Vita 34 AG

Leipzig

Halbjahresbericht zum 30.06.2017

Zwischenbericht
Januar bis Juni 2017

Konzern-Zwischenlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell

Kerngeschäft.

Das Kerngeschäft von Vita 34 ist die Gewinnung, Aufbereitung und Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe. Mit über 200.000 Stammzelldepots im Konzern ist das im Jahr 1997 gegründete Unternehmen heute die mit Abstand größte Stammzellbank im deutschsprachigen Raum und die zweitgrößte private Nabelschnurblutbank in Europa. Vita 34 arbeitet in einem hoch regulierten Markt, sowohl bei der Nutzung von Nabelschnurblut als auch von Nabelschnurgewebe, welches unter das Organtransplantationsgesetz fällt. Der Konzern ist mit 120 Mitarbeitern in 29 Ländern, in Europa und weltweit, tätig. Durch die Übernahme der Seracell Pharma AG, Rostock, wird die starke Position der Vita 34 AG im deutschen Markt weiter ausgebaut.

Medizinisches Potenzial.

Seit 60 Jahren werden Stammzellen zur Behandlung schwerer Erkrankungen eingesetzt. Die Transplantation von Stammzellen aus Nabelschnurblut ist bei Störungen der Blutbildung, Erkrankungen des Immunsystems und vor allem im Rahmen der Therapie von Krebsleiden etabliert.

Sie werden bereits bei über 80 Erkrankungen im Rahmen der klassischen Stammzellmedizin als Therapie eingesetzt, darunter bei Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselstörungen oder Hirnschäden. Weiterhin werden die Stammzellen aus Nabelschnurblut mit vielversprechenden Ergebnissen bei Hirnschäden oder Autoimmunerkrankungen, wie Typ-1-Diabetes und Multiple Sklerose angewendet.

Im Bereich der Regenerativen Medizin könnte die Anwendung von körpereigenen Stammzellen bei der Behandlung von Sportverletzungen, den Folgen von Herzinfarkt und Schlaganfall oder dem Verschleiß von Knochen und Knorpel die Zukunft darstellen. Die erste Transplantation von Stammzellen aus Nabelschnurblut wurde 1988 durchgeführt. 2001 wurden bereits 42 und 2013 über 1.100 Transplantationen allein in den USA durchgeführt.1 Die regelmäßige Anwendung illustriert, dass der medizinische Fortschritt dem Ziel stetig näherkommt, das enorme Potenzial hervorzuheben.

1 https://www.bioinformant.com, 2015 - 2016 research report

Kooperation mit Geburtskliniken und Gynäkologen.

Um die jüngsten und vitalsten Stammzellen während der Geburt zu gewinnen, arbeitet Vita 34 mit rund 2.000 Entbindungseinrichtungen und 15.000 Gynäkologen und Hebammen in Deutschland und weiteren europäischen Ländern zusammen. Regelmäßig schult Vita 34 Gynäkologen und Hebammen für die Entnahme von Nabelschnurblut und -gewebe, um eine größtmögliche Prozesssicherheit zu gewährleisten.

Ein- und Auslagerungsprozess.

Nach Entnahme der Stammzellen werden diese in einer speziellen Transportverpackung mittels Kurier zum Stammzelllabor von Vita 34 in Leipzig transportiert. Dort werden sie anschließend GMP-konform und auf Basis der entsprechenden Herstellerlaubnis kryokonserviert und gelagert. Die Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe bleiben so über viele Jahrzehnte für eine therapeutische Anwendung erhalten. Die Einlagerung von Stammzellen aus der Nabelschnur ermöglicht Menschen die Teilhabe an den Entwicklungen und Fortschritten der Stammzellmedizin. Mit der Einlagerung investieren Eltern in ein Vorsorgeprodukt und in den medizinischen Fortschritt - sie sichern ihrem Kind direkt bei seiner Geburt eine einmalige Chance.


Investition in Forschung und Entwicklung.

Rund 10 Prozent des Umsatzes investiert Vita 34 in angewandte Stammzellforschung. Dazu arbeitet das Unternehmen mit renommierten Forschungsinstituten und Universitäten in ganz Deutschland zusammen und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zum medizinischen Fortschritt, insbesondere in der Regenerativen Medizin.

Qualitätssicherung.

Nur durch konsequente Qualitätssicherung kann Vita 34 höchste Standards setzen und aufrechterhalten. Vita 34 verfügt zusätzlich zu der Erlaubnis für die Einlagerung von Nabelschnurblut für autologe (für den Spender selbst) Zwecke über die Genehmigungen zur Abgabe von allogenen Präparaten für Geschwister und Spendenempfänger. Für Nabelschnurblute hat Vita 34 die Möglichkeit und die erforderlichen Erlaubnisse, den Kunden sowohl die Einlagerung von Vollblut als auch von separiertem Blut anzubieten. Weiterhin ist Vita 34 die einzige private Stammzellbank, die auch für Nabelschnurgewebeentnahmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region) zur Entnahme, Bearbeitung, Kryokonservierung und Lagerung befugt ist. Dieses Spektrum soll weiter erweitert und eine Herstellerlaubnis zur Entnahme adulter Stammzellen beantragt werden.

Ziele und Strategie

Vita 34 verfolgt eine Buy and Build Wachstumsstrategie und setzt dabei auf drei Säulen:

Organisches Wachstum durch Stärkung der Vertriebseffizienz und Marktposition

Anorganisches Wachstum durch Akquisitionen und Vertriebskooperationen

Aktives Portfolio- und Life-Cycle-Management durch neue Produkte und Patente

Steuerungssystem und Leistungsindikatoren

Zur konzerninternen Steuerung des Unternehmens hat der Vorstand die Kennzahlen Umsatz und Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) festgelegt: Darüber hinaus werden Kennzahlen, wie Gesamtleistung, EBITDA-Marge und Eigenkapitalquote zur weiteren Beschreibung des Geschäftsverlaufs herangezogen, aber nicht in die Prognose aufgenommen. Die Entwicklung der Steuerungsgrößen im Hinblick auf definierte Zielwerte wird auf jährlicher Basis berichtet. Nähere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte dem Abschnitt "Steuerungssystem und Leistungsindikatoren" des Geschäftsberichts der Vita 34 AG vom 30. März 2017. Dieser kann auf der Webseite von Vita 34 eingesehen werden (www.vita34group.de).

Besondere Ereignisse im Berichtszeitraum

Übernahme von Seracell.

Im ersten Halbjahr 2017 stand die Übernahme von Seracell im Fokus der Aktivitäten. Vita 34 strebt damit den Ausbau der Marktführerschaft in Deutschland an. Seracell ist seit 2002 im Bereich der Stammzell- und Gewebetechnologie tätig, betreibt ein Herstellungslabor und Kryolager in Rostock, während die administrativen Funktionen in Berlin angesiedelt sind. Wie auch Vita 34 ist Seracell EU-GMP-zertifiziert. Seit Beginn der Einlagerung im Jahr 2008 hat Seracell ca. 40.000 Präparate eingelagert. 2016 wurden knapp 5.000 Neuverträge in Deutschland und weitere 1.400 in Europa abgeschlossen. Hauptantrieb für die Übernahme ist ein weiteres, erhebliches Geschäftspotenzial, mit 40.000 zusätzlichen Bestandskunden und einem erwarteten Umsatzwachstum von etwa 5 Mio. EUR pro Jahr.

Ablauf und Finanzierung der Übernahme.

Am 20. April 2017 wurde für die Übernahme ein Kaufvertrag unter aufschiebender Bedingung abgeschlossen und mit Abschluss der positiven Unternehmensprüfung am 26. Mai 2017 vollzogen. Die Finanzierung des Übernahmepreises von 14,1 Mio. EUR erfolgt durch einen Bankkredit über 7,4 Mio. EUR sowie über zwei Eigenkapitalmaßnahmen, die weitere 6,5 Mio. EUR zum Kaufpreis beitragen. Mit der ersten Kaufpreisrate wurden am 28. Juni 2017 knapp 77 Prozent der Anteile von Seracell übernommen, zum Stichtag 30. Juni 2017 wird die Seracell voll konsolidiert.

Privatplatzierung bei neuem strategischen Investor.

Am 13. Juni 2017 wurde eine prospektfreie Kapitalmaßnahme zur Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 10 Prozent gegen Bareinlagen unter teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals-2014 angekündigt und durchgeführt. MK Beleggingsmaatschappij Venlo B.V. (MKBV) zeichnete alle 302.649 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien, jeweils mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von 1,00 EUR je Stückaktie und Gewinnanteilberechtigung ab dem 1. Januar 2017, zu einem Ausgabepreis von 6,62 EUR. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde von 3.026.500,00 EUR auf 3.329.149,00 EUR erhöht. Die Maßnahme wurde am 16. Juni 2017 in das Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig eingetragen. Der Bruttoerlös der Maßnahme von etwa 2 Mio. EUR ist der zweite Bestandteil der Seracell-Finanzierung. Als dritter Finanzierungsbaustein wurde nach Ende des Berichtszeitraums eine am 20. April 2017 angekündigte Bezugsrechtskapitalerhöhung durchgeführt, diese wird im Nachtragsbericht beschrieben.

Finanzierung und Zeitplan der Akquisition

Ausbau der Marktposition in Deutschland.

Mit der Übernahme von Seracell wird Vita 34 nicht nur in Deutschland, sondern auch in Rumänien, Serbien und Spanien seine Markposition ausbauen. Die Übernahme markiert einen wichtigen Schritt in der Umsetzung der Buy and Build Strategie und soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Personelle Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat.

Neben dem Fortschreiben der Buy and Build Strategie war das erste Halbjahr 2017 durch einige Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat geprägt. Nach der Abberufung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Andre Gerth im Juni und dem Ausscheiden des Finanzvorstands Falk Neukirch im April des Jahres besteht der Vorstand nunmehr aus dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Knirsch, bisher Vorstand für Vertrieb und Marketing, sowie Alexander Starke. Starke, seit 2012 Mitglied und seit 2015 Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Vita 34 AG, wurde befristet bis zum 31. Dezember 2017 in den Vorstand entsandt und besitzt detaillierte Kenntnis des Unternehmens.

Ordentliche Hauptversammlung:

Die Hauptversammlung 2017 hat am 28. Juni beschlossen, den Aufsichtsrat von sechs auf vier Mitglieder zu verkleinern. Artur Isaev hat sein Amt als Aufsichtsrat niedergelegt. Zudem endeten die Amtszeiten von Dr. Hans-Georg Giering, Alexander Starke und Dr. Holger Födisch. Als neue Mitglieder des Aufsichtsrats wählte die Hauptversammlung Frank Köhler und Steffen Richtscheid. Der Aufsichtsrat wählte Frank Köhler zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden, Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats bleibt Gerrit Witschaß. Viertes Mitglied des Aufsichtsrats ist weiterhin Dr. med. Mariola Söhngen.

Veränderung der Konzernstruktur

Die wichtigste Veränderung in der Konzernstruktur im ersten Halbjahr war die Akquisition von Seracell inklusive des Tochterunternehmens Seracell Stammzelltechnologie GmbH. Der Anteil an der stellacure GmbH in Deutschland ist auf 95,24 Prozent gestiegen. Weiterhin erfolgte die Umfirmierung der in Dänemark, Schweden und Norwegen aktiven Stemcare ApS in Vita 34 ApS.

Unternehmensstruktur

* inkl. Stimmrechtsmehrheit


Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Vita 34 hat über Tochtergesellschaften sowie Vertriebs- und Kooperationspartner die Geschäftstätigkeit auf dem internationalen Markt - insbesondere in Europa - in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Das konjunkturelle Umfeld in Europa und in den wichtigsten Zielmärkten beeinflusst daher die Geschäftsaktivitäten.

Europa.

In Europa setzt sich im ersten Halbjahr 2017 die wirtschaftliche Erholung fort. Nach der britischen Entscheidung für den "Brexit" im vergangenen Jahr erscheint die politische Lage nach den Wahlen in den Niederlanden und Frankreich wieder stabiler. Auch in Griechenland scheint es erste Tendenzen einer finanzwirtschaftlichen Erholung zu geben. Für ein schnelleres Wirtschaftswachstum in Europa wäre ein Anstieg bei Investitionen und Löhnen wichtige Anschubkraft. Im Euroraum erwartet die Europäische Kommission in ihrer Frühjahrsprognose ein Wachstum von 1,7 Prozent für 2017 und 1,8 Prozent für das Jahr 2018.2

2 European Commission (2017), European Economic Forecast. Spring 2017, Institutional Paper 53, S. 1

Deutschland.

In Deutschland entwickelt sich die wirtschaftliche Lage nach wie vor solide, unter anderem bedingt durch Steigerungen beim Privatkonsum sowie bei privaten und öffentlichen Investitionen im Baubereich. Laut Schätzungen der Europäischen Kommission wird das reale Wirtschaftswachstum 2017 aufgrund von weniger Arbeitstagen als im Jahr 2016 mit 1,6 Prozent leicht unter dem im Vorjahr liegen. Insgesamt geht die Kommission von nachhaltigem Wirtschaftswachstum aus.3

3 European Commission (2017), European Economic Forecast. Spring 2017, Institutional Paper 53, S. 70

Verbraucherpreise.

Die Entscheidung für eine Einlagerung von Nabelschnurblut und -gewebe ist unter anderem von Kaufkraft und Einkommen der Bevölkerung abhängig. Während des ersten Halbjahrs 2017 fielen die Ölpreise zwar insgesamt, lagen jedoch über Vorjahresniveau und haben einen negativen Effekt auf das verfügbare Realeinkommen der Haushalte. In der zweiten Jahreshälfte dürften die Energiepreise schrittweise anziehen und die inländischen Preise angesichts der stärkeren Binnennachfrage steigen. Die Verbraucherpreisinflation wird im Euroraum in diesem Jahr auf 1,6 Prozent (EU: 1,8 Prozent) geschätzt, höher als noch im letzten Jahr für 2017 (Deutschland: 1,4 Prozent; EU: 1,5 Prozent) angenommen. Für das Jahr 2018 lautet die derzeitige Prognose für Deutschland 1,3 Prozent und für die Eurozone 1,7 Prozent.4

4 European Commission (2017), European Economic Forecast. Spring 2017, Institutional Paper 53, S. 32


Geschäftsverlauf

Das erste Halbjahr war von wichtigen Ereignissen wie der Übernahme von Seracell und den Finanzierungsmaßnahmen geprägt. Sie wurden ausführlich im Kapitel Besondere Ereignisse im Berichtszeitraum beschrieben.

Internationale Entwicklung.

Mit der Festigung der deutschen Marktführerschaft trägt die Übernahme von Seracell zum Ausbau der vorhandenen internationalen Präsenz bei, vor allem in Serbien, Spanien und Rumänien. Darüber hinaus hat Vita 34 im ersten Halbjahr 2017 an der Kooperation mit der chinesischen AVIC Biology, einem der führenden chinesischen Unternehmen in der Stammzellforschung gearbeitet. Der Technologietransfer inklusive der notwendigen Mitarbeiterschulungen für die Errichtung einer Stammzellbank wurde weitestgehend abgeschlossen. Im Juni wurde mit dem rumänischen Unternehmen BesMax Life Solutions eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Das Unternehmen ist Teil der Life Solutions Group, die mit dem Vertrieb von Spezialpharmazeutika unter anderem in der Gynäkologie und Geburtshilfe einen guten Zugang zu Entbindungskliniken hat. Dieser Zugang ist eine wichtige Voraussetzung, um ein effizientes Logistik-Netzwerk nicht nur für die Ansprache potenzieller Kunden, sondern auch für die Entnahme und Verarbeitung von Nabelschnurblut und -gewebe aufzubauen. Der rumänische Markt entspricht von der Anzahl an Geburten und Einlagerungen ungefähr dem deutschen Markt. Die Herstellung der Stammzellpräparate aus den entnommenen Präparaten und die Kryokonservierung sollen bei Vita 34 in Leipzig durchgeführt werden.

Damit hat Vita 34 ihre Buy and Build Strategie weiter erfolgreich fortgesetzt und festigt die Position auf dem deutschen, aber auch europäischen Markt nachhaltig. Die Umsetzung der Strategie ist zwar kurzfristig mit höheren Aufwendungen verbunden, langfristig soll sie zu Kostenersparnissen und einer Profitabilitätssteigerung führen.

Wichtiges neues Patent.

Im Bereich Produktentwicklung stellte Vita 34 seine Innovationsstärke mit der Erteilung eines Patents durch das Europäische Patentamt im Januar unter Beweis. Das Patent beschreibt ein Verfahren zur Desinfektion, Aufbereitung, Kryokonservierung und ZellIsolierung von Nabelschnurgewebe. Vita 34 ist damit die derzeit einzige deutsche Stammzellbank, die nach allen geltenden Richtlinien sowohl Blut als auch Gewebe aus der Nabelschnur Neugeborener für eine spätere Anwendung einlagern darf. Mit dem EU-Patent bestätigt das Unternehmen seine Führungsrolle in Forschung und Entwicklung medizinischer Verfahren, die künftig für Gesundheit und Lebensverlängerung eine entscheidende Rolle spielen werden.

Umsatz- und Ertragslage

1. Halbjahr 2017

In den ersten sechs Monaten stiegen die Umsatzerlöse auf knapp 8,2 Mio. EUR (H1 2016: 8,0 Mio. EUR). Darin sind noch keine Umsätze von Seracell enthalten. Die Gesamtleistung, die auch sonstige Erträge enthält, sank leicht auf 8,6 Mio. EUR (H1 2016: 8,7 Mio. EUR). Auf Grund niedrigerer Umsatzkosten der Periode von ca. 0,4 Mio. EUR erhöhte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz um 14 Prozent auf 4,6 Mio. EUR. (H1 2016: 4,0 Mio. EUR). Im Rückgang der Umsatzkosten schlagen sich die positiven Synergieeffekte und Größenvorteile nach der erfolgreich abgeschlossenen Integration der 2015 erworbenen Tochtergesellschaften nieder. Die Bruttomarge verbesserte sich auf 56,6 Prozent (H1 2016: 50,4 Prozent).

Durch Aufwendungen im Zusammenhang mit der Übernahme von Seracell wurde das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit - 0,3 Mio. EUR für das erste Halbjahr deutlich belastet (H1 2016: + 0,9 Mio. EUR). Während die Marketing- und Vertriebskosten bei 2,4 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau (2,5 Mio. EUR) lagen, sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 0,9 Mio. EUR gestiegen (H1 2016: 0,1 Mio. EUR). Darin sind hauptsächlich die Kosten für die Integration von Seracell in Höhe von 0,9 Mio. EUR, z. B. für die Bildung von Rückstellungen für Abfindungen und Drohverluste, enthalten. Auch in den Verwaltungskosten schlagen sich erhöhte Beratungskosten im Zusammenhang mit der Übernahme von Seracell aufwandserhöhend nieder. Sie betrugen 2,6 Mio. EUR (H1 2016: 1,9 Mio. EUR) und beinhalten im ersten Halbjahr 2017 zudem zusätzliche Personalaufwendungen aufgrund der Vorstandswechsel.

Die EBITDA-Marge sank vorrübergehend aufgrund der beschriebenen Sondereffekte auf - 4,1 Prozent verglichen mit 10,7 Prozent in den ersten sechs Monaten 2016.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel im Berichtszeitraum auf - 0,9 Mio. EUR (H1 2016: 0,3 Mio. EUR).

Das Periodenergebnis fiel im ersten Halbjahr 2017 auf - 1,0 Mio. EUR (H1 2016: 0,1 Mio. EUR). Das Ergebnis pro Aktie unter Berücksichtigung der Anteile anderer Gesellschafter betrug - 0,35 EUR (Vorjahr - 0,02 EUR), wobei sich die Zahl der ausgegebenen Aktien in der Berichtsperiode um 302.649 Aktien im Zuge der Privatplatzierung erhöhte.

Das Periodenergebnis ist im Wesentlichen durch die Übernahmeaktivitäten inklusive Unternehmensprüfung und -bewertung und der damit verbundenen Beratungskosten beeinflusst. Vita 34 rechnet auch im zweiten Halbjahr mit erhöhten Aufwendungen bis die Integration Ende des Jahres weitestgehend abgeschlossen ist. Im zweiten Halbjahr werden sich hingegen die Umsätze von Seracell und niedrigere Kosten für den Standort Berlin niederschlagen. Dieser Standort, an dem die Bereiche Marketing & Vertrieb, Administration und Finanzen angesiedelt waren, wird geschlossen. Am Standort Rostock werden die Einlagerungskapazitäten bis auf Weiteres aufrechterhalten, die Bereiche Herstellung und Qualitätsmanagement werden sukzessive nach Leipzig verlagert. Dadurch werden Kosteneinsparungen realisiert, was positive Effekte für das Gesamtjahr erwarten lässt.

Zweites Quartal 2017

Im zweiten Quartal 2017 verbuchte Vita 34 einen Umsatz von 4,0 Mio. EUR nach 4,2 Mio. EUR im Vorjahresquartal. In dem leichten Rückgang spiegelt sich der Wegfall der Umsatzerlöse aus den im Vorjahr noch voll konsolidierten Unternehmen der Bio Save-Gruppe gegenüber deren Kunden wider. Im 1. Halbjahr 2017 sind im Gegenzug die Umsätze der Vita 34 mit der Bio Save-Gruppe zu den vereinbarten Verrechnungspreisen enthalten. Das EBITDA war im Wesentlichen aufgrund der mit der Seracell-Übernahme verbundenen Kosten mit - 1,0 Mio. EUR deutlich negativ nach 0,7 Mio. EUR im ersten Quartal und 0,5 Mio. EUR im Vorjahresquartal. Dies schlug sich insbesondere in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 0,9 Mio. EUR (Q2 2016: 0,04 Mio. EUR) nieder. Die Verwaltungskosten betrugen im zweiten Quartal 1,5 Mio. EUR (Q2 2016: 1,0 Mio. EUR) und die Marketing- und Vertriebskosten 1,3 Mio. EUR (2 Q2 2016: 1,3 Mio. EUR). Das EBIT verringerte sich auf - 1,3 Mio. EUR nach 0,3 Mio. EUR im Vorjahr.

Finanzlage

Ausgehend von einem Periodenergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von - 0,9 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2017 (H1 2016: 0,3 Mio. EUR) ergibt sich nach der Berichtigung nicht zahlungswirksamer Positionen ein Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von - 0,1 Mio. EUR (H1 2016: - 0,06 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2017 insgesamt - 6,5 Mio. EUR (H1 2016: - 0,4 Mio. EUR). Darin enthalten ist vor allem der Erwerb von Seracell abzüglich übernommener Zahlungsmittel in Höhe von - 6,2 Mio. EUR.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich im Berichtszeitraum 2017 mit 9,3 Mio. EUR deutlich gegenüber der Vorjahresperiode (- 0,2 Mio. EUR) verändert. Ursachen sind Erlöse aus der Privatplatzierung (2,0 Mio. EUR) und die Veränderung bei Darlehen (7,3 Mio. EUR) durch die Aufnahme eines Bankkredites, beides im Zuge der Seracell-Übernahme.

Vita 34 verfügte zum 30. Juni 2017 über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von rund 5,5 Mio. EUR (30. Juni 2016: 1,4 Mio. EUR). Die Erhöhung im Saldo resultiert im Wesentlichen aus dem noch ausstehenden Zahlungsmittelabfluss für die zweite Kaufpreisrate für Seracell und den bereits teilweise vereinnahmten Finanzierungsmitteln.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2017 erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2016 von 43,4 Mio. EUR auf 64,6 Mio. EUR. Der Erwerb von Seracell hat sich dabei auf zahlreiche Bilanzlinien ausgewirkt. Die vorläufige Kaufpreisallokation von Seracell wird im Anhang zum Zwischenabschluss auf S. 27 erläutert.

Auf der Aktivseite der Bilanz summierten sich die langfristigen Vermögenswerte auf 52,9 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 35,7 Mio. EUR). In den langfristigen Vermögenswerten sind insbesondere ein erhöhter Geschäfts- oder Firmenwert mit 18,1 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 13,4 Mio. EUR) und deutlich höhere immaterielle Vermögenswerte mit 22,5 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 11,7 Mio. EUR) aufgrund der Seracell-Transaktion enthalten.

Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum Periodenende auf 11,7 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 7,7 Mio. EUR). Die Erhöhung resultiert insbesondere aus dem höheren Zahlungsmittelbestand und gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Auf der Passivseite der Bilanz lag das Eigenkapital zum Stichtag 30. Juni 2017 mit 24,1 Mio. EUR leicht über dem Jahresultimo 2016 in Höhe von 23,7 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote hingegen hat sich zum Stichtag auf 37,4 Prozent nach 54,5 Prozent Ende 2016 verringert. Ursache dafür ist der deutlich gestiegene Fremdkapitalanteil in der Bilanz.

Die langfristigen Schulden und Ertragsabgrenzungen lagen mit 26,0 Mio. EUR fast doppelt so hoch wie am Ende des Geschäftsjahres 2016 (14,6 Mio. EUR). Hintergrund ist das neue verzinsliche Bankdarlehen (7,4 Mio. EUR), aber auch mit dem Erwerb von Seracell übernommene langfristige Schulden und latente Steuern (4,0 Mio. EUR).

Die kurzfristigen Schulden und Ertragsabgrenzungen sind ebenfalls angestiegen von 5,2 Mio. EUR zum Jahresende 2016 auf 14,4 Mio. EUR zum 30. Juni 2017. Hintergrund sind vor allem gestiegene sonstige Schulden, insbesondere gegenüber den Gesellschaftern von Seracell aus der noch fälligen zweiten Kaufpreisrate (6,6 Mio. EUR). Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen (1,2 Mio. EUR), kurzfristige Darlehen (0,7 Mio. EUR) und abgegrenzten Erlöse (1,9 Mio. EUR) liegen jeweils leicht über den Werten zum 31. Dezember 2016.

Vita 34 ist sehr zuversichtlich, den Wachstumskurs nach der Integration von Seracell und der (Zurück-) Gewinnung von Marktanteilen wieder fortzuführen und insbesondere mittelfristig das EBITDA deutlich zu steigern.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Berichtszeitraums wurde zwischen 14. und 27. Juli 2017 eine Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital-2014 gegen Bareinlage durchgeführt. Es wurden 816.810 Neue Aktien zum Preise von 6,10 EUR platziert und ein Bruttoemissionserlös von knapp 5 Mio. EUR erzielt. Details finden sich im Nachtragsbericht des Anhangs auf S. 31.

Darüber hinaus sind nach dem Berichtsstichtag zum 30. Juni 2017 keine weiteren berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.

Chancen- und Risikobericht

Ein ausführlicher Chancen- und Risikobericht ist im Geschäftsbericht 2016 (S. 53 ff) dargestellt. Durch die Übernahme von Seracell im ersten Halbjahr sind diesem die folgenden Aspekte hinzuzufügen:

Strategische Chancen und Risiken.

Durch die Übernahme von Seracell wird Vita 34 seine Marktposition ausbauen und stärken können. Auf nationaler, aber teilweise auch auf europäischer Ebene werden strategische Risiken durch Wettbewerber dadurch besser abgesichert.

Finanzielle Risiken.

Die Finanzierung der Übernahme von Seracell machte die Aufnahme eines Bankdarlehens in Höhe von 7,4 Mio. EUR zu einem Zinssatz von 2,3 Prozent über sechs Jahre erforderlich. Damit besteht das potenzielle Risiko eines Tilgungsausfalles. Dieses Risiko wird durch die langfristige Geschäfts- und damit verbundene Liquiditätsplanung vermieden bzw. minimiert.

Daneben können sich Umsatzrisiken ergeben, wenn es nicht gelingt, das bisherige Kundensegment im geplanten Umfang von Seracell zu gewinnen. Die Risiken durch die Standortschließung Berlin wurden kurzfristig beseitigt, indem der langfristige Mietvertrag einvernehmlich aufgelöst wurde.

Rechtliche Risiken.

Durch die Übernahme von Seracell kam es zu Kündigungen. Das hiermit verbundene Risiko von Rechtsstreitigkeiten wurde durch den Abschluss von Auflösungsvereinbarungen erfolgreich minimiert. Für Abfindungszahlungen wurden Rückstellungen gebildet.

Darüber hinaus gab es gegenüber den im Geschäftsbericht 2016 dargestellten Chancen und Risiken im Berichtszeitraum keine wesentlichen Veränderungen. Nähere Informationen zu den speziellen Risiken und Chancen der Vita 34 AG sind in den Abschnitten "Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem", "Risiken des Unternehmens" sowie "Chancen für die künftige Entwicklung" des Geschäftsberichts der Vita 34 AG vom 30. März 2016 zu finden. Dieser kann auf der Webseite von Vita 34 eingesehen werden (www.vita34group.de).

Prognosebericht

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Informationen, die Vita 34 zum Zeitpunkt der Erstellung des Zwischenberichts zur Verfügung standen. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen sind allerdings Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Chancen / Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den abgegebenen Einschätzungen abweichen. Daher kann Vita 34 keine Gewähr für diese Angaben übernehmen.

Prognosen zur Entwicklung der wirtschaftlichen Situation sind grundsätzlich, besonders aber im gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Umfeld von hoher Unsicherheit geprägt. Die folgenden zukunftsbezogenen Aussagen zur Geschäftsentwicklung der Vita 34 unterstellen, dass es in Europa zu keiner rezessiven Entwicklung kommen wird. Vielmehr erwarten wir für unsere wettbewerbsintensiven Märkte im laufenden Geschäftsjahr eine moderate konjunkturelle Erholung.

Vita 34 baut vor allem in den deutschsprachigen Ländern ihre Marktposition durch die Akquisition des Wettbewerbers Seracell und durch zielgerichtete und effektivere Intensivierung der Marketingaktivitäten aus. In der Region DACH wird eine Steigerung der Neueinlagerungen um ein Drittel angestrebt.

International soll dies durch neue Vertriebs- und Kooperationspartnerschaften vorangetrieben werden.

Die Geschäftsentwicklung in unseren anderen europäischen Märkten ist von einer deutlichen Festigung der Marktposition gekennzeichnet. So geht es vor allem darum, in diesen Märkten die erreichten Marktpositionen zu verteidigen und Umsatz und Ertrag moderat zu entwickeln. Unsere Position als Qualitäts- und Innovationsführer soll stärker ausgebaut und das Angebot der Vita 34 noch deutlicher von den Wettbewerbern abgrenzt werden.

Wie auch in den vergangenen Jahren werden wir uns intensiv bemühen, neue Märkte hinzuzugewinnen und die geografische Präsenz weiter auszubauen. Die strikte Umsetzung der konzerninternen Marketing- und Budgetvorgaben soll weitere Synergie- und Kosteneffekte mit unseren Tochter- und Partnerunternehmen freisetzen. Ein vereinheitlichter Auftritt und gemeinsame Botschaften der Vita 34-Unternehmen soll die Marke stärken, sodass zukünftig die Produkte von Vita 34 in allen europäischen Märkten als "Made in Germany by Vita 34" wahrgenommen werden. Generell werden die Verwaltungs- und Finanzeffizienz auch im Hinblick auf die neue Tochtergesellschaft erhöht.

2017 werden weitere Prozessoptimierungen im Herstellungsprozess Genehmigungsreife erreichen. Desweiteren ist die Entwicklung des Produktes AdipoVita für die Einlagerung von Stammzellen im Zusammenhang mit der Entnahme von Fettgewebe soweit vorangeschritten, dass im zweiten Halbjahr 2017 der Antrag auf Herstellungserlaubnis bei der zuständigen Landesbehörde eingereicht werden soll. Durch die Grundlagenforschung, einer Vielzahl von klinischen Studien weltweit und durch uns unterstützte Forschungsprojekte wird Vita 34 am Fortschritt der weiteren Entwicklungen im Bereich der Regenerativen Stammzellmedizin mittel- und langfristig partizipieren. Anfang August hat Vita 34 den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr infolge der abgeschlossenen Akquisition des ehemaligen Wettbewerbers Seracell angepasst. Vor dem Hintergrund der erstmaligen Konsolidierung der Geschäftszahlen ab dem 28. Juni 2017 geht der Vorstand der Vita 34 AG für 2017 von einem Umsatz zwischen 18,9 und 19,4 Mio. EUR aus (bisher: 17,4 - 17,9 Mio. EUR) und einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 1,6 bis 1,9 Mio. EUR (bisher: 2,6 - 2,7 Mio. EUR).

Die neuen Zielvorgaben beinhalten bereits sämtliche im Zusammenhang mit der Transaktion stehenden Einmaleffekte, die zum größten Teil in den Halbjahreszahlen abgebildet sind. Im Detail sind dies Transaktionskosten inklusive Kosten der Bezugsrechtskapitalerhöhung in Höhe von 0,3 Mio. EUR sowie Integrationskosten inklusive Abfindungen und Abstandszahlungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR. Überdies rechnet das Unternehmen mit Kosten aus Managementveränderungen in Höhe von 0,6 Mio. EUR.

Der Vorstand geht davon aus, die Integration von Seracell im laufenden Geschäftsjahr vollständig abzuschließen. Der Standort für das Kryotanklager in Rostock mit rund 40.000 Einlagerungen wird bis auf weiteres erhalten bleiben, um mit den zusätzlichen Lagerkapazitäten auf das zukünftige Wachstum von Vita 34 zu reagieren. Der ehemalige Verwaltungsstandort von Seracell in Berlin dagegen wird bis Ende September vollständig geschlossen. Über die Beendigung der zugrundliegenden Mietverträge hat das Unternehmen bereits Einigung erzielt. Ab 2018 rechnet der Vorstand daher mit keinen weiteren ergebnisbelastenden Sondereffekten im Zusammenhang mit der Akquisition von Seracell. Den Gesamtjahresausblick für das kommende Geschäftsjahr 2018 wird die Gesellschaft mit Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen 2017 im ersten Quartal 2018 veröffentlichen.


Leipzig, August 2017

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Dr. Wolfgang Knirsch Alexander Starke
Vorstandsvorsitzender Vorstand


Verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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TEUR Q2 2017 Q2 2016 H1 2017 H1 2016
Umsatzerlöse 4.071 4.210 8.152 8.021
Umsatzkosten - 1.909 - 2.045 - 3.541 - 3.981
Bruttoergebnis vom Umsatz 2.163 2.165 4.611 4.040
Sonstige betriebliche Erträge 192 427 433 687
Marketing- und Vertriebskosten - 1.269 - 1.311 - 2.430 - 2.485
Verwaltungskosten - 1.482 - 989 - 2.554 - 1.870
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 910 - 38 - 920 - 79
Betriebsergebnis (EBIT) - 1.306 254 - 860 293
Finanzerträge 17 14 34 63
Finanzaufwendungen - 17 - 41 - 41 - 66
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen - 57 0 - 59 0
Ergebnis vor Steuern - 1.363 227 - 926 290
Ertragsteueraufwand /-ertrag 41 - 79 - 116 - 142
Periodenergebnis nach Steuern - 1.322 148 - 1.042 148
Zurechnung des Periodenergebnisses an die



Eigentümer des Mutterunternehmens - 1.320 - 82 - 1.035 - 64
Anteile anderer Gesellschafter - 1 230 - 6 212
Ergebnis je Aktie,
unverwässert / verwässert (EUR)




Unverwässert und verwässert, bezogen auf das den Inhabern
von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende
Periodenergebnis
- 0,44 0,03 - 0,35 0,02


Verkürzte Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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TEUR Q2 2017 Q2 2016 H1 2017 H1 2016
Periodenergebnis - 1.322 148 - 1.042 148
In Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung
umzugliederndes sonstiges Ergebnis
- 10 5 - 2 - 3
Gesamtergebnis nach Steuern - 1.332 153 - 1.044 145
Zurechnung des Gesamtergebnisses nach Steuern an die



Eigentümer des Mutterunternehmens - 1.330 - 77 - 1.037 - 67
Anteile anderer Gesellschafter - 1 230 - 6 212


Verkürzte Konzernbilanz (Aktiva)

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TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwert 18.089 13.414
Immaterielle Vermögenswerte 22.496 11.677
Sachanlagen 6.643 5.027
Anteile an assoziierten Unternehmen 210 269
Sonstige Vermögenswerte 3.584 3.591
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.008 888
Nicht frei verfügbare Zahlungsmittel 833 814

52.863 35.680
Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte 615 291
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.206 3.581
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1.392 1.057
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.471 2.813

11.684 7.741

64.547 43.422


Verkürzte Konzernbilanz (Passiva)

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TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital 3.329 3.027
Kapitalrücklagen 19.914 18.213
Gewinnrücklagen 1.260 2.865
Sonstige Rücklagen - 122 - 119
Eigene Anteile - 337 - 337
Anteile von Minderheitsgesellschaftern 89 0

24.133 23.648
Langfristige Schulden und Ertragsabgrenzungen

Schulden aus Lieferungen und Leistungen 1.906 437
Verzinsliche Darlehen 9.075 1.542
Anteile stiller Gesellschafter 940 940
Latente Ertragsteuern 4.005 1.665
Abgegrenzte Zuwendungen 924 957
Abgegrenzte Erlöse 9.157 9.011

26.007 14.552
Kurzfristige Schulden und Ertragsabgrenzungen

Schulden aus Lieferungen und Leistungen 1.216 1.162
Rückstellungen 16 16
Ertragsteuerverbindlichkeiten 10 7
Verzinsliche Darlehen 689 601
Abgegrenzte Zuwendungen 73 80
Sonstige Schulden 10.501 1.575
Abgegrenzte Erlöse 1.902 1.782

14.407 5.222

64.547 43.422


Verkürzte Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Auf die Eigentümer des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital
TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
Rücklage für zur
Veräußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögenswerte
Neubewertungs-
rücklagen
Unterschied aus
Währungs-
umrechnung
Saldo zum 1. Januar 2016 3.027 18.213 2.928 - 35 - 122 0
Periodenergebnis 0 0 - 64 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 - 3 0 0
Gesamtergebnis 0 0 - 64 - 3 0 0
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0 0
Saldo zum 30. Juni 2016 3.027 18.213 2.864 - 38 - 122 0
Saldo zum 1. Januar 2017 3.027 18.213 2.865 - 10 - 122 13
Periodenergebnis 0 0 - 1.035 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 - 1 0 - 1
Gesamtergebnis 0 0 - 1.035 - 1 0 - 1
Kapitalerhöhung durch Bareinlage 302 1.701 0 0 0 0
Dividendenausschüttungen 0 0 - 474 0 0 0
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0 - 95 0 0 0
Saldo zum 30. Juni 2017 3.329 19.914 1.260 - 12 - 122 12


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Auf die Eigentümer des
Mutterunternehmens
entfallendes Eigenkapital


TEUR Summe
Eigenkapital
Eigene Anteile zu
Anschaffungskosten
Anteile
anderer
Gesellschafter
Gesamt
Eigenkapital
Saldo zum 1. Januar 2016 24.011 - 337 82 23.756
Periodenergebnis - 64 0 212 148
Sonstiges Ergebnis - 3 0 0 - 3
Gesamtergebnis - 67 0 212 145
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0 - 289 - 289
Saldo zum 30. Juni 2016 23.944 - 337 5 23.612
Saldo zum 1. Januar 2017 23.986 - 337 0 23.648
Periodenergebnis - 1.035 0 - 6 - 1.042
Sonstiges Ergebnis - 2 0 0 - 2
Gesamtergebnis - 1.037 0 - 6 - 1.044
Kapitalerhöhung durch Bareinlage 2.003 0 0 2.003
Dividendenausschüttungen - 474 0 0 - 474
Veränderung des Konsolidierungskreises - 95 0 95 0
Saldo zum 30. Juni 2017 24.381 - 337 89 24.133


Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung

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TEUR H1 2017 H1 2016
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Periodenergebnis vor Ertragsteuern - 926 290
Berichtigungen für:

Abschreibungen 527 565
Andere nicht zahlungswirksame Aufwendungen / Erträge 17 - 45
Finanzerträge - 34 - 63
Finanzaufwendungen 32 66
Veränderungen des Nettoumlaufvermögens 518 - 544
Gezahlte Zinsen - 32 - 54
Gezahlte Ertragsteuern - 232 - 278
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - 130 - 63
Cashflow aus Investitionstätigkeit

Erwerb von immateriellen Vermögenswerten - 1 - 58
Erwerb von Sachanlagen - 401 - 253
Erwerb von Unternehmen, abzüglich übernommener Zahlungsmittel - 6.175 0
Abgang von Unternehmen, abzüglich abgegangener Zahlungsmittel 0 - 45
Erwerb von langfristigen Finanzinvestitionen 0 - 123
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen 3 0
Erhaltene Zinsen 34 60
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 6.540 - 419
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Erlöse aus der Ausgabe von Aktien 2.003 0
Veränderungen Darlehen 7.325 - 156
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 9.329 - 156
Nettoveränderungen von Zahlungsmitteln 2.658 - 638
Zahlungsmittel am Anfang der Berichtsperiode 2.813 2.082
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende
der Berichtsperiode (Liquide Mittel)
5.471 1.444


Anhang zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss

1. Informationen zum Unternehmen

Das Mutterunternehmen Vita 34 AG (die "Gesellschaft") mit Sitz in Leipzig (Deutschland), Deutscher Platz 5a, eingetragen im Registergericht des Amtsgerichts Leipzig unter HRB 20339, ist eine Gesellschaft, deren Unternehmenszweck die Entnahme, Aufarbeitung und Lagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut, die Entwicklung von zelltherapeutischen Verfahren sowie die Durchführung von Projekten auf dem Gebiet der Biotechnologie ist. Ihre Tochterunternehmen (zusammen mit der Gesellschaft als "Konzern" bezeichnet) sind ebenfalls auf dem Gebiet der Einlagerung von Nabelschnurblut tätig.

Der ungeprüfte verkürzte Konzern-Zwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017 wurde am 29. August 2017 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Erstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017 erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung".

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht sämtliche für den Abschluss des Geschäftsjahres vorgeschriebenen Erläuterungen und Angaben und sollte im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 gelesen werden.

Die bei der Erstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses angewandten Bilanzierung- und Bewertungsmethoden entsprechen den bei der Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2016 angewandten Methoden.

Aus den ab 1. Januar 2017 erstmalig verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss der Vita 34 AG.

3. Unternehmenszusammenschlüsse

Im April 2017 hat die Vita 34 AG einen Kaufvertrag über den Erwerb sämtlicher Aktien an der Seracell Pharma AG ("Seracell") mit Sitz in Rostock, einem Wettbewerber auf dem Geschäftsfeld der Einlagerung und Lagerung von Nabelschnurblut in Deutschland, abgeschlossen. Seracell hielt zum Erwerbszeitpunkt sämtliche Anteile an Seracell Stammzelltechnologie GmbH mit Sitz in Rostock. Beide Gesellschaften werden ab dem 28. Juni 2017 voll konsolidiert.

Die Zahlung des Kaufpreises in Höhe von 14,1 Mio. EUR wurde in zwei Raten vereinbart. Die Zahlung der ersten Rate in Höhe von 7,5 Mio. EUR erfolgte im Juni 2017. Die Zahlung der zweiten Rate in Höhe von 6,6 Mio. EUR wurde für den Oktober 2017 vereinbart.

Die Übertragung der Aktien an Seracell wurde in zwei Tranchen vereinbart. Mit Zahlung der ersten Kaufpreisrate erfolgte die Übertragung von 76,8 Prozent des Grundkapitals an Vita 34 AG, die verbleibenden Anteile werden mit Zahlung der zweiten Kaufpreisrate übertragen.

Auf Basis der vorläufigen Kaufpreisallokation ergibt sich aus dem Erwerb der Beteiligung ein Goodwill in Höhe von 4,7 Mio. EUR.

Die zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung angesetzten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden von Seracell sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Übersicht der Vermögenswerte und Schulden von Seracell

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TEUR Beizulegender Zeitwert zum
Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
Vermögenswerte 14.648
Langfristige Vermögenswerte 12.555
Immaterielle Vermögenswerte 11.159
Sachanlagen 1.396
Kurzfristige Vermögenswerte 2.093
Vorräte 280
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 330
Übrige Vermögenswerte 158
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.325
Schulden - 5.233
Langfristige Schulden - 4.088
Schulden aus Lieferungen und Leistungen - 1.502
Verzinsliche Darlehen - 208
Passive latente Steuern - 2.378
Kurzfristige Schulden - 1.145
Schulden aus Lieferungen und Leistungen - 123
Verzinsliche Darlehen - 88
Übrige Schulden - 934


Die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden anhand beobachtbarer Marktpreise bestimmt. Konnten keine Marktpreise festgestellt werden, kamen einkommensorientierte Ansätze oder kostenorientierte Verfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zur Anwendung.

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden im Wesentlichen Vermögenswerte aus übernommenen Einlagerungsverträgen, Markenrechte und Kundenbeziehungen ausgewiesen, die unter Berücksichtigung eines Abzinsungssatzes auf den aktuellen Barwert abdiskontiert wurden.

Ausgangspunkt für die Ableitung des Diskontierungszinssatzes ist ein risikoloser Zinssatz unter zusätzlicher Berücksichtigung einer Marktrisikoprämie und eines unternehmensspezifischen Betafaktors. Zusätzlich wurden laufzeitspezifische und vermögenswertspezifische Zu- und Abschläge bei der Ableitung des Diskontierungszinssatzes berücksichtigt.

Der erzielbare Betrag aus den übernommenen Lagerverträgen wurde unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen Lagerdauer von 25 Jahren, einer kontinuierlich ansteigenden Abschmelzrate, auf Basis der bekannten Kostenstrukturen und der für den Prognosezeitraum geltenden Steuersätzen von Seracell ermittelt.

Die erworbenen Markenrechte wurden nach der Methode der Lizenzpreisanalogie ermittelt. Die Wertermittlung erfolgte durch Diskontierung der eingesparten jährlichen Lizenzzahlungen, die durch die Multiplikation einer Lizenzrate mit den der Marke zuzuschreibenden Umsätzen über eine wirtschaftliche Restnutzungsdauer von 10 Jahren und der für den Prognosezeitraum geltenden Steuersätzen von Seracell berechnet wurde.

Der Wert der erworbenen Kundenbeziehungen wurde nach der Multi-Period Excess Earnings Method ermittelt.

Der beizulegende Zeitwert der übernommenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen auf überfällige Forderungen ermittelt und entspricht näherungsweise dem Buchwert. Der Bruttobetrag der Forderungen vor Einzelwertberichtigungen beläuft sich auf 346 TEUR.

Unter den langfristigen Schulden aus Lieferungen und Leistungen werden Verpflichtungen zur Erfüllung abgeschlossener Lagerverträge ausgewiesen, denen in der Zukunft keine Einzahlungen mehr gegenüberstehen. Der Erfüllungsbetrag wurde unter Berücksichtigung einer vertragsspezifischen Lager- und Versicherungsdauer von bis zu 25 Jahren und auf Basis der aktuellen Kostenstrukturen von Seracell ermittelt.

Seracell hat in der Zeit zwischen der Akquisition und dem 30. Juni 2017 mit einem Nettoverlust in Höhe von 0,9 Mio. EUR beigetragen. Der Verlust resultiert im Wesentlichen aus der Berücksichtigung von Integrationskosten. Es wurden keine Umsätze für Juni 2017 aus Seracell berücksichtigt. Wäre Seracell seit dem 1. Januar 2017 in den Konzernabschluss einbezogen worden, hätten die Umsatzerlöse und das Periodenergebnis des Konzerns inklusive der Integrationskosten bei 11,1 Mio. EUR bzw. - 0,8 Mio. EUR gelegen.

4. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzen sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wie folgt zusammen:

Übersicht Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten

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TEUR 30.06.2017 30.06.2016
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 5.471 1.444

5.471 1.444


5. Eigenkapital

Im Rahmen der Kapitalerhöhung vom 16. Juni 2017 hat Vita 34 AG 302.649 Aktien ausgegeben. Hierfür wurde unter der teilweisen Ausnutzung des genehmigten Kapitals das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von 302.649 neuen Stammaktien gegen Bareinlage erhöht. Die neuen Stammaktien sind ab dem 1. Januar 2017 gewinnbezugsberechtigt. Der Ausgabepreis lag bei 6,62 EUR pro Aktie.

Auf der Hauptversammlung im Juni 2017 wurde eine Dividende von 0,16 EUR je gewinnberechtigter Aktie beschlossen, die Auszahlung der Dividende erfolgte Anfang Juli 2017.

6. Darlehen

Übersicht Darlehen

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30.06.2017 31.12.2016
TEUR Gesamt Davon
kurzfristig
Gesamt Davon
kurzfristig
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.010 205 685 205
Sonstige Finanzschulden 1.458 395 1.458 395
Verbindlichkeiten aus Mietkaufdarlehen 296 88 0 0

9.764 688 2.143 600


Im Juni 2017 erfolgte die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 7.425 TEUR mit einer Laufzeit von sechs Jahren und einer Verzinsung von ca. 2,3 Prozent zur Finanzierung der Übernahme von Seracell. Zudem erfolgte die Übernahme von Verbindlichkeiten aus Mietkaufdarlehen im Zuge des Erwerbes von Seracell.

7. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

In der folgenden Tabelle erfolgt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten.

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30. Juni 2017
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Aktiva



Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.262 0 0 2.262
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - langfristig 0 1.008 0 1.008

2.262 1.008 0 3.270
Passiva



Schulden aus Lieferungen und Leistungen 0 1.906 0 1.906
Verbindlichkeiten aus Darlehen 0 9.075 0 9.075
Anteile stiller Gesellschafter 0 940 0 940

0 11.921 0 11.921


Der beizulegende Zeitwert von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wird auf der Grundlage von Börsenpreisen auf aktiven Märkten ermittelt. Die Einordnung erfolgte jeweils in die Stufe 1 der Fair-Value-Hierarchie.

Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Verwendung eines marktüblichen Zinssatzes. Die Einordnung erfolgte in die Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie.

Die Zeitwerte der in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten langfristigen Darlehen, Anteilen an stillen Beteiligungen und langfristigen Schulden aus Lieferungen und Leistungen wurden durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Die Einordnung erfolgte jeweils in die Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie.

8. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Unternehmen und Personen gelten Tochtergesellschaften, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, assoziierte Unternehmen, Aktionäre mit maßgeblichen Einfluss und Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens.

Die folgenden Tabellen enthalten wesentliche Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2017 bzw. 2016:

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TEUR Umsätze
und Erträge
Forderungen Erhaltene
Zinsen
Gewährte
Darlehen
30.06.2017



Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 55 11 4 442
Assoziierte Unternehmen und Tochterunternehmen von assoziierten Unternehmen 682 807 0 0
30.06.2016



Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 64 18 3 349
Assoziierte Unternehmen und Tochterunternehmen von assoziierten Unternehmen 19 391 0 0


9. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Abschluss des Berichtszeitraums wurde zwischen 14. und 27. Juli 2017 eine Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital-2014 gegen Bareinlage durchgeführt. Durch Ausübung der Bezugsrechte und anschließender Privatplatzierung bei qualifizierten Anlegern wurden 816.810 Neue Aktien zum Preis von 6,10 EUR platziert. Die Kapitalmaßnahme war mehrfach überzeichnet. Vita 34 erlöste einen Bruttoemissionserlös von knapp 5 Mio. EUR, der als dritter Baustein für die Finanzierung der Seracell-Übernahme verwendet wird.

Durch die Kapitalmaßnahmen erhöht sich das Grundkapital der Gesellschaft von derzeit 3.329.149,00 EUR um 816.810,00 EUR auf 4.145.959,00 EUR durch Ausgabe von 816.810 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien, jeweils mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von 1,00 EUR je Stückaktie und mit voller Dividendenberechtigung ab dem 1. Januar 2017. Das Bezugsverhältnis wurde auf vier alte zu einer neuen Aktie (4:1) festgelegt. Bezugsberechtigt waren neben den bestehenden Aktionären die neuen nicht börsenzugelassenen Aktien aus der am 16. Juni 2017 in das Handelsregister eingetragenen Barkapitalerhöhung (Privatplatzierung bei MKBV), nicht jedoch durch die Gesellschaft oder Tochtergesellschaften gehaltene Aktien. Der Eintrag in das Handelsregister beim Amtsgericht Leipzig erfolgte am 31. Juli 2017.

Darüber hinaus sind nach dem Berichtsstichtag zum 30. Juni 2017 keine weiteren berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.


Leipzig, den 29. August 2017
Vorstand der Vita 34 AG


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Dr. Wolfgang Knirsch Alexander Starke
Vorstandsvorsitzender Vorstand


Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns für die Berichtsperiode so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.


Leipzig, August 2017
Vorstand der Vita 34 AG

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Dr. Wolfgang Knirsch Alexander Starke
Vorstandsvorsitzender Vorstand


Impressum

Kontakt

Vita 34 AG
Deutscher Platz 5a
04103 Leipzig
Telefon: +49 (0)341 48792-40
Fax: +49 (0)341 48792-39
E-Mail: ir@vita34group.de

Veröffentlichung

Dieser Zwischenbericht wurde am 30. August 2017 in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht und steht auf unserer Internetseite zum Download bereit.

Vita 34 im Internet: www.vita34group.de