Vita 34 AG

Leipzig

Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2019

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

Grundlagen des Konzerns

Durch gezielte Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen will sich Vita 34 von einer Stammzellbank zu einer breiter aufgestellten Zellbank entwickeln, die für aktuelle und zukünftige Therapien oder kosmetische Behandlungen körpereigene Zellen einlagert und für potentielle spätere Behandlungen zugänglich macht. Diese Strategieerweiterung wurde bereits im zusammengefassten Lagebericht 2018 ausführlich dargestellt.

Weitere Informationen zu den Grundlagen des Konzerns können den Seiten 14 bis 19 des Geschäftsberichts 2018 entnommen werden.

Wirtschaftsbericht

ERTRAGSLAGE

1. HALBJAHR 2019

In den ersten sechs Monaten 2019 summierten sich die Umsatzerlöse auf 9.768 TEUR (H1 2018: 10.177 TEUR). Die erwarteten temporär dämpfenden Effekte aus dem Vertriebspartnerwechsel im internationalen Geschäft konnten dabei ein Stück weit durch die Umsatzentwicklung in der DACH-Region kompensiert werden, wo Vita 34 infolge erfolgreich angelaufener Marketingmaßnahmen gegenüber dem 1. Quartal 2019 weiter organisch gewachsen ist. Da sich die Umsatzkosten vor allem aufgrund der in 2018 eingeleiteten Effizienzmaßnahmen überproportional zum Umsatz reduzierten, verbesserte sich das Bruttoergebnis im Berichtszeitraum von 5.744 TEUR auf 6.015 TEUR. Die daraus resultierende Bruttomarge stieg von 56,7 % auf 61,6 %.

Die positiven Effekte aus den Kosteneffizienzmaßnahmen spiegeln sich besonders deutlich im Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wider, das gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 39,7 % von 1.996 TEUR auf 2.789 TEUR stieg. Die EBITDA-Marge erhöhte sich dadurch von 19,6 % auf 28,6 %.

Die Marketing- und Vertriebskosten (- 8,7 %) sowie die Verwaltungskosten (- 7,2 %) konnten infolge der Effizienzmaßnahmen und der konsequenten Kostendisziplin ebenfalls gesenkt werden. Dementsprechend war auch eine leichte Verbesserung der entsprechenden Aufwandsquoten zu verzeichnen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg im 1. Halbjahr 2019 um 70,4 % von 916 TEUR auf 1.560 TEUR, während sich das Periodenergebnis von 544 TEUR nahezu verdoppelte auf 1.048 TEUR. Auf dieser Basis ergibt sich ein Ergebnis je Aktie unter Berücksichtigung der Anteile anderer Gesellschafter von 0,26 EUR (H1 2018: 0,13 EUR).

2. QUARTAL 2019

Im 2. Quartal 2019 erreichte der Umsatz mit 4.983 TEUR bereits nahezu das Niveau der Vorjahresperiode von 5.100 TEUR. Gegenüber dem 1. Quartal 2019 konnte ein Wachstum von 4,1 % erzielt werden.

Aufgrund der positiven Entwicklung in der DACH-Region sowie der ergriffenen Kosteneffizienzmaßnahmen zeigt sich auch in den Monaten April bis Juni 2019 auf allen Ebenen der Gewinn- und Verlustrechnung eine überaus positive Ertragsentwicklung. Dementsprechend verbesserte sich das EBITDA um 61,2 % auf 1.497 TEUR (Q2 2018: 929 TEUR), gleichbedeutend mit einer EBITDA-Marge von 30,0 % (Q2 2018: 18,2 %). Die Marketing- und Vertriebskosten nahmen von 1.390 TEUR auf 1.156 TEUR ab, während die Verwaltungskosten mit 1.201 TEUR auf dem Niveau des Vorjahreswerts von 1.243 TEUR lagen. Das EBIT stieg deutlich von 374 TEUR auf 883 TEUR. Das Periodenergebnis erhöhte sich von 236 TEUR auf 586 TEUR.

FINANZLAGE

Aufgrund der deutlich positiven Ertragsentwicklung verbesserte sich der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit im 1. Halbjahr 2019 von 1.633 TEUR auf 2.359 TEUR. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug - 385 TEUR (H1 2018: - 83 TEUR) und umfasst in erster Linie Investitionen in Sachanlagen von - 407 TEUR. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 1.638 TEUR (H1 2018: - 1.738 TEUR) setzt sich maßgeblich aus planmäßigen Tilgungen (- 891 TEUR) und der Dividendenzahlung (- 656 TEUR) zusammen. Für das Geschäftsjahr 2018 betrug die Dividende erneut 0,16 EUR pro Aktie.

Der Dividendenausschüttung und der planmäßigen Rückführung von Finanzkrediten stand im Berichtszeitraum ein signifikanter operativer Cashflow gegenüber, so dass sich die liquiden Mittel zum 30. Juni 2019 auf 7.296 TEUR (31. Dezember 2018: 6.960 TEUR) erhöhten.

VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme stieg von 59.317 TEUR zum 31. Dezember 2018 auf 60.269 TEUR zum 30. Juni 2019. Auf der Aktivseite der Bilanz nahmen die langfristigen Vermögenswerte inklusive Firmenwert von 47.917 TEUR auf 48.253 TEUR zu. Grund hierfür ist die erstmalige Erfassung von Leasing-Nutzungsrechten gemäß IFRS 16 in Höhe von 1.207 TEUR. Der Geschäfts- oder Firmenwert belief sich zum 30. Juni 2019 unverändert auf 18.323 TEUR.

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich zum Stichtag auf 12.015 TEUR (31. Dezember 2018: 11.401 TEUR). Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus gestiegen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (+336 TEUR) sowie höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+258 TEUR), die sich im Wesentlichen durch Umgliederungen aus dem langfristigen Forderungsbereich erhöht haben. Die Gesamtforderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nahezu konstant.

Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte sich das Eigenkapital aufgrund des Halbjahresergebnisses von 29.546 TEUR auf 30.115 TEUR. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 49,8 % auf 50,0 %.

Die langfristigen Schulden nahmen zum 30. Juni 2019 auf 22.005 TEUR zu (31. Dezember 2018: 21.870 TEUR). Den geringeren verzinslichen Darlehen von 4.548 TEUR (31. Dezember 2018: 5.383 TEUR) stand dabei die erstmalige Erfassung von Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 in Höhe von 665 TEUR gegenüber. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich auf 8.149 TEUR (31. Dezember 2018: 7.901 TEUR), was in Höhe von 545 TEUR ebenfalls auf diesen Effekt zurückzuführen ist.

Chancen- und Risikobericht

Ein ausführlicher Chancen- und Risikobericht ist im Geschäftsbericht 2018 (S. 28 ff) enthalten. Gegenüber den darin dargestellten Chancen und Risiken ergaben sich im Berichtszeitraum keine wesentlichen Veränderungen.

Prognosebericht

Prognosen zur Entwicklung der wirtschaftlichen Situation sind grundsätzlich, besonders aber im gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Umfeld, von hoher Unsicherheit geprägt. Die folgenden zukunftsbezogenen Aussagen zur Geschäftsentwicklung von Vita 34 unterstellen, dass es in Europa zu keiner Rezession kommen wird.

Der Vorstand der Vita 34 AG hält unverändert an seiner Gesamtjahresprognose 2019 fest. Dementsprechend soll der profitable Wachstumstrend fortgesetzt werden und sich in Umsatzerlösen (ohne Akquisitionen) zwischen 21,0 und 23,0 Mio. Euro sowie einem EBITDA zwischen 5,0 und 5,6 Mio. Euro widerspiegeln.

Das Unternehmen wird sich auf Basis der bereits erreichten hohen Profitabilität und Cashflow-Stärke zunehmend auch auf strategische Themen konzentrieren. Hierzu zählt auch die Entwicklung neuer Produkte.

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Sie beruhen auf den gegenwärtigen Informationen, die Vita 34 zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts zur Verfügung standen. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen sind allerdings Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Chancen/Risiken eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den abgegebenen Einschätzungen abweichen. Daher kann Vita 34 keine Gewähr für diese Angaben übernehmen.

Leipzig, 28. August 2019

Vorstand der Vita 34 AG

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Dr. Wolfgang Knirsch Falk Neukirch
Vorstandsvorsitzender Finanzvorstand


VERKÜRZTER KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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TEUR Q2 2019 Q2 2018 H1 2019 H1 2018
Umsatzerlöse 4.983 5.100 9.768 10.177
Umsatzkosten - 1.857 - 2.256 - 3.753 - 4.403
Bruttoergebnis vom Umsatz 3.126 2.844 6.015 5.774
Sonstige betriebliche Erträge 126 246 276 346
Marketing- und Vertriebskosten - 1.156 - 1.390 - 2.438 - 2.668
Verwaltungskosten - 1.201 - 1.243 - 2.273 - 2.448
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 12 - 83 - 20 - 89
Betriebsergebnis (EBIT) 883 374 1.560 916
Finanzerträge 22 24 26 34
Finanzaufwendungen - 53 - 77 - 111 - 141
Ergebnis vor Steuern 852 321 1.475 809
Ertragsteueraufwand/-ertrag - 265 - 85 - 427 - 265
Periodenergebnis nach Steuern 586 236 1.048 544
Zurechnung des Periodenergebnisses auf die




Eigentümer des Mutterunternehmens 586 237 1.050 546

Anteile anderer Gesellschafter 0 - 1 - 2 - 2
Ergebnis je Aktie, unverwässert/verwässert (EUR)



Unverwässert und verwässert, bezogen auf das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Periodenergebnis 0,14 0,06 0,26 0,13


Verkürzte Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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TEUR Q2 2019 Q2 2018 H1 2019 H1 2018
Periodenergebnis 586 236 1.048 544
In Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliederndes sonstiges Ergebnis 0 2 1 - 6
Gesamtergebnis nach Steuern 587 238 1.049 538
Zurechnung des Gesamtergebnisses nach Steuern an die




Eigentümer des Mutterunternehmens 587 239 1.051 541

Anteile anderer Gesellschafter 0 - 1 - 2 - 2


Verkürzte Konzern-Bilanz (Aktiva)

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TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Langfristige Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwert 18.323 18.323
Immaterielle Vermögenswerte 19.254 19.990
Sachanlagen 7.088 6.908
Nutzungsrechte 1.207 0
Sonstige Vermögenswerte 1.192 1.312
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 819 1.088
Nicht frei verfügbare Zahlungsmittel 370 296

48.253 47.917
Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte 368 456
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.002 2.744
Ertragsteuerforderungen 877 845
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 472 395
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.297 6.960

12.015 11.401
Summe Aktiva 60.269 59.317


Verkürzte Konzern-Bilanz (Passiva)

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TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital 4.146 4.146
Kapitalrücklagen 23.913 23.913
Gewinnrücklagen 2.342 1.848
Sonstige Rücklagen - 144 - 145
Eigene Anteile - 261 - 337
Anteile von Minderheitsgesellschaften 119 122

30.115 29.546
Langfristige Schulden

Verzinsliche Darlehen 4.548 5.383
Leasingverbindlichkeiten 665 0
Abgegrenzte Zuwendungen 820 827
Vertragsverbindlichkeiten 11.450 11.355
Latente Ertragsteuern 4.522 4.306

22.005 21.870
Kurzfristige Schulden

Schulden aus Lieferungen und Leistungen 877 1.106
Rückstellungen 143 164
Ertragsteuerverbindlichkeiten 358 294
Verzinsliche Darlehen 2.255 2.305
Leasingverbindlichkeiten 545 0
Abgegrenzte Zuwendungen 46 63
Vertragsverbindlichkeiten 2.790 2.803
Sonstige Schulden 1.135 1.166

8.149 7.901
Summe Passiva 60.269 59.317


Verkürzte Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Auf die Eigentümer des Unternehmens entfallendes Eigenkapital

TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Neubewertungsrücklagen Unterschied aus Währungsumrechnung
Stand zum 1. Januar 2018 4.146 23.913 1.810 - 8 - 122 10
Periodenergebnis 0 0 546 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 - 3 0 - 2
Gesamtergebnis 0 0 546 - 3 0 - 2
Dividendenausschüttungen 0 0 - 653 0 0 0
Stand zum 30. Juni 2018 4.146 23.913 1.703 - 11 - 122 7
Stand zum 1. Januar 2019 4.146 23.913 1.848 - 26 - 122 3
Periodenergebnis 0 0 1.050 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 0 1
Gesamtergebnis 0 0 1.050 0 0 1
Veräußerung eigener Anteile
0 99 0 0 0
Dividendenausschüttungen 0 0 - 656 0 0 0
Stand zum 30. Juni 2019 4.146 23.913 2.342 - 26 - 122 4


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TEUR Summe Eigenkapital Eigene Anteile zu Anschaffungskosten Anteile anderer Gesellschafter Gesamt Eigenkapital
Stand zum 1. Januar 2018 29.749 - 337 117 29.528
Periodenergebnis 546 0 - 2 544
Sonstiges Ergebnis - 6 0 0 - 6
Gesamtergebnis 541 0 - 2 538
Dividendenausschüttungen - 653 0 0 - 653
Stand zum 30. Juni 2018 29.636 - 337 115 29.413
Stand zum 1. Januar 2019 29.762 - 337 122 29.546
Periodenergebnis 1.050 0 - 2 1.048
Sonstiges Ergebnis 1 0 0 1
Gesamtergebnis 1.051 0 - 2 1.049
Veräußerung eigener Anteile 99 77 0 176
Dividendenausschüttungen - 656 0 0 - 656
Stand zum 30. Juni 2019 30.257 - 261 119 30.115


Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung

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TEUR H1 2019 H1 2018
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Periodenergebnis vor Ertragsteuern 1.475 809
Berichtigungen für:


Abschreibungen 1.229 1.081

Andere nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge - 38 - 38

Finanzerträge - 26 - 34

Finanzaufwendungen 93 141
Veränderungen des Nettoumlaufvermögens - 110 11
Gezahlte Zinsen - 85 - 127
Gezahlte Ertragsteuern - 178 - 209
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 2.359 1.633
Cashflow aus Investitionstätigkeit

Erwerb von immateriellen Vermögenswerten - 7 - 14
Erwerb von Sachanlagen - 407 - 452
Erwerb von Unternehmen, abzüglich übernommener Zahlungsmittel 0 - 175
Erwerb von langfristigen Finanzinvestitionen 0 - 17
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen 2 0
Erlöse aus dem Verkauf von Finanzinvestitionen 0 560
Erhaltene Zinsen 26 15
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 385 - 83
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Veräußerung eigener Anteile 176 0
Dividendenausschüttungen - 656 - 653
Auszahlung aus der Tilgung von Finanzkrediten - 891 - 1.084
Auszahlung für Leasingverhältnisse - 267 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 1.638 - 1.738
Nettoveränderungen von Zahlungsmitteln 335 - 187
Zahlungsmittel am Anfang der Berichtsperiode 6.960 4.180
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 7.296 3.993


Anhang zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss

1 INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMEN

Der ungeprüfte verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der Vita 34 AG umfasst die Vita 34 AG und ihre Tochterunternehmen (zusammen als "Vita 34" oder "Konzern" bezeichnet).

Das Mutterunternehmen Vita 34 AG (die "Gesellschaft") mit Sitz in Leipzig (Deutschland), Deutscher Platz 5a, eingetragen im Registergericht des Amtsgerichts Leipzig unter HRB 20339, ist eine Gesellschaft, deren Unternehmenszweck die Entnahme, Aufarbeitung und Lagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und -gewebe, die Entwicklung von zelltherapeutischen Verfahren sowie die Durchführung von Projekten auf dem Gebiet der Biotechnologie sind.

Der Konzern-Zwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2019 wurde am 28. August 2019 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

2.1 GRUNDLAGEN DER ERSTELLUNG DES ABSCHLUSSES

Die Erstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2019 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung".

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht sämtliche für den Abschluss des Geschäftsjahres vorgeschriebenen Erläuterungen und Angaben und sollte im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 gelesen werden.

2.2 ERSTANWENDUNG NEUER STANDARDS

Die bei der Erstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen - mit Ausnahme der ab dem 1. Januar 2019 verpflichtend anzuwendenden Änderungen bzw. Neuregelungen der IFRS - grundsätzlich den bei der Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2018 angewandten Methoden.

Aufgrund der Erstanwendung des IFRS 16 ab dem 1. Januar 2019 haben sich Umstellungseffekte aus der Änderung der Rechnungslegungsmethode ergeben.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

Der Standard wurde im Januar 2016 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. IFRS 16 ersetzt IAS 17 "Leasingverhältnisse" und eine Reihe von leasingbezogenen Interpretationen. Der Standard sieht für Leasingnehmer für die meisten Leasingverhältnisse den verpflichtenden Ansatz des Nutzungsrechts am Leasinggegenstand und einer korrespondierenden Leasingverbindlichkeit vor. Die gemäß IAS 17 bisher erforderliche Klassifizierung nach Finanzierungs-Leasingverhältnissen bzw. Operating-Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer entfällt.

Vita 34 wendet IFRS 16 erstmals auf das zum 1. Januar 2019 beginnende Geschäftsjahr unter Verwendung des modifizierten rückwirkenden Ansatzes an. Von der Erstanwendung sind bei der Vita 34 die bislang als Operating-Leasingverhältnisse klassifizierten Leasingverhältnisse betroffen. Im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 wurden zum 1. Januar 2019 Vermögenswerte für die Nutzungsrechte an Leasinggegenständen in Höhe von 1.260 TEUR sowie Leasingverbindlichkeiten in gleicher Höhe erfasst.

Der Konzern wendet die neuen Vorschriften entsprechend den Anwendungserleichterungen des IFRS 16 nicht auf Leasingverhältnisse an, deren Laufzeit innerhalb von zwölf Monaten nach dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung endet, und auch nicht auf Leasingverhältnisse über Vermögensgegenstände von niedrigem Wert an. In den Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen zum 31. Dezember 2018 wurden mietnahe Verpflichtungen einbezogen. Diese mietnahen Verpflichtungen wurden bei der Bestimmung der Leasingverbindlichkeit nicht berücksichtigt.

Ausgehend von den Operating-Leasingverpflichtungen zum 31. Dezember 2018 ergab sich die Überleitung auf den Eröffnungsbilanzwert der Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 wie folgt:

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TEUR
Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverträgen zum 31. Dezember 2018 2.327
Nicht-Leasingkomponenten -791
Leasingverhältnisse mit Bereitstellung in 2019 - 180
Kurzfristige Leasingverhältnisse - 10
Geringwertige Leasingverhältnisse - 35
Leasingverpflichtungen zum 1. Januar 2019 (undiskontiert) 1.311
Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzins zum 1. Januar 2019 - 51
Leasingverbindlichkeit aus Erstanwendung IFRS 16 zum 1. Januar 2019 1.260


Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz betrug 1,5 %.

Im Berichtszeitraum wurden planmäßige Abschreibungen auf Nutzungsrechte an Leasinggegenständen in Höhe von 261 TEUR vorgenommen.

3 ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung für die fortzuführenden Geschäftsbereiche ausgewiesenen Umsatzerlöse setzen sich nach der Art der erbrachten Dienstleistung wie folgt zusammen:

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TEUR H1 2019 H1 2018
Umsatz Prozessierung/Herstellung 6.666 7.413
Umsatz aus Lagerung 2.551 2.351
Sonstige Umsätze 551 413

9.768 10.177


4 ERTRAGSTEUERN

Der Konzern berechnet den periodischen Ertragsteueraufwand mit dem Steuersatz, der auf das erwartete gesamte Jahresergebnis anzuwenden wäre. Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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TEUR H1 2019 H1 2018
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand - 210 - 257
Latenter Ertragsteueraufwand - 217 - 8

- 427 - 265


Der Anstieg der latenten Ertragsteueraufwendungen resultiert aus der Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen bei Konzernunternehmen.

Behandlung steuerlicher Verlustvorträge

Im Rahmen einer bei der Vita 34 AG durchgeführten steuerlichen Betriebsprüfung, die sich bis zum Veranlagungszeitraum 2009 erstreckte, wurde durch die Finanzbehörde eine von der Vita 34 AG abweichende Auffassung hinsichtlich der steuerlichen Behandlung von Abschreibungen auf Darlehen an verbundene Unternehmen vertreten.

Es erfolgte eine zur Steuererklärung der Vita 34 AG geänderte Festsetzung, die im Ergebnis zu einer Reduzierung des steuerlichen Verlustvortrages in Höhe von 2.553 TEUR zum Stichtag 31. Dezember 2009 führte. Die Vita 34 AG hat gegen diese Festsetzung Klage eingereicht. Im Geschäftsjahr 2017 wurde der Finanzrechtsstreit zu Gunsten der Vita 34 AG entschieden. Durch die Finanzbehörde wurde Revision gegen das Urteil eingelegt. Am 14. August 2019 fand die mündliche Verhandlung beim Bundesfinanzhof statt. Eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs ist frühestens am 29. August 2019 zu erwarten. Unter Berücksichtigung der erfolgten Änderung der höchstrichterlichen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs durch das Urteil I R 73/16 vom 27. Februar 2019 zu § 1 Abs. 1 AStG rechnet das Management damit, dass der Bundesfinanzhof die Klage an das Oberfinanzgericht zur weitergehenden Sachverhaltsaufklärung und -würdigung zurückverweisen wird. Das Management geht auf Basis der aktuellen Rechtsprechung unverändert davon aus, dass die Darlehen an das verbundene Unternehmen zu fremdüblichen Konditionen ausgegeben wurden und dass somit die Abschreibungen auf die Darlehen an verbundene Unternehmen steuerlich zu berücksichtigen sind.

Unter Berücksichtigung dieser Beurteilung sind zum Abschlussstichtag die Steueraufwendungen sowie die angesetzten Steuerforderungen auf zu viel gezahlte Ertragsteuervorauszahlungen ermittelt worden.

5 EIGENKAPITAL

Auf der Hauptversammlung im Juni 2019 wurde eine Dividende von 0,16 EUR je gewinnberechtigter Aktie für das Geschäftsjahr 2018 beschlossen. Die Auszahlung der Dividende erfolgte im Juni 2019.

6 FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind in der folgenden Aufstellung dargestellt. Der Buchwert entspricht dem Zeitwert.

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TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost)


Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.821 3.832

Übrige finanzielle Vermögenswerte 139 176


3.960 4.007
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizuliegenden Zeitwert bewertet werden (FVtOCI)


Wertpapieranlagen 271 345

Sonstige Finanzanlagen 233 233


504 578
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 4.464 4.585
Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost)


Verzinsliche Darlehen 6.802 7.687

Leasingverbindlichkeiten 1.209 0

Schulden aus Lieferungen und Leistungen 877 1.106

Sonstige finanzielle Schulden 17 48


8.905 8.842
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 8.905 8.842


Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, übrige finanzielle Forderungen, Schulden aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Schulden haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.

Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Verwendung eines marktüblichen Zinssatzes. Die Einordnung erfolgte in die Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie.

Der beizulegende Zeitwert der Wertpapieranlagen wird auf der Grundlage von Börsenpreisen auf aktiven Märkten ermittelt. Die Einordnung erfolgte in die Stufe 1 der Fair-Value-Hierarchie.

Die Zeitwerte der in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten langfristigen Darlehen und Leasingverbindlichkeiten wurden durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Die Einordnung erfolgte jeweils in die Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie.

7 ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Als nahe stehende Unternehmen und Personen gelten Tochtergesellschaften, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden, assoziierte Unternehmen (und deren Tochterunternehmen), Aktionäre mit maßgeblichen Einfluss und Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens.

Die folgende Tabelle enthält wesentliche Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2019 bzw. 2018:

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Umsätze und Erträge Forderungen
TEUR H1 2019 H1 2018 30. Juni 2019 31. Dezember 2018
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 39 56 3 11


Der Konzern unterhält mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Dabei verkauft der Konzern Dienstleistungen grundsätzlich zu Marktbedingungen.

8 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Nach dem Berichtsstichtag 30. Juni 2019 sind keine berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.

Leipzig, 28. August 2019

Vorstand der Vita 34 AG

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Dr. Wolfgang Knirsch Falk Neukirch
Vorstandsvorsitzender Finanzvorstand


VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Leipzig, 28. August 2019

Vorstand der Vita 34 AG

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Dr. Wolfgang Knirsch Falk Neukirch
Vorstandsvorsitzender Finanzvorstand