![]() Villeroy & Boch AGMettlachZwischenbericht zum 30. September 2018ZWISCHENBERICHT1. Januar bis 30. September 2018
scroll
(1)
Ab dem Geschäftsjahr 2018 werden Erlöse aus dem Lizenzgeschäft als Umsatz ausgewiesen.
Bis 31.12.2017 erfolgte der Ausweis als sonstige betriebliche Erträge. Entsprechende
Vorjahresangaben wurden nicht angepasst. Wertpapier-Kenn-Nummern: 765 720, 765 723 ISIN: DE0007657207, DE0007657231 Villeroy & Boch AG • D 66688 Mettlach Tel.: +49 6864 81-2715 • Fax: +49 6864 81-72715 Internet: http://www.villeroyboch-group.com ZWISCHENLAGEBERICHT DES VILLEROY & BOCH-KONZERNS ÜBER DAS DRITTE QUARTAL 2018RAHMENBEDINGUNGEN DES KONZERNSDie Erläuterungen zu den Grundlagen des Konzerns innerhalb des Konzernlageberichts
2017 gelten unverändert. Angaben zu Veränderungen im Konsolidierungskreis sowie zu
Forschungs- und Entwicklungskosten sind im Konzernanhang auf Seite 13 und in Tz. 12
dargestellt. WIRTSCHAFTSBERICHTDie wirtschaftlichen RahmenbedingungenDie weltwirtschaftliche Dynamik hat sich im Jahresverlauf leicht abgeschwächt. Hierzu
trugen negative Stimmungsindikatoren bei, allen voran die schwelenden Handelskonflikte
und die vom Kapitalabzug ausländischer Investoren belastete Konjunktur in den Schwellenländern.
Die dennoch weiterhin gute Entwicklung der deutschen Wirtschaft wurde durch die vom
Beschäftigungsaufbau und von niedrigen Zinsen angeregte Binnenwirtschaft getragen.
Trotz der allgemein günstigen Rahmenbedingungen konnte die Bauindustrie aufgrund von
Kapazitätsengpässen im Handwerk jedoch nur verhaltener als in den Vorjahren zulegen.
Nach wie vor überdurchschnittlich verlief das Konjunkturwachstum in China, wo sich
spürbare Auswirkungen aus den von den USA verhängten Strafzöllen auf chinesische Waren
bislang für unsere Branche nicht niedergeschlagen haben. Die kräftige Dynamik der
US-Wirtschaft erreichte zur Jahresmitte ihren Höhepunkt, bevor die wechselseitigen
Effekte aus dem internationalen Handelsstreit die konjunkturelle Stimmung leicht eintrübten. Geschäftsverlauf und Lage des Villeroy & Boch-KonzernsDer Vorstand der Villeroy&Boch AG bewertet die wirtschaftliche Lage des Konzerns als
insgesamt zufriedenstellend. In den ersten neun Monaten des Jahres 2018 erzielten wir einen Konzernumsatz in Höhe
von 615,9 Mio. €. Darin enthalten sind Erlöse aus unserem Lizenzgeschäft in Höhe von
4,6 Mio. €, während wir in den Vorjahren entsprechende Lizenzerlöse als sonstige betriebliche
Erträge ausgewiesen hatten. Weitere Informationen über diese Ausweisänderung sind
im Konzernanhang in Tz. 11 dargestellt. Ohne Berücksichtigung der Lizenzerlöse haben
wir den aus dem Warenverkauf erzielten Konzernumsatz um 1,4 % auf 611,3 Mio. € gesteigert.
Die Umsatzentwicklung war in beiden Unternehmensbereichen erheblich durch negative
Währungseffekte belastet. Auf kursbereinigter Basis, das heißt gerechnet zu Währungskursen
des Vorjahres, haben wir einen Umsatzzuwachs von 3,2 % erreicht. Die größten Währungsabwertungen
resultierten dabei aus der Schwedischen Krone, dem US-Dollar und dem Russischen Rubel. Der Auftragsbestand belief sich zum 30. September 2018 auf 78,6 Mio. €. Davon entfielen
65,3 Mio. € auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness und 13,3 Mio. € auf den Unternehmensbereich
Tischkultur. Die Veränderung gegenüber dem Auftragsbestand zum 31.12.2017 (107,0 Mio.
€) resultierte vorrangig aus dem Bereich Sanitärkeramik und hier insbesondere aus
der erfolgten Auslieferung von Großaufträgen in China. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres gelang es uns, den Konzern-EBIT
um 5,3 % auf 25,8 Mio. € zu steigern. Die Verbesserung des operativen Konzernergebnisses
wird im Wesentlichen durch die robuste Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmensbereichs
Bad und Wellness sowie durch ein konzernweit intensiviertes Kostenmanagement getragen.
Weitere Informationen zum Geschäftsverlauf der beiden Unternehmensbereiche sind in
den nachfolgenden Abschnitten dargestellt. Die rollierende operative Nettovermögensrendite des Konzerns betrug zum 30. September
2018 16,7 %. Die Abweichung im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2017 (17,7 %)
ist bedingt durch den Anstieg des rollierenden operativen Nettovermögens auf 307,0
Mio. € (31. Dezember 2017: 280,4 Mio. €), welcher im Wesentlichen auf die Einbeziehung
der Argent Australia Pty. Ltd. und das erhöhte Investitionsvolumen zurückzuführen
war. Geschäftsverlauf und Lage der UnternehmensbereicheBad und WellnessDer Unternehmensbereich Bad und Wellness erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres
2018 Umsatzerlöse in Höhe von 436,1 Mio. €, wovon 0,2 Mio. € auf das Lizenzgeschäft
entfielen. Ohne Berücksichtigung der Lizenzerlöse haben wir den Umsatz aus Warenverkäufen
um 4,4 % auf 435,9 Mio. € gesteigert. Kursbereinigt betrug das Umsatzplus 6,1 %. Die Umsatzentwicklung im europäischen Markt präsentierte sich unterschiedlich dynamisch.
Während wir besonders in der Region Südeuropa (+11,3 %) sowie auch in unseren Märkten
in Osteuropa (ohne Russland) (+4,3 %) und in Nordeuropa (+1,1 %) zugelegt haben, war
unter anderem die Umsatzentwicklung in unserem deutschen Heimatmarkt (-1,3 %) durch
ein zurückhaltendes Ausstellungsgeschäft aufgrund des außergewöhnlich heißen Sommers,
insbesondere im dritten Quartal, beeinflusst. In den außereuropäischen Märkten konnten
wir unser Umsatzvolumen in der Wachstumsregion Asien-Pazifik mit 56,2 % kräftig steigern.
Sehr positiv verlief dabei weiterhin unser Geschäft in China mit einem Umsatzanstieg
von 49,9 %. Dank der guten Umsatzentwicklung sowie einer konsequenten Kostendisziplin hat sich
der Unternehmensbereich Bad und Wellness mit einem operativen Gewinn (EBIT) von 34,0
Mio. € um 5,0 Mio. € bzw. 17,2 % deutlich gegenüber dem Vorjahr verbessert. TischkulturDer Unternehmensbereich Tischkultur erzielte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
2018 ein Umsatzvolumen von 177,6 Mio. €, worin Lizenzerlöse in Höhe von 2,2 Mio. €
enthalten waren. Der Umsatz aus Warenverkäufen lag mit 175,4 Mio. € um 5,2 % unter
dem Vorjahreswert. Die Entwicklung des Tischkultur-Umsatzes war erheblich durch diverse Sondereinflüsse
geprägt. Neben negativen Währungseffekten in Höhe von 3,6 Mio. € - kursbereinigt betrug
die Abweichung zum Vorjahr -3,3 % - hat die Umstellung des Distributionsmodells in
einigen Märkten zu nominal niedrigeren Umsätzen geführt. Hinzu kommt die im Vergleich
zum Vorjahr spätere Auslieferung unserer Produktneuheiten. Zudem führte der außergewöhnlich
heiße und lange Sommer in Europa zu rückläufigen Besucherfrequenzen, auch in unserem
eigenen Einzelhandel. Die Umsatzlage des Unternehmensbereichs war außerdem nicht zuletzt von der bereits
im Vorjahr initiierten Veränderung unserer Preis- und Rabattpolitik geprägt. Dies
führte teilweise stärker als erwartet bei einigen unserer Handelspartnern zu einem
Rückgang der Aufträge und hat vor allem die Umsatzentwicklung in unserem deutschen
Heimatmarkt (-5,7 %) negativ beeinflusst. Positiv entwickelten sich die Märkte in Italien (+8,4 %), Luxemburg (+6,0 %), Osteuropa
(+4,2 %) und Frankreich (+2,1 %). Mit Blick auf die außereuropäischen Märkte wurde in den USA eine eigentlich positive
Umsatzentwicklung durch Wechselkursverluste überlagert (-4,7 %); auf konstanter Kursbasis
sind wir um 2,9 % gewachsen. Über alle Märkte und Vertriebskanäle hinweg konnten wir dank unserer forcierten Vertriebs-
und Marketingaktivitäten im E-Commerce die Online-Umsätze um 7,0 % steigern. Der Unternehmensbereich Tischkultur schloss die ersten drei Quartale 2018 mit einem
operativen Ergebnis (EBIT) in Höhe von -8,2 Mio. € (Vorjahr: -4,6 Mio. €) ab. Der
Rückgang ist maßgeblich durch das geringere Umsatzniveau bedingt. Daneben haben gestiegene
Beschaffungspreise (u.a. Frachtkosten) das Ergebnis belastet. KapitalstrukturZum 30. September 2018 betrug unser Eigenkapital 192,9 Mio. € (31.12.2017: 194,6 Mio.
€). Die unterjährige Veränderung des Eigenkapitals resultierte im Wesentlichen aus
dem in den ersten drei Quartalen erwirtschafteten Konzernergebnis in Höhe von 15,7
Mio. € sowie der im März 2018 von der Villeroy&Boch AG ausgezahlten Dividende (14,3
Mio. €). Hinzu kommt die erfolgsneutrale Veränderung der Bewertungsrücklagen um -2,7
Mio. €. Unsere Eigenkapitalquote (inklusive Minderheitenanteile) lag mit 28,9 % um
0,6 Prozentpunkte über dem Niveau zum 31. Dezember 2017. InvestitionenIn den ersten neun Monaten des Jahres 2018 haben wir Investitionen in Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 25,7 Mio. € getätigt (Vorjahr: 15,9 Mio.
€). Davon entfielen 21,6 Mio. € auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness sowie
4,1 Mio. € auf den Unternehmensbereich Tischkultur. Im Unternehmensbereich Bad und Wellness wurden neue Anlagen insbesondere für die Sanitärkeramikwerke
in Mettlach, Mexiko und Ungarn erworben. Im Unternehmensbereich Tischkultur haben
wir unter anderem in Modernisierungsmaßnahmen für die Produktion in Merzig und Torgau
investiert. Weiterhin investierten wir in die Optimierung unseres Einzelhandelsnetzwerkes,
unter anderem in Spanien, Großbritannien und Deutschland. Zum Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten in Höhe von 14,1 Mio. €. Für das Gesamtjahr 2018 rechnen wir weiterhin mit einem Investitionsvolumen von mehr
als 40 Mio. €. NettoliquiditätZum 30. September 2018 betrug unsere Nettoliquidität -26,6 Mio. € (31.12.2017: 57,6
Mio. €). Die Verminderung der Nettoliquidität resultierte dabei insbesondere aus der
gesteigerten Investitionstätigkeit (25,7 Mio. €) sowie der Ausschüttung der Dividende
für das vorangegangene Geschäftsjahr (14,3 Mio. €). Hinzu kommen saisonale Effekte
aus der alljährlichen Auszahlung von Kunden- und Mitarbeiterboni. Nicht zuletzt führten
veränderte Zahlungsbedingungen für unsere chinesischen Kunden zu einem geringeren
Bestand erhaltener Anzahlungen. BilanzstrukturZum Bilanzstichtag betrug unsere Bilanzsumme 667,6 Mio. € gegenüber 687,1 Mio. € zum
31. Dezember 2017. Der Anteil des gesamten Anlagevermögens an der Bilanzsumme erhöhte
sich auf 35,5 % (31.12.2017: 33,1 %). Das kurzfristige Vermögen ist gegenüber dem 31. Dezember 2017 um 30,1 Mio. € gesunken,
hauptsächlich begründet durch den geringeren Zahlungsmittelbestand, wohingegen die
Vorräte saisonal bedingt gestiegen sind. Auf der Passivseite zeigten sich die größten Veränderungen gegenüber dem Jahresende
2017 in einer Abnahme der Lieferantenverbindlichkeiten und der sonstigen kurzfristigen
Verbindlichkeiten, während sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten aufgrund
einer Zwischenfinanzierung erhöht haben. RISIKO- UND CHANCENBERICHTDie im Geschäftsbericht 2017 beschriebenen Risiken und Chancen bestehen unverändert
fort. Einzelne, bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. AUSBLICK FÜR DAS LAUFENDE GESCHÄFTSJAHRFür das Gesamtjahr 2018 erwarten wir eine Expansion der Weltwirtschaft in etwa auf
Vorjahresniveau. In Europa, darunter insbesondere in Deutschland, gehen wir im Vergleich
zu unserer Einschätzung zu Jahresbeginn von einer etwas schwächeren Wachstumsdynamik
aus. Dagegen wird sich die insgesamt robuste Expansionsphase der US-Wirtschaft trotz
gestiegener handelspolitischer Unsicherheiten zumindest im laufenden Jahr fortsetzen.
Für unseren größten Wachstumsmarkt China wird eine Konjunkturentwicklung auf überdurchschnittlichem,
wenngleich leicht abflachendem Niveau erwartet. Unter Berücksichtigung des heterogenen Geschäftsverlaufs in den beiden Unternehmensbereichen
sowie aller vorliegenden Markteinschätzungen erwartet der Vorstand der Villeroy& Boch
AG für das gesamte Geschäftsjahr 2018 eine Steigerung des Konzernumsatzes zwischen
2 und 3 %. Hinsichtlich der Ergebnisentwicklung halten wir unverändert an der prognostizierten
Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBIT) um 5 bis 10 % fest. Unsere operative
Nettovermögensrendite wird sich im Jahr 2018 voraussichtlich bei rund 17 % bewegen.
Für das Schlussquartal setzen wir im Unternehmensbereich Bad und Wellness - bei vollständiger
Lieferfähigkeit in den stark nachgefragten Produktfeldern DirectFlush-WCs und TitanCeram-Waschtische
- auf ein wieder anziehendes Ausstellungsgeschäft. Im Unternehmensbereich Tischkultur gehen wir aufgrund des Weihnachtsgeschäfts von
einem traditionsgemäß starken vierten Quartal aus. Dieses wird durch die bevorstehende
Auslieferung unserer diesjährigen Produktneuheiten und die im Anschluss an den heißen
Sommer erwartete Belebung der Kundenfrequenz im Einzelhandel unterstützt. Mettlach, den 15. Oktober 2018 scroll
KONZERNBILANZ zum 30.09.2018in Mio. €Aktiva
scroll
Passivascroll
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 01.01.2018 - 30.09.2018in Mio. €scroll
scroll
Verwässerungseffekte bestanden in der Berichtsperiode nicht. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 01.01.2018 - 30.09.2018in Mio. €scroll
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 01.07.2018 - 30.09.2018in Mio. €scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 01.07.2018 - 30.09.2018in Mio. €scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG 01.01.2018 - 30.09.2018in Mio. €scroll
scroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 01.01.2018 - 30.09.2018in Mio. €scroll
KONZERN-SEGMENTBERICHT 01.01.2018 - 30.09.2018in Mio. €scroll
scroll
Das rollierende operative Nettovermögen der beiden Unternehmensbereiche stellt sich
zum Berichtszeitpunkt wie folgt dar: scroll
scroll
KONZERN-SEGMENTBERICHT 01.07.2018 - 30.09.2018in Mio. €scroll
scroll
ANHANG DES VILLEROY & BOCH-KONZERNS ZUM DRITTEN QUARTAL 2018ALLGEMEINE INFORMATIONENDie Villeroy & Boch AG mit Sitz in Mettlach (Deutschland) ist eine börsennotierte
Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Sie übt die Funktion der Muttergesellschaft des
Villeroy & Boch-Konzerns aus. Der Unternehmensverbund gliedert sich in die zwei operativ
tätigen Unternehmensbereiche Bad und Wellness sowie Tischkultur. Die Börsennotierung
der Villeroy & Boch Vorzugsaktien erfolgt im Prime Standard der Deutschen Börse AG. Der vorliegende Zwischenbericht umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September
2018. Er wurde nach Beratung des Vorstands mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats
am 15. Oktober 2018 zur Veröffentlichung freigegeben. Seine Erstellung erfolgte unter
Berücksichtigung des § 315e HGB unter Anwendung der durch die Europäische Kommission
übernommenen IFRS-Regelungen. Eine Prüfung bzw. eine Durchsicht des vorliegenden,
verkürzten Zwischenabschlusses durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist nicht
erfolgt. Nach Ansicht des Vorstands wird mit dem präsentierten Zwischenabschluss eine
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage erzielt. Der Zwischenbericht enthält gemäß IAS 34 einen verkürzten Konzernabschluss
mit ausgewählten Angaben. Aus diesem Grund sollte er im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2017 gelesen werden. Dieser kann über den Investor Relations-Bereich
der Internet-Seite www.villeroy-boch-group.com bestellt werden. Die im Geschäftsbericht 2017 beschriebenen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden
wurden im Berichtszeitraum um die durch die EU übernommenen und ab dem 1. Januar 2018
verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsstandards, vor allem IFRS 9 "Finanzinstrumente"
und IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden", erweitert. Alle Änderungen hatten keine
materiellen Auswirkungen auf diesen Bericht. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis des Villeroy & Boch-Konzerns umfasst 55 Unternehmen (31.12.2017:
54 Unternehmen). Am 4. Juli 2018 wurde die V & B South Africa Pty. Ltd., Kapstadt,
gegründet, die dem Unternehmensbereich Bad und Wellness zugeordnet ist. Ausgeschüttete Dividende der Villeroy & Boch AG für das Geschäftsjahr 2017In der Hauptversammlung am 23. März 2018 wurde die vom Aufsichtsrat und Vorstand der
Villeroy & Boch AG vorgeschlagene Dividende von 0,52 € je Stamm-Stückaktie und 0,57
€ je Vorzugs-Stückaktie beschlossen. Die Ausschüttung entspricht einer Dividendenzahlung
für das Stammkapital von 7,3 Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €) und für das Vorzugskapital
von 7,0 Mio. € (Vorjahr: 6,6 Mio. €). Die Auszahlung erfolgte am 28. März 2018. Zum
Ausschüttungszeitpunkt hielt der Villeroy & Boch-Konzern, wie im Vorjahr, 1.683.029
eigene Vorzugs-Stückaktien. Diese waren nicht dividendenberechtigt. Saisonale Einflüsse auf die GeschäftstätigkeitIm Unternehmensbereich Tischkultur wird regelmäßig durch das Weihnachtsgeschäft im
vierten Quartal ein höherer Umsatz und höheres operatives Ergebnis erwartet als in
den übrigen Quartalen. ERLÄUTERUNGEN ZU AUSGEWÄHLTEN POSTEN DER KONZERNBILANZ1. SachanlagenDie Sachanlagen betrugen zum 30. September 2018 171,7 Mio. € (31.12.2017: 165,3 Mio.
€). Im Berichtszeitraum wurden Sachanlagen in Höhe von 23,5 Mio. € (Vorjahr: 15,4
Mio. €) angeschafft. Der Unternehmensbereich Bad und Wellness investierte hauptsächlich
in neue Anlagen für die Sanitärwerke in Mettlach, Ramos (Mexiko) und Hódmezövársárhely
(Ungarn). Am Badmöbel-Produktionsstandort in Mondsee (Österreich) wurde mit der Errichtung
einer neuen Lackieranlage begonnen, während das Armaturenwerk in Vargarda (Schweden)
eine neue Drehmaschine erhielt. Im Unternehmensbereich Tischkultur wurden neue Anlagen
für die Produktion in Merzig und Torgau sowie für das Logistikzentrum in Merzig angeschafft.
Außerdem investierten wir in unsere Einzelhandelsfilialen, u.a. in Spanien, in Großbritannien
und in Deutschland. Die planmäßigen Abschreibungen betrugen 16,5 Mio. € (Vorjahr:
18,3 Mio. €). Zum Berichtszeitpunkt hatte der Villeroy & Boch-Konzern Verpflichtungen
zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 14,0 Mio. € (per 31.12.2017: 2,1 Mio. €). 2. Sonstige finanzielle VermögenswerteDie finanziellen Vermögenswerte stiegen im Berichtszeitraum 2018 um 2,9 Mio. € durch
den Zukauf weiterer Wertpapiere als freie Kapitalanlage. 3. VorräteDie Vorräte bestehen zum Bilanzstichtag aus: scroll
Die Wertberichtigungen auf Vorräte sind im Berichtszeitraum um 3,1 Mio. € auf insgesamt
18,5 Mio. € angestiegen. 4. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden beim erstmaligen Ansatz zum
Transaktionspreis unter Berücksichtigung der erwarteten Verluste bis zum vereinbarten
Zahlungsziel aktiviert. Liegen in der Folge objektive Hinweise für einen möglichen
Ausfall einer Kundenforderung vor, wird eine zusätzliche Wertberichtigung gebildet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich wie folgt: scroll
scroll
Die Wertberichtigungen werden nach dem vereinfachten Verfahren bilanziert, da der
Forderungsbestand keine signifikante Finanzierungskomponente enthält. Das Ausfallrisiko
trägt im Wesentlichen eine Versicherung. Nicht versicherte Forderungsbestände werden
durch Limite auf Basis der Versicherungsklassifizierung und eines internen Ratings
gesteuert. Die Ermittlung der erwarteten Verluste erfolgt im Wesentlichen auf Basis
externer und interner Kundenratings und den damit verbundenen Ausfallwahrscheinlichkeiten. 5. Sonstige lang- und kurzfristige VermögenswerteIm Berichtszeitraum veränderten sich die lang- und kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte
wie folgt: scroll
(a)
Die geleisteten Anzahlungen und Kautionen sind insgesamt um 3,3 Mio. € auf 6,3 Mio.
€ angestiegen. Dieser Anstieg basiert im Wesentlichen auf Anzahlungen für den Bezug
von ViClean-Werkzeugen und für die Errichtung einer neuen Ofenhalle im mexikanischen
Sanitärwerk. 6. Zahlungsmittel und kurzfristige EinlagenZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten
erfasst. Der Bilanzposten enthält: scroll
Die Verminderung der Zahlungsmittel um 67,6 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus
der Auszahlung der Dividende in Höhe von 14,3 Mio. €, aus der im Vergleich zum Vorjahr
gesteigerten Investitionstätigkeit (25,7 Mio. €) sowie aus saisonalen Effekten wie
beispielsweise der Auszahlung von Kundenboni (vgl. Tz. 10) und variablen Vergütungen
des Jahres 2017. Das Bankguthaben wurde mit kongruenten Verbindlichkeiten in Höhe
von 25,0 Mio. € (per 31.12.2017: 14,6 Mio. €) verrechnet. Die Mittel werden ausschließlich
kurzfristig bei Banken mit hoher Bonität gehalten, die überwiegend einem Einlagensicherungssystem
angehören. Aus diesem Grund erwarten wir keine Ausfälle innerhalb der nächsten 12
Monate. Die Kreditwürdigkeit unserer Bankpartner verfolgen wir kontinuierlich, um
bei einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos gegenzusteuern. 7. BewertungsrücklagenDie Bewertungsrücklagen umfassen die Rücklagen des "Sonstigen Ergebnisses": scroll
8. Lang- und kurzfristige PersonalrückstellungenDie langfristigen Personalrückstellungen verminderten sich hauptsächlich in der Rückstellung
für Altersteilzeit und Jubiläumsprogramme. Die Veränderung der kurzfristigen Personalrückstellungen
ist im Wesentlichen durch die Auszahlung der variablen Gehaltsanteile des Jahres 2017
bedingt. 9. Lang- und kurzfristige FinanzverbindlichkeitenDie langfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich im Berichtszeitraum nur unwesentlich
verändert. Die Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ist hauptsächlich
durch die Nutzung einer Zwischenfinanzierung bedingt. 10. Sonstige lang- und kurzfristige VerbindlichkeitenDie lang- und kurzfristigen übrigen Verbindlichkeiten umfassen die folgenden Positionen: scroll
(a)
saisonal bedingte Veränderung ERLÄUTERUNGEN ZU AUSGEWÄHLTEN POSTEN DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG11. UmsatzerlöseAufgrund der Anwendung des IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" werden die Erlöse
aus dem Villeroy & Boch-Lizenzgeschäft in Höhe von 4,6 Mio. € seit dem 1. Januar 2018
in dem Posten "Umsatzerlöse" ausgewiesen. Bis zum 31. Dezember 2017 erfolgte der Ausweis
unter den sonstigen betrieblichen Erträgen (vgl. Tz. 13). Eine Anpassung der Vorjahreszahlen
erfolgte nicht. Die Umsatzerlöse werden im Segmentbericht aufgegliedert. 12. Vertriebs-, Marketing- und EntwicklungskostenIn diesem Posten sind im Berichtszeitraum folgende Aufwendungen für Forschung und
Entwicklung enthalten: scroll
13. Sonstige betriebliche Erträge und AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sind im Berichtszeitraum 2018
um 2,1 Mio. € auf 4,1 Mio. € gestiegen. In dem Anstieg ist die Rückerstattung einer
im Geschäftsjahr 2015 geleisteten Zollnachforderung sowie ein Ertrag aus dem Verkauf
des ehemaligen Produktionsgeländes in Selb enthalten. 14. FinanzergebnisDas Finanzergebnis gliedert sich wie folgt auf: scroll
15. ErtragsteuernDie wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands sind: scroll
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN16. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtszeitraum wurden keine Verträge von materieller Bedeutung mit nahestehenden
Unternehmen und Personen abgeschlossen. Das Transaktionsvolumen bewegt sich zeitanteilig
nahezu auf einem vergleichbaren Niveau wie im Jahresabschluss 2017. Grundsätzlich
erfolgen alle Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen. 17. Ereignisse nach dem BilanzstichtagBis zur Freigabe des Zwischenberichts wurden keine wesentlichen Ereignisse bekannt.
FINANZKALENDERscroll
Dieser Zwischenbericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Bei Abweichungen
geht die deutsche Fassung des Zwischenberichtes der Übersetzung vor. Aufgrund von
Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung
von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Prozentangaben erfolgen grundsätzlich
in gerundeten Wertangaben. Dieser Zwischenbericht sowie weitere Informationen stehen
auch im Internet unter www.villeroyboch-group.com zum Download zur Verfügung. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||