![]() BAUER AktiengesellschaftSchrobenhausenQuartalsmitteilung zum 31.03.2020Auf einen BlickKONZERNKENNZAHLEN
Die hier dargestellte Gesamtkonzernleistung umfasst gegenüber der in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung dargestellten konsolidierten Leistung Leistungsanteile von assoziierten
Unternehmen sowie Leistungen nicht konsolidierter Tochterunternehmen und Arbeitsgemeinschaften. AUSBLICK
Zusammenfassung Die Gesamtkonzernleistung der BAUER Gruppe ist zum Ende des ersten Quartals 2020
gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5,0 % von 410,9 Mio. EUR auf 390,2
Mio. EUR zurückgegangen. Während in den Segmenten Bau und Resources die Leistung leicht
angestiegen ist, ging diese im Segment Maschinen deutlich zurück. Die Umsatzerlöse
sind um 2,3 % von 341,9 Mio. EUR auf 334,0 Mio. EUR gesunken. Das EBIT ging dabei
von 10,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 6,3 Mio. EUR zurück. Das Ergebnis nach Steuern des
Konzerns betrug -5,0 Mio. EUR. Im Vorjahr lag es bei -5,1 Mio. EUR. Im ersten Quartal
belasteten Zinssicherungsgeschäfte das Nachsteuerergebnis, da diese entsprechend der
Entwicklung der Marktzinsen in der Bilanz zu bewerten sind. Da die Marktzinsen im
Vergleich zu Ende Dezember 2019 rückläufig waren, ergab sich hieraus ein negativer
Effekt auf das Nachsteuerergebnis in Höhe von 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 7,7 Mio. EUR). Der Auftragsbestand im Konzern lag mit 1.092,7 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr
von 1.022,6 Mio. EUR und zum Jahresende 2019 von 1.027,6 Mio. EUR. Während der Auftragsbestand
im Segment Bau deutlich und im Segment Resources leicht zulegte, gab es im Segment
Maschinen einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Der Auftragseingang
wuchs um 8,4 % von 419,8 Mio. EUR auf 455,2 Mio. EUR. Wesentliche Ereignisse und GeschäfteSEGMENT BAU
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Bau lag mit 177,1 Mio. EUR um 4,1 % über dem
Vorjahr von 170,2 Mio. EUR. Das EBIT verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht
auf -0,5 Mio. EUR. Insgesamt konnte im ersten Quartal noch auf den meisten Baustellen weltweit gearbeitet
werden. Unsere Einschätzung, dass sich die Corona-Pandemie auf den Ablauf von Baustellen
auswirken wird, bestätigt sich zunehmend. In einigen Ländern herrschen Ausgangs- sowie
Reisebeschränkungen, was die Baustellenlogistik und -ausstattung hinsichtlich Geräten,
Material und Personal erschwert. Diese Problematik ist in vielen Regionen weltweit
gegeben. Auf der anderen Seite können wir in wichtigen Ländern noch gut arbeiten und
auch die meisten Großprojekte laufen weiter. Der Auftragsbestand ist im Segment Bau um 18,9 % von 545,8 Mio. EUR auf 649,1 Mio.
EUR deutlich angestiegen. Gegenüber dem Jahresende 2019 von 638,6 Mio. EUR blieb dieser
jedoch nahezu unverändert. Der Auftragseingang lag mit 187,6 Mio. EUR um 11,2 % über
dem Vorjahreswert von 168,7 Mio. EUR. Der Auftragsbestand blieb auf vergleichbar hohem
Niveau, weil einige Projekte nicht so schnell wie geplant abgearbeitet werden konnten.
Es ist zudem zu erwarten, dass geplante Auftragsvergaben im Jahr 2020 aufgrund der
aktuellen Situation verschoben werden könnten. SEGMENT MASCHINEN
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen ging nach den ersten drei Monaten
gegenüber Vorjahr um 11,9 % von 185,8 Mio. EUR auf 163,8 Mio. EUR zurück. Die Umsatzerlöse
fielen entsprechend um 12,3 % von 125,3 Mio. EUR auf 110,0 Mio. EUR. Das EBIT ist
dabei gegenüber dem Vorjahr von 8,2 Mio. EUR auf 4,8 Mio. EUR zurückgegangen. Im Vorjahr
war eine nicht-operative Belastung in Höhe von 4,5 Mio. EUR enthalten, die auf eine
ergebniswirksame Umstrukturierung eines Tochterunternehmens zurückzuführen war, das
vom Segment Resources in das Segment Maschinen überführt wurde. Ohne diesen Effekt
wäre der Rückgang noch deutlicher gewesen. In den ersten Wochen des Jahres belastete die Corona-Pandemie vor allem die Produktion
in China, die einige Zeit geschlossen werden musste. Am Hauptstandort in Schrobenhausen
wurde die Produktion über die Osterferien heruntergefahren. Insgesamt zeigt sich ein
Rückgang in den Auftragseingängen. Bei einigen Tochterfirmen lief das Geschäft im
ersten Quartal jedoch gut. Der Auftragsbestand ist im Segment Maschinen um 12,8 % von 149,9 Mio. EUR im Vorjahr
auf 130,7 Mio. EUR zurückgegangen. Der Auftragseingang lag mit 186,2 Mio. EUR auf
dem Niveau des Vorjahres von 185,8 Mio. EUR. Die Corona-Pandemie hat in den meisten
Vertriebsbereichen zu rückläufigen Bestellungen durch die Kunden geführt. Seit April
belebt sich der Markt in China wieder deutlich und wir hoffen dort bis zum Jahresende
noch den Großteil des Rückstands aufholen zu können. In den meisten anderen Regionen
der Welt erwarten wir dagegen Zurückhaltung bei Maschinenkäufen. SEGMENT RESOURCES
Im Segment Resources lag die Gesamtkonzernleistung nach Ende des ersten Quartals
mit 70,7 Mio. EUR um 2,2 % leicht über dem Niveau des Vorjahres von 69,1 Mio. EUR.
Das EBIT ging dabei von 2,7 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR zurück. Im Vorjahr war jedoch
der bereits im Segment Maschinen beschriebene positive nicht-operative Ergebnisbeitrag
von 4,5 Mio. EUR enthalten. Ohne diesen Effekt wäre das EBIT im Vergleich zum Vorjahr
um 3,3 Mio. EUR besser. Im ersten Quartal war das Segment noch wenig von der Corona-Pandemie beeinflusst.
Das Umweltgeschäft verlief gut, ebenso das Geschäft mit Brunnenausbaumaterialien.
Auch in Jordanien kann am Großprojekt für Tiefbrunnen weitergearbeitet werden. Die
zukünftigen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind im Segment Resources aufgrund seines
unterschiedlichen und breiten Produkt- und Dienstleistungsangebots besonders schwer
abzuschätzen. Der Auftragsbestand ist nach den ersten drei Monaten von 326,9 Mio. EUR um 4,3 %
auf 312,8 Mio. EUR zurückgegangen, was auf den Projektfortschritt beim Großprojekt
Kesslergrube zurückzuführen ist. Dagegen verzeichnete der Bergbaubereich der SCHACHTBAU
NORDHAUSEN GmbH im ersten Quartal einen Großauftrag von rund 40 Mio. EUR, so dass
der Auftragsbestand des Segments nun über dem zum Jahresende 2019 von 280,7 Mio. EUR
lag. Der Auftragseingang ist von 79,6 Mio. EUR um 29,2 % auf 102,8 Mio. EUR deutlich
angestiegen. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE Die Bilanzsumme zum Ende des ersten Quartals betrug 1.708,9 Mio. EUR und lag damit
um 0,5 % über dem Vorjahreswert von 1.700,1 Mio. EUR. Durch ein Überschreiten der bei wesentlichen Krediten festgelegten Covenants zum
Jahresende 2019 hatte eine Umgliederung der betroffenen Darlehen von den langfristigen
zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu erfolgen. Entsprechend
ist diese Verschiebung in den Positionen auch im Vergleich des ersten Quartals 2020
mit dem Vorjahresquartal sichtbar, da aufgrund der zu kurzen Zeit zwischen der Ad-hoc
Meldung am 18. März 2020 bis zum Stichtag 31. März noch keine finale Einigung mit
den Finanzpartnern geschlossen werden konnte. Ende April konnte nun mit den Finanzpartnern der Konsortialkreditverträge eine einvernehmliche
Lösung gefunden werden. Mit den weiteren betroffenen Finanzierungspartnern wird diese
nun entsprechend in gleichem Maße besprochen. Ausblick auf das Jahresende Die weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie und die potentiellen Folgen für unser
Geschäft bringen grundsätzlich eine erhebliche Unsicherheit für das laufende Geschäftsjahr
und den Ausblick mit sich. Der Konzern hat für einige seiner Firmen in Deutschland zum 1. April 2020 Kurzarbeit
beantragt. Dies betrifft vor allem den Standort Schrobenhausen mit der Maschinenproduktion,
aber auch in vielen Bereichen den Baubetrieb und die Verwaltung. Darüber hinaus wird
versucht in allen Ländern möglichst vor Ort Maßnahmen schnell umzusetzen, um große
negative Einflüsse auf das Geschäft so gut wie möglich zu vermeiden. Auch wenn die allgemeine Lage erhebliche Unsicherheit bietet, gehen wir aktuell unverändert
davon aus, dass wir im Geschäftsjahr 2020 für den Konzern eine leichte Steigerung
bei der Gesamtkonzernleistung, eine deutliche Steigerung des EBIT sowie eine deutliche
Steigerung beim Ergebnis nach Steuern in den positiven Bereich erreichen. Konzern-ZwischenabschlussKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
KONZERNBILANZAktiva
Passiva
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN Diese Quartalsmitteilung enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete
Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse
beziehen - beispielsweise Aussagen über die zukünftige finanzielle Ertragsfähigkeit,
über Pläne und Erwartungen in Bezug auf die Geschäftsentwicklung der BAUER Gruppe
sowie über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und andere Faktoren, denen der Konzern
ausgesetzt ist. Die Verwendung von Worten wie "glauben", "erwarten", "vorhersagen",
"beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussichtlich",
"annehmen" und ähnliche Formulierungen deuten auf solche Aussagen hin. Zukunftsgerichtete
Aussagen unterliegen Risiken und zahlreichen Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen
können, dass die tatsächliche Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen
wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in
den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Die Leser werden darauf hingewiesen, dass aufgrund dieser Risiken und Unsicherheiten
kein unangemessenes Vertrauen darin gesetzt werden kann, dass sich diese Aussagen
in der Zukunft als richtig herausstellen. Die BAUER Aktiengesellschaft beabsichtigt
nicht und übernimmt keine Verpflichtung, eine Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten
Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach dem Datum der Veröffentlichung
dieser Quartalsmitteilung zu berücksichtigen. FINANZKALENDER 2020
Weitere Informationen zur BAUER Gruppe finden Sie im Internet unter www.bauer.de. HERAUSGEBER BAUER Aktiengesellschaft BAUER-Straße 1 86529 Schrobenhausen Investor Relations Tel.: +49 8252 97-1218 investor.relations@bauer.de Sitz der Gesellschaft: 86529 Schrobenhausen Amtsgericht Ingolstadt HRB 101375 |
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