![]() Vita 34 AGLeipzigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013Bestätigungsvermerk"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Vita 34 AG, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Leipzig, 21. März 2014 Ernst & Young GmbH Schiffmann, Wirtschaftsprüfer Schenke, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2013Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für 2013scroll
Anhang für 2013I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Gesellschaft gilt aufgrund der bestehenden Börsennotierung als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 (III) HGB in Verbindung mit § 267d HGB. Sie hat daher ihren Jahresabschluss unter Beachtung der §§ 242 ff. HGB sowie der sie ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 ff. HGB und des AktG-Gesetzes aufzustellen und gemäß der §§ 325 ff. HGB offenzulegen. Im Berichtsjahr wurde die Gewinn- und Verlustrechnung erstmals nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt, um das externe an das interne Berichtswesen anzupassen und die Vergleichbarkeit mit dem von der Gesellschaft nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss zu verbessern. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt3 bzw. 5 Jahre mit Ausnahme eines Rechts, welches über 50 Jahre abgeschrieben wird. Der aus der Verschmelzung mit der VITA 34 Gesellschaft für Zelltransplantate mbH, Leipzig, resultierende Firmenwert wird seit dem 1. Januar 2002 planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für den Firmenwert beträgt mehr als 5 Jahre, weil der Firmenwert im Wesentlichen auf Kundenverträgen beruht, die eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren haben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich der aufgelaufenen Abschreibungen bewertet. Die Anschaffungskosten enthalten anteilige Anschaffungsnebenkosten und sind um Anschaffungskostenminderungen gekürzt. Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode gerechnet. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, ausgewiesen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zum Nennwert, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzipes zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittswertmethode ermittelt. Für nicht gängige Bestände sind angemessene Wertabschläge vorgenommen worden. Die unfertigen Leistungen wurden mit Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzipes bewertet. In die Herstellungskosten werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch anteilige Gemeinkosten des Fertigungsbereiches sowie Abschreibungen, soweit sie auf den Produktionsbereich entfallen, einbezogen. Vertriebskosten oder Zinsen wurden nicht berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Der Sonderposten wurde für Investitionszuschüsse (GA-Mittel) und Investitionszulagen gebildet und wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter aufgelöst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) errechnet. Die ausschließlich der Erfüllung der Alterversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 (II) 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen den Bilanzansätzen in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz ermittelt. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge ermittelt, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Die gesamten ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern werden sodann saldiert. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Realisationsprinzip (§ 252 (I) Nr. 4 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 (I) 1 HGB) beachtet. III. Erläuterungen zur BilanzUnter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 66 (Vj.: TEUR 7) ausgewiesen. III.1 AnlagevermögenDie Aufteilung und Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage diesem Anhang beigefügt. III.2 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeVon den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 1.158 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vj.: TEUR 1.379). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben TEUR 26 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vj.: TEUR 12). Die übrigen Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich kurzfristig fällig. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen in Höhe von TEUR 723 (Vj.: TEUR 171) enthalten. Es handelt sich dabei um Ansprüche auf sonstige Fördermittel. III.3 EigenkapitalDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 3.026.500 (Vj.: EUR 3.026.500). Das Grundkapital ist in Stückaktien zu jeweils EUR 1 aufgeteilt. Davon hält das verbundene Unternehmen Secuvita, S. L. 80.000 Aktien (2,64 %). Gemäß § 7 Abs. 2 der Satzung der Vita 34 AG besteht ein genehmigtes Kapital. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung am 12. Juli 2011 ermächtigt, in einem Zeitraum bis zum11. Juli 2016 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 620.000 durch Ausgabe von bis zu 620.000 neuen auf den Namen lautenden nennwertlosen Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Der Vorstand wird, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates, über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre entscheiden. Ein Bezugsrechtsausschluss ist insbesondere zulässig, um
Über den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates. III.4 Sonderposten für ZuwendungenDer Sonderposten wurde für erhaltene Investitionszuschüsse (GA-Mittel) und beantragte Investitionszulage für Investitionen des Berichtsjahres gebildet und wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter aufgelöst. III.5 RückstellungenDie Berechnung der Pensionsverpflichtung beruht auf folgenden Parametern: scroll
Zur Abdeckung des Risikos wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Dementsprechend ergibt sich gemäß § 246 Abs. 2 HGB folgender saldierter Ausweis in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung: scroll
Die Steuerrückstellungen bestehen in Höhe von TEUR 58 für erwartete Steuernachzahlungen (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer) für das Jahr 2013. Ferner werden Rückstellungen für die Mehrbelastung aufgrund der Umsatzsteuererhöhung 2007 in Höhe von TEUR 69 ausgewiesen. In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für erfolgsabhängige Vergütungen (TEUR 299), für ausstehende Rechnungen (TEUR 204), für Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 78), sowie für Personalkosten (TEUR 60) enthalten. Daneben wurden Rückstellungen für Mehraufwendungen für PPP-Projekte (TEUR 148) gebildet, die nicht durch entsprechende Einnahmen aus diesen Projekten gedeckt sind, enthalten. Die sonstigen Rückstellungen sind insgesamt kurzfristig fällig. III.6 VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt: scroll
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten am Bilanzstichtag Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 138 (Vj.: T€ 77) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 5(Vj.: T€ 0). III.7 Latente SteuernLatente Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten: scroll
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 31,925 % zugrunde gelegt. Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 4.166 und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 4.010 wurden latente Steueransprüche berücksichtigt. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungIV.1 UmsatzerlöseDie Umsätze gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen: scroll
Nach geographischen Gesichtspunkten wurden die Umsatzerlöse wie folgt erwirtschaftet: scroll
IV.2 Sonstige betriebliche ErträgeDer Sonderposten für Zuwendungen wurde entsprechend der Abschreibungen der bezuschussten Vermögensgegenstände im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 100 aufgelöst. Die periodenfremden Erträge betragen TEUR 163 (Vj.: TEUR 108) und resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 114 sowie aus der Erstattung von Versicherungsprämien in Höhe von TEUR 20. IV.3 MaterialaufwandDer Materialaufwand gliedert sich wie folgt: scroll
IV.4 PersonalaufwandDer Personalaufwand gliedert sich wie folgt: scroll
IV.5 Sonstige betriebliche AufwendungenDie periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 104 (Vj.: TEUR 55) resultieren aus Forderungsverlusten und Wertberichtigungen auf Forderungen. IV.6 Außerordentliche AufwendungenDie im Vorjahr ausgewiesenen außerordentlichen Aufwendungen resultieren aus dem Verschmelzungsverlust in Höhe von TEUR 980 aus der Verschmelzung der vormaligen Tochtergesellschaft BioPlanta GmbH auf die Vita 34 AG. IV.7 Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeUnter den Sonstige Zinsen und ähnlichen Erträgen werden Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 59 (Vj.: TEUR 238) ausgewiesen. IV.8 Zinsen und ähnliche AufwendungenUnter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 17 (Vj.: TEUR 0) ausgewiesen. IV.9 Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer Steueraufwand in Höhe von TEUR 44 ergibt sich im Wesentlichen aus Körperschaftssteuer in Höhe von TEUR 25 und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 31. V. Sonstige AngabenV.1 Anzahl der MitarbeiterDie Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr im Durchschnitt 72 Mitarbeiter. Daneben bestanden im Jahresdurchschnitt 3 Ausbildungsverhältnisse. V.2 Angaben zum VorstandIm Geschäftsjahr 2013 waren folgende Herren zum Vorstand gewählt: scroll
Vergütung des Vorstandes der Vita 34 (Vergütungsbericht)Höhe und Struktur der Vorstandvergütung werden gemäß § 87 Aktiengesetz vom Aufsichtsrat festgelegt. Dabei umfasst die Vergütung des Vorstandes der Vita 34 AG fixe und variable Bestandteile sowie sonstige Vergütungen. Der fixe Bestandteil ist die vertragliche festgelegte Grundvergütung, die monatliche in gleichen Beträgen ausgezahlt wird. Der variable Vergütungsbestandteil, der sich auf die Ziele für jeweils ein Geschäftsjahr bezieht, orientiert sich an der Erreichung bestimmter quantitativer Ziele und ist in der Höhe nach auf 150 TEUR begrenzt. Bei den quantitativen Zielen handelt es sich um das Ergebnis vor Steuern (EBIT). Zusätzlich haben die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen erhalten, die im Wesentlichen aus Versicherungsleistungen und der Privatnutzung der Firmen-Pkw bestehen und von den Vorstandsmitgliedern individuell zu besteuern sind. Für das Geschäftsjahr 2013 betrug die Vergütung der Mitglieder des Vorstandes für ihre Tätigkeit insgesamt TEUR 511. Einzelheiten zur Vergütung der Vorstandsmitglieder ergeben sich in individualisierter Form aus nachfolgender Tabelle. Die variable Vergütung wurde mit den auf das Unternehmensergebnis 2013 berechneten Beträgen angegeben. Bezüge des Vorstandes der Vita 34 AG für das Geschäftsjahr 2013 in TEUR: scroll
Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. Vorzeitige Beendigung des AnstellungsverhältnissesDie Anstellungsverhältnisse mit den Vorstandsmitgliedern enthalten weder Change-of-Control-Klauseln noch sonstige besondere Vergünstigungen bei vorzeitiger Vertragsbeendigung. Aktienbasierte VergütungDie Vorstände der Vita 34 AG erhalten keine aktienbasierte Vergütung. V.3 Angaben zum AufsichtsratIm Geschäftsjahr 2013 waren folgende Herren zum Aufsichtsrat bestellt: scroll
Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr TEUR 27. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates bestimmt sich nach § 18 der Satzung. Diese Regelung beruht in ihrer aktuellen Fassung auf dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juli 2011. Die Vergütung ist als fixe Vergütung vereinbart und wir pro Quartal an die Aufsichtsratsmitglieder ausgezahlt. Dabei wurden die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden sowie dessen Stellvertreter besonders berücksichtigt. scroll
An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden vom Unternehmen im Geschäftsjahr 2013 keine sonstigen Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen gezahlt. V.4 Angaben zum AnteilsbesitzDie Vita 34 AG ist zum 31. Dezember 2013 Mutterunternehmen für die im Anteilsbesitz befindlichen Tochterunternehmen i. S. d. § 290 HGB, die damit auch verbundene Unternehmen i. S. d. § 271 (II) HGB sind. scroll
*
Ermittlung nach IFRS Die Vita 34 AG stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2013 einen Konzernabschluss nach IFRS auf. V.5 Nicht in der Bilanz enthaltene GeschäfteDie Gesellschaft hat Miet- und Leasingverhältnisse über Immobilien und Geschäftsausstattung abgeschlossen, die nicht in der Bilanz abgebildet werden. Diese Vorgehensweise trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Die Verträge haben noch eine Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren. V.6 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 90 sowie aus der Verpflichtung zur Übergabe einer selbstschuldnerischen Bankbürgschaft in Höhe von TEUR 49. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus bestehenden Miet- und Leasingverträgen betragen bis zum Jahr 2018 insgesamt TEUR 2.838. Für das Jahr 2014 betragen die Verpflichtungen TEUR 672. V.7 Angaben zur Corporate Governance-ErklärungDie Vita 34 AG hat 2013 eine Corporate Governance-Erklärung abgegeben und entsprechend den Börsenvorschriften veröffentlicht. Die Corporate Governance-Regelungen sind im Internet unter www.vita34group.de ebenso wie die Entsprechenserklärung einsehbar. V.8 ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.423 mit dem Verlustvortrag in Höhe von TEUR 7.161 zu verrechnen und den sich ergebenden Bilanzverlust in Höhe von TEUR 5.738 zum Bilanzstichtag durch eine Entnahme aus der Kapitalrücklage auszugleichen. V.9 Honorare und Dienstleistungen der Abschlussprüfer gemäß § 285 Nr. 17 HGBDas für den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar gliedert sich wie folgt: scroll
Unter den Honoraren für Abschlussprüfungen werden insbesondere Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses ausgewiesen.
Leipzig, 21. März 2014 Vorstand der Vita 34 AG Dr. André Gerth, Vorstandsvorsitzender Jörg Ulbrich, Finanzvorstand Entwicklung des Anlagevermögens 2013scroll
scroll
scroll
Lagebericht 20121. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS1.1. GeschäftsmodellVita 34 wurde 1997 gegründet und hat sich als Pionier im Bereich des Nabelschnurblutbankings seitdem zur größten Stammzellbank im deutschsprachigen Raum und zu einem Spezialisten für Kryokonservierung entwickelt. Vita 34 ist außerhalb Deutschlands auf dem europäischen und globalen Markt über Tochtergesellschaften und Kooperationspartner in insgesamt 16 Ländern vertreten. Das Kerngeschäft von Vita 34 ist die Stammzelleinlagerung, insbesondere die Kryokonservierung von Nabelschnurblut und seit Oktober 2013 auch die Kryokonservierung von Nabelschnurgewebe für Endverbraucher. Als Komplettanbieter im Bereich Stammzellbanking deckt Vita 34 die gesamte Wertschöpfungskette ab: Von der Entnahmelogistik über die Aufbereitung und dauerhafte Einlagerung von Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe bis hin zur fachgerechten Abgabe von Stammzelltransplantaten für die Therapie verschiedener Krankheitsbilder. Mit derzeit zirka 100.000 Nabelschnurblut-Einlagerungen und einer Flächenkapazität für bis zu 350.000 Stammzellpräparate ist Vita 34 marktführend im deutschsprachigen Raum. Im Jahr 2013 hat Vita 34 die Produktpalette erweitert. Neben den Genehmigungen zur Einlagerung von Nabelschnurblut erhielt Vita 34 nun auch die Entnahmeerlaubnis nach § 20b Arzneimittelgesetz (AMG) sowie die Erlaubnis zur Bearbeitung, Kryokonservierung und Lagerung von Nabelschnurgewebe nach § 20c AMG. Damit kann Vita 34 als einzige private Stammzellbank in Deutschland neben Nabelschnurblut auch Nabelschnurgewebe nach Good Manufacturing Practice Richtlinien (GMP) einlagern und es für die Herstellung von Arzneimittelpräparaten dauerhaft verfügbar machen. Von 60 der bei Cord Blood Europe, einer europäischen Vereinigung für private Nabelschnurblutbanken, gemeldeten therapeutischen Stammzellanwendungen wurden 25 mit bei Vita 34 eingelagerten Präparaten durchgeführt. Im Rahmen der Geschwisterinitiative kamen im Jahr2013 für die Behandlung von zwei Kindern Nabelschnurblut-Präparate aus den Kryotanks von Vita 34 zum Einsatz. Diese ausgezeichnete Anwendungsquote spiegelt die hohe Qualität der Einlagerungen wider. Für Vita 34 hat die Einhaltung höchster Qualitäts- und Sicherheitsstandards äußerste Priorität. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Präparate im Krankheitsfall tatsächlich anwendungsbereit sind und transplantiert werden können. Vita 34 verfügt als einzige private Stammzellbank über:
Das Angebot von Vita 34 richtet sich an werdende Eltern, die für ihre Kinder direkt nach der Geburt die extrem vitalen Stammzellen aus dem Nabelschnurblut und dem Nabelschnurgewebe zur Vorsorge konservieren lassen möchten. Um möglichst vielen Eltern die Stammzellvorsorge für ihr Kind zu ermöglichen, betreut Vita 34 ein Netzwerk von etwa 10.000 Gynäkologen und hat mit rund 95 % der zirka 800 Entbindungseinrichtungen in Deutschland Verträge zur Entnahme von Nabelschnurblut abgeschlossen. Eltern wahren ihren Kindern die Chance, im Krankheitsfall von den Erkenntnissen der Stammzellenforschung zu profitieren. Denn die eingelagerten Stammzellpräparate sind eine biologische Eigenvorsorge und stehendem Kind über viele Jahrzehnte für einen Einsatz bei der medizinischen Therapie und in der Regenerativen Medizin zur Verfügung. Mehr als nur KryokonservierungWerdende Eltern entscheiden sich mit einer Einlagerung von Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe für eine langfristige biologische Vorsorge. In diesem Entscheidungsprozess ist Vita 34 ein verlässlicher Partner. Denn neben der Gewinnung, Aufbereitung und Kryokonservierung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe hat Vita34 das Angebotsspektrum kontinuierlich erweitert und an den speziellen Bedürfnissen der Anspruchsgruppen ausgerichtet:
Vita 34 auf dem internationalen MarktVita 34 hat die Aktivitäten auf dem internationalen Markt in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Neben Tochtergesellschaften in Spanien, Österreich und der Slowakei ist Vita 34 auch über Vertriebs- und Kooperationspartner auf dem europäischen und globalen Markt verstärkt tätig. Internationale Präsenz - Die Vita 34 Family![]() 1.2. Forschung und EntwicklungDie intensive wissenschaftliche Entwicklung im Bereich der Regenerativen Medizin spiegelt sich in der zunehmenden Anzahl an Studien wider. Die Ergebnisse der Untersuchungen namhafter Wissenschaftler unterstreichen zudem das medizinische Potenzial von Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe. Aktuell sind weltweit insgesamt mehr als800 klinische Studien mit Nabelschnurblut und über 200 mit Nabelschnurgewebe registriert, die sich mit spezifischen Anwendungsgebieten befassen. [→ www.ClinicalTrials.gov] Ebenso sind die klinischen Anwendungen von Nabelschnurblut-Transplantationen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Da Nabelschnurblut bislang nur in relativ wenigen Fällen eingelagert wird, können Ärzte derzeit nur begrenzt in der medizinischen Praxis auf diese Möglichkeit zurückgreifen. Dennoch gab es nach eigenen Recherchen bislang mehr als 677 Patienten, die mit Stammzellen aus privat eingelagertem Nabelschnurblut behandelt wurden, darunter 352 autologe Behandlungen. Das Ziel von Vita 34 ist es, die angewandte Forschung zum Einsatz von Nabelschnurblut mitzugestalten, um die Lagerung von Stammzellmaterial sicherer zu machen, die Funktionsweise von Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe besser verstehen zu können sowie neue innovative Produkte zu entwickeln. Die Entwicklungen bei Vita 34 werden in modernen Laboren mit einem hochqualifizierten Mitarbeiterteam der Forschungs- und Entwicklungsabteilung durchgeführt. Oberste Priorität haben die Berücksichtigung hoher Qualitätsstandards und ein Höchstmaß an Sicherheit beider Einlagerung von Stammzellpräparaten. Um dies gewährleisten zu können, hat das Forschungs- und Entwicklungsteam von Vita 34 ein eigenes Entnahmepaket entwickelt. Es dient gleichzeitig als Aufbewahrungs- und Transportbehälter für die Beförderung des Nabelschnurblutes und Nabelschnurgewebes von der Entbindungsklinik in das Vita 34 Labor. Eine dezentrale Aufbereitung und Einlagerung von Nabelschnurblut ohne hohe Investitionen in Reinräume ermöglicht das eigenentwickelte, patentierte Entnahmesystem "Vita 34 Bag". Auch dieses System resultiert aus intensiver, zielgerichteter Forschung und Entwicklung und wird bereits von der spanischen Klinikkette Hospitales de Madrid und der chilenischen Nabelschnurblutbank CordónVida verwendet. AnwendungsforschungEin Großteil der Aktivitäten in der Anwendungsforschung realisiert Vita 34 in Kooperation mit Universitäten und renommierten Forschungsinstituten in ganz Deutschland. In einem gemeinsamen Projekt mit der Abteilung Hämatologie und internistische Onkologie der Universität Leipzig untersucht unser Forschungsteam seit 2012 die Wirksamkeit von mesenchymalen Stammzellen (MSCs) bei Blutstammzelltransplantationen in der Leukämiebehandlung. MSCs kommen in hoher Konzentration im Gewebe der Nabelschnur vor. Das Ziel ist es, ein klinisch breit einsetzbares Zelltherapeutikum zur Behandlung der Graft-versus-Host-Disease (GvHD) zu entwickeln und so mesenchymale Stammzellen zur Vorbeugung bzw. Behandlung dieser Erkrankung anwenden zu können. Es gilt daher herauszufinden, wie ein mesenchymales Stammzellpräparat aus der Nabelschnur aufbereitet werden muss, damit es möglichst wirksam für die Behandlung der GvHD eingesetzt werden kann. Die GvHD ist eine lebensbedrohliche Immunreaktion von fremdem Gewebe gegen das eigene Gewebe, die bei allogenen Stammzelltransplantationen auftreten kann. Fast die Hälfte aller Patienten, die aufgrund von Leukämie oder Lymphomen eine Blutstammzelltransplantation erhalten, ist von GvHD betroffen. Bei vielen Patienten entwickelt sich die Erkrankung zu einer lebensbedrohenden, steroid-refraktären GvHD, für die es derzeit keine Behandlung gibt. Das Projekt ist für einen Zeitraum bis 2014 geplant und wird von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) mit 500.000 Euro gefördert. Ebenfalls seit 2012 entwickelt Vita 34 ein Verfahren, um pflanzliches Gewebe bei Temperaturen von etwa -190 Grad Celsius im Kälteschlaf potenziell für mehrere tausend Jahre konservieren zu können. Um zu prüfen, ob das Ausgangsmaterial für die Langzeitlagerung geeignet ist, werden spezielle Vitalitätsmarker erforscht und eingesetzt. Diese Pflanzenkryobank ist neben gezüchteten Sorten auch für seltene bzw. gefährdete Arten und Arten, deren Saatgut dauerhaft schlecht lagerbar ist, interessant. Nach der Kryokonservierung kann pflanzliches Gewebe jederzeit aufgetaut und vervielfältigt werden. Dieses Projekt wird von der SAB mit rund 500.000 Euro gefördert. Ziel einer dreijährigen Forschungskooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover war seit 2010 die Entwicklung effizienter und sicherer Verfahren für die Rückprogrammierung von Zellen aus Nabelschnurblut in induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen). Diese iPS-Zellen haben die einzigartige Fähigkeit, sich in verschiedene Körperzellen zu entwickeln und könnten somit für spezifische Therapien eingesetzt werden. Dieses Projekt wurde vom Freistaat Sachsen und der Europäischen Union mit einem Betrag von insgesamt rund 769.000 Euro gefördert. ![]() Im Laufe des Projektes konnte klar gezeigt werden, dass hämatopoetische Stammzellen aus dem Nabelschnurblut effizient und sicher zu hochwertigen, d.h. vollständig pluripotenten iPS-Zellen reprogrammiert werden konnten. Besondere Vorteile der jungen, CD34+ Startzellen aus dem Nabelschnurblut zeichneten sich früh ab und werden auch nach Abschluss des Projektes weiter untersucht. Für Vita 34 belegen diese Daten, dass das Produkt ,humanes Nabelschnurblut' eine ausgezeichnete Quelle für die Herstellung klinisch anwendbarer iPS-Zellen darstellt. Dieses wichtige Ergebnis wird in Zukunft noch mehr Eltern vom Nutzen der autologen Einlagerung von Nabelschnurblut überzeugen und sich positiv auf die Geschäftstätigkeit von Vita 34 auswirken. Vita 34 hat sich an der ersten europäischen klinischen Studie zur Behandlung des Typ-1-Diabetes bei Kindern durch das Institut für Diabetesforschung der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Technischen Universität München beteiligt. Darin wurde untersucht, ob durch die Verabreichung des eigenen Nabelschnurbluts die Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen gestoppt werden kann. Im Rahmen dieser Studie wurden bisher sieben Kinder mit bei Vita 34 eingelagerten Nabelschnurblutpräparaten behandelt. Am Ende des Jahres 2013 wurde ein neues Forschungsprojekt mit dem Thema, Kryokonservierung autologen Fettgewebes' konzipiert. Dieses Projekt soll mit dem Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie Leipzig als Kooperationspartner und der human med AG Schwerin als potentieller Vertriebspartner aufgebaut werden. Das angestrebte Entwicklungsziel umfasst die Herstellungserlaubnis eines kryotechnologischen Verfahrens zur Bereitstellung eines vitalen und am Menschen sicher anzuwendenden Fettgewebeproduktes. Im Geschäftsbereich Biotechnologie konzentriert sich Vita 34 auf die Nutzung pflanzlicher Stammzellen. Diese Zellen haben die Fähigkeit, sich in verschiedene Zelltypen oder Gewebe auszudifferenzieren. Insbesondere die Selbstheilungs- bzw. Regenerationskraft der pflanzlichen Stammzellen wird eine besondere Rolle, vor allem in der Kosmetikindustrie im Anti-Aging-Bereich zugesprochen. Vita 34 untersucht derzeit die Möglichkeiten, wie die vorhandene Erfahrung zukünftig auf diesem Gebiet eingesetzt werden kann. Die Stammzellforschung und -medizin gewinnen immer mehr an Bedeutung. Vita 34 verfolgt das Ziel, die Entwicklung in der Stammzellmedizin mitzugestalten und voranzutreiben. Dazu entwickelt Vita 34 verschiedene Plattformen, um den Dialog rund um die Thematik der Regenerativen Medizin - einem Bereich mit zunehmender Forschungsdynamik - zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen zu fördern und über die eigene Dienstleistung sowie neue Erkenntnisse in der Stammzellforschung zu informieren. Wissenstransfer zwischen Forschung und praktischer MedizinVita 34 initiierte im Juni 2013 den ersten deutschen Stammzelltag in Leipzig. Experten aus dem In- und Ausland tauschten sich im Rahmen dieser Veranstaltung über die Entwicklung klinischer Anwendungen von Stammzellen sowie über den aktuellen Forschungsstand bei neuartigen Zelltherapien aus. Renommierte Wissenschaftler gaben dabei Einblick in ihre Arbeit und leisteten Aufklärung über die besondere Rolle von Stammzellen aus dem Blut und Gewebe der Nabelschnur. Mediziner zeigten auf, wie sich der Einsatz von Stammzellen zur Therapie in sehr kurzer Zeit etabliert hat und welche Chancen daraus künftig erwachsenkönnen. Vita 34 wird den Austausch zwischen Experten der Forschung und der Praxis auch künftig weiter aktiv begleiten und unterstützen. InformationsveranstaltungenDie Entscheidung für ein Stammzelldepot des eigenen Kindes - eine langfristige biologische Vorsorge - setzt eine fachkundige Beratung und Betreuung werdender Eltern voraus. Im Rahmen von regelmäßigen Elternveranstaltungen ermöglicht Vita 34 daher einen Einblick in den Tätigkeitsbereich des Unternehmens: Während Führungen im "Gläsernen Labor" können Interessierte den Aufbereitungs- und Kryokonservierungsprozess der Nabelschnur und des Nabelschnurblutes von der Ankunft des Entnahmepaketes bis zum sicheren Einfrieren in den Kryotank beobachten. Vita 34 informiert daneben in Vorträgen über die Kryokonservierung von Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe. Sehr persönliche Fragen können werdende Eltern in individuellen Gesprächen mit Vita 34 klären. Darüber hinaus werden Führungen und Vorträge für Ärzte und Hebammen organisiert. Am "Tag der offenen Tür" oder zur "Langen Nacht der Wissenschaften" (Initiative der Stadt Leipzig) ermöglicht Vita 34 Einblicke in das Unternehmen. 1.3. MitarbeiterIm Jahresdurchschnitt 2013 waren 72 Mitarbeiter bei Vita 34 beschäftigt (auf Vollzeitbasis inkl. Vorstand, ohne Azubis, Leihkräfte, geringfügig Beschäftigte und Mitarbeiter in Elternzeit). Zum Stichtag 31. Dezember 2013 beschäftigte Vita 34 81 Mitarbeiter (Kopfzahl) und 2 Auszubildende. Im Bereich Marketing und Vertrieb belief sich die Mitarbeiterzahl auf 25 gegenüber 20 im Vorjahr. Der Bereich Herstellung und Qualitätssicherung beschäftigte zum 31. Dezember 2013 37 Mitarbeiter, nach 38 im Vorjahr. Hierzu zählen auch die Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Biotechnologie. Im Kaufmännischen Bereich waren für Auftragsbearbeitung, Beschaffung, Personalwesen, Finanzen, IT und Controlling 19 Personen bei Vita 34tätig, nach 18 im Vorjahr. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT2.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliches UmfeldVita 34 hat über Tochtergesellschaften sowie Vertriebs- und Kooperationspartner die Geschäftstätigkeit auf dem internationalen Markt auch im Berichtszeitraum 2013 ausgebaut. Neben Deutschland hat Vita 34 Spanien und Italien als Kernmärkte definiert. Einfluss auf die Aktivitäten von Vita 34 hat daher unter anderem das konjunkturelle Umfeld in Europa und im Speziellen in diesen Ländern. Im Verlauf des Jahres 2013 erholte sich der Euroraum langsam von der Rezession. Im Jahresverlauf war daher eine kontinuierliche Verbesserung der Wirtschaftsleistung im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahresquartalen zu beobachten. Für das Jahr 2014 rechnen die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) und die EU-Kommission im Euroraum mit einem BIP Wachstum von rund 1,0 Prozent (BIP-Wachstum 2013: -0,4 Prozent). Die Wirtschaft in Deutschland wuchs im Jahr 2013 leicht, womit sich Deutschland besser als der gesamte europäische Raum entwickelte. Allerdings bedeutet ein Wachstum des BIP um0,4 Prozent im Jahr 2013 (Quelle: Statistischen Bundesamt), dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2013 so schwach gewachsen ist wie seit dem Rezessionsjahr 2009 nicht mehr. Für das Jahr 2014 rechnen die Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)damit, dass das BIP um 1,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2013 steigen und sich somit die Erholung der deutschen Wirtschaft fortsetzen wird. In Spanien und Italien gingen die Wirtschaftsleistungen trotz der langsamen Erholung Europas von der Konjunkturschwäche weiter zurück. So sank das italienische BIP im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent, das spanische sogar um 1,5 Prozent. Die Europäische Zentralbank sieht diesen Trend im Jahr 2014 beendet und prognostiziert Wachstumsraten von 0,7Prozent und 0,5 Prozent für Italien beziehungsweise Spanien. Branchenbezogene RahmenbedingungenVita 34 bietet mit der Einlagerung von Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe eine private Gesundheitsvorsorge an. Die Entscheidung für eine Einlagerung von Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe ist daher unter anderem von der Arbeitslosenquote, der Kaufkraft sowie dem Einkommen der Bevölkerung abhängig. Die Arbeitslosenquote lag nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Jahr 2013 durchschnittlich bei 6,9 Prozent (Vorjahr: 6,8 Prozent) und damit nach wie vor auf einem relativ stabilen Niveau. Die Kaufkraft der Deutschen entwickelte sich laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Jahr 2013 positiv. So standen den Deutschen pro Kopf im Jahr 2013 nominal etwa 554 Euro mehr für Ausgaben zur Verfügung als im Vorjahr 2012. Für das Jahr 2014 prognostiziert die GfK eine Steigerung der Kaufkraft gegenüber dem Vorjahr 2013 um 586 Euro. Von steigenden Brutto Jahresarbeitslöhnen um etwa 6,7 Prozent zwischen den Jahren 2013 und 2016 geht das Statistische Bundesamt aus. Für das Geschäftssegment "Stammzelleinlagerung" ist unter anderem ein weiterer Indikator von Bedeutung, der sich tendenziell positiv entwickelt: Aktuelle Studien zum Geburtenverhalten - insbesondere zur Kohortenfertilität - zeigen, dass der Geburtenrückgang zum Stillstand gekommen ist. Die kohortenspezifische Geburtenrate gibt anders als die zusammengefasste Geburtenziffer die endgültige Zahl der Kinder an, die Frauen eines Geburtsjahrgangs in ihrem Leben durchschnittlich geboren haben und zeichnet damit ein realitätsnäheres Bild. Für Frauen, die das 50. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, wird diese Zahl geschätzt. Die Kohortenfertilität in Deutschland wird für Frauen, die heute das 34. Lebensjahr erreicht haben, laut den prognostizierenden Berechnungen des Max-Planck-Instituts für demographische Forschung Rostock bei knapp 1,6 Kindern pro Frau liegen. Der Durchschnitt aller 37untersuchten Länder liegt für Frauen des Jahrgangs 1975 sogar bei 1,77 Kindern. In den nächsten Jahren sieht Vita 34 daher positive Marktchancen im Hinblick auf die endgültige Geburtenrate. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts werden Frauen zudem immer später Mütter: Die meisten Kinder in Deutschland werden von Frauen zwischen 26 und 35 Jahren geboren. Die immer spätere Mutterschaft liegt unter anderem darin begründet, dass sich gut ausgebildete Frauen vor dem Erfüllen des Kinderwunsches zunächst ein festes Standbein im Beruf und eine stabile finanzielle Ausgangssituation erarbeiten möchten. Damit bekommen Frauen in dem Alter am häufigsten Kinder, in dem sie sich auch nach eigenen Beobachtungen besonders vom Angebot der Vita 34 angesprochen fühlen. Hierin zeigt sich Potenzial für die weitere positive Geschäftsentwicklung. 2.2. GeschäftsverlaufDas Geschäft von Vita 34 stand im Geschäftsjahr 2013 nach wie vor unter dem Einfluss leicht rückläufiger Einlagerungszahlen in den Kernmärkten Deutschland, Spanien und Italien. Die Gesamtzahl der Einlagerungen von Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe beliefen sich im Jahr 2013 auf 7.167 nach 7.417 Einlagerungen im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einer Verringerung um 3,4%. Insbesondere der Anteil der Einlagerungen aus Spanien lag unter anderem aufgrund der Konjunkturschwäche im Euroraum weiterhin auf relativ niedrigem Niveau. Gleichzeitig hat sich die Geschäftslage des Unternehmens im Jahresverlauf deutlich verbessert: Die durch die Zurückhaltung bei Stammzelleinlagerungen bedingten Umsatzrückgänge konnten durch das im Jahr 2012 erworbene und im Geschäftsjahr 2013 ausgebaute Geschäftssegment Biotechnologie größtenteils kompensiert werden. Die strategische Diversifizierung des Geschäftsmodells konnte damit positiv zur nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens beitragen. Die im Jahr 2012 eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen zur Steigerung der Profitabilität wurden im Berichtszeitraum konsequent umgesetzt. Die daraus resultierenden positiven Effekte kamen im Geschäftsjahr 2013 zum Tragen und sorgten so für eine deutliche Steigerung der Wirtschaftlichkeit von Vita 34. Hinsichtlich der strategischen Entwicklung standen im Geschäftsjahr die Ausweitung der geografischen Diversifizierung, die Erweiterung der Produktpalette sowie die Behauptung von Marktanteilen in Deutschland im Mittelpunkt: VitaPlusNabelschnur - Erweiterung des ProduktportfoliosNach der im Mai 2013 erteilten Genehmigung der Landesdirektion Sachsen und des Paul-Ehrlich-Instituts zur Bearbeitung, Kryokonservierung und Lagerung von Nabelschnurgewebe erhielt Vita 34 am Ende des dritten Quartals 2013 die Erlaubnis zur Entnahme von Nabelschnurgewebe für Kliniken in Sachsen. Damit war die Grundlage geschaffen, mit allen Partnerkliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz Verträge zur Entnahme von Nabelschnurgewebe abzuschließen. Hierzu hat Vita 34 bei den 26 zuständigen Behörden innerhalb Deutschlands die Erlaubnis zur Gewebeentnahme beantragt. Im Geschäftsjahr 2013 hat Vita 34 daneben die Einfuhrerlaubnis für Nabelschnurgewebe aus der Schweiz gemäß § 72b Arzneimittelgesetz (AMG) und die Entnahmeerlaubnis für Nabelschnurgewebe gemäß § 19 (2) Gewebesicherheitsgesetz (GSG) in Österreich beantragt. Beide Erlaubnisse lagen im Januar 2014 vor. Mit den erteilten Erlaubnissen gemäß § 20b und § 20c Arzneimittelgesetz kann Vita 34 als einzige private Stammzellbank in Deutschland neben Nabelschnurblut auch Nabelschnurgewebe nach Good Manufacturing Practice Richtlinien (GMP) einlagern und hat mit "VitaPlusNabelschnur" die Produktpalette erweitert. Erste Nabelschnurgewebe Einlagerungen sind im Berichtszeitraum bereits erfolgt. Im Bindegewebe der Nabelschnur befinden sich mesenchymale Stammzellen (MSC) in besonders großer Menge. Sie sind im menschlichen Körper vor allem für die Entwicklung von Knochen, Knorpeln, Muskeln und Sehnen zuständig. MSC bilden ein entscheidendes medizinisches Ausgangsmaterial, um nach starker Schädigung durch eine Erkrankung oder einen Unfall Ersatzgewebe im Laborherstellen zu können. Daneben haben MSC immunmodulatorische Eigenschaften, die bei der Behandlung einer gestörten Immunreaktion genutzt werden können, wie sie beispielsweise bei der Graft-versus-Host-Disease (GvHD) vorkommt. Diese Eigenschaften machen MSC sehr wertvoll für die Regenerative Medizin und motivieren zur Einlagerung von Nabelschnurgewebe. Die Einführung der Nabelschnurgewebe-Einlagerung bereiten auch die Partner in Slowenien, Rumänien, Bulgarien, Mazedonien und Kroatien vor. InternationalisierungIm Berichtszeitraum ist es Vita 34 gelungen, die geografische Marktpräsenz in Europa und auf anderen Kontinenten durch lokale Vertriebskooperationen und Tochtergesellschaften weiter auszubauen. Die Vertriebskooperation mit dem serbischen Partner Bio Save d.o.o. wurde auf Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien und Kroatien ausgedehnt. Durch die bestehende Vertriebs- und Marketingkooperation mit Bio Save lagert Vita 34 bereits Nabelschnurblut für Kunden aus Serbien und Montenegro ein. Daneben fokussierte sich Vita 34insbesondere auf die Markterschließung in China, Vietnam, Chile, Mexiko und Brasilien. Übernahme von Mehrheitsanteilen an der stellacure GmbHAm Ende des Geschäftsjahres 2013 hat Vita 34 75,24 % der Geschäftsanteile an der stellacure GmbH übernommen. Die stellacure GmbH ist der viert älteste deutsche Dienstleister für Nabelschnurblut-Einlagerungen. Das Unternehmen wurde im Jahr 2006 in Hamburg und Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Blutspendedienst Baden-Württemberg Hessen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gegründet. Neben Einlagerungen aus Deutschland ist stellacure außerdem auf dem italienischen und spanischen Markt aktiv. Mit der Übernahme hat Vita 34 im Berichtszeitraum 2013 ein Unternehmen mit langjähriger Erfahrung im Bereich des privaten Nabelschnurblutbankings akquiriert. Durch die Anzahl der Bestandseinlagerungen von erhöht sich zum 31.12.2013 die Anzahl der bei Vita 34 insgesamt gelagerten Stammzellpräparate auf mehr als 102.000. 2.3. Umsatz- und ErtragslageIm Berichtsjahr wurde die Gewinn- und Verlustrechnung erstmals nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt, um das externe an das interne Berichtswesen anzupassen und die Vergleichbarkeit mit dem von der Gesellschaft nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss zu verbessern. Der Umsatz im Berichtszeitraum erreichte mit rund 10,9 Mio. Euro den Wert des Vorjahresumsatzes. Nach Geschäftsbereichen entfielen im Berichtszeitraum rund 10,4 Mio. Euro auf den Geschäftsbereich Stammzelleinlagerung und rund 0,5 Mio. Euro auf Biotechnologie. Die Rückgänge bei der Anzahl von Neueinlagerungen konnten durch die im Geschäftsbereich Biotechnologie erzielten Umsätze weitestgehend kompensiert werden. Der durchschnittliche Umsatz pro Einlagerung konnte weiter gesteigert werden, da sich die Endkunden vermehrt für Kompaktmodelle mit einer Vorauszahlungsoption für 25 bis 50 Jahre entscheiden. scroll
Die Umsatzkosten beliefen sich auf 4,2 Mio. Euro, so dass das Bruttoergebnis vom Umsatz im Berichtszeitraum 6,7 Mio. Euro erreichte. Die Bruttomarge betrug 61,4 Prozent. Zur Steigerung der Profitabilität wurden im Geschäftsjahr 2012 Maßnahmen zur Kostenoptimierung im Marketing- und Vertriebsbereich eingeleitet, die im Berichtszeitraum fortgeführt wurden und Wirkung zeigten. Infolge dessen verringerten sich die Marketing- und Vertriebskosten auf 3,5 Mio. Euro. Durch umgesetzte Kostensenkungsmaßnahmen im Verwaltungsbereich reduzierten sich die Verwaltungskosten im Gesamtjahr 2013 auf 2,6 Mio. Euro. Die saldierten sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge sind auf 1,0 Mio. Euro gestiegen. Die Erträge setzten sich vor allem aus Erträgen aus Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zusammen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, EBITDA, lag bei 2,5 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, EBIT, erhöhte sich auf 1,5 Mio. Euro. Das Finanzergebnis belief sich auf -35 TEUR. Im Berichtszeitraum wurde ein Ertragsteueraufwand in Höhe von 44 TEUR ausgewiesen. Das Periodenergebnis betrug im Berichtszeitraum 1,4 Mio. Euro nach -2,2 Mio. Euro im Vorjahr. Das Periodenergebnis enthielt 2012 einen Verschmelzungsverlust in Höhe von 1 Mio. Euro, der aus der Verschmelzung der vormaligen Tochtergesellschaft BioPlanta GmbH auf die Vita 34 AG resultierte. Insgesamt stieg das Periodenergebnis im Berichtszeitraum bei leicht rückläufigen Einlagerungszahlen damit deutlich und Vita 34 kehrte insbesondere aufgrund der erfolgreichen Umsetzung der Kostensenkungsmaßnahmen in Höhe von zirka 1,4 Mio. Euro in die Gewinnzone zurück. 2.4. Finanzlagescroll
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in der Berichtsperiode ist sowohl durch das positive Periodenergebnis als auch Veränderungen von Aktiv- und Passivposten geprägt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde durch Investitionen in Anlagevermögen bestimmt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit besteht im Wesentlichen aus der Veränderung bei Darlehen. 2.5. VermögenslageAktiva ![]() Passiva ![]() Auf der Aktivseite lagen die Immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen zum 31. Dezember 2013 mit 9,6 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Sie beinhalten neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen auch Kryotanks, Laboreinrichtung und Lizenzen für Software. Der Firmenwert wurde 2011 bei der Verschmelzung der Vita 34 AG auf die Vita 34 International AG in die verschmolzene Gesellschaft übernommen und betrug zum 31. Dezember 2013 0,9 Mio. Euro. Er wird jährlich mit einem Betrag von jeweils 0,3 Mio. Euro abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen im Berichtszeitraum auf 8,1 Mio. Euro nach 7,7 Mio. Euro und beinhalteten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3,3 Mio. Euro (2012: 3,4 Mio. Euro) und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 2,3 Mio. Euro wie im Vorjahr. Die Finanzmittel betrugen zum Jahresende 2013 2,2 Mio. Euro und setzten sich aus Kasse und Bankguthaben zusammen sowie aus nicht frei verfügbaren Zahlungsmitteln in Höhe von 0,2 Mio. Euro. Auf der Passivseite betrug das Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschusses 10,1 Mio. Euro zum Jahresende 2013 (2012: 8,7 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote erreichte zirka 49Prozent nach 42 Prozent im Vorjahr. Darlehen und stille Beteiligungen reduzierten sich zum 31. Dezember 2013 auf 0,9 Mio. Euro nach 2,6 Mio. Euro im Vorjahr. Dieser Rückgang ist auf die planmäßige Tilgung von Darlehen zurückzuführen. Die verbliebene stille Beteiligung der MBG in Höhe von 0,9 Mio. Euro hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2018. Die abgegrenzten Erlöse beliefen sich auf 6,1 Mio. Euro zum 31. Dezember 2013 nach 6,2 Mio. Euro zum Ende des Vorjahres. Darunter werden die Lagergebühren erfasst, die vom Kunden einmalig vorab entrichtet und über die vereinbarte Lagerungslaufzeit linear aufgelöst werden. Die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen am Jahresende 2013 3,6 Mio. Euro nach 3,0 Mio. Euro zum 31. Dezember 2012. Sie beinhalteten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1,0 Mio. Euro (2012: 20 TEUR), den Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen in Höhe von 0,8 Mio. Euro (2012: 0,8 Mio. Euro) und sonstige Rückstellungen in Höhe von 0,9 Mio. Euro (2012: 1,0 Mio. Euro). 3. NACHTRAGSBERICHTNach Abschluss des Geschäftsjahres 2013 sind keine Ereignisse eingetreten, die besondere Bedeutung oder erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens gehabt hätten. 4.CORPORATE GOVERNANCE4.1. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBVorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten deutschen Aktiengesellschaft sind gemäß § 161 AktG verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, ob den "Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Die Entsprechenserklärung wurde, zusammen mit der Entsprechenserklärung des letzten Jahres, auf der Internetseite der Vita 34 AG unter www.vita34group.de im Bereich Corporate Governance dauerhaft zugänglich gemacht. Der Corporate Governance Bericht mit den relevanten Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen ist im Geschäftsbericht der Vita 34 AG veröffentlicht. Dieser ist im Internet ebenfalls dauerhaft zugänglich gemacht. 4.2. VergütungsberichtDie Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten bei der Vita 34 AG eine Festvergütung. Eine erfolgsabhängige Vergütung ist nicht vorgesehen. Die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats finden sich im Anhang unter Abschnitt V.2 und V.3. 4.3. Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGBGezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der Vita 34 AG beträgt 3.026.500 Euro und ist eingeteilt in 3.026.500 auf den Namen lautende nennwertlose Stammaktien (Stückaktien). Dabei verfügt jede Aktie über ein Stimmrecht. Genehmigtes KapitalGemäß § 7 Abs. 2 der Satzung der Vita 34 AG besteht ein genehmigtes Kapital. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung am 12. Juli 2011 ermächtigt, in einem Zeitraum bis zum 11. Juli 2016 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 620.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 620.000 neuen auf den Namen lautenden nennwertlosen Stammaktien gegen Bar oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital-2011). Der Vorstand wird, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats, über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre entscheiden. Ein Bezugsrechtsausschluss ist insbesondere zulässig, um
Über den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Beschränkungen der Übertragung von AktienMit Vorstandsmitglied Dr. Gerth wurde im Rahmen der Einbringung der BioPlanta GmbH und der Ausgabe neuer Aktien der Vita 34 AG aus genehmigten Kapital für die Übernahme der BioPlanta GmbH vereinbart, dass die neuen Aktien bis zum Ablauf von drei Jahren ab dem Vollzugstag - 1. Juli 2012 - nicht ohne Zustimmung von Vita 34 veräußert werden dürfen. Wesentliche Aktionäre der GesellschaftDie folgenden direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital der Vita 34 AG, die Zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind der Vita 34 AG per Stimmrechtsmitteilung bis zum 31. Dezember 2013 bekannt gemacht worden:
Vorschriften zur Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands und Änderung der SatzungDie gesetzlichen Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sind in §§ 84 und 85 AktG zu finden. Die Satzung der Vita 34 AG sieht in § 9 der Satzung eine übereinstimmende Regelung vor. Die Änderung der Satzung kann nach §§179, 133 AktG sowie § 25 der Satzung der Vita 34 AG durch einen Beschluss der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen herbeigeführt werden. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehenEs bestehen weder wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, noch gibt es Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen wurden. 5. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT5.1. Internes Kontroll- und RisikomanagementsystemVita 34 betreibt seit mehreren Jahren ein internes Risiko- und Chancenmanagementsystem, das alle wesentlichen Risiken und Chancen identifiziert, bewertet und priorisiert, um entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Im Bezug auf den Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS) 20 wird ein Risiko dabei als die Möglichkeit einer negativen Abweichung von der Unternehmensprognose definiert, eine Chance dagegen als die Möglichkeit einer positiven Abweichung von den definierten Unternehmenszielen. Eine umfassende Dokumentation und Kommunikation der Risiken sind Basis des Risikomanagementsystems und dessen Steuerung. Zusammenhängende Aktivitäten werden innerhalb des Risikomanagementsystems erkannt und überwacht. Ein internes Kontrollsystem stellt einen weiteren zentralen Bestandteil des Risikomanagementsystems dar. Besonders Rechnungslegungs-, Buchhaltungs- und Controllingprozesse werden hiermit gesteuert. Risikomanagement und internes Kontrollsystem werden zusammengefasst dargestellt und greifen direkt auf Vorstands- und Leitungsebene ein. Der Vorstand gestaltet den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Systeme in eigener Verantwortung anhand der unternehmensspezifischen Anforderungen. Trotz angemessener und funktionsfähig eingerichteter Systeme kann keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährt werden. Erkannte Risiken werden z. B. durch Hinzuziehung von externen Spezialisten begrenzt und hinsichtlich ihres Einflusses auf die betrieblichen Abläufe und den Unternehmensabschluss überprüft. Im Rahmen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems werden Kontrollen implementiert, um die hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der identifizierten Risiken die betrieblichen Abläufe und die Erstellung der Jahres- bzw. Unternehmensabschlüsse sichergestellt werden. Identifizierung, Erfassung und Bewertung neuer Risiken werden in einem operativen Prozess vollzogen. Jährlich führt das Controlling eine Risikoinventur durch, um erfasste Risikoarten in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Führungskräften und dem Vorstand zu analysieren, zu überprüfen und zu ergänzen. In vierteljährlichen Sitzungen werden die Risiken regelmäßig auf Leitungsebene besprochen. Veränderungen bei Risiken und entsprechende Kennzahlen werden monatlich an den Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Im Risikomanagement-Handbuch und den Risiko-Informationsblättern ist das Risikomanagementsystem dokumentiert und die einzelnen Risiken beschrieben. Zusätzlich sind in der Betriebsordnung und anderen Unternehmensrichtlinien verschiedene Abläufe festgelegt und teilweise validiert. Wesentliche Vorgänge unterliegen in allen Bereichen des Unternehmens dem Vier-Augen-Prinzip, d.h. es sind immer zwei Unterschriften zur Durchführung notwendig. Bei IT gestützten Systemen wird für jeden Mitarbeiter das Zugriffsrecht (Lese-, Schreibberechtigung) geregelt. Bei der Erstellung von Monats-, Quartals- und Jahresabschlüssen wirken externe Dienstleister mit. Die Zuordnung der Aufgaben bei der Erstellung der Abschlüsse ist festgelegt und dokumentiert. Neben den regelmäßigen prozessbedingten Risiken werden vorrangig Risiken innerhalb von Projekten sowie bei besonderen Anlässen identifiziert, analysiert und auf Grundlage des Risikomanagementsystems erfasst. Risiken sind in folgende Risikokategorien unterteilt: strategische, finanzielle, personelle und rechtliche Risiken, Produkt-, Kapitalmarkt- und Infrastrukturrisiken sowie Risiken des Marketings und Vertriebs. Aus der Gesamtheit der identifizierten Risiken werden nachfolgend die Risiken erläutert, welche aus heutiger Sicht die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von Vita 34 wesentlich beeinflussen können. 5.2. Risiken des UnternehmensProduktrisikoKünftige Forschungen könnten belegen, dass Stammzellen aus anderen Quellen (z. B. aus dem Knochenmark bzw. peripherem Blut oder Geweben) eine jederzeit gewinnbare Alternative zu Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe im Rahmen der therapeutischen Nutzung werden können. Ein Risiko könnte daraus erwachsen, dass die Forschung mit Knochenmark- bzw. peripheren Stammzellen schneller vorangetrieben wird, weil die mit autologen Stammzellen zu behandelnden Erkrankungen vorwiegend im höheren Lebensalter auftreten, diese Patienten jedoch noch nicht über ein autologes Nabelschnurblut Depot verfügen. Deshalb werden heute zur Behandlung nach Herzinfarkten ausschließlich autologe Knochenmarkstammzellen eingesetzt, obwohl Forschungen an Tiermodellen gezeigt haben, dass Nabelschnurblut-Stammzellen eine bessere Wirksamkeit zeigen. Auch die Entwicklung sogenannter iPS-Zellen (induced pluripotent stem cells) kann, ausgehend von kernhaltigen Körperzellen eines Patienten, zu einer alternativen Stammzellquelle für verschiedene regenerative Therapien führen. Namhafte Wissenschaftler konnten jedoch nachweisen, dass sich Nabelschnurblut für diese Technologie besser eignet als andere, ältere somatische Zellen (z. B. Hautzellen). Vita 34 ist auf diesem Gebiet Forschungskooperationen bereits in einem frühen Stadium eingegangen, um Nabelschnurblut als Zellquelle für iPS-Techniken zu etablieren. Auf Grund der Vorteile des Nabelschnurbluts gegenüber anderen Zellquellen stellt die zunehmende Nutzung letzterer aus Sicht des Managements kein prinzipielles bestandsgefährdendes Risiko dar, sondern trägt zur Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten der Nabelschnurblut-Stammzellen bei. Unter Produktrisiken ist derzeit auch die vorrangige Konzentration auf ein Geschäftssegment - die Stammzelleinlagerung - zu sehen. Strategische RisikenEs besteht das Risiko, dass sich die Marktausweitung auf nationaler oder internationaler Ebene langsamer oder weniger umfänglich als erwartet realisieren lässt. Ein limitieren der Faktor hierfür könnten auch die finanziellen Mittel sein, die Vita 34 zur Verfügung stehen. Die Erschließung internationaler Märkte könnte hiervon betroffen sein. Es ist auf jeden Fall davon auszugehen, dass die Marktausweitung und das Wachstum der Vita 34 keinen linearen Verlauf über die Quartale nehmen, sondern Schwankungen unterworfen sein werden. Internationale Märkte können auf Grund von regulatorischen, marktseitigen oder konjunkturellen Einflüssen eine ungeplante Entwicklung nehmen und das Wachstum ebenso beschränken. Es besteht darüber hinaus das Risiko, dass laufende Kooperationen beendet werden und danach Umsatz- und Ergebnisreduzierungen folgen. Finanzielle RisikenDurch unterschiedliche Vertriebsmaßnahmen, externe Einflüsse auf Märkte bzw. Konsumenten sowie damit verbundene Forderungsausfälle oder durch Zunahme von Wettbewerb können finanzielle- bzw. Liquiditätsrisiken eintreten. Diese Risiken können auch konjunkturellen Ursprungs sein. In ausländischen Märkten, z. B. in Spanien, können auf Grund veränderter Rahmenbedingungen der Zins- und Steuerpolitik finanzielle Risiken eintreten. Durch eine langfristige Geschäftsplanung und vorausschauende Liquiditätsplanung sollen Risiken vermieden und eingeschränkt werden. Rechtliche RisikenRechtliche Risiken können sich aus den vielfältigen, die Vita 34 betreffenden Regelungen und Gesetzen ergeben. Änderungen von Gesetzen auf dem Gebiet des Medizin- und Pharmarechts können die bestehenden Geschäftsstrukturen beeinflussen. Durch aktive Gesprächsführung mit Entscheidungsträgern wird versucht, im Rahmen der Gesetzesauslegung die Besonderheiten von Vita 34 darzulegen und die Umsetzung der Neuerungen praxisnah zu gestalten. Weiterhin können wettbewerbsrechtliche Rechtsstreitigkeiten die Geschäftstätigkeit, z. B. im Marketing und Vertrieb, von Vita 34 beeinflussen oder erheblich einschränken. Rechtliche Risiken ergeben sich weiterhin durch fehlgeschlagene Entnahme von Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe, unsachgemäßen Transport, Bearbeitungsfehler bei Vita34 oder die Vernichtung eingelagerter Präparate, was beispielsweise zu Haftpflichtansprüchen der betroffenen Kunden führen kann. Für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken hat Vita 34 Versicherungen abgeschlossen, die die wirtschaftlichen Folgen möglicherweise eintretender Risiken ausschließen oder begrenzen sollen. Der Umfang der abgeschlossenen Versicherungsverträge wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Außerdem wird Vita34 keine die Qualität beeinflussenden Einschränkungen aus Kostengründen vornehmen. Risiken im Marketing/VertriebAufgrund negativer, unsachlicher oder falscher Berichterstattung in den Medien über Nabelschnurblut-Einlagerung oder Stammzellanwendungen können potenzielle Kunden beeinflusst werden, was zu Umsatzeinbußen führen kann. Die Auswahl von Kooperationen bzw. Kooperationspartnern kann ebenso aufgrund von Rufschädigungen oder vertraglichen Konstellationen zu Umsatzeinbußen führen. Es besteht das Risiko, dass die Geschäftstätigkeit von Vita 34 durch preisaggressive Angebote von Mitbewerbern negativ beeinflusst wird. Niedrige Preise oder deutliche Preissenkungen von Mitbewerbern oder neu in den Markt eintretenden Unternehmen können zu einer schwächer als erwarteten Umsatz- und Ertragsentwicklung bei Vita 34 führen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Schwäche bei der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sich negativ auf das Konsumverhalten von Endverbrauchern und somit auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung bei Vita 34 auswirkt. Vita 34 wird die von Marktforschern prognostizierte nationale Kaufkraftentwicklung in den Planungen berücksichtigen. KapitalmarktrisikenDie Entwicklung des Aktienkurses von Vita 34 kann durch externe Ereignisse, z. B. die Finanzmarktkrise, beeinflusst werden. Damit verbundene Anlageentscheidungen von Aktionären sind teilweise durch Faktoren gesteuert, die in keiner Verbindung zu den fundamentalen Kennzahlen von Vita 34 stehen. Vita 34 wird weiterhin durch die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften, sowie durch transparente Kommunikation mit Aktionären auf dem Kapitalmarkt auftreten. Personelle RisikenVita 34 sieht auf Grund etablierter Maßnahmen des internen Kontrollsystems sowie einer durch soziale und sicherheitsorientierte Maßstäbe geprägten Personalpolitik keine unternehmensgefährdenden Risiken. Infrastruktur-RisikenDer Ausfall prozess- und vertriebsrelevanter Technik oder der Ausfall bzw. die Einschränkung logistischer Prozesse kann die Ertragslage von Vita 34 beeinflussen. Durch redundante Sicherungssysteme werden diese Risiken weitgehend vermieden bzw. ausgeschlossen. 5.3. Chancen für die künftige EntwicklungProduktchancenVita 34 hat im Jahr 2012 ein einzigartiges GMP-Verfahren zur Konservierung von Nabelschnurgewebe entwickelt, mit dem mesenchymale Stammzellen als Ausgangszellen für die regenerative Medizin gewonnen werden können. Seit Ende des dritten Quartals 2013 kann Vita 34 als einzige private Stammzellbank in Deutschland basierend auf den entsprechenden Genehmigungen neben Nabelschnurblut auch Nabelschnurgewebe nach Good Manufacturing Practice Richtlinien (GMP) einlagern. Dieses Alleinstellungsmerkmals bietet Vita 34 die Chance, über das entsprechende Produktangebot "VitaPlusNabelschnur" einen verbesserten Marktzugang zu erlangen und so von einer erhöhten Anzahl von Neueinlagerungen zu profitieren. Aufgrund der intensiven wissenschaftlichen Entwicklung im Bereich der Regenerativen Medizin erwartet Vita 34 weltweit einen steigenden Bedarf an Kryokonservierung und sicherer Lagerung von Zellen und Geweben. Basierend auf der Stärkung der Forschungs- und Entwicklungskapazitäten ist Vita 34 bestrebt, weitere Produktfelder im Rahmen der langfristigen Unternehmensstrategie zu etablieren und als Dienstleister und Zulieferer für pharmazeutisch/therapeutisch orientierte Unternehmen tätig zu sein. Hieraus ergibt sich die Chance, zusätzlich signifikante Marktpositionen erobern zu können. Chancen durch die Diversifizierung des GeschäftsmodellsMit dem Geschäftsbereich Biotechnologie ist Vita 34 auch auf dem Gebiet der Biotechnologie in der Beratung bei Umweltprojekten und der pharmazeutischen und biotechnologischen Entwicklung tätig. Die zwischen den Geschäftsbereichen erzielten Synergieeffekte tragen zur Steigerung der Profitabilität des Unternehmens bei: Neben einem internationalen Netzwerk verfügt Vita 34 über entscheidende Kompetenzen im Projektmanagement. Insgesamt wirkt sich die bisherige Diversifizierung des Geschäftsmodells stabilisierend auf die Umsatzentwicklung aus. Chancen durch InternationalisierungVita 34 ist ein international agierender Anbieter für die Kryokonservierung von Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe. Über Tochtergesellschaften sowie Vertriebs- und Kooperationspartner ist Vita 34 auf dem europäischen und globalen Markt in insgesamt 16 Ländern tätig und erschließt kontinuierlich neue attraktive Märkte, die mittelfristig positive Ergebnisbeiträge ermöglichen. Im Rahmen dieser Kooperationen übernehmen die europäischen Partnerunternehmen selbstständig die Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Vita 34 übernimmt anschließend die Präparation und Lagerung des Nabelschnurblutes und Nabelschurgewebes in Leipzig. Durch diese Form der Kooperation kann Vita 34 von zusätzlichen Erträgen profitieren, ohne dass eigene Vertriebskosten im Ausland anfallen. Das Unternehmen wird über die geografische Diversifizierung auf eine stabile Basis gestellt und eröffnet sich die Möglichkeit, am Potenzial mehrerer Zielmärkte zu partizipieren. Davon ausgehend kann sich Vita 34 neue Ertragsperspektiven erschließen. Marktchancen durch ÜbernahmenFür das Unternehmen können sich Wettbewerbsvorteile durch gezielte, strategische Übernahmen ergeben. Dies ermöglicht Vita 34 den Zugang zu qualifiziertem Personal, bestehenden und potenziellen Kunden sowie neuen Technologien. So ist nach der Übernahme der stellacure nun auch eine weitere Option der Konservierung bei Vita 34 möglich, da bei stellacure die Gewinnung und Aufbereitung der Stammzellen nicht über das von Vita 34 eingesetzte Vollblut- sondern das Separationsverfahren erfolgt. Im Hinblick auf den Wettbewerber öffnet sich Vita 34 über die verschiedenen Angebotsmöglichkeiten Vorteile bei der Kundenakquise. Im Rahmen der zunehmenden Konsolidierung des Marktes für privates Stammzellbanking prüft Vita 34 regelmäßig das Potenzial, durch Zukäufe die Produktpalette weiter zu diversifizieren und neue Standorte als Ausgangspunkt für gezielte Marketing- und Vertriebsaktivitäten zu erschließen. Das hieraus resultierende breitere Fundament der Gesellschaft kann sich stabilisierend auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken. Gesamteinschätzung des VorstandsAls größte Stammzellbank mit führender Marktposition auf dem deutschsprachigen Markt sieht sich Vita 34 im Hinblick auf die Chancen und Risiken gut positioniert, um das Fortbestehen des Unternehmens langfristig zu sichern und die sich bietenden Chancen zu nutzen. Nach Überprüfung der Risikolage zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 lagen keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Die Gesamtrisikosituation von Vita 34 hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Auch für die Zukunft sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. 6. PROGNOSEBERICHT6.1. AusblickIm Rahmen des Prognoseberichts wird die erwartete, zukünftige Entwicklung der Vita 34 AG - soweit es der aktuelle Kenntnisstand zulässt - innerhalb des Geschäftsjahres 2014 erläutert. Nach der positiven Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten des Berichtszeitraums 2013 erreichte Vita 34 vorzeitig das im Lagebericht 2012 aufgestellte Ziel eines deutlich gesteigerten EBITDA. Diese positive Entwicklung war im Wesentlichen auf die konsequente Umsetzung der Kostensenkungsmaßnahmen in den Bereichen Marketing und Vertrieb und Verwaltung zurückzuführen. Mit einem EBITDA von 2,5 Mio. Euro zum Stichtag 31. Dezember 2013 haben wir die Prognose für das Geschäftsjahr 2013 klar erreicht. Bei einem erzielten Umsatz von 10,9 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013 entspricht dies einer EBITDA-Marge von rund 23 Prozent. Für das aktuelle Geschäftsjahr 2014 rechnen wir auf gesamtwirtschaftlicher Ebene mit einer positiven Entwicklung. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird nach der aktuellen Einschätzung des Kieler Instituts für Wirtschaftsforschung (IfW) voraussichtlich um 3,7 % wachsen. Für Europa gehen die Experten von einem Zuwachs in Höhe von 0,7 % und für Deutschland von 1,6 % aus. In diesen erwarteten konjunkturellen Marktprognosen sehen wir gute Rahmenbedingungen für unternehmerisches Wachstum im laufenden Geschäftsjahr. Kerngeschäft der Vita 34 AG ist die Stammzelleinlagerung. Die Entwicklung der Kernmärkte Deutschland und Spanien wird auch im Geschäftsjahr 2014 herausfordernd bleiben. Insbesondere Informationsdefizite im Bezug auf privates Nabelschnurblutbanking und daraus hervorgehende Verunsicherungen bei der Zielgruppe führen zu einer stagnierenden Nachfrage in Deutschland. In Spanien sind die Einlagerungszahlen vor allem aufgrund der wirtschaftlich angespannten Lage deutlich zurückgegangen im Vergleich zu 2010. Die Stabilisierung dieser Märkte und die Kompensierung der rückläufigen Einlagerungszahlen bleiben auch im Geschäftsjahr 2014 Vertriebs- und Marketing-Fokus von Vita 34. Basierend auf der aktuellen Wettbewerbssituation sowohl in Spanien als auch in Deutschland gehen wir für das laufende Geschäftsjahr 2014 von einer zunehmenden Konsolidierung dieser Märkte aus. Dieser Prozess bietet für unsere spanische Tochtergesellschaft Secuvita die Chance, ihre Qualitätsführerschaft auf dem spanischen Markt weiter auszubauen. Auch Vita 34 wird diese Entwicklung nutzen, um die bereits dominante Position im deutschsprachigen Raum nachhaltig zu stärken und zusätzliche Marktanteile im laufenden Geschäftsjahr zu gewinnen. Durch die Erweiterung unserer internationalen Aktivitäten rechnen wir mittelfristig mit nachhaltig positiven Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung von Vita 34. Wir werden uns daher auf den Ausbau bestehender Kooperationen wie zum Beispiel in Mexiko, Chile und Vietnam fokussieren. Unser Know-how im Bereich des privaten Stammzellbankings wollen wir zudem nutzen, um Stammzellbanken in wichtigen Wachstumsmärkten Asiens und Lateinamerikas wie China und Brasilien aufzubauen, zu betreiben und uns damit zusätzliches Umsatzpotenzial zu erschließen. Zudem erwarten wir durch die im Berichtszeitraum erfolgte Expansion unseres serbischen Partners Bio Save d.o.o. nach Rumänien und Kroatien positive Impulse hinsichtlich der Anzahl der Einlagerungen im Geschäftsjahr 2014. Generell rechnen wir mit positiven Umsatzbeiträgen durch die Intensivierung unserer Geschäftsaktivitäten bei Tochtergesellschaften und Vertriebskooperationen in Europa. Vita 34 konnte im Berichtszeitraum die Produktpalette entscheidend erweitern. Nach der Genehmigung zur Bearbeitung, Kryokonservierung und Lagerung von Nabelschnurgewebe, erhielt Vita 34 zudem die Erlaubnis zur Entnahme von Nabelschnurgewebe im Freistaat Sachsen. Vita 34 schließt derzeit mit allen Partnerkliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz Verträge zur Entnahme von Nabelschnurgewebe ab. Hierzu hat Vita 34 bei den26 zuständigen Behörden innerhalb Deutschlands die Erlaubnis zur Gewebeentnahme beantragt. Im Geschäftsjahr 2013 hat Vita 34 daneben die Einfuhrerlaubnis für Nabelschnurgewebe aus der Schweiz gemäß § 72b Arzneimittelgesetz (AMG) und die Entnahmeerlaubnis für Nabelschnurgewebe gemäß § 19 (2) Gewebesicherheitsgesetz (GSG) in Österreich beantragt. Beide Erlaubnisse lagen im Januar 2014 vor. Die Einführung der Nabelschnurgewebe-Einlagerung bereiten auch unsere Partner in Slowenien, Rumänien, Bulgarien, Mazedonien und Kroatien vor. Gegenüber dem Wettbewerb bieten wir potenziellen Kunden mit dem Produkt "VitaPlusNabelschnur" einen klaren Mehrwert; entsprechend sehen wir hierin für unser Unternehmen Chancen einer verbesserten Marktpositionierung und zusätzliches Absatz- und Ertragspotenzial. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir trotz der anhaltenden Zurückhaltung bei der Einlagerung von Stammzellpräparaten insbesondere aufgrund der führenden Marktposition von Vita 34 und der strategischen Ausrichtung mit einer moderaten Steigerung des Umsatzes und einer Steigerung des operativen Ergebnisses (EBITDA) auf zirka 3,0 Mio. Euro. Die erfolgreich umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen werden nachhaltig zur Effizienz- und Profitabilitätssteigerung von Vita 34 beitragen. Gleichzeitig werden wir die Reichweite unserer Marketing- und Vertriebsaktivitäten erhöhen, um unsere Zielgruppe bestmöglich anzusprechen und positive Effekte für das weitere Unternehmenswachstum generieren zu können. Mittelfristig erwartet Vita 34 weltweit einen steigenden Bedarf an Kryokonservierung und sicherer Lagerung von Zellen und Geweben aufgrund der fortschreitenden Entwicklung der personalisierten Medizin. Daher verfolgen wir konsequent das Ziel, die Wertschöpfungskette weiterhin über die Entwicklung und Einführung neuer Produkte für die pharmazeutische Herstellung auszubauen und so signifikante Marktpositionen zu erobern. Auch im Geschäftsbereich Biotechnologie erwarten wir weiterhin relevante Umsatz- und Ergebnisbeiträge. Durch Umweltprojekte in Brasilien, Mexiko und Vietnam sowie Forschungsaktivitäten haben wir diesen Bereich auch im Geschäftsjahr 2013 weiter entwickelt. Schwerpunkte in diesem Geschäftsbereich bleiben die Entwicklung biologischer Verfahren für die Zell- und Gewebekultur sowie deren Einsatz zur Optimierung und Vermehrung von Zellen und Pflanzen. Zusätzlich werden Analyse-, Beratungs- und Projektdienstleistungen für umweltsanierende und umweltgestaltende Vorhaben erbracht. Insgesamt sehen wir in der konsequenten Fortsetzung unserer Expansionsstrategie, der Diversifizierung des Geschäftsmodells sowie Aktivitäten zum weiteren Ausbau des Produktportfolios die Basis für nachhaltiges Wachstum. Über die sich hieraus ergebenden Absatz-,Ertrags- und Umsatzpotenziale haben wir deutliche Chancen, unsere Marktposition als Spezialist für die Kryokonservierung biologischer Materialien auszubauen. 6.2. Zukunftsgerichtete AussagenDieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Informationen, die Vita 34 zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung standen. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen sind allerdings Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Chancen/Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den abgegebenen Einschätzungen abweichen. Daher kann Vita 34 keine Gewähr für diese Angaben übernehmen.
Leipzig, den 21. März 2014 Vorstand der Vita 34 AG Dr. André Gerth, Vorstandsvorsitzender Jörg Ulbrich, Finanzvorstand Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.
Leipzig, im März 2014 Vorstand der Vita 34 AG Dr. André Gerth, Vorstandsvorsitzender Jörg Ulbrich, Finanzvorstand |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||