BAUER AktiengesellschaftSchrobenhausenQuartalsmitteilung zum 30.09.2020Auf einen BlickKONZERNKENNZAHLENscrollen
Die hier dargestellte Gesamtkonzernleistung umfasst
gegenüber der in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung dargestellten konsolidierten Leistung
Leistungsanteile von assoziierten Unternehmen sowie
Leistungen nicht konsolidierter Tochterunternehmen und
Arbeitsgemeinschaften.
AUSBLICKscrollen
ZusammenfassungDie Gesamtkonzernleistung der BAUER Gruppe ist zum Ende
des dritten Quartals 2020 gegenüber dem entsprechenden
Vorjahreszeitraum um 11,4 % von 1.239,4 Mio. EUR auf
1.098,2 Mio. EUR deutlich zurückgegangen. Dies war vor
allem auf das Segment Maschinen zurückzuführen.
Die Umsatzerlöse haben sich um 10,6 % auf 990,8 Mio.
EUR verringert. Das EBIT lag mit 21,6 Mio. EUR deutlich
unter dem Vorjahr von 48,5 Mio. EUR. Die Segmente Bau und
vor allem Maschinen liegen deutlich hinter den
ursprünglichen Erwartungen zurück, was
hauptsächlich auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie
zurückzuführen ist. Das Segment Resources blieb
bisher nahezu unbeeinflusst und zeigt eine operativ bessere
Entwicklung als im Vorjahr.
Das Ergebnis nach Steuern des Konzerns war deutlich
negativ und betrug -13,2 Mio. EUR (Vorjahr: -0,4 Mio. EUR).
Neben den Verlusten aus den Segmenten Bau und Maschinen
hatten auch Zinssicherungsgeschäfte einen deutlich
negativen Einfluss, da diese entsprechend der Entwicklung
der Marktzinsen in der Bilanz zu bewerten sind. Da die
Marktzinsen im Vergleich zu Ende Dezember 2019
rückläufig waren, ergab sich nach den ersten neun
Monaten 2020 hieraus ein negativer Effekt auf das
Nachsteuerergebnis in Höhe von -6,1 Mio. EUR (Vorjahr:
-2,5 Mio. EUR).
Der Auftragsbestand im Konzern ist gegenüber dem
Vergleichszeitraum des Vorjahres um 12,9 % sehr deutlich
gestiegen und hat sich auch gegenüber dem Jahresende
2019 um 16,7 % auf 1.199,7 Mio. EUR erhöht. Dies lag
vor allem am Bau, wo sehr große Projektvolumen, unter
anderem in Europa, beauftragt wurden. In den Segmenten
Maschinen und Resources war der Auftragsbestand niedriger
als im Vorjahr. Der Auftragseingang ging um 1,4 % von
1.288,1 Mio. EUR auf 1.270,2 Mio. EUR zurück.
Wesentliche Ereignisse und GeschäfteSEGMENT BAUscrollen
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Bau lag mit 484,3
Mio. EUR auf Höhe des Vorjahres von 484,5 Mio. EUR.
Das EBIT hat sich gegenüber der Vorjahresperiode von
0,6 Mio. EUR auf 5,8 Mio. EUR verbessert. Im laufenden Jahr
spiegeln sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie, aber
auch die negative Marktbewertung der
Zinssicherungsgeschäfte wider. Wie bereits im
Halbjahresbericht erläutert, enthalten die
Ergebniskennzahlen des Segments einen positiven
Ergebnisbeitrag von etwa 8 Mio. EUR aus der
Entkonsolidierung der Tochterfirma in Hongkong. Im Vorjahr
war das Segment deutlich von fehlenden Aufträgen und
Projektverschiebungen im Fernen Osten betroffen, die zu
einer erheblichen Fixkostenbelastung geführt hatten.
Die bereits im ersten Halbjahr vorgenommene Umgliederung
der SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH sowie der
SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH in das Segment Resources
verringerte die Gesamtkonzernleistung des Vorjahreszeitraum
um rund 30 Mio. EUR. Die Ergebnisauswirkungen waren
unwesentlich.
Insgesamt war der Bau in den vergangenen Monaten
deutlich von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen. In
zahlreichen Ländern herrschten zeitweise Ausgangs-
sowie Reisebeschränkungen, was die Baustellenlogistik
und -ausstattung mit Geräten, Material und Personal
erschwerte, teilweise sogar unmöglich machte. In
einigen Ländern dauert dies immer noch an. Auf der
anderen Seite können wir in für uns derzeit
wichtigen Ländern wie Deutschland, aber auch den USA,
Bangladesch oder Bhutan gut arbeiten, was auch für die
meisten Großprojekte zutrifft.
Der Auftragsbestand ist im Segment Bau um 33,2 % von
597,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 795,8 Mio. EUR erheblich
angestiegen. Hauptgrund hierfür waren im ersten
Halbjahr erlangte sehr große Aufträge, vor allem
in Europa. Der Auftragseingang lag mit 669,0 Mio. EUR um
25,2 % über dem Vorjahreswert von 534,6 Mio. EUR.
SEGMENT MASCHINENscrollen
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen fiel zum
Ende des dritten Quartals gegenüber Vorjahr deutlich
um 18,4 % von 558,9 Mio. EUR auf 456,1 Mio. EUR, die
Umsatzerlöse um 21,2 % von 446,7 Mio. EUR auf 351,9
Mio. EUR. Das EBIT ist gegenüber dem Vorjahr von 51,5
Mio. EUR auf 13,7 Mio. EUR erheblich zurückgegangen.
Das Segment Maschinen ist weiterhin am deutlichsten von
der Investitionszurückhaltung der Kunden aufgrund der
Unsicherheit bedingt durch die Corona-Pandemie betroffen.
Nachdem das erste Quartal noch wenige Spuren zeigte, sind
die Umsatzerlöse und Auftragseingänge im zweiten
Quartal deutlich zurückgegangen. Im dritten Quartal
zeigte sich keine wesentliche Belebung der
Auftragssituation. Am Hauptstandort in Schrobenhausen wurde
seit April die Produktion zurückgefahren und
entsprechend mit Kurzarbeit reagiert. Positiv zeigt sich
das Geschäft unverändert in China, wo bereits
seit April wieder eine gute Auftragslage herrscht.
Im Laufe des dritten Quartals wurden alle Transaktionen
zur Beendigung des im Jahr 2015 gemeinsam mit Schlumberger
begonnenen Joint Venture zur Entwicklung und zum Bau von
größeren landbasierten Tiefbohranlagen für
den Öl- und Gasbereich vollzogen. In Summe ergab sich
daraus ein positiver Beitrag in den Ergebniskennzahlen.
Der Auftragsbestand ist um 13,0 % von 136,3 Mio. EUR im
Vorjahr auf 118,6 Mio. EUR zurückgegangen, ebenso der
Auftragseingang um 14,5 % von 545,3 Mio. EUR auf 466,3 Mio.
EUR.
SEGMENT RESOURCESscrollen
Im Segment Resources lag die Gesamtkonzernleistung nach
dem dritten Quartal mit 208,4 Mio. EUR um 11,5 % unter dem
Vorjahr von 235,3 Mio. EUR. Dies lag im Wesentlichen am
Bereich Bergbau. Das EBIT ging dabei leicht von -2,3 Mio.
EUR auf -2,8 Mio. EUR zurück.
Die bereits zum Halbjahr vorgenommene Umgliederung der
SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH sowie der SCHACHTBAU
NORDHAUSEN Bau GmbH in das Segment Resources erhöhte
die Gesamtkonzernleistung des Vorjahreszeitraumes um rund
30 Mio. EUR. Die Ergebnisauswirkungen waren unwesentlich.
Zum Bilanzstichtag Ende September wurde der Verkauf der
ESAU & HUEBER GmbH, die ihren Schwerpunkt in der
Brauerei- und Getränketechnologie hatte, an die Schulz
Unternehmensgruppe vollzogen. Die negativen
Ergebnisauswirkungen aus dem Verkauf betrugen etwa -1,7
Mio. EUR.
In den ersten neun Monaten war das Segment wenig von der
Corona-Pandemie beeinflusst. Für die nächsten
Monate zeichnen sich jedoch auch hier Einflüsse durch
die Corona-Pandemie ab, da weniger Projekte auf den Markt
kommen. Das Umweltgeschäft verlief gut, ebenso das
Geschäft mit Brunnenausbaumaterialien.
Der Auftragsbestand ist nach den ersten neun Monaten um
13,2 % von 328,7 Mio. EUR auf 285,3 Mio. EUR
zurückgegangen. Der Auftragseingang ist dabei um 25,1
% von 247,5 Mio. EUR auf 185,4 Mio. EUR gesunken.
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageDie Bilanzsumme zum Ende des dritten Quartals betrug
1.646,9 Mio. EUR und lag damit um 7,0 % unter dem
Vorjahreswert von 1.771,1 Mio. EUR. Dabei gingen die
Vorräte gegenüber dem Vorjahr um 4,8 % auf 471,3
Mio. EUR und die Forderungen und sonstigen
Vermögenswerte um 15,9 % auf 449,8 Mio. EUR
zurück. Im Vergleich zum Ende des dritten Quartals
2019 ging die Nettoverschuldung um 2,4 % zurück.
Das Eigenkapital hat sich vor allem aufgrund von
Währungs- und Zinseffekten und dem Verlust um 15,1 %
von 415,0 Mio. EUR auf 352,4 Mio. EUR reduziert. Im
Vergleich zum Jahresende 2019 betrug der Rückgang 8,9
%.
Im Vergleich zum Halbjahresfinanzbericht fand eine
Umgliederung von Darlehen von den langfristigen zu den
kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten mit einem Volumen von 147,3 Mio. EUR
statt, da die Restlaufzeit der entsprechenden Darlehen zum
Abschlussstichtag weniger als ein Jahr betrug.
Ausblick auf das JahresendeDie weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie hatten
auch in unserem Geschäft, dabei vor allem im Bau und
im Maschinenbau, einen deutlichen Einfluss. Es ist
unverändert schwer die weiteren Entwicklungen,
insbesondere für das Jahr 2021, abzuschätzen.
Dies gilt umso mehr, nachdem sich die Infektionszahlen in
den letzten Wochen seit Oktober wieder deutlich erhöht
haben.
Der Konzern hat für einige seiner Firmen in
Deutschland zum 1. April 2020 Kurzarbeit beantragt. Diese
wird aus heutiger Sicht zumindest bis Ende des ersten
Quartals 2021 weitergeführt werden müssen.
Aufgrund der Unsicherheiten über den weiteren
Jahresverlauf hatte die BAUER AG per Ad-hoc Meldung am 17.
Juni 2020 nach Überprüfung der Hochrechnungen die
Prognose für das Geschäftsjahr 2020
zurückgenommen.
Zum 3. November hat der Vorstand der BAUER AG per Ad-hoc
Meldung eine neue Prognose für das Geschäftsjahr
2020 abgegeben. Die Gesamtkonzernleistung wird bei etwa 1,5
Mrd. Euro und das EBIT in etwa auf Höhe des Vorjahres
erwartet. Das Ergebnis nach Steuern wird negativ, jedoch
deutlich besser als im Vorjahr und besser als -20 Mio. EUR
erwartet.
Insgesamt ist der Vorstand weiter zuversichtlich, dass
es durch den großen Einsatz aller Mitarbeiter in
dieser schwierigen Zeit auch weiterhin gelingen wird, die
negativen Auswirkungen der Krise auf die BAUER Gruppe gut
beschränken zu können.
Konzern-ZwischenabschlussKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscrollen
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ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGENDiese Quartalsmitteilung enthält bestimmte
zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen
sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische
Tatsachen und Ereignisse beziehen - beispielsweise Aussagen
über die zukünftige finanzielle
Ertragsfähigkeit, über Pläne und Erwartungen
in Bezug auf die Geschäftsentwicklung der BAUER Gruppe
sowie über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und
andere Faktoren, denen der Konzern ausgesetzt ist. Die
Verwendung von Worten wie "glauben", "erwarten",
"vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren",
"planen", "schätzen", "bestreben", "voraussichtlich",
"annehmen" und ähnliche Formulierungen deuten auf
solche Aussagen hin. Zukunftsgerichtete Aussagen
unterliegen Risiken und zahlreichen Unsicherheitsfaktoren,
die dazu führen können, dass die
tatsächliche Entwicklung oder die erzielten
Erträge oder Leistungen wesentlich von der
Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen
abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen
ausdrücklich oder implizit angenommen werden.
Die Leser werden darauf hingewiesen, dass aufgrund
dieser Risiken und Unsicherheiten kein unangemessenes
Vertrauen darin gesetzt werden kann, dass sich diese
Aussagen in der Zukunft als richtig herausstellen. Die
BAUER Aktiengesellschaft beabsichtigt nicht und
übernimmt keine Verpflichtung, eine Aktualisierung
dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu
veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach
dem Datum der Veröffentlichung dieser
Quartalsmitteilung zu berücksichtigen.
FINANZKALENDER 2021scrollen
Weitere Informationen zur BAUER Gruppe finden Sie im
Internet unter www.bauer.de.
HERAUSGEBERBAUER Aktiengesellschaft
Investor Relations
Sitz der Gesellschaft:
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