![]() Vita 34 AGLeipzigHalbjahresbericht zum 30.06.2017Zwischenbericht
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Organisches Wachstum durch Stärkung der Vertriebseffizienz und Marktposition |
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Anorganisches Wachstum durch Akquisitionen und Vertriebskooperationen |
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Aktives Portfolio- und Life-Cycle-Management durch neue Produkte und Patente |
Zur konzerninternen Steuerung des Unternehmens hat der Vorstand die Kennzahlen Umsatz
und Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) festgelegt: Darüber hinaus
werden Kennzahlen, wie Gesamtleistung, EBITDA-Marge und Eigenkapitalquote zur weiteren
Beschreibung des Geschäftsverlaufs herangezogen, aber nicht in die Prognose aufgenommen.
Die Entwicklung der Steuerungsgrößen im Hinblick auf definierte Zielwerte wird auf
jährlicher Basis berichtet. Nähere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte dem Abschnitt
"Steuerungssystem und Leistungsindikatoren" des Geschäftsberichts der Vita 34 AG vom
30. März 2017. Dieser kann auf der Webseite von Vita 34 eingesehen werden (www.vita34group.de).
Im ersten Halbjahr 2017 stand die Übernahme von Seracell im Fokus der Aktivitäten.
Vita 34 strebt damit den Ausbau der Marktführerschaft in Deutschland an. Seracell
ist seit 2002 im Bereich der Stammzell- und Gewebetechnologie tätig, betreibt ein
Herstellungslabor und Kryolager in Rostock, während die administrativen Funktionen
in Berlin angesiedelt sind. Wie auch Vita 34 ist Seracell EU-GMP-zertifiziert. Seit
Beginn der Einlagerung im Jahr 2008 hat Seracell ca. 40.000 Präparate eingelagert.
2016 wurden knapp 5.000 Neuverträge in Deutschland und weitere 1.400 in Europa abgeschlossen.
Hauptantrieb für die Übernahme ist ein weiteres, erhebliches Geschäftspotenzial, mit
40.000 zusätzlichen Bestandskunden und einem erwarteten Umsatzwachstum von etwa 5
Mio. EUR pro Jahr.
Am 20. April 2017 wurde für die Übernahme ein Kaufvertrag unter aufschiebender Bedingung
abgeschlossen und mit Abschluss der positiven Unternehmensprüfung am 26. Mai 2017
vollzogen. Die Finanzierung des Übernahmepreises von 14,1 Mio. EUR erfolgt durch einen
Bankkredit über 7,4 Mio. EUR sowie über zwei Eigenkapitalmaßnahmen, die weitere 6,5
Mio. EUR zum Kaufpreis beitragen. Mit der ersten Kaufpreisrate wurden am 28. Juni
2017 knapp 77 Prozent der Anteile von Seracell übernommen, zum Stichtag 30. Juni 2017
wird die Seracell voll konsolidiert.
Am 13. Juni 2017 wurde eine prospektfreie Kapitalmaßnahme zur Erhöhung des Grundkapitals
um bis zu 10 Prozent gegen Bareinlagen unter teilweiser Ausnutzung des Genehmigten
Kapitals-2014 angekündigt und durchgeführt. MK Beleggingsmaatschappij Venlo B.V. (MKBV)
zeichnete alle 302.649 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien, jeweils mit einem
rechnerischen Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von 1,00 EUR je Stückaktie und
Gewinnanteilberechtigung ab dem 1. Januar 2017, zu einem Ausgabepreis von 6,62 EUR.
Das Grundkapital der Gesellschaft wurde von 3.026.500,00 EUR auf 3.329.149,00 EUR
erhöht. Die Maßnahme wurde am 16. Juni 2017 in das Handelsregister des Amtsgerichts
Leipzig eingetragen. Der Bruttoerlös der Maßnahme von etwa 2 Mio. EUR ist der zweite
Bestandteil der Seracell-Finanzierung. Als dritter Finanzierungsbaustein wurde nach
Ende des Berichtszeitraums eine am 20. April 2017 angekündigte Bezugsrechtskapitalerhöhung
durchgeführt, diese wird im Nachtragsbericht beschrieben.

Mit der Übernahme von Seracell wird Vita 34 nicht nur in Deutschland, sondern auch
in Rumänien, Serbien und Spanien seine Markposition ausbauen. Die Übernahme markiert
einen wichtigen Schritt in der Umsetzung der Buy and Build Strategie und soll bis
Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Neben dem Fortschreiben der Buy and Build Strategie war das erste Halbjahr 2017 durch
einige Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat geprägt. Nach der Abberufung des
Vorstandsvorsitzenden Dr. Andre Gerth im Juni und dem Ausscheiden des Finanzvorstands
Falk Neukirch im April des Jahres besteht der Vorstand nunmehr aus dem Vorstandsvorsitzenden
Dr. Wolfgang Knirsch, bisher Vorstand für Vertrieb und Marketing, sowie Alexander
Starke. Starke, seit 2012 Mitglied und seit 2015 Stellvertretender Vorsitzender des
Aufsichtsrats der Vita 34 AG, wurde befristet bis zum 31. Dezember 2017 in den Vorstand
entsandt und besitzt detaillierte Kenntnis des Unternehmens.
Die Hauptversammlung 2017 hat am 28. Juni beschlossen, den Aufsichtsrat von sechs
auf vier Mitglieder zu verkleinern. Artur Isaev hat sein Amt als Aufsichtsrat niedergelegt.
Zudem endeten die Amtszeiten von Dr. Hans-Georg Giering, Alexander Starke und Dr.
Holger Födisch. Als neue Mitglieder des Aufsichtsrats wählte die Hauptversammlung
Frank Köhler und Steffen Richtscheid. Der Aufsichtsrat wählte Frank Köhler zum neuen
Aufsichtsratsvorsitzenden, Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats bleibt Gerrit
Witschaß. Viertes Mitglied des Aufsichtsrats ist weiterhin Dr. med. Mariola Söhngen.
Die wichtigste Veränderung in der Konzernstruktur im ersten Halbjahr war die Akquisition
von Seracell inklusive des Tochterunternehmens Seracell Stammzelltechnologie GmbH.
Der Anteil an der stellacure GmbH in Deutschland ist auf 95,24 Prozent gestiegen.
Weiterhin erfolgte die Umfirmierung der in Dänemark, Schweden und Norwegen aktiven
Stemcare ApS in Vita 34 ApS.

Vita 34 hat über Tochtergesellschaften sowie Vertriebs- und Kooperationspartner die
Geschäftstätigkeit auf dem internationalen Markt - insbesondere in Europa - in den
vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Das konjunkturelle Umfeld in Europa und
in den wichtigsten Zielmärkten beeinflusst daher die Geschäftsaktivitäten.
In Europa setzt sich im ersten Halbjahr 2017 die wirtschaftliche Erholung fort. Nach der britischen Entscheidung für den "Brexit" im vergangenen Jahr erscheint die politische Lage nach den Wahlen in den Niederlanden und Frankreich wieder stabiler. Auch in Griechenland scheint es erste Tendenzen einer finanzwirtschaftlichen Erholung zu geben. Für ein schnelleres Wirtschaftswachstum in Europa wäre ein Anstieg bei Investitionen und Löhnen wichtige Anschubkraft. Im Euroraum erwartet die Europäische Kommission in ihrer Frühjahrsprognose ein Wachstum von 1,7 Prozent für 2017 und 1,8 Prozent für das Jahr 2018.2
2
European Commission (2017), European Economic Forecast. Spring 2017, Institutional
Paper 53, S. 1
In Deutschland entwickelt sich die wirtschaftliche Lage nach wie vor solide, unter anderem bedingt durch Steigerungen beim Privatkonsum sowie bei privaten und öffentlichen Investitionen im Baubereich. Laut Schätzungen der Europäischen Kommission wird das reale Wirtschaftswachstum 2017 aufgrund von weniger Arbeitstagen als im Jahr 2016 mit 1,6 Prozent leicht unter dem im Vorjahr liegen. Insgesamt geht die Kommission von nachhaltigem Wirtschaftswachstum aus.3
3
European Commission (2017), European Economic Forecast. Spring 2017, Institutional
Paper 53, S. 70
Die Entscheidung für eine Einlagerung von Nabelschnurblut und -gewebe ist unter anderem von Kaufkraft und Einkommen der Bevölkerung abhängig. Während des ersten Halbjahrs 2017 fielen die Ölpreise zwar insgesamt, lagen jedoch über Vorjahresniveau und haben einen negativen Effekt auf das verfügbare Realeinkommen der Haushalte. In der zweiten Jahreshälfte dürften die Energiepreise schrittweise anziehen und die inländischen Preise angesichts der stärkeren Binnennachfrage steigen. Die Verbraucherpreisinflation wird im Euroraum in diesem Jahr auf 1,6 Prozent (EU: 1,8 Prozent) geschätzt, höher als noch im letzten Jahr für 2017 (Deutschland: 1,4 Prozent; EU: 1,5 Prozent) angenommen. Für das Jahr 2018 lautet die derzeitige Prognose für Deutschland 1,3 Prozent und für die Eurozone 1,7 Prozent.4
4
European Commission (2017), European Economic Forecast. Spring 2017, Institutional
Paper 53, S. 32
Das erste Halbjahr war von wichtigen Ereignissen wie der Übernahme von Seracell und
den Finanzierungsmaßnahmen geprägt. Sie wurden ausführlich im Kapitel Besondere Ereignisse
im Berichtszeitraum beschrieben.
Mit der Festigung der deutschen Marktführerschaft trägt die Übernahme von Seracell
zum Ausbau der vorhandenen internationalen Präsenz bei, vor allem in Serbien, Spanien
und Rumänien. Darüber hinaus hat Vita 34 im ersten Halbjahr 2017 an der Kooperation
mit der chinesischen AVIC Biology, einem der führenden chinesischen Unternehmen in
der Stammzellforschung gearbeitet. Der Technologietransfer inklusive der notwendigen
Mitarbeiterschulungen für die Errichtung einer Stammzellbank wurde weitestgehend abgeschlossen.
Im Juni wurde mit dem rumänischen Unternehmen BesMax Life Solutions eine Kooperationsvereinbarung
geschlossen. Das Unternehmen ist Teil der Life Solutions Group, die mit dem Vertrieb
von Spezialpharmazeutika unter anderem in der Gynäkologie und Geburtshilfe einen guten
Zugang zu Entbindungskliniken hat. Dieser Zugang ist eine wichtige Voraussetzung,
um ein effizientes Logistik-Netzwerk nicht nur für die Ansprache potenzieller Kunden,
sondern auch für die Entnahme und Verarbeitung von Nabelschnurblut und -gewebe aufzubauen.
Der rumänische Markt entspricht von der Anzahl an Geburten und Einlagerungen ungefähr
dem deutschen Markt. Die Herstellung der Stammzellpräparate aus den entnommenen Präparaten
und die Kryokonservierung sollen bei Vita 34 in Leipzig durchgeführt werden.
Damit hat Vita 34 ihre Buy and Build Strategie weiter erfolgreich fortgesetzt und
festigt die Position auf dem deutschen, aber auch europäischen Markt nachhaltig. Die
Umsetzung der Strategie ist zwar kurzfristig mit höheren Aufwendungen verbunden, langfristig
soll sie zu Kostenersparnissen und einer Profitabilitätssteigerung führen.
Im Bereich Produktentwicklung stellte Vita 34 seine Innovationsstärke mit der Erteilung
eines Patents durch das Europäische Patentamt im Januar unter Beweis. Das Patent beschreibt
ein Verfahren zur Desinfektion, Aufbereitung, Kryokonservierung und ZellIsolierung
von Nabelschnurgewebe. Vita 34 ist damit die derzeit einzige deutsche Stammzellbank,
die nach allen geltenden Richtlinien sowohl Blut als auch Gewebe aus der Nabelschnur
Neugeborener für eine spätere Anwendung einlagern darf. Mit dem EU-Patent bestätigt
das Unternehmen seine Führungsrolle in Forschung und Entwicklung medizinischer Verfahren,
die künftig für Gesundheit und Lebensverlängerung eine entscheidende Rolle spielen
werden.
In den ersten sechs Monaten stiegen die Umsatzerlöse auf knapp 8,2 Mio. EUR (H1 2016:
8,0 Mio. EUR). Darin sind noch keine Umsätze von Seracell enthalten. Die Gesamtleistung,
die auch sonstige Erträge enthält, sank leicht auf 8,6 Mio. EUR (H1 2016: 8,7 Mio.
EUR). Auf Grund niedrigerer Umsatzkosten der Periode von ca. 0,4 Mio. EUR erhöhte
sich das Bruttoergebnis vom Umsatz um 14 Prozent auf 4,6 Mio. EUR. (H1 2016: 4,0 Mio.
EUR). Im Rückgang der Umsatzkosten schlagen sich die positiven Synergieeffekte und
Größenvorteile nach der erfolgreich abgeschlossenen Integration der 2015 erworbenen
Tochtergesellschaften nieder. Die Bruttomarge verbesserte sich auf 56,6 Prozent (H1
2016: 50,4 Prozent).
Durch Aufwendungen im Zusammenhang mit der Übernahme von Seracell wurde das Ergebnis
vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit - 0,3 Mio. EUR für das erste Halbjahr
deutlich belastet (H1 2016: + 0,9 Mio. EUR). Während die Marketing- und Vertriebskosten
bei 2,4 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau (2,5 Mio. EUR) lagen, sind die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen auf 0,9 Mio. EUR gestiegen (H1 2016: 0,1 Mio. EUR). Darin
sind hauptsächlich die Kosten für die Integration von Seracell in Höhe von 0,9 Mio.
EUR, z. B. für die Bildung von Rückstellungen für Abfindungen und Drohverluste, enthalten.
Auch in den Verwaltungskosten schlagen sich erhöhte Beratungskosten im Zusammenhang
mit der Übernahme von Seracell aufwandserhöhend nieder. Sie betrugen 2,6 Mio. EUR
(H1 2016: 1,9 Mio. EUR) und beinhalten im ersten Halbjahr 2017 zudem zusätzliche Personalaufwendungen
aufgrund der Vorstandswechsel.
Die EBITDA-Marge sank vorrübergehend aufgrund der beschriebenen Sondereffekte auf
- 4,1 Prozent verglichen mit 10,7 Prozent in den ersten sechs Monaten 2016.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel im Berichtszeitraum auf - 0,9 Mio.
EUR (H1 2016: 0,3 Mio. EUR).
Das Periodenergebnis fiel im ersten Halbjahr 2017 auf - 1,0 Mio. EUR (H1 2016: 0,1
Mio. EUR). Das Ergebnis pro Aktie unter Berücksichtigung der Anteile anderer Gesellschafter
betrug - 0,35 EUR (Vorjahr - 0,02 EUR), wobei sich die Zahl der ausgegebenen Aktien
in der Berichtsperiode um 302.649 Aktien im Zuge der Privatplatzierung erhöhte.
Das Periodenergebnis ist im Wesentlichen durch die Übernahmeaktivitäten inklusive
Unternehmensprüfung und -bewertung und der damit verbundenen Beratungskosten beeinflusst.
Vita 34 rechnet auch im zweiten Halbjahr mit erhöhten Aufwendungen bis die Integration
Ende des Jahres weitestgehend abgeschlossen ist. Im zweiten Halbjahr werden sich hingegen
die Umsätze von Seracell und niedrigere Kosten für den Standort Berlin niederschlagen.
Dieser Standort, an dem die Bereiche Marketing & Vertrieb, Administration und Finanzen
angesiedelt waren, wird geschlossen. Am Standort Rostock werden die Einlagerungskapazitäten
bis auf Weiteres aufrechterhalten, die Bereiche Herstellung und Qualitätsmanagement
werden sukzessive nach Leipzig verlagert. Dadurch werden Kosteneinsparungen realisiert,
was positive Effekte für das Gesamtjahr erwarten lässt.
Im zweiten Quartal 2017 verbuchte Vita 34 einen Umsatz von 4,0 Mio. EUR nach 4,2 Mio.
EUR im Vorjahresquartal. In dem leichten Rückgang spiegelt sich der Wegfall der Umsatzerlöse
aus den im Vorjahr noch voll konsolidierten Unternehmen der Bio Save-Gruppe gegenüber
deren Kunden wider. Im 1. Halbjahr 2017 sind im Gegenzug die Umsätze der Vita 34 mit
der Bio Save-Gruppe zu den vereinbarten Verrechnungspreisen enthalten. Das EBITDA
war im Wesentlichen aufgrund der mit der Seracell-Übernahme verbundenen Kosten mit
- 1,0 Mio. EUR deutlich negativ nach 0,7 Mio. EUR im ersten Quartal und 0,5 Mio. EUR
im Vorjahresquartal. Dies schlug sich insbesondere in den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen mit 0,9 Mio. EUR (Q2 2016: 0,04 Mio. EUR) nieder. Die Verwaltungskosten
betrugen im zweiten Quartal 1,5 Mio. EUR (Q2 2016: 1,0 Mio. EUR) und die Marketing-
und Vertriebskosten 1,3 Mio. EUR (2 Q2 2016: 1,3 Mio. EUR). Das EBIT verringerte sich
auf - 1,3 Mio. EUR nach 0,3 Mio. EUR im Vorjahr.
Ausgehend von einem Periodenergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von - 0,9 Mio. EUR
im ersten Halbjahr 2017 (H1 2016: 0,3 Mio. EUR) ergibt sich nach der Berichtigung
nicht zahlungswirksamer Positionen ein Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von -
0,1 Mio. EUR (H1 2016: - 0,06 Mio. EUR).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2017 insgesamt -
6,5 Mio. EUR (H1 2016: - 0,4 Mio. EUR). Darin enthalten ist vor allem der Erwerb von
Seracell abzüglich übernommener Zahlungsmittel in Höhe von - 6,2 Mio. EUR.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich im Berichtszeitraum 2017 mit 9,3
Mio. EUR deutlich gegenüber der Vorjahresperiode (- 0,2 Mio. EUR) verändert. Ursachen
sind Erlöse aus der Privatplatzierung (2,0 Mio. EUR) und die Veränderung bei Darlehen
(7,3 Mio. EUR) durch die Aufnahme eines Bankkredites, beides im Zuge der Seracell-Übernahme.
Vita 34 verfügte zum 30. Juni 2017 über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
in Höhe von rund 5,5 Mio. EUR (30. Juni 2016: 1,4 Mio. EUR). Die Erhöhung im Saldo
resultiert im Wesentlichen aus dem noch ausstehenden Zahlungsmittelabfluss für die
zweite Kaufpreisrate für Seracell und den bereits teilweise vereinnahmten Finanzierungsmitteln.
Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2017 erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2016
von 43,4 Mio. EUR auf 64,6 Mio. EUR. Der Erwerb von Seracell hat sich dabei auf zahlreiche
Bilanzlinien ausgewirkt. Die vorläufige Kaufpreisallokation von Seracell wird im Anhang
zum Zwischenabschluss auf S. 27 erläutert.
Auf der Aktivseite der Bilanz summierten sich die langfristigen Vermögenswerte auf
52,9 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 35,7 Mio. EUR). In den langfristigen Vermögenswerten
sind insbesondere ein erhöhter Geschäfts- oder Firmenwert mit 18,1 Mio. EUR (31. Dezember
2016: 13,4 Mio. EUR) und deutlich höhere immaterielle Vermögenswerte mit 22,5 Mio.
EUR (31. Dezember 2016: 11,7 Mio. EUR) aufgrund der Seracell-Transaktion enthalten.
Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum Periodenende auf 11,7 Mio. EUR
(31. Dezember 2016: 7,7 Mio. EUR). Die Erhöhung resultiert insbesondere aus dem höheren
Zahlungsmittelbestand und gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Auf der Passivseite der Bilanz lag das Eigenkapital zum Stichtag 30. Juni 2017 mit
24,1 Mio. EUR leicht über dem Jahresultimo 2016 in Höhe von 23,7 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote
hingegen hat sich zum Stichtag auf 37,4 Prozent nach 54,5 Prozent Ende 2016 verringert.
Ursache dafür ist der deutlich gestiegene Fremdkapitalanteil in der Bilanz.
Die langfristigen Schulden und Ertragsabgrenzungen lagen mit 26,0 Mio. EUR fast doppelt
so hoch wie am Ende des Geschäftsjahres 2016 (14,6 Mio. EUR). Hintergrund ist das
neue verzinsliche Bankdarlehen (7,4 Mio. EUR), aber auch mit dem Erwerb von Seracell
übernommene langfristige Schulden und latente Steuern (4,0 Mio. EUR).
Die kurzfristigen Schulden und Ertragsabgrenzungen sind ebenfalls angestiegen von
5,2 Mio. EUR zum Jahresende 2016 auf 14,4 Mio. EUR zum 30. Juni 2017. Hintergrund
sind vor allem gestiegene sonstige Schulden, insbesondere gegenüber den Gesellschaftern
von Seracell aus der noch fälligen zweiten Kaufpreisrate (6,6 Mio. EUR). Die Schulden
aus Lieferungen und Leistungen (1,2 Mio. EUR), kurzfristige Darlehen (0,7 Mio. EUR)
und abgegrenzten Erlöse (1,9 Mio. EUR) liegen jeweils leicht über den Werten zum 31.
Dezember 2016.
Vita 34 ist sehr zuversichtlich, den Wachstumskurs nach der Integration von Seracell
und der (Zurück-) Gewinnung von Marktanteilen wieder fortzuführen und insbesondere
mittelfristig das EBITDA deutlich zu steigern.
Nach Abschluss des Berichtszeitraums wurde zwischen 14. und 27. Juli 2017 eine Kapitalerhöhung
aus dem Genehmigten Kapital-2014 gegen Bareinlage durchgeführt. Es wurden 816.810
Neue Aktien zum Preise von 6,10 EUR platziert und ein Bruttoemissionserlös von knapp
5 Mio. EUR erzielt. Details finden sich im Nachtragsbericht des Anhangs auf S. 31.
Darüber hinaus sind nach dem Berichtsstichtag zum 30. Juni 2017 keine weiteren berichtspflichtigen
Ereignisse eingetreten.
Ein ausführlicher Chancen- und Risikobericht ist im Geschäftsbericht 2016 (S. 53 ff)
dargestellt. Durch die Übernahme von Seracell im ersten Halbjahr sind diesem die folgenden
Aspekte hinzuzufügen:
Durch die Übernahme von Seracell wird Vita 34 seine Marktposition ausbauen und stärken
können. Auf nationaler, aber teilweise auch auf europäischer Ebene werden strategische
Risiken durch Wettbewerber dadurch besser abgesichert.
Die Finanzierung der Übernahme von Seracell machte die Aufnahme eines Bankdarlehens
in Höhe von 7,4 Mio. EUR zu einem Zinssatz von 2,3 Prozent über sechs Jahre erforderlich.
Damit besteht das potenzielle Risiko eines Tilgungsausfalles. Dieses Risiko wird durch
die langfristige Geschäfts- und damit verbundene Liquiditätsplanung vermieden bzw.
minimiert.
Daneben können sich Umsatzrisiken ergeben, wenn es nicht gelingt, das bisherige Kundensegment
im geplanten Umfang von Seracell zu gewinnen. Die Risiken durch die Standortschließung
Berlin wurden kurzfristig beseitigt, indem der langfristige Mietvertrag einvernehmlich
aufgelöst wurde.
Durch die Übernahme von Seracell kam es zu Kündigungen. Das hiermit verbundene Risiko
von Rechtsstreitigkeiten wurde durch den Abschluss von Auflösungsvereinbarungen erfolgreich
minimiert. Für Abfindungszahlungen wurden Rückstellungen gebildet.
Darüber hinaus gab es gegenüber den im Geschäftsbericht 2016 dargestellten Chancen
und Risiken im Berichtszeitraum keine wesentlichen Veränderungen. Nähere Informationen
zu den speziellen Risiken und Chancen der Vita 34 AG sind in den Abschnitten "Internes
Kontroll- und Risikomanagementsystem", "Risiken des Unternehmens" sowie "Chancen für
die künftige Entwicklung" des Geschäftsberichts der Vita 34 AG vom 30. März 2016 zu
finden. Dieser kann auf der Webseite von Vita 34 eingesehen werden (www.vita34group.de).
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen beruhen auf den
gegenwärtigen Informationen, die Vita 34 zum Zeitpunkt der Erstellung des Zwischenberichts
zur Verfügung standen. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen sind allerdings
Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht
eintreffen oder weitere Chancen / Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse
von den abgegebenen Einschätzungen abweichen. Daher kann Vita 34 keine Gewähr für
diese Angaben übernehmen.
Prognosen zur Entwicklung der wirtschaftlichen Situation sind grundsätzlich, besonders
aber im gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Umfeld von hoher Unsicherheit
geprägt. Die folgenden zukunftsbezogenen Aussagen zur Geschäftsentwicklung der Vita
34 unterstellen, dass es in Europa zu keiner rezessiven Entwicklung kommen wird. Vielmehr
erwarten wir für unsere wettbewerbsintensiven Märkte im laufenden Geschäftsjahr eine
moderate konjunkturelle Erholung.
Vita 34 baut vor allem in den deutschsprachigen Ländern ihre Marktposition durch die
Akquisition des Wettbewerbers Seracell und durch zielgerichtete und effektivere Intensivierung
der Marketingaktivitäten aus. In der Region DACH wird eine Steigerung der Neueinlagerungen
um ein Drittel angestrebt.
International soll dies durch neue Vertriebs- und Kooperationspartnerschaften vorangetrieben
werden.
Die Geschäftsentwicklung in unseren anderen europäischen Märkten ist von einer deutlichen
Festigung der Marktposition gekennzeichnet. So geht es vor allem darum, in diesen
Märkten die erreichten Marktpositionen zu verteidigen und Umsatz und Ertrag moderat
zu entwickeln. Unsere Position als Qualitäts- und Innovationsführer soll stärker ausgebaut
und das Angebot der Vita 34 noch deutlicher von den Wettbewerbern abgrenzt werden.
Wie auch in den vergangenen Jahren werden wir uns intensiv bemühen, neue Märkte hinzuzugewinnen
und die geografische Präsenz weiter auszubauen. Die strikte Umsetzung der konzerninternen
Marketing- und Budgetvorgaben soll weitere Synergie- und Kosteneffekte mit unseren
Tochter- und Partnerunternehmen freisetzen. Ein vereinheitlichter Auftritt und gemeinsame
Botschaften der Vita 34-Unternehmen soll die Marke stärken, sodass zukünftig die Produkte
von Vita 34 in allen europäischen Märkten als "Made in Germany by Vita 34" wahrgenommen
werden. Generell werden die Verwaltungs- und Finanzeffizienz auch im Hinblick auf
die neue Tochtergesellschaft erhöht.
2017 werden weitere Prozessoptimierungen im Herstellungsprozess Genehmigungsreife
erreichen. Desweiteren ist die Entwicklung des Produktes AdipoVita für die Einlagerung
von Stammzellen im Zusammenhang mit der Entnahme von Fettgewebe soweit vorangeschritten,
dass im zweiten Halbjahr 2017 der Antrag auf Herstellungserlaubnis bei der zuständigen
Landesbehörde eingereicht werden soll. Durch die Grundlagenforschung, einer Vielzahl
von klinischen Studien weltweit und durch uns unterstützte Forschungsprojekte wird
Vita 34 am Fortschritt der weiteren Entwicklungen im Bereich der Regenerativen Stammzellmedizin
mittel- und langfristig partizipieren. Anfang August hat Vita 34 den Ausblick für
das laufende Geschäftsjahr infolge der abgeschlossenen Akquisition des ehemaligen
Wettbewerbers Seracell angepasst. Vor dem Hintergrund der erstmaligen Konsolidierung
der Geschäftszahlen ab dem 28. Juni 2017 geht der Vorstand der Vita 34 AG für 2017
von einem Umsatz zwischen 18,9 und 19,4 Mio. EUR aus (bisher: 17,4 - 17,9 Mio. EUR)
und einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 1,6 bis 1,9
Mio. EUR (bisher: 2,6 - 2,7 Mio. EUR).
Die neuen Zielvorgaben beinhalten bereits sämtliche im Zusammenhang mit der Transaktion
stehenden Einmaleffekte, die zum größten Teil in den Halbjahreszahlen abgebildet sind.
Im Detail sind dies Transaktionskosten inklusive Kosten der Bezugsrechtskapitalerhöhung
in Höhe von 0,3 Mio. EUR sowie Integrationskosten inklusive Abfindungen und Abstandszahlungen
in Höhe von 1,0 Mio. EUR. Überdies rechnet das Unternehmen mit Kosten aus Managementveränderungen
in Höhe von 0,6 Mio. EUR.
Der Vorstand geht davon aus, die Integration von Seracell im laufenden Geschäftsjahr
vollständig abzuschließen. Der Standort für das Kryotanklager in Rostock mit rund
40.000 Einlagerungen wird bis auf weiteres erhalten bleiben, um mit den zusätzlichen
Lagerkapazitäten auf das zukünftige Wachstum von Vita 34 zu reagieren. Der ehemalige
Verwaltungsstandort von Seracell in Berlin dagegen wird bis Ende September vollständig
geschlossen. Über die Beendigung der zugrundliegenden Mietverträge hat das Unternehmen
bereits Einigung erzielt. Ab 2018 rechnet der Vorstand daher mit keinen weiteren ergebnisbelastenden
Sondereffekten im Zusammenhang mit der Akquisition von Seracell. Den Gesamtjahresausblick
für das kommende Geschäftsjahr 2018 wird die Gesellschaft mit Veröffentlichung der
vorläufigen Geschäftszahlen 2017 im ersten Quartal 2018 veröffentlichen.
Leipzig, August 2017
| Dr. Wolfgang Knirsch | Alexander Starke |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand |
| TEUR | Q2 2017 | Q2 2016 | H1 2017 | H1 2016 |
| Umsatzerlöse | 4.071 | 4.210 | 8.152 | 8.021 |
| Umsatzkosten | - 1.909 | - 2.045 | - 3.541 | - 3.981 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 2.163 | 2.165 | 4.611 | 4.040 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 192 | 427 | 433 | 687 |
| Marketing- und Vertriebskosten | - 1.269 | - 1.311 | - 2.430 | - 2.485 |
| Verwaltungskosten | - 1.482 | - 989 | - 2.554 | - 1.870 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 910 | - 38 | - 920 | - 79 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | - 1.306 | 254 | - 860 | 293 |
| Finanzerträge | 17 | 14 | 34 | 63 |
| Finanzaufwendungen | - 17 | - 41 | - 41 | - 66 |
| Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen | - 57 | 0 | - 59 | 0 |
| Ergebnis vor Steuern | - 1.363 | 227 | - 926 | 290 |
| Ertragsteueraufwand /-ertrag | 41 | - 79 | - 116 | - 142 |
| Periodenergebnis nach Steuern | - 1.322 | 148 | - 1.042 | 148 |
| Zurechnung des Periodenergebnisses an die | ||||
| Eigentümer des Mutterunternehmens | - 1.320 | - 82 | - 1.035 | - 64 |
| Anteile anderer Gesellschafter | - 1 | 230 | - 6 | 212 |
| Ergebnis je Aktie, unverwässert / verwässert (EUR) |
||||
| Unverwässert und verwässert, bezogen auf das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Periodenergebnis |
- 0,44 | 0,03 | - 0,35 | 0,02 |
| TEUR | Q2 2017 | Q2 2016 | H1 2017 | H1 2016 |
| Periodenergebnis | - 1.322 | 148 | - 1.042 | 148 |
| In Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliederndes sonstiges Ergebnis |
- 10 | 5 | - 2 | - 3 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - 1.332 | 153 | - 1.044 | 145 |
| Zurechnung des Gesamtergebnisses nach Steuern an die | ||||
| Eigentümer des Mutterunternehmens | - 1.330 | - 77 | - 1.037 | - 67 |
| Anteile anderer Gesellschafter | - 1 | 230 | - 6 | 212 |
| TEUR | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 18.089 | 13.414 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 22.496 | 11.677 |
| Sachanlagen | 6.643 | 5.027 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 210 | 269 |
| Sonstige Vermögenswerte | 3.584 | 3.591 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.008 | 888 |
| Nicht frei verfügbare Zahlungsmittel | 833 | 814 |
| 52.863 | 35.680 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 615 | 291 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.206 | 3.581 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 1.392 | 1.057 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 5.471 | 2.813 |
| 11.684 | 7.741 | |
| 64.547 | 43.422 |
| TEUR | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 3.329 | 3.027 |
| Kapitalrücklagen | 19.914 | 18.213 |
| Gewinnrücklagen | 1.260 | 2.865 |
| Sonstige Rücklagen | - 122 | - 119 |
| Eigene Anteile | - 337 | - 337 |
| Anteile von Minderheitsgesellschaftern | 89 | 0 |
| 24.133 | 23.648 | |
| Langfristige Schulden und Ertragsabgrenzungen | ||
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 1.906 | 437 |
| Verzinsliche Darlehen | 9.075 | 1.542 |
| Anteile stiller Gesellschafter | 940 | 940 |
| Latente Ertragsteuern | 4.005 | 1.665 |
| Abgegrenzte Zuwendungen | 924 | 957 |
| Abgegrenzte Erlöse | 9.157 | 9.011 |
| 26.007 | 14.552 | |
| Kurzfristige Schulden und Ertragsabgrenzungen | ||
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 1.216 | 1.162 |
| Rückstellungen | 16 | 16 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 10 | 7 |
| Verzinsliche Darlehen | 689 | 601 |
| Abgegrenzte Zuwendungen | 73 | 80 |
| Sonstige Schulden | 10.501 | 1.575 |
| Abgegrenzte Erlöse | 1.902 | 1.782 |
| 14.407 | 5.222 | |
| 64.547 | 43.422 |
| Auf die Eigentümer des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | ||||||
| TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklagen |
Gewinn- rücklagen |
Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
Neubewertungs- rücklagen |
Unterschied aus Währungs- umrechnung |
| Saldo zum 1. Januar 2016 | 3.027 | 18.213 | 2.928 | - 35 | - 122 | 0 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | - 64 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | - 3 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | - 64 | - 3 | 0 | 0 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Saldo zum 30. Juni 2016 | 3.027 | 18.213 | 2.864 | - 38 | - 122 | 0 |
| Saldo zum 1. Januar 2017 | 3.027 | 18.213 | 2.865 | - 10 | - 122 | 13 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | - 1.035 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | - 1 | 0 | - 1 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | - 1.035 | - 1 | 0 | - 1 |
| Kapitalerhöhung durch Bareinlage | 302 | 1.701 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | - 474 | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | - 95 | 0 | 0 | 0 |
| Saldo zum 30. Juni 2017 | 3.329 | 19.914 | 1.260 | - 12 | - 122 | 12 |
| Auf die Eigentümer des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital |
||||
| TEUR | Summe Eigenkapital |
Eigene Anteile zu Anschaffungskosten |
Anteile anderer Gesellschafter |
Gesamt Eigenkapital |
| Saldo zum 1. Januar 2016 | 24.011 | - 337 | 82 | 23.756 |
| Periodenergebnis | - 64 | 0 | 212 | 148 |
| Sonstiges Ergebnis | - 3 | 0 | 0 | - 3 |
| Gesamtergebnis | - 67 | 0 | 212 | 145 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | - 289 | - 289 |
| Saldo zum 30. Juni 2016 | 23.944 | - 337 | 5 | 23.612 |
| Saldo zum 1. Januar 2017 | 23.986 | - 337 | 0 | 23.648 |
| Periodenergebnis | - 1.035 | 0 | - 6 | - 1.042 |
| Sonstiges Ergebnis | - 2 | 0 | 0 | - 2 |
| Gesamtergebnis | - 1.037 | 0 | - 6 | - 1.044 |
| Kapitalerhöhung durch Bareinlage | 2.003 | 0 | 0 | 2.003 |
| Dividendenausschüttungen | - 474 | 0 | 0 | - 474 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | - 95 | 0 | 95 | 0 |
| Saldo zum 30. Juni 2017 | 24.381 | - 337 | 89 | 24.133 |
| TEUR | H1 2017 | H1 2016 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | ||
| Periodenergebnis vor Ertragsteuern | - 926 | 290 |
| Berichtigungen für: | ||
| Abschreibungen | 527 | 565 |
| Andere nicht zahlungswirksame Aufwendungen / Erträge | 17 | - 45 |
| Finanzerträge | - 34 | - 63 |
| Finanzaufwendungen | 32 | 66 |
| Veränderungen des Nettoumlaufvermögens | 518 | - 544 |
| Gezahlte Zinsen | - 32 | - 54 |
| Gezahlte Ertragsteuern | - 232 | - 278 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | - 130 | - 63 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | ||
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | - 1 | - 58 |
| Erwerb von Sachanlagen | - 401 | - 253 |
| Erwerb von Unternehmen, abzüglich übernommener Zahlungsmittel | - 6.175 | 0 |
| Abgang von Unternehmen, abzüglich abgegangener Zahlungsmittel | 0 | - 45 |
| Erwerb von langfristigen Finanzinvestitionen | 0 | - 123 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen | 3 | 0 |
| Erhaltene Zinsen | 34 | 60 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 6.540 | - 419 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Erlöse aus der Ausgabe von Aktien | 2.003 | 0 |
| Veränderungen Darlehen | 7.325 | - 156 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 9.329 | - 156 |
| Nettoveränderungen von Zahlungsmitteln | 2.658 | - 638 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Berichtsperiode | 2.813 | 2.082 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode (Liquide Mittel) |
5.471 | 1.444 |
Das Mutterunternehmen Vita 34 AG (die "Gesellschaft") mit Sitz in Leipzig (Deutschland),
Deutscher Platz 5a, eingetragen im Registergericht des Amtsgerichts Leipzig unter
HRB 20339, ist eine Gesellschaft, deren Unternehmenszweck die Entnahme, Aufarbeitung
und Lagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut, die Entwicklung von zelltherapeutischen
Verfahren sowie die Durchführung von Projekten auf dem Gebiet der Biotechnologie ist.
Ihre Tochterunternehmen (zusammen mit der Gesellschaft als "Konzern" bezeichnet) sind
ebenfalls auf dem Gebiet der Einlagerung von Nabelschnurblut tätig.
Der ungeprüfte verkürzte Konzern-Zwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar
bis 30. Juni 2017 wurde am 29. August 2017 durch den Vorstand zur Veröffentlichung
freigegeben.
Die Erstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses für den Zeitraum vom 1.
Januar bis 30. Juni 2017 erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung".
Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht sämtliche für den Abschluss
des Geschäftsjahres vorgeschriebenen Erläuterungen und Angaben und sollte im Zusammenhang
mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 gelesen werden.
Die bei der Erstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses angewandten Bilanzierung-
und Bewertungsmethoden entsprechen den bei der Erstellung des Konzernabschlusses für
das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2016 angewandten Methoden.
Aus den ab 1. Januar 2017 erstmalig verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen
ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss
der Vita 34 AG.
Im April 2017 hat die Vita 34 AG einen Kaufvertrag über den Erwerb sämtlicher Aktien
an der Seracell Pharma AG ("Seracell") mit Sitz in Rostock, einem Wettbewerber auf
dem Geschäftsfeld der Einlagerung und Lagerung von Nabelschnurblut in Deutschland,
abgeschlossen. Seracell hielt zum Erwerbszeitpunkt sämtliche Anteile an Seracell Stammzelltechnologie
GmbH mit Sitz in Rostock. Beide Gesellschaften werden ab dem 28. Juni 2017 voll konsolidiert.
Die Zahlung des Kaufpreises in Höhe von 14,1 Mio. EUR wurde in zwei Raten vereinbart.
Die Zahlung der ersten Rate in Höhe von 7,5 Mio. EUR erfolgte im Juni 2017. Die Zahlung
der zweiten Rate in Höhe von 6,6 Mio. EUR wurde für den Oktober 2017 vereinbart.
Die Übertragung der Aktien an Seracell wurde in zwei Tranchen vereinbart. Mit Zahlung
der ersten Kaufpreisrate erfolgte die Übertragung von 76,8 Prozent des Grundkapitals
an Vita 34 AG, die verbleibenden Anteile werden mit Zahlung der zweiten Kaufpreisrate
übertragen.
Auf Basis der vorläufigen Kaufpreisallokation ergibt sich aus dem Erwerb der Beteiligung
ein Goodwill in Höhe von 4,7 Mio. EUR.
Die zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung angesetzten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen
Vermögenswerte und Schulden von Seracell sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
| TEUR | Beizulegender Zeitwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung |
| Vermögenswerte | 14.648 |
| Langfristige Vermögenswerte | 12.555 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 11.159 |
| Sachanlagen | 1.396 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.093 |
| Vorräte | 280 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 330 |
| Übrige Vermögenswerte | 158 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.325 |
| Schulden | - 5.233 |
| Langfristige Schulden | - 4.088 |
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | - 1.502 |
| Verzinsliche Darlehen | - 208 |
| Passive latente Steuern | - 2.378 |
| Kurzfristige Schulden | - 1.145 |
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | - 123 |
| Verzinsliche Darlehen | - 88 |
| Übrige Schulden | - 934 |
Die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden anhand
beobachtbarer Marktpreise bestimmt. Konnten keine Marktpreise festgestellt werden,
kamen einkommensorientierte Ansätze oder kostenorientierte Verfahren für die Bewertung
der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zur Anwendung.
Unter den immateriellen Vermögenswerten werden im Wesentlichen Vermögenswerte aus
übernommenen Einlagerungsverträgen, Markenrechte und Kundenbeziehungen ausgewiesen,
die unter Berücksichtigung eines Abzinsungssatzes auf den aktuellen Barwert abdiskontiert
wurden.
Ausgangspunkt für die Ableitung des Diskontierungszinssatzes ist ein risikoloser Zinssatz
unter zusätzlicher Berücksichtigung einer Marktrisikoprämie und eines unternehmensspezifischen
Betafaktors. Zusätzlich wurden laufzeitspezifische und vermögenswertspezifische Zu-
und Abschläge bei der Ableitung des Diskontierungszinssatzes berücksichtigt.
Der erzielbare Betrag aus den übernommenen Lagerverträgen wurde unter Berücksichtigung
einer durchschnittlichen Lagerdauer von 25 Jahren, einer kontinuierlich ansteigenden
Abschmelzrate, auf Basis der bekannten Kostenstrukturen und der für den Prognosezeitraum
geltenden Steuersätzen von Seracell ermittelt.
Die erworbenen Markenrechte wurden nach der Methode der Lizenzpreisanalogie ermittelt.
Die Wertermittlung erfolgte durch Diskontierung der eingesparten jährlichen Lizenzzahlungen,
die durch die Multiplikation einer Lizenzrate mit den der Marke zuzuschreibenden Umsätzen
über eine wirtschaftliche Restnutzungsdauer von 10 Jahren und der für den Prognosezeitraum
geltenden Steuersätzen von Seracell berechnet wurde.
Der Wert der erworbenen Kundenbeziehungen wurde nach der Multi-Period Excess Earnings
Method ermittelt.
Der beizulegende Zeitwert der übernommenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
wurde unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen auf überfällige Forderungen
ermittelt und entspricht näherungsweise dem Buchwert. Der Bruttobetrag der Forderungen
vor Einzelwertberichtigungen beläuft sich auf 346 TEUR.
Unter den langfristigen Schulden aus Lieferungen und Leistungen werden Verpflichtungen
zur Erfüllung abgeschlossener Lagerverträge ausgewiesen, denen in der Zukunft keine
Einzahlungen mehr gegenüberstehen. Der Erfüllungsbetrag wurde unter Berücksichtigung
einer vertragsspezifischen Lager- und Versicherungsdauer von bis zu 25 Jahren und
auf Basis der aktuellen Kostenstrukturen von Seracell ermittelt.
Seracell hat in der Zeit zwischen der Akquisition und dem 30. Juni 2017 mit einem
Nettoverlust in Höhe von 0,9 Mio. EUR beigetragen. Der Verlust resultiert im Wesentlichen
aus der Berücksichtigung von Integrationskosten. Es wurden keine Umsätze für Juni
2017 aus Seracell berücksichtigt. Wäre Seracell seit dem 1. Januar 2017 in den Konzernabschluss
einbezogen worden, hätten die Umsatzerlöse und das Periodenergebnis des Konzerns inklusive
der Integrationskosten bei 11,1 Mio. EUR bzw. - 0,8 Mio. EUR gelegen.
Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung setzen sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
wie folgt zusammen:
| TEUR | 30.06.2017 | 30.06.2016 |
| Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand | 5.471 | 1.444 |
| 5.471 | 1.444 |
Im Rahmen der Kapitalerhöhung vom 16. Juni 2017 hat Vita 34 AG 302.649 Aktien ausgegeben.
Hierfür wurde unter der teilweisen Ausnutzung des genehmigten Kapitals das Grundkapital
der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von 302.649 neuen
Stammaktien gegen Bareinlage erhöht. Die neuen Stammaktien sind ab dem 1. Januar 2017
gewinnbezugsberechtigt. Der Ausgabepreis lag bei 6,62 EUR pro Aktie.
Auf der Hauptversammlung im Juni 2017 wurde eine Dividende von 0,16 EUR je gewinnberechtigter
Aktie beschlossen, die Auszahlung der Dividende erfolgte Anfang Juli 2017.
| 30.06.2017 | 31.12.2016 | |||
| TEUR | Gesamt | Davon kurzfristig |
Gesamt | Davon kurzfristig |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 8.010 | 205 | 685 | 205 |
| Sonstige Finanzschulden | 1.458 | 395 | 1.458 | 395 |
| Verbindlichkeiten aus Mietkaufdarlehen | 296 | 88 | 0 | 0 |
| 9.764 | 688 | 2.143 | 600 | |
Im Juni 2017 erfolgte die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 7.425 TEUR mit einer
Laufzeit von sechs Jahren und einer Verzinsung von ca. 2,3 Prozent zur Finanzierung
der Übernahme von Seracell. Zudem erfolgte die Übernahme von Verbindlichkeiten aus
Mietkaufdarlehen im Zuge des Erwerbes von Seracell.
In der folgenden Tabelle erfolgt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den Hierarchiestufen von beizulegenden
Zeitwerten.
| 30. Juni 2017 | ||||
| TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Aktiva | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 2.262 | 0 | 0 | 2.262 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - langfristig | 0 | 1.008 | 0 | 1.008 |
| 2.262 | 1.008 | 0 | 3.270 | |
| Passiva | ||||
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 1.906 | 0 | 1.906 |
| Verbindlichkeiten aus Darlehen | 0 | 9.075 | 0 | 9.075 |
| Anteile stiller Gesellschafter | 0 | 940 | 0 | 940 |
| 0 | 11.921 | 0 | 11.921 | |
Der beizulegende Zeitwert von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
wird auf der Grundlage von Börsenpreisen auf aktiven Märkten ermittelt. Die Einordnung
erfolgte jeweils in die Stufe 1 der Fair-Value-Hierarchie.
Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten
verbundenen Zahlungen unter Verwendung eines marktüblichen Zinssatzes. Die Einordnung
erfolgte in die Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie.
Die Zeitwerte der in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten langfristigen
Darlehen, Anteilen an stillen Beteiligungen und langfristigen Schulden aus Lieferungen
und Leistungen wurden durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung
von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Die Einordnung erfolgte jeweils in die Stufe
2 der Fair-Value-Hierarchie.
Als nahe stehende Unternehmen und Personen gelten Tochtergesellschaften, die nicht
in den Konzernabschluss einbezogen wurden, assoziierte Unternehmen, Aktionäre mit
maßgeblichen Einfluss und Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens.
Die folgenden Tabellen enthalten wesentliche Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen
und Personen für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2017 bzw. 2016:
| TEUR | Umsätze und Erträge |
Forderungen | Erhaltene Zinsen |
Gewährte Darlehen |
| 30.06.2017 | ||||
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | 55 | 11 | 4 | 442 |
| Assoziierte Unternehmen und Tochterunternehmen von assoziierten Unternehmen | 682 | 807 | 0 | 0 |
| 30.06.2016 | ||||
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | 64 | 18 | 3 | 349 |
| Assoziierte Unternehmen und Tochterunternehmen von assoziierten Unternehmen | 19 | 391 | 0 | 0 |
Nach Abschluss des Berichtszeitraums wurde zwischen 14. und 27. Juli 2017 eine Kapitalerhöhung
aus dem Genehmigten Kapital-2014 gegen Bareinlage durchgeführt. Durch Ausübung der
Bezugsrechte und anschließender Privatplatzierung bei qualifizierten Anlegern wurden
816.810 Neue Aktien zum Preis von 6,10 EUR platziert. Die Kapitalmaßnahme war mehrfach
überzeichnet. Vita 34 erlöste einen Bruttoemissionserlös von knapp 5 Mio. EUR, der
als dritter Baustein für die Finanzierung der Seracell-Übernahme verwendet wird.
Durch die Kapitalmaßnahmen erhöht sich das Grundkapital der Gesellschaft von derzeit
3.329.149,00 EUR um 816.810,00 EUR auf 4.145.959,00 EUR durch Ausgabe von 816.810
neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien, jeweils mit einem rechnerischen Anteil
am Grundkapital der Gesellschaft von 1,00 EUR je Stückaktie und mit voller Dividendenberechtigung
ab dem 1. Januar 2017. Das Bezugsverhältnis wurde auf vier alte zu einer neuen Aktie
(4:1) festgelegt. Bezugsberechtigt waren neben den bestehenden Aktionären die neuen
nicht börsenzugelassenen Aktien aus der am 16. Juni 2017 in das Handelsregister eingetragenen
Barkapitalerhöhung (Privatplatzierung bei MKBV), nicht jedoch durch die Gesellschaft
oder Tochtergesellschaften gehaltene Aktien. Der Eintrag in das Handelsregister beim
Amtsgericht Leipzig erfolgte am 31. Juli 2017.
Darüber hinaus sind nach dem Berichtsstichtag zum 30. Juni 2017 keine weiteren berichtspflichtigen
Ereignisse eingetreten.
Leipzig, den 29. August 2017
Vorstand der Vita 34 AG
| Dr. Wolfgang Knirsch | Alexander Starke |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns für die Berichtsperiode
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung
des Konzerns beschrieben sind.
Leipzig, August 2017
Vorstand der Vita 34 AG
| Dr. Wolfgang Knirsch | Alexander Starke |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand |
Vita 34 AG
Deutscher Platz 5a
04103 Leipzig
Telefon: +49 (0)341 48792-40
Fax: +49 (0)341 48792-39
E-Mail: ir@vita34group.de
Dieser Zwischenbericht wurde am 30. August 2017 in deutscher und englischer Sprache
veröffentlicht und steht auf unserer Internetseite zum Download bereit.
Vita 34 im Internet: www.vita34group.de