Vita 34 AG

Leipzig

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

An unsere Aktionäre | Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr intensiv mit der strategischen Ausrichtung und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit Sonderthemen befasst. Er hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2014 stets überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Außerdem stand der Aufsichtsratsvorsitzende im regelmäßigen Informationsaustausch mit dem Vorstand. Alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung wurden mit dem Aufsichtsgremium offen diskutiert.

So war der Aufsichtsrat stets über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Strategie, die Unternehmensplanung, die Risikolage und das Risikomanagement, die Compliance, die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle sowie die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt informiert.

Der Aufsichtsrat trat im Jahr 2014 an sechs Tagen zu Präsenzsitzungen zusammen. In Übereinstimmung mit den Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft wurden darüber hinaus Sitzungen in Form von Telefonkonferenzen abgehalten sowie Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. In sämtlichen Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens einschließlich der Risikolage informiert. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung im November 2014 wurden die weitere Entwicklung des Unternehmens sowie die Unternehmensplanung für die kommenden Jahre gemeinsam mit dem Vorstand ausführlich erörtert. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben an allen Sitzungen teilgenommen. Seit der Reduzierung der Mitgliederzahl des Aufsichtsrats auf drei Mitglieder im Jahr 2009 bestehen keine Ausschüsse.

Interessenkonflikte bei Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern wurden dem Aufsichtsrat im Berichtszeitraum nicht mitgeteilt.

Schwerpunkt der Beratungen im Aufsichtsrat

Neben den übergreifenden Themen hat sich der Aufsichtsrat mit spezifischen Themen einzelner Bereiche befasst und, wenn erforderlich, die notwendigen Beschlüsse gefasst. Deutliche Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats im Berichtsjahr waren Fragen im Bereich Marketing und Vertrieb, die Übernahme der Assets der Vivocell Biosolutions GmbH & Co KG und die Integration der Beteiligung der stellacure GmbH. Ein weiterer Themenschwerpunkt bestand in den internationalen Aktivitäten, insbesondere der Geschäftsentwicklung der Secuvita, S. L. in Spanien, aber auch der Kooperationen mit den Partnern Sorgente S.r.l. und der Bio Save Group.

Außerdem wurden eine Überprüfung des Vergütungssystems für den Vorstand und der Angemessenheit der Vorstandsbezüge sowie eine Effizienzprüfung der Tätigkeit des Aufsichtsrats durchgeführt. Am 1. August hat der Aufsichtsrat den Vorstandsvorsitzenden nach dessen Niederlegung seines Vorstandsmandates zum 31.07.2014 für den Zeitraum bis zum 31.12.2018 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Gleichzeitig wurden im Rahmen des ab dem 01.08.2014 geltenden Dienstvertrages die Regelungen zur variablen Vergütung des Vorstandsvorsitzenden konsequent auf eine mehrjährige Bemessungsgrundlage der vereinbarten Leistungsziele umgestellt und der Dienstvertrag in seinen Einzelbestimmungen modernisiert. Darüber hinaus wurde die bisherige Pensionszusage des Vorstandsvorsitzenden zum 31.07.2014 beendet und für die Zukunft eine beitragsorientierte Pensionszusage vereinbart. Mit diesem Schritt wurde vom Aufsichtsrat ein Beitrag zur weiteren Minimierung der bilanziellen Risiken geleistet.

Der Dienstvertrag des Finanzvorstandes wurde, ohne eine Verlängerung der Vorstandsbestellung, ebenfalls zum 01.08.2014 im Hinblick auf die variable Vergütung auf eine mehrjährige Bemessungsgrundlage umgestellt und in seinen Einzelbestimmungen modernisiert.

Das Berichtswesen des Vorstandes an den Aufsichtsrat wurde ständig verbessert und ausgebaut.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat hat sich mit der Weiterentwicklung der Corporate-Governance-Grundsätze im Unternehmen beschäftigt und dabei die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 13. Mai 2013 berücksichtigt. Im März 2015 wurde seitens des Vorstands und des Aufsichtsrats eine neue Entsprechenserklärung abgegeben, die im Kapitel "Corporate Governance" auf Seite 40 des Geschäftsberichts abgedruckt und auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht ist.

Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

Der Jahresabschluss nebst Lagebericht der Vita 34 AG wird nach den Vorgaben des HGB, der Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht der Vita 34 AG wird auf der Grundlage der §§ 315, 315 a HGB i.V.m. den internationalen Rechnungslegungsstandards (International Financial Reporting Standards - IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stuttgart (Zweigniederlassung Leipzig), hat den Jahresabschluss der Vita 34 AG, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft. Der Prüfauftrag wurde im Einklang mit dem Beschluss der Hauptversammlung, den gesetzlichen Vorgaben und den Vorgaben des DCGK erteilt.

Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die Abschlüsse die Regeln des HGB und des IFRS eingehalten haben. Der Jahres- und der Konzernabschluss haben uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erhalten. Die Abschlussunterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats in Gegenwart und nach einem Bericht des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Die Vertreter des Abschlussprüfers haben auf dieser Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und über das Kontroll- und Risikomanagementsystem hinsichtlich der Rechnungslegung berichtet. Sie sind dabei auch auf Umfang, Schwerpunkt und Kosten der Abschlussprüfung eingegangen, sie haben ferner ausgeführt, dass keine Befangenheitsgründe vorliegen; Ernst & Young hat ausschließlich Prüfungsleistungen erbracht.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht hat der Aufsichtsrat geprüft. Als Ergebnis unserer eigenen Prüfung waren keine Einwände gegen den Jahresabschluss der Vita 34 AG nebst Lagebericht, den Konzernabschluss der Vita 34 AG nebst Konzernlagebericht sowie die entsprechenden Prüfungsberichte der Abschlussprüfer zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmte nach seiner eigenen Prüfung den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu, billigte den Jahresabschluss und nahm den Konzernabschluss billigend zur Kenntnis. Damit ist der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss festgestellt. Mit den Lageberichten und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des Unternehmens sind wir einverstanden.

Personalien

In seiner Sitzung am 1. August 2014 wählte der Aufsichtsrat Herrn Dr. Hans-Georg Giering, bis dahin stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, zum neuen Vorsitzenden. Er übernahm dieses Amt am selben Tag von Herrn Dr. Holger Födisch, der zu seinem Stellvertreter gewählt wurde.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die in diesem Geschäftsjahr geleistete Arbeit.

 

19. März 2015

Für den Aufsichtsrat

Dr. Hans-Georg Giering, Vorsitzender

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell

Vita 34 ist mit Abstand die größte und marktführende private Stammzellbank im deutschsprachigen Raum und die zweitgrößte private Nabelschnurblutbank in Europa. Das Unternehmen verfügt über zwei Geschäftsbereiche: "Stammzellbanking" und "Biotechnologie". Die im Jahr 1997 gegründete Vita 34 ist der europäische Pionier im Bereich des Nabelschnurblutbankings, mit derzeit mehr als 123.000 Stammzelldepots und einer Flächenkapazität für bis zu 350.000 Stammzelldepots. Zum Jahresende 2014 war Vita 34 über Tochtergesellschaften und Kooperationspartner neben Deutschland in insgesamt 17 Ländern in Europa und weltweit tätig.

Als Komplettanbieter im Bereich Stammzellbanking deckt Vita 34 die gesamte Wertschöpfungskette ab: Von der Entnahmelogistik, über die Aufbereitung und dauerhafte Einlagerung von Nabelschnurblut und -gewebe bis hin zur fachgerechten Abgabe von Stammzelltransplantaten für die medizinische Anwendung. Die eingelagerten Stammzelldepots dienen der Eigenvorsorge und stehen dem Kind über viele Jahrzehnte für den Einsatz, unter anderem bei einer Therapie von Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselstörungen und Hirnschäden zur Verfügung. In der regenerativen Medizin bietet der Einsatz von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe darüber hinaus erhebliches Potenzial, Gewebe wiederherzustellen und Organe ersetzen zu können. Mit dem Kerngeschäft - der Kryokonservierung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe - ist Vita 34 in einem attraktiven Marktbereich aktiv.

Das Angebot von Vita 34 richtet sich an werdende Eltern, die zur Vorsorge ihrer Kinder direkt nach der Geburt äußerst vitale Stammzellen konservieren lassen möchten. Um möglichst vielen werdenden Eltern und ihren Kindern die Stammzellvorsorge zu ermöglichen, betreut Vita 34 ein Netzwerk zahlreicher Entbindungseinrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Durch unsere Partner hat Vita 34 mit mehr als 1.500 Entbindungseinrichtungen Verträge zur Entnahme von Nabelschnurblut und arbeitet mit etwa 15.000 Gynäkologen zusammen.

Mehrwert - Über die reine Kryokonservierung hinaus

Werdende Eltern entscheiden sich mit einer Einlagerung von Nabelschnurblut und -gewebe für eine langfristige biologische Vorsorge und wissen mit Vita 34 einen verlässlichen Partner an ihrer Seite. Zusätzlich zur Gewinnung, Aufbereitung und Kryokonservierung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe hat Vita 34 das Angebotsspektrum kontinuierlich erweitert. Auf die Bedürfnisse der Eltern wird heute durch das Angebot von Vita 34 individuell eingegangen:

Mit VitaPlusSpende bietet Vita 34 Eltern die Möglichkeit, die Gesundheitsvorsorge für das eigene Kind mit einer öffentlichen Spende zu kombinieren als Alternative zur reinen autologen Einlagerung (Eigenvorsorge) oder der allogenen Spende (Fremdspende) von Nabelschnurblut. Im Bedarfsfall steht das Stammzellpräparat dem eigenen Kind zur Verfügung. Darüber hinaus können die Stammzellen aber auch einem fremden erkrankten Menschen gespendet werden. Dies ist möglich, indem die gewebespezifischen Merkmale der Stammzelldepots anonymisiert in das von Vita 34 etablierte Stammzellregister www.stemcellsearch.org übermittelt werden. Ärzte und Patienten weltweit können in diesem öffentlichen Spendenregister nach passenden Stammzelldepots aus dem freigegebenen Bestand von Vita 34 recherchieren.

Da Geschwister einander mit Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe helfen können, hat Vita 34 im Jahr 2002 die Geschwisterinitiative gegründet. Vita 34 ermöglicht die kostenfreie Einlagerung von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut eines Kindes, dessen Bruder oder Schwester schwer erkrankt ist und für eine Behandlung - beispielsweise bei Leukämie -die Stammzellen des neugeborenen Geschwisterkindes benötigt.

Vita 34 hat europaweit das einzige mobile Stammzellteam aufgebaut und ermöglicht damit die Behandlung mit Stammzellen aus Nabelschnurblut in jedem Krankenhaus. Das mobile Stammzellteam von Vita 34 bringt die kältekonservierten Stammzellen in die jeweilige Klinik und übernimmt die fachgerechte Aufbereitung. Neben der Einhaltung aller arzneimittelrechtlichen Anforderungen bei der Einlagerung von Stammzellen erfüllt Vita 34 höchste Qualitätsstandards bei der Abgabe des Nabelschnurbluts. Möglich wird dies dank der mobilen Spezialausrüstung und dem Einsatz mobiler Reinraumtechnik - unabhängig von der Ausstattung der Klinik.

In Zusammenarbeit mit Fachärzten für Gynäkologie, Humangenetik und Kinderheilkunde hat Vita 34 ein Analysepaket speziell für Neugeborene und Kleinkinder entwickelt. Das Vita 34 Vorsorge-Screening ergänzt die ärztlichen Standard-Untersuchungen und hilft mit Früherkennungstests, genetisch bedingte Gesundheitsrisiken und Veranlagungen zu Unverträglichkeiten frühzeitig zu erkennen. Es umfasst Untersuchungen der DNA auf Risiken zu Unverträglichkeiten gegen Antibiotika, Milchzucker und Getreidemehl sowie auf eine Störung des Immunsystems oder eine Eisenspeicherkrankheit.

Als einzige private Stammzellbank in Deutschland kann Vita 34 eine Vielzahl medizinischer Anwendungen mit den zur Eigenvorsorge eingelagerten Stammzelldepots vorweisen. Das ist ein Beleg für die hohe Qualität der Einlagerungen bei Vita 34. Durch eine zuverlässige Aufarbeitung und Langzeitlagerung bei höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards kann eine Eignung der Stammzelldepots für therapeutische Anwendungen gewährleistet werden.

Neben der Anwendungspraxis zeichnet sich Vita 34 durch Forschungsaktivitäten und eine Vielzahl von Genehmigungen aus. Neben der Erlaubnis zur Abgabe von Nabelschnurblut an das eigene Kind verfügt Vita 34 als einzige private Stammzellbank über:

Genehmigungen vom deutschen Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel (Paul-Ehrlich-Institut) zur Abgabe von Nabelschnurblut-Präparaten zum therapeutischen Einsatz bei hämatologisch-onkologischen Erkrankungen für Geschwister und um anderen Menschen mittels einer Spende zu helfen,

Erlaubnis zur Entnahme, Bearbeitung, Kryokonservierung und Lagerung von Nabelschnurgewebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region).

die Möglichkeit und die erforderlichen Genehmigungen, ihren Kunden sowohl die Einlagerung von Vollblut als auch von separiertem Blut anzubieten.

Um die medizinischen Einsatzmöglichkeiten von Nabelschnurblutstammzellen zu untersuchen und neue Zellprodukte zu entwickeln, beteiligt sich Vita 34 aktiv an der angewandten Stammzellforschung und arbeitet mit renommierten Forschungsinstituten und Universitäten zusammen. Im Geschäftsbereich Biotechnologie entwickelt Vita 34 biologische Verfahren für Zell- und Gewebekulturen und deren Verwendung zur Optimierung und Vermehrung von Zellen und Pflanzen.

Unternehmensstruktur

Die börsennotierte Vita 34 AG ist die Muttergesellschaft des Konzerns: Die Vita 34 AG hält eine jeweils 100-prozentige Beteiligung an Novel Pharma, S.L. (Spanien), der VITA 34 Slovakia, s.r.o. (Slowakei) und der VITA 34 Gesellschaft für Zelltransplantate m.b.H. (Österreich). Daneben besteht eine 75,24-prozentige Beteiligung an der stellacure GmbH (Deutschland) sowie über die Novel Pharma, S.L. (Spanien) eine 88-prozentige Beteiligung an der Secuvita, S.L. (Spanien).

In den Konzernabschluss der Vita 34 AG zum 31. Dezember 2014 werden insgesamt drei Unternehmen einbezogen und entsprechend voll konsolidiert:

stellacure GmbH, Hamburg, Deutschland,

Novel Pharma, S.L., Madrid, Spanien,

Secuvita, S.L., Madrid, Spanien.

Unternehmensstruktur

Vita 34 auf dem internationalen Markt

Das Auslandsgeschäft über Tochtergesellschaften und Kooperationspartner ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenstätigkeit. Vita 34 hat die Aktivitäten auf dem internationalen Markt in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut und ist zum Ende des Berichtszeitraumes neben Deutschland in insgesamt 17 Ländern in Europa und weltweit tätig. Im Rahmen der europäischen Kooperationen nutzen die Partner den von Vita 34 zur Verfügung gestellten Service - das von Vita 34 entwickelte Entnahmepaket und die Aufbereitung der Stammzelldepots für die dauerhafte Lagerung in den Kryotanks in Leipzig. Internationale Kooperationspartner nutzen das von Vita 34 entwickelte und patentierte Entnahmesystem "Vita 34 Bag", das eine dezentrale Aufbereitung und Einlagerung von Nabelschnurblut außerhalb von Reinräumen ermöglicht und kostenintensive Anfangsinvestitionen verringert.

Internationale Präsenz - Die Vita 34 Family

Ziele und Strategie

Vita 34 ist die größte Stammzellbank im deutschsprachigen Raum. Ausgehend von dieser führenden Marktposition ist Vita 34 bestrebt, den deutschen Markt für die Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe weiter zu entwickeln. Es ist das erklärte Ziel von Vita 34, das Unternehmen als international führenden Anbieter von neuen Produkten auf Basis von Stammzellen zu etablieren.

Für eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung hat Vita 34 eine Wachstumsstrategie definiert, die sich auf Stärkung der Marktführerschaft, weitere Produktentwicklung und den forcierten Ausbau von Forschung und Entwicklung stützt. Eine nachhaltige Umsatz- und Ertragsentwicklung will Vita 34 maßgeblich über die Erschließung neuer Märkte, Dienstleistungen und Produktfelder sowie über anorganisches Wachstum generieren.

Vita 34 - Wachstumskerne

Marktführerschaft

Vita 34 ist ein international agierender Anbieter für die Kryokonservierung von Nabelschnurblut und -gewebe. Die führende Marktposition des Unternehmens im deutschsprachigen Raum soll nachhaltig gestärkt und zusätzliche Marktanteile in Europa durch den Ausbau der Qualitätsführerschaft gewonnen werden. Durch die Ausweitung von lokalen Vertriebskooperationen möchte das Unternehmen neue Wachstumsmärkte in Europa erschließen. Vita 34 plant außerdem, Nabelschnurblutbanken in ausgewählten Wachstumsmärkten Asiens und Lateinamerikas gemeinsam mit Partnern aufzubauen und zu betreiben. Über die geographische Diversifikation kann Vita 34 Ertragsperspektiven in neuen Märkten erschließen und verleiht dem gesamten Geschäftsmodell zusätzliche und nachhaltige Stabilität. Neben dem organischen Wachstum soll Vita 34 auch anorganisch durch Akquisitionen wachsen.

Produktentwicklung

Aufgrund der intensiven wissenschaftlichen Entwicklung im Bereich der regenerativen Medizin erwartet Vita 34 weltweit einen steigenden Bedarf an Kryokonservierung und sicherer Lagerung von Zellen und Gewebe. Im Rahmen der langfristigen Unternehmensstrategie plant Vita 34 die Produktpalette um hochqualitative Produkte für die therapeutische Anwendung zu erweitern und neben Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe weitere adulte Stammzellquellen für die Produktentwicklung zu nutzen.

Ausbau von F&E

Die Stammzellforschung gewinnt in der regenerativen Medizin zunehmend an Bedeutung. Nabelschnurblut- und Nabelschnurgewebestammzellen sind für die medizinische Anwendung von besonderem Interesse, da sie vital, jung und frei von Infektionen sind. Die Intensivierung und der Ausbau der Forschungsinitiativen sind daher wesentliche Bestandteile der Wachstumsstrategie. Über Kooperationen mit namenhaften Universitäten und renommierten Forschungsinstituten erschließt sich Vita 34 den Zugang zu neuen Erkenntnissen in der Stammzellforschung. Mit dem Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten soll die Einführung von Produktinnovationen im Stammzellbereich beschleunigt werden.

Steuerungssystem und Leistungsindikatoren

Auf Konzernebene ist die Vita 34 AG zum Zwecke der Unternehmenssteuerung nach Produkten und Dienstleistungen in Geschäftseinheiten organisiert und verfügt über zwei Geschäftssegmente: "Stammzellbanking" und "Biotechnologie". Um über die Verteilung der Ressourcen zu entscheiden und die Ertragskraft der Segmente zu steuern, werden diese durch das Management einzeln überwacht. Der Vorstand wird mittels detaillierter Berichte regelmäßig über den Geschäftsverlauf informiert. Dies ermöglicht dem Vorstand, abweichenden Entwicklungen zeitnah zu begegnen.

Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Steuerungssystem von Vita 34 kaum geändert. Dem Vorstand der Vita 34 AG dienen als zentrale Steuerungsgrößen die Kennzahlen Gesamtleistung, Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit entsprechender Marge sowie die Eigenkapitalquote. Daneben wurde die Entwicklung der neu eingelagerten Stammzelldepots als Steuerungsgröße definiert. Die folgende Auflistung enthält Informationen zu den relevanten konzerninternen Steuerungsgrößen:

Steuerungsgrößen

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Steuerungsgröße   2014 2013 2012
Gesamtleistung TEUR 15.176 14.784 14.488
EBIT TEUR 1.690 1.469 -742
EBITDA TEUR 2.775 2.658 414
EBITDA-Marge Prozent 20,1 19,6 3,0
Eigenkapitalquote Prozent 59,8 59,8 56,0
Neu eingelagerte Stammzelldepots Anzahl 7.378 7.167 7.417

Gesamtleistung

Die Leistungen, die das Unternehmen im operativen Geschäft insgesamt erbracht hat, werden in der Gesamtleistung dargestellt. Dazu zählen neben den Umsatzerlösen und Erträgen aus Forschung & Entwicklung, sonstige betriebliche Erträge sowie die Bestandsveränderung aus unfertigen Leistungen.

EBIT, EBITDA und EBITDA-Marge

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sind zentrale Erfolgskennzahlen von Vita 34. EBIT, EBITDA und die EBITDA-Marge dienen als wesentliche Maßstäbe für die operative Ertragskraft des Unternehmens. Vita 34 hat als mittelfristigen Zielwert eine EBITDA-Marge oberhalb von 20 Prozent definiert.

Eigenkapitalquote

Die interne Finanzstruktur des Unternehmens überwacht und steuert Vita 34 unter anderem über die Eigenkapitalquote. Zur Finanzierung des weiteren Wachstums hat Vita 34 für den Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme einen Zielwert von über 50 Prozent intern festgelegt.

Neu eingelagerte Stammzelldepots

Die Kryokonservierung von Nabelschnurblut und -gewebe bildet den Schwerpunkt der geschäftlichen Tätigkeit von Vita 34. Die Einlagerungszahlen sind daher wesentliche Treiber der Umsatzentwicklung. Vita 34 hat sich das Ziel gesetzt, die jährlichen, neu eingelagerten Stammzelldepots zu stabilisieren. Mittelfristig plant Vita 34 die Zahl der neu eingelagerten Stammzelldepots im Durchschnitt um 10 Prozent p.a. zu steigern.

Im Geschäftsjahr 2014 haben sich die konzerninternen Steuerungsgrößen im Hinblick auf die definierten Zielwerte positiv entwickelt. Die genaue Entwicklung der Kennzahlen Gesamtleistung, Umsatz, EBITDA-Marge und Eigenkapitalquote sowie der Zahlen zur Stammzelleinlagerung wird in den Kapiteln "Umsatz- und Ertragslage", "Vermögenslage" und "Finanzlage" ab Seite 37 erläutert.

Forschung und Entwicklung

Die Ergebnisse aus der Stammzellforschung gewinnen für den Bereich der regenerativen Medizin zunehmend an Bedeutung. Da für die medizinische Anwendung Stammzellen von besonderem Interesse sind, die möglichst frei von Infektionen sowie sehr vital und jung sind und so über ein hohes Entwicklungspotenzial verfügen, stellen Nabelschnurblut und -gewebe wichtige Quellen für die Stammzellforschung dar.

Die zunehmende Anzahl an Studien sowie die Ergebnisse der Untersuchungen namhafter Wissenschaftler unterstreichen das medizinische Potenzial von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe. Aktuell sind weltweit insgesamt zirka 1.000 klinische Studien mit Nabelschnurblut und zirka 300 mit Nabelschnurgewebe registriert, die sich mit spezifischen Anwendungsgebieten befassen (www.ClinicalTrials.gov). Ebenso ist die Anzahl von Nabelschnurblut-Transplantationen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Nach Recherchen der Parent's Guide to Cord Blood Foundation wurden bis zum Ende des Jahres 2013 mehr als 1.000 Patienten mit Stammzellen aus privat eingelagertem Nabelschnurblut behandelt.3

Um der intensiven Entwicklung im Bereich der regenerativen Medizin Rechnung zu tragen, hat Vita 34 im Geschäftsbereich Biotechnologie die Forschungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2014 intensiviert. Das Ziel von Vita 34 ist es, die angewandte weltweite Forschung zum Einsatz von Nabelschnurblut mitzugestalten. Durch die Lagerung von unterschiedlichem Stammzellmaterial möchte Vita 34 Qualitätsstandards für eine spätere Nutzung etablieren und die Funktionsweise von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe weiter erforschen. So eröffnet sich Vita 34 das Potenzial, raschen Zugang zu innovativen Produkten im Stammzellbereich zu erlangen.

Die Entwicklungen bei Vita 34 werden in modernen Laboren von hochqualifizierten Mitarbeitern durchgeführt. Oberste Priorität haben die Berücksichtigung hoher Qualitätsstandards und ein Höchstmaß an Sicherheit bei der Einlagerung von Stammzelldepots. Um dies gewährleisten zu können, hat das Forschungs- und Entwicklungsteam von Vita 34 ein Entnahmepaket entwickelt. Es dient gleichzeitig als Aufbewahrungs- und Transportbehälter für die Beförderung des Nabelschnurblutes und Nabelschnurgewebes von der Entbindungsklinik in das Vita 34 Labor. Eine dezentrale Aufbereitung und Einlagerung von Nabelschnurblut ohne hohe Investitionen in Reinräume ermöglicht das eigenentwickelte, patentierte Entnahmesystem "Vita 34 Bag". Auch dieses System resultiert aus intensiver, zielgerichteter Forschung und Entwicklung und wird bereits von der spanischen Klinikkette Hospitales de Madrid und der chilenischen Nabelschnurblutbank CordonVida verwendet.

Forschungsprojekte

Um die medizinischen Einsatzmöglichkeiten von Nabelschnurblutstammzellen zu untersuchen und neue Zellprodukte zu entwickeln, arbeitet Vita 34 mit renommierten Forschungsinstituten und Universitäten in ganz Deutschland zusammen und beteiligt sich aktiv an der angewandten Stammzellforschung. In einzelnen Projekten beschäftigt sich Vita 34 auch mit der Nutzung pflanzlicher Stammzellen. Im Geschäftsjahr 2014 hat Vita 34 die folgenden Forschungsschwerpunkte intensiv bearbeitet:

3 Bone Marrow Transplantation, Karen Ballen, MD, Frances Verter, PhD, Joanne Kurtzberg, MD, "Umbilical Cord Blood Donation: Public or Private?" zur Veröffentlichung in der Presse, Sommer 2015

Mesenchymale Nabelschnurstammzellen zur Behandlung der Graft-versus-Host-Disease und entsprechendes Nachfolgeprojekt

In einem gemeinsamen Projekt mit der Abteilung Hämatologie und internistische Onkologie der Universität Leipzig untersucht das Vita 34-Forschungsteam seit 2012 die Wirksamkeit von mesenchymalen Stammzellen (MSCs) bei Blutstammzelltransplantationen in der Leukämiebehandlung. Das von der Sächsischen Aufbaubank mit 500.000 Euro geförderte Projekt konnte im Oktober 2014 erfolgreich beendet werden.

Die Kooperationspartner untersuchten die Wirksamkeit von mesenchymalen Stammzellen der Nabelschnur bei Blutstammzelltransplantationen in der Leukämiebehandlung. Das Ziel war es, ein klinisch breit einsetzbares Zelltherapeutikum zur Behandlung der Transplantat-gegen-Wirt-Erkrankung (Graft-versus-Host-Disease, GvHD) zu entwickeln und so mesenchymale Stammzellen zur Vorbeugung beziehungsweise Behandlung dieser Erkrankung anwenden zu können. Die Nabelschnur beherbergt eine Vielzahl von verschiedenen Zellen mit Stammzellpotenzial. Es galt daher herauszufinden, wie ein mesenchymales Stammzellpräparat aus der Nabelschnur aufbereitet werden muss, damit es möglichst wirksam für die Behandlung der GvHD eingesetzt werden kann. Zu diesem Zweck wurden grundlegende Parameter, wie Transplantationsform, therapeutische MSC-Konzentrationen und geeignete Behandlungszeitpunkte erhoben. Ein vielversprechender Ansatz stellt der Einsatz von Blutstammzellen und MSCs des gleichen Spenders bei einer präventiven Anwendung dar. Die Ergebnisse aus dem Projekt bilden die Grundlage für weitere Entwicklungen, die in einem Nachfolgeprojekt von Vita 34 vorangetrieben werden sollen.

Darin sollen geeignete Mechanismen ausgewählt werden, bei denen MSCs der Nabelschnur mit hochwertigen Systemen separiert werden können. Weiterhin wird untersucht, in welchen Konzentrationen die selektierten MSCs für eine Therapie zum Einsatz kommen. Dafür kann Vita 34 auf eine langjährige Expertise des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie Leipzig als Kooperationspartner zurückgreifen. Die Partner gehen davon aus, dass sich der therapeutische Einsatz durch eine gezielte Selektion von Stammzellen weiter verbessern wird.

Ein zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2015 startendes Projektvorhaben von Vita 34 soll weitere Gewebe für die Isolation von mesenchymalen Stammzellen erschließen. Detailliert werden verschiedene humane Gewebe und die daraus isolierbaren MSCs untersucht und verglichen. Im Hinblick auf das Kerngeschäft von Vita 34 soll im Rahmen dieses Projektes auch die Kryokonservierung der verschiedenen Gewebearten überprüft werden. Bereits während der Bearbeitung der obigen Fragestellungen werden GMP-konforme, standardisierte Arbeitsanweisungen (SOPs, Standard Operating Procedures; GMP, Good Manufacturing Practice) erstellt, die am Ende des Projektes zur Beantragung einer Herstellungserlaubnis bei der zuständigen Behörde herangezogen werden. Auf Basis dieser Herstellungserlaubnis können neue Produkte durch Vita 34 angeboten werden.

Vitalitätsmarker bei kryokonservierten Stammzellen in Biobanken

Im Geschäftsjahr 2014 hat Vita 34 die Forschungsarbeit zur Entwicklung eines Verfahrens weitergeführt, mit dem pflanzliches Gewebe bei Temperaturen von etwa -190 Grad Celsius für mehrere hundert Jahre konserviert werden kann. Dabei wurden durch grundlegende Forschungsarbeiten neue biologische Marker für die Kryokonservierung von Pflanzen im Hochdurchsatz-Screening entwickelt - eine Methode, bei der Tests an bis zu Millionen von Molekülen automatisch durchgeführt werden. Ziel war es, basierend auf den Daten zur Vitalitätsbestimmung eine Bewertung des Regenerationsvermögens der getesteten Pflanzen vorzunehmen und damit den Einlagerungserfolg zu bestimmen. Der Einsatz dieser so genannten Vitalitätsmarker wird zu einer Qualitätssicherung bei der Kryokonservierung von Pflanzen in Biobanken führen. Dies ist ein enormer Wettbewerbsvorteil, da möglichen Anwendern schon vor der Langzeitlagerung der Regenerationserfolg garantiert werden kann.

Kryokonservierung von autologem Fettgewebe

Autologes - also körpereigenes - Fettgewebe wird in der rekonstruktiven Chirurgie als Füllmaterial zum Gewebeaufbau verwendet, beispielsweise zur Behandlung von Brandwunden oder zur Geweberekonstruktion nach einer Tumorentfernung. Auch die ästhetische Chirurgie bedient sich häufig des körpereigenen Materials eines Patienten. Bisher wird das Fettgewebe mit den darin enthaltenen Fettstammzellen von einer anderen Körperstelle entnommen und direkt wieder eingesetzt. Der Erfolg der Behandlung ist dabei von der Vitalität der multipotenten Stammzellen abhängig. Deshalb wäre auch hier eine frühe Konservierung sinnvoll, die heute jedoch noch nicht möglich ist.

An dieser Stelle knüpft ein aktuelles Forschungsprojekt von Vita 34 an. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig und der human med AG in Schwerin hat Vita 34 im Oktober 2014 ein Forschungsprojekt zur Kryokonservierung von autologem Fettgewebe gestartet. Angestrebtes Ziel ist die Erlaubnis eines kryotechnologischen Verfahrens zur Bereitstellung eines vitalen und sicher anzuwendenden Fettgewebeproduktes. Gefördert wird das Forschungsvorhaben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Optimierte Gewinnung von Pflanzenwirkstoffen

Im Mai 2014 hat Vita 34 ein F&E-Projekt in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden begonnen. Ziel der im Forschungslabor von Vita 34 durchgeführten Tests ist die Verfahrensentwicklung zur optimierten Gewinnung von Pflanzenwirkstoffen für die Medikamentenherstellung. Hierzu werden Pflanzenstammzellen in Bioreaktoren zur Wirkstoffgewinnung eingesetzt. Vita 34 ist vom Potenzial pflanzlicher Stammzellen und den daraus gewonnen Wirkstoffen für die pharmazeutische Industrie überzeugt. Mit der Entwicklung optimierter Verfahren eröffnet sich Vita 34 die Möglichkeit, von neuen Erkenntnissen in diesem Bereich zu profitieren.

Mitarbeiter

Motivierte und qualifizierte Mitarbeiter sind das Fundament für die langfristig positive Entwicklung der Vita 34 AG. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 beschäftigte Vita 34 insgesamt 105 Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit und 5 Auszubildende. Rund 13 Prozent der Belegschaft sind in einer Leitungsfunktion bei Vita 34 tätig. Der Altersdurchschnitt aller Konzernmitarbeiter lag im Berichtsjahr bei rund 41 Jahren, die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei rund 6 Jahren.

Mitarbeiterstruktur von Vita 34 zum Stichtag 31. Dezember 2014

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Anzahl 2014 2013
Mitarbeiter insgesamt* 105 98
davon Vorstand 2 2
davon Mitarbeiter in Leitungsfunktion 14 9
Auszubildende 5 2

* bezogen auf Kopfzahl ohne Leihkräfte und Auszubildende, geringfügig Beschäftigte und Mitarbeiter in Elternzeit

Die Belegschaft von Vita 34 zeichnet sich durch einen hohen Frauenanteil von rund 70 Prozent aus. Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf nehmen zirka 15 Prozent der Vita 34 - Mitarbeiter in Deutschland wahr. Hierzu zählen neben Teilzeitbeschäftigung die flexible Verteilung der Schichtarbeit sowie eine individuelle Elternzeitgestaltung.

Frauenanteil bei Vita 34 zum Stichtag 31. Dezember 2014

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in % 2014 2013
Mitarbeiter insgesamt* 70 74
Vorstand 0 0
Mitarbeiter in Leitungsfunktion 71 67
Auszubildende 80 100

* bezogen auf Kopfzahl ohne Leihkräfte und Auszubildende, geringfügig Beschäftigte und Mitarbeiter in Elternzeit

Mitarbeiterbindung durch Gesundheitsschutz und Weiterbildung

Hochmotivierte und qualifizierte Mitarbeiter sind wesentlich für den Unternehmenserfolg von Vita 34. Das Unternehmen fördert die teamübergreifende Zusammenarbeit und gemeinsame Unternehmungen. Die Teamstruktur, die flache Unternehmenshierarchie und das sehr gute Arbeitsumfeld tragen zur Mitarbeiterzufriedenheit bei. Zudem können Vita 34-Mitarbeiter Vorschläge im Rahmen des Vita-Ideenmanagements vorbringen.

Besonderen Wert legt Vita 34 auf die Weiterbildung der Mitarbeiter. Im Herstellungs- und Qualitätssicherungsbereich bietet Vita 34 kontinuierlich Fortbildungen und Schulungen an. Vita 34 hat zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zwei Sicherheitsbeauftragte eingesetzt, die gemeinsam mit dem Arbeitsschutzausschuss die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften überwachen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Spanien, Italien und Südosteuropa wichtige Kernmärkte für Vita 34. Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten von Vita 34 hat daher das konjunkturelle Umfeld in Europa und im Speziellen in diesen Ländern.

Nach Angaben des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) geriet die konjunkturelle Erholung im Euroraum zur Jahresmitte 2014 ins Stocken und gewinnt nur langsam wieder an Fahrt. Laut IfW ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2014 um 0,8 Prozent gestiegen und es wird ein weiterer Anstieg um 1,2 Prozent im Jahr 2015 erwartet.

Deutschland entwickelt sich wirtschaftlich nach wie vor deutlich besser als der gesamte Euroraum: Laut Schätzungen des IfW lag das Wirtschaftswachstum im Jahr 2014 bei 1,5 Prozent; im Jahr 2015 soll der Zuwachs 1,7 Prozent betragen. Auch der private Konsum, so das IfW, sollte angesichts steigender Einkommen und des stark fallenden Ölpreises weiter zulegen. Das Wirtschaftswachstum in Österreich fällt etwas schwächer aus als in Deutschland. Für Spanien prognostiziert das IfW nach einigen Rezessionsjahren Zuwachsraten, während sich Italien im Verhältnis zum Euroraum weiterhin unterdurchschnittlich entwickeln dürfte.

Für das Geschäftsmodell "Stammzellbanking" sind noch weitere Indikatoren von Bedeutung, die sich ebenfalls positiv entwickeln: Die Entscheidung für eine Einlagerung von Nabelschnurblut und -gewebe ist unter anderem von der Kaufkraft sowie dem Einkommen der Bevölkerung abhängig. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) errechnete für 2014 eine Kaufkraftsteigerung von 2 Prozent in Europa gegenüber dem Vorjahr. In Deutschland prognostiziert die GfK für das Jahr 2015 eine Steigerung der Kaufkraft gegenüber dem Vorjahr 2014 um nominal 2,74 Prozent. Angesichts der niedrigen Inflationsrate und stabilen Lohnentwicklung dürfte der reale Kaufkraftzuwachs pro Kopf bei rund 1,3 Prozent liegen.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Vita 34 bietet mit der Einlagerung von Nabelschnurblut und -gewebe eine private Gesundheitsvorsorge in einem äußerst dynamischen Umfeld mit stetig wachsendem Forschungsstand an. Seit über 55 Jahren werden Stammzellen zur Behandlung von schweren Krankheiten eingesetzt, vor allem bei Krebsleiden, Bluterkrankungen oder Diabetes. Immer mehr Menschen sind davon betroffen, darunter viele Kinder. So wird bis zum Jahr 2020 insbesondere eine Verdopplung der Diabetesinzidenz bei Kindern im Alter unter 5 Jahren vorhergesagt. Daneben sind Herzfehler aktuell die häufigsten angeborenen Fehlentwicklungen bei Kindern und Leukämie macht mehr als ein Drittel aller Krebserkrankungen bei unter 15-Jährigen aus.

Häufiger treten jedoch die degenerativen Erkrankungen, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall auf. Für ihre Behandlung bietet die Stammzelltherapie ein noch größeres Potenzial. Experten rechnen damit, dass künftig jeder siebente Mensch im Alter bis zu 70 Jahren allein schon für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen Stammzellen benötigt und entsprechend der Bedarf an Kryokonservierung und sicherer Lagerung von Zellen und Geweben steigen wird. Die folgende Tabelle zeigt eine Auflistung von diesen Neuerkrankungen als Beispiel in Deutschland:

Anzahl der Neuerkrankungen p.a. in Deutschland

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Schlaganfall 270.000
Herzinfarkt 300.000
Krebs 500.000
Krebs (Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre) 1.800
Typ-1-Diabetes (Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre) 2.100-2.300
Angeborener Herzfehler 5.000-6.000
Frühkindlicher Hirnschaden (Infantile Zerebralparese) 1.400

Die Anwendungsvielfalt von autologen Nabelschnurblutstammzellen eröffnet der regenerativen Medizin ein signifikantes Potenzial. Die Möglichkeit der Nabelschnurbluttransplantation wird weltweit von Medizinern vermehrt genutzt, was sich in der stetig steigenden Anzahl von therapeutischen Anwendungen mit Stammzellen aus Nabelschnurblut widerspiegelt. Insgesamt wurden bis heute 30.000 Nabelschnurbluttransplantationen weltweit durchgeführt. Damit verzeichnet das Segment der Nabelschnurbluttransplantation die höchsten Wachstumsraten im gesamten Zelltransplantationsmarkt. Die Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Kerngeschäfts von Vita 34 könnten kaum besser sein.

Geschäftsverlauf

Vita 34 blickt auf ein insgesamt erfreuliches Geschäftsjahr 2014 zurück. Die Anzahl der neu eingelagerten Stammzelldepots von Nabelschnurblut und -gewebe erhöhte sich im Berichtszeitraum um rund 2,9 Prozent auf 7.378 Stammzelldepots. Im Vorjahreszeitraum waren noch rund 7.167 neue Stammzelldepots bei Vita 34 eingelagert worden.

Gleichzeitig hat sich die Geschäftslage des Konzerns im Jahresverlauf deutlich verbessert: Mit einer optimierten Kostenstruktur ist es Vita 34 gelungen, die Ertragskraft zu steigern. Eine detaillierte Erläuterung zu den einzelnen Finanzkennzahlen und den finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den Kapiteln "Umsatz- und Ertragslage", "Vermögenslage" und "Finanzlage" ab Seite 37.

Hinsichtlich der strategischen Entwicklung standen im Geschäftsjahr 2014 gemäß der definierten Wachstumskerne Kapitel "Ziele und Strategie" Seite 29] die Erweiterung der internationalen Aktivitäten zur Stärkung der Marktposition, die Entwicklung des Produktportfolios sowie der Ausbau der Forschungstätigkeiten im Mittelpunkt.

Marktführerschaft

Übernahme der Geschäfte der Vivocell Biosolutions GmbH & Co KG

Am Ende des Geschäftsjahres 2014 hat Vita 34 einen Kaufvertrag zur Übernahme aller Assets der Vivocell, Graz, Österreich mit Wirkung zum 2. Januar 2015 unterzeichnet. Mit rund 13.000 Stammzelldepots ist die im Jahr 2001 gegründete Vivocell die marktführende private Stammzellbank Österreichs. Die Geschäftsaktivitäten von Vivocell konzentrierten sich auf die Entnahme, Aufbereitung und Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut für die private Vorsorge und passen damit ausgezeichnet in das Portfolio der Vita 34 AG.

Im Rahmen des Asset-Deals hat Vita 34 die gesamte Stammzellbank, inklusive aller Stammzelldepots und die gesamte Ausrüstung zum 2. Januar 2015 übernommen. [→ Kapitel "Nachtragsbericht" Seite 40] Mit der Übernahme einer Spendenbank, deren Präparate in internationalen Registern eingetragen sind und weltweit für die Therapie von schwerstkranken Menschen abgegeben werden können, hat sich Vita 34 weitere medizinische Expertise bei der Verarbeitung von Nabelschnurblut gesichert.

Durch die Übernahme der Geschäfte von Vivocell kann Vita 34 im deutschsprachigen Raum weitere Synergieeffekte in den Bereichen Marketing und Vertrieb sowie Herstellung und Verwaltung realisieren und im Rahmen der geplanten Markterweiterung die Vertriebsaktivitäten in der DACH-Region vorantreiben. Die Vertriebsaktivitäten in Österreich sollen verstärkt werden, um zusätzliche Marktanteile in der DACH-Region zu sichern.

Vertiefung der Kooperationen mit internationalen Partnern

Im Berichtszeitraum ist es Vita 34 gelungen, bestehende Kooperationen mit unterschiedlichen Partnern zu vertiefen und damit die Marktposition in Europa zu stärken:

Durch Übernahme des slowenischen Partners Izvorna Celica durch den serbischen Kooperationspartner Bio Save erwartet Vita 34 positive Impulse auf die Anzahl der neu eingelagerten Stammzelldepots in Slowenien. Vita 34 lagert durch die bestehende Vertriebs- und Marketingkooperation mit Bio Save bereits Nabelschnurblut für Kunden aus Serbien, Montenegro, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien und Kroatien ein. Daneben hat Vita 34 im Berichtszeitraum ihre Präsenz in Europa über die Kooperation mit dem italienischen Partnerunternehmen Sorgente auf Monaco ausgedehnt. Die bestehende Exklusivitätsvereinbarung für die Vertriebs- und Marketingkooperation auf dem italienischen Markt wurde in diesem Zusammenhang auch für die offizielle Zusammenarbeit in Monaco abgeschlossen. Mit der privaten Klinik Van Hanh Hospital in Ho Chi Minh City, Vietnam, hat Vita 34 einen "Letter of Intent" (LoI) unterzeichnet. Derzeit wird eine mögliche Zusammenarbeit beim Aufbau eines Stammzell-Zentrums in Ho Chi Minh Stadt geprüft. Mit der Vereinbarung mit dem National Hospital of Obstetrics in Hanoi zum Aufbau einer öffentlichen Nabelschnurblutbank ist es Vita 34 zudem gelungen, die Aktivitäten in Vietnam und Südostasien weiter voranzutreiben.

Ferner hat Vita 34 zu Beginn des Geschäftsjahres 2015 eine Kooperationsvereinbarung mit der 2007 gegründeten litauischen Nabelschnurblutbank AS "Imunolita" geschlossen. Mit dem Markteintritt in Litauen, Estland und Lettland setzt Vita 34 die Auslandsexpansion auch zu Beginn des Jahres 2015 konsequent fort Kapitel "Nachtragsbericht" Seite 40].

Produktentwicklung

VitaPlusNabelschnur - Marktdurchdringung in Deutschland und Einführung der Nabelschnurgewebeeinlagerung auf dem europäischen Markt

Vita 34 besitzt als einzige private Stammzellbank in Deutschland die erforderlichen Genehmigungen zur Entnahme, Bearbeitung, Kryokonservierung und Lagerung von Nabelschnurgewebe und kann somit neben Nabelschnurblut auch Nabelschnurgewebe nach arzneimittelgerechten Richtlinien (Good Manufacturing Practice Richtlinien) einlagern. Um mit allen Partnerkliniken in Deutschland Verträge zur Entnahme von Nabelschnurgewebe abzuschließen, hat Vita 34 bei den 27 zuständigen regionalen Behörden innerhalb Deutschlands die Erlaubnis zur Gewebeentnahme beantragt. Bis zum Ende des Berichtszeitraums hat Vita 34 von einem Großteil der örtlich zuständigen Behörden die benötigte Zustimmung erhalten. Auf Basis dieser Genehmigung hat Vita 34 bereits mit rund 70 Prozent der Kliniken in Deutschland Verträge über die Nabelschnurgewebeentnahme abgeschlossen.

Nachdem Vita 34 am Ende des dritten Quartals 2013 die Erlaubnis zur Entnahme von Nabelschnurgewebe gemäß § 20b Arzneimittelgesetz erhielt, kann das Unternehmen am Ende des Geschäftsjahres 2014 eine positive Zwischenbilanz ziehen: Bereits nach knapp über einem Jahr kann Vita 34 das neue und am deutschen Markt einmalige Produkt schon in vielen Regionen in Deutschland anbieten.

Im Berichtszeitraum hat sich Vita 34 auch auf die Einführung der Nabelschnurgewebeeinlagerung auf dem europäischen Markt konzentriert und konnte entscheidende Etappenziele erreichen: Die Erlaubnis für die Einfuhr von Nabelschurgewebe aus der Schweiz und die Entnahme von Nabelschnurgewebe in Österreich hat Vita 34 im ersten Quartal 2014 erhalten. Stammzelldepots aus Nabelschnurgewebe aus Österreich, der Schweiz, Spanien, Mazedonien, Rumänien, Bulgarien, Bosnien-Herzegowina und Slowenien wurden bereits eingelagert. In Kroatien hat Vita 34 die Einführung von Stammzelldepots aus Nabelschnurgewebe mit dem Kooperationspartner vorangetrieben.

Ausbau von F&E

Vita 34 hat im Geschäftsjahr 2014 ihre Forschungsaktivitäten im Geschäftsbereich Biotechnologie weiter ausgebaut.

Zwei Forschungsprojekte hat Vita 34 unter anderem im Geschäftsjahr 2014 weiterverfolgt und erfolgreich abgeschlossen: Die Ergebnisse aus dem Projekt zur Untersuchung der Wirksamkeit von mesenchymalen Stammzellen der Nabelschnur bei Blutstammzelltransplantationen in der Leukämiebehandlung bilden die Basis für ein Nachfolgeprojekt. In einem weiteren Projekt wurden durch grundlegende Forschungsarbeiten neue biologische Vitalitätsmarker für die Kryokonservierung von Pflanzen entwickelt. Mit einem Forschungsprojekt zur Kryokonservierung von autologem Fettgewebe sowie einem Projekt zur Entwicklung von Verfahren zur optimierten Gewinnung von Pflanzenwirkstoffen für die Herstellung von Medikamenten hat Vita 34 im Geschäftsjahr 2014 auch zwei neue Forschungsprojekte mit Kooperationspartnern begonnen. [→ Kapitel "Forschung und Entwicklung" Seite 31].

Sonstige Meilensteine im Geschäftsjahr 2014

Anwendungen

Die Erfüllung höchster Sicherheits- und Qualitätsstandards ist die Voraussetzung für die zahlreichen Anwendungen mit Stammzellen aus den Kältetanks von Vita 34. Seit der ersten Anwendung im Jahr 2004 bis heute summierte sich die Anzahl der Transplantationen mit Vita 34-Stammzellde-pots auf 28, was rund 44 Prozent der insgesamt 63 bei Cord Blood Europe gemeldeten therapeutischen Anwendungen privater Stammzellbanken in Europa entspricht.

Im Berichtszeitraum wurden insgesamt drei bei Vita 34 eingelagerte Stammzelldepots zur Anwendung abgegeben und transplantiert: Im 1. Quartal 2014 wurde in einer österreichischen Klinik eines der bei Vita 34 eingelagerten Stammzelldepots bei einer Patientin angewendet, die an einer akuten myeloischen Leukämie erkrankt ist. Im 2. Quartal 2014 wurde in einer österreichischen Klinik eines der bei Vita 34 eingelagerten Stammzelldepots bei einem 6-jährigen Jungen angewendet, der an einer ß-Thalassämie erkrankt ist. Dies war gleichzeitig die zehnte allogene Transplantation mit einem Vita 34 Transplantat, da Stammzellen aus dem Nabelschnurblut der Schwester angewendet wurden. Die 28. Transplantation eines Vita 34-Stammzelldepots hat schließlich am 4. Dezember 2014 stattgefunden. Es wurde ein 11-jähriger Junge mit einer schweren aplastischen Anämie mit dem eigenen Nabelschnurblut behandelt.

Genehmigungen

Die Erteilung des Good Manufacturing Practice (GMP) Zertifikats - die Gewährleistung der Qualität im Produktionsprozess von Arzneimitteln und Wirkstoffen - wird in einer umfangreichen Inspektion durch die Landesdirektion Sachsen im dreijährigen Turnus geprüft. Im 3. Quartal 2014 wurde Vita 34 erneut das GMP-Zertifikat ausgestellt und somit bestätigt, dass das Herstellungsverfahren im firmeneigenen gläsernen GMP Labor den gültigen Richtlinien zur Qualitätssicherung entspricht.

Im November 2014 erteilte die Landesdirektion Sachsen Vita 34 die Herstellungserlaubnis gemäß § 13 Arzneimittelgesetz (AMG) für ein Separationsverfahren. Entsprechend wurde die bereits existierende Herstellungserlaubnis für die Einlagerung von Vollblut um ein Separationsverfahren erweitert. Anders als beim Vollblutverfahren werden die Stammzellen in diesem Konservierungsverfahren isoliert eingelagert. Als einzige Stammzellbank in Europa kann Vita 34 damit die Gewinnung und Aufbereitung der Stammzellen über zwei alternative Verfahren anbieten und so Vorteile bei der Akquise von Kunden und Kooperationspartnern nutzen.

Umsatz- und Ertragslage

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TEUR 2014 2013
Gesamtleistung 15.176 14.784
davon Umsatzerlöse 13.786 13.554
davon sonstige betriebliche Erträge 1.665 1.389
davon Bestandsveränderung unfertiger Leistungen -275 -159

Im Geschäftsjahr 2014 entwickelte sich die Ertragslage von Vita 34 im Vorjahresvergleich positiv. Insgesamt erzielte Vita 34 im Berichtszeitraum eine Gesamtleistung von 15,2 Mio. Euro und lag 2,7 Prozent über der des Vorjahres von 14,8 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse stiegen auf 13,8 Mio. Euro nach 13,6 Mio. Euro im Vorjahr. Vita 34 erfüllt somit die Prognose für das Geschäftsjahr 2014. Nach Geschäftsbereichen entfielen im Berichtszeitraum rund 13,3 Mio. auf den Geschäftsbereich Stammzellbanking und rund 0,5 Mio. Euro auf den Bereich Biotechnologie. Die Umsatzentwicklung ist hauptsächlich auf die gestiegene Anzahl von neu eingelagerten Stammzelldepots zurückzuführen - insbesondere auf die zusätzlich generierten Umsätze durch das neu eingeführte Produkt VitaPlusNabelschnur.

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TEUR 2014 2013
Umsatzerlöse 13.786 13.554
- Umsatzkosten -5.911 -5.491
Bruttoergebnis 7.875 8.063
- Marketing- und Vertriebskosten -4.419 -4.697
- Verwaltungskosten -3.292 -2.896
- Sonstige betriebliche Aufwendungen / Erträge 1.526 999
Betriebsergebnis / EBIT 1.690 1.469
- Zinserträge / -aufwendungen 7 -126
- Ertragsteueraufwand -707 -555
Periodenergebnis 990 788

Die Umsatzkosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 5,9 Mio. Euro nach 5,5 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Seit ihrer Übernahme Ende Dezember 2013 wird die Tochtergesellschaft stellacure GmbH im Konsolidierungskreis von Vita 34 ausgewiesen. Der Anstieg der Umsatzkosten um 7,6 Prozent im Jahresvergleich ist im Wesentlichen auf die in der Tochtergesellschaft entstandenen Kosten und die Reduzierung von unfertigen Erzeugnissen zurückzuführen. Daneben werden in den Umsatzkosten auch Kosten aus Forschung & Entwicklung erfasst, die im Geschäftsjahr 2014 etwas höher ausfielen.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz summierte sich im Berichtszeitraum auf 7,9 Mio. Euro im Vergleich zu 8,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013. Dies entspricht einer Bruttomarge von 57,1 Prozent gegenüber 59,5 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2014 deutlich auf 1,5 Mio. Euro nach 1,0 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Erträge setzten sich vor allem aus Erträgen aus Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zusammen. Des Weiteren sind Erträge aus der Auflösung einer in den vergangenen Jahren gebildeten Wertberichtigung, Verzugszinsen und Schadenersatzansprüchen in Höhe von insgesamt 0,6 Mio. Euro enthalten, die aus einem positiven Rechtsurteil gegenüber einem Geschäftskunden von Vita 34 basieren.

Im Berichtszeitraum reduzierten sich die Marketing- und Vertriebskosten aufgrund eines optimierten Mitteleinsatzes und einer damit verbundenen Effizienzsteigerung im Marketing auf 4,4 Mio. Euro nach 4,7 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013. Die Verwaltungskosten stiegen dagegen von 2,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 3,3 Mio. Euro im Berichtszeitraum. Aufgrund der durch die Integration der Tochtergesellschaft zusätzlich entstandenen Kosten, erhöhtem Personalaufwand sowie eine dem Hauptversammlungsbeschluss entsprechend angepasste Aufsichtsratsvergütung stiegen die Verwaltungskosten.

Die zentrale Finanzkennzahl, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag im Geschäftsjahr 2014 mit 2,8 Mio. Euro leicht über dem Vergleichszeitraum und mit 15 Prozent leicht unter der Prognose für das Geschäftsjahr 2014. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im Berichtszeitraum auf 1,7 Mio. Euro nach 1,5 Mio. Euro im Vorjahr. Der Ertragssteueraufwand 2014 wurde in Höhe von 0,7 Mio. Euro ausgewiesen, während im Vorjahr ein Ertragssteueraufwand von 0,6 Mio. Euro anfiel.

Das Periodenergebnis betrug nach 0,8 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013 nun 1,0 Mio. Euro im aktuellen Berichtszeitraum. Daraus ergibt sich bei einer durchschnittlichen Anzahl der ausgegebenen Aktien von 3.026.500 ein Ergebnis je Aktie von 0,36 Euro im Berichtszeitraum nach 0,28 Euro im Vergleichszeitraum 2013, ein Anstieg von 28,6 Prozent.

Finanzlage

Die Darstellung der Finanzlage erfolgt in der Konzern-Kapitalflussrechnung. Ausgehend von einem Periodenergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 1,7 Mio. Euro im Berichtszeitraum 2014 (Geschäftsjahr 2013: 1,3 Mio. Euro) entfiel mit 1,1 Mio. Euro der größte Anteil der nicht zahlungswirksamen Berichtigungen auf planmäßige Abschreibungen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres 2013 betrugen diese 1,2 Mio. Euro. Im Nettoumlaufvermögen verbuchte Vita 34 im Berichtszeitraum einen Mittelabfluss von 1,4 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,7 Mio. Euro). Diese Veränderung im Jahresvergleich ist insbesondere auf gestiegene Forderungen und sonstige Vermögenswerte sowie reduzierte Schulden zurückzuführen. Somit lag der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit im Berichtszeitraum mit 1,1 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraums von 1,8 Mio. Euro.

In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investierte Vita 34 im Berichtszeitraum insgesamt 0,4 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,8 Mio. Euro). Im Berichtszeitraum wurden mit 0,2 Mio. Euro geringere Investitionen in Sachanlagen getätigt als im Vergleichszeitraum 2013 mit 0,5 Mio. Euro, da Vita 34 bereits im Vorjahr ausreichende Lagerkapazitäten geschaffen hat. Entsprechend lag der Cashflow aus Investitionstätigkeiten mit -0,4 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahreszeitraums von -0,8 Mio. Euro.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 0,2 Mio. Euro nach -1,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Vita 34 vereinnahmte im Berichtszeitraum Investitionszuwendungen in Höhe von rund 0,3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,1 Mio. Euro). Im Berichtszeitraum entfielen zudem Tilgungen für Darlehen, die bis Ende 2013 planmäßig zurückgezahlt waren.

Vita 34 verfügte zum 31. Dezember 2014 über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von rund 3,7 Mio. Euro (31. Dezember 2013: 2,9 Mio. Euro). Dies bildet eine solide Basis für weiteres Wachstum.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2014 erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2013 von 35,6 Mio. Euro auf 37,1 Mio. Euro. Auf der Aktivseite der Bilanz betrugen die langfristigen Vermögenswerte inklusive Firmenwert zum 31. Dezember 2014 27,2 Mio. Euro nach 27,3 Mio. Euro zum Ende 2013. Darin enthalten ist insbesondere der Geschäfts- oder Firmenwert mit unverändert 13,9 Mio. Euro gegenüber dem 31. Dezember 2013. Der Firmenwert umfasst die Firmenwerte der Vita 34 AG, der spanischen Tochtergesellschaft Secuvita, S. L. und des Geschäftsbereichs Biotechnologie. In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten wird zum 31. Dezember 2014 im Wesentlichen ein Darlehen gegenüber der VITA 34 Gesellschaft für Zelltransplantate m.b.H. (Österreich) für den Erwerb der Vermögensgegenstände der Vivocell Biosolutions GmbH & Co KG, Graz ausgewiesen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen im Berichtszeitraum auf 10,0 Mio. Euro (31. Dezember 2013: 8,3 Mio. Euro) aufgrund erhöhter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 3,9 Mio. Euro (31. Dezember 2013: 2,8 Mio. Euro). Dieser Anstieg ist zum Teil begründet in erhöhten Forderungen gegenüber einem Geschäftskunden von Vita 34 in Höhe von 0,6 Mio. Euro, die auf einem positiven Rechtsurteil basieren. Sie setzen sich aus der Auflösung einer in den vergangenen Jahren gebildeten Wertberichtigung, Verzugszinsen und Schadenersatz zusammen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen von 2,9 Mio. Euro zum 31. Dezember 2013 auf 3,7 Mio. Euro zum Bilanzstichtag 2014.

Auf der Passivseite der Bilanz lag das Eigenkapital zum Stichtag 31. Dezember 2014 aufgrund erhöhter Gewinnrücklagen bei 22,2 Mio. Euro (31. Dezember 2013: 21,3 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag des Berichtszeitraums betrug 59,8 Prozent wie im Vorjahreszeitraum.

Die langfristigen Schulden und Ertragsabgrenzungen erhöhten sich auf 11,1 Mio. Euro zum 31. Dezember 2014 nach 10,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2013. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus einem Anstieg der latenten Ertragssteuern, der abgegrenzten Zuwendungen sowie der abgegrenzten Erlöse. Die kurzfristigen Schulden und Ertragsabgrenzungen sanken leicht von 4,0 Mio. Euro zum Jahresende 2013 auf 3,8 Mio. Euro zum 31. Dezember 2014. Dieser Rückgang ist vor allem auf geringere Schulden aus Lieferungen und Leistungen von rund 0,7 Mio. Euro zum Stichtag 31. Dezember 2014 (31. Dezember 2013: 1,1 Mio. Euro) zurückzuführen. Dagegen stiegen die sonstigen Schulden leicht auf 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) und die Ertragsteuerverbindlichkeiten auf 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro).

Die abgegrenzten Erlöse beliefen sich auf 9,9 Mio. Euro zum 31. Dezember 2014 nach 9,6 Mio. Euro zum Ende des Vorjahres. Darunter werden Lagergebühren erfasst, die vom Kunden einmalig vorab entrichtet und über die vereinbarte Lagerungslaufzeit linear aufgelöst werden.

Bilanz

* ohne abgegrenzte Erlöse

Nachtragsbericht

Zum 2. Januar 2015 übernahm Vita 34 Vermögensgegenstände des österreichischen Marktführers für Nabelschnurblut-Einlagerungen, Vivocell Biosolutions GmbH & Co KG, Graz. Die Anzahl der Stammzelldepots erhöht sich um 13.000.

Weiterhin unterzeichnete Vita 34 im Januar 2015 eine Kooperationsvereinbarung mit der litauischen Stammzellbank AS "Imunolita". Mit dem Markteintritt im Baltikum setzt Vita 34 die Auslandsexpansion konsequent fort.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2014 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die besondere Bedeutung oder erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns gehabt hätten.

Corporate Governance

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten deutschen Aktiengesellschaft sind gemäß § 161 AktG verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, ob den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Die folgende Entsprechenserklärung wurde am 19. März 2015, zusammen mit den Entsprechenserklärungen der letzten fünf Jahre, auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht.

"Vorstand und Aufsichtsrat der Vita 34 AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG), dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 13. Mai 2013 seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 13. März 2014 entsprochen wurde, mit Ausnahme der unten aufgeführten Punkte. Ferner entspricht die Vita 34 AG den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 26. Juni 2014 seit deren Veröffentlichung im Bundesanzeiger und wird diesen auch zukünftig entsprechen, mit Ausnahme der unten aufgeführten Punkte:

Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK: Ein gesonderter Selbstbehalt mit dem Aufsichtsrat wurde nicht vereinbart, da wir nicht der Ansicht sind, dass die Sorgfalt und das Verantwortungsbewusstsein, das die Mitglieder des Aufsichtsrats bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ausüben, durch die Vereinbarung eines Selbstbehalts noch weiter verstärkt werden könnten.

Ziffer 4.1.5 DCGK: Bei der Besetzung der Führungsfunktionen im Unternehmen berücksichtigt der Vorstand sowohl unternehmensspezifische Gegebenheiten als auch eine angemessene Vielfalt. Nach unserer Auffassung schränken jedoch die Vorgaben des DCGK den Vorstand in seiner Auswahl geeigneter Kandidaten für zu besetzende Führungsfunktionen zu stark ein.

Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGK: Abweichend vom Corporate Governance Kodex wurde mit einem Vorstand kein Abfindungs-Cap vereinbart. Ihm wurde Bestandsschutz eingeräumt, da er seine dritte Amtszeit angetreten hat.

Ziffer 5.1.2 Abs. 1 und Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGK: Eine Vorgabe für die Zusammensetzung des Vorstands, wie in Ziffer 5.1.2 Abs. 1 DCGK gefordert, schränkt den Aufsichtsrat in seiner Auswahl geeigneter Vorstandsmitglieder unangebracht ein. Entsprechendes gilt für eine Zielvorgabe zur Besetzungsstruktur des Aufsichtsrats wie in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 gefordert. Wir sind grundsätzlich der Auffassung, dass dies eine zu weit gehende Begrenzung der auf den Einzelfall bezogenen Auswahl geeigneter Aufsichtsratskandidaten darstellt. Zudem beeinträchtigt eine solche Zielvorgabe auch das Recht unserer Aktionäre, die Mitglieder des Aufsichtsrats zu wählen.

Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 und Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 DCGK: Eine Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht festgelegt. Ausschlaggebend für die Leistungsfähigkeit der Organmitglieder ist nicht das Alter; eine solche Altersgrenze halten wir für nicht sachgemäß. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats soll weiterhin unter vorrangiger Berücksichtigung von Verfügbarkeit, fachlicher Eignung und Einbringung für das Unternehmen erfolgen. Aufgrund dessen und der geringen Anzahl von Aufsichtsratsmitgliedern sehen wir die absolute Festlegung auf die Anzahl weiblicher Mitglieder nicht als zweckmäßig an.

Ziffer 5.3.1, 5.3.2 und Ziffer 5.3.3. DCGK: Die Einrichtung von Ausschüssen (d.h. ein Gremium, das nur mit einem Teil der Mitglieder des Aufsichtsrats besetzt ist), insbesondere die Einrichtung eines Prüfungsausschusses (Audit Committee) und eines Nominierungsausschusses, ist aufgrund der Größe des Aufsichtsrats der Vita 34 AG mit lediglich drei Aufsichtsratsmitgliedern nicht sinnvoll. Denn auch ein beschlussfähiger Ausschuss muss mit drei Mitgliedern besetzt sein, wäre also personenidentisch.

Leipzig, 19. März 2015

Der Aufsichtsrat Der Vorstand"

Unternehmensführungspraktiken

Für die Vita 34 AG sind die Prinzipien einer guten Corporate Governance eine wesentliche Grundlage der Unternehmensführung und der Zusammenarbeit mit ihren Aktionären, Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen, werden nicht getätigt.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Beide Organe arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand verantwortet die Unternehmensführung, der Aufsichtsrat berät und kontrolliert den Vorstand. Vorstand und Aufsichtsrat beachten die Regeln ordnungsgemäßer Unternehmensführung.

Der Vorstand der Vita 34 AG besteht aus zwei Mitgliedern. Vorstandsvorsitzender ist Herr Dr. André Gerth, weiteres Vorstandsmitglied ist Herr Jörg Ulbrich. Der Vorstand leitet die Vita 34 AG eigenverantwortlich und orientiert sich dabei am Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts.

Die Arbeit des Vorstands wird insgesamt durch die Geschäftsordnung geregelt. In der Geschäftsordnung enthalten sind die Grundlagen der Geschäftsführung der Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Derzeit ist kein Vorstandsmitglied als Aufsichtsratsmitglied in einem konzernexternen Unternehmen tätig.

Der Aufsichtsrat der Vita 34 AG besteht aus drei Mitgliedern. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dazu erörtert der Aufsichtsrat regelmäßig die Geschäftsentwicklung sowie die Planung, Strategie und deren Umsetzung. Er genehmigt die durch den Vorstand aufgestellte Jahresplanung, billigt den Jahresabschluss und nimmt den Konzernabschluss billigend zur Kenntnis. Er ist ferner für die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sowie die Vertretung der Gesellschaft gegenüber dem Vorstand zuständig.

Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet die Sitzungen und nimmt Belange des Aufsichtsrats nach außen wahr. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihren Entscheidungen unabhängig und nicht an Vorgaben oder Weisungen Dritter gebunden.

Dem Aufsichtsrat sind im Berichtszeitraum weder von Vorstands- noch von Aufsichtsratsmitgliedern Interessenkonflikte mitgeteilt worden. Bislang ist bei der Vita 34 AG kein Vorstandsmitglied in den Aufsichtsratsvorsitz gewechselt.

Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die Vita 34 AG weist die Vorstandsvergütung individualisiert aus.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten bei der Vita 34 AG eine Festvergütung. Eine erfolgsabhängige Vergütung ist nicht vorgesehen. Weitere Details zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats finden sich im Konzernanhang unter Textziffer 26.

Der Vorstand veröffentlicht Insiderinformationen, die die Vita 34 AG betreffen, unverzüglich, sofern er nicht in einzelnen Fällen hiervon befreit ist. Darüber hinaus führt das Unternehmen ein Insiderverzeichnis, das sämtliche Personen mit Zugang zu Insiderinformationen umfasst.

Ein festes Prinzip der Kommunikationspolitik der Vita 34 AG ist es, bei der Veröffentlichung von Informationen, die das Unternehmen betreffen und maßgeblich zur Beurteilung der Entwicklung der Gesellschaft sind, alle Aktionäre und Interessengruppen gleich zu behandeln.

Alle Pflichtveröffentlichungen sowie zusätzliche Investor-Relations-Veröffentlichungen der Gesellschaft erscheinen in deutscher und englischer Sprache. Alle kapitalmarktrelevanten Informationen stehen auf der Website der Vita 34 AG unter www.vita34group.de in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung.

Nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Vita 34 AG und sich darauf beziehender Finanzinstrumente offenlegen (Directors' Dealings). Die im Geschäftsjahr 2014 getätigten meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte wurden ebenfalls auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Die Veröffentlichungsbelege und die entsprechenden Meldungen wurden an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht übermittelt.

Der Anteilsbesitz von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern an der Vita 34 AG ist größer als 1 Prozent. Dabei entfallen zum 31. Dezember 2014 auf den Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. André Gerth 383.600 Aktien, das entspricht 12,67 Prozent. 103.870 Aktien, das entspricht 3,43 Prozent, entfallen auf das Aufsichtsratsmitglied Herrn Dr. Holger Födisch, und 40.000 Aktien, das entspricht 1,32 Prozent, entfallen auf den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Dr. Hans-Georg Giering.

Berichterstattung nach § 315 Abs. 4 HGB

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Vita 34 AG beträgt 3.026.500 Euro und ist eingeteilt in 3.026.500 auf den Namen lautende nennwertlose Stammaktien (Stückaktien). Dabei verfügt jede Aktie über ein Stimmrecht.

Genehmigtes Kapital

Gemäß § 7 Abs. 2 der Satzung der Vita 34 AG besteht ein genehmigtes Kapital. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2014 ermächtigt, in einem Zeitraum bis zum 27. August 2019 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.513.250,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 1.513.250 neuen auf den Namen lautenden nennwertlosen Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital-2014).

Wird das Grundkapital gegen Bareinlagen erhöht, ist den Aktionären ein Bezugsrecht zu gewähren. Das Bezugsrecht kann den Aktionären auch mittelbar gewährt werden gemäß § 186 Abs. 5 AktG. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden.

Ein Bezugsrechtsausschluss ist nur zulässig

zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;

um Aktien als Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie Arbeitnehmer von verbundenen Unternehmen der Gesellschaft auszugeben;

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen;

soweit dies erforderlich ist, um den Inhabern von im Zeitpunkt der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals-2014 umlaufenden Wandel- und / oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht aus von der Vita 34 AG oder ihren Konzerngesellschaften bereits begebenen oder künftig zu begebenden Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung der Wandel- und / oder Optionsrechte bzw. nach Erfüllung einer Wandlungspflicht als Aktionäre zustehen würde;

wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind.

Über die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital-2014, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 7 Abs. 2 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals und, falls das genehmigte Kapital bis zum 27. August 2019 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, nach Fristablauf der Ermächtigung anzupassen.

Beschränkungen der Übertragung von Aktien

Mit Vorstandsmitglied Dr. Gerth wurde im Rahmen der Einbringung der BioPlanta GmbH und der Ausgabe neuer Aktien der Vita 34 AG aus genehmigtem Kapital für die Übernahme der BioPlanta GmbH vereinbart, dass die neuen Aktien bis zum Ablauf von drei Jahren ab dem Vollzugstag - 01. Juli 2012 - nicht ohne Zustimmung von Vita 34 veräußert werden dürfen. Diese Haltefristvereinbarung wurde um weitere 18 Monate verlängert.

Wesentliche Aktionäre der Gesellschaft

Die folgenden direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital der Vita 34 AG, die Zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind der Vita 34 AG per Stimmrechtsmitteilung bis zum 31. Dezember 2014 bekannt gemacht worden:

Dr. André Gerth: 12,7 Prozent

HSCI OJSC, Moskau, Russland: 11,2 Prozent.

Vorschriften zur Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands und Änderung der Satzung

Die gesetzlichen Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sind in §§ 84 und 85 AktG zu finden. Die Satzung der Vita 34 AG sieht in § 9 der Satzung eine übereinstimmende Regelung vor. Die Änderung der Satzung kann nach §§ 179, 133 AktG sowie § 25 der Satzung der Vita 34 AG durch einen Beschluss der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen herbeigeführt werden soweit nicht gesetzlich eine größere Mehrheit vorgeschrieben ist.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, außer einer Vereinbarung, die für den Fall eines Kontrollwechsels mit einem Vorstandsmitglied getroffen wurde ("Change-of-Control-Regelung").

Sofern die Change-of-Control-Regelung zur Anwendung kommt, gibt sie dem Vorstandsmitglied ein Recht zur Kündigung eines Dienstvertrages innerhalb von sechs Monaten. Macht das Vorstandsmitglied von diesem Kündigungsrecht Gebrauch, hat das Vorstandsmitglied Anspruch auf die Abgeltung seiner Bezüge für die restliche Vertragslaufzeit, höchstens jedoch auf einen Betrag, der dem Wert von drei Jahresbezügen (Festgehalt und Tantieme) entspricht, sowie auf eine Abfindung in Höhe eines Betrages von bis zu zwei Jahresbezügen (Festgehalt und variable Vergütung). Abgeltung und Abfindung zusammen dürfen einen Betrag in Höhe von drei Jahresbezügen nicht überschreiten. Bei Kündigung des Anstellungsvertrags kann der Aufsichtsrat verlangen, dass das Vorstandsmitglied sein Amt als Vorstand für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten nach Eintritt eines Kontrollwechsels fortführt.

Chancen- und Risikobericht

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Vita 34 betreibt seit mehreren Jahren ein internes Risiko- und Chancenmanagementsystem. Alle wesentlichen Risiken und Chancen werden identifiziert, bewertet und priorisiert, um entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. In Bezug auf den Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS 20) wird ein Risiko dabei als die Möglichkeit einer negativen Abweichung von der Unternehmensprognose definiert, eine Chance dagegen als die Möglichkeit einer positiven Abweichung von den definierten Unternehmenszielen.

Eine umfassende Dokumentation und Kommunikation der Risiken sind Basis des Risikomanagementsystems und dessen Steuerung. Zusammenhängende Aktivitäten werden innerhalb des Risikomanagementsystems erkannt und überwacht. Ein internes Kontrollsystem stellt einen weiteren zentralen Bestandteil des Risikomanagementsystems dar. Besonders Rechnungslegungs-, Buchhaltungs- und Controllingprozesse werden hiermit gesteuert. Risikomanagement und internes Kontrollsystem werden zusammengefasst dargestellt und greifen direkt auf Vorstands- und Leitungsebene ein. Der Vorstand gestaltet den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Systeme in eigener Verantwortung anhand der unternehmensspezifischen Anforderungen. Trotz angemessener und funktionsfähig eingerichteter Systeme kann keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährt werden. Erkannte Risiken werden durch Hinzuziehung von externen Spezialisten begrenzt und hinsichtlich ihres Einflusses auf die betrieblichen Abläufe und den Konzernabschluss überprüft. Im Rahmen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems werden Kontrollen implementiert, um die hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der identifizierten Risiken die betrieblichen Abläufe und die Erstellung der Jahres- bzw. Konzernabschlüsse sichergestellt werden.

Identifizierung, Erfassung und Bewertung neuer Risiken werden in einem operativen Prozess vollzogen. Jährlich führt das Controlling eine Risikoinventur durch, um erfasste Risikoarten in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Führungskräften und dem Vorstand zu analysieren, zu überprüfen und zu ergänzen. Veränderungen bei Risiken und entsprechende Kennzahlen werden regelmäßig an den Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Im Risikomanagement-Handbuch und den Risiko-Informationsblättern ist das Risikomanagementsystem dokumentiert und die einzelnen Risiken beschrieben.

Zusätzlich sind in der Betriebsordnung und anderen Unternehmensrichtlinien verschiedene Abläufe festgelegt und teilweise validiert. Wesentliche Vorgänge unterliegen in allen Bereichen des Unternehmens dem Vier-Augen-Prinzip, das heißt es sind immer zwei Unterschriften zur Durchführung notwendig. Bei IT-gestützten Systemen wird für jeden Mitarbeiter das Zugriffsrecht (Lese-, Schreibberechtigung) geregelt.

Bei der Erstellung von Monats-, Quartals- und Jahresabschlüssen wirken externe Dienstleister mit. Die Zuordnung der Aufgaben bei der Erstellung der Abschlüsse ist festgelegt und dokumentiert.

Neben den regelmäßigen prozessbedingten Risiken werden vorrangig Risiken innerhalb von Projekten sowie bei besonderen Anlässen identifiziert, analysiert und auf Grundlage des Risikomanagementsystems erfasst. Risiken sind in folgende Risikokategorien unterteilt: strategische, finanzielle, personelle und rechtliche Risiken, Produkt-, Kapitalmarkt- und Infrastrukturrisiken sowie Risiken des Marketings und Vertriebs.

Aus der Gesamtheit der identifizierten Risiken werden nachfolgend die Risiken und Chancen erläutert, welche aus heutiger Sicht die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von Vita 34 wesentlich beeinflussen können.

Risiken des Unternehmens

Produktrisiko

Künftige Forschungen könnten belegen, dass Stammzellen aus anderen Quellen (z. B. aus dem Knochenmark bzw. peripherem Blut oder Geweben) eine jederzeit gewinnbare gleichwertige Alternative zu Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe im Rahmen der therapeutischen Nutzung werden können. Die mit autologen Stammzellen zu behandelnden Erkrankungen treten vorwiegend im höheren Lebensalter auf. Heute verfügen diese Patienten jedoch noch nicht über ein autologes Nabelschnurblut-Depot. Ein Risiko könnte daraus erwachsen, dass deshalb die Forschung mit Knochenmark- bzw. peripheren Stammzellen schneller vorangetrieben wird. Zur Zeit werden zur Behandlung nach Herzinfarkten autologe Knochenmarkstammzellen eingesetzt, obwohl Forschungen an Tiermodellen gezeigt haben, dass Nabelschnurblutstammzellen eine bessere Wirksamkeit zeigen.

Auch die Entwicklung sogenannter iPS-Zellen (induced pluripotent stem cells) kann, ausgehend von kernhaltigen Körperzellen eines Patienten, zu einer alternativen Stammzellquelle für verschiedene regenerative Therapien führen. Namhafte Wissenschaftler konnten jedoch nachweisen, dass sich Nabelschnurblut für diese Technologie besser eignet als andere, ältere somatische Zellen (z.B. Hautzellen). Sehr früh ist Vita 34 Forschungskooperationen auf diesem Gebiet eingegangen, um Nabelschnurblut als Zellquelle für iPS-Techniken zu etablieren. Aufgrund der Vorteile des Nabelschnurbluts gegenüber anderen Zellquellen stellt die zunehmende Nutzung letzterer aus Sicht des Managements kein prinzipielles bestandsgefährdendes Risiko dar, sondern trägt zur Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten der Nabelschnurblutstammzellen bei. Darüber hinaus beteiligt sich Vita 34 an Forschungsprojekten, um Potenziale für weitere adulte Stammzellquellen rechtzeitig zu identifizieren und in der eigenen Produktentwicklung zu nutzen.

Unter Produktrisiken ist derzeit auch die vorrangige Konzentration auf ein Geschäftssegment - das Stammzellbanking - zu sehen.

Strategische Risiken

Es besteht das Risiko, dass sich die Marktausweitung auf nationaler und besonders internationaler Ebene langsamer oder weniger umfänglich als erwartet realisieren lässt. Märkte können aufgrund von regulatorischen, marktseitigen oder konjunkturellen Einflüssen eine ungeplante Entwicklung nehmen und das Wachstum dadurch beschränken bzw. verzögern. Es ist davon auszugehen, dass die Marktausweitung und das Wachstum der Vita 34 keinen linearen Verlauf über die Quartale nehmen, sondern Schwankungen unterworfen sein werden. Es besteht darüber hinaus das Risiko, dass laufende Kooperationen beendet werden und danach Umsatz- und Ergebnisreduzierungen folgen.

Finanzielle Risiken

Durch Veränderung von konjunkturellen Rahmenbedingungen auf Märkten bzw. Einflüsse auf Konsumenten können sowohl Preisschwankungen als auch Forderungsausfälle entstehen. Besonders in ausländischen Märkten, können aufgrund veränderter Zins- und Steuerpolitik, sowie Wechselkursschwankungen finanzielle Risiken eintreten. Eine Zunahme des Wettbewerbs kann finanzielle bzw. Liquiditätsrisiken eintreten lassen. Durch eine langfristige Geschäftsplanung und vorausschauende Liquiditätsplanung sollen Risiken vermieden und eingeschränkt werden.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können sich aus den vielfältigen, die Vita 34 betreffenden Regelungen und Gesetzen ergeben. Änderungen von Gesetzen auf dem Gebiet des Medizin- und Pharmarechts können die bestehenden Geschäftsstrukturen beeinflussen. Durch aktive Gesprächsführung mit Entscheidungsträgern wird versucht, im Rahmen der Gesetzesauslegung die Besonderheiten von Vita 34 darzulegen und die Umsetzung der Neuerungen praxisnah zu gestalten. Weiterhin können wettbewerbsrechtliche Rechtsstreitigkeiten die Geschäftstätigkeit, zum Beispiel im Marketing und Vertrieb, von Vita 34 beeinflussen oder erheblich einschränken. Rechtliche Risiken ergeben sich weiterhin durch fehlgeschlagene Entnahme von Nabelschnurblut und -gewebe, unsachgemäßen Transport, Bearbeitungsfehler bei Vita 34 oder die Vernichtung eingelagerter Präparate, was beispielsweise zu Haftpflichtansprüchen der betroffenen Kunden führen kann. Um das umfassende Qualitätsmanagement zu ergänzen, hat Vita 34 für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken Versicherungen abgeschlossen. Diese sollen wirtschaftliche Folgen möglicherweise eintretender Risiken ausschließen oder begrenzen. Der Umfang der abgeschlossenen Versicherungsverträge wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Zudem wird Vita 34 keine die Qualität beeinflussenden Einschränkungen aus Kostengründen vornehmen.

Risiken im Marketing / Vertrieb

Potenzielle Kunden können aufgrund negativer, unsachlicher oder falscher Berichterstattung in den Medien über Nabelschnurblut-Einlagerung oder Stammzellanwendungen beeinflusst werden. Das kann zu Umsatzeinbußen führen. Zudem kann die Auswahl von Kooperationen bzw. Kooperationspartnern aufgrund von Rufschädigungen oder vertraglichen Konstellationen zu Umsatzeinbußen führen. Es besteht das Risiko, dass die Geschäftstätigkeit von Vita 34 durch eine Zunahme der Wettbewerbsintensität negativ beeinflusst wird. Dazu gehören sowohl preisaggressive Angebote als auch niedrige Preise oder deutliche Preissenkungen von Mitbewerbern bzw. neu in den Markt eintretenden Unternehmen. Das kann zu einer schwächer als erwarteten Umsatz- und Ertragsentwicklung bei Vita 34 führen. Es wird nicht ausgeschlossen, dass eine langsame gesamtwirtschaftliche Erholung nach der Finanzmarktkrise sich negativ auf das Konsumverhalten von Endverbrauchern und somit auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung bei Vita 34 auswirkt. Vita 34 berücksichtigt die von Marktforschern prognostizierte nationale Kaufkraftentwicklung in den Planungen.

Kapitalmarktrisiken

Die Entwicklung des Aktienkurses von Vita 34 wird durch externe Ereignisse, zum Beispiel die Finanzmarktkrise, beeinflusst. Damit verbundene Anlageentscheidungen von Aktionären sind teilweise durch Faktoren gesteuert, die in keiner Verbindung zu den fundamentalen Kennzahlen von Vita 34 stehen. Vita 34 wird weiterhin durch die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften sowie durch transparente Kommunikation mit Aktionären auf dem Kapitalmarkt auftreten.

Personelle Risiken

Vita 34 sieht aufgrund etablierter Maßnahmen des internen Kontrollsystems sowie einer durch soziale und sicherheitsorientierte Maßstäbe geprägten Personalpolitik keine unternehmensgefährdenden Risiken.

Infrastruktur-Risiken

Der Ausfall prozess- und vertriebsrelevanter Technik oder der Ausfall bzw. die Einschränkung logistischer Prozesse kann die Ertragslage von Vita 34 beeinflussen. Durch redundante Sicherungssysteme werden diese Risiken weitgehend vermieden oder ausgeschlossen.

Chancen für die künftige Entwicklung

Produktchancen

Vita 34 hat im Jahr 2012 ein einzigartiges GMP-Verfahren zur Konservierung von Nabelschnurgewebe entwickelt, mit dem mesenchymale Stammzellen als Ausgangszellen für die regenerative Medizin gewonnen werden können. Seit Ende des dritten Quartals 2013 kann Vita 34 als einzige private Stammzellbank in Deutschland, basierend auf den entsprechenden Genehmigungen, neben Nabelschnurblut auch Nabelschnurgewebe nach Good Manufacturing Practice Richtlinien (GMP) einlagern. Dieses Alleinstellungsmerkmal bietet Vita 34 die Chance, über das entsprechende Produktangebot "VitaPlusNabelschnur" einen verbesserten Marktzugang zu erlangen und so von einer erhöhten Anzahl von neu eingelagerten Stammzelldepots zu profitieren.

Aufgrund der intensiven wissenschaftlichen Entwicklung im Bereich der regenerativen Medizin erwartet Vita 34 weltweit einen steigenden Bedarf an Kryokonservierung und sicherer Lagerung von Zellen und Geweben. Durch den Ausbau der Forschungs- und Entwicklungskapazitäten ist Vita 34 bestrebt, langfristig weitere Produktfelder zu etablieren. Als Dienstleister und Zulieferer für pharmazeutisch / therapeutisch orientierte Unternehmen könnte sich Vita 34 signifikante Marktpositionen erobern.

Chancen durch die Diversifizierung des Geschäftsmodells

Mit dem Geschäftsbereich Biotechnologie ist Vita 34 auch auf dem Gebiet der Biotechnologie in der Beratung bei Umweltprojekten und der pharmazeutischen und biotechnologischen Entwicklung tätig. Zwischen den Geschäftsbereichen erzielt Vita 34 Synergieeffekte, die zur Steigerung der Profitabilität des Unternehmens beitragen: Neben einem internationalen Netzwerk verfügt Vita 34 über entscheidende Kompetenzen im Projektmanagement. Die bisherige Diversifizierung des Geschäftsmodells wirkt sich insgesamt stabilisierend auf die Umsatzentwicklung aus.

Chancen durch Internationalisierung

Vita 34 ist ein international agierender Anbieter für die Kryokonservierung von Nabelschnurblut und -gewebe. Über Tochtergesellschaften sowie Vertriebs- und Kooperationspartner war Vita 34 neben Deutschland auf dem europäischen und globalen Markt zum Berichtsstichtag in insgesamt 17 Ländern tätig. Vita 34 erschließt kontinuierlich neue attraktive Märkte, die mittelfristig Ergebnisbeiträge ermöglichen. [→ Kapitel "Nachtragsbericht" Seite 40]. Im Rahmen dieser Kooperationen sind die europäischen Partnerunternehmen selbstständig im Marketing und Vertrieb tätig. Vita 34 übernimmt anschließend die Präparation und Lagerung des Nabelschnurblutes und -gewebes in Leipzig. Durch diese Form der Kooperation kann Vita 34 von zusätzlichen Erträgen profitieren, ohne dass eigene Vertriebskosten im Ausland anfallen. Das Unternehmen erweitert über die geografische Diversifizierung seine stabile Basis und eröffnet sich die Möglichkeit, am Potenzial mehrerer Zielmärkte zu partizipieren.

Marktchancen durch Übernahmen

Für das Unternehmen können sich Wettbewerbsvorteile durch gezielte, strategische Übernahmen ergeben. Dies ermöglicht Vita 34 den Zugang zu bestehenden und potenziellen Kunden, neuen Technologien sowie qualifiziertem Personal. Nach der Übernahme der stellacure GmbH ist mit Etablierung und Genehmigung eines Separationsverfahrens bei Vita 34, nun auch eine weitere Option der Konservierung zur Gewinnung und Aufbereitung der Stammzellen möglich. Im Hinblick auf den Wettbewerb eröffnet sich Vita 34 über die verschiedenen Angebotsmöglichkeiten Vorteile bei der Kundenakquise.

Im Rahmen der zunehmenden Konsolidierung des Marktes für privates Stammzellbanking prüft Vita 34 regelmäßig das Potenzial, durch Zukäufe die Produktpalette weiter zu diversifizieren. Ein breiteres Produktportfolio kann sich stabilisierend auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Gesamteinschätzung des Vorstands

Als zweitgrößte Stammzellbank Europas mit führender Marktposition auf dem deutschsprachigen Markt sieht sich Vita 34 im Hinblick auf die Chancen und Risiken gut positioniert, um das Fortbestehen des Unternehmens langfristig zu sichern und die sich bietenden Chancen zu nutzen. Sollten einzelne oder alle der aufgeführten Chancen / Risiken eintreten, so würde sich dies auf die Entwicklung des Unternehmens und entsprechend auch auf die finanziellen Leistungsindikatoren auswirken [→ Kapitel "Steuerungssystem und Leistungsindikatoren" Seite 30]. Vita 34 kann derzeit keine Aussage treffen, welcher finanzielle Leistungsindikator durch welches Risiko / welche Chance beeinflusst werden würde und in welchem Ausmaß eine Auswirkung erfolgen würde. Nach Überprüfung der Risikolage zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 lagen jedoch keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Die Gesamtrisikosituation von Vita 34 hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Auch für die Zukunft sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

Prognosebericht

Ausblick

Im Geschäftsjahr 2014 erwirtschaftete Vita 34 eine Gesamtleistung von 15,2 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg dabei auf 2,8 Mio. Euro an. Zum zweiten Mal in Folge konnten somit Gesamtleistung und operatives Ergebnis gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Damit haben wir unsere Ziele erreicht und blicken auf ein insgesamt erfreuliches Geschäftsjahr 2014 zurück. Auch die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr schätzen wir positiv ein.

In der für Vita 34 maßgeblichen Region Europa gehen wir für das aktuelle Geschäftsjahr 2015 von einer stabilen Entwicklung auf gesamtwirtschaftlicher Ebene aus: Experten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) prognostizieren ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Euroraum von voraussichtlich 1,2 Prozent und für Deutschland von etwa 1,7 Prozent. Auch für unsere weiteren Kernmärkte in Österreich, Schweiz und Südosteuropa ist laut Schätzungen des IfW ein Wirtschaftswachstum über dem des Jahres 2014 zu erwarten. Für Spanien und Italien wird nur eine leichte Zunahme des BIP für 2015 prognostiziert. Für die weitere operative Entwicklung von Vita 34 ist neben dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld der medizinische Bedarf an kryokonservierten Stammzellen und Geweben insgesamt sowie speziell die Entwicklung des Marktes für Stammzelltransplantationen von entscheidender Bedeutung. Bis Mitte 2013 wurden weltweit 30.000 Nabelschnurbluttransplantationen gezählt, davon kamen über 1.000 Anwendungen von privaten Banken.4 Experten rechnen damit, dass künftig der Bedarf an Kryokonservierung und sicherer Lagerung von Zellen und Geweben für eine mögliche Anwendung von Stammzellen zur Therapie verschiedener Krankheiten deutlich steigen wird.

Die konsequente Erweiterung unserer internationalen Aktivitäten und die gleichzeitige Vertiefung von bestehenden Kooperationen mit Partnern wirkten sich im Geschäftsjahr 2014 positiv auf die Ertragslage von Vita 34 aus. Mit der Übernahme der Geschäfte des österreichischen Marktführers für Nabelschnurblut-Einlagerungen im Rahmen eines Asset-Deals, haben wir einen weiteren Meilenstein gesetzt. Wir verstärken damit ganz entscheidend unsere führende Marktposition im deutschsprachigen Raum. Gleichzeitig wird die Zugewinnung von zusätzlichen Marktanteilen in Österreich vereinfacht. Die Übernahme der rund 13.000 Stammzelldepots aus Nabelschnurblut erfolgte Anfang Januar 2015. Die Integration des Targets in die Vita 34 Gruppe soll im Laufe des Jahres 2015 vollständig abgeschlossen werden.

Auch im aktuellen Geschäftsjahr werden wir die geografische Expansion konsequent fortführen. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2015 wurde eine Kooperationsvereinbarung mit der baltischen Stammzellbank AS "Imunolita" geschlossen. Mit dem Markteintritt im Baltikum ist Vita 34 nun in insgesamt 20 Ländern außerhalb Deutschlands tätig. Erste Ertragsbeiträge aus dem Baltikum werden im Laufe des 2. Halbjahres 2015 erwartet. Zudem wird die Zusammenarbeit mit dem serbischen Vertriebspartner Bio Save d.o.o. intensiviert werden. Da wir mit der Integration der Stammzelldepots der österreichischen Vivocell auch Stammzelldepots von Kunden aus der Türkei und aus Griechenland übernommen haben, werden wir die Zusammenarbeit mit den lokalen Vertriebspartnern in diesen beiden Märkten überprüfen und gegebenenfalls ausbauen.

Vita 34 wird sich nicht nur durch die Expansion in neue geografische Märkte positiv entwickeln. Wir verfolgen daneben genau so konsequent das Ziel, die Wertschöpfungskette über die Entwicklung und Einführung neuer Produkte für die pharmazeutische Herstellung auszubauen und so signifikante neue Marktpositionen zu erobern. Im Geschäftsjahr 2014 konnte das Produkt VitaPlusNabelschnur in der DACH-Region sowie über lokale Vertriebspartner auf dem europäischen Markt etabliert werden. Wir sind auf einem guten Weg, VitaPlusNabelschnur flächendeckend in Deutschland anbieten zu können. Wir beabsichtigen im laufenden Geschäftsjahr, die Herstellungserlaubnis und Zulassung für die Abgabe von allogenem separiertem Nabelschnurblut zu erlangen. Damit werden wir über alle Genehmigungen für die Herstellung innovativer Produkte verfügen und den sich daraus ergebenden Wettbewerbsvorteil konsequent nutzen.

4 Bone Marrow Transplantation, Karen Ballen, MD, Frances Verter, PhD, Joanne Kurtzberg, MD, "Umbilical Cord Blood Donation: Public or Private?" zur Veröffentlichung in der Presse, Sommer 2015

Zukünftig werden wir auch noch weitere Quellen für die Gewinnung adulter Stammzellen erschließen, um mittelfristig neue Produkte für die therapeutische Anwendung zu entwickeln. Im Zuge unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben wir bereits zusätzliche Möglichkeiten für die Isolierung von Stammzellen aus anderen Geweben identifiziert. Derzeit untersuchen wir, ob sich diese Optionen für neue Produktangebote eignen und ob das Kerngeschäft Stammzellbanking dadurch weiter gestärkt werden kann. Insbesondere das Forschungsprojekt zur Kryokonservierung von Stammzellen aus Fettgewebe werden wir im laufenden Geschäftsjahr konsequent vorantreiben.

Aus heutiger Sicht, bedingt durch die anhaltende angespannte wirtschaftliche Situation in Europa und die notwendigen Aufwendungen für die Umsetzung unserer Ende 2014 beschlossenen Unternehmensstrategie, erwarten wir für das laufende Jahr eine Gesamtleistung und ein operatives Ergebnis (EBITDA) auf dem Niveau von 2014. Wir gehen davon aus, dass sich das EBIT, die EBITDA-Marge und die Anzahl der neu eingelagerten Stammzelldepots auf Vorjahresniveau bewegen werden. Mit einer auch im laufenden Jahr angestrebten Eigenkapitalquote von rund 60 Prozent sind wir solide aufgestellt, um weiteres Wachstum realisieren zu können. Die gestiegene Profitabilität der Gesellschaft wird genutzt, um im Rahmen einer Buy and Build Strategie ein deutlich aggressiveres Umsatz- und Ertragswachstum zu erreichen. Die drei Kerne unserer Wachstumsstrategie - die Marktdurchdringung und -erschließung, die Entwicklung des Produktportfolios sowie der Ausbau der Forschungsaktivitäten - bilden dafür die Basis. Das Ziel des Vorstandes ist es, in den nächsten Jahren unsere starke Marktposition als Spezialist für die Kryokonservierung biologischer Materialien zu nutzen, um die Gesamtleistung weiter zu steigern und den dabei erzielten Gewinn nachhaltig auszubauen.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Informationen, die Vita 34 zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts zur Verfügung standen. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen sind allerdings Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Chancen / Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den abgegebenen Einschätzungen abweichen. Daher kann Vita 34 keine Gewähr für diese Angaben übernehmen.

 

Leipzig, den 19. März 2015

Vorstand der Vita 34 AG

Dr. André Gerth, Vorstandsvorsitzender

Jörg Ulbrich, Finanzvorstand

Konzernabschluss und -anhang

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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TEUR Anhang 01.01.- 31.12.2014 01.01.- 31.12.2013
Umsatzerlöse 5.2 13.786 13.554
Umsatzkosten 5.3 -5.911 -5.491
Bruttoergebnis vom Umsatz   7.875 8.063
Sonstige betriebliche Erträge 5.4 1.665 1.389
Marketing- und Vertriebskosten 5.5 -4.419 -4.697
Verwaltungskosten 5.6 -3.292 -2.896
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.7 -139 -390
Betriebsergebnis (EBIT)   1.690 1.469
Finanzerträge 5.9 103 79
Finanzaufwendungen 5.8 -96 -205
Ergebnis vor Steuern   1.697 1.343
Ertragsteueraufwand 6 -707 -555
Periodenergebnis   990 788
Zurechnung des Periodenergebnisses / Gesamtergebnisses nach Steuern an die      
Eigentümer des Mutterunternehmens   1.100 838
Anteile anderer Gesellschafter   -110 -50
Ergebnis je Aktie, unverwässert / verwässert (EUR)      
Unverwässert und verwässert, bezogen auf das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Periodenergebnis (EUR) 7 0,36 0,28

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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TEUR Anhang 01.01.- 31.12.2014 01.01.- 31.12.2013
Periodenergebnis   990 788
Sonstiges Ergebnis      
Neubewertung eines leistungsorientierten Planes 19 -179 0
Ertragsteuereffekt 19 57 0
In Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliederndes sonstiges Ergebnis   -122 0
Gesamtergebnis nach Steuern   868 788
Zurechnung des Gesamtergebnisses nach Steuern an die      
Eigentümer des Mutterunternehmens   978 838
Anteile anderer Gesellschafter   -110 -50

Konzernbilanz (Aktiva)

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TEUR Anhang 31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Vermögenswerte      
Geschäfts- oder Firmenwert 8 13.942 13.942
Immaterielle Vermögenswerte 8 6.678 7.175
Sachanlagen 9 4.590 4.756
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 13 620 76
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12 1.095 1.177
Nicht frei verfügbare Zahlungsmittel 14 170 170
    27.095 27.296
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte 11 297 550
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12 3.884 2.762
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 13 2.050 2.093
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 14 3.730 2.927
    9.961 8.332
    37.056 35.628

Konzernbilanz (Passiva)

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TEUR Anhang 31.12.2014 31.12.2013
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital 15 3.027 3.027
Kapitalrücklagen 15 18.213 23.950
Gewinnrücklagen 15 1.390 -5.447
Sonstige Rücklagen 15 -122 0
Eigene Anteile 15 -436 -436
Anteile von Minderheitsgesellschaften 15 88 198
    22.160 21.292
Langfristige Schulden und Ertragsabgrenzungen      
Verzinsliche Darlehen 16.2 164 210
Anteile stiller Gesellschafter 17 940 940
Latente Ertragssteuern 6 463 31
Abgegrenzte Zuwendungen 20 1.121 974
Pensionsrückstellungen 19 0 54
Abgegrenzte Erlöse 21 8.367 8.169
    11.055 10.378
Kurzfristige Schulden und Ertragsabgrenzungen      
Schulden aus Lieferungen und Leistungen   696 1.127
Rückstellungen 18 103 148
Ertragsteuerverbindlichkeiten 6 239 58
Verzinsliche Darlehen 16.1 87 140
Abgegrenzte Zuwendungen 20 94 88
Sonstige Schulden 22 1.080 978
Abgegrenzte Erlöse 21 1.542 1.419
    3.841 3.958
    37.056 35.628

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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  Auf die Eigentümer des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital
TEUR Gezeichnetes Kapital Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
Neubewertungs-
rücklagen
Summe Eigenkapital Eigene Anteile zu Anschaffungs-
kosten
Anhang            
Saldo zum 1. Januar 2013 3.027 23.950 -6.285 0 20.692 -436
Periodenergebnis 0 0 838 0 838 0
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0 0
Saldo zum 31. Dezember 2013 3.027 23.950 -5.447 0 21.530 -436
Saldo zum 1. Januar 2014 3.027 23.950 -5.447 0 21.530 -436
Periodenergebnis 0 0 1.100 0 1.100 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 -122 -122 0
Gesamtergebnis 0 0 1.100 -122 978 0
Verwendung Kapitalrücklage 0 -5.737 5.737 0 0 0
Saldo zum 31. Dezember 2014 3.027 18.213 1.390 -122 22.508 -436
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TEUR Anteile anderer Gesellschafter Gesamt Eigenkapital
Anhang    
Saldo zum 1. Januar 2013 238 20.494
Periodenergebnis -50 788
Veränderung des Konsolidierungskreises 10 10
Saldo zum 31. Dezember 2013 198 21.292
Saldo zum 1. Januar 2014 198 21.292
Periodenergebnis -110 990
Sonstiges Ergebnis 0 -122
Gesamtergebnis -110 868
Verwendung Kapitalrücklage 0 0
Saldo zum 31. Dezember 2014 88 22.160

Konzern-Kapitalflussrechnung

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TEUR Anhang 01.01.- 31.12.2014 01.01.- 31.12.2013
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit      
Periodenergebnis vor Ertragsteuern   1.697 1.343
Berichtigungen für:      
Abschreibungen 8,9 1.085 1.189
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten   17 -2
Andere nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge   -157 -98
Finanzerträge 5.9 -103 -79
Finanzaufwendungen 5.8 96 205
Veränderungen des Nettoumlaufvermögens:      
+/- Forderungen und sonstige Vermögenswerte   -1.541 -464
+/- Vorräte   253 83
+/- Schulden   -329 -117
+/- Rückstellungen   -99 -389
+/- Abgegrenzte Erlöse   321 235
Gezahlte Zinsen   -91 -144
Gezahlte Ertragsteuern   -94 13
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit   1.055 1.775
Cashflow aus Investitionstätigkeit      
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten 8 -277 -259
Erwerb von Sachanlagen 9 -163 -498
Erwerb von Unternehmen, abzüglich übernommener Zahlungsmittel   0 -22
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen   0 2
Erhaltene Zinsen   16 21
Cashflow aus Investitionstätigkeit   -424 -756
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit      
Veränderung nicht frei verfügbarer Zahlungsmittel   0 118
Einzahlungen aus Investitionszuwendungen 20 271 75
Veränderungen Darlehen 16 -99 -1.790
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit   172 -1.597
Nettoveränderungen von Zahlungsmitteln   803 -578
Zahlungsmittel am Anfang der Berichtsperiode 14 2.927 3.497
Veränderungen der Zahlungsmittel aus Änderungen des Konsolidierungskreises   0 8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode (Liquide Mittel) 14 3.730 2.927

Anhang zum Konzernabschluss

1. Informationen zum Mutterunternehmen und Konzern

Das Mutterunternehmen Vita 34 AG (die "Gesellschaft") mit Sitz in Leipzig (Deutschland), Deutscher Platz 5a, eingetragen im Registergericht des Amtsgerichts Leipzig unter HRB 20339, ist eine Gesellschaft, deren Unternehmenszweck die Entnahme, Aufarbeitung und Lagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe, die Entwicklung von zelltherapeutischen Verfahren sowie die Durchführung von Projekten auf dem Gebiet der Biotechnologie ist. Ihre Tochterunternehmen (zusammen mit der Gesellschaft als "Konzern" bezeichnet) sind ebenfalls auf dem Gebiet der Einlagerung von Nabelschnurblut und -gewebe tätig.

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären auf der Website www.vita34group.de zugänglich gemacht.

Der Konzernabschluss der Vita 34 AG für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2014 wurde am 19. März 2015 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Vita 34 AG ist eine in Deutschland gegründete, in ihrer Haftung beschränkte Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland, deren Aktien zum öffentlichen Handel zugelassen sind.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der Konzernabschluss der Vita 34 AG wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Alle für das Geschäftsjahr 2014 verbindlichen IFRS sowie die Verlautbarungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden angewendet, sofern diese durch die Europäische Union anerkannt wurden.

Der Konzernabschluss der Vita 34 AG wird grundsätzlich auf der Grundlage fortgeführter Anschaffungskosten in Euro aufgestellt. Hiervon ausgenommen sind die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte sowie zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Vita 34 AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Abschlussstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.

Eine Beherrschung liegt vor, wenn der Konzern eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen hat und er seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen auch dazu einsetzen kann, diese Renditen zu beeinflussen. Insbesondere beherrscht der Konzern ein Beteiligungsunternehmen dann, und nur dann, wenn er alle nachfolgenden Eigenschaften besitzt:

die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen (d. h. der Konzern hat aufgrund aktuell bestehender Rechte die Möglichkeit, diejenigen Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu steuern, die einen wesentlichen Einfluss auf dessen Rendite haben),

eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen und

die Fähigkeit, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird.

Besitzt der Konzern keine Mehrheit der Stimmrechte oder damit vergleichbarer Rechte an einem Beteiligungsunternehmen, berücksichtigt er bei der Beurteilung, ob er die Verfügungsgewalt an diesem Beteiligungsunternehmen hat, alle relevanten Sachverhalte und Umstände. Hierzu zählen u. a.:

Eine vertragliche Vereinbarung mit den anderen Stimmberechtigten,

Rechte, die aus anderen vertraglichen Vereinbarungen resultieren,

Stimmrechte und potenzielle Stimmrechte des Konzerns.

Ergeben sich aus Sachverhalten und Umständen Hinweise, dass sich eines oder mehrere der drei Beherrschungselemente verändert haben, muss der Konzern erneut prüfen, ob er ein Beteiligungsunternehmen beherrscht. Die Konsolidierung eines Tochterunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt. Sie endet, wenn der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert. Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens, das während des Berichtszeitraums erworben oder veräußert wurde, werden ab dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Tag, an dem die Beherrschung endet, in der Bilanz bzw. der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des sonstigen Ergebnisses werden Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens und den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zugerechnet, selbst wenn dies zu einem negativen Saldo der Anteile ohne beherrschenden Einfluss führt. Bei Bedarf werden Anpassungen an den Abschlüssen von Tochterunternehmen vorgenommen, um deren Rechnungslegungsmethoden an die des Konzerns anzugleichen. Alle konzerninternen Vermögenswerte und Schulden, Eigenkapital, Erträge und Aufwendungen sowie Zahlungsströme aus Geschäftsvorfällen, die zwischen Konzernunternehmen stattfinden, werden bei der Konsolidierung vollständig eliminiert.

Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Verliert das Mutterunternehmen die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, so werden folgende Schritte durchgeführt:

Ausbuchung der Vermögenswerte (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert) und der Schulden des Tochterunternehmens,

Ausbuchung des Buchwerts der Anteile ohne beherrschenden Einfluss an dem ehemaligen Tochterunternehmen,

Ausbuchung der im Eigenkapital erfassten kumulierten Umrechnungsdifferenzen,

Erfassung des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Gegenleistung,

Erfassung des beizulegenden Zeitwerts der verbleibenden Beteiligung,

Erfassung der Ergebnisüberschüsse bzw. -fehlbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung,

Umgliederung der auf das Mutterunternehmen entfallenden Bestandteile des sonstigen Ergebnisses in die Gewinn- und Verlustrechnung oder in die Gewinnrücklagen, wie es erforderlich wäre, wenn der Konzern die entsprechenden Vermögenswerte oder Schulden direkt veräußert hätte.

In den Konsolidierungskreis wurden folgende Unternehmen einbezogen:

stellacure GmbH, Hamburg, Deutschland

Novel Pharma, S.L., Madrid, Spanien

Secuvita, S.L., Madrid, Spanien.

2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

Der Konzern hat im Geschäftsjahr die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS Standards und -Interpretationen erstmals angewandt:

IFRS 10 "Konzernabschlüsse",

IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen",

IFRS 12 "Angabe zu Anteilen an anderen Unternehmen",

Änderung an IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 12 "Angabe zu Anteilen an anderen Unternehmen" und IAS 27 "Einzelabschlüsse": Investmentgesellschaften,

Änderung an IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angabe zu Anteilen an anderen Unternehmen": Konzernabschlüsse, Gemeinsame Vereinbarungen, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen: Übergangsvorschriften,

IAS 27 "Einzelabschlüsse",

IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen",

Änderung an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung": Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten,

Änderung an IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten": Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht-finanziellen Vermögenswerten,

Änderung an IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung": Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften.

Die genannten Standards und Interpretationen sind ab dem 1. Januar 2014 verpflichtend anzuwenden. Aus den neuen oder geänderten Standards und Interpretationen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Vita 34 AG.

2.3 Wesentliche Schätzungen und Annahmen

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein könnte, werden im Folgenden erläutert.

Wertminderungstest der Geschäfts- oder Firmenwerte

Die im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Stammzelleinlagerung - DACH", "Spanien" und "Biotechnologie" zugeordnet.

Der erzielbare Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren aufgestellten und durch den Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen basieren. Der verwendete Abzinsungssatz beträgt vor Steuern zwischen 11,4 und 14,3 Prozent. Der erzielbare Betrag ist stark abhängig von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Diskontierungszinssatz sowie von den erwarteten künftigen Mittelzuflüssen. Die Grundannahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrages einschließlich einer Sensitivitätsanalyse werden in Anhangangabe 10 genauer erläutert.

Behandlung steuerlicher Verlustvorträge und latenter Steueransprüche

Im Rahmen einer bei der Vita 34 AG durchgeführten steuerlichen Betriebsprüfung, die sich bis zum Veranlagungszeitraum 2009 erstreckte, wurde durch die Finanzbehörde eine von der Vita 34 AG abweichende Auffassung hinsichtlich der steuerlichen Behandlung von Abschreibungen auf Darlehen an verbundene Unternehmen vertreten.

Es erfolgte eine zur Steuererklärung der Vita 34 AG geänderte Festsetzung, die im Ergebnis zu einer Reduzierung des steuerlichen Verlustvortrages in Höhe von 2.553 TEUR zum Stichtag 31. Dezember 2009 führte. Die Vita 34 AG hat gegen diese Festsetzung Klage eingereicht. Es besteht Unsicherheit bezüglich des Ausgangs des Klageverfahrens. Bei der Berechnung, ob und in welcher Höhe steuerliche Verlustvorträge zu den Stichtagen 31. Dezember 2013 und 2014 bestanden, geht das Management davon aus, dass die Abschreibungen auf Darlehen an verbundene Unternehmen steuerlich zu berücksichtigen sind.

Unter Berücksichtigung dieser Beurteilung sind zum Abschlussstichtag die Steuerrückstellungen sowie die angesetzten latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt worden.

Auf die zum Abschlussstichtag bestehenden Verlustvorträge bei der Vita 34 AG, bei der stellacure GmbH sowie bei der Secuvita, S.L. wurden latente Steuern aktiviert, sofern entsprechend den Planungsrechnungen davon auszugehen ist, dass die Verlustvorträge in Anspruch genommen werden. Latente Steueransprüche für Differenzen zwischen den Steuerbilanzwerten und den IFRS-Bilanzwerten bei der Vita 34 AG, der stellacure GmbH und der Secuvita, S.L. wurden mit latenten Steuerverpflichtungen verrechnet. Bei einem Überhang der latenten Steueransprüche wurden diese aktiviert, da es als wahrscheinlich angesehen wird, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird.

Dagegen wurden latente Steuern auf Verlustvorträge der Novel Pharma, S.L. nicht aktiviert. Bei dieser Gesellschaft handelt es sich um eine reine Holdinggesellschaft, bei der nach den derzeitigen steuerlichen Verhältnissen in der Zukunft keine ausreichenden zu versteuernden Einkünfte zu erwarten sind.

Wir verweisen auf die Erläuterungen unter Abschnitt 6 "Ertragsteuern".

Behandlung von Zuschüssen für Entwicklungsprojekte

Die Erträge aus öffentlich geförderten Entwicklungsprojekten werden zu dem Zeitpunkt ertragswirksam erfasst, zu dem die entsprechenden förderfähigen Aufwendungen im Unternehmen angefallen sind. Eine ertragswirksame Erfassung der Erträge setzt hierbei einen Förderbescheid der öffentlichen Fördermittelgeber voraus.

Durch die Erfassung der Erträge zum Zeitpunkt der Entstehung der förderfähigen Aufwendungen wird eine periodengerechte Darstellung der Aufwendungen und Erträge im Konzernabschluss sichergestellt.

2.4 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwerte

Unternehmenszusammenschlüsse nach dem 31. Dezember 2008

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten einer Unternehmensakquisition bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Anschaffungsnebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst.

Die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen erfolgt entweder zum beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Nach dem erstmaligen Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet, wodurch auch ein Negativsaldo bei nicht beherrschenden Anteilen entstehen kann.

Erwirbt der Konzern ein Unternehmen, beurteilt er die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und am Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Zum 31. Dezember 2014 bestehen die drei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Stammzelleinlagerung - DACH", "Spanien" und "Biotechnologie".

Änderungen von Beteiligungsquoten, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Hierbei wird jede Differenz zwischen dem Betrag, um den die nicht beherrschenden Anteile angepasst werden, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen Gegenleistung unmittelbar in den Gewinnrücklagen erfasst und der Gesellschaft zugeordnet.

Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:

1.a. Stufe 1 - in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise

1.b. Stufe 2 - Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Beobachtung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt direkt oder indirekt beobachtbar ist

1.c. Stufe 3 - Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Beobachtung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt nicht beobachtbar ist

Bei Vermögenswerte und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Beobachtung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft.

Immaterielle Vermögenswerte

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, abzüglich sämtlicher kumulierten Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen.

Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und solchen mit unbestimmter Nutzungsdauer unterschieden.

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung untersucht, wann immer es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswerts geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts entspricht, erfasst.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von unbestimmter zur begrenzten Nutzungsdauer prospektiv vorgenommen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden als Aufwand der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Entwicklungskosten, die im Rahmen eines einzelnen Projekts angefallen sind, werden aktiviert, wenn der Konzern Folgendes nachweisen kann:

die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswerts ermöglicht,

die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen, und die Fähigkeit, ihn zu nutzen oder zu verkaufen,

wie der Vermögenswert einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird,

die Verfügbarkeit von Ressourcen für Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswerts,

die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können,

die Fähigkeit, den geschaffenen immateriellen Vermögenswert zu nutzen.

Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Sie erfolgt über den Zeitraum, über den künftiger Nutzen zu erwarten ist, und wird in den Umsatzkosten erfasst. Während der Entwicklungsphase wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Die auf die immateriellen Vermögenswerte des Konzerns (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) angewandten Bilanzierungsgrundsätze stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:

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  Patente Software
Nutzungsdauern Die Patente werden über eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung der Betriebssoftware erfolgt über eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 5 Jahren.
Angewandte Bewertungs- methode Die Abschreibung erfolgt linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer. Es liegen keine Patente mit unbestimmter Nutzungsdauer vor. Die Abschreibung erfolgt linear über die gewöhnliche Nutzungsdauer.
Intern erstellt oder erworben Die Patente wurden vollständig entgeltlich erworben. Die Software wurde intern erstellt und entgeltlich erworben.
Werthaltigkeits- tests / Überprüfung des erzielbaren Betrags Jährlich sowie unterjährig wird bei Vorliegen von Indikatoren für eine Wertminderung ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Jährlich sowie unterjährig wird bei Vorliegen von Indikatoren für eine Wertminderung ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.
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  Erworbene Verträge auf dem Gebiet der Stammzell- einlagerung Erworbene Verträge auf dem Gebiet Biotechnologie Erworbene Entwicklungsprojekte
Nutzungsdauern Die erworbenen Einlagerungsverträge werden über die erwartete Laufzeit der Verträge von 20 Jahren abgeschrieben. Bei den potentiellen Neuverträgen aus bestehenden Kundenbeziehungen erfolgt eine Abschreibung über 5 Jahre. Die erwarteten Gewinne aus abgeschlossenen Verträgen der BioPlanta GmbH werden über die erwartete Laufzeit der Verträge von durchschnittlich 3 Jahren abgeschrieben. Die erwarteten Gewinne aus erworbenen Entwicklungsprojekten werden über die erwartete Laufzeit der Projekte zuzüglich des erwarteten Produktlebenszyklus von insgesamt maximal 10 Jahren abgeschrieben.
Angewandte Bewertungs- methode Die Abschreibung erfolgt linear über die erwartete Laufzeit der Verträge. Die Abschreibung erfolgt entsprechend dem Projektfortschritt. Die Abschreibung erfolgt linear über die erwartete Laufzeit der Entwicklungsprojekte.
Intern erstellt oder erworben Die Verträge wurden im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben. Die Verträge wurden im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben. Die Entwicklungsprojekte wurden im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben.
Werthaltigkeits- tests / Überprüfung des erzielbaren Betrags Jährlich sowie unterjährig wird bei Vorliegen von Indikatoren für eine Wertminderung ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Jährlich sowie unterjährig wird bei Vorliegen von Indikatoren für eine Wertminderung ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Jährlich sowie unterjährig wird bei Vorliegen von Indikatoren für eine Wertminderung ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.

Sachanlagen

Sachanlagen, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Sachanlagen entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen die geschätzten Nutzungsdauern der Vermögenswerte zugrunde.

Die Buchwerte der Sachanlagen werden auf Wertminderung überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt.

Nutzungsdauer der Vermögenswerte

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  2014 2013
Laborausstattung 5-14 Jahre 5-14 Jahre
Kryotanks und Zubehör 40 Jahre 40 Jahre
Büro- und Geschäftsausstattung 3-13 Jahre 3-13 Jahre

Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Restwerte der Vermögenswerte, die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich der Veräußerungskosten wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Dieses stützt sich auf Bewertungsmultiplikatoren, Börsenkurse von börsengehandelten Anteilen an Unternehmen oder andere zur Verfügung stehende Indikatoren für den beizulegenden Zeitwert. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen.

Für Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, wird zu jedem Abschlussstichtag geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre.

Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwertes, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.

Für Geschäfts- oder Firmenwerte ermittelt der Konzern an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls statt, wenn Ereignisse oder Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für Geschäfts- oder Firmenwerte erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden.

Finanzinvestitionen und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende jeder Berichtsperiode, soweit dies zulässig und angemessen ist.

Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Erfüllungstag, d.h. zu dem Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte und finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte eingestuft werden.

Kredite und Forderungen
Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind jene nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in die Kategorien:
• erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte,
• Kredite und Forderungen

eingestuft sind. Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Gewinne oder Verluste in einer separaten Position des Eigenkapitals erfasst werden. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Finanzinvestition ausgebucht wird oder an dem eine Wertminderung für die Finanzinvestition festgestellt wird, wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch Bezugnahme auf den an der Börse notierten Geldkurs am Abschlussstichtag ermittelt.

Eigene Anteile

Erwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf, die Ausgabe oder die Einziehung von eigenen Anteilen wird erfolgsneutral erfasst. Etwaige Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert und der Gegenleistung werden in der anderen Kapitalrücklage erfasst.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.

Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der Durchschnittswertmethode ermittelt.

In die Herstellungskosten für die unfertigen Leistungen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch angemessene Teile der Gemeinkosten des Fertigungsbereichs sowie Abschreibungen, soweit sie auf den Fertigungsbereich entfallen, einbezogen. Verwaltungs-, Vertriebskosten und Zinsen wurden nicht berücksichtigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden mit Anschaffungskosten angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von weniger als zwölf Monaten werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Gesellschaft bietet ihren Kunden zum Teil auch Finanzierungsmöglichkeiten an, wonach die Forderungen eine Laufzeit von bis zu 25 Jahren aufweisen können und somit signifikant über den von der Gesellschaft angenommenen Geschäftszyklus von zwölf Monaten hinausgehen. Aufgrund der teilweise langen Laufzeit der Forderungen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten gesondert unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Hierbei erfolgt in Abhängigkeit von der Zugehörigkeit einer Einzelforderung zu einer Gruppe gleichartiger Forderungen eine gestaffelte Wertberichtigung.

Forderungen werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von nicht länger als drei Monaten. Nicht frei verfügbare Zahlungsmittel werden separat ausgewiesen.

Für Zwecke der Kapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen.

Darlehen, Kontokorrentkredite und stille Beteiligungen

Die verzinslichen Darlehen und stillen Beteiligungen sind grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie werden im Zugangszeitpunkt mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten entsprechen hierbei in der Regel dem vereinnahmten Betrag. Bei der Folgebewertung wird nach Maßgabe der Effektivzinsmethode eine Aufzinsung vorgenommen, so dass sich am Ende der Laufzeit der Rückzahlungsbetrag ergibt.

Unverzinsliche Darlehen sind bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. In den Folgeperioden erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode.

Kontokorrentkredite werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, der grundsätzlich dem Rückzahlungsbetrag entspricht.

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden

Finanzielle Vermögenswerte
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert ausgelaufen sind.

Finanzielle Verbindlichkeiten
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt oder ausgelaufen oder erloschen ist.

Wertminderung finanzieller Vermögenswerte

Der Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf obigen Abschnitt.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Ist ein zur Veräußerung verfügbarer Vermögenswert in seinem Wert gemindert, wird der kumulierte Verlust - der sich als Unterschiedsbetrag aus den Anschaffungskosten und dem derzeitigen beizulegenden Zeitwert abzüglich eines etwaigen früher erfolgswirksam verbuchten Wertminderungsaufwands auf dieses Instrument ergibt - aus dem sonstigen Ergebnis entfernt und erfolgswirksam erfasst. Wertberichtigungen für Eigenkapitalinstrumente werden nicht erfolgswirksam rückgängig gemacht; ein späterer Anstieg des beizulegenden Zeitwerts wird direkt im sonstigen Ergebnis erfasst.

Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert nur dann erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst.

Pensionen

Im Rahmen des Erwerbes der Anteile an der BioPlanta GmbH hat die Gesellschaft eine Pensionsvereinbarung sowie die in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen übernommen. Für diese Pensionsverpflichtung sind durch die Gesellschaft Beiträge an eine Versicherung geleistet worden. Die Höhe der Pensionsverpflichtung wird nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Die Gesellschaft erfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in der Berichtsperiode, in der sie anfallen, in voller Höhe im sonstigen Ergebnis. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden dabei sofort in die Gewinnrücklagen eingestellt und auch in den Folgejahren nicht ertragswirksam umgegliedert.

Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (unter Anwendung eines Diskontierungssatzes auf Grundlage erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen; siehe Anhangangabe 19) und des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Planvermögen umfasst qualifizierende Versicherungspolicen. Planvermögen ist vor dem Zugriff von Gläubigern des Konzerns geschützt und kann nicht direkt an den Konzern gezahlt werden. Der beizulegende Zeitwert basiert auf Informationen über den Marktpreis. Der Wert eines erfassten Vermögenswerts des leistungsorientierten Plans entspricht grundsätzlich dem Barwert eines etwaigen wirtschaftlichen Nutzens in Form von Rückerstattungen aus dem Plan oder in Form der Minderung künftiger Beitragszahlungen an den Plan. Da das Planvermögen einen qualifizierenden Versicherungsvertrag umfasst, der alle der zugesagten Leistungen hinsichtlich ihres Betrages und ihrer Fälligkeit genau abdeckt, wird der Ansatz des Planvermögens auf den Barwert der abgedeckten Verpflichtungen begrenzt.

Leasingverhältnisse

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt. In Abhängigkeit davon, ob im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken übertragen werden, wird zwischen Operating-Leasingverhältnissen und Finanzierungs-Leasingverhältnissen unterschieden.

Konzern als Leasingnehmer
Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Es wurden Operating-Leasingverträge bezüglich der Anmietung von Geschäftsräumen, Leasing von Fahrzeugen sowie Leasing von Kopierern und Telekommunikationsanlagen abgeschlossen.

Ertragserfassung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Darüber hinaus müssen zur Realisation der Erträge die folgenden Ansatzkriterien erfüllt sein:

Verkauf von Waren
Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit der Lieferung der Waren ein.

Erbringung von Dienstleistungen
Die Erlöse aus der Prozessierung des Nabelschnurblutes und -gewebes werden nach erfolgter Prozessierung als Ertrag erfasst. Soweit ein Gesamtentgelt mit den Kunden für Prozessierung und Lagerung vereinbart ist, wird ausgehend von den Gesamterlösen des Produkts hieraus für die Teilleistung der Lagerung der korrespondierende Erlösanteil nach dem Verhältnis der Kosten für Prozessierung und Lagerung ermittelt. Die Erträge aus der Einlagerung des Nabelschnurblutes und -gewebes werden linear entsprechend der Laufzeit der Einlagerung erfasst. Vorab vereinnahmte Lagergebühren werden unter dem Posten "Abgegrenzte Erlöse" unter Berücksichtigung von Zinseffekten ausgewiesen.
Der Konzern erbringt weitere Dienstleistungen in den Bereichen Umwelt, Forschung und Entwicklung. Umsätze aus dem Verkauf von Dienstleistungen werden in derjenigen Periode erfasst, in der die Dienstleistung erbracht wird. Dies erfolgt nach Maßgabe des Fertigstellungsgrads des Geschäfts und nach dem Verhältnis der zum Stichtag erbrachten Leistungen als Prozentsatz der zu erbringenden Gesamtleistung.

Zinserträge
Erträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts aktiviert. Andere Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfalls als Aufwand erfasst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Im Falle von aufwandsbezogenen Zuwendungen werden diese planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Bezieht sich die Zuwendung auf einen Vermögenswert, wird diese in einem passiven Abgrenzungsposten erfasst und über die erwartete Nutzungsdauer des betreffenden Vermögenswerts linear erfolgswirksam aufgelöst.

Steuern

Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden.

Latente Steuern
Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf alle zum Abschlussstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.
Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst. Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:

Latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, dürfen nicht angesetzt werden.

Latente Steueransprüche aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures im Zusammenhang stehen, dürfen nur in dem Umfang erfasst werden, in dem es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit umkehren werden und ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruches ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag gültig sind oder in Kürze gelten werden.

Umsatzsteuer
Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug von Umsatzsteuern erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:

Wenn die beim Kauf von Gütern oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von den Steuerbehörden eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst.

Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt.

Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet wird oder an diese abgeführt wird, wird unter den Forderungen oder Schulden in der Bilanz erfasst.

2.5 Neue Rechnungslegungsvorschriften

Der International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) haben weitere Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2014 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und für den vorliegenden Konzernabschluss auch noch nicht zur Anwendung kamen:

IFRS 9, Finanzinstrumente 2014 (noch nicht von der EU anerkannt): Der Standard wurde im Juli 2014 verabschiedet und ist voraussichtlich erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der Standard regelt umfassend die Bilanzierung von Finanzinstrumenten. Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 hervorzuheben sind insbesondere die neuen und in der jüngsten Fassung von IFRS 9 überarbeiteten Klassifizierungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte. Diese beruhen auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen finanzieller Vermögenswerte. Ebenfalls grundlegend neu sind die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen, welche nun auf einem Modell der erwarteten Verluste basieren. Auch die Abbildung bilanzieller Sicherungsbeziehungen ist unter IFRS 9 neu geregelt und darauf ausgerichtet, stärker das betriebliche Risikomanagement abbilden zu können. Auswirkungen auf die Vermögens -, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows des Konzerns sowie erweiterte Anhangangaben sind wahrscheinlich. Allerdings lassen sich diese zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich einschätzen, da das Projekt noch nicht abgeschlossen ist.

Änderungen an IFRS 11, Gemeinschaftliche Vereinbarungen: Die Änderungen wurden im Mai 2014 verabschiedet und sind voraussichtlich erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Der Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellen wie in IFRS 3 definiert, hat alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen. Mangels derzeitiger Einschlägigkeit werden die Änderungen voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Cashflows bzw. die Anhangangaben haben.

IFRS 14, Regulatorische Abgrenzungsposten (noch nicht von der EU anerkannt): Der Standard wurde im Januar 2014 verabschiedet und ist voraussichtlich erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Nur Unternehmen, die IFRS-Erstanwender sind und die nach ihren bisherigen Rechnungslegungsvorschriften regulatorische Abgrenzungsposten erfassen, ist gestattet, dies auch nach dem Übergang auf die IFRS weiterhin zu tun. Der Standard ist als kurzfristige Zwischenlösung gedacht, bis der IASB sein längerfristiges grundlegendes Projekt zu preisregulierten Geschäftsvorfällen abschließt. Mangels derzeitiger Einschlägigkeit werden die Änderungen voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Cashflows bzw. die Anhangangaben haben.

IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden (noch nicht von der EU anerkannt): Der Standard wurde im Mai 2014 verabschiedet und ist voraussichtlich erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Der Standard regelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. IFRS 15 ersetzt IAS 18 'Erlöse', IAS 11 'Fertigungsaufträge' und eine Reihe von erlösbezogenen Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 15 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt für fast alle Verträge mit Kunden - die wesentlichen Ausnahmen sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge. Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows des Konzerns sowie erweiterte Anhangangaben sind wahrscheinlich. Allerdings lassen sich diese zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich einschätzen, da das Projekt noch nicht abgeschlossen ist.

Änderung an IFRS 10, Konzernabschlüsse, IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen und IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen: Die Änderungen wurden im Dezember 2014 verabschiedet und sind voraussichtlich erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen adressieren Sachverhalte, die sich im Zusammenhang mit der Anwendung der Konsolidierungsausnahme für Investmentgesellschaften ergeben haben. Mangels derzeitiger Einschlägigkeit werden die Änderungen voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Cashflows bzw. die Anhangangaben haben.

Änderung an IFRS 10, Konzernabschlüsse und IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen: Die Änderungen wurden im September 2014 verabschiedet und sind voraussichtlich erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Durch die Änderungen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen. Mangels derzeitiger Einschlägigkeit werden die Änderungen voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Cashflows bzw. die Anhangangaben haben.

Änderungen zu IAS 1, Darstellung des Abschlusses: Die Änderungen wurden im Dezember 2014 verabschiedet und sind voraussichtlich erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen zielen darauf ab, Hürden zu beseitigen, die Ersteller in Bezug auf die Ausübung von Ermessen bei der Darstellung des Abschlusses wahrnehmen. Die Änderungen werden voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Cashflows bzw. die Anhangangaben haben.

Änderungen zu IAS 16, Sachanlagen und IAS 38, Immaterielle Vermögenswerte: Die Änderungen wurden im Mai 2014 verabschiedet und sind voraussichtlich erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Mit den Änderungen werden Leitlinien zur Verfügung gestellt, welche Methoden für die Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten verwendet werden können, insbesondere was erlösbasierte Abschreibungsmethoden betrifft. Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows des Konzerns sowie erweiterte Anhangangaben sind wahrscheinlich. Allerdings lassen sich diese zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich einschätzen, da das Projekt noch nicht abgeschlossen ist.

Änderungen zu IAS 16, Sachanlagen und IAS 41, Landwirtschaft: Die Änderungen wurden im Juni 2014 verabschiedet und sind voraussichtlich erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Mit den Änderungen werden fruchttragende Pflanzen, die nicht länger deutlichen biologischen Änderungen unterworfen sind, in den Anwendungsbereich von IAS 16 gebracht, sodass sie analog zu Sachanlagen bilanziert werden können. Mangels derzeitiger Einschlägigkeit werden die Änderungen voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Cashflows bzw. die Anhangangaben haben.

Änderungen zu IAS 27, Separate Abschlüsse: Die Änderungen wurden im August 2014 verabschiedet und sind voraussichtlich erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Durch die Änderungen wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors wieder zugelassen. Mangels derzeitiger Einschlägigkeit werden die Änderungen voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Cashflows bzw. die Anhangangaben haben.

Änderungen an IAS 19, Leistungsorientierte Pläne - Arbeitnehmerbeiträge: Der Standard wurde im Dezember 2014 von der EU anerkannt und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Die Änderungen umfassen eine Klarstellung der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen oder Beiträgen von dritten Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind, sowie die Schaffung einer Erleichterung, wenn der Betrag der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist. Mangels derzeitiger Einschlägigkeit werden die Änderungen voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Cashflows bzw. die Anhangangaben haben.

IFRIC 21, Abgaben: Die Interpretation wurde im Juni 2014 von der EU anerkannt und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 17. Juni 2014 beginnen. IFRIC 21 bietet Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von einer Regierung auferlegt wird. Die Interpretation gilt sowohl für Abgaben, die nach IAS 37 'Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen' bilanziert werden, als auch für Abgaben, bei denen Zeitpunkt und Betrag bekannt sind. Mangels derzeitiger Einschlägigkeit werden die Änderungen voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Cashflows bzw. die Anhangangaben haben.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2010 - 2012: Die Änderungen der Standards wurde im Dezember 2014 von der EU anerkannt und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen. Die Anpassungen der Standards beinhalten Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS. Die Änderungen werden Auswirkungen auf die Anhangangaben haben.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2011 - 2013: Die Änderungen wurde im Juni 2014 von der EU anerkannt und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Die Anpassungen der Standards beinhalten Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS. Die Änderungen werden voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Cashflows bzw. die Anhangangaben haben.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2012 - 2014: Die Änderungen wurden im September 2014 verabschiedet und sind voraussichtlich erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Anpassungen der Standards beinhalten Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS. Die Änderungen werden voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Cashflows bzw. die Anhangangaben haben.

Der Konzern beabsichtigt, diese Standards (soweit zutreffend) ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens anzuwenden.

3. Unternehmenszusammenschlüsse 2014

2014 gab es keine Unternehmenszusammenschlüsse.

4. Segmentberichterstattung

Zum Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten und Dienstleistungen in Geschäftseinheiten organisiert und verfügt über die folgenden beiden berichtspflichtigen Geschäftssegmente:

Das Geschäftssegment "Stammzelleinlagerung" ist auf dem Gebiet der Entnahme, Aufarbeitung und Lagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe sowie der Entwicklung von zelltherapeutischen Verfahren tätig;

Das Geschäftssegment "Biotechnologie" entwickelt biologische Verfahren für die Zell- und Gewebekultur und setzt diese zur Optimierung und Vermehrung von Zellen und Pflanzen ein. Für Umweltvorhaben werden Analysen und Dienstleistungen erbracht.

Das Betriebsergebnis der Segmente wird vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen. Die Entwicklung der Segmente wird anhand des Betriebsergebnisses bewertet. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzerträgen von 103 TEUR und Finanzaufwendungen von -96 TEUR) sowie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden konzerneinheitlich gesteuert und nicht den einzelnen Segmenten zugeordnet.

Die Verrechnungspreise zwischen den operativen Segmenten werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt.

Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu Erträgen und Segmentergebnissen der operativen Segmente des Konzerns für die Geschäftsjahre 2014 und 2013:

Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2014

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TEUR Stammzelleinlagerung Biotechnologie Summe Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse aus Geschäften mit externen Kunden 13.285 501 13.786 0 13.786
EBITDA (Betriebsergebnis vor Abschreibungen) 2.207 568 2.775 0 2.775
Abschreibungen -878 -207 -1.085 0 -1.085
EBIT (Betriebsergebnis) 1.329 361 1.690 0 1.690
Segmentvermögen 35.229 3.536 38.765 -1.709 37.056
Segmentschulden -14.329 -2.276 -16.605 1.709 -14.896

Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2013

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TEUR Stammzelleinlagerung Biotechnologie Summe Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse aus Geschäften mit externen Kunden 13.090 464 13.554 0 13.554
EBITDA (Betriebsergebnis vor Abschreibungen) 2.328 330 2.658 0 2.658
Abschreibungen -1.031 -158 -1.189 0 -1.189
EBIT (Betriebsergebnis) 1.297 172 1.469 0 1.469
Segmentvermögen 33.149 2.479 35.628 0 35.628
Segmentschulden -13.487 -849 -14.336 0 -14.336

4.1 Informationen über geografische Bereiche

Die geografischen Segmente des Konzerns werden nach den in den geografischen Bereichen erzielten Umsatzerlösen bestimmt.

Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu Erträgen und Segmentergebnissen der geografischen Tätigkeitsbereiche des Konzerns für die Geschäftsjahre 2014 und 2013:

Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2014

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TEUR DACH Spanien Summe Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse aus Geschäften mit externen Kunden 10.951 2.835 13.786 0 13.786
Umsatzerlöse aus Geschäften mit anderen Segmenten 591 0 591 -591 0
  11.542 2.835 14.377 -591 13.786
EBITDA (Betriebsergebnis vor Abschreibungen) 2.906 -131 2.775 0 2.775
Abschreibungen -672 -413 -1.085 0 -1.085
EBIT (Betriebsergebnis) 2.234 -544 1.690 0 1.690
Segmentvermögen 32.511 8.081 40.592 -3.536 37.056
Segmentschulden -11.363 -7.069 -18.432 3.536 -14.896

Zeitraum vom 01.01. bis 31.12.2013

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TEUR DACH Spanien Summe Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse aus Geschäften mit externen Kunden 10.228 3.326 13.554 0 13.554
Umsatzerlöse aus Geschäften mit anderen Segmenten 662 0 662 -662 0
  10.890 3.326 14.216 -662 13.554
EBITDA (Betriebsergebnis vor Abschreibungen) 2.568 90 2.658 0 2.658
Abschreibungen -780 -409 -1.189 0 -1.189
EBIT (Betriebsergebnis) 1.788 -319 1.469 0 1.469
Segmentvermögen 30.824 8.160 38.984 -3.356 35.628
Segmentschulden -11.108 -6.584 -17.692 3.356 -14.336

DACH: Segment Deutschland, Österreich, Schweiz

5. Umsatzerlöse, sonstige Erträge und Aufwendungen

5.1 Gesamtleistung

Insgesamt erzielte Vita 34 im Berichtszeitraum eine Gesamtleistung von 15,2 Mio. Euro:

Übersicht Gesamtleistung

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TEUR 2014 2013
davon Umsatzerlöse 13.786 13.554
davon sonstige betriebliche Erträge 1.665 1.389
davon Bestandsveränderung unfertiger Leistungen -275 -159
  15.176 14.784

5.2 Umsatzerlöse

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse setzen sich nach Wertschöpfungsstufen wie folgt zusammen:

Übersicht Umsatzerlöse

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TEUR 2014 2013
aus Prozessierung 10.976 10.821
aus Projektgeschäft 501 464
aus Lagerung 2.309 2.269
  13.786 13.554

5.3 Umsatzkosten

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzkosten beinhalten folgende Aufwendungen:

Übersicht Umsatzkosten

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TEUR 2014 2013
Materialaufwand 969 847
Personalaufwendungen 1.612 1.476
Abschreibungen 787 837
Fremdleistungen 1.632 1.828
Raumkosten 268 290
Übrige Aufwendungen 643 213
  5.911 5.491

5.4 Sonstige betriebliche Erträge

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

Übersicht sonstige betriebliche Erträge

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TEUR 2014 2013
Zuwendungen der öffentlichen Hand 818 1.073
Erträge aus der Ausbuchung von abgegrenzten Schulden 97 88
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 10 26
Erträge aus der Auflösung der Einzelwertberichtigung zu Forderungen 314 0
Erträge aus Schadenersatzleistungen 238 0
Übrige sonstige Erträge 188 202
  1.665 1.389

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand betreffen im Wesentlichen Zuschüsse für Forschung und Entwicklung der Sächsischen Aufbaubank. Den Erträgen aus Forschung und Entwicklung stehen Aufwendungen in Höhe von rund 1.700 TEUR gegenüber. Im Zusammenhang mit den öffentlichen Zuwendungen bestehen keine unerfüllten Bedingungen oder sonstige Unsicherheiten.

Die Erträge aus der Ausbuchung von abgegrenzten Schulden umfassen im Wesentlichen die Ausbuchung von im Vorjahr abgegrenzten finanziellen Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen, aus denen der Konzern im Berichtsjahr geringer als erwartet in Anspruch genommen wurde.

Die Erträge aus der Auflösung der Einzelwertberichtigung sowie die Erträge aus Schadenersatz resultieren aus einem vor dem Oberlandesgericht Celle gewonnenen Prozess. Gegenstand des Rechtstreites waren Forderungen in Höhe von 615 TEUR netto der Vita 34 AG gegenüber einem Geschäftskunden. Aufgrund des für Vita 34 AG positiven Urteils wurde die in vergangenen Jahren gebildete Wertberichtigung in Höhe von 314 TEUR aufgelöst. Darüber hinaus hat die Gesellschaft Anspruch gegenüber dem Geschäftskunden auf Verzugszins und Schadenersatz (238 TEUR). Dieser Anspruch wurde entsprechend unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ertragswirksam erfasst.

5.5 Marketing- und Vertriebskosten

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Vertriebskosten setzen sich wie folgt zusammen:

Übersicht Marketing- und Vertriebskosten

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TEUR 2014 2013
Personalaufwendungen 1.494 1.760
Abschreibungen 130 162
Aufwendungen für Marketingmaßnahmen 1.968 1.759
Übrige Aufwendungen 827 1.016
  4.419 4.697

5.6 Verwaltungskosten

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Verwaltungskosten umfassen die folgenden Bestandteile:

Übersicht Verwaltungskosten

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TEUR 2014 2013
Personalaufwendungen 1.780 1.502
Abschreibungen 168 190
Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse 630 667
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 469 479
Übrige Aufwendungen 245 58
  3.292 2.896

5.7 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Übersicht sonstige betriebliche Aufwendungen

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TEUR 2014 2013
Mehraufwand für PPP-Projekte 0 116
Forschungs- und Entwicklungskosten 69 155
Forderungsverluste 49 104
Übrige sonstige Aufwendungen 21 15
  139 390

5.8 Finanzaufwendungen

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Finanzaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Übersicht Finanzaufwendungen

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TEUR 2014 2013
Darlehen und Kontokorrentkredite 30 139
Entgelte für stille Beteiligungen 66 66
  96 205

5.9 Finanzerträge

Unter den Finanzerträgen werden ausschließlich Zinserträge ausgewiesen.

5.10 Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer

Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer setzen sich wie folgt zusammen:

Übersicht Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer

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TEUR 2014 2013
Löhne und Gehälter 4.270 4.027
Sozialversicherungsbeiträge 532 642
Aufwendungen für Altersversorgung 84 69
  4.886 4.738

Die Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 309 TEUR (2013: 303 TEUR) werden als Leistungen zu einem beitragsorientierten Plan klassifiziert und sind daher in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Beschäftigte (Jahresdurchschnitt)

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Anzahl 2014 2013
Arbeitnehmer 99 93
Auszubildende / Praktikanten 3 3
  102 96

6. Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands / -ertrags für die Geschäftsjahre 2014 und 2013 setzen sich wie folgt zusammen:

Wesentliche Bestandteile des Ertragssteueraufwands

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TEUR 2014 2013
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung    
Tatsächliche Ertragsteuern    
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 218 44
Latente Ertragsteuern    
auf die Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen 139 -26
auf Verlustvorträge 350 537
Ertragsteueraufwand 707 555
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 1.697 1.343
Latente Ertragsteuern aus während des Geschäftsjahres direkt im sonstigen Ergebnis erfassten Posten    
Netto-Verluste aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten 57 0
Ertragsneutral erfasste Steuern 57 0

Die in der Bilanz ausgewiesenen Ertragsteuerverbindlichkeiten betreffen die voraussichtlichen Ertragsteueraufwendungen für das Geschäftsjahr sowie für das Veranlagungsjahr 2009 in Höhe von 40 TEUR. Die Ertragsteueraufwendungen für 2009 resultieren aus korrigierten Steuerfestsetzungen durch das Finanzamt.

Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand / -ertrag und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2014 und 2013 setzt sich wie folgt zusammen:

Übersicht Überleitungsrechnung Steuern

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TEUR 2014 2013
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.697 1.343
Ertragsteueraufwand / -ertrag zum Steuersatz des Konzerns von 31,5 % (2013: 31,5 %) -535 -423
Anpassungen, da Gewinne / Verluste der Novel Pharma, S.L. nicht zu einer Ertragsteuererstattung / -belastung führen -1 -1
Anpassung wegen steuerfreier Erträge 71 19
Anpassung wegen nicht abzugsfähiger Aufwendungen -26 -20
Nicht angesetzte aktive latente Steuern auf Verlustvorträge -178 -130
Steuernachzahlungen für Vorjahre -38 0
Ertragsteueraufwand zum effektiven Ertragsteuersatz von 31,5 % (2013: 31,5 %) -707 -555
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragssteueraufwand / -ertrag -707 -555

Die latenten Ertragsteuern setzen sich zum Abschlussstichtag wie folgt zusammen:

Übersicht latente Ertragssteuern

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  Konzernbilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
TEUR 2014 2013 2014 2013
Latente Ertragsteuerschulden        
Höhere steuerliche Abschreibungen -2.130 -2.127 -3 120
Abzinsung von Darlehen -4 0 -4 19
Abweichung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -47 -44 -3 -21
Abweichungen bei sonstigen Forderungen 79 0 79 0
Abweichungen bei sonstigen Schulden -222 0 -222 0
Anpassung Beteiligungsbuchwerte -169 -211 42 6
Abweichungen der sonstigen Rücklagen 57 0 0 0
Abweichungen bei abgegrenzten Zuwendungen 0 0 0 0
  -2.436 -2.382    
Latente Ertragsteueransprüche        
Abzinsung der Forderungen 21 31 -10 14
Abweichung bei den sonstigen Forderungen 0 2 -2 -37
Abweichung Vorräte 0 0 0 -15
Abweichung bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12 0 12 0
Rückstellungen 29 61 -32 -60
Abweichung bei abgegrenzten Zuwendungen 4 0 4 0
Steuerliche Verlustvorträge 1.907 2.257 -350 -537
  1.973 2.351    
Latente Steuern -463 -31    
Latenter Ertragsteueraufwand     -489 -511

In Deutschland sind bei der Vita 34 AG körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 2.332 TEUR (2013: 4.166 TEUR) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 2.150 TEUR (2013: 4.010 TEUR) vorhanden. Bei der stellacure GmbH sind körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von jeweils 546 TEUR (2013: jeweils 309 TEUR) vorhanden. Die jeweiligen Verlustvorträge stehen dem Konzern unbegrenzt zur Verrechnung mit künftigen zu versteuernden Ergebnissen des jeweiligen Unternehmens zur Verfügung. Unter Berücksichtigung der Planungsrechnung für die Gesellschaften ist davon auszugehen, dass die steuerlichen Verlustvorträge in den Folgejahren genutzt werden. Auf die entsprechenden steuerlichen Verlustvorträge wurden daher latente Steuern aktiviert.

In Spanien sind bei dem Tochterunternehmen Secuvita, S.L. ertragsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 4.505 TEUR (2013: 4.300 TEUR) vorhanden, die dem Konzern über die Dauer von bis zu 15 Jahren zur Verrechnung mit künftigem zu versteuerndem Ergebnis dieses Unternehmens zu Verfügung stehen. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden aktiviert, sofern entsprechend der Planungsrechnung davon auszugehen ist, dass die Verlustvorträge in Anspruch genommen werden.

Bei der Novel Pharma, S.L. bestehen steuerliche Verlustvorträge, die dem Konzern über die Dauer von 15 Jahren zur Verrechnung mit künftigem zu versteuerndem Ergebnis der Novel Pharma, S.L. zur Verfügung stehen. Für diese Verluste wurden jedoch keine latenten Steueransprüche erfasst, da diese Verluste nicht zur Verrechnung mit dem zu versteuernden Ergebnis anderer Konzernunternehmen verwendet werden dürfen und diese bei einer Zwischenholdinggesellschaft entstanden sind, die in der Regel kein positives zu versteuerndes Ergebnis erwirtschaftet. Deren Nutzbarkeit ist nur unter bestimmten Bedingungen gegeben, deren Erfüllung derzeit jedoch nicht als wahrscheinlich zu beurteilen ist.

7. Ergebnis je Aktie

Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Aktie

Bei der Berechnung des unverwässerten / verwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an während des Jahres sich im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt.

Das unverwässerte / verwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:

Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Aktie

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TEUR 2014 2013
Gewinn / Verlust aus fortgeführten Aktivitäten 990 788
Zu- / abzüglich: auf nicht beherrschende Anteile entfallender Teil 110 50
Gewinn / Verlust aus fortgeführten Aktivitäten, der auf Inhaber von Stammaktien des Mutterunternehmens entfällt 1.100 838
Anzahl der ausstehenden Aktien (gewichteter Durchschnitt) 3.026.500 3.026.500
Ergebnis je Aktie nach IFRS (EUR) 0,36 0,28

In der Zeit zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit Stammaktien oder potenziellen Stammaktien stattgefunden.

8. Geschäfts- oder Firmenwert, immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich wie folgt:

Übersicht immaterielle Vermögenswerte zum 31. Dezember 2014

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TEUR Entwicklungskosten Patente und Lizenzen Geschäfts oder Firmenwert Erworbene Verträge und Entwicklungsprojekte Summe
Anschaffungs- / Herstellungskosten zum 01.01.2014 0 3.355 13.942 7.881 25.178
Zugänge 99 178 0 0 277
Umgliederung 0 63 0 0 63
Abgänge 0 0 0 0 0
Anschaffungs- / Herstellungskosten zum 31.12.2014 99 3.596 13.942 7.881 25.518
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen zum 01.01.2014 0 2.620 0 1.441 4.061
Abschreibungen des Geschäftsjahrs 0 239 0 535 774
Abgänge 0 0 0 0 0
Umgliederung 0 -96 0 159 63
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen zum 31.12.2014 0 2.763 0 2.135 4.898
Buchwert zum 01.01.2014 0 735 13.942 6.440 21.117
Buchwert zum 31.12.2014 99 833 13.942 5.746 20.620

Übersicht immaterielle Vermögenswerte zum 31. Dezember 2013

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TEUR Patente und Lizenzen Geschäfts oder Firmenwert Erworbene Verträge Summe
Anschaffungs- / Herstellungskosten zum 01.01.2013 3.030 13.942 7.623 24.595
Zugänge 259 0 0 259
Erwerb eines Tochterunternehmens 69 0 258 327
Abgänge -3 0 0 -3
Anschaffungs- / Herstellungskosten zum 31.12.2013 3.355 13.942 7.881 25.178
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen zum 01.01.2013 2.085 0 1.087 3.172
Abschreibungen des Geschäftsjahrs 538 0 354 892
Abgänge -3 0 0 -3
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen zum 31.12.2013 2.620 0 1.441 4.061
Buchwert zum 01.01.2013 945 13.942 6.536 21.423
Buchwert zum 31.12.2013 735 13.942 6.440 21.117

9. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen entwickelte sich wie folgt:

Übersicht Sachanlagen zum 31. Dezember 2014

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TEUR Grund und Boden Technische Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe
Anschaffungs- / Herstellungskosten zum 01.01.2014 306 4.767 1.909 6.982
Zugänge 0 113 50 163
Umgliederung 0 33 -33 0
Abgänge 0 0 -203 -203
Anschaffungs- / Herstellungskosten zum 31.12.2014 306 4.913 1.723 6.942
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen zum 01.01.2014 0 1.117 1.109 2.226
Abschreibungen des Geschäftsjahrs 0 167 144 311
Abgänge 0 0 -185 -185
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen zum 31.12.2014 0 1.284 1.068 2.352
Buchwert zum 01.01.2014 306 3.650 800 4.756
Buchwert zum 31.12.2014 306 3.629 655 4.590

Übersicht Sachanlagen zum 31. Dezember 2013

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TEUR Grund und Boden Technische Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe
Anschaffungs- / Herstellungskosten zum 01.01.2013 306 4.533 1.673 6.512
Zugänge 0 234 264 498
Erwerb eines Tochterunternehmens 0 0 19 19
Abgänge 0 0 -47 -47
Anschaffungs- / Herstellungskosten zum 31.12.2013 306 4.767 1.909 6.982
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen zum 01.01.2013 0 957 1.018 1.975
Abschreibungen des Geschäftsjahrs 0 160 137 297
Abgänge 0 0 -46 -46
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen zum 31.12.2013 0 1.117 1.109 2.226
Buchwert zum 01.01.2013 306 3.576 655 4.537
Buchwert zum 31.12.2013 306 3.650 800 4.756

10. Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer

Die im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt zugeordnet:

Der Firmenwert aus dem Erwerb der Anteile an der Vita 34 AG (Amtsgericht Leipzig HRB 18047) wurde der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Stammzelleinlagerung - DACH" zugeordnet.

Der Firmenwert aus der mehrheitlichen Übernahme der Anteile an der Secuvita, S.L. wurde entsprechend dem zukünftig erwarteten Ertragspotential auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Spanien" und "Stammzelleinlagerung - DACH" aufgeteilt.

Der Firmenwert aus der Übernahme der Anteile an der BioPlanta GmbH wurde insgesamt der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Biotechnologie" zugeordnet.

Der im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der stellacure GmbH erworbene immaterielle Vermögenswert mit unbegrenzter Nutzungsdauer wurde der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Stammzelleinlagerung - DACH" zugeordnet.

Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Stammzelleinlagerung - DACH"

Der Konzern führte seine jährliche Prüfung auf Wertminderung im vierten Quartal des Geschäftsjahres durch. Der Konzern berücksichtigt neben anderen Faktoren das Verhältnis zwischen Marktkapitalisierung und Buchwert bei der Überprüfung auf Anhaltspunkte für eine Wertminderung.

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Stammzelleinlagerung - DACH" wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von gegenüber dem Vorjahr aktualisierten Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren aufgestellten und durch den Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen basieren. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz für das Segment "Stammzelleinlagerung - DACH" beträgt vor Steuern 11,4 Prozent (Vorjahr: 12,3 Prozent). Cashflows nach dem Zeitraum von fünf Jahren werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 0,5 Prozent extrapoliert.

Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Spanien"

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Spanien" wird ebenfalls auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf vom Management für einen Zeitraum von fünf Jahren aufgestellten und durch den Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen basieren. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz beträgt vor Steuern 14,3 Prozent (Vorjahr: 17,4 Prozent). Cashflows nach dem Zeitraum von fünf Jahren werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 0,5 Prozent extrapoliert.

Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Biotechnologie"

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Biotechnologie" wird ebenfalls auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf vom Management für einen Zeitraum von fünf Jahren aufgestellten und durch den Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen basieren. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz beträgt vor Steuern 11,6 Prozent (Vorjahr: 12,2 Prozent). Cashflows nach dem Zeitraum von fünf Jahren werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 0,5 Prozent extrapoliert

Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, die den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet wurden:

Übersicht Buchwerte

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TEUR 2014 2013
Geschäfts- oder Firmenwert Segment "Stammzelleinlagerung - DACH" 12.822 12.822
Geschäfts- oder Firmenwert Segment "Spanien" 592 592
Geschäfts- oder Firmenwert Segment "Biotechnologie" 528 528
  13.942 13.942

Grundannahmen für die Berechnung des Nutzungswerts der Geschäftseinheiten zum 31. Dezember 2014 und zum 31. Dezember 2013

Im Folgenden werden die Grundannahmen erläutert, auf deren Basis die Unternehmensleitung ihre Cashflow-Prognosen zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erstellt hat.

Geplante Bruttogewinnmargen - Die Bruttogewinnmargen werden anhand der durchschnittlichen Bruttogewinnspannen ermittelt, die im unmittelbar vorhergehenden Geschäftsjahr für neu abgeschlossene Verträge erzielt wurden.

Abzinsungssätze - Die Abzinsungssätze spiegeln die Schätzungen der Unternehmensleitung hinsichtlich der den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils zuzuordnenden spezifischen Risiken wider. Dies stellt den von der Unternehmensleitung angewandte Benchmark zur Beurteilung der Betriebsleistung und zur Bewertung zukünftiger Investitionsvorhaben dar. Ausgangspunkt für die Ableitung des Kapitalisierungszinssatzes ist ein risikoloser Zinssatz unter zusätzlicher Berücksichtigung einer Marktrisikoprämie, eines länderspezifischen Risikozuschlages und eines unternehmensspezifischen Betafaktors. Die Verringerung der Abzinsungssätze resultiert aus gesunkenen Zinssätzen für langfristige Wertpapiere sowie bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Spanien" aus gesunkenen Risikozuschlägen.

Sensitivität der getroffenen Annahmen

Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Stammzelleinlagerung - DACH" ist die Unternehmensleitung der Auffassung, dass eine grundsätzlich mögliche Änderung der getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der jeweilige Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Sollten insbesondere die Anzahl der neuen Stammzelldepots aus der Rückgewinnung von Marktanteilen in Österreich und der Schweiz im Planungszeitraum nicht eintreten oder sich der Abzinsungsfaktor erhöhen, könnte sich der Nutzungswert unter den Buchwert verringern. Bei einer Verringerung der jährlichen Free-Cashflows um ca. 370 TEUR im Planungszeitraum oder einer Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 2,5 Prozentpunkte würde sich der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf ihren Buchwert reduzieren.

Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Spanien" ist die Unternehmensleitung der Auffassung, dass eine grundsätzlich mögliche Änderung der getroffenen Grundannahmen ebenfalls dazu führen könnte, dass der jeweilige Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Sollten insbesondere die Anzahl der neuen Stammzelldepots im Planungszeitraum nicht eintreten, könnte sich der Nutzungswert unter den Buchwert verringern. Bei einer Verringerung der jährlichen Free-Cashflows um ca. 95 TEUR im Planungszeitraum oder einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 6,2 Prozentpunkte würde sich der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf ihren Buchwert reduzieren.

Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Biotechnologie" ist die Unternehmensleitung der Auffassung, dass eine grundsätzlich mögliche Änderung der getroffenen Grundannahmen ebenfalls dazu führen könnte, dass der jeweilige Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Sollten insbesondere erwartete Umsätze aus den Entwicklungsprojekten im Planungszeitraum nicht eintreten, könnte sich der Nutzungswert unter den Buchwert verringern. Bei einer Verringerung der jährlichen Free-Cashflows um ca. 220 TEUR im Planungszeitraum oder einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 10,1 Prozentpunkte würde sich der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf ihren Buchwert reduzieren.

11. Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

Übersicht Vorräte

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TEUR 2014 2013
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (bewertet zu Anschaffungskosten) 208 186
Unfertige Leistungen (bewertet zu Herstellungskosten) 89 364
  297 550

Wertminderungen von Vorräten liegen nicht vor.

12. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

Übersicht Forderungen

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TEUR 2014 2013
Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.095 1.177
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.884 2.762
  4.979 3.939

Die im Berichtsjahr entstandenen langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden unter Berücksichtigung ihrer Laufzeit mit einem Zinssatz in Höhe von 4,0 Prozent (2013: 4,0 Prozent) abgezinst. Aufgrund der teilweise langen Laufzeit der Forderungen (bis zu 25 Jahre) werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten gesondert unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Übersicht nicht wertberichtigte Forderungen

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      Davon: Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
TEUR Buchwert Davon: Zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig Weniger als 60 Tage Zwischen 60 und 180 Tagen Zwischen 180 und 360 Tagen Mehr als 360 Tage
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2014 4.979 3.171 459 306 230 775
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2013 3.939 2.415 642 200 35 93

Unter den Forderungen, die mehr als 360 Tage überfällig sind, werden zum überwiegenden Teil Forderungen gegen einen Geschäftskunden des Konzerns ausgewiesen. Die Forderungen waren in den letzten Jahren rechtsanhängig und zum Teil wertberichtigt. Der Prozess vor dem Oberlandesgericht Celle gegen den Geschäftskunden auf Zahlung der ausstehenden Vergütung wurde im Dezember 2014 gewonnen. Die ausstehenden Forderungen zuzüglich Verzugszinsen und Mahngebühren sind sofort vollstreckbar. Aufgrund des für Vita 34 AG positiven Urteils wurde die im Vorjahr gebildete Wertberichtigung in Höhe von 314 TEUR aufgelöst. Darüber hinaus hat die Gesellschaft Anspruch gegenüber dem Geschäftskunden auf Verzugszins und Schadenersatz in Höhe von 238 TEUR.

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

Wertberichtigungen

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TEUR 2014 2013
Stand Wertberichtigungen am 1. Januar 554 454
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigung) 47 100
Auflösung -314 0
Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember 287 554

In der folgenden Tabelle sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt:

Aufwendungen aus ausgebuchten Forderungen

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TEUR 2014 2013
Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen 2 4

Alle Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Ausfallrisiko

Die Forderungsbestände werden laufend überwacht, mit der Folge, dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Eine Bonitätsprüfung erfolgt nur im Zusammenhang mit einer Finanzierung über fremde Kreditinstitute. Kunden des Konzerns werden bei direkten Geschäften auf Kreditbasis keiner Bonitätsprüfung unterzogen, da Erfahrungen aus der Vergangenheit gezeigt haben, dass diese Bonitätsprüfung zu keiner wesentlichen Verringerung des Forderungsausfallrisikos führt.

13. Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Übersicht sonstige Forderungen und Vermögenswerte

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  31.12.2014 31.12.2013
TEUR Gesamt Davon: Kurzfristig Gesamt Davon: Kurzfristig
Finanzielle Forderungen und Vermögenswerte        
Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte 586 586 279 279
Übrige finanzielle Vermögenswerte 620 0 76 0
  1.206 586 355 279
Abgegrenzte Zuschüsse 832 832 836 836
Zuschüsse für Investitionen und Projekte 632 632 978 978
  1.464 1.464 1.814 1.814
  2.670 2.050 2.169 2.093

Unter den finanziellen Forderungen und Vermögenswerten werden insbesondere Forderungen aus der Darlehensgewährung gegenüber nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften der Vita 34 AG ausgewiesen. Die Tochtergesellschaften wurden bisher nicht in den Konzernabschluss mit einbezogen, da diese noch keine operativen Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2014 ausgeübt haben.

Der Vita 34 Gesellschaft für Zelltransplantate m.b.H., Wien, Österreich ("Vita Österreich") wurde im Dezember 2014 ein Darlehen in Höhe von 780 TEUR zum Erwerb der Vivocell Biosolutions GmbH & Co KG, Graz, Österreich ("Vivocell Österreich") zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurde der, der Vita 34 Slovakia, s.r.o. eingeräumte Kreditrahmen von 300 TEUR, in Höhe von 121 TEUR in Anspruch genommen.

14. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, nicht frei verfügbare Zahlungsmittel

Übersicht Zahlungsmittelbestand, nicht frei verfügbare Zahlungsmittel

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TEUR 2014 2013
Nicht frei verfügbare Zahlungsmittel 170 170
Zahlungsmittel: Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 3.730 2.927
  3.900 3.097

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst.

Von den Zahlungsmitteln stehen dem Unternehmen 170 TEUR (2013: 170 TEUR) nicht zur freien Verfügung.

Für Zwecke der Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember wie folgt zusammen:

Übersicht Bestand an Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

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TEUR 2014 2013
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 3.730 2.927
  3.730 2.927

15. Gezeichnetes Kapital und Rücklagen

Übersicht gezeichnetes Kapital und Rücklagen

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  2014 2013
Gezeichnetes Kapital    
Stammaktien zu je EUR 1 (sämtliche voll eingezahlt) 3.026.500 3.026.500
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Zusammensetzung des Eigenkapitals TEUR TEUR
Gezeichnetes Kapital 3.027 3.027
Kapitalrücklagen 18.213 23.950
Gewinnrücklagen 1.390 -5.447
Sonstige Rücklagen -122 0
Eigene Anteile -436 -436
Nicht beherrschende Anteile 88 198
  22.160 21.292

Im Gezeichneten Kapital ist das satzungsgemäße Stammkapital der Vita 34 AG nach deutschen aktienrechtlichen Regelungen ausgewiesen. Das Eigenkapital ist eingeteilt in 3.026.500 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien.

In den Kapitalrücklagen sind über das Stammkapital hinausgehende Einzahlungen und andere Leistungen der Aktionäre im Rahmen von Kapitalmaßnahmen sowie Rücklagen für aktienkursbasierte Vergütungen enthalten. In 2014 wurde der in der Gewinnrücklage ausgewiesene Bilanzverlust 2013 durch eine Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von 5.737 TEUR ausgeglichen.

In den Gewinnrücklagen sind die kumulierten Ergebnisse einschließlich des laufenden Jahresergebnisses ausgewiesen.

Unter den sonstigen Rücklagen werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus einem leistungsorientierten Pensionsplan nach Effekten aus Ertragsteuern ausgewiesen.

Unter den eigenen Anteilen sind Anteile (2,64 Prozent) ausgewiesen, die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Beteiligung an der Secuvita, S.L. erworben wurden.

Die nicht beherrschenden Anteile enthalten die Anteile der Minderheitsgesellschafter der stellacure GmbH und der Secuvita, S.L. an den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, bewertet zum anteilig beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Der auf die Minderheitsgesellschafter der Secuvita, S.L. entfallende Firmenwert wurde hierbei nicht mit aufgedeckt. Nach dem erstmaligen Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet.

Genehmigtes Kapital

Gemäß § 7 Abs. 2 der Satzung der Vita 34 AG besteht ein genehmigtes Kapital. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2014 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. August 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.513.250,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 1.513.250 neuen, auf den Namen lautenden nennwertlosen Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital-2014).

Der Vorstand wird, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates, über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre entscheiden. Ein Bezugsrechtsausschluss ist insbesondere zulässig:

zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;

um Aktien als Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie Arbeitnehmer von verbundenen Unternehmen der Gesellschaft auszugeben;

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen;

soweit dies erforderlich ist, um den Inhabern von im Zeitpunkt der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals-2014 umlaufenden Wandel- und / oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht aus von der Vita 34 AG oder ihren Konzerngesellschaften bereits begebenen oder künftig zu begebenden Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung der Wandel- und / oder Optionsrechte bzw. nach Erfüllung einer Wandlungspflicht als Aktionäre zustehen würde;

wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind.

Über die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital-2014, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 7 Abs. 2 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals und, falls das genehmigte Kapital bis zum 27. August 2019 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, nach Fristablauf der Ermächtigung anzupassen.

16. Darlehen

16.1 Kurzfristig

Übersicht kurzfristige Darlehen sowie kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

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TEUR Zinssatz in % 2014 2013
Darlehen über 600 TEUR 5,24 65 65
Darlehen über 75 TEUR 8,64 16 15
Darlehen über 137 TEUR 0,00 6 60
    87 140

16.2 Langfristig

Übersicht langfristige Darlehen

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TEUR Effektiver Zinssatz
in %
Fälligkeit 2014 2013
Darlehen über 600 TEUR 5,24 2008-2017 116 182
Darlehen über 75 TEUR 8,64 2011-2016 11 28
Darlehen über 137 TEUR 0,00 2013-2024 37 0
      164 210

Das in der Bilanz ausgewiesene Darlehen über 600 TEUR mit der Restschuld in Höhe von 181 TEUR ist durch die Hinterlegung von 80.000 eigenen Aktien besichert.

17. Anteile stiller Gesellschafter

Übersicht stille Beteiligung

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TEUR 2014 2013
Stille Beteiligung MBG 940 940
  940 940

Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen m.b.H. (MBG), Dresden, erhält auf ihre geleistete Einlage bei der Vita 34 AG in Höhe von 940 TEUR ein festes Entgelt in Höhe von 6 Prozent p. a., welches nachträglich vierteljährlich zum 15. März, Juni, September und Dezember eines jeden Jahres fällig ist. Die MBG erhält weiterhin ein gewinnabhängiges Entgelt von 50 Prozent des Jahresüberschusses der Vita 34 AG, höchstens jedoch 1 Prozent p. a. der geleisteten Einlage. Bemessungsgrundlage des gewinnabhängigen Entgelts ist ein um bestimmte Aufwendungen und Erträge korrigierter handelsrechtlicher Jahresüberschuss.

An Verlusten der Vita 34 AG nimmt die MBG nicht teil. Die stille Gesellschaft ist bis zum 30. Juni 2018 befristet.

18. Rückstellungen

Übersicht Rückstellungen

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TEUR Summe
Stand 1. Januar 2014 148
Zuführung 0
Inanspruchnahme -35
Nicht verwendete, aufgelöste Beträge -10
Stand 31. Dezember 2014 103
Kurzfristige Rückstellungen 2014 103
Langfristige Rückstellungen 2014 0
  103
Kurzfristige Rückstellungen 2013 148
Langfristige Rückstellungen 2013 0
  148

Die Rückstellungen beinhalten Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Herstellungserlaubnisse für Entbindungseinrichtungen in Zusammenhang mit der Nabelschnurblutentnahme bei der Geburt.

Darüber hinaus wurden Rückstellungen für erwartete Projektkosten bei einem Public Private Partnership Projekt (PPP) in Mexiko gebildet, die nicht durch Einnahmen aus diesem Projekt gedeckt sind. Im Rahmen der PPP-Projekte werden durch die Gesellschaft Entwicklungsprojekte in den Entwicklungs- und Schwellenländern unterstützt, die dazu beitragen sollen, die Lebensbedingungen der Menschen in diesen Regionen zu verbessern.

19. Pensionsrückstellungen

2014 wurde die Versorgungszusage mit einem Vorstandsmitglied neu geregelt. Danach wurde die bisherige Pensionszusage auf die bis zum 31. Juli 2014 erdienten Ansprüche beschränkt. Hierbei handelt es sich um einen leistungsorientierten Pensionsplan (kapitalgedeckt).

Für den leistungsorientierten Pensionsplan sind Beiträge an einen gesondert verwalteten Pensionsfonds zu leisten.

In den folgenden Tabellen werden die Bestandteile der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen sowie die in der Bilanz angesetzten Beträge dargestellt:

In der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene Aufwendungen für Versorgungsleistungen

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TEUR 2014 2013
Laufender Dienstzeitaufwand 9 8
Zinsaufwand 9 9
Zinsertrag -6 -2
Aufwendungen für Versorgungsleistungen 12 15

Nettoschuld aus leistungsorientierten Verpflichtungen

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TEUR 2014 2013
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung -301 -184
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 358 130
Effekte aus der Ansatzobergrenze -57 0
Schuld aus der leistungsorientierten Verpflichtung 0 -54

In Übereinstimmung mit IAS 19.113 werden der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens saldiert. Zum Planvermögen gehört ein qualifizierender Versicherungsvertrag, der alle der zugesagten Leistungen hinsichtlich ihres Betrages und ihrer Fälligkeit genau abdeckt. Der Ansatz des Planvermögens wird somit auf den Barwert der abgedeckten Verpflichtungen begrenzt. Im Vorjahr wurde der Fehlbetrag aus der leistungsorientierten Verpflichtung in der Konzernbilanz unter den Pensionsrückstellungen erfasst.

Entwicklung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung

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TEUR 2014 2013
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 1. Januar 184 167
Laufender Dienstzeitaufwand 9 8
Zinsaufwand 9 9
Neubewertungen    
Versicherungsmathematische Verluste aufgrund der Veränderung von finanziellen Annahmen 142 0
Erfahrungsbedingte Gewinne -43 0
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 31. Dezember 301 184

Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens

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TEUR 2014 2013
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar 130 117
Zinsertrag 6 2
Neubewertungen    
Erträge aus Planvermögen ohne Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen und -erträgen enthalten sind -23 0
Arbeitgeberbeiträge 371 11
Rückzahlung aus Ablösung einer Rückdeckungsversicherung -126 0
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 358 130

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2014 erfolgte unter Verwendung der biometrischen Rechnungsgrundlage Heubeck RICHTTAFELN 2005 G nach dem modifizierten Teilwertverfahren.

Die versicherungsmathematischen Verluste aus der Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtung und des Planvermögens in Höhe von insgesamt 179 TEUR wurden im sonstigen Ergebnis erfasst. Auf die versicherungsmathematischen Verluste wurden latente Steuern von 57 TEUR gebildet, die ebenfalls im sonstigen Ergebnis berücksichtigt wurden.

Annahmen für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen zum 31.12.2014

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in % 2014 2013
Abzinsungssatz 2,30 4,89
Gehaltstrend 0,00 0,00
Rententrend 1,90 1,90

Unter Berücksichtigung, dass sich die Pensionszusage ausschließlich auf die bis zum 31. Juli 2014 erdienten Ansprüche beschränkt rechnet die Vita 34 AG in 2015 mit keinen Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne.

Sensitivitätsanalysen

Nachfolgend wird eine quantitative Sensitivitätsanalyse der wichtigsten Annahmen zum 31. Dezember 2014 dargestellt:

Annahmen und Szenarien der quantitativen Sensitivitätsanalyse

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  Abzinsungssatz Lebenserwartung von Pensionsberechtigen
TEUR Erhöhung um 0,5
%
Rückgang um 0,5
%
Anstieg um 1 Jahr Rückgang um 1 Jahr
Auswirkung auf die leistungsorientierte Verpflichtung 264 343 310 292

Die vorstehenden Sensitivitätsanalysen wurden mittels eines Verfahrens durchgeführt, das die Auswirkung realistischer Änderungen der wichtigsten Annahmen zum Ende des Berichtszeitraums auf die leistungsorientierte Verpflichtung extrapoliert.

Da kein Anspruch auf Rentensteigerung besteht, ergeben sich hieraus keine Änderungen der künftigen Leistungen.

20. Abgegrenzte Zuwendungen

Die unter den Zuwendungen ausgewiesenen Investitionszuschüsse und -zulagen entwickelten sich wie folgt:

Übersicht Zuwendungen

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TEUR 2014 2013
Stand 1. Januar 1.062 1.079
Während des Geschäftsjahrs gewährt 271 74
Erfolgswirksam aufgelöst -118 -91
Stand 31. Dezember 1.215 1.062
Kurzfristig 94 88
Langfristig 1.121 974
  1.215 1.062

Die Zuwendungen werden entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögenswerte linear aufgelöst.

21. Abgegrenzte Erlöse

Übersicht abgegrenzte Erlöse

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TEUR 2014 2013
Kurzfristig 1.542 1.419
Langfristig 8.367 8.169
  9.909 9.588

Die abgegrenzten Erlöse beinhalten von den Kunden vorab vereinnahmte Lagergebühren, die linear über den Zeitraum der Einlagerung als Erlöse erfasst werden. Zinseffekte wurden entsprechend berücksichtigt.

22. Schulden aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Schulden

Übersicht Schulden

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TEUR 2014 2013
Finanzielle Schulden    
Kurzfristige Schulden aus Lieferungen und Leistungen 696 1.127
Sonstige Schulden 594 784
  1.290 1.911
Nichtfinanzielle Schulden    
Leistungen an Arbeitnehmer 355 134
Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen 131 60
  486 194
  1.776 2.105

Konditionen zu oben aufgeführten finanziellen Verbindlichkeiten:

Schulden aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben im Normalfall eine Fälligkeit von 30 Tagen.

Sonstige Schulden sind nicht verzinslich und haben eine durchschnittliche Fälligkeit von ebenfalls 30 Tagen. Die nichtfinanziellen Schulden beinhalten im Wesentlichen Abgrenzungen kurzfristig fälliger Leistungen an Arbeitnehmer.

Zinsschulden werden im Normalfall monatlich oder quartalsweise beglichen.

23. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Buchwerte und Wertansätze nach Bewertungskategorien

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    Wertansatz Bilanz
TEUR Buchwert 31.12.2014 Fortgeführte Anschaffungskosten Zeitwert 31.12.2014
Aktiva      
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.900 3.900 3.900
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.979 4.979 4.943
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.206 1.206 1.206
Passiva      
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 251 251 251
Anteile stille Gesellschafter 940 940 940
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 696 696 696
Sonstige unverzinsliche Schulden 594 594 594
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien      
Kredite und Forderungen 10.085 10.085 10.049
Finanzverbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 2.481 2.481 2.481

Buchwerte und Wertansätze nach Bewertungskategorien

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    Wertansatz Bilanz
TEUR Buchwert 31.12.2013 Fortgeführte Anschaffungskosten Zeitwert 31.12.2013
Aktiva      
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.097 3.097 3.097
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.939 3.939 3.899
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 355 355 355
Passiva      
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 350 350 350
Anteile stille Gesellschafter 940 940 940
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 1.127 1.127 1.127
Sonstige unverzinsliche Schulden 784 784 784
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien      
Kredite und Forderungen 7.391 7.391 7.351
Finanzverbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 3.201 3.201 3.201

23.1 Beizulegender Zeitwert

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Verwendung eines marktüblichen Zinssatzes. Die Einordnung erfolgte in die Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie.

Schulden aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Schulden haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.

Die Zeitwerte der in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten langfristigen Darlehen und Anteilen an stillen Beteiligungen wurden durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Die Einordnung erfolgte jeweils in die Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie.

23.2 Nettoergebnis nach Bewertungskategorien

Nettoergebnisse

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TEUR 2014 2013
Kredite und Forderungen 368 -25
Finanzverbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten -96 -205
Summe 272 -230

Sämtliche Komponenten des Nettoergebnisses werden unter den Zinserträgen und Zinsaufwendungen erfasst. Ausgenommen hiervon sind die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen, Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungsverluste der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen saldiert in Höhe von 265 TEUR (2013: -104 TEUR), die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden.

Die Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien setzen sich im Wesentlichen aus Zinserträgen und -aufwendungen in Höhe von insgesamt 7 TEUR (2013: -126 TEUR) und dem Saldo aus Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigung von Forderungen und Aufwendungen aus der Abwertung von Forderungen in Höhe von 265 TEUR (2013: -104 TEUR) zusammen.

23.3 Analyse der Fälligkeit finanzieller Verpflichtungen

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Vergütungen und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten ersichtlich:

Analyse der Fälligkeit finanzieller Verpflichtungen

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TEUR 2015 2016 2017 ff.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 89 83 97
Anteile an stillen Gesellschaften 66 66 1.043
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 1.238 9 70
Summe 1.393 158 1.210

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2014 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Die variablen Vergütungen aus den Finanzinstrumenten, welche sich im Wesentlichen in Abhängigkeit von den erzielten Jahresergebnissen berechnen, wurden unter Zugrundelegung der Planungsrechnung der Vita 34 AG ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

23.4 Liquiditätsrisiko

Ziel des Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und mittelfristige Anlageformen wie Fonds zu bewahren. Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses mittels eines Liquiditätsplanungs-Tools. Dieses Tool berücksichtigt die Laufzeiten der finanziellen Vermögenswerte (z. B. Forderungen, andere finanzielle Vermögenswerte) sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit.

23.5 Kreditrisiko

Der Konzern schließt Geschäfte überwiegend mit Privatkunden ab. Bonitätsprüfungen erfolgen im Rahmen von Ratenzahlungsvereinbarungen im Segment "Stammzelleinlagerung - DACH" durch die TEBA Kreditbank GmbH & Co. KG. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, so dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den in Anhangangabe 12 ausgewiesenen Buchwert begrenzt. Im Konzern bestehen keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken.

Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente.

23.6 Zinsänderungsrisiko

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken, da die Mehrzahl der Darlehensverträge sowie die Verträge zu den stillen Beteiligungen mit fixen Zinssätzen abgeschlossen wurden.

23.7 Fremdwährungsrisiko

Der Konzern hat in der Berichtsperiode Umsätze sowie Aufwendungen in Schweizer Franken (CHF) getätigt. Änderungen des Euro / CHF-Wechselkurses können sich daher grundsätzlich auf die Konzernbilanz auswirken. Weitere wesentliche Transaktionen werden nicht in Fremdwährungen abgewickelt.

Der Kurs zum 31. Dezember 2014 betrug 1,20 Euro / CHF. Der von der Schweizer Notenbank festgesetzte untere Interventionskurs von 1,20 Euro / CHF wurde am 15. Januar 2015 aufgegeben. Infolge dessen ist der Kurs kurzfristig auf 0,85 Euro / CHF abgesunken und hat sich zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Abschlusses bei 1,04 Euro / CHF eingependelt.

Eine grundsätzlich mögliche Erhöhung des Kurses um 20 Prozent würde aufgrund der Änderung von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Schulden zu einer Änderung des Konzernergebnis vor Steuern sowie des Eigenkapitals des Konzerns von jeweils 102 TEUR führen. Im Vergleich zum aktuellen Berichtsjahr wird das Ergebnis des künftigen Berichtsjahres somit stärker von Schwankungen des Euro / CHF-Wechselkurses beeinflusst werden.

24. Erfolgsunsicherheiten und andere Verpflichtungen

24.1 Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen - Konzern als Leasingnehmer

Der Konzern hat für verschiedene Kraftfahrzeuge und technische Anlagen Leasingverträge abgeschlossen. Die Leasingverträge haben eine durchschnittliche Laufzeit zwischen zwei und fünf Jahren und enthalten keine Verlängerungsoptionen. Dem Leasingnehmer werden keinerlei Verpflichtungen bei Abschluss dieser Leasingverhältnisse auferlegt.

Der Konzern hat darüber hinaus Mietverträge zur Nutzung von Räumlichkeiten abgeschlossen.

Alle Leasingverhältnisse sind gemäß IAS 17 als Operating-Leasing eingestuft und bewertet.

Zum Abschlussstichtag bestehen folgende zukünftige Mindestleasingzahlungsverpflichtungen aufgrund unkündbarer Operating-Leasingverhältnisse:

Übersicht Mindestleasingzahlungsverpflichtungen

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TEUR 2014 2013
Innerhalb eines Jahres 696 790
Zwischen einem und fünf Jahren 1.342 2.423
  2.038 3.213

24.2 Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen

Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2014 hat der Konzern keine Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen (2013: 0 TEUR).

24.3 Rechtsstreitigkeiten

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der Secuvita, S.L. durch die Novel Pharma, S.L. wurde Klage gegen die Secuvita, S.L. und deren ehemalige Gesellschafter eingereicht. Mit der Klage des bei der Secuvita, S.L. als Gesellschafter verbliebenen Anteilshabers wird die Erklärung der Unwirksamkeit der Übertragung der Anteile an der Secuvita, S.L. an die Novel Pharma, S.L. wie auch die Nichtigkeit der Gesellschafterbeschlüsse der Secuvita, S.L. in ihrer Sitzung vom 30. Juni 2010 beantragt. Unter Berücksichtigung der geringen Erfolgsaussichten der Klage hat die Gesellschaft auf die Bildung einer Rückstellung im Jahresabschluss verzichtet.

24.4 Eventualschulden

Aus dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung bei der stellacure GmbH in 2013 resultierten Eventualverbindlichkeiten von 477 TEUR gegenüber dem Verkäufer, die zum beizulegenden Zeitwert von 0 TEUR angesetzt wurden. Dabei handelt es sich um Verbindlichkeiten, deren Fälligkeit laut Kaufvertrag unter einer Bedingung steht, deren Eintritt nach derzeitiger Einschätzung als unwahrscheinlich angesehen wird.

25. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

In den Konsolidierungskreis wurden die Vita 34 AG und folgende Tochterunternehmen einbezogen:

Übersicht in Konsolidierung einbezogene Tochterunternehmen

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  Anteil am Eigenkapital
Name, Sitz 2014
in %
2013
in %
Novel Pharma, S.L., Madrid, Spanien 100,0 100,0
Secuvita, S.L., Madrid, Spanien 88,0 88,0
stellacure GmbH, Hamburg, Deutschland 75,2 75,2

Als nahe stehende Unternehmen und Personen gelten Tochtergesellschaft, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, Aktionäre mit maßgeblichen Einfluss und Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens.

Die folgende Tabelle enthält die Gesamtbeträge aus Transaktionen zwischen nahe stehenden Unternehmen und Personen für das betreffende Geschäftsjahr:

Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

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TEUR Empfangene Leistungen sowie sonstige Aufwendungen von nahe stehenden Unternehmen und Personen Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen und Personen Verbindlichkeiten gegen nahe stehende Unternehmen und Persoen
Tochterunternehmen der Vita 34 AG      
VITA 34 Gesellschaft für Zelltransplantate m.b.H. Österreich      
2014 16 0 16
2013 5 0 22
VITA 34 Slovakia, s.r.o.      
2014 0 0 0
2013 0 16 0

Gewährte Darlehen an nahe stehenden Unternehmen und Personen

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TEUR Erhaltene Zinsen Forderungen
Tochterunternehmen der Vita 34 AG    
VITA 34 Gesellschaft für Zelltransplantate m.b.H. Österreich    
2014 1 782
2013 0 0
VITA 34 Slovakia, s.r.o.    
2014 1 120
2013 0 10

Das an die VITA 34 Gesellschaft für Zelltransplantate m.b.H. (Österreich) gewährte Darlehen dient der Finanzierung des Erwerbs sämtlichen Aktivvermögens der Vivocell Biosolutions GmbH & Co KG, Graz, Österreich. Das Darlehen ist nicht besichert und ist spätestens am Ende der Laufzeit (31. Dezember 2019) zu tilgen. Der Zinssatz beträgt 200 Basispunkte über der Euro lnterbank Offered Rate und wird jährlich angepasst.

An die VITA 34 Slovakia, s.r.o. wird eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 300 TEUR gewährt. Die Betriebsmittelkreditlinie ist nicht besichert und hat eine unbegrenzte Laufzeit. Der Zinssatz beträgt 200 Basispunkte über der Euro lnterbank Offered Rate und wird jährlich angepasst.

Aufwendungen an nahestehenden Unternehmen und Personen

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TEUR 2014 2013
Es besteht eine Vereinbarung mit einem ehemaligen Vorstandsmitglied hinsichtlich von Nutzungs- und Verwertungsbefugnissen an einer Patentanmeldung und zwei Patenten. Der Vita 34 AG sind die betreffenden Patente bzw. Patentanmeldungen von dem ehemaligen Vorstandsmitglied dauerhaft zur Nutzung überlassen.    
Für die Überlassung sind in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 keine Vergütungen angefallen.    
Vergütung der Personen in Schlüsselpositionen des Konzerns:    
Kurzfristig fällige Leistungen:    
Aufsichtsratsvergütungen 90 27
Vorstandsgehälter 606 521

Der Konzern hat sich gegenüber einem Unternehmen, das einem Mitglied des Aufsichtsrates nahe steht, zur Erbringung von Leistungen in Höhe von 195 TEUR verpflichtet. 2014 erfolgte noch keine Abrechnung gegenüber dem nahestehenden Unternehmen.

2013 wurden von einer einem Aufsichtsratsmitglied nahestehenden GmbH Dienstleistungen gegenüber dem Konzern erbracht. Die Aufwendungen des Konzerns für die in Anspruch genommenen Dienstleistungen beliefen sich auf 30 TEUR.

2014 wurden von einer Rechtsanwaltskanzlei, für die ein Aufsichtsratsmitglied tätig ist, Dienstleistungen gegenüber dem Konzern erbracht. Die Aufwendungen des Konzerns für die in Anspruch genommenen Dienstleistungen beliefen sich auf 2 TEUR. (Vj.: 0 TEUR).

An Herrn Dr. Gerth (Vorstandsvorsitzender) wurden im Geschäftsjahr Mietzahlungen für die Nutzung von Lagerräumen in Höhe von 10 TEUR (Vj.: 10 TEUR) gezahlt.

Des Weiteren besteht ein Anstellungsvertrag mit der Lebensgefährtin von Herrn Dr. Gerth (Vorstandsvorsitzender).

Mit Herrn Dr. med. Eberhard F. Lampeter (ehemaliges Mitglied des Vorstandes) wurde 2012 eine Vereinbarung über die vorzeitige Vertragsbeendigung zum 31. Juli 2012 geschlossen. Als Ausgleich der zugesagten variablen Vergütungsbestandteile wurden 2014 Vergütungsaufwendungen in Höhe von 97 TEUR berücksichtigt.

26. Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 314 HGB

Bei den nachfolgenden Angaben zur Vorstandsvergütung handelt es sich um gesetzlich vorgesehene Anhangangaben nach dem Handelsgesetzbuch (vgl. § 314 HGB) sowie um Angaben aufgrund der Vorgaben des Corporate Governance Kodex.

Der Vorstand der Vita 34 AG besteht derzeit aus zwei Mitgliedern.

Im Geschäftsjahr 2014 waren folgende Herren zum Vorstand gewählt:

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Dr. André Gerth Vorstandsvorsitzender (CEO)
Jörg Ulbrich Finanzvorstand (CFO)

Im Geschäftsjahr 2014 wurden die dienstvertraglichen Regelungen jeweils neu gefasst.

26.1 Systematik der Vorstandsvergütung und Überprüfung

Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung werden gemäß § 87 Aktiengesetz vom Aufsichtsrat festgesetzt. Dabei umfasst die Vergütung des Vorstands der Vita 34 AG fixe und variable Bestandteile sowie sonstige Vergütungen.

26.2 Fixe Vergütung, variable Erfolgsvergütung und Nebenleistungen

Der fixe Bestandteil ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung, die monatlich in gleichen Beträgen ausgezahlt wird. Der variable Vergütungsbestandteil, der sich auf die Ziele für jeweils ein Geschäftsjahr bezieht, orientiert sich an der Erreichung bestimmter quantitativer Ziele und ist der Höhe nach begrenzt. Im Geschäftsjahr 2014 handelte es sich bei den quantitativen Zielen um das Ergebnis vor Steuern (EBIT).

Zusätzlich haben die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen erhalten, die im Wesentlichen aus Versicherungsleistungen und der Privatnutzung der Firmen-Pkw bestehen und von den Vorstandsmitgliedern individuell zu besteuern sind.

26.3 Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2014

Für das Geschäftsjahr 2014 betrug die Vergütung der Mitglieder des Vorstands für ihre Tätigkeit insgesamt 606 TEUR (2013: 521 TEUR). Einzelheiten zur Vergütung der Vorstandsmitglieder ergeben sich in individualisierter Form aus nachfolgender Tabelle. Die variable Vergütung wurde mit den auf das Unternehmensergebnis 2014 berechneten Beträgen angegeben.

Gewährte Zuwendungen des Vorstands der Vita 34 AG

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  Dr. André Gerth Vorstandsvorsitzender Jörg Ulbrich Finanzvorstand
TEUR 2013 2014 2014 (min) 2014 (max) 2013 2014 2014 (min) 2014 (max)
Erfolgsunabhängige Komponente                
Festvergütung 180 189 189 189 120 125 125 125
Vergütung für die Nichtinanspruchnahme von Urlaub 25 0 0 0 0 0 0 0
Nebenleistungen 26 20 20 20 17 20 20 20
Summe 231 209 209 209 137 145 145 145
Erfolgsabhängige Komponente                
Einjährige variable Vergütung 84 107 0 240 84 107 0 180
Summe 315 316 209 449 221 252 145 325
Versorgungsaufwand 10 35 35 35 0 0 0 0
Summe 325 351 244 484 221 252 145 325

Zufluss gewährter Zuwendungen des Vorstands der Vita 34 AG

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  Dr. André Gerth Vorstandsvorsitzender Jörg Ulbrich Finanzvorstand
TEUR 2013 2014 2013 2014
Erfolgsunabhängige Komponente        
Festvergütung 180 189 120 125
Vergütung für die Nichtinanspruchnahme von Urlaub 0 25 0 0
Nebenleistungen 26 20 17 20
Summe 206 234 137 145
Erfolgsabhängige Komponente        
Einjährige variable Vergütung 84 96 84 96
Summe (Gesamtbezüge gemäß DRS 17) 290 330 221 241
Versorgungsaufwand 10 35 0 0
Summe (Gesamtbezüge gemäß DCG-Kodex) 300 365 221 241

Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten in Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

Im Zuge der Umstellung der Versorgungszusage für ein Vorstandsmitglied sind in 2014 einmalige Zahlungen an einen Pensionsfonds in Höhe von 245 TEUR unter Berücksichtigung der Erstattungen aus der Auflösung der Rückdeckungsversicherung in Höhe von 126 TEUR angefallen.

26.4 Vorstandsvergütung für Geschäftsjahre ab 2015

Änderungen in der Vergütung der Vorstände ergeben sich dahingehend, dass mit Beginn des Jahres 2015 der Vorstand eine leistungs- und zielabhängige, variable Vergütung erhält. Der Zielbetrag der variablen Vergütung ist bei einem Zielerreichungsgrad von 100 Prozent für jeweils alle vereinbarten Teilzielstellungen sowie inklusive des Ermessensbonus im Betrag begrenzt. Die variable Vergütung setzt sich aus den vier Teilkomponenten "Strategische Unternehmensziele" (Komponente I), "EBIT-Ziel" (Komponente II), "Aktienkursperformance" (Komponente III) und "Ermessensbonus" (Komponente IV) zusammen.

26.5 Vorzeitige Beendigung des Anstellungsverhältnisses

Im Rahmen der Neugestaltung der dienstvertraglichen Regelungen im Geschäftsjahr 2014 wurde einem Vorstandsmitglied Zusagen über Leistungen bei der vorzeitigen Beendigung seines Dienstvertrags im Fall eines Kontrollwechsels (change-of-control) vereinbart. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn ein Aktionär oder Dritter direkt oder indirekt mehr als 50 Prozent der Stimmrechte an der Vita 34 AG besitzt oder ein Unternehmensvertrag nach § 291 AktG abgeschlossen wird bzw. die Gesellschaft gemäß § 319 AktG eingegliedert wird, oder die Vita 34 AG auf einen anderen Rechtsträger verschmolzen wird. Die zugesagten Leistungen umfassen die Abgeltung der kapitalisierten Bezüge (Festgehalt und Tantieme) sowie einen Anspruch auf Abfindung. Beide Beträge sind in ihrer Höhe begrenzt.

26.6 Aktienbasierte Vergütung

Die Vorstände der Vita 34 AG erhalten keine zusätzliche aktienbasierte Vergütung.

26.7 Vergütung des Aufsichtsrates (Vergütungsbericht)

Der Aufsichtsrat der Vita 34 AG besteht derzeit aus 3 Mitgliedern.

Im Geschäftsjahr 2014 waren folgende Herren zum Aufsichtsrat bestellt.

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Dr. Hans-Georg Giering Geschäftsführender Gesellschafter: Magnosco GmbH
Dr. Holger Födisch Vorstand der Dr. Födisch Umweltmesstechnik AG
Alexander Starke Rechtsanwalt, bei der FSR.Recht GbR

Organbezüge wurden im Jahr 2014 in Höhe von 90 TEUR (2013: 27 TEUR) gezahlt.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates bestimmt sich nach § 18 der Satzung. Diese Regelung beruht in ihrer aktuellen Fassung auf dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2014 mit Wirkung zum 1. Januar 2014. Die Vergütung ist als fixe Vergütung vereinbart und wird pro Quartal an die Aufsichtsratsmitglieder ausgezahlt. Dabei wurden die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden sowie dessen Stellvertreter besonders berücksichtigt.

Bezüge des Aufsichtsrats der Vita 34 AG

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TEUR 2014
Dr. Hans-Georg Giering (Vorsitzender) 32
Dr. Holger Födisch (stellvertretender Vorsitzender) 36
Alexander Starke 22

Bezüglich sonstiger Vergütungen oder gewährter Vorteile an Mitglieder des Aufsichtsrates bzw. ihnen nahe stehenden Unternehmen und Personen verweisen wir auf unsere Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen (siehe Anhangangabe 25).

Den Vorsitz des Aufsichtsrates hatte bis zum 31. Juli 2014 Herr Dr. Holger Födisch inne. Mit Wirkung ab 1. August 2014 hat Herr Dr. Hans-Georg Giering den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden übernommen.

27. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten Finanzinstrumente umfassen verzinsliche Darlehen und stille Beteiligungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Anlagen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene weitere finanzielle Vermögenswerte und Schulden wie zum Beispiel Forderungen und Schulden aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit entstehen.

Der Konzern nutzt ausschließlich Finanzanlagen mit gutem Rating, bester Sicherheitsorientierung und kurzfristiger Verfügbarkeit der Mittel.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns bestehen aus Ausfallrisiken und Liquiditätsrisiken. Die Unternehmensleitung erstellt und überprüft Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist sicherzustellen, dass es zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Die Vita 34 AG hat intern als Zielwert eine Eigenkapitalquote von über 50 Prozent festgelegt.

Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen vor unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner oder eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2014 bzw. 31. Dezember 2013 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen. Das Kapital umfasst das bilanziell ausgewiesene Eigenkapital.

28. Ergebnisse nach der Berichtsperiode

Mit schuldrechtlichem Vertrag vom 1. Dezember 2014 hat die Vita Österreich, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Vita 34 AG, sämtliches zum Geschäftsbetrieb notwendiges Aktivvermögen der insolventen Vivocell mit Wirkung vom 2. Januar 2015 erworben. Die Vivocell war bisher der österreichische Marktführer für Stammzelldepots aus Nabelschnurblut. Im Rahmen des Erwerbs der Assets wurden ca. 13.000 Stammzelldepots aus Nabelschnurblut auf die Vita Österreich übertragen (siehe Anhangangaben 3).

Der Kaufpreis für die Assets betrug 650 TEUR zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer, wovon 238 TEUR auf das Anlagevermögen (insbesondere Lagertanks, Stickstoffversorgungsanlage, Equipment zur Aufbewahrung von Nabelschnurblut und -gewebe sowie Büro- und Geschäftsausstattung) und 412 TEUR auf die sonstigen übernommenen Vermögenswerte der Vivocell (insbesondere Stammzellbank, Firmenwert und Kundenstamm etc.) entfielen. Die für den Kauf erforderlichen finanziellen Mittel wurden der Vita Österreich durch ein Darlehen der Vita 34 AG in Höhe von 780 TEUR zur Verfügung gestellt.

Das Labor der Vivocell in Graz wurde 2015 geschlossen. Die Lagerung der bisherigen Stammzelldepots sowie der neu eingelagerten Stammzelldepots erfolgen in Deutschland bei der Vita 34 AG. Durch den Erwerb der Assets der Vivocell ergeben sich für den Konzern zukünftige Synergieeffekte, die zum Teil durch eine verstärkte Auslastung des Labors in Leipzig sowie Synergien im Marketingbereich begründet sind.

Aufgrund der damit verbundenen Ausweitung des Geschäftsbetriebes der Vita Österreich wird die Gesellschaft ab 2015 voll konsolidiert werden. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation anzusetzenden Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der Vivocell umfassen insbesondere die folgenden Positionen:

Übernommene Einlagerungsverträge

Stammzellbank aus autologen und allogenen Stammzelldepots

Erworbenes Sachanlagevermögen

Latente Steuern

(Eventual)verbindlichkeiten gegenüber dem Verkäufer aus einer variablen Kaufpreiszahlung

Unter Berücksichtigung der bisher vorliegenden Unterlagen insbesondere zu den übernommenen Einlagerungsverträgen ist eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der erworbenen immateriellen Vermögenswerte zum Erwerbszeitpunkt noch nicht abschließend möglich. Der Wert des übernommenen Sachanlagevermögens beläuft sich auf ca. 238 TEUR.

29. Honorare und Dienstleistungen der Abschlussprüfer gemäß § 314 HGB

Das für die Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

Übersicht Honorare für Abschlussprüfungen

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TEUR 2014 2013
Honorare für Abschlussprüfungen 69 61
davon auf das Vorjahr entfallender Honorarbetrag für Abschlussprüferleistungen 13 0

Unter den Honoraren für Abschlussprüfungen werden insbesondere Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses ausgewiesen.

 

Leipzig, den 19. März 2015

Vorstand der Vita 34 AG

Dr. André Gerth, Vorstandsvorsitzender

Jörg Ulbrich, Finanzvorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Leipzig, im März 2015

Vorstand der Vita 34 AG

Dr. André Gerth, Vorstandsvorsitzender

Jörg Ulbrich, Finanzvorstand

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der Vita 34 AG, Leipzig, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Leipzig, 19. März 2015

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mandler, Wirtschaftsprüfer

Schenke, Wirtschaftsprüfer