Villeroy & Boch AGMettlachZwischenbericht zum 31.03.2021ZWISCHENBERICHT 1. Januar bis 31. März 2021Sehr gute Geschäftsentwicklung im ersten Quartal:
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(1) Nettovermögensrendite zum 31.12.2020
Wertpapier-Kenn-Nummern: 765 720, 765 723
ISIN: DE0007657207, DE0007657231
Villeroy & Boch AG • D 66688 Mettlach
Tel.: +49 6864 81-1227 • Fax: +49 6864 81-71227
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ZWISCHENLAGEBERICHT DES VILLEROY&BOCH-KONZERNS ÜBER DAS ERSTE QUARTAL 2021RAHMENBEDINGUNGEN DES KONZERNSDie Erläuterungen zu den Grundlagen des Konzerns
innerhalb des Konzernlageberichts 2020 gelten
unverändert. Angaben zu Veränderungen im
Konsolidierungskreis sowie zu Forschungsund
Entwicklungskosten sind im Konzernanhang auf Seite 12 und
in Tz. 14 dargestellt.
WIRTSCHAFTSBERICHTDie wirtschaftlichen RahmenbedingungenIn den ersten drei Monaten des laufenden
Geschäftsjahres 2021 setzte sich die Erholung der
Weltwirtschaft fort. Die Handelsrisiken haben sich mit dem
Regierungswechsel in den Vereinigten Staaten und dem
Abschluss wichtiger internationaler Abkommen zwar
verringert, aber Spannungen bleiben weiterhin bestehen. In
den USA ist eine Expansion zu verzeichnen und in China
nimmt die Dynamik der Erholung an Fahrt auf. Dagegen wird
die Erholung der Wirtschaft im Euroraum durch den
Wiederanstieg der Infektionszahlen und den damit
verbundenen Verschärfungen der
Eindämmungsmaßnahmen in vielen Ländern
verlangsamt. Dies zeigte sich auch in Deutschland, wo der
anhaltende Corona-Lockdown und Probleme beim Impfen den
Aufschwung verzögern.
Geschäftsverlauf und Lage des Villeroy & Boch-KonzernsDer Vorstand der Villeroy & Boch AG beurteilt die
wirtschaftliche Lage des Konzerns insgesamt als positiv. In
den letzten Monaten hat der Corona-bedingte Rückzug in
die eigenen vier Wände das Verbraucherverhalten
geändert und die Nachfrage nach unseren Produkten
deutlich verstärkt.
Im ersten Quartal 2021 erzielten wir einen Konzernumsatz
in Höhe von 223,3 Mio. € (inkl.
Lizenzerlöse) und lagen damit um 40,9 Mio. € bzw.
22,4 % über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Zum
einen war das Vorjahresquartal bereits durch die ersten
Auswirkungen der Corona-Pandemie belastet, zum anderen
profitieren wir aktuell verstärkt von dem Trend zur
Renovierung und Neuausstattung von Haus und Bad sowie der
Verschönerung des eigenen Wohnumfelds.
Auf kursbereinigter Basis, das heißt gerechnet zu
Währungskursen des Vorjahres, erzielten wir einen
Umsatzzuwachs von 23,7 %. Negative Währungseffekte mit
größeren Abwertungen resultierten dabei aus dem
Russischen Rubel und dem US-Dollar, denen teilweise
positive Währungseffekte vor allem aus der
Schwedischen Krone gegenüberstanden.
Die Auftragseingänge des ersten Quartals 2021
führten im Vergleich zum 31. Dezember 2020 zu einer
Erhöhung des Auftragsbestands um 31,2 Mio. € auf
132,0 Mio. €. Davon entfielen 108,7 Mio. €
(31.12.2020: 85,1 Mio. €) auf den Unternehmensbereich
Bad und Wellness und 23,3 Mio. € (31.12.2020: 15,7
Mio. €) auf den Unternehmensbereich
Dining&Lifestyle.
Im Vergleich zum Jahresende hat sich die
Auftragseingangsdynamik weiter verstärkt, vor allem
durch das wiedererstarkte Projektgeschäft des
Unternehmensbereichs Bad und Wellness im Wesentlichen in
China sowie die Produktneuheiten des Unternehmensbereichs
Dining&Lifestyle.
Unser Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
erhöhte sich im ersten Quartal 2021 vor allem aufgrund
der erreichten Umsatzsteigerung auf 18,6 Mio. €
(Vorjahr: 4,3 Mio. €).
Die rollierende operative Nettovermögensrendite des
Konzerns lag zum 31. März 2021 bei 20,0 % und hat sich
um 5,3 Prozentpunkte erhöht (31. Dezember 2020: 14,7
%). Ursächlich hierfür war neben dem Anstieg des
operativen Ergebnisses auch eine Verminderung des
operativen Nettovermögens, das sich hauptsächlich
in den Vorräten und im Anlagevermögen
widerspiegelt. Weitere Informationen hierzu finden Sie bei
den Erläuterungen der Unternehmensbereiche.
Geschäftsverlauf und Lage der UnternehmensbereicheBad und WellnessDer Unternehmensbereich Bad und Wellness erzielte im
ersten Quartal 2021 einen Umsatz in Höhe von 159,3
Mio. € (Vorjahr: 125,8 Mio. €). Dabei haben wir
in allen Geschäftsfeldern einen Umsatzwachstum
erzielt. Der Umsatzanstieg in Höhe von 33,5 Mio.
€ zeigte sich dabei hauptsächlich im
Geschäftsfeld Sanitärkeramik (+20,3 Mio. €)
sowie im Geschäftsfeld Wellness (+6,1 Mio. €).
Der Unternehmensbereich Bad und Wellness startete
aufgrund des umsatzstarken ersten Quartals mit einem
operativen Gewinn (EBIT) von 16,6 Mio. € ins aktuelle
Geschäftsjahr (Vorjahr: 8,7 Mio. €).
Die rollierende operative Nettovermögensrendite lag
aufgrund der Steigerung des operativen Ergebnisses und der
Verminderung des operativen Nettovermögens, die sich
hauptsächlich in den Vorräten und im
Anlagevermögen zeigte, mit 22,8 % deutlich über
dem Stand vom 31. Dezember 2020 (18,2 %).
Dining & LifestyleAuch für den Unternehmensbereich Dining&
Lifestyle verlief das erste Quartal 2021 sehr positiv. Hier
konnten wir einen Umsatz in Höhe von 63,3 Mio. €
erzielen (Vorjahr: 56,0 Mio. €) und lagen damit um 7,3
Mio. € über dem Vorjahr, welches jedoch bereits
durch die weitreichenden Corona-bedingten
Schließungen der Ladengeschäfte ab Mitte
März 2020 beeinträchtigt war.
Größter Wachstumstreiber waren unsere
E-Commerce-Aktivitäten (+12,1 Mio. €) in nahezu
allen relevanten Märkten. Mit unseren stationären
Handelspartnern erzielten wir ein Umsatzplus von 5,3 Mio.
€. Dagegen mussten wir Corona-bedingte
Umsatzrückstände in unseren eigenen
Einzelhandelsgeschäften (-6,9 Mio. €) und im
Projektgeschäft mit Hotel- und Restaurantkund:innen
(-3,2 Mio. €) hinnehmen.
Der Unternehmensbereich Dining&Lifestyle schloss mit
einem operativen Ergebnis (EBIT) von 2,0 Mio. € ab und
lag damit um 6,4 Mio. € über Vorjahr.
Ursächlich hierfür waren die erreichte
Umsatzsteigerung sowie Einsparungen in unseren von den
Lockdown-Maßnahmen betroffenen
Einzelhandelsgeschäften.
Die rollierende operative Nettovermögensrendite
erhöhte sich ergebnisbedingt auf 20,8 % (12,3 % zum
31. Dezember 2020).
KapitalstrukturZum 31. März 2021 hat sich unser Eigenkapital
gegenüber dem Jahresende 2020 um 5,6 Mio. € auf
246,1 Mio. € vermindert.
Die Veränderung des Eigenkapitals resultierte
hauptsächlich aus der Ende März 2021 von der
Villeroy & Boch AG ausgezahlten Dividende (13,8 Mio.
€), die durch das im ersten Quartal 2021
erwirtschaftete Konzernergebnis in Höhe von 12,3 Mio.
€ größtenteils wieder kompensiert wurde.
Daneben ergab sich eine währungsbedingte
erfolgsneutrale Veränderung der
Bewertungsrücklagen in Höhe von -3,4 Mio. €.
Unsere Eigenkapitalquote (inklusive Minderheitenanteile)
lag aufgrund der niedrigeren Bilanzsumme mit 27,7 % leicht
über dem Wert des Vorjahres (31. Dezember 2020: 27,5
%).
InvestitionenIm ersten Quartal 2021 haben wir Investitionen in
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in
Höhe von 3,7 Mio. € getätigt (Vorjahr: 3,5
Mio. €). Davon entfielen 2,7 Mio. € auf den
Unternehmensbereich Bad und Wellness sowie 1,0 Mio. €
auf den Unternehmensbereich Dining& Lifestyle.
Im Unternehmensbereich Bad und Wellness wurden neue
Anlagen für die Keramikwerke in Ungarn und Frankreich
sowie Werkzeuge für die ViClean-Produktion erworben.
Im Unternehmensbereich Dining&Lifestyle haben wir im
Wesentlichen in den Erhalt und die Modernisierung des
Logistikzentrums in Merzig, in Neuanschaffungen von
Presswerkzeugen sowie in die energetische Optimierung eines
Ofens investiert.
Zum Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen zum Erwerb
von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in
Höhe von 7,4 Mio. €.
NettoliquiditätDie zum 31. März 2021 bestehenden Kassen- und
Bankguthaben in Höhe von 263,6 Mio. €
führten unter Berücksichtigung unserer
Finanzverbindlichkeiten von 115,9 Mio. € zu einer
Nettoliquidität von 147,7 Mio. € (31. Dezember
2020: 182,6 Mio. €). Die Verminderung unserer
Nettoliquidität ist vor allem durch die
Ausschüttung der Dividende für das vorangegangene
Geschäftsjahr (13,8 Mio. €), sowie die
alljährliche Auszahlung der Kundenboni und der
variablen leistungsabhängigen Personalvergütung
bedingt. Gegenüber dem 31. März 2020 konnten wir
die Nettoliquidität sogar um insgesamt 87,1 Mio.
€ steigern. Zudem verfügen wir über nicht in
Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 182,1 Mio.
€.
BilanzstrukturZum Bilanzstichtag betrug unsere Bilanzsumme 887,5 Mio.
€ gegenüber 914,3 Mio. € zum 31. Dezember
2020 und verminderte sich somit um 26,8 Mio. €.
Der Anteil des gesamten Anlagevermögens an der
Bilanzsumme erhöhte sich geringfügig auf 30,5 %
(31. Dezember 2020: 29,8 %). Das kurzfristige Vermögen
ist gegenüber dem 31. Dezember 2020 um 23,7 Mio.
€ gesunken, hauptsächlich begründet durch
den Rückgang des Zahlungsmittelbestands (-34,2 Mio.
€). Daneben steht einem umsatzbedingten Anstieg der
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 16,5 Mio.
€ eine Verminderung der Vorräte um 5,7 Mio.
€ gegenüber.
Auf der Passivseite zeigten sich die größten
Veränderungen gegenüber dem Jahresende 2020 durch
die Abnahme der kurzfristigen Schulden - insbesondere den
sonstigen Verbindlichkeiten um 5,9 Mio. €, den
Lieferantenverbindlichkeiten um 5,3 Mio. € und den
Personalrückstellungen um 5,1 Mio. €.
RISIKO- UND CHANCENBERICHTDie im Geschäftsbericht 2020 beschriebenen Risiken
und Chancen bestehen unverändert fort. Es erfolgt
unverändert eine kontinuierliche, fokussierte
Überprüfung aller Risikofelder. Aufgrund der
weiterhin anhaltenden Corona-Pandemie werden insbesondere
Risiken in der Lieferkette sowie im Forderungs- und
Währungsmanagement intensiv überwacht. So sehen
wir uns derzeit auf den Beschaffungsmärkten mit
steigenden Einkaufspreisen von wichtigen Rohstoffen und
Verpackungsmaterialien konfrontiert. Einzelne,
bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht
erkennbar.
AUSBLICK FÜR DAS LAUFENDE GESCHÄFTSJAHRIm Verlauf des Jahres 2021 wird im Zuge verringerter
Infektionsrisiken bzw. fortschreitender Impfungen damit
gerechnet, dass die Erholung der Weltwirtschaft an Fahrt
gewinnen wird. Die Stärke der wirtschaftlichen
Erholung wird von Land zu Land voraussichtlich erheblich
variieren. In China ist weiterhin mit einer kräftigen
Erholung zu rechnen. In den USA wird eine schnellere
wirtschaftliche Erholung erwartet, die durch das aufgelegte
Konjunkturpaket und die weiter fortschreitende Durchimpfung
erreicht werden soll. Dagegen wird im Euroraum durch die
erneute Verschärfung der Pandemie die erwartete
Erholung voraussichtlich langsamer eintreten.
Aufgrund der überaus guten
Geschäftsentwicklung des ersten Quartals 2021 und der
hohen Auftragsbestände in beiden Unternehmensbereichen
erhöhen wir die Prognose für den Konzernumsatz
und das operative Ergebnis für das Gesamtjahr. Wir
erwarten im gegebenen wirtschaftlichen Umfeld eine
Umsatzsteigerung zwischen 5 % und 10 % (bisher 3 % bis 5 %)
sowie einen deutlich überproportionalen Anstieg
unseres operativen Konzernergebnisses. Insbesondere im
zweiten Halbjahr erwarten wir eine, im Vergleich zum durch
Nachholeffekte geprägten Vorjahr, nachlassende
Umsatzdynamik.
Nach wie vor bestehen Unsicherheiten bezüglich des
weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie. Die
Auswirkungen auf die Konjunktur im Baugewerbe und das
zukünftige Konsumverhalten der privaten Haushalte sind
nur schwer abschätzbar und damit verbunden auch die
weitere Entwicklung des Villeroy & Boch-Konzerns
für das Gesamtjahr 2021.
Mettlach, den 15. April 2021
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KONZERNBILANZ zum 31.03.2021 in Mio. €Aktivascrollen
Passivascrollen
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 01.01.2021 - 31.03.2021 in Mio. €scrollen
Verwässerungseffekte bestanden in der
Berichtsperiode nicht.
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 01.01.2021 - 31.03.2021 in Mio. €scrollen
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG 01.01.2021 - 31.03.2021 in Mio. €scrollen
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KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 01.01.2021 - 31.03.2021 in Mio. €scrollen
KONZERN-SEGMENTBERICHT 01.01.2021 - 31.03.2021 in Mio. €scrollen
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Das rollierende operative Nettovermögen der beiden
Unternehmensbereiche stellt sich zum Berichtszeitpunkt wie
folgt dar:
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ANHANG DES VILLEROY & BOCH-KONZERNS ZUM ERSTEN QUARTAL 2021ALLGEMEINE INFORMATIONENDie Villeroy & Boch AG mit Sitz in Mettlach
(Deutschland) ist eine börsennotierte
Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Sie übt die
Funktion der Muttergesellschaft des Villeroy &
Boch-Konzerns aus. Der Unternehmensverbund gliedert sich in
die zwei operativ tätigen Unternehmensbereiche Bad und
Wellness sowie Dining&Lifestyle. Die
Börsennotierung der Villeroy & Boch Vorzugsaktien
erfolgt im Prime Standard der Deutschen Börse AG.
Der vorliegende Zwischenbericht umfasst den Zeitraum vom
1. Januar bis 31. März 2021. Er wurde nach Beratung
des Vorstands mit dem Prüfungsausschuss des
Aufsichtsrats am 15. April 2021 zur Veröffentlichung
freigegeben. Seine Erstellung erfolgte unter
Berücksichtigung des § 315e HGB unter Anwendung
der durch die Europäische Kommission übernommenen
IFRS-Regelungen. Eine Prüfung bzw. eine Durchsicht des
vorliegenden, verkürzten Zwischenabschlusses durch
eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist nicht
erfolgt. Nach Ansicht des Vorstands wird mit dem
präsentierten Zwischenabschluss eine den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechende
Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
erzielt. Der Zwischenbericht enthält gemäß
IAS 34 einen verkürzten Konzernabschluss mit
ausgewählten Anhangangaben. Aus diesem Grund sollte er
im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
2020 gelesen werden. Dieser kann über den Investor
Relations-Bereich der Internet-Seite
www.villeroy-boch-group.com abgerufen werden.
Die im Geschäftsbericht 2020 beschriebenen
Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden
wurden im Berichtszeitraum um die durch die EU
übernommenen und ab dem 1. Januar 2021 verpflichtend
anzuwendenden Rechnungslegungsstandards erweitert. Alle
Änderungen hatten keine bzw. keine materiellen
Auswirkungen auf diesen Zwischenbericht. Die
Corona-Pandemie hat sich auch auf die wirtschaftlichen
Aktivitäten der Villeroy & Boch AG ausgewirkt.
Daher erfolgte seit Beginn der Krise eine fortlaufende
Analyse und Überwachung möglicher bilanzieller
Effekte und der Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Villeroy & Boch-Konzerns.
Im ersten Quartal haben sich keine nennenswerten negativen
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Villeroy & Boch-Konzerns ergeben.
Weitere Erläuterungen zum Verlauf des ersten Quartals
2021 finden Sie im vorstehenden Wirtschaftsbericht.
KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis des Villeroy &
Boch-Konzerns umfasst 53 Unternehmen (31.12.2020: 53
Unternehmen).
Zwei Gesellschaften werden unverändert aufgrund
ihres unwesentlichen Einflusses auf die Ertrags-,
Vermögens- und Finanzlage des Villeroy &
Boch-Konzerns als nicht konsolidierte Gesellschaften
bilanziert.
Hauptversammlung der Villeroy & Boch AG für das Geschäftsjahr 2020In der virtuellen Hauptversammlung am 26. März 2021
wurde die vom Aufsichtsrat und Vorstand der Villeroy &
Boch AG vorgeschlagene Dividende von 0,50 € je
Stamm-Stückaktie und 0,55 € je
Vorzugs-Stückaktie beschlossen. Die Ausschüttung
entspricht einer Dividendenzahlung für das
Stammkapital von 7,0 Mio. € (Vorjahr: 7,0 Mio. €)
und für das Vorzugskapital von 6,8 Mio. €
(Vorjahr: 6,8 Mio. €). Die Auszahlung erfolgte am 31.
März 2021. Zum Ausschüttungszeitpunkt hielt der
Villeroy & Boch-Konzern, wie im Vorjahr, 1.683.029
eigene Vorzugs-Stückaktien. Diese waren nicht
dividendenberechtigt.
Saisonale Einflüsse auf die GeschäftstätigkeitIm Unternehmensbereich Dining&Lifestyle wird
regelmäßig durch das Weihnachtsgeschäft im
vierten Quartal ein höherer Umsatz und höheres
operatives Ergebnis erwartet als in den übrigen
Quartalen.
ERLÄUTERUNGEN ZU AUSGEWÄHLTEN POSTEN DER KONZERNBILANZ1. SachanlagenIm Berichtszeitraum wurden Sachanlagen in Höhe von
2,0 Mio. € (Vorjahr: 2,7 Mio. €) angeschafft. Der
Investitionsfokus des Unternehmensbereichs Bad und Wellness
lag im Ausland. Hier wurde beispielsweise in die
Keramikwerke in Ungarn und Frankreich investiert. In Ungarn
wurde eine WC-Druckgussanlage angeschafft. Außerdem
wurden Werkzeuge für die Herstellung der neuen
ViClean-Modelle angeschafft. Der Unternehmensbereich
Dining&Lifestyle investierte im Wesentlichen in den
Erhalt und die Modernisierung des Logistikzentrums in
Merzig. Des Weiteren wurden neue Presswerkzeuge
angeschafft. Am Standort Torgau wurde in die energetische
Optimierung eines Ofens investiert. Die
planmäßigen Abschreibungen betragen 5,5 Mio.
€ (Vorjahr: 6,1 Mio. €). Zum Berichtszeitpunkt
hatte der Villeroy & Boch-Konzern Verpflichtungen zum
Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 7,4 Mio. €
(per 31.12.2020: 3,8 Mio. €).
2. NutzungsrechteDie aktivierten Nutzungsrechte sanken im
Berichtszeitraum um 0,4 Mio. € auf 40,3 Mio. €.
Diese Veränderung basiert auf Zugängen in
Höhe von 2,8 Mio. € (Vorjahr: 5,3 Mio. €)
und gegenläufigen planmäßigen
Abschreibungen in Höhe von 3,6 Mio. € (Vorjahr:
3,7 Mio. €) sowie Abgängen in Höhe von 0,1
Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €). Der Aufwand aus
kurzfristigen Immobilien-Leasingverhältnissen betrug
0,8 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) sowie 1,5 Mio.
€ (Vorjahr: 1,6 Mio. €) aus variablen
Mietzahlungen aus Immobilien-Leasing. Für die
übrigen kurzfristigen Leasingverhältnisse und das
Leasing von geringwertigen Vermögensgegenständen
wurden 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €)
aufgewendet.
3. Sonstige finanzielle VermögenswerteDie sonstigen finanziellen Vermögenswerte umfassen:
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4. VorräteDie Vorräte bestehen zum Bilanzstichtag aus:
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5. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern
sich wie folgt:
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6. Sonstige kurz- und langfristige VermögenswerteIm Berichtszeitraum veränderten sich die lang- und
kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte wie folgt:
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Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2021 staatliche
Zuschüsse in Höhe von 0,6 Mio. € im Zuge der
Corona-Pandemie vereinnahmt. Im Wesentlichen wurden diese
in den Personalaufwendungen sowie in den sonstigen
betrieblichen Erträgen erfasst.
7. Zahlungsmittel und kurzfristige EinlagenDer Zahlungsmittelbestand umfasst:
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Die Verminderung der Zahlungsmittel um 34,2 Mio. €
basiert im Wesentlichen auf saisonalen Effekten wie der
Auszahlung von Kundenboni (vgl. Tz. 12), der variablen
Vergütungen des Jahres 2020 sowie der
Dividendenzahlung der Villeroy & Boch AG. Das
Bankguthaben wurde mit kongruenten Verbindlichkeiten in
Höhe von 12,0 Mio. € (per 31.12.2020: 12,5 Mio.
€) verrechnet. Die Mittel werden ausschließlich
kurzfristig bei Banken mit hoher Bonität gehalten, die
überwiegend einem Einlagensicherungssystem
angehören.
8. BewertungsrücklagenDie Bewertungsrücklagen umfassen die Rücklagen
des "Sonstigen Ergebnisses":
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Die Veränderung der Bewertungsrücklagen
resultiert vorwiegend aus erfolgsneutralen
Währungseffekten aus verschiedenen Währungen,
wobei die wesentlichen Effekte aus dem Australischen
Dollar, dem Amerikanischen Dollar, dem Thailändischen
Baht und dem Ungarischen Forint stammen.
9. Lang- und kurzfristige PersonalrückstellungenDie langfristigen Personalrückstellungen haben sich
nur unwesentlich verändert. Die Veränderung der
kurzfristigen Personalrückstellungen ist
hauptsächlich durch die Auszahlung der variablen
Gehaltsanteile des Jahres 2020 bedingt.
10. Lang- und kurzfristige FinanzverbindlichkeitenDie langfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich im
Berichtzeitraum nicht verändert. Die kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten sind ebenfalls fast
unverändert.
11. Lang- und kurzfristige LeasingverbindlichkeitenIm Berichtzeitraum sanken diese Verbindlichkeiten um 1,1
Mio. € auf 40,2 Mio. €. Die Veränderung
resultiert hauptsächlich aus einem Zugang aus neu
abgeschlossenen Leasingverträgen in Höhe von 2,8
Mio. € und einem Rückgang aus geleisteten
Tilgungen in Höhe von 3,9 Mio. €. Die
Zinsaufwendungen für die geleasten Nutzungsrechte
betrugen im Berichtszeitraum 0,2 Mio. €.
12. Sonstige lang- und kurzfristige VerbindlichkeitenDie lang- und kurzfristigen übrigen
Verbindlichkeiten umfassen die folgenden Positionen:
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(a) saisonal bedingte Veränderung
ERLÄUTERUNGEN ZU AUSGEWÄHLTEN POSTEN DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG13. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse werden in der
Segmentberichterstattung aufgegliedert.
14. Vertriebs-, Marketing- und EntwicklungskostenIn diesem Posten sind im Berichtszeitraum folgende
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung enthalten:
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15. FinanzergebnisDas Finanzergebnis gliedert sich wie folgt auf:
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SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN16. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtszeitraum wurden keine Verträge von
materieller Bedeutung mit nahestehenden Unternehmen und
Personen abgeschlossen. Das Transaktionsvolumen mit
nahestehenden Unternehmen und Personen sowie nicht
konsolidierten verbundenen Gesellschaften bewegt sich
zeitanteilig nahezu auf einem vergleichbaren Niveau wie im
Jahresabschluss 2020. Grundsätzlich erfolgen alle
Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen.
17. Personelle Änderungen im Aufsichtsrat der Villeroy & Boch AGHerr Dietmar Geuskens hat sein Mandat als Mitglied des
Aufsichtsrats der Villeroy & Boch AG zum 31. Januar
2021 niedergelegt. Zum 10. Februar 2021 folgte ihm sein
gewähltes Ersatzmitglied Herr Roland Strasser in den
Aufsichtsrat.
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Villeroy & Boch AG,
Dr. Alexander von Boch-Galhau, hat mit Wirkung zum 26.
März 2021 sein Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrats
niedergelegt. Er bleibt dem Aufsichtsrat weiterhin als
ordentliches Mitglied erhalten. Gleichzeitig wurde Herr
Andreas Schmid als neuer Aufsichtsratsvorsitzender
gewählt.
18. Ereignisse nach dem BilanzstichtagBis zur Freigabe des Zwischenberichts wurden keine
wesentlichen Ereignisse bekannt. FINANZKALENDER
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Dieser Zwischenbericht liegt in deutscher und englischer
Sprache vor. Bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des
Zwischenberichtes der Übersetzung vor. Aufgrund von
Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei
Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben
geringfügige Abweichungen ergeben. Prozentangaben
erfolgen grundsätzlich in gerundeten Wertangaben.
Dieser Zwischenbericht sowie weitere Informationen stehen
auch im Internet unter www.villeroyboch-group.com zum
Download zur Verfügung.
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