BAUER AktiengesellschaftSchrobenhausenQuartalsmitteilung zum 30.09.2019Quartalsmitteilung9M/Q3 2019Auf einen BlickKONZERNKENNZAHLENscroll
Die hier dargestellte Gesamtkonzernleistung umfasst gegenüber der in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung dargestellten konsolidierten Leistung Leistungsanteile von assoziierten
Unternehmen sowie Leistungen nicht konsolidierter Tochterunternehmen und Arbeitsgemeinschaften. AUSBLICKscroll
ZusammenfassungDie Gesamtkonzernleistung der BAUER Gruppe ist zum Ende des dritten Quartals 2019
gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum mit einem Zuwachs um 0,3 % von 1.235,8
Mio. EUR auf 1.239,4 Mio. EUR nahezu unverändert geblieben. Dabei verzeichnete das
Segment Resources einen deutlichen und das Segment Maschinen einen leichten Zuwachs.
Im Bau ging die Leistung zurück. Die Umsatzerlöse haben sich um 1,3 % von 1.122,2
Mio. EUR auf 1.107,7 Mio. EUR reduziert. Das EBIT ging dabei von 56,8 Mio. EUR im
Vorjahr auf 48,5 Mio. EUR zurück. Das Ergebnis nach Steuern des Konzerns betrug -0,4
Mio. EUR. Im Vorjahr lag es bei 13,1 Mio. EUR. Der Ergebnisrückgang ist im Wesentlichen
auf das Segment Bau zurückzuführen, das insbesondere in den Märkten des Fernen Ostens
sowie Australien von Projektverschiebungen bzw. Verzögerungen bei der finalen Vergabe
von Aufträgen betroffen ist. Die dadurch verursachte Unterauslastung der Kapazitäten
führt zu einer entsprechenden Fixkostenbelastung. Zusätzlich führt die Zinsentwicklung bei Pensionsrückstellungen und Zinssicherungsgeschäften
zu erheblichen bilanziellen Belastungen. Die negativen Effekte der Zinssicherungsgeschäfte
beeinflussen dabei insbesondere das Ergebnis nach Steuern. Infolge dieser Einflussfaktoren musste der Konzern seine Prognose per Ad-hoc Meldung
am 18. September 2019 anpassen, was im Kapitel Ausblick näher beschrieben ist. Der Auftragsbestand des Konzerns hat sich um 8,5 % von 979,2 Mio. EUR auf 1.062,3
Mio. EUR auf einen neuen Höchstwert gesteigert. Im Vergleich zum Jahresende 2018 (1.013,6
Mio. EUR) betrug der Zuwachs 4,8 %. Der Auftragsbestand im Segment Bau legte dabei
deutlich zu und zeigt die grundsätzlich weiter gute Marktnachfrage nach Spezialtief-bauleistungen
in der Welt. In den Segmenten Maschinen und Resources gingen die Auftragsbestände
hingegen zurück. Der Auftragseingang wuchs um 4,1 % von 1.237,2 Mio. EUR auf 1.288,1
Mio. EUR. Wesentliche Ereignisse und GeschäfteSEGMENT BAUscroll
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Bau lag mit 515,0 Mio. EUR um 4,1 % unter dem
Vorjahr von 537,1 Mio. EUR. Der Rückgang ist vor allem auf die Märkte des Fernen Ostens
sowie Australien zurückzuführen, die von fehlenden Aufträgen und Projektverschiebungen
betroffen waren. Die Unterauslastung führte entsprechend zu einer deutlichen Fixkostenbelastung.
Ebenso wirkte sich das Ergebnis eines Rechtsstreits auf den Philippinen negativ aus.
Das EBIT reduzierte sich folglich deutlich von 12,7 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR. Der Auftragsbestand ist im Segment Bau um 25,4 % von 503,2 Mio. EUR auf 631,1 Mio.
EUR sehr deutlich auf einen neuen Höchstwert angestiegen. Hauptgrund sind vor allem
größere und langlaufende Projekte in den USA, unter anderem zur Instandsetzung des
Herbert-Hoover-Deichs, sowie ein Großauftrag in Jordanien. Der Auftragseingang lag
entsprechend mit 598,8 Mio. EUR um 9,3 % über dem Vorjahreswert von 547,6 Mio. EUR.
Insgesamt zeigt sich die Auftragslage sehr erfreulich. Zusätzlich gibt es weitere
interessante und größere Projektchancen, an denen wir derzeit arbeiten. SEGMENT MASCHINENscroll
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen erhöhte sich nach neun Monaten gegenüber
Vorjahr leicht um 0,8 % von 554,7 Mio. EUR auf 558,9 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse waren
dabei mit 446,7 Mio. EUR nahezu unverändert zum Vorjahr von 446,3 Mio. EUR. Das EBIT
ist dabei gegenüber dem Vorjahr leicht von 52,1 Mio. EUR auf 51,5 Mio. EUR zurückgegangen.
Darin enthalten ist eine nicht-operative Belastung in Höhe von 4,5 Mio. EUR, die auf
eine ergebniswirksame Umstrukturierung eines Tochterunternehmens zurückzuführen ist,
das vom Segment Resources in das Segment Maschinen überführt wurde. Der gegenteilige
Effekt zeigt sich in den Ergebniskennzahlen des Segments Resources. Die operative
Entwicklung war weiterhin erfreulich. Der Auftragsbestand ist im Segment Maschinen um 10,2 % von 151,8 Mio. EUR im Vorjahr
auf 136,3 Mio. EUR zurückgegangen. Ebenso der Auftragseingang um 2,1 % von 557,1 Mio.
EUR auf 545,3 Mio. EUR, was dem zuletzt etwas zurückhaltenden Bestellverhalten entspricht.
Insgesamt erwarten wir aber durch die Auftragslage unsere Ziele für das Gesamtjahr
zu erreichen. SEGMENT RESOURCESscroll
Im Segment Resources lag die Gesamtkonzernleistung nach Ende des dritten Quartals
2019 mit 204,9 Mio. EUR um 8,3 % deutlich über dem Vorjahr von 189,1 Mio. EUR. Das
EBIT verbesserte sich dabei von -7,8 Mio. EUR auf -2,5 Mio. EUR. Darin enthalten ist
der im Segment Maschinen beschriebene positive nicht-operative Ergebnisbeitrag von
4,5 Mio. EUR. Im Vergleich zum Halbjahr 2019 (0,5 Mio. EUR) hat sich das EBIT verringert,
da im Zusammenhang mit der vorangetriebenen Restrukturierung unter anderem Forderungen
aus Altprojekten wertberichtigt wurden. Unabhängig von diesen Effekten zeigt sich
eine bessere operative Entwicklung im Segment. Der Auftragsbestand ist nach neun Monaten mit 9,0 % von 324,1 Mio. EUR auf 294,9 Mio.
EUR deutlich zurückgegangen. Der Auftragseingang ist mit 3,2 % von 177,5 Mio. EUR
auf 183,3 Mio. EUR angestiegen. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEEinen weiterhin deutlich negativen Einfluss auf das Finanzergebnis haben die Zinssicherungsgeschäfte.
Diese sind entsprechend der Entwicklung der Marktzinsen in der Bilanz zu bewerten.
Da die Marktzinsen weiter rückläufig sind, ergibt sich ein erheblich negativer Effekt
von deutlich mehr als 10 Mio. Euro auf das Nachsteuerergebnis. Die Bilanzsumme betrug Ende September 1.771,1 Mio. EUR und lag damit um 2,4 % über
dem Vorjahreswert. Einen wesentlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten
die langfristigen Vermögenswerte mit 33,9 Mio. EUR, was vor allem durch die Erstanwendung
von IFRS 16 in Höhe von 19,5 Mio. EUR verursacht wurde. Während die Vorräte gegenüber dem Jahresende 2018 saisonüblich angestiegen sind, was
im Wesentlichen auf das Segment Maschinen zurückzuführen ist, konnten die Forderungen
und sonstigen Vermögenswerte deutlich reduziert werden. Im Vergleich zum Ende des
dritten Quartals 2018 verringerte sich folglich die Nettoverschuldung um 6,3 %. Die allgemeine Zinsentwicklung führt zusätzlich dazu, dass sich die Bewertung der
Pensionsrückstellungen negativ auf die Bilanz und das Eigenkapital auswirken. Die
langfristigen Pensionsrückstellungen sind dabei von 129,5 Mio. EUR auf 171,2 Mio.
EUR im Vergleich zum Ende des dritten Quartals des Vorjahres angestiegen. Ausblick auf das JahresendeAm 18. September musste der Konzern die mit dem Geschäftsbericht 2018 gegebene Prognose
per Ad-hoc Meldung korrigieren. Bislang wurde für das Geschäftsjahr 2019 eine Gesamtkonzernleistung
in Höhe von etwa 1,7 Mrd. EUR, ein EBIT von etwa 95 Mio. EUR und ein deutlich gegenüber
Vorjahr gesteigertes Ergebnis nach Steuern erwartet. Wir gehen mit dieser Quartalsmitteilung davon aus, die zum 18. September veröffentlichte
angepasste Prognose zu erreichen: Eine Gesamtkonzernleistung von etwa 1,7 Mrd. EUR,
ein EBIT von etwa 70 Mio. EUR und ein leicht positives Ergebnis nach Steuern. Die Anpassung der Prognose war wie bereits beschrieben im Wesentlichen durch eine
schlechte Auslastung im Segment Bau notwendig geworden, die durch Projektverschiebungen
und fehlende Aufträge in einigen Ländern unseres Auslandsbaugeschäfts verursacht wurde.
Die Nachfrage nach Bauleistungen ist in den betroffenen Märkten jedoch grundsätzlich
unverändert gut, so dass wir erwarten, dass sich die Projekte größtenteils nur verschieben.
Dennoch führt die schlechte Auslastung im zweiten Halbjahr zu deutlich schlechteren
Ergebnissen gegenüber der bisherigen Planung. Konzern-ZwischenabschlussGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
scroll
GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
BILANZAktiva in Tausend EURscroll
Passiva in Tausend EURscroll
KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGENDiese Quartalsmitteilung enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete
Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse
beziehen - beispielsweise Aussagen über die zukünftige finanzielle Ertragsfähigkeit,
über Pläne und Erwartungen in Bezug auf die Geschäftsentwicklung der BAUER Gruppe
sowie über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und andere Faktoren, denen der Konzern
ausgesetzt ist. Die Verwendung von Worten wie "glauben", "erwarten", "vorhersagen",
"beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussichtlich",
"annehmen" und ähnliche Formulierungen deuten auf solche Aussagen hin. Zukunftsgerichtete
Aussagen unterliegen Risiken und zahlreichen Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen
können, dass die tatsächliche Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen
wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in
den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Die Leser werden darauf hingewiesen, dass aufgrund dieser Risiken und Unsicherheiten
kein unangemessenes Vertrauen darin gesetzt werden kann, dass sich diese Aussagen
in der Zukunft als richtig herausstellen. Die BAUER Aktiengesellschaft beabsichtigt
nicht und übernimmt keine Verpflichtung, eine Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten
Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach dem Datum der Veröffentlichung
dieser Quartalsmitteilung zu berücksichtigen. FINANZKALENDER 2020scroll
Weitere Informationen zur BAUER Gruppe finden Sie im Internet unter www.bauer.de. HERAUSGEBERBAUER Aktiengesellschaft BAUER-Straße 1 86529 Schrobenhausen Investor Relations Telefon: 08252 97-1218 E-Mail: investor.relations@bauer.de Sitz der Gesellschaft: 86529 Schrobenhausen Amtsgericht Ingolstadt HRB 101375 |
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