![]() Vita 34 AGLeipzigKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014An unsere Aktionäre | Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionäre,der Aufsichtsrat hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr intensiv mit der strategischen Ausrichtung und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit Sonderthemen befasst. Er hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2014 stets überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Außerdem stand der Aufsichtsratsvorsitzende im regelmäßigen Informationsaustausch mit dem Vorstand. Alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung wurden mit dem Aufsichtsgremium offen diskutiert. So war der Aufsichtsrat stets über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Strategie, die Unternehmensplanung, die Risikolage und das Risikomanagement, die Compliance, die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle sowie die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt informiert. Der Aufsichtsrat trat im Jahr 2014 an sechs Tagen zu Präsenzsitzungen zusammen. In Übereinstimmung mit den Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft wurden darüber hinaus Sitzungen in Form von Telefonkonferenzen abgehalten sowie Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. In sämtlichen Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens einschließlich der Risikolage informiert. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung im November 2014 wurden die weitere Entwicklung des Unternehmens sowie die Unternehmensplanung für die kommenden Jahre gemeinsam mit dem Vorstand ausführlich erörtert. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben an allen Sitzungen teilgenommen. Seit der Reduzierung der Mitgliederzahl des Aufsichtsrats auf drei Mitglieder im Jahr 2009 bestehen keine Ausschüsse. Interessenkonflikte bei Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern wurden dem Aufsichtsrat im Berichtszeitraum nicht mitgeteilt. Schwerpunkt der Beratungen im AufsichtsratNeben den übergreifenden Themen hat sich der Aufsichtsrat mit spezifischen Themen einzelner Bereiche befasst und, wenn erforderlich, die notwendigen Beschlüsse gefasst. Deutliche Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats im Berichtsjahr waren Fragen im Bereich Marketing und Vertrieb, die Übernahme der Assets der Vivocell Biosolutions GmbH & Co KG und die Integration der Beteiligung der stellacure GmbH. Ein weiterer Themenschwerpunkt bestand in den internationalen Aktivitäten, insbesondere der Geschäftsentwicklung der Secuvita, S. L. in Spanien, aber auch der Kooperationen mit den Partnern Sorgente S.r.l. und der Bio Save Group. Außerdem wurden eine Überprüfung des Vergütungssystems für den Vorstand und der Angemessenheit der Vorstandsbezüge sowie eine Effizienzprüfung der Tätigkeit des Aufsichtsrats durchgeführt. Am 1. August hat der Aufsichtsrat den Vorstandsvorsitzenden nach dessen Niederlegung seines Vorstandsmandates zum 31.07.2014 für den Zeitraum bis zum 31.12.2018 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Gleichzeitig wurden im Rahmen des ab dem 01.08.2014 geltenden Dienstvertrages die Regelungen zur variablen Vergütung des Vorstandsvorsitzenden konsequent auf eine mehrjährige Bemessungsgrundlage der vereinbarten Leistungsziele umgestellt und der Dienstvertrag in seinen Einzelbestimmungen modernisiert. Darüber hinaus wurde die bisherige Pensionszusage des Vorstandsvorsitzenden zum 31.07.2014 beendet und für die Zukunft eine beitragsorientierte Pensionszusage vereinbart. Mit diesem Schritt wurde vom Aufsichtsrat ein Beitrag zur weiteren Minimierung der bilanziellen Risiken geleistet. Der Dienstvertrag des Finanzvorstandes wurde, ohne eine Verlängerung der Vorstandsbestellung, ebenfalls zum 01.08.2014 im Hinblick auf die variable Vergütung auf eine mehrjährige Bemessungsgrundlage umgestellt und in seinen Einzelbestimmungen modernisiert. Das Berichtswesen des Vorstandes an den Aufsichtsrat wurde ständig verbessert und ausgebaut. Corporate GovernanceDer Aufsichtsrat hat sich mit der Weiterentwicklung der Corporate-Governance-Grundsätze im Unternehmen beschäftigt und dabei die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 13. Mai 2013 berücksichtigt. Im März 2015 wurde seitens des Vorstands und des Aufsichtsrats eine neue Entsprechenserklärung abgegeben, die im Kapitel "Corporate Governance" auf Seite 40 des Geschäftsberichts abgedruckt und auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht ist. Jahres- und Konzernabschluss, AbschlussprüfungDer Jahresabschluss nebst Lagebericht der Vita 34 AG wird nach den Vorgaben des HGB, der Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht der Vita 34 AG wird auf der Grundlage der §§ 315, 315 a HGB i.V.m. den internationalen Rechnungslegungsstandards (International Financial Reporting Standards - IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stuttgart (Zweigniederlassung Leipzig), hat den Jahresabschluss der Vita 34 AG, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft. Der Prüfauftrag wurde im Einklang mit dem Beschluss der Hauptversammlung, den gesetzlichen Vorgaben und den Vorgaben des DCGK erteilt. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die Abschlüsse die Regeln des HGB und des IFRS eingehalten haben. Der Jahres- und der Konzernabschluss haben uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erhalten. Die Abschlussunterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats in Gegenwart und nach einem Bericht des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Die Vertreter des Abschlussprüfers haben auf dieser Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und über das Kontroll- und Risikomanagementsystem hinsichtlich der Rechnungslegung berichtet. Sie sind dabei auch auf Umfang, Schwerpunkt und Kosten der Abschlussprüfung eingegangen, sie haben ferner ausgeführt, dass keine Befangenheitsgründe vorliegen; Ernst & Young hat ausschließlich Prüfungsleistungen erbracht. Den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht hat der Aufsichtsrat geprüft. Als Ergebnis unserer eigenen Prüfung waren keine Einwände gegen den Jahresabschluss der Vita 34 AG nebst Lagebericht, den Konzernabschluss der Vita 34 AG nebst Konzernlagebericht sowie die entsprechenden Prüfungsberichte der Abschlussprüfer zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmte nach seiner eigenen Prüfung den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu, billigte den Jahresabschluss und nahm den Konzernabschluss billigend zur Kenntnis. Damit ist der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss festgestellt. Mit den Lageberichten und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des Unternehmens sind wir einverstanden. PersonalienIn seiner Sitzung am 1. August 2014 wählte der Aufsichtsrat Herrn Dr. Hans-Georg Giering, bis dahin stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, zum neuen Vorsitzenden. Er übernahm dieses Amt am selben Tag von Herrn Dr. Holger Födisch, der zu seinem Stellvertreter gewählt wurde. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die in diesem Geschäftsjahr geleistete Arbeit.
19. März 2015 Für den Aufsichtsrat Dr. Hans-Georg Giering, Vorsitzender KonzernlageberichtGrundlagen des KonzernsGeschäftsmodellVita 34 ist mit Abstand die größte und marktführende private Stammzellbank im deutschsprachigen Raum und die zweitgrößte private Nabelschnurblutbank in Europa. Das Unternehmen verfügt über zwei Geschäftsbereiche: "Stammzellbanking" und "Biotechnologie". Die im Jahr 1997 gegründete Vita 34 ist der europäische Pionier im Bereich des Nabelschnurblutbankings, mit derzeit mehr als 123.000 Stammzelldepots und einer Flächenkapazität für bis zu 350.000 Stammzelldepots. Zum Jahresende 2014 war Vita 34 über Tochtergesellschaften und Kooperationspartner neben Deutschland in insgesamt 17 Ländern in Europa und weltweit tätig. Als Komplettanbieter im Bereich Stammzellbanking deckt Vita 34 die gesamte Wertschöpfungskette ab: Von der Entnahmelogistik, über die Aufbereitung und dauerhafte Einlagerung von Nabelschnurblut und -gewebe bis hin zur fachgerechten Abgabe von Stammzelltransplantaten für die medizinische Anwendung. Die eingelagerten Stammzelldepots dienen der Eigenvorsorge und stehen dem Kind über viele Jahrzehnte für den Einsatz, unter anderem bei einer Therapie von Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselstörungen und Hirnschäden zur Verfügung. In der regenerativen Medizin bietet der Einsatz von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe darüber hinaus erhebliches Potenzial, Gewebe wiederherzustellen und Organe ersetzen zu können. Mit dem Kerngeschäft - der Kryokonservierung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe - ist Vita 34 in einem attraktiven Marktbereich aktiv. Das Angebot von Vita 34 richtet sich an werdende Eltern, die zur Vorsorge ihrer Kinder direkt nach der Geburt äußerst vitale Stammzellen konservieren lassen möchten. Um möglichst vielen werdenden Eltern und ihren Kindern die Stammzellvorsorge zu ermöglichen, betreut Vita 34 ein Netzwerk zahlreicher Entbindungseinrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Durch unsere Partner hat Vita 34 mit mehr als 1.500 Entbindungseinrichtungen Verträge zur Entnahme von Nabelschnurblut und arbeitet mit etwa 15.000 Gynäkologen zusammen. Mehrwert - Über die reine Kryokonservierung hinausWerdende Eltern entscheiden sich mit einer Einlagerung von Nabelschnurblut und -gewebe für eine langfristige biologische Vorsorge und wissen mit Vita 34 einen verlässlichen Partner an ihrer Seite. Zusätzlich zur Gewinnung, Aufbereitung und Kryokonservierung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe hat Vita 34 das Angebotsspektrum kontinuierlich erweitert. Auf die Bedürfnisse der Eltern wird heute durch das Angebot von Vita 34 individuell eingegangen:
Als einzige private Stammzellbank in Deutschland kann Vita 34 eine Vielzahl medizinischer Anwendungen mit den zur Eigenvorsorge eingelagerten Stammzelldepots vorweisen. Das ist ein Beleg für die hohe Qualität der Einlagerungen bei Vita 34. Durch eine zuverlässige Aufarbeitung und Langzeitlagerung bei höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards kann eine Eignung der Stammzelldepots für therapeutische Anwendungen gewährleistet werden. Neben der Anwendungspraxis zeichnet sich Vita 34 durch Forschungsaktivitäten und eine Vielzahl von Genehmigungen aus. Neben der Erlaubnis zur Abgabe von Nabelschnurblut an das eigene Kind verfügt Vita 34 als einzige private Stammzellbank über:
Um die medizinischen Einsatzmöglichkeiten von Nabelschnurblutstammzellen zu untersuchen und neue Zellprodukte zu entwickeln, beteiligt sich Vita 34 aktiv an der angewandten Stammzellforschung und arbeitet mit renommierten Forschungsinstituten und Universitäten zusammen. Im Geschäftsbereich Biotechnologie entwickelt Vita 34 biologische Verfahren für Zell- und Gewebekulturen und deren Verwendung zur Optimierung und Vermehrung von Zellen und Pflanzen. UnternehmensstrukturDie börsennotierte Vita 34 AG ist die Muttergesellschaft des Konzerns: Die Vita 34 AG hält eine jeweils 100-prozentige Beteiligung an Novel Pharma, S.L. (Spanien), der VITA 34 Slovakia, s.r.o. (Slowakei) und der VITA 34 Gesellschaft für Zelltransplantate m.b.H. (Österreich). Daneben besteht eine 75,24-prozentige Beteiligung an der stellacure GmbH (Deutschland) sowie über die Novel Pharma, S.L. (Spanien) eine 88-prozentige Beteiligung an der Secuvita, S.L. (Spanien). In den Konzernabschluss der Vita 34 AG zum 31. Dezember 2014 werden insgesamt drei Unternehmen einbezogen und entsprechend voll konsolidiert:
Unternehmensstruktur![]() Vita 34 auf dem internationalen MarktDas Auslandsgeschäft über Tochtergesellschaften und Kooperationspartner ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenstätigkeit. Vita 34 hat die Aktivitäten auf dem internationalen Markt in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut und ist zum Ende des Berichtszeitraumes neben Deutschland in insgesamt 17 Ländern in Europa und weltweit tätig. Im Rahmen der europäischen Kooperationen nutzen die Partner den von Vita 34 zur Verfügung gestellten Service - das von Vita 34 entwickelte Entnahmepaket und die Aufbereitung der Stammzelldepots für die dauerhafte Lagerung in den Kryotanks in Leipzig. Internationale Kooperationspartner nutzen das von Vita 34 entwickelte und patentierte Entnahmesystem "Vita 34 Bag", das eine dezentrale Aufbereitung und Einlagerung von Nabelschnurblut außerhalb von Reinräumen ermöglicht und kostenintensive Anfangsinvestitionen verringert. Internationale Präsenz - Die Vita 34 Family![]() Ziele und StrategieVita 34 ist die größte Stammzellbank im deutschsprachigen Raum. Ausgehend von dieser führenden Marktposition ist Vita 34 bestrebt, den deutschen Markt für die Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe weiter zu entwickeln. Es ist das erklärte Ziel von Vita 34, das Unternehmen als international führenden Anbieter von neuen Produkten auf Basis von Stammzellen zu etablieren. Für eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung hat Vita 34 eine Wachstumsstrategie definiert, die sich auf Stärkung der Marktführerschaft, weitere Produktentwicklung und den forcierten Ausbau von Forschung und Entwicklung stützt. Eine nachhaltige Umsatz- und Ertragsentwicklung will Vita 34 maßgeblich über die Erschließung neuer Märkte, Dienstleistungen und Produktfelder sowie über anorganisches Wachstum generieren. Vita 34 - Wachstumskerne![]() MarktführerschaftVita 34 ist ein international agierender Anbieter für die Kryokonservierung von Nabelschnurblut und -gewebe. Die führende Marktposition des Unternehmens im deutschsprachigen Raum soll nachhaltig gestärkt und zusätzliche Marktanteile in Europa durch den Ausbau der Qualitätsführerschaft gewonnen werden. Durch die Ausweitung von lokalen Vertriebskooperationen möchte das Unternehmen neue Wachstumsmärkte in Europa erschließen. Vita 34 plant außerdem, Nabelschnurblutbanken in ausgewählten Wachstumsmärkten Asiens und Lateinamerikas gemeinsam mit Partnern aufzubauen und zu betreiben. Über die geographische Diversifikation kann Vita 34 Ertragsperspektiven in neuen Märkten erschließen und verleiht dem gesamten Geschäftsmodell zusätzliche und nachhaltige Stabilität. Neben dem organischen Wachstum soll Vita 34 auch anorganisch durch Akquisitionen wachsen. ProduktentwicklungAufgrund der intensiven wissenschaftlichen Entwicklung im Bereich der regenerativen Medizin erwartet Vita 34 weltweit einen steigenden Bedarf an Kryokonservierung und sicherer Lagerung von Zellen und Gewebe. Im Rahmen der langfristigen Unternehmensstrategie plant Vita 34 die Produktpalette um hochqualitative Produkte für die therapeutische Anwendung zu erweitern und neben Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe weitere adulte Stammzellquellen für die Produktentwicklung zu nutzen. Ausbau von F&EDie Stammzellforschung gewinnt in der regenerativen Medizin zunehmend an Bedeutung. Nabelschnurblut- und Nabelschnurgewebestammzellen sind für die medizinische Anwendung von besonderem Interesse, da sie vital, jung und frei von Infektionen sind. Die Intensivierung und der Ausbau der Forschungsinitiativen sind daher wesentliche Bestandteile der Wachstumsstrategie. Über Kooperationen mit namenhaften Universitäten und renommierten Forschungsinstituten erschließt sich Vita 34 den Zugang zu neuen Erkenntnissen in der Stammzellforschung. Mit dem Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten soll die Einführung von Produktinnovationen im Stammzellbereich beschleunigt werden. Steuerungssystem und LeistungsindikatorenAuf Konzernebene ist die Vita 34 AG zum Zwecke der Unternehmenssteuerung nach Produkten und Dienstleistungen in Geschäftseinheiten organisiert und verfügt über zwei Geschäftssegmente: "Stammzellbanking" und "Biotechnologie". Um über die Verteilung der Ressourcen zu entscheiden und die Ertragskraft der Segmente zu steuern, werden diese durch das Management einzeln überwacht. Der Vorstand wird mittels detaillierter Berichte regelmäßig über den Geschäftsverlauf informiert. Dies ermöglicht dem Vorstand, abweichenden Entwicklungen zeitnah zu begegnen. Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Steuerungssystem von Vita 34 kaum geändert. Dem Vorstand der Vita 34 AG dienen als zentrale Steuerungsgrößen die Kennzahlen Gesamtleistung, Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit entsprechender Marge sowie die Eigenkapitalquote. Daneben wurde die Entwicklung der neu eingelagerten Stammzelldepots als Steuerungsgröße definiert. Die folgende Auflistung enthält Informationen zu den relevanten konzerninternen Steuerungsgrößen: Steuerungsgrößenscroll
GesamtleistungDie Leistungen, die das Unternehmen im operativen Geschäft insgesamt erbracht hat, werden in der Gesamtleistung dargestellt. Dazu zählen neben den Umsatzerlösen und Erträgen aus Forschung & Entwicklung, sonstige betriebliche Erträge sowie die Bestandsveränderung aus unfertigen Leistungen. EBIT, EBITDA und EBITDA-MargeDas operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sind zentrale Erfolgskennzahlen von Vita 34. EBIT, EBITDA und die EBITDA-Marge dienen als wesentliche Maßstäbe für die operative Ertragskraft des Unternehmens. Vita 34 hat als mittelfristigen Zielwert eine EBITDA-Marge oberhalb von 20 Prozent definiert. EigenkapitalquoteDie interne Finanzstruktur des Unternehmens überwacht und steuert Vita 34 unter anderem über die Eigenkapitalquote. Zur Finanzierung des weiteren Wachstums hat Vita 34 für den Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme einen Zielwert von über 50 Prozent intern festgelegt. Neu eingelagerte StammzelldepotsDie Kryokonservierung von Nabelschnurblut und -gewebe bildet den Schwerpunkt der geschäftlichen Tätigkeit von Vita 34. Die Einlagerungszahlen sind daher wesentliche Treiber der Umsatzentwicklung. Vita 34 hat sich das Ziel gesetzt, die jährlichen, neu eingelagerten Stammzelldepots zu stabilisieren. Mittelfristig plant Vita 34 die Zahl der neu eingelagerten Stammzelldepots im Durchschnitt um 10 Prozent p.a. zu steigern. Im Geschäftsjahr 2014 haben sich die konzerninternen Steuerungsgrößen im Hinblick auf die definierten Zielwerte positiv entwickelt. Die genaue Entwicklung der Kennzahlen Gesamtleistung, Umsatz, EBITDA-Marge und Eigenkapitalquote sowie der Zahlen zur Stammzelleinlagerung wird in den Kapiteln "Umsatz- und Ertragslage", "Vermögenslage" und "Finanzlage" ab Seite 37 erläutert. Forschung und EntwicklungDie Ergebnisse aus der Stammzellforschung gewinnen für den Bereich der regenerativen Medizin zunehmend an Bedeutung. Da für die medizinische Anwendung Stammzellen von besonderem Interesse sind, die möglichst frei von Infektionen sowie sehr vital und jung sind und so über ein hohes Entwicklungspotenzial verfügen, stellen Nabelschnurblut und -gewebe wichtige Quellen für die Stammzellforschung dar. Die zunehmende Anzahl an Studien sowie die Ergebnisse der Untersuchungen namhafter Wissenschaftler unterstreichen das medizinische Potenzial von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe. Aktuell sind weltweit insgesamt zirka 1.000 klinische Studien mit Nabelschnurblut und zirka 300 mit Nabelschnurgewebe registriert, die sich mit spezifischen Anwendungsgebieten befassen (www.ClinicalTrials.gov). Ebenso ist die Anzahl von Nabelschnurblut-Transplantationen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Nach Recherchen der Parent's Guide to Cord Blood Foundation wurden bis zum Ende des Jahres 2013 mehr als 1.000 Patienten mit Stammzellen aus privat eingelagertem Nabelschnurblut behandelt.3 Um der intensiven Entwicklung im Bereich der regenerativen Medizin Rechnung zu tragen, hat Vita 34 im Geschäftsbereich Biotechnologie die Forschungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2014 intensiviert. Das Ziel von Vita 34 ist es, die angewandte weltweite Forschung zum Einsatz von Nabelschnurblut mitzugestalten. Durch die Lagerung von unterschiedlichem Stammzellmaterial möchte Vita 34 Qualitätsstandards für eine spätere Nutzung etablieren und die Funktionsweise von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe weiter erforschen. So eröffnet sich Vita 34 das Potenzial, raschen Zugang zu innovativen Produkten im Stammzellbereich zu erlangen. Die Entwicklungen bei Vita 34 werden in modernen Laboren von hochqualifizierten Mitarbeitern durchgeführt. Oberste Priorität haben die Berücksichtigung hoher Qualitätsstandards und ein Höchstmaß an Sicherheit bei der Einlagerung von Stammzelldepots. Um dies gewährleisten zu können, hat das Forschungs- und Entwicklungsteam von Vita 34 ein Entnahmepaket entwickelt. Es dient gleichzeitig als Aufbewahrungs- und Transportbehälter für die Beförderung des Nabelschnurblutes und Nabelschnurgewebes von der Entbindungsklinik in das Vita 34 Labor. Eine dezentrale Aufbereitung und Einlagerung von Nabelschnurblut ohne hohe Investitionen in Reinräume ermöglicht das eigenentwickelte, patentierte Entnahmesystem "Vita 34 Bag". Auch dieses System resultiert aus intensiver, zielgerichteter Forschung und Entwicklung und wird bereits von der spanischen Klinikkette Hospitales de Madrid und der chilenischen Nabelschnurblutbank CordonVida verwendet. ForschungsprojekteUm die medizinischen Einsatzmöglichkeiten von Nabelschnurblutstammzellen zu untersuchen und neue Zellprodukte zu entwickeln, arbeitet Vita 34 mit renommierten Forschungsinstituten und Universitäten in ganz Deutschland zusammen und beteiligt sich aktiv an der angewandten Stammzellforschung. In einzelnen Projekten beschäftigt sich Vita 34 auch mit der Nutzung pflanzlicher Stammzellen. Im Geschäftsjahr 2014 hat Vita 34 die folgenden Forschungsschwerpunkte intensiv bearbeitet: Mesenchymale Nabelschnurstammzellen zur Behandlung der Graft-versus-Host-Disease und entsprechendes NachfolgeprojektIn einem gemeinsamen Projekt mit der Abteilung Hämatologie und internistische Onkologie der Universität Leipzig untersucht das Vita 34-Forschungsteam seit 2012 die Wirksamkeit von mesenchymalen Stammzellen (MSCs) bei Blutstammzelltransplantationen in der Leukämiebehandlung. Das von der Sächsischen Aufbaubank mit 500.000 Euro geförderte Projekt konnte im Oktober 2014 erfolgreich beendet werden. Die Kooperationspartner untersuchten die Wirksamkeit von mesenchymalen Stammzellen der Nabelschnur bei Blutstammzelltransplantationen in der Leukämiebehandlung. Das Ziel war es, ein klinisch breit einsetzbares Zelltherapeutikum zur Behandlung der Transplantat-gegen-Wirt-Erkrankung (Graft-versus-Host-Disease, GvHD) zu entwickeln und so mesenchymale Stammzellen zur Vorbeugung beziehungsweise Behandlung dieser Erkrankung anwenden zu können. Die Nabelschnur beherbergt eine Vielzahl von verschiedenen Zellen mit Stammzellpotenzial. Es galt daher herauszufinden, wie ein mesenchymales Stammzellpräparat aus der Nabelschnur aufbereitet werden muss, damit es möglichst wirksam für die Behandlung der GvHD eingesetzt werden kann. Zu diesem Zweck wurden grundlegende Parameter, wie Transplantationsform, therapeutische MSC-Konzentrationen und geeignete Behandlungszeitpunkte erhoben. Ein vielversprechender Ansatz stellt der Einsatz von Blutstammzellen und MSCs des gleichen Spenders bei einer präventiven Anwendung dar. Die Ergebnisse aus dem Projekt bilden die Grundlage für weitere Entwicklungen, die in einem Nachfolgeprojekt von Vita 34 vorangetrieben werden sollen. Darin sollen geeignete Mechanismen ausgewählt werden, bei denen MSCs der Nabelschnur mit hochwertigen Systemen separiert werden können. Weiterhin wird untersucht, in welchen Konzentrationen die selektierten MSCs für eine Therapie zum Einsatz kommen. Dafür kann Vita 34 auf eine langjährige Expertise des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie Leipzig als Kooperationspartner zurückgreifen. Die Partner gehen davon aus, dass sich der therapeutische Einsatz durch eine gezielte Selektion von Stammzellen weiter verbessern wird. Ein zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2015 startendes Projektvorhaben von Vita 34 soll weitere Gewebe für die Isolation von mesenchymalen Stammzellen erschließen. Detailliert werden verschiedene humane Gewebe und die daraus isolierbaren MSCs untersucht und verglichen. Im Hinblick auf das Kerngeschäft von Vita 34 soll im Rahmen dieses Projektes auch die Kryokonservierung der verschiedenen Gewebearten überprüft werden. Bereits während der Bearbeitung der obigen Fragestellungen werden GMP-konforme, standardisierte Arbeitsanweisungen (SOPs, Standard Operating Procedures; GMP, Good Manufacturing Practice) erstellt, die am Ende des Projektes zur Beantragung einer Herstellungserlaubnis bei der zuständigen Behörde herangezogen werden. Auf Basis dieser Herstellungserlaubnis können neue Produkte durch Vita 34 angeboten werden. Vitalitätsmarker bei kryokonservierten Stammzellen in BiobankenIm Geschäftsjahr 2014 hat Vita 34 die Forschungsarbeit zur Entwicklung eines Verfahrens weitergeführt, mit dem pflanzliches Gewebe bei Temperaturen von etwa -190 Grad Celsius für mehrere hundert Jahre konserviert werden kann. Dabei wurden durch grundlegende Forschungsarbeiten neue biologische Marker für die Kryokonservierung von Pflanzen im Hochdurchsatz-Screening entwickelt - eine Methode, bei der Tests an bis zu Millionen von Molekülen automatisch durchgeführt werden. Ziel war es, basierend auf den Daten zur Vitalitätsbestimmung eine Bewertung des Regenerationsvermögens der getesteten Pflanzen vorzunehmen und damit den Einlagerungserfolg zu bestimmen. Der Einsatz dieser so genannten Vitalitätsmarker wird zu einer Qualitätssicherung bei der Kryokonservierung von Pflanzen in Biobanken führen. Dies ist ein enormer Wettbewerbsvorteil, da möglichen Anwendern schon vor der Langzeitlagerung der Regenerationserfolg garantiert werden kann. Kryokonservierung von autologem FettgewebeAutologes - also körpereigenes - Fettgewebe wird in der rekonstruktiven Chirurgie als Füllmaterial zum Gewebeaufbau verwendet, beispielsweise zur Behandlung von Brandwunden oder zur Geweberekonstruktion nach einer Tumorentfernung. Auch die ästhetische Chirurgie bedient sich häufig des körpereigenen Materials eines Patienten. Bisher wird das Fettgewebe mit den darin enthaltenen Fettstammzellen von einer anderen Körperstelle entnommen und direkt wieder eingesetzt. Der Erfolg der Behandlung ist dabei von der Vitalität der multipotenten Stammzellen abhängig. Deshalb wäre auch hier eine frühe Konservierung sinnvoll, die heute jedoch noch nicht möglich ist. An dieser Stelle knüpft ein aktuelles Forschungsprojekt von Vita 34 an. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig und der human med AG in Schwerin hat Vita 34 im Oktober 2014 ein Forschungsprojekt zur Kryokonservierung von autologem Fettgewebe gestartet. Angestrebtes Ziel ist die Erlaubnis eines kryotechnologischen Verfahrens zur Bereitstellung eines vitalen und sicher anzuwendenden Fettgewebeproduktes. Gefördert wird das Forschungsvorhaben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Optimierte Gewinnung von PflanzenwirkstoffenIm Mai 2014 hat Vita 34 ein F&E-Projekt in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden begonnen. Ziel der im Forschungslabor von Vita 34 durchgeführten Tests ist die Verfahrensentwicklung zur optimierten Gewinnung von Pflanzenwirkstoffen für die Medikamentenherstellung. Hierzu werden Pflanzenstammzellen in Bioreaktoren zur Wirkstoffgewinnung eingesetzt. Vita 34 ist vom Potenzial pflanzlicher Stammzellen und den daraus gewonnen Wirkstoffen für die pharmazeutische Industrie überzeugt. Mit der Entwicklung optimierter Verfahren eröffnet sich Vita 34 die Möglichkeit, von neuen Erkenntnissen in diesem Bereich zu profitieren. MitarbeiterMotivierte und qualifizierte Mitarbeiter sind das Fundament für die langfristig positive Entwicklung der Vita 34 AG. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 beschäftigte Vita 34 insgesamt 105 Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit und 5 Auszubildende. Rund 13 Prozent der Belegschaft sind in einer Leitungsfunktion bei Vita 34 tätig. Der Altersdurchschnitt aller Konzernmitarbeiter lag im Berichtsjahr bei rund 41 Jahren, die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei rund 6 Jahren. Mitarbeiterstruktur von Vita 34 zum Stichtag 31. Dezember 2014scroll
Die Belegschaft von Vita 34 zeichnet sich durch einen hohen Frauenanteil von rund 70 Prozent aus. Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf nehmen zirka 15 Prozent der Vita 34 - Mitarbeiter in Deutschland wahr. Hierzu zählen neben Teilzeitbeschäftigung die flexible Verteilung der Schichtarbeit sowie eine individuelle Elternzeitgestaltung. Frauenanteil bei Vita 34 zum Stichtag 31. Dezember 2014scroll
Mitarbeiterbindung durch Gesundheitsschutz und WeiterbildungHochmotivierte und qualifizierte Mitarbeiter sind wesentlich für den Unternehmenserfolg von Vita 34. Das Unternehmen fördert die teamübergreifende Zusammenarbeit und gemeinsame Unternehmungen. Die Teamstruktur, die flache Unternehmenshierarchie und das sehr gute Arbeitsumfeld tragen zur Mitarbeiterzufriedenheit bei. Zudem können Vita 34-Mitarbeiter Vorschläge im Rahmen des Vita-Ideenmanagements vorbringen. Besonderen Wert legt Vita 34 auf die Weiterbildung der Mitarbeiter. Im Herstellungs- und Qualitätssicherungsbereich bietet Vita 34 kontinuierlich Fortbildungen und Schulungen an. Vita 34 hat zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zwei Sicherheitsbeauftragte eingesetzt, die gemeinsam mit dem Arbeitsschutzausschuss die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften überwachen. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliches Umfeld und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliches UmfeldNeben Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Spanien, Italien und Südosteuropa wichtige Kernmärkte für Vita 34. Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten von Vita 34 hat daher das konjunkturelle Umfeld in Europa und im Speziellen in diesen Ländern. Nach Angaben des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) geriet die konjunkturelle Erholung im Euroraum zur Jahresmitte 2014 ins Stocken und gewinnt nur langsam wieder an Fahrt. Laut IfW ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2014 um 0,8 Prozent gestiegen und es wird ein weiterer Anstieg um 1,2 Prozent im Jahr 2015 erwartet. Deutschland entwickelt sich wirtschaftlich nach wie vor deutlich besser als der gesamte Euroraum: Laut Schätzungen des IfW lag das Wirtschaftswachstum im Jahr 2014 bei 1,5 Prozent; im Jahr 2015 soll der Zuwachs 1,7 Prozent betragen. Auch der private Konsum, so das IfW, sollte angesichts steigender Einkommen und des stark fallenden Ölpreises weiter zulegen. Das Wirtschaftswachstum in Österreich fällt etwas schwächer aus als in Deutschland. Für Spanien prognostiziert das IfW nach einigen Rezessionsjahren Zuwachsraten, während sich Italien im Verhältnis zum Euroraum weiterhin unterdurchschnittlich entwickeln dürfte. Für das Geschäftsmodell "Stammzellbanking" sind noch weitere Indikatoren von Bedeutung, die sich ebenfalls positiv entwickeln: Die Entscheidung für eine Einlagerung von Nabelschnurblut und -gewebe ist unter anderem von der Kaufkraft sowie dem Einkommen der Bevölkerung abhängig. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) errechnete für 2014 eine Kaufkraftsteigerung von 2 Prozent in Europa gegenüber dem Vorjahr. In Deutschland prognostiziert die GfK für das Jahr 2015 eine Steigerung der Kaufkraft gegenüber dem Vorjahr 2014 um nominal 2,74 Prozent. Angesichts der niedrigen Inflationsrate und stabilen Lohnentwicklung dürfte der reale Kaufkraftzuwachs pro Kopf bei rund 1,3 Prozent liegen. Branchenbezogene RahmenbedingungenVita 34 bietet mit der Einlagerung von Nabelschnurblut und -gewebe eine private Gesundheitsvorsorge in einem äußerst dynamischen Umfeld mit stetig wachsendem Forschungsstand an. Seit über 55 Jahren werden Stammzellen zur Behandlung von schweren Krankheiten eingesetzt, vor allem bei Krebsleiden, Bluterkrankungen oder Diabetes. Immer mehr Menschen sind davon betroffen, darunter viele Kinder. So wird bis zum Jahr 2020 insbesondere eine Verdopplung der Diabetesinzidenz bei Kindern im Alter unter 5 Jahren vorhergesagt. Daneben sind Herzfehler aktuell die häufigsten angeborenen Fehlentwicklungen bei Kindern und Leukämie macht mehr als ein Drittel aller Krebserkrankungen bei unter 15-Jährigen aus. Häufiger treten jedoch die degenerativen Erkrankungen, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall auf. Für ihre Behandlung bietet die Stammzelltherapie ein noch größeres Potenzial. Experten rechnen damit, dass künftig jeder siebente Mensch im Alter bis zu 70 Jahren allein schon für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen Stammzellen benötigt und entsprechend der Bedarf an Kryokonservierung und sicherer Lagerung von Zellen und Geweben steigen wird. Die folgende Tabelle zeigt eine Auflistung von diesen Neuerkrankungen als Beispiel in Deutschland: Anzahl der Neuerkrankungen p.a. in Deutschlandscroll
Die Anwendungsvielfalt von autologen Nabelschnurblutstammzellen eröffnet der regenerativen Medizin ein signifikantes Potenzial. Die Möglichkeit der Nabelschnurbluttransplantation wird weltweit von Medizinern vermehrt genutzt, was sich in der stetig steigenden Anzahl von therapeutischen Anwendungen mit Stammzellen aus Nabelschnurblut widerspiegelt. Insgesamt wurden bis heute 30.000 Nabelschnurbluttransplantationen weltweit durchgeführt. Damit verzeichnet das Segment der Nabelschnurbluttransplantation die höchsten Wachstumsraten im gesamten Zelltransplantationsmarkt. Die Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Kerngeschäfts von Vita 34 könnten kaum besser sein. GeschäftsverlaufVita 34 blickt auf ein insgesamt erfreuliches Geschäftsjahr 2014 zurück. Die Anzahl der neu eingelagerten Stammzelldepots von Nabelschnurblut und -gewebe erhöhte sich im Berichtszeitraum um rund 2,9 Prozent auf 7.378 Stammzelldepots. Im Vorjahreszeitraum waren noch rund 7.167 neue Stammzelldepots bei Vita 34 eingelagert worden. Gleichzeitig hat sich die Geschäftslage des Konzerns im Jahresverlauf deutlich verbessert: Mit einer optimierten Kostenstruktur ist es Vita 34 gelungen, die Ertragskraft zu steigern. Eine detaillierte Erläuterung zu den einzelnen Finanzkennzahlen und den finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den Kapiteln "Umsatz- und Ertragslage", "Vermögenslage" und "Finanzlage" ab Seite 37. Hinsichtlich der strategischen Entwicklung standen im Geschäftsjahr 2014 gemäß der definierten Wachstumskerne Kapitel "Ziele und Strategie" Seite 29] die Erweiterung der internationalen Aktivitäten zur Stärkung der Marktposition, die Entwicklung des Produktportfolios sowie der Ausbau der Forschungstätigkeiten im Mittelpunkt. MarktführerschaftÜbernahme der Geschäfte der Vivocell Biosolutions GmbH & Co KGAm Ende des Geschäftsjahres 2014 hat Vita 34 einen Kaufvertrag zur Übernahme aller Assets der Vivocell, Graz, Österreich mit Wirkung zum 2. Januar 2015 unterzeichnet. Mit rund 13.000 Stammzelldepots ist die im Jahr 2001 gegründete Vivocell die marktführende private Stammzellbank Österreichs. Die Geschäftsaktivitäten von Vivocell konzentrierten sich auf die Entnahme, Aufbereitung und Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut für die private Vorsorge und passen damit ausgezeichnet in das Portfolio der Vita 34 AG. Im Rahmen des Asset-Deals hat Vita 34 die gesamte Stammzellbank, inklusive aller Stammzelldepots und die gesamte Ausrüstung zum 2. Januar 2015 übernommen. [→ Kapitel "Nachtragsbericht" Seite 40] Mit der Übernahme einer Spendenbank, deren Präparate in internationalen Registern eingetragen sind und weltweit für die Therapie von schwerstkranken Menschen abgegeben werden können, hat sich Vita 34 weitere medizinische Expertise bei der Verarbeitung von Nabelschnurblut gesichert. Durch die Übernahme der Geschäfte von Vivocell kann Vita 34 im deutschsprachigen Raum weitere Synergieeffekte in den Bereichen Marketing und Vertrieb sowie Herstellung und Verwaltung realisieren und im Rahmen der geplanten Markterweiterung die Vertriebsaktivitäten in der DACH-Region vorantreiben. Die Vertriebsaktivitäten in Österreich sollen verstärkt werden, um zusätzliche Marktanteile in der DACH-Region zu sichern. Vertiefung der Kooperationen mit internationalen PartnernIm Berichtszeitraum ist es Vita 34 gelungen, bestehende Kooperationen mit unterschiedlichen Partnern zu vertiefen und damit die Marktposition in Europa zu stärken: Durch Übernahme des slowenischen Partners Izvorna Celica durch den serbischen Kooperationspartner Bio Save erwartet Vita 34 positive Impulse auf die Anzahl der neu eingelagerten Stammzelldepots in Slowenien. Vita 34 lagert durch die bestehende Vertriebs- und Marketingkooperation mit Bio Save bereits Nabelschnurblut für Kunden aus Serbien, Montenegro, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien und Kroatien ein. Daneben hat Vita 34 im Berichtszeitraum ihre Präsenz in Europa über die Kooperation mit dem italienischen Partnerunternehmen Sorgente auf Monaco ausgedehnt. Die bestehende Exklusivitätsvereinbarung für die Vertriebs- und Marketingkooperation auf dem italienischen Markt wurde in diesem Zusammenhang auch für die offizielle Zusammenarbeit in Monaco abgeschlossen. Mit der privaten Klinik Van Hanh Hospital in Ho Chi Minh City, Vietnam, hat Vita 34 einen "Letter of Intent" (LoI) unterzeichnet. Derzeit wird eine mögliche Zusammenarbeit beim Aufbau eines Stammzell-Zentrums in Ho Chi Minh Stadt geprüft. Mit der Vereinbarung mit dem National Hospital of Obstetrics in Hanoi zum Aufbau einer öffentlichen Nabelschnurblutbank ist es Vita 34 zudem gelungen, die Aktivitäten in Vietnam und Südostasien weiter voranzutreiben. Ferner hat Vita 34 zu Beginn des Geschäftsjahres 2015 eine Kooperationsvereinbarung mit der 2007 gegründeten litauischen Nabelschnurblutbank AS "Imunolita" geschlossen. Mit dem Markteintritt in Litauen, Estland und Lettland setzt Vita 34 die Auslandsexpansion auch zu Beginn des Jahres 2015 konsequent fort Kapitel "Nachtragsbericht" Seite 40]. ProduktentwicklungVitaPlusNabelschnur - Marktdurchdringung in Deutschland und Einführung der Nabelschnurgewebeeinlagerung auf dem europäischen MarktVita 34 besitzt als einzige private Stammzellbank in Deutschland die erforderlichen Genehmigungen zur Entnahme, Bearbeitung, Kryokonservierung und Lagerung von Nabelschnurgewebe und kann somit neben Nabelschnurblut auch Nabelschnurgewebe nach arzneimittelgerechten Richtlinien (Good Manufacturing Practice Richtlinien) einlagern. Um mit allen Partnerkliniken in Deutschland Verträge zur Entnahme von Nabelschnurgewebe abzuschließen, hat Vita 34 bei den 27 zuständigen regionalen Behörden innerhalb Deutschlands die Erlaubnis zur Gewebeentnahme beantragt. Bis zum Ende des Berichtszeitraums hat Vita 34 von einem Großteil der örtlich zuständigen Behörden die benötigte Zustimmung erhalten. Auf Basis dieser Genehmigung hat Vita 34 bereits mit rund 70 Prozent der Kliniken in Deutschland Verträge über die Nabelschnurgewebeentnahme abgeschlossen. Nachdem Vita 34 am Ende des dritten Quartals 2013 die Erlaubnis zur Entnahme von Nabelschnurgewebe gemäß § 20b Arzneimittelgesetz erhielt, kann das Unternehmen am Ende des Geschäftsjahres 2014 eine positive Zwischenbilanz ziehen: Bereits nach knapp über einem Jahr kann Vita 34 das neue und am deutschen Markt einmalige Produkt schon in vielen Regionen in Deutschland anbieten. Im Berichtszeitraum hat sich Vita 34 auch auf die Einführung der Nabelschnurgewebeeinlagerung auf dem europäischen Markt konzentriert und konnte entscheidende Etappenziele erreichen: Die Erlaubnis für die Einfuhr von Nabelschurgewebe aus der Schweiz und die Entnahme von Nabelschnurgewebe in Österreich hat Vita 34 im ersten Quartal 2014 erhalten. Stammzelldepots aus Nabelschnurgewebe aus Österreich, der Schweiz, Spanien, Mazedonien, Rumänien, Bulgarien, Bosnien-Herzegowina und Slowenien wurden bereits eingelagert. In Kroatien hat Vita 34 die Einführung von Stammzelldepots aus Nabelschnurgewebe mit dem Kooperationspartner vorangetrieben. Ausbau von F&EVita 34 hat im Geschäftsjahr 2014 ihre Forschungsaktivitäten im Geschäftsbereich Biotechnologie weiter ausgebaut. Zwei Forschungsprojekte hat Vita 34 unter anderem im Geschäftsjahr 2014 weiterverfolgt und erfolgreich abgeschlossen: Die Ergebnisse aus dem Projekt zur Untersuchung der Wirksamkeit von mesenchymalen Stammzellen der Nabelschnur bei Blutstammzelltransplantationen in der Leukämiebehandlung bilden die Basis für ein Nachfolgeprojekt. In einem weiteren Projekt wurden durch grundlegende Forschungsarbeiten neue biologische Vitalitätsmarker für die Kryokonservierung von Pflanzen entwickelt. Mit einem Forschungsprojekt zur Kryokonservierung von autologem Fettgewebe sowie einem Projekt zur Entwicklung von Verfahren zur optimierten Gewinnung von Pflanzenwirkstoffen für die Herstellung von Medikamenten hat Vita 34 im Geschäftsjahr 2014 auch zwei neue Forschungsprojekte mit Kooperationspartnern begonnen. [→ Kapitel "Forschung und Entwicklung" Seite 31]. Sonstige Meilensteine im Geschäftsjahr 2014AnwendungenDie Erfüllung höchster Sicherheits- und Qualitätsstandards ist die Voraussetzung für die zahlreichen Anwendungen mit Stammzellen aus den Kältetanks von Vita 34. Seit der ersten Anwendung im Jahr 2004 bis heute summierte sich die Anzahl der Transplantationen mit Vita 34-Stammzellde-pots auf 28, was rund 44 Prozent der insgesamt 63 bei Cord Blood Europe gemeldeten therapeutischen Anwendungen privater Stammzellbanken in Europa entspricht. Im Berichtszeitraum wurden insgesamt drei bei Vita 34 eingelagerte Stammzelldepots zur Anwendung abgegeben und transplantiert: Im 1. Quartal 2014 wurde in einer österreichischen Klinik eines der bei Vita 34 eingelagerten Stammzelldepots bei einer Patientin angewendet, die an einer akuten myeloischen Leukämie erkrankt ist. Im 2. Quartal 2014 wurde in einer österreichischen Klinik eines der bei Vita 34 eingelagerten Stammzelldepots bei einem 6-jährigen Jungen angewendet, der an einer ß-Thalassämie erkrankt ist. Dies war gleichzeitig die zehnte allogene Transplantation mit einem Vita 34 Transplantat, da Stammzellen aus dem Nabelschnurblut der Schwester angewendet wurden. Die 28. Transplantation eines Vita 34-Stammzelldepots hat schließlich am 4. Dezember 2014 stattgefunden. Es wurde ein 11-jähriger Junge mit einer schweren aplastischen Anämie mit dem eigenen Nabelschnurblut behandelt. GenehmigungenDie Erteilung des Good Manufacturing Practice (GMP) Zertifikats - die Gewährleistung der Qualität im Produktionsprozess von Arzneimitteln und Wirkstoffen - wird in einer umfangreichen Inspektion durch die Landesdirektion Sachsen im dreijährigen Turnus geprüft. Im 3. Quartal 2014 wurde Vita 34 erneut das GMP-Zertifikat ausgestellt und somit bestätigt, dass das Herstellungsverfahren im firmeneigenen gläsernen GMP Labor den gültigen Richtlinien zur Qualitätssicherung entspricht. Im November 2014 erteilte die Landesdirektion Sachsen Vita 34 die Herstellungserlaubnis gemäß § 13 Arzneimittelgesetz (AMG) für ein Separationsverfahren. Entsprechend wurde die bereits existierende Herstellungserlaubnis für die Einlagerung von Vollblut um ein Separationsverfahren erweitert. Anders als beim Vollblutverfahren werden die Stammzellen in diesem Konservierungsverfahren isoliert eingelagert. Als einzige Stammzellbank in Europa kann Vita 34 damit die Gewinnung und Aufbereitung der Stammzellen über zwei alternative Verfahren anbieten und so Vorteile bei der Akquise von Kunden und Kooperationspartnern nutzen. Umsatz- und Ertragslagescroll
Im Geschäftsjahr 2014 entwickelte sich die Ertragslage von Vita 34 im Vorjahresvergleich positiv. Insgesamt erzielte Vita 34 im Berichtszeitraum eine Gesamtleistung von 15,2 Mio. Euro und lag 2,7 Prozent über der des Vorjahres von 14,8 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse stiegen auf 13,8 Mio. Euro nach 13,6 Mio. Euro im Vorjahr. Vita 34 erfüllt somit die Prognose für das Geschäftsjahr 2014. Nach Geschäftsbereichen entfielen im Berichtszeitraum rund 13,3 Mio. auf den Geschäftsbereich Stammzellbanking und rund 0,5 Mio. Euro auf den Bereich Biotechnologie. Die Umsatzentwicklung ist hauptsächlich auf die gestiegene Anzahl von neu eingelagerten Stammzelldepots zurückzuführen - insbesondere auf die zusätzlich generierten Umsätze durch das neu eingeführte Produkt VitaPlusNabelschnur. scroll
Die Umsatzkosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 5,9 Mio. Euro nach 5,5 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Seit ihrer Übernahme Ende Dezember 2013 wird die Tochtergesellschaft stellacure GmbH im Konsolidierungskreis von Vita 34 ausgewiesen. Der Anstieg der Umsatzkosten um 7,6 Prozent im Jahresvergleich ist im Wesentlichen auf die in der Tochtergesellschaft entstandenen Kosten und die Reduzierung von unfertigen Erzeugnissen zurückzuführen. Daneben werden in den Umsatzkosten auch Kosten aus Forschung & Entwicklung erfasst, die im Geschäftsjahr 2014 etwas höher ausfielen. Das Bruttoergebnis vom Umsatz summierte sich im Berichtszeitraum auf 7,9 Mio. Euro im Vergleich zu 8,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013. Dies entspricht einer Bruttomarge von 57,1 Prozent gegenüber 59,5 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2014 deutlich auf 1,5 Mio. Euro nach 1,0 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Erträge setzten sich vor allem aus Erträgen aus Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zusammen. Des Weiteren sind Erträge aus der Auflösung einer in den vergangenen Jahren gebildeten Wertberichtigung, Verzugszinsen und Schadenersatzansprüchen in Höhe von insgesamt 0,6 Mio. Euro enthalten, die aus einem positiven Rechtsurteil gegenüber einem Geschäftskunden von Vita 34 basieren. Im Berichtszeitraum reduzierten sich die Marketing- und Vertriebskosten aufgrund eines optimierten Mitteleinsatzes und einer damit verbundenen Effizienzsteigerung im Marketing auf 4,4 Mio. Euro nach 4,7 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013. Die Verwaltungskosten stiegen dagegen von 2,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 3,3 Mio. Euro im Berichtszeitraum. Aufgrund der durch die Integration der Tochtergesellschaft zusätzlich entstandenen Kosten, erhöhtem Personalaufwand sowie eine dem Hauptversammlungsbeschluss entsprechend angepasste Aufsichtsratsvergütung stiegen die Verwaltungskosten. Die zentrale Finanzkennzahl, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag im Geschäftsjahr 2014 mit 2,8 Mio. Euro leicht über dem Vergleichszeitraum und mit 15 Prozent leicht unter der Prognose für das Geschäftsjahr 2014. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im Berichtszeitraum auf 1,7 Mio. Euro nach 1,5 Mio. Euro im Vorjahr. Der Ertragssteueraufwand 2014 wurde in Höhe von 0,7 Mio. Euro ausgewiesen, während im Vorjahr ein Ertragssteueraufwand von 0,6 Mio. Euro anfiel. Das Periodenergebnis betrug nach 0,8 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013 nun 1,0 Mio. Euro im aktuellen Berichtszeitraum. Daraus ergibt sich bei einer durchschnittlichen Anzahl der ausgegebenen Aktien von 3.026.500 ein Ergebnis je Aktie von 0,36 Euro im Berichtszeitraum nach 0,28 Euro im Vergleichszeitraum 2013, ein Anstieg von 28,6 Prozent. FinanzlageDie Darstellung der Finanzlage erfolgt in der Konzern-Kapitalflussrechnung. Ausgehend von einem Periodenergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 1,7 Mio. Euro im Berichtszeitraum 2014 (Geschäftsjahr 2013: 1,3 Mio. Euro) entfiel mit 1,1 Mio. Euro der größte Anteil der nicht zahlungswirksamen Berichtigungen auf planmäßige Abschreibungen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres 2013 betrugen diese 1,2 Mio. Euro. Im Nettoumlaufvermögen verbuchte Vita 34 im Berichtszeitraum einen Mittelabfluss von 1,4 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,7 Mio. Euro). Diese Veränderung im Jahresvergleich ist insbesondere auf gestiegene Forderungen und sonstige Vermögenswerte sowie reduzierte Schulden zurückzuführen. Somit lag der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit im Berichtszeitraum mit 1,1 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraums von 1,8 Mio. Euro. In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investierte Vita 34 im Berichtszeitraum insgesamt 0,4 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,8 Mio. Euro). Im Berichtszeitraum wurden mit 0,2 Mio. Euro geringere Investitionen in Sachanlagen getätigt als im Vergleichszeitraum 2013 mit 0,5 Mio. Euro, da Vita 34 bereits im Vorjahr ausreichende Lagerkapazitäten geschaffen hat. Entsprechend lag der Cashflow aus Investitionstätigkeiten mit -0,4 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahreszeitraums von -0,8 Mio. Euro. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 0,2 Mio. Euro nach -1,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Vita 34 vereinnahmte im Berichtszeitraum Investitionszuwendungen in Höhe von rund 0,3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,1 Mio. Euro). Im Berichtszeitraum entfielen zudem Tilgungen für Darlehen, die bis Ende 2013 planmäßig zurückgezahlt waren. Vita 34 verfügte zum 31. Dezember 2014 über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von rund 3,7 Mio. Euro (31. Dezember 2013: 2,9 Mio. Euro). Dies bildet eine solide Basis für weiteres Wachstum. VermögenslageDie Bilanzsumme zum 31. Dezember 2014 erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2013 von 35,6 Mio. Euro auf 37,1 Mio. Euro. Auf der Aktivseite der Bilanz betrugen die langfristigen Vermögenswerte inklusive Firmenwert zum 31. Dezember 2014 27,2 Mio. Euro nach 27,3 Mio. Euro zum Ende 2013. Darin enthalten ist insbesondere der Geschäfts- oder Firmenwert mit unverändert 13,9 Mio. Euro gegenüber dem 31. Dezember 2013. Der Firmenwert umfasst die Firmenwerte der Vita 34 AG, der spanischen Tochtergesellschaft Secuvita, S. L. und des Geschäftsbereichs Biotechnologie. In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten wird zum 31. Dezember 2014 im Wesentlichen ein Darlehen gegenüber der VITA 34 Gesellschaft für Zelltransplantate m.b.H. (Österreich) für den Erwerb der Vermögensgegenstände der Vivocell Biosolutions GmbH & Co KG, Graz ausgewiesen. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen im Berichtszeitraum auf 10,0 Mio. Euro (31. Dezember 2013: 8,3 Mio. Euro) aufgrund erhöhter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 3,9 Mio. Euro (31. Dezember 2013: 2,8 Mio. Euro). Dieser Anstieg ist zum Teil begründet in erhöhten Forderungen gegenüber einem Geschäftskunden von Vita 34 in Höhe von 0,6 Mio. Euro, die auf einem positiven Rechtsurteil basieren. Sie setzen sich aus der Auflösung einer in den vergangenen Jahren gebildeten Wertberichtigung, Verzugszinsen und Schadenersatz zusammen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen von 2,9 Mio. Euro zum 31. Dezember 2013 auf 3,7 Mio. Euro zum Bilanzstichtag 2014. Auf der Passivseite der Bilanz lag das Eigenkapital zum Stichtag 31. Dezember 2014 aufgrund erhöhter Gewinnrücklagen bei 22,2 Mio. Euro (31. Dezember 2013: 21,3 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag des Berichtszeitraums betrug 59,8 Prozent wie im Vorjahreszeitraum. Die langfristigen Schulden und Ertragsabgrenzungen erhöhten sich auf 11,1 Mio. Euro zum 31. Dezember 2014 nach 10,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2013. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus einem Anstieg der latenten Ertragssteuern, der abgegrenzten Zuwendungen sowie der abgegrenzten Erlöse. Die kurzfristigen Schulden und Ertragsabgrenzungen sanken leicht von 4,0 Mio. Euro zum Jahresende 2013 auf 3,8 Mio. Euro zum 31. Dezember 2014. Dieser Rückgang ist vor allem auf geringere Schulden aus Lieferungen und Leistungen von rund 0,7 Mio. Euro zum Stichtag 31. Dezember 2014 (31. Dezember 2013: 1,1 Mio. Euro) zurückzuführen. Dagegen stiegen die sonstigen Schulden leicht auf 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) und die Ertragsteuerverbindlichkeiten auf 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro). Die abgegrenzten Erlöse beliefen sich auf 9,9 Mio. Euro zum 31. Dezember 2014 nach 9,6 Mio. Euro zum Ende des Vorjahres. Darunter werden Lagergebühren erfasst, die vom Kunden einmalig vorab entrichtet und über die vereinbarte Lagerungslaufzeit linear aufgelöst werden. Bilanz![]() NachtragsberichtZum 2. Januar 2015 übernahm Vita 34 Vermögensgegenstände des österreichischen Marktführers für Nabelschnurblut-Einlagerungen, Vivocell Biosolutions GmbH & Co KG, Graz. Die Anzahl der Stammzelldepots erhöht sich um 13.000. Weiterhin unterzeichnete Vita 34 im Januar 2015 eine Kooperationsvereinbarung mit der litauischen Stammzellbank AS "Imunolita". Mit dem Markteintritt im Baltikum setzt Vita 34 die Auslandsexpansion konsequent fort. Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2014 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die besondere Bedeutung oder erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns gehabt hätten. Corporate GovernanceErklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBEntsprechenserklärung gemäß § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten deutschen Aktiengesellschaft sind gemäß § 161 AktG verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, ob den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Die folgende Entsprechenserklärung wurde am 19. März 2015, zusammen mit den Entsprechenserklärungen der letzten fünf Jahre, auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht. "Vorstand und Aufsichtsrat der Vita 34 AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG), dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 13. Mai 2013 seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 13. März 2014 entsprochen wurde, mit Ausnahme der unten aufgeführten Punkte. Ferner entspricht die Vita 34 AG den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 26. Juni 2014 seit deren Veröffentlichung im Bundesanzeiger und wird diesen auch zukünftig entsprechen, mit Ausnahme der unten aufgeführten Punkte:
Leipzig, 19. März 2015 Der Aufsichtsrat Der Vorstand" UnternehmensführungspraktikenFür die Vita 34 AG sind die Prinzipien einer guten Corporate Governance eine wesentliche Grundlage der Unternehmensführung und der Zusammenarbeit mit ihren Aktionären, Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen, werden nicht getätigt. Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratBeide Organe arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand verantwortet die Unternehmensführung, der Aufsichtsrat berät und kontrolliert den Vorstand. Vorstand und Aufsichtsrat beachten die Regeln ordnungsgemäßer Unternehmensführung. Der Vorstand der Vita 34 AG besteht aus zwei Mitgliedern. Vorstandsvorsitzender ist Herr Dr. André Gerth, weiteres Vorstandsmitglied ist Herr Jörg Ulbrich. Der Vorstand leitet die Vita 34 AG eigenverantwortlich und orientiert sich dabei am Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Die Arbeit des Vorstands wird insgesamt durch die Geschäftsordnung geregelt. In der Geschäftsordnung enthalten sind die Grundlagen der Geschäftsführung der Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Derzeit ist kein Vorstandsmitglied als Aufsichtsratsmitglied in einem konzernexternen Unternehmen tätig. Der Aufsichtsrat der Vita 34 AG besteht aus drei Mitgliedern. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dazu erörtert der Aufsichtsrat regelmäßig die Geschäftsentwicklung sowie die Planung, Strategie und deren Umsetzung. Er genehmigt die durch den Vorstand aufgestellte Jahresplanung, billigt den Jahresabschluss und nimmt den Konzernabschluss billigend zur Kenntnis. Er ist ferner für die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sowie die Vertretung der Gesellschaft gegenüber dem Vorstand zuständig. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet die Sitzungen und nimmt Belange des Aufsichtsrats nach außen wahr. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihren Entscheidungen unabhängig und nicht an Vorgaben oder Weisungen Dritter gebunden. Dem Aufsichtsrat sind im Berichtszeitraum weder von Vorstands- noch von Aufsichtsratsmitgliedern Interessenkonflikte mitgeteilt worden. Bislang ist bei der Vita 34 AG kein Vorstandsmitglied in den Aufsichtsratsvorsitz gewechselt. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die Vita 34 AG weist die Vorstandsvergütung individualisiert aus. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten bei der Vita 34 AG eine Festvergütung. Eine erfolgsabhängige Vergütung ist nicht vorgesehen. Weitere Details zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats finden sich im Konzernanhang unter Textziffer 26. Der Vorstand veröffentlicht Insiderinformationen, die die Vita 34 AG betreffen, unverzüglich, sofern er nicht in einzelnen Fällen hiervon befreit ist. Darüber hinaus führt das Unternehmen ein Insiderverzeichnis, das sämtliche Personen mit Zugang zu Insiderinformationen umfasst. Ein festes Prinzip der Kommunikationspolitik der Vita 34 AG ist es, bei der Veröffentlichung von Informationen, die das Unternehmen betreffen und maßgeblich zur Beurteilung der Entwicklung der Gesellschaft sind, alle Aktionäre und Interessengruppen gleich zu behandeln. Alle Pflichtveröffentlichungen sowie zusätzliche Investor-Relations-Veröffentlichungen der Gesellschaft erscheinen in deutscher und englischer Sprache. Alle kapitalmarktrelevanten Informationen stehen auf der Website der Vita 34 AG unter www.vita34group.de in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Vita 34 AG und sich darauf beziehender Finanzinstrumente offenlegen (Directors' Dealings). Die im Geschäftsjahr 2014 getätigten meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte wurden ebenfalls auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Die Veröffentlichungsbelege und die entsprechenden Meldungen wurden an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht übermittelt. Der Anteilsbesitz von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern an der Vita 34 AG ist größer als 1 Prozent. Dabei entfallen zum 31. Dezember 2014 auf den Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. André Gerth 383.600 Aktien, das entspricht 12,67 Prozent. 103.870 Aktien, das entspricht 3,43 Prozent, entfallen auf das Aufsichtsratsmitglied Herrn Dr. Holger Födisch, und 40.000 Aktien, das entspricht 1,32 Prozent, entfallen auf den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Dr. Hans-Georg Giering. Berichterstattung nach § 315 Abs. 4 HGBGezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der Vita 34 AG beträgt 3.026.500 Euro und ist eingeteilt in 3.026.500 auf den Namen lautende nennwertlose Stammaktien (Stückaktien). Dabei verfügt jede Aktie über ein Stimmrecht. Genehmigtes KapitalGemäß § 7 Abs. 2 der Satzung der Vita 34 AG besteht ein genehmigtes Kapital. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2014 ermächtigt, in einem Zeitraum bis zum 27. August 2019 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.513.250,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 1.513.250 neuen auf den Namen lautenden nennwertlosen Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital-2014). Wird das Grundkapital gegen Bareinlagen erhöht, ist den Aktionären ein Bezugsrecht zu gewähren. Das Bezugsrecht kann den Aktionären auch mittelbar gewährt werden gemäß § 186 Abs. 5 AktG. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Ein Bezugsrechtsausschluss ist nur zulässig
Über die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital-2014, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 7 Abs. 2 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals und, falls das genehmigte Kapital bis zum 27. August 2019 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, nach Fristablauf der Ermächtigung anzupassen. Beschränkungen der Übertragung von AktienMit Vorstandsmitglied Dr. Gerth wurde im Rahmen der Einbringung der BioPlanta GmbH und der Ausgabe neuer Aktien der Vita 34 AG aus genehmigtem Kapital für die Übernahme der BioPlanta GmbH vereinbart, dass die neuen Aktien bis zum Ablauf von drei Jahren ab dem Vollzugstag - 01. Juli 2012 - nicht ohne Zustimmung von Vita 34 veräußert werden dürfen. Diese Haltefristvereinbarung wurde um weitere 18 Monate verlängert. Wesentliche Aktionäre der GesellschaftDie folgenden direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital der Vita 34 AG, die Zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind der Vita 34 AG per Stimmrechtsmitteilung bis zum 31. Dezember 2014 bekannt gemacht worden:
Vorschriften zur Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands und Änderung der SatzungDie gesetzlichen Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sind in §§ 84 und 85 AktG zu finden. Die Satzung der Vita 34 AG sieht in § 9 der Satzung eine übereinstimmende Regelung vor. Die Änderung der Satzung kann nach §§ 179, 133 AktG sowie § 25 der Satzung der Vita 34 AG durch einen Beschluss der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen herbeigeführt werden soweit nicht gesetzlich eine größere Mehrheit vorgeschrieben ist. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehenEs bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, außer einer Vereinbarung, die für den Fall eines Kontrollwechsels mit einem Vorstandsmitglied getroffen wurde ("Change-of-Control-Regelung"). Sofern die Change-of-Control-Regelung zur Anwendung kommt, gibt sie dem Vorstandsmitglied ein Recht zur Kündigung eines Dienstvertrages innerhalb von sechs Monaten. Macht das Vorstandsmitglied von diesem Kündigungsrecht Gebrauch, hat das Vorstandsmitglied Anspruch auf die Abgeltung seiner Bezüge für die restliche Vertragslaufzeit, höchstens jedoch auf einen Betrag, der dem Wert von drei Jahresbezügen (Festgehalt und Tantieme) entspricht, sowie auf eine Abfindung in Höhe eines Betrages von bis zu zwei Jahresbezügen (Festgehalt und variable Vergütung). Abgeltung und Abfindung zusammen dürfen einen Betrag in Höhe von drei Jahresbezügen nicht überschreiten. Bei Kündigung des Anstellungsvertrags kann der Aufsichtsrat verlangen, dass das Vorstandsmitglied sein Amt als Vorstand für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten nach Eintritt eines Kontrollwechsels fortführt. Chancen- und RisikoberichtInternes Kontroll- und RisikomanagementsystemVita 34 betreibt seit mehreren Jahren ein internes Risiko- und Chancenmanagementsystem. Alle wesentlichen Risiken und Chancen werden identifiziert, bewertet und priorisiert, um entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. In Bezug auf den Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS 20) wird ein Risiko dabei als die Möglichkeit einer negativen Abweichung von der Unternehmensprognose definiert, eine Chance dagegen als die Möglichkeit einer positiven Abweichung von den definierten Unternehmenszielen. Eine umfassende Dokumentation und Kommunikation der Risiken sind Basis des Risikomanagementsystems und dessen Steuerung. Zusammenhängende Aktivitäten werden innerhalb des Risikomanagementsystems erkannt und überwacht. Ein internes Kontrollsystem stellt einen weiteren zentralen Bestandteil des Risikomanagementsystems dar. Besonders Rechnungslegungs-, Buchhaltungs- und Controllingprozesse werden hiermit gesteuert. Risikomanagement und internes Kontrollsystem werden zusammengefasst dargestellt und greifen direkt auf Vorstands- und Leitungsebene ein. Der Vorstand gestaltet den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Systeme in eigener Verantwortung anhand der unternehmensspezifischen Anforderungen. Trotz angemessener und funktionsfähig eingerichteter Systeme kann keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährt werden. Erkannte Risiken werden durch Hinzuziehung von externen Spezialisten begrenzt und hinsichtlich ihres Einflusses auf die betrieblichen Abläufe und den Konzernabschluss überprüft. Im Rahmen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems werden Kontrollen implementiert, um die hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der identifizierten Risiken die betrieblichen Abläufe und die Erstellung der Jahres- bzw. Konzernabschlüsse sichergestellt werden. Identifizierung, Erfassung und Bewertung neuer Risiken werden in einem operativen Prozess vollzogen. Jährlich führt das Controlling eine Risikoinventur durch, um erfasste Risikoarten in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Führungskräften und dem Vorstand zu analysieren, zu überprüfen und zu ergänzen. Veränderungen bei Risiken und entsprechende Kennzahlen werden regelmäßig an den Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Im Risikomanagement-Handbuch und den Risiko-Informationsblättern ist das Risikomanagementsystem dokumentiert und die einzelnen Risiken beschrieben. Zusätzlich sind in der Betriebsordnung und anderen Unternehmensrichtlinien verschiedene Abläufe festgelegt und teilweise validiert. Wesentliche Vorgänge unterliegen in allen Bereichen des Unternehmens dem Vier-Augen-Prinzip, das heißt es sind immer zwei Unterschriften zur Durchführung notwendig. Bei IT-gestützten Systemen wird für jeden Mitarbeiter das Zugriffsrecht (Lese-, Schreibberechtigung) geregelt. Bei der Erstellung von Monats-, Quartals- und Jahresabschlüssen wirken externe Dienstleister mit. Die Zuordnung der Aufgaben bei der Erstellung der Abschlüsse ist festgelegt und dokumentiert. Neben den regelmäßigen prozessbedingten Risiken werden vorrangig Risiken innerhalb von Projekten sowie bei besonderen Anlässen identifiziert, analysiert und auf Grundlage des Risikomanagementsystems erfasst. Risiken sind in folgende Risikokategorien unterteilt: strategische, finanzielle, personelle und rechtliche Risiken, Produkt-, Kapitalmarkt- und Infrastrukturrisiken sowie Risiken des Marketings und Vertriebs. Aus der Gesamtheit der identifizierten Risiken werden nachfolgend die Risiken und Chancen erläutert, welche aus heutiger Sicht die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von Vita 34 wesentlich beeinflussen können. Risiken des UnternehmensProduktrisikoKünftige Forschungen könnten belegen, dass Stammzellen aus anderen Quellen (z. B. aus dem Knochenmark bzw. peripherem Blut oder Geweben) eine jederzeit gewinnbare gleichwertige Alternative zu Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe im Rahmen der therapeutischen Nutzung werden können. Die mit autologen Stammzellen zu behandelnden Erkrankungen treten vorwiegend im höheren Lebensalter auf. Heute verfügen diese Patienten jedoch noch nicht über ein autologes Nabelschnurblut-Depot. Ein Risiko könnte daraus erwachsen, dass deshalb die Forschung mit Knochenmark- bzw. peripheren Stammzellen schneller vorangetrieben wird. Zur Zeit werden zur Behandlung nach Herzinfarkten autologe Knochenmarkstammzellen eingesetzt, obwohl Forschungen an Tiermodellen gezeigt haben, dass Nabelschnurblutstammzellen eine bessere Wirksamkeit zeigen. Auch die Entwicklung sogenannter iPS-Zellen (induced pluripotent stem cells) kann, ausgehend von kernhaltigen Körperzellen eines Patienten, zu einer alternativen Stammzellquelle für verschiedene regenerative Therapien führen. Namhafte Wissenschaftler konnten jedoch nachweisen, dass sich Nabelschnurblut für diese Technologie besser eignet als andere, ältere somatische Zellen (z.B. Hautzellen). Sehr früh ist Vita 34 Forschungskooperationen auf diesem Gebiet eingegangen, um Nabelschnurblut als Zellquelle für iPS-Techniken zu etablieren. Aufgrund der Vorteile des Nabelschnurbluts gegenüber anderen Zellquellen stellt die zunehmende Nutzung letzterer aus Sicht des Managements kein prinzipielles bestandsgefährdendes Risiko dar, sondern trägt zur Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten der Nabelschnurblutstammzellen bei. Darüber hinaus beteiligt sich Vita 34 an Forschungsprojekten, um Potenziale für weitere adulte Stammzellquellen rechtzeitig zu identifizieren und in der eigenen Produktentwicklung zu nutzen. Unter Produktrisiken ist derzeit auch die vorrangige Konzentration auf ein Geschäftssegment - das Stammzellbanking - zu sehen. Strategische RisikenEs besteht das Risiko, dass sich die Marktausweitung auf nationaler und besonders internationaler Ebene langsamer oder weniger umfänglich als erwartet realisieren lässt. Märkte können aufgrund von regulatorischen, marktseitigen oder konjunkturellen Einflüssen eine ungeplante Entwicklung nehmen und das Wachstum dadurch beschränken bzw. verzögern. Es ist davon auszugehen, dass die Marktausweitung und das Wachstum der Vita 34 keinen linearen Verlauf über die Quartale nehmen, sondern Schwankungen unterworfen sein werden. Es besteht darüber hinaus das Risiko, dass laufende Kooperationen beendet werden und danach Umsatz- und Ergebnisreduzierungen folgen. Finanzielle RisikenDurch Veränderung von konjunkturellen Rahmenbedingungen auf Märkten bzw. Einflüsse auf Konsumenten können sowohl Preisschwankungen als auch Forderungsausfälle entstehen. Besonders in ausländischen Märkten, können aufgrund veränderter Zins- und Steuerpolitik, sowie Wechselkursschwankungen finanzielle Risiken eintreten. Eine Zunahme des Wettbewerbs kann finanzielle bzw. Liquiditätsrisiken eintreten lassen. Durch eine langfristige Geschäftsplanung und vorausschauende Liquiditätsplanung sollen Risiken vermieden und eingeschränkt werden. Rechtliche RisikenRechtliche Risiken können sich aus den vielfältigen, die Vita 34 betreffenden Regelungen und Gesetzen ergeben. Änderungen von Gesetzen auf dem Gebiet des Medizin- und Pharmarechts können die bestehenden Geschäftsstrukturen beeinflussen. Durch aktive Gesprächsführung mit Entscheidungsträgern wird versucht, im Rahmen der Gesetzesauslegung die Besonderheiten von Vita 34 darzulegen und die Umsetzung der Neuerungen praxisnah zu gestalten. Weiterhin können wettbewerbsrechtliche Rechtsstreitigkeiten die Geschäftstätigkeit, zum Beispiel im Marketing und Vertrieb, von Vita 34 beeinflussen oder erheblich einschränken. Rechtliche Risiken ergeben sich weiterhin durch fehlgeschlagene Entnahme von Nabelschnurblut und -gewebe, unsachgemäßen Transport, Bearbeitungsfehler bei Vita 34 oder die Vernichtung eingelagerter Präparate, was beispielsweise zu Haftpflichtansprüchen der betroffenen Kunden führen kann. Um das umfassende Qualitätsmanagement zu ergänzen, hat Vita 34 für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken Versicherungen abgeschlossen. Diese sollen wirtschaftliche Folgen möglicherweise eintretender Risiken ausschließen oder begrenzen. Der Umfang der abgeschlossenen Versicherungsverträge wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Zudem wird Vita 34 keine die Qualität beeinflussenden Einschränkungen aus Kostengründen vornehmen. Risiken im Marketing / VertriebPotenzielle Kunden können aufgrund negativer, unsachlicher oder falscher Berichterstattung in den Medien über Nabelschnurblut-Einlagerung oder Stammzellanwendungen beeinflusst werden. Das kann zu Umsatzeinbußen führen. Zudem kann die Auswahl von Kooperationen bzw. Kooperationspartnern aufgrund von Rufschädigungen oder vertraglichen Konstellationen zu Umsatzeinbußen führen. Es besteht das Risiko, dass die Geschäftstätigkeit von Vita 34 durch eine Zunahme der Wettbewerbsintensität negativ beeinflusst wird. Dazu gehören sowohl preisaggressive Angebote als auch niedrige Preise oder deutliche Preissenkungen von Mitbewerbern bzw. neu in den Markt eintretenden Unternehmen. Das kann zu einer schwächer als erwarteten Umsatz- und Ertragsentwicklung bei Vita 34 führen. Es wird nicht ausgeschlossen, dass eine langsame gesamtwirtschaftliche Erholung nach der Finanzmarktkrise sich negativ auf das Konsumverhalten von Endverbrauchern und somit auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung bei Vita 34 auswirkt. Vita 34 berücksichtigt die von Marktforschern prognostizierte nationale Kaufkraftentwicklung in den Planungen. KapitalmarktrisikenDie Entwicklung des Aktienkurses von Vita 34 wird durch externe Ereignisse, zum Beispiel die Finanzmarktkrise, beeinflusst. Damit verbundene Anlageentscheidungen von Aktionären sind teilweise durch Faktoren gesteuert, die in keiner Verbindung zu den fundamentalen Kennzahlen von Vita 34 stehen. Vita 34 wird weiterhin durch die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften sowie durch transparente Kommunikation mit Aktionären auf dem Kapitalmarkt auftreten. Personelle RisikenVita 34 sieht aufgrund etablierter Maßnahmen des internen Kontrollsystems sowie einer durch soziale und sicherheitsorientierte Maßstäbe geprägten Personalpolitik keine unternehmensgefährdenden Risiken. Infrastruktur-RisikenDer Ausfall prozess- und vertriebsrelevanter Technik oder der Ausfall bzw. die Einschränkung logistischer Prozesse kann die Ertragslage von Vita 34 beeinflussen. Durch redundante Sicherungssysteme werden diese Risiken weitgehend vermieden oder ausgeschlossen. Chancen für die künftige EntwicklungProduktchancenVita 34 hat im Jahr 2012 ein einzigartiges GMP-Verfahren zur Konservierung von Nabelschnurgewebe entwickelt, mit dem mesenchymale Stammzellen als Ausgangszellen für die regenerative Medizin gewonnen werden können. Seit Ende des dritten Quartals 2013 kann Vita 34 als einzige private Stammzellbank in Deutschland, basierend auf den entsprechenden Genehmigungen, neben Nabelschnurblut auch Nabelschnurgewebe nach Good Manufacturing Practice Richtlinien (GMP) einlagern. Dieses Alleinstellungsmerkmal bietet Vita 34 die Chance, über das entsprechende Produktangebot "VitaPlusNabelschnur" einen verbesserten Marktzugang zu erlangen und so von einer erhöhten Anzahl von neu eingelagerten Stammzelldepots zu profitieren. Aufgrund der intensiven wissenschaftlichen Entwicklung im Bereich der regenerativen Medizin erwartet Vita 34 weltweit einen steigenden Bedarf an Kryokonservierung und sicherer Lagerung von Zellen und Geweben. Durch den Ausbau der Forschungs- und Entwicklungskapazitäten ist Vita 34 bestrebt, langfristig weitere Produktfelder zu etablieren. Als Dienstleister und Zulieferer für pharmazeutisch / therapeutisch orientierte Unternehmen könnte sich Vita 34 signifikante Marktpositionen erobern. Chancen durch die Diversifizierung des GeschäftsmodellsMit dem Geschäftsbereich Biotechnologie ist Vita 34 auch auf dem Gebiet der Biotechnologie in der Beratung bei Umweltprojekten und der pharmazeutischen und biotechnologischen Entwicklung tätig. Zwischen den Geschäftsbereichen erzielt Vita 34 Synergieeffekte, die zur Steigerung der Profitabilität des Unternehmens beitragen: Neben einem internationalen Netzwerk verfügt Vita 34 über entscheidende Kompetenzen im Projektmanagement. Die bisherige Diversifizierung des Geschäftsmodells wirkt sich insgesamt stabilisierend auf die Umsatzentwicklung aus. Chancen durch InternationalisierungVita 34 ist ein international agierender Anbieter für die Kryokonservierung von Nabelschnurblut und -gewebe. Über Tochtergesellschaften sowie Vertriebs- und Kooperationspartner war Vita 34 neben Deutschland auf dem europäischen und globalen Markt zum Berichtsstichtag in insgesamt 17 Ländern tätig. Vita 34 erschließt kontinuierlich neue attraktive Märkte, die mittelfristig Ergebnisbeiträge ermöglichen. [→ Kapitel "Nachtragsbericht" Seite 40]. Im Rahmen dieser Kooperationen sind die europäischen Partnerunternehmen selbstständig im Marketing und Vertrieb tätig. Vita 34 übernimmt anschließend die Präparation und Lagerung des Nabelschnurblutes und -gewebes in Leipzig. Durch diese Form der Kooperation kann Vita 34 von zusätzlichen Erträgen profitieren, ohne dass eigene Vertriebskosten im Ausland anfallen. Das Unternehmen erweitert über die geografische Diversifizierung seine stabile Basis und eröffnet sich die Möglichkeit, am Potenzial mehrerer Zielmärkte zu partizipieren. Marktchancen durch ÜbernahmenFür das Unternehmen können sich Wettbewerbsvorteile durch gezielte, strategische Übernahmen ergeben. Dies ermöglicht Vita 34 den Zugang zu bestehenden und potenziellen Kunden, neuen Technologien sowie qualifiziertem Personal. Nach der Übernahme der stellacure GmbH ist mit Etablierung und Genehmigung eines Separationsverfahrens bei Vita 34, nun auch eine weitere Option der Konservierung zur Gewinnung und Aufbereitung der Stammzellen möglich. Im Hinblick auf den Wettbewerb eröffnet sich Vita 34 über die verschiedenen Angebotsmöglichkeiten Vorteile bei der Kundenakquise. Im Rahmen der zunehmenden Konsolidierung des Marktes für privates Stammzellbanking prüft Vita 34 regelmäßig das Potenzial, durch Zukäufe die Produktpalette weiter zu diversifizieren. Ein breiteres Produktportfolio kann sich stabilisierend auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken. Gesamteinschätzung des VorstandsAls zweitgrößte Stammzellbank Europas mit führender Marktposition auf dem deutschsprachigen Markt sieht sich Vita 34 im Hinblick auf die Chancen und Risiken gut positioniert, um das Fortbestehen des Unternehmens langfristig zu sichern und die sich bietenden Chancen zu nutzen. Sollten einzelne oder alle der aufgeführten Chancen / Risiken eintreten, so würde sich dies auf die Entwicklung des Unternehmens und entsprechend auch auf die finanziellen Leistungsindikatoren auswirken [→ Kapitel "Steuerungssystem und Leistungsindikatoren" Seite 30]. Vita 34 kann derzeit keine Aussage treffen, welcher finanzielle Leistungsindikator durch welches Risiko / welche Chance beeinflusst werden würde und in welchem Ausmaß eine Auswirkung erfolgen würde. Nach Überprüfung der Risikolage zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 lagen jedoch keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Die Gesamtrisikosituation von Vita 34 hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Auch für die Zukunft sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. PrognoseberichtAusblickIm Geschäftsjahr 2014 erwirtschaftete Vita 34 eine Gesamtleistung von 15,2 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg dabei auf 2,8 Mio. Euro an. Zum zweiten Mal in Folge konnten somit Gesamtleistung und operatives Ergebnis gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Damit haben wir unsere Ziele erreicht und blicken auf ein insgesamt erfreuliches Geschäftsjahr 2014 zurück. Auch die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr schätzen wir positiv ein. In der für Vita 34 maßgeblichen Region Europa gehen wir für das aktuelle Geschäftsjahr 2015 von einer stabilen Entwicklung auf gesamtwirtschaftlicher Ebene aus: Experten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) prognostizieren ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Euroraum von voraussichtlich 1,2 Prozent und für Deutschland von etwa 1,7 Prozent. Auch für unsere weiteren Kernmärkte in Österreich, Schweiz und Südosteuropa ist laut Schätzungen des IfW ein Wirtschaftswachstum über dem des Jahres 2014 zu erwarten. Für Spanien und Italien wird nur eine leichte Zunahme des BIP für 2015 prognostiziert. Für die weitere operative Entwicklung von Vita 34 ist neben dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld der medizinische Bedarf an kryokonservierten Stammzellen und Geweben insgesamt sowie speziell die Entwicklung des Marktes für Stammzelltransplantationen von entscheidender Bedeutung. Bis Mitte 2013 wurden weltweit 30.000 Nabelschnurbluttransplantationen gezählt, davon kamen über 1.000 Anwendungen von privaten Banken.4 Experten rechnen damit, dass künftig der Bedarf an Kryokonservierung und sicherer Lagerung von Zellen und Geweben für eine mögliche Anwendung von Stammzellen zur Therapie verschiedener Krankheiten deutlich steigen wird. Die konsequente Erweiterung unserer internationalen Aktivitäten und die gleichzeitige Vertiefung von bestehenden Kooperationen mit Partnern wirkten sich im Geschäftsjahr 2014 positiv auf die Ertragslage von Vita 34 aus. Mit der Übernahme der Geschäfte des österreichischen Marktführers für Nabelschnurblut-Einlagerungen im Rahmen eines Asset-Deals, haben wir einen weiteren Meilenstein gesetzt. Wir verstärken damit ganz entscheidend unsere führende Marktposition im deutschsprachigen Raum. Gleichzeitig wird die Zugewinnung von zusätzlichen Marktanteilen in Österreich vereinfacht. Die Übernahme der rund 13.000 Stammzelldepots aus Nabelschnurblut erfolgte Anfang Januar 2015. Die Integration des Targets in die Vita 34 Gruppe soll im Laufe des Jahres 2015 vollständig abgeschlossen werden. Auch im aktuellen Geschäftsjahr werden wir die geografische Expansion konsequent fortführen. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2015 wurde eine Kooperationsvereinbarung mit der baltischen Stammzellbank AS "Imunolita" geschlossen. Mit dem Markteintritt im Baltikum ist Vita 34 nun in insgesamt 20 Ländern außerhalb Deutschlands tätig. Erste Ertragsbeiträge aus dem Baltikum werden im Laufe des 2. Halbjahres 2015 erwartet. Zudem wird die Zusammenarbeit mit dem serbischen Vertriebspartner Bio Save d.o.o. intensiviert werden. Da wir mit der Integration der Stammzelldepots der österreichischen Vivocell auch Stammzelldepots von Kunden aus der Türkei und aus Griechenland übernommen haben, werden wir die Zusammenarbeit mit den lokalen Vertriebspartnern in diesen beiden Märkten überprüfen und gegebenenfalls ausbauen. Vita 34 wird sich nicht nur durch die Expansion in neue geografische Märkte positiv entwickeln. Wir verfolgen daneben genau so konsequent das Ziel, die Wertschöpfungskette über die Entwicklung und Einführung neuer Produkte für die pharmazeutische Herstellung auszubauen und so signifikante neue Marktpositionen zu erobern. Im Geschäftsjahr 2014 konnte das Produkt VitaPlusNabelschnur in der DACH-Region sowie über lokale Vertriebspartner auf dem europäischen Markt etabliert werden. Wir sind auf einem guten Weg, VitaPlusNabelschnur flächendeckend in Deutschland anbieten zu können. Wir beabsichtigen im laufenden Geschäftsjahr, die Herstellungserlaubnis und Zulassung für die Abgabe von allogenem separiertem Nabelschnurblut zu erlangen. Damit werden wir über alle Genehmigungen für die Herstellung innovativer Produkte verfügen und den sich daraus ergebenden Wettbewerbsvorteil konsequent nutzen. Zukünftig werden wir auch noch weitere Quellen für die Gewinnung adulter Stammzellen erschließen, um mittelfristig neue Produkte für die therapeutische Anwendung zu entwickeln. Im Zuge unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben wir bereits zusätzliche Möglichkeiten für die Isolierung von Stammzellen aus anderen Geweben identifiziert. Derzeit untersuchen wir, ob sich diese Optionen für neue Produktangebote eignen und ob das Kerngeschäft Stammzellbanking dadurch weiter gestärkt werden kann. Insbesondere das Forschungsprojekt zur Kryokonservierung von Stammzellen aus Fettgewebe werden wir im laufenden Geschäftsjahr konsequent vorantreiben. Aus heutiger Sicht, bedingt durch die anhaltende angespannte wirtschaftliche Situation in Europa und die notwendigen Aufwendungen für die Umsetzung unserer Ende 2014 beschlossenen Unternehmensstrategie, erwarten wir für das laufende Jahr eine Gesamtleistung und ein operatives Ergebnis (EBITDA) auf dem Niveau von 2014. Wir gehen davon aus, dass sich das EBIT, die EBITDA-Marge und die Anzahl der neu eingelagerten Stammzelldepots auf Vorjahresniveau bewegen werden. Mit einer auch im laufenden Jahr angestrebten Eigenkapitalquote von rund 60 Prozent sind wir solide aufgestellt, um weiteres Wachstum realisieren zu können. Die gestiegene Profitabilität der Gesellschaft wird genutzt, um im Rahmen einer Buy and Build Strategie ein deutlich aggressiveres Umsatz- und Ertragswachstum zu erreichen. Die drei Kerne unserer Wachstumsstrategie - die Marktdurchdringung und -erschließung, die Entwicklung des Produktportfolios sowie der Ausbau der Forschungsaktivitäten - bilden dafür die Basis. Das Ziel des Vorstandes ist es, in den nächsten Jahren unsere starke Marktposition als Spezialist für die Kryokonservierung biologischer Materialien zu nutzen, um die Gesamtleistung weiter zu steigern und den dabei erzielten Gewinn nachhaltig auszubauen. Zukunftsgerichtete AussagenDieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Informationen, die Vita 34 zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts zur Verfügung standen. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen sind allerdings Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Chancen / Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den abgegebenen Einschätzungen abweichen. Daher kann Vita 34 keine Gewähr für diese Angaben übernehmen.
Leipzig, den 19. März 2015 Vorstand der Vita 34 AG Dr. André Gerth, Vorstandsvorsitzender Jörg Ulbrich, Finanzvorstand Konzernabschluss und -anhangKonzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Konzernbilanz (Aktiva)scroll
Konzernbilanz (Passiva)scroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Anhang zum Konzernabschluss1. Informationen zum Mutterunternehmen und KonzernDas Mutterunternehmen Vita 34 AG (die "Gesellschaft") mit Sitz in Leipzig (Deutschland), Deutscher Platz 5a, eingetragen im Registergericht des Amtsgerichts Leipzig unter HRB 20339, ist eine Gesellschaft, deren Unternehmenszweck die Entnahme, Aufarbeitung und Lagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe, die Entwicklung von zelltherapeutischen Verfahren sowie die Durchführung von Projekten auf dem Gebiet der Biotechnologie ist. Ihre Tochterunternehmen (zusammen mit der Gesellschaft als "Konzern" bezeichnet) sind ebenfalls auf dem Gebiet der Einlagerung von Nabelschnurblut und -gewebe tätig. Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären auf der Website www.vita34group.de zugänglich gemacht. Der Konzernabschluss der Vita 34 AG für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2014 wurde am 19. März 2015 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Vita 34 AG ist eine in Deutschland gegründete, in ihrer Haftung beschränkte Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland, deren Aktien zum öffentlichen Handel zugelassen sind. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze2.1 Grundlagen der Erstellung des AbschlussesDer Konzernabschluss der Vita 34 AG wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Alle für das Geschäftsjahr 2014 verbindlichen IFRS sowie die Verlautbarungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden angewendet, sofern diese durch die Europäische Union anerkannt wurden. Der Konzernabschluss der Vita 34 AG wird grundsätzlich auf der Grundlage fortgeführter Anschaffungskosten in Euro aufgestellt. Hiervon ausgenommen sind die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte sowie zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. KonsolidierungsgrundsätzeDer Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Vita 34 AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Abschlussstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Eine Beherrschung liegt vor, wenn der Konzern eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen hat und er seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen auch dazu einsetzen kann, diese Renditen zu beeinflussen. Insbesondere beherrscht der Konzern ein Beteiligungsunternehmen dann, und nur dann, wenn er alle nachfolgenden Eigenschaften besitzt:
Besitzt der Konzern keine Mehrheit der Stimmrechte oder damit vergleichbarer Rechte an einem Beteiligungsunternehmen, berücksichtigt er bei der Beurteilung, ob er die Verfügungsgewalt an diesem Beteiligungsunternehmen hat, alle relevanten Sachverhalte und Umstände. Hierzu zählen u. a.:
Ergeben sich aus Sachverhalten und Umständen Hinweise, dass sich eines oder mehrere der drei Beherrschungselemente verändert haben, muss der Konzern erneut prüfen, ob er ein Beteiligungsunternehmen beherrscht. Die Konsolidierung eines Tochterunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt. Sie endet, wenn der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert. Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens, das während des Berichtszeitraums erworben oder veräußert wurde, werden ab dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Tag, an dem die Beherrschung endet, in der Bilanz bzw. der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des sonstigen Ergebnisses werden Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens und den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zugerechnet, selbst wenn dies zu einem negativen Saldo der Anteile ohne beherrschenden Einfluss führt. Bei Bedarf werden Anpassungen an den Abschlüssen von Tochterunternehmen vorgenommen, um deren Rechnungslegungsmethoden an die des Konzerns anzugleichen. Alle konzerninternen Vermögenswerte und Schulden, Eigenkapital, Erträge und Aufwendungen sowie Zahlungsströme aus Geschäftsvorfällen, die zwischen Konzernunternehmen stattfinden, werden bei der Konsolidierung vollständig eliminiert. Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Verliert das Mutterunternehmen die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, so werden folgende Schritte durchgeführt:
In den Konsolidierungskreis wurden folgende Unternehmen einbezogen:
2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Der Konzern hat im Geschäftsjahr die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS Standards und -Interpretationen erstmals angewandt:
Die genannten Standards und Interpretationen sind ab dem 1. Januar 2014 verpflichtend anzuwenden. Aus den neuen oder geänderten Standards und Interpretationen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Vita 34 AG. 2.3 Wesentliche Schätzungen und AnnahmenDie wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein könnte, werden im Folgenden erläutert. Wertminderungstest der Geschäfts- oder FirmenwerteDie im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Stammzelleinlagerung - DACH", "Spanien" und "Biotechnologie" zugeordnet. Der erzielbare Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren aufgestellten und durch den Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen basieren. Der verwendete Abzinsungssatz beträgt vor Steuern zwischen 11,4 und 14,3 Prozent. Der erzielbare Betrag ist stark abhängig von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Diskontierungszinssatz sowie von den erwarteten künftigen Mittelzuflüssen. Die Grundannahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrages einschließlich einer Sensitivitätsanalyse werden in Anhangangabe 10 genauer erläutert. Behandlung steuerlicher Verlustvorträge und latenter SteueransprücheIm Rahmen einer bei der Vita 34 AG durchgeführten steuerlichen Betriebsprüfung, die sich bis zum Veranlagungszeitraum 2009 erstreckte, wurde durch die Finanzbehörde eine von der Vita 34 AG abweichende Auffassung hinsichtlich der steuerlichen Behandlung von Abschreibungen auf Darlehen an verbundene Unternehmen vertreten. Es erfolgte eine zur Steuererklärung der Vita 34 AG geänderte Festsetzung, die im Ergebnis zu einer Reduzierung des steuerlichen Verlustvortrages in Höhe von 2.553 TEUR zum Stichtag 31. Dezember 2009 führte. Die Vita 34 AG hat gegen diese Festsetzung Klage eingereicht. Es besteht Unsicherheit bezüglich des Ausgangs des Klageverfahrens. Bei der Berechnung, ob und in welcher Höhe steuerliche Verlustvorträge zu den Stichtagen 31. Dezember 2013 und 2014 bestanden, geht das Management davon aus, dass die Abschreibungen auf Darlehen an verbundene Unternehmen steuerlich zu berücksichtigen sind. Unter Berücksichtigung dieser Beurteilung sind zum Abschlussstichtag die Steuerrückstellungen sowie die angesetzten latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt worden. Auf die zum Abschlussstichtag bestehenden Verlustvorträge bei der Vita 34 AG, bei der stellacure GmbH sowie bei der Secuvita, S.L. wurden latente Steuern aktiviert, sofern entsprechend den Planungsrechnungen davon auszugehen ist, dass die Verlustvorträge in Anspruch genommen werden. Latente Steueransprüche für Differenzen zwischen den Steuerbilanzwerten und den IFRS-Bilanzwerten bei der Vita 34 AG, der stellacure GmbH und der Secuvita, S.L. wurden mit latenten Steuerverpflichtungen verrechnet. Bei einem Überhang der latenten Steueransprüche wurden diese aktiviert, da es als wahrscheinlich angesehen wird, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird. Dagegen wurden latente Steuern auf Verlustvorträge der Novel Pharma, S.L. nicht aktiviert. Bei dieser Gesellschaft handelt es sich um eine reine Holdinggesellschaft, bei der nach den derzeitigen steuerlichen Verhältnissen in der Zukunft keine ausreichenden zu versteuernden Einkünfte zu erwarten sind. Wir verweisen auf die Erläuterungen unter Abschnitt 6 "Ertragsteuern". Behandlung von Zuschüssen für EntwicklungsprojekteDie Erträge aus öffentlich geförderten Entwicklungsprojekten werden zu dem Zeitpunkt ertragswirksam erfasst, zu dem die entsprechenden förderfähigen Aufwendungen im Unternehmen angefallen sind. Eine ertragswirksame Erfassung der Erträge setzt hierbei einen Förderbescheid der öffentlichen Fördermittelgeber voraus. Durch die Erfassung der Erträge zum Zeitpunkt der Entstehung der förderfähigen Aufwendungen wird eine periodengerechte Darstellung der Aufwendungen und Erträge im Konzernabschluss sichergestellt. 2.4 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und BewertungsmethodenUnternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder FirmenwerteUnternehmenszusammenschlüsse nach dem 31. Dezember 2008Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten einer Unternehmensakquisition bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Anschaffungsnebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst. Die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen erfolgt entweder zum beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Nach dem erstmaligen Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet, wodurch auch ein Negativsaldo bei nicht beherrschenden Anteilen entstehen kann. Erwirbt der Konzern ein Unternehmen, beurteilt er die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und am Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden. Zum 31. Dezember 2014 bestehen die drei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Stammzelleinlagerung - DACH", "Spanien" und "Biotechnologie". Änderungen von Beteiligungsquoten, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Hierbei wird jede Differenz zwischen dem Betrag, um den die nicht beherrschenden Anteile angepasst werden, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen Gegenleistung unmittelbar in den Gewinnrücklagen erfasst und der Gesellschaft zugeordnet. Bemessung des beizulegenden ZeitwertsAlle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist: 1.a. Stufe 1 - in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise 1.b. Stufe 2 - Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Beobachtung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt direkt oder indirekt beobachtbar ist 1.c. Stufe 3 - Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Beobachtung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt nicht beobachtbar ist Bei Vermögenswerte und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Beobachtung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft. Immaterielle VermögenswerteEinzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, abzüglich sämtlicher kumulierten Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen. Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und solchen mit unbestimmter Nutzungsdauer unterschieden. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung untersucht, wann immer es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswerts geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts entspricht, erfasst. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von unbestimmter zur begrenzten Nutzungsdauer prospektiv vorgenommen. Forschungs- und EntwicklungskostenForschungskosten werden als Aufwand der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Entwicklungskosten, die im Rahmen eines einzelnen Projekts angefallen sind, werden aktiviert, wenn der Konzern Folgendes nachweisen kann:
Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Sie erfolgt über den Zeitraum, über den künftiger Nutzen zu erwarten ist, und wird in den Umsatzkosten erfasst. Während der Entwicklungsphase wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Die auf die immateriellen Vermögenswerte des Konzerns (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) angewandten Bilanzierungsgrundsätze stellen sich zusammengefasst wie folgt dar: scroll
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Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst. SachanlagenSachanlagen, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Sachanlagen entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen die geschätzten Nutzungsdauern der Vermögenswerte zugrunde. Die Buchwerte der Sachanlagen werden auf Wertminderung überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Nutzungsdauer der Vermögenswertescroll
Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Restwerte der Vermögenswerte, die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst. Wertminderung von nicht finanziellen VermögenswertenDer Konzern beurteilt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich der Veräußerungskosten wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Dieses stützt sich auf Bewertungsmultiplikatoren, Börsenkurse von börsengehandelten Anteilen an Unternehmen oder andere zur Verfügung stehende Indikatoren für den beizulegenden Zeitwert. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen. Für Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, wird zu jedem Abschlussstichtag geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwertes, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen. Für Geschäfts- oder Firmenwerte ermittelt der Konzern an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls statt, wenn Ereignisse oder Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für Geschäfts- oder Firmenwerte erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden. Finanzinvestitionen und sonstige finanzielle VermögenswerteFinanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende jeder Berichtsperiode, soweit dies zulässig und angemessen ist. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Erfüllungstag, d.h. zu dem Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
eingestuft sind. Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Gewinne oder Verluste in einer separaten Position des Eigenkapitals erfasst werden. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Finanzinvestition ausgebucht wird oder an dem eine Wertminderung für die Finanzinvestition festgestellt wird, wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch Bezugnahme auf den an der Börse notierten Geldkurs am Abschlussstichtag ermittelt. Eigene AnteileErwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf, die Ausgabe oder die Einziehung von eigenen Anteilen wird erfolgsneutral erfasst. Etwaige Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert und der Gegenleistung werden in der anderen Kapitalrücklage erfasst. VorräteVorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der Durchschnittswertmethode ermittelt. In die Herstellungskosten für die unfertigen Leistungen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch angemessene Teile der Gemeinkosten des Fertigungsbereichs sowie Abschreibungen, soweit sie auf den Fertigungsbereich entfallen, einbezogen. Verwaltungs-, Vertriebskosten und Zinsen wurden nicht berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige ForderungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden mit Anschaffungskosten angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von weniger als zwölf Monaten werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Gesellschaft bietet ihren Kunden zum Teil auch Finanzierungsmöglichkeiten an, wonach die Forderungen eine Laufzeit von bis zu 25 Jahren aufweisen können und somit signifikant über den von der Gesellschaft angenommenen Geschäftszyklus von zwölf Monaten hinausgehen. Aufgrund der teilweise langen Laufzeit der Forderungen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten gesondert unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Hierbei erfolgt in Abhängigkeit von der Zugehörigkeit einer Einzelforderung zu einer Gruppe gleichartiger Forderungen eine gestaffelte Wertberichtigung. Forderungen werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und kurzfristige Einlagen in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von nicht länger als drei Monaten. Nicht frei verfügbare Zahlungsmittel werden separat ausgewiesen. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen. Darlehen, Kontokorrentkredite und stille BeteiligungenDie verzinslichen Darlehen und stillen Beteiligungen sind grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie werden im Zugangszeitpunkt mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten entsprechen hierbei in der Regel dem vereinnahmten Betrag. Bei der Folgebewertung wird nach Maßgabe der Effektivzinsmethode eine Aufzinsung vorgenommen, so dass sich am Ende der Laufzeit der Rückzahlungsbetrag ergibt. Unverzinsliche Darlehen sind bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. In den Folgeperioden erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. Kontokorrentkredite werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, der grundsätzlich dem Rückzahlungsbetrag entspricht. Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden
Wertminderung finanzieller VermögenswerteDer Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf obigen Abschnitt. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle VermögenswerteIst ein zur Veräußerung verfügbarer Vermögenswert in seinem Wert gemindert, wird der kumulierte Verlust - der sich als Unterschiedsbetrag aus den Anschaffungskosten und dem derzeitigen beizulegenden Zeitwert abzüglich eines etwaigen früher erfolgswirksam verbuchten Wertminderungsaufwands auf dieses Instrument ergibt - aus dem sonstigen Ergebnis entfernt und erfolgswirksam erfasst. Wertberichtigungen für Eigenkapitalinstrumente werden nicht erfolgswirksam rückgängig gemacht; ein späterer Anstieg des beizulegenden Zeitwerts wird direkt im sonstigen Ergebnis erfasst. RückstellungenEine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert nur dann erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst. PensionenIm Rahmen des Erwerbes der Anteile an der BioPlanta GmbH hat die Gesellschaft eine Pensionsvereinbarung sowie die in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen übernommen. Für diese Pensionsverpflichtung sind durch die Gesellschaft Beiträge an eine Versicherung geleistet worden. Die Höhe der Pensionsverpflichtung wird nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Die Gesellschaft erfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in der Berichtsperiode, in der sie anfallen, in voller Höhe im sonstigen Ergebnis. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden dabei sofort in die Gewinnrücklagen eingestellt und auch in den Folgejahren nicht ertragswirksam umgegliedert. Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (unter Anwendung eines Diskontierungssatzes auf Grundlage erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen; siehe Anhangangabe 19) und des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Planvermögen umfasst qualifizierende Versicherungspolicen. Planvermögen ist vor dem Zugriff von Gläubigern des Konzerns geschützt und kann nicht direkt an den Konzern gezahlt werden. Der beizulegende Zeitwert basiert auf Informationen über den Marktpreis. Der Wert eines erfassten Vermögenswerts des leistungsorientierten Plans entspricht grundsätzlich dem Barwert eines etwaigen wirtschaftlichen Nutzens in Form von Rückerstattungen aus dem Plan oder in Form der Minderung künftiger Beitragszahlungen an den Plan. Da das Planvermögen einen qualifizierenden Versicherungsvertrag umfasst, der alle der zugesagten Leistungen hinsichtlich ihres Betrages und ihrer Fälligkeit genau abdeckt, wird der Ansatz des Planvermögens auf den Barwert der abgedeckten Verpflichtungen begrenzt. LeasingverhältnisseDie Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt. In Abhängigkeit davon, ob im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken übertragen werden, wird zwischen Operating-Leasingverhältnissen und Finanzierungs-Leasingverhältnissen unterschieden.
ErtragserfassungErträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Darüber hinaus müssen zur Realisation der Erträge die folgenden Ansatzkriterien erfüllt sein:
FremdkapitalkostenFremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts aktiviert. Andere Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Im Falle von aufwandsbezogenen Zuwendungen werden diese planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Bezieht sich die Zuwendung auf einen Vermögenswert, wird diese in einem passiven Abgrenzungsposten erfasst und über die erwartete Nutzungsdauer des betreffenden Vermögenswerts linear erfolgswirksam aufgelöst. Steuern
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruches ermöglicht. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag gültig sind oder in Kürze gelten werden.
2.5 Neue RechnungslegungsvorschriftenDer International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) haben weitere Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2014 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und für den vorliegenden Konzernabschluss auch noch nicht zur Anwendung kamen:
Der Konzern beabsichtigt, diese Standards (soweit zutreffend) ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens anzuwenden. 3. Unternehmenszusammenschlüsse 20142014 gab es keine Unternehmenszusammenschlüsse. 4. SegmentberichterstattungZum Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten und Dienstleistungen in Geschäftseinheiten organisiert und verfügt über die folgenden beiden berichtspflichtigen Geschäftssegmente:
Das Betriebsergebnis der Segmente wird vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen. Die Entwicklung der Segmente wird anhand des Betriebsergebnisses bewertet. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzerträgen von 103 TEUR und Finanzaufwendungen von -96 TEUR) sowie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden konzerneinheitlich gesteuert und nicht den einzelnen Segmenten zugeordnet. Die Verrechnungspreise zwischen den operativen Segmenten werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu Erträgen und Segmentergebnissen der operativen Segmente des Konzerns für die Geschäftsjahre 2014 und 2013: Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2014scroll
Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2013scroll
4.1 Informationen über geografische BereicheDie geografischen Segmente des Konzerns werden nach den in den geografischen Bereichen erzielten Umsatzerlösen bestimmt. Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu Erträgen und Segmentergebnissen der geografischen Tätigkeitsbereiche des Konzerns für die Geschäftsjahre 2014 und 2013: Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2014scroll
Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2013scroll
DACH: Segment Deutschland, Österreich, Schweiz 5. Umsatzerlöse, sonstige Erträge und Aufwendungen5.1 GesamtleistungInsgesamt erzielte Vita 34 im Berichtszeitraum eine Gesamtleistung von 15,2 Mio. Euro: Übersicht Gesamtleistungscroll
5.2 UmsatzerlöseDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse setzen sich nach Wertschöpfungsstufen wie folgt zusammen: Übersicht Umsatzerlösescroll
5.3 UmsatzkostenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzkosten beinhalten folgende Aufwendungen: Übersicht Umsatzkostenscroll
5.4 Sonstige betriebliche ErträgeDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: Übersicht sonstige betriebliche Erträgescroll
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand betreffen im Wesentlichen Zuschüsse für Forschung und Entwicklung der Sächsischen Aufbaubank. Den Erträgen aus Forschung und Entwicklung stehen Aufwendungen in Höhe von rund 1.700 TEUR gegenüber. Im Zusammenhang mit den öffentlichen Zuwendungen bestehen keine unerfüllten Bedingungen oder sonstige Unsicherheiten. Die Erträge aus der Ausbuchung von abgegrenzten Schulden umfassen im Wesentlichen die Ausbuchung von im Vorjahr abgegrenzten finanziellen Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen, aus denen der Konzern im Berichtsjahr geringer als erwartet in Anspruch genommen wurde. Die Erträge aus der Auflösung der Einzelwertberichtigung sowie die Erträge aus Schadenersatz resultieren aus einem vor dem Oberlandesgericht Celle gewonnenen Prozess. Gegenstand des Rechtstreites waren Forderungen in Höhe von 615 TEUR netto der Vita 34 AG gegenüber einem Geschäftskunden. Aufgrund des für Vita 34 AG positiven Urteils wurde die in vergangenen Jahren gebildete Wertberichtigung in Höhe von 314 TEUR aufgelöst. Darüber hinaus hat die Gesellschaft Anspruch gegenüber dem Geschäftskunden auf Verzugszins und Schadenersatz (238 TEUR). Dieser Anspruch wurde entsprechend unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ertragswirksam erfasst. 5.5 Marketing- und VertriebskostenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Vertriebskosten setzen sich wie folgt zusammen: Übersicht Marketing- und Vertriebskostenscroll
5.6 VerwaltungskostenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Verwaltungskosten umfassen die folgenden Bestandteile: Übersicht Verwaltungskostenscroll
5.7 Sonstige betriebliche AufwendungenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: Übersicht sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
5.8 FinanzaufwendungenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Finanzaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: Übersicht Finanzaufwendungenscroll
5.9 FinanzerträgeUnter den Finanzerträgen werden ausschließlich Zinserträge ausgewiesen. 5.10 Aufwendungen für Leistungen an ArbeitnehmerDie Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer setzen sich wie folgt zusammen: Übersicht Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmerscroll
Die Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 309 TEUR (2013: 303 TEUR) werden als Leistungen zu einem beitragsorientierten Plan klassifiziert und sind daher in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Beschäftigte (Jahresdurchschnitt)scroll
6. ErtragsteuernDie wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands / -ertrags für die Geschäftsjahre 2014 und 2013 setzen sich wie folgt zusammen: Wesentliche Bestandteile des Ertragssteueraufwandsscroll
Die in der Bilanz ausgewiesenen Ertragsteuerverbindlichkeiten betreffen die voraussichtlichen Ertragsteueraufwendungen für das Geschäftsjahr sowie für das Veranlagungsjahr 2009 in Höhe von 40 TEUR. Die Ertragsteueraufwendungen für 2009 resultieren aus korrigierten Steuerfestsetzungen durch das Finanzamt. Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand / -ertrag und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2014 und 2013 setzt sich wie folgt zusammen: Übersicht Überleitungsrechnung Steuernscroll
Die latenten Ertragsteuern setzen sich zum Abschlussstichtag wie folgt zusammen: Übersicht latente Ertragssteuernscroll
In Deutschland sind bei der Vita 34 AG körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 2.332 TEUR (2013: 4.166 TEUR) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 2.150 TEUR (2013: 4.010 TEUR) vorhanden. Bei der stellacure GmbH sind körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von jeweils 546 TEUR (2013: jeweils 309 TEUR) vorhanden. Die jeweiligen Verlustvorträge stehen dem Konzern unbegrenzt zur Verrechnung mit künftigen zu versteuernden Ergebnissen des jeweiligen Unternehmens zur Verfügung. Unter Berücksichtigung der Planungsrechnung für die Gesellschaften ist davon auszugehen, dass die steuerlichen Verlustvorträge in den Folgejahren genutzt werden. Auf die entsprechenden steuerlichen Verlustvorträge wurden daher latente Steuern aktiviert. In Spanien sind bei dem Tochterunternehmen Secuvita, S.L. ertragsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 4.505 TEUR (2013: 4.300 TEUR) vorhanden, die dem Konzern über die Dauer von bis zu 15 Jahren zur Verrechnung mit künftigem zu versteuerndem Ergebnis dieses Unternehmens zu Verfügung stehen. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden aktiviert, sofern entsprechend der Planungsrechnung davon auszugehen ist, dass die Verlustvorträge in Anspruch genommen werden. Bei der Novel Pharma, S.L. bestehen steuerliche Verlustvorträge, die dem Konzern über die Dauer von 15 Jahren zur Verrechnung mit künftigem zu versteuerndem Ergebnis der Novel Pharma, S.L. zur Verfügung stehen. Für diese Verluste wurden jedoch keine latenten Steueransprüche erfasst, da diese Verluste nicht zur Verrechnung mit dem zu versteuernden Ergebnis anderer Konzernunternehmen verwendet werden dürfen und diese bei einer Zwischenholdinggesellschaft entstanden sind, die in der Regel kein positives zu versteuerndes Ergebnis erwirtschaftet. Deren Nutzbarkeit ist nur unter bestimmten Bedingungen gegeben, deren Erfüllung derzeit jedoch nicht als wahrscheinlich zu beurteilen ist. 7. Ergebnis je AktieUnverwässertes / verwässertes Ergebnis je AktieBei der Berechnung des unverwässerten / verwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an während des Jahres sich im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt. Das unverwässerte / verwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt: Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Aktiescroll
In der Zeit zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit Stammaktien oder potenziellen Stammaktien stattgefunden. 8. Geschäfts- oder Firmenwert, immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich wie folgt: Übersicht immaterielle Vermögenswerte zum 31. Dezember 2014scroll
Übersicht immaterielle Vermögenswerte zum 31. Dezember 2013scroll
9. SachanlagenDas Sachanlagevermögen entwickelte sich wie folgt: Übersicht Sachanlagen zum 31. Dezember 2014scroll
Übersicht Sachanlagen zum 31. Dezember 2013scroll
10. Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter NutzungsdauerDie im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt zugeordnet:
Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Stammzelleinlagerung - DACH"Der Konzern führte seine jährliche Prüfung auf Wertminderung im vierten Quartal des Geschäftsjahres durch. Der Konzern berücksichtigt neben anderen Faktoren das Verhältnis zwischen Marktkapitalisierung und Buchwert bei der Überprüfung auf Anhaltspunkte für eine Wertminderung. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Stammzelleinlagerung - DACH" wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von gegenüber dem Vorjahr aktualisierten Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren aufgestellten und durch den Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen basieren. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz für das Segment "Stammzelleinlagerung - DACH" beträgt vor Steuern 11,4 Prozent (Vorjahr: 12,3 Prozent). Cashflows nach dem Zeitraum von fünf Jahren werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 0,5 Prozent extrapoliert. Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Spanien"Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Spanien" wird ebenfalls auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf vom Management für einen Zeitraum von fünf Jahren aufgestellten und durch den Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen basieren. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz beträgt vor Steuern 14,3 Prozent (Vorjahr: 17,4 Prozent). Cashflows nach dem Zeitraum von fünf Jahren werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 0,5 Prozent extrapoliert. Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Biotechnologie"Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Biotechnologie" wird ebenfalls auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf vom Management für einen Zeitraum von fünf Jahren aufgestellten und durch den Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen basieren. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz beträgt vor Steuern 11,6 Prozent (Vorjahr: 12,2 Prozent). Cashflows nach dem Zeitraum von fünf Jahren werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 0,5 Prozent extrapoliert Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, die den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet wurden: Übersicht Buchwertescroll
Grundannahmen für die Berechnung des Nutzungswerts der Geschäftseinheiten zum 31. Dezember 2014 und zum 31. Dezember 2013Im Folgenden werden die Grundannahmen erläutert, auf deren Basis die Unternehmensleitung ihre Cashflow-Prognosen zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erstellt hat. Geplante Bruttogewinnmargen - Die Bruttogewinnmargen werden anhand der durchschnittlichen Bruttogewinnspannen ermittelt, die im unmittelbar vorhergehenden Geschäftsjahr für neu abgeschlossene Verträge erzielt wurden. Abzinsungssätze - Die Abzinsungssätze spiegeln die Schätzungen der Unternehmensleitung hinsichtlich der den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils zuzuordnenden spezifischen Risiken wider. Dies stellt den von der Unternehmensleitung angewandte Benchmark zur Beurteilung der Betriebsleistung und zur Bewertung zukünftiger Investitionsvorhaben dar. Ausgangspunkt für die Ableitung des Kapitalisierungszinssatzes ist ein risikoloser Zinssatz unter zusätzlicher Berücksichtigung einer Marktrisikoprämie, eines länderspezifischen Risikozuschlages und eines unternehmensspezifischen Betafaktors. Die Verringerung der Abzinsungssätze resultiert aus gesunkenen Zinssätzen für langfristige Wertpapiere sowie bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Spanien" aus gesunkenen Risikozuschlägen. Sensitivität der getroffenen AnnahmenBei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Stammzelleinlagerung - DACH" ist die Unternehmensleitung der Auffassung, dass eine grundsätzlich mögliche Änderung der getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der jeweilige Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Sollten insbesondere die Anzahl der neuen Stammzelldepots aus der Rückgewinnung von Marktanteilen in Österreich und der Schweiz im Planungszeitraum nicht eintreten oder sich der Abzinsungsfaktor erhöhen, könnte sich der Nutzungswert unter den Buchwert verringern. Bei einer Verringerung der jährlichen Free-Cashflows um ca. 370 TEUR im Planungszeitraum oder einer Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 2,5 Prozentpunkte würde sich der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf ihren Buchwert reduzieren. Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Spanien" ist die Unternehmensleitung der Auffassung, dass eine grundsätzlich mögliche Änderung der getroffenen Grundannahmen ebenfalls dazu führen könnte, dass der jeweilige Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Sollten insbesondere die Anzahl der neuen Stammzelldepots im Planungszeitraum nicht eintreten, könnte sich der Nutzungswert unter den Buchwert verringern. Bei einer Verringerung der jährlichen Free-Cashflows um ca. 95 TEUR im Planungszeitraum oder einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 6,2 Prozentpunkte würde sich der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf ihren Buchwert reduzieren. Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Biotechnologie" ist die Unternehmensleitung der Auffassung, dass eine grundsätzlich mögliche Änderung der getroffenen Grundannahmen ebenfalls dazu führen könnte, dass der jeweilige Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Sollten insbesondere erwartete Umsätze aus den Entwicklungsprojekten im Planungszeitraum nicht eintreten, könnte sich der Nutzungswert unter den Buchwert verringern. Bei einer Verringerung der jährlichen Free-Cashflows um ca. 220 TEUR im Planungszeitraum oder einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 10,1 Prozentpunkte würde sich der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf ihren Buchwert reduzieren. 11. VorräteDie Vorräte setzen sich wie folgt zusammen: Übersicht Vorrätescroll
Wertminderungen von Vorräten liegen nicht vor. 12. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: Übersicht Forderungenscroll
Die im Berichtsjahr entstandenen langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden unter Berücksichtigung ihrer Laufzeit mit einem Zinssatz in Höhe von 4,0 Prozent (2013: 4,0 Prozent) abgezinst. Aufgrund der teilweise langen Laufzeit der Forderungen (bis zu 25 Jahre) werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten gesondert unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Übersicht nicht wertberichtigte Forderungenscroll
Unter den Forderungen, die mehr als 360 Tage überfällig sind, werden zum überwiegenden Teil Forderungen gegen einen Geschäftskunden des Konzerns ausgewiesen. Die Forderungen waren in den letzten Jahren rechtsanhängig und zum Teil wertberichtigt. Der Prozess vor dem Oberlandesgericht Celle gegen den Geschäftskunden auf Zahlung der ausstehenden Vergütung wurde im Dezember 2014 gewonnen. Die ausstehenden Forderungen zuzüglich Verzugszinsen und Mahngebühren sind sofort vollstreckbar. Aufgrund des für Vita 34 AG positiven Urteils wurde die im Vorjahr gebildete Wertberichtigung in Höhe von 314 TEUR aufgelöst. Darüber hinaus hat die Gesellschaft Anspruch gegenüber dem Geschäftskunden auf Verzugszins und Schadenersatz in Höhe von 238 TEUR. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt: Wertberichtigungenscroll
In der folgenden Tabelle sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt: Aufwendungen aus ausgebuchten Forderungenscroll
Alle Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. AusfallrisikoDie Forderungsbestände werden laufend überwacht, mit der Folge, dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Eine Bonitätsprüfung erfolgt nur im Zusammenhang mit einer Finanzierung über fremde Kreditinstitute. Kunden des Konzerns werden bei direkten Geschäften auf Kreditbasis keiner Bonitätsprüfung unterzogen, da Erfahrungen aus der Vergangenheit gezeigt haben, dass diese Bonitätsprüfung zu keiner wesentlichen Verringerung des Forderungsausfallrisikos führt. 13. Sonstige Forderungen und VermögenswerteÜbersicht sonstige Forderungen und Vermögenswertescroll
Unter den finanziellen Forderungen und Vermögenswerten werden insbesondere Forderungen aus der Darlehensgewährung gegenüber nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften der Vita 34 AG ausgewiesen. Die Tochtergesellschaften wurden bisher nicht in den Konzernabschluss mit einbezogen, da diese noch keine operativen Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2014 ausgeübt haben. Der Vita 34 Gesellschaft für Zelltransplantate m.b.H., Wien, Österreich ("Vita Österreich") wurde im Dezember 2014 ein Darlehen in Höhe von 780 TEUR zum Erwerb der Vivocell Biosolutions GmbH & Co KG, Graz, Österreich ("Vivocell Österreich") zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurde der, der Vita 34 Slovakia, s.r.o. eingeräumte Kreditrahmen von 300 TEUR, in Höhe von 121 TEUR in Anspruch genommen. 14. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, nicht frei verfügbare ZahlungsmittelÜbersicht Zahlungsmittelbestand, nicht frei verfügbare Zahlungsmittelscroll
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Von den Zahlungsmitteln stehen dem Unternehmen 170 TEUR (2013: 170 TEUR) nicht zur freien Verfügung. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember wie folgt zusammen: Übersicht Bestand an Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalentescroll
15. Gezeichnetes Kapital und RücklagenÜbersicht gezeichnetes Kapital und Rücklagenscroll
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Im Gezeichneten Kapital ist das satzungsgemäße Stammkapital der Vita 34 AG nach deutschen aktienrechtlichen Regelungen ausgewiesen. Das Eigenkapital ist eingeteilt in 3.026.500 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. In den Kapitalrücklagen sind über das Stammkapital hinausgehende Einzahlungen und andere Leistungen der Aktionäre im Rahmen von Kapitalmaßnahmen sowie Rücklagen für aktienkursbasierte Vergütungen enthalten. In 2014 wurde der in der Gewinnrücklage ausgewiesene Bilanzverlust 2013 durch eine Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von 5.737 TEUR ausgeglichen. In den Gewinnrücklagen sind die kumulierten Ergebnisse einschließlich des laufenden Jahresergebnisses ausgewiesen. Unter den sonstigen Rücklagen werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus einem leistungsorientierten Pensionsplan nach Effekten aus Ertragsteuern ausgewiesen. Unter den eigenen Anteilen sind Anteile (2,64 Prozent) ausgewiesen, die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Beteiligung an der Secuvita, S.L. erworben wurden. Die nicht beherrschenden Anteile enthalten die Anteile der Minderheitsgesellschafter der stellacure GmbH und der Secuvita, S.L. an den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, bewertet zum anteilig beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Der auf die Minderheitsgesellschafter der Secuvita, S.L. entfallende Firmenwert wurde hierbei nicht mit aufgedeckt. Nach dem erstmaligen Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet. Genehmigtes KapitalGemäß § 7 Abs. 2 der Satzung der Vita 34 AG besteht ein genehmigtes Kapital. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2014 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. August 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.513.250,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 1.513.250 neuen, auf den Namen lautenden nennwertlosen Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital-2014). Der Vorstand wird, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates, über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre entscheiden. Ein Bezugsrechtsausschluss ist insbesondere zulässig:
Über die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital-2014, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 7 Abs. 2 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals und, falls das genehmigte Kapital bis zum 27. August 2019 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, nach Fristablauf der Ermächtigung anzupassen. 16. Darlehen16.1 KurzfristigÜbersicht kurzfristige Darlehen sowie kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenscroll
16.2 LangfristigÜbersicht langfristige Darlehenscroll
Das in der Bilanz ausgewiesene Darlehen über 600 TEUR mit der Restschuld in Höhe von 181 TEUR ist durch die Hinterlegung von 80.000 eigenen Aktien besichert. 17. Anteile stiller GesellschafterÜbersicht stille Beteiligungscroll
Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen m.b.H. (MBG), Dresden, erhält auf ihre geleistete Einlage bei der Vita 34 AG in Höhe von 940 TEUR ein festes Entgelt in Höhe von 6 Prozent p. a., welches nachträglich vierteljährlich zum 15. März, Juni, September und Dezember eines jeden Jahres fällig ist. Die MBG erhält weiterhin ein gewinnabhängiges Entgelt von 50 Prozent des Jahresüberschusses der Vita 34 AG, höchstens jedoch 1 Prozent p. a. der geleisteten Einlage. Bemessungsgrundlage des gewinnabhängigen Entgelts ist ein um bestimmte Aufwendungen und Erträge korrigierter handelsrechtlicher Jahresüberschuss. An Verlusten der Vita 34 AG nimmt die MBG nicht teil. Die stille Gesellschaft ist bis zum 30. Juni 2018 befristet. 18. RückstellungenÜbersicht Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen beinhalten Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Herstellungserlaubnisse für Entbindungseinrichtungen in Zusammenhang mit der Nabelschnurblutentnahme bei der Geburt. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für erwartete Projektkosten bei einem Public Private Partnership Projekt (PPP) in Mexiko gebildet, die nicht durch Einnahmen aus diesem Projekt gedeckt sind. Im Rahmen der PPP-Projekte werden durch die Gesellschaft Entwicklungsprojekte in den Entwicklungs- und Schwellenländern unterstützt, die dazu beitragen sollen, die Lebensbedingungen der Menschen in diesen Regionen zu verbessern. 19. Pensionsrückstellungen2014 wurde die Versorgungszusage mit einem Vorstandsmitglied neu geregelt. Danach wurde die bisherige Pensionszusage auf die bis zum 31. Juli 2014 erdienten Ansprüche beschränkt. Hierbei handelt es sich um einen leistungsorientierten Pensionsplan (kapitalgedeckt). Für den leistungsorientierten Pensionsplan sind Beiträge an einen gesondert verwalteten Pensionsfonds zu leisten. In den folgenden Tabellen werden die Bestandteile der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen sowie die in der Bilanz angesetzten Beträge dargestellt: In der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene Aufwendungen für Versorgungsleistungenscroll
Nettoschuld aus leistungsorientierten Verpflichtungenscroll
In Übereinstimmung mit IAS 19.113 werden der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens saldiert. Zum Planvermögen gehört ein qualifizierender Versicherungsvertrag, der alle der zugesagten Leistungen hinsichtlich ihres Betrages und ihrer Fälligkeit genau abdeckt. Der Ansatz des Planvermögens wird somit auf den Barwert der abgedeckten Verpflichtungen begrenzt. Im Vorjahr wurde der Fehlbetrag aus der leistungsorientierten Verpflichtung in der Konzernbilanz unter den Pensionsrückstellungen erfasst. Entwicklung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungscroll
Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögensscroll
Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2014 erfolgte unter Verwendung der biometrischen Rechnungsgrundlage Heubeck RICHTTAFELN 2005 G nach dem modifizierten Teilwertverfahren. Die versicherungsmathematischen Verluste aus der Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtung und des Planvermögens in Höhe von insgesamt 179 TEUR wurden im sonstigen Ergebnis erfasst. Auf die versicherungsmathematischen Verluste wurden latente Steuern von 57 TEUR gebildet, die ebenfalls im sonstigen Ergebnis berücksichtigt wurden. Annahmen für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen zum 31.12.2014scroll
Unter Berücksichtigung, dass sich die Pensionszusage ausschließlich auf die bis zum 31. Juli 2014 erdienten Ansprüche beschränkt rechnet die Vita 34 AG in 2015 mit keinen Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne. SensitivitätsanalysenNachfolgend wird eine quantitative Sensitivitätsanalyse der wichtigsten Annahmen zum 31. Dezember 2014 dargestellt: Annahmen und Szenarien der quantitativen Sensitivitätsanalysescroll
Die vorstehenden Sensitivitätsanalysen wurden mittels eines Verfahrens durchgeführt, das die Auswirkung realistischer Änderungen der wichtigsten Annahmen zum Ende des Berichtszeitraums auf die leistungsorientierte Verpflichtung extrapoliert. Da kein Anspruch auf Rentensteigerung besteht, ergeben sich hieraus keine Änderungen der künftigen Leistungen. 20. Abgegrenzte ZuwendungenDie unter den Zuwendungen ausgewiesenen Investitionszuschüsse und -zulagen entwickelten sich wie folgt: Übersicht Zuwendungenscroll
Die Zuwendungen werden entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögenswerte linear aufgelöst. 21. Abgegrenzte ErlöseÜbersicht abgegrenzte Erlösescroll
Die abgegrenzten Erlöse beinhalten von den Kunden vorab vereinnahmte Lagergebühren, die linear über den Zeitraum der Einlagerung als Erlöse erfasst werden. Zinseffekte wurden entsprechend berücksichtigt. 22. Schulden aus Lieferungen und Leistungen und sonstige SchuldenÜbersicht Schuldenscroll
Konditionen zu oben aufgeführten finanziellen Verbindlichkeiten:
23. Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenBuchwerte und Wertansätze nach Bewertungskategorienscroll
Buchwerte und Wertansätze nach Bewertungskategorienscroll
23.1 Beizulegender ZeitwertZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Verwendung eines marktüblichen Zinssatzes. Die Einordnung erfolgte in die Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie. Schulden aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Schulden haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Die Zeitwerte der in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten langfristigen Darlehen und Anteilen an stillen Beteiligungen wurden durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Die Einordnung erfolgte jeweils in die Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie. 23.2 Nettoergebnis nach BewertungskategorienNettoergebnissescroll
Sämtliche Komponenten des Nettoergebnisses werden unter den Zinserträgen und Zinsaufwendungen erfasst. Ausgenommen hiervon sind die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen, Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungsverluste der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen saldiert in Höhe von 265 TEUR (2013: -104 TEUR), die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. Die Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien setzen sich im Wesentlichen aus Zinserträgen und -aufwendungen in Höhe von insgesamt 7 TEUR (2013: -126 TEUR) und dem Saldo aus Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigung von Forderungen und Aufwendungen aus der Abwertung von Forderungen in Höhe von 265 TEUR (2013: -104 TEUR) zusammen. 23.3 Analyse der Fälligkeit finanzieller VerpflichtungenAus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Vergütungen und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten ersichtlich: Analyse der Fälligkeit finanzieller Verpflichtungenscroll
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2014 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Die variablen Vergütungen aus den Finanzinstrumenten, welche sich im Wesentlichen in Abhängigkeit von den erzielten Jahresergebnissen berechnen, wurden unter Zugrundelegung der Planungsrechnung der Vita 34 AG ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet. 23.4 LiquiditätsrisikoZiel des Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und mittelfristige Anlageformen wie Fonds zu bewahren. Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses mittels eines Liquiditätsplanungs-Tools. Dieses Tool berücksichtigt die Laufzeiten der finanziellen Vermögenswerte (z. B. Forderungen, andere finanzielle Vermögenswerte) sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit. 23.5 KreditrisikoDer Konzern schließt Geschäfte überwiegend mit Privatkunden ab. Bonitätsprüfungen erfolgen im Rahmen von Ratenzahlungsvereinbarungen im Segment "Stammzelleinlagerung - DACH" durch die TEBA Kreditbank GmbH & Co. KG. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, so dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den in Anhangangabe 12 ausgewiesenen Buchwert begrenzt. Im Konzern bestehen keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken. Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. 23.6 ZinsänderungsrisikoIm Konzern bestehen keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken, da die Mehrzahl der Darlehensverträge sowie die Verträge zu den stillen Beteiligungen mit fixen Zinssätzen abgeschlossen wurden. 23.7 FremdwährungsrisikoDer Konzern hat in der Berichtsperiode Umsätze sowie Aufwendungen in Schweizer Franken (CHF) getätigt. Änderungen des Euro / CHF-Wechselkurses können sich daher grundsätzlich auf die Konzernbilanz auswirken. Weitere wesentliche Transaktionen werden nicht in Fremdwährungen abgewickelt. Der Kurs zum 31. Dezember 2014 betrug 1,20 Euro / CHF. Der von der Schweizer Notenbank festgesetzte untere Interventionskurs von 1,20 Euro / CHF wurde am 15. Januar 2015 aufgegeben. Infolge dessen ist der Kurs kurzfristig auf 0,85 Euro / CHF abgesunken und hat sich zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Abschlusses bei 1,04 Euro / CHF eingependelt. Eine grundsätzlich mögliche Erhöhung des Kurses um 20 Prozent würde aufgrund der Änderung von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Schulden zu einer Änderung des Konzernergebnis vor Steuern sowie des Eigenkapitals des Konzerns von jeweils 102 TEUR führen. Im Vergleich zum aktuellen Berichtsjahr wird das Ergebnis des künftigen Berichtsjahres somit stärker von Schwankungen des Euro / CHF-Wechselkurses beeinflusst werden. 24. Erfolgsunsicherheiten und andere Verpflichtungen24.1 Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen - Konzern als LeasingnehmerDer Konzern hat für verschiedene Kraftfahrzeuge und technische Anlagen Leasingverträge abgeschlossen. Die Leasingverträge haben eine durchschnittliche Laufzeit zwischen zwei und fünf Jahren und enthalten keine Verlängerungsoptionen. Dem Leasingnehmer werden keinerlei Verpflichtungen bei Abschluss dieser Leasingverhältnisse auferlegt. Der Konzern hat darüber hinaus Mietverträge zur Nutzung von Räumlichkeiten abgeschlossen. Alle Leasingverhältnisse sind gemäß IAS 17 als Operating-Leasing eingestuft und bewertet. Zum Abschlussstichtag bestehen folgende zukünftige Mindestleasingzahlungsverpflichtungen aufgrund unkündbarer Operating-Leasingverhältnisse: Übersicht Mindestleasingzahlungsverpflichtungenscroll
24.2 Verpflichtungen zum Erwerb von SachanlagenZum Abschlussstichtag 31. Dezember 2014 hat der Konzern keine Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen (2013: 0 TEUR). 24.3 RechtsstreitigkeitenIm Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der Secuvita, S.L. durch die Novel Pharma, S.L. wurde Klage gegen die Secuvita, S.L. und deren ehemalige Gesellschafter eingereicht. Mit der Klage des bei der Secuvita, S.L. als Gesellschafter verbliebenen Anteilshabers wird die Erklärung der Unwirksamkeit der Übertragung der Anteile an der Secuvita, S.L. an die Novel Pharma, S.L. wie auch die Nichtigkeit der Gesellschafterbeschlüsse der Secuvita, S.L. in ihrer Sitzung vom 30. Juni 2010 beantragt. Unter Berücksichtigung der geringen Erfolgsaussichten der Klage hat die Gesellschaft auf die Bildung einer Rückstellung im Jahresabschluss verzichtet. 24.4 EventualschuldenAus dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung bei der stellacure GmbH in 2013 resultierten Eventualverbindlichkeiten von 477 TEUR gegenüber dem Verkäufer, die zum beizulegenden Zeitwert von 0 TEUR angesetzt wurden. Dabei handelt es sich um Verbindlichkeiten, deren Fälligkeit laut Kaufvertrag unter einer Bedingung steht, deren Eintritt nach derzeitiger Einschätzung als unwahrscheinlich angesehen wird. 25. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIn den Konsolidierungskreis wurden die Vita 34 AG und folgende Tochterunternehmen einbezogen: Übersicht in Konsolidierung einbezogene Tochterunternehmenscroll
Als nahe stehende Unternehmen und Personen gelten Tochtergesellschaft, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, Aktionäre mit maßgeblichen Einfluss und Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens. Die folgende Tabelle enthält die Gesamtbeträge aus Transaktionen zwischen nahe stehenden Unternehmen und Personen für das betreffende Geschäftsjahr: Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personenscroll
Gewährte Darlehen an nahe stehenden Unternehmen und Personenscroll
Das an die VITA 34 Gesellschaft für Zelltransplantate m.b.H. (Österreich) gewährte Darlehen dient der Finanzierung des Erwerbs sämtlichen Aktivvermögens der Vivocell Biosolutions GmbH & Co KG, Graz, Österreich. Das Darlehen ist nicht besichert und ist spätestens am Ende der Laufzeit (31. Dezember 2019) zu tilgen. Der Zinssatz beträgt 200 Basispunkte über der Euro lnterbank Offered Rate und wird jährlich angepasst. An die VITA 34 Slovakia, s.r.o. wird eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 300 TEUR gewährt. Die Betriebsmittelkreditlinie ist nicht besichert und hat eine unbegrenzte Laufzeit. Der Zinssatz beträgt 200 Basispunkte über der Euro lnterbank Offered Rate und wird jährlich angepasst. Aufwendungen an nahestehenden Unternehmen und Personenscroll
Der Konzern hat sich gegenüber einem Unternehmen, das einem Mitglied des Aufsichtsrates nahe steht, zur Erbringung von Leistungen in Höhe von 195 TEUR verpflichtet. 2014 erfolgte noch keine Abrechnung gegenüber dem nahestehenden Unternehmen. 2013 wurden von einer einem Aufsichtsratsmitglied nahestehenden GmbH Dienstleistungen gegenüber dem Konzern erbracht. Die Aufwendungen des Konzerns für die in Anspruch genommenen Dienstleistungen beliefen sich auf 30 TEUR. 2014 wurden von einer Rechtsanwaltskanzlei, für die ein Aufsichtsratsmitglied tätig ist, Dienstleistungen gegenüber dem Konzern erbracht. Die Aufwendungen des Konzerns für die in Anspruch genommenen Dienstleistungen beliefen sich auf 2 TEUR. (Vj.: 0 TEUR). An Herrn Dr. Gerth (Vorstandsvorsitzender) wurden im Geschäftsjahr Mietzahlungen für die Nutzung von Lagerräumen in Höhe von 10 TEUR (Vj.: 10 TEUR) gezahlt. Des Weiteren besteht ein Anstellungsvertrag mit der Lebensgefährtin von Herrn Dr. Gerth (Vorstandsvorsitzender). Mit Herrn Dr. med. Eberhard F. Lampeter (ehemaliges Mitglied des Vorstandes) wurde 2012 eine Vereinbarung über die vorzeitige Vertragsbeendigung zum 31. Juli 2012 geschlossen. Als Ausgleich der zugesagten variablen Vergütungsbestandteile wurden 2014 Vergütungsaufwendungen in Höhe von 97 TEUR berücksichtigt. 26. Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 314 HGBBei den nachfolgenden Angaben zur Vorstandsvergütung handelt es sich um gesetzlich vorgesehene Anhangangaben nach dem Handelsgesetzbuch (vgl. § 314 HGB) sowie um Angaben aufgrund der Vorgaben des Corporate Governance Kodex. Der Vorstand der Vita 34 AG besteht derzeit aus zwei Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2014 waren folgende Herren zum Vorstand gewählt: scroll
Im Geschäftsjahr 2014 wurden die dienstvertraglichen Regelungen jeweils neu gefasst. 26.1 Systematik der Vorstandsvergütung und ÜberprüfungHöhe und Struktur der Vorstandsvergütung werden gemäß § 87 Aktiengesetz vom Aufsichtsrat festgesetzt. Dabei umfasst die Vergütung des Vorstands der Vita 34 AG fixe und variable Bestandteile sowie sonstige Vergütungen. 26.2 Fixe Vergütung, variable Erfolgsvergütung und NebenleistungenDer fixe Bestandteil ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung, die monatlich in gleichen Beträgen ausgezahlt wird. Der variable Vergütungsbestandteil, der sich auf die Ziele für jeweils ein Geschäftsjahr bezieht, orientiert sich an der Erreichung bestimmter quantitativer Ziele und ist der Höhe nach begrenzt. Im Geschäftsjahr 2014 handelte es sich bei den quantitativen Zielen um das Ergebnis vor Steuern (EBIT). Zusätzlich haben die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen erhalten, die im Wesentlichen aus Versicherungsleistungen und der Privatnutzung der Firmen-Pkw bestehen und von den Vorstandsmitgliedern individuell zu besteuern sind. 26.3 Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2014Für das Geschäftsjahr 2014 betrug die Vergütung der Mitglieder des Vorstands für ihre Tätigkeit insgesamt 606 TEUR (2013: 521 TEUR). Einzelheiten zur Vergütung der Vorstandsmitglieder ergeben sich in individualisierter Form aus nachfolgender Tabelle. Die variable Vergütung wurde mit den auf das Unternehmensergebnis 2014 berechneten Beträgen angegeben. Gewährte Zuwendungen des Vorstands der Vita 34 AGscroll
Zufluss gewährter Zuwendungen des Vorstands der Vita 34 AGscroll
Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten in Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. Im Zuge der Umstellung der Versorgungszusage für ein Vorstandsmitglied sind in 2014 einmalige Zahlungen an einen Pensionsfonds in Höhe von 245 TEUR unter Berücksichtigung der Erstattungen aus der Auflösung der Rückdeckungsversicherung in Höhe von 126 TEUR angefallen. 26.4 Vorstandsvergütung für Geschäftsjahre ab 2015Änderungen in der Vergütung der Vorstände ergeben sich dahingehend, dass mit Beginn des Jahres 2015 der Vorstand eine leistungs- und zielabhängige, variable Vergütung erhält. Der Zielbetrag der variablen Vergütung ist bei einem Zielerreichungsgrad von 100 Prozent für jeweils alle vereinbarten Teilzielstellungen sowie inklusive des Ermessensbonus im Betrag begrenzt. Die variable Vergütung setzt sich aus den vier Teilkomponenten "Strategische Unternehmensziele" (Komponente I), "EBIT-Ziel" (Komponente II), "Aktienkursperformance" (Komponente III) und "Ermessensbonus" (Komponente IV) zusammen. 26.5 Vorzeitige Beendigung des AnstellungsverhältnissesIm Rahmen der Neugestaltung der dienstvertraglichen Regelungen im Geschäftsjahr 2014 wurde einem Vorstandsmitglied Zusagen über Leistungen bei der vorzeitigen Beendigung seines Dienstvertrags im Fall eines Kontrollwechsels (change-of-control) vereinbart. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn ein Aktionär oder Dritter direkt oder indirekt mehr als 50 Prozent der Stimmrechte an der Vita 34 AG besitzt oder ein Unternehmensvertrag nach § 291 AktG abgeschlossen wird bzw. die Gesellschaft gemäß § 319 AktG eingegliedert wird, oder die Vita 34 AG auf einen anderen Rechtsträger verschmolzen wird. Die zugesagten Leistungen umfassen die Abgeltung der kapitalisierten Bezüge (Festgehalt und Tantieme) sowie einen Anspruch auf Abfindung. Beide Beträge sind in ihrer Höhe begrenzt. 26.6 Aktienbasierte VergütungDie Vorstände der Vita 34 AG erhalten keine zusätzliche aktienbasierte Vergütung. 26.7 Vergütung des Aufsichtsrates (Vergütungsbericht)Der Aufsichtsrat der Vita 34 AG besteht derzeit aus 3 Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2014 waren folgende Herren zum Aufsichtsrat bestellt. scroll
Organbezüge wurden im Jahr 2014 in Höhe von 90 TEUR (2013: 27 TEUR) gezahlt. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates bestimmt sich nach § 18 der Satzung. Diese Regelung beruht in ihrer aktuellen Fassung auf dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2014 mit Wirkung zum 1. Januar 2014. Die Vergütung ist als fixe Vergütung vereinbart und wird pro Quartal an die Aufsichtsratsmitglieder ausgezahlt. Dabei wurden die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden sowie dessen Stellvertreter besonders berücksichtigt. Bezüge des Aufsichtsrats der Vita 34 AGscroll
Bezüglich sonstiger Vergütungen oder gewährter Vorteile an Mitglieder des Aufsichtsrates bzw. ihnen nahe stehenden Unternehmen und Personen verweisen wir auf unsere Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen (siehe Anhangangabe 25). Den Vorsitz des Aufsichtsrates hatte bis zum 31. Juli 2014 Herr Dr. Holger Födisch inne. Mit Wirkung ab 1. August 2014 hat Herr Dr. Hans-Georg Giering den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden übernommen. 27. Zielsetzungen und Methoden des FinanzrisikomanagementsDie wesentlichen durch den Konzern verwendeten Finanzinstrumente umfassen verzinsliche Darlehen und stille Beteiligungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Anlagen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene weitere finanzielle Vermögenswerte und Schulden wie zum Beispiel Forderungen und Schulden aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit entstehen. Der Konzern nutzt ausschließlich Finanzanlagen mit gutem Rating, bester Sicherheitsorientierung und kurzfristiger Verfügbarkeit der Mittel. Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns bestehen aus Ausfallrisiken und Liquiditätsrisiken. Die Unternehmensleitung erstellt und überprüft Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken. KapitalsteuerungVorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist sicherzustellen, dass es zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Die Vita 34 AG hat intern als Zielwert eine Eigenkapitalquote von über 50 Prozent festgelegt. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen vor unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner oder eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2014 bzw. 31. Dezember 2013 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen. Das Kapital umfasst das bilanziell ausgewiesene Eigenkapital. 28. Ergebnisse nach der BerichtsperiodeMit schuldrechtlichem Vertrag vom 1. Dezember 2014 hat die Vita Österreich, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Vita 34 AG, sämtliches zum Geschäftsbetrieb notwendiges Aktivvermögen der insolventen Vivocell mit Wirkung vom 2. Januar 2015 erworben. Die Vivocell war bisher der österreichische Marktführer für Stammzelldepots aus Nabelschnurblut. Im Rahmen des Erwerbs der Assets wurden ca. 13.000 Stammzelldepots aus Nabelschnurblut auf die Vita Österreich übertragen (siehe Anhangangaben 3). Der Kaufpreis für die Assets betrug 650 TEUR zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer, wovon 238 TEUR auf das Anlagevermögen (insbesondere Lagertanks, Stickstoffversorgungsanlage, Equipment zur Aufbewahrung von Nabelschnurblut und -gewebe sowie Büro- und Geschäftsausstattung) und 412 TEUR auf die sonstigen übernommenen Vermögenswerte der Vivocell (insbesondere Stammzellbank, Firmenwert und Kundenstamm etc.) entfielen. Die für den Kauf erforderlichen finanziellen Mittel wurden der Vita Österreich durch ein Darlehen der Vita 34 AG in Höhe von 780 TEUR zur Verfügung gestellt. Das Labor der Vivocell in Graz wurde 2015 geschlossen. Die Lagerung der bisherigen Stammzelldepots sowie der neu eingelagerten Stammzelldepots erfolgen in Deutschland bei der Vita 34 AG. Durch den Erwerb der Assets der Vivocell ergeben sich für den Konzern zukünftige Synergieeffekte, die zum Teil durch eine verstärkte Auslastung des Labors in Leipzig sowie Synergien im Marketingbereich begründet sind. Aufgrund der damit verbundenen Ausweitung des Geschäftsbetriebes der Vita Österreich wird die Gesellschaft ab 2015 voll konsolidiert werden. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation anzusetzenden Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der Vivocell umfassen insbesondere die folgenden Positionen:
Unter Berücksichtigung der bisher vorliegenden Unterlagen insbesondere zu den übernommenen Einlagerungsverträgen ist eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der erworbenen immateriellen Vermögenswerte zum Erwerbszeitpunkt noch nicht abschließend möglich. Der Wert des übernommenen Sachanlagevermögens beläuft sich auf ca. 238 TEUR. 29. Honorare und Dienstleistungen der Abschlussprüfer gemäß § 314 HGBDas für die Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt: Übersicht Honorare für Abschlussprüfungenscroll
Unter den Honoraren für Abschlussprüfungen werden insbesondere Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses ausgewiesen.
Leipzig, den 19. März 2015 Vorstand der Vita 34 AG Dr. André Gerth, Vorstandsvorsitzender Jörg Ulbrich, Finanzvorstand Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Leipzig, im März 2015 Vorstand der Vita 34 AG Dr. André Gerth, Vorstandsvorsitzender Jörg Ulbrich, Finanzvorstand BestätigungsvermerkWir haben den von der Vita 34 AG, Leipzig, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Leipzig, 19. März 2015 Ernst & Young GmbH Mandler, Wirtschaftsprüfer Schenke, Wirtschaftsprüfer |
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