![]() Villeroy & Boch AGMettlachZwischenbericht zum 30. September 2017ZWISCHENBERICHT 1. Januar bis 30. September 2017
DER KONZERN IM ÜBERBLICKscroll
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Nettovermögensrendite zum 31.12.2016 Wertpapier-Kenn-Nummern: 765 720, 765 723 ISIN: DE0007657207, DE0007657231 Villeroy & Boch AG . D 66688 Mettlach Tel.: +49 6864 81-2715 . Fax: +49 6864 81-72715 Internet: http://www.villeroyboch-group.com ZWISCHENLAGEBERICHT DES VILLEROY & BOCH-KONZERNS ÜBER DAS DRITTE QUARTAL 2017RAHMENBEDINGUNGEN DES KONZERNSDie Erläuterungen zu den Grundlagen des Konzerns innerhalb des Konzernlageberichts
2016 gelten unverändert. Angaben zu Veränderungen im Konsolidierungskreis sowie zu
Forschungs- und Entwicklungskosten sind im Konzernanhang auf Seite 13 bzw. 17 dargestellt. WIRTSCHAFTSBERICHTDie wirtschaftlichen RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft befand sich im Jahresverlauf 2017 in einem anhaltenden Aufschwung.
Die wichtigsten Impulse für die robuste Expansion der deutschen Wirtschaft waren neben
dem privaten Konsum nach wie vor die gute Exportentwicklung sowie die im privaten
und staatlichen Sektor gestiegenen Investitionsausgaben. Hinzu kommt, dass die Bautätigkeit
weiterhin durch niedrige Zinsen und den erhöhten Bedarf an Wohnraum angeregt wurde.
Auch die Konjunktur im Euroraum zeigte sich durchweg aufwärtsgerichtet. Begünstigt
wurde dies vor allem durch die weitere Verbesserung am Arbeitsmarkt, zugleich zogen
die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahr an. Hingegen hat sich die Konjunktur im
Vereinigten Königreich mehr als ein Jahr nach der Brexit-Entscheidung deutlich abgeschwächt.
In den Vereinigten Staaten hat die gesamtwirtschaftliche Dynamik nach einem schwachen
Jahresbeginn zuletzt wieder spürbar zugelegt. Chinas Wirtschaft ist insbesondere zur
Jahresmitte kräftig gewachsen. Geschäftsverlauf und Lage des Villeroy & Boch-KonzernsDer Vorstand der Villeroy & Boch AG bewertet die wirtschaftliche Lage des Konzerns
insgesamt positiv. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 haben wir den Konzernumsatz auf
konstanter Kursbasis, das heißt bewertet zu Währungskursen des Vorjahres, um 1,7 %
gesteigert. Nominal sind wir um 1,4 % auf 602,7 Mio. € gewachsen. Der Konzernumsatz
wurde überwiegend durch negative Währungseffekte, hauptsächlich bedingt durch die
Abwertungen des Britischen Pfunds und der Schwedischen Krone, beeinflusst. Der Auftragsbestand im Konzern zum 30. September 2017 hat sich im Vergleich zum 1.
Januar 2017 deutlich um 46,0 Mio. € auf 119,9 Mio. € erhöht. Im Unternehmensbereich
Bad und Wellness erreichte der Auftragsbestand mit 102,9 Mio. € erneut ein Rekordniveau.
Dem Unternehmensbereich Tischkultur waren 17,0 Mio. € zuzuordnen. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres haben wir ein operatives
EBIT in Höhe von 24,4 Mio. € erzielt - im Vorjahresvergleich entspricht dies einem
überproportionalen Ergebniszuwachs um 1,8 Mio. € bzw. 8,0 %. Unsere Ergebniserwartung
für das Gesamtjahr 2017 bestätigen wir. Unter Berücksichtigung der aus dem Immobilienprojekt in Gustavsberg (Schweden) realisierten
Sondererträge in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €) betrug das EBIT insgesamt
24,5 Mio. € (Vorjahr: 23,8 Mio. €). Weitere Informationen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung der beiden Unternehmensbereiche
sind in den nachfolgenden Erläuterungen dargestellt. Die rollierende operative Nettovermögensrendite des Villeroy & Boch-Konzerns verbesserte
sich bis zum 30. September 2017 um 1,4 Prozentpunkte auf 17,1 % (31. Dezember 2016:
15,7 %). Das rollierende operative Nettovermögen des Konzerns belief sich zum Bilanzstichtag
auf 277,9 Mio. € (31. Dezember 2016: 292,5 Mio. €). Geschäftsverlauf und Lage der UnternehmensbereicheBad und WellnessIm Unternehmensbereich Bad und Wellness haben wir unseren Umsatz (nominal) in den
ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 um 5,6 % auf 417,6 Mio. € gesteigert.
Währungsbereinigt lag das Umsatzwachstum bei 6,0 %, wobei negative Kurseffekte insbesondere
aus dem Britischen Pfund und der Schwedischen Krone resultierten. In unserem Heimatmarkt
Deutschland erzielten wir ein Umsatzplus von 2,6 % und setzten damit - vor allem dank
der anhaltend starken Entwicklung unseres Badmöbelgeschäfts - das kontinuierliche
Wachstum der Vorjahre fort. Kräftig zugelegt hat der Unternehmensbereich außerdem
in Norwegen (+13,3 %), in Finnland (+12,0 %), in den Niederlanden (+8,5 %) und in
Ungarn (+8,5 %), während sich der französische Markt (-5,6 %) im Berichtszeitraum
rückläufig präsentierte. In Großbritannien lag der Umsatz ausschließlich währungsbedingt
um 8,4 % unter Vorjahr - auf konstanter Kursbasis verbesserten wir uns hingegen um
0,9 %. Ein erneut herausragendes Umsatzplus in Höhe von 52,7 % haben wir in unserem
größten Wachstumsmarkt China erreicht, wo wir nicht nur im Bereich Dusch-WCs sondern
produkt-feldübergreifend deutliche Steigerungsraten erzielten. Ebenso konnten wir
dank unseres Projektgeschäfts vor allem in den Golfstaaten (+46,1 %) stark zulegen. Dank des guten Umsatzwachstums hat der Unternehmensbereich Bad und Wellness den operativen
Gewinn (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Mio. € bzw. 9,4 % auf 29,0 Mio. € gesteigert. Bis zum Stichtag 30. September 2017 verbesserte der Unternehmensbereich seine rollierende
operative Nettovermögensrendite auf 22,1 % (20,6 % zum 31. Dezember 2016). Das dabei
eingesetzte operative Nettovermögen reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember
2016 um 8,2 Mio. € auf 200,4 Mio. €. TischkulturDer Unternehmensbereich Tischkultur erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres
2017 einen Umsatz (nominal) in Höhe von 185,1 Mio. € und lag damit 7,1 % unter Vorjahr.
Auf konstanter Kursbasis betrug der Umsatzrückgang 6,7 %; negative Währungseffekte
resultierten hauptsächlich aus dem Britischen Pfund. Beeinflusst wurde der Tischkultur-Umsatz dadurch, dass wir Teile unseres Zweitmarken-geschäfts
gezielt in unser Lizenzgeschäft verlagert haben. Bislang von Villeroy & Boch generierte
Umsätze wurden somit durch Lizenzerträge ersetzt. Zudem führen wir auch im aktuellen Geschäftsjahr unseren Kurs fort, einen zunehmenden
Fokus auf margenstärkere Handelskanäle zu legen und zugleich eine restriktivere Rabattpolitik
zu verfolgen. Dank dieser Maßnahmen, die den Premium-Anspruch der Marke Villeroy &
Boch sowie die Festigung unserer Umsatzqualität auf einem nachhaltig hohen Niveau
unterstützen, haben wir im bisherigen Jahresverlauf deutlich verbesserte Margen aus
dem Warenverkauf erzielt. Mit Blick auf unsere europäischen Kernmärkte ergaben sich rückläufige Umsatzentwicklungen
unter anderem in Deutschland (-7,8 %) und in Frankreich (-4,0 %) - nicht zuletzt auch
bedingt durch die europaweit allgemein nachlassenden Besucherfrequenzen im Einzelhandel
sowie die Schließung unrentabler Shops im Zuge der Optimierung unseres Vertriebsnetzwerks.
Außerdem ließ die Pfund-Schwäche unseren Umsatz in Großbritannien (nominal) um 6,8
% schrumpfen, wohingegen wir auf konstanter Kursbasis um 1,8 % gegenüber dem Vorjahr
gewachsen sind. Außerhalb Europas konnten wir vor allem in Südkorea (+52,5 %) und in den Golfstaaten
(+10,9 %) kräftig zulegen, während in den USA ein Umsatzrückgang von 7,2 % zu Buche
schlug. Der Unternehmensbereich Tischkultur schloss die ersten neun Monate des Jahres 2017
mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von -4,6 Mio. € (Vorjahr: -3,9 Mio. €) ab. Aufgrund
der restriktiveren Rabattpolitik schlug sich der Umsatzrückgang nur unterproportional
im Ergebnis nieder. Der Unternehmensbereich Tischkultur verbesserte seine operative Nettovermögensrendite
gegenüber dem 31. Dezember 2016 um 1,0 Prozentpunkte auf 14,6 %. Das rollierende operative
Nettovermögen des Unternehmensbereichs betrug zum 30. September 2017 77.5Mio. € und
reduzierte sich somit gegenüber dem Vergleichswert zum 31. Dezember 2016 um 6,4 Mio.
€. KapitalstrukturZum Bilanzstichtag 30. September 2017 hat sich unser Eigenkapital gegenüber dem 31.
Dezember 2016 um 5,7 Mio. € auf 178,3 Mio. € erhöht. Die unterjährige Veränderung
des Eigenkapitals resultierte im Wesentlichen aus dem in der ersten drei Quartalen
erwirtschafteten Konzernergebnis in Höhe von 14.6Mio. € sowie der im Frühjahr von
der Villeroy & Boch AG ausgezahlten Dividende in Höhe von 13,3 Mio. €. Zudem führte
der unterjährige Erwerb der Tochtergesellschaft Argent Australia Pty. Ltd. zu einer
Erhöhung der Minderheitsanteile am Eigenkapital um 5,3 Mio. €. Unsere Eigenkapitalquote
verbesserte sich gegenüber dem Niveau zum 31. Dezember 2016 (25,5 %) auf 26,1 %. InvestitionenIn den ersten neun Monaten des Jahres 2017 haben wir Investitionen in Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 15,9 Mio. € getätigt (Vorjahr: 12,9 Mio.
€). Davon entfielen 12,4 Mio. € auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness sowie
3,5 Mio. € auf den Unternehmensbereich Tischkultur. Im Unternehmensbereich Bad und Wellness floss der Großteil der Investitionen in die
Anschaffung neuer Anlagen für unsere Produktionsstandorte im In- und Ausland, davon
insbesondere in Mettlach und in Hodmezövasarhely (Ungarn). Außerdem investierten wir
in die Optimierung unseres Logistikzentrums in Losheim. Im Unternehmensbereich Tischkultur haben wir neue Anlagen für die Produktion in den
Werken Merzig und Torgau sowie für das Logistikzentrum Merzig erworben. Zudem investierten
wir in den Ausbau und die Optimierung unserer Einzelhandelsaktivitäten. Zum Bilanzstichtag
bestanden Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
in Höhe von 11,4 Mio. €. Die Finanzierung unserer Investitionen wird aus dem operativen
Cash Flow erfolgen. Für das Gesamtjahr 2017 rechnen wir weiterhin mit einem Investitionsvolumen von mehr
als 35 Mio. €. NettoliquiditätZum 30. September 2017 betrug unsere Nettoliquidität 40,6 Mio. €. Im Vergleich zum
Vorjahreszeitpunkt entspricht dies einer Steigerung um 17,2 Mio. € (30. September
2016: 23,4 Mio. €). Gegenüber dem 31. Dezember 2016 ist die Nettoliquidität um 20,1 Mio. € gesunken, was
insbesondere auf saisonale Einflüsse wie die Dividendenausschüttung sowie die alljährliche
Auszahlung der Kundenboni und der variablen leistungsabhängigen Personalvergütung
zurückzuführen ist. BilanzstrukturZum Bilanzstichtag betrug unsere Bilanzsumme 683,9 Mio. € gegenüber 676,3 Mio. € zum
31. Dezember 2016. Der Anteil des gesamten Anlagevermögens an der Bilanzsumme lag
bei 31,3 % (31. Dezember 2016: 31,7 %). Das kurzfristige Vermögen ist gegenüber dem
31. Dezember 2016 um 8,0 Mio. € gestiegen. Die Vorräte lagen - bedingt durch saisonale
Einflüsse sowie aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der Argent Australia Pty. Ltd.
in den Konzernabschluss - um insgesamt 19,7 Mio. € höher als zum 31. Dezember 2016.
Die größte dem gegenüberstehende Verminderung zeigte sich dagegen in den sonstigen
kurzfristigen Vermögenswerten (-13,3 Mio. €) - hier erfolgte im Februar 2017 die Tilgung
der Kaufpreisforderung aus der bereits Ende 2016 getätigten Veräußerung einer Teilfläche
unseres ehemaligen Tischkulturwerks in Luxemburg an die Stadt Luxemburg. Auf der Passivseite umfassten die größten unterjährigen Bewegungen eine Zunahme der
kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (+11,3 Mio. €) und der sonstigen kurzfristigen
Verbindlichkeiten (+8,7 Mio. €), während sich die Pensionsrückstellungen und die Ertragsteuerschulden
um jeweils 7,6 Mio. € reduzierten. RISIKO- UND CHANCENBERICHTDie im Geschäftsbericht 2016 beschriebenen Chancen und Risiken bestehen unverändert
fort. Einzelne, bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. AUSBLICK FÜR DAS LAUFENDE GESCHÄFTSJAHRFür das Gesamtjahr 2017 gehen wir davon aus, dass sich die positive weltwirtschaftliche
Dynamik weiterhin fortsetzt. Dabei deuten diverse Stimmungsindikatoren auf eine anhaltend
gute Konjunktur im Euroraum hin, die nicht zuletzt durch die positive Lage am Arbeitsmarkt
und vorerst weiterhin niedrige Zinsen begünstigt wird. Ebenso bleiben die Auftriebskräfte
der US-Konjunktur intakt. Für die chinesische Volkswirtschaft ist unverändert mit
überdurchschnittlichen - wenngleich auch leicht rückläufigen - Expansionsraten zu
rechnen. Unter Berücksichtigung aller Markteinschätzungen sowie der heterogenen Geschäftsentwicklung
in den beiden Unternehmensbereichen erwartet der Vorstand der Villeroy & Boch AG für
das gesamte Geschäftsjahr 2017 eine Steigerung des Konzernumsatzes am unteren Ende
der prognostizierten Bandbreite von 2 bis 3 %. Die erwartete Umsatzsteigerung wird
durch die hervorragende Auftragslage im Bereich Bad und Wellness gestützt. An unserer
Ergebnisprognose mit einer Steigerung um voraussichtlich 5 bis 10 % halten wir unverändert
fest, wobei wir eine Steigerung am oberen Ende der genannten Bandbreite als erreichbar
ansehen. Unsere operative Nettovermögensrendite wird im Jahr 2017 voraussichtlich
über dem Vorjahresniveau von 15,7 % liegen. Mettlach, den 16. Oktober 2017 Frank Göring Nicolas Luc Villeroy Andreas Pfeiffer Dr. Markus Warncke KONZERNBILANZ zum 30.09.2017 in Mio. €Aktivascroll
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KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 01.01.2017 - 30.09.2017 in Mio. €scroll
Verwässerungseffekte bestanden in der Berichtsperiode nicht. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 01.01.2017 - 30.09.2017 in Mio. €scroll
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 01.07.2017 - 30.09.2017 in Mio. €scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 01.07.2017 - 30.09.2017 in Mio. €scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG 01.01.2017 - 30.09.2017 in Mio. €Den Gesellschaftern der Villeroy & Boch AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital scroll
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KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 01.01.2017 - 30.09.2017 in Mio. €scroll
KONZERN-SEGMENTBERICHT 01.01.2017 - 30.09.2017 in Mio. €scroll
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Das rollierende operative Nettovermögen der beiden Unternehmensbereiche stellt sich
zum Berichtszeitpunkt wie folgt dar: scroll
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KONZERN-SEGMENTBERICHT 01.07.2017 - 30.09.2017 in Mio. €scroll
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ANHANG DES VILLEROY & BOCH-KONZERNS ZUM DRITTEN QUARTAL 2017ALLGEMEINE INFORMATIONENDie Villeroy & Boch AG mit Sitz in Mettlach (Deutschland) ist eine börsennotierte
Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Sie übt die Funktion der Muttergesellschaft des
Villeroy & Boch-Konzerns aus. Der Unternehmensverbund gliedert sich in die zwei operativ
tätigen Unternehmensbereiche Bad und Wellness sowie Tischkultur. Die Börsennotierung
der Villeroy & Boch Vorzugsaktien erfolgt im Prime Standard der Deutschen Börse AG. Der vorliegende Zwischenbericht umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September
2017. Er wurde nach Beratung des Vorstands mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats
am 16. Oktober 2017 zur Veröffentlichung freigegeben. Seine Erstellung erfolgte unter
Berücksichtigung des § 315a HGB unter Anwendung der durch die Europäische Kommission
übernommenen IFRS-Regelungen. Eine Prüfung bzw. eine Durchsicht des vorliegenden,
verkürzten Zwischenabschlusses durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist nicht
erfolgt. Nach Ansicht des Vorstands wird mit dem präsentierten Zwischenabschluss eine
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage erzielt. Der Zwischenbericht enthält gemäß IAS 34 einen verkürzten Konzernabschluss
mit ausgewählten Anhangangaben. Aus diesem Grund sollte er im Zusammenhang mit dem
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 gelesen werden. Dieser kann über den Investor
Relations-Bereich der Internet-Seite www.villeroyboch-group.com bestellt werden. Die
im Geschäftsbericht 2016 beschriebenen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden
wurden im Berichtszeitraum um die durch die EU übernommenen und ab dem 1. Januar 2017
verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsstandards erweitert. Alle Änderungen hatten
keine bzw. keine materiellen Auswirkungen auf diesen Zwischenbericht. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis des Villeroy & Boch-Konzerns umfasst 54 Unternehmen (31.12.2016:
53 Unternehmen). Am 23. Juni 2017 erwarb die Villeroy & Boch AG Anteile der Argent
Australia Pty. Ltd., mit Sitz in Brisbane, Australien. Die Gesellschaft vertreibt
hauptsächlich Bad- und Kücheneinrichtungen an den Fachhandel sowie Projektkunden.
Der Villeroy & Boch Konzern liefert diesem Unternehmen seit vielen Jahren Produkte
des Unternehmensbereichs Bad und Wellness. Die wesentlichen Auswirkungen aus der erstmaligen
Einbeziehung dieser Gesellschaft auf unseren Konzernabschluss umfassen zum einen in
der Gewinn- und Verlustrechnung einen positiven Umsatzeffekt in Höhe von 4,0 Mio.
€ sowie zum anderen in der Konzernbilanz eine Erhöhung der Vorräte (8,9 Mio. €), der
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (4,4 Mio. €) und der Minderheitenanteile
am Eigenkapital (5,3 Mio. €). Ausgeschüttete Dividende der Villeroy & Boch AG für das Geschäftsjahr 2016In der Hauptversammlung am 24. März 2017 wurde die vom Aufsichtsrat und Vorstand der
Villeroy & Boch AG vorgeschlagene Dividende von 0,48 € je Stamm-Stückaktie und 0,53
€ je Vorzugs-Stückaktie beschlossen. Die Ausschüttung entspricht einer Dividendenzahlung
für das Stammkapital von 6,7 Mio. € (Vorjahr: 6,2 Mio. €) und für das Vorzugskapital
von 6,6 Mio. € (Vorjahr: 6,0 Mio. €). Die Auszahlung erfolgte am 29. März 2017. Zum
Ausschüttungszeitpunkt hielt der Villeroy & Boch-Konzern, wie im Vorjahr, 1.683.029
eigene Vorzugs-Stückaktien. Diese waren nicht dividendenberechtigt. Saisonale Einflüsse auf die GeschäftstätigkeitIm Unternehmensbereich Tischkultur wird regelmäßig durch das Weihnachtsgeschäft im
vierten Quartal ein höherer Umsatz und höheres operatives Ergebnis erwartet als in
den übrigen Quartalen. ERLÄUTERUNGEN ZU AUSGEWÄHLTEN POSTEN DER KONZERNBILANZ1. SachanlagenDie Sachanlagen betrugen zum 30. September 2017 153,5 Mio. € (31.12.2016: 157,2 Mio.
€). Die Verminderung des Sachanlagevermögens ist im Wesentlichen bedingt durch das
gegenüber den Abschreibungen temporär niedrigere Investitionsvolumen. Im Berichtszeitraum
wurden Sachanlagen in Höhe von 15,4 Mio. € (Vorjahr: 12,1 Mio. €) angeschafft. Der
Investitionsfokus des Unternehmensbereichs Bad und Wellness lag in Deutschland. Hier
wurden hauptsächlich neue Anlagen für die Sanitärfabrik in Mettlach erworben und das
Logistikzentrum in Losheim optimiert. In Hodmezöväsärhely (Ungarn) wurde in den Umweltschutz,
in die Einführung eines Produktionsmanagementsystems und einer standardisierten Waschtisch-Glasierlinie
investiert. Neue Formen wurden für die Produktion in Roden (Niederlande) gekauft.
Im Unternehmensbereich Tischkultur wurden neue Anlagen für die Produktionsstandorte
in Torgau und Merzig sowie für das Logistikzentrum in Merzig angeschafft. Außerdem
investierten wir in unsere eigenen Einzelhandelsgeschäfte, u.a. in Frankreich, in
Australien und in Deutschland. Die planmäßigen Abschreibungen betrugen 18,3 Mio. €
(Vorjahr: 19,2 Mio. €). Zum Berichtszeitpunkt hatte der Villeroy & Boch-Konzern Verpflichtungen
zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 11,3 Mio. € (per 31.12.2016: 5,5 Mio. €). 2. Sonstige finanzielle VermögenswerteDie sonstigen finanziellen Vermögenswerte stiegen im Berichtszeitraum hauptsächlich
durch die Anlage eines Betrags in Höhe von 4,7 Mio. € in einem Sondervermögen an. 3. VorräteDie Vorräte bestehen zum Bilanzstichtag aus: scroll
Die Wertberichtigungen auf Vorräte sind im Berichtszeitraum um -1,1 Mio. € auf insgesamt
-17,2 Mio. € angestiegen. 4. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich wie folgt: scroll
5. Sonstige lang- und kurzfristige VermögenswerteIm Berichtszeitraum veränderten sich die lang- und kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte
wie folgt: scroll
6. Zahlungsmittel und kurzfristige EinlagenDer Zahlungsmittelbestand umfasst: scroll
Die Verminderung der Zahlungsmittel um 8,8 Mio. € basiert im Wesentlichen auf saisonalen
Effekten wie der Auszahlung für die Dividende in Höhe von 13,3 Mio. € sowie der Auszahlung
von Kundenboni (vgl. Tz. 11) und variablen Vergütungen für das Jahr 2016. Gegenläufig
wirkte vor allem der Zahlungseingang aus dem Verkauf einer Teilfläche unseres ehemaligen
Tischkulturwerkes in Luxemburg (vgl. Tz. 5). Das Bankguthaben wurde mit kongruenten
Verbindlichkeiten in Höhe von 17,5 Mio. € (per 31.12.2016: 14,6 Mio. €) verrechnet.
Die Mittel werden bei Banken mit hoher Bonität gehalten, die überwiegend einem Einlagensicherungssystem
angehören. 7. BewertungsrücklagenDie Bewertungsrücklagen umfassen die Rücklagen des "Sonstigen Ergebnisses": scroll
8. Minderheitsanteile am EigenkapitalAn der akquirierten Konzerngesellschaft Argent Australia Pty. Ltd. sind weitere Gesellschafter
mit einem Kapitalanteil in Höhe von 5,3 Mio. € beteiligt. 9. Lang- und kurzfristige PersonalrückstellungenDie langfristigen Personalrückstellungen haben sich nur unwesentlich verändert. Die
Veränderung der kurzfristigen Personalrückstellungen ist hauptsächlich durch die Auszahlung
der variablen Gehaltsanteile des Jahres 2016 bedingt. 10. Lang- und kurzfristige FinanzverbindlichkeitenDie langfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich im Berichtzeitraum nicht verändert.
Die Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ist hauptsächlich durch
die Nutzung einer Zwischenfinanzierung bedingt. 11. Sonstige lang- und kurzfristige VerbindlichkeitenDie lang- und kurzfristigen übrigen Verbindlichkeiten umfassen die folgenden Positionen: scroll
(a)
saisonal bedingte Veränderung ERLÄUTERUNGEN ZU AUSGEWÄHLTEN POSTEN DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG12. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse werden in der Segmentberichterstattung aufgegliedert. 13. Vertriebs-, Marketing- und EntwicklungskostenIn diesem Posten sind im Berichtszeitraum folgende Aufwendungen für Forschung und
Entwicklung enthalten: scroll
14. FinanzergebnisDas Finanzergebnis gliedert sich wie folgt auf: scroll
15. ErtragsteuernDie wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands sind: scroll
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN16. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtszeitraum wurden keine Verträge von materieller Bedeutung mit nahestehenden
Unternehmen und Personen abgeschlossen. Das Transaktionsvolumen bewegt sich zeitanteilig
nahezu auf einem vergleichbaren Niveau wie im Jahresabschluss 2016. Grundsätzlich
erfolgen alle Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen. 17. Ereignisse nach dem BilanzstichtagBis zur Freigabe des Zwischenberichts wurden keine wesentlichen Ereignisse bekannt.
FINANZKALENDERscroll
Dieser Zwischenbericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Bei Abweichungen
geht die deutsche Fassung des Zwischenberichtes der Übersetzung vor. Aufgrund von
Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung
von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Prozentangaben erfolgen grundsätzlich
in gerundeten Wertangaben. Dieser Zwischenbericht sowie weitere Informationen stehen
auch im Internet unter www.villeroyboch-group.com zum Download zur Verfügung. |
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