![]() VOLKSWAGEN AGWolfsburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Wesentliche ZahlenVOLKSWAGEN KONZERNscroll
scroll
scroll
1
Mengendaten inklusive der nicht vollkonsolidierten
chinesischen Gemeinschaftsunternehmen. VOLKSWAGEN AGscroll
scroll
Bericht des Aufsichtsrats (nach § 171 Abs. 2 AktG)Sehr geehrte Damen und Herren,der Aufsichtsrat der Volkswagen AG hat sich im Geschäftsjahr 2011 regelmäßig und ausführlich mit der Lage und der Entwicklung des Unternehmens befasst. Den gesetzlichen Vorschriften und den Anregungen und Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechend, unterstützten wir den Vorstand bei der Geschäftsführung und berieten ihn in Fragen der Unternehmensleitung. In sämtliche Entscheidungen, die für den Konzern von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Darüber hinaus erörterten wir mit dem Vorstand in regelmäßigen Abständen aktuelle strategische Überlegungen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand turnusmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die Geschäftsentwicklung, die Planung und die Situation des Unternehmens einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements informiert. Gleiches gilt für alle wesentlichen Fragen in Bezug auf die geplante Schaffung eines Integrierten Automobilkonzerns mit Porsche und die Bildung eines Nutzfahrzeugkonzerns aus MAN, Scania und Volkswagen. Außerdem berichtete der Vorstand fortlaufend über weitere aktuelle Themen sowie über die Compliance. Entscheidungsrelevante Unterlagen erhielten wir stets rechtzeitig vor den Aufsichtsratssitzungen. Darüber hinaus erreichte uns monatlich ein detaillierter Bericht des Vorstands über die aktuelle Geschäftslage und die Vorausschätzung für das laufende Jahr. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen erläuterte der Vorstand ausführlich in schriftlicher oder mündlicher Form. Zusammen mit dem Vorstand analysierten wir die Ursachen für die Abweichungen, um anschließend gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können. Auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen beriet sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstandsvorsitzenden, unter anderem über die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Volkswagen Konzerns. Im Geschäftsjahr 2011 fanden insgesamt sechs Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die durchschnittliche Präsenzquote lag bei 94 %; sämtliche Aufsichtsratsmitglieder waren bei mehr als der Hälfte der Sitzungen anwesend. Über eilbedürftige Angelegenheiten wurden schriftlich beziehungsweise unter Nutzung elektronischer Kommunikationsmittel entschieden. ARBEIT DER AUSSCHÜSSEUm die ihm obliegenden Aufgaben wahrzunehmen, hat der Aufsichtsrat insgesamt sechs Ausschüsse gebildet: das Präsidium, den Ausschuss für Geschäfte mit Großaktionären (AfGG), den Nominierungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG, den Prüfungsausschuss und den Verschmelzungsausschuss, der im Oktober 2011 in Ausschuss Integrierter Automobilkonzern umbenannt wurde. Seiner Geschäftsordnung entsprechend setzt sich das Präsidium aus jeweils drei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer zusammen. Der AfGG besteht aus jeweils vier Vertretern beider Seiten. Die Vertreter der Anteilseigner im Präsidium bilden den Nominierungsausschuss; in den übrigen drei Ausschüssen befinden sich je zwei Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer. Die personelle Zusammensetzung der Ausschüsse zum 31. Dezember 2011 ist auf Seite 150 dieses Geschäftsberichts ersichtlich. Im Jahr 2011 trat das Präsidium des Aufsichtsrats sechs Mal zusammen. Bei diesen Sitzungen wurden vor allem die Beschlüsse des Aufsichtsrats gründlich vorbereitet und vertragliche Angelegenheiten des Vorstands geregelt, die nicht vergütungsbezogen sind. Aufgabe des AfGG ist es, die Geschäftsbeziehungen der Volkswagen AG und ihrer Konzerngesellschaften zu Großaktionären der Volkswagen AG, die über mindestens 5 % der Stimmrechte verfügen, zu überwachen. Der AfGG entscheidet insbesondere über die erforderliche Zustimmung zu Verträgen zwischen dem Volkswagen Konzern und Gesellschaften von Großaktionären. Im abgelaufenen Geschäftsjahr tagte der Ausschuss drei Mal. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorzuschlagen. Dieses Gremium kam im Berichtsjahr ein Mal zusammen. Im Geschäftsjahr 2011 musste der Vermittlungsausschuss nicht einberufen werden. Der Prüfungsausschuss tagte vier Mal. Die Schwerpunktthemen waren dabei der Konzernabschluss, das Risikomanagement einschließlich des internen Kontrollsystems sowie die Arbeit der Compliance-Organisation des Unternehmens. Weiterhin beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit den Quartalsberichten und dem Halbjahresfinanzbericht des Konzerns sowie mit aktuellen Fragen der Rechnungslegung und deren Kontrolle durch den Abschlussprüfer. Im Ausschuss Integrierter Automobilkonzern werden Beschlüsse gefasst, die im Zusammenhang mit der geplanten Schaffung eines Integrierten Automobilkonzerns mit Porsche stehen. Dieser Ausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Mal. Darüber hinaus trafen sich die Vertreter der Anteilseigner jeweils vor den Aufsichtsratssitzungen zu Vorbesprechungen. BERATUNGSPUNKTE IM AUFSICHTSRATAm 2. Januar 2011 haben wir - nach vorangegangener Beratung in der Sitzung des Aufsichtsrats am 19. November 2010 - beschlossen, Herrn Prof. Dr. Martin Winterkorn nach Ablauf seiner Amtszeit Ende 2011 erneut für eine volle Amtszeit zum Mitglied des Vorstands zu bestellen und zum Vorsitzenden des Vorstands zu ernennen. In der Sitzung des Aufsichtsrats am 25. Februar 2011 billigten wir nach eingehender Prüfung den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss und den Jahresabschluss der Volkswagen AG des Jahres 2010 sowie den zusammengefassten Lagebericht. Darüber hinaus prüften wir den vom Vorstand vorgelegten Abhängigkeitsbericht und kamen zu dem Schluss, dass gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts keine Einwände zu erheben waren. Weiterhin stimmten wir dem Vorschlag des Vorstands zu, eine Beteiligung an der SGL Carbon SE zu erwerben. Bei unseren Sitzungen am 2. und 3. Mai 2011 standen überwiegend strategische Themen im Mittelpunkt. Unter anderem diskutierten wir mit dem Vorstand über seine Pläne hinsichtlich des russischen Automobilmarktes und berieten über die Gründung eines Joint Ventures zur Materialerprobung und -entwicklung in Qatar. Den Vorstand ermächtigten wir, die Beteiligung an der MAN SE zu erhöhen. Außerdem standen die Vor- und die Nachbereitung der 51. Ordentlichen Hauptversammlung des Volkswagen Konzerns am 3. Mai 2011 auf der Agenda. Im Juli 2011 richtete der Aufsichtsrat den Verschmelzungsausschuss ein. Diesem Gremium übertrugen wir die Aufgabe, für den Aufsichtsrat Beschlüsse im Zusammenhang mit der Verschmelzung der Porsche SE auf die Volkswagen AG zu fassen. Im Oktober 2011 beschlossen wir, den Verschmelzungsausschuss in Ausschuss Integrierter Automobilkonzern umzubenennen und seinen Aufgabenbereich zu erweitern. Das Gremium ist nunmehr zuständig für die Beschlüsse, die im Zusammenhang mit der geplanten Schaffung eines Integrierten Automobilkonzerns mit Porsche stehen. Am 16. September 2011 fand eine weitere Sitzung des Aufsichtsrats statt. Dabei beschäftigten wir uns intensiv mit dem Status der Bildung des Integrierten Automobilkonzerns zwischen Volkswagen und Porsche. Des Weiteren befassten wir uns eingehend mit der Investitions- und Finanzplanung des Volkswagen Konzerns für die Jahre 2012 bis 2016 und stimmten den diesbezüglichen Plänen des Vorstands zu. Ferner erhielten wir ausführliche Informationen über die Belegschaftsstiftung, die im dritten Quartal 2011 ihre Arbeit aufgenommen hat; außerdem wurden uns die ersten Ergebnisse der laufenden Neubewertung der Zusammenarbeit mit Suzuki präsentiert. In der Sitzung des Aufsichtsrats am 18. November 2011 erhielten wir umfangreiche Statusberichte zur Schaffung des Integrierten Automobilkonzerns und zur Bildung des Nutzfahrzeugkonzerns aus MAN, Scania und Volkswagen. Das Vergütungssystem des Vorstands und die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex waren weitere Themen der Sitzung. Ausführliche Erläuterungen zum Vergütungssystem des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zu den im Berichtsjahr tatsächlich geleisteten Vergütungen an die Organmitglieder finden Sie im Vergütungsbericht auf den Seiten 139 bis 142 dieses Geschäftsberichts. Am 16. Dezember 2011 fand die letzte Aufsichtsratssitzung des Berichtsjahres statt. Schwerpunkt dieser Sitzung waren Berichte zum Status des Integrierten Automobilkonzerns. INTERESSENKONFLIKTEIm Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat zu Fragen der Bildung des Integrierten Automobilkonzerns mit Porsche keine Beschlüsse gefasst. Insbesondere auch bei jenen Mitgliedern des Aufsichtsrats, die zugleich dem Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding SE angehören, konnten daher insoweit keine Interessenkonflikte auftreten. Der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens "Qatar Material Science Center" in Qatar durch die Volkswagen AG, die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, die Qatar Holding und dem Qatar Science & Technologie Park haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats in der Sitzung des Aufsichtsrats am 2. Mai 2011 zugestimmt. An der Stimmabgabe haben auch die aus Qatar kommenden Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Das Präsidium des Aufsichtsrats hat in seiner Sitzung am 3. Mai 2011 unter Vorsitz von Herrn Prof. Piëch dem Aufsichtsrat einvernehmlich empfohlen, dem Aktienerwerb zuzustimmen, der zum Pflichtangebot hinsichtlich der MAN SE führte. Diese Zustimmung erteilte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am gleichen Tag. Herr Prof. Piëch hat an der einvernehmlichen Beschlussfassung mitgewirkt. Er ist auch Vorsitzender des Aufsichtsrats der MAN SE. Im Rahmen des AfGG wurde eine Reihe von Einzelzustimmungen zu Geschäften mit der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG erteilt. Einige Mitglieder des AfGG sind auch Mitglieder des Aufsichtsrats der Porsche Automobil Holding SE beziehungsweise der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG. Wesentliche materielle Interessenkonflikte waren insoweit nicht festzustellen. Die Zustimmung erfolgte jeweils einvernehmlich. Der Ausschuss Integrierter Automobilkonzern, dessen Vorsitzender ebenfalls Herr Prof. Piëch ist, stimmte in seiner Sitzung am 17. November 2011 ebenso einvernehmlich der Gründung der Porsche Sechste Vermögensverwaltung GmbH, Stuttgart, durch die Volkswagen AG und die Porsche Automobil Holding SE zu. In der vorhergegangenen Sitzung waren keine Beschlüsse gefasst worden. Andere erkennbare Interessenkonflikte sind im Berichtsjahr weder angezeigt worden noch aufgetreten. CORPORATE GOVERNANCE UND ENTSPRECHENSERKLÄRUNGDie Umsetzung der aktuellen Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex im Volkswagen Konzern war ein Thema der Aufsichtsratssitzung am 18. November 2011. Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hatte am 4. Mai 2011 mitgeteilt, den Kodex in diesem Jahr unverändert zu belassen. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 18. November 2011 die Erklärung nach § 161 AktG zu den Empfehlungen des Kodex abgegeben, denen wie im Vorjahr mit Ausnahme der Ziffer 4.2.3 Abs. 4 (Abfindungs-Cap) uneingeschränkt entsprochen wird. Das Abfindungs-Cap wurde und wird zwar beim Neuabschluss von Vorstandsverträgen berücksichtigt, nicht jedoch bei Abschluss von Verträgen mit Vorständen ab deren dritter Amtszeit, soweit im ersten Vertrag kein Cap vorgesehen war. Insoweit wurde und wird ein Bestandsschutz eingeräumt. Die gemeinsame Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat ist auf der Internetseite der Volkswagen AG - www.volkswagenag.com/ir - dauerhaft zugänglich. Im Corporate Governance Bericht ab Seite 135 und im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 351 finden Sie weitere Angaben zur Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. BESETZUNG VON AUFSICHTSRAT UND VORSTANDMit der 51. Ordentlichen Hauptversammlung am 3. Mai 2011 endeten turnusgemäß die Amtszeiten der Herren Dr. Hans Michael Gaul und Dr. Jürgen Großmann im Aufsichtsrat der Volkswagen AG. Die Hauptversammlung wählte Frau Annika Falkengren, Präsidentin und Vorsitzende des Vorstands der Skandinaviska Enskilda Banken AB, und Herrn Khalifa Jassim Al-Kuwari, Chief Operating Officer der Qatar Investment Authority und der Qatar Holding LLC, zu deren Nachfolgern als Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat. Am 20. Oktober 2011 verstarb unser ehemaliges Aufsichtsratsmitglied Herr Albert Hoffmeister im Alter von 82 Jahren. Herr Hoffmeister hat während seiner Amtszeit von 1977 bis 1993 mit großer Initiative und außerordentlichem Engagement maßgeblichen Einfluss auf die erfolgreiche Entwicklung des Volkswagen Konzerns genommen. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNGDie Hauptversammlung wählte am 3. Mai 2011 die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011. Der Abschlussprüfer bestätigte den Jahresabschluss der Volkswagen AG und den Volkswagen Konzernabschluss sowie den gemeinsamen Lagebericht, indem er jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilte. Des Weiteren beurteilte der Abschlussprüfer das Interne Kontroll- und Risikomanagement-System. Er stellte abschließend fest, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Der vom Vorstand vorgelegte Bericht der Volkswagen AG über Beziehungen mit verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011 wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit folgendem Vermerk versehen: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für die Sitzungen dieser Gremien am 24. Februar 2012 beziehungsweise am 27. Februar 2012 rechtzeitig die Jahresabschlussunterlagen einschließlich des Abhängigkeitsberichts sowie die Prüfungsberichte des Wirtschaftsprüfers. Der Abschlussprüfer berichtete in beiden Sitzungen ausführlich über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Prüfungsausschuss hat unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und des Gesprächs mit ihm sowie seiner eigenen Feststellungen die Unterlagen für unsere eigene Prüfung des Konzernabschlusses, des Jahresabschlusses der Volkswagen AG, des zusammengefassten Lageberichts sowie des Abhängigkeitsberichts vorbereitet und darüber in der Sitzung des Aufsichtsrats am 27. Februar 2012 berichtet. Im Anschluss daran hat er uns empfohlen, den Jahresabschluss zu billigen. In Kenntnis und unter Berücksichtigung des Berichts des Prüfungsausschusses und des Berichts des Abschlussprüfers sowie in Gespräch und Diskussion mit diesen haben wir die Unterlagen einer eingehenden Prüfung unterzogen. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass sie ordnungsgemäß sind und die im Lagebericht dargestellten Einschätzungen des Vorstands zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns den Einschätzungen des Aufsichtsrats entsprechen. Wir stimmten deshalb in unserer Sitzung am 27. Februar 2012 dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu und billigten den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Unsere Prüfung des Abhängigkeitsberichts hat ergeben, dass gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts keine Einwände zu erheben sind. Den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands haben wir unter Berücksichtigung insbesondere der Interessen der Gesellschaft und der Aktionäre geprüft und uns dem Vorschlag angeschlossen. Wir danken ausdrücklich dem Vorstand, dem Betriebsrat, dem Management sowie allen Mitarbeitern der Volkswagen AG und den Beschäftigten der mit ihr verbundenen Unternehmen für die im Jahr 2011 geleistete Arbeit. Sie alle haben mit großem Einsatz dazu beigetragen, dass der Volkswagen Konzern seine positive Entwicklung fortgesetzt hat.
Wolfsburg, 27. Februar 2012 Prof. Dr. Ferdinand K. Piëch, Vorsitzender des Aufsichtsrats CORPORATE GOVERNANCECorporate Governance Bericht (Teil des Lageberichts)Verantwortungsvolle, transparente und wertschaffende UnternehmensführungDie Zukunft des Volkswagen Konzerns hängt entscheidend davon ab, ob es uns gelingt, den Unternehmenswert stetig zu steigern. Das Vertrauen unserer Kunden und Investoren ist dafür eine elementare Voraussetzung. Dieses Vertrauen stärken wir durch eine transparente und verantwortungsvolle Unternehmensführung, die in unserer täglichen Arbeit höchste Priorität hat. Deshalb folgen Vorstand und Aufsichtsrat der Volkswagen AG den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner derzeit gültigen Fassung vom 26. Mai 2010 mit nur einer begrenzten Ausnahme. ERFOLGREICHE UNTERNEHMENSFÜHRUNG IM SINNE DER EMPFEHLUNGEN UND ANREGUNGEN DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEXIm Deutschen Corporate Governance Kodex sind Empfehlungen und Anregungen für eine gute Unternehmensführung und -kontrolle festgehalten. Die Inhalte des Kodex wurden von der zuständigen Regierungskommission auf Grundlage wesentlicher gesetzlicher Vorschriften sowie national und international anerkannter Standards der Unternehmensführung erarbeitet. Diese Regierungskommission überprüft jährlich den Deutschen Corporate Governance Kodex und veranlasst gegebenenfalls Änderungen beziehungsweise Aktualisierungen. Vorstand und Aufsichtsrat der Volkswagen AG richten ihre Arbeit an den Empfehlungen und Anregungen des Kodex aus. Denn mit einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung stärken wir das Vertrauen unserer Kunden und Investoren in unsere Arbeit; außerdem tragen wir so dem stetig wachsenden Informationsbedarf nationaler und internationaler Interessengruppen Rechnung. Das sind elementare Voraussetzungen für die Steigerung des Unternehmenswertes. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG (STAND: ZEITPUNKT DER JEWEILIGEN ERKLÄRUNG)Vorstand und Aufsichtsrat der Volkswagen AG haben am 18. November 2011 die gesetzlich erforderliche jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Die beiden Gremien erklären darin, dass den am 2. Juli 2010 bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 seit Abgabe der vorherigen Entsprechenserklärung am 3. Dezember 2010 mit Ausnahme der Ziffer 4.2.3 Abs. 4 (Abfindungs-Cap) uneingeschränkt entsprochen wurde und wird. Das Abfindungs-Cap wurde und wird beim Neuabschluss von Vorstandsverträgen berücksichtigt, nicht jedoch bei Abschluss von Verträgen mit Vorständen ab deren dritter Amtszeit, soweit im ersten Vertrag kein Cap vorgesehen war. Insoweit wurde und wird ein Bestandsschutz eingeräumt. Die aktuelle gemeinsame Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG haben wir auf unserer Website unter www.volkswagenag.com/ir, Rubrik "Corporate Governance", Menüpunkt "Entsprechenserklärung" veröffentlicht. Auch den Anregungen des Kodex wird der Volkswagen Konzern weitgehend folgen. Es ist jedoch nicht vorgesehen, den langfristigen Erfolg bei der Vergütung des Aufsichtsrats zu berücksichtigen (Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2). Wir werden diesbezüglich weiterhin insbesondere die Rechtsprechung und die Diskussion in der Fachöffentlichkeit verfolgen. Am 23. November 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat der AUDI AG in ihrer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex mitgeteilt, dass den am 2. Juli 2010 bekannt gemachten Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 29. November 2010 entsprochen wurde und wird. Allerdings galten und gelten die Einschränkungen, dass der Aufsichtsrat keinen Nominierungsausschuss bildet (Ziffer 5.3.3) und dass die Wahlen zum Aufsichtsrat nicht als Einzelwahl durchgeführt werden (Ziffer 5.4.3 Satz 1). Ein Nominierungsausschuss erhöht nach Ansicht des Aufsichtsrats lediglich die Zahl der Ausschüsse, ohne die Arbeit des Gremiums spürbar zu verbessern. Listenwahlen sind bei demokratischen Abstimmungen durchaus üblich. Seit dem 23. November 2009 wird beim Neuabschluss von Vorstandsverträgen ein Abfindungs-Cap vereinbart und damit ab diesem Zeitpunkt der Ziffer 4.2.3 Abs. 3 und 4 für Neuverträge entsprochen. Verträge, die vor diesem Zeitpunkt abgeschlossen wurden, bleiben aus Gründen des Bestandsschutzes von dieser Neuregelung unberührt. Die Entsprechenserklärung der AUDI AG ist auf der Internetseite www.audi.de/cgk-erklaerung veröffentlicht. Hinsichtlich der im Kodex enthaltenen Anregungen gilt für die AUDI AG Folgendes: Die AUDI AG überträgt die Hauptversammlung bis zum Beginn der Aussprache im Internet. So wird dem Informationsbedürfnis und dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht des einzelnen Aktionärs ausgewogen Rechnung getragen. Bei dieser Vorgehensweise besteht nach Auffassung des Aufsichtsrats und des Vorstands der AUDI AG kein Anlass, die Erreichbarkeit eines Stimmrechtsvertreters des Unternehmens (Ziffer 2.3.3 Satz 3 Halbsatz 2) für abwesende Aktionäre während der Hauptversammlung zu ermöglichen. Darüber hinaus enthält die erfolgsorientierte Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats keine auf den langfristigen Erfolg bezogenen Bestandteile (Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2). Diesbezüglich soll weiterhin die Diskussion in der Fachöffentlichkeit verfolgt werden. Vorstand und Aufsichtsrat der MAN SE haben in ihrer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex vom Dezember 2011 mitgeteilt, dass die MAN SE den Empfehlungen des Kodex nach Maßgabe ihrer Entsprechenserklärung vom Dezember 2010 beziehungsweise der Ergänzung vom Mai 2011 und der Mitteilung zu dieser Ergänzung vom Juli 2011 entsprochen hat und den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 entsprechen wird. Die Entsprechenserklärung der MAN SE ist auf der Internetseite www.man.eu/MAN/de/Investor_Relations, Rubrik "Corporate Governance", Menüpunkt "Corporate Governance bei MAN" veröffentlicht. Auch Vorstand und Aufsichtsrat der börsennotierten Renk Aktiengesellschaft, eine Tochtergesellschaft der MAN SE, haben eine Entsprechenserklärung abgegeben, die auf der Internetseite unter www.renk.eu veröffentlicht ist. Bei der Scania AB sind die Leitungs- und Überwachungsaufgaben zwischen der Hauptversammlung, dem Direktorium (Board of Directors) und dem Präsidenten/Generaldirektor (CEO) verteilt. Sie richten sich nach der Satzung, dem schwedischen Gesellschaftsrecht, den Börsenzulassungskriterien und anderen zu beachtenden Gesetzen und Regelungen, wie zum Beispiel dem Schwedischen Corporate Governance Kodex. Weitere Einzelheiten zur Corporate Governance der Scania AB und deren Entsprechenserklärung zum Schwedischen Corporate Governance Kodex sind auf der Internetseite www.scania.com/ scania-group/corporate-governance/corporate-governancereport veröffentlicht. ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATSDer Aufsichtsrat der Volkswagen AG strebt im Hinblick auf den betriebenen Unternehmensgegenstand, die Größe der Gesellschaft und den Umfang der internationalen Geschäftstätigkeit an, bei der Zusammensetzung dieses Gremiums folgende Kriterien zu berücksichtigen:
Die ersten drei Ziele sind bereits erreicht. Auch werden bei Vorschlägen für die Wahl von Mitgliedern des Aufsichtsrats in der Regel keine Personen berücksichtigt, die zum Zeitpunkt der Wahl das 70. Lebensjahr vollendet haben. ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN VORSTAND UND AUFSICHTSRATDie strategische Ausrichtung des Volkswagen Konzerns wird eng zwischen Vorstand und Aufsichtsrat abgestimmt. Beide Gremien diskutieren in regelmäßigen Abständen gemeinsam den Stand der Strategieumsetzung und erörtern weitere Maßnahmen. Über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, der Planung und der Situation des Unternehmens einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Compliance wird der Aufsichtsrat vom Vorstand turnusmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form informiert. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG DER VOLKSWAGEN AG www.volkswagenag.com/ir ENTSPRECHENSERKLÄRUNG DER AUDI AG www.audi.de/cgk-erklaerung ENTSPRECHENSERKLÄRUNG DER MAN SE www.man.eu/MAN/Investor_Relations ENTSPRECHENSERKLÄRUNG DER SCANIA AB www.scania.com/scania-group/corporate-governance Weitere Informationen zur Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat der Volkswagen AG sowie zur Arbeit und zur Struktur der Ausschüsse des Aufsichtsrats finden Sie im Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 14 bis 19 dieses Geschäftsberichts. Angaben zur personellen Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zu dessen Ausschüssen können Sie den Seiten 147 bis 150 entnehmen. VERGÜTUNGSBERICHTAusführliche Erläuterungen zum Vergütungssystem und zur individuellen Vergütung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat finden Sie im Vergütungsbericht auf den Seiten 139 bis 142 dieses Geschäftsberichts. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGDie Erklärung zur Unternehmensführung ist auf unserer Internetseite www.volkswagenag.com/ir, Rubrik "Meldepflichtige Finanzpublikationen" dauerhaft zugänglich. COMPLIANCEDer Vorstand des Volkswagen Konzerns sorgt - dem Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechend - dafür, dass die gesetzlichen Vorgaben und die unternehmensinternen Richtlinien eingehalten und konzernweit beachtet werden. Volkswagen fühlt sich seit jeher nicht nur an gesetzliche und interne Bestimmungen gebunden; auch freiwillig eingegangene Verpflichtungen und ethische Grundsätze sind integrale Bestandteile unserer Unternehmenskultur und zugleich Richtschnur bei Entscheidungen. Unsere Compliance-Aktivitäten basieren auf einer konzernweiten Strategie, die einen präventiven Ansatz verfolgt. Diese Aktivitäten wurden im Volkswagen Konzern im Berichtsjahr weiter vorangetrieben. Die im Jahr 2010 eingeführten, weltweit gültigen Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) des Volkswagen Konzerns haben wir im vergangenen Jahr nicht nur erfolgreich in viele bestehende Prozesse integriert, sondern auch in zahlreichen Gesellschaften umgesetzt. Parallel dazu wurde der Ausbau der umfassenden, konzernweiten Compliance-Organisation fortgeführt, um Konzerngesellschaften, Standorte und Geschäftseinheiten dabei zu unterstützen, die Compliance zu fördern und zu sichern. Weltweit wurden in den Marken und Gesellschaften weitere Chief Compliance Officer, Compliance Officer und Compliance-Beauftragte ernannt, die für die Umsetzung der Maßnahmen sorgen und somit den Group Chief Compliance Officer bei seiner Aufgabe unterstützen, präventive Maßnahmen einzuleiten, zu steuern und zu überwachen sowie auf Regeleinhaltung hinzuwirken. Der Group Chief Compliance Officer berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG. Unsere Compliance-Arbeit wird darüber hinaus durch die in den Konzernstellen bereits vorhandene Compliance-Expertise unterstützt: Das Compliance-Kernteam, unter anderem besetzt mit Experten aus Konzern-Revision, -Sicherheit und -Datenschutz, tagt regelmäßig, und der Compliance-Rat hat auf Ebene des Top-Managements als Multiplikatoren-Gremium im Berichtsjahr seine Arbeit aufgenommen. Die Aktivitäten im Rahmen des Compliance-Programms konzentrierten sich 2011 im Wesentlichen auf präventive Maßnahmen im Bereich des Wettbewerbs- und Kartellrechts. Wichtige Aktionen waren dabei die direkte Aufforderung des Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Martin Winterkorn an die Führungskräfte, die Compliance zu verinnerlichen sowie die Erstellung vielfältiger schriftlicher Informationsunterlagen und ihre Verteilung unter anderem an den Oberen Managementkreis und den Top-Managementkreis der Volkswagen AG. Darüber hinaus fanden in der zweiten Jahreshälfte zielgruppenspezifische Informationsveranstaltungen statt, in denen sich über 1.800 Beschäftigte aus Schwerpunktbereichen qualifizierten. Unterstützt wurde das Compliance-Programm durch den zeitgleichen Einsatz interner Kommunikationsmedien. Weiterhin wurde im Jahr 2011 das Thema Compliance etwa 6.000 Beschäftigten in fast 200 vertiefenden Präsenzveranstaltungen vermittelt. Der Teilnehmerkreis reichte von neu eingestellten Mitarbeitern über Auszubildende, Beschäftigte in direkten und indirekten Bereichen sowie Führungsnachwuchskräfte bis hin zu Mitgliedern des Oberen Managementkreises. Zusätzlich zu diesen Veranstaltungen erhalten die Mitarbeiter auch über die internen Kommunikationsmedien in regelmäßigen Abständen aktuelle Informationen zu allen Compliance-relevanten Themen. Die Informationen stehen zudem im Intranet jederzeit zum Abruf bereit. Maßnahmen zur Vorbeugung von Korruption umzusetzen, war im Berichtsjahr ein weiterer Schwerpunkt unserer Compliance-Aktivitäten. Das Angebot eines Online-Lernprogramms zur Vermeidung von Interessenkonflikten und Korruption wurde auf weitere Mitarbeitergruppen ausgedehnt, nachdem es sich im ersten Schritt an die Mitglieder der oberen Managementkreise gerichtet hatte. Auf diesem Weg qualifizierten sich bisher über 40.000 Mitarbeiter der Volkswagen AG und der Konzernmarken. Die Implementierung von Online-Lernprogrammen zur gezielten Aufklärung der Beschäftigten schreitet in zahlreichen Konzerngesellschaften voran und ist ein fester Bestandteil unserer Compliance-Arbeit. Damit Hinweisgeber eine Anlaufstelle bei Korruptionsverdachtsfällen im Konzern haben, wurde im Januar 2006 bei der Volkswagen AG ein weltweites System zur Verhinderung von Korruption aufgebaut, bestehend aus unabhängigen Rechtsanwälten als Ombudsmänner und einem internen Antikorruptionsbeauftragten. Im Jahr 2011 haben die Ombudsmänner unter Wahrung der Vertraulichkeit für die Hinweisgeber 36 Hinweise an den internen Antikorruptionsbeauftragten der Volkswagen AG weitergeleitet. Allen Hinweisen wird nachgegangen. Darüber hinaus haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, über eine E-Mail-Adresse Kontakt zur Compliance-Organisation aufzunehmen. Neben den Vorgesetzten und den Ansprechpartnern in den Fachbereichen ist diese E-Mail-Adresse eine zusätzliche Anlaufstelle bei allen Compliance-relevanten Fragen. In über 400 Fällen wurde diese Möglichkeit genutzt, Rat und Hilfe zu erhalten. Die Bewertung und die frühzeitige Identifikation von Risiken sind Gegenstand des konzernweit integrierten Ansatzes aus Governance, Risk & Compliance. Wie in den Jahren zuvor wurden auch 2011 alle relevanten und aktuellen Compliance-Themen konzernintern einer Risikoanalyse unterzogen, um die Themen des Compliance-Programms für das Jahr 2012 festzulegen. Vor dem Hintergrund des globalen Wachstums des Konzerns wird das Thema Vermeidung von Korruption den Schwerpunkt bilden. Dazu werden vielfältige Präventionsmaßnahmen ergriffen, deren wesentliche Bausteine die Schulung und die Information der Mitarbeiter bleiben. RISIKOMANAGEMENTDer sorgsame Umgang mit potenziellen Risiken für das Unternehmen hat in unserer täglichen Arbeit einen hohen Stellenwert. Wir haben deshalb ein Risikomanagement-System installiert, das uns dabei hilft, Risiken zu identifizieren und bestehende Risikopositionen zu optimieren. Dieses System passen wir fortlaufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen an. Eine ausführliche Erläuterung des Risikomanagement-Systems und die Beschreibung unseres rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems finden Sie im Risikobericht auf den Seiten 220 bis 221. Der vom Aufsichtsrat eingerichtete Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements einschließlich des internen Kontrollsystems und der Compliance. Zusätzlich zählen die Überwachung der notwendigen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, die Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer sowie die Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und die Honorarvereinbarung zu seinen Aufgaben. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Dr. Ferdinand Oliver Porsche, verfügt der Empfehlung in Ziffer 5.3.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechend über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. KOMMUNIKATION UND TRANSPARENZDer Volkswagen Konzern veröffentlicht in seinem Geschäftsbericht, den Zwischenberichten und auf der Internetseite www.volkswagenag.com/ir einen Finanzkalender, der alle für seine Aktionäre wichtigen Termine enthält. Zusätzlich sind auf dieser Seite auch die Einladungen und die Tagesordnungen zu Aktionärsversammlungen sowie eingegangene Gegenanträge zu finden. Die Aktionäre haben die Wahl, auf den Aktionärsversammlungen das Stimmrecht selbst auszuüben, dieses Recht durch einen von ihnen bevollmächtigten Dritten ausüben zu lassen oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft entsprechend zu beauftragen. Zudem bieten wir unseren Aktionären die Möglichkeit, die Versammlungen bis zum Ende der Generaldebatte im Internet zu verfolgen. Nachrichten und Informationen über den Volkswagen Konzern stehen auf unserer Internetseite unter www.volks-wagenag.com/ir zum Abruf bereit. Sämtliche dort veröffentlichten Mitteilungen und Informationen sind auch in englischer Sprache verfügbar. Die Ad-hoc-Mitteilungen des Unternehmens sind nach ihrer gesetzesgemäßen Veröffentlichung unverzüglich auch auf der gleichen Internetseite unter der Rubrik "Meldepflichtige Finanzpublikationen", Menüpunkt "Ad-hoc-Mitteilungen" zugänglich. Das Jährliche Dokument nach § 10 WpPG enthält eine detaillierte Auflistung aller im Jahr 2011 veröffentlichten kapitalmarktbezogenen Mitteilungen. Es ist ebenfalls auf der oben genannten Internetseite unter der Rubrik "Meldepflichtige Finanzpublikationen" abrufbar. Mitteilungen über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG können unter www.volkswagenag.com/ir, Rubrik "Meldepflichtige Finanzpublikationen", Menüpunkt "Directors' Dealings" eingesehen werden. Weiterhin sind auf dieser Seite in der Rubrik "Meldepflichtige Finanzpublikationen", Menüpunkt "Stimmrechtsmitteilungen nach WpHG" die Meldungen des Berichtsjahres gemäß §21 ff. WpHG abrufbar. Mitteilungen zu sonstigen rechtlichen Angelegenheiten sind dort in der Rubrik "Meldepflichtige Finanzpublikationen", Menüpunkt "Sonstige rechtliche Angelegenheiten" zu finden. Die Mandate der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats in Aufsichtsorganen finden Sie auf den Seiten 147 bis 150 dieses Geschäftsberichts. PFLICHTVERÖFFENTLICHUNGEN DER VOLKSWAGEN AG www.volkswagenag.com/ir Vergütungsbericht (Teil des Lageberichts)Der Vergütungsbericht enthält die individualisierte und nach Bestandteilen aufgegliederte Aufstellung der Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat der Volkswagen AG sowie individualisierte Angaben zur Altersvorsorge der Mitglieder des Vorstands. Darüber hinaus erläutern wir in diesem Kapitel die Grundzüge des variablen Vergütungssystems des Vorstands. BEZÜGE DES VORSTANDSDie Vergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes (AktG) sowie weitestgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Insbesondere ist die Vergütungsstruktur gemäß dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG; §87 Abs. 1 AktG) auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die Empfehlungen des Kodex in der aktuellen Fassung in Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 2 und 3 (Vergleichsparameter bei variabler Vergütung) werden umgesetzt. Das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder wurde durch die Hauptversammlung am 22. April 2010 mit 99,44 % der abgegebenen Stimmen gebilligt. Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Durch die fixen Bestandteile ist einerseits eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem einzelnen Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne dabei in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Andererseits stellen variable Bestandteile, die unter anderem vom wirtschaftlichen Ergebnis des Unternehmens abhängen, eine langfristige Wirkung der Verhaltensanreize sicher. VORSTANDSVERGÜTUNGEN 2011 (VORJAHRESWERTE IN KLAMMERN) *scroll
Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr 2011 eine fixe Vergütung von insgesamt 9.031.491 (7.759.479)€. Die fixen Bezüge enthalten in unterschiedlichem Umfang auch die Vergütung für die Übernahme von Mandaten bei Konzerngesellschaften sowie Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen und die Gewährung von Versicherungsschutz. Steuern, die auf Sachzuwendungen entfallen, wurden im Wesentlichen von der Volkswagen AG getragen. Die variable Vergütung setzt sich zusammen aus einem Bonus, der sich auf die Geschäftsentwicklung der jeweils vorangegangenen zwei Jahre bezieht, und seit 2010 aus einem Long Term Incentive (LTI, langfristiger Anreiz), dem - vorbehaltlich der Einführungsphase - eine Betrachtung der jeweils vier vorangegangenen Geschäftsjahre zugrunde liegt. Die Höhe des Bonus orientiert sich im Wesentlichen an den erzielten Ergebnissen und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Die Höhe des LTI ist abhängig vom Erreichen der Ziele der Strategie 2018. Die Zielfelder sind:
Der Kundenzufriedenheitsindex errechnet sich anhand von Indikatoren, die die Gesamtzufriedenheit unserer Kunden mit den ausliefernden Händlern, den Neufahrzeugen und den Servicebetrieben auf Basis des jeweils vorangehenden Werkstattbesuchs abbilden. Der Mitarbeiterindex wird aus den Indikatoren "Beschäftigung" und "Produktivität" sowie der Beteiligungsquote und dem Ergebnis von Mitarbeiterbefragungen ("Stimmungsbarometer", siehe auch Kapitel Mitarbeiter auf Seite 208 dieses Berichts) ermittelt. Der Wachstumsindex errechnet sich aus den Indikatoren "Auslieferung an Kunden" und "Marktanteil". Der Renditeindex ergibt sich aus der Entwicklung der Umsatzrendite und der Dividende der Stammaktie. Die ermittelten Indizes zur Kundenzufriedenheit, zum Bereich Mitarbeiter und zur Absatzsituation werden addiert und das Ergebnis anschließend mit dem Renditeindex multipliziert. Diese Methodik stellt sicher, dass der LTI nur dann ausgezahlt wird, wenn der Konzern auch finanziell erfolgreich ist. Denn wird bei der Umsatzrendite der Schwellenwert von 1,5 % nicht überschritten, beträgt der Renditeindex null. Folglich liegt dann auch der Gesamtindex für das betreffende Geschäftsjahr bei null. Auf Basis des Vier-Jahres-Durchschnitts der Gesamtindizes legt der Aufsichtsrat die Höhe des LTI-Zielbetrags in jedem Geschäftsjahr neu fest. Der LTI wurde dem Vorstand unter Anwendung eines Einführungsszenarios erstmals im Jahr 2011 für das Geschäftsjahr 2010 und die sich abzeichnende Entwicklung des Jahres 2011 berechnet und ausgezahlt. Da der Ist-Wert 2011 gegenüber der Prognose höher ausgefallen ist, ergibt sich eine entsprechende Nachzahlung für 2010, die bei der Auszahlung des LTI im Jahr 2012 berücksichtigt wird. Im Jahr 2012 wird die Entwicklung der Geschäftsjahre 2010 und 2011 sowie im Jahr 2013 die Entwicklung der Geschäftsjahre 2010 bis 2012 bei der Berechnung berücksichtigt. Ab 2014 werden dann die vorangegangenen vier Jahre der Betrachtung zugrunde gelegt. Bei außerordentlichen Geschäftsentwicklungen kann der Aufsichtsrat eine Begrenzung der Summe der variablen Vergütungsbestandteile vornehmen (Cap). Seit Abgabe der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex am 20. November 2009 wird bei Neuabschlüssen von Vorstandsverträgen ein Abfindungs-Cap nach Maßgabe der Regelung des Deutschen Corporate Governance Kodex vereinbart, nicht jedoch bei Abschlüssen von Verträgen mit Vorständen ab deren dritter Amtszeit. Hier wird ein Bestandsschutz eingeräumt. Während des Geschäftsjahres 2011 haben sich keine Änderungen bei laufenden Verträgen ergeben. LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DER TÄTIGKEITIm Falle der Beendigung ihrer Tätigkeit sind den Mitgliedern des Vorstands ein Ruhegehalt beziehungsweise eine Hinterbliebenenversorgung und für die Dauer des Bezugs des Ruhegehalts die Nutzung von Dienstwagen zugesagt. Für Vorstandsverträge, die vor dem 5. August 2009 für die erste Amtszeit abgeschlossen wurden, gilt: Die nach Ausscheiden aus dem Unternehmen zu gewährende Altersversorgung ist bei einem Austritt auf Veranlassung des Unternehmens sofort und ansonsten mit Vollendung des 63. Lebensjahres zu zahlen. Werden bis zum 63. Lebensjahr auch von anderer Stelle Vergütungen bezogen, sind diese bis zu einem bestimmten Festbetrag auf den Versorgungsanspruch anzurechnen. Für Verträge mit Vorständen für deren erste Amtszeit, die nach dem 5. August 2009 abgeschlossen wurden beziehungsweise werden, gilt: Die nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen zu gewährende Altersversorgung wird mit Vollendung des 63. Lebensjahres gezahlt. Das Ruhegehalt ergibt sich aus einem Prozentsatz des fixen Grundgehalts, das den wesentlichen Teil der in der Tabelle auf Seite 139 angegebenen individuellen fixen Vorstandsvergütung ausmacht. Der individuelle Prozentsatz steigt, ausgehend von einem Prozentsatz von 50 %, mit jedem Jahr der Unternehmenszugehörigkeit um zwei Prozentpunkte. In Einzelfällen werden Vordienstzeiten und erdiente Ruhegehälter angerechnet. Die vom Präsidium des Aufsichtsrats festgelegte Höchstgrenze liegt bei 70 %. Eine weitere Differenzierung dieser Leistungen nach erfolgsabhängigen Bestandteilen und Leistungen mit langfristiger Anreizwirkung erfolgt nicht. Die Herren Winterkorn, Garcia Sanz, Heizmann und Macht haben zum Jahresende 2011 einen Ruhegehaltsanspruch von 70 %, die Herren Neumann und Pötsch von 68 % und die Herren Klingler und Stadler von 54 % ihres fixen Grundgehalts erreicht. Für Verträge mit Mitgliedern des Vorstands, die ab dem 1. Januar 2010 geschlossen wurden, besteht im Krankheitsfall Anspruch auf eine zwölfmonatige Fortzahlung der normalen Bezüge. Zuvor abgeschlossene Verträge gewähren eine sechsmonatige Fortzahlung. Bei Dienstunfähigkeit besteht Anspruch auf das Ruhegehalt. Hinterbliebene erhalten 66 2/3 % Witwenrente beziehungsweise 20 % Waisengeld bezogen auf das Ruhegehalt des ehemaligen Vorstandsmitglieds. Die Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 betrugen am 31. Dezember 2011 für Mitglieder des Vorstands 78.627.844 (63.824.850)€, der Rückstellung wurden nach IAS 19 im Berichtsjahr7.945.505 (5.611.836)€ zugeführt. Die nach handelsrechtlichen Vorschriften bewerteten Pensionsverpflichtungen betrugen 71.818.192 (61.157.564)€, der Rückstellung wurden handelsrechtlich im Berichtsjahr 16.970.145 (24.804.582)€ zugeführt. Die Dynamisierung der laufenden Renten erfolgt analog zur Dynamisierung des höchsten Tarifgehalts, sofern die Anwendung des § 16 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) nicht zu einer stärkeren Anhebung führt. Ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen haben im vergangenen Jahr 8.618.915 (8.562.867)€ erhalten. Für diesen Personenkreis bestanden Verpflichtungen für Pensionen bewertet nach IAS 19 in Höhe von 109.452.277 (109.898.944)€ beziehungsweise nach handelsrechtlichen Vorschriften in Höhe von 104.212.838 (107.392.431)€. LEISTUNGEN BEI VORZEITIGER BEENDIGUNG DER TÄTIGKEITFür den Fall, dass die Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund vorzeitig endet, ist keine Abfindung vorgesehen. Darüber hinaus wird seit dem 20. November 2009 beim Neuabschluss von Vorstandsverträgen der Empfehlung aus Ziffer 4.2.3 Abs. 4 des Deutschen Corporate Governance Kodex (Abfindungs-Cap) entsprochen, soweit es sich nicht um Abschlüsse von Verträgen mit Vorständen ab deren dritter Amtszeit handelt; hier wird ein Bestandsschutz eingeräumt. Ansprüche aus dem Dienstvertrag sind auf maximal zwei Jahresvergütungen begrenzt. PENSIONEN DES VORSTANDS 2011 (VORJAHRESWERTE IN KLAMMERN) 1scroll
1
Die Zahlen sind jeweils für sich gerundet;
das kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen. BEZÜGE DES AUFSICHTSRATSDie Bezüge des Aufsichtsrats der Volkswagen AG setzen sich gemäß §17 der Satzung der Volkswagen AG zusammen aus einer festen Vergütung (zuzüglich Sitzungsgeldern) und einer veränderlichen Vergütung, die abhängig ist von der Höhe der gezahlten Dividende. Berücksichtigt werden auch die vom jeweiligen Mitglied ausgeübten Funktionen im Aufsichtsrat. Verschiedene Mitglieder des Aufsichtsrats sind darüber hinaus Mitglied im Aufsichtsrat von Tochterunternehmen. Die von dort bezogene Vergütung richtet sich nach den Bestimmungen der jeweiligen Satzung und besteht ebenfalls aus einer festen Vergütung und einer von der Höhe der gezahlten Dividende abhängigen Vergütung. Im Geschäftsjahr 2011 haben die Mitglieder des Aufsichtsrats 7.376.151 (5.348.561) € erhalten. Auf die fixen Vergütungsbestandteile (inklusive Sitzungsgelder) entfielen 380.521 (360.042) €, auf die variablen Vergütungsbestandteile 6.995.630 (4.988.520) €. VERGÜTUNGEN VON MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS 1scroll
1
Die Zahlen sind jeweils für sich gerundet;
das kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen. Struktur und Geschäftstätigkeit (Teil des Lageberichts)In diesem Kapitel stellen wir die rechtliche und organisatorische Struktur des Volkswagen Konzerns dar und erläutern die wesentlichen Veränderungen im Beteiligungsbereich des Jahres 2011. Abschließend folgen die übernahmerechtlichen Angaben, die sich aus § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB ergeben. RECHTLICHE UNTERNEHMENSSTRUKTUR IN GRUNDZÜGENDie Volkswagen AG ist die Muttergesellschaft des Volkswagen Konzerns. Sie entwickelt einerseits Fahrzeuge und Komponenten für die Konzernmarken, andererseits produziert und vertreibt sie insbesondere Pkw und leichte Nutzfahrzeuge der Marke Volkswagen. In ihrer Funktion als Muttergesellschaft hält die Volkswagen AG mittelbar und unmittelbar Beteiligungen an der AUDI AG, der SEAT S.A., der ŠKODA AUTO a.s., der Scania AB, der MAN SE, der Volkswagen Financial Services AG sowie zahlreichen weiteren Gesellschaften im In- und Ausland. Ausführliche Angaben können Sie der Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 und § 313 HGB entnehmen, der unter www.volkswagenag.com/ir abrufbar und Bestandteil des Jahresabschlusses ist. Im Sinne von § 3 Nr. 38 EnWG ist die Volkswagen AG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen und unterliegt somit den Regelungen des EnWG. Im Bereich des Elektrizitätssektors übt sowohl die Volkswagen AG als auch ein Tochterunternehmen die Funktionen Erzeugung (Standorte Wolfsburg und Kassel), Vertrieb sowie Elektrizitätsverteilung aus. Der Vorstand der Volkswagen AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand; er ist unmittelbar in Entscheidungen eingebunden, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind. Informationen zur Vergütungsstruktur des Vorstands und des Aufsichtsrats finden Sie im Vergütungsbericht auf den Seiten 139 bis 142, im Anhang des Volkswagen Konzernabschlusses auf der Seite 351 und im Anhang des Jahresabschlusses der Volkswagen AG auf Seite 42. ANTEILSBESITZ DER VOLKSWAGEN AG www.volkswagenag.com/ir ORGANISATORISCHE UNTERNEHMENSSTRUKTURDie Volkswagen AG und der Volkswagen Konzern werden vom Vorstand der Volkswagen AG auf Grundlage der Satzung der Volkswagen AG und der durch den Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand der Volkswagen AG geleitet. Die Konzernleitung trägt im gesetzlichen Rahmen Sorge dafür, dass die Konzerninteressen bei Entscheidungen der Marken und Gesellschaften des Konzerns beachtet werden. Dieses Gremium besteht aus den Mitgliedern des Vorstands, den Vorsitzenden der größeren Marken und ausgewählten Top-Managern mit Konzernsteuerungsfunktionen. Jede Marke des Volkswagen Konzerns wird von einem Markenvorstand geleitet. Dabei sind die vom Vorstand der Volkswagen AG beziehungsweise von der Konzernleitung festgelegten Konzernziele und -vorgaben zu berücksichtigen, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Angelegenheiten von konzernweiter Bedeutung werden der Konzernleitung vorgelegt, um - im gesetzlich zulässigen Rahmen - eine Abstimmung zu erreichen. Die Rechte und Pflichten der gesetzlichen Aufsichtsgremien der betreffenden Markengesellschaft bleiben davon unberührt. Die Gesellschaften des Volkswagen Konzerns werden von ihrer jeweiligen Geschäftsleitung in eigener Verantwortung geführt. Dabei berücksichtigen die Geschäftsleitungen in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen neben den Interessen der Gesellschaft auch die Interessen des Konzerns und der einzelnen Marken. WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN IM BETEILIGUNGSBEREICHMit dem Erwerb des Vertriebsgeschäfts der Porsche Holding Salzburg geht der Volkswagen Konzern einen weiteren bedeutsamen Schritt auf dem Weg zum Integrierten Automobilkonzern mit Porsche. Die Übertragung der Vertriebsgesellschaft erfolgte zum 1. März 2011 zu einem Preis von 3,3 Mrd. €. Die Porsche Holding Salzburg ist eine der erfolgreichsten und profitabelsten Handelsorganisationen der Automobilwelt, mit einer starken Präsenz insbesondere in Österreich, West- und Südosteuropa sowie in China. Im Laufe des Berichtsjahres hat Volkswagen 9,75 % der Stimmrechte der SGL Carbon SE, Wiesbaden, erworben. Der SGL-Konzern ist ein weltweit führender Hersteller des besonders leichten und gleichzeitig sehr festen Werkstoffs Carbon (Kohlenstoff), mit dem auch das Gewicht von Fahrzeugen reduziert werden kann. Die Volkswagen AG hat am 9. November 2011 nach Abgabe eines Pflichtangebots an die Aktionäre der MAN SE, München, ihren Anteil an dieser Gesellschaft auf 55,90 % der Stimmrechte beziehungsweise 53,71 % des Grundkapitals erhöht. Durch eine engere Zusammenarbeit von MAN, Scania und Volkswagen können zukünftig erhebliche Synergien in den Bereichen Einkauf, Entwicklung und Produktion erschlossen werden. RECHTLICHE EINFLUSSFAKTOREN FÜR DAS GESCHÄFTAuf das Geschäft der Volkswagen Gesellschaften wirken - wie auch bei anderen international tätigen Unternehmen - zahlreiche in- und ausländische Rechtsordnungen ein. Dabei handelt es sich vor allem um entwicklungs-, produktions- und vertriebsbezogene Vorschriften, aber unter anderem auch um steuer-, gesellschafts-, handels- und kapitalmarktrechtliche sowie arbeits-, banken-, beihilfe- und versicherungsrechtliche Regelungen. ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABENIm Folgenden sind die nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt. KapitalverhältnisseAm 31. Dezember 2011 belief sich das Grundkapital der Volkswagen AG auf 1.190.995.443,20 (1.190.882.163,20) €; es setzte sich aus 295.089.817 Stamm- und 170.142.778 Vorzugsaktien zusammen. Der Anteil einer Aktie am Grundkapital beträgt 2,56 €. Aktionärsrechte und -pflichtenMit dem Besitz der Aktien sind Vermögens- und Verwaltungsrechte verbunden. Die Vermögensrechte umfassen vor allem das Recht der Aktionäre auf Teilhabe am Gewinn (§ 58 Abs. 4 AktG) und an einem Liquidationserlös (§ 271 AktG) sowie das Bezugsrecht auf Aktien bei Kapitalerhöhungen (§ 186 AktG), das die Hauptversammlung, gegebenenfalls mit Zustimmung der gesonderten Versammlung der Vorzugsaktionäre, ausschließen kann. Zu den Verwaltungsrechten gehören das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen, und das Recht, dort zu reden, Fragen und Anträge zu stellen sowie das Stimmrecht auszuüben. Aktionäre können diese Rechte insbesondere mittels Auskunfts- und Anfechtungsklagen durchsetzen. Jede Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die von ihr zu bestellenden Mitglieder des Aufsichtsrats und den Abschlussprüfer; sie entscheidet insbesondere über die Gewinnverwendung, die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen, über Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien sowie gegebenenfalls über die Durchführung einer Sonderprüfung, über eine vorzeitige Abberufung der von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats und über die Auflösung der Gesellschaft. Den Vorzugsaktionären steht in der Regel kein Stimmrecht zu. Soweit jedoch den Vorzugsaktionären nach dem Gesetz ausnahmsweise ein Stimmrecht zwingend zusteht (zum Beispiel bei Ausfall des Vorzugsbetrags in einem Jahr und nicht vollständiger Nachzahlung im folgenden Jahr), gewährt auch jede Vorzugsaktie eine Stimme in der Hauptversammlung. Darüber hinaus sind die Vorzugsaktien mit dem Recht auf eine um 0,06 € höhere Dividende als die Stammaktien ausgestattet (weitere Einzelheiten dieses Rechts auf Vorzugs- und Mehrdividende ergeben sich aus § 27 Abs. 2 der Satzung). Das Gesetz über die Überführung der Anteilsrechte an der Volkswagenwerk Gesellschaft mit beschränkter Haftung in private Hand vom 21. Juli 1960 (VW-Gesetz) in der Fassung vom 30. Juli 2009 enthält verschiedene vom Aktiengesetz abweichende Regelungen, unter anderem zur Vertretung bei der Stimmrechtsausübung (§ 3 VW-Gesetz) und zu Mehrheitserfordernissen bei der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung (§ 4 Abs. 3 VW-Gesetz). Die Kommission der Europäischen Union hat am 24. November 2011 bekannt gegeben, den Europäischen Gerichtshof anzurufen, weil sie der Auffassung sei, dieses Mehrheitserfordernis entspreche nicht dem EG-Vertrag. Nach der Satzung der Volkswagen AG (§ 11 Abs. 1 der Satzung) ist das Land Niedersachsen berechtigt, zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat der Volkswagen AG zu entsenden, solange es unmittelbar oder mittelbar mindestens 15 % der Stammaktien der Volkswagen AG hält. Außerdem bedürfen Beschlüsse der Hauptversammlung, für die nach gesetzlichen Vorschriften eine qualifizierte Mehrheit erforderlich ist, auch unabhängig vom VW-Gesetz einer Mehrheit von mehr als 80 % des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals (§ 25 Abs. 2 der Satzung). Die EU-Kommission erachtet auch diese Satzungsregelung für unvereinbar mit dem EG-Vertrag. Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreitenDie Beteiligungen an der Volkswagen AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, haben wir im Anhang zum Jahresabschluss der Volkswagen AG und im Anhang zum Jahresabschluss des Volkswagen Konzerns auf den Seiten 343 bis 351 dieses Geschäftsberichts dargestellt. Besetzung des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat setzt sich aus 20 Mitgliedern zusammen und besteht zur einen Hälfte aus Anteilseignervertretern. Das Land Niedersachsen ist nach § 11 Abs. 1 der Satzung berechtigt, zwei dieser Anteilseignervertreter zu entsenden, solange es unmittelbar oder mittelbar mindestens 15 % der Stammaktien der Gesellschaft hält. Die übrigen Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat werden von der Hauptversammlung gewählt. Die andere Hälfte des Aufsichtsrats besteht aus Arbeitnehmervertretern, die von den Arbeitnehmern nach dem Mitbestimmungsgesetz gewählt werden. Insgesamt sieben dieser Arbeitnehmervertreter sind von der Belegschaft gewählte Beschäftigte des Unternehmens; die anderen drei Arbeitnehmervertreter sind von der Belegschaft gewählte Gewerkschaftsvertreter. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist in der Regel ein vom Aufsichtsrat aus seiner Mitte gewählter Anteilseignervertreter. Er hat unter den Bedingungen des Mitbestimmungsgesetzes bei Stimmengleichheit im Aufsichtsrat letztlich zwei Stimmen. Informationen zur personellen Zusammensetzung des Aufsichtsrats finden Sie auf den Seiten 148 bis 150 dieses Geschäftsberichts. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der SatzungDie Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in § 84 und § 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat für höchstens fünf Jahre bestellt. Wiederholte Bestellungen oder Verlängerungen der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, sind zulässig. Ergänzend hierzu bestimmt die Satzung in § 6, dass die Zahl der Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat festgesetzt wird und dass der Vorstand aus mindestens drei Personen bestehen muss. Die Hauptversammlung entscheidet über Satzungsänderungen (§ 119 Abs. 1 AktG). Nach § 4 Abs. 3 des VW-Gesetzes in der Fassung vom 30. Juli 2009 und § 25 Abs. 2 der Satzung bedürfen Beschlüsse der Hauptversammlung zur Änderung der Satzung einer Mehrheit von mehr als vier Fünftel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals (siehe dazu die Ausführungen zur Auffassung der EU-Kommission zur Vereinbarkeit dieser Regelungen mit dem EG-Vertrag auf Seite 145). Befugnisse des Vorstands insbesondere zur Ausgabe neuer Aktien und zum Rückerwerb eigener AktienNach den aktienrechtlichen Vorschriften kann die Hauptversammlung den Vorstand für höchstens fünf Jahre ermächtigen, neue Aktien auszugeben. Sie kann ihn auch für höchstens fünf Jahre dazu ermächtigen, Schuldverschreibungen zu begeben, aufgrund derer neue Aktien auszugeben sind. Inwiefern dabei den Aktionären ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien oder die Schuldverschreibungen zu gewähren ist, entscheidet ebenfalls die Hauptversammlung. Das für diese Zwecke höchstens zur Verfügung stehende genehmigte beziehungsweise bedingte Kapital ergibt sich aus der jeweils gültigen Fassung des § 4 der Satzung der Volkswagen AG. Auf der Ordentlichen Hauptversammlung am 3. Mai 2011 wurde beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, bis zum 2. Mai 2016 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Vorzugsaktien, gegen Bareinlage und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals insgesamt um bis zu 110,0 Mio. € (das entspricht circa 43 Mio. Aktien) zu erhöhen. Außerdem besteht noch eine Ermächtigung des Vorstands, bis zum 2. Dezember 2014 das Grundkapital einmalig oder mehrmals insgesamt um bis zu 179,4 Mio. € durch Ausgabe neuer stimmrechtsloser Vorzugsaktien gegen Geldeinlagen zu erhöhen. Ferner kann das Grundkapital um bis zu 102,4 Mio. € durch Ausgabe stimmrechtsloser Vorzugsaktien erhöht werden, um Wandlungs- beziehungsweise Optionsrechte von Inhabern beziehungsweise Gläubigern von bis zum 21. April 2015 auszugebenden Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen befriedigen zu können. Weitere Einzelheiten zur Möglichkeit der Ausgabe neuer Aktien und zu deren Verwendungsmöglichkeiten sind im Anhang des Konzernabschlusses auf Seite 303 dargestellt. Die Möglichkeiten, eigene Aktien zu erwerben, bestimmen sich nach § 71 AktG. Zuletzt wurde der Vorstand auf der Ordentlichen Hauptversammlung am 3. Mai 2011 ermächtigt, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung gilt bis zum 3. November 2012 und wurde bisher nicht genutzt. Wesentliche Vereinbarungen des Mutterunternehmens im Falle eines Kontrollwechsels infolge eines ÜbernahmeangebotsAm 28. Juli 2011 hat ein Bankenkonsortium der Volkswagen AG eine neue syndizierte Kreditlinie über 5,0 Mrd. € mit einer Laufzeit bis Juli 2016 (zusätzlich zwei Verlängerungsoptionen um je ein Jahr) eingeräumt. Diese Kreditlinie ersetzt die ursprüngliche Kreditlinie, die nach Reduzierungen zuletzt die Aufnahme von bis zu 7,8 Mrd. € ermöglicht hätte. Den Konsortiumsmitgliedern wurde das Recht gewährt, ihren Anteil an der syndizierten Kreditlinie zu kündigen, wenn die Volkswagen AG mit einem Dritten verschmolzen oder eine Tochtergesellschaft eines anderen Unternehmens wird. Dieses Kündigungsrecht besteht jedoch nicht im Falle einer Verschmelzung durch Aufnahme mit der Porsche Holding SE, einer ihrer Tochtergesellschaften oder einer ihrer Holding Gesellschaften und der Volkswagen AG, bei der die Volkswagen AG der übernehmende Rechtsträger ist. Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffenBeschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand zum Berichtszeitpunkt nicht bekannt. Organe (Teil des Konzernanhangs)Mitglieder des Vorstands und deren MandateMANDATE: STAND 31. DEZEMBER 2011PROF. DR. RER. NAT. DR.-ING. E.H. MARTIN WINTERKORN (64)Vorsitzender (seit 01.01.2007), Forschung und Entwicklung 01.07.2000 * Vorsitzender des Vorstands der Porsche Automobil Holding SE 25.11.2009 Mandate:scroll
DR. RER. POL. H.C. FRANCISCO JAVIER GARCIA SANZ (54)Beschaffung 01.07.2001 * Mandate:scroll
PROF. DR. RER. POL. JOCHEM HEIZMANN (60)Nutzfahrzeuge 11.01.2007 * Mandate :scroll
CHRISTIAN KLINGLER (43)Vertrieb und Marketing 01.01.2010 * DR.-ING. E.H. MICHAEL MACHT (51)Produktion 01.10.2010 * PROF. DR. RER. POL. HORST NEUMANN (62)Personal und Organisation 01.12.2005 * Mandate:scroll
HANS DIETER PÖTSCH (60)Finanzen und Controlling 01.01.2003 * Vorstand für Finanzen der Porsche Automobil Holding SE 25.11.2009* Mandate:scroll
RUPERT STADLER (48)Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG 01.01.2010 * Mandate:scroll
Die Mitglieder des Vorstands nehmen im Zusammenhang mit ihrer Aufgabe der Konzernsteuerung und -überwachung weitere Aufsichtsratsmandate bei Konzern- und wesentlichen Beteiligungsunternehmen wahr. scroll
Mitglieder des Aufsichtsrats und deren MandateMANDATE: STAND 31. DEZEMBER 2011HON.-PROF. DR. TECHN. H.C. DIPL.-ING. ETH FERDINAND K. PIËCH (74)Vorsitzender 16.04.2002* Mandate:scroll
BERTHOLD HUBER (61)Stv. Vorsitzender 1. Vorsitzender der Industriegewerkschaft Metall 25.05.2010 * Mandate:scroll
DR. JUR. KLAUS LIESEN (80)02.07.1987 - 03.05.2006 * Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Volkswagen AG (seit 03.05.2006) DR. HUSSAIN ALI AL-ABDULLA (55)Vice Chairman der Qatar Holding LLC 22.04.2010 * Mandate:scroll
KHALIFA JASSIM AL-KUWARI (35)Chief Operating Officer der Qatar Investment Authority und der Qatar Holding LLC 03.05.2011 * Mandate:scroll
JÖRG BODE (41)Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr 04.11.2009 * Mandate:scroll
ANNIKA FALKENGREN (49)Präsidentin und Vorsitzende des Vorstands der Skandinaviska Enskilda Banken AB 03.05.2011 * Mandate:scroll
DR. JUR. MICHAEL FRENZEL (64)Vorsitzender des Vorstands der TUI AG 07.06.2001 * Mandate:scroll
BABETTE FRÖHLICH (46)Industriegewerkschaft Metall, FB Koordination der Vorstandsaufgaben und Planung 25.10.2007 * Mandate:scroll
DR. JUR. HANS MICHAEL GAUL (69)19.06.1997 - 03.05.2011 * DR.-ING. JÜRGEN GROSSMANN (59)03.05.2006 - 03.05.2011 * PETER JACOBS (54)Vorsitzender des Betriebsrats Werk Emden der Volkswagen AG 19.04.2007 * Mandate:scroll
DAVID MCALLISTER (41)Niedersächsischer Ministerpräsident 01.07.2010 * HARTMUT MEINE (59)Bezirksleiter des IG Metall Bezirks Niedersachsen und Sachsen-Anhalt 30.12.2008 * Mandate:scroll
PETER MOSCH (40)Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der AUDI AG 18.01.2006 * Mandate:scroll
BERND OSTERLOH (55)Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG 01.01.2005 * Mandate:scroll
DR. JUR. HANS MICHEL PIËCH (70)Selbstständiger Rechtsanwalt 07.08.2009 * Mandate:scroll
DR. JUR. FERDINAND OLIVER PORSCHE (50)Vorstand der Familie Porsche AG Beteiligungsgesellschaft 07.08.2009 * Mandate:scroll
DR. RER. COMM. WOLFGANG PORSCHE (68)Vorsitzender des Aufsichtsrats der Porsche Automobil Holding SE; Vorsitzender des Aufsichtsrats der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG 24.04.2008 * Mandate:scroll
WOLFGANG RITMEIER (63)Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen Management Association (VMA) 19.04.2007 * Mandate:scroll
JÜRGEN STUMPF (57)Vorsitzender des Betriebsrats Werk Kassel der Volkswagen AG 01.01.2005 * BERND WEHLAUER (57)Stv. Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG 01.09.2005 * Mandate:scroll
THOMAS ZWIEBLER (46)Vorsitzender des Betriebsrats Volkswagen Nutzfahrzeuge 15.05.2010 * AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS Stand 31.12.2011Mitglieder des PräsidiumsHon.-Prof. Dr. techn. h.c. Dipl.-Ing. ETH Ferdinand K. Piëch (Vorsitz) Berthold Huber (stv. Vorsitz) David McAllister Bernd Osterloh Dr. Wolfgang Porsche Bernd Wehlauer Mitglieder des Vermittlungsausschusses gemäß § 27 Abs. 3 MitbestimmungsgesetzHon.-Prof. Dr. techn. h.c. Dipl.-Ing. ETH Ferdinand K. Piëch (Vorsitz) Berthold Huber (stv. Vorsitz) David McAllister Bernd Osterloh Mitglieder des PrüfungsausschussesDr. Ferdinand Oliver Porsche (Vorsitz) Bernd Wehlauer (stv. Vorsitz) Babette Fröhlich Dr. jur. Michael Frenzel Mitglieder des NominierungsausschussesHon.-Prof. Dr. techn. h.c. Dipl.-Ing. ETH Ferdinand K. Piëch (Vorsitz) David McAllister Dr. Wolfgang Porsche Mitglieder des Ausschusses für Geschäfte mit GroßaktionärenHon.-Prof. Dr. techn. h.c. Dipl.-Ing. ETH Ferdinand K. Piëch (Vorsitz) Berthold Huber (stv. Vorsitz) Jörg Bode Dr. Michael Frenzel Bernd Osterloh Dr. Wolfgang Porsche Jürgen Stumpf Bernd Wehlauer Mitglieder des Ausschusses Integrierter AutomobilkonzernHon.-Prof. Dr. techn. h.c. Dipl.-Ing. ETH Ferdinand K. Piëch (Vorsitz) Bernd Osterloh (stv. Vorsitz) David McAllister Bernd Wehlauer scroll
LageberichtGeschäftsverlaufAuslieferungen an Kunden übertreffen erstmals die Marke von 8 Millionen FahrzeugenDer Volkswagen Konzern konnte die Erholung der Weltwirtschaft und der Automobilbranche im Geschäftsjahr 2011 zu einer weiteren Stärkung seiner Marktposition nutzen: Zum ersten Mal überschritten die Auslieferungen an Kunden die Marke von acht Millionen Fahrzeugen und übertrafen damit den Vorjahreswert um 14,3 %. WELTWIRTSCHAFT WÄCHST WEITERDas Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Geschäftsjahr 2011 fortgesetzt. Allerdings schwächte sich das Tempo der Erholung im zweiten Halbjahr ab - vor allem in Westeuropa. In den meisten Schwellenländern blieb das Wachstum kräftig, verlor aber ebenfalls an Dynamik. Die in vielen Ländern weiterhin expansive Geldpolitik und das hohe Niveau der Rohstoff- und Ölpreise führten zu einer Zunahme der Inflationstendenzen. Insgesamt betrug das Weltwirtschaftswachstum im Berichtsjahr 3,0 %, nachdem es im Vorjahr bei 4,3 % gelegen hatte. Europa/Übrige MärkteWesteuropa verzeichnete mit einem durchschnittlichen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,5 (1,9) % nur ein geringes Wachstum, wobei die südeuropäischen Länder einen starken Konjunktureinbruch erlebten. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Euroraum lag wie im Vorjahr bei circa 10 %, in Spanien war sie mehr als doppelt so hoch. In Mittel- und Osteuropa betrug die Zuwachsrate des BIP im Durchschnitt 4,5 (4,4) %. Südafrika erzielte trotz der Abschwächung der Weltkonjunktur mit einer Zuwachsrate des BIP von 3,1 (2,9) % ein höheres Wachstum als im Vorjahr. Die Inflationsrate stieg im Verlauf des Jahres allerdings deutlich. DeutschlandDank seiner Exportstärke wies Deutschland im Berichtsjahr mit 3,0 (3,7) % ein höheres Wachstum auf als alle anderen großen Industrieländer. Nach einem dynamischen Beginn kam es allerdings im weiteren Verlauf des Jahres zu einer deutlichen Abschwächung des Wachstums. Durch die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes und die damit verbundenen Einkommenszuwächse verlagerten sich die Wachstumsimpulse von der Auslands- zur Binnennachfrage. NordamerikaDie US-Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2011 ein Wachstum von 1,7 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,0 % gewachsen war. Die Arbeitslosigkeit blieb trotz der weiterhin sehr expansiven Geldpolitik auf hohem Niveau. Der US-Dollar schwächte sich bis zur Jahresmitte gegenüber dem Euro ab, erholte sich aber in der zweiten Jahreshälfte deutlich. Das BIP Kanadas stieg um 2,3 (3,2) %; die mexikanische Wirtschaft wuchs um 3,9 (5,4) %. SüdamerikaIn Brasilien sank die Wachstumsrate des BIP auf 2,9 (7,5) %, in Argentinien erreichte sie mit 9,2 % den Vorjahreswert. Der Inflationsdruck hielt in beiden Ländern an. Asien-PazifikDie meisten asiatischen Schwellenländer entwickelten sich auch im Geschäftsjahr 2011 dynamisch. Chinas Wirtschaftswachstum lag mit 9,2 (10,4) % nur leicht unter dem des Vorjahres. Indiens Wirtschaft wuchs um 7,0 (8,8) %. In Japan führten die Naturkatastrophen zu einem Rückgang des BIP um 0,7 (+4,4) %. DEVISENKURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2010 BIS DEZEMBER 2011 Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2010 = 100![]() NACHFRAGE NACH PKW UND LEICHTEN NUTZFAHRZEUGEN STEIGT WEITERDie weltweiten Pkw-Verkäufe stiegen im Geschäftsjahr 2011 um 4,8 % auf 62,0 Mio. Fahrzeuge. Damit übertraf die Branche den bisherigen Rekordwert aus dem Jahr 2007. Zu diesem Wachstum trugen vor allem die Einzelmärkte USA, China und Russland bei. Auch die Region Südamerika entwickelte sich positiv und übertraf den Rekordwert des Vorjahres. Die Nachfrage in Westeuropa lag - vor allem dank der Erholung des deutschen Marktes - nur leicht unter dem Vorjahresniveau, während die Märkte in Zentral- und Osteuropa ihre Erholung fortsetzten. In der Region Asien-Pazifik ohne China verfehlten die Neuzulassungen wegen des drastischen Markteinbruchs in Japan infolge der Naturkatastrophen das Vorjahresergebnis. In Südafrika stiegen die Pkw-Verkäufe weiter, erreichten allerdings nicht das Niveau von 2007. Die Weltautomobilproduktion stieg im Berichtszeitraum um 3,6 % auf 80,3 Mio. Einheiten, davon entfielen 66,3 Mio. auf Pkw (+ 4,6 %). Branchenspezifische RahmenbedingungenDie etablierten Pkw-Märkte haben sich im Jahr 2011 unterschiedlich entwickelt. Während einige Industrieländer von der Schuldenkrise und deren Folgen belastet wurden, profitierten andere - darunter insbesondere Deutschland - in der ersten Hälfte des Jahres von der robusten Nachfrage auf den Wachstumsmärkten. Zudem sind wie erwartet negative Effekte aus dem Ende der staatlichen Fördermaßnahmen in Westeuropa eingetreten. Durch aktives Risikomanagement der Hersteller und des Handels sowie eine enge Zusammenarbeit mit Finanzdienstleistern ließen sich die Auswirkungen gut bewältigen. Für die Automobilbranche werden die umfangreiche Erschließung der großen Märkte China und Brasilien, der Ausbau der Aktivitäten in Indien und die Befriedigung der Nachfrage in Russland zunehmend wichtiger. In vielen Märkten Asiens, Afrikas und Lateinamerikas zeichnet sich eine weitere Erleichterung des Freihandels ab. Im Falle eines erneuten Einbruchs der Weltkonjunktur ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass dort Maßnahmen ergriffen werden, um den Protektionismus wieder zu verstärken. Europa/Übrige MärkteAuf den westeuropäischen Märkten gingen die Pkw-Neuzulassungen im Berichtszeitraum insgesamt leicht zurück (-1,5 %). Mit 12,8 Mio. Pkw wurde der Vorjahreswert erneut verfehlt und das niedrigste Gesamtmarktvolumen der vergangenen 16 Jahre registriert. Der Rückgang ergab sich in den meisten Volumenmärkten hauptsächlich aus einem- im Vergleich zum Vorjahr - sehr schwachen ersten Quartal 2011; diese Entwicklung war insbesondere auf die im Jahresverlauf 2010 ausgelaufenen staatlichen Fördermaßnahmen zurückzuführen. Außerdem trugen das geringe Wirtschaftswachstum, die steigende Arbeitslosigkeit und die Schuldensituation in einigen Ländern dazu bei, dass die Marktvolumina zum Teil deutlich unter die Vorjahreswerte fielen. Einbußen im Geschäftsjahr 2011 erlitten Spanien (-17,7 %), Italien (-11,6 %), Großbritannien (-4,4 %) und Frankreich (-2,1 %). Dagegen legte der deutsche Pkw-Markt (+ 8,8 %) im Vergleich zum sehr niedrigen Niveau 2010 wieder kräftig zu. Der Marktanteil der Dieselfahrzeuge in Westeuropa stieg im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich an und übertraf mit 55,4 (51,7) % den bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2007. Die Pkw-Märkte Zentral- und Osteuropas setzten im Geschäftsjahr 2011 ihre Erholung fort. Mit einem Zuwachs von 26,0 % auf 3,7 Mio. Pkw lag die Nachfrage allerdings noch weit unter dem Rekordniveau von 2008. Der Anstieg resultierte zudem fast ausschließlich aus der sehr positiven Entwicklung des russischen Marktes. Staatliche Unterstützungsmaßnahmen und ein deutlich größeres Verbrauchervertrauen ließen in Russland die Pkw-Verkäufe um 39,8 % auf 2,5 Mio. Einheiten steigen. Von diesem Absatzboom profitierten vor allem Hersteller mit Produktionsstätten vor Ort. Im Gegensatz zum Jahr 2010 verzeichneten auch die zentraleuropäischen EU-Staaten insgesamt mehr Neuzulassungen: Positiv entwickelte sich der Pkw-Markt in den baltischen Staaten (+83,9 %), Bulgarien (+19,9 %), in der Slowakei (+6,5 %), Ungarn (+ 3,2 %) und Tschechien (+2,4 %). Weniger Pkw-Neuzulassungen als im Vorjahr gab es hingegen in Polen (- 10,6 %), Rumänien (-8,9 %) und Slowenien (- 2,2 %). In der Türkei erreichten die Pkw-Verkäufe mit 578 Tsd. Einheiten (+ 13,4 %) eine neue Bestmarke. Auf dem südafrikanischen Pkw-Markt hielt im Berichtszeitraum der Aufwärtstrend des Vorjahres an. Die Neuzulassungen übertrafen den Vergleichswert 2010 um 18,4 % und kletterten auf 399 Tsd. Einheiten. Positiv wirkte sich unter anderem ein erhöhter Absatz an Autovermieter aus. DeutschlandDie Pkw-Nachfrage in Deutschland stieg im Geschäftsjahr 2011 um 8,8 % auf 3,2 Mio. Fahrzeuge. Das sehr niedrige Vorjahresniveau und der wirtschaftliche Aufschwung im Jahr 2011 haben die hohe Steigerung begünstigt. Der Markt für leichte Nutzfahrzeuge wuchs - wie bereits im Vorjahr - vor allem aufgrund des gestiegenen Transportbedarfs zweistellig um 18,3 % auf 241 Tsd. Fahrzeuge. Im Berichtsjahr 2011 erzielten die deutschen Hersteller neue Höchstwerte bei Produktion und Export und übertrafen damit deutlich die bisherigen Rekordstände aus dem Vorkrisenjahr 2007. Gegenüber 2010 nahm die inländische Pkw-Produktion um 5,6 % auf 5,9 Mio. Fahrzeuge zu; die Pkw-Ausfuhren erhöhten sich um 6,6 % auf 4,5 Mio. Einheiten. NordamerikaDie Nachfrage nach Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (bis 6,35 t) auf dem nordamerikanischen Markt erhöhte sich 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 % auf 15,3 Mio. Fahrzeuge. Von der Absatzsteigerung profitierten fast ausschließlich Fahrzeuge aus nordamerikanischer Fertigung. In den USA führten trotz der konjunkturellen Eintrübung der Gesamtwirtschaft die Vielzahl neuer Modelle und ein erhöhter Ersatzbedarf dazu, dass die Automobilverkäufe deutlich zunahmen. Allerdings lag der Absatz von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen mit 12,8 Mio. Einheiten (+10,3 %) immer noch deutlich unter dem Niveau des Jahres 2007. In Kanada hat sich das Wachstum im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr verlangsamt, der Absatz stieg um 1,8 % auf 1,6 Mio. Fahrzeuge. Auf dem mexikanischen Markt entsprach das Verkaufsplus von 9,7 % auf 0,9 Mio. Fahrzeuge dagegen annähernd der Steigerungsrate des Vorjahres. WIRTSCHAFTSWACHSTUM BIP-Veränderung in Prozent![]() SüdamerikaIn der Region Südamerika sind 2011 die Fahrzeugverkäufe im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen und haben den bisherigen Höchststand des Jahres 2010 noch übertroffen. Der brasilianische Markt übertraf nochmal leicht den Rekordwert des Vorjahres: Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen lag im Berichtsjahr um 0,1 % über dem Vorjahr. Trotz weitgehend stabiler Wirtschaftslage hat sich die Automobilnachfrage in der zweiten Hälfte des Jahres deutlich abgeschwächt. Verantwortlich für diese Entwicklung war die Verunsicherung der Konsumenten aufgrund steigender Inflation und hoher Zinsen. Deutliches Wachstum verzeichneten die Importfahrzeuge, begünstigt durch den starken Real. Um die lokale Industrie zu schützen, hat die brasilianische Regierung im September 2011 eine Erhöhung der Industriesteuer auf eingeführte Fahrzeuge beschlossen (wirksam seit dem 15. Dezember 2011). Die brasilianischen Fahrzeugexporte erreichten mit 542 Tsd. Einheiten (+7,7 %) erneut einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. In Argentinien, dem zweitgrößten Automobilmarkt der Region, übertraf die Pkw-Nachfrage mit 620 Tsd. Einheiten (+28,4 %) deutlich den bisherigen Rekord aus dem Vorjahr. Grund dafür war neben den relativ günstigen Konsumentenkrediten vor allem das Verhalten der Verbraucher: Sie investierten aufgrund der hohen Inflation in Sachwerte wie Autos, um sich vor dem Kaufkraftverlust zu schützen. Asien-PazifikIn der Region Asien-Pazifik wurden im Berichtszeitraum insgesamt 2,5 % mehr Pkw neu zugelassen als ein Jahr zuvor. Der chinesische Automobilmarkt verzeichnete dabei eine Steigerung um 876 Tsd. auf 12,3 Mio. Pkw. Anders als in den Jahren 2009 und 2010, in denen die Fahrzeugverkäufe in China hohe zweistellige Wachstumsraten verzeichneten, stiegen die Verkaufszahlen 2011 hier nur noch vergleichsweise moderat (+7,6 %); der Grund war, dass einige staatliche Förderprogramme ausgelaufen waren. In Japan sanken die Pkw-Neuzulassungen um 16,3 % auf 3,5 Mio. Fahrzeuge. Verantwortlich für diesen starken Einbruch waren die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit, vor allem aber hohe Produktionsausfälle infolge der Naturkatastrophen vom 11. März 2011 und die vorgezogenen Neuwagenverkäufe im Jahr 2010, damals noch begünstigt von staatlichen Förderprogrammen. Mit einem Plus von 5,6 % auf 2,3 Mio. Pkw verbuchte der indische Pkw-Markt einen weiteren Rekordwert, allerdings bei gedämpftem Wachstum. Hauptgründe für die eher verhaltene Nachfrageentwicklung waren hier, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, hohe Zinsen und gestiegene Kraftstoffpreise. NACHFRAGE NACH LKW UND BUSSEN WEITERHIN AUF HOHEM NIVEAUIm Geschäftsjahr 2011 übertraf der Absatz von mittelschweren und schweren Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 6 t das hohe Vorjahresniveau. Weltweit wurden 2,7 Mio. Fahrzeuge abgesetzt, was einem Wachstum von 7,1 % entspricht. Die Entwicklung in den einzelnen Regionen war dabei sehr unterschiedlich: In Europa, Nordamerika und Russland konnte sich die Nachfrage nach den starken Einbrüchen infolge der Finanzkrise weiter erholen. Südamerika und Indien befanden sich auch im Geschäftsjahr 2011 auf einem stabilen, den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen folgenden Wachstumspfad. China als weltweit größter Markt konnte das hohe Niveau des Jahres 2010 nicht erreichen. In Westeuropa haben sich die Fahrzeugverkäufe im Geschäftsjahr 2011 sehr positiv entwickelt. Insgesamt wurden 262 Tsd. Einheiten abgesetzt; das waren 27,5 % mehr als ein Jahr zuvor. Insbesondere die Neuzulassungen von schweren Lkw profitierten von Ersatzbeschaffungen im Zuge der konjunkturellen Erholung. Auch in Zentral- und Osteuropa waren die Zuwächse bei mittelschweren und schweren Lkw sehr hoch: Dort wurden im Berichtsjahr insgesamt 140 Tsd. Einheiten verkauft und der Vorjahreswert damit um 67,3 % übertroffen. In Russland, dem größten Einzelmarkt der Region, lag die Nachfrage im Jahr 2011 um 71,2 % über dem Vergleichswert 2010. Aufgrund der positiven Entwicklung in den relevanten Wirtschaftssektoren stiegen in Nordamerika die Verkaufszahlen für mittelschwere und schwere Lkw um 35,9 % auf 377 Tsd. Einheiten. Davon entfielen 306 Tsd. Einheiten auf den US-amerikanischen Markt, der gegenüber dem Vorjahr um 40,7 % wuchs. In Südamerika konnte im Geschäftsjahr 2011 ebenfalls ein Marktwachstum bei mittelschweren und schweren Lkw verzeichnet werden. Mit 223 Tsd. Einheiten wurden insgesamt 13,9 % mehr Fahrzeuge abgesetzt als ein Jahr zuvor. Die Lkw-Verkäufe in Brasilien erhöhten sich um 8,4 % auf 165 Tsd. Fahrzeuge. In der Region Asien-Pazifik - ohne Berücksichtigung des chinesischen Marktes - übertraf das Verkaufsvolumen im Geschäftsjahr 2011 erneut das des Vorjahres. Die Neuzulassungen stiegen um 9,9 % und beliefen sich somit auf 529 Tsd. Einheiten. Die Nachfrage in China für mittelschwere und schwere Lkw erreichte das hohe Vorjahresniveau nicht. Insgesamt wurden dort 1,2 Mio. Einheiten ausgeliefert; dies entspricht einem Rückgang um 8,9 %. China bleibt jedoch weiterhin der mit Abstand größte Einzelmarkt. In Indien erhöhten sich die Verkäufe von mittelschweren und schweren Lkw im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 % auf 313 Tsd. Einheiten. Der Weltmarkt für Busse konnte im Geschäftsjahr 2011 einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. In Westeuropa, Nordamerika und der Region Asien-Pazifik erhöhte sich die Nachfrage auf vergleichsweise moderatem Niveau. Der brasilianische Markt für Busse wies einen starken Anstieg der Fahrzeugverkäufe auf. NACHFRAGE NACH FINANZDIENSTLEISTUNGENAutomobilbezogene Finanzdienstleistungen wurden im Berichtsjahr insgesamt weiterhin stark nachgefragt. Auf den europäischen Märkten nahmen vor allem die gewerblichen Kunden verstärkt Finanzdienstleistungen rund um das Automobil in Anspruch. In Deutschland hielt das Wachstum der Leasingbranche sowohl im Nutzfahrzeug- als auch im Pkw-Sektor an. Auch die Märkte in Nord- und Südamerika sowie im Raum Asien-Pazifik entwickelten sich deutlich besser als im Vorjahr. In den USA wuchs der Markt für Finanzdienstleistungen dank der steigenden Nachfrage nach Leasing- und Kreditangeboten. Bei den Gebrauchtwagen war eine Erholung der Restwerte zu beobachten. In Mexiko wuchs der Markt für Finanzdienstleistungen aufgrund stabiler Kreditbedingungen und Zinsen sowie Laufzeiten bis zu 60 Monaten. Darüber hinaus führten verschiedene Aktionen, beispielsweise attraktive Versicherungsangebote, und Subventionen dazu, dass die Aktivitäten auf dem lokalen Finanzdienstleistungsmarkt zunahmen. Der brasilianische Markt ist, gestärkt durch vermehrte Vergabe von Krediten an Privatkunden, weiter auf einem Wachstumspfad. Der deutliche Ausbau der individuellen Mobilitätsbedürfnisse führte dazu, dass der Vertrieb von Consorcio, einer Kombination aus Finanzierung und Lotterie, substanziell zunahm. Auch in China stieg die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen. Bei gegenwärtig nur etwa 10 % kreditfinanzierten Fahrzeugkäufen existiert Potenzial, um Neukunden für automobile Finanzdienstleistungen zu gewinnen. Ein anhaltendes Wachstum der Nachfrage nach Finanzdienstleistungen war in Indien zu beobachten. In Japan nahm trotz der Naturkatastrophen Anfang des Jahres das Vertragsvolumen gegenüber dem Vorjahr kräftig zu. AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS NACH MONATEN in Tsd. Fahrzeuge![]() NEUE KONZERNMODELLE IM JAHR 2011Der Volkswagen Konzern hat im Berichtsjahr seine Modellpalette in wichtigen Segmenten gezielt ausgebaut. Das Angebot umfasst rund 240 Pkw- und Nutzfahrzeugmodelle und deren Derivate. Mit einem Angebot vom Kleinwagen bis zum Supersportwagen im Pkw-Bereich und vom kleinen Pickup bis zum schweren Lkw im Nutzfahrzeugsektor deckt der Konzern damit nahezu alle wesentlichen Segmente und Karosserieformen ab. Wir werden, sofern es wirtschaftlich ist, offene Marktsegmente schrittweise erschließen. Die Marke Volkswagen Pkw präsentierte im Jahr 2011 eine Vielzahl neuer Modelle. Highlights waren das neue Golf Cabriolet, der neue Beetle als Nachfolger der Automobil-Ikone und der up!, der die Modellpalette der Marke um einen Kleinwagen ergänzt. Der kompakte Stadtflitzer beeindruckt mit maximalem Raum auf minimaler Fläche, Sicherheitsausstattungen wie ESP und City-Notbremsfunktion sowie einer überzeugenden Qualität. Mit dem neuen Passat für den chinesischen und dem Passat für den US-amerikanischen Markt wurden weitere wichtige Modelle eingeführt, die in ihren Proportionen und Ausstattungen speziell an die lokalen Kundenbedürfnisse angepasst sind. Hinzu kamen Produktaufwertungen für das erfolgreiche Modell Tiguan sowie neue Ausstattungsversionen wie der Polo BiFuel und der Passat BlueMotion, die das Angebot umweltfreundlicher Fahrzeuge der Marke Volkswagen Pkw erweitern. Die Marke Audi wurde auch im Jahr 2011 ihren hohen Ansprüchen gerecht. Mit dem Audi RS 3 Sportback, dem Q5 hybrid quattro als erstem Hybridmodell, der neuen Generation des A6 als Limousine und Avant, dem R8 GT Spyder sowie dem A8 L W12 als Zwölfzylinder-Derivat gingen sowohl sportlich als auch technisch überlegene Fahrzeuge an den Start. Hervorzuheben ist darüber hinaus der Q3, mit dem die Marke erstmals das Segment der kompakten SUV betritt. Das Modell vermittelt durch seine coupéhafte Linienführung Sportlichkeit und Progressivität. Die tschechische Marke ŠKODA präsentierte mit dem Citigo, einem Derivat des Volkswagen up!, ebenfalls einen neuen Kleinwagen, der in seinem Außendesign das typische ŠKODA Gesicht trägt und im Inneren mit pfiffigen Ideen ausgestattet ist. Ein weiterer Höhepunkt war der zunächst im indischen Markt eingeführte Rapid, der als neue Einstiegs-Stufenhecklimousine in der Kompaktklasse künftig auch in anderen Märkten die Lücke zwischen den Modellen Fabia und Octavia schließen wird. Der im Berichtsjahr neu eingeführte und spezifisch an das Design der Marke SEAT angepasste Mii - gleichermaßen ein Schwestermodell des Volkswagen up! - ergänzt das Produktangebot unserer spanischen Marke um einen neuen Kleinwagen. Ein weiteres Highlight war das Facelift des Exeo, das den dynamischen Charakter des Modells durch den Einsatz neuester LED-Technologie stärker unterstreicht. Auch die Luxusmarken des Konzerns führten im Jahr 2011 faszinierende neue Modelle und Derivate in den Markt ein. Bei Bentley debütierten die Nachfolger des Continental GT und des Continental GT Cabriolet. Lamborghini feierte mit dem Gallardo Spyder Performante LP 570-4 die Premiere einer Leichtbau-Version des Gallardo Spyder. Ein besonderes Highlight war die Markteinführung des Aventador Coupé LP 700-4, des ersten Produkts der neuen Modellreihe, die die Nachfolge des Murciélago antritt. Bugatti bestätigte seine Ausnahmestellung mit dem Veyron L'or Blanc, bei dem innen wie außen in Zusammenarbeit mit der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin edelste Porzellanelemente verwendet wurden. Sie machen das Fahrzeug zu einem Kunstwerk auf vier Rädern. Volkswagen Nutzfahrzeuge stellte mit dem Multivan BlueMotion einen Spar-Riesen im Van-Segment vor. Mit 6,4 l Diesel auf 100 km erreicht er einen für diese Klasse einzigartig niedrigen Verbrauchswert. Derivate des Caddy und des Caddy Maxi mit BiFuel-Antrieben ergänzen das Angebot verbrauchsschonender Nutzfahrzeuge. Im Pickup-Segment wurde das Angebot des Amarok um die Einzelkabinen-Version ergänzt, die mehr Ladefläche bietet. Der überarbeitete Crafter überzeugt durch drehmomentstarke und extrem effiziente Motoren, eine höhere Nutzlast und modernes Design im Interieur und Exterieur. Mit der Einführung der V8-Baureihe im Jahr 2010 verfügt Scania über die technischen Lösungen sowie die erforderliche Motorenplattform, um die Euro-6-Abgasnorm zu erfüllen, die Ende 2013 in Kraft tritt. Die 324 kW (440 PS) und 353 kW (480 PS) starken Euro-6-Motoren hat Scania im Geschäftsjahr 2011 vorgestellt. MAN weitete konsequent das Angebot an Ausstattungspaketen aus, die zur Steigerung der Transporteffizienz beitragen. AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNSDer Volkswagen Konzern lieferte im Jahr 2011 weltweit 8.265.012 Fahrzeuge an Kunden aus, das waren 1.061.828 beziehungsweise 14,7 % mehr als im Vorjahr. Die Grafik auf Seite 158 zeigt, dass die Auslieferungszahlen in allen zwölf Monaten des Berichtsjahres höher waren als in den jeweiligen Vorjahresmonaten. Im Folgenden gehen wir auf die Auslieferungen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sowie auf die Auslieferungen von Lkw und Bussen getrennt ein. AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNSscroll
AUSLIEFERUNGEN VON PKW UND LEICHTEN NUTZFAHRZEUGEN WELTWEITDer Volkswagen Konzern ist mit seinen Marken weltweit auf allen relevanten Automobilmärkten vertreten. Die Region Westeuropa sowie die Länder China, Brasilien, USA, Russland, Argentinien und Mexiko gehören aktuell zu den Hauptabsatzmärkten des Konzerns. Dank des attraktiven und umweltfreundlichen Modellangebots konnte der Konzern seine gute Wettbewerbsposition auch im Jahr 2011 weiter ausbauen. In wichtigen Kernmärkten haben wir unsere Marktanteile gesteigert und weltweit erneut einen erfreulichen Nachfragezuwachs verzeichnet. Weltweit lieferte der Volkswagen Konzern im Berichtsjahr 8.160.154 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge an Kunden aus. Damit wurde der Rekordwert aus dem Vorjahr um 14,3 % übertroffen. Mit Ausnahme von Bugatti konnten alle Konzernmarken die Verkaufszahlen des Vorjahres übertreffen. Beachtliche Wachstumsraten erreichten insbesondere die Marken Volkswagen Pkw, Audi, ŠKODA, Bentley, Lamborghini und Volkswagen Nutzfahrzeuge. Auch im Geschäftsjahr 2011 war auf nahezu allen Märkten die Nachfrage nach Modellen des Volkswagen Konzerns höher als im Vorjahr. Einen Überblick über die Auslieferungen an Kunden nach Märkten sowie über die jeweiligen Pkw-Marktanteile des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr 2011 vermittelt die Tabelle auf Seite 161. Nachfolgend erläutern wir die Entwicklung der Nachfrage nach Konzernmodellen in den einzelnen Märkten. Auslieferungen in Europa/Übrige MärkteIm Geschäftsjahr 2011 lagen die Auslieferungen an Kunden in Westeuropa - trotz eines leicht rückläufigen Pkw-Marktes in einigen Ländern - über dem Niveau des Vorjahres. Gemessen am Auslieferungsvolumen des Konzerns verkauften wir 38,4 (40,3) % unserer Pkw und leichten Nutzfahrzeuge in Westeuropa. Im Berichtsjahr haben alle Volumenmarken ihre Verkäufe gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Die höchsten Zuwachsraten erzielten die Modelle Touran, Passat Limousine, Passat Variant, ŠKODA Fabia Combi, ŠKODA Yeti, ŠKODA Octavia Combi und Caddy. Die Nachfrage nach unseren neuen Modellen Jetta, Sharan, Audi A1, Audi A7 Sportback, SEAT Ibiza ST und SEAT Alhambra entwickelte sich ebenfalls sehr erfreulich. Der Marktanteil des Volkswagen Konzerns am Pkw-Gesamtmarkt in Westeuropa erhöhte sich von 21,0 % auf 23,0 %. In Zentral- und Osteuropa übertrafen die Verkaufszahlen des Volkswagen Konzerns den Vorjahreswert um 29,4 %. Die größten Zuwächse verzeichneten unsere Verkaufszahlen in Russland und in der Ukraine. Auf dem russischen Pkw Markt haben wir im Berichtsjahr 74,4 % mehr Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr. In Zentral- und Osteuropa wurden fast alle Modelle der Marke Volkswagen Pkw, der A6 und der A8 der Marke Audi, sämtliche Modelle der Marke ŠKODA, der SEAT Altea sowie der Multivan/Transporter und der Caddy stärker nachgefragt als im Vorjahr. Die neuen Modelle Sharan, Polo Stufenheck, Audi A1, Audi A7 Sportback, SEAT Ibiza ST, SEAT Alhambra und Amarok erfreuten sich ebenfalls einer hohen Nachfrage. In Südafrika konnte der Volkswagen Konzern vom Aufschwung im Automobilsektor profitieren und seine Verkaufszahlen um 39,4 % steigern. Besonders begehrt waren unsere Einstiegsmodelle. Der Marktanteil des Konzerns in Südafrika erhöhte sich auf 22,7 (19,9) %. In der Region Nahost verzeichnete der Volkswagen Konzern eine höhere Nachfrage als im Vorjahr (+20,8 %). WELTWEITE AUSLIEFERUNGEN DER IM JAHR 2011 ERFOLGREICHSTEN KONZERNMODELLE in Tsd. Fahrzeuge![]() Auslieferungen in DeutschlandIm Geschäftsjahr 2011 stieg die Zahl der Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns auf dem deutschen Pkw-Markt um 11,4 %. Das Auslieferungsvolumen im Vorjahr war durch das Ende der staatlichen Umweltprämie beeinträchtigt. Die größten Steigerungsraten wiesen die Modelle Touran, Tiguan, Passat Limousine, Passat Variant, Audi TT, ŠKODA Fabia Kurzheck, ŠKODA Yeti, ŠKODA Octavia Combi, SEAT Altea und Caddy auf. Die neuen Modelle Jetta, Sharan, Audi Q3, Audi A7 Sportback, SEAT Ibiza ST und SEAT Alhambra wurden ebenfalls positiv vom Markt aufgenommen. In der Zulassungsstatistik des Kraftfahrtbundesamtes standen Ende des Jahres 2011 sechs Konzernmodelle an der Spitze ihres jeweiligen Segments: Polo, Golf, Passat, Touran, Tiguan und Caddy. Die Liste der in Deutschland am häufigsten zugelassenen Pkw führte weiterhin unangefochten der Golf an. Wir haben im Jahr 2011 den Pkw-Marktanteil des Konzerns in Deutschland auf hohem Niveau auf 35,9 (35,1) % erhöht und damit unsere Marktführerschaft weiter ausgebaut. Auslieferungen in NordamerikaIm Berichtsjahr stiegen die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns auf dem US-amerikanischen Markt um 23,3 %. Die Nachfrage nach den Modellen Jetta, Tiguan, Touareg, Audi TT, Audi Q5, Audi Q7 und Audi A8 entwickelte sich erfreulich. Auf dem kanadischen Markt erhöhten sich unsere Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr um 16,3 %. Die größten Steigerungsraten wiesen hier die Modelle Jetta, Touareg, Audi A4, Audi Q5 und Audi Q7 auf. In Mexiko lieferte der Konzern 18,4 % mehr Fahrzeuge aus als im Vorjahr. Stark nachgefragt wurden die Modelle Jetta und SEAT Ibiza. Auslieferungen in SüdamerikaDie Nachfrage auf den Märkten in Südamerika stieg 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 %. Auf dem brasilianischen Markt entwickelten sich unsere Verkaufszahlen leicht rückläufig (-1,0 %). Neben der hohen Wettbewerbsintensität auf diesem Markt war die Verunsicherung der Kunden aufgrund der Ende des Jahres erhöhten Steuern auf Importfahrzeuge der Hauptgrund dafür. Die Modelle Space Fox und Voyage erfreuten sich großer Beliebtheit. Die Verkaufszahlen der leichten Nutzfahrzeuge Saveiro und T2 nahmen insgesamt um 7,6 % zu. In Argentinien stieg die Zahl der verkauften Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um 33,0 %. Zu diesem Ergebnis trug vor allem die große Nachfrage nach den Modellen Fox, Gol, Voyage und Bora bei. Die Marktführerschaft in Argentinien konnte der Konzern mit einem Pkw-Marktanteil von 25,1 (24,2) % ausbauen. AUSLIEFERUNGEN VON PKW UND LEICHTEN NUTZFAHRZEUGEN AN KUNDEN NACH MÄRKTEN 1scroll
1
Die Auslieferungen und Marktanteile von 2010
wurden aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert. Auslieferungen in Asien-PazifikNachdem im Jahr 2010 die Region Asien-Pazifik mit Blick auf die Pkw-Verkäufe die mit Abstand am stärksten wachsende Region war, stieg im Jahr 2011 die Nachfrage nach Pkw nur leicht, da einige staatliche Förderprogramme ausliefen. Der Volkswagen Konzern setzte in der Region trotzdem 20,0 % mehr Fahrzeuge als im Vorjahr ab. Auf dem chinesischen Pkw-Markt verkaufte der Konzern im Vergleich zum Vorjahr 17,4 % mehr Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Nahezu alle Modelle trugen zu diesem positiven Ergebnis bei. Mit einem Marktanteil von 18,2 (16,8) % bauten wir unsere Marktführerschaft in China aus. Auf dem japanischen Markt konnten wir unsere Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahreswert um 12,1 % steigern. Die Modelle Touran, Passat Variant und Audi Q7 wurden verstärkt nachgefragt. Auf den übrigen Märkten der Region Asien-Pazifik entwickelten sich unsere Auslieferungen an Kunden unvermindert positiv. Auf dem indischen Pkw-Markt hat der Konzern seine Verkäufe gegenüber dem Vorjahr erneut mehr als verdoppelt. Die größten Steigerungsraten verzeichneten die Modelle Polo Kurzheck, Polo Stufenheck und ŠKODA Fabia Kurzheck. AUSLIEFERUNGEN VON LKW UND BUSSENIm Geschäftsjahr 2011 lieferte der Volkswagen Konzern weltweit 104.858 Lkw und Busse an Kunden aus (+64,6 %), auf Lkw entfielen dabei 93.778 Einheiten. Die Verkaufszahlen der Marke MAN sind für den Zeitraum 9. November bis 31. Dezember 2011 enthalten. Scania konnte die Auslieferungen an Kunden gegenüber dem Vorjahr um 25,7 % auf 80.108 Einheiten steigern. In Westeuropa beliefen sich die Verkäufe auf 38.073 Fahrzeuge, von denen 35.466 auf Lkw entfielen. Der Konzern profitierte auf diesem Markt vor allem bei Lkw überproportional von Ersatzbeschaffungen im Zuge der konjunkturellen Erholung. Auf den Märkten in Zentral- und Osteuropa verkauften wir insgesamt 15.194 Fahrzeuge, das waren im Vergleich zum Vorjahr mehr als doppelt so viel. Auf Lkw entfielen 14.920 Einheiten. In den übrigen Märkten Europas lieferten wir 14.259 Fahrzeuge an Kunden aus (+ 30,4 %), darunter 12.382 Lkw. Auf den nordamerikanischen Märkten verkauften wir im Berichtsjahr aufgrund der positiven Entwicklung in den relevanten Wirtschaftssektoren 813 Einheiten (davon 73 Lkw). In Südamerika belief sich die Nachfrage nach Lkw und Bussen aus dem Volkswagen Konzern auf 29.709 Fahrzeuge (+49,9 %), darunter 25.309 Lkw. Auf dem brasilianischen Markt lieferten wir 20.222 Lkw und 3.275 Busse aus. Auf den Märkten in der Region Asien-Pazifik beliefen sich die Verkäufe an Kunden auf 6.810 Einheiten (+ 33,8 %), von denen 5.628 auf Lkw entfielen. In China wurden 1.579 Lkw und 93 Busse ausgeliefert. AUSLIEFERUNGEN VON LKW UND BUSSEN AN KUNDEN NACH MÄRKTEN 1scroll
AUFTRAGSLAGE DES VOLKSWAGEN KONZERNS IN WESTEUROPAIn Westeuropa (einschließlich Deutschland) entwickelte sich die Nachfrage nach Konzernmodellen im Berichtsjahr deutlich besser als im Vorjahr. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Auftragseingängen für Westeuropa insgesamt wider, die gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % anstiegen. In Westeuropa ohne Deutschland lagen die Auftragseingänge auf Vorjahresniveau. Die Auftragsbilanz des Volkswagen Konzerns zum 31. Dezember 2011: Inländischer Auftragsbestand 300.600 Fahrzeuge und 323.300 vorliegende Bestellungen aus dem westeuropäischen Ausland. Der Auftragsbestand war damit um 4,0 % niedriger als am Vorjahresstichtag. FINANZDIENSTLEISTUNGEN DES KONZERNSIm Geschäftsjahr 2011 waren die Produkte und Services von Volkswagen Finanzdienstleistungen bei den Kunden sehr beliebt. Weltweit wurden im Finanzierungs-, Leasing- und Versicherungsgeschäft 3,1 Mio. neue Verträge abgeschlossen; das waren 16,2 % mehr als im Vorjahr. Der Gesamtvertragsbestand übertraf am 31. Dezember 2011 mit 8,2 Mio. den Wert des Vorjahresstichtags um 10,2 %. Im Bereich Kundenfinanzierung/Leasing nahm der Vertragsbestand um 6,1 % auf 5,6 Mio. zu, im Bereich Service/Versicherungen erhöhte er sich um 19,8 %. Der Anteil der geleasten oder finanzierten Fahrzeuge an den weltweiten Auslieferungen des Konzerns belief sich bei gleichgebliebenen Vergabegrundsätzen auf 36,3 (34,9) %. In Europa stieg die Zahl der Neuverträge auf 2,3 (2,0) Mio., der Vertragsbestand lag am 31. Dezember 2011 bei 6,2 (5,6) Mio. Der Bereich Kundenfinanzierung und Leasing verzeichnete am Ende des Berichtsjahres 3,7 (3,5) Mio. Kontrakte. Mit 36,8 (34,5) % war der Anteil der in Europa geleasten oder finanzierten Fahrzeuge höher als im Vorjahr. Als wirksam erwies sich dabei die intensivierte Kooperation mit den Automobilmarken des Konzerns, die den Schwerpunkt hatte, gemeinsam attraktive und kundenorientierte Kampagnen zu entwickeln. Deutschland war auch 2011 ein Stabilitätsfaktor und Wachstumstreiber im Euroraum. Entsprechend positiv hat sich hier auch das Automobil- und Finanzdienstleistungsgeschäft des Volkswagen Konzerns entwickelt. Bei Neu- und Gebrauchtwagen konnten die Vertragszahlen im Bereich Finanzierung und Leasing signifikant um insgesamt 46.892 Verträge - das entspricht einem Zuwachs von 7,2 % gegenüber dem Vorjahr - gesteigert werden. Mit einer Penetrationsrate von 50,3 (48,8) % wird mittlerweile mehr als jedes zweite Fahrzeug aus dem Volkswagen Konzern in Deutschland durch Volkswagen Finanzdienstleistungen finanziert oder verleast. In Nordamerika wurden insgesamt 500 Tsd. neue Verträge abgeschlossen; der Vorjahreswert wurde damit um 16,2 % übertroffen. Der Vertragsbestand war mit 1,3 Mio. Kontrakten um 5,7 % höher als Ende 2010. Auf den Bereich Kundenfinanzierung/Leasing entfielen 1,1 (1,1) Mio. Verträge. In Nordamerika lag der Anteil geleaster oder finanzierter Fahrzeuge mit 51,2 (52,2) % leicht unter Vorjahr. In Südamerika stieg der Vertragsbestand um 13,5 % auf 605 Tsd. Kontrakte, die fast ausschließlich auf den Bereich Kundenfinanzierung/Leasing entfielen. In dieser Region belief sich der Anteil der geleasten oder finanzierten Fahrzeuge auf 25,1 (27,3) %. Die Zahl der Vertragszugänge in Asien-Pazifik war im Berichtsjahr mit 67 Tsd. Kontrakten um 26,5 % höher als im Vorjahr. Der Vertragsbestand stieg um 12,9 % auf 205 Tsd. Im Bereich Kundenfinanzierung/Leasing nahm der Bestand im Vergleich zum Vorjahr um 8,7 % auf 128 Tsd. Verträge zu. Im Geschäftsjahr 2011 wurden in Asien-Pazifik 30,6 (22,0) % der ausgelieferten Fahrzeuge geleast oder finanziert. ABSATZ AN DIE HANDELSORGANISATIONDer Volkswagen Konzern setzte im Berichtsjahr einschließlich der Joint Ventures in China weltweit 8.361.294 Fahrzeuge an die Handelsorganisation ab. Das entspricht einem Anstieg um 14,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Ausland wurden vor allem aufgrund der hohen Nachfrage auf dem chinesischen Pkw-Markt 15,0 % mehr Fahrzeuge abgesetzt. Im Inland lag der Absatz um 14,4 % über dem Vorjahreswert, der noch durch das Ende der staatlichen Umweltprämie belastet worden war. Die Inlandsquote verringerte sich leicht auf 14,5 (14,6) %. Der Golf war mit 901.903 weltweit an die Handelsorganisation abgesetzten Einheiten und einem Anteil von 10,8 % am Konzernabsatz auch im Berichtsjahr unser Hauptvolumenträger. Die Modelle Polo, Sharan, Tiguan, Touareg, Audi A5 Sportback, Audi A1, Audi A4, Audi A8, ŠKODA Fabia, ŠKODA Octavia, SEAT Alhambra und Caddy verzeichneten deutliche Zuwächse. Zudem waren die in China angebotenen Versionen der Modelle Passat und Jetta sowie der Santana sehr gefragt. PRODUKTIONIm Berichtsjahr fertigte der Volkswagen Konzern weltweit 8.494.280 Fahrzeuge und damit 15,5 % mehr als im Vorjahr. Unsere chinesischen Gemeinschaftsunternehmen weiteten aufgrund der nach wie vor guten Nachfragesituation in China ihr Produktionsvolumen um 15,1 % aus. Auch die Produktionsstätten des Konzerns in Deutschland, Spanien, Tschechien, Mexiko und Südafrika erhöhten ihre Fertigungszahlen deutlich. Der Anteil der im Inland hergestellten Fahrzeuge sank leicht auf 27,8 (28,7) %. Durchschnittlich fertigten unsere Werke weltweit arbeitstäglich 34.456 Fahrzeuge; das entspricht einer beachtlichen Steigerung von 16,4 % gegenüber dem Vorjahr. In diesen Produktionszahlen sind die in den Daimler-Werken in Düsseldorf und Ludwigsfelde gefertigten Modelle des am Markt sehr erfolgreichen Crafter und des in Kooperation mit Chrysler in Nordamerika gebauten Routan nicht enthalten. LAGERBESTÄNDEAufgrund der anhaltend positiven Nachfrageentwicklung auf den weltweiten Automobilmärkten haben wir unser Produktionsvolumen im Berichtsjahr nochmals deutlich gesteigert. Daraus ergab sich unter anderem ein Lageraufbau bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bei den unfertigen Erzeugnissen. Zum 31. Dezember 2011 lagen die weltweiten Fahrzeugbestände bei den Konzerngesellschaften und in der Handelsorganisation über denen des Vorjahres. MITARBEITERZAHLDer Volkswagen Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2011 einschließlich der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen durchschnittlich 454.025 Mitarbeiter (+ 16,9 %). In China werden seit 2010 neben den fahrzeugproduzierenden Joint Ventures auch die Belegschaften der Komponentenwerke berücksichtigt. Bei unseren inländischen Gesellschaften standen im Durchschnitt 195.657 Personen unter Vertrag; ihr Anteil an der Gesamtbelegschaft reduzierte sich auf 43,1 (45,9) %. Am Bilanzstichtag 2011 hatte der Volkswagen Konzern 482.447 aktive Mitarbeiter (+25,6 %). Darüber hinaus befanden sich 4.488 Mitarbeiter in der passiven Phase der Altersteilzeit sowie 15.021 junge Menschen (+42,4 %) in einem Ausbildungsverhältnis. Die Gesamtbelegschaft des Volkswagen Konzerns umfasste am Ende des Berichtsjahres 501.956 Personen (+25,7 %). Dieser Anstieg ist neben dem Aufbau neuer Produktionsstätten und der Ausweitung des Produktionsvolumens im In- und Ausland vor allem auf die im Berichtsjahr erfolgten Vollkonsolidierungen der Porsche Holding Salzburg und der MAN SE zurückzuführen. Im Inland waren 224.851 Mitarbeiter beschäftigt (+24,0 %), im Ausland 277.105 (+27,1 %). GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUFDen Verlauf des Geschäftsjahres 2011 beurteilt der Vorstand der Volkswagen AG positiv. In einem volatilen Marktumfeld hat der Volkswagen Konzern die Erholung der Weltwirtschaft und der Automobilbranche zu einer weiteren Stärkung seiner Marktposition genutzt und die für das Jahr 2011 prognostizierten Werte für Auslieferungen, Umsatzerlöse und das Operative Ergebnis deutlich übertroffen. Die Investitionsquote im Konzernbereich Automobile lag bedingt durch das deutliche Umsatzwachstum trotz höherer Sachinvestitionen leicht unter dem erwarteten Wert. Mit 8,3 Mio. verkauften Fahrzeugen konnte ein neuer Auslieferungsrekord erzielt werden. Die höchsten absoluten Verkaufszuwächse haben wir in China, Deutschland, Russland und den USA verzeichnet. Unsere Verkäufe an Kunden wuchsen überproportional zu den Gesamtmärkten, sodass wir unseren weltweiten Marktanteil weiter steigern konnten. Diese positive Entwicklung ist vor allem auf unsere attraktive und umweltfreundliche Modellpalette zurückzuführen, mit der wir weltweit die Kunden begeistern. Darüber hinaus tragen unsere hohen Ansprüche an Qualität und Effizienz dazu bei, die finanziellen Ziele zu erreichen oder sogar zu übertreffen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die für das Berichtsjahr angestrebten Ziele und deren Erreichung. Detaillierte Informationen zu den finanziellen Kennzahlen finden Sie im Kapitel Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, das auf der Seite 174 beginnt. SOLL-IST-VERGLEICHscroll
Aktie und AnleihenAktien der Volkswagen AG entwickelten sich besser als der GesamtmarktDie Aktionäre der Volkswagen AG erlebten 2011 als abwechslungsreiches Börsenjahr. Die Kurse der Stamm- und der Vorzugsaktien waren starken Schwankungen ausgesetzt und schlossen das Jahr mit einem leichten Rückgang. An den Refinanzierungsmärkten konnte der Konzern erneut seine starke Position nutzen. AKTIENMÄRKTEDer DAX entwickelte sich 2011 deutlich volatiler, als dies noch zu Jahresbeginn von vielen Analysten erwartet worden war. Getragen von guten Unternehmensergebnissen setzte sich der positive Trend des vorangegangenen Jahres im ersten Quartal zunächst noch fort und der DAX stieg auf über 7.500 Punkte. Infolge der politischen Unruhen in Nordafrika und der Naturkatastrophen in Japan kamen die Kurse erheblich unter Druck. Nach einer kurzen Erholung bewegte sich der deutsche Leitindex im zweiten Quartal vorwiegend seitwärts. Im Zuge der sich verschärfenden Schuldenkrise im Euroraum, der Unsicherheit über die Anhebung des Schuldenlimits in den USA und der zunehmenden Sorge vor einer Abschwächung der Weltkonjunktur trübte sich die Stimmung an den Aktienmärkten im weiteren Jahresverlauf spürbar ein. In dieser Zeit wuchs zudem die Angst vor einer erneuten Finanzmarkt- und Bankenkrise. Diese Konstellation führte dazu, dass der DAX im dritten Quartal zeitweise bis unter die 5.000-Punkte-Marke fiel. Gegen Ende des dritten Quartals zeigten sich am deutschen Aktienmarkt jedoch die charakteristischen Anzeichen einer charttechnischen Bodenbildung. Diese vorläufige Stabilisierung ging mit der Markterwartung einher, dass eine mögliche Systemkrise verhindert werden könne, bevor die Turbulenzen auf den Finanzmärkten auf die Realwirtschaft übergreifen. Dennoch blieb die Verunsicherung der Marktteilnehmer auch im vierten Quartal groß, was sich in den teilweise sprunghaften Kursentwicklungen widerspiegelte. Vor allem die Gefahr einer Ausbreitung der Krise in Griechenland auf weitere Mitglieder der europäischen Währungsunion verhinderte eine stärkere Erholung der Aktienkurse im Schlussquartal. Am Ende des Jahres 2011 lag der DAX mit 5.898 Punkten deutlich unter dem Vorjahreswert (- 14,7 %). Der DJ Euro STOXX Automobile & Parts schloss am Jahresende bei 250 Punkten und verbuchte damit im Jahresvergleich einen Rückgang um 24,8 %. KURSENTWICKLUNG DER VOLKSWAGEN AKTIEDer sehr wechselhaften Marktentwicklung des vergangenen Jahres konnten sich auch die Stamm- und die Vorzugsaktie der Volkswagen AG nicht entziehen. Beide Papiere schnitten jedoch auf Jahressicht besser ab als der Gesamtmarkt. Nachdem sich die Entwicklung der Kurse beider Aktiengattungen in den vergangenen Jahren weitgehend voneinander entkoppelt hatte - vor allem aufgrund der Beteiligung der Porsche SE an der Volkswagen AG, des Wechsels der im DAX vertretenen Aktiengattung sowie der Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Vorzugsaktien im Jahr 2010 - verliefen die Kurse von Stamm- und Vorzugsaktie im Jahr 2011 wieder nahezu parallel. Allerdings wurden die Vorzüge nicht zuletzt wegen der höheren Liquidität durchgehend mit einem leichten Aufschlag gehandelt. AKTIENKURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2010 BIS DEZEMBER 2011 Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2010 = 100![]() Nach dem kräftigen Kursanstieg in der zweiten Jahreshälfte 2010 trat sowohl die Stamm- als auch die Vorzugsaktie im ersten Quartal 2011 in eine Konsolidierungsphase ein. Das lag im Wesentlichen an den politischen Unruhen in Nordafrika, durch die sämtliche Titel der Automobilbranche unter Druck gerieten. Im zweiten Quartal erholten sich die Kurse der Volkswagen Aktien und erhöhten sich - getrieben von der Bekanntgabe der sehr positiven Geschäftsentwicklung des Konzerns - deutlich um fast 30 %. Bei anhaltend hoher Volatilität erreichten die Stamm- und die Vorzugsaktie nach der Meldung über die erfreuliche Entwicklung der Auslieferungen des Konzerns im Juli 2011 ihre Jahreshöchststände. Zum Ende des Monats gaben die Volkswagen Aktien, dem Markttrend folgend, jedoch deutlich nach und erreichten Anfang Oktober die Tiefststände des Jahres. Diese erhebliche Schwankungsbreite hatte keine unternehmensspezifischen, fundamentalen Ursachen, sondern war im Wesentlichen auf die allgemeine Unsicherheit am Finanzmarkt zurückzuführen. Die positive Geschäftsentwicklung des Volkswagen Konzerns in den ersten neun Monaten des Jahres sowie optimistische Erwartungen der Marktteilnehmer führten im vierten Quartal dazu, dass sich die Kurse der beiden Aktiengattungen stärker als der Gesamtmarkt erholten. Den Jahreshöchststand auf der Basis der Tagesschlusskurse erreichten die Vorzüge am 15. Juli 2011 mit 151,00 €. Den niedrigsten Stand verzeichneten sie am 4. Oktober 2011 mit 88,54 €. Die Volkswagen Vorzugsaktie schloss am letzten Handelstag des Jahres 2011 bei 115,75 €; das entspricht einem Rückgang von 4,7 % im Vorjahresvergleich. Die Volkswagen Stammaktie, die 2011 ihr 50-jähriges Börsenjubiläum feierte, bewegte sich im Berichtsjahr innerhalb einer Bandbreite von 84,50 € am 4. Oktober 2011 und 136,95 € am 15. Juli 2011. Zum Jahresende 2011 schlossen die Stämme bei 103,65 € und damit um 2,1 % unter dem Wert des Vorjahres. AKTIONÄRSSTRUKTUR ZUM 31. DEZEMBER 2011 in Prozent des Gezeichneten Kapitals![]() DIVIDENDENPOLITIKUnsere Dividendenpolitik fügt sich in unsere Finanzstrategie ein. Wir verfolgen im Interesse aller Stakeholder eine kontinuierliche Dividendenentwicklung, die unsere Aktionäre angemessen am Geschäftserfolg beteiligt. Dabei berücksichtigt die vorgeschlagene Höhe der Dividende unsere finanzwirtschaftlichen Ziele - insbesondere die Absicherung einer soliden finanziellen Basis im Rahmen der Umsetzung unserer Strategie 2018. Der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat sieht eine im Vergleich zum Vorjahr um 0,80 € beziehungsweise rund 35 % höhere Dividende für Stamm- und Vorzugsaktien vor. Die Ausschüttungssumme für das Geschäftsjahr 2011 übertrifft in der Folge mit 1,4 Mrd. € den Vorjahreswert um 0,4 Mrd. €. Die Ausschüttungsquote basiert auf dem Ergebnis nach Steuern des Konzerns, das auf die Aktionäre der Volkswagen AG entfällt. Sie beträgt für das Berichtsjahr 9,1 (15,1) %. Unter Berücksichtigung der nicht liquiditätswirksamen Erträge, im Wesentlichen aus der Bewertung der Put-/Call-Rechte zum Erwerb der verbleibenden Anteile an der Porsche Zwischenholding GmbH, beläuft sich die bereinigte Ausschüttungsquote auf 15,7 (19,8) %. DIVIDENDENRENDITEAuf Basis des Dividendenvorschlags für das Berichtsjahr liegt die Dividendenrendite der Volkswagen Stammaktie, gemessen am Schlusskurs vom 30. Dezember 2011, bei 2,9 %. Für die Vorzugsaktie ergibt sich eine Dividendenrendite von 2,6 %. Der Dividendenvorschlag ist im Kapitel Volkswagen AG (Kurzfassung nach HGB) auf Seite 189 des vorliegenden Geschäftsberichts zu finden. ERGEBNIS JE AKTIEDas unverwässerte Ergebnis je Stammaktie für das Geschäftsjahr 2011 betrug 33,10 (15,17) €. Bei den Vorzügen ergab sich ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von 33,16 (15,23) €. Die Berechnung basiert gemäß IAS 33 auf der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stamm- beziehungsweise Vorzugsaktien (siehe hierzu auch die Anhangangabe 11 im Volkswagen Konzernabschluss). WEITERE INFORMATIONEN ZUR VOLKSWAGEN AKTIE www.volkswagenag.com/ir AKTIONÄRSSTRUKTUR ZUM 31. DEZEMBER 2011Die Grafik auf Seite 168 zeigt die Aktionärsstruktur der Volkswagen AG zum 31. Dezember 2011. Das Gezeichnete Kapital der Volkswagen AG stieg zum Ende des Berichtsjahres durch die Wandlung der letzten Tranche des Aktienoptionsplans auf 1.190.995.443,20 €. Die Stimmrechtsverteilung sah zum Bilanzstichtag wie folgt aus: Die Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, hielt 50,73 % der Stimmrechte. Zweitgrößter Aktionär war das Land Niedersachsen mit einem Anteil an den Stimmrechten von 20,0 %. Als drittgrößter Aktionär hielt die Qatar Holding LLC 17,0 %; die Porsche GmbH, Salzburg, hatte einen Anteil an den Stimmrechten von 2,37 %. Die restlichen 9,9 % der 295.089.817 Stammaktien entfielen auf weitere Aktionäre. Die Stimmrechtsmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz sind unter www.volkswagenag.com/ir veröffentlicht. WANDLUNG VON AKTIENOPTIONENAm 30. Juni 2011 endete der Aktienoptionsplan der Volkswagen AG. Zu diesem Termin wurden alle bis dahin noch bestehenden Schuldverschreibungen in Stammaktien gewandelt. Bereits zuvor hatten viele Mitarbeiter im Verlauf des Berichtsjahres die attraktive Möglichkeit der Wandlung genutzt. Daraus entstanden 44.250 neue Stammaktien beziehungsweise 0,1 Mio. € Gezeichnetes Kapital. Weitere Angaben zu unserem Aktienoptionsplan finden Sie im Anhang des Volkswagen Konzernabschlusses ab Seite 304. HAUPTVERSAMMLUNGAm 3. Mai 2011 fand im Congress Center Hamburg die 51. Ordentliche Hauptversammlung der Volkswagen AG statt. Bei einer Präsenz von 92,0 % des stimmberechtigten Kapitals stimmten die Stammaktionäre der Volkswagen AG für die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, für die Schaffung eines Genehmigten Kapitals und die entsprechende Satzungsänderung, für die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien und für eine Satzungsänderung zum Zwecke der Festlegung eines einheitlichen Gerichtsstands am Sitz der Gesellschaft. Mit Ablauf der Hauptversammlung endeten turnusgemäß die Amtszeiten der Herren Dr. Hans Michael Gaul und Dr. Jürgen Großmann; die Hauptversammlung wählte Frau Annika Falkengren, Präsidentin und Vorsitzende des Vorstands der Skandinaviska Enskilda Banken AB, und Herrn Khalifa Jassim Al-Kuwari, Chief Operating Officer der Qatar Investment Authority und der Qatar Holding LLC, als Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat. Außerdem beschloss die Hauptversammlung, für das Geschäftsjahr 2010 eine Dividende in Höhe von 2,20 € je Stammaktie und 2,26 € je Vorzugsaktie auszuschütten. Die Verbraucherzentrale für Kapitalanleger e.V., Berlin, hatte hinsichtlich der Hauptversammlung vom 23. April 2009 eine Anfechtungsklage bezüglich der Entlastungsbeschlüsse für das Geschäftsjahr 2008 erhoben. Nachdem bereits das Landgericht Hannover diese Klage am 24. Mai 2011 in vollem Umfang abgewiesen hatte, folgte das Oberlandesgericht Celle dieser Auffassung am 25. Januar 2012. Eine Revision gegen diese Entscheidung wurde nicht zugelassen. Hinsichtlich der Außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. Dezember 2009 hatte die Verbraucherzentrale für Kapitalanleger e.V., Berlin, eine Auskunftsklage eingelegt. Sie wurde vom Landgericht Hannover am 17. März 2011 vollumfänglich abgewiesen. Dagegen legte die Klägerin Beschwerde ein. Diese Beschwerde hat das Oberlandesgericht Celle am 17. November 2011 ebenfalls in vollem Umfang abgewiesen. Eine Rechtsbeschwerde wurde nicht zugelassen. Im Zusammenhang mit der Hauptversammlung vom 22. April 2010 hatte die Verbraucherzentrale für Kapitalanleger e.V., Berlin, eine Auskunftsklage sowie eine Anfechtungsklage hinsichtlich der Entlastungsbeschlüsse für das Geschäftsjahr 2009 erhoben. Am 25. Januar 2011 wies das Landgericht Hannover beide Klagen in vollem Umfang ab. Bezüglich der Auskunftsklage wurde kein Rechtsmittel zugelassen. Die Klägerin legte hinsichtlich der Anfechtungsklage Berufung ein. Diese Berufung wurde am 24. August 2011 durch das Oberlandesgericht Celle ebenfalls vollumfänglich abgewiesen. Da das Gericht eine Revision nicht zuließ, hat die Klägerin Nichtzulassungsbeschwerde erhoben. VOLKSWAGEN IN NACHHALTIGKEITSINDIZESVolkswagen ist als eines von nur drei Automobilunternehmen im renommierten DJ Sustainability World Index vertreten, der weltweit als der bedeutendste Nachhaltigkeitsindex gilt. Einzelheiten dazu finden Sie im Kapitel Wertsteigernde Faktoren auf Seite 219 dieses Berichts. WEITERE INFORMATIONEN ZUM THEMA NACHHALTIGKEIT www.volkswagenag.com/nachhaltigkeit KENNZAHLEN ZUR VOLKSWAGEN AKTIEscroll
scroll
scroll
scroll
1
Die Angaben beziehen sich für die Jahre 2007
bis 2010 auf die jeweils im Folgejahr ausgeschüttete Dividende. Für
das Jahr 2011 handelt es sich um den Dividendenvorschlag. DATEN ZUR VOLKSWAGEN AKTIEscroll
JÄHRLICHES DOKUMENT NACH § 10 WPPGDas Jährliche Dokument, in dem die nach § 10 Abs. 1 WpPG relevanten Veröffentlichungen des Geschäftsjahres 2011 (und darüber hinaus) aufgelistet sind, ist unter www.volkswagenag.com/ir abrufbar. Sollte ein Abruf nicht möglich sein, kann ein Dokument in Papierform angefordert werden. INVESTOR-RELATIONS-AKTIVITÄTENAuch im Jahr 2011 informierte das Investor-Relations-Team Investoren und Analysten an allen wichtigen Finanzplätzen der Welt umfassend über die strategische Ausrichtung und die geschäftliche Entwicklung des Volkswagen Konzerns und seiner Marken. Während sich diese Veranstaltungen in den Vorjahren überwiegend auf Europa konzentrierten, finden sie seit dem Berichtsjahr auch verstärkt in Nord- und Südamerika sowie vor allem in Asien statt. Der Kontakt zu den Kapitalmarktteilnehmern wurde bei mehr als 630 Roadshows, Konferenzen, Präsentationen und Einzelgesprächen gepflegt. Im Vergleich zum bereits hohen Vorjahreswert stieg damit die Zahl der Veranstaltungen weiter an. Viele dieser Investor-Relations-Aktivitäten fanden mit Beteiligung von Mitgliedern des Vorstands und des Top-Managements statt. Auch zahlreiche Veranstaltungen für Privataktionäre standen für die Mitarbeiter des Investor-Relations-Teams auf der Agenda. Zudem hat Investor Relations den Bereich Konzern-Treasury wie in den vergangenen Jahren bei seinen weltweiten Kapitalmarktaktivitäten unterstützt. Unsere Website registrierte rund 2,9 Mio. Aufrufe und damit erneut einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung des Internets als Informationsquelle für Anleger. Das Konzernergebnis des Jahres 2010 wurde auf der Jahrespressekonferenz im März 2011 vorgestellt; zeitgleich konnte die Veranstaltung im Internet verfolgt werden. Die Quartalsergebnisse 2011 des Volkswagen Konzerns wurden bei fest terminierten Telefonkonferenzen erläutert, die auch im Internet übertragen wurden. Alle Präsentationen, die im Zusammenhang mit den für Investoren relevanten Ereignissen standen, haben wir zudem zeitnah auf unserer Investor-Relations-Website www.volkswagenag.com/ir veröffentlicht. HIGHLIGHTS IM INVESTOR-RELATIONS-KALENDERAuf der jährlichen Analysten- und Investorenkonferenz des Volkswagen Konzerns in der Autostadt am Stammsitz Wolfsburg berichtete der Konzernvorstand am 10. März 2011 über die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2010 und erläuterte die Aussichten für 2011. Am Tag zuvor präsentierten Mitglieder des Vorstands der AUDI AG im Audi Forum am Münchener Flughafen den Investoren und Analysten die Ergebnisse des abgelaufenen Jahres und standen für Fragen zur Entwicklung des Premiumsegments zur Verfügung. Am 9. Mai 2011 teilte die Volkswagen AG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der MAN SE die Schwelle von 30 % überschritten hat und allen außenstehenden MAN-Aktionären ein Pflichtangebot zum Erwerb ihrer Aktien an der MAN SE unterbreitet wird. In einer Telefonkonferenz erläuterte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch die strategischen Hintergründe dieses Schritts und beantwortete zahlreiche Fragen zu diesem Thema. Auf der German and Austrian Corporate Conference der Deutschen Bank in Frankfurt am Main am 19. Mai 2011 berichtete Hans Dieter Pötsch über die Fortschritte des Volkswagen Konzerns bei der Umsetzung seiner Strategie 2018. Ein Highlight des Jahres war die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) im September 2011 in Frankfurt am Main, auf der der Volkswagen Konzern unter dem Motto "Zukunft serienmäßig" mit zahlreichen neuen Modellen das Publikum begeisterte. Sowohl bei der Volkswagen Group Night, die am Vorabend der offiziellen Messe-Eröffnung stattfand, als auch an den Folgetagen konnten Investoren und Analysten beim Besuch der Messestände die neuesten Modelle der verschiedenen Konzernmarken begutachten und Fragen zur aktuellen Entwicklung des Unternehmens stellen. Für Gespräche standen Produktexperten, Vertreter des Managements und die Mitarbeiter der Investor-Relations-Abteilung zur Verfügung. Ein weiterer Höhepunkt im diesjährigen Investor-Relations-Veranstaltungskalender war die "Volkswagen Group Americas Investor and Analyst Conference" vom 25. bis 27. September 2011. Mehr als 50 der wichtigsten Investoren und Analysten der Volkswagen AG nahmen die Einladung nach Chattanooga an, um sich umfassend über die Ziele des Konzerns auf dem amerikanischen Kontinent zu informieren und unseren Ansatz der Lokalisierung von Produkten direkt vor Ort zu erleben. Hans Dieter Pötsch erläuterte den Teilnehmern, wie der Konzern weiterhin profitabel wachsen und auch in einem herausfordernden Marktumfeld erfolgreich sein wird. Vertreter des lokalen Top-Managements gaben zudem bei Präsentationen und Einzelgesprächen detaillierte Einblicke in die Strategie von Volkswagen und Audi auf den transatlantischen Märkten. Ein Vorstandsmitglied unserer wesentlichen Beteiligung, der Porsche AG, berichtete zudem über Produktneuheiten, Ziele und Ergebnisse des Sportwagenherstellers. Eine Besichtigung unseres neuen Werkes in Chattanooga sowie Testfahrten mit verschiedenen Modellen der Marken, vor allem dem vor Ort produzierten Passat für den nordamerikanischen Markt, rundeten das Programm ab. REFINANZIERUNGDie positive Liquiditätsentwicklung im Volkswagen Konzern bestimmte auch im Jahr 2011 unsere Refinanzierungsaktivitäten. Vor allem im Konzernbereich Automobile bestand nur geringer Bedarf für zusätzliche Kapitalaufnahmen an den Finanzmärkten. Fällige Refinanzierungsinstrumente wurden zurückgeführt, ohne dafür Neuemissionen zu begeben. Um das langfristige Wachstum des Konzerns in China zu unterstützen, emittierte Volkswagen im Mai 2011 erstmals eine Anleihe in der lokalen Währung Renminbi und etablierte sich damit an den Finanzmärkten vor Ort. Dazu haben wir im Refinanzierungsmarkt Hongkong eine Anleihe über 1,5 Mrd. chinesische Renminbi mit fünfjähriger Laufzeit bei Investoren platziert und dabei einen erheblichen Preisvorteil gegenüber einer lokalen Mittelaufnahme erzielt. Die Emissionserlöse dienen dazu, den Ausbau unserer Kapazitäten in China zu finanzieren. Für den Konzernbereich Finanzdienstleistungen war Volkswagen im Jahr 2011 mit einer Vielzahl von Geld- und Kapitalmarkttransaktionen aktiv. Insgesamt wurden im europäischen Raum 5,0 Mrd. € über vier Benchmark-Anleihen und 6,3 Mrd. € über Asset-Backed-Securities (ABS)-Emissionen finanziert. Diese Transaktionen haben wir durch eine Reihe von Privatplatzierungen ergänzt und dabei häufig Zins- und Währungsopportunitäten genutzt. Durch den Abschluss von Derivaten wurden in allen Fällen Zins- und Währungsrisiken ausgeschlossen. Darüber hinaus hat Volkswagen seine Refinanzierungsaktivitäten im nordamerikanischen Kapitalmarkt weiter ausgebaut. Im März 2011 emittierte der Konzern seine zweite große Anleihe im US-Markt und konnte erneut eine vorteilhafte Preiskonstellation nutzen. Das Volumen von 2,7 Mrd. US-Dollar ist für das Unternehmen die bisher größte Transaktion an einem außereuropäischen Kapitalmarkt. Zusätzlich wurden drei ABS-Emissionen in Höhe von insgesamt 3,1 Mrd. US-Dollar durchgeführt. Im kanadischen Kapitalmarkt begab Volkswagen in einem attraktiven Marktumfeld Anleihen im Volumen von 500 Mio. kanadischen Dollar. Auch zukünftig wird Volkswagen die Diversifikation seiner Refinanzierung vorantreiben, um durch gute Konditionen das Wachstum des Konzerns finanziell zu unterstützen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den Grad der Nutzung unserer Geld- und Kapitalmarktprogramme zum 31. Dezember 2011 und veranschaulicht die finanzielle Flexibilität des Volkswagen Konzerns: scroll
Die Volkswagen AG hat am 28. Juli 2011 ihre bis dahin bestehende syndizierte Kreditlinie durch eine neue Fazilität in Höhe von 5,0 Mrd. € mit einer Laufzeit bis Juli 2016 und zusätzlich die zweimalige Option, diese um jeweils ein Jahr zu verlängern, erfolgreich ersetzt. Die Ausschreibung war nahezu doppelt überzeichnet, die Kreditlinie ist ungenutzt. Bei weiteren Konzerngesellschaften bestehen syndizierte Kreditlinien über insgesamt 4,6 Mrd. €, die gleichfalls nicht gezogen sind. Daneben haben Konzerngesellschaften in verschiedenen Ländern mit nationalen und internationalen Banken bilaterale Kreditlinien über insgesamt 32,9 Mrd. € vereinbart, von denen 15,4 Mrd. € nicht gezogen sind. Diese umfangreichen Finanzierungsmöglichkeiten sichern die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Volkswagen Konzerns. RATINGSDie Rating-Agenturen Standard & Poor's und Moody's Investors Service haben im Jahr 2011 turnusgemäß ihre Bonitätseinschätzungen für die Volkswagen AG, die Volkswagen Financial Services AG und die Volkswagen Bank GmbH aktualisiert. Standard & Poor's bestätigte die kurz- und langfristigen Ratings mit A - 2 beziehungsweise A - für die Volkswagen AG und für die Volkswagen Financial Services AG. Der Ausblick wurde aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs für beide Gesellschaften auf "stabil" angehoben. Das kurz- und das langfristige Rating der Volkswagen Bank GmbH wurde von Standard & Poor's mit A - 2 beziehungsweise A - bestätigt und der Ausblick mit "stabil" beibehalten. Die Gründe dafür waren vor allem die verbesserte Gewinnerwartung für die Jahre 2011 und 2012, die starke Kapitalisierung sowie der Anteil des stabilen Einlagevolumens am Refinanzierungsmix der Volkswagen Bank GmbH. Moody's Investors Service stuft die kurz- und langfristigen Ratings für die Volkswagen AG und die Volkswagen Financial Services AG weiterhin mit P - 2 beziehungsweise A3 ein; der Ausblick wurde für beide Gesellschaften auf "positiv" angehoben. Das kurz- und langfristige Rating der Volkswagen Bank GmbH wurde wegen einer Methodenänderung bei Moody's auf P - 2 beziehungsweise A3 angepasst. Den Ausblick für die Volkswagen Bank GmbH hat Moody's auf "positiv" angehoben. FÜR FRAGEN UND ANREGUNGEN STEHT UNSER INVESTOR-RELATIONS-TEAM JEDERZEIT ZUR VERFÜGUNG: BÜRO WOLFSBURG (VOLKSWAGEN AG)scroll
BÜRO LONDONscroll
BÜRO PEKINGscroll
INVESTOR RELATIONS LIAISON OFFICE (VOLKSWAGEN GROUP OF AMERICA, INC.) (Fragen betreffend American Depositary Receipts)scroll
RATINGSscroll
scroll
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageVolkswagen Konzern erzielt 2011 erneut ein RekordergebnisIm Geschäftsjahr 2011 steigerte der Volkswagen Konzern die Umsatzerlöse und das Operative Ergebnis deutlich und verzeichnete ein neues Rekordergebnis. Selbst nach Investitionen in Beteiligungen lag die Netto-Liquidität am Jahresende 2011 weiterhin auf einem hohen Niveau. Nach der Vollkonsolidierung der MAN SE zum 9. November 2011 umfasst die Segmentberichterstattung des Volkswagen Konzerns gemäß IFRS 8 - entsprechend der internen Berichterstattung und Steuerung - die vier berichtspflichtigen Segmente Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, Lkw und Busse, Power Engineering und Finanzdienstleistungen. Das Segmentergebnis wird bei Volkswagen auf Basis des Operativen Ergebnisses bestimmt. Die Überleitungsrechnung beinhaltet Bereiche und sonstige Geschäftstätigkeiten, die definitionsgemäß keine Segmente darstellen. Darin ist auch die nicht allokierte Konzernfinanzierung enthalten. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten (einschließlich der Holdingfunktionen) erfolgt ebenfalls innerhalb der Überleitungsrechnung. Die Zuordnung der Kaufpreisallokationen von Scania, MAN und Porsche Holding Salzburg folgt deren Abbildung in den Segmenten. Der im weiteren Verlauf dieses Kapitels erläuterte Konzernbereich Automobile umfasst nach der Vollkonsolidierung der MAN SE die Segmente Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, Lkw und Busse, Power Engineering sowie die Werte der Überleitungsrechnung. Wir fassen dabei das Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge sowie die Überleitungsrechnung zum Bereich Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zusammen. Über die Segmente Lkw und Busse sowie Power Engineering berichten wir im Bereich Lkw und Busse, Power Engineering. Der Konzernbereich Finanzdienstleistungen entspricht dem Segment Finanzdienstleistungen. Die Aktivitäten im Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erstrecken sich auf die Entwicklung von Fahrzeugen und Motoren, die Produktion und den Vertrieb von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sowie das Geschäft mit Originalteilen. Dieses Segment setzt sich aus den einzelnen Pkw-Marken und den leichten Nutzfahrzeugen des Volkswagen Konzerns auf konsolidierter Basis zusammen. Das Segment Lkw und Busse umfasst vor allem die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Lastkraftwagen und Bussen der Marken Scania und MAN, das Geschäft mit entsprechenden Originalteilen sowie damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Im Segment Power Engineering wird das Geschäft mit Großdieselmotoren, Turbomaschinen, Spezialgetrieben, Komponenten der Antriebstechnik und Prüfsystemen zusammengefasst. Die Tätigkeit des Segments Finanzdienstleistungen beinhaltet die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das Banken- und Versicherungsgeschäft sowie das Flottenmanagement. KENNZAHLEN NACH SEGMENTENscroll
scroll
ERTRAGSLAGE DES KONZERNSDie Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns übertrafen im Geschäftsjahr 2011 das Vorjahresniveau deutlich und waren mit 159,3 Mrd. € vor allem volumenbedingt um 25,6 % höher. Der größte Teil der Umsatzerlöse wurde mit 78,3 (77,4) % im Ausland erwirtschaftet. Das Bruttoergebnis konnte volumenbedingt sowie aufgrund verbesserter Produktkosten auf 28,0 Mrd. € gesteigert werden, da sich die Kosten der Umsatzerlöse nur unterproportional um 24,6 % erhöhten. Infolgedessen verbesserte sich die Bruttomarge von 16,9 % auf 17,6 %. Das Operative Ergebnis betrug 11,3 (7,1) Mrd. € und fiel damit deutlich höher aus als im Vorjahr. Die operative Umsatzrendite lag mit 7,1 (5,6) % über dem Niveau des Vorjahres. KONZERNERGEBNISIm Jahr 2011 erzielte der Volkswagen Konzern erneut ein Rekordergebnis und konnte das Ergebnis vor Steuern auf 18,9 (9,0) Mrd. € mehr als verdoppeln. Die Umsatzrendite vor Steuern verbesserte sich von 7,1 % im Vorjahr auf 11,9 %. Mit 15,8 Mrd. € fiel das Ergebnis nach Steuern des Volkswagen Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 Mrd. € höher aus. Die Steuerquote lag bei 16,5 %, da Effekte aus der Neubewertung der Optionen bezüglich der Porsche Zwischenholding GmbH keine Auswirkung auf den Steueraufwand haben. ERTRAGSLAGE IM KONZERNBEREICH AUTOMOBILEIm Konzernbereich Automobile erreichten die Umsatzerlöse im Jahr 2011 einen Wert von 142,1 Mrd. € und übertrafen damit den Vergleichswert 2010 um 26,0 %. Für den Anstieg waren neben einem höheren Volumen ein verbesserter Typ- und Ländermix sowie Erstkonsolidierungen, insbesondere des Automobilhandelsgeschäfts der Porsche Holding Salzburg zum 1. März 2011, verantwortlich. Die positive Entwicklung auf dem Pkw-Markt in China wirkt sich im Wesentlichen nur in Form von Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen in den Umsatzerlösen des Konzerns aus, da unsere chinesischen Gemeinschaftsunternehmen At Equity bilanziert werden. Im Berichtsjahr stiegen die Kosten der Umsatzerlöse im Vergleich zu den Umsatzerlösen unterproportional um 24,4 %. In der Folge konnte das Bruttoergebnis auf 24,2 (18,1) Mrd. € gesteigert werden. Die Bruttomarge verbesserte sich auf 17,1 (16,0) %. Aufgrund der Geschäftsausweitung erhöhten sich die Vertriebskosten um 20,7 %, ihr Anteil am Umsatz konnte jedoch gesenkt werden. Die Verwaltungskosten stiegen um 0,9 Mrd. € auf 3,6 Mrd. €; dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg des Geschäftsvolumens und die Erstkonsolidierung von Gesellschaften zurückzuführen. Das Sonstige betriebliche Ergebnis übertraf mit 3,1 Mrd. € den Vorjahreswert um 0,9 Mrd. €. Belastungen aus Wechselkursen standen positive Effekte aus der Auflösung von Rückstellungen gegenüber. Die Auflösung wird als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, während der Aufwand aus der Neubildung von Rückstellungen direkt den Funktionsbereichen zugeordnet ist. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG NACH KONZERNBEREICHENscroll
UMSATZANTEILE NACH MÄRKTEN 2011 GEMÄSS SEGMENTBERICHTERSTATTUNG in Prozent![]() Im Berichtsjahr erwirtschaftete der Konzernbereich Automobile ein Operatives Ergebnis in Höhe von 10,0 Mrd. € und übertraf damit den Wert des Vorjahres deutlich um 3,8 Mrd. €. Positiv auf das Ergebnis wirkten sich insbesondere das höhere Volumen und eine im Verhältnis zum Umsatz bessere Kostenrelation aus. Nicht im Operativen Ergebnis des Konzerns schlägt sich die äußerst positive Geschäftsentwicklung unserer chinesischen Gemeinschaftsunternehmen nieder, da diese At Equity bilanziert werden. Der Anteil des Operativen Ergebnisses am Umsatz war mit 7,0 (5,5) % Umsatz erneut höher als im Vorjahr. Das Finanzergebnis des Konzernbereichs Automobile verbesserte sich um 5,9 Mrd. € auf 7,6 Mrd. €. Positiv wirkten sich leicht gesunkene Finanzierungsaufwendungen, die stichtagsbezogene Bewertung derivativer Finanzinstrumente zur Devisensicherung und verbesserte Beteiligungserträge aus den At Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften - vor allem der chinesischen Joint Ventures und der Porsche Zwischenholding GmbH -aus. Die aktualisierte Bewertung der Put-/Call-Rechte bezüglich der Porsche Zwischenholding GmbH führte insbesondere zu einem positiven Ergebniseffekt. Dieser ergab sich im Wesentlichen daraus, dass eine Verschmelzung im Rahmen des in der Grundlagenvereinbarung mit der Porsche Automobil Holding SE vorgesehenen Zeitplans nicht umsetzbar war. Neben der Umstellung der Bilanzierung der Suzuki-Anteile von At Equity auf Fair Value ergab sich im Finanzergebnis aus dem Übergang zur Vollkonsolidierung von MAN ein buchhalterischer, nicht auszahlungswirksamer Aufwand. Ertragslage im Bereich Pkw und leichte Nutzfahrzeugescroll
Die Umsatzerlöse des Bereichs Pkw und leichte Nutzfahrzeuge beliefen sich im Jahr 2011 auf 129,7 (104,6) Mrd. € und lagen damit volumenbedingt und aufgrund der Einbeziehung der Porsche Holding Salzburg um 24,0 % über dem Vorjahreswert. Darüber hinaus wirkten sich ein verbesserter Typ- und Ländermix und Produktkostenoptimierungen positiv aus. Das Bruttoergebnis belief sich auf 22,1 (16,3) Mrd. €. Im Bereich Pkw und leichte Nutzfahrzeuge konnte das Operative Ergebnis um 75,9 % auf 9,0 (5,1) Mrd. € gesteigert werden. Ertragslage im Bereich Lkw und Busse, Power Engineeringscroll
Im Bereich Lkw und Busse, Power Engineering erzielten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 12,4 (8,2) Mrd. €. Der Anstieg resultierte insbesondere aus dem höheren Volumen und der Konsolidierung von MAN seit dem 9. November 2011. Das Bruttoergebnis fiel mit 2,1 Mrd. € um 23,0 % höher aus als im Vorjahr. Das Operative Ergebnis sank von 1,1 Mrd. € im Vorjahr auf 0,9 Mrd. € im Geschäftsjahr 2011. Darin enthalten sind belastende Effekte aus den vorzunehmenden Abschreibungen auf die Kaufpreisallokationen von MAN und Scania. ERTRAGSLAGE IM FINANZDIENSTLEISTUNGSBEREICHDie Umsatzerlöse des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen waren volumenbedingt und aufgrund der Einbeziehung des Finanzdienstleistungsgeschäfts der Porsche Holding Salzburg im Geschäftsjahr 2011 mit 17,2 Mrd. € um 22,6 % höher als im Vorjahr. Das Bruttoergebnis stieg auf 3,7 (3,4) Mrd. €. Die Vertriebs- und die Verwaltungskosten lagen im Berichtsjahr neben dem gestiegenen Volumen aufgrund strategischer Projekte und höherer Aufwendungen zur Erfüllung bankenaufsichtsrechtlicher Anforderungen über dem Vorjahreswert. Das Sonstige betriebliche Ergebnis betrug -0,8 (-1,0) Mrd. €. Das Operative Ergebnis verbesserte sich um 36,4 % auf 1,3 Mrd. €. Damit leistete der Finanzdienstleistungsbereich erneut einen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis des Konzerns. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern lag mit 14,0 (12,9) % über dem Niveau des Vorjahres. GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTSDas Finanzmanagement des Volkswagen Konzerns umfasst die Themenbereiche Liquiditätsmanagement, Management von Währungs-, Zins- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Länderrisiken. Der Bereich Konzern-Treasury steuert das Finanzmanagement für alle Konzerngesellschaften zentral auf Basis interner Richtlinien und Risikoparameter. Aufgrund von zeitlichen beziehungsweise börsenrechtlichen Restriktionen erfolgt keine zentrale Koordination der Teilkonzerne Scania und MAN. In Bezug auf die Liquidität ist es das Ziel des Finanzmanagements, jederzeit die Zahlungsfähigkeit des Volkswagen Konzerns sicherzustellen und gleichzeitig eine angemessene Rendite aus der Anlage überschüssiger Liquidität zu erzielen. Das Management von Währungs-, Zins- und Rohstoffrisiken ist darauf ausgerichtet, Preise, die der Investitions- beziehungsweise Produktions- und Absatzplanung zugrunde gelegt wurden, mittels derivativer Finanzinstrumente abzusichern. Beim Management von Bonitäts- und Länderrisiken soll durch Diversifizierung ein Verlust- oder Ausfallrisiko für den Volkswagen Konzern vermieden werden. Das bedeutet, dass der Abschluss von Finanzgeschäften, bezogen auf das Geschäftsvolumen je Kontrahent, einer internen Limitierung unterliegt, die anhand verschiedener Bonitätskriterien definiert wird. Dazu zählen unter anderem das von unabhängigen Agenturen vergebene Rating und die Eigenkapitalausstattung der möglichen Kontrahenten. Das jeweilige Risikolimit sowie zulässige Finanzinstrumente, Sicherungsverfahren und Absicherungshorizonte genehmigt der Vorstandsausschuss für Liquidität und Devisen. Nähere Informationen zu den Grundsätzen und Zielen des Finanzmanagements finden Sie im Anhang des Konzernabschlusses 2011 auf den Seiten 227 bis 228. FINANZIELLE SITUATION UND ZAHLUNGSMITTELBESTAND DES KONZERNSDie Finanzlage des Volkswagen Konzerns wurde im Geschäftsjahr 2011 von dem Erwerb der Porsche Holding Salzburg, der Beteiligung an der SGL Carbon SE sowie von der Erhöhung des Anteils am Grundkapital der MAN SE beeinflusst. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die Liquiditätsentwicklung des Konzerns und stellen danach die operativen Ursachen nach Konzernbereichen dar. Der Brutto-Cash-flow des Volkswagen Konzerns lag mit 18,9 Mrd. € im Berichtsjahr um 3,3 Mrd. € über dem Vorjahr. Die Mittelbindung im Working Capital erhöhte sich im Jahr 2011 um 6,3 Mrd. € auf 10,4 Mrd. €. In der Folge ging der Cash-flow aus dem laufenden Geschäft auf 8,5 (11,5) Mrd. € zurück. Die Investitionstätigkeit aus dem laufenden Geschäft des Volkswagen Konzerns stieg im Jahr 2011 um 72,5 % auf 16,0 Mrd. €. Davon entfielen 8,1 Mrd. € auf Sachinvestitionen und 6,4 Mrd. € auf den Erwerb und Verkauf von Beteiligungen. Der Netto-Cash-flow sank um 9,7 Mrd. € auf -7,5 Mrd. €. Der Zahlungsmittelbestand des Volkswagen Konzerns belief sich am 31. Dezember 2011 laut Kapitalflussrechnung auf 16,5 Mrd. € und lag damit unter Vorjahresniveau. Die Brutto-Liquidität stieg um 1,0 Mrd. € auf 28,7 Mrd. €. Die Netto-Liquidität des Konzerns betrug -64,9 (-49,3) Mrd. €. FINANZIELLE SITUATION IM KONZERNBEREICH AUTOMOBILEDer Brutto-Cash-flow des Konzernbereichs Automobile war im Geschäftsjahr 2011 mit 15,4 (12,4) Mrd. € ergebnisbedingt höher als im Vorjahr. Trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens konnten aufgrund eines stringenten Managements im Working Capital Mittel in Höhe von 1,7 (1,6) Mrd. € freigesetzt werden. In der Folge stieg der Cash-flow aus dem laufenden Geschäft deutlich auf 17,1 (13,9) Mrd. €. Die Investitionstätigkeit aus dem laufenden Geschäft war im Geschäftsjahr 2011 mit 16,0 Mrd. € um 6,9 Mrd. € höher als im Vorjahr. Die Sachinvestitionen beliefen sich auf 7,9 Mrd. €; sie lagen damit um 2,3 Mrd. € über dem Vorjahresniveau. Die Sachinvestitionsquote lag bedingt durch das deutliche Umsatzwachstum mit 5,6 (5,0) % nur leicht über dem Vorjahreswert. Wir investierten vor allem in unsere Fertigungsstandorte sowie in Modelle, die wir in den Jahren 2011 und 2012 in den Markt eingeführt haben beziehungsweise noch einführen werden. Im Wesentlichen sind dies der up!, der Passat für den amerikanischen Markt und der Audi Q3 sowie die Nachfolgermodelle des Golf, des Beetle, des Audi A3, des Audi A4 und des Audi A6. Weitere Schwerpunkte bildeten die ökologische Ausrichtung der Modellpalette sowie der Ausbau der Modularen Baukästen. Die aktivierten Entwicklungskosten lagen mit 1,7 Mrd. € auf dem Niveau des Vorjahres. Innerhalb der Investitionstätigkeit aus dem laufenden Geschäft führte der Erwerb von Beteiligungen zu einem Mittelabfluss in Höhe von 6,6 Mrd. €. Darin enthalten sind der Erwerb der Porsche Holding Salzburg, die Beteiligung an der SGL Carbon SE und die Aufstockung des Anteils an der MAN SE. Der Netto-Cash-flow des Konzernbereichs Automobile ging aufgrund der höheren Beteiligungsinvestitionen um 3,7 Mrd. € auf 1,1 Mrd. € zurück. scroll
1
Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen
den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. In der Finanzierungstätigkeit des Konzernbereichs Automobile kam es zu einem Mittelabfluss in Höhe von 4,3 (3,2) Mrd. € , der insbesondere auf die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und Dividendenzahlungen zurückzuführen war. Trotz der Investitionen in Beteiligungen lag die Netto-Liquidität des Konzernbereichs Automobile am Ende des Geschäftsjahres 2011 mit 17,0 (18,6) Mrd. € weiterhin auf einem hohen Niveau. Finanzielle Situation im Bereich Pkw und leichte Nutzfahrzeugescroll
Der Brutto-Cash-flow des Bereichs Pkw und leichte Nutzfahrzeuge lag im Wesentlichen ergebnisbedingt mit 13,7 Mrd. € um 23,6 % über dem Vorjahreswert. Im Working Capital kam es trotz des Volumenanstiegs zu einer Mittelfreisetzung in Höhe von 1,3 (1,5) Mrd. € . Der Cash-flow aus dem laufenden Geschäft erhöhte sich infolgedessen um 2,5 Mrd. € auf 15,1 Mrd. € . Die Investitionstätigkeit aus dem laufenden Geschäft belief sich auf 15,5 (9,0) Mrd. € und beinhaltet den Mittelabfluss für den Erwerb der Porsche Holding Salzburg, die Beteiligung an der SGL Carbon SE und die Aufstockung des Anteils an der MAN SE. Gegenüber Vorjahr sind die Sachinvestitionen um 37,6 % gestiegen, während die aktivierten Entwicklungskosten auf dem Vorjahresniveau lagen. Selbst nach gestiegenen Beteiligungs- und Sachinvestitionen war der Netto-Cash-flow mit -0,5 Mrd. € nur leicht negativ. Finanzielle Situation im Bereich Lkw und Busse, Power Engineeringscroll
Im Bereich Lkw und Busse, Power Engineering lag der Brutto-Cash-flow bei 1,6 (1,2) Mrd. € . Im Working Capital kam es zu einer Mittelfreisetzung von 401 (99) Mio. €, der Cash-flow aus dem laufenden Geschäft erhöhte sich auf 2,0 (1,3) Mrd. €. Die Investitionstätigkeit aus dem laufenden Geschäft, im Wesentlichen Investitionen in Sachanlagen, betrug 454 (86) Mio. €. Der Netto-Cash-flow verbesserte sich um 0,3 Mrd. € auf 1,6 Mrd. € . FINANZIELLE SITUATION IM FINANZDIENSTLEISTUNGSBEREICHIm Geschäftsjahr 2011 lag der Brutto-Cash-flow des Finanzdienstleistungsbereichs mit 3,5 Mrd. € ergebnisbedingt um 9,0 % über dem Vorjahreswert. Die Mittelbindung im Working Capital erhöhte sich aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeit, der daraus resultierenden höheren Forderungen aus Finanzdienstleistungen sowie der Veränderung des Bestandes an Vermietvermögen auf 12,1 (5,7) Mrd. € . Mit 4,0 Mio. € war die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts niedriger als im Vorjahr. Zur Finanzierung des gestiegenen Geschäftsvolumens wurden - unter anderem durch die Begebung von Anleihen - Mittel in Höhe von 12,6 (2,3) Mrd. € zugeführt. Die Brutto-Liquidität des Finanzdienstleistungsbereichs war mit 7,0 Mrd. € um 3,8 Mrd. € höher als im Vorjahr. Der Anstieg des Kreditstands auf 88,8 (71,2) Mrd. € resultierte im Wesentlichen aus der Ausweitung der Geschäftstätigkeit sowie aus der Einbeziehung der Finanzdienstleistungsaktivitäten von Porsche Holding Salzburg und MAN. Die branchenüblich negative Netto-Liquidität des Finanzdienstleistungsbereichs belief sich am Ende des Geschäftsjahres auf -81,8 (-68,0) Mrd. €. BILANZSTRUKTUR DES KONZERNSDie Bilanzsumme des Volkswagen Konzerns übertraf am 31. Dezember 2011 mit 253,6 Mrd. € den Vergleichswert des Vorjahres um 27,2 %. Hierzu trugen der Konzernbereich Automobile durch sein originäres Wachstum sowie der Erwerb der Porsche Holding Salzburg und die Vollkonsolidierung von MAN maßgeblich bei. Auf Seite 181 ist die Struktur der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011 grafisch dargestellt. Die Eigenkapitalquote des Volkswagen Konzerns erhöhte sich leicht auf 25,0 (24,4) %. BILANZSTRUKTUR NACH KONZERNBEREICHEN ZUM 31. DEZEMBERscroll
1
Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen
den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen, im Wesentlichen
konzerninterne Darlehen. STRUKTUR DER KONZERNBILANZ 2011 in Prozent![]() BILANZSTRUKTUR IM KONZERNBEREICH AUTOMOBILEDie Konsolidierung des automobilen Handelsgeschäfts der Porsche Holding Salzburg wirkte sich vor allem auf den Vorratsbestand und auf das Fremdkapital erhöhend aus. Als Folge der Konsolidierung der Teilkonzerne MAN Nutzfahrzeuge und Power Engineering erhöhten sich die Langfristigen Vermögenswerte, insbesondere die Immateriellen Vermögenswerte, sowie das Eigenkapital und die Schulden. Eine Allokation des Kaufpreises für die übernommenen Vermögenswerte und Schulden ist zum Stichtag dieses Abschlusses noch vorläufig. Die Langfristigen Vermögenswerte des Automobilbereichs lagen am Jahresende 2011 um 38,9 % über dem Vorjahreswert. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem Zugang von MAN und der stichtagsbezogenen Neubewertung der Optionen bezüglich der Porsche Zwischenholding GmbH und den Investitionen in neue Produkte. Die Kurzfristigen Vermögenswerte waren um 21,0 % höher als am 31. Dezember 2010. Die Erstkonsolidierungen sowie die Steigerung des Geschäftsvolumens führten hier zu einem Anstieg der Vorräte und Forderungen. Bedingt durch den Erwerb der Porsche Holding Salzburg und der Anteilserhöhung an der MAN SE lag der Zahlungsmittelbestand mit 14,5 (17,4) Mrd. € unter dem Wert des Vorjahres. Ende 2011 übertraf das Eigenkapital vor Anteilen von Minderheitsgesellschaftern des Konzernbereichs Automobile mit 46,9 Mrd. € den Vorjahreswert um 26,6 %. Den Auswirkungen einer guten Ergebnisentwicklung standen gegenläufige Effekte aus der Dividendenzahlung, direkt im Eigenkapital verrechneten Bewertungsergebnissen aus der Fair Value Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten und höhere versicherungsmathematische Verluste aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen gegenüber. Mit 52,5 Mrd. € übertraf das Eigenkapital inklusive der Anteile von Minderheitsgesellschaftern, die im Wesentlichen auf die Minderheitsgesellschafter an Scania und MAN entfielen, den Vergleichswert des Vorjahresstichtags um 12,9 Mrd. € . Die Eigenkapitalquote lag mit 35,9 (35,5) % leicht über dem Wert des Vorjahres. Die Lang- und Kurzfristigen Schulden stiegen um 15,8 % beziehungsweise 50,2 %. Dies resultierte vor allem aus den Erstkonsolidierungen sowie dem gestiegenen Geschäftsvolumen. Die Langfristigen Finanzschulden gingen um 14,8 % zurück. Die Werte des Automobilbereichs enthalten auch die Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. Da die kurzfristigen Finanzschulden des originären Konzernbereichs Automobile geringer waren als die an den Finanzdienstleistungsbereich gewährten Darlehen, war der auszuweisende Wert für den Berichtszeitraum negativ. Die Bilanzsumme des Konzernbereichs Automobile war am 31. Dezember 2011 mit 146,0 Mrd. € um 30,9 % höher als Ende Dezember 2010. Bilanzstruktur im Bereich Pkw und leichte Nutzfahrzeugescroll
Die Langfristigen Vermögenswerte des Bereichs Pkw und leichte Nutzfahrzeuge übertrafen am Jahresende 2011 mit 60,5 Mrd. € den Vergleichswert des Vorjahres um 13,6 %. Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 45,6 Mrd. € auf dem Niveau des Vorjahres. Die Bilanzsumme belief sich am 31. Dezember 2011 auf 106,1 (99,0) Mrd. €. Das Eigenkapital war mit 32,4 Mrd. € um 2,6 % höher als am 31. Dezember 2010. Die Langfristigen und die Kurzfristigen Schulden stiegen auf 41,0Mrd. € beziehungsweise 32,7 Mrd. € an. Wesentlichen Einfluss neben dem originären Wachstum hatten der Erwerb der Porsche Holding Salzburg sowie die Bewertung der Put-/Call-Rechte bezüglich der Porsche Zwischenholding GmbH. Bilanzstruktur im Bereich Lkw und Busse, Power Engineeringscroll
Aufgrund der Vollkonsolidierung von MAN lagen die Werte der Bilanzpositionen des Bereichs Lkw und Busse, Power Engineering zum 31. Dezember 2011 deutlich über den Vorjahreswerten. Die Kaufpreisallokationen für die übernommenen Vermögenswerte und Schulden von MAN wirkten sich insbesondere in den Langfristigen Vermögenswerten und dem Eigenkapital aus. Die Bilanzsumme betrug 39,9 (12,5) Mrd. €. Das Eigenkapital (20,1 Mrd. €) stieg um 12,1 Mrd. € an. Die Anteile von Minderheiten am Eigenkapital des Volkswagen Konzerns entfallen im Wesentlichen auf den Bereich Lkw und Busse, Power Engineering. BILANZSTRUKTUR IM FINANZDIENSTLEISTUNGSBEREICHAufgrund der Konsolidierung des Finanzdienstleistungsgeschäfts der Porsche Holding Salzburg sowie von MAN nahmen im Konzernbereich Finanzdienstleistungen insbesondere die Forderungen aus Finanzdienstleistungen sowie die kurzfristigen Finanzschulden zu. Die Bilanzsumme des Finanzdienstleistungsbereichs war am Ende des Berichtsjahres mit 107,6 Mrd. € um 19,7 Mrd. € höher als ein Jahr zuvor. Die Langfristigen Vermögenswerte stiegen um 20,2 %; Gründe hierfür waren insbesondere die Geschäftsausweitung und die Einbeziehung von Porsche Holding Salzburg und MAN, die vor allem die Forderungen aus Finanzdienstleistungen erhöhten. Die Kurzfristigen Vermögenswerte nahmen um 25,6 % zu; die darin enthaltenen Forderungen aus Finanzdienstleistungen erhöhten sich volumenbedingt sowie aufgrund der Erstkonsolidierungen. Die Zahlungsmittel erhöhten sich auf 3,8 (1,3) Mrd. € . Rund 42 % der Bilanzsumme des Volkswagen Konzerns entfielen am Bilanzstichtag auf den Finanzdienstleistungsbereich. Das Eigenkapital des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen betrug am Bilanzstichtag 10,9 (9,2) Mrd. € . Der Anstieg resultierte insbesondere aus der Ergebnissituation und Kapitalerhöhungen durch die Volkswagen AG. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 10,1 (10,4) %. Aufgrund der Erstkonsolidierung der Porsche Holding Salzburg und der Finanzierung des gestiegenen Geschäftsvolumens nahmen die Langfristigen Schulden um 27,8 % zu. Die Kurzfristigen Schulden lagen vor allem aufgrund der Geschäftsausweitung und den Erstkonsolidierungen um 19,7 % über dem Vergleichswert 2010. Das Einlagevolumen aus dem Direktbankgeschäft belief sich auf 22,2 (18,9) Mrd. € , davon entfielen 21,4 Mrd. € auf die Volkswagen Bank direct. Das Verhältnis von Kreditstand zu Eigenkapital (debt-to-equity ratio) lag unverändert bei 8:1. FINANZWIRTSCHAFTLICHE KENNZAHLENscroll
1
Cash-flow laufendes Geschäft im Verhältnis
zu kurz- und langfristigen Finanzschulden. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGEDer Vorstand der Volkswagen AG beurteilt die wirtschaftliche Lage des Konzerns positiv. Im Geschäftsjahr 2011 setzte der Volkswagen Konzern seinen profitablen Wachstumskurs erfolgreich fort und erreichte neue Rekordwerte bei Umsatzerlösen und Ergebnis. Neben der Volumensteigerung sind unsere konsequente Ausgaben- und Investitionsdisziplin sowie die stetige Optimierung unserer Prozesse für diesen Erfolg verantwortlich. Wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage des Volkswagen Konzerns hatten im Berichtsjahr der Erwerb der Porsche Holding Salzburg und die Aufstockung des Anteils an der MAN SE. Selbst nach dem damit verbundenen Mittelabfluss hat der Konzernbereich Automobile weiterhin eine solide Liquiditätsposition, die uns vor dem Hintergrund der geplanten Schaffung des Integrierten Automobilkonzerns mit Porsche finanzielle Stabilität und Flexibilität bietet. Einen Überblick über die Entwicklung des Volkswagen Konzerns in den vergangenen fünf Jahren geben die Darstellungen auf den Seiten 183 und 185. Die wirtschaftliche Lage des Volkswagen Konzerns nach Marken und Geschäftsfeldern ist im Kapitel Konzernbereiche ab Seite 110 ausführlich erläutert. WERTSCHÖPFUNGSRECHNUNGDie Wertschöpfungsrechnung stellt den im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Wertzuwachs als Beitrag des Unternehmens zum Sozialprodukt des jeweiligen Landes sowie seine Verteilung dar. Im Geschäftsjahr 2011 war der Wertzuwachs des Volkswagen Konzerns um 44,9 % höher als ein Jahr zuvor. Die Wertschöpfung je Mitarbeiter belief sich im Berichtsjahr auf 120,5 Tsd. € (+23,4 %). Die Mitarbeiter, die sich in der passiven Phase der Altersteilzeit befinden, werden nicht in die Ermittlung einbezogen. WERTSCHÖPFUNG DES VOLKSWAGEN KONZERNSscroll
scroll
FÜNF-JAHRES-ÜBERSICHTscroll
WERTBEITRAG ALS STEUERUNGSGRÖSSEDas finanzielle Zielsystem des Volkswagen Konzerns sieht als Kernelement die kontinuierliche und nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes vor. Um den Ressourceneinsatz im Konzernbereich Automobile effizient zu gestalten und dessen Erfolg zu messen, nutzen wir seit vielen Jahren den Wertbeitrag* , eine an den Kapitalkosten ausgerichtete Steuerungsgröße. Mit dem Konzept der wertorientierten Steuerung kann der Erfolg unserer innovativen und ökologisch ausgerichteten Produktpalette beurteilt werden. Darüber hinaus wird so die Ertragskraft einzelner Geschäftseinheiten und Projekte, etwa der neuen Werke in Indien, Russland und Nordamerika, messbar. Komponenten des WertbeitragsDas Operative Ergebnis nach Steuern und die Kapitalkosten des investierten Vermögens bestimmen die Höhe des Wertbeitrags. Das Operative Ergebnis dokumentiert die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Automobilbereichs und stellt zunächst eine Größe vor Steuern dar. Auf Basis der international unterschiedlichen Ertragsteuersätze unserer Gesellschaften wenden wir zur Ermittlung des Operativen Ergebnisses nach Steuern pauschal einen durchschnittlichen Steuersatz von 30 % an. Die Multiplikation des Kapitalkostensatzes mit dem investierten Vermögen ergibt die Kapitalkosten. Das investierte Vermögen berechnet sich aus der Summe der Vermögenswerte, die dem eigentlichen Betriebszweck dienen (Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte, Vorräte und Forderungen), vermindert um das unverzinsliche Abzugskapital (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltene Anzahlungen). Da das Konzept der wertorientierten Steuerung nur das operative Geschäft umfasst, werden Vermögenspositionen aus dem Beteiligungsengagement oder aus der Anlage liquider Mittel bei der Berechnung des investierten Vermögens nicht berücksichtigt. Diese Vermögenspositionen werden über das Finanzergebnis verzinst. Ermittlung des aktuellen KapitalkostensatzesDer Kapitalkostensatz stellt den gewichteten Durchschnitt der Verzinsungsansprüche an das Eigen- und Fremdkapital dar. Der Eigenkapitalkostensatz wird mit Hilfe des Kapitalmarktmodells "CAPM" (Capital Asset Pricing Model) bestimmt. Dieses Modell basiert auf dem Zinssatz langfristiger risikofreier Bundesanleihen, erhöht um die Risikoprämie einer Anlage am Aktienmarkt. Die Risikoprämie setzt sich aus einem allgemeinen Marktrisiko sowie einem spezifischen Unternehmensrisiko zusammen. Die allgemeine Risikoprämie, die das generelle Risiko einer Kapitalanlage am Aktienmarkt widerspiegelt und sich am Morgan Stanley Capital International (MSCI) World Index orientiert, wurde aufgrund der derzeit zu beobachtenden, erhöhten Unsicherheit am Kapitalmarkt von 5,0 % auf 5,5 % angehoben. Das spezifische Unternehmensrisiko - die Schwankungen des Kurses der Volkswagen Vorzugsaktie - wird seit 2010 im Rahmen der Beta-Faktor-Ermittlung im Vergleich zum MSCI World Index abgebildet. Der Wechsel des Vergleichsindex vom DAX zum MSCI World Index wurde erforderlich, weil die Volkswagen Aktie in den Jahren 2008 und 2009 erheblichen Kursschwankungen ausgesetzt war und im Jahr 2010 im DAX ein Wechsel der Aktiengattung hin zu den Vorzugsaktien stattgefunden hat. Mit dem MSCI World Index wird ein Maßstab unterlegt, der für Investoren einen weltweiten Kapitalmarktanspruch widerspiegelt. Der Betrachtungszeitraum für die Beta-Faktor-Ermittlung erstreckt sich über 5 Jahre mit jährlichen Beta-Werten auf täglicher Basis und einer anschließenden Durchschnittsbildung. Für 2011 wurde ein Beta-Faktor von 1,09 (Vorjahr: 0,99) ermittelt. KAPITALKOSTENSATZ NACH STEUERN KONZERNBEREICH AUTOMOBILEscroll
Der Fremdkapitalkostensatz basiert auf der durchschnittlichen Verzinsung langfristiger Kredite. Weil die Fremdkapitalzinsen steuerlich abzugsfähig sind, wird der Fremdkapitalkostensatz um den Steuervorteil von 30 % adjustiert. Nach Gewichtung auf Basis einer festen Relation für die Marktwerte des Eigen- und Fremdkapitals ergibt sich für den Konzernbereich Automobile für das Jahr 2011 ein effektiver Kapitalkostensatz von 7,0 (6,3) %. Wertbeitrag und Kapitalrendite im aktuellen GeschäftsjahrVolkswagen hat zum 1. März 2011 das Vertriebsgeschäft der Porsche Holding Salzburg übernommen. Mit dem Vollzug des Pflichtangebots zum Erwerb von Aktien der MAN SE hielt Volkswagen am 9. November des Berichtsjahres 55,90 % der Stimmrechte und 53,71 % des Grundkapitals des Unternehmens. In der Folge wird MAN seit diesem Zeitpunkt im Konzern vollkonsolidiert. Entsprechend der internen Steuerung und Führung der Marken und Gesellschaften des Konzernbereichs Automobile wurden das Automobilhandelsgeschäft der Porsche Holding Salzburg und die Teilkonzerne MAN Nutzfahrzeuge und MAN Power Engineering mit dem operativen Kerngeschäft auf Basis einheitlicher Definitionen in das Konzept der wertorientierten Steuerung einbezogen. Vermögens- und Ergebniseffekte aus der Kaufpreisallokation werden nicht berücksichtigt, da sie außerhalb der operativen Steuerungsmöglichkeiten des Managements liegen. Das Operative Ergebnis nach Steuern des Konzernbereichs Automobile lag inklusive des anteiligen Operativen Ergebnisses der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen im Geschäftsjahr 2011 bei 9.342 (5.859) Mio. €. Diese signifikante Verbesserung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf Volumensteigerungen, Mixverbesserungen sowie Produktkostenoptimierungen zurückzuführen. Das investierte Vermögen ist vor allem aufgrund der Einbeziehung der neuen Gesellschaften auf 52.863 (43.525) Mio. € angestiegen. Multipliziert mit dem gegenüber 2010 höheren Kapitalkostensatz beliefen sich die Kapitalkosten auf 3.700 Mio. €. Infolge des gestiegenen Operativen Ergebnisses nach Steuern ergab sich ein deutlich positiver Wertbeitrag in Höhe von 5.641 (3.117) Mio. €. Die Kapitalrendite zeigt die erzielte periodenbezogene Verzinsung des investierten Vermögens auf Basis des Operativen Ergebnisses nach Steuern. Sie hat sich aus den zuvor beschriebenen Gründen im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 17,7 (13,5) % verbessert. Weitere Informationen zur wertorientierten Steuerung finden Sie auf der Internetseite www.volkswagenag.com/ir unter dem Stichwort "Finanzielle Steuerungsgrößen des Volkswagen Konzerns". WERTBEITRAG KONZERNBEREICH AUTOMOBILE *scroll
Volkswagen AG (Kurzfassung nach HGB)Fahrzeugverkäufe erneut gesteigert, Umsatz und Ergebnis legen zuJAHRESERGEBNISDie Umsatzerlöse der Volkswagen AG stiegen im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahreswert um 17,4 % auf 67,2 Mrd. € . Der Anteil der im Ausland erwirtschafteten Umsatzerlöse belief sich auf 62,9 (62,4) %. Die Herstellungskosten waren mit 61,8 Mrd. € um 16,5 % höher als im Jahr 2010. In der Folge verbesserte sich das Bruttoergebnis auf 5,4 Mrd. € . Die Vertriebs- und Allgemeinen Verwaltungskosten lagen aufgrund der Geschäftsausweitung über dem Vorjahreswert, ihr Anteil am Umsatz konnte jedoch im Vergleich zum Vorjahr auf 8,3 (8,9) % gesenkt werden. Das Sonstige betriebliche Ergebnis lag mit 1,1 (1,0) Mrd. € leicht über dem Niveau des Vorjahres. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER VOLKSWAGEN AGscroll
*
Einschließlich Abschreibungen auf Finanzanlagen. Insbesondere höhere Erträge aus Gewinnabführungsverträgen führten dazu, dass das Finanzergebnis um 30,2 % auf 6,2 Mrd. € anstieg. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Volkswagen AG stieg aufgrund des deutlich verbesserten operativen Geschäfts sowie des höheren Finanzergebnisses auf 7,1 (4,9) Mrd. € . Im Außerordentlichen Ergebnis sind die Effekte aus dem Übergang auf die mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz in das HGB aufgenommenen Neuregelungen enthalten. Im Geschäftsjahr 2011 ist das der abschließend erfasste Aufwand aus der Höherbewertung der Pensionsrückstellungen. Nach Abzug der Steuern belief sich der Jahresüberschuss des Berichtsjahres auf 3,4 (1,5) Mrd. € . BILANZSTRUKTUR DER VOLKSWAGEN AG ZUM 31. DEZEMBERscroll
VERMÖGENS- UND FINANZLAGEAm Ende des Geschäftsjahres 2011 belief sich die Bilanzsumme auf 75,7 Mrd. € und übertraf damit den Wert des Vorjahresstichtags um 8,4 Mrd. €. Die Investitionen in Sachanlagen (inklusive Immaterieller Vermögensgegenstände) lagen mit 2,0 Mrd. € um 0,8 Mrd. € über dem Vorjahreswert. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der notwendigen Erhöhung der Produkt- und Aggregatekapazitäten. Die Finanzinvestitionen von 10,1 (10,9) Mrd. € enthalten den Erwerb von Anteilen an der MAN SE und den indirekten Erwerb des operativen Vertriebsgeschäfts der Porsche Gesellschaft m.b.H., Salzburg. Am 31. Dezember 2011 belief sich der Wert des Anlagevermögens auf 52,5 Mrd. €; das waren 24,9 % mehr als ein Jahr zuvor. Mit 23,1 Mrd. € lag das Umlaufvermögen vor allem aufgrund des Rückgangs der Flüssigen Mittel am Bilanzstichtag unter dem Niveau des Vorjahres. Am 31. Dezember 2011 war das Eigenkapital in Höhe von 19,5 Mrd. € aufgrund des mehr als doppelt so hohen Jahresüberschusses um 14,0 % höher als Ende 2010. Die Eigenkapitalquote lag mit 25,7 (25,4) % auf dem Niveau des Vorjahres. Die Rückstellungen nahmen um 16,0 % auf 28,8 Mrd. € zu. Gründe für diesen Anstieg waren neben den gestiegenen Steuerrückstellungen hauptsächlich höhere Beträge für Kosten der Belegschaft und Rückstellungen aus der imparitätischen Bewertung unserer Rohstoffpreissicherungsgeschäfte. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund höherer Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 8,2 % auf 27,3 Mrd. €. Entsprechend stieg der verzinsliche Anteil des Fremdkapitals auf 20,8 (19,8) Mrd. €. Die wirtschaftliche Lage der Volkswagen AG beurteilen wir ebenso positiv wie die des Volkswagen Konzerns. DIVIDENDENVORSCHLAGGemäß §58 Abs. 2 AktG wurden aus dem Jahresergebnis insgesamt 1.708 Mio. € in die Anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von insgesamt 1,4 Mrd. €, das bedeutet 3,00€ je Stammaktie und 3,06€ je Vorzugsaktie, auszuschütten sowie weitere 0,3 Mrd. € in die Anderen Gewinnrücklagen einzustellen. GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAGscroll
LEISTUNGEN AN DIE BELEGSCHAFT DER VOLKSWAGEN AGscroll
ABSATZ AN DIE HANDELSORGANISATIONIm Geschäftsjahr 2011 setzte die Volkswagen AG insgesamt 2.661.327 Fahrzeuge an die Handelsorganisation ab; das waren 15,2 % mehr als im Vorjahr. Im Ausland wurden 69,9 (69,2) % der Fahrzeuge abgesetzt. PRODUKTIONDie Volkswagen AG fertigte im Berichtsjahr in ihren fahrzeugproduzierenden Werken Emden, Hannover und Wolfsburg insgesamt 1.215.058 Fahrzeuge und übertraf damit die Produktionszahl des Vorjahres um 10,4 %. Die durchschnittliche Tagesproduktion der Volkswagen AG lag mit 5.112 Einheiten auf dem Niveau des Vorjahres. MITARBEITERZAHLAn den Standorten der Volkswagen AG waren zum 31. Dezember 2011 - ohne die Mitarbeiter, die für Tochtergesellschaften tätig sind - insgesamt 97.691 Personen beschäftigt. Darin enthalten waren 4.667 Auszubildende. In der passiven Phase der Altersteilzeit befanden sich 2.446 Mitarbeiter. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Belegschaft um 3,1 %. Die weiblichen Arbeitnehmer machten einen Anteil von 14,8 % an der Gesamtbelegschaft aus. In Teilzeit beschäftigte die Volkswagen AG 3.159 Personen (3,2 %). Der Anteil der ausländischen Mitarbeiter betrug 5,8 %. Die Quote der Mitarbeiter im gewerblichen Bereich mit einer abgeschlossenen, für Volkswagen relevanten Ausbildung betrug 83,6 %. Einen Hoch- oder Fachhochschulabschluss hatten 15,1 % der Beschäftigten. Das Durchschnittsalter der Belegschaft lag im Berichtsjahr bei 42,3 Jahren. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGIm Geschäftsjahr 2011 beliefen sich die Forschungs- und Entwicklungskosten der Volkswagen AG nach HGB auf 3,2 (3,1) Mrd. €. Am 31. Dezember 2011 waren in diesem Bereich 10.106 Personen beschäftigt. BESCHAFFUNGSVOLUMENDas Einkaufsvolumen an den sechs inländischen Standorten der Volkswagen AG belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf 24,5 (20,7) Mrd. €; der Anteil der inländischen Lieferanten betrug 69,9 (70,7) %. Auf Produktionsmaterial entfielen 20,8 Mrd. € des gesamten Beschaffungsvolumens, auf Investitionsgüter und Dienstleistungen entfielen 3,8 Mrd. €. AUSGABEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZDie Ausgaben für den Umweltschutz unterscheiden wir in Investitionen und Betriebskosten für den Umweltschutz. Von den Gesamtinvestitionen zählen diejenigen zu den Umweltschutzinvestitionen, die mit der ausschließlichen oder überwiegenden Zielsetzung des Umweltschutzes getätigt werden. Man differenziert hierbei zwischen additiven und integrierten Investitionen. Die Schwerpunkte lagen im Jahr 2011 in den Bereichen des Gewässerschutzes, des Klimaschutzes und der Luftreinhaltung. Die Betriebskosten beziehen sich ausschließlich auf produktionsbezogene Umweltschutzmaßnahmen, die die Umwelt vor schädigenden Einflüssen schützen, indem sie Emissionen des Unternehmens vermeiden, verringern oder beseitigen beziehungsweise Ressourcen schonen. Das sind sowohl Ausgaben für den Betrieb von Anlagen, die dem Schutz der Umwelt dienen als auch Ausgaben für nicht anlagenbezogene Maßnahmen. AUSGABEN DER VOLKSWAGEN AG FÜR DEN UMWELTSCHUTZscroll
BETRIEBSKOSTEN DER VOLKSWAGEN AG FÜR DEN UMWELTSCHUTZ 2011 Anteil der Umweltschutzbereiche in Prozent![]() RISIKEN DER GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER VOLKSWAGEN AGDie Geschäftsentwicklung der Volkswagen AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken wie die des Volkswagen Konzerns. Diese Risiken erläutern wir im Risikobericht auf den Seiten 220 bis 228 dieses Geschäftsberichts. RISIKEN AUS FINANZINSTRUMENTENFür die Volkswagen AG bestehen bei der Verwendung von Finanzinstrumenten grundsätzlich die gleichen Risiken wie für den Volkswagen Konzern. Eine Erläuterung dieser Risiken finden Sie auf den Seiten 227 bis 228 dieses Geschäftsberichts. ABHÄNGIGKEITSBERICHTDer Vorstand der Volkswagen AG hat den nach §312 AktG vorgeschriebenen Bericht an den Aufsichtsrat erstattet und folgende Schlusserklärung abgegeben: "Wir erklären, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen im Sinne des §312 AktG vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Im Berichtszeitraum wurden Rechtsgeschäfte mit Dritten oder Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse von Porsche und anderer verbundener Unternehmen weder getroffen noch unterlassen." Der Jahresabschluss der Volkswagen AG (HGB) ist beim elektronischen Unternehmensregister unter der Internetadresse www.unternehmensregister.de abrufbar. Wertsteigernde FaktorenInnovative, faszinierende Fahrzeuge - entwickelt und gefertigt von einer SpitzenmannschaftUnsere fachkundigen und motivierten Mitarbeiter stellen mit großem Engagement und in höchster Qualität Automobile her, die weltweit unsere Kunden begeistern. Der verantwortungsvolle und schonende Umgang mit der Umwelt spielt bereits während der Entwicklung eine wichtige Rolle. Im Kapitel Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben wir bereits die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren des Volkswagen Konzerns beschrieben. Neben diesen zeugen allerdings auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren davon, wie effektiv die Werttreiber unseres Unternehmens sind. Dazu zählen die Prozesse in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Beschaffung, Produktion, Marketing und Vertrieb, Informationstechnologie sowie Qualitätssicherung, aber auch der Umgang der Unternehmensleitung mit den Mitarbeitern, unser Beitrag zum Umweltschutz und die gesellschaftliche Verantwortung, die wir übernehmen. In diesem Kapitel erläutern wir, wie die jeweiligen Bereiche dazu beitragen, den Unternehmenswert von Volkswagen nachhaltig zu erhöhen. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGAuch im Geschäftsjahr 2011 konzentrierten sich die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns darauf, die Produktpalette zu erweitern und die Konzernprodukte im Hinblick auf ihre Funktionalität, Qualität, Sicherheit und Umweltverträglichkeit zu verbessern. Eine Aufgabe der Forschung und Entwicklung bestand darin, die Elektrifizierung unseres Fahrzeugportfolios voranzutreiben. Die im Jahr 2010 geschaffene Konzernfunktion, die alle Aktivitäten rund um die Elektromobilität bei Volkswagen koordiniert und steuert, hat ihre Arbeit im Jahr 2011 intensiviert. Sie verfolgt das Ziel, für alle Konzernmarken größtmögliche Synergien auf dem Gebiet der Elektromobilität zu erreichen. Obwohl die öffentliche Diskussion zu den Themen Klimawandel und kontinuierlich knapper werdende fossile Energieträger zuletzt etwas in den Hintergrund gerückt ist, hat Volkswagen bei der Erweiterung seiner Modellpalette unverändert die Reduktion der CO2 -Emissionswerte im Blick. Unsere Erfolge der vergangenen Jahre auf diesem Gebiet sind beachtlich. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007 ist es uns gelungen, den durchschnittlichen CO2 -Ausstoß unserer Flotte um 27 g CO2 /km zu senken; das entspricht einem Rückgang um mehr als 16 %. Aktuell bietet der Volkswagen Konzern 281 Modellvarianten an, die weniger als 130 g CO2 /km emittieren. 151 Modellvarianten liegen unter 120 g CO2 /km. Mit 26 Modellvarianten unterschreiten wir bereits die Schwelle von 100 g CO2 /km. Innovative Produkte für die automobile ZukunftIm Berichtsjahr erhielt die Marke Audi den "Best Innovator Award", einen vom Magazin WirtschaftsWoche und der Unternehmensberatung A.T. Kearney ausgeschriebenen Preis. In der Kategorie Automobil überzeugte die Marke die Jury mit ihrem erfolgreichen und nachhaltigen Innovationsmanagement. Insbesondere wurde die Fähigkeit von Audi gewürdigt, Innovationen über Modelle und Baureihen hinweg erfolgreich zu verknüpfen und in erstaunlicher Geschwindigkeit umzusetzen. Nachfolgend stellen wir ausgewählte Innovationen vor - Modelle, Aggregate oder Systeme, die im abgelaufenen Geschäftsjahr in den Markt eingeführt wurden. Im Mittelpunkt der Innovationen der Marke Volkswagen Pkw stand im Jahr 2011 die Präsentation des neuen up!, mit dem das Angebot der Marke um einen Kleinwagen erweitert wurde. Sein vollständig neu entwickelter 1,0 l Dreizylinder-Motor bietet in kompakter Bauweise Fahrspaß in zwei Leistungsstufen und erfüllt bereits die neue Euro-5-Abgasnorm. Im Zusammenspiel mit der BlueMotion Technology wird ein CO2 -Emissionswert von 96 g/km erreicht. Ein weiteres Highlight im up! ist die automatische Notbremsfunktion City-Safety, die bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h Auffahrunfälle im Stadtgebiet verhindern soll. Unterstützt durch einen Lasersensor, der den vorausfahrenden Verkehr erfasst und analysiert, bremst sie das Fahrzeug automatisch bis zum Stillstand ab, sofern die Verkehrssituation dies erfordert und der Fahrer selbst nicht entsprechend reagiert. Im Innenraum kombiniert das System maps + more die typischen Autoradiofunktionen mit der Vielseitigkeit eines portablen Navigationssystems. Es ist abnehmbar und bietet dem Fahrer zusätzlich zu den klassischen Infotainment-Funktionen weitere Anwendungen wie die Bluetooth-Telefonie, die Anzeige von optischen Warnsignalen des Parkpiloten und den Verbrauchsmonitor. CO2-EMISSIONEN - STATUS QUO Anzahl Fahrzeuge![]() Das neue Golf Cabriolet verfügt erstmals über einen automatisch ausfahrenden Überschlagschutz, sodass auf den Überrollbügel verzichtet werden konnte. Das Stoffverdeck öffnet sich vollautomatisch in etwas mehr als neun Sekunden, bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h auch während der Fahrt. Der überarbeitete Tiguan kam 2011 mit einer Vielzahl von Fahrerassistenzsystemen auf den Markt. Neben den kamerabasierten Fernlichtsystemen Light Assist und Dynamic Light Assist verfügt der SUV über eine Müdigkeitserkennung, die kontinuierlich das Fahrverhalten analysiert und den Fahrer bei erkannter Müdigkeit warnt. Darüber hinaus ist der Tiguan mit dem Parklenkassistenten der neuesten Generation ausgestattet, der sowohl das Einparken in Längs- als auch in Querparklücken übernehmen kann. Weitere Unterstützung beim manuellen Parken oder Rangieren bietet das optische Parksystem 360° OPS. Im Vergleich zum Vorgängersystem wird nun, zusätzlich zum Front- und Heckbereich, auch vor Objekten im Flankenbereich gewarnt. Mit dem Q3, einem Premium-SUV im Format der Kompaktklasse, hat die Marke Audi im Jahr 2011 ein neues Marktsegment betreten. Der sportliche, an ein Coupé erinnernde Premium SUV wiegt in der Basisversion nur 1.445 kg und verfügt neben einer reichhaltigen Serienausstattung über eine Palette von Fahrerassistenzsystemen, die in dieser Fahrzeugklasse beispiellos ist: Der Parkassistent mit Umgebungsanzeige und Rückfahrkamera unterstützt den Fahrer in vielerlei Hinsicht. Das Auto wählt die Parklücke aus und lenkt und bremst das Fahrzeug innerhalb der Systemgrenzen hinein. Der Fahrer muss den Parkvorgang nur noch überwachen. Der Audi side assist erleichtert den Spurwechsel per Radar, der Audi active lane assist hilft beim Halten der Spur, und die Tempolimitanzeige stellt vom Fahrzeug erkannte, wichtige Verkehrszeichen dar. Der Audi A6 der siebten Generation setzt 2011 mit seinem breiten Portfolio an Innovationen und seiner leichten Karosserie einmal mehr Maßstäbe. Die Karosserie bringt dank eines intelligenten Mischbaukonzepts aus Aluminium und Hightech-Stahl etwa 30 kg weniger auf die Waage als das Vorgängermodell. Optional liefert Audi ein sogenanntes Head-up-Display, das wichtige Informationen auf die Windschutzscheibe projiziert. Über ein UMTS-Modul verbindet sich der A6 mit dem Internet und stellt beispielsweise Bilder, derzeit aus dem Dienst Google Earth, in der Navigation dar. Weitere innovative Online-Dienste wie Google Street View und Verkehrsinformationen online kann der Kunde ebenfalls optional im Fahrzeug nutzen. Mit dem Citigo, einem Schwestermodell des Volkswagen up!, hat die Marke ŠKODA 2011 ihre Produktoffensive auf das Kleinwagensegment ausgeweitet. Das Fahrzeug, dessen Front im markentypischen Design gestaltet ist, verfügt neben dem neuen Bremsassistenten City Safe Drive über viele pfiffige "simply clever" Details. Quer über alle Modellreihen wurden zudem die verfügbaren Infotainmentsysteme aufgewertet. SEAT stieß im Berichtsjahr mit dem Mii, ebenfalls ein Schwestermodell des up!, in das Segment der Kleinwagen vor. Die Optik des Fahrzeugs entspricht der sportlichen Design-DNA der spanischen Marke. Das Modell verfügt unter anderem über das Emergency Brake System und das herausnehmbare SEAT Portable System, das Navigationsfunktionen mit weiteren Anwendungen wie Infotainment intelligent verbindet. Außerdem hat die LED-Technologie Einzug in die Beleuchtungssysteme vieler Modelle der Marke gehalten. Volkswagen Nutzfahrzeuge feierte im Jahr 2011 die Premiere des neuen Multivan BlueMotion. Mit einem Verbrauch von 6,4 l Diesel auf 100 km und einer CO2 -Emission von 169 g/km erreicht der Van für diese Klasse bisher unvorstellbar niedrige Werte - dank eines effizienten und drehmomentstarken Common-Rail-Vierzylinder-Motors in Verbindung mit einem Start-Stopp-System, Rekuperation, besonders rollwiderstandsarmen Reifen und speziellen aerodynamischen Maßnahmen. Scania feierte im Jahr 2011 die Weltpremiere der neuen Euro-6-Motorengeneration. Diese Motoren zeichnen sich durch eine Fülle von innovativen technischen Lösungen und deutlich reduzierten Emissionswerten aus. Die Marke MAN hat im Geschäftsjahr 2011 ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich der Hybridtechnologie in einem neu geschaffenen Kompetenzzentrum gebündelt. Es bildet künftig die Schnittstelle zu Kooperationspartnern, Lieferanten und weiteren Know-how-Trägern, etwa Hochschulen, und konzentriert sich auf den Technologieeinsatz in unterschiedlichen Produktsegmenten - von der Forschung bis zur Serienentwicklung. Studien und Konzeptfahrzeuge stoßen auf großes InteresseIn diesem Abschnitt beschreiben wir die wichtigsten Konzeptfahrzeuge und Studien, die wir im Jahr 2011 neben den zahlreichen Serienfahrzeugen vorgestellt haben. Im Rahmen der Präsentation des neuen up! zeigte die Marke Volkswagen Pkw mit sechs Studien verschiedene Facetten des Modells. Darunter waren der robuste cross up!, der sportliche GT up!, der erdgasbetriebene eco up! - mit einem Emissionswert von nur 79 g CO2 /km - und der rein elektrisch angetriebene e-up!, der im Jahr 2013 als up! Blue-e-Motion in Serie gehen wird. Mit der seriennahen Studie XL1 hat die Marke die dritte Evolutionsstufe ihrer Strategie des 1-Liter-Autos vorgestellt und damit den Anspruch des Konzerns unterstrichen, bis zum Jahr 2018 auch ökologisch die Führungsrolle in der Automobilbranche zu übernehmen. Die perfekte Aerodynamik der Leichtbau-Karosserie und das Plug-in-Hybridsystem sorgen dafür, dass der XL1 nur 24 g CO2 /km emittiert. Der Verbrauch von 0,9 l Kraftstoff (kombiniert) auf 100 km macht ihn zum weltweit sparsamsten Hybridfahrzeug. Das Konzept Nils ist die Vision eines Pendlerfahrzeugs für den Urbanen Bereich. Das einsitzige Elektromobil im futuristischen Design verfügt über Flügeltüren sowie freistehende Räder und bringt nur 460 kg auf die Waage. Gepaart mit einem Space-Frame aus Aluminium ermöglichen die 5,3 kW Lithium-Ionen-Akkus eine Reichweite von 65 km - ideal für täglich zurückzulegende Kurzstrecken. Eine weitere Konzeptstudie auf Basis der Elektromobilität widmete sich dem urbanen Lieferverkehr. Der eT! überzeugt durch ein ergonomisches Türöffnungs- und Zugangssystem. Sein Raumnutzungskonzept ist an den Ansprüchen des Stadtlieferverkehrs ausgerichtet - und perfekt für die Logistik der Zustellung. Er hat zudem einen besonders kleinen Wendekreis und bietet die automatischen Fahrfunktionen "follow me" und "come to me" für geringe Geschwindigkeiten. Dabei folgt das Fahrzeug autonom dem zu Fuß gehenden Fahrzeugführer beziehungsweise kann dieser das Fahrzeug über ein Signal zu sich rufen, wenn er sich in einem Ab stand von bis zu 25 m von seinem eT! aufhält. Die Marke Audi zeigte im Berichtsjahr mit der für Ballungsräume ausgelegten Technikstudie A2 concept ein Premiumfahrzeug mit großzügigem Platzangebot, das einen Ausblick auf das elektrische Fahren in den Megacitys der Zukunft gibt. Der 85 kW (116 PS) starke Elektromotor beschleunigt den A2 concept in nur 9,3 Sekunden auf 100 km/h, die Lithium-Ionen-Batterie lässt eine Reichweite von bis zu 200 km zu. Einen Schritt weiter geht Audi mit den Fahrzeugkonzepten Audi urban concept und Audi urban concept Spy-der. Die elektrisch betriebenen Zweisitzer mit Carbon-Karosserie und freigestellten Rädern repräsentieren den emotionalen Einstieg in die Elektromobilität. Das Forschungsprojekt Audi Urban Mobility, das auf einem Audi TTS als Technikträger basiert, demonstriert, wie ein Auto ohne Fahrer sichere Fahrmanöver ausführen und somit automatisiert fahren kann. Das Fahrzeug entstand in Zusammenarbeit mit der Stanford University im Volkswagen Group Automotive Innovation Laboratory im US-Bundesstaat Kalifornien. ŠKODA gab mit der seriennahen Studie MissionL einen Ausblick auf die sechste Baureihe der tschechischen Marke. Die Marke SEAT unterstrich mit den Studien IBX und IBL das Erscheinungsbild zukünftiger SEAT Modelle. Die Fahrzeuge - Kombinationen aus SUV beziehungsweise Limousine und Sportcoupe - zeichnen sich durch ein klares und pures Design aus. Im Geschäftsjahr 2011 erprobte die Deutsche Post DHL den Caddy Blue-e-Motion von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Der elektrisch angetriebene Stadtlieferwagen erwies sich im Stop-and-go-Verkehr für den gewerblichen Flottenbetrieb als sehr geeignet. Der Test fand im Rahmen des vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geforderten Projekts "Erprobung nutzfahrzeugspezifischer E-Mobilität (EmiL)" statt. Im Lkw-Fernverkehr liegt das größte CO2 -Einsparpotenzial in einer verbesserten Aerodynamik. Mit dem Concept S hat MAN eine Lkw-Studie vorgestellt, die dank stromlinienförmigem Design Kraftstoff- und CO2 -Einsparungen von rund 25 % erreicht. Voraussetzung für eine Realisierung wären jedoch Änderungen einiger Zulassungsbedingungen innerhalb der EU. Synergien steigern die EffizienzDen einzelnen Marken des Volkswagen Konzerns stehen bei neuen Fahrzeugprojekten sogenannte Modulbaukästen zur Verfügung. Sie gewährleisten, dass Synergieeffekte sowohl zwischen Modellen einer Baureihe als auch baureihen- und markenübergreifend optimal genutzt und gesteigert werden. Damit können neue Fahrzeuge für bereits bestehende und noch zu erschließende Märkte effizienter konzipiert werden. Bei Audi laufen bereits Fahrzeuge vom Band, die auf dem Modularen Längsbaukasten (MLB) basieren. Sie alle haben einen Motor, der längs zur Fahrtrichtung eingebaut ist. Mit der Evolutionsstufe MLB evo wird der Baukasten künftig erweitert. Die nächsten wichtigen Schritte in der Weiterentwicklung der markenübergreifenden Plattform- und Modulstrategie geht der Konzern mit dem Modularen Querbaukasten (MQB) und dem Modularen Standardbaukasten (MSB). Mit dem MQB lassen sich Fahrzeuge konzipieren, deren Architektur die Anordnung des Motors quer zur Fahrtrichtung vorsieht. Er ermöglicht uns, Fahrzeuge mit unterschiedlichen Längen, Breiten und Radständen zu produzieren, und erfüllt die steigenden Ansprüche der Kunden hinsichtlich Vielfalt des Modellangebots, Ausstattung und Design. Dabei reduziert der MQB die Komplexität, die anfallenden Kosten und den Entwicklungsaufwand. Im September 2011 startete am Audi Standort in Ingolstadt auf Basis des MQB die Produktion einer Vorserie des neuen Audi A3, der 2012 auf den Markt kommt. Der Baukasten bildet künftig das technische Fundament für weit mehr als 40 Modelle der Marken Volkswagen Pkw, Audi, SEAT, ŠKODA und Volkswagen Nutzfahrzeuge. Volkswagen gehört mit dem MQB zu den Finalisten des "Innovationspreis der deutschen Wirtschaft - erster Innovationspreis der Welt". Der MSB bildet die Basis für Fahrzeuge, deren Motor in Längsrichtung eingebaut ist und die in der Basisvariante über einen Heckantrieb verfügen. Der Modulare Infotainment Baukasten (MIB) bietet fahrzeugklassen- und markenübergreifend eine Hardwareplattform, die gemäß der spezifischen Anforderungen bestückt werden kann. Mit einem Minimum an Varianten werden so vielfältige Infotainment-Funktionen und individuelle Designs möglich. Damit ist der MIB ein ebenso effizientes Instrument in der Fahrzeugkonzeption wie der Modulare Diesel Baukasten (MDB), mit dem eine völlig neue, noch effizientere und dynamischere Generation von Drei- und Vierzylinder-Dieselmotoren eingeführt wird. Diese debütieren 2012 im neuen Audi A3. Mit strategischen Allianzen Kräfte bündelnEntwicklungskooperationen mit anderen Fahrzeugherstellern eignen sich besonders gut, um neue Marktsegmente kostengünstig zu erschließen. In einer strategischen Zusammenarbeit können Investitionsausgaben unter den Partnern aufgeteilt und dank der Konzentration von Know-how und Kompetenzen Entwicklungskosten niedrig gehalten werden. In diesem Zusammenhang hat Volkswagen im Berichtsjahr die bestehenden Kooperationen mit der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, der Daimler AG und der Chrysler Group weitergeführt. Auch die Zusammenarbeit mit zahlreichen kompetenten Batterieherstellern haben wir 2011 fortgesetzt beziehungsweise intensiviert. Damit unterstützen wir die Entwicklung von Hochvolt-Batteriesystemen für Hybridantriebe und Elektrofahrzeuge. Im Jahr 2010 hat Volkswagen zusammen mit dem Partner VARTA Microbattery GmbH in Ellwangen die VOLKSWAGEN VARTA Microbattery Forschungsgesellschaft mbH & Co. KG gegründet. Sie verfolgt das Ziel, automobiltaugliche Batteriezellen sowie die dazugehörige Fertigungstechnologie zu erforschen und zu entwickeln. Zudem bauen wir unter Einbindung zahlreicher Hochschulen, wie des Instituts für Physikalische Chemie der Universität Münster, unsere Kompetenzen auf dem Gebiet der Elektrotraktion stetig aus. Einbindung von externem F&E-Know-howNeben den konzerneigenen Entwicklungskapazitäten nutzt der Volkswagen Konzern im Entwicklungsprozess auch das Know-how seiner Lieferanten und Entwicklungsdienstleister, um so seine Modelloffensive in den kommenden Jahren konsequent fortsetzen zu können. Weil interne und externe Kapazitäten hierbei frühzeitig und eng zusammenwirken, können wir Projekte in der gewünschten Qualität und innerhalb verkürzter Entwicklungszeiten erfolgreich abschließen. Zentrale Aspekte bei der Einbindung externen Know-hows sind kreative Prozesse und der verstärkte Einsatz virtueller Techniken. Um den Herausforderungen der kommenden Megatrends gewachsen zu sein, spielt der Aufbau der entsprechenden Kernkompetenzen eine große Rolle. Das Know-how späterer Serienlieferanten nutzen wir bereits in der Entwicklungsphase von Modulen und Komponenten. Externe Kapazitäten einzusetzen ist darüber hinaus bei unterstützenden Dienstleistungen, in nachgeschalteten Prozessen wie der Serienbetreuung sowie bei nicht kundenrelevanten und nachbessernden Tätigkeiten sinnvoll. Volkswagen wird daher den Weg der Zusammenarbeit zum Nutzen für den Konzern und die Lieferanten konsequent fortsetzen und ausbauen. Zahlreiche Patente von Mitarbeitern eingereichtDie Mitarbeiter des Volkswagen Konzerns verfügen über eine große Innovationskraft; dies belegen erneut die hohe Zahl und die technologische Qualität der eingereichten Ideen: Im Berichtsjahr meldeten unsere Mitarbeiter 3.182 Patente an, davon 1.418 in Deutschland und 1.764 im Ausland. Innovationen aus den Bereichen Infotainment, Fahrerassistenzsysteme, Elektroantriebstechnik und StahlLeichtbau bildeten dabei den Schwerpunkt. F&E-KennzahlenDie gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten des Automobilbereichs nahmen 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 15,1 % zu. Schwerpunkte waren neben neuen Modellen unter anderem die Elektrifizierung unseres Fahrzeugportfolios und Effizienzsteigerung der Motorenpalette. Die Aktivierungsquote betrug 23,1 (26,6) %. Die nach IFRS ergebniswirksamen Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen auf 7,2 (6,9) Mrd. €. Bedingt durch das deutliche Umsatzwachstum ging ihr Anteil an den Umsatzerlösen des Konzernbereichs Automobile auf 5,1 (6,1) % zurück. Im Bereich Forschung und Entwicklung waren am Ende des Geschäftsjahres 2011 konzernweit 34.749 Mitarbeiter (+ 26,8 %) tätig; das entspricht einem Anteil an der Gesamtbelegschaft von 6,9 %. Darin enthalten sind auch die Mitarbeiter der At-Equity-konsolidierten Joint-Venture-Gesellschaften in China. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN IM KONZERNBEREICH AUTOMOBILEscroll
BESCHAFFUNGNeue Herausforderungen für die Beschaffung ergaben sich im Berichtsjahr dadurch, dass sich die Weltwirtschaft weiter erholte und das Absatzvolumen des Volkswagen Konzerns deutlich zunahm. Neben Maßnahmen, die den gestiegenen Rohstoffpreisen entgegenwirkten, stand vor allem die weitere Optimierung des Lieferanten- und Kaufteilemanagements - unter Einhaltung der Nachhaltigkeitsgrundsätze - im Mittelpunkt der Aktivitäten. Weitere Schwerpunkte waren die Erschließung neuer Märkte und die kontinuierliche Optimierung der Prozesse. Unsere BeschaffungsstrategieDie Beschaffung hat sich vier Ziele gesetzt, abgeleitet aus der Konzernstrategie 2018: erstens marktkonforme Top-Qualität und Innovationen zu wettbewerbsfähigen Preisen zu bieten; zweitens die Kostenziele zu erreichen und die Wirtschaftlichkeit unserer Produkte über die gesamte Laufzeit zu gewährleisten; drittens das globale Volumenwachstum durch ständige Verfügbarkeit und gleichbleibend hohe Qualität der Kaufteile abzusichern sowie viertens die Zufriedenheit der Mitarbeiter und die Attraktivität des Geschäftsbereichs Beschaffung weiter zu steigern. Jedem dieser Ziele wurden Handlungsfelder zugeordnet. Aktuell sorgen 30 Programme mit genau definierten Maßnahmen und Verantwortlichkeiten für alle Marken und Regionen dafür, dass diese Ziele erreicht werden. Ein jährlicher Soll-Ist-Vergleich zeigt auf, ob die Programme und damit auch unsere Strategie angepasst oder neue Programme konzipiert werden müssen. Stabile Versorgungssituation bei Kaufteilen und RohmaterialienDer steigende Fahrzeugabsatz und zahlreiche Produktanläufe prägten die Versorgungssituation im Jahr 2011. Insbesondere unsere Fahrzeuge aus chinesischer Produktion waren überproportional stark nachgefragt. Gleichzeitig setzte sich der bereits im Jahr 2010 zu beobachtende Trend zu hochwertig ausgestatteten Fahrzeugen fort. Dadurch stieg beziehungsweise veränderte sich der Bedarf bei den Kaufteilen. Der Beschaffung ist es dennoch gelungen, die Versorgung aller Produktions- und Komponentenwerke mit Kaufteilen sicherzustellen. Aus den Naturkatastrophen in Japan und Thailand ergaben sich für unsere Beschaffung besondere Herausforderungen. Mit Hilfe einer umgehend installierten marken- und geschäftsbereichsübergreifenden "Taskforce" gelang es in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten, etwaige negative Effekte auf die Versorgungssituation zu verhindern. Letztlich konnten wir die maximalen Produktionsvolumina gegenüber der ursprünglichen Jahresplanung sogar noch steigern. Dazu trugen vor allem die stetigen Prozessoptimierungen im Bedarfs-, Kapazitäts- und Kaufteilemanagement sowie die kontinuierlich verbesserte, engere Vernetzung mit allen beteiligten Geschäftsbereichen bei. Die Rohstoffmärkte waren im Berichtsjahr erneut von einer hohen Nachfrage bei zugleich deutlich gestiegenen Preisen für Roh- und Einsatzstoffe geprägt; sie waren zudem stark volatil. Diese Effekte waren wegen mehrerer Förder- und Exportbeschränkungen - vor allem in Asien - insbesondere bei den Seltenen Erden zu spüren. Weil sich aber auch australische und amerikanische Unternehmen verstärkt darum bemühten, weitere Vorkommen Seltener Erden zu erschließen, verbesserte sich die Situation gegen Ende des Berichtszeitraums leicht. Der Markt ist jedoch nach wie vor sehr instabil. Wie schon im Jahr 2010 stiegen die Preise der rohölabhängigen Grundstoffe auch im ersten Halbjahr 2011. Im weiteren Jahresverlauf stabilisierte sich der Markt jedoch auf hohem Niveau. Die Beschaffung hat auf diese Herausforderungen mit langfristigen Verträgen und weiteren Maßnahmen reagiert, sodass Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit weitgehend verhindert werden konnten. Volkswagen hat sich auf die Situation an den Rohstoffmärkten eingestellt und wirkungsvolle Maßnahmen ergriffen, wie die Aufstellung eines Lieferantenportfolios, die strategische Gestaltung der Vertragszeiträume und die kontinuierliche Optimierung des Materialeinsatzes, zum Beispiel bei Stahl und im Hinblick auf eine Materialsubstitution, vor allem bei Seltenen Erden. Kaufteile- und Lieferantenmanagement sichert QualitätWeil die Anzahl der Fahrzeugneuanläufe und Fahrzeugderivate kontinuierlich steigt und die Lieferantenmärkte immer komplexer werden, haben wir unser Kaufteilemanagement im Berichtsjahr weiter intensiviert. Es verfolgt das Ziel, Probleme und Engpässe vor Produktionsstart zu minimieren, indem es den Planungs- und Produktionsprozess frühzeitig und aktiv begleitet. Es unterstützt zudem die Serienproduktion, beispielsweise bei Betriebsstörungen, Kapazitätsengpässen, Werkzeugverlagerungen, Werkzeuginvestitionsprüfungen und Insolvenzen. Dabei arbeiten Werkzeug- und Prozessexperten aus den Bereichen Beschaffung und Qualitätssicherung eng zusammen - ein wichtiger Erfolgsfaktor. Das Kaufteilemanagement wurde im Jahr 2011 auf weitere Marken und Regionen ausgeweitet und ist dort inzwischen ein fester Bestandteil der Organisationen. Beschaffung und Qualitätssicherung arbeiten darüber hinaus im fachbereichsübergreifenden Programm "Qualität im Wachstum" gemeinsam daran, das Lieferantenmanagement zu optimieren. Die zunehmend komplexer werdenden Lieferketten machen es erforderlich, bei der Auftragsvergabe für ausgewählte Bauteile nicht nur die liefernde Instanz selbst, sondern auch die ihr vorgelagerten Wertschöpfungsstufen zu betrachten. Auf diese Weise wird die Sublieferantenkette prozessual intensiver bewertet und hierüber Einfluss auf die Vergabeentscheidung genommen. Lokalisierung und Tiefenlokalisierung auf neuen MärktenAn neuen Fertigungsstandorten können wir durch Lokalisierung, das heißt die Nutzung lokaler Beschaffungsmärkte, Kosten reduzieren. Durch die Tiefenlokalisierung erhöhen wir darüber hinaus den Wertschöpfungsanteil vor Ort bezogener Bauteile; dafür werden frühzeitig günstige Bezugsquellen für Rohmaterialien in den jeweiligen Regionen identifiziert. In enger Zusammenarbeit mit der technischen Entwicklung und der Qualitätssicherung lassen sich so Materialkosten reduzieren. Basierend auf den Strategien der Lokalisierung und Tiefenlokalisierung hat das bereits etablierte C3-Sourcing-Programm (Cost-Competitive-Country-Sourcing) die Aufgabe, Kostenvorteile in wettbewerbsfähigen Beschaffungsmärkten für weltweite Fahrzeugprojekte zu nutzen. Dadurch werden Synergien der lokalen Produktion auf Komponenten übertragen, die exportiert und in Werken anderer Länder eingesetzt werden, ohne dass wir dabei Abstriche bei unseren Qualitätsansprüchen machen müssten. Konzerneigene Regionalbüros unterstützen unsere Lieferanten sowohl bei der Tiefenlokalisierung im jeweiligen Land als auch beim Export der Bauteile zu den Fertigungsstätten des Konzerns. Das C3-Sourcing-Programm trägt maßgeblich dazu bei, dass neue Fahrzeugprojekte zum Start der Serienproduktion die Zielkosten erreichen und dass neue kostengünstige Beschaffungsmärkte effizient für uns genutzt werden können. Prozessoptimierungsprogramm der Beschaffung ausgeweitetIm Jahr 2011 wurde zum dritten Mal das Prozessoptimierungsprogramm Beschaffung durchgeführt. Als ein wichtiges Element des Volkswagen-Wegs basiert das Programm im Wesentlichen auf den Erfahrungen und dem Prozesswissen der Mitarbeiter dieses Bereichs. Mehr als 150 von ihnen haben in verschiedenen Workshops eine Vielzahl von Maßnahmen erarbeitet, die die Prozesse in der Beschaffung und in angrenzenden Fachbereichen verbessert haben. Im zweiten Quartal 2011 wurden alle Mitarbeiter des Bereichs Beschaffung in Qualifikationsveranstaltungen der Beschaffungsakademie umfassend über die erarbeiteten Prozessverbesserungen informiert. Das elektronische Prozesshandbuch unterstützt die nachhaltige Umsetzung der Maßnahmen; es wird sehr erfolgreich flächendeckend eingesetzt. In das "Prozessoptimierungsprogramm Beschaffung" wurden im Jahr 2011 weitere Marken und Regionen eingebunden, und zwar die Marken Audi, SEAT und ŠKODA, Volkswagen Nutzfahrzeuge sowie die Standorte in Mexiko, Brasilien, Argentinien und Südafrika. Dabei stand unter anderem die Identifikation von Best-Practice-Beispielen im Mittelpunkt. Nachhaltigkeit in den LieferantenbeziehungenEine wichtige Aufgabe der Beschaffung ist, Umwelt- und Sozialstandards in das Lieferantenmanagement zu integrieren. Mit dem Konzept "Nachhaltigkeit in den Lieferantenbeziehungen" übernimmt die Beschaffung seit 2006 gemeinsam mit ihren Geschäftspartnern ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung. Seit 2008 wurde das Konzept auf alle Marken und Regionen des Konzerns übertragen. Seine wesentlichen Bausteine sind: Die vom Konzernvorstand für Beschaffung und vom Group Chief Compliance Officer unterzeichneten Nachhaltigkeitsanforderungen als wichtige Basis für unsere Geschäftspartner, ein Früherkennungssystem zur Risikominimierung, die Transparenz im Beschaffungsprozess sowie Lieferantenmonitoring und -entwicklung. Die jeweiligen Konzeptbausteine werden regelmäßig überprüft und bewertet. Zusätzlich werden neue Mitarbeiter in Schulungen dafür sensibilisiert, mögliche Schwachstellen und Verbesserungspotenziale bei Lieferanten zielgerichtet und kontinuierlich zu erkennen. Im Jahr 2011 wurde zudem für unsere Lieferanten ein weltweit verfügbares, Internet-basiertes Qualifizierungsmodul in neun Sprachen entwickelt, das 2012 auf der Konzern Business Plattform bereitgestellt wird. Das Beschaffungsnetzwerk Nachhaltigkeit unterstützte auch 2011 die erfolgreiche und zeitgemäße Umsetzung dieses Konzepts weltweit: In Indien fand die dritte Veranstaltungsreihe zur Lieferantenqualifizierung statt. BeschaffungsvolumenDas Beschaffungsvolumen des Volkswagen Konzerns umfasst Produktionsmaterial, Dienstleistungen, Investitionen. Es belief sich im Berichtsjahr - einschließlich der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen - auf 110,2 Mrd. €; das waren 22,9 % mehr als ein Jahr zuvor. Der Anteil der Zulieferer in Deutschland betrug 39,3 (39,0) %. BESCHAFFUNGSVOLUMEN NACH MARKEN UND MÄRKTENscroll
PRODUKTIONIm Geschäftsjahr 2011 hat der Volkswagen Konzern seinen Fertigungsverbund ausgeweitet und in die energieeffiziente Gestaltung der Werke investiert. Die kontinuierliche Optimierung sämtlicher Prozesse im direkten und indirekten Bereich ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der nachhaltigen Steigerung unserer Wertschöpfung. Dank der Nutzung der Modularen Baukästen und dem Aufbau von Werken, in denen Fahrzeuge mehrerer Marken hergestellt werden (Mehrmarkenwerke), können wir die lokalen Bedürfnisse zukünftig noch effizienter bedienen. ProduktionsstandorteDer Fertigungsverbund des Volkswagen Konzerns hat sich durch den Mehrheitserwerb an der MAN SE um 31 Produktionsstätten erweitert. Am Ende des Berichtsjahres bestand er weltweit aus 94 Standorten, von denen 54 Werke Fahrzeuge herstellen. Die Standorte verteilen sich auf die Kontinente Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien. Unser effizientes Produktionsnetz besteht aus Fahrzeug- und Komponentenwerken, die einen Leistungsverbund bilden und überwiegend die regionalen Bedarfe abdecken. Dadurch können Auswirkungen externer Faktoren wie Wechselkursschwankungen und Zölle auf ein Minimum begrenzt werden. Zu diesem globalen Produktionsnetz gehören auch unsere Montagepartner in Indonesien, Russland und Malaysia. Diese montieren in unserem Auftrag Fahrzeuge und sind Teil unseres Konzepts zum Ausbau von Fertigungskapazitäten. Im Geschäftsjahr 2011 produzierte der Volkswagen Konzern erstmals mehr als 8 Mio. Fahrzeuge. Um die steigende Kundennachfrage in den einzelnen Märkten befriedigen und unsere Wachstumsziele erreichen zu können, haben wir zusätzliche Kapazitäten geschaffen. Die Expansion in neue Märkte ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Wachstumsstrategie, von der auch unsere Komponentenwerke in Deutschland sowie die bestehenden Fahrzeugwerke, die Bauteile für die lokale Montage von Fahrzeugen in diesen Märkten liefern, profitieren. Der chinesische Markt hat sich zum weltweit größten Automobilmarkt entwickelt und wird auch weiterhin deutlich wachsen. Gemeinsam mit unseren Joint Ventures wollen wir nachhaltig an diesem dynamischen Wachstum teilhaben. Mit dem Ausbau der Fertigungskapazitäten in unseren Werken in Changchun, Nanjing und Chengdu sowie dem Aufbau der neuen Fahrzeugstandorte Yizheng, Foshan und Ningbo haben wir auf die Entwicklung des Marktes reagiert. Das Werk in Yizheng wird voraussichtlich 2012 mit der Produktion beginnen, nur ein Jahr später wird die Produktion in Foshan starten. Im Jahr 2014 wird das Werk in Ningbo die Fahrzeugproduktion aufnehmen. Ebenfalls sehr bedeutend ist der Automobilmarkt in Nordamerika. Im größten Markt dieser Region, den USA, haben wir 2011 unser neues Fahrzeugwerk in Chattanooga in Betrieb genommen. Es ist eines der modernsten Automobilwerke im Konzern, da es höchste Ansprüche an eine nachhaltige und umweltfreundliche Automobilproduktion erfüllt, und zugleich ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesamtstrategie in dieser Region, auf deren Basis wir dort unsere langfristigen Volumen- und Profitabilitätsziele erreichen wollen. Die Fabrik benötigt circa 35 % weniger Energie als vergleichbare Standardindustriegebäude. In der Endausbaustufe werden wir in Chattanooga mit rund 2.500 Mitarbeitern 150.000 Fahrzeuge im Jahr fertigen. Im mexikanischen Silao entsteht ein neues Motorenwerk mit einer Jahreskapazität von 330.000 Motoren der neuesten Generation. Nach der Fertigstellung des Werkes im Jahr 2013 wird es zusammen mit den Fertigungsstandorten Puebla und Chattanooga einen regionalen Produktionsverbund bilden, der unsere Marktposition in Nordamerika deutlich stärken wird. Auf diese Weise können wir die regionale Wertschöpfung erhöhen sowie Kosten und Wechselkursrisiken reduzieren. Der indische Automobilmarkt gehört zu den wichtigsten Wachstumsmärkten der Welt. Mit dem lokalen ŠKODA Montagewerk in Aurangabad sind wir dort bereits seit 1999 mit einer lokalen Produktion präsent; somit haben wir unseren Markteintritt dort langfristig vorbereitet. Aktuell werden in diesem Montagewerk Fahrzeuge der Marken Volkswagen Pkw, Audi und ŠKODA montiert. Darüber hinaus fertigt unser modernes Fahrzeugwerk in Pune, das im Jahr 2009 in Betrieb genommen wurde, Fahrzeuge im Wachstumssegment der Kompakt-Limousine. Die beiden Produktionsstandorte sind die Basis, um von dem Zukunftsmarkt Indien mit seinem starken Wachstum profitieren zu können. Im Oktober 2011 haben wir in Malaysia mit der lokalen Montage von Fahrzeugen im Rahmen eines partnerbasierten Geschäftsmodells begonnen. Das Produktionsvolumen wird in den nächsten Jahren kontinuierlich auf circa 30.000 Fahrzeuge pro Jahr steigen. Neben dem Produktionsvolumen werden wir auch hier in den nächsten Jahren den lokalen Wertschöpfungsanteil stetig erhöhen. Unsere Präsenz im wichtigen Wachstumsmarkt Russland bauen wir weiter konsequent aus. Um unsere lokalen Produktionskapazitäten kurzfristig zu erhöhen, produziert unser russischer Partner, die GAZ Gruppe, seit November 2011 bereits erste Fahrzeuge in unserem Auftrag. Das Fertigungsvolumen wird dort bis zum Jahr 2013 auf 100.000 Fahrzeuge pro Jahr steigen. FAHRZEUGPRODUKTIONSSTANDORTE DES VOLKSWAGEN KONZERNS Anteil an der Gesamtproduktion 2011 in Prozent![]() Neuanläufe und Produktionsjubiläen des Jahres 2011Im Jahr 2011 hat der Volkswagen Konzern weltweit insgesamt 30 Neuanläufe in der Produktion erfolgreich gemeistert, 17 davon betrafen neue Produkte beziehungsweise Produktnachfolger. Ein Highlight war der Fertigungsbeginn der neuen Kleinwagen Volkswagen up!, ŠKODA Citigo und SEAT Mii. Die Marke Volkswagen Pkw startete im neuen Werk in Chattanooga die Produktion des speziell auf den US-Markt zugeschnittenen Passat. Zudem waren die Nachfolger von Golf Cabriolet und New Beetle wichtige Meilensteine im Fertigungskalender. Die Marke Audi ergänzte ihre Modellpalette unter anderem um den Q3. Bentley hat mit dem GT und dem GT Cabriolet die Continental-Klasse überarbeitet. Mit dem ŠKODA Rapid wird ein weiteres Fahrzeug komplett im indischen Pune gefertigt. Im Berichtsjahr konnten im Volkswagen Konzern außerdem eine Reihe wichtiger Produktionsjubiläen gefeiert werden: Bei den Marken Volkswagen Pkw und Volkswagen Nutzfahrzeuge rollte zusammen betrachtet das 125-millionste Fahrzeug vom Band. Darüber hinaus verließen die 25-millionste Golf Limousine und der zehnmillionste ŠKODA unsere Werkshallen. Unser Werk in Emden fertigte im Mai das zehnmillionste Fahrzeug. Im Juli feierte FAW-Volkswagen die Produktion des fünf-millionsten Fahrzeugs. Das Konzern-ProduktionssystemIm Rahmen des Volkswagen-Wegs optimieren wir weiterhin an allen deutschen Volkswagen Standorten die Prozesse und Strukturen. Das Programm "Sehen lernen" fordert in einem ersten Schritt dazu auf, jegliche Art von Verschwendung zu identifizieren, sie nachhaltig zu eliminieren sowie neue, effizientere Prozesse einzuführen und als Standard festzulegen. In der zweiten Stufe gab es Veranstaltungen, mit deren Hilfe die abteilungsinterne wie auch die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit verbessert wird. Dieses in Methodik und Vorgehensweise einheitliche System unterstützt uns dabei, auf dem Weg zu einem wertschöpfungsorientierten, synchronen Unternehmen noch besser voranzukommen. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit an den Fertigungsprozessen und -strukturen war die Durchführung von Workshops, die sowohl die Produktivität als auch die Ergonomie am Arbeitsplatz in den Bereichen Konstruktion, Planung und Realisierung neuer Produkte verbessern. Parallel dazu arbeiten wir im Rahmen eines neuen Logistikkonzepts daran, die Teileversorgung über die gesamte Prozesskette - vom Lieferanten bis zur Montagelinie - zu optimieren. Daraus resultierend werden Prozesse werks- und markenübergreifend standardisiert und somit verstärkt Synergien im Konzern genutzt. Die im Konzern entwickelten Modularen Baukästen bieten uns dank konsequenter Standardisierung die Möglichkeit, verschiedene Fahrzeug- und Antriebskonzepte mit minimalem Aufwand in einer einheitlichen Fahrzeugarchitektur zu realisieren. Zugleich können die Stückkosten und der Einmalaufwand für ein neues Fahrzeugmodell sowie die Fertigungszeit signifikant gesenkt werden. Um die weltweit steigende Nachfrage nach Fahrzeugen bedienen zu können, setzen wir verstärkt auf eine Fertigung über Fahrzeugklassen und Marken hinweg. Diese Auslegung der Fertigung sorgt - in Kombination mit dem Einsatz der modularen Baukästen - dafür, dass wir die stetig steigende Komplexität unseres Modellportfolios wirtschaftlich darstellen können. Produktstandards, moderne Produktionsprozesse sowie ganzheitliche Fabrikkonzepte schaffen die Voraussetzung dafür. Der MQB bildet in den kommenden Jahren die Grundlage für eine Vielzahl unserer Konzernfahrzeuge. Aus diesem Grund wurde der Modulare Produktionsbaukasten (MPB) entwickelt. Wesentliches Kernelement des MPB ist eine weitreichende Standardisierung: Vom Betriebsmittel über Anlagen und Fertigungsbereiche bis hin zur kompletten Fabrik. Standardisierte Elemente werden zu immer neuen Systemen kombiniert, wodurch eine hohe Flexibilität der Anlagen erreicht wird. Die Produktion ist somit zukünftig in der Lage, in einem Werk, auf ein und derselben Anlage, unterschiedliche Modelle verschiedener Marken in variierender Stückzahl produzieren zu können. Auf diese Weise kann die Kapazität der Werke im gesamten Konzern optimal ausgelastet werden. Eines unserer wichtigsten Ziele ist, die Effizienz kontinuierlich zu steigern. Unsere Produktivität wollen wir um durchschnittlich 10 % im direkten und auch im indirekten Bereich erhöhen, indem wir die Methoden und Instrumente des konzerneinheitlichen Produktionssystems konsequent nutzen. Um die Mitarbeiter der Konzernmarken hinsichtlich der Produktionsprozesse zu qualifizieren, werden weltweit Trainingscenter aufgebaut. Beispielsweise hat Volkswagen Slovakia 2011 ein neues Center für Logistik in Betrieb genommen. Die Schulungseinrichtung bietet erstmals im Konzern eine maßgeschneiderte Ausbildung für den Bereich Logistik. Weitere Trainingscenter entstanden im Werk Osnabrück und am Standort Wolfsburg. MARKETING UND VERTRIEBDas einzigartige Produktportfolio des Volkswagen Konzerns setzt sich aus zehn erfolgreichen Marken zusammen, die weltweit Millionen von Kunden begeistern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir das individuelle und unverwechselbare Image jeder einzelnen Marke gezielt gestärkt und ihre Positionierung im Markt optimiert. Die Markenvielfalt des Volkswagen Konzerns"Volkswagen - Das Auto." Dieser Slogan vereint drei Kernbotschaften, die die Marke Volkswagen Pkw auszeichnen: "innovativ", "werthaltig" und "verantwortungsvoll". Die Marke ist für Kunden weltweit Ausdruck von Qualität, Zuverlässigkeit und deutscher Ingenieurskunst. Das Markenprofil und das damit verbundene Vertrauenskapital sind der Grund dafür, dass die Marke Volkswagen für Millionen von Kunden beim Kauf eines Automobils die erste Wahl ist. Heute und in Zukunft stehen die Präferenzen und Wünsche der Kunden im Zentrum der weltweiten Markenführung. Mit bedarfsorientierten und gleichzeitig bezahlbaren Innovationen verfügt Volkswagen über einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Dieser trägt wesentlich dazu bei, dass wir unser Ziel erreichen, mittel- bis langfristig der innovativste Volumenhersteller zu sein und gleichzeitig in jeder Klasse die beste Qualität zu bieten. Im Premiumsegment hat sich Audi unter dem Leitgedanken "Vorsprung durch Technik" zu einer der weltweit stärksten Automobilmarken entwickelt. Die Marke verfolgt das Ziel, die Marktführerschaft in diesem Segment zu erobern und setzt dafür konsequent auf ihr progressives, hochwertiges und sportliches Leitbild. Der Erfolg der "Vier Ringe" auf allen Märkten rund um den Globus sowie die zahlreichen Preise und Auszeichnungen, die jedes Jahr an Audi Modelle verliehen werden, belegen eindrucksvoll, dass sich Audi zu einer Premiummarke mit hohem Prestigewert entwickelt hat. Dieser Erfolg beruht maßgeblich auf der konsequenten Markenstrategie mit innovativen technischen Lösungen und der emotionalen Designsprache. ŠKODA hat sich unter dem Slogan "Simply clever" vor allem in Europa und China zu einer der am stärksten aufstrebenden Marken entwickelt. Die Marke setzt auf ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis und ein attraktives Design, verbunden mit intelligenten Raumkonzepten, die technisch einfach sind, aber raffinierte und praktische Detaillösungen aufweisen. Die hohe Anerkennung des Markenkonzepts spiegelt sich in den zahlreichen Auszeichnungen für gutes, anspruchsvolles und innovatives Design der Fahrzeuge wider. Die für ihr herausragendes Design regelmäßig preisgekrönten Modelle prägen das Bild der spanischen Marke SEAT. Durch eine Schärfung des Markenprofils und die weitere Fokussierung auf die wichtigsten Markenwerte "dynamisch", "jung" und "designorientiert", will SEAT vor allem in Europa stärker wachsen. Der neue Markenclaim "Enjoyneering" bringt den Anspruch der Marke, passionierter Perfektionist und emotionaler Technologieträger zu sein, treffend zum Ausdruck. Die Markenvielfalt des Volkswagen Konzerns wird von unseren Marken Bentley, Bugatti und Lamborghini vornehm abgerundet. Sie sind in den oberen Fahrzeugsegmenten zu Hause und zeichnen sich durch Exklusivität, Eleganz und Stärke aus. Volkswagen Nutzfahrzeuge steht mit den drei Kernwerten Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Partnerschaftlichkeit für souveräne Mobilität und bietet verschiedenen Kundengruppen eine Reihe unterschiedlicher Transportlösungen auf höchstem technischen Niveau. Die leichten Nutzfahrzeuge der Baureihen Caddy, Multivan/Transporter, Crafter und Amarok sind optimal auf individuelle Transportanforderungen von Handel und Gewerbe, Behörden und Dienstleistern abgestimmt. Familienfreundliche Großraumfahrzeuge und die freizeitorientierten Reisemobile werden als Derivate der leichten Nutzfahrzeuge von Privatkunden geschätzt. Der Erfolg der schwedischen Marke Scania basiert auf den Grundsätzen "Der Kunde zuerst", "Respekt gegenüber dem Einzelnen" und "Qualität". Seit über 100 Jahren fertigt das Unternehmen leistungsstarke und technisch hoch innovative Lkw und Busse und bietet den Kunden effiziente Transportlösungen in Verbindung mit Service und Finanzdienstleistungen. Die Unternehmens werte der Marke MAN sind Zuverlässigkeit, Innovation, Dynamik und Offenheit. Zuverlässig bedeutet, Erwartungen zu erfüllen und gegebene Zusagen einzuhalten. Innovativ heißt, neuartige Lösungen durch frisches, kreatives und kompetentes Denken zu schaffen. Dynamisch meint das Erkennen von Potenzialen und flexibles, lösungsorientiertes Handeln. Offen steht für eine enge Zusammenarbeit im Konzern und den Austausch neuer Ideen und Informationen. Kundenzufriedenheit und KundentreueDie Zufriedenheit unserer Kunden hat für uns höchste Priorität. Deshalb richten wir unsere Vertriebsaktivitäten stets an dem Ziel aus, die Kundenzufriedenheit zu steigern. Vor dem Hintergrund dieses Anspruchs haben wir auch im Geschäftsjahr 2011 wirkungsvolle Maßnahmen umgesetzt und Prozesse eingeführt, mit deren Hilfe wir die Zufriedenheit sowohl unserer Fahrzeugkäufer und der Kunden im After-Sales-Bereich als auch unserer Handelspartner weiter steigern konnten. Die Zufriedenheit ihrer Kunden ermitteln die einzelnen Marken des Volkswagen Konzerns regelmäßig in den jeweiligen Märkten. Spezielle Ermittlungsmethoden setzen vor allem Schwerpunkte bei den Themen Produkt und Service. Aus den gewonnenen Ergebnissen leiten die Marken Maßnahmen ab, um die Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen. In puncto Zufriedenheit der Kunden mit dem Produkt nimmt die Marke Audi auf den europäischen Kernmärkten - im Vergleich mit den anderen Konzernmarken und den Wettbewerbern - eine Spitzenposition ein. Aber auch die übrigen Marken des Konzerns zeichnen sich durch Gesamtzufriedenheitswerte über oder auf Wettbewerbsniveau aus. Unsere Kunden sind loyal gegenüber unseren Marken, weil sie zufrieden mit unseren Produkten und Dienstleistungen sind. Wie groß das Vertrauen der Kunden in unsere Marken ist, zeigen die regelmäßig ermittelten Loyalitätswerte eindrucksvoll: Die Marke Volkswagen Pkw beispielsweise konnte ihre Markenloyalität in den europäischen Kernmärkten bereits mehrere Jahre in Folge auf hohem Niveau halten. Dank der Treue der ŠKODA Kunden besetzt die Marke im Wettbewerbsvergleich ebenfalls seit mehreren Jahren einen Platz auf den vorderen Rängen. Struktur des KonzernvertriebsDie Eigenständigkeit unserer Marken wird durch die Mehrmarkenstruktur des Volkswagen Konzerns unterstützt. Um die Vertriebsaktivitäten des Konzerns markenübergreifend zu optimieren, haben wir das Vorstandsressort Vertrieb neu organisiert. Dies ist eine elementare Voraussetzung, um Volumen und Marktanteile stetig zu erhöhen, die Ergebnisbeiträge und Effizienz des Vertriebs zu steigern und gleichzeitig die Kosten zu optimieren. Die Anbindung der Händler an die IT-Systemlandschaft des Konzerns haben wir 2011 weiter vorangetrieben, um Synergien zu nutzen und den Informationsaustausch untereinander sowie mit dem Großhandel zu verbessern. Im Mittelpunkt unserer Vertriebsnetzstrategie stehen die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Handel und dessen Rentabilität. Unser Großhandelsgeschäft steuern wir in mehr als 20 Märkten über konzerneigene Gesellschaften; es wird von einer neuen Zentralstelle zur Steuerung der nationalen Vertriebsgesellschaften unterstützt. Sie hat die Aufgabe, die Transparenz der Vertriebsaktivitäten zu erhöhen, das Kostenmanagement zu verbessern und die Aktivitäten der Marken stärker zu verzahnen, damit Synergien besser genutzt werden können. Best-Practice-Ansätze einzelner Gesellschaften können wir so schnell und effizient auf die übrigen Großhandelsgesellschaften übertragen. Die Zentralstelle leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass wir die Ziele unserer Strategie 2018 erreichen. Mit dem Erwerb des Vertriebsgeschäfts der Porsche Holding Salzburg zum 1. März 2011 haben wir die Vertriebskompetenz des Konzerns weiter gestärkt. Als internationales Handelshaus ist die Gesellschaft in zwölf Ländern als Großhändler und in 20 Ländern als Einzelhändler aktiv. Sie zeichnet sich durch eine herausragende Professionalität und eine beeindruckende Erfolgsgeschichte und Ergebnisentwicklung aus. Diese Kernkompetenzen wollen wir in Zukunft noch intensiver nutzen, um unsere konzerneigenen Handelsaktivitäten effizienter und schlagkräftiger zu gestalten und Synergien auszuschöpfen. Sie sollen uns außerdem dabei unterstützen, die Bedürfnisse des Handels und unserer Kunden noch besser in unsere Strategie zu integrieren und unsere Aktivitäten daran auszurichten. Die Porsche Holding Salzburg verfügt zudem über eine hervorragende IT-Kompetenz im Handelsbereich. Diese wollen wir nutzen, um die Etablierung einer integrierten Systemlandschaft vom Hersteller über den Großhandel zum Handel konzernweit voranzutreiben. Großkundengeschäft weiter ausgebautCharakteristisch für unsere Geschäftsbeziehungen mit Großkunden ist ihre Langfristigkeit. Sie sind auch bei wechselhaften Rahmenbedingungen stabil. Im Großkundengeschäft hat der Volkswagen Konzern im Jahr 2011 seine hervorragende Marktposition weiter ausgebaut. In Deutschland und im europäischen Ausland verfügt Volkswagen im Geschäft mit gewerblichen Großkunden über eine breite Kundenbasis. Unser Vorteil ist hier vor allem, dass wir dank des umfangreichen Produktportfolios individuelle Mobilitätsanforderungen aus einer Hand erfüllen können. Effizientes Remarketing sichert den WiederverkaufswertJunge Gebrauchtwagen effizient zu vermarkten, ist ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Wachstumsstrategie des Volkswagen Konzerns. Da der Restwert des Fahrzeugs eines der wichtigsten Kriterien bei der Kaufentscheidung des Kunden ist, zielen unsere Maßnahmen darauf ab, den Wiederverkaufswert auf einem hohen Niveau zu halten. Durch das Angebot marktgängiger Gebrauchtwagen, verbunden mit den Leistungsversprechen der Gebrauchtwagenprogramme unserer Marken, halten wir den Restwert stabil auf einem sehr hohen Niveau. Regelmäßige Befragungen geben uns Aufschluss darüber, was sich Kunden beim Kauf von Gebrauchtwagen wünschen und welche Ansprüche sie haben. Sie helfen uns, Fahrzeuge und Gebrauchtwagenprogramme stetig zu optimieren. Unter Titeln wie "Das WeltAuto." der Marke Volkswagen Pkw, "Audi Gebrauchtwagen :plus" oder "SEAT Selection" haben einige Konzernmarken damit begonnen, ihre Gebrauchtwagenstrategie neu aufzustellen, um das Geschäft ihrer Händler einheitlich zu organisieren. Diese Programme bieten den Kunden durch garantierte Leistungen ein hohes Maß an Sicherheit und Qualität. Für unseren langfristigen Erfolg ist die Entwicklung der Konzernmarken auf den Wachstumsmärkten von entscheidender Bedeutung. Deshalb liegt ein Hauptaugenmerk der Remarketing-Strategie auf der ökologisch nachhaltigen und kostengünstigen Mobilität in diesen Märkten, zu der auch unsere Gebrauchtwagenprogramme beitragen. Neben dem höheren Wiedererkennungswert stellen diese vor allem ein weltweit gleich hohes Leistungsniveau sicher. QUALITÄTSSICHERUNGDie Zufriedenheit unserer Kunden weltweit wird maßgeblich von der Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen bestimmt. Mit Fokus auf die Kundenzufriedenheit und Lieferantenqualität konnte im Geschäftsjahr 2011 das hohe Qualitätsniveau unserer Modelle und Komponenten bestätigt werden und damit zum Wachstum des Volkswagen Konzerns beitragen. Drei zentrale Prozesse beeinflussen die Kundenzufriedenheit: Fahrzeugkonzepte müssen sich konsequent am Kundenwunsch orientieren; gut strukturierte Fertigungsprozesse sollten eine makellose Auslieferungsqualität sicherstellen, und schließlich müssen Fahrzeugübergabe und Service des Händlers exzellent sein. ProduktqualitätZufrieden und loyal sind Kunden dann, wenn ihre Erwartungen an ein Produkt oder eine Dienstleistung erfüllt oder sogar übertroffen werden. Ausschlaggebend dafür ist die vom Kunden wahrgenommene Qualität im gesamten Produkterlebnis; dazu zählen wir vor allem Zuverlässigkeit, Anmutung und Service. Nur wenn wir unsere Kunden in allen diesen Bereichen überraschen und begeistern, überzeugen wir sie durch hervorragende Qualität. Trotz zahlreicher Produktionsanläufe ist es uns gelungen, das hohe Qualitätsniveau des Vorjahres im Jahr 2011 über alle Konzernmarken und -standorte hinweg zu bestätigen und die Anzahl der Schadensfälle auf einem konstant niedrigen Niveau zu halten. Kundenzufriedenheit ist neben präventiver Prozesssicherheit und Produktzuverlässigkeit das Thema, an dem die Qualitätssicherung von Volkswagen hauptsächlich arbeitet. Im Geschäftsjahr 2011 lag unser Hauptaugenmerk darauf, das bereits etablierte geschäftsbereichsübergreifende Programm zur Steigerung der Kundenzufriedenheit weiterzuentwickeln. Es verfolgt unter anderem das Ziel, Erkenntnisse aus der Produktnutzung in die Konzeption zukünftiger Produkte einfließen zu lassen. Damit stellen wir sicher, dass die Anforderungen der Kunden bereits in dieser frühen und wichtigen Phase berücksichtigt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nicht nur bei der Entwicklung neuer Fahrzeuge, sondern auch permanent im Serienprozess etablierter Modelle berücksichtigt. Die dafür notwendigen Informationen erheben wir vor allem über Studien und Kundenbefragungen. ServicequalitätKundenzufriedenheit erwächst nicht allein aus der Produktzuverlässigkeit und -anmutung; sie bestimmt auch unser Handeln im Bereich Service. Die Servicequalität weltweit zu steigern ist daher ein weiteres Ziel unseres Kundenzufriedenheitsprogramms. Ansatzpunkte gibt es beim Handelsbetrieb als direkter Schnittstelle zum Kunden ebenso wie im After-Sales-Geschäft. Die Qualitätssicherung steht in engem Kontakt mit dem Handel, um die Wahrnehmung des Service durch unsere Kunden zu verbessern. Mängel, die in dem emotionalen Moment der Fahrzeugübergabe auftreten könnten, werden dadurch frühzeitig erkannt und systematisch behoben. Im Jahr 2011 hat sich die Qualitätssicherung im Bereich Service vor allem damit beschäftigt, die Prozesse zwischen Markt und Hersteller zu standardisieren. Ziel war hier, individuell erreichte Optimierungen in den allgemein gültigen Strukturen zu verankern, um unseren Kunden überall in der Welt den besten Service bieten zu können. Die enge Vernetzung mit unseren Handelspartnern ist dabei ein zentrales Element. Sie ermöglicht uns, marktspezifischen Kundenanforderungen künftig noch besser zu entsprechen. Die Bandbreite reicht dabei von einer optimalen Markt- und Handelsbetreuung bei Reparaturen bis hin zu kundengerechten Lösungen im Falle von Gewährleistungsfragen. MITARBEITERExzellente Leistung, daraus resultierender Erfolg und Teilhabe an dessen Ertrag stehen im Mittelpunkt der Personalstrategie von Volkswagen. Nur eine Spitzenmannschaft kann die exzellenten Leistungen erbringen, die benötigt werden, damit Volkswagen Nummer eins im internationalen Automobilbau wird. Diese personalpolitische Leitlinie gilt weltweit und ist vor allem in Zeiten des Wachstums, wie es der Volkswagen Konzern seit einigen Jahren erlebt, von besonderer Bedeutung. Am 31. Dezember 2011 beschäftigte der Volkswagen Konzern einschließlich der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen 501.956 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Jahresende 2010 hat sich damit die Zahl der Mitarbeiter um 102.575 beziehungsweise 25,7 % erhöht. Wesentliche Faktoren für diese Zunahme waren neben dem volumenbedingten Wachstum vor allem die Konsolidierung der Porsche Holding Salzburg mit 20.652 Mitarbeitern und der MAN SE mit 53.722 Mitarbeitern. Die Verteilung zwischen den im Inland und den im Ausland beschäftigten Mitarbeitern des Konzerns hat sich im vergangenen Jahr dadurch leicht verschoben: Arbeiteten Ende 2010 noch 45,4 % der Mitarbeiter in Deutschland, so waren es am 31. Dezember 2011 nur noch 44,8 %. Um angesichts des rapiden Wachstums das herausragende Qualifikationsniveau der Mitarbeiter an allen Standorten sicherzustellen, arbeitet Volkswagen intensiv daran, eine lernende und lehrende Organisation zu werden. Berufseinstieg bei VolkswagenEinen zentralen Beitrag zur Entwicklung einer Spitzenmannschaft bei Volkswagen leistet die Berufsausbildung. In den vergangenen Jahren hat Volkswagen sein Engagement für die duale Ausbildung weiter verstärkt und neue Standorte in die Berufsausbildung einbezogen. Ende 2011 beschäftigte der Konzern weltweit 15.021 Auszubildende. Die Volkswagen AG bildete am 31. Dezember 2011 an ihren sechs deutschen Standorten 4.667 Auszubildende und Studierende im Praxisverbund in insgesamt 33 Berufen und 20 Studiengängen aus. Um auf die doppelten Abiturjahrgänge im Jahr 2011 angemessen zu reagieren, richtete die Volkswagen AG 66 zusätzliche Ausbildungsplätze ein. Neue Ausbildungsplätze wurden im Berichtsjahr auch bei der Volkswagen Osnabrück GmbH geschaffen. Diese hatte bereits im Jahr 2010 den bei der insolventen Wilhelm Karmann GmbH gekündigten Auszubildenden und Studierenden im Praxisverbund die Fortsetzung ihrer Ausbildung ermöglicht. Im Jahr 2011 konnten weitere 29 Auszubildende und Studierende im Praxisverbund eingestellt werden; 11 davon sind Frauen in gewerblich-technischen Berufen. Der Schwerpunkt der Volkswagen Berufsausbildung liegt auf der fachlichen Entwicklung der Auszubildenden. Darüber hinaus profitieren sie von einer Reihe ergänzender Programme und Angebote. Hierzu gehören die Kooperation der Volkswagen Berufsausbildung mit dem Gründer- und Hightech-Wettbewerb "Jugend gründet" sowie die Ausrichtung der Wettbewerbe "ProTalent" und "ProMechaniker". Eine mehr als zwanzigjährige Tradition hat das Engagement der Volkswagen Auszubildenden in der Gedenkstätte Auschwitz, das gemeinsam mit dem Internationalen Auschwitz Komitee durchgeführt wird. Viermal jährlich reisen Auszubildende von Volkswagen und polnische Jugendliche für je zwei Wochen nach Auschwitz, um dort am Erhalt der Gedenkstätte mitzuarbeiten. Fast 2.000 Jugendliche aus Deutschland und Polen haben mittlerweile an diesem Programm teilgenommen. Seit 2006 haben ausgebildete Berufsanfänger die Möglichkeit, mit dem Programm "Wanderjahre" für zwölf Monate zu einer Konzerngesellschaft ins Ausland zu gehen. Mehr als 270 junge Mitarbeiter des Konzerns haben seitdem diese Chance wahrgenommen. Inzwischen beteiligen sich 23 Konzerngesellschaften aus 16 Ländern an diesem Programm. Konzernvorstand und Welt-Konzernbetriebsrat ehren jährlich die besten Auszubildenden des Unternehmens mit dem Best-Apprentice-Award. Der diesjährige Preis für die besten Auszubildenden wurde Ende November 2011 in Stuttgart zum elften Mal vergeben. 27 Ausgebildete aus zwölf Ländern nahmen die Ehrung entgegen. Weiterbildung und Qualifizierung für alle MitarbeiterKern aller Qualifizierungsmaßnahmen im Konzern ist die Weiterbildung in den Berufsfamilien. Zu einer Berufsfamilie gehören alle Mitarbeiter, die Tätigkeiten auf der Basis ähnlicher Fachkompetenzen ausüben und dabei über Erfahrungs- und Entwicklungsstufen hinweg zusammenarbeiten. Lernen und Lehren erfolgt in den Berufsfamilien primär unter Einbindung der eigenen internen Fachexperten. Im Jahr 2011 wurde dieser Ansatz des gemeinsamen Lernens in weiteren Bereichen des Unternehmens etabliert. Ein besonderes Augenmerk bei der Aus- und Weiterbildung gilt den Meistern im Volkswagen Konzern. Deren Qualifizierung wird zurzeit auf weltweit einheitliche Standards umgestellt. In diesem Kontext wurde 2011 die Meister-Basis-Qualifizierung an den ersten internationalen Standorten eingeführt. Sie bereitet zukünftige Meister auf ihre Tätigkeit vor. Im Werk Pune in Indien wurden in drei Lehrgängen insgesamt 39 indische Meister qualifiziert, nachdem im Jahr zuvor schon 49 Mitarbeiter an dieser Qualifizierung teilgenommen hatten. Zudem haben im Berichtsjahr insgesamt 65 Mitarbeiter in fünf Lehrgängen die Führungskräfte-Basis-Qualifizierung abgeschlossen. Das Werk Kaluga in Russland richtete sieben Meister-Basis-Qualifizierungen aus, an denen rund 100 Mitarbeiter teilnahmen. Am Standort Chattanooga wurden 2011 ebenfalls die ersten Maßnahmen für die Meister-Basis-Qualifizierung umgesetzt. Auch für andere Berufsgruppen im Konzern gibt es eine Vielzahl passgenauer Qualifizierungsangebote. Vor allem die Volkswagen Coaching GmbH als zentraler Weiterbildungsträger der Volkswagen AG bietet ein breites Spektrum von Maßnahmen an. Hierzu gehören Programme zur Personalentwicklung, ein überfachliches Seminar- und Kursangebot sowie spezielle, auf den konkreten Bedarf einzelner Berufsfamilien abgestimmte Qualifizierungen. So wird sichergestellt, dass jeder einzelne Mitarbeiter seine Kompetenz individuell und aufgabenbezogen weiterentwickeln kann. Gleichzeitig wird die systematische Entwicklung der Belegschaft in Bezug auf die Unternehmens- und Fachbereichsziele gefördert. In insgesamt 8.232 Qualifizierungsmaßnahmen der Volkswagen Coaching GmbH haben sich im vergangenen Jahr mehr als 70.900 Mitarbeiter mit insgesamt 198.547 Teilnehmertagen weitergebildet. Im Bereich der fachlichen Kompetenzentwicklung - zum Beispiel Fabrikautomation, Roboter- und Applikationstechnik oder Wirtschaft - nahmen 48.817 Mitarbeiter an 6.286 Weiterbildungen und Qualifizierungen mit 139.290 Teilnehmertagen teil. Im Bereich der überfachlichen Kompetenzentwicklung - dazu zählen beispielsweise Mitarbeiterführung und Persönlichkeitsentwicklung - bildeten sich 22.133 Mitarbeiter in 1.946 Maßnahmen mit 59.257 Teilnehmertagen weiter. Damit für die Anforderungen des Unternehmens stets ein aktuelles Weiterbildungsangebot bereitsteht, wurden im Berichtsjahr 423 Programme und Maßnahmen neu entwickelt. Trainingsprogramme an internationalen StandortenAuch an den internationalen Standorten des Volkswagen Konzerns entwickelt sich das Ausbildungs- und Qualifizierungsangebot für unsere Mitarbeiter kontinuierlich weiter. An 35 Standorten im Ausland existiert mittlerweile eine duale Berufsausbildung, an weiteren 23 ist diese im Aufbau. So begann bei der Volkswagen Group Rus im Werk Kaluga im Jahr 2011 bereits der zweite Ausbildungsjahrgang, drei weitere Ausbildungsberufe wurden neu eingeführt. Ebenso konnte die Ende 2010 eröffnete Volkswagen India Academy in Pune im vergangenen Jahr ausgebaut werden. Dort wurde eine dreijährige Berufsausbildung zum Mechatroniker nach dem dualen System eingeführt. Zudem werden künftig mehr als 100 Auszubildende pro Jahr, die an staatlichen Industrial Training Institutes zum Schweißer, Lackierer, Schlosser, Elektriker, Werkzeug- und Maschineninstandhaltungsmechaniker, Kfz-Mechaniker oder zur Automatisierungsfachkraft ausgebildet wurden, durch ein Praxisjahr geführt. Die 2010 eröffnete Trainingsakademie am US-Standort Chattanooga hat mit Inbetriebnahme der dortigen Fabrik im Mai 2011 ihre Kapazitäten weiter ausgebaut. Bewährte Personalentwicklungsinstrumente des Volkswagen Konzerns wie das Management Assessment Center und die Führungskräfte-Basis-Qualifizierung wurden nach Chattanooga übertragen. Shanghai Volkswagen hat in China zusätzlich zum bestehenden Trainingscenter am Standort Nanjing im Frühjahr 2011 mit dem Bau eines Trainingszentrums für das Werk in Yizheng begonnen. Auch der neue Standort Foshan wird zurzeit mit einem Trainingscenter ausgestattet. Perspektiven für HochschulabsolventenJungen Hochschulabsolventen, die neu ins Unternehmen kommen, bietet Volkswagen das Trainee-Programm Start-Up Direct an. Über einen Zeitraum von zwei Jahren lernen die Teilnehmer neben der Arbeit im eigenen Fachbereich nicht nur das Unternehmen Volkswagen eingehend kennen, sondern nehmen zudem an ergänzenden Qualifizierungsmaßnahmen teil. Hinzu kommen mehrwöchige Einsätze in Produktion und Vertrieb sowie ein optionaler Auslandsaufenthalt. Hochschulabsolventen mit internationaler Ausrichtung können alternativ dazu das Programm StartUp Cross durchlaufen. Dieses Programm sieht während seiner 18-monatigen Dauer einen dreimonatigen Auslandseinsatz vor. Über 1.400 Trainees haben seit dem Start 2008 im Rahmen eines der beiden Programme ihre ersten Erfahrungen bei Volkswagen gesammelt. ALTERSSTRUKTUR DER BELEGSCHAFT DES VOLKSWAGEN KONZERNS * in Prozent![]() Weiterbildung auf wissenschaftlichem Niveau: die AutoUniDie Verfügbarkeit von akademischem Spezialwissen innerhalb des Volkswagen Konzerns wird von der AutoUni gewährleistet. Auch hier orientieren sich die Bildungsangebote, die gemeinsam mit den Fachbereichen und kooperierenden Hochschulen erarbeitet werden, an den Bedarfen der Berufsfamilien. Die AutoUni bietet mit ihren acht Instituten eine Vielzahl von Vorträgen, Konferenzen und neuerdings auch kooperative Studienmodule auf universitärem Niveau an. 2011 war einer der Schwerpunkte der Studienmodule der Bereich Elektrotraktion. 159 Mitarbeiter bildeten sich hier fort. Die Programme der in Wolfsburg ansässigen AutoUni werden seit einigen Jahren international ausgeweitet. Das Studienmodul International Financial Reporting Standards beispielsweise konnte in den chinesischen Gemeinschaftsunternehmen 2011 sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache belegt werden. Insgesamt nahmen im vergangenen Jahr fast 12.700 Personen an 200 Veranstaltungen der AutoUni teil. Ein Drittel des Angebots fand außerhalb des Konzernsitzes Wolfsburg statt, rund 40 % der Veranstaltungen waren für die Öffentlichkeit zugänglich. Darüber hinaus ist die AutoUni maßgeblich am Doktorandenprogramm des Konzerns beteiligt. Im Jahr 2011 wurden mehr als 400 Doktoranden in den verschiedenen deutschen Gesellschaften des Volkswagen Konzerns betreut. Die Dissertationen können in der Schriftenreihe der AutoUni veröffentlicht werden. Wesentliche Entwicklungen gab es im Bereich der von der AutoUni verantworteten Hochschulkooperationen. An der Technischen Universität Braunschweig richtete die Volkswagen AG 2011 eine Stiftungsprofessur für Personalmanagement ein. In China intensivierten die Tongji Universität Shanghai und Volkswagen ihre langjährige Zusammenarbeit. Neben den beiden dort bereits bestehenden Stiftungsprofessuren wurde im Berichtsjahr eine weitere von Volkswagen gestiftete Professur für Human Resource Management am Chinesisch-Deutschen Hochschulkolleg eingerichtet. Ebenfalls von Volkswagen gefördert wird das Dual Master Program, bei dem die chinesische Hochschule und die Technische Universität Braunschweig miteinander kooperieren. Im Rahmen dieses Programms absolvieren pro Jahrgang zehn chinesische Studenten den Doppelmaster in Automotive Engineering/Mechanical Engineering an den Standorten Shanghai und Braunschweig. Im Curriculum sind zwei Praktika vorgesehen, die die Studenten im Volkswagen Werk Wolfsburg absolvieren. Diese Maßnahmen steigern die Arbeitgeberattraktivität von Volkswagen in China und tragen zur Deckung des dortigen Personalbedarfs bei. Im Jahr 2011 konnten in China aus mehr als 70.000 Bewerbungen 1.000 Absolventen von kooperierenden Hochschulen ausgewählt und eingestellt werden. Beteiligung der MitarbeiterVolkswagen legt großen Wert darauf, die Ideen und Verbesserungsvorschläge seiner Mitarbeiter in die Arbeitsorganisation und den Produktionsprozess einfließen zu lassen. Gesichtet und bewertet werden die Eingaben der Mitarbeiter im Volkswagen Ideenmanagement, das an allen deutschen Standorten vertreten ist. Die Anfänge des Vorschlagwesens bei Volkswagen reichen bis in das Jahr 1949 zurück. Seitdem ist das Engagement der Mitarbeiter für die Verbesserung von Prozessen und Produkten eine feste Messgröße für die Kreativität, das Know-how und die Motivation der Belegschaft. Des Weiteren bietet Volkswagen Schulungen und Qualifizierungen an, um die Ideenkultur im Unternehmen systematisch zu fördern. Zudem gibt das Ideenmanagement den Vorgesetzten und Führungskräften ein wichtiges Führungs- und Motivationsinstrument an die Hand. Die Mitarbeiter des Volkswagen Konzerns reichten im Geschäftsjahr 2011 konzernweit 475.073 Verbesserungsvorschläge ein. Die im Berichtszeitraum umgesetzten 340.960 Verbesserungsideen trugen dazu bei, die Qualität unserer Produkte zu erhöhen und Prozesse effizienter zu gestalten. Dadurch reduzierten sich die Kosten im Konzern um insgesamt 325,5 Mio. €. Die Ideengeber erhielten für ihre Kreativität und ihre Mitgestaltung des Unternehmensgeschehens Prämien in Höhe von insgesamt rund 32,7 Mio. €. Ein weiteres Instrument, für dessen Erfolg das Engagement der Mitarbeiter große Bedeutung hat, ist der Volkswagen-Weg; er hat die umfassende Optimierung aller Unternehmensprozesse zum Ziel. Im Zentrum steht der Kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) mit der ständigen Weiterentwicklung von Produktivität und Effizienz sowie Kommunikation, Teamarbeit und Führung. Seit dem Beginn des Volkswagen-Wegs im Jahr 2007 werden die Volkswagen Mitarbeiter darin geschult, wie Verschwendung erkannt und beseitigt werden kann. Im Jahr 2011 ging es vor allem darum, Prozesse zu optimieren - insbesondere im Hinblick auf die Produkt- und Arbeitsqualität. Die anderen Marken des Volkswagen Konzerns verfügen über ähnliche Programme zur Steigerung der Effizienz. Ein mittlerweile bewährtes und intensiv genutztes Instrument zur Abstellung von Fehlern in Arbeitsprozessen ist das Stimmungsbarometer. Als einheitliche konzernweite Mitarbeiterbefragung wurde das Stimmungsbarometer im Jahr 2011 zum vierten Mal durchgeführt. In die Befragung einbezogen waren 77 Standorte und Gesellschaften in 26 Ländern. Von über 346.000 zur Teilnahme eingeladenen Mitarbeitern nahmen mehr als 308.000 teil. Dies entspricht einer Beteiligungsquote von 89 %. Die Befragungsergebnisse des Jahres 2011 zeigen im Vergleich zum Vorjahr eine positive Entwicklung. Über 60 % der Mitarbeiter sehen das Instrument Stimmungsbarometer als hilfreich oder sehr hilfreich für die Verbesserung ihrer Arbeit an. Die Durchsprachen der Ergebnisse unterstützen laut Einschätzung der Befragten die Organisationseinheiten und Teams darin, nachhaltige Verbesserungen in der Arbeitszufriedenheit zu erzielen. Frauenförderung und familienbewusste PersonalpolitikIn der Unternehmenskultur von Volkswagen hat sowohl der Beruf als auch die Familie einen sehr hohen Stellenwert. Eine familienbewusste Personalpolitik ist für Volkswagen deshalb ein wesentlicher Erfolgsfaktor auf dem Weg zum Top-Arbeitgeber. Dieses Engagement hat Tradition: 1989 war Volkswagen das erste deutsche Großunternehmen, das eine Richtlinie zur Förderung von Frauen verabschiedete und mit gezielten Programmen unterlegte. Bereits 2007 wurden in der Volkswagen AG erstmals konkrete Ziele benannt, um den Frauenanteil im Unternehmen zu erhöhen. Im Frühjahr 2011 hat der Volkswagen Konzern im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung differenzierte Ziele vorgelegt, um den Anteil von Frauen bei Volkswagen in Deutschland nachhaltig zu steigern. Volkswagen folgt dabei einer Systematik, die für alle relevanten Hierarchieebenen detaillierte Vorgaben macht, zu welchem Zeitpunkt ein bestimmter Frauenanteil erreicht sein muss. Ein wesentliches Mittel dafür ist die Quotierung bei der Einstellung von Hochschulabsolventen. Hier orientiert sich Volkswagen am Anteil der Absolventinnen in den jeweiligen Studiengängen. Dieser Systematik folgend müssen rund 10 % der eingestellten Absolventen des Studiengangs Maschinenbau Frauen sein. In der Elektrotechnik sind es ebenfalls 10 %, in der Informatik 15 % und in den Wirtschaftswissenschaften 50 %. Gemittelt über alle für Volkswagen relevanten Studiengänge ergibt sich aus diesen differenzierten Quoten das Ziel, bei der Einstellung von Akademikern einen Frauenanteil von mindestens 30 % zu erreichen. FRAUENANTEILE VOLKSWAGEN KONZERN IN DEUTSCHLAND * Stand 31. Dezember 2011scroll
Dieser erhöhte Anteil neu ins Unternehmen eintretender qualifizierter Frauen ermöglicht es uns, in den folgenden Jahren den Anteil weiblicher Führungskräfte auf den verschiedenen Management-Ebenen kontinuierlich zu steigern. Ziel ist es, dass der Volkswagen Konzern in Deutschland im Jahr 2020 im Top-Management eine Frauenquote von 11 %, im Oberen Management von 12 % und im Management von 15 % erreicht. Im Berichtsjahr konnte der Frauenanteil in den Management-Kreisen des Volkswagen Konzerns in Deutschland bereits auf 4,9 % im Top-Management 6,4 %, im Oberen Management und 10,1 % im Management (Jahresendstand ohne Scania und MAN) erhöht werden. 45 Frauen durchliefen 2011 ein Mentoring-Programm in der Volkswagen AG, das sie auf dem Weg ins Management unterstützte. Das Unternehmen verfolgt darüber hinaus das Ziel, den Anteil der Facharbeiterinnen und Meisterinnen bis zum Jahr 2020 auf mindestens 10 % im Jahr 2020 anzuheben. Derzeit liegt der Anteil der Meisterinnen in der Volkswagen AG bei knapp 4 %. 2011 wurden 25 Frauen durch ein gezieltes Mentoring-Programm auf dem Weg zur Meisterin unterstützt. Personalentwicklungsprogramme für Frauen, eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie flexible Arbeitszeitmodelle flankieren das bei Volkswagen angewandte System der differenzierten Quoten. Volkswagen wirbt gezielt um weibliche Talente. Hierzu gehören spezielle Informationstage über die gewerblichtechnische Berufsausbildung bei Volkswagen und Berufserlebnistage für junge Frauen. Das Unternehmen beteiligt sich seit Jahren am bundesweiten Girls' Day und bot 2011 in diesem Rahmen über 2.000jungen Frauen einen praxisnahen Einblick in die Berufe der Automobilbranche. Gesundheitsvorsorge und ArbeitsschutzDer Erhalt der Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit unserer Mitarbeiter ist eines der wichtigsten Ziele der Volkswagen Personalpolitik. Mit dem Checkup wurde bei Audi im Jahr 2006 und bei Volkswagen im Jahr 2010 eine kostenlose und umfassende Vorsorgeuntersuchung für alle Mitarbeiter eingeführt. Inzwischen bietet jedes Werk der Volkswagen AG diese regelmäßige Untersuchung zum Erhalt der Gesundheit und Fitness der Mitarbeiter auf Basis modernster Untersuchungsverfahren an. Die hohe diagnostische Qualität des Checkups wird von den Beschäftigten allgemein anerkannt. Bisher nutzten über 28.000 Volkswagen Beschäftigte dieses freiwillige Angebot, das ständig qualitativ weiterentwickelt wird. 2011 lag der Schwerpunkt in den deutschen Werken auf der Ausweitung der internen und externen Präventionsangebote, die mit dem Volkswagen Checkup verknüpft sind. Zudem wurde mit der großflächigen Einführung des Volkswagen Checkups an ausländischen Konzernstandorten begonnen. Parallel dazu wurden die Bemühungen um die Verbesserung der Ergonomie an allen Arbeitsplätzen fortgesetzt. Durch den Einsatz von Ergotherapeuten an den Produktionslinien war vielerorts eine ergonomische Optimierung dieser Arbeitsplätze möglich. Zudem konnten Mitarbeiter direkt an ihrem Arbeitsplatz in der verbesserten ergonomischen Ausführung ihrer Arbeitsabläufe beraten und angeleitet werden. Im Rahmen der Führungskräfteentwicklung werden betriebliche Vorgesetzte dafür sensibilisiert, Zusammenhänge zwischen Führung und Gesundheit der Mitarbeiter in ihrer Führungspraxis stärker zu berücksichtigen. Hierfür wurde ein Basisseminar konzipiert. Darüber hinaus haben wir für alle angehenden Führungskräfte verpflichtende Qualifizierungsmodule zum Arbeitsschutz entwickelt und eingeführt. Auf Grundlage des 2010 implementierten Konzern-Arbeitsschutz-Management-Systems (KAMS) haben alle Konzernmarken und Gesellschaften 2011 zudem eine umfangreiche Analyse ihrer bestehenden Arbeitsschutzorganisation und der damit verbundenen Prozesse durchgeführt. Konzernweit identifizierte Good-Practice-Beispiele werden künftig systematisch für Prozessverbesserungen im Arbeitsschutz eingesetzt. Betriebliche AltersvorsorgeZur Absicherung des Alterseinkommens ehemaliger Mitarbeiter unterhalten die Volkswagen AG sowie ihre Marken und Tochtergesellschaften betriebliche Altersversorgungssysteme. Diese beruhen in Deutschland auf einer Direktzusage. Zusätzlich zu einer vom Arbeitgeber finanzierten Altersversorgung haben die Beschäftigten die Möglichkeit, im Wege der Entgeltumwandlung selbst Vorsorge zu betreiben. Seit 2001 werden die Aufwendungen für die betriebliche Altersvorsorge der Volkswagen AG über den vom Volkswagen Pension Trust e.V. treuhänderisch verwalteten betriebsinternen Pensionsfonds am Kapitalmarkt angelegt. Ende 2011 nutzten 21 weitere deutsche Konzerngesellschaften diese Möglichkeit. In den betriebsinternen Pensionsfonds wurden bis Ende 2011 insgesamt 2.589 Mio. € für die Absicherung der Beschäftigten im Alter, bei Erwerbsminderung und im Todesfall eingebracht. Das Zeit-Wertpapier der Volkswagen AG bietet den Beschäftigten seit 1998 die Möglichkeit, ihre Lebensarbeitszeit zu verkürzen. Dazu können sie aus ihrem Bruttoentgelt und aus Zeitguthaben Beiträge leisten, die über den vom Volkswagen Pension Trust e. V. treuhänderisch verwalteten Zeit-Wertfonds am Kapitalmarkt angelegt werden. Das aufgebaute Zeit-Wertguthaben kann für eine bezahlte Freistellung vor der Altersrente verwendet werden. Der Guthabenstand des Zeit-Wertfonds betrug am Ende des Berichtsjahres 1.132 Mio. €. PERSONALKENNZAHLEN Stand 31. Dezember 2011scroll
INFORMATIONSTECHNOLOGIE (IT)Die Kommunikationsgesellschaft, die nahezu durchgängige IT-Unterstützung von Geschäftsprozessen und der Aufbau neuer Standorte stellen die IT großer Unternehmen vor ständig neue Herausforderungen. Zugleich ist eine technologisch und quantitativ angemessen ausgestattete IT-Infrastruktur die Basis für stabile Systeme und damit für die optimale IT-Unterstützung an den verschiedenen Unternehmensstandorten, in den Geschäftsabläufen und im Vertriebsnetz. Wichtig ist deshalb vor allem, Rechenzentren kontinuierlich weiterzuentwickeln. Der Volkswagen Konzern hat diese Herausforderung angenommen und im Jahr 2011 sein neues Konzern-Rechenzentrum am Standort Wolfsburg in Betrieb genommen. Der zweigeschossige Neubau verfügt auf 2.000 m2 über modernste IT-Technik sowie über energieeffiziente Gebäudetechnik und Infrastruktur. Zudem erfüllt er die höchsten internationalen Sicherheitsstandards. Hochleistungsfähige Stromaggregate und kinetische Energiespeicher sorgen bei möglichen Spannungsveränderungen für einen unterbrechungsfreien Betrieb. Das neue Rechenzentrum steigert die Gesamtrechenleistung am Standort Wolfsburg um 86 % und führt die IT-Kapazitäten, die bisher in verschiedenen Gebäuden installiert waren, an einem Ort zusammen. Durch die Inbetriebnahme sinkt der jährliche Energieverbrauch im Vergleich zu den bisherigen Rechenzentren um 9,1 Mio. kWh; die CO2 -Emissionen verringern sich um 5.000 t jährlich. Zugeführte Außenluft kühlt das Rechenzentrum während rund zwei Dritteln des Jahres; diese hocheffiziente, indirekte Kühlung verbraucht keine zusätzliche Energie. UMWELTMANAGEMENT IM KONZERNUnsere Umwelt zu schützen und das Unternehmen umweltbewusst zu führen ist Teil unserer Firmenkultur. Unter Berücksichtigung sozialer, ökonomischer und ökologischer Gesichtspunkte wirtschaften wir nachhaltig, unterstützen umweltgerechtes Handeln und sichern die Beschäftigung langfristig. Zwei elementare Grundsätze zeichnen die Umweltpolitik bei Volkswagen aus: Zum einen entwickeln wir die Produktionsverfahren ständig weiter, um eine ressourcenschonende Herstellung unserer Produkte garantieren zu können. Seit 2010 unterstützt uns dabei ein effizientes Energiemanagement-System. Zum anderen verbessern wir kontinuierlich die Umweltverträglichkeit unserer Produkte in allen Phasen ihres Lebenszyklus. Umweltrelevante Aspekte werden frühzeitig erkannt und im Entstehungsprozess unserer Produkte berücksichtigt. Während des gesamten Produktlebenszyklus werden die Leitlinien einer umweltorientierten Perspektive eingehalten. Bis 2018 wollen wir auch aus ökologischer Sicht an der Spitze der Automobilindustrie stehen. Die deutschen Volkswagen und Audi Standorte beteiligen sich seit 1995 freiwillig am Öko-Audit-Verfahren der Europäischen Union. In diesem Zusammenhang prüfen wir ständig unser Umweltverhalten und passen es gegebenenfalls an. Weltweit setzen wir konkrete Maßnahmen zum Umweltschutz nach den Richtlinien des Umweltzertifizierungsverfahrens entsprechend der internationalen Norm EN ISO 14001 um. Seit 1996 gilt diese Norm darüber hinaus auch für das Umweltmanagementsystem der Technischen Entwicklung von Volkswagen, das seit 2009 zusätzlich nach DIN ISO/TR 14062 zertifiziert wird. Durch Rezertifizierungen konnten wir unsere Vorreiterrolle bestätigen. Umweltschonende ProduktionsverfahrenAktiver Klimaschutz und der sparsame Umgang mit knapper werdenden Rohstoffen spielen bei Volkswagen eine wichtige Rolle. Wir setzen daher nicht nur auf umweltverträgliche Produkte, sondern auch auf eine ressourcenschonende und umweltfreundliche Produktion. Bei den zentralen Umweltkennzahlen der Fertigung haben wir auch 2011 erneut bessere Werte als im Vorjahr erzielt; die Grafiken auf Seite 213 zeigen dies anschaulich. Den Vorgaben interner Normen und Prozessstandards folgend werden die Umweltdaten der produzierenden Konzernstandorte regelmäßig erhoben, geprüft und analysiert. Aus den kontinuierlich fortgeschriebenen Daten können wir ablesen, wie sich die Belastung der Umwelt durch den Konzern entwickelt. Die Datenerhebung umfasst derzeit 59 Standorte. Ein Ziel unserer umweltschützenden Maßnahmen ist, kontinuierlich die Ressourceneffizienz zu optimieren. Diese verstehen wir nicht nur als Verhältnis von Ressourceninput zu Produktoutput eines Prozesses, sondern betrachten sie ganzheitlich - von der Produktentwicklung bis zum Recycling. Bei der Produktgestaltung steht die Ressourceneffizienz klar im Vordergrund. Zum Beispiel wurde die Anwendbarkeit des Stoffstrommanagements als eines der innovativen Fertigungsverfahren aus dem Bereich der Fahrzeug- und Komponentenfertigung geprüft und schließlich auch eingeführt. Konkrete Auswirkungen dieser Maßnahme sind unter anderem in der Lackiererei zu sehen, in der sich mit Hilfe eines neu entwickelten Farbwechselsystems der Materialverlust um bis zu 85 % reduziert hat. Außerdem senken wir die Energie- und Materialverbräuche im Bereich der Komponenten. Ein wichtiges Thema ist hier die Grundlastreduzierung beim Stromverbrauch, etwa durch Maßnahmen, die den Verbrauch im Standby-Betrieb der Anlagen herabsetzen. Bei der Erhöhung der Materialeffizienz setzen wir vor allem auf Verfahren mit Minimalmengenschmierung oder Trockenbearbeitung. Dazu gehört auch das sogenannte Taumelverfahren, bei dem die bisherige spanende Bearbeitung von Bauteilen durch eine innovative Umformtechnik ersetzt wird. Dank der Verwendung end-formnaher Bauteile können wir die Abfallmenge deutlich verringern. Volkswagen hat viele Prozesse und Verfahren entwickelt und eingeführt, die sicherstellen, dass Neufahrzeuge zu 85 % recyclingfähig und zu insgesamt 95 % wiederverwertbar sind. Diese Quoten werden vom Kraftfahrtbundesamt regelmäßig bestätigt. Dank der Aufbereitung von Rückständen mit dem Volkswagen Si-Con-Verfahren ist das Recycling von Altfahrzeugen sowohl umweltgerecht als auch wirtschaftlich realisierbar. Volkswagen nimmt innerhalb der EU eigene Altfahrzeuge in der Regel kostenlos zurück. Für deren Verwertung steht ein dichtes Netz mittelständischer Partnerunternehmen zur Verfügung. Viele ausgediente Bauteile - rund 13.000 Positionen - werden von Volkswagen bearbeitet, geprüft und zu Austauschteilen aufbereitet. In Sachen Qualität und Gewährleistung entsprechen diese Rezyklate danach Neuteilen. Unsere Recyclingaktivitäten weiten wir sukzessive auf außereuropäische Märkte aus. Beispielsweise werden seit 2011 auch in China Aggregate aufbereitet. Eines unserer zentralen Ziele einer umweltschonenden Produktion ist, die Verwendung primärer Rohstoffe weiter zu reduzieren. Deshalb ist der Einsatz von gütegesicherten Rezyklaten in fast allen Fahrzeugbauteilen nicht nur erlaubt, sondern wird sowohl in der konzernweiten Recyclingnorm als auch im projektübergreifenden Volkswagen Umweltlastenheft explizit gefordert. Der Rezyklatanteil aller Werkstoffe beträgt bei den aktuellen Serienmodellen Golf, Polo und Sharan rund 40 % des Fahrzeuggewichts. Neben zahlreichen Metallen werden auch Kunststoffe wiederverwertet. Ein Beispiel ist die Unterbodenschale, die in einigen Fahrzeugen zu 100 % aus Kunststoffrezyklat besteht. Prüfzeugnisse des TÜV NORD bestätigen diese hohen Werte. Energiemanagement an den ProduktionsstandortenIm Geschäftsjahr 2011 haben wir nicht nur die umweltschützenden Maßnahmen, sondern auch das Energiemanagement an unseren Produktionsstandorten weltweit intensiviert. An den beiden Volkswagen Standorten im indischen Pune und im chinesischen Dalian gibt es seit diesem Jahr Umweltmanagementsysteme, die nach der internationalen Norm EN ISO 14001 zertifiziert wurden. Darüber hinaus führen wir in einem ersten Schritt an den europäischen Standorten des Konzerns ein Energiemanagement-System nach DIN EN 16001 ein. Es wird in das bereits bestehende Umweltmanagementsystem integriert und im Zuge des Öko-Audit-Verfahrens der Europäischen Union beziehungsweise der internationalen Norm EN ISO 14001 mitzertifiziert. Volkswagen erfüllt darüber hinaus in Deutschland die Erfordernisse, die im Konzept der Bundesregierung zur Steigerung der Energieeffizienz in der Industrie ein wesentliches Element sind. Weitere Möglichkeiten, Energie einzusparen und die Energieeffizienz an den Standorten und in den einzelnen Produktionsbereichen zu steigern, haben wir systematisch in Form verschiedener Ansätze erarbeitet. Beispielsweise haben wir mit Hilfe von Konzernarbeitskreisen und unterstützenden IT-Anwendungen den Wissenstransfer zwischen den verantwortlichen Personen und den einzelnen Standorten vertiefen können. Zusätzlich haben wir Standardisierungsmaßnahmen eingeleitet, um die Grundlast in produktionsfreien Zeiten zu senken. Im Hinblick auf das Unternehmensziel, weltweit der umweltfreundlichste Automobilhersteller zu werden, waren die beteiligten Planungsstellen bereits bei der Konzipierung des Werkes in Chattanooga aufgefordert, Ideen und Erfahrungen aus den bestehenden Konzernstandorten auszuwerten. In Anlehnung an diese Ergebnisse und die konzernweiten Standards zur Energieeffizienz entstand im Sinne des "Think Blue.Factory."-Ansatzes ein fortschrittliches Gesamtkonzept für die umweltgerechte Gestaltung der Gebäude, Infrastruktur und Fertigungstechnik. Darüber hinaus wurden in der Nähe des Werksgeländes Feuchtbiotope erweitert und miteinander verbunden. Die Fabrikgebäude sind nach dem renommierten LEED-Standard des U.S. Green Building Council zertifiziert. Die Zertifizierung bestätigt die Einhaltung anspruchsvoller Normen und Standards für nachhaltiges und umweltfreundliches Bauen. Das LEED-Gütesiegel wird in vier Qualitätsstufen vergeben; das Werk in Chattanooga erhielt als erste Automobilfabrik das Qualitätssiegel der höchsten Stufe, die Platin-Zertifizierung. Außen und innen sind modernste Beleuchtungssysteme installiert, die eine um bis zu 90 % energieeffizientere Technologie nutzen. Im Karosseriebau im neuen Werk wurde die Leistungsfähigkeit erhöht, indem nun für die Herstellung von Schweißnähten Scheibenlaser der neuesten Generation verwendet werden, deren Wirkungsgrad sieben Mal höher als die der bisher verwendeten Stablaser. Die Lackiererei in Chattanooga ist eine der ersten im Konzern, die auf der Grundlage des sogenannten Prozess 2010 betrieben wird. Dabei fassen wir zwei bisher getrennte Lackierschritte ohne Qualitätsverlust zusammen. So können wir den Aufwand für einen Trockner und die Klimatisierung einer Lackierzone einsparen. Zudem wird die Abluft aus den Lackierkabinen in einen Kreislauf eingespeist - auch das spart Energie: bis zu 70 % im Vergleich zum bisherigen Verfahren. Dieses Umluftsystem basiert darauf, dass der beim Spritzlackieren entstehende Lacknebel hocheffizient und wasserfrei abgeschieden wird. Wir setzen das Verfahren erstmals in Chattanooga ein; es ist Vorbild für alle künftig zu errichtenden Lackieranlagen. Um die Umweltbelastung durch die Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen zu reduzieren, verwenden wir Wasserlacke mit reduziertem Lösemittelgehalt. Die Reste der in der Abluft noch vorhandenen Lösemittel werden in einer modernen Abgasreinigungsanlage eliminiert. FRISCHWASSERBEZUG UND ABWASSER DES VOLKSWAGEN KONZERNS * in Kubikmeter pro Fahrzeug![]() GESAMTE CO2-EMISSION DES VOLKSWAGEN KONZERNS * in Kilogramm pro Fahrzeug![]() ENERGIEVERBRAUCH DES VOLKSWAGEN KONZERNS * in Megawattstunden pro Fahrzeug![]()
*
MAN und FAW-Volkswagen Automotive Company
Ltd. mit dem Werk Chengdu wurde nicht berücksichtigt. Interner UmweltpreisMit dem Internen Umweltpreis würdigt das Unternehmen den Einsatz und die Eigeninitiative von Mitarbeitern an den deutschen Standorten oder in Konzernstellen innerhalb Europas für den Umweltschutz in ihrem Arbeitsumfeld. Diese Auszeichnung haben wir 2011 bereits zum achten Mal vergeben. Den ersten Preis in der Kategorie "Produktion" erhielt 2011 ein Mitarbeiter der Prozesstechnik in Braunschweig - er entwickelte ein Verfahren zur Lackierung von Teilen des Stoßdämpfers auf der Basis von Wasserlack. Leitungen von Produktionsanlagen müssen nun nicht mehr so häufig gespült werden. Des Weiteren konnte damit der Wert der gesundheitsschädlichen Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen von 490 g/l auf 154 g/l gesenkt werden. In der Kategorie "Produkt" wurden drei Mitarbeiter der Karosserie- und der Akustikentwicklung mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Das Team hat die Materialdichte für Dämpfungen am Kotflügel verändert, sodass das Gewicht der Bauteile um 43 % verringert werden konnte; dies führt bei allen Volkswagen Fahrzeugen zu Materialeinsparungen und geringeren CO2 -Emissionen. Darüber hinaus wurden zwei Mitarbeiter für ihr langjähriges Engagement bei der Absatzförderung von Erdgasfahrzeugen und der Verringerung des Kraftstoffverbrauchs ausgezeichnet. Externe UmweltauszeichnungenDer Volkswagen Konzern erhielt im Geschäftsjahr 2011 zahlreiche Preise für die umweltverträgliche Gestaltung seiner Fahrzeuge. In diesem Abschnitt stellen wir die wichtigsten vor. Der Automobil-Club Verkehr (ACV) Deutschland zeichnete den Polo BlueMotion der Marke Volkswagen Pkw mit dem Umweltpreis "ACVmobil" aus. Mit rund 33 % der Stimmen wählten die Mitglieder des Automobilclubs den Polo zum ökologisch und ökonomisch besten Fahrzeug. Für den Touran 1.4 TSI EcoFuel und das maskierte, kamerabasierte Dauerfernlicht Dynamic Light Assist erhielt Volkswagen in den Kategorien "Zukunft" sowie "Innovationen & Umwelt" jeweils einen Gelben Engel 2011 vom ADAC. Die erdgas mobil GmbH ging mit dem Volkswagen Passat TSI EcoFuel erfolgreich bei der Challenge Bibendum in Berlin an den Start. Es war die elfte Auflage des vom Reifenhersteller Michelin initiierten Wettbewerbs für umweltschonende Fahrzeuge. Der erdgasbetriebene Volkswagen konnte sich erfolgreich behaupten und erhielt in den Kategorien "Fuel Efficiency", "Well-to-Wheel CO2 Emissions" und "Local Emissions" jeweils einen Preis. Zum zweiten Mal in Folge wurde die Marke Volkswagen Pkw zur umweltfreundlichsten Automarke gewählt. Mehr als die Hälfte der über 2.300 Leser des Fachmagazins "Firmenauto" hatten sich in einer Online-Abstimmung für den Marktführer im deutschen Großkundengeschäft entschieden. Über 11.000 Leser der deutschen Zeitschrift "AUTO TEST" wählten den Golf Blue-e-Motion zum "e-Car des Jahres" in der Kategorie "Konzeptcar". Die Auszeichnung in vier Kategorien zum Thema Elektromobilität wurde zum zweiten Mal vergeben. Bereits zum dritten Mal in Folge weist die jüngste Auto-Umweltliste des Verkehrsclub Deutschland den Touran TSI EcoFuel mit DSG (Doppelkupplungsgetriebe) als bestes Fahrzeug in der Rubrik der Siebensitzer aus. Zahlreiche weitere Modelle des Volkswagen Konzerns fanden den Weg in die Auto-Umweltliste. Dabei konnten insbesondere die Modelle mit den zukunftsweisenden Technologien BlueMotion und TSI-EcoFuel von Volkswagen überzeugen. Im Segment der Klimabesten sicherte sich beispielsweise der Polo 1.2 TDI BlueMotion mit einem CO2 -Ausstoß von nur 87 g/km den zweiten Platz - und das als vollwertiger Fünfsitzer. Gemeinsam mit Zulieferern hat Volkswagen ein neues System zur Herstellung kohlenstofffaserverstärkter Kunststoffe entwickelt und patentiert. Der innovative Werkstoff soll im Jahr 2013 in der Kleinserie des Ein-Liter-Autos XL1 mit Plug-in-Hybridbetrieb eingesetzt werden. Das Verfahren brachte Volkswagen bei der Vergabe des ÖkoGlobe 2011 den zweiten Platz in der Kategorie "Neue Werkstoffe im Fahrzeugbau" ein. Die spanische Fachzeitschrift für Logistik und Transport "El Vigia" zeichnete die Marke SEAT für ihr Photovoltaik-Projekt "SEAT in the sun" mit dem "Award für die beste Initiative im Bereich CSR" aus. Im Rahmen des Projekts wurden Solarzellen auf mehreren Produktionsgebäuden der Marke installiert, die Fläche ist mehr als 135.000 m2 groß. Die Anlage ermöglicht SEAT eine jährliche CO2 -Einsparung von 2.800 Tonnen. Der schwere Lkw TGX 18.400 der Marke MAN erhielt im Berichtsjahr die erstmals von zwei renommierten Nutzfahrzeug-Fachzeitschriften gemeinsam vergebene Auszeichnung "Green Truck 2011". Mit 96 von 100 möglichen Punkten in der Wirtschaftlichkeitswertung setzte sich das Fahrzeug gegen 13 Konkurrenten durch. Den Ausschlag gaben die geringen Verbrauchs- und Emissionswerte des Lkw. Der MAN TGX 18.440 belegte den dritten Platz. Antriebs- und KraftstoffstrategieDie Antriebs- und Kraftstoffstrategie des Volkswagen Konzerns folgt - unverändert gegenüber den vergangenen Jahren - dem Ansatz der Koexistenz von Elektroantrieb und konventionellem Verbrennungsmotor. Auf dem Weg zur CO2 -neutralen Mobilität der Zukunft sehen wir in den nächsten Jahrzehnten ein Nebeneinander dieser beiden Antriebskonzepte, mit einem eindeutigen Trend hin zur zunehmenden Elektrifizierung des Antriebsstrangs. Begleitet wird diese Koexistenz der Antriebskonzepte von einer kontinuierlichen Zunahme des Anteils CO2 -neutraler Energieträger - sei es beispielsweise in Form von regenerativ erzeugtem Strom für Elektrofahrzeuge oder durch CO2 -neutrale biogene Kraftstoffe, etwa aus Reststoffen - zur Anwendung in konventionellen Verbrennungsmotoren, deren Effizienz fortlaufend gesteigert wird. Die erfolgreichen TSI-, TFSI- und TDI-Motoren des Konzerns, im Idealfall kombiniert mit unseren innovativen Doppelkupplungsgetrieben, bilden die Grundpfeiler dieser Strategie. Das Geschäftsjahr 2011 stellte für die Weiterentwicklung der konventionellen Verbrennungsmotoren des Volkswagen Konzerns einen Meilenstein dar. Die Entwicklungsarbeit an den völlig neuen Generationen von Drei- und Vierzylinder-Otto- und -Dieselmotoren konnte erfolgreich vorangetrieben werden und erreichte mit der Markteinführung des up! ihren vorläufigen Höhepunkt. Der konventionelle Verbrennungsmotor ist aus Sicht des Unternehmens auch mittelfristig die Basis für einen verantwortungsvollen Umgang mit nachhaltiger, zukunftsgerichteter Mobilität. Dies gilt insbesondere für die kostensensitiven Wachstumsmärkte in Russland, Indien und Fernost. Mit der Markteinführung der 1,0 l Dreizylinder-Benzinmotoren, die seit September 2011 mit 44 kW (60 PS) oder 55 kW (75 PS) im up! erhältlich sind, und dem 1,8 l TFSI-Motor, seit Oktober 2011 im Audi A5, gingen die ersten Derivate der neuen Generation der Ottomotoren-Familien an den Start. In den nächsten Monaten werden mit dem Anlauf des MQB (siehe dazu Seite 195) schrittweise weitere Mitglieder dieser Motorenfamilien folgen und mit ihren Innovationen - wie beispielsweise den nadelgelagerten Nockenwellen, der kombinierten Benzindirekt- und Saugrohreinspritzung oder dem integrierten Abgaskrümmer - neue Maßstäbe in Sachen Effizienz und Wirtschaftlichkeit beim Ottomotor setzen. Besondere Innovationskraft besitzt auch die Zylinderabschalttechnik, die im Jahr 2012 sowohl bei Volkswagen als auch bei Audi im Ottomotor zum Einsatz kommt. Sie ermöglicht den entsprechenden Vier- und AchtzylinderAggregaten, in bestimmten Fahrsituationen bedarfsorientiert nicht benötigte Zylinder verbrauchsoptimal abzuschalten. Diese Technik spart beispielsweise beim 1,4 l TSI-Motor bis zu 0,7 l Kraftstoff auf 100 km und stellt auf dem Gebiet der Vierzylinder-Motoren eine Weltneuheit in dieser Leistungs- und Hubraumklasse dar. Auch bei den Dieselmotoren steht Volkswagen mit dem Modularen Dieselbaukasten (MDB) vor der Einführung einer vollkommen neuen Generation von Drei- und Vierzylinder-Motoren. Im Jahr 2012 wird diese im neuen Audi A3 debütieren und neue Maßstäbe in puncto Fahrspaß, Sauberkeit und Effizienz setzen. Die Erfolgsgeschichte des Dieselmotors hat der Volkswagen Konzern auch auf anderen Gebieten fortgeschrieben. Kontinuierlich steigende Marktanteile auf dem dieselkritischen nordamerikanischen Markt und die Anerkennung in Europa in Form von fünf Sternen im ADAC ecoTest für den 1,6 l TDI Passat BlueMotion sind Beispiele dafür. Auch in höheren Hubraumklassen haben wir den Dieselmotor erfolgreich weiterentwickelt Nachdem im Jahr 2010 im Audi A7 der als Effizienzvariante ausgelegte 3,0 l V6 TDI-Motor mit 150 kW (204 PS) vorgestellt wurde, erweiterte Audi im Jahr 2011 die Motorenpalette des Audi A7 um eine Hochleistungsvariante dieses Motors, ausgeführt als BiTurbo. Mit 230 kW (313 PS) und einem Drehmoment von 650 Nm ermöglicht das Aggregat souveränste Fahrleistungen und beschleunigt den A7 in lediglich 5,1 Sekunden von null auf 100 km/h. Der beeindruckende Verbrauch von nur 6,4 l auf 100 km und eine CO2 -Emission von 169 g/km setzen neue Maßstäbe auf dem Gebiet der Sechszylinder-Dieselmotoren. Um die Effizienz des konventionellen Verbrennungsmotors weiter zu steigern, hat Volkswagen auch im Jahr 2011 seine Aktivitäten in Bezug auf die schrittweise Elektrifizierung des Antriebsstrangs konsequent fortgesetzt. Technologien wie das Start-Stopp-System und die Rekuperation von Bremsenergie sind bereits in vielen unserer Serienfahrzeuge im Einsatz. Auch neue Technologien wie das "Segeln" mit Motorfreilauf leisten einen zunehmenden Beitrag zur Reduzierung der CO2 -Flottenemissionen des Konzerns. Dabei werden bei konstanter Fahrt, beispielsweise auf der Autobahn, Räder und Antriebsstrang voneinander entkoppelt, wodurch sich Verbrauchsvorteile von bis zu 0,5 l auf 100 km erreichen lassen. DER WEG ZUR CO2-NEUTRALEN MOBILITÄT![]() Einen Ausblick darauf, was unter Einsatz von innovativer Antriebstechnik in einem modernen, zukunftsweisenden Fahrzeugkonzept möglich ist, gab Volkswagen mit der Studie XL1 auf der Qatar Motor Show Ende Januar 2011. Als Plug-In-Hybrid konstruiert und ausgestattet mit einem 0,8 l Zweizylinder-TDI-Motor (35 kW) in Kombination mit einem Elektromotor (20 kW) stellt der XL1 bei einem Verbrauch von lediglich 0,9 l Diesel auf 100 km die Spitze des derzeit Machbaren dar. Rein elektrisch und damit vollkommen emissionsfrei kann der XL1 eine Reichweite von rund 35 km zurücklegen. Nach der Markteinführung des Touareg Hybrid im Jahr 2010 konnte im Geschäftsjahr 2011 auch Audi mit dem Q5 Hybrid quattro seine Hybridkompetenz im Serieneinsatz eindrucksvoll unter Beweis stellen. Die Kombination aus hoch effizientem 2,0 l TFSI-Motor und Elektromotor ermöglicht einen bemerkenswert niedrigen Verbrauch von lediglich 6,9 l Kraftstoff auf 100 km; der Emissionswert beträgt 159 g CO2 /km. Das als Einwellen-Parallelhybrid konstruierte Fahrzeug verfügt dank des Zusammenspiels von Verbrennungs- und Elektromotor über eine beeindruckende Leistung von 180 kW (245 PS) und ein Drehmoment von 480 Nm. Mit der Boost-Unterstützung des Elektromotors beschleunigt das Fahrzeug in 7,1 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. In Kürze werden weitere Hybridfahrzeuge folgen, beispielsweise mit dem Golf, dem Jetta, dem Audi A6 und dem Audi A8. Auch auf dem Weg hin zur reinen Elektromobilität sind 2011 weitere Meilensteine erreicht worden. Mit der erfolgreichen Teilnahme des Audi A1 e-tron und des Golf Blue-eMotion an der Silvretta Klassik im Juli 2011 und der Übergabe der ersten 80 Golf-Flottenfahrzeuge an Kunden hat der Volkswagen Konzern den Nachweis erbracht, dass die Kunden mit der Elektromobilität in puncto Sicherheit, Komfort und Alltagstauglichkeit auf nichts verzichten müssen. Die in diesem Jahr in Deutschland gestarteten Flottenerprobungen werden 2012 auf Österreich, Frankreich, Belgien und die USA ausgeweitet, um die Technik des elektrifizierten Antriebs bei gleichbleibenden weltweiten Qualitätsstandards auf ein marktreifes Niveau zu bringen. Die Integration in die modulare Baukastenstrategie unterstreicht die Bedeutung der Elektromobilität für Volkswagen und belegt, dass diese langfristig einen Platz in der Produktstrategie des Konzerns hat. Dabei werden wir nicht nur die Karosserie, sondern auch das elektrische Herz des Elektrofahrzeugs fertigen. Das Werk Kassel verstärkt aktuell intensiv seine Kompetenzen im Bereich der Elektromotoren. Auf dem Sektor der Batterie- beziehungsweise Leistungselektronik wird sich das Werk Braunschweig spezialisieren. Wir werden das Elektrofahrzeug aus der Nische holen und das Zeitalter der Elektromobilität einläuten. Mitte 2013 wird Volkswagen zunächst den e-up! und kurze Zeit später den Golf Blue-e-Motion auf den Markt bringen. Mit der jüngst gestarteten Flottenerprobung des Caddy Blue-e-Motion bricht auch Volkswagen Nutzfahrzeuge in das Elektrozeitalter auf, weitere Konzernmarken werden folgen. CO2-EMISSION DER EUROPÄISCHEN (EU 27) NEUWAGENFLOTTE DES VOLKSWAGEN KONZERNS in Gramm pro Kilometer![]() Umweltprädikat an weitere Produkte verliehenUm unsere Produkte so umweltschonend wie möglich zu gestalten, haben wir stets ihren gesamten Lebenszyklus im Blick. Mit Hilfe von Umweltbilanzen analysieren wir die Entstehung neuer Fahrzeuge, Antriebssysteme, Komponenten und Werkstoffe von den ersten Ideen- und Designskizzen bis hin zur Verwertung. Um diese Arbeit auch für unsere Kunden sichtbar zu machen, belegt Volkswagen die Erfolge umweltgerechter Produktentwicklung bei neuen Modellen bereits seit 2007 anhand von Umweltprädikaten. Die Grundlage hierfür ist die Prüfung mit anschließender Zertifizierung der ökologisch verbesserten Entwicklungsergebnisse im Vergleich zum Vorgängermodell gemäß ISO 14040 durch unabhängige Gutachter des TÜV. Im Geschäftsjahr 2011 erhielt der up! das Umweltprädikat. Weiterhin wurden die besonders sparsamen Modelle Passat BlueMotion und Passat EcoFuel im Rahmen einer Aktualisierung des entsprechenden Umweltprädikats ausgezeichnet. Digitale Versionen aller Umweltprädikate sowie weitergehende Informationen können unter www.umweltpraedikat.de abgerufen werden. BiodiversitätDer Schutz der biologischen Vielfalt hat für den Volkswagen Konzern unverändert hohe Priorität. Im Dialog mit kompetenten Partnern bauten wir unser Know-how im Natur- und Artenschutz systematisch aus. Das größte und wohl bedeutendste Naturschutzprojekt des Konzerns ist die Wiederaufforstung der Bergregion Izta-Popo in Mexiko, die helfen soll, Grundwasser zu gewinnen und die Bodenerosion zu stoppen. Mit der Unterstützung zahlreicher Zulieferer war es uns möglich, zusätzlich zu den 300.000 bereits gesetzten Bäumen noch weitere zu pflanzen. Parallel dazu organisierte Volkswagen in dem Nationalpark Maßnahmen für Lehrer und Schüler zum verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und den Ressourcen. Zusätzlich wurden Pläne für die Verwirklichung eines ähnlichen Projekts im Nationalpark Sierra de Lobos Silao entwickelt. Volkswagen engagierte sich zudem stark dafür, der internationalen Initiative "Biodiversity in Good Company" eine langfristige Zukunftsperspektive zu eröffnen. Nach dem Ende der institutionellen Förderung durch das Bundesumweltministerium mussten neue Strukturen geschaffen werden, die es den Unternehmen erlauben, die Initiative in eigener Regie weiterzuführen. Auch unser Engagement in der "Business and Biodiversity Initiative" vertieften wir durch die Übernahme von Verantwortung im neuen Vereinsvorstand. Seit ihrer Gründung durch das Bundesumweltministerium hat Volkswagen hier als einziges DAX-Unternehmen aktiv mitgewirkt. Das gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) entwickelte "UmweltProgramm" ermöglichte der Volkswagen Leasing GmbH, den Moorschutz in Niedersachsen noch stärker finanziell zu unterstützen. Nach der Renaturierung des Theikenmeeres konnte 2011 mit der Wiedervernässung des Naturschutzgebiets Großes Moor bei Gifhorn in Niedersachsen begonnen werden. Sie dient dem Schutz von gefährdeten 150 Tier- und 40 Gefäßpflanzenarten. Zusammen mit dem NABU haben wir unsere Initiative "Willkommen Wolf fortgesetzt, um die Vorbehalte gegenüber den nach Deutschland zurückgekehrten Wölfen zu zerstreuen. Im Herbst 2011 wurde die multimediale Ausstellung "Tour de Wolf gestartet, die durch deutsche Zoos und Tierparks wandert und über frei lebende Wölfe aufklärt. Auch im direkten Umfeld des Wolfsburger Stammwerkes haben wir uns für den Schutz der biologischen Vielfalt engagiert. Im Bereich des Allerurstromtals wurden Maßnahmen zur Biotopverbindung und zur Renaturierung einer Vielzahl von Flüssen und Bächen gründlich vorbereitet und teilweise auch schon umgesetzt. Dabei wurden auch bestehende Projekte, Akteure und Institutionen in der Region vernetzt. In Zusammenarbeit mit der Aktion Fischotterschutz wurde zudem ein mehrjähriges, größeres Gesamtvorhaben im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt geplant. CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY UND NACHHALTIGKEITIm Jahr 2050 werden 9 Mrd. Menschen auf der Erde leben. Sie alle brauchen Energie und Nahrungsmittel, Wohnraum und Kleidung, Bildung und Gesundheitsversorgung - und sie wollen mobil sein. Für Unternehmen ist das Herausforderung und Chance zugleich. Nur ihre Kompetenz für den technischen Fortschritt wird die erforderlichen Produktivitätssteigerungen schaffen, Innovationen und einen ressourcensparenden Strukturwandel realisieren. Die Leitplanken dafür sind Nachhaltigkeit und Verantwortung - die Grundwerte des unternehmerischen Handelns von Volkswagen. Für Volkswagen ist die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) der Beitrag des Unternehmens zu einer nachhaltigen Entwicklung auf unserem Planeten. Gemäß dem Leitbild der Nachhaltigkeit dürfen die Chancen nachfolgender Generationen durch unsere Art des Wirtschaftens und unseren Ressourcenverzehr nicht gemindert werden. Wir verfolgen ökologische, ökonomische und soziale Ziele gleichermaßen und sind damit ein integrativer Teil der internationalen Bestrebungen für eine nachhaltige Wirtschaftsordnung im globalen Maßstab. Nachhaltigkeit ist das Fundament der Unternehmensstrategie von Volkswagen. Das heißt, dass Nachhaltigkeit im gesamten Wertschöpfungsprozess des Unternehmens integriert ist. Unternehmerische Verantwortung wahrzunehmen bedeutet für Volkswagen, die Auswirkungen auf die Umwelt und Gesellschaft stets mit zu bedenken. Nachhaltigkeit sichert außerdem langfristig die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Um einen wirkungsvollen Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität zu leisten, arbeitet Volkswagen als Unternehmen mit globaler Verantwortung intensiv an Technologien für die saubersten und sparsamsten Automobile sowie an effizienten Mobilitätskonzepten. Für Volkswagen gilt dabei stets, dass Beschäftigungssicherung und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen sind. Unsere Unternehmenspolitik ist so ausgelegt, dass die ökonomischen Kernprozesse mit den ökologischen und sozialen Belangen strategisch verknüpft sind. CSR bedeutet dabei, freiwillig gesellschaftliche Verantwortung in einem Maße zu übernehmen, das über die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen hinausgeht. Mit seinem integrierten CSR-Konzept zielt der Volkswagen Konzern darauf ab, Risiken zu vermeiden, Entwicklungschancen frühzeitig zu erkennen und seine Reputation weiter zu verbessern. So leistet CSR einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung und Wertsteigerung des Unternehmens. Als "good corporate citizen" (auf Deutsch: guter Unternehmensbürger) nimmt Volkswagen sein gesellschaftliches Engagement ernst; es ist Teil seiner Unternehmenskultur der Nachhaltigkeit. An unseren weltweiten Standorten unterstützen wir die soziale Entwicklung, Kultur und Bildung. Außerdem initiieren wir Projekte der regionalen Strukturentwicklung, der Gesundheitsförderung, des Sports und des Naturschutzes. Geschäftsstelle Koordination Corporate Social Responsibility und NachhaltigkeitDie Konzernaktivitäten rund um die Themen CSR und Nachhaltigkeit werden seit 2006 von einer CSR-Geschäftsstelle koordiniert. Ihre Aufgabe ist, die CSR-Aktivitäten strategisch auszurichten und das Nachhaltigkeitsmanagement zu optimieren. Das Konzept der Geschäftsstelle als Steuerungseinheit hat sich bewährt, sowohl im Hinblick auf die internen Managementprozesse als auch den externen Stakeholder-Dialog. Die CSR-Geschäftsstelle koordiniert den regelmäßigen Austausch der Marken und Regionen im Volkswagen Konzern. Sie berichtet an den Steuerkreis CSR & Nachhaltigkeit, dem alle zentralen Konzernbereiche sowie der Konzernbetriebsrat angehören. Das Ziel der Arbeit im Steuerkreis ist, die internen Bereiche zu vernetzen und die Austauschprozesse zwischen den Fachabteilungen zu verbessern. Unsere CSR-Projektteams arbeiten bereichsübergreifend an aktuellen Themen. Mit der Einführung des IT-gestützten Nachhaltigkeitsmanagementsystems und der weiteren Integration der Kennzahlensysteme haben wir die Voraussetzungen für eine umfassende und zeitnahe CSR- und Nachhaltigkeitsberichterstattung des Konzerns geschaffen. Mit der Steuerungseffizienz und Transparenz des Kennziffernsystems bedient Volkswagen die steigenden Erwartungen der Stakeholder in Bezug auf eine aktuelle und differenzierte Darstellung der CSR- und Nachhaltigkeitsleistungen des Unternehmens. Für Volkswagen ist die Mitgestaltung nationaler, europäischer und internationaler Unternehmensnetzwerke ein wesentlicher Bestandteil des permanenten Dialogs mit den wesentlichen gesellschaftlichen Gruppen und Akteuren. Volkswagen bringt hier seine technische und soziale Kompetenz ein und unterstützt zahlreiche Projekte. Der Konzern ist im Vorstand des führenden europäischen Unternehmensnetzwerkes für Corporate Social Responsibility, CSR Europe, vertreten. National engagieren wir uns bei econsense, dem Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V. Mit zahlreichen anderen Unternehmen hat Volkswagen die Unternehmensinitiative "Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft" unterzeichnet. Volkswagen in Nachhaltigkeitsrankings und -indizesFinanzmarktteilnehmer stützen ihre Empfehlungen und Entscheidungen neben Finanzzahlen verstärkt auch auf das CSR- und Nachhaltigkeitsprofil der Unternehmen. Analysten und Investoren betrachten CSR- und Nachhaltigkeitsleistungen als Leitindikatoren einer zukunftsorientierten Unternehmensführung. Um die Leistungen eines Unternehmens in den Dimensionen Ökologie, Soziales und Ökonomie abzubilden, sind Nachhaltigkeitsratings bestens geeignet. Werden in diesen Ratings Bestnoten erreicht, hat das nicht nur eine deutliche Signalfunktion für die Stakeholder, sondern erhöht aus externer Sicht auch die Attraktivität als Arbeitgeber und unternehmensintern die Motivation der Mitarbeiter. Wie in den Jahren zuvor konnte Volkswagen 2011 in den wichtigsten internationalen Ratings und Indizes eine Spitzenposition innerhalb seiner Branche halten. Volkswagen ist eines von nur drei Automobilunternehmen, die im Dow Jones Sustainability World Index gelistet sind. Bei der Beurteilung durch die Schweizer Vermögensverwaltungsgesellschaft SAM im Auftrag von Dow Jones erzielte Volkswagen Spitzenwerte vor allem im Umweltmanagement und in der Beschäftigungsentwicklung sowie in den Bereichen Risikomanagement, gesellschaftliches Engagement und Stakeholder-Beziehungen. Die folgende Grafik zeigt das von Volkswagen 2011 erreichte Ergebnis im Vergleich zum Branchendurchschnitt. Am Bilanzstichtag war Volkswagen in den folgenden Nachhaltigkeitsindizes vertreten: ASPI (Advanced Sustainability Performance Index), Dow Jones Sustainability World Index, ECPI Ethical Index Europe, ECPI Ethical Index EMU, ECPI Ethical Index Global, Ethibel Sustainability Index, FTSE4 Good und STOXX ESG Leader. Global CompactVolkswagen engagiert sich seit 2002 intensiv in der größten und wichtigsten CSR-Initiative der Welt, dem Global Compact. Die 7.000 beteiligten Unternehmen aus über 135 Ländern arbeiten gemeinsam daran, die Weltwirtschaft nachhaltiger und gerechter zu gestalten. Volkswagen leistet einen wesentlichen Beitrag zu diesem Vorhaben. Über unsere vielfältigen internationalen CSR-Projekte in diesem Zusammenhang berichten wir in einem jährlichen Fortschrittsreport. In 2011 erreichten wir den "Global Compact Advanced Level". Zehn Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung bilden das Wertegerüst des Global Compact. An allen Standorten unseres Unternehmens haben wir auch im Jahr 2011 unser unternehmerisches Handeln an diesen Grundsätzen ausgerichtet. Mit unserem Know-how unterstützen wir zudem andere Unternehmen im Global Compact dabei, ihre weltweite Verantwortung wahrzunehmen. Dazu gehört zum Beispiel die ständige Mitarbeit im Beratergremium zur Nachhaltigkeit in der Zuliefererkette. ERGEBNISSE DER SAM-BEWERTUNG 2011 in Prozent![]() Risikobericht (Bericht nach § 289 Abs. 5 HGB)Erfolgreiches Risikomanagement dank effektiver SystemeDen nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens sichern wir, indem wir die Risiken aus unserer operativen Tätigkeit frühzeitig identifizieren und vorausschauend steuern. Das interne Kontrollsystem und ein umfassendes Risikomanagement-System unterstützen uns dabei, mit den Risiken verantwortungsvoll umzugehen. Zunächst gehen wir in diesem Kapitel auf das interne Kontroll- und Risikomanagement-System im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess von Volkswagen ein. Anschließend erläutern wir die Einzelrisiken, denen wir in unserer Geschäftstätigkeit ausgesetzt sind. Im Prognosebericht auf den Seiten 229 bis 238 stellen wir die Chancen dar, die sich aus unseren Aktivitäten ergeben. INTEGRIERTES INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESSDas für die Abschlüsse der Volkswagen AG und des Volkswagen Konzerns maßgebliche rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagement-System umfasst Maßnahmen, die eine vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung solcher Informationen gewährleisten sollen, die für die Aufstellung des Abschlusses der Volkswagen AG und des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts notwendig sind. Diese Maßnahmen sollen das Risiko einer materiellen Falschaussage in der Buchführung sowie in der externen Berichterstattung minimieren. Wesentliche Merkmale des integrierten internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessDas Rechnungswesen des Volkswagen Konzerns ist grundsätzlich dezentral organisiert. Die Aufgaben des Rechnungswesens werden überwiegend von den konsolidierten Gesellschaften eigenverantwortlich wahrgenommen oder an zentrale Shared Service Center des Konzerns übertragen. Die in Übereinstimmung mit den IFRS und der Volkswagen Konzernbilanzierungsrichtlinie aufgestellten und vom Abschlussprüfer bestätigten Finanzabschlüsse der Volkswagen AG und der Tochtergesellschaften werden grundsätzlich verschlüsselt an den Konzern übermittelt. Für die Verschlüsselung wird ein marktgängiges Produkt verwendet. Die Konzernbilanzierungsrichtlinie gewährleistet eine einheitliche Bilanzierung und Bewertung auf Grundlage der für das Mutterunternehmen anzuwendenden Vorschriften. Zu diesen zählen insbesondere Konkretisierungen zur Anwendung von gesetzlichen Vorschriften und branchenspezifischen Sachverhalten. Auch die Bestandteile der Berichtspakete, die die Konzerngesellschaften zu erstellen haben, sind dort im Detail aufgeführt, ebenso wie Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung konzerninterner Geschäftsvorfälle und der darauf aufbauenden Saldenabstimmung. Kontrollaktivitäten auf Konzernebene umfassen die Analyse und gegebenenfalls die Anpassung der Meldedaten der von Tochtergesellschaften vorgelegten Finanzabschlüsse. Dabei werden die vom Abschlussprüfer vorgelegten Berichte und die Ergebnisse der Abschlussbesprechungen mit Vertretern der Einzelgesellschaften berücksichtigt; in den Gesprächen werden sowohl die Plausibilität der Einzelabschlüsse als auch kritische Einzelsachverhalte der Tochtergesellschaften diskutiert. Eine klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips sind weitere Kontrollelemente, die - ebenso wie Plausibilitätskontrollen - bei der Erstellung des Einzel- und des Konzernabschlusses der Volkswagen AG Anwendung finden. Zudem wird das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem von der Konzern-Revision im In- und Ausland unabhängig geprüft. Integriertes Konsolidierungs- und PlanungssystemDas Volkswagen Konsolidierungs- und Unternehmenssteuerungssystem (VoKUs) ist ein System, mit dem im Volkswagen Konzern sowohl die vergangenheitsorientierten Daten des Rechnungswesens als auch zukunftsgerichtete Daten des Controllings konsolidiert und analysiert werden können. Es bietet eine zentrale Stammdatenpflege, ein einheitliches Berichtswesen und größtmögliche Flexibilität im Hinblick auf Änderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen; damit ist eine zukunftssichere technische Plattform entstanden, von der das KonzernRechnungswesen und das Konzern-Controlling gleichermaßen profitieren. Für die Überprüfung der Datenkonsistenz verfügt VoKUs über ein mehrstufiges Validierungssystem, das im Wesentlichen inhaltliche Plausibilitätsüberprüfungen zwischen Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang durchführt. RISIKOFRÜHERKENNUNGSSYSTEM GEMÄSS KONTRAGDie Risikolage des Unternehmens wird jährlich gemäß den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) erfasst, bewertet und dokumentiert. Der Abschlussprüfer überprüft jährlich die hierfür implementierten Verfahren und Prozesse sowie die Angemessenheit der Dokumentation. Das Risikomanagement als operativer Bestandteil der Geschäftsprozesse soll Risiken zeitnah identifizieren, ihr Ausmaß beurteilen und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen zeitnah einleiten. Die seit dem 22. Juli 2008 konsolidierte Marke Scania ist wegen verschiedener Bestimmungen des schwedischen Gesellschaftsrechts derzeit nicht in das Risikomanagement-System des Volkswagen Konzerns einbezogen. Laut dem Corporate Governance Report von Scania sind Risikomanagement und Risikobewertung integrale Bestandteile der Unternehmensführung. Risikofelder werden vom Controlling bewertet und finden innerhalb der finanziellen Berichterstattung Berücksichtigung. Die im Jahr 2011 konsolidierten Gesellschaften Porsche Holding Salzburg und MAN SE haben bereits gewachsene Strukturen für Risikofrüherkennungssysteme implementiert. Diese werden ab 2012 schrittweise in die bestehenden Systeme des Volkswagen Konzerns integriert. Aktualisierung der RisikodokumentationStandardisierte Anfragen zur Risikosituation werden jährlich sowohl an die Risikobeauftragten der einzelnen Funktionsbereiche als auch an die Vorstände und Geschäftsführer der wesentlichen Beteiligungsgesellschaften gerichtet. Anhand der Rückmeldungen wird das Gesamtbild der potenziellen Risikolage aktualisiert. Dabei werden jedem identifizierten wesentlichen Risiko die erwartete Eintrittswahrscheinlichkeit und die erwartete Schadenshöhe zugeordnet sowie die getroffenen Maßnahmen dokumentiert. Die jährliche Aktualisierung der Risikodokumentation wird zentral vom Bereich Governance, Risk & Compliance koordiniert. Die Risikomeldungen werden stichprobenartig in vertiefenden Interviews mit den betreffenden Bereichen und Gesellschaften unter Federführung des Abschlussprüfers auf ihre Plausibilität und Angemessenheit hin geprüft. Der Abschlussprüfer hat die Wirksamkeit unseres Risikofrüherkennungssystems auf Basis dieses Datenumfangs beurteilt und festgestellt, dass identifizierte Risiken zutreffend dargestellt wurden und ihnen Maßnahmen und Regelungen vollständig und angemessen zugeordnet sind. Damit entsprechen wir den Anforderungen des KonTraG. Der Konzernbereich Finanzdienstleistungen unterliegt darüber hinaus regelmäßigen Sonderprüfungen nach § 44 Kreditwesengesetz (KWG) durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie Kontrollen durch Verbandsprüfer. Die ablauforganisatorischen Regelungen, Richtlinien und Anweisungen sowie Beschreibungen sind systematisch niedergelegt und zum größten Teil online verfügbar. Die Einhaltung dieser Regelungen stellen interne Kontrollen durch die Leiter der Organisationseinheiten Konzern-Revision, Qualitätssicherung, Konzern-Treasury sowie Marken- und Konzern-Controlling sicher. Ziele und Wirkungsweise des RisikomanagementsDas Risikomanagement des Konzerns ist darauf ausgerichtet, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um mit geeigneten gegensteuernden Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abwenden und eine Bestandsgefährdung ausschließen zu können. Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil der Aufbau- und Ablauforganisation und eingebettet in die Geschäftsprozesse des Volkswagen Konzerns. Ereignisse, die ein Risiko begründen können, werden dezentral in den Geschäftsbereichen sowie in den Beteiligungsgesellschaften identifiziert und beurteilt. Gegenmaßnahmen werden unverzüglich eingeleitet, ihre Auswirkungen bewertet und zeitnah in die Planungen eingearbeitet. Die Ergebnisse des operativen Risikomanagements begleiten laufend die Planungs- und Kontrollrechnungen. Zielvorgaben, die in den Planungsrunden vereinbart wurden, unterliegen einer permanenten Überprüfung innerhalb von revolvierenden Planungsüberarbeitungen. Parallel dazu fließen die Ergebnisse der bereits getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung des Risikos zeitnah in die monatlichen Vorausschätzungen zur weiteren Geschäftsentwicklung ein. Somit liegt dem Vorstand über die dokumentierten Berichtswege auch unterjährig ein Gesamtbild der aktuellen Risikolage vor. Überschaubare Risiken, die in einem angemessenen Verhältnis zum erwarteten Nutzen aus der Geschäftstätigkeit stehen, sind wir bereit einzugehen. Kontinuierliche WeiterentwicklungIm Rahmen unserer kontinuierlichen Verbesserungsprozesse werden das interne Kontrollsystem und das Risikomanagement-System ständig optimiert. Dabei wird den internen und externen Anforderungen - zum Beispiel den Vorgaben des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) - gleichermaßen Rechnung getragen. Ziel der Verbesserung der Systeme ist die regelmäßige Überwachung der relevanten Risikofelder in den verantwortlichen Organisationseinheiten. Dabei steht die Überprüfung der Wirksamkeit der identifizierten wesentlichen Steuerungs- und Überwachungsinstrumente im Fokus. Diese Konzeption mündet in eine sowohl zyklische als auch ereignisorientierte Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat der Volkswagen AG, in die die Berichterstattung nach KonTraG integriert ist. EINZELRISIKENIn diesem Abschnitt erläutern wir die einzelnen Risiken unserer Geschäftstätigkeit in den kommenden Jahren. Gesamtwirtschaftliche RisikenDie wesentlichen Risiken für die Weltwirtschaft sind unserer Ansicht nach die hohen Energie- und Rohstoffpreise, zunehmende internationale Handelsbeschränkungen sowie andauernde außenwirtschaftliche Ungleichgewichte und die Ausweitung von politischen Konflikten. Die sich verschärfenden Schuldenprobleme vieler Industrieländer haben zu einer gestiegenen Instabilität der Finanz- und Devisenmärkte und des internationalen Bankensystems geführt. Dies kann zusammen mit der wachsenden Unsicherheit der Marktteilnehmer und der schwierigen Situation an den Refinanzierungsmärkten die Risikolage für den Volkswagen Konzern stark beeinflussen. Gegenwärtig schätzen wir die Gefahr einer erneuten globalen Rezession als relativ gering ein; aus den oben genannten Entwicklungen könnte für die Weltwirtschaft jedoch eine längere Phase unterdurchschnittlichen Wachstums resultieren. Änderungen in der Gesetzgebung, bei Steuern oder Zöllen in einzelnen Ländern können ebenfalls den internationalen Handel stark beeinträchtigen und erhebliche Risiken für den Volkswagen Konzern mit sich bringen. BranchenrisikenDie Wachstumsmärkte in Asien, Südamerika sowie Zentral- und Osteuropa sind mit Blick auf die weltweite Entwicklung der Pkw-Nachfrage von besonderer Bedeutung. Diese Märkte haben das größte Potenzial, allerdings erschweren die Rahmenbedingungen in einigen Ländern dieser Regionen eine Steigerung der dortigen Absatzzahlen; beispielsweise existieren hohe Zollbarrieren oder es gelten Mindestanforderungen im Hinblick auf den Anteil der lokalen Fertigung. In China könnten Zulassungsbeschränkungen in weiteren Ballungsgebieten folgen, nachdem die Reduzierung der Zulassungsquote in Peking bereits umgesetzt wurde. Darüber hinaus wird das Vertrauen der Verbraucher in einigen dieser Länder durch die Abkühlung der Weltkonjunktur belastet. Auch das Risiko der Verlagerung insbesondere von Gütertransporten vom Nutzfahrzeug auf andere Verkehrsmittel kann nicht vollständig ausgeschlossen werden. Eine besondere Herausforderung für den Volkswagen Konzern als Anbieter von Volumen- und Premiummodellen ist der Preisdruck auf den etablierten Automobilmärkten infolge der hohen Marktabdeckung. Um den eigenen Absatz zu fördern, nutzen Hersteller Preisnachlässe, vor allem in den Automobilmärkten in Westeuropa, den USA und China, und setzen damit die gesamte Branche unter Druck. Westeuropa ist einer der Hauptabsatzmärkte für Volkswagen. Ein konjunkturbedingter Preisverfall und ein damit verbundener Nachfragerückgang in dieser Region würde das Ergebnis des Unternehmens in besonderem Maße belasten. Mit einer klaren, kundenorientierten und innovativen Produkt- und Preispolitik tritt Volkswagen diesem Risiko entgegen. Außerhalb Westeuropas ist das Auslieferungsvolumen breit auf die Märkte Nordamerika, Südamerika, Asien-Pazifik sowie Zentral- und Osteuropa verteilt, wobei ein steigender Anteil des Volumens auf den chinesischen Markt entfällt. Darüber hinaus sind wir auf zahlreichen bestehenden und sich entwickelnden Märkten bereits Marktführer oder arbeiten zielstrebig darauf hin. Strategische Partnerschaften eröffnen uns darüber hinaus die Möglichkeit, unsere Präsenz in den jeweiligen Ländern und Regionen zu erhöhen und regionalen Anforderungen gerecht zu werden. Kredite zur Fahrzeugfinanzierung vergeben wir unverändert nach den bisher angewandten vorsichtigen Grundsätzen unter Berücksichtigung bankenaufsichtsrechtlicher Vorschriften im Sinne des § 25a Abs. 1 KWG. Im Geschäftsjahr 2011 hat sich die Wirtschaft in vielen Märkten weiter erholt. Für unsere Handels- und Vertriebsgesellschaften sind die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise jedoch immer noch spürbar: die Finanzierung der Geschäftstätigkeit über Bankkredite ist weiterhin als schwierig einzustufen. Über unsere Finanzdienstleistungsgesellschaften haben wir den Händlern während der Wirtschaftskrise attraktive Finanzierungskonditionen angeboten, um das Risiko einer Insolvenz dieser Betriebe zu reduzieren. Um Liquiditätsengpässen, die den Geschäftsablauf behindern könnten, rechtzeitig entgegenwirken zu können, haben wir ein Risikomanagement installiert. Aufgrund der Regelungen der neuen Gruppenfreistellungsverordnungen, die für den Bereich After Sales seit Juni 2010 in Kraft sind, sowie insbesondere durch die in der Verordnung (EU) Nr. 566/2011 vom 8. Juni 2011 enthaltenen Erweiterungen bezüglich des Zugangs unabhängiger Marktteilnehmer zu technischen Informationen, kann Volkswagen in den Anschlussmärkten einem erhöhten Wettbewerb ausgesetzt sein. Die Europäische Kommission plant, den Designschutz für sichtbare Fahrzeugteile aufzuheben. Sollte das Vorhaben tatsächlich umgesetzt werden, könnte sich dies negativ auf das Originalteilegeschäft des Volkswagen Konzerns auswirken. Risiken aus Forschung und EntwicklungDem Risiko, die Kundenbedürfnisse im Entwicklungsprozess nur unzureichend zu berücksichtigen, treten wir mit umfangreichen Trendanalysen, Kundenbefragungen und Scouting-Aktivitäten entgegen. Durch diese Maßnahmen stellen wir sicher, dass wir Trends frühzeitig erkennen und ihre Relevanz für unsere Kunden rechtzeitig überprüfen. Des Weiteren besteht das Risiko, dass Produkte oder Module nicht in der vorgegebenen Zeit, in der entsprechenden Qualität oder zu den vorgegebenen Kosten entwickelt werden können. Um dieses Risiko zu vermeiden, überprüfen wir fortlaufend und systematisch den Fortschritt sämtlicher Projekte und gleichen regelmäßig die Ergebnisse mit den Zielvorgaben ab. Im Falle von Abweichungen werden rechtzeitig geeignete Steuerungsmaßnahmen eingeleitet. Eine übergreifende Projektorganisation unterstützt darüber hinaus die Zusammenarbeit aller am Prozess beteiligten Bereiche. Damit werden spezifische Anforderungen zeitnah in den Entwicklungsprozess eingebracht und ihre Umsetzung rechtzeitig geplant. Eine Risikokonzentration auf bestimmte Patente oder Lizenzen besteht aufgrund des breiten Spektrums unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nicht. Risiken aus der BeschaffungDie weltweit steigenden Absatzzahlen in der Automobilbranche haben insgesamt zu einer deutlichen Erholung der wirtschaftlichen Situation der Lieferanten geführt. Aufgrund der überdurchschnittlichen Absatzzuwächse der Konzernmarken profitierten auch die Lieferanten des Volkswagen Konzerns von dieser Entwicklung. Das Risikomanagement in der Beschaffung legt dennoch den Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Prävention. Wir beobachten weiterhin kontinuierlich die Entwicklung der wirtschaftlichen Stabilität der Lieferanten. Deuten sich Fehlentwicklungen an, ergreifen wir geeignete Maßnahmen, um die Risiken zu reduzieren und die Versorgung sicherzustellen. Dadurch konnten Versorgungsrisiken aufgrund von Lieferantenausfällen bisher wirkungsvoll vermieden werden. Nicht nur die hohe Nachfrage nach Konzernfahrzeugen, sondern auch der Trend zu höherwertig ausgestatteten Modellen, verbunden mit zum Teil deutlichen Verschiebungen bei Einbauraten, waren im Berichtsjahr herausfordernd. Viele Lieferanten steigerten die Umfänge über die ursprünglichen Vereinbarungen hinaus und gingen an ihre Kapazitätsgrenze, um die Anforderungen des Volkswagen Konzerns zu erfüllen. Es ist gelungen, den erhöhten und veränderten Materialbedarf abzudecken und alle Komponenten- und Fahrzeugwerke mit Kaufteilen zu versorgen. ProduktionsrisikenDie Naturkatastrophen, die Japan im März 2011 erschütterten, wirkten sich auch auf die Automobilindustrie aus. Die beschädigte Infrastruktur sowie die schwerwiegend oder vollständig zerstörten Produktionsstätten beeinflussten Produktionssysteme und Lieferketten weltweit. Der Volkswagen Konzern reagierte unmittelbar nach den Ereignissen: Es wurde eine internationale "Task Force" mit Mitarbeitern aus allen Geschäftsbereichen und Marken des Unternehmens aufgebaut. Sie koordinierte täglich Maßnahmen, die die globalen Lieferströme des Konzerns aufrechterhielten und sicherte somit die Versorgung der Produktion. Hierdurch konnten negative Auswirkungen auf unsere Fertigung nahezu vollständig vermieden werden. Im Jahr 2011 haben wir die Produktion an unseren internationalen Standorten deutlich ausgeweitet. Um die benötigten Kapazitäten abzusichern, haben auch unsere Zulieferer ihre Lieferungen über die ursprünglichen Vereinbarungen hinaus gesteigert. Für das Jahr 2012 erwarten wir eine anhaltend hohe Nachfrage. Insbesondere in Bezug auf Einbauraten von Ausstattungsmerkmalen und Komponenten kann es zu nachfragebedingten Schwankungen kommen. Um das Risiko zu begrenzen, dass wir Nachfragespitzen nicht bedienen können, und die Programme unserer Fahrzeug- und Komponentenwerke bestmöglich an die aktuellen Marktverhältnisse anzupassen, verfügen wir über verschiedene Instrumente. Dazu zählen das Drehscheibenkonzept sowie eine umfangreiche Flexibilität im Bereich der Logistik und innerhalb der bestehenden Arbeitszeitmodelle. Bei der Abwicklung von Großprojekten können spezielle Risiken auftreten. Diese ergeben sich insbesondere aus Mängeln in der Vertragsgestaltung, Fehlern in der Auftragskalkulation, veränderten wirtschaftlichen und technischen Bedingungen nach Vertragsabschluss sowie unzureichenden Leistungen der Sublieferanten. Mit Hilfe eines geeigneten Projektcontrollings über sämtliche Projektphasen wird diesen Risiken begegnet. Risiken aus NachfrageveränderungenNicht nur reale Einflussgrößen wie das verfügbare Einkommen prägen das Nachfrageverhalten der Konsumenten, sondern auch nicht planbare, psychologische Faktoren. Gestiegene Kraftstoff- und Energiepreise können zu einer unerwarteten Kaufzurückhaltung führen, die durch Medienberichte möglicherweise weiter verschärft wird. Dies gilt insbesondere in gesättigten Automobilmärkten wie Westeuropa, in denen wegen der dann auftretenden verlängerten Haltedauer die Nachfrage zurückgehen kann. Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die weltweite wirtschaftliche Entwicklung und die gesamte Automobilindustrie haben auch 2011 die Effekte dieser nicht planbaren, psychologischen Faktoren zusätzlich verstärkt. Einige Automobilmärkte befanden sich in zum Teil dramatischen Abwärtsspiralen, andere wurden durch staatliche Förderprogramme gestützt. Mit unserer attraktiven Modellpalette und intensiven Kundenorientierung konnten wir der drohenden Kaufzurückhaltung wirkungsvoll entgegenwirken. Neben der krisenbedingten Kaufzurückhaltung sorgen Kraftfahrzeugsteuern, die auf dem CO2 -Ausstoß basieren - so wie sie bereits in einigen europäischen Ländern ausgestaltet sind - und hohe Öl- und Energiepreise für eine Verschiebung der Nachfrage zugunsten kleinerer Segmente und Motoren in einzelnen Märkten. Mit der stetigen Entwicklung neuer verbrauchsgünstiger Fahrzeuge und alternativer Kraftstoffe auf der Grundlage unserer Kraftstoff- und Antriebsstrategie, arbeiten wir dem Risiko entgegen, dass eine solche Verschiebung das finanzielle Ergebnis des Volkswagen Konzerns beeinträchtigt. In den stark wachsenden Märkten in Asien und Osteuropa können darüber hinaus Risiken durch staatliche Eingriffe entstehen, die den privaten Verbrauch - zum Beispiel durch restriktive Kreditvergaben oder Steuererhöhungen - einschränken. Abhängigkeit vom GroßkundengeschäftIm Geschäftsjahr 2011 hat sich der Anteil der gewerblichen Großkunden an den Gesamtzulassungen in Deutschland auf 12,4 (11,5) % erhöht. Die gute gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat sich auch positiv auf die Nachfrage nach Firmenfahrzeugen ausgewirkt. Der Marktanteil des Volkswagen Konzerns stieg bei den gewerblichen Großkunden um 1 Prozentpunkt auf 46,8 (45,8) %. Dank seines umfassenden Produktangebots und der zielgruppenorientierten Kundenbetreuung konnte der Volkswagen Konzern seine Marktführerschaft in diesem Kundensegment in Europa weiter ausbauen: Die Zulassungen auf gewerbliche Großkunden stiegen um 13,2 %, der Marktanteil des Konzerns erhöhte sich auf 28,7 (26,8) %. Das Großkundengeschäft ist weiterhin von einer zunehmenden Konzentration und Internationalisierung geprägt. Angesichts der wachsenden Bedeutung der CO2 -Thematik und des Trends zum Downsizing ist der Konzern mit seinem breiten Produktportfolio gut aufgestellt. Eine Konzentration von Ausfallrisiken auf einzelne Großkunden besteht nicht. QualitätsrisikenDie anhaltend hohe Nachfrage auf den wichtigen Märkten des Volkswagen Konzerns stellt die Qualitätssicherung vor neue Herausforderungen. Insbesondere in den automobilen Wachstumsregionen Brasilien, Russland, Indien und China, für die eigene Fahrzeuge entwickelt werden und die über lokale Fertigungen und Zulieferer verfügen, ist die Absicherung der Qualität von elementarer Bedeutung. Wir analysieren die spezifischen Gegebenheiten jedes Marktes und sichern damit das Wachstum in diesen Regionen. Die Kenntnis der lokalen Risiken wird in Zusammenarbeit mit der zentralen Qualitätssicherung kontinuierlich in wirksame Maßnahmen umgesetzt. Damit werden mögliche Risiken aus Qualitätsmängeln von Beginn an minimiert. Mit den wachsenden Produktionsstückzahlen und der zunehmenden Komplexität der Fahrzeuge, auch im Hinblick auf neue Antriebstechnologien, steigt der Bedarf an hochwertigen und qualitativ einwandfreien Zulieferteilen rasant. Die termingerechte Versorgung durch eigene Werke und durch unsere Lieferanten ist für eine gesicherte Produktion und somit für die Erfüllung der Kundenerwartungen von großer Bedeutung. Die Einführung eines intern erprobten Risikomanagement-Systems bei Lieferanten ist ein wichtiger Schritt, um Qualität und Lieferbereitschaft schon zu Beginn der Lieferkette nachhaltig abzusichern. Damit trägt die Qualitätssicherung dazu bei, dass Kundenerwartungen erfüllt werden und in der Folge die Reputation, die Verkaufszahlen und das Ergebnis des Unternehmens steigen. PersonalrisikenDie individuellen Fähigkeiten und die fachliche Kompetenz der Belegschaft tragen wesentlich zum Erfolg des Volkswagen Konzerns bei. Mit unserem Ziel, Top-Arbeitgeber der Automobilindustrie zu werden, verbessert sich für Volkswagen die Perspektive, die besten Talente ins Unternehmen zu holen und dort dauerhaft zu halten. Unsere strategisch ausgerichtete und ganzheitlich angelegte Personalentwicklung eröffnet allen Mitarbeitern attraktive Weiterbildungs- und Entwicklungschancen. Dabei spielt die Stärkung der Fachkompetenz in den verschiedenen Berufsfamilien des Unternehmens eine besondere Rolle. Durch den kontinuierlichen Ausbau unserer Rekrutierungsinstrumente und die Intensivierung von Qualifizierungsprogrammen, vor allem an den internationalen Standorten, sind wir in der Lage, den Herausforderungen des Wachstums auch personalseitig angemessen zu begegnen. Zusätzlich zur dualen Berufsausbildung sorgen wir mit Programmen wie dem Studium im Praxisverbund dafür, dass hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter nachrücken. Den Risiken, die mit Fluktuation und Know-how-Verlust aufgrund altersbedingter Abgänge verbunden sind, begegnen wir durch intensive und fachbereichsspezifische Qualifizierung. Darüber hinaus haben wir den konzerninternen Senior-Experten-Einsatz aufgebaut und stellen damit den Transfer des wertvollen Erfahrungswissens unserer altersbedingt ausscheidenden Mitarbeiter sicher. IT-RisikenBei Volkswagen als global agierendem und auf Wachstum ausgerichtetem Unternehmen kommt der konzernweit in allen Geschäftsbereichen eingesetzten Informationstechnik (IT) eine stetig wachsende Bedeutung zu. Risiken bestehen im Hinblick auf den unbefugten Zugriff auf sensible elektronische Unternehmensdaten und -informationen sowie die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten begegnen wir mit dem Einsatz von Virenscannern, Firewall- und Intrusion-Prevention-Systemen. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Dazu setzen wir im Rahmen unternehmensweit gültiger Standards die am Markt bewährten technischen Mittel ein. Mit einer redundanten Auslegung unserer IT-Infrastrukturen sichern wir uns gegen Risiken ab, die im Störungs- oder Katastrophenfall entstehen. Im Berichtsjahr haben wir am Standort Wolfsburg ein neues Konzern-Rechenzentrum in Betrieb genommen, das in puncto Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz hohe Maßstäbe in der gesamten Automobilbranche setzt. Da der Volkswagen Konzern zunehmend international tätig ist, erhöhen sich auch die Intensität und die Qualität von Angriffen auf unsere IT-Systeme und Datenbestände. Deshalb werden schon während der Softwareentwicklung, bei der Absicherung der IT-Infrastruktur und auch bei der Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Datenbestände fortlaufend Maßnahmen gegen identifizierte und antizipierte Risiken ergriffen. Hinsichtlich der IT-Sicherheit besteht aufgrund der rasant fortschreitenden technischen Entwicklung ein Restrisiko, das nicht vollständig zu beherrschen ist. Umweltschutzrechtliche AuflagenDie seit April 2009 geltenden EU-Verordnungen zu CO2 -Emissionen von Pkw (443/2009/EC) und seit Juni 2011 für leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 t (510/2011/EU) legen die spezifischen Emissionsgrenzen aller neuen Pkw- und leichten Nutzfahrzeug-Modelle und die aus den Einzelfahrzeugwerten ermittelten Flottenzielwerte von Marken und Konzernen in den 27 EU-Mitgliedstaaten bis 2019 fest. Sie bilden die Basis der Europäischen Klimaschutzregulierungen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge und damit den entscheidenden ordnungspolitischen Rahmen für die Produktgestaltung und Vermarktung aller auf den europäischen Märkten tätigen Fahrzeughersteller. Ab 2012 dürfen die durchschnittlichen CO2 -Emissionen der europäischen Pkw-Neuwagenflotte 130 g CO2 /km nicht überschreiten, wobei sich in vier Stufen diesem Wert genähert wird. Ab 2012 müssen 65 % der Flotte diese Bedingung erfüllen, im Jahr 2015 muss die gesamte Flotte unter dem Grenzwert bleiben. Eine weitere erhebliche Reduktion der europäischen Pkw-Flottenemissionen ab 2020 auf 95 g CO2 /km ist ebenfalls bereits rechtskräftig. Es steht jedoch noch eine Festlegung der Modalitäten aus, die im Revisionsverfahren 2012/2013 erfolgen soll. Politisch diskutiert werden bereits Reduktionsziele für den Verkehrssektor bis 2050, zum Beispiel die im EU-Weißbuch für Verkehr vom März 2011 genannte Absenkung der Klimagase um 60 % gegenüber 1990. Diese Ziele können nur durch den zusätzlichen Einsatz wesentlicher Anteile nichtfossiler Energieträger erreicht werden, insbesondere durch regenerative Elektromobilität. Gleichzeitig werden CO2 - oder Kraftstoffverbrauchsregulierungen außerhalb von Europa weiterentwickelt beziehungsweise neu eingeführt, beispielsweise in Japan, China, Indien und Brasilien. In den USA ist davon auszugehen, dass die Vorgabe einheitlicher Kraftstoffverbrauchs- und Klimagasregulierungen in allen Bundesstaaten durch eine neue Verbrauchsregulierung auch in der Phase von 2017 bis 2025 fortgeführt wird. Der Gesetzesentwurf liegt zur politischen Entscheidung vor. Durch die zunehmende globale Konvergenz der Methodiken und der Zielvorgaben im Bereich der automobilen Regulierungen wird auch der von der Automobilindustrie geforderten Reduzierung von Handelshemmnissen entsprochen. Dennoch besteht das Risiko, dass Regulierungen zum Vorteil der eigenen Industrie gestaltet werden. Die weitere Entwicklung der Klimaschutzregulierungen in der Fortsetzung des Kyoto-Protokolls ist nach wie vor offen. Auf dem Weg, weltweit einheitliche Rahmenbedingungen im Klimaschutz einzuführen, konnte auch auf der Weltklimakonferenz im Dezember 2011 in Durban, Südafrika, kein Durchbruch erzielt werden. Aufgrund des fehlenden Übereinkommens, Minderungsziele konkret festzuschreiben, besteht keine langfristige Perspektive hinsichtlich stringenter Klimaschutzanforderungen. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass alle Vertragsstaaten das Ziel anerkennen, die Erderwärmung auf 2°C zu begrenzen, womit eine tragfähige Basis für den notwendigen weiteren Verhandlungsprozess besteht. Um für die dritte Handelsperiode der Emissionsrechte im Jahr 2013 optimal vorbereitet zu sein, haben wir entsprechend der Datenerhebungsverordnung (DEV 2020) den zu meldenden Bedarf an CO2 -Emissionen in unseren deutschen Werken ermittelt und gemeldet. Auch unsere übrigen Werke in der Europäischen Union wurden nach den Vorgaben der dort geltenden nationalen Gesetze überprüft. Die Änderungen der Emissionshandelsrichtlinien zur dritten Handelsperiode und deren Umsetzung in deutsches Recht sind abgeschlossen. Nach heutigem Stand wird sich die ab 2013 in das Europäische Emissionshandelssystem einbezogene Anzahl an Anlagen und die entsprechende Menge handelspflichtiger CO2 -Emissionen nur unerheblich erhöhen. Die Zuteilung der benötigten Emissionszertifikate wird ab 2013 wesentlich geändert. Diese werden nicht mehr größtenteils kostenlos über nationale Verteilungspläne vergeben, stattdessen wird eine stetig sinkende Menge an Zertifikaten, zum Beispiel für die direkten Emissionen der Produktion, unentgeltlich zugeteilt. Darüber hinaus benötigte Zertifikate müssen im Rahmen einer Auktion von den Unternehmen erworben werden. Die CO2 -Emissionszertifikate für die Stromerzeugung müssen - anders als bisher - vollständig gekauft werden. Nach bisherigen Schätzungen werden sich die Energiekosten für die europäischen Standorte des Volkswagen Konzerns vor allem durch den Zukauf der benötigten Emissionsberechtigungen für den Betrieb eigener Anlagen wie Kraftwerke und Heizhäuser erhöhen. RechtsfälleDie Volkswagen AG und die Unternehmen, an denen sie direkt oder mittelbar Anteile hält, sind national und international im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit an Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren beteiligt. Solche Rechtsstreitigkeiten und Verfahren können insbesondere im Verhältnis zu Lieferanten, Händlern, Kunden, Arbeitnehmern oder Investoren entstehen. Für die daran beteiligten Gesellschaften können sich daraus Zahlungs- oder andere Verpflichtungen ergeben. Insbesondere in Fällen, in denen US-amerikanische Kunden einzeln oder im Wege der Sammelklage Mängel an Fahrzeugen geltend machen, können sehr kostenintensive Maßnahmen erforderlich werden sowie hohe Schadensersatz- oder Strafschadensersatzzahlungen zu leisten sein. Entsprechende Risiken ergeben sich auch aus US-Patentverletzungsverfahren. Soweit überschaubar und wirtschaftlich sinnvoll, wurden zur Absicherung dieser Risiken in angemessenem Umfang Versicherungen abgeschlossen beziehungsweise für die verbliebenen erkennbaren Risiken angemessene Rückstellungen gebildet. Nach Einschätzung des Unternehmens werden diese Risiken deshalb keinen nachhaltigen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben. Da einige Risiken jedoch nicht oder nur begrenzt einschätzbar sind, ist nicht auszuschließen, dass gleichwohl Schäden eintreten können, die durch die versicherten beziehungsweise zurückgestellten Beträge nicht gedeckt sind. Im Jahr 2011 wurden zwei Auskunftsklagen der Verbraucherzentrale für Kapitalanleger e.V. bezüglich der Hauptversammlungen am 3. Dezember 2009 und am 22. April 2010 rechtskräftig abgewiesen. Außerdem wurden zwei Anfechtungsklagen derselben Klägerin gegen die Entlastungsbeschlüsse der Hauptversammlungen am 23. April 2009 und am 22. April 2010 jeweils vom Landgericht Hannover und vom Oberlandesgericht Celle abgewiesen. Weitere Einzelheiten zu diesen Rechtsstreiten finden Sie auf Seite 169 dieses Berichts. Die ARFB Anlegerschutz UG (haftungsbeschränkt), Berlin, erhob Klage aus an sie vermeintlich abgetretenen Ansprüchen auf Schadensersatz in Höhe von ca. 1,8 Mrd. € gegenüber der Porsche Automobil Holding S.E., Stuttgart, und der Volkswagen AG. Diese Ansprüche würden auf vermeintlichen Verstößen der Beklagten gegen Vorschriften zum Schutz des Kapitalmarktes beim Erwerb von Volkswagen Aktien durch Porsche im Jahr 2008 beruhen. Wegen anderer vermeintlicher Ansprüche, unter anderem gegen die Volkswagen AG, in Höhe von zusammen ca. 2,6 Mrd. €, die ebenfalls die damaligen Vorgänge betreffen, beantragten Investoren die Einleitung von Güteverfahren. Volkswagen hat alle Ansprüche zurück gewiesen und den Beitritt zu den Güteverfahren abgelehnt. In den Geschäftsjahren 2010/2011 wurden Ermittlungsverfahren von Kartellbehörden eingeleitet, die neben anderen Lkw- beziehungsweise Motorenherstellern auch MAN und Scania betreffen. Solche Ermittlungsverfahren können im Regelfall mehrere Jahre andauern. Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch nicht beurteilt werden, inwiefern aus diesen Untersuchungen Risiken für MAN beziehungsweise Scania folgen. MAN hat darüber hinaus untersucht, inwiefern Unregelmäßigkeiten bei der Übergabe von 4-Takt-Schiffsdiesel-Motoren vorgekommen sind, insbesondere technisch ermittelte Kraftstoffverbrauchswerte von außen beeinflusst wurden. MAN hat die Staatsanwaltschaft München I über die laufende Untersuchung informiert und das Verfahren an die Staatsanwaltschaft Augsburg übergeben. Auch der Ausgang dieses Verfahrens kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilt werden. Die Suzuki Motor Corporation hat die Volkswagen AG vor einem Schiedsgericht in London auf Rückübertragung der an Suzuki gehaltenen 19,9 % der Anteile sowie auf Schadensersatz verklagt. Volkswagen hält die Ansprüche für unbegründet und macht seinerseits Gegenansprüche geltend. Mit einer Entscheidung wird frühestens in 2013 gerechnet. Strategien der Risikoabsicherung im FinanzbereichIm Rahmen unserer Geschäftstätigkeit können Finanzrisiken entstehen, die sich aus der Veränderung von Zinssätzen, Währungskursen und Rohstoffpreisen sowie Aktien- und Fondspreisen ergeben. Das Management von Finanz- und Liquiditätsrisiken liegt in der zentralen Verantwortung des Bereichs Konzern-Treasury, der diese Risiken durch den Einsatz originärer und derivativer Finanzinstrumente minimiert. In regelmäßigen Abständen wird der Vorstand über die aktuelle Risikosituation informiert. Zinsrisiken - gegebenenfalls in Verbindung mit Währungsrisiken - und Risiken aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten sichern wir durch den Abschluss von Zinsswaps, kombinierten Zins-Währungs-Swaps sowie sonstigen Zinskontrakten betrags- und fristenkongruent ab. Dies gilt auch für Finanzierungen innerhalb des Volkswagen Konzerns. Währungsrisiken reduzieren wir insbesondere durch das "Natural Hedging", das heißt, indem wir die Belegung der Produktionskapazitäten an unseren weltweiten Standorten flexibel anpassen, neue Produktionsstätten in den wichtigsten Währungsregionen aufbauen und auch einen Großteil der Bauteile vor Ort beschaffen - aktuell zum Beispiel in Indien, Russland und den USA. Das verbleibende Währungsrisiko sichern wir durch den Einsatz von Financial-Hedge-Instrumenten ab. Das sind unter anderem Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen und kombinierte Zins-Währungs-Swaps. Mit diesen Geschäften begrenzen wir das Währungsrisiko erwarteter Zahlungsströme aus der operativen Geschäftstätigkeit und aus konzerninternen Finanzierungen in Währungen, die von der jeweiligen funktionalen Währung abweichen. Die Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen können eine Laufzeit von bis zu sechs Jahren haben. Wir sichern damit unsere wesentlichen Fremdwährungsrisiken aus erwarteten Zahlungsströmen ab, vor allem in den Währungen britisches Pfund, US-Dollar, chinesischer Renminbi, Schweizer Franken, japanischer Yen, schwedische Krone, russischer Rubel und australischer Dollar. Diese Absicherungen werden hauptsächlich gegenüber dem Euro eingegangen. Aus dem Einkauf von Rohstoffen entstehen Risiken in Bezug auf ihre Verfügbarkeit und die Preisentwicklung. Diese Risiken begrenzen wir insbesondere durch den Abschluss von Termingeschäften und Swaps. Einen Teil unseres Bedarfs an Rohstoffen, wie Aluminium, Kupfer, Blei, Platin, Rhodium, Palladium und auch Kohle, haben wir durch entsprechende Kontrakte über einen Zeitraum von bis zu sieben Jahren abgesichert. Ähnliche Geschäfte wurden zur Ergänzung und Optimierung der Zuteilungen von CO2 -Emissionszertifikaten abgeschlossen. Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens gewährleisten wir durch ausreichende Vorhalteliquidität, bestätigte Kreditlinien sowie durch unsere bewährten Geld- und Kapitalmarktprogramme. Den Kapitalbedarf für das wachsende Finanzdienstleistungsgeschäft decken wir überwiegend durch fristenkongruente Fremdkapitalaufnahmen an den nationalen und internationalen Finanzmärkten sowie durch Kundeneinlagen aus dem Direktbankgeschäft. Im Berichtsjahr herrschten gegenüber 2010 nahezu unveränderte Finanzierungsbedingungen vor. Insofern und dank der breit diversifizierten Refinanzierungsstruktur waren wir jederzeit in der Lage, uns in den verschiedenen Märkten ausreichend Liquidität zu beschaffen. Kreditlinien von Banken werden im Konzern grundsätzlich nur für den kurzfristigen Bedarf im Working Capital in Anspruch genommen. Für Projektfinanzierungen nutzen wir unter anderem zinsgünstige Darlehen, die uns von Förderbanken wie der Europäischen Investitionsbank und der European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) oder von nationalen Entwicklungsbanken wie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social (BNDES) zur Verfügung gestellt werden. Dank dieser umfangreichen Maßnahmen ist das Liquiditätsrisiko des Volkswagen Konzerns äußerst gering. Unsere Sicherungspolitik, die Sicherungsrichtlinien, die Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie die Quantifizierung der genannten Sicherungsgeschäfte erläutern wir im Konzernanhang auf den Seiten 323 bis 333. Außerdem stellen wir dort die Marktpreisrisiken im Sinne von IFRS 7 dar. Risiken aus FinanzinstrumentenAus der Anlage überschüssiger Liquidität ergeben sich Kontrahentenrisiken. Ein Teil- oder Totalausfall eines Kontrahenten im Hinblick auf seine Rückzahlungspflicht für Zinsen und Kapital hätte einen negativen Einfluss auf die Ergebnisrechnung und auf die Liquidität des Volkswagen Konzerns. Diesem Risiko begegnen wir durch unser Kontrahentenrisikomanagement, das im Abschnitt Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements ab Seite 177 näher erläutert wird. Bei den zu Sicherungszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten kommen zu den Kontrahentenrisiken noch bilanzielle Risiken hinzu, die wir durch die Anwendung von Hedge Accounting begrenzen. Mit der Diversifizierung bei der Anlage überschüssiger Liquidität und dem Abschluss sichernder Finanzinstrumente gewährleisten wir, dass der Volkswagen Konzern jederzeit zahlungsfähig ist, selbst wenn einzelne Kontrahenten ausfallen sollten. Risiken, die im Zusammenhang mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen, und Risiken aus Finanzdienstleistungen werden im Konzernanhang ab Seite 323 erläutert. LiquiditätsrisikenDie Konditionen der Außenfinanzierung des Volkswagen Konzerns könnten durch eine Herabstufung des Unternehmensratings beeinträchtigt werden. Durch den Erwerb der Vertriebsaktivitäten der Porsche Holding Gesellschaft m.b.H. (Porsche Holding Salzburg) und einer Mehrheitsbeteiligung an der MAN SE resultierte im Berichtsjahr ein hoher Abfluss an Liquidität. Die gute Entwicklung des operativen Geschäfts hat den Einfluss dieser Transaktionen auf die Liquiditätslage allerdings mehr als kompensiert, sodass die finanzielle Stabilität und Flexibilität von Volkswagen insgesamt gestärkt wurde und das bestehende Rating des Konzerns nicht nur erhalten blieb, sondern seitens Moody's Investors Service sogar mit einem positiven Ausblick versehen wurde. Die Schaffung des Integrierten Automobilkonzerns mit Porsche wird in den nächsten Jahren zu einem weiteren nennenswerten Liquiditätsabfluss führen. Angesichts der aktuell vorhandenen Liquidität sind Risiken daraus nicht zu erwarten. Informationen zum Rating der Volkswagen AG, der Volkswagen Financial Services AG und der Volkswagen Bank GmbH erhalten Sie auf der Seite 173 dieses Berichts. Restwertrisiken im FinanzdienstleistungsgeschäftIm Finanzdienstleistungsgeschäft verpflichten wir uns selektiv, Fahrzeuge zu einem bei Vertragsbeginn festgelegten Restwert vom Kunden zurückzunehmen. Die Setzung der Restwerte erfolgt realistisch, damit wir sich bietende Marktchancen nutzen können. Die zugrunde liegenden Leasingverträge bewerten wir in regelmäßigen Abständen und treffen bei der Identifikation von Risikopotenzialen die nötige Vorsorge. Das Management der Restwertrisiken basiert auf einem festgelegten Regelkreis, der eine vollständige Risikobeurteilung, -überwachung, -steuerung und -kommunikation sicherstellt. Neben einem professionellen Restwertrisikomanagement gewährleistet diese Art der Prozessgestaltung auch, dass der Umgang mit Restwertrisiken systematisch verbessert und weiterentwickelt wird. Mit Hilfe von Restwertprognosen überprüfen wir im Rahmen der Risikosteuerung regelmäßig die Angemessenheit der Risikovorsorge und das Restwertrisikopotenzial. Dabei werden den vertraglich vereinbarten Restwerten erzielbare Marktwerte gegenübergestellt, die aus den Daten externer Dienstleister und aus eigenen Vermarktungsdaten ermittelt werden. Restwertchancen bleiben in der Risikovorsorgebildung unberücksichtigt. Weitere Informationen zu Restwertrisiken und anderen Risiken im Finanzdienstleistungsgeschäft wie Adressenausfall-, Marktpreis- oder Liquiditätsrisiko finden Sie im Geschäftsbericht 2011 der Volkswagen Financial Services AG. Sonstige EinflüsseÜber die zuvor beschriebenen Risiken hinaus existieren Einflüsse, die nicht vorhersehbar und damit nur schwer kontrollierbar sind. Sie könnten im Fall ihres Eintritts die weitere Entwicklung des Volkswagen Konzerns beeinträchtigen. Zu diesen Ereignissen zählen wir Naturkatastrophen, Epidemien und Terroranschläge. GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKOSITUATION DES KONZERNSDie Gesamtrisikosituation ergibt sich für den Volkswagen Konzern aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken. Unser umfangreiches Risikomanagement-System gewährleistet die Beherrschung dieser Risiken. Darüber hinaus bestehen nach den uns heute bekannten Informationen keine Risiken, die den Fortbestand des Volkswagen Konzerns gefährden könnten. NACHTRAGSBERICHTNach dem Schluss des Geschäftsjahres 2011 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung. PrognoseberichtErholung auf den Automobilmärkten setzt sich fortIn den Jahren 2012 und 2013 wird sich das Wachstum der Weltwirtschaft und vieler Automobilmärkte voraussichtlich fortsetzen; dabei werden die Schwellenländer eine bedeutende Rolle spielen. Diese Chancen will der Volkswagen Konzern mit einer Vielzahl neuer Modelle und Technologien für sich nutzen. Im Folgenden beschreiben wir die voraussichtliche künftige Entwicklung des Volkswagen Konzerns und der Rahmenbedingungen. Die sich ergebenden Chancen und Potenziale berücksichtigen wir fortlaufend im Planungsprozess, damit wir sie zeitnah nutzen können. Die wesentlichen Risiken der Geschäftstätigkeit des Volkswagen Konzerns haben wir auf den vorangehenden Seiten im Risikobericht ausführlich dargestellt. Unsere Prognosen stützen sich auf aktuelle Einschätzungen externer Institutionen. Dazu gehören Wirtschaftsforschungsinstitute, Banken, multinationale Organisationen und Beratungsunternehmen. WELTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGIn unseren Planungen gehen wir davon aus, dass die Weltwirtschaft auch in Zukunft wachsen wird. Die stärkste Dynamik erwarten wir weiterhin in den Schwellenländern, vor allem in Asien und Lateinamerika; die großen Industrieländer werden unserer Einschätzung nach mittelfristig nur moderat wachsen. Europa/Übrige MärkteDie meisten westeuropäischen Länder werden im Jahr 2012 infolge der Staatsschuldenkrisen voraussichtlich nur ein geringes Wachstum verzeichnen können. Für einige Länder ist eine Rezession wahrscheinlich geworden. Eine zügige Erholung ist für das Jahr 2013 nur zu erwarten, wenn deutliche Erfolge bei der Lösung der Staatsschuldenkrisen erzielt werden. Die Entwicklung in Westeuropa wird auch die Aussichten in den zentral- und osteuropäischen Ländern entscheidend mitbestimmen. Für die südafrikanische Wirtschaft rechnen wir in den Jahren 2012 und 2013 mit einem stabilen Wachstum auf Vorjahresniveau. DeutschlandNach dem kräftigen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den vergangenen beiden Jahren erwarten wir für 2012 nur ein geringes Wachstum. Der Arbeitsmarkt wird sich jedoch vorerst weiterhin positiv entwickeln. Ab 2013 wird die deutsche Wirtschaft nach unserer Einschätzung auf einen moderaten Wachstumspfad zurückkehren. NordamerikaFür die USA und Kanada prognostizieren wir ein Wachstum im Jahr 2012, das in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Im Jahr 2013 ist im Zuge der Erholung der Weltkonjunktur eine weitere Belebung der Wirtschaft zu erwarten. Ein merklicher Rückgang der BIP-Zuwachsrate zeichnet sich 2012 dagegen für die mexikanische Wirtschaft ab. Im Folgejahr wird Mexiko jedoch stark von der Entwicklung der US-Wirtschaft profitieren. SüdamerikaIn Brasilien erwarten wir im Jahr 2012 ein Wachstum, das in etwa auf dem Vorjahresniveau liegt, während für Argentinien mit einem deutlich schwächeren BIP-Zuwachs gerechnet werden muss. 2013 werden beide Länder voraussichtlich wieder überdurchschnittlich wachsen. Asien-PazifikWir rechnen damit, dass sich das dynamische Wachstum Chinas auch in den Jahren 2012 und 2013 fortsetzen wird, allerdings mit einer geringeren Rate als noch 2011. Japan wird sich weiter von der Rezession erholen, die durch die Naturkatastrophen im März 2011 ausgelöst wurde. Für Indien gehen wir davon aus, dass sich das kräftige Wachstum in den Jahren 2012 und 2013 noch leicht verstärken wird. ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR PKW UND LEICHTE NUTZFAHRZEUGEWir gehen davon aus, dass sich die Märkte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge der einzelnen Regionen im Jahr 2012 unterschiedlich entwickeln werden, insgesamt wird sich das weltweite Nachfragewachstum nach Neufahrzeugen voraussichtlich verlangsamen. Für das Jahr 2013 erwarten wir ein in Summe wieder leicht höheres Wachstum als 2012. In einigen westeuropäischen Ländern werden die Maßnahmen zur Reduzierung der Staatsverschuldung und die daraus resultierende Abschwächung der Wirtschaft im Jahr 2012 die Nachfrage nach Neufahrzeugen belasten. Die Schuldenkrise in Europa und den USA wird sich auch auf die Entwicklung einzelner Wachstumsmärkte negativ auswirken. Auf den strategisch wichtigen Märkten in China und Indien erwarten wir 2012 allerdings eine weiterhin positive Tendenz; auch in Nord- und Südamerika rechnen wir insgesamt mit einer höheren Fahrzeugnachfrage. Für das Jahr 2013 rechnen wir mit einer Stabilisierung der Wirtschaftslage in Westeuropa. Die Märkte werden sich voraussichtlich aber nur langsam erholen. Wir gehen davon aus, dass die Pkw-Nachfrage auch in den anderen Regionen, in denen der Volkswagen Konzern präsent ist, weiter steigen wird. Für die heterogene Entwicklung der Automobilmärkte ist der Volkswagen Konzern gut aufgestellt. Unsere breite Produktpalette mit verbrauchsoptimierten Motoren der neuesten Generation verschafft uns weltweit einen Wettbewerbsvorteil. Wir verfolgen konsequent das Ziel, jedem Kunden Mobilität und Innovationen nach seinem Bedarf anzubieten und unsere Wettbewerbsposition dauerhaft zu stärken. Europa/Übrige MärkteIn Westeuropa ohne Deutschland rechnen wir mit einer rückläufigen Automobilnachfrage im Jahr 2012. Vor allem die aktuelle Schuldenkrise verunsichert die Konsumenten in vielen Ländern der Region und schränkt deren finanziellen Spielraum im Hinblick auf den Neuwagenkauf ein. In einigen Hauptmärkten - allen voran Spanien und Italien - werden umfangreiche Einsparungen der Regierungen sowie höhere Steuern die Erholung der Nachfrage verzögern. Wir erwarten, dass sich die Wirtschaftslage in den meisten Ländern Westeuropas im Jahr 2013 stabilisieren und sich die Nachfrage nach Pkw und leichten Nutzfahrzeugen wieder positiv entwickeln wird. In Zentral- und Osteuropa rechnen wir für 2012 mit einer Abkühlung der Automobilnachfrage. Vor allem in Russland gehen wir von einem deutlich schwächeren Wachstum als im Vorjahr aus. Im Jahr 2011 hatte der Automobilmarkt von der zügigen Erholung der Wirtschaft und von staatlichen Förderungen profitiert. 2013 dürfte sich der Markt von diesem Effekt erholt haben und wieder deutlich wachsen. Dem südafrikanischen Automobilmarkt wird auch 2012 die nachhaltige wirtschaftliche Stabilisierung zugutekommen. Wir erwarten jedoch eine geringere Wachstumsrate, da aufgrund der steigenden Verbraucherpreise weitere Zinserhöhungen wahrscheinlich sind. Im Folgejahr rechnen wir wieder mit einer leichten Beschleunigung des Marktwachstums. DeutschlandDie Pkw-Nachfrage in Deutschland ist aufgrund der guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 2011 deutlich gestiegen. Für das Jahr 2012 rechnen wir mit einer Unterbrechung dieses Trends. Trotz eines weitgehend stabilen makroökonomischen Umfelds sind die Konsumenten in Deutschland vor allem durch die Schuldenkrise in einigen europäischen Ländern verunsichert. Dies wird sich dämpfend auf die Automobilnachfrage in Deutschland auswirken. Mit zunehmender Stabilisierung der europäischen Wirtschaft sollte die Automobilnachfrage in Deutschland ab 2013 wieder steigen. NordamerikaFür das Jahr 2012 erwarten wir, dass sich das Konjunkturklima in den USA weiter von den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise erholen wird. Hohe Kraftstoffpreise und die zurückhaltende Kreditvergabe werden die Marktentwicklung jedoch weiterhin beeinträchtigen. Das belastete Verbrauchervertrauen wird sich 2012 voraussichtlich erholen und zu einer steigenden Nachfrage auf dem US-amerikanischen Automobilmarkt führen, die sich 2013 - mit zunehmender Konsolidierung der Wirtschaft - fortsetzen sollte. Auf dem kanadischen und dem mexikanischen Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erwarten wir ebenfalls eine positive Tendenz für die Jahre 2012 und 2013. SüdamerikaDie südamerikanischen Märkte sind in hohem Maße von der Weltkonjunktur abhängig. Ein schwächeres Wirtschaftswachstum könnte sich negativ auf die Rohstoffnachfrage auswirken und so die Konjunktur in der Region Südamerika hemmen. Wir sehen in den Jahren 2012 und 2013 dennoch Potenzial für eine moderat wachsende Automobilnachfrage. Vor allem in Brasilien besteht durch das angekündigte Programm zur Unterstützung der Wirtschaft die Aussicht auf eine positive Entwicklung des Konsums sowie auf eine steigende Nachfrage nach Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Für Argentinien erwarten wir indes eine schwächere Marktentwicklung. Asien-PazifikDie Märkte im Raum Asien-Pazifik werden im Jahr 2012 voraussichtlich weiter wachsen. Der steigende Bedarf nach individueller Mobilität wird die Nachfrage vor allem auf den Märkten in China und Indien treiben. Hohe Rohstoffpreise, strengere Emissionsstandards und das Auslaufen staatlicher Förderungen können jedoch die Automobilnachfrage beeinträchtigen. Zusätzlich könnten die Zulassungsbeschränkungen in Ballungsgebieten - wie es sie seit 2011 in Peking gibt - auf weitere Großstädte Chinas ausgeweitet werden. Dies würde das Wachstum des chinesischen Marktes dämpfen. In Japan erwarten wir im Jahr 2012 eine weitgehende Erholung der Automobilindustrie. Vor allem die Nachholeffekte aus der im Jahr 2011 angestauten Nachfrage werden positiv auf die Entwicklung des dortigen Marktes für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge wirken. In 2013 dürften die asiatischen Fahrzeugmärkte ihren Wachstumskurs fortsetzen. Besonders in Indien sollte sich das Marktwachstum dann zusammen mit der wirtschaftlichen Entwicklung wieder beschleunigen. ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR LKW UND BUSSENach dem Anstieg der Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw im Jahr 2011 um 7,1 % erwarten wir für 2012 und 2013 eine abnehmende Dynamik im Weltmarkt. Die Marktentwicklung in Westeuropa wird sehr stark durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bestimmt. Dementsprechend gehen wir 2012 zunächst von einem Marktvolumen auf dem Niveau des Jahres 2011 aus. Im Jahr 2013 wird der Markt unter der Annahme einer positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung leicht ansteigen. Russland bietet nach den starken Rückgängen in den Krisenjahren weiterhin Wachstumspotenzial. Jedoch wird die Wachstumsdynamik im Vergleich zum Jahr 2011 geringer ausfallen. Wir erwarten, dass das Wachstum in den USA, getragen durch die wirtschaftliche Erholung, auch 2012 und 2013 anhalten wird. Im brasilianischen Markt ist im Jahr 2012 von einem Absatzrückgang auszugehen. Für 2013 rechnen wir in Brasilien mit einem gesamtwirtschaftlichen Wachstum, das sich auch positiv auf das Marktvolumen auswirkt. In China gehen wir von einer rückläufigen Marktentwicklung aus, sodass das Niveau des Jahres 2011 in 2012 und 2013 nicht erreicht wird. Für Indien, den zweiten wichtigen Markt in der Region Asien-Pazifik, erwarten wir in den Jahren 2012 und 2013 eine positive Marktentwicklung. Die weltweite Nachfrage nach Bussen wird sich 2012 und 2013 voraussichtlich in nahezu allen Regionen auf dem Niveau des Jahres 2011 einpendeln. In der Region AsienPazifik erwarten wir eine positive Marktentwicklung, die durch die Entwicklung in China angetrieben wird. ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR FINANZDIENSTLEISTUNGENDie Bedeutung automobilbezogener Finanzdienstleistungen wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Wir erwarten, dass die nicht-herstellergebundenen Geschäftsbanken im Jahr 2012 ihr Engagement bei den automobilbezogenen Finanzdienstleistungen in Europa reduzieren werden. Das wird die Rolle der herstellergebundenen Finanzdienstleister bei der Absatzförderung weiter stärken. Dieser Trend setzt sich voraussichtlich auch 2013 fort. In den Schwellenmärkten mit aktuell geringer Marktdurchdringung, wie zum Beispiel China und Russland, erwarten wir eine stärker steigende Bedeutung der Finanzdienstleistungen. In Regionen mit bereits entwickelten automobilen Finanzmärkten gehen wir davon aus, dass sich das Angebot weiter in Richtung Mobilität zu überschaubaren Gesamtkosten und finanzieller Flexibilität entwickeln wird. WECHSELKURSENTWICKLUNGIm Geschäftsjahr 2011 war die weltweite Konjunktur von Unsicherheit bestimmt. Die einzelnen Wirtschaftsräume wuchsen unterschiedlich stark und die Schuldenkrisen einiger europäischer Länder und der USA beeinflussten die Erwartungen der Marktteilnehmer. Erwartungen wirkten sich in hohem Maße auf die Währungsrelationen aus, sodass die Wechselkurse stark schwankten. Der Euro gewann in der ersten Jahreshälfte gegenüber dem US-Dollar an Wert, schwächte sich jedoch im Verlauf der zweiten Jahreshälfte wieder ab. Für die Jahre 2012 und 2013 rechnen wir trotz einer weiterhin hohen Volatilität an den Finanzmärkten mit einem stabilen Euro im Verhältnis zum US-Dollar und weiteren wesentlichen Währungen. ZINSENTWICKLUNGAufgrund der anhaltend expansiven Geldpolitik einiger Länder und der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen blieb das sehr niedrige Zinsniveau im Geschäftsjahr 2011 bestehen. Für das Jahr 2012 halten wir sowohl in Europa als auch in den USA eine restriktive Geldpolitik und damit Zinserhöhungen für unwahrscheinlich. Wir rechnen auch für das Jahr 2013 mit weltweit stabilen langfristigen Zinsen und nur im Falle einer steigenden Inflation mit höheren kurz- und langfristigen Zinsen. ENTWICKLUNG DER ROHSTOFFPREISEAuch im Jahr 2011 schwankten die Rohstoffpreise stark. Der Preisanstieg, der im Vorjahr begonnen hatte, setzte sich im ersten Quartal 2011 zunächst fort. Ab Mitte des zweiten Quartals gerieten die Kurse jedoch ins Stocken und sanken im weiteren Verlauf des Jahres wieder deutlich. Hauptgrund waren reduzierte Wachstumserwartungen - sowohl für die Eurozone als auch für die US-Wirtschaft - und deren Auswirkung auf die globale Entwicklung. Bei einem Wachstum der Weltwirtschaft auf dem Niveau des Jahres 2011 rechnen wir bei den meisten börsennotierten Rohstoffen für 2012 und 2013 mit wieder ansteigenden Rohstoffpreisen. Im Falle eines einsetzenden Abwärtstrends in der Weltwirtschaft sind Preisrückgänge möglich. MOBILITÄTSFORSCHUNGSeit Ende der achtziger Jahre untersucht die Volkswagen Konzernforschung neueste Entwicklungen und Herausforderungen und entwirft Lösungen rund um die Mobilität. Dabei betrachten wir die Mobilität ganzheitlich im Kontext gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer Rahmenbedingungen. Zwei Entwicklungen beeinflussen seit einigen Jahren das Weltgeschehen: die steigende Nachfrage nach Mobilität, vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern, und die zunehmende Urbanisierung. Dadurch steigt die Verkehrsdichte mit ihren unerwünschten Folgen für Mensch und Umwelt, wie Staus oder Immissionen. Nachhaltigkeit im Straßenverkehr kann es nur geben, wenn ausreichend ausgebaute Infrastrukturen und modernste Technologien zusammenspielen. Auch im Zuge der Stadt- und Regionalentwicklung muss der Mobilitätsbedarf für Güter und Personen gezielt geplant, umgesetzt und kontrolliert werden. Darum ist die intensive Zusammenarbeit aller Akteure gefordert - vom Fahrzeughersteller über den Stadtplaner bis zum Verkehrstechnikanbieter. Volkswagen arbeitet auf diesem Gebiet auch mit in- und ausländischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammen. Dazu gehören die ETH Zürich oder auch EMBARQ, das Center for Sustainable Transport des World Resources Institute in Washington. Erkenntnisse aus diesen und anderen Kooperationen fließen in Produkt- und Konzeptentwicklungen ein; Beispiele dafür sind Quicar, das Car-Sharing-Projekt von Volkswagen, oder die Studien NILS, ein Elektrofahrzeug für Pendler, und eT!, ein Fahrzeugkonzept für die Zustell- und Logistikbranche. MODELLNEUHEITEN IM JAHR 2012Der Volkswagen Konzern wird auch im Geschäftsjahr 2012 seine Modelloffensive mit innovativen, attraktiven Fahrzeugen fortsetzen und seine Angebotspalette erweitern. Die Marke Volkswagen Pkw wird 2012 neben dem Passat Alltrack, der fünftürigen Variante des up!, dem Beetle Cabriolet sowie dem neuen CC auch ihr zweites Hybridmodell vorstellen: den Jetta Hybrid. Alle Fahrzeuge verbinden in ihrem Segment attraktives Design und Innovation mit wegweisender Qualität. Außerdem führen wir in bestimmten Regionen weitere Modelle neu ein oder überarbeiten sie, zum Beispiel den Lavida und den Sagitar in China oder den Gol und den Voyage in Südamerika. Den Höhepunkt des Jahres 2012 bildet jedoch die Markteinführung des neuen Golf, des volumenstärksten Produkts der Marke. Dieser wird, genau wie seine Vorgängermodelle, dank der markentypischen Attribute neue Maßstäbe in seinem Segment setzen. Im Jahr 2012 wird auch die Marke Audi ihre Produktoffensive im Premiumsegment fortsetzen: Der neue Audi A3 nutzt als erstes Konzernmodell die Möglichkeiten des Modularen Querbaukastens (siehe dazu auch Seite 195). Mit dem Audi S6 und dem Audi S7 Sportback präsentieren wir die Sportversionen der erfolgreichen Limousinen. Ausgerüstet mit einem neuen Biturbo-V8-Motor erbringen diese Modelle mehr Leistung und verbrauchen dank der Zylinderabschaltung gleichzeitig weniger Kraftstoff. Das Angebot der Marke an Fahrzeugen mit alternativen und sparsamen Antrieben komplettieren die Hybridversionen des Audi A6 und des Audi A8. Weitere Modelle sind der Audi A1 Sportback im Kleinwagensegment, der überarbeitete Audi A4 und der Audi A6 allroad quattro als Kombi-Derivat mit besonderen Offroad-Eigenschaften. Die Marken ŠKODA und SEAT führen im Jahr 2012 die fünftürige Version des Citigo beziehungsweise des Mii ein. Bei ŠKODA feiert zudem die europäische Variante der Kompaktlimousine Rapid ihr Marktdebüt. Des Weiteren präsentiert SEAT den neuen Ibiza; zum Jahresende wird die Marke die Modellpalette mit dem neuen Toledo um eine weitere Limousine ergänzen. Bentley wird sein Modellangebot weiter erneuern: Nach der Markteinführung des sportlich-luxuriösen Continental GT Cabriolet im Berichtsjahr erweitert die Marke ihr Produktangebot um die Achtzylinder-Variante Continental GT V8. Volkswagen Nutzfahrzeuge ergänzt im Jahr 2012 die Angebotspalette des Amarok um eine sparsame und leistungsstarke Version mit Achtgang-Automatikgetriebe und BlueMotion-Technologie. Den 30. Geburtstag des Caddy feiert Volkswagen Nutzfahrzeuge mit dem Sondermodell Caddy Edition 30. Das Modellangebot des Volkswagen Konzerns werden wir auch im Jahr 2013 sinnvoll erweitern und damit die Marktposition des Konzerns weiter stärken. Ab diesem Zeitpunkt wird das Produktportfolio auch Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb umfassen. GEPLANTE PRODUKTMASSNAHMENZiel des Volkswagen Konzerns ist es, CO2 -neutrale Mobilität auf Basis regenerativer Energieträger anzubieten. Damit unterstreicht der Konzern seine Verantwortung in puncto Nachhaltigkeit. Wegen der immer strengeren Abgas- und Emissionsvorschriften und der CO2 -abhängigen Kfz-Besteuerung spielt der CO2 -Ausstoß eines Fahrzeugs eine immer größere Rolle beim Automobilkauf. Volkswagen wird deshalb intensiv an der Entwicklung effizienter Antriebstechnologien arbeiten und so seinen Status als Innovationsführer bei umweltschonender Mobilität ausbauen. Das "Downsizing" und das Thema "Null-Emission" werden wir auch in den kommenden Jahren bei unseren Produkten vorantreiben. Durch das Downsizing steigern wir die Material- und Energieeffizienz, indem wir die Baugröße der Aggregate verringern, dabei jedoch die ursprünglichen Leistungsmerkmale beibehalten. Den Bereich der Elektromobilität - ob als Plug-in-Hybrid oder als reiner Elektroantrieb - baut Volkswagen dank seiner intensiven Forschung aus. Unsere aktuellen und zukünftigen Projekte werden dazu beitragen, die Umweltbilanz des Volkswagen Konzerns fortlaufend zu verbessern. Der Volkswagen Konzern unterstreicht mit seinen vielen verschiedenen Konzepten die hohe Entwicklungs- und Diversifizierungskompetenz der einzelnen Marken. Als erster Hersteller setzt er ab Anfang 2012 mit dem Zylindermanagement im 1.4 TSI eine verbrauchssenkende Technologie in einem aufgeladenen Vierzylindermotor in der Großserie ein. Die Marke Volkswagen Pkw vereint unter "Think Blue", als ganzheitliche Haltung zu ökologischer Nachhaltigkeit, nicht nur innovative Technologien und Lösungen wie BlueMotion-Technologies, sondern bietet darüber hinaus auch Verhaltensempfehlungen zu Verbrauchs- und Emissionsreduzierung im Umgang mit den Produkten. Beispiele hierfür sind Spritspartipps und -trainings. Zudem unterstützt Volkswagen mit "Think Blue" weltweit zahlreiche ökologische Projekte und Initiativen. Neben den BlueMotion-Fahrzeugen setzen auch BlueTDI- und TSI-EcoFuel-Antriebe Maßstäbe bei Verbrauch und CO2 -Emissionen. Sie greifen auf Innovationen wie Hybrid-/Elektroantrieb, Start-Stopp-System und die Rückgewinnung der Bremsenergie (Rekuperation) zurück. Auch andere Marken des Konzerns bedienen sich dieser Technologien, etwa ŠKODA mit der Modellreihe GreenLine und SEAT mit seinen ECOMOTIVE-Modellen. Bei Audi sind Effizienztechnologien ebenfalls serienmäßig erhältlich. STRATEGISCHE AUSRICHTUNG IM VERTRIEBDer Volkswagen Konzern zeichnet sich durch seine Mehrmarkenstruktur mit weitgehend eigenständigen Marken unter Nutzung größtmöglicher Synergien aus. Im Jahr 2011 haben wir unseren Weltmarktanteil gesteigert und damit gute Voraussetzungen geschaffen, um unser Ziel zu erreichen, im Jahr 2018 Weltmarktführer zu sein. Die Renditeorientierung des Vertriebs werden wir mit einem strikten Kostenmanagement weiter forcieren. Die geschaffenen Strukturen sind für die Führung einer Mehrmarkenorganisation ausgelegt. Wir reduzieren schrittweise nicht wertschöpfende Tätigkeiten in der Vertriebsstruktur, um Kosten zu senken, die Attraktivität des Groß- und Einzelhandelssystems zu erhöhen und die Gesamtrentabilität zu steigern. In allen Marken sind im Jahr 2011 neue Vertriebsnetzstrategien erarbeitet worden, die die Zusammenarbeit mit dem Handel weiter optimieren sollen. Gemeinsam werden wir in den verschiedenen Geschäftsfeldern unsere Aktivitäten ausweiten - und das nicht nur im reinen Fahrzeuggeschäft, sondern beispielsweise auch im Kundendienst sowie bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen. MARKTCHANCENDer Volkswagen Konzern sieht - zusätzlich zu den etablierten Märkten in China und Brasilien - die größten Wachstumspotenziale in Indien, Russland und den USA sowie in den Regionen ASEAN und Nahost. ChinaNachdem im Vorjahr der Automobilmarkt in China um mehr als ein Drittel gewachsen war, verlangsamte sich das Tempo im Jahr 2011 (+7,6 %). Das Marktvolumen belief sich auf 12,3 Millionen Fahrzeuge. Auch für die kommenden Jahre gehen wir von einem weiteren Wachstum auf unserem weltweit größten Absatzmarkt aus, das sich voraussichtlich von den großen Metropolen hin zu kleineren Städten verlagern wird. Wir erweitern laufend unsere Produktpalette um speziell für diesen Markt entwickelte Modelle, erhöhen die Investitionen und bauen die Produktionskapazitäten aus. So schaffen wir die Voraussetzung dafür, an den großen Wachstumschancen dieses Marktes teilzuhaben und unsere Marktführerschaft in China dauerhaft zu verteidigen. BrasilienIn den ersten drei Quartalen 2011 wuchs der brasilianische Pkw-Markt hauptsächlich im Bereich der Importfahrzeuge. Der Wettbewerbsdruck wuchs merklich, insbesondere durch neue Anbieter aus Südkorea und China. Gegen Ende des Jahres 2011 erhöhte die Regierung die Importsteuer auf Kraftfahrzeuge deutlich, um die lokale Industrie zu schützen und weitere Anreize für Investitionen im Automobilsektor zu setzen. Auch die sehr hohe Inflation, eine stockende Kreditvergabe und das sinkende Verbrauchervertrauen belasteten die Pkw-Nachfrage erheblich. Dies führte dazu, dass der Markt am Jahresende mit 2,6 Mio. Fahrzeugen nur leicht über dem Wert des Vorjahres lag. Der brasilianische Pkw-Markt bleibt für den Volkswagen Konzern ein strategisch wichtiger Markt und bietet auch künftig großes Potenzial. Mit unseren speziell für diesen Markt entwickelten und vor Ort produzierten Modellen werden wir diese Wachstumschancen auch zukünftig nutzen und unsere Marktposition ausbauen. IndienDie Auslieferungen des Volkswagen Konzerns in Indien konnten im Geschäftsjahr 2011 mehr als verdoppelt werden, obwohl sich die zunächst rasante Entwicklung des Neufahrzeugmarktes in der zweiten Jahreshälfte verlangsamte. Um die wachsende Nachfrage zu befriedigen, erhöhen wir die Kapazität unserer Produktionsstätte in Pune auf jährlich 130.000 Fahrzeuge. Seit Oktober 2011 wird dort auch die neue ŠKODA Kompaktlimousine Rapid produziert, die einen wesentlichen Beitrag zum künftigen Absatz in Indien leisten wird. Um unser Wachstum weiter zu fördern, erweitern wir das Händlernetz deutlich und investieren in die Qualifizierung des Verkaufs- und Servicepersonals sowie in die Originalteilelogistik. Wir erwarten, dass sich die Nachfrage auf dem indischen Markt in den nächsten Jahren mehr als verdoppeln und Indien zukünftig zu den wichtigsten Automobilmärkten gehören wird. RusslandDie Finanz- und Wirtschaftskrise hat den Automobilmarkt in Russland besonders hart getroffen. Die rasante Erholung im Jahr 2010 und insbesondere 2011 resultierte aus der weitgehend stabilisierten Wirtschaft, die von umfangreichen staatlichen Förderprogrammen profitierte. Der Volkswagen Konzern steigerte trotz des nun wieder schwierigeren Umfelds seinen Marktanteil im Jahr 2011 deutlich auf 8,8 %, während gleichzeitig die Nachfrage nach Pkw auf 2,5 Mio. Fahrzeuge anstieg. Wir gehen davon aus, dass sich Russland zukünftig durch stetiges Wachstum zu einem der größten Automobilmärkte der Welt entwickeln wird. Mit unserem Werk in Kaluga, 160 km südwestlich von Moskau, und der Partnerschaft mit dem lokalen Hersteller GAZ nutzen wir die Wachstumschancen in Russland. GAZ produziert ab 2012 im Rahmen einer Auftragsfertigung Modelle der Marken Volkswagen Pkw und ŠKODA. Damit bauen wir unsere Produktionskapazität weiter aus, um die steigende Nachfrage nach unseren Modellen auf dem russischen Markt bedienen zu können. USADer Automobilmarkt in den USA hat sich im Berichtsjahr nach dem extremen Rückgang der Fahrzeugverkäufe infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 weitgehend erholt. Der Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erreichte 2011 ein Niveau von 12,8 Mio. Fahrzeugen; das bedeutet einen Anstieg von 10,3 % gegenüber dem Vorjahr. Wir erwarten, dass der US-amerikanische Fahrzeugmarkt seinen Erholungskurs in den nächsten Jahren fortsetzt. Dank der erfolgreichen Einführung des speziell für diesen Markt entwickelten Passat im September 2011, der von der Zeitschrift Motor Trend zum "Car of the Year" gewählt wurde, konnte der Volkswagen Konzern von diesem Wachstum überproportional profitieren und seinen Marktanteil auf 3,5 (3,1) % erhöhen. Unser Ziel, in den USA vom Nischen- zum Volumenanbieter aufzusteigen, verfolgen wir weiterhin konsequent. Beispielsweise bauen wir die Fertigung marktspezifischer Produkte weiter aus und verbessern fortlaufend unsere Vertriebsstrukturen. Das Produktionswerk in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee haben wir fertiggestellt und sind damit einen bedeutenden Schritt auf unserem Weg zur nachhaltigen Erschließung des US-Dollar-Raumes gegangen. Darüber hinaus können wir so Vertriebsrisiken aus Währungskursschwankungen minimieren. ASEANDer Volkswagen Konzern strebt an, den Wirtschaftsraum ASEAN nachhaltig zu erschließen, da dessen Automobilmärkte insgesamt ein großes Wachstumspotenzial bergen. Allerdings sind die Märkte der Region sehr heterogen: Während in Thailand beispielsweise überwiegend Pickup-Modelle gefragt sind, ist in Malaysia und Indonesien die Nachfrage nach MPV- sowie Kurz- und Stufenheck-Fahrzeugen am größten. Zudem erfordern hohe Einfuhrzölle und die ausgeprägte Preissensitivität in der Region, dass wir unsere Fahrzeuge vor Ort montieren; nur so können wir unsere Marktposition mit wettbewerbsfähigen Preisen stärken. Schon ohne die lokale Produktion im Werk unseres Partners DRB-HICOM, in dem seit Oktober 2011 der Passat gefertigt wird, haben wir in Malaysia im Gesamtjahr 2011 unser Absatzvolumen mehr als verdoppelt. Um die Vertriebsstruktur zu stärken, investiert die Volkswagen Group Malaysia in die Großhandelsorganisation und baut das Händlernetz zügig aus. Audi erörtert zusammen mit DRB-HICOM, ob ausgewählte Modelle lokal montiert werden können. Um unsere SKD-Montage in Indonesien auszubauen, prüfen wir die Aufnahme weiterer Modelle in das dortige Fertigungsprogramm und die Möglichkeiten, die Lokalisierung zu vertiefen. Um unsere Marktposition in Thailand zu stärken, bewerten wir auch hier inwiefern verschiedene Modelle der Marken Volkswagen Pkw und Volkswagen Nutzfahrzeuge vor Ort montiert werden können und arbeiten intensiv an der Verbesserung der Vertriebsstrukturen. Darüber hinaus führen wir Verhandlungen mit potenziellen Partnern für den Import in die Märkte in Vietnam und den Philippinen. NahostTrotz der politisch unsicheren Lage in der Region Nahost birgt der Gesamtmarkt Wachstumspotenzial. Mit einem Fahrzeugangebot, das auf diesen Markt zugeschnitten ist, wollen wir diese Chancen auch ohne eigene Produktionsstätten vor Ort besser nutzen. Außerdem wird der Volkswagen Konzern seine Vertriebswege optimieren und somit seinen Marktanteil dauerhaft erhöhen. INVESTITIONS- UND FINANZPLANUNG 2012 BIS 2016 IM KONZERNBEREICH AUTOMOBILE in Mrd. €![]() INVESTITIONSPLANUNGIm Konzernbereich Automobile wird sich nach unserer aktuellen Planung die Investitionstätigkeit in den Jahren 2012 bis 2016 auf insgesamt 62,4 Mrd. € belaufen. Neben Sachinvestitionen umfasst diese Summe mit 11,6 Mrd. € auch die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten und mit netto 1,0 Mrd. € den Saldo aus Investitionen in Finanzanlagen und Erlösen aus Anlagenabgängen. Auf Sachinvestitionen entfallen 49,8 Mrd. €. Mit 57 % investieren wir mehr als die Hälfte davon allein in Deutschland. Die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen in Prozent vom Umsatz) wird sich in den Jahren 2012 bis 2016 auf einem wettbewerbsfähigen Niveau von durchschnittlich rund 6 % bewegen. Mit 32,7 Mrd. € beziehungsweise rund 66 % wendet der Konzern den wesentlichen Anteil der Sachinvestitionen des Automobilbereichs für die Modernisierung und Erweiterung der Produktpalette aller Marken auf. Schwerpunkte sind neue Fahrzeuge, Derivate und Nachfolgemodelle in nahezu allen Fahrzeugklassen auf Basis der modularen Baukastentechnologie sowie die zugehörigen Komponenten. Damit setzt der Volkswagen Konzern seine Modelloffensive konsequent fort, um neue Märkte und Segmente zu erschließen. Bei den Aggregaten führen wir neue Motorengenerationen mit weiteren Verbesserungen bei Leistung, Verbrauch und Emissionswerten ein. Insbesondere treiben wir die Entwicklung von Hybrid- und Elektromotoren voran. Darüber hinaus wird das Unternehmen in den kommenden fünf Jahren produktübergreifend 17,1 Mrd. € investieren. Aufgrund unserer hohen Qualitätsziele und der kontinuierlichen Verbesserung unserer Fertigungsprozesse erfordern die neuen Produkte auch Anpassungen und den Aufbau zusätzlicher Kapazitäten in den Presswerken, Lackierereien und Montagen. Außerhalb der Fertigung sind Investitionen im Wesentlichen in den Bereichen Entwicklung, Qualitätssicherung, Vertrieb, Originalteileversorgung und Informationstechnologie vorgesehen. In der geplanten Investitionstätigkeit sind auch Auszahlungen für Wind-, Solar- und Wasserkraft enthalten, um die Fabriken mit regenerativ erzeugter Energie zu versorgen. Es ist unser Anspruch, die Investitionen im Automobilbereich aus eigener Kraft zu finanzieren. Im Planungszeitraum erwarten wir einen Cash-flow aus dem laufenden Geschäft in Höhe von 90,7 Mrd. €. Damit werden die erwirtschafteten Mittel den Investitionsbedarf des Konzernbereichs Automobile voraussichtlich um 28,3 Mrd. € übertreffen und unsere Liquiditätssituation weiter verbessern. Für den Netto-Cash-flow gehen wir im Konzernbereich Automobile in den Jahren 2012 und 2013 von einer positiven Entwicklung aus. Die Planung basiert auf der zum Zeitpunkt ihrer Aufstellung im September 2011 vorhandenen Struktur des Volkswagen Konzerns und schließt bereits die Porsche Holding Salzburg ein. Die Beteiligung an der MAN Gruppe ist, so wie die an der Porsche Zwischenholding GmbH, noch als At Equity bilanziertes Unternehmen in der Konzernplanung enthalten. Der Mittelabfluss zum Erwerb des verbleibenden 50,1 %-Anteils an der Porsche Zwischenholding GmbH ist in der Konzernplanung nicht berücksichtigt. Nicht im Konsolidierungskreis - und damit ebenfalls nicht in den oben genannten Zahlen enthalten - sind die Gemeinschaftsunternehmen in China. Diese Gesellschaften werden in den Jahren 2012 bis 2016 insgesamt 14,0 Mrd. € in neue Werke und Produkte investieren. Diese Investitionen werden aus eigenen Mitteln der Joint-Venture-Gesellschaften finanziert. Im Konzernbereich Finanzdienstleistungen planen wir für den Zeitraum 2012 bis 2016 Investitionen in Höhe von 2,2 Mrd. €. Im Working Capital erwarten wir für den Anstieg des Vermietvermögens und der Forderungen aus Leasing-, Kunden- und Händlerfinanzierungen eine Mittelbindung in Höhe von 65,8 Mrd. €. Der Kapitalbedarf von insgesamt 68,0 Mrd. € wird zu etwa 40 % aus dem Brutto-Cash-flow finanziert. Der verbleibende Mittelbedarf wird - wie in der Branche üblich - vor allem durch Daueremissionsprogramme, die im Geld- und Kapitalmarkt etabliert sind, und durch Kundeneinlagen aus dem Direktbankgeschäft gedeckt. ZIELGRÖSSEN DER WERTORIENTIERTEN STEUERUNGBasierend auf den vom Kapitalmarkt abgeleiteten langfristigen Zinssätzen und der Zielkapitalstruktur (Marktwert des Eigenkapitals zu Fremdkapital = 2:1) liegt der für den Konzernbereich Automobile definierte Mindestverzinsungsanspruch an das Investierte Vermögen unverändert bei 9 %. Im Berichtsjahr ist es uns gelungen, die bisher höchste Rendite aus dem Jahr 2010 mit 17,7 % noch deutlich zu übertreffen (siehe dazu auch die Seiten 183 und 187). Ein höheres investiertes Vermögen, resultierend aus dem größten Investitionsvolumen in der Geschichte des Konzerns, wird in Bezug auf die zukünftige Rendite dämpfende Effekte mit sich bringen. Dennoch erwarten wir, dass die Rendite weiterhin oberhalb des Mindestverzinsungsanspruchs liegen wird. Mittelfristig streben wir im Rahmen unserer Strategie 2018 auch nachhaltig im Konzernbereich Automobile eine deutlich über dem Mindestverzinsungsanspruch liegende Kapitalrendite von mehr als 16 % an. ZUKÜNFTIGE RECHTLICHE UNTERNEHMENSSTRUKTURAm 8. September 2011 teilte die Volkswagen AG mit, dass die angestrebte Verschmelzung mit der Porsche Automobil Holding SE (Porsche SE) nicht innerhalb des in der Grundlagenvereinbarung vorgesehenen Zeitrahmens umsetzbar ist. Zu diesem Ergebnis kam der Vorstand der Volkswagen AG nach Gesprächen mit der Porsche SE. Dennoch halten alle Beteiligten an dem Ziel fest, den Integrierten Automobilkonzern mit Porsche zu schaffen und sind davon überzeugt, dass dies gelingen wird. Aufgrund der bestehenden rechtlichen Hürden, insbesondere aus den laufenden Verfahren beziehungsweise Klagen gegen die Porsche SE in Deutschland und den USA wegen behaupteter Marktmanipulation, war eine Quantifizierung der wirtschaftlichen Risiken und damit eine Bewertung der Porsche SE für die Ermittlung des Austauschverhältnisses aus Sicht von Volkswagen nicht möglich. Der Vorstand analysiert, ob neben den in der Grundlagenvereinbarung fest vereinbarten Put-/Call-Optionen weitere Handlungsmöglichkeiten bestehen, um das Ziel des Integrierten Automobilkonzerns mit Porsche zu erreichen. STRATEGIE 2018Im Mittelpunkt der Strategie 2018 steht die Positionierung des Volkswagen Konzerns als ökonomisch und ökologisch weltweit führendes Automobilunternehmen. Wir haben vier Ziele definiert, die Volkswagen bis zum Jahr 2018 zum erfolgreichsten und faszinierendsten Automobilunternehmen der Welt machen sollen:
Der umweltfreundlichen Ausrichtung und der Rendite unserer Fahrzeugprojekte widmen wir unsere besondere Aufmerksamkeit, damit der Volkswagen Konzern auch unter schwierigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit den richtigen Produkten erfolgreich sein kann. Gleichzeitig bleibt so das Investitionsvolumen kontrollierbar. Unsere attraktive und umweltfreundliche Modellpalette, die wir fortlaufend sinnvoll ergänzen, und die hervorragende Stellung der einzelnen Marken auf den Weltmärkten tragen wesentlich dazu bei, dass wir die Stärken des Konzerns gezielt nutzen und die Vorteile gegenüber dem Wettbewerb konsequent ausbauen können. Dabei richten wir unsere Aktivitäten vor allem darauf aus, in den Bereichen Fahrzeuge, Aggregate und Leichtbau neue ökologische Maßstäbe zu setzen. Dank des modularen Baukastensystems, das wir fortlaufend erweitern, erhöhen wir die Effizienz und die Flexibilität der Produktion kontinuierlich und steigern so gleichzeitig die Profitabilität des Konzerns. Darüber hinaus wollen wir den Kundenstamm des Volkswagen Konzerns ausbauen, indem wir weltweit neue zufriedene Kunden hinzugewinnen. Auch die Zufriedenheit der bestehenden Kunden möchten wir steigern. Die laufenden Maßnahmen zur Verbesserung von Produktivität und Qualität setzen wir unabhängig von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und ohne zeitliche Begrenzung fort. Wesentliche Elemente sind dabei die Standardisierung von Prozessen im direkten und im indirekten Bereich sowie reduzierte Durchlaufzeiten in der Produktion. Sie leisten zusammen mit einer konsequenten Kosten- und Investitionsdisziplin einen wichtigen Beitrag dazu, dass wir unsere langfristigen Renditeziele erreichen und dauerhaft eine solide Liquidität sichern können. GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG IN DEN JAHREN 2012 UND 2013Der Vorstand des Volkswagen Konzerns geht unverändert davon aus, dass sich die Wettbewerbsintensität auf den internationalen Automobilmärkten in den nächsten Jahren verstärken wird. Das Marktumfeld, in dem sich die Marken des Konzerns bewegen, gestaltet sich insbesondere in einzelnen europäischen Ländern zunehmend fordernder. Die weitere Entwicklung der Märkte bleibt von Unsicherheiten aus der Entwicklung der Weltwirtschaft belastet. Vor allem die Finanzmärkte bergen nach wie vor Risiken, die sich insbesondere aus der angespannten Verschuldungssituation vieler Länder ergeben. Der weltweite Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge wird in den Jahren 2012 und 2013 voraussichtlich weiter wachsen, dabei jedoch zunächst an Tempo verlieren. Die größten Zuwächse erwarten wir in diesem Zeitraum in der Region Asien-Pazifik, in Südamerika, den USA und Russland. Schon heute ist der Volkswagen Konzern auf vielen dieser Märkte mit einem hohen Marktanteil vertreten. Diese Position werden wir durch den Ausbau von Produktionskapazitäten und den Aufbau weiterer lokaler Fertigungsstätten, in denen teilweise eigens für diese Länder entwickelte Fahrzeuge produziert werden, weiter stärken. In Westeuropa wird sich die Nachfrage nach Pkw und leichten Nutzfahrzeugen voraussichtlich abschwächen. In dieser Region wird der Volkswagen Konzern seine Marktführerschaft weiter behaupten. Nach dem Anstieg der Nachfrage nach Lkw und Bussen im Jahr 2011 gehen wir davon aus, dass die globalen Märkte auch 2012 und 2013 ihr Wachstum fortsetzen werden, jedoch mit verlangsamtem Tempo. Nach unserer Einschätzung wird die Bedeutung automobilbezogener Finanzdienstleistungen in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Der Volkswagen Konzern ist mit seiner Mehrmarkenstrategie, seiner attraktiven Modellpalette, der steigenden Präsenz in allen wichtigen Regionen der Welt sowie mit dem vielfältigen Finanzdienstleistungsangebot gut positioniert. Wir rechnen deshalb damit, dass unsere Verkäufe an Kunden insgesamt auch in den Jahren 2012 und 2013 höher sein werden als in den Vorjahren. Die chinesischen Joint-Venture-Gesellschaften und unsere neuen Produktionsstandorte in Russland, den USA und Indien werden in großem Umfang dazu beitragen. Wir rechnen mit einer zunehmenden Wettbewerbsintensität in einem herausfordernden Marktumfeld, insbesondere in einigen europäischen Ländern. Volatile Zins- und Wechselkursverläufe sowie steigende Rohstoffpreise stellen Herausforderungen dar. Wir gehen davon aus, dass die Umsatzerlöse im Konzernbereich Automobile und im Konzernbereich Finanzdienstleistungen in den Jahren 2012 und 2013 über dem Wert des Jahres 2011 liegen werden. Für das Operative Ergebnis besteht das Ziel, das Niveau des Jahres 2011 im Jahr 2012 wieder zu erreichen und im Jahr 2013 zu übertreffen. Dies gilt für den Bereich Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, nach eigener Einschätzung auch für den Bereich Lkw und Busse, Power Engineering - der nicht zuletzt durch noch hohe Abschreibungen auf die Kaufpreisallokationen beeinflusst wird - und gleichermaßen für den Konzernbereich Finanzdienstleistungen. Wir streben an, auf Konzernebene mittelfristig eine Umsatzrendite vor Steuern von mindestens 8 % nachhaltig zu erreichen. Die Investitionsquote im Konzernbereich Automobile wird sich auf dem wettbewerbsfähigen Niveau von durchschnittlich 6 % bewegen. Darüber hinaus ist es unser Ziel, das im Branchenvergleich gute Rating zu halten und unsere solide Liquiditätspolitik fortzusetzen. Die entscheidenden Vorteile, um die Herausforderungen der automobilen Zukunft zu meistern und die Ziele der Strategie 2018 zu erreichen, liegen für den Volkswagen Konzern in seinem einzigartigen Markenportfolio, der jungen, innovativen und umweltfreundlichen Modellpalette, der breiten internationalen Aufstellung mit lokaler Wertschöpfung in vielen wichtigen Regionen, dem erheblichen Synergiepotenzial bei der konzernweiten Entwicklung von Technologien und Modellen und schließlich in seiner finanziellen Stärke. Mit dem Aufbau neuer Werke, der Entwicklung von Technologien und Baukästen sowie dem Eingehen strategischer Partnerschaften arbeiten wir daran, die Stärke unseres Mehrmarkenkonzerns noch gezielter zu nutzen. Eine konsequente Ausgaben- und Investitionsdisziplin bleibt elementarer Bestandteil unserer Strategie 2018. AUSSICHTEN FÜR DAS JAHR 2012Die Weltwirtschaft ist im Berichtsjahr weiter gewachsen, in der zweiten Jahreshälfte jedoch mit deutlich verringertem Tempo. Wir gehen davon aus, dass sich die weltweite Konjunkturentwicklung im Jahr 2012 auf diesem Niveau fortsetzen wird. Die einzelnen Regionen werden dabei unterschiedlich abschneiden. Während die Schwellenländer in Asien und Lateinamerika nur wenig von ihrer Dynamik verlieren werden, wachsen die großen Industrieländer weiterhin nur moderat. Für einige Länder der Euro-Zone wird eine Rezession erwartet. Zunehmende Inflationstendenzen können in den Schwellenländern die Wachstumsaussichten eintrüben. Auf den weltweiten Märkten für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge wird die Nachfrage im Jahr 2012 voraussichtlich weiter steigen. In Westeuropa rechnen wir mit einem insgesamt rückläufigen Gesamtmarktvolumen, der deutsche Markt wird sich auf dem Vorjahresniveau bewegen. Das Wachstum in Zentral- und Osteuropa wird sich deutlich verlangsamen. Für die strategisch wichtigen Märkte in China und Indien erwarten wir erneut eine überdurchschnittliche Entwicklung und auch in Nord- und Südamerika wird die Nachfrage voraussichtlich weiter steigen. Die Märkte für Lkw und Busse werden im Jahr 2012 ihr Wachstum voraussichtlich fortsetzen, dabei jedoch an Dynamik verlieren. Wir erwarten, dass die Märkte für automobilbezogene Finanzdienstleistungen auch im Jahr 2012 weiter an Bedeutung gewinnen werden. Die Mehrmarkenstrategie, die vom Kleinwagen bis zum schweren Lkw nahezu alle Segmente bedienende Modellpalette und die steigende Präsenz in allen wichtigen Regionen der Welt sind zusammen mit dem vielfältigen Finanzdienstleistungsangebot die zentralen Wettbewerbsvorteile des Volkswagen Konzerns. Dank unserer Technologie- und Designkompetenz verfügen wir über ein vielfältiges, attraktives und umweltfreundliches Produktportfolio, das allen Kundenwünschen und -anforderungen gerecht wird. Die Marken des Volkswagen Konzerns werden auch im Jahr 2012 wieder eine Vielzahl neuer, begeisternder Modelle präsentieren, die dazu beitragen, unsere starke Position auf den Weltmärkten weiter auszubauen. Wir rechnen deshalb damit, unsere Auslieferungen an Kunden gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Die mit der Erneuerung der Produktpalette einhergehenden Anläufe volumenstarker Modelle und die notwendige Umrüstung der Anlagen auf den Modularen Querbaukasten werden das Jahr 2012 prägen. Das Modulare Baukastensystem wird fortlaufend optimiert und sich künftig zunehmend positiv auf die Kostenstruktur des Konzerns auswirken. Die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns werden im Jahr 2012 den Vorjahreswert übertreffen. Dazu trägt auch die zum 9. November 2011 erfolgte Vollkonsolidierung der MAN SE bei; der Beitrag zum Ergebnis wird durch die vorzunehmenden Abschreibungen auf die Kaufpreisallokation begrenzt sein. Für das Operative Ergebnis besteht das Ziel, das Niveau des Jahres 2011 wieder zu erreichen. Positiven Effekten aus unserer attraktiven Modellpalette und der starken Marktposition steht dabei die zunehmende Wettbewerbsintensität in einem herausfordernden Marktumfeld, insbesondere in einigen europäischen Ländern, entgegen. Eine konsequente Ausgaben- und Investitionsdisziplin und die stetige Optimierung unserer Prozesse bleiben elementare Bestandteile unserer Strategie 2018.
Wolfsburg, 14. Februar 2012 Der Vorstand Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Volkswagen Konzerns. Diesen Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen einzelner Länder und Wirtschaftsräume, insbesondere für die Automobilindustrie, zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und die wir zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet, und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten abweichen. Sollte es daher in unseren wichtigsten Absatzmärkten, wie Westeuropa (darunter insbesondere Deutschland), USA, Brasilien, China oder Russland zu unerwarteten Nachfragerückgängen oder zu einer Stagnation kommen, wird das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen. Das Gleiche gilt im Falle wesentlicher Veränderungen der zurzeit bestehenden Wechselkursverhältnisse vor allem zum britischen Pfund, zum US-Dollar, zum chinesischen Renminbi, zum Schweizer Franken, zum japanischen Yen, zur schwedischen Krone, zum russischen Rubel und zum australischen Dollar. Darüber hinaus kann es auch zu Abweichungen von der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung kommen, wenn die in diesem Bericht dargestellten Einschätzungen zu wertsteigernden Faktoren und Risiken sich anders entwickeln als derzeit von uns erwartet. Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011des Volkswagen Konzernsscroll
Konzern-GesamtergebnisrechnungEntwicklung des Gesamtergebnisses vom 1. Januar zum 31. Dezember 2010scroll
Entwicklung des Konzern-Gesamtergebnisses vom 1. Januar zum 31. Dezember 2011scroll
Ab dem Geschäftsjahr 2011 wird das Sonstige Ergebnis für den Anteil der Aktionäre der Volkswagen AG und den der Minderheiten in der Gesamtergebnisrechnung getrennt ausgewiesen. Außerdem wird das Sonstige Ergebnis sowohl vor Steuern als auch nach Steuern dargestellt. Gleichzeitig entfallen die entsprechenden zusätzlichen Angaben im Anhang. Das Vorjahr wurde angepasst. Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2011des Volkswagen Konzernsscroll
scroll
Konzern-Eigenkapitalentwicklung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011des Volkswagen Konzernsscroll
scroll
Die Übrigen Veränderungen resultierten überwiegend aus Konsolidierungskreisänderungen (im Geschäftsjahr 2011 im Wesentlichen die Erstkonsolidierung der MAN SE). Das Eigenkapital wird in Anhangangabe 23 erläutert. Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011des Volkswagen Konzernsscroll
*
Saldiert mit Zuschreibungen. Die Kapitalflussrechnung wird in Anhangangabe 30 erläutert. Ab dem Geschäftsjahr 2011 wird der Cash-flow aus dem Erwerb von Beteiligungen getrennt nach dem Erwerb von Tochterunternehmen und dem Erwerb sonstiger Beteiligungen dargestellt. Gleiches gilt für den Cash-flow aus der Veräußerung von Beteiligungen. Das Vorjahr wurde angepasst. Anhang des Volkswagen Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2011Allgemeine AngabenDie Volkswagen AG hat ihren Sitz in Wolfsburg, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Braunschweig unter der Registernummer HRB 100484 eingetragen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Volkswagen AG hat gemäß der Verordnung 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates ihren Konzernabschluss für das Jahr 2011 nach den durch die Europäische Union übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards, den International Financial Reporting Standards (IFRS), erstellt. Hierbei haben wir alle von der EU übernommenen und verpflichtend anzuwendenden IFRS berücksichtigt. Die im Vorjahr angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind, mit Ausnahme der durch neue beziehungsweise geänderte Standards erforderlichen Änderungen, beibehalten worden. Darüber hinaus haben wir bei der Erstellung des Konzernabschlusses alle Vorschriften nach deutschem Handelsrecht, zu deren Anwendung wir zusätzlich verpflichtet sind, sowie den deutschen Corporate Governance Kodex beachtet. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem international gebräuchlichen Umsatzkostenverfahren erstellt. Die Erstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der oben genannten Normen erfordert bei einigen Posten, dass Annahmen getroffen werden, die sich auf den Ansatz in der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns sowie auf die Angabe von Eventualvermögen und -verbindlichkeiten auswirken. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Cash-flows. Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 14. Februar 2012 aufgestellt. Mit diesem Zeitpunkt endet der Wertaufhellungszeitraum. Auswirkungen neuer beziehungsweise geänderter IFRSDie Volkswagen AG hat alle ab dem Geschäftsjahr 2011 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen umgesetzt. Die Regelungen des überarbeiteten IAS 24 führen wahlweise zu einer vereinfachten Berichterstattung gegenüber öffentlichen Instituten und deren Tochtergesellschaften. Volkswagen nimmt dieses Wahlrecht nicht in Anspruch. Darüber hinaus werden im geänderten IAS 24 Klarstellungen hinsichtlich der Definition von nahe stehenden Unternehmen und Personen sowie der berichtspflichtigen Transaktionen vorgenommen. Die berichtspflichtigen Transaktionen von nahe stehenden Unternehmen und Personen wurden in diesem Zusammenhang um weitere vertragliche Verpflichtungen ergänzt. Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Dem im Rahmen der Verbesserung der International Financial Reporting Standards 2010 geänderten IFRS 7 entsprechend sind die Angabepflichten zur Art und zum Ausmaß von Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben, angepasst worden. Unter anderem müssen Angaben hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen der gehaltenen Sicherheiten und Kreditverbesserungen vorgenommen werden. Darüber hinaus ist die Pflicht zur Angabe der Buchwerte von Finanzinstrumenten, bei denen zur Vermeidung einer Überfälligkeit Vertragsänderungen vorgenommen wurden, entfallen. Des Weiteren waren die folgenden Standards und Interpretationen im Geschäftsjahr erstmals anzuwenden, ohne dass dies wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung im Konzernabschluss hatte:
Nicht angewendete neue beziehungsweise geänderte IFRSDie Volkswagen AG hat in ihrem Konzernabschluss 2011 die nachstehenden Rechnungslegungsnormen, die vom IASB bereits verabschiedet worden sind, die aber für das Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden waren, nicht berücksichtigt. scroll
1
Bis zum 31.12.2011. KonzernkreisNeben der Volkswagen AG werden in den Konzernabschluss alle wesentlichen Unternehmen einbezogen, bei denen die Volkswagen AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik so zu bestimmen, dass sie aus der Tätigkeit dieser Unternehmen (Tochterunternehmen) Nutzen ziehen kann. Die Tochterunternehmen umfassen auch Wertpapierfonds und andere Zweckgesellschaften (Special Purpose Entities), deren Vermögen bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise dem Konzern zuzurechnen ist. Die Zweckgesellschaften dienen im Wesentlichen der Durchführung von Asset-Backed-Securities-Transaktionen zur Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäfts. Die Einbeziehung von Tochterunternehmen beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung besteht; sie endet, wenn die Beherrschung nicht mehr gegeben ist. Tochtergesellschaften mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Cash-flows des Volkswagen Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert. Da für diese Gesellschaften kein aktiver Markt existiert und sich Fair Values nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermitteln lassen, werden sie mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten oder niedrigeren Zeitwerten im Konzernabschluss bilanziert. Die Summe der Eigenkapitalbeträge dieser Tochtergesellschaften beträgt 1,2 % (Vorjahr: 1,1 %) des Konzern-Eigenkapitals; das gesamte Ergebnis nach Steuern dieser Gesellschaften beläuft sich auf 0,2 % (Vorjahr: 0,1 %) des Ergebnisses nach Steuern des Volkswagen Konzerns. Wesentliche Gesellschaften, bei denen die Volkswagen AG mittelbar oder unmittelbar die Möglichkeit hat, die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich zu beeinflussen (assoziierte Unternehmen) oder sich mittelbar oder unmittelbar die Beherrschung teilt (Gemeinschaftsunternehmen), werden nach der Equity-Methode bewertet. Zu den Gemeinschaftsunternehmen rechnen auch Gesellschaften, bei denen der Volkswagen Konzern zwar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt, bei denen aufgrund der Gesellschaftsverträge wesentliche Entscheidungen jedoch nur einstimmig getroffen werden können. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen von untergeordneter Bedeutung werden grundsätzlich mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten oder niedrigeren Zeitwerten angesetzt. Die Zusammensetzung des Volkswagen Konzerns ergibt sich aus der folgenden Tabelle: scroll
Die Aufstellung des gesamten Anteilsbesitzes, die Teil des Jahresabschlusses der Volkswagen AG darstellt, ist beim elektronischen Unternehmensregister www.unternehmensregister.de sowie auf www.volkswagenag.com/ir unter dem Punkt "Meldepflichtige Finanzpublikationen" in der Rubrik Jahresabschluss der Volkswagen AG abrufbar. Folgende vollkonsolidierte verbundene deutsche Unternehmen in der Rechtsform einer Kapital- beziehungsweise Personengesellschaft haben durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss die Bedingungen des § 264 Abs. 3 beziehungsweise § 264b HGB erfüllt und nehmen die Befreiungsvorschrift so weit als möglich in Anspruch:
VOLLKONSOLIDIERTE TOCHTERGESELLSCHAFTENMit Wirkung zum 1. Januar 2010 hatte der Volkswagen Konzern sämtliche Anteile an der MAHAG GmbH (ehemals: MAHAG Münchener Automobil-Handel Haberl GmbH & Co. KG), München, zur Sicherung der Präsenz und des Absatzes seiner Marken gegen Verzicht auf eine Forderung in Höhe von 9 Mio. € übernommen. Aus der Akquisition resultiert ein Goodwill von 8 Mio. €, der der MAHAG Gruppe zugerechnet wird. Der Goodwill ist steuerlich nicht abzugsfähig. Zur Erweiterung seiner Design- und Entwicklungskapazitäten erwarb der Volkswagen Konzern zum 27. Juli 2010 über die Automobili Lamborghini Holding S.p.A., Sant'Agata Bolognese, Italien, eine Tochtergesellschaft der AUDI AG, 90,1 % der Stimmrechte an dem Design- und Entwicklungs-Dienstleister Italdesign Giugiaro S.p.A, Turin, Italien (IDG). Die restlichen Gesellschaftsanteile an IDG werden weiterhin von den bisherigen Eigentümern gehalten. Im Gesamtkaufpreis von 180 Mio. € ist eine diesen Gesellschaftern gewährte Verkaufsoption auf die ausstehenden Anteile enthalten, die zum Fair Value bewertet wird. Im Zusammenhang mit dem Erwerb wurden bestehende vertragliche Beziehungen der IDG vorab einvernehmlich unter gegenseitigem Verzicht auf Geltendmachung von Schadensersatz oder anderen Ansprüchen aufgelöst. Der diesen Beziehungen bei IDG zuzuordnende Wert von 35 Mio. € wurde als separate Transaktion eingestuft und im Geschäftsjahr 2010 als Sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Der Gesamtkaufpreis setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Es ergab sich aus dem Unternehmenszusammenschluss ein Goodwill in Höhe von 72 Mio. €, der im Wesentlichen durch erwartete Synergieeffekte im Audi Teilkonzern bestimmt wird. Der Goodwill ist steuerlich nicht abzugsfähig. Im Laufe des Jahres 2010 erwarb die Scania Gruppe Handelsbetriebe in Frankreich, der Schweiz und Italien. Der gezahlte Kaufpreis belief sich insgesamt auf 6 Mio. €. Der erworbene Goodwill in Höhe von 1 Mio. € wurde dem Segment Scania Vehicles and Services zugeordnet. Der Goodwill ist steuerlich nicht abzugsfähig. Die endgültige Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden der voranstehenden Unternehmenszusammenschlüsse kann nachfolgender Tabelle entnommen werden: scroll
*
Ohne Goodwill der Volkswagen AG. Der Bruttobuchwert der erworbenen Forderungen belief sich im Erwerbszeitpunkt auf 86 Mio. €, der Nettobuchwert (entsprach dem Zeitwert) auf 85 Mio. €. Das abnutzbare langfristige Vermögen hat eine Laufzeit zwischen 18 Monaten und 35 Jahren. Durch die Einbeziehung der Unternehmen hat sich der Umsatz des Konzerns um 609 Mio. € und das Ergebnis nach Steuern um 1 Mio. € erhöht. Wären IDG sowie die von Scania übernommenen Geschäftsbetriebe bereits ab dem 1. Januar 2010 einbezogen worden, wäre der Konzernumsatz vor Konsolidierung um 95 Mio. € und das Nachsteuerergebnis um 3 Mio. € höher ausgefallen. Volkswagen hat zum 1. März 2011 das Vertriebsgeschäft der Porsche Holding Salzburg, Österreich, zu 100 % gegen Zahlung von 3,3 Mrd. € übernommen. Im Vorfeld hatten die bisherigen mittelbaren Eigentümer, die Familien Porsche und Piëch, ihre von der Volkswagen AG eingeräumte Put-Option ausgeübt. Volkswagen vollzieht mit dem bereits in der Grundlagenvereinbarung vorgesehenen Erwerb einen weiteren planmäßigen Schritt auf dem Weg zum integrierten Automobilkonzern von Volkswagen und Porsche. Die Porsche Holding ist ein Automobilhandelsunternehmen mit einer starken Präsenz vor allem in Österreich, West- und Südosteuropa sowie in China. Im Kalenderjahr 2011 wurden 626 Tsd. Neu- und Gebrauchtwagen verkauft. Volkswagen erwirbt von der Porsche Holding alle Automotive-Bereiche wie das Groß- und Einzelhandelsgeschäft, die Porsche Informatik, die Porsche Bank, die Porsche Immobilien und die Porsche Versicherung sowie die PGA Motors mit Sitz in Paris. Die Porsche Holding beschäftigt rund 20.500 Mitarbeiter (einschließlich nicht-konsolidierter Gesellschaften). Es ergab sich aus dem Unternehmenszusammenschluss als Kapitalisierungsmehrwert ein Goodwill in Höhe von 152 Mio. €. Der Goodwill ist steuerlich nicht abzugsfähig. Die zwischenzeitlich abgeschlossene Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden: scroll
*
Ohne Goodwill der Volkswagen AG. Goodwill und Markennamen sind dem Geschäftssegment Porsche Holding zugeordnet, das Teil des Berichtssegments Pkw und leichte Nutzfahrzeuge ist. Der Bruttobuchwert der erworbenen Forderungen belief sich im Erwerbszeitpunkt auf 2.962 Mio. €, der Nettobuchwert (entsprach dem Zeitwert) auf 2.753 Mio. €. Das abnutzbare langfristige Vermögen hat eine Laufzeit zwischen 12 Monaten und 30 Jahren. Durch die Einbeziehung der Porsche Holding hat sich zum 31. Dezember 2011 der Umsatz des Konzerns um 5.281 Mio. € erhöht und das Ergebnis nach Steuern unter Berücksichtigung von Abschreibungen auf die bei der Kaufpreisallokation aufgedeckten stillen Reserven um 64 Mio. € vermindert. Wäre die Porsche Holding bereits ab dem 1. Januar 2011 einbezogen worden, wäre der zum 31. Dezember 2011 ausgewiesene Konzernumsatz nach Konsolidierung um 984 Mio. € höher und das ausgewiesene Nachsteuerergebnis um 7 Mio. € höher ausgefallen. Eventualverbindlichkeiten der Porsche Holding waren in der Kaufpreisallokation nicht enthalten. Mit Übertragung der Vertriebsgesellschaft der Porsche Holding wächst der Konsolidierungskreis um 263 vollkonsolidierte Tochterunternehmen und drei At Equity bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen. Die Volkswagen AG hatte Anfang Mai 2011 ihren Anteil an den Stammaktien der MAN SE von 29,90 % auf 30,47 % erhöht. Mit Überschreiten der Schwelle von 30 % der Stimmrechte an der MAN SE war Volkswagen aufgrund der Bestimmungen des deutschen Übernahmerechts verpflichtet, allen außenstehenden Aktionären der MAN SE ein Pflichtangebot zum Erwerb ihrer Aktien an der MAN SE zu unterbreiten. Bis zum Ende der Annahmefrist am 29. Juni 2011 hatten MAN-Aktionäre Volkswagen 35.857.607 Stammaktien und 164.613 Vorzugsaktien angedient. Nach Vorliegen aller erforderlichen behördlichen Genehmigungen hat Volkswagen am 9. November 2011 25,4 % der Stimmrechte und 2,7 % der Vorzugsaktien der MAN SE, München, gegen Zahlung von insgesamt 3.416 Mio. € erworben und hielt nach dem Vollzug des Pflichtangebots 55,90 % der Stimmrechte und 53,71 % des Grundkapitals an der MAN SE. Die Bewertungsbasis für den Goodwill rechnet sich wie folgt: scroll
Zusätzlich wurden transaktionsbezogene Kosten in Höhe von 16,9 Mio. € direkt im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Die MAN SE ist das börsennotierte Mutterunternehmen der MAN Gruppe, eines der führenden europäischen Industrieunternehmen im Bereich Transport und Energie mit einem Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2010 von 14.675 Mio. €. MAN ist mit seinen beiden Geschäftsfeldern Nutzfahrzeuge und Power Engineering Anbieter von Lkw, Bussen, Dieselmotoren, Turbomaschinen sowie Spezialgetrieben. Nach dem Erwerbszeitpunkt hat Volkswagen für 0,3 Mrd. € weitere Anteile erworben und besitzt zum Bilanzstichtag 59,58 % der Stimmrechte und 57,33 % der Kapitalanteile an der MAN SE. Ein sich aus dem Erwerb weiterer Anteile ergebender Unterschiedsbetrag von 0 Mio. € wurde erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Mit dem jetzt vollzogenen Schritt sollen kurzfristig Synergien in der Beschaffung sowie mittel- und langfristig durch eine engere Zusammenarbeit bei der Forschung und Entwicklung sowie der Produktion gehoben werden. Die bis zum Erwerbszeitpunkt nach der Equity-Methode behandelten Anteile an MAN wurden mit Übernahme der Stimmrechtsmehrheit zu ihrem Börsenwert in Höhe von 2.694 Mio. € neubewertet. Unter Berücksichtigung der Realisation der bisher erfolgsneutral direkt im Eigenkapital erfassten Beträge in Höhe von 48 Mio. € ergab sich aus dem Übergang zur Vollkonsolidierung ein buchhalterischer, nicht auszahlungswirksamer Verlust von 292 Mio. €, der im Finanzergebnis erfasst wurde. Aus zeitlichen Gründen konnte die Analyse der übernommenen Vermögenswerte und Schulden bis zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen werden. Nach vorläufiger Berechnung ergab sich aus dem Unternehmenszusammenschluss ein Goodwill in Höhe von 575 Mio. €. Der Goodwill ist steuerlich nicht abzugsfähig. Die vorläufige Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden: scroll
*
Ohne Goodwill der Volkswagen AG. Der Goodwill ist mit 383 Mio. € und die Markennamen mit 1.158 Mio. € dem Geschäftssegment MAN Nutzfahrzeuge zugeordnet, das Teil des Berichtssegments Lkw und Busse ist; der verbleibende Goodwill in Höhe von 193 Mio. € und die verbleibenden Markennamen in Höhe von 470 Mio. € entfallen auf das Segment Power Engineering. Der Bruttobuchwert der erworbenen Forderungen belief sich im Erwerbszeitpunkt auf 4.291 Mio. €, der Nettobuchwert (entsprach dem Zeitwert) auf 3.821 Mio. €. Das abnutzbare langfristige Vermögen hat eine Laufzeit zwischen 4 Monaten und 50 Jahren. Der Anteil der verbleibenden ausstehenden Aktionäre im Erwerbszeitpunkt bemisst sich nach dem anteiligen Börsenwert. Durch die Einbeziehung des Unternehmens hat sich zum 31. Dezember 2011 der Umsatz des Konzerns um 2.644 Mio. € erhöht und das Ergebnis nach Steuern unter Berücksichtigung von Abschreibungen auf die bei der Kaufpreisallokation aufgedeckten stillen Reserven um 57 Mio. € vermindert. Wäre MAN bereits ab dem 1. Januar 2011 einbezogen worden, wäre der zum 31. Dezember 2011 ausgewiesene Konzernumsatz nach Konsolidierung um ca. 14 Mrd. € höher und das ausgewiesene Nachsteuerergebnis nach Berücksichtigung von Abschreibungen auf die bei der Kaufpreisallokation aufgedeckten stillen Reserven um ca. 281 Mio. € höher ausgefallen. Potenzielle Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, für die MAN aufgrund der geringen Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme keine Rückstellung gebildet hat, wurden mit ihrem Zeitwert angesetzt. Diese betreffen im Wesentlichen Ferrostaal sowie die unter den Rechtsstreitigkeiten (Anhangangabe 34) aufgeführten Verfahren. Mit Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der MAN SE wächst der Konsolidierungskreis um 134 vollkonsolidierte Tochterunternehmen und zehn At Equity bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen. Durch die von der MAN SE an der Scania AB gehaltenen Anteile erhöht sich der ab dem 9. November 2011 Volkswagen zuzurechnende Stimmrechtsanteil an Scania auf 89,18 % (71,81 %) und der auf die Aktionäre der Volkswagen AG entfallende Anteil am Kapital von Scania auf 56,94 % (49,29 %). Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag in Höhe von 286 Mio. € wurde mit dem Eigenkapital verrechnet. Die vorausstehend beschriebenen Fair Values der Vermögenswerte und Schulden werden soweit möglich anhand beobachtbarer Marktpreise bestimmt. Konnten keine Marktpreise festgestellt werden, kommen anerkannte Bewertungsverfahren für die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zur Anwendung. Des Weiteren wurden drei im Vorjahr nicht konsolidierte und eine neu gegründete inländische Gesellschaft sowie drei neu erworbene, zehn neu gegründete und vier im Vorjahr nicht konsolidierte ausländische Gesellschaften erstkonsolidiert. Die erstmalige Einbeziehung dieser Tochterunternehmen hatte auf die Darstellung der Unternehmenslage einzeln und insgesamt keinen wesentlichen Einfluss. Daneben hat sich der Kreis der inländischen vollkonsolidierten Tochtergesellschaften durch Fusion und Liquidation um sechs Gesellschaften und der Kreis der ausländischen vollkonsolidierten Tochtergesellschaften durch Verkauf um eine und durch Fusion und Liquidation um sieben Gesellschaften verringert. BETEILIGUNGEN AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMENMit Wirkung zum 15. Januar 2010 hatte Volkswagen 19,89 % der Aktien an der Suzuki Motor Corporation, Hamamatsu, Japan, zu einem Kaufpreis von 1,7 Mrd. € erworben. Nach der Ausübung ausstehender Wandelschuldverschreibungen anderer Investoren war der Anteil von Volkswagen an Suzuki zwischenzeitlich auf 19,37 % gesunken. Durch den Kauf weiterer Aktien war der Anteil zum 30. Juni 2010 wieder auf 19,89 % erhöht worden. Aufgrund der in der Rahmenvereinbarung verabredeten wirtschaftlichen Kooperation handelte es sich bei Suzuki bis September 2011 um ein assoziiertes Unternehmen. Die Bewertung der Anteile erfolgte nach der Equity-Methode. Die genaue Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden der Suzuki Motor Corporation wurde im laufenden Jahr abgeschlossen. Es ist zu keiner wesentlichen Anpassung der im Vorjahr allokierten Werte gekommen. Durch Suzukis Mitteilung vom 13. September 2011, die Zusammenarbeit mit Volkswagen beenden zu wollen, und die zurzeit nicht absehbare Reetablierung einer Zusammenarbeit ist bis auf Weiteres die Möglichkeit, maßgeblichen Einfluss auf Suzuki auszuüben, nicht mehr gegeben. Die Equity-Methode wurde zu diesem Zeitpunkt beendet und der Unterschiedsbetrag zwischen Equity-Buchwert und beizulegendem Zeitwert der Anteile im Übergangszeitpunkt erfolgswirksam als Aufwand aus assoziierten Unternehmen erfasst. Unter Berücksichtigung der Realisation der bisher erfolgsneutral direkt im Eigenkapital erfassten Beträge in Höhe von 430 Mio. € ergibt sich ein Aufwand aus der Beendigung der Equity-Methode von 263 Mio. €. Die Anteile an Suzuki werden seitdem unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen und erfolgsneutral mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der MAN SE ist Volkswagen die Beteiligung von 25 % plus einer Aktie der MAN Gruppe an dem chinesischen Lkw-Hersteller Sinotruk Ltd. zuzurechnen. Am Bilanzstichtag betrug der Börsenwert dieser Beteiligung 298 Mio. €. Aufgrund lokaler Kapitalmarktvorschriften hinsichtlich der Veröffentlichung von Finanzinformationen für die Beteiligung enthält die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2011 kein anteiliges Ergebnis. Außerdem ist Volkswagen die 30-prozentige Beteiligung von MAN an der Ferrostaal AG, Essen, zuzurechnen. Für die Beteiligung bestand bereits zum Erwerbszeitpunkt die Absicht zur kurzfristigen Weiterveräußerung, weshalb die Anteile als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und nicht nach der Equity-Methode bewertet wurden. Die Beteiligung ist vollständig wertberichtigt. Am 28. November 2011 hat MAN im Rahmen einer Vergleichsvereinbarung mit der International Petroleum Investment Company (IPIC), Abu Dhabi, die Rückübertragung der von IPIC an Ferrostaal gehaltenen 70-prozentigen Beteiligung an MAN sowie den Rückkauf dieser Anteile durch MAN von IPIC vereinbart. Nach Maßgabe der Vergleichsvereinbarung ist MAN zu einer Zahlung von 350 Mio. € verpflichtet. IPIC hatte Anfang 2009 ein Aktienpaket in Höhe von 70 % an Ferrostaal erworben. Gleichzeitig hat MAN eine Vereinbarung mit der MPC Gruppe, Hamburg, getroffen; danach wird die MPC Gruppe 100 % der Aktien an Ferrostaal von MAN unmittelbar im Anschluss an den Vollzug der Vergleichsvereinbarung mit IPIC erwerben. Die Transaktion hängt von der Freigabe der zuständigen Kartellbehörden ab. Die MPC Gruppe erwirbt Ferrostaal von MAN für bis zu 160 Mio. €. Aus der Vergleichsvereinbarung ergaben sich für Volkswagen keine Ergebnisauswirkungen, da die Ergebniseffekte der Transaktion bereits in der Kaufpreisallokation als Eventualverbindlichkeit für die MAN Gruppe berücksichtigt wurden. Aufgrund der Anteilsquote sind dem Volkswagen Konzern folgende Werte an Sinotruk (im Vorjahr MAN und Suzuki) zuzurechnen: scroll
1
Geschäftsjahr 2011: Die Angaben betreffen
den Bilanzstichtag 30. Juni 2011. Am 31. Dezember 2011 haben MAN und die Rheinmetall AG, Düsseldorf, ihre Produktionskapazitäten für militärische Radfahrzeuge in der 2010 gegründeten Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH, München, gebündelt. An dieser Gesellschaft ist der Volkswagen Konzern über MAN Truck & Bus AG mit 49 % beteiligt. Die Beteiligung an der Gesellschaft wird nach der Equity-Methode bilanziert und ist zum 31. Dezember 2011 mit 132 Mio. € in den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen enthalten. Die Equity-Methode wird mit einem Zeitverzug von drei Monaten angewandt. BETEILIGUNGEN AN GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMENAufgrund der Anteilsquote an den Gemeinschaftsunternehmen (im Wesentlichen FAW-Volkswagen Automotive Company (40 %), Global Mobility Holding (50 %), Porsche Zwischenholding GmbH (49,9 %) und Shanghai-Volkswagen Automotive Company (50 %)) sind dem Volkswagen Konzern anteilig folgende Werte zuzurechnen: scroll
Der Volkswagen Konzern ist über seinen 50 %-Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen Global Mobility Holding B.V., Amsterdam, Niederlande, mittelbar zu 50 % an dem Gemeinschaftsunternehmen LeasePlan Corporation N.V., Amsterdam, Niederlande, beteiligt. Volkswagen hat sich mit der Fleet Investments B.V., Amsterdam, Niederlande, einer Beteiligungsgesellschaft der Familie von Metzler, auf den Einstieg in 2010 als neuer Co-Investor bei der Global Mobility Holding für zunächst zwei Jahre verständigt. Im Geschäftsjahr 2011 wurde der Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert. Die bisherigen Co-Investoren haben ihre Anteile am 1. Februar 2010 auf Geheiß der Volkswagen AG auf die Fleet Investments B.V. zum Kaufpreis von 1,4 Mrd. € übertragen. Die Volkswagen AG gewährte dem neuen Co-Investor ein Andienungsrecht über seine Anteile, bei dessen Ausübung Volkswagen den ursprünglichen Kaufpreis zuzüglich anteiliger thesaurierter Vorzugsdividenden oder den gegebenenfalls höheren Zeitwert zu leisten hat. Das Andienungsrecht wird mit seinem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Daneben verpfändet Volkswagen Ansprüche aus beim Bankhaus Metzler gezeichneten Einlagezertifikaten in Höhe von 1,4 Mrd. € für einen der Fleet Investments B.V. durch das Bankhaus Metzler gewährten Kredit. Durch diese Verpfändung wird das Risiko des Volkswagen Konzerns aus der vorgenannten Stillhalterposition nicht erhöht. KonsolidierungsgrundsätzeDie Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für den Volkswagen Konzern einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Bei den At Equity bewerteten Unternehmen legen wir dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Ermittlung des anteiligen Eigenkapitals zugrunde. Dabei wird auf den letzten geprüften Jahresabschluss der jeweiligen Gesellschaft abgestellt. Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen sind die Vermögenswerte und Schulden mit ihrem Fair Value zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Die Wertansätze werden in Folgejahren fortgeführt. Soweit der Kaufpreis der Beteiligung den Zeitwert der identifizierten Vermögenswerte abzüglich Schulden übersteigt, entsteht ein Goodwill. Dieser wird einem einmal jährlich durchzuführenden Impairmenttest unterzogen, bei dem die Werthaltigkeit des Goodwill überprüft wird. Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Anderenfalls wird der Wertansatz des Goodwill unverändert gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Soweit der Kaufpreis der Beteiligung den Nettobetrag der identifizierten Vermögenswerte und Schulden unterschreitet, wird die Differenz ertragswirksam im Erwerbsjahr vereinnahmt. Goodwills werden bei den Tochterunternehmen in deren funktionaler Währung geführt. Ein Unterschiedsbetrag, der sich beim Erwerb weiterer Anteile an einem bereits konsolidierten Tochterunternehmen ergibt, wird direkt mit dem Eigenkapital verrechnet. Soweit nicht anders angegeben wird der Eigenkapitalanteil direkter Minderheiten (nicht beherrsehende Anteile) im Erwerbszeitpunkt mit dem auf sie entfallenden Anteil am Zeitwert der Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Schulden bestimmt. Bedingte Gegenleistungen werden im Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Spätere Wertänderungen bedingter Gegenleistungen führen grundsätzlich nicht zu einer Anpassung der Bewertung im Erwerbszeitpunkt. Mit der Akquisition verbundene Kosten (Anschaffungsnebenkosten), die nicht der Beschaffung von Eigenkapital dienen, werden nicht dem Kaufpreis hinzugerechnet, sondern sofort als Aufwand erfasst. Forderungen und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen bereinigen wir um Zwischenergebnisse. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern, wobei aktive und passive latente Steuern saldiert werden, wenn der Steuergläubiger identisch ist und die Fristigkeiten übereinstimmen. WährungsumrechnungFremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der Volkswagen AG und der einbezogenen Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. In der Bilanz setzen wir monetäre Posten in fremder Währung unter Verwendung des Mittelkurses am Bilanzstichtag an, wobei die eingetretenen Kursgewinne und -verluste ergebniswirksam erfasst werden. Ausgenommen hiervon sind Währungsumrechnungsdifferenzen aus Darlehensforderungen, die einen Teil der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb darstellen. Die Abschlüsse ausländischer Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Aktiv- und Passivposten werden mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen zu historischen Kursen geführt. Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft ergebnisneutral behandelt und als gesonderte Position im Eigenkapital ausgewiesen. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung rechnen wir mit gewichteten Durchschnittskursen in Euro um. Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergeben sich aus der folgenden Tabelle: scroll
Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeBEWERTUNGSPRINZIPIENDie Bilanzierung im Volkswagen Konzern folgt mit Ausnahme bestimmter Posten, wie zum Beispiel Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente, Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sowie Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen, dem Prinzip der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten. Die für die einzelnen Posten verwendeten Bewertungsmethoden werden im Folgenden näher erläutert. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Hierbei handelt es sich insbesondere um Software, die über drei Jahre abgeschrieben wird. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 als laufender Aufwand ausgewiesen. Entwicklungskosten für künftige Serienprodukte und andere selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte haben wir mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert, sofern die Herstellung dieser Produkte dem Volkswagen Konzern wahrscheinlich einen wirtschaftlichen Nutzen bringen wird. Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam verrechnet. Aktivierte Entwicklungskosten umfassen alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Einzel- und Gemeinkosten. Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Produktionsbeginn über die vorgesehene Laufzeit der entwickelten Modelle beziehungsweise Aggregate, die im Allgemeinen zwischen zwei und zehn Jahren liegt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres haben wir den entsprechenden Funktionsbereichen zugeordnet. Markennamen aus Unternehmenszusammenschlüssen haben in der Regel eine unbestimmte Nutzungsdauer und werden entsprechend nicht planmäßig abgeschrieben. Dies wird regelmäßig überprüft. Ein Werthaltigkeitstest wird bei Goodwill, bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie bei immateriellen Vermögenswerten, die noch nicht nutzungsbereit sind, mindestens einmal jährlich durchgeführt. Bei in Nutzung befindlichen Vermögenswerten und anderen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer erfolgt ein Werthaltigkeitstest nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Goodwills und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird im Volkswagen Konzern grundsätzlich der höhere Wert aus Nutzungswert und Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Marken beziehungsweise Produkte) herangezogen. Basis für die Bewertung des Nutzungswertes ist die vom Management erstellte aktuelle Planung. Die Planungsperiode erstreckt sich grundsätzlich über einen Zeitraum von fünf Jahren. Für die Folgejahre werden plausible Annahmen über die künftige Entwicklung getroffen. Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst. Dabei werden angemessene Annahmen zu makroökonomischen Trends (Währungs-, Zins- und Rohstoffpreisentwicklung) sowie historische Entwicklungen berücksichtigt. Für die Ermittlung der Cash-flows werden grundsätzlich die erwarteten Wachstumsraten der betreffenden Märkte zugrunde gelegt. Die Schätzung der Cash-flows nach Beendigung des Planungszeitraums basiert auf einer Wachstumsrate von maximal 2 % p. a. (Vorjahr: 2 % p. a.). Bei der Ermittlung des Nutzungswertes im Rahmen des Werthaltigkeitstests für den Goodwill und für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer verwenden wir folgende Kapitalkostensätze (WACC): scroll
Für das Segment Finanzdienstleistungen gilt aufgrund der branchenspezifischen Notwendigkeit zur Berücksichtigung des Kreditstandes ein Eigenkapitalkostensatz von 8,7 % (Vorjahr: 9,1 %). Soweit erforderlich werden diese zusätzlich um länderindividuelle Abzinsungsfaktoren angepasst. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes im Rahmen des Werthaltigkeitstests für sonstige immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer verwenden wir segmentspezifische, länderindividuelle Abzinsungsfaktoren vor Steuern von mindestens 6,8 % (Vorjahr: 6,4 %). SACHANLAGEVERMÖGENDas Sachanlagevermögen bewerten wir zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und, sofern erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen. Investitionszuschüsse werden grundsätzlich von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgesetzt. Der Ansatz der Herstellungskosten erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Einzel- und Gemeinkosten. Die Spezialwerkzeuge werden unter Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen. Das Sachanlagevermögen wird linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nutzungswert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten. Die Ermittlung des Nutzungswertes folgt den für immaterielle Vermögenswerte beschriebenen Grundsätzen. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, nehmen wir entsprechende Zuschreibungen vor. Entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt werden auch Vermögenswerte, die formal im Rahmen einer Sale-and-Leaseback-Transaktion mit Rückkaufsoption auf Dritte übertragen wurden, weiterhin als eigene Vermögenswerte bilanziert. Bei der Nutzung gemieteter Sachanlagen sind die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings nach IAS 17 erfüllt, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum in Verbindung stehen, auf die betreffende Konzerngesellschaft übertragen wurden. In diesen Fällen werden die jeweiligen Sachanlagen zum Fair Value beziehungsweise zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind diskontiert als Verbindlichkeit passiviert. Soweit Konzerngesellschaften als Leasingnehmer im Rahmen von Operating-Leasing-Verhältnissen auftreten, das heißt, wenn nicht alle wesentlichen Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem Eigentum übergegangen sind, werden Leasingraten beziehungsweise Mietzahlungen direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. VERMIETETE VERMÖGENSWERTEVermietete Fahrzeuge werden im Falle von Operating-Leasing-Verträgen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und linear über die Vertragslaufzeit auf den kalkulierten Restwert abgeschrieben. Wertminderungen, die aufgrund des Impairmenttests nach IAS 36 zu ermitteln sind, werden durch außerplanmäßige Abschreibungen und Anpassung der Abschreibungsraten berücksichtigt. In Abhängigkeit von den lokalen Besonderheiten und Erfahrungswerten aus der Gebrauchtwagenvermarktung gehen fortlaufend aktualisierte interne und externe Informationen über Restwertentwicklungen in die Restwertprognosen ein. ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIENZur Erzielung von Mieterträgen gehaltene Grundstücke und Gebäude (Investment Property) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, wobei die für die Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern denen der selbst genutzten Sachanlagen grundsätzlich entsprechen. Bei Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten sind die Fair Values im Anhang anzugeben. Grundlage für die Fair-Value-Ermittlung ist grundsätzlich ein Ertragswertverfahren auf Basis interner Berechnungen. In diesem Verfahren wird auf Basis des Rohertrages unter Berücksichtigung weiterer Faktoren wie Bodenwert, Restnutzungsdauer und eines wohnimmobilienspezifischen Vervielfältigers der Ertragswert gebäudebezogen ermittelt. AKTIVIERUNG VON FREMDKAPITALKOSTENFür qualifizierte Vermögenswerte, mit deren Anschaffung am oder nach dem 1. Januar 2009 begonnen wurde, werden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert. Ein qualifizierter Vermögenswert liegt vor, wenn ein Zeitraum von mindestens einem Jahr zur Versetzung in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsbereiten Zustand erforderlich ist. AT EQUITY BEWERTETE ANTEILEDie Anschaffungskosten von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden entsprechend dem auf den Volkswagen Konzern entfallenden Anteil der nach dem Erwerb bei den assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen eingetretenen Eigenkapitalmehrungen und -minderungen fortgeschrieben. Zusätzlich wird bei Vorliegen entsprechender Indikatoren ein Werthaltigkeitstest durchgeführt und bei Bedarf eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren erzielbaren Betrag erfasst. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags folgt den für die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer beschriebenen Prinzipien. Entfällt zu einem späteren Zeitpunkt der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung, erfolgt eine Zuschreibung auf den Betrag, der sich ohne Erfassung der außerplanmäßigen Abschreibung ergeben hätte. FINANZINSTRUMENTEFinanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei üblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag, das heißt zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird. IAS 39 unterteilt finanzielle Vermögenswerte in folgende Kategorien:
Finanzielle Schulden werden in nachstehende Kategorien eingeordnet:
Finanzinstrumente bilanzieren wir zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value. Als fortgeführte Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Schuld wird der Betrag bezeichnet,
Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag beziehungsweise dem Rückzahlungsbetrag. Der Fair Value entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der Fair Value mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz oder die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt und durch Bestätigungen der Banken, die die Geschäfte abwickeln, überprüft. Die Fair-Value-Option wird im Volkswagen Konzern nicht angewendet. KREDITE UND FORDERUNGEN SOWIE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITENKredite und Forderungen, Verbindlichkeiten sowie bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn sie nicht mit Sicherungsinstrumenten im Zusammenhang stehen. Insbesondere handelt es sich dabei um
ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTEZur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden entweder konkret dieser Kategorie zugeordnet oder es handelt sich um finanzielle Vermögenswerte, die keiner anderen Kategorie zuzuordnen sind. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere) setzen wir mit ihrem Fair Value an. Änderungen des Fair Value werden erfolgsneutral im Eigenkapital nach Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. Anteile an nicht vollkonsolidierten Tochtergesellschaften und sonstige Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode bewertet werden, gelten auch als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Soweit für diese Gesellschaften kein aktiver Markt existiert und sich Fair Values nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermitteln lassen, werden sie mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten gezeigt. Soweit Hinweise auf niedrigere Fair Values bestehen, werden diese angesetzt. Es besteht derzeit keine Absicht diese finanziellen Vermögenswerte zu veräußern. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND HEDGE ACCOUNTINGUnternehmen des Volkswagen Konzerns setzen derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Bilanzposten und zukünftigen Zahlungsströmen (sogenannte Grundgeschäfte) ein. Dafür werden als Sicherungsinstrumente vor allem Derivate verwendet, zum Beispiel Swaps, Termingeschäfte und Optionen. Voraussetzung für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) ist, dass der eindeutige Sicherungszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument dokumentiert und deren Effektivität nachgewiesen ist. Die bilanzielle Berücksichtigung der Fair-Value-Änderungen der Sicherungsinstrumente ist von der Art der Sicherungsbeziehung abhängig. Im Falle der Absicherung gegen Wertänderungsrisiken von Bilanzposten (Fair-Value-Hedges) wird sowohl das Sicherungsinstrument als auch der gesicherte Risikoanteil des Grundgeschäfts zum Fair Value angesetzt. Gegebenenfalls werden mehrere Risikoanteile der Grundgeschäfte zu einem Portfolio zusammengefasst. Bei einem Fair-Value-Hedge auf Portfoliobasis erfolgt die Bilanzierung der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes wie beim Fair-Value-Hedging auf Einzelgeschäftsbasis. Bewertungsänderungen der Sicherungsgeschäfte und Grundgeschäfte werden ergebniswirksam erfasst. Bei der Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen (Cash-flow-Hedges) erfolgt die Bewertung der Sicherungsinstrumente ebenfalls zum Fair Value. Bewertungsänderungen des effektiven Teils des Derivats werden zunächst erfolgsneutral in der Rücklage für Cash-flow-Hedges und erst bei Realisierung des Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst; der ineffektive Teil eines Cash-flow-Hedges wird sofort erfolgswirksam angesetzt. Derivate, die im Volkswagen Konzern nach betriebswirtschaftlichen Kriterien der Zins-, Währungs-, Rohstoff- oder Preissicherung dienen, die jedoch die strengen Kriterien des IAS 39 hinsichtlich der Anwendung von Hedge Accounting nicht erfüllen, werden in die Kategorie erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden eingeordnet (im Folgenden auch Derivate ohne Hedgebeziehungen). Dies gilt auch für Optionen auf Unternehmensanteile. Wenn externe Sicherungsgeschäfte auf konzerninterne Grundgeschäfte abgeschlossen werden, die im Konzernabschluss eliminiert werden, sind diese Derivate ebenfalls dieser Kategorie zuzuordnen. FORDERUNGEN AUS FINANZIERUNGSLEASING-VERTRÄGENAls Leasinggeber - im Allgemeinen von Fahrzeugen - bilanzieren wir im Falle von Finanzierungsleasing, das heißt, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem Eigentum auf den Leasingkunden übergegangen sind, eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswertes. SONSTIGE FORDERUNGEN UND FINANZIELLE VERMÖGENSWERTESonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte (ausgenommen Derivate) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. WERTBERICHTIGUNGEN AUF FINANZINSTRUMENTEDem Ausfallrisiko von Forderungen und Krediten des Finanzdienstleistungsgeschäfts wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und portfoliobasierten Wertberichtigungen Rechnung getragen. Im Einzelnen werden bei signifikanten individuellen Forderungen (zum Beispiel Forderungen aus der Händlerfinanzierung und mit Großkunden) nach konzerneinheitlichen Maßstäben Einzelwertberichtigungen in Höhe des bereits eingetretenen Ausfalls (incurred-loss) gebildet. Ein potenzieller Wertminderungsbedarf wird bei Vorliegen verschiedener Tatsachen wie Zahlungsverzug über einen bestimmten Zeitraum, Einleitung von Zwangsmaßnahmen, drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, Beantragung oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder Scheitern von Sanierungsmaßnahmen angenommen. Für die Ermittlung portfoliobasierter Wertberichtigungen werden nicht-signifikante Forderungen sowie signifikante Individualforderungen ohne Hinweise auf Wertminderungen anhand vergleichbarer Kreditrisikomerkmale zu homogenen Portfolios zusammengefasst und nach Risikoklassen aufgeteilt. Solange noch keine gesicherte Erkenntnis vorliegt, welche Forderung ausgefallen ist, werden für die Ermittlung der Wertminderungshöhe durchschnittliche historische Ausfallwahrscheinlichkeiten des jeweiligen Portfolios herangezogen. Die Berücksichtigung von Wertminderungen bei Forderungen der Automobil-Segmente erfolgt grundsätzlich durch Einzelwertberichtigungen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden regelmäßig auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn objektive Hinweise auf eine dauerhafte Wertminderung vorliegen. Bei Eigenkapitalinstrumenten wird unter anderem ein signifikantes (mehr als 20 %) oder dauerhaftes (mehr als 10 % der durchschnittlichen Marktpreise über ein Jahr) Absinken des Zeitwertes unter die Anschaffungskosten als Hinweis auf eine Wertminderung angenommen. Sofern eine Wertminderung vorliegt, wird der kumulative Verlust zugunsten der Eigenkapitalrücklage erfolgswirksam berücksichtigt. Bei Eigenkapitalinstrumenten werden Wertaufholungen erfolgsneutral erfasst. Für Schuldinstrumente werden Wertminderungen erfasst, wenn ein Rückgang der künftigen Cash-flows aus dem finanziellen Vermögenswert erwartet wird. Ein Anstieg des risikofreien Zinssatzes oder ein Anstieg von Bonitätsaufschlägen im Allgemeinen stellt für sich genommen hingegen keinen objektiven Hinweis auf Wertminderung dar. LATENTE STEUERNAktive latente Steuern werden grundsätzlich für steuerlich abzugsfähige temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz, auf steuerliche Verlustvorträge und Steuerguthaben erfasst, sofern damit zu rechnen ist, dass sie genutzt werden können. Passive latente Steuern werden grundsätzlich für sämtliche zu versteuernde temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz gebildet (Temporary-Konzept). Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung beziehungsweise -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der Realisation zu erwartenden Steuersatzes vorgenommen. Steuerliche Konsequenzen von Gewinnausschüttungen werden erst berücksichtigt, wenn der Gewinnverwendungsbeschluss vorliegt. Für aktive latente Steuern, deren Realisierung in einem überschaubaren Zeitraum nicht zu erwarten ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Aktive latente Steuern verrechnen wir mit passiven latenten Steuern, wenn sie denselben Steuergläubiger betreffen und soweit sich die Laufzeiten entsprechen. VORRÄTEIn den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Handelswaren sowie unfertige und fertige eigene Erzeugnisse zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Netto-veräußerungswert ausgewiesen. Der Ansatz der Herstellungskosten erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Einzel- und Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Grundsätzlich bewerten wir gleichartige Gegenstände des Vorratsvermögens nach der Durchschnittsmethode. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHELangfristige Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten und Schulden sind nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren, wenn deren Buchwerte hauptsächlich durch Veräußerung und nicht durch die fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten bewertet und in der Bilanz separat innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte beziehungsweise Schulden ausgewiesen. Nicht fortgeführte Aktivitäten sind abgrenzbare Geschäftsbereiche, die entweder bereits veräußert wurden oder zur Veräußerung vorgesehen sind. Die Vermögenswerte und Schulden von zur Veräußerung vorgesehenen Aktivitäten stellen Veräußerungsgruppen dar, die nach den gleichen Prinzipien wie zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte zu bewerten und darzustellen sind. Die Erträge und Aufwendungen nicht fortgeführter Aktivitäten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung - nach dem Ergebnis fortgeführter Geschäftsbereiche - in einer Position als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Entsprechende Veräußerungsergebnisse sind im Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten enthalten. Die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnung werden entsprechend angepasst. PENSIONSRÜCKSTELLUNGENDie versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Zusagen auf Altersversorgung. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste erfassen wir nach Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital. ERTRAGSTEUERRÜCKSTELLUNGENDie Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Latente Steuern werden in gesonderten Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENGemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Ressourcenabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde. Im Inland wurde ein durchschnittlicher Zinssatz von 1,79 % (Vorjahr: 2,13 %) verwendet. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die erwarteten Kostensteigerungen. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Im Rahmen des Versicherungsgeschäfts bilanzieren wir die Versicherungsverträge nach den Vorschriften des IFRS 4. Das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wird jahrgenau ohne Zeitverzögerung bilanziert. Rückstellungen werden grundsätzlich nach den vertragsgemäßen Aufgaben der Zedenten gebildet. Für die Ermittlung der Schadensrückstellung werden Schätzmethoden auf Grundlage von Annahmen über die weitere Schadensentwicklung angewendet. Weitere versicherungstechnische Rückstellungen entfallen auf Stornorückstellung und Rückstellung für ruhende Kraftfahrzeugversicherungen. Die Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen sind entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen mit den Retrozessionären errechnet und werden unter den Sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. VERBINDLICHKEITENLangfristige Verbindlichkeiten stehen zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von Personengesellschaften aus kündbaren Gesellschaftsanteilen werden erfolgswirksam zum Barwert des Abfindungsanspruchs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verträgen weisen wir mit dem Barwert der Leasingraten aus. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt. ERTRAGS- UND AUFWANDSREALISIERUNGDie Erfassung von Umsatzerlösen, Zins- und Provisionserträgen aus Finanzdienstleistungen sowie Sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich erst dann, wenn die Leistungen erbracht beziehungsweise die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind, das heißt, wenn der Gefahrenübergang auf den Kunden stattgefunden hat, der Betrag der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt und von dessen Begleichung ausgegangen werden kann. Die Erlöse werden abzüglich der Erlösschmälerungen (Skonti, Preisnachlässe, Kundenboni und Rabatte) ausgewiesen. Erträge aus der Kundenfinanzierung und dem Finanzierungsleasing werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode realisiert und unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Bei der Vergabe von un- oder unterverzinslichen Fahrzeugfinanzierungen werden die Umsatzerlöse um die gewährten Zinsvorteile verringert. Erlöse aus Operating-Leasing-Verträgen werden linear über die Vertragslaufzeit vereinnahmt. Umsätze aus verlängerten Gewährleistungen oder Wartungsverträgen werden erfasst, wenn die Waren geliefert oder die Dienstleistungen erbracht werden. Bei Vorauszahlung erfolgt die Realisation der abgegrenzten Erträge proportional zum erwarteten Kostenanfall auf Basis von Erfahrungswerten. Sofern Erfahrungswerte nur unzureichend vorliegen, werden die Erträge linear realisiert. Sofern die erwarteten Kosten die abgegrenzten Umsatzerlöse übersteigen, wird ein Verlust aus diesen Verträgen erfasst. Beinhaltet ein Vertrag mehrere abgrenzbare Bestandteile (Mehrkomponentenverträge), werden diese entsprechend voranstehender Prinzipien separat realisiert. Forderungen sind bei erstmaliger Erfassung zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Erlöse aus Vermögenswerten, für die eine Rückkaufverpflichtung (Buy-back-Verträge) einer Konzerngesellschaft besteht, werden erst dann realisiert, wenn die Vermögenswerte den Konzern endgültig verlassen haben. Wurde bei Vertragsabschluss ein fester Rückkaufpreis vereinbart, erfolgt eine Ertragsrealisierung des Unterschiedsbetrags zwischen Verkaufs- und Rückkaufspreis ratierlich über die Vertragslaufzeit. Bis zu diesem Zeitpunkt sind die Vermögenswerte bei kurzfristigen Vertragslaufzeiten in den Vorräten und bei langfristigen Vertragslaufzeiten in den Vermieteten Vermögenswerten bilanziert. In den Kosten der Umsatzerlöse sind die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Herstellungskosten sowie die Einstandskosten des Handelsgeschäfts ausgewiesen. Darüber hinaus sind in dieser Position auch die Kosten der Dotierung von Rückstellungen für Gewährleistung enthalten. Die nicht aktivierungsfähigen Forschungs- und Entwicklungskosten sowie die Abschreibungen auf Entwicklungskosten werden ebenfalls unter den Kosten der Umsatzerlöse ausgewiesen. Korrespondierend zum Ausweis der Zins- und Provisionserträge in den Umsatzerlösen werden die dem Finanzdienstleistungsgeschäft zuzuordnenden Zinsaufwendungen und die Provisionsaufwendungen in den Kosten der Umsatzerlöse ausgewiesen. Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach ihrem Leistungsfortschritt (percentage of completion method) bilanziert. Nach dieser Methode werden anteilige Umsatzerlöse und Umsatzkosten entsprechend dem am Bilanzstichtag erreichten Leistungsfortschritt ausgewiesen. Grundlage sind die mit dem Kunden vereinbarten Auftragserlöse und die erwarteten Auftragskosten. Der Grad der Fertigstellung errechnet sich in der Regel aus dem Anteil der bis zum Bilanz stichtag angefallenen Auftragskosten an den insgesamt erwarteten Auftragskosten (cost to cost method). In einigen Einzelfällen, insbesondere wenn es sich um neuartige und komplexe Aufträge handelt, wird der Leistungsfortschritt anhand vertraglich vereinbarter Meilensteine (milestone method) festgelegt. Sofern das Ergebnis eines kundenspezifischen Fertigungsauftrags noch nicht ausreichend sicher ist, wird der Erlös nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst (zero profit margin method). In der Bilanz werden die nach dem Leistungsfortschritt als Umsatz realisierten Auftragsteile nach Abzug erhaltener Anzahlungen in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Erwartete Verluste aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden sofort in voller Höhe als Aufwand bilanziert, indem aktivierte Vermögenswerte wertberichtigt und gegebenenfalls auch Rückstellungen gebildet werden. Für die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen an Mitarbeiter mit dem Recht auf den Bezug von Aktien der Volkswagen AG wird Personalaufwand gebucht. Dividendenerträge erfassen wir zum Zeitpunkt ihres rechtlichen Entstehens. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HANDZuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden bei der Feststellung des Buchwertes des Vermögenswerts abgesetzt und mittels eines reduzierten Abschreibungsbetrags über die Lebensdauer des abschreibungsfähigen Vermögenswerts im Gewinn oder Verlust erfasst. Zuwendungen der öffentlichen Hand, die den Konzern für entstandene Aufwendungen kompensieren, werden in der Periode erfolgswirksam in den Posten erfasst, in den auch die zu kompensierenden Aufwendungen anfallen. SCHÄTZUNGEN UND BEURTEILUNGEN DES MANAGEMENTSBei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten der Berichtsperiode auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die folgenden Sachverhalte: Sowohl die Überprüfung der Werthaltigkeit nicht finanzieller Vermögenswerte (insbesondere Goodwill, Markennamen und aktivierte Entwicklungskosten) sowie nach der Equity-Methode oder zu Anschaffungskosten bewerteter Beteiligungen als auch die Bewertung von nicht an einem aktiven Markt gehandelten Optionen auf Unternehmensanteile erfordern Annahmen bezüglich der zukünftigen Cash-flows im Planungszeitraum und gegebenenfalls darüber hinaus sowie des zu verwendenden Diskontierungszinssatzes. Die Werthaltigkeit des Vermietvermögens des Konzerns hängt zudem insbesondere vom Restwert der vermieteten Fahrzeuge nach Ablauf der Leasingzeit ab, da dieser einen wesentlichen Teil der erwarteten Zahlungsmittelzuflüsse darstellt. Nähere Informationen zum Werthaltigkeitstest sowie zu den verwendeten Bewertungsparametern finden sie in den Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden immaterieller Vermögenswerte. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses übernommener Vermögenswerte und Schulden erfolgt soweit keine beobachtbaren Marktwerte vorhanden sind anhand anerkannter Bewertungsverfahren wie der Lizenzpreisanalogiemethode oder der Residualwertmethode. Die Bestimmung der Werthaltigkeit von finanziellen Vermögenswerten verlangt Einschätzungen über Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse. Soweit möglich werden die Einschätzungen aus Erfahrungswerten der Vergangenheit abgeleitet. Bei Forderungen aus Finanzdienstleistungen kommt es neben Einzelwertberichtigungen auch zu portfoliobasierten Wertberichtigungen. Ein Überblick über die einzel- und portfoliobasierten Wertberichtigungen ist den weiteren Erläuterungen zur Bilanz nach IFRS 7 (Finanzinstrumente) zu entnehmen. Die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen basiert ebenfalls auf der Einschätzung über Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse sowie der Schätzung des Diskontierungsfaktors. Soweit möglich wird ebenfalls auf Erfahrungen der Vergangenheit oder externe Gutachten zurückgegriffen. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen ist darüber hinaus abhängig von der Schätzung der Entwicklung des Planvermögens. Die der Berechnung der Pensionsrückstellungen zugrunde gelegten Annahmen sind der Anhangangabe 28 zu entnehmen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und haben keinen Einfluss auf das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ergebnis. Die Änderung von Schätzungen bezüglich der Höhe sonstiger Rückstellungen ist stets erfolgswirksam zu erfassen. Aufgrund des Ansatzes von Erwartungswerten kommt es regelmäßig zur Nachdotierung beziehungsweise Auflösung ungenutzter Rückstellungen. Die Auflösung wird als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, während der Aufwand aus der Neubildung von Rückstellungen direkt den Funktionsbereichen zugeordnet ist. Gewährleistungsansprüche aus dem Absatzgeschäft werden unter Zugrundelegung des bisherigen beziehungsweise des geschätzten zukünftigen Schadenverlaufs und dem Kulanzverhalten ermittelt. Ein Überblick über die sonstigen Rückstellungen ist Anhangangabe 28 zu entnehmen. Zu Rechtsstreitigkeiten siehe außerdem Anhangangabe 34. Die Schätzung der Nutzungsdauer im abnutzbaren Anlagevermögen basiert auf Erfahrungen der Vergangenheit und unterliegt einer regelmäßigen Überprüfung. Bei einer Änderung der Einschätzung kommt es zu einer Anpassung der Restnutzungsdauer und gegebenenfalls einer außerplanmäßigen Abschreibung. Bei der Ermittlung aktiver latenter Steuern sind Annahmen hinsichtlich des künftigen zu versteuernden Einkommens sowie der Zeitpunkte der Realisierung der aktiven latenten Steuern erforderlich. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zugrunde gelegt. Da die künftige Geschäftsentwicklung Unsicherheiten unterliegt, die sich teilweise der Steuerung des Konzerns entziehen, sind unsere Annahmen und Schätzungen weiterhin hohen Unsicherheiten ausgesetzt. Dies gilt insbesondere für die kurz- und mittelfristig prognostizierten Cash-flows sowie die verwendeten Diskontierungssätze. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Die Weltwirtschaft ist im Berichtsjahr weiter gewachsen, in der zweiten Jahreshälfte jedoch mit deutlich verringertem Tempo. Wir gehen davon aus, dass sich die weltweite Konjunkturentwicklung im Jahr 2012 auf diesem Niveau fortsetzen wird. Daher gehen wir aus heutiger Sicht nicht von einer wesentlichen Anpassung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden im folgenden Geschäftsjahr aus. Den Schätzungen und Beurteilungen des Managements lagen insbesondere Annahmen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der Entwicklung der Automobilmärkte sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen zugrunde. Diese sowie weitere Annahmen werden ausführlich im Prognosebericht erläutert. SegmentberichterstattungDie Segmentabgrenzung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung im Volkswagen Konzern. Der Mehrmarkenstrategie folgend wird jede Marke des Konzerns von einem eigenen Markenvorstand geleitet. Dabei sind die vom Vorstand der Volkswagen AG beziehungsweise von der Konzernleitung festgelegten Konzernziele und -vorgaben - soweit gesetzlich zulässig - zu berücksichtigen. Ab dem Geschäftsjahr 2011 umfasst die Segmentberichterstattung entsprechend die vier berichtspflichtigen Segmente Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, Lkw und Busse, Power Engineering und Finanzdienstleistungen. Die Aktivitäten des Segments Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erstrecken sich auf die Entwicklung von Fahrzeugen und Motoren, die Produktion und den Vertrieb von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sowie das Geschäft mit entsprechenden Originalteilen. In dem Segment werden die einzelnen Pkw-Marken und leichten Nutzfahrzeuge des Volkswagen Konzerns auf konsolidierter Basis zu einem berichtspflichtigen Segment zusammengefasst. Das Segment Scania Vehicles and Services wurde im Geschäftsjahr 2011 aufgrund der Erstkonsolidierung der MAN Gruppe und der damit verbundenen Aufnahme des Nutzfahrzeuggeschäfts von MAN in Lkw und Busse umbenannt und umfasst vor allem die Entwicklung, die Produktion sowie den Vertrieb von Lastkraftwagen und Bussen, das Geschäft mit entsprechenden Originalteilen sowie damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen. Die Aktivitäten des durch die Erstkonsolidierung der MAN Gruppe im Geschäftsjahr 2011 neu geschaffenen Segments Power Engineering beinhalten die Entwicklung und Herstellung großer Dieselmotoren, Turbokompressoren, Industrieturbinen und chemischer Reaktorsysteme sowie die Herstellung von Getrieben, Antriebstechnik und Prüfsystemen. Die Tätigkeit des Segments Finanzdienstleistungen umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das Banken- und Versicherungsgeschäft sowie das Flottenmanagementgeschäft. Die Kaufpreisallokation aus erworbenen Gesellschaften wird nun in der erweiterten Segmentierung direkt den entsprechenden Segmenten zugeordnet. Die Vorjahresangabe wurde entsprechend angepasst. Das Segmentergebnis wird bei Volkswagen auf Basis des Operativen Ergebnisses bestimmt. Die Ergebnisanteile der Gemeinschaftsunternehmen sind in der Segmentberichterstattung im Equity-Ergebnis der jeweiligen Segmente enthalten. Die Überleitungsrechnung beinhaltet Bereiche und sonstige Geschäftstätigkeiten, die definitionsgemäß keine Segmente darstellen. Darin ist auch die nicht allokierte Konzernfinanzierung enthalten. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten erfolgt ebenfalls innerhalb der Überleitungsrechnung. Die Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden ohne Investitionen im Rahmen des Finanzierungsleasings ausgewiesen. Den Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften der Segmente des Volkswagen Konzerns liegen grundsätzlich Preise zugrunde, die auch mit Dritten vereinbart werden. BERICHTSSEGMENTE 2010 *scroll
scroll
*
Das Vorjahr wurde angepasst. BERICHTSSEGMENTE 2011scroll
scroll
ÜBERLEITUNGSRECHNUNGscroll
*
Das Vorjahr wurde angepasst. NACH REGIONEN 2010scroll
NACH REGIONEN 2011scroll
Die Zurechnung der Umsatzerlöse zu den Regionen folgt dem Bestimmungslandprinzip. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1 | UmsatzerlöseSTRUKTUR DER UMSATZERLÖSE DES KONZERNSscroll
*
Das Vorjahr wurde angepasst. Im Rahmen der Segmentberichterstattung sind die Umsatzerlöse des Konzerns nach Segmenten und Märkten dargestellt. Die bisher in den Sonstigen Umsatzerlösen ausgewiesenen Umsatzerlöse aus Gebrauchtfahrzeugen und Fremdprodukten, Motoren und Aggregaten sowie Teilelieferungen werden ab dem Geschäftsjahr 2011 getrennt ausgewiesen. Das Vorjahr wurde angepasst. Die Sonstigen Umsatzerlöse umfassen unter anderem Erlöse aus Werkstattleistungen. Die Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen belaufen sich auf 162 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €) und entfallen im Geschäftsjahr 2011 im Wesentlichen auf den Bereich Power Engineering. 2 | Kosten der UmsatzerlöseIn den Kosten der Umsatzerlöse sind die dem Finanzdienstleistungsgeschäft zuzuordnenden Zinsaufwendungen in Höhe von 2.402 Mio. € (Vorjahr: 2.418 Mio. €) ausgewiesen. Die Kosten der Umsatzerlöse enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Vermietvermögen in Höhe von 736 Mio. € (Vorjahr: 1.301 Mio. €). Die außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgten auf Basis aktualisierter Werthaltigkeitstests und berücksichtigten insbesondere Markt- und Wechselkursrisiken sowie geänderte Absatzerwartungen und verkürzte Produktlaufzeiten. Erfolgsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand beliefen sich im laufenden Geschäftsjahr auf 225 Mio. € (Vorjahr: 216 Mio. €) und wurden grundsätzlich den Funktionsbereichen zugeordnet. 3 | VertriebskostenZu den Vertriebskosten in Höhe von 14.582 Mio. € (Vorjahr: 12.213 Mio. €) zählen neben Sachgemein- und Personalkosten sowie Abschreibungen des Vertriebsbereichs die angefallenen Versand-, Werbe- und Verkaufsförderungskosten. 4 | VerwaltungskostenDie Verwaltungskosten von 4.384 Mio. € (Vorjahr: 3.287 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen Sachgemein- und Personalkosten sowie die auf den Verwaltungsbereich entfallenden Abschreibungen. 5 | Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die Erträge aus Wechselkursveränderungen enthalten im Wesentlichen Gewinne aus Kursveränderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Kursgewinne aus der Bewertung zum Stichtagskurs. Daraus resultierende Kursverluste werden unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. 6 | Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
7 | Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilenscroll
Das Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen des laufenden Jahres beinhaltet die Beträge aus der Fortschreibung der Beteiligung an der Suzuki Motor Corporation bis zum 13. September 2011 sowie aus der Fortschreibung der Beteiligung an der MAN SE bis zum 8. November 2011. Aus der Beendigung der Equity-Bewertung von Suzuki wurde ein Aufwand in Höhe von 263 Mio. € und von MAN in Höhe von 292 Mio. € erfasst. 8 | Finanzierungsaufwendungenscroll
9 | Übriges Finanzergebnisscroll
*
Einschließlich Veräußerungsergebnissen. Die Erträge und Aufwendungen aus der Fair-Value-Bewertung von Derivaten ohne Hedgebeziehung umfassen unter anderem Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Put- und Call-Optionen auf die ausstehenden 50,1 % der Anteile an der Porsche Zwischenholding GmbH in Höhe von 6.554 Mio. € (Vorjahr: 1.785 Mio. €). Für weitere Informationen siehe Anhangangabe 40 Angaben über die Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen nach IAS 24. 10 | Steuern vom Einkommen und vom ErtragZUSAMMENSETZUNG DES STEUERERTRAGS UND -AUFWANDSscroll
Für die Ermittlung der laufenden Steuern in Deutschland wird ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15 % (Vorjahr: 15 %) und darauf ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer wird für in Deutschland erzielte Gewinne Gewerbesteuer erhoben. Unter Berücksichtigung der Nichtabzugsfähigkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe ab dem Geschäftsjahr 2008 ergibt sich für die Gewerbesteuer ein durchschnittlicher Steuersatz von 13,7 %, sodass hieraus ein inländischer Gesamtsteuersatz von 29,5 % resultiert. Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren zwischen 0 und 42 %. Bei gespaltenen Steuersätzen wird der Thesaurierungssteuersatz angewandt. Die Realisierung steuerlicher Verlustvorträge aus Vorjahren führte im Jahr 2011 zu einer Minderung der laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 419 Mio. € (Vorjahr: 487 Mio. €). Bisher noch nicht genutzte Verlustvorträge bestanden in Höhe von 8.628 Mio. € (Vorjahr: 8.311 Mio. €). Verlustvorträge in Höhe von 6.742 Mio. € (Vorjahr: 6.629 Mio. €) sind zeitlich unbegrenzt nutzbar, während 582 Mio. € (Vorjahr: 685 Mio. €) innerhalb der nächsten zehn Jahre zu verwenden sind. Darüber hinaus bestanden steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.304 Mio. € (Vorjahr: 997 Mio. €), die innerhalb eines Zeitraums von 15 beziehungsweise 20 Jahren genutzt werden können. Verlustvorträge in Höhe von 5.547 Mio. € (Vorjahr: 5.427 Mio. €) wurden als nicht nutzbar eingeschätzt. Die Zunahme der als nicht nutzbar eingeschätzten Verlustvorträge in Höhe von ca. 5 Mrd. € resultierte im Geschäftsjahr 2010 im Wesentlichen aus einer Einheit im Scania-Teilkonzern. Da hinsichtlich dieses Betrages zurzeit keine ausreichende positive Ergebnisprognose für die Einheit besteht, sind entsprechende aktive latente Steuern nicht angesetzt worden. Aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste und Steuergutschriften aus früheren Perioden mindert sich der tatsächliche Ertragsteueraufwand im laufenden Geschäftsjahr um 169 Mio. € (Vorjahr: 84 Mio. €). Der Betrag des latenten Steueraufwandes mindert sich um 23 Mio. € (Vorjahr: 58 Mio. €) aufgrund bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste und Steuergutschriften einer früheren Periode. Der latente Steueraufwand aus der Abwertung eines latenten Steueranspruchs beträgt 86 Mio. € (Vorjahr: 17 Mio. €). Latente Steuern werden angesetzt, soweit Einkünfte von Tochterunternehmen aufgrund besonderer lokaler steuerlicher Regelungen in der Vergangenheit steuerbefreit waren und soweit die Steuereffekte bei Wegfall der temporären Steuerbefreiung absehbar sind. Die von verschiedenen Staaten zum Ausgleich für den Wegfall der betragsmäßig unbegrenzten Steuerbefreiungen gewährten Steuerguthaben führten zum Ansatz eines Steuervorteils in Höhe von 209 Mio. € (Vorjahr: 76 Mio. €). Die aus anderen Gründen gewährten Steuerguthaben betrugen 470 Mio. € (Vorjahr: 126 Mio. €). Für abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 159 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) und für Steuergutschriften, die in der Zeit von 2012 bis 2024 verfallen würden, wurde in Höhe von 437 Mio. € (Vorjahr: 563 Mio. €) in der Bilanz kein latenter Steueranspruch erfasst. Im Geschäftsjahr 2006 wurde aufgrund geänderter gesetzlicher Bestimmungen in Deutschland erstmalig ein Körperschaftsteuererstattungsanspruch erfolgswirksam als laufender Ertragsteueranspruch aktiviert und in der Bilanz unter den Ertragsteuerforderungen mit einem Barwert von 951 Mio. € angesetzt. Am Bilanzstichtag betrug der Barwert des Erstattungsanspruchs 725 Mio. €. Aus Steuersatzänderungen resultierten konzernweit latente Steuererträge in Höhe von 41 Mio. € (Vorjahr: Steueraufwendungen 20 Mio. €). Latente Steuern in Höhe von 439 Mio. € (Vorjahr: 605 Mio. €) wurden aktiviert, ohne dass diesen passive latente Steuern in entsprechender Höhe gegenüberstehen. Die betroffenen Gesellschaften erwarten nach Verlusten im aktuellen Geschäftsjahr oder im Vorjahr in Zukunft positive steuerliche Einkünfte. In Höhe von insgesamt 1.790 Mio. € (Vorjahr: 943 Mio. €) wurden latente Steuern in der Bilanz eigenkapitalerhöhend berücksichtigt, die auf direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen entfallen. Davon betreffen 37 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €) Minderheitsanteile. Im laufenden Geschäftsjahr ergab sich eine Minderung der latenten Steuern in Höhe von 2 Mio. € (Vorjahr: - Mio. €) durch Effekte aus Kapitaltransaktionen mit Minderheiten. Die Entwicklung der latenten Steuern nach Sachverhalten ist auf den Seiten 243 und 244 dargestellt. Im Vorjahr wurden aus Eigenkapitalbeschaffungskosten resultierende Steuereffekte in Höhe von 35 Mio. € unmittelbar der Kapitalrücklage gutgeschrieben. Im laufenden Geschäftsjahr direkt im Eigenkapital gebuchte latente Steuern sind ausführlich in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. LATENTE STEUERN NACH BILANZPOSTENAuf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten und auf steuerliche Verlustvorträge entfielen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern: scroll
Nach IAS 12 sind latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten zu saldieren, sofern sie gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und fristenkongruent sind. Der ausgewiesene Steueraufwand des Jahres 2011 von 3.126 Mio. € (Vorjahr: 1.767 Mio. €) war um 2.457 Mio. € (Vorjahr: 886 Mio. €) niedriger als der erwartete Steueraufwand von 5.583 Mio. €, der sich bei Anwendung eines Thesaurierungssatzes von 29,5 % auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben würde. Verursacht wurde diese Differenz im Wesentlichen durch die Bewertung von Call- und Put-Optionen im Zusammenhang mit dem Erwerb der ausstehenden Anteile an der Porsche Zwischenholding , die im Konzern ohne Steuereffekt bleibt. ÜBERLEITUNG VOM ERWARTETEN ZUM AUSGEWIESENEN ERTRAGSTEUERAUFWANDscroll
11 | Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der Volkswagen AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Stamm- und Vorzugsaktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie resultiert aus sogenannten potenziellen Aktien. Hierzu zählen Optionsrechte, die allerdings nur dann ergebnisverwässernd wirken, wenn diese Rechte die Ausgabe von Aktien zu einem Wert unter dem durchschnittlichen Börsenkurs der Aktie zur Folge haben. Eine Verwässerung ergab sich im Geschäftsjahr 2011 aus der achten Tranche des Aktienoptionsplans. Sie war allerdings so geringfügig, dass das ausgewiesene Ergebnis je Aktie dadurch nicht beeinflusst worden ist. scroll
scroll
scroll
Weitere Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung nach IAS 23 (Fremdkapitalkosten)Die aktivierten Fremdkapitalkosten beliefen sich im laufenden Geschäftsjahr auf 41 Mio. € (Vorjahr: 24 Mio. €) und entfielen im Wesentlichen auf die aktivierten Entwicklungskosten. Es wurde im Volkswagen Konzern ein Fremdkapitalkostensatz von durchschnittlich 3,6 % (Vorjahr: 3,8 %) der Aktivierung zugrunde gelegt. Weitere Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS 7 (Finanzinstrumente)KLASSEN VON FINANZINSTRUMENTENIm Volkswagen Konzern werden Finanzinstrumente in folgende Klassen eingeteilt:
Zu den Finanzinstrumenten, die nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7 liegen, zählen insbesondere Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. NETTOERGEBNISSE AUS FINANZINSTRUMENTEN NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN DES IAS 39scroll
Die Nettoergebnisse aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Vermögenswerten beziehungsweise finanziellen Schulden setzen sich aus der Fair-Value-Bewertung von Derivaten inklusive Zinsen und Währungsumrechnungsergebnissen zusammen. Die Nettoergebnisse aus zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten bestehen vornehmlich aus Erträgen und Aufwendungen aus Wertpapieren einschließlich Veräußerungsergebnissen, Wertberichtigungen auf Beteiligungen sowie Effekten aus der Währungsumrechnung. Die Nettoergebnisse aus den Kategorien Kredite und Forderungen sowie Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden umfassen die Zinserträge und Zinsaufwendungen nach der Effektivzinsmethode gemäß IAS 39 inklusive Effekten aus der Währungsumrechnung. Die Zinsen enthalten auch die Zinserträge und -aufwendungen aus dem Kreditgeschäft der Finanzdienstleistungsbereiche. GESAMTZINSERTRÄGE UND -AUFWENDUNGEN DER NICHT ERFOLGSWIRKSAM ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN FINANZINSTRUMENTEscroll
WERTMINDERUNGSAUFWENDUNGEN DER FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTE NACH KLASSENscroll
Die Wertminderungsaufwendungen betreffen außerplanmäßige Abschreibungen finanzieller Vermögenswerte wie zum Beispiel Wertkorrekturen auf Forderungen, Wertpapiere und nicht konsolidierte Tochtergesellschaften. Die Zinserträge aus wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten beliefen sich im Geschäftsjahr auf 58 Mio. € (Vorjahr: 60 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2011 wurden 3 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) als Aufwand und 39 Mio. € als Ertrag (Vorjahr angepasst: 34 Mio. €) für Gebühren und Provisionen aus Treuhändergeschäften sowie aus nicht zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst, die nicht im Rahmen der Effektivzinsmethode berücksichtigt werden. Erläuterungen zur Bilanz12 | Immaterielle VermögenswerteENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE VOM 1. JANUAR ZUM 31. DEZEMBER 2010scroll
Die Sonstigen immateriellen Vermögenswerte umfassen insbesondere Konzessionen, erworbene Kundenstämme und Händlerbeziehungen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen. Durch Sensitivitätsanalysen haben wir festgestellt, dass auch bei innerhalb eines realistischen Rahmens abweichenden wesentlichen Annahmen kein Wertminderungsbedarf für Goodwills und andere Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer vorliegt. ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE VOM 1. JANUAR ZUM 31. DEZEMBER 2011scroll
Die ausgewiesenen Markennamen entfallen im Wesentlichen auf Scania Vehicles and Services (1.092 Mio. €), MAN Nutzfahrzeuge (1.156 Mio. €) und MAN Power Engineering (470 Mio. €). Von dem zum 31. Dezember 2011 ausgewiesenen Goodwill entfallen 3.139 Mio. € (Vorjahr: 3.120 Mio. €) auf Scania Vehicles and Services, 383 Mio. € auf MAN Nutzfahrzeuge, 193 Mio. € auf MAN Power Engineering, 157 Mio. € (Vorjahr: 162 Mio. €) auf SKODA und 153 Mio. € auf die Porsche Holding Salzburg. Von dem verbleibenden Betrag betreffen 98 Mio. € (Vorjahr: 100 Mio. €) das Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, 15 Mio. € (Vorjahr: 15 Mio. €) das Segment Finanzdienstleistungen und 13 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €) die nicht zugeordneten Bereiche. Die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Goodwills ist auch bei einer Variation der Wachstumsprognose beziehungsweise des Diskontierungssatzes von + / -0,5 %-Punkte gegeben. Von den im Jahr 2011 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten erfüllten 1.666 Mio. € (Vorjahr: 1.667 Mio. €) die Aktivierungskriterien nach IFRS. Folgende Beträge wurden erfolgswirksam verrechnet: scroll
13 | SachanlagenENTWICKLUNG DER SACHANLAGEN VOM 1. JANUAR ZUM 31. DEZEMBER 2010scroll
Für mittels Finanzierungsleasing-Verträgen geleaste Gebäude und Anlagen bestehen überwiegend Kaufoptionen, die auch ausgeübt werden sollen. Die Zinssätze, die den Verträgen zugrunde liegen, variieren je nach Markt und Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwischen 2,0 und 11,0 %. Die zukünftig fälligen Leasingzahlungen mit ihren Barwerten ergaben sich aus der folgenden Tabelle: scroll
ENTWICKLUNG DER SACHANLAGEN VOM 1. JANUAR ZUM 31. DEZEMBER 2011scroll
Für mittels Finanzierungsleasing-Verträgen geleaste Gebäude und Anlagen bestehen überwiegend Kaufoptionen, die auch ausgeübt werden sollen. Die Zinssätze, die den Verträgen zugrunde liegen, variieren je nach Markt und Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwischen 2,1 und 11,0 %. Die zukünftig fälligen Leasingzahlungen mit ihren Barwerten ergeben sich aus der folgenden Tabelle: scroll
Für die über Operating-Leasing-Verträge angemieteten Vermögenswerte erfolgten im laufenden Jahr aufwandswirksame Zahlungen in Höhe von 794 Mio. € (Vorjahr: 630 Mio. €). Davon entfallen im Rahmen von selbst genutztem Vermögen 690 Mio. € auf Mindestleasingzahlungen und 7 Mio. € auf bedingte Leasingzahlungen. Die Zahlungen im Rahmen von Untermietverhältnissen in Höhe von 97 Mio. € entfallen im Wesentlichen auf Mindestleasingzahlungen. Öffentliche Zuwendungen in Höhe von 530 Mio. € (Vorjahr: 167 Mio. €) wurden von den Anschaffungskosten der Sachanlagen abgesetzt beziehungsweise 1 Mio. € (Vorjahr: 32 Mio. €) als erhaltene Sachzuwendungen nicht als Anschaffungskosten aktiviert. 14 | Vermietete Vermögenswerte und Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienENTWICKLUNG DER VERMIETETEN VERMÖGENSWERTE UND ALS FINANZINVESTITION GEHALTENEN IMMOBILIEN VOM 1. JANUAR ZUM 31. DEZEMBER 2010scroll
Aus den unkündbaren Leasing- und Vermietverträgen erwarteten wir in den nächsten Jahren die folgenden Zahlungen: scroll
ENTWICKLUNG DER VERMIETETEN VERMÖGENSWERTE UND ALS FINANZINVESTITION GEHALTENEN IMMOBILIEN VOM 1. JANUAR ZUM 31. DEZEMBER 2011scroll
Unter den Vermieteten Vermögenswerten weisen wir das im Wege des Operating-Leasing vermietete Leasingvermögen sowie die Vermögenswerte mit langfristigen Buy-back-Verträgen aus. In dem Posten Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Property) werden Mietwohnungen und verpachtete Händlerbetriebe ausgewiesen, deren Fair Value 642 Mio. € (Vorjahr: 517 Mio. €) betrug. Für den Unterhalt des genutzten Investment Property fielen operative Kosten in Höhe von 53 Mio. € (Vorjahr: 50 Mio. €) an, für nicht genutztes Investment Property wurden 2 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) aufgewandt. Aus den unkündbaren Leasing- und Vermietverträgen erwarten wir in den nächsten Jahren die folgenden Zahlungen: scroll
15 | At Equity bewertete Anteile und sonstige BeteiligungenENTWICKLUNG DER AT EOUITY BEWERTETEN ANTEILE UND SONSTIGEN BETEILIGUNGEN VOM 1. JANUAR ZUM 31. DEZEMBER 2010scroll
ENTWICKLUNG DER AT EOUITY BEWERTETEN ANTEILE UND SONSTIGEN BETEILIGUNGEN VOM 1. JANUAR ZUM 31. DEZEMBER 2011scroll
In den At Equity bewerteten Anteilen sind Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 9.713 Mio. € (Vorjahr: 8.284 Mio. €) und assoziierte Unternehmen in Höhe von 536 Mio. € (Vorjahr: 5.244 Mio. €) enthalten. Im Vorjahr resultieren die Zugänge bei At Equity bewerteten Anteilen im Wesentlichen aus dem Erwerb der Anteile an der Suzuki Motor Corporation in Höhe von 1.765 Mio. €. Ab dem Geschäftsjahr 2011 werden im Rahmen der At Equity Bewertung die erfolgswirksame Fortschreibung sowie die vereinnahmten Dividenden separat dargestellt. Die Vorjahresdarstellung wurde angepasst. Die Änderungen im Konsolidierungskreis bei At Equity bewerteten Anteilen betreffen im Geschäftsjahr die Umgliederung der Anteile an Suzuki in die Sonstigen Beteiligungen in Höhe von 1.635 Mio. € und die Neubewertung der Anteile an der MAN SE aufgrund der erstmaligen Vollkonsolidierung in Höhe von 2.694 Mio. €. Der sich aus der Beendigung der Equity-Methode ergebende Aufwand in Höhe von 263 Mio. € für Suzuki beziehungsweise 292 Mio. € für MAN wurde unter Abgängen ausgewiesen. Die sonstigen ergebnisneutralen Veränderungen entfallen in Höhe von 45 Mio. € (Vorjahr: 146 Mio. €) auf Gemeinschaftsunternehmen und in Höhe von -439 Mio. € (Vorjahr: 366 Mio. €) auf assoziierte Unternehmen. Sie resultieren im Wesentlichen aus Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von -195 Mio. € (Vorjahr: 547 Mio. €), versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten in Höhe von 8 Mio. € (Vorjahr: -101 Mio. €) sowie Verlusten aus der Zeitwertbewertung von Cash-flow-Hedges in Höhe von -172 Mio. € (Vorjahr: - 119 Mio. €). 16 | Lang- und kurzfristige Forderungen aus Finanzdienstleistungenscroll
scroll
Die langfristigen Forderungen aus dem Kundenfinanzierungsgeschäft sind je nach Markt mit im Wesentlichen festen Zinssätzen zwischen 0,0 und 37,0 % (Vorjahr: 0,0 und 28,5 %) zu verzinsen. Sie haben Laufzeiten von bis zu 242 Monaten (Vorjahr: 144 Monate). Der langfristige Teil der Händlerfinanzierung wird länderabhängig zu Zinssätzen zwischen 0,0 und 18,4 % (Vorjahr: 0,0 und 21 %) gewährt. Die in den Forderungen aus Finanzdienstleistungen in Höhe von 76,2 Mrd. € (Vorjahr: 66,0 Mrd. €) enthaltenen Forderungen aus Kundenfinanzierung und aus Finanzierungsleasing werden aufgrund einer Marktwertanpassung aus dem Portfolio-Hedging um 46 Mio. € erhöht (Vorjahr: 5 Mio. € vermindert). Die Forderungen aus der Kunden- und Händlerfinanzierung werden grundsätzlich durch Fahrzeuge oder Grundpfandrechte gesichert. Die Forderungen aus Kundenfinanzierung enthalten übertragene Forderungen in Höhe von 29 Mio. € (Vorjahr: 12 Mio. €), die nicht ausgebucht wurden, da das Kreditrisiko beim Volkswagen Konzern verbleibt. Es wurde eine korrespondierende Verbindlichkeit in gleicher Höhe erfasst. Die Forderungen aus der Händlerfinanzierung enthalten einen Betrag von 104 Mio. € (Vorjahr: 68 Mio. €), der verbundene Unternehmen betrifft. Den Forderungen aus Finanzierungsleasing-Verträgen - nahezu ausschließlich für Fahrzeuge - lagen zum 31. Dezember 2010 beziehungsweise liegen zum 31. Dezember 2011 die folgenden erwarteten Zahlungsströme zugrunde: scroll
scroll
17 | Lang- und kurzfristige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswertescroll
scroll
In den Übrigen Vermögenswerten ist Planvermögen zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 48 Mio. € (Vorjahr: 57 Mio. €) enthalten. Weiterhin sind hier die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen in Höhe von 127 Mio. € (Vorjahr: 129 Mio. €) erfasst. Die Sonstigen Forderungen und finanziellen Vermögenswerte beinhalten 2.858 Mio. € (Vorjahr: 1.915 Mio. €) gestellte Sicherheiten für finanzielle Schulden und Eventualverbindlichkeiten. Für die gestellten Sicherheiten besteht kein originäres Veräußerungs- beziehungsweise Verpfändungsrecht des Sicherungsnehmers. Mit Ausnahme der langfristigen Wertpapiere bestehen für die ausgewiesenen Sonstigen Forderungen und finanziellen Vermögenswerte keine wesentlichen Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Ausfallrisiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. In den Sonstigen Forderungen und finanziellen Vermögenswerten sind Darlehen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten und sonstigen Beteiligungsgesellschaften enthalten, die mit Zinssätzen bis zu 11,6 % (Vorjahr: 13,6 %) verzinst wurden. Die Sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten befristete Darlehen mit Laufzeiten von bis zu 63 Monaten (Vorjahr: 48 Monate) und sind zu Zinssätzen zwischen 1,3 und 8,6 % (Vorjahr: 0,9 und 14,6 %) ausgeliehen. Die kurzfristigen Sonstigen Forderungen sind überwiegend unverzinslich. Die positiven Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die positiven Zeitwerte der Geschäfte zur Absicherung gegen Preisrisiken aus zukünftigen Zahlungsströmen (Cash-flow-Hedges) belaufen sich auf 121 Mio. € (Vorjahr: 353 Mio. €). Im Rahmen des Portfolio-Hedging sind 57 Mio. € (Vorjahr: 60 Mio. €) positive Zeitwerte aus Geschäften zur Absicherung gegen Zinsrisiken (Fair-Value-Hedges) erfasst. Unter den Vermögenswerten aus Derivaten ohne Hedgebeziehung werden insbesondere die Call-Optionen der Volkswagen AG zum Erwerb der ausstehenden Anteile an der Porsche Zwischenholding GmbH in Höhe von 8.409 Mio. € (Vorjahr: 2.001 Mio. €) ausgewiesen. Zu weiteren Informationen hierzu siehe Anhangangabe 40 Angaben über die Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen nach IAS 24. Die Gesamtposition der derivativen Finanzinstrumente wird unter Anhangangabe 31 Finanzrisikomanagement und Finanzinstrumente näher erläutert. 18 | Ertragsteueransprüchescroll
Von den latenten Ertragsteueransprüchen sind 3.553 Mio. € (Vorjahr: 1.764 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig. 19 | Vorrätescroll
Von den gesamten Vorräten waren 2.543 Mio. € (Vorjahr: 1.204 Mio. €) zum Nettoveräußerungswert aktiviert. Zeitgleich mit der Umsatzrealisierung wurden Vorräte in Höhe von 124.813 Mio. € (Vorjahr: 99.757 Mio. €) in den Kosten der Umsatzerlöse erfasst. Die in der Berichtsperiode als Aufwand erfassten Wertberichtigungen betrugen 333 Mio. € (Vorjahr: 185 Mio. €). Als Sicherheit für Altersteilzeitverpflichtungen sind Fahrzeuge in Höhe von 227 Mio. € (Vorjahr: 180 Mio. €) sicherungsübereignet worden. 20 | Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Die Fair Values der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen den Buchwerten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten nach dem Leistungsfortschritt vereinnahmte künftige Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen. Diese ermitteln sich wie folgt: scroll
Weitere erhaltene Anzahlungen für kundenspezifische Fertigungsaufträge in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €), für die noch keine Herstellungskosten angefallen sind, werden in den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. 21 | WertpapiereDie Wertpapiere dienen der Liquiditätsvorsorge. Es handelt sich um börsennotierte, überwiegend kurzfristig angelegte festverzinsliche Wertpapiere und um Aktien, die der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zugeordnet sind. 22 | Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingeldanlagenscroll
Die Guthaben bei Kreditinstituten bestehen bei verschiedenen Banken in unterschiedlichen Währungen und beinhalten unter anderem auch Termingeldanlagen (siehe hierzu auch Anhangangabe 30). 23 | EigenkapitalDas Gezeichnete Kapital der Volkswagen AG ist durch auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien unterlegt. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von 2,56 € am Gesellschaftskapital. Neben Stammaktien existieren Vorzugsaktien, die mit dem Recht auf eine um 0,06 € höhere Dividende als die Stammaktien, jedoch nicht mit einem Stimmrecht ausgestattet Aufgrund der im Geschäftsjahr vollzogenen Kapitalerhöhung durch Ausübung von Wandelrechten aus der achten Tranche des Aktienoptionsplanes hat sich das Gezeichnete Kapital insgesamt um 0,1 Mio. € erhöht. Nach der Kapitalerhöhung beträgt das Gezeichnete Kapital 1.191 Mio. €. Das Gezeichnete Kapital setzt sich zusammen aus 295.089.817 nennwertlosen Stammaktien und 170.142.778 Vorzugsaktien. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2011 besteht bis zum 2. Mai 2016 ein Genehmigtes Kapital zur Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien oder Vorzugsaktien von bis zu 110 Mio. €. Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. Dezember 2009 besteht nach der im Vorjahr durchgeführten Kapitalerhöhung noch ein Genehmigtes Kapital bis zum 2. Dezember 2014 zur Ausgabe von bis zu 70.095.502 Stück neuen auf den Inhaber lautenden Vorzugsaktien von bis zu 179,4 Mio. €. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2010 besteht ein Bedingtes Kapital von bis zu 102,4 Mio. € bis zum 21. April 2015, das zur Begebung von bis zu 5 Mrd. € Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen genutzt werden kann. ENTWICKLUNG DER STAMM- UND VORZUGSAKTIEN UND DES GEZEICHNETEN KAPITALSscroll
Die Kapitalrücklage setzt sich aus dem Aufgeld von insgesamt 9.087 Mio. € (Vorjahr: 9.084 Mio. €) aus den Kapitalerhöhungen, dem Aufgeld aus der Begebung von Optionsanleihen von 219 Mio. € sowie einem Einstellungsbetrag von 107 Mio. € aufgrund der in 2006 durchgeführten Kapitalherabsetzung zusammen. Aus dem Aufgeld aus der Kapitalerhöhung durch die Ausübung von Wandelschuldverschreibungen aus dem Aktienoptionsplan erhöhte sich die Kapitalrücklage im Geschäftsjahr um 3 Mio. € (Vorjahr außerdem Ausgabe neuer Vorzugsaktien saldiert mit latenten Steuern: 3.970 Mio. €). Es wurden keine Beträge aus der Kapitalrücklage entnommen. AKTIENOPTIONSPLANDer Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 16. April 2002 zur Auflegung eines Aktienoptionsplanes Gebrauch gemacht. Der Aktienoptionsplan hat den Begünstigten - dem Vorstand, Top-Management und Management sowie den tariflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Volkswagen AG - das Recht eingeräumt, durch Zeichnung von Wandelschuldverschreibungen zum Einzelpreis von 2,56 € Rechte auf den Bezug von Aktien der Volkswagen AG zu erwerben. Jede Schuldverschreibung hat das Recht zur Wandlung in zehn Stammaktien verbrieft. Die Wandelschuldverschreibungen wurden zum Zeitpunkt der Ausgabe an die Mitarbeiter zum Fair Value bewertet. Die zum Fair Value bewerteten Wandelschuldverschreibungen wurden im Personalaufwand und im Eigenkapital erfasst. Nach dem Auslaufen der ersten sieben Tranchen ergeben sich die Wandelpreise und Wandelzeiträume der achten Tranche aus der folgenden Tabelle. Die Angaben sind als Daten des Berichtsjahres verzeichnet, obwohl auch diese Tranche inzwischen ausgelaufen ist. WANDELPREISE UND WANDELZEITRÄUME FÜR DIE ACHTE TRANCHE DES AKTIENOPTIONSPLANSscroll
*
Die Wandelpreise wurden ab 14.04.2010 aufgrund
der durchgeführten Kapitalerhöhung angepasst. Die Entwicklung der gewährten Ansprüche auf Aktienoptionen ergibt sich aus der folgenden Tabelle: scroll
BEWERTUNG DER WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN DER ACHTEN TRANCHENach den Übergangsvorschriften des IFRS 2 wurden die Wandelschuldverschreibungen bewertet, die nach der Veröffentlichung des Standardentwurfs am 7. November 2002 gewährt wurden. Der Fair Value der Wandelschuldverschreibungen wurde durch ein Binominal-Optionspreismodell, das auf den oben aufgeführten Ausgabe- und Wandlungsbedingungen basiert, ermittelt. Bezüglich des Wandlungsverhaltens der Berechtigten wurde unterstellt, dass gewandelt wird, wenn der Aktienkurs 50 % über dem Wandelpreis liegt. Für die Ermittlung der Fair Values der Wandelschuldverschreibungen wurden historische und implizite Volatilitäten herangezogen, welche im Hinblick auf die erwartete Restlaufzeit der Wandlungsrechte ermittelt wurden. Die verwendeten Prämissen und der ermittelte Fair Value sind in folgender Tabelle dargestellt: scroll
Der Fair Value der Wandelschuldverschreibungen wurde zeitanteilig über die zweijährige Sperrfrist als Personalaufwand erfasst. Da die Sperrfrist für die achte Tranche bereits 2008 abgelaufen war, wurde in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 kein Personalaufwand erfasst. Nachfolgend werden die Entwicklung der ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen sowie ihre Ausübungspreise dargestellt: scroll
DIVIDENDENVORSCHLAGDie Dividendenausschüttung der Volkswagen AG richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Volkswagen AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Nach dem handelsrechtlichen Abschluss der Volkswagen AG ist ein Bilanzgewinn von 1.715 Mio. € ausschüttungsfähig. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von insgesamt 1.406 Mio. € das bedeutet 3,00 € je Stammaktie und 3,06 € je Vorzugsaktie, auszuschütten. Erst mit Beschluss der Hauptversammlung entsteht den Aktionären ein Anspruch. Im Geschäftsjahr 2011 wurde eine Dividende in Höhe von 2,20 € je Stammaktie und 2,26 € je Vorzugsaktie ausgeschüttet. ANTEILE VON MINDERHEITEN AM EIGENKAPITALDie Anteile von Minderheitsgesellschaftern (nicht beherrschende Anteile) am Eigenkapital entfallen im Wesentlichen auf Anteilseigner an der Scania AB und der MAN SE. 24 | Lang- und kurzfristige FinanzschuldenDie Details der lang- und kurzfristigen Finanzschulden ergeben sich aus der folgenden Tabelle: scroll
Von den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Finanzschulden sind insgesamt 511 Mio. € (Vorjahr: 138 Mio. €) im Wesentlichen durch Grundpfandrechte sowie Leasingportfolien gesichert. Die in den Finanzschulden in Höhe von 93,5 Mrd. € (Vorjahr: 77,0 Mrd. €) enthaltenen Einlagen aus dem Direktbankgeschäft werden aufgrund einer Marktwertanpassung aus dem Portfolio-Hedging um 6,3 Mio. € erhöht (Vorjahr: 0,7 Mio. € vermindert). Zur Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäfts über konsolidierte Zweckgesellschaften durchgeführte Asset-Backed-Securities-Transaktionen in Höhe von 14.478 Mio. € (Vorjahr: 9.482 Mio. €) sind in den Anleihen, Schuldverschreibungen und Verbindlichkeiten aus Darlehen enthalten. Als Sicherheit dienen Forderungen aus dem Kundenfinanzierungs- und dem Leasinggeschäft in Höhe von 16.795 Mio. € (Vorjahr: 11.120 Mio. €). Dabei werden die erwarteten Zahlungen an Einzweckgesellschaften abgetreten und die finanzierten Fahrzeuge als Sicherheit übertragen. Sämtliche öffentliche und private Asset-Backed-Securities-Transaktionen des Volkswagen Financial Services AG Konzerns können vorzeitig zurückgezahlt werden (sogenannter clean up call), wenn weniger als 9 % des ursprünglichen Transaktionsvolumens ausstehen. Bei den Asset-Backed-Securities-Conduit-Transaktionen der Volkswagen Financial Services (UK) und Volkswagen Financial Services Japan handelt es sich um nicht öffentliche Transaktionen, die zu festgelegten Terminen kündbar sind. 25 | Lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeitenscroll
Die negativen Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Von den in der Konzernbilanz ausgewiesenen sonstigen Verbindlichkeiten sind insgesamt 539 Mio. € (Vorjahr: 485 Mio. €) im Wesentlichen durch Grundpfandrechte gesichert. Die negativen Zeitwerte der Geschäfte zur Absicherung gegen Preisrisiken aus zukünftigen Zahlungsströmen (Cash-flow-Hedges) belaufen sich auf 35 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €). Im Rahmen des Portfolio-Hedging sind 89 Mio. € (Vorjahr: 65 Mio. €) negative Zeitwerte aus Geschäften zur Absicherung gegen Zinsrisiken (Fair-Value-Hedges) erfasst. Unter den Verpflichtungen aus Derivaten ohne Hedgebeziehung werden insbesondere die von der Volkswagen AG geschriebenen Put-Optionen zum Erwerb der ausstehenden Anteile an der Porsche Zwischenholding GmbH in Höhe von 87 Mio. € (Vorjahr: 233 Mio. €) ausgewiesen. Zu weiteren Informationen hierzu siehe Anhangangabe 40 Angaben über die Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen nach IAS 24. Die Gesamtposition der derivativen Finanzinstrumente wird unter Anhangangabe 31 Finanzrisikomanagement und Finanzinstrumente näher erläutert. 26 | Ertragsteuerverpflichtungenscroll
Von den latenten Ertragsteuerverpflichtungen sind 104 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig. 27 | Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche VerpflichtungenRückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Leistungen des Konzerns variieren je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Für die betriebliche Altersversorgung bestehen im Konzern sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Zusagen. Bei den beitragsorientierten Zusagen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen beziehungsweise auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen; sie beliefen sich 2011 im Volkswagen Konzern auf insgesamt 1.237 Mio. € (Vorjahr: 1.040 Mio. €). Davon wurden in Deutschland für die gesetzliche Rentenversicherung Beiträge in Höhe von 925 Mio. € (Vorjahr: 816 Mio. €) geleistet. Überwiegend basieren die Altersversorgungssysteme auf Leistungszusagen (Defined Benefit Plans), wobei zwischen rückstellungs- und extern finanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Die Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Zusagen werden gemäß IAS 19 nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends (zum Beispiel Einkommens-, Rentenerhöhungen, Zinssatzänderungen) gegenüber den Rechnungsannahmen des Vorjahres. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste verrechnen wir erfolgsneutral mit den Rücklagen. Wegen ihres Versorgungscharakters werden insbesondere die Verpflichtungen der US-amerikanischen Konzerngesellschaften für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand ebenfalls unter den Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Zusagen ausgewiesen. Für diese pensionsähnlichen Verpflichtungen wird die erwartete langfristige Kostenentwicklung der Krankheitskosten berücksichtigt. Eine Erhöhung oder Verminderung der angenommenen Kostentrends im Bereich der medizinischen Versorgung um einen Prozentpunkt würde sich nur geringfügig auf die Höhe der Verpflichtungen auswirken. Im Geschäftsjahr 2011 wurden 16 Mio. € (Vorjahr: 16 Mio. €) als Aufwand für Krankheitskosten erfasst. Der zugehörige Bilanzwert zum 31. Dezember 2011 beträgt 196 Mio. € (Vorjahr: 175 Mio. €). Die betriebliche Altersversorgung im Volkswagen Konzern beruht seit 1996 in Deutschland auf einer Rentenbausteinzusage, die nach IAS 19 als leistungsorientierte Zusage eingestuft wird. Seit dem 1. Januar 2001 ist dieses Modell zu einem Pensionsfonds weiterentwickelt worden. Dabei wird der jährliche vergütungsabhängige Versorgungsaufwand treuhänderisch durch den Volkswagen Pension Trust e.V. in Fonds angelegt. Dieses Modell bietet durch die Fondsanlage die Chance zu einer Steigerung der Versorgungsansprüche und sichert diese zusätzlich ab. Aus diesem Grund haben sich inzwischen fast alle inländischen Konzerngesellschaften hieran beteiligt. Da die treuhänderisch verwalteten Fondsanteile die Voraussetzungen von IAS 19 als Planvermögen erfüllen, ist insoweit eine Verrechnung mit den Rückstellungen erfolgt. Soweit bei den ausländischen Konzerngesellschaften eine Absicherung vorgenommen wird, beruht diese im Wesentlichen auf Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und Immobilien. Folgende Beträge wurden für leistungsorientierte Zusagen in der Bilanz erfasst: scroll
Der Barwert der Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die Entwicklung des Planvermögens ist aus folgender Tabelle ersichtlich: scroll
Aus der Anlage der Planvermögen zur Deckung der zukünftigen Pensionsverpflichtungen ergaben sich Erträge in Höhe von 88 Mio. € (Vorjahr: 288 Mio. €). Das Planvermögen enthält 17 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) Anlagen in Vermögenswerte und 11 Mio. € (Vorjahr: 23 Mio. €) Anlagen in Schuldinstrumente des Volkswagen Konzerns. Die langfristig erwartete Verzinsung der Fondsvermögen basiert auf den tatsächlichen langfristig erzielten Erträgen des Portfolios, auf den historischen Gesamtmarktrenditen und einer Prognose über die voraussichtlichen Renditen der in den Portfolios enthaltenen Wertpapiergattungen. Die Prognosen beruhen auf detaillierten Analysen, die von Versicherungsmathematikern und Experten der Investmentbranche durchgeführt werden. Da die erwartete restliche Dienstzeit als Anlagehorizont dient, wurde die Annahme über die erwartete Verzinsung im Wesentlichen nicht verändert. Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Fondsvermögen voraussichtlich auf 426 Mio. € (Vorjahr: 403 Mio. €) belaufen. Das Fondsvermögen setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: scroll
Folgende Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst: scroll
Die obigen Beträge sind grundsätzlich in den Personalkosten der Funktionsbereiche enthalten; die Aufzinsung der Verpflichtung und die erwarteten Erträge aus Planvermögen werden in den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag sind versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in Höhe von 2.965 Mio. € (Vorjahr: 2.248 Mio. €) in der Bilanz eigenkapitalmindernd berücksichtigt. Die erfahrungsbedingten Anpassungen, also die Abweichungen zwischen der gemäß den versicherungsmathematischen Annahmen erwarteten und der tatsächlichen Entwicklung der Verpflichtungen und Vermögenswerte, können folgender Tabelle entnommen werden: scroll
Der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurden die folgenden Annahmen zugrunde gelegt: scroll
Ab dem Geschäftsjahr 2011 werden für alle Annahmen gewichtete Durchschnittswerte angegeben. Das Vorjahr wurde angepasst. 28 | Lang- und kurzfristige sonstige Rückstellungenscroll
In den Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft sind Rückstellungen enthalten, die alle Risiken aus dem Verkauf von Fahrzeugen, Teilen und Originalteilen bis hin zur Entsorgung von Altfahrzeugen einschließen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsansprüche, die unter Zugrundelegung des bisherigen beziehungsweise des geschätzten zukünftigen Schadenverlaufs ermittelt werden. Des Weiteren sind hierin Rückstellungen für aufgrund rechtlicher oder faktischer Verpflichtungen zu gewährende Rabatte, Boni und Ähnliches enthalten, die nach dem Bilanzstichtag anfallen, jedoch durch Umsätze vor dem Bilanzstichtag verursacht wurden. Rückstellungen für Kosten der Belegschaft werden unter anderem für Jubiläumszuwendungen, Zeitguthaben, Altersteilzeit, Abfindungen und ähnliche Verpflichtungen gebildet. Die Übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl erkennbarer Einzelrisiken und ungewisser Verpflichtungen, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden. In den Übrigen Rückstellungen sind versicherungstechnische Rückstellungen in Höhe von 242 Mio. € (Vorjahr: 184 Mio. €) enthalten. 29 | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungenscroll
Weitere Erläuterungen zur Bilanz nach IFRS 7 (Finanzinstrumente)BUCHWERT DER FINANZINSTRUMENTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN DES IAS 39scroll
ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTEDie nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente. Der Fair Value von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten wie Forderungen und Verbindlichkeiten wird durch Abzinsung unter Berücksichtigung eines risikoadäquaten und laufzeitkongruenten Marktzinses ermittelt. Aus Wesentlichkeitsgründen wird der Fair Value für kurzfristige Bilanzposten dem Bilanzwert gleichgesetzt. ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTE ZUM 31. DEZEMBER 2010scroll
ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTE ZUM 31. DEZEMBER 2011scroll
ZUM FAIR VALUE BEWERTETE BILANZPOSTENscroll
scroll
Die Zuordnung der Fair Values in die drei Stufen der Fair Value Hierarchie richtet sich nach der Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise auf einem aktiven Markt. In Stufe 1 werden Fair Values von Finanzinstrumenten gezeigt, für die ein Marktpreis direkt ermittelt werden kann. Darunter fallen zum Beispiel Wertpapiere und zum Fair Value bewertete sonstige Beteiligungen. Fair Values in Stufe 2, beispielsweise bei Derivaten, werden auf Basis von Marktdaten wie Währungskursen oder Zinskurven gemäß marktbezogener Bewertungsverfahren ermittelt. Stufe 3 Fair Values errechnen sich über Bewertungsverfahren, bei denen nicht direkt auf dem aktiven Markt beobachtbare Faktoren einbezogen werden. Im Volkswagen Konzern sind der Stufe 3 langfristige Warentermingeschäfte zugeordnet, da für die Bewertung die am Markt vorhandenen Kurse extrapoliert werden müssen. Des Weiteren werden in der Stufe 3 Optionen auf Eigenkapitalinstrumente und Restwertsicherungsmodelle gezeigt. ENTWICKLUNG DER ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN BILANZPOSTEN BASIEREND AUF STUFE 3scroll
scroll
Die Umgliederungen aus Stufe 3 in Stufe 2 beinhalten Warentermingeschäfte, für die aufgrund der abnehmenden Restlaufzeit wieder beobachtbare Marktkurse zur Bewertung zur Verfügung stehen, sodass keine Extrapolation mehr notwendig ist. Für den Fair Value der Warentermingeschäfte ist der Rohstoffpreis die wesentliche Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse wird der Effekt von Änderungen des Rohstoffpreises auf das Ergebnis nach Steuern und das Eigenkapital dargestellt. Ab dem Geschäftsjahr 2011 wird der Effekt aus Änderungen des Rohstoffpreises als nach-Steuer-Wert gezeigt. Die Vorjahreswerte wurden zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Wenn die Rohstoffpreise der der Stufe 3 zugeordneten Warentermingeschäfte zum 31. Dezember 2011 um 10 % höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Ergebnis um 34 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €) und das Eigenkapital um 38 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €) höher (niedriger) ausgefallen. Die für die Bewertung der vom Unternehmen gehaltenen Optionen auf Eigenkapitalinstrumente maßgebliche Risikovariable ist der jeweilige Unternehmenswert. Mittels einer Sensitivitätsanalyse werden Effekte aus einer Änderung der Risikovariablen auf das Ergebnis dargestellt. Wenn die unterstellten Unternehmenswerte um 10 % höher werden, würde das Ergebnis um 1.322 Mio. € (Vorjahr: 429 Mio. €) höher ausfallen. Wenn die unterstellten Unternehmenswerte um 10 % niedriger werden, würde das Ergebnis um 1.324 Mio. € (Vorjahr: 459 Mio. €) niedriger ausfallen. Restwertrisiken resultieren aus Absicherungsvereinbarungen mit dem Handel, wonach im Rahmen von Rückkaufverpflichtungen aus abgeschlossenen Leasingverträgen entstehende Ergebnisauswirkungen aus marktbedingten Schwankungen der Restwerte teilweise vom Volkswagen Konzern getragen werden. Für den Fair Value der Optionen aus Restwertrisiken sind die Marktpreise von Gebrauchtwagen die wesentliche Risiko variable. Mittels Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen von Änderungen der Gebrauchtwagenpreise auf das Ergebnis nach Ertragssteuern quantifiziert. Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge zum 31. Dezember 2011 um 10 % höher gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragssteuern um 141 Mio. € höher ausgefallen. Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge zum 31. Dezember 2011 um 10 % niedriger gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragssteuern um 127 Mio. € niedriger ausgefallen. ENTWICKLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUS KREDITRISIKEN AUF FINANZIELLE VERMÖGENSWERTEscroll
Die Wertberichtigungen betreffen im Wesentlichen die mit den Forderungen aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft verbundenen Kreditrisiken. Sonstige Erläuterungen30 | KapitalflussrechnungIn der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft, aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit, unabhängig von der Gliederung der Bilanz. Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und Erträge bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital, in dem auch die Veränderung der Vermieteten Vermögenswerte und die Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen werden, ergibt sich der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Investitionstätigkeit umfasst neben Zugängen im Sachanlagevermögen und bei Beteiligungen auch die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten. In der Finanzierungstätigkeit sind neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen und der Tilgung von Anleihen die Zuflüsse aus der Kapitalerhöhung, der Begebung von Anleihen sowie die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten. Die Veränderungen der Bilanzposten, die in der Kapitalflussrechnung dargestellt werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen nicht zahlungswirksam sind und ausgesondert werden. Im Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit sind im Jahr 2011 Zahlungen für erhaltene Zinsen von 7.202 Mio. € (Vorjahr: 4.238 Mio. €) und für gezahlte Zinsen von 4.796 Mio. € (Vorjahr: 3.049 Mio. €) enthalten. Darüber hinaus enthält das Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen (Anhangangabe 7) Dividenden in Höhe von 1.487 Mio. € (Vorjahr: 1.174 Mio. €). An die Aktionäre der Volkswagen AG wurden Dividenden in Höhe von 1.034 Mio. € (Vorjahr: 754 Mio. €) gezahlt. scroll
Termingeldanlagen werden nicht als Zahlungsmitteläquivalente eingestuft, da sie eine Laufzeit von mehr als drei Monaten hab en. 31 | Finanzrisikomanagement und Finanzinstrumente1. SICHERUNGSRICHTLINIEN UND GRUNDSÄTZE DES FINANZRISIKOMANAGEMENTSDie Grundsätze und Verantwortlichkeiten für das Management und Controlling von Risiken, welche sich aus Finanzinstrumenten ergeben können, werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Für die konzernweite Risikopolitik bestehen Richtlinien, die sich an den gesetzlichen Vorgaben sowie den Mindestanforderungen an das Risikomanagement der Kreditinstitute orientieren. Das operative Risikomanagement und Controlling erfolgt im Bereich Konzern-Treasury. Aufgrund von zeitlichen beziehungsweise börsenrechtlichen Restriktionen besteht derzeit für die Teilkonzerne Scania und MAN keine zentrale Koordination durch Konzern-Treasury. Die Gesellschaften verfügen jedoch über eigene, gewachsene Strukturen zur Risikosteuerung. Der Vorstandsausschuss für Liquidität und Devisen (VALD) wird regelmäßig über die aktuellen Finanzrisiken informiert. Darüber hinaus werden der Konzernvorstand und der Aufsichtsrat turnusmäßig über die aktuelle Risikolage unterrichtet. Zu weiteren Erläuterungen siehe Lagebericht Seite 227. 2. KREDIT- UND AUSFALLRISIKODas Kredit- und Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der Ansprüche aus bilanzierten Buchwerten gegenüber dem jeweiligen Kontrahenten sowie den unwiderruflichen Kreditzusagen. Das maximale Kredit- und Ausfallrisiko wird durch gehaltene Sicherheiten und sonstige Kreditverbesserungen in Höhe von 59.237 Mio. € (Vorjahr: 53.159 Mio. €) gemindert. Die gehaltenen Sicherheiten bestehen ausschließlich für finanzielle Vermögenswerte der Klasse Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Sicherheiten für Forderungen aus Finanzdienstleistungen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Als Sicherheiten kommen sowohl Fahrzeuge und Sicherungsübereignungen, als auch Bürgschaften und Grundpfandrechte zum Einsatz. Dem Risiko aus originären Finanzinstrumenten wird des Weiteren durch die gebildeten Wertberichtigungen für Forderungsausfälle Rechnung getragen. Vertragspartner von Geld- und Kapitalanlagen sowie derivativen Finanzinstrumenten sind nationale und internationale Kontrahenten einwandfreier Bonität. Darüber hinaus werden die Risiken durch ein Limitsystem begrenzt, welches im Wesentlichen auf den Bonitätseinschätzungen der internationalen Rating-Agenturen und der Eigenkapitalausstattung der Vertragspartner aufbaut. Aufgrund der weltweiten Allokation der Geschäftstätigkeit und der sich daraus ergebenden Diversifikation lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr keine wesentlichen Risikokonzentrationen vor. KREDIT- UND AUSFALLRISIKO FINANZIELLER VERMÖGENSWERTE DARGESTELLT NACH BRUTTOBUCHWERTENscroll
scroll
Innerhalb des Volkswagen Konzerns existieren keine überfälligen zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente. Im Geschäftsjahr 2011 wurden zum Fair Value bewertete Wertpapiere mit Anschaffungskosten in Höhe von 73 Mio € einzelwertberichtigt. Im Vorjahr wurden keine zum Fair Value bewerteten Wertpapiere einzelwertberichtigt. BONITÄTSEINSTUFUNG DER BRUTTOBUCHWERTE WEDER ÜBERFÄLLIGER NOCH WERTBERICHTIGTER FINANZIELLER VERMÖGENSWERTEscroll
Im Volkswagen Konzern erfolgt bei sämtlichen Kredit- und Leasingverträgen eine Bonitätsbeurteilung des Kreditnehmers. Im Rahmen des Mengengeschäfts erfolgt dies durch Scoring-Systeme, bei Großkunden und Forderungen aus der Händlerfinanzierung kommen Ratingsysteme zum Einsatz. Die dabei mit gut bewerteten Forderungen sind in der Risikoklasse 1 enthalten. Forderungen von Kunden, deren Bonität nicht mit gut eingestuft wird, die aber noch nicht ausgefallen sind, sind in der Risikoklasse 2 enthalten. FÄLLIGKEITSANALYSE DER BRUTTOBUCHWERTE ÜBERFÄLLIGER NICHT WERTBERICHTIGTER FINANZIELLER VERMÖGENSWERTEscroll
scroll
Sicherheiten, die im laufenden Geschäftsjahr für finanzielle Vermögenswerte angenommen worden sind, wurden in Höhe von 86 Mio. € (Vorjahr: 90 Mio. €) bilanzwirksam erfasst. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Fahrzeuge. 3. LIQUIDITÄTSRISIKODie Zahlungsfähigkeit und Liquiditätsversorgung des Volkswagen Konzerns wird durch eine rollierende Liquiditätsplanung, eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln, bestätigten Kreditlinien sowie weltweit zur Verfügung stehenden Daueremissionsprogrammen jederzeit sichergestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestanden keine wesentlichen Risikokonzentrationen. Die folgende Übersicht zeigt die undiskontierten vertraglich vereinbarten Zahlungsmittelabflüsse aus Finanzinstrumenten. FÄLLIGKEITSANALYSE UNDISKONTIERTER ZAHLUNGSMITTELABFLÜSSE AUS FINANZINSTRUMENTENscroll
scroll
Die Derivate umfassen sowohl Zahlungsmittelabflüsse derivativer Finanzinstrumente mit negativem Fair Value als auch Zahlungsmittelabflüsse der Derivate mit positivem Fair Value, bei denen Bruttozahlungsausgleich vereinbart worden ist. Den Zahlungsmittelabflüssen aus Derivaten, bei denen Bruttozahlungsausgleich vereinbart worden ist, stehen Zahlungsmittelzuflüsse gegenüber, die in dieser Fälligkeitsanalyse nicht ausgewiesen werden. Bei Berücksichtigung dieser Zahlungsmittelzuflüsse würden die dargestellten Zahlungsmittelabflüsse deutlich niedriger ausfallen. Die Zahlungsmittelabflüsse aus unwiderruflichen Kreditzusagen sind, unterteilt nach vertraglichen Fälligkeiten, Anhangangabe 35 Sonstige finanzielle Verpflichtungen zu entnehmen. Die maximal mögliche Inanspruchnahme aus Finanzgarantien beträgt zum 31. Dezember 2011 542 Mio. € (Vorjahr: 225 Mio. €). Finanzgarantien werden stets als sofort fällig angenommen. Sie entfallen im Wesentlichen auf Bürgschaften. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr beruht im Wesentlichen auf der erstmaligen Konsolidierung im laufenden Geschäftsjahr neu erworbener Gesellschaften. 4. MARKTPREISRISIKO4.1 SICHERUNGSPOLITIK UND FINANZDERIVATEIm Zuge der allgemeinen Geschäftstätigkeit ist der Volkswagen Konzern Währungs-, Zins-, Rohstoffpreis-, Aktienkurs- und Fondspreisrisiken ausgesetzt. Es ist Unternehmenspolitik, diese Risiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften zu begrenzen, beziehungsweise auszuschließen. Alle notwendigen Sicherungsmaßnahmen werden mit Ausnahme der beiden Teilkonzerne Scania und MAN durch Konzern-Treasury zentral durchgeführt, beziehungsweise koordiniert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestanden keine wesentlichen Risikokonzentrationen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Gewinne und Verluste aus Sicherungsbeziehungen: scroll
Als ineffektiver Teil von Cash-flow-Hedges werden die Erträge oder Aufwendungen aus Fair-Value-Änderungen von Sicherungsinstrumenten bezeichnet, die die Fair-Value-Änderungen der Grundgeschäfte übersteigen, bei denen aber insgesamt eine Effektivität im zulässigen Rahmen zwischen 80 % und 125 % nachgewiesen wurde. Diese Erträge beziehungsweise Aufwendungen werden unmittelbar im Finanzergebnis erfasst. Aus der Cash-flow-Hedge-Rücklage wurden im Jahr 2011 -71 Mio. € (Vorjahr: -310 Mio. €) ergebnisverbessernd in das Sonstige betriebliche Ergebnis, 29 Mio. € (Vorjahr: 16 Mio.€) ergebnisvermindernd in das Finanzergebnis und -24 Mio. € (Vorjahr: 26 Mio. €) ergebnisverbessernd in die Kosten der Umsatzerlöse übernommen. Zur Darstellung von Marktpreisrisiken aus originären und derivativen Finanzinstrumenten nach IFRS 7 kommen im Volkswagen Konzern zwei verschiedene Methoden zur Anwendung. Für die Bewertung der Währungs- und Zinsrisiken des Teilkonzerns Volkswagen Finanzdienstleistungen wird ein Value-at-Risk-Modell eingesetzt, während die Marktpreisrisiken der übrigen Konzerngesellschaften mit Hilfe einer Sensitivitätsanalyse ermittelt werden. Im Rahmen der Value-at-Risk-Berechnung wird auf Grundlage einer historischen Simulation auf Basis der letzten 1.000 Handelstage die potenzielle Veränderung von Finanzinstrumenten bei Variationen von Zinssätzen und Wechselkursen ermittelt. Weitere Berechnungsparameter sind eine Haltedauer von 40 Tagen und die Einstellung eines Konfidenzniveaus von 99 %. Im Rahmen der Sensitivitätsanalyse wird durch Variation von Risikovariablen innerhalb der jeweiligen Marktpreisrisiken der Effekt auf Eigenkapital und Ergebnis ermittelt. 4.2 MARKTPREISRISIKO VOLKSWAGEN KONZERN (OHNE VOLKSWAGEN FINANZDIENSTLEISTUNGEN)4.2.1 WährungsrisikoDas Währungsrisiko des Volkswagen Konzerns (ohne Volkswagen Finanzdienstleistungen) resultiert aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen sowie der operativen Geschäftstätigkeit. Zur Begrenzung des Währungsrisikos werden Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen, Währungsswaps sowie kombinierte Zins-/Währungsswaps eingesetzt. Diese Geschäfte beziehen sich auf die Kurssicherung aller Zahlungen der allgemeinen Geschäftstätigkeit, welche nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Konzernunternehmen erfolgen. Im Finanzierungsbereich gilt der Grundsatz der Währungskongruenz. Im Rahmen des Managements der Währungsrisiken betrafen die Kurssicherungen im Jahr 2011 im Wesentlichen das britische Pfund, den US-Dollar, den chinesischen Renminbi, den Schweizer Franken, den japanischen Yen, die schwedische Krone, den russischen Rubel und den australischen Dollar. Als relevante Risikovariablen für die Sensitivitätsanalyse im Sinne von IFRS 7 finden alle nicht funktionalen Währungen Berücksichtigung, in denen der Volkswagen Konzern Finanzinstrumente eingeht. Wenn die jeweiligen funktionalen Währungen sich gegenüber den übrigen Währungen um 10 % auf- oder abgewertet hätten, ergäben sich in Bezug auf die nachfolgend genannten Währungsrelationen die folgenden Effekte auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und das Ergebnis nach Ertragsteuern. Ab dem Geschäftsjahr 2011 wird der Effekt aus Währungsänderungen als nach-Steuer-Wert gezeigt. Die Vorjahreswerte wurden zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Ein Aufsummieren der einzelnen Werte ist nicht zweckmäßig, da den Ergebnissen je nach funktionaler Währung andere Szenarien zugrunde liegen. scroll
4.2.2 ZinsrisikoDas Zinsrisiko für den Volkswagen Konzern (ohne Volkswagen Finanzdienstleistungen) resultiert aus Änderungen der Marktzinssätze, vor allem bei mittel- und langfristig variabel verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Zur Sicherung werden überwiegend im Rahmen von Fair-Value- beziehungsweise Cash-flow-Hedges und in Abhängigkeit der Marktlage Zinsswaps, kombinierte Zins-/Währungsswaps sowie sonstige Zinskontrakte abgeschlossen. Konzerninterne Finanzierungen werden in der Regel fristenkongruent zur Refinanzierung strukturiert. Zinsrisiken im Sinne von IFRS 7 werden für diese Gesellschaften mittels Sensitivitätsanalyse ermittelt. Hierbei werden Effekte der Risikovariablen Marktzinssätze auf das Finanzergebnis sowie das Eigenkapital, unter Berücksichtigung von Steuern, dargestellt. Der Ausweis der Sensitivitäten wurde zum Geschäftsjahr 2011 auf nach-Steuer-Werte umgestellt, das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 bps höher gewesen wäre, wäre das Eigenkapital um 60 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) niedriger ausgefallen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 bps niedriger gewesen wäre, wäre das Eigenkapital um 58 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 bps höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach Steuern um 120 Mio. € (Vorjahr: 55 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 bps niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach Steuern um 124 Mio. € (Vorjahr: 55 Mio. €) niedriger ausgefallen. 4.2.3 RohstoffrisikoRohstoffrisiken für den Volkswagen Konzern (ohne Volkswagen Finanzdienstleistungen) resultieren im Wesentlichen aus Preisschwankungen sowie der Verfügbarkeit von Nicht-Eisenmetallen und Edelmetallen sowie Kohle, CO2 -Zertifikaten und Kautschuk. Zur Begrenzung dieser Risiken werden Termingeschäfte und Swaps abgeschlossen. Für die Sicherung der Rohstoffrisiken aus Aluminium, Kupfer und Kohle erfolgt teilweise eine Bilanzierung als Hedge Accounting nach IAS 39. Rohstoffpreisrisiken im Sinne von IFRS 7 werden mittels Sensitivitätsanalyse dargestellt. Diese stellt den Effekt von Änderungen der Risikovariablen Rohstoffpreise auf das Ergebnis nach Steuern und das Eigenkapital dar. Ab dem Geschäftsjahr 2011 wird der Effekt aus Änderungen des Rohstoffpreises als nach-Steuer-Wert gezeigt. Die Vorjahreswerte wurden zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Wenn die Rohstoffpreise der gesicherten Metalle sowie der Kohle und Kautschuk zum 31. Dezember 2011 um 10 % höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragssteuern um 169 Mio. € (Vorjahr: 74 Mio. €) höher (niedriger) ausgefallen. Wenn die Rohstoffpreise der als Hedge Accounting bilanzierten Sicherungsgeschäfte zum 31. Dezember 2011 um 10 % höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Eigenkapital um 84 Mio. € (Vorjahr: 88 Mio. €) höher (niedriger) ausgefallen. 4.2.4 Aktien- und AnleihekursrisikoDie aus der Überschussliquidität aufgelegten Spezialfonds sowie die zum Fair Value bewerteten Beteiligungen unterliegen insbesondere einem Aktien- und Anleihekursrisiko, welches sich aus der Schwankung von Börsenkursen, Börsenindizes und Marktzinssätzen ergeben kann. Die sich aus einer Variation der Marktzinssätze ergebenden Veränderungen der Anleihekurse werden, wie die Bewertung von Währungs- und sonstigen Zinsrisiken aus den Spezialfonds sowie der zum Fair Value bewerteten Beteiligungen in den Abschnitten 4.2.1 und 4.2.2 quantifiziert. Generell wirken wir den Risiken aus Spezialfonds dadurch entgegen, dass wir, wie in den Anlagerichtlinien festgelegt, bei der Anlage von Mitteln auf eine breite Streuung hinsichtlich der Produkte, Emittenten und der regionalen Märkte achten. Daneben setzen wir bei entsprechender Marktlage Kurssicherungsgeschäfte in Form von Futures-Kontrakten ein. Die entsprechenden Maßnahmen werden mit Ausnahme der beiden Teilkonzerne Scania und MAN durch Konzern-Treasury zentral koordiniert und durch das Risikomanagement der Spezialfonds operativ umgesetzt. IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung von Marktrisiken Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf den Preis von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen hierbei insbesondere Börsenkurse oder Indizes sowie Zinsänderungen als Parameter von Anleihekursen infrage. Ab dem Geschäftsjahr 2011 wird der Effekt aus Änderungen der Risikovariablen als nach-Steuer-Wert gezeigt. Die Vorjahreswerte wurden zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Wenn zum 31. Dezember 2011 die Aktienkurse um 10 % höher gewesen wären, wäre das Eigenkapital um 159 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn zum 31. Dezember 2011 die Aktienkurse um 10 % niedriger gewesen wären, wäre das Eigenkapital um 159 Mio. € (Vorjahr: 20 Mio. €) niedriger ausgefallen. 4.3 MARKTPREISRISIKO VOLKSWAGEN FINANZDIENSTLEISTUNGENDas Währungskursrisiko des Teilkonzerns Volkswagen Finanzdienstleistungen resultiert im Wesentlichen aus von der funktionalen Währung abweichenden Vermögenswerten sowie Refinanzierungen innerhalb der operativen Geschäftstätigkeit. Das Zinsrisiko ergibt sich aus fristeninkongruenten Refinanzierungen und aus unterschiedlichen Zinselastizitäten der einzelnen Aktiv- und Passivpositionen. Diese Risiken werden durch den Abschluss von Währungs- beziehungsweise Zinssicherungsgeschäften begrenzt. Im Rahmen der Zinssicherungsgeschäfte kommen Mikro- und seit 2008 Portfoliohedges zum Einsatz. Die in diese Sicherungsstrategie einbezogenen Teile der festverzinslichen Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten werden entgegen der ursprünglichen Folgebewertung (fortgeführte Anschaffungskosten) zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die dadurch resultierenden Effekte in der Gewinn- und Verlustrechnung werden durch die gegenläufigen Ergebniswirkungen der Zinssicherungsgeschäfte (Swaps) kompensiert. Zur Vermeidung von Währungsrisiken werden Währungssicherungskontrakte, bestehend aus Devisentermingeschäften und Zins-/Währungsswaps, eingesetzt. Alle Zahlungsströme in Fremdwährung werden abgesichert. Zum 31. Dezember 2011 betrug der Value-at-Risk für das Zinsrisiko 167 Mio. € (Vorjahr: 203 Mio. €) und für das Währungsrisiko 168 Mio. € (Vorjahr: 125 Mio. €). Der gesamte Value-at-Risk für Zins- und Währungsrisiken des Teilkonzerns Volkswagen Finanzdienstleistungen betrug 196 Mio. € (Vorjahr: 179 Mio. €). 5. METHODEN ZUR ÜBERWACHUNG DER EFFEKTIVITÄT DER SICHERUNGSBEZIEHUNGENDie Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird im Volkswagen Konzern prospektiv mit der Critical-Terms-Match-Methode sowie mit statistischen Methoden in Form einer Regressionsanalyse durchgeführt. Die retrospektive Betrachtung der Sicherungswirksamkeit erfolgt mittels eines Effektivitätstests in Form der Dollar-Offset-Methode oder in Form einer Regressionsanalyse. Bei der Dollar-Offset-Methode werden die in Geldeinheiten ausgedrückten Wertänderungen des Grundgeschäftes mit den in Geldeinheiten ausgedrückten Wertänderungen des Sicherungsgeschäftes verglichen. Bei Anwendung der Regressionsanalyse wird die Wertentwicklung des Grundgeschäfts als unabhängige, die des Sicherungsgeschäftes als abhängige Größe dargestellt. Die Klassifizierung als wirksame Sicherungsbeziehung erfolgt bei hinreichenden Bestimmtheitsmaßen und Steigungsfaktoren. NOMINALVOLUMEN DER DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTEscroll
Zusätzlich zu den Derivaten, die zur Devisen-, Zins- und Preissicherung eingesetzt werden, bestanden am Bilanzstichtag Optionen und sonstige Derivate auf Eigenkapitalinstrumente mit einem Nominalvolumen von 1,5Mrd. € (Vorjahr: 3,5 Mrd. €), deren Restlaufzeit unter einem Jahr beträgt, sowie Optionen auf Eigenkapitalinstrumente von 7,8 Mrd. € (Vorjahr: 9,1 Mrd. €), deren Restlaufzeit über einem Jahr beträgt. Hierunter fallen im Wesentlichen die Optionen auf die ausstehenden Anteile an der Porsche Zwischenholding GmbH. Im Geschäftsjahr 2010 wurden aufgrund der vorzeitigen Rückzahlung eines konzerninternen Darlehens sowie einer Verringerung von Planzahlen bestehende Cash-flow-Hedge-Beziehungen mit einem Nominalvolumen von 1,7 Mrd. € aufgelöst. Aus der Cash-flow-Hedge-Rücklage wurden 4 Mio. € ergebnisvermindernd im Finanzergebnis erfasst. Die Realisierung der Grundgeschäfte der Cash-flow-Hedges wird korrespondierend zu den in der Tabelle ausgewiesenen Laufzeitbändern der Sicherungsgeschäfte erwartet. Marktwerte der Derivat-Volumina ermitteln wir anhand der Marktdaten des Bilanzstichtags sowie geeigneter Bewertungsmethoden. Folgende Zinsstrukturen wurden der Ermittlung zugrunde gelegt: scroll
scroll
32 | KapitalmanagementDas Ziel des Kapitalmanagements ist es, sicherzustellen, dass der Konzern wirksam seine Ziele und Strategien im Interesse der Anteilseigner, seiner Mitarbeiter und der übrigen Stakeholder erreichen kann. Insbesondere stehen das Erreichen der vom Kapitalmarkt geforderten Mindestverzinsung des investierten Vermögens im Konzernbereich Automobile und die Steigerung der Eigenkapitalrendite im Konzernbereich Finanzdienstleistungen im Fokus des Managements. Daneben ist im Konzernbereich Finanzdienstleistungen das Ziel, die Eigenkapitalanforderungen der Bankenaufsicht zu erfüllen, das externe Rating durch eine adäquate Eigenkapitalausstattung zu unterstützen und Eigenkapital für das geplante Wachstum der nächsten Geschäftsjahre zu beschaffen. Hierbei wird insgesamt ein möglichst hoher Wertzuwachs des Konzerns und seiner Teilbereiche angestrebt, der allen Anspruchsgruppen des Unternehmens zugutekommt. Das finanzielle Zielsystem des Volkswagen Konzerns ist konsequent auf die kontinuierliche und nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Um den Ressourceneinsatz im Konzernbereich Automobile so effizient wie möglich zu gestalten und dessen Erfolg zu messen, nutzen wir seit Jahren mit dem Wertbeitrag eine an den Kapitalkosten orientierte Steuerungsgröße. Das Konzept des Wertbeitrags ermöglicht nicht nur das Messen des Erfolgs im Konzernbereich Automobile insgesamt, sondern auch der einzelnen Geschäftseinheiten, Projekte und Produkte. Darüber hinaus können Geschäftseinheiten und produktbezogene Investitionsvorhaben mit Hilfe des Wertbeitrags operativ und strategisch gesteuert werden. Das Eigenkapital sowie die Finanzschulden sind in folgender Tabelle gegenübergestellt: scroll
33 | Haftungsverhältnissescroll
Die nicht in die Konzernbilanz übernommenen Treuhandvermögen und -schulden der zu den südamerikanischen Tochtergesellschaften gehörenden Spar- und Treuhandgesellschaften betrugen 449 Mio. € (Vorjahr (angepasst): 386 Mio. €). Bei Verbindlichkeiten aus Bürgschaften (Finanzgarantien) verpflichtet sich der Konzern zur Leistung von bestimmten Zahlungen, sofern die Garantienehmer ihre finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen. Die Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen die Verpfändung der Ansprüche aus beim Bankhaus Metzler gezeichneten Einlagezertifikaten in Höhe von 1,4 Mrd. € für einen der Fleet Investments B.V. durch das Bankhaus Metzler gewährten Kredit (siehe Ausführungen zu Konzernkreis/Gemeinschaftsunternehmen). 34 | RechtsstreitigkeitenIm Geschäftsjahr 2010 hat das britische Office of Fair Trading (OFT) ein Ermittlungsverfahren gegen die Volkswagen Tochter Scania eingeleitet. Im Zusammenhang mit dieser Untersuchung erhielt auch die MAN SE (seit November 2011 Tochterunternehmen des Volkswagen Konzerns) im Geschäftsjahr 2010 ein Auskunftsersuchen. Im Geschäftsjahr 2011 wurde von der EU-Kommission ein Ermittlungsverfahren gegen Scania sowie MAN wegen vermeintlich unerlaubten Austauschs von Informationen aufgenommen. Ebenfalls im Geschäftsjahr 2011 hat die koreanische Kartellbehörde eine Durchsuchung bei MAN Truck & Bus (Korea) Limited, Seoul/Südkorea, durchgeführt. Außerdem hat die Europäische Kommission wegen des Verdachts eines möglichen Kartellverstoßes im Motorenbereich im Geschäftsjahr 2011 eine Durchsuchung bei MAN Truck & Bus AG sowie MAN Diesel & Turbo SE durchgeführt. Solche Ermittlungsverfahren können im Regelfall mehrere Jahre andauern. Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch nicht beurteilt werden, ob aus diesen Verfahren ein Risiko für Scania beziehungsweise MAN besteht. Aufgrund von Anhaltspunkten für Unregelmäßigkeiten bei der Übergabe von 4-Takt-Schiffsdieselmotoren der MAN Diesel & Turbo SE hat der Vorstand der MAN SE eine Untersuchung durch die Compliance-Abteilung der MAN SE und externe Berater eingeleitet. Diese Untersuchung dauert gegenwärtig noch an. Ausgehend von vorläufigen Erkenntnissen war es möglich, die technisch ermittelten Kraftstoffverbrauchswerte von 4-Takt-Schiffsdieselmotoren auf Prüfständen der MAN Diesel & Turbo SE (früher: MAN Diesel SE) von außen zu beeinflussen und von den tatsächlichen Messergebnissen abweichende Werte anzuzeigen. In welchem Umfang von dieser Beeinflussungsmöglichkeit im Rahmen der Übergabe an Kunden Gebrauch gemacht wurde und welche finanziellen Folgen sich daraus für den MAN Konzern ergeben können, ist noch Gegenstand der andauernden Untersuchungen. Die Volkswagen AG und die Unternehmen, an denen sie direkt oder mittelbar Anteile hält, sind außerdem national und international im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit an Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren beteiligt. Solche Rechtsstreitigkeiten und Verfahren können insbesondere im Verhältnis zu Lieferanten, Händlern, Kunden, Arbeitnehmern oder Investoren auftreten. Für die daran beteiligten Gesellschaften können sich daraus Zahlungs- oder andere Verpflichtungen ergeben. Insbesondere in Fällen, in denen US-amerikanische Kunden einzeln oder im Wege der Sammelklage Mängel an Fahrzeugen geltend machen, können sehr kostenintensive Maßnahmen erforderlich werden sowie hohe Schadensersatz- oder Strafschadensersatzzahlungen zu leisten sein. Entsprechende Risiken folgen auch aus US-Patentverletzungsverfahren. Soweit übersehbar und wirtschaftlich sinnvoll, wurden zur Absicherung dieser Risiken in angemessenem Umfang Versicherungen abgeschlossen beziehungsweise für die verbliebenen erkennbaren Risiken angemessen erscheinende Rückstellungen gebildet. Nach Einschätzung des Unternehmens werden diese Risiken deshalb keinen nachhaltigen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben. Da einige Risiken jedoch nicht oder nur begrenzt einschätzbar sind, ist nicht auszuschließen, dass gleichwohl Schäden eintreten können, die durch die versicherten beziehungsweise zurückgestellten Beträge nicht gedeckt sind. 35 | Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
scroll
Den Sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen stehen erwartete Erträge aus Untermietverhältnissen in Höhe von 680 Mio. € (Vorjahr: 1.055 Mio. €) gegenüber. Unter den Übrigen finanziellen Verpflichtungen wurde im Geschäftsjahr 2010 der fixierte Kaufpreis zum Erwerb des operativen Geschäftsbetriebs der Porsche Holding Salzburg in Höhe von 3,3 Mrd. € ausgewiesen. Zu weiteren Informationen hierzu siehe Anhangangabe 40 Angaben über die Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen nach IAS 24. Die übrigen finanziellen Verpflichtungen enthalten Verpflichtungen aus einer unwiderruflichen Kreditzusage in Höhe von 1,5 Mrd. € an die LeasePlan Corporation N.V., Amsterdam, Niederlande, ein Gemeinschaftsunternehmen des Volkswagen Konzerns mit einer Laufzeit bis Januar 2014. Der Kreditrahmen wurde bisher nicht in Anspruch genommen. Die Übrigen finanziellen Verpflichtungen enthalten des Weiteren insbesondere mit dem Erwerber der gedas-Gruppe vereinbarte Bestellumfänge. 36 | Gesamthonorar des KonzernabschlussprüfersDie Volkswagen AG ist nach deutschem Handelsrecht verpflichtet, das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers in Deutschland anzugeben. scroll
37 | Gesamtperiodenaufwandscroll
38 | Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiterscroll
39 | Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Schluss des Geschäftsjahres 2011 gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung. 40 | Angaben über die Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen nach IAS 24Als nahe stehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der Volkswagen AG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die Volkswagen AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahe stehenden Partei der Volkswagen AG stehen. Zum Bilanzstichtag hielt die Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, mit 50,73 % die Mehrheit der Stimmrechte an der Volkswagen AG. Auf der Außerordentlichen Hauptversammlung der Volkswagen AG am 3. Dezember 2009 wurde die Schaffung von Entsendungsrechten für das Land Niedersachsen beschlossen. Damit kann die Porsche Automobil Holding SE nicht mehr die Mehrheit der Mitglieder im Aufsichtsrat der Volkswagen AG bestellen, solange dem Land Niedersachsen mindestens 15 % der Stammaktien gehören. Die Porsche Automobil Holding SE hat aber die Möglichkeit, an den unternehmenspolitischen Entscheidungen des Volkswagen Konzerns mitzuwirken. Im Vorfeld der Hauptversammlung hatte der Aufsichtsrat von Volkswagen der Grundlagenvereinbarung zwischen der Volkswagen AG, der Porsche Automobil Holding SE, der Porsche Holding Gesellschaft m.b.H. und Porsche GmbH, beide Salzburg, der Porsche Zwischenholding GmbH, Stuttgart, den Stammaktionären der Porsche Automobil Holding SE sowie den Arbeitnehmervertretungen der Volkswagen AG, der Porsche Automobil Holding SE und der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, zur Schaffung eines integrierten Automobilkonzerns unter Führung von Volkswagen zugestimmt. Im Zuge der Umsetzung der Verträge hat die Volkswagen AG mit der Porsche Automobil Holding SE und Gesellschaften des Porsche Zwischenholding GmbH Konzerns darüber hinaus insbesondere folgende Vereinbarungen getroffen:
Am 8. September 2011 ist der Vorstand der Volkswagen Aktiengesellschaft nach Gesprächen mit der Porsche Automobil Holding SE zu der Überzeugung gelangt, dass ein Beschluss über die Verschmelzung mit der Porsche Automobil Holding SE nicht wie in der Grundlagenvereinbarung vorgesehen bis zum 31. Dezember 2011 gefasst werden kann. Die Volkswagen AG und die Porsche Automobil Holding SE haben für den Fall, dass es nicht zu der nach der Grundlagenvereinbarung angestrebten Verschmelzung der Porsche Automobil Holding SE auf die Volkswagen AG kommt, gegenseitig ausübbare Call- und Put-Optionen hinsichtlich der verbleibenden 50,1 % der Anteile an der Porsche Zwischenholding GmbH vereinbart. Die Put-Option ist vom 15. November 2012 bis einschließlich 14. Januar 2013 sowie nochmals vom 1. Dezember 2014 bis einschließlich 31. Januar 2015 ausübbar; die Call-Option kann vom 1. März 2013 bis einschließlich 30. April 2013 sowie nochmals vom 1. August 2014 bis einschließlich 30. September 2014 gezogen werden. Sowohl Put- als auch Call-Option stehen unter dem Vorbehalt, dass die für die Verschmelzung der Porsche Automobil Holding SE auf die Volkswagen AG notwendigen Hauptversammlungsbeschlüsse bis zu dem in der Grundlagenvereinbarung vorgesehenen Termin Ende 2011 nicht gefasst werden. Diese Voraussetzung ist zum Bilanzstichtag eingetreten. Daneben wird der Vorstand der Volkswagen AG analysieren, ob weitere Handlungsmöglichkeiten bestehen, um das Ziel des integrierten Automobilkonzerns mit Porsche zu erreichen. Der Basispreis beider Optionen beträgt 3.883 Mio. € und unterliegt geringfügigen Anpassungen. Sowohl die Volkswagen AG (im Falle der Ausübung ihrer Call-Option) als auch die Porsche Automobil Holding SE (im Falle der Ausübung ihrer Put-Option) haben sich verpflichtet, aus der Ausübung der Optionen und eventuellen nachgelagerten Handlungen in Bezug auf die Beteiligung an der Porsche Zwischenholding GmbH sich ergebende steuerliche Belastungen (zum Beispiel aus der Nachversteuerung der Ausgliederung 2007 und/oder 2009) zu tragen. Zur Sicherung von gegebenenfalls noch bestehenden Ansprüchen der Volkswagen AG aus dem Vertrag zwischen der Porsche Automobil Holding SE und der Volkswagen AG über die Beteiligung der Volkswagen AG an der Porsche Zwischenholding GmbH wurde für den Fall der Ausübung der Put- beziehungsweise Call-Option zudem ein Einbehaltmechanismus zugunsten der Volkswagen AG in Bezug auf den zu entrichtenden Kaufpreis vereinbart. Sollten sich bei der Volkswagen AG, der Porsche Zwischenholding GmbH, der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG oder deren jeweiligen Tochtergesellschaften aus der Nachversteuerung der Ausgliederung 2007 und/oder 2009 steuerliche Vorteile ergeben, erhöht sich im Falle der Ausübung der Put-Option durch die Porsche Automobil Holding SE der von der Volkswagen AG für die Übertragung des verbleibenden 50,1-prozentigen Anteils an der Porsche Zwischenholding GmbH zu entrichtende Kaufpreis um den Barwert der Steuervorteile. Die Call-Option hat nach finanzmathematischer Berechnung zum Bilanzstichtag einen positiven Zeitwert von 8.409 Mio. € (Vorjahr 2.001 Mio. €) und die korrespondierende Put-Option einen negativen Zeitwert von 87 Mio. € (Vorjahr 233 Mio. €). Da die für die Verschmelzung notwendigen Hauptversammlungsbeschlüsse bis zu dem in der Grundlagenvereinbarung vorgesehenen Termin nicht mehr gefasst werden konnten, wurde die Wahrscheinlichkeit einer Verschmelzung bei der Bewertung der Optionen mit 0 % angesetzt (Vorjahr 50 %). Neben der Veränderung der Verschmelzungswahrscheinlichkeit hatte insbesondere die Anpassung des sich aus der aktualisierten Unternehmensplanung der Porsche Zwischenholding GmbH ergebenden Unternehmenswertes einen maßgeblichen Einfluss auf den Wert der Optionen. Der Unterschiedsbetrag wird im Übrigen Finanzergebnis ausgewiesen (siehe Anhangangabe 9). Volkswagen hatte des Weiteren der Porsche Holding Gesellschaft m. b. H., einer Gesellschaft im Besitz der Familien Porsche und Piëch, eine Put-Option in Bezug auf das operative Vertriebsgeschäft der Gesellschaft eingeräumt. Volkswagen wurden im Gegenzug Rechte zur Mitwirkung an der Führung der Gesellschaft während der Laufzeit der Option zugestanden. Die Option wurde am 10. November 2010 ausgeübt. Die Übertragung der Vertriebsgesellschaft erfolgte zum 1. März 2011 gegen Zahlung von 3,3 Mrd. €. Das Land Niedersachsen und die Hannoversche Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover, verfügen gemäß Mitteilung vom 24. Januar 2012 am 31. Dezember 2011 über 20,00 % der Stimmrechte an der Volkswagen AG. Darüber hinaus wurde - wie oben dargestellt - von der Hauptversammlung der Volkswagen AG am 3. Dezember 2009 beschlossen, dass das Land Niedersachsen zwei Mitglieder des Aufsichtsrates bestellen darf (Entsendungsrecht). Mitglieder des Vorstands beziehungsweise des Aufsichtsrats der Volkswagen AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten beziehungsweise Vorständen von anderen Unternehmen oder sind Gesellschafter anderer Unternehmen, mit denen die Volkswagen AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen werden zu Bedingungen ausgeführt, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind. Die folgenden Tabellen zeigen das Lieferungs- und Leistungsvolumen sowie ausstehende Forderungen und Verpflichtungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Volkswagen Konzerns und nahe stehenden Personen und Unternehmen. NAHE STEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONENscroll
1
Suzuki Motor Corporation bis 13. September
2011 und MAN SE bis 9. November 2011. scroll
1
Im Vorjahr einschließlich Suzuki Motor Corporation
und MAN SE. Aufgrund der Änderung der IAS 24.18 sind ab dem Geschäftsjahr 2011 auch sonstige vertragliche Verpflichtungen gegenüber nahe stehenden Personen aufzunehmen. Die Vorjahreszahlen sind entsprechend angepasst. Zum 31. Dezember 2011 waren Finanzierungen aus Factoring zu marktüblichen Konditionen und Sicherheiten gegenüber einer Tochtergesellschaft der Porsche Zwischenholding GmbH von 0,2 Mrd. € offen (Vorjahr: 0,2 Mrd. €); davon wurden 103 Mio. € im Berichtszeitraum gewährt. Die Porsche Corporate Finance GmbH, Salzburg, Zurich Branch, Österreich, hat im Geschäftsjahr 2010 sieben Commercial Papers der Volkswagen International Finance N.V., Amsterdam, Niederlande, mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 0,1 Mrd. € gezeichnet, die von der Volkswagen AG garantiert wurden. Bis zum Bilanzstichtag 2010 waren alle Papiere ausgelaufen. Die übrigen finanziellen Verpflichtungen enthalten Verpflichtungen aus einer unwiderruflichen Kreditzusage in Höhe von 1,5 Mrd. € an die LeasePlan Corporation N.V., Amsterdam, Niederlande, ein Gemeinschaftsunternehmen des Volkswagen Konzerns, mit einer Laufzeit bis Januar 2014. Vorstand und Aufsichtsrat des Volkswagen Konzerns sind nahe stehende Personen im Sinne des IAS 24. Für diesen Personenkreis sind folgende im Rahmen ihrer Organtätigkeit gewährte Leistungen und Vergütungen erfasst worden: scroll
Den angestellten Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat steht weiterhin ein reguläres Gehalt im Rahmen ihres Arbeitsvertrags zu. Dieses orientiert sich an den Vorschriften des Betriebsverfassungsgesetzes und entspricht einer angemessenen Vergütung für die entsprechende Funktion beziehungsweise Tätigkeit im Unternehmen. Dies gilt entsprechend für den Vertreter der Leitenden Angestellten im Aufsichtsrat. Zum Geschäftsjahresende bestanden ausstehende Salden für die Tantieme der Vorstandsmitglieder in Höhe von 61.075.000 € (Vorjahr: 28.792.500 €). Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses betreffen Zuführungen zu Pensionsrückstellungen für aktive Vorstandsmitglieder. Die genannten Aufwendungen entsprechen nicht der Definition von Vergütungen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder nach dem Corporate Governance Kodex. 41 | Mitteilungen und Veröffentlichungen von Veränderungen des Stimmrechtsanteils an der Volkswagen AG nach WertpapierhandelsgesetzPORSCHE1) Die Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, Deutschland, hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Porsche Automobil Holding SE an der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, Deutschland, am 5. Januar 2009 die Schwelle von 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 50,76 % (149.696.680 Stimmrechte) beträgt. 2) Folgende Personen haben uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil des jeweiligen Mitteilenden an der Volkswagen Aktiengesellschaft am 5. Januar 2009 die Schwelle von 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 50,76 % (149.696.680 Stimmrechte) beträgt. Sämtliche vorgenannten 149.696.680 Stimmrechte sind dem jeweiligen Mitteilenden nach §22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die den Mitteilenden zugerechneten Stimmrechte werden über Tochterunternehmen im Sinne von §22 Abs. 3 WpHG gehalten, deren zugerechneter Stimmrechtsanteil 3 % oder mehr beträgt und die in den Klammern angegeben sind: Mag. Josef Ahorner, Österreich (Ferdinand Porsche Privatstiftung, Salzburg/Österreich; Ferdinand Porsche Holding GmbH, Salzburg/Österreich; Louise Daxer-Piëch GmbH, Salzburg/Österreich; Louise Daxer-Piëch GmbH, Grünwald/Deutschland; Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Gerhard Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Familien Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Mag. Louise Kiesling, Österreich (Ferdinand Porsche Privatstiftung, Salzburg/Österreich; Ferdinand Porsche Holding GmbH, Salzburg/Österreich; Louise Daxer-Piëch GmbH, Salzburg/Österreich; Louise Daxer-Piëch GmbH, Grünwald/Deutschland; Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Gerhard Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Familien Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Prof. Ferdinand Alexander Porsche, Österreich (Ferdinand Porsche Privatstiftung, Salzburg/Österreich; Ferdinand Porsche Holding GmbH, Salzburg/Österreich; Louise Daxer-Piëch GmbH, Salzburg/Österreich; Louise Daxer-Piëch GmbH, Grünwald/Deutschland; Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Gerhard Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Familien Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Dr. Oliver Porsche, Österreich (Ferdinand Porsche Privatstiftung, Salzburg/Österreich; Ferdinand Porsche Holding GmbH, Salzburg/Österreich; Louise Daxer-Piëch GmbH, Salzburg/Österreich; Louise Daxer-Piëch GmbH, Grünwald/Deutschland; Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Gerhard Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Familien Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Kai Alexander Porsche, Österreich (Ferdinand Porsche Privatstiftung, Salzburg/Österreich; Ferdinand Porsche Holding GmbH, Salzburg/Österreich; Louise Daxer-Piëch GmbH, Salzburg/Österreich; Louise Daxer-Piëch GmbH, Grünwald/Deutschland; Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Gerhard Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Familien Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Mark Philipp Porsche, Österreich (Ferdinand Porsche Privatstiftung, Salzburg/Österreich; Ferdinand Porsche Holding GmbH, Salzburg/Österreich; Louise Daxer-Piëch GmbH, Salzburg/Österreich; Louise Daxer-Piëch GmbH, Grünwald/Deutschland; Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Gerhard Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Familien Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Gerhard Anton Porsche, Österreich (Ferdinand Porsche Privatstiftung, Salzburg/Österreich; Ferdinand Porsche Holding GmbH, Salzburg/Österreich; Louise Daxer-Piëch GmbH, Salzburg/Österreich; Louise Daxer-Piëch GmbH, Grünwald/Deutschland; Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Gerhard Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Familien Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Ing. Hans-Peter Porsche, Österreich (Familie Porsche Privatstiftung, Salzburg/Österreich; Familie Porsche Holding GmbH, Salzburg/Österreich; Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Hans-Peter Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Peter Daniel Porsche, Österreich (Familie Porsche Privatstiftung, Salzburg/Österreich; Familie Porsche Holding GmbH, Salzburg/Österreich; Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Hans-Peter Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Dr. Wolfgang Porsche, Deutschland (Familie Porsche Privatstiftung, Salzburg/Österreich; Familie Porsche Holding GmbH, Salzburg/Österreich; Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Hans-Peter Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Wolfgang Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/ Deutschland), Ferdinand Porsche Privatstiftung, Salzburg/Österreich (Ferdinand Porsche Holding GmbH, Salzburg/Österreich; Louise Daxer-Piëch GmbH, Salzburg/Österreich; Louise Daxer-Piëch GmbH, Grünwald/Deutschland; Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Gerhard Porsche GmbH, Grünwald/ Deutschland; Familien Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Familie Porsche Privatstiftung, Salzburg/Österreich (Familie Porsche Holding GmbH, Salzburg/Österreich; Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Hans-Peter Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Ferdinand Porsche Holding GmbH, Salzburg/Österreich (Louise Daxer-Piëch GmbH, Salzburg/Österreich; Louise Daxer-Piëch GmbH, Grünwald/Deutschland; Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Gerhard Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Familien Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/ Deutschland), Familie Porsche Holding GmbH, Salzburg/Österreich (Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg/Österreich; Hans-Peter Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Louise Daxer-Piëch GmbH, Salzburg/Österreich (Louise Daxer-Piëch GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland; Familien Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland), Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg/Österreich (Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Familien Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/ Deutschland), Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg/Österreich (Gerhard Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Familien Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Louise Daxer-Piëch GmbH, Grünwald/Deutschland (Familien Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland (Familien Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Gerhard Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland (Familien Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg/Österreich (Hans-Peter Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland; Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Hans-Peter Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland (Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Wolfgang Porsche GmbH, Grünwald/Deutschland (Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland; Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Familien Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland (Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald/Deutschland (Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Porsche GmbH, Stuttgart/Deutschland (Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Dr. Hans Michel Piëch, Österreich (Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland; Hans Michel Piëch GmbH, Grünwald/ Deutschland; Dr. Hans Michel Piëch GmbH, Salzburg/Österreich), Dr. Hans Michel Piëch GmbH, Salzburg/Österreich (Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland; Hans Michel Piëch GmbH, Grünwald/ Deutschland), Hans Michel Piëch GmbH, Grünwald/Deutschland (Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland), Dipl.-Ing. Dr. h.c. Ferdinand Piëch, Österreich (Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland; Ferdinand Piëch GmbH, Grünwald/ Deutschland; Dipl.-Ing. Dr. h.c. Ferdinand Piëch GmbH, Salzburg/Österreich; Ferdinand Karl Alpha Privatstiftung, Wien/Österreich), Ferdinand Karl Alpha Privatstiftung, Wien/Österreich (Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland; Ferdinand Piëch GmbH, Grünwald/ Deutschland; Dipl.-Ing. Dr. h.c. Ferdinand Piëch GmbH, Salzburg/Österreich), Dipl.-Ing. Dr. h.c. Ferdinand Piëch GmbH, Salzburg/Österreich (Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland; Ferdinand Piëch GmbH, Grünwald/ Deutschland), Ferdinand Piëch GmbH, Grünwald/Deutschland (Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart/Deutschland). 3) Die Porsche Holding Gesellschaft m.b.H., Salzburg/Österreich, und die Porsche GmbH, Salzburg/Österreich, haben uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Volkswagen Aktiengesellschaft am 5. Januar 2009 jeweils die Schwelle von 50 % überschritten hat und zu diesem Tag jeweils 53,13 % (156.702.015 Stimmrechte) beträgt. Sämtliche vorgenannten 156.702.015 Stimmrechte sind der Porsche Holding Gesellschaft m.b.H. nach §22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die Unternehmen, über die die Stimmrechte gehalten werden und deren zugerechneter Stimmrechtsanteil 3 % oder mehr beträgt, sind:
Von den vorgenannten 156.702.015 Stimmrechten sind der Porsche GmbH, Salzburg/Österreich, 50,76 % der Stimmrechte (149.696.753 Stimmrechte) nach §22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die Unternehmen, über die die Stimmrechte gehalten werden und deren zugerechneter Stimmrechtsanteil 3 % oder mehr beträgt, sind:
4) Die Porsche Wolfgang 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG, Stuttgart, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr (indirekter) Stimmrechtsanteil an der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg, Deutschland, am 29. September 2010 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 % und 50 % der Stimmrechte überschritten und zu diesem Tag 50,74 % der Stimmrechte (149.696.680 Stimmrechte) betragen hat. Davon sind der Porsche Wolfgang 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG 50,74 % der Stimmrechte (149.696.680 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die der Porsche Wolfgang 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Volkswagen Aktiengesellschaft jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Wolfgang Porsche GmbH, Grünwald, Familie Porsche Beteiligung GmbH, Grünwald, Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart. QATARWir haben folgende Mitteilung erhalten: (1) Pursuant to section 21 (1) WpHG we hereby notify for and on behalf of the State of Qatar, acting by and through the Qatar Investment Authority, Doha, Qatar, that its indirect voting rights in Volkswagen Aktiengesellschaft (a) exceeded the threshold of 10 % on December 17, 2009 and amounted to 13.71 % of the voting rights of Volkswagen Aktiengesellschaft (40,440,274 voting rights) as per this date
(b) exceeded the threshold of 15 % on December 18, 2009 and amounted to 17.00 % of the voting rights of Volkswagen Aktiengesellschaft (50,149,012 voting rights) as per this date
Voting rights that are attributed to the State of Qatar pursuant to lit. (a) and (b) above are held via the following entities which are controlled by it and whose attributed proportion of voting rights in Volkswagen Aktiengesellschaft amount to 3 % each or more:
(2) Pursuant to section 21 (1) WpHG we hereby notify for and on behalf of the Qatar Investment Authority, Doha, Qatar, that its indirect voting rights in Volkswagen Aktiengesellschaft (a) exceeded the threshold of 10 % on December 17, 2009 and amounted to 13.71 % of the voting rights of Volkswagen Aktiengesellschaft (40,440,274 voting rights) as per this date
(b) exceeded the threshold of 15 % on December 18, 2009 and amounted to 17.00 % of the voting rights of Volkswagen Aktiengesellschaft (50,149,012 voting rights) as per this date
Voting rights that are attributed to the Qatar Investment Authority pursuant to lit. (a) and (b) above are held via the entities as set forth in (1) (bb) through (dd) which are controlled by it and whose attributed proportion of voting rights in Volkswagen Aktiengesellschaft amount to 3 % each or more. (3) Pursuant to section 21 (1) WpHG we hereby notify for and behalf of Qatar Holding LLC, Doha, Qatar, that its direct and indirect voting rights in Volkswagen Aktiengesellschaft (a) exceeded the threshold of 10 % on December 17, 2009 and amounted to 13.71 % of the voting rights of Volkswagen Aktiengesellschaft (40,440,274 voting rights) as per this date
(b) exceeded the threshold of 15 % on December 18, 2009 and amounted to 17.00 % of the voting rights of Volkswagen Aktiengesellschaft (50,149,012 voting rights) as per this date
Voting rights that are attributed to Qatar Holding LLC pursuant to lit. (a) and (b) above are held via the entities as set forth in (1) (cc) through (dd) which are controlled by it and whose attributed proportion of voting rights in Volkswagen Aktiengesellschaft amount to 3 % each or more. Wir haben folgende Mitteilung erhalten: (1) Pursuant to section 21 (1) WpHG we hereby notify for and on behalf of Qatar Holding Luxembourg II S.à.r.l., Luxembourg, Luxembourg, that its indirect voting rights in Volkswagen Aktiengesellschaft exceeded the thresholds of 10 % and 15 % on December 18, 2009 and amounted to 17.00 % of the voting rights of Volkswagen Aktiengesellschaft (50,149,012 voting rights) as per this date, all of which are attributed to Qatar Holding Luxembourg II S.à.r.l. pursuant to section 22 (1) sentence 1 no.1 WpHG. Voting rights that are attributed to Qatar Holding Luxembourg II S.à.r.l. are held via the following entities which are controlled by it and whose attributed proportion of voting rights in Volkswagen Aktiengesellschaft amount to 3 % each or more: (a) Qatar Holding Netherlands B.V., Amsterdam, The Netherlands; (b) Qatar Holding Germany GmbH, Frankfurt am Main, Germany. (2) Pursuant to section 21 (1) WpHG we hereby notify for and on behalf of Qatar Holding Netherlands B.V., Amsterdam, The Netherlands, that its indirect voting rights in Volkswagen Aktiengesellschaft exceeded the thresholds of 10 % and 15 % on December 18, 2009 and amounted to 17.00 % of the voting rights of Volkswagen Aktiengesellschaft (50,149,012 voting rights) as per this date, all of which are attributed to Qatar Holding Luxembourg II S.a.r.l. pursuant to section 22 (1) sentence 1 no. 1 WpHG. Voting rights that are attributed to Qatar Holding Netherlands B.V. are held via the entity as set forth in (1) (b) which is controlled by it and whose attributed proportion of voting rights in Volkswagen Aktiengesellschaft amounts to 3 % or more. (3) Pursuant to section 21 (1) WpHG we hereby notify for and on behalf of Qatar Holding Germany GmbH, Frankfurt am Main, Germany, that its direct voting rights in Volkswagen Aktiengesellschaft exceeded the thresholds of 3 %, 5 %, 10 % and 15 % on December 18, 2009 and amounted to 17.00 % of the voting rights of Volkswagen Aktiengesellschaft (50,149,012 voting rights) as per this date. LAND NIEDERSACHSENDas Land Niedersachsen hat unter dem 24. Januar 2012 mitgeteilt, dass das Land Niedersachsen zum 31. Dezember 2011 insgesamt 59.022.310 Stammaktien hält. Hiervon werden 440 Stück VW-Stammaktien direkt und 59.021.870 Stammaktien indirekt über die landeseigene Hannoversche Beteiligungsgesellschaft mbH (HanBG) gehalten. 42 | Deutscher Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat der Volkswagen AG haben am 18. November 2011 die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären der Volkswagen AG auf der Homepage www.volkswagenag.com/ir dauerhaft zugänglich gemacht. Vorstand und Aufsichtsrat der AUDI AG haben am 23. November 2011 ebenfalls ihre Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Homepage www.audi.de/cgk-erklaerung dauerhaft zugänglich gemacht. Vorstand und Aufsichtsrat der MAN SE haben im Dezember 2011 gemäß § 161 AktG ihre jährliche Entsprechenserklärung abgegeben und den Aktionären auf der Homepage www.man.eu dauerhaft zugänglich gemacht. Vorstand und Aufsichtsrat der Renk AG haben am 12. Dezember 2011 eine Entsprechenserklärung abgegeben und den Aktionären auf der Homepage www.renk.biz dauerhaft zugänglich gemacht. 43 | Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsratsscroll
Die fixen Bezüge des Vorstands umfassen in unterschiedlichem Umfang auch eine Vergütung für die Übernahme von Mandaten bei Konzerngesellschaften sowie Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen und der Gewährung von Versicherungsschutz bestehen. Die jedem Vorstandsmitglied gezahlte variable Vergütung setzt sich zusammen aus einem Bonus, der sich auf die Geschäftsentwicklung der jeweils vorangegangenen zwei Jahre bezieht, und seit 2010 aus einem Long Term Incentive (LTI), dem - vorbehaltlich der Einführungsphase - eine Betrachtung der jeweils vier vorangegangenen Geschäftsjahre zugrunde liegt. Die Höhe des Bonus orientiert sich im Wesentlichen an den erzielten Ergebnissen und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Am 31. Dezember 2011 betrugen die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands 78.627.844 € (Vorjahr: 63.824.850 €). Die Dynamisierung der laufenden Renten erfolgt analog der Dynamisierung des höchsten Tarifgehaltes, sofern die Anwendung des § 16 BetrAVG nicht zu einer stärkeren Anhebung führt. Bei Krankheit besteht ein Anspruch auf eine 6-monatige Fortführung der normalen Bezüge und bei Dienstunfähigkeit auf das Ruhegehalt. Die Hinterbliebenen erhalten 66 2/3 % Witwenrente beziehungsweise 20 % Waisengeld bezogen auf das Ruhegehalt des ehemaligen Vorstandsmitglieds. Ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen haben 8.618.915 € (Vorjahr: 8.562.867 €) erhalten. Für diesen Personenkreis bestanden Rückstellungen für Pensionen von 109.452.277 € (Vorjahr: 109.898.944 €). An Mitglieder des Vorstands wurden unverzinsliche Vorschüsse in Höhe von 480.000 € (Vorjahr: 120.000 €) gezahlt, die mit der erfolgsabhängigen Vergütung im Folgejahr verrechnet werden (2011: 120.000 €). An Mitglieder des Aufsichtsrats sind Darlehen in Höhe von insgesamt 12.500 € (Tilgung 2011: 1.667 €) gewährt worden. Die Darlehen sind grundsätzlich mit 4 % zu verzinsen; die vereinbarte Laufzeit beträgt bis zu 15 Jahre. Die individuellen Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht innerhalb des Lageberichts erläutert (siehe Seite 139). Dort findet sich auch eine ausführliche Würdigung der einzelnen Bonuskomponenten des LTI. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Wolfsburg, 14. Februar 2012 Volkswagen Aktiengesellschaft Der Vorstand Martin Winterkorn Francisco Javier Garcia Sanz Jochem Heizmann Christian Klingler Michael Macht Horst Neumann Hans Dieter Pötsch Rupert Stadler Bestätigungsvermerk des KonzernabschlussprüfersNach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 15. Februar 2012 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des KonzernabschlussprüfersWir haben den von der VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalentwicklung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, 15. Februar 2012 PricewaterhouseCoopers Harald Kayser, Wirtschaftsprüfer Martin Schröder, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||