325 |
| in TEUR | 1.Hj. 2020 | 1.Hj. 2019 |
| Erträge | 4.906 | 6.817 |
| Aufwendungen/Investitionen | 8.189 | 8.597 |