![]() Villeroy & Boch AGMettlachZwischenbericht zum 31. März 2018ZWISCHENBERICHT1. Januar bis 31. März 2018
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Ab dem Geschäftsjahr 2018 werden Erlöse aus dem Lizenzgeschäft als Umsatz ausgewiesen.
Bis 31.12.2017 erfolgte der Ausweis als sonstige betriebliche Erträge. Entsprechende
Vorjahresangaben wurden nicht angepasst. Wertpapier-Kenn-Nummern: 765 720, 765 723 Villeroy & Boch AG Internet: http://www.villeroyboch-group.com ZWISCHENLAGEBERICHT DES VILLEROY & BOCH-KONZERNS ÜBER DAS ERSTE QUARTAL 2018RAHMENBEDINGUNGEN DES KONZERNSDie Erläuterungen zu den Grundlagen des Konzerns innerhalb des Konzernlageberichts
2017 gelten unverändert. Angaben zu Veränderungen im Konsolidierungskreis sowie zu
Forschungs- und Entwicklungskosten sind im Konzernanhang auf Seite 12 und in Tz. 12
dargestellt. WIRTSCHAFTSBERICHTDie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Anfang 2018 setzte sich der Aufschwung der
Weltwirtschaft fort. Im Euroraum verteilte sich die anhaltende Dynamik auf die Mehrheit
der Länder und wurde weiterhin durch raschen Beschäftigungsaufbau, rückläufige Arbeitslosigkeit
sowie günstige Finanzierungsbedingungen angetrieben. Die sowohl binnen- als auch außenwirtschaftlichen Auftriebskräfte der deutschen Wirtschaft
haben zu einer weiteren Annäherung an die Hochkonjunktur geführt. Einhergehende Kapazitätsengpässe
machten sich dabei insbesondere in der Bauwirtschaft und im Dienstleistungssektor
bemerkbar. Außerhalb Europas verblieb das durch geld- und fiskalpolitische Maßnahmen stimulierte
Konjunkturwachstum in China auf gewohnt hohem Niveau und auch in den USA verlief die
Expansionsdynamik ähnlich stark wie zuletzt. Geschäftsverlauf und Lage des Villeroy & Boch-Konzerns Der Vorstand der Villeroy &
Boch AG bewertet die wirtschaftliche Lage des Konzerns insgesamt positiv. Im ersten Quartal 2018 erzielten wir einen Konzernumsatz in Höhe von 209,7 Mio. €.
Erstmals darin enthalten sind Erlöse aus unserem Lizenzgeschäft in Höhe von 1,7 Mio.
€, während wir in den Vorjahren entsprechende Lizenzerlöse bislang als sonstige betriebliche
Erträge ausgewiesen hatten. Ausführliche Informationen über diese Ausweisänderung
sind im Konzernanhang in Tz. 11 dargestellt. Ohne Berücksichtigung der Lizenzerlöse haben wir den aus dem Warenverkauf erzielten
Konzernumsatz um 3,4 % auf 208,0 Mio. € gesteigert. Auf kursbereinigter Basis, das
heißt gerechnet zu Währungskursen des Vorjahres, erzielten wir einen Umsatzzuwachs
von 5,7 %. Demnach überwogen negative Währungseffekte in besonderem Maße, wobei die
größten Abwertungen aus dem US-Dollar, dem Chinesischen Renminbi und der Schwedischen
Krone resultierten. Der Auftragsbestand zum 31. März 2018 hat sich im Vergleich zum 1. Januar 2018 um
3,4 Mio. € auf 110,4 Mio. € erhöht. Davon entfielen 94,7 Mio. € auf den Unternehmensbereich
Bad und Wellness und 15,7 Mio. € auf den Unternehmensbereich Tischkultur. Unser Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnten wir im ersten Quartal 2018, gestützt
durch die sehr gute Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Bereich Bad und Wellness, um
5,7 % auf 11,1 Mio. € steigern. Weitere Informationen zum Geschäftsverlauf der beiden
Unternehmensbereiche sind in den nachfolgenden Abschnitten dargestellt. Für das Gesamtjahr bestätigen wir unsere Umsatz- und Ergebniserwartung. Die rollierende operative Nettovermögensrendite des Konzerns betrug zum 31. März 2018
17,6 %. Die geringfügige Abweichung im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2017
(17,7 %) resultierte aus dem saisonal bedingten Anstieg des operativen Nettovermögens
auf 286,0 Mio. € (31. Dezember 2017: 280,4 Mio. €). Geschäftsverlauf und Lage der UnternehmensbereicheBad und WellnessDer Unternehmensbereich Bad und Wellness trug im ersten Quartal 2018 mit 147,2 Mio.
€ zum Konzernumsatz bei, wovon 0,1 Mio. € auf das Lizenzgeschäft entfielen. Ohne Berücksichtigung
der Lizenzerlöse haben wir den Umsatz aus Warenverkäufen um 6,3 % auf 147,1 Mio. €
gesteigert. Kursbereinigt lag das Umsatzplus mit 8,3 % noch höher. In Deutschland steigerten wir unsere Umsätze um moderate 1,4 %, da die hohen Auslastungsgrade
im Handwerk das allgemeine Branchenwachstum verlangsamt haben. Mit Blick auf unsere
weiteren europäischen Heimatmärkte konnten wir vor allem in den Regionen Nordeuropa
(+6,2 %) und Benelux (+3,7 %) robust zulegen. Die heterogene Entwicklung in den restlichen
Ländern -maßgeblich durch nachteilige Kurseffekte beeinträchtigt -sorgte dafür, dass
sich der Gesamtumsatz in Europa mit 120,2 Mio. € (-0,4 %) nahezu auf Vorjahresniveau
entwickelte. In den außereuropäischen Märkten haben wir unseren Umsatz um beachtliche 52,1 % auf
insgesamt 26,9 Mio. € gesteigert. Deutlich verbessern konnten wir uns vor allem in
der Wachstumsregion Asien-Pazifik mit einer Umsatzsteigerung von 61,7 % (bereinigt
um die im Juni 2017 erfolgte Akquisition der Argent Australia Pty. Ltd.). Dort ragte
die Entwicklung in China mit einem Umsatzanstieg von 61,5 % heraus. Dank der starken Umsatzentwicklung und Effizienzsteigerungen in unserem Produktionsnetzwerk
hat sich der Unternehmensbereich Bad und Wellness mit einem operativen Gewinn (EBIT)
von 13,0 Mio. € um 1,8 Mio. € bzw. 16,1 % deutlich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die rollierende operative Nettovermögensrendite erhöhte sich auf 24,0 % (23,5 % zum
31. Dezember 2017). Das im Unternehmensbereich eingesetzte operative Nettovermögen
nahm im Vergleich zum 31. Dezember 2017 um 4,0 Mio. € auf 206,1 Mio. € zu. TischkulturDer Unternehmensbereich Tischkultur erzielte im ersten Quartal 2018 einen Umsatz in
Höhe von 61,7 Mio. €, worin Lizenzerlöse in Höhe von 0,8 Mio. € enthalten waren. Der
Umsatz aus Warenverkäufen lag mit 60,9 Mio. € zwar 3,0 % unter der Vorjahresmarke,
allerdings trugen negative Währungseffekte erheblich dazu bei. Auf konstanter Kursbasis
haben wir das Umsatzniveau des Vorjahres erreicht (62,8 Mio. €). Nach einem von wichtigen strategischen Anpassungen geprägten Vorjahr -beispielsweise
das Verfolgen einer restriktiveren Rabattpolitik -ist es uns im europäischen Heimatmarkt
während des ersten Quartals 2018 gelungen, den Umsatz mit 48,0 Mio. € weitestgehend
zu stabilisieren (-0,6 %). Während wir in wichtigen Märkten wie Benelux (+18,1 %),
Italien (+6,8 %) und Frankreich (+3,7 %) wieder gewachsen sind, wurde der in den sonstigen
Märkten nominal erzielte Umsatz vor allem durch die negativen Kurseffekte aus dem
Schweizer Franken und dem Britischen Pfund belastet. Außerhalb Europas haben wir im Raum Naher und Mittlerer Osten/Afrika dank eines sehr
erfolgreichen Projektgeschäfts mit 46,4 % ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum
erzielt. In den USA schlug ein fast ausschließlich währungsbedingter Umsatzrückgang
(-14,0 %) zu Buche -kursbereinigt befanden wir uns in Vorjahresreichweite (-0,6 %). Erfreulich ist darüber hinaus, dass sich unsere forcierten Vertriebs- und Marketingaktivitäten
im E-Commerce ausgezahlt haben - über alle Märkte hinweg steigerten wir unsere Online-Umsätze
um 8,3 %. Der Unternehmensbereich Tischkultur startete mit einem operativen Quartalsergebnis
(EBIT) von -1,9 Mio. € ins aktuelle Geschäftsjahr 2018 (Vorjahr: -0,7 Mio. €). Neben
dem Umsatzrückgang haben gestiegene Logistikkosten im Zusammenhang mit Serviceoptimierungen
und dem Ausbau des Online-Versandhandels sowie Verschiebungen in der Umsatzstruktur
das Ergebnis des Unternehmensbereichs belastet. Die rollierende operative Nettovermögensrendite des Unternehmensbereichs Tischkultur
ist gegenüber dem 31. Dezember 2017 um 2,4 Prozentpunkte auf 9,5 % gesunken. Ursächlich
hierfür sind neben dem Ergebnisrückgang auch der gleichzeitige Anstieg des rollierenden
operativen Nettovermögens um 1,6 Mio. € auf nunmehr 79,9 Mio. €. KapitalstrukturZum 31. März 2018 hat sich unser Eigenkapital gegenüber dem Jahresende 2017 um 9,5
Mio. € auf 185,1 Mio. € reduziert. Die Veränderung des Eigenkapitals resultierte hauptsächlich
aus der im März 2018 von der Villeroy & Boch AG ausgezahlten Dividende in Höhe von
14,3 Mio. €, die teilweise durch das im ersten Quartal 2018 erwirtschaftete Konzernergebnis
in Höhe von 7,0 Mio. € kompensiert wurde. Unsere Eigenkapitalquote (inklusive Minderheitenanteile)
blieb mit 28,2 % nahezu konstant gegenüber dem Niveau zum 31. Dezember 2017 (28,3
%). InvestitionenIm ersten Quartal 2018 haben wir Investitionen in Höhe von 4,8 Mio. € getätigt (Vorjahr:
3,0 Mio. €). Davon entfielen 3,8 Mio. € auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness
sowie 1,0 Mio. € auf den Unternehmensbereich Tischkultur. Im Unternehmensbereich Bad und Wellness wurden neue Anlagen insbesondere für die Keramikwerke
in Mettlach, Mexiko und Frankreich erworben. Im Unternehmensbereich Tischkultur haben
wir im Wesentlichen in Neuanschaffungen und Modernisierungsmaßnahmen für die Produktion
in Merzig investiert und zudem neue Shops in Spanien, England und Kanada eröffnet. Zum Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten in Höhe von 11,2 Mio. €. Die Finanzierung unserer Investitionen wird
aus dem operativen Cash Flow erfolgen. Für das Gesamtjahr 2018 rechnen wir weiterhin mit einem Investitionsvolumen von mehr
als 40 Mio. €. NettoliquiditätZum 31. März 2018 betrug unsere Nettoliquidität 13,5 Mio. €. Gegenüber dem 31. Dezember
2017 entspricht dies einer Verminderung um 44,1 Mio. €, in der sich insbesondere saisonale
Einflüsse wie die Dividendenausschüttung sowie die alljährliche Auszahlung der Kundenboni
und der variablen leistungsabhängigen Personalvergütung widerspiegeln. BilanzstrukturZum Bilanzstichtag betrug unsere Bilanzsumme 655,3 Mio. € gegenüber 687,1 Mio. € zum
31. Dezember 2017. Der Anteil des gesamten Anlagevermögens an der Bilanzsumme erhöhte
sich infolge der niedrigeren Bilanzsumme auf 34,5 % (31. Dezember 2017: 33,1 %). Das kurzfristige Vermögen ist gegenüber dem 31. Dezember 2017 um 31,5 Mio. € gesunken,
hauptsächlich begründet durch den saisonal bedingten Rückgang des Zahlungsmittelbestands. Auf der Passivseite zeigten sich die größten Veränderungen gegenüber dem Jahresende
2017 in einer Abnahme der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, der kurzfristigen
Personalrückstellungen sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. RISIKO- UND CHANCENBERICHTDie im Geschäftsbericht 2017 beschriebenen Risiken und Chancen bestehen unverändert
fort. Einzelne, bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. AUSBLICK FÜR DAS LAUFENDE GESCHÄFTSJAHRFür das Gesamtjahr 2018 gehen wir nach Ablauf der ersten drei Monate unverändert von
einer fortgesetzt robusten Expansion der Weltwirtschaft aus. Gleichwohl bestehen nicht
unerhebliche Abwärtsrisiken unter anderem aufgrund einer drohenden Eskalation des
internationalen Handelskonflikts mit den Vereinigten Staaten. Die deutsche Wirtschaft
dürfte sich indessen aufgrund der hohen Auslastungsgrade allmählich ihrem Wachstumslimit
annähern, weshalb auch die Bautätigkeit trotz allgemein günstiger Rahmenbedingungen
vorerst verhaltener als in den Vorjahren zulegen wird. In Übersee wird für unseren
größten Wachstumsmarkt China eine Konjunkturdynamik auf überdurchschnittlichem, wenngleich
leicht abflachendem Niveau erwartet. Daneben dürfte auch die Expansionsphase der US-Wirtschaft
dank belebter Investitionsdynamik und steuerlicher Anreize grundsätzlich weiter anhalten.
Unter Berücksichtigung des Geschäftsverlaufs der ersten drei Monate sowie aller vorliegenden
Markteinschätzungen erwartet der Vorstand der Villeroy & Boch AG für das gesamte Geschäftsjahr
2018 weiterhin eine Steigerung des Konzernumsatzes zwischen 3 und 5 %. Hinsichtlich
der Ergebnisentwicklung planen wir eine Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBIT)
um 5 bis 10 %. Unsere operative Nettovermögensrendite wird sich im Jahr 2018 voraussichtlich
in einer Bandbreite von 17 bis 18 % bewegen. Die Prognosen des Konzernlageberichts
2017 bestätigen wir somit uneingeschränkt. Mettlach, den 16. April 2018 scroll
KONZERNBILANZzum 31.03.2018 in Mio. €Aktivascroll
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KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG01.01.2018 - 31.03.2018 in Mio. €scroll
Verwässerungseffekte bestanden in der Berichtsperiode nicht. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG01.01.2018 - 31.03.2018 in Mio. €scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG01.01.2018 - 31.03.2018 in Mio. €scroll
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KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG01.01.2018 - 31.03.2018 in Mio. €scroll
KONZERN-SEGMENTBERICHT01.01.2018 - 31.03.2018 in Mio. €scroll
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Das rollierende operative Nettovermögen der beiden Unternehmensbereiche stellt sich
zum Berichtszeitpunkt wie folgt dar: scroll
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ANHANG DES VILLEROY & BOCH-KONZERNS ZUM ERSTEN QUARTAL 2018ALLGEMEINE INFORMATIONENDie Villeroy & Boch AG mit Sitz in Mettlach (Deutschland) ist eine börsennotierte
Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Sie übt die Funktion der Muttergesellschaft des
Villeroy & Boch-Konzerns aus. Der Unternehmensverbund gliedert sich in die zwei operativ
tätigen Unternehmensbereiche Bad und Wellness sowie Tischkultur. Die Börsennotierung
der Villeroy & Boch Vorzugsaktien erfolgt im Prime Standard der Deutschen Börse AG. Der vorliegende Zwischenbericht umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2018.
Er wurde nach Beratung des Vorstands mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats am
16. April 2018 zur Veröffentlichung freigegeben. Seine Erstellung erfolgte unter Berücksichtigung
des § 315e HGB unter Anwendung der durch die Europäische Kommission übernommenen IFRS-Regelungen.
Eine Prüfung bzw. eine Durchsicht des vorliegenden, verkürzten Zwischenabschlusses
durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist nicht erfolgt. Nach Ansicht des Vorstands
wird mit dem präsentierten Zwischenabschluss eine den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechende Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erzielt. Der Zwischenbericht
enthält gemäß IAS 34 einen verkürzten Konzernabschluss mit ausgewählten Anhangangaben.
Aus diesem Grund sollte er im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
2017 gelesen werden. Dieser kann über den Investor Relations-Bereich der Internet-Seite
www.villeroyboch-group.com bestellt werden. Die im Geschäftsbericht 2017 beschriebenen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden
wurden im Berichtszeitraum um die durch die EU übernommenen und ab dem 1. Januar 2018
verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsstandards, vor allem IFRS 9 "Finanzinstrumente"
und IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" erweitert. Die wesentlichen Auswirkungen
aus der erstmaligen Anwendung dieser beiden Standards sind in Tz. 11 und in Tz. 16
beschrieben. Alle übrigen Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften, wie beispielsweise
in IFRS 4 "Versicherungsverträge", hatten keine bzw. keine materiellen Auswirkungen
auf diesen Zwischenbericht. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis des Villeroy & Boch-Konzerns umfasst 54 Unternehmen (31.12.2017:
54 Unternehmen). Ausgeschüttete Dividende der Villeroy & Boch AG für das Geschäftsjahr 2017In der Hauptversammlung am 23. März 2018 wurde die vom Aufsichtsrat und Vorstand der
Villeroy & Boch AG vorgeschlagene Dividende von 0,52 € je Stamm-Stückaktie und 0,57
€ je Vorzugs-Stückaktie beschlossen. Die Ausschüttung entspricht einer Dividendenzahlung
für das Stammkapital von 7,3 Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €) und für das Vorzugskapital
von 7,0 Mio. € (Vorjahr: 6,6 Mio. €). Die Auszahlung erfolgte am 28. März 2018. Zum
Ausschüttungszeitpunkt hielt der Villeroy & Boch-Konzern, wie im Vorjahr, 1.683.029
eigene Vorzugs-Stückaktien. Diese waren nicht dividendenberechtigt. Saisonale Einflüsse auf die GeschäftstätigkeitIm Unternehmensbereich Tischkultur wird regelmäßig durch das Weihnachtsgeschäft im
vierten Quartal ein höherer Umsatz und höheres operatives Ergebnis erwartet als in
den übrigen Quartalen. ERLÄUTERUNGEN ZU AUSGEWÄHLTEN POSTEN DER KONZERNBILANZ1. SachanlagenIm Berichtszeitraum wurden Sachanlagen in Höhe von 3,4 Mio. € (Vorjahr: 2,7 Mio. €)
angeschafft. Der Investitionsfokus des Unternehmensbereichs Bad und Wellness lag in
Deutschland. Hier wurden hauptsächlich neue Anlagen für das Sanitärwerk in Mettlach,
beispielsweise ein neuer Herdwagenofen und eine neue WC-Druckgusslinie, installiert.
Darüber hinaus investierten wir im Ausland in Mexiko in einen neuen Tunnelofen sowie
in Frankreich in eine neue Hochdruckpresse. Der Unternehmensbereich Tischkultur schaffte
neue Presswerkzeuge an und modernisierte die Fördertechnik an der Glasierlinie in
Merzig. Außerdem investierten wir in unsere Einzelhandelsfilialen, unter anderem in
Spanien, in England und in Kanada. Das größte Projekt des Zentralbereichs ist weiterhin
die Umgestaltung der Alten Abtei zu einem modernen Verwaltungssitz. Die planmäßigen
Abschreibungen betragen 5,7 Mio. € (Vorjahr: 6,3 Mio. €). Zum Berichtszeitpunkt hatte
der Villeroy & Boch-Konzern Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von
11,2 Mio. € (per 31.12.2017: 2,1 Mio. €). 2. Sonstige finanzielle VermögenswerteDie finanziellen Vermögenswerte stiegen im ersten Quartal 2018 um 1,6 Mio. € durch
den Zukauf weiterer Wertpapiere als freie Kapitalanlage in Höhe von 1,8 Mio. €. 3. VorräteDie Vorräte bestehen zum Bilanzstichtag aus: scroll
Die Wertberichtigungen auf Vorräte sind im Berichtszeitraum um -2,4 Mio. € auf insgesamt
-17,8 Mio. € angestiegen. 4. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden beim erstmaligen Ansatz zum
Transaktionspreis unter Berücksichtigung der erwarteten Verluste bis zum vereinbarten
Zahlungsziel aktiviert. Liegen in der Folge objektive Hinweise für einen möglichen
Ausfall einer Kundenforderung vor, wird eine zusätzliche Wertberichtigung gebildet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich wie folgt: scroll
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Die Wertberichtigungen werden nach dem vereinfachten Verfahren bilanziert, da in diesem
Forderungsbestand keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten ist. Die Ermittlung
der erwarteten Verluste erfolgt im Wesentlichen auf Basis externer und interner Kundenratings
und den damit verbundenen Ausfallwahrscheinlichkeiten (vgl. auch Tz. 16). 5. Sonstige kurz- und langfristige VermögenswerteIm Berichtszeitraum veränderten sich die lang- und kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte
wie folgt: scroll
6. Zahlungsmittel und kurzfristige EinlagenDer Zahlungsmittelbestand umfasst: scroll
Die Verminderung der Zahlungsmittel um 39,7 Mio. € basiert im Wesentlichen auf saisonalen
Effekten wie der Auszahlung der Dividende in Höhe von 14,3 Mio. €, der Auszahlung
von Kundenboni (vgl. Tz. 9) und variablen Vergütungen des Jahres 2017. Das Bankguthaben
wurde mit kongruenten Verbindlichkeiten in Höhe von 22,6 Mio. € (per 31.12.2017: 14,6
Mio. €) verrechnet. Die Mittel werden ausschließlich kurzfristig bei Banken mit hoher
Bonität gehalten, die überwiegend einem Einlagensicherungssystem angehören. 7. BewertungsrücklagenDie Bewertungsrücklagen umfassen die Rücklagen des "Sonstigen Ergebnisses": scroll
8. Kurz- und langfristige PersonalrückstellungenDie langfristigen Personalrückstellungen haben sich nur unwesentlich verändert. Die
Veränderung der kurzfristigen Personalrückstellungen ist hauptsächlich durch die Auszahlung
der variablen Gehaltsanteile des Jahres 2017 bedingt. 9. Sonstige kurz- und langfristige VerbindlichkeitenDie lang- und kurzfristigen übrigen Verbindlichkeiten umfassen die folgenden Positionen: scroll
(a)
saisonal bedingte Veränderung 10. Lang- und kurzfristige FinanzverbindlichkeitenDie langfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich im Berichtzeitraum nicht verändert.
Die Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ist hauptsächlich durch
die Nutzung einer Zwischenfinanzierung bedingt. ERLÄUTERUNGEN ZU AUSGEWÄHLTEN POSTEN DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG11. UmsatzerlöseAufgrund der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" ab
dem 1. Januar 2018 ergaben sich keine signifikanten Umstellungseffekte auf den Zeitpunkt
der Erfassung oder die Bewertung der ausgewiesenen Umsatzerlöse. Im Zuge der Adaption des neuen Rechnungslegungsstandards werden die Erlöse aus dem
Villeroy & Boch-Lizenzgeschäft erstmals ab dem Geschäftsjahr 2018 in dem Posten Umsatzerlöse
ausgewiesen. Bis zum 31. Dezember 2017 erfolgte der Ausweis unter den sonstigen betrieblichen
Erträgen. Im aktuellen Berichtzeitraum sind daher Lizenzerlöse in Höhe von 1,7 Mio.
€ in den Umsatzerlösen enthalten. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen erfolgte nicht. Hinsichtlich der Aufgliederung der Umsatzerlöse, die vollumfänglich den Erlösen aus
Verträgen mit Kunden im Sinne des IFRS 15 zu subsumieren sind, wird auf die Darstellung
im Segmentbericht verwiesen. Für weitere Informationen über die Einführung dieses
neuen Standards im Villeroy & Boch-Konzern wird auf die Ausführungen im Konzernanhang
(Tz. 62) des Geschäftsberichts 2017 verwiesen. 12. Vertriebs-, Marketing- und EntwicklungskostenIn diesem Posten sind im Berichtszeitraum folgende Aufwendungen für Forschung und
Entwicklung enthalten: scroll
13. Sonstige betriebliche Erträge und AufwendungenDie Abweichung gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus der Ausweisänderung
der im ersten Quartal 2018 vereinnahmten Lizenzerlöse (vgl. Tz. 11), die ab dem aktuellen
Geschäftsjahr in Höhe von 1,7 Mio. € in den Umsatzerlösen gezeigt werden. Im Vorjahreszeitraum
waren Lizenzerträge in Höhe von 1,9 Mio. € in den sonstigen betrieblichen Erträgen
enthalten. 14. FinanzergebnisDas Finanzergebnis gliedert sich wie folgt auf: scroll
15. ErtragsteuernDie wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands sind: scroll
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN16. FinanzinstrumenteInfolge der Einführung des IFRS 9 erfolgte eine Überarbeitung der Zuordnung aller
Finanzinstrumente nach der Ausgestaltung seiner vertraglichen Zahlungsströme und der
Art des Geschäftsmodells entsprechend der ab dem 1. Januar 2018 gültigen Kategorien: scroll
Diese Systemumstellung hatte im Villeroy & Boch Konzern keine wesentlichen Auswirkungen. Die Forderungen aus Lieferung und Leistungen sind ab Rechnungsdatum kurzfristig fällig.
Das Ausfallrisiko während der kurzen Zahlungsziele trägt im Wesentlichen eine Versicherung,
die für jeden Kunden eine bonitätsmäßige Klassifizierung vornimmt. Nicht versicherte
Forderungsbestände werden durch Limite auf Basis der Versicherungsklassifizierung
und eines internen Ratings gesteuert. Der erstmalige Ansatz erfolgt nach dem vereinfachten
Verfahren zum Transaktionspreis. Dieser entspricht dem bisherigen Buchwert nach IAS
39. Wertminderungen werden in einem zweistufigen Prozess gebildet. In der ersten Stufe
berücksichtigen wir den möglichen Verlust bis zum vereinbarten Zahlungsziel. Liegen
objektive Hinweise für einen möglichen Ausfall einer Kundenforderung vor, wird in
der zweiten Stufe eine zusätzliche Wertberichtigung gebildet (vgl. Tz. 4). Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten
erfasst. Wertminderungen werden entsprechend dem allgemeinen 3-stufigen Wertminderungsmodell
berücksichtigt. In der ersten Stufe wird der erwartete Verlust aus einem möglichen
Ausfall innerhalb der nächsten 12 Monate direkt beim erstmaligen Ansatz berücksichtigt.
Die Anlage dieser Mittel erfolgt mit einer kurzen Fälligkeit ausschließlich bei Banken
mit hoher Bonität. In der Regel gehören diese Kreditinstitute einem Einlagensicherungssystem
an. Aus diesem Grund erwarten wir keinen entsprechenden Ausfall. Die Kreditwürdigkeit
unserer Bankpartner wird kontinuierlich verfolgt. Bei einer signifikanten Erhöhung
des Ausfallrisikos wird eine Wertminderung zur Berücksichtigung der erwarteten Verluste
über die nächsten 12 Monate gebildet (Stufe 2). Weitere Informationen enthält die
Tz. 6. Die Umstellung auf den neuen IFRS 9 hatte im Hinblick auf die Bilanzierung der Finanzverbindlichkeiten
und der Sicherungszusammenhänge im Villeroy & Boch Konzern keine Auswirkungen. Für weitere Informationen über die Einführung dieses neuen Standards im Villeroy &
Boch-Konzern wird auf die Ausführungen im Konzernanhang (Tz. 62) des Geschäftsberichts
2017 verwiesen. 17. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtszeitraum wurden keine Verträge von materieller Bedeutung mit nahestehenden
Unternehmen und Personen abgeschlossen. Das Transaktionsvolumen bewegt sich zeitanteilig
nahezu auf einem vergleichbaren Niveau wie im Jahresabschluss 2017. Grundsätzlich
erfolgen alle Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen. 18. Personelle Änderungen im Aufsichtsrat der Villeroy & Boch AGDie Aktionäre wählten auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung folgende Personen
in den Aufsichtsrat: Dr. Alexander von Boch-Galhau, Yves Elsen, Christina Rosenberg,
Louis de Schorlemer, Prof. Dr. Annette G. Köhler. Als Vertreter der Arbeitnehmer gehören
Bärbel Werwie und Thomas Kannengießer erstmalig dem Aufsichtsrat an. Ausgeschieden
sind Peter Prinz Wittgenstein, Dr. Renate Neumann-Schäfer, Susanne Ollmann, Francesco
Grioli und Werner Jäger. 19. Ereignisse nach dem BilanzstichtagBis zur Freigabe des Zwischenberichts wurden keine wesentlichen Ereignisse bekannt. FINANZKALENDERscroll
Dieser Zwischenbericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Bei Abweichungen
geht die deutsche Fassung des Zwischenberichtes der Übersetzung vor. Aufgrund von
Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung
von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Prozentangaben erfolgen grundsätzlich
in gerundeten Wertangaben. Dieser Zwischenbericht sowie weitere Informationen stehen
auch im Internet unter www.villeroyboch-group.com zum Download zur Verfügung. |
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