VOLKSWAGEN AGWolfsburgZwischenbericht Januar bis September 2016Wesentliche ZahlenVOLKSWAGEN KONZERNscroll
Finanzdaten nach IFRS in Mio. €scroll
1
Mengendaten inklusive der nicht vollkonsolidierten chinesischen Gemeinschaftsunternehmen.
Die Auslieferungen von 2015 wurden aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert. Alle Zahlen im Bericht sind jeweils für sich gerundet; dies kann bei der Addition
zu geringfügigen Abweichungen führen. Die Vergleichswerte des Vorjahres werden neben
den Werten des aktuellen Berichtszeitraums in Klammern dargestellt. Wesentliche Fakten
Wichtige EreignisseMESSEN UND VERANSTALTUNGENAuch im dritten Quartal 2016 stellte der Volkswagen Konzern auf Messen und Veranstaltungen
begeisternde neue Modelle und Technologien vor. Mondial de l'Automobile in ParisAuf dem Pariser Automobilsalon 2016 war die Weltpremiere der visionären Studie I.D.
das Highlight der Marke Volkswagen Pkw. Das Showcar steht für eine neue Ära von Elektroautos
und für ein neues automobiles Zeitalter: Elektrisch, vernetzt und autonom fahrend.
Angetrieben von einem 125 kW (170 PS) starken Elektromotor besitzt das Zero-Emission-Vehicle
eine Reichweite von bis zu 600 km. Obwohl etwas kürzer als ein Golf bietet der I.D.
im Inneren das Raumgefühl eines Passat. Möglich wird dies durch die neue Architektur
des Antriebs mit einem Elektromotor an der Hinterachse und einer Hochvoltbatterie
im Fahrzeugboden. Ab 2025 soll der I.D. mit Hilfe des "I.D. Pilot" vollautomatisiert
fahren. Aktiviert wird die Funktion durch das Berühren des Logos im Lenkrad, welches
daraufhin in die Instrumententafel eintaucht und dem Fahrer ein völlig neues Raumempfinden
vermittelt. Das Öffnen und Starten des Fahrzeugs erfolgt über den Digital Key mit
Hilfe des Smartphones. Der I.D. wird als erster Volkswagen auf Basis des neuen Modularen
Elektrifizierungsbaukastens (MEB) auf den Markt kommen und soll neben den Bestsellern
Polo, Golf, Tiguan und Passat das Spektrum der Volumenmodelle der Marke erweitern.
Darüber hinaus gab die Marke Volkswagen Pkw in Paris einen Vorgeschmack auf den neuen
e-Golf, der neben der verbesserten, emissionsfreien Reichweite von 300 km auch ein
neues Infotainment-System bietet. Abgerundet wurde der Messeauftritt vom Tiguan R-Line
im sportlichen Look. Audi feierte in Paris die Weltpremiere des neuen Audi Q5. Dank innovativer Motoren,
eines reduzierten Gewichts und der besten Aerodynamik im Wettbewerb kann der SUV im
Vergleich zum Vorgänger bei Effizienz und Dynamik zulegen. Auch sein neuer quattro-Antrieb
mit ultra-Technologie trägt dazu bei: Er koppelt den Hinterachsantrieb immer dann
ab, wenn er nicht gebraucht wird, und schaltet ihn bei Bedarf wieder zu. Neue Maßstäbe
setzt der Q5 auch in puncto Komfort und Praktikabilität. Kunden können zwischen verschiedenen
Fahrwerksoptionen bis hin zu einer Luftfederung wählen. Der Innenraum überzeugt mit
hochwertigen Materialien, hervorragender Verarbeitung und einem gesteigerten Platzangebot.
Mit Audi connect ist der Q5 optimal vernetzt und holt viele nützliche Dienste an Bord,
die Fahrer und Passagiere über das Audi virtual cockpit, das MMI-Mitteldisplay oder
das Rear Seat Entertainment erleben können. Eine breite Auswahl an Fahrerassistenzsystemen
- von der Ausstiegswarnung über den Prädiktiven Effizienzassistenten, der die Daten
des Navigationssystems nutzt, um den Fahrer auf eine Geschwindigkeitsreduzierung hinzuweisen,
bis hin zum Abbiege- oder Stauassistent - runden das Fahrzeugkonzept ab. Darüber hinaus
zog der neue Audi A5 Sportback mit seinem markanten Design die Blicke der Messebesucher
auf sich. An der Front dominieren ein flacher und breiter Singleframe-Kühlergrill
sowie die langgezogene Motorhaube. Die Seitenansicht ist von einer charakteristischen
Schulterlinie geprägt. Im Innenraum sind nahezu alle Maße im Vergleich zum Vorgänger
gewachsen. Der Kofferraum fasst nunmehr 480 l. Die zwei TFSI- und drei TDI-Motoren
bringen zwischen 140 kW (190 PS) und 210 kW (286 PS) Leistung auf die Straße. Beim
Audi S5 Sportback sorgt ein 3.0 l TFSI-Motor mit 260 kW (354 PS) und serienmäßigem
quattro-Antrieb für dynamischen Vortrieb. Komplettiert wurde der Messeauftritt von
Audi mit der Vorstellung der sportlichen RS 3 Limousine mit 294 kW (400 PS) und dem
SQ7 TDI, dem Top-Modell der Q7-Baureihe. SKODA zeigte in Paris erstmals den neuen Kodiaq einer breiten Öffentlichkeit. Der
selbstbewusste und kraftvolle SUV vereint alle Qualitäten, für die die Marke SKODA
steht: ein außergewöhnliches Raumangebot, charakterstarkes Design, viele praktische
"Simply Clever"-Features und ein herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Design
des Kodiaq, mit dem die Marke ihre neue Formensprache ins SUV-Segment überträgt, spiegelt
seinen vielseitigen Charakter wider. Es zeichnet sich aus durch ein markantes Zusammenspiel
von eleganter Linienführung, sportlichen Konturen und robustem Auftritt. Der Kodiaq
hat mit 2.791mm den größten Radstand im Wettbewerb und bewegt sich mit großzügigen
Innenraumdimensionen am oberen Ende seines Segments. Darüber hinaus bietet er den
größten Kofferraum seiner Klasse. Die drei verfügbaren TSI- und zwei TDI-Motoren decken
ein Leistungsspektrum von 92 kW (125 PS) bis 140 kW (190 PS) ab. Die modernen und
effizienten Aggregate besitzen Turboaufladung und Direkteinspritzung, erfüllen die
Abgasnorm Euro 6 und sind mit Start-Stopp-Automatik, Bremsenergierückgewinnung sowie
einem effizienzsteigernden Thermo-Management ausgerüstet. SKODA schickt seinen SUV
mit einer breiten Palette an Fahrerassistenzsystemen an den Start; viele von ihnen
sind bisher nur aus oberen Fahrzeugklassen bekannt. Zudem wird der Kodiaq als erster
SKODA ständig online sein - dank innovativer Technologien in den Bereichen Infotainment
und Konnektivität. Im Mittelpunkt des Messeauftritts von SEAT stand der Ateca X-Perience, mit dem die
spanische Marke den abenteuerlustigen Charakter seiner neuen Baureihe unter Beweis
stellte. Das äußere Erscheinungsbild wird von einer verchromten Dachreeling, einem
auffälligen Heckspoiler und an der Heckstoßstange montierten Schmutzfängern geprägt.
Ein Frontdiffusor, profilstarke Reifen auf exklusiv designten 18-Zoll-Felgen, schwarze
Radlaufblenden und markante Trittbretter runden das robuste Exterieur ab. Der Ateca
X-Perience verwendet ein 4Drive-Antriebssystem, der 140 kW (190 PS) starke 2.0 l TDI-Motor
ist mit einem 7-Gang-Doppel-kupplungsgetriebe mit Wippenschaltung verbunden. Die Palette
der Assistenzsysteme umfasst unter anderem Adaptive Cruise Control (ACC), den Front
Assist mit Notbremsfunktion, eine 360-Grad-Kamera mit Vogelperspektive und den Parkassistenten
für Parallel- oder Schrägparken. Zum hochmodernen Infotainment-System gehören Funktionen
wie Easy Connect, die SEAT Full Link Verbindung, ein 8-Zoll-Bildschirm und die Connectivity
Box, die dem Fahrer das kabellose Laden seines Smartphones ermöglicht. Neben dem Ateca
X-Perience war der überarbeitete SEAT Mii in Paris zu sehen. Porsche präsentierte auf dem Automobilsalon die neue Generation des Panamera. Er verbindet mehr denn je die Performance eines Sportwagens mit dem Komfort einer Luxuslimousine. Die Designsprache schlägt eine Brücke zum Porsche 911 durch eine noch dynamischere Linienführung und spezifische Designelemente der Sportwagen-Ikone. Die neuen Biturbo-Motoren sind leistungsstärker und dank neuem 8-Gang-Doppelkupplungs-getriebe bis zu 16% sparsamer als beim Vorgänger. Zahlreiche neue Assistenzsysteme steigern den Fahrkomfort und die Sicherheit. Im neuen Panamera zeigt Porsche zudem ein zukunftsweisendes Anzeige- und Bedienkonzept: Das neue Porsche Advanced Cockpit mit Smartphone-ähnlichen Oberflächen und konfigurierbaren LED-Bildschirmen überzeugt durch intuitive Funktionalität. Das Porsche Communication Management umfasst ein völlig neues Spektrum an Konnektivität durch intelligente digitale Funktionen und Online-Dienste. In einer Weltpremiere stellte Porsche zudem den Panamera 4 E-Hybrid vor, der für nachhaltige Mobilität ohne Abstriche bei der Performance steht: Das Fahrzeug hat eine Systemleistung von 340 kW (462 PS) und verbraucht 2,5 l auf 100 km im Neuen Europäischen Fahrzyklus für Plug-in-Hybridmodelle; das entspricht einem CO2 -Ausstoß von 56 g/km. Der Allrad-Panamera erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 278 km/h. Ohne Verzögerung stehen aus dem Stand 700 Nm Systemdrehmoment zur Verfügung. Nach 4,6 Sekunden lässt der Panamera 4 E-Hybrid die Marke von 100 km/h hinter sich. Nach dem Anfang des Jahres präsentierten Centenario Coupé zeigte Lamborghini in Paris
den offenen Centenario Roadster. Der futuristische Supersportwagen, der auf 20 Exemplare
limitiert ist, wird wie das Coupé von einem V12-Saugmotor mit 566 kW (770 PS) angetrieben
und besitzt eine Hinterachslenkung, eine Karosserie aus Carbonfaser sowie ein modernes
Infotainment-System. IAA Nutzfahrzeuge in HannoverVolkswagen Nutzfahrzeuge feierte auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover die Messepremiere des neuen Crafter. Das Fahrzeug wurde auf Basis konkreter Kundenwünsche von Grund auf neu entwickelt: Mit bis zu 5,5 t zulässigem Gesamtgewicht, einem Ladevolumen bis 18,4 m3 und einer Vielzahl von Antrieben und Derivaten bietet er kundengerechte Funktionalität und alltagstaugliche Lösungen für individuelle Transportaufgaben aus allen Nutzungsbereichen. Der Crafter ist in vier Grundmodellen, drei Längen und drei Höhen erhältlich. Sein neu entwickelter 2.0 l TDI-Motor ist in vier Leistungsstufen als Front-, Heck- oder mit dem Allradantrieb 4MOTION erhältlich und kann mit Schalt- oder Automatikgetriebe kombiniert werden. Bei den Fahrerassistenzsystemen setzt der Crafter neue Maßstäbe in seiner Klasse: Aktive Fahrerassistenzsysteme wie ESP mit Gespannstabilisierung, automatische Distanzregelung ACC, Multikollisionsbremse und Anhängerrangierassistent sorgen in Kombination mit passiven Sicherheitssystemen wie Rückfahrkamera, Parkdistanzkontrolle und Ausparkassistent für optimalen Insassenschutz. Ein weiteres Highlight war die Weltpremiere der Studie e-Crafter. Der erste rein elektrisch angetriebene Crafter ist mit einer Reichweite von über 200 km eine seriennahe Lösung für den emissionsfreien innerstädtischen Lieferverkehr. Bereits 2017 sollen die ersten Fahrzeuge im Einsatz sein. Der neue
Crafter wird in einem eigens dafür neu errichteten Werk in Wrzesnia, Polen, produziert.
Auch der Caddy Edition 35 feierte auf der IAA Nutzfahrzeuge als Kastenwagen und als
Familien-Van seine Weltpremiere. Das Sondermodell zum 35-jährigen Bestehen des Caddy
spricht Selbstständige und junge Familien an, die neben den funktionalen Vorzügen
des Modells auch Wert auf Styling und eine gewisse Sportlichkeit legen. Zudem feierten
in Hannover die neue Generation des robusten Sondermodells Amarok Canyon und die Ausstattungsvariante
Amarok Comfortline mit den neuen V6-Motoren ihre Weltpremiere. Bei Scania stand die neue Lkw-Generation im Mittelpunkt des Messeauftritts. Sie kommt mit einem um bis zu 5% reduzierten Kraftstoffverbrauch aus, erhöht damit die Kundenprofitabilität und reduziert die CO2 -Emissionen. Das von eigenen Designern entwickelte Fahrerhaus besitzt eine futuristische Formensprache und vermittelt die für Scania typische Souveränität. Nach Einführung aller Varianten werden 24 verschiedene Fahrerhausmodelle zur Auswahl stehen, die auf einem modularen Baukastensystem basieren. So kann für jeden Kunden eine optimale und nachhaltige Lösung angeboten werden - unabhängig davon, ob der Schwerpunkt auf Innenraum, Kraftstoffverbrauch, maximalem Komfort oder größter Ladekapazität liegt. Die neue Fahrerhausgeneration kann mit Seitenairbags ausgestattet werden, die in das Dach integriert sind - ein absolutes Novum im Lkw-Bereich. Im Busabschnitt des Messestands waren der Scania Citywide LE, ein für den inner- und außerstädtischen sowie für den Überlandverkehr konzipierter Hybridbus, und der Scania Interlink LD mit Gasmotor, der erste komplett gasbetriebene Bus für das Überlandsegment, zu sehen. Neben Fahrzeugen stellte Scania in Hannover seine bewährten Dienstleistungen wie Werkstattservices und Fahrtraining sowie weitere innovative Services vor. Neu im Portfolio ist die Scania Wartung mit flexiblen Plänen: Ein vernetzter Service, bei dem die Wartung exakt an die tatsächliche Nutzung des Fahrzeugs angepasst wird und somit zu einer höheren Zuverlässigkeit und Fahrzeugverfügbarkeit führt. Daneben informierte Scania die Messebesucher über den aktuellen Stand der Elektrifizierung der Antriebe, des autonomen Fahrens und des vernetzten Kolonnenfahrens - des sogenannten Platoonings. MAN präsentierte auf der IAA Nutzfahrzeuge seine Palette optimierter Motoren, die
für einen deutlich verbesserten Kraftstoffverbrauch bei gesteigerter Leistungsfähigkeit
und Fahrdynamik sowie für eine gewohnt hohe Zuverlässigkeit sorgen. Die neue Generation
des D38-Motors bietet bis zu 471 kW (640 PS) und erreicht sein bis zu 3000 Nm hohes
Drehmoment schon bei niedrigen Drehzahlen. In der TGX-Baureihe ist der Motor mit der
Euro-6-Topmotorisierung in der auf 100 Fahrzeuge limitierten Sonderauflage MAN PerformanceLine
Edition erhältlich. Sie bündelt zahlreiche Sonderausstattungen im Fahrerhaus und im
Außendesign zu einem exklusiven Premiumfahrzeug. Für Flottenanwendungen optimiert,
bietet der neue D26 ein Leistungsspektrum von 309 bis 368 kW (420 bis 500 PS) bei
gleichzeitig niedrigem Eigengewicht und geringem Kraftstoffverbrauch. In Verbindung
mit den neuen Versionen des MAN TipMatic-Getriebes mit individuell auf den Einsatz
abgestimmten Fahrprogrammen verfügen die MAN-Baureihen über hocheffiziente und umweltschonende
Antriebsstränge. Zudem stellte MAN die Neuauflage des Konzepts Efficient-Line vor,
das alle technischen und aerodynamischen Kraftstoffsparmaßnahmen in einem Lkw vereint.
Eine Weltpremiere im Busbereich feierte der NEOPLAN Tourliner als neues Einstiegsmodell
im Segment der Premiumreisebusse. Die flexiblen Einsatzmöglichkeiten, die zahlreichen
Assistenzsysteme und die hervorragende Effizienz machen den neuen NEOPLAN Tourliner
zum echten Allrounder. Auch er profitiert von verbesserten Motor- und Getriebefunktionen,
welche im Rahmen eines optimierten Antriebsstrangs mehr Drehmoment und höhere Leistung
bei gleichzeitig geringerem Verbrauch bieten. Mit der Weltpremiere des neuen MAN TGE
betritt die Münchner Traditionsmarke erstmals die Welt der Transporter. Das leichte
Nutzfahrzeug belegt in der Modellpalette das klassische Segment zwischen 3,0 und 5,5
t zulässigem Gesamtgewicht und ist fortan bei MAN die erste Lösung für leichtere Aufgaben,
die das tägliche Arbeitsleben rund um Transport und Beförderung stellt. Als weiteren
IAA-Schwerpunkt rückte MAN neue Ansätze zur Vernetzung der Transportwelt in den Vordergrund
und gab einen Ausblick auf kommende neue, digitale Dienstleistungen und Angebote,
mit denen Kunden ihre Logistikprozesse optimieren können und Warenströme durch intelligente
Vernetzung effizienter gesteuert werden können. Neue Konzepte zur Elektromobilität,
zum Beispiel ein vollelektrischer MAN Lion's Citty Gelenkbus als modulares Konzeptfahrzeug
oder eine TGS Sattelzugmaschine mit Elektroantrieb für Einsätze in der innerstädtischen
Nachtbelieferung, rundeten den Messeauftritt von MAN ab. Neben den Fahrzeugen der drei Marken stellte Volkswagen Truck & Bus mit der cloud-basierten
Plattform RIO ein System für die komplette Transportbranche vor - vom Versender über
die Spedition bis hin zum Empfänger. RIO verbindet unterschiedlichste Datenquellen,
analysiert sie und liefert konkrete Handlungsempfehlungen, um Transport- und Umschlagprozesse
zu optimieren und damit die Effizienz und Transparenz des gesamten Transportsystems
zu steigern. AUSZEICHNUNGENDer Volkswagen Tiguan und das Showcar BUDD-e wurden im Juli 2016 beim internationalen
Designwettbewerb Automotive Brand Contest 2016 mit der "Best of Best"-Auszeichnung
gekürt. Der neue Tiguan überzeugte vor allem mit seiner Eigenständigkeit, Sportlichkeit,
Unverwechselbarkeit sowie Qualität und erhielt den Titel in der Kategorie Exterieur
Volume Brand. Der BUDD-e wurde in der Kategorie Concepts ausgezeichnet. Die Jury hob
insbesondere das ikonenhafte Design und das Konzept der innovativen zukünftigen Mobilität
hervor. Audi wurde beim Automotive Brand Contest für seine hochwertige und innovative
Visualisierung technischer Abläufe und komplexer Technologien in der Kategorie Corporate
Publishing prämiert. Überzeugt hatte die Jury das Gesamtkonzept aus technischen Animationen
und Illustrationen, welches die detailgetreue Integration echter Konstruktionsdaten
und Funktionsweisen einzelner Systeme beinhaltet und dem Betrachter präzise Einblicke
in die jeweilige Technik gewährt. Eine weitere Auszeichnung erhielt das vollelektronische Showcar BUDD-e im August 2016
bei den North American Concept Vehicle of the Year Awards in Plymouth, USA. Das zukunftsweisende
Fahrzeug siegte in der Kategorie Leichtes Nutzfahrzeugkonzept (Concept Truck) und
überzeugte die Jury in den Bereichen Design, Stil, Materialien, Technologie und Marktfähigkeit.
Neben der großen Reichweite von 533 km konnte der BUDD-e zudem mit seiner Sprach-,
Berührungs- und Gestensteuerung sowie der innovativen Informationsdarstellung auf
großformatigen Displays punkten. Im Juli 2016 wurde der Audi Q7 3.0 TDI quattro vom Fachmagazin AUTO TEST zum Gesamtsieger
2016 erklärt. Gekürt wurde der Premium-SUV für seine innovative Technik in den Bereichen
Leichtbau, Antrieb, Fahrwerk, Bedienung und Anzeigekonzept. Darüber hinaus überzeugte
das Fahrzeug mit vielfältigen Neuerungen im Innenraum, dem effizienten V6-Aggregat,
dem adaptiven Fahrwerk und einer Vielzahl an neuen Assistenzsystemen. In der oberen
Mittelklasse wurde der Audi A6 Avant 2.0 TDI für seinen effizienten Antrieb, den geringen
Kraftstoffverbrauch und seine Zuverlässigkeit mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis
prämiert. Audi connect wurde im August 2016 von der Computer Bild im Rahmen des Wettbewerbs
Goldener Computer in der Kategorie connected car als bestes Connectivity-Angebot in
der Automobilbranche geehrt. Audi connect umfasst Technologien und Anwendungen im
Bereich der Bediensysteme und Fahrzeugvernetzung. Ein Musterbeispiel ist der Audi
A4 mit seiner fest integrierten SIM-Karte für die Nutzung der connect-Dienste sowie
dem innovativen Audi virtual cockpit. Bei ausführlichen Tests der Auto Bild mit rund 1.200 Fahrzeugen konnte Audi mit zahlreichen
Modellen überzeugen. Im September 2016 wurden jeweils die besten zehn Modelle in zehn
Disziplinen gekürt. Allein innerhalb der Kategorien Beschleunigung, Geräusch, Bremsen
und Elastizität/Zwischenspurt befanden sich 17 Audi-Modelle unter den Platzierten.
Der Audi R8 V10 plus ging in den Disziplinen Beschleunigung und Elastizität/Zwischenspurt
als Sieger hervor. In der Kategorie Geräusch fanden sich sechs Audi-Modelle unter
den Top Ten wieder. Im selben Monat wurde der neue Crafter im Rahmen der IAA Nutzfahrzeuge durch eine
Jury von Nutzfahrzeugjournalisten aus 24 europäischen Ländern für seine Wirtschaftlichkeit,
Funktionalität und Alltagstauglichkeit zum International Van of the Year 2017 ausgezeichnet.
Der Crafter wurde nach konkreten Kundenwünschen konzipiert, komplett eigenständig
entwickelt und verfügt über zahlreiche Innovationen sowie umfangreiche Assistenzsysteme. Der Volkswagen Multivan wurde ebenfalls im September 2016 von den Lesern der Zeitschriften
ELTERN und AUTOStraßenverkehr zum fünften Mal in sechs Jahren zum beliebtesten Familienauto
in der Preisklasse 25 bis 30 Tsd. € gekürt. Ausschlaggebend für die Wahl waren insbesondere
das Raumangebot, die Sicherheit und das Preis-Leistungs-Verhältnis. JUBILÄENVolkswagen blickt 2016 auf 50 Jahre erfolgreichen Motorsport zurück. Anlässlich dieses
Jubiläums wurde im September eine Sonderausstellung im DRIVE. Volkswagen Group Forum
in Berlin eröffnet. Die dort gezeigten Exponate reichen von einem Formel-V-Monoposto
aus den sechziger Jahren, mit dem die MotorsportHistorie von Volkswagen begann, über
den Race Touareg 3 - das Siegerauto der Rallye Dakar 2011 - bis hin zum Polo R WRC,
der Volkswagen 2013 erstmals den Fahrer- und Konstrukteurstitel der FIA Rallye-Weltmeisterschaft
bescherte. Am 31. August 2016 feierte Volkswagen 65 Jahre Fahrzeugfertigung in Südafrika. Im
Jahr 1951 lief im Werk Uitenhage, das heute zur Volkswagen Group South Africa gehört,
der erste Volkswagen Käfer vom Band. Aktuell werden in Uitenhage täglich 600 Autos
für den lokalen und internationalen Markt produziert, in den vergangenen 65 Jahren
wurden in dem Werk rund 3,4 Millionen Fahrzeuge gebaut. Das chinesische Joint Venture FAW-Volkswagen Automotive Co., Ltd. feierte im September
2016 sein 25-jähriges Jubiläum. Es wurde 1991 von der Volkswagen AG und der First
Automotive Works Co., Ltd. gegründet und startete mit nur einem Modell, dem Jetta.
Seit 1995 hält Audi einen 10-prozentigen Anteil am Joint Venture FAW-Volkswagen. Die
erste Zusammenarbeit der AUDI AG und FAW startete 1988 mit der Lizenzfertigung des
Audi 100. Heute werden jeweils sechs Audi und Volkswagen Modelle im Joint-Venture
FAW-Volkswagen gefertigt. Während anfangs lediglich 10.000 Fahrzeuge pro Jahr verkauft
wurden, hat das Unternehmen im vergangenen Jahr 1,7 Mio. Autos abgesetzt. KOOPERATIONEN UND BETEILIGUNGENDie Volkswagen Truck & Bus GmbH ist im September 2016 eine weitreichende Allianz mit
dem US-amerikanischen Nutzfahrzeughersteller Navistar International Cooperation (Navistar)
eingegangen. Diese umfasst Rahmenverträge für eine strategische Technologie- und Belieferungskooperation
sowie ein Joint Venture, mit dem gemeinsame Potenziale im globalen Einkauf gehoben
werden sollen. Volkswagen Truck & Bus wird darüber hinaus über eine Kapitalerhöhung
einen Aktienanteil von 16,6% an Navistar erwerben. Navistar ist eine Holding, deren
Tochtergesellschaften Lkw, Reise-, Linien- und Schulbusse, Dieselmotoren sowie Ersatzteile
produzieren. Der Schwerpunkt innerhalb der Kooperation wird auf der Entwicklung von
gemeinsamen Antriebssystemen liegen, aber auch andere Bereiche der Nutzfahrzeugentwicklung
sowie den Einkauf umfassen. Ziel ist es, zusammen neue Synergien zu schaffen und von
den Zyklen der Branche unabhängiger zu werden. Der Vollzug der Transaktion und somit
die Implementierung der strategischen Allianz unterliegt bestimmten Genehmigungen
durch die Regulierungsbehörden sowie anderen üblichen Vollzugsbedingungen. Der Aktienerwerb
durch Volkswagen Truck & Bus ist außerdem an die Finalisierung der Vereinbarung bezüglich
des Einkaufs-Joint Venture und den Abschluss des ersten Vertrages innerhalb der Technologie-
und Belieferungskooperation geknüpft und wird für Ende 2016 oder Anfang 2017 erwartet. Im selben Monat hat der Volkswagen Konzern eine Grundsatzvereinbarung mit dem chinesischen
Automobilhersteller Jianghuai Automobile Co., Ltd. (JAC) unterschrieben. Ziel ist
eine langfristige Partnerschaft und die gemeinsame Entwicklung innovativer batteriebetriebener
Elektrofahrzeuge. Die Zusammenarbeit soll Forschung und Entwicklung, Produktion und
Vertrieb sowie außerdem Mobilitätsdienstleistungen umfassen. Der Volkswagen Konzern hat sich mit der Hansestadt Hamburg auf eine dreijährige strategische
Mobilitätspartnerschaft geeinigt. Im Rahmen dieses Projekts soll sich Hamburg zu einer
Modellstadt für zukünftige, nachhaltige und integrierte Mobilität entwickeln. Die
Schwerpunkte der Partnerschaft sind urbane Mobilitätskonzepte und Intermodalität,
Verkehrssteuerung und -management, autonomes Fahren und Parken, innovative Fahrzeugkonzepte
und alternative Technologien sowie Luftreinhaltung. Intelligente Mobilitätslösungen
nach Maß sollen den individuellen Personentransport und den Güterverkehr nachhaltig
verbessern. Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik sowie innovativen
Technologien im Verkehrsbereich, die Erhöhung der Verkehrssicherheit, die Verlässlichkeit
und die Effizienz im Verkehr sowie die Senkung verkehrsbedingter Emissionen sollen
gefördert werden. Audi und das Joint Venture FAW-Volkswagen haben am 11. September 2016 gemeinsam mit
den Technologieunternehmen Alibaba, Baidu und Tencent Absichtserklärungen unterzeichnet.
Arbeitsschwerpunkte der Partnerschaft liegen auf den Gebieten Datenanalyse, fahrzeugbezogene
Internet-Plattform und intelligente Mobilitätslösungen für Städte. Volkswagen hat im September 2016 mit drei Experten aus Israel ein neues Unternehmen
für Cybersicherheit im Automobilbereich gegründet. Das neue Unternehmen CYMOTIVE Technologies
mit Sitz in Herzliya, Israel, und Wolfsburg richtet seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
auf die nächste Generation von vernetzten Automobilen und mobilen Diensten. Potenzielle
Schwachstellen im Bereich des intelligenten, autonomen Fahrens sollen präventiv beseitigt
und das Risiko eines fremden beziehungsweise bösartigen Eingriffs minimiert werden. AUDI AG ERÖFFNET AUTOMOBILWERK IN MEXIKOAm 30. September 2016 eröffnete die AUDI AG ihre neue Produktionsstätte für das Modell
Q5 der zweiten Generation im mexikanischen San José Chiapa im Bundesstaat Puebla.
Insgesamt wurden über 1 Mrd. € investiert. Die Betriebsstätte mit einer Fläche von
mehr als 400 Hektar wurde komplett virtuell geplant und besitzt eine Produktionskapazität
von 150.000 Fahrzeugen pro Jahr. Audi geht von einer zukünftigen Beschäftigung von
4.200 lokalen Arbeitnehmern aus und bietet diesen eine Vielzahl an Qualifizierungsmöglichkeiten.
Neueste Technologien sorgen für eine ressourceneffiziente Produktion. Darüber hinaus
haben sich Lieferanten und Logistik-Dienstleister in der Nähe des Werks angesiedelt,
um die Zulieferung - just in sequence - effizient zu gestalten. DIESELTHEMATIKVolkswagen erzielt VergleichsvereinbarungenIm Juni 2016 hat Volkswagen die Öffentlichkeit darüber informiert, dass die Volkswagen
AG, die Volkswagen Group of America, Inc. sowie bestimmte verbundene Unternehmen im
Hinblick auf die im US-Bundesstaat Kalifornien anhängige "Multi-District Litigation"
Vergleichsvereinbarungen in den USA mit dem US-amerikanischen Justizministerium U.S.
Department of Justice (DOJ) im Auftrag der US-amerikanischen Umweltbehörde Environmental
Protection Agency (EPA), der Umweltbehörde des US-Bundesstaates Kalifornien California
Air Resources Board (CARB) und dem Attorney General von Kalifornien sowie privaten
Klägern, die durch das sogenannte Steuerungskomitee der Kläger "Plaintiffs' Steering
Committee (PSC)" vertreten werden und der Federal Trade Commission (FTC) geschlossen
haben. Mit den Vergleichsvereinbarungen werden bestimmte zivilrechtliche Ansprüche
im Zusammenhang mit betroffenen Dieselfahrzeugen mit Motoren der Variante 2,0 l TDI
der Marken Volkswagen Pkw und Audi in den USA beigelegt. Am 18. Oktober 2016 fand
eine Anhörung zur Billigkeit (Fairness Hearing) der Erteilung einer endgültigen Genehmigung
statt und am 25. Oktober 2016 erteilte das Gericht die endgültige Genehmigung der
Vergleichsvereinbarungen. Gegen diesen Beschluss zur endgültigen Genehmigung kann
Einspruch eingelegt werden. Die Vergleichsvereinbarungen beinhalten Fahrzeugrückkäufe beziehungsweise die vorzeitige
Leasingrücknahme von Leasing-Fahrzeugen oder die kostenlose emissionsbezogene Anpassung
von Fahrzeugen, sofern die Umrüstung durch EPA und CARB freigegeben worden ist. Volkswagen
erklärte sich zudem bereit, zusätzlich Ausgleichszahlungen an derzeitig betroffene
und auch an bestimmte frühere Eigentümer und Leasingnehmer vorzunehmen. Zusätzlich erklärte sich Volkswagen bereit, Umweltprogramme zu unterstützen. Über einen Zeitraum von drei Jahren zahlt Volkswagen einen Betrag in Höhe von 2,7 Mrd. USD in einen von einem gerichtlich bestellten Treuhänder verwalteten Umweltfonds ein, um überhöhte Stickoxid (NOx )-Emissionen auszugleichen. Volkswagen investiert darüber hinaus über einen Zeitraum von zehn Jahren insgesamt 2,0 Mrd. USD in die Infrastruktur für Null-Emissions-Fahrzeuge sowie in Initiativen, die den entsprechenden Zugang und die Sensibilisierung für diese Technologie fördern. Volkswagen hat außerdem separate Vereinbarungen mit den Attorneys General von 44 US-Bundesstaaten,
dem District of Columbia und Puerto Rico erzielt, mit denen bestehende oder mögliche
künftige Ansprüche aus verbraucherschutzrechtlichen und wettbewerbsrechtlichen Bestimmungen
- im Hinblick auf Fahrzeuge in den USA mit Motoren des Typs 2,01 TDI und 3,01 TDI
- für einen Vergleichsbetrag in Höhe von 603 Mio. USD beigelegt werden. Die zivilrechtlichen Ansprüche des DOJ, der FTC und privater Kläger, die vom PSC im
Zusammenhang mit 3,01 TDI-Fahrzeugen vertreten werden, durch das DOJ im Auftrag der
EPA angestrebte Bußgelder, mögliche Klagen von US-Bundesstaaten wegen Verletzung des
Umweltrechts in Zusammenhang mit den 2,01und 3,01 TDI-Fahrzeugen, die strafrechtliche
Untersuchungen des DOJ und verschiedene weitere geltend gemachte Ansprüche werden
nicht mit diesen Vereinbarungen beigelegt. Überdies laufen Untersuchungen seitens
verschiedener US-amerikanischer Regulierungs- und Regierungsbehörden, auch in Bezug
auf den Wertpapier-, Finanzierungs- und Steuerbereich. Im September 2016 gab Volkswagen den Abschluss einer Vereinbarung zur Beilegung der
Ansprüche von Volkswagen Markenvertragshändlern in den Vereinigten Staaten in Zusammenhang
mit TDI-Fahrzeugen und sonstigen geltend gemachten Angelegenheiten betreffend des
Franchise-Wertes bekannt. Die Vergleichsvereinbarung, die vom Gericht noch genehmigt
werden muss, beinhaltet eine Ausgleichszahlung in Höhe von bis zu 1,208 Mrd. USD sowie
zusätzliche Zahlungen zur Beilegung vermeintlicher vergangener, derzeitiger und zukünftiger
Ansprüche in Verbindung mit Wertverlusten. Eine vorläufige gerichtliche Genehmigung
der Vergleichsvereinbarung wurde am 18. Oktober 2016 erteilt und eine Anhörung zur
Billigkeit (Fairness Hearing) der Erteilung einer endgültigen Genehmigung ist für
den 18. Januar 2017 angesetzt. In Kanada beobachtet die kanadische, für die Abstimmung umweltpolitischer Maßnahmen
verantwortliche Behörde "Environment and Climate Chance Canada" im Rahmen ihrer anhängigen
strafrechtlichen Untersuchung die EPA- und CARB-Verfahren in den USA. Untersuchungen
weiterer kanadischer Regulierungsbehörden dauern an. In Kanada wurden 33 Sammelklagen
mit Kundenschadensersatzforderungen gegen Gesellschaften des Volkswagen Konzerns eingereicht.
Die Mehrheit dieser Klagen behauptet, eine landesweite Klasse ("Class") von Kundenklagen
betreffend 2,01 und 3,01 Dieselfahrzeuge zu begründen. Derzeit laufen in Kanada Vergleichsgespräche
bezüglich der 2,01 Dieselmotoren. Zivilrechtliche US-Klagen gerichtet auf Bußgelder wegen angeblicher Verletzungen des UmweltrechtsDie Attorneys General von zwölf US-Bundesstaaten (Alabama, Maryland, Massachusetts,
Missouri, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New York, Pennsylvania, Tennessee,
Texas und Vermont) sowie einige Kommunen haben vor einzel- und bundesstaatlichen Gerichten
Klage - und der Bundesstaat Washington hat im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens einen
Bebußungsanspruch - gegen die Volkswagen AG, Volkswagen Group of America, Inc. und
bestimmte verbundene Unternehmen erhoben und fordern/fordert Bußgelder und Unterlassungsverfügungen
wegen angeblicher Verletzungen des Umweltrechts. Alabama, Maryland, Massachusetts,
Missouri, New Hampshire, New York, Pennsylvania, Tennessee, Texas und Washington waren
an den vorstehend beschriebenen staatlichen Vergleichen in Bezug auf verbraucherrechtliche
und wettbewerbsrechtliche Klagen beteiligt, wobei diese Vergleiche jedoch keine umweltrechtlichen
Bußgelder einschlossen. Insbesondere haben neun Bundesstaaten (Delaware, Maine, Minnesota,
Missouri, Montana, Ohio, Oregon, Wisconsin und Wyoming) Vereinbarungen abgeschlossen,
wonach die für ihre potenziellen Ansprüche wegen Verletzung des Umweltrechts geltenden
Verjährungsfristen bis Ende 2016 ausgesetzt werden. Von diesen Bundesstaaten hat Wyoming
seine Absicht bekundet, bis zum 1. November 2016 Klage zu erheben und Ansprüche wegen
Verletzung des Umweltrechts geltend zu machen. Ein weiterer Staat (Connecticut) hat
seine Absicht zur Teilnahme an Vergleichsgesprächen in Bezug auf die Verletzung des
Umweltrechts bekundet, ohne Klage zu erheben. Anlegerklagen in den USAIm Juni 2016 wurde im Auftrag von Erwerbern bestimmter Volkswagen-Anleihen in US-Dollar
eine vermeintliche Sammelklage wegen des Handels dieser Anleihen zu angeblich künstlich
überhöhten Preisen, die auf angeblichen Falschangaben seitens Volkswagen zurückzuführen
waren, und wegen des Wertverlusts dieser Anleihen nach der Bekanntgabe der Notice
of Violation durch die EPA eingereicht. Diese Klage wurde an das vorstehend erwähnte
Bundesgericht in Kalifornien verwiesen. Anlegerklagen weltweit (exklusive USA/Kanada)Die überwiegende Mehrheit der Anlegerklagen ist beim Landgericht Braunschweig anhängig.
In einer am 21. September 2016 veröffentlichten Pressemitteilung erklärt das Landgericht
Braunschweig, dass einschließlich kürzlich eingereichter Klagen derzeit rund 1.400
Verfahren anhängig sind. In der Pressemitteilung des Landgerichts Braunschweig heißt
es, dass sich unter Berücksichtigung der kürzlich eingegangenen Klagen der Streitwert
aller beim Landgericht Braunschweig anhängigen Anlegerklagen insgesamt auf rund 8,2
Mrd.€ beläuft. Am 5. August 2016 entschied das Landgericht Braunschweig über die Vorlage von gemeinsamen
Sachverhalts- und Rechtsfragen, mit Relevanz für die am Landgericht Braunschweig anhängigen
Anlegerklagen, an das Oberlandesgericht Braunschweig zum Erlass von Musterentscheiden
nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz ("Musterverfahrensgesetz"). Auf diese
Weise soll in einem Verfahren eine für diese Klagen bindende Entscheidung hinsichtlich
aller gemeinsamer Sachverhalts- und Rechtsfragen durch das Oberlandesgericht getroffen
werden. Alle beim Landgericht Braunschweig eingereichten Klagen werden bis zur Entscheidung
über die vorgelegten Fragen ausgesetzt, sofern sie nicht aus Gründen abgewiesen werden
können, die unabhängig von den in den Musterverfahren zu entscheidenden Fragen sind. Die Entscheidung über die gemeinsamen Sachverhalts- und Rechtsfragen in dem Musterverfahren
sind für alle anhängigen Klagen verbindlich, die entsprechend ausgesetzt wurden. Am Landgericht Stuttgart sind mehrere Klagen gegen die Volkswagen AG und Porsche Automobil
Holding SE als Gesamtschuldner eingereicht worden. Unklar ist derzeit, ob in Bezug
auf diese Klagen ein Musterverfahren eingeleitet wird und ob dieses vor dem Oberlandesgericht
Stuttgart durchgeführt oder an das Oberlandesgericht Braunschweig verwiesen wird. Weitere Anlegerklagen sind bei verschiedenen Gerichten in Deutschland sowie in Österreich
und den Niederlanden eingereicht worden. Insgesamt sind Volkswagen bisher Anlegerklagen, gerichtliche Mahnanträge und Güteanträge
mit geltend gemachten Ansprüchen in Höhe von 7,4 Mrd. € zugestellt worden. Kraftfahrt-Bundesamt erteilt Freigaben für technische LösungenIm dritten Quartal 2016 gab das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) für weitere Fahrzeuge des
Volkswagen Konzerns mit Dieselmotoren vom Typ EA 189 mit 1,2 l sowie 2,0 l Hubraum
technische Lösungen frei. Es wurden für Modelle der Marke Audi, darunter der A4, A6,
Q3 und Q5, für Modelle der Marke Volkswagen Pkw, unter anderem Polo, Passat und Tiguan,
sowie für Modelle der Marken SEAT, SKODA und Volkswagen Nutzfahrzeuge Freigaben erteilt.
Bis Ende September 2016 erteilte das KBA Freigaben für insgesamt 5,6 Mio. Fahrzeuge. Das KBA hat für die bisher freigegebenen Fahrzeuge uneingeschränkt bestätigt, dass
es nach der Umrüstung keine Veränderung der Verbrauchswerte, Leistungsdaten und Geräuschemissionen
gibt. Diese Fahrzeuge erfüllen dementsprechend nach der Umsetzung der technischen
Lösungen alle gesetzlichen Anforderungen. VOLKSWAGEN KONZERN FÜHRT PARTIKELFILTER FÜR BENZINMOTOREN EINVolkswagen arbeitet weiter konsequent an der Umweltverträglichkeit konventioneller
Antriebe und plant, ab 2017 schrittweise alle TSI- und TFSI-Motoren der Konzernflotte
mit Ottopartikelfiltern auszustatten. Die Emission von Rußpartikeln kann damit um
bis zu 90% reduziert werden. Bis 2022 können jährlich bis zu sieben Millionen Konzernfahrzeuge
mit der Technologie ausgerüstet werden. Den Anfang machen der 1,4 l TSI-Motor im neuen
Tiguan und der 2,0 l TFSI im Audi A5. Unabhängige Institute haben anhand von Vergleichsmessungen
festgestellt, dass sowohl moderne Euro-6-Dieselmotoren als auch Benzinmotoren aus
dem Volkswagen Konzern schon heute zu den saubersten Aggregaten auf dem Markt gehören.
Im EQUA Air Quality Index des Londoner Unternehmens Emissions Analytics, der die 440
beliebtesten Modelle weltweit untersucht, ist der Volkswagen Konzern mit Abstand als
Top-Performer eingestuft. Volkswagen AktieDie Kurse an den internationalen Aktienmärkten stiegen im dritten Quartal 2016 an.
Auch der DAX verzeichnete einen positiven Verlauf. Zu Beginn des dritten Quartals sorgten Unsicherheiten im italienischen Bankensystem
für einen Rückgang des deutschen Leitindex. Mitte Juli legte der Dax aufgrund erwarteter
Leitzinssenkungen in Großbritannien, guter US-Arbeitsmarktzahlen und Gerüchten, dass
die US-Großbank JP Morgan das italienische Bankensystem stützen würde, zu. Im August
senkte die englische Zentralbank den Leitzins und kündigte ein Kaufprogramm für Staats-
und Unternehmensanleihen an. Zusammen mit Hoffnungen auf eine langsam verlaufende
Zinserhöhung in den USA führte dies zu steigenden Kursen. Nach einem vorübergehenden
Rückgang stützte die anhaltend lockere Geldpolitik der japanischen und der US-amerikanischen
Notenbank die Kurse im weiteren Verlauf des Quartals. Der DAX schloss am 30. September 2016 mit 10.326 Punkten um 3,9% unter dem Jahresschlusskurs
2015. Am Ende des Berichtszeitraums verzeichnete der EURO STOXX Automobiles & Parts
454 Punkte und lag damit um 16,3% unter dem letzten Kurs des Jahres 2015. Im dritten Quartal 2016 folgten die Kurse der Vorzugsaktie und der Stammaktie der
Volkswagen AG dem steigenden Marktumfeld, blieben jedoch hinter diesem zurück. Spekulationen
über den weiteren Verlauf der Verhandlungen und die vorläufigen Vergleichsvereinbarungen
im Zusammenhang mit der Dieselthematik in den USA sowie Unsicherheiten bezüglich weiterer
Rechtsrisiken beeinflussten die Kursentwicklung der Vorzugs- und Stammaktie im dritten
Quartal. Im Zeitraum Januar bis September erreichte die Vorzugsaktie der Volkswagen AG am 30.
Mai 2016 mit 137,95€ ihren höchsten Tagesschlusskurs. Ihren niedrigsten Schlusskurs
verzeichnete sie am 11. Februar 2016 mit 94,00€. Am letzten Handelstag im September
notierte die Vorzugsaktie bei 114,25€ und lag damit um 14,6% unter dem Schlusskurs
2015. Die Volkswagen Stammaktie erreichte am 28. April 2016 mit 141,85€ ihren höchsten
Tagesschlusskurs im Berichtszeitraum. Am niedrigsten schloss der Kurs am 11. Februar
2016 mit 108,95€. Die Stammaktie notierte am 30. September 2016 bei 125,90€ und lag
damit um 11,5% unter dem Stand vom Jahresende 2015. Angaben und Erläuterungen zum Ergebnis je Aktie finden Sie im Anhang des Konzern-Zwischenabschlusses.
Weitere Daten zur Volkswagen Aktie sowie Nachrichten, Berichte und Präsentationen
zum Unternehmen sind auf der Internetseite www.volkswagenag.com/ir abrufbar. AKTIENKURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2015 BIS SEPTEMBER 2016Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2015 = 100![]() GeschäftsverlaufGESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGDie Weltwirtschaft verzeichnete in den zurückliegenden drei Quartalen des Jahres 2016
ein moderates Wachstum. Dabei ließ die Dynamik in den Industrieländern im Vergleich
zum Gesamtjahr 2015 nach, während die Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
in den Schwellenländern auf dem Vorjahresniveau lagen. Die relativ geringen Preise
für Energie und Rohstoffe beeinträchtigten die Wirtschaft einzelner davon abhängiger
Exportländer. Die Konjunktur in Westeuropa erholte sich im Berichtszeitraum weiter und verzeichnete
insgesamt ein stabiles Wachstum. Dabei entwickelten sich die Expansionsraten sowohl
in den nordeuropäischen als auch in den südeuropäischen Ländern heterogen. Einschneidend
wirkte das im Juni 2016 durchgeführte Referendum in Großbritannien, bei dem eine knappe
Mehrheit für den Austritt aus der Europäischen Union (EU) votierte. Als unmittelbare
Folgen daraus wurden Verunsicherungen auf den Finanzmärkten sowie eingetrübte Wachstumsaussichten
für Großbritannien und Europa insgesamt registriert. In Deutschland führten die anhaltend optimistische Stimmung der Konsumenten und die
gute Lage am Arbeitsmarkt dazu, dass die Wirtschaft ihr Wachstum fortsetzte. Die positive Entwicklung der Konjunktur in Zentraleuropa schwächte sich im Verlauf
der ersten neun Monate 2016 etwas ab. Der andauernde Konflikt zwischen Russland und
der Ukraine sowie die niedrigen Energiepreise wirkten insgesamt negativ auf die Situation
in Osteuropa. Die russische Wirtschaftsleistung ging weiter zurück, jedoch weniger
stark als im Gesamtjahr 2015. Strukturelle Defizite und politische Verwerfungen prägten die Situation in Südafrika
von Januar bis September 2016. Zudem litt das Land im Jahresverlauf unter einer starken
Dürre. Dies wirkte insgesamt dämpfend auf die Steigerungsrate des BIP. Die US-Wirtschaft setzte ihr Wachstum im Berichtszeitraum im Vergleich zum Gesamtjahr
2015 mit reduzierter Dynamik fort. Wesentliche Impulse kamen vom privaten Konsum,
während sich die privaten Bruttoinvestitionen schwach entwickelten. In Kanada blieb
die Expansionsrate auf dem vergleichsweise niedrigen Niveau des Vorjahres. Das Wachstum
der mexikanischen Wirtschaft hat sich seit Jahresbeginn abgeschwächt. Brasiliens Wirtschaft verharrte in den ersten drei Quartalen 2016 weiter in einer
Rezession, die Wirtschaftsleistung ging aber weniger stark zurück als in den vorangegangenen
Quartalen. Belastend wirkten die schwache Inlandsnachfrage, die weltweit verhältnismäßig
niedrigen Rohstoffpreise sowie politische Unsicherheiten. In Argentinien war die Wachstumsrate
der Wirtschaft bei anhaltend hoher Inflation rückläufig. Die chinesische Wirtschaft verlor im Berichtszeitraum vor allem aufgrund anhaltender
struktureller Veränderungen leicht an Schwung, erreichte aber im globalen Vergleich
eine nach wie vor hohe Expansionsrate. Die indische Volkswirtschaft setzte ihren positiven
Trend fort und expandierte mit ähnlichem Tempo wie im Gesamtjahr 2015. Japan registrierte
weiterhin nur ein geringes BIP-Wachstum. In der ASEAN-Region zeigte sich das Wachstum
weitgehend konstant. DEVISENKURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2015 BIS SEPTEMBER 2016Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2015 = 100![]() ENTWICKLUNG DER PKW-MÄRKTEIm Zeitraum Januar bis September 2016 übertraf die Zahl der weltweiten Pkw-Neuzulassungen
den Wert des Vorjahreszeitraums um 4,7%, die einzelnen Märkte entwickelten sich jedoch
regional unterschiedlich. Die Regionen Asien-Pazifik, Westeuropa und Nordamerika sowie
Zentraleuropa wiesen eine steigende Nachfrage auf, während die Verkäufe in Südamerika,
Osteuropa sowie in Afrika und Nahost das Vorjahresniveau nicht erreichten. In Westeuropa legte der Pkw-Markt in den ersten neun Monaten 2016 weiter kräftig zu
und setzte seinen Erholungsprozess fort. Vor allem das positive gesamtwirtschaftliche
Umfeld, niedrige Zinsen, geringe Kraftstoffpreise sowie Kaufanreize der Hersteller
begünstigten diese Entwicklung. Die Märkte in Italien und Spanien verzeichneten aufgrund
eines besonders hohen Ersatzbedarfs zweistellige Zuwachsraten. In Frankreich fiel
das Wachstum vergleichsweise moderat aus. In Großbritannien lag das Marktvolumen nur
noch leicht über dem Rekordniveau des Vorjahres. Auf dem deutschen Pkw-Markt übertrafen die Pkw-Verkäufe in den ersten drei Quartalen
2016 den Vorjahreswert deutlich. Positiv beeinflusst wurde die Nachfrage durch höhere
Realeinkommen und die gute Lage am Arbeitsmarkt. Sowohl die Neuzulassungen gewerblicher
Kunden als auch die Käufe der privaten Halter haben zum Anstieg beigetragen. Die Pkw-Nachfrage in der Region Zentral- und Osteuropa verfehlte im Berichtszeitraum
den Vorjahreswert. Hauptursache waren die weiterhin großen Rückgänge auf dem russischen
Pkw-Markt, der durch die anhaltend schwache wirtschaftliche und politisch angespannte
Situation belastet war. Dagegen verzeichneten die zentraleuropäischen EU-Länder fast
ausnahmslos hohe Wachstumsraten. In Südafrika hielt die negative Entwicklung bei den Pkw-Neuzulassungen an. Neben dem
schwachen gesamtwirtschaftlichen Umfeld waren das niedrige Konsumentenvertrauen, das
hohe Zinsniveau sowie Preissteigerungen bei Neuwagen wichtige Gründe dafür. Auf den nordamerikanischen Märkten lagen die Verkaufszahlen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen
im Zeitraum Januar bis September 2016 leicht über dem Vorjahresvolumen. Die Nachfrage
nach Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (bis 6,35 t) in den USA verlangsamte sich im
Jahresverlauf und stagnierte am Ende des Berichtszeitraums auf dem hohen Vorjahresniveau.
Positiv wirkten neben der stabilen Beschäftigungssituation weiterhin attraktive Finanzierungs-
und Leasingkonditionen sowie günstige Kraftstoffpreise. Von diesen Rahmenbedingungen
profitierten vor allem Modelle aus den SUV-, Pickup- und Van-Segmenten, während das
Pkw-Segment einen deutlichen Absatzrückgang verzeichnete. Die Automobilmärkte in Kanada
und Mexiko legten zu und erreichten jeweils neue Rekordstände für die ersten neun
Monate eines Jahres. Die Märkte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in der Region Südamerika waren im Berichtszeitraum
weiter stark rückläufig. Dies war insbesondere auf den anhaltenden Nachfrageeinbruch
in Brasilien zurückzuführen. Vor allem die weiter steigende Arbeitslosigkeit, gesunkene
Realeinkommen sowie ein eingeschränkter Zugang zu Krediten führten zu dem geringsten
Absatzvolumen seit 2006. Dagegen erhöhten sich in Argentinien die Neuzulassungen von
Pkw und leichten Nutzfahrzeugen im Vergleich zum niedrigen Vorjahreswert. Starke Preisnachlässe
und günstige Finanzierungsangebote seitens der Hersteller begünstigten den Nachfragezuwachs. Die Region Asien-Pazifik erzielte in den ersten neun Monaten 2016 den höchsten absoluten Zuwachs bei den Pkw-Neuzulassungen. Dabei war der chinesische Markt mit deutlichem Abstand der Hauptwachstumsträger. Besonders im dritten Quartal hat sich die Zunahme der Verkäufe stark beschleunigt. Positiv wirkte vor allem die zum 1. Oktober 2015 eingeführte Steuererleichterung bei der Anschaffung von Fahrzeugen bis 1,6 l Hubraum, von der überwiegend günstige Einstiegsmodelle im SUV-Segment profitierten. In Indien lag das Pkw-Gesamtmarktvolumen in den ersten drei Quartalen 2016 spürbar über dem Wert des Vorjahres. Neben dem positiven gesamtwirtschaftlichen Umfeld sowie günstigen Rohölpreisen hat eine Vielzahl neuer Modelle die Verkaufsentwicklung begünstigt. Auf dem japanischen Pkw-Markt gingen die Neuzulassungen im Berichtszeitraum weiter zurück. Der Abwärtstrend hat sich jedoch seit dem zweiten Quartal deutlich verlangsamt, da das Vorjahresniveau aufgrund der seit dem 1. April 2015 wirksamen Steuererhöhung auf Mini-Fahrzeuge (bis 660 cm3 Hubraum) bereits schwächer war. In Malaysia, einem der größten Märkte im ASEAN-Raum, ging die Nachfrage von Januar
bis September 2016 im Vergleich zum Vorjahr zurück. ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR NUTZFAHRZEUGEVon Januar bis September 2016 lag die weltweite Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen
leicht über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen die Neuzulassungen in Westeuropa aufgrund der positiven
wirtschaftlichen Entwicklung merklich zu. In Deutschland lag die Nachfrage im Berichtszeitraum
deutlich über dem Niveau der Vergleichsperiode 2015. In Zentral- und Osteuropa verzeichnete das Zulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen
eine spürbare Steigerung gegenüber dem Vorjahr. In Russland sorgten die anhaltenden
politischen und wirtschaftlichen Spannungen für einen Rückgang der Zulassungen in
den Monaten Januar bis September 2016. Für Nord- und Südamerika berichten wir über den "light vehicle market" im Bereich
der Pkw-Märkte. Darin sind sowohl Pkw als auch leichte Nutzfahrzeuge enthalten. In der Region Asien-Pazifik stieg die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen merklich
im Vergleich zum Vorjahr. In China, dem dominierenden Markt der Region, übertraf das
Zulassungsvolumen das Niveau des Vorjahres. In Indien wurde die Anzahl neu zugelassener
Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr deutlich überschritten. In Japan kam es zu einem
signifikanten Rückgang der Neuzulassungen. Die Fahrzeugzulassungen im ASEAN-Raum lagen
nah am Wert des Vorjahres. Von Januar bis September 2016 kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einer Steigerung
der weltweiten Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw mit einem Gesamtgewicht
von mehr als 6 t. Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Westeuropa kam es zu einem
signifikanten Anstieg der Nachfrage; hohe Zuwachsraten bei den Zulassungen verzeichneten
Italien, Frankreich und die Niederlande. In Deutschland, dem größten Markt Westeuropas,
lagen die Neuzulassungen in den ersten drei Quartalen 2016 spürbar über dem Niveau
des Vorjahres. Höhere Investitionen wirkten sich dort positiv auf die Branche aus. In der Region Zentral- und Osteuropa - ohne den russischen Markt - sorgte die positive
wirtschaftliche Entwicklung für ein deutlich höheres Zulassungsvolumen als im Vorjahr.
Ausgehend von einem niedrigen Niveau im Vorjahr verzeichnete die Nachfrage in Russland
einen leichten Anstieg in einem Umfeld, das von der angespannten wirtschaftlichen
und politischen Situation geprägt war. In Nordamerika ging die nachlassende Dynamik der US-Wirtschaft mit einer geringeren
Nachfrage auf dem Lkw-Markt einher: Nach den hohen Wachstumsraten in 2015 lagen die
Fahrzeugzulassungen merklich unter dem Vorjahresniveau. Auch auf dem US-amerikanischen
Markt lag das Zulassungsvolumen in den ersten neun Monaten 2016 merklich unter dem
Niveau des Vorjahres. In Südamerika fiel das Zulassungsvolumen erheblich unter den Wert von 2015. In Brasilien,
dem größten Markt der Region, lag die Lkw-Nachfrage infolge der anhaltend schwachen
Wirtschaftsleistung und der hohen Inflationsraten beträchtlich unter dem Wert der
Vergleichsperiode. In den Monaten Januar bis September 2016 kam es in Argentinien
aufgrund von Vorzieheffekten in 2015 durch die Einführung der Emissionsnorm Euro 5
sowie einer rückläufigen wirtschaftlichen Entwicklung zu einem starken Rückgang des
Zulassungsvolumens. Die Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw war in der Region Asien-Pazifik
- ohne Berücksichtigung des chinesischen Marktes - im Vergleich zum Vorjahr deutlich
höher. In Indien setzte sich im Zeitraum Januar bis September 2016 die positive wirtschaftliche
Entwicklung fort. Aufgrund des Ersatzbeschaffungsbedarfs und eines besseren Investitionsklimas
kam es zu einem signifikanten Anstieg der Anzahl neu zugelassener Fahrzeuge. Auf dem
weltgrößten Lkw-Markt China stiegen die Zulassungen gegenüber dem schwachen Vorjahresniveau
deutlich an. Die Nachfrage nach Bussen lag in den ersten neun Monaten 2016 infolge der negativen
Entwicklung in Südamerika auf den für den Volkswagen Konzern relevanten Märkten stark
unter dem Niveau des Vorjahres. ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR POWER ENGINEERINGDie Märkte für Power Engineering unterliegen unterschiedlichen regionalen und konjunkturellen
Einflüssen, weshalb die jeweiligen Geschäftsverläufe meist unabhängig voneinander
sind. Im Marinemarkt verschärfte sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2016 die bereits
im Verlauf des Jahres 2015 spürbar zurückhaltende Bestelltätigkeit weiter. Der Marinemarkt
war gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt deutlich rückläufig. Während die Marktsegmente
Containerschiffe, Tanker und Schüttgutfrachter aufgrund der im Markt vorhandenen Überkapazitäten
sowie der damit verbundenen niedrigen Frachtraten im Transportbereich deutlich unter
Vorjahr lagen, entwickelte sich die Nachfrage nach Kreuzfahrtschiffen, Passagierfähren
und Behördenschiffen positiv. Der zuletzt leicht gestiegene Rohölpreis konnte sich
noch nicht positiv auf den Markt für Offshore-Schiffe auswirken. In allen Marktsegmenten
ist ein deutlich verschärfter Wettbewerbsdruck und damit verbunden ein starker Preisverfall
spürbar. Der Markt für Energieerzeugung zeigte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
auf niedrigem Niveau stabil. Es bestand ein unverändert hoher Bedarf an Energielösungen
mit starker Tendenz hin zu höherer Flexibilität und dezentraler Verfügbarkeit. Dabei
hielt der Trend weg von schwerölbetriebenen Kraftwerken hin zu mit Dual-Fuel sowie
mit Gas betriebenen Kraftwerken an. Aufgrund des weiterhin gedämpften wirtschaftlichen
Wachstums in wichtigen Schwellen- und Entwicklungsländern sowie der unverändert schwierigen
Finanzierungsbedingungen auf Kundenseite sind insbesondere bei größeren Projekten
teilweise erhebliche Verzögerungen bei der Auftragsvergabe zu verzeichnen. Ferner
ist bei allen Projekten ein zunehmender Wettbewerbs- und Preisdruck zu erkennen, der
die Ergebnisqualität der Aufträge belastet. Die Aktivitäten im Neubau von Turbomaschinen sind wesentlich durch weltweite Investitionsprojekte
in der Öl-, Gas- und Prozessindustrie sowie in der Stromerzeugung geprägt. Insgesamt
war der Markt für Turbomaschinen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf
niedrigem Niveau nochmals stark rückläufig. In der Öl- und Gasindustrie lagen die
Projektvolumina durch den stark gefallenen Ölpreis weiterhin auf niedrigem Niveau.
Die moderate Ölpreissteigerung der vergangenen Monate hat auch im Turbomaschinengeschäft
noch nicht zu einer Wiederbelebung geführt. Auch die Nachfrage in der Prozessindustrie
und in der Stromerzeugung war in den ersten neun Monaten des Jahres 2016 insgesamt
schwach. Der Wettbewerbs- und Preisdruck ist weiterhin sehr stark. Der After-Sales-Markt hat sich insgesamt positiv entwickelt. Dabei profitierte insbesondere
das After-Sales-Geschäft mit Dieselmotoren in der Marine- und Kraftwerkssparte von
einem steigenden Interesse an langlaufenden Wartungsverträgen. ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR FINANZDIENSTLEISTUN GENAutomobile Finanzdienstleistungen wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 2016
unverändert stark nachgefragt. Der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegene Pkw-Gesamtmarkt
wirkte sich dabei positiv aus. Der europäische Markt für automobile Finanzdienstleistungen profitierte von gestiegenen
Fahrzeugverkäufen, insbesondere in West- und Zentraleuropa. Dadurch konnten die negativen
Auswirkungen aus dem weiterhin rückläufigen Volumen in Russland kompensiert werden.
Der Anteil an finanzierten oder geleasten Neuwagen lag weiterhin auf einem hohen Niveau;
Versicherungen und After-Sales-Produkte wie Inspektionsverträge, Wartungs- und Verschleißverträge
verzeichneten auch im dritten Quartal eine positive Nachfrageentwicklung. In Deutschland übertraf die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen rund um das Automobil
die Größenordnung des Vergleichszeitraums 2015. Wesentlicher Treiber war das Geschäftskundensegment;
vor allem im Bereich After Sales war bei Produkten wie Inspektionsverträgen sowie
Wartungs- und Verschleißverträgen ein signifikanter Anstieg zu registrieren. In Südafrika zeigte sich die Nachfrage nach automobilen Finanzierungs- und Versicherungsprodukten
trotz leicht rückläufiger Neuzulassungen stabil. Auf dem US-amerikanischen Markt wurden automobile Finanzdienstleistungen, insbesondere
Leasing, weiterhin stark nachgefragt. In Mexiko setzte sich die positive Entwicklung
auch im dritten Quartal fort; die Nachfrage nach Finanzdienstleistungsprodukten war
höher als im Vorjahreszeitraum. In Brasilien blieb die makroökonomische und politische Situation angespannt. Dies
belastete das Verbraucherkreditgeschäft mit Neuwagen sowie den Absatz des landesspezifischen
Finanzdienstleistungsprodukts Consorcio - eine Kombination aus Sparplan und Lotterie.
Zum Ende des dritten Quartals konnte jedoch eine leichte Abschwächung des Negativtrends
beobachtet werden. Auf den Märkten der Region Asien-Pazifik hat sich die Nachfrage nach automobilen Finanzdienstleistungen
unterschiedlich entwickelt. Der Anteil kreditfinanzierter Fahrzeugkäufe in China hat
sich weiter erhöht. Dort besteht trotz zunehmender Zulassungsbeschränkungen in Ballungsgebieten
insbesondere im Binnenland ein beträchtliches Potenzial, um zusätzliche Neukunden
für automobilbezogene Finanzdienstleistungen zu gewinnen. In Südkorea und Japan stagnierte
die Nachfrage nach Finanzdienstleistungsprodukten. In Australien hingegen entwickelte
sich der Markt für automobile Finanzdienstleistungen nach wie vor leicht positiv. Der Markt für Finanzdienstleistungen im Nutzfahrzeugbereich entwickelte sich in Europa
weiterhin positiv. Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation in Brasilien
waren das Lkw- und Busgeschäft sowie der dazugehörige Finanzdienstleistungsmarkt weiterhin
rückläufig. Jedoch schwächte sich auch hier zum Ende des dritten Quartals der Negativtrend
leicht ab. AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNSDer Volkswagen Konzern lieferte von Januar bis September dieses Jahres weltweit 7.609.353
Fahrzeuge an Kunden aus und übertraf damit den Vorjahreswert um 178.549 Einheiten
beziehungsweise 2,4%. Die Grafik auf Seite 13 veranschaulicht die Entwicklung der
weltweiten Auslieferungen in den Einzelmonaten im Vergleich zum Vorjahr. Im Folgenden
gehen wir auf die Auslieferungen von Pkw sowie auf die Auslieferungen von Nutzfahrzeugen
getrennt ein. AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER*scroll
AUSLIEFERUNGEN VON PKW WELTWEITIm Berichtszeitraum übergab der Volkswagen Konzern weltweit 7.125.705 Pkw an Kunden.
Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 2,1%. Der Gesamtmarkt wuchs
im gleichen Zeitraum um 4,7%. Die Marken Audi (+4,5%), SKODA (+6,2%), SEAT (+1,5%),
Bentley (+3,2%), Lamborghini (+6,3%) und Porsche (+3,0%) erreichten erfreuliche Steigerungsraten.
Die Marke Volkswagen Pkw übertraf - trotz marktbedingter Rückgänge vor allem in Brasilien
sowie Auswirkungen der Abgasthematik - das Vorjahresniveau leicht (+0,6%). In den
Regionen Westeuropa, Zentral- und Osteuropa sowie Asien-Pazifik lag die Nachfrage
nach Pkw aus dem Volkswagen Konzern über dem Vorjahreswert. Die Tabelle auf der nächsten Seite gibt einen Überblick über die Auslieferungen von
Pkw an Kunden nach Märkten im Berichtszeitraum. Nachfolgend erläutern wir die Entwicklung der Verkaufszahlen in den einzelnen Märkten. Auslieferungen in Europa/Übrige MärkteVon Januar bis September 2016 steigerte der Volkswagen Konzern auf dem wachsenden
Pkw-Markt in Westeuropa die Auslieferungen an Kunden im Vergleich zum Vorjahr um 1,7
% auf 2.390.029 Einheiten. Auf nahezu allen Märkten dieser Region lag die Zahl der
verkauften Konzernmodelle über dem jeweiligen Vorjahreswert. Erfreuliche Steigerungsraten
verzeichneten die Modelle Audi A4, Audi Q3, Audi Q7, SKODA Superb, SEAT Leon ST, SEAT
Ibiza ST und Porsche 911. Hohe Zuwächse erzielte zudem der neue Touran. Darüber hinaus
wurden der neue Tiguan und der SEAT Ateca sehr positiv vom Markt aufgenommen. Der
Bentley Bentayga feierte als erster Luxus-SUV des Konzerns sein erfolgreiches Marktdebüt.
Der Pkw-Marktanteil des Volkswagen Konzern in Westeuropa belief sich auf 22,2 (23,4)%. Auf dem deutschen Pkw-Markt lieferten wir im Berichtszeitraum 1,1% mehr Fahrzeuge
an Kunden aus als im Vorjahr. Der Gesamtmarkt stieg in der gleichen Zeit um 6,1%.
Besonders beliebt waren die Modelle Polo, Golf, Tiguan, Passat Variant, Audi A4 und
SKODA Octavia. In der Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes führten acht
Konzernmodelle ihr jeweiliges Segment an: up!, Polo, Golf, Tiguan, Touran, Passat,
Audi A6 und Porsche 911. Der Golf war auch in den ersten neun Monaten 2016 der in
Deutschland am häufigsten zugelassene Pkw. Der Volkswagen Konzern übergab in den ersten drei Quartalen dieses Jahres auf den
insgesamt rückläufigen Pkw-Märkten der Region Zentral- und Osteuropa 5,9% mehr Pkw
an Kunden als im Vorjahr. Zuwächse verzeichneten wir auf fast allen Märkten, die höchsten
in Tschechien und Polen, während unsere Verkaufszahlen in Russland aufgrund der weiterhin
schwachen wirtschaftlichen sowie politisch angespannten Situation zurückgingen. Die
größte Nachfrage wiesen die Modelle Polo, SKODA Rapid und SKODA Octavia auf. Der Marktanteil
des Volkswagen Konzerns in dieser Region erhöhte sich auf 22,2 (20,1)%. Von Januar bis September 2016 ging die Nachfrage nach Modellen aus dem Volkswagen
Konzern auf dem Pkw-Markt in Südafrika im Vergleich zum Vorjahr um 10,9% zurück. Im
gleichen Zeitraum sank der Gesamtmarkt deutlicher um 12,3 %. Auslieferungen in NordamerikaIn Nordamerika lieferten wir bei einem leicht wachsenden Gesamtmarkt für Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge im Berichtszeitraum 678.245 Fahrzeuge an Kunden aus. Das waren 1,2%
weniger als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Marktanteil des Konzerns belief
sich auf 4,3 (4,5)%. Der Jetta war weiterhin das am meisten verkaufte Konzernmodell
in Nordamerika. Von Januar bis September 2016 ging die Nachfrage nach Modellen aus dem Volkswagen
Konzern auf dem US-amerikanischen Markt vor allem infolge der Dieselthematik im Vergleich
zum Vorjahr um 6,1% zurück. Der Gesamtmarkt stagnierte im gleichen Zeitraum auf dem
Vorjahresniveau. Gefragt waren vor allem Fahrzeuge aus den SUV-, Pickup- und Van-Segmenten.
Positiv entwickelte sich die Nachfrage nach den Modellen Tiguan, Audi A4, Audi Q3,
Audi Q7 und Porsche Macan. Auf dem wachsenden kanadischen Markt war die Nachfrage nach Fahrzeugen aus dem Volkswagen
Konzern im Berichtszeitraum insbesondere infolge der Dieselthematik um 5,2 % schwächer
als im Vorjahr. Die Modelle Golf, Audi A4, Audi Q3, Audi Q5, Audi Q7 und Porsche Macan
verzeichneten eine positive Nachfrageentwicklung. In den ersten drei Quartalen 2016 hielt die Dynamik auf dem mexikanischen Gesamtmarkt
an. Der Volkswagen Konzern steigerte dort die Zahl seiner Auslieferungen an Kunden
im gleichen Zeitraum gegenüber dem Vorjahr um 15,4%. Die größte Nachfrage verzeichneten
die Modelle Gol, Vento, Jetta und SEAT Ibiza. AUSLIEFERUNGEN VON PKW AN KUNDEN NACH MÄRKTEN VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER*scroll
AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS NACH MONATEN in Tsd. Fahrzeuge![]() Auslieferungen in SüdamerikaDie Märkte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in Südamerika waren in den ersten neun
Monaten 2016 unverändert von sehr herausfordernden Rahmenbedingungen geprägt. Der
Volkswagen Konzern lieferte auf den insgesamt stark rückläufigen Gesamtmärkten dieser
Region 274.657 Fahrzeuge an Kunden aus. Das waren 29,1% weniger als im bereits schwachen
Vorjahr. Der Pkw-Marktanteil des Konzerns in Südamerika lag bei 10,9 (13,0)%. Auf dem von massiven Rückgängen gekennzeichneten brasilianischen Markt ging die Nachfrage
nach Konzernmodellen im Berichtszeitraum im Vorjahresvergleich um 37,7% zurück. Die
höchste Nachfrage verzeichneten die Modelle up!, Fox, Gol und Saveiro. Der argentinische Markt setzte seinen Erholungskurs im Jahresverlauf fort. Von Januar
bis September 2016 übergaben wir dort 8,1% weniger Fahrzeuge an Kunden als im Vorjahr.
Die am meisten nachgefragten Konzernmodelle in Argentinien waren Gol und Suran. Auslieferungen in Asien-PazifikIn der Region Asien-Pazifik stiegen die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns
in den ersten neun Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 8,1% auf 3.085.516
Einheiten. Der Gesamtmarkt entwickelte sich im gleichen Zeitraum etwas besser; der
Marktanteil des Konzerns in dieser Region belief sich auf 12,4 (12,6)%. Auf dem chinesischen Pkw-Markt verstärkte sich die Wachstumsdynamik im dritten Quartal
2016. Von Januar bis September 2016 stieg die Nachfrage nach Konzernmodellen dort
um 10,7% gegenüber der Vorjahresperiode. Die höchste Nachfrage verzeichneten die Modelle
Jetta, Lavida und Sagitar. Erfreuliche Steigerungsraten erzielten zudem die Modelle
Lamando, Audi A3, Audi Q3, SKODA Superb und Porsche Macan. Neu in den Markt eingeführt
wurden die neuen Versionen der Modelle Bora, Touran, Passat und Audi A6 L sowie der
lokal produzierte Golf Sportsvan. Auf dem wachsenden indischen Pkw-Markt lieferten wir im Berichtszeitraum 12,5% weniger
Fahrzeuge an Kunden aus als im Vorjahr. Der Polo war das am meisten nachgefragte Konzernmodell,
darüber hinaus war der SKODA Rapid sehr gefragt. In Japan lag die Nachfrage nach Konzernmodellen in den ersten neun Monaten 2016 bei
einem rückläufigen Gesamtmarkt um 12,4% unter dem Vorjahreswert. Positiv entwickelte
sich die Nachfrage nach den Modellen Touran, Passat, Audi A4 und Porsche Macan. AUSLIEFERUNGEN VON NUTZFAHRZEUGENVon Januar bis September 2016 lieferte der Volkswagen Konzern weltweit insgesamt 483.648
Nutzfahrzeuge aus; das waren 7,3% mehr als im Vorjahr. Die Lkw-Auslieferungen stiegen
auf 120.607 Fahrzeuge (+2,7%). Die Auslieferungen von Bussen beliefen sich auf 12.250
Einheiten (+2,7%). Volkswagen Nutzfahrzeuge steigerte seine Auslieferungen im Vergleich
zum Vorjahr um 9,1% auf 350.791 Einheiten. In den ersten neun Monaten 2016 übertraf
die Marke Scania mit 58.732 ausgelieferten Fahrzeugen den Wert des Vorjahres um 6,9
%. Die Auslieferungen von MAN lagen mit 74.125 Einheiten auf dem Niveau von 2015. Auf den westeuropäischen Märkten übergab der Volkswagen Konzern von Januar bis September
2016 infolge der anhaltenden wirtschaftlichen Erholung 310.074 Einheiten an Kunden;
dies waren 13,7% mehr als im Vorjahr. Unter den ausgelieferten Fahrzeugen waren 243.243
leichte Nutzfahrzeuge, 63.416 Lkw und 3.415 Busse. Die am stärksten nachgefragten
Konzernmodelle waren der Transporter und der Caddy. In Zentral- und Osteuropa verkauften die Nutzfahrzeugmarken des Volkswagen Konzerns
insgesamt 45.280 Einheiten (+16,4%); davon waren 24.747 leichte Nutzfahrzeuge, 19.996
Lkw und 537 Busse. Der Transporter und der Caddy erfreuten sich besonderer Beliebtheit.
In Russland lagen die Verkäufe mit 6.978 Einheiten auf dem Niveau des Vorjahres. Die Verkäufe des Volkswagen Konzerns auf den Übrigen Märkten waren mit 49.270 Fahrzeugen
um 11,3% geringer als im Vorjahr; davon entfielen 35.676 auf leichte Nutzfahrzeuge,
11.601 auf Lkw und 1.993 auf Busse. In Nordamerika stiegen die Verkäufe auf 7.522 Einheiten und übertrafen damit den Vergleichswert
des Vorjahres um 16,2 %. Es wurden dort 5.654 leichte Nutzfahrzeuge, 564 Lkw und 1.304
Busse an Kunden übergeben; die Auslieferungen erfolgten insbesondere in Mexiko. Auf den südamerikanischen Märkten sanken die Auslieferungen um 13,3% auf 45.317 Nutzfahrzeuge;
davon waren 25.142 leichte Nutzfahrzeuge, 16.964 Lkw und 3.211 Busse. Der Amarok war
das Konzernmodell mit der größten Nachfrage. Aufgrund des anhaltend schwierigen makroökonomischen
Umfelds und der erschwerten Finanzierungsbedingungen fielen die Auslieferungen in
Brasilien von Januar bis September 2016 um 24,9 % auf 20.660 Einheiten: 6.449 leichte
Nutzfahrzeuge, 12.713 Lkw und 1.498 Busse wurden dort an Kunden übergeben. In der Region Asien-Pazifik lieferte der Volkswagen Konzern insgesamt 26.185 Nutzfahrzeuge
(+5,2%) aus. Unter den ausgelieferten Fahrzeugen waren 16.329 leichte Nutzfahrzeuge,
8.066 Lkw und 1.790 Busse. Der Amarok und der Transporter waren die beliebtesten Konzernmodelle. AUSLIEFERUNGEN VON NUTZFAHRZEUGEN AN KUNDEN NACH MÄRKTEN VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER*scroll
*
Die Auslieferungen von 2015 wurden aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert. AUSLIEFERUNGEN IM SEGMENT POWER ENGINEERINGIm Regelfall sind Aufträge im Segment Power Engineering Teil größerer Investitionsprojekte,
für die Lieferzeiten von knapp einem Jahr bis hin zu mehreren Jahren und Teillieferungen
nach Baufortschritt typisch sind. Die Umsatzerlöse aus dem Neubaugeschäft folgen daher
der Entwicklung der Auftragseingänge mit entsprechendem zeitlichen Versatz. Hauptumsatzträger des Segments Power Engineering waren im Zeitraum Januar bis September
2016 Engines & Marine Systems sowie Turbomachinery, die zusammen knapp drei Viertel
der gesamten Umsatzerlöse erzielten. FINANZDIENSTLEISTUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNSIm Konzernbereich Finanzdienstleistungen bündeln wir die Händler- und Kundenfinanzierung,
das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagement sowie Mobilitätsangebote
des Volkswagen Konzerns. Der Konzernbereich umfasst die Volkswagen Finanzdienstleistungen
sowie die Finanzdienstleistungsaktivitäten von Scania, Porsche und Porsche Holding
Salzburg. Die Produkte und Services des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen wurden im Zeitraum
Januar bis September 2016 weiterhin stark nachgefragt. Im Finanzierungs-, Leasing-,
Service- und Versicherungsgeschäft übertraf die Zahl der Neuverträge mit weltweit
5,3 Mio. Kontrakten den Vergleichswert des Vorjahres um 14,7%. Zum 30. September 2016
lag der Gesamtvertragsbestand mit 17,1 Mio. Einheiten über dem Wert vom Jahresende
2015 (+7,8%). Die zugrunde gelegten Vertragsarten wurden ihrer Bedeutung entsprechend
angepasst. Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Anteil der geleasten oder finanzierten
Fahrzeuge an den Auslieferungen des Konzerns (Penetrationsrate) in den Märkten des
Konzernbereichs Finanzdienstleistungen auf 33,4 (31,2)%. In Europa/Übrige Märkte war die Anzahl der unterzeichneten Neuverträge in den ersten
neun Monaten 2016 mit 3,9 Mio. Einheiten um 17,0% höher als ein Jahr zuvor. Der Gesamtvertragsbestand
betrug am Ende des Berichtszeitraums 12,2 Mio. Kontrakte; das waren 8,6% mehr als
am 31. Dezember 2015. Davon entfielen 5,8 Mio. Verträge (+5,5%) auf den Bereich Kundenfinanzierung
und Leasing. Der Vertragsbestand in Nordamerika lag am 30. September 2016 bei 2,7 Mio. Kontrakten
und übertraf damit den Wert vom Jahresende 2015 um 9,8%. Dem Bereich Kundenfinanzierung
und Leasing waren 1,8 Mio. Verträge zuzurechnen, was einer Steigerung von 4,9% gegenüber
dem Stand zum Jahresende 2015 entspricht. Die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge
erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,3% auf 734 Tsd. Kontrakte. In Südamerika wurden in den ersten drei Quartalen dieses Jahres 148 Tsd. neue Kontrakte
abgeschlossen, ein Rückgang um 27,5% im Vergleich zum Vorjahr. Der Gesamtvertragsbestand
lag am Ende des Berichtszeitraums bei 665 Tsd. Einheiten; das waren 14,0% weniger
als am 31. Dezember 2015. Die Verträge betrafen überwiegend den Bereich Kundenfinanzierung
und Leasing. Die neuen Vertragsabschlüsse im Raum Asien-Pazifik stiegen auf 516 Tsd. Einheiten
(+30,4%). Mit 1,5 Mio. Kontrakten lag der Gesamtvertragsbestand am 30. September 2016
um 10,7% über dem Wert von Ende Dezember 2015. Auf den Bereich Kundenfinanzierung
und Leasing entfielen davon 1,1 Mio. Verträge, ein Anstieg um 13,7%. ABSATZ AN DIE HANDELSORGANISATIONDer Absatz des Volkswagen Konzerns (einschließlich der chinesischen Joint Ventures)
an die Handelsorganisation stieg in den ersten neun Monaten 2016 um 2,9% auf 7.652.771
Fahrzeuge. Grund dafür war die höhere Nachfrage in West- und Zentraleuropa sowie in
China, die Volumenrückgänge insbesondere in Brasilien mehr als kompensieren konnte.
Der Auslandsabsatz nahm im Vorjahresvergleich um 3,4% zu. Der Absatz im Inland sank
im Berichtszeitraum um 0,9%. Die Inlandsquote als Anteil am Gesamtabsatz verringerte
sich auf 12,5 (13,0)%. PRODUKTIONDer Volkswagen Konzern fertigte von Januar bis September 2016 insgesamt 7.645.269
Fahrzeuge und lag damit 2,8% über dem Vorjahreswert. Die Produktion im Inland war
mit 2.028.444 Einheiten auf dem Niveau des Vorjahres. Die Inlandsquote verringerte
sich auf 26,5 (27,3)%. LAGERBESTÄNDEDie weltweiten Lagerbestände bei den Konzerngesellschaften und in der Handelsorganisation
lagen am Ende des Berichtszeitraums über dem jeweiligen Stand zum Jahresende 2015
und zum 30. September 2015. BELEGSCHAFTDer Volkswagen Konzern beschäftigte zum 30. September 2016 598.631 aktive Mitarbeiter.
In der passiven Phase der Altersteilzeit befanden sich weitere 5.850 Mitarbeiter.
Zusätzlich standen 19.522 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis. Am Ende des
dritten Quartals 2016 erhöhte sich die weltweite Gesamtbelegschaft des Volkswagen
Konzerns im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 2,3% auf 624.003 Mitarbeiter. Dazu
trugen im Wesentlichen die Einstellung von Fachkräften sowie der Personalaufbau in
den neuen Werken in Mexiko und Polen bei. Im Inland waren 282.080 Arbeitnehmer beschäftigt,
das waren 1,2% mehr als am Jahresende 2015. Mit 45,2 (45,7)% lag die Inlandsquote
leicht unter der des Vorjahres. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageÄNDERUNG DER BERICHTSSTRUKTURAus der Neuordnung des Volkswagen Konzerns resultiert eine leicht veränderte Struktur
der finanziellen Berichterstattung: Im Konzernbereich Automobile wird seit 1. Januar
2016 der bisherige zusammengefasste Bereich Nutzfahrzeuge/Power Engineering entsprechend
der Segmentberichterstattung getrennt nach Bereich Nutzfahrzeuge und Bereich Power
Engineering dargestellt. Der Konzernbereich Automobile gliedert sich somit in die
drei Bereiche Pkw, Nutzfahrzeuge und Power Engineering. Der Konzernbereich Finanzdienstleistungen
bleibt unverändert und entspricht dem Segment Finanzdienstleistungen. VERKAUF VON LEASEPLANIm Januar 2016 wurden die letzten Genehmigungen für den Verkauf von LeasePlan an ein
internationales Investorenkonsortium durch die zuständigen Behörden erteilt. Die rechtliche
Übertragung der LeasePlan-Anteile an das Konsortium wurde am 21. März 2016 vollzogen.
Aus der Transaktion ergab sich für den Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum ein
positiver Effekt auf die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts und die Netto-Liquidität
von 2,2 Mrd.€ sowie unter Berücksichtigung des abgehenden At-Equity-Anteils ein Ertrag
in Höhe von 0,2 Mrd. €, der im Finanzergebnis ausgewiesen wird. SONDEREINFLÜSSESondereinflüsse umfassen bestimmte Sachverhalte im Abschluss, deren gesonderte Angabe
nach Einschätzung des Vorstands nützlich ist um den wirtschaftlichen Erfolg besser
beurteilen zu können. Im Berichtszeitraum beliefen sich die Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der Dieselthematik
im Wesentlichen bedingt durch höhere Aufwendungen aus der Bildung von Rückstellungen
für Rechtsrisiken auf -2,0 (-6,7) Mrd.€. Infolge der Ausweitung des in den USA und Kanada für alle betroffenen Automobilproduzenten
behördlich angeordneten Austauschs von möglicherweise fehlerbehafteten zugelieferten
Airbags des Herstellers Takata waren zusätzliche Vorsorgen zu bilden. Die Sondereinflüsse
im Operativen Ergebnis beliefen sich in den ersten drei Quartalen 2016 hieraus auf
-0,2 Mrd. €. Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von -0,1 (-0,2) Mrd.€ im Lkw-Bereich in Südamerika,
die der nachhaltigen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit dienen, sowie Vorsorgen für
Rechtsrisiken im Rahmen des Lkw-Kartellverfahrens der Europäischen Kommission von
-0,4 Mrd.€ führten im Berichtszeitraum in Summe zu Sondereinflüssen von -0,5 (-0,2)
Mrd.€ im Bereich Nutzfahrzeuge. Insgesamt ergaben sich in den ersten neun Monaten 2016 im Operativen Ergebnis negative
Sondereinflüsse in Höhe von -2,6 (-6,9) Mrd.€. ERTRAGSLAGE DES KONZERNSIm Zeitraum Januar bis September 2016 erzielte der Volkswagen Konzern Umsatzerlöse
in Höhe von 159,9 (160,3) Mrd.€. Positive Mixeffekte und die gute Geschäftsentwicklung
im Konzernbereich Finanzdienstleistungen standen einer negativen Wechselkursentwicklung
und einem ohne die chinesischen Joint Ventures geringeren Fahrzeugabsatz entgegen.
Der Anteil der im Ausland erzielten Umsatzerlöse belief sich auf 79,5 (79,8)%. Mit 31,1 (26,5) Mrd.€ fiel das Bruttoergebnis höher aus als im Vorjahreszeitraum.
Bereinigt um in beiden Zeiträumen hier erfasste Sondereinflüsse lag das Bruttoergebnis
auf dem Niveau des Vorjahres. Die Bruttomarge betrug 19,4 (16,5)%; ohne Belastungen
aus Sondereinflüssen lag sie bei 20,0 (20,1)%. ERTRAGSLAGE IN DEN BEREICHEN PKW, NUTZFAHRZEUGE UND POWER ENGINEERING VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBERscroll
OPERATIVES ERGEBNIS VOR SONDEREINFLÜSSEN NACH QUARTALENVolkswagen Konzern in Mio. €![]() Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen übertraf im Zeitraum Januar bis September
2016 mit 11,3 Mrd.€ das Vorjahr um 1,1 Mrd.€, die operative Rendite vor Sondereinflüssen
erhöhte sich auf 7,0 (6,4)%. Produktkostenoptimierungen und Mixverbesserungen hatten
einen positiven Einfluss, negativ wirkten sich Wechselkurs- und Volumeneffekte sowie
höhere Vermarktungskosten infolge der Abgasthematik auf das Ergebnis aus. Sondereinflüsse
insbesondere aus Rechtsrisiken belasteten das Operative Ergebnis in Höhe von -2,6
(-6,9) Mrd.€; davon entfielen -2,2 (-6,7) Mrd.€ auf den Bereich Pkw und -0,5 (-0,2)
Mrd.€ auf den Bereich Nutzfahrzeuge. Das Operative Ergebnis des Volkswagen Konzerns
fiel mit 8,6 Mrd.€ um 5,3 Mrd.€ höher aus als ein Jahr zuvor. Die operative Rendite
stieg auf 5,4 (2,1)%. Das Finanzergebnis war mit -0,5 Mrd.€ um 2,3 Mrd.€ niedriger als 2015. Im Vorjahr
hatte der Ertrag aus der Veräußerung der Suzuki Anteile einen deutlich positiven Effekt.
Der Rückgang resultierte zudem aus bewertungsbedingt gestiegenen Finanzierungsaufwendungen
sowie unter Vorjahr liegenden At-Equity-Ergebnissen der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen.
Positiv wirkte der Ertrag aus dem Verkauf der Anteile an LeasePlan. Das Ergebnis vor Steuern des Konzerns verbesserte sich um 3,0 Mrd.€ auf 8,2 Mrd.€.
Das Ergebnis nach Steuern nahm um 1,9 Mrd.€ auf 5,9 Mrd.€ zu. Ertragslage im Konzernbereich AutomobileIn den ersten drei Quartalen 2016 erwirtschaftete der Konzernbereich Automobile Umsatzerlöse
in Höhe von 136,9 (138,3) Mrd.€. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus negativen
Wechselkurs- und Volumeneffekten sowie höheren Vermarktungskosten, denen eine positive
Mixentwicklung entgegenstand. In den Bereichen Pkw und Power Engineering waren die
Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten des Jahres 2016 rückläufig, während sie im
Bereich Nutzfahrzeuge den Wert des Vorjahres übertrafen. Die Geschäftsentwicklung
des Konzerns auf dem chinesischen Pkw-Markt schlägt sich im Wesentlichen nur in Form
von Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen in den Umsatzerlösen des Konzerns
nieder, da unsere chinesischen Joint Ventures At Equity bilanziert werden. Die Kosten der Umsatzerlöse gingen gegenüber Vorjahr zurück. Verbesserte Produktkosten,
währungsumrechnungsbedingte Effekte und insgesamt niedrigere Aufwendungen für Forschung
und Entwicklung sowie gegenüber Vorjahr geringere Belastungen aus der Dieselthematik
standen gestiegenen Abschreibungen infolge des hohen Investitionsvolumens und negativen
Sondereinflüssen aus dem Austausch zugelieferter Airbags entgegen. In der Folge verbesserte
sich das Bruttoergebnis um 4,2 Mrd.€ auf 26,6 Mrd.€. Im Zeitraum Januar bis September 2016 lagen die Vertriebskosten auf dem Niveau des
Vorjahres; höhere Vermarktungskosten standen geringere Belastungen aus Sondereinflüssen
entgegen. Die Verwaltungskosten erhöhten sich etwas. Ihr Anteil am Umsatz blieb jeweils
nahezu unverändert. Trotz höherer Sondereinflüsse aus der Dieselthematik und dem Bereich
Nutzfahrzeuge war das Sonstige betriebliche Ergebnis im Berichtszeitraum mit -0,5
Mrd.€ um 0,9 Mrd.€ im Wesentlichen aufgrund positiver Wechselkurseffekte besser als
im Vorjahr. Mit 6,8 Mrd.€ verzeichnete der Konzernbereich Automobile in den ersten drei Quartalen
2016 ein um 5,1 Mrd.€ über Vorjahr liegendes Operatives Ergebnis. Die operative Rendite
erhöhte sich auf 5,0 (1,2)%. Die darin enthaltenen Sondereinflüsse beliefen sich auf-2,6
(-6,9) Mrd.€. Ohne Berücksichtigung der Sondereinflüsse lag das Operative Ergebnis
des Konzernbereichs Automobile bei 9,5 (8,6) Mrd.€, die operative Rendite vor Sondereinflüssen
erhöhte sich auf 6,9 (6,2) %. Produktkostenoptimierungen und eine vorteilhafte Mixentwicklung
konnten negative Wechselkurseffekte und einen rückläufigen Fahrzeugabsatz sowie höhere
Vermarktungskosten infolge der Abgasthematik mehr als ausgleichen. Von der Geschäftsentwicklung
unserer chinesischen Gemeinschaftsunternehmen profitieren wir im Operativen Ergebnis
im Wesentlichen nur in Form von Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen sowie
Lizenzeinnahmen, da die Ergebnisse der Joint Ventures im Finanzergebnis At Equity
bilanziert werden. Das Finanzergebnis nahm um 2,2 Mrd.€ auf -0,5 Mrd. € ab; darin enthalten waren bewertungsbedingt
höhere Finanzierungsaufwendungen sowie geringere Beteiligungserträge aus den chinesischen
Joint-Venture-Gesellschaften. Dem stand im Berichtszeitraum der Ertrag aus dem Verkauf
der Anteile an LeasePlan entgegen; im Vorjahr hatte der Verkauf der Suzuki Anteile
einen deutlich positiven Effekt. Ertragslage im Konzernbereich FinanzdienstleistungenDie Umsatzerlöse des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen stiegen in den ersten
drei Quartalen 2016 vor allem aufgrund eines höheren Geschäftsvolumens um 4,9 % auf
23,0 Mrd.€. In der Folge verbesserte sich das Bruttoergebnis trotz des anhaltenden Margendrucks,
einer negativen Wechselkursentwicklung und gestiegener Abschreibungen auf 4,5 (4,0)
Mrd.€. Die Vertriebskosten und Verwaltungskosten lagen im Berichtszeitraum leicht über dem
Niveau des Vorjahreszeitraums, ihr Anteil am Umsatz nahm jeweils leicht ab. Das Operative Ergebnis erhöhte sich um 11,8% auf 1,8 Mrd.€, die operative Rendite
belief sich auf 7,8 (7,4)%. FINANZIELLE SITUATION DES KONZERNSDer Brutto-Cash-flow des Volkswagen Konzerns fiel im Zeitraum Januar bis September
2016 mit 22,6 Mrd.€ um 17,1% höher aus als ein Jahr zuvor. Im Working Capital stieg
die Mittelbindung im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Mrd.€ auf 12,2 Mrd.€. Der Cashflow
aus dem laufenden Geschäft nahm in der Folge um 2,0 Mrd.€ auf 10,4 Mrd.€ ab. Die Investitionstätigkeit aus dem laufenden Geschäft des Volkswagen Konzerns lag mit
10,1 (7,6) Mrd.€ über dem Wert des Vorjahres. Die darin enthaltenen Sachinvestitionen
(Investitionen in Sachanlagen, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Immaterielle
Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungskosten) und die aktivierten Entwicklungskosten
stiegen an. Die Position "Erwerb und Verkauf von Beteiligungen" war durch den Mittelzufluss
aus dem Verkauf der LeasePlan-Anteile sowie dem Mittelabfluss für die Beteiligung
am Fahrdienstvermittler GETT beeinflusst. Im Vorjahresvergleich ist der Verkauf der
Anteile an Suzuki zu berücksichtigen. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit belief sich in den ersten neun Monaten
2016 auf 8,1 (2,6) Mrd.€. Der Volkswagen Konzern verzeichnete einen Zahlungsmittelbestand
laut Kapitalflussrechnung von 26,6 (22,4) Mrd.€. Am 30. September 2016 betrug die Netto-Liquidität des Konzerns -99,0 Mrd.€; am Jahresende
2015 waren es -100,5 Mrd.€. Finanzielle Situation im Konzernbereich AutomobileIm Zeitraum Januar bis September 2016 erzielte der Konzernbereich Automobile einen
Brutto-Cash-flow in Höhe von 15,4 Mrd.€; der Anstieg um 2,8 Mrd. € resultierte im
Wesentlichen aus gegenüber Vorjahr gesunkenen Sondereinflüssen, denen niedrigere Dividenden
der chinesischen Joint Ventures gegenüberstanden. Mit 1,6 (5,8) Mrd.€ fiel die Mittelfreisetzung im Working Capital deutlich geringer
aus als ein Jahr zuvor. Die jeweils in den ersten drei Quartalen neu erfassten Sondereinflüsse
wirkten sich im Brutto-Cash-flow negativ und in der Veränderung des Working Capitals
positiv aus. Der Cash-flow aus dem laufenden Geschäft sank um 1,5 Mrd.€ auf 17,0 Mrd.€. In der Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts ergab sich im Berichtszeitraum
ein Mittelabfluss in Höhe von 9,5 (7,2) Mrd.€. Die Sachinvestitionen und aktivierten
Entwicklungskosten nahmen im Vergleich zum Vorjahr zu. Die Sachinvestitionsquote erhöhte
sich auf 5,7 (5,3)%. Die Investitionen flossen vornehmlich in unsere Fertigungsstandorte
und in Modelle, die wir in diesem und im kommenden Jahr in den Markt einführen, sowie
in die ökologische Ausrichtung der Modellpalette, die Elektrifizierung des Antriebsstrangs
und die modularen Baukästen. Der Verkauf der LeasePlan-Anteile führte zu einem Mittelzufluss
in Höhe von 2,2 Mrd.€. Im Vorjahreswert ist der Verkauf der Anteile an Suzuki enthalten. Mit 7,5 Mrd.€ lag der Netto-Cash-flow des Konzernbereichs Automobile in den ersten
neun Monaten des Jahres 2016 um 3,7 Mrd.€ unter dem Vergleichswert 2015. FINANZIELLE SITUATION IN DEN BEREICHEN PKW, NUTZFAHRZEUGE UND POWER ENGINEERING VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBERscroll
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Das Vorjahr wurde angepasst. In der Finanzierungstätigkeit flossen aufgrund einer im April 2016 von der Volkswagen
AG durchgeführten Eigenkapitalerhöhung bei der Volkswagen Financial Services AG zur
Finanzierung des gestiegenen Geschäftsvolumens und zur Einhaltung aufsichtsrechtlicher
Eigenkapitalanforderungen 0,5 Mrd.€ ab. An die Aktionäre der Volkswagen AG wurde Ende
Juni eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringere Dividende von insgesamt 0,1
(2,3) Mrd.€ ausgeschüttet. Die Finanzierungstätigkeit des Konzernbereichs Automobile
berücksichtigt zudem die Aufnahme und Tilgung von Anleihen und anderen Finanzschulden;
sie belief sich insgesamt auf 1,4 (-5,0) Mrd.€. Am 30. September 2016 verzeichnete der Konzernbereich Automobile eine Netto-Liquidität
in Höhe von 31,1 Mrd.€, am Jahresende 2015 hatte sie 24,5 Mrd.€ betragen. Finanzielle Situation im Konzernbereich FinanzdienstleistungenIn den ersten drei Quartalen 2016 erwirtschaftete der Konzernbereich Finanzdienstleistungen
mit 7,2 Mrd. € einen um 8,2% höheren Brutto-Cash-flow als ein Jahr zuvor. Im Working
Capital nahm die Mittelbindung aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens auf13,8
(12,7) Mrd.€ zu. Der Anteilserwerb am Fahrdienstvermittler GETT in Höhe von 0,3 Mrd.€ trug dazu bei,
dass die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts auf 0,6 (0,4) Mrd.€ stieg. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit des Finanzdienstleistungsbereichs
ging auf 6,7 (7,5) Mrd.€ zurück. Ende September lag die branchenüblich negative Netto-Liquidität des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen bei -130,1 Mrd.€, am Ende des letzten Geschäftsjahres waren
es -125,1 Mrd. €. BILANZSTRUKTUR DES KONZERNSAm Ende des dritten Quartals 2016 belief sich die Bilanzsumme des Volkswagen Konzerns
auf 403,9 Mrd.€ und war damit um 5,7% höher als am Ende des Vorjahres. Mit 90,9 (88,3)
Mrd.€ übertraf das Eigenkapital des Konzerns den Wert vom 31. Dezember 2015. Die Eigenkapitalquote
ging auf 22,5 (23,1)% zurück. Bilanzstruktur im Konzernbereich AutomobileDie Langfristigen Vermögenswerte lagen am Ende der ersten neun Monate 2016 insgesamt
auf dem Niveau vom Jahresende 2015. Dabei waren sowohl die Immateriellen Vermögenswerte
als auch die Sachanlagen leicht höher als am 31. Dezember 2015. Die At Equity bewerteten
Anteile nahmen im Wesentlichen aufgrund des Verkaufs der Anteile an LeasePlan sowie
der Dividendenbeschlüsse der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen ab. Die Kurzfristigen
Vermögenswerte stiegen um 21,3%; die darin enthaltenen Vorräte erhöhten sich hauptsächlich
produktionsbedingt. Die Forderungen nahmen deutlich zu. Der Zahlungsmittelbestand
im Automobilbereich lag am Ende des Berichtszeitraums mit 23,3 (15,7) Mrd.€ erheblich
über dem Wert von Ende Dezember 2015. Der Wertpapierbestand erhöhte sich um 1,8 Mrd.€
auf 14,1 Mrd.€. Am 30. September 2016 übertraf das Eigenkapital des Konzernbereichs Automobile mit
68,4 Mrd.€ den Wert vom Jahresende 2015 um1,0 Mrd.€. Die vor Sondereinflüssen gute Ergebnisentwicklung und positive Effekte aus der erfolgsneutral
erfassten Derivatebewertung wirkten sich erhöhend aus. Belastungen aus Sondereinflüssen,
gestiegene versicherungsmathematische Verluste aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen
und negative Effekte aus der Währungsumrechnung minderten das Eigenkapital des Konzernbereichs
Automobile. Die Ende Juni 2016 durchgeführte Dividendenausschüttung an die Aktionäre
der Volkswagen AG fiel im Berichtszeitraum deutlich geringer aus als im Vorjahr. Die
Anteile von Minderheiten am Eigenkapital sind im Wesentlichen der RENK AG und der
AUDI AG zuzurechnen. Da diese insgesamt geringer waren als die dem Konzernbereich
Finanzdienstleistungen zugeordneten Anteile von Minderheiten am Eigenkapital, ergab
sich für den im Abzug ermittelten Konzernbereich Automobile ein negativer Wert. Die Langfristigen Schulden nahmen im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 10,1% zu,
die darin enthaltenen Pensionsrückstellungen erhöhten sich infolge der Änderung des
Zinssatzes deutlich, während die sonstigen langfristigen Rückstellungen aufgrund der
Sondereinflüsse stiegen. Die Finanzschulden gingen um 3,0 Mrd. € zurück. Mit 72,8
Mrd.€ waren die Kurzfristigen Schulden um 10,5% höher als Ende Dezember 2015. BILANZSTRUKTUR IN DEN BEREICHEN PKW, NUTZFAHRZEUGE UND POWER ENGINEERINGscroll
Die kurzfristigen Finanzschulden nahmen durch Umgliederungen vom langfristigen in
den kurzfristigen Bereich aufgrund kürzerer verbleibender Restlaufzeiten sowie Mittelaufnahmen
im kurzfristigen Bereich zu. Die Werte des Automobilbereichs enthalten auch die Eliminierung
konzerninterner Beziehungen zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen.
Da die kurzfristigen Finanzschulden des originären Konzernbereichs Automobile im Vorjahr
geringer waren als die an den Finanzdienstleistungsbereich gewährten Darlehen, war
der auszuweisende Wert für den Vorjahreszeitraum negativ. Die Position "Minderheitsgesellschaftern
gewährte Andienungs-/Ausgleichs-rechte" umfasst im Wesentlichen die Verbindlichkeit
für die Verpflichtung zum Erwerb der ausstehenden MAN Aktien. Mit 222,2 (206,8) Mrd.€ war die Bilanzsumme des Konzernbereichs Automobile zum 30.
September 2016 um 7,4% höher als Ende 2015. Bilanzstruktur im Konzernbereich FinanzdienstleistungenDie Bilanzsumme des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen übertraf am Ende des dritten
Quartals 2016 mit 181,7 Mrd.€ den Wert vom Jahresende 2015 um 3,8%. Die Langfristigen Vermögenswerte stiegen insgesamt im Vergleich zum 31. Dezember 2015
um 6,3%. Die darin enthaltenen Vermieteten Vermögenswerte und die langfristigen Forderungen
aus Finanzdienstleistungen nahmen vor allem aufgrund des Geschäftswachstums zu. Die
Equity bewerteten Anteile erhöhten sich infolge der Beteiligung an GETT. Die Kurzfristigen
Vermögenswerte lagen auf dem Niveau vom 31. Dezember 2015. Am Ende des Berichtszeitraums
entfielen rund 45,0 (45,8)% der Aktiva des Volkswagen Konzerns auf den Finanzdienstleistungsbereich. Das Eigenkapital des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen war - insbesondere ergebnisbedingt
und aufgrund der im April durchgeführten Kapitalerhöhung durch die Volkswagen AG zur
Finanzierung des Geschäftswachstums sowie zur Einhaltung aufsichtsrechtlicher Eigenkapitalanforderungen
- mit 22,5 Mrd. € um 7,4% höher als Ende 2015. Die Eigenkapitalquote belief sich auf
12,4 (11,9)%. Die Langfristigen Schulden lagen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Kurzfristigen
Schulden erhöhten sich um 7,3%; der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Refinanzierung
des Volumenwachstums. Ende September 2016 war das Einlagevolumen aus dem Direktbankgeschäft mit 32,7 (26,5)
Mrd.€ höher als am Jahresende 2015. PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHTInfolge der stärkeren Erholung der europäischen Automobilmärkte haben wir die erwarteten
Auslieferungen an Kunden angepasst. Sondereinflüsse insbesondere aus Rechtsrisiken führen zu einer Absenkung der Ergebnisprognose
inklusive Sondereinflüsse für den Konzern sowie für die Bereiche Pkw und Nutzfahrzeuge. Im Juni 2016 hat Volkswagen die Öffentlichkeit darüber informiert, dass die Volkswagen
AG, die Volkswagen Group of America, Inc. sowie bestimmte verbundene Unternehmen im
Hinblick auf die im US-Bundesstaat Kalifornien anhängige "Multi-District Litigation"
Vergleichsvereinbarungen in den USA mit dem US-amerikanischen Justizministerium U.S.
Department of Justice (DOJ) im Auftrag der US-amerikanischen Umweltbehörde Environmental
Protection Agency (EPA), der Umweltbehörde des US-Bundesstaates Kalifornien California
Air Resources Board (CARB) und dem Attorney General von Kalifornien sowie privaten
Klägern, die durch das sogenannte Steuerungskomitee der Kläger "Plaintiffs' Steering
Committee (PSC)" vertreten werden und der Federal Trade Commission (FTC) geschlossen
haben. Mit den Vergleichsvereinbarungen werden bestimmte zivilrechtliche Ansprüche
im Zusammenhang mit betroffenen Dieselfahrzeugen mit Motoren der Variante 2,0 l TDI
der Marken Volkswagen Pkw und Audi in den USA beigelegt. Am 18. Oktober 2016 fand
eine Anhörung zur Billigkeit (Fairness Hearing) der Erteilung einer endgültigen Genehmigung
statt und am 25. Oktober 2016 erteilte das Gericht die endgültige Genehmigung der
Vergleichsvereinbarungen. Gegen diesen Beschluss zur endgültigen Genehmigung kann
Einspruch eingelegt werden. Die Vergleichsvereinbarungen beinhalten Fahrzeugrückkäufe beziehungsweise die vorzeitige
Leasingrücknahme von LeasingFahrzeugen oder die kostenlose emissionsbezogene Anpassung
von Fahrzeugen, sofern die Umrüstung durch EPA und CARB freigegeben worden ist. Volkswagen
erklärte sich zudem bereit, zusätzlich Ausgleichszahlungen an derzeitig betroffene
und auch an bestimmte frühere Eigentümer und Leasingnehmer vorzunehmen. Zusätzlich erklärte sich Volkswagen bereit, Umweltprogramme zu unterstützen. Über einen Zeitraum von drei Jahren zahlt Volkswagen einen Betrag in Höhe von 2,7 Mrd. USD in einen von einem gerichtlich bestellten Treuhänder verwalteten Umweltfonds ein, um überhöhte Stickoxid (NOx )-Emissionen auszugleichen. Volkswagen investiert darüber hinaus über einen Zeitraum von zehn Jahren insgesamt 2,0 Mrd. USD in die Infrastruktur für Null-Emissions-Fahrzeuge sowie in Initiativen, die den entsprechenden Zugang und die Sensibilisierung für diese Technologie fördern. Volkswagen hat außerdem separate Vereinbarungen mit den Attorneys General von 44 US-Bundesstaaten,
dem District of Columbia und Puerto Rico erzielt, mit denen bestehende oder mögliche
künftige Ansprüche aus verbraucherschutzrechtlichen und wettbewerbsrechtlichen Bestimmungen
- im Hinblick auf Fahrzeuge in den USA mit Motoren des Typs 2,0 l TDI und 3,0 l TDI
- für einen Vergleichsbetrag in Höhe von 603 Mio. USD beigelegt werden. Die zivilrechtlichen Ansprüche des DOJ, der FTC und privater Kläger, die vom PSC im
Zusammenhang mit 3,0 l TDI-Fahrzeugen vertreten werden, durch das DOJ im Auftrag der
EPA angestrebte Bußgelder, mögliche Klagen von US-Bundesstaaten wegen Verletzung des
Umweltrechts in Zusammenhang mit den 2,0 l und 3,0 l TDI-Fahrzeugen, die strafrechtliche
Untersuchungen des DOJ und verschiedene weitere geltend gemachte Ansprüche werden
nicht mit diesen Vereinbarungen beigelegt. Überdies laufen Untersuchungen seitens
verschiedener US-amerikanischer Regulierungs- und Regierungsbehörden, auch in Bezug
auf den Wertpapier-, Finanzierungs- und Steuerbereich. Im September 2016 gab Volkswagen den Abschluss einer Vereinbarung zur Beilegung der
Ansprüche von Volkswagen Markenvertragshändlern in den Vereinigten Staaten in Zusammenhang
mit TDI-Fahrzeugen und sonstigen geltend gemachten Angelegenheiten betreffend des
Franchise-Wertes bekannt. Die Vergleichsvereinbarung, die vom Gericht noch genehmigt
werden muss, beinhaltet eine Ausgleichszahlung in Höhe von bis zu 1,208 Mrd. USD sowie
zusätzliche Zahlungen zur Beilegung vermeintlicher vergangener, derzeitiger und zukünftiger
Ansprüche in Verbindung mit Wertverlusten. Eine vorläufige gerichtliche Genehmigung
der Vergleichsvereinbarung wurde am 18. Oktober 2016 erteilt und eine Anhörung zur
Billigkeit (Fairness Hearing) der Erteilung einer endgültigen Genehmigung ist für
den 18. Januar 2017 angesetzt. In Kanada beobachtet die kanadische, für die Abstimmung umweltpolitischer Maßnahmen
verantwortliche Behörde "Environment and Climate Chance Canada" im Rahmen ihrer anhängigen
strafrechtlichen Untersuchung die EPA- und CARB-Verfahren in den USA. Untersuchungen
weiterer kanadischer Regulierungsbehörden dauern an. In Kanada wurden 33 Sammelklagen
mit Kundenschadensersatzforderungen gegen Gesellschaften des Volkswagen Konzerns eingereicht.
Die Mehrheit dieser Klagen behauptet, eine landesweite Klasse ("Class") von Kundenklagen
betreffend 2,0 l und 3,0 l Dieselfahrzeuge zu begründen. Derzeit laufen in Kanada
Vergleichsgespräche bezüglich der 2,0 l Dieselmotoren. Die Attorneys General von zwölf US-Bundesstaaten (Alabama, Maryland, Massachusetts,
Missouri, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New York, Pennsylvania, Tennessee,
Texas und Vermont) sowie einige Kommunen haben vor einzel- und bundesstaatlichen Gerichten
Klage - und der Bundesstaat Washington hat im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens einen
Bebußungsanspruch - gegen die Volkswagen AG, Volkswagen Group of America, Inc. und
bestimmte verbundene Unternehmen erhoben und fordern/fordert Bußgelder und Unterlassungsverfügungen
wegen angeblicher Verletzungen des Umweltrechts. Alabama, Maryland, Massachusetts,
Missouri, New Hampshire, New York, Pennsylvania, Tennessee, Texas und Washington waren
an den vorstehend beschriebenen staatlichen Vergleichen in Bezug auf verbraucherrechtliche
und wettbewerbsrechtliche Klagen beteiligt, wobei diese Vergleiche jedoch keine umweltrechtlichen
Bußgelder einschlossen. Insbesondere haben neun Bundesstaaten (Delaware, Maine, Minnesota,
Missouri, Montana, Ohio, Oregon, Wisconsin und Wyoming) Vereinbarungen abgeschlossen,
wonach die für ihre potenziellen Ansprüche wegen Verletzung des Umweltrechts geltenden
Verjährungsfristen bis Ende 2016 ausgesetzt werden. Von diesen Bundesstaaten hat Wyoming
seine Absicht bekundet, bis zum 1. November 2016 Klage zu erheben und Ansprüche wegen
Verletzung des Umweltrechts geltend zu machen. Ein weiterer Staat (Connecticut) hat
seine Absicht zur Teilnahme an Vergleichsgesprächen in Bezug auf die Verletzung des
Umweltrechts bekundet, ohne Klage zu erheben. Im Juni 2016 wurde im Auftrag von Erwerbern bestimmter Volkswagen-Anleihen in US-Dollar
eine vermeintliche Sammelklage wegen des Handels dieser Anleihen zu angeblich künstlich
überhöhten Preisen, die auf angeblichen Falschangaben seitens Volkswagen zurückzuführen
waren, und wegen des Wertverlusts dieser Anleihen nach der Bekanntgabe der Notice
of Violation durch die EPA eingereicht. Diese Klage wurde an das vorstehend erwähnte
Bundesgericht in Kalifornien verwiesen. Die überwiegende Mehrheit der Anlegerklagen ist beim Landgericht Braunschweig anhängig.
In einer am 21. September 2016 veröffentlichten Pressemitteilung erklärt das Landgericht
Braunschweig, dass einschließlich kürzlich eingereichter Klagen derzeit rund 1.400
Verfahren anhängig sind. In der Pressemitteilung des Landgerichts Braunschweig heißt
es, dass sich unter Berücksichtigung der kürzlich eingegangenen Klagen der Streitwert
aller beim Landgericht Braunschweig anhängigen Anlegerklagen insgesamt auf rund 8,2
Mrd.€ beläuft. Am 5. August 2016 entschied das Landgericht Braunschweig über die Vorlage von gemeinsamen
Sachverhalts- und Rechtsfragen, mit Relevanz für die am Landgericht Braunschweig anhängigen
Anlegerklagen, an das Oberlandesgericht Braunschweig zum Erlass von Musterentscheiden
nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz ("Musterverfahrensgesetz"). Auf diese
Weise soll in einem Verfahren eine für diese Klagen bindende Entscheidung hinsichtlich
aller gemeinsamer Sachverhalts- und Rechtsfragen durch das Oberlandesgericht getroffen
werden. Alle beim Landgericht Braunschweig eingereichten Klagen werden bis zur Entscheidung
über die vorgelegten Fragen ausgesetzt, sofern sie nicht aus Gründen abgewiesen werden
können, die unabhängig von den in den Musterverfahren zu entscheidenden Fragen sind. Die Entscheidung über die gemeinsamen Sachverhalts- und Rechtsfragen in dem Musterverfahren
sind für alle anhängigen Klagen verbindlich, die entsprechend ausgesetzt wurden. Am Landgericht Stuttgart sind mehrere Klagen gegen die Volkswagen AG und Porsche Automobil
Holding SE als Gesamtschuldner eingereicht worden. Unklar ist derzeit, ob in Bezug
auf diese Klagen ein Musterverfahren eingeleitet wird und ob dieses vor dem Oberlandesgericht
Stuttgart durchgeführt oder an das Oberlandesgericht Braunschweig verwiesen wird. Weitere Anlegerklagen sind bei verschiedenen Gerichten in Deutschland sowie in Österreich
und den Niederlanden eingereicht worden. Insgesamt sind Volkswagen bisher Anlegerklagen, gerichtliche Mahnanträge und Güteanträge
mit geltend gemachten Ansprüchen in Höhe von 7,4 Mrd. € zugestellt worden. Zur Absicherung der derzeit bekannten Rechtsrisiken einschließlich angemessener Verteidigungs-
und Rechtsberatungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Dieselthematik waren auf Basis
des gegenwärtigen Kenntnisstands und aktueller Einschätzungen im Berichtszeitraum
zusätzliche Rückstellungen in Höhe von 2,0 Mrd.€ zu bilden. Nicht in Anspruch genommene
Vorsorgen für Rechtsrisiken in Höhe von 0,4 Mrd.€ waren aufzulösen. Volkswagen ist
weiterhin der Auffassung, seine kapitalmarktrechtlichen Pflichten ordnungsgemäß erfüllt
zu haben, sodass keine Rückstellungen für Anlegerklagen gebildet wurden. Die diesbezüglichen
Eventualverbindlichkeiten waren um 2,7 Mrd.€ auf 3,7 Mrd.€ zu erhöhen. Aufgrund des noch nicht abgeschlossenen Stadiums der umfassenden und aufwendigen Untersuchungen,
sowie der Vielschichtigkeit der einzelnen Einflussfaktoren und den noch andauernden
Abstimmungen mit den Behörden unterliegen die im Zusammenhang mit der Dieselthematik
gebildeten Rückstellungen für Rechtsrisiken sowie die angegebenen Eventualverbindlichkeiten
unverändert zum Teil erheblichen Einschätzungsrisiken. Im Jahr 2011 leitete die Europäische Kommission ein Kartellverfahren gegen die europäischen
Lkw-Hersteller wegen unangemessenen Informationsaustauschs im Zeitraum zwischen 1997
und 2011 ein und übermittelte im November 2014 in diesem Zusammenhang MAN, Scania
und den übrigen betroffenen Lkw-Herstellern die sogenannten Beschwerdepunkte. Mit ihrem Beschluss vom 19. Juli 2016 hat die Europäische Kommission mit Ausnahme
von MAN und Scania gegen fünf europäische Lkw-Hersteller Geldbußen verhängt. Da MAN
die EU-Kommission als Kronzeuge über die Absprachen informiert hatte, wurde das Unternehmen
von einer Geldbuße ausgenommen. Die Ermittlungen gegen Scania dauern an. Das Unternehmen hat entschieden, seine Verteidigungsrechte
umfassend geltend zu machen. Um mögliche Strafen abdecken zu können, wurde eine Rückstellung
in Höhe von 0,4 Mrd.€ gebildet. Derzeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einer weiteren Ausweitung des
Rückrufs diverser Modelle unterschiedlicher Hersteller kommen könnte, in denen bestimmte
Airbags der Firma Takata verbaut wurden. Dies könnte auch Modelle des Volkswagen Konzerns
betreffen. Zudem bestehen Risiken im Zusammenhang mit dem im Juni 2016 im Zuge eines Referendums
beschlossenen Austritt Großbritanniens aus der EU. Vor diesem Hintergrund beobachten
wir mögliche Folgen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, Auswirkungen auf Wechselkurse
sowie Beeinträchtigungen der Nachfrage nach Konzernprodukten. Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen
Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr 2016 in den Kapiteln "Prognosebericht"
und "Risiko- und Chancenbericht" - einschließlich der Abschnitte "Risiken aus der
Abgasthematik" und "Rechtsfälle/Dieselthematik" sowie der zugrunde liegenden Sachverhaltsdarstellung
im Kapitel "Abgasthematik" - des zusammengefassten Lageberichts im Geschäftsbericht
2015 auch aus zwischenzeitlich neu erlangten Erkenntnissen aus den noch andauernden
Untersuchungen keine wesentlichen Änderungen. Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Volkswagen Konzerns.
Diesen Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen und rechtlichen
Rahmenbedingungen einzelner Länder und Wirtschaftsräume, insbesondere für die Automobilbranche,
zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und
die wir zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet
und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten abweichen. Sollten sich wesentliche
Parameter bezüglich unserer wichtigsten Absatzmärkte ändern oder sich wesentliche
Veränderungen bei den für den Volkswagen Konzern relevanten Währungskursverhältnissen
ergeben, wird das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen. Darüber hinaus
kann es auch zu Abweichungen von der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung kommen,
wenn sich die im Geschäftsbericht 2015 dargestellten Einschätzungen zu den Faktoren
nachhaltiger Wertsteigerung sowie zu Risiken und Chancen anders entwickeln als derzeit
von uns erwartet oder sich zusätzliche Risiken beziehungsweise Chancen oder sonstige
den Geschäftsverlauf beeinflussende Faktoren ergeben. AusblickDie Weltwirtschaft verzeichnete in den zurückliegenden drei Quartalen des Jahres 2016
ein moderates Wachstum. Dabei ließ die Dynamik in den Industrieländern im Vergleich
zum Gesamtjahr 2015 nach, während die Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts in
den Schwellenländern auf dem Vorjahresniveau lagen. Der Vorstand des Volkswagen Konzerns
geht davon aus, dass das Wachstum der Weltwirtschaft 2016 leicht unter dem Niveau
des Vorjahres liegen wird. Risiken gehen dabei von potenziellen Turbulenzen auf den
Finanzmärkten, protektionistischen Tendenzen sowie strukturellen Defiziten in einzelnen
Ländern aus. Darüber hinaus belasten geopolitische Spannungen und Konflikte weiterhin
die Wachstumsaussichten. In den Industrieländern rechnen wir mit einer anhaltend positiven
Konjunkturentwicklung bei insgesamt eher moderaten Expansionsraten. Aller Voraussicht
nach werden die Schwellenländer auf vergleichbarem Niveau wachsen wie im Vorjahr.
Die höchsten Zuwächse erwarten wir in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen Asiens. Im Zeitraum Januar bis September 2016 übertraf die Zahl der weltweiten Pkw-Neuzulassungen
den Wert des Vorjahreszeitraums, die einzelnen Märkte entwickelten sich jedoch regional
unterschiedlich. Auch für das Gesamtjahr rechnen wir damit, dass sich die Pkw-Märkte
in den einzelnen Regionen uneinheitlich entwickeln werden. Insgesamt wird die weltweite
Nachfrage nach Neufahrzeugen voraussichtlich mit leicht höherem Tempo steigen als
im Jahr 2015. Für Westeuropa und den deutschen Pkw-Markt erwarten wir ein Nachfragevolumen,
das moderat über dem Vorjahresniveau liegt. In den zentral- und osteuropäischen Märkten
dürfte sich die Pkw-Nachfrage leicht unter dem schwachen Vorjahreswert bewegen. Für
Nordamerika gehen wir davon aus, dass sich der positive Trend des abgelaufenen Jahres
abgeschwächt fortsetzen wird. Die Volumina der südamerikanischen Märkte werden vermutlich
spürbar unter den Vorjahreswerten bleiben. Die Pkw-Märkte der Region Asien-Pazifik
werden ihr Wachstum voraussichtlich mit höherer Dynamik fortsetzen. Die weltweite Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen wird 2016 voraussichtlich leicht
steigen. Wir erwarten dabei, dass sich die einzelnen Regionen heterogen entwickeln. Auf den für den Volkswagen Konzern relevanten Märkten für mittelschwere und schwere
Lkw werden die Neuzulassungen 2016 bei unterschiedlicher Entwicklung einzelner Regionen
insgesamt voraussichtlich auf dem Vorjahresniveau liegen, während die Nachfrage auf
den relevanten Busmärkten spürbar zurückgehen wird. Wir gehen davon aus, dass die Bedeutung automobilbezogener Finanzdienstleistungen
auch im Jahr 2016 weltweit zunehmen wird. Für die heterogene Entwicklung der weltweiten Automobilmärkte ist der Volkswagen Konzern
gut aufgestellt. Unsere breite, gezielt ergänzte Produktpalette mit Motoren der neuesten
Generation sowie verschiedenen alternativen Antrieben verschafft uns weltweit eine
gute Position gegenüber dem Wettbewerb. Zu den weiteren Stärken des Konzerns zählen
insbesondere das einzigartige Markenportfolio, die stetig steigende Präsenz auf allen
wichtigen Märkten der Welt sowie das breite Spektrum an Finanzdienstleistungen. Unser
Modellangebot erstreckt sich von Motorrädern über Kompakt-, Sport- und Luxuswagen
bis hin zu schweren Lkw und Bussen und bedient nahezu alle Segmente. Die Marken des
Volkswagen Konzerns werden auch in den verbleibenden Monaten des Jahres 2016 die Produktoffensive
fortsetzen, ihre Angebotspalette modernisieren und um neue Modelle erweitern. Wir
haben den Anspruch, jedem Kunden Mobilität und Innovationen gemäß seinen Bedürfnissen
anzubieten und so unsere Wettbewerbsposition nachhaltig zu stärken. Wir erwarten, dass die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns im Jahr 2016
unter anhaltend herausfordernden Marktbedingungen bei einem wachsenden Volumen in
China insgesamt leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Herausforderungen liegen neben der Abgasthematik in dem wettbewerbsintensiven Marktumfeld
sowie in volatilen Wechselkurs- und Zinsverläufen und schwankenden Rohstoffpreisen.
Positive Effekte erwarten wir aus den Effizienzprogrammen aller Marken und aus den
modularen Baukästen. Wir gehen davon aus, dass die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns im Jahr 2016 den
Vorjahreswert erreichen können. Für das Operative Ergebnis des Konzerns vor Sondereinflüssen
rechnen wir im Jahr 2016 mit einer operativen Rendite, die am oberen Ende der Bandbreite
zwischen 5,0 und 6,0% liegt. Im Bereich Pkw erwarten wir einen leichten Umsatzrückgang, die operative Rendite vor
Sondereinflüssen liegt voraussichtlich am oberen Ende der Spanne von 5,5 bis 6,5%.
Im Bereich Nutzfahrzeuge gehen wir bei moderat steigenden Umsatzerlösen von einer
operativen Rendite vor Sondereinflüssen zwischen 2,0 und 4,0% aus. Im Bereich Power
Engineering erwarten wir die Umsatzerlöse spürbar und das Operative Ergebnis deutlich
unter dem Vorjahreswert. Für den Konzernbereich Finanzdienstleistungen gehen wir von
Umsatzerlösen und einem Operativen Ergebnis merklich über dem Niveau des Vorjahres
aus. Nach Sondereinflüssen, die insbesondere aus Rechtsrisiken resultieren, rechnen wir
für den Konzern und den Bereich Pkw mit einer klar positiven sowie für den Bereich
Nutzfahrzeuge mit einer leicht positiven operativen Rendite, die jedoch jeweils unterhalb
des angestrebten Korridors liegen wird. Eine konsequente Ausgaben- und Investitionsdisziplin und die stetige Optimierung unserer
Prozesse sind unverändert wesentliche Bestandteile der Strategie des Volkswagen Konzerns. Marken und GeschäftsfelderUMSATZERLÖSE UND OPERATIVES ERGEBNIS NACH MARKEN UND GESCHÄFTSFELDERNDer Volkswagen Konzern erwirtschaftete im Zeitraum Januar bis September 2016 Umsatzerlöse
in Höhe von 159,9 (160,3) Mrd.€. Das Operative Ergebnis war mit 8,6 Mrd. € um 5,3
Mrd. € höher als ein Jahr zuvor. Im Berichtszeitraum fielen Sondereinflüsse von insgesamt
-2,6 Mrd.€ an, im Vorjahr waren es -6,9 Mrd.€. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen
verbesserte sich auf 11,3 (10,2) Mrd.€. Der Absatz der Marke Volkswagen Pkw lag in den ersten neun Monaten 2016 mit 3,2 (3,3)
Mio. Fahrzeugen unter dem Vorjahreswert Darin enthalten waren 2,3 (2,4) Mio. Volkswagen
Modelle. Der Polo, der neue Tiguan und der Passat wurden stark nachgefragt. Die Umsatzerlöse
lagen mit 77,7 (80,0) Mrd.€ leicht unter dem Vorjahresniveau. Das Operative Ergebnis
vor Sondereinflüssen sank auf 1,2 (2,2) Mrd.€. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf
Volumen-, Mix- und Wechselkurseffekte sowie höhere Vermarktungskosten infolge der
Abgasthematik zurückzuführen, Kosteneinsparungen wirkten positiv. Insbesondere aus
der Dieselthematik ergaben sich Sondereinflüsse in Höhe von -1,3 Mrd.€; im Vorjahr
waren es -6,7 Mrd.€. Die Marke Audi steigerte im Berichtszeitraum ihren Absatz im Vergleich zum Vorjahr
um 0,7% auf weltweit 1,2 Mio. Fahrzeuge. Das chinesische Joint Venture FAW-Volkswagen
veräußerte weitere 411 (365) Tsd. Audi Fahrzeuge. Besonders beliebt waren das SUV-Modell
Q3 sowie die neuen Generationen von A4 und Q7. Die Umsatzerlöse verbesserten sich
auf 44,0 (43,7) Mrd.€. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen erreichte mit 3,9
(4,0) Mrd. € das Niveau des Jahres 2015. Neben Währungseffekten und einer hohen Wettbewerbsintensität
belasteten der Ausbau des Modell- und Technologieportfolios sowie des internationalen
Fertigungsverbunds das Ergebnis. Vor allem aus der Dieselthematik sowie aus der Ausweitung
des Austauschs von Takata Airbags resultierten Sondereinflüsse in Höhe von -0,9 Mrd.€.
In den Finanzkennzahlen der Marke Audi sind die Marken Lamborghini und Ducati enthalten.
Ducati setzte im Berichtszeitraum 47 Tsd. Motorräder ab (+1,4%). Die Marke SKODA setzte in den ersten drei Quartalen dieses Jahres mit 606 (605) Tsd.
Einheiten mehr Fahrzeuge ab als ein Jahr zuvor. Insbesondere der Fabia und der Superb
wurden stärker nachgefragt als im Vorjahr. Die Umsatzerlöse nahmen um 9,0% auf 10,1
Mrd.€ zu. Vor allem positive Volumen- und Mixeffekte sowie Produktkostenoptimierungen
führten dazu, dass sich das Operative Ergebnis um 28,1 % auf 940 Mio.€ verbesserte. Aufgrund von Umrüstarbeiten im Werk Martorell und des Auslaufs des Altea war der Absatz
der Marke SEAT im Berichtszeitraum mit 400 (404) Tsd. Fahrzeugen leicht geringer als
im Vorjahr. Der für Audi gefertigte Q3 ist darin enthalten. Vor allem der Leon war
bei den Kunden beliebt, der Ateca wurde sehr positiv im Markt aufgenommen. Die Umsatzerlöse
legten auf 6,5 (6,4) Mrd. € zu. Mit 137 Mio.€ war das Operative Ergebnis um 125 Mio.€
besser als im Jahr 2015; Kostenreduzierungen und Mixverbesserungen, die insbesondere
aus der Markteinführung des neuen Ateca resultieren, konnten negative Wechselkurseffekte
mehr als kompensieren. Die Marke Bentley setzte von Januar bis September 2016 mit 7.825 Fahrzeugen 6,1% mehr
Einheiten ab als im Vorjahr, was vor allem auf die Beliebtheit des neuen Bentayga
zurückzuführen war. Die Umsatzerlöse nahmen um 3,4% auf 1,4 Mrd.€ zu. Trotz veränderter
Marktbedingungen erreichte das Operative Ergebnis aufgrund positiver Effekte aus Wechselkursen
und Kostensenkungsmaßnahmen mit 54 (57) Mio.€ die Größenordnung des Vorjahres. Der Absatz der Marke Porsche übertraf in den ersten neun Monaten 2016 mit weltweit
177 Tsd. Fahrzeugen den Vergleichswert 2015 um 5,0%. Die Nachfrage nach den Modellen
Boxster, Cayman, 911 und Macan war höher als im Vorjahr. Die Umsatzerlöse lagen mit
16,5 (16,5) Mrd.€ auf Vorjahresniveau. Das Operative Ergebnis verbesserte sich um
12,2% auf 2,9 Mrd.€; der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus Volumen-, Mix- und
Währungseffekten. VOLKSWAGEN KONZERNscroll
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Im Berichtszeitraum setzte Volkswagen Nutzfahrzeuge weltweit 342 (335) Tsd. Fahrzeuge
ab. Die Modelle Multivan/Transporter und Caddy wurden besonders stark nachgefragt.
Mit 8,0 Mrd.€ waren die Umsatzerlöse um 6,7% höher als in den ersten neun Monaten
2015. Volumen- und Mixeffekte sowie Produktkostenoptimierungen führten dazu, dass
das Operative Ergebnis um 79 Mio.€ auf 392 Mio.€ zunahm. Der Absatz der Marke Scania lag in den ersten drei Quartalen 2016 bei 60 (56) Tsd.
Lkw und Bussen. Höhere Verkaufszahlen in Europa konnten die rückläufige Nachfrage
in der Türkei, Südamerika und Russland kompensieren. Die Umsatzerlöse stiegen um 7,6%
auf 8,3 Mrd.€. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen verbesserte sich auf 802
(748) Mio.€. Belastungen aus Wechselkursen konnten durch den höheren Fahrzeugabsatz
und eine Steigerung des Servicegeschäfts mehr als ausgeglichen werden. Aus Rechtsrisiken
im Rahmen des Lkw-Kartellverfahrens der Europäischen Kommission resultierten Sondereinflüsse
in Höhe von -0,4 Mrd.€. MAN Nutzfahrzeuge setzte von Januar bis September dieses Jahres 74 (74) Tsd. Fahrzeuge
ab. Die Umsatzerlöse erreichten mit 7,2 (7,2) Mrd.€ die Größenordnung des Vorjahres.
Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen verbesserte sich auf 204 (52) Mio.€. Volumeneffekte
und verbesserte Margen in Europa sowie die eingeleiteten strukturellen Verbesserungen
wirkten sich positiv aus. Restrukturierungsmaß nahmen in Südamerika führten zu Sondereinflüssen
in Höhe von -0,1 Mrd.€, im Vorjahr fielen dafür in Europa -0,2 Mrd.€ an. Die Umsatzerlöse von MAN Power Engineering gingen in den ersten neun Monaten 2016
im Vergleich zum Vorjahr um 6,9% auf 2,6 Mrd.€ zurück. Das Operative Ergebnis verringerte
sich in der Folge um 51 Mio.€ auf176 Mio.€. Das Operative Ergebnis der Volkswagen Finanzdienstleistungen verbesserte sich im Berichtszeitraum
im Vergleich zum Vorjahr um 11,1% auf 1,5 Mrd.€, was im Wesentlichen aus dem Geschäftswachstum
resultierte. WESENTLICHE ZAHLEN NACH MARKEN UND GESCHÄFTSFELDERN VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER1scroll
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Die Zahlen sind jeweils für sich gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen
Abweichungen führen. ABSATZ UND UMSATZERLÖSE NACH MÄRKTENDer Volkswagen Konzern setzte in den ersten neun Monaten 2016 in der Region Europa/Übrige
Märkte 3,5 (3,4) Mio. Fahrzeuge ab. Die Umsatzerlöse stiegen volumenbedingt auf 102,3
(99,5) Mrd.€. Wechselkurseffekte hatten einen negativen Einfluss. In Nordamerika lag der Absatz des Volkswagen Konzerns im Berichtszeitraum aufgrund
der höheren Nachfrage in Mexiko mit 708 Tsd. Fahrzeugen um 1,3% über dem Vorjahreswert.
Die Umsatzerlöse gingen aufgrund der Wechselkursentwicklung auf 25,6 (26,6) Mrd.€
zurück. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den südamerikanischen Märkten blieben im
Zeitraum Januar bis September 2016 schwierig. Der Absatz des Volkswagen Konzerns in
dieser Region war mit 312 Tsd. Fahrzeugen um 26,3% niedriger als ein Jahr zuvor. Die
Umsatzerlöse nahmen um 26,7% auf 5,8 Mrd.€ ab; der Rückgang war neben dem niedrigeren
Volumen auf negative Wechselkurseffekte zurückzuführen. In der Region Asien-Pazifik setzten wir im Berichtszeitraum - einschließlich der chinesischen
Joint Ventures - mit insgesamt 3,2 Mio. Fahrzeugen 8,8% mehr Einheiten ab als im Vorjahr.
Die Umsatzerlöse, in denen unsere at-Equity-konsolidierten chinesischen Gemeinschaftsunternehmen
nicht enthalten sind, lagen mit 26,2 (26,3) Mrd.€ auf dem Niveau des Vorjahres. Währungseffekte
wirkten negativ. WESENTLICHE ZAHLEN NACH MÄRKTEN VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER1scroll
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Die Zahlen sind jeweils für sich gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen
Abweichungen führen. VOLKSWAGEN FINANZDIENSTLEISTUNGENIm Zeitraum Januar bis September 2016 unterstützte Volkswagen Finanzdienstleistungen
mit seinen innovativen Produkten entlang der automobilen Wertschöpfungskette den Absatz
des Volkswagen Konzerns. Die MAN Financial Services erweitern das Leistungsspektrum der MAN Card und bauen
durch eine Zusammenarbeit mit TOTAL und AS24 ihr Akzeptanznetz europaweit auf rund
49.000 Tankstellen aus. Das Wachstum im Bereich der Lkw-Tank- und Servicekarten ist
für die Volkswagen Financial Services ein wichtiger Baustein auf dem Weg hin zum größten
Kraftstoffversorger Europas. Zukünftig soll auch die Mautabwicklung für 18 europäische
Länder in das bestehende Leistungsspektrum integriert werden. Die Volkswagen Financial Services AG hat den von der European Banking Authority koordinierten
Stresstest für Banken erneut erfolgreich absolviert. Auf Grundlage des Jahresabschlusses
2015 wurden ein Basis- sowie ein Stress-Szenario für die Jahre 2016 bis 2018 simuliert
und unter den gegebenen Voraussetzungen die Kapitalquoten ermittelt. Der Stresstest
hat gezeigt, dass die Volkswagen Financial Services AG über ein solides Geschäftsmodell
und eine angemessene Kapitalausstattung verfügt. Volkswagen Finanzdienstleistungen nutzt als wesentliche Refinanzierungsquellen Geld-
und Kapitalmarktinstrumente, Asset Backed Securities (ABS)-Transaktionen sowie Kundeneinlagen
aus dem Direktbankgeschäft. Im Juli 2016 hat die Volkswagen Bank RUS LLC, eine Tochtergesellschaft
der Volkswagen Financial Services AG, eine Anleihe mit einem Volumen von 5 Mrd. RUB,
etwa 70 Mio.€, am russischen Kapitalmarkt platziert. Die Laufzeit der Anleihe beträgt
fünf Jahre, eine Rückzahlungsoption nach zweieinhalb Jahren ist struktureller Bestandteil
der Transaktion. Ebenfalls im Juli hat die Volkswagen Financial Services AG die vierte chinesische
Auto-ABS-Transaktion erfolgreich platziert. Die Verbriefungstransaktion Driver China
Four, welche mit Fahrzeugfinanzierungen der Volkswagen Finance China besichert ist,
verfügt über ein Volumen von rund 3 Mrd. CNY, etwa 405 Mio.€. Das Orderbuch wurde
im Bookbuilding-Verfahren bei chinesischen und internationalen Investoren platziert. Die neuen Vertragsabschlüsse im Finanzierungs-, Leasing-, Service- und Versicherungsgeschäft
stiegen im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 14,6 % auf 4,9 Mio. Kontrakte.
Zum 30. September 2016 übertraf der Gesamtvertragsbestand mit 15,8 Mio. Kontrakten
den Wert vom Jahresende 2015 um 7,8%. Im Bereich Kundenfinanzierung/Leasing stieg
der Vertragsbestand im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 4,8% auf 8,8 Mio. Kontrakte.
Der Bereich Service/Versicherungen verzeichnete einen Vertragsbestand, der mit 7,1
Mio. Kontrakten um 11,7% über dem Vorjahresendwert lag. Die zugrunde gelegten Vertragsarten
wurden ihrer Bedeutung entsprechend angepasst. Die Penetrationsrate als Anteil der
geleasten oder finanzierten Fahrzeuge am relevanten Auslieferungsvolumen des Konzerns
nahm bei gleichgebliebenen Vergabegrundsätzen auf 33,2 (31,0) % zu. Am 30. September 2016 waren bei der Direktbank der Volkswagen Bank rund 1,5 (1,4)
Mio. Konten im Bestand. Die Belegschaft von Volkswagen Finanzdienstleistungen lag am Ende des dritten Quartals
2016 mit 13.311 Mitarbeitern auf dem Stand vom 31. Dezember 2015. Konzern-Zwischenabschluss (Kurzfassung)GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBERscroll
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Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen. GESAMTERGEBNISRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBERscroll
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 1. JULI BIS 30. SEPTEMBERscroll
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Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen. GESAMTERGEBNISRECHNUNG VOM 1. JULI BIS 30. SEPTEMBERscroll
BILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2016 UND ZUM 31. DEZEMBER 2015Aktivascroll
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EIGENKAPITALENTWICKLUNGscroll
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KAPITALFLUSSRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBERscroll
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Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen. Die Kapitalflussrechnung wird in Anhangangabe 12 erläutert. AnhangRechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)Die Volkswagen AG hat gemäß der Verordnung 1606/2002 des Europäischen Parlaments und
des Rates ihren Konzernabschluss für das Jahr 2015 nach den durch die Europäische
Union übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards, den International Financial
Reporting Standards (IFRS), erstellt. Dementsprechend wurde auch dieser Konzern-Zwischenabschluss
zum 30. September 2016 in Übereinstimmung mit IAS 34 erstellt und enthält einen gegenüber
dem Konzernabschluss verkürzten Berichtsumfang. Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition
zu geringfügigen Abweichungen führen. Zusätzlich zu den berichtspflichtigen Segmenten werden im verkürzten Konzern-Zwischenbericht
neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung für
den Volkswagen Konzern zu Erläuterungszwecken die Konzernbereiche Automobile und Finanzdienstleistungen
dargestellt. Diese stellen keine Pflichtangaben nach IFRS dar. Die Eliminierung der
konzerninternen Beziehungen zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen
sind dem Konzernbereich Automobile zugeordnet. Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht im Sinne
von § 37w WpHG unterzogen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Volkswagen AG hat alle von der EU übernommenen und ab dem 1. Januar 2016 verpflichtend
anzuwendenden Rechnungslegungsnormen umgesetzt. Seit dem 1. Januar 2016 sind im Rahmen der Verbesserung der International Reporting
Standards 2012 (Annual Improvement Project 2012) und der Verbesserung der International
Reporting Standards 2014 (Annual Improvement Project 2014) diverse Regelungen in Kraft
getreten. Diese beinhalten unter anderem Änderungen an IFRS 3, IFRS 7, IFRS 8, IFRS
13 und IAS 24. Hinsichtlich der Änderungen an IFRS 8 "Segmentberichterstattung" wurde
ergänzt, dass die Kriterien darzustellen sind, nach denen Geschäftssegmente zusammengefasst
wurden. Die Erläuterungen zur Segmentberichterstattung sind dementsprechend klargestellt
worden. Darüber hinaus wurden in IFRS 7 zusätzliche Erläuterungen hinsichtlich der
Ausbuchung von Finanzinstrumenten aufgenommen. Dies betrifft insbesondere die Darstellung
von ABS-Transaktionen. Ferner sind seit dem 1. Januar 2016 Änderungen an IAS 19 anzuwenden. Die Änderungen
betreffen die Bilanzierung von Arbeitnehmerbeiträgen zu Pensionen. Dabei werden Arbeitnehmerbeiträge,
deren Höhe unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre (fester Prozentsatz vom Gehalt)
ist, zukünftig im Volkswagen Konzern im Jahr der Leistung der Beträge vom Dienstzeitaufwand
abgezogen. Durch die Änderungen an IAS 16 und IAS 38 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2016 klargestellt,
dass umsatzbasierte Verfahren zur Abschreibungsbemessung regelmäßig nicht zulässig
sind. Die beschriebenen Änderungen der IFRS haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die
Vermögens,- Finanz- und Ertragslage des Volkswagen Konzerns. Durch die Änderungen an IAS 1 sind eine Vielzahl von begrifflichen Klarstellungen
für die Berichterstattung mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 vorgenommen worden. Die
bisherigen Darstellungen im Volkswagen Konzern-Zwischenbericht sind von den begrifflichen
Änderungen nicht betroffen und können beibehalten werden. Darüber hinaus wurde geregelt,
dass Angaben im Zwischenbericht nur dann erforderlich sind, wenn ihr Inhalt nicht
unwesentlich ist. Die sonstigen im Geschäftsjahr 2016 erstmalig anzuwendenden Rechnungslegungsnormen
haben auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Volkswagen Konzern-Zwischenbericht
keinen nennenswerten Einfluss. Eine ausführliche Aufstellung dieser Rechnungslegungsnormen
ist dem Konzernanhang des Geschäftsberichts 2015 unter dem Abschnitt "Nicht angewendete
neue beziehungsweise geänderte IFRS" zu entnehmen. Darüber hinaus wurde im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 die Darstellung von
Sicherungsbeziehungen in der Kapitalflussrechnung dahingehend angepasst, dass die
Cash-flows aus Sicherungsgeschäften denen des zugehörigen Grundgeschäfts zugeordnet
werden. Durch die Anpassung hat sich im Vorjahreszeitraum des Volkswagen Konzern-Zwischenberichts
der Cash-flow aus laufendem Geschäft um 518 Mio.€ verringert und der Cash-flow aus
Finanzierungstätigkeit entsprechend erhöht. Des Weiteren wurden zum Abschluss des Geschäftsjahres 2015 Änderungen im Anwendungsbereich
des IFRS 7 vorgenommen. Die Änderungen wurden im Konzernabschluss 2015 unter dem Abschnitt
"Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" beschrieben. Die Vorjahreswerte wurden im
Zwischenbericht des Volkswagen Konzerns entsprechend angepasst. Für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss wurde ein Abzinsungssatz für Pensionsrückstellungen
im Inland von 1,3% (31. Dezember 2015: 2,7%) verwendet. Die Reduzierung des Zinssatzes
führte zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellungen sowie der darauf entfallenden
latenten Steuern und der im Eigenkapital in den Gewinnrücklagen erfassten versicherungsmathematischen
Verluste bei Pensionsrückstellungen. Die Ermittlung des Ertragsteueraufwands für die Zwischenberichtsperiode erfolgt gemäß
IAS 34 Zwischenberichterstattung auf Basis des durchschnittlichen jährlichen Steuersatzes,
der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird. Im Übrigen werden bei der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses und der Ermittlung
der Vergleichszahlen für das Vorjahr grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
sowie Konsolidierungsgrundsätze wie im Konzernabschluss 2015 angewandt. Eine detaillierte
Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Konzernabschlusses 2015 unter dem Abschnitt
"Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" veröffentlicht. Dieser ist auch im Internet
unter www.volkswagenag.com/ir abrufbar. Wesentliche EreignisseAm 18. September 2015 informierte die US-amerikanische Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) in einer "Notice of Violation" die Öffentlichkeit, dass bei Abgastests an bestimmten Fahrzeugen mit Dieselmotoren des Volkswagen Konzerns Unregelmäßigkeiten bei Stickoxid (NOx )-Emissionen festgestellt wurden. Danach folgten weitere Meldungen zum Umfang der Dieselthematik. Detaillierte Erläuterungen finden sich im Konzernabschluss 2015 unter dem Abschnitt "Wesentliche Ereignisse". In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 waren diesbezüglich zusätzliche
Vorsorgen in Höhe von 2,0 Mrd.€ zu bilden. Der Anstieg resultiert aus einer Erhöhung
der Rückstellungen für Rechtsrisiken in Höhe von 2,0 Mrd.€, höheren Gewährleistungskosten
in Höhe von 0,4 Mrd.€ sowie Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von 0,2 Mrd.€ und
auf Immaterielle Vermögenswerte, Vermietvermögen und Sachanlagen in Höhe von 0,3 Mrd.€.
Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen resultieren im Wesentlichen
aus verringerten Nutzungswerten verschiedener Produkte im Segment Pkw aufgrund von
erwarteten Volumenrückgängen. Gegenläufig wirkten sich währungsbedingte Rückstellungsauflösungen
in Höhe von 0,3 Mrd.€ sowie nicht in Anspruch genommene Vorsorgen für Rechtsrisiken
und Vertriebsmaßnahmen in Höhe von insgesamt 0,5 Mrd. € aus. Der Volkswagen Konzern
hat hinsichtlich der ausstehenden Verpflichtungen in Fremdwährung begonnen, Kurssicherungsgeschäfte
abzuschließen. Des Weiteren waren Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen im Lkw-Bereich in
Südamerika (0,1 Mrd.€) sowie für das im Jahr 2011 von der Europäischen Kommission
gegen die europäischen Lkw-Hersteller, darunter MAN und Scania, eingeleitete Kartellverfahren
(0,4 Mrd.€) zu bilden. Infolge des behördlich angeordneten Austauschs von möglicherweise
fehlerbehafteten zugelieferten Airbags des Herstellers Takata waren im Berichtszeitraum
weitere Vorsorgen in Höhe von 0,2 Mrd.€ zu erfassen. Weitere Angaben zu den Rechtsstreitigkeiten in Zusammenhang mit der Dieselthematik,
dem Kartellverfahren und dem Austausch von Airbags der Firma Takata finden sich in
den Abschnitten "Rechtsstreitigkeiten" beziehungsweise "Eventualverbindlichkeiten". KonzernkreisNeben der Volkswagen AG, die ihren Sitz in Wolfsburg hat und beim Amtsgericht Braunschweig
unter HRB 100484 eingetragen ist, werden in den Konzernabschluss alle wesentlichen
in- und ausländischen Tochterunternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen
einbezogen, die die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Dies ist
der Fall, wenn die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar die Verfügungsgewalt aufgrund
von Stimmrechten oder anderen Rechten über das potenzielle Tochterunternehmen besitzt,
an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem potentiellen Tochterunternehmen
partizipiert und diese Rückflüsse beeinflussen kann. BETEILIGUNGEN AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMENAm 22. Juni 2016 hat der Volkswagen Konzern über die Volkswagen New Mobility Luxembourg
S.A., Luxemburg, Luxemburg, einen Anteil von 28,1% an dem On-Demand-Mobilitätsunternehmen
GT Gettaxi Limited, Limassol, Zypern (GETT) erworben. GETT ist mit seinen Tochtergesellschaften
in mehr als 60 Städten weltweit aktiv und zählt zu den wachstumsstärksten Vermittlern
von Fahrdienstleistungen auf Abruf ("Ride Hailing"). Im Rahmen einer gemeinsamen Wachstumsstrategie
sollen diese Dienste weiter ausgebaut werden. Die strategische Investition beläuft
sich auf 264 Mio.€. Die Beteiligung an GETT wird im Konzernabschluss unter den At
Equity bewerteten Anteilen ausgewiesen. Die Volkswagen Truck & Bus GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Volkswagen
AG, und der US-amerikanische Nutzfahrzeughersteller Navistar International Corporation,
Lisle, USA, haben am 6. September 2016 bekannt gegeben, dass sie eine weitreichende
Allianz eingegangen sind. Diese umfasst Rahmenverträge für eine strategische Technologie-
und Belieferungskooperation sowie ein Einkaufs-Joint Venture. Volkswagen Truck & Bus
wird darüber hinaus im Zuge einer Kapitalerhöhung einen Aktienanteil von 16,6% an
Navistar erwerben. Der Preis je Aktie beträgt 15,76 USD. Der Gesamtkaufpreis beläuft
sich auf 0,3 Mrd. USD. Der Vollzug der Transaktion und somit die Implementierung der
strategischen Allianz unterliegt bestimmten Genehmigungen durch die Regulierungsbehörden
sowie anderen üblichen Vollzugsbedingungen. Der Vollzug des Aktienerwerbs durch Volkswagen
Truck & Bus ist außerdem an die Finalisierung der Vereinbarung bezüglich des Einkaufs-Joint
Venture und den Abschluss des ersten Vertrages innerhalb der Technologie- und Belieferungskooperation
geknüpft. Der Vollzug der Transaktion wird spätestens Anfang 2017 erwartet. Audi, die BMW Group und die Daimler AG haben sich zu je 33,3% an der im Jahr 2015
gegründeten There Holding B.V., Rijswijk, Niederlande, beteiligt. Mit Wirkung zum
4. Dezember 2015 hat die There Holding B.V. über ein 100%-iges Tochterunternehmen,
die There Acquisition B.V., Rijswijk, Niederlande, alle Anteile an der HERE Gruppe
erworben. Auf Audi entfällt dabei ein Anteil von 0,7 Mrd.€. Am 29. Januar 2016 wurde
die There Acquisition B.V. in HERE International B.V. umbenannt. Die Beteiligung an
der There Holding B.V. wird im Konzernabschluss unter den At Equity bewerteten Anteilen
ausgewiesen. Die Kaufpreisallokation wurde im ersten Halbjahr abgeschlossen. BETEILIGUNGEN AN GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMENDer Volkswagen Konzern war über seinen 50 %-Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen
Global Mobility Holding B.V., Amsterdam, Niederlande, (GMH) mittelbar zu 50 % an dessen
Tochterunternehmen LeasePlan Corporation N.V., Amsterdam, Niederlande, (LeasePlan)
beteiligt. Die Geschäftstätigkeit der GMH bestand in dem Halten der Beteiligung an
Lease-Plan. LeasePlan ist ein niederländischer Finanzdienstleistungskonzern, dessen
Kerngeschäft das Leasing- und Fuhrparkmanagement ist. Die Hauptniederlassung der GMH
ist in Amsterdam, Niederlande. Am 23. Juli 2015 hat die GMH ihre 100-prozentige Beteiligung an LeasePlan an ein Konsortium
aus internationalen Investoren verkauft. Im Januar 2016 wurden die letzten Genehmigungen
für den Verkauf von LeasePlan an das Investorenkonsortium durch die zuständigen Behörden
erteilt. Die rechtliche Übertragung der LeasePlan-Anteile wurde am 21. März 2016 vollzogen. Der Gesamtwert der Transaktion belief sich auf rund 3,7 Mrd.€ zuzüglich Zinsen in
Höhe von 31,5 Mio.€. Für den Volkswagen Konzern ergab sich hieraus in 2016 ein positiver
Effekt auf die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts und die Netto-Liquidität
von 2,2 Mrd.€ sowie unter Berücksichtigung des abgehenden At-Equity-Anteils an der
GMH ein Ertrag in Höhe von 0,2 Mrd.€, der im Finanzergebnis ausgewiesen wird. Mit
Vollzug der Transaktion wurde die bisher durch den Volkswagen Konzern gewährte Kreditlinie
von 1,3 Mrd.€ aufgehoben. SONSTIGE BETEILIGUNGENAm 29. August 2015 wurde der Schiedsspruch im Verfahren zwischen der Suzuki Motor
Corporation und der Volkswagen AG den Parteien zugestellt. Darin wurde Volkswagen
vertragstreues Verhalten bescheinigt. Das Schiedsgericht bestätigte zudem eine Vertragsverletzung
durch Suzuki und räumt Volkswagen dem Grunde nach Schadensersatzansprüche ein. Zudem
stellte das Schiedsgericht fest, dass den Vertragsparteien ein ordentliches Kündigungsrecht
des Kooperationsvertrages zustehe. Dieses Kündigungsrecht habe Suzuki ausgeübt, so
dass die Kooperation beendet sei. Die Verträge seien so auszulegen, dass Volkswagen
bei Beendigung der Kooperation die Beteiligung an Suzuki abgeben müsse. Volkswagen
hat in diesem Zusammenhang am 17. September 2015 seine Suzuki Beteiligung von 19,9%
zum Börsenwert von 3,1 Mrd.€ an Suzuki verkauft. Aus der Veräußerung der Anteile ergab
sich im 3. Quartal des Vorjahres ein Ertrag in Höhe von 1,5 Mrd.€. Im Februar 2016 haben sich Volkswagen und Suzuki hinsichtlich der von Volkswagen geltend
gemachten Schadensersatzansprüche im Rahmen eines Vergleichs geeinigt. ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS1. UmsatzerlöseSTRUKTUR DER UMSATZERLÖSE DES KONZERNSscroll
2. Kosten der UmsatzerlöseIn den Kosten der Umsatzerlöse sind die dem Finanzdienstleistungsgeschäft zuzuordnenden
Zinsaufwendungen in Höhe von 1.439 Mio. € (Vorjahr: 1.423 Mio.€) enthalten. Darüber hinaus werden in den Kosten der Umsatzerlöse neben den planmäßigen auch außerplanmäßige
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Vermietete Vermögenswerte
berücksichtigt. Die auf Basis aktualisierter Wertminderungstests ermittelten außerplanmäßigen
Abschreibungen belaufen sich auf insgesamt 804 Mio.€ (Vorjahr: 1.141 Mio.€). Die Basis
zur Berechnung der außerplanmäßigen Abschreibungen bildet der Nutzungswert der Produkte
des Volkswagen Konzerns. Die außerplanmäßigen Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres
und des Vorjahres resultieren im Wesentlichen aus verringerten Nutzungswerten verschiedener
Produkte im Segment Pkw aufgrund von erwarteten Volumenrückgängen (siehe auch Abschnitt
"Wesentliche Ereignisse"). 3. Forschungs- und Entwicklungskosten im Konzernbereich Automobilescroll
4. Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils
der Aktionäre der Volkswagen AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der
sich während des Berichtszeitraums in Umlauf befindenden Stamm- und Vorzugsaktien. Da die unverwässerte und die verwässerte Zahl der Aktien identisch sind, entspricht
das unverwässerte auch dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Gemäß § 27 Abs. 2 Ziffer
1 der Satzung der Volkswagen AG steht jeder Vorzugsaktie auch im Verlustfall ein Vorzugsgewinnanteil
von 0,11€ zu, der aufgrund der kumulativen Ausgestaltung in Folgeperioden nachzuzahlen
wäre, sofern es zu keiner Dividendenausschüttung für das abgeschlossene Geschäftsjahr
kommen sollte und somit bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie für das laufende
Geschäftsjahr zu berücksichtigen ist. Der auf dem handelsrechtlichen Ergebnis der
Volkswagen AG basierende Dividendenvorschlag ist für die Ermittlung des Ergebnisses
je Aktie nach IAS 33 unbeachtlich. Eine Berücksichtigung der Verteilung weiterer Gewinnanteile
gemäß § 27 Abs. 2 Ziffer 2 und 3 der Satzung der Volkswagen AG, wonach im Falle der
Vollausschüttung jeder Vorzugsaktie eine um 0,06€ höhere Dividende als der Stammaktie
zusteht, erfolgt im Rahmen der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie nur bei einem den
Aktionären der Volkswagen AG zuzurechnenden positiven Ergebnis nach Steuern. Die Volkswagen AG hatte in den Jahren 2012 und 2013 über eine Tochtergesellschaft,
die Volkswagen International Finance N.V. Amsterdam (Emittentin), zwei Pflichtwandelanleihen
mit identischen Ausstattungsmerkmalen in Höhe von insgesamt 3,7 Mrd.€ begeben, deren
Laufzeit am 9. November 2015 endete. Die Anleihebedingungen sahen vorzeitige Wandlungsmöglichkeiten
vor, aus deren Inanspruchnahmen im Vorjahr 27.091 neue Vorzugsaktien geschaffen wurden.
Gemäß den Anleihebedingungen waren die Pflichtwandelanleihen spätestens am Ende der
Laufzeit durch die Ausgabe neuer Vorzugsaktien zu bedienen. Am Endfälligkeitstag,
dem 9. November 2015, wurde das verbleibende Volumen beider Anleihen durch die Emittentin
pflichtgemäß gewandelt und dadurch 25.536.876 neue Vorzugsaktien geschaffen. Beim Vorjahresvergleich ist zu berücksichtigen, dass gemäß IAS 33.26 die Anzahl der
im Vorjahr enthaltenen potenziellen Vorzugsaktien rückwirkend durch die tatsächlich
im Zuge der freiwilligen und pflichtgemäßen Wandlung entstandenen Aktien zu ersetzen
war. scroll
*
Das Vorjahr wurde aufgrund IAS 33.26 angepasst. 5. Langfristige VermögenswerteENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER LANGFRISTIGER VERMÖGENSWERTE VOM 1. JANUAR ZUM 30. SEPTEMBER 2016scroll
6. Vorrätescroll
Im Berichtszeitraum wurden im Zusammenhang mit der Dieselthematik Wertberichtigungen
auf Vorräte in Höhe von 0,2 Mrd.€ erfasst. Darüber hinaus waren keine wesentlichen
Wertminderungen und Zuschreibungen auf Vorräte vorzunehmen. 7. Kurzfristige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswertescroll
Das Operative Ergebnis wurde im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. September 2016
mit 525 Mio.€ (Vorjahr: 575 Mio. €) aus Wertminderungen und Zuschreibungen auf lang-
und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte belastet. 8. EigenkapitalIm März 2015 hat die Volkswagen AG über eine Tochtergesellschaft, die Volkswagen International
Finance N.V. Amsterdam (Emittentin), eine nicht besicherte, nachrangige Hybridanleihe
mit einem Nominalvolumen in Höhe von 2,5 Mrd. € emittiert. Nach IAS 32 ist die Hybridanleihe
vollständig als Eigenkapital zu klassifizieren. Das Gezeichnete Kapital setzt sich aus 295.089.818 nennwertlosen Stammaktien und 206.205.445
nennwertlosen Vorzugsaktien zusammen und beträgt 1.283 Mio.€ (Dezember 2015: 1.283
Mio.€). Im Berichtszeitraum hat die Volkswagen AG eine Dividende in Höhe von 68 Mio.€ (Vorjahr:
2.294 Mio.€) ausgeschüttet. Davon entfielen 32 Mio.€ (Vorjahr: 1.416 Mio.€) auf Stammaktien
und 35 Mio.€ (Vorjahr: 878 Mio.€) auf Vorzugsaktien. Die Anteile von Minderheiten entfallen im Wesentlichen auf die Aktionäre der RENK
AG und der AUDI AG. 9. Langfristige Finanzschuldenscroll
10. Kurzfristige Finanzschuldenscroll
11. Angaben zum Fair ValueDie Prinzipien und Methoden zur Fair Value Bewertung sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich
unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den Bewertungsprinzipien und -methoden
finden sich im Konzernabschluss 2015 unter dem Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze". Der Fair Value entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver
Markt existiert, wird der Fair Value mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel
durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz oder die
Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt. Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Vermögenswerte und Schulden umfassen
derivative Finanzinstrumente oder Teile von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht
in ein Hedge Accounting einbezogen sind. Hierzu zählen im Wesentlichen die Zinskomponente
bei Devisentermingeschäften aus Umsatzerlösabsicherungen, Warentermingeschäfte sowie
Devisentermingeschäfte auf Warentermingeschäfte. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente) setzen wir
mit ihrem Fair Value an. Änderungen des Fair Value werden erfolgsneutral im Eigenkapital
nach Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. Sonstige Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer Beteiligungsquote von weniger
als 20%) gelten auch als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Soweit
für diese Anteile kein aktiver Markt existiert und sich Fair Values nicht mit vertretbarem
Aufwand verlässlich ermitteln lassen, werden sie mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten
bilanziert. Soweit Hinweise auf eine Wertminderung bestehen, wird der niedrigere Barwert
der geschätzten künftigen Cash-flows angesetzt. Es besteht derzeit keine Absicht diese
finanziellen Vermögenswerte zu veräußern. Die Ermittlung des Fair Value wird anhand einheitlicher Bewertungsmethoden sowie Bewertungsparameter
vorgenommen. Die Durchführung der Fair Value Bewertung bei Finanzinstrumenten der
Stufe 2 und 3 wird auf Basis zentraler Vorgaben in den einzelnen Konzernbereichen
durchgeführt. Der Fair Value der den Minderheitsgesellschaftern gewährten Andienungs-/Ausgleichsrechte
wird mittels eines Barwertmodells ermittelt, das auf der vertraglich vereinbarten
Barabfindung einschließlich Ausgleichzahlung sowie der gesetzlichen Mindestverzinsung
und einem laufzeitäquivalenten risikoadjustierten Diskontierungszinssatz basiert. Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen der FinanzinstrumenteDie nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von
Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente. Der Fair Value von den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten
wie Forderungen und Verbindlichkeiten wird durch die Abzinsung unter Berücksichtigung
eines risikoadäquaten und laufzeitkongruenten Marktzinses ermittelt. Aus Wesentlichkeitsgründen
wird grundsätzlich der Fair Value für kurzfristige Bilanzposten dem Bilanzwert gleichgesetzt.
Zur Überleitung der nachfolgenden Tabellen werden Eigenkapitalinstrumente, die zum
Buchwert angesetzt worden sind, der Stufe 3 der Fair Value Hierarchie zugeordnet. ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTE ZUM 31. DEZEMBER 2015scroll
ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTE ZUM 30. SEPTEMBER 2016scroll
Eine Übersicht der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden
enthält folgende Tabellen: ZUM FAIR VALUE BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN NACH STUFENscroll
scroll
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN NACH STUFENscroll
scroll
Die Zuordnung der Fair Values zu den drei Stufen der Fair Value Hierarchie richtet
sich nach der Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise. In Stufe 1 werden Fair Values
von Finanzinstrumenten gezeigt, für die ein Preis direkt auf einem aktiven Markt ermittelt
werden kann. Darunter fallen zum Beispiel Wertpapiere und zum Fair Value bewertete
sonstige Beteiligungen. Fair Values in Stufe 2, beispielsweise von Derivaten, werden
auf Basis von Marktdaten gemäß marktbezogener Bewertungsverfahren ermittelt. Hierbei
werden insbesondere Währungskurse, Zinskurven sowie Rohstoffpreise verwendet, welche
an den entsprechenden Märkten beobachtbar sind und über Preisserviceagenturen bezogen
werden. Stufe 3 Fair Values errechnen sich über Bewertungsverfahren, bei denen nicht
direkt auf dem aktiven Markt beobachtbare Faktoren einbezogen werden. Im Volkswagen
Konzern sind der Stufe 3 langfristige Warentermingeschäfte zugeordnet, da für die
Bewertung die am Markt vorhandenen Kurse extrapoliert werden müssen. Die Extrapolation
erfolgt auf Basis von beobachtbaren Inputfaktoren für die unterschiedlichen Rohstoffe,
welche über Preisserviceagenturen bezogen werden. Des Weiteren werden in der Stufe
3 Optionen auf Eigenkapitalinstrumente und Restwertsicherungsmodelle gezeigt. Für
die Bewertung der Eigenkapitalinstrumente werden dabei insbesondere die jeweiligen
Unternehmensplanungen sowie unternehmensindividuellen Diskontzinssätze verwendet.
Wesentlicher Inputfaktor zur Bestimmung des Fair Value für die Restwertsicherungsmodelle
sind Prognosen sowie Schätzungen von Gebrauchtwagenrestwerten der entsprechenden Modelle. ENTWICKLUNG DER ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN BILANZPOSTEN BASIEREND AUF STUFE 3scroll
*
Das Vorjahr wurde angepasst. scroll
Die Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie werden zu den jeweiligen
Berichtsstichtagen berücksichtigt. Die Umgliederungen aus Stufe 3 in Stufe 2 beinhalten
Warentermingeschäfte, für die aufgrund der abnehmenden Restlaufzeit dann beobachtbare
Marktkurse zur Bewertung zur Verfügung stehen, sodass keine Extrapolation mehr notwendig
ist. Es gab keine Verschiebungen zwischen weiteren Stufen der Fair Value Hierarchie. Für den Fair Value der Warentermingeschäfte ist der Rohstoffpreis die wesentliche
Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse wird der Effekt von Änderungen des Rohstoffpreises
auf das Ergebnis nach Ertragsteuern und das Eigenkapital dargestellt. Wenn die Rohstoffpreise der der Stufe 3 zugeordneten Warentermingeschäfte zum 30.
September 2016 um 10% höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern
um 7 Mio.€ und das Eigenkapital 4 Mio.€ höher (niedriger) ausgefallen. Die für die Bewertung der vom Unternehmen gehaltenen Optionen auf Eigenkapitalinstrumente
maßgebliche Risikovariable ist der jeweilige Unternehmenswert. Mittels einer Sensitivitätsanalyse
werden Effekte aus einer Änderung der Risikovariablen auf das Ergebnis nach Ertragsteuern
dargestellt. Wenn die unterstellten Unternehmenswerte zum 30. September 2016 um 10% höher gewesen
wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 1 Mio.€ höher ausgefallen. Wenn die
unterstellten Unternehmenswerte zum 30. September 2016 um 10% niedriger gewesen wären,
wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 1 Mio.€ niedriger ausgefallen. Restwertrisiken resultieren aus Absicherungsvereinbarungen mit dem Handel, wonach
im Rahmen von Rückkaufverpflichtungen aus abgeschlossenen Leasingverträgen entstehende
Ergebnisauswirkungen aus marktbedingten Schwankungen der Restwerte teilweise vom Volkswagen
Konzern getragen werden. Für den Fair Value der Optionen aus Restwertrisiken sind die Marktpreise von Gebrauchtwagen
die wesentliche Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen
von Änderungen der Gebrauchtwagenpreise auf das Ergebnis nach Ertragsteuern quantifiziert. Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge
zum 30. September 2016 um 10% höher gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern
um 249 Mio.€ höher ausgefallen. Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im Restwertsicherungsmodell
enthaltenen Fahrzeuge zum 30. September 2016 um 10% niedriger gewesen wären, wäre
das Ergebnis nach Ertragsteuern um 249 Mio.€ niedriger ausgefallen. 12. KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt den Zahlungsmittelfluss im Volkswagen Konzern sowie
in den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. Der Zahlungsmittelbestand
setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Wechsel, Kassenbestand und
jederzeit fälligen Mitteln zusammen. scroll
In der Finanzierungstätigkeit stehen sich folgende Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse
gegenüber: scroll
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Das Vorjahr wurde angepasst. 13. SegmentberichterstattungDie Segmentabgrenzung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung im Volkswagen
Konzern. Der Mehrmarkenstrategie folgend wird jede Marke (Geschäftssegment) des Konzerns
von einem eigenen Markenvorstand geleitet. Dabei sind die vom Vorstand der Volkswagen
AG festgelegten Konzernziele und -vorgaben zu berücksichtigen. Die Segmentberichterstattung
besteht aus den vier berichtspflichtigen Segmenten Pkw, Nutzfahrzeuge, Power Engineering
und Finanzdienstleistungen. Die Zusammenfassung der Geschäftssegmente zu berichtspflichtigen
Segmenten erfolgt aufgrund vergleichbarer wirtschaftlicher Merkmale (insbesondere
Art der Produkte beziehungsweise Dienstleistungen, Vernetzung in den Entwicklungs-,
Produktions- und Vertriebsprozessen sowie Vergleichbarkeit der Kundengruppen). Die Aktivitäten des Segments Pkw erstrecken sich auf die Entwicklung von Fahrzeugen
und Motoren, die Produktion und den Vertrieb von Pkw sowie das Geschäft mit entsprechenden
Originalteilen. In dem Segment werden die einzelnen Pkw-Marken des Volkswagen Konzerns
auf konsolidierter Basis zu einem berichtspflichtigen Segment zusammengefasst. Das Segment Nutzfahrzeuge umfasst vor allem die Entwicklung, die Produktion sowie
den Vertrieb von leichten Nutzfahrzeugen, Lastkraftwagen und Bussen, das Geschäft
mit entsprechenden Originalteilen sowie damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen. Die Aktivitäten des Segments Power Engineering beinhalten die Entwicklung und Herstellung
großer Dieselmotoren, Turbokompressoren, Industrieturbinen und chemischer Reaktorsysteme
sowie die Herstellung von Getrieben, Antriebstechnik und Prüfsystemen. Die Tätigkeit des Segments Finanzdienstleistungen umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung,
das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagementgeschäft sowie
Mobilitätsangebote. Die Kaufpreisallokation aus erworbenen Gesellschaften wird direkt den entsprechenden
Segmenten zugeordnet. Das Segmentergebnis wird bei Volkswagen auf Basis des Operativen Ergebnisses bestimmt. Die Überleitungsrechnung beinhaltet Bereiche und sonstige Geschäftstätigkeiten, die
definitionsgemäß keine Segmente darstellen. Darin ist auch die nicht allokierte Konzernfinanzierung
enthalten. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten erfolgt ebenfalls innerhalb der
Überleitungsrechnung. Den Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften der Segmente des Volkswagen Konzerns
liegen grundsätzlich Preise zugrunde, die auch mit Dritten vereinbart werden. BERICHTSSEGMENTE 1. - 3. QUARTAL 2015scroll
scroll
BERICHTSSEGMENTE 1. - 3. QUARTAL 2016scroll
scroll
ÜBERLEITUNGSRECHNUNGscroll
14. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen und UnternehmenDie Porsche SE hat sich Ende September 2015 mit der Suzuki Motor Corporation über
den außerbörslichen Erwerb von 1,5% der Stammaktien an der Volkswagen AG geeinigt.
Zum 30. September 2016 hält die Porsche SE mit 52,2% die Mehrheit der Stimmrechte
an der Volkswagen AG. Auf der Außerordentlichen Hauptversammlung der Volkswagen AG am 3. Dezember 2009 wurde
die Schaffung von Entsendungsrechten für das Land Niedersachsen beschlossen. Damit
kann die Porsche SE nicht die Mehrheit der Mitglieder im Aufsichtsrat der Volkswagen
AG bestellen, solange dem Land Niedersachsen mindestens 15% der Stammaktien gehören.
Die Porsche SE hat aber die Möglichkeit, an den unternehmenspolitischen Entscheidungen
des Volkswagen Konzerns mitzuwirken und gilt damit als nahe stehendes Unternehmen
im Sinne des IAS 24. scroll
scroll
In den von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen empfangenen Lieferungen
und Leistungen der ersten neun Monate sind die gefassten Dividendenbeschlüsse in Höhe
von 3.492 Mio.€ (Vorjahr: 4.612 Mio.€) nicht enthalten. Die Forderungen an die Porsche SE setzen sich aus einer Forderung aus einem Darlehensvertrag
und Forderungen aus Grunderwerbsteuern zusammen. Die Verpflichtungen gegenüber der
Porsche SE bestehen im Wesentlichen aus Festgeldanlagen. Die Verpflichtungen gegenüber Aufsichtsräten in Höhe von 301 Mio. € beinhalten im
Wesentlichen verzinsliche Bankguthaben von Aufsichtsräten, die zu marktüblichen Konditionen
bei Gesellschaften des Volkswagen Konzerns angelegt wurden. Des Weiteren bürgt der Volkswagen Konzern für nahestehende Personen und Unternehmen
gegenüber externen Banken in Höhe von 113 Mio.€. 15. Virtuelle AktienDer Aufsichtsrat der Volkswagen AG hat in seiner Sitzung am 22. April 2016 das Angebot
der Mitglieder des Vorstands angenommen, für die im Zeitpunkt des Beschlusses aktiven
Vorstandsmitglieder einen Anteil von 30% der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr
2015 zurückzubehalten und mittels virtueller Aktien unter den Vorbehalt der zukünftigen
Aktienkursentwicklung zu stellen. Für weitere Details verweisen wir auf unsere Ausführungen
im Vergütungsbericht im Geschäftsbericht 2015. Die Verpflichtungen aus diesen virtuellen Aktien werden gemäß IFRS 2 als "cash-settled
plan" bilanziert und mittels eines anerkannten Bewertungsverfahrens zum Fair Value
bewertet. Aus der Verknüpfung des ursprünglichen Bonus (5,7 Mio €) an die zukünftige
Aktienkursentwicklung ergab sich zum 22. April 2016 ein Ertrag in Höhe von 1,5 Mio.€.
Aufgrund der Aktienkursentwicklung bis zum 30. September 2016 wurden Aufwendungen
in Höhe von 0,5 Mio.€ erfasst. Der Fair Value der Verpflichtung gegenüber den Vorständen
zum 30. September 2016 beträgt 4,7 Mio. €. Sofern sämtliche Vorstandsmitglieder zum
30. September 2016 ausgeschieden wären, hätte die Verpflichtung (innerer Wert) insgesamt
4,7 Mio.€ betragen. 16. RechtsstreitigkeitenDer Konzernabschluss der Volkswagen AG für das Geschäftsjahr 2015 enthält unter dem
Abschnitt "Rechtsstreitigkeiten" ausführliche Informationen zu Rechtsstreitigkeiten
und rechtlichen Verfahren. Gegenüber diesem Stand haben sich im Wesentlichen folgende
Änderungen ergeben: DIESELTHEMATIKVolkswagen erzielt VergleichsvereinbarungenIm Juni 2016 hat Volkswagen die Öffentlichkeit darüber informiert, dass die Volkswagen
AG, die Volkswagen Group of America, Inc. sowie bestimmte verbundene Unternehmen im
Hinblick auf die im US-Bundesstaat Kalifornien anhängige "Multi-District Litigation"
Vergleichsvereinbarungen in den USA mit dem US-amerikanischen Justizministerium U.S.
Department of Justice (DOJ) im Auftrag der US-amerikanischen Umweltbehörde Environmental
Protection Agency (EPA), der Umweltbehörde des US-Bundesstaates Kalifornien California
Air Resources Board (CARB) und dem Attorney General von Kalifornien sowie privaten
Klägern, die durch das sogenannte Steuerungskomitee der Kläger "Plaintiffs' Steering
Committee (PSC)" vertreten werden und der Federal Trade Commission (FTC) geschlossen
haben. Mit den Vergleichsvereinbarungen werden bestimmte zivilrechtliche Ansprüche
im Zusammenhang mit betroffenen Dieselfahrzeugen mit Motoren der Variante 2,0 l TDI
der Marken Volkswagen Pkw und Audi in den USA beigelegt. Am 18. Oktober 2016 fand
eine Anhörung zur Billigkeit (Fairness Hearing) der Erteilung einer endgültigen Genehmigung
statt und am 25. Oktober 2016 erteilte das Gericht die endgültige Genehmigung der
Vergleichsvereinbarungen. Gegen diesen Beschluss zur endgültigen Genehmigung kann
Einspruch eingelegt werden. Die Vergleichsvereinbarungen beinhalten Fahrzeugrückkäufe beziehungsweise die vorzeitige
Leasingrücknahme von Leasing-Fahrzeugen oder die kostenlose emissionsbezogene Anpassung
von Fahrzeugen, sofern die Umrüstung durch EPA und CARB freigegeben worden ist. Volkswagen
erklärte sich zudem bereit, zusätzlich Ausgleichszahlungen an derzeitig betroffene
und auch an bestimmte frühere Eigentümer und Leasingnehmer vorzunehmen. Zusätzlich erklärte sich Volkswagen bereit, Umweltprogramme zu unterstützen. Über einen Zeitraum von drei Jahren zahlt Volkswagen einen Betrag in Höhe von 2,7 Mrd. USD in einen von einem gerichtlich bestellten Treuhänder verwalteten Umweltfonds ein, um überhöhte Stickoxid (NOx )-Emissionen auszugleichen. Volkswagen investiert darüber hinaus über einen Zeitraum von zehn Jahren insgesamt 2,0 Mrd. USD in die Infrastruktur für Null-Emissions-Fahrzeuge sowie in Initiativen, die den entsprechenden Zugang und die Sensibilisierung für diese Technologie fördern. Volkswagen hat außerdem separate Vereinbarungen mit den Attorneys General von 44 US-Bundesstaaten,
dem District of Columbia und Puerto Rico erzielt, mit denen bestehende oder mögliche
künftige Ansprüche aus verbraucher-schutzrechtlichen und wettbewerbsrechtlichen Bestimmungen
- im Hinblick auf Fahrzeuge in den USA mit Motoren des Typs 2,0 l TDI und 3,0 l TDI
- für einen Vergleichsbetrag in Höhe von 603 Mio. USD beigelegt werden. Die zivilrechtlichen Ansprüche des DOJ, der FTC und privater Kläger, die vom PSC im
Zusammenhang mit 3,0 l TDI-Fahrzeugen vertreten werden, durch das DOJ im Auftrag der
EPA angestrebte Bußgelder, mögliche Klagen von US-Bundesstaaten wegen Verletzung des
Umweltrechts in Zusammenhang mit den 2,0 l und 3,0 l TDI-Fahrzeugen, die strafrechtliche
Untersuchungen des DOJ und verschiedene weitere geltend gemachte Ansprüche werden
nicht mit diesen Vereinbarungen beigelegt. Überdies laufen Untersuchungen seitens
verschiedener US-amerikanischer Regulierungs- und Regierungsbehörden, auch in Bezug
auf den Wertpapier-, Finanzierungs- und Steuerbereich. Im September 2016 gab Volkswagen den Abschluss einer Vereinbarung zur Beilegung der
Ansprüche von Volkswagen Markenvertragshändlern in den Vereinigten Staaten in Zusammenhang
mit TDI-Fahrzeugen und sonstigen geltend gemachten Angelegenheiten betreffend des
Franchise-Wertes bekannt. Die Vergleichsvereinbarung, die vom Gericht noch genehmigt
werden muss, beinhaltet eine Ausgleichszahlung in Höhe von bis zu 1,208 Mrd. USD sowie
zusätzliche Zahlungen zur Beilegung vermeintlicher vergangener, derzeitiger und zukünftiger
Ansprüche in Verbindung mit Wertverlusten. Eine vorläufige gerichtliche Genehmigung
der Vergleichsvereinbarung wurde am 18. Oktober 2016 erteilt und eine Anhörung zur
Billigkeit (Fairness Hearing) der Erteilung einer endgültigen Genehmigung ist für
den 18. Januar 2017 angesetzt. In Kanada beobachtet die kanadische, für die Abstimmung umweltpolitischer Maßnahmen
verantwortliche Behörde "Environment and Climate Chance Canada" im Rahmen ihrer anhängigen
strafrechtlichen Untersuchung die EPA- und CARB-Verfahren in den USA. Untersuchungen
weiterer kanadischer Regulierungsbehörden dauern an. In Kanada wurden 33 Sammelklagen
mit Kundenschadensersatzforderungen gegen Gesellschaften des Volkswagen Konzerns eingereicht.
Die Mehrheit dieser Klagen behauptet, eine landesweite Klasse ("Class") von Kundenklagen
betreffend 2,0 l und 3,0 l Dieselfahrzeuge zu begründen. Derzeit laufen in Kanada
Vergleichsgespräche bezüglich der 2,0 l Dieselmotoren. Zivilrechtliche US-Klagen gerichtet auf Bussgelder wegen angeblicher Verletzungen des UmweltrechtsDie Attorneys General von zwölf US-Bundesstaaten (Alabama, Maryland, Massachusetts,
Missouri, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New York, Pennsylvania, Tennessee,
Texas und Vermont) sowie einige Kommunen haben vor einzel- und bundesstaatlichen Gerichten
Klage - und der Bundesstaat Washington hat im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens einen
Bebußungsanspruch - gegen die Volkswagen AG, Volkswagen Group of America, Inc. und
bestimmte verbundene Unternehmen erhoben und fordern/fordert Bußgelder und Unterlassungsverfügungen
wegen angeblicher Verletzungen des Umweltrechts. Alabama, Maryland, Massachusetts,
Missouri, New Hampshire, New York, Pennsylvania, Tennessee, Texas und Washington waren
an den vorstehend beschriebenen staatlichen Vergleichen in Bezug auf verbraucherrechtliche
und wettbewerbsrechtliche Klagen beteiligt, wobei diese Vergleiche jedoch keine umweltrechtlichen
Bußgelder einschlossen. Insbesondere haben neun Bundesstaaten (Delaware, Maine, Minnesota,
Missouri, Montana, Ohio, Oregon, Wisconsin und Wyoming) Vereinbarungen abgeschlossen,
wonach die für ihre potenziellen Ansprüche wegen Verletzung des Umweltrechts geltenden
Verjährungsfristen bis Ende 2016 ausgesetzt werden. Von diesen Bundesstaaten hat Wyoming
seine Absicht bekundet, bis zum 1. November 2016 Klage zu erheben und Ansprüche wegen
Verletzung des Umweltrechts geltend zu machen. Ein weiterer Staat (Connecticut) hat
seine Absicht zur Teilnahme an Vergleichsgesprächen in Bezug auf die Verletzung des
Umweltrechts bekundet, ohne Klage zu erheben. Anlegerklagen in den USAIm Juni 2016 wurde im Auftrag von Erwerbern bestimmter Volkswagen-Anleihen in US-Dollar
eine vermeintliche Sammelklage wegen des Handels dieser Anleihen zu angeblich künstlich
überhöhten Preisen, die auf angeblichen Falschangaben seitens Volkswagen zurückzuführen
waren, und wegen des Wertverlusts dieser Anleihen nach der Bekanntgabe der Notice
of Violation durch die EPA eingereicht. Diese Klage wurde an das vorstehend erwähnte
Bundesgericht in Kalifornien verwiesen. Anlegerklagen weltweit (exklusive USA/Kanada)Die überwiegende Mehrheit der Anlegerklagen ist beim Landgericht Braunschweig anhängig.
In einer am 21. September 2016 veröffentlichten Pressemitteilung erklärt das Landgericht
Braunschweig, dass einschließlich kürzlich eingereichter Klagen derzeit rund 1.400
Verfahren anhängig sind. In der Pressemitteilung des Landgerichts Braunschweig heißt
es, dass sich unter Berücksichtigung der kürzlich eingegangenen Klagen der Streitwert
aller beim Landgericht Braunschweig anhängigen Anlegerklagen insgesamt auf rund 8,2
Mrd. € beläuft. Am 5. August 2016 entschied das Landgericht Braunschweig über die Vorlage von gemeinsamen
Sachverhalts- und Rechtsfragen, mit Relevanz für die am Landgericht Braunschweig anhängigen
Anlegerklagen, an das Oberlandesgericht Braunschweig zum Erlass von Musterentscheiden
nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz ("Musterverfahrensgesetz"). Auf diese
Weise soll in einem Verfahren eine für diese Klagen bindende Entscheidung hinsichtlich
aller gemeinsamer Sachverhalts- und Rechtsfragen durch das Oberlandesgericht getroffen
werden. Alle beim Landgericht Braunschweig eingereichten Klagen werden bis zur Entscheidung
über die vorgelegten Fragen ausgesetzt, sofern sie nicht aus Gründen abgewiesen werden
können, die unabhängig von den in den Musterverfahren zu entscheidenden Fragen sind. Die Entscheidung über die gemeinsamen Sachverhalts- und Rechtsfragen in dem Musterverfahren
sind für alle anhängigen Klagen verbindlich, die entsprechend ausgesetzt wurden. Am Landgericht Stuttgart sind mehrere Klagen gegen die Volkswagen AG und Porsche Automobil
Holding SE als Gesamtschuldner eingereicht worden. Unklar ist derzeit, ob in Bezug
auf diese Klagen ein Musterverfahren eingeleitet wird und ob dieses vor dem Oberlandesgericht
Stuttgart durchgeführt oder an das Oberlandesgericht Braunschweig verwiesen wird. Weitere Anlegerklagen sind bei verschiedenen Gerichten in Deutschland sowie in Österreich
und den Niederlanden eingereicht worden. Insgesamt sind Volkswagen bisher Anlegerklagen, gerichtliche Mahnanträge und Güteanträge
mit geltend gemachten Ansprüchen in Höhe von 7,4 Mrd. € zugestellt worden. Bilanzielle AuswirkungenZur Absicherung der derzeit bekannten Rechtsrisiken einschließlich angemessener Verteidigungs-
und Rechtsberatungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Dieselthematik waren auf Basis
des gegenwärtigen Kenntnisstands und aktueller Einschätzungen im Berichtszeitraum
zusätzliche Rückstellungen in Höhe von 2,0 Mrd.€ zu bilden. Nicht in Anspruch genommene
Vorsorgen für Rechtsrisiken in Höhe von 0,4 Mrd. € waren aufzulösen. Volkswagen ist
weiterhin der Auffassung, seine kapitalmarktrechtlichen Pflichten ordnungsgemäß erfüllt
zu haben, sodass keine Rückstellungen für Anlegerklagen gebildet wurden. Die diesbezüglichen
Eventualverbindlichkeiten waren um 2,7 Mrd.€ auf 3,7 Mrd.€ zu erhöhen. Aufgrund des noch nicht abgeschlossenen Stadiums der umfassenden und aufwendigen Untersuchungen,
sowie der Vielschichtigkeit der einzelnen Einflussfaktoren und den noch andauernden
Abstimmungen mit den Behörden unterliegen die im Zusammenhang mit der Dieselthematik
gebildeten Rückstellungen für Rechtsrisiken sowie die angegebenen Eventualverbindlichkeiten
unverändert zum Teil erheblichen Einschätzungsrisiken. KARTELLVERFAHRENIm Jahr 2011 leitete die Europäische Kommission ein Kartellverfahren gegen die europäischen
Lkw-Hersteller wegen unangemessenen Informationsaustauschs im Zeitraum zwischen 1997
und 2011 ein und übermittelte im November 2014 in diesem Zusammenhang MAN, Scania
und den übrigen betroffenen Lkw-Herstellern die sogenannten Beschwerdepunkte. Mit ihrem Beschluss vom 19. Juli 2016 hat die Europäische Kommission mit Ausnahme
von MAN und Scania gegen fünf europäische Lkw-Hersteller Geldbußen verhängt. Da MAN
die EU-Kommission als Kronzeuge über die Absprachen informiert hatte, wurde das Unternehmen
von einer Geldbuße ausgenommen. Die Ermittlungen gegen Scania dauern an. Das Unternehmen hat entschieden, seine Verteidigungsrechte
umfassend geltend zu machen. Um mögliche Strafen abdecken zu können, wurde eine Rückstellung
in Höhe von 0,4 Mrd. € gebildet. 17. EventualverbindlichkeitenDie US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration)
hat gemeinsam mit der Firma Takata am 5. Mai 2016 eine weitere Ausweitung des Rückrufs
für diverse Modelle unterschiedlicher Hersteller, in denen bestimmte Airbags der Firma
Takata verbaut wurden, verkündet. Daneben wurden auch Rückrufe in Kanada, Japan und
Südkorea von den lokalen Behörden angeordnet. Von den Rückrufen sind auch Modelle
des Volkswagen Konzerns betroffen. Hierfür wurden entsprechende Rückstellungen gebildet.
Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Ausweitungen kommen
könnte, die auch Modelle des Volkswagen Konzerns betreffen werden. Weitere Angaben
gemäß IAS 37.86 können für den Sachverhalt derzeit aufgrund der noch andauernden technischen
Untersuchungen und behördlichen Abstimmungen nicht angegeben werden. Die Eventualverbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Konzernabschluss 2015 um
3.328 Mio.€ auf 6.828 Mio.€ erhöht. Neben wechselkursbedingten Effekten ergibt sich
der Anstieg insbesondere durch zusätzliche Eventualschulden aus Rechtsrisiken in Zusammenhang
mit Anlegerklagen in Höhe von 2.747 Mio.€. Weitere Informationen befinden sich unter
dem Abschnitt "Rechtsstreitigkeiten". 18. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben sich im Vergleich zum Konzernabschluss
2015 um 1.792 Mio.€. auf 27.201 Mio.€. erhöht. Dabei wurde ein Anstieg der Bestellobligos
für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte teilweise ausgeglichen durch den Wegfall
der Verpflichtungen aus einer unwiderruflichen Kreditzusage in Höhe von 1,3 Mrd. €
an LeasePlan. Deutscher Corporate Governance KodexDie aktuellen Erklärungen nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex
des Vorstands und des Aufsichtsrats der Volkswagen AG, der AUDI AG, der MAN SE und
der RENK AG sind auf den Internetseiten www.volkswagenag.com/ir,www.audi.de/cgk-erldaerung,www.corporate.man.eu/de
beziehungsweise www.renk.eu/corporated-governance.html dauerhaft zugänglich. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem StichtagNach dem Schluss der ersten neun Monate des Jahres 2016 gab es keine Vorgänge von
besonderer Bedeutung. Wolfsburg, 27. Oktober 2016 Volkswagen Aktiengesellschaft Der Vorstand Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus verkürzter Gewinn-
und Verlustrechnung und verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Bilanz, verkürzter
Eigenkapitalentwicklung, verkürzter Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden
Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT,
Wolfsburg, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2016, die Bestandteile
des Quartalsfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Ohne unser Urteil einzuschränken, weisen wir auf die im Anhang des Konzernzwischenabschlusses
im Abschnitt "Wesentliche Ereignisse" und im Konzernzwischenlagebericht im Kapitel
"Prognose-, Risiko- und Chancenbericht" dargestellten aktualisierten Informationen
im Zusammenhang mit der Abgasthematik hin, die im Wesentlichen auf die im Konzernabschluss
2015 sowie die im zusammengefassten Lagebericht zum 31. Dezember 2015 dargestellten
Informationen und abgegebenen Erklärungen verweisen. Auf der Grundlage der dargestellten und diesem Konzernzwischenabschluss zugrundeliegenden
ersten Ergebnisse der verschiedenen eingeleiteten Maßnahmen zur Aufklärung des Sachverhalts
gibt es keine Bestätigung dafür, dass Vorstandsmitglieder vor Sommer 2015 Kenntnis
von der bewussten Manipulation der Steuerungssoftware hatten. Sollten im Rahmen der
weiteren Aufklärungen neue Erkenntnisse über einen früheren Informationsstand der
Vorstandsmitglieder über die bewusste Manipulation der Steuerungssoftware gewonnen
werden, könnte dies gegebenenfalls Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss als
auch auf den Jahres- beziehungsweise Konzernabschluss 2015 sowie auf den zusammengefassten
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 und die Vergleichszahlen 2014 haben. Die bislang gebildeten Rückstellungen für Gewährleistungen und Rechtsrisiken basieren
auf dem dargestellten Kenntnisstand. Aufgrund der Vielzahl der erforderlichen technischen
Lösungen sowie der mit den laufenden und erwarteten Rechtsstreitigkeiten zwangsläufig
zusammenhängenden Unsicherheiten ist nicht auszuschließen, dass zukünftig die Einschätzung
der Risiken anders ausfallen kann. Hannover, den 27. Oktober 2016 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
ImpressumHERAUSGEBERVolkswagen AG Finanzpublizität Brieffach 1848-2 38436 Wolfsburg Deutschland Telefon + 49 (0) 5361 9-0 Fax+ 49 (0) 5361 9-28282 INVESTOR RELATIONSVolkswagen AG Investor Relations Brieffach 1849 38436 Wolfsburg Deutschland Telefon + 49 (0) 5361 9-0 Fax+ 49 (0) 5361 9-30411 E-Mail investor.relations@volkswagen.de Internet www.volkswagenag.com/ir FINANZKALENDER14. März 2017Jahrespressekonferenz und Investorenkonferenz der Volkswagen AG 3. Mai 2017Zwischenbericht Januar - März 2017 10. Mai 2017Hauptversammlung der Volkswagen AG 27. Juli 2017Halbjahresfinanzbericht 2017 27. Oktober 2017Zwischenbericht Januar - September 2017 Neben der deutschen Fassung erscheint der Zwischenbericht in englischer Sprache. Beide Sprachfassungen sind im Internet abrufbar unter: www.volkswagenag.com/ir Printed in Germany 658.809.569.00 |
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