Villeroy & Boch AGMettlachZwischenbericht zum 30. September 2024FINANZBERICHT1. Januar bis 30. September 2024scrollen
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(1) Nettovermögensrendite zum 31.12.2023
Der vorliegende Finanzbericht beinhaltet einen
verkürzten Konzernzwischenabschluss und einen
Konzernzwischenlagebericht.
Wertpapier-Kenn-Nummern: 765 720, 765 723
ISIN: DE0007657207, DE0007657231
Villeroy & Boch AG • D 66688 Mettlach
Tel.: +49 6864 81-1227 • Fax: +49 6864 81-71227
Internet: http://www.villeroyboch-group.com
KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTRAHMENBEDINGUNGEN DES KONZERNSHinsichtlich unserer Konzernstruktur, -Strategie und
-Steuerung verweisen wir auf die Erläuterungen im
Konzernlagebericht 2023 (Geschäftsbericht 2023). Aus
Sicht des Konzerns ist die Akquisition von Ideal Standard
das bedeutsamste Ereignis in der Geschichte von Villeroy
& Boch und insofern das wesentliche Ereignis im
laufenden Geschäftsjahr 2024. Die Auswirkungen auf den
Villeroy & Boch-Konzern werden im nachfolgenden
Konzernzwischenlagebericht sowie in den ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - hier vor allem unter der
Textziffer Konsolidierungskreis - näher
erläutert.
Das operative Geschäft von Villeroy & Boch und
dessen Steuerung unterteilt sich in die beiden
Unternehmensbereiche Bad & Wellness und Dining &
Lifestyle. Die Geschäftsaktivitäten der Ideal
Standard-Gesellschaften ergänzen die Aktivitäten
des Bad & Wellness-Bereichs hervorragend. Deswegen
erfolgt die Berichterstattung zusammengefasst im
Unternehmensbereich Bad & Wellness.
WESENTLICHE GESCHÄFTSVORFÄLLE -AKQUISITION VON IDEAL STANDARDAm 18. September 2023 hatte Villeroy & Boch bindende
Verträge zum Erwerb aller operativen Gesellschaften
der Ideal Standard Gruppe unterzeichnet.
Am 29. Februar 2024 wurde mit Vorlage aller
kartellrechtlichen Freigaben der Vollzug der Übernahme
abgeschlossen. Im aktuellen Finanzbericht zum 3. Quartal
2024 fließen somit die Geschäftsaktivitäten
der Ideal Standard-Gesellschaften ab dem 1. März in
die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Villeroy &
Boch-Konzerns mit ein. In der Konzernbilanz sind alle
übernommenen Vermögenswerte und Schulden
berücksichtigt.
Die Transaktion wurde aus vorhandenen liquiden Mitteln
sowie dem ausgegebenen Schuldscheindarlehen finanziert.
Durch die Ideal Standard-Akquisition, die in ihrem
Volumen wesentlich für den Villeroy & Boch-Konzern
ist, sind die Zahlen mit dem Vorjahr nur eingeschränkt
vergleichbar. In den nachfolgenden Textpassagen des
Konzernzwischenlageberichts werden die wesentlichen
Veränderungen beschrieben. Daneben wird auf die
Erläuterungen in den ausgewählten Anhangangaben
verwiesen.
WIRTSCHAFTSBERICHTDie wirtschaftlichen RahmenbedingungenDie moderate Entwicklung der Weltwirtschaft setzt sich
unverändert fort, wobei sich die bisher deutlichen
regionalen Unterschiede in der Wachstumsdynamik etwas
verringert haben. Dabei ging die Inflation weltweit weiter
zurück. In China verlief die Wirtschaftsentwicklung
unter dem Einfluss der anhaltenden Immobilienkrise auf
einem niedrigen, aber positiven Niveau. Im Euroraum ist
nach einer Phase der Stagnation eine leichte
Konjunkturbelebung zu beobachten. In der deutschen
Wirtschaft ist dagegen nach wie vor keine spürbare
konjunkturelle Besserung erkennbar.
Außerdem belasten die Unsicherheiten aus einer
möglichen Zuspitzung der geopolitischen Konflikte nach
wie vor die Weltwirtschaft.
Geschäftsverlauf und Lage des Villeroy & Boch-KonzernsAuf Basis der ersten neun Monate des aktuellen
Geschäftsjahres bewertet der Vorstand der Villeroy
& Boch AG die wirtschaftliche Lage des Konzerns
insgesamt als noch positiv.
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2024
erzielten wir einen Konzernumsatz (inkl. Lizenzerlöse)
in Höhe von 1.007,8 Mio. € und überschritten
erstmals die 1-Milliarde-Euro-Grenze. Damit lagen wir
akquisitionsbedingt um 357,2 Mio. € bzw. 54,9 %
über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (650,6 Mio.
€). Dabei trug Ideal Standard ab dem 1. März 2024
mit Umsatzerlösen von 364,6 Mio. € zum
Konzernumsatz bei.
In unserer Hauptregion EMEA (Europa, Naher Osten,
Afrika) erzielten wir eine Umsatzsteigerung von rund 70,0 %
bzw. 355,7 Mio. €. Diese konnten wir vor allem in den
Regionen Westeuropa und Südeuropa erreichen, wo wir
unseren Umsatz mehr als verdoppeln konnten. Deutliche
Umsatzzuwächse konnten wir zudem in der Region
Osteuropa (+74,8 %) erzielen.
In den Regionen APAC (Asien-Pazifik) und Americas
konnten wir einen moderaten Umsatzanstieg (+1,1 %)
verzeichnen.
Der Auftragsbestand zum 30. September 2024 lag mit 179,0
Mio. € deutlich über dem Bestand zum 31. Dezember
2023 (109,9 Mio. €). Darin enthalten ist Ideal
Standard mit 47,5 Mio. €.
Der Auftragsbestand im Unternehmensbereich Bad &
Wellness betrug 148,5 Mio. € (inkl. Ideal Standard)
gegenüber 96,6 Mio. € zum 31. Dezember 2023. Der
Anstieg des Auftragsbestandes begründet sich neben der
Akquisition vor allem durch eine weithin positive
Entwicklung des Projektgeschäfts.
Der Auftragsbestand im Unternehmensbereich Dining &
Lifestyle betrug 30,5 Mio. € (31. Dezember 2023: 13,3
Mio. €) und stieg hauptsächlich durch die
erfolgten Bestellungen unseres Weihnachtssortiments.
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2024
erzielten wir ein operatives EBIT (Ergebnis vor Steuern und
Zinsen) in Höhe von 64,5 Mio. € und lagen damit
um 11,6 % über dem Vorjahr (57,8 Mio. €).
Das nicht-operative Ergebnis von -41,1 Mio. €
(Vorjahr: -1,0 Mio. €) enthält im Wesentlichen
einmalige Sondereffekte im Zusammenhang mit der Ideal
Standard-Akquisition. Dabei handelt es sich
hauptsächlich um die aufwandswirksame Realisierung von
bei der Kaufpreisallokation zugeordneten Marktwerten auf
das erworbene Vorratsvermögen (-22,3 Mio. €) und
um angefallene Transaktions- und Integrationskosten
(-13,0 Mio. €). Das nicht-operative Ergebnis des
Vorjahres enthielt einen Ertrag aus einer Teilrealisierung
eines Veräußerungserlöses aus dem Verkauf
unserer ehemaligen Werksimmobilie in Luxemburg, dem im
Wesentlichen leicht höhere Aufwendungen im
Zusammenhang mit einer Beteiligungsabschreibung sowie aus
Projektaufwendungen im Zusammenhang mit der Akquisition von
Ideal Standard gegenüberstanden.
Neben den zuvor beschriebenen Sondereffekten ist das
Finanzergebnis, das mit -15,3 Mio. € um 12,4 Mio.
€ deutlich unter dem Vorjahr (-2,9 Mio. €) lag,
vor allem durch die Kaufpreisfinanzierungskosten
beeinflusst. Das Konzernergebnis beträgt somit 5,6
Mio. € (Vorjahr: 37,7 Mio. €).
Die rollierende operative Nettovermögensrendite des
Konzerns sank zum 30. September 2024 auf 11,8 % (31.
Dezember 2023: 24,8 %). Ursächlich hierfür war
die akquisitionsbedingte starke Steigerung des rollierenden
operativen Nettovermögens sowie die in diesem
Verhältnis unterproportionale Steigerung des
rollierenden operativen Ergebnisses.
Geschäftsverlauf und Lage der UnternehmensbereicheBad & WellnessDer Unternehmensbereich Bad & Wellness erzielte in
den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres einen
Umsatz in Höhe von 799,5 Mio. € und lag damit
akquisitionsbedingt um 83,5 % über dem Vorjahr (435,8
Mio. €). Dabei erzielten die Ideal
Standard-Gesellschaften ab dem 1. März 2024 einen
Umsatz von 364,6 Mio. €. Trotz der weiterhin
gedämpften Entwicklung des Bausektors konnten wir
akquisitionsbereinigt das Umsatzniveau des Vorjahres
erreichen (-0,2 %).
In den Geschäftsfeldern Sanitärkeramik (+151,6
Mio. €) und Armaturen (+150,8 Mio. €) erzielten
wir die größten Umsatzzuwächse.
Regional betrachtet, erreichten wir in unserer
Hauptregion EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika)
Umsatzerlöse in Höhe von 697,2 Mio. €
(Vorjahr: 341,4 Mio. €) und konnten unseren Umsatz
akquisitionsbedingt mehr als verdoppeln.
Daneben erzielten wir in den Regionen APAC/Americas ein
organisches Wachstum von 8,3 %.
Der Unternehmensbereich Bad & Wellness erreichte in
den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2024 einen
operativen Gewinn (EBIT) von 52,3 Mio. € und lag damit
14,4 % über Vorjahr (45,7 Mio. €). Die Steigerung
des operativen Ergebnisses ist vor allem
akquisitionsbedingt. Zudem war das Vorjahr durch
Kursgewinne positiv beeinflusst.
Die rollierende operative Nettovermögensrendite
verminderte sich aufgrund der akquisitionsbedingten starken
Erhöhung des rollierenden operativen
Nettovermögens und des im Verhältnis
unterproportional gestiegenen rollierenden operativen
Ergebnisses auf 11,6 % (24,9 % zum 31. Dezember 2023).
Dining & LifestyleDer Unternehmensbereich Dining & Lifestyle erzielte
in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2024 einen
Umsatz in Höhe von 206,2 Mio. € und lag somit vor
allem aufgrund der konjunkturbedingt schwachen
Konsumentennachfrage um 2,9 % bzw. 6,1 Mio. € unter
dem Vorjahr (212,3 Mio. €).
In unserer Hauptregion EMEA (Europa, Naher Osten,
Afrika) konnten wir in den ersten neun Monaten des
Geschäftsjahres 2024 Umsatzerlöse auf
Vorjahresniveau erreichen.
Im E-Commerce konnten wir unsere Umsatzerlöse
gegenüber dem Vorjahr leicht steigern (+0,5 Mio.
€ bzw. +1,1 %). In unseren eigenen
Einzelhandelsgeschäften konnten wir eine stabile
Umsatzentwicklung auf Vorjahresniveau erreichen (+0,2 Mio.
€ bzw. +0,4 %). Dagegen mußten wir
Umsatzrückgänge in unseren Concession-Shops (-2,1
Mio. € bzw. -12,1 %)
und bei den stationären Handelspartnern (-6,6 Mio.
€ bzw. -9,2 %) hinnehmen.
Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle schloss
mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von 12,2 Mio. €
ab und lag geringfügig über dem Vorjahr (12,1
Mio. €). Dabei konnte der umsatzbedingte
Ergebnisrückgang durch erreichte Kosteneinsparungen
kompensiert werden.
Die rollierende operative Nettovermögensrendite lag
mit 33,3 % auf dem Niveau vom 31. Dezember 2023.
KapitalstrukturZum 30. September 2024 hat sich unser Eigenkapital
gegenüber dem Jahresende 2023 um 24,7 Mio. € auf
363,5 Mio. € vermindert. Dazu trug vor allem die
Ausschüttung der Dividende 2023 (-27,2 Mio. €)
bei, die durch das erzielte Periodenergebnis (+5,6 Mio.
€) teilweise kompensiert wurde.
Aufgrund der im Zuge der Ideal Standard-Akquisition
erheblich gestiegenen Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote
(inklusive Minderheitsanteile) von 35,4 % zum Jahresende
2023 auf 20,7 % zum 30. September 2024 gesunken.
InvestitionenIm den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 202
haben wir Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen in Höhe von 31,0 Mio. €
getätigt (Vorjahr: 24,6 Mio. €). Davon entfielen
26,7 Mio. € auf den Unternehmensbereich Bad &
Wellness sowie 4,3 Mio. € auf den Unternehmensbereich
Dining & Lifestyle. Die Zugänge zum
Erstkonsolidierungszeitpunkt (29. Februar 2024) im
Zusammenhang mit der Ideal Standard-Akquisition sind in den
vorgenannten Zahlen nicht enthalten.
Im Unternehmensbereich Bad & Wellness wurden in
Thailand die Arbeiten an einer neuen Werkshalle fortgesetzt
und zudem in eine Druckgussanlage investiert. Daneben wurde
eine weitere Druckgussanlage in Ungarn angeschafft.
Darüber hinaus wurde in Treuchtlingen in die
Kapazitätserweiterung unseres Möbelwerkes
investiert.
Im Unternehmensbereich Dining&Lifestyle haben wir im
Wesentlichen in die Modernisierung und Neuanschaffung von
Produktionsanlagen und Presswerkzeugen in Merzig und Torgau
sowie in die Modernisierung von eigenen
Einzelhandelsgeschäften investiert.
Zum Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen zum Erwerb
von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in
Höhe von 12,7 Mio. € (Vorjahr: 18,2 Mio. €).
NettoliquiditätDie zum 30. September 2024 bestehenden Kassen- und
Bankguthaben in Höhe von 61,7 Mio. € führten
unter Berücksichtigung unserer Finanzverbindlichkeiten
von 472,8 Mio. € zu einer Nettoliquidität von
-411,1 Mio. € (31. Dezember 2023: 164,9 Mio. €).
Die hohe Veränderung resultiert aus der Akquisition
von Ideal Standard und der damit in Zusammenhang stehenden
Kaufpreiszahlung, die teilweise über ein ausgegebenes
Schuldscheindarlehen finanziert wurde. Zusätzlich trug
die Ausschüttung der Dividende für das
vorangegangene Geschäftsjahr (27,2 Mio. €) zur
Verminderung unserer Nettoliquidität bei.
Aktuell verfügen wir über nicht in Anspruch
genommene Kreditlinien in Höhe von 278,5 Mio. €.
BilanzstrukturZum Bilanzstichtag betrug unsere Bilanzsumme 1.755,6
Mio. € gegenüber 1.096,2 Mio. € zum 31.
Dezember 2023. Die deutliche Erhöhung der Bilanzsumme
um 659,4 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der
Akquisition von Ideal Standard. Weitere Einzelheiten werden
in den ausgewählten erläuternden Anhangangaben
unter der Textziffer Konsolidierungskreis dargestellt.
Der Anteil des gesamten Anlagevermögens an der
Bilanzsumme erhöhte sich dabei auf 51,8 % (31.
Dezember 2023: 26,2 %). Dies zeigt sich insbesondere im
Anstieg der immateriellen Vermögenswerte, die die
erworbenen Markenrechte, Kundenbeziehungen und den
Geschäfts- oder Firmenwert aus der Ideal
Standard-Akquisition enthalten. Die im aktuellen Abschluss
abgebildete Kaufpreisallokation bildet den aktuellen
Informationsstand ab und ist noch nicht final
abgeschlossen.
Das kurzfristige Vermögen ist gegenüber dem
31. Dezember 2023 um 55,4 Mio. € gesunken. Grund
hierfür ist im Wesentlichen die akquisitionsbedingte
Kaufpreiszahlung und die damit einhergehende Verminderung
der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen (-312,7 Mio.
€). Gegenläufige Effekte ergeben sich aus dem
Anstieg der Vorräte (+141,9 Mio. €) und der
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+109,8 Mio.
€).
Auf der Passivseite zeigten sich die größten
Veränderungen gegenüber dem Jahresende 2023
ebenfalls akquisitionsbedingt.
Innerhalb der kurzfristigen Schulden (+298,9 Mio.
€) erhöhten sich vor allem die kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten (+108,9 Mio. €), die sonstigen
kurzfristigen Verbindlichkeiten (+72,1 Mio. €) sowie
die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+71,9
Mio. €).
Die langfristigen Schulden erhöhten sich insgesamt
um 385,2 Mio. €, insbesondere aufgrund des Anstiegs
der langfristigen Finanzverbindlichkeiten (+154,4 Mio.
€), der Pensionsrückstellungen (+105,2 Mio.
€) sowie der passiven latenten Steuerschulden (+72,1
Mio. €).
RISIKO- UND CHANCENBERICHTMit dem Erwerb von Ideal Standard hat sich die Risiko-
und Chancenlage für den Villeroy & Boch-Konzern
gegenüber der im Konzernlagebericht 2023 dargestellten
Lage nicht wesentlich verändert. Durch die
komplementären Stärken beider Unternehmen in
Bezug auf regionale Präsenz, Vertriebsstrategien sowie
das Produkt- und Markenportfolio wird die
Wettbewerbsfähigkeit des Villeroy & Boch-Konzerns
gesteigert. Dem gegenüber erhöht sich infolge des
größeren Umsatzvolumens im Unternehmensbereich
Bad & Wellness die Abhängigkeit von der
Baukonjunktur, insbesondere in Europa.
Gleichwohl bestehen die im Geschäftsbericht 2023
beschriebenen Risiken und Chancen unverändert fort.
Es erfolgt nach wie vor eine kontinuierliche,
fokussierte Überprüfung aller Risikofelder.
Einzelne, bestandsgefährdende Risiken sind aktuell
nicht erkennbar.
AUSBLICK FÜR DAS LAUFENDE GESCHÄFTSJAHRDas Marktumfeld bleibt weiterhin von hoher Unsicherheit
geprägt. Dies betrifft vor allem die weitere
Entwicklung der Baukonjunktur. Ein zusätzlicher
Risikofaktor ist nach wie vor eine mögliche weitere
Eskalation der Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten.
Der Vorstand der Villeroy & Boch AG erwartet
weiterhin eine akquisitionsbedingte, deutliche Steigerung
sowohl des Umsatzes als auch des operativen Ergebnisses
(EBIT) und der Investitionen und bestätigt somit seine
in Verbindung mit dem Jahresabschluss getroffene Prognose
für das Gesamtjahr 2024.
SONSTIGE INFORMATIONENDie Hauptversammlung hat am 12. April 2024 dem
Vergütungssystem zugestimmt, welches im Zusammenhang
mit dem historisch einmaligen Erwerb der Ideal Standard
Gruppe durch die Villeroy & Boch AG um einen
sogenannten Integrations-Incentive erweitert wurde, der den
Mitgliedern des Vorstands und maßgeblich involvierten
Führungskräften gewährt wird. Dieser gilt
für die Jahre 2024 bis 2026. Der
Integrations-Incentive soll Anreize für eine
erfolgreiche Integration von Ideal Standard in den Villeroy
& Boch-Konzern setzen und damit eine nachhaltige
Wirkung auf die Wertschöpfung der Villeroy & Boch
AG haben. Dieser Integrations-Incentive spiegelt wider,
dass die Integration von Ideal Standard eine der
Hauptaufgaben des Vorstands der Villeroy & Boch AG
für die kommenden Jahre ist.
Mettlach, den 23. Oktober 2024
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KONZERNBILANZAktivascrollen
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KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG01.01.2024 - 30.09.2024 in Mio. €scrollen
Verwässerungseffekte bestanden in der
Berichtsperiode nicht.
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG01.01.2024 - 30.09.2024 in Mio. €scrollen
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG01.07.2024 - 30.09.2024 in Mio. €scrollen
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG01.07.2024 - 30.09.2024 in Mio. €scrollen
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG01.01.2024 - 30.09.2024 in Mio. €scrollen
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG01.01.2024 - 30.09.2024 in Mio. €scrollen
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KONZERN-SEGMENTBERICHT01.01.2024 - 30.09.2024 in Mio. €scrollen
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KONZERN-SEGMENTBERICHT01.07.2024 - 30.09.2024 in Mio. €scrollen
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AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE ANHANGANGABEN DES VILLEROY & BOCH-KONZERNS ZUM DRITTEN QUARTAL 2024ALLGEMEINE INFORMATIONENDie Villeroy & Boch AG mit Sitz in Mettlach,
Saaruferstraße 1-3, ist eine börsennotierte
Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Sie ist im
Handelsregister B des Amtsgerichts Saarbrücken unter
der Nummer 63610 eingetragen. Die Villeroy & Boch AG
übt die Funktion der Muttergesellschaft des Villeroy
& Boch-Konzerns aus. Der Villeroy & Boch-Konzern
ist ein international führender Keramikhersteller. Als
Komplettanbieter im Bad und "rund um den gedeckten Tisch"
unterteilt sich unser operatives Geschäft in die
beiden Unternehmensbereiche Bad & Wellness sowie
Dining& Lifestyle. Die Börsennotierung der
Villeroy & Boch AG erfolgt im Prime Standard der
Deutschen Börse AG.
Der vorliegende Finanzbericht umfasst den Zeitraum vom
1. Januar 2024 bis zum 30. September 2024. Er wurde nach
Beratung des Vorstands mit dem Prüfungsausschuss des
Aufsichtsrats am 21. Oktober 2024 zur Veröffentlichung
freigegeben. Seine Erstellung erfolgte unter
Berücksichtigung des § 315e HGB unter Anwendung
der durch die Europäische Kommission übernommenen
IFRS-Regelungen. Eine Prüfung bzw. eine
prüferische Durchsicht des vorliegenden,
verkürzten Finanzberichts ist nicht erfolgt. Nach
Ansicht des Vorstands wird mit dem präsentierten
Finanzbericht eine den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechende Darstellung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erzielt. Der
Finanzbericht enthält einen verkürzten
Konzernzwischenabschluss mit ausgewählten
erläuternden Anhangangaben. Aus diesem Grund sollte er
im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
2023 gelesen werden. Dieser kann über den
Investor-Relations-Bereich der Internet-Seite
www.villeroyboch-group.com abgerufen werden.
Die im Geschäftsbericht 2023 beschriebenen
Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden
wurden im Berichtszeitraum um die durch die EU
übernommenen und ab dem 1. Januar 2024 verpflichtend
anzuwendenden Rechnungslegungsstandards erweitert. Alle
Änderungen hatten keine bzw. keine materiellen
Auswirkungen auf diesen Finanzbericht.
Weitere Erläuterungen zum Verlauf der ersten neun
Monate des Geschäftsjahres 2024 finden Sie im
vorstehenden Wirtschaftsbericht.
KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis des Villeroy &
Boch-Konzerns umfasst 92 Unternehmen (31.12.2023: 51
Unternehmen). Drei Gesellschaften werden aufgrund ihres
unwesentlichen Einflusses auf die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des Villeroy & Boch-Konzerns als nicht
konsolidierte Gesellschaften bilanziert.
Am 29. Februar 2024 hat Villeroy & Boch durch den
Erwerb von 100 % der Anteile an den vier folgenden
Gesellschaften die (direkte und indirekte) Beherrschung
über insgesamt 42 Unternehmen der Ideal Standard
Gruppe erlangt:
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Durch die Akquisition der Ideal Standard Gruppe wird der
Villeroy & Boch-Konzern zu den umsatzstärksten
Badproduktherstellern Europas aufschließen. Ideal
Standard ergänzt das Geschäftsmodell von Villeroy
& Boch. Die komplementären Stärken in Bezug
auf regionale Präsenz, Vertriebsstrategien sowie
Produkt- und Markenportfolio steigern die
Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns.
So ist Villeroy & Boch geografisch vor allem in
Zentral- und Nordeuropa sowie Asien stark verankert. Ideal
Standard ist mit seinem Markenportfolio insbesondere in
Großbritannien, Italien und der Region Mittlerer
Osten/Nordafrika sehr erfolgreich. Vertriebsseitig ist
Villeroy & Boch vor allem auf das gehobene
Privatkundengeschäft ausgerichtet, Ideal Standard
hingegen verfügt über ein ausgeprägtes
Know-how im Projektgeschäft, unter anderem für
die öffentliche Hand, das Gesundheitswesen sowie
für Entwickler großer Wohn-, Hotel- und
Gewerbeimmobilien. Zudem bringt Ideal Standard neben
Badkeramik ein sehr ertragreiches Armaturengeschäft
ein.
In der nachfolgend dargestellten Tabelle sind die zum
Erwerbszeitpunkt (29.02.2024) bilanzierten
Vermögenswerte und Schulden dargestellt:
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In der nachfolgend dargestellten Tabelle sind die zum
30. September 2024 bilanzierten Vermögenswerte und
Schulden dargestellt:
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Die Kaufpreiszahlung über 450,9 Mio. € wurde
in Form von Zahlungsmitteln erbracht. Neben der bereits
geleisteten Kaufpreiszahlung enthält der Kaufvertrag
eine variable Kaufpreis-Komponente, die an die
zukünftige wirtschaftliche Entwicklung von Ideal
Standard gekoppelt ist. Der aktuell erwartete Wert in
Höhe von 3,5 Mio. € wurde auf Basis der derzeit
vorliegenden Informationen ermittelt und entsprechend
berücksichtigt.
Der sich auf Basis des aktuell vorliegenden
Informationsstandes ergebende vorläufige
Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung beläuft
sich auf 383,1 Mio. €. Aufgeteilt wurde dieser Betrag
im Wesentlichen auf Markenrechte mit einer unbestimmten
Nutzungsdauer (168,8 Mio. €), Anlagevermögen
(77,0 Mio. €), Vorräte (22,3 Mio. €) sowie
Markenrechte und Kundenbeziehungen mit einer limitierten
Nutzungsdauer (28,1 Mio. €). Nach
Berücksichtigung der latenten Steuern verbleibt ein
Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 152,4 Mio.
€.
Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde in voller
Höhe dem Unternehmensbereich Bad & Wellness
zugeordnet und ist für einkommensteuerliche Zwecke
nicht abzugsfähig.
Die erworbenen identifizierten Vermögenswerte und
Schulden wurden auf Basis der aktuell vorliegenden
Informationen zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese
Bewertung ist noch nicht final abgeschlossen. Die
Aufdeckung von stillen Reserven und Lasten erfolgte auf
Grundlage des aktuellen Informationsstands. Wenn innerhalb
eines Jahres vom Erwerbszeitpunkt neue Informationen
über Tatsachen und Umstände bekannt werden, die
zum Erwerbszeitpunkt bestanden und die zu Berichtigungen
oder zusätzlichen Rückstellungen oder
Vermögenswerten geführt hätten, wird die
Bilanzierung des Unternehmenserwerbs entsprechend
angepasst.
Die erwerbsbedingten Kosten betragen 14,1 Mio. €.
Hiervon sind 6,4 Mio. € im Aufwand des aktuellen
Geschäftsjahrs berücksichtigt. Die Ideal Standard
Gruppe trug im aktuellen Geschäftsjahr mit 364,6 Mio.
€ zum Umsatz und mit -11,0 Mio. € zum
Konzernergebnis für den Zeitraum zwischen dem
Erwerbszeitpunkt und dem Bilanzstichtag bei. Wäre der
Erwerb am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen
gewesen, hätte die Ideal Standard Gruppe mit 527,8
Mio. € zum Konzernumsatz beigetragen. Eine Ermittlung
des Ergebnisbeitrags der Ideal Standard Gruppe für die
ersten neun Monate war nicht praktikabel, da die
benötigten Informationen für die vier erworbenen
Gesellschaften nicht vorhanden waren.
Zur Optimierung der Konzernstruktur wurde die V AND B
SOUTH AFRICA PTE LTD., Claremont, Südafrika,
liquidiert. Die Auflösung der Gesellschaft wurde uns
im ersten Quartal 2024 bestätigt.
Am 21. Februar 2024 hat Villeroy & Boch 49 % der
Anteile an der Azura Egypt for Manufacture of Sanitary Ware
S.A.E durch die Beteiligung an einer Kapitalerhöhung
erworben. Zweck des Unternehmens mit Sitz in Kairo,
Ägypten, ist die Produktion von Bad &
Wellness-Produkten.
Daneben hat Villeroy & Boch am 22. Februar 2024 die
V&B Trading Egypt S.A.E neu gegründet. An dem
Unternehmen mit Sitz in Kairo, Ägypten, ist Villeroy
& Boch mit 49 % beteiligt. Zweck der Gesellschaft ist
der Vertrieb von Bad & Wellness-Produkten.
Der Villeroy & Boch-Konzern bilanziert die Anteile
an diesen beiden Gesellschaften nach der Equity-Methode des
IAS 28. Die übrigen Anteile befinden sich im
Streubesitz.
Hauptversammlung der Villeroy & Boch AG für das Geschäftsjahr 2023In der Hauptversammlung am 12. April 2024 wurde die vom
Aufsichtsrat und Vorstand der Villeroy & Boch AG
vorgeschlagene Dividende von 1,00 € je
Stamm-Stückaktie und 1,05 € je
Vorzugs-Stückaktie beschlossen. Die Ausschüttung
entspricht einer Dividendenzahlung für das
Stammkapital von 14,0 Mio. € (Vorjahr: 16,1 Mio.
€) und für das Vorzugskapital von 13,1 Mio.
€ (Vorjahr: 15,0 Mio. €). Die Auszahlung erfolgte
am 17. April 2024. Zum Ausschüttungszeitpunkt hielt
der Villeroy & Boch-Konzern 1.555.820 (Vorjahr:
1.627.199) eigene Vorzugs-Stückaktien. Diese waren
nicht dividendenberechtigt.
Saisonale Einflüsse auf die GeschäftstätigkeitIm Unternehmensbereich Dining & Lifestyle wird
regelmäßig durch das Weihnachtsgeschäft im
vierten Quartal ein höherer Umsatz und höheres
operatives Ergebnis erwartet als in den übrigen
Quartalen.
ERLÄUTERUNGEN ZU AUSGEWÄHLTEN POSTEN DER KONZERNBILANZ1. SachanlagenDas Sachanlagevermögen stieg im Berichtszeitraum um
186,3 Mio. € auf 375,1 Mio. €. Grund hierfür
war im Wesentlichen die Akquisition von Ideal Standard.
Darüber hinaus wurden Sachanlagen in Höhe von
29,6 Mio. € (Vorjahr: 23,7 Mio. €) angeschafft.
Der Investitionsfokus des Unternehmensbereichs Bad &
Wellness lag im Ausland. So wurde in Thailand der Bau einer
neuen Werkshalle fortgesetzt. Daneben wurde in Thailand und
Tschechien in eine Waschtisch-Druckgusspresse investiert.
In Ungarn wurde eine WC-Druckgussanlage angeschafft.
Darüber hinaus erfolgten Investitionen in die
Kapazitätserweiterung mittels Palettenlager und
Zuschnittsäge in Treuchtlingen. Außerdem wurde
in die Automatisierung an den Standorten Bulgarien und
Wittlich investiert.
Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle
investierte im Wesentlichen in die Modernisierung der
Produktionsanlagen in Merzig und Torgau. Des Weiteren
wurden neue Presswerkzeuge angeschafft. Darüber hinaus
wurde in die Modernisierung unserer eigenen
Einzelhandelsgeschäfte in Belgien, Frankreich,
Italien, der Schweiz und China investiert.
In das Standortentwicklungsprojekt "Mettlach 2.0" wurden
4,8 Mio. € (Vorjahr: 4,3 Mio. €) investiert. Die
planmäßigen Abschreibungen betrugen 27,6 Mio.
€ (Vorjahr: 16,8 Mio. €). Zum Berichtszeitpunkt
hatte der Villeroy & Boch-Konzern Verpflichtungen zum
Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 11,8 Mio. €
(per 31.12.2023: 12,7 Mio. €).
2. NutzungsrechteDie aktivierten Nutzungsrechte stiegen im
Berichtszeitraum um 34,4 Mio. € auf 78,6 Mio. €.
Diese Veränderung basierte hauptsächlich auf dem
Erwerb von Ideal Standard in Höhe von 39,0 Mio.
€. Zusätzlich tragen Zugänge in Höhe
von 9,2 Mio. € (Vorjahr: 8,5 Mio. €),
gegenläufige planmäßige Abschreibungen in
Höhe von 18,4 Mio. € (Vorjahr: 11,2 Mio. €),
sowie Abgänge zu Buchwerten in Höhe von 0,0 Mio.
€ (Vorjahr: 0,3 Mio. €) zur Veränderung bei.
Der Aufwand aus kurzfristigen
Immobilien-Leasingverhältnissen betrug 1,9 Mio. €
(Vorjahr: 3,5 Mio. €) sowie 4,4 Mio. € (Vorjahr:
5,0 Mio. €) aus variablen Mietzahlungen aus
Immobilien-Leasing. Für die übrigen kurzfristigen
Leasingverhältnisse und das Leasing von geringwertigen
Vermögenswerten wurden 5,6 Mio. € (Vorjahr: 2,1
Mio. €) aufgewendet.
3. Sonstige finanzielle VermögenswerteDie sonstigen finanziellen Vermögenswerte umfassen
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Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte
sanken im Berichtszeitraum um 10,5 Mio. € auf 12,5
Mio. €. Wesentliche Ursache für den Rückgang
ist die teilweise Zahlung des Kaufpreises aus dem Verkauf
des Badmöbelwerks im österreichischen Mondsee.
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte stiegen
hauptsächlich im Zusammenhang mit der Akquisition von
Ideal Standard um 18,7 Mio. € auf 31,9 Mio. €.
4. VorräteDie Vorräte bestehen zum Bilanzstichtag aus:
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Die Wertberichtigungen auf Vorräte sind im
Berichtszeitraum um 16,2 Mio. € auf insgesamt 55,0
Mio. € angestiegen. Der Anstieg entfällt mit 14,6
Mio. € auf Ideal Standard, wovon zum
Erstkonsoldierungszeitpunkt 13,7 Mio. € bereits
gebildet waren.
5. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern
sich wie folgt:
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Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen entfällt mit 102,4 Mio. € auf Ideal
Standard.
6. Sonstige lang- und kurzfristige VermögenswerteIm Berichtszeitraum veränderten sich die lang- und
kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte wie folgt:
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Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 39,5
Mio. € auf 39,6 Mio. € an. Grund hierfür ist
das im Rahmen der Akquisition von Ideal Standard
übernommene Nettopensionsvermögen in Höhe
von 39,5 Mio. €. Die kurzfristigen Vermögenswerte
stiegen um 14,1 Mio. € auf 26,4 Mio. €.
7. Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen Der Zahlungsmittelbestand umfasst:scrollen
Die Verminderung der Zahlungsmittel und kurzfristigen
Einlagen um 312,7 Mio. € basiert im Wesentlichen auf
der Kaufpreiszahlung für den Erwerb der Ideal Standard
Gruppe und der Dividendenzahlung der Villeroy & Boch AG
über 27,2 Mio. €. Teilweise kompensiert wird der
Rückgang der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen
durch die Einzahlungen aus der zweiten Tranche der
aufgenommenen Schuldscheindarlehen. Die Zahlungsmittel und
Einlagen werden ausschließlich kurzfristig bei Banken
mit hoher Bonität gehalten, die überwiegend einem
Einlagensicherungssystem angehören.
8. BewertungsrücklagenDie Bewertungsrücklagen umfassen die Rücklagen
des "sonstigen Ergebnisses":
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9. Pensionsrückstellungen, lang- und kurzfristige PersonalrückstellungenDie Pensionsrückstellungen sind hauptsächlich
infolge der Ideal Standard-Akquisition um 105,2 Mio. €
auf 252,9 Mio. € gestiegen (per 31.12.2023: 147,7 Mio.
€).
Die langfristigen Personalrückstellungen haben sich
in der Berichtsperiode nur unwesentlich verändert. Die
Veränderung der kurzfristigen
Personalrückstellungen ist vorwiegend durch die
Auszahlung der variablen Vergütungen des Jahres 2023
bedingt.
10. Lang- und kurzfristige sonstige RückstellungenDie sonstigen lang- und kurzfristigen
Rückstellungen stiegen in der Berichtsperiode um 28,9
Mio. € auf 88,4 Mio. € an. Grund hierfür
waren im Wesentlichen die übernommenen
Rückstellungen für Umweltrisiken durch die
Akquisition von Ideal Standard.
11. Lang- und kurzfristige FinanzverbindlichkeitenDer Anstieg der langfristigen Finanzverbindlichkeiten um
154,4 Mio. € auf 305,6 Mio. € resultiert im
Wesentlichen aus der im Zuge der Kaufpreisfinanzierung
erfolgten Auszahlung der zweiten Tranche der
Schuldscheindarlehen. Der Anstieg der kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten um 108,9 Mio. € auf 167,2 Mio.
€ steht im Wesentlichen in Zusammenhang mit der
Akquisition der Ideal Standard Gruppe.
12. Lang- und kurzfristige LeasingverbindlichkeitenIm Berichtzeitraum stiegen die lang- und kurzfristigen
Leasingverbindlichkeiten um 38,5 Mio. € auf 83,9 Mio.
€. Die Veränderung basiert im Wesentlichen auf
dem Erwerb von Ideal Standard. Zusätzlich stehen einem
Rückgang aus geleisteten Tilgungen in Höhe von
19,6 Mio. € (Vorjahr: 12,9 Mio. €) Zugänge
aus neu abgeschlossenen Leasingverträgen in Höhe
von 9,2 Mio. € (Vorjahr: 8,5 Mio. €)
gegenüber. Die Zinsaufwendungen für die geleasten
Nutzungsrechte betrugen im Berichtszeitraum 2,6 Mio. €
(Vorjahr: 1,0 Mio. €).
13. Sonstige lang- und kurzfristige VerbindlichkeitenDie lang- und kurzfristigen übrigen
Verbindlichkeiten umfassen die folgenden Positionen:
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Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen im
Berichtszeitraum um 72,1 Mio. € auf 171,8 Mio. €.
Grund hierfür war im Wesentlichen die Akquisition von
Ideal Standard. Die sonstigen langfristigen
Verbindlichkeiten haben sich im Berichtszeitraum nur
unwesentlich verändert.
ERLÄUTERUNGEN ZU AUSGEWÄHLTEN POSTEN DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG14. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse werden in der
Segmentberichterstattung aufgegliedert.
15. Vertriebs-, Marketing- und EntwicklungskostenIn diesem Posten sind im Berichtszeitraum folgende
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung enthalten:
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16. FinanzergebnisDas Finanzergebnis gliedert sich wie folgt auf:
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Die Finanzaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr
um 10,6 Mio. € auf 13,9 Mio. €. Grund
hierfür sind die höheren Finanzierungszinsen aus
den gestiegenen Finanzverbindlichkeiten.
17. ErtragsteuernDie wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands
sind
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18. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Berichtszeitraum wurden keine Verträge von
materieller Bedeutung mit nahestehenden Unternehmen und
Personen abgeschlossen. Das Transaktionsvolumen mit
nahestehenden Unternehmen und Personen sowie mit nicht
konsolidierten verbundenen Gesellschaften bewegt sich
zeitanteilig nahezu auf einem vergleichbaren Niveau wie im
Konzernabschluss 2023. Grundsätzlich erfolgen alle
Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen.
19. Ereignisse nach dem BilanzstichtagBis zur Freigabe des Zwischenberichts wurden keine
wesentlichen Ereignisse bekannt.
Mettlach, den 23. Oktober 2024
Der Vorstand
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Dieser Finanzbericht liegt in deutscher und englischer
Sprache vor. Bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des
Finanzberichtes der Übersetzung vor. Aufgrund von
Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei
Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben
geringfügige Abweichungen ergeben. Prozentangaben
erfolgen grundsätzlich in gerundeten Wertangaben.
Dieser Finanzbericht sowie weitere Informationen stehen
auch im Internet unter www.villeroyboch-group.com zum
Download zur Verfügung.
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