![]() BAUER AktiengesellschaftSchrobenhausenHalbjahresfinanzbericht zum 30.06.2019Auf einen BlickKONZERNKENNZAHLENscroll
Die hier dargestellte Gesamtkonzernleistung umfasst gegenüber der in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung dargestellten konsolidierten Leistung Leistungsanteile von assoziierten
Unternehmen sowie Leistungen nicht konsolidierter Tochterunternehmen und Arbeitsgemeinschaften. AUSBLICKscroll
ZusammenfassungDie Gesamtkonzernleistung der BAUER Gruppe ist zum Ende des ersten Halbjahres 2019
gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5,0 % von 792,3 Mio. EUR auf 831,6
Mio. EUR angestiegen. In allen drei Segmenten konnten Zuwächse erreicht werden, insbesondere
im Bau und bei Resources. Die Umsatzerlöse sind um 4,0 % auf 745,4 Mio. EUR angewachsen.
Das EBIT lag mit 35,3 Mio. EUR über dem Vorjahr von 34,1 Mio. EUR. Im Segment Maschinen
zeigt sich das Geschäftsjahr weiterhin positiv und im Segment Resources konnte eine
deutliche Verbesserung gegenüber Vorjahr erzielt werden. Das Segment Bau liegt zum
Halbjahr etwas hinter den Erwartungen zurück. Das Ergebnis nach Steuern des Konzerns betrug -0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR).
Hier hatten Zinssicherungsgeschäfte einen deutlichen negativen Einfluss, da diese
entsprechend der Entwicklung der Marktzinsen in der Bilanz zu bewerten sind. Da die
Marktzinsen weiter rückläufig sind, ergibt sich ein negativer Effekt auf das Nachsteuerergebnis
in Höhe von rund 10 Mio. EUR, der unabhängig von der guten operativen Entwicklung
das Nachsteuerergebnis belastet. Der Auftragsbestand im Konzern ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
um 1,9 % gestiegen und hat sich gegenüber dem Jahresende 2018 um 0,6 % auf 1.019,6
Mio. EUR erhöht. Im Bau liegt der Auftragsbestand deutlich über Vorjahr, im Segment
Resources in etwa auf gleicher Höhe wie zum Halbjahr 2018. Im Segment Maschinen liegt
er darunter. Der Auftragseingang erhöhte sich um 2,8 % von 814,8 Mio. EUR auf 837,6
Mio. EUR. Insgesamt sehen wir in allen drei Segmenten unverändert gute Projektchancen
am Markt. Wesentliche Ereignisse und GeschäfteGESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGNach vielen guten Jahren sind nun 2019 Auswirkungen des geringeren Weltwirtschaftswachstums
auch in Deutschland zu spüren. Sinkende Exporte und ein Nachfragerückgang in einigen
Bereichen sind erste Anzeichen hierfür. Die weltweiten Krisen verschärfen sich weiter,
anhaltende politische Unsicherheiten wirken sich zunehmend aus und beginnen die über
Jahre robuste Verfassung der Weltwirtschaft zu schwächen. Die Zuspitzung des Konfliktes mit dem Iran, anhaltende Kriege in Syrien und dem Jemen
sowie das Embargo gegen Katar wirken sich sowohl auf den Ölpreis als auch auf die
politischen Beziehungen zwischen den USA, Europa, Russland und dem Nahen Osten aus.
Dies führt zu einer anhaltenden Schwächung der Wirtschaft im Nahen Osten. Der näher rückende Brexit birgt unvorhersehbare wirtschaftliche Risiken für England
und die Europäische Union. Die anhaltenden Handelskonflikte zwischen den USA, China
und Europa sorgen weiter für Unsicherheit und haben in den beiden zuerst genannten
Ländern bereits zu negativen Auswirkungen geführt. Anhaltend niedrige Zinsen als Konjunkturmotor
sind zugleich ein Risiko für die Stabilität der Märkte. Insbesondere im Immobilienbereich
sind erste Abschwächungen zu beobachten. Unter den genannten Rahmenbedingungen bleibt abzuwarten, ob der leichte Wachstumsrückgang
zu einer anhaltenden Schwäche der Weltkonjunktur führt oder ob es durch gemeinsamen
politischen Willen gelingen kann, einen deutlicheren Einbruch zu verhindern. Für die Bauwirtschaft bieten die Märkte im allgemeinen noch immer gute Rahmenbedingungen - jedoch mit spürbaren Rückgängen in manchen Regionen. Mittel- und langfristig bieten jedoch der anhaltende Trend zur Urbanisierung und notwendige Investitionen in die Infrastruktur - insbesondere im Hinblick auf sich weiter verändernde Mobilitätskonzepte - eine positive Perspektive für die Bauwirtschaft und die Hersteller von Maschinen für diesen Markt. Die vor uns liegenden Herausforderungen zur CO2 -Reduzierung schaffen zudem gute Rahmenbedingungen für Firmen mit Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Umwelttechnik und der effizienten Nutzung von Ressourcen. UNSERE MÄRKTE IM ÜBERBLICKIn den einzelnen Regionen sind erste Einflüsse der anhaltenden und vielfältigen politischen
sowie wirtschaftlichen Herausforderungen zunehmend auch in den Bau- und Maschinenmärkten
spürbar. In Europa wird die Bauwirtschaft nach einem kontinuierlich guten Anstieg in den letzten
Jahren nun eher etwas langsamer wachsen. Der deutsche Baumarkt zeigt sich dabei weiter
positiv, aber mit leicht rückläufiger Tendenz. Ein möglicher harter Brexit kann Folgen
für die Baumärkte sowohl in England, aber auch in der Europäischen Union nach sich
ziehen. Russland leidet weiter unter den Sanktionen, die Wirtschaftskraft der Türkei
unter einer schwachen Währung und dem politischen Umfeld. Die Baumärkte in Skandinavien
zeigen sich in Summe positiv. In den USA und Kanada hat sich das Wachstum im Bau im Vergleich zu den vergangenen
Jahren etwas verlangsamt und liegt unter dem Vorjahr. Dennoch zeigte sich dort in
Summe weiter eine gute Nachfrage in einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld. Für die
kommenden Jahre wird jedoch mit einer allgemeinen Abschwächung der Baukonjunktur gerechnet
- insbesondere im Wahljahr 2020. Eine mögliche Anpassung der Geldpolitik könnte hier
positiv entgegenwirken. Die Baumärkte Mittel- und Lateinamerikas sind insgesamt von
einer schwachen Wirtschaft in den meisten Ländern der Region beeinflusst. Die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten und die andauernde Isolation Katars, die
Kriege im Jemen und in Syrien sowie die Sanktionen gegen den Iran bieten aktuell für
den Bau und den Maschinenvertrieb ein schwieriges Marktumfeld in den Ländern der Region.
Der sich zuspitzende Konflikt mit dem Iran sorgt für zusätzliche Risiken. Auch der
weiterhin zu niedrige Ölpreis führt dazu, dass die Region deutlich hinter der allgemeinen
weltwirtschaftlichen Entwicklung zurückbleibt. In Asien wird die wirtschaftliche Lage vor allem von China beeinflusst. Der Handelskonflikt
zwischen den USA und China bremst das Wachstum in China spürbar. Auch für die kommenden
Jahre wird hier mit einem deutlich verlangsamten Wachstum gerechnet. Mit Investitionsprogrammen
und Zinssenkungen versucht die politische Führung gegenzusteuern. Auch andere Länder,
wie Malaysia und Indonesien, wachsen nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren.
Insgesamt ist die Nachfrage nach Leistungen des Spezialtiefbaus und nach Maschinen
im Fernen Osten aber in Summe weiter gut. Die Bau- und Maschinenmärkte in Afrika befinden sich auf niedrigem Niveau und hoffen
auf eine Erholung durch höhere Rohstoffpreise. Da diese wieder ansteigen, bedeutet
dies tendenziell eine bessere Zukunftsperspektive für Afrika. Die anhaltende Volatilität der Weltmärkte mit sich immer wieder kurzfristig ändernden
politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleibt die größte Herausforderung
für unsere Firmen in den jeweiligen Ländern. Gleichzeitig bietet die anhaltende Dynamik einzelner Märkte immer wieder neues Potential
für kurzfristige Marktchancen. Für die nächsten Monate erwarten wir stabile Bau- und
Rohstoffmärkte und rechnen mittelfristig weiter mit einer positiven Entwicklung, die
uns gute Chancen bietet. Baumärkte im Überblickscroll
SEGMENT BAUscroll
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Bau lag mit 342,4 Mio. EUR um 4,7 % über dem
Vorjahr von 327,1 Mio. EUR. Das EBIT hat sich gegenüber der Vorjahresperiode von 4,8
Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR leicht verringert. Das Ergebnis nach Steuern lag mit -10,5
Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr von -4,1 Mio. EUR. Hier wirken sich sehr spürbar
die negative Marktbewertung der Zinssicherungsgeschäfte, aber auch eine Unterauslastung
in den USA, Russland und Malaysia sowie das Ergebnis eines Rechtsstreites auf den
Philippinen aus. Die laufenden Projekte wurden auch dieses Jahr bislang erfolgreich
abgewickelt, größere Projektrisiken sind nicht eingetreten. Der Auftragsbestand ist um 8,6 % von 507,2 Mio. EUR auf 550,7 Mio. EUR deutlich angestiegen.
Der Auftragseingang lag mit 345,8 Mio. EUR um 1,2 % über dem Vorjahreswert von 341,6
Mio. EUR. Insgesamt ist der Auftragsbestand auf einem sehr guten Niveau. In einzelnen
Ländern, wie Malaysia, ist die Auslastung noch nicht ausreichend und vor allem durch
politische Veränderungen beeinflusst. Insgesamt gibt es aber weiter interessante Projektchancen,
an denen wir derzeit arbeiten. Hierzu zählen unter anderem große Projekte in Europa,
den USA sowie in Afrika. SEGMENT MASCHINENscroll
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen stieg im ersten Halbjahr gegenüber
Vorjahr leicht um 1,7 % von 374,5 Mio. EUR auf 380,8 Mio. EUR, die Umsatzerlöse um
0,9 % von 302,2 Mio. EUR auf 305,0 Mio. EUR. Die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr
zeigte sich weiterhin gut. Obwohl wir aufgrund der beiden bereits sehr positiven Vorjahre
mit einem leichten Rückgang geplant hatten, hat sich dies bislang nicht gezeigt. Das
EBIT ist gegenüber dem Vorjahr von 36,3 Mio. EUR auf 31,2 Mio. EUR zurückgegangen.
Das Ergebnis nach Steuern reduzierte sich von 16,1 Mio. EUR auf 14,3 Mio. EUR, da
sich auch hier Zinssicherungsgeschäfte ausgewirkt haben. In den Ergebniskennzahlen
ist wie bereits im ersten Quartal eine nicht-operative Belastung in Höhe von 4,5 Mio.
EUR enthalten, die auf eine ergebniswirksame Umstrukturierung eines Tochterunternehmens
zurückzuführen ist, das vom Segment Resources in das Segment Maschinen überführt wurde.
Der gegenteilige Effekt zeigt sich in den Ergebniskennzahlen des Segments Resources.
Unabhängig davon ist die Ergebnisentwicklung weiterhin erfreulich. Der Auftragsbestand ist um 14,4 % von 171,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 146,8 Mio. EUR
zurückgegangen. Ebenso der Auftragseingang um 4,8 % von 396,7 Mio. EUR auf 377,7 Mio.
EUR, wobei hier das erste Halbjahr 2018 ein relativ hohes Niveau erreicht hatte. Ungeachtet
des Rückgangs ist die Nachfragesituation weltweit betrachtet stabil, insbesondere
in Europa und im Fernen Osten. Durch die aktuelle Auslastung der Produktion und dem
heutigen Auftragsbestand erwarten wir auch für die nächsten Monate eine positive Entwicklung. SEGMENT RESOURCESscroll
Im Segment Resources lag die Gesamtkonzernleistung nach dem ersten Halbjahr mit 138,7
Mio. EUR um 16,3 % deutlich über dem Vorjahr von 119,2 Mio. EUR. Der Zuwachs resultierte
dabei insbesondere aus dem Umweltbereich und dem Geschäft mit Brunnenausbaumaterialien.
Das EBIT verbesserte sich dabei von -6,7 Mio. EUR sehr deutlich auf 0,5 Mio. EUR und
das Ergebnis nach Steuern von -9,3 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR. In den Ergebniskennzahlen
ist der im Segment Maschinen beschriebene positive nicht-operative Ergebnisbeitrag
von 4,5 Mio. EUR enthalten. Unabhängig von diesem Effekt zeigt sich eine deutlich
bessere operative Entwicklung im Segment. Das Segment Resources befindet sich bereits einige Jahre in der Reorganisation, die
noch nicht abgeschlossen ist. Dennoch zeigen sich nun erste Erfolge dieser Arbeit.
Die Tochterfirma für Brunnenausbaumaterialien konnte im ersten Halbjahr positive Ergebnisse
erzielen. Die Bohrfirma in Jordanien kann die noch anhaltenden finanziellen Belastungen
aus Überkapazitäten durch einen aktuell laufenden Großauftrag abmildern, der das Unternehmen
noch bis in das Jahr 2020 beschäftigen wird. Der Umweltbereich hat seit Jahren eine
positive Geschäftsentwicklung und arbeitet mit einem sehr hohen Auftragsbestand in
Deutschland. Die Erweiterung der Schilfkläranlage im Oman ist erfolgreich in Betrieb
gegangen. Im Nahen Osten bieten sich ungeachtet der Krisen in der Region unverändert
große Chancen für weitere Projekte dieser Art. Anhaltend schwierig ist die Auftragslage
bei der Tochterfirma, die Brauerei- und Getränketechnologie anbietet. Wir haben uns
zudem entschieden den Bereich für industrielle Wasseraufbereitung zum Jahresende aufzugeben,
da wir langfristig keine ausreichenden Synergien im Konzern für eine nachhaltig positive
Geschäftsentwicklung sehen. Der Auftragsbestand ist nach den ersten sechs Monaten mit 322,0 Mio. EUR auf Höhe
des Vorjahres von 321,5 Mio. EUR. Der Auftragseingang ist dabei mit 37,5 % von 104,9
Mio. EUR auf 144,2 Mio. EUR deutlich angestiegen. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageERTRAGSLAGEDie Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 4,0 % auf
745,4 Mio. EUR und die konsolidierte Leistung um 4,5 % auf 800,2 Mio. EUR angestiegen,
was vor allem auf die Segmente Bau und Resources zurückzuführen ist. Das EBITDA des Konzerns stieg zum Halbjahr um 3,9 % von 79,4 Mio. EUR auf 82,5 Mio.
EUR. Der Material- und der Personalaufwand stiegen etwas mehr als die konsolidierte
Leistung an. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war ein Rückgang zu verzeichnen. Das EBIT lag mit 35,3 Mio. EUR um 3,4 % über dem Vorjahreswert von 34,1 Mio. EUR.
Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind um 2,6 Mio. EUR angestiegen, während
die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte um 0,7 Mio. EUR
unter dem Vorjahr lagen. Das Ergebnis nach Steuern verschlechterte sich von 1,6 Mio. EUR auf -0,4 Mio. EUR.
Hier haben, wie eingangs beschrieben, die Zinssicherungsgeschäfte einen deutlichen
negativen Einfluss. Daher sind die Finanzaufwendungen gegenüber Vorjahr von 35,4 Mio.
EUR sehr deutlich auf 44,6 Mio. EUR angestiegen. Die Finanzerträge erhöhten sich von
17,1 Mio. EUR auf 19,9 Mio. EUR. Das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen verbesserte
sich deutlich von -0,2 Mio. EUR auf 4,3 Mio. EUR. Dies lag vor allem an der Fertigstellung
der Erweiterung der Schilfkläranlage bei unserer Tochterfirma im Oman sowie an abgeschlossenen
Arbeitsgemeinschaften. FINANZLAGEDie Finanzlage entwickelt sich entsprechend unserer Planung. VERMÖGENSLAGEDie Bilanzsumme stieg gegenüber dem Jahresende 2018 (1.632,3 Mio. EUR) um 6,2 % und
gegenüber Juni des Vorjahres um 1,6 % auf 1.733,3 Mio. EUR an. Einen wesentlichen
Anstieg im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die langfristigen Vermögenswerte mit
24,9 Mio. EUR, was vor allem durch die Erstanwendung von IFRS 16 in Höhe von 19,5
Mio. EUR verursacht wurde. Insgesamt hat sich die Bilanzstruktur durch Reduzierung
der Verschuldung deutlich verbessert. Die Aktivseite der Bilanz hat sich daher im Wesentlichen durch den Anstieg der Vorräte
um 13,4 % auf 465,4 Mio. EUR sowie der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um
4,8 % auf 560,7 Mio. EUR gegenüber dem Jahresende 2018 erhöht. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital gegenüber Vorjahresende um 2,6 % auf 420,8
Mio. EUR zurückgegangen. Im Vergleich mit Ende Juni 2018 hat sich das Eigenkapital
um 1,1 % leicht erhöht. Die langfristigen Schulden sind gegenüber Vorjahresende von 501,4 Mio. EUR auf 583,9
Mio. EUR und die kurzfristigen Schulden von 699,0 Mio. EUR auf 728,6 Mio. EUR angestiegen.
Im Vergleich mit dem ersten Halbjahr 2018 liegt die Nettoverschuldung um 30,2 Mio.
EUR niedriger. Chancen und RisikenWesentliche Chancen und Risiken wurden in diesem Bericht in den einzelnen Kapiteln
aufgezeigt. Im Übrigen ist keine wesentliche Veränderung der Risiken seit dem Geschäftsbericht
zum 31. Dezember 2018 eingetreten. Wir verweisen insofern auf den zusammengefassten
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018. Ausblick auf das JahresendeFür den weiteren Verlauf des Jahres sehen wir für unsere Geschäfte insbesondere in
den Maschinen-, Umwelt- und Rohstoffmärkten einen positiven Trend. Für den Bau erwarten
wir im Jahresverlauf ein weiterhin stabiles Wachstum, das jedoch eher langsamer verläuft.
Die durch die anhaltende Urbanisierung und den steigenden Bedarf an Infrastruktur
bedingte Nachfrage nach komplexen Spezialtiefbauprojekten wird dabei weiter anhalten. Den Herausforderungen der letzten Jahre sind wir mit zahlreichen Maßnahmen begegnet,
die konsequent fortgesetzt werden, um die Ertragskraft langfristig zu steigern. Die
nun wieder deutlich bessere Gesamtsituation werden wir dazu nutzen, in die Nachhaltigkeit
dieser Entwicklung zu investieren. Wir sehen uns daher gut aufgestellt, um in den
nächsten Jahren unser Ergebnis weiter zu verbessern. Trotz des negativen Einflusses der Bewertung der Zinssicherungsgeschäfte auf das Ergebnis
nach Steuern, gehen wir, wie im Geschäftsbericht 2018 veröffentlicht, unverändert
davon aus, dass wir im Geschäftsjahr 2019 für den Konzern eine Gesamtkonzernleistung
in Höhe von etwa 1,7 Mrd. EUR und ein EBIT von etwa 95 Mio. EUR erreichen werden.
Das Ergebnis nach Steuern erwarten wir deutlich über dem Vorjahr. Für das Segment Bau erwarten wir für das Jahr 2019 unverändert einen leichten Anstieg
bei der Gesamtkonzernleistung und ein EBIT leicht unter dem Vorjahr. Im Segment Maschinen
erwarten wir nun eine Gesamtkonzernleistung in etwa auf Höhe des Vorjahres und ein
EBIT leicht unterhalb des Vorjahres, was den nicht-operativen Ergebniseffekt aus der
Überführung der Tochterfirma aus dem Segment Resources in das Maschinensegment berücksichtigt.
Im Segment Resources erwarten wir nun einen deutlichen Anstieg bei der Gesamtkonzernleistung
sowie eine deutliche Verbesserung beim EBIT. Konzern-ZwischenabschlussKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERNBILANZAktivascroll
Passivascroll
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALSscroll
scroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNGscroll
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Konzernanhang1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNDie BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (im Folgenden BAUER AG genannt) besteht
in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen,
BAUER-Straße, und ist im Handelsregister Ingolstadt (HRB 101375) eingetragen. Die BAUER Gruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden
und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten
Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsfelder
aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde am 9. August 2019 zur Veröffentlichung
freigegeben. Prüferische DurchsichtDer vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht
wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch
einen Abschlussprüfer unterzogen. 2. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSESDie BAUER AG erstellt ihren verkürzten Konzernzwischenabschluss nach den Vorschriften
der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International
Financial Reporting Standards (IFRS), des International Accounting Standards Board
(IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations
Committee (IFRIC). Zur Anwendung kommen ausschließlich die bis zum Abschlussstichtag
von der Kommission übernommenen IASB Standards und Interpretationen, die entsprechend
im Amtsblatt der EU veröffentlicht wurden. Der Halbjahresfinanzbericht zum 14. August 2019 wurde auf Basis des IAS 34 "Zwischenberichterstattung"
in verkürzter Form erstellt und enthält daher nicht alle Angaben, die für einen Konzernjahresabschluss
verpflichtend sind. Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss basiert auf dem Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2018 und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum
31. Dezember 2018 der BAUER AG gelesen werden. 3. KONSOLIDIERUNGSKREISIn den Konsolidierungskreis werden neben der BAUER AG alle wesentlichen Tochtergesellschaften
einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle
über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem
Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden
Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar
sind, berücksichtigt. In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den Konzernabschluss der BAUER AG
mit einbezogen, obwohl weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten werden.
Dies ist auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen, nach denen ausländische Investoren
nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an inländischen Gesellschaften halten dürfen.
Die BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog. Agency-Konstruktionen, mithilfe derer
wirtschaftlich mehr als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft gehalten
werden und damit zu einer Vollkonsolidierung berechtigen. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen
(Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung oder die Möglichkeit zur Beherrschung
auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an
dem die Beherrschung endet. Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt
die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst (assoziierte
Unternehmen), werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Veränderungen Tochterunternehmen: Im Konsolidierungskreis haben sich seit dem 31. Dezember 2018 keine Änderungen ergeben. 4. WESENTLICHE ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGENWir verweisen hierzu auf S. 92 des Geschäftsberichts 2018. 5. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie ab dem 1. Januar 2019 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen
denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018 mit Ausnahme der Bewertung der
Pensionsrückstellungen sowie der erstmaligen Anwendung von neuen und geänderten Standards. a) Bewertung der PensionsrückstellungenDie BAUER Gruppe hat zum 30. Juni 2019 den Abzinsungssatz zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen
im Inland auf 1,15 % gesenkt (Vorjahr: 1,90 %). b) Von der BAUER Gruppe übernommene neue und geänderte StandardsIn der aktuellen Berichtsperiode traten zahlreiche neue oder geänderte Standards in
Kraft. Durch erstmalige Anwendung des neuen Standards IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
kam es dabei zu rückwirkenden Änderungen von Rechnungslegungsmethoden in der BAUER
Gruppe. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung dieses Standards werden unter Punkt 6 erläutert.
Aus anderen Standardänderungen resultieren keine Auswirkungen auf Rechnungslegungsgrundsätze
der BAUER Gruppe. 6. ÄNDERUNGEN VON RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZEN IFRS 16 "Leasingverhältnisse"IFRS 16 ersetzt zukünftig IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob
eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC 15 "Operating-Leasingverhältnisse
- Anreize" sowie SIC 27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen
in der rechtlichen Form von Leasingverhältnisse". Der neue Standard nimmt beim Leasingnehmer
keine Klassifizierung in Finance- und Operating-Leasingverhältnisse vor, sondern es
werden grundsätzlich alle Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts und einer
Verbindlichkeit aus Leasingverträgen in der Bilanz erfasst. Während der Leasinglaufzeit
ist das Nutzungsrecht abzuschreiben und die Verbindlichkeit aus Leasingverträgen unter
Anwendung der Effektivzinsmethode und unter Berücksichtigung der Leasingzahlungen
fortzuschreiben. Die Anwendungserleichterungen bestehen nach IFRS 16 für kurzfristige und geringwertige
Leasingverhältnisse. Diese nimmt die BAUER Gruppe in Anspruch und setzt daher für
solche Leasingverhältnisse kein Nutzungsrecht und keine Verbindlichkeit an. Die diesbezüglichen
Leasingzahlungen werden unverändert als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst. Im Zeitpunkt der Erstanwendung wurden Leasingverträge, deren Leasinglaufzeit vor dem
1. Januar 2020 endet, unabhängig von dem Startdatum des Leasingvertrages als kurzfristiges
Leasingverhältnis klassifiziert. Ebenfalls wurde die Erleichterungsvorschrift eines
einzigen Abzinsungssatzes auf ein Portfolio ähnlich ausgestalteter Leasingverträge
angewendet. Darüber hinaus wurde im Zeitpunkt der Erstanwendung für bestehende Verträge
keine Neubeurteilung dahingehend vorgenommen, ob diese nach den Kriterien des IFRS
16 ein Leasingverhältnis enthalten oder nicht. Die gem. IAS 17 getroffene Einschätzung
wurde somit beibehalten. Bestehende Verträge, die unter IAS 17 beziehungsweise IFRIC
4 nicht als Leasingverhältnis eingestuft waren, werden auch weiterhin nicht als Leasingverhältnis
behandelt. Ebenfalls wurden die Erleichterungen für die Nichtberücksichtigung anfänglicher direkter
Kosten bei der Bewertung der Nutzungsrechte zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung
und die rückwirkende Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen bei Verträgen
mit Verlängerungs- oder Kündigungsoption (use of hindsight) in Anspruch genommen. Die Leasinggeberbilanzierung entspricht im Wesentlichen den ehemaligen Vorschriften
des IAS 17. Leasinggeber müssen auch weiterhin auf Grundlage der Verteilgung der Chancen und Risiken
aus dem Vermögenswert eine Klassifizierung in Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnisse
vornehmen. Die BAUER Gruppe wendet bei der Umsetzung von IFRS 16 die modifizierte retrospektive
Methode zum 1. Januar 2019 an. Demnach werden die Umgliederungen und Anpassungen aus
den Neuregelungen in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019 erfasst. Eine Anpassung
der Vergleichsangaben des Vorjahres wird nicht vorgenommen. Die Verbindlichkeit aus
Leasingverträgen ist nach dieser Methodik zum Umstellungszeitpunkt mit dem Barwert
der ausstehenden Leasingzahlungen anzusetzen. Mit Erstanwendung des IFRS 16 erfasste die BAUER Gruppe Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen
für zuvor unter IAS 17 als Operating-Leasingverhältnis klassifizierte Leasingverhältnisse.
Leasingzahlungen werden mit dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden impliziten Zinssatz
abgezinst, sofern dieser bestimmbar ist. Anderenfalls erfolgt eine Abzinsung mit dem
Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz
betrug 3,99 %. Vereinfachend werden die Nutzungsrechte mit dem Betrag der jeweiligen Verbindlichkeit
aus Leasingverträgen - bereinigt um im Voraus geleistete oder abgegrenzte Leasingzahlungen
- bilanziert. Zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 bestanden keine belastenden Leasingverhältnisse,
so dass eine diesbezügliche Wertberichtigung der Nutzungsrechte nicht erforderlich
war. Die in der Bilanz angesetzten Nutzungsrechte werden in denjenigen Bilanzpositionen
ausgewiesen, in denen die dem Leasingvertrag zugrundliegenden Vermögenswerte ausgewiesen
worden wären, wenn sie im Eigentum der BAUER Gruppe stehen würden. Die Nutzungsrechte
werden daher zum Stichtag unter den langfristigen Vermögenswerten, im Wesentlichen
in dem Posten Sachanlagen ausgewiesen. Für zuvor als Finanzierungsleasingverhältnisse eingestufte Leasingverhältnisse werden
der unmittelbar vor der Erstanwendung des IFRS 16 bestehende Buchwert des geleasten
Vermögenswertes nach IAS 17 sowie der Buchwert der Leasingverbindlichkeit nach IAS
17 als erstmaliger Buchwert des Nutzungsrechts und der Verbindlichkeit aus Leasingverträgen
nach IFRS 16 angesetzt. Die Bewertungsprinzipien des IFRS 16 werden erst danach angewendet. Zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 am 1. Januar 2019 ergeben sich
hinsichtlich Nutzungsrechten und Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen folgende Effekte: scroll
Die angesetzten Nutzungsrechte beziehen sich auf nachfolgende Arten von Vermögenswerten
und beeinflussen die folgenden Bilanzpositionen wie folgt: scroll
Aktivierte Vorauszahlungen, sowie abgegrenzte Schulden wurden mit den Nutzungsrechten
verrechnet. Von den angesetzten Nutzungsrechten waren zum 31. Dezember 2018 bereits
TEUR 35.536 im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverhältnissen bilanziell erfasst, dem
gegenüber standen Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 30.796. Die Überleitung der Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen auf Verbindlichkeiten
aus Leasingverträgen gemäß IFRS 16 stellt sich wie folgt dar: scroll
Im Eigenkapital ergaben sich keine Effekte aus der Erstanwendung. Leasingzahlungen für geringwertige und kurzfristige Leasingverhältnisse sind nicht
in den Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen der Eröffnungsbilanz enthalten. Im Gegensatz zur bisherigen Vorgehensweise, nach der Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse
vollständig im EBITDA gezeigt wurden, werden nach IFRS 16 die Abschreibungen auf die
Nutzungsrechte sowie der Zinsaufwand dem Ergebnis nach Steuern zugerechnet. Im Vergleich
zum Vorjahreswert hat sich daraufhin das EBITDA durch den geänderten Ausweis der Leasingzahlungen
als Abschreibung und Zinsaufwand um insgesamt TEUR 3.337 verbessert. Gleichzeitig hat sich durch die geänderte Erfassung der Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen
in der Kapitalflussrechnung im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr eine
Verbesserung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit um TEUR 1.626 ergeben.
Dem gegenüber steht eine Verschlechterung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit
in gleicher Höhe. Auswirkungen auf Segmentangaben nach GeschäftsfeldernDie Segmentvermögenswerte und Segmentverbindlichkeiten zum 30. Juni 2019 stiegen in
Folge der Änderung der Rechnungslegungsmethode wie folgt angestiegen: scroll
Neben den zuvor beschriebenen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage
der BAUER Gruppe werden sich zum Geschäftsjahresende, gegenüber dieser verkürzten
Zwischenberichterstattung zum Halbjahr, deutlich umfangreichere Anhangsangaben ergeben. 7. ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN7.1 Finanzielle RisikofaktorenIm Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist die BAUER
Gruppe einer Vielzahl von Marktrisiken (Währungsrisiko, Zinsrisiko, Rohstoffpreisrisiko,
Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko) ausgesetzt. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle Angaben und
Informationen zum finanziellen Risikomanagement, daher sollte der Konzernzwischenabschluss
in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 gelesen werden. Seit dem Geschäftsjahresende haben sich keine Änderungen im Umgang mit finanziellen
Risiken ergeben. 7.2 Buchwerte und beizulegende ZeitwerteDie beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den
drei folgenden Stufen beschriebenen Methoden ermittelt:
Die Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind den folgenden
Stufen zuzuordnen: scroll
scroll
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres erfolgte keine Umgliederung zwischen
den Stufen. Die Derivate der Stufe 2 umfassen Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte,
Zinsswaps und Zinscaps. Für derivative Finanzinstrumente ohne Optionskomponente, dazu
zählen Devisentermingeschäfte sowie Zinsswaps, werden zukünftige Zahlungsströme anhand
von Terminkurven ermittelt. Der Fair Value dieser Instrumente entspricht der Summe
der diskontierten Zahlungsströme. Die Optionen auf Währungspaare werden auf der Basis
von marktüblichen Optionspreismodellen bewertet. Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten ist aufgrund
der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden
Zeitwertes anzunehmen. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen
langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den
Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen
Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und
Erwartungen reflektieren. Für Beteiligungen wird der beizulegende Zeitwert mithilfe des Discounted Cashflow-Modells
ermittelt. Bis zum Halbjahr haben sich aus den Beteiligungen keine wesentlichen Fair
Value Änderungen ergeben. 8. SAISONALITÄTIm Segment Bau findet eine große Zahl unserer Projekte in Gegenden statt, in denen
winterliche Wetterverhältnisse und andere widrige Witterungsverhältnisse die Ergebnisse
auf den Baustellen im ersten und zu Beginn des zweiten Quartals negativ beeinflussen.
Im Segment Maschinen ist das erste Quartal üblicherweise auch schwach, da unsere Kunden
Maschinen erst abnehmen, wenn sie diese für ihre Bauleistungen benötigen. Im Segment
Resources führen winterliche Wetterverhältnisse dazu, dass zu Beginn des Jahres der
Absatz an Materialien für Brunnen sehr schwach ist. Da der Großteil der Kosten fix
ist, werden im ersten Quartal jeden Jahres nennenswerte Verluste erzielt. Beginnend
mit dem zweiten Quartal werden diese Verluste mit steigenden Deckungsbeiträgen kompensiert.
Der Break-Even wird im Regelfall zum Ende des zweiten Quartals noch nicht erreicht.
Im dritten und vierten Quartal wird der Großteil des Ergebnisses erzielt. Durch den
oben beschriebenen, sich jährlich wiederholenden Geschäftsverlauf, ist eine Vergleichbarkeit
von Leistung, Umsatz und Ergebnis der jeweiligen Quartale - bei Vernachlässigung von
Sondereffekten - mit dem entsprechenden Vergleichszeitraum gegeben 9. ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung
an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente der
BAUER Gruppe. Die BAUER Gruppe ist in die Segmente Bau, Maschinen und Resources aufgeteilt, Geschäftsvorfälle
zwischen den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen durchgeführt. Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist als einzige Gesellschaft in allen drei Segmenten
tätig. Das Vermögen, die Schulden sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der SCHACHTBAU
NORDHAUSEN GmbH wurden den entsprechenden Segmenten zugeordnet. BauKerngeschäft des Segments Bau ist der Spezialtiefbau. Für große Infrastrukturmaßnahmen
und Gebäude werden komplette Baugruben und Gründungen auf oft schwierigem Baugrund
erstellt. Um den Kunden auch eine komplette Leistung anbieten zu können, bieten die
Unternehmen der BAUER Gruppe zusätzlich andere Bauleistungen, die oft wesentliche
Spezialtiefbauanteile beinhalten, an. Beispiele dafür sind Brücken, umwelttechnische
Baumaßnahmen, Sanierungsleistungen sowie Bauen im Bestand. Durch die enge Verzahnung
aller Bautätigkeiten ergibt sich das Segment Bau. MaschinenIm Segment Maschinen werden für die weltweite Vermarktung Baumaschinen für alle Verfahren
des Spezialtiefbaus sowie für Tiefenbohrungen entwickelt und hergestellt. Mit den
Geräten für den Spezialtiefbau können Bohrungen großer und kleiner Durchmesser für
Pfähle, Schlitzwände, Anker, Injektionen und Brunnen hergestellt werden. Mit den Geräten
für Tiefenbohrungen können Bohrungen für den Öl- und Gasbereich vorgenommen werden.
Des Weiteren werden Geräte für Rammarbeiten und Bodenverbesserungen produziert. Eine
große Auswahl an Zusatzgeräten und Zusatzeinrichtungen ergänzt das Vertriebsprogramm
zu Komplettverfahren für alle Anwendungen im Spezialtiefbau. ResourcesIm Segment Resources sind die Unternehmen des Konzerns gebündelt, die Produkte und
Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Umwelt und Bodenschätze anbieten. Dies sind
die Unternehmen der Umwelttechnik zur Reinigung von Böden und Grundwasser, die Unternehmen
für Aufschlussbohr- und Abbauarbeiten zur Gewinnung von Rohstoffen in Minen und zum
Bohren von Brunnen und Geothermieanlagen. Darüber hinaus gehören zu diesem Segment
Unternehmen, die Materialien zum Ausbau von Bohrungen, speziell für Brunnen und Geothermie,
herstellen und vertreiben. SonstigesUnter Sonstiges sind die zentralen Dienste (Rechnungswesen, Personal, IT, etc.) der
BAUER AG für die Konzerngesellschaften sowie andere, nicht den gesondert dargestellten
Segmenten zuordenbare Gesellschaften enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-,
Fort- und Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen übernehmen oder anbieten. KonsolidierungUnter Konsolidierung werden hier die intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt.
Diese beinhalten die Bereinigung von Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldern
sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse. Die intrasegmentären Konsolidierungseffekte,
also Effekte innerhalb des Geschäftsfelds, wurden bereits dort bereinigt. Das als Ergebnis nach Steuern ausgewiesene Segmentergebnis enthält die Finanzerträge
und -aufwendungen sowie das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen und den Ertragsteueraufwand.
Das Segmentvermögen und die Segmentschulden der Geschäftsbereiche enthalten alle Vermögenswerte
und Schulden des Konzerns. Die langfristigen Vermögenswerte im Segmentbericht nach
Regionen enthalten immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Investment Property. Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit DrittenDie konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen
Gesellschaften wider. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Gesamtleistungen aller
in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter
Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus der Leistung der assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen, unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie der Leistung
nicht konsolidierter Gesellschaften. Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort
des Kunden zugeordnet. Es bestehen keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als
10 %. Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt und jede Dienstleistung bzw. auf
jede Gruppe vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht
verfügbar. 10. EREIGNISSE NACH DEM 30. JUNI 2019Ereignisse nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung, von denen ein wesentlicher
Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der BAUER Gruppe zu erwarten
ist, sind nicht eingetreten. 11. WESENTLICHE GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN PERSONENDie Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden
Unternehmen und Personen betreffen im Wesentlichen assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen.
Geschäfte mit diesen Gesellschaften erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Im Berichtszeitraum
wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt. 12. HAFTUNGSVERHÄLTNISSEHaftungsverhältnisse aus Bürgschaften gegenüber Dritten bestehen in Höhe von TEUR
48.571 (31. Dezember 2018: TEUR 45.252). Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch
für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Schrobenhausen, den 14. August 2019 Der Vorstand scroll
ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGENDiese Quartalsmitteilung enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete
Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse
beziehen - beispielsweise Aussagen über die zukünftige finanzielle Ertragsfähigkeit,
über Pläne und Erwartungen in Bezug auf die Geschäftsentwicklung der BAUER Gruppe
sowie über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und andere Faktoren, denen der Konzern
ausgesetzt ist. Die Verwendung von Worten wie "glauben", "erwarten", "vorhersagen",
"beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussichtlich",
"annehmen" und ähnliche Formulierungen deuten auf solche Aussagen hin. Zukunftsgerichtete
Aussagen unterliegen Risiken und zahlreichen Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen
können, dass die tatsächliche Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen
wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in
den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Die Leser werden darauf hingewiesen, dass aufgrund dieser Risiken und Unsicherheiten
kein unangemessenes Vertrauen darin gesetzt werden kann, dass sich diese Aussagen
in der Zukunft als richtig herausstellen. Die BAUER Aktiengesellschaft beabsichtigt
nicht und übernimmt keine Verpflichtung, eine Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten
Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach dem Datum der Veröffentlichung
dieser Quartalsmitteilung zu berücksichtigen. FINANZKALENDER 2019scroll
Weitere Informationen zur BAUER Gruppe finden Sie im Internet unter www.bauer.de. HERAUSGEBERBAUER Aktiengesellschaft Investor RelationsTelefon: 08252 97-1218 Sitz der Gesellschaft:86529 Schrobenhausen |
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