![]() VOLKSWAGEN AGWolfsburgHalbjahresfinanzbericht Januar-Juni 2016AKTUELLES
Wesentliche ZahlenVOLKSWAGEN KONZERNscroll
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Mengendaten inklusive der nicht vollkonsolidierten chinesischen Gemeinschaftsunternehmen.
Die Zahlen sind jeweils für sich gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen
Abweichungen führen. Die Auslieferungen von 2015 wurden aufgrund der statistischen
Fortschreibung aktualisiert. Wesentliche Fakten
Wichtige EreignisseMESSEN UND VERANSTALTUNGENDer Volkswagen Konzern präsentierte im zweiten Quartal 2016 auf Messen und Veranstaltungen
zahlreiche neue Modelle und Technologien. Auto China 2016Auf der Auto China 2016 in Beijing stand die erstmals gezeigte Studie T-Prime Concept
GTE im Mittelpunkt des Messeauftritts der Marke Volkswagen Pkw. Der Oberklasse-SUV,
ausgestattet mit einem 280 kW (381 PS) starken Plug-in-Hybrid- und Allradantrieb,
setzt ein automobiles Statement der Neuzeit: Anzeige- und Bedienkonzept sind komplett
digitalisiert, alle konventionellen Schalter im Interieur wurden durch Gesten- und
Sprachsteuerung, Touch-screens und sensitive Tastenflächen ersetzt. Als Weltneuheit
verfügt der T-Prime Concept GTE über eine Curved Interaction Area - ein gebogenes
Infotainment-Display, das mit anderen Anzeige- und Bedienelementen zum Cockpit der
Zukunft verschmilzt. Das 8-Gang-Automatikgetriebe des Konzeptfahrzeugs wird statt
über den gewohnten Wahlhebel über eine Glaswalze angesteuert. Darüber hinaus präsentierte
die Marke den komplett neu konzipierten Magotan. Die erstmals auf dem Modularen Querbaukasten
(MQB) basierende Limousine besticht durch faszinierende Karosserieproportionen, ein
konkurrenzlos gutes Raumangebot im Fond und eine Vielzahl neuer Assistenz-, Komfort-
und Info-tainment-Systeme. Hightech bietet der Magotan auch in Sachen Antrieb: Die
drei erhältlichen TSI-Motoren mit einer Leistungsspanne von 110 kW (150 PS) bis 162
kW (220 PS) bieten ein Höchstmaß an Effizienz und Dynamik. Ihre China-Premiere feierte
in Beijing die neue Oberklassen-Limousine Phideon, die im dritten Quartal 2016 in
China auf den Markt kommen wird. Im allrad-getriebenen Phideon 3.0 TSI 4MOTION kommt
ein V6-Motor mit 220 kW (300 PS) zum Einsatz. Zudem wird es die Limousine als 2.0
TSI mit Frontantrieb geben, auch ein Modell mit Plug-in-Hybridantrieb ist geplant.
Abgerundet wurde der Messeauftritt von Volkswagen Pkw mit der Präsentation des BUDD-e,
einem Showcar, das sich optisch an den legendären "Bulli" anlehnt. Es entstand auf
der Basis einer neuen Technologiematrix für Elektrofahrzeuge - dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten
(MEB). Der BUDD-e bietet eine Reichweite von über 500 km, seine Akkus sind binnen
30 Minuten wieder zu 80 % geladen. Im Inneren gehen Touch- und Gestensteuerung nahtlos
ineinander über und ersetzen herkömmliche Schalter und Tasten. Einzelne Displays verschmelzen
zu großen Infotainment-Panels und aus Spiegeln werden digitale Bildschirme. Audi unterstrich auf der Auto China 2016 seine Rolle als führender Premiumanbieter.
Das neue Audi TT RS Coupé und der neue Audi TT RS Roadster feierten in Beijing ihre
Weltpremiere. Der neue Fünfzylinder-Motor im TT RS leistet beachtliche 294 kW (400
PS) und sorgt zusammen mit dem quattro-Antrieb für sportlichen Fahrspaß bei höchster
Traktion. Das TT RS Coupé beschleunigt in 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, der Roadster
in 3,9 Sekunden - das entspricht dem Niveau eines Supersportwagens. Erstmals in einem Serienmodell von Audi kommen auf Wunsch Heckleuchten mit Matrix
OLED-Technologie zum Einsatz. Sie strahlen extrem homogen und kontrastreich. Ein weiteres
Highlight war der Auftritt des neuen Audi A4 L mit verlängertem Radstand. In der 4,81
m langen Mittelklasse-Limousine reisen die Passagiere mit Oberklasse-Komfort und entsprechend
großzügigem Platzangebot. Im Vergleich zum Vorgänger wurde das Leergewicht deutlich
reduziert - um bis zu 110 kg. Der A4 L bietet intelligente Technologien wie das Audi
virtual cockpit, zahlreiche Fahrerassistenzsysteme und Matrix-LED-Leuchten mit dynamischem
Blinklicht. Neben den Serienmodellen zeigte Audi in Bejing die innovative Studie Audi
connected mobility, die auf dem neuen Q3 basiert, der dieses Jahr auf den chinesischen
Markt kommt. Sie ist speziell auf Märkte mit wachsender Urbanisierung, wie beispielsweise
China, zugeschnitten und bietet sportliche und multifunktionale Mobilität für Megacities:
Im hinteren Stoßfänger ist ein Longboard mit 1,05 Metern Länge und Elektroantrieb
integriert. Je nach Ziel und geplanter Ankunftszeit errechnet das Infotainment-System,
das mit dem Smartphone des Benutzers gekoppelt ist, anhand von Echtzeit-Verkehrsdaten
den schnellsten Mobilitätsmix. Sollte das Longboard schneller zum Ziel führen, empfiehlt
das System dem Fahrer, seinen Weg mit dem elektrisch angetriebenen Board fortzusetzen. Bei der Marke SKODA feierte die SUV-Studie VisionS ihre ChinaPremiere. Ausdrucksstark,
modern und dynamisch gezeichnet, besitzt das Fahrzeug die für SKODA typische Balance
zwischen Rationalität und Ästhetik. Der VisionS zeigt die zukünftige SUV-Designsprache
der Marke und setzt auf die wichtigsten Technologien, mit denen sich SKODA in den
kommenden Jahren intensiv beschäftigen wird: Elektromobilität, Konnektivität und Sicherheit.
Flankiert wurde das Showcar von sechs Serienmodellen der tschechischen Marke, die
in den kommenden Jahren ihre Modelloffensive in China mit Nachdruck fortsetzen wird. Die Marke Bentley zog vor allem mit der Weltpremiere der Mulsanne First Edition das
Interesse der Messebesucher auf sich. Innerhalb der drei Modelle umfassenden Mulsanne-Familie
werden lediglich 50 Exemplare der First Edition gefertigt. Sie zeichnet sich durch
eine höchst exklusive Ausstattung aus, wie zum Beispiel einen Picknick-Tisch im Mulliner-Stil
oder ein verarbeitetes Furnier aus englischem Walnussholz. Wenige Wochen nach dem 718 Boxster gab in Beijing der 718 Cayman sein Debüt. Markanter,
sportlicher und effizienter präsentiert sich die vierte und neu entwickelte Generation
des Mittelmotor-Sportcoupes von Porsche. Die gespannten Proportionen, die betonten
Lufteinlässe an Front und Seite sowie die niedrige Silhouette unterstreichen die gesteigerte
Dynamik und verleihen dem Fahrzeug einen muskulösen Auftritt. Im 718 Cayman kommen
die gleichen neuen Vierzylinder-Boxermotoren mit Turboaufladung zum Einsatz wie im
718 Boxster: die Einstiegsvariante startet mit 221 kW (300 PS) aus 2,0 l Hubraum,
das S-Modell bietet 257 kW (350 PS) bei 2,5 l Hubraum. Lamborghini stellte seine erweiterte Huracán Familie vor. Der Huracán LP 580-2 wurde
für ein essenzielles Fahrerlebnis entwickelt und entsprechend abgestimmt: sein 5,2
l V10-Saugmotor überträgt 427 kW (580 PS) an die Hinterachse, sein Gewicht beträgt
lediglich 1.389 kg. Neben der Heckantriebsversion stellte Lamborghini den auf 250
Einheiten limitierten Huracán LP 610-4 Avio vor. Sein Leichtbau-Chassis besteht aus
Aluminium und Carbonfaser. Der 5,2 l V10-Saugmotor mit 449 kW (610 PS) beschleunigt
den LP 610-4 Avio in nur 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die maximale Geschwindigkeit
liegt bei 325 km/h. Bei der offenen Version des Huracán LP 610-4 vereinen sich Kraft
und Leistung des Coupés mit den Emotionen des offenen Fahrens: Der Huracán Spyder
steht für Inspiration, herausragende Qualität und atemberaubende Leistung und ist
eine eigenständige Ikone der Supersportwagenschmiede. Weltpremiere des neuen Audi A5 CoupéAudi feierte im Juni 2016 die Weltpremiere des neuen Audi A5 Coupé, der ein komplett
neu entwickeltes Fahrwerk sowie innovative Infotainment-Funktionen und Fahrerassistenzsysteme
bietet. Starke Sechszylindermotoren mit einer Leistungsspanne von 140 kW (190 PS)
bis 210 kW (286 PS) sorgen für mehr Fahrspaß und Effizienz. Im Inneren überzeugen
das Audi virtual cockpit sowie das Modul Audi connect für eine schnelle LTE-Verbindung
ins Internet. GTI-Treffen am WörtherseeDie GTI-Fan-Gemeinde kam im Mai 2016 zum 35. GTI-Treffen am Wörthersee in Österreich
zusammen und feierte zugleich den 40. Geburtstag des Kultsportlers aus dem Hause Volkswagen.
Der Golf GTI kam 1976 auf den Markt und demokratisierte das sportliche Fahren, längst
hat die Zahl der verkauften Golf GTI aller Generationen die Marke von zwei Millionen
Exemplaren überschritten. Star der Veranstaltung in Österreich war der auf 400 Exemplare
limitierte Golf GTI Clubsport S. Mit 228 kW (310 PS) ist er der stärkste Golf, den
Volkswagen bislang auf den Markt gebracht hat. Welches Potenzial der mit einem stark
modifizierten Fahrwerk ausgerüstete Golf GTI Clubsport S besitzt, bewies er bereits
auf der Nordschleife des Nürburgrings, wo er einen neuen Rekord für frontgetriebene
Serienfahrzeuge aufstellte. Traditionell stellen die Auszubildenden der Volkswagen
Werke Wolfsburg und Zwickau für das GTI-Treffen besondere Unikate auf die Showbühne.
Aus Wolfsburg kam der GTI Heartbeat mit 295 kW (400 PS). Satter Motorsound, ein kontrastreiches
Farbkonzept mit Waben-Muster-Design und Herzschlag-Symbolen sowie eine Musikanlage
mit 1.360 Watt aus sieben Lautsprechern zeichnen dieses Fahrzeug aus. Die Auszubildenden
aus Zwickau feierten das 35. Wörthersee-Treffen mit dem Golf R Variant Performance
mit 247 kW (350 PS). Wiener MotorensymposiumAuf dem 37. Wiener Motorensymposium präsentierte Volkswagen den EA 211 TSI evo - die
neueste Generation der Ottomotoren. Als erstes Aggregat dieser Reihe wird Ende 2016
der durchzugsstarke und gleichzeitig sparsame 1,5 l TSI-Motor zunächst mit Leistungen
von 96 kW (131 PS) und 110 kW (150 PS) auf den Markt kommen. Wesentliche Innovation
ist der erstmals in Großserie bei einem Ottomotor zum Einsatz kommende Abgasturbolader
mit variabler Turbinengeometrie. Weitere technische Maßnahmen, die das effiziente
Aggregat nutzt, sind das Miller-Brennverfahren mit hohem Verdichtungsverhältnis, die
Common-Rail-Einspritzanlage mit bis zu 350 bar Druck, ein innovatives Thermomanagement,
die Zylinderabschaltung und speziell beschichtete Zylinderlaufbahnen für das reibungs-
und verschleißarme Gleiten der Kolbenringe. bauma 2016Auf der bauma 2016 in München - der Leitmesse der Baumaschinenindustrie - präsentierte
Scania zahlreiche Produkte aus seinen Geschäftsbereichen Scania Lkw, Scania Mining
und Scania Engines. Einen Schwerpunkt bildeten die effizienten Baustellenfahrzeuge,
zudem war ein 6x6-Allrad-Muldenkipper für den Einsatz im Berg- und Tagebau zu sehen.
Die schwedische Nutzfahrzeugmarke verfolgt stets das Ziel, ihren Kunden durch die
Kombination von robusten Produkten und vernetzten Dienstleistungen intelligente Fahrzeuglösungen
mit bestmöglicher Wirtschaftlichkeit zu bieten. Die Marke MAN zeigte anhand von diversen Exponaten ihre Kompetenz in der Baubranche.
Eines der Highlights war die zweiachsige Sattelzugmaschine MAN TGS mit HydroDrive,
einem zuschaltbaren hydrostatischen Antrieb der Vorderachse. Im Jahr 2005 hatte MAN
diese neue Variante der Antriebstechnik zur bedarfsweisen Erhöhung der Traktion sowie
zur Stärkung der Bremswirkung auf unbefestigtem Gefälle in den Markt eingeführt und
seitdem ständig weiterentwickelt. Weitere Vorteile des MAN HydroDrive sind der Gewichtsvorteil
von 500 bis 750 kg gegenüber einem konventionellen Allradantrieb sowie die Kraftstoffersparnis. AUSZEICHNUNGENBeim Innovationspreis Plus X Award 2016 erreichten gleich vier Modelle der Marke Volkswagen
Pkw einen ersten Rang. Der neue Tiguan und der neue Touran konnten sich in den Kategorien
High Quality, Design, Bedienkomfort und Funktionalität durchsetzen und wurden zum
Kompakt-SUV beziehungsweise zum Kompaktvan des Jahres 2016/2017 gewählt. Der Phideon
wurde zur Oberklasse-Limousine und die Studie T-Cross Breeze zur Automotive Studie
des Jahres 2016/2017 gekürt. Mit dem Innovationspreis kürt eine internationale Jury
aus 25 Branchen Produkte aus den Bereichen Technologie, Sport und Lifestyle. Das Showcar BUDD-e der Marke Volkswagen Pkw wurde im Rahmen der Automotive Interiors
Expo 2016 für das intuitive Bedienkonzept und den neuartigen Innenraum mit Lounge-Charakter
ausgezeichnet. Die Jury des Wettbewerbs setzte sich aus 17 international führenden
Motor- und Designjournalisten zusammen. Bereits zum siebten Mal in Folge erhielt die Marke Audi beim International Engine
of the Year Award in der Kategorie der 2 bis 2,5 l Motoren den ersten Preis. Der 2,5
l TFSI-Motor überzeugte die Jury unter anderem aufgrund seiner Top-Performance und
seinem Sound, der stark an die Gruppe B-Rallyemotoren aus den 80er Jahren erinnert. Bei der von der Fachzeitschrift Auto Bild Allrad durchgeführten Leserwahl konnten
mehrere Marken des Volkswagen Konzerns überzeugen. Die Wahl zum Allradauto des Jahres
fand in insgesamt zehn Kategorien statt. Der Tiguan der Marke Volkswagen Pkw gewann
bei den Geländewagen und SUV bis 30.000€. Audi erzielte mit dem Audi A4 allroad quattro
in der Kategorie Allrad-Crossover und mit dem A6 in der Kategorie Allrad-Pkw über
40.000€ den ersten Rang. Der SKODA Superb 4x4 gewann bereits zum zweiten Mal in Folge
in der Importklasse der Allrad-Pkw bis 40.000€. Bei den Vans wurde der T6 Multivan
von Volkswagen Nutzfahrzeuge zum Sieger gewählt und der SEAT Alhambra in der dazugehörigen
Importwertung. In der Kategorie Allrad-Sportwagen, -Coupés und -Cabrios wurde der
Porsche 911 Gesamtsieger und der Huracán von Lamborghini der Gewinner in der Importklasse. Beim Firmenautoaward der Fachzeitschrift Firmenauto überzeugten gleich vier Marken
des Volkswagen Konzerns. Rund 250 Fuhrparkmanager testeten 82 verschiedene Modelle
in zwölf Kategorien, unternahmen 2.043 Probefahrten und legten über 50.000 Testkilometer
zurück. Audi gewann in der Kompaktklasse mit dem A3, in der Mittelklasse mit dem A4
und in der Oberen Mittelklasse mit dem A6. Der Volkswagen Passat belegte einen guten
dritten Platz in der Mittelklasse. Die Marke SEAT erhielt zwei erste Plätze in der
Importeurswertung bei den Minicars und Minivans mit dem Mii und dem Alhambra. Der
Sharan der Marke Volkswagen Pkw siegte in der Gesamtwertung der Maxivans. Im Markenranking
erzielte Audi den ersten Platz in der Kategorie Guter Service für Flottenkunden. Beim
Leasing und Flottenmanagement wurde die Volkswagen Financial Services AG mit dem ersten
Preis ausgezeichnet. Gleich zwei Marken des Volkswagen Konzerns wurden beim AutomotiveINNOVATIONS Award
2016 ausgezeichnet. Die Marke Volkswagen Pkw setzte sich als innovationsstärkste Volumenmarke
2016 durch. Die Jury begründete ihre Wahl unter anderem mit 89 Neuerungen und 15 Weltneuheiten,
die Volkswagen im Betrachtungszeitraum vorstellte. Besonders hervorgehoben wurden
die neuen Modelle Tiguan und Touran sowie der Sharan. Weitere erste Plätze erzielte
Volkswagen in den Bereichen Konventionelle Antriebe und Vernetztes Fahrzeug. Die Marke
Audi erhielt den Hauptpreis als innovativste Premiummarke und weitere Auszeichnungen
für Innovationen in den Kategorien Conntected Car und Fahrzeugkonzepte/Karosserie.
Die Auszeichnungen werden jährlich vom Center of Automotive Management in Kooperation
mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers vergeben.
In die Bewertung flossen mehr als 1.400 Innovationen von 20 Automobilherstellern und
50 Marken ein. Der Bentayga von Bentley erhielt im diesjährigen Robb Report den Titel SUV of the
year. Das Redaktionsteam von Robb Report erstellt im Rahmen der Best of the Best Awards
ein Ranking mit Produkten aus dem Luxussegment. Scania erhielt den Umweltpreis "Green Truck Future Innovation 2016" für sein Hybridmodul
für Verteilerfahrzeuge in der Kategorie Innovation mit Zukunftspotenzial. Der Award
wird von den Fachzeitschriften Verkehrsrundschau und Trucker verliehen. Der Hybrid-Lkw
mit 320 PS spart bis zu 18% Kraftstoff im Vergleich zu einem Lkw, der mit normalem
Diesel fährt. Er kann ausschließlich mit Strom oder in Verbindung mit reinem Biodiesel
betrieben werden. Bei der diesjährigen Befragung des Marktforschungsunternehmens Schwacke zur Zufriedenheit
der Händler erzielte die Marke SKODA zum zweiten Mal in Folge den ersten Platz in
der Kategorie der großen Importeure in Deutschland. Als Grundlage für den SchwackeMarkenMonitor
dienen fast 1.000 Interviews der puls Marktforschung GmbH mit Inhabern und Geschäftsführern
von Vertragshandelsbetrieben. Die Studie umfasst 37 Kriterien, wie beispielsweise
Gebrauchtwagengarantie, das Liefersystem für Teile und Zubehör und die Kompetenz des
Außendienstes. Mit dem Vorsorgekonzept "Krebs aktiv begegnen" hat die Marke Audi den diesjährigen
Felix-Burda-Award in der Kategorie Betriebliche Prävention gewonnen. Das Gesundheitswesen
von Audi überzeugte die Jury mit einem durchdachten Mix aus Aktionen, individueller
Vorsorge und dem Einsatz modernster Diagnosemethoden. JUBILÄENDie tschechische Marke SKODA feierte im Berichtszeitraum gleich zwei bedeutende Jubiläen:
Der traditionsreiche Automobilhersteller gehört seit mittlerweile 25 Jahren zum Volkswagen
Konzern und hat sich in dieser Zeit vom regionalen Marktführer zu einem international
erfolgreichen Unternehmen entwickelt. Am Anfang der Zusammenarbeit zwischen Volkswagen
und SKODA stand eine Baureihe mit rund 170.000 verkauften Fahrzeugen jährlich. Heute
umfasst das Angebot der Marke sechs Modellreihen mit mehr als 40 Varianten, die an
14 Standorten produziert und in über 100 Märkten verkauft werden. Dazu gehört unter
anderem der SKODA Octavia, der im April 2016 seinen 20. Geburtstag feierte und mit
bislang fünf Millionen Einheiten das meistverkaufte Modell der Marke ist. Der Standort Bratislava von Volkswagen Slovakia gehört seit 25 Jahren zum Fertigungsverbund
des Volkswagen Konzerns. Das Produktportfolio des Mehrmarkenstandorts umfasst aktuell
SUV-Modelle der Marken Volkswagen Pkw, Audi und Porsche sowie die Modelle der New
Small Family von Volkswagen Pkw, SEAT und SKODA. Seit dem Start im Jahr 1991 wurden
mehr als 4,5 Millionen Fahrzeuge und rund sieben Millionen Getriebe produziert. Das Volkswagen Werk in Kassel hat im Mai 2016 das 125-millionste Getriebe produziert.
Beim Jubiläumsgetriebe handelte es sich um ein Doppelkupplungsgetriebe (DSG) vom Typ
DQ500, das unter anderem in den Modellen Tiguan, Passat, Audi Q3 und Audi TT zum Einsatz
kommt. In der Getriebefertigung in Kassel sind derzeit 6.500 Mitarbeiter beschäftigt,
zu den Kunden gehören 34 fahrzeugbauende Werke aus 14 Ländern. Im Juni 2016 feierte Volkswagen Nutzfahrzeuge das 60-jährige Bestehen seines Stammsitzes
in Hannover. Seit 1956 wurden hier rund 9,5 Millionen Fahrzeuge gefertigt. Aktuell
laufen in Hannover die Modelle Multivan/Transporter und Amarok vom Band. Zudem werden
hier unter anderem Komponenten produziert. Der Standort gehört mit mehr als 14.000
Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern der Region Hannover. VOLKSWAGEN KONZERN STARTET ZUKUNFTSPROGRAMM "TOGETHER - STRATEGIE 2025"Volkswagen hat am 16. Juni 2016 die ersten Details seiner neuen Konzernstrategie "TOGETHER
- Strategie 2025" bekannt gegeben und den größten Veränderungsprozess in der Unternehmensgeschichte
eingeleitet. Der tiefgreifende Umbau des automobilen Kerngeschäfts und die Erschließung
neuer Ertragspotenziale stehen im Fokus der Neuausrichtung. Dazu gehören die Entwicklung
weiterer Kernkompetenzen wie Batterietechnologie, Digitalisierung und autonomes Fahren
sowie die größere Konzentration auf profitables Wachstum. Zugleich setzt das Unternehmen
zukünftig stärker als bisher auf Partnerschaften und Venture-Capital-Investitionen. Die Transformation des Kerngeschäfts für das neue Zeitalter der Mobilität bildet den
ersten Eckpfeiler von "TOGETHER - Strategie 2025". Volkswagen wird in diesem Zuge
die Konzernmarken trennschärfer positionieren und sein Fahrzeug- und Antriebsportfolio
unter Berücksichtigung regionaler Markt- und Kundenbedürfnisse mit Blick auf die attraktivsten
und wachstumsstärksten Marktsegmente optimieren. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der
Elektromobilität, für die eine umfassende Offensive geplant ist. Fortgeführt wird
die regionale Wachstumsstrategie in besonders attraktiven Automobilmärkten, die Expansions-
und Investitionspläne für Nordamerika und das Ausbauprogramm für China bleiben bestehen.
Für das Economy-Segment, insbesondere in Asien, werden Kooperationen mit regionalen
Partnern angestrebt. Die modularen Baukästen werden überarbeitet und gestrafft, um
deren Komplexität in Entwicklung und Produktion zu reduzieren und die Effizienz zu
steigern. Die Implementierung der Baureihenorganisation in den Marken stärkt die Ergebnisorientierung.
Das Komponentengeschäft wird neu ausgerichtet. Damit einhergehende Steigerungen der
Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz sollen wichtige Beiträge für Zukunftsthemen leisten.
Der Aufbau neuer Kernkompetenzfelder in den Zukunftsthemen Batterietechnologie sowie
autonomes Fahren und künstliche Intelligenz ist eine weitere Stoßrichtung. Ziel ist
die Zulassung eines selbst entwickelten Systems für vollautonome Fahrzeuge. In drei
Volkswagen Group Future Centers in Deutschland, den USA und China arbeiten Designer
und Digitalisierungsexperten gemeinsam am Auto der Zukunft, um so das bestmögliche
Kundenerlebnis zu bieten und dabei die neuen technologischen Möglichkeiten optimal
zu nutzen. Auch im Nutzfahrzeugbereich werden Zukunftsthemen entschlossen vorangetrieben:
die Entwicklung zum Anbieter intelligenter Transportlösungen. Volkswagen Truck & Bus
soll sich als Mehrmarkenanbieter zum Global Champion der Branche entwickeln, mit einer
signifikanten Präsenz in allen wichtigen Regionen der Welt und einer Verbesserung
der Gesamtperformance. Der Konzernbereich Finanzdienstleistungen wird auch unter der
neuen strategischen Ausrichtung des Volkswagen Konzerns die Geschäftsmodelle der Marken
unterstützen und eine bedeutende Ertragsquelle bleiben. Der Aufbau des neuen markenübergreifenden Geschäftsfelds Mobilitätslösungen ist der
zweite Eckpfeiler der neuen Konzernstrategie. Kern- und Startthema der neuen unternehmerischen
Einheit ist die Vermittlung von Fahrdiensten. In der Folge sollen weitere am Kundenbedarf
orientierte Angebote entwickelt oder zugekauft werden wie Robotaxis, Carsharing oder
Transportdienstleistungen auf Abruf in der Logistikbranche. Zur Stärkung der Innovationskraft wird der bereits eingeleitete digitale Wandel im
Konzern weiter vorangetrieben. Dies betrifft operative Themen wie Industrie 4.0 in
der Produktion und Logistik oder die Digitalisierung im Vertrieb. Zudem soll mit der
Initiative Organisation 4.0 die Arbeitsorganisation modernisiert und attraktiver gestaltet
werden. Die Finanzierung der Investitionen im Rahmen der neuen Konzernstrategie soll vor allem
durch Effizienzsteigerungen über alle Marken, Bereiche und Funktionen hinweg erfolgen.
Im Automobilgeschäft strebt Volkswagen bis zum Jahr 2025 eine Sachinvestitionsquote
von 6% an, in der gleichen Größenordnung soll sich auch die Quote für die Forschungs-
und Entwicklungskosten bewegen. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sollen im Verhältnis
zum Umsatz auf unter 12% sinken. Zusätzliche Mittel für Zukunftsinvestitionen könnten
auch durch eine Optimierung des bestehenden Marken- und Beteiligungsportfolios generiert
werden. Für die operative Rendite des Konzerns wird bis 2025 eine nachhaltige Steigerung
auf 7 bis 8% angestrebt, die Kapitalrendite soll im Automobilbereich bei mehr als
15% liegen. Die Ausschüttungsquote an die Aktionäre soll nachhaltig rund 30% des Nettogewinns
betragen. KOOPERATIONEN UND BETEILIGUNGENIm April 2016 haben Volkswagen und die Singularity University aus dem Silicon Valley
im US-Bundesstaat Kalifornien eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Ziel der
Zusammenarbeit ist, die Chancen des digitalen Wandels noch besser zu nutzen, indem
High-Tech-Gründer, Manager, Forscher und Erfinder enger vernetzt werden. Volkswagen hat im Mai 2016 eine strategische Partnerschaft mit dem internationalen
Fahrtenvermittler GETT geschlossen und sich mit 300 Mio. USD an dem Unternehmen beteiligt.
GETT ist ein führender Anbieter auf dem europäischen Markt für die Vermittlung von
Fahrdienstleistungen auf Abruf und weltweit in mehr als 60 Städten aktiv, darunter
London, Moskau und New York. Neben der Personenbeförderung werden auch wegweisende
Lieferdienste und Logistikleistungen angeboten. Die beiden Partnerunternehmen wollen
im Rahmen einer Expansionsstrategie diese Mobilitätsdienste in Europa ausbauen. Die
eingesetzte Technologie nutzt Big Data, innovative Prognose-Algorithmen sowie künstliche
Intelligenz und kann als Grundlage dienen, um weitere Mobilitäts-Geschäftsmodelle
zu entwickeln. Ebenfalls im Mai 2016 hat sich der Volkswagen Konzern am Deutschen Forschungszentrum
für Künstliche Intelligenz (DFKI) beteiligt. Damit investiert das Unternehmen verstärkt
in die Forschung zu digitalen Zukunftstechnologien. Künstliche Intelligenz gilt als
Schlüsseltechnologie für das autonome Fahren und die digitale Fabrik. Gemeinsam mit
dem DFKI will Volkswagen künftig noch intensiver auf diesem Gebiet arbeiten und die
künstliche Intelligenz auch außerhalb der Automobilbranche voranbringen. Das DFKI
hat sich darüber hinaus auf die Bereiche Robotik, Industrie 4.0 und Fahrerassistenzsysteme
spezialisiert. Volkswagen wird einen Sitz im Aufsichtsrat des DFKI besetzen und die
Technologie- und Forschungsausrichtung des Zentrums aktiv mitgestalten. Die MAN Truck & Bus AG hat sich im Mai 2016 an dem Logistikdienstleister FR8 Revolution
Inc. beteiligt, um die digitale Transformation und Vernetzung der Logistikbranche
aktiv mitzugestalten. Das US-amerikanische Unternehmen hat eine Software entwickelt,
die Versendern, Transportunternehmen und Lkw-Fahrern eine einheitliche und transparente
Plattform für die Planung von Ladungen auf Basis von Echtzeitdaten zur Verfügung stellt.
Mit Hilfe des Systems stehen allen Beteiligten jederzeit Informationen über die Position
der Lkw, freie Ladekapazitäten, Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer sowie aktuelle Preise
bereit. DIESELTHEMATIKVolkswagen erzielt VergleichsvereinbarungenIm Juni 2016 hat Volkswagen die Öffentlichkeit darüber informiert, dass die Volkswagen
AG, die Volkswagen Group of America, Inc. sowie bestimmte verbundene Unternehmen im
Hinblick auf die im US-Bundesstaat Kalifornien anhängige "Multi-District Litigation"
Vergleichsvereinbarungen in den USA mit dem US-amerikanischen Justizministerium U.S.
Department of Justice (DOJ), der US-amerikanischen Umweltbehörde Environmental Protection
Agency (EPA), der Federal Trade Commission (FTC) sowie der Umweltbehörde des US-Bundesstaates
Kalifornien California Air Resources Board (CARB) und privaten Klägern, die durch
das sogenannte Steuerungskomitee der Kläger "Plaintiffs' Steering Committee (PSC)"
vertreten werden, geschlossen haben. Mit den Vergleichsvereinbarungen, sofern endgültig
genehmigt, werden bestimmte zivilrechtliche Ansprüche im Zusammenhang mit betroffenen
Dieselfahrzeugen mit Motoren der Variante 2,0 l TDI der Marken Volkswagen Pkw und
Audi in den USA beigelegt. Die Vergleichsvereinbarungen müssen vom Gericht noch endgültig
genehmigt werden. Die beabsichtigten Vergleichsvereinbarungen beinhalten mögliche Fahrzeugrückkäufe
beziehungsweise die vorzeitige Leasingrücknahme von Leasing-Fahrzeugen oder die kostenlose
technische Anpassung von Fahrzeugen betroffener Kunden, sofern die entsprechenden
Maßnahmen zur Umrüstung durch EPA und CARB freigegeben worden sind. Volkswagen erklärte
sich bereit, zusätzlich Ausgleichszahlungen an betroffene Eigentümer und Leasingnehmer
vorzunehmen. Zusätzlich erklärte sich Volkswagen bereit, Umweltprogramme zu unterstützen. Über einen Zeitraum von drei Jahren zahlt Volkswagen einen Betrag in Höhe von 2,7 Mrd. US-Dollar in einen von einem gerichtlich bestellten Treuhänder verwalteten Umweltfonds ein, um überhöhte Stickoxid (NOx )-Emissionen auszugleichen. Volkswagen investiert darüber hinaus über einen Zeitraum von zehn Jahren insgesamt 2,0 Mrd. US-Dollar in die Infrastruktur für Null-Emissions-Fahrzeuge sowie in Initiativen, die den entsprechenden Zugang und die Sensibilisierung für diese Technologie fördern. Volkswagen hat außerdem separate Vereinbarungen mit den Attorney Generals von 44 US-Bundesstaaten,
dem District of Columbia und Puerto Rico erzielt, mit denen bestehende oder mögliche
künftige Verbraucherschutzklagen und Klagen wegen unlauteren Wettbewerbs - im Hinblick
auf Fahrzeuge in den USA mit Motoren des Typs 2,0 l TDI und 3,0 l TDI - für einen
Vergleichsbetrag in Höhe von 603 Mio. US-Dollar beigelegt werden. Die zivilrechtlichen Ansprüche des DOJ, der FTC und privater Kläger, die vom PSC im
Zusammenhang mit 3,0 l TDI Fahrzeugen vertreten werden, durch das DOJ im Auftrag der
EPA angestrebte Bußgelder, mögliche Klagen von US-Bundesstaaten wegen Verletzung des
Umweltrechts in Zusammenhang mit den 2,0 l und 3,0 l TDI Fahrzeugen, die strafrechtliche
Untersuchungen des DOJ und verschiedene weitere geltend gemachte Ansprüche werden
nicht mit diesen Vereinbarungen beigelegt. Zivilrechtliche US-Klagen gerichtet auf Bußgelder wegen angeblicher Verletzungen des UmweltrechtsAm 19. Juli 2016 reichten die US-Bundesstaaten Maryland, Massachusetts und New York
bei ihren jeweiligen Landgerichten ("state courts") Klage gegen die Volkswagen AG,
Volkswagen Group of America, Inc. und bestimmte verbundene Unternehmen ein und forderten
Bußgelder und Unterlassungsverfügungen wegen angeblicher Verletzungen des Umweltrechts.
Maryland, Massachusetts und New York waren an den vorstehend beschriebenen staatlichen
Vergleichen in Bezug auf Verbraucherschutzklagen und Klagen wegen unlauteren Wettbewerbs
beteiligt, wobei diese Vergleiche jedoch keine umweltrechtlichen Bußgelder einschlossen. Kraftfahrt-Bundesamt erteilt Freigaben für technische LösungenDas Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erteilte im ersten Halbjahr 2016 für mehr als 3,7 Millionen
Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns mit Dieselmotoren vom Typ EA 189 mit 2,0 l Hubraum
Freigaben der technischen Lösungen. Für die Marke Volkswagen Pkw sind unter anderem
Modelle der Baureihen Tiguan, Passat, Golf und Touran zur Umrüstung freigegeben. Der
Rückrufprozess bei der Marke Audi ist ebenfalls gestartet. Für eine Reihe von Fahrzeugen
der Modelle A4, A3 sowie Q3 und Q5 liegen die Freigaben des KBA vor. Auch bei den
Marken SEAT, SKODA und Volkswagen Nutzfahrzeuge ist die Umrüstung angelaufen. Das KBA hat für die bisher freigegebenen Fahrzeuge uneingeschränkt bestätigt, dass
es nach der Umrüstung keine Veränderung der Verbrauchswerte, Leistungsdaten und Geräuschemissionen
gibt. Diese Fahrzeuge erfüllen dementsprechend nach der Umsetzung der technischen
Lösungen alle gesetzlichen Anforderungen. HAUPTVERSAMMLUNGAm 22. Juni 2016 fand auf dem Messegelände in Hannover die 56. Ordentliche Hauptversammlung
der Volkswagen AG statt. Mit einer Mehrheit von 99,98% nahmen die Stammaktionäre der
Volkswagen AG den Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats, eine Dividende in
Höhe von 0,11€ je Stammaktie und 0,17€ je Vorzugsaktie zu zahlen, an. Bei einer Präsenz
von über 90% des stimmberechtigten Kapitals beschlossen sie außerdem die Entlastung
der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Zudem bestellten die Stammaktionäre der Volkswagen AG die PricewaterhouseCoopers AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer
für das Geschäftsjahr 2016 sowie für die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernabschlusses
und des Zwischenlageberichts des ersten Halbjahres 2016, für den Zeitraum bis 30.
September 2016 sowie für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2017. Des Weiteren lehnte die Hauptversammlung die Ergänzungsanträge zur Tagesordnung auf
Bestellung eines Sonderprüfers gemäß § 142 Abs. 1 AktG sowie die während der Hauptversammlung
gestellten weiteren Anträge ab. Mit Ablauf der Hauptversammlung endete turnusgemäß die Amtszeit von Frau Annika Falkengren
sowie die Amtszeiten der bisher gerichtlich bestellten Mitglieder des Aufsichtsrats
Frau Dr. Louise Kiesling und Herr Hans Dieter Pötsch. Die Hauptversammlung wählte
alle drei jeweils für eine volle Amtszeit in den Aufsichtsrat. Herr Akbar Al Baker,
ebenfalls Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat der Volkswagen AG, hatte sein
Mandat mit Wirkung zum Zeitpunkt der Beendigung der Hauptversammlung niedergelegt.
Für den Rest seiner Amtszeit wählte die Hauptversammlung Frau Dr. Hessa Al-Jaber,
Vertreterin der Qatar Investment Authority (QIA), als seine Nachfolgerin in den Aufsichtsrat.
Mit Frau Al-Jaber, Frau Falkengren und Frau Kiesling sind drei der zehn Anteilseigner-Sitze
im Kontrollgremium mit Frauen besetzt. ZWISCHENLAGEBERICHT
Volkswagen AktieDie Kurse an den internationalen Aktienmärkten führten im zweiten Quartal 2016 ihre
volatile Seitwärtsbewegung fort. Der DAX verzeichnete einen Rückgang. Zu Beginn des zweiten Quartals sanken die Kurse aufgrund der Sorge über einen Kursanstieg
des Euros und rückläufiger Unternehmensdaten aus Deutschland. Mitte April sorgten
der steigende Ölpreis, der gewöhnlich als positives Signal für das Weltwirtschaftswachstum
gewertet wird, und gute Konjunkturindikatoren aus China für eine vorübergehende Erholung
des deutschen Leitindex. Im Mai verzeichneten die Kurse eine Seitwärtsbewegung und
legten Ende des Monats beflügelt von weiter steigenden Ölpreisen zu. Die Hoffnung
auf eine Fortführung der lockeren Geldpolitik der US-amerikanischen Notenbank stützte
den DAX im Juni vorübergehend in einem Umfeld, das von der Verunsicherung über den
Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union (EU) geprägt war. Das Ende Juni
durchgeführte Referendum mit einem Votum der Bevölkerung des Landes für den Ausstieg
aus der EU führte zu deutlich sinkenden Notierungen. Der DAX schloss das erste Halbjahr 2016 mit 9.680 Punkten um 9,9% unter dem Jahresschlusskurs
2015. Am Ende des Berichtszeitraums notierte der EURO STOXX Automobiles & Parts bei
406 Punkten und lag damit um 25,1% unter dem letzten Kurs des Jahres 2015. Im Zeitraum April bis Juni 2016 folgten die Kurse der Vorzugsaktie und der Stammaktie
der Volkswagen AG insgesamt dem rückläufigen Marktumfeld. Gründe dafür waren Spekulationen
über die Auswirkungen der Abgasthematik und allgemeine Konjunkturdaten. Im April trugen
die Nachricht über eine Grundsatzvereinbarung in den USA im Zusammenhang mit der Dieselthematik
und die Veröffentlichung des Geschäftsberichts des Volkswagen Konzerns zur Stabilisierung
der Kurse bei. Die Vorstellung der neuen Strategie "TOGETHER - Strategie 2025" im
Rahmen einer Pressekonferenz und die Mitteilung, dass Volkswagen Vergleichsvereinbarungen
in den USA erzielte, stützten die Kurse im Juni in einem verunsicherten Marktumfeld. Die Vorzugsaktie der Volkswagen AG erreichte mit 137,95€ am 30. Mai 2016 ihren höchsten
Tagesschlusskurs im ersten Halbjahr. Ihren niedrigsten Schlusskurs im Zeitraum Januar
bis Juni 2016 notierte sie am 11. Februar 2016 mit 94,00€. Am letzten Handelstag des
Halbjahres verzeichnete die Vorzugsaktie einen Kurs von 108,30€ und lag damit um 19,0%
unter dem Schlusskurs 2015. Die Volkswagen Stammaktie verzeichnete am 28. April 2016
mit 141,85€ ihren höchsten Tagesschlusskurs im Berichtszeitraum. Sie beendete den
Handelstag am 11. Februar 2016 mit 108,95€ am niedrigsten. Die Stammaktie schloss
am 30. Juni 2016 bei 120,40€ und lag damit um 15,4% unter dem Stand vom Jahresende
2015. Angaben und Erläuterungen zum Ergebnis je Aktie finden Sie im Anhang des Konzern-Zwischenabschlusses.
Weitere Daten zur Volkswagen Aktie sowie Nachrichten, Berichte und Präsentationen
zum Unternehmen sind auf der Internetseite www.volkswagenag.com/ir abrufbar. AKTIENKURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2014 BIS JUNI 2016Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2014 = 100![]() GeschäftsverlaufGESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGDie Weltwirtschaft verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 ein moderates
Wachstum. Dabei ließ die Dynamik sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenländern
im Vergleich zum Gesamtjahr 2015 leicht nach. Die relativ geringen Preise für Energie
und Rohstoffe beeinträchtigten die Wirtschaft einzelner davon abhängiger Exportländer. In Westeuropa setzte sich die wirtschaftliche Erholung im Berichtszeitraum fort. Während
die nordeuropäischen Länder in Summe ein solides Wirtschaftswachstum aufwiesen, zeigten
die Expansionsraten in Südeuropa ein eher heterogenes Bild. Einschneidend wirkte das
im Juni 2016 durchgeführte Referendum in Großbritannien, bei dem eine knappe Mehrheit
für den Austritt aus der EU votierte. Als unmittelbare Folgen daraus wurden Verunsicherungen
auf den Finanzmärkten sowie eingetrübte Wachstumsaussichten für Großbritannien und
Europa insgesamt registriert. Die deutsche Wirtschaft profitierte weiter von der positiven Stimmung der Konsumenten
und der guten Lage am Arbeitsmarkt und setzte im ersten Halbjahr 2016 ihr Wachstum
fort. In Zentraleuropa hielt die positive Entwicklung der Konjunktur im Berichtszeitraum
an. Der andauernde Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sowie die niedrigen
Energiepreise wirkten insgesamt negativ auf die Situation in Osteuropa. Die russische
Wirtschaftsleistung ging gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum weiter zurück. Südafrika litt im ersten Halbjahr 2016 unter einer starken Dürre, strukturellen Defiziten
und politischen Verwerfungen; dies wirkte dämpfend auf das Bruttoinlandsprodukt. Die US-Wirtschaft setzte ihr Wachstum von Januar bis Juni 2016 bei nachlassender Dynamik
fort. Wesentliche Impulse kamen vom privaten Konsum, während sich die Exporte und
die privaten Anlageinvestitionen schwach entwickelten. In Kanada erreichte die Expansionsrate
das vergleichsweise niedrige Niveau des Vorjahres, die mexikanische Wirtschaft wuchs
dagegen stärker als in den vorangegangenen Quartalen. Brasiliens Wirtschaft verharrte auch im bisherigen Verlauf des Jahres in einer tiefen
Rezession. Die schwache Inlandsnachfrage, die weltweit verhältnismäßig niedrigen Rohstoffpreise
sowie politische Unsicherheiten belasteten die konjunkturelle Entwicklung. In Argentinien
ging die Wirtschaftsleistung bei anhaltend hoher Inflation zurück. Die chinesische Wirtschaft verlor in den ersten sechs Monaten 2016 vor allem aufgrund
anhaltender struktureller Veränderungen leicht an Schwung, wies aber im globalen Vergleich
eine nach wie vor hohe Expansionsrate auf. Die indische Volkswirtschaft setzte ihren
positiven Trend fort und wuchs etwas kräftiger als im Vorjahr. Das japanische BIP
stieg leicht an, und in der ASEAN-Region zeigte sich das Wachstum weitgehend konstant. DEVISENKURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2014 BIS JUNI 2016Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand31.12.2014 = 100![]() ENTWICKLUNG DER PKW-MÄRKTEIn den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 lag die Zahl der weltweiten Pkw-Neuzulassungen
um 3,1% über dem Wert des Vorjahreszeitraums, die Märkte zeigten sich jedoch regional
unterschiedlich. Während die Nachfrage in Asien-Pazifik, Westeuropa und Nordamerika
sowie in Zentraleuropa im Vergleich zum Vorjahr stieg, lagen die Neuzulassungen in
Südamerika und Osteuropa sowie in Nahost und Afrika unter dem Niveau des ersten Halbjahres
2015. Von Januar bis Juni 2016 setzte der westeuropäische Pkw-Markt seinen Erholungskurs
fort und legte deutlich zu. Die Region profitierte dabei weiterhin insbesondere vom
positiven gesamtwirtschaftlichen Umfeld, niedrigen Zinsen, geringen Kraftstoffpreisen,
einem aufgestauten Ersatzbedarf sowie Kaufanreizen der Hersteller. Zweistellige Zuwachsraten
wiesen die Märkte Italien und Spanien auf. In Frankreich und Großbritannien fiel das
Wachstum im Vergleich dazu geringer aus. In Deutschland entwickelte sich das Pkw-Neuwagengeschäft im ersten Halbjahr 2016 ebenfalls
positiv. Begünstigt durch höhere Realeinkommen und die gute Lage am Arbeitsmarkt stiegen
neben den Neuzulassungen gewerblicher Kunden erstmals seit vier Jahren auch die Käufe
der privaten Halter wieder an. Die Pkw-Nachfrage in der Region Zentral- und Osteuropa war im Berichtszeitraum rückläufig.
Die einzelnen Märkte entwickelten sich jedoch sehr unterschiedlich. Während die Pkw-Verkäufe
in den zentraleuropäischen EU-Ländern überwiegend hohe Zuwächse aufwiesen, setzte
sich der Nachfragerückgang in Osteuropa fort. Vor allem der russische Pkw-Markt verzeichnete
aufgrund der anhaltend schwachen wirtschaftlichen und politisch angespannten Situation
weiter große Verluste. In Südafrika hielt der Abwärtstrend bei den Pkw-Neuzulassungen an. Dies war neben
dem schwachen gesamtwirtschaftlichen Umfeld vor allem auf das niedrige Konsumentenvertrauen
und das hohe Zinsniveau zurückzuführen. Der Automobilmarkt in Nordamerika legte von Januar bis Juni 2016 im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum weiter zu. Die Verkaufszahlen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen
(bis 6,35 t) in den USA erreichten den höchsten Wert in einer ersten Jahreshälfte
seit 2001. Hauptursachen für die weiterhin stabile Absatzlage waren insbesondere das
hohe Verbrauchervertrauen, die gute Beschäftigungssituation sowie weiterhin attraktive
Finanzierungskonditionen und niedrige Kraftstoffpreise. Von den günstigen Rahmenbedingungen
profitierten vor allem Fahrzeuge aus den SUV-, Pickup- und Van-Segmenten. Dagegen
lag die Nachfrage nach Stufenheck- und Kurzhecklimousinen erneut unter dem Vorjahreswert.
Die Automobilmärkte in Kanada und Mexiko verzeichneten ebenfalls einen Anstieg und
erreichten jeweils neue Höchststände für ein erstes Halbjahr. Die Märkte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in der Region Südamerika entwickelten
sich im ersten Halbjahr 2016 insgesamt weiter stark rückläufig. Verantwortlich dafür
war insbesondere der Nachfrageeinbruch in Brasilien auf das niedrigste Niveau seit
2006. Die anhaltende Rezession, verbunden mit hoher Arbeitslosigkeit, gesunkenen Realeinkommen
und einer restriktiven Kreditvergabe, führte hauptsächlich zu der fortdauernden Absatzkrise.
Dagegen nahmen die Zulassungen von Neufahrzeugen in Argentinien gegenüber dem vergleichsweise
niedrigen Vorjahresniveau zu. Begünstigt wurde der Nachfrageanstieg durch Preisnachlässe sowie attraktive Finanzierungskonditionen
der Hersteller. In der Region Asien-Pazifik wies das Pkw-Gesamtmarktvolumen in den ersten sechs Monaten 2016 das größte absolute Wachstum auf. In China wurde dabei mit deutlichem Abstand die höchste Steigerung der Verkäufe registriert. Positiv wirkte weiterhin die zum 1. Oktober 2015 eingeführte Steuererleichterung bei der Anschaffung von Fahrzeugen bis 1,6 l Hubraum sowie die anhaltend hohe Nachfrage nach günstigen Einstiegsmodellen im SUV-Segment. In Indien lagen die Pkw-Verkäufe im Berichtszeitraum über dem Vorjahreswert. Die positive Entwicklung war vor allem auf das anhaltende Wirtschaftswachstum, die günstigen Rohölpreise sowie auf eine Vielzahl neuer Modelle zurückzuführen. In Japan war die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2016 weiter rückläufig. Der Abwärtstrend schwächte sich im zweiten Quartal jedoch deutlich ab, da das Vorjahresniveau aufgrund der seit dem 1. April 2015 wirksamen Steuererhöhung auf Mini-Fahrzeuge (bis 660 cm3 Hubraum) bereits schwächer war. Malaysia, einer der größten Märkte im ASEAN-Raum, war im Berichtszeitraum im Vergleich
zum Vorjahr rückläufig. ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR NUTZFAHRZEUGEIm ersten Halbjahr 2016 lag die weltweite Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen leicht
über dem Vorjahresniveau. In Westeuropa nahmen die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr merklich zu. Grund
dafür war die positive wirtschaftliche Entwicklung. In Deutschland lag die Nachfrage
im Berichtszeitraum moderat über dem Niveau der Vergleichsperiode 2015. Das Zulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen in Zentral- und Osteuropa verzeichnete
gegenüber dem Vorjahr eine spürbare Steigerung. Aufgrund der anhaltenden politischen
und wirtschaftlichen Spannungen in Russland kam es dort in den Monaten Januar bis
Juni 2016 zu einem moderaten Rückgang der Zulassungen. Für Nord- und Südamerika berichten wir über den "light vehicle market" im Bereich
der Pkw-Märkte. Darin sind sowohl Pkw als auch leichte Nutzfahrzeuge enthalten. In der Region Asien-Pazifik war die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen merklich
höher als ein Jahr zuvor. In China, dem dominierenden Markt der Region, lag das Zulassungsvolumen
über dem Niveau des Vorjahres. In Indien verzeichnete die Anzahl neu zugelassener
Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr eine starke Steigerung. Zu einem Rückgang der Neuzulassungen
kam es in Japan. Die Fahrzeugzulassungen im ASEAN-Raum lagen auf dem Vorjahresniveau. Die weltweite Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw mit einem Gesamtgewicht
von mehr als 6 t lag im Zeitraum Januar bis Juni 2016 über dem Niveau der Vergleichsperiode. Die positive wirtschaftliche Entwicklung in Westeuropa führte zu einem signifikanten
Anstieg der Nachfrage; hohe Zuwachsraten bei den Zulassungen verzeichneten Italien,
Frankreich und die Niederlande. Im ersten Halbjahr 2016 lagen die Neuzulassungen in
Deutschland, dem größten Markt Westeuropas, spürbar über dem Wert des Vorjahres. Höhere
Investitionen sowie ein leichter Anstieg des Exports wirkten sich dort positiv auf
die Branche aus. In der Region Zentral- und Osteuropa war die Anzahl neuzugelassener Fahrzeuge deutlich
höher als ein Jahr zuvor. Während die wirtschaftliche Entwicklung in der Region insgesamt
positiv war, sorgten die angespannte wirtschaftliche und politische Situation, die
Währungsschwäche sowie erschwerte Finanzierungsbedingungen in Russland für eine gegenüber
dem Vorjahr geringere Nachfrage. Die nachlassende Dynamik der US-Wirtschaft wirkte sich in Nordamerika auf den Lkw-Markt
aus: Nach den hohen Wachstumsraten in 2015 lagen die Fahrzeugzulassungen leicht unter
dem Vorjahresniveau. Auch auf dem US-amerikanischen Markt lag das Zulassungsvolumen
in den ersten sechs Monaten 2016 leicht unter dem Niveau des Vorjahres. In Südamerika waren die Zulassungen erheblich unter dem Wert des Vorjahres. Infolge
der anhaltend schwachen Wirtschaftsleistung und der hohen Inflationsraten lag die
Lkw-Nachfrage in Brasilien, dem größten Markt der Region, beträchtlich unter dem Niveau
des Vergleichszeitraums. In den Monaten Januar bis Juni 2016 kam es in Argentinien
aufgrund von Vorzieheffekten in 2015 durch die Einführung der Emissionsnorm Euro-5
zu einem starken Rückgang der Anzahl neu zugelassener Fahrzeuge. Die Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw verzeichnete in der Region Asien-Pazifik
- ohne Berücksichtigung des chinesischen Marktes - im Vergleich zum Vorjahr einen
deutlichen Anstieg. In Indien setzte sich im ersten Halbjahr 2016 die positive wirtschaftliche
Entwicklung fort. Der Ersatzbeschaffungsbedarf sowie das verbesserte Investitionsklima
sorgten dort für einen signifikanten Anstieg des Zulassungsvolumens. Auf dem weltgrößten
Lkw-Markt China stiegen die Zulassungen gegenüber dem schwachen Vorjahresniveau deutlich
an. Die Nachfrage nach Bussen lag in den ersten sechs Monaten 2016 auf den für den Volkswagen
Konzern relevanten Märkten signifikant unter dem Niveau des Vorjahres. ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR POWER ENGINEERINGDie Märkte für Power Engineering unterliegen unterschiedlichen regionalen und konjunkturellen
Einflüssen, weshalb die jeweiligen Geschäftsverläufe meist unabhängig voneinander
sind. Im Marinemarkt verschärfte sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 die bereits
im Verlauf des Jahres 2015 spürbar zurückhaltende Bestelltätigkeit weiter. Aufgrund
der im Markt vorhandenen Überkapazitäten und damit verbundenen niedrigen Frachtraten
im Transportbereich war in den betroffenen Marktsegmenten Containerschiffe, Tanker
und Schüttgutfrachter keine Erholung spürbar. Weiterhin positiv entwickelte sich jedoch
die Nachfrage nach Kreuzfahrtschiffen, Passagierfähren und Behördenschiffen. Der zuletzt
leicht gestiegene Rohölpreis konnte sich noch nicht positiv auf den Markt für Offshore-Schiffe
auswirken. Der Markt für Energieerzeugung zeigte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
auf niedrigem Niveau stabil. Es bestand ein unverändert hoher Bedarf an Energielösungen
mit starker Tendenz hin zu höherer Flexibilität und dezentraler Verfügbarkeit. Dabei
hielt der Trend weg von schwerölbetriebenen Kraftwerken hin zu mit Dual-Fuel sowie
mit Gas betriebenen Kraftwerken an. Aufgrund des weiterhin gedämpften wirtschaftlichen
Wachstums in wichtigen Schwellen- und Entwicklungsländern sowie den unverändert schwierigen
Finanzierungsbedingungen auf der Kundenseite sind insbesondere bei größeren Projekten
teilweise erhebliche Verzögerungen bei der Auftragsvergabe zu verzeichnen. Die Aktivitäten im Neubau von Turbomaschinen sind wesentlich durch weltweite Investitionsprojekte
in der Öl-, Gas- und Prozessindustrie sowie in der Stromerzeugung geprägt. Insgesamt
war der Markt für Turbomaschinen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf
niedrigem Niveau nochmals leicht rückläufig. In der Öl- und Gasindustrie lagen die
Projektvolumina durch den stark gefallenen Ölpreis weiterhin auf niedrigem Niveau.
Die moderate Ölpreissteigerung der vergangenen Monate hat auch im Turbomaschinengeschäft
noch nicht zu einer Wiederbelebung geführt. Auch die Nachfrage in der Prozessindustrie
und in der Stromerzeugung war im ersten Halbjahr des Jahres 2016 insgesamt schwach.
Der Wettbewerbs- und Preisdruck hat sich dadurch nochmals verstärkt. Der After-Sales-Markt hat sich insgesamt positiv entwickelt. Dabei profitierte insbesondere
das After-Sales-Geschäft mit Dieselmotoren in der Marine- und Kraftwerkssparte von
einem steigenden Interesse an langlaufenden Wartungsverträgen. ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR FINANZDIENSTLEISTUNGENIn den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 wurden automobile Finanzdienstleistungen
weiterhin auf hohem Niveau nachgefragt. Leichte Wachstumsimpulse hat dabei der im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsene Pkw-Gesamtmarkt gegeben. In Europa hat der Markt für automobile Finanzdienstleistungen von den gestiegenen
Fahrzeugverkäufen insbesondere in Westeuropa profitiert. Die negativen Auswirkungen
aus dem weiterhin rückläufigen Absatzvolumen in Russland konnten dadurch kompensiert
werden. Der Anteil an finanzierten oder geleasten Neuwagen lag weiterhin auf hohem
Niveau; die positive Nachfrageentwicklung nach Versicherungen und After-Sales-Produkten
wie Inspektionsverträgen, Wartungs- und Verschleißverträgen hat sich auch im zweiten
Quartal fortgesetzt. In Deutschland lag die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen rund um das Automobil
erneut über dem Niveau des Vergleichszeitraums. Wesentlicher Treiber war das Geschäftskundensegment;
insbesondere die Nachfrage im Bereich After-Sales verzeichnete bei Produkten wie Inspektionsverträgen
sowie Wartungs- und Verschleißverträgen einen signifikanten Anstieg. In Südafrika zeigte sich die Nachfrage nach Versicherungs- und After-Sales-Produkten
stabil. Auf dem US-amerikanischen Markt wurden automobile Finanzdienstleistungsprodukte, insbesondere
Leasing, unverändert auf hohem Niveau nachgefragt. In Mexiko stieg die Nachfrage nach
Finanzdienstleistungsprodukten verglichen mit dem Vorjahr. Die makroökonomische sowie politische Situation in Brasilien blieb angespannt. Die
sich weiterhin verschlechternden Rahmenbedingungen wirkten sich entsprechend negativ
auf das Verbraucherkreditgeschäft für Neuwagen sowie den Absatz des landesspezifischen
Finanzdienstleistungsprodukts Consorcio - eine Kombination aus Sparplan und Lotterie
- aus. Innerhalb der Region Asien-Pazifik hat sich die Nachfrage nach automobilen Finanzdienstleistungen
unterschiedlich entwickelt. In China hat sich der Anteil kreditfinanzierter Fahrzeugkäufe
weiter erhöht. Trotz zunehmender Zulassungsbeschränkungen in Ballungsgebieten besteht
insbesondere im Binnenland ein beträchtliches Potenzial, um zusätzliche Neukunden
für automobilbezogene Finanzdienstleistungen zu gewinnen. In den Märkten Japan und
Südkorea stagnierte die Nachfrage nach Finanzdienstleistungsprodukten, während sie
in Australien weiterhin leicht stieg. Der Markt für Finanzdienstleistungen im Nutzfahrzeugbereich entwickelte sich in Europa
weiterhin positiv. In Brasilien dagegen führten die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
zu einem weiteren Rückgang des Lkw- und Busabsatzes, wodurch auch der Markt für Finanzdienstleistungen
negativ beeinflusst wurde. AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNSIm ersten Halbjahr 2016 übergab der Volkswagen Konzern 5.116.819 Fahrzeuge an Kunden.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies eine Steigerung um 77.531 Einheiten
beziehungsweise 1,5%. Die Grafik auf Seite 13 veranschaulicht die Entwicklung der
weltweiten Auslieferungen in den Einzelmonaten im Vergleich zum Vorjahr. Im Folgenden
gehen wir auf die Auslieferungen von Pkw sowie auf die Auslieferungen von Nutzfahrzeugen
getrennt ein. AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI*scroll
AUSLIEFERUNGEN VON PKW WELTWEITVon Januar bis Juni 2016 lieferte der Volkswagen Konzern weltweit 4.788.354 Pkw an
Kunden aus und übertraf damit den Höchstwert aus dem Vorjahr um 1,2%. Im gleichen
Zeitraum stieg der Gesamtmarkt um 3,1%. Erfreuliche Steigerungsraten erreichten die
Marken Audi (+5,6%), SKODA (+4,6%) und Porsche (+3,5%). Die Marke Volkswagen Pkw lag
- marktbedingt vor allem in Brasilien und Russland sowie infolge der Abgasthematik
- um 0,7 % unter dem Vorjahreswert. In den Regionen Westeuropa, Zentral- und Osteuropa
sowie in der Region Asien-Pazifik war die Nachfrage nach Pkw aus dem Volkswagen Konzern
höher als im Vorjahr. Die Tabelle auf der nächsten Seite gibt einen Überblick über die Auslieferungen von
Pkw an Kunden nach Märkten im Berichtszeitraum. Nachfolgend erläutern wir die Entwicklung der Verkaufszahlen in den einzelnen Märkten. Auslieferungen in Europa/Übrige MärkteAuf dem wachsenden Pkw-Markt in Westeuropa stieg die Nachfrage nach Fahrzeugen aus
dem Volkswagen Konzern im ersten Halbjahr 2016 um 2,5% auf 1.660.194 Einheiten. Dabei
übertraf die Zahl der verkauften Konzernmodelle auf fast allen Märkten dieser Region
den jeweiligen Vorjahreswert. Die Modelle Audi Q7, Audi R8 Coupé und SKODA Superb
erreichten die größten Steigerungsraten. Hohe Zuwächse erzielte zudem der neue Touran.
Darüber hinaus wurde der neue Tiguan sehr positiv vom Markt aufgenommen und der Bentley
Bentayga feierte als erster Luxus-SUV des Konzerns sein Marktdebüt. Der Pkw-Marktanteil
des Volkswagen Konzerns in Westeuropa belief sich auf 22,1 (23,4)%. In Deutschland lieferten wir von Januar bis Juni dieses Jahres 2,2% mehr Pkw an Kunden
aus als in der Vergleichsperiode des Vorjahres; im gleichen Zeitraum stieg der Gesamtmarkt
um 7,1 %. Besonders beliebt waren die Modelle Polo, Golf, Tiguan, Touran, Passat Variant,
Audi A3 Sportback und SKODA Octavia. In der Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes
führten acht Konzernmodelle ihr jeweiliges Segment an: up!, Polo, Golf, Tiguan, Touran,
Passat, Audi A6 und Porsche 911. Auch von Januar bis Juni 2016 war der Golf der in
Deutschland am häufigsten zugelassene Pkw. Auf den insgesamt rückläufigen Pkw-Märkten der Region Zentral- und Osteuropa stieg
die Nachfrage nach Fahrzeugen aus dem Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum um 6,0%
im Vergleich zum Vorjahr. Kräftige Zuwächse erreichten wir in Tschechien und Polen,
während unsere Verkaufszahlen in Russland aufgrund der weiterhin schwachen wirtschaftlichen
sowie politisch angespannten Situation zurückgingen. Verstärkt nachgefragt wurden
die Modelle Polo, SKODA Rapid und SKODA Octavia. Der Marktanteil des Volkswagen Konzerns
in dieser Region erhöhte sich auf 22,3 (20,3)%. In Südafrika gingen die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns in den ersten
sechs Monaten dieses Jahres um 7,0% zurück; der Gesamtmarkt sank im gleichen Zeitraum
deutlicher um 10,4%. Auslieferungen in NordamerikaIn Nordamerika übergab der Volkswagen Konzern bei einem wachsenden Gesamtmarkt für
Pkw und leichte Nutzfahrzeuge im Berichtszeitraum 1,7% weniger Fahrzeuge an Kunden
als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Marktanteil des Konzerns belief sich
auf 4,3 (4,5)%. Das am meisten verkaufte Modell des Konzerns in Nordamerika blieb
der Jetta. Auf dem US-amerikanischen Markt lieferte der Volkswagen Konzern im ersten Halbjahr
2016 vor allem infolge der Dieselthematik im Vergleich zum Vorjahr 7,2 % weniger Fahrzeuge
an Kunden aus. Der Gesamtmarkt stieg im gleichen Zeitraum um 1,5%. Gefragt waren dabei
vor allem Modelle aus den SUV-, Pickup- und Van-Segmenten. Eine positive Entwicklung
der Nachfrage verzeichneten die Modelle Tiguan, Audi A3 Sportback, Audi Q3, Audi Q7
und Porsche Macan. In Kanada verkaufte der Volkswagen Konzern bei einem weiter wachsenden Gesamtmarkt
im Berichtszeitraum insbesondere infolge der Dieselthematik 5,3% weniger Fahrzeuge
als im Vorjahr. Die Nachfrage nach den Modellen Golf, Audi TT Coupé, Audi Q3 und Audi
Q7 entwickelte sich dabei positiv. Der mexikanische Gesamtmarkt entwickelte sich in den ersten sechs Monaten 2016 weiter
sehr dynamisch. Der Volkswagen Konzern steigerte dort die Zahl seiner Auslieferungen
an Kunden im gleichen Zeitraum um 16,4%. Besonders beliebt waren die Modelle Gol,
Vento, Jetta und SEAT Ibiza. AUSLIEFERUNGEN VON PKW AN KUNDEN NACH MÄRKTEN VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI*scroll
AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS NACH MONATENin Tsd. Fahrzeuge![]() Auslieferungen in SüdamerikaAuch im ersten Halbjahr 2016 waren die Märkte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in
Südamerika von sehr herausfordernden Rahmenbedingungen und hoher Wettbewerbsintensität
geprägt. Auf den insgesamt stark rückläufigen Gesamtmärkten dieser Region sank die
Nachfrage nach Fahrzeugen aus dem Volkswagen Konzern in diesem Zeitraum um 26,8% unter
den bereits schwachen Vorjahreswert. Der Pkw-Marktanteil des Konzerns in Südamerika
lag bei 11,9 (13,2)%. Auf dem von massiven Rückgängen gekennzeichneten brasilianischen Markt übergaben wir
im Berichtszeitraum 34,2% weniger Fahrzeuge an Kunden als im Vorjahr. Am stärksten
nachgefragt waren die Modelle up!, Fox, Gol und Saveiro. Der argentinische Markt erholte sich im zweiten Quartal 2016 und lag am Ende des ersten
Halbjahres über dem niedrigen Vorjahresniveau. Die Verkäufe des Volkswagen Konzerns
gingen von Januar bis Juni 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 7,6% zurück. Die am meisten
nachgefragten Konzernmodelle in Argentinien waren Gol und Suran. Auslieferungen in Asien-PazifikIn der Region Asien-Pazifik lieferte der Volkswagen Konzern in den ersten sechs Monaten
dieses Jahres 5,1% mehr Fahrzeuge an Kunden aus als im Vorjahr. Im gleichen Zeitraum
wuchs der Gesamtmarkt etwas stärker; der Marktanteil des Konzerns in dieser Region
belief sich auf 12,4 (12,5)%. Der chinesische Pkw-Markt entwickelte sich im Berichtszeitraum besser als im Vorjahr
und war erneut der Wachstumsträger der Region Asien-Pazifik. Im Vergleich zur Vorjahresperiode
stieg die Nachfrage nach Konzernmodellen in China um 6,9%. Besonders gefragt waren
die Modelle Jetta, Lavida, Sagitar und Santana. Neu in den Markt eingeführt wurden
die neuen Versionen der Modelle Bora, Touran, Passat und Audi A6 L sowie der lokal
produzierte Golf Sportsvan. Von Januar bis Juni 2016 übergaben wir auf dem wachsenden indischen Pkw-Markt 16,8%
weniger Fahrzeuge an Kunden als im Vorjahr. Der Polo war das am meisten nachgefragte
Konzernmodell; darüber hinaus war der SKODA Rapid sehr gefragt. In Japan lieferten wir im ersten Halbjahr 2016 bei einem rückläufigen Gesamtmarkt
12,0% weniger Fahrzeuge an Kunden aus als im Vorjahreszeitraum. Die Nachfrage nach
den Modellen Touran, Passat und Audi TT Coupé entwickelte sich positiv. AUSLIEFERUNGEN VON NUTZFAHRZEUGENDer Volkswagen Konzern lieferte im ersten Halbjahr 2016 weltweit insgesamt 328.465
Nutzfahrzeuge aus und übertraf damit den Vergleichswert des Vorjahres um 5,9%. Die
Lkw-Verkäufe stiegen auf 82.074 Fahrzeuge; dies waren 4,2 % mehr als ein Jahr zuvor.
Die Auslieferungen von Bussen verzeichneten einen Rückgang um 6,2% auf 7.567 Einheiten.
Mit 238.824 Einheiten übertraf Volkswagen Nutzfahrzeuge die Verkäufe in der Vergleichsperiode
um 7,0%. Scania übergab im Berichtszeitraum 40.310 Fahrzeuge an Kunden (+9,0%). MAN
verkaufte 49.331 Einheiten; ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert um 1,1 %. Auf den westeuropäischen Märkten lagen die Nutzfahrzeug-Auslieferungen des Volkswagen
Konzerns in den Monaten Januar bis Juni 2016 bei 211.168 Einheiten; dies waren 10,1%
mehr als im Vorjahr. Es wurden dort 164.884 leichte Nutzfahrzeuge, 44.102 Lkw und
2.182 Busse verkauft. Grund für diese Entwicklung war die anhaltende Erholung der
Wirtschaft. Die Konzernmodelle mit der größten Nachfrage waren der Transporter und
der Caddy. In den Märkten Zentral- und Osteuropas erhöhte sich die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen
um 14,8% auf 30.457 Einheiten, davon entfielen 16.720 auf leichte Nutzfahrzeuge, 13.277
auf Lkw und 460 auf Busse. Der Transporter und der Caddy wurden hier am meisten nachgefragt.
Die anhaltend schwierige wirtschaftliche und politische Situation sorgte in Russland
für rückläufige Auslieferungszahlen. Dort beliefen sich die Verkäufe auf 4.358 Einheiten
(-7,6%). Im ersten Halbjahr 2016 war das Verkaufsvolumen des Volkswagen Konzerns auf den Übrigen
Märkten mit 33.869 Fahrzeugen um 7,9% geringer als der Vergleichswert des Vorjahres.
Es wurden 24.549 leichte Nutzfahrzeuge, 8.137 Lkw und 1.183 Busse an Kunden übergeben. In Nordamerika stiegen die Verkäufe auf 4.687 Einheiten und übertrafen damit den Vergleichswert
des Vorjahres um 17,6%. Unter den verkauften Einheiten waren 3.541 leichte Nutzfahrzeuge,
368 Lkw und 778 Busse. Die Auslieferungen erfolgten insbesondere in Mexiko. Auf den südamerikanischen Märkten sank die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen des Volkswagen
Konzerns um 8,5% auf 30.979 Fahrzeuge; davon entfielen 18.040 auf leichte Nutzfahrzeuge,
11.053 auf Lkw und 1.886 auf Busse. Besonders beliebt war der Amarok. In Brasilien
waren die Auslieferungen aufgrund des anhaltend schwierigen makroökonomischen Umfelds
und der erschwerten Finanzierungsbedingungen mit 14.093 Einheiten um 21,1% geringer
als ein Jahr zuvor. Es wurden dort 4.723 leichte Nutzfahrzeuge, 8.414 Lkw und 956
Busse an Kunden übergeben. Der Volkswagen Konzern lieferte in der Region Asien-Pazifik insgesamt 17.305 Nutzfahrzeuge
(+1,4%) aus: 11.090 leichte Nutzfahrzeuge, 5.137 Lkw und 1.078 Busse. Der Amarok und
der Transporter wurden am stärksten nachgefragt. AUSLIEFERUNGEN VON NUTZFAHRZEUGEN AN KUNDEN NACH MÄRKTEN VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI*scroll
*
Die Auslieferungen von 2015 wurden aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert. AUSLIEFERUNGEN IM SEGMENT POWER ENGINEERINGIm Regelfall sind Aufträge im Segment Power Engineering Teil größerer Investitionsprojekte,
für die Lieferzeiten von knapp einem Jahr bis hin zu mehreren Jahren und Teillieferungen
nach Baufortschritt typisch sind. Die Umsatzerlöse aus dem Neubaugeschäft folgen daher
der Entwicklung der Auftragseingänge mit entsprechendem zeitlichen Versatz. Hauptumsatzträger des Segments Power Engineering waren im Zeitraum Januar bis Juni
2016 Engines & Marine Systems sowie Turbomachinery, die zusammen knapp drei Viertel
der gesamten Umsatzerlöse erzielten. FINANZDIENSTLEISTUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNSIm Konzernbereich Finanzdienstleistungen bündeln wir die Händler- und Kundenfinanzierung,
das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagement sowie Mobilitätsangebote
des Volkswagen Konzerns. Der Konzernbereich umfasst die Volkswagen Finanzdienstleistungen
sowie die Finanzdienstleistungsaktivitäten von Scania, Porsche und Porsche Holding
Salzburg. Im ersten Halbjahr 2016 wurden die Produkte und Services des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen
weiterhin stark nachgefragt. Die Zahl der Neuverträge im Finanzierungs-, Leasing-,
Service- und Versicherungsgeschäft lag mit weltweit 3,5 Mio. Kontrakten um 15,4% über
dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Gesamtvertragsbestand zum 30. Juni 2016 übertraf
mit 16,7 Mio. Einheiten den Wert vom Jahresende 2015 (+5,2%). Die zugrunde gelegten
Vertragsarten wurden ihrer Bedeutung entsprechend angepasst. Der Anteil der geleasten
oder finanzierten Fahrzeuge an den Auslieferungen des Konzerns (Penetrationsrate)
in den Märkten des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen belief sich im Berichtszeitraum
auf 32,7 (29,7)%. Die Anzahl der unterzeichneten Neuverträge in Europa/Übrige Märkte lag im Zeitraum
Januar bis Juni 2016 bei 2,6 Mio. Einheiten und übertraf damit den Vergleichswert
des Vorjahres um 18,4%. Zum 30. Juni 2016 erhöhte sich der Gesamtvertragsbestand auf
11,9 Mio. Kontrakte; dies waren 5,7% mehr als am Jahresende 2015. Davon waren 5,7
Mio. Verträge (+3,8%) dem Bereich Kundenfinanzierung und Leasing zuzurechnen. In Nordamerika belief sich der Vertragsbestand Ende Juni 2016 auf 2,6 Mio. Kontrakte
und lag damit um 5,4% über dem Wert vom 31. Dezember 2015. Auf den Bereich Kundenfinanzierung
und Leasing entfielen 1,8 Mio. Verträge, eine Steigerung gegenüber dem Stand zum Jahresende
2015 um 3,8%. Die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge stieg im Vergleich zum Vorjahr
um 9,0% auf 466 Tsd. Kontrakte. Im ersten Halbjahr 2016 wurden in Südamerika 102 Tsd. neue Kontrakte abgeschlossen,
dies waren 25,0% weniger als im Vorjahr. Der Gesamtvertragsbestand zum 30. Juni 2016
lag mit 719 Tsd. Kontrakten um 7,1% unter dem Wert vom 31. Dezember 2015. Die Verträge
betrafen überwiegend den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing. Im Raum Asien-Pazifik beliefen sich die neuen Vertragsabschlüsse auf 328 Tsd. Kontrakte
(+21,8%). Der Gesamtvertragsbestand lag am Ende des ersten Halbjahres 2016 mit 1,4
Mio. Kontrakten um 7,0% über dem Wert vom 31. Dezember 2015. Dabei entfielen 1,1 Mio.
Verträge auf den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing, eine Steigerung um 9,1% im
Vergleich zum Vorjahresende. ABSATZ AN DIE HANDELSORGANISATIONDer Absatz des Volkswagen Konzerns (einschließlich der chinesischen Joint Ventures)
an die Handelsorganisation belief sich im ersten Halbjahr 2016 auf 5.199.195 Fahrzeuge.
Das waren 2,1% mehr als im Vorjahreszeitraum. Dazu trug insbesondere die höhere Nachfrage
in West- und Zentraleuropa sowie in China bei, die Volumenrückgänge insbesondere in
Brasilien mehr als kompensieren konnte. Der Auslandsabsatz nahm im Berichtszeitraum
um 2,2 % zu. Im Vorjahresvergleich stieg der Absatz im Inland um 1,6%. Die Inlandsquote
als Anteil am Gesamtabsatz lag mit 13,1 (13,1)% auf dem Niveau des Vorjahres. PRODUKTIONVon Januar bis Juni 2016 fertigte der Volkswagen Konzern insgesamt 5.268.086 Fahrzeuge
und lag damit 0,9% unter dem Vorjahresniveau. Die Produktion im Inland stieg um 0,8%
auf 1.405.429 Einheiten. Die Inlandsquote erhöhte sich auf 26,7 (26,3)%. LAGERBESTÄNDEDie weltweiten Lagerbestände bei den Konzerngesellschaften und in der Handelsorganisation
waren am 30. Juni 2016 über dem Stand zum Jahresende 2015 und über dem Niveau vom
30. Juni 2015. BELEGSCHAFTAm Ende des ersten Halbjahres 2016 beschäftigte der Volkswagen Konzern 591.867 aktive
Mitarbeiter; weitere 5.936 Mitarbeiter waren in der passiven Phase der Altersteilzeit.
Zusätzlich befanden sich 15.822 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis. Am
Ende des zweiten Quartals 2016 stieg die weltweite Gesamtbelegschaft des Volkswagen
Konzerns im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 0,6% auf 613.625 Mitarbeiter. Der Anstieg
resultierte im Wesentlichen aus dem Personalaufbau in den neuen Werken in Mexiko und
Polen sowie aus der Einstellung von Fachkräften. Mit 278.076 Arbeitnehmern waren im
Inland 0,2 % weniger Mitarbeiter beschäftigt als am Jahresende 2015. Die Inlandsquote
sank auf 45,3 (45,7)%. ZWISCHENLAGEBERICHTErtrags-, Finanz- und VermögenslageÄNDERUNG DER BERICHTSSTRUKTURAus der Neuordnung des Volkswagen Konzerns resultiert eine leicht veränderte Struktur
der finanziellen Berichterstattung: Im Konzernbereich Automobile wird seit 1. Januar
2016 der bisherige zusammengefasste Bereich Nutzfahrzeuge/Power Engineering entsprechend
der Segmentberichterstattung getrennt nach Bereich Nutzfahrzeuge und Bereich Power
Engineering dargestellt. Der Konzernbereich Automobile gliedert sich somit in die
drei Bereiche Pkw, Nutzfahrzeuge und Power Engineering. Der Konzernbereich Finanzdienstleistungen
bleibt unverändert und entspricht dem Segment Finanzdienstleistungen. VERKAUF VON LEASEPLANIm Januar 2016 wurden die letzten Genehmigungen für den Verkauf von LeasePlan an ein
internationales Investorenkonsortium durch die zuständigen Behörden erteilt. Die rechtliche
Übertragung der LeasePlan-Anteile an das Konsortium wurde am 21. März 2016 vollzogen.
Aus der Transaktion ergab sich für den Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum ein
positiver Effekt auf die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts und die Netto-Liquidität
von 2,2 Mrd.€ sowie unter Berücksichtigung des abgehenden At-Equity-Anteils ein Ertrag
in Höhe von 0,2 Mrd.€, der im Finanzergebnis ausgewiesen wird. SONDEREINFLÜSSEIm Berichtszeitraum beliefen sich die Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der Dieselthematik
im Wesentlichen bedingt durch höhere Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen
für Rechtsrisiken auf -1,6 Mrd. €. Infolge der Ausweitung des in den USA und Kanada für alle betroffenen Automobilproduzenten
behördlich angeordneten Austauschs von möglicherweise fehlerbehafteten zugelieferten
Airbags des Herstellers Takata waren zusätzliche Vorsorgen zu bilden. Die Sondereinflüsse
im Operativen Ergebnis beliefen sich im Zeitraum Januar bis Juni 2016 hieraus auf
-0,2 Mrd. €. Restrukturierungsmaßnahmen im Lkw-Bereich in Südamerika, die der nachhaltigen Stärkung
der Wettbewerbsfähigkeit dienen (-0,1 Mrd.€), sowie Vorsorgen für Rechtsrisiken im
Rahmen des Lkw-Kartellverfahrens der Europäischen Kommission (-0,4 Mrd.€) führten
im Berichtszeitraum in Summe zu Sondereinflüssen von -0,5 Mrd.€ im Bereich Nutzfahrzeuge. Insgesamt ergaben sich im ersten Halbjahr 2016 im Operativen Ergebnis negative Sondereinflüsse
in Höhe von 2,2 Mrd. €. ERTRAGSLAGE DES KONZERNSIn den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 lagen die Umsatzerlöse des Volkswagen
Konzerns mit 107,9 (108,8) Mrd.€ auf dem Niveau des Vorjahres. Positive Mixeffekte
und die gute Geschäftsentwicklung im Konzernbereich Finanzdienstleistungen standen
einer negativen Wechselkursentwicklung und einem ohne die chinesischen Joint Ventures
geringeren Fahrzeugabsatz entgegen. Der Volkswagen Konzern erwirtschaftete 79,0 (79,2)%
seiner Umsatzerlöse im Ausland. Das Bruttoergebnis war im Zeitraum Januar bis Juni 2016 mit 21,1 (21,7) Mrd.€ niedriger
als ein Jahr zuvor. Die Bruttomarge belief sich auf 19,6 (19,9)%; ohne Belastungen
aus Sondereinflüssen lag die Bruttomarge bei 20,3 %. ERTRAGSLAGE IN DEN BEREICHEN PKW, NUTZFAHRZEUGE UND POWER ENGINEERING VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNIscroll
OPERATIVES ERGEBNIS VOR SONDEREINFLÜSSEN NACH QUARTALENVolkswagen Konzern in Mio. €![]() Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen lag mit 7,5 (7,0) Mrd.€ über Vorjahr,
die operative Rendite vor Sondereinflüssen belief sich auf 7,0 (6,4)%. Neben Produktkostenoptimierungen
hatten Mixverbesserungen einen positiven Einfluss, während Wechselkurs- und Volumeneffekte
negativ wirkten. Sondereinflüsse insbesondere aus Rechtsrisiken belasteten das Operative
Ergebnis in Höhe von -2,2 (-0,2) Mrd.€; davon entfielen -1,7 Mrd.€ auf den Bereich
Pkw und -0,5 (-0,2) Mrd.€ auf den Bereich Nutzfahrzeuge. Infolgedessen verfehlte das
Operative Ergebnis des Volkswagen Konzerns im ersten Halbjahr 2016 mit 5,3 Mrd.€ den
Vergleichswert des Vorjahres um 1,5 Mrd. €. Die operative Rendite ging auf 4,9 (6,3)%
zurück. Das Finanzergebnis nahm um 1,4 Mrd.€ auf -0,5 Mrd.€ ab; der Rückgang resultierte vor
allem aus bewertungsbedingt gestiegenen Finanzierungsaufwendungen, unter Vorjahr liegenden
At-Equity-Ergebnissen der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen sowie höheren Aufwendungen
aus der stichtagsbezogenen Bewertung derivativer Finanzinstrumente. Einen positiven
Effekt hatte der Ertrag aus dem Verkauf der Anteile an LeasePlan. Mit 4,8 Mrd. € war das Ergebnis vor Steuern des Konzerns infolge der Sondereinflüsse
um 37,2% niedriger als ein Jahr zuvor. Das Ergebnis nach Steuern ging um 2,1 Mrd.
€ auf 3,6 Mrd.€ zurück. Ertragslage im Konzernbereich AutomobileIm Zeitraum Januar bis Juni 2016 erzielte der Konzernbereich Automobile Umsatzerlöse
in Höhe von 92,5 (94,1) Mrd. €. Der Rückgang war im Wesentlichen auf negative Wechselkurs-
und Volumeneffekte zurückzuführen, denen eine positive Mixentwicklung entgegenstand.
In den Bereichen Pkw und Power Engineering gingen die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr
2016 zurück, während sie im Bereich Nutzfahrzeuge leicht über dem Wert des Vorjahreszeitraums
lagen. Da unsere chinesischen Joint Ventures At Equity bilanziert werden, schlägt
sich die Geschäftsentwicklung des Konzerns auf dem chinesischen Pkw-Markt im Wesentlichen
nur in Form von Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen in den Umsatzerlösen
des Konzerns nieder. Die Kosten der Umsatzerlöse gingen gegenüber Vorjahr zurück. Verbesserte Produktkosten
und währungsumrechnungsbedingte Effekte standen Belastungen aus gestiegenen Abschreibungen
infolge des hohen Investitionsvolumens sowie Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der
Dieselthematik und dem Austausch zugelieferter Airbags entgegen. Die Aufwendungen
für Forschung und Entwicklung lagen leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Das Bruttoergebnis
belief sich auf 18,3 (18,7) Mrd. €. Im Berichtszeitraum nahmen die Vertriebskosten im Wesentlichen aufgrund höherer Vermarktungskosten
infolge der Abgasthematik zu; auch ihr Anteil am Umsatz stieg leicht. Die Verwaltungskosten
erhöhten sich etwas, ihr Anteil am Umsatz lag annähernd auf dem Niveau des Vorjahres.
Das Sonstige betriebliche Ergebnis verringerte sich auf -1,1 (-0,3) Mrd.€; Sondereinflüsse
aus der Dieselthematik und dem Bereich Nutzfahrzeuge wirkten belastend. Mit 4,2 Mrd.€ lag das Operative Ergebnis des Konzernbereichs Automobile im ersten
Halbjahr 2016 um 1,5 Mrd. €. unter Vorjahr. Die operative Rendite sank auf 4,5 (6,1)%.
Die darin enthaltenen Sondereinflüsse beliefen sich auf -2,2 (-0,2) Mrd. €. Das Operative
Ergebnis vor Sondereinflüssen des Konzernbereichs Automobile lag bei 6,3 (5,9) Mrd.€,
die operative Rendite vor Sondereinflüssen erhöhte sich auf 6,9 (6,2)%. Produktkostenoptimierungen
und eine vorteilhafte Mixentwicklung konnten negative Wechselkurseffekte und einen
rückläufigen Fahrzeugabsatz sowie höhere Vermarktungskosten mehr als ausgleichen.
Da die Ergebnisse der Joint Ventures im Finanzergebnis At Equity bilanziert werden,
profitieren wir von der Geschäftsentwicklung unserer chinesischen Gemeinschaftsunternehmen
im Operativen Ergebnis im Wesentlichen nur in Form von Lieferungen von Fahrzeugen
und Fahrzeugteilen sowie Lizenzeinnahmen. Das Finanzergebnis war mit -0,5 Mrd.€ um 1,3 Mrd.€ niedriger als ein Jahr zuvor; darin
enthalten waren bewertungsbedingt höhere Finanzierungsaufwendungen, geringere Beteiligungserträge
aus den chinesischen Joint-Venture-Gesellschaften und gestiegene Aufwendungen aus
der stichtagsbezogenen Bewertung derivativer Finanzinstrumente, denen der Ertrag aus
dem Verkauf der Anteile an LeasePlan gegenüberstand. Ertragslage im Konzernbereich FinanzdienstleistungenIm Zeitraum Januar bis Juni 2016 erzielte der Konzernbereich Finanzdienstleistungen
Umsatzerlöse in Höhe von 15,4 Mrd. € und übertraf damit im Wesentlichen aufgrund eines
höheren Geschäftsvolumens den Vergleichswert 2015 um 4,8%. Mit 2,9 (3,0) Mrd.€ lag das Bruttoergebnis aufgrund des anhaltenden Margendrucks und
gestiegener Abschreibungen leicht unter dem Wert des Vorjahres. Die Vertriebskosten waren im Berichtzeitraum auf dem Niveau von 2015 und auch ihr
Anteil am Umsatz blieb nahezu unverändert. Die Verwaltungskosten gingen trotz anhaltender
Belastungen zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen um 3,2 % zurück, ihr Anteil
am Umsatz nahm leicht ab. Das Operative Ergebnis verbesserte sich um 5,1% auf 1,2 Mrd.€, die operative Rendite
lag wie im Vorjahr bei 7,6 (7,6)%. FINANZIELLE SITUATION DES KONZERNSIn den ersten sechs Monaten 2016 lag der Brutto-Cash-flow des Volkswagen Konzerns
mit 15,2 Mrd. € um 16,4% unter dem Vorjahreswert. Die Mittelbindung im Working Capital
war mit 10,1 Mrd.€ um 0,7 Mrd.€ niedriger als im Vorjahr. Der Cash-flow aus dem laufenden
Geschäft ging in der Folge auf 5,1 (7,4) Mrd. € zurück. Im Berichtszeitraum verringerte sich die Investitionstätigkeit aus dem laufenden Geschäft
des Volkswagen Konzerns um 1,8 Mrd.€ auf 5,1 Mrd. €. Innerhalb der Investitionstätigkeit
lagen die Sachinvestitionen (Investitionen in Sachanlagen, Als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien und Immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungskosten) unter
und die aktivierten Entwicklungskosten über dem Niveau des Vorjahres. Die Position
"Erwerb und Verkauf von Beteiligungen" war durch den Mittelzufluss aus dem Verkauf
der LeasePlan-Anteile sowie dem Mittelabfluss für die Beteiligung am Fahrdienstvermittler
GETT beeinflusst. Im ersten Halbjahr 2016 verzeichnete der Konzern einen Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit
von 8,2 (1,3) Mrd. €. Der Zahlungsmittelbestand des Volkswagen Konzerns laut Kapitalflussrechnung
war mit 29,3 Mrd.€ deutlich höher als ein Jahr zuvor. Die Netto-Liquidität des Konzerns lag am 30. Juni 2016 mit -99,5 (-100,5) Mrd.€ auf
dem Niveau des Jahresendes 2015. FINANZIELLE SITUATION IN DEN BEREICHEN PKW, NUTZFAHRZEUGE UND POWER ENGINEERING VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNIscroll
*
Das Vorjahr wurde angepasst. Finanzielle Situation im Konzernbereich AutomobileIm ersten Halbjahr 2016 erwirtschaftete der Konzernbereich Automobile einen Brutto-Cash-flow
in Höhe von 10,5 Mrd. €; der Rückgang um 3,5 Mrd.€ resultierte im Wesentlichen aus
den Sondereinflüssen in den Bereichen Pkw und Nutzfahrzeuge sowie geringeren Dividenden
der chinesischen Joint Ventures. Im Working Capital lag die Mittelbindung mit 0,8
(2,8) Mrd.€ deutlich unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die in den ersten sechs
Monaten 2016 neu erfassten Sondereinflüsse wirkten sich insgesamt im Brutto-Cash-flow
negativ und in der Veränderung des Working Capitals positiv aus. Der Cash-flow aus
dem laufenden Geschäft ging um 1,5 Mrd.€ auf 9,7 Mrd.€ zurück. Im Berichtszeitraum war die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts mit 4,6
(6,8) Mrd.€ deutlich niedriger als ein Jahr zuvor. Die Sachinvestitionen nahmen im
Vergleich zum Vorjahr leicht ab; die Sachinvestitionsquote blieb unverändert bei 4,9
(4,9)%. Die aktivierten Entwicklungskosten erhöhten sich um 0,4 Mrd.€ auf 2,6 Mrd.
€. Wir investierten vornehmlich in unsere Fertigungsstandorte und in Modelle, die
wir in diesem und im kommenden Jahr in den Markt einführen, sowie in die ökologische
Ausrichtung der Modellpalette, die Elektrifizierung des Antriebsstrangs und die modularen
Baukästen. Der Verkauf der LeasePlan-Anteile führte zu einem Mittelzufluss in Höhe
von 2,2 Mrd. €. Der Netto-Cash-flow des Konzernbereichs Automobile stieg im Zeitraum Januar bis Juni
2016 um 0,7 Mrd. € auf 5,1 Mrd. €. In der Finanzierungstätigkeit flossen aufgrund einer im April 2016 von der Volkswagen
AG durchgeführten Eigenkapitalerhöhung bei der Volkswagen Financial Services AG zur
Finanzierung des gestiegenen Geschäftsvolumens und zur Einhaltung aufsichtsrechtlicher
Eigenkapitalanforderungen 0,5 Mrd. € ab. An die Aktionäre der Volkswagen AG wurde
Ende Juni eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringere Dividende von insgesamt
0,1 (2,3) Mrd.€ ausgeschüttet. Die Finanzierungstätigkeit des Konzernbereichs Automobile
berücksichtigt die Aufnahme und Tilgung von Anleihen und anderen Finanzschulden; insgesamt
belief sie sich auf 2,5 (-3,0) Mrd. €. Ende Juni 2016€ übertraf die Netto-Liquidität des Konzernbereichs Automobile mit 28,8
Mrd.€ den Wert vom Jahresende 2015 um 4,3 Mrd. €. Finanzielle Situation im Konzernbereich FinanzdienstleistungenIn den ersten sechs Monaten 2016 verbesserte sich der Brutto-Cash-flow des Finanzdienstleistungsbereichs
im Vergleich zum Vorjahr um 12,5% auf 4,8 Mrd. €. Die Mittelbindung im Working Capital
war mit 9,4 (8,0) Mrd. € höher als im ersten Halbjahr 2015, was insbesondere auf das
gestiegene Geschäftsvolumen zurückzuführen war. Die Investitionstätigkeit des laufenden
Geschäfts belief sich auf 0,5 (0,2) Mrd. €; darin enthalten ist der Anteilserwerb
am Fahrdienstvermittler GETT in Höhe von 0,3 Mrd. €. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit
lag bei 5,7 (4,3) Mrd. €. Die branchenüblich negative Netto-Liquidität des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen
belief sich am Ende des ersten Halbjahres 2016 auf -128,3 Mrd.€, zum 31. Dezember
2015 waren es -125,1 Mrd. €. BILANZSTRUKTUR DES KONZERNSDie Bilanzsumme des Volkswagen Konzerns übertraf am 30.Juni 2016 mit 401,4 Mrd.€ den
Wert vom Jahresende 2015 um 5,1%. Das Eigenkapital des Konzerns war mit 88,9 (88,3)
Mrd. € leicht höher als zum 31. Dezember 2015. Die Eigenkapitalquote betrug 22,1 (23,1)%. Bilanzstruktur im Konzernbereich AutomobileIm Konzernbereich Automobile lagen sowohl die Immateriellen Vermögenswerte als auch
die Sachanlagen auf dem Niveau vom 31. Dezember 2015. Die At Equity bewerteten Anteile
gingen im Wesentlichen aufgrund des Verkaufs der Anteile an LeasePlan sowie der Dividendenbeschlüsse
der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen zurück. Insgesamt waren die Langfristigen
Vermögenswerte etwas geringer als am Jahresende 2015. Die Kurzfristigen Vermögenswerte
erhöhten sich um 22,4%; die darin enthaltenen Vorräte stiegen hauptsächlich produktions-
und wechselkursbedingt. Die Forderungen nahmen deutlich zu, hierin enthalten sind
die noch nicht gezahlten Dividenden der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen. Am
Ende des Berichtszeitraums lag der Zahlungsmittelbestand im Automobilbereich mit 24,2
(15,7) Mrd.€ erheblich über dem Wert vom 31. Dezember 2015. Zum 30. Juni 2016 lag das Eigenkapital des Konzernbereichs Automobile mit 66,9 (67,4)
Mrd.€ auf dem Niveau des Vorjahres. Die vor Sondereinflüssen gute Ergebnisentwicklung und positive Effekte aus der erfolgsneutral
erfassten Derivatebewertung wirkten sich erhöhend aus. Belastungen aus Sondereinflüssen,
gestiegene versicherungsmathematische Verluste aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen
und negative Effekte aus der Währungsumrechnung minderten das Eigenkapital des Konzernbereichs
Automobile. Die Ende Juni durchgeführte Dividendenausschüttung an die Aktionäre der
Volkswagen AG fiel im Berichtszeitraum deutlich geringer aus als im Vorjahr. Die Anteile
von Minderheiten am Eigenkapital sind im Wesentlichen der RENK AG und der AUDI AG
zuzurechnen. Da diese insgesamt geringer waren als die dem Konzernbereich Finanzdienstleistungen
zugeordneten Anteile von Minderheiten am Eigenkapital, ergab sich für den im Abzug
ermittelten Konzernbereich Automobile ein negativer Wert. Die Langfristigen Schulden stiegen im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 7,7%. Während
die darin enthaltenen Finanzschulden um 3,1 Mrd. € zurückgingen, erhöhten sich die
Pensionsrückstellungen infolge der Änderung des Zinssatzes deutlich. Die sonstigen
langfristigen Rückstellungen nahmen aufgrund der Sondereinflüsse zu. Mit 74,7 Mrd.
€ waren die Kurzfristigen Schulden um 13,3% höher als Ende Dezember 2015, die darin
enthaltenen kurzfristigen sonstigen Rückstellungen nahmen aufgrund der Sondereinflüsse
zu. Die kurzfristigen Finanzschulden stiegen auf 2,3 (-4,0) Mrd. €. Die Werte des
Automobilbereichs enthalten auch die Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen
den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. Da die kurzfristigen Finanzschulden
des originären Konzernbereichs Automobile im Vorjahr geringer waren als die an den
Finanzdienstleistungsbereich gewährten Darlehen, war der auszuweisende Wert für den
Vorjahreszeitraum negativ. Die Position "Minderheitsgesellschaftern gewährte Andienungs-/Ausgleichsrechte"
umfasst im Wesentlichen die Verbindlichkeit für die Verpflichtung zum Erwerb der ausstehenden
MAN Aktien. Die Bilanzsumme des Konzernbereichs Automobile war am 30.Juni 2016 mit 220,8 (206,8)
Mrd.€ um 6,8% höher als am 31.Dezember 2015. BILANZSTRUKTUR IN DEN BEREICHEN PKW, NUTZFAHRZEUGE UND POWER ENGINEERINGscroll
Bilanzstruktur im Konzernbereich FinanzdienstleistungenDer Konzernbereich Finanzdienstleistungen verzeichnete am 30. Juni 2016 eine Bilanzsumme,
die mit 180,6 Mrd.€ um 3,1% höher war als Ende Dezember 2015. Die Langfristigen Vermögenswerte stiegen insgesamt um 4,2%. Die darin enthaltenen
Vermieteten Vermögenswerte und langfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen
nahmen aufgrund des Geschäftswachstums zu. Die Equity bewerteten Anteile erhöhten
sich durch den Kauf der Anteile an GETT. Die Kurzfristigen Vermögenswerte lagen aufgrund
höherer Forderungen aus Finanzdienstleistungen leicht über dem Niveau des Vorjahres.
Rund 45,0 (45,8)% der Aktiva des Volkswagen Konzerns entfielen am Ende des ersten
Halbjahres 2016 auf den Finanzdienstleistungsbereich. Mit 21,9 Mrd. € war das Eigenkapital des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen am
Ende des Berichtszeitraums um 5,0% höher als am Ende des letzten Geschäftsjahres.
Der Anstieg ist neben der Ergebnisentwicklung vor allem auf die im April durchgeführte
Kapitalerhöhung durch die Volkswagen AG zur Finanzierung des Geschäftswachstums sowie
zur Einhaltung aufsichtsrechtlicher Eigenkapitalanforderungen zurückzuführen. Die
Eigenkapitalquote belief sich auf 12,2 (11,9)%. Die Langfristigen Schulden lagen mit
72,5 Mrd.€ leicht über dem Niveau vom Jahresende 2015. Die Kurzfristigen Schulden
erhöhten um 4,3%. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Refinanzierung des Volumenwachstums. Das Einlagevolumen aus dem Direktbankgeschäft lag mit 32,0 (26,5) Mrd.€ über dem Jahresendstand
2015. PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHTInfolge der stärkeren Erholung der europäischen Automobilmärkte haben wir die erwarteten
Auslieferungen an Kunden angepasst. Sondereinflüsse insbesondere aus Rechtsrisiken führen zu einer Absenkung der Ergebnisprognose
inklusive Sondereinflüsse für den Konzern sowie für die Bereiche Pkw und Nutzfahrzeuge. Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen
Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr 2016 in den Kapiteln "Prognosebericht"
und "Risiko- und Chancenbericht" - einschließlich der Abschnitte "Risiken aus der
Abgasthematik" und "Rechtsfälle/Dieselthematik" sowie der zugrunde liegenden Sachverhaltsdarstellung
im Kapitel "Abgasthematik" - des zusammengefassten Lageberichts im Geschäftsbericht
2015 die folgenden Änderungen: Im Juni 2016 hat Volkswagen die Öffentlichkeit darüber informiert, dass die Volkswagen
AG, die Volkswagen Group of America, Inc. sowie bestimmte verbundene Unternehmen im
Hinblick auf die im US-Bundesstaat Kalifornien anhängige "Multi-District Litigation"
Vergleichsvereinbarungen in den USA mit dem US-amerikanischen Justizministerium U.S.
Department of Justice (DOJ), der US-amerikanischen Umweltbehörde Environmental Protection
Agency (EPA), der Federal Trade Commission (FTC) sowie der Umweltbehörde des US-Bundesstaates
Kalifornien California Air Resources Board (CARB) und privaten Klägern, die durch
das sogenannte Steuerungskomitee der Kläger "Plaintiffs' Steering Committee (PSC)"
vertreten werden, geschlossen haben. Mit den Vergleichsvereinbarungen, sofern endgültig
genehmigt, werden bestimmte zivilrechtliche Ansprüche im Zusammenhang mit betroffenen
Dieselfahrzeugen mit Motoren der Variante 2,0 l TDI der Marken Volkswagen Pkw und
Audi in den USA beigelegt. Die Vergleichsvereinbarungen müssen vom Gericht noch endgültig
genehmigt werden. Die beabsichtigten Vergleichsvereinbarungen beinhalten mögliche Fahrzeugrückkäufe
beziehungsweise die vorzeitige Leasingrücknahme von Leasing-Fahrzeugen oder die kostenlose
technische Anpassung von Fahrzeugen betroffener Kunden, sofern die entsprechenden
Maßnahmen zur Umrüstung durch EPA und CARB freigegeben worden sind. Volkswagen erklärte
sich bereit, zusätzlich Ausgleichszahlungen an betroffene Eigentümer und Leasingnehmer
vorzunehmen. Zusätzlich erklärte sich Volkswagen bereit, Umweltprogramme zu unterstützen. Über einen Zeitraum von drei Jahren zahlt Volkswagen einen Betrag in Höhe von 2,7 Mrd. US-Dollar in einen von einem gerichtlich bestellten Treuhänder verwalteten Umweltfonds ein, um überhöhte Stickoxid (NOx )-Emissionen auszugleichen. Volkswagen investiert darüber hinaus über einen Zeitraum von zehn Jahren insgesamt 2,0 Mrd. US-Dollar in die Infrastruktur für Null-Emissions-Fahrzeuge sowie in Initiativen, die den entsprechenden Zugang und die Sensibilisierung für diese Technologie fördern. Volkswagen hat außerdem separate Vereinbarungen mit den Attorney Generals von 44 US-Bundesstaaten,
dem District of Columbia und Puerto Rico erzielt, mit denen bestehende oder mögliche
künftige Verbraucherschutzklagen und Klagen wegen unlauteren Wettbewerbs - im Hinblick
auf Fahrzeuge in den USA mit Motoren des Typs 2,0 l TDI und 3,0 l TDI - für einen
Vergleichsbetrag in Höhe von 603 Mio. US-Dollar beigelegt werden. Die zivilrechtlichen Ansprüche des DOJ, der FTC und privater Kläger, die vom PSC im
Zusammenhang mit 3,0 l TDI Fahrzeugen vertreten werden, durch das DOJ im Auftrag der
EPA angestrebte Bußgelder, mögliche Klagen von US-Bundesstaaten wegen Verletzung des
Umweltrechts in Zusammenhang mit den 2,0 l und 3,0 l TDI Fahrzeugen, die strafrechtliche
Untersuchungen des DOJ und verschiedene weitere geltend gemachte Ansprüche werden
nicht mit diesen Vereinbarungen beigelegt. Am 19. Juli 2016 reichten die US-Bundesstaaten Maryland, Massachusetts und New York
bei ihren jeweiligen Landgerichten ("state courts") Klage gegen die Volkswagen AG,
Volkswagen Group of America, Inc. und bestimmte verbundene Unternehmen ein und forderten
Bußgelder und Unterlassungsverfügungen wegen angeblicher Verletzungen des Umweltrechts.
Maryland, Massachusetts und New York waren an den vorstehend beschriebenen staatlichen
Vergleichen in Bezug auf Verbraucherschutzklagen und Klagen wegen unlauteren Wettbewerbs
beteiligt, wobei diese Vergleiche jedoch keine umweltrechtlichen Bußgelder einschlossen. Im Jahr 2011 leitete die Europäischen Kommission ein Kartellverfahren gegen die europäischen
Lkw-Hersteller wegen unangemessenen Informationsaustauschs im Zeitraum zwischen 1997
und 2011 ein und übermittelte im November 2014 in diesem Zusammenhang MAN, Scania
und den übrigen betroffenen Lkw-Herstellern die sogenannten Beschwerdepunkte. Mit ihrem Beschluss vom 19. Juli 2016 hat die Europäische Kommission mit Ausnahme
von MAN und Scania gegen fünf europäische Lkw-Hersteller Geldbußen verhängt. Da MAN
die EU-Kommission als Kronzeuge über die Absprachen informiert hatte, wurde das Unternehmen
von einer Geldbuße ausgenommen. Die Ermittlungen gegen Scania dauern an. Das Unternehmen hat entschieden, seine Verteidigungsrechte
umfassend geltend zu machen. Um mögliche Strafen abdecken zu können, wurde eine Rückstellung
in Höhe von 0,4 Mrd.€ gebildet. Derzeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einer weiteren Ausweitung des
Rückrufs diverser Modelle unterschiedlicher Hersteller kommen könnte, in denen bestimmte
Airbags der Firma Takata verbaut wurden. Dies könnte auch Modelle des Volkswagen Konzerns
betreffen. Zudem bestehen Risiken im Zusammenhang mit dem im Juni 2016 im Zuge eines Referendums
beschlossenen Austritt Großbritanniens aus der EU. Vor diesem Hintergrund beobachten
wir mögliche Folgen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, Auswirkungen auf Wechselkurse
sowie Beeinträchtigungen der Nachfrage nach Konzernprodukten. Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Volkswagen Konzerns.
Diesen Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen und rechtlichen
Rahmenbedingungen einzelner Länder und Wirtschaftsräume, insbesondere für die Automobilbranche,
zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und
die wir zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet
und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten abweichen. Sollten sich wesentliche
Parameter bezüglich unserer wichtigsten Absatzmärkte ändern oder sich wesentliche
Veränderungen bei den für den Volkswagen Konzern relevanten Währungskursverhältnissen
ergeben, wird das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen. Darüber hinaus
kann es auch zu Abweichungen von der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung kommen,
wenn sich die im Geschäftsbericht 2015 dargestellten Einschätzungen zu den Faktoren
nachhaltiger Wertsteigerung sowie zu Risiken und Chancen anders entwickeln als derzeit
von uns erwartet oder sich zusätzliche Risiken beziehungsweise Chancen oder sonstige
den Geschäftsverlauf beeinflussende Faktoren ergeben. AusblickDie Weltwirtschaft verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 ein moderates
Wachstum. Dabei ließ die Dynamik sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenländern
im Vergleich zum Gesamtjahr 2015 leicht nach. Der Vorstand des Volkswagen Konzerns
geht davon aus, dass das Wachstum der Weltwirtschaft 2016 auf dem Niveau des Vorjahres
liegen wird. Risiken gehen dabei von potenziellen Turbulenzen auf den Finanzmärkten
- auch hervorgerufen durch einen bevorstehenden EU-Austritt Großbritanniens - und
strukturellen Defiziten in einzelnen Ländern aus. Darüber hinaus belasten geopolitische
Spannungen und Konflikte weiterhin die Wachstumsaussichten. In den Industrieländern
rechnen wir mit einer anhaltend positiven Konjunkturentwicklung bei insgesamt eher
moderaten Expansionsraten. Aller Voraussicht nach werden die Schwellenländer auf vergleichbarem
Niveau wachsen wie im Vorjahr. Die höchsten Zuwächse erwarten wir in den aufstrebenden
Wirtschaftsnationen Asiens. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 lag die Zahl der weltweiten Pkw-Neuzulassungen
über dem Wert des Vorjahreszeitraums, die Märkte zeigten sich jedoch regional unterschiedlich.
Auch für das Gesamtjahr rechnen wir damit, dass sich die Pkw-Märkte in den einzelnen
Regionen uneinheitlich entwickeln werden. Insgesamt wird die weltweite Nachfrage nach
Neufahrzeugen voraussichtlich mit ähnlichem Tempo steigen wie im Jahr 2015. Für Westeuropa
und den deutschen Pkw-Markt erwarten wir ein Nachfragevolumen, das leicht über dem
Vorjahresniveau liegt. In den zentral- und osteuropäischen Märkten dürfte sich die
Pkw-Nachfrage leicht unter dem schwachen Vorjahreswert bewegen. Für Nordamerika gehen
wir davon aus, dass sich der positive Trend des abgelaufenen Jahres etwas abgeschwächt
fortsetzen wird. Die Volumina der südamerikanischen Märkte werden vermutlich spürbar
unter den Vorjahreswerten bleiben. Die Pkw-Märkte der Region Asien-Pazifik werden
ihr Wachstum voraussichtlich mit ähnlicher Dynamik fortsetzen. Die weltweite Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen wird 2016 voraussichtlich leicht
steigen. Wir erwarten dabei, dass sich die einzelnen Regionen heterogen entwickeln. Auf den für den Volkswagen Konzern relevanten Märkten für mittelschwere und schwere
Lkw werden die Neuzulassungen 2016 bei unterschiedlicher Entwicklung einzelner Regionen
insgesamt voraussichtlich auf dem Vorjahresniveau liegen, während die Nachfrage auf
den relevanten Busmärkten spürbar zurückgehen wird. Wir gehen davon aus, dass die Bedeutung automobilbezogener Finanzdienstleistungen
auch im Jahr 2016 weltweit zunehmen wird. Für die heterogene Entwicklung der weltweiten Automobilmärkte ist der Volkswagen Konzern
gut aufgestellt. Unsere breite, gezielt ergänzte Produktpalette mit Motoren der neuesten
Generation sowie verschiedenen alternativen Antrieben verschafft uns weltweit eine
gute Position gegenüber dem Wettbewerb. Zu den weiteren Stärken des Konzerns zählen
insbesondere das einzigartige Markenportfolio, die stetig steigende Präsenz auf allen
wichtigen Märkten der Welt sowie das breite Spektrum an Finanzdienstleistungen. Unser
Modellangebot erstreckt sich von Motorrädern über Kompakt-, Sport- und Luxuswagen
bis hin zu schweren Lkw und Bussen und bedient nahezu alle Segmente. Die Marken des
Volkswagen Konzerns werden im Jahr 2016 die Produktoffensive fortsetzen, ihre Angebotspalette
modernisieren und um neue Modelle erweitern. Wir haben den Anspruch, jedem Kunden
Mobilität und Innovationen gemäß seinen Bedürfnissen anzubieten und so unsere Wettbewerbsposition
nachhaltig zu stärken. Wir erwarten, dass die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns im Jahr 2016
unter anhaltend herausfordernden Marktbedingungen bei einem wachsenden Volumen in
China insgesamt leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Herausforderungen liegen neben der Abgasthematik in dem wettbewerbsintensiven Marktumfeld
sowie in volatilen Wechselkurs- und Zinsverläufen und schwankenden Rohstoffpreisen.
Positive Effekte erwarten wir aus den Effizienzprogrammen aller Marken und aus den
modularen Baukästen. In Abhängigkeit von den konjunkturellen Rahmenbedingungen, insbesondere in Südamerika
und Russland, der Wechselkursentwicklung und angesichts der Abgasthematik gehen wir
davon aus, dass die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns im Jahr 2016 um bis zu 5
% unter dem Vorjahreswert liegen können. Für das Operative Ergebnis des Konzerns vor
Sondereinflüssen rechnen wir im Jahr 2016 mit einer operativen Rendite zwischen 5,0
und 6,0%. Im Bereich Pkw erwarten wir einen merklichen Umsatzrückgang, die operative Rendite
vor Sondereinflüssen liegt voraussichtlich in einer Spanne von 5,5 bis 6,5 %. Im Bereich
Nutzfahrzeuge gehen wir bei in etwa gleichbleibenden Umsatzerlösen von einer operativen
Rendite vor Sondereinflüssen zwischen 2,0 und 4,0% aus. Im Bereich Power Engineering
erwarten wir die Umsatzerlöse spürbar und das Operative Ergebnis deutlich unter dem
Vorjahreswert. Für den Konzernbereich Finanzdienstleistungen gehen wir von Umsatzerlösen
und einem Operativen Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres aus. Nach Sondereinflüssen rechnen wir für den Konzern und den Bereich Pkw mit einer klar
positiven sowie für den Bereich Nutzfahrzeuge mit einer leicht positiven operativen
Rendite; der jeweils angestrebte Korridor wird jedoch nicht erreicht. Eine konsequente Ausgaben- und Investitionsdisziplin und die stetige Optimierung unserer
Prozesse sind unverändert wesentliche Bestandteile der Strategie des Volkswagen Konzerns. Marken und GeschäftsfelderUMSATZERLÖSE UND OPERATIVES ERGEBNIS NACH MARKEN UND GESCHÄFTSFELDERNIm ersten Halbjahr 2016 beliefen sich die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns auf
107,9 (108,8) Mrd. €. Das Operative Ergebnis ging um 1,5 Mrd.€ auf 5,3 Mrd.€ zurück;
dabei wirkten Sondereinflüsse von insgesamt -2,2 Mrd.€ belastend. Das Operative Ergebnis
vor Sondereinflüssen stieg auf 7,5 (7,0) Mrd. €. In den ersten sechs Monaten 2016 lag der Absatz der Marke Volkswagen Pkw mit 2,2 (2,3)
Mio. Fahrzeugen auf dem Vorjahresniveau. Darin enthalten waren 1,6 (1,7) Mio. Volkswagen
Modelle. Besonders beliebt waren bei den Kunden der Polo, der Golf, der Tiguan und
der Passat. Die Umsatzerlöse erreichten mit 53,0 (53,6) Mrd.€ annähernd den Vorjahreswert.
Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen ging auf 0,9 (1,4) Mrd.€ zurück. Negativ
wirkten Wechselkurs- und Mixeffekte sowie geringere Volumina und höhere Vermarktungskosten
infolge der Abgasthematik. Diesen standen Kosteneinsparungen gegenüber. Insbesondere
aus der Dieselthematik ergaben sich Sondereinflüsse in Höhe von -1,5 Mrd. €. Die Marke Audi setzte im Zeitraum Januar bis Juni 2016 weltweit 799 (784) Tsd. Fahrzeuge
ab; das waren 2,0% mehr als ein Jahr zuvor. Unser chinesisches Joint Venture FAW-Volkswagen
veräußerte weitere 276 (240) Tsd. Audi Fahrzeuge. Das SUV-Modell Q3 sowie die neuen
Generationen von A4, TT und Q7 wurden stark nachgefragt. Die Umsatzerlöse stiegen
auf 30,1 (29,8) Mrd. €. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen betrug 2,7 (2,9)
Mrd. €. Währungseffekte und weiterhin hohe Vorleistungen für neue Produkte und Technologien
sowie für den Ausbau des internationalen Produktionsnetzwerks belasteten das Ergebnis.
Aus der Dieselthematik und aus der Ausweitung des Austauschs von Takata Airbags resultierten
Sondereinflüsse in Höhe von -0,3 Mrd. €. In den Finanzkennzahlen der Marke Audi sind
die Marken Lamborghini und Ducati enthalten. Ducati setzte im Berichtszeitraum 39
Tsd. Motorräder ab (+9,8%). Der Absatz der Marke SKODA nahm im ersten Halbjahr 2016 um 2,4% auf 431 Tsd. Fahrzeuge
zu. Besonders gefragt bei den Kunden waren die Modelle Fabia, Octavia und Superb.
Mit 7,1 Mrd.€ waren die Umsatzerlöse um 10,8% höher als im Vorjahr. Das Operative
Ergebnis verbesserte sich um 31,2% auf 685 Mio.€; der Anstieg war im Wesentlichen
auf positive Volumen- und Mixeffekte sowie Produktkostenoptimierungen zurückzuführen. In den ersten sechs Monaten 2016 ging der Absatz der Marke SEAT im Wesentlichen bedingt
durch den Auslauf des Altea auf 276 (286) Tsd. Fahrzeuge zurück. Der für Audi gefertigte
Q3 ist darin enthalten. Der Ibiza und der Leon wurden weiterhin stark nachgefragt,
der Ateca wurde sehr positiv im Markt aufgenommen. Die Umsatzerlöse lagen mit 4,5
(4,5) Mrd.€ auf dem Niveau von 2015. Das Operative Ergebnis stieg um 40 Mio. € auf
93 Mio. €; dabei konnten negative Volumen- und Wechselkurseffekte durch Kostenreduzierungen
und Mixverbesserungen kompensiert werden. Die Marke Bentley setzte im Zeitraum Januar bis Juni 2016 mit 4.863 Fahrzeugen 3,1%
weniger Einheiten ab als ein Jahr zuvor. Der neue Bentayga wurde stark nachgefragt.
Die Umsatzerlöse waren mit 883 Mio. € um 6,0% niedriger als im Vorjahr. Das Operative
Ergebnis ging im Wesentlichen aufgrund veränderter Marktbedingungen und Wechselkursverhältnisse
um 75 Mio. € auf -22 Mio.€ zurück. Der Absatz der Marke Porsche lag im Berichtszeitraum mit weltweit 117 Tsd. Fahrzeugen
um 7,2% über dem Vorjahreswert. Die Modelle Boxster, Cayman, 911 und Macan wurden
verstärkt nachgefragt. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 10,9 (10,8) Mrd. €. Das
Operative Ergebnis nahm um 7,7% auf 1,8 Mrd. € zu, was neben dem Volumenanstieg im
Wesentlichen aus Wechselkurseffekten resultierte. VOLKSWAGEN KONZERN![]() Volkswagen Nutzfahrzeuge setzte im erste Halbjahr 2016 weltweit 231 (231) Tsd. Fahrzeuge
ab. Besonders beliebt waren die Modelle Multivan/Transporter und Caddy. Die Umsatzerlöse
verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,5% auf 5,4 Mrd. €. Das Operative Ergebnis
lag mixbedingt mit 299 (268) Mio. € über dem Vorjahreswert. Der Absatz der Marke Scania stieg im Berichtszeitraum auf 41 (38) Tsd. Lkw und Busse.
Dabei konnte die rückläufige Nachfrage in Südamerika, der Türkei und Russland durch
steigende Verkaufszahlen in Europa kompensiert werden. Die Umsatzerlöse nahmen um
7,6% auf 5,6 Mrd.€ zu. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen verbesserte sich
auf 550 (503) Mio.€. Der höhere Fahrzeugabsatz und eine Steigerung des Servicegeschäfts
konnten Belastungen aus Wechselkursen mehr als ausgleichen. Aus Rechtsrisiken im Rahmen
des Lkw-Kartellverfahrens der Europäischen Kommission resultierten Sondereinflüsse
in Höhe von -0,4 Mrd. €. MAN Nutzfahrzeuge setzte im Zeitraum Januar bis Juni dieses Jahres 49 (50) Tsd. Fahrzeuge
ab. Die Umsatzerlöse lagen mit 4,8 (4,9) Mrd.€ leicht unter dem Vorjahresniveau. Trotz
des anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Südamerika verbesserte sich
das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen auf 186 (54) Mio.€. Neben dem gestiegenen
Volumen und verbesserten Margen in Europa wirkten auch die eingeleiteten strukturellen
Veränderungen positiv. Restrukturierungsmaßnahmen in Südamerika führten zu Sondereinflüssen
in Höhe von -0,1 Mrd.€, im Vorjahr fielen dafür in Europa -0,2 Mrd. € an. MAN Power Engineering erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten 2016 Umsatzerlöse
in Höhe von 1,7 Mrd. €, das waren 7,7% weniger als ein Jahr zuvor. In der Folge ging
das Operative Ergebnis um 32 Mio.€ auf 103 Mio.€ zurück. Das Operative Ergebnis der Volkswagen Finanzdienstleistungen nahm im Berichtszeitraum
im Vergleich zum Vorjahr um 2,6% auf 995 Mio.€ zu. Vor allem Volumeneffekte wirkten
positiv. WESENTLICHE ZAHLEN NACH MARKEN UND GESCHÄFTSFELDERN VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 1scroll
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Die Zahlen sind jeweils für sich gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen
Abweichungen führen. ABSATZ UND UMSATZERLÖSE NACH MÄRKTENIm ersten Halbjahr 2016 setzte der Volkswagen Konzern in der Region Europa/Übrige
Märkte mit 2,4 Mio. Fahrzeugen 3,1% mehr Einheiten ab als ein Jahr zuvor. Die Umsatzerlöse
verbesserten sich auf 69,9 (67,6) Mrd. €. Auf dem nordamerikanischen Markt war der Absatz des Volkswagen Konzerns im Berichtszeitraum
aufgrund der höheren Nachfrage in Mexiko mit 469 Tsd. Fahrzeugen um 2,8% höher als
ein Jahr zuvor. Die Umsatzerlöse lagen mit 17,0 (17,4) Mrd.€ leicht unter dem Niveau
des Vorjahres. Auf den südamerikanischen Märkten waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in
den ersten sechs Monaten 2016 anhaltend schwierig. Der Absatz des Volkswagen Konzerns
in dieser Region ging um 22,5% auf 219 Tsd. Fahrzeuge zurück. Die Umsatzerlöse sanken
um 29,6% auf 3,8 Mrd.€; neben dem niedrigeren Volumen wirkte die Wechselkursentwicklung
belastend. In der Region Asien-Pazifik setzten wir im Zeitraum Januar bis Juni dieses Jahres
- einschließlich der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen - insgesamt 2,1 Mio. Fahrzeuge
ab; ein Anstieg um 4,4% im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzerlöse, in denen unsere
at-Equity-konsolidierten chinesischen Joint Ventures nicht enthalten sind, waren mit
17,3 Mrd. € volumen- und wechselkursbedingt um 6,4% niedriger als 2015. WESENTLICHE ZAHLEN NACH MÄRKTEN VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI1scroll
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Die Zahlen sind jeweils für sich gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen
Abweichungen führen. VOLKSWAGEN FINANZDIENSTLEISTUNGENVolkswagen Finanzdienstleistungen unterstützte im ersten Halbjahr 2016 mit seinen
innovativen Produkten entlang der automobilen Wertschöpfungskette den Absatz des Volkswagen
Konzerns. Bei der Leserwahl der Fachzeitschrift auto motor und sport wurde die Volkswagen Bank
GmbH in der Kategorie der Pkw-Banken zur Best Brand gekürt. Bereits zum zehnten Mal
in Folge erhielt die Volkswagen Bank GmbH die Auszeichnung und setzte sich bei der
Umfrage 2016 gegen 25 Wettbewerber durch. Die Leser der Fachzeitschrift Auto Bild wählten die Volkswagen Bank GmbH zum fünften
Mal in Folge zur besten Autobank. An der Abstimmung nahmen über 60.000 Leser teil. Im April 2016 fand die Finalrunde des von der Volkswagen Financial Services AG initiierten
Hochschulwettbewerbs "Just Leasing - Play. Learn. Win." statt. Am Leasingplanspiel
nahmen insgesamt 120 Teams von 55 Hochschulen und Universitäten aus Deutschland teil.
Die Teilnehmer übernahmen die Geschäftsführung ihrer virtuellen Leasingunternehmen
und mussten spielrundenbasiert praxisnahe Entscheidungen - zum Beispiel in den Bereichen
Vertrieb, Personal oder Finanzen - treffen. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung richtete Volkswagen Finanzdienstleistungen
einen neuen Kommunikationskanal "VWFS - News2Go" ein. Mit Hilfe von Audiobeiträgen
können darüber unternehmensweite Informationen flexibel abgerufen werden. Die ersten
Pilotsendungen wurden für Mitarbeiter und Führungskräfte des Außendienstes erstellt. Volkswagen Finanzdienstleistungen nutzt als wesentliche Refinanzierungsquellen Geld-
und Kapitalmarktinstrumente, Asset Backed Securities (ABS)-Transaktionen sowie Kundeneinlagen
aus dem Direktbankgeschäft. Mit der Platzierung der 23. Transaktion aus verbrieften
Finanzierungsverträgen VCL 23 mit einem Volumen von rund 750 Mio. € wurde das ABS-Programm
im ersten Halbjahr 2016 erfolgreich fortgeführt. Die Volkswagen Financial Services
AG begab im Berichtszeitraum zum ersten Mal eine Anleihe in chinesischen Renminbi.
Das Volumen der erfolgreich platzierten Anleihe mit einer Laufzeit von drei Jahren
beträgt 2 Mrd. Renminbi. Im ersten Halbjahr 2016 stiegen die neuen Vertragsabschlüsse im Finanzierungs-, Leasing-,
Service- und Versicherungsgeschäft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,2% auf
3,3 Mio. Kontrakte. Zum 30. Juni 2016 lag der Gesamtvertragsbestand mit 15,4 Mio.
Kontrakten über dem Wert vom 31. Dezember 2015 (+5,1%). Der Bereich Kundenfinanzierung/Leasing
verzeichnete eine leichte Zunahme des Bestands gegenüber dem Jahresende 2015 um 3,4%
auf 8,6 Mio. Kontrakte. Im Bereich Service/Versicherungen lag der Vertragsbestand
bei 6,8 Mio. Kontrakten und somit um 7,4% über dem Vorjahreswert. Die zugrunde gelegten
Vertragsarten wurden ihrer Bedeutung entsprechend angepasst. Die Penetrationsrate
als Anteil der geleasten oder finanzierten Fahrzeuge am relevanten Auslieferungsvolumen
des Konzerns verbesserte sich bei gleichgebliebenen Vergabegrundsätzen auf 32,5 (29,5)%. Bei der Direktbank der Volkswagen Bank waren am Ende des ersten Halbjahres 2016 rund
1,5 (1,4) Mio. Konten im Bestand. Mit 13.151 Mitarbeitern lag die Belegschaft von Volkswagen Finanzdienstleistungen
am 30. Juni 2016 auf dem Stand vom 31. Dezember 2015. Konzern-Zwischenabschluss (Kurzfassung)GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNIscroll
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Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen. GESAMTERGEBNISRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNIscroll
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 1. APRIL BIS 30. JUNIscroll
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Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen. GESAMTERGEBNISRECHNUNG VOM 1. APRIL BIS 30. JUNIscroll
BILANZ ZUM 30. JUNI 2016 UND ZUM 31. DEZEMBER 2015Aktiva
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EIGENKAPITALENTWICKLUNGscroll
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KAPITALFLUSSRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNIscroll
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Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen. Die Kapitalflussrechnung wird in Anhangangabe 12 erläutert. AnhangRechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)Die Volkswagen AG hat gemäß der Verordnung 1606/2002 des Europäischen Parlaments und
des Rates ihren Konzernabschluss für das Jahr 2015 nach den durch die Europäische
Union übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards, den International Financial
Reporting Standards (IFRS), erstellt. Dementsprechend wurde auch dieser Konzern-Zwischenabschluss
zum 30. Juni 2016 in Übereinstimmung mit IAS 34 erstellt und enthält einen gegenüber
dem Konzernabschluss verkürzten Berichtsumfang. Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition
zu geringfügigen Abweichungen führen. Zusätzlich zu den berichtspflichtigen Segmenten werden im verkürzten Konzern-Zwischenbericht
neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung für
den Volkswagen Konzern zu Erläuterungszwecken die Konzernbereiche Automobile und Finanzdienstleistungen
dargestellt. Diese stellen keine Pflichtangaben nach IFRS dar. Die Eliminierung der
konzerninternen Beziehungen zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen
sind dem Konzernbereich Automobile zugeordnet. Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht im Sinne
von § 37w WpHG unterzogen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Volkswagen AG hat alle von der EU übernommenen und ab dem 1. Januar 2016 verpflichtend
anzuwendenden Rechnungslegungsnormen umgesetzt. Seit dem 1. Januar 2016 sind im Rahmen der Verbesserung der International Reporting
Standards 2012 (Annual Improvement Project 2012) und der Verbesserung der International
Reporting Standards 2014 (Annual Improvement Project 2014) diverse Regelungen in Kraft
getreten. Diese beinhalten unter anderem Änderungen an IFRS 3, IFRS 7, IFRS 8, IFRS
13 und IAS 24. Hinsichtlich der Änderungen an IFRS 8 "Segmentberichterstattung" wurde
ergänzt, dass die Kriterien darzustellen sind, nach denen Geschäftssegmente zusammengefasst
wurden. Die Erläuterungen zur Segmentberichterstattung sind dementsprechend klargestellt
worden. Darüber hinaus wurden in IFRS 7 zusätzliche Erläuterungen hinsichtlich der
Ausbuchung von Finanzinstrumenten aufgenommen. Dies betrifft insbesondere die Darstellung
von ABS-Transaktionen. Ferner sind seit dem 1. Januar 2016 Änderungen an IAS 19 anzuwenden. Die Änderungen
betreffen die Bilanzierung von Arbeitnehmerbeiträgen zu Pensionen. Dabei werden Arbeitnehmerbeiträge,
deren Höhe unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre (fester Prozentsatz vom Gehalt)
ist, zukünftig im Volkswagen Konzern im Jahr der Leistung der Beträge vom Dienstzeitaufwand
abgezogen. Durch die Änderungen an IAS 16 und IAS 38 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2016 klargestellt,
dass umsatzbasierte Verfahren zur Abschreibungsbemessung regelmäßig nicht zulässig
sind. Die beschriebenen Änderungen der IFRS haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die
Vermögens,- Finanz- und Ertragslage des Volkswagen Konzerns. Durch die Änderungen an IAS 1 sind eine Vielzahl von begrifflichen Klarstellungen
für die Berichterstattung mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 vorgenommen worden. Die
bisherigen Darstellungen im Volkswagen Konzern-Zwischenbericht sind von den begrifflichen
Änderungen nicht betroffen und können beibehalten werden. Darüber hinaus wurde geregelt,
dass Angaben im Zwischenbericht nur dann erforderlich sind, wenn ihr Inhalt nicht
unwesentlich ist. Die sonstigen im Geschäftsjahr 2016 erstmalig anzuwendenden Rechnungslegungsnormen
haben auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Volkswagen Konzern-Zwischenbericht
keinen nennenswerten Einfluss. Eine ausführliche Aufstellung dieser Rechnungslegungsnormen
ist dem Konzernanhang des Geschäftsberichts 2015 unter dem Abschnitt "Nicht angewendete
neue beziehungsweise geänderte IFRS" zu entnehmen. Darüber hinaus wurde im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 die Darstellung von
Sicherungsbeziehungen in der Kapitalflussrechnung dahingehend angepasst, dass die
Cash-flows aus Sicherungsgeschäften denen des zugehörigen Grundgeschäfts zugeordnet
werden. Durch die Anpassung hat sich im Vorjahreszeitraum des Volkswagen Konzern-Zwischenberichts
der Cash-flow aus laufendem Geschäft um 319 Mio. € verringert und der Cash-flow aus
Finanzierungstätigkeit entsprechend erhöht. Des Weiteren wurden zum Abschluss des Geschäftsjahres 2015 Änderungen im Anwendungsbereich
des IFRS 7 vorgenommen. Die Änderungen wurden im Konzernabschluss 2015 unter dem Abschnitt
"Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" beschrieben. Die Vorjahreswerte wurden im
Zwischenbericht des Volkswagen Konzerns entsprechend angepasst. Für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss wurde ein Abzinsungssatz für Pensionsrückstellungen
im Inland von 1,5% (31. Dezember 2015: 2,7%) verwendet. Die Reduzierung des Zinssatzes
führte zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellungen sowie der darauf entfallenden
latenten Steuern und der im Eigenkapital in den Gewinnrücklagen erfassten versicherungsmathematischen
Verluste bei Pensionsrückstellungen. Die Ermittlung des Ertragsteueraufwands für die Zwischenberichtsperiode erfolgt gemäß
IAS 34 Zwischenberichterstattung auf Basis des durchschnittlichen jährlichen Steuersatzes,
der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird. Im Übrigen werden bei der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses und der Ermittlung
der Vergleichszahlen für das Vorjahr grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
sowie Konsolidierungsgrundsätze wie im Konzernabschluss 2015 angewandt. Eine detaillierte
Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Konzernabschlusses 2015 unter dem Abschnitt
"Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" veröffentlicht. Dieser ist auch im Internet
unter www.volkswagenag.com/ir abrufbar. Wesentliche EreignisseAm 18. September 2015 informierte die US-amerikanische Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) in einer "Notice of Violation" die Öffentlichkeit, dass bei Abgastests an bestimmten Fahrzeugen mit Dieselmotoren des Volkswagen Konzerns Unregelmäßigkeiten bei Stickoxid (NOx )-Emissionen festgestellt wurden. Danach folgten weitere Meldungen zum Umfang der Dieselthematik. Detaillierte Erläuterungen finden sich im Konzernabschluss 2015 unter dem Abschnitt "Wesentliche Ereignisse". Im ersten Halbjahr 2016 waren diesbezüglich zusätzliche Vorsorgen in Höhe von 1,6
Mrd. € zu bilden. Der Anstieg resultiert aus einer Erhöhung der Rückstellungen für
Rechtsrisiken in Höhe von 1,7 Mrd. €, höheren Gewährleistungskosten in Höhe von 0,1
Mrd.€ sowie Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von 0,2 Mrd.€ und auf Immaterielle
Vermögenswerte, Vermietvermögen und Sachanlagen in Höhe von 0,3 Mrd. €. Die außerplanmäßigen
Abschreibungen auf das Anlagevermögen resultieren im Wesentlichen aus verringerten
Nutzungswerten verschiedener Produkte im Segment Pkw aufgrund von erwarteten Volumenrückgängen.
Gegenläufig wirkten sich währungsbedingte Rückstellungsauflösungen in Höhe von 0,3
Mrd. € sowie nicht in Anspruch genommene Vorsorgen für Rechtsrisiken und Vertriebsmaßnahmen
in Höhe von insgesamt 0,5 Mrd.€ aus. Der Volkswagen Konzern hat hinsichtlich der ausstehenden Verpflichtungen in Fremdwährung
begonnen, Kurssicherungsgeschäfte abzuschließen. Des Weiteren waren Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen im Lkw-Bereich in
Südamerika (0,1 Mrd.€) sowie für das im Jahr 2011 von der Europäischen Kommission
gegen die europäischen Lkw-Hersteller, darunter MAN und Scania, eingeleitete Kartellverfahren
(0,4 Mrd. €) zu bilden. Infolge des behördlich angeordneten Austauschs von möglicherweise
fehlerbehafteten zugelieferten Airbags des Herstellers Takata waren im Berichtszeitraum
weitere Vorsorgen in Höhe von 0,2 Mrd.€ zu erfassen. Weitere Angaben zu dem Kartellverfahren
und dem Austausch von Airbags der Firma Takata finden sich in den Abschnitten "Rechtsstreitigkeiten"
beziehungsweise "Eventualforderungen und -verbindlichkeiten". KonzernkreisNeben der Volkswagen AG, die ihren Sitz in Wolfsburg hat und beim Amtsgericht Braunschweig
unter HRB 100484 eingetragen ist, werden in den Konzernabschluss alle wesentlichen
in- und ausländischen Tochterunternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen
einbezogen, die die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Dies ist
der Fall, wenn die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar die Verfügungsgewalt aufgrund
von Stimmrechten oder anderen Rechten über das potenzielle Tochterunternehmen besitzt,
an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem potentiellen Tochterunternehmen
partizipiert und diese Rückflüsse beeinflussen kann. BETEILIGUNGEN AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMENAm 22. Juni 2016 hat der Volkswagen Konzern über die Volkswagen New Mobility Luxembourg
S.A., Luxemburg, Luxemburg, einen Anteil von 28,1% an dem On-Demand-Mobilitätsunternehmen
GT Gettaxi Limited, Limassol, Zypern (GETT) erworben. GETT ist mit seinen Tochtergesellschaften
in mehr als 60 Städten weltweit aktiv und zählt zu den wachstumsstärksten Vermittlern
von Fahrdienstleistungen auf Abruf ("Ride Hailing"). Im Rahmen einer gemeinsamen Wachstumsstrategie
sollen diese Dienste weiter ausgebaut werden. Die strategische Investition beläuft
sich auf 264 Mio.€. Die Beteiligung an GETT wird im Konzernabschluss unter den At
Equity bewerteten Anteilen ausgewiesen. Audi, die BMW Group und die Daimler AG haben sich zu je 33,3% an der im Jahr 2015
gegründeten There Holding B.V., Rijswijk (Niederlande), beteiligt. Mit Wirkung zum
4. Dezember 2015 hat die There Holding B.V. über ein 100%-iges Tochterunternehmen,
die There Acquisition B.V., Rijswijk (Niederlande), alle Anteile an der HERE Gruppe
erworben. Auf Audi entfällt dabei ein Anteil von 0,7 Mrd. €. Am 29. Januar 2016 wurde
die There Acquisition B.V. in HERE International B.V. umbenannt. Die Beteiligung an
der There Holding B.V. wird im Konzernabschluss unter den At Equity bewerteten Anteilen
ausgewiesen. Die Kaufpreisallokation wurde im ersten Halbjahr abgeschlossen. BETEILIGUNGEN AN GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMENDer Volkswagen Konzern war über seinen 50 %-Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen
Global Mobility Holding B.V., Amsterdam, Niederlande, (GMH) mittelbar zu 50 % an dessen
Tochterunternehmen LeasePlan Corporation N.V., Amsterdam, Niederlande, (LeasePlan)
beteiligt. Die Geschäftstätigkeit der GMH bestand in dem Halten der Beteiligung an
LeasePlan. LeasePlan ist ein niederländischer Finanzdienstleistungskonzern, dessen
Kerngeschäft das Leasing- und Fuhrparkmanagement ist. Die Hauptniederlassung der GMH
ist in Amsterdam, Niederlande. Am 23. Juli 2015 hat die GMH ihre 100%-ige Beteiligung an LeasePlan an ein Konsortium
aus internationalen Investoren verkauft. Im Januar 2016 wurden die letzten Genehmigungen
für den Verkauf von LeasePlan an ein internationales Investorenkonsortium durch die
zuständigen Behörden erteilt. Die rechtliche Übertragung der LeasePlan-Anteile an
das Konsortium wurde am 21. März 2016 vollzogen. Der Gesamtwert der Transaktion belief sich auf rund 3,7 Mrd.€ zuzüglich Zinsen in
Höhe von 31,5 Mio.€. Für den Volkswagen Konzern ergab sich hieraus in 2016 ein positiver
Effekt auf die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts und die Netto-Liquidität
von 2,2 Mrd.€ sowie unter Berücksichtigung des abgehenden At-Equity-Anteils an der
GMH ein Ertrag in Höhe von 0,2 Mrd.€, der im Finanzergebnis ausgewiesen wird. Mit
Vollzug der Transaktion wurde die bisher durch den Volkswagen Konzern gewährte Kreditlinie
von 1,3 Mrd.€ aufgehoben. SONSTIGE BETEILIGUNGENAm 29. August 2015 wurde der Schiedsspruch im Verfahren zwischen der Suzuki Motor
Corporation und der Volkswagen AG den Parteien zugestellt. Darin wurde Volkswagen
vertragstreues Verhalten bescheinigt. Das Schiedsgericht bestätigte zudem eine Vertragsverletzung
durch Suzuki und räumt Volkswagen dem Grunde nach Schadensersatzansprüche ein. Zudem
stellte das Schiedsgericht fest, dass den Vertragsparteien ein ordentliches Kündigungsrecht
des Kooperationsvertrages zustehe. Dieses Kündigungsrecht habe Suzuki ausgeübt, so
dass die Kooperation beendet sei. Die Verträge seien so auszulegen, dass Volkswagen
bei Beendigung der Kooperation die Beteiligung an Suzuki abgeben müsse. Volkswagen
hat in diesem Zusammenhang am 17. September 2015 seine Suzuki Beteiligung von 19,9%
zum Börsenwert von 3,1 Mrd.€ an Suzuki verkauft. Aus der Veräußerung der Anteile ergab
sich im 3. Quartal des Vorjahres ein Ertrag in Höhe von 1,5 Mrd. €. Im Februar 2016 haben sich Volkswagen und Suzuki hinsichtlich der von Volkswagen geltend
gemachten Schadensersatzansprüche im Rahmen eines Vergleichs geeinigt. ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS1. UmsatzerlöseSTRUKTUR DER UMSATZERLÖSE DES KONZERNSscroll
2. Kosten der UmsatzerlöseIn den Kosten der Umsatzerlöse sind die dem Finanzdienstleistungsgeschäft zuzuordnenden
Zinsaufwendungen in Höhe von 948 Mio.€ (Vorjahr: 972 Mio.€) enthalten. Darüber hinaus werden in den Kosten der Umsatzerlöse neben den planmäßigen auch außerplanmäßige
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Vermietete Vermögenswerte
berücksichtigt. Die auf Basis aktualisierter Wertminderungstests ermittelten außerplanmäßigen
Abschreibungen belaufen sich auf insgesamt 572 Mio. € (Vorjahr: 260 Mio. €). Die Basis
zur Berechnung der außerplanmäßigen Abschreibungen bildet der Nutzungswert der Produkte
des Volkswagen Konzerns. Der Anstieg der außerplanmäßigen Abschreibungen resultiert
im Wesentlichen aus verringerten Nutzungswerten verschiedener Produkte im Segment
Pkw aufgrund von erwarteten Volumenrückgängen (siehe auch Abschnitt "Wesentliche Ereignisse"). 3. Forschungs- und Entwicklungskosten im Konzernbereich Automobilescroll
4. Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils
der Aktionäre der Volkswagen AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der
sich während des Berichtszeitraums in Umlauf befindenden Stamm- und Vorzugsaktien. Da die unverwässerte und die verwässerte Zahl der Aktien identisch sind, entspricht
das unverwässerte auch dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Gemäß § 27 Abs. 2 Ziffer
1 der Satzung der Volkswagen AG steht jeder Vorzugsaktie auch im Verlustfall ein Vorzugsgewinnanteil
von 0,11€ zu, der aufgrund der kumulativen Ausgestaltung in Folgeperioden nachzuzahlen
wäre, sofern es zu keiner Dividendenausschüttung für das abgeschlossene Geschäftsjahr
kommen sollte und somit bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie für das laufende
Geschäftsjahr zu berücksichtigen ist. Der auf dem handelsrechtlichen Ergebnis der
Volkswagen AG basierende Dividendenvorschlag ist für die Ermittlung des Ergebnisses
je Aktie nach IAS 33 unbeachtlich. Eine Berücksichtigung der Verteilung weiterer Gewinnanteile
gemäß § 27 Abs. 2 Ziffer 2 und 3 der Satzung der Volkswagen AG, wonach im Falle der
Vollausschüttung jeder Vorzugsaktie eine um 0,06€ höhere Dividende als der Stammaktie
zusteht, erfolgt im Rahmen der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie nur bei einem den
Aktionären der Volkswagen AG zuzurechnenden positiven Ergebnis nach Steuern. Die Volkswagen AG hatte in den Jahren 2012 und 2013 über eine Tochtergesellschaft,
die Volkswagen International Finance N.V. Amsterdam (Emittentin), zwei Pflichtwandelanleihen
mit identischen Ausstattungsmerkmalen in Höhe von insgesamt 3,7 Mrd.€ begeben, deren
Laufzeit am 9. November 2015 endete. Die Anleihebedingungen sahen vorzeitige Wandlungsmöglichkeiten
vor, aus deren Inanspruchnahmen im Vorjahr 27.091 neue Vorzugsaktien geschaffen wurden.
Gemäß den Anleihebedingungen waren die Pflichtwandelanleihen spätestens am Ende der
Laufzeit durch die Ausgabe neuer Vorzugsaktien zu bedienen. Am Endfälligkeitstag,
dem 9. November 2015, wurde das verbleibende Volumen beider Anleihen durch die Emittentin
pflichtgemäß gewandelt und dadurch 25.536.876 neue Vorzugsaktien geschaffen. Beim Vorjahresvergleich ist zu berücksichtigen, dass gemäß IAS 33.26 die Anzahl der
im Vorjahr enthaltenen potenziellen Vorzugsaktien rückwirkend durch die tatsächlich
im Zuge der freiwilligen und pflichtgemäßen Wandlung entstandenen Aktien zu ersetzen
war. scroll
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Das Vorjahr wurde aufgrund IAS 33.26 angepasst. 5. Langfristige VermögenswerteENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER LANGFRISTIGER VERMÖGENSWERTE VOM 1. JANUAR ZUM 30. JUNI 2016scroll
6. Vorrätescroll
Im Berichtszeitraum wurden im Zusammenhang mit der Dieselthematik Wertberichtigungen
auf Vorräte in Höhe von 0,2 Mrd.€ erfasst. Darüber hinaus waren keine wesentlichen
Wertminderungen und Zuschreibungen auf Vorräte vorzunehmen. 7. Kurzfristige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswertescroll
Das Operative Ergebnis wurde im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016 mit 271
Mio.€ (Vorjahr: 386 Mio.€) aus Wertminderungen und Zuschreibungen auf lang- und kurzfristige
finanzielle Vermögenswerte belastet. 8. EigenkapitalIm März 2015 hat die Volkswagen AG über eine Tochtergesellschaft, die Volkswagen International
Finance N.V. Amsterdam (Emittentin), eine nicht besicherte, nachrangige Hybridanleihe
mit einem Nominalvolumen in Höhe von 2,5 Mrd. € emittiert. Nach IAS 32 ist die Hybridanleihe
vollständig als Eigenkapital zu klassifizieren. Das Gezeichnete Kapital setzt sich aus 295.089.818 nennwertlosen Stammaktien und 206.205.445
nennwertlosen Vorzugsaktien zusammen und beträgt 1.283 Mio.€ (Dezember 2015: 1.283
Mio.€). Im Berichtszeitraum hat die Volkswagen AG eine Dividende in Höhe von 68 Mio.€ (Vorjahr:
2.294 Mio.€) ausgeschüttet. Davon entfielen 32 Mio.€ (Vorjahr: 1.416 Mio.€) auf Stammaktien
und 35 Mio.€ (Vorjahr: 878 Mio.€) auf Vorzugsaktien. Die Anteile von Minderheiten entfallen im Wesentlichen auf die Aktionäre der RENK
AG und der AUDI AG. 9. Langfristige Finanzschuldenscroll
10. Kurzfristige Finanzschuldenscroll
11. Angaben zum Fair ValueDie Prinzipien und Methoden zur Fair Value Bewertung sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich
unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den Bewertungsprinzipien und -methoden
finden sich im Konzernabschluss 2015 unter dem Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze". Der Fair Value entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver
Markt existiert, wird der Fair Value mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel
durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz oder die
Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt. Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Vermögenswerte und Schulden umfassen
derivative Finanzinstrumente oder Teile von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht
in ein Hedge Accounting einbezogen sind. Hierzu zählen im Wesentlichen die Zinskomponente
bei Devisentermingeschäften aus Umsatzerlösabsicherungen, Warentermingeschäfte sowie
Devisentermingeschäfte auf Warentermingeschäfte. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente) setzen wir
mit ihrem Fair Value an. Änderungen des Fair Value werden erfolgsneutral im Eigenkapital
nach Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. Sonstige Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer Beteiligungsquote von weniger
als 20%) gelten auch als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Soweit
für diese Anteile kein aktiver Markt existiert und sich Fair Values nicht mit vertretbarem
Aufwand verlässlich ermitteln lassen, werden sie mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten
bilanziert. Soweit Hinweise auf eine Wertminderung bestehen, wird der niedrigere Barwert
der geschätzten künftigen Cash-flows angesetzt. Es besteht derzeit keine Absicht diese
finanziellen Vermögenswerte zu veräußern. Die Ermittlung des Fair Value wird anhand einheitlicher Bewertungsmethoden sowie Bewertungsparameter
vorgenommen. Die Durchführung der Fair Value Bewertung bei Finanzinstrumenten der
Stufe 2 und 3 wird auf Basis zentraler Vorgaben in den einzelnen Konzernbereichen
durchgeführt. Der Fair Value der den Minderheitsgesellschaftern gewährten Andienungs-/Ausgleichsrechte
wird mittels eines Barwertmodells ermittelt, das auf der vertraglich vereinbarten
Barabfindung einschließlich Ausgleichzahlung sowie der gesetzlichen Mindestverzinsung
und einem laufzeitäquivalenten risikoadjustierten Diskontierungszinssatz basiert. Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen der FinanzinstrumenteDie nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von
Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente. Der Fair Value von den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten
wie Forderungen und Verbindlichkeiten wird durch die Abzinsung unter Berücksichtigung
eines risikoadäquaten und laufzeitkongruenten Marktzinses ermittelt. Aus Wesentlichkeitsgründen
wird grundsätzlich der Fair Value für kurzfristige Bilanzposten dem Bilanzwert gleichgesetzt.
Zur Überleitung der nachfolgenden Tabellen werden Eigenkapitalinstrumente, die zum
Buchwert angesetzt worden sind, der Stufe 3 der Fair Value Hierarchie zugeordnet. ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTE ZUM 31. DEZEMBER 2015scroll
ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTE ZUM 30. JUNI 2016scroll
Eine Übersicht der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden
enthält folgende Tabellen: ZUM FAIR VALUE BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN NACH STUFENscroll
scroll
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN NACH STUFENscroll
scroll
Die Zuordnung der Fair Values zu den drei Stufen der Fair Value Hierarchie richtet
sich nach der Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise. In Stufe 1 werden Fair Values
von Finanzinstrumenten gezeigt, für die ein Preis direkt auf einem aktiven Markt ermittelt
werden kann. Darunter fallen zum Beispiel Wertpapiere und zum Fair Value bewertete
sonstige Beteiligungen. Fair Values in Stufe 2, beispielsweise von Derivaten, werden
auf Basis von Marktdaten gemäß marktbezogener Bewertungsverfahren ermittelt. Hierbei
werden insbesondere Währungskurse, Zinskurven sowie Rohstoffpreise verwendet, welche
an den entsprechenden Märkten beobachtbar sind und über Preisserviceagenturen bezogen
werden. Stufe 3 Fair Values errechnen sich über Bewertungsverfahren, bei denen nicht
direkt auf dem aktiven Markt beobachtbare Faktoren einbezogen werden. Im Volkswagen
Konzern sind der Stufe 3 langfristige Warentermingeschäfte zugeordnet, da für die
Bewertung die am Markt vorhandenen Kurse extrapoliert werden müssen. Die Extrapolation
erfolgt auf Basis von beobachtbaren Inputfaktoren für die unterschiedlichen Rohstoffe,
welche über Preisserviceagenturen bezogen werden. Des Weiteren werden in der Stufe
3 Optionen auf Eigenkapitalinstrumente und Restwertsicherungsmodelle gezeigt. Für
die Bewertung der Eigenkapitalinstrumente werden dabei insbesondere die jeweiligen
Unternehmensplanungen sowie unternehmensindividuellen Diskontzinssätze verwendet.
Wesentlicher Inputfaktor zur Bestimmung des Fair Value für die Restwertsicherungsmodelle
sind Prognosen sowie Schätzungen von Gebrauchtwagenrestwerten der entsprechenden Modelle. ENTWICKLUNG DER ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN BILANZPOSTEN BASIEREND AUF STUFE 3scroll
*
Das Vorjahr wurde angepasst. scroll
Die Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie werden zu den jeweiligen
Berichtsstichtagen berücksichtigt. Die Umgliederungen aus Stufe 3 in Stufe 2 beinhalten
Warentermingeschäfte, für die aufgrund der abnehmenden Restlaufzeit dann beobachtbare
Marktkurse zur Bewertung zur Verfügung stehen, sodass keine Extrapolation mehr notwendig
ist. Es gab keine Verschiebungen zwischen weiteren Stufen der Fair Value Hierarchie. Für den Fair Value der Warentermingeschäfte ist der Rohstoffpreis die wesentliche
Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse wird der Effekt von Änderungen des Rohstoffpreises
auf das Ergebnis nach Ertragsteuern und das Eigenkapital dargestellt. Wenn die Rohstoffpreise der der Stufe 3 zugeordneten Warentermingeschäfte zum 30.
Juni 2016 um 10% höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern
um 5 Mio.€ und das Eigenkapital 2 Mio.€ höher (niedriger) ausgefallen. Die für die Bewertung der vom Unternehmen gehaltenen Optionen auf Eigenkapitalinstrumente
maßgebliche Risikovariable ist der jeweilige Unternehmenswert. Mittels einer Sensitivitätsanalyse
werden Effekte aus einer Änderung der Risikovariablen auf das Ergebnis nach Ertragsteuern
dargestellt. Wenn die unterstellten Unternehmenswerte um 10 % höher werden, würde das Ergebnis
nach Ertragsteuern um 1 Mio.€ höher ausfallen. Wenn die unterstellten Unternehmenswerte
um 10% niedriger werden, würde das Ergebnis nach Ertragsteuern um 1 Mio. € niedriger
ausfallen. Restwertrisiken resultieren aus Absicherungsvereinbarungen mit dem Handel, wonach
im Rahmen von Rückkaufverpflichtungen aus abgeschlossenen Leasingverträgen entstehende
Ergebnisauswirkungen aus marktbedingten Schwankungen der Restwerte teilweise vom Volkswagen
Konzern getragen werden. Für den Fair Value der Optionen aus Restwertrisiken sind die Marktpreise von Gebrauchtwagen
die wesentliche Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen
von Änderungen der Gebrauchtwagenpreise auf das Ergebnis nach Ertragsteuern quantifiziert. Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge
zum 30. Juni 2016 um 10% höher gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern
um 244 Mio.€ höher ausgefallen. Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im Restwertsicherungsmodell
enthaltenen Fahrzeuge zum 30. Juni 2016 um 10% niedriger gewesen wären, wäre das Ergebnis
nach Ertragsteuern um 244 Mio.€ niedriger ausgefallen. 12. KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt den Zahlungsmittelfluss im Volkswagen Konzern sowie
in den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. Der Zahlungsmittelbestand
setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Wechsel, Kassenbestand und
jederzeit fälligen Mitteln zusammen. scroll
In der Finanzierungstätigkeit stehen sich folgende Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse
gegenüber: scroll
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Das Vorjahr wurde angepasst. 13. SegmentberichterstattungDie Segmentabgrenzung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung im Volkswagen
Konzern. Der Mehrmarkenstrategie folgend wird jede Marke (Geschäftssegment) des Konzerns
von einem eigenen Markenvorstand geleitet. Dabei sind die vom Vorstand der Volkswagen
AG festgelegten Konzernziele und -vorgaben zu berücksichtigen. Die Segmentberichterstattung
besteht aus den vier berichtspflichtigen Segmenten Pkw, Nutzfahrzeuge, Power Engineering
und Finanzdienstleistungen. Die Zusammenfassung der Geschäftssegmente zu berichtspflichtigen
Segmenten erfolgt aufgrund vergleichbarer wirtschaftlicher Merkmale (insbesondere
Art der Produkte beziehungsweise Dienstleistungen, Vernetzung in den Entwicklungs-,
Produktions- und Vertriebsprozessen sowie Vergleichbarkeit der Kundengruppen). Die Aktivitäten des Segments Pkw erstrecken sich auf die Entwicklung von Fahrzeugen
und Motoren, die Produktion und den Vertrieb von Pkw sowie das Geschäft mit entsprechenden
Originalteilen. In dem Segment werden grundsätzlich die einzelnen Pkw-Marken des Volkswagen
Konzerns auf konsolidierter Basis zu einem berichtspflichtigen Segment zusammengefasst. Das Segment Nutzfahrzeuge umfasst vor allem die Entwicklung, die Produktion sowie
den Vertrieb von leichten Nutzfahrzeugen, Lastkraftwagen und Bussen, das Geschäft
mit entsprechenden Originalteilen sowie damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen. Die Aktivitäten des Segments Power Engineering beinhalten die Entwicklung und Herstellung
großer Dieselmotoren, Turbokompressoren, Industrieturbinen und chemischer Reaktorsysteme
sowie die Herstellung von Getrieben, Antriebstechnik und Prüfsystemen. Die Tätigkeit des Segments Finanzdienstleistungen umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung,
das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagementgeschäft sowie
Mobilitätsangebote. Die Kaufpreisallokation aus erworbenen Gesellschaften wird direkt den entsprechenden
Segmenten zugeordnet. Das Segmentergebnis wird bei Volkswagen auf Basis des Operativen Ergebnisses bestimmt. Die Überleitungsrechnung beinhaltet Bereiche und sonstige Geschäftstätigkeiten, die
definitionsgemäß keine Segmente darstellen. Darin ist auch die nicht allokierte Konzernfinanzierung
enthalten. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten erfolgt ebenfalls innerhalb der
Überleitungsrechnung. Den Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften der Segmente des Volkswagen Konzerns
liegen grundsätzlich Preise zugrunde, die auch mit Dritten vereinbart werden. BERICHTSSEGMENTE 1. HALBJAHR 2015scroll
scroll
BERICHTSSEGMENTE 1. HALBJAHR 2016scroll
scroll
ÜBERLEITUNGSRECHNUNGscroll
14. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen und UnternehmenDie Porsche SE hat sich Ende September 2015 mit der Suzuki Motor Corporation über
den außerbörslichen Erwerb von 1,5 % der Stammaktien an der Volkswagen AG geeinigt.
Zum 30. Juni 2016 hält die Porsche SE mit 52,2 % die Mehrheit der Stimmrechte an der
Volkswagen AG. Auf der Außerordentlichen Hauptversammlung der Volkswagen AG am 3. Dezember 2009 wurde
die Schaffung von Entsendungsrechten für das Land Niedersachsen beschlossen. Damit
kann die Porsche SE nicht die Mehrheit der Mitglieder im Aufsichtsrat der Volkswagen
AG bestellen, solange dem Land Niedersachsen mindestens 15% der Stammaktien gehören.
Die Porsche SE hat aber die Möglichkeit, an den unternehmenspolitischen Entscheidungen
des Volkswagen Konzerns mitzuwirken und gilt damit als nahe stehendes Unternehmen
im Sinne des IAS 24. scroll
scroll
In den von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen empfangenen Lieferungen
und Leistungen der ersten sechs Monate sind die gefassten Dividendenbeschlüsse in
Höhe von 3.488 Mio.€ (Vorjahr: 4.589 Mio.€) nicht enthalten. Die Forderungen an die Porsche SE setzen sich aus einer Forderung aus einem Darlehensvertrag
und Forderungen aus Grunderwerbsteuern zusammen. Die Verpflichtungen gegenüber der
Porsche SE bestehen im Wesentlichen aus Festgeldanlagen. Die Verpflichtungen gegenüber Aufsichtsräten in Höhe von 278 Mio.€ beinhalten im Wesentlichen
verzinsliche Bankguthaben von Aufsichtsräten, die zu marktüblichen Konditionen bei
Gesellschaften des Volkswagen Konzerns angelegt wurden. Des Weiteren bürgt der Volkswagen Konzern für nahestehende Personen und Unternehmen
gegenüber externen Banken in Höhe von 115 Mio.€. 15. Virtuelle AktienDer Aufsichtsrat der Volkswagen AG hat in seiner Sitzung am 22. April 2016 das Angebot
der Mitglieder des Vorstands angenommen, für die im Zeitpunkt des Beschlusses aktiven
Vorstandsmitglieder einen Anteil von 30% der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr
2015 zurückzubehalten und mittels virtueller Aktien unter den Vorbehalt der zukünftigen
Aktienkursentwicklung zu stellen. Für weitere Details verweisen wir auf unsere Ausführungen
im Vergütungsbericht im Geschäftsbericht 2015. Die Verpflichtungen aus diesen virtuellen Aktien werden gemäß IFRS 2 als "cash-settled
plan" bilanziert und mittels eines anerkannten Bewertungsverfahrens zum Fair Value
bewertet. Aus der Verknüpfung des ursprünglichen Bonus (5,7 Mio.€) an die zukünftige
Aktienkursentwicklung ergab sich zum 22. April 2016 ein Ertrag in Höhe von 1,5 Mio.€.
Aufgrund der Aktienkursentwicklung bis zum 30. Juni 2016 wurden im zweiten Quartal
Aufwendungen in Höhe von 0,6 Mio.€ erfasst. Der Fair Value der Verpflichtung gegenüber
den Vorständen zum 30. Juni 2016 beträgt 4,9 Mio.€. Sofern sämtliche Vorstandsmitglieder
zum 30. Juni 2016 ausgeschieden wären, hätte die Verpflichtung (innerer Wert) insgesamt
4,9 Mio.€ betragen. 16. RechtsstreitigkeitenDer Konzernabschluss der Volkswagen AG für das Geschäftsjahr 2015 enthält unter dem
Abschnitt "Rechtsstreitigkeiten" ausführliche Informationen zu Rechtsstreitigkeiten
und rechtlichen Verfahren. Gegenüber diesem Stand haben sich im Wesentlichen folgende Änderungen ergeben: VOLKSWAGEN ERZIELT VERGLEICHSVEREINBARUNGENIm Juni 2016 hat Volkswagen die Öffentlichkeit darüber informiert, dass die Volkswagen
AG, die Volkswagen Group of America, Inc. sowie bestimmte verbundene Unternehmen im
Hinblick auf die im US-Bundesstaat Kalifornien anhängige "Multi-District Litigation"
Vergleichsvereinbarungen in den USA mit dem US-amerikanischen Justizministerium U.S.
Department of Justice (DOJ), der US-amerikanischen Umweltbehörde Environmental Protection
Agency (EPA), der Federal Trade Commission (FTC) sowie der Umweltbehörde des US-Bundesstaates
Kalifornien California Air Resources Board (CARB) und privaten Klägern, die durch
das sogenannte Steuerungskomitee der Kläger "Plaintiffs' Steering Committee (PSC)"
vertreten werden, geschlossen haben. Mit den Vergleichsvereinbarungen, sofern endgültig
genehmigt, werden bestimmte zivilrechtliche Ansprüche im Zusammenhang mit betroffenen
Dieselfahrzeugen mit Motoren der Variante 2,0 l TDI der Marken Volkswagen Pkw und
Audi in den USA beigelegt. Die Vergleichsvereinbarungen müssen vom Gericht noch endgültig
genehmigt werden. Die beabsichtigten Vergleichsvereinbarungen beinhalten mögliche Fahrzeugrückkäufe
beziehungsweise die vorzeitige Leasingrücknahme von Leasing-Fahrzeugen oder die kostenlose
technische Anpassung von Fahrzeugen betroffener Kunden, sofern die entsprechenden
Maßnahmen zur Umrüstung durch EPA und CARB freigegeben worden sind. Volkswagen erklärte
sich bereit, zusätzlich Ausgleichszahlungen an betroffene Eigentümer und Leasingnehmer
vorzunehmen. Zusätzlich erklärte sich Volkswagen bereit, Umweltprogramme zu unterstützen. Über einen Zeitraum von drei Jahren zahlt Volkswagen einen Betrag in Höhe von 2,7 Mrd. US-Dollar in einen von einem gerichtlich bestellten Treuhänder verwalteten Umweltfonds ein, um überhöhte Stickoxid (NOx )-Emissionen auszugleichen. Volkswagen investiert darüber hinaus über einen Zeitraum von zehn Jahren insgesamt 2,0 Mrd. US-Dollar in die Infrastruktur für Null-Emissions-Fahrzeuge sowie in Initiativen, die den entsprechenden Zugang und die Sensibilisierung für diese Technologie fördern. Volkswagen hat außerdem separate Vereinbarungen mit den Attorney Generals von 44 US-Bundesstaaten,
dem District of Columbia und Puerto Rico erzielt, mit denen bestehende oder mögliche
künftige Verbraucherschutzklagen und Klagen wegen unlauteren Wettbewerbs - im Hinblick
auf Fahrzeuge in den USA mit Motoren des Typs 2,0 l TDI und 3,0 l TDI - für einen
Vergleichsbetrag in Höhe von 603 Mio. US-Dollar beigelegt werden. Die zivilrechtlichen Ansprüche des DOJ, der FTC und privater Kläger, die vom PSC im
Zusammenhang mit 3,0 l TDI Fahrzeugen vertreten werden, durch das DOJ im Auftrag der
EPA angestrebte Bußgelder, mögliche Klagen von US-Bundesstaaten wegen Verletzung des
Umweltrechts in Zusammenhang mit den 2,0 l und 3,0 l TDI Fahrzeugen, die strafrechtlichen
Untersuchungen des DOJ und verschiedene weitere geltend gemachte Ansprüche werden
nicht mit diesen Vereinbarungen beigelegt. ZIVILRECHTLICHE US-KLAGEN GERICHTET AUF BUSSGELDER WEGEN ANGEBLICHER VERLETZUNGEN DES UMWELTRECHTSAm 19. Juli 2016 reichten die US-Bundesstaaten Maryland, Massachusetts und New York
bei ihren jeweiligen Landgerichten ("state courts") Klage gegen die Volkswagen AG,
Volkswagen Group of America, Inc. und bestimmte verbundene Unternehmen ein und forderten
Bußgelder und Unterlassungsverfügungen wegen angeblicher Verletzungen des Umweltrechts.
Maryland, Massachusetts und New York waren an den vorstehend beschriebenen staatlichen
Vergleichen in Bezug auf Verbraucherschutzklagen und Klagen wegen unlauteren Wettbewerbs
beteiligt, wobei diese Vergleiche jedoch keine umweltrechtlichen Bußgelder einschlossen. Zur Absicherung der derzeit bekannten Rechtsrisiken einschließlich angemessener Verteidigungs-
und Rechtsberatungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Dieselthematik waren auf Basis
des derzeitigen Kenntnisstands und aktueller Einschätzungen im Berichtszeitraum zusätzliche
Rückstellungen in Höhe von 1,7 Mrd.€ zu bilden. Nicht in Anspruch genommene Vorsorgen
für Rechtsrisiken in Höhe von 0,4 Mrd.€ waren aufzulösen. Wesentliche Anpassungen
bei den im Zusammenhang mit der Dieselthematik bestehenden Eventualverbindlichkeiten
haben sich nicht ergeben. Aufgrund des noch nicht abgeschlossenen Stadiums der umfassenden und aufwendigen Untersuchungen,
sowie der Vielschichtigkeit der einzelnen Einflussfaktoren und den noch andauernden
Abstimmungen mit den Behörden unterliegen die im Zusammenhang mit der Dieselthematik
gebildeten Rückstellungen für Rechtsrisiken sowie die angegebenen Eventualverbindlichkeiten
unverändert zum Teil erheblichen Einschätzungsrisiken. KARTELLVERFAHRENIm Jahr 2011 leitete die Europäischen Kommission ein Kartellverfahren gegen die europäischen
Lkw-Hersteller wegen unangemessenen Informationsaustauschs im Zeitraum zwischen 1997
und 2011 ein und übermittelte im November 2014 in diesem Zusammenhang MAN, Scania
und den übrigen betroffenen Lkw-Herstellern die sogenannten Beschwerdepunkte. Mit ihrem Beschluss vom 19. Juli 2016 hat die Europäische Kommission mit Ausnahme
von MAN und Scania gegen fünf europäische Lkw-Hersteller Geldbußen verhängt. Da MAN
die EU-Kommission als Kronzeuge über die Absprachen informiert hatte, wurde das Unternehmen
von einer Geldbuße ausgenommen. Die Ermittlungen gegen Scania dauern an. Das Unternehmen hat entschieden, seine Verteidigungsrechte
umfassend geltend zu machen. Um mögliche Strafen abdecken zu können, wurde eine Rückstellung
in Höhe von 0,4 Mrd. € gebildet. 17. Eventualforderungen und -VerbindlichkeitenDie US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration)
hat gemeinsam mit der Firma Takata am 5. Mai 2016 eine weitere Ausweitung des Rückrufs
für diverse Modelle unterschiedlicher Hersteller, in denen bestimmte Airbags der Firma
Takata verbaut wurden, verkündet. Daneben wurden auch Rückrufe in Kanada, Japan und
Südkorea von den lokalen Behörden angeordnet. Von den Rückrufen sind auch Modelle
des Volkswagen Konzerns betroffen. Hierfür wurden entsprechende Rückstellungen gebildet.
Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Ausweitungen kommen
könnte, die auch Modelle des Volkswagen Konzerns betreffen werden. Weitere Angaben
gemäß IAS 37.86 können für den Sachverhalt derzeit aufgrund der noch andauernden technischen
Untersuchungen und behördlichen Abstimmungen nicht angegeben werden. Die Eventualverbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Konzernabschluss 2015 insbesondere
wechselkursbedingt um 501 Mio.€ auf 4.001 Mio.€ erhöht. 18. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind im Vergleich zum Konzernabschluss
2015 nahezu unverändert geblieben. Dabei wurde ein Anstieg der Bestellobligos für
Sachanlagen und Dienstleistungen teilweise ausgeglichen durch den Wegfall der Verpflichtungen
aus einer unwiderruflichen Kreditzusage in Höhe von 1,3 Mrd. € an LeasePlan. Deutscher Corporate Governance KodexDie aktuellen Erklärungen nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex
des Vorstands und des Aufsichtsrats der Volkswagen AG, der AUDI AG, der MAN SE und
der RENK AG sind auf den Internetseiten www.volkswagenag.com/ir,www.audi.de/cgk-erklaerung,
www.corporate.man.eu/de beziehungsweise www.renk.eu/corporated-governance.html dauerhaft
zugänglich. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem StichtagNach dem Schluss der ersten sechs Monate des Jahres 2016 gab es keine Vorgänge von
besonderer Bedeutung. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. Wolfsburg, 28. Juli 2016 Volkswagen Aktiengesellschaft Der Vorstand scroll
Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus verkürzter Gewinn-
und Verlustrechnung und verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Bilanz, verkürzter
Eigenkapitalentwicklung, verkürzter Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden
Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT,
Wolfsburg, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016, die Bestandteile des
Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Ohne unser Urteil einzuschränken, weisen wir auf die im Anhang des Konzernzwischenabschlusses
im Abschnitt "Wesentliche Ereignisse" und im Konzernzwischenlagebericht im Kapitel
"Prognose-, Risiko- und Chancenbericht" dargestellten aktualisierten Informationen
im Zusammenhang mit der Abgasthematik hin, die im Wesentlichen auf die im Konzernabschluss
2015 sowie die im zusammengefassten Lagebericht zum 31. Dezember 2015 dargestellten
Informationen und abgegebenen Erklärungen verweisen. Auf der Grundlage der dargestellten und diesem Konzernzwischenabschluss zugrundeliegenden
ersten Ergebnisse der verschiedenen eingeleiteten Maßnahmen zur Aufklärung des Sachverhalts
gibt es keine Bestätigung dafür, dass Vorstandsmitglieder vor Sommer 2015 Kenntnis
von der bewussten Manipulation der Steuerungssoftware hatten. Sollten im Rahmen der
weiteren Aufklärungen neue Erkenntnisse über einen früheren Informationsstand der
Vorstandsmitglieder über die bewusste Manipulation der Steuerungssoftware gewonnen
werden, könnte dies gegebenenfalls Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss als
auch auf den Jahres- beziehungsweise Konzernabschluss 2015 sowie auf den zusammengefassten
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 und die Vergleichszahlen 2014 haben. Die bislang gebildeten Rückstellungen für Gewährleistungen und Rechtsrisiken basieren
auf dem dargestellten Kenntnisstand. Aufgrund der Vielzahl der erforderlichen technischen
Lösungen sowie der mit den laufenden und erwarteten Rechtsstreitigkeiten zwangsläufig
zusammenhängenden Unsicherheiten ist nicht auszuschließen, dass zukünftig die Einschätzung
der Risiken anders ausfallen kann. Hannover, den 28. Juli 2016 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
ImpressumHERAUSGEBERVolkswagen AG Finanzpublizität Brieffach 1848-2 38436 Wolfsburg Deutschland Telefon + 49 (0) 5361 9-0 Fax+ 49 (0) 5361 9-28282 INVESTOR RELATIONSVolkswagen AG Investor Relations Brieffach 1849 38436 Wolfsburg Deutschland scroll
FINANZKALENDER27. Oktober 2016 Zwischenbericht Januar - September 2016 Neben der deutschen Fassung erscheint der Zwischenbericht in englischer Sprache. Beide Sprachfassungen sind im Internet abrufbar unter: www.volkswagenag.com/ir Printed in Germany 658.809.568.00 |
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