![]() Villeroy & Boch AGMettlachZwischenbericht zum 30. September 2020ZWISCHENBERICHT1. Januar bis 30. September 2020
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Nettovermögensrendite zum 31.12.2019 Wertpapier-Kenn-Nummern: 765 720, 765 723 ISIN: DE0007657207, DE0007657231 Villeroy & Boch AG . D 66688 Mettlach Tel.: +49 6864 81-1227 . Fax: +49 6864 81-71227 Internet: http://www.villeroyboch-group.com ZWISCHENLAGEBERICHT DES VILLEROY&BOCH-KONZERNS ÜBER DAS DRITTE QUARTAL 2020RAHMENBEDINGUNGEN DES KONZERNS Die Erläuterungen zu den Grundlagen des Konzerns innerhalb des Konzernlageberichts
2019 gelten unverändert. Angaben zu Veränderungen im Konsolidierungskreis sowie zu
Forschungs- und Entwicklungskosten sind im Konzernanhang auf Seite 13 und in Tz. 14
dargestellt. WIRTSCHAFTSBERICHTDie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Die weltwirtschaftliche Aktivität war infolge der Corona-Pandemie im ersten Halbjahr
stark eingebrochen. Die sukzessiven Lockerungen der Einschränkungen des wirtschaftlichen
und gesellschaftlichen Lebens führten jedoch zu einer schnelleren Erholung der wirtschaftlichen
Lage als erwartet. Dies zeigte sich vor allem im bisherigen Konjunkturverlauf in China,
den USA und Europa. Es bestehen allerdings weiterhin sehr große Unsicherheiten über
den weiteren Verlauf der Corona-Krise - insbesondere vor dem Hintergrund wieder steigender
Infektionszahlen. Geschäftsverlauf und Lage des Villeroy & Boch-Konzerns Der Vorstand der Villeroy & Boch AG bewertet die aktuelle wirtschaftliche Lage des
Konzerns, die vor allem im zweiten Quartal 2020 stark durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie
beeinflusst war, nach dem guten Verlauf des dritten Quartals insgesamt als wieder
befriedigend. Gleichwohl bestehen weiterhin hohe Unsicherheiten in Bezug auf den weiteren
Verlauf der Co-vid-19-Pandemie - für die wir uns aber mit den vorhandenen erheblichen
liquiden Mitteln sowie den nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien gut aufgestellt
sehen. Das dritte Quartal 2020 konnten wir nach einem unerwartet guten Geschäftsverlauf
mit Umsatzerlösen in Höhe von 208,0 Mio. € (inkl. Lizenzerlöse) abschließen und lagen
damit um 6,8 % über dem vergleichbaren Vorjahresquartal (194,7 Mio. €). Dies gilt
sowohl für den Unternehmensbereich Bad und Wellness (+6,5 %) als auch für den Unternehmensbereich
Tischkultur (+8,0 %). So ist es bereits nach neun Monaten gelungen, den pandemiebedingten
Umsatzrückgang des zweiten Quartals deutlich aufzuholen. Nach den ersten neun Monaten
des Jahres 2020 erzielten wir einen Konzernumsatz in Höhe von 548,7 Mio. € (Vorjahr:
587,9 Mio. €) und konnten somit den Umsatzrückstand des ersten Halbjahres erfreulicherweise
von -13,4 % auf -6,7 % verringern. Auf kursbereinigter Basis, das heißt gerechnet zu Währungskursen des Vorjahres, erzielten
wir einen Umsatzrückgang von 6,2 %. Der Auftragsbestand zum 30. September 2020 hat sich im Vergleich zum 31.12.2019 mehr
als verdoppelt (von 44,8 Mio. € auf 100,5 Mio. €). Davon entfielen 80,7 Mio. € (31.12.2019:
35,3 Mio. €) auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness und 19,8 Mio. € (31.12.2019:
9,5 Mio. €) auf den Unternehmensbereich Tischkultur. Aufgrund des sehr gut verlaufenen dritten Quartals konnten wir die ersten neun Monate
des Geschäftsjahres 2020 mit einem operativen Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT)
in Höhe von 10,3 Mio. € abschließen und so den Verlust des zweiten Quartals bereits
vollständig kompensieren. Ursächlich hierfür waren die deutlich verbesserte Umsatzentwicklung
im dritten Quartal sowie die durch unser stringentes Kostenmanagement erreichten Einsparungen.
Nichtsdestotrotz liegen wir kumuliert aufgrund des durch die Corona-Krise verursachten
Nachfrageeinbruchs gepaart mit initiierten Werksstillständen bzw. -drosselungen im
zweiten Quartal weiterhin um 12,0 Mio. € unter dem Vorjahresergebnis (22,3 Mio. €). Das nicht-operative Ergebnis (-4,4 Mio. €) enthält Einmalkosten aus Corona-bedingten
Strukturanpassungen, insbesondere im Ausland. Es ist geplant, diese Maßnahmen weitestgehend
im Jahr 2020 abzuschließen. Die rollierende operative Nettovermögensrendite des Konzerns
lag zum 30. September 2020 bei 11,1 %. Weitere Informationen zur Entwicklung der Unternehmensbereiche, insbesondere zu Umsatz
und Ergebnis, finden Sie in den nachfolgenden Erläuterungen. Geschäftsverlauf und Lage der UnternehmensbereicheBad und Wellness Im Unternehmensbereich Bad und Wellness konnten wir im dritten Quartal 2020 Umsatzerlöse
in Höhe von 138,4 Mio. € (Vorjahr: 130,0 Mio. €) und somit ein in der Höhe unerwartetes
Umsatzplus von 6,5 % erreichen. Erfreulicherweise zeigte sich dies in allen Geschäftsfeldern,
vor allem aber im Geschäftsfeld Wellness (+16,7 %) sowie unserem umsatzstärksten Geschäftsfeld
Sanitärkeramik (+4,6 %). Unter dem Einfluss des starken dritten Quartals erzielte der Unternehmensbereich
Bad und Wellness in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 einen Umsatz
in Höhe von 383,8 Mio. € (Vorjahr: 401,6 Mio. €) und lag damit nur noch 4,4 % unter
Vorjahr (zum Halbjahr: -9,7 %). Der Umsatzrückstand konnte also nach dem dritten Quartal
deutlich aufgeholt werden. Durch die sich deutlich verbessernde Umsatzsituation im
dritten Quartal sowie die Erfolge aus dem stringenten Kostenmanagement hat der Unternehmensbereich
Bad und Wellness in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 einen operativen
Gewinn (EBIT) in Höhe von 19,3 Mio. € erzielt und lag damit 9,6 Mio. € unter Vorjahr. Die rollierende operative Nettovermögensrendite lag ergebnisbedingt mit 14,9 % unter
dem Stand vom 31. Dezember 2019 (17,4 %). Tischkultur Auch für den Unternehmensbereich Tischkultur verlief das dritte Quartal in Summe
sehr erfreulich - der Quartalsumsatz lag mit 69,1 Mio. € um 8,0 % über Vorjahr (64,0
Mio. €), was dazu führte, dass wir den Corona-bedingten Umsatzrückstand aus dem ersten
Halbjahr (-21,7 %) auf -11,5 % reduzieren konnten. In der Gesamtsicht auf die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2020 schloss der
Unternehmensbereich Tischkultur mit Umsatzerlösen in Höhe von 163,0 Mio. € ab (Vorjahr:
184,1 Mio. €). Erfreulicherweise konnten wir mit unseren E-Commerce-Aktivitäten das
Umsatzplus von 26,0 % im ersten Halbjahr auf 30,9 % zum 30. September 2020 steigern.
Dem gegenüber liegen wir vor allem in unseren Einzelhandelsgeschäften (-23,5 %) sowie
in unserem Projektgeschäft mit Hotel- und Restaurantkunden (-47,6 %) weiterhin pandemiebedingt
unter Vorjahr. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im dritten Quartal schloss der Unternehmensbereich
Tischkultur mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von -9,0 Mio. € ab und lag damit
nur noch um 2,4 Mio. € unter Vorjahr. Der Ergebnisrückstand des ersten Halbjahres
konnte im dritten Quartal einerseits umsatzbedingt sowie andererseits durch massive
Einsparungen in den Strukturkosten deutlich aufgeholt werden. Die rollierende operative Nettovermögensrendite verringerte sich ergebnisbedingt
auf 6,4 % (8,6 % zum 31. Dezember 2019). Kapitalstruktur Zum 30. September 2020 hat sich unser Eigenkapital gegenüber dem Jahresende 2019
um 11,9 Mio. € auf 242,1 Mio. € verringert. Ursächlich hierfür waren vor allem erfolgsneutrale
Bewertungseffekte innerhalb der Bewertungsrücklagen (-8,9 Mio. €), die auf starken
Währungsschwankungen in verschiedenen Währungen beruhen (vgl. Tz. 8 des Anhangs). Unsere Eigenkapitalquote (inklusive Minderheitenanteile) lag trotz der niedrigeren
Bilanzsumme aufgrund der rückläufigen Bewertungsrücklagen mit 27,6 % unter dem Niveau
zum 31. Dezember 2019 (28,4 %). Investitionen In den ersten neun Monaten des Jahres 2020 haben wir Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 10,7 Mio. € getätigt (Vorjahr: 17,9 Mio.
€). Davon entfielen 7,0 Mio. € auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness sowie
3,7 Mio. € auf den Unternehmensbereich Tischkultur. Im Unternehmensbereich Bad und Wellness wurden neue Anlagen insbesondere für die
Keramikwerke in Thailand und Ungarn erworben. Im Unternehmensbereich Tischkultur haben
wir im Wesentlichen in den Erhalt und die Modernisierung des Logistikzentrums in Merzig
sowie in Neuanschaffungen für die Produktion in Merzig investiert. Zum Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten in Höhe von 6,1 Mio. €. Die Finanzierung unserer Investitionen wird
im Hinblick auf das Gesamtjahr 2020 aus dem operativen Cash Flow erfolgen. Die im Rahmen des Jahresabschlusses getroffene Aussage, dass wir mit einer moderaten
Steigerung unserer operativen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
rechnen, ist unter den gegebenen Umständen nicht aufrechtzuerhalten. Aufgrund der
Corona-Krise wurden sämtliche Investitionen auf ein Mindestmaß heruntergefahren. Bei
dem aktuell zu erwartenden Geschäftsverlauf rechnen wir für das Gesamtjahr 2020 mit
einem Investitionsvolumen (ohne Leasing), das 21 Mio. € nicht übersteigen wird. Nettoliquidität Die zum 30. September 2020 bestehenden Kassen- und Bankguthaben in Höhe von 230,0
Mio. € führen unter Berücksichtigung unserer Finanzverbindlichkeiten von 115,6 Mio.
€ zu einer Nettoliquidität von 114,4 Mio. €. Gegenüber dem 31. Dezember 2019 (97,8
Mio. €) entspricht dies einer Erhöhung um 16,6 Mio. €, in der sich unter anderem Effekte
aus der gedämpften Investitionstätigkeit, den bisherigen Kosteneinsparungsanstrengungen
und der bislang noch nicht vollständig gezahlten Dividende widerspiegeln. Zudem verfügen
wir über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 173 Mio. €. Bilanzstruktur Zum Bilanzstichtag betrug unsere Bilanzsumme 878,0 Mio. € gegenüber 893,1 Mio. €
zum 31. Dezember 2019 und verminderte sich somit um 15,1 Mio. €. Der Anteil des gesamten Anlagevermögens an der Bilanzsumme verminderte sich geringfügig
auf 31,4 % (31. Dezember 2019: 33,3 %). Das kurzfristige Vermögen ist gegenüber dem
31. Dezember 2019 nahezu unverändert. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen (-17,4 Mio. €) wird durch die Erhöhung der Zahlungsmittel (19,7 Mio.
€) kompensiert. Auf der Passivseite zeigten sich die größten Veränderungen gegenüber dem Jahresende
2019 in einem Rückgang der Lieferantenverbindlichkeiten (-8,9 Mio. €) sowie der Abnahme
der Pensionsrückstellungen (-6,4 Mio. €). Der Verminderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
(-31,9 Mio. €) steht aufgrund einer Umfinanzierung eine Erhöhung der langfristigen
Finanzverbindlichkeiten (35,0 Mio. €) gegenüber. RISIKO- UND CHANCENBERICHT Die im Geschäftsbericht 2019 beschriebenen Risiken und Chancen bestehen unverändert
fort. Es erfolgt unverändert eine kontinuierliche, fokussierte Überprüfung aller Risikofelder.
Aufgrund der weiterhin anhaltenden Corona-Pandemie werden insbesondere Risiken in
der Lieferkette sowie im Forderungs- und Währungsmanagement intensiv überwacht. Aufgrund
unserer vorhandenen liquiden Mittel sind wir für die Herausforderungen, die die Corona-Pandemie
wirtschaftlich nach sich ziehen wird, aus aktueller Sicht gut aufgestellt. Einzelne, bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht erkennbar. AUSBLICK FÜR DAS LAUFENDE GESCHÄFTSJAHR Zusätzlich zu der weltweiten pandemiebedingten Unsicherheit belasten die globalen
Handelskonflikte und der drohende harte Brexit ohne Handelsabkommen den Ausblick. Der Vorstand der Villeroy & Boch AG hat angesichts der Erholung des Geschäfts in
den Sommermonaten die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 deutlich angehoben. Er erwartet
nunmehr ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 30 bis 35 Mio. €. Bisher kommuniziertes
Ziel war, die durch die Covid-19-Pandemie bedingten Verluste des ersten Halbjahrs
im zweiten Halbjahr zu kompensieren und ein positives operatives Ergebnis zu erzielen.
Durch ein stringentes Kostenmanagement seit Beginn der Covid-19-Pandemie sowie eine
deutlich verbesserte Umsatzentwicklung im dritten Quartal, die sogar über Vorjahr
lag, konnte dieses Ziel früher als erwartet realisiert werden. Die operative Nettovermögensrendite wird aufgrund der angepassten Ziele in einem
Korridor zwischen 10 bis 12 % erwartet. Die neue Prognose steht unter der Annahme, dass es zu keinen weiteren signifikanten
Maßnahmen der Staaten zur Eindämmung der Pandemie und damit verbundenen negativen
Auswirkungen auf die Wirtschaft kommt. Mettlach, den 14. Oktober 2020
KONZERNBILANZ zum 30.09.2020 in Mio. €Aktiva
Passiva
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 01.01.2020 - 30.09.2020 in Mio. €
Verwässerungseffekte bestanden in der Berichtsperiode nicht. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 01.01.2020 - 30.09.2020 in Mio. €
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 01.07.2020 - 30.09.2020 in Mio. €
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 01.07.2020 - 30.09.2020 in Mio. €
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG 01.01.2020 - 30.09.2020 in Mio. €
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 01.01.2020 - 30.09.2020 in Mio. €
KONZERN-SEGMENTBERICHT 01.01.2020 - 30.09.2020 in Mio. €
Das rollierende operative Nettovermögen der beiden Unternehmensbereiche stellt sich
zum Berichtszeitpunkt wie folgt dar:
KONZERN-SEGMENTBERICHT 01.07.2020 - 30.09.2020 in Mio. €
ANHANG DES VILLEROY & BOCH-KONZERNS ZUM DRITTEN QUARTAL 2020ALLGEMEINE INFORMATIONEN Die Villeroy & Boch AG mit Sitz in Mettlach (Deutschland) ist eine börsennotierte
Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Sie übt die Funktion der Muttergesellschaft des
Villeroy & Boch-Konzerns aus. Der Unternehmensverbund gliedert sich in die zwei operativ
tätigen Unternehmensbereiche Bad und Wellness sowie Tischkultur. Die Börsennotierung
der Villeroy & Boch Vorzugsaktien erfolgt im Prime Standard der Deutschen Börse AG. Der vorliegende Zwischenbericht umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September
2020. Er wurde nach Beratung des Vorstands mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats
am 14. Oktober 2020 zur Veröffentlichung freigegeben. Seine Erstellung erfolgte unter
Berücksichtigung des § 315e HGB unter Anwendung der durch die Europäische Kommission
übernommenen IFRS-Regelungen. Eine Prüfung bzw. eine Durchsicht des vorliegenden,
verkürzten Zwischenabschlusses durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist nicht
erfolgt. Nach Ansicht des Vorstands wird mit dem präsentierten Zwischenabschluss eine
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage erzielt. Der Zwischenbericht enthält gemäß IAS 34 einen verkürzten Konzernabschluss
mit ausgewählten Anhangangaben. Aus diesem Grund sollte er im Zusammenhang mit dem
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 gelesen werden. Dieser kann über den Investor
Relations-Bereich der Internet-Seite www.villeroyboch-group.com bestellt werden. Die im Geschäftsbericht 2019 beschriebenen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden
wurden im Berichtszeitraum um die durch die EU übernommenen und ab dem 1. Januar 2020
verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsstandards erweitert. Alle Änderungen hatten
keine bzw. keine materiellen Auswirkungen auf diesen Zwischenbericht. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis des Villeroy & Boch-Konzerns umfasst 54 Unternehmen (31.12.2019:
55 Unternehmen). Zur Optimierung der Konzernstruktur wurde am 01.01.2020 die Villeroy
& Boch Tableware Oy, Finnland, mit der Villeroy & Boch Gustavsberg Oy, Finnland, verschmolzen.
Zwei Gesellschaften werden, wie im Vorjahr, aufgrund ihres unwesentlichen Einflusses
auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Villeroy & Boch-Konzerns als nicht
konsolidierte Gesellschaften bilanziert. Hauptversammlung der Villeroy & Boch AG für das Geschäftsjahr 2019 Die für den 27. März 2020 geplante ordentliche Hauptversammlung wurde aufgrund des
vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familien des Saarlandes angewiesenen
Versammlungsverbots infolge der Corona-Pandemie abgesagt. Der Vorstand hat mit Bezug
auf das Gesetz zur Abmilderung der Folgen von Covid-19 entschieden, eine Online-Hauptversammlung
ohne begleitende Präsenzveranstaltung durchzuführen. Der Termin hierfür wurde auf
den 30. Oktober 2020 festgelegt. Dividendenvorschlag auf Basis des Jahresabschlusses 2019 / Vorabdividende Aufgrund der Covid-19 bedingten Verschiebung der Hauptversammlung wurde bisher noch
kein Dividendenbeschluss gefasst. Aufsichtsrat und Vorstand der Villeroy & Boch AG
haben am 8. Juli 2020 beschlossen, eine Abschlagsdividende in Höhe von 0,15 € pro
Stammaktie und 0,20 € pro Vorzugsaktie auszuzahlen. Die Ausschüttung entspricht einer
Dividendenzahlung für das Stammkapital von 2,1 Mio. € und für das Vorzugskapital von
2,5 Mio. €. Die Auszahlung erfolgte am 13. Juli 2020. Über die Höhe der Gesamtdividende
wird die ordentliche Hauptversammlung am 30. Oktober 2020 entscheiden. Aufsichtsrat
und Vorstand der Villeroy & Boch AG schlagen der Hauptversammlung vor, die Ausschüttung
der Dividende von ursprünglich geplanten 0,55 € pro Stammaktie, auf 0,50 € zu senken.
Die Ausschüttung bei den Vorzugsaktien reduziert sich von 0,60 € auf 0,55 €. Die Ausschüttung
entspricht insgesamt einer Dividendenzahlung für das Stammkapital von 7,0 Mio. € und
für das Vorzugskapital von 6,8 Mio. €. Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit Im Unternehmensbereich Tischkultur wird regelmäßig durch das Weihnachtsgeschäft im
vierten Quartal ein höherer Umsatz und höheres operatives Ergebnis erwartet als in
den übrigen Quartalen. ERLÄUTERUNGEN ZU AUSGEWÄHLTEN POSTEN DER KONZERNBILANZ1. Sachanlagen Im Berichtszeitraum wurden Sachanlagen in Höhe von 8,6 Mio. € (Vorjahr: 16,2 Mio.
€) angeschafft. Der Investitionsfokus des Unternehmensbereichs Bad und Wellness lag
im Ausland. Hier wurden hauptsächlich neue Anlagen für die Sanitärwerke in Thailand
und Ungarn installiert. In Thailand wurde beispielsweise in einen Trockner, einen
Kammerofen, Weißputzkabinen sowie weiterhin in den Bau einer Kläranlage investiert.
Darüber hinaus wurden Formen für die Serien Oberon 2.0 und Tokyo im niederländischen
Wellnesswerk angeschafft. Der Unternehmensbereich Tischkultur investierte im Wesentlichen
in den Erhalt und die Modernisierung des Logistikzentrums in Merzig, so unter anderem
in ein neues automatisches Kommissionierungssystem. Ferner wurden eine neue isostatische
Presse und entsprechende Presswerkzeuge für Neuheiten angeschafft. Die planmäßigen
Abschreibungen betragen 17,7 Mio. € (Vorjahr: 17,2 Mio. €). Zum Berichtszeitpunkt
hatte der Villeroy & Boch-Konzern Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe
von 5,5 Mio. € (per 31.12.2019: 6,0 Mio. €). 2. Nutzungsrechte Die aktivierten Nutzungsrechte verminderten sich im Berichtszeitraum um 2,0 Mio.
€ auf 39,0 Mio. €. Diese Veränderung basiert im Wesentlichen auf Zugängen in Höhe
von 8,8 Mio. € (Vorjahr: 11,7 Mio. €) und gegenläufigen planmäßigen Abschreibungen
in Höhe von 10,8 Mio. € (Vorjahr: 9,9 Mio. €). Der Aufwand aus kurzfristigen Immobilien-Leasingverhältnissen
betrug 3,4 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €) sowie 4,6 Mio. € (Vorjahr 5,3 Mio. €) aus
variablen Mietzahlungen aus Immobilien-Leasing. Für die übrigen kurzfristigen Leasingverhältnisse
und das Leasing von geringwertigen Vermögensgegenständen wurden 1,8 Mio. € (Vorjahr
2,9 Mio. €) aufgewendet. 3. Sonstige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte umfassen:
4. Vorräte Die Vorräte bestehen zum Bilanzstichtag aus:
Die Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen zum 30. September 2020 insgesamt -29,8
Mio. €. 5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich wie folgt:
6. Sonstige lang- und kurzfristige Vermögenswerte Im Berichtszeitraum veränderten sich die lang- und kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte
wie folgt:
7. Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen Der Zahlungsmittelbestand umfasst:
Die Erhöhung der Zahlungsmittel um 19,7 Mio. € steht unter anderem in Zusammenhang
mit der gedämpften Investitionstätigkeit, den bisherigen Kosteneinsparungseffekten
und der bislang noch nicht vollständig gezahlten Dividende für das Geschäftsjahr 2019.
Das Bankguthaben wurde mit kongruenten Verbindlichkeiten in Höhe von 10,2 Mio. € (per
31.12.2019: 13,1 Mio. €) verrechnet. Die Mittel werden ausschließlich kurzfristig
bei Banken mit hoher Bonität gehalten, die überwiegend einem Einlagensicherungssystem
angehören. 8. Bewertungsrücklagen Die Bewertungsrücklagen umfassen die Rücklagen des "Sonstigen Ergebnisses":
Die Veränderung der Bewertungsrücklagen resultiert vorwiegend aus erfolgsneutralen
Währungseffekten aus verschiedenen Währungen, wobei die wesentlichen Effekte aus dem
Mexikanischen Peso und dem Ungarischen Forint stammen. 9. Lang- und kurzfristige Personalrückstellungen Die langfristigen Personalrückstellungen haben sich nur geringfügig vermindert. Die
Veränderung der kurzfristigen Personalrückstellungen ist hauptsächlich durch die Auszahlung
der variablen Gehaltsanteile des Jahres 2019 bedingt. 10. Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich im Berichtzeitraum um 35,0 Mio.
€ erhöht, wohingegen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 31,9 Mio. € gesunken
sind. Die Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus der Ablösung von alten Darlehen. 11. Lang- und kurzfristige Leasingverbindlichkeiten Im Berichtzeitraum sanken die lang- und kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten um
2,8 Mio. € auf 40,5 Mio. €. Die Veränderung resultiert hauptsächlich aus dem Zugang
neu abgeschlossener Leasingverträge in Höhe von 8,8 Mio. € und einem Rückgang aus
geleisteten Tilgungen in Höhe von 12,2 Mio. €. Die Zinsaufwendungen für die geleasten
Nutzungsrechte betrugen im Berichtszeitraum -0,5 Mio. €. 12. Sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten Die lang- und kurzfristigen übrigen Verbindlichkeiten umfassen die folgenden Positionen:
(a)
saisonal bedingte Veränderung ERLÄUTERUNGEN ZU AUSGEWÄHLTEN POSTEN DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG13. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden in der Segmentberichterstattung aufgegliedert. 14. Vertriebs-, Marketing- und Entwicklungskosten In diesem Posten sind im Berichtszeitraum folgende Aufwendungen für Forschung und
Entwicklung enthalten:
15. Finanzergebnis Das Finanzergebnis gliedert sich wie folgt auf:
16. Ertragsteuern Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands sind:
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN17. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Im Berichtszeitraum wurden keine Verträge von materieller Bedeutung mit nahestehenden
Unternehmen und Personen abgeschlossen. Das Transaktionsvolumen mit nahestehenden
Unternehmen und Personen sowie nicht konsolidierten verbundenen Gesellschaften bewegt
sich zeitanteilig nahezu auf einem vergleichbaren Niveau wie im Jahresabschluss 2019.
Grundsätzlich erfolgen alle Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen. Die beiden nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen bezogen von der Villeroy
& Boch AG Waren und Dienstleistungen in einem unwesentlichen Umfang. Der Villeroy
& Boch Konzern bilanziert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in gleicher Höhe. 18. Personelle Änderungen in Aufsichtsrat und Vorstand der Villeroy & Boch AG Der Aufsichtsratsvorsitzende der Villeroy & Boch AG, Herr Yves Elsen, hat mit Wirkung
zum Ablauf des 31. Dezember 2019 sein Amt als Aufsichtsrat und Vorsitzender des Gremiums
niedergelegt. Durch Beschluss des Amtsgerichts Saarbrücken vom 23. Januar 2020 wurde
Peter Prinz Wittgenstein bis zur nachfolgenden gesetzmäßigen Wahl in den Aufsichtsrat
bestellt. Bis zur Wahl eines neuen Vorsitzenden durch den Aufsichtsrat hat der stellvertretende
Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Ralf Runge, satzungs- und gesetzesgemäß die Aufgaben
des Vorsitzenden wahrgenommen. Der Aufsichtsrat der Villeroy & Boch AG hat Herrn Dr.
Alexander von Boch-Galhau mit Wirkung zum 15. Januar 2020 als neuen Aufsichtsratsvorsitzenden
gewählt. Damit endete der kommissarische Vorsitz des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden
Ralf Runge. Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Villeroy & Boch AG, Frau Prof. Dr. Annette
G. Köhler, hat mit Wirkung zum 29. Februar 2020 ihr Amt als Aufsichtsratsmitglied
und Vorsitzende des Prüfungsausschusses niedergelegt. Als ihre Nachfolgerin wurde
Frau Susanne Heckelsberger durch Beschluss des Amtsgerichts Saarbrücken mit Wirkung
ab dem 1. Juli 2020 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Herr Dietmar Langenfeld hat sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats der Villeroy
& Boch AG zum 30. Juni 2020 niedergelegt. Zum 1. Juli 2020 folgte ihm sein gewähltes
Ersatzmitglied Herr Thomas Scherer in den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat der Villeroy & Boch AG hat Herr Georg Lörz mit Wirkung ab dem 1.
August 2020 zum Vorstand Bad und Wellness berufen. Er folgt damit auf Herr Andreas
Pfeiffer, der zum 31. Juli 2020 einvernehmlich aus dem Vorstand ausschied. Der Aufsichtsrat
der Villeroy & Boch AG hat zudem die Verlängerung des Vorstandsmandats von Herr Dr.
Markus Warncke beschlossen. 19. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Bis zur Freigabe des Zwischenberichts wurden keine wesentlichen Ereignisse bekannt. Mettlach, den 14. Oktober 2020 Der Vorstand FINANZKALENDER
Dieser Zwischenbericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Bei Abweichungen
geht die deutsche Fassung des Zwischenberichtes der Übersetzung vor. Aufgrund von
Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung
von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Prozentangaben erfolgen grundsätzlich
in gerundeten Wertangaben. Dieser Zwischenbericht sowie weitere Informationen stehen
auch im Internet unter www.villeroyboch-group.com zum Download zur Verfügung. |
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