BAUER AktiengesellschaftSchrobenhausenQuartalsmitteilung zum 31.03.2023Auf einen BlickKONZERNKENNZAHLEN
Die hier dargestellte Gesamtkonzernleistung umfasst gegenüber der in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung dargestellten konsolidierten Leistung Leistungsanteile von assoziierten
Unternehmen sowie Leistungen nicht konsolidierter Tochterunternehmen und Arbeitsgemeinschaften. Wesentliche Ereignisse und GeschäfteKONZERNDie Gesamtkonzernleistung der BAUER Gruppe hat sich zum Ende des ersten Quartals 2023
gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 22,8 % von 417,9 Mio. EUR auf 513,0
Mio. EUR erhöht. Dies war auf alle drei Segmente, insbesondere aber auf das Segment
Bau zurückzuführen. Das EBIT lag mit 30,6 Mio. EUR sehr deutlich über dem Vorjahreswert
von 4,1 Mio. EUR. Insgesamt konnte die BAUER Gruppe einen guten Start in das aktuelle Geschäftsjahr
verzeichnen. Im Segment Maschinen setzte sich der positive Geschäftsverlauf des Vorjahres
im ersten Quartal 2023 fort. Auch das Segment Resources konnte gut starten und im
Segment Bau ist insbesondere der Nahe Osten für den guten Jahresauftakt verantwortlich. Das Ergebnis nach Steuern des Konzerns verbesserte sich auf 4,9 Mio. EUR (Vorjahr:
1,6 Mio. EUR). Das Finanzergebnis hat sich im ersten Quartal des laufenden Jahres
mit -16,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (+4,8 Mio. EUR) deutlich verändert. Dabei
hatten Zinssicherungsgeschäfte einen negativen Einfluss, da diese entsprechend der
Entwicklung der Marktzinsen in der Bilanz zu bewerten sind. Da die Marktzinsen im
Vergleich zum Jahresende 2022 wieder gefallen sind, ergab sich nach dem ersten Quartal
ein negativer Effekt auf das Nachsteuerergebnis in Höhe von 2,5 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum:
positiver Effekt von 7,8 Mio. EUR). Der Auftragsbestand im Konzern ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
um 3,1 % von 1.478,5 Mio. EUR auf 1.432,2 Mio. EUR leicht gesunken, liegt aber weiterhin
auf einem hohen Niveau. Der Auftragseingang verringerte sich dabei um 6,0 % von 532,0
Mio. EUR auf 500,2 Mio. EUR. SEGMENT BAU
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Bau lag mit 237,3 Mio. EUR um 29,1 % deutlich
über dem Vorjahreswert von 183,8 Mio. EUR. Das EBIT lag im Vergleich zur Vorjahresperiode
von -2,6 Mio. EUR mit 14,5 Mio. EUR sehr deutlich im positiven Bereich. Der Anstieg bei der Gesamtkonzernleistung basiert auf der Abarbeitung des guten Auftragsbestands,
insbesondere im Nahen Osten. Insgesamt war die operative Entwicklung in den meisten
Märkten zum Jahresstart positiv. Der sehr deutliche Ergebnisanstieg ist im Wesentlichen
auf Großprojekte im Nahen Osten, insbesondere in Saudi-Arabien, zurückzuführen. Unabhängig davon wird weiterhin an der Optimierung der internationalen Aufstellung
und der Ertragssteigerung gearbeitet. Auch in diesem Jahr werden noch einzelne Tochterfirmen
im Ausland geschlossen. Der Auftragsbestand ist im Segment Bau um 1,0 % von 865,7 Mio. EUR im Vorjahr auf
857,1 Mio. EUR nur leicht gesunken. Der Auftragsbestand ist dabei gut über die Welt
verteilt, wobei sich insbesondere umfangreiche Aufträge im Nahen Osten im Bestand
befinden. In Deutschland ist in den letzten Monaten ein Rückgang zu verzeichnen. Der
Auftragseingang lag mit 241,8 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 204,1 Mio.
EUR. SEGMENT MASCHINEN
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen erhöhte sich nach dem ersten Quartal
im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 18,0 % von 191,5 Mio. EUR auf 226,0 Mio. EUR.
Das EBIT ist gegenüber dem Vorjahr von 9,0 Mio. EUR auf 14,0 Mio. EUR aufgrund der
Leistungssteigerung erheblich angestiegen. Das Segment Maschinen verzeichnete einen guten Start in das Jahr und konnte die positive
Geschäftsentwicklung des letzten Jahres fortsetzen. Weiterhin sind keine größeren
Auswirkungen auf das Bestellverhalten der Kunden infolge des Kriegs Russlands gegen
die Ukraine, der Inflation oder des Zinsanstiegs zu spüren. Jedoch wirken sich anhaltend
hohe Kosten für Vorprodukte und Energie auf die Ergebniskennzahlen aus. Der Markt
in China gestaltet sich wegen des lokalen Baumarkts weiter herausfordernd. Der Auftragsbestand ist um 4,6 % von 225,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 215,2 Mio. EUR
leicht zurückgegangen. Der Auftragseingang lag mit 219,2 Mio. EUR um 8,4 % unter dem
sehr guten Vorjahreswert von 239,3 Mio. EUR. SEGMENT RESOURCES
Im Segment Resources lag die Gesamtkonzernleistung nach dem ersten Quartal mit 68,1
Mio. EUR um 16,0 % über dem Vorjahr von 58,7 Mio. EUR. Das EBIT ist von -1,3 Mio.
EUR auf 2,7 Mio. EUR gestiegen. Das Segment ist gut in das neue Jahr gestartet. In
allen Geschäftsbereichen ist eine gute Entwicklung im Rahmen der Erwartungen zu verzeichnen. Der Auftragsbestand ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,0 % von 387,2 Mio. EUR auf 359,9
Mio. EUR zurückgegangen. Der Auftragseingang ist dabei um 44,9 % von 104,7 Mio. EUR
auf 57,7 Mio. EUR zurückgegangen, da im Vorjahreszeitraum sehr große Aufträge für
den Bereich Bergbau enthalten waren. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageDie wesentlichen Kennzahlen der Ertragslage wurden bereits im vorherigen Abschnitt
beschrieben. Die Bilanzsumme des Konzerns zum Ende des ersten Quartals 2023 betrug 1.699,0 Mio.
EUR und lag damit auf Höhe des Vorjahreswerts von 1.699,9 Mio. EUR. Im Vergleich zum
Vorjahr veränderten sich auf der Aktivseite insbesondere die Vorräte (+26,4 Mio. EUR),
die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte (+56,8 Mio. EUR), die langfristigen Vermögenswerte
(-75,1 Mio. EUR) sowie die Sachanlagen (-21,5 Mio. EUR). Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital von 490,1 Mio. EUR auf 498,2 Mio. EUR
gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht, lag aber erheblich über dem Jahresendwert 2022
von 402,3 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote des Konzerns lag damit nach dem ersten Quartal
2023 bei 29,3 % (Vorjahr: 28,8 %). Dies lag im Wesentlichen an der im März 2023 abgeschlossenen
Kapitalerhöhung (+101,4 Mio. EUR). Infolgedessen hat sich die Anteilseignerstruktur
der BAUER AG wesentlich verändert. Die SD Thesaurus GmbH und die Doblinger Beteiligung
GmbH, die zusammen agieren, halten seither 52,8 % der Anteile an der BAUER AG. Daher
wird die SD Thesaurus GmbH den übrigen Aktionären nun ein Pflichtangebot, das zugleich
auch als Delisting-Erwerbsangebot ausgestaltet ist, unterbreiten. Der Vorstand der
BAUER AG hatte im April 2023 entschieden, das von der SD Thesaurus GmbH angestrebte
Delisting zu unterstützen. Darüber hinaus haben sich auf der Passivseite die langfristigen Schulden (-58,0 Mio.
EUR) reduziert, wogegen sich die kurzfristigen Schulden um 49,0 Mio. EUR erhöht haben.
Die kurz- und langfristigen Bankverbindlichkeiten haben sich dabei in Summe gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um 31,4 Mio. EUR reduziert. Durch ein Überschreiten der bei wesentlichen Krediten festgelegten Covenants zum Jahresende
2022 wurde im Jahresabschluss eine Umgliederung der betroffenen Darlehen von den langfristigen
zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vorgenommen. Da
im ersten Quartal 2023 mit den Finanzpartnern eine Vereinbarung getroffen wurde, konnte
wieder die Umgliederung entsprechend von den kurzfristigen zu den langfristigen Verbindlichkeiten
erfolgen. Ausblick auf das JahresendeDer Ausblick für das Geschäftsjahr 2023 hat sich seit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts
2022 im April nicht verändert. In Summe haben die Bau- und Maschinenbaumärkte im vergangenen
Jahr ein Wachstum gezeigt, das sich fortsetzen sollte. Im Bau bieten Infrastrukturprojekte aufgrund staatlicher Investitionen immer wieder
interessante Chancen für einzelne Großprojekte. Der aktuell sehr gute Auftragsbestand
in diesem Segment signalisiert grundsätzlich einen positiven Geschäftsverlauf, Entsprechend
der Baumärkte erwarten wir auch die Entwicklung der Baumaschinenmärkte. Für die Märkte
unseres Segments Resources gehen wir von einer guten Entwicklung für das Jahr 2023
aus, da diese sich auch im vergangenen Jahr sehr robust und stabil gezeigt haben. Die größten Unsicherheitsfaktoren stellen für den Konzern die weitere Entwicklung
des Kriegs Russlands gegen die Ukraine, mögliche weitere Folgen daraus für die globale
Wirtschaft, die hohe Inflation sowie die gestiegenen Zinsen und Rohstoff- und Energiepreise
dar. Diese Themen werden aus unserer Sicht über das ganze Jahr potenzielle große Einflussfaktoren
bleiben, die unser eigenes Geschäft und das unserer Gerätekunden gegebenenfalls negativ
beeinflussen können. Dies gilt auch für die Abschwächung des Baumarkts in Deutschlands.
Da diese Themen einen sehr erheblichen und kaum einschätzbaren Einfluss nehmen können,
blicken wir unverändert mit Vorsicht bei unseren Erwartungen auf das laufende Geschäftsjahr. Der gute Jahresstart bildet eine gute Basis, verändert aber unseren vorsichtigen Blick
auf dieses Jahr nicht. Unsere Planungen und Prognosen für das Jahr 2023 basieren auf den im Geschäftsbericht
2022 ausführlich beschriebenen Annahmen. Wir erwarten daher, wie im Geschäftsbericht
2022 veröffentlicht, unverändert für den Konzern einen leichten Rückgang bei der Gesamtkonzernleistung
sowie ein EBIT zwischen 35 Mio. und 60 Mio. EUR. Konzern-ZwischenabschlussKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
KONZERNBILANZ (VERKÜRZT)Aktiva
Passiva
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGENDiese Quartalsmitteilung enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete
Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse
beziehen - beispielsweise Aussagen über die zukünftige finanzielle Ertragsfähigkeit,
über Pläne und Erwartungen in Bezug auf die Geschäftsentwicklung der BAUER Gruppe
sowie über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und andere Faktoren, denen der Konzern
ausgesetzt ist. Die Verwendung von Worten wie "glauben", "erwarten", "vorhersagen",
"beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussichtlich",
"annehmen" und ähnliche Formulierungen deuten auf solche Aussagen hin. Zukunftsgerichtete
Aussagen unterliegen Risiken und zahlreichen Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen
können, dass die tatsächliche Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen
wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in
den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Die Leser werden darauf hingewiesen, dass aufgrund dieser Risiken und Unsicherheiten
kein unangemessenes Vertrauen darin gesetzt werden kann, dass sich diese Aussagen
in der Zukunft als richtig herausstellen. Die BAUER Aktiengesellschaft beabsichtigt
nicht und übernimmt keine Verpflichtung, eine Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten
Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach dem Datum der Veröffentlichung
dieser Quartalsmitteilung zu berücksichtigen. FINANZKALENDER 2023
Weitere Informationen zur BAUER Gruppe finden Sie im Internet unter www.bauer.de. HERAUSGEBERBAUER Aktiengesellschaft Investor Relations Sitz der Gesellschaft: |
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