![]() BAUER AktiengesellschaftSchrobenhausenQuartalsfinanzbericht zum 30.09.2015Zwischenbericht zum 30. September 2015KONZERNKENNZAHLEN JANUAR - SEPTEMBER 2015scroll
*
Vorjahreszahlen geändert; siehe S. 8f. und Geschäftsbericht 2014 S. 100 + S. 106 Die hier dargestellte Gesamtkonzernleistung umfasst gegenüber der in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung dargestellten konsolidierten Leistung Leistungsanteile von assoziierten
Unternehmen sowie Leistungen nicht konsolidierter Tochterunternehmen und Arbeitsgemeinschaften. Prozentwerte sind mit nicht gerundeten Ausgangswerten (TEUR) gerechnet. ZusammenfassungDie Gesamtkonzernleistung der BAUER Gruppe liegt zum Ende des dritten Quartals 2015
mit 1.194,9 Mio. EUR um 2,7 % über Vorjahr (1.163,2 Mio. EUR). Das Periodenergebnis
des Konzerns betrug -2,7 Mio. EUR (Vorjahr: -5,0 Mio. EUR). In unserem Geschäft ist
es in normalen Jahren üblich, zum Ende des dritten Quartals ein positives Ergebnis
auszuweisen. Dies konnten wir aufgrund von Belastungen bei einzelnen Tochterfirmen
und aufgrund umfangreicher Restrukturierungen leider nicht erreichen. Die realisierten und unrealisierten Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften
waren mit 33,0 Mio. EUR im Wesentlichen Ursache für den starken Anstieg der sonstigen
Erträge. Demgegenüber stehen entsprechend negative Währungseffekte in Höhe von 38,6
Mio. EUR, die die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ebenfalls sehr deutlich erhöht
haben. Die Beträge sind Folge des Währungsmanagements, das gerade in Zeiten großer
Währungsschwankungen enorm wichtig ist. Im Segment Bau waren wir mit den ersten neun Monaten grundsätzlich zufrieden. Belastet
hat aber das Geschäft in den USA. Im Maschinensegment verzeichneten wir in den ersten
drei Quartalen zufriedenstellende Auftragseingänge. Einige Bestellungen werden jedoch
erst im letzten Quartal ausgeliefert, so dass die Umsatzzahlen etwas unter den Erwartungen,
jedoch über Vorjahr lagen. Im Segment Resources sind die Entwicklungen uneinheitlich.
Positiv sind die Bereiche Umwelt und Wasser, vor allem das Bohrgeschäft verlangt aber
noch weitere Restrukturierungsmaßnahmen. Das Ergebnis lag hier in Summe unter Plan. Insgesamt sehen wir den Trend für unser Unternehmen wieder positiv. Der Auftragsbestand
des Konzerns liegt mit 1.017,6 Mio. EUR um 30,3 % über Vorjahr und damit erstmals
in der Firmengeschichte über der Milliardenmarke. In unserem internationalen Spezialtiefbau
konnten wir im dritten Quartal einen Großauftrag zur Erstellung einer Dichtwand für
die Diamantenmine Diavik in Kanada mit einem Volumen von rund 65 Mio. EUR in Auftrag
nehmen. Nach dem Bilanzstichtag wurden wir zudem in einem Joint Venture mit den Schlitzwandarbeiten
für den Polavaram Damm in Indien für rund 60 Mio. EUR beauftragt. Diese Projekte gewährleisten
für die kommende Zeit eine gute Grundauslastung. Zusätzlich gibt es im Segment Bau
viele kleinere und mittlere Projekte, die gut auf unsere Regionen verteilt sind. Im Maschinensegment erhöhten vor allem die im Dezember eingegangenen Bestellungen
für Tiefbohranlagen den Auftragsbestand im Vorjahresvergleich. Im September konnte
mit Schlumberger, dem weltweit führenden Anbieter von Technologie, integriertem Projektmanagement
und Informationslösungen für Kunden in der Öl- und Gasindustrie, eine nicht-bindende
Absichtserklärung unterzeichnet werden. In dieser wurde vereinbart, ein Joint Venture
zu verhandeln, welches ein gemeinsames Vorgehen bei der Entwicklung und dem Bau von
größeren Tiefbohranlagen für die Bereiche Öl, Gas und Geothermie vorsieht. Beide Unternehmen
gehen davon aus, dass das beabsichtigte Joint Venture bald mehr als hundert Millionen
Euro Umsatz erreichen kann und sich damit große Chancen für die Zukunft eröffnen.
Bei den Spezialtiefbaugeräten hat sich die Auftragslage nicht wesentlich verändert;
die Bestellungen sind weiterhin sehr kurzfristig. Im Segment Resources liegt der Auftragsbestand um 58,9 % über dem Vorjahr. Ende Juli
erhielt der Bereich in Deutschland einen Sanierungsauftrag für die Altablagerung Kesslergrube
in Grenzach-Wyhlen, der mit einem Betrag von über hundert Millionen Euro der bislang
größte Einzelauftrag in der Firmengeschichte der BAUER Gruppe ist. Auch in anderen
Regionen der Welt gibt es für den Bereich Resources interessante Chancen. Für das Geschäftsjahr 2015 gehen wir davon aus, dass wir - wie im Geschäftsbericht
2014 prognostiziert - eine Gesamtkonzernleistung von etwa 1,6 Mrd. EUR und ein EBIT
von etwa 75 Mio. EUR erzielen. Das Ergebnis nach Steuern prognostizieren wir unverändert
mit etwa 18 bis 23 Mio. EUR. Das Ergebnis wird wie im Vorjahr nicht-operative Gewinne
beinhalten, die den negativen Auswirkungen von Restrukturierungsaufwendungen und Belastungen
aus einzelnen Tochterfirmen entgegenstehen. Geschäft und RahmenbedingungenALLGEMEINE WIRTSCHAFTSLAGEDie Welt befindet sich weiter auf einem positiven Wachstumspfad. Die grundlegenden
Aussichten haben sich jedoch in den letzten Monaten weiter eingetrübt. Deutschland
hat dabei noch eine gute Entwicklung. Viele Themen, wie die Flüchtlingskrise, die
Sorgen um die weitere wirtschaftliche Entwicklung Chinas sowie die möglichen Folgen
des Abgasskandals bei Volkswagen trüben auch hier die Aussichten. Bis zur Mitte des Jahres waren Deutschland und Europa hauptsächlich mit der Finanzierung
Griechenlands beschäftigt. Mit großen Anstrengungen wurde dieses Thema zumindest für
einige Zeit gelöst. Heute hat ein neues Thema Europa fest im Griff; die Flüchtlingswelle.
Die Hauptlast des enormen Zustroms tragen nur einige wenige Länder - darunter Deutschland.
Die möglichen Folgen sind vielfältig. Auf der einen Seite ist es wichtig, dass sich
Deutschland verantwortungsbewusst und großzügig um die Asylbewerber kümmert, aber
auf der anderen Seite muss klar hervorgehoben werden, dass auch Deutschlands Aufnahmefähigkeit
begrenzt ist. Das Thema hat politische Sprengkraft und kann die politische Balance
in Deutschland gefährden. Das wäre für alle Beteiligten eine gefährliche Situation. Auf der anderen Seite haben die enormen Mehrausgaben für Baumaßnahmen, Betreuung und
Lebensunterhalt der Asylbewerber die gleiche Wirkung wie ein großes Konjunkturprogramm.
Dabei sollte das Geld nicht für unsinnige Bauten, wie Traglufthallen oder Containerdörfer
ausgegeben werden, sondern sollte möglichst schnell in konventionelle Bauten in Ziegel-,
Holz- oder Modulbauweise investiert werden, die nachhaltig nutzbaren Wohnraum für
die betroffenen Personen schaffen. Dies würde dem Bausektor in Deutschland neuen Aufschwung
verleihen. Ein weiteres großes Thema für die Entwicklung der deutschen Konjunktur ist mit dem
Abgasskandal bei Volkswagen hinzugekommen. Das Unternehmen ist für Deutschland von
derart großer Bedeutung, dass dessen Entwicklung auch die Wirtschaft als Ganzes betrifft.
Allein die geringeren Steuereinnahmen durch den entstandenen Schaden werden Bund,
Länder und Kommunen hart treffen. Der Imageschaden für andere deutsche Produkte ist
noch nicht absehbar. Insgesamt entwickelt sich die Bauwirtschaft in Deutschland sehr positiv. Alle politischen
Gruppierungen und alle staatlichen Stellen haben das gewaltige Baudefizit in Deutschland
erkannt. Neben dem Bau von Flüchtlingsunterkünften soll der Wohnungsbau deutlich angeschoben
werden, da das Defizit an bezahlbarem Wohnraum offensichtlich ist. Im Infrastrukturbereich
werden in den kommenden Jahren umfangreiche zusätzliche Mittel zur Verfügung stehen,
so dass auch hier die großen Defizite, speziell bei Straßen- und Eisenbahnbrücken,
abgebaut werden können. Zusätzlich sollen 15 PPP-Projekte (Public Private Partnership)
in den nächsten Jahren für eine erhebliche Ausweitung der Bauaktivitäten sorgen. Die Politik und die Verwaltung haben aufgrund der steigenden Nachfrage Sorge, dass
die Bauwirtschaft diese nicht befriedigen kann und dass die Preise steigen werden.
Nach vielen Jahren, in denen in Deutschland die Baupreise verfallen sind, muss es
nun aber eine Steigerung der Margen am Bau geben. Dies müssen Verbände und Vertreter
der Bauwirtschaft auch so deutlich sagen. Auch wenn nach Griechenland nun die Flüchtlingskrise die Debatte bestimmt, gibt es
etliche weitere Problemfelder, die auch unser Unternehmen teilweise deutlich beeinflussen:
Der Internationale Währungsfonds erwartet nach neuester Schätzung im Oktober mit 3,1
% ein etwas geringeres Wachstum der Welt als bisher. Es gibt zwar etliche Regionen,
die ein schwächeres Wachstum aufweisen - so die Europäische Union - oder gar einen
deutlichen Rückgang erleben werden, wie etwa Russland. Jedoch können der Ferne Osten,
der Nahe Osten und auch speziell die USA mit ihrem Wachstum diese Entwicklungen überkompensieren. Wächst die Weltwirtschaft, dann wächst der Baumarkt insgesamt stärker, da ohne die
notwendigen Bauinvestitionen Wirtschaftswachstum nicht möglich ist. Der Spezialtiefbau
hat dabei immer ein noch etwas größeres Wachstum, da aufgrund des zunehmenden Platzmangels
vermehrt im Untergrund oder auf sehr beschränkten Flächen gebaut werden muss. Auch
die Urbanisierung, die zunehmende Mobilität von Menschen und Produkten, die Problemfelder
Wasser und Umweltschutz und der Wandel im Energiesektor treiben den Bau weiter voran. In Deutschland gibt es derzeit eine gute Baukonjunktur, auch wenn die Zahlen der Baustatistik
seit Jahresbeginn etwas unterhalb des Vorjahres liegen und damit das hohe Niveau in
Deutschland nicht ganz gehalten werden konnte. Ausgelöst durch die niedrigen Zinsen
ist es derzeit sehr attraktiv, in Wohnungen und Wohngebäude zu investieren. Der Wirtschaftsbau
entwickelt sich durch die gute Konjunktur positiv und der öffentliche Bau profitiert
von erhöhten Anstrengungen im Bereich Infrastruktur. In der Summe sehen wir einen zunehmenden Baumarkt, der durch viele Störungen beeinflusst
wird. Es ist daher eine große Herausforderung, hier immer wieder die nötigen Anpassungen
in der Struktur des Unternehmens zu betreiben, damit unsere Segmente ihre vielfältigen
Chancen für die Zukunft gut nutzen können. Wir bearbeiten derzeit einige größere Projekte auf den Märkten, um die Stabilität
unserer Geschäfte in den kommenden Jahren zu stärken. INTERNATIONALE MÄRKTE IM ÜBERBLICKDeutschlandDer deutsche Baumarkt wird sich in den kommenden Jahren weiter positiv entwickeln.
Der Wohnungsbau wird vor allem durch die niedrigen Zinsen angetrieben. Der öffentliche
Bau profitiert von einem gewaltigen Nachholbedarf im Bereich der Infrastruktur, für
den in den Staatshaushalten nun deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen wird. Der
Wirtschaftsbau profitiert von der weiterhin guten Konjunktur der Industrie. Die mit vielen Hoffnungen erwarteten positiven Auswirkungen der Energiewende in Deutschland
erfüllen sich nach langer Zeit wenigstens teilweise. Für die Stromtrassen vom Norden
in den Süden Deutschlands wurde nun eine grundsätzliche Einigung erreicht, so dass
diese Projekte jetzt in die endgültige Planung gehen können. Große Teile der Trassen
sollen unterirdisch verlegt werden, was der Bauwirtschaft zusätzlich Arbeit geben
wird. Auch sollen in Bayern zusätzliche konventionelle Kraftwerke gebaut werden, um
den Spitzenausgleich beim Strom sicherzustellen. EuropaWesteuropa sehen wir in den kommenden Jahren als verhaltenen Baumarkt. Etliche Länder
sind durch Budgetprobleme in ihren Möglichkeiten erheblich eingeschränkt, um die Infrastruktur
im notwendigen Maße weiterzuentwickeln. Dennoch gibt es auch hier Chancen, unter anderem
in der Schweiz. In Frankreich ist ein neuer Metro-Ring um Paris im Bau, der umfangreiche
Bauleistungen benötigt. Auch andere Großstädte wollen ihre Infrastruktur erweitern.
Die Europäische Union plant derzeit ein großes Konjunkturprogramm für den Ausbau der
Infrastruktur in Europa. Dies hat über die geplanten PPP-Projekte auch Wirkungen in
Deutschland. Im Osten Europas ist nach langen Jahren zumindest wieder ein kleiner Aufschwung festzustellen.
Durch die Russland-Ukraine-Krise sind allerdings diese beiden Länder in ihrer Entwicklung
derzeit stark beeinträchtigt. Die Ukraine ist nahezu nicht mehr in der Lage, eine
Bauwirtschaft aufrechtzuerhalten - es fehlen die finanziellen Mittel. Russland versucht
zwar den Bausektor weiter zu erhalten, aber die finanziellen Ausfälle durch die Sanktionen
und den niedrigen Ölpreis zwingen das Land zu Sparsamkeit. Der Wirtschaftsbau ist
nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Es ist davon auszugehen, dass Russland über
Jahre von den Folgen der Krise beeinflusst sein wird. Der Maschinenvertrieb wird sich
daher nicht schnell wieder erholen. Nahost & ZentralasienDie öl- und gasreichen Länder des Nahen Ostens, wie Abu Dhabi, Saudi-Arabien und Katar,
haben derzeit viele große Bauvorhaben in Planung und Ausführung. In Doha und in Riad
werden U-Bahnen gebaut und in der ganzen Region findet ein intensiver Ausbau der Eisenbahnlinien
statt. Auch in Dubai wird wieder viel gebaut. Jordanien und der Libanon werden von der Situation im Irak und in Syrien mit dem Problem
Islamischer Staat beeinträchtigt, so dass sich die wirtschaftliche Entwicklung dort
verlangsamt hat. In Ägypten gibt es weiterhin viele Konflikte und immer wieder Ausschreitungen.
Dennoch erlebt die Bauwirtschaft in Ägypten derzeit einen erstaunlichen Aufschwung.
Für den Suez-Kanal und für die U-Bahn in Kairo sind weiterhin erhebliche Bauleistungen
notwendig. Unser Tochterunternehmen hat hier interessante Aufträge bekommen und wird
in dieser Marktsituation den Umsatz deutlich erhöhen können. In Libyen ist wegen chaotischer
Verhältnisse weiter ein Arbeiten nicht möglich. Asien-Pazifik, Fernost & AustralienDie Baumärkte im Fernen Osten sind weiter erfreulich stabil. In nahezu allen Ländern
werden große Infrastrukturvorhaben umgesetzt. In Hongkong führen umfangreiche Eisenbahn-
und Straßenbauprojekte zu einer guten Auslastung der Bauwirtschaft. Der geplante Ausbau
des Flughafens treibt die Entwicklung weiter an. Gleiches gilt für Singapur und Malaysia.
In Singapur werden beispielsweise neue U-Bahnlinien und Stadtautobahnen gebaut. Der
Hafen, einer der bedeutendsten und größten in der Welt, wird an eine andere Stelle
versetzt. Auch Volkswirtschaften wie Indonesien oder die Philippinen verzeichnen eine
gute Entwicklung. In Australien hat sich die Wirtschaft etwas verlangsamt. AmerikaDie USA sind in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung wieder zum Zugpferd in der Welt
geworden. Aufgrund der zu geringen Bauaktivitäten der vergangenen Jahrzehnte ist hier
in vielen Infrastrukturbereichen ein sehr großer Nachholbedarf entstanden. In den
kommenden Jahren wird es große Anstrengungen geben, um dieses Defizit aufzuholen.
In der Summe sehen wir eine stabile Situation, die unseren Geschäften im Bau- und
auch im Maschinensegment eine weiterhin gute Entwicklung eröffnet. In Kanada zeigt
sich der Baumarkt ebenfalls positiv. Im mittelamerikanischen Raum gibt es immer wieder
interessante Projekte. AfrikaIn Afrika lohnt es sich, aktiv zu akquirieren, auch wenn das wirtschaftliche Niveau
der Länder insgesamt keinen sehr großen Beitrag zu unserer Gesamtkonzernleistung erlaubt.
Einige Länder haben durch ihre gewaltigen Rohstoffvorkommen mittelfristig eine sehr
gute Chance auf eine Verbesserung ihres Wohlstands. Leider ist der Rohstoffmarkt derzeit
sehr verhalten. Generell hat unser Segment Maschinen ähnliche Chancen wie der Baubereich, da die Nachfrage
nach Geräten von den Baumärkten abhängt. Im Segment Resources konnten wir Ende Juli im Umweltbereich einen sehr großen Auftrag
in Deutschland gewinnen und es gibt weitere interessante Chancen für größere Projekte.
Die Anfragen aus dem Minengeschäft sind weiterhin schwach, da sich die Rohstoffmärkte
kaum erholen. Beim Thema Wasser gibt es weltweit einen zunehmenden Bedarf. GESCHÄFTSVERLAUF DER BAUER GRUPPEIn den ersten neun Monaten des Jahres 2015 hat sich die Gesamtkonzernleistung der
BAUER Gruppe gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,7 % von 1.163,2 Mio.
EUR auf 1.194,9 Mio. EUR erhöht. Die Erhöhung ist auch auf Währungseffekte zurückzuführen,
die die sonstigen Erträge gegenüber Vorjahr erhöht haben. Das Periodenergebnis des
Konzerns betrug -2,7 Mio. EUR (Vorjahr: -5,0 Mio. EUR). Der Auftragsbestand im Konzern stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
um 30,3 % auf einen neuen Höchststand von 1.017,6 Mio. EUR an. Der Zuwachs ist vor
allem auf die Segmente Bau und Resources zurückzuführen. Im Bau konnten zahlreiche
Projekte - darunter auch Großprojekte - gewonnen werden und im Segment Resources stieg
der Auftragsbestand vor allem durch das Großprojekt für den Umweltbereich in Grenzach-Wyhlen
deutlich an. Im Maschinengeschäft liegt der Auftragsbestand durch die im Dezember
2014 beauftragten Tiefbohranlagen über Vorjahr. Insgesamt sind die Auftragslage und die Chancen am Markt eine geeignete Basis für
die weitere Entwicklung unserer Geschäfte. AUFTEILUNG DER GESAMTKONZERNLEISTUNG NACH TEILBEREICHENscroll
Hinweise zur Tabelle:
Entwicklung in unseren GeschäftsfeldernSEGMENT BAUKENNZAHLEN BAUscroll
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Bau lag mit 564,4 Mio. EUR um 4,0 % über Vorjahr.
In nahezu allen Regionen der Welt kann eine Belebung des Geschäfts verzeichnet werden.
Das operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 4,4
Mio. EUR auf 12,4 Mio. EUR. Das Periodenergebnis reduzierte sich leicht von -1,3 Mio.
EUR im Vorjahr auf -1,4 Mio. EUR. Das negative Ergebnis unseres Geschäfts in den USA
verhinderte eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Verzögerungen bei der Abnahme
auf dem Projekt Center Hill Damm führten im laufenden Jahr zu weiteren Belastungen.
Dadurch entstanden Kapazitätsengpässe, die auch das weitere Projektgeschäft der Tochterfirma
sehr negativ beeinflussten und zu Restrukturierungsmaßnahmen führten. Der Auftragsbestand ist in unserem Bausegment auf 584,3 Mio. EUR (Vorjahr: 471,5 Mio.
EUR) um 23,9 % gestiegen. Mit der Erstellung einer Dichtwand für die Mine Diavik im
Norden Kanadas konnte wieder ein Großprojekt hereingenommen werden. Auch bekamen wir
den Zuschlag für etliche mittelgroße Projekte. Der Auftragsbestand verteilt sich gleichmäßig
auf die Regionen in der Welt und ist eine gute Basis für unsere Leistungsziele in
der kommenden Zeit. Zusätzlich zu dieser guten Entwicklung gibt es weiter etliche
größere Projektchancen, an denen wir derzeit arbeiten. Nach Ende der Berichtsperiode
konnte mit den Schlitzwandarbeiten für einen Damm in Indien ein weiteres großes Projekt
gewonnen werden. In Deutschland hat sich das Geschäft unseres Baubereichs weiter gut entwickelt, obwohl
wegen fehlender Großprojekte die Leistung etwas rückläufig war. In Russland fiel die
Leistung dagegen sehr stark. Erfreulich ist, dass wir dort nun wieder an einigen Projekten
arbeiten können. Auch in der Schweiz und in Indonesien haben wir in den letzten Monaten
weniger Projekte bearbeitet, so dass die Leistung dort zurückging. In Österreich,
den USA, in Mittelamerika, Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien,
Katar, Malaysia, Thailand und auf den Philippinen verzeichneten wir in den ersten
neun Monaten eine gute Leistungsentwicklung. Die weitere Markteinschätzung am Bau wurde im Abschnitt "Internationale Märkte im
Überblick" bereits beschrieben. Ausblick zum JahresendeFür das Jahr 2015 erwarten wir, dass die Leistung leicht über dem Vorjahr liegen wird.
EBIT und Ergebnis nach Steuern werden in etwa auf Vorjahreshöhe liegen. SEGMENT MASCHINENKENNZAHLEN MASCHINENscroll
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen reduzierte sich in den ersten neun
Monaten gegenüber Vorjahr leicht um 0,3 % auf 496,6 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse stiegen
dabei um 1,5 % auf 367,3 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) ist gegenüber dem
Vorjahr von 25,6 Mio. EUR auf 24,6 Mio. EUR gefallen. Das Periodenergebnis verringerte
sich von 4,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 4,2 Mio. EUR im laufenden Jahr. Das Ergebnis war von mehreren Einflussfaktoren bestimmt. Zum einen belasteten Restrukturierungsmaßnahmen
bei Tochterfirmen. Auf der anderen Seite konnte ein Sondergewinn durch den Verkauf
von 50 % der Anteile und der Neubewertung der verbliebenen 40 % der Anteile an der
SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH erzielt werden. Operativ wurden im laufenden Jahr
weniger große und komplexe Geräteeinheiten mit höheren Deckungsbeiträgen ausgeliefert
als im Vorjahr. Auch belastete der schwache Markt im Explorationsbereich die Verkäufe
unserer Brunnenbohrgeräte, so dass hier Verluste entstanden sind. Der Auftragsbestand ist im Maschinengeschäft von 137,1 Mio. EUR auf 159,7 Mio. EUR
angestiegen. Die wesentlichen Zuwächse stammen aus unserem Tiefbohrgerätegeschäft
und aus Kleingeräten. Bei den größeren Spezialtiefbaugeräten liegt der Auftragsbestand
etwa auf Höhe des Vorjahres. Der Auftragseingang ist weiter sehr unstetig. In einigen
unserer Märkte gibt es immer wieder neue politische Unruhen, was die Investitionsbereitschaft
unserer Kunden beeinflusst. Trotz der weiterhin außerordentlich schwierigen Marktbedingungen,
speziell aufgrund der Situation mit Russland und der Marktverwerfungen in China, waren
die Auftragseingänge in der Summe zufriedenstellend. Das Geschäft bleibt sehr kurzfristig.
Die Kunden für Baumaschinen im Spezialtiefbau erwarten nach ihrer Bestellung eine
umgehende Lieferung. Die Nachfrage ist dennoch lebhaft, so dass wir von einer weiterhin
stabilen Umsatzentwicklung ausgehen können. Im letzten Quartal erwarten wir noch gute
Auslieferungen an unsere Kunden. Im Maschinengeschäft müssen wir uns seit Jahren besonders anstrengen, um den Unstetigkeiten
der Märkte zu begegnen. Die extremen Entwicklungen auf dem chinesischen Baumaschinenmarkt
und die Lage in Russland sind hier die markantesten Problemfelder. Unsere Strategie
ist es, eine immer perfektere Produktpalette auf modernstem Stand und in höchster
Qualität zu präsentieren. Durch ein dynamisches Entwicklungsteam, das sehr nah an
den Märkten agiert, gelingt uns das sehr gut. Mit neuen Produkten, wie der Tiefbohrtechnik,
haben wir unser Angebot um neue Wachstumsfelder erweitert. Gerade hier sehen wir weitere
Chancen. Für den chinesischen Markt zeichnet sich eine Normalisierung der Verhältnisse
ab. Insgesamt kann unser Geschäft von den wachsenden Märkten in der Welt profitieren.
Mit neuen Produkten, wie der Tiefbohrtechnik, haben wir unser Angebot um neue Wachstumsfelder
erweitert. Das beabsichtigte Joint Venture mit Schlumberger ist für uns eine große
Chance für die Zukunft. Ausblick zum JahresendeFür das Jahr 2015 erwarten wir eine Leistung über Vorjahr. EBIT sowie Ergebnis nach
Steuern werden - auch durch Sondergewinne - über dem Vorjahr liegen. SEGMENT RESOURCESKENNZAHLEN RESOURCESscroll
Im Segment Resources lag die Gesamtkonzernleistung in den ersten drei Quartalen 2015
mit 177,2 Mio. EUR um 10,4 % über Vorjahr (160,6 Mio. EUR). Das operative Ergebnis
(EBIT) betrug -1,2 Mio. EUR (Vorjahr: -1,9 Mio. EUR). Das Periodenergebnis betrug
-7,8 Mio. EUR (Vorjahr: -7,2 Mio. EUR). Resources ist weiter das Segment, das uns derzeit die meisten Anstrengungen abverlangt.
Erfreulich ist die Entwicklung in den Bereichen Umwelt und Wasser. In unseren Unternehmen
für den Vertrieb von Brunnenausbaumaterialien mussten wir nochmals etliche Umstrukturierungen
vornehmen, um die Zukunft wieder positiv gestalten zu können. Dies führte auch zu
großen finanziellen Belastungen. Außerdem haben wir noch große Mühe, ausreichend Aufträge
für tiefere Bohrungen zu erhalten, um die Kapazitäten speziell unserer jordanischen
Tochterfirma entsprechend auszulasten. Auch hier führten Restrukturierungsmaßnahmen
zu erheblichen Kosten. Mit 273,7 Mio. EUR weist das Segment einen ausgezeichneten Auftragsbestand aus, der
58,9 % über Vorjahr liegt. Mit 30,5 Mio. EUR trägt die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH
mit ihrem Bergbaubereich einen guten Teil zum Auftragsbestand bei. Hier sind wir mit
vielen Projekten in Deutschland und bei der Streckenauffahrung für eine Mine in Kasachstan
tätig. Der eingangs beschriebene Großauftrag für den Umweltbereich in Grenzach-Wyhlen
von über hundert Millionen Euro führte im Juli zu einem deutlichen Anstieg des Auftragsbestands
im Segment. Das Segment Resources hat im Konzern die größten Chancen. Unser Angebot trifft genau
die bedeutenden Zukunftsmärkte Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Es gibt hier viele
außergewöhnliche Projekte, die weltweit in der kommenden Zeit zur Vergabe anstehen. Ausblick zum JahresendeFür das Jahr 2015 gehen wir davon aus, dass die Leistung etwa auf Vorjahresniveau
liegen wird. Durch hohe Belastungen aus der Neuausrichtung werden EBIT und Ergebnis
nach Steuern zum Jahresende nochmals zurückgehen. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageDie Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung unseres Konzerns zeigen weiter die
Spuren der Jahre nach der Finanzmarktkrise, die von einer deutlich höheren notwendigen
Finanzierung unseres Geschäfts geprägt waren. Wegen einiger großer Bauprojekte, die
noch nicht endgültig abgerechnet sind, stieg die Vorfinanzierung unserer Leistung
zusätzlich deutlich an. Auch im Gerätegeschäft ist die höhere Vorfinanzierung, die
durch die kurz gewordenen Vorlaufzeiten bei der Auslieferung und die dadurch verursachte
höhere Notwendigkeit für einen Gerätebestand entsteht, weiter klar zu erkennen. Der
Verlust aus 2013 und die durch IFRS nötigen Anpassungen bei den Pensionsrückstellungen
haben die Bilanz speziell bei der Eigenkapitalquote negativ beeinflusst. Diese Veränderungen
werden uns noch weiter begleiten, wobei wir in den kommenden Jahren daran arbeiten
werden, die Eigenkapitalquote wieder zu steigern. Im Spezialtiefbau und auch im dazugehörigen Maschinengeschäft ist es normal, dass
der Finanzierungsbedarf der Geschäfte in den ersten Monaten deutlich zunimmt und erst
gegen Ende des Jahres wieder entsprechend zurückgeht. Dieser Effekt wird zum einen
durch das Zahlungsverhalten unserer Kunden ausgelöst. Zum anderen wirken die Saisonabhängigkeit
des Geschäfts und die Notwendigkeit, zu Jahresbeginn stärker zu produzieren, um dann
im Sommer und Herbst, wenn die Verkäufe ansteigen, liefern zu können. Dies führt unterjährig
zu einem deutlichen Anstieg des Working Capital. Die gleichen Einflüsse wirken am
Jahresende in die entgegengesetzte Richtung. Bei allen folgenden Erläuterungen ist der hohe Währungseffekt im ersten Halbjahr 2015
zu berücksichtigen. Am stärksten wirkt sich die Verringerung des US-Dollarkurses gegenüber
dem Euro aus, der zum Jahresende 2014 bei 1,2166 lag und nun Ende des dritten Quartals
1,1165 betrug. ERTRAGSLAGEDie konsolidierte Leistung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung verringerte
sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 0,1 % auf 1.134,8 Mio. EUR.
Maßgeblich hierfür waren die Bestandsveränderungen, die sich um 43,2 % auf 47,6 Mio.
EUR reduziert haben. Die anderen aktivierten Eigenleistungen, die im Wesentlichen
die für unsere eigenen Bauaktivitäten benötigten Maschinen sowie Entwicklungskosten
betreffen, betrugen in den ersten neun Monaten 11,3 Mio. EUR (Vorjahr: 9,2 Mio. EUR).
Die sonstigen Erträge erhöhten sich um 27,3 Mio. EUR deutlich auf 57,1 Mio. EUR. Hier
sind die realisierten und unrealisierten Währungsgewinne sowie die Gewinne aus Devisentermingeschäften
von im Vorjahr 20,3 Mio. EUR auf 33,0 Mio. EUR angewachsen. Dies ist im Wesentlichen
auf die Währungsveränderungen im ersten Halbjahr zurückzuführen. Zusätzlich wurde
ein Gesamteffekt durch den Verkauf von 50 % der Anteile an der SPANTEC Spann- & Ankertechnik
GmbH in Höhe von 13,1 Mio. EUR erzielt. Die Umsatzerlöse lagen mit 1.018,8 Mio. EUR
um 0,5 % über Vorjahr. Die Kostenpositionen der Gewinn- und Verlustrechnung - Materialaufwand, Personalaufwand,
Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen - entwickelten sich sehr unterschiedlich. Mit 8,5 % ging der Materialaufwand deutlich stärker zurück als die konsolidierte Leistung.
Im Dienstleistungsgeschäft des Baubereichs verändert sich die Kostenverteilung zwischen
den Jahren bedingt durch die Auftragsstruktur oft erheblich. Der Personalaufwand erhöhte
sich um 5,9 %. Dafür sind im Wesentlichen höhere Personalaufwendungen auf unseren
internationalen Baustellen verantwortlich. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind um 6,3 % gestiegen, die nutzungsbedingten
Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte sind um 5,0 % gefallen, da weniger Geräte
als im Vorjahr vermietet waren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten
sich um 19,8 % von 164,6 Mio. EUR auf 197,1 Mio. EUR. Die bereits beschriebenen Währungsverluste
führten hier zu einer Erhöhung um 23,7 Mio. EUR. Sie standen in Zusammenhang mit Kurssicherungsmaßnahmen. Die Finanzaufwendungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Mio. EUR auf
30,4 Mio. EUR. Die Finanzerträge verringerten sich auf 3,3 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9
Mio. EUR). Der Ertragsteueraufwand lag mit 13,3 Mio. EUR um 2,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.
Trotz des in den ersten neun Monaten ausgewiesenen Verlusts fielen durch Konzernunternehmen
mit Gewinnausweis Ertragsteuern an. Wir gehen davon aus, dass sich auf das Jahr bezogen
ein Ertragsteueraufwand von wieder über 30 % ergeben wird. Das Periodenergebnis betrug -2,7 Mio. EUR (Vorjahr: -5,0 Mio. EUR). FINANZLAGEDie Finanzlage entwickelt sich entsprechend unserer Planung. VERMÖGENSLAGEDie Bilanzsumme stieg gegenüber dem Jahresende 2014 um 8,6 % und gegenüber September
des Vorjahres um 0,6 % an. Eine Erhöhung ist in unserem Geschäft unterjährig aus den
bereits beschriebenen Gründen üblich. Unter Vernachlässigung der Währungseffekte hat
sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahresquartal jedoch sogar leicht reduziert.
Die Bilanzsummenentwicklung liegt leicht über dem Anstieg der konsolidierten Leistung.
Unser mittelfristiges Ziel ist eine deutliche Reduzierung der Bilanzsumme im Verhältnis
zur Gesamtkonzernleistung. Zum Jahresende wird die Bilanzsummenerhöhung nach unseren
Hochrechnungen jedoch leicht über der Leistungssteigerung liegen. Die Immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen und Investment Property
sind gegenüber dem Vorjahresende im Wesentlichen aufgrund unseres vorsichtigen Investitionsverhaltens
leicht um 6,1 Mio. EUR zurückgegangen. Die at-Equity bewerteten Anteile sind im Wesentlichen
durch den Verkauf von 50 % der Anteile an der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH und
durch die Neubilanzierung der verbliebenen 40 % der Anteile um 10,0 Mio. EUR angewachsen.
Die aktiven latenten Steuern sind seit Jahresende von 31,0 Mio. EUR auf 29,0 Mio.
EUR gesunken. Hier wirkte sich speziell die Bewertung der Pensionsrückstellungen (-2,5
Mio. EUR) aus. In Summe sind die langfristigen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahreszeitraum
insgesamt um 2,4 % angewachsen. Bei den Vorräten (speziell die Position "Fertige und
unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren") und Forderungen zeigt sich der beschriebene
Währungseffekt sowie der jährlich wiederkehrende saisonale Effekt. Die Vorfinanzierung
unserer Projekte und Läger ist deshalb entsprechend angestiegen. Gegenüber der Vorjahresperiode
sind die Vorräte um 3,5 % zurückgegangen und die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
um 3,4 % angewachsen. Die Zahlungsmittel sind gegenüber Jahresende um 7,2 Mio. EUR
gestiegen. Die kurzfristigen Vermögenswerte sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt
um 0,3 % zurückgegangen. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital gegenüber Vorjahresende um 0,6 Mio. EUR angestiegen.
Die wesentlichen Veränderungen, neben dem Verlust (-2,7 Mio. EUR), sind Währungsveränderungen
(+1,8 Mio. EUR), Effekte aus der Zinssatzänderung bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen
nach Abzug latenter Steuern (+6,5 Mio. EUR), Veränderungen im Konsolidierungskreis
(-2,3 Mio. EUR) und die Dividendenzahlungen (-3,0 Mio. EUR). Die Pensionsrückstellungen
haben sich im Wesentlichen durch einen nun wieder höheren Rechnungszinssatz gegenüber
Jahresende um 6,9 Mio. EUR reduziert. Die saisonüblich notwendigen zusätzlichen Finanzierungen
wurden im Wesentlichen durch eine entsprechende Fremdfinanzierung abgedeckt. Die langfristigen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber den ersten neun Monaten
des Vorjahres um 26,7 Mio. EUR zurückgegangen und gegenüber Jahresende um 28,3 Mio.
angestiegen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber
der gleichen Vorjahresperiode um 10,5 Mio. EUR gestiegen und gegenüber Jahresende
um 94,8 Mio. EUR saisonbedingt angewachsen. Die passiven latenten Steuern haben sich
gegenüber Jahresende um 1,1 Mio. EUR erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten als Bestandteil
der kurzfristigen Schulden lagen 24,4 Mio. EUR über Jahresende. Die effektiven Ertragsteuerverpflichtungen
sind gegenüber Jahresende um 5,6 Mio. EUR angewachsen. Dies ist Folge einer Restrukturierungsmaßnahme
kurz vor dem Quartalsende, durch Verkauf von immateriellen Wirtschaftsgütern ohne
Ergebnisauswirkung innerhalb des Konzerns. ENTWICKLUNG DER AKTIE DER BAUER AGDie Bauer-Aktie verzeichnete in den ersten neun Monaten einen wechselhaften, aber
positiven Verlauf. Vom Eröffnungskurs bei 13,38 EUR kletterte die Aktie in einem sehr
guten Börsenumfeld bis Mitte März auf 18,00 EUR. Das erste Quartal schloss die Aktie
bei 17,91 EUR. Im April gab der Kurs nach und fiel bis zum Ende des Monats auf 15,54
EUR zurück. Nach einer kurzen Erholung auf 17,22 EUR bis Mitte Mai ging der Kurs bis
auf 14,85 EUR Mitte Juni erneut zurück. Mit Wirkung zum 22. Juni schied die Bauer-Aktie
aus dem SDAX aus. Zum Ende des ersten Halbjahres lag die Aktie bei 15,37 EUR. Im Juli
erholte sich der Kurs in einem positiven Börsenumfeld wieder deutlich und beendete
den Monat bei 17,36 EUR. Im August blieb die Aktie zunächst auf dem Niveau von etwa
17 EUR, ehe der Kurs von den einbrechenden Börsenindizes bis auf 14,29 EUR am 24.
August zurückgeworfen wurde. Während der DAX weiter nachgab, konnte sich die Bauer-Aktie
bis Anfang September wieder auf etwa 17 EUR erholen. Im September gelang der Sprung
über die 17 EUR-Marke nicht. Erst im Oktober konnte die Aktie weiter zulegen und schloss
den Monat nach einer deutlich positiven Kursentwicklung bei 19,20 EUR. PERSONALDie Zahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber 30. September 2014 (10.389) im Jahresdurchschnitt
mit 10.679 leicht erhöht. Steigerungen fanden projektbedingt nur in Ländern mit niedrigerem
Lohnniveau - vor allem in Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten - statt.
Insgesamt hat sich die Mitarbeiterzahl im Segment Bau um 411 erhöht. Im Segment Maschinen
ist diese um 27 und im Segment Resources um 101 gefallen. NACHTRAGSBERICHTSeit dem 30. September 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten,
von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der BAUER Gruppe erwarten. CHANCEN UND RISIKENWesentliche Chancen und Risiken wurden in diesem Bericht in den einzelnen Kapiteln
aufgezeigt. Im Übrigen ist eine wesentliche Veränderung der Risiken seit dem Geschäftsbericht
zum 31. Dezember 2014 nicht eingetreten. Wir verweisen insofern auf den zusammengefassten
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014. AUSBLICK AUF DAS JAHRESENDEDie Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Welt haben in den
letzten Monaten weiter deutlich zugenommen. Alle Unternehmen mit internationaler Ausprägung
sind dadurch vermehrt gefordert, diesen Veränderungen zu folgen, den Risiken auszuweichen
und die Chancen wahrzunehmen. Mit viel Mühe haben wir in der vergangenen Zeit versucht
neue Chancen zu generieren. Dies ist uns auch mit einem deutlich angestiegenen Auftragsbestand
in den Segmenten Bau und Resources gelungen. Im Maschinengeschäft beginnt sich das
schwierige Marktumfeld zu bereinigen, speziell die chinesischen Wettbewerber haben
nun begonnen, ihre Überkapazitäten abzubauen. Für uns ist es ein gutes Zeichen, dass
es bei den erheblichen Verwerfungen auf den Märkten gelingt, die Auftragseingänge
im Maschinengeschäft stabil zu halten. Erfreulich ist auch, dass sich mit Schlumberger,
dem weltweit führendem Anbieter für Services im Öl- und Gasbereich, eine dauerhafte
Kooperation anbahnt. Obwohl uns unser Segment Resources aktuell noch die meisten Sorgen
bereitet, zeigen der ausgezeichnete Auftragsbestand und die weiter vorhandenen interessanten
Projektchancen, dass wir mit diesem Segment in der Zukunft zunehmende Chancen haben
werden. Insgesamt sehen wir für unsere Geschäfte einen positiven Trend. Das Jahr 2015 brachte
zwar insgesamt weiter viele Herausforderungen mit sich, dennoch sind wir sehr zuversichtlich,
dass es uns gelingt, wieder eine Aufwärtsentwicklung zu erreichen, die in den Folgejahren
auch beim Ergebnis klar erkennbar werden wird. Insgesamt erwarten wir für das Jahresende 2015:
Wir müssen, wie in den Vorjahren, weiter darauf hinweisen, dass in diesen turbulenten
Zeiten die Prognose der Leistungs- und Ergebnisentwicklung der BAUER Gruppe in nicht
unerheblichem Maße mit Unsicherheiten behaftet ist. Unsere Mitarbeiter und Führungskräfte haben in den vergangenen Monaten viele neue
Chancen entwickelt, die wir in der kommenden Zeit intensiv weiter verfolgen werden.
Die vielen aktuellen Störungen werden uns dabei nicht aus der Ruhe bringen. Konzern-ZwischenabschlussKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERNBILANZAKTIVA
scroll
PASSIVAscroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALSscroll
scroll
KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNGscroll
scroll
Konzernanhang1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNDie BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (im Folgenden BAUER AG genannt) besteht
in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen,
BAUER-Straße, und ist im Handelsregister Ingolstadt (HRB 101375) eingetragen. Die BAUER Gruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden
und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten
Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsfelder
aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde am 9. November 2015 zur Veröffentlichung
freigegeben. Prüferische DurchsichtDer vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht
wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch
einen Abschlussprüfer unterzogen. 2. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSESDie BAUER AG erstellt ihren verkürzten Konzernzwischenabschluss nach den Vorschriften
der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International
Financial Reporting Standards (IFRS), des International Accounting Standards Board
(IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations
Committee (IFRIC). Zur Anwendung kommen ausschließlich die bis zum Abschlussstichtag
von der Kommission übernommenen IASB Standards und Interpretationen, die entsprechend
im Amtsblatt der EU veröffentlicht wurden. Der Zwischenbericht zum 13. November 2015 wurde auf Basis des IAS 34 "Zwischenberichterstattung"
in verkürzter Form erstellt und enthält daher nicht alle Angaben die für einen Konzernjahresabschluss
verpflichtend sind. Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss basiert auf dem Konzernabschluss zum
31. Dezember 2014 und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2014 der BAUER AG gelesen werden. 3. KONSOLIDIERUNGSKREISIn den Konsolidierungskreis werden neben der BAUER AG alle wesentlichen Tochtergesellschaften
einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle
über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem
Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden
Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar
sind, berücksichtigt. In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den Konzernabschluss
der BAUER AG mit einbezogen, obwohl weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten
werden. Dies ist auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen, nach denen ausländische
Investoren nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an inländischen Gesellschaften halten
dürfen. Die BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog. Agency-Konstruktionen, mithilfe
derer wirtschaftlich mehr als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft
gehalten werden und damit zu einer Vollkonsolidierung berechtigen. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen
(Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung oder die Möglichkeit zur Beherrschung
auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an
dem die Beherrschung endet. Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt
die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst (assoziierte
Unternehmen), werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Veränderungen Tochterunternehmen:Segment Bau:Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH hat am 15. September 2015 den Geschäftsbereich Stahlbau
auf die SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH ausgegliedert. Der Geschäftsbereich Stahlbau
war bisher in der Segmentberichterstattung dem Segment Maschinen zugeordnet. Aus dieser
Ausgliederung ergab sich darüber hinaus keine Auswirkung auf den Konzernzwischenabschluss
der BAUER AG. Segment Maschinen:Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2015 wurden 100 % der Anteile an der BAUER
Mexico S.A. de C.V. auf die BAUER Resources GmbH (97,5 %) und die PURE Umwelttechnik
GmbH (2,5 %) übertragen. Diese Gesellschaften sind dem Segment Resources zugeordnet.
Aus der Übertragung ergab sich keine Auswirkung auf den Konzernzwischenabschluss der
BAUER AG. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2015 hat die BAUER Maschinen GmbH die restlichen
10 % der Anteile des Minderheitsgesellschafters der MAT Mischanlagentechnik GmbH erworben
und hält seitdem 100 % an der MAT Mischanlagentechnik GmbH. Darüber hinaus wurde die
MAT Mischanlagentechnik GmbH als übertragender Rechtsträger auf die BAUER Maschinen
GmbH verschmolzen und damit aufgelöst. Der Betrieb in Immenstadt wird als MAT Mischanlagentechnik,
Zweigniederlassung der BAUER Maschinen GmbH fortgeführt. VeräußerungenMit Vertrag vom 9. September 2015 hat die BAUER Maschinen GmbH 50 % der Anteile an
der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH mit Wirkung zum 15. September 2015 an die SPANTEC
Invest GmbH veräußert. Die Auswirkungen der Veräußerung sind im Folgenden dargestellt: a) Erhaltene Gegenleistungscroll
b) Aufgrund Kontrollverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
c) Gesamteffekt aus der anteiligen Veräußerung der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbHscroll
Der Gesamteffekt ist in den sonstigen Erträgen enthalten. d) Nettozahlungsmittelzufluss aus der anteiligen Veräußerung der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbHscroll
Aufgrund der anteiligen Veräußerung der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH wurde die
behaltene at-Equity-Beteiligung zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wurde
aus dem abgezinsten Transaktionspreis für die verkauften Anteile zum Veräußerungszeitpunkt
ermittelt. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 3 der Bemessungshierarchie des IFRS
13. Segment Resources:Am 20. März 2015 wurde die BAUER Resources Australia Pty. Ltd. aufgelöst und damit
entkonsolidiert. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015 wurde die BAUER Resources Maroc S.A.R.L
erstmals in den Konzernabschuss einbezogen. Die Gesellschaft wurde bisher aufgrund
untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert. Im Konsolidierungskreis haben sich seit dem 31. Dezember 2014 sonst keine Änderungen
ergeben. 4. WESENTLICHE ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGENWir verweisen hierzu auf unseren Geschäftsbericht 2014, Seite 105. 5. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie ab dem 1. Januar 2015 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen
denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 mit folgenden Ausnahmen: Die BAUER Gruppe hat zum 30. September 2015 den Abzinsungssatz zur Bewertung der Pensionsrückstellungen
im Inland auf 2,42 % erhöht. (Vorjahr: 2,0 %). Die seit dem 1. Januar 2015 im Rahmen der Verbesserung der International Financial
Reporting Standards 2013 (Annual Improvement Project 2013) in Kraft getretenen Änderungen
an IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40 haben auf den Konzernzwischenabschluss der BAUER
AG keine wesentlichen Auswirkungen. Darüber hinaus ist seit dem 1. Januar 2015 IFRIC 21 anzuwenden. Dieser regelt die
Bilanzierung öffentlicher Abgaben, die nicht unter IAS 12 "Ertragsteuern" fallen.
Diese Interpretation hat ebenfalls keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss
der BAUER AG. 6. ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN6.1 Finanzielle RisikofaktorenIm Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist die BAUER
Gruppe einer Vielzahl von Marktrisiken (Währungsrisiko, Zinsrisiko, Rohstoffrisiko,
Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko) ausgesetzt. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle Angaben und
Informationen zum finanziellen Risikomanagement, daher sollte der Konzernzwischenabschluss
in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 gelesen werden. Seit dem Geschäftsjahresende haben sich keine Änderungen im Umgang mit finanziellen
Risiken ergeben. 6.2 Buchwerte und beizulegende ZeitwerteDie beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den
drei folgenden Stufen beschriebenen Methoden ermittelt:
Die Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind den folgenden
Stufen zuzuordnen: scroll
scroll
scroll
scroll
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres erfolgte zwischen den zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten der Stufen 1 und 2 keine Umgliederung. 6.3 Methoden zu Bestimmung der Zeitwerte der Stufe 2Die Derivate der Stufe 2 umfassen Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte,
Zinsswaps und Cross Currency Swaps. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte
und Cross Currency Swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet
und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise
von Devisenoptionen werden über anerkannte Optionspreismodelle ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der
durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontieren erwarteter künftiger
Cashflows, bestimmt wird. Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten ist auf
Grund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden
Zeitwertes anzunehmen. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen und langfristigen finanziellen Vermögenswerten
sowie sonstigen langfristigen und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen
den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung
der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen
der Konditionen und Erwartungen reflektieren. Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, da ein beizulegender Zeitwert
nicht verlässlich ermittelt werden kann, weil kein aktiver Markt existiert. 6.4 Angaben zum Fair ValueDie Prinzipien und Methoden zur Fair Value-Berechnung sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich
unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den Bewertungsprinzipien und -methoden
können dem Geschäftsbericht 2014 entnommen werden. Die finanziellen Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten, bei denen der Fair Value
von den Buchwerten abweicht, stellen sich wie folgt dar: scroll
Bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten und Finanzverbindlichkeiten entspricht
der Buchwert dem Fair Value. Im Übrigen verweisen wir auf die Seiten 158ff. des Geschäftsberichts 2014. 7. SAISONALITÄTIm Segment Bau findet eine große Zahl unserer Projekte in Gegenden statt, in denen
winterliche Wetterverhältnisse und andere widrige Witterungsverhältnisse die Ergebnisse
auf den Baustellen im ersten und zu Beginn des zweiten Quartals erheblich negativ
beeinflussen. Im Segment Maschinen ist das erste Quartal auch ein schwaches Quartal,
da unsere Kunden Maschinen erst abnehmen, wenn sie diese für ihre Bauleistungen benötigen.
Im Segment Resources führen winterliche Wetterverhältnisse dazu, dass zu Beginn des
Jahres der Absatz an Materialien für Brunnen sehr schwach ist. Da der Großteil der Kosten fix ist, werden im ersten Quartal jeden Jahres nennenswerte
Verluste erzielt. Beginnend mit dem zweiten Quartal werden diese Verluste mit steigenden
Deckungsbeiträgen kompensiert. Der Break-Even wird im Regelfall zum Ende des zweiten
Quartals noch nicht erreicht. Im dritten und vierten Quartal wird der Großteil des
Ergebnisses erzielt. Durch den oben beschriebenen, sich jährlich wiederholenden Geschäftsverlauf,
ist eine Vergleichbarkeit von Leistung, Umsatz und Ergebnis der jeweiligen Quartale
- bei Vernachlässigung von Sondereffekten - mit dem entsprechenden Vergleichszeitraum
gegeben. 8. ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung
an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente der
BAUER Gruppe. Die BAUER Gruppe ist in die Segmente Bau, Maschinen und Resources aufgeteilt, Geschäftsvorfälle
zwischen den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen durchgeführt. Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist als einzige Gesellschaft in allen drei Segmenten
tätig. Das Vermögen, die Schulden sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der SCHACHTBAU
NORDHAUSEN GmbH wurden den entsprechenden Segmenten zugeordnet. BauKerngeschäft des Segments Bau ist der Spezialtiefbau. Für große Infrastrukturmaßnahmen
und Gebäude werden komplette Baugruben und Gründungen auf oft schwierigem Baugrund
erstellt. Um den Kunden auch eine komplette Leistung anbieten zu können, bieten die
Unternehmen der BAUER Gruppe zusätzlich andere Bauleistungen, die oft wesentliche
Spezialtiefbauanteile beinhalten, an. Beispiele dafür sind Brücken, umwelttechnische
Baumaßnahmen, Sanierungsleistungen, sowie Bauen im Bestand. Durch die enge Verzahnung
aller Bautätigkeiten ergibt sich das Segment Bau. MaschinenIm Segment Maschinen werden für die weltweite Vermarktung Baumaschinen für alle Verfahren
des Spezialtiefbaus sowie für Tiefenbohrungen entwickelt und hergestellt. Mit den
Geräten für den Spezialtiefbau können Bohrungen großer und kleiner Durchmesser für
Pfähle, Schlitzwände, Anker, Injektionen und Brunnen hergestellt werden. Mit den Geräten
für Tiefenbohrungen können Bohrungen für den Geothermie-, Öl- und Gasbereich vorgenommen
werden. Des Weiteren werden Geräte für Rammarbeiten und Bodenverbesserungen produziert.
Eine große Auswahl an Zusatzgeräten und Zusatzeinrichtungen ergänzt das Vertriebsprogramm
zu Komplettverfahren für alle Anwendungen im Spezialtiefbau. ResourcesIm Segment Resources sind alle Unternehmen des Konzerns gebündelt, die sich mit Leistungen
zur Sanierung und Gewinnung natürlicher Grundlagen des menschlichen Lebens befassen.
Dies sind die Unternehmen der Umwelttechnik zur Reinigung von Böden und Grundwasser,
die Unternehmen für Aufschlussbohr- und Abbauarbeiten zur Gewinnung von Rohstoffen
in Minen und zum Bohren von Brunnen und Geothermieanlagen. Darüber hinaus gehören
zu diesem Segment Unternehmen, die Materialien zum Ausbau von Bohrungen, speziell
für Brunnen und Geothermie herstellen und vertreiben. Unter Sonstiges sind die zentralen Dienste (Rechnungswesen, Personal, IT etc.) der
BAUER AG für die Konzerngesellschaften sowie andere, nicht den gesondert dargestellten
Segmenten zuordenbare Gesellschaften enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-,
Fort- und Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen übernehmen oder anbieten. Unter Konsolidierung werden hier die intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt.
Diese beinhalten die Bereinigung von Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldern
sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse. Die intrasegmentären Konsolidierungseffekte,
also Effekte innerhalb des Geschäftsfeldes wurden bereits dort bereinigt. Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit DrittenDie konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen
Gesellschaften wider. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Leistungen aller in unserem
Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung
zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus den Leistungen der assoziierten Unternehmen,
unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie der Leistungen nicht konsolidierter Gesellschaften.
Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort
des Kunden zugeordnet. Es bestehen keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als
10 %. Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt und jede Dienstleistung bzw. auf
jede Gruppe vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht
verfügbar. 9. EREIGNISSE NACH DEM 30. SEPTEMBER 2015Ereignisse nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung, von denen ein wesentlicher
Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der BAUER Gruppe zu erwarten
ist, sind nicht eingetreten. 10. WESENTLICHE GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN PERSONENDie Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden
Unternehmen und Personen betreffen im Wesentlichen assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen.
Geschäfte mit diesen Gesellschaften erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Im Berichtszeitraum
wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt. 11. HAFTUNGSVERHÄLTNISSEHaftungsverhältnisse aus Bürgschaften gegenüber Dritten bestehen in Höhe von TEUR
3.240 (31. Dezember 2014: TEUR 5.112). Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für
alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind. Schrobenhausen, den 13. November 2015 Der Vorstand scroll
ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGENDieser Zwischenbericht enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete
Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse
beziehen - beispielsweise Aussagen über die zukünftige finanzielle Ertragsfähigkeit,
über Pläne und Erwartungen in Bezug auf die Geschäftsentwicklung der BAUER Gruppe
sowie über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und andere Faktoren, denen der Konzern
ausgesetzt ist. Die Verwendung von Worten wie "glauben", "erwarten", "vorhersagen",
"beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussichtlich",
"annehmen" und ähnliche Formulierungen deuten auf solche Aussagen hin. Zukunftsgerichtete
Aussagen unterliegen Risiken und zahlreichen Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen
können, dass die tatsächliche Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen
wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in
den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Die Leser werden darauf hingewiesen, dass aufgrund dieser Risiken und Unsicherheiten
kein unangemessenes Vertrauen darin gesetzt werden kann, dass sich diese Aussagen
in der Zukunft als richtig herausstellen. Die BAUER Aktiengesellschaft beabsichtigt
nicht und übernimmt keine Verpflichtung, eine Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten
Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach dem Datum der Veröffentlichung
dieses Zwischenberichts zu berücksichtigen. TERMINE 2016scroll
Weitere Informationen zur BAUER Gruppe finden Sie im Internet unter www.bauer.de. HERAUSGEBERBAUER Aktiengesellschaft Vorstandssekretariat: Sitz der Gesellschaft: ® Eingetragene Marke der Deutsche Börse AG |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||