![]() Vita 34 AGLeipzigKonzernabschluss 2016BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionäre,der Aufsichtsrat hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr intensiv mit der Auswirkung der Akquisitionen auf die strategische Ausrichtung, ihrer Integration und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit Sonderthemen befasst. Er hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2016 stets überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren zum einen die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands und zum anderen die regelmäßigen Konsultationsgespräche zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsratsvorsitzenden. Zwischen den regulären Aufsichtsratssitzungen hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende mindestens einmal im Monat mit dem Vorstand getroffen, um einen umfassenden Informationsaustausch zwischen den Gremien zu gewährleisten. Innerhalb des Aufsichtsratsgremiums hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende ebenfalls mindestens einmal im Monat mit seinem Stellvertreter und ausgewählten Mitgliedern des Aufsichtsrats zu aktuellen Themen der Gesellschaft ausgetauscht. Alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung wurden vom Vorstand mit dem gesamten Aufsichtsgremium offen diskutiert. So war der Aufsichtsrat stets über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Strategie, die Unternehmensplanung, die Risikolage und das Risikomanagement, die Compliance, die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle sowie über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt informiert. Der Aufsichtsrat trat im Jahr 2016 an sieben Tagen zu Sitzungen zusammen. In Übereinstimmung mit den Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft wurden Sitzungen auch in Form von Telefonkonferenzen abgehalten. In sämtlichen Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens einschließlich der Risikolage informiert. Der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Stellvertreter sowie weitere zwei Mitglieder des Aufsichtsrats haben an allen Sitzungen teilgenommen. Ein Aufsichtsratsmitglied hat aus dringenden Gründen an einer Beratung und ein Aufsichtsratsmitglied aus gesundheitlichen Gründen an vier Beratungen nicht teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet. Interessenkonflikte bei Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern wurden dem Aufsichtsrat im Berichtszeitraum nicht mitgeteilt. Schwerpunkt der Beratungen im AufsichtsratNeben den übergreifenden Themen hat sich der Aufsichtsrat mit spezifischen Themen einzelner Bereiche befasst und, wenn erforderlich, die notwendigen Beschlüsse gefasst. Deutliche Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats im Berichtsjahr waren Fragen im Bereich Marketing und Vertrieb, die Gestaltung der Integration und die zukünftige Ausrichtung der Bio Save d.o.o. in Serbien, der AS "Imunolita" in Litauen und der ehemaligen StemCare ApS in Dänemark sowie die Effizienzsteigerung bei internen Prozessen und beim Risikomanagement. Insbesondere wurden auf Anregung des Aufsichtsrats die internen Prozesse im Umgang mit dem Abruf und der Mittelverwendung von Fördermitteln neu geordnet. Die vom Vorstand daraufhin beschlossene Richtlinie zum Umgang mit Fördergeldern trägt wesentlich dazu bei, diesbezügliche Risiken für die Gesellschaft zu minimieren. Weiterhin wurde die mehrjährige variable Vergütung der Mitglieder des Vorstands für den Zeitraum von 2016 bis 2018 neu festgelegt. Einzelheiten dazu finden sich im Vergütungsbericht des Vorstands auf Seite 118 des Geschäftsberichts. Gleichzeitig widmete der Aufsichtsrat der Gestaltung der Zusammenarbeit innerhalb des Vorstands und seiner internen Aufgabenteilung sehr viel Aufmerksamkeit. Bedingt durch die Erweiterung des Vorstands wurde die Aufgabenverteilung für den Vorstand im Rahmen der Geschäftsordnung vom Aufsichtsrat in Übereinstimmung mit dem Vorstand angepasst. Auf maßgebliches Betreiben des Aufsichtsrats hin wurden die Compliance-Richtlinien der Gesellschaft überarbeitet und grundlegend modernisiert. Schließlich unterzog sich der Aufsichtsrat in seiner Klausurberatung im November 2016 der Selbstevaluierung seiner Tätigkeit mit dem Ergebnis, dass er effizient arbeitet. Es wurde von allen Aufsichtsratsmitgliedern herausgearbeitet, dass eine personelle Verkleinerung des Gremiums im derzeitigen Entwicklungsstadium unserer Gesellschaft zu weiteren Effizienzsteigerungen führen könnte. Veränderung im VorstandMit Wirkung zum 1. Juni 2016 hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Wolfgang Knirsch zum Vorstand der Vita 34 AG bestellt. Er ist zuständig für die Bereiche Marketing und Vertrieb. Mit seiner Berufung stärkt der Aufsichtsrat das Vorstandsteam mit dem Ziel, die ständig steigenden marktstrategischen Herausforderungen zu meistern, um die Vita 34 AG unter Beibehaltung ihres profitablen Wachstums zu einem weltweit führenden Dienstleister für die Einlagerung von Stammzellen zu entwickeln. Dr. Wolfgang Knirsch stellte sich am 25. August 2016, anlässlich der Hauptversammlung unserer Gesellschaft, sehr erfolgreich den Fragen aller Aktionäre. Corporate GovernanceDer Aufsichtsrat hat sich mit der Weiterentwicklung der Corporate-Governance-Grundsätze im Unternehmen beschäftigt und dabei die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 5. Mai 2015 berücksichtigt. Im März 2017 wurde seitens des Vorstands und des Aufsichtsrats eine Entsprechenserklärung abgegeben, die im Kapitel "Corporate Governance" auf Seite 50 des Geschäftsberichts abgedruckt und auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht ist. Jahres- und Konzernabschluss, AbschlussprüfungDer Jahresabschluss der Vita 34 AG wird nach den Vorgaben des HGB aufgestellt, der Konzernabschluss nebst zusammengefasstem Lagebericht der Vita 34 AG auf der Grundlage der §§ 315, 315 a HGB i. V. m. den internationalen Rechnungslegungsstandards (International Financial Reporting Standards - IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Abschlussprüfer, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stuttgart (Zweigniederlassung Leipzig), hat den Jahresabschluss der Vita 34 AG, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht geprüft. Der Prüfauftrag wurde im Einklang mit dem Beschluss der Hauptversammlung, den gesetzlichen Vorgaben und den Vorgaben des DCGK erteilt. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die Abschlüsse die Regeln des HGB und des IFRS eingehalten haben. Der Jahres- und der Konzernabschluss haben uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erhalten. Die Abschlussunterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats in Gegenwart und nach einem Bericht des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Die Vertreter des Abschlussprüfers haben auf dieser Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und über das Kontroll- und Risikomanagementsystem hinsichtlich der Rechnungslegung berichtet. Sie sind dabei auch auf Umfang, Schwerpunkt und Kosten der Abschlussprüfung eingegangen, sie haben ferner ausgeführt, dass keine Befangenheitsgründe vorliegen; Ernst & Young hat ausschließlich Prüfungsleistungen erbracht. Den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht hat der Aufsichtsrat geprüft. Als Ergebnis unserer eigenen Prüfung waren keine Einwände gegen den Jahresabschluss der Vita 34 AG, den Konzernabschluss der Vita 34 AG und den zusammengefassten Lagebericht sowie die entsprechenden Prüfungsberichte der Abschlussprüfer zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmte nach seiner eigenen Prüfung den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu, stellte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Vita 34 AG fest und billigte den Konzernabschluss. Mit dem zusammengefassten Lagebericht und insbesondere der Beurteilung der weiteren Entwicklung des Unternehmens ist der Aufsichtsrat einverstanden. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die in diesem Geschäftsjahr geleistete Arbeit.
27. März 2017 Für den Aufsichtsrats Dr. Hans-Georg Giering, Vorsitzender des Aufsichtsrats Zusammengefasster LageberichtGrundlagen der Gesellschaft und des KonzernsGeschäftsmodellDas Kerngeschäft von Vita 34 ist die Gewinnung, Aufbereitung und Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe. Mit 155.000 Stammzelldepots im Konzern ist das im Jahr 1997 gegründete Unternehmen heute die mit Abstand größte Stammzellbank im deutschsprachigen Raum und die zweitgrößte private Nabelschnurblutbank in Europa. Der Konzern ist mit rund 122 Mitarbeitern in 29 Ländern in Europa und weltweit tätig. Zum Zeitpunkt der Geburt bietet sich die Möglichkeit, die besten Stammzellen für das Leben zu sichern -junge und vitale Stammzellen aus der Nabelschnur. Dazu arbeitet Vita 34 mit rund 2.000 Entbindungseinrichtungen und 15.000 Gynäkologen in Deutschland und weiteren europäischen Ländern zusammen. Vita 34 schult regelmäßig Gynäkologen und Hebammen für die Entnahme von Nabelschnurblut und -gewebe, um eine größtmögliche Prozesssicherheit zu gewährleisten. Nach Entnahme der Stammzellen werden diese in einer speziellen Transportverpackung mittels Kurier zum Stammzelllabor von Vita 34 in Leipzig transportiert. Dort werden sie anschließend bei ca. minus 180 Grad dauerhaft konserviert (Kryokonservierung) und gelagert. Sie stehen somit über viele Jahrzehnte für eine eventuelle therapeutische Anwendung zur Verfügung. Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe sind vitale Alleskönner und bieten ein enormes medizinisches Potenzial. Sie können sich unbegrenzt teilen und weiterentwickeln. Aus ihnen bilden sich die verschiedenen Gewebetypen aus, etwa Haut, Muskeln oder Knochen. Diese Fähigkeit macht sie für eine therapeutische Anwendung und die Gesundheitsvorsorge sehr interessant. Schon heute werden Stammzellen unter anderem im Rahmen einer Krebsbehandlung, bei der Therapie von Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselstörungen oder Hirnschäden angewendet. Zudem wird im Bereich der Regenerativen Medizin die Anzahl von Krankheiten, die sich mithilfe von Stammzellen behandeln lassen, weiter zunehmen. Die Forschung wird weltweit vorangetrieben, sodass in Zukunft Verletzungen, die Folgen von Herzinfarkt und Schlaganfall oder der Verschleiß von Knochen und Knorpel mit körpereigenen Stammzellen behandelt werden können. Ob Autoimmunerkrankung, Sportverletzung oder degenerative Herz-Kreislauf-Erkrankungen - als Stammzellbank bietet Vita 34 ein Vorsorgeprodukt, das im Rahmen einer Stammzelltherapie angewendet werden kann. Mit der Einlagerung der Stammzellen aus der Nabelschnur investieren Eltern in den medizinischen Fortschritt und sichern ihrem Kind direkt bei seiner Geburt eine einmalige Chance. Der Name Vita 34 steht für die Einhaltung höchster Qualitätsstandards. Dies spiegelt sich auch in den vielfältigen Genehmigungen und Zulassungen wider, die dem Unternehmen die Innovationsführerschaft unter den Nabelschnurblutbanken in Europa sichern. So verfügt Vita 34 als einzige private Stammzellbank in Deutschland zusätzlich zur Erlaubnis zur autologen Abgabe von Nabelschnurblut über:
Vita 34 beteiligt sich aktiv an der angewandten Stammzellforschung, um die medizinischen Einsatzmöglichkeiten von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe zu untersuchen und neue Zellprodukte zu entwickeln. Dazu arbeitet Vita 34 mit renommierten Forschungsinstituten und Universitäten in ganz Deutschland zusammen und leistet einen wesentlichen Forschungsbeitrag zum medizinischen Fortschritt -insbesondere in der Regenerativen Medizin. Mit der Lagerung von unterschiedlichem Stammzellmaterial möchte Vita 34 Qualitätsstandards für eine spätere Nutzung etablieren. So eröffnet sich Vita 34 das Potenzial, künftig im Bereich der Regenerativen Medizin therapeutische Mittel auf Basis von Stammzellen für Zelltherapien zu produzieren. Mehrwert - Mehr als reine KryokonservierungZusätzlich zur Gewinnung, Aufbereitung und Kryokonservierung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe hat Vita 34 das Angebotsspektrum kontinuierlich erweitert:
UnternehmensstrukturVita 34 hat sich durch Akquisitionen in Europa breiter aufgestellt: Unternehmensstruktur![]() Die börsennotierte Vita 34 AG ist die Muttergesellschaft des Konzerns. In den Konzernabschluss der Vita 34 AG zum 31. Dezember 2016 werden die folgenden Unternehmen einbezogen und entsprechend voll konsolidiert:
Auf die Konsolidierung der Vita 34 Slovakia, s.r.o. (Slowakei) und der AS "Imunolita" wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Die Beteiligung an der Bio Save d.o.o. (Serbien) wird zum 31. Dezember 2016 at equity bilanziert, da die Voraussetzung für die Vollkonsolidierung mit Ablauf des 29. Juni 2016 entfallen ist. Vita 34 auf dem internationalen MarktVita 34 hat die Strategie der weiteren Internationalisierung in den vergangenen Jahren ehrgeizig und erfolgreich ausgebaut. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen neue Kooperationsverträge mit Firmen in der Türkei, Dubai, dem Libanon und China geschlossen. Über das Tochterunternehmen StemCare ApS ist Vita 34 in Norwegen aktiv geworden. Somit ist Vita 34 mittlerweile in insgesamt 29 Ländern weltweit tätig. Internationale Präsenz - Die Vita 34 Family![]() Ziele und StrategieDie Vita 34 AG verfolgt eine breite Wachstumsstrategie und setzt dabei auf drei Bausteine:
Stärkung der Vertriebseffizienz und Marktposition:Viele werdende Eltern sind noch nicht umfassend oder gar nicht über die Chancen eines Stammzelldepots informiert. Das Erreichen dieser potenziellen Kunden steht daher im Fokus der Marketinganstrengungen von Vita 34. In diesem Zusammenhang steht die Einführung des neuen Produkts "VitaMeins & Deins" (siehe Produktentwicklungen). Außerdem analysiert Vita 34 fortlaufend Möglichkeiten, die Marktposition in den bestehenden Ländern weiter auszubauen. Anorganisches Wachstum:Der Vorstand der Vita 34 AG evaluiert fortlaufend Chancen, über Akquisitionen weiter zu wachsen. So hat Vita 34 im Jahr 2015 vier Akquisitionen getätigt und 2016 drei Kooperationsverträge geschlossen. Insgesamt ist das Unternehmen damit in 29 Ländern aktiv. Ziel von Übernahmen und Akquisitionen ist es, zusätzliche Synergien zu erschließen -insbesondere in den Bereichen Marketing und Vertrieb sowie Herstellung und Verwaltung. Produktentwicklungen:Vita 34 baut die Produktpalette im Bereich der Stammzelldepots durch aktives Portfolio- und Life-Cycle-Management kontinuierlich aus. Seine Innovationsführerschaft hat das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr durch die Markteinführung des neuen Produkts "VitaMeins & Deins" unterstrichen. Das neue Angebot verbindet die Einlagerung von Nabelschnurblut zur Eigenvorsorge mit der Möglichkeit einer Spende (welche bei einem Teil der Einlagerungen möglich sein wird). Weltweit arbeiten Forscher daran, Stammzellen als Arzneimittel auf breiter Front bei diversen Krankheiten einzusetzen. Im Rahmen zahlreicher Kooperationen mit öffentlichen Instituten und Universitäten leistet Vita 34 mit der Bereitstellung von Prüfpräparaten und Know-how einen aktiven Beitrag zum medizinischen Fortschritt. Insgesamt investiert die Gesellschaft jährlich rund 10 Prozent des Umsatzes in Forschungsprojekte. Für ihre Innovationserfolge und besondere Innovationskraft wurde Vita 34 im Juni 2016 mit dem deutschen Innovationspreis TOP 100 ausgezeichnet. Das Unternehmen zählt zu den innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands. Steuerungssystem und LeistungsindikatorenZur konzerninternen Steuerung des Unternehmens dienen dem Vorstand der Vita 34 AG die nachfolgenden Kennzahlen: Gesamtleistung, Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), EBITDA-Marge, Eigenkapitalquote sowie erstmalig für das Geschäftsjahr 2016 der Umsatz. Die Entwicklung der Steuerungsgrößen im Hinblick auf definierte Zielwerte wird auf jährlicher Basis berichtet. Die folgende Auflistung enthält Informationen zu den relevanten konzerninternen Steuerungsgrößen: UmsatzDie zu Verkaufspreisen in einer bestimmten Periode bewerteten operativen Leistungen, die am Markt abgesetzt wurden, ergeben den Umsatz. Der Umsatz ist grundsätzliche Maßstabszahl für zahlreiche Gliederungs- und Finanzkennzahlen wie etwa Umsatz nach Ländern, Umsatzmarge u. a. GesamtleistungDie Leistungen, die das Unternehmen im operativen Geschäft insgesamt erbracht hat, werden in der Gesamtleistung dargestellt. Dazu zählen neben den Umsatzerlösen die Erträge aus Forschung und Entwicklung, sonstige betriebliche Erträge sowie Bestandsveränderungen. EBITDA und EBITDA-MargeDas operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist die zentrale Erfolgskennzahl von Vita 34. Sie dient als wesentlicher Maßstab für die Cashflow-Stärke und die operative Ertragskraft des Unternehmens. Bei der EBITDA-Marge wird das EBITDA ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt. EigenkapitalquoteDie Finanzstruktur des Unternehmens überwacht und steuert Vita 34 unter anderem über die Eigenkapitalquote. Die Eigenkapitalquote errechnet sich aus dem Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme. Im Geschäftsjahr 2016 haben sich die konzerninternen Steuerungsgrößen im Hinblick auf die definierten Zielwerte weitgehend konform entwickelt. Die Veränderung einzelner Finanzkennzahlen ist dabei vor allem auf einmalige Sondereffekte im Zuge vorgenommener Akquisitionen im Geschäftsjahr 2015 zurückzuführen, die im abgeschlossenen Geschäftsjahr weggefallen sind. Die genaue Entwicklung der Kennzahlen Umsatz, Gesamtleistung, EBITDA, EBITDA-Marge und Eigenkapitalquote wird in den Kapiteln "Umsatz- und Ertragslage", "Finanzlage" und "Vermögenslage" erläutert. Steuerungsgrößenscroll
Forschung und EntwicklungDie Vita 34 verfolgt eine klar fokussierte Innovationsstrategie. Ziel ist, die Wertschöpfungskette über die Entwicklung und Einführung neuer Produkte für die pharmazeutische Herstellung zu erweitern und Therapien auf Basis von Stammzellen zu unterstützen. Die Etablierung neuer Dienstleistungen und Produkte hat Vita 34 als entscheidenden Wachstumsfaktor identifiziert. Für die medizinische Anwendung sind insbesondere die Stammzellen von Interesse, die möglichst frei von Infektionen und Umwelteinflüssen sowie sehr vital und jung sind und so über ein hohes Entwicklungspotenzial verfügen. Diese Eigenschaften vereinen Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe in besonderem Maße auf sich und stellen daher eine wichtige Quelle für die Stammzellforschung dar. Stammzellen aus Nabelschurblut können daher perspektivisch heute etablierte Therapien zur Behandlung von Knorpeldefekten, Sehnen- und Sportverletzungen sowie Arthrose ergänzen und/oder sogar ersetzen. Die zunehmende Anzahl an Studien sowie die enormen Fortschritte in der biomedizinischen Forschung bei zellbasierten Therapien unterstreichen dieses Potenzial von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe. Mit der fortschreitenden Entwicklung von Stammzelltherapien erwartet Vita 34 zukünftig einen zunehmenden Bedarf für die sichere Lagerung und Bereitstellung von Zellen und Geweben. Aktuell sind weltweit insgesamt 1.355 klinische Studien mit Nabelschnurblut und 397 mit Nabelschnurgewebe registriert, die sich mit spezifischen Anwendungsgebieten befassen (www.clinicaltrials.gov). Auch die Anzahl der eingelagerten Stammzelldepots hat sich kontinuierlich erhöht: So wurden bis Ende 2015 weltweit schätzungsweise 731.000 Stammzelldepots aus Nabelschnurblut bei öffentlichen Stammzellbanken eingelagert. Die Zahl der bei privaten Stammzellbanken zur Eigenvorsorge eingelagerten Depots aus Nabelschnurblut beläuft sich mittlerweile auf mehr als 4 Millionen. Insgesamt etwa 35.000 Nabelschnurblut-Transplantationen wurden bisher weltweit durchgeführt. Davon konnten über 1.000 Patienten mit Stammzellen aus Nabelschnurblut behandelt werden, welche zuvor bei privaten Nabelschnurblutbanken eingelagert waren. Im Geschäftsjahr 2016 fielen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 1,2 Mio. Euro an. Für durch die öffentliche Hand geförderte Forschungsprojekte wurden im Geschäftsjahr Erträge in Höhe von 0,7 Mio. Euro vereinnahmt, zudem wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von 0,2 Mio. Euro aktiviert. Patent zur Kryokonservierung von NabelschnurgewebeVita 34 hat vom Europäischen Patentamt (EPA) das Patent für die Bearbeitung und Kryokonservierung von Nabelschnurgewebe und den darin enthaltenen Zellen erteilt bekommen. Das Patent umfasst alle Bearbeitungsschritte vom Transport bis zur Gewinnung der Stammzellen. Es handelt sich dabei um Verfahren zur Desinfektion, zur Aufbereitung für die Kryokonservierung und für die Isolation von Zellen aus Nabelschnurgewebe. Auszeichnung der InnovationsleistungVita 34 hat im Juni 2016 den Innovationspreis TOP 100 erhalten. Es zählt damit zu den innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands. Die Auszeichnung wird für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Erfolge an mittelständische Unternehmen vergeben. In zwei der insgesamt fünf Kategorien, nämlich "Innovationsförderndes Top-Management" sowie "Innovative Prozesse und Organisation" hat Vita 34 jeweils das Rating "A+" erhalten und erzielte damit im Vergleich zu den restlichen Teilnehmern am Wettbewerb überdurchschnittliche Ergebnisse. Die Auszeichnung mit dem Innovationspreis belegt die starke Innovationskultur des Unternehmens. Weitere ForschungsprojekteEin weiterer wichtiger Schritt ist Vita 34 mit der erfolgreichen Extraktion von Pflanzeninhaltsstoffen gelungen, welche als Zusatz in Pharmaka die Wirksamkeit der pharmazeutischen Verbindungen erhöhen. Darüber hinaus wurde gemeinsam mit einem namhaften Kosmetikhersteller eine Rezeptur für eine Hautpflegecreme mit pflanzlichen Stammzellen entwickelt. Es kommen pflanzliche Stammzellextrakte von bei der Vita 34 in vitro vermehrten Pflanzenarten (Apfel, Beinwell und Salbei) zur Anwendung. MitarbeiterMotivierte und qualifizierte Mitarbeiter sind das Fundament für die langfristig positive Entwicklung der Vita 34 AG. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 beschäftigte Vita 34 insgesamt 122 Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit (2015: 140 Mitarbeiter) und drei Auszubildende (2015: fünf Auszubildende). Der Rückgang resultiert vor allem aus der Integration der Stemcare und den dabei realisierten Synergieeffekten aus der Entkonsolidierung der BioSave-Gruppe zum 30. Juni 2016. Der Altersdurchschnitt aller Konzernmitarbeiter lag im Berichtsjahr bei rund 39 Jahren (2015: 37 Jahre), die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei rund sechs Jahren (2015: sechs Jahre). Mitarbeiterstruktur der von Vita 34 und der im Konsolidierungskreis enthaltenen Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2016scroll
Die Belegschaft von Vita 34 zeichnet sich durch einen hohen Frauenanteil von rund 71 Prozent aus. Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf nehmen circa 21 Prozent der Vita 34 Mitarbeiter in Deutschland wahr. Hierzu zählen neben Teilzeitbeschäftigung die flexible Verteilung der Schichtarbeit sowie eine individuelle Elternzeitgestaltung. 2016 wurde zudem eine flexible Arbeitszeitregelung eingeführt. Frauenanteil bei Vita 34 und der im Konsolidierungskreis enthaltenen Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2016scroll
Mitarbeiterbindung durch Gesundheitsschutz und WeiterbildungHoch motivierte und qualifizierte Mitarbeiter sind wesentlich für den Unternehmenserfolg von Vita 34. Das Unternehmen fördert die teamübergreifende Zusammenarbeit und gemeinsame Unternehmungen. Die Teamstruktur, eine flache Unternehmenshierarchie und das sehr gute Arbeitsumfeld tragen zur Mitarbeiterzufriedenheit bei. Zudem können Vita 34 Mitarbeiter Vorschläge im Rahmen des Vita Ideenmanagements einbringen. Besonderen Wert legt Vita 34 auf die Weiterbildung der Mitarbeiter. Im Herstellungs- und Qualitätssicherungsbereich bietet Vita 34 kontinuierlich Fortbildungen und Schulungen an. Das Unternehmen hat zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zwei Sicherheitsbeauftragte eingesetzt, die gemeinsam mit dem Arbeitsschutzausschuss die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften überwachen. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliches Umfeld und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliches UmfeldVita 34 hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Geschäftstätigkeit über Tochtergesellschaften sowie Vertriebs- und Kooperationspartner auf dem internationalen Markt -insbesondere in Europa -weiter ausgebaut. Das konjunkturelle Umfeld in Europa und vor allem in den wichtigsten Zielmärkten hat daher Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten. Die Weltwirtschaft innerhalb und außerhalb des Euroraums wächst weiterhin. Nach vorläufigen Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das Wachstum 2016 mit 3,1 Prozent in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs (3,2 Prozent). Dabei verzeichnen die Volkswirtschaften vieler Schwellenländer mit der Stabilisierung der Rohstoffpreise eine Erholung. Auch in der Eurozone hat sich das wirtschaftliche Wachstum im Jahr 2016 fortgesetzt, bleibt jedoch auf niedrigem Niveau. So legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des europäischen Statistikamts Eurostat im 4. Quartal 2016 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Im 3. Quartal lag das Plus bei 0,4 Prozent. Laut Eurostat stieg das BIP für das gesamte Jahr 2016 im Euroraum um 1,7 Prozent. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seinem Ausblick vom Januar 2017 davon aus, dass das BIP im Euroraum im laufenden Jahr ebenfalls um 1,7 Prozent wachsen wird. Dieser Wert wird auch für 2018 angenommen. Die weltweite Konjunktur wird nach Einschätzung des IWF dabei in erster Linie durch eine weitere wirtschaftliche Erholung der Schwellenländer gestützt, dazu werden die Zinsen im Euroraum bis auf Weiteres niedrig bleiben. Allerdings ist dieser Ausblick mit erheblichen politischen und ökonomischen Unsicherheiten behaftet. In Deutschland entwickelt sich die wirtschaftliche Lage nach wie vor besser als im gesamten Euroraum: Laut Statistischem Bundesamt stieg das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent. Damit setzte sich der Aufwärtstrend aus den Vorjahren fort. Im Jahr 2015 lag die Wachstumsrate bei 1,7 Prozent, 2014 bei 1,6 Prozent. Für das laufende Jahr geht der IWF aufgrund des sich leicht eintrübenden Umfelds von 1,5 Prozent aus, die OECD prognostiziert 1,7 Prozent. Die Entscheidung für eine Einlagerung von Nabelschnurblut und -gewebe ist unter anderem von der Kaufkraft sowie dem Einkommen der Bevölkerung abhängig. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) errechnete für 2016 eine Kaufkraftsteigerung von nominal rund 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings variiert das verfügbare Nettoeinkommen der von der GfK untersuchten 42 Länder erheblich. In Deutschland profitierten die Verbraucher von der niedrigen Inflation. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts stiegen die Löhne im Jahr 2016 nominal um 2,3 Prozent gegenüber 2015, abzüglich der Inflation von 0,5 Prozent blieb ein Reallohnplus von 1,8 Prozent. Nach Einschätzung der GfK soll sich dieser Trend im laufenden Jahr fortsetzen. Sie prognostiziert für das Jahr 2017 eine Steigerung der Kaufkraft gegenüber dem Vorjahr um nominal 1,7 Prozent. Branchenbezogene RahmenbedingungenVita 34 ist im Bereich der medizinischen Biotechnologie und damit in einer hoch innovativen Branche tätig. Die wirtschaftliche Lage der Biotechnologie-Branche entwickelte sich im Jahr 2016 insgesamt positiv: Der Umsatz von 593 erfassten Biotechfirmen stieg 2015 um 8,3 Prozent auf 3,28 Mrd. Euro. Den stärksten Zuwachs verzeichnete dabei die industrielle Biotechnologie (+14,3 Prozent; 244,4 Mio. Euro), gefolgt von den medizinisch aktiven Biotech-Firmen (+9,9 Prozent; 2,28 Mrd. Euro). Ähnlich positiv ist der Trend bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E): Mit 1,04 Mrd. Euro liegt dieser Wert erstmals seit 2010 wieder über der Milliardenmarke und beendet damit die Stagnation der vergangenen Jahre. Das meiste Kapital wurde in die Entwicklung neuer Therapien und Diagnostika gesteckt (+11,3 Prozent, 772,8 Mrd. Euro). Diese Entwicklung steht beispielhaft dafür, dass die Nachfrage nach biobasierten Verfahren, Produkten und Dienstleistungen in der Industrie über die Jahre hinweg kontinuierlich gestiegen ist. Die Biotechnologie spielt mit Blick auf neue Medikamente und Diagnostika eine wichtige Rolle, gleichermaßen bei der Behandlung von Volkskrankheiten wie von seltenen Erkrankungen. In diesem dynamischen Umfeld bietet Vita 34 mit der Einlagerung von Nabelschnurblut und -gewebe eine private Gesundheitsvorsorge an. Seit über 55 Jahren werden Stammzellen zur Behandlung von schweren Krankheiten eingesetzt, die über den gesamten Lebensweg eines jeden Menschen auftreten können. Bereits zur Behandlung von Erkrankungen im Kinder- und Jugendalter -wie etwa Krebs oder Diabetes -können unter anderem Stammzellen aus Nabelschnurblut transplantiert werden. Zudem bietet die Stammzelltherapie großes Potenzial bei degenerativen Erkrankungen, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, oder auch beim Verschleiß von Knochen und Knorpel. Experten rechnen damit, dass künftig jeder siebte Mensch im Alter bis zu 70 Jahren allein schon für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen Stammzellen benötigt und entsprechend der Bedarf an Kryokonservierung und sicherer Lagerung von Zellen und Geweben steigen wird. Transplantationen nach Stammzellquelle bei Kindern bis 18 Jahre![]() Quelle: National Marrow Donor Program/Be The Match FY 2015 Die Möglichkeit der Nabelschnurblut-Transplantation wird weltweit von Medizinern vermehrt genutzt, was sich in der stetig steigenden Anzahl von therapeutischen Anwendungen mit Stammzellen aus Nabelschnurblut widerspiegelt. Seit im Jahr 1988 die erste Transplantation von Stammzellen aus Nabelschnurblut stattgefunden hat, etablierte sich die Transplantation von Nabelschnurblut neben der Übertragung von Knochenmarkstammzellen und peripheren Blutstammzellen als dritte Transplantationsmethode. Insgesamt wurden bislang mehr als 35.000 Nabelschnurblut-Transplantationen weltweit durchgeführt. Bei Kindern unter 18 Jahren ist Nabelschnurblut mittlerweile die zweithäufigste Stammzellquelle. Die Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Kerngeschäfts von Vita 34 sind somit durchweg positiv. GeschäftsverlaufIm Geschäftsjahr 2016 konnte Vita 34 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. So stiegen die Umsatzerlöse in diesem Zeitraum auf 16,3 Mio. Euro gegenüber 14,2 Mio. Euro im Jahr zuvor. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 15,0 Prozent. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die gewachsene Zahl der neu eingelagerten Stammzelldepots aus Nabelschnurblut und -gewebe durch die 2015 erfolgten Akquisitionen und die geografische Expansion zurückzuführen. Der Umsatzzuwachs bei gleichzeitig nur leicht steigenden Kosten dokumentiert dabei den Erfolg der von Vita 34 verfolgten Buy and Build Strategie, die darauf abzielt, Synergien und Größenvorteile zu realisieren. Mit den zunehmend zu beobachtenden Erfolgen und Fortschritten dieser Strategie befindet sich das Unternehmen auf dem richtigen Weg. Die Zahl der neu eingelagerten Stammzelldepots aus Nabelschnurblut und -gewebe ist in der Folge gestiegen. Sie erhöhte sich per Ende 2016 auf insgesamt 155.000 Stammzelldepots (Vorjahr: 145.000). Kumulierter Einlagerungsbestand![]()
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inkl. Stammzelldepots im Zuge der Übernahme
von Assets der Vivocell, StemCare und Imunolita Im Zuge ihrer Wachstumsstrategie hat Vita 34 die Internationalisierung und geografische Expansion weiter vorangetrieben. So ist die Vita 34 Gruppe zum Ende des Geschäftsjahrs nunmehr in 29 Ländern weltweit vertreten. Dazu wurden im vergangenen Jahr Kooperationsverträge unter anderem mit Partnern in Dubai, dem Libanon und der Türkei abgeschlossen, durch die Vita 34 nun auch in der Region Middle East präsent ist. Die Partnerunternehmen sind bereits seit mehreren Jahren in der Stammzellbranche tätig und bringen ihre langjährige Erfahrung und Expertise in die Partnerschaft ein. Vita 34 übernimmt die Prozessierung, Testung und Kryokonservierung von Nabelschnurblut und -gewebe. Die Partnerunternehmen sind verantwortlich für die Bereiche Marketing und Vertrieb, Schulung der Kliniken, Entnahme der Stammzellen sowie Transport der Präparate nach Leipzig. Des Weiteren hat Vita 34 im 2. Halbjahr mit dem chinesischen Technologieunternehmen AVIC Biology ein Partnerschaftsabkommen geschlossen. AVIC Biology ist eines der führenden chinesischen Unternehmen in der Stammzellforschung. Ziel der Zusammenarbeit ist der Aufbau eines Labors für die Aufbereitung und Kryokonservierung von Stammzellen aus Nabelschnurblut. Dieses soll die Möglichkeit der privaten Stammzellvorsorge unter Einhaltung höchster medizinischer Qualitätsstandards bieten. Vita 34 liefert das für die Etablierung der Stammzellbank notwendige Know-how. Dazu gehört neben der Beratung auch die Qualifizierung der dortigen Mitarbeiter. So ist gewährleistet, dass die von Vita 34 ständig weiterentwickelten und optimierten Prozesse übernommen und angepasst werden. Dabei sieht die Kooperationsvereinbarung bestimmte Meilensteinzahlungen von AVIC Biology vor. Im Gegenzug bekommt Vita 34 Zugang zur bevölkerungsreichsten Volkswirtschaft der Welt. Mit dem dänischen Tochterunternehmen StemCare ApS, das 2015 übernommen wurde, ist Vita 34 seit dem 2. Quartal 2016 auch in Norwegen aktiv und hat damit seine Präsenz auf dem skandinavischen Markt weiter ausgebaut. Mit der in Dänemark etablierten Nabelschnurblutbank wird sich Vita 34 die geburtenstarken Länder in Nordeuropa erschließen und damit zukünftiges Ertrags- und Wachstumspotenzial sichern. Die Integration der StemCare hat das Konzernergebnis zunächst belastet, konnte aber schneller und effizienter vorangetrieben werden als geplant. Zum Ende des 2. Quartals wurde ein wichtiger Meilenstein in diesem Prozess, die Verlegung des Labors aus Dänemark nach Leipzig, vorzeitig erreicht. Mit diesen Kooperationen hat Vita 34 im Geschäftsjahr 2016 seine Buy and Build Strategie konsequent fortgesetzt und damit die Weichen für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens gestellt. Der Schlüssel zur anhaltend positiven Geschäftsentwicklung liegt in der konsequenten Umsetzung der Wachstumsstrategie und der schnellen Integration der akquirierten Unternehmen. Dies ist zwar kurzfristig mit höheren Aufwendungen verbunden, führt aber über Synergien und Größenvorteile mittel- bis langfristig zu nachhaltigen Kostenersparnissen, die in der Folge zu einer verbesserten Profitabilität beitragen. Vita 34 hat im vergangenen Geschäftsjahr darüber hinaus diverse Maßnahmen zur Forcierung des organischen Wachstums ergriffen. Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe werden nach übereinstimmender Einschätzung vieler Wissenschaftler in der Medizin der Zukunft eine wichtige Behandlungsoption darstellen. Durch die Einführung des neuen Produkts "VitaMeins & Deins" im 3. Quartal 2016 will Vita 34 diese Basis weiter ausbauen. Bei "VitaMeins & Deins" spenden werdende Eltern bei ausreichender Menge (die bei einem Teil der Einlagerungen vorliegen wird) Stammzellen ihres Kindes und können gleichzeitig für dessen Gesundheitsvorsorge ein Stammzelldepot anlegen. So werden auch Eltern erreicht, für die die öffentliche Spende eine Option ist, die ihren Kindern aber trotzdem ein eigenes Stammzelldepot ermöglichen möchten. Damit erschließt sich Vita 34 exklusiv eine zusätzliche Zielgruppe und stärkt das organische Wachstum. Der Aufsichtsrat hat zum 1. Juni 2016 Dr. Wolfgang Knirsch als Vorstand für den Bereich Marketing & Vertrieb berufen und damit die Führungsspitze von Vita 34 kompetent verstärkt. Mit dem neuen Vorstandsmitglied sollen die führende Marktposition der Gruppe im deutschsprachigen Raum weiter ausgebaut und zusätzliche Marktanteile in Europa gewonnen werden. Im Zuge ihres innovativen unternehmerischen Wirkens verzeichnete Vita 34 im Geschäftsjahr 2016 zwei besondere Erfolge: Im Juni 2016 wurde das Unternehmen mit dem Innovationspreis TOP 100 ausgezeichnet. Damit zählt es zu den innovativsten Unternehmen des Mittelstands. Das T0P-100-Siegel wird alljährlich an mittelständische Firmen mit besonderer Innovationskraft und überdurchschnittlichen Erfolgen vergeben. Für den Wettbewerb 2016 hatten sich insgesamt 4.000 Unternehmen beworben. Dabei erzielte Vita 34 in den Bewertungskategorien "Innovationsförderndes Top-Management" und "Innovative Prozesse und Organisation" jeweils mit der Ratingnote von "A+" überdurchschnittliche Ergebnisse. Im 4. Quartal 2016 hat Vita 34 vom Europäischen Patentamt (EPA) das Patent für die Bearbeitung und Kryokonservierung von Nabelschnurgewebe und den darin enthaltenen Zellen erhalten. Das Verfahren umfasst alle Bearbeitungsschritte vom Transport bis zur Gewinnung der Stammzellen. Es handelt sich dabei um Verfahren zur Desinfektion, zur Aufbereitung für die Kryokonservierung und für die Isolation von Zellen aus Nabelschnurgewebe. Damit kann Vita 34 die Innovationsführerschaft unter den Nabelschnurblutbanken weiter ausbauen. Beide Erfolge sind ein eindrucksvoller Beleg dafür, welch starke Innovationskultur Vita 34 besitzt. Seit der Gründung im Jahr 1997 hat das Unternehmen zahlreiche Innovationen entwickelt und zur Marktreife geführt. Diese Fortschritte spiegeln sich auch in einer Reihe von Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2016 wider. Zwar liegt das EBIT mit 0,8 Mio. Euro unter dem entsprechenden Vorjahreswert (Geschäftsjahr 2015: 1,6 Mio. Euro). Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass sowohl die Betriebsleistung als auch das Betriebsergebnis im Jahr 201 5 durch eine Reihe von Sondereffekten in Zusammenhang mit den vorgenommenen Akquisitionen von StemCare ApS und Vivocell positiv beeinflusst worden sind. Bereinigt um diese Effekte läge das EBIT erkennbar über dem entsprechenden Vorjahreswert. Die verbesserte Profitabilität zeigt sich auch in einer EBITDA-Marge von 14,1 Prozent, die leicht über dem Prognosekorridor für das Geschäftsjahr 2016 liegt. Eine detaillierte Erläuterung zu den einzelnen Finanzkennzahlen und den finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den folgenden Kapiteln "Umsatz- und Ertragslage", "Finanzlage" und "Vermögenslage". Umsatz- und Ertragslagescroll
Die Umsatzerlöse stiegen auf 16,3 Mio. Euro nach 14,2 Mio. Euro im Vorjahr, was einem prozentualen Anstieg von 15,0 Prozent entspricht. Die positive Umsatzentwicklung ist neben dem organischen Wachstum vor allem auf die erfolgreiche Integration der im Jahr 2015 übernommenen Unternehmen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 1,6 Mio. Euro deutlich unter dem entsprechenden Wert des Vorjahrs von 4,3 Mio. Euro. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die sonstigen betrieblichen Erträge im Vorjahr aufgrund einmaliger Sondereffekte aus der Erstkonsolidierung der StemCare ApS und der Bewertung der Einlagerungsverträge der Vivocell in Höhe von 3,1 Mio. Euro einmalig positiv beeinflusst waren. Die Sondereffekte des Jahres 2015 bewirken auch, dass die Gesamtleistung 2016 (18,1 Mio. Euro) trotz der sehr positiven Entwicklung leicht unter der Gesamtleistung von 2015 liegt (18,5 Mio. Euro, -2,2 Prozent). Bei einer Bereinigung dieser einmaligen Sondereffekte im Vorjahr wäre ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. scroll
Die Umsatzkosten befinden sich im Geschäftsjahr 2016 bei gestiegenem Umsatz auf Vorjahresniveau (7,7 Mio. Euro). In der Folge stieg das Bruttoergebnis vom Umsatz im Berichtszeitraum auf 8,6 Mio. Euro im Vergleich zu 6,5 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015. Dies entspricht einer verbesserten Bruttomarge (bezogen auf den Umsatz) von 52,9 Prozent gegenüber 45,8 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Im Geschäftsjahr wurden in den Umsatzkosten Aufwendungen aus der Abschreibung von Geschäfts- und Firmenwerten sowie aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf erworbene Entwicklungsprojekte in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) berücksichtigt. Bereinigt um die genannten Abschreibungseffekte ist die Bruttomarge auf dem Niveau des Vorjahrs. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sank im Geschäftsjahr 2016 auf 1,2 Mio. Euro nach 4,0 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Diese deutliche Senkung ist auf die Einmaleffekte des Jahres 2015 zurückzuführen -unter anderem die Bewertung der übernommenen Einlagerungsverträge der Vivocell und die Erstkonsolidierung der StemCare -die im abgeschlossenen Geschäftsjahr nicht mehr bestehen. Gleichzeitig sind darin für das abgeschlossene Geschäftsjahr aktivierte Entwicklungsleistungen in Höhe von insgesamt 0,2 Mio. Euro für das Produkt AdipoVita enthalten. Gegenstand der Entwicklung ist die Gewinnung und Kryokonservierung von autologem Fettgewebe. Erste Umsatzbeiträge sind ab 2018 zu erwarten. Die Marketing- und Vertriebskosten sind -trotz Berücksichtigung der Marketing- und Vertriebsaktivitäten der im Jahr 2015 übernommenen und konsolidierten Gesellschaften -mit 5,1 Mio. Euro leicht über Vorjahresniveau (Vorjahr 4,8 Mio. Euro) . Bei den Verwaltungskosten konnte im Berichtszeitraum sogar ein leichter Rückgang auf 3,9 Mio. Euro (Vorjahr 4,0 Mio. Euro) verzeichnet werden. Dies spiegelt die Fortschritte bei der Integration der erworbenen Gesellschaften wider, da sich mittlerweile Synergien und Größenvorteile auf der Kostenseite positiv bemerkbar machen. Auch bei der Betrachtung der Ergebniskennzahlen EBITDA und EBIT müssen die im Geschäftsjahr 2015 aus Akquisitionen resultierenden positiven Einmaleffekte in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 3,1 Mio. Euro berücksichtigt werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ermittelt sich aus der Summe aus EBIT (2016: 0,8 Mio. Euro; 2015: 1,6 Mio. Euro) und Abschreibungen (2016: 1,5 Mio. Euro; 2015: 2,3 Mio. Euro) und lag 2016 mit 2,3 Mio. Euro unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs, in dem es 3,9 Mio. Euro betragen hat. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich im Berichtszeitraum auf 0,8 Mio. Euro und fiel damit gegenüber dem Vorjahresniveau (1,6 Mio. Euro) ebenfalls geringer aus. Bereinigt um den genannten Sondereffekt sind beide Ergebniskennzahlen 2016 im Vergleich zum Vorjahr stark angestiegen. Der Ertragssteueraufwand belief sich 2016 auf 0,1 Mio. Euro, während im Vorjahr ein Ertragssteuerertrag von 0,1 Mio. Euro verbucht wurde. Ein Grund dafür ist, dass bestehende Verlustvorträge teilweise verbraucht worden sind. Das Periodenergebnis erreichte 0,6 Mio. Euro im aktuellen Berichtszeitraum nach 1,7 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015. Daraus ergibt sich bei einer durchschnittlichen Anzahl an ausgegebenen Aktien ein Ergebnis je Aktie von 0,14 Euro im Berichtszeitraum nach 0,67 Euro im Vergleichszeitraum 2015. FinanzlageDie Darstellung der Finanzlage erfolgt in der Konzern-Kapitalflussrechnung. Ausgehend von einem Periodenergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 0,8 Mio. Euro im Berichtszeitraum 2016 (Geschäftsjahr 2015: 1,6 Mio. Euro) entfiel mit 1,5 Mio. Euro der größte Anteil der Berichtigungen auf Abschreibungen (Geschäftsjahr 2015: 2,3 Mio. Euro). Dagegen bestand der größte Posten im Vorjahr aus einem Badwill in Höhe von -3,1 Mio. Euro, der im Zuge der bilanziellen Integration von Akquisitionen entstanden ist. Im Nettoumlaufvermögen verbuchte Vita 34 im Berichtszeitraum einen Mittelzufluss von 0,7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 2,3 Mio. Euro). Diese Veränderung ist insbesondere auf den im Geschäftsjahr 2015 konsolidierungsbedingten Abbau der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 2,5 Mio. Euro zurückzuführen. Per Saldo lag der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit im Berichtszeitraum mit 2,3 Mio. Euro etwas unter dem Wert des Vorjahreszeitraums von 2,6 Mio. Euro. In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investierte Vita 34 im Berichtszeitraum insgesamt 0,5 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0,6 Mio. Euro). Der Zahlungsmittelabfluss aus Unternehmensakquisitionen abzüglich übernommener Zahlungsmittel belief sich im Berichtszeitraum auf 0 Euro (Vorjahreszeitraum: 1,1 Mio. Euro). Zudem wurden im Berichtszeitraum 0,9 Mio. Euro langfristig in Finanzanlagen investiert (Vorjahreszeitraum: 3,0 Mio. Euro). Entsprechend lag der Cashflow aus Investitionstätigkeiten mit -0,6 Mio. Euro deutlich unter dem Wert des Vorjahreszeitraums von -4,7 Mio. Euro, der von einer Reihe von Akquisitionen geprägt war. Im Zuge der erneuten Dividendenausschüttung zahlte Vita 34 im Berichtszeitraum 0,5 Mio. Euro aus (Vorjahreszeitraum: 0,4 Mio. Euro). Gleichzeitig wurden erste Darlehen, die zur Umsetzung der Wachstumsstrategie aufgenommen worden sind, in Höhe von 0,5 Mio. Euro zurückgezahlt. Dementsprechend beläuft sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Geschäftsjahr 2016 auf -1,0 Mio. Euro nach 0,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Vita 34 verzeichnete zum 31. Dezember 2016 eine verbesserte Liquidität. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erreichten zum Stichtag über 2,8 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 2,1 Mio. Euro). Dies bildet eine solide Basis für weiteres organisches und anorganisches Wachstum. VermögenslageDie Bilanzsumme zum 31. Dezember 2016 sank leicht im Vergleich zum 31. Dezember 2015 von 43,8 Mio. Euro auf 43,4 Mio. Euro. Auf der Aktivseite der Bilanz betrugen die langfristigen Vermögenswerte inklusive Firmenwert zum 31. Dezember 2016 35,7 Mio. Euro nach 36,5 Mio. Euro zum Ende 2015. Der Geschäfts- oder Firmenwert betrug zum 31. Dezember 2016 13,4 Mio. Euro (Vorjahr: 13,7 Mio. Euro). Die immateriellen Vermögenswerte sanken leicht auf 11,7 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 12,5 Mio. Euro). Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beliefen sich auf 3,6 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 4,0 Mio. Euro). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den Verkauf von Wertpapieren zurückzuführen. Die kurzfristigen Vermögenswerte sind im Berichtszeitraum auf 7,7 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 7,3 Mio. Euro) leicht gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 31. Dezember 2016 mit 3,6 Mio. Euro nahezu gleich geblieben (31. Dezember 2015: 3,7 Mio. Euro). Gleichzeitig erhöhten sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 2,1 Mio. Euro zum 31. Dezember 2015 auf 2,8 Mio. Euro zum Stichtag 31. Dezember 2016. Auf der Passivseite der Bilanz lag das Eigenkapital zum Stichtag 31. Dezember 2016 aufgrund leicht gesunkener Gewinnrücklagen bei 23,6 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 23,8 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag des Berichtszeitraums betrug solide 54,5 Prozent. Die langfristigen Schulden und Ertragsabgrenzungen sanken zum 31. Dezember 2016 auf 14,6 Mio. Euro nach 15,0 Mio. Euro zum 31. Dezember 2015. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus der bereits benannten Tilgung von verzinslichen Darlehen, die in der Summe auf 1,5 Mio. Euro sanken (Geschäftsjahr 2015: 2,2 Mio. Euro). Die kurzfristigen Schulden und Ertragsabgrenzungen stiegen von 5,1 Mio. Euro zum Jahresende 2015 auf 5,2 Mio. Euro zum 31. Dezember 2016. Diese Steigerung ist vor allem auf höhere sonstige Schulden von rund 1,6 Mio. Euro zum Stichtag 31. Dezember 2016 (31. Dezember 2015: 1,1 Mio. Euro) zurückzuführen. Die abgegrenzten Erlöse beliefen sich auf 10,8 Mio. Euro zum 31. Dezember 2016 nach 10,3 Mio. Euro zum Ende des Vorjahrs. Darunter werden Lagergebühren erfasst, die vom Kunden einmalig vorab entrichtet und über die vereinbarte Lagerungslaufzeit aufgelöst werden. BilanzAktiva ![]() Passiva ![]() Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Vita 34 AG (HGB)Der Jahresabschluss der Vita 34 AG ist nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt worden. Ertragslage der Vita 34 AG (HGB)scroll
Das Unternehmen erzielte im Berichtszeitraum eine Gesamtleistung von 12,8 Mio. Euro und lag damit 3,5 Prozent über dem Vorjahreswert von 12,3 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres betrugen 11,7 Mio. Euro, was einer Steigerung von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr 11,3 Mio. Euro) entspricht. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 1,0 Mio. Euro auf dem Wert des Vorjahrs. Die Umsatzkosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 5,0 Mio. Euro nach 4,7 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Das Bruttoergebnis vom Umsatz summierte sich im Berichtszeitraum auf 6,7 Mio. Euro im Vergleich zu 6,6 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015. Dies entspricht einer Bruttomarge (bezogen auf den Umsatz) von 57,2 Prozent gegenüber 58,2 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. scroll
Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016 auf 0,7 Mio. Euro nach 0,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Berichtszeitraum sanken die Marketing- und Vertriebskosten auf 2,9 Mio. Euro nach 3,6 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015 als Ergebnis der Stärkung der Vertriebseffizienz. Dies entspricht einer Einsparung zum Vorjahr von 0,7 Mio. Euro (-17,9 Prozent). Die Verwaltungskosten blieben mit 3,4 Mio. Euro im Berichtszeitraum im Vergleich zu 3,3 Mio. Euro im Vorjahr stabil. Die zentrale Finanzkennzahl, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), ermittelt sich aus der Summe aus EBIT (2016: 1,1 Mio. Euro; 2015: 0,2 Mio. Euro) und Abschreibungen (2016: 0,8 Mio. Euro; 2015: 1,0 Mio. Euro) und lag im Geschäftsjahr 2016 mit 1,9 Mio. Euro mit 58 Prozent über dem Vorjahreswert von 1,2 Mio. Euro, was vor allem durch gestiegene Umsätze und gesunkene Vertriebskosten begründet ist. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist im Berichtszeitraum auf 1,1 Mio. Euro nach 0,2 Mio. Euro im Vorjahr gestiegen. Das Periodenergebnis betrug im Berichtsjahr 1,2 Mio. Euro nach 0,3 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015. Finanzlage der Vita 34 AG (HGB)scroll
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 2,3 Mio. Euro und entspricht damit dem Cashflow des Vorjahrs. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit des Vorjahrs wurde durch Investitionen in der Höhe von 3,5 Mio. Euro in langfristige Finanzanlagen beeinflusst. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist durch die planmäßige Tilgung von im Vorjahr aufgenommenen Darlehen zur Finanzierung von Akquisitionen auf -0,7 Mio. Euro gesunken. Vermögenslage der Vita 34 AG (HGB)Aktiva ![]() Passiva ![]() Daraus resultiert eine Veränderung des Zahlungsmittelfonds von 1,7 Mio. Euro. Der Finanzmittelfonds betrug zum 31. Dezember 2016 3,0 Mio. Euro (Vorjahr 1,3 Mio. Euro). Der Firmenwert wurde 2011 bei der Verschmelzung der Vita 34 AG auf die Vita 34 International AG in die verschmolzene Gesellschaft übernommen und betrug zum 31. Dezember 2016 0 Euro. Er wurde jährlich mit einem Betrag von jeweils 0,3 Mio. Euro abgeschrieben. Die Sachanlagen und übrigen immateriellen Vermögenswerte beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,9 Mio. Euro). Die Finanzanlagen sanken zum 31. Dezember 2016 auf 12,5 Mio. Euro (Vorjahr: 13,0 Mio. Euro) und bestehen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 7,9 Mio. Euro (Vorjahr: 7,9 Mio. Euro), Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,8 Mio. Euro) und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro). Die übrigen Vermögensgegenstände betrugen zum 31. Dezember 2016 7,1 Mio. Euro (Vorjahr: 6,6 Mio. Euro). Diese setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3,1 Mio. Euro (Vorjahr: 2,9 Mio. Euro) und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,7 Mio. Euro) zusammen. Zudem sind Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 0,9 Mio. Euro (Vorjahr 0,9 Mio. Euro) enthalten. Auf der Passivseite betrug das Eigenkapital zum Jahresende 2016 12,4 Mio. Euro (2015: 11,7 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote stieg auf circa 47 Prozent nach 46 Prozent im Vorjahr. Darlehen und stille Beteiligungen betrugen zum 31. Dezember 2016 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro), der Rückgang resultiert aus der planmäßigen Tilgung von Darlehen. Die übrigen Verbindlichkeiten beliefen sich am Jahresende 2016 auf 6,2 Mio. Euro nach 5,6 Mio. Euro im Vorjahr. Sie beinhalteten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,4 Mio. Euro), den Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro) und die Rückstellungen in Höhe von 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro). Die abgegrenzten Erlöse stiegen marginal und beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 6,2 Mio. Euro zum 31. Dezember 2016. Darunter werden die Lagergebühren erfasst, die vom Kunden einmalig vorab entrichtet und über die vereinbarte Lagerungslaufzeit linear aufgelöst werden. Mitarbeiter der Vita 34 AG (HGB)Im Jahresdurchschnitt 2016 waren 83 Mitarbeiter bei Vita 34 beschäftigt (auf Vollzeitbasis ohne Vorstand, Leihkräfte, geringfügig Beschäftigte und Mitarbeiter in Elternzeit). Daneben bestanden im Jahresdurchschnitt vier Ausbildungsverhältnisse. Die Belegschaft von Vita 34 zeichnet sich durch einen hohen Frauenanteil von rund 69 Prozent aus. Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf nehmen circa 21 Prozent der Vita 34 Mitarbeiter in Deutschland wahr. Hierzu zählen neben Teilzeitbeschäftigung die flexible Verteilung der Schichtarbeit sowie eine individuelle Elternzeitgestaltung. NachtragsberichtNach Abschluss des Geschäftsjahrs 2016 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die besondere Bedeutung oder erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns gehabt hätten. Corporate GovernanceErklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBEntsprechenserklärung gemäß § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten deutschen Aktiengesellschaft sind gemäß § 161 AktG verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, ob den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welchen Empfehlungen nicht entsprochen wurde oder wird. Die folgende Entsprechenserklärung wurde am 27. März 2017, zusammen mit den Entsprechenserklärungen der letzten fünf Jahre, auf der Internetseite des Unternehmens dauerhaft zugänglich gemacht. "Vorstand und Aufsichtsrat der Vita 34 AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG), dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 5. Mai 2015 seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 21. März 2016 entsprochen wurde und ihnen auch zukünftig entsprochen wird, mit Ausnahme der unten aufgeführten Punkte:
Leipzig, 27. März 2017 Der Aufsichtsrat Der Vorstand UnternehmensführungspraktikenFür die Vita 34 AG sind die Prinzipien einer guten Corporate Governance eine wesentliche Grundlage für die Unternehmensführung und die Zusammenarbeit mit ihren Aktionären, Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen, werden nicht getätigt. Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratBeide Organe arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand verantwortet die Unternehmensführung, der Aufsichtsrat berät und kontrolliert den Vorstand. Vorstand und Aufsichtsrat beachten die Regeln ordnungsgemäßer Unternehmensführung. Der Vorstand der Vita 34 AG besteht aus drei Mitgliedern. Vorstandsvorsitzender ist Herr Dr. André Gerth, Herr Dr. Wolfgang Knirsch ist zuständiger Vorstand für Vertrieb & Marketing, Finanzvorstand ist Herr Falk Neukirch. Der Vorstand leitet die Vita 34 AG eigenverantwortlich und orientiert sich dabei am Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Die Arbeit des Vorstands wird insgesamt durch die Geschäftsordnung geregelt. In der Geschäftsordnung enthalten sind die Grundlagen der Geschäftsführung der Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Derzeit ist kein Vorstandsmitglied als Aufsichtsratsmitglied in einem konzernexternen Unternehmen tätig. Der Aufsichtsrat der Vita 34 AG besteht aus sechs Mitgliedern. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dazu erörtert der Aufsichtsrat regelmäßig die Geschäftsentwicklung sowie die Planung, Strategie und deren Umsetzung. Er genehmigt die durch den Vorstand aufgestellte Jahresplanung, billigt den Jahresabschluss und nimmt den Konzernabschluss billigend zur Kenntnis. Er ist ferner für die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sowie die Vertretung der Gesellschaft gegenüber dem Vorstand zuständig. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet die Sitzungen und nimmt Belange des Aufsichtsrats nach außen wahr. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihren Entscheidungen unabhängig und nicht an Vorgaben oder Weisungen Dritter gebunden. Dem Aufsichtsrat sind im Berichtszeitraum weder von Vorstands- noch von Aufsichtsratsmitgliedern Interessenkonflikte mitgeteilt worden. Bislang ist bei der Vita 34 AG kein Vorstandsmitglied in den Aufsichtsratsvorsitz gewechselt. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die Vita 34 AG weist die Vorstandsvergütung individualisiert aus. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 18 der Satzung geregelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten bei der Vita 34 AG eine Festvergütung. Eine erfolgsabhängige Vergütung ist nicht vorgesehen. Weitere Details zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats finden sich im Konzernanhang unter Textziffer 28. Der Vorstand veröffentlicht Insiderinformationen, die die Vita 34 AG betreffen, unverzüglich, sofern er nicht in einzelnen Fällen hiervon befreit ist. Darüber hinaus führt das Unternehmen ein Insiderverzeichnis, das sämtliche Personen mit Zugang zu Insiderinformationen umfasst. Ein festes Prinzip der Kommunikationspolitik der Vita 34 AG ist es, bei der Veröffentlichung von Informationen, die das Unternehmen betreffen und für die Beurteilung der Entwicklung der Gesellschaft maßgebend sind, alle Aktionäre und Interessengruppen gleich zu behandeln. Alle Pflichtveröffentlichungen sowie zusätzliche Investor-Relations-Veröffentlichungen der Gesellschaft erscheinen in deutscher und englischer Sprache. Alle kapitalmarktrelevanten Informationen stehen auf der Website der Vita 34 AG unter www.vita34group.de in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Vita 34 AG und sich darauf beziehender Finanzinstrumente offenlegen (Directors' Dealings). Die im Geschäftsjahr 2016 getätigten meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte wurden ebenfalls auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Die Veröffentlichungsbelege und die entsprechenden Meldungen wurden an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht übermittelt. Der Anteilsbesitz von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern an der Vita 34 AG ist größer als 1 Prozent. Dabei entfallen zum 31. Dezember 2016 auf den Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. André Gerth 383.600 Aktien, das entspricht 12,67 Prozent. 46.645 Aktien, das entspricht 1,54 Prozent, entfallen auf das Aufsichtsratsmitglied Herrn Dr. Holger Födisch, und 48.000 Aktien, das entspricht 1,59 Prozent, entfallen auf den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Dr. Hans-Georg Giering. Zudem entfallen 3.000 Aktien auf den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Alexander Starke, das entspricht 0,1 Prozent. Zielvorgaben zur FrauenquoteIm Mai 2015 hat der Bundestag ein Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen verabschiedet. Entsprechend der gesetzlichen Vorgabe, von der die Vita 34 AG als börsennotiertes und nicht mitbestimmtes Unternehmen betroffen ist, wurden für den Aufsichtsrat, den Vorstand und die nächste Führungsebene des Vita 34 Konzerns verbindliche Zielgrößen festgelegt. Im Detail wurde für die einzelnen Ebenen Folgendes beschlossen:
Für die Führungsebene unter dem Vorstand wurde eine Zielgröße von 40 Prozent Frauenanteil bis zum 30. Juni 2017 festgelegt. Diese Zielgröße ist aktuell erfüllt. Berichterstattung nach § 315 Abs. 4 HGBGezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der Vita 34 AG beträgt 3.026.500 Euro und ist eingeteilt in 3.026.500 auf den Namen lautende nennwertlose Stammaktien (Stückaktien). Dabei verfügt jede Aktie über ein Stimmrecht. Genehmigtes KapitalGemäß § 7 Abs. 2 der Satzung der Vita 34 AG besteht ein genehmigtes Kapital. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2014 ermächtigt, in einem Zeitraum bis zum 27. August 2019 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.513.250,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 1.513.250 neuen auf den Namen lautenden nennwertlosen Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital-2014). Wird das Grundkapital gegen Bareinlagen erhöht, ist den Aktionären ein Bezugsrecht zu gewähren. Das Bezugsrecht kann den Aktionären gemäß § 186 Abs. 5 AktG. auch mittelbar gewährt werden. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Ein Bezugsrechtsausschluss ist nur zulässig:
Über die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital-2014, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 7 Abs. 2 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals und, falls das genehmigte Kapital bis zum 27. August 2019 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, nach Fristablauf der Ermächtigung anzupassen. Beschränkungen der Übertragung von AktienDie mit Vorstandsmitglied Dr. Gerth im Rahmen der Einbringung der BioPlanta GmbH und der Ausgabe neuer Aktien der Vita 34 AG aus genehmigtem Kapital für die Übernahme der BioPlanta GmbH getroffene Vereinbarung, dass die neuen Aktien bis zum Ablauf von drei Jahren ab dem Vollzugstag - 1. Juli 2012 - nicht ohne Zustimmung von Vita 34 veräußert werden dürfen sowie die Verlängerung, ist zum Berichtstag ausgelaufen. Wesentliche Aktionäre der GesellschaftDie folgenden direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital der Vita 34 AG, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind der Vita 34 AG per Stimmrechtsmitteilung bis zum 31. Dezember 2016 bekannt gemacht worden:
Vorschriften zur Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands und Änderung der SatzungDie gesetzlichen Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sind in §§ 84 und 85 AktG zu finden. Die Satzung der Vita 34 AG sieht in § 9 der Satzung eine übereinstimmende Regelung vor. Die Änderung der Satzung kann nach §§ 179, 133 AktG sowie § 25 der Satzung der Vita 34 AG durch einen Beschluss der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen herbeigeführt werden, soweit nicht gesetzlich eine größere Mehrheit vorgeschrieben ist. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehenEs bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, außer einer Vereinbarung, die für den Fall eines Kontrollwechsels mit den drei Vorstandsmitgliedern getroffen wurde ("Change-of-Control-Regelung"). Sofern die Change-of-Control-Regelung zur Anwendung kommt, gibt sie dem Vorstandsmitglied ein Recht zur Kündigung seines Dienstvertrags innerhalb von sechs Monaten. Macht das Vorstandsmitglied von diesem Kündigungsrecht Gebrauch, hat das Vorstandsmitglied Anspruch auf die Abgeltung seiner Bezüge für die restliche Vertragslaufzeit, höchstens jedoch auf einen Betrag, der dem Wert von drei Jahresbezügen (Festgehalt und Tantieme) entspricht, sowie auf eine Abfindung in Höhe eines Betrags von bis zu zwei Jahresbezügen (Festgehalt und variable Vergütung). Abgeltung und Abfindung zusammen dürfen einen Betrag in Höhe von drei Jahresbezügen nicht überschreiten. Bei Kündigung des Anstellungsvertrags kann der Aufsichtsrat verlangen, dass das Vorstandsmitglied sein Amt als Vorstand für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten nach Eintritt eines Kontrollwechsels fortführt. Chancen- und RisikoberichtInternes Kontroll- und RisikomanagementsystemVita 34 betreibt seit dem Jahr 2006 ein internes Risiko- und Chancenmanagementsystem, das sowohl für den Konzern als auch die Vita 34 AG Gültigkeit hat. Alle wesentlichen Risiken und Chancen werden identifiziert, bewertet und priorisiert, um entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Im Einklang mit dem Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS 20) wird ein Risiko dabei als die Möglichkeit einer negativen Abweichung von der Unternehmensprognose definiert, eine Chance dagegen als die Möglichkeit einer positiven Abweichung von den definierten Unternehmenszielen. Als Basis des Risikomanagementsystems fungieren sowohl eine umfassende Dokumentation als auch eine transparente Kommunikation der Risiken. Zusammenhängende Aktivitäten werden innerhalb des Risikomanagementsystems erkannt und überwacht. Ein internes Kontrollsystem stellt einen weiteren zentralen Bestandteil des Risikomanagementsystems dar. Mithilfe dieses internen Systems werden insbesondere Rechnungslegungs-, Buchhaltungs- und Controllingprozesse gesteuert. Die Tochterunternehmen werden über ein Reporting in den Konzernabschluss einbezogen. Über die jährliche Budgetplanung, das monatliche Reporting der IST-Zahlen sowie Budgetabgleichanalysen werden die Gesellschaften überwacht und gesteuert. Risikomanagement und internes Kontrollsystem werden zusammengefasst betrachtet und greifen direkt auf Vorstands- und Leitungsebene ein. Der Vorstand gestaltet den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Systeme in eigener Verantwortung anhand der unternehmensspezifischen Anforderungen. Trotz angemessener und funktionsfähig eingerichteter Systeme kann keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährt werden. Wird ein Risiko identifiziert, werden in einem ersten Schritt externe Spezialisten zur Eliminierung herangezogen, parallel erfolgt eine Evaluierung hinsichtlich des Einflusses des Risikos auf die betrieblichen Abläufe und den Konzernabschluss. In einem zweiten Schritt werden im Rahmen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems neue Kontrollmechanismen implementiert, um zu gewährleisten, dass trotz der identifizierten Risiken die betrieblichen Abläufe und die Erstellung der Jahres- bzw. Konzernabschlüsse sichergestellt sind. Identifizierung, Erfassung und Bewertung neuer Risiken werden in einem operativen Prozess vollzogen. Jährlich führt das Controlling eine Risikoinventur durch, um erfasste Risikoarten in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Führungskräften und dem Vorstand zu analysieren, zu überprüfen und zu ergänzen. Veränderungen bei Risiken und entsprechende Kennzahlen werden regelmäßig an den Vorstand und den Aufsichtsrat berichtet. Im Risikomanagement-Handbuch und den Risiko-Informationsblättern ist das Risikomanagementsystem dokumentiert und die einzelnen Risiken sind beschrieben. Zusätzlich sind in der Betriebsordnung und anderen Unternehmensrichtlinien verschiedene Abläufe festgelegt und teilweise validiert. Wesentliche Vorgänge unterliegen in allen Bereichen des Unternehmens dem Vier-Augen-Prinzip, sodass immer mindestens zwei Unterschriften zur Durchführung notwendig sind. Bei IT-gestützten Systemen wird für jeden Mitarbeiter das Zugriffsrecht (Lese- und Schreibberechtigung) geregelt. An der Erstellung von Monats-, Quartals- und Jahresabschlüssen wirken externe Dienstleister mit. Die Zuordnung der Aufgaben bei der Erstellung der Abschlüsse ist festgelegt und dokumentiert. Neben den regelmäßigen prozessbedingten Risiken werden vorrangig Risiken innerhalb von Projekten sowie bei besonderen Anlässen identifiziert, analysiert und auf Grundlage des Risikomanagementsystems erfasst. Risiken sind in folgende Risikokategorien unterteilt: strategische, finanzielle, personelle und rechtliche Risiken, Produkt-, Kapitalmarkt- und Infrastrukturrisiken sowie Risiken des Marketings und Vertriebs. Aus der Gesamtheit der identifizierten Risiken werden nachfolgend die Risiken und Chancen erläutert, die aus heutiger Sicht die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns und der Vita 34 AG wesentlich beeinflussen können. Risiken des UnternehmensProduktrisikoMöglicherweise werden künftige Forschungen ergeben, dass Stammzellen aus anderen Quellen im Rahmen der therapeutischen Nutzung eine jederzeit gewinnbare gleichwertige Alternative zu Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe darstellen. Die mit autologen Stammzellen zu behandelnden Erkrankungen treten vorwiegend im höheren Lebensalter auf. Heute verfügen diese Patienten jedoch noch nicht über ein autologes Nabelschnurblut-Depot. Ein Risiko könnte daraus erwachsen, dass deshalb die Forschung mit Knochenmark- bzw. peripheren Stammzellen schneller vorangetrieben wird. Zurzeit werden zur Behandlung nach Herzinfarkten autologe Knochenmarkstammzellen eingesetzt, obwohl Forschungen an Tiermodellen gezeigt haben, dass Stammzellen aus Nabelschnurblut eine bessere Wirksamkeit zeigen. Auch die Entwicklung sogenannter iPS-Zellen (induced pluripotent stem cells) kann, ausgehend von kernhaltigen Körperzellen eines Patienten, zu einer alternativen Stammzellquelle für verschiedene regenerative Therapien führen. Namhafte Wissenschaftler konnten jedoch nachweisen, dass sich Nabelschnurblut für diese Technologie besser eignet als andere, ältere somatische Zellen (z.B. Hautzellen). Sehr früh ist Vita 34 Forschungskooperationen auf diesem Gebiet eingegangen, um Nabelschnurblut als Zellquelle für iPS-Techniken zu etablieren. Aufgrund der Vorteile des Nabelschnurbluts gegenüber anderen Zellquellen stellt die zunehmende Nutzung Letzterer aus Sicht des Managements kein prinzipielles bestandsgefährdendes Risiko dar, sondern trägt zur Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten der Stammzellen aus Nabelschnurblut bei. Darüber hinaus beteiligt sich Vita 34 an Forschungsprojekten, um Potenziale für weitere adulte Stammzellquellen frühzeitig zu identifizieren und in der eigenen Produktentwicklung zu nutzen. Unter Produktrisiken ist derzeit auch die vorrangige Konzentration auf ein Geschäftssegment - das Stammzellbanking - zu sehen. Strategische RisikenEs besteht das Risiko, dass sich die Marktausweitung auf nationaler und besonders internationaler Ebene langsamer oder weniger umfänglich als erwartet realisieren lässt. Märkte können aufgrund von regulatorischen, marktseitigen oder konjunkturellen Einflüssen eine unerwartete Entwicklung nehmen und das Wachstum dadurch beschränken bzw. verzögern. Es ist davon auszugehen, dass die Marktausweitung und das Wachstum der Vita 34 keinen linearen Verlauf über die Quartale nehmen, sondern Schwankungen unterworfen sein werden. Es besteht darüber hinaus das Risiko, dass laufende Kooperationen beendet werden und daraus Umsatz- und Ergebnisreduzierungen resultieren. Finanzielle RisikenDurch Veränderung von konjunkturellen Rahmenbedingungen auf Märkten bzw. Einflüsse auf Konsumenten können sowohl Preisschwankungen als auch Forderungsausfälle entstehen. Besonders in ausländischen Märkten können aufgrund veränderter Zins- und Steuerpolitik, sowie Wechselkursschwankungen finanzielle Risiken eintreten. Eine Zunahme des Wettbewerbs kann finanzielle bzw. Liquiditätsrisiken bedingen. Durch eine langfristige Geschäfts- und vorausschauende Liquiditätsplanung sowie die Steuerung der Tochtergesellschaften sollen Risiken vermieden und minimiert werden. Überschüssige Liquidität wird unter Beachtung einer konservativen Anlagestrategie im Rahmen eines Wertpapiermanagements investiert und regelmäßig überwacht. Trotz der konservativen Anlagestrategie und der direkten Überwachung kann es hier zu Wertverlusten kommen. Rechtliche RisikenRechtliche Risiken können sich aus den vielfältigen, die Vita 34 betreffenden Regelungen und Gesetzen ergeben. Gesetzesänderungen auf dem Gebiet des Medizin- und Pharmarechts haben das Potenzial, die bestehenden Geschäftsstrukturen zu beeinflussen. Durch aktive Kontaktpflege mit Entscheidungsträgern wird versucht, im Rahmen der Gesetzesauslegung die Besonderheiten von Vita 34 darzulegen und die Umsetzung der Neuerungen praxisnah zu gestalten. Weiterhin können wettbewerbsrechtliche Rechtsstreitigkeiten die Geschäftstätigkeit, zum Beispiel im Marketing und Vertrieb, von Vita 34 beeinflussen oder erheblich einschränken. Rechtliche Risiken ergeben sich weiterhin durch fehlgeschlagene Entnahme von Nabelschnurblut und -gewebe, unsachgemäßen Transport, Bearbeitungsfehler bei Vita 34 oder die Vernichtung eingelagerter Präparate, was beispielsweise zu Haftpflichtansprüchen der betroffenen Kunden führen kann. Um das umfassende Qualitätsmanagement zu ergänzen, hat Vita 34 Versicherungen abgeschlossen, um eventuellen Schadensfällen und Haftungsrisiken angemessen zu begegnen. Sie sollen wirtschaftliche Folgen möglicherweise eintretender Risiken eliminieren oder zumindest begrenzen. Der Umfang der abgeschlossenen Versicherungsverträge wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Zudem wird Vita 34 keine die Qualität beeinflussenden Einschränkungen aus Kostengründen vornehmen. Risiken im Marketing und VertriebPotenzielle Kunden können aufgrund negativer, unsachlicher oder falscher Berichterstattung in den Medien über Nabelschnurblut-Einlagerung oder Stammzellanwendungen beeinflusst werden. Das kann zu Umsatzeinbußen führen. Zudem kann die Auswahl von Kooperationen bzw. Kooperationspartnern aufgrund von Rufschädigungen oder vertraglichen Konstellationen in Umsatzeinbußen münden. Es besteht das Risiko, dass die Geschäftstätigkeit von Vita 34 durch eine Zunahme der Wettbewerbsintensität negativ beeinflusst wird. Dazu gehören sowohl aggressive Niedrigpreisangebote als auch deutliche Preissenkungen von Mitbewerbern bzw. neu in den Markt eintretenden Unternehmen. Das kann zu einer schwächer als erwarteten Umsatz- und Ertragsentwicklung bei Vita 34 führen. Es wird nicht ausgeschlossen, dass eine langsame gesamtwirtschaftliche Erholung nach der Finanzmarktkrise sich negativ auf das Konsumverhalten von Endverbrauchern und somit auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung bei Vita 34 auswirkt. Vita 34 berücksichtigt in den Planungen, die von Marktforschern prognostizierte nationale Kaufkraftentwicklung. KapitalmarktrisikenDie Entwicklung des Aktienkurses von Vita 34 wird durch externe Ereignisse, zum Beispiel die Finanzmarktkrise, beeinflusst. Damit verbundene Anlageentscheidungen von Aktionären sind teilweise durch Faktoren gesteuert, die in keiner Verbindung zu den fundamentalen Kennzahlen von Vita 34 stehen. Vita 34 wird sich weiterhin durch die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften sowie durch transparente Kommunikation mit Aktionären auf dem Kapitalmarkt auszeichnen. Personelle RisikenVita 34 sieht aufgrund der etablierten Maßnahmen des internen Kontrollsystems sowie einer durch soziale und sicherheitsorientierte Maßstäbe geprägten Personalpolitik keine unternehmensgefährdenden Risiken. InfrastrukturrisikenDer Ausfall prozess- und vertriebsrelevanter Technik oder der Ausfall bzw. die Einschränkung logistischer Prozesse kann die Ertragslage von Vita 34 beeinflussen. Durch redundante Sicherungssysteme werden diese Risiken weitgehend vermieden oder ausgeschlossen. Die aufgeführten Risiken sind gegenwärtig nicht konkretisiert. Insgesamt bestehen aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken. Chancen für die künftige EntwicklungProduktchancenVita 34 hat im Jahr 2012 ein einzigartiges Good Manufacturing Practice (GMP) Verfahren zur Konservierung von Nabelschnurgewebe entwickelt, mit dem mesenchymale Stammzellen als Ausgangszellen für die Regenerative Medizin gewonnen werden können. Seit Ende des 3. Quartals 2013 kann Vita 34 als einzige private Stammzellbank in Deutschland basierend auf den entsprechenden Genehmigungen neben Nabelschnurblut auch Nabelschnurgewebe nach GMP-Richtlinien einlagern. Dieses Alleinstellungsmerkmal bietet Vita 34 die Chance, über das entsprechende Produktangebot "VitaPlusNabelschnur" weitere Marktpotenziale zu erschließen und als Folge dessen von einer erhöhten Anzahl von Neueinlagerungen zu profitieren. Aufgrund der intensiven wissenschaftlichen Entwicklung im Bereich der Regenerativen Medizin erwartet Vita 34 weltweit einen steigenden Bedarf an Kryokonservierung und sicherer Lagerung von Zellen und Gewebe. Durch den Ausbau der Forschungs- und Entwicklungskapazitäten ist Vita 34 bestrebt, langfristig weitere Produktfelder zu erschließen. Vita 34 sieht die Möglichkeit, sich als Dienstleister und Zulieferer für pharmazeutisch/therapeutisch orientierte Unternehmen signifikante Marktpositionen zu erobern. Chancen durch InternationalisierungNeben Deutschland bearbeitete Vita 34 mithilfe von Tochtergesellschaften sowie Vertriebs- und Kooperationspartnerschaften zum Berichtsstichtag insgesamt 28 weitere internationale Märkte. Vita 34 erschließt kontinuierlich neue attraktive Märkte, die mittelfristig Ergebnisbeiträge ermöglichen. Im Rahmen dieser Kooperationen genießen die Partnerunternehmen Selbstständigkeit in den Bereichen Marketing und Vertrieb. Vita 34 übernimmt anschließend die Präparation und Lagerung des Nabelschnurbluts und -gewebes in Leipzig. Durch diese Form der Kooperation kann Vita 34 von zusätzlichen Erträgen profitieren, ohne dass eigene Vertriebskosten im Ausland anfallen. Das Unternehmen erweitert über die geografische Diversifizierung seine stabile Basis und eröffnet sich die Möglichkeit, am Potenzial mehrerer Zielmärkte zu partizipieren. Marktchancen durch ÜbernahmenFür das Unternehmen können sich Wettbewerbsvorteile durch gezielte strategische Übernahmen ergeben. Dies ermöglicht Vita 34 den Zugang zu bestehenden und potenziellen Kunden, neuen Technologien sowie qualifiziertem Personal. Durch die Übernahmen von Assets der Vivocell (Österreich), Geschäftsanteilen der Bio Save (Serbien) und der AS Imunolita (Litauen) sowie der StemCare (Dänemark) im Laufe des Geschäftsjahrs 2015 ist Vita 34 bestrebt, seine führende Position im europäischen Markt nachhaltig zu stärken. Die Integration der akquirierten Gesellschaften wurde 2016 weitgehend abgeschlossen. Im Hinblick auf den Wettbewerb eröffnen sich Vita 34 über die verschiedenen Angebotsmöglichkeiten Vorteile bei der Kundenakquise. Im Rahmen der zunehmenden Konsolidierung des Marktes für privates Stammzellbanking prüft Vita 34 regelmäßig das Potenzial, durch Zukäufe die Produktpalette weiter zu diversifizieren. Ein breiteres Produktportfolio kann sich stabilisierend auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken. Gesamteinschätzung des VorstandsAls zweitgrößte Stammzellbank Europas mit führender Marktposition auf dem deutschsprachigen Markt sieht sich Vita 34 im Hinblick auf die Chancen und Risiken gut positioniert, um das Fortbestehen des Unternehmens langfristig zu sichern und die sich bietenden Chancen zu nutzen. Sollten einzelne oder alle der aufgeführten Chancen/Risiken eintreten, so würde sich dies auf die Entwicklung des Unternehmens und entsprechend auch auf die finanziellen Leistungsindikatoren auswirken Kapitel "Steuerungssystem und Leistungsindikatoren" Seite 38]. Vita 34 kann derzeit keine Aussage darüber treffen, welcher finanzielle Leistungsindikator durch welches Risiko/welche Chance in welchem Ausmaß beeinflusst werden würde. Nach Überprüfung der Risikolage zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 lagen jedoch keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Die Gesamtrisikosituation von Vita 34 hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Auch für die Zukunft sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. PrognoseberichtAusblickPrognosen zur Entwicklung der wirtschaftlichen Situation sind grundsätzlich, besonders aber im gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Umfeld von hoher Unsicherheit geprägt. Die folgenden zukunftsbezogenen Aussagen zur Geschäftsentwicklung der Vita 34 unterstellen, dass es weder in Europa noch in unseren asiatischen Zielmärkten zu einer rezessiven Entwicklung kommen wird. Vielmehr erwarten wir für unsere wettbewerbsintensiven Märkte im laufenden Geschäftsjahr eine moderate konjunkturelle Erholung. Im Jahr 2016 baute Vita 34 ihre Marktposition durch neue Vertriebs- und Kooperationspartnerschaften weiter aus. Die Aktivitäten der Gesellschaft in den deutschsprachigen Ländern sind 2017 vor allem von einer zielgerichteten und effektiveren Intensivierung der Marketingaktivitäten geprägt. Die Marktpräsenz soll noch stärker ausgebaut und unsere führende Marktposition nachhaltig gefestigt werden. In der Region DACH wird eine Steigerung der Neueinlagerungen von 10 Prozent angestrebt. Die Geschäftsentwicklung in unseren anderen europäischen Märkten ist von einer deutlichen Festigung der Marktposition gekennzeichnet. So geht es vor allem darum, in diesen sehr preissensitiven Märkten die erreichten Marktpositionen zu verteidigen und Umsatz und Ertrag moderat zu entwickeln. Unsere Position als Qualitäts- und Innovationsführer soll stärker ausgebaut und das Angebot der Vita 34 noch deutlicher von den Wettbewerbern abgrenzt werden. Wie auch in den vergangenen Jahren werden wir uns intensiv bemühen, neue Märkte hinzuzugewinnen und die geografische Präsenz weiter auszubauen. Die strikte Umsetzung der konzerninternen Marketing- und Finanzvorgaben wird weitere Synergieeffekte mit unseren Partnerunternehmen freisetzen und wir werden den gesamtheitlichen Auftritt des Konzerns noch weiter optimieren. Die Marke Vita 34 soll gestärkt werden, sodass zukünftig die Produkte von Vita 34 in allen europäischen Märkten als "Made in Germany by Vita 34" wahrgenommen werden. Alle europäischen Partner werden nach einer einheitlichen Marketing- und Vertriebsstrategie agieren. Die Verwaltungs- und Finanzierungseffizienz wird weiterhin erhöht. Aufsetzend auf ein hohes Niveau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden 2017 weitere Produkte und Entwicklungen Genehmigungsreife erreichen. Vornehmlich handelt es sich dabei um Prozessoptimierungen im Herstellungsprozess. Des Weiteren ist die Entwicklung eines Angebots für die Einlagerung von Stammzellen im Zusammenhang mit einem medizinischen Eingriff so weit vorangeschritten, dass bereits im Sommer 2017 der Antrag auf Herstellungserlaubnis bei der zuständigen Landesbehörde eingereicht werden kann. Am Fortschritt der weiteren Entwicklungen im Bereich der regenerativen Stammzellmedizin durch unsere Forschungspartner partizipiert Vita 34 mittel- und langfristig durch den Erhalt zusätzlicher Entwicklungsdaten und Zugang zu neuen Produkten und Märkten. Der Umsatz des Konzerns hat sich aufgrund neu eingeführter Produkte sowie der in 2015 realisierten Akquisitionen positiv entwickelt. Der Konzern erwirtschaftete in 2016 einen Umsatz von 16,3 Mio. Euro (2015: 14,2 Mio. Euro). Die Gesamtleistung betrug 18,1 Mio. Euro (2015: 18,5 Mio. Euro), ohne Berücksichtigung der in 2015 enthaltenen positiven Sondereffekte ergab sich eine starke Erhöhung gegenüber dem Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2016 wurde eine EBITDA-Marge von 14,1 Prozent erzielt. Die für das Geschäftsjahr 2016 aufgestellten Prognosen wurden damit erfüllt. Die Umsatzentwicklung in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahrs 2017 verlief weitestgehend planmäßig. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Vorstand für den Konzern und die Vita 34 AG aufgrund der Erweiterung der Absatzregionen und der noch stärkeren Durchdringung bestehender Märkte mit einer weiteren soliden Steigerung des Umsatzes um 7 bis 10 Prozent bei Beibehaltung einer stabilen hohen EBITDA-Marge von ca. 15 Prozent, so dass mit einem solide steigenden EBITDA gegenüber dem Vorjahr gerechnet wird. Für 2017 wird eine Gesamtleistung auf Vorjahresniveau erwartet, bereinigt um Sondereffekte entspricht das einem Anstieg um ca. 3 Prozent. Der Vorstand plant innerhalb der nächsten Jahre nach Abschluss der Integrationsmaßnahmen und der Realisierung weiterer Effizienzsteigerungen eine EBITDA-Marge von 20 Prozent zu erreichen. Mit einer im laufenden Jahr angestrebten Eigenkapitalquote von rund 50 Prozent für den Konzern und die Vita 34 ist man für die künftigen Entwicklungen solide aufgestellt. Zukunftsgerichtete AussagenDieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Sie beruhen auf den gegenwärtigen Informationen, die Vita 34 zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts zur Verfügung standen. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen sind allerdings Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Chancen/Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den abgegebenen Einschätzungen abweichen. Daher kann Vita 34 keine Gewähr für diese Angaben übernehmen.
Leipzig, den 27. März 2017 Vorstand der Vita 34 AG Dr. André Gerth, Vorstandsvorsitzender Falk Neukirch, Finanzvorstand Dr. Wolfgang Knirsch, Vorstand Vertrieb & Marketing Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
KonzernbilanzAktiva scroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Anhang zum Konzernabschluss1. Informationen zum Mutterunternehmen und KonzernDas Mutterunternehmen Vita 34 AG (die "Gesellschaft") mit Sitz in Leipzig (Deutschland), Deutscher Platz 5a, eingetragen im Registergericht des Amtsgerichts Leipzig unter HRB 20339, ist eine Gesellschaft, deren Unternehmenszweck die Entnahme, Aufarbeitung und Lagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe, die Entwicklung von zell therapeutischen Verfahren sowie die Durchführung von Projekten auf dem Gebiet der Biotechnologie ist. Ihre Tochterunternehmen (zusammen mit der Gesellschaft als "Konzern" bezeichnet) sind ebenfalls auf dem Gebiet der Einlagerung von Nabelschnurblut und -gewebe tätig. Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären auf der Website www.vita34group.de zugänglich gemacht. Der Konzernabschluss der Vita 34 AG für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2016 wurde am 27. März 2017 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Die Vita 34 AG ist eine in Deutschland gegründete, in ihrer Haftung beschränkte Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland, deren Aktien zum öffentlichen Handel zugelassen sind. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze2.1 Grundlagen der Erstellung des AbschlussesDer Konzernabschluss der Vita 34 AG wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Alle für das Geschäftsjahr 2016 verbindlichen IFRS sowie die Verlautbarungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden angewendet, sofern diese durch die Europäische Union anerkannt wurden. Der Konzernabschluss der Vita 34 AG wird grundsätzlich auf der Grundlage fortgeführter Anschaffungskosten in Euro aufgestellt. Hiervon ausgenommen sind die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte sowie zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. KonsolidierungsgrundsätzeDer Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Vita 34 AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahrs. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Abschlussstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Eine Beherrschung liegt vor, wenn der Konzern eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen hat und er seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen auch dazu einsetzen kann, diese Renditen zu beeinflussen. Insbesondere beherrscht der Konzern ein Beteiligungsunternehmen dann, und nur dann, wenn er alle nachfolgenden Eigenschaften besitzt:
Besitzt der Konzern keine Mehrheit der Stimmrechte oder damit vergleichbarer Rechte an einem Beteiligungsunternehmen, berücksichtigt er bei der Beurteilung, ob er die Verfügungsgewalt an diesem Beteiligungsunternehmen hat, alle relevanten Sachverhalte und Umstände. Hierzu zählen unter anderen:
Ergeben sich aus Sachverhalten und Umständen Hinweise, dass sich eines oder mehrere der drei Beherrschungselemente verändert haben, muss der Konzern erneut prüfen, ob er ein Beteiligungsunternehmen beherrscht. Die Konsolidierung eines Tochterunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt. Sie endet, wenn der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert. Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens, das während des Berichtszeitraums erworben oder veräußert wurde, werden ab dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Tag, an dem die Beherrschung endet, in der Bilanz bzw. der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des sonstigen Ergebnisses werden Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens und den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zugerechnet, selbst wenn dies zu einem negativen Saldo der Anteile ohne beherrschenden Einfluss führt. Bei Bedarf werden Anpassungen an den Abschlüssen von Tochterunternehmen vorgenommen, um deren Rechnungslegungsmethoden an die des Konzerns anzugleichen. Alle konzerninternen Vermögenswerte und Schulden, Eigenkapital, Erträge und Aufwendungen sowie Zahlungsströme aus Geschäftsvorfällen, die zwischen Konzernunternehmen stattfinden, werden bei der Konsolidierung vollständig eliminiert. Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Verliert das Mutterunternehmen die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, so werden folgende Schritte durchgeführt:
In den Konsolidierungskreis wurden folgende Unternehmen einbezogen:
2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Der Konzern hat im Geschäftsjahr die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS-Standards und Interpretationen erstmals angewandt:
Die genannten Standards und Interpretationen sind ab dem 1. Januar 2016 verpflichtend anzuwenden. Aus den neuen oder geänderten Standards und Interpretationen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Vita 34 AG. 2.3 Wesentliche Schätzungen und AnnahmenDie wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahrs eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein könnte, werden im Folgenden erläutert. Wertminderungstest der Geschäfts- oder FirmenwerteDie im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Stammzellbanking - Deutschland", "Spanien" und "Biotechnologie" zugeordnet. Der erzielbare Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren aufgestellten und durch den Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen basieren. Der verwendete Abzinsungssatz beträgt vor Steuern zwischen 9,2 und 12,8 Prozent. Der erzielbare Betrag ist stark abhängig von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Diskontierungszinssatz sowie von den erwarteten künftigen Mittelzuflüssen. Die Grundannahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags einschließlich einer Sensitivitätsanalyse werden in Anhangangabe 10 genauer erläutert. Behandlung steuerlicher Verlustvorträge und latenter SteueransprücheIm Rahmen einer bei der Vita 34 AG durchgeführten steuerlichen Betriebsprüfung, die sich bis zum Veranlagungszeitraum 2009 erstreckte, wurde durch die Finanzbehörde eine von der Vita 34 AG abweichende Auffassung hinsichtlich der steuerlichen Behandlung von Abschreibungen auf Darlehen an verbundene Unternehmen vertreten. Es erfolgte eine zur Steuererklärung der Vita 34 AG geänderte Festsetzung, die im Ergebnis zu einer Reduzierung des steuerlichen Verlustvortrags in Höhe von 2.553 TEUR zum Stichtag 31. Dezember 2009 führte. Die Vita 34 AG hat gegen diese Festsetzung Klage eingereicht. Es besteht Unsicherheit bezüglich des Ausgangs des Klageverfahrens. Bei der Berechnung, ob und in welcher Höhe steuerliche Verlustvorträge zu den Stichtagen 31. Dezember 2015 und 2016 bestanden, geht das Management davon aus, dass die Abschreibungen auf Darlehen an verbundene Unternehmen steuerlich zu berücksichtigen sind. Unter Berücksichtigung dieser Beurteilung sind zum Abschlussstichtag die Steueraufwendungen sowie die angesetzten Steuerforderungen auf zu viel gezahlte Ertragssteuervorauszahlungen ermittelt worden. Latente Steuern auf Verlustvorträge der Novel Pharma S.L. wurden nicht aktiviert. Bei dieser Gesellschaft handelt es sich um eine reine Holdinggesellschaft, bei der nach den derzeitigen steuerlichen Verhältnissen in der Zukunft keine ausreichenden zu versteuernden Einkünfte zu erwarten sind. Auf die zum Abschlussstichtag bestehenden Verlustvorträge der übrigen Konzerngesellschaften wurden latente Steuern aktiviert, sofern entsprechend den Planungsrechnungen davon auszugehen ist, dass die Verlustvorträge in Anspruch genommen werden. Latente Steueransprüche für Differenzen zwischen den Steuerbilanzwerten und den IFRS-Bilanzwerten der entsprechenden Gesellschaften wurden mit latenten Steuerverpflichtungen verrechnet. Bei einem Überhang der latenten Steueransprüche wurden diese aktiviert, sofern es als wahrscheinlich angesehen wird, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird. Wir verweisen auf die Erläuterungen unter Abschnitt 7 "Ertragsteuern". Behandlung von Zuschüssen für EntwicklungsprojekteDie Erträge aus öffentlich geförderten Entwicklungsprojekten werden zu dem Zeitpunkt ertragswirksam erfasst, zu dem die entsprechenden förderfähigen Aufwendungen im Unternehmen angefallen sind. Eine ertragswirksame Erfassung der Erträge setzt hierbei einen Förderbescheid der öffentlichen Fördermittelgeber voraus. Durch die Erfassung der Erträge zum Zeitpunkt der Entstehung der förderfähigen Aufwendungen wird eine periodengerechte Darstellung der Aufwendungen und Erträge im Konzernabschluss sichergestellt. 2.4 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und BewertungsmethodenUnternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder FirmenwerteUnternehmenszusammenschlüsse nach dem 31. Dezember 2008Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten einer Unternehmensakquisition bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Anschaffungsnebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand innerhalb der Verwaltungsaufwendungen erfasst. Die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen erfolgt entweder zum beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Nach dem erstmaligen Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet, wodurch auch ein Negativsaldo bei nicht beherrschenden Anteilen entstehen kann. Erwirbt der Konzern ein Unternehmen, beurteilt er die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und am Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Bei einem Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert wird der daraus resultierende Gewinn unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Vor der Erfassung eines Gewinns aus einem Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert wird nochmals beurteilt, ob alle erworbenen Vermögenswerte und alle übernommenen Schulden zutreffend identifiziert und bewertet wurden. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden. Zum 31. Dezember 2016 bestehen folgende zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses zugeordnet wurde:
Änderungen von Beteiligungsquoten, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Hierbei wird jede Differenz zwischen dem Betrag, um den die nicht beherrschenden Anteile angepasst werden, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen Gegenleistung unmittelbar in den Gewinnrücklagen erfasst und der Gesellschaft zugeordnet. Bemessung des beizulegenden ZeitwertsAlle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebenen Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist: a) Stufe 1 - in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise b) Stufe 2 - Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Beobachtung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt direkt oder indirekt beobachtbar ist c) Stufe 3 - Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Beobachtung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt nicht beobachtbar ist Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Beobachtung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft. Immaterielle VermögenswerteEinzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen dem ihnen beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, abzüglich sämtlicher kumulierter Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen. Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und solchen mit unbestimmter Nutzungsdauer unterschieden. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung untersucht, wann immer es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahrs überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswerts geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts entspricht, erfasst. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von unbestimmter zu begrenzter Nutzungsdauer prospektiv vorgenommen. Forschungs- und EntwicklungskostenForschungskosten werden als Aufwand der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Entwicklungskosten, die im Rahmen eines einzelnen Projekts angefallen sind, werden aktiviert, wenn der Konzern Folgendes nachweisen kann:
Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Sie erfolgt über den Zeitraum, über den künftiger Nutzen zu erwarten ist, und wird in den Umsatzkosten erfasst. Während der Entwicklungsphase wird jährlich ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Die auf die immateriellen Vermögenswerte des Konzerns (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) angewandten Bilanzierungsgrundsätze stellen sich zusammengefasst wie folgt dar: Auf immaterielle Vermögenswerte des Konzerns (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) angewandte Bilanzierungsgrundsätzescroll
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Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst. SachanlagenSachanlagen, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Sachanlagen entsprechen dem ihnen beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen die geschätzten Nutzungsdauern der Vermögenswerte zugrunde. Die Buchwerte der Sachanlagen werden auf Wertminderung überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Nutzungsdauer der Vermögenswertescroll
Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Restwerte der Vermögenswerte, die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahrs überprüft und gegebenenfalls angepasst. Anteile an assoziierten UnternehmenAssoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben. Dies geschieht in der Regel durch Stimmrechtsanteile von 20 bis 50 Prozent Assoziierte Unternehmen werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Auf Anteile an assoziierten Unternehmen allokierter Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht separat ausgewiesen, sondern in den angesetzten Anschaffungskosten berücksichtigt. Der Anteil des Konzerns am Ergebnis des assoziierten Unternehmens ab Erwerbszeitpunkt wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals unmittelbar im Konzern-Eigenkapital. Die kumulierten Veränderungen ab Erwerbszeitpunkt erhöhen oder vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Die Abschlüsse des assoziierten Unternehmens werden zum gleichen Stichtag aufgestellt wie der Abschluss des Konzerns. Soweit erforderlich, werden Anpassungen an konzerneinheitliche Rechnungslegungsmethoden vorgenommen. Wertminderung von nicht finanziellen VermögenswertenDer Konzern beurteilt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Dieses stützt sich auf Bewertungsmultiplikatoren, Börsenkurse von börsengehandelten Anteilen an Unternehmen oder andere zur Verfügung stehende Indikatoren für den beizulegenden Zeitwert. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen. Für Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, wird zu jedem Abschlussstichtag geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die zur Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwerts, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen. Für Geschäfts- oder Firmenwerte ermittelt der Konzern an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls statt, wenn Ereignisse oder Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für Geschäfts- oder Firmenwerte erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden. Finanzinvestitionen und sonstige finanzielle VermögenswerteFinanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende jeder Berichtsperiode, soweit dies zulässig und angemessen ist. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Erfüllungstag, das heißt zu dem Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch Bezugnahme auf den an der Börse notierten Geldkurs am Abschlussstichtag ermittelt. Eigene AnteileErwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf, die Ausgabe oder die Einziehung von eigenen Anteilen wird erfolgsneutral erfasst. Etwaige Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert und der Gegenleistung werden in der anderen Kapitalrücklage erfasst. VorräteVorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der Durchschnittswertmethode ermittelt. In die Herstellungskosten für die unfertigen Leistungen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch angemessene Teile der Gemeinkosten des Fertigungsbereichs sowie Abschreibungen, soweit sie auf den Fertigungsbereich entfallen, einbezogen. Verwaltungs-, Vertriebskosten und Zinsen wurden nicht berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige ForderungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden mit Anschaffungskosten angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von weniger als zwölf Monaten werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Der Konzern bietet seinen Kunden zum Teil auch Finanzierungsmöglichkeiten an, wonach die Forderungen eine Laufzeit von bis zu 25 Jahren aufweisen können und somit signifikant über den von der Gesellschaft angenommenen Geschäftszyklus von zwölf Monaten hinausgehen. Aufgrund der teilweise langen Laufzeit der Forderungen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten gesondert unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Hierbei erfolgt in Abhängigkeit von der Zugehörigkeit einer Einzelforderung zu einer Gruppe gleichartiger Forderungen eine gestaffelte Wertberichtigung in Abhängigkeit von der Überfälligkeit. Forderungen werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und kurzfristige Einlagen in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von nicht länger als drei Monaten. Nicht frei verfügbare Zahlungsmittel werden separat ausgewiesen. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen. Darlehen, Kontokorrentkredite und stille BeteiligungenDie verzinslichen Darlehen und stillen Beteiligungen sind grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie werden zum Zugangszeitpunkt mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten entsprechen hierbei in der Regel dem vereinnahmten Betrag. Bei der Folgebewertung wird nach Maßgabe der Effektivzinsmethode eine Aufzinsung vorgenommen, sodass sich am Ende der Laufzeit der Rückzahlungsbetrag ergibt. Unverzinsliche Darlehen sind bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. In den Folgeperioden erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. Kontokorrentkredite werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, der grundsätzlich dem Rückzahlungsbetrag entspricht. Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden
Wertminderung finanzieller VermögenswerteDer Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf obigen Abschnitt. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle VermögenswerteIst ein zur Veräußerung verfügbarer Vermögenswert in seinem Wert gemindert, wird der kumulierte Verlust -der sich als Unterschiedsbetrag aus den Anschaffungskosten und dem derzeitigen beizulegenden Zeitwert abzüglich eines etwaigen früher erfolgswirksam verbuchten Wertminderungsaufwands auf dieses Instrument ergibt -aus dem sonstigen Ergebnis entfernt und erfolgswirksam erfasst. Wertberichtigungen für Eigenkapitalinstrumente werden nicht erfolgswirksam rückgängig gemacht; ein späterer Anstieg des beizulegenden Zeitwerts wird direkt im sonstigen Ergebnis erfasst. RückstellungenEine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche, vertragliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert nur dann erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug sie ausgewiesen. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst. PensionenIm Rahmen des Erwerbs der Anteile an der BioPlanta GmbH hat die Gesellschaft eine Pensionsvereinbarung sowie die in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen übernommen. Für diese Pensionsverpflichtung sind durch die Gesellschaft Beiträge an eine Versicherung geleistet worden. Die Höhe der Pensionsverpflichtung wird nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Die Gesellschaft erfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in der Berichtsperiode, in der sie anfallen, in voller Höhe im sonstigen Ergebnis. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden dabei sofort in die Gewinnrücklagen eingestellt und auch in den Folgejahren nicht ertragswirksam umgegliedert. Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (unter Anwendung eines Diskontierungssatzes auf Grundlage erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen; siehe Anhangangabe 21) und des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Planvermögen umfasst qualifizierende Versicherungspolicen. Das Planvermögen ist vor dem Zugriff von Gläubigern des Konzerns geschützt und kann nicht direkt an den Konzern gezahlt werden. Der beizulegende Zeitwert basiert auf Informationen über den Marktpreis. Der Wert eines erfassten Vermögenswerts des leistungsorientierten Plans entspricht grundsätzlich dem Barwert eines etwaigen wirtschaftlichen Nutzens in Form von Rückerstattungen aus dem Plan oder in Form der Minderung künftiger Beitragszahlungen an den Plan. Da das Planvermögen einen qualifizierenden Versicherungsvertrag umfasst, der alle der zugesagten Leistungen hinsichtlich ihres Betrags und ihrer Fälligkeit genau abdeckt, wird der Ansatz des Planvermögens auf den Barwert der abgedeckten Verpflichtungen begrenzt. LeasingverhältnisseDie Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt. In Abhängigkeit davon, ob im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken übertragen werden, wird zwischen Operating-Leasingverhältnissen und Finanzierungs-Leasingverhältnissen unterschieden.
ErtragserfassungErträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Darüber hinaus müssen zur Realisation der Erträge die folgenden Ansatzkriterien erfüllt sein:
FremdkapitalkostenFremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts aktiviert. Andere Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Im Falle von aufwandsbezogenen Zuwendungen werden diese planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Bezieht sich die Zuwendung auf einen Vermögenswert, wird diese in einem passiven Abgrenzungsposten erfasst und über die erwartete Nutzungsdauer des betreffenden Vermögenswerts linear erfolgswirksam aufgelöst. Steuern
Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet oder an sie abgeführt wird, wird unter den Forderungen oder Schulden in der Bilanz erfasst. 2.5 Neue RechnungslegungsvorschriftenDas International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) haben weitere Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2016 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und für den vorliegenden Konzernabschluss auch noch nicht zur Anwendung kamen: IFRS 9 FinanzinstrumenteDer Standard wurde im Juli 2014 verabschiedet und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der Standard regelt umfassend die Bilanzierung von Finanzinstrumenten. Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 hervorzuheben sind insbesondere die neuen und in der jüngsten Fassung von IFRS 9 überarbeiteten Klassifizierungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte. Diese beruhen auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen finanzieller Vermögenswerte. Ebenfalls grundlegend neu sind die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen, die nun auf einem Modell der erwarteten Verluste basieren. Auch die Abbildung bilanzieller Sicherungsbeziehungen ist unter IFRS 9 neu geregelt und darauf ausgerichtet, stärker das betriebliche Risikomanagement abbilden zu können. Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows des Konzerns sowie erweiterte Anhangangaben sind wahrscheinlich. Der Konzern rechnet nicht mit wesentlichen Auswirkungen von IFRS 9. IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit KundenDer Standard wurde im Mai 2014 verabschiedet und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der Standard regelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. IFRS 15 ersetzt IAS 18 ,Erlöse', IAS 11 ,Fertigungsaufträge' und eine Reihe von erlösbezogenen Interpretationen. Mitte April 2016 hat das International Accounting Standards Board (IASB) die finalen Klarstellungen zu seinem neuen Standard zur Erlösrealisierung, IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers, veröffentlicht, die noch nicht von der EU anerkannt sind. Mit den Änderungen werden Implementierungsfragen geklärt, die von der Joint Transition Resource Group for Revenue Recognition (TRG) erörtert werden. Diese Fragen betreffen die Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, die Anwendungsleitlinien für Principal-Agent-Verhältnisse und Lizenzen für geistiges Eigenturm (intellectual property; IP) sowie die Übergangsbestimmungen. Die Anwendung von IFRS 15 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt für fast alle Verträge mit Kunden -die wesentlichen Ausnahmen sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge. Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows des Konzerns sowie erweiterte Anhangangaben sind wahrscheinlich. Es wurde eine vorläufige Beurteilung durchgeführt, die sich im Zuge der weiteren detaillierten Analyse möglicherweise ändern kann. Die Leistungen werden zeitpunkt- oder zeitraumbezogen erbracht und auch bisher dementsprechend erfasst. Der Konzern rechnet daher nicht mit wesentlichen Auswirkungen von IFRS 15. IFRS 16 LeasingverhältnisseDas IASB hat im Januar 2016 den neuen Standard zur Leasingbilanzierung veröffentlicht. Dieser sieht für Leasingnehmer für die meisten Leasingverhältnisse den verpflichtenden Ansatz des Nutzungsrechts am Leasinggegenstand und einer korrespondierenden Leasingverbindlichkeit vor. Für Leasinggeber gibt es hingegen lediglich geringfügige Änderungen im Vergleich zur Klassifizierung und Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IAS 17. IFRS 16 erfordert sowohl für Leasingnehmer als auch für Leasinggeber erweiterte Anhangsangaben. IFRS 16, der noch nicht von der EU anerkannt ist, gilt erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Der Konzern ist an Leasingverhältnissen derzeit nur als Leasingnehmer beteiligt. Die Erfassung von Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten wird aus heutiger Sicht zu Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage und einer Verlängerung der Bilanz bei einer leicht sinkenden Eigenkapitalquote führen. Für die Ertragslage wird derzeit nicht mit wesentlichen Auswirkungen im Vergleich zur gegenwärtigen Bilanzierung gerechnet. Ergänzungen zu IFRS 2 anteilsbasierten VergütungenDie Ergänzungen adressieren drei Hauptbereiche die Auswirkungen von Ausübungsbedingungen auf die Bewertung anteilsbasierter Vergütungstransaktionen mit Barausgleich; die Klassifizierung anteilsbasierter Vergütungstransaktionen mit Nettoerfüllungsklauseln bei einer gesetzlichen Pflicht zum Quellensteuereinbehalt und die Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungstransaktionen mit Barausgleich im Falle einer Modifizierung ihrer Bedingungen, die zu einer Klassifizierung als anteilsbasierte Vergütungstransaktion mit Eigenkapitalausgleich führt. Die Ergänzungen zum Standard sind noch nicht von der EU anerkannt und sollen voraussichtlich erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden sein, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Änderungen sollen dazu beitragen, die Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungen zu vereinheitlichen. Der Konzern rechnet mit keinen Auswirkungen aus den Ergänzungen zum IFRS 2. Ergänzungen zu IFRS 4 VersicherungsverträgeMit den Änderungen sollen die aktuell bestehenden Bedenken bezüglich der unterschiedlichen Zeitpunkte des Inkraft-tretens von IFRS 9 Finanzinstrumente und dem neuen Standard zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen adressiert werden. Die Ergänzungen zum Standard sind noch nicht von der EU anerkannt und sollen voraussichtlich erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden sein, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der Konzern rechnet mit keinen Auswirkungen aus den Ergänzungen zum IFRS 4. Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2014-2016Die Änderungen der Standards sind noch nicht von der EU anerkannt und werden voraussichtlich erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden sein, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Anpassungen der Standards beinhalten Änderungen und Klarstellungen an den IFRS 1, IFRS 12 und IAS 28. Die Änderungen werden voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Cashflows bzw. die Angaben im Anhang haben. Änderungen an IAS 7 KapitalflussrechnungDiese Änderungen sind noch nicht von der EU anerkannt und sollen den Informationsgehalt der Angaben zu den Veränderungen der Verbindlichkeiten einer Gesellschaft erhöhen. Sie sind voraussichtlich für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Der Konzern rechnet mit keinen wesentlichen Auswirkungen. Änderungen an IAS 12 ErtragsteuernDiese Änderungen sind noch nicht von der EU anerkannt und sollen die Bilanzierung latenter Steueransprüche aus nicht realisierten Verlusten, die in Zusammenhang mit zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögenswerten auftreten, klarstellen. Sie sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Der Konzern rechnet mit keinen wesentlichen Auswirkungen. Der Konzern beabsichtigt, diese Standards (soweit zutreffend) ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens anzuwenden. 3. ÜbergangskonsolidierungMit Wirkung vom 1. Juli 2015 hatte die Vita 34 AG die Stimmrechtsmehrheit sowie 30 Prozent der Geschäftsanteile am langjährigen Kooperationspartner Bio Save d.o.o. ("Bio Save Serbien"), Belgrad, Serbien, erworben. Die Bio Save Serbien hatte zum Erwerbszeitpunkt die folgenden Tochterunternehmen mit den entsprechenden direkten Beteiligungsquoten:
Die Bio Save Serbien sowie deren Tochtergesellschaften (zusammen "Teilkonzern" oder "Bio Save") wurden ab dem 1. Juli 2015 im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Vita 34 AG einbezogen. Die folgenden Ausführungen zur Übergangskonsolidierung beziehen sich auf den Teilkonzern "Bio Save". Mit Wirkung vom 30. Juni 2016 haben die Gesellschafter der Bio Save Serbien einen Beschluss gefasst, demzufolge die Vita 34 AG die Stimmrechtsmehrheit aufgibt. Eine Beherrschung der Bio Save Serbien ist somit mangels Möglichkeit, die renditerelevanten Tätigkeiten der Bio Save Serbien zu steuern, nicht mehr gegeben. Die Vollkonsolidierung des Teilkonzerns endet somit mit Ablauf des 29. Juni 2016. Mit Wirkung vom 30. Juni 2016 wurde die Bio Save mittels der Equity-Konsolidierung in den Konzernabschluss der Vita 34 AG einbezogen. Die zum Zeitpunkt der Übergangskonsolidierung angesetzten Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden der Bio Save sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Übersicht der Vermögenswerte und Schulden der Bio Savescroll
Die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden der Bio Save entsprechen den jeweiligen Konzernbuchwerten. Der Übergangskonsolidierungsgewinn ermittelt sich wie folgt: Übersicht Übergangskonsolidierungserfolgscroll
4. Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden AnteilenAnteile von Minderheitsgesellschaftern am Eigenkapital von Tochterunternehmenscroll
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Gesellschaft ist zum 31.12.2016 kein Bestandteil
des Konsolidierungskreises Die Anteile von Minderheitsgesellschaftern für wesentliche Tochterunternehmen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die zusammengefassten Finanzinformationen für Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen stellen sich wie folgt dar: scroll
5. Segmentberichterstattung5.1 Informationen über GeschäftssegmenteIm Geschäftsjahr 2016 verfügt der Konzern nur über das berichtspflichtige Segment "Stammzellbanking", das auf dem Gebiet der Entnahme, Aufarbeitung und Lagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe sowie der Entwicklung von zelltherapeutischen Verfahren tätig ist. Das im vorangegangenen Geschäftsjahr bestehende berichtspflichtige Geschäftssegment "Biotechnologie" unterliegt im laufenden Geschäftsjahr aufgrund der geringen Aussagekraft bezogen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht mehr der getrennten Überwachung durch das Management. 5.2 Informationen über geografische BereicheDie folgenden Tabellen enthalten Informationen zu Umsatzerlösen und langfristigen Vermögenswerten gemäß IFRS 8.33 (a) und (b) nach geografischen Tätigkeitsbereichen des Konzerns für die Geschäftsjahre 2016 und 2015: Umsatzerlöse aus Geschäften mit externen Kunden gemäß IFRS 8.33 (a)scroll
Die Zuordnung der Umsatzerlöse erfolgt auf Basis des Standorts des Kunden. langfristige Vermögenswerte gemäß IFRS 8.33 (b)scroll
6. Umsatzerlöse, sonstige Erträge und Aufwendungen6.1 GesamtleistungInsgesamt erzielte Vita 34 im Berichtszeitraum eine Gesamtleistung von 18,1 Mio. Euro. Übersicht Gesamtleistungscroll
6.2 UmsatzerlöseDie in der Gewinn- und Verlustrechnung für die fortzuführenden Geschäftsbereiche ausgewiesenen Umsatzerlöse setzen sich nach Wertschöpfungsstufen wie folgt zusammen: Übersicht Umsatzerlösescroll
6.3 UmsatzkostenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzkosten beinhalten folgende Aufwendungen: Übersicht Umsatzkostenscroll
6.4 Sonstige betriebliche ErträgeDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: Übersicht sonstige betriebliche Erträgescroll
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand betreffen im Wesentlichen Zuschüsse für Forschung und Entwicklung der Sächsischen Aufbaubank. Den Erträgen aus Forschung und Entwicklung stehen Aufwendungen in Höhe von 1.244 TEUR gegenüber. Im Zusammenhang mit den öffentlichen Zuwendungen bestehen keine unerfüllten Bedingungen oder sonstige Unsicherheiten. Die Erträge aus der Ausbuchung von abgegrenzten Schulden umfassen im Wesentlichen die Ausbuchung von im Vorjahr abgegrenzten finanziellen Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen, aus denen der Konzern im Berichtsjahr geringer als erwartet in Anspruch genommen wurde. Der im Vorjahr ausgewiesene Badwill aus Erstkonsolidierungen resultiert aus den Unternehmenszusammenschlüssen im Geschäftsjahr 2015. 6.5 Marketing- und VertriebskostenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Vertriebskosten setzen sich wie folgt zusammen: Übersicht Marketing- und Vertriebskostenscroll
Die übrigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen vertriebsbezogene Raumkosten, Versicherungskosten und Beratungskosten. 6.6 VerwaltungskostenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Verwaltungskosten umfassen die folgenden Bestandteile: Übersicht Verwaltungskostenscroll
Die übrigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen verwaltungsbezogene Raumkosten sowie IT-Kosten. 6.7 Sonstige betriebliche AufwendungenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: Übersicht sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
6.8 FinanzaufwendungenDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Finanzaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: Übersicht Finanzaufwendungenscroll
6.9 FinanzerträgeDie in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Finanzerträge setzen sich wie folgt zusammen: Übersicht Finanzaufwendungenscroll
6.10 Aufwendungen für Leistungen an ArbeitnehmerDie Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer setzen sich wie folgt zusammen: Übersicht Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmerscroll
Die Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 458 TEUR (2015: 316 TEUR) werden als Leistungen zu einem beitragsorientierten Plan klassifiziert und sind daher in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Beschäftigte (Jahresdurchschnitt)scroll
7. ErtragsteuernDie wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands/Ertragsteuerertrags für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 setzen sich wie folgt zusammen: Wesentliche Bestandteile des Ertragsteueraufwands/Ertragsteuerertragsscroll
Die in der Bilanz ausgewiesenen Ertragssteuerforderungen betreffen die voraussichtlichen Erstattungsansprüche für das Geschäftsjahr (596 TEUR). Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteuerertrag/-aufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 setzt sich wie folgt zusammen: Übersicht Überleitungsrechnung Steuernscroll
Die Änderung des Konzernsteuersatzes resultiert aus den im Berichtsjahr erfolgten Entkonsolidierungen. Unter Berücksichtigung, dass bei den entkonsolidierten Tochterunternehmen in Serbien, Montenegro und Slowenien niedrigere Ertragssteuersätze anzuwenden waren, erhöhte sich der gewichtete Steuersatz des Konzerns. Die latenten Ertragsteuern setzen sich zum Abschlussstichtag wie folgt zusammen: Übersicht latente Ertragssteuernscroll
Die Verlustvorträge der Konzerngesellschaften entwickelten sich wie folgt: scroll
Die in Deutschland, Österreich, Serbien, Slowenien, Montenegro, Dänemark und Spanien gegebenenfalls bestehenden ertragsteuerlichen Verlustvorträge stehen dem Konzern unbegrenzt zur Verrechnung mit künftigen zu versteuernden Ergebnissen des jeweiligen Unternehmens zur Verfügung. Latente Steuern auf diese steuerlichen Verlustvorträge wurden aktiviert, sofern entsprechend der Planungsrechnung davon auszugehen ist, dass die Verlustvorträge in Anspruch genommen werden. Bei der Novel Pharma S.L., Spanien, bestehen steuerliche Verlustvorträge, die dem Konzern zur Verrechnung mit künftigem zu versteuerndem Ergebnis der Novel Pharma S.L. zur Verfügung stehen. Für diese Verluste wurden jedoch keine latenten Steueransprüche erfasst, da diese Verluste nicht zur Verrechnung mit dem zu versteuernden Ergebnis anderer Konzernunternehmen verwendet werden dürfen und diese bei einer Zwischenholdinggesellschaft entstanden sind, die in der Regel kein positives zu versteuerndes Ergebnis erwirtschaftet. Deren Nutzbarkeit ist nur unter bestimmten Bedingungen gegeben, deren Erfüllung derzeit jedoch nicht als wahrscheinlich zu beurteilen ist. Für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 290 TEUR wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. 8. Ergebnis je AktieUnverwässertes/verwässertes Ergebnis je AktieBei der Berechnung des unverwässerten/verwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an während des Jahres sich im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt. Das unverwässerte/verwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt: Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktiescroll
In der Zeit zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit Stammaktien oder potenziellen Stammaktien stattgefunden. 9. Geschäfts- oder Firmenwert, immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich wie folgt: Übersicht immaterielle Vermögenswerte zum 31. Dezember 2016scroll
Übersicht immaterielle Vermögenswerte zum 31. Dezember 2015scroll
Die erworbenen Verträge und Entwicklungsprojekte beinhalten zum 31. Dezember 2016 folgende wesentlichen Vermögenswerte: scroll
10. Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter NutzungsdauerDie im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt zugeordnet:
Der Konzern führte seine jährliche Prüfung auf Wertminderung im 4. Quartal des Geschäftsjahrs durch. Der Konzern berücksichtigt neben anderen Faktoren das Verhältnis zwischen Marktkapitalisierung und Buchwert bei der Überprüfung auf Anhaltspunkte für eine Wertminderung. Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Stammzellbanking - Deutschland"Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Stammzellbanking - Deutschland" wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von gegenüber dem Vorjahr aktualisierten Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von drei Jahren aufgestellten und durch den Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen basieren. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz für das Segment "Stammzellbanking - Deutschland" beträgt vor Steuern 9,4 Prozent (Vorjahr: 12,0 Prozent). Cashflows nach dem Zeitraum von drei Jahren werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1 Prozent extrapoliert. Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Spanien"Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Spanien" wird ebenfalls auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf vom Management für einen Zeitraum von drei Jahren aufgestellten und durch den Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen basieren. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz beträgt vor Steuern 12,8 Prozent (Vorjahr: 13,5 Prozent). Cashflows nach dem Zeitraum von drei Jahren werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1 Prozent extrapoliert. Der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit übersteigt den Buchwert um 0,1 Mio. EUR. Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Biotechnologie"Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Biotechnologie" wird ebenfalls auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf vom Management für einen Zeitraum von drei Jahren aufgestellten und durch den Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen basieren. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz beträgt vor Steuern 9,2 Prozent (Vorjahr: 11,6 Prozent). Cashflows nach dem Zeitraum von drei Jahren werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1 Prozent extrapoliert. Aufgrund von geringeren zukünftigen Ertragserwartungen hat sich der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf einen negativen Betrag verringert. Aus diesem Grund war im Berichtsjahr eine Wertberichtigung des Geschäfts- und Firmenwerts um 127 TEUR auf 0 TEUR sowie eine außerplanmäßige Abschreibung von erworbenen Entwicklungsprojekten um 95 TEUR auf 0 TEUR erforderlich. Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, die den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet wurden:Übersicht Buchwertescroll
Grundannahmen für die Berechnung des Nutzungswerts der Geschäftseinheiten zum 31. Dezember 2016 und zum 31. Dezember 2015Im Folgenden werden die Grundannahmen erläutert, auf deren Basis die Unternehmensleitung ihre Cashflow-Prognosen zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erstellt hat. Geplante Bruttogewinnmargen - Die Bruttogewinnmargen werden anhand der durchschnittlichen Bruttogewinnspannen ermittelt, die im unmittelbar vorhergehenden Geschäftsjahr für neu abgeschlossene Verträge erzielt wurden. Abzinsungssätze - Die Abzinsungssätze spiegeln die Schätzungen der Unternehmensleitung hinsichtlich der den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils zuzuordnenden spezifischen Risiken wider. Dies stellt den von der Unternehmensleitung angewandten Benchmark zur Beurteilung der Betriebsleistung und zur Bewertung zukünftiger Investitionsvorhaben dar. Ausgangspunkt für die Ableitung des Kapitalisierungszinssatzes ist ein risikoloser Zinssatz unter zusätzlicher Berücksichtigung einer Marktrisikoprämie, eines länderspezifischen Risikozuschlags und eines unternehmensspezifischen Betafaktors. Sensitivität der getroffenen AnnahmenBei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Stammzellbanking - Deutschland" ist die Unternehmensleitung der Auffassung, dass eine grundsätzlich mögliche Änderung der getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der jeweilige Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den von ihr erzielbaren Betrag übersteigt. Sollten insbesondere die Anzahl der geplanten neuen Einlagerungen nicht eintreten oder sich der Abzinsungsfaktor erhöhen, könnte sich der Nutzungswert unter den Buchwert verringern. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für die zahlungsmittelgenerierende Einheit wurde eine Senkung der geplanten Bruttogewinnmargen um 1 Prozentpunkt oder eine Erhöhung der Abzinsungssätze (nach Steuern) um 1 Prozentpunkt angenommen. Auf dieser Grundlage ergibt sich kein Wertminderungsbedarf für die zahlungsmittelgenerierende Einheit. Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Spanien" ist die Unternehmensleitung der Auffassung, dass eine grundsätzlich mögliche Änderung der getroffenen Grundannahmen ebenfalls dazu führen könnte, dass der jeweilige Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Sollte insbesondere die Anzahl der neuen Einlagerungen im Planungszeitraum nicht eintreten, könnte sich der Nutzungswert unter den Buchwert verringern. Bei einer Verringerung der jährlichen Free Cashflows um ca. 1 Prozentpunkt im Planungszeitraum würde sich der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit um 0,3 Mio. EUR unter den Buchwert reduzieren. Bei einer Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 1 Prozentpunkt würde sich der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf den Buchwert reduzieren. 11. SachanlagenDas Sachanlagevermögen entwickelte sich wie folgt: Übersicht Sachanlagen zum 31. Dezember 2016scroll
Übersicht Sachanlagen zum 31. Dezember 2015scroll
12. Anteile an assoziierten UnternehmenDie Anteile an assoziierten Unternehmen resultieren aus der Beteiligung an der Bio Save d.o.o., Belgrad, Serbien, die ab dem 30. Juni 2016 mittels Equity-Methode in den Konzernabschluss der Vita 34 AG einbezogen wird. Es wird auf die Erläuterungen unter Punkt 3 verwiesen. Zusammengefasste Finanzinformationenscroll
Überleitung zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnungscroll
13. VorräteDie Vorräte setzen sich wie folgt zusammen: Übersicht Vorrätescroll
Wertminderungen von Vorräten liegen nicht vor. 14. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: Übersicht Forderungenscroll
Die im Berichtsjahr entstandenen langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden unter Berücksichtigung ihrer Laufzeit mit einem Zinssatz in Höhe von 3,0 Prozent (2015: 4,0 Prozent) abgezinst. Aufgrund der teilweise langen Laufzeit der Forderungen (bis zu 25 Jahre) werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten gesondert unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Übersicht nicht wertberichtigte Forderungenscroll
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt: Wertberichtigungenscroll
In der folgenden Tabelle sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt: Aufwendungen für die Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Alle Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. AusfallrisikoDie Forderungsbestände werden laufend überwacht, mit der Folge, dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Eine Bonitätsprüfung erfolgt nur im Zusammenhang mit einer Finanzierung über fremde Kreditinstitute. 15. Sonstige Forderungen und VermögenswerteÜbersicht sonstige Forderungen und Vermögenswertescroll
Die Wertpapieranlagen wurden als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Rahmen der Gewährung einer Bankbürgschaft wurden Wertpapieranlagen in Höhe von 465 TEUR verpfändet. Unter den finanziellen Forderungen und Vermögenswerten werden insbesondere Forderungen aus der Darlehensgewährung an nicht in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaften der Vita 34 AG, Forderungen aus Steuerüberzahlungen sowie Vorauszahlungen auf zukünftige Versicherungsleistungen ausgewiesen. 16. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, nicht frei verfügbare ZahlungsmittelÜbersicht Zahlungsmittelbestand, nicht frei verfügbare Zahlungsmittelscroll
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Von den Zahlungsmitteln stehen dem Unternehmen 814 TEUR (2015: 170 TEUR) nicht zur freien Verfügung. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember wie folgt zusammen: Übersicht Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalentenscroll
17. Gezeichnetes Kapital und RücklagenÜbersicht gezeichnetes Kapital und Rücklagenscroll
Im Gezeichneten Kapital ist das satzungsgemäße Stammkapital der Vita 34 AG nach deutschen aktienrechtlichen Regelungen ausgewiesen. Das Eigenkapital ist eingeteilt in 3.026.500 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. In den Kapitalrücklagen sind über das Stammkapital hinausgehende Einzahlungen und andere Leistungen der Aktionäre im Rahmen von Kapitalmaßnahmen sowie Rücklagen für aktienkursbasierte Vergütungen enthalten. In den Gewinnrücklagen sind die kumulierten Ergebnisse einschließlich des laufenden Jahresergebnisses ausgewiesen. Die Gewinnrücklagen minderten sich im Berichtsjahr aufgrund einer Dividendenausschüttung um 474 TEUR. Die Ausschüttung pro Aktie belief sich auf 0,16 EUR. Unter den sonstigen Rücklagen werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen sowie Gewinne und Verluste der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" ausgewiesen. Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag unverändert gegenüber dem Vorjahr über eigene Anteile in Höhe von 61.907 Stück (2,06 Prozent). Die nicht beherrschenden Anteile enthalten die Anteile der Minderheitsgesellschafter der stellacure GmbH sowie der Secuvita S.L. an den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, bewertet zum anteilig beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Der auf die Minderheitsgesellschafter entfallende Firmenwert wurde hierbei nicht mit aufgedeckt. Nach dem erstmaligen Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet. Genehmigtes KapitalGemäß § 7 Abs. 2 der Satzung der Vita 34 AG besteht ein genehmigtes Kapital. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2014 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. August 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.513.250,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 1.513.250 neuen, auf den Namen lautenden nennwertlosen Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital-2014). Der Vorstand wird, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats, über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre entscheiden. Ein Bezugsrechtsausschluss ist insbesondere zulässig:
Über den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats. 18. Darlehen18.1 KurzfristigÜbersicht kurzfristige Darlehenscroll
18.2 LangfristigÜbersicht langfristige Darlehenscroll
Ein in der Bilanz ausgewiesenes Darlehen in Höhe von 650 TEUR (Nominalbetrag 1.000 TEUR) ist durch Globalzession der Forderungen der Gesellschaft aus den Einlagerungsverträgen gegen die Drittschuldner mit den Anfangsbuchstaben A-Z besichert. Das Darlehen ist an die Erreichung bzw. Beibehaltung einer adjustierten Eigenkapitalquote der Vita 34 AG von 25 Prozent geknüpft. Für ein weiteres ausgewiesenes Darlehen in Höhe von 1.457 TEUR (Nominalbetrag 2.042 TEUR) liegt in Höhe von 1.000 TEUR ein Bankaval vor. Als Sicherheit für das Aval sind Wertpapieranlagen an das sichernde Kreditinstitut verpfändet. 19. Anteile stiller GesellschafterDie Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH (MBG), Dresden, erhält auf ihre geleistete Einlage bei der Vita 34 AG in Höhe von 940 TEUR (2015: 940 TEUR) ein festes Entgelt in Höhe von 6 Prozent p.a., das nachträglich vierteljährlich zum 15. März, Juni, September und Dezember eines jeden Jahres fällig ist. Die MBG erhält weiterhin ein gewinnabhängiges Entgelt von 50 Prozent des Jahresüberschusses der Vita 34 AG, höchstens jedoch 1 Prozent p.a. der geleisteten Einlage. Bemessungsgrundlage des gewinnabhängigen Entgelts ist ein um bestimmte Aufwendungen und Erträge korrigierter handelsrechtlicher Jahresüberschuss. An Verlusten der Vita 34 AG nimmt die MBG nicht teil. Die stille Gesellschaft ist bis zum 30. Juni 2018 befristet. 20. RückstellungenÜbersicht Rückstellungenscroll
21. Pensionsrückstellungen2014 wurde die Versorgungszusage mit einem Vorstandsmitglied neu geregelt. Danach wurde die bisherige Pensionszusage auf die bis zum 31. Juli 2014 erdienten Ansprüche beschränkt. Hierbei handelt es sich um einen leistungsorientierten Pensionsplan (kapitalgedeckt), für den Beiträge an einen gesondert verwalteten Pensionsfonds geleistet werden. Die im Abschluss enthaltenen Beträge haben sich wie folgt entwickelt: Nettoschuld aus leistungsorientierten Verpflichtungenscroll
In Übereinstimmung mit IAS 19.113 werden der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens saldiert. Zum Planvermögen gehört ein qualifizierender Versicherungsvertrag, der alle zugesagten Leistungen hinsichtlich ihres Betrags und ihrer Fälligkeit genau abdeckt. Der Ansatz des Planvermögens wird somit auf den Barwert der abgedeckten Verpflichtungen begrenzt. Entwicklung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungscroll
Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögensscroll
Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2016 erfolgte unter Verwendung der biometrischen Rechnungsgrundlage Heubeck RICHTTAFELN 2005 G nach dem modifizierten Teilwertverfahren. Annahmen für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2016scroll
Aufgrund der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung sind auch bei Änderungen der genannten Parameter keine Auswirkungen auf die Verpflichtung aus dem Pensionsplan zu erwarten. 22. Abgegrenzte ZuwendungenDie unter den Zuwendungen ausgewiesenen Investitionszuschüsse und -zulagen entwickelten sich wie folgt: Übersicht Zuwendungenscroll
Die Zuwendungen werden entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögenswerte linear aufgelöst. 23. Abgegrenzte ErlöseÜbersicht abgegrenzte Erlösescroll
Die abgegrenzten Erlöse beinhalten von den Kunden vorab vereinnahmte Lagergebühren, die linear über den Zeitraum der Einlagerung als Erlöse erfasst werden. Zinseffekte wurden entsprechend berücksichtigt. 24. Schulden aus Lieferungen und Leistungen und sonstige SchuldenÜbersicht Schuldenscroll
Konditionen zu oben aufgeführten finanziellen Schulden:
Unter den langfristigen Schulden aus Lieferungen und Leistungen werden Verpflichtungen aus langjährigen Einlagerungsverträgen ausgewiesen. 25. Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenBuchwerte und Wertansätze nach Bewertungskategorienscroll
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25.1 Beizulegender ZeitwertZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Verwendung eines marktüblichen Zinssatzes. Die Einordnung erfolgte in die Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie. Der beizulegende Zeitwert von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wird auf der Grundlage von Börsenpreisen auf aktiven Märkten ermittelt. Die Einordnung erfolgte jeweils in die Stufe 1 der Fair-Value-Hierarchie. Kurzfristige Schulden aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Schulden haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Die Zeitwerte der in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten langfristigen Darlehen, Anteilen an stillen Beteiligungen und langfristigen Schulden aus Lieferungen und Leistungen wurden durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Die Einordnung erfolgte jeweils in die Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie. 25.2 Nettoergebnis nach BewertungskategorienNettoergebnissescroll
Die Komponenten des Nettoergebnisses werden in der Regel unter den Zinserträgen und Zinsaufwendungen erfasst. Ausgenommen hiervon sind die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen, Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungsverluste der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen saldiert in Höhe von -249 TEUR (2015: -249 TEUR), die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. Darüber hinaus werden im Nettoergebnis aus der Bewertungskategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" 36 TEUR (2015: -51 TEUR) ausgewiesen, die im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. Die Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien setzen sich im Wesentlichen aus Finanzerträgen und -aufwendungen in Höhe von insgesamt -51 TEUR (2015: -26 TEUR) und dem Saldo aus Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigung von Forderungen und Aufwendungen aus der Abwertung von Forderungen zusammen. 25.3 Analyse der Fälligkeit finanzieller VerpflichtungenAus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Vergütungen und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten ersichtlich: Analyse der Fälligkeit finanzieller Verpflichtungenscroll
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2016 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Die variablen Vergütungen aus den Finanzinstrumenten, die sich im Wesentlichen in Abhängigkeit von den erzielten Jahresergebnissen berechnen, wurden unter Zugrundelegung der Planungsrechnung der Vita 34 AG ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet. 25.4 LiquiditätsrisikoZiel des Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und mittelfristige Anlageformen wie Wertpapieren zu bewahren. Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses mittels eines Liquiditätsplanungs-Tools. Dieses Tool berücksichtigt die Laufzeiten der finanziellen Vermögenswerte (z. B. Forderungen, andere finanzielle Vermögenswerte) sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit. 25.5 KreditrisikoDer Konzern schließt Geschäfte überwiegend mit Privatkunden ab. Bonitätsprüfungen erfolgen im Rahmen von Ratenzahlungsvereinbarungen im Segment "Stammzellbanking - Deutschland" durch die TEBA Kreditbank GmbH & Co. KG. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, sodass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den in Anhangangabe 14 ausgewiesenen Buchwert begrenzt. Im Konzern bestehen keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken. Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. 25.6 ZinsänderungsrisikoIm Konzern bestehen keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken, da die Mehrzahl der Darlehens- und Finanzierungsverträge sowie die Verträge zu den stillen Beteiligungen mit fixen Zinssätzen abgeschlossen wurden. 25.7 FremdwährungsrisikoDer Konzern hat in der Berichtsperiode Umsätze sowie Aufwendungen in Schweizer Franken (CHF) getätigt. Eine Änderung des Wechselkurses kann sich daher grundsätzlich auf die Konzernbilanz auswirken. Eine Änderung des Wechselkurses um 5 Prozent würde sich auf das Konzernergebnis vor Steuern sowie das Eigenkapital des Konzerns nicht wesentlich auswirken. 26. Erfolgsunsicherheiten und andere Verpflichtungen26.1 Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen - Konzern als LeasingnehmerDer Konzern hat für verschiedene Kraftfahrzeuge und technische Anlagen Leasingverträge abgeschlossen. Die Leasingverträge haben eine durchschnittliche Laufzeit zwischen zwei und fünf Jahren und enthalten keine Verlängerungsoptionen. Dem Leasingnehmer werden keinerlei Verpflichtungen bei Abschluss dieser Leasingverhältnisse auferlegt. Der Konzern hat darüber hinaus Mietverträge zur Nutzung von Räumlichkeiten abgeschlossen. Alle Leasingverhältnisse sind gemäß IAS 17 als Operating-Leasing eingestuft und bewertet. Zum Abschlussstichtag bestehen folgende zukünftige Mindestleasingzahlungsverpflichtungen aufgrund unkündbarer Operating-Leasingverhältnisse: Übersicht Mindestleasingzahlungsverpflichtungenscroll
26.2 Weitere finanzielle VerpflichtungenZum Abschlussstichtag 31. Dezember 2016 hat der Konzern Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 296 TEUR (2015: 124 TEUR). Weiterhin bestehen zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2016 Verpflichtungen zum Bezug von Lieferungen und Leistungen in Höhe von 218 TEUR (2015: 0 TEUR). 26.3 EventualschuldenAus dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung bei der stellacure im Jahr 2013 resultierten Eventualverbindlichkeiten von 477 TEUR gegenüber dem Verkäufer, die zum beizulegenden Zeitwert von 0 TEUR angesetzt wurden. Dabei handelt es sich um Verbindlichkeiten, deren Fälligkeit laut Kaufvertrag unter einer Bedingung steht, deren Eintritt nach derzeitiger Einschätzung als unwahrscheinlich angesehen wird. Den Mitgesellschaftern der Bio Save L.L.C., Belgrad, Serbien wurde die Option eingeräumt, die von der Gesellschaft 2015 erworbenen Anteile an der Bio Save L.L.C., Belgrad, Serbien innerhalb von drei Jahren zurückzuerwerben. Das Optionsrecht kann jährlich bis spätestens 1. November eines Jahres mit Wirkung zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres ausgeübt werden. Aktuell ist nicht davon auszugehen, dass das Optionsrecht durch die Mitgesellschafter ausgeübt wird. 27. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIn den Konsolidierungskreis wurden die Vita 34 AG und folgende Tochterunternehmen einbezogen: scroll
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Gesellschaft per 31. Dezember 2016 nicht in
den Konsolidierungskreis einbezogen Als nahestehende Unternehmen und Personen gelten Tochtergesellschaften, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, assoziierte Unternehmen, Aktionäre mit maßgeblichem Einfluss und Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens. Die folgenden Tochterunternehmen der Vita 34 AG wurden aus Gründen der Wesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen: scroll
Die folgende Tabelle enthält die Gesamtbeträge aus Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen für das betreffende Geschäftsjahr: Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personenscroll
Gewährte Darlehen an nahestehende Unternehmen und Personenscroll
Der Vita 34 Slovakia, s.r.o wird eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 450 TEUR gewährt. Die Betriebsmittelkreditlinie ist nicht besichert und hat eine unbegrenzte Laufzeit. Der Zinssatz beträgt 200 Basispunkte über der Euro lnterbank Offered Rate und wird jährlich angepasst. Aufwendungen an Personen in Schlüsselpositionenscroll
Der Konzern hat sich gegenüber einem Unternehmen, das einem Mitglied des Aufsichtsrats nahesteht, zur Erbringung von Leistungen in Höhe von 195 TEUR verpflichtet. 2016 wurden Leistungen im Umfang von 24 TEUR (2015: 51 TEUR) erbracht. An Herrn Dr. Gerth (Vorstandsvorsitzender) wurden im Geschäftsjahr Mietzahlungen für die Nutzung von Lagerräumen in Höhe von 10 TEUR (2015: 10 TEUR) gezahlt. Es besteht eine Vereinbarung mit einem ehemaligen Vorstandsmitglied hinsichtlich der Nutzungs- und Verwertungsbefugnisse an einer Patentanmeldung und zwei Patenten. Der Vita 34 AG sind die betreffenden Patente bzw. Patentanmeldungen vom Vorstand dauerhaft zur Nutzung überlassen. Für die Überlassung sind in den Geschäftsjahren 2015 und 2016 keine Vergütungen angefallen. 28. Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 314 HGBBei den nachfolgenden Angaben zur Vorstandsvergütung handelt es sich um gesetzlich vorgesehene Anhangangaben nach dem Handelsgesetzbuch (vgl. § 314 HGB) sowie um Angaben aufgrund der Vorgaben des Corporate Governance Kodex. Der Vorstand der Vita 34 AG besteht derzeit aus drei Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2016 waren folgende Herren zum Vorstand bestellt: scroll
Die dienstvertraglichen Regelungen wurden letztmalig im Geschäftsjahr 2016 angepasst. 28.1 Systematik der Vorstandsvergütung und ÜberprüfungHöhe und Struktur der Vorstandsvergütung werden gemäß § 87 Aktiengesetz vom Aufsichtsrat festgesetzt. Dabei umfasst die Vergütung des Vorstands der Vita 34 AG fixe und variable Bestandteile sowie sonstige Vergütungen. 28.2 Fixe Vergütung, variable Erfolgsvergütung und NebenleistungenDer fixe Bestandteil ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung, die monatlich in gleichen Beträgen ausgezahlt wird. Der variable Vergütungsbestandteil, der sich auf die Ziele für einen Dreijahreszeitraum bezieht, orientiert sich an der Erreichung bestimmter quantitativer Ziele. Der Vorstand erhält nach Ablauf von zwölf Monaten eine Abschlagszahlung in Abhängigkeit von der Erreichung des Jahreszwischenziels für die einzelnen strategischen Unternehmensziele. Der Zielbetrag der variablen Vergütung ist bei einem Zielerreichungsgrad von 100 Prozent für jeweils alle vereinbarten Teilzielstellungen sowie des Ermessensbonus im Betrag begrenzt. Die variable Vergütung setzt sich aus den vier Teilkomponenten "Strategische Unternehmensziele" (Komponente I), "EBIT-Ziel" (Komponente II), "Aktienkursperformance" (Komponente III) und "Ermessensbonus" (Komponente IV) zusammen. Zusätzlich haben die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen erhalten, die im Wesentlichen aus Leistungen an Unterstützungskassen, Versicherungsleistungen und der Privatnutzung eines Firmen-Pkws bestehen und von den Vorstandsmitgliedern individuell zu besteuern sind. 28.3 Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2016Für das Geschäftsjahr 2016 betrug die Vergütung für die Mitglieder des Vorstands für ihre Tätigkeit insgesamt 805 TEUR (2015: 677 TEUR). Einzelheiten zur Vergütung für die Vorstandsmitglieder ergeben sich in individualisierter Form aus nachfolgender Tabelle. Die variable Vergütung, gerechnet auf ein Jahreszwischenziel des Dreijahreszeitraums, wurde mit den auf das Unternehmensergebnis 2016 berechneten Beträgen angegeben. Gewährte Zuwendungen an den Vorstand der Vita 34 AG für das Geschäftsjahr 2016scroll
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Zufluss gewährter Zuwendungen an den Vorstand der Vita 34 AG im Geschäftsjahr 2016scroll
Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten in Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. 28.4 Vorzeitige Beendigung des AnstellungsverhältnissesMit den Vorstandsmitgliedern wurden Zusagen über Leistungen bei der vorzeitigen Beendigung ihres Dienstvertrags im Fall eines Kontrollwechsels (Change-of-Control) vereinbart. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn ein Aktionär oder Dritter direkt oder indirekt mehr als 50 Prozent der Stimmrechte an der Vita 34 AG besitzt oder ein Unternehmensvertrag nach § 291 AktG abgeschlossen wird bzw. die Gesellschaft gemäß § 319 AktG eingegliedert wird, oder die Vita 34 AG auf einen anderen Rechtsträger verschmolzen wird. Die zugesagten Leistungen umfassen die Abgeltung der kapitalisierten Bezüge (Festgehalt und Tantieme) sowie einen Anspruch auf Abfindung. Beide Beträge sind in ihrer Höhe begrenzt. 28.5 Aktienbasierte VergütungDie Vorstände der Vita 34 AG erhalten keine zusätzliche aktienbasierte Vergütung. 28.6 Vergütung des Aufsichtsrats (Vergütungsbericht)Im Geschäftsjahr 2016 waren folgende Personen zum Aufsichtsrat bestellt: scroll
Organbezüge wurden im Jahr 2016 in Höhe von 160 TEUR (2015: 119 TEUR) gezahlt. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats bestimmt sich nach § 18 der Satzung. Diese Regelung beruht in ihrer aktuellen Fassung auf dem Beschluss der Hauptversammlung vom 25. August 2016 mit Wirkung zum 1. Januar 2016. Die Vergütung ist als fixe Vergütung vereinbart und wird pro Quartal an die Aufsichtsratsmitglieder ausgezahlt. Dabei wurden die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden sowie dessen Stellvertreter besonders berücksichtigt. Bezüge des Aufsichtsrats der Vita 34 AG - Fixbezügescroll
Bezüglich sonstiger Vergütungen oder gewährter Vorteile an Mitglieder des Aufsichtsrats bzw. ihnen nahe stehenden Unternehmen und Personen verweisen wir auf unsere Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen (siehe Anhangangabe 27 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen"). 29. Zielsetzungen und Methoden des FinanzrisikomanagementsDie wesentlichen durch den Konzern verwendeten Finanzinstrumente umfassen verzinsliche Darlehen und stille Beteiligungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Anlagen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene weitere finanzielle Vermögenswerte und Schulden wie zum Beispiel Forderungen und Schulden aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit entstehen. Überschüssige liquide Mittel werden in Wertpapieranlagen investiert. Der Konzern nutzt ausschließlich Finanzanlagen mit gutem Rating, bester Sicherheitsorientierung und kurzfristiger Verfügbarkeit der Mittel. Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns bestehen in Ausfallrisiken und Liquiditätsrisiken. Die Unternehmensleitung erstellt und überprüft Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken. KapitalsteuerungVorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist sicherzustellen, dass es zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält. Die Vita 34 AG hat intern als Zielwert eine Eigenkapitalquote von über 50 Prozent festgelegt. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen vor unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner oder eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2016 bzw. 31. Dezember 2015 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen. Das Kapital umfasst das bilanziell ausgewiesene Eigenkapital. 30. Honorare und Dienstleistungen der Abschlussprüfer gemäß § 314 HGBDas für die Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt: Übersicht Honorare für Abschlussprüfungenscroll
Unter den Honoraren für Abschlussprüfungen werden Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses ausgewiesen. 31. Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach Abschluss des Geschäftsjahrs 2016 sind keine Ereignisse eingetreten, die besondere Bedeutung oder erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns gehabt hätten.
Leipzig, den 27. März 2017 Vorstand der Vita 34 AG Dr. André Gerth, Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Knirsch, Vorstand Vertrieb & Marketing Falk Neukirch, Finanzvorstand Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss und der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns vermitteln und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beschrieben sind.
Leipzig, im März 2017 Vorstand der Vita 34 AG Dr. André Gerth, Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Knirsch, Vorstand Vertrieb & Marketing Falk Neukirch, Finanzvorstand BestätigungsvermerkZu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den von der Vita 34 AG, Leipzig, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtliehen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Leipzig, 27. März 2017 Ernst & Young GmbH Mandler, Wirtschaftsprüfer Zätzsch-Loos, Wirtschaftsprüfer |
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