Villeroy & Boch Aktiengesellschaft

Mettlach

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024

HALBJAHRESFINANZBERICHT
1. Januar bis 30. Juni 2024

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Konzernumsatz akquisitionsbedingt im ersten Halbjahr mit 647,3 Mio. € um 47,9 % über Vorjahr.

Operatives EBIT mit 46,3 Mio. € um 20,6 % über Vorjahr (38,4 Mio. €).

Einmalige akquisitionsbedingte Sondereffekte im nicht operativen EBIT (-31,9 Mio. €).

DER KONZERN IM ÜBERBLICK

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01.01.2024
- 30.06.2024
01.01.2023
- 30.06.2023
Veränderung Veränderung
Mio. € Mio. € in Mio. € in %
Umsatz 647,3 437,8 209,5 47,9
Umsatz - Inland 150,9 125,5 25,4 20,2
Umsatz - Ausland 496,4 312,3 184,1 58,9
Operatives EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) 46,3 38,4 7,9 20,6
Operatives EBITDA 77,1 58,1 19,0 32,7
EBIT 14,4 (1) 38,7 -24,3 -
EBT (Ergebnis vor Steuern) 5,5 (1) 36,8 -31,3 -
Konzernergebnis 3,8 (1) 25,8 -22,0 -
Operative Nettovermögensrendite (rollierend) 20,6 % 24,8 % (2) - -4,2 PP
Investitionen (ohne Leasing) 16,7 16,1 0,6 3,7
Investitionen Leasing - IFRS 16 6,0 4,4 1,6 36,4
Mitarbeiter:innen (teilzeitbereinigt zum Stichtag) 12.556 MA 6.099 MA 6.457 MA 105,9

(1) Durch einmalige Sondereffekte im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung von Ideal Standard beeinflusst; siehe Erläuterung Lagebericht

(2) Nettovermögensrendite zum 31.12.2023

Der Halbjahresfinanzbericht beinhaltet einen verkürzten Konzernzwischenabschluss und einen Konzernzwischenlagebericht.

Wertpapier-Kenn-Nummern: 765 720, 765 723

ISIN: DE0007657207, DE0007657231

Villeroy & Boch AG • D 66688 Mettlach

Tel.: +49 6864 81-1227 • Fax: +49 6864 81-71227

Internet: http:/​/​www.villeroyboch-group.com

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT

RAHMENBEDINGUNGEN DES KONZERNS

Hinsichtlich unserer Konzernstruktur, -strategie und -steuerung verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzernlagebericht 2023 (Geschäftsbericht 2023). Aus Sicht des Konzerns ist die Akquisition von Ideal Standard das bedeutsamste Ereignis in der Geschichte von Villeroy & Boch und insofern das wesentliche Ereignis im ersten Halbjahr 2024. Die Auswirkungen auf den Villeroy & Boch-Konzern werden im nachfolgenden Konzernzwischenlagebericht sowie in den ausgewählten erläuternden Anhangangaben - hier vor allem unter der Textziffer Konsolidierungskreis - näher erläutert.

Das operative Geschäft von Villeroy & Boch und dessen Steuerung unterteilt sich in die beiden Unternehmensbereiche Bad & Wellness und Dining & Lifestyle. Die Geschäftsaktivitäten der Ideal Standard-Gesellschaften ergänzen die Aktivitäten des Bad & Wellness-Bereichs hervorragend. Deswegen erfolgt die Berichterstattung zukünftig zusammengefasst im Unternehmensbereich Bad & Wellness.

WESENTLICHE GESCHÄFTSVORFÄLLE -AKQUISITION VON IDEAL STANDARD

Am 18. September 2023 hatte Villeroy & Boch bindende Verträge zum Erwerb aller operativen Gesellschaften der Ideal Standard Gruppe unterzeichnet.

Am 29. Februar 2024 wurde mit Vorlage aller kartellrechtlichen Freigaben der Vollzug der Übernahme abgeschlossen. Im aktuellen Halbjahresfinanzbericht fließen somit die Geschäftsaktivitäten der Ideal Standard-Gesellschaften ab dem 1. März in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Villeroy & Boch-Konzerns mit ein. In der Konzernbilanz sind alle übernommenen Vermögenswerte und Schulden berücksichtigt.

Die Transaktion wurde aus vorhandenen liquiden Mitteln sowie dem ausgegebenen Schuldscheindarlehen finanziert.

Durch die Ideal Standard-Akquisition, die in ihrem Volumen wesentlich für den Villeroy & Boch-Konzern ist, sind die Zahlen mit dem Vorjahr nur beschränkt vergleichbar. In den nachfolgenden Textpassagen des Konzernzwischenlageberichts werden die wesentlichen Veränderungen beschrieben. Daneben wird auf die Erläuterungen in den ausgewählten Anhangangaben verwiesen.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2024 setzte sich die moderate Entwicklung der Weltwirtschaft weiter fort, wobei die Dynamik in den einzelnen Regionen weiterhin unterschiedlich ist. In China verlief die Wirtschaftsentwicklung unter dem Einfluss der anhaltenden Immobilienkrise auf einem niedrigen aber weiterhin positiven Niveau. Im Euroraum ist nach einer Phase der Stagnation eine leichte Konjunkturbelebung zu beobachten.

In der deutschen Wirtschaft ist dagegen nach wie vor keine spürbare konjunkturelle Belebung erkennbar.

Die Risiken aus den andauernden Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten belasten die Weltwirtschaft nach wie vor. Dagegen hat sich die Abschwächung der Inflation aufgrund der eingeleiteten und nun wirkenden inflationseindämmenden Maßnahmen weiter fortgesetzt.

Geschäftsverlauf und Lage des Villeroy & Boch-Konzerns

Auf Basis der ersten sechs Monate des aktuellen Geschäftsjahres bewertet der Vorstand der Villeroy & Boch AG die wirtschaftliche Lage des Konzerns insgesamt als noch positiv.

Im ersten Halbjahr 2024 erzielten wir einen Konzernumsatz (inkl. Lizenzerlöse) in Höhe von 647,3 Mio. € und lagen damit akquisitionsbedingt um 209,5 Mio. € bzw. 47,9 % über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dabei trug Ideal Standard ab dem 1. März 2024 mit Umsatzerlösen von 217,6 Mio. € zum Konzernumsatz bei.

In unserer Hauptregion EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) erzielten wir eine Umsatzsteigerung von 60,0 % bzw. 208,5 Mio. €. Diese konnten wir vor allem in den Regionen Südeuropa und Westeuropa erreichen, wo wir unseren Umsatz mehr als verdoppeln konnten. Deutliche Umsatzzuwächse konnten wir zudem in der Region Osteuropa (+68,2 %) erzielen.

In den Regionen APAC (Asien-Pazifik) und Americas konnten wir einen moderaten Umsatzanstieg (+1,2 %) verzeichnen.

Der Auftragsbestand des ersten Halbjahres 2024 lag mit 197,3 Mio. € deutlich über dem Bestand zum 31. Dezember 2023 (109,9 Mio. €). Darin enthalten ist Ideal Standard mit 51,1 Mio. €.

Der Auftragsbestand im Unternehmensbereich Bad & Wellness betrug 153,7 Mio. € (inkl. Ideal Standard) gegenüber 96,6 Mio. € zum 31. Dezember 2023.

Der Auftragsbestand im Unternehmensbereich Dining & Lifestyle betrug 43,6 Mio. € (31. Dezember 2023: 13,3 Mio. €) und stieg insbesondere durch die bereits getätigten Bestellungen unseres Weihnachtssortiments.

Im ersten Halbjahr 2024 erzielten wir ein operatives EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) in Höhe von 46,3 Mio. € und lagen damit um 20,6 % über dem Vorjahr (38,4 Mio. €).

Das nicht-operative Ergebnis von -31,9 Mio. € (Vorjahr: +0,3 Mio. €) enthält dabei im Wesentlichen zwei einmalige Sondereffekte im Zusammenhang mit der Ideal Standard-Akquisition. Dabei handelt es sich um die aufwandswirksame Realisierung von bei der Kaufpreisallokation zugeordneten Marktwerten auf das erworbene Vorratsvermögen (-18,2 Mio. €) sowie um angefallene Transaktions- und Integrationskosten (-11,0 Mio. €). Diese Sondereffekte beeinflussen auch die weiteren Ergebniskennzahlen bis zum Konzernergebnis (Konzernjahresüberschuss). Das nicht operative Ergebnis des Vorjahres enthielt einen Ertrag aus einer Teilrealisiierung eines Veräußerungserlöses aus dem Verkauf unserer ehemaligen Werksimmobilie in Luxemburg, dem vor allem Aufwendungen aus einer Beteiligungsabschreibung sowie Projektaufwendungen in gleicher Höhe gegenüberstanden.

Die rollierende operative Nettovermögensrendite des Konzerns sank zum 30. Juni 2024 auf 20,6 % (31. Dezember 2023: 24,8 %).

Ursächlich hierfür war die akquisitionsbedingte Steigerung des rollierenden operativen Nettovermögens sowie die unterproportionale Steigerung des rollierenden operativen Ergebnisses.

Geschäftsverlauf und Lage der Unternehmensbereiche

Bad & Wellness

Der Unternehmensbereich Bad & Wellness erzielte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 einen Umsatz in Höhe von 513,5 Mio. € und lag damit akquisitionsbedingt um 71,8 % über dem Vorjahr (298,9 Mio. €).

In den ersten vier Monaten der Konzernzugehörigkeit erzielten die Ideal Standard-Gesellschaften einen Umsatz von 217,6 Mio. €. Aufgrund der gedämpften Entwicklung des Bausektors mussten wir akquisitionsbereinigt einen leichten Umsatzrückgang von 1,0 % hinnehmen. Eine positive Marktresonanz können wir nach wie vor bei unseren Neuheiten mit der TwistFlushSpültechnologie verzeichnen.

In den Geschäftsfeldern Armaturen (+89,9 Mio. €) und Sanitärkeramik (+86,8 Mio. €) zeigt sich das insgesamt erreichte Umsatzwachstum am stärksten.

Regional betrachtet, profitierte vor allem unsere Hauptregion EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) mit einer Umsatzsteigerung von 87,3 % bzw. 209,2 Mio. € von der Akquisition.

Daneben erzielten wir in den Regionen APAC/​Americas ein organisches Wachstum von 9,1 %.

Der Unternehmensbereich Bad & Wellness erreichte im ersten Halbjahr 2024 einen operativen Gewinn (EBIT) von 41,5 Mio. € (Vorjahr: 33,3 Mio. €) und lag damit 24,6 % über Vorjahr. Dabei konnten umsatzbedingte Ergebniseinbußen nur teilweise durch rückläufige Einkaufspreise, vor allem im Bereich der Energiekosten, kompensiert werden.

Die rollierende operative Nettovermögensrendite verminderte sich aufgrund der akquisitionsbedingten Erhöhung des Nettovermögens und des unterproportional gestiegenen rollieren-den operativen Ergebnisses auf 21,0 % (24,9 % zum 31. Dezember 2023).

Dining & Lifestyle

Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle erzielte im ersten Halbjahr 2024 einen Umsatz in Höhe von 132,4 Mio. € und lag um 3,5 % bzw. 4,8 Mio. € unter dem Vorjahr (137,2 Mio. €).

Dabei haben wir im E-Commerce (+2,6 %) und in unseren eigenen Einzelhandelsgeschäften (+3,8 %) eine gute Umsatzentwicklung erreichen können. Umsatzrückgänge mussten wir hingegen mit unseren stationären Handelspartnern (-6,7 Mio. € bzw. -14,9 %) hinnehmen, wo wir den Umsatzrückgang des ersten Quartals aufgrund einer konjunkturellen Erholung in Korea und den USA im zweiten Quartal wieder etwas aufholen konnten.

Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle schloss mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von 4,8 Mio. € ab und lag 5,9 % unter dem Vorjahr (5,1 Mio. €). Dabei konnte der umsatzbedingte Ergebnisrückgang nur teilweise durch erreichte Kosteneinsparungen kompensiert werden.

Die rollierende operative Nettovermögensrendite verminderte sich infolge des leicht niedrigeren Ergebnisses auf 32,9 % (33,3 % zum 31. Dezember 2023).

Kapitalstruktur

Zum 30. Juni 2024 hat sich unser Eigenkapital gegenüber dem Jahresende 2023 um 24,4 Mio. € auf 363,8 Mio. € vermindert. Zur Veränderung tragen hierzu hauptsächlich der erzielte Halbjahresüberschuss (+3,8 Mio. €) sowie die Ausschüttung der Dividende 2023 (-27,2 Mio. €) bei.

Aufgrund der im Zuge der Ideal Standard-Akquisition erheblich gestiegenen Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote (inklusive Minderheitsanteile) von 35,4 % zum Jahresende 2023 auf 20,8 % zum 30. Juni 2024 gesunken.

Investitionen

Im ersten Halbjahr 2024 haben wir Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 16,7 Mio. € getätigt (Vorjahr: 16,1 Mio. €). Davon entfielen 14,2 Mio. € auf den Unternehmensbereich Bad & Wellness sowie 2,5 Mio. € auf den Unternehmensbereich Dining & Lifestyle. Die Zugänge zum Erstkonsolidierungszeitpunkt (29. Februar 2024) im Zusammenhang mit der Ideal Standard-Akquisition sind in den vorgenannten Zahlen nicht enthalten.

Im Unternehmensbereich Bad & Wellness wurden in Thailand die Arbeiten an einer neuen Werkshalle fortgesetzt und zudem in eine Druckgussanlage investiert. Daneben wurde eine weitere Druckgussanlage in Ungarn angeschafft. Darüber hinaus wurde in Treuchtlingen in die Kapazitätserweiterung unseres Möbelwerkes investiert.

Im Unternehmensbereich Dining & Lifestyle haben wir im Wesentlichen in die Modernisierung und Neuanschaffung von Produktionsanlagen und Presswerkzeugen in Merzig bzw. Torgau sowie in die Modernisierung von eigenen Einzelhandelsgeschäften investiert.

Zum Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 14,3 Mio. € (Vorjahr: 21,3 Mio. €).

Nettoliquidität

Die zum 30. Juni 2024 bestehenden Kassen- und Bankguthaben in Höhe von 96,6 Mio. € führten unter Berücksichtigung unserer Finanzverbindlichkeiten von 455,9 Mio. € zu einer Nettoliquidität von -359,3 Mio. € (31. Dezember 2023: 164,9 Mio. €). Die hohe Veränderung resultiert aus der Akquisition von Ideal Standard und der damit in Zusammenhang stehenden Kaufpreiszahlung, die teilweise über ein ausgegebenes Schuldscheindarlehen finanziert wurde. Zusätzlich trug die Ausschüttung der Dividende für das vorangegangene Geschäftsjahr (27,2 Mio. €) zur Verminderung unserer Nettoliquidität bei.

Aktuell verfügen wir über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 313,5 Mio. €.

Bilanzstruktur

Zum Bilanzstichtag betrug unsere Bilanzsumme 1.746,6 Mio. € gegenüber 1.096,2 Mio. € zum 31. Dezember 2023. Die deutliche Erhöhung der Bilanzsumme um 650,4 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der Akquisition von Ideal Standard. Weitere Einzelheiten werden in den ausgewählten erläuternden Anhangangaben unter der Textziffer Konsolidierungskreis dargestellt.

Der Anteil des gesamten Anlagevermögens an der Bilanzsumme erhöhte sich dabei auf 51,8 % (31. Dezember 2023: 26,2 %). Dies zeigt sich insbesondere im Anstieg der immateriellen Vermögenswerte, die die erworbenen Markenrechte und den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Ideal Standard-Akquisition enthalten. Die im aktuellen Abschluss abgebildete Kaufpreisallokation bildet den aktuellen Informationsstand ab und ist noch nicht final abgeschlossen. Wir gehen derzeit weiterhin davon aus, dass die als vorläufig anzusehende Kaufpreisallokation bis Ende September 2024 abgeschlossen sein soll.

Das kurzfristige Vermögen ist gegenüber dem 31. Dezember 2023 um 59,1 Mio. € gesunken. Grund hierfür ist im Wesentlichen die akquisitionsbedingte Kaufpreiszahlung und die damit einhergehende Verminderung der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen (-277,8 Mio. €).

Gegenläufige Effekte ergeben sich aus dem Anstieg der Vorräte (+123,3 Mio. €) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+89,1 Mio. €).

Auf der Passivseite zeigten sich die größten Veränderungen gegenüber dem Jahresende 2023 ebenfalls akquisitionsbedingt.

Innerhalb der kurzfristigen Schulden (+288,1 Mio. €) erhöhten sich vor allem die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (+92,0 Mio. €), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+78,9 Mio. €) sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (+70,8 Mio. €).

Die langfristigen Schulden erhöhten sich insgesamt um 386,7 Mio. €, insbesondere aufgrund des Anstiegs der langfristigen Finanzverbindlichkeiten (+154,4 Mio. €) sowie der Pensionsrückstellungen (+107,1 Mio. €).

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Mit dem Erwerb von Ideal Standard hat sich die Risiko- und Chancenlage für den Villeroy & Boch-Konzern gegenüber der im Konzernlagebericht 2023 dargestellten Lage nicht wesentlich verändert. Durch die komplementären Stärken beider Unternehmen in Bezug auf regionale Präsenz, Vertriebsstrategien sowie das Produkt- und Markenportfolio wird die Wettbewerbsfähigkeit des Villeroy & Boch-Konzerns gesteigert. Dem gegenüber erhöht sich infolge des größeren Umsatzvolumens im Unternehmensbereich Bad & Wellness die Abhängigkeit von der Baukonjunktur, insbesondere in Europa.

Gleichwohl bestehen die im Geschäftsbericht 2023 beschriebenen Risiken und Chancen unverändert fort.

Es erfolgt nach wie vor eine kontinuierliche, fokussierte Überprüfung aller Risikofelder. Einzelne, bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht erkennbar.

AUSBLICK FÜR DAS LAUFENDE GESCHÄFTSJAHR

Das Marktumfeld bleibt weiterhin von hoher Unsicherheit geprägt. Dies betrifft vor allem die weitere Entwicklung der Baukonjunktur. Ein zusätzlicher Risikofaktor ist nach wie vor eine mögliche weitere Eskalation der Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten.

Der Vorstand der Villeroy & Boch AG erwartet weiterhin eine akquisitionsbedingte, deutliche Steigerung sowohl des Umsatzes als auch des operativen Ergebnisses (EBIT) und der Investitionen und bestätigt somit seine in Verbindung mit dem Jahresabschluss getroffene Prognose für das Gesamtjahr 2024.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die Hauptversammlung hat am 12. April 2024 dem Vergütungssystem zugestimmt, welches im Zusammenhang mit dem historisch einmaligen Erwerb der Ideal Standard Gruppe durch die Villeroy & Boch AG um einen sogenannten Integrations- Incentive für die Mitglieder des Vorstands erweitert wurde. Dieser gilt für die Jahre 2024 bis 2026. Der Integrations-Incentive soll Anreize für eine erfolgreiche Integration von Ideal Standard in den Villeroy & Boch-Konzern setzen und damit eine nachhaltige Wirkung auf die Wertschöpfung der Villeroy & Boch AG haben. Dieser Integrations-Incentive spiegelt wieder, dass die Integration von Ideal Standard eine der Hauptaufgaben des Vorstands der Villeroy & Boch AG für die kommenden Jahre ist.

Mettlach, den 29. Juli 2024

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Gabriele Schupp Dr. Peter Domma Esther Jehle Georg Lörz Dr. Markus Warncke

KONZERNBILANZ
zum 30.06.2024 in Mio. €

Aktiva

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Anhang Tz. 30.06.2024 31.12.2023
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 408,1 33,4
Sachanlagen 1 364,7 188,8
Nutzungsrechte 2 78,4 44,2
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 5,2 4,8
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 17,0 2,7
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3 31,8 13,2
905,2 287,1
Sonstige langfristige Vermögenswerte 6 38,7 0,1
Latente Steueransprüche 82,2 29,4
1.026,1 316,6
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 4 352,4 229,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5 212,8 123,7
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3 12,2 23,0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 6 28,6 12,3
Ertragsteuerforderungen 17,9 17,1
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 7 96,6 374,4
720,5 779,6
Summe Vermögenswerte 1.746,6 1.096,2

Passiva

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Anhang Tz. 30.06.2024 31.12.2023
Den Gesellschaftern der Villeroy & Boch AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 71,9 71,9
Kapitalrücklage 194,8 194,7
Eigene Anteile -13,9 -13,9
Gewinnrücklagen 201,7 225,4
Bewertungsrücklagen 8 -94,7 -93,7
359,8 384,4
Minderheitsanteile am Eigenkapital 4,0 3,8
Summe Eigenkapital 363,8 388,2
Langfristige Schulden
Pensionsrückstellungen 9 254,8 147,7
Langfristige Personalrückstellungen 9 12,2 11,4
Sonstige langfristige Rückstellungen 10 50,4 29,0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 11 305,6 151,2
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 12 62,6 31,9
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 13 6,3 4,2
Latente Steuerschulden 76,7 6,5
768,6 381,9
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Personalrückstellungen 9 11,9 17,1
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 10 39,7 30,5
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 11 150,3 58,3
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 12 24,4 13,5
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 13 170,5 99,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 170,9 92,0
Ertragsteuerschulden 46,5 15,0
614,2 326,1
Summe Schulden 1.382,8 708,0
Summe Eigenkapital und Schulden 1.746,6 1.096,2

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
01.01.2024 - 30.06.2024 in Mio. €

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Anhang Tz. 01.01.2024
- 30.06.2024
01.01.2023
- 30.06.2023
Umsatzerlöse 14 647,3 437,8
Einstandskosten der verkauften Waren -408,0 -246,4
Bruttoergebnis vom Umsatz 239,3 191,4
Vertriebs-, Marketing- und Entwicklungskosten 15 -168,7 -132,5
Allgemeine Verwaltungskosten -38,1 -22,5
Sonstige betriebliche Erträge/​Aufwendungen -18,3 2,2
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,2 0,1
Betriebliches Ergebnis (EBIT) 14,4 38,7
Finanzergebnis 16 -8,9 -1,9
Ergebnis vor Steuern 5,5 36,8
Ertragsteuern 17 -1,7 -11,0
Konzernergebnis 3,8 25,8
Davon entfallen auf:
Die Aktionär:innen der Villeroy & Boch AG 3,5 25,7
Minderheitsgesellschafter 0,3 0,1
3,8 25,8
Ergebnis je Aktie
Ergebnis je Stammaktie 0,11 0,95
Ergebnis je Vorzugsaktie 0,16 1,00

Verwässerungseffekte bestanden in der Berichtsperiode nicht.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
01.01.2024 - 30.06.2024 in Mio. €

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01.01.2024
- 30.06.2024
01.01.2023
- 30.06.2023
Konzernergebnis 3,8 25,8
Sonstiges Ergebnis
Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden:
Marktwertänderungen aus Cashflow Hedges 3,4 3,6
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungen -4,5 -3,7
Latente Steuer auf Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden 0,9 -1,4
Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionen -1,2 -0,1
Übrige Bewertungserfolge 0,1 0,7
Latente Steuer auf Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden 0,3 0,0
Summe Sonstiges Ergebnis -1,0 -0,9
Gesamtergebnis nach Steuern 2,8 24,9
Davon entfallen auf:
Die Aktionär:innen der Villeroy & Boch AG 2,4 25,0
Minderheitsgesellschafter 0,4 -0,1
Gesamtergebnis nach Steuern 2,8 24,9

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
01.04.2024 - 30.06.2024 in Mio. €

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Anhang Tz. 01.04.2024
- 30.06.2024
01.04.2023
- 30.06.2023
Umsatzerlöse 14 370,2 208,5
Einstandskosten der verkauften Waren -246,1 -116,7
Bruttoergebnis vom Umsatz 124,1 91,8
Vertriebs-, Marketing- und Entwicklungskosten 15 -95,5 -65,3
Allgemeine Verwaltungskosten -23,1 -11,3
Sonstige betriebliche Erträge/​Aufwendungen -5,0 3,8
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,2 0,1
Betriebliches Ergebnis (EBIT) 0,7 19,1
Finanzergebnis 16 -5,7 -0,6
Ergebnis vor Steuern -5,0 18,5
Ertragsteuern 17 1,6 -5,5
Konzernergebnis -3,4 13,0
Davon entfallen auf:
Die Aktionär:innen der Villeroy & Boch AG -3,6 12,9
Minderheitsgesellschafter 0,2 0,1
-3,4 13,0

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
01.04.2024 - 30.06.2024 in Mio. €

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01.04.2024
- 30.06.2024
01.04.2023
- 30.06.2023
Konzernergebnis -3,4 13,0
Sonstiges Ergebnis
Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden:
Marktwertänderungen aus Cashflow Hedges 2,7 1,0
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungen -0,7 -3,3
Latente Steuer auf Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden -0,2 -0,6
Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionen -1,3 -0,1
Übrige Bewertungserfolge 0,0 0,1
Latente Steuer auf Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden 0,3 0,0
Summe Sonstiges Ergebnis 0,8 -2,9
Gesamtergebnis nach Steuern -2,6 10,1
Davon entfallen auf:
Die Aktionär:innen der Villeroy & Boch AG -2,9 10,0
Minderheitsgesellschafter 0,3 0,1
Gesamtergebnis nach Steuern -2,6 10,1

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
01.01.2024 - 30.06.2024 in Mio. €

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01.01.2024
- 30.06.2024
01.01.2023
- 30.06.2023
Konzernergebnis 3,8 25,8
Abschreibungen und Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 25,9 23,4
Veränderung der langfristigen Rückstellungen -8,8 -4,6
Ergebnis aus Anlageabgängen -1,4 -10,6
Veränderung der Vorräte, Forderungen und sonstigen Aktiva -4,1 -1,3
Veränderung der Verbindlichkeiten, kurzfristigen Rückstellungen und sonstigen Passiva -48,8 -43,0
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/​Aufwendungen 34,5 1,1
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1,1 -9,2
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -16,7 -16,1
Investitionen in langfristige finanzielle Vermögenswerte -1,1 -2,5
Ausgaben für Akquisitionen abzüglich übernommener Zahlungsmittel -414,6 -
Investitionen in den Erwerb von assoziierten Unternehmen -12,7 -
Einzahlungen aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten -0,1 25,2
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftsbereichen 9,5 -
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 8,0 3,6
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -427,7 10,2
Einzahlungen aus der Aufnahme von Schuldscheindarlehen 153,1 -
Einzahlungen/​Auszahlungen für die Aufnahme/​Tilgung von Finanzverbindlichkeiten 34,1 -0,5
Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeiten -11,3 -9,3
Einzahlungen aus der Ausgabe von eigenen Anteilen 0,2 -
Gezahlte Dividende an Minderheitsgesellschafter -0,1 -0,2
Gezahlte Dividende an Aktionär:innen der Villeroy & Boch AG -27,2 -31,1
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 148,8 -41,1
Summe der Cashflows -277,8 -40,1
Zahlungsmittelbestand zum 01.01. 374,4 226,6
Gesamtveränderung des Zahlungsmittelbestandes -277,8 -40,1
Zahlungsmittelbestand zum 30.06. 96,6 186,5

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
01.01.2024 - 30.06.2024 in Mio. €

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Den Gesellschaftern der Villeroy & Boch AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Gewinnrücklagen Bewertungsrücklagen Summe
Anhang Tz. 8
Stand 01.01.2023 71,9 194,2 -14,5 195,8 -78,7 368,7
Konzernergebnis 25,7 25,7
Sonstiges Ergebnis -0,7 -0,7
Gesamtergebnis nach Steuern 25,7 -0,7 25,0
Dividendenausschüttung -31,1 -31,1
Stand 30.06.2023 71,9 194,2 -14,5 190,4 -79,4 362,6
Stand 01.01.2024 71,9 194,7 -13,9 225,4 -93,7 384,4
Konzernergebnis 3,5 3,5
Sonstiges Ergebnis -1,0 -1,0
Gesamtergebnis nach Steuern 3,5 -1,0 2,5
Ausgabe von eigenen Anteilen 0,1 0,0 0,1
Dividendenausschüttung -27,2 -27,2
Stand 30.06.2024 71,9 194,8 -13,9 201,7 -94,7 359,8
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Minderheitsanteile am Eigenkapital Summe Eigenkapital
Anhang Tz.
Stand 01.01.2023 3,8 372,5
Konzernergebnis 0,1 25,8
Sonstiges Ergebnis -0,2 -0,9
Gesamtergebnis nach Steuern -0,1 24,9
Dividendenausschüttung -0,2 -31,3
Stand 30.06.2023 3,5 366,1
Stand 01.01.2024 3,8 388,2
Konzernergebnis 0,3 3,8
Sonstiges Ergebnis 0,1 -0,9
Gesamtergebnis nach Steuern 0,4 2,9
Ausgabe von eigenen Anteilen 0,1
Dividendenausschüttung -0,2 -27,4
Stand 30.06.2024 4,0 363,8

KONZERN-SEGMENTBERICHT
01.01.2024 - 30.06.2024 in Mio. €

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Bad &Wellness Dining & Lifestyle
01.01.2024
- 30.06.2024
01.01.2023
- 30.06.2023
01.01.2024
- 30.06.2024
01.01.2023
- 30.06.2023
Erlöse
Segmenterlöse aus Warenverkäufen an externe Kund:innen 513,5 299,0 129,1 136,2
Segmenterlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten - - - -
Segmenterlöse aus dem Lizenzgeschäft 0,0 -0,1 3,3 1,0
Umsatzerlöse 513,5 298,9 132,4 137,2
Ergebnis
Segmentergebnis 41,5 33,3 4,8 5,1
Finanzergebnis - - - -
Investitionen und Abschreibungen
Zugänge Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte 14,2 11,8 2,5 4,3
Zugänge Nutzungsrechte aus Leasing 4,0 2,4 2,0 2,0
Planmäßige Abschreibungen der immateriellen
Vermögenswerte und Sachanlagevermögen
16,6 9,6 2,7 2,6
Planmäßige Abschreibungen der Nutzungsrechte Leasing 6,6 2,8 4,8 4,7
Vermögenswerte und Schulden 30.06.2024 31.12.2023 30.06.2024 31.12.2023
Segmentvermögen 1.238,2 400,7 177,4 200,5
Segmentschulden 376,6 152,3 77,7 91,0
Operatives Nettovermögen (rollierend)
Operativer Vermögenswert (rollierend) 579,5 400,0 188,2 191,8
Operative Schulden (rollierend) 216,5 151,6 82,7 82,6
Operatives Nettovermögen (rollierend) 363,0 248,4 105,5 109,2
Rollierendes operatives Ergebnis (EBIT) *
Rollierendes operatives Ergebnis (EBIT) * 76,1 61,9 34,7 36,4
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Überleitung/​Sonstige Villeroy & Boch-Konzern
01.01.2024
- 30.06.2024
01.01.2023
- 30.06.2023
01.01.2024
- 30.06.2024
01.01.2023
- 30.06.2023
Erlöse
Segmenterlöse aus Warenverkäufen an externe Kund:innen - - 642,6 435,2
Segmenterlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten - - - -
Segmenterlöse aus dem Lizenzgeschäft 1,4 1,7 4,7 2,6
Umsatzerlöse 1,4 1,7 647,3 437,8
Ergebnis
Segmentergebnis -31,9 0,3 14,4 38,7
Finanzergebnis -8,9 -1,9 -8,9 -1,9
Investitionen und Abschreibungen
Zugänge Sachanlagevermögen und
immaterielle Vermögenswerte
- - 16,7 16,1
Zugänge Nutzungsrechte aus Leasing - - 6,0 4,4
Planmäßige Abschreibungen der immateriellen
Vermögenswerte und Sachanlagevermögen
- - 19,3 12,2
Planmäßige Abschreibungen der Nutzungsrechte Leasing - - 11,4 7,5
Vermögenswerte und Schulden 30.06.2024 31.12.2023 30.06.2024 31.12.2023
Segmentvermögen 331,0 495,0 1.746,6 1.096,2
Segmentschulden 928,5 464,7 1.382,8 708,0
Operatives Nettovermögen (rollierend)
Operativer Vermögenswert (rollierend) - - 767,7 591,8
Operative Schulden (rollierend) - - 299,2 234,2
Operatives Nettovermögen (rollierend) - - 468,5 357,6
Rollierendes operatives Ergebnis (EBIT) *
Rollierendes operatives Ergebnis (EBIT) * -14,2 -9,6 96,6 88,7

* Die vom Unternehmensbereich nicht beeinflussbaren Ergebnisanteile des Zentralbereichs werden bei Berechnung des operativen Ergebnisses der beiden Unternehmensbereiche nicht berücksichtigt.

KONZERN-SEGMENTBERICHT
01.04.2024 - 30.06.2024 in Mio. €

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Bad & Wellness Dining & Lifestyle
01.04.2024
- 30.06.2024
01.04.2023
- 30.06.2023
01.04.2024
- 30.06.2024
01.04.2023
- 30.06.2023
Erlöse
Segmenterlöse aus Warenverkäufen an externe Kund:innen 309,4 148,2 58,4 59,0
Segmenterlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten - - - -
Segmenterlöse aus dem Lizenzgeschäft 0,0 -0,1 1,7 0,5
Umsatzerlöse 309,4 148,1 60,1 59,5
Ergebnis
Segmentergebnis 24,1 15,9 -0,9 -0,5
Finanzergebnis - - - -
Investitionen und Abschreibungen
Zugänge Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte 11,1 7,5 1,6 2,6
Zugänge Nutzungsrechte aus Leasing 2,0 1,1 -0,7 0,3
Planmäßige Abschreibungen der immateriellen
Vermögenswerte und Sachanlagevermögen
10,4 4,9 1,3 1,3
Planmäßige Abschreibungen der Nutzungsrechte Leasing 4,2 1,3 2,4 2,4
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Überleitung/​Sonstige Villeroy & Boch-Konzern
01.04.2024
- 30.06.2024
01.04.2023
- 30.06.2023
01.04.2024
- 30.06.2024
01.04.2023
- 30.06.2023
Erlöse
Segmenterlöse aus Warenverkäufen an externe Kund:innen - - 367,8 207,2
Segmenterlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten - - - -
Segmenterlöse aus dem Lizenzgeschäft 0,7 0,9 2,4 1,3
Umsatzerlöse 0,7 0,9 370,2 208,5
Ergebnis
Segmentergebnis -22,5 3,1 0,7 18,5
Finanzergebnis -5,7 -0,6 -5,7 -0,6
Investitionen und Abschreibungen
Zugänge Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte - - 12,7 10,1
Zugänge Nutzungsrechte aus Leasing - - 1,3 1,4
Planmäßige Abschreibungen der immateriellen
Vermögenswerte und Sachanlagevermögen
- - 11,7 6,2
Planmäßige Abschreibungen der Nutzungsrechte Leasing - - 6,6 3,7

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE ANHANGANGABEN
DES VILLEROY & BOCH-KONZERNS
ZUM ERSTEN HALBJAHR 2024

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Die Villeroy & Boch AG mit Sitz in Mettlach, Saaruferstraße 1-3, ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Sie ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Saarbrücken unter der Nummer 63610 eingetragen. Die Villeroy & Boch AG übt die Funktion der Muttergesellschaft des Villeroy & Boch-Konzerns aus. Der Villeroy & Boch-Konzern ist ein international führender Keramikhersteller. Als Komplettanbieter im Bad und "rund um den gedeckten Tisch" unterteilt sich unser operatives Geschäft in die beiden Unternehmensbereiche Bad & Wellness sowie Dining & Lifestyle. Die Börsennotierung der Villeroy & Boch AG erfolgt im Prime Standard der Deutschen Börse AG.

Der vorliegende Halbjahresfinanzbericht umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis zum 30. Juni 2024. Er wurde nach Beratung des Vorstands mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats am 25. Juli 2024 zur Veröffentlichung freigegeben. Seine Erstellung erfolgte unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU zum Abschluss-Stichtag anzuwenden sind. Der Konzernzwischenlagebericht wurde unter Beachtung des Wertpapierhandelsgesetzes aufgestellt. Eine prüferische Durchsicht des vorliegenden, verkürzten Halbjahresfinanzberichts ist durch die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erfolgt. Nach Ansicht des Vorstands wird mit dem präsentierten Halbjahresfinanzbericht eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erzielt. Der Halbjahresfinanzbericht enthält einen verkürzten Konzernzwischenabschluss mit ausgewählten erläuternden Anhangangaben. Aus diesem Grund sollte er im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 gelesen werden. Dieser kann über den Investor-Relations-Bereich der Internet-Seite www.villeroyboch-group.com abgerufen werden.

Die im Geschäftsbericht 2023 beschriebenen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden wurden im Berichtszeitraum um die durch die EU übernommenen und ab dem 1. Januar 2024 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsstandards erweitert. Alle Änderungen hatten keine bzw. keine materiellen Auswirkungen auf diesen Halbjahresfinanzbericht.

Weitere Erläuterungen zum Verlauf des ersten Halbjahres 2024 finden Sie im vorstehenden Wirtschaftsbericht.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis des Villeroy & Boch-Konzerns umfasst 92 Unternehmen (31.12.2023: 51 Unternehmen).

Drei Gesellschaften werden aufgrund ihres unwesentlichen Einflusses auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Villeroy & Boch-Konzerns als nicht konsolidierte Gesellschaften bilanziert.

Am 29. Februar 2024 hat Villeroy & Boch durch den Erwerb von 100% der Anteile an den vier folgenden Gesellschaften die (direkte und indirekte) Beherrschung über insgesamt 42 Unternehmen der Ideal Standard Gruppe erlangt:

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Ideal Standard International NV (Belgien)

Ideal Standard Holdings (BC) Germany GmbH (Deutschland)

Ideal Standard Holdings (BC) Italy S.r.l. (Italien)

Ideal Standard MENA MidCo Limited (Gibraltar)

Durch die Akquisition der Ideal Standard Gruppe wird der Villeroy & Boch-Konzern zu den umsatzstärksten Badproduktherstellern Europas aufschließen. Ideal Standard ergänzt das Geschäftsmodell von Villeroy & Boch. Die komplementären Stärken in Bezug auf regionale Präsenz, Vertriebsstrategien sowie Produkt- und Markenportfolio steigern die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns.

So ist Villeroy & Boch geografisch vor allem in Zentral- und Nordeuropa sowie Asien stark verankert. Ideal Standard ist mit seinem Markenportfolio insbesondere in Großbritannien, Italien und der Region Mittlerer Osten/​Nordafrika sehr erfolgreich. Vertriebsseitig ist Villeroy & Boch vor allem auf das gehobene Privatkundengeschäft ausgerichtet, Ideal Standard hingegen verfügt über ein ausgeprägtes Know-how im Projektgeschäft, unter anderem für die öffentliche Hand, das Gesundheitswesen sowie für Entwickler großer Wohn-, Hotel- und Gewerbeimmobilien. Zudem bringt Ideal Standard neben Badkeramik ein sehr ertragreiches Armaturengeschäft ein.

In der nachfolgend dargestellten Tabelle sind die zum Erwerbszeitpunkt (29.02.2024) bilanzierten Vermögenswerte und Schulden dargestellt:

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in Mio. € 29.02.2024
Anlagevermögen 172,4
Vorräte 106,8
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 223,3
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 36,3
Summe übernommene Vermögenswerte 538,8
Minderheitsanteile 0,2
Pensionsrückstellungen 111,6
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 254,8
Finanzverbindlichkeiten 59,2
Leasingverbindlichkeiten 45,2
Summe übernommene Schulden 471,0
Übernommenes Nettovermögen 67,8
Erworbene Vermögenswerte inkl. Geschäfts- oder Firmenwert 383,1
Kosten des Erwerbs (Kaufpreiszahlung) 450,9

In der nachfolgend dargestellten Tabelle sind die zum 30. Juni 2024 bilanzierten Vermögenswerte und Schulden dargestellt:

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in Mio. € 30.06.2024
Anlagevermögen 164,2
Vorräte 110,5
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 224,2
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 39,7
Summe Vermögenswerte 538,6
Minderheitsanteile 0,2
Pensionsrückstellungen 110,3
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 245,0
Finanzverbindlichkeiten 55,9
Leasingverbindlichkeiten 44,8
Summe Schulden 456,2
Nettovermögen 82,4

Die Kaufpreiszahlung über 450,9 Mio. € wurde in Form von Zahlungsmitteln erbracht. Neben der bereits geleisteten Kaufpreiszahlung enthält der Kaufvertrag eine variable Kaufpreis-Komponente, die an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung von Ideal Standard gekoppelt ist. Der aktuell erwartete Wert in Höhe von 3,5 Mio. € wurde auf Basis der derzeit vorliegenden Informationen ermittelt und entsprechend berücksichtigt.

Der sich auf Basis des aktuell vorliegenden Informationsstandes ergebende vorläufige Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung beläuft sich auf 383,1 Mio. €. Aufgeteilt wurde dieser Betrag im Wesentlichen auf Markenrechte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer (168,8 Mio. €), Anlagevermögen (66,6 Mio. €), Vorräte ( 19,3 Mio. €) sowie Markenrechte und Kundenbeziehungen mit einer limitierten Nutzungsdauer. Nach Berücksichtigung der latenten Steuern verbleibt ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 171,0 Mio. €.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde in voller Höhe dem Unternehmensbereich Bad & Wellness zugeordnet und ist für einkommensteuerliche Zwecke nicht abzugsfähig.

Die erworbenen identifizierten Vermögenswerte und Schulden wurden auf Basis der aktuell vorliegenden Informationen zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese Bewertung ist noch nicht final abgeschlossen. Die Aufdeckung von stillen Reserven und Lasten erfolgte auf Grundlage des aktuellen Informationsstands. Wenn innerhalb eines Jahres vom Erwerbszeitpunkt neue Informationen über Tatsachen und Umstände bekannt werden, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden und die zu Berichtigungen oder zusätzlichen Rückstellungen oder Vermögenswerten geführt hätten, wird die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs entsprechend angepasst.

Die erwerbsbedingten Kosten betragen 14,1 Mio. €. Hiervon sind 6,4 Mio. € im Aufwand des aktuellen Geschäftsjahrs berücksichtigt. Die Ideal Standard Gruppe trug im aktuellen Geschäftsjahr mit 217,6 Mio. € zum Umsatz und mit-5,4 Mio. € zum Konzernergebnis für den Zeitraum zwischen dem Erwerbszeitpunkt und dem Bilanzstichtag bei. Wäre der Erwerb am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen gewesen, hätte die Ideal Standard Gruppe mit 380,8 Mio. € zum Konzernumsatz beigetragen. Eine Ermittlung des Ergebnisbeitrags der Ideal Standard Gruppe für die ersten sechs Monate war nicht praktikabel, da die benötigten Informationen für die vier erworbenen Gesellschaften nicht vorhanden waren.

Zur Optimierung der Konzernstruktur wurde die V AND B SOUTH AFRICA PTE LTD., Claremont, Südafrika, liquidiert. Die Auflösung der Gesellschaft wurde uns im ersten Quartal 2024 bestätigt.

Am 21. Februar 2024 hat Villeroy & Boch 49 % der Anteile an der Azura Egypt for Manufacture of Sanitary Ware S.A.E durch die Beteiligung an einer Kapitalerhöhung erworben. Zweck des Unternehmens mit Sitz in Kairo, Ägypten, ist die Produktion von Bad & Wellness Produkten.

Daneben hat Villeroy & Boch am 22. Februar 2024 die V & B Trading Egypt S.A.E neu gegründet. An dem Unternehmen mit Sitz in Kairo, Ägypten, ist Villeroy & Boch mit 49 % beteiligt. Zweck der Gesellschaft ist der Vertrieb von Bad & Wellness-Produkten.

Der Villeroy & Boch-Konzern bilanziert die Anteile an diesen beiden Gesellschaften nach der Equity-Methode des IAS 28. Die übrigen Anteile befinden sich im Streubesitz.

Hauptversammlung der Villeroy & Boch AG für das Geschäftsjahr 2023

In der Hauptversammlung am 12. April 2024 wurde die vom Aufsichtsrat und Vorstand der Villeroy & Boch AG vorgeschlagene Dividende von 1,00 € je Stamm-Stückaktie und 1,05 € je Vorzugs-Stückaktie beschlossen. Die Ausschüttung entspricht einer Dividendenzahlung für das Stammkapital von 14,0 Mio. € (Vorjahr: 16,1 Mio. €) und für das Vorzugskapital von 13,1 Mio. € (Vorjahr: 15,0 Mio. €). Die Auszahlung erfolgte am 17. April 2024. Zum Ausschüttungszeitpunkt hielt der Villeroy & Boch-Konzern 1.555.820 (Vorjahr: 1.627.199) eigene Vorzugs-Stückaktien. Diese waren nicht dividendenberechtigt.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Im Unternehmensbereich Dining & Lifestyle wird regelmäßig durch das Weihnachtsgeschäft im vierten Quartal ein höherer Umsatz und höheres operatives Ergebnis erwartet als in den übrigen Quartalen.

ERLÄUTERUNGEN ZU AUSGEWÄHLTEN POSTEN DER KONZERNBILANZ

1. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen stieg im Berichtszeitraum um 175,9 Mio. € auf 364,7 Mio. €. Grund hierfür war im Wesentlichen die Akquisition von Ideal Standard. Darüber hinaus wurden Sachanlagen in Höhe von 16,0 Mio. € (Vorjahr: 15,6 Mio. €) angeschafft.

Der Investitionsfokus des Unternehmensbereichs Bad & Wellness lag im Ausland. So wurde in Thailand der Bau einer neuen Werkshalle fortgesetzt. Daneben wurde ebenfalls in Thailand in eine Waschtisch-Druckgusspresse investiert. In Ungarn wurde eine WC-Druckgussanlage angeschafft. Darüber hinaus erfolgten Investitionen in die Kapazitätserweiterung mittels Palettenlager und Zuschnittsäge in Treuchtlingen.

Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle investierte im Wesentlichen in die Modernisierung der Produktionsanlagen in Merzig und Torgau. Des Weiteren wurden neue Presswerkzeuge angeschafft und ein neuer Ofen für den Produktionsstandort Lugoj in Betrieb genommen. Darüber hinaus wurde in die Modernisierung unserer eigenen Einzelhandelsgeschäfte in Belgien, Frankreich, Italien und der Schweiz investiert.

Des Weiteren wurden 2,3 Mio. € (Vorjahr: 2,6 Mio. €) in die Fortsetzung des Projektes "Mettlach 2.0" am Standort Mettlach investiert.

Die planmäßigen Abschreibungen betrugen 17,4 Mio. € (Vorjahr: 11,2 Mio. €). Zum Berichtszeitpunkt hatte der Villeroy & Boch-Konzern Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 13,8 Mio. € (per 31.12.2023: 12,7 Mio. €).

2. Nutzungsrechte

Die aktivierten Nutzungsrechte stiegen im Berichtszeitraum um 34,2 Mio. € auf 78,4 Mio. €. Diese Veränderung basierte hauptsächlich auf dem Erwerb von Ideal Standard in Höhe von 40,1 Mio. €. Zusätzlich tragen Zugänge in Höhe von 6,0 Mio. € (Vorjahr: 4,4 Mio. €), gegenläufige planmäßige Abschreibungen in Höhe von 11,4 Mio. € (Vorjahr: 7,5 Mio. €), sowie Abgänge zu Buchwerten in Höhe von 1,4 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) zur Veränderung bei. Der Aufwand aus kurzfristigen Immobilien-Leasingverhältnissen betrug 1,9 Mio. € (Vorjahr: 2,3 Mio. €) sowie 3,1 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €) aus variablen Mietzahlungen aus Immobilien-Leasing. Für die übrigen kurzfristigen Leasingverhältnisse und das Leasing von geringwertigen Vermögenswerten wurden 3,0 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €) aufgewendet.

3. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte umfassen:

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in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Kautionen 0,8 1,2
Marktwerte von Sicherungsinstrumenten 2,6 1,9
Übrige finanzielle Vermögenswerte 8,8 19,9
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 12,2 23,0
Kautionen 4,6 1,8
Marktwerte von Sicherungsinstrumenten 3,8 3,9
Übrige finanzielle Vermögenswerte 16,1 0,0
Wertpapiere 1,5 1,7
Beteiligungen 2,1 2,1
Ausleihungen 1,3 1,3
Anteile an nicht konsolidierten, verbundenen Gesellschaften 2,4 2,4
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 31,8 13,2

Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte sanken im Berichtszeitraum um 10,8 Mio. € auf 12,2 Mio. €. Wesentliche Ursache für den Rückgang ist die teilweise Zahlung des Kaufpreises aus dem Verkauf des Badmöbelwerks im österreichischen Mondsee. Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte stiegen hauptsächlich im Zusammenhang mit der Akquisition von Ideal Standard um 18,6 Mio. € auf 31,8 Mio. €.

4. Vorräte

Die Vorräte bestehen zum Bilanzstichtag aus:

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in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Unfertige Erzeugnisse 49,8 57,0 37,0 19,2
Fertige Erzeugnisse und Waren 245,6 172,9
Summe Vorräte 352,4 229,1

Die Wertberichtigungen auf Vorräte sind im Berichtszeitraum um 14,6 Mio. € auf insgesamt 53,5 Mio. € angestiegen. Der Anstieg entfällt mit 14,8 Mio. € auf Ideal Standard, wovon zum Erstkonsoldierungszeitpunkt 13,7 Mio. € bereits gebildet waren.

5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich wie folgt:

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nach Sitz der Kund:innen/​in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Deutschland 26,2 27,1
Übriger Euroraum 52,4 25,5
Sonstiges Ausland 146,3 76,4
Bruttobuchwert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 224,9 129,0
Wertberichtigung auf Grund der erwarteten Verluste (Stufe 1) -0,6 -0,6
Wertberichtigung auf Grund von objektiven Hinweisen (Stufe 2) -11,5 -4,7
Wertberichtigungen -12,1 -5,3
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 212,8 123,7

Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfällt mit 105,6 Mio.€ auf Ideal Standard.

6. Sonstige lang- und kurzfristige Vermögenswerte

Im Berichtszeitraum veränderten sich die lang- und kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte wie folgt:

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in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Sonstige Steuerforderungen 7,5 - 7,3 -
Geleistete Anzahlungen 6,4 0,1 2,4 0,1
Nettopensionsvermögen - 38,6 - -
Vertragsvermögenswerte 1,6 - 0,1 -
Rechnungsabgrenzung 13,1 - 2,5 -
Summe sonstige Vermögenswerte 28,6 38,7 12,3 0,1

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 38,6 Mio. € auf 38,7 Mio. € an. Grund hierfür ist das im Rahmen der Akquisition von Ideal Standard übernommene Nettopensionsvermögen in Höhe von 38,6 Mio. €. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 16,3 Mio. € auf 28,6 Mio. €.

7. Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen

Der Zahlungsmittelbestand umfasst:

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in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Kassenbestand inkl. Schecks 0,3 0,5
Guthaben auf laufenden Konten bei Kreditinstituten 79,2 76,3
Kurzfristige Einlagen bei Kreditinstituten 17,1 297,6
Summe Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 96,6 374,4

Die Verminderung der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen um 277,8 Mio. € basiert im Wesentlichen auf der Kaufpreiszahlung für den Erwerb der Ideal Standard Gruppe und der Dividendenzahlung der Villeroy & Boch AG über 27,2 Mio. €. Teilweise kompensiert wird der Rückgang der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen durch die Einzahlungen aus der zweiten Tranche der aufgenommenen Schuldscheindarlehen. Die Zahlungsmittel und Einlagen werden ausschließlich kurzfristig bei Banken mit hoher Bonität gehalten, die überwiegend einem Einlagensicherungssystem angehören.

8. Bewertungsrücklagen

Die Bewertungsrücklagen umfassen die Rücklagen des "Sonstigen Ergebnisses":

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in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden:
Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Konzerngesellschaften -27,0 -24,5
Währungsumrechnung von als Nettoinvestitionen klassifizierten, langfristigen Darlehen an ausländische Konzerngesellschaften -4,0 -2,0
Marktwertänderungen aus Cashflow Hedges 3,1 -0,3
Übrige Bewertungserfolge 0,1 0,0
Latente Steuer auf diese Kategorie -1,1 -2,0
Zwischensumme (a) -28,9 -28,8
Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen -96,2 -95,0
Übrige Bewertungserfolge 0,7 0,7
Latente Steuer auf diese Kategorie 29,7 29,4
Zwischensumme (b) -65,8 -64,9
Summe Bewertungsrücklagen [(a)+(b)] -94,7 -93,7

9. Pensionsrückstellungen, lang- und kurzfristige Personalrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen sind hauptsächlich infolge der Ideal Standard-Akquisition um 107,1 Mio. € auf 254,8 Mio. € gestiegen (per 31.12.2023: 147,7 Mio. €).

Die langfristigen Personalrückstellungen haben sich in der Berichtsperiode nur unwesentlich verändert. Die Veränderung der kurzfristigen Personalrückstellungen ist vorwiegend durch die Auszahlung der variablen Vergütungen des Jahres 2023 bedingt.

10. Lang- und kurzfristige sonstige Rückstellungen

Die sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen stiegen in der Berichtsperiode um 30,6 Mio. € auf 90,1 Mio. € an. Grund hierfür waren im Wesentlichen die übernommenen Rückstellungen für Umweltrisiken durch die Akquisition von Ideal Standard.

11. Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Der Anstieg der langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 154,4 Mio. € auf 305,6 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der im Zuge der Kaufpreisfinanzierung erfolgten Auszahlung der zweiten Tranche der Schuldscheindarlehen. Der Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 92,0 Mio. € auf 150,3 Mio. € steht ebenfalls in Zusammenhang mit der Akquisition der Ideal Standard Gruppe.

12. Lang- und kurzfristige Leasingverbindlichkeiten

Im Berichtzeitraum stiegen die lang- und kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten um 41,6 Mio. € auf 87,0 Mio. €. Die Veränderung basiert im Wesentlichen auf dem Erwerb von Ideal Standard. Zusätzlich stehen einem Rückgang aus geleisteten Tilgungen in Höhe von 3,6 Mio. € (Vorjahr: 9,3 Mio. €) Zugänge aus neu abgeschlossenen Leasingverträgen in Höhe von 6,0 Mio. € (Vorjahr: 4,4 Mio. €) gegenüber. Die Zinsaufwendungen für die geleasten Nutzungsrechte betrugen im Berichtszeitraum 1,7 Mio. €.

13. Sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten

Die lang- und kurzfristigen übrigen Verbindlichkeiten umfassen die folgenden Positionen:

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in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
kurzfristig langfristig kurzfristig langfristig
Bonusverbindlichkeiten (a) 85,2 - 51,0 -
Marktwerte von Sicherungsinstrumenten 2,4 0,9 3,8 2,3
Verbindlichkeiten gegen nicht konsolidierte, verbundene Gesellschaften 2,9 - 0,2 -
Übrige Verbindlichkeiten 11,0 5,1 6,6 1,6
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 101,5 6,0 61,6 3,9
Personalverbindlichkeiten (a) 43,1 - 18,7 -
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 20,5 - 13,6 -
Vertragsverbindlichkeiten 4,4 - 4,6 -
Rechnungsabgrenzung 1,0 0,3 1,2 0,3
Summe sonstige Verbindlichkeiten 69,0 0,3 38,1 0,3
Summe Buchwert 170,5 6,3 99,7 4,2

(a) Der übliche saisonal bedingte Rückgang dieser Positionen wird durch einen Anstieg aus der Akquisition der Ideal Standard Gruppe deutlich überkompensiert.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen im Berichtszeitraum um 70,8 Mio. € auf 170,5 Mio. €. Grund hierfür war im Wesentlichen die Akquisition von Ideal Standard. Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten haben sich im Berichtszeitraum nur unwesentlich verändert.

ERLÄUTERUNGEN ZU AUSGEWÄHLTEN POSTEN DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

14. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden in der Segmentberichterstattung aufgegliedert.

15. Vertriebs-, Marketing- und Entwicklungskosten

In diesem Posten sind im Berichtszeitraum folgende Aufwendungen für Forschung und Entwicklung enthalten:

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in Mio. € 2024 2023
1. Halbjahr 2. Quartal 1. Halbjahr 2. Quartal
Bad & Wellness -8,9 -4,6 -7,3 -3,6
Dining & Lifestyle -2,2 -0,9 -2,5 -1,2
Summe Forschungs- und Entwicklungskosten -11,1 -5,5 -9,8 -4,8

16. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis gliedert sich wie folgt auf:

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in Mio. € 2024 2023
1. Halbjahr 2. Quartal 1. Halbjahr 2. Quartal
Finanzaufwendungen -7,5 -3,2 -2,1 -1,1
Finanzaufwendungen aus Leasing -1,7 -1,0 -0,6 -0,3
Zinsaufwendungen aus Rückstellungen (Pensionen) -2,9 -1,8 -2,5 -1,2
Finanzerträge 3,2 0,3 3,3 2,0
Summe Finanzergebnis -8,9 -5,7 -1,9 -0,6

Die Finanzaufwendungen stiegen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023 um 5,4 Mio. € auf 7,5 Mio. €.

Grund hierfür sind die höheren Finanzierungszinsen aus den gestiegenen Finanzverbindlichkeiten.

17. Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands sind:

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in Mio. € 2024 2023
1. Halbjahr 2. Quartal 1. Halbjahr 2. Quartal
Tatsächliche Ertragssteuern -3,3 -0,1 -12,5 -6,8
Latente Steuern 1,6 1,7 1,5 1,3
Summe Ertragssteuern -1,7 1,6 -11,0 -5,5

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

18. Personal

Der Personalaufwand und der Personalstand gliedern sich wie folgt:

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in Mio. € 2024 2023
1. Halbjahr 30.06. 1. Halbjahr 30.06.
Personalaufwand in Mio. € Mitarbeiter:innen teilzeitbereinigt Personalaufwand in Mio. € Mitarbeiter:innen teilzeitbereinigt
Bad & Wellness -149,0 10.495 -83,9 4.022
Dining & Lifestyle -45,4 1.577 -43,7 1.614
Übergreifend -19,3 484 -17,7 463
Summe -213,7 12.556 -145,3 6.099

Der Anstieg des Personalaufwands und der Mitarbeiterzahlen steht mit der Ideal Standard-Akquisition in Zusammenhang.

19. Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Im Berichtszeitraum haben sich die Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse und finanziellen Verpflichtungen wie folgt entwickelt:

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in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen 13,8 12,7
Verpflichtungen zum Erwerb von Nutzungsrechten 0,0 0,6
Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten 0,5 0,4
Bürgschaften 0,8 0,8
Summe 15,1 14,5

20. Finanzinstrumente

Originäre und derivate Finanzinstrumente werden in der Villeroy & Boch-Konzernbilanz in unterschiedlichsten Bilanzposten ausgewiesen. Die nach IFRS 9 bewerteten Anteile je Bilanzposten werden in der folgenden Übersicht entsprechend dem methodischen Wertansatz dargestellt:

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in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Aktive Bilanzposten,
die Finanzinstrumente enthalten:
Buchwert Wertansatz zu(m) Buchwert Wertansatz zu(m)
Anschaffungskosten Fair Value Anschaffungskosten Fair Value
Aktiva
Zahlungsmittel und kurzfristige
Einlagen (Tz. 7)
96,6 96,6 - 374,4 374,4 -
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen (Tz. 5)
212,8 212,8 - 123,7 123,7 -
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte (Tz. 3)
44,0 31,6 12,4 36,2 24,2 12,0
Summe aktivische Instrumente 353,4 341,0 12,4 534,3 522,3 12,0

Finanzielle Schulden werden gemäß IFRS 9 wie folgt bilanziert:

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in Mio. € 30.06.2024 31.12.2023
Passive Bilanzposten,
die Finanzinstrumente enthalten:
Buchwert Wertansatz zu(m) Buchwert Wertansatz zu(m)
Anschaffungskosten Fair Value Anschaffungskosten Fair Value
Passiva
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
170,9 170,9 - 92,0 92,0 -
Finanzverbindlichkeiten (Tz. 11) 455,9 455,9 - 209,5 209,5 -
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten (Tz. 13)
107,5 104,2 3,3 65,5 59,4 6,1
Summe passivische Instrumente 734,3 731,0 3,3 367,0 360,9 6,1

Die Eingangsparameter im Sinne der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13 haben sich seit dem 31.12.2023 nicht verändert. Die Einordnung der Finanzinstrumente in die Fair-Value-Hierarchie erfolgte somit unverändert.

21. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Berichtszeitraum wurden keine Verträge von materieller Bedeutung mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen. Das Transaktionsvolumen mit nahestehenden Unternehmen und Personen sowie mit nicht konsolidierten verbundenen Gesellschaften bewegt sich zeitanteilig nahezu auf einem vergleichbaren Niveau wie im Konzernabschluss 2023. Grundsätzlich erfolgen alle Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen.

22. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bis zur Freigabe des Zwischenberichts wurden keine wesentlichen Ereignisse bekannt.

Mettlach, den 29. Juli 2024

Der Vorstand

Dieser Halbjahresfinanzbericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Halbjahresfinanzberichts der Übersetzung vor. Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Prozentangaben erfolgen grundsätzlich in gerundeten Wertangaben. Dieser Halbjahresfinanzbericht sowie weitere Informationen stehen auch im Internet unter www.villeroy-boch-group.com zum Download zur Verfügung.

WEITERE INFORMATIONEN

BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT

An die Villeroy & Boch Aktiengesellschaft, Mettlach

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, der Kapitalflussrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Villeroy & Boch Aktiengesellschaft, Mettlach, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2024, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements 2410 "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" vorgenommen. Danach haben wir die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und Personen mit Verantwortlichkeit in der Rechnungslegung sowie auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss der Villeroy & Boch Aktiengesellschaft, Mettlach, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Stuttgart, den 29. Juli 2024

Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Marco Koch Wilhelm Röscheisen
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

ZUSAMMENGEFASSTE VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER:INNEN

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf ein-schließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Mettlach, den 29. Juli 2024

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Gabriele Schupp Dr. Peter Domma Esther Jehle Georg Lörz Dr. Markus Warncke