BAUER AktiengesellschaftSchrobenhausenHalbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2021Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2021Auf einen BlickKONZERNKENNZAHLENscrollen
* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen
auf S. 70 des Geschäftsberichts 2020
Die hier dargestellte Gesamtkonzernleistung umfasst gegenüber der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten konsolidierten Leistung Leistungsanteile von assoziierten Unternehmen sowie Leistungen nicht konsolidierter Tochterunternehmen und Arbeitsgemeinschaften.AUSBLICKscrollen
Gesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Weltwirtschaft ist auch im Jahr 2021 von den
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen. Viele
Experten hatten erwartet, dass sich mit einer breiteren
Verfügbarkeit von Impfstoff und einer zunehmenden
Impfquote die negativen Auswirkungen reduzieren und mehr
Normalität zurückkehren würde. Mit dem
Verlauf des Jahres wurde immer klarer, dass dies so nicht
realisierbar sein wird. Der Impfortschritt ist in vielen
Ländern der Welt viel langsamer als gedacht und die
Impfquoten liegen noch weit von einer möglichen
Herdenimmunität entfernt. Die Ausbreitung der
Virusvarianten, insbesondere der Delta-Variante, lässt
die Sorge vor einer vierten Welle größer werden.
Besonders stark betroffen ist hier der asiatische Raum, was
unverändert große Auswirkungen auf die
Wirtschaftsentwicklung in dieser Region mit sich bringt.
Aber auch in Regionen mit aktuell niedrigeren
Infektionszahlen und höheren Impfquoten ist die
Wirtschaft in vielen Bereichen noch deutlich vom vor der
Pandemie herrschenden Niveau entfernt, so unter anderem die
Luftfahrtindustrie oder der Tourismus. Andererseits bringt
die Pandemie auch wirtschaftliche Gewinner hervor, wie die
Transport- und Logistikbranche oder auch IT- und
eCommerce-Firmen. In Regionen mit niedriger Inzidenz und
den damit verbundenen Öffnungen hat sich die
Wirtschaft auch wieder besser entwickelt, wenngleich auch
Lieferengpässe, Materialknappheit und weltweit
gestörte Logistikketten belasten.
Die aktuelle Gesamtlage birgt weitere Risiken, wie eine
steigende Inflation oder die enormen Corona-Hilfen, die
staatliche Haushalte erheblich belasten, und nicht zuletzt
die andauernde Unsicherheit über die weitere
Entwicklung der Pandemie und den damit verbundenen
Maßnahmen. Diese stehen somit weiterhin im
Mittelpunkt der politischen Diskussion und beeinflussen das
wirtschaftliche Handeln. Viele weitere Herausforderungen
und Konflikte in der Welt bleiben ungelöst, auch der
Klimaschutz, der in den westlichen Ländern der Welt im
Fokus steht. Die extremen Naturereignisse der letzten
Monate verstärken die Forderungen an die Politik,
über die notwendigen Maßnahmen und Investitionen
für deutlich mehr Klimaschutz zu entscheiden. Ohne
Frage wird diese Anpassung eine der größten
Zukunftsherausforderungen für die Weltwirtschaft in
den nächsten Jahren sein.
Unter diesen Rahmenbedingungen ist eine genauere
Vorhersage der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung in den
nächsten Monaten kaum möglich. Wann mit einer
nachhaltigen Erholung der Weltwirtschaft zu rechnen ist,
bleibt ungewiss. Die langfristigen Auswirkungen der
Pandemie sind ebenso wenig abschätzbar und dabei
bleibt abzuwarten, ob weitere staatliche Corona-Hilfen
sowie Förder- und Konjunkturprogramme für die
nötige Stabilität sorgen können.
Für die Bauwirtschaft bieten die weltweiten
Konjunkturprogramme kurzfristig gute Chancen für eine
steigende Nachfrage nach Infrastrukturprojekten.
Ähnlich der Pandemieentwicklung wirken sich diese aber
regional sehr unterschiedlich aus und werden zum Teil sehr
verzögert umgesetzt. Gleichzeitig muss insgesamt
weiter mit einem Rückgang im Wirtschaftsbau gerechnet
werden.
Mittel- und langfristig bieten der anhaltende Trend zur
Urbanisierung und notwendige Investitionen in die
Infrastruktur eine positive Perspektive für die
Bauwirtschaft und die Hersteller von Maschinen für
diesen Markt. Baumaßnahmen zur Erschließung
erneuerbarer Energien sowie zur Anpassung an den
Klimawandel werden eine verstärkte Rolle spielen. Die
vor uns liegenden Herausforderungen zur CO
2-Reduzierung schaffen zudem gute
Rahmenbedingungen für Firmen mit Produkten und
Dienstleistungen im Bereich der Umwelttechnik und der
effizienten Nutzung von Ressourcen.
Unsere Märkte im ÜberblickDie Folgen der COVID-19-Pandemie auf unsere Märkte
machen sich regional weiterhin sehr unterschiedlich
bemerkbar.
In Europa - insbesondere in Deutschland - konnten die
Auswirkungen der Pandemie auf die Bauwirtschaft in Grenzen
gehalten werden. Diese stabile Entwicklung sollte sich im
Laufe des Jahres fortsetzen. Nötige Investitionen in
den Klimaschutz und ein steigender Bedarf an
Logistikinfrastruktur sind positive Treiber. In England
zeigt sich ein deutlich belebter Baumarkt mit großen
Investitionen in die Infrastruktur, wobei die Pandemie und
die Auswirkungen des Brexits hier zu Verzögerungen bei
der Realisierung von Projekten führen. In Skandinavien
und in Westeuropa zeigten sich die Märkte
weitestgehend stabil. Russland und die Türkei leiden
weiter unter einer sehr schwachen wirtschaftlichen
Entwicklung, die durch schwache Währungen, ein
schwieriges politisches Umfeld und Sanktionen
ausgelöst wurde.
In den USA zeigte sich eine gute Baukonjunktur,
insbesondere im Bereich von Infrastrukturmaßnahmen.
Dies gilt auch für den Markt in Kanada. Die
Baumärkte Mittel- und Lateinamerikas sind
unverändert von einer schwachen Wirtschaft und
zusätzlich von den starken Auswirkungen der
COVID-19-Pandemie in den meisten Ländern der Region
beeinflusst.
Auch im Nahen Osten wirkte sich die COVID-19-Pandemie
deutlich negativ aus und verstärkt zusätzlich die
bereits bestehenden Probleme, die durch die anhaltenden
Konflikte entstanden sind. Damit liegt die Region deutlich
hinter den wirtschaftlichen Erwartungen zurück, was
auch die Baukonjunktur betrifft. Einzig in Saudi-Arabien
ist eine leichte Belebung der Bauwirtschaft erkennbar.
Im vergangenen Jahr hatten manche asiatischen Staaten
nur geringe Auswirkungen der COVID-19-Pandemie verzeichnet.
Im Jahr 2021 jedoch zeigten sich nun in nahezu allen
Ländern des Fernen Ostens erhebliche Folgen für
die Wirtschaft, was sich auch sehr deutlich auf die Bau-
und die Baumaschinenmärkte auswirkt. Die Abwicklung
von Bauprojekten stockt und die entsprechende Nachfrage
nach Baumaschinen ist zurückgegangen. Eine Erholung
wird trotz insgesamt hohem Grundbedarf nur langsam
stattfinden und ist auch stark von der weiteren Entwicklung
der Pandemie abhängig. Einzige Ausnahme bildet China
mit einer unverändert positiven Wirtschaftsleistung,
wenngleich Liquiditätsmangel und viele verschobene
Projekte Anzeichen für eine Überhitzung im
letzten Jahr sind. Insgesamt sind die mittelfristigen
Perspektiven für den Baumarkt im Fernen Osten
weiterhin gut.
Die Bau- und Maschinenmärkte in Afrika befinden
sich auf niedrigem Niveau und hoffen auf eine Erholung
durch höhere Rohstoffpreise. Da diese wieder
ansteigen, bedeutet dies tendenziell eine bessere
Zukunftsperspektive.
Baumärkte im Überblickscrollen
Die anhaltende Volatilität der Weltmärkte mit
sich immer wieder kurzfristig ändernden politischen
und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleibt die
größte Herausforderung für unsere Firmen in
den jeweiligen Ländern. Die durch die
COVID-19-Pandemie ausgelöste Beschränkung der
Reisefreiheit verstärkt diese Problematik noch
deutlich.
Gleichzeitig bietet die anhaltende Dynamik einzelner
Märkte immer wieder neues Potential für
kurzfristige Marktchancen. In den nächsten Monaten ist
aber mit weiteren deutlichen Einflüssen durch die
COVID-19-Pandemie zu rechnen. Mittelfristig erwarten wir
jedoch wieder stabile Bau- und Rohstoffmärkte und eine
positive Gesamtentwicklung, die uns gute Chancen bietet.
Wesentliche Ereignisse und GeschäfteKONZERNDie Gesamtkonzernleistung der BAUER Gruppe hat sich zum
Ende des ersten Halbjahres 2021 gegenüber dem
entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5,8 % von 725,0 Mio.
EUR auf 767,4 Mio. EUR erhöht. Dies war vor allem auf
die Segmente Bau und Maschinen zurückzuführen.
Das EBIT lag mit 15,3 Mio. EUR deutlich über dem
Vorjahr von 11,0 Mio. EUR. Insgesamt vergleicht sich das
erste Halbjahr 2021 mit einem Vorjahr, in dem im ersten
Quartal 2020 die Effekte der COVID-19-Pandemie noch keinen
wesentlichen Einfluss auf die Kennzahlen des Konzerns sowie
der Segmente hatten. Das laufende Geschäftsjahr zeigte
weiterhin deutliche Einflüsse der COVID-19-Pandemie,
insbesondere auf die Segmente Bau und Maschinen.
Wie bereits im Jahresabschluss 2020 wurde auf Grundlage
einer Empfehlung der Deutschen Prüfstelle für
Rechnungslegung DPR e.V. das Ergebnis aus at-Equity
bewerteten Anteilen innerhalb der GuV umgegliedert und ist
nunmehr Bestandteil des EBITDA sowie des EBIT. Die
Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
Das Ergebnis nach Steuern des Konzerns verbesserte sich
deutlich auf -5,6 Mio. EUR (Vorjahr: -16,0 Mio. EUR). In
allen Segmenten konnte eine Verbesserung erzielt werden,
wobei die Folgen der COVID-19-Pandemie weiterhin deutlich
spürbar sind. Auch haben sich die Finanzerträge
gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert und die
Finanzaufwendungen leicht reduziert. Dabei hatten
Zinssicherungsgeschäfte einen positiven Einfluss, da
diese entsprechend der Entwicklung der Marktzinsen in der
Bilanz zu bewerten sind. Da die Marktzinsen im Vergleich zu
Ende Dezember 2020 angestiegen sind, ergab sich im ersten
Halbjahr 2021 ein positiver Effekt auf das
Nachsteuerergebnis in Höhe von 2,2 Mio. EUR (Vorjahr:
negativer Effekt von -7,0 Mio. EUR).
Der Auftragsbestand im Konzern ist gegenüber dem
Vergleichszeitraum des Vorjahres nahezu unverändert
geblieben, aber hat sich gegenüber dem Jahresende 2020
um 10,1 % auf 1.279,4 Mio. EUR deutlich erhöht. Dies
lag vor allem am Bau, wo sehr große Projektvolumen
beauftragt wurden. Auch das Segment Maschinen konnte den
Auftragsbestand deutlich erhöhen, während dieser
im Segment Resources zurückging. Der Auftragseingang
ging um 9,1 % von 973,1 Mio. EUR auf 884,3 Mio. EUR
zurück.
SEGMENT BAUscrollen
* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen
auf S. 14 sowie S. 70 des Geschäftsberichts 2020
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Bau lag mit 358,6
Mio. EUR um 14,8 % deutlich über dem Vorjahr von 312,2
Mio. EUR. Das EBIT hat sich gegenüber der
Vorjahresperiode von -0,01 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR
entsprechend der Gesamtkonzernleistung erhöht. Das
Ergebnis nach Steuern betrug -5,5 Mio. EUR (Vorjahr: -11,5
Mio. EUR).
Insgesamt zeigte sich das Segment Bau weiterhin von den
Folgen der COVID-19-Pandemie beeinflusst. In den
Märkten in Europa und in den USA konnte zwar insgesamt
gut gearbeitet werden und im Mittleren Osten sind wir durch
einen Auftrag in Jordanien gut beschäftigt, jedoch hat
sich gerade bei einzelnen Großaufträgen der
Beginn der Projekte verschoben. Im Fernen Osten hatte sich
die Situation in einzelnen Märkten, wie etwa in
Indonesien, im Vergleich zu 2020 bereits verbessert, jedoch
gab es gerade in den letzten Wochen wieder erneuerte
Ausgangs- sowie Reisebeschränkungen aufgrund einer
wieder steigenden Ausbreitung der COVID-19-Pandemie. Im
Fernen Osten arbeiten wir weiterhin intensiv an der
Anpassung der Kapazitäten, was uns neben der zu
geringen Auslastung zusätzlich finanziell belastet.
Auch unser Erstprojekt zur Gründung von
Offshore-Windparks im Meer, das wir derzeit ausführen,
verzögerte sich aufgrund von Anlaufschwierigkeiten und
technischen Herausforderungen und lieferte entsprechend
einen negativen Ergebnisbeitrag.
Der Auftragsbestand ist im Segment Bau um 1,1 % von
783,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 791,9 Mio. EUR leicht
angestiegen. Darin enthalten sind größere
Projekte, die bereits im Vorjahr vergeben wurden, aber auch
umfangreichere Projekte in Europa, Jordanien, Indien und
auch in Ägypten, die im laufenden Jahr in Auftrag
genommen wurden. Der Auftragseingang lag mit 429,2 Mio. EUR
um 11,4 % deutlich unter dem Vorjahreswert von 484,5 Mio.
EUR, da im Vorjahreszeitraum ein sehr großer
Einzelauftrag enthalten war.
SEGMENT MASCHINENscrollen
* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen
auf S. 70 des Geschäftsberichts 2020
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen
erhöhte sich zum Ende des ersten Halbjahres
gegenüber Vorjahr um 5,9 % von 296,9 Mio. EUR auf
314,4 Mio. EUR. Das EBIT ist gegenüber dem Vorjahr von
4,2 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR angestiegen, ebenso wie das
Ergebnis nach Steuern, das sich von -3,8 Mio. EUR auf 1,3
Mio. EUR verbesserte.
Im ersten Quartal des Vorjahres zeigten die Kennzahlen
noch kaum die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, insofern
bedeutet der Anstieg bei Leistung und Ergebnis zum Halbjahr
im Vergleich eine Verbesserung. Insgesamt ist das Segment
Maschinen aber weiterhin von der
Investitionszurückhaltung der Kunden aufgrund der
Unsicherheit bedingt durch die COVID-19-Pandemie betroffen.
Insbesondere in China, das im Vorjahr noch einen deutlichen
Boom und vermutlich eine Überhitzung erlebte, und in
den Ländern des Fernen Ostens sind die Verkaufszahlen
bislang deutlich unter den Erwartungen geblieben. Insgesamt
reicht der Leistungsanstieg noch nicht aus, um eine
Ergebnisverbesserung zu erreichen. Die Auslastung ist
weiterhin nicht ausreichend.
Der Auftragsbestand ist um 32,9 % von 126,1 Mio. EUR im
Vorjahr auf 167,6 Mio. EUR deutlich angestiegen. Der
Auftragseingang lag mit 363,2 Mio. EUR um 15,4 % über
dem Vorjahreswert von 314,8 Mio. EUR.
SEGMENT RESOURCESscrollen
* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen
auf S. 14 sowie S. 70 des Geschäftsberichts 2020
Im Segment Resources lag die Gesamtkonzernleistung nach
dem ersten Halbjahr mit 138,2 Mio. EUR um 9,0 % deutlich
unter dem Vorjahr von 151,8 Mio. EUR. Dies lag im
Wesentlichen daran, dass in den Vorjahreszahlen das
Großprojekt Kessler-grube enthalten war, das seit
Juli 2020 vom Auftraggeber weitergeführt wird. Das
EBIT erhöhte sich dagegen von 4,1 Mio. EUR auf 4,8
Mio. EUR und das Ergebnis nach Steuern von 1,1 Mio. EUR auf
2,9 Mio. EUR.
Das Segment ist weiterhin nicht bedeutend von der
COVID-19-Pandemie beeinflusst. Die in den letzten Jahren
umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen spiegeln sich
nun mehr und mehr in den Kennzahlen wider. Im ersten
Halbjahr liefen die Bereiche Brunnenbau, Umwelttechnik und
Bergbau positiv. An der Zusammenführung und
Neuausrichtung des eher kleineren Bereichs Sanierung wird
noch bis Jahresende intensiv gearbeitet. Im Bereich
Bohrdienstleistungen war die Auslastung noch nicht
ausreichend.
Der Auftragsbestand ist zum Ende des ersten Halbjahres
um 12,7 % von 366,2 Mio. EUR auf 319,9 Mio. EUR
zurückgegangen. Der Auftragseingang ist dabei um 35,3
% von 209,8 Mio. EUR auf 135,7 Mio. EUR gesunken.
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageDie wesentlichen Kennzahlen der Ertragslage wurden
bereits im vorherigen Abschnitt beschrieben.
Die Bilanzsumme des Konzerns zum Ende des ersten
Halbjahres betrug 1.650,5 Mio. EUR und lag damit um 0,3 %
unter dem Vorjahreswert von 1.655,5 Mio. EUR. Reduzierend
auf der Aktivseite wirkten die Rückgänge bei den
at-Equity-bewerteten Anteilen (-36,5 Mio. EUR) sowie den
Vorräten (-28,5 Mio. EUR). Erhöhend wirkten auf
der Aktivseite der Anstieg bei den Forderungen und
sonstigen Vermögenswerten (+19,0 Mio. EUR) sowie bei
den Sachanlagen (+12,9 Mio. EUR). Die zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte wurden zum Jahresabschluss 2020
erstmalig ausgewiesen. Diese betrugen zum Ende des ersten
Halbjahres 35,7 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich im
Wesentlichen um ein Grundstück in den USA, das bislang
für das Joint Venture in der Tiefbohrtechnik mit
Schlumberger genutzt wurde und aufgrund der Beendigung des
Joint Ventures zur Veräußerung steht.
Das Eigenkapital hat sich von 366,8 Mio. EUR auf 450,4
Mio. EUR deutlich erhöht, was im Wesentlichen auf die
im Dezember 2020 durchgeführte Kapitalerhöhung
aus genehmigtem Kapital (+16,0 Mio. EUR) sowie die
größere Bezugsrechtskapitalerhöhung (+76,1
Mio. EUR) zurückzuführen ist. Diese konnte Ende
Juni 2021 mit großer Nachfrage auf Seiten der
Investoren und Privatanleger erfolgreich abgeschlossen
werden. Die Aktionäre der BAUER AG haben insgesamt
7.247.715 neue Aktien durch Ausübung von Bezugsrechten
und auf der Grundlage von Mehrerwerbsangeboten gezeichnet,
davon 1.142.854 neue Aktien gegen Sacheinlage durch die im
Hauptversammlungsbeschluss vom 31. März 2021 genannten
Inferenten und 6.104.861 neue Aktien gegen Bareinlage.
Insgesamt wurden neben den ausgeübten Bezugsrechten
von Aktionären noch rund 4,6 Mio. Aktien zum
Überbezug angemeldet. Durch diese hohe Anzahl lag die
Zuteilungsquote für den Überbezug nur bei rund
11,8 %.
Die Eigenkapitalquote des Konzerns lag damit zum Ende
des ersten Halbjahres 2021 bei 27,3 % (Vorjahr: 22,2 %).
Der Erlös der Kapitalerhöhung wurde für
die Rückführung von Bankdarlehen genutzt, so dass
sich die kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten gegenüber dem
Vorjahreszeitraum in Summe um 85,7 Mio. EUR reduziert
haben. Ohne Berücksichtigung der
Bezugsrechtskapitalerhöhung läge der
Rückgang gegenüber Vorjahr bei 21,9 Mio. EUR.
Insgesamt hat sich die Bilanzstruktur des Konzerns somit
wieder deutlich verbessert.
Auf der Passivseite der Bilanz wurde eine Umgliederung
der Verbindlichkeiten aus dem Konsortialkreditvertrag in
Höhe von 160,9 Mio. EUR von den langfristigen zu den
kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten vorgenommen. Dies hatte auf Grundlage der
IFRS-Standards zu erfolgen, da die Laufzeit des
Konsortialkreditvertrags zum Abschlussstichtag weniger als
12 Monate betragen hat. Die Gespräche zur
Verlängerung sind bereits gut fortgeschritten und
sollen im Laufe des dritten Quartals abgeschlossen sein.
Chancen und RisikenWesentliche Chancen und Risiken wurden in diesem Bericht
in den einzelnen Kapiteln aufgezeigt.
Im Übrigen ist keine wesentliche Veränderung
der Risiken seit dem Geschäftsbericht zum 31. Dezember
2020 eingetreten. Wir verweisen insofern auf den
zusammengefassten Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2020.
Ausblick auf das JahresendeDie Folgen der COVID-19-Pandemie sind weltweit weiter zu
spüren. Insbesondere in den Ländern des Fernen
Ostens hat sich die anfängliche Hoffnung auf
Lockerungen der strengen Regelungen in vielen Ländern
durch die erneute Ausbreitung, insbesondere der
Delta-Variante, wieder zerschlagen. Erneut wurden in vielen
Regionen strikte Ausgangsbeschränkungen umgesetzt, die
zu deutlichen Projektverzögerungen oder Stopps auf den
Baustellen führen. Infolgedessen zeigte sich auch der
Maschinenvertrieb in China und dem Fernen Osten auf zu
niedrigem Niveau.
In Europa, den USA und auch im Mittleren Osten kann auf
den Baustellen insgesamt gut gearbeitet werden. Gerade bei
unseren größeren Projekten gibt es aber
ebenfalls Verzögerungen. Die Folgen der Pandemie sind
hier weiterhin spürbar, so dass wir im Segment Bau
auch im zweiten Halbjahr einige Herausforderungen zu
bewältigen haben.
Gleiches gilt für den Maschinenvertrieb. Die
Anfragesituation hat sich zwar deutlich belebt, jedoch
herrscht in Summe weiterhin Investitionszurückhaltung.
Wir gehen aber weiterhin von einem besseren zweiten
Halbjahr aus, können aber in manchen Regionen, wie dem
Fernen Osten, unsere ursprünglichen Planungen nicht
mehr voll erreichen.
Unser Segment Resources zeigt sich weiterhin
unbeeinflusst von der COVID-19-Pandemie und sieht sich auch
für den weiteren Jahresverlauf in nahezu allen
Bereichen einer positiven Nachfrage- und Auftragssituation
gegenüber.
Insgesamt sind wir in Summe aber zuversichtlich, dass es
gelingen wird, gut durch dieses Jahr zu kommen. Unsere
Planungen und Prognosen für das Jahr 2021 basierten
auf den Annahmen einer anhaltenden Pandemie und nur schwer
abzuschätzenden Auswirkungen. Entsprechend waren
unsere Spannen für die Leistungsindikatoren definiert.
Wir gehen daher, wie im Geschäftsbericht 2020
veröffentlicht, unverändert davon aus, dass wir
im Geschäftsjahr 2021 für den Konzern eine
Gesamtkonzernleistung zwischen 1.550 und 1.650 Mio. EUR
sowie ein EBIT zwischen 75 und 85 Mio. EUR erreichen
werden.
Für das Segment Bau erwarten wir für das Jahr
2021 unverändert einen deutlichen Anstieg bei der
Gesamtkonzernleistung und nun einen leichten Anstieg beim
EBIT im Vergleich zum Vorjahr. Im Segment Maschinen
erwarten wir unverändert, dass die
Gesamtkonzernleistung deutlich und das EBIT leicht bis
deutlich über dem Vorjahr liegen wird. Im Segment
Resources erwarten wir nun eine Gesamtkonzernleistung in
etwa auf Höhe des Vorjahres sowie unverändert
eine deutliche Steigerung beim EBIT.
Konzern-ZwischenabschlussKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscrollen
scrollen
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscrollen
* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen
auf S. 70 des Geschäftsberichts 2020
KONZERNBILANZ (VERKÜRZT)Aktiva in Tausend EURscrollen
Passiva in Tausend EURscrollen
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALSscrollen
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KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscrollen
KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNGscrollen
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Konzernanhang1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNDie BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (im
Folgenden BAUER AG genannt) besteht in der Rechtsform der
deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in
Schrobenhausen, BAUER-Straße, und ist im
Handelsregister Ingolstadt (HRB 101375) eingetragen.
Die BAUER Gruppe ist Anbieter von Dienstleistungen,
Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der
Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den
weltweiten Märkten vertreten. Die
Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei
Geschäftsfelder aufgeteilt: Bau, Maschinen und
Resources.
Die BAUER AG ist im Prime Standard der Deutschen
Börse gelistet.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss
wurde am 9. August 2021 zur Veröffentlichung
freigegeben.
Prüferische DurchsichtDer vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss
und Konzernzwischenlagebericht wurde weder entsprechend
§ 317 HGB geprüft noch einer prüferischen
Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
2. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSESDie BAUER AG erstellt ihren verkürzten
Konzernzwischenabschluss nach den Vorschriften der am
Abschlussstichtag gültigen und von der
Europäischen Union anerkannten International Financial
Reporting Standards (IFRS), des International Accounting
Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen
des International Financial Reporting Interpretations
Committee (IFRIC). Zur Anwendung kommen
ausschließlich die bis zum Abschlussstichtag von der
Kommission übernommenen IASB Standards und
Interpretationen, die entsprechend im Amtsblatt der EU
veröffentlicht wurden.
Der Halbjahresfinanzbericht zum 12. August 2021 wurde
auf Basis des IAS 34 "Zwischenberichterstattung" in
verkürzter Form erstellt und enthält daher nicht
alle Angaben, die für einen Konzernjahresabschluss
verpflichtend sind.
3. KONSOLIDIERUNGSKREISIn den Konsolidierungskreis werden neben der BAUER AG
alle wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen.
Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der
Konzern die Kontrolle über die Finanz- und
Geschäftspolitik innehat. Dies ist
regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil
von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle
vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller
Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar
sind, berücksichtigt.
In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den
Konzernabschluss der BAUER AG mit einbezogen, obwohl
weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten werden.
Dies ist auf staatliche Beschränkungen
zurückzuführen, nach denen ausländische
Investoren nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an
inländischen Gesellschaften halten dürfen. Die
BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog.
Agency-Konstruktionen, mithilfe derer wirtschaftlich mehr
als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft
gehalten werden und damit zu einer Vollkonsolidierung
berechtigen.
Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den
Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem
die Beherrschung oder die Möglichkeit zur Beherrschung
auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem
Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet.
Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt
die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen
maßgeblich beeinflusst (assoziierte Unternehmen),
werden nach der Equity-Methode konsolidiert.
Veränderungen bei den Tochterunternehmen:Segment Maschinen:Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 wurde
die rig.plus GmbH erstmalig in den Konsolidierungskreis
aufgenommen.
Darüber hinaus haben sich im Konsolidierungskreis
seit dem 31. Dezember 2020 keine Änderungen ergeben.
4. ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN SOWIE WESENTLICHE ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGENSchätzungen und Ermessensentscheidungen können
Auswirkungen auf die Höhe der bilanzierten
Vermögenswerte und Schulden, die Angaben zu
Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Stichtag
sowie auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen
für die Berichtsperiode haben. Aufgrund der derzeit
unabsehbaren Folgen der COVID-19-Pandemie unterliegen diese
Schätzungen und Ermessensentscheidungen einer
erhöhten Unsicherheit. Die sich tatsächlich
einstellenden Beträge können von den
Schätzungen und Ermessensentscheidungen abweichen;
Veränderungen können einen wesentlichen Einfluss
auf den Zwischenabschluss haben.
Bei der Aktualisierung der Schätzungen und
Ermessensentscheidungen wurden verfügbare
Informationen über die voraussichtliche
wirtschaftliche Entwicklung sowie länderspezifische
staatliche Maßnahmen berücksichtigt.
Darüber hinaus verweisen wir bezüglich der
Annahmen und Schätzungen auf S. 80 des
Geschäftsberichts 2020.
KapitalerhöhungIm Rahmen des am 21. Juni 2021 planmäßig
beendeten Bezugsangebots haben die Aktionäre der BAUER
Aktiengesellschaft insgesamt 7.247.715 neue Aktien durch
Ausübung von Bezugsrechten bzw. auf der Grundlage von
Mehrerwerbsangeboten gezeichnet, davon 1.142.854 neue
Aktien gegen Sacheinlage durch die im
Hauptversammlungsbeschluss vom 31. März 2021 genannten
Inferenten und 6.104.861 neue Aktien gegen Bareinlage.
Insgesamt wurden neben den ausgeübten Bezugsrechten
von Aktionären noch rund 4,6 Mio. Aktien zum
Überbezug angemeldet. Durch diese hohe Anzahl lag die
Zuteilungsquote für den Überbezug nur bei rund
11,8 %.
Der Anteil der Doblinger Beteiligung GmbH, München,
am Grundkapital der Gesellschaft und der Gesamtzahl der
Stimmrechte erhöht sich im Zuge der Durchführung
der Kapitalerhöhung infolge der mit der Gesellschaft
vereinbarten Erwerbsverpflichtung auf 30,00 %
abzüglich einer Aktie bzw. eines Stimmrechts.
Der BAUER Aktiengesellschaft floss durch die
Kapitalerhöhung aus der Ausgabe von neuen Aktien gegen
Bareinlage damit ein Bruttoemissionserlös von rund
64,1 Mio. EUR zu. Der Emissionserlös aus der
Kapitalerhöhung wurde zur Rückführung von
Finanzverbindlichkeiten genutzt und dient damit der
Erhöhung der Eigenkapitalquote. Die
Finanzverbindlichkeiten der Gesellschaft wurden infolge der
Einbringung von Forderungen im Wege der Sacheinlage durch
die Inferenten um 12,0 Mio. EUR verringert und die
Eigenkapitalquote hierdurch entsprechend erhöht.
Mit Eintragung der Durchführung der
Kapitalerhöhung in das Handelsregister, die am 24.
Juni 2021,erfolgte, erhöhte sich die Gesamtzahl der
ausgegebenen Aktien der Gesellschaft auf 26.091.781
Stück. Die Einbeziehung der neuen Aktien in die
bestehende Notierung an der Frankfurter
Wertpapierbörse sowie deren Lieferung an Investoren
erfolgte am 28. Juni 2021.
Zur Veräußerung gehaltene VermögenswerteZum Bilanzstichtag befanden sich zur
Veräußerung gehaltene Vermögenswerte in
Höhe von TEUR 35.707 in der BAUER Gruppe. Dabei
handelt es sich um Grundstücke und Gebäude der
BAUER Manufacturing LLC in Höhe von TEUR 29.207 sowie
um Intellectual Property der BAUER Maschinen GmbH in
Höhe von TEUR 6.500. Ursprünglich war die
Veräußerung für das zweite Quartal 2021
vorgesehen (vergleiche Geschäftsbericht 2020, Seite
127). Mittlerweile wird von einer Veräußerung im
zweiten Halbjahr 2021 ausgegangen. Hintergrund dafür
waren Verzögerungen in den Vertragsverhandlungen.
5. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie ab dem 1. Januar 2021 angewandten Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden entsprechen denen des Konzernabschlusses
zum 31. Dezember 2020 mit Ausnahme der Bewertung der
Pensionsrückstellungen sowie der erstmaligen Anwendung
von neuen und geänderten Standards.
a) Bewertung der PensionsrückstellungenDie BAUER Gruppe hat zum 30. Juni 2021 den
Abzinsungssatz zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen im
Inland auf 1,15 % erhöht (Vorjahr: 0,75 %).
b) Von der BAUER Gruppe übernommene neue und geänderte StandardsIn der aktuellen Berichtsperiode traten zahlreiche neue
oder geänderte Standards in Kraft. Aus den
Standardänderungen resultieren keine Auswirkungen auf
die Rechnungslegungsgrundsätze der BAUER Gruppe.
6. ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN6.1 Finanzielle RisikofaktorenIm Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit
und im Finanzierungsbereich ist die BAUER Gruppe einer
Vielzahl von Marktrisiken (Währungsrisiko, Zinsrisiko,
Rohstoffpreisrisiko, Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko)
ausgesetzt.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss
enthält nicht alle Angaben und Informationen zum
finanziellen Risikomanagement, daher sollte der
Konzernzwischenabschluss in Verbindung mit dem
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 gelesen werden.
Seit dem Geschäftsjahresende haben sich keine
Änderungen im Umgang mit finanziellen Risiken ergeben.
6.2 Buchwerte und beizulegende ZeitwerteDie beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten
werden anhand einer der in den drei folgenden Stufen
beschriebenen Methoden ermittelt:
scrollen
Die Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden, sind den folgenden Stufen zuzuordnen:
scrollen
scrollen
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
erfolgte keine Umgliederung zwischen den Stufen. Die
Derivate der Stufe 2 umfassen Devisentermingeschäfte,
Devisenoptionsgeschäfte, Zinsswaps und Zinscaps.
Für derivative Finanzinstrumente ohne
Optionskomponente, dazu zählen
Devisentermingeschäfte sowie Zinsswaps, werden
zukünftige Zahlungsströme anhand von Terminkurven
ermittelt. Der Fair Value dieser Instrumente entspricht der
Summe der diskontierten Zahlungsströme. Die Optionen
auf Währungspaare werden auf der Basis von
marktüblichen Optionspreismodellen bewertet.
Für Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige
Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten ist aufgrund der kurzen Restlaufzeit der
Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden
Zeitwertes anzunehmen.
Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen
finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen
langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen
den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen
Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils
aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene
Veränderungen der Konditionen und Erwartungen
reflektieren.
Für Beteiligungen wird der beizulegende Zeitwert
mithilfe des Discounted Cashflow-Modells ermittelt. Bis zum
Halbjahr haben sich aus den Beteiligungen keine
wesentlichen Fair Value Änderungen ergeben.
7. SAISONALITÄTIm Segment Bau findet eine große Zahl unserer
Projekte in Gegenden statt, in denen winterliche
Wetterverhältnisse und andere widrige
Witterungsverhältnisse die Ergebnisse auf den
Baustellen im ersten und zu Beginn des zweiten Quartals
negativ beeinflussen. Im Segment Maschinen ist das erste
Quartal üblicherweise auch schwach, da unsere Kunden
Maschinen erst abnehmen, wenn sie diese für ihre
Bauleistungen benötigen. Im Segment Resources
führen winterliche Wetterverhältnisse dazu, dass
zu Beginn des Jahres der Absatz an Materialien für
Brunnen sehr schwach ist.
Da der Großteil der Kosten fix ist, werden im
ersten Quartal jeden Jahres nennenswerte Verluste erzielt.
Beginnend mit dem zweiten Quartal werden diese Verluste mit
steigenden Deckungsbeiträgen kompensiert. Der
Break-Even wird im Regelfall zum Ende des zweiten Quartals
noch nicht erreicht. Im dritten und vierten Quartal wird
der Großteil des Ergebnisses erzielt. Durch den oben
beschriebenen, sich jährlich wiederholenden
Geschäftsverlauf, ist eine Vergleichbarkeit von
Leistung, Umsatz und Ergebnis der jeweiligen Quartale - bei
Vernachlässigung von Sondereffekten - mit dem
entsprechenden Vergleichszeitraum gegeben.
8. ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie interne Organisations- und Managementstruktur sowie
die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat
bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente der BAUER
Gruppe.
Die BAUER Gruppe ist in die Segmente Bau, Maschinen und
Resources aufgeteilt, Geschäftsvorfälle zwischen
den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen
durchgeführt.
BauDas Segment Bau führt weltweit alle gängigen
Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die
Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen
für große Infrastrukturmaßnahmen und
Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen.
Einerseits werden die Baumärkte durch lokale
Tochtergesellschaften bearbeitet, die sich in einem
Netzwerk unterstützen, und andererseits werden
Großprojekte in Ländern ohne lokale Gesellschaft
durch Bündelung von Kapazitäten aus aller Welt
durchgeführt. Aus Deutschland heraus werden
Unterstützungsleistungen mithilfe zentraler
Servicefunktionen bereitgestellt und konzernweite Standards
gesetzt.
MaschinenIm Segment Maschinen hat Bauer den Anspruch, als
Anbieter für die gesamte Palette an Geräten
für den Spezialtiefbau sowie für die Erkundung,
Erschließung und Gewinnung natürlicher
Ressourcen der Weltmarktführer zu sein. Neben dem
Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der
Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und
hat Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland,
China, Malaysia, Russland, Italien, Türkei und den
USA.
ResourcesIm Segment Resources konzentriert sich Bauer auf die
Entwicklung, Produktion und Ausführung innovativer
Produkte und Services und agiert mit mehreren
Geschäftsbereichen und Tochterfirmen als Dienstleister
in den Bereichen Bohrdienstleistungen und Brunnenbau,
Umwelttechnik, Pflanzenkläranlagen, Bergbau und
Sanierung. Zu den Kompetenzen zählen Wassergewinnung
und Drilling Technologies, Altlastensanierung und
Abfallmanagement sowie Wasseraufbereitung und
Bauwerkssanierung.
SonstigesUnter Sonstiges sind die zentralen Dienste
(Rechnungswesen, Personal, IT, etc.) der BAUER AG für
die Konzerngesellschaften sowie andere, nicht den gesondert
dargestellten Segmenten zuordenbare Gesellschaften
enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-, Fort- und
Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen
übernehmen oder anbieten.
Im ersten Halbjahr 2021 waren TEUR 0 (Vorjahr: 0) an
Ausschüttungen der Konzerntöchter an die
Konzernmuttergesellschaft in diesem Segment enthalten.
KonsolidierungUnter Konsolidierung werden hier die
intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt.
Diese beinhalten die Bereinigung von
Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldern
sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse.
Die intrasegmentären Konsolidierungseffekte, also
Effekte innerhalb des Geschäftsfelds, wurden bereits
dort bereinigt. Die im Segment Sonstiges genannten
Ausschüttungen sind in den Bereinigungen der
Zwischenergebnisse enthalten.
Das als Ergebnis nach Steuern ausgewiesene
Segmentergebnis enthält die Finanzerträge und den
Ertragsteueraufwand. Das Segmentvermögen und die
Segmentschulden der Geschäftsbereiche enthalten alle
Vermögenswerte und Schulden des Konzerns. Die
langfristigen Vermögenswerte im Segmentbericht nach
Regionen enthalten immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen.
Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit DrittenDie konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller
im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften wider.
Die Gesamtkonzernleistung stellt die Gesamtleistungen aller
in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die
Differenz von konsolidierter Leistung zur
Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus der Leistung der
assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen,
unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie der Leistung
nicht konsolidierter Gesellschaften.
Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den
Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort des
Kunden zugeordnet. Es bestehen keine Kunden mit einem
Umsatzanteil von mehr als 10 %.
Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt
und jede Dienstleistung bzw. auf jede Gruppe vergleichbarer
Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht
verfügbar.
9. WESENTLICHE GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN PERSONENDie Beziehungen zwischen vollkonsolidierten
Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen
und Personen betreffen im Wesentlichen assoziierte und
Gemeinschaftsunternehmen. Geschäfte mit diesen
Gesellschaften erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.
Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen
Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.
10. HAFTUNGSVERHÄLTNISSEHaftungsverhältnisse aus Bürgschaften
gegenüber Dritten bestehen in Höhe von TEUR
179.555 (31. Dezember 2020: TEUR 140.526). Im Übrigen
haften wir gesamtschuldnerisch für alle
Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der verkürzte
Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Schrobenhausen, den 12. August 2021
Der Vorstand
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ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGENDiese Quartalsmitteilung enthält bestimmte
zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen
sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische
Tatsachen und Ereignisse beziehen - beispielsweise Aussagen
über die zukünftige finanzielle
Ertragsfähigkeit, über Pläne und Erwartungen
in Bezug auf die Geschäftsentwicklung der BAUER Gruppe
sowie über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und
andere Faktoren, denen der Konzern ausgesetzt ist. Die
Verwendung von Worten wie "glauben", "erwarten",
"vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren",
"planen", "schätzen", "bestreben", "voraussichtlich",
"annehmen" und ähnliche Formulierungen deuten auf
solche Aussagen hin. Zukunftsgerichtete Aussagen
unterliegen Risiken und zahlreichen Unsicherheitsfaktoren,
die dazu führen können, dass die
tatsächliche Entwicklung oder die erzielten
Erträge oder Leistungen wesentlich von der
Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen
abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen
ausdrücklich oder implizit angenommen werden.
Die Leser werden darauf hingewiesen, dass aufgrund
dieser Risiken und Unsicherheiten kein unangemessenes
Vertrauen darin gesetzt werden kann, dass sich diese
Aussagen in der Zukunft als richtig herausstellen. Die
BAUER Aktiengesellschaft beabsichtigt nicht und
übernimmt keine Verpflichtung, eine Aktualisierung
dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu
veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach
dem Datum der Veröffentlichung dieser
Quartalsmitteilung zu berücksichtigen.
FINANZKALENDER 2021scrollen
Weitere Informationen zur BAUER Gruppe finden Sie im
Internet unter www.bauer.de.
HERAUSGEBERBAUER Aktiengesellschaft
Investor Relations
Sitz der Gesellschaft:
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