Villeroy & Boch AktiengesellschaftMettlachHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024HALBJAHRESFINANZBERICHT
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Konzernumsatz akquisitionsbedingt im ersten Halbjahr mit 647,3 Mio. € um 47,9 % über Vorjahr. |
| ― |
Operatives EBIT mit 46,3 Mio. € um 20,6 % über Vorjahr (38,4 Mio. €). |
| ― |
Einmalige akquisitionsbedingte Sondereffekte im nicht operativen EBIT (-31,9 Mio. €). |
| 01.01.2024
- 30.06.2024 |
01.01.2023
- 30.06.2023 |
Veränderung | Veränderung | |
| Mio. € | Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Umsatz | 647,3 | 437,8 | 209,5 | 47,9 |
| Umsatz - Inland | 150,9 | 125,5 | 25,4 | 20,2 |
| Umsatz - Ausland | 496,4 | 312,3 | 184,1 | 58,9 |
| Operatives EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) | 46,3 | 38,4 | 7,9 | 20,6 |
| Operatives EBITDA | 77,1 | 58,1 | 19,0 | 32,7 |
| EBIT | 14,4 (1) | 38,7 | -24,3 | - |
| EBT (Ergebnis vor Steuern) | 5,5 (1) | 36,8 | -31,3 | - |
| Konzernergebnis | 3,8 (1) | 25,8 | -22,0 | - |
| Operative Nettovermögensrendite (rollierend) | 20,6 % | 24,8 % (2) | - | -4,2 PP |
| Investitionen (ohne Leasing) | 16,7 | 16,1 | 0,6 | 3,7 |
| Investitionen Leasing - IFRS 16 | 6,0 | 4,4 | 1,6 | 36,4 |
| Mitarbeiter:innen (teilzeitbereinigt zum Stichtag) | 12.556 MA | 6.099 MA | 6.457 MA | 105,9 |
(2) Nettovermögensrendite zum 31.12.2023
Der Halbjahresfinanzbericht beinhaltet einen
verkürzten Konzernzwischenabschluss und einen
Konzernzwischenlagebericht.
Wertpapier-Kenn-Nummern: 765 720, 765 723
ISIN: DE0007657207, DE0007657231
Villeroy & Boch AG • D 66688 Mettlach
Tel.: +49 6864 81-1227 • Fax: +49 6864 81-71227
Internet: http://www.villeroyboch-group.com
Hinsichtlich unserer Konzernstruktur, -strategie und
-steuerung verweisen wir auf die Erläuterungen im
Konzernlagebericht 2023 (Geschäftsbericht 2023). Aus
Sicht des Konzerns ist die Akquisition von Ideal Standard
das bedeutsamste Ereignis in der Geschichte von Villeroy
& Boch und insofern das wesentliche Ereignis im ersten
Halbjahr 2024. Die Auswirkungen auf den Villeroy &
Boch-Konzern werden im nachfolgenden
Konzernzwischenlagebericht sowie in den ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - hier vor allem unter der
Textziffer Konsolidierungskreis - näher
erläutert.
Das operative Geschäft von Villeroy & Boch und
dessen Steuerung unterteilt sich in die beiden
Unternehmensbereiche Bad & Wellness und Dining &
Lifestyle. Die Geschäftsaktivitäten der Ideal
Standard-Gesellschaften ergänzen die Aktivitäten
des Bad & Wellness-Bereichs hervorragend. Deswegen
erfolgt die Berichterstattung zukünftig
zusammengefasst im Unternehmensbereich Bad & Wellness.
Am 18. September 2023 hatte Villeroy & Boch bindende
Verträge zum Erwerb aller operativen Gesellschaften
der Ideal Standard Gruppe unterzeichnet.
Am 29. Februar 2024 wurde mit Vorlage aller
kartellrechtlichen Freigaben der Vollzug der Übernahme
abgeschlossen. Im aktuellen Halbjahresfinanzbericht
fließen somit die Geschäftsaktivitäten der
Ideal Standard-Gesellschaften ab dem 1. März in die
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Villeroy &
Boch-Konzerns mit ein. In der Konzernbilanz sind alle
übernommenen Vermögenswerte und Schulden
berücksichtigt.
Die Transaktion wurde aus vorhandenen liquiden Mitteln
sowie dem ausgegebenen Schuldscheindarlehen finanziert.
Durch die Ideal Standard-Akquisition, die in ihrem
Volumen wesentlich für den Villeroy & Boch-Konzern
ist, sind die Zahlen mit dem Vorjahr nur beschränkt
vergleichbar. In den nachfolgenden Textpassagen des
Konzernzwischenlageberichts werden die wesentlichen
Veränderungen beschrieben. Daneben wird auf die
Erläuterungen in den ausgewählten Anhangangaben
verwiesen.
Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres
2024 setzte sich die moderate Entwicklung der
Weltwirtschaft weiter fort, wobei die Dynamik in den
einzelnen Regionen weiterhin unterschiedlich ist. In China
verlief die Wirtschaftsentwicklung unter dem Einfluss der
anhaltenden Immobilienkrise auf einem niedrigen aber
weiterhin positiven Niveau. Im Euroraum ist nach einer
Phase der Stagnation eine leichte Konjunkturbelebung zu
beobachten.
In der deutschen Wirtschaft ist dagegen nach wie vor
keine spürbare konjunkturelle Belebung erkennbar.
Die Risiken aus den andauernden Konflikten in der
Ukraine und im Nahen Osten belasten die Weltwirtschaft nach
wie vor. Dagegen hat sich die Abschwächung der
Inflation aufgrund der eingeleiteten und nun wirkenden
inflationseindämmenden Maßnahmen weiter
fortgesetzt.
Auf Basis der ersten sechs Monate des aktuellen
Geschäftsjahres bewertet der Vorstand der Villeroy
& Boch AG die wirtschaftliche Lage des Konzerns
insgesamt als noch positiv.
Im ersten Halbjahr 2024 erzielten wir einen
Konzernumsatz (inkl. Lizenzerlöse) in Höhe von
647,3 Mio. € und lagen damit akquisitionsbedingt um
209,5 Mio. € bzw. 47,9 % über dem vergleichbaren
Vorjahreszeitraum. Dabei trug Ideal Standard ab dem 1.
März 2024 mit Umsatzerlösen von 217,6 Mio. €
zum Konzernumsatz bei.
In unserer Hauptregion EMEA (Europa, Naher Osten,
Afrika) erzielten wir eine Umsatzsteigerung von 60,0 % bzw.
208,5 Mio. €. Diese konnten wir vor allem in den
Regionen Südeuropa und Westeuropa erreichen, wo wir
unseren Umsatz mehr als verdoppeln konnten. Deutliche
Umsatzzuwächse konnten wir zudem in der Region
Osteuropa (+68,2 %) erzielen.
In den Regionen APAC (Asien-Pazifik) und Americas
konnten wir einen moderaten Umsatzanstieg (+1,2 %)
verzeichnen.
Der Auftragsbestand des ersten Halbjahres 2024 lag mit
197,3 Mio. € deutlich über dem Bestand zum 31.
Dezember 2023 (109,9 Mio. €). Darin enthalten ist
Ideal Standard mit 51,1 Mio. €.
Der Auftragsbestand im Unternehmensbereich Bad &
Wellness betrug 153,7 Mio. € (inkl. Ideal Standard)
gegenüber 96,6 Mio. € zum 31. Dezember 2023.
Der Auftragsbestand im Unternehmensbereich Dining &
Lifestyle betrug 43,6 Mio. € (31. Dezember 2023: 13,3
Mio. €) und stieg insbesondere durch die bereits
getätigten Bestellungen unseres Weihnachtssortiments.
Im ersten Halbjahr 2024 erzielten wir ein operatives
EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) in Höhe von
46,3 Mio. € und lagen damit um 20,6 % über dem
Vorjahr (38,4 Mio. €).
Das nicht-operative Ergebnis von -31,9 Mio. €
(Vorjahr: +0,3 Mio. €) enthält dabei im
Wesentlichen zwei einmalige Sondereffekte im Zusammenhang
mit der Ideal Standard-Akquisition. Dabei handelt es sich
um die aufwandswirksame Realisierung von bei der
Kaufpreisallokation zugeordneten Marktwerten auf das
erworbene Vorratsvermögen (-18,2 Mio. €) sowie um
angefallene Transaktions- und Integrationskosten (-11,0
Mio. €). Diese Sondereffekte beeinflussen auch die
weiteren Ergebniskennzahlen bis zum Konzernergebnis
(Konzernjahresüberschuss). Das nicht operative
Ergebnis des Vorjahres enthielt einen Ertrag aus einer
Teilrealisiierung eines Veräußerungserlöses
aus dem Verkauf unserer ehemaligen Werksimmobilie in
Luxemburg, dem vor allem Aufwendungen aus einer
Beteiligungsabschreibung sowie Projektaufwendungen in
gleicher Höhe gegenüberstanden.
Die rollierende operative Nettovermögensrendite des
Konzerns sank zum 30. Juni 2024 auf 20,6 % (31. Dezember
2023: 24,8 %).
Ursächlich hierfür war die
akquisitionsbedingte Steigerung des rollierenden operativen
Nettovermögens sowie die unterproportionale Steigerung
des rollierenden operativen Ergebnisses.
Der Unternehmensbereich Bad & Wellness erzielte in
den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024
einen Umsatz in Höhe von 513,5 Mio. € und lag
damit akquisitionsbedingt um 71,8 % über dem Vorjahr
(298,9 Mio. €).
In den ersten vier Monaten der Konzernzugehörigkeit
erzielten die Ideal Standard-Gesellschaften einen Umsatz
von 217,6 Mio. €. Aufgrund der gedämpften
Entwicklung des Bausektors mussten wir
akquisitionsbereinigt einen leichten Umsatzrückgang
von 1,0 % hinnehmen. Eine positive Marktresonanz
können wir nach wie vor bei unseren Neuheiten mit der
TwistFlushSpültechnologie verzeichnen.
In den Geschäftsfeldern Armaturen (+89,9 Mio.
€) und Sanitärkeramik (+86,8 Mio. €) zeigt
sich das insgesamt erreichte Umsatzwachstum am
stärksten.
Regional betrachtet, profitierte vor allem unsere
Hauptregion EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) mit einer
Umsatzsteigerung von 87,3 % bzw. 209,2 Mio. € von der
Akquisition.
Daneben erzielten wir in den Regionen APAC/Americas ein
organisches Wachstum von 9,1 %.
Der Unternehmensbereich Bad & Wellness erreichte im
ersten Halbjahr 2024 einen operativen Gewinn (EBIT) von
41,5 Mio. € (Vorjahr: 33,3 Mio. €) und lag damit
24,6 % über Vorjahr. Dabei konnten umsatzbedingte
Ergebniseinbußen nur teilweise durch
rückläufige Einkaufspreise, vor allem im Bereich
der Energiekosten, kompensiert werden.
Die rollierende operative Nettovermögensrendite
verminderte sich aufgrund der akquisitionsbedingten
Erhöhung des Nettovermögens und des
unterproportional gestiegenen rollieren-den operativen
Ergebnisses auf 21,0 % (24,9 % zum 31. Dezember 2023).
Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle erzielte
im ersten Halbjahr 2024 einen Umsatz in Höhe von 132,4
Mio. € und lag um 3,5 % bzw. 4,8 Mio. € unter dem
Vorjahr (137,2 Mio. €).
Dabei haben wir im E-Commerce (+2,6 %) und in unseren
eigenen Einzelhandelsgeschäften (+3,8 %) eine gute
Umsatzentwicklung erreichen können.
Umsatzrückgänge mussten wir hingegen mit unseren
stationären Handelspartnern (-6,7 Mio. € bzw.
-14,9 %) hinnehmen, wo wir den Umsatzrückgang des
ersten Quartals aufgrund einer konjunkturellen Erholung in
Korea und den USA im zweiten Quartal wieder etwas aufholen
konnten.
Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle schloss
mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von 4,8 Mio. € ab
und lag 5,9 % unter dem Vorjahr (5,1 Mio. €). Dabei
konnte der umsatzbedingte Ergebnisrückgang nur
teilweise durch erreichte Kosteneinsparungen kompensiert
werden.
Die rollierende operative Nettovermögensrendite
verminderte sich infolge des leicht niedrigeren Ergebnisses
auf 32,9 % (33,3 % zum 31. Dezember 2023).
Zum 30. Juni 2024 hat sich unser Eigenkapital
gegenüber dem Jahresende 2023 um 24,4 Mio. € auf
363,8 Mio. € vermindert. Zur Veränderung tragen
hierzu hauptsächlich der erzielte
Halbjahresüberschuss (+3,8 Mio. €) sowie die
Ausschüttung der Dividende 2023 (-27,2 Mio. €)
bei.
Aufgrund der im Zuge der Ideal Standard-Akquisition
erheblich gestiegenen Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote
(inklusive Minderheitsanteile) von 35,4 % zum Jahresende
2023 auf 20,8 % zum 30. Juni 2024 gesunken.
Im ersten Halbjahr 2024 haben wir Investitionen in
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in
Höhe von 16,7 Mio. € getätigt (Vorjahr: 16,1
Mio. €). Davon entfielen 14,2 Mio. € auf den
Unternehmensbereich Bad & Wellness sowie 2,5 Mio.
€ auf den Unternehmensbereich Dining & Lifestyle.
Die Zugänge zum Erstkonsolidierungszeitpunkt (29.
Februar 2024) im Zusammenhang mit der Ideal
Standard-Akquisition sind in den vorgenannten Zahlen nicht
enthalten.
Im Unternehmensbereich Bad & Wellness wurden in
Thailand die Arbeiten an einer neuen Werkshalle fortgesetzt
und zudem in eine Druckgussanlage investiert. Daneben wurde
eine weitere Druckgussanlage in Ungarn angeschafft.
Darüber hinaus wurde in Treuchtlingen in die
Kapazitätserweiterung unseres Möbelwerkes
investiert.
Im Unternehmensbereich Dining & Lifestyle haben wir
im Wesentlichen in die Modernisierung und Neuanschaffung
von Produktionsanlagen und Presswerkzeugen in Merzig bzw.
Torgau sowie in die Modernisierung von eigenen
Einzelhandelsgeschäften investiert.
Zum Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen zum Erwerb
von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in
Höhe von 14,3 Mio. € (Vorjahr: 21,3 Mio. €).
Die zum 30. Juni 2024 bestehenden Kassen- und
Bankguthaben in Höhe von 96,6 Mio. € führten
unter Berücksichtigung unserer Finanzverbindlichkeiten
von 455,9 Mio. € zu einer Nettoliquidität von
-359,3 Mio. € (31. Dezember 2023: 164,9 Mio. €).
Die hohe Veränderung resultiert aus der Akquisition
von Ideal Standard und der damit in Zusammenhang stehenden
Kaufpreiszahlung, die teilweise über ein ausgegebenes
Schuldscheindarlehen finanziert wurde. Zusätzlich trug
die Ausschüttung der Dividende für das
vorangegangene Geschäftsjahr (27,2 Mio. €) zur
Verminderung unserer Nettoliquidität bei.
Aktuell verfügen wir über nicht in Anspruch
genommene Kreditlinien in Höhe von 313,5 Mio. €.
Zum Bilanzstichtag betrug unsere Bilanzsumme 1.746,6
Mio. € gegenüber 1.096,2 Mio. € zum 31.
Dezember 2023. Die deutliche Erhöhung der Bilanzsumme
um 650,4 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der
Akquisition von Ideal Standard. Weitere Einzelheiten werden
in den ausgewählten erläuternden Anhangangaben
unter der Textziffer Konsolidierungskreis dargestellt.
Der Anteil des gesamten Anlagevermögens an der
Bilanzsumme erhöhte sich dabei auf 51,8 % (31.
Dezember 2023: 26,2 %). Dies zeigt sich insbesondere im
Anstieg der immateriellen Vermögenswerte, die die
erworbenen Markenrechte und den Geschäfts- oder
Firmenwert aus der Ideal Standard-Akquisition enthalten.
Die im aktuellen Abschluss abgebildete Kaufpreisallokation
bildet den aktuellen Informationsstand ab und ist noch
nicht final abgeschlossen. Wir gehen derzeit weiterhin
davon aus, dass die als vorläufig anzusehende
Kaufpreisallokation bis Ende September 2024 abgeschlossen
sein soll.
Das kurzfristige Vermögen ist gegenüber dem
31. Dezember 2023 um 59,1 Mio. € gesunken. Grund
hierfür ist im Wesentlichen die akquisitionsbedingte
Kaufpreiszahlung und die damit einhergehende Verminderung
der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen (-277,8 Mio.
€).
Gegenläufige Effekte ergeben sich aus dem Anstieg
der Vorräte (+123,3 Mio. €) und der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen (+89,1 Mio. €).
Auf der Passivseite zeigten sich die größten
Veränderungen gegenüber dem Jahresende 2023
ebenfalls akquisitionsbedingt.
Innerhalb der kurzfristigen Schulden (+288,1 Mio.
€) erhöhten sich vor allem die kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten (+92,0 Mio. €), die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+78,9
Mio. €) sowie die sonstigen kurzfristigen
Verbindlichkeiten (+70,8 Mio. €).
Die langfristigen Schulden erhöhten sich insgesamt
um 386,7 Mio. €, insbesondere aufgrund des Anstiegs
der langfristigen Finanzverbindlichkeiten (+154,4 Mio.
€) sowie der Pensionsrückstellungen (+107,1 Mio.
€).
Mit dem Erwerb von Ideal Standard hat sich die Risiko-
und Chancenlage für den Villeroy & Boch-Konzern
gegenüber der im Konzernlagebericht 2023 dargestellten
Lage nicht wesentlich verändert. Durch die
komplementären Stärken beider Unternehmen in
Bezug auf regionale Präsenz, Vertriebsstrategien sowie
das Produkt- und Markenportfolio wird die
Wettbewerbsfähigkeit des Villeroy & Boch-Konzerns
gesteigert. Dem gegenüber erhöht sich infolge des
größeren Umsatzvolumens im Unternehmensbereich
Bad & Wellness die Abhängigkeit von der
Baukonjunktur, insbesondere in Europa.
Gleichwohl bestehen die im Geschäftsbericht 2023
beschriebenen Risiken und Chancen unverändert fort.
Es erfolgt nach wie vor eine kontinuierliche,
fokussierte Überprüfung aller Risikofelder.
Einzelne, bestandsgefährdende Risiken sind aktuell
nicht erkennbar.
Das Marktumfeld bleibt weiterhin von hoher Unsicherheit
geprägt. Dies betrifft vor allem die weitere
Entwicklung der Baukonjunktur. Ein zusätzlicher
Risikofaktor ist nach wie vor eine mögliche weitere
Eskalation der Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten.
Der Vorstand der Villeroy & Boch AG erwartet
weiterhin eine akquisitionsbedingte, deutliche Steigerung
sowohl des Umsatzes als auch des operativen Ergebnisses
(EBIT) und der Investitionen und bestätigt somit seine
in Verbindung mit dem Jahresabschluss getroffene Prognose
für das Gesamtjahr 2024.
Die Hauptversammlung hat am 12. April 2024 dem
Vergütungssystem zugestimmt, welches im Zusammenhang
mit dem historisch einmaligen Erwerb der Ideal Standard
Gruppe durch die Villeroy & Boch AG um einen
sogenannten Integrations- Incentive für die Mitglieder
des Vorstands erweitert wurde. Dieser gilt für die
Jahre 2024 bis 2026. Der Integrations-Incentive soll
Anreize für eine erfolgreiche Integration von Ideal
Standard in den Villeroy & Boch-Konzern setzen und
damit eine nachhaltige Wirkung auf die Wertschöpfung
der Villeroy & Boch AG haben. Dieser
Integrations-Incentive spiegelt wieder, dass die
Integration von Ideal Standard eine der Hauptaufgaben des
Vorstands der Villeroy & Boch AG für die kommenden
Jahre ist.
Mettlach, den 29. Juli 2024
| Gabriele Schupp | Dr. Peter Domma | Esther Jehle | Georg Lörz | Dr. Markus Warncke |
| Anhang Tz. | 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 408,1 | 33,4 | |
| Sachanlagen | 1 | 364,7 | 188,8 |
| Nutzungsrechte | 2 | 78,4 | 44,2 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 5,2 | 4,8 | |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 17,0 | 2,7 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3 | 31,8 | 13,2 |
| 905,2 | 287,1 | ||
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 6 | 38,7 | 0,1 |
| Latente Steueransprüche | 82,2 | 29,4 | |
| 1.026,1 | 316,6 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 4 | 352,4 | 229,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5 | 212,8 | 123,7 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 3 | 12,2 | 23,0 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 6 | 28,6 | 12,3 |
| Ertragsteuerforderungen | 17,9 | 17,1 | |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 7 | 96,6 | 374,4 |
| 720,5 | 779,6 | ||
| Summe Vermögenswerte | 1.746,6 | 1.096,2 |
| Anhang Tz. | 30.06.2024 | 31.12.2023 | |
| Den Gesellschaftern der Villeroy & Boch AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 71,9 | 71,9 | |
| Kapitalrücklage | 194,8 | 194,7 | |
| Eigene Anteile | -13,9 | -13,9 | |
| Gewinnrücklagen | 201,7 | 225,4 | |
| Bewertungsrücklagen | 8 | -94,7 | -93,7 |
| 359,8 | 384,4 | ||
| Minderheitsanteile am Eigenkapital | 4,0 | 3,8 | |
| Summe Eigenkapital | 363,8 | 388,2 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Pensionsrückstellungen | 9 | 254,8 | 147,7 |
| Langfristige Personalrückstellungen | 9 | 12,2 | 11,4 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 10 | 50,4 | 29,0 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 11 | 305,6 | 151,2 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 12 | 62,6 | 31,9 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 13 | 6,3 | 4,2 |
| Latente Steuerschulden | 76,7 | 6,5 | |
| 768,6 | 381,9 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Kurzfristige Personalrückstellungen | 9 | 11,9 | 17,1 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 10 | 39,7 | 30,5 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 11 | 150,3 | 58,3 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 12 | 24,4 | 13,5 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 13 | 170,5 | 99,7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 170,9 | 92,0 | |
| Ertragsteuerschulden | 46,5 | 15,0 | |
| 614,2 | 326,1 | ||
| Summe Schulden | 1.382,8 | 708,0 | |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 1.746,6 | 1.096,2 |
| Anhang Tz. | 01.01.2024
- 30.06.2024 |
01.01.2023
- 30.06.2023 |
|
| Umsatzerlöse | 14 | 647,3 | 437,8 |
| Einstandskosten der verkauften Waren | -408,0 | -246,4 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 239,3 | 191,4 | |
| Vertriebs-, Marketing- und Entwicklungskosten | 15 | -168,7 | -132,5 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -38,1 | -22,5 | |
| Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen | -18,3 | 2,2 | |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 0,2 | 0,1 | |
| Betriebliches Ergebnis (EBIT) | 14,4 | 38,7 | |
| Finanzergebnis | 16 | -8,9 | -1,9 |
| Ergebnis vor Steuern | 5,5 | 36,8 | |
| Ertragsteuern | 17 | -1,7 | -11,0 |
| Konzernergebnis | 3,8 | 25,8 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Die Aktionär:innen der Villeroy & Boch AG | 3,5 | 25,7 | |
| Minderheitsgesellschafter | 0,3 | 0,1 | |
| 3,8 | 25,8 | ||
| Ergebnis je Aktie | |||
| Ergebnis je Stammaktie | 0,11 | 0,95 | |
| Ergebnis je Vorzugsaktie | 0,16 | 1,00 |
Verwässerungseffekte bestanden in der
Berichtsperiode nicht.
| 01.01.2024
- 30.06.2024 |
01.01.2023
- 30.06.2023 |
|
| Konzernergebnis | 3,8 | 25,8 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden: | ||
| Marktwertänderungen aus Cashflow Hedges | 3,4 | 3,6 |
| Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungen | -4,5 | -3,7 |
| Latente Steuer auf Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden | 0,9 | -1,4 |
| Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden: | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionen | -1,2 | -0,1 |
| Übrige Bewertungserfolge | 0,1 | 0,7 |
| Latente Steuer auf Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden | 0,3 | 0,0 |
| Summe Sonstiges Ergebnis | -1,0 | -0,9 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 2,8 | 24,9 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Die Aktionär:innen der Villeroy & Boch AG | 2,4 | 25,0 |
| Minderheitsgesellschafter | 0,4 | -0,1 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 2,8 | 24,9 |
| Anhang Tz. | 01.04.2024
- 30.06.2024 |
01.04.2023
- 30.06.2023 |
|
| Umsatzerlöse | 14 | 370,2 | 208,5 |
| Einstandskosten der verkauften Waren | -246,1 | -116,7 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 124,1 | 91,8 | |
| Vertriebs-, Marketing- und Entwicklungskosten | 15 | -95,5 | -65,3 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -23,1 | -11,3 | |
| Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen | -5,0 | 3,8 | |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 0,2 | 0,1 | |
| Betriebliches Ergebnis (EBIT) | 0,7 | 19,1 | |
| Finanzergebnis | 16 | -5,7 | -0,6 |
| Ergebnis vor Steuern | -5,0 | 18,5 | |
| Ertragsteuern | 17 | 1,6 | -5,5 |
| Konzernergebnis | -3,4 | 13,0 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Die Aktionär:innen der Villeroy & Boch AG | -3,6 | 12,9 | |
| Minderheitsgesellschafter | 0,2 | 0,1 | |
| -3,4 | 13,0 |
| 01.04.2024
- 30.06.2024 |
01.04.2023
- 30.06.2023 |
|
| Konzernergebnis | -3,4 | 13,0 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden: | ||
| Marktwertänderungen aus Cashflow Hedges | 2,7 | 1,0 |
| Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungen | -0,7 | -3,3 |
| Latente Steuer auf Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden | -0,2 | -0,6 |
| Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden: | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionen | -1,3 | -0,1 |
| Übrige Bewertungserfolge | 0,0 | 0,1 |
| Latente Steuer auf Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden | 0,3 | 0,0 |
| Summe Sonstiges Ergebnis | 0,8 | -2,9 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -2,6 | 10,1 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Die Aktionär:innen der Villeroy & Boch AG | -2,9 | 10,0 |
| Minderheitsgesellschafter | 0,3 | 0,1 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -2,6 | 10,1 |
| 01.01.2024
- 30.06.2024 |
01.01.2023
- 30.06.2023 |
|
| Konzernergebnis | 3,8 | 25,8 |
| Abschreibungen und Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 25,9 | 23,4 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | -8,8 | -4,6 |
| Ergebnis aus Anlageabgängen | -1,4 | -10,6 |
| Veränderung der Vorräte, Forderungen und sonstigen Aktiva | -4,1 | -1,3 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten, kurzfristigen Rückstellungen und sonstigen Passiva | -48,8 | -43,0 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen | 34,5 | 1,1 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 1,1 | -9,2 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -16,7 | -16,1 |
| Investitionen in langfristige finanzielle Vermögenswerte | -1,1 | -2,5 |
| Ausgaben für Akquisitionen abzüglich übernommener Zahlungsmittel | -414,6 | - |
| Investitionen in den Erwerb von assoziierten Unternehmen | -12,7 | - |
| Einzahlungen aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten | -0,1 | 25,2 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftsbereichen | 9,5 | - |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 8,0 | 3,6 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -427,7 | 10,2 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Schuldscheindarlehen | 153,1 | - |
| Einzahlungen/Auszahlungen für die Aufnahme/Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | 34,1 | -0,5 |
| Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeiten | -11,3 | -9,3 |
| Einzahlungen aus der Ausgabe von eigenen Anteilen | 0,2 | - |
| Gezahlte Dividende an Minderheitsgesellschafter | -0,1 | -0,2 |
| Gezahlte Dividende an Aktionär:innen der Villeroy & Boch AG | -27,2 | -31,1 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 148,8 | -41,1 |
| Summe der Cashflows | -277,8 | -40,1 |
| Zahlungsmittelbestand zum 01.01. | 374,4 | 226,6 |
| Gesamtveränderung des Zahlungsmittelbestandes | -277,8 | -40,1 |
| Zahlungsmittelbestand zum 30.06. | 96,6 | 186,5 |
| Den Gesellschaftern der Villeroy & Boch AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital | ||||||
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Eigene Anteile | Gewinnrücklagen | Bewertungsrücklagen | Summe | |
| Anhang Tz. | 8 | |||||
| Stand 01.01.2023 | 71,9 | 194,2 | -14,5 | 195,8 | -78,7 | 368,7 |
| Konzernergebnis | 25,7 | 25,7 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | -0,7 | -0,7 | ||||
| Gesamtergebnis nach Steuern | 25,7 | -0,7 | 25,0 | |||
| Dividendenausschüttung | -31,1 | -31,1 | ||||
| Stand 30.06.2023 | 71,9 | 194,2 | -14,5 | 190,4 | -79,4 | 362,6 |
| Stand 01.01.2024 | 71,9 | 194,7 | -13,9 | 225,4 | -93,7 | 384,4 |
| Konzernergebnis | 3,5 | 3,5 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | -1,0 | -1,0 | ||||
| Gesamtergebnis nach Steuern | 3,5 | -1,0 | 2,5 | |||
| Ausgabe von eigenen Anteilen | 0,1 | 0,0 | 0,1 | |||
| Dividendenausschüttung | -27,2 | -27,2 | ||||
| Stand 30.06.2024 | 71,9 | 194,8 | -13,9 | 201,7 | -94,7 | 359,8 |
| Minderheitsanteile am Eigenkapital | Summe Eigenkapital | |
| Anhang Tz. | ||
| Stand 01.01.2023 | 3,8 | 372,5 |
| Konzernergebnis | 0,1 | 25,8 |
| Sonstiges Ergebnis | -0,2 | -0,9 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -0,1 | 24,9 |
| Dividendenausschüttung | -0,2 | -31,3 |
| Stand 30.06.2023 | 3,5 | 366,1 |
| Stand 01.01.2024 | 3,8 | 388,2 |
| Konzernergebnis | 0,3 | 3,8 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,1 | -0,9 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 0,4 | 2,9 |
| Ausgabe von eigenen Anteilen | 0,1 | |
| Dividendenausschüttung | -0,2 | -27,4 |
| Stand 30.06.2024 | 4,0 | 363,8 |
| Bad &Wellness | Dining & Lifestyle | |||
| 01.01.2024
- 30.06.2024 |
01.01.2023
- 30.06.2023 |
01.01.2024
- 30.06.2024 |
01.01.2023
- 30.06.2023 |
|
| Erlöse | ||||
| Segmenterlöse aus Warenverkäufen an externe Kund:innen | 513,5 | 299,0 | 129,1 | 136,2 |
| Segmenterlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten | - | - | - | - |
| Segmenterlöse aus dem Lizenzgeschäft | 0,0 | -0,1 | 3,3 | 1,0 |
| Umsatzerlöse | 513,5 | 298,9 | 132,4 | 137,2 |
| Ergebnis | ||||
| Segmentergebnis | 41,5 | 33,3 | 4,8 | 5,1 |
| Finanzergebnis | - | - | - | - |
| Investitionen und Abschreibungen | ||||
| Zugänge Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | 14,2 | 11,8 | 2,5 | 4,3 |
| Zugänge Nutzungsrechte aus Leasing | 4,0 | 2,4 | 2,0 | 2,0 |
| Planmäßige
Abschreibungen der immateriellen
Vermögenswerte und Sachanlagevermögen |
16,6 | 9,6 | 2,7 | 2,6 |
| Planmäßige Abschreibungen der Nutzungsrechte Leasing | 6,6 | 2,8 | 4,8 | 4,7 |
| Vermögenswerte und Schulden | 30.06.2024 | 31.12.2023 | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| Segmentvermögen | 1.238,2 | 400,7 | 177,4 | 200,5 |
| Segmentschulden | 376,6 | 152,3 | 77,7 | 91,0 |
| Operatives Nettovermögen (rollierend) | ||||
| Operativer Vermögenswert (rollierend) | 579,5 | 400,0 | 188,2 | 191,8 |
| Operative Schulden (rollierend) | 216,5 | 151,6 | 82,7 | 82,6 |
| Operatives Nettovermögen (rollierend) | 363,0 | 248,4 | 105,5 | 109,2 |
| Rollierendes operatives Ergebnis (EBIT) * | ||||
| Rollierendes operatives Ergebnis (EBIT) * | 76,1 | 61,9 | 34,7 | 36,4 |
| Überleitung/Sonstige | Villeroy & Boch-Konzern | |||
| 01.01.2024
- 30.06.2024 |
01.01.2023
- 30.06.2023 |
01.01.2024
- 30.06.2024 |
01.01.2023
- 30.06.2023 |
|
| Erlöse | ||||
| Segmenterlöse aus Warenverkäufen an externe Kund:innen | - | - | 642,6 | 435,2 |
| Segmenterlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten | - | - | - | - |
| Segmenterlöse aus dem Lizenzgeschäft | 1,4 | 1,7 | 4,7 | 2,6 |
| Umsatzerlöse | 1,4 | 1,7 | 647,3 | 437,8 |
| Ergebnis | ||||
| Segmentergebnis | -31,9 | 0,3 | 14,4 | 38,7 |
| Finanzergebnis | -8,9 | -1,9 | -8,9 | -1,9 |
| Investitionen und Abschreibungen | ||||
| Zugänge
Sachanlagevermögen und
immaterielle Vermögenswerte |
- | - | 16,7 | 16,1 |
| Zugänge Nutzungsrechte aus Leasing | - | - | 6,0 | 4,4 |
| Planmäßige
Abschreibungen der immateriellen
Vermögenswerte und Sachanlagevermögen |
- | - | 19,3 | 12,2 |
| Planmäßige Abschreibungen der Nutzungsrechte Leasing | - | - | 11,4 | 7,5 |
| Vermögenswerte und Schulden | 30.06.2024 | 31.12.2023 | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| Segmentvermögen | 331,0 | 495,0 | 1.746,6 | 1.096,2 |
| Segmentschulden | 928,5 | 464,7 | 1.382,8 | 708,0 |
| Operatives Nettovermögen (rollierend) | ||||
| Operativer Vermögenswert (rollierend) | - | - | 767,7 | 591,8 |
| Operative Schulden (rollierend) | - | - | 299,2 | 234,2 |
| Operatives Nettovermögen (rollierend) | - | - | 468,5 | 357,6 |
| Rollierendes operatives Ergebnis (EBIT) * | ||||
| Rollierendes operatives Ergebnis (EBIT) * | -14,2 | -9,6 | 96,6 | 88,7 |
| Bad & Wellness | Dining & Lifestyle | |||
| 01.04.2024
- 30.06.2024 |
01.04.2023
- 30.06.2023 |
01.04.2024
- 30.06.2024 |
01.04.2023
- 30.06.2023 |
|
| Erlöse | ||||
| Segmenterlöse aus Warenverkäufen an externe Kund:innen | 309,4 | 148,2 | 58,4 | 59,0 |
| Segmenterlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten | - | - | - | - |
| Segmenterlöse aus dem Lizenzgeschäft | 0,0 | -0,1 | 1,7 | 0,5 |
| Umsatzerlöse | 309,4 | 148,1 | 60,1 | 59,5 |
| Ergebnis | ||||
| Segmentergebnis | 24,1 | 15,9 | -0,9 | -0,5 |
| Finanzergebnis | - | - | - | - |
| Investitionen und Abschreibungen | ||||
| Zugänge Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | 11,1 | 7,5 | 1,6 | 2,6 |
| Zugänge Nutzungsrechte aus Leasing | 2,0 | 1,1 | -0,7 | 0,3 |
| Planmäßige
Abschreibungen der immateriellen
Vermögenswerte und Sachanlagevermögen |
10,4 | 4,9 | 1,3 | 1,3 |
| Planmäßige Abschreibungen der Nutzungsrechte Leasing | 4,2 | 1,3 | 2,4 | 2,4 |
| Überleitung/Sonstige | Villeroy & Boch-Konzern | |||
| 01.04.2024
- 30.06.2024 |
01.04.2023
- 30.06.2023 |
01.04.2024
- 30.06.2024 |
01.04.2023
- 30.06.2023 |
|
| Erlöse | ||||
| Segmenterlöse aus Warenverkäufen an externe Kund:innen | - | - | 367,8 | 207,2 |
| Segmenterlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten | - | - | - | - |
| Segmenterlöse aus dem Lizenzgeschäft | 0,7 | 0,9 | 2,4 | 1,3 |
| Umsatzerlöse | 0,7 | 0,9 | 370,2 | 208,5 |
| Ergebnis | ||||
| Segmentergebnis | -22,5 | 3,1 | 0,7 | 18,5 |
| Finanzergebnis | -5,7 | -0,6 | -5,7 | -0,6 |
| Investitionen und Abschreibungen | ||||
| Zugänge Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | - | - | 12,7 | 10,1 |
| Zugänge Nutzungsrechte aus Leasing | - | - | 1,3 | 1,4 |
| Planmäßige
Abschreibungen der immateriellen
Vermögenswerte und Sachanlagevermögen |
- | - | 11,7 | 6,2 |
| Planmäßige Abschreibungen der Nutzungsrechte Leasing | - | - | 6,6 | 3,7 |
Die Villeroy & Boch AG mit Sitz in Mettlach,
Saaruferstraße 1-3, ist eine börsennotierte
Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Sie ist im
Handelsregister B des Amtsgerichts Saarbrücken unter
der Nummer 63610 eingetragen. Die Villeroy & Boch AG
übt die Funktion der Muttergesellschaft des Villeroy
& Boch-Konzerns aus. Der Villeroy & Boch-Konzern
ist ein international führender Keramikhersteller. Als
Komplettanbieter im Bad und "rund um den gedeckten Tisch"
unterteilt sich unser operatives Geschäft in die
beiden Unternehmensbereiche Bad & Wellness sowie Dining
& Lifestyle. Die Börsennotierung der Villeroy
& Boch AG erfolgt im Prime Standard der Deutschen
Börse AG.
Der vorliegende Halbjahresfinanzbericht umfasst den
Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis zum 30. Juni 2024. Er wurde
nach Beratung des Vorstands mit dem Prüfungsausschuss
des Aufsichtsrats am 25. Juli 2024 zur
Veröffentlichung freigegeben. Seine Erstellung
erfolgte unter Beachtung der International Financial
Reporting Standards (IFRS) für die
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU zum
Abschluss-Stichtag anzuwenden sind. Der
Konzernzwischenlagebericht wurde unter Beachtung des
Wertpapierhandelsgesetzes aufgestellt. Eine
prüferische Durchsicht des vorliegenden,
verkürzten Halbjahresfinanzberichts ist durch die
Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erfolgt.
Nach Ansicht des Vorstands wird mit dem präsentierten
Halbjahresfinanzbericht eine den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechende Darstellung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erzielt. Der
Halbjahresfinanzbericht enthält einen verkürzten
Konzernzwischenabschluss mit ausgewählten
erläuternden Anhangangaben. Aus diesem Grund sollte er
im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
2023 gelesen werden. Dieser kann über den
Investor-Relations-Bereich der Internet-Seite
www.villeroyboch-group.com abgerufen werden.
Die im Geschäftsbericht 2023 beschriebenen
Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden
wurden im Berichtszeitraum um die durch die EU
übernommenen und ab dem 1. Januar 2024 verpflichtend
anzuwendenden Rechnungslegungsstandards erweitert. Alle
Änderungen hatten keine bzw. keine materiellen
Auswirkungen auf diesen Halbjahresfinanzbericht.
Weitere Erläuterungen zum Verlauf des ersten
Halbjahres 2024 finden Sie im vorstehenden
Wirtschaftsbericht.
Der Konsolidierungskreis des Villeroy &
Boch-Konzerns umfasst 92 Unternehmen (31.12.2023: 51
Unternehmen).
Drei Gesellschaften werden aufgrund ihres unwesentlichen
Einflusses auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Villeroy & Boch-Konzerns als nicht konsolidierte
Gesellschaften bilanziert.
Am 29. Februar 2024 hat Villeroy & Boch durch den
Erwerb von 100% der Anteile an den vier folgenden
Gesellschaften die (direkte und indirekte) Beherrschung
über insgesamt 42 Unternehmen der Ideal Standard
Gruppe erlangt:
| ― |
Ideal Standard International NV (Belgien) |
| ― |
Ideal Standard Holdings (BC) Germany GmbH (Deutschland) |
| ― |
Ideal Standard Holdings (BC) Italy S.r.l. (Italien) |
| ― |
Ideal Standard MENA MidCo Limited (Gibraltar) |
Durch die Akquisition der Ideal Standard Gruppe wird der
Villeroy & Boch-Konzern zu den umsatzstärksten
Badproduktherstellern Europas aufschließen. Ideal
Standard ergänzt das Geschäftsmodell von Villeroy
& Boch. Die komplementären Stärken in Bezug
auf regionale Präsenz, Vertriebsstrategien sowie
Produkt- und Markenportfolio steigern die
Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns.
So ist Villeroy & Boch geografisch vor allem in
Zentral- und Nordeuropa sowie Asien stark verankert. Ideal
Standard ist mit seinem Markenportfolio insbesondere in
Großbritannien, Italien und der Region Mittlerer
Osten/Nordafrika sehr erfolgreich. Vertriebsseitig ist
Villeroy & Boch vor allem auf das gehobene
Privatkundengeschäft ausgerichtet, Ideal Standard
hingegen verfügt über ein ausgeprägtes
Know-how im Projektgeschäft, unter anderem für
die öffentliche Hand, das Gesundheitswesen sowie
für Entwickler großer Wohn-, Hotel- und
Gewerbeimmobilien. Zudem bringt Ideal Standard neben
Badkeramik ein sehr ertragreiches Armaturengeschäft
ein.
In der nachfolgend dargestellten Tabelle sind die zum
Erwerbszeitpunkt (29.02.2024) bilanzierten
Vermögenswerte und Schulden dargestellt:
| in Mio. € | 29.02.2024 |
| Anlagevermögen | 172,4 |
| Vorräte | 106,8 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 223,3 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 36,3 |
| Summe übernommene Vermögenswerte | 538,8 |
| Minderheitsanteile | 0,2 |
| Pensionsrückstellungen | 111,6 |
| Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 254,8 |
| Finanzverbindlichkeiten | 59,2 |
| Leasingverbindlichkeiten | 45,2 |
| Summe übernommene Schulden | 471,0 |
| Übernommenes Nettovermögen | 67,8 |
| Erworbene Vermögenswerte inkl. Geschäfts- oder Firmenwert | 383,1 |
| Kosten des Erwerbs (Kaufpreiszahlung) | 450,9 |
In der nachfolgend dargestellten Tabelle sind die zum
30. Juni 2024 bilanzierten Vermögenswerte und Schulden
dargestellt:
| in Mio. € | 30.06.2024 |
| Anlagevermögen | 164,2 |
| Vorräte | 110,5 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 224,2 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 39,7 |
| Summe Vermögenswerte | 538,6 |
| Minderheitsanteile | 0,2 |
| Pensionsrückstellungen | 110,3 |
| Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 245,0 |
| Finanzverbindlichkeiten | 55,9 |
| Leasingverbindlichkeiten | 44,8 |
| Summe Schulden | 456,2 |
| Nettovermögen | 82,4 |
Die Kaufpreiszahlung über 450,9 Mio. € wurde
in Form von Zahlungsmitteln erbracht. Neben der bereits
geleisteten Kaufpreiszahlung enthält der Kaufvertrag
eine variable Kaufpreis-Komponente, die an die
zukünftige wirtschaftliche Entwicklung von Ideal
Standard gekoppelt ist. Der aktuell erwartete Wert in
Höhe von 3,5 Mio. € wurde auf Basis der derzeit
vorliegenden Informationen ermittelt und entsprechend
berücksichtigt.
Der sich auf Basis des aktuell vorliegenden
Informationsstandes ergebende vorläufige
Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung beläuft
sich auf 383,1 Mio. €. Aufgeteilt wurde dieser Betrag
im Wesentlichen auf Markenrechte mit einer unbestimmten
Nutzungsdauer (168,8 Mio. €), Anlagevermögen
(66,6 Mio. €), Vorräte ( 19,3 Mio. €) sowie
Markenrechte und Kundenbeziehungen mit einer limitierten
Nutzungsdauer. Nach Berücksichtigung der latenten
Steuern verbleibt ein Geschäfts- oder Firmenwert in
Höhe von 171,0 Mio. €.
Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde in voller
Höhe dem Unternehmensbereich Bad & Wellness
zugeordnet und ist für einkommensteuerliche Zwecke
nicht abzugsfähig.
Die erworbenen identifizierten Vermögenswerte und
Schulden wurden auf Basis der aktuell vorliegenden
Informationen zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese
Bewertung ist noch nicht final abgeschlossen. Die
Aufdeckung von stillen Reserven und Lasten erfolgte auf
Grundlage des aktuellen Informationsstands. Wenn innerhalb
eines Jahres vom Erwerbszeitpunkt neue Informationen
über Tatsachen und Umstände bekannt werden, die
zum Erwerbszeitpunkt bestanden und die zu Berichtigungen
oder zusätzlichen Rückstellungen oder
Vermögenswerten geführt hätten, wird die
Bilanzierung des Unternehmenserwerbs entsprechend
angepasst.
Die erwerbsbedingten Kosten betragen 14,1 Mio. €.
Hiervon sind 6,4 Mio. € im Aufwand des aktuellen
Geschäftsjahrs berücksichtigt. Die Ideal Standard
Gruppe trug im aktuellen Geschäftsjahr mit 217,6 Mio.
€ zum Umsatz und mit-5,4 Mio. € zum
Konzernergebnis für den Zeitraum zwischen dem
Erwerbszeitpunkt und dem Bilanzstichtag bei. Wäre der
Erwerb am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen
gewesen, hätte die Ideal Standard Gruppe mit 380,8
Mio. € zum Konzernumsatz beigetragen. Eine Ermittlung
des Ergebnisbeitrags der Ideal Standard Gruppe für die
ersten sechs Monate war nicht praktikabel, da die
benötigten Informationen für die vier erworbenen
Gesellschaften nicht vorhanden waren.
Zur Optimierung der Konzernstruktur wurde die V AND B
SOUTH AFRICA PTE LTD., Claremont, Südafrika,
liquidiert. Die Auflösung der Gesellschaft wurde uns
im ersten Quartal 2024 bestätigt.
Am 21. Februar 2024 hat Villeroy & Boch 49 % der
Anteile an der Azura Egypt for Manufacture of Sanitary Ware
S.A.E durch die Beteiligung an einer Kapitalerhöhung
erworben. Zweck des Unternehmens mit Sitz in Kairo,
Ägypten, ist die Produktion von Bad & Wellness
Produkten.
Daneben hat Villeroy & Boch am 22. Februar 2024 die
V & B Trading Egypt S.A.E neu gegründet. An dem
Unternehmen mit Sitz in Kairo, Ägypten, ist Villeroy
& Boch mit 49 % beteiligt. Zweck der Gesellschaft ist
der Vertrieb von Bad & Wellness-Produkten.
Der Villeroy & Boch-Konzern bilanziert die Anteile
an diesen beiden Gesellschaften nach der Equity-Methode des
IAS 28. Die übrigen Anteile befinden sich im
Streubesitz.
In der Hauptversammlung am 12. April 2024 wurde die vom
Aufsichtsrat und Vorstand der Villeroy & Boch AG
vorgeschlagene Dividende von 1,00 € je
Stamm-Stückaktie und 1,05 € je
Vorzugs-Stückaktie beschlossen. Die Ausschüttung
entspricht einer Dividendenzahlung für das
Stammkapital von 14,0 Mio. € (Vorjahr: 16,1 Mio.
€) und für das Vorzugskapital von 13,1 Mio.
€ (Vorjahr: 15,0 Mio. €). Die Auszahlung erfolgte
am 17. April 2024. Zum Ausschüttungszeitpunkt hielt
der Villeroy & Boch-Konzern 1.555.820 (Vorjahr:
1.627.199) eigene Vorzugs-Stückaktien. Diese waren
nicht dividendenberechtigt.
Im Unternehmensbereich Dining & Lifestyle wird
regelmäßig durch das Weihnachtsgeschäft im
vierten Quartal ein höherer Umsatz und höheres
operatives Ergebnis erwartet als in den übrigen
Quartalen.
Das Sachanlagevermögen stieg im Berichtszeitraum um
175,9 Mio. € auf 364,7 Mio. €. Grund hierfür
war im Wesentlichen die Akquisition von Ideal Standard.
Darüber hinaus wurden Sachanlagen in Höhe von
16,0 Mio. € (Vorjahr: 15,6 Mio. €) angeschafft.
Der Investitionsfokus des Unternehmensbereichs Bad &
Wellness lag im Ausland. So wurde in Thailand der Bau einer
neuen Werkshalle fortgesetzt. Daneben wurde ebenfalls in
Thailand in eine Waschtisch-Druckgusspresse investiert. In
Ungarn wurde eine WC-Druckgussanlage angeschafft.
Darüber hinaus erfolgten Investitionen in die
Kapazitätserweiterung mittels Palettenlager und
Zuschnittsäge in Treuchtlingen.
Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle
investierte im Wesentlichen in die Modernisierung der
Produktionsanlagen in Merzig und Torgau. Des Weiteren
wurden neue Presswerkzeuge angeschafft und ein neuer Ofen
für den Produktionsstandort Lugoj in Betrieb genommen.
Darüber hinaus wurde in die Modernisierung unserer
eigenen Einzelhandelsgeschäfte in Belgien, Frankreich,
Italien und der Schweiz investiert.
Des Weiteren wurden 2,3 Mio. € (Vorjahr: 2,6 Mio.
€) in die Fortsetzung des Projektes "Mettlach 2.0" am
Standort Mettlach investiert.
Die planmäßigen Abschreibungen betrugen 17,4
Mio. € (Vorjahr: 11,2 Mio. €). Zum
Berichtszeitpunkt hatte der Villeroy & Boch-Konzern
Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von
13,8 Mio. € (per 31.12.2023: 12,7 Mio. €).
Die aktivierten Nutzungsrechte stiegen im
Berichtszeitraum um 34,2 Mio. € auf 78,4 Mio. €.
Diese Veränderung basierte hauptsächlich auf dem
Erwerb von Ideal Standard in Höhe von 40,1 Mio.
€. Zusätzlich tragen Zugänge in Höhe
von 6,0 Mio. € (Vorjahr: 4,4 Mio. €),
gegenläufige planmäßige Abschreibungen in
Höhe von 11,4 Mio. € (Vorjahr: 7,5 Mio. €),
sowie Abgänge zu Buchwerten in Höhe von 1,4 Mio.
€ (Vorjahr: 0,2 Mio. €) zur Veränderung bei.
Der Aufwand aus kurzfristigen
Immobilien-Leasingverhältnissen betrug 1,9 Mio. €
(Vorjahr: 2,3 Mio. €) sowie 3,1 Mio. € (Vorjahr:
3,5 Mio. €) aus variablen Mietzahlungen aus
Immobilien-Leasing. Für die übrigen kurzfristigen
Leasingverhältnisse und das Leasing von geringwertigen
Vermögenswerten wurden 3,0 Mio. € (Vorjahr: 1,4
Mio. €) aufgewendet.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte umfassen:
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| Kautionen | 0,8 | 1,2 |
| Marktwerte von Sicherungsinstrumenten | 2,6 | 1,9 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 8,8 | 19,9 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 12,2 | 23,0 |
| Kautionen | 4,6 | 1,8 |
| Marktwerte von Sicherungsinstrumenten | 3,8 | 3,9 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 16,1 | 0,0 |
| Wertpapiere | 1,5 | 1,7 |
| Beteiligungen | 2,1 | 2,1 |
| Ausleihungen | 1,3 | 1,3 |
| Anteile an nicht konsolidierten, verbundenen Gesellschaften | 2,4 | 2,4 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 31,8 | 13,2 |
Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte
sanken im Berichtszeitraum um 10,8 Mio. € auf 12,2
Mio. €. Wesentliche Ursache für den Rückgang
ist die teilweise Zahlung des Kaufpreises aus dem Verkauf
des Badmöbelwerks im österreichischen Mondsee.
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte stiegen
hauptsächlich im Zusammenhang mit der Akquisition von
Ideal Standard um 18,6 Mio. € auf 31,8 Mio. €.
Die Vorräte bestehen zum Bilanzstichtag aus:
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Unfertige Erzeugnisse | 49,8 57,0 | 37,0 19,2 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 245,6 | 172,9 |
| Summe Vorräte | 352,4 | 229,1 |
Die Wertberichtigungen auf Vorräte sind im
Berichtszeitraum um 14,6 Mio. € auf insgesamt 53,5
Mio. € angestiegen. Der Anstieg entfällt mit 14,8
Mio. € auf Ideal Standard, wovon zum
Erstkonsoldierungszeitpunkt 13,7 Mio. € bereits
gebildet waren.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern
sich wie folgt:
| nach Sitz der Kund:innen/in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| Deutschland | 26,2 | 27,1 |
| Übriger Euroraum | 52,4 | 25,5 |
| Sonstiges Ausland | 146,3 | 76,4 |
| Bruttobuchwert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 224,9 | 129,0 |
| Wertberichtigung auf Grund der erwarteten Verluste (Stufe 1) | -0,6 | -0,6 |
| Wertberichtigung auf Grund von objektiven Hinweisen (Stufe 2) | -11,5 | -4,7 |
| Wertberichtigungen | -12,1 | -5,3 |
| Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 212,8 | 123,7 |
Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen entfällt mit 105,6 Mio.€ auf Ideal
Standard.
Im Berichtszeitraum veränderten sich die lang- und
kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte wie folgt:
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 | ||
| kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig | |
| Sonstige Steuerforderungen | 7,5 | - | 7,3 | - |
| Geleistete Anzahlungen | 6,4 | 0,1 | 2,4 | 0,1 |
| Nettopensionsvermögen | - | 38,6 | - | - |
| Vertragsvermögenswerte | 1,6 | - | 0,1 | - |
| Rechnungsabgrenzung | 13,1 | - | 2,5 | - |
| Summe sonstige Vermögenswerte | 28,6 | 38,7 | 12,3 | 0,1 |
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 38,6
Mio. € auf 38,7 Mio. € an. Grund hierfür ist
das im Rahmen der Akquisition von Ideal Standard
übernommene Nettopensionsvermögen in Höhe
von 38,6 Mio. €. Die kurzfristigen Vermögenswerte
stiegen um 16,3 Mio. € auf 28,6 Mio. €.
Der Zahlungsmittelbestand umfasst:
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| Kassenbestand inkl. Schecks | 0,3 | 0,5 |
| Guthaben auf laufenden Konten bei Kreditinstituten | 79,2 | 76,3 |
| Kurzfristige Einlagen bei Kreditinstituten | 17,1 | 297,6 |
| Summe Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 96,6 | 374,4 |
Die Verminderung der Zahlungsmittel und kurzfristigen
Einlagen um 277,8 Mio. € basiert im Wesentlichen auf
der Kaufpreiszahlung für den Erwerb der Ideal Standard
Gruppe und der Dividendenzahlung der Villeroy & Boch AG
über 27,2 Mio. €. Teilweise kompensiert wird der
Rückgang der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen
durch die Einzahlungen aus der zweiten Tranche der
aufgenommenen Schuldscheindarlehen. Die Zahlungsmittel und
Einlagen werden ausschließlich kurzfristig bei Banken
mit hoher Bonität gehalten, die überwiegend einem
Einlagensicherungssystem angehören.
Die Bewertungsrücklagen umfassen die Rücklagen
des "Sonstigen Ergebnisses":
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden: | ||
| Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Konzerngesellschaften | -27,0 | -24,5 |
| Währungsumrechnung von als Nettoinvestitionen klassifizierten, langfristigen Darlehen an ausländische Konzerngesellschaften | -4,0 | -2,0 |
| Marktwertänderungen aus Cashflow Hedges | 3,1 | -0,3 |
| Übrige Bewertungserfolge | 0,1 | 0,0 |
| Latente Steuer auf diese Kategorie | -1,1 | -2,0 |
| Zwischensumme (a) | -28,9 | -28,8 |
| Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden: | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen | -96,2 | -95,0 |
| Übrige Bewertungserfolge | 0,7 | 0,7 |
| Latente Steuer auf diese Kategorie | 29,7 | 29,4 |
| Zwischensumme (b) | -65,8 | -64,9 |
| Summe Bewertungsrücklagen [(a)+(b)] | -94,7 | -93,7 |
Die Pensionsrückstellungen sind hauptsächlich
infolge der Ideal Standard-Akquisition um 107,1 Mio. €
auf 254,8 Mio. € gestiegen (per 31.12.2023: 147,7 Mio.
€).
Die langfristigen Personalrückstellungen haben sich
in der Berichtsperiode nur unwesentlich verändert. Die
Veränderung der kurzfristigen
Personalrückstellungen ist vorwiegend durch die
Auszahlung der variablen Vergütungen des Jahres 2023
bedingt.
Die sonstigen lang- und kurzfristigen
Rückstellungen stiegen in der Berichtsperiode um 30,6
Mio. € auf 90,1 Mio. € an. Grund hierfür
waren im Wesentlichen die übernommenen
Rückstellungen für Umweltrisiken durch die
Akquisition von Ideal Standard.
Der Anstieg der langfristigen Finanzverbindlichkeiten um
154,4 Mio. € auf 305,6 Mio. € resultiert im
Wesentlichen aus der im Zuge der Kaufpreisfinanzierung
erfolgten Auszahlung der zweiten Tranche der
Schuldscheindarlehen. Der Anstieg der kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten um 92,0 Mio. € auf 150,3 Mio.
€ steht ebenfalls in Zusammenhang mit der Akquisition
der Ideal Standard Gruppe.
Im Berichtzeitraum stiegen die lang- und kurzfristigen
Leasingverbindlichkeiten um 41,6 Mio. € auf 87,0 Mio.
€. Die Veränderung basiert im Wesentlichen auf
dem Erwerb von Ideal Standard. Zusätzlich stehen einem
Rückgang aus geleisteten Tilgungen in Höhe von
3,6 Mio. € (Vorjahr: 9,3 Mio. €) Zugänge aus
neu abgeschlossenen Leasingverträgen in Höhe von
6,0 Mio. € (Vorjahr: 4,4 Mio. €) gegenüber.
Die Zinsaufwendungen für die geleasten Nutzungsrechte
betrugen im Berichtszeitraum 1,7 Mio. €.
Die lang- und kurzfristigen übrigen
Verbindlichkeiten umfassen die folgenden Positionen:
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 | ||
| kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig | |
| Bonusverbindlichkeiten (a) | 85,2 | - | 51,0 | - |
| Marktwerte von Sicherungsinstrumenten | 2,4 | 0,9 | 3,8 | 2,3 |
| Verbindlichkeiten gegen nicht konsolidierte, verbundene Gesellschaften | 2,9 | - | 0,2 | - |
| Übrige Verbindlichkeiten | 11,0 | 5,1 | 6,6 | 1,6 |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 101,5 | 6,0 | 61,6 | 3,9 |
| Personalverbindlichkeiten (a) | 43,1 | - | 18,7 | - |
| Sonstige Steuerverbindlichkeiten | 20,5 | - | 13,6 | - |
| Vertragsverbindlichkeiten | 4,4 | - | 4,6 | - |
| Rechnungsabgrenzung | 1,0 | 0,3 | 1,2 | 0,3 |
| Summe sonstige Verbindlichkeiten | 69,0 | 0,3 | 38,1 | 0,3 |
| Summe Buchwert | 170,5 | 6,3 | 99,7 | 4,2 |
(a) Der übliche saisonal bedingte Rückgang
dieser Positionen wird durch einen Anstieg aus der
Akquisition der Ideal Standard Gruppe deutlich
überkompensiert.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen im
Berichtszeitraum um 70,8 Mio. € auf 170,5 Mio. €.
Grund hierfür war im Wesentlichen die Akquisition von
Ideal Standard. Die sonstigen langfristigen
Verbindlichkeiten haben sich im Berichtszeitraum nur
unwesentlich verändert.
Die Umsatzerlöse werden in der
Segmentberichterstattung aufgegliedert.
In diesem Posten sind im Berichtszeitraum folgende
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung enthalten:
| in Mio. € | 2024 | 2023 | ||
| 1. Halbjahr | 2. Quartal | 1. Halbjahr | 2. Quartal | |
| Bad & Wellness | -8,9 | -4,6 | -7,3 | -3,6 |
| Dining & Lifestyle | -2,2 | -0,9 | -2,5 | -1,2 |
| Summe Forschungs- und Entwicklungskosten | -11,1 | -5,5 | -9,8 | -4,8 |
Das Finanzergebnis gliedert sich wie folgt auf:
| in Mio. € | 2024 | 2023 | ||
| 1. Halbjahr | 2. Quartal | 1. Halbjahr | 2. Quartal | |
| Finanzaufwendungen | -7,5 | -3,2 | -2,1 | -1,1 |
| Finanzaufwendungen aus Leasing | -1,7 | -1,0 | -0,6 | -0,3 |
| Zinsaufwendungen aus Rückstellungen (Pensionen) | -2,9 | -1,8 | -2,5 | -1,2 |
| Finanzerträge | 3,2 | 0,3 | 3,3 | 2,0 |
| Summe Finanzergebnis | -8,9 | -5,7 | -1,9 | -0,6 |
Die Finanzaufwendungen stiegen im Vergleich zum ersten
Halbjahr 2023 um 5,4 Mio. € auf 7,5 Mio. €.
Grund hierfür sind die höheren
Finanzierungszinsen aus den gestiegenen
Finanzverbindlichkeiten.
Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands
sind:
| in Mio. € | 2024 | 2023 | ||
| 1. Halbjahr | 2. Quartal | 1. Halbjahr | 2. Quartal | |
| Tatsächliche Ertragssteuern | -3,3 | -0,1 | -12,5 | -6,8 |
| Latente Steuern | 1,6 | 1,7 | 1,5 | 1,3 |
| Summe Ertragssteuern | -1,7 | 1,6 | -11,0 | -5,5 |
Der Personalaufwand und der Personalstand gliedern sich
wie folgt:
| in Mio. € | 2024 | 2023 | ||
| 1. Halbjahr | 30.06. | 1. Halbjahr | 30.06. | |
| Personalaufwand in Mio. € | Mitarbeiter:innen teilzeitbereinigt | Personalaufwand in Mio. € | Mitarbeiter:innen teilzeitbereinigt | |
| Bad & Wellness | -149,0 | 10.495 | -83,9 | 4.022 |
| Dining & Lifestyle | -45,4 | 1.577 | -43,7 | 1.614 |
| Übergreifend | -19,3 | 484 | -17,7 | 463 |
| Summe | -213,7 | 12.556 | -145,3 | 6.099 |
Der Anstieg des Personalaufwands und der
Mitarbeiterzahlen steht mit der Ideal Standard-Akquisition
in Zusammenhang.
Im Berichtszeitraum haben sich die
Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse und
finanziellen Verpflichtungen wie folgt entwickelt:
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen | 13,8 | 12,7 |
| Verpflichtungen zum Erwerb von Nutzungsrechten | 0,0 | 0,6 |
| Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | 0,5 | 0,4 |
| Bürgschaften | 0,8 | 0,8 |
| Summe | 15,1 | 14,5 |
Originäre und derivate Finanzinstrumente werden in
der Villeroy & Boch-Konzernbilanz in
unterschiedlichsten Bilanzposten ausgewiesen. Die nach IFRS
9 bewerteten Anteile je Bilanzposten werden in der
folgenden Übersicht entsprechend dem methodischen
Wertansatz dargestellt:
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 | ||||
| Aktive Bilanzposten,
die Finanzinstrumente enthalten: |
Buchwert | Wertansatz zu(m) | Buchwert | Wertansatz zu(m) | ||
| Anschaffungskosten | Fair Value | Anschaffungskosten | Fair Value | |||
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und
kurzfristige
Einlagen (Tz. 7) |
96,6 | 96,6 | - | 374,4 | 374,4 | - |
| Forderungen aus
Lieferungen
und Leistungen (Tz. 5) |
212,8 | 212,8 | - | 123,7 | 123,7 | - |
| Sonstige finanzielle
Vermögenswerte (Tz. 3) |
44,0 | 31,6 | 12,4 | 36,2 | 24,2 | 12,0 |
| Summe aktivische Instrumente | 353,4 | 341,0 | 12,4 | 534,3 | 522,3 | 12,0 |
Finanzielle Schulden werden gemäß IFRS 9 wie
folgt bilanziert:
| in Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 | ||||
| Passive Bilanzposten,
die Finanzinstrumente enthalten: |
Buchwert | Wertansatz zu(m) | Buchwert | Wertansatz zu(m) | ||
| Anschaffungskosten | Fair Value | Anschaffungskosten | Fair Value | |||
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
170,9 | 170,9 | - | 92,0 | 92,0 | - |
| Finanzverbindlichkeiten (Tz. 11) | 455,9 | 455,9 | - | 209,5 | 209,5 | - |
| Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten (Tz. 13) |
107,5 | 104,2 | 3,3 | 65,5 | 59,4 | 6,1 |
| Summe passivische Instrumente | 734,3 | 731,0 | 3,3 | 367,0 | 360,9 | 6,1 |
Die Eingangsparameter im Sinne der Fair-Value-Hierarchie
des IFRS 13 haben sich seit dem 31.12.2023 nicht
verändert. Die Einordnung der Finanzinstrumente in die
Fair-Value-Hierarchie erfolgte somit unverändert.
Im Berichtszeitraum wurden keine Verträge von
materieller Bedeutung mit nahestehenden Unternehmen und
Personen abgeschlossen. Das Transaktionsvolumen mit
nahestehenden Unternehmen und Personen sowie mit nicht
konsolidierten verbundenen Gesellschaften bewegt sich
zeitanteilig nahezu auf einem vergleichbaren Niveau wie im
Konzernabschluss 2023. Grundsätzlich erfolgen alle
Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen.
Bis zur Freigabe des Zwischenberichts wurden keine
wesentlichen Ereignisse bekannt.
Mettlach, den 29. Juli 2024
Der Vorstand
Dieser Halbjahresfinanzbericht liegt in deutscher und
englischer Sprache vor. Bei Abweichungen geht die deutsche
Fassung des Halbjahresfinanzberichts der Übersetzung
vor. Aufgrund von Rundungen können sich im
vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der
Berechnung von Prozentangaben geringfügige
Abweichungen ergeben. Prozentangaben erfolgen
grundsätzlich in gerundeten Wertangaben. Dieser
Halbjahresfinanzbericht sowie weitere Informationen stehen
auch im Internet unter www.villeroy-boch-group.com zum
Download zur Verfügung.
An die Villeroy & Boch Aktiengesellschaft, Mettlach
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Gesamtergebnisrechnung, der Kapitalflussrechnung, der
Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie
ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den
Konzernzwischenlagebericht der Villeroy & Boch
Aktiengesellschaft, Mettlach, für den Zeitraum vom 1.
Januar bis zum 30. Juni 2024, die Bestandteile des
Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung
des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den
IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht
auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen sowie unter
ergänzender Beachtung des International Standard on
Review Engagements 2410 "Review of Interim Financial
Information Performed by the Independent Auditor of the
Entity" vorgenommen. Danach haben wir die prüferische
Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir
bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit
ausschließen können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und Personen
mit Verantwortlichkeit in der Rechnungslegung sowie auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss der Villeroy & Boch
Aktiengesellschaft, Mettlach, in wesentlichen Belangen
nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Stuttgart, den 29. Juli 2024
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Marco Koch | Wilhelm Röscheisen |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Halbjahresfinanzberichterstattung unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
ein-schließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Mettlach, den 29. Juli 2024
| Gabriele Schupp | Dr. Peter Domma | Esther Jehle | Georg Lörz | Dr. Markus Warncke |