BAUER Aktiengesellschaft

Schrobenhausen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Zusammengefasster Lagebericht

I. UNTERNEHMENSGRUPPE

KONZERNSTRUKTUR

Die BAUER Gruppe ist führender Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Mit seinen über 110 Tochterfirmen verfügt Bauer über ein weltweites Netzwerk auf allen Kontinenten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei zukunftsorientierte Segmente mit hohem Synergiepotential aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.

Das Segment Bau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Im Bereich Spezialbau werden weitere Bauleistungen, wie Ingenieurbau oder Sanierungstechnik, ausgeführt.

Im Segment Maschinen ist Bauer als Weltmarktführer der Anbieter für die gesamte Palette an Geräten für den Spezialtiefbau sowie für die Erkundung, Erschließung und Gewinnung natürlicher Ressourcen. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat weitere Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, China, Malaysia, Russland, Italien, Türkei und den USA.

Im Segment Resources konzentriert sich Bauer auf hochinnovative Produkte und Services für die Bereiche Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Die BAUER Resources GmbH agiert mit ihren Tochterfirmen als Full-Service-Dienstleister für Industriekunden mit Fokus auf Umwelttechnik, Wasser und Bodenschätze.

Die BAUER Aktiengesellschaft ist die Holdinggesellschaft der Unternehmensgruppe und an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die BAUER AG erbringt als Dienstleister zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen für die verbundenen Unternehmen. Sie ist insbesondere in den Bereichen Personalverwaltung, Rechnungswesen, Finanzierung, Recht und Steuern, IT, Facility Management sowie Health Safety Environment (HSE) tätig.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr existierten keine für den Geschäftsverlauf bedeutsamen bzw. wesentlichen Zweigniederlassungen im Konzern.

UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND STEUERUNGSSYSTEM

Die Hauptaufgabe des Vorstands der BAUER AG ist die strategische Führung einer weltweit tätigen Unternehmensgruppe. Im Rahmen zentraler Strategien, Ziele und Regelungen entwickeln die Hauptfirmen der drei Segmente - die BAUER Spezialtiefbau GmbH, die BAUER Maschinen GmbH und die BAUER Resources GmbH - jeweils eigene Detailstrategien, die in die strategische Unternehmensplanung integriert und auf der Ebene der Holding zusammengeführt werden.

Die Entwicklung und Implementierung einer selbststeuernden Organisationsstruktur mit dezentralen Einheiten ist das primäre Steuerungsmerkmal in der BAUER Gruppe. Die Geschäftsführer und die Geschäftsleitung der jeweiligen Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind eigenverantwortlich und weitgehend unabhängig im Rahmen der Unternehmensstrategie für die Entwicklung ihrer Bereiche zuständig.

Begrenzt wird das eigenverantwortliche Handeln der einzelnen operativen Unternehmensbereiche durch Rahmenleitlinien und Regelungen, die vom Konzern und den einzelnen Gesellschaften festgelegt worden sind. Die Grundsätze zum regelkonformen Verhalten, einschließlich unserer ethischen und moralischen Standards, werden unter anderem in einem Ethikmanagement und Werteprogramm für die Unternehmen der BAUER Gruppe definiert und von Unternehmensleitlinien sowie Führungsgrundsätzen für unsere Mitarbeiter flankiert. Die selbstverwaltende Struktur ist an ein zentrales Risikomanagement- und Kontrollsystem und an eine zentrale Konzernrechnungslegung gekoppelt. Im Rahmen der Internen Revision wird die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien in der Unternehmensgruppe überprüft.

Zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und anderen Themen der Unternehmensführung wird in der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 64 bis 67 des Geschäftsberichts Stellung genommen, welcher im Internet unter http://www.bauer.de/ in der Rubrik Investor Relations - Berichte & Abschlüsse veröffentlicht wird.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentlicher und bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator zur Steuerung des Konzerns wird die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung verwendet. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Leistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus den Leistungen der assoziierten Unternehmen, unserem Leistungsanteil an Arbeitsgemeinschaften sowie den Leistungen nicht konsolidierter Gesellschaften. Die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung sowie der jeweilige Anteil der Segmente an der Gesamtkonzernleistung werden im Wirtschaftsbericht dargestellt.

Neben der Gesamtkonzernleistung werden das operative Ergebnis (EBIT) und das Ergebnis nach Steuern als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren zur internen Steuerung herangezogen. Über die Entwicklung von EBIT und dem Ergebnis nach Steuern des Konzerns und der einzelnen Segmente finden sich Angaben im Wirtschaftsbericht.

Im Rahmen der Führung der Unternehmensgruppe werden viele weitere finanzielle Kennzahlen erhoben und einbezogen, die bei der internen Steuerung hinsichtlich der mittel- und langfristigen Weiterentwicklung des Konzerns jeweils einzeln von vergleichsweise untergeordneter Bedeutung sind. Dies umfasst vor allem Kennzahlen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie daraus abgeleitete Kapitalstruktur-, Rentabilitäts- und Liquiditätskennzahlen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Rahmen eines umfassenden Berichtswesens werden für den Konzern auch viele nichtfinanzielle Kennzahlen ermittelt, die jedoch einzeln für die interne Steuerung und darüber hinaus keine wesentliche Bedeutung haben. Die Berichterstattung über die Entwicklung dieser Kennzahlen im Kapitel Nachhaltigkeit dient vorwiegend der Vermittlung eines umfassenden Eindrucks über die Tätigkeiten der BAUER Gruppe.

Die einbezogenen Kennzahlen stammen unter anderem aus dem Bereich des Personalwesens, wie die Anzahl der Mitarbeiter. Weiterhin werden Fort- und Weiterbildungskennzahlen sowie Kennzahlen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung berichtet.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Obwohl sich die Weltwirtschaft weiter auf einem guten Wachstumspfad befindet, verschlechtern sich die politischen Rahmenbedingungen in der Welt immer mehr. Neben den täglich präsenten Themen, wie den vielen Krisenherden im Mittleren Osten, den religiösen Konflikten, den Spannungen zwischen Russland und dem Westen wegen der Ukraine, der Ölpreiskrise, den gewaltigen finanziellen Problemen mancher europäischer Staaten, dem Brexit, der Flüchtlingskrise in Deutschland und in Europa, den Terrorattacken in den großen europäischen Metropolen und einigem mehr, ist zusätzlich das Wiederaufleben einer annähernd totgeglaubten Bewegung zu einer großen Gefahr für den Frieden und die Wirtschaftsentwicklung in der Welt geworden: die Rückkehr der Nationalisten und Protektionisten. "America first" ist in den USA das Motto des neuen Präsidenten. Ebenso agieren die Türkei und England. Autarkie, Abgrenzung und Fremdenfeindlichkeit sind wieder salonfähig geworden. Es steht zu befürchten, dass die Welt erst am Anfang eines neuen Trends steht und dass dies in den kommenden Jahren zu einer gewaltigen Bremse für die Entwicklung der Welt werden kann.

Viele Treiber der Weltwirtschaftsentwicklung der vergangenen Jahrzehnte lassen sich sicherlich nicht durch neue Ideologien zurückdrängen, da sie nicht durch politische Willensbildung, sondern durch technischen Fortschritt entstanden sind. Die Schnelligkeit der Kommunikation und die damit verbundene Verfügbarkeit von Informationen an jedem Ort und zu jeder Zeit, der günstige und weltumspannende Waren- und Dienstleistungsverkehr oder die schnellen Flugverbindungen in jeden Winkel der Welt sind die beständigen Treiber, gegen die auch solche Ideologien am Ende nichts ausrichten können. Dennoch werden Abgrenzung und Autarkieanstrengungen Wirkungen haben und die Entwicklung der Weltwirtschaft verlangsamen.

Am schlimmsten sind jedoch die weiter ansteigenden Gefahren für den Frieden in der Welt einzuschätzen. Länder, die sich immer mehr voneinander abgrenzen, sind sehr viel eher dazu bereit ihre Konflikte über kriegerische Handlungen lösen zu wollen. Die enorme Zunahme solcher Konflikte in den vergangenen Jahren zeigt dies sehr deutlich. Die Friedensbemühungen waren bislang bei nahezu allen Konflikten erfolglos. Umso mehr nimmt die Abgrenzung zu, was selbst wieder zu mehr Konfliktpotential führt.

Gerade im vergangenen Jahr wurde der Begriff "Deglobalisierung" vermehrt verwendet - vor allem in den Medien. Glaubten weltweit agierende Unternehmen wie wir vor wenigen Jahren noch, dass Internationalisierung mit Präsenz in vielen Ländern die beste Strategie sei, muss dies heute überdacht werden. Heute müssen bei der Beurteilung eines Landes für ein Unternehmen neben der Wirtschaftsentwicklung, der Marktgröße oder der Verfügbarkeit von Arbeitskräften viel mehr das politische Umfeld und seine Stabilität beachtet werden.

Auch für die BAUER Gruppe bedeutet dies, die eigene Strategie zu überdenken. Wir müssen unser Engagement in manchen Ländern auf den Prüfstand stellen und anstreben, Risiken zu reduzieren. Waren wir vor wenigen Jahren noch bemüht, in der ganzen Welt tätig zu sein, kann dies heute nicht mehr uneingeschränkt gelten.

Trotz dieser Entwicklungen wird die Welt weiter wachsen -jedoch nicht mehr so stark, wie dies in den vergangenen Jahren noch der Fall war. Die großen Wachstumstreiber haben ihre Strahlkraft verloren. In China sind die Wachstumsaussichten gedämpft. Indien entwickelt sich weiterhin sehr schleppend. Russland steckt wegen seiner Konflikte mit der Welt in einer Krise und Brasilien muss versuchen sich wieder aus einer tiefen Rezession zu befreien. Potentielle Treiber der Weltwirtschaft sind wieder andere Länder. Neben den USA sind dies beispielsweise Indonesien, die Philippinen oder auch Europa, das sich langsam aus einer sehr schwierigen Situation herausarbeitet.

Nach Einschätzung der großen Forschungsinstitute wird die Welt weiter um die 3 % wachsen. Dies ist nur möglich, wenn die Baumärkte die Voraussetzungen dafür schaffen und selbst noch etwas mehr wachsen. Für die internationalen Baumärkte ist deshalb ein Wachstum von 3,5 bis 4 % zu erwarten. Für Unternehmen im Bereich des Spezialtiefbaus ergeben sich noch bessere Wachstumserwartungen, da das Bauen in immer engeren urbanen Räumen stattfindet. Dies erfordert immer höhere Gebäude, was umfangreiche Gründungsarbeiten voraussetzt. Auch der ruhende und fließende Verkehr muss immer stärker in den Untergrund gebracht werden, was ebenfalls zu einem Wachstum des Spezialtiefbaus führt. Viele Gebäude und Infrastrukturmaßnahmen werden zudem nicht mehr neu gebaut, sondern umgebaut oder erweitert. Die nötigen Vorbereitungsarbeiten im Baugrund nehmen hier in erheblichem Maße zu, da ungewöhnliche Bauformen zu schaffen sind und die Arbeiten in sehr beengten Verhältnissen stattfinden müssen. Grundsätzlich kann deshalb von einer guten Entwicklung ausgegangen werden, die durch die negativen Ereignisse in der Welt lediglich gebremst wird.

Obwohl das Geschäft aus dem globalen Blickwinkel gesehen deutlich schwieriger geworden ist, bleibt die weltweite Ausrichtung für ein Spezialunternehmen wie das unsere ohne Alternative. Denn Deutschland wird nicht auf Dauer die heute eingenommene Spitzenposition in der internationalen Wirtschaft halten können. Dazu gibt es zu viele Risiken in der deutschen Wirtschaft, die auch sehr schnell zu Einbrüchen führen können, wie die viel zu starke Abhängigkeit von der Automobilindustrie, die anhaltend schwierige Lage der Energieversorger oder auch die weiter kriselnden Banken. Es ist daher grundsätzlich richtig, international aufgestellt und nicht von Einzelmärkten abhängig zu sein. Die Welt wird sich langfristig positiv weiterentwickeln, so dass die Chancen weiter überwiegen.

UNSERE MÄRKTE IM ÜBERBLICK

Die Baumärkte sind weiter gut wachsende Märkte: In den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industrieländern gibt es gerade in der Bauwirtschaft einen enormen Nachholbedarf. Die immer stärkere Urbanisierung und der wachsende Bedarf an Infrastruktur führen dabei zu immer größeren Bauvorhaben, die der Bauwirtschaft viele interessante Projektchancen bieten. In den etablierten Volkswirtschaften wurde über viele Jahre hinweg deutlich zu wenig gebaut. Heute stellt man fest, dass auch Bauwerke immer wieder an die Bedürfnisse der Menschen und der Wirtschaft angepasst werden müssen. Das gilt nicht nur für die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch für Wohnanlagen, öffentliche Gebäude, Dämme oder Hochwasserschutzmaßnahmen.

Baustatistik Deutschland - Veränderung 2016/2015

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in % Umsatz Auftragseingang Beschäftigte
Wohnungsbau 8,5 17,0 ---
Wirtschaftsbau 3,9 11,9 ---
Öffentlicher Bau 6,4 16,3 ---
Insgesamt 6,3 14,6 2,4

Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Die Unternehmen der BAUER Gruppe können die allgemeine Entwicklung an ihrem sehr guten Auftragsbestand ablesen, der sich gleichmäßig über die Regionen der Welt verteilt. Der Absatz an Baumaschinen hängt unmittelbar mit der Situation auf den Baumärkten zusammen; somit ist auch hier in den kommenden Jahren mit guten Verkaufschancen zu rechnen.

Neben den allgemeinen Trends zeigen sich die aktuellen Entwicklungen und Perspektiven auf den Baumärkten in den einzelnen Regionen der Welt sehr unterschiedlich:

Deutschland

Der deutsche Baumarkt wird sich in den kommenden Jahren weiter positiv entwickeln. Der Wohnungsbau wird vor allem durch die niedrigen Zinsen, aber auch durch staatliche Förderungen angetrieben. Hier spielt auch der erhebliche zusätzliche Wohnungsbedarf für die aufgenommenen Flüchtlinge eine große Rolle. Der öffentliche Bau profitiert von einem gewaltigen Nachholbedarf im Bereich Infrastruktur, für den in den Staatshaushalten nun deutlich mehr Geld zur Verfügung steht. Im vergangenen Jahr war die Steigerung des Bauvolumens in diesem Bereich noch erheblich durch mangelnde Planungskapazitäten und Verzögerungen bei Genehmigungen gebremst. In den letzten Monaten scheint hier eine Trendwende eingesetzt zu haben. Beim Wirtschaftsbau wird die Entwicklung von den Zukunftsaussichten der Industrie abhängen.

Europa

In Westeuropa werden die Baumärkte in den kommenden Jahren weiterhin relativ verhalten sein. Dies liegt im Wesentlichen an den immer noch niedrigen Investitionsbudgets der Staaten. In einzelnen Ländern gibt es jedoch große Infrastrukturvorhaben, so in der Schweiz oder in Frankreich mit dem Metro-Ring um Paris. Auch andere Großstädte planen einen Ausbau ihrer Infrastruktur.

Im Osten Europas waren die Märkte in den kleineren Staaten mit der Finanzmarktkrise weitgehend zusammengebrochen. Auf sehr niedrigem Niveau ist nun ein kleiner Aufschwung festzustellen. In Polen wird sehr viel in den Straßenbau investiert.

Durch die Russland-Ukraine-Krise sind diese beiden Länder in ihrer Entwicklung weiter erheblich beeinträchtigt. Die Ukraine ist kaum mehr in der Lage, eine Bauwirtschaft aufrechtzuerhalten - es fehlen die finanziellen Mittel. Russland versucht zwar den Bausektor weiter zu finanzieren, aber die finanziellen Ausfälle durch die Sanktionen und den niedrigen Ölpreis zwingen das Land zu äußerster Sparsamkeit. Der Wirtschaftsbau ist nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Es ist davon auszugehen, dass Russland über Jahre an den Folgen der Krise zu tragen hat. Der Maschinenvertrieb zeigte sich zwar leicht erholt, wird aber ebenfalls auf niedrigem Niveau verbleiben.

Nahost & Zentralasien

In den öl- und gasreichen Ländern des Nahen Ostens, wie Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wird zwar noch intensiv gebaut, aber die Folgen der Budgetknappheit sind bei neuen Projekten bereits deutlich spürbar. Die im Bau befindlichen U-Bahnlinien, Eisenbahnstrecken, Stadien und sonstigen Großprojekte werden aber weiter vorangetrieben. Sollte der Ölpreis noch länger auf niedrigem Niveau verbleiben, werden verstärkte Sparmaßnahmen notwendig, was auf die Bauwirtschaft den größten Effekt haben würde. Auf diese Situation müssen sich die Baufirmen präventiv einstellen.

Weiterhin sehr problematisch ist die Lage im Irak und in Syrien. Erfreulich ist, dass der Islamische Staat nun massiv zurückgedrängt wurde. Dennoch ist noch nicht absehbar, ob hier bald eine politisch stabile Lage erreicht und mit Wiederaufbauarbeiten begonnen werden kann. Auch die Nachbarstaaten, wie Jordanien und Libanon, werden von der Situation beeinträchtigt, so dass sich die wirtschaftliche Entwicklung dort deutlich verlangsamt hat. In Jordanien machen es zahlreiche internationale Hilfen möglich, dass die Flüchtlingssituation bewältigt werden kann. Bei einem anhaltend friedlicheren Umfeld ist damit zur rechnen, dass schnell wieder mit Bauvorhaben begonnen wird. Speziell im Bereich Wasserversorgung gibt es daher zusätzliche Aufträge. In Libyen hat sich die Situation ebenfalls noch nicht so weit stabilisiert, dass sich eine neue Baukonjunktur entwickeln kann.

In Ägypten entwickelt sich die Wirtschaft in eine ungewisse Zukunft. Die enormen Staatsausgaben der vergangenen Jahre, die nun nicht mehr ausreichend durch ausländische Unterstützung gedeckt werden können, haben zu erheblichen Problemen für den Staat geführt. Die lokale Währung wurde Ende 2016 stark abgewertet. Dennoch gibt es im Land etliche große öffentliche Bauprojekte - so etwa die U-Bahn in Kairo - die stark durch ausländische Finanzierung getragen werden. Im privaten Bereich entwickeln sich durch die schwache Währung vermehrt günstige Bauvorhaben.

Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung

in Mio. EUR

Gesamt 1.586

Asien-Pazifik, Fernost & Australien

Die Baumärkte im Fernen Osten sind weiter erfreulich stabil. In nahezu allen Ländern werden große Infrastrukturvorhaben umgesetzt. In Hongkong führen die Arbeiten für die Flughafenerweiterung zu einer guten Auslastung der beteiligten Baufirmen. Hier wird es in den kommenden Jahren noch einige weitere Bauabschnitte geben. Gleiches gilt für Singapur und Malaysia, wo beispielsweise neue U-Bahnlinien und Stadtautobahnen gebaut werden. Auch Volkswirtschaften wie Indonesien oder die Philippinen verzeichnen eine gute Entwicklung. In Australien läuft die Wirtschaft dagegen nicht mehr ganz so positiv. Hier hat sich die Bauleistung etwas verlangsamt.

Die Bauwirtschaft in China befindet sich weiter auf hohem Niveau, bietet aber durch die starke lokale Konkurrenz und staatliche Regelungen für ausländische Unternehmen kaum Möglichkeiten, um dort tätig zu werden. Für den Baumaschinenmarkt sind die vorhandenen Überkapazitäten der größte Einflussfaktor. Die lokalen Hersteller hatten vor einigen Jahren die Potentiale für die Zukunft völlig überschätzt und viel zu große Kapazitäten aufgebaut. Mit dem Ende des rasanten Bauwachstums sind in den letzten Jahren die Verkäufe von Baumaschinen in China um etwa 50 % zurückgegangen. Dadurch ist der Weltmarkt um etwa 28 % eingebrochen.

Durch diese Entwicklung haben die chinesischen Produzenten im vergangenen Jahr ihre Kapazitäten erheblich abgebaut. Dennoch wird es noch dauern, bis sich die Märkte wieder eingependelt haben.

Amerika

Die USA sind in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung wieder zum Zugpferd in der Welt geworden. Aufgrund der zu geringen Bauaktivitäten der vergangenen Jahrzehnte ist hier in vielen Infrastrukturbereichen ein sehr großer Nachholbedarf entstanden. In den kommenden Jahren erwarten wir weiter große Anstrengungen, um dieses Defizit aufzuholen, was als positiven Nebeneffekt eine weitere Ankurbelung der Konjunktur mit sich bringen wird. In Summe sehen wir eine stabile Situation, die unseren Geschäften im Bau- und auch im Maschinensegment eine weiterhin gute Entwicklung eröffnet. In Kanada zeigt sich der Baumarkt ebenfalls solide. Im mittelamerikanischen Raum gibt es immer wieder interessante Projekte.

Afrika

In Afrika lohnt es sich, aktiv zu akquirieren, auch wenn das wirtschaftliche Niveau dieser Länder insgesamt keinen sehr großen Beitrag zu unserer Gesamtkonzernleistung erlaubt. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Rohstoffen deutlich zurückgegangen, was in vielen afrikanischen Ländern, die von diesem Geschäft abhängig sind, zu erheblichen Problemen führt. Speziell der niedrige Ölpreis hat Länder wie Angola oder Nigeria in eine Wirtschaftskrise gestürzt. Die Hoffnungen auf eine positive Entwicklung des Kontinents haben sich leider nicht erfüllt.

Durch die aktuellen Probleme in der Welt sind wichtige Zukunftsthemen, wie Umwelt, Demographie, Energie und Wasser, in den Hintergrund gerückt. Diese Themenfelder gewinnen wegen der zunehmenden sozialen Probleme in vielen Ländern, die zum Teil Auslöser der Flüchtlingsbewegung sind, wieder an Bedeutung. Die Lösung dieser Themen ist nur durch größere Anstrengungen im Bau denkbar.

Auch für uns ergeben sich durch diese Aufgaben vielfältige neue Chancen. Seit einigen Jahren widmen wir uns den Themen Umwelt, Wasser und Bodenschätze mit unserem Geschäftssegment Resources in besonderem Maße. In einigen Ländern der Welt haben wir bereits erfolgreich Projekte abgewickelt und gehen davon aus, dass die Nachfrage nach diesen Leistungen noch deutlich ansteigen wird.

GESCHÄFTSVERLAUF

Die BAUER Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2016 eine Gesamtkonzernleistung von 1.586,1 Mio. EUR, die um 4,2 % unter dem Vorjahreswert von 1.656,4 Mio. EUR lag. Im Vorjahr waren Leistungen aus der Veräußerung und Neubewertung von Geschäften in Höhe von 77,8 Mio. EUR enthalten. Ohne diesen Einfluss lag die Gesamtkonzernleistung in etwa auf Vorjahreshöhe. Das EBIT betrug 68,3 Mio. EUR (Vorjahr: 90,7 Mio. EUR). Die genannten zusätzlichen Leistungen hatten auch das EBIT des Vorjahres entsprechend beeinflusst. Das Ergebnis nach Steuern betrug 14,4 Mio. EUR (Vorjahr: 29,0 Mio. EUR).

Die BAUER Gruppe konnte im Jahr 2016 ihre Ergebnisziele erneut nicht ganz erreichen. Obwohl sich viele Tochterfirmen gut entwickelten und im Rahmen der Planungen lagen, gelang es aufgrund einzelner schwacher Märkte und Einflussfaktoren nicht, die für den Konzern gesetzten Ziele zu erreichen. Die größte negative Wirkung auf das Gesamtergebnis hatten unsere Tochterfirmen in Malaysia und Hongkong. Hier erwarteten wir lange Zeit große Auftragszugänge, für die wir erhebliche Kapazitäten vorhalten mussten. In Hongkong wurde ein sehr großer Spezialauftrag am Flughafen an einen Konkurrenten vergeben, der mit einem erheblich niedrigeren Preis angeboten hatte. Zudem belasteten Aufwendungen für einen Rechtsstreit. In Malaysia verschob sich die Auftragsvergabe dreier großer Projekte immer weiter nach hinten, so dass unsere Kapazitäten über lange Zeit nicht im Einsatz waren. Auftragsverschiebungen am Bau sind grundsätzlich nicht ungewöhnlich, jedoch kommt es selten vor, dass sich dies in einer solchen Größenordnung und in nur einer Region so ballt. In Summe brachte dies einen Verlust von deutlich über 10 Mio. EUR. Dies allein erklärt den Unterschied zwischen der ursprünglichen Prognose und dem endgültigen Ergebnis. Die Kapazitäten in Malaysia sind inzwischen wieder ausgelastet, da alle erwarteten Aufträge erteilt wurden.

Prognose-Ist-Vergleich 2016

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in Mio. EUR Prognosen Ist 2016
18.04.2016 03.11.2016
Gesamtkonzernleistung ~ 1.650 < 1.650 1.586
EBIT ~ 75 ~ 65 68,3
Ergebnis nach Steuern ~ 20-25 ~ 10-15 14,4

Die vielfältigen weiteren Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen sowie für schwache Märkte und Geschäftsbereiche hatten wir angesichts der weltweiten Verwerfungen bereits gut in unseren Planungen berücksichtigt. Einzelnen deutlichen Verlusten durch Planunterschreitungen, wie bei der Resources-Tochter Esau & Hueber GmbH oder unserer Baufirma in Angola, standen deutliche Planüberschreitungen, beispielsweise bei den Baufirmen in Kanada, Ägypten sowie bei der Wöhr + Bauer GmbH gegenüber.

Als aufgrund dieser Themen die ursprüngliche Planung nicht mehr zu erreichen war, mussten wir Anfang November unsere mit dem Geschäftsbericht 2015 gegebene Prognose auf eine Gesamtkonzernleistung von leicht unterhalb von 1,65 Mrd. EUR, ein EBIT von etwa 65 Mio. EUR und ein Ergebnis nach Steuern von etwa 10 bis 15 Mio. EUR reduzieren. Wir hatten ursprünglich eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,65 Mrd. EUR, ein EBIT in Höhe von etwa 75 Mio. EUR und ein Ergebnis nach Steuern von etwa 20 bis 25 Mio. EUR prognostiziert.

Weiterhin positiv entwickelte sich der Auftragsbestand des Konzerns, der bis Ende 2016 auf 1.008,1 Mio. EUR anwuchs und damit 1,3 % über dem Vorjahreswert von 995,6 Mio. EUR lag. Alle Segmente trugen dabei zur Erhöhung bei - insbesondere konnten im vierten Quartal einige neue Spezialtiefbauprojekte in der Welt gewonnen werden. Zu berücksichtigen ist, dass wegen des Anteilsverkaufs an der Immobilienfirma Wöhr + Bauer GmbH ein hoher zweistelliger Auftragsbestand aus den Büchern genommen wurde, da dieses Unternehmen nun nicht mehr als assoziiertes Unternehmen einbezogen wird. Die Steigerung gegenüber Vorjahr ist daher umso deutlicher.

Gesamtaussage

Das Jahr 2016 war aus operativer Sicht deutlich besser als das Vorjahr. Durch die Neuausrichtung einiger Geschäftsbereiche und die Beendigung einiger Märkte haben wir hier die Trendwende eingeleitet, obwohl wir mit dem Gesamtergebnis bei weitem noch nicht zufrieden sind. Zum Jahresende ist es uns gelungen, erneut einen sehr hohen Auftragsbestand zu erreichen, der gleichmäßig über unsere Regionen verteilt ist. Die Marktsituation im Maschinenbau hat sich zudem entspannt. Die letzten Monate des Jahres brachten einen guten Auftragszuwachs. Viele Veränderungen im Konzern haben unsere Ausgangslage deutlich verbessert, so dass wir der Zukunft positiv entgegensehen können.

Entwicklung der Gesamtkonzernleistung nach Segmenten

in Mio. EUR (Segmente nach Abzug Sonstiges/Konsolidierung)

Gesamt 1.586

SEGMENT BAU

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in Tausend EUR 2015 2016 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 742.862 722.103 -2,8 %
Umsatzerlöse 650.762 614.456 -5,6 %
Auftragseingang 878.436 716.316 -18,5 %
Auftragsbestand 591.059 585.272 -1,0 %
EBIT 13.916 30.385 n/a
Ergebnis nach Steuern -7.316 9.463 n/a
Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 6.243 6.412 2,7 %

Allgemeine Rahmenbedingungen

Die Baumärkte weltweit konnten auch im Jahr 2016 in Summe ihr Wachstum fortsetzen. Der große Bedarf an Infrastruktur wie Straßen, Brücken, Dämme oder Energieversorgung, sowie die zunehmende Urbanisierung schieben dieses Wachstum weiter an. Da hierbei in immer komplexeren und schwierigeren Verhältnissen gebaut werden muss, werden auch vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigt, so dass wir in einem zukunftsträchtigen Markt aktiv sind.

Neben Deutschland zeigten sich auch die Märkte in Europa insgesamt sehr positiv, wobei hier die Entwicklung im Einzelnen sehr unterschiedlich war. Russland ist weiterhin sehr schwach, ebenso wie weitere Länder in Osteuropa. Der Ferne Osten war im Jahr 2016 etwas rückläufig, wogegen der Nahe Osten weiterhin einen stabilen Baumarkt aufweist. In Summe entwickeln sich die Märkte trotz der vielen Unsicherheiten und Krisenherde weltweit weiterhin positiv.

Wesentliche Ereignisse

Das Segment Bau erzielte im Geschäftsjahr 2016 eine Gesamtkonzernleistung von 722,1 Mio. EUR, die mit 2,8 % unter der des Vorjahres von 742,9 Mio. EUR lag. Das EBIT erhöhte sich von 13,9 Mio. EUR auf 30,4 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern betrug 9,5 Mio. EUR - im Vorjahr war es mit -7,3 Mio. EUR negativ.

Den bestimmenden Einfluss auf das negative Ergebnis des Vorjahres hatte unsere Tochterfirma in den USA. Die Fertigstellung des Projekts Center Hill Damm brachte eine erhebliche finanzielle Belastung mit sich und machte eine Neuausrichtung der Tochterfirma notwendig. Im Jahr 2016 konnte die geplante Leistung in den USA daher noch nicht erreicht werden.

Positiv zeigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem der deutsche Markt. Eine gute Auslastung ermöglichte eine Leistung über Planniveau mit einem sehr positiven Ergebnis. In Europa konnten wir vor allem mit Aufträgen in England, Österreich und der Schweiz unsere Leistung erhöhen. Gleiches gilt für Mittelamerika. Darüber hinaus entwickelten sich vor allem die Tochterfirmen in Ägypten und in Kanada, wo wir mit dem Großprojekt Diavik sehr gut ausgelastet sind, erfreulich. Auch unsere Unternehmen im Nahen Osten - mit Ausnahme Saudi-Arabien - zeigten im Wesentlichen eine gute Auftragssituation. Der Rückgang des Ölpreises wirkte sich noch nicht gravierend auf die Bauinvestitionen aus. Wir beobachten die Entwicklung dort aber weiterhin sehr genau.

Ein zusätzliches Ergebnis von etwas über 10 Mio. EUR für das Segment brachte der aus strategischen Gründen durchgeführte Verkauf von 16,67 % der Anteile inklusive der Neubewertung der verbliebenen 16,67 % der Anteile an der Wöhr + Bauer GmbH. Das Unternehmen hatte im Berichtsjahr einen auf unseren Anteil entfallenden operativen Gewinn erwirtschaftet, der fast so hoch war, wie das Ergebnis aus dem Verkauf der Anteile. Das gesamte Ergebnis ist wegen des Anteilsverkaufs in den sonstigen Erträgen enthalten.

Eine negative Entwicklung mussten wir vor allem in zwei Märkten des Fernen Ostens hinnehmen. In Malaysia hat sich die Vergabe von Projekten über das Jahr hinweg so lange verzögert, dass große Auftragslücken und damit hohe finanzielle Belastungen entstanden sind. In Hongkong haben wir uns intensiv mit dem Großprojekt zur Erweiterung des Flughafens beschäftigt, bei dem wir aber letztlich nicht zum Zuge kamen. Dies brachte zusammengenommen erhebliche finanzielle Belastungen mit sich. Obwohl die weiteren Tochterfirmen in der Region in Summe gut ausgelastet waren, führte dies

im Wesentlichen zum deutlichen Leistungsrückgang im Segment. Weiterhin schwach zeigten sich die Märkte in Russland und das durch den niedrigen Ölpreis betroffene Angola. In beiden Ländern haben wir unsere Kapazitäten den Marktveränderungen angepasst.

Mit der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH und der SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH erbringen wir in Deutschland Leistungen im Ingenieurbau und im Bereich Sanierung. Aufgrund fehlender öffentlicher Aufträge verlief das Geschäft eher schleppend und für uns unbefriedigend. In den letzten Monaten des Jahres zeigte sich hier eine deutliche Verbesserung.

Auftragslage

Der Auftragseingang hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gut entwickelt und betrug 716,3 Mio. EUR (Vorjahr: 878,4 Mio. EUR). Der Rückgang ist auf zusätzliche Großaufträge im Jahr 2015 zurückzuführen, die wir beispielsweise in Kanada erhalten haben. Die weitaus höhere Aussagekraft hat der Auftragsbestand, der mit 585,3 Mio. EUR um 1,0 % leicht unter dem Vorjahr (591,1 Mio. EUR) lag. Da hier der bisher einbezogene Auftragsbestand der Wöhr + Bauer GmbH in den Zahlen zum Geschäftsjahr 2016 nicht mehr enthalten ist, ist der Auftragsbestand im Spezialtiefbau deutlich angestiegen.

Es ist uns gelungen in allen Regionen der Welt neue Aufträge zu gewinnen. Neben zahlreichen kleinen und mittleren Baustellen konnten wir auch wieder einige größere Projekte in den Bestand nehmen. Die Projekte verteilen sich derzeit in Summe gut über die vorhandenen Kapazitäten in den einzelnen Regionen. Auch die im abgelaufenen Jahr von Projektverschiebungen betroffene Tochterfirma in Malaysia konnte im vierten Quartal 2016 die erwarteten Aufträge hereinnehmen und hat damit wieder einen hohen Auftragsbestand.

Durch einen Auftragsbestand, der im Spezialtiefbau auf Rekordniveau liegt, und aufgrund weiterer Chancen in der Welt, gehen wir mit einer sehr guten Basis in das laufende Geschäftsjahr.

Ausblick

Insgesamt zeigen sich die Regionen der Welt trotz all der vorhandenen politischen und wirtschaftlichen Störungen weiterhin positiv. Die weltweite Präsenz ermöglicht es uns, die Chancen in den Regionen mit guter Baukonjunktur zu nutzen und schwächere Märkte auszugleichen. Unser weltweiter Auftragsbestand ist weiterhin auf hohem Niveau.

Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung

Segment Bau

in Mio. EUR (nach Abzug Konsolidierung)

Gesamt 709

In Deutschland und in Europa erwarten wir in Summe erneut eine stabile bis gute Entwicklung. In unseren Tochterfirmen in Amerika gehen wir vor allem durch die USA und Kanada von einer Erhöhung unserer Leistung aus. Im Nahen Osten gehen wir von einem Rückgang aus, wogegen wir durch unsere verbesserte Auftragssituation im Fernen Osten mit einem deutlichen Wachstum rechnen.

In Hongkong erwarten wir Fortschritte bei einem langjährigen Rechtsstreit um Restzahlungen für ein Bauprojekt. Der wesentliche Abschluss ist voraussichtlich im Jahr 2017. Dies sollte zu einer Reduzierung ausstehender Forderungen führen.

Für das Jahr 2017 erwarten wir für das Segment, dass wir bei der Gesamtkonzernleistung aufgrund der Entkonsolidierung der Wöhr + Bauer GmbH etwas unterhalb des Vorjahres, jedoch beim EBIT und beim Ergebnis nach Steuern etwa auf Höhe des Vorjahres liegen werden.

SEGMENT MASCHINEN

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in Tausend EUR 2015 2016 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 753.083 651.715 -13,5 %
Umsatzerlöse 548.039 542.688 -1,0 %
Auftragseingang 649.108 667.649 2,9 %
Auftragsbestand 128.096 144.030 12,4 %
EBIT 99.441 36.984 -62,8 %
Ergebnis nach Steuern 65.397 10.946 -83,3 %
Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 2.919 2.753 -5,7 %

Allgemeine Rahmenbedingungen

Im Jahr 2016 entwickelten sich die Baumaschinenmärkte weiterhin sehr uneinheitlich, aber in Summe dennoch zufriedenstellend. Die Nachfrage in Europa stieg gut an; ebenso in Russland, China und Indien - dort jeweils aber ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau. Rückgänge verzeichneten die USA, Afrika und besonders Lateinamerika und der Nahe Osten. Auch die weiteren Länder in Asien zeigten sich eher schwächer als noch 2015.

Die Veränderung der Wettbewerbssituation am chinesischen Markt hat sich im Laufe des Jahres 2016 weiter fortgesetzt. Die großen Überkapazitäten in der Produktion bei den lokalen Wettbewerbern haben sich weiter reduziert. Zudem sind etliche kleinere Konkurrenten aus dem Markt ausgeschieden. Auf der Bauma in München im April und in Shanghai im November 2016 waren deutlich weniger Bohrgerätehersteller aus China vertreten. Wir erwarten daher in den nächsten Jahren wieder eine Normalisierung des Wettbewerbsumfelds.

Wie bereits im Vorjahr belasteten auch 2016 die weiterhin schwachen Rohstoffpreise einzelne Produktgruppen. Die Nachfrage nach Brunnenbohrgeräten, die auch zur Exploration von Rohstoffen eingesetzt werden, blieb schwach.

Wesentliche Ereignisse

Im vergangenen Geschäftsjahr ging die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen um 13,5 % von 753,1 Mio. EUR auf 651,7 Mio. EUR zurück. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr Leistungen aus der Veräußerung und Neubewertung von Geschäften in Höhe von 77,8 Mio. EUR ebenso in der Gesamtkonzernleistung enthalten waren, wie die vollständige Leistung aus dem Tiefbohrgerätegeschäft, die aufgrund der Einbringung in das Joint Venture mit Schlumberger im Jahr 2016 nur noch zu 51 % eingerechnet wurde.

Die Umsatzerlöse reduzierten sich leicht um 1,0 % von 548,0 Mio. EUR auf 542,7 Mio. EUR. Durch das Joint Venture mit Schlumberger sind die Umsatzerlöse im Tiefbohrgerätegeschäft, anders als im Vorjahr, nun nicht mehr in den Zahlen des Jahres 2016 enthalten. Der Wert des Jahres 2016 ist daher voll auf unser Kerngeschäft mit Spezialtiefbaugeräten zurückzuführen und spiegelt somit dort einen Zuwachs wider. Das EBIT ging von 99,4 Mio. EUR auf 37,0 Mio. EUR zurück. Rechnet man aus dem Jahr 2015 die genannten Einflüsse von 77,8 Mio. EUR heraus, so erhöhte sich das EBIT sehr deutlich. Das Ergebnis nach Steuern reduzierte sich aus den beschriebenen Gründen von 65,4 Mio. EUR auf 10,9 Mio. EUR.

Berücksichtigt man das unter den allgemeinen Rahmenbedingungen beschriebene uneinheitliche und auch schwierige Marktumfeld, zeigt der Umsatz- und Ergebnisanstieg im Kerngeschäft unsere Stärke im Markt für Spezialtiefbaugeräte und bei angrenzenden Produkten.

Für unseren Vertrieb entwickelten sich vor allem die Märkte Deutschland und Europa insgesamt und auch die Region Asien-Pazifik positiv. Amerika zeigte sich im Plan und in China lagen unsere Verkäufe auf stabilem Niveau. Deutliche Rückgänge verzeichneten wir im Nahen Osten und auch in Afrika. Australien, Lateinamerika sowie Russland und die angrenzenden Staaten Osteuropas und Zentralasiens waren leicht positiv.

Mit Blick auf die Tochterfirmen und die einzelnen Produktgruppen lief im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem der Vertrieb von Ankerbohrgeräten und Drehgetrieben besonders gut. Auch der Zuwachs bei unseren Groß- und Sondergeräten trug positiv zum Ergebnis bei. Das Service- und Ersatzteilgeschäft hat sich weiter zu einem wichtigen Geschäftsbereich entwickelt. Die Produktions- und Vertriebsorganisation im Fernen Osten lieferte wieder einen guten Leistungs- und Ergebnisbeitrag. Schwach zeigte sich dagegen noch der Vertrieb von Brunnenbohrgeräten und Mischanlagen, was auch an den schwachen Rohstoffmärkten lag. Hier wurden im vergangenen Jahr einige Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt, so dass die Zukunftsaussichten positiv sind.

In den USA lag der Vertrieb in etwa auf Planniveau. Das Werk in Conroe, Texas, ist vollständig in das Joint Venture mit Schlumberger zur Produktion von Tiefbohranlagen eingegangen. Die Vertriebsgesellschaft für Spezialtiefbaugeräte wird in der Nähe ein neues Büro mit Lagerplatz beziehen. Insgesamt ist das Joint Venture im vergangenen Jahr etwas langsamer als geplant angelaufen, was auch dem weiterhin schwierigen Umfeld mit dem niedrigen Ölpreis geschuldet war. Zwei Anlagen konnten fertiggestellt werden und es liegen weitere Aufträge vor. Wir erwarten zukünftig ein gutes Wachstum in diesem Bereich und sehen positive Auftragschancen für die nächsten Jahre.

Im vergangen Jahr wurden noch weitere kleine Umstrukturierungen und Anpassungen vor allem bei Tochterfirmen vorgenommen, die dazu beitragen werden, die Wettbewerbsfähigkeit und auch die Ergebnissituation weiter zu verbessern.

Auftragslage

Trotz unterjähriger Schwankungen lag der Auftragseingang zum Jahresende ziemlich genau auf Höhe der Planung und erhöhte sich von 649,1 Mio. EUR auf 667,6 Mio. EUR. Der Auftragsbestand lag mit 144,0 Mio. EUR um 12,4 % über dem Vorjahr (128,1 Mio. EUR).

Bei den Maschinen für den Spezialtiefbau bestellen die Kunden weiterhin relativ kurzfristig. Nur vereinzelt werden Geräte für besondere Projekte oder spezielle Maschinen etwas länger im Voraus bestellt. Dadurch wird auch sehr schnell an die Kunden ausgeliefert, so dass die Reichweite des Auftragsbestands unterjährig zwischen zwei und drei Monaten beträgt. Obwohl zum Jahresende 2016 wieder viele Maschinen ausgeliefert wurden, lag der Auftragsbestand im Dezember im Vergleich zum unterjährigen Bestand auf ähnlichem Niveau, da im vierten Quartal gute Auftragseingänge verzeichnet werden konnten. Auch im Joint Venture sind Aufträge zum Bau von Tiefbohranlagen im Bestand.

Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung

Segment Maschinen

in Mio. EUR (nach Abzug Konsolidierung)

Gesamt 615

Ausblick

Das Jahr 2016 war für das Maschinengeschäft durch die vielen wirtschaftlichen und politischen Themen geprägt. Dennoch sehen wir durch die in Summe steigenden Baumärkte in der Welt eine insgesamt wachsende Nachfrage in den kommenden Jahren. Wir sehen weiter stabile bis positive Märkte in Europa, den USA, Afrika und dem Fernen Osten. In China gehen wir von einer für uns guten Entwicklung aus, wobei sich die Normalisierung der Marktverhältnisse fortsetzen sollte. Im Nahen Osten erwarten wir eine schwächere Entwicklung und auch Russland sehen wir ähnlich schwierig wie 2016.

Im Joint Venture mit Schlumberger für das Tiefbohrgeschäft, das At-Equity bilanziert ist, erwarten wir eine Steigerung. Damit werden wir zukünftig das Werk in den USA besser auslasten, was wegen der Marktlage bei Spezialtiefbaugeräten in den vergangenen Jahren nicht möglich war.

Für 2017 erwarten wir für das Segment, dass wir bei der Gesamtkonzernleistung, beim EBIT und beim Ergebnis nach Steuern leichte Zuwächse erzielen können.

SEGMENT RESOURCES

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in Tausend EUR 2015 2016 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 221.609 264.712 19,5 %
Umsatzerlöse 179.319 238.199 32,8 %
Auftragseingang 345.045 267.044 -22,6 %
Auftragsbestand 276.463 278.795 0,8 %
EBIT -19.807 -3.229 n/a
Ergebnis nach Steuern -29.398 -8.452 n/a
Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 1.276 1.282 0,5 %

Allgemeine Rahmenbedingungen

Das Segment Resources konzentriert sich mit seinen Produkten und Dienstleistungen auf die drei Bereiche Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Im Bereich Umwelt zeigte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positiver Markt. In Deutschland gibt es vermehrt Aufträge im Sanierungsbereich, wie dem Flächenrecycling, der Grundwasseraufbereitung oder der Entsorgung kontaminierter Böden und Flächen. Auch im Nahen Osten gibt es großen Bedarf.

Im Bereich Wasser gab es auch im abgelaufenen Geschäftsjahr eine gute Nachfrage nach Anlagen für die Brauerei- und Getränketechnologie sowie für Anlagen zur Wasseraufbereitung. Im Bereich Brunnenausbaumaterialien zeigte sich der Markt in Europa und Afrika insgesamt relativ schwach.

Besonders schwierig stellten sich nach wie vor die Märkte für Bohrungen nach Öl, Gas, Wasser und Bodenschätzen dar. Die Rohstoffpreise standen weiterhin deutlich unter Druck, so dass es kaum Projekte am Markt gab. Dadurch gab es auch deutliche Überkapazitäten. Diese Situation hat uns im vergangenen Jahr erneut stark belastet, wobei wir durch neue Aufträge in Jordanien wieder bessere Perspektiven für die Zukunft haben.

Wesentliche Ereignisse

Die Gesamtkonzernleistung im Segment Resources lag mit 264,7 Mio. EUR um 19,5 % deutlich über dem Vorjahreswert von 221,6 Mio. EUR. Das EBIT verbesserte sich von -19,8 Mio. EUR auf -3,2 Mio. EUR und das Ergebnis nach Steuern von -29,4 Mio. EUR auf -8,5 Mio. EUR.

Das Segment Resources hat uns erneut viele Anstrengungen abverlangt. Die in den letzten beiden Jahren begonnenen Umstrukturierungen, die viele einzelne Bereiche und Produkte betrafen, wurden bis zum Jahresende 2016 abgeschlossen, so dass nun mit neuer Aufstellung und Fokus auf das operative Geschäft in das laufende Geschäftsjahr gestartet werden konnte. Die wesentliche Veränderung des Jahres 2016 wurde durch die Verschmelzung der BAUER Umwelt GmbH, BAUER Water GmbH und BAUER Resources GmbH erreicht. Die BAUER Resources GmbH tritt nun am Markt mit den Bereichen Umwelt und Wasser auf. Die neue Struktur ist gerade im Hinblick auf die Abwicklung von Großprojekten und im Auftritt gegenüber unseren Großkunden von Vorteil und ermöglicht zusätzlich Verbesserungen beim Ergebnis.

Positiv zeigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem unser Umweltbereich, der in stabilen Märkten einen sehr guten Auftragsbestand hat. Das Großprojekt für die Roche Pharma AG in Grenzach-Wyhlen trug im Wesentlichen zur Steigerung der Leistung im Segment bei. Auch unsere Beteiligung im Oman konnte wieder einen guten Ergebnisbeitrag leisten.

Von den fehlenden Projekten für Tiefbohrungen war erneut die Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Jordanien betroffen. Die niedrigen Rohstoffpreise und Überkapazitäten belasten weiterhin den Markt. Es war daher erfreulich, dass Mitte des abgelaufenen Geschäftsjahres neue größere Aufträge gewonnen werden konnten. Diese werden die Situation 2017 deutlich verbessern, kamen jedoch zu spät, um sich auf das Ergebnis des Jahres 2016 noch positiv auszuwirken. Daher musste erneut ein deutlicher Verlust verzeichnet werden. Unsere Bohrfirmen in Afrika hatten aufgrund der Marktsituation auch zu wenige Aufträge und mussten ebenfalls Verluste hinnehmen. Aus Ghana haben wir uns zurückgezogen.

Eine schwierige Entwicklung zeigten vor allem die Tochterunternehmen im Wasserbereich. Die in den beiden vergangenen Jahren umstrukturierte GWE-Gruppe verzeichnete noch einen planmäßigen Verlust, hatte dabei aber auch mit einem deutlich rückläufigen Markt für Brunnenausbaumaterialien zu kämpfen. Unsere Tochterfirmen, die Anlagen für die Brauerei- und Getränketechnologie sowie zur Wasseraufbereitung herstellen, sind mit ausreichend Aufträgen in einem stabilen Markt gut beschäftigt. Hier belasteten aber im vergangenen Jahr Altprojekte deutlich mehr als erwartet, so dass hier höhere Verluste verzeichnet werden mussten.

In das Segment Resources wird auch der Bergbaubereich der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH einbezogen, der vor allem Leistungen zur Instandsetzung und Verwahrung von Bergwerken ausführt. Aufgrund des weiterhin guten Marktes in Deutschland brachte der Bereich wieder einen positiven Ergebnisbeitrag.

Auftragslage

Der Auftragseingang lag 2016 mit 267,0 Mio. EUR um 22,6 % unter dem Vorjahreswert von 345,0 Mio. EUR, was auf den im Jahr 2015 erhaltenen Großauftrag für die Sanierung der Kesslergrube in Grenzach-Wyhlen mit einem Volumen von über 100 Mio. EUR zurückzuführen ist. Der Auftragsbestand war mit 278,8 Mio. EUR um 0,8 % höher als im Vorjahr (276,5 Mio. EUR).

Gute Auftragsbestände verzeichnet vor allem der Umweltbereich, der weitere Projekte akquirieren konnte. Auch die Tochterfirmen, die Wasseraufbereitungsanlagen und Anlagen für die Brauerei- und Getränketechnologie herstellen, konnten neue Aufträge hereinnehmen und haben daher einen guten Bestand. Erfreulich war die beschriebene deutliche Steigerung des Auftragsbestands unserer Tochterfirma in Jordanien im Bereich Tiefbohren, die wieder größere Aufträge gewinnen konnte. Dies ermöglicht eine deutlich bessere Auslastung der dortigen Kapazitäten.

Ausblick

Im Segment Resources wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere zahlreiche Anstrengungen unternommen, um die Kostenstrukturen und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Mit der nun neuen Organisation unter der zentralen Gesellschaft BAUER Resources GmbH ist eine gute und für die Kunden und Märkte vorteilhafte Aufstellung für die Zukunft gefunden.

Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung

Segment Resources

in Mio. EUR (nach Abzug Konsolidierung)

Gesamt 262

Positiv läuft weiterhin der Umweltbereich, der insgesamt eine sehr gute Auftragslage und Auslastung hat. Noch bis voraussichtlich 2020 wird am Großprojekt Grenzach-Wyhlen in Deutschland gearbeitet. Zudem gibt es zahlreiche weitere Chancen am Markt für das laufende Jahr. Auch im Bereich Wasser ist die Auftragslage insgesamt gut und es gibt hier weitere Chancen für die Zukunft. Durch den Abschluss belastender Altprojekte sollte sich auch hier eine Verbesserung der Ergebnisse einstellen.

Die schwierige Marktsituation im Bereich Bodenschätze mit den niedrigen Rohstoffpreisen und den vorhandenen Überkapazitäten dürfte auch weiterhin anhalten. Die neuen Aufträge für die Tochterfirma in Jordanien sollten es uns ermöglichen, den bisherigen Verlust sehr deutlich zu reduzieren.

Wir erwarten für das Jahr 2017 im Segment eine leichte Steigerung bei der Gesamtkonzernleistung und ein positives EBIT Beim Ergebnis nach Steuern erwarten wir noch einen kleinen Verlust.

SEGMENTE SONSTIGES / KONSOLIDIERUNG

In den Segmenten Sonstiges und Konsolidierung sind die Leistungen und Ergebnisse des Konzerns zusammengefasst, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet werden können. Im Wesentlichen zeigt das Segment Sonstiges die Leistung der BAUER AG selbst, die für ihre Konzerntöchter unterschiedlichste Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung gegen Verrechnung erbringt.

Das Segment Sonstiges weist ein EBIT von 6,5 Mio. EUR (Vorjahr: 4,6 Mio. EUR) aus. Dieses beinhaltet mit 4,5 Mio. EUR Ausschüttungen der Konzerntöchter an die Konzernmuttergesellschaft. Das Ergebnis nach Steuern betrug 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 6,8 Mio. EUR). Die Leistungen des Segments sind vor allem Verrechnungen innerhalb des Konzerns.

Im Segment Konsolidierung wurden die Konsolidierungen vorgenommen. Im negativen EBIT von -2,3 Mio. EUR (Vorjahr: -7,4 Mio. EUR) sind im Wesentlichen die zuvor genannten Ausschüttungen der Konzerntöchter an die BAUER AG enthalten. Das Ergebnis nach Steuern betrug -2,4 Mio. EUR (Vorjahr: -6,5 Mio. EUR).

Aufteilung der Gesamtkonzernleistung nach Teilbereichen

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in Mio. EUR 2015 Leistung 2016 Leistung Anteil Jahr 2016 Veränderung zum Vorjahr Auftragsbestand
Bau BAUER Spezialtiefbau GmbH (BST)          
  BST Inland 125,6 137,3 8,7 % 9,3 % +
  Töchter Inland 22,8 33,3 2,1 % 46,1 %
  BST Ausland 110,7 76,7 4,8 % -30,7 %
  Töchter Ausland 543,0 494,5 31,2 % -8,9 % +
  Summe BST - Gruppe 802,1 741,8 46,8 % -7,5 % +
  SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH Töchter (SBN) 64,0 64,1 4,0 % 0,2 %
  abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -123,2 -83,8 -5,3 %    
  Summe Bau 742,9 722,1 45,5 % -2,8 % +
Maschinen BAUER Maschinen GmbH (BMA) 465,5 429,7 27,1 % -7,7 %
  Töchter Maschinen 534,4 442,7 27,9 % -17,2 %
  Summe BMA - Gruppe 999,9 872,4 55,0 % -12,8 %
  SBN 45,7 38,1 2,4 % -16,6 %
  abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -292,5 -258,8 -16,3 %    
  Summe Maschinen 753,1 651,7 41,1 % -13,5 %
Resources BAUER Resources GmbH (BRE) 17,4 123,6 7,8 % n/a +
  Töchter Resources 196,8 129,1 8,1 % -34,3 % +
  Summe BRE - Gruppe 214,2 252,7 15,9 % 18,0 % +
  SBN 37,2 40,8 2,6 % 9,7 % +
  abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -29,8 -28,8 -1,8 %    
  Summe Resources 221,6 264,7 16,7 % 19,4 % +
Sonstiges BAUER Aktiengesellschaft (BAG) 38,9 45,6 2,9 % 17,2 %  
  Sonstige Töchter 2,6 3,0 0,2 % 15,4 %  
  Summe Sonstige/Dienstleistungen 41,5 48,6 3,1 % 17,1 %  
  abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -102,7 -101,0 -6,4 %    
  Summe Konzern (inkl. Fremdanteile) 1.656,4 1.586,1 100,0 % -4,2 % +
  davon: Inland 473,7 481,0 30,3 % 1,6 %  
  Ausland 1.182,7 1.105,1 69,7 % -6,6 %  

Hinweise zur Tabelle:

Liste beinhaltet auch nicht konsolidierte Beteiligungen

Bewertung Auftragsbestand im Verhältnis zur Planleistung

-- schwach; - leicht schwach; • ausreichend; + gut ausreichend; ++ sehr gut ausreichend

Prozentwerte und Summen sind mit nicht gerundeten Ausgangswerten gerechnet.

Aufteilung in Inland/Ausland erfolgte nach Verrechnungsland.

Die Werte sind wegen der Komplexität in ihrer Ermittlung nicht ; absolut exakt.

Aufteilung der Gesamtkonzernleistung auf die Unternehmen der BAUER Gruppe

Anteile < 50 % sind mit Leistungsanteil aufgeführt

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in Mio. EUR 2015 2016
BAUER Spezialtiefbau GmbH - Gruppe    
BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Deutschland (BST) 236,3 214,0
Wöhr + Bauer GmbH, München, Deutschland - (Teilkonzernabschluss) 19,9 29,8
BAUER Funderingstechniek B.V, Mijdrecht, Niederlande 4,6 5,2
BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien 10,3 24,4
BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz 9,2 24,7
BAUER Magyarorszàg Speciális Mélyépitö KU, Budapest, Ungarn 9,7 9,7
BAUER ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien 1,3 1,7
BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien 3,9 1,7
BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 22,7 22,8
OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Förderation 9,8 17,5
BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten 37,4 42,3
BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALIST S.a.r.L., Beirut, Libanon 12,5 9,6
BAUER Georgia Foundation Specialists LCC, Batumi, Georgia 4,3 1,8
BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 34,8 32,5
BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 34,0 34,8
BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar 34,5 25,6
Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien 24,0 12,9
BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia - (Teilkonzernabschluss) 76,9 46,5
BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China 28,2 16,7
BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam 6,0 10,2
BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen 22,8 15,6
P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien 12,7 17,2
Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand 18,1 22,1
BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien 5,8 10,8
BAUER FOUNDATION CORP, Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika 55,3 17,1
BAUER Fondations Canada Inc., Calgary, Kanada 26,3 35,2
BAUER FUNDACIONES PANAMÀ S.A., Panama City, Panama 10,5 11,7
BAUER Fundaciones America Latina S.A., Panama City, Panama 5,0 7,5
BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L, Santo Domingo, Dominikanische Republik 7,5 4,4
Sonstige Beteiligungen der BST 15,1 12,8
ARGEN Inland - (nur BST-Anteil) 2,7 3,0
Interne Konzernumsätze -111,3 -78,4
Summe BST - Gruppe 690,8 663,4
SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH - Gruppe    
SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Deutschland (SBN) 82,8 70,6
Beteiligungen der SBN 41,8 47,5
ARGEN SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH - (nur SBN-Anteil) 1,9 2,5
SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 17,3 16,6
ARGEN SPESA - (nur SPESA-Anteil) 3,1 5,8
Interne Konzernumsätze -57,4 -46,7
Summe SBN - Gruppe 89,5 96,3
BAUER Maschinen GmbH - Gruppe    
BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Deutschland (BMA) 465,5 429,7
KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland 46,5 46,0
EURODRILL GmbH, Drolshagen, Deutschland 13,0 16,2
RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 33,9 31,0
PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Deutschland 6,3 7,7
Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Deutschland 7,0 6,6
SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 16,6 8,1
BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 31,3 3,6
TracMec Srl, Mordano, Italien 13,0 11,1
BAUER EQUIPMENT UK LIMITED Rotherham, Großbritannien 11,5 14,5
BAUER Macchine Italia Srl, Mordano, Italien 7,2 11,0
BAUER MASZYNY POLSKA Sp.z.o.o., Warschau, Polen 4,9 5,4
OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation 6,0 3,6
OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation 5,2 3,1
OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Förderation 1,6 1,7
BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 9,9 7,0
BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei 4,4 5,4
BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien 1,6 2,4
BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur - (Teilkonzernabschluss) 135,2 122,8
NIPPON BAUER YK., Tokio, Japan 5,9 10,2
BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien 9,5 8,1
BAUER-Pileco Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika 98,0 92,4
BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika 45,0 0,5
BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika 16,9 21,2
Sonstige Beteiligungen der BMA 4,0 3,1
Interne Konzernumsätze -251,7 -223,7
Summe BMA - Gruppe 748,2 648,7
BAUER Resources GmbH - Gruppe    
BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Deutschland (BRE) 17,4 123,6
GWE pumpenboese GmbH, Peine, Deutschland 49,1 38,5
BAUER Umwelt GmbH, Schrobenhausen, Deutschland (BMU) 56,6 -
BAUER Water GmbH, Oberndorf a.N., Deutschland 11,2 -
Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 15,4 24,2
GWE POL-Bud Sp.z.o.o, Lodz, Polen 3,4 2,7
FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz 2,1 1,7
GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich 1,3 1,7
GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn 3,5 3,1
Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Salzburg, Österreich 1,9 2,4
BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co., Amman, Jordanien - (Teilkonzernabschluss) 22,7 30,3
BAUER Nimr LLC, Maskat-Al Mina, Sultanat Oman 7,4 8,7
BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 4,2 2,0
BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Kapstadt, Südafrika - (Teilkonzernabschluss) 3,0 2,5
BAUER Senegal SARL, Dakar, Senegal 2,5 2,5
BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko 1,5 2,5
GWE Tubomin S.A., Santiago de Chile, Chile 4,3 4,6
Sonstige Beteiligungen der BRE 4,3 1,5
ARGEN BAUER Umwelt GmbH - (nur BMU-Anteil) 2,4 0,2
Interne Konzernumsätze -25,1 -22,6
Summe BRE - Gruppe 189,1 230,1
BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, Deutschland (BAG) 38,9 45,6
Sonstige Beteiligung der BAG 2,6 3,0
Interne Konzernumsätze -102,7 -101,0
SUMME BAUER Gruppe 1.656,4 1.586,1

Im Vergleich zur Aufteilung der Gesamtkonzernleistung nach Teilbereichen ist in der Aufteilung der Gesamtkonzernleistung auf die Unternehmen die Summe der einzelnen Gruppen nach Konsolidierung dargestellt.

III. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

KONZERNERTRAGSLAGE

Die Ertragslage des Konzerns war im Jahr 2016 durch eine grundsätzlich positive Entwicklung geprägt, die nach den sehr schwierigen vergangenen Jahren eine Trendwende darstellt. Auf der anderen Seite gab es einige wenige negative Einflüsse - im Wesentlichen in den Tochterfirmen in Malaysia und Hongkong -, die unser Ergebnis negativ beeinflussten, so dass wir unsere Planung hier nicht voll erreichen konnten. Der Anteilsverkauf und die Neubewertung der verbliebenen Anteile an der Beteiligung Wöhr + Bauer GmbH führte gegenüber der operativen Ergebnissituation zu einem geringfügigen zusätzlichen Ergebnis. Aufgrund des Anteilsverkaufs sind die Ergebnisbeiträge der Wöhr + Bauer GmbH mit über 10 Mio. EUR in den sonstigen Erträgen enthalten.

Obwohl die Gesamtentwicklung wieder positiver ist, entspricht die Ertragslage des Unternehmens bei weitem noch nicht unseren Erwartungen. Das lag an den weiter zahlreich vorhandenen Störungen in der Welt, die Verluste in einzelnen Regionen und Geschäften verursachten und so die guten Ergebnisse in anderen Ländern überdeckten.

Die Wirkung aller Effekte führte zu einem Ergebnis nach Steuern von 14,4 Mio. EUR (Vorjahr: 29,0 Mio. EUR). Beim Vorjahresvergleich der Ertragskennzahlen ist zu beachten, dass in 2015 zusätzliche Ergebnisse aus der Veräußerung und Neubewertung von Geschäften in Höhe von 77,8 Mio. EUR (auf EBIT-Ebene) enthalten sind, die auf das Joint Venture im Tiefbohrgerätegeschäft mit Schlumberger und auf die Veräußerung von Anteilen an einer weiteren Tochterfirma zurückzuführen waren.

Das EBIT reduzierte sich wegen der zusätzlichen Ergebnisse im Vorjahr von 90,7 Mio. EUR auf 68,3 Mio. EUR. Das EBITDA ging um 14,4 % von 185,1 Mio. EUR auf 158,4 Mio. EUR zurück und erreichte einen Wert von 10,6 % (Vorjahr: 11,7 %) im Verhältnis zur konsolidierten Leistung.

Die Eigenkapitalrendite vor Steuern als Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum Eigenkapital (Eigenkapital zu Beginn der Periode) verringerte sich - insbesondere durch die zusätzlichen Ergebnisse im Vorjahr - gegenüber 2015 deutlich von 13,5 % auf 5,3 %. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug 3,2 % (Vorjahr: 6,9 %). Die Leistungsrendite nach Steuern (im Verhältnis zur konsolidierten Leistung der Gewinn- und Verlustrechnung) verringerte sich gegenüber dem Vorjahreswert von 1,8 % auf 1,0 %. Der Rückgang der Renditewerte ist auf die genannten zusätzlichen Ergebnisse im Vorjahr zurückzuführen. Mit unserer Planung werden diese im laufenden Jahr wieder ansteigen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) hat sich in den einzelnen Positionen erkennbar verändert. Dies ist im Wesentlichen Folge der oben beschriebenen zusätzlichen Ergebnisse im Vorjahr.

Im Folgenden werden die Einzelpositionen der GuV erläutert:

Die konsolidierte Leistung ist mit 1.488,6 Mio. EUR gegenüber Vorjahr (1.587,9 Mio. EUR) um 6,3 % gesunken. Ohne die beschriebenen zusätzlichen Ergebnisse im Vorjahr wäre der Rückgang 1,4 %.

Die Umsatzerlöse sind gegenüber Vorjahr (1.379,0 Mio. EUR) um 1,3 % auf 1.396,9 Mio. EUR leicht angewachsen.

Die Bestandsveränderungen reduzierten sich um 47,0 % von 29,0 Mio. EUR auf 15,4 Mio. EUR deutlich.

Die anderen aktivierten Eigenleistungen reduzierten sich um 40,8 % von 22,7 Mio. EUR auf 13,5 Mio. EUR, was auf geringere Investitionen in Geräte aus eigener Produktion im Jahr 2016 zurückzuführen ist.

Entwicklung Gesamtkonzernleistung nach Quartalen

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in Mio. EUR Q1 2016 Q2 2016 Q3 2016 Q4 2016 Gesamtjahr 2016
BAUER Gruppe 383,217 373,758 389,300 439,854 1.586,129
Bau 159,872 171,991 184,494 205,746 722,103
Maschinen 164,964 147,465 153,270 186,016 651,715
Resources 71,547 67,433 66,385 59,347 264,712
Sonstiges/Konsolidierung -13,166 -13,131 -14,849 -11,255 -52,401

Die sonstigen Erträge sind gegenüber Vorjahr von 157,2 Mio. EUR auf 62,9 Mio. EUR sehr deutlich zurückgegangen. Die größte Veränderung ist die Reduzierung der Erträge aus Entkonsolidierung um 62,3 Mio. EUR auf 15,6 Mio. EUR. Im Vorjahr betraf dies das Joint Venture mit Schlumberger sowie die SPANTEC Spann- und Ankertechnik GmbH; im abgelaufenen Geschäftsjahr die Wöhr + Bauer GmbH. Die Buchgewinne aus Anlagenabgang (4,6 Mio. EUR) sind um 11,8 Mio. EUR zurückgegangen. Weitere wesentliche Veränderungen in dieser Position betrafen realisierte und unrealisierte Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften, die sich zusammen um 20,2 Mio. EUR auf 30,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr reduzierten. Realisierte und unrealisierte Währungsergebnisse sowie Ergebnisse aus Devisentermingeschäften sind Folge unseres Währungssicherungsmanagements. Schwankungen bei abgesicherten und nicht abgesicherten Währungen können die entsprechenden GuV-Positionen je nach Entwicklung über die Jahre sehr stark verändern. Der nicht saldierte Ausweis der Währungseffekte ergibt sich aus dem Umstand, dass Kurssicherungen nicht immer exakt den Grundgeschäften gegenübergestellt werden können, obwohl sie in der betrieblichen Realität möglichst genau aufeinander abgestimmt sind. Ziel des Konzerns ist eine Kurssicherung, die Währungsergebnisse möglichst weitgehend ausschließt. Die Gegenposition befindet sich mit 32,6 Mio. EUR (realisierte und unrealisierte Währungsverluste sowie Verluste aus Devisentermingeschäften) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Differenz der Gewinne und Verluste zeigt, dass wir im Berichtsjahr in Summe einen Währungsverlust in Höhe von 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: Verlust von 7,7 Mio. EUR) verzeichnet haben. Die erheblichen Währungsschwankungen im Laufe des Jahres 2016 - mit je nach Währung erheblichen positiven und negativen Auswirkungen - waren die Ursache für dieses Ergebnis.

Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr um 4,6 % auf 718,0 Mio. EUR zurückgegangen. Der Rückgang ist deutlicher, als bei der um die zusätzlichen Ergebnisse des Vorjahres bereinigten konsolidierten Leistung (-1,6 %). Am Bau sind die Aufträge hinsichtlich Materialaufwand sehr unterschiedlich, daher sind Vergleiche von einzelnen Jahren nur sehr bedingt möglich.

Der Personalaufwand hat sich mit einer Reduktion von 1,7 % auf 369,7 Mio. EUR in etwa wie die um die zusätzlichen Ergebnisse des Vorjahres bereinigte konsolidierte Leistung entwickelt. Mit unserem Kostensenkungsprogramm sind wir bemüht den Personalaufwand weiter zu reduzieren.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 11,6 % von 274,2 Mio. EUR auf 242,5 Mio. EUR zurückgegangen. Die vielen Bestandteile der Position entwickeln sich je nach Geschäftslage und Zusammensetzung des Auftragsportfolios sehr unterschiedlich. In dieser Position sind die bereits bei den sonstigen Erträgen beschriebenen realisierten und unrealisierten Währungsverluste und Verluste aus Devisentermingeschäften enthalten, die mit 25,9 Mio. EUR wesentlich zum Rückgang der Position beitrugen. Ohne die währungsbedingten Kostenveränderungen wäre der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen 2,7 % und damit größer als die um die zusätzlichen Ergebnisse des Vorjahres bereinigte konsolidierten Leistung.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind um 8,2 % auf 74,5 Mio. EUR gesunken.

Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte spiegeln die Nutzung der Mietgeräte wider, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen. Diese sind nicht Teil des Anlagevermögens, sondern werden unter den Vorräten bilanziert. Grund für diese Vorgehensweise ist, dass der Großteil der entsprechenden Geräte nur für relativ kurze Zeit im Unternehmen verbleibt. Ziel der Vermietung ist der spätere Verkauf unter Vertragsmustern, die wir als "Mietkauf" bezeichnen. Da die Geräte auf der Passivseite der Bilanz entsprechend zu finanzieren sind, sind die Abschreibungen für diese Geräte Teil des EBITDA des Unternehmens. Als Folge der Marktveränderungen nach der Finanzmarktkrise werden diese Mietgeschäfte durch unsere Kunden vermehrt in Anspruch genommen. Die nutzungsbedingten Abschreibungen sind im Berichtsjahr um 17,7 % auf 15,5 Mio. EUR angestiegen.

Entwicklung EBIT nach Quartalen

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in Mio. EUR Q1 2016 Q2 2016 Q3 2016 Q4 2016 Gesamtjahr 2016
BAUER Gruppe 4,846 13,514 19,656 30,332 68,348
Bau 1,011 4,265 7,327 17,782 30,385
Maschinen 5,904 7,464 9,422 14,194 36,984
Resources -1,592 1,511 3,500 -6,648 -3,229
Sonstiges/Konsolidierung -0,477 0,274 -0,593 5,004 4,208

Die Finanzerträge sind von 5,0 Mio. EUR auf 5,5 Mio. EUR gestiegen. Die Finanzaufwendungen lagen mit 46,8 Mio. EUR über dem Vorjahr (42,0 Mio. EUR), wobei hier außerplanmäßige Wertminderungen von 4,2 Mio. EUR enthalten sind.

Das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen verringerte sich von 2,7 Mio. EUR auf -3,0 Mio. EUR. Wesentliche Gründe hierfür waren die Anlaufverluste im Joint Venture mit Schlumberger sowie der Effekt, dass vor dem Verkauf der Anteile an der Wöhr + Bauer GmbH in dieser Gesellschaft Verluste entstanden waren, die nach dem Anteilsverkauf durch operative Ergebnisse aus Immobilienveräußerungen deutlich überkompensiert wurden. Die Beteiligung im Oman, die SPANTEC Spann- & und Ankertechnik GmbH sowie die Bau-Arbeitsgemeinschaften des Konzerns haben einen guten Ergebnisbeitrag gebracht. Wir erwarten, dass diese Position in der Zukunft wieder positiv sein wird.

Der Ertragsteueraufwand lag mit 9,6 Mio. EUR um 17,8 Mio. EUR unter Vorjahr. Im Jahr 2015 hatten sich die genannten zusätzlichen Ergebnisse wesentlich auf die Höhe der Position ausgewirkt. Im laufenden Jahr haben sich positive und negative Einflüsse in etwa ausgeglichen, so dass in Summe eine übliche Steuerquote entstand. In Zukunft gehen wir wieder von einer Ertragsteuerbelastung zwischen 30 % und 40 % aus. Negative Ergebnisbeiträge von Tochterfirmen in einzelnen Ländern haben auf die Steuerbelastung des Konzerns nur dann steuermindernden Einfluss, wenn aktive latente Steuern aufgrund einer positiven steuerlichen Ergebnisplanung gebildet werden können. Dies ist in einigen Fällen auch im letzten Jahr nicht möglich gewesen. Dagegen ergaben sich aus gesellschaftsrechtlichen Restrukturierungsmaßnahmen positive Steuereffekte.

Der Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG betrug 11,3 Mio. EUR (Vorjahr: 29,7 Mio. EUR).

Der Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern war mit 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: -0,7 Mio. EUR) höher als in den Vorjahren. Aufgrund durchgeführter Restrukturierungsmaßnahmen fielen im laufenden Jahr weniger negative Ergebnisanteile an. Zudem konnte in Ägypten ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden.

KONZERNFINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme des Konzerns ist um 2,7 % von 1.656,9 Mio. EUR auf 1.701,4 Mio. EUR gestiegen, was im Wesentlichen auf den Anstieg der Positionen Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) sowie zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte zurückzuführen war. Die Eigenkapitalquote lag mit 25,5 % unter Vorjahr (27,2 %). Durch den Verlust des Jahres 2013 und die Belastungen aufgrund der durch den niedrigeren Zinssatz notwendigen Neubewertung der Pensionsrückstellungen in den vergangenen Jahren, ist die Eigenkapitalquote unter 30 % gesunken. In den kommenden Jahren streben wir wieder einen Wert von über 30 % an. Alle Investitions- und Wachstumspläne des Unternehmens sind darauf ausgerichtet.

Die Nettoverschuldung unseres Unternehmens hat sich im Berichtsjahr leicht um 1,8 % erhöht. Sie liegt damit in etwa auf dem Niveau des Jahres 2013 und nur leicht höher als in den Vorjahren, wogegen die Gesamtkonzernleistung im Verhältnis zu 2013 um 5,4 % angestiegen ist. Wir werden in den kommenden Jahren intensiv daran arbeiten, die Nettoverschuldung im Verhältnis zur Bilanzsumme zu reduzieren. Wir müssen aber herausstellen, dass dies bei der Natur unseres Geschäfts und bei der derzeitigen Wirtschaftslage nur bis zu einem gewissen Maße gelingen kann. Die Gründe für die erhebliche Steigerung der vergangenen Jahre nach der Finanzmarktkrise sind im Folgenden näher erläutert:

Die Höhe der Nettoverschuldung ist im Konzern im Wesentlichen von der Höhe des Working Capital abhängig. Bedingt durch unser Geschäftsmodell und den speziellen Markt, in dem wir tätig sind, ist das Working Capital bei unseren Unternehmen naturgemäß relativ hoch. Unsere Projekte im Baubereich haben nur vergleichsweise kurze Laufzeiten. Im Gegensatz zu im Hochbau tätigen Unternehmen, die Projekte mit langer Bauzeit bearbeiten, ist es uns nur in sehr geringem Umfang möglich, Vorauszahlungen für das jeweilige Bauvorhaben zu erhalten, so dass bei uns sehr selten ein positiver Cashflow über die Laufzeit der Baustelle generiert wird. Kurzlaufende Bauaufträge - wie wir sie zum Großteil bearbeiten - benötigen über die vielen Baustellen des Konzerns gesehen eine Finanzierung, die etwa drei Monatsumsätzen im Baubereich entspricht. Die Abrechnung läuft somit immer hinter der Leistung her.

Wechselkursentwicklung 2016

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1 EUR entspricht Durchschnittskurs 2015 Durchschnittskurs 2016
USD 1,1039 1,1040
GBP 0,7236 0,8227
RUB 68,6566 73,1804
CNY 6,9434 7,3488

Ähnlich verhält es sich im Maschinenbau. Die Vorlaufzeiten in der Produktion betragen bei unseren spezialisierten Maschinen etwa zwölf Monate. Da die Kunden Geräte im Normalfall erst bestellen, wenn sie einen entsprechenden Auftrag haben und folglich auch kurze Lieferzeiten von uns erwarten, sind wir gezwungen, einen Bestand an Fertiggeräten vorzuhalten. Da wir zudem eine sehr breite Produktpalette und dazu weltweit Ersatzteile für unsere Kunden vorhalten müssen, erhöht sich die Finanzierungsnotwendigkeit entsprechend.

Dennoch ist das Working Capital der BAUER Gruppe in Relation zum Geschäft aus unserer Sicht noch zu hoch. Die Positionen Lagerbestand, Fertigerzeugnisse und Forderungen sind über das normal übliche Maß angewachsen. Dies ist nicht erfreulich, auf der anderen Seite aber erklärbar, da die Gründe hierfür bekannt sind und sich auf die Marktentwicklungen sowie Sondereffekte zurückführen lassen. Weiter belasten größere Beträge, da für abgeschlossene Bauprojekte im Ausland Nachträge auf juristischem Weg eingefordert werden müssen. Auch wenn die Beträge kaufmännisch vorsichtig in die Bilanz eingestellt wurden, belasten sie dennoch die Verschuldung des Unternehmens.

Wir sind uns bewusst, dass aufgrund der höheren Finanzierungserfordernisse des Konzerns unsere Eigenfinanzierung einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Nach dem Verlustjahr 2013 ist die Eigenkapitalquote zu niedrig geworden, so dass diese in den kommenden Jahren wieder erhöht werden muss. Unter Einbeziehung der stillen Reserven wäre diese deutlich höher. Bei den Grundstücken und Gebäuden nutzen wir seit der Umstellung auf IFRS das Anschaffungskostenmodell. Bei einem Buchwert der Grundstücke und Gebäude von 177,8 Mio. EUR ist hier eine erhebliche Reserve vorhanden.

Die mit Kreditgebern als Covenants vereinbarten Relationen Net Debt zu EBITDA und EBITDA zu Net Interest Coverage haben sich seit der Finanzmarktkrise und speziell durch den Verlust im Geschäftsjahr 2013 verschlechtert. 2016 konnten wir die bei den wesentlichen Krediten vereinbarte Relation Net Debt zu EBITDA mit einem Wert von 4,27 nicht voll erfüllen. Für alle betroffenen Kredite konnte bereits eine einvernehmliche Lösung mit den entsprechenden Finanzpartnern gefunden werden. Für das Geschäftsjahr 2017 gehen wir davon aus, die vereinbarten Werte wieder einhalten zu können. Bei den beiden weiteren festgelegten Covenants, EBITDA zu Net Interest Coverage und Eigenkapitalquote, besteht ein ausreichender Abstand zum vereinbarten Schwellenwert. Covenants wurden im Konzern, neben dem Konsortialkredit, bei mehreren langfristigen Darlehen festgelegt, die zum Jahresende 2016 mit 193,5 Mio. EUR valutierten. Für diese gelten hinsichtlich der Relation Net Debt zu EBITDA Schwellenwerte zwischen 3,75 und 5,0. Insgesamt sehen wir bei den zugesagten, aber nicht ausgenutzten Kreditlinien einen ausreichenden Spielraum, um unseren Liquiditätsbedarf zu decken.

Entwicklung Covenants

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2015 2016
Net Debt / EBITDA 3,59 4,27
EBITDA / Net Interest Coverage 4,99 4,24
Eigenkapitalquote in % 27,2 25,5

Der 2014 vereinbarte Konsortialkredit wurde 2016 mit einem Volumen von 430 Mio. EUR für drei weitere Jahre verlängert und läuft nun bis Juli 2019 mit Verlängerungsoption.

Bei der Beurteilung der Aktivseite der Konzernbilanz ist es wichtig zu sehen, dass sich die Bilanz aus einer Bau- (dies betrifft die Segmente Bau und Resources) und einer Maschinenbaubilanz zusammensetzt. Einzelne Positionen betreffen dabei überwiegend den Baubereich und andere Positionen dagegen den Maschinenbaubereich. Im Folgenden sind die wichtigsten derartigen Positionen aufgeführt:

Bei den Sachanlagen betreffen die Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte und Bauten mit etwa zwei Drittel den Maschinenbau. Die technischen Anlagen und Maschinen dagegen sind mit etwa zwei Drittel dem Bau zuzuordnen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu etwa 40 % durch das Maschinengeschäft gebunden.

Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren betreffen zu über 90 % den Maschinenbau und zu einem kleinen Teil die Segmente Bau und Resources. Im Maschinengeschäft ist es für den Vertriebserfolg notwendig, im Umlaufvermögen eine Mietflotte vorzuhalten, so dass die Kunden die Geräte vor ihrer endgültigen Kaufentscheidung testen können. Auch können aus dem Gerätelager Maschinen für kurzfristige Kapazitätsengpässe auf Baustellen zur Verfügung gestellt werden. Die Maschinen, die sich zum Bilanzstichtag in der Fertigung befinden, stellen ebenso eine wesentliche Kapitalbindung dar.

Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) entfallen auf die Segmente Bau und Resources. Die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilt sich in etwa entsprechend der Anteile der Segmente an der Gesamtkonzernleistung auf.

Beim Bilanzvergleich von Periode zu Periode spielen diese unterschiedlichen Gewichtungen dann kaum eine Rolle, wenn die positive oder auch negative Wachstumsgeschwindigkeit der Bereiche etwa gleich schnell verläuft.

In Bezug auf die Bilanzpositionen ist auf folgende wesentliche Veränderungen hinzuweisen:

Auf der Aktivseite:

Die Sachanlagen und Investment Property erhöhten sich von 404,4 Mio. EUR nur leicht auf 408,0 Mio. EUR.

Die Beteiligungen stiegen von 3,6 Mio. EUR auf 9,7 Mio. EUR. Grund hierfür war im Wesentlichen die Neubewertung der verbliebenen 16,67% an der Wöhr + Bauer GmbH in Höhe von 8,5 Mio. EUR.

Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich um 15,7 Mio. EUR auf 42,9 Mio. EUR, was mit 11,8 Mio. EUR im Wesentlichen auf die Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen zurückzuführen ist.

Die Vorräte lagen mit 447,3 Mio. EUR unverändert auf Höhe des Vorjahres von 444,6 Mio. EUR.

Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) erhöhten sich um 25,3 Mio. EUR auf 154,8 Mio. EUR. Dem steht ein Anstieg der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) auf der Passivseite um 13,1 Mio. EUR gegenüber. Veränderungen in dieser Position ergeben sich durch den stichtagsbezogenen Stand unserer Projekte zum Jahresende.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 4,0 Mio. EUR auf 340,0 Mio. EUR verringert.

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte haben sich um 10,5 Mio. EUR auf 18,4 Mio. EUR reduziert.

Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte betrugen erstmalig 19,6 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich um Tiefbohranlagen für Öl & Gas der Resources-Tochter in Jordanien. Diese Anlagen wurden zum Verkauf gestellt, nachdem die strategische Entscheidung getroffen wurde, Tiefbohrungen für die Öl- und Gasindustrie aufzugeben. Ausschlaggebend dafür war auch das 2015 gegründete Joint Venture mit Schlumberger im Tiefbohrgerätegeschäft.

Auf der Passivseite:

Das Eigenkapital verringerte sich um 17,1 Mio. EUR auf 434,1 Mio. EUR. Zur Veränderung hat das Ergebnis nach Steuern (14,4 Mio. EUR) positiv beigetragen. Reduzierend wirkten Währungsveränderungen (13,8 Mio. EUR), die zinsbedingte Anpassung der Pensionsrückstellungen - saldiert mit den dazugehörigen aktiven latenten Steuern (9,1 Mio. EUR) -, die Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente (0,7 Mio. EUR), Veränderungen im Konsolidierungskreis (2,2 Mio. EUR), Dividendenzahlungen (3,2 Mio. EUR) und sonstige Veränderungen (2,5 Mio. EUR).

Die Anteile anderer Gesellschafter (Minderheitsgesellschafter) verringerten sich um 8,1 Mio. EUR auf 4,3 Mio. EUR. Zurückzuführen ist das im Wesentlichen auf Währungsveränderungen, die sich auf die Beteiligung in Ägypten ausgewirkt haben.

Der langfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierte sich von 376,6 Mio. EUR auf 176,8 Mio. EUR erheblich. Durch das Überschreiten des festgelegten Covenants (Net Debt zu EBITDA) beim Konsortialkredit und weiteren langfristigen Darlehen zum Bilanzstichtag hat nach IFRS eine Umgliederung der betroffenen Darlehen in die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu erfolgen. Wie bereits beschrieben, konnte für alle betroffenen Kredite bereits eine einvernehmliche Lösung mit den entsprechenden Finanzpartnern gefunden werden. Dieser Effekt wird sich daher zum ersten Quartal 2017 bereits wieder umkehren.

Die langfristigen Pensionsrückstellungen haben sich um 14,8 Mio. EUR auf 127,1 Mio. EUR erhöht. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf den niedrigeren Abzinsungssatz von 1,80 % (Vorjahr: 2,35 %), zurückzuführen. Hinzu kam die jährliche Zuführung aus laufenden Pensionszusagen.

Der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat sich von 297,7 Mio. EUR auf 479,7 Mio. EUR erheblich erhöht. Grund war die beschriebene Umgliederung von Verbindlichkeiten aus den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wegen dem Überschreiten des festgelegten Covenants. Auch dieser Effekt wird sich bereits im ersten Quartal 2017 wieder umkehren. Die Finanzierung aus kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ging insgesamt um 17,8 Mio. EUR zurück.

Die Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) erhöhten sich um 13,1 Mio. EUR auf 62,9 Mio. EUR. Dem steht der bereits beschriebene Anstieg der Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) auf der Aktivseite gegenüber.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 17,9 Mio. EUR auf 202,9 Mio. EUR.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind um 17,2 Mio. EUR auf 88,7 Mio. EUR angestiegen. Im Wesentlichen waren dafür steuerliche Gründe und Kundenanzahlungen für Geräte verantwortlich.

Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich um 8,2 Mio. EUR auf 20,3 Mio. EUR erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften sowie Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Finanzierungsgesellschaften zurückzuführen.

Die Relation der Bilanzsumme zur konsolidierten Leistung erhöhte sich von 104,3 % auf 114,3 %.

Die im Rahmen der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit haben sich von 32,4 Mio. EUR auf 124,9 Mio. EUR deutlich erhöht.

Folgende Faktoren trugen hierzu bei:

Die sonstigen zahlungsunwirksamen Transaktionen betrugen -23,8 Mio. EUR (Vorjahr: -85,3 Mio. EUR).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich mit 0,5 Mio. EUR nur leicht verändert (Vorjahr: -38,8 Mio. EUR).

Die Zunahme der Forderungen aus Fertigungsaufträgen verursachte eine Mittelbindung von 22,4 Mio. EUR (Vorjahr: -13,9 Mio. EUR).

Die Erhöhung der Vorräte hat den operativen Cashflow mit 25,4 Mio. EUR belastet.

Die sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 25,2 Mio. EUR verändert.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -66,7 Mio. EUR und lag um 29,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Erlöse aus Anlageverkäufen zurückzuführen ist.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -64,2 Mio. EUR. Wesentliche Faktoren hierfür waren Darlehensrückführungen in Höhe von 256,9 Mio. EUR, Zinszahlungen in Höhe von 35,6 Mio. EUR sowie die Neuverschuldung bei Banken in Höhe von 236,4 Mio. EUR.

Die wesentliche Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist auf wechselkursbedingte Einflüsse in Höhe von -7,9 Mio. EUR, vor allem bei der Tochtergesellschaft in Ägypten, zurückzuführen.

IV. EINZELABSCHLUSS BAUER AKTIENGESELLSCHAFT

Der Konzernlagebericht und der Lagebericht der BAUER AG als Muttergesellschaft sind zusammengefasst. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER AG (nach HGB) werden daher an dieser Stelle erläutert.

Die BAUER AG hat im Jahr 2016 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 25,2 Mio. EUR) ausgewiesen. Im Vorjahr wurden wegen der umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen im Segment Resources durch die BAUER AG Gesellschafterzuschüsse an Tochterfirmen in Höhe von 29,7 Mio. EUR vorgenommen. Im Jahr 2016 wurden Maßnahmen gleicher Art in Höhe von 7,0 Mio. EUR durchgeführt, die ursächlich für den ausgewiesenen Verlust waren.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich folgende Positionen von Bilanz und GuV zum Vorjahr maßgeblich verändert:

Wesentliche Veränderungen in der Bilanz:

Die Finanzanlagen haben sich von 116,7 Mio. EUR auf 129,3 Mio. EUR erhöht, was im Wesentlichen an der Erhöhung der Anteile an verbundenen Unternehmen lag. Die BAUER AG hat im laufenden Jahr ihre Anteile an den Tochterfirmen BAUER Spezialtiefbau GmbH, BAUER Maschinen GmbH, BAUER Resources GmbH, SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH und SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH von 99 % auf 100 % erhöht. Der 1 %-Anteil war aus historischen steuerrechtlichen Gründen bislang der Familie Bauer zugehörig. Außerdem wurden 10,0 Mio. EUR in das Kapital der BAUER Resources GmbH eingebracht.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind von 198,7 Mio. EUR auf 240,1 Mio. EUR angestiegen. Dies lag im Wesentlichen an der Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 40,9 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr 2016 wurde aus strategischen Gründen entschieden, dass die Finanzierung der operativen Tochterfirmen vermehrt über die BAUER AG abgewickelt wird und nicht mehr über die großen Muttergesellschaften der Segmente.

Das Eigenkapital hat sich von 133,5 Mio. EUR auf 129,5 Mio. EUR reduziert. Ursächlich hierfür war der Jahresfehlbetrag in Höhe von 1,4 Mio. EUR und die Zahlung der Dividende im Jahr 2016 in Höhe von 2,6 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten haben sich von 184,2 Mio. EUR auf 248,5 Mio. EUR erhöht. Wesentlichen Einfluss hatte der Zuwachs bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 98,8 Mio. EUR, was durch die oben beschriebene strategische Ausweitung der Finanzierungstätigkeit der BAUER AG für den Konzern verursacht ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 36,3 Mio. EUR zurückgegangen. Im Vorjahr gab es stichtagsbedingt durch die damals noch bestehende Abwicklung der Finanzierungstätigkeit über die großen Tochterfirmen größere Darlehen, die durch Tochterfirmen der BAUER AG zur Verfügung gestellt waren. Dies war durch die neue Finanzierungspolitik im Jahr 2016 nicht der Fall.

Wesentliche Veränderungen in der GuV:

Die Umsatzerlöse, die hauptsächlich aus Verrechnungen an Tochterfirmen für Verwaltungsleistungen entstehen, sind um 1,8 Mio. EUR auf 33,8 Mio. EUR gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 22,0 Mio. EUR zurückgegangen, aber dennoch mit 20,7 Mio. EUR noch deutlich höher, als dies dem operativen Geschäft entsprechen würde. Wesentlicher Grund sind, sowohl in 2015 als auch 2016, die eingangs beschriebenen Leistungen der BAUER AG für die Restrukturierungsmaßnahmen bei den Tochterfirmen im Segment Resources.

Das betriebliche Ergebnis war daher mit -8,7 Mio. EUR (Vorjahr: -31,2 Mio. EUR) erneut negativ.

Der Jahresfehlbetrag lag mit 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 25,2 Mio. EUR) ebenfalls im negativen Bereich. Aus den anderen Gewinnrücklagen wurden 0,1 Mio. EUR entnommen. Der Bilanzgewinn hat sich von 5,6 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR verringert.

Grundlage für eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre bildet der Bilanzgewinn der BAUER AG als Konzernmuttergesellschaft unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Konzerns. Die Dividendenpolitik der BAUER AG ist auf Kontinuität ausgerichtet, so dass grundsätzlich auch in schwierigen Jahren eine Dividende ausgeschüttet werden sollte, sofern dies wirtschaftlich vertretbar ist. Die BAUER AG ist als Konzernholding von den Beteiligungserträgen ihrer Tochterfirmen abhängig und erfüllt zudem eine Finanzierungsfunktion für Ihre Tochterfirmen.

Obwohl das aus dem laufenden Geschäft des Konzerns erwirtschaftete Ergebnis eine eindeutig positive Tendenz hatte, konnten wir unsere ursprünglich gesetzten Ziele für das Jahr 2016 nicht erreichen. Das Ergebnis nach Steuern im Konzern lag wie erläutert unter unseren Erwartungen. Wir halten es für angemessen, die Anteilseigner daran zu beteiligen und wollen daher eine kleine Dividende ausschütten. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine leicht reduzierte Dividende von 0,10 EUR (Vorjahr: 0,15 EUR) an die Aktionäre auszuschütten Die Ausschüttungsquote erhöht sich damit von 8,7 % im Vorjahr auf 15,2 %. Die Verringerung der Dividende dient auch der Schonung des Eigenkapitals des Konzerns, das wir in den nächsten Jahren wieder deutlich verbessern wollen.

Als Holdinggesellschaft des Konzerns erhält die BAUER AG Erträge insbesondere von ihren Beteiligungsgesellschaften. Im Jahr 2017 werden die Gewinnausschüttungen der Beteiligungsgesellschaften in etwa wie im Jahr 2016 ausfallen, wobei aus heutiger Sicht keine zusätzlichen Effekte zu erwarten sind. Daher sollte die BAUER AG wieder einen Gewinn erzielen.

V. NACHHALTIGKEIT

NACHHALTIGKEIT IN DER BAUER GRUPPE

Die wesentlichen Handlungsschwerpunkte, die auch die zentralen Aspekte des Nachhaltigkeitsmanagements darstellen, hat die BAUER Gruppe unter der Maxime "BAUER's Triple A" zusammengefasst: Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Qualität und Ethik sowie Performance. Angelehnt ist der Slogan an die Bestnote, die Ratingagenturen bei ihren Bewertungen vergeben. Die oberste Verantwortung in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und auf die Ausrichtung auf diese Themen liegt beim Konzernvorstand und den Geschäftsführern der Holdinggesellschaften.

MITARBEITER

Wer Kunden in der ganzen Welt begeistern will, braucht zufriedene und engagierte Mitarbeiter. Den Rahmen bildet eine vielfältige Unternehmenskultur, die unterschiedliche Weltanschauungen und Sichtweisen, Erfahrungen und Eigenschaften berücksichtigt und unter einem Dach vereint. Diese Vielfalt macht uns stolz und wir sind überzeugt davon, dass sie ein wichtiger Wettbewerbsvorteil ist.

Mitarbeiterentwicklung

Die Unternehmen der BAUER Gruppe beschäftigten weltweit im Jahresdurchschnitt 10.771 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 10.738). Diese teilen sich wie folgt auf:

Segment Bau: 6.412 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.243)

Segment Maschinen: 2.753 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.919)

Segment Resources: 1.282 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.276)

Segment Sonstiges: 324 Mitarbeiter (Vorjahr: 300)

Die Mitarbeiterzahl im Konzern entwickelte sich entsprechend unserer Erwartungen. Veränderungen bei den Tochterfirmen sind im Wesentlichen im Ausland aber auch aufgrund von Restrukturierungen zu verzeichnen. Wegen zu bearbeitender Bauprojekte sind im Ausland durch einzelne Aufträge oft größere Veränderungen möglich.

Im Segment Bau gibt es in Abhängigkeit von der Zahl zu bearbeitender größerer Projekte in einzelnen Ländern naturgemäß die stärkste Fluktuation. Die größten Zuwächse gab es daher bei den Tochterunternehmen in Ägypten (331 Mitarbeiter), Kanada (51 Mitarbeiter) und Katar (44 Mitarbeiter).

Nach Beendigung des Großprojekts Center Hill Damm und aufgrund der Neuausrichtung der Tochterfirma war in den USA ein Rückgang von 85 Mitarbeitern zu verzeichnen. In einzelnen Ländern wurden im Berichtsjahr aufgrund des schwächeren Marktes, wie auf den Philippinen, in Indonesien oder Angola, weniger Mitarbeiter beschäftigt als noch im Vorjahr. Der hohe Auftragsbestand führte in Summe zu einem Anstieg der Mitarbeiterzahl im Bau, wobei der Zuwachs vor allem bei den Beschäftigten stattfand, die projektbezogen eingestellt wurden.

Im Segment Maschinen hat sich die Mitarbeiterzahl leicht reduziert. Der überwiegende Teil des Rückgangs ist auf Werke im Fernen Osten (46 Mitarbeiter), die Beendigung der Aktivitäten in Botswana (30 Mitarbeiter) und auf unsere deutsche Tochterfirma in Peine (32 Mitarbeiter) zurückzuführen. Weiterhin ist es ein wichtiges Ziel, die Stammbelegschaft an das Unternehmen zu binden, was uns auch im vergangenen Jahr gut gelungen ist.

Im Segment Resources wurden aufgrund von Restrukturierungen auch im Jahr 2016 weiter Mitarbeiter reduziert. Dies betraf im Wesentlichen die deutsche Tochterfirma zur Herstellung von Brunnenausbaumaterialien in Peine (54 Mitarbeiter). In Summe ist die Mitarbeiterzahl im Segment angestiegen, was vor allem auf den Bergbaubereich der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH (63 Mitarbeiter) zurückzuführen ist, der eine gute Auftragslage hat.

Mitarbeiter nach Segmenten

Im Segment Sonstiges, das im Wesentlichen die BAUER AG umfasst, gab es einen leichten Zuwachs an Mitarbeitern, was unter anderem auf die Zentralisierung einiger Funktionsbereiche aus den Tochterfirmen zurückzuführen ist.

Aus- und Weiterbildung

Ob im gewerblichen, technischen oder kaufmännischen Bereich - unsere Azubis erwartet eine abwechslungsreiche Ausbildung, die praxisnah und zukunftsorientiert ist. Jahr für Jahr bilden wir zahlreiche junge Menschen in rund 20 verschiedenen Ausbildungsberufen aus. Im Jahr 2016 waren es 238 (Vorjahr: 245). Und weil wir wissen, dass unsere Mitarbeiter unser größtes Potenzial sind, wird Weiterbildung bei uns bereits während der Ausbildung großgeschrieben. Die zielgerichtete Qualifizierung unserer Mitarbeiter gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung. Denn vor dem Hintergrund der Digitalisierung werden auch die Produktionsprozesse in unserem Unternehmen immer komplexer und die Anforderungen an die Funktionalität unserer Maschinen immer höher.

Die BAUER Training Center GmbH steht sowohl unseren Mitarbeitern, Kunden und Partnern als auch externen Interessierten in allen Fragen der Fort- und Weiterbildung als kompetenter Ansprechpartner zur Seite. Maßgebliches Ziel ist die stetige Verbesserung und Professionalisierung der Schulungsmaßnahmen wie auch eine bedarfsorientierte Erhöhung des Angebots. 2016 betrug das Budget der BAUER Training Center GmbH rund 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR). Es wurden insgesamt 594 (Vorjahr: 562) interne und externe Seminare sowie externe Tagungen besucht.

Vielfalt

Die Mitarbeiter der BAUER Gruppe kommen buchstäblich aus aller Welt. Im Jahr 2016 waren Mitarbeiter aus 80 unterschiedlichen Nationen bei uns beschäftigt - Menschen verschiedenster Kulturen und Ethnien, die sich auf allen Kontinenten für die Erreichung unserer gemeinsamen Ziele einsetzen. Mit ihren unterschiedlichen Weltanschauungen und Sichtweisen, Erfahrungen und Eigenschaften prägen sie unsere Unternehmenskultur. Deshalb ist die Förderung von Vielfalt seit vielen Jahren fest in unseren Unternehmenszielen verankert. Wir bieten allen Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion, Alter, Geschlecht oder sexueller Orientierung, dieselben Möglichkeiten, zum Unternehmenserfolg beizutragen.

Sowohl bei der Einstellung als auch bei der Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter legen wir großen Wert auf eine Beurteilung, die ausschließlich auf Persönlichkeit und Qualifikation beruht. Im Konzern lag der Frauenanteil im Jahr 2016 bei etwa 10 %, was im Wesentlichen auf die technische Ausrichtung unseres Geschäfts und die niedrigen Bewerberzahlen von Frauen für diese Berufe zurückzuführen ist.

Mitarbeiter nach Beschäftigungsverhältnis

Mitarbeiter nach Regionen

INVESTITIONEN

Angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage haben wir die Investitionen im Jahr 2016 gegenüber früheren Jahren relativ niedrig, in etwa auf Höhe der Abschreibungen, gehalten. Dies war aufgrund der umfangreichen Investitionen in unsere Werke in den Vorjahren möglich. Die Technologieentwicklung ist in unserem Geschäft schneller geworden, so dass eine Steigerung der Leistung in der Zukunft wieder höhere Investitionen verlangen wird.

Im Segment Bau haben wir weiter in unsere Geräteausstattung investiert, um den Anforderungen des Marktes nach immer leistungsfähigeren Maschinen für Spezialprojekte nachzukommen. Seit Jahren spüren wir den Trend, dass internationale Infrastrukturprojekte immer größere Volumina erreichen und vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigen, die nur mit immer größeren Maschinen hergestellt werden können. Dies verlangt höhere Einzelinvestitionen, bietet uns aber auch neue Marktchancen. Im Speziellen haben wir uns auch auf Investitionen zur Ausstattung unserer Baustellen mit moderner Kommunikationstechnik konzentriert.

Im Maschinenbau dienten die Investitionen im Wesentlichen der Modernisierung des Geräteparks der Fertigungsstätten. Größere Investitionen in unsere Werke und Produktionsstätten sind derzeit nicht notwendig.

Auch im Segment Resources wurde im Jahr 2016 nur auf niedrigem Niveau investiert. Die Investitionen dienten der Modernisierung der bestehenden Produktionsanlagen.

Die BAUER Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2016 95,8 Mio. EUR (Vorjahr: 91,0 Mio. EUR) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen beliefen sich im Konzern auf 74,5 Mio. EUR (Vorjahr: 81,1 Mio. EUR). Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Konzern 15,5 Mio. EUR (Vorjahr: 13,2 Mio. EUR).

Bei der BAUER AG betrug der Anlagenzugang im Geschäftsjahr 2016 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 6,5 Mio. EUR). Dem stehen Abschreibungen von 3,2 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR) gegenüber.

Auch im Jahr 2017 werden wir die Investitionen im Rahmen der Abschreibungen halten.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die BAUER Gruppe wandte im Geschäftsjahr 2016 erneut erhebliche Beträge zur Entwicklung neuer Bauverfahren und Maschinen sowie für Forschungszwecke auf. Im Mittelpunkt stehen dabei die Neu- und Weiterentwicklung der unterschiedlichen Geräte für den Spezialtiefbau sowie der passenden Bohrwerkzeuge und Anbaugeräte. Dazu kommen die Neuentwicklung sowie die Optimierung von Anwendungen und Verfahren auf den Baustellen.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der BAUER Gruppe ist dezentral organisiert. In den zur BAUER Maschinen GmbH gehörenden Unternehmen hat jede größere Produktgruppe einen eigenen Entwicklungsbereich, der sich voll auf die entsprechenden Geräte, wie beispielsweise Drehbohrgeräte oder Ankerbohrgeräte, konzentriert. Innerhalb der BAUER Maschinen GmbH selbst ist das vielfältige Produktportfolio auf Geschäftsbereiche aufgeteilt, die ihre Gerätefamilien ständig weiterentwickeln und in ihrem Segment für Innovation sorgen. Die zentrale Entwicklungsabteilung entwickelt die Technologien und Komponenten einer Maschine, die in mehreren Produktgruppen Anwendung finden. Auch die grundlegende Forschungsarbeit ist in der zentralen Entwicklung angesiedelt. Die Entwicklungsarbeit der Tochterfirmen der BAUER Maschinen GmbH ordnet sich in das beschriebene System ein.

Unsere Baubereiche haben ebenfalls eigene Entwicklungskapazitäten. Insbesondere unterhält die BAUER Spezialtiefbau GmbH eine Abteilung für Bautechnik, die neue Verfahren entwickelt und Grundlagenforschung betreibt.

Für Forschungstätigkeiten, die konzernübergreifend von Bedeutung sein können, werden über die BAUER Forschungsgemeinschaft interne und externe Aufträge zu Forschungsthemen vergeben. Manchmal entstehen aus einfachen Ideen herausragende neue Techniken, die unsere Unternehmen technologisch voranbringen.

Diese Art der Gesamtorganisation der Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat sich sehr bewährt. Durch schnelle Entscheidungen und hohe Flexibilität können alle Produkte auf dem neuesten Stand gehalten sowie neue Ideen und Marktanforderungen schnell umgesetzt werden.

Ein Kernthema der Entwicklungsarbeit für die nächsten Jahre, das sowohl den Maschinenbereich als auch den Bau betrifft, ist die zunehmende Digitalisierung. Unter der Überschrift "Bauen digital" arbeiten wir intensiv daran, unterschiedlichste Baustellendaten mit diversen Prozessen und Anwendungen so mit unseren zentralen Datenbanken zu vernetzen, dass Abläufe effizienter werden, Erfahrungswerte vergangener Baustellen für uns weltweit verfügbar sind und folglich Herausforderungen zukünftiger Projekte besser abgeschätzt werden können.

Auch für unsere Geräte entwickeln wir neue Anwendungen, um unseren Kunden eine optisch ansprechende Datendarstellung und überall verfügbare effiziente Datenhaltung zu ermöglichen. Dabei wurden die Anwendungen für den Tablet-PC, der in vielen PremiumLine-Geräten mitgeliefert wird, weiterentwickelt und auch der webbasierte Zugriff auf die Daten vorangetrieben.

In der Maschine kommen vermehrt Assistenzsysteme zum Einsatz. Auf der Bauma 2016 wurde der adaptive Einfahrassistent vorgestellt, der bei Kellybohrungen Anwendung findet. Die innovative Technologie regelt automatisch die optimale Windengeschwindigkeit beim Ein- und Ausfahren der Kellystange. Dies steigert die Bohrleistung, reduziert den Verschleiß und beugt zudem Schäden vor.

Unsere Entwicklungsanstrengungen hinsichtlich Produktivität, Energie und Lärm konnten wir auf der Bauma in München sehr gut an unseren ausgestellten Maschinen zeigen. Im Vergleich zu den auf der Bauma 2013 aufgebauten Exponaten waren unsere Maschinen 10 % produktiver, hatten einen um 20 % niedrigeren Dieselverbrauch und verursachten 50 % weniger Lärmemissionen. Gerade in den vergangenen Jahren haben wir in diesen Bereichen unsere Anstrengungen für Verbesserungen nochmals erhöht.

Ein Beispiel für reduzierte Lärmemissionen ist der ebenfalls auf der Bauma präsentierte schallisolierte Rüttler SilentVibro der RTG Rammtechnik GmbH. Damit kann der Lärm im Arbeitsbereich der Maschine signifikant gesenkt werden. Dies wird durch eine Vielzahl von Maßnahmen erreicht, zum Beispiel der Dämmung des Federjochs und der Kapselung des Frontbereichs inklusive der Hydraulikmotoren.

In den vergangenen Jahren wurde konsequent das Ziel einer höheren Effizienz mit einer deutlichen Senkung des Kraftstoffverbrauchs verfolgt. Viele unserer Geräte sind heute mit dem Energie-Effizienz-Paket (EEP) ausgerüstet - neuerdings auch Maschinen der Seilbagger-Serie. Im Jahr 2016 wurde die 100. Maschine mit EEP an unsere Kunden ausgeliefert. Mit dem optionalen EEP Professional-Paket kann die Energieeffizienz zusätzlich gesteigert werden. Beide Pakete kombiniert bewirken eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs um bis zu 30 % im Vergleich zu den Vorgängergeräten - eine Investition, die sich für den Kunden schon nach kurzer Zeit rechnet.

Unsere Leistungen beschränken sich seit etlichen Jahren nicht mehr nur auf den Bereich des Spezialtiefbaus. Die BAUER Gruppe versteht sich heute als Produzent von Geräten und als Dienstleister für alle Themen, die mit Boden und Grundwasser zu tun haben. So wurden in vielen Bereichen des Konzerns noch etliche weitere Entwicklungen getätigt, die sich beispielsweise mit neuen Rohren für den Leitungsbau, mit Wasserreinigung durch unterschiedlichste Methoden oder mit modernen Materialien für den Einsatz in der Geotechnik befassen. Einem modernen Innovationsmanagement wird in allen Konzernbereichen größte Aufmerksamkeit geschenkt.

Im Maschinenbau wenden wir gut 3,3 % (inkl. innerbetrieblichem und projektbezogenem Aufwand) des entsprechenden Gesamtkonzernleistungsanteils für Forschung und Entwicklung auf. In diesem Bereich sind 190 Mitarbeiter tätig, dazu kommen Mitarbeiter von Ingenieurbüros und Praktikanten. Die Anstrengungen für Forschung und Entwicklung werden planmäßig auf hohem Niveau weitergeführt, um den Anforderungen der sich immer schneller verändernden Märkte gerecht werden zu können.

Forschung und Entwicklung in der BAUER Gruppe

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2015
Bau Maschinen Resources BAUER Gruppe
Gesamtkonzernleistung (in Mio. EUR) 733,8 705,1 217,5 1.656,4
Aufwendungen für F&E (in Mio. EUR) 2,8 23,0 1,2 27,0
in % der Gesamtkonzernleistung 0,4 3,3 0,6 1,6
Konzernmitarbeiter 6.243 2.919 1.276 10.738
Mitarbeiter F&E 39 186 12 237
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2016
Bau Maschinen Resources BAUER Gruppe
Gesamtkonzernleistung (in Mio. EUR) 708,9 615,1 262,1 1.586,1
Aufwendungen für F&E (in Mio. EUR) 3,2 20,2 1,3 24,7
in % der Gesamtkonzernleistung 0,5 3,3 0,5 1,6
Konzernmitarbeiter 6.412 2.753 1.282 10.771
Mitarbeiter F&E 41 190 13 244

Im Bausegment liegt der Aufwand für Forschung und Entwicklung bei 0,5 %, im Segment Resources ebenfalls bei 0,5 % des Gesamtkonzernleistungsanteils. Zur Vorbereitung und Konzipierung von Baustellen wenden wir weitere erhebliche Mittel auf. Diese Aufwendungen führen vielfach zu einer generellen Erhöhung der Know-how Basis der Segmente.

HEALTH SAFETY ENVIRONMENT (HSE)

Die BAUER Gruppe hat Health, Safety & Environment (HSE) als zentrale Elemente ihrer Geschäftstätigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette fest verankert. Bereits im Jahr 2011 wurde durch die Einführung weltweit gültiger Standards für alle Unternehmen der BAUER Gruppe ein einheitliches HSE-Managementsystem geschaffen. Durch ständige Überprüfung der Leistungen und durch den Vergleich mit den gesetzten Zielen und Vorgaben wollen wir eine stetige Verbesserung unseres HSE-Systems und somit die konsequente Minimierung unserer Unfall- und Schadensquoten erreichen.

Die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter steht für uns an erster Stelle. Unser Ziel ist es ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das sie nicht nur vor arbeitsbedingten Gefahren schützt, sondern auch ihre gesundheitlichen Ressourcen und ihre Leistungsfähigkeit stärkt. In Zusammenarbeit mit den Geschäftsführern und dem Vorstand werden Standards und Leitlinien für Arbeitssicherheit in der BAUER Gruppe festgelegt. Um das Bewusstsein für das Thema Arbeitssicherheit im gesamten Unternehmen zu stärken, werden außerdem regelmäßige HSE-Schulungen durchgeführt. Ein Programm zur Durchführung von unternehmensinternen Arbeitssicherheitsaudits, das von der HSE-Abteilung entwickelt wurde, hilft auch den Tochterunternehmen der BAUER Gruppe, ihre HSE-Politik auf den Konzernstandard auszubauen.

Regelmäßige Überprüfungen und Audits bescheinigen uns die konsequente Umsetzung unserer Sicherheitsstandards. Über Zertifizierungen wie OHRIS, OHSAS 18001, AMS-Bau sowie SCC stellen wir sicher, dass unser Arbeitsschutz die Anforderungen der International Labour Organisation (ILO) erfüllt.

QUALITÄT

Die Qualität unserer Produkte, Dienstleistungen und Geräte ist das wichtigste Differenzierungsmerkmal unseres Unternehmens im internationalen Wettbewerb. Dazu gehört für uns nicht nur die Produktqualität im engeren Sinne, sondern auch die Qualität der Organisation und der Abläufe, von der Beschaffung über die Produktion bis zum Verkauf und danach dem Kundendienst. Qualitätsorientierung bestimmt in jedem dieser Teilprozesse unser Handeln und ist die treibende Kraft für die stetige Steigerung unserer Leistungsfähigkeit.

Ein durch Kennzahlen und Audits ständig überwachtes Qualitätsmanagementsystem sichert die Erfüllung höchster Qualitätsansprüche in unserem Unternehmen. Es basiert auf dem internationalen Standard ISO 9001 sowie den relevanten Rechts- und Industrienormen und ist in hohem Maße an den Bedürfnissen unserer Kunden ausgerichtet. Die aus den Audit-Ergebnissen gewonnenen Erkenntnisse finden Eingang in regelmäßige Schulungen. Damit belegen wir die Qualität unserer Prozesse und schaffen die Basis für eine systematische, kontinuierliche Verbesserung.

Die Einbeziehung unserer Mitarbeiter ist eine grundlegende Voraussetzung für die Erreichung unserer festgelegten Qualitätsziele. Besondere Verantwortung liegt an dieser Stelle bei den Vorgesetzten, die als Vorbilder dazu beitragen, das Qualitätsbewusstsein in unserem Unternehmen zu fördern. So erreichen wir, dass unsere Mitarbeiter auf allen Ebenen Qualität zu ihrem Anliegen machen und unser Qualitätsmanagement letztendlich auch im Arbeitsalltag leben.

VI. RECHTLICHE ANGABEN

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht stellt das Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Gesamtbezüge des Vorstands dar und erläutert Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats.

Vergütung des Vorstands

Der Vorstand der BAUER AG besteht grundsätzlich aus drei Mitgliedern, jedoch gehörten dem Vorstand im Berichtsjahr kurzzeitig vier Mitglieder an. Herr Peter Hingott, bereits seit Jahren in Geschäftsführungsfunktionen in der Unternehmensgruppe beschäftigt, wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 als Nachfolger für Herrn Heinz Kaltenecker zum Vorstand bestellt, der zum 31. Dezember 2016 aus dem Vorstand ausgeschieden ist. Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Präsidial- und Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Das Aufsichtsratsplenum beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand nach Vorprüfung im Präsidial- und Personalausschuss.

Das Vergütungssystem für den Vorstand hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Dabei wird berücksichtigt, dass die Gesamtvergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft steht. Die Vergütung jedes Vorstandsmitglieds setzt sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten, dabei im Wesentlichen einem fixen Grundgehalt, das in Monatsraten ausbezahlt wird, und einer erfolgsabhängigen Komponente in der Form einer jährlichen variablen Tantieme zusammen. Nach dem Ermessen des Aufsichtsrats bemisst sich die variable Tantieme sowohl aufgrund kurzfristiger als auch langfristiger Bewertungskriterien, wobei die kurzfristigen Bewertungskriterien bei der variablen Vergütung im Verhältnis zu den langfristigen Bewertungskriterien gleich gewichtet werden.

Kriterien für die Festlegung der fixen Vorstandsvergütung bilden die Aufgabenverteilung, die Leistungen des Vorstands, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe.

Insgesamt sind für die Vergütung Höchstgrenzen festgelegt. Die variable Vergütung ist für jedes Vorstandsmitglied durch eine individuell festgelegte Maximaltantieme beschränkt.

Diese Maximaltantieme stellt die Tantiemenobergrenze bei normalem Geschäftsgang dar und wird bei Erreichung aller Ziele ausbezahlt. Bei außergewöhnlichem Geschäftsgang können diese Werte bis zum 1,8-fachen überschritten werden.

Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels kurzfristiger Bewertungskriterien bilden die Leistungen des Vorstandsmitglieds im vergangenen Geschäftsjahr und die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe auf der Basis der Planerreichung im Berichtsjahr, insbesondere der Erreichung der Ergebnis- und Leistungsziele unter Berücksichtigung der Konjunkturentwicklung.

Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels langfristiger Bewertungskriterien bilden der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe und die Leistungen des Vorstands bezogen auf diese Kriterien. Hierbei werden die Entscheidungen des Vorstands in Bezug auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in den vergangenen drei Geschäftsjahren und deren Auswirkungen auf die Erreichung einer langfristigen Unternehmensstabilität bewertet. Kriterien hierfür sind die langfristigen Ergebnis- und Umsatzchancen, eine nachhaltige Personalentwicklung entsprechend der Zukunftsperspektiven der Unternehmensgruppe, die Entwicklung der Firmenkultur, die Entwicklung der Zusammenarbeit im Unternehmen, die Sicherung des Unternehmensfriedens, die strategische Markt- und Produktentwicklung, das Risiko- und Sicherheitsmanagement, die langfristige finanzielle Stabilität und die Qualität der Finanzkennzahlen bezogen auf die jeweilige Wirtschaftssituation.

Zur Beurteilung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird der Anteil der variablen Vergütung in Relation zum fixen Grundgehalt gesetzt und verglichen. Weiter wird die Vorstandsvergütung mit ihrem fixen Gehaltsbestandteil, mit ihrem variablen Anteil sowie insgesamt mit der üblichen Vergütung der Vorstände anderer börsennotierter und branchengleicher bzw. -ähnlicher Unternehmen in Deutschland verglichen (horizontaler Vergleich). Der vertikale Vergleich erfolgt in zwei Stufen: Zum einen werden die Vorstandsgehälter mit den Geschäftsführergehältern der großen Tochterunternehmen der BAUER Gruppe verglichen, zum anderen werden die Vorstandsgehälter mit der Gehaltsgruppe A VIII des in der Firmengruppe anwendbaren Tarifvertrages zur Regelung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes in Relation gesetzt.

Außerdem wird die Vergütung so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist.

Die Hauptversammlung vom 23. Juni 2016 hat für die Geschäftsjahre 2016 bis 2020 beschlossen, dass im Jahres- und Konzernabschluss der BAUER AG keine individualisierten Angaben über die Bezüge der Vorstandsmitglieder gemacht werden und hat insofern von der gesetzlichen Ermächtigung in den §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands (einschließlich der Tätigkeit in Gremien von Tochterunternehmen) ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr 1.542 TEUR (Vorjahr: 1.274 TEUR). Davon sind 1.392 TEUR (Vorjahr: 1.124 TEUR) erfolgsunabhängige und 150 TEUR (Vorjahr: 150 TEUR) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten. Der Anstieg bei den Vorstandsbezügen ist darauf zurück zu führen, dass die Gesamtbezüge aller Mitglieder des Vorstands (einschließlich der Tätigkeit in Gremien der Tochterunternehmen) für das ganze Jahr ausgewiesen werden, auch wenn durch den Eintritt von Herrn Peter Hingott zum 1. Oktober 2016 und das Ausscheiden von Herrn Heinz Kaltenecker zum 31. Dezember 2016, der Vorstand nur über drei Monate aus vier Mitgliedern bestand.

Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Versorgungsaufwand (Service Costs) in Höhe von 137 TEUR (Vorjahr: 155 TEUR) entstanden. Das festgelegte Basisgehalt zur Berechnung der Altersversorgungsleistungen ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende 6.485 TEUR (Vorjahr: 5.537 TEUR).

Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigung individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen.

Vergütung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der BAUER AG besteht aus zwölf Mitgliedern. Die Bemessung der Aufsichtsratsvergütung ist in der Satzung der BAUER AG im Einzelnen festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit etwa zur Last fallenden Umsatzsteuer eine im Monat Dezember des Geschäftsjahres zahlbare Jahresgrundvergütung in Höhe von 18 TEUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter das 1,5-fache dieser Vergütung. Die Grundbeträge erhöhen sich um 10 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats. Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss in dem Geschäftsjahr mindestens zweimal getagt hat. Ausgenommen von dieser Vergütungsregelung ist die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss. Veränderungen im Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen werden bei der Vergütung im Verhältnis der Amtsdauer berücksichtigt; dabei erfolgt eine Auf- oder Abrundung auf volle Monate nach kaufmännischer Regel. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht.

Im Geschäftsjahr 2016 betrug die Gesamtvergütung aller Aufsichtsratsmitglieder netto 261 TEUR (Vorjahr: 254 TEUR).

Sonstiges

Kredite oder Vorschüsse wurden im Berichtsjahr an Organmitglieder nicht gewährt und zu ihren Gunsten wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Wertpapierorientierte Anreizsysteme für Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder der BAUER AG oder für Mitarbeiter der Unternehmensgruppe in Deutschland bestehen grundsätzlich nicht. Für die Mitglieder von Organen der BAUER AG sowie aller verbundenen Unternehmen im In- und Ausland, an denen eine Mehrheitsbeteiligung besteht, wird von der BAUER AG eine D&O-Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung unterhalten. Darin ist ein angemessener Selbstbehalt für die Versicherten vereinbart. Für die Mitglieder des Vorstands wurde in der D&O-Versicherung der gesetzlich vorgesehene Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds im Berichtsjahr vereinbart.

Vergütung Aufsichtsrat (ohne Umsatzsteueranteil und Auslagenersatz)

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in Tausend EUR 2015 2016
Vorsitzender    
Dr. Klaus Reinhardt 38 40
Stellvertretender Vorsitzender    
Robert Feiger 27 27
Anteilseignervertreter    
Dr.-Ing. Johannes Bauer 20 20
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster 18 10
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 18 20
Gerardus N. G. Wirken 20 20
Prof. Dr. Manfred Nußbaumer 20 20
Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg - 10
Arbeitnehmervertreter    
Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald 20 10
Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl 18 18
Regina Andel 18 18
Dipl.-Ing. Gerold Schwab 20 10
Reinhard Irrenhauser 18 19
Rainer Burg - 9
Maria Engfer-Kersten - 10
Gesamt* 254 261

* gerundet

Die Vorstandsmitglieder sollen Aufsichtsratsmandate und sonstige administrative oder ehrenamtliche Funktionen außerhalb des Unternehmens nur in begrenztem Umfang übernehmen. Die Vorstandsmitglieder dürfen ohne Einwilligung des Aufsichtsrats weder ein Handelsgewerbe betreiben noch im Geschäftszweig der Gesellschaft für eigene oder fremde Rechnung Geschäfte tätigen. Sie dürfen ohne Einwilligung auch nicht Mitglied des Vorstands oder Geschäftsführer oder persönlich haftender Gesellschafter einer anderen Handelsgesellschaft sein. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben des Vorstands führt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung.

ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN

Im Folgenden sind die nach §§ 315 Abs. 4, 289 Abs. 4 HGB geforderten Angaben zum 31. Dezember 2016 dargestellt.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt unverändert 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Eigene Aktien hält die Gesellschaft nicht. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung - mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG - je eine Stimme. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, wurden nicht ausgegeben. Arbeitnehmer, die am Kapital der BAUER AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer und die BAUER Stiftung, Schrobenhausen, halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie Beschränkungen der Übertragbarkeit der Aktien der Poolbeteiligten. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.

Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 22. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögensgegenständen oder Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften oder zum Zwecke des Zusammenschlusses von Unternehmen,

bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind,

zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, die sich bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben,

zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (scrip dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2016 in die Gesellschaft einzulegen.

Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Juni 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. Juni 2019 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion am Handelstag ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden.

Die aufgrund der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem gegen Sachleistung veräußert werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen oder Unternehmen, Unternehmensteile, Unternehmensbeteiligungen oder andere Vermögensgegenstände zu erwerben. Die vorbezeichneten Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen

Die Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der BAUER AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und §§ 30 ff. MitbestG in Verbindung mit § 5 und § 6 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand hat gemäß der Satzung aus mindestens zwei Personen, die vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt werden, zu bestehen. Mit Ausscheiden von Herrn Heinz Kaltenecker aus dem Vorstand zum Ende des Geschäftsjahres sind drei Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestellt und ein Vorsitzender des Vorstands sowie ein Arbeitsdirektor ernannt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit von Vorstandsmitgliedern jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Die Bestellung und die Wiederbestellung bedürfen eines Aufsichtsratsbeschlusses, der grundsätzlich frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Präsidial- und Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands vor und befasst sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung im Vorstand.

Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 AktG mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen. Nach § 12 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen.

Change-of-Control

Die BAUER AG hat zusammen mit weiteren Konzernunternehmen einen Konsortialkreditvertrag ausnutzbar bis zu einem Betrag in Höhe von 430 Mio. EUR abgeschlossen, der für den Fall eines Kontrollwechsels oder einer Kontrollerlangung die Kreditgeber zur Kündigung der Kreditzusagen berechtigt. Ein Kontrollwechsel bezeichnet im Sinne dieses Konsortialvertrages einen Zustand, in dem die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer in Summe direkt über weniger als 40 % der Kapitalanteile oder der Stimmrechte der BAUER AG verfügen. Eine Kontrollerlangung tritt ein, wenn in Summe direkt oder indirekt mehr als 50 % der Kapitalanteile oder Stimmrechte an der BAUER AG von einer oder mehreren gemeinschaftlich handelnden Personen (ausgenommen die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer) gehalten werden.

Des Weiteren sehen mehrere langfristige Darlehen mit einem Darlehensstand zum Bilanzstichtag von insgesamt 149,6 Mio. EUR, die die BAUER AG zusammen mit anderen Konzernunternehmen als Darlehensnehmerin bzw. Garantin vereinbart hat, für den Fall eines Kontrollwechsels an der BAUER AG ein außerordentliches Kündigungsrecht des jeweiligen Darlehensgebers vor. Dabei liegt ein Kontrollwechsel vor, wenn ein Dritter, der nicht dem Kreis der bestehenden Hauptaktionäre zuzurechnen ist, mittelbar oder unmittelbar die Kontrolle über mindestens 30 % der Stimmrechte oder die Mehrheit des ausstehenden Grundkapitals der BAUER AG erwirbt. In Anspruch genommene Kreditbeträge müssten im Falle der Kündigung getilgt werden. Für neue Inanspruchnahmen stünde die jeweils gekündigte Kreditlinie nicht mehr zur Verfügung.

Darüber hinaus bestehen in der Firmengruppe weitere kurzfristige und langfristige Kreditverträge, die im Falle eines Kontrollwechsels ein außerordentliches Kündigungsrecht unter den vereinbarten marktüblichen Bedingungen vorsehen.

Die BAUER AG hat keine Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen.

VII. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

RISIKOBERICHT

GRUNDPRINZIP DES RISIKOMANAGEMENTS

Im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken nicht denkbar. Echte Risiken resultieren aus nicht planbaren Ereignissen, die sowohl Gefährdungen als auch Chancen mit sich bringen können. Für uns bedeutet Risikomanagement daher nicht nur einseitig die Reduzierung von Gefahren, sondern zugleich das bewusste Umgehen mit Chancen. Ziele des Risikomanagements sind u.a. die Absicherung unserer Unternehmensziele, frühzeitiges Einleiten von Maßnahmen sowie die Reduzierung von Risikokosten. Die Aufgaben des Risikomanagements sind es, über die gesamte Wertschöpfungskette vorhandene und zu erwartende Risiken zu erkennen, zu analysieren, zu bewerten und zu überwachen sowie Maßnahmen abzuleiten. Dabei werden sowohl Risiken betrachtet, die von außen auf unsere Unternehmen einwirken als auch Risiken, die intern entstehen. Unser Risikomanagement basiert auf einem eher risikoscheuen Grundverständnis, das heißt es zielt darauf ab, eher gegen drohende Risiken abzusichern, als kurzfristige Gewinnchancen zu realisieren. Existenzgefährdende Risiken gehen wir grundsätzlich nicht ein.

Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagementsystem regelt den Umgang mit Risiken innerhalb der BAUER Gruppe. Es definiert eine einheitliche Methodik, die für alle Segmente und deren Gesellschaften gültig ist. Es wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Unser Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil unseres Managementsystems und dient, wie alle unsere Managementsysteme, als Instrument der wert- und erfolgsorientierten Unternehmenssteuerung. Im Rahmen von Audits wird seine Umsetzung regelmäßig geprüft und im Rahmen von Management Reviews seine Wirksamkeit kontinuierlich verbessert. Darüber hinaus überprüfen unsere Abschlussprüfer jährlich, inwieweit unser Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Die Prozessschritte des Risikomanagements sind: Identifikation, Bewertung, Steuerung von Maßnahmen und Überwachung.

Für die Identifikation von Risiken wurden Risikokategorien definiert und einzelne Risikofelder zugeordnet. Dadurch werden Schwerpunkte gesetzt. Risikokategorien in der BAUER Gruppe sind: Strategische Risiken, Marktrisiken, Finanzmarktrisiken, politische und rechtliche Risiken, Organisations- und Führungsrisiken, Risiken aus der Wertschöpfungskette und Risiken durch Unterstützungsprozesse. Diese Risiken werden zur Gruppe der latenten Risiken zusammengefasst und in einem gemeinsamen Prozess im Rahmen unseres Risikomanagements behandelt. Im Gegensatz dazu werden Projektrisiken, ihrer Natur und Bedeutung entsprechend, in einem weiteren und hiervon unabhängigen Prozess behandelt.

Der Identifizierungs- und Bewertungsprozess der latenten Risiken erfolgt mindestens zweimal jährlich im Rahmen von Arbeitstreffen mit dem jeweiligen Management unserer relevanten Gesellschaften und wird gemeinsam mit den Abteilungs- und Zentralfunktionsleitern sowie einzelnen Spezialisten durchgeführt. Dieser Prozess stellt sicher, dass potenzielle neue und bekannte Risiken und Chancen auf Managementebene zur Diskussion gestellt werden. Nach der strukturierten Risikoidentifikation erfolgt die Bewertung der Risiken anhand einer Relevanzskala.

Relevante Risiken oberhalb eines bestimmten Schwellenwerts werden anhand von Szenarien quantifiziert. Planungsrisiken werden basierend auf Erfahrungswerten anhand von Standardabweichungen eingeschätzt. Auf Konzernebene werden die Risiken aus den Teilkonzernen konsolidiert.

Nach erfolgter Bewertung werden risikospezifische Bewältigungsmaßnahmen festgelegt. Soweit möglich und sinnvoll, haben wir für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen, um unseren Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Die Überwachung der jeweiligen Risiken obliegt den Risikoverantwortlichen aus den operativen Bereichen.

Die Wirkungen der Einzelrisiken werden im Kontext der Unternehmensplanung mittels der Risikosimulation aggregiert. Dies bedeutet, dass in unabhängigen Simulationsläufen mit Hilfe von Zufallszahlen die Gewinn- und Verlustrechnung eines Geschäftsjahres mehrere tausend Mal durchgespielt wird (Monte-Carlo-Simulation).

Jährlich erfolgt eine Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Um akute Risiken zu kommunizieren, wird die reguläre Risikoanalyse durch eine Sofortmeldungsberichterstattung ergänzt. Unser Risikomanagementsystem erfasst sowohl Risiken als auch Chancen.

Behandlung von Projektrisiken

Projektrisiken sind die wesentlichen Leistungsrisiken und damit untrennbarer Bestandteil der Segmente Bau und Resources, also überall dort, wo Baudienstleistungen oder Anlagenbau auf dem Gelände des Kunden erbracht werden. Damit einhergehende Risiken, wie Baugrundrisiko und aufgrund des Individualcharakters jedes Einzelprojektes auch Vertrags-, Termin- und Schadensrisiken, können in Einzelfällen so unglücklich kumulieren, dass sie zwar nicht für den Konzern, wohl aber für kleinere Tochterfirmen bestandsgefährdend sein können. Für alle relevanten Projekte oberhalb niedriger Schwellenwerte werden vor Angebotslegung systematisch alle denkbaren Risiken und Chancen identifiziert, analysiert, bewertet und geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken und zur Verfolgung der Chancen festgelegt. Bei laufenden Projekten werden die Risiken im Rahmen des kontinuierlichen Projektcontrollings und Projektmanagements analysiert, das heißt identifiziert, bewertet und mit Maßnahmen hinterlegt.

Jedes Projekt wird einer Risikoklasse zugeordnet und, entsprechend seiner Risikoklasse, in der Organisation eskaliert und ist somit einem strikten Genehmigungsprozess unterworfen. Die Einteilung der Risikoklassen erfolgt zum einen auf Basis von definierten Checklisten nach dem K.O.-Prinzip, um Fehleinstufungen in eine zu niedrige Risikoklasse zu verhindern. Zum anderen erfolgt sie auf Basis des für das Projekt ermittelten Schadenspotentials, wobei das jeweils ungünstigere Ergebnis maßgeblich ist. Die dabei ermittelten Risikoklassen werden auch bei den Kalkulationszuschlägen zur Abdeckung der ermittelten Risiken berücksichtigt.

Das System wurde für die Unternehmensteile über Jahre hinweg mit entsprechenden Projektrisiken weiterentwickelt und in seiner Anwendung auf die relevanten Unternehmungen ausgeweitet.

Risiken

Nachfolgend beschreiben wir potentielle Risiken, die bedeutende Auswirkungen auf unsere Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können, und geben eine Einschätzung der Relevanz für unser Geschäft. Die Aufgliederung erfolgt nach den gleichen Risikokategorien, die wir auch in unserem Risikomanagementsystem verwenden. Die Risikofelder wurden aggregiert. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen alle nachfolgend beschriebenen Risiken alle unsere Segmente.

STRATEGISCHE RISIKEN

Geschäftsfeldstruktur

Den strategischen Risiken aus der Geschäftsfeldstruktur des Konzerns begegnen wir durch eine internationale Aufteilung unseres Geschäfts in die Segmente Bau, Maschinen und Resources und verfolgen damit das Ziel, eine bessere konjunkturelle Unabhängigkeit vom Bau zu erzielen.

Das Segment Maschinen wird durch den Einstieg in die Tiefbohrtechnik und durch den Bau von Maschinen für den Bergbau seine Abhängigkeit vom Geschäftsbereich Bau weiter reduzieren können. Die Struktur unserer Geschäftsfelder betrachten wir als mittleres Risiko.

Marken, Image, PR

Die Marke Bauer ist insbesondere im Segment Maschinen ein Kaufkriterium, da sie für hohe Qualität bekannt ist. Negative Einflüsse auf unser Image, sei es durch veröffentlichte Arbeitsunfälle oder Qualitäts- und Servicemängel, können zu einer sinkenden Nachfrage nach unseren Maschinen führen. Zudem besteht in einigen Ländern das Risiko der Produktfälschung, welches Einfluss auf das Qualitäts-Image der Marke Bauer hat. Wir minimieren das Risiko unter anderem durch unser ausgeprägtes Qualitäts- und HSE-Managementsystem. Das Risiko eines Imageschadens betrachten wir als mittleres Risiko.

Relevanzskala der BAUER Gruppe

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Relevanz Definition Identifizierte Risiken
1 Unbedeutendes bis geringes Risiko Risiken dieser Relevanz sind in unserem Geschäft identifiziert
2 Mittleres Risiko  
3 Bedeutendes Risiko Risiken dieser Relevanz sehen wir in unserem Geschäft nicht
4 Schwerwiegendes Risiko  
5 Kritisches Risiko  

MARKTRISIKEN

Absatzmarktrisiken

Seit jeher gehört es zu unseren strategischen Grundlagen, den Risiken der Absatzmärkte durch eine mehrgliedrige Aufstellung zu begegnen. Während der Maschinenbau auf Konjunkturzyklen im Bau zwar phasenverschoben, aber eben noch stark beeinflusst reagiert, ist mit der Gründung des Segments Resources die konjunkturelle Abkopplung von den Bauzyklen deutlich besser gelungen. Unsere Strategie, die Geschäfte in jedem Segment weltweit auf viele Märkte zu verteilen, reduziert das gesamte Risiko nochmals, so dass für den Konzern bei Schwächung oder Ausfall einzelner regionaler Märkte kein gravierendes Gesamtrisiko besteht. Darüber hinaus sind wir durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs zügig von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Diese Strategie hat sich bei verschiedenen regionalen Krisensituationen der Vergangenheit bewährt und negative Auswirkungen auf das Gesamtergebnis abgemildert. Auch in unserem Segment Resources konnte die Internationalisierung bereits vorangetrieben werden. Die Absatzmarktrisiken bewerten wir als mittleres Risiko.

Wettbewerbsumfeld

Gerade im Segment Maschinen agieren wir in wettbewerbsintensiven und preissensiblen Märkten. Da der chinesische Baumarkt seit 2012 immer wieder stagniert, geht der Bedarf nach neuen Geräten zum Teil überproportional stark zurück. Durch die entstandenen Überkapazitäten im Land stehen Preise und Margen phasenweise spürbar unter Druck. Einige chinesische Wettbewerber mussten sich bereits aus dem Markt zurückziehen. Um unsere Wettbewerbssituation in China nachhaltig zu verbessern, wurden intensive Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet. So wurde die Fertigung vollständig nach Tianjin verlagert. Darüber hinaus wurde der After-Sales-Service als stabilisierender Faktor zum Neugeschäft in allen Märkten weiter ausgebaut.

Durch die anerkannt hohe Qualität und den noch immer deutlichen technischen Vorsprung unserer Maschinen, konnten wir unsere Marktposition in China trotz der Überkapazitäten im Land und dem damit einhergehenden Margendruck behaupten. Dieses Risiko wird kurzfristig noch als geringes, mittelfristig jedoch als mittleres Risiko eingeschätzt.

Risiken der Marktentwicklung

Die hohe Verschuldung der öffentlichen Haushalte der USA sowie einiger Länder der EU, die teilweise erheblichen Eingriffe der Zentralbanken sowie die Unsicherheit hinsichtlich der Stabilität der Märkte bestimmter Länder und die sich phasenweise deutlich abschwächenden Märkte in China und den weiteren BRIC-Staaten beeinflussen unsere Einschätzungen zur gesamtwirtschaftlichen Lage.

Der starke Ölpreisverfall entlastet zwar die Handelsbilanzen der Importländer, belastet aber langfristig die Kaufkraft und Investitionsbereitschaft der Förderländer des Mittleren Ostens sowie Russlands. Ein längerfristig niedriger Ölpreis könnte sich ebenso negativ auf die Nachfrage nach Tiefbohrgeräten und Dienstleistungen für die Ölindustrie auswirken wie auf die Infrastrukturausgaben der ölproduzierenden Länder.

Der Vorstand und die Geschäftsführer der drei Segmente beschäftigen sich laufend mit Hochrechnungen einzelner Szenarien zur Abschätzung der Auswirkungen etwaiger Marktentwicklungsrisiken auf das jeweilige Konzernunternehmen sowie auf den Gesamtkonzern. Gegebenenfalls notwendige und relevante Maßnahmen werden daraus abgeleitet und konsequent umgesetzt. Risiken der Marktentwicklung werden momentan als mittleres Risiko bewertet.

FINANZMARKTRISIKEN

Finanzielle Stabilität und Liquidität

Für mehrere langfristige Darlehen gelten Kreditklauseln, die sich an festgelegten finanziellen Bezugsgrößen orientieren. Diese sind vornehmlich das Verhältnis von Net Debt zu EBITDA, das Verhältnis EBITDA zu Net Interest Coverage sowie die Eigenkapitalquote.

Neben der Ergebnissituation des Gesamtkonzerns kann insbesondere ein erhöhter Finanzierungsbedarf zu einem erhöhten Covenants-Risiko führen. Dies gilt zum Beispiel für Bestandsveränderungen im Segment Maschinen. Um dieses Risiko zu reduzieren, wird ein aktiver Absatz des Mehrbestands angestoßen und falls notwendig die Produktionsmenge gesenkt. Durch eine Bündelung an Maßnahmen, unter anderem der Einführung von Wertanalysemethoden sowie intensives Working Capital Reporting, soll sowohl die Ergebnissituation als auch die Verschuldung verbessert werden.

Dem Risiko von finanzieller Instabilität und Versorgungsengpässen auf den internationalen Finanzmärkten wurde durch die Verlängerung des Konsortialkreditvertrages begegnet. Dieser Vertrag stellt die mittelfristige Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe sicher und ist ein wichtiges Mittel, um den Turbulenzen auf den Finanzmärkten zu begegnen.

Das Risiko im Bereich "Finanzielle Stabilität und Liquidität" wird als mittleres Risiko eingestuft.

Währungsrisiken

Soweit möglich und verfügbar, begegnen wir Währungsrisiken durch die lokale Finanzierung unserer internationalen Beteiligungsgesellschaften in ihrer jeweiligen Landeswährung. Transaktionsrisiken (Fremdwährungsrisiken aus dem laufenden Cash-Flow) minimieren wir in allen Geschäftsbereichen mit der Anwendung geeigneter Kurssicherungsinstrumente. Die verbleibenden Währungsrisiken stufen wir als mittleres Risiko ein.

Beteiligungen, Akquisitionen, Financial Assets

In den Wertansätzen der Anteile an assoziierten Unternehmen sind Goodwills enthalten, deren Werthaltigkeit dem Risiko der zukünftigen Unternehmensentwicklungen unterliegen. Sollten diese zukünftigen Erwartungen nicht wie geplant eintreten, kann sich die Notwendigkeit zur Vornahme von Wertminderungen ergeben. Den Goodwill-Abschreibungsbedarf bewerten wir als mittleres Risiko.

POLITISCHE UND RECHTLICHE RISIKEN

Compliance

Für die BAUER Gruppe ist verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ein Grundprinzip für erfolgreiches, wirtschaftliches Agieren, für die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Wir legen größten Wert darauf, dass gesellschaftliche Konventionen, rechtliche Vorgaben und Unternehmensregeln eingehalten werden, um das Risiko von Verstößen gegen geltendes Recht zu reduzieren. Compliance bedeutet für uns gesetzmäßiges und regelkonformes Verhalten. Rechtmäßiges, ethisches und soziales Handeln sind wesentliche Bausteine unseres Wertemanagementsystems. So werden unsere Mitarbeiter schon bei der Einstellung mit unseren Grundwerten vertraut gemacht. Spezielle Schulungen ermöglichen ihnen, ihr Wissen zu vertiefen. Durch den Einsatz einer speziellen Software wird sichergestellt, dass wir keine Geschäfte mit Kunden betreiben, die auf einer EU- oder US-Sanktionsliste stehen.

Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass wir mit unserem vorhandenen Wertemanagementsystem ein effizientes System geschaffen haben, das es uns erlaubt, unsere Compliance-Risiken auf einem geringen Niveau zu halten.

Politisches und rechtliches Umfeld

Anhaltende politische Unruhen im Nahen und Mittleren Osten belasten die Investitionsbereitschaft in den unmittelbar betroffenen Ländern und nicht selten darüber hinaus. Sinkende Absatzmengen im Bereich Maschinen und Leistungsrückgänge in den Segmenten Bau und Resources sind die Folgen. In einigen Ländern besteht zudem das Risiko, dass die Regierung verstärkt in die Unternehmensangelegenheiten eingreift. Das wiederum kann zu einem erhöhten finanziellen und zeitlichen Aufwand führen.

Vertragsrisiken

In den Segmenten Bau und Resources werden überwiegend Bau-, Bohr- und Umweltdienstleistungen erbracht. Bei den zugrundeliegenden Projekten handelt es sich nahezu immer um Prototypen, die in jedem Fall auf der Basis von Individualverträgen abgewickelt werden. Die daraus resultierenden Risiken unterliegen strengen Routinen, so dass sie als gering bewertet werden können.

Laufende Rechtsfälle

Rechtsstreitigkeiten entstehen fast ausschließlich aus unserer Leistungserbringung insbesondere im Projektgeschäft. Juristische Auseinandersetzungen bestehen mit Auftraggebern, Lieferanten und Geschäftspartnern und beziehen sich zumeist auf die Vergütung, behauptete Mängel der Leistungen oder Verzögerungen in der Fertigstellung eines Projekts. Der Ausgang von Gerichts- bzw. Schiedsverfahren, an denen wir beteiligt sind, lässt sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen. Dennoch gehen wir nach sorgfältiger Prüfung davon aus, dass für alle Rechtsstreitigkeiten ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen wurde.

WERTSCHÖPFUNGSRISIKEN

Risiken aus Forschung und Entwicklung

Als Technologieführer, speziell im Segment Maschinen, begegnen wir einer möglichen Schwächung unserer Marktposition mit laufender Forschung und Entwicklung. Auch wenn die boomenden Märkte im Fernen Osten und die daraus entstehenden neuen Konkurrenten den Innovationsdruck verstärken, ist es uns gelungen, den notwendigen Abstand als Technologieführer bis heute zu wahren.

Zudem besteht in diesem Bereich das Risiko der Mehrkosten aufgrund von Fehlentwicklungen und -konstruktionen, welche zu Nachbesserungen führen. Dieses Risiko wird durch einen strukturierten und mehrstufigen Produktentstehungsprozess minimiert.

Aufgrund unserer hohen Innovationskraft und dem transparenten Produktentstehungsprozess beurteilen wir das Risiko im Bereich Forschung und Entwicklung derzeit als mittleres Risiko.

Akquisition, Vertrieb und Vertragsverhandlungen

Die Risiken der Fehlkalkulation bei Angebotserstellung und einer Zusage technischer Eigenschaften, die nicht eingehalten werden können, werden durch ein strenges Vier-Augen-Prinzip minimiert und können als grundsätzlich geringes Risiko angesehen werden.

Materialwirtschaft und Beschaffung

Durch unsere langjährig erfolgreiche Politik im Maschinenbau, Engpassteile langfristig und weitsichtig zu disponieren, sowie durch zusätzliche Maßnahmen und der Möglichkeit, terminkritische Engpassteile innerhalb der eigenen Organisation fertigen zu können, sind die Risiken aus Sicht der Beschaffung derzeit weiterhin als gering einzustufen. Die Abhängigkeit von Nachunternehmern beziehungsweise einzelnen Lieferanten in unseren Segmenten schätzen wir ebenfalls als geringes Risiko ein.

Produktion und Auftragsausführung

Technisches Versagen aus Konstruktionsfehlern oder Statikfehlern im Projektgeschäft können zu erheblichen Bauverzögerungen sowohl bei eigenen Bauprojekten als auch bei Projekten unserer Kunden führen. Die Risiken daraus sind in der BAUER Gruppe immanenter Bestandteil des Projektgeschäfts. Konstruktionen und Statiken werden deshalb überwiegend in eigenen Konstruktionsbüros von erfahrenen Mitarbeitern erstellt.

Ein weiteres Risiko in der Auftragsausführung ist die Auswahl und Anwendung von Bohrverfahren. Eine Fehlbeurteilung von Bodenverhältnissen kann ebenfalls zu erhöhten Risikokosten führen. Störungen im Projektablauf sind durch den verantwortlichen Projektleiter zu identifizieren und frühzeitig zu kommunizieren. Das Management ist sich dieser Risiken bewusst und baut auf ein erfahrenes Projekt- und Produktionsmanagement in allen Segmenten. Trotz aller Vorkehrungen in der Auftragsausführung besteht das Risiko von Managementfehlern, welche insbesondere bei Großprojekten zu erhöhten Kosten führen. Alle aufgeführten Risiken sind in den Segmenten Bau und Resources Bestandteil einer Chancen- und Risikoanalyse auf Projektebene.

Projektrisiken sind grundsätzlich die wesentlichen Leistungsrisiken der Segmente Bau und Resources, zumal jedes Einzelprojekt Individualcharakter hat. Obwohl wir davon ausgehen, dass die Leistungsermittlung bei unseren Projekten mit der gebotenen Vorsicht getätigt wurde, ist es nicht endgültig auszuschließen, dass bei der Endabrechnung mit dem Kunden ein niedrigeres Ergebnis akzeptiert werden muss. Infolge der tendenziell zunehmenden Größe und Komplexität der Projekte sind die daraus resultierenden Risiken als mittelgroß zu bewerten.

Nachträge und Claim-Management

Gerade bei komplexen Bauleistungen ist festzustellen, dass bei Uneinigkeit hinsichtlich der Vertragsauslegung sowie bei Mehrleistungen und Nachträgen vermehrt der Rechtsweg durch die beteiligten Akteure beschritten wird. Auf Seiten des Auftraggebers haben die handelnden Personen immer seltener die Bevollmächtigung, Konflikte einer einvernehmlichen Lösung zuzuführen. Dadurch werden finale Projektabwicklungen vermehrt durch Gerichtsverfahren verzögert und es entstehen zusätzliche Kosten. Dieses Risiko bewältigen wir mit einem baubegleitenden professionellen Nachtragsmanagement und einer durchgängigen Dokumentation der ausgeführten Bauleistung. Trotz aller Bemühungen bleibt der Ausgang mancher Nachtragsverhandlungen ein Risiko für das Unternehmen. Die Risiken aus Nachträgen sind als mittlere Risiken zu bewerten.

RISIKEN DURCH UNTERSTÜTZUNGSPROZESSE

Informationstechnologie (IT)

Die Sicherung gegen Datenverlust oder unberechtigten Zugriff wird genauso wie die System- und Datenverfügbarkeit durch aktuelle Hard- und Softwaretechnologie sowie durch modernste Gebäudetechnologie gewährleistet, so dass Risiken im Bereich der IT als gering eingestuft werden.

Qualitätsrisiken

In allen Bereichen wird der Ausführungsqualität durch gut ausgebildete Mitarbeiter und ein viele Jahre etabliertes Qualitätsmanagementsystem hohe Aufmerksamkeit zuteil. Im Segment Maschinen werden durch eine gezielte Qualitätskontrolle beim Wareneingang, Teile mit minderer Qualität aussortiert. Viele unserer Firmen im Konzern sind zertifiziert und werden regelmäßig auditiert. Qualitätsrisiken beurteilen wir daher als gering.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Risiken in der Konzernrechnungslegung umfassen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken. Um ihnen zu begegnen, wird das Rechnungswesen der Muttergesellschaft sowie der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH zentral am Hauptsitz in Schrobenhausen geführt. Dies ermöglicht eine einheitliche Behandlung von Geschäftsvorfällen.

Die Buchhaltung der übrigen Tochterfirmen wird in der Regel in eigenen kaufmännischen Abteilungen dezentral geführt. Unsere Tochterfirmen werden dabei von externen Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern sowie von den Beteiligungscontrollern der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH unterstützt, um qualifizierte Einzelabschlüsse in Übereinstimmung mit den jeweiligen landesrechtlichen bzw. internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu gewährleisten. Darüber hinaus werden die Abschlüsse nach Maßgabe der jeweiligen landesrechtlichen Regelungen einer Abschlussprüfung unterzogen.

Zur Erstellung der monatlichen Konzernberichterstattung sowie der Quartalsabschlüsse und des Konzernabschlusses nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) wird ein einheitlicher Konzernkontenrahmen durch die Tochtergesellschaften verwendet.

Die einbezogenen Einzelabschlüsse werden entweder nach Maßgabe einer konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtlinie erstellt oder im Rahmen von Anpassungsbuchungen von den jeweiligen landesrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften auf die Regelungen der Bilanzierungsrichtlinie übergeleitet.

In den größeren Gesellschaften wird der Erfolg jeder einzelnen Abteilung über einen Betriebsabrechnungsbogen (BAB) als zentrales Instrument abgebildet, Abweichungen gegenüber der Jahresplanung werden aufgezeigt. Auf Projektebene erfolgt ein monatlicher Abgleich der Ist-Zahlen mit den Kalkulations- und Bauleiterbudgets. Selbstkontrolle und die Einrichtung von Vier-Augen-Prinzipien sind nach unserer Einschätzung und Erfahrung wirksame Elemente unseres internen Kontrollsystems.

Die Kontrolle und Steuerung der Einzelfirmen sowie der Abteilungen erfolgt monatlich über die zentral eingerichteten kaufmännischen Abteilungen der jeweiligen Segmente und anschließend durch die Konzernrechnungslegung, was die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken weiter reduziert.

Die konsolidierten Zahlen werden wiederum monatlich mit den Zahlen aus dem jährlich über die Unternehmensgruppe hinweg durchgeführten Planungsprozess abgeglichen und anhand von Konzernkennzahlen analysiert. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen auf Planabweichungen werden durch die Geschäftsführungen der betroffenen Bereiche zeitnah umgesetzt.

Die Jahresabschlüsse sowie der Konzernabschluss zum Jahresende werden von Wirtschaftsprüfern nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften und Prüfungsstandards geprüft sowie den in den jeweiligen Bereichen eingerichteten Aufsichtsräten im Rahmen ihrer Zuständigkeit zur Prüfung vorgelegt. Diese Zahlen und Informationen werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der BAUER AG aus der Konzernrechnungslegung regelmäßig als Monatsberichte zur Verfügung gestellt.

Die dabei eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugten Zugriff und gegen Datenverlust geschützt. Aufgrund des systematischen mehrgliedrigen Aufbaus des Konzernrechnungslegungsprozesses mit seinen redundanten Kontrollinstanzen können wir die Risiken daraus als gering einstufen.

GESAMTRISIKO

Es sind derzeit keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die der BAUER Gruppe im Geschäftsjahr 2017 existenziell schaden könnten. Das Management sieht auf diesem Niveau auch auf Basis der Geschäftsaussichten keine Veränderung des Gesamtrisikos.

CHANCENBERICHT

Parallel zur Risikobeschreibung erfolgt die Gliederung unserer Chancen. Auch hier wurde eine Aggregation der Chancenfelder vorgenommen. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen die nachfolgend beschriebenen Chancen alle unsere Segmente.

STRATEGISCHE CHANCEN

Über die Jahre hat der Konzern durch die Abwicklung von Projekten in dem Kerngeschäft naheliegenden Geschäften Know-how aufgebaut und daraus Synergien entwickelt, die heute das Segment Resources bilden.

Dazu gehört der Bereich Umwelttechnik, der sich mit der Behandlung kontaminierter Böden und Grundwasser beschäftigt und sich nach ersten Anfängen vor über 25 Jahren immer mehr internationalisiert hat. Ein ähnliches Geschäft ist aus dem ersten Einsatz von Spezialtiefbaugeräten für die Exploration von Diamanten erwachsen. Heute werden Bohrungen nach den unterschiedlichsten Bodenschätzen ausgeführt. Im Bereich Wasser werden ebenso hochwertige Produkte zum Ausbau von Brunnen sowie für die oberflächennahe Geothermie entwickelt, wie auch Anlagen zur Aufbereitung und Reinigung von Trinkwasser, Prozesswasser und Industrieabwasser.

Durch Zusammenführung dieser drei Bereiche zum Segment Resources werden einige der wichtigsten Themenbereiche des 21. Jahrhunderts bedient. Darüber hinaus ist Resources unabhängiger von den Konjunkturzyklen unserer angestammten Segmente Bau und Maschinen.

Für die Internationalisierung des Segments Resources nutzen wir die Erfahrungen unserer angestammten Organisationseinheiten in den beiden anderen Segmenten.

Durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau sind wir in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs zügig von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Dies führt zu Geschwindigkeits- und Kostenvorteilen in unserem Projektgeschäft.

MARKTCHANCEN

Die immer stärkere Urbanisierung und der wachsende Bedarf an Infrastruktur führen zu immer größeren Bauvorhaben, die der Bauwirtschaft - und insbesondere den Unternehmen im Bereich Spezialtiefbau - viele interessante Chancen bietet. In den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industrieländern, gibt es gerade in der Bauwirtschaft einen enormen Nachholbedarf. Das gilt nicht nur für die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch für Wohnanlagen, öffentliche Gebäude, Dämme oder Hochwasserschutzmaßnahmen. Zudem findet Bauen in immer engeren urbanen Räumen statt. Dies erfordert Gebäude, die immer höher werden, was umfangreiche Gründungsarbeiten voraussetzt. Auch der ruhende und fließende Verkehr muss immer stärker in den Untergrund gebracht werden, was ebenfalls zu Wachstum des Spezialtiefbaus führt.

Die Chancen in der Tiefbohrtechnik haben sich mit der Gründung eines Joint Ventures mit Schlumberger im Vorjahr weiter erhöht. In dem Joint Venture wird eine neue Generation hochmoderner Tiefbohranlagen für Schlumberger und für Dritte zum Einsatz bei Öl- und Gasbohrungen entwickelt und gebaut. Insgesamt sind wir davon überzeugt, dass die Tiefbohrtechnik zukünftig einen bedeutenden positiven Beitrag zu unserem Ergebnis leisten wird.

Im Segment Resources ist es uns gelungen, neben dem angestammten Altlastenbereich den Einstieg in die industrielle Prozesswasserreinigung zu erreichen und damit Kunden in der Automobil-, Chemie-, Öl- und Gasindustrie zu gewinnen. Die hohen Qualitätsauflagen sowie die bei der Ölproduktion anfallenden großen Mengen industrieller Prozesswässer bieten bei immer strengeren Umweltauflagen zusätzlich hervorragende Marktchancen für unsere Produkte und Dienstleistungen.

WERTSCHÖPFUNGSCHANCEN

Entwicklung und Innovation

Entwicklung und Innovation sind systematisch in zahlreiche Standardprozesse im Konzern eingebunden. Ihre Effizienz wird im Rahmen des Qualitätsmanagements überwacht. Darüber hinaus ist sichergestellt, dass Kundenwünsche als Chancen verstanden und zeitnah in Innovationen für unsere Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden. Die Kapazitäten unserer Ingenieurbüros werden systematisch durch Ressourcen aus Ländern mit hohem Bildungsniveau bei gleichzeitig niedrigen Löhnen, wie in Indien, verstärkt.

Innovation ist an praktisch allen Stellen unserer Unternehmensprozesse möglich. Unsere Mitarbeiter wissen am besten, wo in ihrem Arbeitsumfeld Verbesserungen erreichbar sind. Um die zahlreichen guten Ideen gewinnen und nutzen zu können, haben wir ein System zur systematischen und unbürokratischen Erfassung, Bewertung, Umsetzung und Belohnung der Verbesserungsvorschläge unserer Mitarbeiter entwickelt und werden von diesen mit Ideen belohnt.

Projektchancen

Unabhängig von nationalen und globalen Marktzyklen entwickeln sich oft in eher schwachen Märkten Aufgabenstellungen, für die wir als Konzern, gerade aus der Zusammensetzung unseres Dienstleistungs- und Produktportfolios heraus, hervorragend aufgestellt sind. Ein Beispiel dafür sind Verfahren zur nachträglichen Installation von Kerndichtungen in Erddämmen oder Verfahren zur langfristigen und umweltgerechten Reinigung und Entsorgung von industriellen Prozesswässern.

Die daraus resultierenden Projekte erreichen teilweise sehr große Loseinheiten und können im Auftragsfall durch das Zusammenschließen unserer weltweiten Ressourcen und durch unsere langjährige Erfahrung mit Großprojekten erfolgreich bewältigt werden.

Nachträge und Claim-Management

Die Durchsetzung von Forderungen und Nachträgen birgt nicht nur Risiken, sondern auch die Chance, aus Änderungen der bestellten Bauleistung oder durch den Auftraggeber nachträglich bestellten Zusatzleistungen bessere Ergebnisse erzielen zu können als die für den ursprünglichen Auftrag festgelegten Konditionen. Bei Projekten mit hohem Änderungspotential kann sich daraus eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse ergeben. Durch ein baubegleitendes professionelles Nachtragsmanagement versuchen wir, diese Chancen zu realisieren.

GESAMTCHANCEN

Durch die zunehmende Etablierung des Segments Resources sowie durch neue innovative Produkte sehen wir eine stetige Zunahme unserer Marktchancen auf dem Weltmarkt. Unsere Strategie, die überwiegend kleineren und mittleren weltweit agierenden Gesellschaften systematisch zu effizienten Netzwerken zu verknüpfen, ermöglicht es uns immer besser, aus den damit einhergehenden Skalierungseffekten Geschwindigkeits- und Kostenvorteile zu generieren. Zusammengefasst sehen wir für unseren Konzern im Jahr 2017 wieder eine Zunahme der Chancen für unser weltweites Geschäft.

VIII. PROGNOSEBERICHT

Die BAUER Gruppe ist, wie bereits im Wirtschaftsbericht erläutert wurde, in Märkten unterwegs, die grundsätzlich gute Wachstumsraten verzeichnen. Wegen des enormen Nachholbedarfs an Bauleistungen in der Welt gehen wir davon aus, dass sich dies in den kommenden Jahren trotz der vielen Turbulenzen auf den Weltmärkten nicht verändern wird. Dennoch wird es notwendig sein, sehr flexibel auf die Verschiebungen von Marktschwerpunkten zu reagieren. So ist zu erwarten, dass sich in den kommenden Jahren die Bauaktivitäten und entsprechend die Nachfrage nach Maschinen in den öl- und gasabhängigen Märkten reduzieren wird. In den etablierten Industrienationen sollte beides ansteigen, da diese aufgrund der wieder besseren Finanzlage in neue Bauvorhaben investieren können. Die Entwicklungsländer werden in den kommenden Jahren weiter die größten Steigerungsraten am Bau aufweisen, um die eigenen Ziele realisieren zu können. Dies sind beispielsweise Indonesien oder die Philippinen.

Unser ausgezeichneter Auftragsbestand zum Jahresende 2016 zeigt, dass es uns gelingt, die Chancen der Märkte zu nutzen. Weiterhin gibt es viele interessante Großprojekte rund um die Welt, die es uns ermöglichen, das hohe Niveau zu halten. In den Segmenten Bau und Resources können wir aufgrund längerer Projektlaufzeiten relativ hohe Auftragsbestände erreichen.

Dagegen sind diese im Maschinensegment eher niedrig. Dies wird sich in den kommenden Jahren auch nicht ändern. Maschinenkunden für Spezialbaumaschinen tendieren dazu erst dann Maschinen zu bestellen, wenn sie ein entsprechendes Projekt haben. Die immer noch bestehenden Überkapazitäten im Markt bedingen weiterhin einen Bestand an fertigen Geräten für den Verkauf. Es ist bei den kurzen Bestellvorläufen schwierig, eine Geräteplanung zu realisieren, die der späteren Nachfrage entspricht - vor allem da Komponenten und Teile mehrere Monate vor Produktion bestellt werden müssen. Durch eine entsprechende Plattformstrategie und geeignete Standardisierungsmaßnahmen reagieren wir auf diese Entwicklung und versuchen so, die Produktion zu flexibilisieren und den Lagerbestand zu reduzieren. Wir gehen davon aus, dass diese Situation unsere Geschäfte noch länger begleiten wird.

Die vergangenen Jahre waren für unsere Unternehmensgruppe sehr schwierig. Im Bau und im Brunnenbohrgeschäft mussten wir durch einige schwierige Projekte finanzielle Rückschläge hinnehmen. Die vielen politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen in der Welt, die die vergangenen Jahre bestimmten, führten zusätzlich dazu, dass wir in etlichen unserer Märkte mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hatten und Einzelprobleme nicht entsprechend ausgleichen konnten. Zusätzlich waren erhebliche Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen notwendig. Im Maschinengeschäft haben sich in Folge des enormen Booms vor der Finanzmarktkrise Überkapazitäten aufgebaut. Auch wir haben vor Ausbruch der Krise in neue Werke investiert. Unsere chinesischen Konkurrenten jedoch hatten die Entwicklung der Baumaschinennachfrage völlig falsch eingeschätzt, was zum Aufbau von Produktionskapazitäten geführt hat, die ein Vielfaches der Nachfrage in der Welt hätte befriedigen können. Für uns war es dadurch sehr herausfordernd den Absatz im Maschinengeschäft stabil zu halten, was uns jedoch mit großem Einsatz gelungen ist. Allerdings konnten wir in der Folge die Ergebnisse nicht auf dem früher hohen Niveau halten.

Andererseits können wir aber auch viele positive Aspekte aufzählen. Es ist uns trotz dieser Entwicklungen gelungen, einen ausgezeichneten Auftragsbestand aufzubauen. Unser Geschäft mit Öl- und Gasbohrgeräten ist mit dem Joint Venture mit Schlumberger auf einen erfolgversprechenden Weg gebracht. Trotz der beschriebenen Wettbewerbssituation und dem Rückgang des Weltbaumaschinenmarkts in den Jahren von 2012 bis 2015 um etwa 28 % ist es uns gelungen, unsere Umsätze in der gleichen Zeit annähernd stabil zu halten. Wir sehen es als großen Erfolg, dass wir 2016 den Absatz bei Spezialtiefbaugeräten steigern konnten. Die getätigten Anstrengungen bei Forschung und Entwicklung sichern uns hier unseren Spitzenplatz in diesem Marktsegment. Mit vielen Reorganisationsmaßnahmen haben wir in den vergangenen Jahren unsere Geschäfte besser auf die völlig neuen Marktgegebenheiten ausgerichtet.

Im noch relativ jungen Segment Resources ist ein Großteil des Geschäfts wieder auf einem guten Zukunftspfad. Dies gilt für alle Aktivitäten im Umweltbereich. Im Bereich Brunnenausbaumaterialien beginnen die Reorganisationsmaßnahmen zu wirken. Unsere Unternehmen im Wasserbereich waren noch mit Altprojekten belastet, die aber die Zukunft nicht maßgeblich beeinflussen werden. Erfreulich ist die Tatsache, dass wir in Jordanien nach längerer Durststrecke nun wieder einen guten Auftragsbestand haben, der uns helfen wird auch das Brunnenbohrgeschäft zu verbessern.

Das Ergebnis des Jahres 2016 war dennoch niedriger als erwartet. Wir werden daher weiter intensiv an der Verbesserung des Ergebnisses arbeiten. Lag der Fokus in den letzten Jahren vor allem bei operativen Veränderungen, haben wir im vergangenen Jahr begonnen, weitere Schwerpunkte zu bearbeiten. Dies betrifft den Personalbereich ebenso wie den Einkauf, die Produktion und auch Maßnahmen zur Reduzierung des Working Capital. Wir sehen hier bei allen Themen noch gute Möglichkeiten zur Optimierung. Aufgrund der wieder besseren Marktsituation, der großen Anstrengungen unserer Mitarbeiter sowie der beschriebenen Maßnahmen sind wir sehr zuversichtlich unsere Ziele erreichen zu können.

Dazu kommt, dass es uns in den vergangenen Jahren gelungen ist, einige Problemfelder aufzuarbeiten, die durch die vielen Krisen und Marktschwächen in der Welt entstanden sind. Auch eigene Fehler und Fehleinschätzungen in dieser Zeit haben wir korrigiert. Dies ermöglicht es uns, unsere Kräfte wieder deutlich stärker auf das operative Geschäft zu konzentrieren und so neue Erfolge zu erzielen.

Einen besonderen Schwerpunkt unserer Anstrengungen für die Zukunft legen wir auf die Möglichkeiten, die die Digitalisierung unseren Produkten und Dienstleistungen bietet. Wir werden die Ausstattung unserer Maschinen mit elektronischen Systemen weiter vorantreiben, so dass wir für uns und unsere Kunden weitere wirtschaftliche Vorteile generieren können. Die Vernetzung unserer eigenen Standorte und Projekte hat weiter oberste Priorität und auch für unsere Unternehmen bietet "Big Data" viele neue Chancen.

Wir sind bei den gegebenen Rahmenbedingungen der Auffassung, dass sich unser Geschäftsmodell auch im Jahr 2017 als robust erweisen wird. Wir haben versucht, bei unseren Planungen alle bekannten Chancen und Risiken zu bewerten und dabei positive wie negative Szenarien so gut wie möglich durchdacht. In Summe sind wir davon überzeugt, dass unsere Planungen für 2017 realistisch sind. Dies gilt für alle Segmente sowie für den Konzern insgesamt. Das Jahr 2016 war operativ bereits deutlich besser als die beiden Vorjahre und wir bewegen uns wieder auf einem positiven Trend, den wir weiter verstärken werden.

Dennoch müssen wir darauf hinweisen, dass Spezialtiefbau und unsere weiteren Geschäfte ein höheres Risiko haben, als die Geschäfte der meisten anderen Unternehmen. Unsere Tätigkeit beinhaltet immer ein Element, das man nicht im Voraus perfekt analysieren kann - den Baugrund beziehungsweise den Boden. Auch bei aufwändigen Voruntersuchungen des Bodens werden immer wieder Faktoren auftreten, die man nicht erkennen konnte. Diese können bei der Bauausführung zu vielfältigen Störungen führen und im Einzelfall auch zu Verlusten. Wir arbeiten hart daran, unser Risikoverhalten immer mehr zu optimieren, um in der Zukunft Probleme, wie sie uns in den letzten Jahren getroffen haben, zu vermeiden.

Natürlich ergibt sich auch eine Chance, wenn der Boden in der Vorphase der Bauleistungen zu negativ eingeschätzt wurde. Dann können auf unseren Baustellen auch zusätzliche Gewinne erzielt werden.

Eine Änderung der grundlegenden strategischen Zielsetzung des Konzerns ist derzeit nicht notwendig. Die Aufstellung mit den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources wird auch in den kommenden Jahren die Richtung des Konzerns bestimmen. Größere Akquisitionen planen wir derzeit nicht, da wir in den folgenden Jahren speziell unsere Kapitalbasis stärken wollen.

Nach Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Lageberichts gehen wir davon aus, dass wir im Geschäftsjahr 2017 für den Konzern eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,7 Mrd. EUR erreichen werden. Das Ergebnis nach Steuern prognostizieren wir mit etwa 23 bis 28 Mio. EUR und das EBIT mit etwa 75 Mio. EUR.

Wir planen für die kommenden Jahre unverändert mit einem Wachstum zwischen 3 % und 8 % bei der Gesamtkonzernleistung.

Vergleich: Ist 2016 / Prognose 2017

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in Mio. EUR Ist 2016 Prognose 2017
Gesamtkonzernleistung 1.586 ~ 1.700
EBIT 68,3 ~ 75
Ergebnis nach Steuern 14,4 ~ 23- 28

Für das erste Quartal erwarten wir saisonbedingt noch einen Verlust, den wir aber in den Folgequartalen ausgleichen werden. Die Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf wird damit früheren Mustern in unserem Unternehmen entsprechen. Diese sind dadurch geprägt, dass zu Beginn des Jahres weniger Maschinen verrechnet werden können, da die Kunden erst mit Beginn der Bausaison Geräte abnehmen. Im Baubereich schlägt die Winterperiode in etlichen unserer Märkte durch.

Die Bilanzrelationen haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Am deutlichsten ist dies am Anstieg des Working Capital zu sehen, was auch eine starke Erhöhung der Nettoverschuldung zur Folge hatte. Der Grund für diese Entwicklung lag größtenteils in der extremen Konkurrenzsituation unseres Maschinengeschäfts, in der durch die niedrigeren Vordispositionszeiten die Lagerbestände erheblich gestiegen waren. Mit unseren Programmen zur Reduzierung des Working Capital erwarten wir in den kommenden Jahren unsere Bilanzrelationen wieder Stück für Stück verbessern zu können. Die wieder bessere Entwicklung der Märkte sollte das zusätzlich unterstützen. Wir werden in den kommenden Jahren große Anstrengungen unternehmen, um unsere Eigenkapitalquote wieder auf über 30 % zu erhöhen.

Obwohl das aus dem laufenden Geschäft des Konzerns erwirtschaftete Ergebnis eine eindeutig positive Tendenz hatte, konnten wir unsere ursprünglich gesetzten Ziele für das Jahr 2016 nicht erreichen. Wir halten es dennoch für angemessen, die Anteilseigner daran zu beteiligen und wollen daher eine kleine Dividende ausschütten. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine leicht reduzierte Dividende von 0,10 EUR (Vorjahr: 0,15 EUR) an die Aktionäre auszuschütten Die Ausschüttungsquote erhöht sich damit von 8,7 % im Vorjahr auf 15,2 %. Mittelfristig soll die Ausschüttungsquote wieder bei etwa 25 bis 30 % des ausgewiesenen Ergebnisses nach Steuern liegen. Die Verringerung der Dividende dient auch der Schonung des Eigenkapitals des Konzerns, das wir in den nächsten Jahren wieder deutlich verbessern wollen.

Bestandsgefährdende Risiken und entsprechende Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in unserem Umfeld nicht. Grundsätzlich ist die Weltwirtschaft aber noch durch viele Veränderungen geprägt, die auch unsere Lage wieder negativ beeinflussen können. Wir weisen darauf hin, dass die in die Zukunft gerichteten Aussagen auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung basieren, die immer gewisse Unsicherheiten und Risiken enthalten. Das kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen.

 

Schrobenhausen, den 31. März 2017

BAUER Aktiengesellschaft

Prof. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands

Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler

Peter Hingott

Bericht des Aufsichtsrats 2016

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2016 auf Grundlage der ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand grundsätzlich monatlich in Textform über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle und Finanzzahlen der Unternehmensgruppe und der Gesellschaft. Weiter stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.

Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nicht gegeben.

Im vergangenen Geschäftsjahr fanden Neuwahlen zum Aufsichtsrat statt. Frau Andrea Teutenberg wurde mit Wirkung zum 23. Juni 2016 von der Hauptversammlung als Nachfolgerin für Herrn Rainer Schuster gewählt, Frau Maria Engfer-Kersten und Herr Rainer Burg wurden mit Wirkung zum selben Zeitpunkt von den Arbeitnehmern in den paritätisch mitbestimmten Aufsichtsrat gewählt und haben somit Herrn Norbert Ewald und Herrn Gerold Schwab ersetzt.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsratsplenum

Im Berichtsjahr fanden zusätzlich zu einer konstituierenden Sitzung nach den Neuwahlen vier turnusmäßige Plenumssitzungen statt. Ausgenommen Herrn Ewald, der bis zu seinem Ausscheiden an der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats während seiner Amtszeit teilgenommen hat, haben alle Aufsichtsratsmitglieder an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats während der jeweiligen Amtszeit teilgenommen.

Mehrfach hat sich der Aufsichtsrat im vergangenen Jahr mit der Nachtragsdurchsetzung bei Großprojekten und der Ergebnisentwicklung in den Segmenten sowie den einzelnen Tochterfirmen befasst. Die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Entwicklung des Auftragsbestands sowie die Entwicklungen auf den Märkten in den Segmenten Bau, Maschinen und Resources waren Gegenstand in allen Aufsichtsratssitzungen.

In der Bilanzsitzung im April zum Jahres- und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2015 wurden der Jahres- und Konzernabschluss und die zugehörigen Lage- und Prüfberichte unter Berücksichtigung des Ergebnisberichts des Prüfungsausschusses sowie der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung unter Anwesenheit und mit Berichterstattung des Abschlussprüfers eingehend geprüft. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit der Ausschreibung der Abschlussprüfung, mit den Neuwahlen zum Aufsichtsrat, mit dem Vergütungssystem und der Vergütung des Vorstands sowie mit der Einladung der Hauptversammlung befasst.

In der zweiten Sitzung des Geschäftsjahres hat sich der Aufsichtsrat im Schwerpunkt mit der Verlängerung des Konsortialkredits sowie mit gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen in der Unternehmensgruppe beschäftigt.

In der Septembersitzung wurde Herr Peter Hingott zum Mitglied des Vorstands bestellt und Umstrukturierungen in der Unternehmensgruppe, Kostensenkungsmaßnahmen und die mittelfristige Konzernbilanzplanung wurden behandelt.

In der Sitzung des Aufsichtsrats im Dezember des Berichtsjahres wurden eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen, die Konzernfinanzen und Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung besprochen und dem Tantiemerahmen für die Mitarbeiter sowie der Bestellung des Arbeitsdirektors wurde zugestimmt. Weiter wurde die Überprüfung der Unternehmensplanung, die Jahresplanung 2017 und die strategische Ausrichtung behandelt.

Arbeit in den Ausschüssen

Es gibt vier Ausschüsse des Aufsichtsrats, wobei der Vermittlungsausschuss aufgrund seiner Aufgabenstellung nicht zusammentreten musste. Über wesentliche Inhalte der Ausschusssitzungen haben die Ausschussvorsitzenden regelmäßig in den Plenumssitzungen berichtet. Keiner der Ausschussmitglieder nahm an nur der Hälfte oder weniger als der Hälfte der Ausschusssitzungen während ihrer jeweiligen Amtszeit teil.

Der Präsidial- und Personalausschuss kam zu drei Präsenzsitzungen zusammen. Darin wurden die Entscheidung des Aufsichtsrats zur Festsetzung der Gehälter und Tantiemen der Vorstandsmitglieder zusammen mit dem Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Tantiemerahmen vorbereitet. Ebenso wurden die Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestellung von Herrn Peter Hingott zum Mitglied des Vorstands sowie die Nachfolgeplanung im Vorstand behandelt.

Der Nominierungsausschuss hat zwei Präsenzsitzungen zur Kandidatensuche und Vorbereitung des Wahlvorschlags an die Hauptversammlung zur Wahl des Aufsichtsrats abgehalten.

Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr drei Telefonkonferenzen und drei Präsenzsitzungen abgehalten. Der Ausschuss hat sich mit der Prüfung der Quartalsmitteilungen, des Halbjahresfinanzberichts und in Anwesenheit der Abschlussprüfer mit der Prüfung des Konzern- und Jahresabschlusses, des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands sowie mit der Ausschreibung der Abschlussprüfung befasst. Darüber hinaus wurde die Bestellung des Abschlussprüfers unter Berücksichtung der Prüfung von dessen Unabhängigkeit vorbereitet und die Konzernfinanzierung besprochen. Weiter wurden in einer Schwerpunktsitzung das Projektmanagement bei Großprojekten, das Risikomanagement sowie Maßnahmen der Internen Revision behandelt.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2016

Der Jahresabschluss der BAUER AG zum 31. Dezember 2016 und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, unter Einbeziehung der Konzernrechnungslegung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsausschuss hat die Abschlussunterlagen und die Berichte einer Prüfung unterzogen. Über die Prüfung hat der Ausschuss dem Aufsichtsrat berichtet. Der Abschlussprüfer hat sowohl an der Sitzung des Prüfungsausschusses als auch an der Bilanzsitzung des Gesamtaufsichtsrats hierzu teilgenommen.

Die Abschlussunterlagen und Berichte des Wirtschaftsprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Einsicht ausgehändigt. Das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss der BAUER AG sowie der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung am 10. April 2017 gebilligt. Der Jahresabschluss der BAUER AG wurde damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach Vorbehandlung im Prüfungsausschuss angeschlossen.

Den Vorständen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzerngesellschaften danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats für ihre engagierten Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr.

 

Schrobenhausen, April 2017

Der Aufsichtsrat

Dr. Klaus Reinhardt, Aufsichtsratsvorsitzender

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung

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in Tausend EUR Anhang 12M/2015 12M/2016
1. Umsatzerlöse (7) 1.378.991 1.396.881
2. Bestandsveränderungen   28.994 15.359
3. Andere aktivierte Eigenleistungen (8) 22.748 13.472
4. Sonstige Erträge (9) 157.213 62.864
Konsolidierte Leistung   1.587.946 1.488.576
5. Materialaufwand (10) -752.532 -717.992
6. Personalaufwand (11) -376.118 -369.700
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) -274.235 -242.495
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)   185.061 158.389
8. Abschreibungen      
a) Abschreibungen auf das Anlagevermögen (13) -81.143 -74.509
b) Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte (14) -13.195 -15.532
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)   90.723 68.348
9. Finanzerträge (15) 4.972 5.540
10. Finanzaufwendungen (16) -41.982 -46.824
11. Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen   2.672 -3.021
Ergebnis vor Steuern (EBT)   56.385 24.043
12. Ertragsteueraufwand (17) -27.393 -9.629
Ergebnis nach Steuern   28.992 14.414
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG   29.715 11.302
davon Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern   -723 3.112
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in EUR 12M/2015 12M/2016
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (18) 1,73 0,66
Verwässertes Ergebnis je Aktie (18) 1,73 0,66
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert)   17.131.000 17.131.000
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert)   17.131.000 17.131.000

GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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in Tausend EUR 12M/2015 12M/2016
Ergebnis nach Steuern 28.992 14.414
Erträge und Aufwendungen, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden    
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 6.543 -12.736
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf diese Umbewertung -1.819 3.605
Erträge und Aufwendungen, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden    
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 1.024 793
In den Gewinn und Verlust übernommen -834 -1.763
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf Finanzinstrumente -53 272
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 6.733 -13.770
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 11.594 -23.599
Gesamtergebnis 40.586 -9.185
davon Aktionären der BAUER AG zuzurechnen 40.891 -5.470
davon Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen -305 -3.715

Konzern-Kapitalflussrechnung

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in Tausend EUR 12M/2015 12M/2016
Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit:    
Ergebnis vor Steuern 56.385 24.043
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 81.143 74.509
Abschreibungen auf Finanzanlagen 162 4.209
Nutzungsabhängige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 13.195 15.532
Finanzerträge -4.972 -5.540
Finanzaufwendungen 41.820 42.615
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen sowie Ergebnisse aus Entkonsolidierungen -85.281 -23.780
Erhaltene Dividenden 1.168 1.583
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -15.371 -1.845
Ergebnis aus At-Equity-Beteiligungen 2.672 -3.021
Veränderung der Rückstellungen 1.474 -136
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -38.763 489
Veränderung der Forderungen aus Fertigungsaufträgen 13.872 -22.373
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens 4.648 11.501
Veränderung der Vorräte -38.028 -25.371
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.174 21.963
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 16.874 14.042
Veränderung der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten -12.068 13.078
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 52.104 141.498
Gezahlte Ertragsteuern -19.679 -16.619
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 32.425 124.879
Cashflows aus Investitionstätigkeit:    
Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -82.027 -79.073
Erlöse aus Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 53.803 12.521
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes -9.268 -123
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -37.492 -66.675
Cashflows aus Finanzierungstätigkeit:    
Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten 213.371 236.373
Tilgung von Darlehen und Bankverbindlichkeiten -159.173 -256.943
Tilgung der Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen -7.804 -8.555
Auszahlungen für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen 610 0
Gezahlte Dividenden -3.143 -3.174
Gezahlte Zinsen -38.593 -35.573
Erhaltene Zinsen 3.851 3.700
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel 9.119 -64.172
Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel 4.052 -5.968
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel 1.519 -7.975
Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt 5.571 -13.943
Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode 41.835 47.406
Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode 47.406 33.463
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.571 -13.943

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

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in Tausend EUR Anhang 31.12.2015 31.12.2016
A. Langfristige Vermögenswerte      
I. Immaterielle Vermögenswerte (19)    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   9.350 8.857
2. Aktivierte Softwarekosten   11 2
3. Aktivierte Entwicklungskosten   18.094 16.781
    27.455 25.640
II. Sachanlagen und Investment Property (19)    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten   184.232 177.818
2. Investment Property   784 0
3. Technische Anlagen und Maschinen   187.313 189.383
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   26.365 25.955
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau   5.662 14.821
    404.356 407.977
III. At-Equity bewertete Anteile (19) 132.553 129.252
IV. Beteiligungen (19) 3.613 9.730
V. Aktive latente Steuern (20) 27.190 42.907
VI. Sonstige langfristige Vermögenswerte (21) 7.722 8.256
VII. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte (22) 15.355 18.412
    618.244 642.174
B. Kurzfristige Vermögenswerte      
I. Vorräte (23)    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   155.718 151.489
2. Fertige und Unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren   288.911 295.837
    444.629 447.326
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte (24)    
1. Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC)   129.478 154.802
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   343.933 339.993
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht   3.272 6.473
4. Geleistete Anzahlungen   5.364 3.870
5. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte   33.381 30.574
6. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte   28.901 18.364
    544.329 554.076
III. Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche   2.300 4.771
IV. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (25) 47.406 33.463
V. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (26) 0 19.608
    1.038.664 1.059.244
    1.656.908 1.701.418

Passiva

     
in Tausend EUR Anhang 31.12.2015 31.12.2016
A. Eigenkapital (27)    
I. Gezeichnetes Kapital   73.001 73.001
II. Kapitalrücklage   38.404 38.404
III. Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn   327.437 318.462
Eigenkapital der Aktionäre der BAUER AG   438.842 429.867
IV. Minderheitsgesellschafter   12.368 4.264
    451.210 434.131
B. Langfristige Schulden (28)    
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   376.628 176.754
II. Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen   12.652 19.127
III. Pensionsrückstellungen (29) 112.284 127.081
IV. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten   7.262 7.556
V. Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten   4.414 3.983
VI. Passive latente Steuern (20) 20.664 22.296
    533.904 356.797
C. Kurzfristige Schulden (30)    
I. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   297.677 479.746
2. Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen   8.945 10.460
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   10.392 13.893
4. Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC)   49.882 62.949
5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   184.991 202.913
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht   1.017 2.449
7. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten   71.503 88.696
8. Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten   12.078 20.291
    636.485 881.397
II. Rückstellungen      
1. Effektive Ertragsteuerverpflichtungen   16.955 11.213
2. Rückstellungen (31) 16.113 15.373
3. Kurzfristiger Anteil der Pensionsrückstellungen (29) 2.241 2.507
    35.309 29.093
    671.794 910.490
    1.656.908 1.701.418

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2016

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in Tausend EUR Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn
Gezeichnetes Kapital Kapital-
rücklage
Gewinn-
rücklagen
Währungs-
umrechnung
Rücklage aus Sicherungs-
geschäften
Minderheits-
gesellschafter
Gesamt
Stand am 01.01.2015 73.001 38.404 286.112 3.149 -1.358 19.617 418.925
Ergebnis nach Steuern 0 0 29.715 0 0 -723 28.992
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0 0 6.359 0 374 6.733
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0 6.487 0 0 56 6.543
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 0 0 0 186 4 190
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 0 0 -1.804 0 -52 -16 -1.872
Gesamtergebnis 0 0 34.398 6.359 134 -305 40.586
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 -3.253 0 0 -1.079 -4.332
Dividendenzahlungen 0 0 -2.570 0 0 -573 -3.143
Übrige Veränderungen 0 0 3.065 1.401 0 -5.292 -826
Stand am 31.12.2015 73.001 38.404 317.752 10.909 -1.224 12.368 451.210
Stand am 01.01.2016 73.001 38.404 317.752 10.909 -1.224 12.368 451.210
Ergebnis nach Steuern 0 0 11.302 0 0 3.112 14.414
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0 0 -6.947 0 -6.823 -13.770
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0 -12.731 0 0 -5 -12.736
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 0 0 0 -970 0 -970
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 0 0 3.604 0 272 1 3.877
Gesamtergebnis 0 0 2.175 -6.947 -698 -3.715 -9.185
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 -1.250 0 0 -988 -2.238
Dividendenzahlungen 0 0 -2.570 0 0 -604 -3.174
Übrige Veränderungen 0 0 315 0 0 -2.797 -2.482
Stand am 31.12.2016 73.001 38.404 316.422 3.962 -1.922 4.264 434.131

Konzernanhang

ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

ALLGEME INE ANGABEN ZUM KONZERN

Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (im Folgenden BAUER AG genannt), besteht in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen, BAUER-Straße, und ist im Handelsregister Ingolstadt (HRB 101375) eingetragen.

Die BAUER Gruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsfelder aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.

Die BAUER AG ist im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet.

1. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Der Konzernabschluss der BAUER AG wurde unter Anwendung von § 315a HGB im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie Sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, eingeschränkt durch die Marktwertbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive derivativer Finanzinstrumente). Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt.

In der BAUER Gruppe entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden und umfasst jeweils den Zeitraum vom 1.01. bis 31.12. eines Jahres.

2. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konsolidierungskreis werden neben der BAUER AG alle wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Beherrschung vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Tochtergesellschaften mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Cashflows der BAUER Gruppe sowohl einzeln und als auch gesamt von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert. Sie werden mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung gegebenenfalls vorzunehmender Wertminderungen und Wertaufholungen im Konzernabschluss bilanziert.

In den Konzernabschluss 2016 wurden 111 Unternehmen (Vorjahr: 122) einbezogen. Im Geschäftsjahr wurden 2 (Vorjahr: 6) Gesellschaften erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen. Seit Anfang des Jahres 2016 sind durch Verschmelzung, Verkauf und Auflösung 12 (Vorjahr: 4) Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Grund hierfür war im Wesentlichen der Statuswechsel der Wöhr + Bauer GmbH inkl. Tochtergesellschaften aufgrund des Beteiligungsverkaufs. Arbeitsgemeinschaften wurden aufgrund der projektbezogenen Kurzlebigkeit nicht bei der Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen berücksichtigt.

Die folgende Übersicht zeigt die Anzahl der Tochtergesellschaften aufgeteilt nach Segmenten (ohne Bau-ARGEN):

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Hauptgeschäft Sitz Anzahl der Unternehmen mit 100 % der Anteile Anzahl der Unternehmen mit weniger als 100 % der Anteile
31.12. 2015 31.12. 2016 31.12. 2015 31.12. 2016
Segment Bau Spezialtiefbau, Projektentwicklung Weltweit 28 34 8 4
Segment Maschinen Maschinenherstellung und -vertrieb Weltweit 22 27 8 5
Segment Resources Umwelt und Umwelttechnik Weltweit 25 24 6 3
Segment Sonstiges Zentrale Dienste Weltweit 4 4 0 0
Gesamt     79 89 22 12
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Anzahl der assoziierten Unternehmen Anzahl der Gemeinschaftsunternehmen Gesamt
31.12. 2015 31.12. 2016 31.12. 2015 31.12. 2016 31.12. 2015 31.12. 2016
Segment Bau 12 1 0 1 48 40
Segment Maschinen 1 2 3 2 34 36
Segment Resources 2 2 3 2 36 31
Segment Sonstiges 0 0 0 0 4 4
Gesamt 15 5 6 5 122 111

Ergibt die Beurteilung einer neuen Tochtergesellschaft nach qualitativen Kriterien, dass die Gesellschaft aus Sicht des operativen Segments oder des Konzerns unwesentlich ist, wird sie gegebenenfalls nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Es dürfen sich jedoch durch eine unterlassene Einbeziehung weder wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben, noch weitere wesentliche Trends verschleiert werden.

In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den Konzernabschluss der BAUER AG mit einbezogen, obwohl weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten werden. Dies ist auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen, nach denen ausländische Investoren nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an inländischen Gesellschaften halten dürfen. Die BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog. Agency-Konstruktionen, mithilfe derer wirtschaftlich mehr als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft gehalten werden und die damit zu einer Vollkonsolidierung berechtigen.

Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung oder die Möglichkeit zur Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet. Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Davon waren zum 31. Dezember 2016 5 Gesellschaften (Vorjahr: 15) betroffen. Gemeinschaftsunternehmen wurden ebenfalls nach der Equity-Methode konsolidiert.

Die wesentlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Teilkonzerne und Unternehmen sind in der Aufstellung über die wesentlichen Beteiligungen aufgeführt. Die Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB sind in einer gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes zusammengefasst. Dieser wird als Bestandteil des Anhangs der BAUER Aktiengesellschaft im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Tochtergesellschaften mit abweichendem Abschlussstichtag stellen einen Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag auf. Die BAUER Corporate Services Private Limited und die BAUER Equipment India Private Limited erstellen aufgrund der lokalen gesetzlichen Vorschriften ihren Abschluss auf den 31. März.

Anwendung von § 264 Abs. 3 HGB

Für folgende Gesellschaften wird von § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:

PRAKLA Bohrtechnik GmbH

KLEMM Bohrtechnik GmbH

EURODRILL GmbH

GWE pumpenboese GmbH

BAUER Resources GmbH

ESAU & HUEBER GmbH

Anwendung von § 291 Abs. 1 HGB

Die BAUER Resources GmbH und PRAKLA Bohrtechnik GmbH haben von der Befreiungsmöglichkeit des § 291 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht und auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts verzichtet.

Veränderungen bei Tochterunternehmen

Segment Bau

Änderungen der Konzernbeteiligungsquote an assoziierten Unternehmen

Mit Vertrag vom 14. Dezember 2016 hat die BAUER Spezialtiefbau GmbH 16,67 % der Anteile an der Wöhr + Bauer GmbH an die Roeck Beteiligungs GmbH und die Wöhr Beteiligungs GmbH veräußert.

Die BAUER Spezialtiefbau GmbH hielt 33,33 % der Anteile an der Wöhr + BAUER GmbH. Diese Anteile wurden als Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen bilanziert. Mit Vertrag vom 14. Dezember 2016 hat die BAUER Spezialtiefbau GmbH 16,67 % der Anteile an die anderen Gesellschafter für TEUR 8.500 veräußert (Zahlungseingang im Dezember 2016). Der im Konzern verbleibende 16,67 %-Anteil, dessen beizulegender Zeitwert zum Veräußerungszeitpunkt TEUR 8.500 betrug, wurde als Finanzinstrument in die Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" eingeordnet. Der beizulegende Zeitwert wurde unter Verwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens sowie verschiedener Multiple-Verfahren bestimmt. Dabei wurden die gemäß Finanzplanung geschätzten Cashflows der nächsten 5 Jahre sowie ein Zinssatz von 11,98 % zugrundegelegt. Zahlungsströme für den 5 Jahre übersteigenden Zeitraum wurden unter Zugrundelegung einer konstanten jährlichen Wachstumsrate von 1 % extrapoliert. Aus der Veräußerung ist ein Gewinn in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst worden, der sich wie folgt zusammensetzt:

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in Tausend EUR 2016
Verkaufserlöse 8.500
Zuzüglich: Beizulegender Zeitwert des verbleibenden Anteils (16,67 %) 8.500
Abzüglich: Buchwert der Beteiligung zum Zeitpunkt des Verlustes des maßgeblichen Einflusses -1.428
Erfasster Ertrag 15.572

Der Gewinn ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Auf den erfassten Gewinn ist im Geschäftsjahr ein tatsächlicher Steueraufwand i. H. v. TEUR 116 entstanden.

Segment Maschinen

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016 wurde die BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o. erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft wurde bisher aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert.

Ebenfalls im vierten Quartal 2016 wurde die BAUER DE-WET EQUIPMENT (PROPRIETARY) LIMITED wegen Einstellung des Geschäftsbetriebs entkonsolidiert.

Die BAUER Maschinen GmbH hat am 12. Dezember 2016 die restlichen 10 % der Anteile an der PRAKLA Bohrtechnik GmbH erworben. Dabei sind Anteile im Wert von TEUR 400 (Anteil am Buchwert des Nettoreinvermögens der PRAKLA Bohrtechnik GmbH) auf die BAUER Maschinen GmbH übertragen worden. Am 20. Dezember 2016 hat die BAUER Maschinen GmbH 85 % ihrer Anteile an der KLEMM Bohrtechnik GmbH im Wege der Sacheinlage mittels Kapitalerhöhung in die PRAKLA Bohrtechnik GmbH eingebracht und abgetreten. 15 % der Anteile an der KLEMM Bohrtechnik GmbH hat die BAUER Maschinen GmbH behalten.

Segment Resources

Mit Datum vom 29. Juni 2016 hat die BAUER Resources GmbH 100 % der Anteile an der HGC Hydro-Geo-Consult GmbH, Freiberg an die G.E.O.S Ingenieurgesellschaft mbH veräußert. Die Gesellschaft wurde daraufhin entkonsolidiert. Aus der Entkonsolidierung resultierten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BAUER Gruppe. Auf Angaben gemäß IFRS 10 und IAS 7 wurde daher verzichtet.

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016 wurde die BAUER Resources Saudi LLC erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft wurde bisher aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert.

Segment Sonstiges

Mit Datum vom 24. August 2016 hat die BAUER Aktiengesellschaft die restlichen 1 % der Anteile an der BAUER Maschinen GmbH, der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Resources GmbH, der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH und der SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH von der BAUER Anteilspool GbR bzw. der BAUER Handelsgesellschaft erworben. Die BAUER Aktiengesellschaft ist somit an diesen Gesellschaften seit dem 24. August 2016 mit jeweils 100 % beteiligt.

3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für die BAUER Gruppe einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen werden um vorhandene Zwischenergebnisse bereinigt. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Bildung latenter Steuern, wobei aktive und passive latente Steuern aufgerechnet werden, wenn Zahlungsfrist und Steuergläubiger übereinstimmen. Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen wurden die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der erworbenen Unternehmen mit deren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Bei der Erstkonsolidierung entstehende aktive Unterschiedsbeträge werden aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen; passivische Unterschiedsbeträge werden sofort zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3 erfolgswirksam erfasst. Für die Konsolidierung nach der Equity-Methode gelten die gleichen Grundsätze. Entspricht bzw. übersteigt der Verlustanteil an einem assoziierten Unternehmen den Beteiligungsbuchwert, werden keine weiteren Verluste mehr erfasst, es sei denn, ein einbezogenes Konzernunternehmen ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.

Nicht beherrschende Anteile stellen den Anteil am Ergebnis und am Reinvermögen dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Auf diese Anteile entfallendes Ergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung folglich separat vom Anteil am Ergebnis, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen ist, ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Der Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen und Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert.

4. WESENTLICHE ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Im Konzernabschluss müssen Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Impairment-Tests, der Beurteilung der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern, der Einbringbarkeit von Forderungen sowie der Bildung von Rückstellungen für Rechtsverfahren, Pensionen und anderen Leistungszusagen, Steuern, Gewährleistungen und Garantien. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen.

5. ALLGEMEINE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

5.1. Allgemeine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die nachfolgend dargestellten Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr erstmalig verpflichtend anzuwenden:

Jährliche Verbesserungen der IFRS, Zyklus 2012-2014

Die "Jährlichen Verbesserungen der IFRS, Zyklus 2012-2014, betreffen folgende Standards:

IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche"

IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben"

IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer"

IAS 34 "Zwischenberichterstattung"

Zu den Änderungen im Einzelnen:

IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche":

Es wird klargestellt, dass eine direkte Umklassifzierung von "als zur Veräußerung gehalten" in "als zur Ausschüttung an Eigentümer vorgesehen", nicht zu einer Beendigung der diesbezüglichen Einstufungs-, Darstellungs- und Bewertungsvorschriften des IFRS 5 führt. Lediglich in den Fällen, in denen die Kriterien zur Klassifizierung als "zur Veräußerung verfügbar" oder "zur Ausschüttung an Eigentümer vorgesehen" nicht mehr erfüllt werden, ohne dass ein direkter Wechsel zwischen den beiden Kategorien stattfindet, sind die Bewertungsregelungen des IFRS 5.27-29 anzuwenden, die nunmehr auch explizit für zuvor als "zur Ausschüttung an Eigentümer eingestufte Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen)" gelten.

IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben":

Gemäß IFRS 7.42C(c) stellt die Verpflichtung eines veräußernden Unternehmens, die eingezogenen Zahlungen aus den veräußerten finanziellen Vermögenswerten an den Käufer der Forderungen weiterzuleiten, kein anhaltendes Engagement (continuing involvement) im Sinne der Angabevorschriften des IFRS 7.42E-H dar, sofern die Kriterien für eine Weiterleitungsvereinbarung im Sinne des IAS 39 erfüllt sind. Unklar war bislang, was dies für sog. Servicing-Vereinbarungen (Inkasso, Mahnwesen, etc.) bedeutet.

Der IASB hat nun klargestellt, dass Servicing-Vereinbarungen, bei denen das veräußernde Unternehmen noch einen Anteil an den Chancen oder Risiken aus der Performance der verkauften Forderungen behält, ein anhaltendes Engagement im Sinne des IFRS 7 begründen. So kann z. B. das Zurückbehalten einer Servicing-Verpflichtung gegen Erhalt einer Servicing-Gebühr grundsätzlich ein anhaltendes Engagement beinhalten. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Servicing-Gebühr von der Höhe der eingezogenen Zahlungen oder vom Zeitpunkt des Zahlungseingangs abhängt. Ebenso führt eine feste Servicing-Gebühr, die aufgrund von Zahlungsstörungen bei den übertragenen finanziellen Vermögenswerten nicht vollständig gezahlt werden muss, zu der Annahme eines anhaltenden Engagements für Zwecke der Angabevorschriften. Diese Beurteilung ist davon unabhängig, ob die vereinbarte Servicing-Gebühr eine angemessene Gegenleistung für die zu erbringenden Leistungen darstellt.

Eine weitere Klarstellung betrifft die Anwendung der Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden. Es wird klargestellt, dass aus den Änderungen an IFRS 7 keine expliziten Angabepflichten für Zwischenberichte resultieren. Nichtsdestotrotz sind die zusätzlichen Angaben in verkürzten Zwischenberichten nach IAS 34 zu geben, wenn dies von IAS 34 gefordert wird (z. B. aufgrund der Regelung des IAS 34.15 ff., wonach alle notwendigen Erläuterungen von Ereignissen und Geschäftsvorfällen, die erheblich für das Verständnis der Veränderungen, die seit Ende des letzten Geschäftsjahres bei der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten sind, erforderlich sind).

IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer"

Der Zinssatz, der gemäß IAS 19R.83 zur Abzinsung leistungsorientierter Pensionsverpflichtungen herangezogen wird, ist auf Grundlage der Renditen zu bestimmen, die am Abschlussstichtag für hochwertige Unternehmensanleihen am Markt erzielt werden. In Ländern ohne liquiden Markt für derartige Unternehmensanleihen sind stattdessen die am Abschlussstichtag geltenden Marktrenditen für Staatsanleihen zu verwenden.

Aus dem Wortlaut "in Ländern ohne liquiden Markt" wurde teilweise abgeleitet, dass die Tiefe eines Marktes auch in einer Währungszone (z. B. Eurozone) nur auf Landesebene zu bestimmen sei. Mit der nunmehr erfolgten Veröffentlichung stellt der IASB klar, dass die Tiefe des Marktes für hochwertige Unternehmensanleihen auf "Währungsbasis" zu beurteilen ist, so dass beispielsweise in der Eurozone Unternehmensanleihen aus der gesamten Eurozone einzubeziehen sind. Sollte ein Unternehmen zu dem Urteil gelangen, dass auf Basis der Währungszone kein liquider Markt für qualitativ hochwertige Unternehmensanleihen vorliegt, ist auf Staatsanleihen abzustellen. Auch hierbei ist die jeweilige Währungszone heranzuziehen.

IAS 34 "Zwischenberichterstattung"

IAS 34.16A verlangt von Unternehmen bestimmte Angaben im Anhang zum Zwischenbericht, sofern diese nicht bereits "an anderer Stelle des Zwischenberichts" gegeben werden. Der IASB stellt nunmehr klar, dass es sich bei Informationen "an anderer Stelle des Zwischenberichts" um Informationen handeln kann, die sich entweder direkt an anderer Stelle des Zwischenberichts oder in anderen Dokumenten, auf die im Zwischenbericht referenziert wird, befinden. Voraussetzung für Letzteres ist jedoch, dass die anderen Dokumente den Adressaten des Zwischenberichts zur gleichen Zeit und zu den gleichen Bedingungen zugänglich sind wie der Zwischenbericht selbst.

Die neuen Regelungen sind - in Abhängigkeit von der jeweiligen Änderung - prospektiv oder retrospektiv anzuwenden.

Die Verordnung zur Übernahme der "Jährlichen Verbesserungen der IFRS" durch die EU ("Endorsement") wurde am 16. Dezember 2015 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Änderungen an IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen"

Der IASB hat am 11. September 2014 Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 veröffentlicht. Hierdurch wird eine bislang zwischen den beiden Standards bestehende Inkonsistenz beseitigt. So verlangt IFRS 10 derzeit die Erfassung des vollen Gewinns beziehungsweise Verlusts, der sich aus dem Verlust der Beherrschung über ein Tochterunternehmen ergibt, welches in ein Gemeinschafts- oder ein assoziiertes Unternehmen eingebracht wird. IAS 28 sieht dahingegen für in assoziierte Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen eingebrachte nicht-finanzielle Vermögenswerte lediglich eine Gewinn- bzw. Verlustrealisierung in Höhe des Anteils der von anderen Investoren gehaltenen Anteile vor.

Nach den nunmehr veröffentlichten Änderungen ist zukünftig eine Gewinn- beziehungsweise Verlustrealisation beim Investor in voller Höhe immer dann vorzunehmen, wenn die Transaktion (d. h. die Einbringung eines Tochterunternehmens in ein Gemeinschafts- oder ein assoziiertes Unternehmen mit Verlust der Beherrschung über das Tochterunternehmen) einen Geschäftsbetrieb (business) im Sinne des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" betrifft. Ist dies nicht der Fall, sondern betrifft die Transaktion Vermögenswerte, die keinen Geschäftsbetrieb darstellen, ist lediglich der anteilige Erfolg (in Höhe des Anteils der anderen Investoren) zu erfassen.

Die Änderungen sollten prospektiv ab dem 1. Januar 2016 angewendet werden. Allerdings hat der IASB im Dezember 2015 den verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen auf einen noch zu bestimmenden Zeitpunkt verschoben.

Hintergrund der Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts ist die Feststellung eines unbeabsichtigten Konflikts der geplanten Neuregelung mit der bestehenden Regelung des IAS 28.32. Die Anwendung des IAS 28.32 kann nämlich dazu führen, dass bei Rückbehalt eines Anteils am ehemaligen Tochterunternehmen, der einen maßgeblichen Einfluss oder eine gemeinschaftliche Führung begründet, die vorzunehmende anteilige Gewinneliminierung gegen den Buchwert des zurückbehaltenen Anteils wieder zurückzudrehen ist. Dies ist immer dann der Fall, wenn die Anschaffungskosten der Beteiligung am neuen assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen kleiner sind, als der beizulegende Zeitwert des anteiligen Nettovermögens dieses Unternehmens.

Da über eine Klärung dieses Konflikts hinaus noch weitere notwendige Änderungen des IAS 28 im umfassenderen Research-Projekt des IASB zur Equity-Methode beschlossen werden sollen, entschied sich der IASB dazu, derzeit keine Änderung des IAS 28 vorzunehmen, sondern stattdessen den Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 auf einen Zeitpunkt nach Beendigung des Research-Projekts zur Equity-Methode zu verschieben. Nichtsdestotrotz soll eine freiwillige vorzeitige Anwendung der Regelungen weiterhin zulässig sein. Die Änderungen für IFRS-EU-Bilanzierer aufgrund eines noch nicht erfolgten Endorsements derzeit noch nicht anwendbar sind.

Änderungen an IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" - Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten

Die Änderungen an IFRS 11 stellen klar, dass Erwerbe und Hinzuerwerbe von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" darstellen, nach den Prinzipien für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen des IFRS 3 und anderer anwendbarer IFRS zu bilanzieren sind, soweit diese nicht Konflikt mit Regelungen des IFRS 11 stehen. Dies hat zur Folge, dass in Höhe eines erworbenen Anteils an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit grundsätzlich:

die Bewertung der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert im Transaktionszeitpunkt erfolgt, wobei bei Hinzuerwerben von Anteilen unter Beibehaltung gemeinsamer Kontrolle (joint control) die bislang gehaltenen Anteile nicht neubewertet werden,

ein ggf. entstehender Geschäfts- und Firmenwert sowie latente Steuern aus dem erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten und Schulden anzusetzen sind,

die zahlungsmittelgenerierende Einheit (cash-generating unit), der der Geschäfts- und Firmenwert zugeordnet wurde, mindestens einmal jährlich und bei Hinweisen auf bestehende Wertminderungen einem Wertminderungstest im Sinne des IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" unterzogen werden muss,

Transaktionskosten aufwandswirksam zu erfassen sind sowie

die in IFRS 3 und anderen Standards im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen geforderten Angaben zu erfolgen haben.

Die Änderungen gelten nicht, sofern das Berichtsunternehmen und die daran beteiligten Parteien unter gemeinsamer Beherrschung (common control) des gleichen obersten beherrschenden Unternehmens stehen.

Die neuen Regelungen gelten prospektiv für Anteilserwerbe, die in Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, stattfinden.

Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen an IFRS 11 durch die EU ("Endorsement") wurde am 25. November 2015 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Änderungen an IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" - Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden

Ziel der Änderungen an IAS 16 und IAS 38 ist es, klarzustellen, welche Methoden hinsichtlich der Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sachgerecht sind.

Prinzipiell hat die Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten derart zu erfolgen, dass sie den durch das Unternehmen erwarteten Verbrauch des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens, welcher durch den Vermögenswert generiert wird, widerspiegelt. Diesbezüglich hat der IASB nunmehr klargestellt, dass eine Abschreibung von Sachanlagen auf Basis von Umsatzerlösen der durch sie hergestellten Güter nicht dieser Vorgehensweise entspricht und somit nicht sachgerecht ist, da die Umsatzerlöse nicht nur vom Verbrauch des Vermögenswerts, sondern auch von weiteren Faktoren wie beispielsweise Absatzmenge, Preis oder Inflation abhängig sind. Grundsätzlich wird diese Klarstellung auch in IAS 38 für die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer aufgenommen. Jedoch wird vom IASB in dieser Hinsicht zusätzlich eine widerlegbare Vermutung eingeführt. Demnach ist eine umsatzabhängige Abschreibung immaterieller Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer in folgenden zwei Ausnahmefällen zulässig:

Der "Wert" des Vermögenswerts lässt sich direkt durch den erwirtschafteten Umsatz ausdrücken oder

es kann nachgewiesen werden, dass zwischen den erzielten Umsatzerlösen und dem Werteverzehr des immateriellen Vermögenswerts eine starke Korrelation besteht.

Ersteres liegt nur dann vor, wenn der die Nutzung eines immateriellen Vermögenswerts am stärksten einschränkende Faktor eine Umsatzgröße darstellt. Als Beispiele hierfür werden eine Konzession zur Ausbeutung einer Goldmine, die bei Erreichen bestimmter Umsatzerlöse aus dem Verkauf des Goldes ausläuft sowie das Recht zum Betrieb einer mautpflichtigen Straße, welches bei Erreichen einer bestimmten Mauthöhe erlischt, genannt.

Allgemein wird ausgeführt, dass Ausgangspunkt für die Bestimmung einer sachgerechten Abschreibungsmethode für immaterielle Vermögenswerte immer die Ermittlung des die Nutzung maßgeblich einschränkenden Faktors ist. Bei diesem kann es sich beispielsweise um eine zeitliche Begrenzung der Nutzung, eine Begrenzung in Bezug auf die Anzahl produzierter Einheiten oder, wie in den oben genannten Beispielen, um einen vorbestimmten Betrag an Umsatzerlösen handeln. Jedoch wird seitens des IASB auch darauf hingewiesen, dass eine andere Basis zu verwenden ist, sofern diese den Verbrauch des immateriellen Vermögenswerts besser darstellt.

Sowohl für Sachanlagen als auch für immaterielle Vermögenswerte wird weiterhin klargestellt, dass ein Rückgang der Absatzpreise von mit ihnen produzierten Gütern und Dienstleistungen ein Indiz für deren wirtschaftliche Überalterung und damit ein Hinweis auf einen Rückgang des wirtschaftlichen Nutzenpotenzials der für die Herstellung notwendigen Vermögenswerte sein kann.

Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 3. Dezember 2015 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Änderungen an IAS 27 "Einzelabschlüsse" - Equity-Methode in Einzelabschlüssen

Durch die Änderungen an IAS 27 können Beteiligungen an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierten Unternehmen im IFRS-Einzelabschluss auch nach der Equity-Methode bilanziert werden.

Damit stehen den Unternehmen zur Einbeziehung derartiger Unternehmen in den Einzelabschluss folgende Optionen zur Verfügung:

die Einbeziehung zu (fortgeführten) Anschaffungskosten,

die Bewertung als zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" bzw. künftig (in Abhängigkeit von einem noch zu erfolgenden EU-Endorsement) gemäß IFRS 9 "Finanzinstrumente" sowie

die Einbeziehung mittels der Equity-Methode.

Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 23. Dezember 2015 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Änderungen an IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 41 "Landwirtschaft" - Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen

Unter den Begriff "produzierende Pflanzen" (bearer plants) werden Pflanzen subsumiert,

die der Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse dienen,

deren Nutzungsdauer sich über mehr als eine Periode erstreckt und

bei denen es unwahrscheinlich ist, dass sie selber als lebende Pflanze veräußert oder als landwirtschaftliches Erzeugnis verbraucht werden.

Beispiele hierfür sind Weinstöcke, Olivenbäume sowie Tee- oder Baumwollpflanzen.

Durch die veröffentlichten Änderungen an IAS 16 und IAS 41 wird klargestellt, dass derartige Pflanzen bis zum Zeitpunkt ihrer Produktionsreife - analog selbsterstellter Sachanlagen - zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und danach nach den Vorschriften des IAS 16 wahlweise mittels dem Anschaffungskosten- oder dem Neubewertungsmodell zu bilanzieren sind. Eine Bilanzierung nach den Vorschriften des IAS 41 ist künftig nicht mehr zulässig.

Bei Übergang auf die Neuregelung kann der beizulegende Zeitwert derartiger Pflanzen als sog. "Ersatz für Anschaffungs- oder Herstellungskosten" (deemed cost) als Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt werden.

Die nach IAS 8.28(f) verpflichtenden Angaben müssen für die laufende Periode nicht gegeben werden.

Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 24. November 2015 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Änderungen in IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" im Rahmen der Angabeninitiative (Disclosure Initiative)

Der Ende 2014 veröffentlichte Änderungsstandard setzt im Rahmen der Disclosure-Initiative folgende Vorschläge zur Änderung des IAS 1 um.

Wesentlichkeit und Zusammenfassen von Posten

Durch Änderungen in IAS 1 soll das Konzept der Wesentlichkeit deutlicher hervorgehoben werden, um Anwendungsproblemen in der Praxis zu begegnen. Ziel der Klarstellungen ist es, den IFRS-Abschluss von unwesentlichen Informationen zu entlasten und gleichzeitig die Vermittlung relevanter Informationen zu fördern.

Zunächst wird zur Erreichung dieses Ziels klargestellt, dass das Konzept der Wesentlichkeit auf alle Bestandteile des IFRS-Abschlusses anzuwenden ist, wobei der Anhang explizit erwähnt wird. Hierdurch soll vermieden werden, dass irrelevante Informationen aus anderen Teilen des Abschlusses in den Anhang verschoben werden. Korrespondierend hierzu wird klargestellt, dass unwesentliche Informationen auch dann nicht separat zu darzustellen sind, wenn ihre Darstellung in einem IFRS explizit gefordert wird (bspw. wenn wie bisher für die Bilanz bestimmte Mindestposten gefordert sind). Allerdings ist auch zu beurteilen, ob über die explizit geforderten Angabepflichten hinaus weitere Angaben erforderlich sind, um den Adressaten ein besseres Verständnis der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu ermöglichen.

Des Weiteren soll die Verständlichkeit von Abschlussinformationen nicht dadurch eingeschränkt werden, dass relevante mit irrelevanten Informationen zusammengefasst oder wesentliche Posten mit unterschiedlichem Charakter oder Funktion aggregiert werden.

Zwischensummen

Nach IAS 1.55 und 1.85 sind in der Bilanz sowie der Gesamtergebnisrechnung zusätzliche Zwischensummen darzustellen, wenn eine solche Darstellung für das Verständnis der Vermögens- und Finanzlage bzw. der Ertragslage des Unternehmens relevant ist.

Wenn solche Zwischensummen gebildet werden, dürfen diese nach den neu eingefügten IAS 1.55A und 1.85A:

nur Posten enthalten, die nach den IFRS angesetzt und bewertet wurden;

nur so präsentiert werden, dass ihr Inhalt klar und verständlich ist;

nur stetig von Periode zu Periode ausgewiesen werden und

in der Bilanz sowie der Gesamtergebnisrechnung nicht prominenter als die explizit in den IFRS geforderten Zwischensummen und Summen ausgewiesen werden.

Struktur des Anhangs

IAS 1.114 führt aus, dass "ein Unternehmen (...) die Anhangangaben normalerweise in (...) [einer genannten] Reihenfolge darstellt, die den Adressaten hilft, den Abschluss zu verstehen und ihn mit denen anderer Unternehmen zu vergleichen". Um der teilweise in der Praxis verbreiteten Auffassung zu begegnen, IAS 1.114 schreibe durch die Verwendung von "normalerweise" eine bestimmte Gliederung des Anhangs vor, wird zunächst der Wortlaut von IAS 1.114 angepasst und das bisherige Beispiel zum Aufbau des Anhangs um Alternativen ergänzt. Beispielsweise könnte danach der Anhang in Abhängigkeit der Relevanz der einzelnen Informationen für das Verständnis der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens oder nach sachlichen Gründen geordnet werden, so dass bspw. alle Informationen in Bezug auf Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zusammenhängend dargestellt werden können. Ferner wird explizit klargestellt, dass Unternehmen bei der Festlegung der Struktur des Anhangs die Auswirkungen auf die Verständlichkeit und Vergleichbarkeit ihres IFRS-Abschlusses berücksichtigen sollen.

Angaben zu Rechnungslegungsmethoden

Im Zusammenhang mit der Verpflichtung, maßgebliche Rechnungslegungsmethoden anzugeben und der sich hieraus ergebenden Fragestellung, was als "maßgeblich" anzusehen ist, hat sich der IASB dazu entschieden, die in IAS 1.120 angeführten Beispiele zu streichen und stattdessen Klarstellungen einzufügen. Demnach sollen Unternehmen im Rahmen der Bestimmung der anzugebenen Rechnungslegungsmethoden die Natur ihrer Geschäftstätigkeit und die Methoden, über die Adressaten voraussichtlich Informationen erwarten, berücksichtigen.

Equity-Methode

Neben den zuvor genannten Änderungen, die sich aus der Disclosure Initiative ergeben haben, werden Vorschriften zum Ausweis des Anteils an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen am sonstigen Ergebnis (OCI) in der Gesamtergebnisrechnung in IAS 1.82A eingefügt. Dadurch wird klargestellt, dass das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in der Gesamtergebnisrechnung als eigenständiger Posten auszuweisen ist, getrennt lediglich nach der Tatsache, ob Beträge künftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert (recycelt) werden oder nicht. Durch diese Änderung im Wortlaut von IAS 1.82A wird klargestellt, dass keine Aufgliederung des Ergebnisses aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Art der Aufwendungen bzw. Erträge zu erfolgen hat.

Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 19. Dezember 2015 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Folgender neuer Rechnungslegungsstandard wurde von der EU übernommen und war erstmalig anzuwenden ab 1. Januar 2016:

Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 - Investmentgesellschaften - Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht

Der Änderungsstandard "Investmentgesellschaften - Anwendung der Konsolidierungsausnahme" adressiert verschiedene Fragestellungen, welche die Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht für Investmentgesellschaften betreffen.

Durch die verabschiedeten Standardänderungen stellt das IASB klar, dass die Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß IFRS 10.4(a) auch für Mutterunternehmen gilt, die selbst Tochterunternehmen einer Investmentgesellschaft sind. Ferner wird verdeutlicht, dass eine Investmentgesellschaft sämtliche Tochterunternehmen, die selbst die Definitionskriterien einer Investmentgesellschaft erfüllen, zum beizulegenden Zeitwert bewerten muss. Dies gilt auch dann, wenn die Tochterunternehmen anlagebezogene Dienstleistungen erbringen. Darüber hinaus wird klargestellt, dass eine Nicht-Investmentgesellschaft, die eine Investmentgesellschaft als assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezieht, die durch das assoziierte Unternehmen bzw. das Gemeinschaftsunternehmen vorgenommene Fair-Value-Bewertung von Tochterunternehmen beibehalten darf. Hierin unterscheiden sich die nunmehr verabschiedeten Standardänderungen gegenüber dem im Juni 2014 veröffentlichten Entwurf, der die Beibehaltung der Fair-Value-Bewertung nur im Fall eines assoziierten Unternehmens vorsah. Gegenüber dem Entwurf wurde der Änderungsstandard zudem um eine Änderung an IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" ergänzt. Dadurch wird klargestellt, dass Investmentgesellschaften, die ihre Tochterunternehmen zum beizulegenden Zeitwert bewerten, in den Anwendungsbereich von IFRS 12 fallen.

Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 23. September 2016 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Die Auswirkungen der Änderungen an den aufgeführten Standards haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG.

Folgender neuer Rechnungslegungsstandard wurde noch nicht von der EU übernommen und noch nicht angewendet:

IFRS 14: Regulatorische Abgrenzungsposten

Mit IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten wird einem Unternehmen, das ein IFRS-Erstanwender ist, gestattet, mit einigen begrenzten Einschränkungen, regulatorische Abgrenzungsposten weiter zu bilanzieren, die es nach seinen vorher angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen im seinem Abschluss erfasst hat. Dies gilt sowohl im ersten IFRS-Abschluss als auch in den Folgeabschlüssen. Regulatorische Abgrenzungsposten und Veränderungen in ihnen müssen in der Darstellung der Finanzlage und in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Gesamtergebnis separat ausgewiesen werden. Außerdem sind bestimmte Angaben vorgeschrieben.

IFRS 14 wurde im Januar 2014 herausgegeben und gilt für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.

Ferner haben das IASB und das IFRIC weitere nachfolgend aufgeführte Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2016 teilweise noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. von der EU noch nicht anerkannt sind. Zum 31. Dezember 2016 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die BAUER Gruppe.

Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die EU anerkannt und übernommen sind.

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Standard/Interpretation/Änderungen Anzuwenden ab dem Geschäftsjahr Übernahme durch EU
Änderung des IAS 7, Anhangsangaben 2017 Nein
Änderung des IAS 12, Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste 2017 Nein
Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2014 - 2016) 2017 Nein
Änderung des IFRS 2, Klarstellungen zur Bewertung und Klassifizierung 2018 Nein
Änderung des IFRS 4, zeitliche Aufschiebung des IFRS 9 sowie Anwendung des sog. Overlay-Approachs 2018 nein
IFRS 9, Finanzinstrumente 2018 Ja
IFRS 15, Umsatzerlöse aus Kundenverträgen 2018 Ja
Klarstellung des IFRS 15, Umsatzerlöse aus Kundenverträgen 2018 Nein
IFRIC 22, Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen 2018 Nein
Änderung des IAS 40, Transfer von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 2018 Nein
IFRS 16, Leasingverhältnisse 2019 Nein

IFRS 15 ersetzt zukünftig sowohl die Inhalte des IAS 18 "Umsatzerlöse" als auch des IAS 11 "Fertigungsaufträge". Der neue Standard unterscheidet nicht zwischen unterschiedlichen Auftrags- und Leistungsarten, sondern stellt einheitliche Kriterien auf, wann für eine Leistungserbringung Umsatzerlöse zeitpunkt- und zeitraumbezogen zu realisieren sind. Dies ist dann der Fall, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus diesen ziehen kann. Die Erstanwendung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, erstmals verpflichtend anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung möglich ist. Die BAUER AG wird das Wahlrecht einer vorzeitigen Anwendung nicht in Anspruch nehmen.

Derzeit werden mögliche Auswirkungen aus der Erstanwendung von IFRS 15 gewürdigt und es wurden besonders folgende Themenbereiche identifiziert:

Mehrkomponentengeschäfte: Prüfung, ob rechtlich eigenständige Verträge bilanziell zusammenzufassen sind

Neubeurteilung der Umsatzerlösrealisierung unter Berücksichtigung des Kriteriums des Kontrollübergangs

Aus heutiger Sicht wird für den Konzernabschluss der BAUER AG davon ausgegangen, dass sich keine wesentlichen Änderungen in der Abbildung von Umsatzerlösen ergeben werden. In gleicher Weise verhält es sich bei Vertragsmodifikationen in Form von Änderungen des Vertragsumfangs und/oder -preises einschließlich Nachträgen. Diese Modifikationen dürfen im Transaktionspreis nur berücksichtigt werden, wenn variable Erlösbestandteile hochwahrscheinlich sind, das heißt, dass es nicht zu einer signifikanten Stornierung dieser Erlöse in der Zukunft kommen wird.

Auf der Basis bislang vorgenommener Analysen wird bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen, die zurzeit mittels der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert werden, künftig eine zeitraumbezogene Realisierung von Umsatzerlösen möglich sein. Ferner werden im Wesentlichen Ausweisänderungen und zusätzliche Angabepflichten im Anhang erforderlich. Nach Feststellung der exakten Auswirkungen wird der Vorstand entscheiden ob die retrospektive Umsetzungsmethode oder die Methode mit kumuliertem Anpassungseffekt angewandt wird.

IFRS 16 ersetzt zukünftig IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC 15 "Operating-Leasingverhältnisse - Anreize" sowie SIC 27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen". Der neue Standard nimmt beim Leasingnehmer keine Klassifizierung in Finance- und Operating-Leasingverhältnisse vor, sondern es werden grundsätzlich alle Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit in der Bilanz erfasst. Es erfolgen keine wesentlichen Änderungen in der Leasinggeberbilanzierung im Vergleich zu IAS 17. Im Gegensatz zu IAS 17 fordert IFRS 16 umfangreichere Anhangsangaben.

Mögliche Auswirkungen der Erstanwendung des IFRS 16, Leasingverhältnisse werden derzeit analysiert. Es ist zu erwarten, dass anhand der übrigen Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen mit weiteren Aktivierungen von Nutzungsrechten und dem Ansatz von Verbindlichkeiten zu rechnen ist.

IFRS 9 "Finanzinstrumente" ändert die Bilanzierungsvorschriften für die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, für Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten und für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Die Anwendung des IFRS 9 wird durch die Einführung der neuen Bewertungskategorien voraussichtlich Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten des Konzerns haben, jedoch voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten. Obwohl eine eingehende Beurteilung der Auswirkungen noch aussteht, wird die Einführung der neuen Bewertungskategorien insbesondere eine Veränderung im Hinblick auf die derzeit zu at cost bewerteten Beteiligungen und sonstigen langfristigen finanzielle Vermögenswerte nach sich ziehen. Gemäß der nach IFRS 9 zugrundegelegten Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung sind diese zukünftig zum Fair Value anzusetzen. Durch die geänderten Regelungen zur Abbildung der Wertminderung von Finanzinstrumenten wird sich tendenziell eine Erhöhung der Risikovorsorge durch das Expected-Loss-Modell im Vergleich zum bisher angewendeten Incurred-Loss-Modell ergeben. Im Rahmen der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen ergeben sich sowohl Erweiterungen von Designationsmöglichkeiten und komplexere Bewertungsmethoden als auch vereinfachte Effektivitätsüberprüfungen. Obwohl eine eingehende Beurteilung der Auswirkungen noch aussteht, gelten die derzeit bestehenden Sicherungsbeziehungen als weiterhin zulässig. Änderungen werden dagegen im Rahmen der Effektivitätsmessung erwartet. Folglich werden keine signifikanten Auswirkungen auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen entstehen. Die Bauer Gruppe plant für die Erstanwendung von IFRS 9 die modifiziert retrospektive Methode anzuwenden, nach der die kumulierten Effekte der Umstellung in der Eröffnungsbilanz 2018 zu erfassen sind. Zudem ergeben sich deutlich umfangreichere Anhangangaben.

Für alle anderen Standards wird von der BAUER AG kein wesentlicher Einfluss auf den Konzernabschluss erwartet.

5.2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Fremdwährungsumrechnungen

Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der BAUER AG und der einbezogenen Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Die Abschlüsse der zur BAUER Gruppe gehörenden ausländischen Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Aktiv- und Passivposten werden danach mit dem Stichtagskurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Die sich dadurch ergebenden Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung werden im sonstigen Ergebnis erfasst und bis zum Abgang des ausländischen Geschäftsbetriebes kumuliert im Eigenkapital in der Währungsumrechnungsrücklage ausgewiesen.

Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergaben sich aus der folgenden Tabelle:

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1 EUR entspricht Jahresdurchschnittswert Stichtagswert
2015 2016 2015 2016
Ägypten EGP 8,5293 11,1682 8,4192 19,1589
Argentinien ARS 10,4092 16,4949 14,1386 16,8235
Australien AUD 1,4787 1,4617 1,4894 1,4873
Bulgarien BGL 1,9558 1,9559 1,9558 1,9561
Chile CLP 727,6212 742,3758 772,0222 704,9368
China CNY 7,0724 7,3488 6,9434 7,3443
Georgien GEL 2,5284 2,6209 2,6140 2,8083
Ghana GHS 4,2281 4,4024 4,1725 4,5018
Großbritannien GBP 0,7236 0,8227 0,7350 0,8581
Hongkong HKD 8,5570 8,5683 8,4422 8,1945
Indien INR 70,9623 74,3119 72,3087 71,8220
Indonesien IDR 14.862,6723 14.707,1687 15.046,6072 14.192,1525
Japan JPY 133,5525 120,4284 131,1173 123,5816
Jordanien JOD 0,7822 0,7823 0,7724 0,7498
Kanada CAD 1,4239 1,4598 1,5125 1,4230
Katar QAR 4,0194 4,0197 3,9659 3,8480
Libanon LBP 1.665,1715 1.664,8954 1.642,5471 1.593,6847
Malaysia MYR 4,3409 4,5736 4,6730 4,7406
Marokko MAD 10,8081 10,8407 10,7831 10,6705
Mexiko MXP 17,6440 20,6246 18,9240 21,8430
Neuseeland NZD 1,5914 1,5819 1,5914 1,5169
Oman OMR 0,4250 0,4250 0,4193 0,4068
Panama PAB 1,1039 1,1040 1,0892 1,0568
Peru PEN 3,5349 3,7300 3,7081 3,5491
Philippinen PHP 50,3376 52,5996 51,2554 52,5416
Polen PLN 4,1810 4,3638 4,2636 4,4180
Rumänien RON 4,4403 4,4947 4,5229 4,5427
Russland RUB 68,6566 73,1804 80,4168 64,7667
Saudi Arabien SAR 4,1416 4,1407 4,0886 3,9637
Schweden SEK 9,3339 9,4761 9,1831 9,5656
Schweiz CHF 1,0631 1,0894 1,0822 1,0754
Singapur SGD 1,5198 1,5245 1,5397 1,5265
Südafrika ZAR 14,2607 16,0580 16,9831 14,4954
Taiwan TWD 35,0744 35,5641 35,8330 34,0622
Thailand THB 37,9774 38,9178 39,2530 37,8475
Türkei TRY 3,0361 3,3394 3,1815 3,7288
Ungarn HUF 309,4268 311,4683 315,2762 310,1667
Vereinigte Arabische Emirate AED 4,0545 4,0549 4,0004 3,8815
Vereinigte Staaten von Amerika USD 1,1039 1,1040 1,0892 1,0568
Vietnam VND 24.240,1659 24.695,6697 24.498,2509 24.048,4597

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren linear abgeschrieben.

Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie der Goodwill, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich oder bei Vorliegen eines Hinweises auf Wertminderungen hin geprüft. Der Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Goodwill wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Ein Goodwill, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert der Beteiligung an assoziierten Unternehmen enthalten und wird infolgedessen nicht separat, sondern als Bestandteil des gesamten Buchwerts auf Wertminderung geprüft. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.

Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse beziehungsweise Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist.

Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwertes erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (sog. zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Mit Ausnahme des Goodwills wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.

Kosten für Forschung und Entwicklung werden gemäß IAS 38 in dem Geschäftsjahr als Aufwand verrechnet, in dem sie angefallen sind. Eine Ausnahme bilden dabei bestimmte Entwicklungskosten, die aktiviert werden, wenn es wahrscheinlich ist, dass aus dem Entwicklungsprojekt ein künftiger Nutzen erzielt wird und die anfallenden Kosten verlässlich ermittelbar sind. Darüber hinaus müssen die folgenden Kriterien nach IAS 38.57 erfüllt sein:

die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes

die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen

die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen

der Nachweis, wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird

die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können

die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig zu bewerten

Die Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Die in Entwicklung befindlichen Vermögenswerte werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Produktionsbeginn über die vorgesehene Laufzeit der entwickelten Modelle. Die voraussichtliche Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 6 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden auf den höheren Betrag aus Nutzungswert und Nettoveräußerungspreis vorgenommen. Liegen die Voraussetzungen für eine Wertminderung nicht mehr vor, werden Zuschreibungen - außer bei Firmenwerten - vorgenommen.

Sachanlagen

Sachanlagen sind gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßig linear nach der Pro-rata-temporis-Methode bemessene Abschreibungen, bewertet, sofern nicht in Ausnahmefällen ein anderer Abschreibungsverlauf dem Nutzungsverlauf besser gerecht wird. Einen Überblick über die Nutzungsdauern gibt die folgende Tabelle:

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Anlagenobjekt Wirtschaftliche Nutzungsdauer
Grundstücke unbegrenzt
Gebäude und sonstige Bauten 3 bis 60 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 21 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 21 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Nutzungswert bzw. der Nettoveräußerungspreis des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Sollten die Gründe für eine in den Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen.

Sowohl außerplanmäßige Abschreibungen als auch planmäßige Abschreibungen werden unter den Abschreibungen auf das Anlagevermögen erfasst. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen wird gemäß IAS 36 unter den langfristigen Vermögenswerten erläutert.

Leasing

Die BAUER Gruppe fungiert sowohl als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber. Die Klassifizierung der Leasingverhältnisse erfolgt nach IAS 17 nach der Verteilung der Chancen und Risiken zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer. Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert. Trägt der Leasingnehmer hingegen den wesentlichen Anteil der Chancen und Risiken, handelt es sich um ein Finanzierungsleasing-Verhältnis.

a) Bilanzierung als Leasingnehmer

Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasing-Verhältnis geleistete Zahlungen (netto nach Berücksichtigung von Anreizzahlungen, die vom Leasinggeber geleistet wurden) werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit unter den kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, so dass die Leasingverbindlichkeit konstant verzinst wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses.

b) Bilanzierung als Leasinggeber

Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, in der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht an der Nutzung eines Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum überträgt.

Vermögenswerte, die im Rahmen von Operating-Leasing-Verhältnissen vom Kunden angemietet werden, werden aufgrund ihrer Beschaffenheit in der Bilanz zugeordnet. Erträge aus Leasingverhältnissen werden linear über die Vertragslaufzeit erfasst. In der BAUER Gruppe werden Leasingverhältnisse als Leasinggeber abgeschlossen, die überwiegend als Operating-Leasing zu klassifizieren sind.

Zuwendungen öffentlicher Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte einschließlich nicht monetärer Zuwendungen zum beizulegenden Zeitwert werden in der Bilanz als passivischer Abgrenzungsposten (Investzulage) dargestellt oder bei der Feststellung des Buchwerts des Vermögenswerts aktivisch abgesetzt (Investzuschuss).

Unternehmenserwerbe

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile erfolgt entweder zu Anschaffungskosten (partielle Goodwill-Methode) oder zum Fair Value (Full-Goodwill-Methode). Das gegebene Wahlrecht kann einzelfallweise ausgeübt werden. In der BAUER Gruppe ist grundsätzlich die partielle Goodwill-Methode anzuwenden. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Transaktionskosten, die im direkten Zusammenhang mit einem Unternehmenszusammenschluss stehen, werden ergebniswirksam erfasst. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenserwerbs werden die Unterschiede zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert der bisher gehaltenen Anteile zum Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam erfasst. Für zum Erwerbszeitpunkt beim erworbenen Unternehmen bestehende Vertragsverhältnisse, ausgenommen Sachverhalte nach IAS 17 und IFRIC 4, wird eine Analyse und ggf. eine Neuklassifizierung dieser vorgenommen.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die gemäß IAS 23 in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten stehen, werden für den Zeitraum bis zur Inbetriebnahme des Vermögenswerts in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte einbezogen. Im Geschäftsjahr und Vorjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Grundsätzlich erfolgt die Überprüfung des Vorliegens eines qualifizierten Vermögenswerts nach intern festgelegten Wesentlichkeitsgrenzen für Projekte und Anlagen. Bei Überschreitung dieser Wesentlichkeitsgrenzen werden Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Andere Finanzierungskosten werden als laufender Aufwand unter den Finanzaufwendungen erfasst.

Investment Property

Zur Erzielung von Mieterträgen gehaltene Grundstücke und Gebäude werden gemäß IAS 40 zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, wobei die für die Abschreibungen (linear nach der Pro-rata-temporis-Methode) zugrunde gelegten Nutzungsdauern denen der selbst genutzten Sachanlagen entsprechen. Eine Bewertung durch einen unabhängigen Gutachter zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts des Investment Property hat nicht stattgefunden. Die Bewertung erfolgt aus Ableitung aktueller Marktpreise vergleichbarer Immobilien. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 2 der Bemessungshierarchie des IFRS 13.

At-Equity bewertete Anteile

Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen sind gemäß IAS 28 solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Beherrschung hat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen).

Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Anteile an Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses des assoziierten Unternehmens werden anteilig ebenfalls im sonstigen Ergebnis des Konzerns erfasst, getrennt nach Beträgen, die in einer späteren Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden und Beträge, die nicht umgegliedert werden. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.

Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin.

Gemeinschaftsunternehmen

Gemeinschaftsunternehmen sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinsam Beherrschung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern.

Unter die At-Equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen fallen neben Joint Ventures auch die typischen deutschen Arbeitsgemeinschaften ("ARGE"), wobei hier Beistellungs-ARGEN und Dach-ARGEN zu unterscheiden sind. Beide Arbeitsgemeinschaften fallen unter die Regelung des IFRS 11.

Bei Beistellungs-ARGEN werden Vermögenswerte in Form von Personal, Material oder Gerät der ARGE bei- und in Rechnung gestellt. Die von der Arbeitsgemeinschaft erzielten Ergebnisse werden gemäß IAS 28 nach der Equity-Methode bilanziert. Entsprechend erfolgt der Ausweis in der Bilanz unter den At-Equity-bewerteten Anteilen und in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen.

Die Dach-ARGE dagegen arbeitet grundsätzlich ergebnisneutral. Die Vergütungsansprüche zwischen Dach-ARGE und Auftraggeber sind identisch mit den Vergütungsansprüchen der Einzellose gegenüber der Dach-ARGE. Alle eingehenden Auftraggeberzahlungen werden von der Dach-ARGE in voller Höhe an die Einzellose weitergeleitet. Bauer als Partner einer Dach-ARGE bilanziert insofern die in seiner Verfügungsmacht stehenden Vermögenswerte und die selbst eingegangenen Schulden sowie die getätigten eigenen Aufwendungen und weist die anteiligen Erträge aus diesen Aktivitäten in den Umsatzerlösen aus.

Laufende Verrechnungen von und gegenüber Arbeitsgemeinschaften werden unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften ausgewiesen.

Gemeinschaftliche Tätigkeiten

Gemeinschaftliche Tätigkeiten sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte an den Vermögenswerten besitzen und Verpflichtungen für die Schulden der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern.

Sofern die BAUER Gruppe Tätigkeiten im Rahmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit durchführt, so erfasst der Konzern als gemeinschaftlich Tätiger im Zusammenhang mit seinem Anteil an der gemeinschaftlichen Tätigkeit folgende Posten:

Seine Vermögenswerte, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten

Seine Schulden, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Schulden

Seine Erlöse aus dem Verkauf seines Anteils an den Erzeugnissen oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit

Seinen Anteil an den Erlösen aus dem Verkauf der Erzeugnisse oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit und

Seine Aufwendungen, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Aufwendungen

Bei Transaktionen, wie dem Kauf von Vermögenswerten durch ein Konzernunternehmen, werden Gewinne und Verluste in dem Umfang des Konzernanteils an der gemeinschaftlichen Tätigkeit erst bei der Weiterveräußerung der Vermögenswerte an Dritte erfasst.

Finanzinstrumente

a) Originäre Finanzinstrumente

In der BAUER Gruppe werden originäre Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgenden Kategorien zugeordnet:

Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) oder "LaR"

zur Veräußerung verfügbar (Available-for-Sale) oder "AfS"

Die Kategorie "Loans and Receivables" umfasst kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte.

Der Kategorie "Available-for-Sale" werden Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Eigenkapitalanteile zugeordnet, die nicht konsolidiert oder nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden. Für jene Eigenkapitalanteile besteht kein aktiver Markt sowie die Möglichkeit der verlässlichen Fair-Value-Ermittlung, so dass die Anteile zu Anschaffungskosten bewertet wurden. Eine Veräußerungsabsicht liegt nicht vor. Liegen objektive Hinweise vor, dass bei diesen Eigenkapitalinstrumenten eine Wertminderung eingetreten ist, so ergibt sich der Betrag der Wertberichtigung aus der Differenz zwischen dem Buchwert des finanziellen Vermögenswertes und dem Barwert der geschätzten künftig erwarteten Cashflows, die unter Berücksichtigung einer angemessenen Marktrendite abgezinst werden. Solche Wertberichtigungen dürfen nicht rückgängig gemacht werden.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, und solche, die nicht in eine der anderen genannten Kategorien finanzieller Vermögenswerte eingestuft sind. Sie werden sowohl bei der Erstbilanzierung als auch in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, werden zu jedem Bilanzstichtag auf objektive Anhaltspunkte (wie etwa erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, der Wegfall eines aktiven Markts für den finanziellen Vermögenswert) für eine Wertminderung überprüft. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Wertminderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem Eigenkapital zu eliminieren und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe zurückgenommen. Bei Schuldinstrumenten wird die Wertaufholung erfolgswirksam erfasst. Wertminderungen, die als zur Veräußerung verfügbare und mit den Anschaffungskosten bilanzierte nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nicht rückgängig gemacht werden.

Originäre Finanzinstrumente als finanzielle Verbindlichkeiten werden folgender Kategorie zugeordnet:

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost or Other Financial Liabilities) oder "FLAC"

Die Kategorie "Financial Liabilities Measured at Amortised Cost" umfasst Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten und kurz- und langfristige finanzielle Verbindlichkeiten.

Forderungen und Verbindlichkeiten der Kategorien "Financial Liabilities Measured at Amortised Cost" und "Loans and Receivables" werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert unter Einschluss der Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind, erfasst und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit ergeben sich gemäß der Effektivzinsmethode aus den historischen Anschaffungskosten abzüglich der vorgenommenen Tilgungen, zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag sowie abzüglich etwaiger Abschreibungen und Wertminderungen beziehungsweise zuzüglich Zuschreibungen und Wertaufholungen.

Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten sowohl dem Nennbetrag beziehungsweise dem Rückzahlungsbetrag. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen sowohl Guthaben bei Kreditinstituten als auch Kassenbestände und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Bei finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung der Transaktionskosten. Eine Ausbuchung von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt dann, wenn diese getilgt sind oder die Verpflichtung erloschen ist. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Erfüllungstag. Bei finanziellen Vermögenswerten werden Ausbuchungen von möglichen Ausfallrisiken durch Wertberichtigungen auf separaten Wertberichtigungskonten Rechnung getragen. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat oder die wesentlichen Chancen und Risiken weder übertragen noch zurückbehalten wurden, aber die Verfügungsmacht übertragen wurde. Bestehen an der Einbringbarkeit von Forderungen Zweifel, werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen oder pauschalierter Einzelwertberichtigung angesetzt. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise (z. B. Zahlungsversäumnisse, Insolvenzen) vorliegen, so dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Wertminderung wird über ein Wertberichtigungskonto erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sie werden zum selben Zeitpunkt wie die entsprechend wertberichtigte Forderung ausgebucht. Alle anderen Wertminderungen werden direkt abgeschrieben und ebenfalls erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Fair-Value-Option nach IAS 39 wurde nicht ausgeübt.

b) Derivative Finanzinstrumente

Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein Vertrag im Anwendungsbereich von IAS 39, der die folgenden drei Kriterien kumulativ erfüllt:

das/der seinen Wert infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preises eines Finanzinstrumentes, Rohstoffpreises, Wechselkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer ähnlichen Variablen ändert, sofern im Fall einer nicht finanziellen Variablen die Variable nicht spezifisch für eine Partei des Vertrags ist

das/der keine Anschaffungsauszahlung erfordert oder eine, die im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringer ist

das/der zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird.

In der BAUER Gruppe werden freistehende derivative Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgender Kategorie zugeordnet:

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets Held for Trading) oder "FAHfT"

Freistehende derivative Finanzinstrumente als finanzielle Verbindlichkeiten werden folgender Kategorie zugeordnet:

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Held for Trading) oder "FLHfT"

Wertänderungen von Derivaten, die nicht Teil eines Cashflow-Hedges sind, werden im Falle von Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäften unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen, im Falle von Zinsswaps erfolgswirksam unter den Finanzaufwendungen oder -erträgen, berücksichtigt.

Zu den freistehenden derivativen Finanzinstrumenten der Kategorien "Financial Assets Held for Trading" und "Financial Liabilities Held for Trading" gehören Marktwerte der Zinsswaps, Devisenoptionsgeschäfte, Cross Currency Swaps und Devisentermingeschäfte, die nicht im Hedge Accounting sind oder nicht die Bedingungen des Hedge Accounting erfüllen.

Derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps, Devisenoptionen, Cross Currency Swaps und Devisentermingeschäfte) werden in der BAUER Gruppe ausschließlich zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken eingesetzt. Reine Handelsgeschäfte ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden nicht eingegangen.

Bei Derivaten, die im Hedge Accounting sind, wird im Falle der Absicherung von erwarteten künftigen Transaktionen (Cashflow-Hedges) der effektive Teil des Gewinns oder Verlustes aus einem Sicherungsinstrument zunächst unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst und erst bei Realisierung des abgesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Der ineffektive Teil des Sicherungsgeschäfts wird sofort erfolgswirksam erfasst. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Handelstag. Im Geschäftsjahr 2016 wurde Hedge Accounting für Sicherungen von Zahlungsstromrisiken (Cashflow Hedges) angewendet. Die Marktwerte der Derivate werden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Konditionen, z. B. Zinssätze oder Devisenkurse und mithilfe anerkannter Modelle z. B. Discounted Cashflow-Modellen oder Optionspreismodellen, berechnet. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte werden auf der Basis von aktuellen Referenzkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und Terminabschlägen bestimmt. Die Marktwerte der Zinsswaps werden auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Dabei werden die für die jeweilige Restlaufzeit der Derivate geltenden Marktzinssätze verwendet.

Vorräte

Vorräte an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden gemäß IAS 2 mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettover-äußerungswert angesetzt.

Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Zur Ermittlung des Bilanzansatzes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird überwiegend die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet.

Sofern die unter den fertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren enthaltenen und primär zum Verkauf bestimmten Maschinen und Zubehörteile als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme kurzfristig vermietet sind, werden zur Bestimmung der Nettoveräußerungswerte folgende Faktoren berücksichtigt:

Dauer der Vermietung

Nutzungsdauer der Maschinen

Beschädigung und Ungängigkeit

Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkten Kosten des Herstellungsprozesses. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte wird gemäß IAS 2 unter den Vorräten erläutert.

Auftragsfertigung

Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) bilanziert. Die Umsätze werden nach der Percentage-of-Completion-Methode dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird entsprechend den angefallenen Kosten (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt. Sofern die kumulierte Leistung (Auftragskosten und anteiliges Ergebnis) die Zahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC). Verbleibt nach Abzug der Zahlungen ein negativer Saldo, wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) ausgewiesen. Zu erwartende Auftragsverluste werden zum Zeitpunkt ihres Bekanntwerdens in voller Höhe durch die Wertberichtigung eventuell bestehender Forderungen oder durch Bildung einer Rückstellung berücksichtigt. Die Fertigungsaufträge, die in Arbeitsgemeinschaften abgewickelt werden, werden entsprechend der PoC-Methode bewertet. Die Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften enthalten auch das anteilige Auftragsergebnis. Zu erwartende Verluste werden durch Abwertungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gedeckt und im Auftragsergebnis berücksichtigt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und Sichteinlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von unter drei Monaten.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte sowie die zugehörigen Schulden werden nach IFRS 5 bewertet und gesondert als kurzfristig ausgewiesen. Bei den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten handelt es sich um Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung sehr wahrscheinlich ist. Die Veräußerung muss erwartungsgemäß innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Umklassifizierung in Betracht kommen. Dabei kann es sich um einzelne Vermögenswerte, um Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder um Unternehmensbestandteile (aufgegebene Geschäftsbereiche) handeln. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte werden nicht mehr abgeschrieben, sondern mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, sofern dieser niedriger ist als der Buchwert.

Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf Abweichungen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen in Höhe der voraussichtlichen künftigen Steuerbelastung bzw. -entlastung berücksichtigt. Daneben werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit der Realisierung hinreichend gerechnet wird.

Latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Gemäß IAS 12.74 sind latente Steueransprüche und latente Steuerschulden zu saldieren, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht. Des Weiteren ist zu saldieren, wenn sich die latenten Steueransprüche und die latenten Steuerschulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für:

entweder dasselbe Steuerobjekt oder

unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, in jeder zukünftigen Periode, in der die Ablösung oder Realisierung erheblicher Beträge an latenten Steuerschulden bzw. Steueransprüchen zu erwarten ist, entweder den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung der Ansprüche die Verpflichtungen abzulösen.

Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der Ansatz der latenten Steuern im Inland erfolgt auf der Basis der Körperschaftsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Gewerbesteuer innerhalb einer Bandbreite von 26,90 % bis 32,14 % (Vorjahr: 26,90 % und 31,69 %). Im Ausland werden Steuersätze zwischen 0,00 % und 38,15 % (Vorjahr: 0,00 % und 38,15 %) zugrunde gelegt.

Rückstellungen

a) Pensionsrückstellungen

Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland.

Typischerweise schreiben leistungsorientierte Pläne einen Betrag an Pensionsleistungen fest, den die Beschäftigten bei Renteneintritt erhalten werden und der in der Regel von einem oder mehreren Faktoren (wie Alter, Dienstzeit und Gehalt) abhängig ist.

Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag, abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten zu. In den Ländern, in denen es keinen hinreichend entwickelten Markt für solche Anleihen gibt, werden Regierungsanleihen angewandt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung im Finanzaufwand.

Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen zahlt das betreffende Unternehmen Beiträge an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen, die im Personalaufwand ausgewiesen werden.

b) Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind.

c) Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, sofern sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit positiven Erfolgsbeiträgen saldiert. Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt. Rückstellungen werden nur für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet.

Erträge und Aufwendungen

Umsatzerlöse bzw. sonstige Erträge werden gemäß IAS 18 mit Erbringung der Leistung bzw. mit Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert.

Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. Erhaltene Dividenden werden als Erträge aus operativen Beteiligungen unter den Finanzerträgen erfasst. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Finanzerträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst.

Erträge aus Dienstleistungsverträgen werden ihrem Fertigstellungsgrad entsprechend erfasst.

6. KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Berichterstattung über die Segmente der BAUER Gruppe wurde wie im Vorjahr gemäß IFRS 8 aufgestellt.

Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente der BAUER Gruppe.

Die BAUER Gruppe ist in die Segmente Bau, Maschinen und Resources aufgeteilt. Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen durchgeführt.

Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist als einzige Gesellschaft in allen drei Segmenten tätig. Das Vermögen, die Schulden sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurden den entsprechenden Segmenten zugeordnet.

Bau

Kerngeschäft des Segments Bau ist der Spezialtiefbau. Für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude werden komplette Baugruben und Gründungen auf oft schwierigem Baugrund erstellt. Um den Kunden auch eine komplette Leistung anbieten zu können, bieten die Unternehmen der BAUER Gruppe zusätzlich andere Bauleistungen, die oft wesentliche Spezialtiefbau-anteile beinhalten, an. Beispiele dafür sind Brücken, umwelttechnische Baumaßnahmen, Sanierungsleistungen sowie Bauen im Bestand. Durch die enge Verzahnung aller Bautätigkeiten ergibt sich das Segment Bau.

Maschinen

Im Segment Maschinen werden für die weltweite Vermarktung Baumaschinen für alle Verfahren des Spezialtiefbaus sowie für Tiefenbohrungen entwickelt und hergestellt. Mit den Geräten für den Spezialtiefbau können Bohrungen großer und kleiner Durchmesser für Pfähle, Schlitzwände, Anker, Injektionen und Brunnen hergestellt werden. Mit den Geräten für Tiefenbohrungen können Bohrungen für den Geothermie-, Öl- und Gasbereich vorgenommen werden. Des Weiteren werden Geräte für Rammarbeiten und Bodenverbesserungen produziert. Eine große Auswahl an Zusatzgeräten und Zusatzeinrichtungen ergänzt das Vertriebsprogramm zu Komplettverfahren für alle Anwendungen im Spezialtiefbau.

Resources

Im Segment Resources sind alle Unternehmen des Konzerns gebündelt, die sich mit Leistungen zur Sanierung und Gewinnung natürlicher Grundlagen des menschlichen Lebens befassen. Dies sind die Unternehmen der Umwelttechnik zur Reinigung von Böden und Grundwasser, die Unternehmen für Aufschlussbohr- und Abbauarbeiten zur Gewinnung von Rohstoffen in Minen und zum Bohren von Brunnen und Geothermieanlagen. Darüber hinaus gehören zu diesem Segment Unternehmen, die Materialien zum Ausbau von Bohrungen, speziell für Brunnen und Geothermie, herstellen und vertreiben.

Sonstiges

Unter Sonstiges sind die zentralen Dienste (Rechnungswesen, Personal, IT, etc.) der BAUER AG für die Konzerngesellschaften sowie andere, nicht den gesondert dargestellten Segmenten zuordenbare Gesellschaften enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen übernehmen oder anbieten.

Konsolidierung

Unter Konsolidierung werden hier die intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt. Diese beinhalten die Bereinigung von Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldern sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse. Die intrasegmentären Konsolidierungseffekte, also Effekte innerhalb des Geschäftsfelds, wurden bereits dort bereinigt.

Das als Ergebnis nach Steuern ausgewiesene Segmentergebnis enthält die Finanzerträge und -aufwendungen sowie das Ergebnis aus at-Equity bewerten Anteilen und den Ertragsteueraufwand. Das Segmentvermögen und die Segmentschulden der Geschäftsbereiche enthalten alle Vermögenswerte und Schulden des Konzerns. Die langfristigen Vermögenswerte im Segmentbericht nach Regionen enthalten immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Investment Property.

Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit Dritten

Die konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften wider. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Gesamtleistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus der Leistung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie der Leistung nicht konsolidierter Gesellschaften.

Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort des Kunden zugeordnet.

Es bestehen keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 %.

Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt und jede Dienstleistung bzw. auf jede Gruppe vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht verfügbar.

Konzern-Segmentberichterstattung

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SEGMENTBERICHT NACH GESCHÄFTSFELDERN Bau Maschinen Resources
in Tausend EUR 2015 2016 2015 2016 2015 2016
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 742.862 722.103 753.083 651.715 221.609 264.712
Umsatzerlöse mit Dritten 650.762 614.456 548.039 542.688 179.319 238.199
Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern 18.568 15.995 52.458 41.535 2.756 2.562
Bestandsveränderungen 105 -197 30.230 16.194 -1.341 -638
Andere aktivierte Eigenleistungen 585 647 4.979 4.337 839 526
Sonstige Erträge 25.680 30.188 113.164 24.457 18.753 5.391
Konsolidierte Leistung 695.700 661.089 748.870 629.211 200.326 246.040
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 62.336 72.731 131.353 71.243 -8.206 7.785
Abschreibungen auf das Anlagevermögen -48.420 -42.346 -18.717 -18.727 -11.601 -11.014
Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 -13.195 -15.532 0 0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 13.916 30.385 99.441 36.984 -19.807 -3.229
Finanzerträge 2.306 2.183 1.768 1.579 1.235 1.419
Finanzaufwendungen -14.009 -13.768 -20.903 -19.455 -11.206 -12.422
Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen 171 -2.530 226 -3.650 2.275 3.159
Ertragsteueraufwand -9.700 -6.807 -15.135 -4.512 -1.895 2.621
Ergebnis nach Steuern -7.316 9.463 65.397 10.946 -29.398 -8.452
ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG            
Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen -89 -57 -765 -967 -10 -44
Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten            
Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten -13 -425 0 -3.304 -149 -480
Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte -656 -1.025 -11.295 -8.474 -198 -85
Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen -3.490 -3.123 -8.967 -8.365 -1.899 -14.286
Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 4.321 7.518 562 639
ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ            
SEGMENTVERMÖGEN 31.12. 616.089 634.135 818.061 779.328 269.254 315.812
darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen 9.430 5.274 90.975 87.890 32.249 36.088
davon Investitionen ins Anlagevermögen 58.183 54.147 18.775 26.802 8.823 11.761
SEGMENTSCHULDEN 31.12. 483.534 485.669 540.036 511.565 237.562 286.531
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SEGMENTBERICHT NACH GESCHÄFTSFELDERN Sonstiges Konsolidierung Konzern
in Tausend EUR 2015 2016 2015 2016 2015 2016
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 41.492 48.590 -102.634 -100.991 1.656.412 1.586.129
Umsatzerlöse mit Dritten 871 1.538     1.378.991 1.396.881
Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern 32.425 37.556 -106.207 -97.648 0 0
Bestandsveränderungen 0 0 0 0 28.994 15.359
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 0 16.345 7.962 22.748 13.472
Sonstige Erträge 6.987 7.996 -7.371 -5.168 157.213 62.864
Konsolidierte Leistung 40.283 47.090 -97.233 -94.854 1.587.946 1.488.576
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 7.577 9.809 -7.999 -3.179 185.061 158.389
Abschreibungen auf das Anlagevermögen -3.011 -3.284 606 862 -81.143 -74.509
Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 0 0 -13.195 -15.532
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 4.566 6.525 -7.393 -2.317 90.723 68.348
Finanzerträge 10.287 11.793 -10.624 -11.434 4.972 5.540
Finanzaufwendungen -6.488 -12.613 10.624 11.434 -41.982 -46.824
Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen 0 0 0 0 2.672 -3.021
Ertragsteueraufwand -1.537 -869 874 -62 -27.393 -9.629
Ergebnis nach Steuern 6.828 4.836 -6.519 -2.379 28.992 14.414
ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG            
Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen 0 0 0 0 -864 -1.068
Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten            
Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten 0 0 0 0 -162 -4.209
Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 0 0 -12.149 -9.584
Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 0 0 -14.356 -25.774
Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 0 0 4.883 8.157
ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ            
SEGMENTVERMÖGEN 31.12. 362.055 430.804 -408.551 -458.661 1.656.908 1.701.418
darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen 0 0 -101 0 132.553 129.252
davon Investitionen ins Anlagevermögen 6.522 3.736 -1.325 -652 90.978 95.794
SEGMENTSCHULDEN 31.12. 201.241 268.743 -256.675 -285.221 1.205.698 1.267.287
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SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN Deutschland Übrige EU Übriges Europa
in Tausend EUR 2015 2016 2015 2016 2015 2016
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 473.727 481.053 161.910 218.011 70.766 94.985
Umsatzerlöse mit Dritten 340.407 394.661 155.438 217.070 67.199 68.831
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Investment Property 31.12. 230.580 226.069 19.627 22.258 12.978 20.306
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SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN Nahost und Zentralasien Asien-Pazifik Fernost und Australien Amerika
in Tausend EUR 2015 2016 2015 2016 2015 2016
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 227.679 197.339 347.788 283.910 297.392 235.602
Umsatzerlöse mit Dritten 186.019 185.486 337.701 268.760 221.809 193.854
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Investment Property 31.12. 47.825 47.747 84.121 85.626 24.217 23.876
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SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN Afrika Konzern
in Tausend EUR 2015 2016 2015 2016
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 77.150 75.229 1.656.412 1.586.129
Umsatzerlöse mit Dritten 70.418 68.219 1.378.991 1.396.881
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Investment Property 31.12. 12.463 7.735 431.811 433.617

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

7. UMSATZERLÖSE

Die erzielten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.396.881 (Vorjahr: 1.378.991) enthalten Erlöse aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode, Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie Umsatzerlöse aus dem Verkauf und der Vermietung von Geräten und Zubehör.

Die Umsatzerlöse aus der Percentage-of-Completion-Methode betrugen im Geschäftsjahr TEUR 714.983 (Vorjahr: 697.066).

Die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Geräten und Zubehör betrugen im Geschäftsjahr TEUR 21.898 (Vorjahr: 20.170), Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen sowie Erlösschmälerungen betrugen insgesamt TEUR 660.357 (Vorjahr: 664.862).

Zur Darstellung und Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern und Regionen verweisen wir auf die Erläuterungen zur Segmentberichterstattung (siehe Textziffer 6).

Die Umsatzerlöse geben nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr erbrachten Leistung wieder. Daher wird im Folgenden auf die Gesamtkonzernleistung übergeleitet:

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in Tausend EUR 2015 2016
Umsatzerlöse 1.378.991 1.396.881
Bestandsveränderungen 28.994 15.359
Andere aktivierte Eigenleistungen 22.748 13.472
Sonstige Erträge 157.213 62.864
Konsolidierte Leistung 1.587.946 1.488.576
Nachunternehmeranteil ARGEN 10.158 11.570
Leistung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 45.322 84.165
Leistung der nicht konsolidierten Unternehmen 34.742 24.825
Interne Konzernleistung -21.756 -23.007
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 1.656.412 1.586.129

In den Umsatzerlösen sind auch periodenfremde Erlöse in Höhe von netto TEUR 8.663 (Vorjahr: 3.724) enthalten, die sich aufgrund der finalen Schlussrechnungsvereinbarungen im Segment Bau ergeben. Im Baubereich können bei Schlussrechnungen z. B. Nachtragspositionen enthalten sein, die noch nicht mit dem Auftraggeber endverhandelt bzw. beauftragt wurden. Diese können sich teilweise als zweifelhaft darstellen. Auf diese Beträge wird eine Umsatzkorrektur vorgenommen. Sollte sich der zweifelhafte Betrag als werthaltig herausstellen, wird der entsprechende Umsatz realisiert.

8. ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

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in Tausend EUR 2015 2016
Erträge aus anderen aktivierten Eigenleistungen 22.748 13.472

9. SONSTIGE ERTRÄGE

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in Tausend EUR 2015 2016
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 16.411 4.567
Realisierte und unrealisierte Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften 50.827 30.674
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 1.434 1.652
Sonstige Erträge aus Vermietungen 263 290
Effekte aus Ent- und Übergangskonsolidierungen 77.896 15.608
Sonstige betriebliche Erträge 10.382 10.073
Gesamt 157.213 62.864

Die unter den sonstigen Erträgen ausgewiesenen realisierten und unrealisierten Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 30.674 (Vorjahr: 50.827) sind im Zusammenhang mit der globalen Währungssicherungsstrategie und der zugrundeliegenden Währungsverbuchung entstanden. In diesem Zusammenhang stehen den Erträgen realisierte und unrealisierte Währungsverluste sowie Verluste aus Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 32.582 (Vorjahr: 58.501) gegenüber, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten darüber hinaus im Wesentlichen Erträge aus geldwerten Vorteilen, andere Aufwandserstattungen sowie sonstige Erträge, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind.

10. MATERIALAUFWAND

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in Tausend EUR 2015 2016
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 511.539 454.224
Aufwendungen für bezogene Leistungen 240.993 263.768
Gesamt 752.532 717.992

11. PERSONALAUFWAND

Die Aufwendungen für Altersversorgung umfassen den Aufwand für Versorgungsleistungen sowie die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen ohne den Zinsanteil, der unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen wird.

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in Tausend EUR 2015 2016
Löhne und Gehälter 317.893 311.463
Soziale Abgaben 51.608 52.146
Aufwendungen für Altersversorgung 6.617 6.091
Gesamt 376.118 369.700

Die Arbeitgeberanteile zur Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 21.406 (Vorjahr: 21.758). Hierbei handelt es sich um beitragsorientierte Pläne, die unter 5.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern erläutert wurden. Davon entfallen TEUR 17.554 (Vorjahr: 16.995) auf das Inland und TEUR 3.852 (Vorjahr: 4.763) auf das Ausland. In den Löhnen und Gehältern sind Abfindungszahlungen in Höhe von TEUR 647 (Vorjahr: 1.560) enthalten.

12. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

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in Tausend EUR 2015 2016
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 1.042 2.723
Mieten und Pachten 27.152 22.593
Energie, Heizung, Wasser 6.385 4.711
Kraftfahrzeugkosten 7.646 6.363
Sach,- Kfz- und Transportversicherung 10.411 9.657
Übrige Betriebsaufwendungen 35.604 28.391
Verwaltungsaufwendungen 40.619 42.829
Vertriebsaufwendungen 35.844 32.999
Sonstige mitarbeiterbezogene Aufwendungen 19.408 15.525
Realisierte und unrealisierte Währungsverluste sowie Verluste aus Devisentermingeschäften 58.501 32.582
Ergebnis aus Wertberichtigungen auf Forderungen 9.424 17.609
Bankspesen 2.732 3.714
Zölle 2.028 2.663
Kostenabgrenzung 1.394 6.725
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 16.045 13.411
Gesamt 274.235 242.495

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen erfolgswirksame Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen sowie übrige sonstige betriebliche Aufwendungen, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind. Die sonstigen mitarbeiterbezogenen Aufwendungen umfassen u. a. Aus- und Fortbildungskosten, Beihilfen und Geschenke, Reise- und Umzugskosten und weitere projektbezogene Personalkosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Erträge in Höhe von TEUR 15.156 (Vorjahr: 12.750) aus Auflösung von Rückstellungen, Wertberichtigungen auf Forderungen, Ausbuchung von Verbindlichkeiten sowie aus abgeschriebenen Forderungen enthalten. Den realisierten und unrealisierten Währungsverlusten und Verlusten aus Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 32.582 (Vorjahr: 58.501) stehen entsprechende Währungsgewinne gegenüber, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen sind.

13. ABSCHREIBUNGEN

Die Abschreibungen stellen sich wie folgt dar:

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in Tausend EUR 2015 2016
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 10.143 8.209
Abschreibungen auf Sachanlagevermögen 71.000 66.300
Gesamt 81.143 74.509

Die Wertminderungen auf das Anlagevermögen werden unter Textziffer 19.2 Sachanlagen und Investment Property erläutert.

14. NUTZUNGSBEDINGTE ABSCHREIBUNGEN ZUR WERTMINDERUNG DER VORRÄTE

Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Geschäftsjahr TEUR 15.532 (Vorjahr: 13.195). Dabei handelt es sich um nutzungsbedingte Abschreibungen auf Gebrauchtmaschinen, die kurzfristig an Kunden zur Verkaufsförderung vermietet waren. Die nutzungsbedingten Abschreibungen auf im Geschäftsjahr 2016 abgegangene Gebrauchtmaschinen sind in diesen Zahlen enthalten.

FINANZERGEBNIS

15. FINANZERTRÄGE

Die Finanzerträge stellen sich wie folgt dar:

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in Tausend EUR 2015 2016
Erträge aus operativen Beteiligungen 59 280
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.798 3.468
Erträge aus Marktwertänderungen von Zinsswaps 1.115 1.792
Gesamt 4.972 5.540

16. FINANZAUFWENDUNGEN

Die Finanzaufwendungen gliedern sich wie folgt:

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in Tausend EUR 2015 2016
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 36.486 36.036
Außerplanmäßige Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte 162 4.209
Verluste aus Marktwertänderungen von Zinsswaps 2.905 3.798
Zinsanteile an Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.429 2.781
Gesamt 41.982 46.824

Die unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthaltenen Zinsen aus Finance-Leasing betrugen im Geschäftsjahr TEUR 877 (Vorjahr: 869). Im Finanzergebnis sind Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 3.418 (Vorjahr: 3.762) sowie Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 35.545 (Vorjahr: 35.779) enthalten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Von den außerplanmäßigen Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 4.209 (Vorjahr: 162) sind TEUR 425 (Vorjahr: 13) dem Segment Bau, TEUR 3.304 (Vorjahr: 0) dem Segment Maschinen und TEUR 480 (Vorjahr: 149) dem Segment Resources zuzuordnen.

17. ERTRAGSTEUERAUFWAND

Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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in Tausend EUR 2015 2016
Tatsächliche Steuern 21.438 19.612
Latente Steuern 5.955 -9.983
Gesamt 27.393 9.629

Der theoretische Steuersatz beträgt 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %).

Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand

Der erwartete Steueraufwand liegt unter dem ausgewiesenen Steueraufwand. Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten und dem ausgewiesenen Steueraufwand begründen sich in der Überleitungsrechnung wie folgt:

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in Tausend EUR 2015 2016
Ergebnis vor Steuern (EBT) 56.385 24.043
Theoretischer Steueraufwand 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %) 15.833 6.751
Steuersatzunterschiede 1.313 1.747
Steuerauswirkung der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträge -10.481 -1.190
Effekte aus Abweichungen in der steuerlichen Bemessungsgrundlage 1.594 3.141
Equity-Bilanzierung assoziierter Unternehmen -750 848
Steuernachzahlungen/-erstattungen Vorjahre 977 312
Effekte aus aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und temporären Differenzen 18.950 -1.941
Sonstiges -43 -39
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27.393 9.629

In den Steuerauswirkungen der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträge sind Effekte aus Übergangs- und Entkonsolidierungen in Höhe von TEUR -1.982 (Vorjahr: -12.153) enthalten.

Aus internen Ausschüttungen ergeben sich nach dem 31. Dezember 2016 steuerliche Auswirkungen in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: 31).

18. ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des den Aktionären der BAUER AG zurechenbaren Ergebnis nach Steuern mit der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der ausgegebenen Stammaktien. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf nachstehende Werte:

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2015 2016
Den Aktionären der BAUER AG zurechenbares Ergebnis nach Steuern in TEUR 29.715 11.302
Anzahl der Aktien vom 01.01. bis 31.12. 17.131.000 17.131.000
Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 17.131.000 17.131.000
Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 17.131.000 17.131.000
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 1,73 0,66
Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 1,73 0,66

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind im Anlagespiegel auf den folgenden Seiten dargestellt.

LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

19. ANLAGEVERMÖGEN

19.1 Immaterielle Vermögenswerte

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in Tausend EUR Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- und Firmenwert Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten Summe
01.01.2015 33.537 2.186 289 45.568 81.580
Veränderung im Konsolidierungskreis -443 0 0 -10.514 -10.957
Zugänge 3.019 0 0 4.792 7.811
Abgänge 205 0 207 303 715
Umbuchungen 1 0 0 0 1
Währungsanpassung 309 0 0 -9 300
31.12.2015 36.218 2.186 82 39.534 78.020
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in Tausend EUR Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte
Kumulierte Abschreibung Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- und Firmenwert Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten Summe
01.01.2015 23.381 2.186 250 21.323 47.140
Veränderung im Konsolidierungskreis -305 0 0 -6.038 -6.343
Zugänge 3.787 0 28 6.328 10.143
Abgänge 189 0 207 165 561
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsanpassung 194 0 0 -8 186
31.12.2015 26.868 2.186 71 21.440 50.565
Buchwert 31.12.2015 9.350 0 11 18.094 27.455
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in Tausend EUR Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- und Firmenwert Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten Summe
01.01.2016 36.218 2.186 82 39.534 78.020
Veränderung im Konsolidierungskreis -1.680 0 0 -170 -1.850
Zugänge 3.045 0 0 4.223 7.268
Abgänge 172 0 42 934 1.148
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsanpassung 309 0 0 15 324
31.12.2016 37.720 2.186 40 42.668 82.614
scroll
in Tausend EUR Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte
Kumulierte Abschreibung Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- und Firmenwert Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten Summe
01.01.2016 26.868 2.186 71 21.440 50.565
Veränderung im Konsolidierungskreis -1.325 0 0 -151 -1.476
Zugänge 3.217 0 9 4.983 8.209
Abgänge 118 0 42 392 552
Umbuchungen 5 0 0 -5 0
Währungsanpassung 216 0 0 12 228
31.12.2016 28.863 2.186 38 25.887 56.974
Buchwert 31.12.2016 8.857 0 2 16.781 25.640

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis umfassen im Wesentlichen Immaterielle Vermögenswerte aus der Entkonsolidierung der BAUER-DE WET EQUIPMENT (PROPRIETARY) LIMITED mit einem Buchwert von TEUR 354. Im Vorjahr umfassten die Veränderungen im Konsolidierungskreis die BAUER Deep Drilling GmbH mit einem Buchwert von TEUR 4.165.

Von den im Jahr 2016 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Patentkosten erfüllten TEUR 4.401 (Vorjahr: 4.936) die Aktivierungskriterien nach IFRS. Folgende Beträge wurden erfolgswirksam verrechnet:

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in Tausend EUR 2015 2016
Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten 19.470 17.137
Abschreibungen auf Entwicklungskosten und Patente 6.528 5.162
Aufwandswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten 25.998 22.299

19.2 Sachanlagen und Investment Property

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in Tausend EUR
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Grundstücke und Bauten Investment Property Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
01.01.2015 306.192 1.734 513.190 75.297 8.213 904.626
Veränderung im Konsolidierungskreis -28.058 0 -4.431 -407 -401 -33.297
Zugänge 4.499 15 59.539 11.083 8.031 83.167
Abgänge 4.378 0 66.925 7.318 30 78.651
Umbuchungen 4.794 0 4.766 146 -9.707 -1
Währungsanpassung 3.994 0 17.562 1.392 -444 22.504
31.12.2015 287.043 1.749 523.701 80.193 5.662 898.348
scroll
in Tausend EUR
Kumulierte Abschreibung Grundstücke und Bauten Investment Property Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
01.01.2015 99.616 930 306.981 50.190 0 457.717
Veränderung im Konsolidierungskreis -4.209 0 -3.359 -459 -64 -8.091
Zugänge 9.661 35 52.350 8.954 0 71.000
Abgänge 2.745 0 29.002 5.846 0 37.593
Umbuchungen 0 0 0 0 0 0
Währungsanpassung 488 0 9.418 989 64 10.959
31.12.2015 102.811 965 336.388 53.828 0 493.992
Buchwert 31.12.2015 184.232 784 187.313 26.365 5.662 404.356
davon Finanzierungsleasing Buchwert 31.12.2015 1.687 0 16.231 5.940 0 23.858
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in Tausend EUR
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Grundstücke und Bauten Investment Property Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
01.01.2016 287.043 1.749 523.701 80.193 5.662 898.348
Veränderung im Konsolidierungskreis -1.310 0 1.419 -551 0 -442
Zugänge 3.357 0 59.042 9.769 16.358 88.526
Abgänge 4.808 1.749 35.873 6.991 359 49.780
Umbuchungen 1.540 0 4.692 647 -6.879 0
Währungsanpassung -87 0 -8.302 -1.029 39 -9.379
31.12.2016 285.735 0 544.679 82.038 14.821 927.273
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in Tausend EUR
Kumulierte Abschreibung Grundstücke und Bauten Investment Property Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
01.01.2016 102.811 965 336.388 53.828 0 493.992
Veränderung im Konsolidierungskreis -235 0 -83 -410 0 -728
Zugänge 8.453 32 49.211 8.604 0 66.300
Abgänge 3.010 997 22.026 5.620 0 31.653
Umbuchungen 0 0 -412 412 0 0
Währungsanpassung -102 0 -7.782 -731 0 -8.615
31.12.2016 107.917 0 355.296 56.083 0 519.296
Buchwert 31.12.2016 177.818 0 189.383 25.955 14.821 407.977
davon Finanzierungsleasing Buchwert 31.12.2016 0 0 24.607 6.641 0 31.248

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis in 2015 umfassten Abgänge von Sachanlagen aus der Entkonsolidierung der BAUER Manufacturing LLC in Höhe von TEUR 26.271, der SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH in Höhe von TEUR 425 und der BAUER Deep Drilling GmbH mit TEUR 97 sowie Zugänge aus der Erstkonsolidierung der BAUER Equipment India Private Limited, der BAUER Equipment Australien Pty. Ltd., der BAUER Resources Maroc S.A.R.L. und der BAUER Resources Senegal SARL mit einem Zugang von Sachanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 1.587.

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis in 2016 umfassen im Wesentlichen Abgänge von Sachanlagen aus der Entkonsolidierung der BAUER-DE WET EQUIPMENT (PROPRIETARY) LIMITED in Höhe von TEUR 1.586, der HGC Hydro-Geo-Consult GmbH in Höhe von TEUR 127 sowie Zugänge aus der Erstkonsolidierung der BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o und der BAUER Resources Saudi LLC mit einem Zugang von Sachanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 1.993.

Für mittels Finance-Lease-Verträgen geleaste Gebäude und Anlagen bestehen überwiegend Kaufoptionen, die auch ausgeübt werden sollen. Die Zinssätze, die den Verträgen zugrunde liegen, variieren je nach Markt und Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwischen 1,17 % und 7,75 % (Vorjahr: 1,43 % und 7,50 %). Die in der Zukunft fälligen Leasingzahlungen mit ihren Barwerten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

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in Tausend EUR Restlaufzeit 2015 Restlaufzeit 2016
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
Mindestleasingzahlungen 9.606 13.120 0 22.726 11.235 19.650
Zinsanteile 661 468 0 1.129 775 803
Barwert 8.945 12.652 0 21.597 10.460 18.847
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in Tausend EUR Restlaufzeit 2016
über 5 Jahre Gesamt
Mindestleasingzahlungen 332 31.217
Zinsanteile 52 1.630
Barwert 280 29.587

Das Investment Property wurde im Geschäftsjahr zu einem Verkaufspreis in Höhe von TEUR 800 veräußert. Dabei handelte es sich um ein Hotel im Besitz der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, das an Dritte vermietet wurde. Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist darüber hinaus vertraglich zur Instandhaltung verpflichtet gewesen. Eine Bewertung durch einen unabhängigen Gutachter zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts des Investment Property hat nicht stattgefunden. Die Bewertung erfolgte aus Ableitung aktueller Marktpreise vergleichbarer Immobilien. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 2 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. Der Marktwert betrug im Vorjahr TEUR 784.

Im Berichtszeitraum sind keine Mieterträge (Vorjahr: TEUR 51) erzielt worden, denen direkte betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 43 (Vorjahr: 14) gegenüberstehen.

Gegenstände des Sachanlagevermögens unterliegen mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 92.104 (Vorjahr: 112.090) Belastungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen. Darüber hinaus bestehen für gemietete Vermögenswerte, die gemäß IAS 17 dem Konzern zuzurechnen sind (Finance-Lease) in Höhe von TEUR 31.247 (Vorjahr: 23.858) geschäftsübliche Verfügungsbeschränkungen.

Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert (Vorjahr: keine). Insgesamt wurde das Anlagevermögen im Geschäftsjahr um TEUR 1.068 (Vorjahr: 864) außerplanmäßig abgeschrieben. Diese Abschreibungen sind in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr: 89) dem Segment Bau, in Höhe von TEUR 967 (Vorjahr: 765) dem Segment Maschinen und in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: 10) dem Segment Resources zuzuordnen. Davon entfallen auf immaterielle Vermögenswerte TEUR 947 (Vorjahr: 768) und auf das Sachanlagevermögen TEUR 121 (Vorjahr: 96). Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte betrifft aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 489 bei der KLEMM Bohrtechnik GmbH und der MAT Mischanlagentechnik als Zweigniederlassung der BAUER Maschinen GmbH im Segment Maschinen. Die erwartete Marktentwicklung für verschiedene eigenentwickelte Geräte war hierfür ausschlaggebend. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen betreffen mit TEUR 94 die Technischen Anlagen und Maschinen und mit TEUR 2 die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde auf Basis des erzielbaren Betrages vorgenommen. Dieser entsprach bei den aktivierten Entwicklungskosten dem Nutzungswert. Der dafür verwendete Abzinsungssatz betrug im Geschäftsjahr 7,00 % (Vorjahr: 7,72 %). Für andere nicht finanzielle Vermögenswerte entsprach der erzielbare Betrag regelmäßig dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 1 der Bemessungshierarchie des IFRS 13.

19.3 At-Equity bilanzierte Anteile

Die Bilanzansätze der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen haben sich wie folgt entwickelt:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
At-Equity bewertete Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 94.232 92.489
At-Equity bewertete Anteile an assoziierten Unternehmen 38.321 36.763
Gesamt 132.553 129.252

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Veränderung bei den At-Equity bewerteten Anteilen:

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in Tausend EUR Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 2015 2016 2015 2016
01.01. 40.916 40.506 4.175 94.232
Zugänge 0 3.800 90.863 235
Abgänge 0 1.428 1.563 444
Ergebnisanteil 758 -2.347 757 -334
Dividendenzahlungen -1.168 -1.583 0 -1.200
Umbuchungen 0 0 0 0
Währungsanpassung 0 0 0 0
31.12. 40.506 38.948 94.232 92.489
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in Tausend EUR Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
Kumulierte Abschreibung 2015 2016 2015 2016
01.01. 2.185 2.185 0 0
Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Währungsanpassung 0 0 0 0
31.12. 2.185 2.185 0 0
Buchwert 31.12. 38.321 36.763 94.232 92.489

a) Gemeinschaftsunternehmen

Bei den dargestellten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS.

Die wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr 2015:

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Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital Bewertungsmethode
SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH Produktion Schrobenhausen, Deutschland 40 % At-Equity
BAUER Manufacturing LLC Produktion Conroe, USA 51 % At-Equity
BAUER Deep Drilling GmbH Produktion Schrobenhausen, Deutschland 51 % At-Equity

Geschäftsjahr 2016:

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Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital Bewertungsmethode
SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH Produktion Schrobenhausen, Deutschland 40 % At-Equity
BAUER Manufacturing LLC Produktion Conroe, USA 51 % At-Equity
BAUER Deep Drilling GmbH Produktion Schrobenhausen, Deutschland 51 % At-Equity

Zusammengefasste Finanzinformationen zu den wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (vor Konsolidierungen):

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BILANZ SPANTEC Spann-& Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC BAUER Deep Drilling GmbH
in Tausend EUR 2015 2016 2015 2016 2015 2016
Langfristige Vermögenswerte 5.473 4.641 26.683 28.759 15.504 15.309
Kurzfristige Vermögenswerte 8.246 9.013 42.037 68.891 52.799 56.108
davon Zahlungsmittel 4.299 1.115 24.676 15.287 34.172 31.416
Summe Vermögenswerte 13.719 13.654 68.720 97.650 68.303 71.417
Langfristige Schulden 153 0 16 42 495 716
davon langfristige finanzielle Schulden 0 0 16 42 23 0
Kurzfristige Schulden 1.325 1.087 18.671 52.907 17.887 23.073
davon kurzfristige finanzielle Schulden 0 0 0 0 10 10
Summe Schulden 1.478 1.087 18.687 52.949 18.382 23.789

Die lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden enthalten keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen.

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ERGEBNISRECHNUNG SPANTEC Spann-& Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC BAUER Deep Drilling GmbH
in Tausend EUR 2015 2016 2015 2016 2015 2016
Umsatzerlöse 5.854 20.467 511 19.111 245 2.333
planmäßige Abschreibung -105 -341 -51 -1.453 -81 -1.954
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 1.825 4.581 -248 -7.058 -283 -3.780
Zinserträge 9 79 0 44 0 0
Zinsaufwendungen -25 -7 -12 -2 0 -10
Ertragsteueraufwand -469 -1.323 0 0 79 1.061
Ergebnis nach Steuern 1.340 3.330 -260 -7.016 -204 -2.729
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 -68 10
Gesamtergebnis 1.340 3.330 -260 -7.016 -272 -2.719
Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 0 1.200 0 0 0 0

Bei den dargestellten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS.

Zusammengefasste Finanzinformationen zu den unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (vor Konsolidierungen):

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BILANZ Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen
in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 986 1.246
Kurzfristige Vermögenswerte 57.402 61.723
davon Zahlungsmittel 2.150 2.182
Summe Vermögenswerte 58.388 62.969
Langfristige Schulden   270
davon langfristige finanzielle Schulden 0 270
Kurzfristige Schulden 52.460 54.478
davon kurzfristige finanzielle Schulden 29.662 33.530
Summe Schulden 52.460 54.748

Die lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden enthalten keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen.

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ERGEBNISRECHNUNG Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen
in Tausend EUR 2015 2016
Umsatzerlöse 64.418 87.315
planmäßige Abschreibung -2.141 -507
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 1.884 4.070
Zinserträge   0
Zinsaufwendungen -53 -53
Ertragsteueraufwand -20 -34
Ergebnis nach Steuern 1.820 3.983
Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 0 0

Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen

Der anteilige Buchwert an den Gemeinschaftsunternehmen lässt sich wie folgt überleiten:

Geschäftsjahr 2015:

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in Tausend EUR SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC BAUER Deep Drilling GmbH Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen
Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen 12.241 50.032 49.921 5.941
Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen gemäß Beteiligungsquote 4.897 25.516 25.460 3.293
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen 5.839 18.724 10.500 3
In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 10.736 44.240 35.960 3.296

Geschäftsjahr 2016:

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in Tausend EUR SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC BAUER Deep Drilling GmbH Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen
Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen 12.567 44.700 47.628 8.735
Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen gemäß Beteiligungsquote 5.027 22.798 24.290 4.647
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen 5.841 19.606 10.278 2
In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 10.868 42.404 34.568 4.649

Fair Values der wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH 25.500 25.500
BAUER Manufacturing LLC 86.429 86.429
BAUER Deep Drilling GmbH 70.714 70.714

Den hier aufgeführten Fair Values von Gemeinschaftsunternehmen liegen Daten aus dem Geschäftsjahr 2015 zugrunde.

Auf eine Angabe des Fair-Values unserer unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen wurde verzichtet, da kein notierter Marktpreis vorhanden ist.

Das sich aus der gesamtschuldnerischen Haftung ergebende Risiko beim Ausfall eines Gesellschafters wird innerhalb des Gemeinschaftsunternehmens durch gegenseitige Bürgschaften abgesichert. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Verpflichtungen oder maßgebliche Beschränkungen.

b) Assoziierte Unternehmen

Bei den dargestellten Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS.

Die wesentlichen assozierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr 2015:

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Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital
Wöhr + Bauer GmbH Projektentwicklung München, Deutschland 33,33 %
NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH Entsorgung Bleicherode, Deutschland 25,00 %
TERRABAUER S. L. Spezialtiefbau Madrid, Spanien 30,00 %
BAUER Nimr LLC Wasseraufbereitung und Bodensanierung Maskat, Al Mina, Sultanat Oman 49,00 %

Geschäftsjahr 2016:

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Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital
NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH Entsorgung Bleicherode, Deutschland 25,00 %
TERRABAUER S. L. Spezialtiefbau Madrid, Spanien 30,00 %
BAUER Nimr LLC Wasseraufbereitung und Bodensanierung Maskat, Al Mina, Sultanat Oman 52,50 %

Die BAUER Nimr LLC wird trotz Stimmrechtsmehrheit als assoziiertes Unternehmen geführt, da aufgrund Gesellschaftsvertraglicher Regelungen kein beherrschender Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann.

Zusammengefasste Finanzinformationen für jedes wesentliche assoziierte Unternehmen (Beträge vor Konsolidierungen):

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BILANZ Wöhr + Bauer GmbH NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH TERRABAUER S. L.
in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015* 31.12.2016*
Langfristige Vermögenswerte 56.795 - 17.040 15.731 - -
Kurzfristige Vermögenswerte 101.161 - 28.532 30.640 - -
davon Zahlungsmittel 2.275 - 24.098 23.836 - -
Summe Vermögenswerte 157.956 - 45.572 46.371 - -
Langfristige Schulden 87.658 - 0 0 - -
davon langfristige finanzielle Schulden 36.125 - 0 0 - -
Kurzfristige Schulden 53.706 - 41.056 41.704 - -
davon kurzfristige finanzielle Schulden 35.980 - 2.833 2.860 - -
Summe Schulden 141.364 - 41.056 41.704 - -
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BILANZ BAUER Nimr LLC
in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 43.074 41.423
Kurzfristige Vermögenswerte 11.660 19.048
davon Zahlungsmittel 2.013 9.400
Summe Vermögenswerte 54.734 60.471
Langfristige Schulden 36.563 34.570
davon langfristige finanzielle Schulden 22.146 34.167
Kurzfristige Schulden 8.560 7.979
davon kurzfristige finanzielle Schulden 2.845 3.161
Summe Schulden 45.123 42.549

* Finanzinformationen waren zum Bilanzstichtag nicht verfügbar

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ERGEBNISRECHNUNG Wöhr + Bauer GmbH NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH TERRABAUER S. L.
in Tausend EUR 2015 2016 2015 2016 2015* 2016*
Umsatzerlöse 17.217 - 22.951 21.162 - -
planmäßige Abschreibung -1.924 - -3.223 -3.114 - -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern -2.700 - 1.451 1.222 - -
Zinserträge 2 - 52 14 - -
Zinsaufwendungen -927 - -271 -404 - -
Ertragsteueraufwand 1.372 - -648 -315 - -
Ergebnis nach Steuern -2.322 - 584 517 - -
Ergebnis nach Steuern entsprechend den Anteilen -774 - 146 129 - -
Sonstiges Ergebnis 0 - 0 0 - -
Gesamtergebnis -2.322 - 584 517 - -
Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 100 - 247 146 - -
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ERGEBNISRECHNUNG BAUER Nimr LLC
in Tausend EUR 2015 2016
Umsatzerlöse 11.026 17.720
planmäßige Abschreibung -242 -423
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 5.725 6.013
Zinserträge 2.148 1.961
Zinsaufwendungen -3.209 -2.872
Ertragsteueraufwand -699 -722
Ergebnis nach Steuern 3.965 4.380
Ergebnis nach Steuern entsprechend den Anteilen 1.943 2.416
Sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtergebnis 3.965 4.380
Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 821 1.437

* Finanzinformationen waren zum Bilanzstichtag nicht verfügbar

Zusammengefasste Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen, die einzeln unwesentlich sind (Beträge vor Konsolidierungen):

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BILANZ Unwesentliche Assoziierte Unternehmen
in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 51 55
Kurzfristige Vermögenswerte 228 259
davon Zahlungsmittel 4 9
Summe Vermögenswerte 279 314
Langfristige Schulden 18 22
davon langfristige finanzielle Schulden 0 0
Kurzfristige Schulden 130 125
davon kurzfristige finanzielle Schulden 0 0
Summe Schulden 148 147
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ERGEBNISRECHNUNG Unwesentliche Assoziierte Unternehmen
in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Umsatzerlöse 853 785
planmäßige Abschreibung -24 -25
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 9 42
Zinserträge 0 0
Zinsaufwendungen -2 -2
Ertragsteueraufwand 0 -4
Ergebnis nach Steuern 7 36
Ergebnis nach Steuern entsprechend den Anteilen 2 11
Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 0 0

Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen

Der anteilige Buchwert an den assoziierten Unternehmen lässt sich wie folgt überleiten:

Geschäftsjahr 2015:

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in Tausend EUR Wöhr + Bauer GmbH NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH BAUER Nimr LLC Unwesentliche Assoziierte Unternehmen
Nettovermögen der assoziierten Unternehmen 16.592 4.516 9.611 131
Anteil an den assoziierten Unternehmen gemäß Beteiligungsquote 5.530 1.129 4.710 39
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen -17 0 16.904 1
Barwert der Konzessionsvereinbarung 0 0 8.162 0
Währungsanpassung 0 0 1.863 0
In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 5.513 1.129 31.639 40

Geschäftsjahr 2016:

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in Tausend EUR NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH BAUER Nimr LLC Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen
Nettovermögen der assoziierten Unternehmen 4.667 17.922 167
Anteil an den assoziierten Unternehmen gemäß Beteiligungsquote 1.167 9.409 50
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen -55 16.651 0
Barwert der Konzessionsvereinbarung 0 7.615 0
Währungsanpassung 0 1.926 0
In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 1.112 35.601 50

Die sonstigen Anpassungen betreffen zeitliche Buchungsunterschiede.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verpflichtungen und maßgeblichen Beschränkungen sowie Risiken in Bezug auf die Anteile an assoziierten Unternehmen.

19.4 Beteiligungen

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in Tausend EUR Beteiligungen
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 2015 2016
01.01. 4.429 4.429
Zugänge 0 9.662
Abgänge 0 11
Ergebnisanteil 0 0
Dividendenzahlungen 0 0
Umbuchungen 0 -230
Währungsanpassung 0 0
31.12. 4.429 13.850
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in Tausend EUR Beteiligungen
Kumulierte Abschreibung 2015 2016
01.01. 816 816
Zugänge 0 3.304
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Währungsanpassung 0 0
31.12. 816 4.120
Buchwert 31.12. 3.613 9.730

Der Zugang auf Beteiligungsabschreibungen betrifft Eigenkapitalanteile, für die kein aktiver Markt vorliegt und die als "Available-for-Sale" kategorisiert sind. Im Geschäftsjahr wurden Beteiligungen in Höhe von TEUR 3.304 (Vorjahr: 0) wertberichtigt. Der Wertminderungsbedarf ergab sich aus Differenz zwischen dem Buchwert der Beteiligung und dem Barwert der künftig erwarteten Cashflows.

20. LATENTE STEUERN

Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016
Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 389 685 18.364 12.566
Sachanlagen 123 260 8.814 6.425
Vorräte 876 253 2.229 4.694
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 2.521 374 4.511 5.672
Pensionsrückstellungen 18.340 21.868 562 576
Verbindlichkeiten 7.027 8.612 2.711 2.383
Verlustvorträge 13.617 19.330 0 0
Konsolidierung 5.366 6.514 4.542 4.969
Saldierung -21.069 -14.989 -21.069 -14.989
Nettobetrag 27.190 42.907 20.664 22.296

In der vorstehenden Tabelle sind in der Position Verbindlichkeiten aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.454 (Vorjahr: 222) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 548 (Vorjahr: 11) enthalten, die Teil der Sicherungsrücklage (Hedge-Accounting) sind. Des Weiteren sind in der Position Pensionsrückstellungen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 18.319 (Vorjahr: 14.637) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 0) auf die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfasst. Die aktiven und passiven latenten Steuern, die aufgrund der Sicherungsrücklage und versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gebildet wurden, wurden im Eigenkapital erfasst.

Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern ohne Verlustvorträge beträgt TEUR 5.533 (Vorjahr: 6.848), der der passiven latenten Steuern TEUR 10.164 (Vorjahr: 8.267).

Die steuerlichen Verlustvorträge am Jahresende setzen sich wie folgt zusammen:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Inländische Verlustvorträge (KSt) 80.325 100.170
Ausländische Verlustvorträge 120.225 116.089
Gesamt 200.550 216.259
Davon zeitlich begrenzt nutzbare Verlustvorträge* 88.164 77.131

* Vorjahreszahlen geändert; die BAUER Foralith AG, Schweiz, war in den aufgeführten Zahlen nicht enthalten

Auf nicht nutzbare Verlustvorträge in Höhe von TEUR 142.827 (Vorjahr: 161.045) wurden aufgrund der mittelfristigen steuerlichen Ergebnisplanung keine latenten Steuern angesetzt.

Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge betrug im Geschäftsjahr TEUR 5.048 (Vorjahr: 1.339).

Passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden nur angesetzt, wenn der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen im Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Dies ist vorliegend nicht der Fall.

Im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen bestehen temporäre Unterschiede in Höhe von TEUR 1.566 (Vorjahr: 1.767), für die keine latenten Steuerschulden angesetzt wurden.

21. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 4.550 4.459
Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte 3.172 3.797
Gesamt 7.722 8.256

Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr nicht zu verzinsen.

Darüber hinaus sind Vermögenswerte aus Continuing Involvements in Höhe von TEUR 1.269 (Vorjahr: 1.537) enthalten. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig.

Innerhalb der BAUER Gruppe wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Dienstleistungen in Höhe von TEUR 16.032 (Vorjahr: 16.263) im Rahmen von Forderungsverkaufsvereinbarungen an Dritte verkauft. Das Continuing Involvement umfasst den Betrag, den die BAUER Gruppe aus den verbliebenen Risiken, die sich aus Spätzählungs- und Ausfallrisiken zusammensetzen, maximal an den Erwerber zahlen müsste.

Die korrespondierende Verbindlichkeit beläuft sich auf TEUR 1.396 (Vorjahr: 1.691) und wird unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Differenzbetrag spiegelt den beizulegenden Zeitwert der aus den verbliebenen Risiken und den aus Servicing resultierenden Garantien wider und wird aufwandswirksam erfasst.

22. SONSTIGE LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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in Tausend EUR Restlaufzeit 31.12.2015 Restlaufzeit 31.12.2016
1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Übrige sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.565 10.550 3.403 11.288
Anteile an nicht konsolidierten Tochtergesellschaften 3.240 0 3.721 0
Gesamt 4.805 10.550 7.124 11.288

Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten Forderungen aus Derivaten sowie sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte. Die Derivate werden unter Textziffer 37 der sonstigen Erläuterungen dargestellt. Des Weiteren ist eine Darlehensforderung gegenüber der BAUER Nimr LLC in Höhe von TEUR 10.874 (Vorjahr: 10.550) enthalten. Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig. Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen betreffen nicht börsennotierte Gesellschaften, für die kein aktiver Markt besteht. Sie werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Es wurden keine Veräußerungen von nicht börsennotierten Gesellschaften im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr vorgenommen. Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 905 (Vorjahr: TEUR 162) vorgenommen.

KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

23. VORRÄTE

Die Vorräte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 155.718 151.489
Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren 288.911 295.837
Gesamt 444.629 447.326

Von den Vorräten sind TEUR 138.887 (Vorjahr: 144.066) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die im Geschäftsjahr aufwandswirksam gebuchten Wertminderungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert betrugen TEUR 25.116 (Vorjahr: 25.344).

Diese teilen sich wie folgt auf:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 13.195 15.532
Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 12.149 9.584
Gesamt 25.344 25.116

Der Vermietungsstatus war während des Geschäftsjahres höher als im Vorjahr. Die nutzungsbedingte Abschreibung der Gebrauchtmaschinen stieg in Folge von TEUR 13.195 auf TEUR 15.532. Zum Geschäftsjahresende sank der Bestand aufgrund des Verkaufs von vermieteten Maschinen an Endkunden.

In den außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte sind sowohl außerplanmäßige Abschreibungen auf Neu- und Gebrauchtmaschinen (Ausweis unter den Bestandsveränderungen) als auch auf Lagerbestände (Ausweis im Materialaufwand) enthalten. Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen betrifft den nicht vermieteten Maschinenbestand und ist dem Segment Maschinen zuzuordnen. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde auf Basis des erzielbaren Betrages vorgenommen. Dieser entsprach regelmäßig dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 1 der Bemessungshierarchie des IFRS 13.

In den fertigen Erzeugnissen sind vom Segment Maschinen eigengefertigte Maschinen und Zubehörteile enthalten, die primär zum Verkauf bestimmt sind.

Wir unterscheiden grundsätzlich zwei Formen von Maschinen und Zubehörteilen (im Folgenden: "Maschinen"):

Neue Maschinen

Hierbei handelt es sich um Maschinen, die im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren gefertigt wurden und zum Verkauf bereitstehen, aber noch nicht vermietet waren. Diese Maschinen werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt.

Gebrauchtmaschinen

Als Gebrauchtmaschinen werden die Maschinen bezeichnet, die primär zum Verkauf stehen und als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren bereits kurzfristig vermietet waren. Dabei wechseln neue Maschinen bei erstmaliger Vermietung automatisch in den Status einer Gebrauchtmaschine.

Bei Vermietung ermittelt sich der Nettoveräußerungswert aus den Herstellkosten vermindert um die nutzungsbedingten sowie außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte.

Falls es sich um neue Maschinen handelt oder Gebrauchtmaschinen, die nicht vermietet sind, wird der Wertminderung auf den Nettoveräußerungswert durch eine außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.

Der Verkauf und die Vermietung der Maschinen beziehen sich ausschließlich auf das Segment Maschinen.

Die folgende Übersicht zeigt den Buchwert vor Wertminderung der gebrauchten Maschinen und Zubehörteile sowie den Vermietungsstatus zum Stichtag:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Buchwert der Gebrauchtmaschinen* 62.706 44.252
davon vermietet 33.150 21.409
davon nicht vermietet 29.556 22.843

* Die Vorjahreszahlen wurden angepasst, da zwei wesentliche Gesellschaften für 2015 anstatt der Buchwerte die Anschaffungskosten angegeben haben

Im Geschäftsjahr waren neben den üblichen Eigentumsvorbehalten Vorräte in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 460) als Kreditsicherheiten mit einer Laufzeit bis 2016 gestellt. Die geleisteten Sicherheiten können nur bei einer dauerhaften Nichterfüllung von vertraglichen Pflichten, z. B. ausbleibende Zins- und Tilgungsleistungen oder Unterschreitung vereinbarter Finanzkennzahlen, durch die finanzierenden Banken in Anspruch genommen werden. Eine Inanspruchnahme der gestellten Sicherheiten ist nicht absehbar.

24. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Fertigungsaufträge

Die nach der Percentage-of-Completion-Methode bewerteten Fertigungsaufträge haben sich wie folgt entwickelt:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Angefallene Auftragskosten (zuzüglich der Gewinne, abzüglich der Verluste) noch nicht fertiggestellter Projekte 783.992 855.139
abzüglich der Teilabrechnungen 704.396 763.286
Saldo 79.596 91.853
davon: Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) 129.478 154.802
davon: Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) 49.882 62.949

Entwicklung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) 129.478 154.802
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 343.933 339.993
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.272 6.473
Geleistete Anzahlungen 5.364 3.870
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 33.381 30.574
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 28.901 18.364
Gesamt 544.329 554.076

In der Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Forderungen in Höhe von TEUR 5.942 (Vorjahr: 8.845) enthalten.

Die folgende Tabelle gibt die Veränderungen in den Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen Forderungen wieder:

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in Tausend EUR 31.12.2015* 31.12.2016
Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres 9.671 14.510
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 858
Währungsanpassung 576 40
Zuführung 10.764 9.886
Auflösung 4.883 8.156
Verbrauch 1.618 5.117
Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres 14.510 12.020

* Die Vorjahreszahlen wurden angepasst; Korrektur von Wertberichtigungen aus dem Segment Bau

Die Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 12.020 (Vorjahr: 14.510) wurde unter Berücksichtigung von Einzelrisiken und aufgrund von Vergangenheitserfahrungen mit Zahlungsausfällen berechnet. Hierbei wurden Forderungen sowohl einzeln als auch aufgrund eines Portfolioansatzes pauschaliert wertberichtigt. Die pauschalierten Einzelwertberichtigungen wurden prozentual auf die Altersstruktur der Forderungen verteilt. Die Ermittlung von Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden auch die aktuellen Konjunkturentwicklungen und historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden.

Im Geschäftsjahr wurden keine Forderungen aus Fertigungsaufträgen (Vorjahr: keine) wertberichtigt.

Eine Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zeigt die folgende Tabelle:

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in Tausend EUR Buchwert 31.12.2015 Buchwert 31.12.2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Brutto-Buchwert) 358.443 352.013
Wertberichtigungen auf Lieferungen und Leistungen 14.510 12.020
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Netto-Buchwert) 343.933 339.993
davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig 4.198 13.484
davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig: 120.009 106.832
- weniger als 30 Tage 39.841 30.539
- zwischen 30 und 60 Tagen 11.737 8.116
- zwischen 60 und 90 Tagen 4.273 5.595
- mehr als 90 Tage 64.158 62.582

Die vorstehende Tabelle beinhaltet neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuteten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Dabei basiert die Bonitätseinstufung auf einem aktiv betriebenen Forderungsmanagement unter Bezugnahme auf die Kredithistorie und auf einer laufend durchgeführten Überwachung der Kreditwürdigkeit unserer Kunden anhand intern sowie extern eingeholter Informationen. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen sonstige Steuererstattungsansprüche, Forderungen gegenüber Mitarbeitern und Forderungen gegenüber Sozialkassen sowie abgegrenzte Zinsen, abgegrenzte Versicherungsbeiträge und sonstige Abgrenzungen.

Insgesamt waren im Geschäftsjahr TEUR 87 (Vorjahr: 83) an monetären Vermögenswerten als Sicherheiten für potentielle, zukünftige Gewährleistungen aus Bauleistungen hinterlegt. Der unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene kurzfristige Anteil der Forderungen aus Devisentermingeschäften beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 661 (Vorjahr: 2.853).

Im Geschäftsjahr 2016 wurden insgesamt Wertminderungen in Höhe von TEUR 25.774 (Vorjahr: 14.356) vorgenommen. Darin sind TEUR 15.888 (Vorjahr: 3.592) Wertminderungen auf uneinbringliche Forderungen enthalten.

25. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 33.463 (Vorjahr: 47.406) beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände.

26. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte betrugen zum 31. Dezember 2016 TEUR 19.608 (Vorjahr: TEUR 0). Diese Vermögenswerte waren bereits in 2015 im Rahmen einer Verkaufstransaktion als Abgänge bei den Technischen Anlagen und Maschinen erfasst. Der Verkauf musste mangels staatlicher Genehmigungen der Kaufpreiszahlung rückabgewickelt werden. Der Konzern bemüht sich weiterhin durch die Nutzung unterschiedlicher Vertriebskanäle um eine Veräußerung, mit welcher voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2017 zu rechnen ist.

27. EIGENKAPITAL

Die Aktionärsstruktur der BAUER AG stellt sich wie folgt dar:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
% TEUR % TEUR
Familie Bauer 48,19 35.182 48,19 35.182
Streubesitz 51,81 37.819 51,81 37.819
Gesamt 100,00 73.001 100,00 73.001

Bezüglich der Mitteilungen über Beteiligungen an der BAUER AG wird auf den Anhang der BAUER AG (veröffentlicht im Bundesanzeiger) zum 31. Dezember 2016 verwiesen.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete und vollständig eingezahlte Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Die Aktien sind nennwertlos. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung - mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG - je eine Stimme.

Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer und eine Stiftung halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie ein Vorkaufsrecht der übrigen Poolbeteiligten im Falle eines Verkaufs von Anteilen an Dritte. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.

Keiner der Aktionäre hat Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es keine Stimmrechtskontrolle der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer.

Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 22. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögensgegenständen oder Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften oder zum Zwecke des Zusammenschlusses von Unternehmen,

bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind,

zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, die sich bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben,

zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (scrip dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2016 in die Gesellschaft einzulegen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, § 4 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend zu ändern.

Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Juni 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. Juni 2019 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion am Handelstag ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden.

Die mittels der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem an Dritte übertragen werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen. Die vorbezeichneten Aktien können ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss eingezogen werden. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.

Das übrige Eigenkapital der BAUER Gruppe hat sich wie folgt entwickelt:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
I. Kapitalrücklage 38.404 38.404
II. Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 327.437 318.462
  365.841 356.866
III. Minderheitsgesellschafter 12.368 4.264
Gesamt 378.209 361.130

Im Geschäftsjahr wurde eine Dividende in Höhe von 0,15 Euro (Vorjahr: 0,15 Euro) je Aktie an die Aktionäre ausgezahlt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Beträge, die bei der Ausgabe von Anteilen über den rechnerischen Wert des Nennbetrages hinaus erzielt wurden, sowie Aufwendungen für die Ausgabe von Aktien.

Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

Die Anderen Gewinnrücklagen und der Bilanzgewinn enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Daneben werden Umbewertungen von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von TEUR -66.042 (Vorjahr: TEUR -53.311) sowie die darauf entfallenden erfolgsneutralen latenten Steuern in Höhe von TEUR 18.568 (Vorjahr: 14.964) in den Gewinnrücklagen ausgewiesen.

Darüber hinaus sind die kumulierten Differenzen aus der erfolgsneutralgen Währungsumrechnung der Abschlüsse konsolidierter ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 3.962 (Vorjahr: 10.909) sowie kumulierte Ergebnisse aus der Umstellung auf IFRS in Höhe von TEUR 10.387 (Vorjahr: 10.387) in dieser Position enthalten.

Auch die kumulierten Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten (Rücklage aus Sicherungsgeschäften) in Höhe von TEUR -1.922 (Vorjahr: -1.224) sind in dieser Position enthalten. Die Rücklage aus Sicherungsgeschäften beinhaltet den effektiven Teil der Wertveränderungen von Derivaten, die in einem Cashflow Hedge designiert wurden.

27.1 Minderheitsgesellschafter

a) Einzelheiten zu den nicht 100%igen Tochterunternehmen, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen

Die Minderheitsgesellschafter, die in der BAUER Gruppe wesentlich sind, stellen sich wie folgt dar:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Konzerngesellschaft Minderheitsgesellschafter Kapitalanteil
in %
Kapitalanteil
in TEUR
Ergebnisanteil
in TEUR
Kapitalanteil
in %
Kapitalanteil
in TEUR
BAUER EGYPT S.A.E, Kairo, Ägypten verschiedene natürliche Personen 44,25 13.068 2.584 44,25 7.312
BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei Emiroglu Makina 40,00 1.278 303 40,00 1.328
Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien Familie Oweis 16,67 -7.218 -2.376 16,67 -8.693
Einzeln unwesentliche Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen     5.240 -1.234   4.317
Gesamt     12.368 -723   4.264
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in Tausend EUR 31.12.2016
Konzerngesellschaft Ergebnisanteil
in TEUR
BAUER EGYPT S.A.E, Kairo, Ägypten 3.371
BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei 358
Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien -1.412
Einzeln unwesentliche Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen 795
Gesamt 3.112

In der Vorjahresangabe waren die BAUER Maschinen GmbH, die BAUER-DE WET EQUIPMENT (PROPRIETARY) LIMITED und die PRAKLA Bohrtechnik GmbH mit Kapitalanteilen von insgesamt TEUR 1.010 und Ergebnisanteilen von insgesamt TEUR -1.410 enthalten und separat aufgeführt.

Nachfolgend sind zusammengefasste Finanzinformationen für jede Konzerngesellschaft mit wesentlichen Minderheitsgesellschaftern angegeben, die den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen entsprechen:

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BILANZ BAUER Casings BAUER EGYPT S.A.E
in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 578 2.321 8.431 5.258
Kurzfristige Vermögenswerte 3.078 3.516 31.267 18.794
Langfristige Schulden 59 1.840 136 375
Kurzfristige Schulden 401 670 10.031 6.948
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BILANZ Site Group
in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 21.502 18.605
Kurzfristige Vermögenswerte 73.318 82.733
Langfristige Schulden 0 0
Kurzfristige Schulden 96.225 103.249
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ERGEBNISRECHNUNG BAUER Casings BAUER EGYPT S.A.E Site Group
in Tausend EUR 2015 2016 2015 2016 2015 2016
Umsatzerlöse 4.264 4.864 37.182 41.898 10.377 30.218
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 949 1.189 7.291 9.963 -9.162 -2.174
Ergebnis vor Steuern 950 1.120 8.075 10.759 -14.465 -8.032
Ergebnis nach Steuern 759 895 5.841 7.618 -14.664 -8.486
Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern 303 358 2.584 3.371 -2.376 -1.412
Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG 456 537 3.257 4.247 -12.288 -7.074
Gezahlte Dividenden an Minderheitsgesellschafter -87 -86 -446 -518 0 0
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KAPITALFLUSSRECHNUNG BAUER Casings BAUER EGYPT S.A.E Site Group
in Tausend EUR 2015 2016 2015 2016 2015 2016
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 394 273 3.108 4.187 -25.176 -82
Cashflow aus Investitionstätigkeit -155 -1.949 -7.429 -2.861 42.164 7.086
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -343 1.651 -194 274 -16.170 -7.798
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel -27 -17 387 -8.855 42 37
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -131 -42 -4.128 -7.255 860 -757

b) Änderungen an der Beteiligungsquote von Tochterunternehmen des Konzerns

Die BAUER Maschinen GmbH hat am 12. Dezember 2016 die restlichen 10 % der Anteile an der PRAKLA Bohrtechnik GmbH erworben. Die Anteile der BAUER Maschinen GmbH an der PRAKLA Bohrtechnik GmbH betragen somit 100 %. Dabei sind Anteile im Wert von TEUR 400 (Anteil am Buchwert des Nettoreinvermögens der PRAKLA Bohrtechnik GmbH) auf die BAUER Maschinen GmbH übertragen worden. Die übertragenen Anteile wurden (nach Verrechnung mit dem Betrag, um den die nicht beherrschenden Anteile angepasst wurden) in Höhe von TEUR 69 in den Gewinnrücklagen erfasst. Am 20. Dezember 2016 hat die BAUER Maschinen GmbH 85 % ihrer Anteile an der KLEMM Bohrtechnik GmbH im Wege der Sacheinlage mittels Kapitalerhöhung in die PRAKLA Bohrtechnik GmbH eingebracht und abgetreten. 15 % der Anteile an der KLEMM Bohrtechnik GmbH hat die BAUER Maschinen GmbH behalten.

Mit Datum vom 24. August 2016 hat die BAUER Aktiengesellschaft die restlichen 1 % der Anteile an der BAUER Maschinen GmbH, der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Resources GmbH, der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH und der SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH von der BAUER Anteilspool GbR bzw. der BAUER Handelsgesellschaft erworben. Die BAUER Aktiengesellschaft ist somit an diesen Gesellschaften seit dem 24. August 2016 mit jeweils 100 % beteiligt. Dabei sind Anteile im Wert von insgesamt TEUR 2.565 (Anteil am Buchwert des Nettoreinvermögens der zuvor bezeichneten Gesellschaften) auf die BAUER Aktiengesellschaft übertragen worden. Die übertragenen Anteile wurden (nach Verrechnung mit dem Betrag, um den die nicht beherrschenden Anteile angepasst wurden) in Höhe von TEUR 249 in den Gewinnrücklagen erfasst.

27.2 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

Zielsetzung des Kapitalmanagements von Bauer ist es, ein starkes Finanzprofil zu gewährleisten. Insbesondere sollen für die Aktionäre angemessene Dividendenzahlungen sowie für die Fremdkapitalgeber der Kapitaldienst sichergestellt werden. Darüber hinaus will man ausreichende finanzielle Spielräume zur Fortsetzung des Wachstumskurses erhalten. Das Risikoprofil wird aktiv gesteuert und überwacht. Hierfür wird vor allem auf die Kennzahlen wie Eigenkapitalquote, Nettoverschuldung und Ergebnis nach Steuern zurückgegriffen.

Die Kennzahlen sind in folgender Übersicht dargestellt:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Eigenkapital 451.210 434.131
Eigenkapitalquote 27,23 % 25,52 %
Ergebnis nach Steuern 28.992 14.414
Nettoverschuldung (Net Debt) 664.988 676.898
Finanzschulden 712.394 710.361
Liquide Mittel 47.406 33.463
Net Debt/EBITDA 3,59 4,27
EBITDA/Net Interest Coverage 4,99 4,24

Unter den Finanzschulden sind jeweils lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanze-Lease-Verträgen und sonstige Finanzverbindlichkeiten enthalten. Das Net Interest Coverage umfasst das Finanzergebnis, korrigiert um Erträge aus operativen Beteiligungen.

Im Rahmen der Kapitalmanagementstrategie für die Tochterfirmen der BAUER Gruppe wird darauf geachtet, dass die Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Unser Ziel ist es dabei, den notwendigen Finanz- und Liquiditätsspielraum zur Verfügung zu haben. Zum 31. Dezember 2016 wurden von der BAUER AG bei wesentlichen Kreditvereinbarungen die vereinbarte Relation Net Debt/EBITDA nicht erfüllt. Dies hat zur Folge, dass einige Schuldposten vertragsgemäß hätten fällig gestellt werden können, so dass sie unabhängig von der ursprünglichen Laufzeit unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen werden. Der Betrag der Umgliederung beträgt zum Stichtag TEUR 180.375. Für alle betroffenen Kredite konnte bereits eine einvernehmliche Lösung mit den entsprechenden Finanzpartnern gefunden werden. Zum Ende des ersten Quartals 2017 werden diese Verbindlichkeiten deshalb wieder unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen im Konzernlagebericht.

LANGFRISTIGE SCHULDEN

28. LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die langfristigen Anteile an den Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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in Tausend EUR Restlaufzeit 31.12.2015 Restlaufzeit 31.12.2016
1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 363.166 13.462 164.286 12.468
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 12.652 0 19.127 0
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 7.262 0 7.556 0
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 4.414 0 3.983 0
Gesamt 387.494 13.462 194.952 12.468
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in Tausend EUR Fair Value Zinssatzspanne
31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 384.999 228.690 0,50 - 11,2 % 0,50 - 11,2 %
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 12.652 19.127 1,43 - 7,50 % 1,17 - 7,75 %
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 4.409 3.983 3,5 - 12,5 % 3,97 - 7,93 %
Gesamt 402.060 251.800 - -

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten langfristige Anteile an Verbindlichkeiten aus Jubiläumsverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Continuing Involvements.

Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Marktwerte der Derivate sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsgesellschaften (siehe dazu die Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten unter Textziffer 37).

29. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN

Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland. Die in der Konzernbilanz angesetzten Rückstellungen für Pensionen der Gesellschaften in Schrobenhausen decken den Großteil (96 %) des Bilanzwertes ab. Für diese Gesellschaften gilt die Versorgungsordnung der BAUER Spezialtiefbau GmbH vom 1. Juli 1992 in der Fassung der Betriebsvereinbarung vom 18. November 1998. Darin gewährt die Gesellschaft allen Mitarbeitern, die bis zum 31. März 1998 in die Firma eingetreten sind sowie deren Hinterbliebenen eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente an den Ehegatten. Die Altersrente wird nach Erreichen der Regelaltersgrenze bzw. bei einer vorherigen Inanspruchnahme von Altersruhegeld aus der gesetzlichen Rentenversicherung zugesagt. Diese beträgt für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,225 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,075 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,375 % zuzüglich 0,125 % für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr. Bei Versorgungsanwärtern, die nicht der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes angehören: Für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,3 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,1 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,3 % zuzüglich 0,1 % für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr.

Die Hinterbliebenenrente an den Ehegatten beträgt 50 % des jeweils erreichten Anspruchs; daneben sind noch Waisenrenten in verschiedenen Formen zugesagt. Daneben bestehen Besitzstands- und Übergangsregelungen. Die mit den Versorgungssystemen verbundenen Risiken betreffen im Wesentlichen die üblichen Risiken von leistungsorientierten Pensionsplänen in Bezug auf mögliche Änderungen des Abzinsungssatzes und in kleinem Maße der Inflationsentwicklung sowie der Langlebigkeit.

Den Berechnungen liegen im Wesentlichen folgende Annahmen zu Grunde:

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in % 31.12.2015
Deutschland Indonesien Philippinen Taiwan
Abzinsungsfaktor 2,35 6,00 5,03 1,63
Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,00 10,00 5,00 3,00
Zukünftige Rentensteigerungen 2,00 - - -
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in % 31.12.2016
Deutschland Indonesien Philippinen Taiwan
Abzinsungsfaktor 1,80 8,30 5,03 1,13
Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,00 10,00 5,00 3,00
Zukünftige Rentensteigerungen 2,00 - - -

Die Pensionszusagen im Inland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck ermittelt. Der für die Abzinsung der künftigen Zahlungsverpflichtungen verwendete Zinssatz wird grundsätzlich auf Basis der Renditen erstrangiger Unternehmensanleihen bestimmt.

Im Ausland basieren die zugrunde gelegten biometrischen Sterbewahrscheinlichkeiten auf publizierten landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten.

Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ermittelte sich wie folgt:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen 3.930 4.535
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -751 -931
Defizit der finanzierten Pläne 3.179 3.604
Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen 111.346 125.984
Gesamtdefizit der Leistungsorientierten Verpflichtungen 114.525 129.588
Auswirkung der Vermögensobergrenze - -
Bilanzierte Rückstellung 114.525 129.588

Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:

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in Tausend EUR Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des PlanVermögens Gesamt Auswirkung der Vermögensobergrenze Gesamt
Stand: 1. Januar 2015 119.161 -657 118.504 - 118.504
Laufender Dienstzeitaufwand 2.838 - 2.838 - 2.838
Zinsaufwand/-ertrag 2.429 -37 2.392 - 2.392
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - - - - -
Summe 124.428 -694 123.734 - 123.734
Neubewertungen:          
Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind - 39 39 - 39
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen -8.267 - -8.267 - -8.267
Erfahrungswertbedingte Anpassungen 1.686 - 1.686 - 1.686
Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind          
Summe -6.581 39 -6.542 - -6.542
Wechselkursänderungen 30 -6 24 - 24
Beiträge:          
Arbeitgeber - -90 -90 - -90
begünstigter Arbeitnehmer - - - - -
Aus dem Plan geleistete Zahlungen:          
laufende Zahlungen - - - - -
Versorgungsleistungen (nicht fondsfinanziert) -2.292 - -2.292 - -2.292
Sonstige Effekte -309 - -309 - -309
Stand: 31. Dezember 2015 115.276 -751 114.525 - 114.525

Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

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in Tausend EUR Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt Auswirkung der Vermögensobergrenze Gesamt
Stand: 1. Januar 2016 115.276 -751 114.525 - 114.525
Laufender Dienstzeitaufwand 2.531 - 2.531 - 2.531
Zinsaufwand/-ertrag 2.781 -49 2.732 - 2.732
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - - - - -
Summe 120.588 -800 119.788 - 119.788
Neubewertungen:          
Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind - 2 2 - 2
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen 12.919   12.919   12.919
Erfahrungswertbedingte Anpassungen -648 - -648 - -648
Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind          
Summe 12.271 2 12.273 - 12.273
Wechselkursänderungen 101 -31 70 - 70
Beiträge:          
Arbeitgeber - -102 -102 - -102
begünstigter Arbeitnehmer - - - - -
Aus dem Plan geleistete Zahlungen:          
laufende Zahlungen - - - - -
Versorgungsleistungen (nicht fondsfinanziert) -2.441 - -2.441 - -2.441
Sonstige Effekte - - - - -
Stand: 31. Dezember 2016 130.519 -931 129.588 - 129.588

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens kann folgenden Kategorien zugeordnet werden:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Qualifizierende Versicherungsverträge 246 255
Geldmarktfonds und Rentenfonds 466 633
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 39 43
Summe 751 931

Für die qualifizierenden Versicherungsverträge existieren keine Marktpreisnotierungen.

Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehaltserhöhungen und erwartete Rentensteigerungen.

Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt:

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in Tausend EUR Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung der Annahme Erhöhung der Annahme Verminderung der Annahme
Abzinsungssatz +/- 0,5 % 118.082 143.532
Zukünftige Gehaltssteigerungen +/- 0,5 % 133.233 126.764
Zukünftige Rentensteigerung +/- 0,5 % 138.617 121.175
    Erhöhung der Annahme um 1 Jahr Verminderung der Annahme um 1 Jahr
Sterbewahrscheinlichkeit   136.796 124.128

Die obige Sensitivitätsanlayse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dies in der Realität ereignet und Veränderungen in einigen Annahmen könnten korrelieren. Die Sensitivität für die Lebenserwartung wird durch pauschale (altersunabhängige) Faktoren für eine Referenzperson mit einer um ein Jahr höheren bzw. um ein Jahr niedrigeren Lebenserwartung erreicht. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen wurde mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren zum Ende der Berichtsperiode berechnet.

Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanlayse haben sich im Vergleich zur Vorperiode nicht geändert. Die leistungsorientierten Verpflichtungen und das Planvermögen setzen sich nach Ländern wie folgt zusammen:

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in Tausend EUR 31.12.2015
Deutschland Indonesien Philippinen Taiwan Gesamt
Barwert der Verpflichtungen 113.724 1.079 269 204 115.276
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -246 -466 0 -39 -751
Gesamt 113.478 613 269 165 114.525
Auswirkung der Vermögensobergrenze - - - - -
Gesamt 113.478 613 269 165 114.525
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in Tausend EUR 31.12.2016
Deutschland Indonesien Philippinen Taiwan Gesamt
Barwert der Verpflichtungen 128.627 1.465 302 125 130.519
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -255 -633 0 -43 -931
Gesamt 128.372 832 302 82 129.588
Auswirkung der Vermögensobergrenze - - - - -
Gesamt 128.372 832 302 82 129.588

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung teilt sich wie folgt auf die Mitglieder des Plans auf:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Aktive Anwärter 71.423 79.563
Ausgeschiedene begünstigte Arbeitnehmer 6.365 7.538
Pensionäre 37.488 43.418
Gesamt 115.276 130.519

Die gewichtete durchschnittliche Dauer der leistungsorientierten Pläne beträgt 19,84 Jahre (Vorjahr: 19,44 Jahre).

Für das Geschäftsjahr 2017 werden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 2.765 (Vorjahr: 2.518) erwartet. Davon werden voraussichtlich TEUR 2.765 (Vorjahr: 2.518) vom Arbeitgeber erbracht. Es werden Beiträge in das externe Planvermögen in Höhe von TEUR 109 (Vorjahr: 90) für das Jahr 2017 erwartet.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Fälligkeiten der undiskontierten Pensionsleistungen:

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in Tausend EUR Bis zu einem Jahr 1 bis 5 Jahre 6 bis 10 Jahre 31.12.2016 Gesamt
Pensionsleistungen 2.765 13.193 20.398 36.356

KURZFRISTIGE SCHULDEN

30. KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 297.677 479.746
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 8.945 10.460
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 10.392 13.893
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) 49.882 62.949
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 184.991 202.913
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.017 2.449
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 71.503 88.696
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 12.078 20.291
Gesamt 636.485 881.397

In der Bilanzposition Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.204 (Vorjahr: 791) enthalten.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen, Gleitzeit- und Urlaubsguthaben, Berufsgenossenschaften, Schwerbehindertenabgaben, Tantiemen sowie sonstige Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit.

Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Leasing- und Finanzierungsgesellschaften. Die Marktwerte entsprechen nahezu den Buchwerten. Die Zinssatzspanne bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt 0,5 % bis 11,89 % (Vorjahr: 0,75 % bis 11,20 %).

31. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Stand 01.01. 15.880 16.113
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0
Währungsanpassung 185 40
Zuführung 5.114 4.856
Auflösung 3.127 3.194
Verbrauch 1.939 2.442
Stand 31.12. 16.113 15.373

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen 14.763 14.375
Prozessrisiken 1.350 998
Gesamt 16.113 15.373

In den Rückstellungen für Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen sind alle Risiken enthalten, die bei der Ausführung von Spezialtiefbauarbeiten und dem Verkauf von Maschinen, Geräten und Werkzeugen für den Spezialtiefbau mit dazugehörenden Serviceleistungen anfallen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsverpflichtungen sowie andere ungewisse Verpflichtungen. Die Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen werden projekt- bzw. baustellenbezogen ermittelt.

Der Bestand an Rückstellungen aus Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistung sowie der Bestand an Rückstellungen für Prozessrisiken wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2017 verbraucht. Bei den Rückstellungen für Prozessrisiken handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten auf Nachforderungen.

32. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe der am Bilanzstichtag maximal möglichen Inanspruchnahme ausgewiesen werden.

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 112.035 52.428

In der Bauindustrie ist die Ausstellung von verschiedenen Bürgschaften zur Absicherung der bauvertraglichen Verpflichtungen üblich und notwendig. Diese Bürgschaften werden üblicherweise von Banken bzw. Kreditversicherungsunternehmen (Bürgen) ausgestellt und umfassen im Wesentlichen Angebots-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften. Im Fall der Bürgschaftsbeziehung bestehen vertragliche Regressansprüche der Bürgen gegenüber dem Konzern. Ein Risiko einer Bürgschaftsinanspruchnahme besteht nur dann, wenn den zugrunde liegenden vertraglichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachgekommen wird.

Die Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung von Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestehen gegenüber Dritten. Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind. Abflüsse aus Haftungsverhältnissen werden nicht erwartet.

33. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

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in Tausend EUR Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016
Minimumleasingzahlungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen 9.784 8.990 12.636 10.824 303 1.313
Weitere finanzielle Verpflichtungen 13.385 9.481 7.225 5.539 6.435 4.026

Bei den Operating-Leasing-Verhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie um technische Anlagen und Maschinen, die im Geschäftsjahr neu hinzugekommen sind und als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert wurden. In der BAUER Gruppe bestehen unbefristete Mietverhältnisse in Höhe von monatlich TEUR 506 (Vorjahr: 1.342). Unter den weiteren finanziellen Verpflichtungen befinden sich im Wesentlichen befristete Miet- und Pachtverhältnisse von Immobilien.

34. AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE

Es ist nicht geplant, Geschäftsbereiche im Sinne des IFRS 5 einzustellen oder aufzugeben.

35. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Zum 31. Dezember 2016 wurden von der BAUER AG bei wesentlichen Kreditvereinbarungen die vereinbarte Relation Net Debt/EBITDA nicht erfüllt. Dies hat zur Folge, dass einige Schuldposten vertragsgemäß hätten fällig gestellt werden können, so dass sie unabhängig von der ursprünglichen Laufzeit unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen werden. Der Betrag der Umgliederung beträgt zum Stichtag TEUR 180.375. Für alle betroffenen Kredite konnte bereits eine einvernehmliche Lösung mit den entsprechenden Finanzpartnern gefunden werden. Zum Ende des ersten Quartals 2017 werden diese Verbindlichkeiten deshalb wieder unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Des Weiteren ergaben sich nach dem 31. Dezember 2016 keine Ereignisse, über die nach IAS 10 oder DRS 20 berichtet werden muss.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

36. KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der Fonds der Kapitalflussrechnung umfasst ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel. In der Kapitalflussrechnung werden Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um nicht zahlungswirksame Transaktionen bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.

Die Investitionstätigkeit umfasst neben Zugängen im Sach- und Finanzanlagevermögen auch die Zugänge immaterieller Vermögenswerte sowie die Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten.

Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Kapitalflussrechnung herangezogen werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen sowie die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen nicht zahlungswirksam sind und ausgesondert werden.

37. FINANZINSTRUMENTE

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist die BAUER Gruppe insbesondere Währungskurs- und Zinsschwankungen ausgesetzt. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften auszuschließen bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden zentral durch die BAUER AG gesteuert. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass eine ausreichende Funktionstrennung bei Handel und Abwicklung gegeben ist. Das Vier-Augen-Prinzip wird durch die Aufteilung der Funktionen über Vorstand (Abschluss) und Fachabteilungen (operative Abwicklung) realisiert. Alle Derivatgeschäfte werden nur mit Banken höchstmöglicher Bonität abgeschlossen.

MARKTRISIKEN

Währungsrisiko

Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen die BAUER Gruppe Finanzinstrumente eingeht.

Die bestehenden Devisentermingeschäfte und Cross Currency Swaps dienen der Sicherstellung unserer Kurssicherungsstrategie. In der BAUER Gruppe sind die wesentlichen originären monetären Finanzinstrumente entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden zu einem wesentlichen Teil durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Auch aufgrund der in der Regel kurzfristigen Fälligkeit der Instrumente haben mögliche Währungskursänderungen nur sehr geringfügige Auswirkungen auf das Ergebnis oder das Eigenkapital.

Für Zwecke der Sensitivitätsanalyse werden Währungsrisiken aus monetären Finanzinstrumenten in die Analyse einbezogen, die nicht in den funktionalen Währungen der einzelnen Gesellschaften der BAUER Gruppe abgeschlossen wurden.

Quantifizierung der Währungsrisiken bei Kursänderungen von +/- 10 %:

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in Tausend EUR zum 31.12.2015 USD AUD CAD
Gesamtauswirkung +10 % auf OCI 12.375 321 0
Gesamtauswirkung -10 % auf OCI -15.123 -392 0
Gesamtauswirkung +10 % auf GuV 2.632 0 -88
Gesamtauswirkung -10 % auf GuV -3.373 0 107
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in Tausend EUR zum 31.12.2016 USD AUD CAD
Gesamtauswirkung +10 % auf OCI 11.669 633 0
Gesamtauswirkung -10 % auf OCI -13.803 -759 0
Gesamtauswirkung +10 % auf GuV 2.436 0 -688
Gesamtauswirkung -10 % auf GuV -2.916 0 840

Die Sensitivitätsauswirkungen betrafen im Jahr 2016 im Wesentlichen den US-Dollar, den Australischen Dollar und den Kanadischen Dollar. Der russische Rubel wurde aufgrund unwesentlicher Sensitivitätsauswirkungen nicht mehr aufgeführt. Es bestehen keine Risikokonzentrationen.

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko des Konzerns ergibt sich auf Grund der variabel verzinslichen Finanzschulden (sowie der kurzfristigen Kreditlinie). Die bestehenden Zinsswaps dienen der Sicherstellung unserer Finanzierungs- und Zinssicherungsstrategie. Es existieren Swapvereinbarungen von variablen in feste Zinsen, um so ein Risiko von schwankenden Zinsen am Markt auszuschließen. Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originär variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht durch Sicherungsderivate wirtschaftlich abgesichert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.

Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Zins-/Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf die Finanzerträge und Finanzaufwendungen (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Die Auswirkungen der Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, bei denen das Hedge Accounting angewendet wird, ist im OCI erfasst.

Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos bei Zinsänderungen von +/- 100 Basispunkten:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Gesamtauswirkung +100 Basispunkte auf OCI 558 317
Gesamtauswirkung -100 Basispunkte auf OCI -162 -33
Gesamtauswirkung +100 Basispunkte auf GuV -82 -1.185
Gesamtauswirkung -100 Basispunkte auf GuV -114 1.022

Rohstoffrisiko

Rohstoffrisiken, denen die BAUER Gruppe hinsichtlich der Verfügbarkeit und möglicher Preisschwankungen am Markt ausgesetzt ist, werden durch Lieferzusagen und Festpreisvereinbarungen mit den Lieferanten vor Auftragsausführung ausgeschlossen oder begrenzt. Das Rohstoffrisiko bezieht sich im Wesentlichen auf Stahl.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko wird auf Basis der Geschäftsplanung gesteuert, die sicherstellt, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts und der laufenden und künftigen Investitionen in allen Konzerngesellschaften zeitgerecht und in der erforderlichen Währung zu optimalen Kosten zur Verfügung stehen. Im Rahmen des Liquiditätsrisikomanagements wird der Liquiditätsbedarf aus dem operativen Geschäft, aus Investitionstätigkeiten sowie aus anderen finanziellen Maßnahmen in Form eines Bankenreports und einer Liquiditätsplanung ermittelt.

Eine auf einem festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie in der BAUER Gruppe vorhandene, nicht ausgenutzte Kredit- und Avallinien, stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher.

Aus den folgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten und nicht abgezinsten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten der BAUER Gruppe ersichtlich:

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in Tausend EUR Buchwert 31.12.2015 Cashflows 2016 Cashflows 2017 bis 2020 Cashflows 2021 ff.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 674.305 314.778 380.250 14.641
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 21.597 9.570 13.165 0
Sonstige Verbindlichkeiten 78.765 71.503 4.295 2.967
Sonstige Finanzverbindlichkeiten (ohne Derivate) 9.689 9.200 528 0
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) 49.882 49.882 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 184.991 184.200 791 0
Verbindlichkeiten ggb. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 1.017 1.017 0 0
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in Tausend EUR Buchwert 31.12.2016 Cashflows 2017 Cashflows 2018 bis 2021 Cashflows 2022 ff.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 656.500 498.576 178.145 13.200
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 29.587 11.094 19.332 628
Sonstige Verbindlichkeiten 96.252 88.696 4.462 3.093
Sonstige Finanzverbindlichkeiten (ohne Derivate) 15.872 15.647 233 0
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) 62.949 62.949 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 202.913 201.709 1.202 2
Verbindlichkeiten ggb. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 2.449 2.450 0 0

Im Berichtszeitraum gab es keine Ausfälle bei den Zins- und Tilgungszahlungen. Des Weiteren bestehen keine Risikokonzentrationen. Es ist nicht zu erwarten, dass für Verbindlichkeiten aus Bürgschaften (Eventualverbindlichkeiten) wesentliche tatsächliche Verbindlichkeiten und damit signifikante Cashflows entstehen werden, für die noch keine Rückstellungen gebildet wurden.

Die Fälligkeitsstruktur der derivativen Finanzinstrumente, basierend auf Zahlungsmittelabflüssen und -zuflüssen, stellt sich wie folgt dar:

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in Tausend EUR zum 31.12.2015 Buchwert 2016 2017 bis 2020 ab 2021
Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften 3.375 -2.654 -2.188 0
Zahlungsmittelabflüsse - -74.496 -37.330 0
Zahlungsmittelzuflüsse - 71.842 35.142 0
Verbindlichkeiten aus Zinsswaps 3.428 -1.714 -2.766 -1.505
Zahlungsmittelabflüsse - -1.714 -2.766 -1.505
Zahlungsmittelzuflüsse - 0 0 0
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in Tausend EUR zum 31.12.2016 Buchwert 2017 2018 bis 2021 ab 2022
Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften 5.314 -4.057 -1.400 0
Zahlungsmittelabflüsse - -141.639 -18.925 0
Zahlungsmittelzuflüsse - 137.582 17.525 0
Verbindlichkeiten aus Zinsswaps 3.088 -1.158 -2.323 -1.373
Zahlungsmittelabflüsse - -1.158 -2.323 -1.373
Zahlungsmittelzuflüsse - 0 0 0

Für die Berechnung der Zahlungsmittelzuflüsse aus Zinsswaps wurden die Konditionen per 31. Dezember 2016 verwendet.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko wird auf Konzernebene gesteuert. Ausfallrisiken ergeben sich aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, derivativen Finanzinstrumenten und Einlagen bei Banken und Finanzinstituten. Für eine Zusammenarbeit werden nur Banken und Finanzinstitute mit höchstmöglicher Bonität ausgewählt. In der Berichtsperiode wurde kein Kreditlimit überschritten. Das Management erwartet keine Ausfälle aufgrund von Nichterfüllung durch diese Geschäftspartner.

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe des Buchwerts gegenüber dem jeweiligen Kontrahenten. Eine Darstellung der Buchwerte und des daraus resultierenden maximalen Ausfallrisikos pro Klasse ist in der Tabelle ab S. 150 ersichtlich. Dem Risiko aus originären Finanzinstrumenten wird durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle sowie in Deutschland durch Kreditversicherungen Rechnung getragen. Da derivative Finanzinstrumente nur mit Banken höchstmöglicher Bonität abgeschlossen werden und im Rahmen des Risikomanagements je Kontrahent Limits festgelegt sind, ist das tatsächliche Ausfallrisiko zu vernachlässigen. Es bestehen keine Risikokonzentrationen.

Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten

Der Konzern hat Darlehen mit variablen Zinssätzen aufgenommen und durch Swaps sein zinsbedingtes Cashflow-Risiko abgesichert. Derartige Zinsswaps haben den wirtschaftlichen Effekt, variabel verzinsliche Ausleihungen in festverzinsliche umzuwandeln. Bei diesen Zinsswaps kommt der Konzern mit anderen Parteien überein, die Differenz zwischen den festen und den variablen Zinsen, die sich von den vereinbarten Nominalbeträgen ableiten, in regelmäßigen Intervallen zu tauschen.

Nominalvolumen und Marktwert bei den derivativen Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:

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in Tausend EUR Nominalvolumen Marktwert
31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016
Positiv Negativ Positiv Negativ
Zinsswaps            
davon im Hedge-Accounting 27.214 23.643 0 -336 0 -226
davon nicht im Hedge-Accounting 102.150 54.950 0 -3.092 0 -2.862
Devisentermingeschäfte            
davon im Hedge-Accounting 144.156 136.079 2.643 -1.633 371 -3.865
davon nicht im Hedge-Accounting 70.848 71.876 809 -1.742 317 -1.449
Devisenoptionsgeschäfte            
davon im Hedge-Accounting 0 0 0 0 0 0
davon nicht im Hedge-Accounting 0 5.000 0 0 349 0
Cross Currency Swaps            
davon im Hedge-Accounting 0 0 0 0 0 0
davon nicht im Hedge-Accounting 1.841 1.105 108 0 100 0

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne bzw. -verluste (vor Steuern) von Finanzinstrumenten dar, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IAS 39:

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in Tausend EUR 31.12.2015* 31.12.2016
Loans and receivables* -8.431 -21.723
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost -35.618 -30.785
Available for Sale Financial Assets -162 -4.209
Held for Trading -8.984 -7.424
Gesamt -53.195 -64.141

* Vorjahreszahlen geändert, die Nettoergebnisse aus Wertberichtigungen im Segment Bau wurden herausgenommen

Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Loans and Receivables enthält Ergebnisse aus der Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ergebnisse aus Bankgebühren, Wertminderungen auf uneinbringliche Forderungen sowie Zinserträge.

Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Liabilities Measured at Amortised Cost enthält das Ergebnis aus Zinsaufwendungen gegenüber Dritten, für Kontokorrent- und Langfristdarlehen sowie Avalprovisionen.

Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Available for Sale Financial Assets enthält die Abschreibungen auf Finanzanlagen. Eigenkapitalanteile an Gesellschaften werden at Cost bewertet und fließen nicht ein.

Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets and Liabilities Held for Trading beinhaltet Ergebnisse aus Devisentermin- und Optionsgeschäften sowie Ergebnisse aus Marktwertveränderungen von Zinsswaps.

Aus der folgenden Tabelle sind die darin enthaltenen Wertminderungen ersichtlich:

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in Tausend EUR 31.12.2015 31.12.2016
Wertminderungen für Loans and Receivables -9.461 -17.605
Wertminderungen für Available for Sale Financial Assets -162 -4.209
Gesamt -9.623 -21.814

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte

Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Soweit Finanzinstrumente an einem aktiven Markt notiert sind, wie vor allem gehaltene Aktien und begebene Anleihen, stellt die jeweilige Notierung an diesem Markt den beizulegenden Zeitwert dar. Existiert kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte und Cross Currency Swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen werden über anerkannte Optionsmodelle ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontieren erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird.

Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, ist aufgrund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.

Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den drei folgenden Stufen beschriebenen Methoden ermittelt:

• Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

• Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen

• Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten)

Es gab keine Umgliederungen zwischen den Stufen während des Jahres. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden diese am Ende der Berichtsperiode umgegliedert.

Sonstige Angaben zu Sicherungsgeschäften

Im Geschäftsjahr 2016 wurden Eigenkapitaländerungen aus Cashflow Hedges in Höhe von TEUR -970 (Vorjahr: 190) vor Steuern und in Höhe von TEUR -698 (Vorjahr: 137) nach Steuern erfolgsneutral als Sicherungsrücklage im Eigenkapital erfasst. Aus der erfolgsneutral eingestellten Sicherungsrücklage im Eigenkapital wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 1.763 (Vorjahr: 834) aufwandswirksam erfasst. Aus den zum 31. Dezember 2016 im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumenten wurden Änderungen des Fair Value im Eigenkapital (eigenkapitalerhöhend) in Höhe von TEUR 793 (Vorjahr: 1.024) erfasst. Darüber hinaus wurden die Veränderungen der latenten Steuern eigenkapitalerhöhend in Höhe von TEUR 272 (Vorjahr: -53) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Von den durch Sicherungsgeschäfte abgesicherten zukünftigen Transaktionen in Fremdwährung und den abgesicherten Marktzinsänderungen wird eine Realisierung bis spätestens 2020 erwartet. Gewinne und Verluste zukünftiger Verträge in Fremdwährung und Zinsen zum 31. Dezember 2016, die in der Hedging-Reserve im OCI erfasst werden, werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die gesicherte, geplante Transaktion sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirkt.

Die prospektive Effektivität wird nach der Critical Term Match-Methode ermittelt und die retrospektive Effektivität nach der DollarOffset-Methode auf Basis der hypothetischen Derivate-Methode berechnet.

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

a) Finanzielle Vermögenswerte

Die folgenden finanziellen Vermögenswerte unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen.

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in Tausend EUR Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden
Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden Finanz-
instrumente
Erhaltene Barsicherheiten Nettobetrag
Stand: 31. Dezember 2015            
Derivative finanzielle Vermögenswerte 3.560 0 3.560 -1.662 - 1.898
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 47.406 0 47.406 -4.000 - 43.406
Gesamt 50.966 0 50.966 -5.662 - 45.304
Stand: 31. Dezember 2016            
Derivative finanzielle Vermögenswerte 1.136 0 1.136 -438 - 698
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 33.463 0 33.463 -2.416 - 31.047
Gesamt 34.599 0 34.599 -2.854 - 31.745

b) Finanzielle Verbindlichkeiten

Die folgenden finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen.

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in Tausend EUR Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden
Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden Finanz-
instrumente
Geleistete Barsicherheiten Nettobetrag
Stand: 31. Dezember 2015            
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 6.803 0 6.803 -1.662 - 5.141
Kontokorrentkredite 216.891 0 216.891 -4.000 - 212.891
Gesamt 223.694 0 223.694 -5.662 - 218.032
Stand: 31. Dezember 2016            
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 8.402 0 8.402 -438 - 7.964
Kontokorrentkredite 168.922 0 168.922 -2.416 - 166.506
Gesamt 177.324 0 177.324 -2.854 - 174.470

In der Spalte "Finanzinstrumente" werden die Beträge ausgewiesen, die Gegenstand einer Aufrechnungsrahmenvereinbarung sind, aber wegen Nichterfüllung der Voraussetzungen für eine Saldierung in der Bilanz nicht aufgerechnet wurden. In der Spalte "erhaltene Barsicherheiten" bzw. "geleistete Barsicherheiten" sind die bezogen auf die Gesamtsumme der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erhaltenen Beträge von Barsicherheiten und Sicherheiten von Finanzinstrumenten ausgewiesen, welche die Kriterien für eine Aufrechnung in der Bilanz nicht erfüllen.

Im Konzern werden Finanzinstrumente analog zu den jeweiligen Bilanzposten klassifizert. Für kurzfristige Finanzinstrumente bzw. Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden, erfolgt gemäß IFRS 7.29 keine Fair Value Angabe. Die folgende Übersicht zeigt eine Überleitung der Klassen auf die Kategorien des IAS 39 und die jeweiligen Marktwerte:

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in Tausend EUR Wertansatz Bilanz nach IAS 39
Bewertungsmaßstab Buchwert Loans and receivables/ other financial liabilities Available for Sale
31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE            
Beteiligungen at Cost 3.613 9.730 0 0 3.613
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte   15.355 18.412      
  at Fair Value 707 476 0 0 0
  at amortised Cost 11.408 14.215 11.408 14.215 0
  at Cost 3.240 3.721 0 0 3.240
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE            
Forderungen aus Fertigungsaufträgen at amortised Cost 129.478 154.802 129.478 154.802 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen at amortised Cost 343.933 339.993 343.933 339.993 0
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at amortised Cost 3.272 6.473 3.272 6.473 0
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte   28.901 18.364      
  at Fair Value 2.853 661 0 0 0
  at amortised Cost 26.048 17.703 26.048 17.703 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente at amortised Cost 47.406 33.463 47.406 33.463 0
Summe finanzielle Vermögenswerte   571.958 581.237 561.545 566.649 6.853
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in Tausend EUR Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Keiner IAS 39-Kategorie zugeordnet
Available for Sale Financial Assets and Liabilities Held for Trading Derivate im Hedge Accounting
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE          
Beteiligungen 9.730 0 0 0 0
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte          
  0 108 450 599 26
  0 0 0 0 0
  3.721 0 0 0 0
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE          
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 0 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0 0
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0 0 0 0 0
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte          
  0 809 317 2.044 344
  0 0 0 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 0 0 0
Summe finanzielle Vermögenswerte 13.451 917 767 2.643 370
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in Tausend EUR Keiner IAS 39-Kategorie zugeordnet
Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Fair Value nach IFRS 7 und IFRS 13 Bewertungsstufe
31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 IFRS 13
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE          
Beteiligungen 0 0 n/a n/a n/a
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte          
  0 0 707 476 2
  0 0 9.960 13.198 3
  0 0 n/a n/a n/a
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE          
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 0 0 n/a n/a n/a
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0 n/a n/a n/a
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0 0 n/a n/a n/a
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte          
  0 0 2.853 661 2
  0 0 n/a n/a n/a
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 n/a n/a n/a
Summe finanzielle Vermögenswerte 0 0 13.520 14.335  
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in Tausend EUR Wertansatz Bilanz nach IAS 39
Bewertungsmaßstab Buchwert Loans and receivables/ other financial liabilities Available for Sale
31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
LANGFRISTIGE SCHULDEN            
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at amortised Cost 376.628 176.754 376.628 176.754 0
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen at Fair Value 12.652 19.127 0 0 0
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten   4.414 3.983      
  at Fair Value 3.925 3.758 0 0 0
  at amortised Cost 489 225 489 225 0
KURZFRISTIGE SCHULDEN            
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at amortised Cost 297.677 479.746 297.677 479.746 0
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen at Fair Value 8.945 10.460 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen at amortised Cost 49.882 62.949 49.882 62.949 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen at amortised Cost 184.991 202.913 184.991 202.913 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at amortised Cost 1.017 2.449 1.017 2.449 0
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten   12.078 20.291      
  at Fair Value 2.878 4.644 0 0 0
  at amortised Cost 9.200 15.647 9.200 15.647 0
Summe finanzielle Verbindlichkeiten   948.284 978.672 919.884 940.683 0
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in Tausend EUR Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Keiner IAS 39-Kategorie zugeordnet
Available for Sale Financial Assets and Liabilities Held for Trading Derivate im Hedge Accounting
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016
LANGFRISTIGE SCHULDEN          
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 0 0 0 0 0
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten          
  0 2.470 2.702 1.455 1.056
  0 0 0 0 0
KURZFRISTIGE SCHULDEN          
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0 0 0 0 0
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten          
  0 2.364 1.605 514 3.039
  0 0 0 0 0
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 0 4.834 4.307 1.969 4.095
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in Tausend EUR Keiner IAS 39-Kategorie zugeordnet
Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Fair Value nach IFRS 7 und IFRS 13 Bewertungsstufe gemäß IFRS 13
31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016
LANGFRISTIGE SCHULDEN          
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 384.999 223.460 3
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 12.652 19.127 12.652 19.127 n/a
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten          
  0 0 3.925 3.758 2
  0 0 484 225 3
KURZFRISTIGE SCHULDEN          
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 n/a n/a n/a
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 8.945 10.460 n/a n/a n/a
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 0 0 n/a n/a n/a
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 n/a n/a n/a
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0 0 n/a n/a n/a
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten          
  0 0 2.878 4.644 2
  0 0 n/a n/a n/a
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 21.597 29.587 404.938 251.214  

38. ORGANE DER GESELLSCHAFT

Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:

Anteilseignervertreter

Dr. Klaus Reinhardt, General a. D., Starnberg, Vorsitzender

Dr.-Ing. Johannes Bauer, Schrobenhausen

Bauingenieur in der BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen

Prof. Dr.-Ing. E.h. Manfred Nußbaumer M.Sc, Leonberg

Bauingenieur im Ruhestand

Aufsichtsrat Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart, Mitglied

Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster, Haag an der Amper (bis 23.06.2016)

Bauingenieur im Ruhestand

Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Schrobenhausen

freiberufliche Tätigkeit im Bereich Immobilienverwaltung, Altbausanierung und Bauberatung

Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg, Berlin (seit 23.06.2016)

Geschäftsführerin der Orange 12 GmbH, Berlin

Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederland

freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen

Aufsichtsrat Winters Bouw- en Ontwikkeling B.V., Breda/Niederlande, Vorsitzender

Arbeitnehmervertreter

Robert Feiger, Neusäß, stellv. Vorsitzender

Vorsitzender des Bundesvorstandes der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main

Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG, Wiesbaden, Mitglied

Regina Andel, Ellrich

Betriebsratsvorsitzende SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen

Rainer Burg, Gerolsbach (seit 23.06.2016)

Betontechnologe bei der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen

Maria Engfer-Kersten, Hannover (seit 23.06.2016)

Gewerkschaftssekretärin der IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Hannover

Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald, Bad Vilbel (bis 23.06.2016)

Vorstandsmitglied der Zusatzversorgungskasse des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks VVaG, Wiesbaden

Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen

Betriebsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen

Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen

Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl, Schrobenhausen

Personalleiter der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen

Beirat BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender

Dipl.-Ing. Gerold Schwab, Kernen (bis 23.06.2016)

Bauingenieur im Geschäftsbereich Technik der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen

Vorstand

Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Schrobenhausen, Vorsitzender

Ressorts: Beteiligungen, IT, Konzernprozessmanagement, HSE, Qualitätsmanagement

Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER EGYPT S.A.E., Kairo, Vorsitzender

Verwaltungsrat Maurer SE, München, Mitglied (seit 21.11.2016)

Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Schrobenhausen

Ressorts: Finanzen, Recht und Versicherung, Konzernkommunikation, Facility Management, Mediendesign

Aufsichtsrat Raiffeisenbank Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Mitglied

Aufsichtsrat SCHACHTBAUER NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender (seit 12.01.2017)

Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker, Schrobenhausen (bis 31.12.2016)

Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender (bis 05.12.2016)

Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender (bis 31.12.2016)

Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender (bis 31.12.2016)

Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender (bis 31.12.2016)

Peter Hingott, Schrobenhausen (seit 01.10.2016)

Ressorts: Beteiligungen, Rechnungswesen, Personal, Konzerneinkauf

Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Mitglied (seit 12.01.2017)

Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Mitglied (seit 12.01.2017)

Verwaltungsrat BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Mitglied

Aufsichtsrat BAUER Nimr LLC, Maskat/Oman, Vorsitzender

Verwaltungsrat BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co., Amman/Jordanien, Vorsitzender

Verwaltungsrat Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman/Jordanien, Vorsitzender

Verwaltungsrat BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile/Chile, Vorsitzender

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.542 (Vorjahr: 1.274). Davon sind TEUR 1.392 (Vorjahr: 1.124) erfolgsunabhängige und TEUR 150 (Vorjahr: 150) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Reisekosten-Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie anteilige Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten. Der Anstieg bei den Vorstandsbezügen ist darauf zurück zu führen, dass die Gesamtbezüge aller Mitglieder des Vorstands (einschließlich der Tätigkeit in Gremien der Tochterunternehmen) für das ganze Jahr ausgewiesen werden, auch wenn durch den Eintritt von Herrn Peter Hingott zum 1. Oktober 2016 und das Ausscheiden von Herrn Heinz Kaltenecker zum 31. Dezember 2016, der Vorstand nur über drei Monate aus vier Mitgliedern bestand. Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Pensionsaufwand (Service Costs) in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr: 155) entstanden. Der rentenfähige Arbeitsverdienst, der die Basis für die Berechnung der Altersversorgung ist, ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 6.485 (Vorjahr: 5.537). Frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans des Mutterunternehmens erhielten für die Wahrnehmung der Aufgaben im Mutterunternehmen Gesamtbezüge in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 0).

Die Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2016 betrug TEUR 261 (Vorjahr: 254) und setzte sich wie folgt zusammen:

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in Tausend EUR 2015 2016
Vorsitzender    
Dr. Klaus Reinhardt 38 40
Stellvertretender Vorsitzender    
Robert Feiger 27 27
Anteilseignervertreter    
Dr.-Ing. Johannes Bauer 20 20
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster 18 10
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 18 20
Gerardus N. G. Wirken 20 20
Prof. Dr. Manfred Nußbaumer 20 20
Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg - 10
Arbeitnehmervertreter    
Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald 20 10
Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl 18 18
Regina Andel 18 18
Dipl.-Ing. Gerold Schwab 20 10
Reinhard Irrenhauser 18 19
Rainer Burg - 9
Maria Engfer-Kersten - 10
Gesamt* 254 261

* gerundet

39. ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können.

Als Geschäftsvorfall mit nahestehenden Unternehmen und Personen gilt die Übertragung von Ressourcen, Dienstleistungen oder Verpflichtungen zwischen dem berichtenden Unternehmen und einem nahestehenden Unternehmen beziehungsweise einer nahestehenden Person, unabhängig davon, ob dafür ein Entgelt in Rechnung gestellt wird.

Mitglieder des Vorstands der BAUER AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. den Geschäftsführungen von anderen Unternehmen, mit denen die BAUER AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Nahestehende Personen erhielten aus früheren Beschäftigungen in der BAUER Gruppe Rentenbezüge in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: 55). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten in ihrer Funktion als Arbeitnehmer Vergütungen in Höhe von TEUR 482 (Vorjahr: 483). Mit Vorstandsmitgliedern einschließlich naher Angehöriger bestehen Pacht-, Dienstleistungs- und Anstellungsverträge (mit Ausnahme der ausgewiesenen Vorstandsbezüge), für die Vergütungen in Höhe von TEUR 833 (Vorjahr: 1.032) geleistet wurden.

Gegenüber der BAUER Stiftung bestanden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr: 1.000), für die Zinsen in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: 55) gezahlt wurden.

Zum Geschäftsjahresende bestanden keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Aktionären der BAUER AG.

Die wesentlichen Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

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in Tausend EUR Assoziierte Unternehmen Nicht konsolidierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
2015 2016 2015 2016 2015 2016
Erträge 7.325 4.483 20.620 4.137 10.834 23.801
Bezogene Leistungen 1.389 2.435 2.558 5.524 0 5.041
Forderungen und sonstige Vermögenswerte (31.12.) 794 479 12.490 8.956 35.751 35.086
Verbindlichkeiten (31.12.) 701 131 3.859 1.706 1.102 5.737
Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 1.927 145 22.887 22.624
Aufwand für uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen 328 0 1.088 145 6.314 3.343

Die bezogenen Leistungen umfassen im Wesentlichen alle im Geschäftsjahr erfassten Aufwendungen gegenüber nahestehenden Unternehmen.

Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte enthalten uneinbringliche Forderungen sowie finanzielle Vermögenswerte gegenüber nahestehenden Unternehmen.

40. GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN

Die wesentlichen gemeinschaftlichen Tätigkeiten sind nachfolgend aufgeführt:

Geschäftsjahr 2015:

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Projekt Tätigkeit des Unternehmens Sitz Beteiligungsquote
Barangaroo Project Spezialtiefbau Sydney, Australien 50 %
Deep-Bauer Foundation Inc. Spezialtiefbau Calgary, Kanada 44 %

Geschäftsjahr 2016:

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Projekt Tätigkeit des Unternehmens Sitz Beteiligungsquote
Barangaroo Project Spezialtiefbau Sydney, Australien 50 %
Deep-Bauer Foundation Inc. Spezialtiefbau Calgary, Kanada 44 %

41. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

PricewaterhouseCoopers AG:

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in Tausend EUR 2015 2016
Honorare für Abschlussprüfungsleistungen 723 740
Honorare für andere Bestätigungsleistungen 14 18
Honorare für Steuerberatungsleistungen 75 118
Honorare für sonstige Leistungen 79 10
Gesamt 891 886

Darüber hinaus war die Roland Jehle GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft für die Prüfung der in den Konzernabschluss einbezogenen großen deutschen Kapitalgesellschaften tätig.

Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare hierfür gliedern sich gemäß §§ 285 Nr. 17, 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB wie folgt:

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in Tausend EUR 2015 2016
Honorare für Abschlussprüfungen 39 49
Honorare für andere Bestätigungsleistungen 2 2
Honorare für Steuerberatungsleistungen 7 5
Honorare für sonstige Leistungen 0 0
Gesamt 48 56

42. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstand und Aufsichtsrat der BAUER AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung am 9. Dezember 2016 abgegeben und auf der Homepage www.bauer.de den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

43. DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITER

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2015 2016
Angestellte 4.050 4.216
Inland 2.001 1.986
Ausland 2.049 2.230
Gewerbliche Arbeitnehmer 6.443 6.317
Inland 1.920 1.840
Ausland 4.523 4.477
Auszubildende 245 238
Mitarbeiter gesamt 10.738 10.771

44. FREIGABE DES KONZERNABSCHLUSSES

Der Vorstand hat den Konzernabschluss zur Billigung an den Aufsichtsrat (Aufsichtsratssitzung findet am 10. April 2017 statt) freigegeben.

45. VORSCHLAG FÜR DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor zu beschließen, aus dem Bilanzgewinn der BAUER Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 1.713.100,00 EUR an die Aktionäre eine Dividende von 0,10 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie bei 17.131.000 dividendenberechtigten Stückaktien somit in voller Höhe von 1.713.100,00 EUR auszuschütten. Ein gegebenenfalls auf nicht dividendenberechtigte Stückaktien entfallender Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

Schrobenhausen, den 31. März 2017

Der Vorstand

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Prof. Thomas Bauer Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Peter Hingott
Vorsitzender des Vorstands    

Anteilsbesitzliste der BAUER Gruppe gemäß § 313 HGB zum 31. Dezember 2016

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NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT Währung Anteil am Kapital
in %
1. Vollkonsolidierte Unternehmen    
BAUER Aktiengesellschaft EUR  
A. Deutschland    
BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00
SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland EUR 100,00
EURODRILL GmbH, Drolshagen, Deutschland EUR 100,00
WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Deutschland EUR 100,00
Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Deutschland EUR 75,00
SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00
SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00
MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00
PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
GWE pumpenboese GmbH, Peine, Deutschland EUR 100,00
Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
B. Übrige EU    
GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn HUF 100,00
BAUER Ambiente S.r.l., Mailand, Italien EUR 100,00
BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich EUR 100,00
BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien GBP 100,00
BAUER RENEWABLES LIMITED, Bishops Stortford, Großbritannien GBP 100,00
BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien GBP 100,00
BAUER Magyarorszàg Speciális Mélyépitö Kft., Budapest, Ungarn HUF 100,00
BAUER ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien RON 100,00
BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien BGN 100,00
BAUER Funderingstechniek B.V, Mijdrecht, Niederlande EUR 100,00
BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o., Warschau, Polen PLN 100,00
BAUER Foundations (IRL) Ltd., Bishops Stortford, Großbritannien EUR 100,00
GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich EUR 100,00
TracMec Srl, Mordano, Italien EUR 100,00
BAUER Macchine Italia Srl, Mordano, Italien EUR 100,00
FAMBO Sweden AB, Eslöv, Schweden SEK 100,00
GWE Pol-Bud Sp.z.o.o, Lodz, Polen PLN 100,00
BAUER RESOURCES SPAIN S.A., Leganes, Spanien EUR 100,00
BAUER Resources UK Ltd., Beverley, Großbritannien GBP 100,00
C. Übriges Europa    
BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz CHF 100,00
FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz CHF 100,00
OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation RUB 65,00
OOO BAUER Maschinen SPb, St. Petersburg, Russische Föderation RUB 100,00
OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation RUB 55,00
OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation RUB 100,00
OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Förderation RUB 100,00
BAUER Georgia Foundation Specialists LCC, Tbilisi, Georgia GEL 100,00
D. Nahost & Zentralasien    
Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien SAR 100,00
BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon USD 100,00
BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00
BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar QAR 49,00*
BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00
BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 49,00*
BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co. - (Teilkonzernabschluss), Amman, Jordanien USD 100,00
Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien USD 83,33
Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Ramallah, Palästina USD 100,00
Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zypern USD 100,00
BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei TRY 60,00
BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien INR 100,00
BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00
BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien INR 100,00
E. Asien-Pazifik, Fernost & Australien    
BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD. - (Teilkonzernabschluss), Petaling Jaya, Malaysia MYR 100,00
BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien AUD 100,00
P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 100,00
BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur EUR 100,00
BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 100,00
BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam VND 100,00
BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen PHP 100,00
BAUER Technologies Far East Pte. Ltd. - (Teilkonzernabschluss), Singapur, Singapur EUR 100,00
BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur EUR 100,00
BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan TWD 99,88
BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China CNY 100,00
BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China EUR 100,00
BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia MYR 100,00
Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 100,00
BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 100,00
NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan JPY 100,00
Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand THB 49,00*
Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand THB 73,99
BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien AUD 100,00
F. Amerika    
BAUER FUNDACIONES PANAMÀ S.A., Panama City, Panama USD 100,00
BAUER MEXICO, S.A. DE C.V, Mexiko City, Mexiko MXP 100,00
BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada CAD 100,00
BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada CAD 100,00
BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00
BAUER Resources Chile Limitada - (Teilkonzernabschluss), Santiago de Chile, Chile CLP 100,00
GWE Tubomin S.A., Santiago de Chile, Chile CLP 60,00
BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00
BAUER-Pileco Inc., Woodlands, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00
G. Afrika    
BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten EGP 55,75
BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd - (Teilkonzernabschluss), Midrand, Südafrika ZAR 100,00
MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhuk, Namibia NAD 100,00
MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Midrand, Südafrika ZAR 100,00
BAUER RESOURCES GHANA LIMITED, Accra, Ghana GHS 100,00
BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko MAD 100,00
BAUER Resources Senegal SARL, Dakar, Senegal XOF 100,00
2. Unternehmen im erweiterten Konsolidierungskreis    
A. Inland    
Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00
Schacht- und Bergbau Spezialgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, Deutschland EUR 50,00
pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Deutschland EUR 100,00
B. Ausland    
First Asian Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 100,00
BAUER Ukraine TOV, Kiew, Ukraine UAH 100,00
BAUER Angola Lda., Luanda, Angola AOA 100,00
BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien INR 100,00
BAUER Fondations Spéciales EURL, Alger, Algerien DZD 100,00
BAUER Leasing Services LLC, Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00
BAUER Cimentaciones Costa Rica S. A., Alajuela, Costa Rica CRC 100,00
BAUER Engineering International Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00
BAUER Lybian Egyptian Specialized Corporate for Technical Engineering Works, Tripolis, Lybien LYD 36,00
BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S. R. L., Santo Domingo, Dominikanische Republik DOP 100,00
TOO BAUER KASACHSTAN, Almaty, Kasachstan KZT 100,00
BAUER Fundaciones Colombia S. A. S., Bogota, Kolumbien COP 100,00
BAUER Fundaciones America Latina, S. A., Panama City, Panama USD 100,00
BAUER Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Iraq IQD 100,00
BAUER Special Foundations FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00
BAUER Maschinen Ukraine TOV, Kiew, Ukraine UAH 100,00
BRASBAUER Equipamentos de Perfuracào Ltda., Sao Paulo, Brasilien BRL 60,00
BAUER Equipamentos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien BRL 100,00
BAUER Equipamientos de Panama S. A., Panama City, Panama PAB 100,00
BAUER Maschinen Canada Ltd., Acheson, Kanada CAD 100,00
BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur EUR 100,00
BAUER Machines SAS, Strasbourg, Frankreich EUR 100,00
OOO TRAKMECHANIKA, Yaroslavl, Russische Föderation RUB 100,00
GERMAN WATER & ENERGY PAKISTAN (PRIVATE) LIMITED, Islamabad, Pakistan PKR 100,00
GWE Togo S. A., Lomé, Togo XOF 97,90
BAUER Resources Saudi LLC, Al Khobar, Saudi Arabien SAR 100,00
3. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen    
A. Inland    
TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Deutschland EUR 50,00
NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH, Bleicherode, Deutschland EUR 25,00
Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland EUR 30,00
SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 40,00
BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 51,00
B. Ausland    
TERRABAUER S. L., Madrid, Spanien EUR 30,00
Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Salzburg, Österreich EUR 50,00
BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman OMR 52,50
BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 51,00
TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Almaty, Kasachstan KZT 50,00
4. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht    
A. Inland    
Wöhr + Bauer GmbH, München, Deutschland EUR 16,65
Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 20,00
Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Deutschland EUR 4,13
B. Ausland    
OAO Mostostrojindustria, Moskau, Russische Föderation RUB 15,00

* Wirtschaftliches Eigentum ist 100 %

Die vollständige Anteilsbesitzliste gemäß den Anforderungen des § 313 HGB ist im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Schrobenhausen, den 31. März 2017

Der Vorstand

Prof. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands

Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler

Peter Hingott

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

"Wir haben den von der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Stuttgart, den 31. März 2017

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klaus Neubarth, Wirtschaftsprüfer

ppa. Bernd Adamaszek, Wirtschaftsprüfer

Erklärung gemäß § 161 Aktiengesetz des Vorstandes und des Aufsichtsrates

der BAUER Aktiengesellschaft zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Seit der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2015 wurde und wird den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers jeweils bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit den nachstehend aufgeführten Ausnahmen entsprochen:

1. Abweichend von Ziffer 3.8 ist ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung in Bezug auf die Aufsichtsratsmitglieder in der D&O-Versicherung nicht vereinbart. Aufgrund der maßvollen Vergütungsregelung für den Aufsichtsrat in der Satzung wird ein entsprechender Selbstbehalt für den Aufsichtsrat nicht befürwortet. Auch ohne einen entsprechenden Selbstbehalt werden die Aufsichtsratsmitglieder ihre Aufgaben verantwortungsbewusst wahrnehmen.

2. Abweichend von Ziff. 4.1.5 ist bei der Besetzung von Führungsfunktionenkeine angemessene Berücksichtigung bzw. Beteiligung von Frauen vorgesehen. Insbesondere wird die Einführung einer Frauenquote aus Gründen der Chancengleichheit nicht befürwortet. Die Besetzung dieser Funktionen soll unabhängig vom Geschlecht erfolgen, so dass weder das Geschlecht der Frau noch das Geschlecht des Mannes bevorzugt oder benachteiligt werden soll. Zudem soll keine Benachteiligung eines Kandidaten aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung erfolgen.

3. Die in Ziff. 4.2.5 geforderten individualisierten Angaben zu den gewährten Zuwendungen, Vergütungen und Versorgungsleistungen für jedes Vorstandsmitglied werden im Vergütungsbericht nicht für jedes Vorstandsmitglied dargestellt, da die Hauptversammlung der Gesellschaft am 23. Juni 2016 beschlossen hat, dass die Angaben nach §§ 285 Nr. 9 a) S.5-8, 315a Abs. 1 und 314 Abs. 1 Nr. 6 a) S.5-8 HGB zu unterbleiben haben und somit eine Offenlegung der in Ziff. 4.2.5 geforderten Angaben diesen Hauptversammlungsbeschluss konterkarieren würde.

4. Eine Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird abweichend zu Ziffer 5.1.2 bzw. 5.4.1 nicht festgelegt. Kompetenz und Leistungsfähigkeit sowie Unabhängigkeit können nicht anhand starrer Altersgrenzen oder Zugehörigkeitsdauern bestimmt werden. Bei der Neubestellung von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern oder bei deren Amtszeitverlängerung mit Ablauf der gesetzlich vorgesehenen Amtsperiode liegt die Verantwortung hinsichtlich der Beurteilung von geeigneten Mitgliedern bei den beteiligten Personen im Aufsichtsrat und in der Hauptversammlung, die das Alter und die Unabhängigkeit bei der Beurteilung der Fähigkeiten der ausgewählten Person in ihrer Entscheidung berücksichtigen.

5. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 war abweichend von Ziffer 7.1.2 nicht binnen 90 Tagen sondern binnen 109 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres öffentlich zugänglich. Aufgrund der internationalen Struktur der Unternehmensgruppe nehmen die Fertigstellung und die Konsolidierung der Einzelabschlüsse erhebliche Zeit in Anspruch. Im Sinne einer gewissenhaften Rechnungslegung wird weiter an einer Verbesserung der Rechnungslegungsprozesse gearbeitet.

Darüber hinaus folgt die BAUER Aktiengesellschaft bereits heute weitgehend den zusätzlichen Anregungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex.

 

Schrobenhausen, den 09. Dezember 2016

Prof. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender

Dr. Klaus Reinhardt, Aufsichtsratsvorsitzender