![]() Vita 34 AGLeipzigKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach IFRS 31. Dezember 2012Vita 34 AG (vormals: VITA 34 AG) LeipzigHinweis:Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im elektronischen Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt. BestätigungsvermerkWir haben den von der Vita 34 AG, Leipzig, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Leipzig, 14. März 2013 Ernst & Young GmbH Schiffmann, Wirtschaftsprüfer Pester, Wirtschaftsprüfer KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012scroll
KONZERNBILANZ ZUM 31.12.2012AKTIVA scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG ZUM 31.12.2012scroll
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KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012scroll
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20121 INFORMATIONEN ZUM MUTTERUNTERNEHMEN UND KONZERNDas Mutterunternehmen Vita 34 AG (die "Gesellschaft") mit Sitz in Leipzig (Deutschland), Deutscher Platz 5a, eingetragen im Registergericht des Amtsgerichts Leipzig unter HRB 20339, ist eine Gesellschaft, deren Unternehmenszweck die Entnahme, Aufarbeitung und Lagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut, die Entwicklung von zelltherapeutischen Verfahren sowie die Durchführung von Projekten auf dem Gebiet der Biotechnologie ist. Ihre Tochterunternehmen (zusammen mit der Gesellschaft als "Konzern" bezeichnet) sind ebenfalls auf dem Gebiet der Einlagerung von Nabelschnurblut tätig. Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären auf der Website www.vita34group.de zugänglich gemacht. Der Konzernabschluss der Vita 34 AG für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2012 wurde am 14. März 2013 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Vita 34 AG ist eine in Deutschland gegründete, in ihrer Haftung beschränkte Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland, deren Aktien zum öffentlichen Handel zugelassen sind. 2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE2.1 Grundlagen der Erstellung des AbschlussesDer Konzernabschluss der Vita 34 AG wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Alle für das Geschäftsjahr 2012 verbindlichen IFRS sowie die Verlautbarungen des International Financial Reporting Interpretations Commitee (IFRIC) wurden angewendet, sofern diese durch die Europäische Union anerkannt wurden. Der Konzernabschluss der Vita 34 AG wird grundsätzlich auf der Grundlage fortgeführter Anschaffungskosten in Euro aufgestellt. Hiervon ausgenommen sind die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte sowie zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. KonsolidierungsgrundsätzeDer Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Vita 34 AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Abschlussstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Tochtergesellschaften werden grundsätzlich ab dem Erwerbszeitpunkt, das heißt ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Konzerninterne Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen, Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert. Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Verluste werden den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss auch dann zugeordnet, wenn dies zu einem negativen Saldo führt. In den Konsolidierungskreis wurden folgende Unternehmen einbezogen:
Im Geschäftsjahr 2012 wurde die Bio Planta GmbH (Amtsgericht Leipzig HRB 5824), nachfolgend BioPlanta oder BioPlanta GmbH genannt, auf der Basis des Einbringungsvertrags vom 16. Mai 2012 sowie der Erfüllung der aufschiebenden Bedingungen zum 1. Juli 2012 erworben (Erwerbszeitpunkt). Die im Rahmen des Erwerbs übernommenen Vermögenswerte und Schulden sind zu den zum Erwerbszeitpunkt (1. Juli 2012) angesetzten beizulegenden Zeitwerten übernommen worden. 2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Der Konzern hat im Geschäftsjahr die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS Standards und -Interpretationen erstmals angewandt:
Die genannten Standards und Interpretationen sind ab dem 1. Januar 2012 verpflichtend anzuwenden. Aus den neuen oder geänderten Standards und Interpretationen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Vita 34 AG. 2.3 Wesentliche Schätzungen und AnnahmenDie wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein könnte, werden im Folgenden erläutert. Wertminderungstest der Geschäfts- oder FirmenwerteDie im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurde zur Überprüfung der Werthaltigkeit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Einlagerung von Nabelschnurblut - DACH", "Spanien" und "Biotechnologie" zugeordnet. Der erzielbare Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren aufgestellten und durch den Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen basieren. Der verwendete Abzinsungssatz beträgt vor Steuern zwischen 9,6 und 11,2 Prozent. Der erzielbare Betrag ist stark abhängig von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Diskontierungszinssatz sowie von den erwarteten künftigen Mittelzuflüssen. Die Grundannahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrages einschließlich einer Sensitivitätsanalyse werden in Anhangangabe 10 genauer erläutert. Behandlung steuerlicher Verlustvorträge und latenter SteueransprücheIm Rahmen einer bei der Vita 34 AG durchgeführten steuerlichen Betriebsprüfung, die sich bis zum Veranlagungszeitraum 2009 erstreckte, wurde durch die Finanzbehörde eine von der Vita 34 AG abweichende Auffassung hinsichtlich der steuerlichen Behandlung von Abschreibungen auf Darlehen an verbundene Unternehmen vertreten. Es erfolgte eine zur Steuererklärung der Vita 34 AG geänderte Festsetzung, die im Ergebnis zu einer Reduzierung des steuerlichen Verlustvortrages in Höhe von 2.553 TEUR zum Stichtag 31. Dezember 2009 führte. Die Vita 34 AG hat gegen diese Festsetzung Klage eingereicht. Es besteht Unsicherheit bezüglich des Ausgangs des Klageverfahrens. Bei der Berechnung, ob und in welcher Höhe steuerliche Verlustvorträge zu den Stichtagen 31. Dezember 2011 und 2012 bestanden, geht das Management davon aus, dass die Abschreibungen auf Darlehen an verbundene Unternehmen steuerlich zu berücksichtigen sind. Unter Berücksichtigung dieser Beurteilung sind die zum Abschlussstichtag angesetzten latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt worden. Auf die zum Abschlussstichtag bestehenden Verlustvorträge bei der Vita 34 AG sowie bei der Secuvita, S.L. wurden latente Steuern in voller Höhe aktiviert, da unter Berücksichtigung der entsprechenden Planungsrechnung davon auszugehen ist, dass die Verlustvorträge vollständig aufgebraucht werden. Latente Steueransprüche für Differenzen zwischen den Steuerbilanzwerten und den IFRS-Bilanzwerten bei der Vita 34 AG und der Secuvita, S.L. wurden mit latenten Steuerverpflichtungen verrechnet. Bei einem Überhang der latenten Steueransprüche wurden diese aktiviert, da es als wahrscheinlich angesehen wird, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird. Dagegen wurden latente Steuern auf Verlustvorträge der Novel Pharma, S.L. nicht aktiviert. Bei dieser Gesellschaft handelt es sich um eine reine Holdinggesellschaft, bei der nach den derzeitigen steuerlichen Verhältnissen in der Zukunft keine ausreichenden zu versteuernden Einkünfte zu erwarten sind. Wir verweisen auf die Erläuterungen unter Abschnitt 6 "Ertragsteuern". 2.4 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und BewertungsmethodenUnternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder FirmenwerteUnternehmenszusammenschlüsse nach dem 31. Dezember 2008Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten einer Unternehmensakquisition bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Anschaffungsnebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst. Die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen erfolgt entweder zum beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Nach dem erstmaligen Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet, wodurch auch ein Negativsaldo bei nicht beherrschenden Anteilen entstehen kann. Erwirbt der Konzern ein Unternehmen, beurteilt er die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und am Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden. Zum 31. Dezember 2012 bestehen drei zahlungsmittelgenerierende Einheiten "Einlagerung von Nabelschnurblut - DACH", "Spanien" und "Biotechnologie". Änderungen von Beteiligungsquoten, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Hierbei wird jede Differenz zwischen dem Betrag, um den die nicht beherrschenden Anteile angepasst werden, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen Gegenleistung unmittelbar in den Gewinnrücklagen erfasst und der Gesellschaft zugeordnet. Immaterielle VermögenswerteEinzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, abzüglich sämtlicher kumulierten Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung untersucht, wann immer es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswerts geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts entspricht, erfasst. Forschungs- und EntwicklungskostenForschungskosten werden als Aufwand der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Entwicklungskosten, die im Rahmen eines einzelnen Projekts angefallen sind, werden aktiviert, wenn sämtliche in IAS 38 diesbezüglich aufgeführten Voraussetzungen erfüllt sind. Da diese jedoch nicht erfüllt waren, wurden bislang keine Entwicklungskosten angesetzt. Die auf die immateriellen Vermögenswerte des Konzerns (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) angewandten Bilanzierungsgrundsätze stellen sich zusammengefasst wie folgt dar: AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE DES KONZERNS (OHNE GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT) ANGEWANDTE BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZEscroll
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Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst. SachanlagenSachanlagen, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Sachanlagen entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen die geschätzten Nutzungsdauern der Vermögenswerte zugrunde. Die Buchwerte der Sachanlagen werden auf Wertminderung überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Nutzungsdauer der VermögenswerteÜBERSICHT NUTZUNGSDAUER DER VERMÖGENSWERTEscroll
Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Restwerte der Vermögenswerte, die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst. Wertminderung von nicht finanziellen VermögenswertenDer Konzern beurteilt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich der Veräußerungskosten wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen. Für Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, wird zu jedem Abschlussstichtag geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwertes, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen. Für Geschäfts- oder Firmenwerte ermittelt der Konzern an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls statt, wenn Ereignisse oder Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für Geschäfts- oder Firmenwerte erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden. Finanzinvestitionen und sonstige finanzielle VermögenswerteFinanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende jeder Berichtsperiode, soweit dies zulässig und angemessen ist. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Erfüllungstag, d.h. zu dem Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Eigene AnteileErwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf, die Ausgabe oder die Einziehung von eigenen Anteilen wird erfolgsneutral erfasst. Etwaige Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert und der Gegenleistung werden in der anderen Kapitalrücklage erfasst. VorräteVorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der Durchschnittswertmethode ermittelt. In die Herstellungskosten für die unfertigen Leistungen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch angemessene Teile der Gemeinkosten des Fertigungsbereichs sowie Abschreibungen, soweit sie auf den Fertigungsbereich entfallen, einbezogen. Verwaltungs-, Vertriebskosten und Zinsen wurden nicht berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige ForderungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden mit Anschaffungskosten angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von weniger als zwölf Monaten werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Gesellschaft bietet ihren Kunden zum Teil auch Finanzierungsmöglichkeiten an, wonach die Forderungen eine Laufzeit von bis zu 25 Jahren aufweisen können und somit signifikant über den von der Gesellschaft angenommenen Geschäftszyklus von zwölf Monaten hinausgehen. Aufgrund der teilweise langen Laufzeit der Forderungen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten gesondert unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Hierbei erfolgt in Abhängigkeit von der Zugehörigkeit einer Einzelforderung zu einer Gruppe gleichartiger Forderungen eine gestaffelte Wertberichtigung. Forderungen werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und kurzfristige Einlagen in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von nicht länger als drei Monaten. Nicht frei verfügbare Zahlungsmittel werden separat ausgewiesen. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen. Darlehen, Kontokorrentkredite und stille BeteiligungenDie verzinslichen Darlehen und stillen Beteiligungen sind grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie werden im Zugangszeitpunkt mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten entsprechen hierbei in der Regel dem vereinnahmten Betrag. Bei der Folgebewertung wird nach Maßgabe der Effektivzinsmethode eine Aufzinsung vorgenommen, so dass sich am Ende der Laufzeit der Rückzahlungsbetrag ergibt. Unverzinsliche Darlehen sind bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. In den Folgeperioden erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. Kontokorrentkredite werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, der grundsätzlich dem Rückzahlungsbetrag entspricht. Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden
Wertminderung finanzieller VermögenswerteDer Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf obigen Abschnitt. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle VermögenswerteIst ein zur Veräußerung verfügbarer Vermögenswert in seinem Wert gemindert, wird der kumulierte Verlust - der sich als Unterschiedsbetrag aus den Anschaffungskosten und dem derzeitigen beizulegenden Zeitwert abzüglich eines etwaigen früher erfolgswirksam verbuchten Wertminderungsaufwands auf dieses Instrument ergibt - aus dem sonstigen Ergebnis entfernt und erfolgswirksam erfasst. Wertberichtigungen für Eigenkapitalinstrumente werden nicht erfolgswirksam rückgängig gemacht; ein späterer Anstieg des beizulegenden Zeitwerts wird direkt im sonstigen Ergebnis erfasst. RückstellungenEine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert nur dann erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst. PensionenIm Rahmen des Erwerbes der Anteile an der BioPlanta GmbH hat die Gesellschaft eine Pensionsvereinbarung sowie die in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen übernommen. Für diese Pensionsverpflichtung sind durch die Gesellschaft Beiträge an eine Versicherung zu leisten. Die Höhe der Pensionsverpflichtung wird nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Die Gesellschaft erfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in der Berichtsperiode, in der sie anfallen, in voller Höhe im sonstigen Ergebnis. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden dabei sofort in die Gewinnrücklagen eingestellt und auch in den Folgejahren nicht ertragswirksam umgegliedert. Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (unter Anwendung eines Diskontierungssatzes auf Grundlage erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen; siehe Anhangangabe 19) und des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Planvermögen umfasst qualifizierende Versicherungspolicen. Planvermögen ist vor dem Zugriff von Gläubigern des Konzerns geschützt und kann nicht direkt an den Konzern gezahlt werden. Der beizulegende Zeitwert basiert auf Informationen über den Marktpreis. Der Wert eines erfassten Vermögenswerts des leistungsorientierten Plans entspricht dem Barwert eines etwaigen wirtschaftlichen Nutzens in Form von Rückerstattungen aus dem Plan oder in Form der Minderung künftiger Beitragszahlungen an den Plan. Aktienbasierte VergütungAls Entlohnung für die geleistete Arbeit erhielt ein Mitarbeiter des Konzerns in den Vorjahren eine aktienbasierte Vergütung in Form von Eigenkapitalinstrumenten (sog. Transaktion mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente). Die Aktienoptionen sind im Berichtsjahr vollständig verfallen. Transaktionen mit Ausgleich durch EigenkapitalinstrumenteKosten aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert dieser Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bemessen. Der beizulegende Zeitwert wird unter Anwendung eines geeigneten Optionspreismodells ermittelt (zu Einzelheiten siehe Anhangangabe 25). Die Erfassung von aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente resultierenden Aufwendungen und die korrespondierende Erhöhung des Eigenkapitals erfolgt über den Zeitraum, in dem die Ausübungs- bzw. Leistungsbedingungen erfüllt werden müssen (sog. Erdienungszeitraum). Dieser Zeitraum endet am Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit, d. h. dem Zeitpunkt, an dem der betreffende Mitarbeiter unwiderruflich bezugsberechtigt wird. Die an jedem Abschlussstichtag bis zum Zeitpunkt der ersten Ausübungsmöglichkeit ausgewiesenen kumulierten Aufwendungen aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente reflektieren den bereits abgelaufenen Teil des Erdienungszeitraums sowie die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die nach bestmöglicher Schätzung des Konzerns mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich ausübbar werden. Der im Periodenergebnis erfasste Ertrag oder Aufwand entspricht der Entwicklung der zu Beginn und am Ende des Berichtszeitraums erfassten kumulierten Aufwendungen. LeasingverhältnisseDie Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt. In Abhängigkeit davon, ob im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken übertragen werden, wird zwischen Operating-Leasingverhältnissen und Finanzierungs-Leasingverhältnissen unterschieden.
ErtragserfassungErträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Darüber hinaus müssen zur Realisation der Erträge die folgenden Ansatzkriterien erfüllt sein:
FremdkapitalkostenFremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts aktiviert. Andere Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Im Falle von aufwandsbezogenen Zuwendungen werden diese planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Bezieht sich die Zuwendung auf einen Vermögenswert, wird diese in einem passiven Abgrenzungsposten erfasst und über die erwartete Nutzungsdauer des betreffenden Vermögenswerts linear erfolgswirksam aufgelöst. Steuern
2.5 Neue RechnungslegungsvorschriftenDer International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) haben weitere Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und für den vorliegenden Konzernabschluss auch noch nicht zur Anwendung kamen:
Der Konzern beabsichtigt, diese Standards (soweit zutreffend) ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens anzuwenden. 3 UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE 2012Im Geschäftsjahr 2012 wurden sämtliche Geschäftsanteile der Bio Planta GmbH (Amtsgericht Leipzig HRB 5824) auf der Basis des Einbringungsvertrags vom 16. Mai 2012 sowie der Erfüllung der aufschiebenden Bedingungen zum 1. Juli 2012 erworben (Erwerbszeitpunkt). Die BioPlanta ist ein nicht börsennotiertes Unternehmen, dessen Unternehmensgegenstand einerseits die Entwicklung biologischer Verfahren für die Zell- und Gewebekultur sowie deren Einsatz zur Optimierung und Vermehrung von Zellen und Pflanzen ist. Andererseits werden Analysen und Dienstleistungen für Umweltvorhaben erbracht. Der Konzern hat als Gegenleistung für die 100 %ige Beteiligung 380.000 Stammaktien ausgegeben. Der beizulegende Zeitwert der Aktien entspricht dem notierten Preis der Aktien des Konzerns zum Erwerbszeitpunkt, welcher sich auf 2,923 EUR je Aktie belief. Der beizulegende Zeitwert der entrichteten Gegenleistung beläuft sich somit auf 1.110.740 EUR. Auf Basis der vorläufigen Kaufpreisallokation ergibt sich aus dem Erwerb der Beteiligung ein Goodwill in Höhe von 528 TEUR. Dieser ermittelt sich wie folgt: ÜBERSICHT GOODWILL BIOPLANTAscroll
Der Goodwill wird im Wesentlichen durch Synergien bestimmt, die durch die mehrheitliche Übernahme der Anteile erwartet werden. Die zum Erwerbszeitpunkt angesetzten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der BioPlanta sowie deren Buchwerte unmittelbar vor dem Unternehmenszusammenschluss sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: ÜBERSICHT DER VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN DER BIOPLANTAscroll
Die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden wurden anhand beobachtbarer Marktpreise bestimmt. Konnten keine Marktpreise festgestellt werden, kamen einkommensorientierte Ansätze oder kostenorientierte Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zur Anwendung. Unter den immateriellen Vermögenswerten werden im Wesentlichen Vermögenswerte aus übernommenen Projektverträgen sowie erwartete Erträge aus der zukünftigen Nutzung bestehender Forschungs- und Entwicklungsergebnisse ausgewiesen. Die zukünftig erwarteten Erträge aus den bestehenden Forschungs- und Entwicklungsergebnisses wurden unter Berücksichtigung einer prognostizierten Nutzungsdauer sowie der aktuellen Preis- und Kostenstrukturen ermittelt und unter Anwendung eines Abzinsungssatzes auf den aktuellen Barwert diskontiert. Der erzielbare Betrag aus den übernommenen Projektverträgen wurde unter Berücksichtigung der individuellen Laufzeit der Projekte, auf Basis der aktuellen Kostenstrukturen und Steuersätze bei der BioPlanta ermittelt. Der für die Cashflow-Prognosen ermittelte Zinssatz wurde aus einem risikolosen Zinssatz unter zusätzlicher Berücksichtigung einer Marktrisikoprämie und eines unternehmensspezifischen Betafaktors zum Zeitpunkt des Anteilserwerbes abgeleitet. Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert zum Zeitpunkt des Erwerbes. Keine der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war wertgemindert. Der Konzernumsatz erhöhte sich aufgrund des Erwerbs der BioPlanta um 298 TEUR. Im Periodenergebnis ist ein Gewinn der BioPlanta in Höhe von 71 TEUR enthalten, der seit dem Erwerbszeitpunkt angefallen ist. Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Jahresbeginn stattgefunden, hätte sich das Periodenergebnis auf -1.130 TEUR und die Umsatzerlöse auf 13.999 TEUR belaufen. Die Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb werden unter den Verwaltungskosten ausgewiesen. 4 SEGMENTBERICHTERSTATTUNGZum Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten und Dienstleistungen in Geschäftseinheiten organisiert und verfügt über die folgenden beiden berichtspflichtigen Geschäftssegmente:
Das Betriebsergebnis der Segmente wird vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen. Die Entwicklung der Segmente wird anhand des Betriebsergebnisses bewertet. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzerträgen von 91 TEUR und Finanzaufwendungen von -204 TEUR) sowie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden konzerneinheitlich gesteuert und nicht den einzelnen Segmenten zugeordnet. Die Verrechnungspreise zwischen den operativen Segmenten werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Die folgende Tabelle enthält Informationen zu Erträgen und Segmentergebnissen der operativen Segmente des Konzerns für das Geschäftsjahr 2012: ZEITRAUM VOM 01.01.- 31.12.2012scroll
Im Vorjahr verfügte der Konzern lediglich über das berichtspflichtige Geschäftssegment "Einlagerung von Nabelschnurblut". Auf eine Darstellung von Vorjahreszahlen für den Vergleichszeitraum wurde daher verzichtet. 4.1 Informationen über geografische BereicheDie geografischen Segmente des Konzerns werden nach den in den geografischen Bereichen erzielten Umsatzerlösen bestimmt. Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu Erträgen und Segmentergebnissen der geografischen Tätigkeitsbereiche des Konzerns für die Geschäftsjahre 2012 und 2011: ZEITRAUM VOM 01.01.- 31.12.2012scroll
ZEITRAUM VOM 01.01.- 31.12.2011scroll
DACH: Segment Deutschland, Österreich, Schweiz 5 UMSATZERLÖSE, SONSTIGE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN5.1 UmsatzerlöseDie in der Gewinn- und Verlustrechnung für die fortzuführenden Geschäftsbereiche ausgewiesenen Umsatzerlöse setzen sich nach Wertschöpfungsstufen wie folgt zusammen: ÜBERSICHT UMSATZERLÖSEscroll
5.2 UmsatzkostenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzkosten beinhalten folgende Aufwendungen: ÜBERSICHT UMSATZKOSTENscroll
5.3 Sonstige betriebliche ErträgeDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: ÜBERSICHT SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEscroll
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand betreffen im Wesentlichen F&E-Zuschüsse der Sächsischen Aufbaubank. Im Zusammenhang mit diesen Zuwendungen bestehen keine unerfüllten Bedingungen oder sonstige Unsicherheiten. Die Erträge aus der Ausbuchung von abgegrenzten Schulden umfassen im Wesentlichen die Ausbuchung von im Vorjahr abgegrenzten finanziellen Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen, aus denen der Konzern im Berichtsjahr geringer als erwartet in Anspruch genommen wurde. 5.4 VertriebskostenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Vertriebskosten setzen sich wie folgt zusammen: ÜBERSICHT VERTRIEBSKOSTENscroll
5.5 VerwaltungskostenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Verwaltungskosten umfassen die folgenden Bestandteile: ÜBERSICHT VERWALTUNGSKOSTENscroll
5.6 Sonstige betriebliche AufwendungenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: ÜBERSICHT SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENscroll
5.7 FinanzaufwendungenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Finanzaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: ÜBERSICHT FINANZAUFWENDUNGENscroll
5.8 FinanzerträgeUnter den Finanzerträgen werden ausschließlich Zinserträge ausgewiesen. 5.9 Aufwendungen für Leistungen an ArbeitnehmerDie Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer setzen sich wie folgt zusammen: ÜBERSICHT AUFWENDUNGEN FÜR LEISTUNGEN AN ARBEITNEHM ERscroll
Die Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 315 TEUR (2011: 416 TEUR) werden als Leistungen zu einem beitragsorientierten Plan klassifiziert und sind daher in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. BESCHÄFTIGTE (JAHRESDURCHSCHNITT)scroll
6 ERTRAGSTEUERNDie wesentlichen Bestandteile des Ertragsteuerertrags für die Geschäftsjahre 2012 und 2011 setzen sich wie folgt zusammen: WESENTLICHE BESTANDTEILE DES ERTRAGSTEUERAUFWANDS / ERTRAGSTEUERERTRAGSKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
Die in der Bilanz ausgewiesenen Ertragsteuerverbindlichkeiten betreffen Ertragsteuerverbindlichkeiten des Vorjahres. Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2012 und 2011 setzt sich wie folgt zusammen: ÜBERSICHT ÜBERLEITUNGSRECHNUNG STEUERNscroll
Die latenten Ertragsteuern setzen sich zum Abschlussstichtag wie folgt zusammen: ÜBERSICHT LATENTE ERTRAGSTEUERNscroll
In Deutschland sind bei der Vita 34 AG körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 5.421 TEUR (2011: 4.939 TEUR) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 5.303 TEUR (2011: 4.880 TEUR) vorhanden, die dem Konzern unbegrenzt zur Verrechnung mit künftigem zu versteuerndem Ergebnis dieses Unternehmens zu Verfügung stehen. Unter Berücksichtigung der Planungsrechnung für das Mutterunternehmen ist davon auszugehen, dass die steuerlichen Verlustvorträge in den Folgejahren genutzt werden. Auf die entsprechenden steuerlichen Verlustvorträge wurden daher latente Steuern aktiviert. In Spanien sind bei dem Tochterunternehmen Secuvita, S.L. ertragsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.293 TEUR (2011: 1.292 TEUR) vorhanden, die dem Konzern über die Dauer von 15 Jahren zur Verrechnung mit künftigem zu versteuerndem Ergebnis dieses Unternehmens zu Verfügung stehen. Für diese Verluste wurden latente Steueransprüche erfasst, da diese Verluste zur Verrechnung mit dem künftig zu versteuernden Ergebnis der Secuvita, S.L. verwendet werden dürfen. Bei der Novel Pharma, S. L. bestehen steuerliche Verlustvorträge, die dem Konzern über die Dauer von 15 Jahren zur Verrechnung mit künftigem zu versteuerndem Ergebnis der Novel Pharma, S. L. zur Verfügung stehen. Für diese Verluste wurden jedoch keine latenten Steueransprüche erfasst, da diese Verluste nicht zur Verrechnung mit dem zu versteuernden Ergebnis anderer Konzernunternehmen verwendet werden dürfen und diese bei einer Zwischenholdinggesellschaft entstanden sind, die in der Regel kein positives zu versteuerndes Ergebnis erwirtschaftet. Deren Nutzbarkeit ist nur unter bestimmten Bedingungen gegeben, deren Erfüllung derzeit jedoch nicht als wahrscheinlich zu beurteilen ist. 7 ERGEBNIS JE AKTIEUnverwässertes / verwässertes Ergebnis je AktieBei der Berechnung des unverwässerten/verwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an während des Jahres sich im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt. Das unverwässerte/verwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt: UNVERWÄSSERTES / VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIEscroll
Am 16. Mai 2012 wurde zwischen der BioPlanta GmbH und der Vita 34 AG ein Einbringungsvertrag geschlossen, aufgrund dessen die Geschäftsanteile an der BioPlanta GmbH in die Vita 34 AG eingebracht wurden. Das Grundkapital wurde zum 1. Juli 2012 durch Ausgabe von 380.000 neu auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Vita 34 AG im Nennbetrag von je 1,00 Euro (Gesamtnennbetrag 380.000,00 Euro) zum Ausgabebetrag von 1,00 Euro je Aktie (Gesamtausgabebetrag 380.000,00 Euro) erhöht. In der Zeit zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit Stammaktien oder potenziellen Stammaktien stattgefunden. 8 GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT, IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEDie immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich wie folgt: ÜBERSICHT IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE ZUM 31. DEZEMBER 2012scroll
ÜBERSICHT IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE ZUM 31. DEZEMBER 2011scroll
9 SACHANLAGENDas Sachanlagevermögen entwickelte sich wie folgt: ÜBERSICHT SACHANLAGEN ZUM 31. DEZEMBER 2012scroll
ÜBERSICHT SACHANLAGEN ZUM 31. DEZEMBER 2011scroll
10 WERTMINDERUNG DES GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTS
UND IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
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| ― |
Der Firmenwert aus dem Erwerb der Anteile an der Vita 34 AG (Amtsgericht Leipzig HRB 18047) wurde der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Einlagerung von Nabelschnurblut - DACH" zugeordnet. |
| ― |
Der Firmenwert aus der mehrheitlichen Übernahme der Anteile an der Secuvita, S.L. wurde entsprechende dem zukünftig erwarteten Ertragspotential auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Spanien" und "Einlagerung von Nabelschnurblut - DACH" aufgeteilt. |
| ― |
Der Firmenwert aus der Übernahme der Anteile an der BioPlanta GmbH wurde insgesamt der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Biotechnologie" zugeordnet. |
Der Konzern führte seine jährliche Prüfung auf Wertminderung im vierten Quartal des Geschäftsjahres durch. Der Konzern berücksichtigt neben anderen Faktoren das Verhältnis zwischen Marktkapitalisierung und Buchwert bei der Überprüfung auf Anhaltspunkte für eine Wertminderung.
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Einlagerung von Nabelschnurblut - DACH" wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von gegenüber dem Vorjahr aktualisierten Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren aufgestellten und durch den Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen basieren. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz für das Segment "Einlagerung von Nabelschnurblut - DACH" beträgt vor Steuern 9,6 Prozent (Vorjahr: 9,0 Prozent). Cashflows nach dem Zeitraum von fünf Jahren werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 0,5 Prozent extrapoliert.
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Spanien" wird ebenfalls auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf vom Management für einen Zeitraum von fünf Jahren aufgestellten und durch den Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen basieren. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz beträgt vor Steuern 11,2 Prozent (Vorjahr: 8,5 Prozent). Cashflows nach dem Zeitraum von fünf Jahren werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 0,5 Prozent extrapoliert.
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Biotechnologie" wird ebenfalls auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf vom Management für einen Zeitraum von fünf Jahren aufgestellten und durch den Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen basieren. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz beträgt vor Steuern 9,6 Prozent. Cashflows nach dem Zeitraum von fünf Jahren werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 0,5 Prozent extrapoliert
| 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
| Geschäfts- oder Firmenwert Segment "DACH" | 12.822 | 12.822 |
| Geschäfts - oder Firmenwert Segment "Spanien" | 592 | 592 |
| Geschäfts- oder Firmenwert Segment "Biotechnologie" | 528 | 0 |
| 13.942 | 13.414 |
Im Folgenden werden die Grundannahmen erläutert, auf deren Basis die Unternehmensleitung ihre Cashflow-Prognosen zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erstellt hat.
Geplante Bruttogewinnmargen - Die Bruttogewinnmargen werden anhand der durchschnittlichen Bruttogewinnspannen ermittelt, die im unmittelbar vorhergehenden Geschäftsjahr für neu abgeschlossene Verträge erzielt wurden.
Abzinsungssätze - Die Abzinsungssätze spiegeln die Schätzungen der Unternehmensleitung hinsichtlich der den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils zuzuordnenden spezifischen Risiken wider. Dies stellt den von der Unternehmensleitung angewandte Benchmark zur Beurteilung der Betriebsleistung und zur Bewertung zukünftiger Investitionsvorhaben dar. Ausgangspunkt für die Ableitung des Kapitalisierungszinssatzes ist ein risikoloser Zinssatz unter zusätzlicher Berücksichtigung einer Marktrisikoprämie, eines länderspezifischen Risikozuschlages und eines unternehmensspezifischen Betafaktors. Die Erhöhung der Abzinsungssätze bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Einlagerung von Nabelschnurblut - DACH" und "Spanien" gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf erhöhte branchenspezifische Risikozuschläge zurückzuführen.
Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Einlagerung von Nabelschnurblut - DACH" ist die Unternehmensleitung der Auffassung, dass eine grundsätzlich mögliche Änderung der getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der jeweilige Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Sollten insbesondere die Anzahl der neuen Einlagerungen im Planungszeitraum nicht eintreten oder sich der Abzinsungsfaktor erhöhen, könnte sich der Nutzungswert unter den Buchwert verringern. Bei einer Verringerung der jährlichen Free-Cashflows um ca. 240 TEUR im Planungszeitraum oder einer Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 1,4 Prozentpunkte würde sich der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf ihren Buchwert reduzieren.
Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Spanien" ist die Unternehmensleitung der Auffassung, dass eine grundsätzlich mögliche Änderung der getroffenen Grundannahmen ebenfalls dazu führen könnte, dass der jeweilige Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Sollten insbesondere die Anzahl der neuen Einlagerungen im Planungszeitraum nicht eintreten, könnte sich der Nutzungswert unter den Buchwert verringern. Bei einer Verringerung der jährlichen Free-Cashflows um ca. 130 TEUR im Planungszeitraum oder einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 4,3 Prozentpunkte würde sich der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf ihren Buchwert reduzieren.
Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Biotechnologie" ist die Unternehmensleitung der Auffassung, dass eine grundsätzlich mögliche Änderung der getroffenen Grundannahmen ebenfalls dazu führen könnte, dass der jeweilige Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Sollten insbesondere erwarteten Umsätze aus den Entwicklungsprojekten im Planungszeitraum nicht eintreten, könnte sich der Nutzungswert unter den Buchwert verringern. Bei einer Verringerung der jährlichen Free-Cashflows um ca. 120 TEUR im Planungszeitraum oder einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 8,0 Prozentpunkte würde sich der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf ihren Buchwert reduzieren.
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
| 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (bewertet zu Anschaffungskosten) | 110 | 202 |
| Unfertige Leistungen (bewertet zu Herstellungskosten) | 523 | 344 |
| 633 | 546 |
Wertminderungen von Vorräten liegen nicht vor.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.431 | 1.666 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.665 | 2.748 |
| 4.096 | 4.414 |
Die im Berichtsjahr zusätzlich entstandenen langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden unter Berücksichtigung ihrer Laufzeit mit einem Zinssatz in Höhe von 3,7 Prozent (2011: 4,0 Prozent) abgezinst. Aufgrund der teilweise langen Laufzeit der Forderungen (bis zu 25 Jahre) werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten gesondert unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.
| DAVON: ZUM ABSCHLUSSSTICHTAG WEDER WERTGEMINDERT NOCH ÜBERFÄLLIG | DAVON: ZUM ABSCHLUSSSTICHTAG NICHT WERTGEMINDERT UND IN DEN FOLGENDEN ZEITBÄNDERN ÜBERFÄLLIG | |||||
| BUCHWERT TEUR |
WENIGER ALS 60 TAGE | ZWISCHEN 60 UND 180 TAGEN | ZWISCHEN 180 UND 360 TAGEN | MEHR ALS 360 TAGE | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2012 | 4.096 | 2.763 | 445 | 21 | 271 | 143 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2011 | 4.414 | 2.581 | 529 | 126 | 580 | 159 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
| 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
| Stand Wertberichtigungen am 1. Januar | 442 | 433 |
| Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigung) | 12 | 9 |
| Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember | 454 | 442 |
In der folgenden Tabelle sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt:
| 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
| Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen | 17 | 12 |
Alle Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Die Forderungsbestände werden laufend überwacht, mit der Folge, dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Eine Bonitätsprüfung erfolgt nur im Zusammenhang mit einer Finanzierung über fremde Kreditinstitute. Kunden des Konzerns werden bei direkten Geschäften auf Kreditbasis keiner Bonitätsprüfung unterzogen, da Erfahrungen aus der Vergangenheit gezeigt haben, dass diese Bonitätsprüfung zu keiner wesentlichen Verringerung des Forderungsausfallrisikos führt.
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |||
| GESAMT | DAVON: KURZFRISTIG | GESAMT | DAVON: KURZFRISTIG | |
| Finanzielle Forderungen und Vermögenswerte | ||||
| - Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte | 146 | 146 | 165 | 165 |
| - Übrige finanzielle Vermögenswerte | 74 | 0 | 80 | 0 |
| 220 | 146 | 245 | 165 | |
| Abgegrenzte Zuschüsse | 885 | 885 | 881 | 881 |
| Zuschüsse für Investitionen und Projekte | 358 | 358 | 304 | 304 |
| 1.243 | 1.243 | 1.185 | 1.185 | |
| 1.463 | 1.389 | 1.430 | 1.350 | |
| 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
| Nicht frei verfügbare Zahlungsmittel | 288 | 351 |
| Zahlungsmittel: Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand | 3.497 | 3.026 |
| 3.785 | 3.377 |
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst.
Von den Zahlungsmitteln stehen dem Unternehmen 288 TEUR (2011: 351 TEUR) nicht zur freien Verfügung. Davon sind 188 TEUR (2011: 250 TEUR) zur Besicherung der in der Bilanz ausgewiesenen Darlehen festgeschrieben.
Für Zwecke der Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember wie folgt zusammen:
| 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
| Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand | 3.497 | 3.026 |
| 3.497 | 3.026 |
| Gezeichnetes Kapital | 2012 | 2011 |
| Stammaktien zu je EUR 1 (sämtliche voll eingezahlt) | 3.026.500 | 2.646.500 |
| Zusammensetzung des Eigenkapitals | TEUR | TEUR |
| Gezeichnetes Kapital | 3.027 | 2.647 |
| Kapitalrücklagen | 23.950 | 23.236 |
| Gewinnrücklagen | -6.285 | -5.706 |
| Eigene Anteile | -436 | -436 |
| Nicht beherrschende Anteile | 238 | 268 |
| 20.494 | 20.009 |
Im Gezeichneten Kapital ist das satzungsgemäße Stammkapital der Vita 34 AG nach deutschen aktienrechtlichen Regelungen ausgewiesen. Das Eigenkapital ist eingeteilt in 3.026.500 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien.
Die Vita 34 AG hat im Rahmen des Erwerbs der BioPlanta 380.000 Aktien ausgegeben. Hierfür wurde unter der teilweisen Ausnutzung des genehmigten Kapitals das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe von 380.000 neuen Stammaktien gegen Sacheinlage erhöht. Die neuen Stammaktien sind ab dem 1. Januar 2012 gewinnbezugsberechtigt.
Im Rahmen der Sacheinlage der Anteile an der BioPlanta erhöhte sich das gezeichnete Kapital um 380.000 Euro. Der Unterschiedsbetrag aus dem beizulegenden Zeitwert der Aktien zum Erwerbszeitpunkt und der Erhöhung des gezeichneten Kapitals wurde mit der Kapitalrücklage verrechnet.
In den Kapitalrücklagen sind über das Stammkapital hinausgehende Einzahlungen und andere Leistungen der Aktionäre im Rahmen von Kapitalmaßnahmen sowie Rücklagen für aktienkursbasierte Vergütungen enthalten.
In den Gewinnrücklagen sind die kumulierten Ergebnisse einschließlich des laufenden Jahresergebnisses ausgewiesen.
Unter den eigenen Anteilen sind Anteile (2,64 Prozent) ausgewiesen, die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Beteiligung an der Secuvita, S. L. erworben wurden.
Die nicht beherrschenden Anteile enthalten die Anteile der Minderheitsgesellschafter der Secuvita, S. L. an den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, bewertet zum anteilig beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Der auf die Minderheitsgesellschafter entfallende Firmenwert wurde hierbei nicht mit aufgedeckt. Nach dem erstmaligen Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet.
Das Grundkapital wurde 2007 um nominal bis zu 40.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 40.000 neuen, auf den Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Einlösung von Optionsrechten, deren Ausgabe von der Hauptversammlung am 31. Juli 2007 beschlossen wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Optionsberechtigten von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen.
Der Optionsberechtigte hat 2012 von seinem Optionsrecht keinen Gebrauch gemacht. Die Aktienoptionen sind somit im Jahr 2012 vollständig verfallen.
Gemäß § 7 Abs. 2 der Satzung der Vita 34 AG besteht ein genehmigtes Kapital. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung am 12. Juli 2011 ermächtigt, in einem Zeitraum bis zum 11. Juli 2016 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 620.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 620.000 neuen auf den Namen lautenden nennwertlosen Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011).
Der Vorstand wird, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates, über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre entscheiden.
Ein Bezugsrechtsausschluss ist insbesondere zulässig, um
| ― |
bis zu 264.650 neue Aktien gegen Bareinlage zu einem Preis auszugeben, der den Börsenpreis der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich unterschreitet; |
| ― |
bis zu 620.000 neue Aktien im Rahmen von Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen auszugeben; |
| ― |
Spitzenbeträge zu glätten; |
| ― |
bis zu 30.000 neue Belegschaftsaktien auszugeben. |
Über den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.
| ZINSSATZ IN % |
2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
| Darlehen über 100 TEUR | 6,42 | 76 | 50 |
| Darlehen über 900 TEUR | 6,42 | 686 | 450 |
| Darlehen über 900 TEUR | 4,55 | 171 | 112 |
| Darlehen über 100 TEUR | 4,55 | 19 | 13 |
| Darlehen über 600 TEUR | 5,24 | 64 | 61 |
| Darlehen über 100 TEUR | 4,99 | 0 | 100 |
| Darlehen über 150 TEUR | 6,26 | 0 | 75 |
| Darlehen über 75 TEUR | 8,64 | 14 | 13 |
| Darlehen über 137 TEUR | 0,00 | 11 | 0 |
| Darlehen über 1.250 TEUR | 5,22 | 750 | 500 |
| 1.791 | 1.374 |
| EFFEKTIVER ZINSSATZ
IN % |
FÄLLIGKEIT | 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
| Darlehen über 100 TEUR | 6,42 | 2013 | 0 | 50 |
| Darlehen über 900 TEUR | 6,42 | 2013 | 0 | 450 |
| Darlehen über 900 TEUR | 4,55 | 2006-2013 | 0 | 113 |
| Darlehen über 100 TEUR | 4,55 | 2006-2013 | 0 | 12 |
| Darlehen über 600 TEUR | 5,24 | 2008-2017 | 246 | 310 |
| Darlehen über 75 TEUR | 8,64 | 2011-2016 | 43 | 57 |
| Darlehen über 137 TEUR | 0,00 | 2013-2024 | 60 | 68 |
| Darlehen über 1.250 TEUR | 5,22 | 2012-2013 | 0 | 750 |
| 349 | 1.810 |
Zur Besicherung der in der Bilanz ausgewiesenen Darlehen sind Zahlungsmittel in Höhe von 188 TEUR (2011: 250 TEUR) festgeschrieben und stehen dem Unternehmen nicht zur Verfügung. Die übrigen in der Bilanz ausgewiesenen Darlehen sind nicht besichert.
| 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
| Stille Beteiligung MBG | 940 | 940 |
| 940 | 940 |
Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH (MBG), Dresden, erhält auf ihre geleistete Einlage bei der Vita 34 AG in Höhe von 940 TEUR ein festes Entgelt in Höhe von 6 Prozent p. a., welches nachträglich vierteljährlich zum 15. März, Juni, September und Dezember eines jeden Jahres fällig ist. Die MBG erhält weiterhin ein gewinnabhängiges Entgelt von 50 Prozent des Jahresüberschusses der Vita 34 AG, höchstens jedoch 1 Prozent p. a. der geleisteten Einlage. Bemessungsgrundlage des gewinnabhängigen Entgelts ist ein um bestimmte Aufwendungen und Erträge korrigierter handelsrechtlicher Jahresüberschuss.
An Verlusten der Vita 34 AG nimmt die MBG nicht teil. Die stille Gesellschaft ist bis zum 30. Juni 2018 befristet.
| SUMME TEUR |
|
| Stand 1. Januar 2012 | 17 |
| Zuführung | 238 |
| Zuführung aus Übernahme BioPlanta | 383 |
| Inanspruchnahme | -117 |
| Nicht verwendete, aufgelöste Beträge | 0 |
| Stand 31. Dezember 2012 | 521 |
| Kurzfristige Rückstellungen 2012 | 349 |
| Langfristige Rückstellungen 2012 | 172 |
| 521 | |
| Kurzfristige Rückstellungen 2011 | 17 |
| Langfristige Rückstellungen 2011 | 0 |
| 17 |
Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Herstellungserlaubnisse für Entbindungseinrichtungen in Zusammenhang mit der Nabelschnurblutentnahme bei der Geburt.
Darüber hinaus wurden Rückstellungen für erwartete Projektkosten bei Public Privat Partnership Projekten (PPP) in China, Vietnam, Mexiko, Kambodscha und Laos gebildet, die nicht durch Einnahmen aus diesen Projekten gedeckt sind. Im Rahmen der PPP-Projekte werden durch die Gesellschaft Entwicklungsprojekte in den Entwicklungs- und Schwellenländern unterstützt, die dazu beitragen sollen, die Lebensbedingungen der Menschen in diesen Regionen zu verbessern.
Im Zuge des Erwerbs und der anschließenden Verschmelzung mit der BioPlanta GmbH wurden Versorgungsverpflichtungen übernommen.
In den folgenden Tabellen werden die Bestandteile der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen sowie die in der Bilanz angesetzten Beträge dargestellt:
| 2012 TEUR |
|
| Laufender Dienstzeitaufwand | -21 |
| Zinsaufwand | -8 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | 2 |
| Aufwendungen für Versorgungsleistungen | -27 |
| 2012 TEUR |
|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | -167 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 117 |
| Schuld aus der leistungsorientierten Verpflichtung | -50 |
In Übereinstimmung mit IAS 19.116 werden der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens saldiert in der Konzernbilanz unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten erfasst.
| 2012 TEUR |
|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 1. Januar | 0 |
| Veränderung durch Unternehmenszusammenschlüsse | 138 |
| Zinsaufwand | 8 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 21 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 31. Dezember | 167 |
| 2012 TEUR |
|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar | 0 |
| Veränderung durch Unternehmenszusammenschlüsse | 104 |
| Erwartete Erträge | 2 |
| Arbeitgeberbeiträge | 11 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember | 117 |
Das Planvermögen beinhaltet ausschließlich Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen.
Die erwarteten Gesamterträge aus Planvermögen werden auf der Grundlage der zu diesem Zeitpunkt gängigen Marktpreise für den Zeitraum, über den die Verpflichtungen erfüllt wird, berechnet. Diese spiegeln sich in den unten aufgeführten Grundannahmen wider.
Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2012 erfolgte unter Verwendung der biometrischen Rechnungsgrundlage Heubeck RICHTTAFELN 2005G nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Berücksichtigung einer jährlichen Verzinsung von 5,04 Prozent.
| 2012 % |
|
| Abzinsungssatz | 5,04 |
| Erwartete Rendite aus Planvermögen | 2,46 |
| Rententrend | 2,00 |
Das Unternehmen rechnet 2013 mit Beiträgen zu leistungsorientierten Pensionsplänen in Höhe von 29 TEUR.
Die unter den Zuwendungen ausgewiesenen Investitionszuschüsse und -zulagen entwickelten sich wie folgt:
| 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
| Stand 1. Januar | 1.088 | 1.031 |
| Während des Geschäftsjahrs gewährt | 75 | 130 |
| Erfolgswirksam aufgelöst | -84 | -68 |
| Verringerung aufgrund Rückforderung | 0 | -5 |
| Stand 31. Dezember | 1.079 | 1.088 |
| Kurzfristig | 73 | 81 |
| Langfristig | 1.006 | 1.007 |
| 1.079 | 1.088 |
Die Zuwendungen werden entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögenswerte linear aufgelöst.
| 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
| Kurzfristig | 1.350 | 1.239 |
| Langfristig | 8.003 | 6.788 |
| 9.353 | 8.027 |
Die abgegrenzten Erlöse beinhalten von den Kunden vorab vereinnahmte Lagergebühren, die linear über den Zeitraum der Einlagerung als Erlöse erfasst werden. Zinseffekte wurden entsprechend berücksichtigt.
| 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
| Finanzielle Schulden | ||
| Kurzfristige Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 1.168 | 600 |
| Sonstige Schulden | 529 | 446 |
| 1.697 | 1.046 | |
| Nichtfinanzielle Schulden | ||
| Leistungen an Arbeitnehmer | 172 | 220 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen | 180 | 0 |
| 352 | 220 | |
| 2.049 | 1.266 |
Konditionen zu oben aufgeführten finanziellen Verbindlichkeiten:
| ― |
Schulden aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben im Normalfall eine Fälligkeit von 30 Tagen. |
| ― |
Sonstige Schulden sind nicht verzinslich und haben eine durchschnittliche Fälligkeit von ebenfalls 30 Tagen. Die nichtfinanziellen Schulden beinhalten im Wesentlichen Abgrenzungen kurzfristig fälliger Leistungen an Arbeitnehmer. |
| ― |
Zinsschulden werden im Normalfall monatlich oder quartalsweise beglichen. |
| WERTANSATZ BILANZ | |||||
| BUCHWERT 31.12.2012 | FORTGEFÜHRTE ANSCHAFFUNGSKOSTEN | ZEITWERT ERFOLGSNEUTRAL | ZEITWERT ERFOLGSWIRKSAM | ZEITWERT 31.12.2012 | |
| Aktiva | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.785 | 3.785 | 3.785 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.096 | 4.096 | 4.033 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 220 | 220 | 220 | ||
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.140 | 2.140 | 2.140 | ||
| Anteile stille Gesellschafter | 940 | 940 | 940 | ||
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 1.218 | 1.218 | 1.218 | ||
| Sonstige unverzinsliche Schulden | 529 | 529 | 529 | ||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien | |||||
| - Kredite und Forderungen | 8.101 | 8.101 | 8.038 | ||
| - Finanzverbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 4.827 | 4.827 | 4.827 | ||
| WERTANSATZ BILANZ | |||||
| BUCHWERT 31.12.2011 | FORTGEFÜHRTE ANSCHAFFUNGSKOSTEN | ZEITWERT ERFOLGSNEUTRAL | ZEITWERT ERFOLGSWIRKSAM | ZEITWERT 31.12.2011 | |
| Aktiva | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.377 | 3.377 | 3.377 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.414 | 4.414 | 4.400 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 245 | 245 | 245 | ||
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.184 | 3.184 | 3.112 | ||
| Anteile stille Gesellschafter | 940 | 940 | 1.022 | ||
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 600 | 600 | 600 | ||
| Sonstige unverzinsliche Schulden | 446 | 446 | 446 | ||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien | |||||
| - Kredite und Forderungen | 8.036 | 8.036 | 8.022 | ||
| - Finanzverbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 5.170 | 5.170 | 5.180 | ||
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Verwendung eines marktüblichen Zinssatzes.
Schulden aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Schulden haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.
Die Zeitwerte der in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten langfristigen Darlehen und Anteilen an stillen Beteiligungen wurden durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt.
| 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
| Kredite und Forderungen | -157 | -158 |
| Finanzverbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | 15 | -23 |
| Summe | -142 | -181 |
Sämtliche Komponenten des Nettoergebnisses werden unter den Zinserträgen und Zinsaufwendungen erfasst. Ausgenommen hiervon sind die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen, Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungsverluste der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen saldiert in Höhe von -29 TEUR (2011: -20 TEUR), die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden.
Die Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien setzen sich im Wesentlichen aus Zinserträgen und -aufwendungen in Höhe von insgesamt -128 TEUR und Aufwendungen aus der Abwertung von Forderungen in Höhe von -29 TEUR zusammen. In 2011 wurden sie von Zinserträgen und -aufwendungen in Höhe von -138 TEUR und Aufwendungen aus der Abwertung von Forderungen in Höhe von -20 TEUR bestimmt.
Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Vergütungen und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten ersichtlich:
| 2013 TEUR |
2014 TEUR |
2015 ff. TEUR |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.859 | 110 | 341 |
| Anteile an stillen Gesellschaften | 66 | 66 | 1.175 |
| Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten | 1.684 | 8 | 91 |
| Summe | 3.609 | 184 | 1.607 |
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2012 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Die variablen Vergütungen aus den Finanzinstrumenten, welche sich im Wesentlichen in Abhängigkeit von den erzielten Jahresergebnissen berechnen, wurden unter Zugrundelegung der Planungsrechnung der Vita 34 AG ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
Ziel des Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und mittelfristige Anlageformen wie Fonds zu bewahren. Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses mittels eines Liquiditätsplanungs-Tools. Dieses Tool berücksichtigt die Laufzeiten der finanziellen Vermögenswerte (z. B. Forderungen, andere finanzielle Vermögenswerte) sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit.
Der Konzern schließt Geschäfte überwiegend mit Privatkunden ab. Bonitätsprüfungen erfolgen im Rahmen von Ratenzahlungsvereinbarungen im Segment "Einlagerung von Nabelschnurblut - DACH" durch die TEBA Kreditbank GmbH & Co. KG. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, so dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den in Anhangangabe 12 ausgewiesenen Buchwert begrenzt. Im Konzern bestehen keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken.
Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente.
Im Konzern bestehen keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken, da die Mehrzahl der Darlehensverträge sowie die Verträge zu den stillen Beteiligungen mit fixen Zinssätzen abgeschlossen wurden.
Der Konzern hat in der Berichtsperiode Umsätze sowie Aufwendungen in Schweizer Franken (CHF) getätigt. Änderungen des CHF/Euro-Wechselkurses können sich daher grundsätzlich auf die Konzernbilanz auswirken. Weitere wesentliche Transaktionen werden nicht in Fremdwährungen abgewickelt.
Von der Schweizer Nationalbank wurde aufgrund der verstärkten Nachfrage nach Franken ein unterer Interventionskurs von 1,20 CHF/Euro festgesetzt. Der Kurs zum 31. Dezember 2012 betrug 1,21 CHF/Euro. Ein Absinken des Kurses unter den festgelegten Interventionskurs wird als derzeit nicht wahrscheinlich angesehen. Ein Absinken des Kurses auf den festgelegten Interventionskurs wirkt sich nicht wesentlich auf die Konzernbilanz aus.
Eine grundsätzlich mögliche Erhöhung des Kurses um 5 Prozent würde aufgrund der Änderung von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Schulden zu einer Änderung des Konzernergebnis vor Steuern sowie des Eigenkapitals des Konzerns von jeweils 24 TEUR führen.
Der Konzern hat für verschiedene Kraftfahrzeuge und technische Anlagen Leasingverträge abgeschlossen. Die Leasingverträge haben eine durchschnittliche Laufzeit zwischen zwei und fünf Jahren und enthalten keine Verlängerungsoptionen. Dem Leasingnehmer werden keinerlei Verpflichtungen bei Abschluss dieser Leasingverhältnisse auferlegt.
Der Konzern hat darüber hinaus Mietverträge zur Nutzung von Räumlichkeiten abgeschlossen.
Alle Leasingverhältnisse sind gemäß IAS 17 als Operating-Leasing eingestuft und bewertet.
Zum Abschlussstichtag bestehen folgende zukünftige Mindestleasingzahlungsverpflichtungen aufgrund unkündbarer Operating-Leasingverhältnisse:
| 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
| Innerhalb eines Jahres | 749 | 660 |
| Zwischen einem und fünf Jahren | 1.669 | 2.078 |
| 2.418 | 2.738 |
Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2012 hat der Konzern Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 140 TEUR (2011: 262 TEUR).
Für Rechtstreitigkeiten wurden in Höhe der erwartenden Mittelabflüsse entsprechende Rückstellungen gebildet (vgl. Anhangangabe 18).
Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der Secuvita, S. L. durch die Novel Pharma, S. L. wurde Klage gegen die Secuvita, S. L. und deren ehemalige Gesellschafter eingereicht. Mit der Klage des bei der Secuvita, S. L. als Gesellschafter verbliebenen Anteilshabers wird die Erklärung der Unwirksamkeit der Übertragung der Anteile an der Secuvita, S. L. an die Novel Pharma, S.L. wie auch die Nichtigkeit der Gesellschafterbeschlüsse der Secuvita, S. L. in ihrer Sitzung vom 30. Juni 2010 beantragt. Unter Berücksichtigung der geringen Erfolgsaussichten der Klage hat die Gesellschaft auf die Bildung einer Rückstellung im Jahresabschluss verzichtet.
Zum Abschlussstichtag bestanden aus Sicht der Vita 34 AG keine Eventualschulden.
Der Konzern hatte mit einem früheren Vorstandsmitglied der Vita 34 AG (Amtsgericht Leipzig HRB 18047) am 2. August 2007 eine Vereinbarung über die Gewährung von Aktienoptionsrechten getroffen. Die Optionsrechte sind im Jahr 2012 vollständig verfallen.
Mit Verfall der Optionsrechte wurde die hierfür gebildete Rücklage in Höhe von 152 TEUR der Kapitalrücklage zugeführt.
In den Konsolidierungskreis wurden die Vita 34 AG und folgende Tochterunternehmen einbezogen:
| ANTEIL AM EIGENKAPITAL | ||
| NAME, SITZ | 2012 % |
2011 % |
| Novel Pharma, S.L., Madrid, Spanien | 100 | 100 |
| Secuvita, S.L., Madrid, Spanien | 88 | 88 |
Die am 1. Juli 2012 erworbene BioPlanta GmbH (Amtsgericht Leipzig HRB 5824) wurde aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 5. November 2012 und des Beschlusses der Gesellschafterversammlung der BioPlanta GmbH vom 5. November 2012 mit Verschmelzungsstichtag 1. April 2012 auf das Mutterunternehmen Vita 34 AG verschmolzen.
Als nahe stehende Personen gelten Aktionäre mit maßgeblichen Einfluss und Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens.
Die folgende Tabelle enthält die Gesamtbeträge aus Transaktionen zwischen nahe stehenden Unternehmen und Personen für das betreffende Geschäftsjahr:
| 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
| Es besteht eine Vereinbarung mit einem ehemaligen Vorstandsmitglied hinsichtlich von Nutzungs- und Verwertungsbefugnissen an einer Patentanmeldung und zwei Patenten. Der Vita 34 AG sind die betreffenden Patente bzw. Patentanmeldungen von dem ehemaligen Vorstandsmitglied dauerhaft zur Nutzung überlassen. | ||
| - Für die Überlassung sind in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 keine Vergütungen angefallen. | ||
| Vergütung der Personen in Schlüsselpositionen des Konzerns: | ||
| Kurzfristig fällige Leistungen: | ||
| - Aufsichtsratsvergütungen | 27 | 27 |
| - Vorstandsgehälter | 357 | 328 |
Bei den nachfolgenden Angaben zur Vorstandsvergütung handelt es sich um gesetzlich vorgesehene Anhangsangaben nach dem Handelsgesetzbuch (vgl. § 314 HGB) sowie um Angaben aufgrund der Vorgaben des Corporate Governance Kodex.
Der Vorstand der Vita 34 AG besteht derzeit aus zwei Mitgliedern.
Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung werden gemäß § 87 Aktiengesetz vom Aufsichtsrat festgelegt. Dabei umfasst die Vergütung des Vorstands der Vita 34 AG fixe und variable Bestandteile sowie sonstige Vergütungen.
Der fixe Bestandteil ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung, die monatlich in gleichen Beträgen ausgezahlt wird. Der variable Vergütungsbestandteil, der sich auf die Ziele für jeweils ein Geschäftsjahr bezieht, orientiert sich an der Erreichung bestimmter quantitativer Ziele und ist der Höhe nach nicht begrenzt. Bei den quantitativen Zielen handelt es sich um Umsatz und das Ergebnis vor Steuern (EBIT).
Zusätzlich haben die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen erhalten, die im Wesentlichen aus Versicherungsleistungen und der Privatnutzung der Firmen-Pkw bestehen und von den Vorstandsmitgliedern individuell zu besteuern sind.
Herr Dr. med. Eberhard F. Lampeter ist zum 31. Juli 2012 als Mitglied des Vorstandes ausgeschieden. Mit Wirkung vom 1. Juni 2012 wurde Herr Dr. André Gerth durch Beschluss des Aufsichtsrates zum ordentlichen Mitglied des Vorstandes bestellt.
Für das Geschäftsjahr 2012 betrug die Vergütung der Mitglieder des Vorstands für ihre Tätigkeit insgesamt 357 TEUR (2011: 328 TEUR). Einzelheiten zur Vergütung der Vorstandsmitglieder ergeben sich in individualisierter Form aus nachfolgender Tabelle. Die variable Vergütung wurde mit den maximalen Beträgen angegeben, die die Vorstände erreichen können. Bei der Beurteilung der qualitativen Zielerreichung steht es im Ermessen des Aufsichtsrats, eine geringere variable Vergütung festzusetzen.
| FESTES JAHRESGEHALT 2012 | SONSTIGE BEZÜGE IM JAHR 2012 | VARIABLE VERGÜTUNG 2012 | SUMME | |
| Dr. med. Eberhard F. Lampeter | 105 | 12 | 0 | 117 |
| Jörg Ulbrich | 115 | 18 | 0 | 133 |
| Dr. André Gerth | 98 | 9 | 0 | 107 |
| Summe | 318 | 39 | 0 | 357 |
Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Die Anstellungsverhältnisse mit den Vorstandsmitgliedern enthalten weder Change-of-Control-Klauseln noch sonstige besondere Vergünstigungen bei vorzeitiger Vertragsbeendigung.
Mit Herrn Dr. med. Eberhard F. Lampeter wurde eine Vereinbarung über die vorzeitige Vertragsbeendigung zum 31. Juli 2012 geschlossen. Herr Dr. med. Eberhard F. Lampeter erhielt eine Abfindungszahlung in Höhe von 279 TEUR. Die Höhe und die Zusammensetzung der Abfindungszahlung ergaben sich insbesondere auf Basis der Restlaufzeit des Anstellungsvertrages sowie als Ausgleich der zugesagten variablen Vergütungsbestandteile. Die Gesellschaft hat gegenüber Herrn Dr. med. Eberhard F. Lampeter auf die Einhaltung des nachträglichen Wettbewerbsverbotes verzichtet, damit entfällt die Zahlung einer Entschädigung.
Die Vorstände der Vita 34 AG erhalten keine zusätzliche aktienbasierte Vergütung.
Der Aufsichtsrat der Vita 34 AG besteht derzeit aus 3 Mitgliedern.
Organbezüge wurden im Jahr 2012 in Höhe von 27 TEUR (2011: 18 TEUR) gezahlt.
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates bestimmt sich nach § 18 der Satzung. Diese Regelung beruht in ihrer aktuellen Fassung auf dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juli 2011. Die Vergütung ist als fixe Vergütung vereinbart und wird pro Quartal an die Aufsichtsratsmitglieder ausgezahlt. Dabei wurden die Funktionen des Aufsichtsratsvorsitzenden sowie dessen Stellvertreter besonders berücksichtigt.
An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden vom Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 keine sonstigen Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen gezahlt.
| FIXBEZÜGE IN EURO |
|
| Aktive Mitglieder: | |
| Dr. Holger Födisch (Vorsitzender) | 12.000 |
| Dr. Uwe Marx (stellvertretender Vorsitzender seit 1. Mai 2012) | 6.000 |
| Alexander Starke (seit 1. Mai 2012) | 5.500 |
| Ausgeschiedene Mitglieder: | |
| Richard Neeson (stellvertretender Vorsitzender bis 30. April 2012) | 3.000 |
Aufgrund des Ausscheidens von Herrn Richard Neeson im April 2012 haben sich keine weiteren vertraglichen Verpflichtungen zwischen Herrn Neeson und der Vita 34 AG ergeben.
Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten Finanzinstrumente umfassen verzinsliche Darlehen, stille Beteiligungen und Kontokorrentkredite sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Anlagen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene weitere finanzielle Vermögenswerte und Schulden wie zum Beispiel Forderungen und Schulden aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit entstehen.
Der Konzern nutzt ausschließlich Finanzanlagen mit gutem Rating, bester Sicherheitsorientierung und kurzfristiger Verfügbarkeit der Mittel.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns bestehen aus Ausfallrisiken und Liquiditätsrisiken. Die Unternehmensleitung erstellt und überprüft Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken.
Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist sicherzustellen, dass es zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält.
Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen vor unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner oder eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2012 bzw. 31. Dezember 2011 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen. Das Kapital umfasst das bilanziell ausgewiesene Eigenkapital.
Ereignisse nach der Berichtsperiode, über die zu berichten wäre, haben sich nicht ergeben.
Das für die Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:
| 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
| Honorare für Abschlussprüfungen | 77 | 78 |
| Honorare für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen | 0 | 1 |
| 77 | 79 |
Unter den Honoraren für Abschlussprüfungen werden insbesondere Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses ausgewiesen.
Leipzig, den 14. März 2013
Vorstand der Vita 34 AG
Dr. Andrè Gerth, Vorstandsvorsitzender
Jörg Ulbrich, Finanzvorstand
Die Vita 34 AG (nachfolgend auch "Vita 34" genannt) ist Europas erste private Nabelschnurblutbank und mit mehr als 92.000 eingelagerten Nabelschnurblut-Präparaten führend im deutschsprachigen Raum. Mit Tochterunternehmen und Kooperationspartnern ist die Vita 34 Gruppe außerhalb Deutschlands unter anderem in Spanien, Italien, Österreich, der Schweiz, Serbien, Slowenien und der Slowakei tätig.
Für das Unternehmen hat die Einhaltung höchster Qualitätsstandards oberste Priorität. Vita 34 verfügt über alle notwendigen staatlichen Genehmigungen und Zertifizierungen, wie die Herstellungserlaubnis für Nabelschnurblut als Eigen- und Fremdblut, die Genehmigung für den Einsatz bei Bluterkrankungen und für den Einsatz im Rahmen der ersten europäischen Typ-1-Diabetes-Studie. Als einzige private Nabelschnurblutbank besitzt Vita 34 die Zulassung vom deutschen Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel (Paul-Ehrlich-Institut) für die Herstellung und Abgabe von allogenen Präparaten.
Im Jahr 2012 hat Vita 34 das weltweit erste Good-Manufacturing-Practice-Verfahren (GMP) entwickelt, bei dem die gesamte Nabelschnur eingelagert wird, und die Genehmigung zur Gewinnung und Verarbeitung von Nabelschnurgewebe gemäß Arzneimittelgesetz beantragt. Die Stammzellen aus dem Nabelschnurgewebe sollen sowohl für den autologen als auch den allogenen Einsatz zugelassen werden. Die innovative Produktpalette von Vita 34 wird um die Option "VitaPlusNabelschnur" erweitert.
Die Anzahl der medizinischen Anwendungen der bei Vita 34 eingelagerten Präparate ist im Jahr 2012 auf 23 gestiegen. Allein im Jahr 2012 wurden vier Transplantate eingesetzt, zwei Präparate davon im Rahmen des Programms "Geschwisterinitiative", das Vita 34 seit 2002 anbietet. Mit der "Geschwisterinitiative" wird die kostenfreie Einlagerung von Nabelschnurblut-Stammzellen eines Kindes ermöglicht, dessen Bruder oder Schwester schwer erkrankt ist. Bisher wurde dadurch fünf Kindern eine Transplantation ermöglicht. Als Vorreiter in Europa hat Vita 34 ein mobiles Stammzellteam etabliert, das Transplantationen von Stammzellen aus Nabelschnurblut vorbereitet. Dadurch ist die Behandlung unter Einhaltung höchster Qualitätsstandards in jedem Krankenhaus möglich.
Mit der Option "VitaPlusSpende" können Eltern sowohl für ihr Kind mit einem Nabelschnurblut-Depot vorsorgen als auch darüber hinaus diese Stammzellen einem anderen erkrankten Menschen zur Verfügung stellen. Die Blutdaten dieser Präparate werden anonymisiert, in ein Spenderegister eingestellt und Ärzten zur Verfügung gestellt. Vita 34 bietet über die Online-Plattform www.stemcellsearch.org die kostenfreie Recherche nach geeigneten Spenderpräparaten bei Vita 34 an.
Der sichere Erhalt einer langfristigen Einlagerung wird durch eine Insolvenzversicherung gewährleistet. Diese stellt im Falle einer Zahlungsunfähigkeit sicher, dass die bei Vita 34 eingelagerten Präparate vertragskonform weitergelagert werden.
| ― |
Mehr als 92.000 eingelagerte Nabelschnurblut-Präparate |
| ― |
Weltweit erstes GMP-Verfahren für die Gewinnung und Verarbeitung von Nabelschnurgewebe |
| ― |
Umfangreiche Genehmigungen und Zertifizierungen für den Einsatz von Nabelschnurblut als Eigen- und Fremdtransplantat |
| ― |
Erfahrenste private Nabelschnurblutbank in Europa mit 23 Transplantationen |
| ― |
Europäische Tochterunternehmen und Partner sowie strategische Allianzen weltweit |
Vita 34 engagiert sich seit Jahren in der Stammzellforschung und arbeitet aktiv mit renommierten Forschungseinrichtungen und Universitäten zusammen. Das Unternehmen ist jedoch kein Entwicklungsinstitut der Grundlagenforschung, sondern alle Anstrengungen und Investitionen dienen dem Ziel, die Lagerung von Stammzellmaterial sicherer und die Anwendung für Experimental- und Therapiezwecke interessanter zu machen sowie neue innovative Produkte zu entwickeln.
Im Jahr 2012 wurden zusätzlich zwei neue Forschungsprojekte begonnen.
Die Wissenschaftler von Vita 34 erforschen zusammen mit der Abteilung Hämatologie der Universität Leipzig die Wirksamkeit von mesenchymalen Stammzellen aus der Nabelschnur bei Blutstammzelltransplantationen in der Leukämiebehandlung. Das Ziel ist, lebensbedrohliche Immunreaktionen von fremdem Gewebe gegen das eigene Gewebe - die sogenannte Graft-versus-Host-Erkrankung - zu unterdrücken. Mesenchymale Stammzellen kommen in hoher Konzentration im Gewebe der Nabelschnur vor und sollen zukünftig mit einem neuartigen Verfahren gewonnen werden. Das Projekt ist für einen Zeitraum bis 2014 geplant und wird von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) mit 500.000 Euro gefördert.
Ebenfalls seit 2012 entwickelt Vita 34 ein Verfahren, um pflanzliches Gewebe bei Temperaturen von etwa -190 Grad Celsius im Kälteschlaf zu konservieren. Um zu prüfen, ob das Ausgangsmaterial für die Langzeitlagerung geeignet ist, werden spezielle Vitalitätsmarker erforscht und eingesetzt. Diese Pflanzenkryobank ist sowohl für gezüchtete Sorten interessant als auch für Arten, deren Saatgut dauerhaft schlecht lagerbar ist. Die theoretische Lagerdauer beträgt mehrere tausend Jahre. Nach der Kryokonservierung kann pflanzliches Gewebe jederzeit aufgetaut und vervielfältigt werden. Auch dieses Projekt wird von der SAB gefördert, das Volumen des Förderanteils beläuft sich ebenfalls auf rund 500.000 Euro.
Im Forschungsprojekt "Rückprogrammierung von Nabelschnurblutzellen in iPS-Zellen (induzierte pluripotente Stammzellen)" arbeitet Vita 34 bereits seit 2010 mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zusammen. Dieses Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom Freistaat Sachsen und der Europäischen Union mit einem Betrag von insgesamt rund 769.000 Euro gefördert. Im Anschluss an dieses Projekt will Vita 34 die Arbeit an iPS-Zellen fortsetzen und wird dazu weitere Fördermittel beantragen.
Weiterhin unterstützt Vita 34 die erste klinische Studie in Europa zur Behandlung des Typ-1-Diabetes mit körpereigenen Stammzellen aus Nabelschnurblut. Kooperationspartner ist in diesem Projekt die Technische Universität München. Im Rahmen dieser Studie wurden bisher sieben Kinder mit bei Vita 34 eingelagerten Nabelschnurblutpräparaten behandelt. Es sind insgesamt zehn Transplantationen geplant.
Die Forschungsanstrengungen, die wir in vielen Fällen mit namhaften Forschungseinrichtungen und Kliniken durchführen und planen, dienen der Untersuchung praktischer medizinischer Einsatzmöglichkeit von Nabelschnurstammzellen oder der Entwicklung neuer kryotechnischer Zellprodukte.
Die Entwicklungen bei Vita 34 werden in modernen Laboren durchgeführt, mit einem Team von 8 Mitarbeitern der Forschungs- und Entwicklungsabteilung.
Herzstück von Vita 34 als Stammzellbank ist das hochsichere Kryotank-Lager und die damit verbundene Einlagerungs- und Aufbewahrungstechnologie.
Vita 34 investiert mit Blick auf die zukünftige Entwicklung neuer Produkte fortlaufend in neue Kryotanks, um weitere Präparate aufbewahren zu können. In den Tanks werden die Präparate bei minus 196 Grad Celsius in der Gasphase über flüssigem Stickstoff gelagert. Mit dem Umzug in den BioCube, einem Erweiterungsbau der BIO CITY in Leipzig, ist die Lagerkapazität auf bis zu 350.000 Präparate gestiegen.
Die Anzahl der Einlagerungen bei Vita 34 hat sich im Jahr 2012 um 7.417 Nabelschnurblut-Präparate auf insgesamt mehr als 92.000 erhöht.
Vita 34 verfügt über ein eigenes Labor mit staatlicher Akkreditierung für die GMP-Herstellung von Stammzellpräparaten aus Nabelschnurblut. Die dafür notwendige Herstellungserlaubnis besitzt Vita 34 seit 1997. Vom deutschen Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel (Paul-Ehrlich-Institut) besitzt Vita 34 die Zulassung für die Herstellung und Abgabe von allogenen Präparaten. (www.pei.de)
Vita 34 hat 2012 das weltweit erste GMP-Verfahren entwickelt, bei dem die gesamte Nabelschnur eingelagert werden kann. Eine Genehmigung für die Gewinnung und Verarbeitung von Nabelschnurgewebe gemäß Arzneimittelgesetz wurde im Oktober 2012 beantragt.
Vita 34 hat 2012 mit dem Umbau der Marketing- & Vertriebsaktivitäten durch eine Verbesserung der strategischen Ausrichtung auf Zielgruppen begonnen. Neben der optimierten Fokussierung von Maßnahmen sollen strategische Marktpositionen ausgebaut werden.
Zu der Maßnahmenoptimierung zählten unter anderem die Überarbeitung des Anzeigenkonzepts und die komplette zielgruppengerechte Anpassung der Internetpräsenz. Erste Veränderungen im Bereich Internet Mitte 2012 waren noch nicht ausreichend. 2013 wird es daher weitere intensive Optimierungen, auch durch eine stärkere Nutzung sozialer Netzwerke geben. Hierbei soll der Auftritt von Vita 34 auch wegen der veränderten Produkt- und Angebotsstruktur überarbeitet werden. Das Profil und die Zielgruppenorientierung müssen dabei deutlicher geschärft werden. Adressaten unserer Angebote sind neben unseren Kunden ebenso Multiplikatoren und Kooperationspartner.
Ein weiterer Fokus lag 2012 auf der besseren Vernetzung der einzelnen Vertriebsbereiche. Die geplanten Veränderungen sind noch nicht abgeschlossen. Der Außendienst wurde auf strategisch wichtige Cluster fokussiert.
Das Auslandsgeschäft konnte im Berichtszeitraum deutlich ausgebaut werden. Eine Vertriebskooperation besteht nun auch in Serbien. Der Partner Bio Save d.o.o. aus Belgrad übernimmt die kompletten Marketing- und Vertriebsaktivitäten in dieser Region. Seit Juni 2012 sind bereits eine signifikante Anzahl von Nabelschnurblut-Einlagerungen aus Serbien erfolgt.
Außerhalb Europas wurden die Aktivitäten ebenfalls erweitert. Kooperationsverträge zum Aufbau einer Nabelschnurblutbank wurden mit CryoLifeCells in Mexiko, CordónVida in Chile und dem National Hospital of Obstetrics and Gynaecology in Vietnam geschlossen. Vita 34 unterstützt die ortsansässigen Partner mit Know-how, Support und Schulungen. CryoLifeCells und CordónVida setzen den patentierten Vita 34 Bag ein, mit dem keine Reinräume für die Präparation erforderlich sind.
Darüber hinaus wurde im Bereich Biotechnologie mit anderen Firmen ein gemeinsames Büro in China eröffnet. Das 2012 übernommene und auf die Vita 34 AG verschmolzene Biotechnologieunternehmen BioPlanta GmbH ist dort bereits im Umweltsektor aktiv.
Im Jahresdurchschnitt 2012 waren 104 Mitarbeiter bei Vita 34 nach 126 im Jahr 2011 beschäftigt (auf Vollzeitbasis, ohne Azubis und Leihkräfte, einschließlich Vorstände).
Am 31. Dezember 2012 beschäftigte Vita 34 in Voll- oder Teilzeit 101 Mitarbeiter und vier Auszubildende. Davon entfallen 25 Mitarbeiter auf Secuvita, S. L. sowie 76 Mitarbeiter auf die Vita 34 AG.

Im Bereich Marketing und Vertrieb belief sich die Mitarbeiterzahl auf 39 (2011: 46). Der Bereich Herstellung und Qualitätssicherung beschäftigte zum Jahresende 2012 39 Mitarbeiter nach 42 im Vorjahr. Hierzu zählen auch die Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Biotechnologie. Im kaufmännischen Bereich waren für Auftragsbearbeitung, Beschaffung, Personalwesen, Recht, Finanzen, IT, Controlling und Business Development 23 Personen bei Vita 34 tätig (2011: 29). Personalanpassungen wurden sowohl bei Secuvita in Spanien als auch in Deutschland vorgenommen.

Vita 34 beschäftigte rund 71 Prozent Frauen. Von den in Führungspositionen beschäftigten Mitarbeitern entfallen 50 Prozent auf Frauen. Vita 34 ermöglichte Mitarbeitern die Wahl von Teilzeitmodellen, flexible Elternzeitmodelle und flexible Schichtdienste. Im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge konnten Mitarbeiter auch attraktive Leistungen, z. B. eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder die Art der Altersvorsorge wählen. Zusätzlich waren die Vita 34 Mitarbeiter in einer Gruppenunfallversicherung abgesichert.
Vita 34 betreute Ausbildungen in den Berufen Industriekaufmann und -kauffrau für Marketingkommunikation, Biologielaborant sowie praktische Ausbildungen innerhalb eines BA-Studiums für Betriebswirtschaftslehre und eines BA-Studiums für Biotechnologie.
Für Gehälter, Sozialabgaben und Aufwendungen für die Altersvorsorge hat Vita 34 insgesamt 5,3 Mio. Euro im Jahr 2012 aufgewandt.
Das gezeichnete Kapital der Vita 34 AG beträgt 3.026.500 Euro und ist eingeteilt in 3.026.500 auf den Namen lautende nennwertlose Stammaktien (Stückaktien). Dabei verfügt jede Aktie über ein Stimmrecht.
Einschränkungen der Handelbarkeit der Aktie der Vita 34 AG bestanden lediglich für die mit einem Veräußerungsverbot belegten Aktien bestimmter Altaktionäre. Diese Aktien waren im Rahmen der vereinbarten Veräußerungsverbote für einen Zeitraum von 12 bzw. 18 Monaten ab dem Datum der Notierungsaufnahme - dem 27. März 2007 - nicht an der Börse handelbar.
Mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Gerth wurde im Rahmen der Einbringung der BioPlanta GmbH und der Ausgabe neuer Aktien der Vita 34 AG aus genehmigtem Kapital für die Übernahme der BioPlanta GmbH vereinbart, dass die neuen Aktien bis zum Ablauf von drei Jahren ab dem Vollzugstag nicht ohne Zustimmung der Vita 34 AG in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat veräußert werden dürfen.
Die folgenden direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital der Vita 34 AG, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind der Vita 34 AG per Stimmrechtsmitteilung bis zum 31. Dezember 2012 bekannt gemacht worden:
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HSCI OJSC, Moskau, Russland: 10,5 Prozent, |
| ― |
Dr. André Gerth: 12,7 Prozent, |
| ― |
Landesbank Baden-Württemberg (LBBW): 13,8 Prozent. |
Die gesetzlichen Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sind in §§ 84 und 85 AktG zu finden. Die Satzung der Vita 34 AG sieht in § 9 der Satzung eine übereinstimmende Regelung vor. Die Änderung der Satzung kann nach § 179, 133 AktG durch einen Beschluss der Hauptversammlung herbeigeführt werden.
Gemäß § 7 Abs. 2 der Satzung der Vita 34 AG besteht ein genehmigtes Kapital. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juli 2011 ermächtigt, in einem Zeitraum bis zum 11. Juli 2016 das Grundkapital des Konzerns mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 620.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 620.000 neuen, auf den Namen lautenden, nennwertlosen Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011).
Der Vorstand wird, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats, über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre entscheiden. Ein Bezugsrechtsausschluss ist insbesondere zulässig, um
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bis zu 264.650 neue Aktien gegen Bareinlage zu einem Preis auszugeben, der den Börsenpreis der Aktien des Konzerns zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich unterschreitet; |
| ― |
bis zu 620.000 neue Aktien im Rahmen von Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen auszugeben; |
| ― |
Spitzenbeträge zu glätten; |
| ― |
bis zu 30.000 neue Belegschaftsaktien auszugeben. |
Über den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.
Gemäß § 7 Abs. 3 der Satzung der Vita 34 AG ist das Grundkapital des Konzerns um nominal bis zu 40.000 Euro durch Ausgabe von bis zu 40.000 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Einlösung von Optionsrechten, deren Ausgabe von der Hauptversammlung am 31. Juli 2007 beschlossen wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Optionsberechtigten von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Der Optionsberechtigte hat 2012 von seinem Optionsrecht kein Gebrauch gemacht. Die Aktienoptionen sind somit im Jahr 2012 vollständig entfallen.
Es bestehen weder wesentliche Vereinbarungen des Konzerns, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, noch gibt es Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen wurden.
Die Führungs- und Kontrollstrukturen sowie das Vergütungssystem für Vorstand und Aufsichtsrat folgen den gesetzlichen Bestimmungen. Sie folgen insbesondere den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Die Geschäftsverteilung des Vorstands sieht zwei Vorstandsbereiche vor. Der Aufsichtsrat der Vita 34 AG überwacht die Geschäftsführung des Vorstands und berät ihn.
Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung werden gemäß § 87 AktG vom Aufsichtsrat festgelegt. Dabei umfasst die Vergütung des Vorstands der Vita 34 AG fixe und variable Bestandteile sowie sonstige Vergütungen.
Der fixe Bestandteil ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung, die monatlich in gleichen Beträgen ausgezahlt wird. Der variable Vergütungsbestandteil, der sich auf die Ziele für jeweils ein Geschäftsjahr bezieht, orientiert sich an der Erreichung bestimmter quantitativer Ziele. Bei den quantitativen Zielen handelt es sich um das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT).
Der Aufsichtsrat der Vita 34 AG besteht seit der Hauptversammlung 2009 aus drei Mitgliedern. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats bestimmt sich nach § 18 der Satzung. Diese Regelung beruht in ihrer aktuellen Fassung auf dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juli 2011. Die Vergütung ist als fixe Vergütung vereinbart und wird pro Quartal an die Aufsichtsratsmitglieder ausgezahlt. Dabei wurden die Funktionen des Aufsichtsratsvorsitzenden sowie dessen Stellvertreters besonders berücksichtigt.
Die Vergütung der Vorstände und der Aufsichtsräte wird im Konzernanhang unter der Textziffer 27 individualisiert und aufgegliedert nach den einzelnen Vergütungsbestandteilen ausgewiesen.
Im Jahr 2012 wurden 7.417 Nabelschnurblut-Präparate bei Vita 34 in Leipzig eingelagert, was einer Verringerung um 15,8 Prozent gegenüber dem Wert des Vorjahrs entspricht (8.806 Präparate).
Der Anteil der Einlagerungen aus dem Ausland ist im Jahr 2012 insgesamt gesunken. Secuvita, S. L. realisierte aufgrund der schwierigen Lage am spanischen Markt (hohe Arbeitslosigkeit und große Zahl von Wettbewerbern) zirka 50 Prozent niedrigere Einlagerungszahlen gegenüber dem Vorjahr. Unser italienischer Partner Sorgente S.r.l. konnte die Einlagerungszahlen im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöhen und somit 2012 einen Beitrag zur Profitabilität von Vita 34 leisten.
Neu hinzugekommen sind Einlagerungen von unserem serbischen Partner Bio Save d.o.o., deren Anzahl von Einlagerungen sich noch auf niedrigem Niveau bewegt. Die Anzahl der Einlagerungen unseres slowenischen Partners Izvorna Celica d.o.o. steigerten sich leicht gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der geringen Marktgröße Sloweniens (20.000 Geburten p.a.) sind sie für das Gesamtergebnis von Vita 34 von geringerer Bedeutung als die Leistungen auf dem deutschsprachigen, spanischen und italienischen Markt.
Vita 34 hat auch 2012 Zusatzleistungen im Zusammenhang mit der Einlagerung von Nabelschnurblut angeboten, wie z. B. das Produkt "Vita 34 Max", bei dem unter anderem ein Vorsorge-Screening des Nabelschnurbluts enthalten ist. Im deutschsprachigen Raum hat sich ein signifikant hoher Anteil unserer Kunden für diese Vertragsvariante entschieden. Das Vorsorge-Screening wird als separates Produkt auch Bestandskunden für die Durchführung bei älteren Kindern oder Eltern ohne eine Einlagerung von Nabelschnurblut angeboten.
Das Geschäftsjahr 2012 war für Vita 34 herausfordernd. Die angespannte Wirtschaftslage in Spanien, einem unserer wichtigsten Märkte, und der Rückgang der Einlagerungen im Kernmarkt Deutschland haben Spuren in unserer Geschäftsentwicklung hinterlassen. Eine positive Entwicklung zeigte unser italienischer Vertriebspartner Sorgente S.r.l. Der Umsatz 2012 in Höhe von rund 14 Mio. Euro lag wie prognostiziert unter dem Umsatz des Vorjahres (2011: 16 Mio. Euro).
Der Umsatz der Vita 34 Gruppe setzte sich aus Umsätzen der Geschäftsbereiche Einlagerung von Nabelschnurblut und Biotechnologie zusammen. Rund 98 Prozent des Umsatzes ergaben sich aus der Einlagerung von Nabelschnurblut aus der deutschsprachigen Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) sowie aus anderen europäischen Staaten, vorrangig Spanien und Italien, aber auch Serbien und Slowenien. Durch den steigenden Anteil ausländischer Einlagerungen reduzierte sich der durchschnittliche Umsatz pro Einlagerung leicht. In der deutschsprachigen Region konnte der durchschnittliche Umsatz pro Einlagerung weiter gesteigert werden, da sich die Endkunden vermehrt für Kompaktmodelle mit einer Vorauszahlungsoption für 25 Jahre entscheiden.
| Angaben in TEUR |
2012 | 2011 |
| Umsatzerlöse | 13.603 | 16.001 |
| - Umsatzkosten | -5.559 | -6.539 |
| Bruttoergebnis | 8.044 | 9.462 |
| - Vertriebskosten | -5.770 | -6.970 |
| - Verwaltungskosten | -3.082 | -2.929 |
| - Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge | 66 | 102 |
| Betriebsergebnis/EBIT | -742 | -335 |
| - Zinserträge/-aufwendungen | -113 | -161 |
| - Ertragsteuerertrag | 246 | 1.687 |
| Periodenergebnis | -609 | 1.191 |
Gesunkene Einlagerungszahlen führten dazu, dass sich die Umsatzkosten im Vergleich zum Vorjahr von 6,5 Mio. Euro auf 5,6 Mio. Euro verringerten. Das Bruttoergebnis vom Umsatz verminderte sich von 9,5 Mio. Euro im Jahr 2011 auf 8,0 Mio. Euro im Berichtszeitraum. Die Bruttomarge im Geschäftsjahr 2012 betrug jedoch wie im Vorjahr zirka 59 Prozent.
Die Vertriebskosten verringerten sich von 7,0 Mio. Euro im Jahr 2011 um 1,2 Mio. Euro auf 5,8 Mio. Euro 2012. Die Reduzierung um zirka 17 Prozent ist auf Änderungen innerhalb des Marketing-Mixes und Kosteneinsparungen sowohl in Deutschland also auch in Spanien zurückzuführen. Die Verwaltungskosten lagen mit 3,1 Mio. Euro im Gesamtjahr 2012 auf dem Niveau des Vorjahrs. Zum 31. Dezember 2012 sind 0,2 Mio. Euro Rückstellungen für Abfindungen für bereits durchgeführte Personalmaßnahmen enthalten.
Die saldierten sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge sind gegenüber dem Vorjahr von 102 TEUR auf 66 TEUR gesunken. Die Erträge setzten sich 2012 vor allem aus erhaltenen Forschungszuschüssen zusammen. Die Aufwendungen bestanden hauptsächlich aus Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 428 TEUR.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, EBITDA, lag mit 0,4 Mio. Euro unter den 0,6 Mio. Euro des Vorjahrs. Das EBITDA im 4. Quartal fiel mit 0,2 Mio. Euro etwas besser aus als im 3. Quartal. Die im Zusammenhang mit der Übernahme von BioPlanta erworbenen Verträge und Entwicklungsprojekte werden über einen Zeitraum von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben. Dadurch erhöhten sich die Abschreibungen 2012 auf rund 1,2 Mio. Euro nach 1,0 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, EBIT, lag mit -0,7 Mio. Euro unter den -0,3 Mio. Euro des Vorjahrs.
Aufgrund gesunkener Zinsaufwendungen infolge niedrigerer Verbindlichkeiten aus verzinslichen Darlehen belief sich das Finanzergebnis auf -0,1 Mio. Euro nach -0,2 Mio. Euro im Vorjahr. Der Ertragsteuerertrag 2012 wurde in Höhe von 0,2 Mio. Euro ausgewiesen, während im Vorjahr ein Ertragsteuerertrag in Höhe von 1,7 Mio. Euro anfiel. Der positive Steuereffekt 2011 ergab sich aus der erstmaligen Aktivierung von latenten Steuern auf die steuerlichen Verlustvorträge der Vita 34 International AG infolge der Verschmelzung. Dies führte in der Vorjahresperiode zu einmaligen Erträgen aus der Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge und einem Periodenergebnis von 1,2 Mio. Euro. In der Berichtsperiode bezifferte sich das Periodenergebnis auf -0,6 Mio. Euro.
Vita 34 verfügte zum 31. Dezember 2012 über einen Finanzmittelbestand in Höhe von 3,5 Mio. Euro nach 3,0 Mio. Euro im Jahr zuvor.
2012 lag der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit bei 2,0 Mio. Euro nach -0,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Abbau von Schulden hatte im Vorjahreszeitraum einen negativen Effekt in Höhe von 2,7 Mio. Euro.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -0,9 Mio. Euro nach 0,5 Mio. Euro im Vorjahr, da im Vergleich zu 2011 im Berichtszeitraum keine Erlöse aus dem Verkauf von Finanzinvestitionen erzielt wurden. In die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wurden 2012 wie im Vorjahr 1,0 Mio. Euro investiert. Davon wurden zirka 28 Prozent für immaterielle Vermögenswerte ausgegeben. Dabei standen Anzahlungen für Software mit 0,3 Mio. Euro im Vordergrund. Investitionen in Sachanlagen betrafen vor allem die Erweiterung der Lagerkapazitäten für Nabelschnurblut-Präparate. In die für die Lagerung notwendigen Kryotanks wurden 0,3 Mio. Euro investiert.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag per 31. Dezember 2012 mit -0,8 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahrs (-0,3 Mio. Euro). Dies resultierte vor allem aus der Tilgung von Darlehen.
Aktiva

Passiva

Vita 34 verfügt unverändert über eine solide Bilanzstruktur. Im Vergleich zu 2011 erhöhte sich die Bilanzsumme im Berichtszeitraum von 34,7 Mio. Euro auf 36,6 Mio. Euro.
Bei den Aktiva bildeten die langfristigen Vermögenswerte inklusive Firmenwert mit 28,4 Mio. Euro den größten Posten. Sie werden maßgeblich durch den Firmenwert in Höhe von 13,9 Mio. Euro geprägt. Dieser beinhaltet die Firmenwerte der Vita 34 AG, Secuvita, S. L. und des Geschäftsbereichs Biotechnologie. Die Steigerung der immateriellen Vermögenswerte ist vor allem auf die im Zusammenhang mit der Übernahme von BioPlanta erworbenen Verträge und Entwicklungsprojekte zurückzuführen.
Die liquiden Mittel betrugen zum Jahresende 2012 3,5 Mio. Euro und setzten sich aus Kasse und Bankguthaben zusammen. Nicht frei verfügbare Zahlungsmittel in Höhe von 0,3 Mio. Euro wurden separat ausgewiesen.
Die kurzfristigen Vermögenswerte blieben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum unverändert bei 4,7 Mio. Euro.
Auf der Passivseite betrug das Eigenkapital 20,5 Mio. Euro zum Jahresende 2012 (2011: 20,0 Mio. Euro). Im Rahmen des Erwerbs der BioPlanta wurden 380.000 Aktien aus genehmigtem Kapital gegen Sacheinlage ausgegeben. Der Gesamtausgabebetrag der Aktien betrug 380.000 Euro. Somit erhöhte sich das gezeichnete Kapital auf 3,03 Mio. Euro (2011: 2,65 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote erreichte zirka 56 Prozent nach 57 Prozent im Vorjahr.
Die langfristigen Schulden lagen mit 2,5 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert in Höhe von 3,8 Mio. Euro. Diese Reduzierung resultierte vor allem aus der Umgliederung verzinslicher Darlehen in die kurzfristigen Schulden.
Einen bedeutenden Posten bildeten die abgegrenzten Erlöse mit 9,4 Mio. Euro. Darunter werden die Lagergebühren erfasst, die von Kunden vorab entrichtet werden. Diese werden dann über die Laufzeit der vereinbarten Lagerung der Nabelschnurblut-Präparate linear aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2012 stieg dieser Posten um 1,4 Mio. Euro, da die Secuvita, S. L. ihren Kunden in Spanien ebenfalls die Vorauszahlung von Lagergebühren für 25 Jahre angeboten hat.
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich zum 31. Dezember 2012 deutlich auf 4,3 Mio. Euro gegenüber 2,9 Mio. Euro im Vorjahr. Dazu trugen zum Einen höhere Schulden aus Lieferungen und Leistungen bei. Zum Anderen wurden für Verträge und Entwicklungsprojekte des Geschäftsbereichs Biotechnologie unter den sonstigen Schulden erhaltene Anzahlungen in Höhe von 0,4 Mio. Euro ausgewiesen. Außerdem wurden Rückstellungen für erwartete Projektkosten bei Public-Private-Partnership-Projekten (PPP) gebildet, die nicht durch zu erwartende Einnahmen aus diesen Projekten abgedeckt sind.
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2012 sind keine Vorgänge mit besonderer Bedeutung oder mit erheblichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage eingetreten.
Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB sind wir gemäß § 289 Abs. 5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben.
Vita 34 betreibt seit mehreren Jahren ein internes Risikomanagementsystem. Risiken werden identifiziert, bewertet und priorisiert. Eine umfassende Dokumentation und Kommunikation der Risiken sind Basis des Risikomanagementsystems und dessen Steuerung. Zusammenhängende Aktivitäten werden innerhalb des Risikomanagementsystems erkannt und überwacht. Ein internes Kontrollsystem stellt einen weiteren zentralen Bestandteil des Risikomanagementsystems dar. Besonders Rechnungslegungs-, Buchhaltungs- und Controllingprozesse werden hiermit gesteuert. Risikomanagement und internes Kontrollsystem werden zusammengefasst dargestellt und greifen direkt auf Vorstands- und Leitungsebene ein. Der Vorstand gestaltet den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Systeme in eigener Verantwortung anhand der unternehmensspezifischen Anforderungen. Trotz angemessener und funktionsfähig eingerichteter Systeme kann keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährt werden. Erkannte Risiken werden z. B. durch Hinzuziehung von externen Spezialisten begrenzt und hinsichtlich ihres Einflusses auf die betrieblichen Abläufe und den Konzernabschluss überprüft. Im Rahmen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems werden Kontrollen implementiert, um die hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der identifizierten Risiken die betrieblichen Abläufe und die Erstellung der Jahres- bzw. Konzernabschlüsse sichergestellt werden.
Identifizierung, Erfassung und Bewertung neuer Risiken werden in einem operativen Prozess vollzogen. Jährlich führt das Controlling eine Risikoinventur durch, um erfasste Risikoarten in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Führungskräften und dem Vorstand zu analysieren, zu überprüfen und zu ergänzen. In vierteljährlichen Sitzungen werden die Risiken regelmäßig auf Leitungsebene besprochen. Veränderungen bei Risiken und entsprechende Kennzahlen werden monatlich an den Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Im Risikomanagement-Handbuch und den Risiko-Informationsblättern ist das Risikomanagementsystem dokumentiert und die einzelnen Risiken beschrieben.
Zusätzlich sind in der Betriebsordnung und anderen Unternehmensrichtlinien verschiedene Abläufe festgelegt und teilweise validiert. Wesentliche Vorgänge unterliegen in allen Bereichen des Unternehmens dem Vier-Augen-Prinzip, d.h. es sind immer zwei Unterschriften zur Durchführung notwendig. Bei IT gestützten Systemen wird für jeden Mitarbeiter das Zugriffsrecht (Lese-, Schreibberechtigung) geregelt.
Bei der Erstellung von Monats-, Quartals- und Jahresabschlüssen wirken externe Dienstleister mit. Die Zuordnung der Aufgaben bei der Erstellung der Abschlüsse ist festgelegt und dokumentiert.
Neben den regelmäßigen prozessbedingten Risiken werden vorrangig Risiken innerhalb von Projekten sowie bei besonderen Anlässen identifiziert, analysiert und auf Grundlage des Risikomanagementsystems erfasst. Risiken sind in folgende Risikokategorien unterteilt: strategische, finanzielle, personelle und rechtliche Risiken, Produkt-, Kapitalmarkt- und Infrastrukturrisiken sowie Risiken des Marketings und Vertriebs.
Aus der Gesamtheit der identifizierten Risiken werden nachfolgend die Risiken erläutert, welche aus heutiger Sicht die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von Vita 34 wesentlich beeinflussen können:
Künftige Forschungen könnten belegen, dass Stammzellen aus anderen Quellen (z. B. aus dem Knochenmark bzw. peripherem Blut oder Geweben) eine jederzeit gewinnbare Alternative zu Stammzellen aus Nabelschnurblut im Rahmen der therapeutischen Nutzung werden können. Ein Risiko könnte daraus erwachsen, dass die Forschung mit Knochenmark- bzw. peripheren Stammzellen schneller vorangetrieben wird, weil die mit autologen Stammzellen zu behandelnden Erkrankungen vorwiegend im höheren Lebensalter auftreten, diese Patienten jedoch noch nicht über ein autologes Nabelschnurblut-Depot verfügen. Deshalb werden heute zur Behandlung nach Herzinfarkten ausschließlich autologe Knochenmarkstammzellen eingesetzt, obwohl Forschungen an Tiermodellen gezeigt haben, dass Nabelschnurblut-Stammzellen eine bessere Wirksamkeit zeigen. Auch die Entwicklung sogenannter iPS-Zellen (induced pluripotent stem cells) kann, ausgehend von kernhaltigen Körperzellen eines Patienten, zu einer alternativen Stammzellquelle für verschiedene regenerative Therapien führen. Namhafte Wissenschaftler konnten jedoch nachweisen, dass sich Nabelschnurblut für diese Technologie besser eignet als andere, ältere somatische Zellen (z. B. Hautzellen). Vita 34 ist auf diesem Gebiet Forschungskooperationen bereits in einem frühen Stadium eingegangen, um Nabelschnurblut als Zellquelle für iPS-Techniken zu etablieren. Auf Grund der Vorteile des Nabelschnurbluts gegenüber anderen Zellquellen stellt die zunehmende Nutzung letzterer aus Sicht des Managements kein prinzipielles bestandsgefährdendes Risiko dar, sondern trägt zur Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten der Nabelschnurblut-Stammzellen bei. Des Weiteren hat Vita 34 im Jahr 2012 ein einzigartiges GMP-Verfahren zur Konservierung von Nabelschnurgewebe entwickelt, bei dem mesenchymale Stammzellen als Ausgangszellen für die regenerative Medizin gewonnen werden sollen.
Unter Produktrisiken ist derzeit auch die vorrangige Konzentration auf ein Produkt zu sehen. Neben dem großen Potential von Stammzellen aus Nabelschnurblut und den o.g. Entwicklungen ist Vita 34 bestrebt, weitere Produktfelder im Rahmen der langfristigen Unternehmensstrategie zu etablieren. Mit dem Geschäftsbereich Biotechnologie ist Vita 34 nun auch auf dem Gebiet der Biotechnologie tätig.
Es besteht das Risiko, dass sich die Marktausweitung auf nationaler oder internationaler Ebene langsamer oder weniger umfänglich als erwartet realisieren lässt. Ein limitierender Faktor hierfür könnten auch die finanziellen Mittel sein, die Vita 34 zur Verfügung stehen. Die Erschließung internationaler Märkte könnte hiervon betroffen sein. Es ist auf jeden Fall davon auszugehen, dass die Marktausweitung und das Wachstum der Vita 34 keinen linearen Verlauf über die Quartale nehmen, sondern Schwankungen unterworfen sein werden. Internationale Märkte können auf Grund von regulatorischen, marktseitigen oder konjunkturellen Einflüssen eine ungeplante Entwicklung nehmen und das Wachstum ebenso beschränken. Es besteht darüber hinaus das Risiko, dass laufende Kooperationen beendet werden und danach Umsatz- und Ergebnisreduzierungen folgen.
Durch unterschiedliche Vertriebsmaßnahmen, externe Einflüsse auf Märkte bzw. Konsumenten sowie damit verbundene Forderungsausfälle oder durch Zunahme von Wettbewerb können finanzielle- bzw. Liquiditätsrisiken eintreten. Diese Risiken können auch konjunkturellen Ursprungs sein. In ausländischen Märkten, z. B. in Spanien, können auf Grund veränderter Rahmenbedingungen der Zins- und Steuerpolitik finanzielle Risiken eintreten. Durch eine langfristige Geschäftsplanung und vorausschauende Liquiditätsplanung sollen Risiken vermieden und eingeschränkt werden.
Rechtliche Risiken können sich aus den vielfältigen, die Vita 34 betreffenden Regelungen und Gesetzen ergeben. Änderungen von Gesetzen auf dem Gebiet des Medizin- und Pharmarechts können die bestehenden Geschäftsstrukturen beeinflussen. Durch aktive Gesprächsführung mit Entscheidungsträgern wird versucht, im Rahmen der Gesetzesauslegung die Besonderheiten von Vita 34 darzulegen und die Umsetzung der Neuerungen praxisnah zu gestalten. Weiterhin können wettbewerbsrechtliche Rechtsstreitigkeiten die Geschäftstätigkeit, z. B. im Marketing und Vertrieb, von Vita 34 beeinflussen oder erheblich einschränken. Rechtliche Risiken ergeben sich weiterhin durch fehlgeschlagene Nabelschnurblutentnahmen, unsachgemäßen Transport, Bearbeitungsfehler bei Vita 34 oder die Vernichtung eingelagerter Präparate, was beispielsweise zu Haftpflichtansprüchen der betroffenen Kunden führen kann. Für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken hat Vita 34 Versicherungen abgeschlossen, die die wirtschaftlichen Folgen möglicherweise eintretender Risiken ausschließen oder begrenzen sollen. Der Umfang der abgeschlossenen Versicherungsverträge wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Außerdem wird Vita 34 keine die Qualität beeinflussenden Einschränkungen aus Kostengründen vornehmen.
Aufgrund negativer, unsachlicher oder falscher Berichterstattung in den Medien über Nabelschnurblut-Einlagerung oder Stammzellanwendungen können potentielle Kunden beeinflusst werden, und dies kann zu Umsatzeinbußen führen. Die Auswahl von Kooperationen bzw. Kooperationspartnern kann ebenso aufgrund von Rufschädigungen oder vertraglichen Konstellationen zu Umsatzeinbußen führen. Es besteht das Risiko, dass die Geschäftstätigkeit von Vita 34 durch preisaggressive Angebote von Mitbewerbern negativ beeinflusst wird. Niedrige Preise oder deutliche Preissenkungen von Mitbewerbern oder neu in den Markt eintretenden Unternehmen können zu einer schwächer als erwarteten Umsatz- und Ertragsentwicklung bei Vita 34 führen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Schwäche bei der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sich negativ auf das Konsumverhalten von Endverbrauchern und somit auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung bei Vita 34 auswirkt. Vita 34 wird die von Marktforschern prognostizierte nationale Kaufkraftentwicklung in den Planungen berücksichtigen.
Die Entwicklung des Aktienkurses von Vita 34 kann durch externe Ereignisse, z. B. die Finanzmarktkrise, beeinflusst werden. Damit verbundene Anlageentscheidungen von Aktionären sind teilweise durch Faktoren gesteuert, die in keiner Verbindung zu den fundamentalen Kennzahlen von Vita 34 stehen. Vita 34 wird weiterhin durch die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften, sowie durch transparente Kommunikation mit Aktionären auf dem Kapitalmarkt auftreten.
Vita 34 sieht auf Grund etablierter Maßnahmen des internen Kontrollsystems sowie einer durch soziale und sicherheitsorientierte Maßstäbe geprägten Personalpolitik keine unternehmensgefährdenden Risiken.
Der Ausfall prozess- und vertriebsrelevanter Technik oder der Ausfall bzw. die Einschränkung logistischer Prozesse kann die Ertragslage von Vita 34 beeinflussen. Durch redundante Sicherungssysteme werden diese Risiken weitgehend vermieden bzw. ausgeschlossen.
Nach Überprüfung der Risikolage zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 lagen keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Die Gesamtrisikosituation von Vita 34 hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Auch für die Zukunft sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.
Die Entwicklung des Kerngeschäfts bei Vita 34 war 2012 rückläufig. Die intensivere Nutzung der Stärken von Vita 34 bei Qualität und Sicherheit sowie Erfahrung und Innovation wird unser Unternehmen beim Ausbau von strategischen Marktpositionen weiter vorantreiben. Die genaue strategische Ausrichtung auf unsere Zielgruppen wird ebenso wie der Ausbau des Marketings durch die intensivere Nutzung neuer Medien positive Wirkungen zeigen.
Vita 34 plant für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 eine moderate Steigerung des Umsatzes und eine deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses (EBITDA). Der Konzern ist zuversichtlich, im Geschäftsjahr 2013 ein positives EBITDA von mindestens 1 Mio. Euro zu erwirtschaften. Dies entspricht zirka 7 Prozent vom Umsatz. Auch 2014 wollen wir weiter das operative Ergebnis positiv entwickeln und auf über 10 Prozent - bezogen auf den Umsatz - verbessern. Um das zu erreichen, hat Vita 34 im Geschäftsjahr 2012 wichtige Maßnahmen eingeleitet.
Neben der Fokussierung der Marketing- und Vertriebsaktivitäten wurden unter anderem Kostensenkungsmaßnahmen um rund 1,4 Mio. Euro eingeleitet und die Mitarbeiterzahl reduziert. Die Kosteneinsparungen werden im Geschäftsjahr 2013 vollständig zum Tragen kommen und sich positiv auf das Ergebnis auswirken.
Auch die Erweiterung des Auslandsgeschäfts wird positive Effekte auf die weitere Geschäftsentwicklung haben. Erfreulich hat sich die im Berichtszeitraum geschlossene Zusammenarbeit mit dem serbischen Partner Bio Save d.o.o. entwickelt. Serbien ist weiterhin ein interessanter Markt für Vita 34, da die Wettbewerbssituation dort überschaubar und die Einlagerungsquote höher ist als in anderen europäischen Ländern. Im Dezember konnten die Vertriebsaktivitäten in Südosteuropa ausgebaut werden. Eine entsprechende Kooperationserweiterung mit Bio Save wurde für Montenegro geschlossen.
Vita 34 wird sich außerdem auf den Ausbau bestehender Kooperationen wie zum Beispiel in Mexiko, Chile und Vietnam fokussieren. Die Auslandsaktivitäten sollen in den nächsten Jahren schrittweise ausgeweitet werden. Durch das neue Büro in China erwartet das Unternehmen vor allem im Bereich Biotechnologie weitere Aufträge. Der Geschäftsbereich Biotechnologie der Vita 34 ist dort im Umweltbereich aktiv. Hier soll weiterhin einerseits auf dem Gebiet der Entwicklung biologischer Verfahren für die Zell- und Gewebekultur sowie deren Einsatz zur Optimierung und Vermehrung von Zellen und Pflanzen gearbeitet werden. Andererseits sollen Analysen-, Beratungs- und Projektleistungen für umweltsanierende und umweltgestaltende Vorhaben erbracht werden.
Die Einlagerung von Nabelschnurblut ist der bisherige Schwerpunkt der geschäftlichen Tätigkeit von Vita 34 und wird auch zukünftig das Kerngeschäft des Konzerns bleiben. Dennoch will das Unternehmen die sich bietenden Marktopportunitäten nutzen und die Wertschöpfungskette ausweiten. 2012 wurde ein wesentlicher erster Schritt zur Erweiterung der Produktpalette getan und das weltweit erste GMP-Verfahren (Good Manufacturing Practice) für die Einlagerung der gesamten Nabelschnur entwickelt. Nabelschnur bietet ein großes Potential für die regenerative Medizin, da sie mesenchymale Stammzellen (MSC) enthält, die unter anderem Bindegewebe, Knorpel und Knochen bilden können. Die für die Gewinnung und Verarbeitung von Nabelschnurgewebe gemäß Arzneimittelgesetz notwendige Herstellungserlaubnis wurde im Berichtszeitraum beantragt. Das neue Produkt "VitaPlusNabelschnur" wird sich zukünftig signifikant auf den Umsatz und den Gewinn des Konzerns auswirken.
Herausfordernd wird die Entwicklung der Kernmärkte Deutschland und Spanien bleiben. Deutschland ist derzeit von einer geringen Wettbewerbsdichte geprägt, was jedoch nicht zu einer Belebung oder Entwicklung des Marktsegmentes beiträgt. Wir sehen hierbei die mangelnde Informationsverbreitung bei den Zielgruppen als Ursache, die eher zur Verunsicherung beim Endverbraucher und zu einer derzeit stagnierenden Nachfrage führt. Vor allem in Spanien sind die Einlagerungszahlen deutlich zurückgegangen. Dort ist in den nächsten Jahren mit einer angespannten Wirtschaftslage zu rechnen. Bei der derzeitigen Wettbewerbssituation in Spanien gehen wir in den kommenden zwei Jahren von einer Konsolidierung des Wettbewerbs aus. Unser Tochterunternehmen Secuvita wird hierbei seine führende Rolle als Qualitätsanbieter behaupten. Die Stabilisierung dieser Märkte und die Kompensierung der rückläufigen Einlagerungszahlen bleiben im vertrieblichen und Marketing-Fokus von Vita 34. Es liegen begründete Annahmen vor, dass sich das Geschäft mit dem Partner Sorgente S.r.l. in Italien weiter positiv entwickelt. Aus dieser Region werden moderat steigende Einlagerungszahlen erwartet. Einlagerungen aus Slowenien und der Schweiz dürften hingegen stabil bleiben.
Die überdurchschnittlich hohen Qualitätsstandards von Vita 34, die umfangreichen Genehmigungen für den Einsatz von Nabelschnurblut verbunden mit der langjährigen Expertise in diesem Bereich werden zu weiteren medizinischen Anwendungen der bei Vita 34 eingelagerten Präparate führen. Bisher wurden 23 Transplantationen durchgeführt, weitere befinden sich in der Vorbereitungsphase.
Vita 34 wird auch künftig die Stammzellforschung aktiv unterstützen und das Potential von Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe untersuchen, damit die Anwendungsbereiche stetig erweitert werden können. Vita 34 wird energisch die Entwicklung vom Nabelschnurblut-Einlagerer zu einer Stammzellbank vorantreiben.
Es ist das erklärte Ziel des Unternehmens, die Marktposition als Spezialist für die Kryokonservierung biologischer Materialien auszubauen. Dazu wird die Marktposition in Europa gestärkt und die internationalen Aktivitäten werden ausgeweitet. Vita 34 erwartet einen steigenden Bedarf an Kryokonservierung und sicherer Lagerung von Zellen und Geweben aufgrund der fortschreitenden Entwicklung der personalisierten Medizin. Darüber hinaus wird Vita 34 durch die Stärkung der Forschungs- und Entwicklungskapazitäten und den Ausbau zu einer Stammzellbank als Dienstleister und Zulieferer für pharmazeutisch/therapeutisch orientierte Unternehmen signifikante Marktpositionen erobern.
Leipzig, den 14. März 2013
Vorstand der Vita 34 AG
Dr. André Gerth, Vorstandsvorsitzender
Jörg Ulbrich, Finanzvorstand
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