![]() BAUER AktiengesellschaftSchrobenhausenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Zusammengefasster LageberichtI. UNTERNEHMENSGRUPPEKONZERNSTRUKTURDie BAUER Gruppe ist führender Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Mit seinen über 110 Tochterfirmen verfügt Bauer über ein weltweites Netzwerk auf allen Kontinenten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei zukunftsorientierte Segmente mit hohem Synergiepotential aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources. Das Segment Bau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Im Bereich Spezialbau werden weitere Bauleistungen, wie Ingenieurbau oder Sanierungstechnik, ausgeführt. Im Segment Maschinen ist Bauer als Weltmarktführer der Anbieter für die gesamte Palette an Geräten für den Spezialtiefbau sowie für die Erkundung, Erschließung und Gewinnung natürlicher Ressourcen. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat weitere Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, China, Malaysia, Russland, Italien, Türkei und den USA. Im Segment Resources konzentriert sich Bauer auf hochinnovative Produkte und Services für die Bereiche Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Die BAUER Resources GmbH ist die Holdinggesellschaft des Geschäftsfeldes, unter deren Dach die Tochterunternehmen als Full-Service-Dienstleister mit Fokus auf Umwelttechnik, Wasser und Bodenschätze für Industriekunden agieren. Die BAUER Aktiengesellschaft ist die Holdinggesellschaft der Unternehmensgruppe und an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die BAUER AG erbringt als Dienstleister zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen für die verbundenen Unternehmen. Sie ist insbesondere in den Bereichen Personalverwaltung, Rechnungswesen, Finanzierung, Recht und Steuern, IT, Facility Management sowie Health Safety Environment (HSE) tätig. UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND STEUERUNGSSYSTEMDie Hauptaufgabe des Vorstands der BAUER AG ist die strategische Führung einer weltweit tätigen Unternehmensgruppe. Im Rahmen zentraler Strategien, Ziele und Regelungen entwickeln die Hauptfirmen der drei Segmente - die BAUER Spezialtiefbau GmbH, die BAUER Maschinen GmbH und die BAUER Resources GmbH - jeweils eigene Detailstrategien, die in die strategische Unternehmensplanung integriert und auf der Ebene der Holding zusammengeführt werden. Die Entwicklung und Implementierung einer selbststeuernden Organisationsstruktur mit dezentralen Einheiten ist das primäre Steuerungsmerkmal in der BAUER Gruppe. Die Geschäftsführer und die Geschäftsleitung der jeweiligen Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind eigenverantwortlich und weitgehend unabhängig im Rahmen der Unternehmensstrategie für die Entwicklung ihrer Bereiche zuständig. Begrenzt wird das eigenverantwortliche Handeln der einzelnen operativen Unternehmensbereiche durch Rahmenleitlinien und Regelungen, die vom Konzern und den einzelnen Gesellschaften festgelegt worden sind. Die Grundsätze zum regelkonformen Verhalten, einschließlich unserer ethischen und moralischen Standards, werden unter anderem in einem Ethikmanagement und Werteprogramm für die Unternehmen der BAUER Gruppe definiert und von Unternehmensleitlinien sowie Führungsgrundsätzen für unsere Mitarbeiter flankiert. Die selbstverwaltende Struktur ist an ein zentrales Risikomanagement- und Kontrollsystem und an eine zentrale Konzernrechnungslegung gekoppelt. Im Rahmen der Internen Revision wird die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien in der Unternehmensgruppe überprüft. Zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und anderen Themen der Unternehmensführung wird in der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 64 bis 67 des Geschäftsberichts Stellung genommen, welcher im Internet unter http://www.bauer.de/ in der Rubrik Investor Relations -Berichte & Abschlüsse veröffentlicht wird. <<< Das Klärwerk Gut Großlappen am Nordrand von München wird auf den modernsten Stand der Technik gebracht. Für die Verbindungsleitungen von den Klärbecken zur biologischen Klärstufe stellte Bauer sechs Einzelbaugruben mit einer Umschließung von insgesamt rund 12.500 m2 statischer Mixed-in-Place-Dichtwand her. Finanzielle LeistungsindikatorenAls wesentlicher und bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator zur Steuerung des Konzerns wird die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung verwendet. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Leistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus den Leistungen der assoziierten Unternehmen, unserem Leistungsanteil an Arbeitsgemeinschaften sowie den Leistungen nicht konsolidierter Gesellschaften. Die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung sowie der jeweilige Anteil der Segmente an der Gesamtkonzernleistung werden im Wirtschaftsbericht dargestellt. Neben der Gesamtkonzernleistung werden das operative Ergebnis (EBIT) und das Periodenergebnis als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren zur internen Steuerung herangezogen. Über die Entwicklung von EBIT und Periodenergebnis des Konzerns und der einzelnen Segmente finden sich Angaben im Wirtschaftsbericht. Im Rahmen der Führung der Unternehmensgruppe werden viele weitere finanzielle Kennzahlen erhoben und einbezogen, die bei der internen Steuerung hinsichtlich der mittel- und langfristigen Weiterentwicklung des Konzerns jeweils einzeln von vergleichsweise untergeordneter Bedeutung sind. Dies umfasst vor allem Kennzahlen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie daraus abgeleitete Kapitalstruktur-, Rentabilitäts- und Liquiditätskennzahlen. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenIm Rahmen eines umfassenden Berichtswesens werden für den Konzern auch viele nicht finanzielle Kennzahlen ermittelt, die jedoch einzeln für die interne Steuerung und darüber hinaus keine wesentliche Bedeutung haben. Die Berichterstattung über die Entwicklung dieser Kennzahlen im Kapitel Nachhaltigkeit dient vorwiegend der Vermittlung eines umfassenden Eindrucks über die Tätigkeiten der BAUER Gruppe. Die einbezogenen Kennzahlen stammen unter anderem aus dem Bereich des Personalwesens, wie die Anzahl der Mitarbeiter. Weiterhin werden Fort- und Weiterbildungskennzahlen sowie Kennzahlen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung berichtet. <<< Unser Kunde Botte Fondations führte für die Baugrube einer Pariser Tiefgarage die Schlitzwandarbeiten aus. Zum Einsatz kam ein MC 64 Seilbagger mit einer Schlitzwandfräse MBC 30. II. WIRTSCHAFTSBERICHTGESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGEs gab kaum ein Jahr, in dem es derart viele Krisen und Problemfelder in der Welt gab, wie 2015. Trotz zahlreicher Errungenschaften der Gesellschaft in der Kommunikation und Mobilität, die eigentlich die Völker zusammenbringen müssten, hat sich die Welt nicht positiv weiterentwickelt -im Gegenteil. Alle Veränderungen wirken sich auch auf die wirtschaftliche Entwicklung aus, die mit immer mehr negativen Erscheinungen belastet wird. Dagegen stehen auch viele positive Impulse aus der Globalisierung. In Summe können so die eigentlich möglichen Erwartungen jedoch nicht eintreten. Noch vor kurzer Zeit erwarteten alle großen Forschungsinstitute Wachstumsraten zwischen 3,5 und 4 %. Die Prognosen wurden nun kontinuierlich in Richtung 3 % korrigiert - Tendenz weiter fallend. Ein Wachstum von gut 3 % ist für die Bauwirtschaft aber weiterhin eine gute Basis für ihr internationales Geschäft, da die Weltwirtschaft nur wachsen kann, wenn durch Bauen die nötigen Voraussetzungen bei Gebäuden und in der Infrastruktur geschaffen werden. Für Unternehmen im Bereich des Spezialtiefbaus ergeben sich noch bessere Wachstumserwartungen, da das Bauen in immer engeren urbanen Räumen stattfindet. Dies erfordert Gebäude, die immer höher werden, was umfangreiche Gründungsarbeiten voraussetzt. Auch der ruhende und fließende Verkehr muss immer stärker in den Untergrund gebracht werden, was ebenfalls zu Wachstum des Spezialtiefbaus führt. Viele Gebäude und Infrastrukturmaßnahmen werden zudem nicht mehr neu gebaut, sondern umgebaut oder erweitert. Die nötigen Vorbereitungsarbeiten im Baugrund nehmen hier in erheblichem Maße zu, da ungewöhnliche Bauformen zu schaffen sind und die Arbeiten in sehr beengten Verhältnissen stattfinden müssen. Grundsätzlich kann deshalb von einer guten Entwicklung ausgegangen werden, die durch die negativen Ereignisse in der Welt lediglich gebremst wird. Die derzeitige Entwicklung ist eine Mischung aus positiven und negativen Einflüssen. Positiv wirkt weiterhin der enorme Nachholbedarf an Infrastrukturleistungen in der Welt, der in den Entwicklungsländern genauso vorhanden ist wie in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industriestaaten. In weit mehr als der Hälfte der Länder der Welt hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein gewaltiger Nachholprozess begonnen. Die Rahmenbedingungen dafür sind sehr gut, da die neuen Möglichkeiten der Kommunikation und Mobilität den Marktteilnehmern diese Aufholjagd zu immer geringeren Kosten ermöglichen. Daher kann für die nächsten Jahre grundsätzlich von einem guten Wachstum ausgegangen werden. Diesem an sich grundlegend positiven Ausblick stehen die negativen Einflüsse der politischen, wirtschaftlichen und kriegerischen Wirren gegenüber:
Betrachtet man die Summe der positiven und negativen Einflüsse, so kann niemand prognostizieren, wie die Gesamtwirkung aussehen wird. Von einem soliden Wachstum der Weltwirtschaft kann man aber weiter ausgehen. Für unser Unternehmen bedeutet das, dass wir mit größtmöglicher Flexibilität auf die Veränderungen reagieren und die Chancen ergreifen müssen. Durch unsere weltweite Präsenz ist dies gut möglich. UNSERE MÄRKTE IM ÜBERBLICKDie Baumärkte sind weiter gut wachsende Märkte: In den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industrieländern gibt es gerade in der Bauwirtschaft einen enormen Nachholbedarf. Die immer stärkere Urbanisierung und der wachsende Bedarf an Infrastruktur führen dabei zu immer größeren Bauvorhaben, die der Bauwirtschaft viele interessante Projektchancen bieten. In den etablierten Volkswirtschaften wurde über viele Jahre hinweg deutlich zu wenig gebaut. Heute stellt man fest, dass auch Bauwerke immer wieder an die Bedürfnisse der Menschen und der Wirtschaft angepasst werden müssen. Das gilt nicht nur für die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch für Wohnanlagen, öffentliche Gebäude, Dämme oder Hochwasserschutzmaßnahmen. Baustatistik Deutschland - Veränderung 2015/2014scroll
Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie Die Unternehmen der BAUER Gruppe können die allgemeine Entwicklung an ihrem sehr guten Auftragsbestand ablesen, der sich gleichmäßig über alle Regionen der Welt verteilt. Der Absatz an Baumaschinen hängt unmittelbar mit der Situation auf den Baumärkten zusammen; somit ist auch hier in den kommenden Jahren mit guten Verkaufschancen zu rechnen. Neben den allgemeinen Trends zeigen sich die aktuellen Entwicklungen und Perspektiven auf den Baumärkten in den einzelnen Regionen der Welt sehr unterschiedlich: DeutschlandDer deutsche Baumarkt wird sich in den kommenden Jahren weiter positiv entwickeln. Der Wohnungsbau wird vor allem durch die niedrigen Zinsen, aber auch durch staatliche Förderungen angetrieben. Der öffentliche Bau profitiert von einem gewaltigen Nachholbedarf im Bereich der Infrastruktur, für den in den Staatshaushalten nun deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen wird. Beim Wirtschaftsbau wird die Entwicklung von den Zukunftsaussichten der Industrie abhängen. Gerade Deutschland hat erkannt, dass wieder vermehrt gebaut werden muss. Die deutsche Bundesregierung hat deshalb für die kommenden Jahre das Baubudget erheblich ausgeweitet, was zu einer Erhöhung der Bauleistung beitragen wird. Diese Situation wird durch den mit dem Flüchtlingszustrom ausgelösten Bedarf noch verstärkt. Auch hier reagiert der Staat durch die Freigabe erheblicher zusätzlicher Mittel. EuropaIn Westeuropa werden die Baumärkte in den kommenden Jahren weiterhin relativ verhalten sein. Dies liegt im Wesentlichen an den immer noch niedrigen Investitionsbudgets der Staaten. In einzelnen Ländern gibt es jedoch große Infrastrukturvorhaben, so in der Schweiz oder in Frankreich mit dem Metro-Ring in Paris. Auch andere Großstädte planen einen Ausbau ihrer Infrastruktur. Im Osten Europas waren die Märkte in den kleineren Staaten mit der Finanzmarktkrise weitgehend zusammengebrochen. Auf sehr niedrigem Niveau ist nun ein kleiner Aufschwung festzustellen. Durch die Russland-Ukraine-Krise sind diese beiden Länder in ihrer Entwicklung weiter erheblich beeinträchtigt. Die Ukraine ist kaum mehr in der Lage, eine Bauwirtschaft aufrechtzuerhalten - es fehlen die finanziellen Mittel. Russland versucht zwar den Bausektor weiter zu finanzieren, aber die finanziellen Ausfälle durch die Sanktionen und den niedrigen Ölpreis zwingen das Land zu äußerster Sparsamkeit. Der Wirtschaftsbau ist nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Es ist davon auszugehen, dass Russland über Jahre an den Folgen der Krise zu tragen hat. Der Maschinenvertrieb wird daher ebenfalls auf niedrigem Niveau verbleiben. Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung![]() Nahost & ZentralasienIn den öl- und gasreichen Ländern des Nahen Ostens, wie Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wird derzeit noch sehr intensiv gebaut. Neue U-Bahnlinien, Eisenbahnstrecken, Stadien und weitere Großbauvorhaben sind in vollem Gang. Sollte der Ölpreis jedoch noch länger auf niedrigem Niveau verbleiben, werden die Investitionen zurückgehen und Sparmaßnahmen notwendig werden, was auch die Bauwirtschaft treffen würde. Auf diese Situation müssen sich die Baufirmen einstellen. Weiterhin sehr problematisch ist die Lage im Irak und in Syrien. Die militärischen Auseinandersetzungen mit dem Islamischen Staat haben die Wirtschaftsentwicklung und speziell den Bau fast vollständig zum Erliegen gebracht. Auch die Nachbarstaaten, wie Jordanien und Libanon, werden von der Situation beeinträchtigt, so dass sich die wirtschaftliche Entwicklung dort deutlich verlangsamt hat. In Libyen war das letzte Jahr vom Bürgerkrieg geprägt. Zuletzt einigten sich die Konfliktparteien auf eine gemeinsame Regierung, was zumindest etwas Hoffnung auf Stabilität mit sich bringt. In Ägypten hat sich die Regierung mit einem starken Militär im Rücken fest etabliert. Im Land herrscht ein regelrechter Bauboom, der die Wirtschaft ankurbelt. Die Erweiterung des Suez-Kanals wurde in Rekordzeit realisiert und führt zu vielen weiteren Bauprojekten, da Tunnel und Häfen im Umfeld gebaut werden müssen. In Kairo wird neben vielen anderen Baumaßnahmen die U-Bahn erweitert. Es ist noch nicht absehbar, ob die Entwicklung nachhaltig ist. Asien-Pazifik, Fernost & AustralienDie Baumärkte im Fernen Osten sind weiter erfreulich stabil. In nahezu allen Ländern werden große Infrastrukturvorhaben umgesetzt. In Hongkong führen umfangreiche Eisenbahn- und Straßenbauprojekte zu einer guten Auslastung der Bauwirtschaft. Die Erweiterung des Flughafens steht an und lässt uns in den kommenden Jahren auf neue Großprojekte hoffen. Gleiches gilt für Singapur und Malaysia. In Singapur werden beispielsweise neue U-Bahnlinien und Stadtautobahnen gebaut. Der Hafen, einer der bedeutendsten und größten in der Welt, wird an eine andere Stelle verlegt. Auch Volkswirtschaften wie Indonesien oder die Philippinen verzeichnen eine gute Entwicklung. In Australien läuft die Wirtschaft dagegen nicht mehr ganz so positiv. Hier hat sich die Bauleistung etwas verlangsamt. AmerikaDie USA sind in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung wieder zum Zugpferd in der Welt geworden. Aufgrund der zu geringen Bauaktivitäten der vergangenen Jahrzehnte ist hier in vielen Infrastrukturbereichen ein sehr großer Nachholbedarf entstanden. In den kommenden Jahren erwarten wir große Anstrengungen, um dieses Defizit aufzuholen, was als positiven Nebeneffekt eine weitere Ankurbelung der Konjunktur mit sich bringen wird. In Summe sehen wir eine stabile Situation, die unseren Geschäften im Bau- und auch im Maschinensegment eine weiterhin gute Entwicklung eröffnet. In Kanada zeigt sich der Baumarkt ebenfalls solide. Im mittelamerikanischen Raum gibt es immer wieder interessante Projekte. AfrikaIn Afrika lohnt es sich, aktiv zu akquirieren, auch wenn das wirtschaftliche Niveau dieser Länder insgesamt keinen sehr großen Beitrag zu unserer Gesamtkonzernleistung erlaubt. Einige Länder haben durch ihre gewaltigen Rohstoffvorkommen eine sehr gute Chance auf eine Verbesserung ihres Wohlstands. Durch die aktuellen Probleme in der Welt sind wichtige Zukunftsthemen wie Umwelt, Demographie und Energie in den Hintergrund gerückt. Diese Themenfelder werden aber mit zunehmender Stabilisierung wieder an Bedeutung gewinnen und dann den Baubedarf entsprechend anregen. Auch für uns ergeben sich durch diese Aufgaben vielfältige neue Chancen. Seit einigen Jahren widmen wir uns den Themen Umwelt, Wasser und Bodenschätze mit unserem Geschäftssegment Resources in besonderem Maße. In einigen Ländern der Welt haben wir bereits erfolgreiche Projekte abgewickelt und gehen davon aus, dass die Nachfrage nach diesen Leistungen noch deutlich ansteigen wird. GESCHÄFTSVERLAUFDie BAUER Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2015 eine Gesamtkonzernleistung von 1.656 Mio. EUR, die um 6,2 % über dem Vorjahreswert von 1.560 Mio. EUR lag. Die Leistungssteigerung beinhaltet Leistungen aus der Veräußerung und Neubewertung von Geschäften in Höhe von 77,8 Mio. EUR. Rechnet man diese und gleichartige Effekte im Vorjahr (36,5 Mio. EUR) heraus, beträgt die Steigerung 3,6 %. Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 90,7 Mio. EUR (Vorjahr: 76,4 Mio. EUR). Das Periodenergebnis betrug 29,0 Mio. EUR (Vorjahr: 15,7 Mio. EUR). Die BAUER Gruppe war im Jahr 2015 von einigen Problemen mit großer finanzieller Wirkung und von schwierigen Märkten beeinflusst. Andererseits haben wir auch schöne Erfolge erzielt. In Summe konnten das Ergebnis nach Steuern sowie das EBIT im Wesentlichen durch nicht-operative Gewinne erzielt werden. Erfreulich ist, dass mit den Sonderergebnissen die Prognose deutlich übertroffen werden konnte. Unter Vernachlässigung dieser Sonderergebnisse wäre die mit dem Geschäftsbericht 2014 gegebene Ergebnisprognose nicht erreicht worden. Wir hatten eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,6 Mrd. EUR, ein Ergebnis nach Steuern von etwa 18 bis 23 Mio. EUR und ein EBIT in Höhe von etwa 75 Mio. EUR prognostiziert. Einen negativen Einfluss auf unsere Geschäfte hatten wir im Wesentlichen durch unsere Bautochter in Amerika und durch zahlreiche Umstrukturierungsmaßnahmen, die vor allem das Segment Resources, aber auch das Segment Maschinen sowie die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH betrafen. Des Weiteren konnten wir aufgrund der darniederliegenden Rohstoffmärkte und des niedrigen Ölpreises unsere Bohranlagen in Afrika und bei unserer Tochterfirma in Jordanien kaum auslasten. In Summe führten diese Einflüsse zu erheblichen finanziellen Aufwendungen. Auf der anderen Seite konnten wir mit dem vereinbarten Joint Venture mit Schlumberger, dem weltweit führenden Anbieter von Technologie, integriertem Projektmanagement und Informationslösungen für Kunden in der Öl- und Gasindustrie, einen großen Schritt für unsere Aktivitäten im Bereich Tiefbohranlagen vollziehen. Durch dieses Joint Venture sowie durch den Anteilsverkauf an einer Tochterfirma im Maschinenbereich konnten wir das prognostizierte Jahresergebnis sicherstellen. Die positiven Sonderergebnisse ermöglichten im Konzern darüber hinaus auch Restrukturierungsaufwendungen bei verlustbringenden Tochterfirmen. Äußerst positiv entwickelte sich auch der Auftragsbestand des Konzerns, der bis Ende 2015 auf 995,6 Mio. EUR anwuchs und damit 30,5 % über dem Vorjahreswert von 762,7 Mio. EUR lag. Neben dem Bausegment, das einige Großprojekte akquirieren konnte, wuchs der Auftragsbestand durch den bislang größten Auftrag des Konzerns, den das Segment Resources mit einem Projekt in Deutschland gewinnen konnte. GesamtaussageDie zahlreichen positiven und negativen Sondereinflüsse erschweren natürlich die Betrachtung des operativen Geschäfts erheblich. Gerade in den Segmenten haben sich die Kennzahlen sehr stark verändert. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass das operative Geschäft unter Vernachlässigung der von der Gesellschaft identifizierten Sondereffekte im positiven Bereich gelegen hat. Somit hat der Konzern auch für die Zukunft insgesamt eine gute Perspektive. Wir können mit den Ergebnissen des Jahres 2015 dennoch nicht zufrieden sein. Nur mit den Sondergewinnen konnten wir ein gutes positives Ergebnis erwirtschaften. Die Geschäftsentwicklung sehen wir weiter positiv, denn auch in einem schwierigen Umfeld ist es uns wieder gelungen, die Gesamtkonzernleistung zu steigern. Das Geschäftsjahr 2016 wird darauf aufbauen können. Entwicklung der Gesamtkonzernleistung nach Segmenten![]() SEGMENT BAUscroll
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Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf
S. 106 Allgemeine RahmenbedingungenInsgesamt entwickelten sich die Baumärkte in der Welt auch im Jahr 2015 positiv, so dass ein gutes Wachstum zu verzeichnen war. Der enorme Bedarf an Infrastruktur wie Straßen, Brücken, Dämmen oder Energieversorgung, sowie die zunehmende Urbanisierung schieben dieses Wachstum weiter an. Da in immer komplexeren und schwierigeren Verhältnissen gebaut werden muss, werden auch vermehrt Spezialtiefbau-leistungen benötigt, so dass wir hier in einem zukunftsträchtigen Markt aktiv sind. Die positive Entwicklung im vergangenen Jahr war geprägt von den Baumärkten im Nahen und Fernen Osten sowie in den USA und Deutschland. In Europa zeigten sich die Märkte sehr unterschiedlich. In Russland, geprägt durch die Sanktionen, wurden die Bauaktivitäten deutlich zurückgefahren. In Summe können wir jedoch auf eine gute Entwicklung der Märkte im Jahr 2015 zurückblicken. Wesentliche EreignisseDas Segment Bau erzielte im Geschäftsjahr 2015 eine Gesamtkonzernleistung von 742,9 Mio. EUR, die mit 2,4 % über der des Vorjahres von 725,6 Mio. EUR lag. Das operative Ergebnis (EBIT) ging von 26,0 Mio. EUR im Vorjahr um 46,5 % auf 13,9 Mio. EUR zurück. Das Periodenergebnis war mit -7,3 Mio. EUR negativ - im Vorjahr lag es bei 2,5 Mio. EUR. Positiv zeigten sich im Jahr 2015 vor allem die Tochterfirmen im Nahen Osten. Hier konnten deutliche Leistungszuwächse in Saudi-Arabien, Katar und Ägypten verzeichnet werden - in Doha, in Riad und auch in Kairo sind wir an großen U-Bahnbaustellen beteiligt, ebenso an Projekten rund um den Suez-Kanal. In den Märkten des Fernen Ostens konnten wir auch 2015 einen wichtigen Beitrag zur Leistung des Segments erzielen, obwohl sich die Auftragslage im Vergleich zu den sehr guten Vorjahren etwas abgeschwächt hat. Der deutsche Baumarkt war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt gut, so dass wir das hohe Niveau des Vorjahres halten konnten. Die Tochterfirma in Österreich konnte die Leistung deutlich steigern, da sie neben Projekten in ihrem Heimatmarkt ein Großprojekt in Montenegro bearbeitete. Eine schwache Entwicklung und Verluste verzeichneten wir dagegen in Russland, da dort die Bauaktivitäten aufgrund der Sanktionen und des Rubelverfalls erheblich zurückgefahren wurden. Bei den Tochterfirmen in der Schweiz, England und den Niederlanden hatten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger Aufträge, so dass wir hier unsere Planungen nicht erreichen konnten. Den bestimmenden Einfluss auf die unbefriedigende Ergebnisentwicklung im Segment hatte unsere Tochterfirma in den USA. Die Abnahme des Großprojekts Center Hill Damm verzögerte sich unerwartet um mehrere Monate und brachte daher, wie bereits im Vorjahr, weitere erhebliche finanzielle Belastungen. Die schwierigen Rahmenbedingungen beim Projekt führten bei der Tochterfirma selbst zu erheblichen Problemen im weiteren Geschäftsverlauf und auch in der Organisation. Daher wurden Restrukturierungsmaßnahmen notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit am amerikanischen Markt wieder zu steigern. Diese Maßnahmen bedeuteten zusätzliche erhebliche finanzielle Belastungen. In der vorwiegend in Deutschland tätigen SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, die Leistungen in allen drei Geschäftssegmenten des Konzerns erbringt, wurden 2015 aufgrund der Geschäftsentwicklung einige Umstrukturierungen vorgenommen. Der Bereich Umwelttechnik, der vor allem im Biogas- und Kläranlagenbau tätig ist, wurde aufgrund veränderter politischer Rahmenbedingungen aufgegeben. Der Maschinenbau wird zukünftig organisatorisch in das Produktionsnetz der BAUER Maschinen GmbH eingegliedert, wodurch Synergiepotentiale erzielt werden sollen. AuftragslageDer Auftragseingang hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt und lag zum Jahresende mit 878,4 Mio. EUR um 28,7 % über dem Vorjahreswert von 682,4 Mio. EUR. Der Auftragsbestand lag mit 591,1 Mio. EUR um 29,8 % über dem Vorjahr (455,5 Mio. EUR). Es ist uns gelungen in allen Regionen der Welt neue Aufträge zu gewinnen. Neben zahlreichen kleinen und mittleren Baustellen konnten wir auch wieder einige Großprojekte in den Bestand nehmen. Dazu zählen Aufträge in der Schweiz, in England und Australien. In Kanada wurden wir mit der Erstellung einer Dichtwand für die Mine Diavik mit einem Volumen von rund 65 Mio. EUR beauftragt. Das Projekt läuft bereits und wird bis 2017 andauern. In Indien erhielten wir in einem Joint Venture den Auftrag zur Erstellung einer Schlitzwand für den Polavaram Damm mit einer Auftragssumme von rund 60 Mio. EUR. Die Fertigstellung der Arbeiten soll bis Ende 2017 erfolgen. Durch einen Auftragsbestand auf Rekordniveau, gehen wir mit einer sehr guten Basis in das laufende Geschäftsjahr. Erfreulich ist, dass weitere Auftragschancen in der Welt bestehen - darunter sind auch wieder einige Großprojekte wie in Hongkong. AusblickInsgesamt zeigen sich die Regionen der Welt trotz all der vorhandenen politischen und wirtschaftlichen Störungen weiterhin positiv. Die weltweite Präsenz ermöglicht es uns, die Chancen in den Regionen mit guter Baukonjunktur zu nutzen und schwächere Märkte auszugleichen. Der weltweite Auftragsbestand ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich angewachsen, da wir neben kleineren und mittleren Projekten auch wieder einige Großprojekte akquirieren konnten. Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung Segment Bau![]() Sollte der Ölpreis dauerhaft auf einem niedrigen Niveau verbleiben, wird sich dies sehr wahrscheinlich negativ auf die Baumärkte im arabischen Raum auswirken. Die Einnahmen aus dem Ölverkauf bestimmen maßgeblich die Investitionsbudgets vieler Länder in der Region. In Russland erwarten wir im laufenden Jahr nur wenig Verbesserung. In den weiteren Regionen der Welt gehen wir von einer stabilen bzw. besseren Entwicklung als im abgelaufenen Jahr aus. Durch die Fertigstellung des Projekts Center Hill Damm im letzten Jahr werden die Verluste aus dem Projekt zukünftig wegfallen und die Ergebnissituation insgesamt spürbar verbessern. Für das Jahr 2016 erwarten wir für das Segment, dass wir bei der Gesamtkonzernleistung leicht oberhalb des Vorjahres liegen werden. Beim EBIT gehen wir von einer deutlichen Verbesserung aus. Zudem erwarten wir ein gutes positives Ergebnis nach Steuern. SEGMENT MASCHINENscroll
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Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf
S. 106 Allgemeine RahmenbedingungenIm Jahr 2015 entwickelten sich die Baumaschinenmärkte sehr uneinheitlich. Während die Nachfrage in Europa und den USA anstieg - im Nahen Osten sogar deutlich - verzeichneten Russland, China sowie Afrika und Lateinamerika teilweise erhebliche Rückgänge aufgrund der Wirtschaftslage. Die Wettbewerbssituation am chinesischen Markt hat sich im Laufe des Jahres 2015 stark verändert. Die überzogenen Markterwartungen der lokalen Wettbewerber haben in den letzten Jahren zu großen Überkapazitäten in der Produktion geführt. Daher haben im vergangenen Jahr etliche dieser Unternehmen begonnen, ihre Kapazitäten - vor allem das Personal - in erheblichem Maße zu reduzieren. Wir erwarten daher in den nächsten Jahren eine Marktbereinigung und wieder eine Normalisierung der Wettbewerbssituation. Einen Einfluss auf unser Geschäft hatte auch die Entwicklung der Rohstoffpreise. Durch den erheblichen Rückgang ging die Nachfrage nach Brunnenbohrgeräten, die auch zur Exploration von Rohstoffen eingesetzt werden, zurück. Der Vertrieb unserer Tiefbohranlagen war von dieser Marktsituation ebenfalls betroffen. In diesem schwierigen Marktumfeld ist es uns gelungen, den Umsatz bei einem guten operativen Ergebnis zu steigern. Durch unsere großen Anstrengungen hinsichtlich Produktqualität, weltweitem Service und das Anbieten kundenspezifischer Lösungen konnten wir uns erfolgreich im Markt behaupten und Umsatzrückgänge in schwachen Regionen mit anderen Gebieten gut ausgleichen. Wesentliche EreignisseDie Kennzahlen des Segments - und letztlich auch des Gesamtkonzerns - sind sehr stark von Sonderergebnissen beeinflusst. Zum einen war dies der Verkauf von 50 % der Anteile und der Neubewertung der verbliebenen 40 % der Anteile an der SPANTEC Spann- und Ankertechnik GmbH. Ein weiterer Sonderertrag ist durch das mit Schlumberger, dem weltweit führenden Anbieter von Technologie, integriertem Projektmanagement und Informationslösungen für Kunden in der Öl- und Gasindustrie, vereinbarte Joint Venture entstanden. Schlumberger hat sich im Rahmen einer Barkapitalerhöhung mit jeweils 49 % an der BAUER Deep Drilling GmbH, Deutschland, und der BAUER Manufacturing LLC, USA, beteiligt. Diese Geschäfte führten in Summe zu einem Sonderergebnis nach Steuern in Höhe von 71,6 Mio. EUR. Der Effekt auf die Leistung und das operative Ergebnis betrug 77,8 Mio. EUR, inklusive einem Steuereffekt von 6,2 Mio. EUR. Die Sondergewinne resultierten aus unseren Anstrengungen der letzten Jahre, besonderes Know-how für Tiefbohrgeräte zu entwickeln und aus dem gut gelungenen Aufbau unseres Geschäfts mit Anker- und Spanntechnik. Da die SPANTEC Spann- und Ankertechnik GmbH den überwiegenden Teil ihrer Leistung durch Verkauf von Materialien an unsere Baukonkurrenten in Deutschland erwirtschaftet, war die Abgabe der Mehrheitsbeteiligung an unseren Partner ein notwendiger strategischer Schritt, um dem Unternehmen hier mehr Bewegungsfreiheit für die Zukunft zu geben. Belastet haben das Segment Maschinen dagegen im abgelaufenen Geschäftsjahr neben Restrukturierungsaufwendungen auch Verluste bei unserer Tochterfirma, die Brunnenbohrgeräte herstellt, und sich einer geringen Nachfrage aufgrund der schwachen Märkte im Explorationsbereich gegenübersah. Auch das Maschinenwerk in den USA verzeichnete weiter eine Unterauslastung. Zusätzliche Aufwendungen sind auch im Zuge der Vorbereitung des Joint Ventures entstanden, da neben juristischen Themen auch die beiden eingebrachten Tochterfirmen organisatorisch und bilanziell vorbereitet werden mussten. Die positiven Sonderergebnisse ermöglichten zudem weitere Restrukturierungsmaßnahmen. Im vergangenen Geschäftsjahr erhöhte sich die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen mit 17,8 % deutlich von 639,2 Mio. EUR auf 753,1 Mio. EUR. Die Leistungssteigerung beinhaltet Leistungen aus der Veräußerung und Neubewertung von Geschäften in Höhe von 77,8 Mio. EUR. Rechnet man diese heraus, beträgt die Steigerung 8,3 %. Die Umsatzerlöse legten mit 2,9 % von 532,7 Mio. EUR auf 548,0 Mio. EUR zu. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg von 36,0 Mio. EUR auf 99,4 Mio. EUR erheblich an. Rechnet man aus dem Jahr 2015 die positiven Sonderergebnisse von 77,8 Mio. EUR heraus, so reduzierte sich das operative Ergebnis (EBIT) um 40,0 % auf 21,6 Mio. EUR. Das Periodenergebnis erhöhte sich deutlich von 8,8 Mio. EUR auf 65,4 Mio. EUR. Unter Vernachlässigung der von der Gesellschaft identifizierten Sondereinflüsse auf die Kennzahlen des Segments, bleibt festzuhalten, dass es im Maschinenvertrieb gelungen ist, den Umsatz bei einem guten operativen Ergebnis leicht zu steigern. Wir sehen dies als großen Erfolg in einem schwierigen Marktumfeld. Dazu beigetragen haben vor allem die Märkte im Nahen Osten, in Afrika und den USA. Auch in Europa hatten wir gute Verkäufe. Bei den Tochterfirmen lief im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem der Vertrieb von Ankerbohrgeräten und Drehgetrieben besonders gut. Auch unsere neuen Geräte, die Seilbagger-Serie und die Neuentwicklungen in der Rammtechnik, haben sich gut im Markt etabliert. Das Service- und Ersatzteilgeschäft hat sich weiter zu einem wichtigen Geschäftsbereich entwickelt. Die Produktions- und Vertriebsorganisation im Fernen Osten lieferte wieder einen guten Leistungs- und Ergebnisbeitrag. In China selbst ist der Baumaschinenmarkt deutlich zurückgegangen, was die lokalen Wettbewerber erheblich belastet hat. Uns ist es dennoch gelungen, die Verkäufe stabil zu halten. Dies bedeutet, dass wir effektiv Marktanteile gewinnen konnten. Auf der anderen Seite führten die Sanktionen gegen Russland und der Einbruch des Rubels dazu, dass die Geräteverkäufe hier fast vollständig zum Erliegen gekommen sind. Unser Engagement in Russland führte in der Folge zu einem deutlichen Verlust. In den Ländern Zentralasiens, wie Aserbaidschan und Kasachstan, war die Entwicklung sehr schwach. Auch die Verkäufe in Südamerika sind aufgrund von Projektverzögerungen deutlich zurückgegangen. Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung Segment Maschinen![]() In den USA wurden die Produktion von Spezialtiefbaugeräten in Conroe und die Vertriebsgesellschaft in der Tochterfirma BAUER-Pileco Inc. zusammengeführt. Unabhängig von der guten Vertriebssituation brachte dies einen negativen Ergebnisbeitrag. Im Zuge der Standortkonsolidierung wurden die Organisationen und die Prozesse angepasst sowie der Bestand an Mietgeräten abgebaut. Die Maschinenproduktion im Werk ist weiterhin noch nicht auf ausreichendem Niveau. Durch das Joint Venture mit Schlumberger im Bereich Tiefbohrtechnik ist dieses Geschäft nun mit neuen positiven Perspektiven für die Zukunft aufgestellt und bietet eine stabile Basis für die Aktivitäten in diesem, von den Rohölpreisen abhängigen und damit sehr zyklischen Markt. Im Joint Venture werden große Bohranlagen für Schlumberger und für Dritte zum Einsatz bei Öl- und Gasbohrungen sowie bei geothermischen Bohrungen entwickelt und gebaut. Zwei Bohranlagen wurden bereits für Schlumberger gefertigt und für das Jahr 2016 ist der Bau von weiteren Anlagen vorgesehen. AuftragslageTrotz unterjähriger Schwankungen lag der Auftragseingang zum Jahresende ziemlich genau auf Höhe der Planung. Der Auftragsbestand lag mit 128,1 Mio. EUR um 16,9 % unter dem Vorjahr (154,2 Mio. EUR). Die Reduzierung des Auftragsbestands war im Wesentlichen Folge des Geschäfts mit Tiefbohrgeräten. Der Auftragseingang verringerte sich von 676,8 Mio. EUR auf 649,1 Mio. EUR. Bei den Maschinen für den Spezialtiefbau bestellen die Kunden weiterhin relativ kurzfristig. Nur vereinzelt werden Geräte für besondere Projekte oder spezielle Maschinen etwas länger im Voraus bestellt. Dadurch wird auch sehr schnell an die Kunden ausgeliefert, so dass die Reichweite des Auftragsbestands unterjährig zwischen zwei und drei Monaten beträgt. Zum Jahresende 2015 konnten wieder viele Maschinen ausgeliefert werden, so dass der Auftragsbestand im Dezember entsprechend zurückging. Im Bereich Tiefbohranlagen waren im Jahr 2015 zwei Anlagen für Schlumberger im Auftragsbestand, die Anfang 2016 ausgeliefert wurden. AusblickDas Jahr 2015 war durch die wirtschaftlichen und politischen Themen für das Maschinengeschäft kein einfaches Jahr. Dennoch sehen wir eine insgesamt gute Nachfrage durch die in Summe steigenden Baumärkte in der Welt. Wir sehen weiter stabile bis positive Märkte in Europa, den USA, Afrika und dem Fernen Osten. In China gehen wir von einer für uns stabilen Entwicklung aus, wobei sich die Normalisierung der Marktverhältnisse fortsetzen sollte. Im Nahen Osten erwarten wir durch die bekannten Projekte am Markt ebenso eine stabile Entwicklung. Es kann sich jedoch durch den niedrigen Ölpreis im Laufe des Jahres 2016 ein Rückgang einstellen. Russland erwarten wir ähnlich schwach wie 2015. Besondere Chancen sehen wir für das Maschinengeschäft durch die Aufhebung der Sanktionen im Iran. Durch das Joint Venture mit Schlumberger haben wir für das Tiefbohrgeschäft eine solide Basis erreicht. Damit werden wir zudem das Werk in den USA besser auslasten, was wegen der Marktlage bei Spezialtiefbaugeräten in den vergangenen Jahren nicht möglich war. Für das Jahr 2016 erwarten wir für das Segment, dass wir bei der Gesamtkonzernleistung wegen dem Wegfall der beschriebenen Sondereinflüsse des Jahres 2015 unterhalb des Vorjahres liegen werden. Beim EBIT und beim Ergebnis nach Steuern wird dies ebenso der Fall sein. Im operativen Geschäft erwarten wir bei der Gesamtkonzernleistung eine leichte Steigerung und bei den Ergebniskennzahlen eine deutliche Verbesserung, was ein positives Ergebnis nach Steuern bedeutet. SEGMENT RESOURCESscroll
Allgemeine RahmenbedingungenDer Fokus des Segments Resources liegt auf den Bereichen Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Im Bereich Wasser konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr eine steigende Nachfrage für Brauerei- und Getränketechnologie sowie für Anlagen zur Wasseraufbereitung verzeichnen. Besonders schwierig stellte sich der Markt für tiefe Bohrungen nach Öl, Gas, Wasser und Bodenschätzen dar. Die Rohstoffpreise standen deutlich unter Druck, so dass es kaum Projekte für unsere Firmen gab. Diese Situation hat uns im vergangenen Jahr stark belastet - vor allem unsere Tochterfirmen in Jordanien und Südafrika waren hiervon betroffen. Der Umweltbereich zeigte sich dagegen sehr positiv. In Deutschland gibt es vermehrt Aufträge im Sanierungsbereich, wie dem Flächenrecycling, der Grundwasseraufbereitung oder der Entsorgung kontaminierter Böden und Flächen. Im Nahen Osten konnten wir mit unseren Angeboten zum Abfallmanagement neue Aufträge gewinnen. Wesentliche EreignisseDie Gesamtkonzernleistung im Segment Resources lag mit 221,6 Mio. EUR um 12,3 % unter dem Vorjahreswert von 252,8 Mio. EUR. Im Vorjahr waren Leistungen aus der Veräußerung und Neubewertung von Geschäften in Höhe von 36,5 Mio. EUR aus dem Verkauf von 21 % der Anteile an der Tochterfirma im Oman enthalten. Rechnet man diese aus der Vorjahresleistung heraus, so ergibt sich eine Steigerung von 2,5 %. Das operative Ergebnis (EBIT) ging von 15,9 Mio. EUR auf -19,8 Mio. EUR zurück. Rechnet man hier das Sonderergebnis im Vorjahr heraus, ergibt sich eine leichte Verbesserung des EBIT. Das Periodenergebnis war mit -29,4 Mio. EUR deutlich im negativen Bereich (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR). Das Segment Resources hat uns im abgelaufenen Geschäftsjahr viele Anstrengungen abverlangt. Die 2014 begonnene Reorganisation des Segments mit der Überführung in eine regionale Vertriebsorganisation zeigte sich bereits von Vorteil. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden weitere Restrukturierungen mit erheblichem Umfang durchgeführt, um das Segment strategisch neu und zukunftsorientiert aufzustellen. Diese Einflussfaktoren und Maßnahmen führten im Jahr 2015 zu erheblichen finanziellen Belastungen und in der Konsequenz zu einem erheblichen Verlust. Betroffen von den Umstrukturierungen war die GWE-Gruppe, die die Produktion von Standard-PE-Rohren aufgegeben hat und sich nun auf die Geschäftsbereiche Brunnenbau und Geothermie konzentriert. Dies machte eine Konsolidierung der Standorte und auch einen Abbau von Mitarbeitern notwendig. Weitere kleinere Tochterfirmen im Segment wurden beendet oder befinden sich noch in Abwicklung. Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung Segment Resources![]() Unter den fehlenden Projekten für Tiefbohrungen hatte vor allem die Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Jordanien zu leiden. Die niedrigen Rohstoffpreise sowie die Flüchtlingssituation in Jordanien führten zu einem Einbruch der Investitionen in diesem Markt. Daher lag die Leistung weit unter den Erwartungen und das Ergebnis war aufgrund der Belastungen durch nicht eingesetzte Bohranlagen signifikant negativ. Nach dem Verlust 2013 wurden die begonnenen Restrukturierungen im Jahr 2015 weitgehend abgeschlossen. Unsere Bohrfirmen in Afrika hatten aufgrund der Marktsituation ebenfalls kaum Aufträge und verzeichneten daher Verluste. Eine positive Entwicklung zeigten vor allem die Tochterunternehmen im Umwelt- und Wasserbereich. Die BAUER Umwelt GmbH in Deutschland lag bei der Leistung über den Erwartungen. Ein maßgeblicher Erfolg war die Beauftragung des Unternehmens mit der Sanierung zweier Abschnitte der Altablagerung Kesslergrube in Grenzach-Wyhlen durch die Roche Pharma AG. Der Auftrag mit einem Volumen von über 100 Mio. EUR ist der bislang größte Einzelauftrag der BAUER Gruppe. Die Beteiligung im Oman lieferte ebenfalls wieder einen positiven Ergebnisbeitrag. Das Unternehmen betreibt vor allem die großflächige Pflanzenkläranlage zur Aufbereitung von ölkontaminiertem Wasser für die regionale Ölgesellschaft. In das Segment Resources wird auch der Bergbaubereich der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH einbezogen, der vor allem Leistungen zur Instandsetzung und Verwahrung von Bergwerken ausführt. Aufgrund des weiterhin positiven Marktes lag die Leistung erneut auf gutem Niveau. Neben vielen Projekten in Deutschland wird ein umfangreicher Auftrag in Kasachstan abgewickelt. Der Bereich brachte einen guten positiven Ergebnisbeitrag. AuftragslageDer Auftragseingang lag 2015 mit 345,0 Mio. EUR um 57,3 % erheblich über dem Vorjahreswert von 219,3 Mio. EUR. Der Auftragsbestand war mit 276,5 Mio. EUR entsprechend um 80,7 % höher als im Vorjahr (153,0 Mio. EUR). Der wesentliche Grund für die Steigerung ist das erwähnte Großprojekt in Deutschland. Daneben konnte der Umweltbereich zum Jahresende einen größeren Auftrag für das Abfallmanagement eines Ölkonzerns im Oman gewinnen. Auch die Tochterfirmen, die Wasseraufbereitungsanlagen und Anlagen für die Brauerei- und Getränketechnologie herstellen, konnten neue Aufträge hereinnehmen und den Bestand gut erhöhen. AusblickIm Segment Resources wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter erhebliche Anstrengungen zur bereits 2014 begonnen Neuausrichtung unternommen. Es wurde konsequent an den Kostenstrukturen gearbeitet, unprofitable Geschäfte und Tochterfirmen wurden beendet und Standorte aufgegeben oder zusammengelegt. Die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen führten zu erheblichen finanziellen Belastungen. Leider entwickelten sich auch die Rohrstoffmärkte und -preise weiterhin negativ, so dass wir gerade bei unseren Bohrfirmen zu wenige Aufträge hatten. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich die Marktsituation schnell verbessern wird, auch wenn weiterhin viele Projekte geplant sind, die uns Chancen eröffnen. Sehr positiv läuft weiterhin der Umweltbereich, der insgesamt eine sehr gute Auftragslage und Auslastung hat. Noch bis voraussichtlich 2020 wird am Großprojekt Grenzach-Wyhlen in Deutschland gearbeitet. Auch im Bereich Wasser ist die Auftragslage insgesamt gut und es gibt hier weitere Chancen für die Zukunft. Alle diese Themen werden das laufende Geschäftsjahr beeinflussen. Wir erwarten für das Jahr 2016 eine Gesamtkonzernleistung, die deutlich über dem Vorjahr liegen wird. Das EBIT sollte positiv sein, wogegen das Ergebnis nach Steuern aus heutiger Sicht noch negativ sein wird. SEGMENTE SONSTIGES / KONSOLIDIERUNGIn den Segmenten Sonstiges und Konsolidierung sind die Leistungen und Ergebnisse des Konzerns zusammengefasst, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet werden können. Im Wesentlichen zeigt das Segment Sonstiges die Leistung der BAUER AG selbst, die ihren Konzerntöchtern unterschiedlichste Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung gegen Verrechnung erbringt. Das Segment Sonstiges weist ein operatives Ergebnis (EBIT) von 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR) aus. Dieses beinhaltet mit 4,0 Mio. EUR Ausschüttungen der Konzerntöchter an die Konzernmuttergesellschaft. Das Periodenergebnis betrug 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,9 Mio. EUR). Die Leistungen des Segments sind vor allem Verrechnungen innerhalb des Konzerns. Im Segment Konsolidierung wurden die Konsolidierungen vorgenommen. Im negativen operativen Ergebnis (EBIT) von -7,4 Mio. EUR (Vorjahr: -4,8 Mio. EUR) sind im Wesentlichen die zuvor genannten Ausschüttungen der Konzerntöchter an die BAUER AG enthalten. Das Periodenergebnis betrug -6,5 Mio. EUR (Vorjahr: -4,9 Mio. EUR). Aufteilung der Gesamtkonzernleistung nach Teilbereichenscroll
Hinweise zur Tabelle:
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Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf
S. 106 Aufteilung der Gesamtkonzernleistung auf die Unternehmen der BAUER GruppeAnteile < 50 % sind mit Leistungsanteil aufgeführt scroll
Im Vergleich zur Aufteilung der Gesamtkonzernleistung nach Teilbereichen ist in der Aufteilung der Gesamtkonzernleistung auf die Unternehmen die Summe der einzelnen Gruppen nach Konsolidierung dargestellt. scroll
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Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf
S. 106 III. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEKONZERNERTRAGSLAGEDie Ertragslage des Konzerns war im Jahr 2015 von deutlich gegensätzlichen Entwicklungen beeinflusst. Das rein operative Ergebnis ohne die von der Gesellschaft identifizierten Restrukturierungsaufwendungen und negativen Sondereffekte war positiv, hätte aber deutlich unterhalb der für das Geschäftsjahr gegebenen Prognose gelegen. Viele Restrukturierungen, die in unterschiedlichen Bereichen notwendig waren, führten zu erheblichen Aufwendungen und damit zu einem deutlichen negativen Ergebnisbeitrag. Dazu kamen Sonderverluste, wie in den USA oder in Jordanien aufgrund fehlender Bohraufträge. Auf der anderen Seite konnten durch den Verkauf von 50 % der Anteile an der SPANTEC Spann- und Ankertechnik GmbH und durch das Joint Venture mit Schlumberger im Tiefbohrgerätebereich erhebliche Sonderergebnisse (auf EBIT-Ebene) von in Summe 77,8 Mio. EUR erzielt werden. Die Wirkung aller Effekte führte zu einem Periodenergebnis von 29,0 Mio. EUR (Vorjahr: 15,7 Mio. EUR). Beim Vorjahresvergleich der Ertragskennzahlen ist zu beachten, dass 2014 ein Veräußerungs- und Konsolidierungsgewinn von 36,5 Mio. EUR beinhaltet ist, der aus dem Verkauf von 21 % der Anteile an der Tochterfirma BAUER Nimr LLC im Oman resultierte. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich von 76,4 Mio. EUR auf 90,7 Mio. EUR. Das EBITDA steigerte sich von 171,0 Mio. EUR um 8,2 % auf 185,1 Mio. EUR und erreichte einen Wert von 11,7 % (Vorjahr: 11,4 %) im Verhältnis zur konsolidierten Leistung. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern als Verhältnis von Gewinn vor Steuern zum Eigenkapital (Eigenkapital zu Beginn der Periode) verbesserte sich - insbesondere durch die Sondereffekte - gegenüber dem Vorjahr deutlich von 9,0 % auf 13,5 %. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug 6,9 % (Vorjahr: 3,7 %). Die Leistungsrendite nach Steuern (im Verhältnis zur konsolidierten Leistung der Gewinn- und Verlustrechnung) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreswert von 1,0 % auf 1,8 %. Diese Renditewerte werden wir im kommenden Jahr, da ähnliche Sondereffekte nicht zu erwarten sind, nicht wieder ganz erreichen können. Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) hat sich in den einzelnen Positionen erkennbar verändert. Dies ist im Wesentlichen Folge der oben beschriebenen Sondereinflüsse, die in den letzten beiden Geschäftsjahren beinhaltet sind. Im Folgenden werden die Einzelpositionen der GuV erläutert: Die konsolidierte Leistung ist mit 1.587,9 Mio. EUR gegenüber Vorjahr (1.506,0 Mio. EUR) um 5,4 % angewachsen. Ohne die beschriebenen Sondereffekte im Vorjahr und im Berichtsjahr wäre die Steigerung 2,8 % gewesen. Die Umsatzerlöse sind gegenüber Vorjahr (1.375,7 Mio. EUR) um 0,2 % auf 1.379,0 Mio. EUR leicht angewachsen. Die Bestandsveränderungen erhöhten sich um 8,9 % von 26,6 Mio. EUR auf 29,0 Mio. EUR. Die anderen aktivierten Eigenleistungen stiegen um 54,8 % von 14,7 Mio. EUR auf 22,7 Mio. EUR, was auf höhere Investitionen in Geräte aus eigener Produktion im Jahr 2015 zurückzuführen ist. Die sonstigen Erträge sind gegenüber Vorjahr von 89,0 Mio. EUR auf 157,2 Mio. EUR sehr deutlich angestiegen. Die bereits beschriebenen Sondererträge hatten die Position im Jahr 2014 (Oman) und im abgelaufenen Geschäftsjahr (Joint Venture und Spantec) nochmals deutlich erhöht. Außerdem sind die Buchgewinne aus Anlagenabgang (16,4 Mio. EUR) um 11,0 Mio. EUR angestiegen. Weitere wesentliche Veränderungen in dieser Position betrafen realisierte und unrealisierte Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften, die sich in der Summe auf 50,8 Mio. EUR um 16,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr erhöhten. Realisierte und unrealisierte Währungsergebnisse sowie Ergebnisse aus Devisentermingeschäften sind Folge unseres Währungssicherungsmanagements. Schwankungen bei abgesicherten und nicht abgesicherten Währungen können die entsprechenden GuV-Positionen je nach Entwicklung über die Jahre sehr stark verändern. Der nicht saldierte Ausweis der Währungseffekte ergibt sich aus dem Umstand, dass Kurssicherungen nicht immer exakt den Grundgeschäften gegenübergestellt werden können, obwohl sie in der betrieblichen Realität möglichst genau aufeinander abgestimmt sind. Ziel des Konzerns ist eine Kurssicherung, die Währungsergebnisse möglichst weitgehend ausschließt. Die Gegenposition befindet sich mit 58,5 Mio. EUR (realisierte und unrealisierte Währungsverluste sowie Verluste aus Devisentermingeschäften) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Differenz der Gewinne und Verluste zeigt, dass wir im Berichtsjahr in Summe einen Währungsverlust in Höhe von 7,7 Mio. EUR verzeichnet haben. Die erheblichen Währungsschwankungen im Laufe des Jahres 2015 - mit je nach Währung erheblichen positiven und negativen Auswirkungen - waren die Ursache für dieses Ergebnis. Entwicklung Gesamtkonzernleistung nach Quartalenscroll
Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr um 0,4 % auf 752,5 Mio. EUR gestiegen. Im Bau sind die Aufträge hinsichtlich Materialaufwand sehr unterschiedlich, daher sind Vergleiche von einzelnen Jahren nur sehr bedingt möglich. Der Personalaufwand hat sich mit einer Steigerung von 5,9 % auf 376,1 Mio. EUR stärker als die konsolidierte Leistung entwickelt. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch höhere Personalaufwendungen bei unseren Großprojekten und durch Sozialplanaufwendungen aufgrund von Restrukturierungen zu erklären. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind um 3,0 % auf 81,1 Mio. EUR leicht angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die höhere Gerätezahl im Baubereich zurückzuführen. Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte spiegeln die Nutzung der Mietgeräte wider, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen. Diese sind nicht Teil des Anlagevermögens, sondern werden unter den Vorräten bilanziert. Grund für diese Vorgehensweise ist, dass der Großteil der entsprechenden Geräte nur für relativ kurze Zeit im Unternehmen verbleibt. Ziel der Vermietung ist der spätere Verkauf unter Vertragsmustern, die wir als "Mietkauf" bezeichnen. Da die Geräte auf der Passivseite der Bilanz entsprechend zu finanzieren sind, sind die Abschreibungen für diese Geräte Teil des EBITDA des Unternehmens. Als Folge der Marktveränderungen nach der Finanzmarktkrise werden diese Mietgeschäfte durch unsere Kunden vermehrt in Anspruch genommen. Die nutzungsbedingten Abschreibungen sind im Berichtsjahr um 16,4 % auf 13,2 Mio. EUR zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 19,0 % von 230,5 Mio. EUR auf 274,2 Mio. EUR angestiegen. Die vielen Bestandteile der Position entwickeln sich je nach Geschäftslage und Zusammensetzung des Auftragsportfolios sehr unterschiedlich. In dieser Position sind die bereits bei den sonstigen Erträgen beschriebenen realisierten und unrealisierten Währungsverluste enthalten, die mit 29,3 Mio. EUR wesentlich zum Anstieg der Position beitrugen. Ohne die währungsbedingten Kostenveränderungen wäre der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen 6,2 %. Die Finanzerträge sind von 7,1 Mio. EUR auf 5,0 Mio. EUR zurückgegangen. Die Finanzaufwendungen sind von 45,1 Mio. EUR auf 42,0 Mio. EUR gesunken. In Summe ergibt dies einen Rückgang beim Finanzergebnis, was auf bessere Zinskonditionen zurückzuführen ist. Entwicklung EBIT nach Quartalenscroll
Das Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen liegt mit 2,7 Mio. EUR um 3,2 Mio. EUR über Vorjahr. Der wesentliche positive Ergebnisbeitrag ist auf die Beteiligung im Oman zurückzuführen. Der Ertragsteueraufwand betrug 27,4 Mio. EUR und lag um 5,3 Mio. EUR über Vorjahr. In dieser Position sind 6,2 Mio. EUR latenter Steueraufwand auf Bewertungen in Zusammenhang mit der Gründung des Joint Ventures mit Schlumberger enthalten. Negative Ergebnisbeiträge von Tochterfirmen in einzelnen Ländern haben auf die Steuerbelastung des Konzerns nur dann steuermindernden Einfluss, wenn aktive latente Steuern aufgrund einer positiven steuerlichen Ergebnisplanung gebildet werden können. Dies ist in einigen Fällen im letzten Jahr nicht möglich gewesen. In Zukunft gehen wir von einer Ertragsteuerbelastung zwischen 30 % und 40 % aus. Der Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern betrug im Berichtsjahr -0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR). Der Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG betrug 29,7 Mio. EUR (Vorjahr: 14,5 Mio. EUR). KONZERNFINANZ- UND -VERMÖGENSLAGEBei einer im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 % angewachsenen konsolidierten Leistung ist die Bilanzsumme des Konzerns um 5,2 % von 1.575,1 Mio. EUR auf 1.656,9 Mio. EUR gestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt mit 27,2 % gut über Vorjahr (26,6 %). Durch den Verlust des Jahres 2013 war die Eigenkapitalquote unter 30 % gesunken. In den kommenden Jahren streben wir wieder einen Wert von über 30 % an. Alle Investitions- und Wachstumspläne des Unternehmens sind darauf ausgerichtet. Die Nettoverschuldung unseres Unternehmens hat sich im Berichtsjahr nach einem Rückgang im Vorjahr wieder um 3,0 % erhöht. Wir werden in den kommenden Jahren weiter intensiv daran arbeiten, die Nettoverschuldung im Verhältnis zur Bilanzsumme zu reduzieren. Wir müssen aber herausstellen, dass dies bei der Natur unseres Geschäfts und bei der derzeitigen Wirtschaftslage nur bis zu einem gewissen Maße gelingen kann. Die Gründe für die erhebliche Steigerung der vergangenen Jahre nach der Finanzmarktkrise sind im Folgenden näher erläutert: Die Höhe der Nettoverschuldung ist im Konzern im Wesentlichen von der Höhe des Working Capital abhängig. Bedingt durch unser Geschäftsmodell und den speziellen Markt, in dem wir tätig sind, ist das Working Capital bei unseren Unternehmen naturgemäß relativ hoch. Unsere Projekte im Baubereich haben nur vergleichsweise kurze Laufzeiten. Im Gegensatz zu im Hochbau tätigen Unternehmen, die Projekte mit langer Bauzeit bearbeiten, ist es uns nur teilweise möglich, Vorauszahlungen für das jeweilige Bauvorhaben zu erhalten, so dass bei uns sehr selten ein positiver Cashflow über die Laufzeit der Baustelle generiert wird. Kurzlaufende Bauaufträge - wie wir sie zum Großteil bearbeiten - benötigen über die vielen Baustellen des Konzerns gesehen eine Finanzierung, die etwa drei Monatsumsätzen im Baubereich entspricht. Die Abrechnung läuft somit immer hinter der Leistung her. Ähnlich verhält es sich im Maschinenbau. Die Vorlaufzeiten in der Produktion betragen bei unseren spezialisierten Maschinen etwa zwölf Monate. Da die Kunden Geräte im Normalfall erst bestellen, wenn sie einen entsprechenden Auftrag haben und folglich auch kurze Lieferzeiten von uns erwarten, sind wir gezwungen, einen Bestand an Fertiggeräten vorzuhalten. Da wir zudem eine sehr breite Produktpalette und dazu weltweit Ersatzteile für unsere Kunden vorhalten müssen, erhöht sich die Finanzierungsnotwendigkeit entsprechend. Wechselkursentwicklung 2015scroll
Dennoch müssen wir feststellen, dass das Working Capital der BAUER Gruppe derzeit in Relation zum Geschäft aus unserer Sicht zu hoch ist. Die Positionen Lagerbestand, Fertigerzeugnisse und Forderungen sind über das normal übliche Maß angewachsen. Dies ist nicht erfreulich, auf der anderen Seite aber erklärbar, da die Gründe hierfür bekannt sind und sich auf die Marktentwicklungen sowie Sondereffekte zurückführen lassen. Weiter belasten größere Beträge, da für abgeschlossene Bauprojekte im Ausland Nachträge auf juristischem Weg eingefordert werden müssen. Auch wenn die Beträge kaufmännisch vorsichtig in die Bilanz eingestellt wurden, belasten sie dennoch die Verschuldung des Unternehmens. Wir sind uns bewusst, dass aufgrund der höheren Finanzierungserfordernisse des Konzerns unsere Eigenfinanzierung einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Nach dem Verlustjahr 2013 ist die Eigenkapitalquote zu niedrig geworden, so dass diese in den kommenden Jahren wieder erhöht werden muss. Unter Einbeziehung der stillen Reserven wäre diese deutlich höher. Bei den Grundstücken und Gebäuden nutzen wir seit der Umstellung auf IFRS das Anschaffungskostenmodell. Bei einem Buchwert der Grundstücke und Gebäude von 184,2 Mio. EUR ist hier eine erhebliche Reserve vorhanden. Die mit Kreditgebern als Covenants vereinbarten Relationen Net Debt zu EBITDA und EBITDA zu Net Interest Coverage haben sich seit der Finanzmarktkrise und speziell durch den Verlust im Geschäftsjahr 2013 verschlechtert. 2015 konnte die Relation Net Debt zu EBITDA mit einem gegenüber Vorjahr (3,78) verbesserten Wert von 3,59 auf ein etwas besseres Niveau gebracht werden. Bei den beiden weiteren vereinbarten Covenants, EBITDA zu Net Interest Coverage und Eigenkapitalquote, besteht ein ausreichender Abstand zum vereinbarten Schwellenwert. Covenants wurden im Konzern bei mehreren langfristigen Darlehen festgelegt, die zum Jahresende 2015 mit 193,5 Mio. EUR valutierten. Für diese gelten hinsichtlich der Relation Net Debt zu EBITDA Schwellenwerte zwischen 3,75 und 5,0. Entwicklung Covenantsscroll
Der 2014 vereinbarte Konsortialkredit in Höhe von 450 Mio. EUR, für den ebenfalls die genannten Schwellenwerte gelten, läuft noch bis April 2017. Den Refinanzierungsprozess werden wir im laufenden Jahr durchführen. Bei der Beurteilung der Aktivseite der Konzernbilanz ist es wichtig zu sehen, dass sich die Bilanz aus einer Bau- (dies betrifft die Segmente Bau und Resources) und einer Maschinenbaubilanz zusammensetzt. Einzelne Positionen betreffen dabei überwiegend den Baubereich und andere Positionen dagegen den Maschinenbaubereich. Im Folgenden sind die wichtigsten derartigen Positionen aufgeführt:
Beim Bilanzvergleich von Periode zu Periode spielen diese unterschiedlichen Gewichtungen dann kaum eine Rolle, wenn die positive oder auch negative Wachstumsgeschwindigkeit der Bereiche etwa gleich schnell verläuft. ![]() In Bezug auf die Bilanzpositionen ist auf folgende wesentliche Veränderungen hinzuweisen: Auf der Aktivseite:
In Summe konnten die Sachanlagen und Investment Property um 42,6 Mio. EUR auf 404,0 Mio. EUR reduziert werden.
Auf der Passivseite:
Die Relation der Bilanzsumme zur konsolidierten Leistung vermindert sich geringfügig von 104,6 % auf 104,3 %. Die im Rahmen der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit haben sich von 115,4 Mio. EUR auf 32,4 Mio. EUR deutlich vermindert. Folgende Faktoren trugen hierzu bei:
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -37,5 Mio. EUR und liegt um 10,0 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert, was vor allem auf höhere Erlöse aus Verkauf von Anlagevermögen zurückzuführen ist. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit beträgt 9,1 Mio. EUR. Wesentliche Faktoren hierfür waren die Darlehensrückführungen in Höhe von 159,2 Mio. EUR und Zinszahlungen in Höhe von 38,6 Mio. EUR sowie Neuverschuldung bei Banken in Höhe von 213,4 Mio. EUR. IV. EINZELABSCHLUSS BAUER AKTIENGESELLSCHAFTIm Geschäftsbericht sind der Konzernlagebericht und der Lagebericht der BAUER AG als Muttergesellschaft zusammengefasst. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER AG (nach HGB) werden daher an dieser Stelle erläutert. Die BAUER AG hat im Jahr 2015 einen erheblichen Verlust in Höhe von 25,2 Mio. EUR ausgewiesen. Wegen der umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen im Segment Resources mussten durch die BAUER AG Gesellschafterzuschüsse an Tochterfirmen in Höhe von 29,7 Mio. EUR vorgenommen werden. Diese Maßnahme diente der Zukunftssicherung für die Geschäfte des Segments und war deshalb nicht vermeidbar. Außerdem wurde die BAUER AG durch eine hohe Zuführung (1,6 Mio. EUR) bei den Pensionsrückstellungen belastet. Durch eine Ausschüttung der BAUER Maschinen GmbH (4,0 Mio. EUR) und durch eigene positive Ergebnisbeiträge konnte der Verlust auf 25,2 Mio. EUR reduziert werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich folgende Positionen von Bilanz und GuV zum Vorjahr maßgeblich verändert: Wesentliche Veränderungen in der Bilanz:
Wesentliche Veränderungen in der GuV:
Grundlage für eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre bildet der Bilanzgewinn der BAUER AG als Konzernmuttergesellschaft unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Konzerns. Die Dividendenpolitik der BAUER AG ist auf Kontinuität ausgerichtet, so dass grundsätzlich auch in schwierigen Jahren eine Dividende ausgeschüttet werden sollte, sofern dies wirtschaftlich vertretbar ist. Die BAUER AG ist als Konzernholding von den Beteiligungserträgen ihrer Tochterfirmen abhängig und erfüllt zudem eine Finanzierungsfunktion für Ihre Tochterfirmen. Nach dem schwierigen Geschäftsjahr 2015 konnte das geplante Ergebnis nach Steuern im Konzern nur durch Sonderergebnisse erzielt werden. Wir halten es für angemessen, die Anteilseigner daran zu beteiligen und wollen daher eine kleine Dividende ausschütten. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat deshalb empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine Dividende von 0,15 EUR (Vorjahr: 0,15 EUR) an die Aktionäre zu bezahlen. Um die Kapitalbasis der ausschüttenden BAUER AG zu schonen, ist keine Steigerung der Dividende möglich, obwohl ein höheres Ergebnis nach Steuern im Konzern erzielt wurde. Zudem wird die Verbesserung der Eigenkapitalquote des Konzerns weiterhin intensiv verfolgt. Als Holdinggesellschaft des Konzerns erhält die BAUER AG Erträge insbesondere von ihren Beteiligungsgesellschaften. Im Jahr 2016 werden die Gewinnausschüttungen der Beteiligungsgesellschaften in etwa wie im Jahr 2015 ausfallen, wobei keine Sondereffekte zu erwarten sind. Daher sollte die BAUER AG wieder einen Gewinn erzielen. <<< Es ist mittlerweile eine Tradition, die Kunden und Partner ganz besonders schätzen: Im April präsentierte die BAUER Maschinen Gruppe im Rahmen ihrer Hausausstellung jede Menge Neu- und Weiterentwicklungen, aber auch bewährte Technik. V. NACHHALTIGKEITNACHHALTIGKEIT IN DER BAUER GRUPPEUnter der Maxime "BAUER's Triple A" hat die BAUER Gruppe ihre wichtigsten Handlungsschwerpunkte definiert: Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Qualität und Ethik sowie Performance. Angelehnt ist der Slogan an die Bestnote, die Ratingagenturen bei ihren Bewertungen vergeben. Im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt haben wir viele Maßnahmen zum Wohle unserer Mitarbeiter und Kunden umgesetzt. Daneben möchten wir mit einer immer perfekteren Produktpalette und Leistungen in höchster Qualität den Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden. Dabei gehen wir respektvoll miteinander um und kommunizieren offen und partnerschaftlich mit den verschiedenen Anspruchsgruppen. Die Performance, also die ökonomische Leistung des Unternehmens, ist Voraussetzung für die zukünftige Weiterentwicklung des Unternehmens. Ziel ist es, drei Bestnoten - also A's - zu erreichen. ![]() Die unter BAUER's Triple A definierten Handlungsschwerpunkte sind für uns auch die zentralen Aspekte des Nachhaltigkeitsmanagements. MITARBEITERDie Mitarbeiter machen das Unternehmen zu dem, was es ist. Jeder einzelne von ihnen trägt mit seiner Leistung und mit seinem Engagement zum gemeinsamen Erfolg der BAUER Gruppe bei. Unseren Mitarbeitern haben wir es zu verdanken, dass wir 2015 auf 225 Jahre Erfahrung bei Bauer zurückblicken konnten. MitarbeiterentwicklungDie Unternehmen der BAUER Gruppe beschäftigten weltweit im Jahresdurchschnitt 10.738 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 10.405). Diese teilen sich wie folgt auf:
Die Mitarbeiterzahl im Konzern entwickelte sich entsprechend unserer Erwartungen. Veränderungen bei den Tochterfirmen sind im Wesentlichen im Ausland zu verzeichnen und auf die dort zu bearbeitenden Bauprojekte zurückzuführen. Durch einzelne Aufträge sind oft größere Veränderungen möglich. Im Segment Bau gibt es in Abhängigkeit von der Zahl zu bearbeitender größerer Projekte in einzelnen Ländern naturgemäß die größte Fluktuation. Die größten Zuwächse gab es daher bei den Tochterunternehmen in Ägypten (273 Mitarbeiter), den Vereinigten Arabischen Emiraten (273 Mitarbeiter) und auf den Philippinen (90 Mitarbeiter). In einzelnen Ländern wurden im Berichtsjahr aufgrund des schwächeren Marktes, wie in Malaysia oder Indonesien, weniger Mitarbeiter beschäftigt als noch im Vorjahr. Der hohe Auftragsbestand führte in Summe zu einem Anstieg der Mitarbeiterzahl im Bau, wobei der Zuwachs vor allem bei den Beschäftigten stattfand, die projektbezogen eingestellt wurden. Mitarbeiter nach Segmenten![]() Mitarbeiter nach Beschäftigungsverhältnis![]() Im Segment Maschinen hat sich die Mitarbeiterzahl leicht reduziert. Der überwiegende Teil des Rückgangs ist auf die Werke im Fernen Osten (9 Mitarbeiter) und bei unserer deutschen Tochterfirma in Peine (13 Mitarbeiter) zurückzuführen. Weiterhin ist es ein wichtiges Ziel, die Stammbelegschaft an das Unternehmen zu binden, was uns auch im vergangenen Jahr gut gelungen ist. Im Segment Resources wurden aufgrund von Restrukturierungen, der Neuausrichtung des Segments und wegen der schwachen Marktlage im Miningbereich weiter Mitarbeiter reduziert. Einen wesentlichen Anteil am Rückgang hatten die Tochterfirmen in Jordanien (73 Mitarbeiter) und in den Vereinigten Arabischen Emiraten (25 Mitarbeiter). Auch in Deutschland mussten Mitarbeiter abgebaut werden. Aus- und WeiterbildungEine wichtige gesellschaftliche Aufgabe sehen wir darin, den Start junger Menschen ins Berufsleben aktiv mitzugestalten. Im Jahr 2015 waren 245 (Vorjahr: 248) Azubis bei Bauer in Deutschland beschäftigt. Der Großteil erlernte den Beruf des Industrie- bzw. Konstruktionsmechanikers, des Elektronikers, des Industriekaufmanns oder des Baugeräteführers. Insgesamt bilden wir junge Menschen in rund 20 verschiedenen Berufen aus. Mitarbeiter nach Regionen![]() Schon während der Studienzeit bieten wir Möglichkeiten wichtige Praxisluft zu schnuppern. Wir betreuen Bachelor- oder Masterstudenten bei der Erstellung ihrer Abschlussarbeiten und geben durch Praktika spannende Einblicke in unsere unternehmerische Tätigkeit. Darüber hinaus bieten wir in Kooperation mit der Hochschule Ingolstadt den dualen Studiengang im Fach Maschinenbau an. Die BAUER Training Center GmbH steht sowohl unseren Mitarbeitern, Kunden und Partnern als auch externen Interessierten in allen Fragen der Fort- und Weiterbildung als kompetenter Ansprechpartner zur Seite. Maßgebliches Ziel ist die stetige Verbesserung und Professionalisierung der Schulungsmaßnahmen wie auch eine bedarfsorientierte Erhöhung des Angebots. 2015 betrug das Budget der BAUER Training Center GmbH rund 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR). Es wurden insgesamt 562 (Vorjahr: 475) interne und externe Seminare sowie externe Tagungen besucht. VielfaltDie Mitarbeiter der BAUER Gruppe kommen buchstäblich aus aller Welt. Im Jahr 2015 waren Mitarbeiter aus 77 unterschiedlichen Nationen bei uns beschäftigt - Menschen verschiedenster Kulturen und Ethnien, die sich auf allen Kontinenten für die Erreichung unserer gemeinsamen Ziele einsetzen. Mit ihren unterschiedlichen Weltanschauungen und Sichtweisen, Erfahrungen und Eigenschaften prägen sie unsere Unternehmenskultur. Deshalb ist die Förderung von Vielfalt seit vielen Jahren fest in unseren Unternehmenszielen verankert. Wir bieten allen Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion, Alter, Geschlecht oder sexueller Orientierung, dieselben Möglichkeiten, zum Unternehmenserfolg beizutragen. Sowohl bei der Einstellung als auch bei der Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter legen wir großen Wert auf eine Beurteilung, die ausschließlich auf Persönlichkeit und Qualifikation beruht. Im Konzern lag der Frauenanteil im Jahr 2015 bei etwa 11 %, was im Wesentlichen auf die technische Ausrichtung unseres Geschäfts und die niedrigen Bewerberzahlen von Frauen für diese Berufe zurückzuführen ist. INVESTITIONENAngesichts der allgemeinen Wirtschaftslage haben wir die Investitionen im Jahr 2015 gegenüber früheren Jahren relativ niedrig, in etwa auf Höhe der Abschreibungen, gehalten. Dies war aufgrund der umfangreichen Investitionen in unsere Werke in den Vorjahren möglich. Die Technologieentwicklung ist in unserem Geschäft schneller geworden, so dass eine Steigerung der Leistung in der Zukunft wieder höhere Investitionen verlangen wird. Im Segment Bau haben wir weiter in unsere Geräteausstattung investiert, um den Anforderungen des Marktes nach immer leistungsfähigeren Maschinen für Spezialprojekte nachzukommen. Seit Jahren spüren wir den Trend, dass internationale Infrastrukturprojekte immer größere Volumina erreichen und vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigen, die nur mit immer größeren Maschinen hergestellt werden können. Dies verlangt höhere Einzelinvestitionen, bietet uns aber auch neue Marktchancen. Im Speziellen haben wir uns auch auf Investitionen zur Ausstattung unserer Baustellen mit moderner Kommunikationstechnik konzentriert. Im Maschinenbau dienten die Investitionen im Wesentlichen der Modernisierung des Geräteparks der Fertigungsstätten. Auch im Segment Resources wurde im Jahr 2015 nur auf niedrigem Niveau investiert. Die Investitionen dienten der Modernisierung der bestehenden Produktionsanlagen. Die BAUER Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2015 91,0 Mio. EUR (Vorjahr: 72,7 Mio. EUR) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen beliefen sich im Konzern auf 81,1 Mio. EUR (Vorjahr: 78,8 Mio. EUR). Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Konzern 13,2 Mio. EUR (Vorjahr: 15,8 Mio. EUR). Bei der BAUER AG betrug der Anlagenzugang im Geschäftsjahr 2015 6,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR). Dem stehen Abschreibungen von 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR) gegenüber. Auch im Jahr 2016 werden wir die Investitionen im Rahmen der Abschreibungen halten. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGDie BAUER Gruppe wandte im Geschäftsjahr 2015 erneut erhebliche Beträge zur Entwicklung neuer Bauverfahren und Maschinen sowie für Forschungszwecke auf. Im Mittelpunkt stehen dabei die Neu- und Weiterentwicklung der unterschiedlichen Geräte für den Spezialtiefbau, der passenden Bohrwerkzeuge und Anbaugeräte sowie der Tiefbohrtechnik. Dazu kommen die Neuentwicklung sowie die Optimierung von Anwendungen und Verfahren auf den Baustellen. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der BAUER Gruppe ist dezentral organisiert. In den zur BAUER Maschinen GmbH gehörenden Unternehmen hat jede größere Produktgruppe einen eigenen Entwicklungsbereich, der sich voll auf die entsprechenden Geräte, wie beispielsweise Drehbohrgeräte oder Ankerbohrgeräte, konzentriert. Innerhalb der BAUER Maschinen GmbH ist das vielfältige Produktportfolio auf Geschäftsbereiche aufgeteilt, die ihre Gerätefamilien ständig weiterentwickeln und in ihrem Segment für Innovation sorgen. Die zentrale Entwicklungsabteilung entwickelt die Technologien und Komponenten einer Maschine, die in mehreren Produktgruppen Anwendung finden. Auch die grundlegende Forschungsarbeit ist in der zentralen Entwicklung angesiedelt. Die Entwicklungsarbeit der Tochterfirmen der BAUER Maschinen GmbH ordnet sich in das beschriebene System ein. Unsere Baubereiche haben ebenfalls eigene Entwicklungskapazitäten. Insbesondere unterhält die BAUER Spezialtiefbau GmbH eine Abteilung für Bautechnik, die neue Verfahren entwickelt und Grundlagenforschung betreibt. Für Forschungstätigkeiten, die konzernübergreifend von Bedeutung sein können, werden über die BAUER Forschungsgemeinschaft interne und externe Aufträge zu Forschungsthemen vergeben. Manchmal entstehen aus einfachen Ideen herausragende neue Techniken, die unsere Unternehmen technologisch voranbringen. Diese Art der Gesamtorganisation der Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat sich sehr bewährt. Durch schnelle Entscheidungen und hohe Flexibilität können alle Produkte auf dem neuesten Stand gehalten sowie neue Ideen und Marktanforderungen schnell umgesetzt werden. In der Maschinenentwicklung ist im vergangenen Jahr besonders an der ValueLine, den für das Kellybohren optimierten Drehbohrgeräten, gearbeitet worden. Es wurde eine neue Generation von Drehbohrgeräten aufgelegt: Die mittlere Plattformreihe, die für Bohrpfähle mit einem Durchmesser von bis zu 2,5 Metern und einer Bohrtiefe von bis zu 70 Metern ausgelegt ist, umfasst die BG 26 und die BG 30. Die Fokussierung auf diese beiden Geräte bietet den Vorteil, dass die Maschinen technisch eng aufeinander abgestimmt und die Bauteile damit modellübergreifend austauschbar sind. Kernelement ist die mittlere Plattformreihe des gemeinsamen Grundgerätes BT, das komplett von Bauer konstruiert und gebaut wurde. Mit diesem durchdachten Baukastenkonzept können kostengünstig verschiedene Gerätegrößen der Maschinen aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen konfiguriert werden. Der moderne und hochfunktionelle Träger punktet nicht nur mit höchsten Sicherheitsstandards und sehr niedrigen Lärmemissionswerten. Große Querschnitte in den Hydraulikleitungen sorgen für einen optimalen Wirkungsgrad, was sich direkt auf den Kraftstoffverbrauch niederschlägt. Eine integrierte Serviceplattform ermöglicht einen einfachen und sicheren Zugang für alle Wartungsarbeiten am Oberwagen. Durch das Öffnen der Verkleidung wird ein Trittrost aus dem Oberwagen herausgezogen, der ein Bestandteil des Türsystems ist. Die seitliche Verkleidung dient dabei als Absturzsicherung. Dieses Sicherheitssystem ist weltweit einzigartig und setzt im Bereich Health, Safety & Environment einen neuen Standard. Vom Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V wurde es mit dem VDBUM-Förderpreis 2016 ausgezeichnet. Im Forschungsbereich wurde die BAUER Maschinen GmbH mit der MIDOS-Technologie, die bei diversen Offshore-Gründungen eingesetzt werden kann, für den Bauma-Innovationspreis 2016 nominiert. MIDOS (Mixed Drilled Offshore Steel) basiert auf dem Mixed-in-Place-Verfahren, das herkömmlich im Spezialtiefbau verwendet wird. Hierbei wird ein Stahlrohr in den Boden eingeführt, in dessen Innerem zeitgleich ein Mischwerkzeug den anstehenden Boden mit Zement vermischt. So wird der Pfahl in einen stabilen Mischkörper aus Sand und Zement eingebettet. Aufgrund seiner hohen Tragfähigkeit und seiner schnellen Herstellung bietet sich diese Technologie als eine wirtschaftliche Gründungsmethode für Offshore-Plattformen auch bei schwierigen geologischen Voraussetzungen in kalkhaltigen Sanden an. Die Lärmentwicklung ist dabei gegenüber der Rammtechnik nahezu vernachlässigbar. Das Verfahren eignet sich somit vor allem für den Einsatz in lärmsensiblen Küstenregionen. Mit MIDOS bietet Bauer somit die Zukunftslösung für Offshore-Gründungen aller Art. Zur Steigerung der Sicherheit und Effizienz von tiefen Geothermiebohrungen wurde in dem 2015 erfolgreich abgeschlossenen Forschungsprojekt AUTIG (Automatisierte Bohrtechnik für tiefe Geothermie) ein Konzept zum Bau einer vollautomatisierten Tiefbohranlage erarbeitet. Hierbei kann die Anzahl der Personen im Arbeitsbereich der Maschine reduziert werden, um die Sicherheit, aber auch die Wirtschaftlichkeit der Bohrungen zu erhöhen. Viele Konzepte und Innovationen aus dem Projekt, wie die hochmoderne Steuerungstechnik und der hohe Automatisierungsgrad der Anlagen, waren auch die Voraussetzung dafür, dass Bauer mit Schlumberger ein Joint Venture für den Bau von Tiefbohranlagen gründen konnte. Unsere Leistungen beschränken sich seit etlichen Jahren nicht mehr nur auf den Bereich des Spezialtiefbaus. Die BAUER Gruppe versteht sich heute als Produzent von Geräten und als Dienstleister für alle Themen, die mit Boden und Grundwasser zu tun haben. So wurden in vielen Bereichen des Konzerns noch etliche weitere Entwicklungen getätigt, die sich beispielsweise mit neuen Rohren für den Leitungsbau, mit Wasserreinigung durch unterschiedlichste Methoden oder mit modernen Materialien für den Einsatz in der Geotechnik befassen. Einem modernen Innovationsmanagement wird in allen Konzernbereichen größte Aufmerksamkeit geschenkt. Forschung und Entwicklung in der BAUER Gruppescroll
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Im Maschinenbau wenden wir gut 3,3 % (inkl. innerbetrieblichem und projektbezogenem Aufwand) des entsprechenden Gesamtkonzernleistungsanteils für Forschung und Entwicklung auf. In diesem Bereich sind 186 Mitarbeiter tätig, dazu kommen Mitarbeiter von Ingenieurbüros und Praktikanten. Die Anstrengungen für Forschung und Entwicklung werden planmäßig auf hohem Niveau weitergeführt, um den Anforderungen der sich immer schneller verändernden Märkte gerecht werden zu können. Im Bausegment liegt der Aufwand für Forschung und Entwicklung bei 0,4 %, im Segment Resources bei 0,6 % des Gesamtkonzernleistungsanteils. Zur Vorbereitung und Konzipierung von Baustellen wenden wir weitere erhebliche Mittel auf. HEALTH SAFETY ENVIRONMENT (HSE)Für die BAUER Gruppe ist Health, Safety & Environment (HSE) ein unverzichtbarer Bestandteil bei der Herstellung und Entwicklung all ihrer Produkte, Dienstleistungen und Betriebsabläufe. Durch weltweit gültige Standards im Bereich HSE haben wir für alle Unternehmen ein einheitliches HSE-Managementsystem geschaffen. Durch ständige Überprüfung unserer Leistungen und durch den Vergleich mit den gesetzten Zielen und Vorgaben wollen wir eine stetige Verbesserung unseres HSE-Systems und somit die konsequente Minimierung unserer Unfall- und Schadensquoten erreichen. Die Umsetzung unserer Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltpolitik ist zentrale Aufgabe der jeweiligen Führungskräfte und wird im Rahmen von Audits innerhalb des Konzerns regelmäßig überprüft. Die Wirksamkeit von Arbeitsschutzmaßnahmen in unserem Unternehmen wird im hohen Maße vom Verhalten unserer Mitarbeiter bestimmt. Wir engagieren uns deshalb in vielfältiger Weise, um das Bewusstsein für das Thema Arbeitssicherheit im gesamten Konzern zu stärken. So bieten wir regelmäßige Schulungen im Bereich HSE an. Auf unseren Baustellen sowie allen unseren Produktionsstätten finden wöchentliche Sicherheitsbesprechungen statt. Damit erreichen wir ein besseres Verständnis und eine größere Akzeptanz bei den Mitarbeitern unserer Unternehmen. Als weltweit agierendes Unternehmen tragen wir eine besondere Verantwortung für unsere Umwelt. In allen Bereichen unseres Unternehmens legen wir deshalb großen Wert darauf, sie zu schützen und schonend mit den natürlichen Ressourcen umzugehen. Das Umweltmanagement bei Bauer ist neben den Themen Gesundheit und Sicherheit wesentlicher Bestandteil der übergreifenden HSE-Politik. Im Rahmen von internen HSE-Audits überprüfen wir laufend die Umsetzung unserer Umweltpolitik. QUALITÄTQualitativ hochwertige Produkte, Dienstleistungen und Geräte sind die Voraussetzung für die Zufriedenheit unserer Kunden und der Schlüssel unseres Erfolgs. Um die vielfältigen Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden bestmöglich erfüllen zu können, legen wir großen Wert darauf, den hohen Qualitätsstandard in unseren Unternehmen zu bewahren und, wo immer möglich, auszubauen. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Themen Ethik, Sicherheit und Gesundheitsschutz, Umweltverträglichkeit sowie Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Unser Qualitätsmanagementsystem basiert auf der ISO 9001 sowie den relevanten Rechts- und Industrienormen. Das Erreichen der geplanten Qualitätsziele wird anhand von Kennzahlen und Audits regelmäßig überprüft. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse finden Eingang in regelmäßige Schulungen. Wir motivieren unsere Mitarbeiter, indem wir durch die Vorgesetzten den Einsatz für Qualität vorleben, ihnen herausfordernde Ziele setzen, ausreichend Verantwortung übertragen und gute Leistungen anerkennen. Nur durch eine aktive Mitarbeit können Arbeitsziele in kurzer Zeit erreicht werden. Anfang 2015 hat sich die BAUER Maschinen GmbH einem Audit durch das American Petroleum Institute (API), dem größten Interessensverband der Öl- und Gasindustrie einschließlich der petrochemischen Industrie in den USA, unterzogen. Hierfür hat die BAUER Maschinen GmbH die gesamte Managementdokumentation aktualisiert und die Norm ISO 9001 um die Forderungen der API Q1 ergänzt. Die Zertifizierung nach API Q1 konnte somit erfolgreich erlangt werden. VI. RECHTLICHE ANGABENVERGÜTUNGSBERICHTDer Vergütungsbericht stellt das Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Gesamtbezüge des Vorstands dar und erläutert Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats. Vergütung des VorstandsDem Vorstand der BAUER AG gehörten im Berichtsjahr unverändert drei Mitglieder an. Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Präsidial- und Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Das Aufsichtsratsplenum beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand nach Vorprüfung im Präsidial- und Personalausschuss. Das Vergütungssystem für den Vorstand hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Dabei wird berücksichtigt, dass die Gesamtvergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft steht. Die Vergütung jedes Vorstandsmitglieds setzt sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten, dabei im Wesentlichen einem fixen Grundgehalt, das in Monatsraten ausbezahlt wird, und einer erfolgsabhängigen Komponente in der Form einer jährlichen variablen Tantieme zusammen. Nach dem Ermessen des Aufsichtsrats bemisst sich die variable Tantieme aufgrund kurzfristiger als auch langfristiger Bewertungskriterien, wobei die kurzfristigen Bewertungskriterien bei der variablen Vergütung im Verhältnis zu den langfristigen Bewertungskriterien gleich gewichtet werden. Kriterien für die Festlegung der fixen Vorstandsvergütung bilden die Aufgabenverteilung, die Leistungen des Vorstands, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe. Insgesamt sind für die Vergütung Höchstgrenzen festgelegt. Die variable Vergütung ist für jedes Vorstandsmitglied durch eine individuell festgelegte Maximaltantieme beschränkt. Diese Maximaltantieme stellt die Tantiemenobergrenze bei normalem Geschäftsgang dar und wird bei Erreichung aller Ziele ausbezahlt. Bei außergewöhnlichem Geschäftsgang können diese Werte bis zum 1,8-fachen überschritten werden. Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels kurzfristiger Bewertungskriterien bilden die Leistungen des Vorstandsmitglieds im vergangenen Geschäftsjahr und die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe auf der Basis der Planerreichung im Berichtsjahr, insbesondere der Erreichung der Ergebnis- und Leistungsziele unter Berücksichtigung der Konjunkturentwicklung. Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels langfristiger Bewertungskriterien bilden der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe und die Leistungen des Vorstands bezogen auf diese Kriterien. Hierbei werden die Entscheidungen des Vorstands in Bezug auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in den vergangenen drei Geschäftsjahren und deren Auswirkungen auf die Erreichung einer langfristigen Unternehmensstabilität bewertet. Kriterien hierfür sind die langfristigen Ergebnis- und Umsatzchancen, eine nachhaltige Personalentwicklung entsprechend der Zukunftsperspektiven der Unternehmensgruppe, die Entwicklung der Firmenkultur, die Entwicklung der Zusammenarbeit im Unternehmen, die Sicherung des Unternehmensfriedens, die strategische Markt- und Produktentwicklung, das Risiko- und Sicherheitsmanagement, die langfristige finanzielle Stabilität und die Qualität der Finanzkennzahlen bezogen auf die jeweilige Wirtschaftssituation. Zur Beurteilung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird der Anteil der variablen Vergütung in Relation zum fixen Grundgehalt gesetzt und verglichen. Weiter wird die Vorstandsvergütung mit ihrem fixen Gehaltsbestandteil, mit ihrem variablen Anteil sowie insgesamt mit der üblichen Vergütung der Vorstände anderer börsennotierter und branchengleicher bzw. -ähnlicher Unternehmen in Deutschland verglichen (horizontaler Vergleich). Der vertikale Vergleich erfolgt in zwei Stufen: Zum einen werden die Vorstandsgehälter mit den Geschäftsführergehältern der großen Tochterunternehmen der BAUER Gruppe verglichen, zum anderen werden die Vorstandsgehälter mit der Gehaltsgruppe A VIII des in der Firmengruppe anwendbaren Tarifvertrages zur Regelung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes in Relation gesetzt. Außerdem wird die Vergütung so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist. Die Hauptversammlung vom 30. Juni 2011 hat für die Geschäftsjahre 2011 bis 2015 beschlossen, dass im Jahres- und Konzernabschluss der BAUER AG keine individualisierten Angaben über die Bezüge der Vorstandsmitglieder gemacht werden und hat insofern von der gesetzlichen Ermächtigung in den §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr 1.274 TEUR (Vorjahr: 1.150 TEUR). Davon sind 1.124 TEUR (Vorjahr: 1.090 TEUR) erfolgsunabhängige und 150 TEUR (Vorjahr: 60 TEUR) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten. Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Versorgungsaufwand (Service Costs) in Höhe von 155 TEUR (Vorjahr: 159 TEUR) entstanden. Das festgelegte Basisgehalt zur Berechnung der Altersversorgungsleistungen ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende 5.537 TEUR (Vorjahr: 5.531 TEUR). Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigung individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen. Vergütung des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der BAUER AG besteht aus zwölf Mitgliedern. Die Bemessung der Aufsichtsratsvergütung ist in der Satzung der BAUER AG im Einzelnen festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit etwa zur Last fallenden Umsatzsteuer eine im Monat Dezember des Geschäftsjahres zahlbare Jahresgrundvergütung in Höhe von 18 TEUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter das 1,5-fache dieser Vergütung. Die Grundbeträge erhöhen sich um 10 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats. Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss in dem Geschäftsjahr mindestens zweimal getagt hat. Ausgenommen von dieser Vergütungsregelung ist die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss. Veränderungen im Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen werden bei der Vergütung im Verhältnis der Amtsdauer berücksichtigt; dabei erfolgt eine Auf- oder Abrundung auf volle Monate nach kaufmännischer Regel. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht. Im Geschäftsjahr 2015 betrug die Gesamtvergütung aller Aufsichtsratsmitglieder netto 254 TEUR (Vorjahr: 254 TEUR). SonstigesKredite oder Vorschüsse wurden im Berichtsjahr an Organmitglieder nicht gewährt und zu ihren Gunsten wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Wertpapierorientierte Anreizsysteme für Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder der BAUER AG oder für Mitarbeiter der Unternehmensgruppe in Deutschland bestehen grundsätzlich nicht. Für die Mitglieder von Organen der BAUER AG sowie aller verbundenen Unternehmen im In- und Ausland, an denen eine Mehrheitsbeteiligung besteht, wird von der BAUER AG eine D&O-Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung unterhalten. Darin ist ein angemessener Selbstbehalt für die Versicherten vereinbart. Für die Mitglieder des Vorstands wurde in der D&O-Versicherung der gesetzlich vorgesehene Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds im Berichtsjahr vereinbart. Die Vorstandsmitglieder sollen Aufsichtsratsmandate und sonstige administrative oder ehrenamtliche Funktionen außerhalb des Unternehmens nur in begrenztem Umfang übernehmen. Die Vorstandsmitglieder dürfen ohne Einwilligung des Aufsichtsrats weder ein Handelsgewerbe betreiben noch im Geschäftszweig der Gesellschaft für eigene oder fremde Rechnung Geschäfte tätigen. Sie dürfen ohne Einwilligung auch nicht Mitglied des Vorstands oder Geschäftsführer oder persönlich haftender Gesellschafter einer anderen Handelsgesellschaft sein. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben des Vorstands führt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung. Vergütung Aufsichtsrat (ohne Umsatzsteueranteil und Auslagenersatz)scroll
ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABENIm Folgenden sind die nach §§ 315 Abs. 4, 289 Abs. 4 HGB geforderten Angaben zum 31. Dezember 2015 dargestellt. Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt unverändert 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung -mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG - je eine Stimme. Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer und die BAUER Stiftung, Schrobenhausen, halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie Beschränkungen der Übertragbarkeit der Aktien der Poolbeteiligten. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt. Keiner der Aktionäre hat Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es keine Stimmrechtskontrolle der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer. Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 27. Juni 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Juni 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. Juni 2019 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion am Handelstag ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden. Die aufgrund der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem gegen Sachleistung veräußert werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen oder Unternehmen, Unternehmensteile, Unternehmensbeteiligungen oder andere Vermögensgegenstände zu erwerben. Die vorbezeichneten Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt. <<< Im Königreich Bhutan, am Ufer des Flusses Mangdechhu, entsteht ein neues Wasserkraftwerk. Bauer führte insgesamt 4.575 m2 Schlitzwand aus, um das Eindringen von Grundwasser aus dem abgeleiteten Fluss in die Baugrube zu kontrollieren. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, SatzungsänderungenDie Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der BAUER AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und §§ 30 ff. MitbestG in Verbindung mit § 5 und § 6 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand hat gemäß der Satzung aus mindestens zwei Personen, die vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt werden, zu bestehen. Derzeit sind drei Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestellt und ein Vorsitzender des Vorstands sowie ein Arbeitsdirektor sind ernannt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit von Vorstandsmitgliedern jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Die Bestellung und die Wiederbestellung bedürfen eines Aufsichtsratsbeschlusses, der grundsätzlich frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Präsidial- und Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands vor und befasst sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung im Vorstand. Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 AktG mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen. Nach § 12 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen. Change-of-ControlDie BAUER AG hat zusammen mit weiteren Konzernunternehmen einen Konsortialkreditvertrag ausnutzbar bis zu einem Betrag in Höhe von 450 Mio. EUR abgeschlossen, der für den Fall eines Kontrollwechsels oder einer Kontrollerlangung die Kreditgeber zur Kündigung der Kreditzusagen berechtigt. Ein Kontrollwechsel bezeichnet im Sinne dieses Konsortialvertrages einen Zustand, in dem die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer in Summe direkt über weniger als 40 % der Kapitalanteile oder der Stimmrechte der BAUER AG verfügen. Eine Kontrollerlangung tritt ein, wenn in Summe direkt oder indirekt mehr als 50 % der Kapitalanteile oder Stimmrechte an der BAUER AG von einer oder mehreren gemeinschaftlich handelnden Personen (ausgenommen die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer) gehalten werden. Des Weiteren sehen mehrere langfristige Darlehen mit einem Darlehensstand zum Bilanzstichtag von insgesamt 178,5 Mio. EUR, die die BAUER AG zusammen mit anderen Konzernunternehmen als Darlehensnehmerin bzw. Garantin vereinbart hat, für den Fall eines Kontrollwechsels an der BAUER AG ein außerordentliches Kündigungsrecht des jeweiligen Darlehensgebers vor. Dabei liegt ein Kontrollwechsel vor, wenn ein Dritter, der nicht dem Kreis der bestehenden Hauptaktionäre zuzurechnen ist, mittelbar oder unmittelbar die Kontrolle über mindestens 30 % der Stimmrechte oder die Mehrheit des ausstehenden Grundkapitals der BAUER AG erwirbt. In Anspruch genommene Kreditbeträge müssten im Falle der Kündigung getilgt werden. Für neue Inanspruchnahmen stünde die jeweils gekündigte Kreditlinie nicht mehr zur Verfügung. Darüber hinaus bestehen in der Firmengruppe weitere kurzfristige und langfristige Kreditverträge, die im Falle eines Kontrollwechsels ein außerordentliches Kündigungsrecht unter den vereinbarten marktüblichen Bedingungen vorsehen. VII. NACHTRAGSBERICHTVorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen. VIII. RISIKO- UND CHANCENBERICHTRISIKOBERICHTGRUNDPRINZIP DES RISIKOMANAGEMENTSIm Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken nicht denkbar. Echte Risiken resultieren aus nicht planbaren Ereignissen, die sowohl Gefährdungen als auch Chancen mit sich bringen können. Für uns bedeutet Risikomanagement daher nicht nur einseitig die Reduzierung von Gefahren, sondern zugleich das bewusste Umgehen mit Chancen. Ziele des Risikomanagements sind die Absicherung unserer Unternehmensziele, die Steigerung unseres Unternehmenswerts und die Reduzierung von Risikokosten. Die Aufgaben des Risikomanagements sind, über die gesamte Wertschöpfungskette vorhandene und zu erwartende Risiken zu erkennen, zu analysieren, zu bewerten und zu überwachen sowie Maßnahmen abzuleiten. Dabei werden sowohl Risiken betrachtet, die von außen auf unsere Unternehmen einwirken als auch Risiken, die intern entstehen. Unser Risikomanagement basiert auf einem eher risikoscheuen Grundverständnis, das heißt es zielt darauf ab, eher gegen drohende Risiken abzusichern, als kurzfristige Gewinnchancen zu realisieren. Existenzgefährdende Risiken gehen wir grundsätzlich nicht ein. RisikomanagementsystemUnser Risikomanagementsystem basiert auf der vom Vorstand festgelegten Risikopolitik und regelt den Umgang mit Risiken innerhalb der BAUER Gruppe. Es definiert eine einheitliche Methodik, die für alle Segmente und deren Gesellschaften gültig ist. Es wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Unser Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil unseres Managementsystems und dient, wie alle unsere Managementsysteme, als Instrument der wert- und erfolgsorientierten Unternehmenssteuerung. Im Rahmen von Audits wird seine Umsetzung regelmäßig geprüft und im Rahmen von Management Reviews seine Wirksamkeit kontinuierlich verbessert. Darüber hinaus überprüfen unsere Abschlussprüfer jährlich, inwieweit unser Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Ihre Anregungen werden zur Verbesserung des Systems aufgenommen. Die Prozessschritte des Risikomanagements sind: Identifikation, Bewertung, Steuerung von Maßnahmen und Überwachung. Für die Identifikation von Risiken wurden Risikokategorien definiert und einzelne Risikofelder zugeordnet. Dadurch werden Schwerpunkte gesetzt. Risikokategorien in der BAUER Gruppe sind: Strategische Risiken, Marktrisiken, Finanzmarktrisiken, politische und rechtliche Risiken, Organisations- und Führungsrisiken, Risiken aus der Wertschöpfungskette und Risiken durch Unterstützungsprozesse. Diese Risiken werden zur Gruppe der latenten Risiken zusammengefasst und in einem gemeinsamen Prozess im Rahmen unseres Risikomanagements behandelt. Im Gegensatz dazu werden Projektrisiken, ihrer Natur und Bedeutung entsprechend, in einem weiteren und hiervon unabhängigen Prozess behandelt. Der Identifizierungs- und Bewertungsprozess der latenten Risiken erfolgt zweimal jährlich im Rahmen von Arbeitstreffen mit dem jeweiligen Management unserer relevanten Gesellschaften und wird gemeinsam mit den Abteilungs- und Zentralfunktionsleitern sowie einzelnen Spezialisten durchgeführt. Dieser Prozess stellt sicher, dass potenzielle neue und bekannte Risiken und Chancen auf Managementebene zur Diskussion gestellt werden. Nach der strukturierten Risikoidentifikation erfolgt die Bewertung der Risiken anhand einer Relevanzskala. Relevante Risiken oberhalb eines bestimmten Schwellenwerts werden anhand von Szenarien quantifiziert. Planungsrisiken werden basierend auf Erfahrungswerten anhand von Standardabweichungen eingeschätzt. Auf Konzernebene werden die Risiken aus den Teilkonzernen konsolidiert. Nach erfolgter Bewertung werden risikospezifische Bewältigungsmaßnahmen festgelegt. Soweit möglich und sinnvoll, haben wir für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen, um unseren Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Die Überwachung der jeweiligen Risiken obliegt den Risikoverantwortlichen aus den operativen Bereichen. Die Wirkungen der Einzelrisiken werden im Kontext der Unternehmensplanung mittels der Risikosimulation aggregiert. Dies bedeutet, dass in unabhängigen Simulationsläufen mit Hilfe von Zufallszahlen die Gewinn- und Verlustrechnung eines Geschäftsjahres mehrere tausend Mal durchgespielt wird (Monte-Carlo-Simulation). <<< Unser Kunde Drill Tech Drilling & Shoring, Inc. setzte bei einem Kraftwerksrückbau in Eureka in Kalifornien auf den Einsatz einer BG 50. Bei den Arbeiten auf der Baustelle erreichte der Gigant unter den Drehbohrgeräten eine Mischtiefe von rund 52 m - mehr als jemals zuvor mit einer kellygeführten CSM-Einheit erzielt wurde. Die Risikoanalyse, bestehend aus Identifikation, Bewertung und Maßnahmenfestlegung, wird mindestens halbjährlich durchgeführt. Jährlich erfolgt eine Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Das System wird kontinuierlich gepflegt und sowohl qualitativ als auch strukturell im Rahmen der Einbindung weiterer Konzernunternehmen ständig verbessert. Um akute Risiken zu kommunizieren, wird die reguläre Risikoanalyse durch eine Sofortmeldungs-Berichterstattung ergänzt. Unser Risikomanagementsystem erfasst sowohl Risiken als auch Chancen. Behandlung von ProjektrisikenProjektrisiken sind die wesentlichen Leistungsrisiken und damit untrennbarer Bestandteil der Segmente Bau und Resources, also überall dort, wo Baudienstleistungen oder Anlagenbau auf dem Gelände des Kunden erbracht werden. Damit einhergehende Risiken, wie Baugrundrisiko und aufgrund des Individualcharakters jedes Einzelprojektes auch Vertrags-, Termin- und Schadensrisiken, können in Einzelfällen so unglücklich kumulieren, dass sie zwar nicht für den Konzern, wohl aber für kleinere Tochterfirmen bestandsgefährdend sein können. Für alle relevanten Projekte oberhalb niedriger Schwellenwerte werden vor Angebotslegung systematisch alle denkbaren Risiken und Chancen identifiziert, analysiert, bewertet und geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken und zur Verfolgung der Chancen festgelegt. Bei laufenden Projekten werden die Risiken im Rahmen des kontinuierlichen Projektcontrollings und Projektmanagements analysiert, das heißt identifiziert, bewertet und mit Maßnahmen hinterlegt. Jedes Projekt wird einer Risikoklasse zugeordnet und, entsprechend seiner Risikoklasse, in der Organisation eskaliert und ist somit einem strikten Genehmigungsprozess unterworfen. Die Einteilung der Risikoklassen erfolgt zum einen auf Basis von definierten Checklisten nach dem K.O.-Prinzip, um Fehleinstufungen in eine zu niedrige Risikoklasse zu verhindern. Zum anderen erfolgt sie auf Basis des für das Projekt ermittelten Schadenspotentials, wobei das jeweils ungünstigere Ergebnis maßgeblich ist. Die dabei ermittelten Risikoklassen werden auch bei den Kalkulationszuschlägen zur Abdeckung der ermittelten Risiken berücksichtigt. Das System wurde für die Unternehmensteile über Jahre hinweg mit entsprechenden Projektrisiken weiterentwickelt und in seiner Anwendung auf die relevanten Unternehmungen ausgeweitet. RisikenNachfolgend beschreiben wir potentielle Risiken, die bedeutende Auswirkungen auf unsere Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können, und geben eine Einschätzung der Relevanz für unser Geschäft. Die Aufgliederung erfolgt nach den gleichen Risikokategorien, die wir auch in unserem Risikomanagementsystem verwenden. Die Risikofelder wurden aggregiert. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen alle nachfolgend beschriebenen Risiken alle unsere Segmente. STRATEGISCHE RISIKENGeschäftsfeldstrukturDen strategischen Risiken aus der Geschäftsfeldstruktur des Konzerns begegnen wir durch die Aufteilung unseres Geschäfts in die Segmente Bau, Maschinen und Resources und verfolgen damit das Ziel, eine bessere konjunkturelle Unabhängigkeit vom Bau zu erzielen. Das Segment Maschinen wird durch den Einstieg in die Tiefbohrtechnik und durch den Bau von Maschinen für den Bergbau seine Abhängigkeit vom Geschäftsbereich Bau weiter reduzieren können. Die Struktur unserer Geschäftsfelder betrachten wir als mittleres Risiko. Relevanzskala der BAUER Gruppescroll
Marken, Image, PRDie Marke Bauer ist insbesondere im Segment Maschinen ein Kaufkriterium, da sie für hohe Qualität bekannt ist. Negative Einflüsse auf unser Image, sei es durch veröffentlichte Arbeitsunfälle oder Qualitäts- und Servicemängel, können zu einer sinkenden Nachfrage unserer Maschinen führen. Dieses Risiko minimieren wir unter anderem durch unser ausgeprägtes Qualitäts- und HSE-Managementsystem. Das Risiko eines Imageschadens betrachten wir als mittleres Risiko. MARKTRISIKENAbsatzmarktrisikenSeit jeher gehört es zu unseren strategischen Grundlagen, den Risiken der Absatzmärkte durch eine mehrgliedrige Aufstellung zu begegnen. Während der Maschinenbau auf Konjunkturzyklen im Bau zwar phasenverschoben, aber eben noch stark beeinflusst reagiert, ist mit der Gründung des Segments Resources die konjunkturelle Abkopplung von den Bauzyklen deutlich besser gelungen. Unsere Strategie, die Geschäfte in jedem Segment weltweit auf viele Märkte zu verteilen, reduziert das gesamte Risiko nochmals, so dass für den Konzern bei Schwächung oder Ausfall einzelner regionaler Märkte kein gravierendes Gesamtrisiko besteht. Darüber hinaus sind wir durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs zügig von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Diese Strategie hat sich bei verschiedenen regionalen Krisensituationen der Vergangenheit bewährt und negative Auswirkungen auf das Gesamtergebnis abgemildert. Auch in unserem Segment Resources konnte die Internationalisierung bereits vorangetrieben werden. Die Absatzmarktrisiken bewerten wir als mittleres Risiko. WettbewerbsumfeldGerade im Segment Maschinen agieren wir in wettbewerbsintensiven und preissensiblen Märkten. Der chinesische Baumarkt und entsprechend überproportional auch der chinesische Baumaschinenmarkt sind in der Vergangenheit entsprechend der Politik des Landes extrem dynamisch gewachsen. In der Folge entstanden große Produktionskapazitäten für Baumaschinen. Da der chinesische Baumarkt seit 2012 immer wieder stagniert, geht der Bedarf nach neuen Geräten zum Teil überproportional stark zurück. Durch die entstandenen Überkapazitäten im Land stehen Preise und Margen phasenweise spürbar unter Druck. Um unsere Wettbewerbssituation in China nachhaltig zu verbessern, wurden intensive Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet. So wurde vor allem die Fertigung, aber auch das Sourcing in hohem Maße lokalisiert und unter Beibehaltung der gewohnt hohen Qualität weiter professionalisiert. Darüber hinaus wurde der After-Sales-Service als stabilisierender Faktor zum Neugeschäft in allen Märkten weiter ausgebaut. Durch die anerkannt hohe Qualität und den noch immer deutlichen technischen Vorsprung unserer Maschinen konnten wir unsere Marktposition in China trotz der Überkapazitäten im Lande und dem damit einhergehenden Margendruck behaupten. Die geringe Markterfahrung der chinesischen Hersteller und die immer noch deutlich niedrigere Qualität ihrer Produkte sowie auch der in der Regel unterentwickelte After-Sales-Service haben den massenweisen Export chinesischer Baumaschinen in die für uns relevanten Märkte bisher verhindern können. Im Laufe des Jahres 2015 haben einige dieser Unternehmen begonnen, ihre Kapazitäten und auch Personal in erheblichem Maße zu reduzieren. Einige chinesische Wettbewerber mussten sich bereits aus dem Markt zurückziehen. Dieses Risiko wird kurzfristig noch als geringes, mittelfristig jedoch als mittleres Risiko eingeschätzt. Risiken der MarktentwicklungDie hohe Verschuldung der öffentlichen Haushalte der USA sowie einiger Länder der EU, die teilweise erheblichen Eingriffe der Zentralbanken sowie die Unsicherheit hinsichtlich der Stabilität der Märkte bestimmter Länder und die sich phasenweise deutlich abschwächenden Märkte in China und den weiteren BRIC-Staaten beeinflussen unsere Einschätzungen zur gesamtwirtschaftlichen Lage. Anhaltende politische Unruhen im Nahen und Mittleren Osten belasten die Investitionsbereitschaft in den unmittelbar betroffenen Ländern und nicht selten darüber hinaus. Der starke Ölpreisverfall entlastet zwar die Handelsbilanzen der Importländer, belastet aber langfristig die Kaufkraft und Investitionsbereitschaft der Förderländer des Mittleren Ostens sowie Russlands. Ein längerfristig niedriger Ölpreis könnte sich ebenso negativ auf die Nachfrage nach Tiefbohrgeräten und Dienstleistungen für die Ölindustrie auswirken wie auf die Infrastrukturausgaben der ölproduzierenden Länder. In Folge des stark gesunkenen Ölpreises und der angespannten Situation im Osten der Ukraine und der daraus resultierenden Sanktionsmaßnahmen gegen Russland kam es zu einem Kursverfall des russischen Rubels gegenüber dem Euro. In Summe erschwert uns dies den Maschinenvertrieb nach Russland. Aus diesen Themen ergeben sich sowohl Währungs- als auch Nachfragerisiken in den betroffenen Märkten. Im Gegensatz dazu führt die insgesamt gute gesamtwirtschaftliche Situation im Fernen Osten zu einer strukturell größeren Abhängigkeit des Konzerns von diesem Wirtschaftsraum. Der Vorstand und die Geschäftsführer der drei Segmente beschäftigen sich laufend mit Hochrechnungen einzelner Szenarien zur Abschätzung der Auswirkungen etwaiger Risiken auf das jeweilige Konzernunternehmen sowie auf den Gesamtkonzern. Gegebenenfalls notwendige und relevante Maßnahmen werden daraus abgeleitet und konsequent umgesetzt. Risiken der Marktentwicklung werden momentan als mittleres Risiko bewertet. FINANZMARKTRISIKENFinanzielle Stabilität und LiquiditätFür mehrere langfristige Darlehen gelten Kreditklauseln, die sich an festgelegten finanziellen Bezugsgrößen orientieren. Diese sind vornehmlich das Verhältnis von Net Debt zu EBITDA, das Verhältnis EBITDA zu Net Interest Coverage sowie die Eigenkapitalquote. Die für die Schuldscheindarlehen und den im Jahr 2014 abgeschlossenen Konsortialkredit vereinbarten Kennzahlen wurden zum Jahresende eingehalten. Neben der Ergebnissituation des Gesamtkonzerns kann insbesondere ein erhöhter Finanzierungsbedarf zu einem erhöhten Covenants-Risiko führen. Dies gilt zum Beispiel für Bestandsveränderungen im Segment Maschinen. Um dieses Risiko zu reduzieren, wird ein aktiver Absatz des Mehrbestands angestoßen und falls notwendig die Produktionsmenge gesenkt. Daneben kann ein hoher Forderungsbestand ebenfalls dazu führen, dass vereinbarte Bezugsgrößen nicht eingehalten werden können. Mit vorausschauender Planung und gutem Controlling richten wir größtes Augenmerk darauf, die vereinbarten Grenzwerte einzuhalten. Dieses Risiko wird als mittleres Risiko eingestuft. Dem Risiko von finanzieller Instabilität und Versorgungsengpässen auf den internationalen Finanzmärkten wurde durch den Abschluss eines Konsortialkreditvertrages begegnet. Dieser Vertrag stellt die mittelfristige Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe sicher und ist ein wichtiges Mittel, um den größeren Finanzmarktrisiken zu begegnen. WährungsrisikenSoweit möglich und verfügbar, begegnen wir Währungsrisiken durch die lokale Finanzierung unserer internationalen Beteiligungsgesellschaften in ihrer jeweiligen Landeswährung. Transaktionsrisiken (Fremdwährungsrisiken aus dem laufenden Cash-Flow) minimieren wir in allen Geschäftsbereichen mit der Anwendung geeigneter Kurssicherungsinstrumente. Die verbleibenden Währungsrisiken stufen wir als geringes Risiko ein. Beteiligungen, Akquisitionen, Financial AssetsIn den Wertansätzen der Anteile aus assoziierten Unternehmen sind Goodwills enthalten, deren Werthaltigkeit dem Risiko der zukünftigen Unternehmensentwicklungen unterliegen. Sollten diese zukünftigen Erwartungen nicht wie geplant eintreten, besteht der Bedarf einer Wertminderung. Den Goodwill-Abschreibungsbedarf bewerten wir als mittleres Risiko. POLITISCHE UND RECHTLICHE RISIKENComplianceFür die BAUER Gruppe ist verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ein Grundprinzip für erfolgreiches, wirtschaftliches Agieren, für die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Wir legen größten Wert darauf, dass gesellschaftliche Konventionen, rechtliche Vorgaben und Unternehmensregeln eingehalten werden, um das Risiko von Verstößen gegen geltendes Recht zu reduzieren. Compliance bedeutet für uns gesetzmäßiges und regelkonformes Verhalten. Rechtmäßiges, ethisches und soziales Handeln sind wesentliche Bausteine unseres Wertemanagementsystems. So werden unsere Mitarbeiter schon bei der Einstellung mit unseren Grundwerten vertraut gemacht. Spezielle Schulungen ermöglichen ihnen, ihr Wissen zu vertiefen. Durch den Einsatz einer speziellen Software wird sichergestellt, dass wir keine Geschäfte mit Kunden betreiben, die auf einer EU- oder US-Sanktionsliste stehen. Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass wir mit unserem vorhandenen Wertemanagementsystem ein effizientes System geschaffen haben, das es uns erlaubt, unsere Compliance-Risiken auf einem geringen Niveau zu halten. VertragsrisikenIn den Segmenten Bau und Resources werden überwiegend Bau-, Bohr- und Umweltdienstleistungen erbracht. Bei den zugrundeliegenden Projekten handelt es sich nahezu immer um Prototypen, die in jedem Fall auf der Basis von Individualverträgen abgewickelt werden. Die daraus resultierenden Risiken unterliegen strengen Routinen, so dass sie als gering bewertet werden können. Laufende RechtsfälleRechtsstreitigkeiten entstehen fast ausschließlich aus unserer Leistungserbringung insbesondere im Projektgeschäft. Juristische Auseinandersetzungen bestehen mit Auftraggebern, Lieferanten und Geschäftspartnern und beziehen sich zumeist auf die Vergütung, behauptete Mängel der Leistungen oder Verzögerungen in der Fertigstellung eines Projekts. Der Ausgang von Gerichts- bzw. Schiedsverfahren, an denen wir beteiligt sind, lässt sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen. Dennoch gehen wir nach sorgfältiger Prüfung davon aus, dass für alle Rechtsstreitigkeiten ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen wurde. WERTSCHÖPFUNGSRISIKENRisiken aus Forschung und EntwicklungAls Technologieführer, speziell im Segment Maschinen, begegnen wir einer möglichen Schwächung unserer Marktposition mit laufender Forschung und Entwicklung. Auch wenn die boomenden Märkte im Fernen Osten und die daraus entstehenden neuen Konkurrenten den Innovationsdruck verstärken, ist es uns gelungen, den notwendigen Abstand als Technologieführer bis heute zu wahren. Zudem besteht in diesem Bereich das Risiko der Mehrkosten aufgrund von Fehlentwicklungen und -konstruktionen, welche zu Nachbesserungen führen. Dieses Risiko wird durch einen strukturierten und mehrstufigen Produktentstehungsprozess minimiert. Aufgrund unserer hohen Innovationskraft und dem transparenten Produktentstehungsprozess beurteilen wir das Risiko im Bereich Forschung und Entwicklung derzeit als mittleres Risiko. Akquisition, Vertrieb und VertragsverhandlungenDie Risiken der Fehlkalkulation bei Angebotserstellung und einer Zusage technischer Eigenschaften, die nicht eingehalten werden können, werden durch ein strenges Vier-Augen-Prinzip minimiert und können als grundsätzlich geringes Risiko angesehen werden. Materialwirtschaft und BeschaffungDurch unsere langjährig erfolgreiche Politik im Maschinenbau, Engpassteile langfristig und weitsichtig zu disponieren, sowie durch zusätzliche Maßnahmen und der Möglichkeit, terminkritische Engpassteile innerhalb der eigenen Organisation fertigen zu können, sind die Risiken aus Sicht der Beschaffung derzeit weiterhin als gering einzustufen. Die Abhängigkeit von Nachunternehmern beziehungsweise einzelnen Lieferanten in den Segmenten Bau und Resources schätzen wir ebenfalls als geringes Risiko ein. Produktion und AuftragsausführungTechnisches Versagen aus Konstruktionsfehlern oder Statikfehlern im Projektgeschäft können zu erheblichen Bauverzögerungen sowohl bei eigenen Bauprojekten als auch bei Projekten unserer Kunden führen. Die Risiken daraus sind in der BAUER Gruppe immanenter Bestandteil des Projektgeschäfts. Konstruktionen und Statiken werden deshalb überwiegend in eigenen Konstruktionsbüros von erfahrenen Mitarbeitern erstellt. Die hieraus resultierenden Risiken können deshalb als gering bewertet werden. Ein weiteres Risiko in der Auftragsausführung ist die Auswahl und Anwendung von Bohrverfahren. Eine Fehlbeurteilung von Bodenverhältnissen kann ebenfalls zu erhöhten Risikokosten führen. Störungen im Projektablauf sind durch den verantwortlichen Projektleiter zu identifizieren und frühzeitig zu kommunizieren. Das Management ist sich dieser Risiken bewusst und baut auf ein erfahrenes Projekt- und Produktionsmanagement in allen Segmenten. Trotz aller Vorkehrungen in der Auftragsausführung, besteht das Risiko von Managementfehlern bei Großprojekten. Alle aufgeführten Risiken sind in den Segmenten Bau und Resources Bestandteil einer Chancen- und Risikoanalyse auf Projektebene. Projektrisiken sind grundsätzlich die wesentlichen Leistungsrisiken der Segmente Bau und Resources, zumal jedes Einzelprojekt Individualcharakter hat. Obwohl wir davon ausgehen, dass die Leistungsermittlung bei unseren Projekten mit der gebotenen Vorsicht getätigt wurde, ist es nicht endgültig auszuschließen, dass bei der Endabrechnung mit dem Kunden ein niedrigeres Ergebnis akzeptiert werden muss. Infolge der tendenziell zunehmenden Größe und Komplexität der Projekte sind die daraus resultierenden Risiken als mittelgroß zu bewerten. Nachträge und Claim-ManagementGerade bei komplexen Bauleistungen ist festzustellen, dass bei Uneinigkeit hinsichtlich der Vertragsauslegung sowie bei Mehrleistungen und Nachträgen vermehrt der Rechtsweg durch die beteiligten Akteure beschritten wird. Auf Seiten des Auftraggebers haben die handelnden Personen immer seltener die Bevollmächtigung, Konflikte einer einvernehmlichen Lösung zuzuführen. Dadurch werden finale Projektabwicklungen vermehrt durch Gerichtsverfahren verzögert und es entstehen zusätzliche Kosten. Dieses Risiko bewältigen wir mit einem baubegleitenden professionellen Nachtragsmanagement und einer durchgängigen Dokumentation der ausgeführten Bauleistung. Trotz aller Bemühungen bleibt der Ausgang mancher Nachtragsverhandlungen ein Risiko für das Unternehmen. Die Risiken aus Nachträgen sind als mittlere Risiken zu bewerten. RISIKEN DURCH UNTERSTÜTZUNGSPROZESSEInformationstechnologie (IT)Die Sicherung gegen Datenverlust oder unberechtigten Zugriff wird genauso wie die System- und Datenverfügbarkeit durch aktuelle Hard- und Softwaretechnologie sowie durch modernste Gebäudetechnologie gewährleistet, so dass Risiken im Bereich der IT als gering eingestuft werden. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessDie Risiken in der Konzernrechnungslegung umfassen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken. Um ihnen zu begegnen, wird das Rechnungswesen der Muttergesellschaft sowie der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH zentral am Hauptsitz in Schrobenhausen geführt. Dies ermöglicht eine einheitliche Behandlung von Geschäftsvorfällen. Die Buchhaltung der übrigen Tochterfirmen wird in der Regel in eigenen kaufmännischen Abteilungen dezentral geführt. Unsere Tochterfirmen werden dabei von externen Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern sowie von den Beteiligungscontrollern der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH unterstützt, um qualifizierte Einzelabschlüsse in Übereinstimmung mit dem jeweiligen landesrechtlichen bzw. internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu gewährleisten. Darüber hinaus werden die Abschlüsse nach Maßgabe der jeweiligen landesrechtlichen Regelungen einer Abschlussprüfung unterzogen. Zur Erstellung der monatlichen Konzernberichterstattung sowie der Quartalsabschlüsse und des Konzernabschlusses nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) wird ein einheitlicher Konzernkontenrahmen durch die Tochtergesellschaften verwendet. Die einbezogenen Einzelabschlüsse werden entweder nach Maßgabe einer konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtlinie erstellt oder durch die Konzernrechnungslegung im Rahmen von Anpassungsbuchungen von den jeweiligen landesrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften auf die Regelungen der Bilanzierungsrichtlinie übergeleitet. In den größeren Gesellschaften wird der Erfolg jeder einzelnen Abteilung über einen Betriebsabrechnungsbogen (BAB) als zentrales Instrument abgebildet, Abweichungen gegenüber der Jahresplanung werden aufgezeigt. Auf Projektebene erfolgt ein monatlicher Abgleich der Ist-Zahlen mit den Kalkulations- und Bauleiterbudgets. Selbstkontrolle und die Einrichtung von Vier-Augen-Prinzipien sind nach unserer Einschätzung und Erfahrung wirksame Elemente unseres internen Kontrollsystems. Die Kontrolle und Steuerung der Einzelfirmen sowie der Abteilungen erfolgt monatlich über die zentral eingerichteten kaufmännischen Abteilungen der jeweiligen Segmente und anschließend durch die Konzernrechnungslegung, was die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken weiter reduziert. Die konsolidierten Zahlen werden wiederum monatlich mit den Zahlen aus dem jährlich über die Unternehmensgruppe hinweg durchgeführten Planungsprozess abgeglichen und anhand von Konzernkennzahlen analysiert. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen auf Planabweichungen werden durch die Geschäftsführungen der betroffenen Bereiche zeitnah umgesetzt. Die Jahresabschlüsse sowie der Konzernabschluss zum Jahresende werden von Wirtschaftsprüfern nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften und Prüfungsstandards geprüft sowie den in den jeweiligen Bereichen eingerichteten Aufsichtsräten im Rahmen ihrer Zuständigkeit zur Prüfung vorgelegt. Diese Zahlen und Informationen werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der BAUER AG aus der Konzernrechnungslegung regelmäßig als Monatsberichte zur Verfügung gestellt. Die dabei eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugten Zugriff und gegen Datenverlust geschützt. Aufgrund des systematischen mehrgliedrigen Aufbaus des Konzernrechnungslegungsprozesses mit seinen redundanten Kontrollinstanzen können wir die Risiken daraus als gering einstufen. GESAMTRISIKOEs sind derzeit keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die der BAUER Gruppe im Geschäftsjahr 2016 existenziell schaden könnten. Das Management sieht auf diesem Niveau auch auf Basis der Geschäftsaussichten keine Veränderung des Gesamtrisikos. CHANCENBERICHTParallel zur Risikobeschreibung erfolgt die Gliederung unserer Chancen. Auch hier wurde eine Aggregation der Chancenfelder vorgenommen. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen die nachfolgend beschriebenen Chancen alle unsere Segmente. STRATEGISCHE CHANCENÜber die Jahre hat der Konzern durch die Abwicklung von Projekten in dem Kerngeschäft naheliegenden Geschäften Know-how aufgebaut und daraus Synergien entwickelt, die heute das Segment Resources bilden. Dazu gehört der Bereich Umwelttechnik, der sich mit der Behandlung kontaminierter Böden und Grundwasser beschäftigt und sich nach ersten Anfängen vor über 25 Jahren immer mehr internationalisiert hat. Ein ähnliches Geschäft ist aus dem ersten Einsatz von Spezialtiefbaugeräten für die Exploration von Diamanten erwachsen. Heute werden Bohrungen nach den unterschiedlichsten Bodenschätzen ausgeführt. Im Bereich Wasser werden ebenso hochwertige Produkte zum Ausbau von Brunnen sowie für die oberflächennahe Geothermie entwickelt, wie auch Anlagen zur Aufbereitung und Reinigung von Trinkwasser, Prozesswasser und Industrieabwasser. Durch Zusammenführung dieser drei Bereiche zum Geschäftssegment Resources werden einige der wichtigsten Themenbereiche des 21. Jahrhunderts bedient. Darüber hinaus ist das Segment Resources unabhängiger von den Konjunkturzyklen unserer angestammten Segmente Bau und Maschinen. Für die Internationalisierung des Segments Resources nutzen wir die Erfahrungen unserer angestammten Organisationseinheiten in den beiden anderen Segmenten. Durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau sind wir in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs zügig von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Dies führt zu Geschwindigkeits- und Kostenvorteilen in unserem Projektgeschäft. MARKTCHANCENDie immer stärkere Urbanisierung und der wachsende Bedarf an Infrastruktur führen zu immer größeren Bauvorhaben, die der Bauwirtschaft - und insbesondere den Unternehmen im Bereich Spezialtiefbau - viele interessante Chancen bietet. In den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industrieländern gibt es gerade in der Bauwirtschaft einen enormen Nachholbedarf. Das gilt nicht nur für die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch für Wohnanlagen, öffentliche Gebäude, Dämme oder Hochwasserschutzmaßnahmen. Zudem findet Bauen in immer engeren urbanen Räumen statt. Dies erfordert Gebäude, die immer höher werden, was umfangreiche Gründungsarbeiten voraussetzt. Auch der ruhende und fließende Verkehr muss immer stärker in den Untergrund gebracht werden, was ebenfalls zu Wachstum des Spezialtiefbaus führt. Die Chancen in der Tiefbohrtechnik haben sich mit der Gründung eines Joint Ventures mit Schlumberger weiter erhöht. In dem Joint Venture wird eine neue Generation hochmoderner Tiefbohranlagen für Schlumberger und für Dritte zum Einsatz bei Öl- und Gasbohrungen sowie bei geothermischen Bohrungen entwickelt und gebaut. Die beteiligten Partner, Bauer und Schlumberger, gehen davon aus, dass das Joint Venture bald mehr als 100 Millionen EUR Umsatz erreichen kann und sich damit große Chancen für die Zukunft eröffnen. Insgesamt sind wir davon überzeugt, dass die Tiefbohrtechnik zukünftig einen bedeutenden positiven Beitrag zu unserem Ergebnis leisten wird. Im Segment Resources ist es uns gelungen, neben dem angestammten Altlastenbereich den Einstieg in die industrielle Prozesswasserreinigung zu erreichen und damit Kunden in der Automobil-, Chemie-, Öl- und Gasindustrie zu gewinnen. Die hohen Qualitätsauflagen sowie die bei der Ölproduktion anfallenden großen Mengen industrieller Prozesswässer bieten bei immer strengeren Umweltauflagen zusätzlich hervorragende Marktchancen für unsere Produkte und Dienstleistungen. WERTSCHÖPFUNGSCHANCENEntwicklung und InnovationEntwicklung und Innovation sind systematisch in zahlreiche Standardprozesse im Konzern eingebunden. Ihre Effizienz wird im Rahmen des Qualitätsmanagements und über das Unternehmenscontrolling überwacht. Darüber hinaus ist sichergestellt, dass Kundenwünsche als Chancen verstanden und zeitnah in Innovationen für unsere Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden. Die Kapazitäten unserer Ingenieurbüros werden systematisch durch Ressourcen aus Ländern mit hohem Bildungsniveau bei gleichzeitig niedrigen Löhnen, wie in Indien, verstärkt. Innovation ist an praktisch allen Stellen unserer Unternehmensprozesse möglich. Unsere Mitarbeiter wissen am besten, wo in ihrem Arbeitsumfeld Verbesserungen erreichbar sind. Um die zahlreichen guten Ideen gewinnen und nutzen zu können, haben wir ein System zur systematischen und unbürokratischen Erfassung, Bewertung, Umsetzung und Belohnung der Verbesserungsvorschläge unserer Mitarbeiter entwickelt und werden von diesen mit Ideen belohnt. ProjektchancenUnabhängig von nationalen und globalen Marktzyklen entwickeln sich oft in eher schwachen Märkten Aufgabenstellungen, für die wir als Konzern, gerade aus der Zusammensetzung unseres Dienstleistungs- und Produktportfolios heraus, hervorragend aufgestellt sind. Ein Beispiel dafür sind Verfahren zur nachträglichen Installation von Kerndichtungen in Erddämmen oder Verfahren zur langfristigen und umweltgerechten Reinigung und Entsorgung von industriellen Prozesswässern. Die daraus resultierenden Projekte erreichen teilweise sehr große Loseinheiten und können im Auftragsfall durch das Zusammenschließen unserer weltweiten Ressourcen und durch unsere langjährige Erfahrung mit Großprojekten erfolgreich bewältigt werden. Nachträge und Claim-ManagementDie Durchsetzung von Forderungen und Nachträgen birgt nicht nur Risiken, sondern auch die Chance, aus Änderungen der bestellten Bauleistung oder durch den Auftraggeber nachträglich bestellte Zusatzleistungen, bessere Ergebnisse erzielen zu können als die für den ursprünglichen Auftrag festgelegten Konditionen. Bei Projekten mit hohem Änderungspotential kann sich daraus eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse ergeben. Durch ein baubegleitendes professionelles Nachtragsmanagement versuchen wir, diese Chancen zu realisieren. GESAMTCHANCENDurch die zunehmende Etablierung des Segments Resources sowie durch neue innovative Produkte sehen wir eine stetige Zunahme unserer Marktchancen auf dem Weltmarkt. Unsere Strategie, die überwiegend kleineren und mittleren weltweit agierenden Gesellschaften systematisch zu effizienten Netzwerken zu verknüpfen, ermöglicht es uns immer besser, aus den damit einhergehenden Skalierungseffekten Geschwindigkeits- und Kostenvorteile zu generieren. Zusammengefasst sehen wir für unseren Konzern im Jahr 2016 wieder eine Zunahme der Chancen für unser weltweites Geschäft. IX. PROGNOSEBERICHTDie BAUER Gruppe ist, wie bereits im Wirtschaftsbericht erläutert wurde, in Märkten unterwegs, die grundsätzlich gute Wachstumsraten verzeichnen. Wegen des enormen Nachholbedarfs an Bauleistungen in der Welt gehen wir davon aus, dass sich dies in den kommenden Jahren trotz der vielen Turbulenzen auf den Weltmärkten nicht verändern wird. Dennoch wird es notwendig sein, sehr flexibel auf die Verschiebungen von Marktschwerpunkten zu reagieren. So ist zu erwarten, dass sich in den kommenden Jahren die Bauaktivitäten und entsprechend die Nachfrage nach Maschinen in den öl- und gasabhängigen Märkten reduzieren wird. In den etablierten Industrienationen sollte beides ansteigen, da hier positive Effekte durch die niedrigen Ölpreisen zu erwarten sind. Diese Länder können aufgrund der wieder besseren Finanzlage in neue Bauvorhaben investieren. Unser ausgezeichneter Auftragsbestand zum Jahresende 2015 zeigt, dass es uns gelingt, die Chancen der Märkte zu nutzen. Weiterhin gibt es viele interessante Großprojekte rund um die Welt, die es uns ermöglichen, das hohe Niveau zu halten. In den Segmenten Bau und Resources können wir aufgrund längerer Projektlaufzeiten relativ hohe Auftragsbestände erreichen. Dagegen sind diese im Maschinensegment eher niedrig. Dies wird sich in den kommenden Jahren auch nicht ändern. Maschinenkunden für Spezialbaumaschinen tendieren dazu erst dann Maschinen zu bestellen, wenn sie ein entsprechendes Projekt haben. Zusätzlich führen die immer noch großen Überkapazitäten im Markt - speziell der chinesischen Hersteller -dazu, dass fertige Maschinen zum Verkauf vorgehalten werden müssen. Es ist bei den kurzen Bestellvorläufen schwierig, eine Geräteplanung zu realisieren, die der späteren Nachfrage entspricht - vor allem da Komponenten und Teile mehrere Monate vor Produktion bestellt werden müssen. Durch eine entsprechende Plattformstrategie und geeignete Standardisierungsmaßnahmen reagieren wir auf diese Entwicklung und versuchen so, die Produktion zu flexibilisieren und den Lagerbestand zu reduzieren. Wir gehen davon aus, dass diese Situation unsere Geschäfte noch länger begleiten wird - auch wenn die chinesischen Hersteller nun begonnen haben, ihre Strategie zu korrigieren und Kapazitäten zu reduzieren. Eine wichtige Frage zur Prognose ist natürlich, ob die Misserfolge der vergangenen Jahre auch die Erfolgschancen in der Zukunft beeinflussen werden. Die Verluste, die in einigen Bereichen aufgetreten sind, hatten allesamt Ursachen, die das Geschäft nicht dauerhaft belasten - ebenso wie die zahlreichen Aufwendungen für die Neuausrichtung. Insbesondere bei zwei Projekten führten eigene Fehler sowie die Rahmenbedingungen zu erheblichen Verlusten, die uns über mehrere Jahre belastet haben. Um mit der Finanzmarktkrise zurechtzukommen, wurden nach 2008 etliche kleinere Geschäfte gestartet und lange aufrechterhalten, die sich leider teilweise als nicht erfolgsträchtig erwiesen haben und die wir nun mit erheblichen Kosten beenden mussten. Durch die Boomjahre 2007 und 2008 waren wir gezwungen in eine Ausweitung unserer Kapazitäten zu investieren. Die Fertigstellung der neuen Werke fiel genau in den Beginn der Finanzmarktkrise. Seitdem ist es uns durch die Marktlage und den größeren Wettbewerb noch nicht gelungen, die Kapazitäten ausreichend auszulasten. Die Umsatzentwicklung der letzten Jahre hat die Situation jedoch bereits gut verbessert und das Joint Venture mit Schlumberger zur Herstellung von Tiefbohrgeräten birgt hier eine erhebliche Chance, dass dies in Zukunft gelingen wird. Unsere Geschäfte im Bau sowie im Maschinen- und Anlagenbau haben in einer solch schwierigen Phase den Vorteil, dass jedes Projekt für sich wieder eine neue Erfolgschance darstellt. Vergangene Einzelproblemfälle ziehen sich nicht in die Zukunft, sie können sogar eine Chance sein, da die Erfahrungen in neue Projekte einfließen. Mit unseren vielen Anstrengungen die Kostenstrukturen in unseren Unternehmen so schlank wie möglich zu halten, mit unserer weltumspannenden IT-Struktur sowie mit den internationalen Erfahrungen unserer Führungsmannschaft sehen wir uns gut gerüstet, das Unternehmen mit einer wieder stabilen Ertragsentwicklung in die Zukunft zu führen. Im Mittelpunkt stehen dabei unsere innovative Produktpalette und unsere zukunftsorientierten Spezialdienstleistungen. Wir sind bei diesen Rahmenbedingungen der Auffassung, dass sich unser Geschäftsmodell auch im Jahr 2016 als robust erweisen wird. Wir haben versucht, bei unseren Planungen alle bekannten Chancen und Risiken zu bewerten und dabei positive wie negative Szenarien so gut wie möglich durchdacht. In Summe sind wir davon überzeugt, dass unsere Planungen für 2016 realistisch sind. Dies gilt für alle Segmente wie für den Konzern insgesamt. Dennoch müssen wir darauf hinweisen, dass Spezialtiefbau und unsere weiteren Geschäfte ein höheres Risiko haben, als die Geschäfte der meisten anderen Unternehmen. Unsere Tätigkeit beinhaltet immer ein Element, das man nicht im Voraus perfekt analysieren kann - den Baugrund beziehungsweise den Boden. Auch bei aufwändigen Voruntersuchungen des Bodens werden immer wieder Faktoren auftreten, die man nicht erkennen konnte. Diese können bei der Bauausführung zu vielfältigen Störungen führen und im Einzelfall auch zu Verlusten. Wir arbeiten hart daran, unser Risikoverhalten immer mehr zu optimieren, um in der Zukunft Themen, wie sie uns in den letzten Jahren getroffen haben, zu vermeiden. Natürlich ergibt sich auch eine Chance, wenn der Boden in der Vorphase der Bauleistungen zu negativ eingeschätzt wurde. Dann können auf unseren Baustellen auch zusätzliche Gewinne erzielt werden. Eine Änderung strategischer Zielsetzungen ist derzeit nicht notwendig. Die Aufstellung mit den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources wird auch in den kommenden Jahren die Richtung des Konzerns bestimmen. Größere Akquisitionen planen wir derzeit nicht, da wir in den folgenden Jahren speziell unsere Kapitalbasis stärken wollen. Nach Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Lageberichts gehen wir davon aus, dass wir im Geschäftsjahr 2016 für den Konzern eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,65 Mrd. EUR erreichen werden. Das Ergebnis nach Steuern prognostizieren wir mit etwa 20 bis 25 Mio. EUR und das EBIT mit etwa 75 Mio. EUR. Wir planen für die kommenden Jahre unverändert mit einem Wachstum zwischen 3 % und 8 % bei der Gesamtkonzernleistung. <<< Im Juli 2015 wurde die BAUER Umwelt GmbH von der Roche Pharma AG als Generalunternehmer für die Sanierung der Perimeter 1/3-Nordwest der Altablagerung Kesslergrube beauftragt. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten wurde im Herbst 2015 begonnen, eine temporäre Schiffsanlegestelle im Rhein zu errichten. Vergleich: Ist 2015 /Prognose 2016scroll
Für das erste Quartal erwarten wir saisonbedingt noch einen Verlust, den wir aber in den Folgequartalen ausgleichen werden. Die Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf wird damit früheren Mustern in unserem Unternehmen entsprechen. Diese sind dadurch geprägt, dass zu Beginn des Jahres weniger Maschinen verrechnet werden können, da die Kunden erst mit Beginn der Bausaison Geräte abnehmen. Im Baubereich schlägt die Winterperiode in etlichen unserer Märkte durch. Die Bilanzrelationen haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Am deutlichsten ist dies am Anstieg des Working Capital zu sehen, was auch eine starke Erhöhung der Nettoverschuldung zur Folge hatte. Der Grund für diese Entwicklung lag größtenteils in der Normalisierung unseres Maschinengeschäfts, in dem durch die wieder niedrigeren Vordispositionszeiten die Lagerbestände erheblich gestiegen sind. Es ist nicht zu erwarten, dass sich die Bilanzstruktur im kommenden Jahr erheblich verändern wird, da unser Geschäftsmodell mit hohen Vorfinanzierungen verbunden ist. Bei einer stärkeren Maschinennachfrage werden sich die Relationen aber wieder verbessern. Wir werden in den kommenden Jahren große Anstrengungen unternehmen, um unsere Eigenkapitalquote wieder auf über 30 % zu erhöhen. Nach dem schwierigen Geschäftsjahr 2015 konnte das Ergebnis nach Steuern im Konzern nur durch Sonderergebnisse erzielt werden. Wir halten es für angemessen, die Anteilseigner daran zu beteiligen und wollen daher eine kleine Dividende ausschütten. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat deshalb empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine Dividende von 0,15 EUR (Vorjahr: 0,15 EUR) an die Aktionäre zu bezahlen. Um die Kapitalbasis der ausschüttenden BAUER AG zu schonen, ist keine Steigerung der Dividende möglich, obwohl ein höheres Ergebnis nach Steuern im Konzern erzielt wurde. Mittelfristig soll die Ausschüttungsquote wieder bei etwa 25 bis 30 % des ausgewiesenen Ergebnisses nach Steuern liegen. Bestandsgefährdende Risiken und entsprechende Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in unserem Umfeld nicht. Grundsätzlich ist die Weltwirtschaft aber noch durch viele Veränderungen geprägt, die auch unsere Lage wieder negativ beeinflussen können. Wir weisen darauf hin, dass die in die Zukunft gerichteten Aussagen auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung basieren, die immer gewisse Unsicherheiten und Risiken enthalten. Das kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen.
Schrobenhausen, den 31. März 2016 BAUER Aktiengesellschaft Prof. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Dipi.-ing. Heinz Kaitenecker Bericht des Aufsichtsrats 2015Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2015 auf Grundlage der ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand grundsätzlich monatlich in Textform über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle und Finanzzahlen der Unternehmensgruppe und der Gesellschaft. Weiter stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und im Plenum mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere hat der Aufsichtsrat alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nicht gegeben. Im vergangenen Geschäftsjahr waren keine personellen Änderungen im Aufsichtsrat zu verzeichnen. Schwerpunkte der Beratungen im AufsichtsratsplenumIm Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige Plenumssitzungen und eine Telefonkonferenz statt. Bis auf Herrn Feiger, der an weniger als der Hälfte dieser Sitzungen teilgenommen hat, nahmen jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder an den Aufsichtsratssitzungen teil. Mehrfach hat sich der Aufsichtsrat im vergangenen Jahr mit der Nachtragsdurchsetzung bei Großprojekten und der Ergebnisentwicklung in den Segmenten sowie den einzelnen Tochterfirmen befasst. Die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Entwicklung des Auftragsbestands sowie die Entwicklungen auf den Märkten in den Segmenten Bau, Maschinen und Resources sowie die strategische Ausrichtung waren Gegenstand in allen Aufsichtsratssitzungen. In der Bilanzsitzung im April zum Jahres- und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2014 wurden der Jahres- und Konzernabschluss und die zugehörigen Lage- und Prüfberichte unter Berücksichtigung des Ergebnisberichts des Prüfungsausschusses sowie der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung unter Anwesenheit und mit Berichterstattung des Abschlussprüfers eingehend geprüft. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit der Einhaltung von in Kreditverträgen vereinbarten Finanzkennzahlen, der Prognose zum Jahresende und der Einladung der Hauptversammlung befasst. Die Vorstandsvergütung und die Verlängerung der Amtszeit des Vorstandsmitglieds Prof. Dr-Ing. E.h. Thomas Bauer wurden behandelt sowie die Effizienzprüfung mit positivem Ergebnis durchgeführt. In der zweiten Sitzung des Geschäftsjahres hat sich der Aufsichtsrat im Schwerpunkt neben der Geschäftsentwicklung mit der Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand sowie der Geschlechterquote im Aufsichtsrat beschäftigt. Gegenstand einer Telefonkonferenz waren die Chancen und Risiken im Zusammenhang mit der Eingehung eines Joint Ventures mit der Schlumberger Gruppe. In der Septembersitzung ging es unter anderem um verschiedene Großprojekte, die Entwicklung des Geschäfts mit Tiefbohranlagen sowie um das Interne Kontrollsystem. Weiter wurde die erwartete Ergebnisentwicklung besprochen. Der mittelfristigen Konzernbilanzplanung wurde zugestimmt. In der letzten Sitzung des Aufsichtsrats im Dezember des Berichtsjahres wurde auf die Konsolidierungsmaßnahmen im Segment Resources, auf das Joint Venture mit Schlumberger und die Ausschreibung der Abschlussprüfung besonders eingegangen. Eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex wurde beschlossen und dem Tantiemerahmen für die Mitarbeiter wurde zugestimmt. Arbeit in den AusschüssenEs gibt vier Ausschüsse des Aufsichtsrats, wobei der Vermittlungsausschuss und der Nominierungsausschuss nicht zusammentreten mussten. Über wesentliche Inhalte der Ausschusssitzungen haben die Ausschussvorsitzenden regelmäßig in den Plenumssitzungen berichtet. Die Sitzungen der Ausschüsse im Geschäftsjahr fanden jeweils unter Beteiligung aller Mitglieder statt. Der Präsidial- und Personalausschuss kam zu zwei Präsenzsitzungen und einer Telefonkonferenz zusammen. Darin wurden die Entscheidung des Aufsichtsrats zur Festsetzung der Gehälter und Tantiemen der Vorstandsmitglieder zusammen mit dem Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Tantiemerahmen vorbereitet. Ebenso wurden die Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestellung von Geschäftsführern in Tochtergesellschaften, die Verlängerung der Amtszeit und des Vorstandsvertrages von Prof. Dr.-Ing. E.h. Thomas Bauer sowie die Nachfolgeplanung im Vorstand behandelt. Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr zwei Telefonkonferenzen und drei Präsenzsitzungen abgehalten. Der Ausschuss hat sich mit der Prüfung der Zwischenberichte und in Anwesenheit der Abschlussprüfer mit der Prüfung des Konzern- und Jahresabschlusses sowie mit der Prüfung des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands befasst. Darüber hinaus wurde die Bestellung des Abschlussprüfers unter Berücksichtung der Prüfung von dessen Unabhängigkeit vorbereitet. Weiter wurde die Strategie in den Segmenten besprochen und das Risikomanagement sowie die Interne Revision überprüft und Verbesserungen des Ethikmanagementsystems behandelt. Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2015Der Jahresabschluss der BAUER AG zum 31. Dezember 2015 und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers AG und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, unter Einbeziehung der Konzernrechnungslegung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsausschuss hat die Abschlussunterlagen und die Berichte einer Prüfung unterzogen. Über die Prüfung hat der Ausschuss dem Aufsichtsrat berichtet. Der Abschlussprüfer hat sowohl an der Sitzung des Prüfungsausschusses als auch an der Bilanzsitzung des Gesamtaufsichtsrats hierzu teilgenommen. Die Abschlussunterlagen und Berichte des Wirtschaftsprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Einsicht ausgehändigt. Das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss der BAUER AG sowie der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung am 13. April 2016 gebilligt. Der Jahresabschluss der BAUER AG wurde damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach Vorbehandlung im Prüfungsausschuss angeschlossen. Den Vorständen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzerngesellschaften danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats für ihre engagierten Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr.
Schrobenhausen, April 2016 Der Aufsichtsrat Dr. Klaus Reinhardt, Aufsichtsratsvorsitzender Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-GesamtergebnisrechnungGewinn- und Verlustrechnungscroll
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Gesamtergebnisrechnungscroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva scroll
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2015scroll
KonzernanhangALLGEMEINE ERLÄUTERUNGENALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNDie BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (im Folgenden BAUER AG genannt), besteht in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen, BAUER-Straße, und ist im Handelsregister Ingolstadt (HRB 101375) eingetragen. Die BAUER Gruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsfelder aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources. Die BAUER AG ist im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet. 1. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSESDer Konzernabschluss der BAUER AG wurde unter Anwendung von § 315a HGB im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie Sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, eingeschränkt durch die Marktwertbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive derivativer Finanzinstrumente). Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt. In der BAUER Gruppe entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. 2. KONSOLIDIERUNGSKREISIn den Konsolidierungskreis werden neben der BAUER AG alle wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Beherrschung vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. In den Konzernabschluss 2015 wurden 122 Unternehmen (Vorjahr: 120) einbezogen. Im Geschäftsjahr wurden 6 (Vorjahr: keine) Gesellschaften erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen. Seit Anfang des Jahres 2015 sind durch Verschmelzung, Verkauf und Auflösung 4 (Vorjahr: 4) Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Arbeitsgemeinschaften wurden aufgrund der projektbezogenen Kurzlebigkeit nicht bei der Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen berücksichtigt. Die folgende Übersicht zeigt die Anzahl der Tochtergesellschaften aufgeteilt nach Segmenten (ohne Bau-ARGEN): scroll
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Ergibt die Beurteilung einer neuen Tochtergesellschaft nach qualitativen Kriterien, dass die Gesellschaft aus Sicht des operativen Segments oder des Konzerns unwesentlich ist, wird sie gegebenenfalls nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Es dürfen sich jedoch durch eine unterlassene Einbeziehung weder wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben, noch weitere wesentliche Trends verschleiert werden. In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den Konzernabschluss der BAUER AG mit einbezogen, obwohl weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten werden. Dies ist auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen, nach denen ausländische Investoren nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an inländischen Gesellschaften halten dürfen. Die BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog. Agency-Konstruktionen, mithilfe derer wirtschaftlich mehr als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft gehalten werden und die damit zu einer Vollkonsolidierung berechtigen. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung oder die Möglichkeit zur Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet. Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Davon waren zum 31. Dezember 15 Gesellschaften (Vorjahr: 15) betroffen. Gemeinschaftsunternehmen wurden ebenfalls nach der Equity-Methode konsolidiert. Die wesentlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Teilkonzerne und Unternehmen sind in der Aufstellung über die wesentlichen Beteiligungen aufgeführt. Die Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB sind in einer gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes zusammengefasst. Dieser wird als Bestandteil des Anhangs der BAUER Aktiengesellschaft im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Tochtergesellschaften mit abweichendem Abschlussstichtag stellen einen Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag auf. Die NuBa Equipment Ltd., erstellt ihren Jahresabschluss auf den 30. September, da die Nuna Logistics Limited als weiterer Anteilseigner ihren Konzernabschluss ebenfalls zum 30. September aufstellt. Die BAUER Corporate Services Private Limited und die BAUER Equipment India Private Limited erstellen aufgrund der lokalen gesetzlichen Vorschriften ihren Abschluss auf den 31. März. Veränderungen bei TochterunternehmenSegment BauDie SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH hat am 15. September 2015 den Geschäftsbereich Stahlbau auf die SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH ausgegliedert. Der Geschäftsbereich Stahlbau war bisher in der Segmentberichterstattung dem Segment Maschinen, jetzt dem Segment Bau zugeordnet. Die Vorjahreszahlen des Segments Bau und des Segments Maschinen wurden entsprechend geändert. Aus dieser Ausgliederung ergab sich darüber hinaus keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der BAUER AG. Am 17.12.2015 wurde die BAUER (NEW ZEALAND) LIMITED aufgelöst und damit entkonsolidiert. Segment MaschinenIm zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2015 wurden 100 % der Anteile an der BAUER Mexico S.A. de C.V auf die BAUER Resources GmbH (97,5 %) und die PURE Umwelttechnik GmbH (2,5 %) übertragen. Diese Gesellschaften sind dem Segment Resources zugeordnet. Aus der Übertragung ergab sich keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der BAUER AG. Am 30. Juni 2015 wurde die BAUER Cimentationes y Equipos S.A. aufgelöst und damit entkonsolidiert. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2015 hat die BAUER Maschinen GmbH die restlichen 10 % der Anteile des Minderheitsgesellschafters der MAT Mischanlagentechnik GmbH erworben und hält seitdem 100 % an der MAT Mischanlagentechnik GmbH. Darüber hinaus wurde die MAT Mischanlagentechnik GmbH als übertragender Rechtsträger auf die BAUER Maschinen GmbH verschmolzen und damit aufgelöst. Der Betrieb in Immenstadt wird als MAT Mischanlagentechnik, Zweigniederlassung der BAUER Maschinen GmbH fortgeführt. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2015 wurden die BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., sowie die BAUER Equipment India Private Limited erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaften wurden bisher aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert. Ebenfalls im vierten Quartal des Geschäftsjahr 2015 wurde die neu gegründete BAUER Machinery USA Inc. in den Konzernabschluss einbezogen. VeräußerungenMit Vertrag vom 9. September 2015 hat die BAUER Maschinen GmbH 50 % der Anteile an der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH mit Wirkung zum 15. September 2015 an die SPANTEC Invest GmbH veräußert. Die Auswirkungen der Veräußerung sind im Folgenden dargestellt: a) Erhaltene Gegenleistungscroll
b) Aufgrund Beherrschungsverlust abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
c) Gesamteffekt aus der anteiligen Veräußerung der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbHscroll
Der Gesamteffekt ist in den sonstigen Erträgen enthalten und gesondert unter Ziffer 9 als Effekt aus Ent- und Übergangskonsolidierungen aufgeführt. d) Nettozahlungsmittelabfluss aus der anteiligen Veräußerung der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbHscroll
Aufgrund der anteiligen Veräußerung der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH wurde die behaltene At-Equity-Beteiligung zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wurde aus dem abgezinsten Transaktionspreis für die verkauften Anteile zum Veräußerungszeitpunkt ermittelt. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 3 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. BarkapitalerhöhungMit notarieller Beurkundung vom 15. Dezember 2015 hat die Schlumberger GmbH, Vechta, im Rahmen einer Barkapitalerhöhung Geschäftsanteile an der BAUER Deep Drilling GmbH übernommen, so dass sich der Anteil der BAUER Maschinen GmbH am Stammkapital auf 51 % reduziert hat. Gemäß Joint-Venture-Vertrag erfordern alle Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der Gesellschafter. Damit handelt es sich um ein Joint Venture, das at-Equity zu bilanzieren ist. Das Nettovermögen der BAUER Deep Drilling GmbH wurde aufgrund des Beherrschungsverlustes ausgebucht und die zurückbehaltene Beteiligung zum Fair Value angesetzt. Die Auswirkungen sind im Folgenden dargestellt: a) Aufgrund Beherrschungsverlust abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
b) Effekt aus dem Verlust der Beherrschung der BAUER Deep Drilling GmbHscroll
c) Nettozahlungsmittelveränderung aus der Barkapitalerhöhungscroll
Der Gesamteffekt ist in den sonstigen Erträgen enthalten und gesondert unter Ziffer 9 als Effekt aus Ent- und Übergangskonsolidierungen aufgeführt. Die behaltene At-Equity-Beteiligung an der BAUER Deep Drilling GmbH wurde zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wurde aus der Einzahlung der Barkapitalerhöhung zum Transaktionszeitpunkt ermittelt. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 3 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. BareinlageMit Vertrag vom 15. Dezember 2015 hat sich die Schlumberger Technology Corporation, Houston, mittels einer Bareinlage an der BAUER Manufacturing LLC in Höhe von 49 % beteiligt, so dass sich der Anteil der BAUER Machinery USA Inc. am Stammkapital auf 51 % reduziert hat. Gemäß Joint-Venture-Vertrag erfordern alle Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der Gesellschafter. Damit handelt es sich um ein Joint Venture, das at-Equity zu bilanzieren ist. Das Nettovermögen der BAUER Manufacturing LLC wurde aufgrund des Beherrschungsverlustes ausgebucht und die zurückbehaltene Beteiligung zum Fair Value angesetzt. Die Auswirkungen der Bareinlage sind im Folgenden dargestellt: a) Aufgrund Beherrschungsverlust abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
b) Effekt aus dem Verlust der Beherrschung der BAUER Manufacturing LLCscroll
c) Nettozahlungsmittelveränderung aus der Bareinlagescroll
Der Gesamteffekt ist in den sonstigen Erträgen enthalten und gesondert unter Ziffer 9 als Effekt aus Ent- und Übergangskonsolidierungen aufgeführt. Die behaltene At-Equity-Beteiligung an der BAUER Manufacturing LLC wurde zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wurde aus der Bareinlage zum Transaktionszeitpunkt ermittelt. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 3 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. Segment ResourcesAm 20. März 2015 wurde die BAUER Resources Australia Pty. Ltd., aufgelöst und damit entkonsolidiert. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015 wurde die BAUER Resources Maroc S.A.R.L, erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft wurde bisher aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert. Am 28. August 2015 wurde die BAUER Resources Hungary Kft. aufgelöst und damit entkonsolidiert. Im vierten Quartal des Geschäftsjahr 2015 wurde die BAUER Resources Senegal S.A.R.L, erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft wurde bisher aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert. Segment SonstigesAm 7. Dezember 2015 hat die BAUER Maschinen GmbH 100 % der Anteile an der BAUER Mietpool GmbH an die BAUER Aktiengesellschaft verkauft. Zudem wurde die Umfirmierung der BAUER Mietpool GmbH in die WW Beteiligung GmbH beschlossen. Die BAUER Mietpool GmbH war bis zum Verkaufsdatum dem Segment Maschinen zugeordnet. 3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEDie Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für die BAUER Gruppe einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen werden um vorhandene Zwischenergebnisse bereinigt. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Bildung latenter Steuern, wobei aktive und passive latente Steuern aufgerechnet werden, wenn Zahlungsfrist und Steuergläubiger übereinstimmen. Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen wurden die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der erworbenen Unternehmen mit deren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Bei der Erstkonsolidierung entstehende aktive Unterschiedsbeträge werden aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen; passivische Unterschiedsbeträge werden sofort zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3 erfolgswirksam erfasst. Für die Konsolidierung nach der Equity-Methode gelten die gleichen Grundsätze. Entspricht bzw. übersteigt der Verlustanteil an einem assoziierten Unternehmen den Beteiligungsbuchwert, werden keine weiteren Verluste mehr erfasst, es sei denn, ein einbezogenes Konzernunternehmen ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet. Nicht beherrschende Anteile stellen den Anteil am Ergebnis und am Reinvermögen dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Auf diese Anteile entfallendes Ergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung folglich separat vom Anteil am Ergebnis, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen ist, ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Der Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen und Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. 4. WESENTLICHE ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGENIm Konzernabschluss müssen Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Impairment-Tests, der Beurteilung der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern, der Einbringbarkeit von Forderungen sowie der Bildung von Rückstellungen für Rechtsverfahren, Pensionen und anderen Leistungszusagen, Steuern, Gewährleistungen und Garantien. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. 5. ALLGEMEINE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN5.1. Allgemeine Änderungen der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie nachfolgend dargestellten Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr erstmalig verpflichtend anzuwenden:
Zu den Änderungen im Einzelnen:
Die Auswirkungen der jährlichen Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2011 bis 2013 haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG.
Die Auswirkung der Änderungen an IAS 19 haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG.
Zu den Änderungen im Einzelnen:
Die Auswirkungen der jährlichen Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2010 bis 2012 haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG. Ferner haben das IASB und das IFRIC weitere nachfolgend aufgeführte Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2015 teilweise noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. von der EU noch nicht anerkannt sind. Zum 31. Dezember 2015 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die BAUER Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die EU anerkannt und übernommen sind. scroll
Mögliche Auswirkungen der Erstanwendung des IFRS 15, Umsatzerlöse aus Kundenverträgen, sowie IFRS 16, Leasingverhältnisse und IFRS 9, Finanzinstrumente, werden derzeit analysiert. IFRS 15 ersetzt zukünftig sowohl die Inhalte des IAS 18 "Umsatzerlöse" als auch des IAS 11 "Fertigungsaufträge". Der neue Standard unterscheidet nicht zwischen unterschiedlichen Auftrags- und Leistungsarten, sondern stellt einheitliche Kriterien auf, wann für eine Leistungserbringung Umsatzerlöse zeitpunkt- und zeitraumbezogen zu realisieren sind. Diest ist dann der Fall, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus diesen ziehen kann. IFRS 16 ersetzt zukünftig IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC 15 "Operating-Leasingverhältnisse - Anreize" sowie SIC 27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen". Der neue Standard nimmt beim Leasingnehmer keine Klassifizierung in Finance- und Operating-Leasingverhältnisse vor, sondern es werden grundsätzlich alle Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit in der Bilanz erfasst. Es erfolgen keine wesentlichen Änderungen in der Leasinggeberbilanzierung im Vergleich zu IAS 17. Im Gegensatz zu IAS 17 fordert IFRS 16 umfangreichere Anhangsangaben. IFRS 9 (2014) ersetzt die bisherigen Regelungen des IAS 39 zu Finanzinstrumenten. Er beinhaltet geänderte Regelungen zu Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte und enthält kleinere Änderungen im Hinblick auf die Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten. Für bestimmte Fremdkapitalinstrumente der Aktivseite ist eine ergebnisneutrale Fair-Value-Bewertung vorgesehen. Darüber hinaus enthält er Regelungen zu Wertminderungen von Vermögenswerten und zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting). Die Vorschriften zur Wertminderung stellen erstmals auf erwartete Ausfälle ab. Die neuen Regelungen zum Hedge Accounting sollen dazu führen, dass Risikomanagement-Aktivitäten besser im Konzernabschluss abgebildet werden können. Dazu erweitert IFRS 9 (2014) u.a. die für Hedge Accounting qualifizierenden Grundgeschäfte und erleichtert die Effektivitätstests. Für alle anderen Standards wird von der BAUER AG kein wesentlicher Einfluss auf den Konzernabschluss erwartet. 5.2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFremdwährungsumrechnungenFremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der BAUER AG und der einbezogenen Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Die Abschlüsse der zur BAUER Gruppe gehörenden ausländischen Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Aktiv- und Passivposten werden danach mit dem Stichtagskurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Die sich dadurch ergebenden Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung werden ergebnisneutral in der Währungsumrechnungsrücklage als Teil des Eigenkapitals erfasst. Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergaben sich aus der folgenden Tabelle: scroll
Immaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren linear abgeschrieben. Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie der Goodwill, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich oder bei Vorliegen eines Hinweises auf Wertminderungen hin geprüft. Der Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Goodwill wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Ein Goodwill, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert der Beteiligung an assoziierten Unternehmen enthalten und infolgedessen wird er nicht separat, sondern als Bestandteil des gesamten Buchwerts auf Wertminderung geprüft. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse beziehungsweise Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwertes erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (sog. zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Mit Ausnahme des Goodwills wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat. Kosten für Forschung und Entwicklung werden gemäß IAS 38 in dem Geschäftsjahr als Aufwand verrechnet, in dem sie angefallen sind. Eine Ausnahme bilden dabei bestimmte Entwicklungskosten, die aktiviert werden, wenn es wahrscheinlich ist, dass aus dem Entwicklungsprojekt ein künftiger Nutzen erzielt wird und die anfallenden Kosten verlässlich ermittelbar sind. Darüber hinaus müssen die folgenden Kriterien nach IAS 38.57 erfüllt sein:
Die Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Die in Entwicklung befindlichen Vermögenswerte werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Produktionsbeginn über die vorgesehene Laufzeit der entwickelten Modelle. Die voraussichtliche Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 6 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden auf den höheren Betrag aus Nutzungswert und Nettoveräußerungspreis vorgenommen. Liegen die Voraussetzungen für eine Wertminderung nicht mehr vor, werden Zuschreibungen - außer bei Firmenwerten -vorgenommen. SachanlagenSachanlagen sind gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßig linear nach der Pro-rata-temporis-Methode bemessene Abschreibungen, bewertet, sofern nicht in Ausnahmefällen ein anderer Abschreibungsverlauf dem Nutzungsverlauf besser gerecht wird. Einen Überblick über die Nutzungsdauern gibt die folgende Tabelle: scroll
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Nutzungswert bzw. der Nettoveräußerungspreis des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Sollten die Gründe für eine in den Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen. Sowohl außerplanmäßige Abschreibungen als auch planmäßige Abschreibungen werden unter den Abschreibungen auf das Anlagevermögen erfasst. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen wird gemäß IAS 36 unter den langfristigen Vermögenswerten erläutert. LeasingDie BAUER Gruppe fungiert sowohl als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber. Die Klassifizierung der Leasingverhältnisse erfolgt nach IAS 17 nach der Verteilung der Chancen und Risiken zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer. Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert. Trägt der Leasingnehmer hingegen den wesentlichen Anteil der Chancen und Risiken, handelt es sich um ein Finanzierungsleasing-Verhältnis. a) Bilanzierung als LeasingnehmerIm Zusammenhang mit einem Operating-Leasing-Verhältnis geleistete Zahlungen (netto nach Berücksichtigung von Anreizzahlungen, die vom Leasinggeber geleistet wurden) werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit unter den kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, so dass die Leasingverbindlichkeit konstant verzinst wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses. b) Bilanzierung als LeasinggeberEin Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, in der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht an der Nutzung eines Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum überträgt. Vermögenswerte, die im Rahmen von Operating-Leasing-Verhältnissen vom Kunden angemietet werden, werden aufgrund ihrer Beschaffenheit in der Bilanz zugeordnet. Erträge aus Leasingverhältnissen werden linear über die Vertragslaufzeit erfasst. In der BAUER Gruppe werden Leasingverhältnisse als Leasinggeber abgeschlossen, die überwiegend als Operating-Leasing zu klassifizieren sind. Zuwendungen öffentlicher HandZuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte einschließlich nicht monetärer Zuwendungen zum beizulegenden Zeitwert werden in der Bilanz als passivischer Abgrenzungsposten (Investzulage) dargestellt oder bei der Feststellung des Buchwerts des Vermögenswerts aktivisch abgesetzt (Investzuschuss). UnternehmenserwerbeDie Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile erfolgt entweder zu Anschaffungskosten (partielle Goodwill-Methode) oder zum Fair Value (Full-Goodwill-Methode). Das gegebene Wahlrecht kann einzelfallweise ausgeübt werden. In der BAUER Gruppe ist grundsätzlich die partielle Goodwill-Methode anzuwenden. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Transaktionskosten, die im direkten Zusammenhang mit einem Unternehmenszusammenschluss stehen, werden ergebniswirksam erfasst. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenserwerbs werden die Unterschiede zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert der bisher gehaltenen Anteile zum Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam erfasst. Für zum Erwerbszeitpunkt beim erworbenen Unternehmen bestehende Vertragsverhältnisse, ausgenommen Sachverhalte nach IAS 17 und IFRIC 4, wird eine Analyse und ggf. eine Neuklassifizierung dieser vorgenommen. FremdkapitalkostenFremdkapitalkosten, die gemäß IAS 23 in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten stehen, werden für den Zeitraum bis zur Inbetriebnahme des Vermögenswerts in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte einbezogen. Im Geschäftsjahr und Vorjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Grundsätzlich erfolgt die Überprüfung des Vorliegens eines qualifizierten Vermögenswerts nach intern festgelegten Wesentlichkeitsgrenzen für Projekte und Anlagen. Bei Überschreitung dieser Wesentlichkeitsgrenzen werden Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Andere Finanzierungskosten werden als laufender Aufwand unter den Finanzaufwendungen erfasst. Investment PropertyZur Erzielung von Mieterträgen gehaltene Grundstücke und Gebäude werden gemäß IAS 40 zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, wobei die für die Abschreibungen (linear nach der Pro-rata-temporis-Methode) zugrunde gelegten Nutzungsdauern denen der selbst genutzten Sachanlagen entsprechen. Eine Bewertung durch einen unabhängigen Gutachter zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts des Investment Property hat nicht stattgefunden. Die Bewertung erfolgt aus Ableitung aktueller Marktpreise vergleichbarer Immobilien. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 2 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. At-Equity bewertete AnteileAssoziierte UnternehmenAssoziierte Unternehmen sind gemäß IAS 28 solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Beherrschung hat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen). Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an Veränderungen der Rücklagen in den Konzernrücklagen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet. Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin. GemeinschaftsunternehmenGemeinschaftsunternehmen sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinsam Beherrschung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern. Unter die At-Equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen fallen neben Joint Ventures auch die typischen deutschen Arbeitsgemeinschaften ("ARGE"), wobei hier Beistellungs-ARGEN und Dach-ARGEN zu unterscheiden sind. Beide Arbeitsgemeinschaften fallen unter die Regelung des IFRS 11. Bei Beistellungs-ARGEN werden Vermögenswerte in Form von Personal, Material oder Gerät der ARGE bei- und in Rechnung gestellt. Die von der Arbeitsgemeinschaft erzielten Ergebnisse werden gemäß IAS 28 nach der Equity-Methode bilanziert. Entsprechend erfolgt der Ausweis in der Bilanz unter den At-Equity-bewerteten Anteilen und in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen. Die Dach-ARGE dagegen arbeitet grundsätzlich ergebnisneutral. Die Vergütungsansprüche zwischen Dach-ARGE und Auftraggeber sind identisch mit den Vergütungsansprüchen der Einzellose gegenüber der Dach-ARGE. Alle eingehenden Auftraggeberzahlungen werden von der Dach-ARGE in voller Höhe an die Einzellose weitergeleitet. Bauer als Partner einer Dach-ARGE bilanziert in sofern die in seiner Verfügungsmacht stehenden Vermögenswerte und die selbst eingegangenen Schulden sowie die getätigten eigenen Aufwendungen und weist die anteiligen Erträge aus diesen Aktivitäten in den Umsatzerlösen aus. Laufende Verrechnungen von und gegenüber Arbeitsgemeinschaften werden unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften ausgewiesen. Gemeinschaftliche TätigkeitenGemeinschaftliche Tätigkeiten sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte an den Vermögenswerten besitzen und Verpflichtungen für die Schulden der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern. Sofern die BAUER Gruppe Tätigkeiten im Rahmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit durchführt, so erfasst der Konzern als gemeinschaftlich Tätiger im Zusammenhang mit seinem Anteil an der gemeinschaftlichen Tätigkeit folgende Posten:
Bei Transaktionen, wie dem Kauf von Vermögenswerten durch ein Konzernunternehmen, werden Gewinne und Verluste in dem Umfang des Konzernanteils an der gemeinschaftlichen Tätigkeit erst bei der Weiterveräußerung der Vermögenswerte an Dritte erfasst. Finanzinstrumentea) Originäre FinanzinstrumenteIn der BAUER Gruppe werden originäre Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgenden Kategorien zugeordnet:
Die Kategorie "Loans and Receivables" umfasst kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte. Der Kategorie "Available-for-Sale" werden Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Eigenkapitalanteile zugeordnet, die nicht konsolidiert oder nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden. Für jene Eigenkapitalanteile besteht kein aktiver Markt sowie die Möglichkeit der verlässlichen Fair-Value-Ermittlung, so dass die Anteile zu Anschaffungskosten bewertet wurden. Eine Veräußerungsabsicht liegt nicht vor. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, und solche, die nicht in eine der anderen genannten Kategorien finanzieller Vermögenswerte eingestuft sind. Sie werden sowohl bei der Erstbilanzierung als auch in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, werden zu jedem Bilanzstichtag auf objektive Anhaltspunkte (wie etwa erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, der Wegfall eines aktiven Markts für den finanziellen Vermögenswert) für eine Wertminderung überprüft. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Wertminderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem Eigenkapital zu eliminieren und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe zurückgenommen. Bei Schuldinstrumenten wird die Wertaufholung erfolgswirksam erfasst. Wertminderungen, die als zur Veräußerung verfügbare und mit den Anschaffungskosten bilanzierte nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Originäre Finanzinstrumente als finanzielle Verbindlichkeiten werden folgender Kategorie zugeordnet:
Die Kategorie "Financial Liabilities Measured at Amortised Cost" umfasst Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten und kurz- und langfristige finanzielle Verbindlichkeiten. Forderungen und Verbindlichkeiten der Kategorien "Financial Liabilities Measured at Amortised Cost" und "Loans and Receivables" werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert unter Einschluss der Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind, erfasst und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit ergeben sich gemäß der Effektivzinsmethode aus den historischen Anschaffungskosten abzüglich der vorgenommenen Tilgungen, zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag sowie abzüglich etwaiger Abschreibungen und Wertminderungen beziehungsweise zuzüglich Zuschreibungen und Wertaufholungen. Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten sowohl dem Nennbetrag beziehungsweise dem Rückzahlungsbetrag. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Guthaben bei Kreditinstituten als auch Kassenbestände und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung der Transaktionskosten. Eine Ausbuchung von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt dann, wenn diese getilgt sind oder die Verpflichtung erloschen ist. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Erfüllungstag. Bei finanziellen Vermögenswerten werden Ausbuchungen von möglichen Ausfallrisiken durch Wertberichtigungen auf separaten Wertberichtigungskonten Rechnung getragen. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat oder die wesentlichen Chancen und Risiken weder übertragen noch zurückbehalten wurden, aber die Verfügungsmacht übertragen wurde. Bestehen an der Einbringbarkeit von Forderungen Zweifel, werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen oder pauschalierter Einzelwertberichtigung angesetzt. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise (z. B. strittige Nachträge, Zahlungsversäumnisse, Insolvenzen) vorliegen, so dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Wertminderung wird über ein Wertberichtigungskonto erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Alle anderen Wertminderungen werden direkt abgeschrieben und ebenfalls erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Gemäß konzerninternen Vorgaben werden Wertberichtigungen auf Forderungen grundsätzlich auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst. Sie werden zum selben Zeitpunkt wie die entsprechend wertberichtigte Forderung ausgebucht. Die Fair-Value-Option nach IAS 39 wurde nicht ausgeübt. b) Derivative FinanzinstrumenteEin Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein Vertrag im Anwendungsbereich von IAS 39, der die folgenden drei Kriterien kumulativ erfüllt:
In der BAUER Gruppe werden freistehende derivative Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgender Kategorie zugeordnet:
Freistehende derivative Finanzinstrumente als finanzielle Verbindlichkeiten werden folgender Kategorie zugeordnet:
Wertänderungen von Derivaten, die nicht Teil eines Cashflow-Hedges sind, werden im Falle von Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäften unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen, im Falle von Zinsswaps erfolgswirksam unter den Finanzaufwendungen oder -erträgen, berücksichtigt. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente der Stufe 2 werden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Konditionen, z. B. Zinssätze oder Devisenkurse und mithilfe anerkannter Modelle z. B. Discounted Cashflow-Modellen oder Optionspreismodellen, berechnet. Zu den freistehenden derivativen Finanzinstrumenten der Kategorien "Financial Assets Held for Trading" und "Financial Liabilities Held for Trading" gehören Marktwerte der Zinsswaps, Devisenoptionsgeschäfte, Cross Currency Swaps und Devisentermingeschäfte, die nicht im Hedge Accounting sind oder nicht die Bedingungen des Hedge Accounting erfüllen. Derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps, Devisenoptionen, Cross Currency Swaps und Devisentermingeschäfte) werden in der BAUER Gruppe ausschließlich zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken eingesetzt. Reine Handelsgeschäfte ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden nicht eingegangen. Bei Derivaten, die im Hedge Accounting sind, wird im Falle der Absicherung von erwarteten künftigen Transaktionen (Cashflow-Hedges) der effektive Teil des Gewinns oder Verlustes aus einem Sicherungsinstrument zunächst unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst und erst bei Realisierung des abgesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Der ineffektive Teil des Sicherungsgeschäfts wird sofort erfolgswirksam erfasst. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte werden auf der Basis von aktuellen Referenzkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und Terminabschlägen bestimmt. Die Marktwerte der Zinsswaps werden auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Dabei werden die für die jeweilige Restlaufzeit der Derivate geltenden Marktzinssätze verwendet. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Handelstag. Im Geschäftsjahr 2015 wurde Hedge Accounting angewendet. VorräteVorräte an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden gemäß IAS 2 mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Zur Ermittlung des Bilanzansatzes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird überwiegend die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet. Sofern die unter den fertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren enthaltenen und primär zum Verkauf bestimmten Maschinen und Zubehörteile als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme kurzfristig vermietet sind, werden zur Bestimmung der Nettoveräußerungswerte folgende Faktoren berücksichtigt:
Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkten Kosten des Herstellungsprozesses. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte wird gemäß IAS 2 unter den Vorräten erläutert. AuftragsfertigungFertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) bilanziert. Die Umsätze werden nach der Percentage-of-Completion-Methode dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird entsprechend den angefallenen Kosten (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt. Sofern die kumulierte Leistung (Auftragskosten und anteiliges Ergebnis) die Zahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC). Verbleibt nach Abzug der Zahlungen ein negativer Saldo, wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) ausgewiesen. Zu erwartende Auftragsverluste werden zum Zeitpunkt ihres Bekanntwerdens in voller Höhe durch die Wertberichtigung eventuell bestehender Forderungen oder durch Bildung einer Rückstellung berücksichtigt. Die Fertigungsaufträge, die in Arbeitsgemeinschaften abgewickelt werden, werden entsprechend der PoC-Methode bewertet. Die Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften enthalten auch das anteilige Auftragsergebnis. Zu erwartende Verluste werden durch Abwertungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gedeckt und im Auftragsergebnis berücksichtigt. DienstleistungskonzessionsvereinbarungenDienstleistungskonzessionsvereinbarungen, die gemäß IFRIC 12 ein unbedingtes vertragliches Recht auf den Erhalt einer Zahlung einräumen, werden gesondert unter dem Posten Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen dargestellt. Die kurzfristigen Anteile der Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen werden unter den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Forderungen sind der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und mit dem Barwert der zu leistenden Vergütungen angesetzt. Die jährlich entsprechend der Effektivzinsmethode ermittelten Aufzinsungsbeträge werden in den Finanzerträgen erfasst. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und Sichteinlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von unter drei Monaten. Latente SteuernLatente Steuern werden gemäß IAS 12 auf Abweichungen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen in Höhe der voraussichtlichen künftigen Steuerbelastung bzw. -entlastung berücksichtigt. Daneben werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit der Realisierung hinreichend gerechnet wird. Latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Gemäß IAS 12.74 sind latente Steueransprüche und latente Steuerschulden zu saldieren, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht. Des Weiteren ist zu saldieren, wenn sich die latenten Steueransprüche und die latenten Steuerschulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für:
Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Ansatz der latenten Steuern im Inland erfolgt auf der Basis der Körperschaftsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Gewerbesteuer innerhalb einer Bandbreite von 26,90 % bis 31,69 % (Vorjahr: 27,82 % und 30,92 %). Im Ausland werden Steuersätze zwischen 0,00 % und 38,15 % (Vorjahr: 0,00 % und 38,15 %) zugrunde gelegt. Rückstellungena) PensionsrückstellungenDie BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland. Typischerweise schreiben leistungsorientierte Pläne einen Betrag an Pensionsleistungen fest, den die Beschäftigten bei Renteneintritt erhalten werden und der in der Regel von einem oder mehreren Faktoren (wie Alter, Dienstzeit und Gehalt) abhängig ist. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag, abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten zu. In den Ländern, in denen es keinen hinreichend entwickelten Markt für solche Anleihen gibt, werden Regierungsanleihen angewandt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung im Finanzaufwand. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen zahlt das betreffende Unternehmen Beiträge an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen, die im Personalaufwand ausgewiesen werden. b) SteuerrückstellungenSteuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind. c) Übrige RückstellungenDie übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, sofern sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit positiven Erfolgsbeiträgen saldiert. Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt. Rückstellungen werden nur für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Erträge und AufwendungenUmsatzerlöse bzw. sonstige Erträge werden gemäß IAS 18 mit Erbringung der Leistung bzw. mit Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. Erhaltene Dividenden werden als Erträge aus operativen Beteiligungen unter den Finanzerträgen erfasst. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Finanzerträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Erträge aus Dienstleistungsverträgen werden ihrem Fertigstellungsgrad entsprechend erfasst. 6. KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie Berichterstattung über die Segmente der BAUER Gruppe wurde wie im Vorjahr gemäß IFRS 8 aufgestellt. Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente der BAUER Gruppe. Die BAUER Gruppe ist in die Segmente Bau, Maschinen und Resources aufgeteilt. Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen durchgeführt. Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist als einzige Gesellschaft in allen drei Segmenten tätig. Das Vermögen, die Schulden sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurden den entsprechenden Segmenten zugeordnet. BauKerngeschäft des Segments Bau ist der Spezialtiefbau. Für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude werden komplette Baugruben und Gründungen auf oft schwierigem Baugrund erstellt. Um den Kunden auch eine komplette Leistung anbieten zu können, bieten die Unternehmen der BAUER Gruppe zusätzlich andere Bauleistungen, die oft wesentliche Spezialtiefbau-anteile beinhalten, an. Beispiele dafür sind Brücken, umwelttechnische Baumaßnahmen, Sanierungsleistungen sowie Bauen im Bestand. Durch die enge Verzahnung aller Bautätigkeiten ergibt sich das Segment Bau. MaschinenIm Segment Maschinen werden für die weltweite Vermarktung Baumaschinen für alle Verfahren des Spezialtiefbaus sowie für Tiefenbohrungen entwickelt und hergestellt. Mit den Geräten für den Spezialtiefbau können Bohrungen großer und kleiner Durchmesser für Pfähle, Schlitzwände, Anker, Injektionen und Brunnen hergestellt werden. Mit den Geräten für Tiefenbohrungen können Bohrungen für den Geothermie-, Öl- und Gasbereich vorgenommen werden. Des Weiteren werden Geräte für Rammarbeiten und Bodenverbesserungen produziert. Eine große Auswahl an Zusatzgeräten und Zusatzeinrichtungen ergänzt das Vertriebsprogramm zu Komplettverfahren für alle Anwendungen im Spezialtiefbau. ResourcesIm Segment Resources sind alle Unternehmen des Konzerns gebündelt, die sich mit Leistungen zur Sanierung und Gewinnung natürlicher Grundlagen des menschlichen Lebens befassen. Dies sind die Unternehmen der Umwelttechnik zur Reinigung von Böden und Grundwasser, die Unternehmen für Aufschlussbohr- und Abbauarbeiten zur Gewinnung von Rohstoffen in Minen und zum Bohren von Brunnen und Geothermieanlagen. Darüber hinaus gehören zu diesem Segment Unternehmen, die Materialien zum Ausbau von Bohrungen, speziell für Brunnen und Geothermie, herstellen und vertreiben. SonstigesUnter Sonstiges sind die zentralen Dienste (Rechnungswesen, Personal, IT, etc.) der BAUER AG für die Konzerngesellschaften sowie andere, nicht den gesondert dargestellten Segmenten zuordenbare Gesellschaften enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen übernehmen oder anbieten. KonsolidierungUnter Konsolidierung werden hier die intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt. Diese beinhalten die Bereinigung von Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldern sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse. Die intrasegmentären Konsolidierungseffekte, also Effekte innerhalb des Geschäftsfelds, wurden bereits dort bereinigt. Das als Periodenergebnis ausgewiesene Segmentergebnis enthält die Finanzerträge und -aufwendungen sowie das Ergebnis aus at-Equity bewerten Anteilen und den Ertragsteueraufwand. Das Segmentvermögen und die Segmentschulden der Geschäftsbereiche enthalten alle Vermögenswerte und Schulden des Konzerns. Die langfristigen Vermögenswerte im Segmentbericht nach Regionen enthalten immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Investment Property. Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit DrittenDie konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften wider. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Gesamtleistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus der Leistung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie der Leistung nicht konsolidierter Gesellschaften. Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort des Kunden zugeordnet. Es bestehen keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 %. Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt und jede Dienstleistung bzw. auf jede Gruppe vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht verfügbar. <<< Mit der Vergrößerung der Zufahrt zum Hamburger Hafen erweitern sich die nutzbaren Tide-Zeitfenster für das Ein- und Auslaufen großer Schiffe. Unser Kunde Demler Spezialtiefbau GmbH + Co KG sicherte den Geländesprung durch eine kombinierte Wand aus Trag- und Spundbohlen. Zum Einsatz kamen zwei BG 39 mit zwei Verrohrungsmaschinen BV 2000. Konzern-SegmentberichterstattungSEGMENTBERICHT NACH GESCHÄFTSFELDERNscroll
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SEGMENTBERICHT NACH REGIONENscroll
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ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG7. UMSATZERLÖSEDie erzielten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.378.991 (Vorjahr: 1.375.679) enthalten Erlöse aus der Anwendung der Percen-tage-of-Completion-Methode, Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie Umsatzerlöse aus dem Verkauf und der Vermietung von Geräten und Zubehör. Die Umsatzerlöse aus der Percentage-of-Completion-Methode betrugen im Geschäftsjahr TEUR 697.066 (Vorjahr: 649.625). Die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Geräten und Zubehör betrugen im Geschäftsjahr TEUR 20.170 (Vorjahr: 29.428). Zur Darstellung und Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern und Regionen verweisen wir auf die Erläuterungen zur Segmentberichterstattung (siehe Textziffer 6). Die Umsatzerlöse geben nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr erbrachten Leistung wieder. Daher wird im Folgenden auf die Gesamtkonzernleistung übergeleitet: scroll
In den Umsatzerlösen ist ein Wertberichtigungsergebnis von netto TEUR -3.107 (Vorjahr: 5.381) enthalten. Das Wertberichtigungsergebnis ist auf das Segment Bau zurückzuführen. Im Baubereich können bei Schlussrechnungen z. B. Nachtragspositionen enthalten sein, die noch nicht mit dem Auftraggeber endverhandelt bzw. beauftragt wurden. Diese können sich teilweise als zweifelhaft darstellen. Auf diese zweifelhaften Forderungen werden Wertberichtigungen gebildet, die unter den Umsatzerlösen ausgewiesen werden. Sollte sich die zweifelhafte Forderung als werthaltig herausstellen, wird die Wertberichtigung aufgelöst. Diese Auflösung wird ebenfalls unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der Saldo aus Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen ergibt das zuvor erwähnte Wertberichtigungsergebnis. Die Zuführungen und Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen der übrigen Segmente sind unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. 8. ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGENscroll
9. SONSTIGE ERTRÄGEscroll
Die unter den sonstigen Erträgen ausgewiesenen realisierten und unrealisierten Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 50.827 (Vorjahr: 34.645) sind im Zusammenhang mit der globalen Währungssicherungsstrategie und der zugrundeliegenden Währungsverbuchung entstanden. In diesem Zusammenhang stehen den Erträgen realisierte und unrealisierte Währungsverluste sowie Verluste aus Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 58.501 (Vorjahr: 29.767) gegenüber, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten darüber hinaus im Wesentlichen Erträge aus geldwerten Vorteilen, andere Aufwandserstattungen sowie sonstige Erträge, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind. 10. MATERIALAUFWANDscroll
11. PERSONALAUFWANDDie Aufwendungen für Altersversorgung umfassen den Aufwand für Versorgungsleistungen sowie die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen ohne den Zinsanteil, der unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen wird. scroll
Die Arbeitgeberanteile zur Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 21.758 (Vorjahr: 20.653). Hierbei handelt es sich um beitragsorientierte Pläne, die unter 5.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern erläutert wurden. Davon entfallen TEUR 16.995 (Vorjahr: 17.411) auf das Inland und TEUR 4.763 (Vorjahr: 3.242) auf das Ausland. In den Löhnen und Gehältern sind Abfindungszahlungen in Höhe von TEUR 1.560 (Vorjahr: 735) enthalten. 12. ABSCHREIBUNGEN AUF DAS ANLAGEVERMÖGENDie Abschreibungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden unter Textziffer 19.2 Sachanlagen und Investment Property erläutert. 13. NUTZUNGSBEDINGTE ABSCHREIBUNGEN ZUR WERTMINDERUNG DER VORRÄTEDie nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Geschäftsjahr TEUR 13.195 (Vorjahr: 15.789). Dabei handelt es sich um nutzungsbedingte Abschreibungen auf Gebrauchtmaschinen, die kurzfristig an Kunden zur Verkaufsförderung vermietet waren. Die nutzungsbedingten Abschreibungen auf im Geschäftsjahr 2015 abgegangene Gebrauchtmaschinen sind in diesen Zahlen enthalten. 14. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENscroll
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen erfolgswirksame Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen, Verluste aus Devisentermingeschäften sowie übrige sonstige betriebliche Aufwendungen, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind. Die sonstigen mitarbeiterbezogenen Aufwendungen umfassen u. a. Aus- und Fortbildungskosten, Beihilfen und Geschenke, Reise- und Umzugskosten und weitere projektbezogene Personalkosten. FINANZERGEBNIS15. FINANZERTRÄGEDie Finanzerträge stellen sich wie folgt dar: scroll
16. FINANZAUFWENDUNGENDie Finanzaufwendungen gliedern sich wie folgt: scroll
Die unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthaltenen Zinsen aus Finance-Leasing betrugen im Geschäftsjahr TEUR 869 (Vorjahr: 988). Im Finanzergebnis sind Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 3.762 (Vorjahr: 5.278) sowie Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 35.779 (Vorjahr: 40.285) enthalten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 162 (Vorjahr: 705) enthalten. Davon sind TEUR 14 (Vorjahr: 631) dem Segment Bau, TEUR 0 (Vorjahr: 9) dem Segment Maschinen und TEUR 148 (Vorjahr: 65) dem Segment Resources zuzuordnen. 17. ERTRAGSTEUERAUFWANDDer Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der theoretische Steuersatz beträgt 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %). Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen ErtragsteueraufwandDer erwartete Steueraufwand liegt unter dem ausgewiesenen Steueraufwand. Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten und dem ausgewiesenen Steueraufwand begründen sich in der Überleitungsrechnung wie folgt: scroll
In den Steuerauswirkungen der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträge sind Effekte aus Übergangs- und Entkonsolidierungen in Höhe von TEUR -12.153 (Vorjahr: -6.548) enthalten. Aus internen Ausschüttungen ergeben sich nach dem 31. Dezember 2015 steuerliche Auswirkungen in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: 39). 18. ERGEBNIS JE AKTIEDas Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des den Aktionären der BAUER AG zurechenbaren Periodenergebnisses mit der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der ausgegebenen Stammaktien. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf nachstehende Werte: scroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZDie Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind im Anlagespiegel auf den folgenden Seiten dargestellt. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE19. ANLAGEVERMÖGEN19.1 Immaterielle Vermögenswertescroll
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Die Veränderungen im Konsolidierungskreis umfassen im Wesentlichen Immaterielle Vermögenswerte aus der Entkonsolidierung der BAUER Deep Drilling GmbH mit einem Buchwert von TEUR 4.165. Von den im Jahr 2015 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Patentkosten erfüllten TEUR 4.936 (Vorjahr: 6.247) die Aktivierungskriterien nach IFRS. Folgende Beträge wurden erfolgswirksam verrechnet: scroll
19.2 Sachanlagen und Investment Propertyscroll
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Die Veränderungen im Konsolidierungskreis umfassen Abgänge von Sachanlagen aus der Entkonsolidierung der BAUER Manufacturing LLC in Höhe von TEUR 26.271, der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH in Höhe von TEUR 425 und der BAUER Deep Drilling GmbH mit TEUR 97 sowie Zugänge aus der Erstkonsolidierung der BAUER Equipment India Private Limited, der BAUER Equipment Australien Pty. Ltd., der BAUER Resources Maroc S.A.R.L. und der BAUER Resources Senegal SARL mit einem Zugang von Sachanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 1.587. Für mittels Finance-Lease-Verträgen geleaste Gebäude und Anlagen bestehen überwiegend Kaufoptionen, die auch ausgeübt werden sollen. Die Zinssätze, die den Verträgen zugrunde liegen, variieren je nach Markt und Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwischen 1,43 % und 7,50 % (Vorjahr: 2,38 % und 7,89 %). Die in der Zukunft fälligen Leasingzahlungen mit ihren Barwerten ergeben sich aus der folgenden Tabelle: scroll
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Das Investment Property hat einen Marktwert von TEUR 784 (Vorjahr: 804) und war in 2015 durchgängig vermietet. Dabei handelt es sich um ein Hotel im Besitz der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, das an Dritte vermietet und über einen Zeitraum von 48 Jahren abgeschrieben wird. Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist darüber hinaus vertraglich zur Instandhaltung verpflichtet. Eine Bewertung durch einen unabhängigen Gutachter zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts des Investment Property hat nicht stattgefunden. Die Bewertung erfolgt aus Ableitung aktueller Marktpreise vergleichbarer Immobilien. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 2 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. Im Berichtszeitraum sind Mieterträge in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: 60) erzielt worden, denen direkte betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: 23) gegenüberstehen. Gegenstände des Sachanlagevermögens unterliegen mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 112.090 (Vorjahr: 105.811) Belastungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen. Darüber hinaus bestehen für gemietete Vermögenswerte, die gemäß IAS 17 dem Konzern zuzurechnen sind (Finance-Lease) in Höhe von TEUR 23.858 (Vorjahr: 27.207) geschäftsübliche Verfügungsbeschränkungen. Im Geschäftsjahr wurden der Olbersdorfer Guß GmbH Investitionszulagen zur Produktionserweiterung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 13) gewährt. Alle für die Investitionszulagen notwendigen Bedingungen waren zum Bilanzstichtag erfüllt. Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert (Vorjahr: keine). Insgesamt wurde das Anlagevermögen im Geschäftsjahr um TEUR 864 (Vorjahr: 1.775) außerplanmäßig abgeschrieben. Diese Abschreibungen sind in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr: 0) dem Segment Bau, in Höhe von TEUR 765 (Vorjahr: 1.768) dem Segment Maschinen und in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: 7) dem Segment Resources zuzuordnen. Davon entfallen auf immaterielle Vermögenswerte TEUR 768 (Vorjahr: 942) und auf das Sachanlagevermögen TEUR 96 (Vorjahr: 833). Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte betrifft aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 489 bei der KLEMM Bohrtechnik GmbH und der MAT Mischanlagentechnik als Zweigniederlassung der BAUER Maschinen GmbH im Segment Maschinen. Die erwartete Marktentwicklung für verschiedene eigenentwickelte Geräte war hierfür ausschlaggebend. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen betreffen mit TEUR 94 die Technischen Anlagen und Maschinen und mit TEUR 2 die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde auf Basis des erzielbaren Betrages vorgenommen. Dieser entsprach bei den aktivierten Entwicklungskosten dem Nutzungswert. Der dafür verwendete Abzinsungssatz betrug im Geschäftsjahr 7,72 % (Vorjahr: 7,83 %). Für andere nicht finanzielle Vermögenswerte entsprach der erzielbare Betrag regelmäßig dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 1 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. 19.3 At-Equity bilanzierte Anteile und BeteiligungenDie Bilanzansätze der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Veränderung bei den At-Equity bewerteten Anteilen: scroll
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a) GemeinschaftsunternehmenBei den dargestellten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS. Bei den wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen wurde auf die Angabe von Vorjahreswerten verzichtet, da sie zu diesem Zeitpunkt noch vollkonsolidiert waren. Die wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen stellen sich wie folgt dar: Geschäftsjahr 2014:Im Geschäftsjahr 2014 existierten keine wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen. Geschäftsjahr 2015:scroll
Zusammengefasste Finanzinformationen zu den wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (vor Konsolidierungen): scroll
Die lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden enthalten keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen. scroll
Bei den dargestellten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS. Zusammengefasste Finanzinformationen zu den unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (vor Konsolidierungen): scroll
Die lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden enthalten keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen. scroll
Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für unwesentliche GemeinschaftsunternehmenDer anteilige Buchwert an den Gemeinschaftsunternehmen lässt sich wie folgt überleiten: scroll
Marktwerte der wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen: scroll
Auf eine Angabe des beizulegenden Zeitwertes unserer unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen wurde verzichtet, da kein notierter Marktpreis vorhanden ist. Das sich aus der gesamtschuldnerischen Haftung ergebende Risiko beim Ausfall eines Gesellschafters wird innerhalb des Gemeinschaftsunternehmens durch gegenseitige Bürgschaften abgesichert. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Verpflichtungen oder maßgebliche Beschränkungen. b) Assoziierte UnternehmenBei den dargestellten Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS. Die wesentlichen assozierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar: Geschäftsjahr 2014:scroll
Geschäftsjahr 2015:scroll
Zusammengefasste Finanzinformationen für jedes wesentliche assoziierte Unternehmen (Beträge vor Konsolidierungen): scroll
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Finanzinformationen waren zum Bilanzstichtag
nicht verfügbar scroll
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Finanzinformationen waren zum Bilanzstichtag
nicht verfügbar Zusammengefasste Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen, die einzeln unwesentlich sind (Beträge vor Konsolidierungen): scroll
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Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für assoziierte UnternehmenDer anteilige Buchwert an den assoziierten Unternehmen lässt sich wie folgt überleiten: scroll
Die sonstigen Anpassungen betreffen zeitliche Buchungsunterschiede. Der Marktwert der BAUER Nimr LLC beträgt zum 31. Dezember 2015 TEUR 75.862 (Vorjahr: TEUR 63.447). Die Marktwerte der übrigen wesentlichen assoziierten Unternehmen waren zum Bilanzstichtag nicht verfügbar. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verpflichtungen und maßgeblichen Beschränkungen sowie Risiken in Bezug auf die Anteile an assoziierten Unternehmen. c) Beteiligungenscroll
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20. LATENTE STEUERNDie aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen: scroll
In der vorstehenden Tabelle sind in der Position Verbindlichkeiten aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 222 (Vorjahr: 2.025) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: 1.708) enthalten, die Teil der Sicherungsrücklage (Hedge-Accounting) sind. Des Weiteren sind in der Position Pensionsrückstellungen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 14.637 (Vorjahr: 16.772) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 4) auf die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfasst. Die aktiven und passiven latenten Steuern, die aufgrund der Sicherungsrücklage und versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gebildet wurden, wurden im Eigenkapital erfasst. Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern ohne Verlustvorträge beträgt TEUR 6.848 (Vorjahr: 10.039), der der passiven latenten Steuern TEUR 8.267 (Vorjahr: 7.280). Die steuerlichen Verlustvorträge am Jahresende setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Auf nicht nutzbare Verlustvorträge in Höhe von TEUR 161.045 (Vorjahr: 78.059) wurden aufgrund der mittelfristigen steuerlichen Ergebnisplanung keine latenten Steuern angesetzt. Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge betrug im Geschäftsjahr TEUR 1.339 (Vorjahr: 1.028). Passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden nur angesetzt, wenn der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen im Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Dies ist vorliegend nicht der Fall. Im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen bestehen temporäre Unterschiede in Höhe von TEUR 1.767 (Vorjahr: 1.170), für die keine latenten Steuerschulden angesetzt wurden. 21. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTEDie sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen: scroll
Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr nicht zu verzinsen. Darüber hinaus sind Vermögenswerte aus Continuing Involvements in Höhe von TEUR 1.537 (Vorjahr: 1.068) enthalten. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig. Innerhalb der BAUER Gruppe wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Dienstleistungen in Höhe von TEUR 16.263 (Vorjahr: 18.425) im Rahmen von Forderungsverkaufsvereinbarungen an Dritte verkauft. Das Continuing Involvement umfasst den Betrag, den die BAUER Gruppe aus den verbliebenen Risiken maximal an den Erwerber zahlen müsste. Die korrespondierende Verbindlichkeit beläuft sich auf TEUR 1.691 (Vorjahr: 1.175) und wird unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Differenzbetrag spiegelt den beizulegenden Zeitwert der aus den verbliebenen Risiken und dem Servicing resultierenden Garantien wider und wird aufwandswirksam erfasst. 22. SONSTIGE LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTEDie sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten Forderungen aus Derivaten sowie sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte. Die Derivate werden unter Textziffer 36 der sonstigen Erläuterungen dargestellt. Des Weiteren ist eine Darlehensforderung gegenüber der BAUER Nimr LLC in Höhe von TEUR 10.550 (Vorjahr: 9.446) enthalten. Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE23. VORRÄTEDie Vorräte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen: scroll
Von den Vorräten sind TEUR 144.066 (Vorjahr: 121.319) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die im Geschäftsjahr aufwandswirksam gebuchten Wertminderungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert betrugen TEUR 25.344 (Vorjahr: 24.386). Diese teilen sich wie folgt auf: scroll
Der Vermietungsstatus war während des Geschäftsjahres geringer als im Vorjahr. Die nutzungsbedingte Abschreibung der Gebrauchtmaschinen sank in Folge von TEUR 15.789 auf TEUR 13.195. Zum Geschäftsjahresende stieg der Bestand vermieteter Maschinen wieder an. In den außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte sind sowohl außerplanmäßige Abschreibungen auf Neu- und Gebrauchtmaschinen (Ausweis unter den Bestandsveränderungen) als auch auf Lagerbestände (Ausweis im Materialaufwand) enthalten. Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen betrifft den nicht vermieteten Maschinenbestand und ist dem Segment Maschinen zuzuordnen. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde auf Basis des erzielbaren Betrages vorgenommen. Dieser entsprach regelmäßig dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 1 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. In den fertigen Erzeugnissen und Handelswaren sind vom Segment Maschinen eigengefertigte Maschinen und Zubehörteile enthalten, die primär zum Verkauf bestimmt sind. Wir unterscheiden grundsätzlich zwei Formen von Maschinen und Zubehörteilen (im Folgenden: "Maschinen"): Neue MaschinenHierbei handelt es sich um Maschinen, die im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren gefertigt wurden und zum Verkauf bereitstehen, aber noch nicht vermietet waren. Diese Maschinen werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt. GebrauchtmaschinenAls Gebrauchtmaschinen werden die Maschinen bezeichnet, die primär zum Verkauf stehen und als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren bereits kurzfristig vermietet waren. Dabei wechseln neue Maschinen bei erstmaliger Vermietung automatisch in den Status einer Gebrauchtmaschine. Bei Vermietung ermittelt sich der Nettoveräußerungswert aus den Herstellkosten vermindert um die nutzungsbedingten sowie außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte. Falls es sich um neue Maschinen handelt oder Gebrauchtmaschinen, die nicht vermietet sind, wird der Wertminderung auf den Nettoveräußerungswert durch eine außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Der Verkauf und die Vermietung der Maschinen beziehen sich ausschließlich auf das Segment Maschinen. Die folgende Übersicht zeigt den Buchwert vor Wertminderung der gebrauchten Maschinen und Zubehörteile sowie den Vermietungsstatus zum Stichtag: scroll
Im Geschäftsjahr waren neben den üblichen Eigentumsvorbehalten Vorräte in Höhe von TEUR 460 (Vorjahr: 119) als Kreditsicherheiten mit einer Laufzeit bis 2016 gestellt. Die geleisteten Sicherheiten können nur bei einer dauerhaften Nichterfüllung von vertraglichen Pflichten, z. B. ausbleibende Zins- und Tilgungsleistungen oder Unterschreitung vereinbarter Finanzkennzahlen, durch die finanzierenden Banken in Anspruch genommen werden. Eine Inanspruchnahme der gestellten Sicherheiten ist nicht absehbar. 24. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTEFertigungsaufträgeDie nach der Percentage-of-Completion-Methode bewerteten Fertigungsaufträge haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Entwicklung der Forderungen und sonstigen VermögenswerteDie Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
In der Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Forderungen in Höhe von TEUR 8.845 (Vorjahr: 10.504) enthalten. Die folgende Tabelle gibt die Veränderungen in den Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen Forderungen wieder: scroll
Die Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 61.276 (Vorjahr: 53.976) wurde unter Berücksichtigung von Einzelrisiken und aufgrund von Vergangenheitserfahrungen mit Zahlungsausfällen berechnet. Hierbei wurden Forderungen sowohl einzeln als auch aufgrund eines Portfolioansatzes pauschaliert wertberichtigt. Die pauschalierten Einzelwertberichtigungen wurden prozentual auf die Altersstruktur der Forderungen verteilt. Innerhalb der Einzelwertberichtigung wurden Forderungen in der Regel zu 100 % wertberichtigt. Die Ermittlung von Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden auch die aktuellen Konjunkturentwicklungen und historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden. Im Geschäftsjahr wurden keine Forderungen aus Fertigungsaufträgen (Vorjahr: TEUR 3.993) wertberichtigt. Eine Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zeigt die folgende Tabelle: scroll
Die vorstehende Tabelle beinhaltet neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuteten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Dabei basiert die Bonitätseinstufung auf einem aktiv betriebenen Forderungsmanagement unter Bezugnahme auf die Kredithistorie und auf einer laufend durchgeführten Überwachung der Kreditwürdigkeit unserer Kunden anhand intern sowie extern eingeholter Informationen. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen sonstige Steuererstattungsansprüche, Forderungen gegenüber Mitarbeitern und Forderungen gegenüber Sozialkassen sowie abgegrenzte Zinsen, abgegrenzte Versicherungsbeiträge und sonstige Abgrenzungen. Insgesamt waren im Geschäftsjahr TEUR 83 (Vorjahr: 6.846) an monetären Vermögenswerten als Sicherheiten für potentielle, zukünftige Gewährleistungen aus Bauleistungen hinterlegt. Der unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene kurzfristige Anteil der Forderungen aus Devisentermingeschäften beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 2.853 (Vorjahr: 141). Im Geschäftsjahr 2015 wurden insgesamt Wertminderungen in Höhe von TEUR 32.068 (Vorjahr: 20.568) vorgenommen. Darin sind TEUR 3.593 (Vorjahr: 411) Wertminderungen auf uneinbringliche Forderungen enthalten. 25. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTEDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 47.406 (Vorjahr: 41.835) beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände. 26. EIGENKAPITALDie Aktionärsstruktur der BAUER AG stellt sich wie folgt dar: scroll
Bezüglich der Mitteilungen über Beteiligungen an der BAUER AG wird auf den Anhang der BAUER AG (veröffentlicht im Bundesanzeiger) zum 31. Dezember 2015 verwiesen. Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete und vollständig eingezahlte Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Die Aktien sind nennwertlos. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung - mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG - je eine Stimme. Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer und eine Stiftung halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie ein Vorkaufsrecht der übrigen Poolbeteiligten im Falle eines Verkaufs von Anteilen an Dritte. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt. Keiner der Aktionäre hat Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es keine Stimmrechtskontrolle der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer. Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 27. Juni 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Juni 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. Juni 2019 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion am Handelstag ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden. Die mittels der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem an Dritte übertragen werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen. Die vorbezeichneten Aktien können ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss eingezogen werden. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, § 4 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend zu ändern. Das übrige Eigenkapital der BAUER Gruppe hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Im Geschäftsjahr wurde eine Dividende in Höhe von 0,15 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro) je Aktie an die Aktionäre ausgezahlt. 26.1 Minderheitsgesellschaftera) Einzelheiten zu den nicht 100%igen Tochterunternehmen, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehenDie Minderheitsgesellschafter, die in der BAUER Gruppe wesentlich sind, stellen sich wie folgt dar: scroll
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In der Vorjahresangabe waren die BAUER Nimr LLC mit TEUR 939 Ergebnisanteil und die OOO BAUER Maschinen - Kurgan mit einem Kapitalanteil von TEUR 841 und einem Ergebnisanteil von TEUR -372 enthalten und separat aufgeführt. Nachfolgend sind zusammengefasste Finanzinformationen für jede Konzerngesellschaft mit wesentlichen Minderheitsgesellschaftern angegeben, die den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen entsprechen: scroll
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b) Änderungen an der Beteiligungsquote von Tochterunternehmen des KonzernsIm Geschäftsjahr 2015 wurden von der BAUER Maschinen GmbH die restlichen 10 % der Anteile an der MAT Mischanlagentechnik GmbH zu einem Kaufpreis von 110 TEUR erworben. Dadurch hat sich der Anteil auf 100 % erhöht. Dabei sind Anteile im Wert von TEUR -318 (Anteil am Buchwert des Nettoreinvermögens der MAT Mischanlagentechnik GmbH) auf die BAUER Maschinen GmbH übertragen worden. Die übertragenen Anteile wurden in den Gewinnrücklagen erfasst. Nach Übertragung der Anteile wurde die MAT Mischanlagentechnik GmbH als übertragender Rechtsträger auf die BAUER Maschinen GmbH verschmolzen und damit aufgelöst. Der Betrieb in Immenstadt wird als MAT Mischanlagentechnik, Zweigniederlassung der BAUER Maschinen GmbH fortgeführt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden von der BAUER Resources GmbH die restlichen 24,5 % der Anteile an der Esau & Hueber GmbH zu einem Kaufpreis von TEUR 500 erworben. Dadurch hat sich der Anteil auf 100 % erhöht. Dabei sind Anteile im Wert von TEUR -119 (Anteil am Buchwert des Nettoreinvermögens der Esau & Hueber GmbH) auf die BAUER Resources GmbH übertragen worden. Die übertragenen Anteile wurden in den Gewinnrücklagen erfasst. 26.2 Zusätzliche Angaben zum KapitalmanagementZielsetzung des Kapitalmanagements von Bauer ist es, ein starkes Finanzprofil zu gewährleisten. Insbesondere sollen für die Aktionäre angemessene Dividendenzahlungen sowie für die Fremdkapitalgeber der Kapitaldienst sichergestellt werden. Darüber hinaus will man ausreichende finanzielle Spielräume zur Fortsetzung des Wachstumskurses erhalten. Das Risikoprofil wird aktiv gesteuert und überwacht. Hierfür wird vor allem auf die Kennzahlen wie Eigenkapitalquote, Nettoverschuldung und Ergebnis nach Steuern (Periodenergebnis) zurückgegriffen. Die Kennzahlen sind in folgender Übersicht dargestellt: scroll
Im Rahmen der Kapitalmanagementstrategie für die Tochterfirmen der BAUER Gruppe wird darauf geachtet, dass die Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Unser Ziel ist es dabei, den notwendigen Finanz- und Liquiditätsspielraum zur Verfügung zu haben. Im Berichtsjahr wurden alle extern auferlegten Kapitalanforderungen (Covenants) erfüllt. LANGFRISTIGE SCHULDEN27. LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITENDie langfristigen Anteile an den Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
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Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten langfristige Anteile an Verbindlichkeiten aus Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Continuing Involvements. Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Marktwerte der Derivate sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsgesellschaften und Wandelschuldverschreibungen (siehe dazu die Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten unter Textziffer 36). 28. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONENDie BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland. Die in der Konzernbilanz angesetzten Rückstellungen für Pensionen der Gesellschaften in Schrobenhausen decken den Großteil (96 %) des Bilanzwertes ab. Für diese Gesellschaften gilt die Versorgungsordnung der BAUER Spezialtiefbau GmbH vom 01. Juli 1992 in der Fassung der Betriebsvereinbarung vom 18. November 1998. Darin gewährt die Gesellschaft allen Mitarbeitern, die bis zum 31. März 1998 in die Firma eingetreten sind sowie deren Hinterbliebenen eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente an den Ehegatten. Die Altersrente wird nach Erreichen der Regelaltersgrenze bzw. bei einer vorherigen Inanspruchnahme von Altersruhegeld aus der gesetzlichen Rentenversicherung zugesagt. Diese beträgt für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,225% des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,075 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 01. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,375 % zuzüglich 0,125 % für jedes vor dem 01. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr. Bei Versorgungsanwärtern, die nicht der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes angehören: Für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,3 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,1 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 01. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,3 % zuzüglich 0,1 % für jedes vor dem 01. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr. Die Hinterbliebenenrente an den Ehegatten beträgt 50 % des jeweils erreichten Anspruchs; daneben sind noch Waisenrenten in verschiedenen Formen zugesagt. Daneben bestehen Besitzstands- und Übergangsregelungen. Die mit den Versorgungssystemen verbundenen Risiken betreffen im Wesentlichen die üblichen Risiken von leistungsorientierten Pensionsplänen in Bezug auf mögliche Änderungen des Abzinsungssatzes und in kleinem Maße der Inflationsentwicklung sowie der Langlebigkeit. Den Berechnungen liegen im Wesentlichen folgende Annahmen zu Grunde: scroll
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Die Pensionszusagen im Inland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck ermittelt. Der für die Abzinsung der künftigen Zahlungsverpflichtungen verwendete Zinssatz wird grundsätzlich auf Basis der Renditen erstrangiger Unternehmensanleihen bestimmt. Im Ausland basieren die zugrunde gelegten biometrischen Sterbewahrscheinlichkeiten auf publizierten landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten. Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ermittelte sich wie folgt: scroll
Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt: scroll
Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt: scroll
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens kann folgenden Kategorien zugeordnet werden: scroll
Für die qualifizierenden Versicherungsverträge existieren keine Marktpreisnotierungen. Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehaltserhöhungen und erwartete Rentensteigerungen. Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt: scroll
Die obige Sensitivitätsanlayse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dies in der Realität ereignet und Veränderungen in einigen Annahmen könnten korrelieren. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen wurde mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren zum Ende der Berichtsperiode berechnet. Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanlayse haben sich im Vergleich zur Vorperiode mit Ausnahme der Sterbewahrscheinlichkeit nicht geändert. Die leistungsorientierten Verpflichtungen und das Planvermögen setzen sich nach Ländern wie folgt zusammen: scroll
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Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung teilt sich wie folgt auf die Mitglieder des Plans auf: scroll
Die gewichtete durchschnittliche Dauer der leistungsorientierten Pläne beträgt 19,44 Jahre. Für das Geschäftsjahr 2016 werden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 2.518 (Vorjahr: 2.314) erwartet. Davon werden voraussichtlich TEUR 2.518 (Vorjahr: 2.314) vom Arbeitgeber erbracht. Es werden Beiträge in das externe Planvermögen in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: 89) für das Jahr 2016 erwartet. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Fälligkeiten der undiskontierten Pensionsleistungen: scroll
KURZFRISTIGE SCHULDEN29. KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITENscroll
In der Bilanzposition Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 791 (Vorjahr: 979) enthalten. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen, Gleitzeit- und Urlaubsguthaben, Berufsgenossenschaften, Schwerbehindertenabgaben, Tantiemen sowie sonstige Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit. Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Leasing- und Finanzierungsgesellschaften. Die Marktwerte entsprechen nahezu den Buchwerten. Die Zinssatzspanne bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt 0,5 % bis 11,20 % (Vorjahr: 0,75 % bis 11,20 %). 30. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENDie sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt: scroll
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
In den Rückstellungen für Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen sind alle Risiken enthalten, die bei der Ausführung von Spezialtiefbauarbeiten und dem Verkauf von Maschinen, Geräten und Werkzeugen für den Spezialtiefbau mit dazugehörenden Serviceleistungen anfallen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsverpflichtungen sowie andere ungewiss Verpflichtungen. Die Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen werden projekt- bzw. baustellenbezogen ermittelt. Der Bestand an Rückstellungen aus Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistung und der wesentliche Bestand an Rückstellungen für Prozessrisiken wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2016 verbraucht. Für Rückstellungen für Prozessrisiken in Höhe von TEUR 434 (Vorjahr: 427) erfolgt der Verbrauch voraussichtlich im Laufe des Jahres 2017. Bei den Rückstellungen für Prozessrisiken handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten auf Nachforderungen. 31. HAFTUNGSVERHÄLTNISSEHaftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe der am Bilanzstichtag maximal möglichen Inanspruchnahme ausgewiesen werden. scroll
In der Bauindustrie ist die Ausstellung von verschiedenen Bürgschaften zur Absicherung der bauvertraglichen Verpflichtungen üblich und notwendig. Diese Bürgschaften werden üblicherweise von Banken bzw. Kreditversicherungsunternehmen (Bürgen) ausgestellt und umfassen im Wesentlichen Angebots-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften. Im Fall der Bürgschaftsbeziehung bestehen vertragliche Regressansprüche der Bürgen gegenüber dem Konzern. Ein Risiko einer Bürgschaftsinanspruchnahme besteht nur dann, wenn den zugrunde liegenden vertraglichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachgekommen wird. Die Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung von Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestehen gegenüber Dritten. Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind. Angaben hinsichtlich der Fälligkeiten von Abflüssen aus Haftungsverhältnissen wurden aus Gründen der Praktikabilität nicht gemacht. 32. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENscroll
Bei den Operating-Leasing-Verhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie um technische Anlagen und Maschinen, die im Geschäftsjahr neu hinzugekommen sind und als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert wurden. In der BAUER Gruppe bestehen unbefristete Mietverhältnisse in Höhe von monatlich TEUR 1.342 (Vorjahr: 685). Unter den weiteren finanziellen Verpflichtungen befinden sich im Wesentlichen befristete Miet- und Pachtverhältnisse von Immobilien. 33. AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHEEs ist nicht geplant, Geschäftsbereiche im Sinne des IFRS 5 einzustellen oder aufzugeben. 34. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGEs ergaben sich nach dem 31. Dezember 2015 keine Ereignisse, über die nach IAS 10 berichtet werden muss. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN35. KAPITALFLUSSRECHNUNGDer Fonds der Kapitalflussrechnung umfasst ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel. In der Kapitalflussrechnung werden Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um nicht zahlungswirksame Transaktionen bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Investitionstätigkeit umfasst neben Zugängen im Sach- und Finanzanlagevermögen auch die Zugänge immaterieller Vermögenswerte sowie die Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten. Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Kapitalflussrechnung herangezogen werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen sowie die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen nicht zahlungswirksam sind und ausgesondert werden. 36. FINANZINSTRUMENTEIm Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist die BAUER Gruppe insbesondere Währungskurs- und Zinsschwankungen ausgesetzt. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften auszuschließen bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden zentral durch die BAUER AG gesteuert. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass eine ausreichende Funktionstrennung bei Handel und Abwicklung gegeben ist. Das Vier-Augen-Prinzip wird durch die Aufteilung der Funktionen über Vorstand (Abschluss) und Fachabteilungen (operative Abwicklung) realisiert. Alle Derivatgeschäfte werden nur mit Banken höchstmöglicher Bonität abgeschlossen. MARKTRISIKENWährungsrisikoWährungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen die BAUER Gruppe Finanzinstrumente eingeht. Die bestehenden Devisentermingeschäfte und Cross Currency Swaps dienen der Sicherstellung unserer Kurssicherungsstrategie. In der BAUER Gruppe sind die wesentlichen originären monetären Finanzinstrumente entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden zu einem wesentlichen Teil durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Auch aufgrund der in der Regel kurzfristigen Fälligkeit der Instrumente haben mögliche Währungskursänderungen nur sehr geringfügige Auswirkungen auf das Ergebnis oder das Eigenkapital. Für Zwecke der Sensitivitätsanalyse werden Währungsrisiken aus monetären Finanzinstrumenten in die Analyse einbezogen, die nicht in den funktionalen Währungen der einzelnen Gesellschaften der BAUER Gruppe abgeschlossen wurden. Quantifizierung der Währungsrisiken bei Kursänderungen von +/- 10 %: scroll
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Die Sensitivitätsauswirkungen betrafen im Jahr 2015 im Wesentlichen den US-Dollar, den Russischen Rubel und den Kanadischen Dollar. Es bestehen keine Risikokonzentrationen. ZinsrisikoDie bestehenden Zinsswaps dienen der Sicherstellung unserer Finanzierungs- und Zinssicherungsstrategie. Es existieren Swapvereinbarungen von variablen in feste Zinsen, um so ein Risiko von schwankenden Zinsen am Markt auszuschließen. Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originär variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht durch Sicherungsderivate wirtschaftlich abgesichert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein. Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Zins-/Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf die Finanzerträge und Finanzaufwendungen (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Die Auswirkungen der Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, bei denen das Hedge Accounting angewendet wird, ist im OCI erfasst. Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos bei Zinsänderungen von +/- 100 Basispunkten: scroll
RohstoffrisikoRohstoffrisiken, denen die BAUER Gruppe hinsichtlich der Verfügbarkeit und möglicher Preisschwankungen am Markt ausgesetzt ist, werden durch Lieferzusagen und Festpreisvereinbarungen mit den Lieferanten vor Auftragsausführung ausgeschlossen oder begrenzt. Das Rohstoffrisiko bezieht sich im Wesentlichen auf Stahl. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko wird auf Basis der Geschäftsplanung gesteuert, die sicherstellt, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts und der laufenden und künftigen Investitionen in allen Konzerngesellschaften zeitgerecht und in der erforderlichen Währung zu optimalen Kosten zur Verfügung stehen. Im Rahmen des Liquiditätsrisikomanagements wird der Liquiditätsbedarf aus dem operativen Geschäft, aus Investitionstätigkeiten sowie aus anderen finanziellen Maßnahmen in Form eines Bankenreports und einer Liquiditätsplanung ermittelt. Eine auf einem festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie in der BAUER Gruppe vorhandene, nicht ausgenutzte Kredit- und Avallinien, stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher. Aus den folgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten und nicht abgezinsten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten der BAUER Gruppe ersichtlich: scroll
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Im Berichtszeitraum gab es keine Ausfälle bei den Zins- und Tilgungszahlungen. Des Weiteren wurden alle extern auferlegten Kapitalanforderungen (Covenants) für die Darlehensvereinbarungen erfüllt, siehe hierzu auch Seite 133 "Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement". Es bestehen keine Risikokonzentrationen. Es ist nicht zu erwarten, dass für Verbindlichkeiten aus Bürgschaften (Eventualverbindlichkeiten) wesentliche tatsächliche Verbindlichkeiten und damit signifikante Cashflows entstehen werden, für die noch keine Rückstellungen gebildet wurden. Die Fälligkeitsstruktur der derivativen Finanzinstrumente, basierend auf Zahlungsmittelabflüssen und -zuflüssen, stellt sich wie folgt dar: scroll
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Für die Berechnung der Zahlungsmittelzuflüsse aus Zinsswaps wurden die Konditionen per 31. Dezember 2015 verwendet. AusfallrisikoDas Ausfallrisiko wird auf Konzernebene gesteuert. Ausfallrisiken ergeben sich aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, derivativen Finanzinstrumenten und Einlangen bei Banken und Finanzinstituten. Für eine Zusammenarbeit werden nur Banken und Finanzinstitute mit höchstmöglicher Bonität ausgewählt. In der Berichtsperiode wurde kein Kreditlimit überschritten. Das Management erwartet keine Ausfälle aufgrund von Nichterfüllung durch diese Geschäftspartner. Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe des Buchwerts gegenüber dem jeweiligen Kontrahenten. Eine Darstellung der Buchwerte und des daraus resultierenden maximalen Ausfallrisikos pro Klasse ist in der Tabelle ab Seite 150 ersichtlich. Dem Risiko aus originären Finanzinstrumenten wird durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle sowie in Deutschland durch Kreditversicherungen Rechnung getragen. Da derivative Finanzinstrumente nur mit Banken höchstmöglicher Bonität abgeschlossen werden und im Rahmen des Risikomanagements je Kontrahent Limits festgelegt sind, ist das tatsächliche Ausfallrisiko zu vernachlässigen. Es bestehen keine Risikokonzentrationen. Sonstige Angaben zu FinanzinstrumentenDer Konzern hat Darlehen mit variablen Zinssätzen aufgenommen und durch Swaps sein zinsbedingtes Cashflow-Risiko abgesichert. Derartige Zinsswaps haben den wirtschaftlichen Effekt, variabel verzinsliche Ausleihungen in festverzinsliche umzuwandeln. Bei diesen Zinsswaps kommt der Konzern mit anderen Parteien überein, die Differenz zwischen den festen und den variablen Zinsen, die sich von den vereinbarten Nominalbeträgen ableiten, in regelmäßigen Intervallen zu tauschen. Nominalvolumen und Marktwert bei den derivativen Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar: scroll
Nettoergebnisse nach BewertungskategorienDie folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne bzw. -verluste (vor Steuern) von Finanzinstrumenten dar, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IAS 39: scroll
Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Loans and Receivables enthält Ergebnisse aus der Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ergebnisse aus Bankgebühren, Wertminderungen auf uneinbringliche Forderungen sowie Zinserträge. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Liabilities Measured at Amortised Cost enthält das Ergebnis aus Zinsaufwendungen gegenüber Dritten, für Kontokorrent- und Langfristdarlehen sowie Avalprovisionen. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Available for Sale Financial Assets enthält die Abschreibungen auf Finanzanlagen. Eigenkapitalanteile an Gesellschaften werden at Cost bewertet und fließen nicht ein. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets and Liabilities Held for Trading beinhaltet Ergebnisse aus Devisentermin- und Optionsgeschäften sowie Ergebnisse aus Marktwertveränderungen von Zinsswaps. Buchwerte und beizulegende ZeitwerteDer beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Soweit Finanzinstrumente an einem aktiven Markt notiert sind, wie vor allem gehaltene Aktien und begebene Anleihen, stellt die jeweilige Notierung an diesem Markt den beizulegenden Zeitwert dar. Existiert kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden ermittelt. Für Wertpapiere (AfS) liegen der BAUER Gruppe Notierungen eines aktiven Marktes vor. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte und Cross Currency Swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen werden über anerkannte Optionsmodelle ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontieren erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, ist aufgrund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren. Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den drei folgenden Stufen beschriebenen Methoden ermittelt:
Es gab keine Umgliederungen zwischen den Stufen während des Jahres. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden diese am Ende der Berichtsperiode umgegliedert. Sonstige Angaben zu SicherungsgeschäftenIm Geschäftsjahr 2015 wurden Eigenkapitaländerungen aus Cash Flow Hedges in Höhe von TEUR 190 (Vorjahr: 1.174) vor Steuern und in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr 1.120) nach Steuern erfolgsneutral als Sicherungsrücklage im Eigenkapital erfasst. Aus der erfolgsneutral eingestellten Sicherungsrücklage im Eigenkapital wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 834 (Vorjahr: -6.497) ertragswirksam erfasst. Aus den zum 31. Dezember 2015 im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumenten wurden Änderungen des Fair Value im Eigenkapital (eigenkapitalerhöhend) in Höhe von TEUR 1.024 (Vorjahr: -5.313) erfasst. Darüber hinaus wurden die Veränderungen der latenten Steuern eigenkapitalmindernd in Höhe von TEUR -53 (Vorjahr: 54) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Von den durch Sicherungsgeschäfte abgesicherten zukünftigen Transaktionen in Fremdwährung und den abgesicherten Marktzinsänderungen wird eine Realisierung bis spätestens 2020 erwartet. Gewinne und Verluste zukünftiger Verträge in Fremdwährung und Zinsen zum 31. Dezember 2015, die in der Hedging-Reserve im OCI erfasst werden, werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die gesicherte, geplante Transaktion sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirkt. Die prospektive Effektivität wird nach der Critical Term Match-Methode ermittelt und die retrospektive Effektivität nach der Dollar-Offset-Methode auf Basis der hypothetischen Derivate-Methode berechnet. Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeitena) Finanzielle VermögenswerteDie folgenden finanziellen Vermögenswerte unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen. scroll
b) Finanzielle VerbindlichkeitenDie folgenden finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen. scroll
In der Spalte "Finanzinstrumente" werden die Beträge ausgewiesen, die Gegenstand einer Aufrechnungsrahmenvereinbarung sind, aber wegen Nichterfüllung der Voraussetzungen für eine Saldierung in der Bilanz nicht aufgerechnet wurden. In der Spalte "erhaltene Barsicherheiten" bzw. "geleistete Barsicherheiten" sind die bezogen auf die Gesamtsumme der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erhaltenen Beträge von Barsicherheiten und Sicherheiten von Finanzinstrumenten ausgewiesen, welche die Kriterien für eine Aufrechnung in der Bilanz nicht erfüllen. Im Konzern werden Finanzinstrumente analog zu den jeweiligen Bilanzposten klassifizert. Für kurzfristige Finanzinstrumente bzw. Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden, erfolgt gemäß IFRS 7.29 keine Fair Value Angabe. Die folgende Übersicht zeigt eine Überleitung der Klassen auf die Kategorien des IAS 39 und die jeweiligen Marktwerte: scroll
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37. ORGANE DER GESELLSCHAFTIm Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an: Vorsitzender
Stellvertretender Vorsitzender
Arbeitgebervertreter
Arbeitnehmervertreter
Vorstand
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.274 (Vorjahr: 1.150). Davon sind TEUR 1.124 (Vorjahr: 1.090) erfolgsunabhängige und TEUR 150 (Vorjahr: 60) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Reisekosten-Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie anteilige Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten. Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Pensionsaufwand (Service Costs) in Höhe von TEUR 155 (Vorjahr: 159) entstanden. Der rentenfähige Arbeitsverdienst, der die Basis für die Berechnung der Altersversorgung ist, ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 5.537 (Vorjahr: 5.531). Frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans des Mutterunternehmens erhielten für die Wahrnehmung der Aufgaben im Mutterunternehmen Gesamtbezüge in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 0). Die Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2015 betrug TEUR 254 (Vorjahr: 254) und setzte sich wie folgt zusammen: scroll
38. ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMENAls nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können. Als Geschäftsvorfall mit nahestehenden Unternehmen und Personen gilt die Übertragung von Ressourcen, Dienstleistungen oder Verpflichtungen zwischen dem berichtenden Unternehmen und einem nahestehenden Unternehmen beziehungsweise einer nahestehenden Person, unabhängig davon, ob dafür ein Entgelt in Rechnung gestellt wird. Mitglieder des Vorstands der BAUER AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. den Geschäftsführungen von anderen Unternehmen, mit denen die BAUER AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Aufsichtsratsmitglieder erhielten aus früheren Beschäftigungen in der BAUER Gruppe Rentenbezüge in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: 55). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten in ihrer Funktion als Arbeitnehmer Vergütungen in Höhe von TEUR 483 (Vorjahr: 468). Mit Vorstandsmitgliedern einschließlich naher Angehöriger bestehen Pacht-, Dienstleistungs- und Anstellungsverträge (mit Ausnahme der ausgewiesenen Vorstandsbezüge), für die Vergütungen in Höhe von TEUR 1.032 (Vorjahr: 879) geleistet wurden. Gegenüber der BAUER Stiftung bestanden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr: 1.000), für die Zinsen in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: 55) gezahlt wurden. Zum Geschäftsjahresende bestanden keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Aktionären der BAUER AG. Die wesentlichen Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll
Die bezogenen Leistungen umfassen im Wesentlichen alle im Geschäftsjahr erfassten Aufwendungen gegenüber nahestehenden Unternehmen. Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte enthalten uneinbringliche Forderungen sowie finanzielle Vermögenswerte gegenüber nahestehenden Unternehmen. 39. GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITENDie wesentlichen gemeinschaftlichen Tätigkeiten sind nachfolgend aufgeführt: Geschäftsjahr 2014:scroll
Geschäftsjahr 2015:scroll
40. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERSDas für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt: PricewaterhouseCoopers AG:scroll
Darüber hinaus war die Roland Jehle GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft für die Prüfung der in den Konzernabschluss einbezogenen großen deutschen Kapitalgesellschaften tätig. Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare hierfür gliedern sich gemäß §§ 285 Nr. 17, 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB wie folgt: scroll
41. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEXVorstand und Aufsichtsrat der BAUER AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung am 8. Dezember 2015 abgegeben und auf der Homepage www.bauer.de den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. 42. DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITERscroll
43. FREIGABE DES KONZERNABSCHLUSSESDer Vorstand hat den Konzernabschluss zur Billigung an den Aufsichtsrat (Aufsichtsratssitzung findet am 13. April 2016 statt) freigegeben. 44. VORSCHLAG FÜR DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNSVorstand und Aufsichtsrat schlagen vor zu beschließen, aus dem Bilanzgewinn der BAUER Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 5.615.809,55 EUR an die Aktionäre eine Dividende von 0,15 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie bei 17.131.000 dividendenberechtigten Stückaktien somit in Höhe von 2.569.650 EUR auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 3.046.159,55 EUR als Gewinn vorzutragen. Ein gegebenenfalls auf nicht dividendenberechtigte Stückaktien entfallender Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.
Schrobenhausen, den 31. März 2016 Der Vorstand Prof. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker Wesentliche Beteiligungen der BAUER Gruppe zum 31. Dezember 2015scroll
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Wirtschaftliches Eigentum ist 100 % Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Schrobenhausen, den 31. März 2016 Der Vorstand Prof. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands Dipl. -Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers"Wir haben den von der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - und den Konzernlagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, den 31. März 2016 PricewaterhouseCoopers Udo Bäder, Wirtschaftsprüfer Klaus Neubarth, Wirtschaftsprüfer Erklärung gemäß § 161 Aktiengesetz des Vorstandes und des Aufsichtsrates der BAUER Aktiengesellschaft zum Deutschen Corporate Governance KodexSeit der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2014 wurde und wird den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers jeweils bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit den nachstehend aufgeführten Ausnahmen entsprochen: 1. Abweichend von Ziffer 3.8 ist ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung in Bezug auf die Aufsichtsratsmitglieder in der D&O-Versicherung nicht vereinbart. Aufgrund der maßvollen Vergütungsregelung für den Aufsichtsrat in der Satzung wird ein entsprechender Selbstbehalt für den Aufsichtsrat nicht befürwortet. Auch ohne einen entsprechenden Selbstbehalt werden die Aufsichtsratsmitglieder ihre Aufgaben verantwortungsbewusst wahrnehmen. 2. Abweichend von Ziff. 4.1.5 ist bei der Besetzung von Führungsfunktionenkeine angemessene Berücksichtigung bzw. Beteiligung von Frauen vorgesehen. Insbesondere wird die Einführung einer Frauenquote aus Gründen der Chancengleichheit nicht befürwortet. Die Besetzung dieser Funktionen soll unabhängig vom Geschlecht erfolgen, so dass weder das Geschlecht der Frau noch das Geschlecht des Mannes bevorzugt oder benachteiligt werden soll. Zudem soll keine Benachteiligung eines Kandidaten aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung erfolgen. 3. Die in Ziff. 4.2.5 geforderten individualisierten Angaben zu den gewährten Zuwendungen, Vergütungen und Versorgungsleistungen für jedes Vorstandsmitglied werden im Vergütungsbericht nicht für jedes Vorstandsmitglied dargestellt, da die Hauptversammlung der Gesellschaft am 30. Juni 2011 beschlossen hat, dass die Angaben nach §§ 285 Nr. 9 a) S.5-8, 315a Abs. 1 und 314 Abs. 1 Nr. 6 a) S.5-8 HGB zu unterbleiben haben und somit eine Offenlegung der in Ziff. 4.2.5 geforderten Angaben diesen Hauptversammlungsbeschluss konterkarieren würde. 4. Eine Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird abweichend zu Ziffer 5.1.2 bzw. 5.4.1 nicht festgelegt. Kompetenz und Leistungsfähigkeit sowie Unabhängigkeit können nicht anhand starrer Altersgrenzen oder Zugehörigkeitsdauern bestimmt werden. Bei der Neubestellung von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern oder bei deren Amtszeitverlängerung mit Ablauf der gesetzlich vorgesehenen Amtsperiode liegt die Verantwortung hinsichtlich der Beurteilung von geeigneten Mitgliedern bei den beteiligten Personen im Aufsichtsrat und in der Hauptversammlung, die das Alter und die Unabhängigkeit bei der Beurteilung der Fähigkeiten der ausgewählten Person in ihrer Entscheidung berücksichtigen. 5. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 war abweichend von Ziffer 7.1.2 nicht binnen 90 Tagen sondern binnen 100 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres öffentlich zugänglich. Aufgrund der internationalen Struktur der Unternehmensgruppe nehmen die Fertigstellung und die Konsolidierung der Einzelabschlüsse erhebliche Zeit in Anspruch. Im Sinne einer gewissenhaften Rechnungslegung wird weiter an einer Verbesserung der Rechnungslegungsprozesse gearbeitet. Darüber hinaus folgt die BAUER Aktiengesellschaft bereits heute weitgehend den zusätzlichen Anregungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex.
Schrobenhausen, den 08. Dezember 2015 Prof. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender Dr. Klaus Reinhardt, Aufsichtsratsvorsitzender |
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