![]() VOLKSWAGEN AGWolfsburgHalbjahresfinanzbericht Januar bis Juni 2017Wesentliche ZahlenVOLKSWAGEN KONZERNscroll
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Mengendaten inklusive der nicht vollkonsolidierten chinesischen Gemeinschaftsunternehmen.
Die Auslieferungen von 2016 wurden aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert. Alle Zahlen im Bericht sind jeweils für sich gerundet; dies kann bei der Addition
zu geringfügigen Abweichungen führen. Die Vergleichswerte des Vorjahres werden neben
den Werten des aktuellen Berichtszeitraums in Klammern dargestellt. Wesentliche Fakten
Wichtige EreignisseMESSEN UND VERANSTALTUNGENAuch im zweiten Quartal 2017 präsentierte der Volkswagen Konzern auf Messen und Veranstaltungen
zahlreiche neue Modelle und Technologien. Weltpremiere des neuen PoloBei der Marke Volkswagen Pkw debütierte im Juni 2017 der neue Polo. Die sechste Generation
des Bestsellers verfügt über ein neues, klares Exterieur-Design, das den nun generell
viertürigen Kompakten sportlicher und erwachsener wirken lässt. In jeder Dimension
ist er größer als sein Vorgänger, das Kofferraumvolumen ist sogar von 280 auf 351
Liter gewachsen. Der neue Polo überzeugt mit einer Vielzahl an Assistenz- und Komfortsystemen,
die bisher der Golf- und Passat-Klasse vorbehalten waren. Dazu zählen beispielsweise
der Front Assist mit City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung sowie der Spurwechselassistent
Blind Spot Detection mit Ausparkassistent. Das Leistungsspektrum der zum Verkaufsstart
zur Verfügung stehenden Motorenpalette reicht von 48 kW (65 PS) bis 110 kW (150 PS).
Erstmals gibt es den Polo mit Erdgasantrieb: der neu entwickelte 1.0 TGI-Motor leistet
66 kW (90 PS). Neben den drei klassischen Ausstattungsversionen Trendline, Comfortline
und Highline ist der Polo als Sondermodell Polo Beats mit einem 300-Watt-Soundsystem
und als sportliches Top-Modell Polo GTI mit 147 kW (200 PS) erhältlich. ŠKODA zeigt erstmals den KaroqIm Mai feierte die Marke ŠKODA die Weltpremiere des neuen Karoq. Der kompakte SUV
wurde komplett neu entwickelt, sein emotionales und dynamisches Design steht ganz
im Zeichen der neuen SUV-Formensprache von ŠKODA. Der Karoq bietet ein außergewöhnliches
Platzangebot, neue Fahrerassistenzsysteme, Voll-LED-Scheinwerfer und -erstmalig in
einem ŠKODA -eine frei programmierbare, digitale Instrumententafel. Die Palette der
zur Verfügung stehenden Motoren hat eine Leistungsspanne von 85 kW (115 PS) bis 140
kW (190 PS). Der Karoq überzeugt mit den für ŠKODA typischen, cleveren Ausstattungsmerkmalen,
zum Beispiel der VarioFlex-Rückbank mit drei separat verstellbaren Rücksitzen oder
dem berührungslosen Öffnen der Heckklappe. Das Infotainment-System mit Touchdisplay
im Glas-Design und mobile Online-Dienste runden das Fahrzeugkonzept ab. Weltpremiere des SEAT AronaEnde Juni präsentierte SEAT in Barcelona den neue Arona. Er ergänzt die SUV-Familie
der spanischen Marke und vereint die Vorteile einer kompakten Abmessung mit den Eigenschaften
eines Crossover-Modells. Sein attraktives Design unterstreicht den sportlich dynamischen
Anspruch der Marke. Der neue Arona bietet zahlreiche Fahrerassistenzsysteme. Hierzu
zählen unter anderem die Umfeldbeobachtung Front Assist mit City-Notbremsfunktion
und Fußgängererkennung, die automatische Distanzregelung ACC und die Multikollisionsbremse.
Zudem punktet er in Sachen Konnektivität. Alle für den Arona erhältlichen Motoren
verfügen über Direkteinspritzung, Turboaufladung und eine Start-Stopp-Automatik; die
Leistungsspanne der Aggragate reicht von 70 kW (95 PS) bis 110 kW (150 PS). Auto Shanghai 2017Neben einer Vielzahl neuer Modelle stellte die Marke Volkswagen Pkw auf der Auto Shanghai
2017 mit dem I.D. CROZZ erstmals das dritte Mitglied seiner innovativen I.D.-Familie
vor -der neuen Generation der Elektrofahrzeuge von Volkswagen. Die Studie eines Crossover
Utility Vehicles (CUV) verbindet die Dynamik eines Coupes mit der Souveränität eines
SUV. Sein elektrischer Allradantrieb überzeugt in Großstädten ebenso wie auf sportlichen
Pisten. Bis zu 500 km (NEFZ) legt der 180 km/h schnelle und 225 kW (306 PS) starke
I.D. CROZZ mit einer Batterieladung zurück. Berührt der Fahrer für drei Sekunden das
Volkswagen Emblem im Lenkrad, schaltet die Studie in den vollautonomen Modus "I.D.
Pilot". Auch auf dem Messestand von Audi stand die Weltpremiere eines Konzeptfahrzeugs im
Mittelpunkt. Der viertürige Gran Turismo Audi e-tron Sportback concept ist ein Kraftpaket
im Coupe-Gewand und verkörpert die Synthese von Elektrifizierung und Alltagstauglichkeit:
sein 320 kW (435 PS) starker Elektroantrieb beschleunigt ihn in 4,5 Sekunden von 0
auf 100 km/h, die Reichweite beträgt bis zu 500 km. Das Fahrzeug überzeugt mit seiner
extrem sportlichen Silhouette sowie einer Coupe-typisch flachen Hecklinie. Die Lichttechnologie
weist den Weg in eine intelligente Zukunft: Die Leuchteinheiten erlauben künftig unter
anderem mit Hilfe digitaler Animationen exzellent sichtbare Signale an andere Verkehrsteilnehmer.
Zudem stellte Audi in Shanghai seinen Kunden im chinesischen Markt den überarbeiteten
A3 vor -mit noch attraktiverem Design, neuen TFSI-Motoren und verbesserter Konnektivität. Mit dem VISION E debütierte in Shanghai die erste Elektrostudie der Marke ŠKODA, die
einen Ausblick auf die Elektromobilitätsstrategie der tschechischen Marke gibt. Das
emotional gezeichnete, fünftürige SUV-Coupé beschleunigt dank der Systemleistung von
225 kW (306 PS) verzögerungsfrei und dynamisch; die Höchstgeschwindigkeit liegt bei
180 km/h. Die leistungsstarke Lithium-Ionen-Batterie, in Verbindung mit optimaler
Rekuperation, ermöglicht eine Reichweite von bis zu 500 km. Mit dem VISION E skizziert
ŠKODA zudem realisierbare Formen des autonomen Fahrens. Porsche präsentierte auf der Auto Shanghai 2017 fünf Neuheiten für den asiatischen
Markt. Im Mittelpunkt stand das Asien-Debüt des Panamera Sport Turismo. Die neue Variante
des bis zu 404 kW (550 PS) starken viertürigen Panamera bringt mit unverwechselbarem
Design und hoher Alltagstauglichkeit noch mehr Vielseitigkeit in das Luxussegment.
Als zweite Neuheit zeigte Porsche den Panamera Turbo S E-Hybrid. Die weltweit stärkste
Hybrid-Limousine mit 500 kW (680 PS) Systemleistung kommt in China ausschließlich
in der besonders luxuriösen Executive-Variante mit langem Radstand auf den Markt.
Dritte Neuheit - und nur für den chinesischen Markt bestimmt -war der Panamera Executive
(243 kW/330 PS) mit Hinterradantrieb als neues Basismodell mit langem Radstand. Erstmals
in Asien zu sehen waren darüber hinaus die neuen 911 GTS-Modelle und der Rennwagen
911 GT3 Cup. Neben der China-Premiere der luxuriösen Elektrostudie EXP 12 Speed 6e präsentierte
Bentley in Shanghai weitere Modelle: Die Veredelungsschmiede Mulliner zeigte ein Spitzenmodell
des Bentayga, das mit besonderem Interieur aufwartet. Die exklusive Mulsanne Hallmark
Series von Mulliner -eine streng limitierte Auflage -ist von den feinsten Edelmetallen
und Luxusmaterialien inspiriert, die in den Werkstätten der besten Juweliere der Welt
zu finden sind. Daneben gab das Flaggschiff der Modellreihe Flying Spur, der W12 S,
sein Debüt auf der asiatischen Automobilmesse. Lamborghini stellte in Shanghai den Huracán Performante und den Aventador S erstmals
in Asien vor. Der Huracán Performante kombiniert innovative Leichtbautechnologien,
aktive Aerodynamik und ein neues Setup von Fahrwerk und Allradantrieb mit einem weiter
verbesserten V10-Antriebsstrang. Der Aventador S, das jüngste Mitglied der Aventador-Familie,
besticht durch unvergleichliches Design und herausragende Aerodynamik. Die neue Generation
des V12-Saugmotors mit 544 kW (740 PS) beschleunigt den Boliden in 2,9 Sekunden von
0 auf 100 km/h. In Shanghai war auch die Konzern-Vision vom autonomen Fahren zu sehen, die als Concept
Car Sedric in Genf erstmals präsentiert wurde. Damit unterstreicht der Konzern die
große Bedeutung des vollautomatischen Fahrens in seiner Strategie. Sedric bietet einen
Ausblick auf die Mobilität der Zukunft und wird auch in China weiterentwickelt. GTI-Treffen am WörtherseeBeim jährlichen GTI-Treffen am Wörthersee in Österreich zog die Weltpremiere der seriennahen
Studie des up! GTI das Interesse der Besucher auf sich. Der 85 kW (115 PS) starke
up! GTI ist eine Hommage an den 110 PS starken Ur-GTI des Jahres 1976. Zu den typischen
GTI-Insignien gehören unter anderem die roten Querstreifen im Kühlergrill mit Wabenmuster,
die schwarzen Doppel-Querstreifen über den breiten Seitenschweller-Abdeckungen, ein
GTI-Schaltknauf und das legendäre Sitzmuster "Clark". Auch der Golf GTE Performance
Concept feierte am Wörthersee sein Debüt. Mit der Studie präsentierte Volkswagen eine
Idee, wie sich der bis zu 50 km rein elektrisch fahrende Golf GTE weiterentwickeln
könnte. Statt 150 kW (204 PS) entwickelt der Plug-in-Hybridantrieb dieser Studie eine
Systemleistung von 200 kW (272 PS). Das Systemdrehmoment steigt von 350 auf 450 Nm.
Mit dem GTI First Decade, der im Interieur und Exterieur in verschiedenen Blautönen
gestaltet wurde, begeisterte ein Team von Auszubildenden aus Wolfsburg bereits zum
zehnten Mal mit einem speziellen Golf GTI Showcar die Besucher am Wörthersee. Auszubildende
von Volkswagen Sachsen beeindruckten mit dem Konzeptfahrzeug Golf GTE Variant impulsE. Wiener MotorensymposiumAuf dem 38. Wiener Motorensymposium präsentierte der Volkswagen Konzern am Beispiel des neuen Golf die breit gefächerte Elektrifizierung des Antriebs. Sie reicht vom neuen, kostengünstigen Mikrohybridsystem "Freilauf Motor Aus" (FMA) über den Golf GTE mit Plug-in-Hybridantrieb bis hin zum neuen e-Golf mit einer Reichweite von nunmehr bis zu 300 km. Das FMA-System kooperiert im neuen Golf TSI BlueMotion, der im Sommer 2017 auf den Markt kommt, mit einem DSG-Getriebe. Im Geschwindigkeitsbereich bis 130 km/h bietet es dem Fahrer eine hybridähnliche Charakteristik: Wenn er vom Gas geht, kann der Golf mit komplett deaktiviertem Motor segeln. Das System reduziert den Kraftstoffverbrauch um bis zu 0,4 l pro 100 km, bei der heutigen Segelfunktion mit laufendem Motor sind es bis zu 0,2 l pro 100 km. Eine weitere Technologie, mit der Volkswagen den Übergang in die nachhaltige Mobilität der Zukunft gestaltet, ist der Antrieb mit Erdgas (Compressed Natural Gas, CNG). Der neue kompakte 1.0 TGI-Motor für die Kleinwagenklasse im Volkswagen Konzern mit durchzugsstarken 66 kW (90 PS) zeichnet sich durch sein bivalentes Konzept aus: er kann mit Benzin oder CNG betrieben werden. Im Gasbetrieb arbeitet er besonders emissionsarm -das gilt sowohl für den CO2 - als auch für den NOx- und Partikelausstoß. transport logistic 2017Auf der Leitmesse der globalen Logistikbranche, der transport logistic 2017 in München,
präsentierte Volkswagen Nutzfahrzeuge mit Premiumpartnern der Ausbaubranche Lösungen,
mit denen der neue Crafter zum besten Partner der Transportbranche wird. MAN stellte in München seine Kompetenz als Anbieter effizienter Transportlösungen
unter Beweis. Stellvertretend für die Fahrzeugflotte waren der TGX EfficientLine 3
und der neue Transporter TGE zu sehen. Als weiteren Messeschwerpunkt zeigte MAN Financial
Services sein umfassendes Leistungsportfolio zu Finanzierung, Leasing und Versicherung
sowie sein Mietangebot und die MAN Card. Scania präsentiert auf der transport logistic 2017 erstmals in Deutschland die neue
digitale Plattform für vernetzte Dienste: Scania One. Sie ermöglicht es Fuhrparkbesitzern
und Fahrern auf vernetzte Dienste zuzugreifen, damit sie ihre Transportaufträge optimieren
können. Mit der zusätzlichen Dienstleistung Scania Trailer Control können Unternehmen
ihre Trailer im Scania Fleet Management Portal darstellen. Neben den bereits verfügbaren
Funktionen wie Positionsanzeige oder Routenverfolgung wird auch die Kopplung von Zug-
und gezogener Einheit angezeigt. Zudem stellte Scania Möglichkeiten zur Nachrüstung
von Telematik-Diensten und ein modernes Wartungskonzept ohne feste Serviceintervalle
vor. Außerdem gab RIO, die neue Digitalmarke von Volkswagen Truck & Bus, einen Ausblick
auf innovative digitale Dienstleistungen für die Logistik der Zukunft. AUSZEICHNUNGENAnfang April 2017 wurden gleich vier Konzernmodelle mit dem renommierten "Red Dot
Award" für herausragendes Produktdesign ausgezeichnet. Der Audi Q2 erhielt den begehrten
Preis für seine hohe Designqualität und die wegweisende Gestaltung. Von der Marke
ŠKODA, deren aktuelle Designsprache Präzision und Klarheit in den Mittelpunkt stellt,
wurden der neue Kodiaq und der umfangreich aufgewertete Octavia Combi ebenfalls in
der Kategorie Produktdesign gekürt. Auch der neue SEAT Ibiza, dessen Formgebung der
Karosserie durch die kunstvolle Kombination aus scharfen Linien und glatten Flächen
überzeugt, konnte die Jury für sich gewinnen. Der Volkswagen Konzern erhielt Anfang Mai 2017 den "AutomotiveINNOVATIONS Award" und
wurde damit erneut zum innovativsten Automobilkonzern gekürt. Die Auszeichnung erfolgte
durch das unabhängige Center of Automotive Management in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungs-
und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers. Als innovationsstärkster Volumenhersteller
überzeugte die Marke Volkswagen Pkw, die zudem in den Einzelkategorien Interface und
Vernetzung sowie Autonomes Fahren und Sicherheit den ersten Platz erreichte. Audi
wurde als innovationsstärkste Premiummarke ausgezeichnet und errang Topplatzierungen
in den Einzelkategorien Fahrzeugkonzept und Karosserie sowie Interface und Vernetzung. Beim "Automobilwoche Award Autohandel" gingen im Mai 2017 die Marke Volkswagen Pkw
bei den Volumenmarken und Audi bei den Premiummarken als Sieger hervor. Der renommierte
Branchenpreis attestierte damit beiden Marken ein ausgezeichnetes Kauferlebnis im
Neuwagenvertrieb. Die zugrunde liegende Studie bewertete verdeckte Testkäufe im Zeitraum
Februar bis April 2017 in rund 700 deutschen Autohäusern von 16 Marken. Audi erhielt
darüber hinaus den Sonderpreis Finanzierung. Ende Mai 2017 bestand der Audi A3 Sportback g-tron mit dem besten je erzielten Ergebnis
den auf 100.000 Kilometer ausgelegten Dauertest bei der Fachzeitschrift Auto Bild
und erreichte damit Platz 1 der Dauertest-Rangliste. Ausschlaggebend für die Bewertung
waren die Alltagserfahrungen und Messergebnisse der Redaktion, die Zuverlässigkeit
und nicht zuletzt die Abschlussuntersuchung mit der Demontage des Testwagens und der
intensiven Begutachtung aller Bauteile durch technische Gutachter. Insgesamt sechs erste Plätze belegten die Marken des Volkswagen Konzerns bei der Wahl
zum "Firmenauto des Jahres" der Fachzeitschrift Firmenauto im Juni 2017. In der Mittelklasse
entschied der Passat GTE Variant die Gesamtwertung für sich, der ŠKODA Superb Combi
setzte sich in der entsprechenden Importeurswertung durch. Die tschechische Marke
belegte darüber hinaus mit dem Octavia Combi den ersten Platz in der Importeurswertung
der Kompaktklasse. Einen Doppelerfolg feierte auch die Marke SEAT mit dem Sieg des
Mii als bester Importeur bei den Minis sowie mit dem Ateca in der Gesamtwertung der
kompakten SUV. Audi rundete mit Rang eins in der Kategorie Service für Flottenkunden
den Erfolg ab. Bei den "International Engine of the Year Awards" erhielt die Marke Audi Ende Juni
2017 für ihren 2.5 l TFSI-Motor die begehrte Auszeichnung in der Kategorie 2,0 bis
2,5 l. Für Audi ist es der insgesamt dreizehnte Erfolg bei dem seit 1999 vergebenen
Preis. Neben der herausragenden Performance lobten die Juroren vor allem den einzigartigen
Klang des Fünfzylinders, der unter anderem durch die Umstellung auf ein Leichtmetallkurbelgehäuse
26 kg leichter ist als sein Vorgängermodell. Ebenfalls Ende Juni 2017 gewann Volkswagen mit seinem Fahrerassistenzsystem Emergency
Assist den "Deutschen Mobilitätspreis 2017". Der Preis wurde von der Initiative "Deutschland
- Land der Ideen" und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
an die Marke Volkswagen Pkw für sichere, intelligente Mobilität vergeben. Emergency
Assist überwacht die Aktivität des Fahrers (Gaspedal, Bremse und Lenkung) und hilft,
Unfälle zu vermeiden oder zumindest die Unfallfolgen zu reduzieren. Die Fachzeitschriften Verkehrs-Rundschau und Trucker haben im April 2017 die umweltfreundlichsten
Nutzfahrzeuge ausgezeichnet. Dabei ging der Titel "Green Van of the Year" an den Transporter
von Volkswagen Nutzfahrzeuge, der Scania R 450 wurde zum "Green Truck of the Year"
gekürt. Beim Transporter war das besonders gute Verhältnis aus Nutzlast und Laderaum
bei gleichzeitig niedrigem Verbrauch und serienmäßiger Erfüllung der Abgasnorm Euro-6
ausschlaggebend für die Bewertung. Der Scania R 450 überzeugte vor allem mit seinen
Verbrauchs- und Emissionswerten. Gleich drei Modelle von Volkswagen Nutzfahrzeuge wurden Ende Juni 2017 zum vierten
Mal in Folge von den Lesern der Fachzeitschriften trans aktuell, FERNFAHRER und lastauto
omnibus als beste Nutzfahrzeuge ausgezeichnet. Bei den Lieferwagen setzte sich der
Caddy gegenüber seinen Konkurrenten durch; die Kategorie Transporter bis 2,8 t entschied
der Volkswagen Transporter für sich. Der Amarok errang den Titel als bester Pickup. JUBILÄENMitte Mai 2017 lief im Porsche Stammwerk in Zuffenhausen der einmillionste Porsche
911 vom Band -ein Carrera S mit Individuallackierung und zahlreichen exklusiven Sonderumfängen
in Anlehnung an die ersten 911 Modelle von 1963. Sämtliche 911 werden am Stammsitz
gefertigt. ŠKODA produzierte Ende April 2017 im tschechischen Werk Kvasiny den einmillionsten
Superb. Bei dem Jubiläumsfahrzeug handelte es sich um eine Limousine in der Topausstattung
Laurin & Klement. Zu diesem Erfolg leistete die aktuelle dritte Generation des Superb
einen großen Beitrag, von der seit dem Produktionsstart im Jahr 2015 bereits 250.000
Einheiten gefertigt wurden. Ende Juni 2017 ist am Volkswagen Standort Chemnitz der 15-millionste in Sachsen gefertigte
Motor seit dem Produktionsstart vor 29 Jahren vom Band gelaufen. Beim Jubiläumsaggregat
handelte es sich um einen 1,0 l Erdgasmotor mit 50 kW Leistung für den eco up!. KOOPERATIONENVolkswagen hat im Juni 2017 mit dem chinesischen Automobilhersteller Anhui Jianghuai
Automobile (JAC) ein neues Joint Venture für Elektromobilität in China vereinbart.
An dem neuen Unternehmen, das Elektrofahrzeuge und Mobilitätsdienstleistungen entwickeln,
produzieren und vertreiben soll, sind beide Partner zu je 50% beteiligt. Die Vereinbarung
sieht dafür auch den Bau einer weiteren Fabrik sowie eines Forschungs- und Entwicklungszentrums
vor. Die Partnerschaft umfasst zudem die Entwicklung und Produktion von Komponenten
für die sogenannten New Energy Vehicles (NEV) sowie den Ausbau der Fahrzeugkonnektivität
und von automobilen Diensten. Darüber hinaus ist der Aufbau von neuen Gebrauchtwagen-Plattformen
und allen damit verbundenen Geschäftsaktivitäten vorgesehen. Die AUDI AG, die FAW-Gruppe und FAW-Volkswagen haben mit dem chinesischen Audi-Händlerbeirat
eine Vereinbarung zur künftigen Entwicklung des Audi-Geschäfts in China unterzeichnet.
Das mit den Händlern unterzeichnete Abkommen integriert die Interessen des bestehenden
Vertriebs-Netzwerks in die neue Zwei-Säulen-Strategie der Premiummarke in China. Alle
Parteien haben sich darauf verständigt, Audi-Modelle aus der geplanten Partnerschaft
zwischen Audi und SAIC Motor über das bestehende Marken-Vertriebsnetz in China zu
vermarkten. Auf Basis der gesetzlichen Vorgaben wird eine neue Struktur zur Vertriebssteuerung
definiert, die einen einheitlichen Marktauftritt der markeneigenen Produkte aus der
Kooperation mit zwei Partnern sicherstellt. Audi und der langjährige Volkswagen-Konzernpartner
SAIC evaluieren aktuell eine Partnerschaft zu Produktion und Vertrieb von Audi-Modellen
sowie zu Daten- und Mobilitätsdiensten. Mit diesen strategischen Weichenstellungen
soll das China-Geschäft für alle Beteiligten profitabel weiterentwickelt werden. Ende Juni 2017 hat Volkswagen eine strategische Kooperation mit dem US-Technologieunternehmen
NVIDIA vereinbart mit dem Ziel, Kompetenzen auf dem Gebiet des Deep Learning -einem
Teilbereich des maschinellen Lernens -auszubauen. Im Volkswagen Data:Lab werden unter
Einsatz von Deep Learning fortgeschrittene Systeme auf Basis Künstlicher Intelligenz
(KI) entwickelt. Die Projekte umfassen unter anderem KI in Unternehmensprozessen und
Mobilitätsdienstleistungen. CHARTA DER VIELFALTDer Volkswagen Konzern ist Ende Mai 2017 dem Charta der Vielfalt e.V. beigetreten.
Das Unternehmen unterstreicht mit dem Beitritt in den Verein seinen Einsatz für Toleranz
und gegen Diskriminierung im Arbeitsumfeld. Ziel ist es, eine Unternehmenskultur der
Anerkennung, Wertschätzung und Vielfalt in Deutschland voranzubringen. DIESELTHEMATIKBritische Vehicle Certification Agency erteilt Freigaben für technische LösungenIm zweiten Quartal 2017 erteilte die Typengenehmigungsbehörde Vehicle Certfication
Agency in Großbritannien die noch ausstehenden behördlichen Genehmigungen für technische
Lösungen zur Umrüstung von in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden ŠKODA und SEAT
Modellen. Damit wurden die technischen Lösungen für alle Fahrzeuge in der Europäischen
Union freigegeben. HAUPTVERSAMMLUNGAm 10. Mai 2017 fand auf dem Messegelände in Hannover die 57. Ordentliche Hauptversammlung
der Volkswagen AG statt. Die Stammaktionäre der Volkswagen AG schlossen sich bei einer
Präsenz von 92,53 % des stimmberechtigten Kapitals dem Vorschlag von Vorstand und
Aufsichtsrat an, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 2,00€ je Stammaktie
und 2,06€ je Vorzugsaktie auszuschütten. Zudem gaben sie ihre Zustimmung zur Entlastung
der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zum Abschluss eines Unternehmensvertrags.
Des Weiteren billigten die Stammaktionäre der Volkswagen AG das neue System zur Vergütung
des Vorstands und stimmten der Neugestaltung des Systems zur Vergütung des Aufsichtsrats
sowie einer entsprechenden Satzungsänderung zu. Auch bestellten sie auf der Hauptversammlung
die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) zum Abschlussprüfer
und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 und für die prüferische Durchsicht
des verkürzten Konzernabschlusses und des Zwischenlageberichts des ersten Halbjahres
2017, für den Zeitraum bis 30. September 2017 sowie für das erste Quartal des Geschäftsjahres
2018. AUFSICHTSRATSANGELEGENHEITENBei der Wahl der Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat der Volkswagen AG am 6.
April 2017 in Wolfsburg wurden Frau Ulrike Jakob, stellvertretende Vorsitzende des
Betriebsrats der Volkswagen AG Werk Kassel, Frau Bertina Murkovic, stellvertretende
Vorsitzende des Betriebsrats Volkswagen Nutzfahrzeuge und Herr Athanasios Stimoniaris,
Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der MAN SE und des MAN SE-Betriebsrats, erstmals
zu Mitgliedern des Aufsichtsrats der Volkswagen AG gewählt. Sie treten die Nachfolge
der Herren Uwe Fritsch, Stephan Wolf und Thomas Zwiebler an. Die übrigen bisherigen
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat wurden erneut in das Gremium gewählt. Die Amtszeit
begann mit der Beendigung der Hauptversammlung der Volkswagen AG am 10. Mai 2017.
Mit der Wahl wurde die gesetzlich vorgeschriebene Quote von mindestens 30% Frauen
und mindestens 30% Männern nun auch auf Seiten der Arbeitnehmer erreicht. Volkswagen AktieIm Zeitraum Januar bis Juni 2017 stiegen die Kurse an den internationalen Aktienmärkten
bei volatilem Verlauf. Auch der DAX lag über dem Wert zum Jahresende 2016. Positive Auswirkungen hatten aussichtsreiche
konjunkturelle Entwicklungen wichtiger Industrienationen, die verbesserte Situation
auf dem US-Arbeitsmarkt, der Ausgang der Wahlen in den Niederlanden und Frankreich
sowie gute Unternehmenszahlen. Unsicherheiten im Hinblick auf die Wirtschaftspolitik
der neuen US-Regierung, auf die Wahlergebnisse in Europa sowie bezüglich internationaler
Krisenherde belasteten zeitweise die Kurse. Die Kurse der Vorzugsaktie und der Stammaktie der Volkswagen AG blieben im ersten
Halbjahr 2017 bei hoher Volatilität hinter dem steigenden Marktumfeld zurück. Positive
Impulse lieferten Vergleichsvereinbarungen in den USA zur Dieselthematik, gute Unternehmenszahlen
und die erfolgreiche Entwicklung der Marke Volkswagen Pkw. Unsicherheiten bezüglich
weiterer Rechtsrisiken aus der Dieselthematik sowie der zukünftigen regulatorischen
Rahmenbedingungen für Diesel- und Elektrofahrzeuge belasteten die Kurse. Angaben und Erläuterungen zum Ergebnis je Aktie finden Sie im Anhang des Konzern-Zwischenabschlusses.
Weitere Daten zur Volkswagen Aktie sowie Nachrichten, Berichte und Präsentationen
zum Unternehmen sind auf der Internetseite www.volkswagenag.com/ir abrufbar. KENNZAHLEN ZU DEN VOLKSWAGEN AKTIEN UND MARKTINDIZES VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2017scroll
KURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2016 BIS JUNI 2017
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| 2017 | 2016 | % | |
| Pkw | 4.809.453 | 4.788.395 | + 0,4 |
| Nutzfahrzeuge | 346.138 | 327.520 | + 5,7 |
| Gesamt | 5.155.591 | 5.115.915 | + 0,8 |
Im ersten Halbjahr 2017 erhöhte sich die weltweite Nachfrage nach Pkw aus dem Volkswagen
Konzern auf 4.809.453 Fahrzeuge. Im Vorjahresvergleich waren das 0,4% beziehungsweise
21.058 Einheiten mehr. Der Gesamtmarkt wuchs in der gleichen Periode mit + 2,7% etwas
stärker. Erfreulich entwickelten sich die Marken ŠKODA (+2,8%), SEAT (+13,7%), Bentley
(+30,6%), Lamborghini (+3,9%) und Porsche (+7,2%). Während die Marke Volkswagen Pkw
nach einem schwächeren ersten Quartal nun insgesamt leicht über dem Vorjahreswert
lag (+ 0,3%), erreichten die Auslieferungen an Kunden von Audi (-4,7 %) das Vorjahresvolumen
nicht. In den Regionen Westeuropa, Zentral- und Osteuropa, Nordamerika und Südamerika
übertraf die Nachfrage nach Pkw aus dem Volkswagen Konzern den jeweiligen Vorjahreswert.
Dagegen lagen die Auslieferungszahlen in der Region Asien-Pazifik unter dem Niveau
des Vorjahres.
Die Tabelle auf der nächsten Seite zeigt einen Überblick über die Auslieferungen von
Pkw an Kunden nach Märkten im Berichtszeitraum. Nachfolgend erläutern wir die Entwicklung
der Verkaufszahlen in den einzelnen Märkten.
In Westeuropa blieb die Nachfrage nach Fahrzeugen aus dem Volkswagen Konzern von Januar
bis Juni 2017 mit einem Anstieg um 1,5% auf 1.685.446 Einheiten etwas hinter der Entwicklung
des Gesamtmarktes (+3,6%) zurück. Dies war zum einen auf den Modellwechsel des Golf
und zum anderen auf das infolge der Dieselthematik noch nicht vollständig wiederhergestellte
Kundenvertrauen zurückzuführen. Die Modelle Tiguan, Audi Q2 und Audi A5 verzeichneten
die größten Zuwächse. Darüber hinaus waren der SEAT Ateca und der Porsche Macan sehr
beliebt. Der neue Arteon der Marke Volkswagen Pkw und der neue ŠKODA Kodiaq wurden
erfolgreich in den Markt eingeführt. In Westeuropa erreichte der Volkswagen Konzern
einen Pkw-Marktanteil von 21,6 (22,1)%.
In Deutschland lag die Zahl der Pkw-Verkäufe des Volkswagen Konzerns im ersten Halbjahr
2017 um 1,4% unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Gesamtmarkt legte im gleichen
Zeitraum um 3,1 % zu. Die größten Nachfragezuwächse erreichten die Modelle Tiguan,
Audi Q2, Audi A4 Avant und Audi A5. Sehr gefragt waren zudem der neue ŠKODA Kodiaq
und der neue SEAT Ateca sowie der Porsche Macan. In der Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes
führten sieben Konzernmodelle ihr jeweiliges Segment an: up!, Polo, Golf, Tiguan,
Touran, Passat und Porsche 911. Der Golf war auch in den ersten sechs Monaten 2017
der in Deutschland am häufigsten zugelassene Pkw.
Der Volkswagen Konzern übergab auf den weiterhin wachsenden Pkw-Märkten der Region
Zentral- und Osteuropa im Berichtszeitraum 12,8% mehr Fahrzeuge an Kunden als ein
Jahr zuvor. In Tschechien und Polen hielt der kräftige Zuwachs der Nachfrage nach
Konzernmodellen an, und auch in Russland stiegen unsere Verkaufszahlen weiter. Erfreulich
entwickelte sich die Nachfrage nach den Modellen Golf, Tiguan, ŠKODA Fabia, ŠKODA
Rapid und ŠKODA Octavia. Auch die neuen Modelle Audi Q2, ŠKODA Kodiaq und SEAT Ateca
waren sehr beliebt. Der Marktanteil des Volkswagen Konzerns in dieser Region stieg
auf 22,9 (22,5) %.
Auf dem rückläufigen Pkw-Markt in Südafrika übergaben wir in den ersten sechs Monaten
dieses Jahres 0,1% mehr Fahrzeuge an Kunden als 2016. Der Polo blieb das am meisten
verkaufte Konzernmodell in Südafrika.
In Nordamerika lagen die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns im ersten
Halbjahr 2017 auf einem schwächeren Gesamtmarkt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
um 3,4% über dem Vorjahreswert. Der Marktanteil des Konzerns in dieser Region erreichte
4,5 (4,3) %. Der Jetta war weiterhin das gefragteste Konzernmodell in Nordamerika.
Auf dem US-amerikanischen Markt übertraf die Nachfrage nach Fahrzeugen aus dem Volkswagen
Konzern von Januar bis Juni 2017 den Vorjahreswert um 7,2%. In der gleichen Periode
ging der Gesamtmarkt leicht zurück. Die Nachfrage konzentrierte sich weiterhin vor
allem auf Modelle aus den SUV- und Pickup-Segmenten. Die Modelle Golf, Passat, Audi
A4, Audi Q5, Audi Q7 und Porsche Macan wiesen erfreuliche Nachfragezuwächse auf. Der
neue SUV Atlas wurde positiv im Markt aufgenommen.
In Kanada lieferten wir im Berichtszeitraum auf einem wachsenden Gesamtmarkt im Wesentlichen
vor dem Hintergrund der Dieselthematik annähernd so viele Fahrzeuge an Kunden aus
wie im Vorjahr. Positiv entwickelte sich die Nachfrage nach den Modellen Golf Variant,
Audi A4, Audi Q5 und Porsche Macan.
Der mexikanische Gesamtmarkt verlor im Verlauf der ersten sechs Monate 2017 an Dynamik.
Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns gingen dort im Vergleich zum
Vorjahr um 3,8% zurück. Besonders nachgefragt wurden die Modelle Polo, Vento und SEAT
Ibiza.
Die Märkte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in Südamerika setzten ihren positiven
Trend im Berichtszeitraum fort. Der Volkswagen Konzern übergab dort in dieser Periode
10,7% mehr Fahrzeuge an Kunden als im Vorjahr. In Südamerika lag der Pkw-Marktanteil
des Volkswagen Konzerns bei 11,8 (11,7)%.
| AUSLIEFERUNGEN (FAHRZEUGE) | VERÄNDERUNG | ||
| 2017 | 2016 | (%) | |
| Europa/Übrige Märkte | 2.176.449 | 2.131.710 | + 2,1 |
| Westeuropa | 1.685.446 | 1.660.192 | + 1,5 |
| davon: Deutschland | 598.980 | 607.437 | - 1,4 |
| Großbritannien | 276.749 | 273.210 | + 1,3 |
| Spanien | 151.810 | 138.184 | + 9,9 |
| Italien | 143.169 | 130.540 | + 9,7 |
| Frankreich | 135.519 | 136.754 | - 0,9 |
| Zentral- und Osteuropa | 331.583 | 293.890 | + 12,8 |
| davon: Russland | 78.822 | 74.200 | + 6,2 |
| Tschechische Republik | 76.946 | 68.743 | + 11,9 |
| Polen | 74.137 | 62.595 | + 18,4 |
| Übrige Märkte | 159.420 | 177.628 | - 10,3 |
| davon: Türkei | 67.165 | 79.514 | - 15,5 |
| Südafrika | 40.496 | 40.448 | + 0,1 |
| Nordamerika | 454.457 | 439.440 | + 3,4 |
| davon: USA | 293.432 | 273.843 | + 7,2 |
| Mexiko | 110.423 | 114.800 | - 3,8 |
| Kanada | 50.602 | 50.797 | - 0,4 |
| Südamerika | 213.373 | 192.736 | + 10,7 |
| davon: Brasilien | 126.655 | 127.638 | - 0,8 |
| Argentinien | 63.874 | 47.911 | + 33,3 |
| Asien-Pazifik | 1.965.174 | 2.024.509 | - 2,9 |
| davon: China | 1.821.082 | 1.859.353 | - 2,1 |
| Japan | 42.930 | 42.894 | + 0,1 |
| Indien | 35.567 | 30.422 | + 16,9 |
| Weltweit | 4.809.453 | 4.788.395 | + 0,4 |
| Volkswagen Pkw | 2.935.146 | 2.924.919 | + 0,3 |
| Audi | 908.955 | 953.293 | - 4,7 |
| ŠKODA | 585.013 | 569.353 | + 2,8 |
| SEAT | 246.493 | 216.843 | + 13,7 |
| Bentley | 5.238 | 4.011 | + 30,6 |
| Lamborghini | 2.091 | 2.013 | + 3,9 |
| Porsche | 126.497 | 117.963 | + 7,2 |
| Bugatti | 20 | 0 | x |

Der brasilianische Markt erholte sich im Verlauf der ersten sechs Monate 2017 leicht.
Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns lagen auf dem Vorjahresniveau.
Insbesondere die Modelle Gol, Saveiro und Amarok wurden nachgefragt.
In Argentinien verzeichneten die Verkäufe des Konzerns von Januar bis Juni 2017 gegenüber
dem Vorjahr einen Anstieg um 33,3%. Der Gesamtmarkt wuchs im gleichen Zeitraum ähnlich
stark. Der Gol war das meistverkaufte Fahrzeug in Argentinien. Darüber hinaus waren
der Suran und der Amarok sehr gefragt.
In der Region Asien-Pazifik erreichte die Zahl der Pkw-Verkäufe des Volkswagen Konzerns
im ersten Halbjahr 2017 bei einem wachsenden Gesamtmarkt den hohen Vorjahreswert nicht
(-2,9%). Dies war vor allem auf die inzwischen erfolgreich abgeschlossenen Verhandlungen
der Marke Audi zur strategischen Weiterentwicklung ihres Chinageschäfts zurückzuführen.
Der Marktanteil des Konzerns in dieser Region ging infolgedessen auf 11,5 (12,3) %
zurück.
Auf dem chinesischen Pkw-Markt ließ die Dynamik im Berichtszeitraum gegenüber dem
Vorjahr nach. Die Zahl der an Kunden ausgelieferten Konzernmodelle in China ging um
2,1% zurück. Positiv entwickelte sich die Nachfrage nach den Modellen Bora, Tiguan,
Magotan und Passat. Der neue SUV Teramont wurde erfolgreich in den Markt eingeführt.
Von Januar bis Juni 2017 hat sich das Wachstumstempo des indischen Pkw-Marktes im
Vergleich zum Vorjahr verstärkt. In diesem Zeitraum stiegen die Verkäufe von Konzernmodellen
um 16,9% im Vergleich zum Vorjahreswert. Neben dem neuen Ameo war der ŠKODA Rapid
bei den Kunden sehr beliebt.
In Japan lag die Zahl der Pkw-Auslieferungen an Kunden des Konzerns in den ersten
sechs Monaten 2017 in einem wachsenden Gesamtmarkt auf dem Niveau des Vorjahres (+0,1%).
Die größte Nachfrage verzeichneten die Modelle Polo, Golf und Audi A3.
Von Januar bis Juni 2017 übergab der Volkswagen Konzern weltweit insgesamt 346.138
Nutzfahrzeuge an Kunden, das waren 5,7% mehr als im Vorjahr. Die Lkw-Verkäufe stiegen
auf 87.529 Fahrzeuge (+6,6%). Die Auslieferungen von Bussen lagen bei 8.480 Einheiten
(+12,1 %). Mit 250.129 leichten Nutzfahrzeugen wurde der Vorjahreswert um 5,1 % übertroffen.
Auf den westeuropäischen Märkten verkaufte der Volkswagen Konzern von Januar bis Juni
2017 infolge der anhaltenden wirtschaftlichen Erholung 220.403 Einheiten an Kunden,
ein Anstieg von 4,4% gegenüber Vorjahr. Unter den ausgelieferten Fahrzeugen waren
173.578 leichte Nutzfahrzeuge, 44.406 Lkw und 2.419 Busse. Die am stärksten nachgefragten
Konzernmodelle waren der Transporter und der Caddy.
In den Märkten Zentral- und Osteuropas erhöhte sich die Nachfrage nach unseren Nutzfahrzeugmarken
um 13,9% auf 34.373 Einheiten; davon entfielen 19.143 auf leichte Nutzfahrzeuge, 14.715
auf Lkw und 515 auf Busse. Der Transporter und der Caddy erfreuten sich besonderer
Beliebtheit. Aufgrund der beginnenden Erholung der Wirtschaft sowie rückläufiger Inflationsraten
lagen die Verkäufe in Russland mit 6.940 Einheiten erheblich über dem Niveau des Vorjahres.
Die Auslieferungen des Volkswagen Konzerns auf den Übrigen Märkten waren mit 28.435
Fahrzeugen um 16,1% geringer als im Vorjahr, darunter waren 19.903 leichte Nutzfahrzeuge,
7.161 Lkw und 1.371 Busse.
In Nordamerika stiegen die Verkäufe auf 6.957 Einheiten und übertrafen damit den Vergleichswert
des Vorjahres um 48,1 %. Alleine in Mexiko wurden 5.501 leichte Nutzfahrzeuge, 475
Lkw und 978 Busse an Kunden übergeben.
In den ersten sechs Monaten 2017 lieferten wir auf den südamerikanischen Märkten 34.976
Nutzfahrzeuge aus, ein Anstieg von 15,7%. Unter den verkauften Einheiten waren 19.429
leichte Nutzfahrzeuge, 13.226 Lkw und 2.321 Busse. Der Amarok war das Konzernmodell
mit der größten Nachfrage. Die Auslieferungen in Brasilien erhöhten sich um 10,8%
auf 15.616 Fahrzeuge, davon entfielen 5.332 auf leichte Nutzfahrzeuge, 8.764 auf Lkw
und 1.520 auf Busse.
In der Region Asien-Pazifik übergab der Volkswagen Konzern insgesamt 20.994 Nutzfahrzeuge
(+21,0%) an Kunden. Unter den ausgelieferten Fahrzeugen waren 12.575 leichte Nutzfahrzeuge,
7.543 Lkw und 876 Busse. Die Verkaufszahlen stiegen insbesondere in China. Der Transporter
und der Amarok waren die beliebtesten Konzernmodelle.
| AUSLIEFERUNGEN (FAHRZEUGE) | VERÄNDERUNG | ||
| 2017 | 2016 | (%) | |
| Europa/Übrige Märkte | 283.211 | 275.247 | + 2,9 |
| Westeuropa | 220.403 | 211.195 | + 4,4 |
| Zentral- und Osteuropa | 34.373 | 30.180 | + 13,9 |
| Übrige Märkte | 28.435 | 33.872 | - 16,1 |
| Nordamerika | 6.957 | 4.696 | + 48,1 |
| Südamerika | 34.976 | 30.223 | + 15,7 |
| davon: Brasilien | 15.616 | 14.093 | + 10,8 |
| Asien-Pazifik | 20.994 | 17.354 | + 21,0 |
| davon: China | 4.882 | 2.760 | + 76,9 |
| Weltweit | 346.138 | 327.520 | + 5,7 |
| Volkswagen Nutzfahrzeuge | 249.807 | 237.879 | + 5,0 |
| Scania | 43.608 | 40.310 | + 8,2 |
| MAN | 52.723 | 49.331 | + 6,9 |
1
Die Auslieferungen von 2016 wurden aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert.
Im Regelfall sind Aufträge im Segment Power Engineering Teil größerer Investitionsprojekte,
für die Lieferzeiten von knapp einem Jahr bis hin zu mehreren Jahren und Teillieferungen
nach Baufortschritt typisch sind. Die Umsatzerlöse aus dem Neubaugeschäft folgen daher
der Entwicklung der Auftragseingänge mit entsprechendem zeitlichen Versatz.
Hauptumsatzträger des Segments Power Engineering waren im Zeitraum Januar bis Juni
2017 Engines & Marine Systems sowie Turbomachinery, die zusammen über zwei Drittel
der gesamten Umsatzerlöse erzielten.
Im Konzernbereich Finanzdienstleistungen bündeln wir die Händler- und Kundenfinanzierung,
das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagement sowie Mobilitätsangebote
des Volkswagen Konzerns. Der Konzernbereich umfasst die Volkswagen Finanzdienstleistungen
sowie die Finanzdienstleistungsaktivitäten von Scania, Porsche und Porsche Holding
Salzburg.
Die Nachfrage nach Produkten und Services des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen
war im ersten Halbjahr 2017 weiterhin hoch. Die Zahl der Neuverträge im Finanzierungs-,
Leasing-, Service- und Versicherungsgeschäft konnte mit weltweit 3,6 (3,5) Mio. Kontrakten
das Niveau des Vorjahres übertreffen. Der Anteil der geleasten oder finanzierten Fahrzeuge
an den Auslieferungen des Konzerns (Penetrationsrate) stieg im Berichtszeitraum in
den Märkten des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen auf 33,5 (32,7)%. Der Gesamtvertragsbestand
lag zum 30. Juni 2017 bei 17,9 Mio. Einheiten; ein Plus von 2,8% gegenüber dem Jahresende
2016.
In Europa/Übrige Märkte war die Anzahl der unterzeichneten Neuverträge im Zeitraum
Januar bis Juni 2017 mit 2,7 Mio. Einheiten um 2,5 % höher als ein Jahr zuvor. Der
Gesamtvertragsbestand übertraf am 30. Juni 2017 mit 13,0 Mio. Kontrakten den Stand
von Ende Dezember 2016 um 4,6%. Auf den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing entfielen
davon 6,2 Mio. Verträge (+5,3%).
In Nordamerika nahm der Vertragsbestand am Ende des Berichtszeitraums auf 2,7 Mio.
Kontrakte ab; das waren 4,3% weniger als am 31. Dezember 2016. Der Bereich Kundenfinanzierung
und Leasing verzeichnete 1,7 Mio. Verträge (-5,3%). Im Vergleich zum Vorjahr ging
die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge um 11,3 % auf 413 Tsd. Kontrakte zurück.
In Südamerika wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 98 Tsd. neue Kontrakte
abgeschlossen, ein Minus von 4,7% im Vergleich zum Vorjahr. Am Ende des Berichtszeitraums
lag der Gesamtvertragsbestand bei 640 Tsd. Einheiten; ein Rückgang um 1,1% im Vergleich
zum Vorjahresende.
Die Verträge betrafen überwiegend den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing.
Die neuen Vertragsabschlüsse im Raum Asien-Pazifik erhöhten sich um 9,9% auf 361 Tsd.
Einheiten. Am 30. Juni 2017 war der Gesamtvertragsbestand mit 1,6 Mio. Kontrakten
um 3,8% höher als am 31. Dezember 2016; auf den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing
entfielen davon 1,3 Mio. Verträge (+ 6,5%).
Im ersten Halbjahr 2017 stieg der Absatz des Volkswagen Konzerns an die Handelsorganisation
um 1,4% auf 5.270.402 Fahrzeuge (einschließlich der chinesischen Joint Ventures).
Grund dafür war insbesondere die höhere Nachfrage in Europa und Südamerika. Der Auslandsabsatz
erhöhte sich im Berichtszeitraum um 1,7%. Im Inland sank der Absatz um 0,9% unter
Vorjahr. Die Inlandsquote als Anteil am Gesamtabsatz verringerte sich auf 12,8 (13,1)%.
Der Volkswagen Konzern produzierte von Januar bis Juni 2017 insgesamt 5.433.123 Fahrzeuge,
ein Anstieg von 3,1% gegenüber Vorjahr. Im Inland sank die Fertigung um 3,8% auf 1.351.856
Modelle. Die Inlandsquote ging auf 24,9 (26,7)% zurück.
Die weltweiten Lagerbestände bei den Konzerngesellschaften und in der Handelsorganisation
lagen am 30. Juni 2017 über dem jeweiligen Stand zum Jahresende 2016 und zum 30. Juni
2016.
Der Volkswagen Konzern beschäftigte am 30. Juni 2017 603.131 aktive Mitarbeiter; weitere
6.919 Mitarbeiter waren in der passiven Phase der Altersteilzeit. Zusätzlich standen
15.746 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis. Am Ende des ersten Halbjahres
2017 war die weltweite Gesamtbelegschaft des Volkswagen Konzerns mit 625.796 Mitarbeitern
auf dem Niveau vom 31. Dezember 2016. Dem produktionsbedingten Aufbau, der Einstellung
von Fachkräften im In- und Ausland sowie dem Personalanstieg in unseren neuen Werken
in Mexiko, China und Polen stand der Abgang von rund 9.800 Mitarbeitern infolge der
teilweisen Veräußerung der PGA Group SAS gegenüber. Im Inland wurden mit 282.679 Arbeitnehmern
0,4% mehr Mitarbeiter beschäftigt als am Jahresende 2016. Mit 45,2 (44,9) % lag die
Inlandsquote leicht über der vom 31. Dezember 2016.
Am 1. Juni 2017 wurde die teilweise Veräußerung der PGA Group SAS an die Emil Frey-Gruppe
umgesetzt. Der Verkauf stand im Zusammenhang mit der strategischen Weiterentwicklung
des Händlernetzes der Porsche Holding Salzburg und der damit verbundenen Fokussierung
auf Handelsbetriebe der Marken des Volkswagen Konzerns. Hieraus ergab sich ein positiver
Effekt auf die Netto-Liquidität des Konzerns in Höhe von 0,8 Mrd.€ sowie unter Berücksichtigung
der abgehenden Vermögenswerte und Schulden ein unwesentlicher Ertrag, der im Sonstigen
betrieblichen Ergebnis ausgewiesen wurde.
Im ersten Halbjahr 2017 erwirtschaftete der Volkswagen Konzern Umsatzerlöse in Höhe
von 115,9 Mrd.€ und übertraf damit den Vorjahreswert um 7,9 Mrd.€. Positiv wirkten
insbesondere Volumeneffekte sowie die gute Geschäftsentwicklung im Konzernbereich
Finanzdienstleistungen. Der Anteil der im Ausland erzielten Umsatzerlöse belief sich
auf 80,1 (79,0)%.
Das Bruttoergebnis lag mit 23,2 Mrd.€ um 2,1 Mrd.€ über dem durch Sondereinflüsse
belasteten Vorjahreswert. Die Bruttomarge belief sich auf 20,1 (19,6; vor Sondereinflüssen
20,3)%.
Von Januar bis Juni 2017 verbesserte sich das Operative Ergebnis des Volkswagen Konzerns
um 3,6 Mrd.€ auf 8,9 Mrd.€. Hierzu trugen im Wesentlichen Volumen-, Mix- und Margenverbesserungen
sowie eine positive Wechselkursentwicklung und Produktkostenoptimierungen bei. Im
Vorjahreszeitraum waren zudem negative Sondereinflüsse in Höhe von -2,2 Mrd.€ enthalten.
Die operative Rendite des Volkswagen Konzerns stieg im Berichtszeitraum auf 7,7 (4,9)%.
Im Vorjahr lag das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen bei 7,5 Mrd.€, die operative
Rendite vor Sondereinflüssen bei 7,0%.
Das leicht im Plus liegende Finanzergebnis (44 Mio.€) war um 0,6 Mrd.€ höher als im
Vorjahreszeitraum. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus bewertungsbedingt gesunkenen
Finanzierungsaufwendungen sowie aus geringeren Aufwendungen aus der stichtagsbezogenen
Bewertung derivativer Finanzinstrumente. Das Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen
lag leicht unter dem Wert des Vorjahres. Darin enthalten ist das auf Vorjahresniveau
liegende anteilige Ergebnis unserer chinesischen Gemeinschaftsunternehmen sowie der
Ertrag aus der Neubewertung der Anteile an HERE infolge der Beteiligung weiterer Investoren.
Im Vorjahreszeitraum hatte der Ertrag aus dem Verkauf der Anteile an Lease-Plan einen
positiven Einfluss.
Das Ergebnis vor Steuern des Volkswagen Konzerns verbesserte sich gegenüber Vorjahr
um 4,1 Mrd.€ auf 9,0 Mrd.€. Das Ergebnis nach Steuern nahm um 3,0 Mrd.€ auf 6,6 Mrd.€
zu.
| Mio. € | 2017 | 2016 |
| Pkw | ||
| Umsatzerlöse | 80.070 | 75.285 |
| Bruttoergebnis | 16.908 | 15.324 |
| Operatives Ergebnis | 6.654 | 3.895 |
| Operative Rendite (in %) | 8,3 | 5,2 |
| Nutzfahrzeuge | ||
| Umsatzerlöse | 17.252 | 15.589 |
| Bruttoergebnis | 2.871 | 2.613 |
| Operatives Ergebnis | 1.043 | 285 |
| Operative Rendite (in %) | 6,0 | 1,8 |
| Power Engineering | ||
| Umsatzerlöse | 1.579 | 1.673 |
| Bruttoergebnis | 284 | 321 |
| Operatives Ergebnis | - 46 | - 18 |
| Operative Rendite (in %) | - 2,9 | - 1,1 |

Die Umsatzerlöse des Konzernbereichs Automobile beliefen sich im Zeitraum Januar bis
Juni 2017 auf 98,9 Mrd.€; das waren 6,9% mehr als im Vorjahr. Der Anstieg resultierte
im Wesentlichen aus einem gestiegenen Fahrzeugabsatz. Sowohl die Umsatzerlöse des
Bereichs Pkw und als auch die des Bereichs Nutzfahrzeuge konnten die jeweiligen Vorjahreswerte
deutlich übertreffen. Die Umsatzerlöse im Bereich Power Engineering verfehlten das
Niveau des Vorjahres. Die Geschäftsentwicklung des Konzerns auf dem chinesischen Pkw-Markt
schlägt sich im Wesentlichen nur in Form von Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen
in den Umsatzerlösen des Konzerns nieder, da unsere chinesischen Joint Ventures At
Equity bilanziert werden.
Die Kosten der Umsatzerlöse nahmen vor allem volumenbedingt zu. Verbesserte Produktkosten
und geringere ergebniswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten hatten
einen positiven Einfluss. Der Anteil der gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten
am Umsatz des Konzernbereichs Automobile -die Forschungs- und Entwicklungskostenquote
(F & E-Quote) -belief sich im Berichtszeitraum auf 6,8 (7,2) %. Im Vorjahreszeitraum
waren in den Kosten der Umsatzerlöse negative Sondereinflüsse enthalten.
Das Bruttoergebnis des Konzernbereichs Automobile belief sich auf 20,1 (18,3) Mrd.€.
Im Berichtszeitraum stiegen die Vertriebskosten unter anderem wechselkursbedingt um
2,3 %, ihr Anteil am Umsatz ging jedoch zurück. Die Verwaltungskosten und auch ihr
Anteil am Umsatz nahmen gegenüber Vorjahr zu. Das Sonstige betriebliche Ergebnis in
Höhe von 1,1 Mrd.€ lag unter anderem währungsbedingt um 2,2 Mrd.€ über Vorjahr, das
durch negative Sondereinflüsse beeinflusst war.
Das Operative Ergebnis des Konzernbereichs Automobile erhöhte sich vor allem aufgrund
von Volumen-, Mix- und Margenverbesserungen sowie positiven Wechselkurseffekten und
Produktkostenoptimierungen um 3,5 Mrd.€ auf 7,7 Mrd.€. Die operative Rendite stieg
auf 7,7 (4,5)%. Im Vorjahr waren negative Sondereinflüsse im Bereich Pkw (-1,7 Mrd.€)
und im Bereich Nutzfahrzeuge (-0,5 Mrd.€) enthalten. Vor Sondereinflüssen belief sich
das Operative Ergebnis im ersten Halbjahr 2016 auf 6,3 Mrd.€ bei einer operativen
Rendite von 6,9%. Da die Ergebnisse der Joint Ventures im Finanzergebnis At Equity
bilanziert werden, profitieren wir von der Geschäftsentwicklung unserer chinesischen
Gemeinschaftsunternehmen im Operativen Ergebnis im Wesentlichen nur in Form von Lieferungen
von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen sowie Lizenzeinnahmen.
In den ersten sechs Monaten 2017 erzielte der Konzernbereich Finanzdienstleistungen
Umsatzerlöse in Höhe von 17,0 Mrd.€; der Anstieg um 10,2% war im Wesentlichen auf
das gestiegene Geschäftsvolumen zurückzuführen.
Das Bruttoergebnis fiel mit 3,2 Mrd.€ um 10,1% höher aus als im Vorjahreszeitraum.
Sowohl die Vertriebskosten als auch die Verwaltungskosten nahmen im Berichtszeitraum
zu; ihr Anteil am Umsatz war jedoch jeweils unverändert. Im Vergleich zum Vorjahr
führte neben dem Volumenanstieg insbesondere die Digitalisierung zu höheren Aufwendungen.
Der Finanzdienstleistungsbereich erwirtschaftete ein um 7,4% über dem Vorjahr liegendes
Operatives Ergebnis von 1,3 Mrd.€. Die operative Rendite lag bei 7,5 (7,6) %.
Mit 19,5 Mrd.€ übertraf der Brutto-Cash-flow des Volkswagen Konzerns im Zeitraum Januar
bis Juni 2017 den Vorjahreswert um 4,2 Mrd. €. Die Veränderung im Working Capital
stieg gegenüber dem Wert im ersten Halbjahr 2016 um 12,2 Mrd.€ auf -22,4 Mrd.€. In
der Folge ging der Cash-flow aus dem laufenden Geschäft auf -2,9 (5,1) Mrd.€ zurück.
Mit 7,0 Mrd.€ fiel die Investitionstätigkeit aus dem laufenden Geschäft des Volkswagen
Konzerns im Berichtszeitraum um 1,9 Mrd.€ höher aus als im Vorjahr. In der Position
"Erwerb und Verkauf von Beteiligungen" ist im Berichtszeitraum insbesondere der Erwerb
der Unternehmensanteile an Navistar sowie die teilweise Veräußerung der PGA Group
enthalten, während das Vorjahr im Wesentlichen durch den Mittelzufluss aus dem Verkauf
der LeasePlan Anteile beeinflusst war.
Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf 12,6 (8,2) Mrd.€.
Die im Juni 2017 erfolgreich platzierte Dual-Tranche-Hybridanleihe (3,5 Mrd.€) wirkte
sich erhöhend auf die Netto-Liquidität aus, die Dividendenzahlung an die Aktionäre
der Volkswagen AG (1,0 Mrd.€) hatte einen gegenläufigen Effekt.
Am 30. Juni 2017 lag der Zahlungsmittelbestand des Volkswagen Konzerns laut Kapitalflussrechnung
bei 21,9 Mrd.€ und war um 7,5 Mrd.€ geringer als am Vorjahresstichtag.
Am Ende des ersten Halbjahres 2017 betrug die Netto-Liquidität des Konzerns -112,0
Mrd.€, am Jahresende 2016 waren es - 107,9 Mrd. €.
Der Volkswagen Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2017 einen Brutto-Cash-flow von
14,8 Mrd.€, der den Vergleichswert des Vorjahres vor allem aufgrund des besseren Ergebnisses
um 4,4 Mrd.€ übertraf. Die Veränderung im Working Capital war mit -12,8 (-0,8) Mrd.€
deutlich negativ. Die Mittelabflüsse resultierten im Wesentlichen aus Fahrzeugrückrufen
und Rechtsrisiken im Zusammenhang mit der Dieselthematik. Der Cash-flow aus dem laufenden
Geschäft ging in der Folge auf 2,0 (9,7) Mrd. € zurück.
Die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts stieg im Zeitraum Januar bis Juni
2017 im Vergleich zum Vorjahr auf 6,8 (4,6) Mrd. €. Die Sachinvestitionen (Investitionen
in Sachanlagen, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Immaterielle Vermögenswerte
ohne aktivierte Entwicklungskosten) nahmen gegenüber Vorjahr ab. Die Sachinvestitionsquote
sank darüber hinaus aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse auf 4,2 (4,9)%. Wir investierten
vornehmlich in unsere Fertigungsstandorte und in Modelle, die wir in diesem und im
kommenden Jahr in den Markt einführen, sowie in die ökologische Ausrichtung der Modellpalette,
die Elektrifizierung des Antriebsstrangs und die modularen Baukästen. Die aktivierten
Entwicklungskosten waren höher als im ersten Halbjahr 2016. In der Position "Erwerb
und Verkauf von Beteiligungen" ist im Berichtszeitraum im Wesentlichen der Erwerb
der Anteile an Navistar sowie die teilweise Veräußerung der PGA Group enthalten. Im
Vorjahr hatte hier der Verkauf der LeasePlan Anteile einen deutlich positiven Einfluss.
| Mio. € | 2017 | 2016 |
| Pkw | ||
| Brutto-Cash-flow | 12.866 | 9.101 |
| Veränderung Working Capital | - 11.902 | - 716 |
| Cash-flow laufendes Geschäft | 964 | 8.385 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | - 5.710 | - 3.659 |
| Netto-Cash-flow | - 4.746 | 4.727 |
| Nutzfahrzeuge | ||
| Brutto-Cash-flow | 1.871 | 1.254 |
| Veränderung Working Capital | - 830 | 18 |
| Cash-flow laufendes Geschäft | 1.041 | 1.272 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | - 1.034 | - 856 |
| Netto-Cash-flow | 6 | 416 |
| Power Engineering | ||
| Brutto-Cash-flow | 107 | 132 |
| Veränderung Working Capital | - 79 | - 53 |
| Cash-flow laufendes Geschäft | 28 | 79 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | - 84 | - 86 |
| Netto-Cash-flow | - 56 | - 7 |
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 lag der Netto-Cash-flow des Konzernbereichs
Automobile mit -4,8 Mrd.€ um 9,9 Mrd.€ unter dem entsprechenden Vorjahreswert.
In der Finanzierungstätigkeit des Konzernbereichs Automobile flossen aufgrund einer
zu Jahresbeginn 2017 von der Volkswagen AG durchgeführten Eigenkapitalerhöhung bei
der Volkswagen Financial Services AG zur Finanzierung des gestiegenen Geschäftsvolumens
und zur Einhaltung aufsichtsrechtlicher Eigenkapitalanforderungen 1,0 Mrd.€ ab. Im
Mai 2017 wurde an die Aktionäre der Volkswagen AG eine im Vergleich zum Vorjahr um
0,9 Mrd.€ gestiegene Dividende von insgesamt 1,0 Mrd.€ ausgeschüttet. Die im Juni
2017 über die Volkswagen International Finance N.V. erfolgreich platzierte Dual-Tranche-Hybridanleihe
im Gesamtnennbetrag von 3,5 Mrd.€ führte zu einem Mittelzufluss. Sie besteht zum einen
aus einer 1,5 Mrd.€ Anleihe, die mit einem Kupon von 2,7 % ausgestattet und erstmals
nach fünfeinhalb Jahren kündbar ist, und zum anderen aus einer 2,0 Mrd. € Anleihe,
die einen Kupon von 3,875 % hat und erstmals nach zehn Jahren gekündigt werden kann.
Beide Tranchen besitzen eine unbefristete Laufzeit und erhöhen -unter anderem nach
Abzug der Kapitalbeschaffungskosten -das Eigenkapital. Von der Hybridanleihe waren
3,5 Mrd.€ als Kapitaleinzahlung zu klassifizieren, die die Netto-Liquidität erhöhten.
Des Weiteren berücksichtigt die Finanzierungstätigkeit die Aufnahme und Tilgung von
Anleihen und anderen Finanzschulden. Sie war im Berichtszeitraum mit 6,9 Mrd.€ um
4,4 Mrd.€ höher als ein Jahr zuvor.
Die Netto-Liquidität des Konzernbereichs Automobile belief sich am 30. Juni 2017 auf
23,7 Mrd.€ und lag damit um 3,4 Mrd. € unter dem Wert zum Jahresende 2016.
Der Brutto-Cash-flow des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen lag im Berichtszeitraum
mit 4,6 (4,8) Mrd. € unter dem Niveau des Vorjahres. Die Mittelbindung im Working
Capital war infolge des gestiegenen Geschäftsvolumens mit 9,6 (9,4) Mrd.€ höher als
im ersten Halbjahr 2016. Der Cash-flow aus dem laufenden Geschäft belief sich auf
-4,9 (-4,6) Mrd. €.
Die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts lag mit 0,2 (0,5) Mrd. € unter dem
Wert des Vorjahres, in dem der Anteilserwerb am Fahrdienstvermittler Gett enthalten
war.
Aus der Finanzierungstätigkeit flossen dem Konzernbereich Finanzdienstleistungen in
den ersten sechs Monaten 2017 Mittel in Höhe von 5,7 (5,7) Mrd.€ zu. Hierin enthalten
war eine Eigenkapitalerhöhung in Höhe von 1,0 Mrd.€ durch die Volkswagen AG zur Finanzierung
des erwarteten Geschäftswachstums sowie zur Einhaltung steigender regulatorischer
Anforderungen.
Ende Juni 2017 belief sich die branchenüblich negative Netto-Liquidität des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen auf -135,7 Mrd. €, Ende Dezember 2016 waren es -135,1 Mrd.€.
Am Ende des ersten Halbjahres 2017 nahm die Bilanzsumme des Volkswagen Konzerns gegenüber
dem Jahresendstand 2016 um 1,6% auf 416,2 Mrd.€ zu, wobei Währungseffekte gegenläufig
wirkten. Mit 104,5 (92,9) Mrd.€ übertraf das Eigenkapital des Konzerns den Wert vom
31. Dezember 2016 um 12,4%. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 25,1 (22,7)%.
Aus der teilweisen Veräußerung der PGA Group sind Vermögenswerte in Höhe von 2,5 Mrd.€
und Schulden in Höhe von 2,1 Mrd. € abgegangen.
Automobile Am 30. Juni 2017 lagen die Sachanlagen im Konzernbereich Automobile leicht
unter dem Wert vom Jahresende 2016, während die Immateriellen Vermögenswerte nahezu
unverändert blieben. Die Vermieteten Vermögenswerte waren infolge der teilweisen Veräußerung
der PGA Group niedriger als Ende Dezember 2016. Die At Equity bewerteten Anteile gingen
aufgrund der Dividendenbeschlüsse der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen zurück.
Die positiven Geschäftsergebnisse der chinesischen Joint Ventures sowie der Zugang
der Anteile an Navistar und die Neubewertung der Anteile an HERE konnten dies nicht
ausgleichen. Insgesamt nahmen die Langfristigen Vermögenswerte um 3,1% ab.
Die Kurzfristigen Vermögenswerte waren um 9,9% höher als Ende Dezember 2016; die darin
enthaltenen Vorräte stiegen produktionsbedingt sowie infolge des Fahrzeugrückrufs
im Zusammenhang mit der Dieselthematik. Die Forderungen nahmen deutlich zu, hierin
enthalten sind die noch nicht gezahlten Umfänge der Dividenden der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen.
Der Zahlungsmittelbestand erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2016 um 3,3 Mrd.€
auf 17,9 Mrd.€
Am Ende des ersten Halbjahres 2017 war das Eigenkapital des Konzernbereichs Automobile
mit 79,2 Mrd.€ um 14,6% höher als am Jahresende 2016. Positive Effekte hatten die
gute Ergebnisentwicklung, die im Juni 2017 begebene Hybridanleihe, erfolgsneutral
erfasste Umfänge aus der Derivatebewertung und geringere versicherungsmathematische
Verluste aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen. Einflüsse aus der Währungsumrechnung
sowie die Dividendenzahlung an die Aktionäre der Volkswagen AG minderten das Eigenkapital
des Konzernbereichs Automobile. Die Anteile von Minderheiten am Eigenkapital sind
im Wesentlichen der RENK AG und der AUDI AG zuzurechnen. Da diese insgesamt geringer
waren als die dem Konzernbereich Finanzdienstleistungen zugeordneten Anteile von Minderheiten
am Eigenkapital, ergab sich für den im Abzug ermittelten Konzernbereich Automobile
ein negativer Wert.
| Mio. € | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
| Pkw | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 106.009 | 109.918 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 68.670 | 61.600 |
| Bilanzsumme | 174.679 | 171.518 |
| Eigenkapital | 64.337 | 54.789 |
| Langfristige Schulden | 51.823 | 56.703 |
| Kurzfristige Schulden | 58.519 | 60.026 |
| Nutzfahrzeuge | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 25.932 | 26.206 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 17.384 | 16.197 |
| Bilanzsumme | 43.316 | 42.403 |
| Eigenkapital | 11.836 | 11.185 |
| Langfristige Schulden | 13.523 | 12.531 |
| Kurzfristige Schulden | 17.957 | 18.687 |
| Power Engineering | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 2.771 | 2.879 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.070 | 3.285 |
| Bilanzsumme | 5.840 | 6.165 |
| Eigenkapital | 3.066 | 3.157 |
| Langfristige Schulden | 691 | 748 |
| Kurzfristige Schulden | 2.083 | 2.260 |
Die Langfristigen Schulden waren mit 66,0 (70,0) Mrd.€ geringer als am 31. Dezember
2016. Die darin enthaltenen Langfristigen Finanzschulden erhöhten sich. Die langfristigen
Sonstigen Verbindlichkeiten gingen aufgrund positiver Effekte aus der Derivatebewertung
zurück und die Pensionsrückstellungen nahmen bedingt durch einen Anstieg des Zinssatzes
ab.
Die Kurzfristigen Schulden waren um 3,0% rückläufig, die darin enthaltenden Sonstigen
Rückstellungen verringerten sich bedingt durch Inspruchnahmen im Zusammenhang mit
der Dieselthematik deutlich. Die Kurzfristigen Finanzschulden erhöhten sich auf 3,1
(-1,0) Mrd.€, unter anderem durch Umgliederungen vom langfristigen in den kurzfristigen
Bereich aufgrund kürzerer verbleibender Restlaufzeiten. Die Werte des Automobilbereichs
enthalten auch die Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Konzernbereichen
Automobile und Finanzdienstleistungen. Da die Kurzfristigen Finanzschulden des originären
Konzernbereichs Automobile im Vorjahr geringer waren als die an den Finanzdienstleistungsbereich
gewährten Darlehen, war der auszuweisende Wert für den Vorjahreszeitraum negativ.
Die Position "Minderheitsgesellschaftern gewährte Andienungs-/ Ausgleichsrechte" umfasst
im Wesentlichen die Verbindlichkeit für die Verpflichtung zum Erwerb der ausstehenden
MAN Aktien.
Ende Juni 2017 verzeichnete der Konzernbereich Automobile mit 223,8 Mrd.€ eine um
1,7% höhere Bilanzsumme als am Ende des letzten Geschäftsjahres.
Am Ende der ersten sechs Monate 2017 übertraf die Bilanzsumme des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen mit 192,4 Mrd. € den Wert vom Jahresende 2016 um 1,5 %.
Die Langfristigen Vermögenswerte lagen insgesamt leicht über dem Niveau des Vorjahres.
Die darin enthaltenen langfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen nahmen
aufgrund des Geschäftswachstums zu.
Der Anstieg der Kurzfristigen Vermögenswerte um 2,2% war im Wesentlichen auf eine
volumenbedingte Zunahme der Forderungen zurückzuführen.
Am 30. Juni 2017 entfielen rund 46,2 (46,3)% der Aktiva des Volkswagen Konzerns auf
den Finanzdienstleistungsbereich.
Das Eigenkapital des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen übertraf am Ende des Berichtszeitraums
mit 25,2 Mrd.€ den Wert vom 31. Dezember 2016 um 6,1%. Neben der Ergebnisentwicklung
wirkte die zu Jahresbeginn durchgeführte Kapitalerhöhung durch die Volkswagen AG zur
Finanzierung des Geschäftswachstums sowie zur Einhaltung aufsichtsrechtlicher Eigenkapitalanforderungen
erhöhend. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 13,1 (12,5) %.
Aufgrund höherer langfristiger Finanzschulden zur Refinanzierung der Geschäftsausweitung
stiegen die Langfristigen Schulden im Vergleich zum 31. Dezember 2016 insgesamt um
11,3%.
Die Kurzfristigen Schulden nahmen um 6,7% ab, die darin enthaltenden Kurzfristigen
Finanzschulen waren deutlich rückläufig.
Mit 31,5 (33,3) Mrd.€ war das Einlagevolumen aus dem Direktbankgeschäft zum 30. Juni
2017 geringer als am 31. Dezember 2016.
Am 10. März 2017 schlossen die Volkswagen AG, Volkswagen Group of America, Inc. und
bestimmte Tochterunternehmen eine Vergleichsvereinbarung zur Beilegung der Umweltschutzklagen
von zehn Bundesstaaten - Connecticut, Delaware, Maine, Massachusetts, New York, Oregon,
Pennsylvania, Rhode Island, Vermont und Washington -in Höhe von 157 Mio. USD.
Am 24. März 2017 stellten die Vereinigten Staaten einen Antrag auf Erlass des zweiten
Partial Consent Decree, welches am 20. Dezember 2016 zwischen Volkswagen und dem Department
of Justice (DOJ), der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde Environmental Protection
Agency (EPA), der Umweltbehörde des US-Bundesstaates Kalifornien California Air Resources
Board (CARB) und dem Attorney General von Kalifornien zur Beilegung von Unterlassungsansprüchen
gemäß dem US-amerikanischen Gesetz zur Reinhaltung der Luft, dem Clean Air Act und
den kalifornischen Umweltschutz- und Verbraucherschutzgesetzen sowie Gesetzen bezüglich
irreführender Werbung in Bezug auf 3,0 l TDI-Fahrzeuge vereinbart worden war. Am 17.
Mai 2017 billigte das US-Bundesgericht in der in Kalifornien anhängigen "Multidistrict
Litigation" das zweite Partial Consent Decree. Des Weiteren stimmte das Gericht am
17. Mai 2017 in Bezug auf die 3,0 l TDI-Fahrzeuge dem zweiten Partial Consent Decree
in Kalifornien sowie dem mit privaten Klägern in Bezug auf 3,0 l TDI-Fahrzeuge erzielten
Vergleich in Zusammenhang mit Sammelklagen endgültig zu.
Am 13. April 2017 stimmte das Bundesgericht in der in Kalifornien anhängigen "Multidistrict
Litigation" dem dritten Partial Consent Decree zu, welches von Volkswagen am 11. Januar
2017 mit dem DOJ und der EPA zur Beilegung zivilrechtlicher Ansprüche und Unterlassungsansprüche
gemäß dem Clean Air Act in Bezug auf die 2,0 l und 3,0 l TDI-Fahrzeuge vereinbart
wurde. Verschiedene Klagen, die gegen die Volkswagen AG und ihre verbundenen Unternehmen
eingereicht wurden, bleiben nach wie vor vor dem Bundesgericht in der "Multidistrict
Litigation" in Kalifornien anhängig, so unter anderem Sammelklagen, die seitens Einzelhandelsbetrieben
von Mitbewerbern (das heißt nicht zu Volkswagen gehörenden Fahrzeughandelsbetrieben)
und seitens bei Franchise-Handelsbetrieben tätigen Volkswagen Vertriebsmitarbeitern
sowie seitens Käufern von bestimmten Volkswagen Anleihen und American Depositary Receipts
("ADRs") erhoben wurden. Überdies entschieden sich bestimmte Angehörige der Verbraucher-
und Händlerklassen gegen die Vergleiche der "Multidistrict Litigation" in Kalifornien
und reichten anstelle dessen eigene Klagen ein, die in der "Multidistrict Litigation"
in Kalifornien und verschiedenen einzelstaatlichen Gerichten in den USA anhängig sind.
Am 21. April 2017 erkannte das Bundesgericht in Michigan die am 11. Januar 2017 von
Volkswagen getroffene Vereinbarung zum Schuldanerkenntnis sowie zur Leistung einer
Strafzahlung in Höhe von 2,8 Mrd. USD an und verhängte eine Strafe mit einer dreijährigen
Bewährungsauflage.
Ebenfalls am 21. April 2017 genehmigten kanadische Gerichte die zwischen Verbrauchern
und der Volkswagen AG sowie anderen kanadischen und US-amerikanischen Unternehmen
des Volkswagen Konzerns geschlossene Vergleichsvereinbarung in Bezug auf 2,0 l Dieselfahrzeuge.
Die Staatsanwaltschaft München leitete ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen
des Verdachts des Betrugs und der strafbaren Werbung im Zusammenhang mit den in den
USA vertriebenen 3,0 l TDI-Fahrzeugen ein. Das Ermittlungsverfahren befindet sich
in einem frühen Stadium, der weitere Fortgang bleibt abzuwarten.
Im Juni 2017 erfolgte die Bestellung von Larry Thompson zum unabhängigen Compliance
Monitor und unabhängigen Compliance Auditor. Zusammen mit seinem Team wird er für
einen Zeitraum von mindestens drei Jahren entsprechend dem strafrechtlichen "Plea
Agreement" und dem "Third Partial Consent Decree" tätig sein. Herr Thompson (der "Monitor")
war unter anderem als stellvertretender Attorney General, United States Attorney für
den nördlichen Bezirk von Georgia, Executive Vice President und General Counsel für
Pepsi-Co bestellt und verfügt daher über umfangreiche Erfahrungen im öffentlichen
und privaten Sektor. Die Volkswagen AG und relevante, nahestehende Unternehmen arbeiten
eng mit dem Monitor und seinem Team zusammen, um sie bei der Ausführung ihrer Aufträge
zu unterstützen.
Am 19. April 2017 wurde gegen die AUDI AG und bestimmte verbundene Unternehmen eine
vermeintliche Sammelklage eingereicht, die auf den Vorwurf abstellt, die Beklagten
hätten die Existenz von "Abschalteinrichtungen" in mit Automatikgetriebe ausgestatteten
Fahrzeugen der Marke Audi verschleiert. Mittlerweile sind 14 dieser vermeintlichen
Sammelklagen in der "Multidistrict Litigation" in Kalifornien anhängig. Als Frist,
innerhalb der die Kläger eine konsolidierte Sammelklage eingereicht haben müssen,
hat das Gericht den 28. August 2017 festgesetzt.
Darüber hinaus wurden im Auftrag von circa 500 Einzelklägern in der "Multidistrict
Litigation" in Kalifornien fünf Massenklagen wegen ähnlicher Vorwürfe bezüglich der
Existenz von "Abschalteinrichtungen" in mit Automatikgetriebe ausgestatteten Fahrzeugen
der Marke Audi eingereicht. Die letzte der Massenklagen wurde am 26. Mai 2017 eingereicht.
Im Juni 2017 nahmen die Kläger diese Klagen zurück.
Am 23. Mai 2017 wies das Bundesgericht in der "Multidistrict Litigation" in Kalifornien
die Verbraucher- und Umweltschutzklagen der Attorney Generals von 12 Bundesstaaten
(Alabama, Illinois, Maryland, Minnesota, Missouri, Montana, New Hampshire, New Mexico,
Ohio, Oklahoma, Tennessee und Vermont) an deren entsprechende einzelstaatliche Gerichte
zurück, vor denen künftige Verfahren in Zusammenhang mit diesen Klagen geführt werden.
Im Juni 2017 erzielte die Volkswagen Group Canada mit ihren Volkswagen Markenvertragshändlern
eine Einigung zur Lösung der Dieselthematik. Die Einigung wurde außergerichtlich erzielt.
Am 28. Juni 2017 gab das Gericht in der "Multidistrict Litigation" in Kalifornien
dem Antrag der Volkswagen AG, die seitens bestimmter Käufer von Volkswagen ADR eingereichte
First-Amended-Consolidated-Securities-Sammelklage der Kläger abzuweisen, zum Teil
statt beziehungsweise wies diese zum Teil ab. Am 19. Juli 2017 gab ebenfalls dieses
Gericht dem Antrag der Volkswagen AG, die von Käufern bestimmter Volkswagen Anleihen
eingereichte Sammelklage abzuweisen, zum Teil statt beziehungsweise wies diese zum
Teil ab und gestattete den Klägern, bis 18. August 2017 eine geänderte Klage einzureichen.
Am 21. Juli 2017 genehmigte das Bundesgericht in der in Kalifornien anhängigen "Multidistrict
Litigation" ein weiteres kalifornisches Partial Consent Decree, gemäß dem sich die
Volkswagen AG und bestimmte verbundene Unternehmen mit dem Attorney General von Kalifornien
und der CARB auf eine Zahlung für Zivilstrafen und Kostenerstattungen in Höhe von
153,8 Mio. USD geeinigt hatten. Diese Strafen schlossen umweltrechtliche Bußgelder
in Kalifornien für die 2,0 l und 3,0 l TDI-Fahrzeuge ein. Eine grundsätzliche Vereinbarung
war am 11. Januar 2017 erzielt worden.
Zudem gab das Bundesgericht in Kalifornien am 21. Juli 2017 dem Antrag des Steuerungskomitees
der Kläger "Plaintiffs' Steering Committee" auf eine Zahlung in Höhe von 125 Mio.
USD für Anwaltsgebühren und Kostenerstattungen im Zusammenhang mit der Vereinbarung
zu 3,0 l TDI-Fahrzeugen statt.
Am 21. Juli 2017 hat die AUDI AG für bis zu 850.000 Fahrzeuge mit V6 und V8 TDI-Motoren
der Emissionsklassen EU5 und EU6 in Europa und weiteren Märkten außerhalb der USA
und Kanada ein softwarebasiertes Update-Programm angeboten. Hierdurch wird im Wesentlichen
das Emissionsverhalten im realen Fahrbetrieb jenseits der gesetzlichen Anforderungen
weiter verbessert. Für Kunden werden durch die neue Software keine Kosten entstehen.
Das auch für bestimmte Modelle der Marken Volkswagen und Porsche angebotene Gesamtpaket
besteht aus freiwilligen und verpflichtenden Maßnahmen, die den Behörden bereits berichtet
und teilweise in ihren Entscheidungen aufgegriffen wurden. So überprüft Audi seit
Monaten systematisch Motor-Getriebe-Kombinationen auf ihre Emissionen und ist dazu
in enger Abstimmung mit den Behörden, insbesondere dem deutschen Bundesverkehrsministerium
und dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Audi geht gegenwärtig von insgesamt überschaubaren
Kosten für das softwarebasierte Update-Programm inklusive des auf Rückrufen basierenden
Umfangs aus und hat eine erste bilanzielle Risikovorsorge gebildet. Sollten zudem
aus den Untersuchungen von Audi und der Abstimmung mit dem KBA weitere Maßnahmen erforderlich
werden, wird Audi die Lösungen im Rahmen des Update-Programms im Interesse der Kunden
zügig umsetzen. Die freiwilligen Überprüfungen sind bereits weit fortgeschritten,
jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen. Zudem kommt Audi den Informationsanforderungen
der US-Behörden im Zusammenhang mit Automatikgetrieben in bestimmten Fahrzeugen nach.
Somit können aktuell weitere Feldmaßnahmen mit finanziellen Auswirkungen nicht gänzlich
ausgeschlossen werden.
Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen
Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr 2017 in den Kapiteln "Prognosebericht"
und "Risiko- und Chancenbericht" -einschließlich der Abschnitte "Risiken aus der Dieselthematik"
und "Rechtsstreitigkeiten/Dieselthematik" sowie der zugrunde liegenden Sachverhaltsdarstellung
im Kapitel "Dieselthematik" -des zusammengefassten Lageberichts im Geschäftsbericht
2016 auch aus den bis zum Aufstellungszeitpunkt erfolgten Veröffentlichungen zur Dieselthematik
und anderen möglichen Verfahren sowie aus den Untersuchungen und Befragungen zur Dieselthematik
keine wesentlichen Änderungen.
Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Volkswagen Konzerns.
Diesen Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen und rechtlichen
Rahmenbedingungen einzelner Länder und Wirtschaftsräume, insbesondere für die Automobilbranche,
zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und
die wir zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet
und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten abweichen. Sollten sich wesentliche
Parameter bezüglich unserer wichtigsten Absatzmärkte ändern oder sich wesentliche
Veränderungen bei den für den Volkswagen Konzern relevanten Währungskursverhältnissen
ergeben, wird das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen. Darüber hinaus
kann es auch zu Abweichungen von der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung kommen,
wenn sich die im Geschäftsbericht 2016 dargestellten Einschätzungen zu den Faktoren
nachhaltiger Wertsteigerung sowie zu Risiken und Chancen anders entwickeln als derzeit
von uns erwartet oder sich zusätzliche Risiken beziehungsweise Chancen oder sonstige
den Geschäftsverlauf beeinflussende Faktoren ergeben.
Der Vorstand des Volkswagen Konzerns geht davon aus, dass das Wachstum der Weltwirtschaft
2017 leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Risiken sehen wir in protektionistischen
Tendenzen, Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie strukturellen Defiziten in einzelnen
Ländern. Zudem werden die Wachstumsaussichten weiterhin von geopolitischen Spannungen
und Konflikten belastet. Für den größten Teil der Industrieländer erwarten wir, dass
sich die Belebung der Konjunktur mit insgesamt stabilen Expansionsraten fortsetzt.
Die meisten Schwellenländer werden voraussichtlich stärker wachsen als im Vorjahr.
Die höchsten Zuwachsraten erwarten wir in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen Asiens.
Wir rechnen damit, dass sich die Pkw-Märkte im Jahr 2017 in den einzelnen Regionen
uneinheitlich entwickeln werden. Die weltweite Nachfrage nach Neufahrzeugen wird insgesamt
voraussichtlich langsamer steigen als im Jahr 2016. Für Westeuropa und den deutschen
Pkw-Markt erwarten wir ein Absatzvolumen, das leicht über dem Vorjahresniveau liegt.
Auf den zentral- und osteuropäischen Märkten sollte die Pkw-Nachfrage den schwachen
Vorjahreswert übertreffen. Wir rechnen damit, dass das Marktvolumen für Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge (bis 6,35 t) in Nordamerika leicht unter dem des Vorjahres liegen wird.
Auf den südamerikanischen Märkten für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge wird die Nachfrage
im Vergleich zum Vorjahr insgesamt voraussichtlich moderat steigen. Die Pkw-Märkte
der Region Asien-Pazifik werden ihr Wachstum voraussichtlich abgeschwächt fortsetzen.
Auch im Jahr 2017 werden sich die Märkte für leichte Nutzfahrzeuge in den einzelnen
Regionen unterschiedlich entwickeln. Insgesamt rechnen wir mit einer leicht steigenden
Nachfrage.
Auf den für den Volkswagen Konzern relevanten Märkten für mittelschwere und schwere
Lkw sowie auf den relevanten Märkten für Busse werden die Neuzulassungen 2017 voraussichtlich
moderat über denen von 2016 liegen.
Wir gehen davon aus, dass automobilbezogene Finanzdienstleistungen auch im Jahr 2017
eine hohe Bedeutung für den weltweiten Fahrzeugabsatz haben werden.
Der Volkswagen Konzern ist angesichts der heterogenen Entwicklung der weltweiten Automobilmärkte
gut aufgestellt. Unsere breite, gezielt ergänzte Produktpalette mit Motoren der neuesten
Generation und verschiedenen alternativen Antrieben verschafft uns weltweit eine gute
Position gegenüber dem Wettbewerb. Zu den weiteren Stärken des Konzerns zählen insbesondere
das einzigartige Markenportfolio, die stetig steigende Präsenz auf allen wichtigen
Märkten der Welt sowie das breite Spektrum an Finanzdienstleistungen. Unser Modellangebot
deckt vom Kleinwagen bis zum Supersportwagen bei den Pkw, vom Pickup bis zum schweren
Lkw und Bus im Nutzfahrzeugbereich sowie mit Motorrädern nahezu alle wesentlichen
Segmente ab. Die Marken des Volkswagen Konzerns werden im Jahr 2017 ihr Fahrzeug-
und Antriebsportfolio mit Blick auf die attraktivsten und wachstumsstärksten Marktsegmente
weiter optimieren.
Wir haben den Anspruch, jedem Kunden Mobilität und Innovationen gemäß seinen Bedürfnissen
anzubieten und damit unsere Wettbewerbsposition nachhaltig zu stärken.
Wir erwarten, dass die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns im Jahr 2017
bei anhaltend herausfordernden Marktbedingungen das Vorjahresvolumen moderat übertreffen
werden.
Herausforderungen ergeben sich insbesondere aus der konjunkturellen Entwicklung, dem
wettbewerbsintensiven Marktumfeld, volatilen Wechselkursverläufen sowie der Dieselthematik.
Wir gehen davon aus, dass die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns, des Bereichs Pkw
und des Bereichs Nutzfahrzeuge im Jahr 2017 mehr als 4% über dem Vorjahreswert liegen
werden. Für das Operative Ergebnis des Konzerns rechnen wir im Jahr 2017 mit einer
operativen Rendite zwischen 6,0 und 7,0%. Im Bereich Pkw erwarten wir die operative
Rendite in einer Spanne von 6,5 bis 7,5 %. Für den Bereich Nutzfahrzeuge gehen wir
von einer operativen Rendite zwischen 3,0 und 5,0% aus. Im Bereich Power Engineering
erwarten wir bei deutlich rückläufigen Umsatzerlösen einen gegenüber Vorjahr geringeren
Operativen Verlust. Für den Konzernbereich Finanzdienstleistungen gehen wir von Umsatzerlösen
und einem Operativen Ergebnis mindestens auf dem Niveau des Vorjahres aus.
Der Volkswagen Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2017 Umsatzerlöse in Höhe
von 115,9 (107,9) Mrd.€. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen verbesserte sich
um 1,4 Mrd.€ auf 8,9 Mrd.€. Im Vorjahr waren Sondereinflüsse von insgesamt -2,2 Mrd.€
zu berücksichtigen.
Im Zuge der Neuausrichtung der Konzernstrukturen haben wir die Zuordnung von Gesellschaften
zwischen der Marke Volkswagen Pkw und dem Konzern ab 2017 angepasst. Damit erhöhen
wir die Transparenz und Vergleichbarkeit. Importeursgesellschaften, die auch Fahrzeuge
anderer Konzernmarken vertreiben, werden ebenso wie markenübergreifende Logistik-
und Serviceleistungen aus der Marke Volkswagen Pkw herausgelöst. Diese werden in der
Zeile "Sonstiges" und weiterhin innerhalb des Bereichs Pkw ausgewiesen. Für die Marke
Volkswagen Pkw ergeben sich aus den Umgliederungen Reduzierungen bei Absatz, Umsatzerlösen
und Operativem Ergebnis. Die Marke Volkswagen Pkw setzte im Berichtszeitraum 1,8 (2,2)
Mio. Fahrzeuge ab. Darin enthalten waren 1,6 (1,6) Mio. Volkswagen Modelle. Stark
nachgefragt wurden Polo, Golf, Passat und Tiguan. Infolge der neuen Zuordnung von
Gesellschaften sind die Umsatzerlöse mit 39,9 Mrd.€ um 24,8% niedriger als im Vorjahr.
Das Operative Ergebnis (im Vorjahr vor Sondereinflüssen) stieg auf 1,8 (0,9) Mrd.
€. Neben Volumen-, Mix- und Margeneffekten wirkten Wechselkurseinflüsse und Kostenoptimierungen
positiv.
Im Zeitraum Januar bis Juni 2017 setzte die Marke Audi weltweit 783 (799) Tsd. Fahrzeuge
ab. Unser chinesisches Joint Venture FAW-Volkswagen veräußerte weitere 252 (276) Tsd.
Audi Fahrzeuge. Die Modelle Q2 und A5 waren bei den Kunden besonders beliebt. Mit
30,1 (30,1) Mrd.€ lagen die Umsatzerlöse auf dem Niveau des Vorjahres. Das Operative
Ergebnis (im Vorjahr vor Sondereinflüssen) erreichte mit 2,7 (2,7) Mrd.€ den Wert
von 2016. Der Volumenrückgang und der Ausbau des internationalen Modell- und Technologieportfolios
konnten durch Produktkostenoptimierungen, positive Wechselkurseffekte und Margenverbesserungen
kompensiert werden. In den Finanzkennzahlen der Marke Audi sind die Marken Lamborghini
und Ducati enthalten. Im ersten Halbjahr 2017 setzte Ducati 36.713 (38.693) Motorräder
ab.
Der Absatz der Marke ŠKODA nahm im Zeitraum Januar bis Juni 2017 auf 501 (431) Tsd.
Fahrzeuge zu. Die Modelle Fabia, Rapid und Superb wurden verstärkt nachgefragt. Der
neue Kodiaq wurde sehr positiv im Markt aufgenommen und trug wesentlich zum Absatzanstieg
bei. Die Umsatzerlöse waren mit 8,7 Mrd.€ um 22,6% höher als im Vorjahr. Der Volumenanstieg
sowie Margen-, Mix- und Wechselkurseffekte konnten Kostensteigerungen mehr als ausgleichen.
Das Operative Ergebnis verbesserte sich um 25,5% auf 860 Mio. €.
Die Marke SEAT verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2017 einen Absatz von 304
Tsd. Fahrzeugen (+9,8%). Der für Audi gefertigte Q3 ist darin enthalten. Die Modelle
Ibiza und Leon erfreuten sich weiterhin großer Beliebtheit. Insbesondere der neue
Ateca trug wesentlich zum Absatzanstieg bei. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich
zum Vorjahr um 12,7% auf 5,1 Mrd.€. Das Operative Ergebnis war mit 130 (93) Mio.€
um 40,9% höher als im Vorjahr. Belastungen aus Wechselkursen und Kostensteigerungen
konnten durch das höhere Volumen, verbesserte Margen und positive Mixeffekte mehr
als ausgeglichen werden.
Im ersten Halbjahr 2017 setzte Bentley 4.907 (4.863) Fahrzeuge ab und erwirtschaftete
damit Umsatzerlöse in Höhe von 867 (883) Mio.€. Das Operative Ergebnis verbesserte
sich auf 13 (-22) Mio.€; Wechselkurseffekte und geringere Kosten für die Entwicklung
des Modellportfolios hatten einen positiven Einfluss.

Ab 1. Januar 2017 wird das Finanzdienstleistungsgeschäft von Porsche innerhalb von
Volkswagen Finanzdienstleistungen berichtet. Im Berichtszeitraum verzeichnete Porsche
Automobile einen Absatz von weltweit 124 (117) Tsd. Fahrzeugen. Vor allem der Macan
und der Panamera wiesen deutliche Steigerungsraten auf. Die Umsatzerlöse nahmen auf
10,8 (10,2) Mrd.€ zu. Das Operative Ergebnis von Porsche Automobile erhöhte sich auf
2,1 (1,8) Mrd.€; der Anstieg resultierte insbesondere aus Volumen- und Mixverbesserungen.
Volkswagen Nutzfahrzeuge setzte von Januar bis Juni 2017 weltweit 244 (231) Tsd. Fahrzeuge
ab. Vor allem der Multivan/Transporter und der Caddy waren bei den Kunden beliebt.
Die Umsatzerlöse legten um 9,6% auf 5,9 Mrd.€ zu. Das Operative Ergebnis verbesserte
sich trotz höherer Kosten infolge des Ausbaus des Produktionsnetzwerkes margen-, volumen-
und wechselkursbedingt um 49,8 % auf 448 Mio. €.
Die Marke Scania steigerte ihren Absatz im ersten Halbjahr 2017 auf 44 (41) Tsd. Lkw
und Busse. Die Umsatzerlöse erhöhten sich auf 6,3 (5,6) Mrd.€. Das Operative Ergebnis
(im Vorjahr vor Sondereinflüssen) nahm um 123 Mio.€ auf 673 Mio.€ zu, was neben dem
höheren Fahrzeugabsatz und dem gesteigerten Servicegeschäft auf positive Wechselkurseffekte
zurückzuführen war.
Der Absatz von MAN Nutzfahrzeuge lag im Berichtszeitraum mit 53 Tsd. Fahrzeugen um
6,9% über dem Vorjahreswert. Die Umsatzerlöse stiegen auf 5,3 (4,8) Mrd.€. Das Operative
Ergebnis (im Vorjahr vor Sondereinflüssen) verbesserte sich volumen- und margenbedingt
auf 193 (186) Mio.€.
Die Umsatzerlöse von MAN Power Engineering beliefen sich in den ersten sechs Monaten
2017 auf 1,6 (1,7) Mrd.€. Das Operative Ergebnis ging in der Folge auf 73 (103) Mio.€
zurück.
Im Berichtszeitraum legte das Operative Ergebnis der Volkswagen Finanzdienstleistungen
(seit 1. Januar 2017 inklusive Porsche Finanzdienstleistungen) um 17,0% auf 1,2 Mrd.€
zu. Der Anstieg resultierte neben Porsche Finanzdienstleistungen vor allem aus dem
Geschäftswachstum.
| ABSATZ | UMSATZERLÖSE | OPERATIVES ERGEBNIS | ||||
| Tsd. Fahrzeuge/Mio. € | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| Volkswagen Pkw2 | 1.812 | 2.232 | 39.855 | 53.006 | 1.776 | 881 |
| Audi | 783 | 799 | 30.143 | 30.134 | 2.680 | 2.666 |
| ŠKODA | 501 | 431 | 8.720 | 7.114 | 860 | 685 |
| SEAT | 304 | 276 | 5.054 | 4.485 | 130 | 93 |
| Bentley | 5 | 5 | 867 | 883 | 13 | - 22 |
| Porsche Automobile3 | 124 | 117 | 10.841 | 10.151 | 2.056 | 1.768 |
| Volkswagen Nutzfahrzeuge | 244 | 231 | 5.927 | 5.406 | 448 | 299 |
| Scania4 | 44 | 41 | 6.307 | 5.575 | 673 | 550 |
| MAN Nutzfahrzeuge | 53 | 49 | 5.297 | 4.798 | 193 | 186 |
| MAN Power Engineering | - | - | 1.579 | 1.673 | 73 | 103 |
| VW China5 | 1.870 | 1.867 | - | - | - | - |
| Sonstiges6 | - 469 | - 849 | - 14.728 | - 28.901 | - 1.152 | - 687 |
| Volkswagen Finanzdienstleistungen7 | - | - | 15.999 | 13.611 | 1.165 | 995 |
| Volkswagen Konzern vor Sondereinflüssen | - | - | - | - | 8.916 | 7.517 |
| Sondereinflüsse | - | - | - | - | - | - 2.178 |
| Volkswagen Konzern | 5.270 | 5.199 | 115.862 | 107.935 | 8.916 | 5.339 |
| Konzernbereich Automobile8 | 5.270 | 5.199 | 98.901 | 92.547 | 7.651 | 4.162 |
| davon: Bereich Pkw | 4.930 | 4.879 | 80.070 | 75.285 | 6.654 | 3.895 |
| Bereich Nutzfahrzeuge | 340 | 320 | 17.252 | 15.589 | 1.043 | 285 |
| Bereich Power Engineering | - | - | 1.579 | 1.673 | - 46 | - 18 |
| Konzernbereich Finanzdienstleistungen | - | - | 16.961 | 15.388 | 1.265 | 1.177 |
1
Die Zahlen sind jeweils für sich gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen
Abweichungen führen.
2
2017 entsprechend neuer Zuordnung von Gesellschaften; die Vorjahreswerte wurden nicht
angepasst.
3
Porsche (Automobile und Finanzdienstleistungen): Umsatz 11.778 (10.929) Mio.€, Operatives
Ergebnis 2.131 (1.830) Mio.€.
4
Inklusive Finanzdienstleistungen.
5
Die Umsatzerlöse und Operativen Ergebnisse der Joint-Venture-Gesellschaften in China
sind in den Werten des Konzerns nicht enthalten. Diese chinesischen Gesellschaften
werden At Equity konsolidiert und erzielten ein anteiliges Operatives Ergebnis von
2.135 (2.366) Mio.€.
6
Vorjahr angepasst. Im Operativen Ergebnis im Wesentlichen ergebniswirksame konzerninterne
Posten, insbesondere aus der Eliminierung von Zwischengewinnen sowie inklusive Abschreibungen
auf identifizierte Vermögensgegenstände im Rahmen der Kaufpreisallokationen von Scania,
Porsche Holding Salzburg, MAN und Porsche.
7
Ab 1. Januar 2017 wird das Porsche-Finanzdienstleistungsgeschäft innerhalb von Volkswagen
Finanzdienstleistungen berichtet. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.
8
Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
In der Region Europa/Übrige Märkte übertraf der Absatz des Volkswagen Konzerns im
ersten Halbjahr 2017 mit 2,4 (2,4) Mio. Fahrzeugen den Vergleichswert des Vorjahres
um 1,8%. Infolge verbesserter Volumina stiegen die Umsatzerlöse auf 73,8 (69,9) Mrd.€.
In Nordamerika setzte der Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum 478 Tsd. Fahrzeuge
ab; das waren 1,8% mehr als im Vorjahr. Die Umsatzerlöse erhöhten sich volumen-, wechselkurs-
und mixbedingt um 10,6% auf 18,9 Mrd.€.
Der Absatz des Volkswagen Konzerns auf den südamerikanischen Märkten nahm auf 246
(219) Tsd. Fahrzeuge zu.
Die Umsatzerlöse stiegen auf 4,9 (3,8) Mrd.€. Die Volumen-, Wechselkurs- und Mixentwicklung
hatten einen positiven Einfluss.
In den ersten sechs Monaten 2017 setzten wir in der Region Asien-Pazifik -einschließlich
der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen -insgesamt 2,1 (2,1) Mio. Fahrzeuge ab.
Die Umsatzerlöse nahmen um 6,6% auf 18,4 Mrd.€ zu; der Anstieg resultierte insbesondere
aus einem höheren Importvolumen sowie einem verbesserten Komponentengeschäft unserer
vollkonsolidierten Gesellschaften. Die Umsatzerlöse unserer chinesischen Joint Ventures,
die At Equity konsolidiert werden, sind nicht enthalten.
| ABSATZ | UMSATZERLÖSE | |||
| Tsd. Fahrzeuge/Mio. € | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| Europa/Übrige Märkte | 2.434 | 2.392 | 73.757 | 69.861 |
| Nordamerika | 478 | 469 | 18.859 | 17.044 |
| Südamerika | 246 | 219 | 4.854 | 3.777 |
| Asien-Pazifik2 | 2.113 | 2.119 | 18.392 | 17.254 |
| Volkswagen Konzern2 | 5.270 | 5.199 | 115.862 | 107.935 |
1
Die Zahlen sind jeweils für sich gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen
Abweichungen führen.
2
Die Umsatzerlöse der Joint-Venture-Gesellschaften in China sind in den Werten des
Konzerns und des Marktes Asien-Pazifik nicht enthalten.
Mit seinen innovativen Produkten entlang der automobilen Wertschöpfungskette unterstützte
Volkswagen Finanzdienstleistungen im ersten Halbjahr 2017 den Absatz des Volkswagen
Konzerns.
Das Finanzdienstleistungsgeschäft von Porsche wird ab 1. Januar 2017 innerhalb von
Volkswagen Finanzdienstleistungen berichtet; die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.
Mit Markteinführung des neuen Volkswagen Crafter ging ein exklusives Mobilitätspaket
der Volkswagen Financial Services speziell für die Kundengruppe der Kurier-, Express-
und Paket-Dienste an den Start. "CarePort Logistics" verknüpft klassische Dienstleistungen
wie Wartung und Verschleiß, Reifenersatz und Versicherungen mit einem modernen telematikbasierten
Fuhrparkmanagement. Alle Bestandteile können individuell nach dem jeweiligen Bedarf
zusammengestellt werden.
Bei der Umfrage der Zeitschrift auto motor und sport wählten von 123.000 Teilnehmern
36,5% die Volkswagen Bank zur "besten Marke" - und dies bereits zum elften Mal. In
der AUTO BILD gaben sogar 42% der 60.000 Wähler ihre Stimme dem Seriensieger. Damit
setzt sich die Volkswagen Bank auch im Jahr 2017 und damit zum sechsten Mal gegen
die Konkurrenz durch.
Volkswagen Financial Services beteiligte sich erstmals gemeinsam mit dem Volkswagen
Konzern und seinen Standorten an der Kampagne "Tag der biologischen Vielfalt", der
weltweit jährlich am 22. Mai gefeiert wird. Seit 2009 setzen sich die Volkswagen Financial
Services national und international gemeinsam mit dem Naturschutzbund e.V. (NABU)
aktiv für den Naturschutz ein.
Über die neugegründete Tochtergesellschaft Volkswagen Dogus Finans bietet die Volkswagen
Financial Services AG seit dem zweiten Quartal 2017 das leasingbasierte Flottengeschäft
in der Türkei an und ist damit in der Lage, dort an Flottenausschreibungen teilzunehmen.
Die ersten Verträge mit internationalen Unternehmen sind bereits abgeschlossen.
Volkswagen Finanzdienstleistungen nutzt als wesentliche Refinanzierungsquellen Geld-
und Kapitalmarktinstrumente, Asset Backed Securities (ABS)-Transaktionen sowie Kundeneinlagen
aus dem Direktbankgeschäft.
Ende Juni kehrte die Volkswagen Leasing GmbH erfolgreich auf den Primärmarkt für Euro-Unternehmensanleihen
zurück. Es konnten über zwei variabel verzinsliche Anleihen mit zwei und vier Jahren
Laufzeit sowie eine fest verzinsliche Anleihe mit siebeneinhalb Jahren Laufzeit insgesamt
3,5 Mrd.€ am Kapitalmarkt aufgenommen werden. Dies war die größte Transaktion der
Volkswagen Financial Services.
Auch international konnten im zweiten Quartal 2017 erfolgreich Trankaktionen platziert
werden. Die zweite durch die Volkswagen Finance (China) Co., Ltd. begebene Anleihe
in China hat ein Emissionsvolumen von 4 Mrd. CNY, rund 534 Mio.€. Eine in Brasilien
durch die lokale Gesellschaft Banco Volkswagen S.A. erfolgte Emission hat ein Volumen
von 500 Mio. BRL, was rund 134 Mio.€ entspricht. Weitere Anleihen konnten über 2 Mrd.
MXN (rund 99 Mio.€) sowie 1,5 Mrd. INR (rund 63 Mio. €) begeben werden.
Die Transaktion Driver España four mit einem Volumen von rund 1 Mrd. € erzielte den
geringsten Kupon aller bisher von den Volkswagen Finanzdienstleistern emittierten
spanischen Auto-ABS-Programmen. Zudem ist sie die größte spanische Auto-ABS-Transaktion
seit der Finanzkrise 2007. Außerdem wurde im Berichtszeitraum die vierte australische
ABS-Transaktion mit einem Volumen von rund 500 Mio. AUD, rund 340 Mio.€, erfolgreich
platziert.
Die neuen Vertragsabschlüsse im Finanzierungs-, Leasing-, Service- und Versicherungsgeschäft
lagen im ersten Halbjahr 2017 mit 3,3 (3,3) Mio. Kontrakten auf dem Niveau des Vorjahres.
Die Penetrationsrate als Anteil der geleasten oder finanzierten Fahrzeuge am relevanten
Auslieferungsvolumen des Konzerns erhöhte sich bei gleichgebliebenen Vergabegrundsätzen
auf 33,1 (32,5)%. Der Gesamtvertragsbestand war am Ende des Berichtszeitraums mit
16,8 Mio. Kontrakten höher als am 31. Dezember 2016 (+4,2%). Im Bereich Kundenfinanzierung/Leasing
stieg der Bestand gegenüber dem Wert vom Jahresende 2016 um 4,5% auf 9,3 Mio. Kontrakte.
Im Bereich Service/Versicherungen übertraf der Vertragsbestands mit 7,5 (7,2) Mio.
Kontrakten das Niveau des Vorjahres.
Am 30. Juni dieses Jahres hatte die Volkswagen Bank rund 1,5 (1,5) Mio. Einlagenkonten
im Bestand.
Die Belegschaft von Volkswagen Finanzdienstleistungen belief sich am Ende des ersten
Halbjahres 2017 auf 13.766 Mitarbeiter; das waren 2,7% mehr als am 31. Dezember 2016.
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| Umsatzerlöse | 115.862 | 107.935 | 98.901 | 92.547 | 16.961 | 15.388 |
| Kosten der Umsatzerlöse | - 92.618 | - 86.790 | - 78.837 | - 74.290 | - 13.781 | - 12.501 |
| Bruttoergebnis | 23.244 | 21.145 | 20.064 | 18.257 | 3.180 | 2.888 |
| Vertriebskosten | - 11.051 | - 10.751 | - 10.373 | - 10.139 | - 677 | - 612 |
| Verwaltungskosten | - 4.040 | - 3.670 | - 3.182 | - 2.889 | - 859 | - 782 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 763 | - 1.385 | 1.142 | - 1.068 | - 379 | - 317 |
| Operatives Ergebnis | 8.916 | 5.339 | 7.651 | 4.162 | 1.265 | 1.177 |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | 1.635 | 1.715 | 1.634 | 1.679 | 2 | 36 |
| Finanzierungsaufwendungen und Übriges Finanzergebnis | - 1.591 | - 2.243 | - 1.595 | - 2.174 | 3 | - 69 |
| Finanzergebnis | 44 | - 528 | 39 | - 495 | 5 | - 34 |
| Ergebnis vor Steuern | 8.960 | 4.810 | 7.690 | 3.667 | 1.270 | 1.144 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 2.366 | - 1.231 | - 2.001 | - 775 | - 364 | - 457 |
| Ergebnis nach Steuern | 6.595 | 3.579 | 5.689 | 2.892 | 906 | 687 |
| davon entfallen auf | ||||||
| Minderheiten | 5 | 6 | - 16 | - 44 | 21 | 49 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 116 | 112 | 116 | 112 | - | - |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 6.474 | 3.461 | 5.589 | 2.824 | 885 | 638 |
| Unverwässertes Ergebnis je Stammaktie (€)2 | 12,89 | 6,88 | ||||
| Verwässertes Ergebnis je Stammaktie (€)2 | 12,89 | 6,88 | ||||
| Unverwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie (€)2 | 12,95 | 6,94 | ||||
| Verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie (€)2 | 12,95 | 6,94 | ||||
1
Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
2
Das Ergebnis je Aktie wird in der Anhangangabe "Ergebnis je Aktie" erläutert.
| Mio. € | 2017 | 2016 |
| Ergebnis nach Steuern | 6.595 | 3.579 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen vor Steuern |
1.961 | - 7.512 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen |
- 577 | 2.219 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen nach Steuern |
1.384 | - 5.293 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern |
1 | - 1 |
| Nicht reklassifizierbare Gewinne/Verluste | 1.385 | - 5.294 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | ||
| im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung |
- 1.305 | - 729 |
| in die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - 1 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen vor Steuern | - 1.306 | - 729 |
| Latente Steuern auf Währungsumrechnungsdifferenzen | - 10 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern | - 1.316 | - 729 |
| Cash-flow-Hedges | ||
| im Eigenkapital erfasste Fair-Value-Änderungen | 3.778 | 3.912 |
| in die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 223 | 894 |
| Cash-flow-Hedges vor Steuern | 4.002 | 4.806 |
| Latente Steuern auf Cash-flow-Hedges | - 1.159 | - 1.401 |
| Cash-flow-Hedges nach Steuern | 2.842 | 3.405 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | ||
| im Eigenkapital erfasste Fair-Value-Änderungen | - 42 | 60 |
| in die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 84 | 16 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte vor Steuern | 42 | 76 |
| Latente Steuern auf zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
- 4 | - 20 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte nach Steuern |
38 | 56 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern |
- 288 | - 172 |
| Reklassifizierbare Gewinne/Verluste | 1.276 | 2.560 |
| Sonstiges Ergebnis vor Steuern | 4.412 | - 3.531 |
| Latente Steuern auf das Sonstige Ergebnis | - 1.751 | 798 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 2.661 | - 2.733 |
| Gesamtergebnis | 9.256 | 846 |
| davon entfallen auf | ||
| Minderheiten | 5 | 4 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 116 | 112 |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 9.135 | 730 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE' | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| Umsatzerlöse | 59.665 | 56.971 | 51.076 | 49.017 | 8.589 | 7.954 |
| Kosten der Umsatzerlöse | - 47.612 | - 46.124 | - 40.641 | - 39.565 | - 6.971 | - 6.559 |
| Bruttoergebnis | 12.052 | 10.847 | 10.435 | 9.452 | 1.618 | 1.395 |
| Vertriebskosten | - 5.628 | - 5.647 | - 5.287 | - 5.351 | - 340 | - 295 |
| Verwaltungskosten | - 2.045 | - 1.890 | - 1.626 | - 1.513 | - 419 | - 377 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 169 | - 1.412 | 362 | - 1.275 | - 193 | - 137 |
| Operatives Ergebnis | 4.549 | 1.899 | 3.884 | 1.312 | 665 | 587 |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | 699 | 601 | 693 | 585 | 7 | 16 |
| Finanzierungsaufwendungen und Übriges Finanzergebnis | - 911 | - 892 | - 919 | - 896 | 8 | 4 |
| Finanzergebnis | - 212 | - 291 | - 226 | - 312 | 15 | 20 |
| Ergebnis vor Steuern | 4.337 | 1.607 | 3.657 | 1.000 | 680 | 607 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 1.145 | - 393 | - 909 | - 197 | - 236 | - 197 |
| Ergebnis nach Steuern | 3.192 | 1.214 | 2.748 | 804 | 443 | 410 |
| davon entfallen auf | ||||||
| Minderheiten | 2 | 3 | - 7 | 0 | 9 | 3 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 60 | 56 | 60 | 56 | - | - |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 3.129 | 1.155 | 2.695 | 748 | 434 | 408 |
| Unverwässertes Ergebnis je Stammaktie (€)2 | 6,24 | 2,30 | ||||
| Verwässertes Ergebnis je Stammaktie (€)2 | 6,24 | 2,30 | ||||
| Unverwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie (€)2 | 6,24 | 2,30 | ||||
| Verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie (€)2 | 6,24 | 2,30 | ||||
1
Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
2
Das Ergebnis je Aktie wird in der Anhangangabe "Ergebnis je Aktie" erläutert.
| Mio. € | 2017 | 2016 |
| Ergebnis nach Steuern | 3.192 | 1.214 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen vor Steuern |
1.300 | - 3.201 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen |
- 394 | 946 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen nach Steuern |
906 | - 2.255 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern |
2 | 0 |
| Nicht reklassifizierbare Gewinne/Verluste | 908 | - 2.255 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | ||
| im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung |
- 1.518 | 153 |
| in die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - 1 | - |
| Währungsumrechnungsdifferenzen vor Steuern | - 1.520 | 153 |
| Latente Steuern auf Währungsumrechnungsdifferenzen | - 1 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern | - 1.521 | 153 |
| Cash-flow-Hedges | ||
| im Eigenkapital erfasste Fair-Value-Änderungen | 3.797 | - 80 |
| in die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - 62 | 467 |
| Cash-flow-Hedges vor Steuern | 3.735 | 387 |
| Latente Steuern auf Cash-flow-Hedges | - 1.089 | - 115 |
| Cash-flow-Hedges nach Steuern | 2.646 | 272 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | ||
| im Eigenkapital erfasste Fair-Value-Änderungen | - 10 | 38 |
| in die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - 21 | - 16 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte vor Steuern |
- 31 | 22 |
| Latente Steuern auf zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
13 | - 7 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte nach Steuern | - 18 | 14 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern |
- 241 | - 2 |
| Reklassifizierbare Gewinne/Verluste | 866 | 438 |
| Sonstiges Ergebnis vor Steuern | 3.246 | - 2.641 |
| Latente Steuern auf das Sonstige Ergebnis | - 1.471 | 824 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 1.775 | - 1.817 |
| Gesamtergebnis | 4.967 | - 603 |
| davon entfallen auf | ||
| Minderheiten | 1 | 2 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 60 | 56 |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 4.905 | - 661 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| Langfristige Vermögenswerte | 250.850 | 254.010 | 134.711 | 139.003 | 116.138 | 115.007 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 63.229 | 62.599 | 63.021 | 62.372 | 208 | 227 |
| Sachanlagen | 52.611 | 54.033 | 49.955 | 51.415 | 2.656 | 2.619 |
| Vermietete Vermögenswerte | 38.047 | 38.439 | 2.895 | 3.385 | 35.151 | 35.054 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 69.997 | 68.402 | - 6 | 9 | 70.003 | 68.393 |
| Finanzanlagen, At Equity bewertete Anteile und sonstige Beteiligungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 26.967 | 30.537 | 18.847 | 21.822 | 8.120 | 8.715 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 165.397 | 155.722 | 89.123 | 81.083 | 76.274 | 74.640 |
| Vorräte | 42.810 | 38.978 | 38.583 | 34.947 | 4.227 | 4.031 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 50.574 | 49.673 | -618 | - 660 | 51.192 | 50.333 |
| Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 33.496 | 30.286 | 19.826 | 17.561 | 13.670 | 12.726 |
| Wertpapiere | 16.229 | 17.520 | 13.463 | 14.703 | 2.767 | 2.817 |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingeldanlagen | 22.288 | 19.265 | 17.870 | 14.532 | 4.418 | 4.733 |
| Bilanzsumme | 416.247 | 409.732 | 223.835 | 220.085 | 192.412 | 189.647 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| 2017 |
2016 |
2017 |
2016 |
2017 |
2016 |
|
| Eigenkapital | 104.471 | 92.910 | 79.239 | 69.130 | 25.232 | 23.780 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Volkswagen AG | 93.238 | 85.122 | 68.375 | 61.714 | 24.863 | 23.408 |
| Eigenkapital der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 11.010 | 7.567 | 11.010 | 7.567 | - | - |
| Eigenkapital der Anteilseigner der Volkswagen AG | 104.248 | 92.689 | 79.385 | 69.281 | 24.863 | 23.408 |
| Anteile von Minderheiten am Eigenkapital | 223 | 221 | - 146 | - 151 | 369 | 373 |
| Langfristige Schulden | 143.179 | 139.306 | 66.037 | 69.982 | 77.142 | 69.324 |
| Finanzschulden | 74.895 | 66.358 | 6.598 | 5.876 | 68.297 | 60.483 |
| Rückstellungen für Pensionen | 31.239 | 33.012 | 30.722 | 32.464 | 517 | 549 |
| Sonstige Schulden | 37.045 | 39.936 | 28.717 | 31.643 | 8.327 | 8.293 |
| Kurzfristige Schulden | 168.597 | 177.515 | 78.559 | 80.973 | 90.038 | 96.542 |
| Minderheitsgesellschaftern gewährte Andienungs-/Ausgleichsrechte | 3.771 | 3.849 | 3.771 | 3.849 | - | - |
| Finanzschulden | 86.016 | 88.461 | 3.105 | - 1.019 | 82.911 | 89.481 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 22.565 | 22.794 | 20.206 | 20.753 | 2.358 | 2.041 |
| Sonstige Schulden | 56.246 | 62.411 | 51.477 | 57.391 | 4.769 | 5.021 |
| Bilanzsumme | 416.247 | 409.732 | 223.835 | 220.085 | 192.412 | 189.647 |
| ÜBRIGE RÜCKLAGEN | ||||||
| Mio.€ | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Gewinnrücklagen | Währungsumrechnung | Cash-flow-Hedges | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
| Stand am 01.01.2016 | 1.283 | 14.551 | 69.039 | - 987 | - 3.912 | - 16 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 3.461 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | - 5.291 | - 729 | 3.405 | 56 |
| Gesamtergebnis | - | - | - 1.829 | - 729 | 3.405 | 56 |
| Kapitalerhöhungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - | - 68 | - | - | - |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | - | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | - 13 | - | - | - |
| Stand am 30.06.2016 | 1.283 | 14.551 | 67.130 | - 1.716 | - 507 | 40 |
| Stand am 01.01.2017 | 1.283 | 14.551 | 70.446 | - 1.117 | - 457 | - 2 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 6.474 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | 1.383 | - 1.316 | 2.842 | 38 |
| Gesamtergebnis | - | - | 7.858 | - 1.316 | 2.842 | 38 |
| Kapitalerhöhungen1 | - | - | - | - | - | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - | - 1.015 | - | - | - |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | - | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | - 5 | - | - | - |
| Stand am 30.06.2017 | 1.283 | 14.551 | 77.284 | - 2.432 | 2.385 | 37 |
| ÜBRIGE RÜCKLAGEN | |||||
| Mio.€ | At Equity bewertete Anteile | Anteile der Hybridkapitalgeber der VW AG | Anteile der Anteilseigner der VW AG | Anteile von Minderheiten | Summe Eigenkapital |
| Stand am 01.01.2016 | 542 | 7.560 | 88.060 | 210 | 88.270 |
| Ergebnis nach Steuern | - | 112 | 3.573 | 6 | 3.579 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - 173 | - | - 2.731 | - 2 | - 2.733 |
| Gesamtergebnis | - 173 | 112 | 842 | 4 | 846 |
| Kapitalerhöhungen | - | - | - | - | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - 204 | - 272 | - 5 | - 277 |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | 6 | 51 | 44 | 7 | 51 |
| Stand am 30.06.2016 | 376 | 7.519 | 88.675 | 215 | 88.890 |
| Stand am 01.01.2017 | 417 | 7.567 | 92.689 | 221 | 92.910 |
| Ergebnis nach Steuern | - | 116 | 6.590 | 5 | 6.595 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - 287 | - | 2.661 | 0 | 2.661 |
| Gesamtergebnis | - 287 | 116 | 9.251 | 5 | 9.256 |
| Kapitalerhöhungen1 | - | 3.481 | 3.481 | - | 3.481 |
| Dividendenausschüttungen | - | - 204 | - 1.219 | - 5 | - 1.224 |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | 51 | 46 | 2 | 48 |
| Stand am 30.06.2017 | 130 | 11.010 | 104.248 | 223 | 104.471 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| Anfangsbestand Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
18.833 | 20.462 | 14.125 | 15.294 | 4.709 | 5.168 |
| Ergebnis vor Steuern |
8.960 | 4.810 | 7.690 | 3.667 | 1.270 | 1.144 |
| Ertragsteuer- zahlungen |
- 1.910 | - 1.724 | - 1.937 | - 2.138 | 27 | 414 |
| Abschreibungen2 | 10.790 | 10.007 | 7.069 | 6.813 | 3.721 | 3.195 |
| Veränderung der Pensionen |
176 | 169 | 171 | 165 | 5 | 3 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Umgliederungen3 |
1.467 | 1.977 | 1.850 | 1.981 | - 383 | - 4 |
| Brutto-Cash-flow | 19.484 | 15.239 | 14.844 | 10.487 | 4.640 | 4.752 |
| Veränderung Working Capital |
- 22.362 | - 10.128 | - 12.810 | - 751 | - 9.551 | - 9.377 |
| Veränderung der Vorräte |
- 5.946 | - 2.835 | - 5.676 | - 2.516 | - 270 | - 319 |
| Veränderung der Forderungen |
- 3.100 | - 4.545 | - 2.897 | - 4.486 | - 203 | - 59 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten |
5.242 | 4.488 | 4.649 | 3.650 | 592 | 838 |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen |
- 8.277 | 3.159 | - 8.346 | 3.092 | 69 | 67 |
| Veränderung der Vermieteten Vermögenswerte (ohne Abschreibungen) |
- 5.657 | - 6.078 | - 488 | - 567 | - 5.169 | - 5.511 |
| Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen |
- 4.623 | - 4.318 | - 53 | 76 | - 4.570 | - 4.393 |
| Cash-flow laufendes Geschäft |
- 2.878 | 5.111 | 2.033 | 9.736 | - 4.911 | - 4.625 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft |
- 7.040 | - 5.149 | - 6.829 | - 4.601 | - 211 | - 548 |
| davon: Investitionen in Immaterielle |
||||||
| Vermögenswerte (ohne aktivierte Entwicklungskosten), Sachanlagen und Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
- 4.327 | - 4.661 | - 4.159 | - 4.515 | - 168 | - 146 |
| Entwicklungskosten (aktiviert) |
- 2.919 | - 2.582 | - 2.919 | - 2.582 | - | - |
| Erwerb und Verkauf von Beteiligungen |
- 38 | 1.917 | 24 | 2.338 | - 62 | - 420 |
| Netto-Cash-flow4 | - 9.917 | - 38 | - 4.795 | 5.135 | - 5.122 | - 5.173 |
| Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren, Darlehen und Termingeldanlagen |
888 | 926 | 1.741 | 1.112 | - 853 | - 186 |
| Investitionstätigkeit | - 6.151 | - 4.224 | - 5.088 | - 3.489 | - 1.064 | - 735 |
| Finanzierungstätigkeit | 12.576 | 8.169 | 6.855 | 2.502 | 5.721 | 5.667 |
| davon: Kapitaleinzahlungen/ -rückzahlungen |
3.473 | - | 2.470 | - 668 | 1.002 | 668 |
| Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel |
- 507 | - 179 | - 447 | - 143 | - 60 | - 36 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente |
3.040 | 8.877 | 3.354 | 8.605 | - 313 | 271 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente am 30.06.5 |
21.874 | 29.338 | 17.478 | 23.899 | 4.395 | 5.439 |
| Wertpapiere, Darlehensforderungen und Termingeldanlagen |
27.085 | 23.328 | 15.969 | 13.663 | 11.116 | 9.665 |
| Brutto-Liquidität | 48.959 | 52.666 | 33.448 | 37.561 | 15.511 | 15.104 |
| Kreditstand | - 160.911 | - 152.205 | - 9.702 | - 8.784 | - 151.208 | - 143.421 |
| Netto-Liquidität am 30.06.6 |
- 111.952 | - 99.539 | 23.745 | 28.778 | - 135.697 | - 128.317 |
| nachrichtlich am 01.01. |
- 107.950 | - 100.530 | 27.180 | 24.522 | - 135.130 | - 125.052 |
1
Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
2
Saldiert mit Zuschreibungen.
3
Im Wesentlichen Bewertung von Finanzinstrumenten zu Marktwerten, Equity-Bewertung
sowie Umgliederung der Ergebnisse aus Anlagen-/Beteiligungsabgängen in die Investitionstätigkeit.
4
Netto-Cash-flow: Cash-flow laufendes Geschäft abzüglich Investitionstätigkeit laufendes
Geschäft (Investitionstätigkeit ohne Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren,
Darlehen und Termingeldanlagen).
5
Der Zahlungsmittelbestand setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand
und jederzeit fälligen Mitteln zusammen.
6
Bestand an Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Wertpapieren, Darlehensforderungen
gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen sowie Termingeldanlagen abzüglich
Kreditstand (Lang- und Kurzfristige Finanzschulden).
Die Kapitalflussrechnung wird in der Anhangangabe zur Kapitalflussrechnung erläutert.
Die Volkswagen AG hat gemäß der Verordnung 1606/2002 des Europäischen Parlaments und
des Rates ihren Konzernabschluss für das Jahr 2016 nach den durch die Europäische
Union übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards, den International Financial
Reporting Standards (IFRS), erstellt. Dementsprechend wurde auch dieser Konzern-Zwischenabschluss
zum 30. Juni 2017 in Übereinstimmung mit IAS 34 erstellt und enthält einen gegenüber
dem Konzernabschluss verkürzten Berichtsumfang.
Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition
zu geringfügigen Abweichungen führen.
Zusätzlich zu den berichtspflichtigen Segmenten werden im verkürzten Konzern-Zwischenabschluss
neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung für
den Volkswagen Konzern zu Erläuterungszwecken die Konzernbereiche Automobile und Finanzdienstleistungen
dargestellt. Diese stellen keine Pflichtangaben nach IFRS dar. Die Eliminierung der
konzerninternen Beziehungen zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen
sind dem Konzernbereich Automobile zugeordnet.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht im Sinne
von § 37w WpHG unterzogen.
Die Volkswagen AG hat alle von der EU übernommenen und ab dem 1. Januar 2017 verpflichtend
anzuwendenden Rechnungslegungsnormen umgesetzt.
Seit dem 1. Januar 2017 sind gemäß IAS 7 (Kapitalflussrechnungen) zusätzliche Anhangangaben
zu zahlungswirksamen und zahlungsunwirksamen Veränderungen von Finanzverbindlichkeiten
vorzunehmen, die aus der Finanzierungstätigkeit gemäß Kapitalflussrechnung resultieren.
Die Angaben sind erstmalig zum Jahresabschluss 2017 erforderlich.
Seit dem 1. Januar 2017 wurde durch die Änderungen an IAS 12 (Ertragsteuern) die Bilanzierung
latenter Steueransprüche aus unrealisierten Verlusten bei zum beizulegenden Zeitwert
bilanzierten Vermögenswerten klargestellt.
Seit dem 1. Januar 2017 hat das International Accounting Standards Board im Rahmen
der Verbesserung der International Financial Reporting Standards (Annual Improvement
Project 2016) Änderungen an IFRS 12 (Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen) vorgenommen.
Darin wird klargestellt, dass die Angaben gemäß IFRS 12 grundsätzlich auch für Tochterunternehmen,
gemeinsame Vereinbarungen, assoziierte Unternehmen und nicht konsolidierte strukturierte
Unternehmen erforderlich sind, auch wenn sie als "zur Veräußerung gehalten" oder als
"zur Ausschüttung an Eigentümer bestimmt" eingestuft wurden oder Bestandteil eines
aufgegebenen Geschäftsbereichs sind.
Die erläuterten Regelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Volkswagen Konzerns. Die Übernahme der dargestellten Änderungen
in europäisches Recht ist noch nicht erfolgt, wird aber im vierten Quartal 2017 erwartet.
Für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss wurde ein Abzinsungssatz für Pensionsrückstellungen
im Inland von 2,1% (31. Dezember 2016: 1,79%) verwendet. Die Erhöhung des Zinssatzes
führte zu einer Reduzierung der Pensionsrückstellungen sowie der darauf entfallenden
latenten Steuern und der im Eigenkapital in den Gewinnrücklagen erfassten versicherungsmathematischen
Verluste bei Pensionsrückstellungen.
Die Ermittlung des Ertragsteueraufwands für den Konzern-Zwischenabschluss erfolgt
gemäß IAS 34 (Zwischenberichterstattung) auf Basis des durchschnittlichen jährlichen
Steuersatzes, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird.
Im Übrigen werden bei der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses und der Ermittlung
der Vergleichszahlen für das Vorjahr grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
sowie Konsolidierungsgrundsätze wie im Konzernabschluss 2016 angewandt. Eine detaillierte
Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Konzernabschlusses 2016 unter der Angabe
"Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" veröffentlicht. Darüber hinaus sind die
Auswirkungen neuer Standards unter der Angabe "Nicht angewendete neue beziehungsweise
geänderte IFRS" näher beschrieben. Der Konzernabschluss 2016 ist auch im Internet
unter www.volkswagenag.com/ir abrufbar.
Am 18. September 2015 informierte die US-amerikanische Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) in einer "Notice of Violation" die Öffentlichkeit, dass bei Abgastests an bestimmten Fahrzeugen mit Dieselmotoren des Volkswagen Konzerns Unregelmäßigkeiten bei Stickoxid (NOx )-Emissionen festgestellt wurden. Danach folgten weitere Meldungen zum Umfang der Dieselthematik. Detaillierte Erläuterungen finden sich im Konzernabschluss 2016 unter der Angabe "Wesentliche Ereignisse".
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 haben sich auch aus den bis zum Aufstellungszeitpunkt
erfolgten Veröffentlichungen sowie aus den Untersuchungen und Befragungen zur Dieselthematik
für den Konzernvorstand keine neuen belastbaren Erkenntnisse oder Einschätzungen hinsichtlich
des zugrunde liegenden Sachverhalts und der Bewertung der damit verbundenen Risiken
(zum Beispiel Anlegerklagen) mit materiellen Auswirkungen auf den Halbjahresabschluss
ergeben.
Weitere Angaben zu den Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Dieselthematik
finden sich unter der Angabe "Rechtsstreitigkeiten".
Neben der Volkswagen AG, die ihren Sitz in Wolfsburg hat und beim Amtsgericht Braunschweig
unter HRB 100484 eingetragen ist, werden in den Konzernabschluss alle wesentlichen
in- und ausländischen Tochterunternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen
einbezogen, die die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Dies ist
der Fall, wenn die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar die Verfügungsgewalt aufgrund
von Stimmrechten oder anderen Rechten über das potenzielle Tochterunternehmen besitzt,
an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem potenziellen Tochterunternehmen
partizipiert und diese Rückflüsse beeinflussen kann.
Am 1. Juni 2017 wurde die teilweise Veräußerung der PGA Group SAS, Paris, Frankreich
durch die POFIN Financial Services Verwaltungs GmbH, Freilassing, an die Emil Frey-Gruppe
umgesetzt. Der Verkauf steht im Zusammenhang mit der strategischen Weiterentwicklung
des Händlernetzes der Porsche Holding Salzburg und der damit verbundenen Fokussierung
auf Handelsbetriebe der Marken des Volkswagen Konzerns.
Die Transaktion umfasst Handelsbetriebe in Polen, den Niederlanden, Belgien sowie
teilweise in Frankreich. Für den Volkswagen Konzern ergab sich hieraus ein positiver
Effekt auf die Netto-Liquidität in Höhe von 0,8 Mrd.€ sowie unter Berücksichtigung
der abgehenden Vermögenswerte und Schulden ein unwesentlicher Ertrag, der im sonstigen
betrieblichen Ergebnis ausgewiesen wird.
Insgesamt sind durch die Transaktion Vermögenswerte in Höhe von 2,5 Mrd.€ und Schulden
in Höhe von 2,1 Mrd.€ abgegangen. Bei den Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen
um langfristige Vermietete Vermögenswerte (0,6 Mrd.€) sowie um Vorratsvermögen (1,0
Mrd.€). Die Schulden betreffen hauptsächlich langfristige und kurzfristige sonstige
Verbindlichkeiten (0,9 Mrd.€) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(0,7 Mrd.€).
Anfang September 2016 gaben die Volkswagen Track & Bus GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft
der Volkswagen AG, und der US-amerikanische Nutzfahrzeughersteller Navistar International
Corporation, Lisle, USA, (Navistar) bekannt, eine Vereinbarung zum Abschluss einer
weitreichenden Allianz unterzeichnet zu haben. Die Kooperation bezieht sich insbesondere
auf die Zusammenarbeit bei technischen Komponenten sowie den Einkauf. Der Vollzug
der Transaktion erfolgte am 28. Februar 2017. Volkswagen Truck & Bus hat im Rahmen
einer Kapitalerhöhung 16,6% der Unternehmensanteile an Navistar erworben und 15,76
USD je Aktie gezahlt. Der Kaufpreis beläuft sich auf 0,3 Mrd.€. Aufgrund der Vertretung
von Volkswagen im Board of Directors von Navistar sowie der vereinbarten Kooperationen
wird die Beteiligung an Navistar im Konzernabschluss unter den At Equity bewerteten
Anteilen ausgewiesen. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen.
Audi, die BMW Group und die Daimler AG haben sich zu je 33,3% an der im Jahr 2015
gegründeten There Holding B.V., Rijswijk, Niederlande, beteiligt. Im Dezember 2016
unterzeichnete die There Holding B.V. Verträge zum Verkauf von Anteilen an der HERE
International B.V., Rijswijk, Niederlande. An die Intel Holdings B.V., Schiphol-Rijk,
Niederlande, wurde ein Anteil von 15 % und an ein Konsortium bestehend aus NavInfo
Co. Ltd., Peking, China, Tencent Holdings Ltd., Shenzhen, China, und GIC Private Ltd.,
Singapur, Singapur, ein Anteil von 10% veräußert. Die Transaktion mit Intel wurde
am 31.01.2017 vollzogen. Dies führte auf Ebene der There Holding B.V. zu einem Beherrschungsverlust
im Sinne des IFRS 10. Aus der Entkonsolidierung ergab sich für Volkswagen ein anteiliger
Ergebniseffekt von 183 Mio. €, der im Equity-Ergebnis ausgewiesen wird. Da weiterhin
ein maßgeblicher Einfluss besteht, wird die HERE International B.V. als assoziiertes
Unternehmen nach der Equity-Methode in den Abschluss der There Holding B.V. einbezogen.
Der Vollzug der Transaktion mit dem Konsortium ist von der Zustimmung der entsprechenden
Behörden abhängig. Am Beteiligungsverhältnis des Volkswagen Konzerns an der There
Holding B. V. ergibt sich durch die Verkäufe keine Änderung.
Der Volkswagen Konzern war über seinen 50%-Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen
Global Mobility Holding B.V., Amsterdam, Niederlande, (GMH) mittelbar zu 50% an dessen
Tochterunternehmen LeasePlan Corporation N.V., Amsterdam, Niederlande, (LeasePlan)
beteiligt. Die Geschäftstätigkeit der GMH bestand in dem Halten der Beteiligung an
LeasePlan. LeasePlan ist ein niederländischer Finanzdienstleistungskonzern, dessen
Kerngeschäft das Leasing- und Fuhrparkmanagement ist. Die Hauptniederlassung der GMH
ist in Amsterdam, Niederlande.
Am 23. Juli 2015 hat die GMH ihre 100%-ige Beteiligung an LeasePlan an ein Konsortium
aus internationalen Investoren verkauft. Im Januar 2016 wurden die letzten Genehmigungen
für den Verkauf von LeasePlan an ein internationales Investorenkonsortium durch die
zuständigen Behörden erteilt. Die rechtliche Übertragung der LeasePlan-Anteile an
das Konsortium wurde am 21. März 2016 vollzogen.
Der Gesamtwert der Transaktion belief sich auf rund 3,7 Mrd.€ zuzüglich Zinsen in
Höhe von 31,5 Mio.€. Für den Volkswagen Konzern ergab sich hieraus in 2016 ein positiver
Effekt auf die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts und die Netto-Liquidität
von 2,2 Mrd.€ sowie unter Berücksichtigung des abgehenden At-Equity-Anteils an der
GMH ein Ertrag in Höhe von 0,2 Mrd.€, der im Finanzergebnis ausgewiesen wurde. Mit
Vollzug der Transaktion wurde die bisher durch den Volkswagen Konzern gewährte Kreditlinie
von 1,3 Mrd.€ aufgehoben.
| 1. HALBJAHR | ||
| Mio.€ | 2017 | 2016 |
| Fahrzeuge1 | 72.838 | 68.248 |
| Originalteile | 7.861 | 7.582 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte1 | 7.820 | 7.121 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 5.297 | 4.782 |
| Power Engineering | 1.578 | 1.672 |
| Motorräder | 380 | 409 |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 12.242 | 10.775 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 3.586 | 3.309 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 4.260 | 4.038 |
| 115.862 | 107.935 | |
1
Das Vorjahr wurde angepasst.
Im Rahmen der Segmentberichterstattung sind die Umsatzerlöse des Konzerns nach Segmenten
und Märkten dargestellt.
Die Sonstigen Umsatzerlöse umfassen unter anderem Erlöse aus Werkstattleistungen sowie
Lizenzeinnahmen.
Aufgrund eines einheitlichen Ausweises der Umsatzerlöse aus Geschäftsfahrzeugen wurden
Umgliederungen aus den Umsätzen aus Fahrzeugen in Umsätze aus Gebrauchtfahrzeugen
und Fremdprodukten vorgenommen. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.
In den Kosten der Umsatzerlöse sind die dem Finanzdienstleistungsgeschäft zuzuordnenden
Zinsaufwendungen in Höhe von 985 Mio.€ (Vorjahr: 948 Mio.€) enthalten.
Darüber hinaus werden in den Kosten der Umsatzerlöse neben den planmäßigen auch außerplanmäßige
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Vermietete Vermögenswerte
berücksichtigt. Die auf Basis aktualisierter Wertminderungstests ermittelten außerplanmäßigen
Abschreibungen belaufen sich auf insgesamt 405 Mio.€ (Vorjahr: 572 Mio.€). Die Basis
zur Berechnung der außerplanmäßigen Abschreibungen bildet der Nutzungswert der Produkte
des Volkswagen Konzerns. Die außerplanmäßigen Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres
und des Vorjahres resultieren im Wesentlichen aus verringerten Nutzungswerten verschiedener
Produkte.
| 1. HALBJAHR | |||
| Mio. € | 2017 | 2016 | % |
| Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt | 6.759 | 6.619 | 2,1 |
| davon: aktivierte Entwicklungskosten | 2.919 | 2.582 | 13,0 |
| Aktivierungsquote in % | 43,2 | 39,0 | |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 1.705 | 1.803 | - 5,4 |
| Ergebniswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten | 5.546 | 5.840 | - 5,0 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils
der Aktionäre der Volkswagen AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der
sich während des Berichtszeitraums in Umlauf befindenden Stamm- und Vorzugsaktien.
Da die unverwässerte und die verwässerte Zahl der Aktien identisch sind, entspricht
das unverwässerte auch dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Gemäß § 27 der Satzung
der Volkswagen AG steht der Vorzugsaktie eine um 0,06€ höhere Dividende als der Stammaktie
zu.
| 2. QUARTAL | 1. HALBJAHR | ||||
| 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | ||
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien | |||||
| Stammaktien: unverwässert | Mio. Stück | 295,1 | 295,1 | 295,1 | 295,1 |
| verwässert | Mio. Stück | 295,1 | 295,1 | 295,1 | 295,1 |
| Vorzugsaktien: unverwässert | Mio. Stück | 206,2 | 206,2 | 206,2 | 206,2 |
| verwässert | Mio. Stück | 206,2 | 206,2 | 206,2 | 206,2 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio.€ | 3.192 | 1.214 | 6.595 | 3.579 |
| Anteil von Minderheiten | Mio.€ | 2 | 3 | 5 | 6 |
| Ergebnisanteil der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | Mio.€ | 60 | 56 | 116 | 112 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Volkswagen AG | Mio.€ | 3.129 | 1.155 | 6.474 | 3.461 |
| Ergebnis je Aktie | |||||
| Stammaktien: unverwässert | € | 6,24 | 2,30 | 12,89 | 6,88 |
| verwässert | € | 6,24 | 2,30 | 12,89 | 6,88 |
| Vorzugsaktien: unverwässert | € | 6,24 | 2,30 | 12,95 | 6,94 |
| verwässert | € | 6,24 | 2,30 | 12,95 | 6,94 |
| Mio.€ | Nettobuchwert 01.01.2017 | Zugänge/ Änderung Kons.kreis | Abgänge/ Übrige Bewegungen | Abschreibungen | Nettobuchwert 30.06.2017 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 62.599 | 2.980 | 195 | 2.155 | 63.229 |
| Sachanlagen | 54.033 | 3.961 | 761 | 4.623 | 52.611 |
| Vermietete Vermögenswerte | 38.439 | 9.939 | 6.328 | 4.003 | 38.047 |
| Mio.€ | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 4.853 | 4.396 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 3.816 | 4.408 |
| Fertige Erzeugnisse, Waren | 28.837 | 25.719 |
| Kurzfristiges Vermietvermögen | 5.161 | 4.276 |
| Geleistete Anzahlungen | 142 | 178 |
| 42.810 | 38.978 |
Im Berichtszeitraum waren keine wesentlichen Wertminderungen und Zuschreibungen auf
Vorräte vorzunehmen.
| Mio.€ | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13.269 | 12.187 |
| Übrige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 20.227 | 18.099 |
| 33.496 | 30.286 |
Das Operative Ergebnis wurde im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2017 mit 355
Mio.€ (Vorjahr: 271 Mio.€) aus Wertminderungen und Zuschreibungen auf lang- und kurzfristige
finanzielle Vermögenswerte belastet.
Im Juni 2017 hat die Volkswagen AG über eine Tochtergesellschaft, die Volkswagen International
Finance N.V., Amsterdam, Niederlande, (Emittentin) eine nicht besicherte, nachrangige
Hybridanleihe mit einem Nominalvolumen in Höhe von 3,5 Mrd.€ emittiert. Die Hybridanleihe
hat eine unbefristete Laufzeit und wurde in zwei durch die Emittentin kündbaren Tranchen
begeben. Die erste Tranche (1,5 Mrd.€ mit einem Kupon von 2,700 %) ist erstmals nach
5,5 Jahren, die zweite Tranche (2,0 Mrd.€ mit einem Kupon von 3,875%) nach 10 Jahren
kündbar. Nach IAS 32 ist die Hybridanleihe vollständig als Eigenkapital zu klassifizieren.
Das aufgenommene Kapital wurde vermindert um ein Disagio sowie die Kapitalbeschaffungskosten
und unter Berücksichtigung von latenten Steuern in das Eigenkapital eingestellt. Die
zu leistenden Zinszahlungen an die Anleiheinhaber werden vermindert um die Ertragsteuern
direkt im Eigenkapital erfasst.
Das Gezeichnete Kapital setzt sich aus 295.089.818 nennwertlosen Stammaktien und 206.205.445
nennwertlosen Vorzugsaktien zusammen und beträgt 1.283 Mio.€ (Dezember 2016: 1.283
Mio.€).
Im Berichtszeitraum hat die Volkswagen AG eine Dividende in Höhe von 1.015 Mio.€ (Vorjahr:
68 Mio.€) ausgeschüttet. Davon entfielen 590 Mio.€ (Vorjahr: 32 Mio. €) auf Stammaktien
und 425 Mio.€ (Vorjahr: 35 Mio.€) auf Vorzugsaktien.
Die Anteile von Minderheiten entfallen im Wesentlichen auf die Aktionäre der RENK
AG und der AUDI AG.
| Mio. € | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 57.974 | 51.195 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 12.103 | 10.816 |
| Einlagengeschäft | 2.730 | 2.759 |
| Übrige Finanzschulden | 2.088 | 1.588 |
| 74.895 | 66.358 |
| Mio. € | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 40.224 | 42.004 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15.332 | 14.180 |
| Einlagengeschäft | 29.384 | 31.019 |
| Übrige Finanzschulden | 1.075 | 1.257 |
| 86.016 | 88.461 |
Die Prinzipien und Methoden zur Fair Value Bewertung sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich
unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den Bewertungsprinzipien und -methoden
finden sich im Konzernabschluss 2016 unter der Angabe "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze".
Der Fair Value entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver
Markt existiert, wird der Fair Value mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel
durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz oder die
Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt.
Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Vermögenswerte und Schulden umfassen
derivative Finanzinstrumente oder Teile von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht
in ein Hedge Accounting einbezogen sind. Hierzu zählen im Wesentlichen die Zinskomponente
bei Devisentermingeschäften aus Umsatzerlösabsicherungen, Warentermingeschäfte sowie
Devisentermingeschäfte auf Warentermingeschäfte.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente) setzen wir
mit ihrem Fair Value an. Änderungen des Fair Value werden erfolgsneutral im Eigenkapital
nach Berücksichtigung latenter Steuern erfasst.
Sonstige Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer Beteiligungsquote von weniger
als 20 %) gelten auch als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Soweit
für diese Anteile kein aktiver Markt existiert und sich Fair Values nicht mit vertretbarem
Aufwand verlässlich ermitteln lassen, werden sie mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten
bilanziert. Soweit Hinweise auf eine Wertminderung bestehen, wird der niedrigere Barwert
der geschätzten künftigen Cash-flows angesetzt. Es besteht derzeit keine Absicht diese
finanziellen Vermögenswerte zu veräußern.
Die Ermittlung des Fair Value wird anhand einheitlicher Bewertungsmethoden sowie Bewertungsparameter
vorgenommen. Die Durchführung der Fair Value Bewertung bei Finanzinstrumenten der
Stufe 2 und 3 wird auf Basis zentraler Vorgaben in den einzelnen Konzernbereichen
durchgeführt. Der Fair Value der den Minderheitsgesellschaftern gewährten Andienungs-/Ausgleichsrechte
wird mittels eines Barwertmodells ermittelt, das auf der vertraglich vereinbarten
Barabfindung einschließlich Ausgleichzahlung sowie der gesetzlichen Mindestverzinsung
und einem laufzeitäquivalenten risikoadjustierten Diskontierungszinssatz basiert.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von
Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.
Der Fair Value von den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten
wie Forderungen und Verbindlichkeiten wird durch die Abzinsung unter Berücksichtigung
eines risikoadäquaten und laufzeitkongruenten Marktzinses ermittelt. Aus Wesentlichkeitsgründen
wird grundsätzlich der Fair Value für kurzfristige Bilanzposten dem Bilanzwert gleichgesetzt.
In den zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten sind auch Anteile an Personen-
und Kapitalgesellschaften enthalten. Für diese Instrumente besteht kein aktiver Markt.
Da die zukünftigen Cash-flows nicht zuverlässig ermittelt werden können, kann kein
Marktwert mit Bewertungsmodellen ermittelt werden. Die Anteile dieser Gesellschaften
werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen.
| ZUM FAIR VALUE BEWERTET | ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET | DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN | NICHT IM ANWENDUNGSBEREICH DES IFRS 7 | BILANZPOSTEN ZUM 31.12.2016 | ||
| Mio. € | Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | Buchwert | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| At Equity bewertete Anteile | - | - | - | - | 8.616 | 8.616 |
| Sonstige Beteiligungen | 187 | - | - | - | 809 | 996 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | - |
68.402 | 70.766 | - |
- |
68.402 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 251 | 4.982 | 5.008 | 3.023 | - | 8.256 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | 12.187 | 12.187 | - | - | 12.187 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | - | 49.673 | 49.673 | - | - | 49.673 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 740 | 9.527 | 9.527 | 1.577 | - |
11.844 |
| Wertpapiere | 17.520 | - | - | - | - | 17.520 |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingeldanlagen | - |
19.265 | 19.265 | - |
- |
19.265 |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 66.358 | 66.932 | - | - | 66.358 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 885 | 1.859 | 1.863 | 1.745 | - |
4.488 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Minderheitsgesellschaftern gewährte Andienungs-/ Ausgleichsrechte | - |
3.849 | 3.861 | - |
- |
3.849 |
| Finanzschulden | - | 88.461 | 88.461 | - | - | 88.461 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - |
22.794 | 22.794 | - |
- |
22.794 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.473 | 6.010 | 6.010 | 1.956 | - | 9.438 |
| ZUM FAIR VALUE BEWERTET | ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET | DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN | NICHT IM ANWENDUNGSBEREICH DES IFRS 7 | BILANZPOSTEN ZUM 30.06.2017 | ||
| Mio. € | Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | Buchwert | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| At Equity bewertete Anteile | - | - | - | - | 6.661 | 6.661 |
| Sonstige Beteiligungen | 278 | - | - | - | 859 | 1.137 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | - |
69.997 | 72.292 | - |
- |
69.997 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 52 | 4.756 | 4.779 | 3.495 | - | 8.302 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | 13.269 | 13.269 | - | - | 13.269 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | - | 50.574 | 50.574 | - | - | 50.574 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 57 | 11.021 | 11.021 | 2.353 | - |
13.431 |
| Wertpapiere | 16.229 | - | - | - | - | 16.229 |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingeldanlagen | - |
22.288 | 22.288 | - |
- |
22.288 |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 74.895 | 77.184 | - | - | 74.895 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 569 | 1.598 | 1.600 | 361 | - |
2.527 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Minderheitsgesellschaftern gewährte Andienungs-/ Ausgleichsrechte | - |
3.771 | 3.772 | - |
- |
3.771 |
| Finanzschulden | - | 86.016 | 86.016 | - | - | 86.016 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 22.565 | 22.565 | - |
- |
22.565 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 904 | 7.525 | 7.525 | 657 | - | 9.086 |
Folgende Tabellen zeigen eine Übersicht der zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Schulden:
| Mio. € | 31.12.2016 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige Beteiligungen | 187 | 76 | - | 111 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 251 | - | 216 | 34 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 740 | - | 734 | 6 |
| Wertpapiere | 17.520 | 17.520 | - | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 885 | - | 722 | 163 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.473 | - | 1.406 | 67 |
| Mio. € | 30.06.2017 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige Beteiligungen | 278 | 99 | - | 180 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 52 | - | 14 | 38 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 57 | - | 52 | 6 |
| Wertpapiere | 16.229 | 16.229 | - | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 569 | - | 364 | 205 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 904 | - | 822 | 82 |
| Mio.€ | 31.12.2016 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.023 | - | 3.019 | 4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.577 | - | 1.577 | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.745 | - | 1.745 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.956 | - | 1.956 | - |
| Mio.€ | 30.06.2017 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.495 | - | 3.495 | - |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.353 | - | 2.353 | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 361 | - | 361 | - |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 657 | - | 657 | - |
Die Zuordnung der Fair Values in die drei Stufen der Fair Value Hierarchie richtet
sich nach der Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise. In Stufe 1 werden Fair Values
von Finanzinstrumenten gezeigt, für die ein Preis direkt auf einem aktiven Markt ermittelt
werden kann. Darunter fallen zum Beispiel Wertpapiere und zum Fair Value bewertete
sonstige Beteiligungen. Fair Values in Stufe 2, beispielsweise bei Derivaten, werden
auf Basis von Marktdaten gemäß marktbezogener Bewertungsverfahren ermittelt. Hierbei
werden insbesondere Währungskurse, Zinskurven sowie Rohstoffpreise verwendet, welche
an den entsprechenden Märkten beobachtbar sind und über Preisserviceagenturen bezogen
werden. Stufe 3 Fair Values errechnen sich über Bewertungsverfahren, bei denen nicht
direkt auf dem aktiven Markt beobachtbare Faktoren einbezogen werden. Im Volkswagen
Konzern sind der Stufe 3 langfristige Warentermingeschäfte zugeordnet, da für die
Bewertung die am Markt vorhandenen Kurse extrapoliert werden müssen. Die Extrapolation
erfolgt auf Basis von beobachtbaren Inputfaktoren für die unterschiedlichen Rohstoffe,
welche über Preisserviceagenturen bezogen werden. Des Weiteren werden in der Stufe
3 Optionen auf Eigenkapitalinstrumente und Restwertsicherungsmodelle gezeigt. Für
die Bewertung der Eigenkapitalinstrumente werden dabei insbesondere die jeweiligen
Unternehmensplanungen sowie unternehmensindividuellen Diskontzinssätze verwendet.
Wesentlicher Inputfaktor zur Bestimmung des Fair Value für die Restwertsicherungsmodelle
sind Prognosen sowie Schätzungen von Gebrauchtwagenrestwerten der entsprechenden Modelle.
| Mio. € | Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | Zum Fair Value bewertete finanzielle Schulden |
| Stand am 01.01.2016 | 119 | 251 |
| Währungsänderungen | - 3 | 0 |
| Gesamtergebnis | 9 | 16 |
| erfolgswirksam | 5 | 19 |
| erfolgsneutral | 3 | - 3 |
| Zugänge (Zukäufe) | 1 | - |
| Realisierungen | - 1 | - 36 |
| Umgliederung in Stufe 2 | 0 | - 23 |
| Stand am 30.06.2016 | 125 | 208 |
| Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse | 5 | - 19 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | - | - |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | - | - |
| Finanzergebnis | 5 | - 19 |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | 5 | 1 |
| Mio. € | Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | Zum Fair Value bewertete finanzielle Schulden |
| Stand am 01.01.2017 | 152 | 230 |
| Währungsänderungen | - 6 | - |
| Gesamtergebnis | 14 | 97 |
| erfolgswirksam | 19 | 97 |
| erfolgsneutral | - 4 | 0 |
| Zugänge (Zukäufe) | 82 | - |
| Realisierungen | - 9 | - 38 |
| Umgliederung in Stufe 2 | - 10 | - 2 |
| Stand am 30.06.2017 | 223 | 287 |
| Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse | 19 | - 97 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | - | - |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | - | - |
| Finanzergebnis | 19 | - 97 |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | 1 | - 96 |
Die Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie werden zu den jeweiligen
Berichtsstichtagen berücksichtigt. Die Umgliederungen aus Stufe 3 in Stufe 2 beinhalten
Warentermingeschäfte, für die aufgrund der abnehmenden Restlaufzeit dann beobachtbare
Marktkurse zur Bewertung zur Verfügung stehen, sodass keine Extrapolation mehr notwendig
ist. Es gab keine Verschiebungen zwischen weiteren Stufen der Fair Value Hierarchie.
Für den Fair Value der Warentermingeschäfte ist der Rohstoffpreis die wesentliche
Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse wird der Effekt von Änderungen des Rohstoffpreises
auf das Ergebnis nach Ertragsteuern und das Eigenkapital dargestellt.
Wenn die Rohstoffpreise der der Stufe 3 zugeordneten Warentermingeschäfte zum 30.
Juni 2017 um 10% höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern
um 5 Mio. € höher (niedriger) ausgefallen. Auf das Eigenkapital ergeben sich keine
Effekte.
Die für die Bewertung der vom Unternehmen gehaltenen Optionen auf Eigenkapitalinstrumente
maßgebliche Risikovariable ist der jeweilige Unternehmenswert. Mittels einer Sensitivitätsanalyse
werden Effekte aus einer Änderung der Risikovariablen auf das Ergebnis nach Ertragsteuern
dargestellt.
Wenn die unterstellten Unternehmenswerte zum 30. Juni 2017 um 10% höher gewesen wären,
wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 1 Mio.€ höher ausgefallen. Wenn die unterstellten
Unternehmenswerte zum 30. Juni 2017 um 10% niedriger gewesen wären, wäre das Ergebnis
nach Ertragsteuern um 1 Mio.€ niedriger ausgefallen.
Restwertrisiken resultieren aus Absicherungsvereinbarungen mit dem Handel, wonach
im Rahmen von Rückkaufverpflichtungen aus abgeschlossenen Leasingverträgen entstehende
Ergebnisauswirkungen aus marktbedingten Schwankungen der Restwerte teilweise vom Volkswagen
Konzern getragen werden.
Für den Fair Value der Optionen aus Restwertrisiken sind die Marktpreise von Gebrauchtwagen
die wesentliche Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen
von Änderungen der Gebrauchtwagenpreise auf das Ergebnis nach Ertragsteuern quantifiziert.
Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge
zum 30. Juni 2017 um 10% höher gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern
um 263 Mio.€ höher ausgefallen. Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im Restwertsicherungsmodell
enthaltenen Fahrzeuge zum 30. Juni 2017 um 10% niedriger gewesen wären, wäre das Ergebnis
nach Ertragsteuern um 263 Mio. € niedriger ausgefallen.
Die Kapitalflussrechnung zeigt den Zahlungsmittelfluss im Volkswagen Konzern sowie
in den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. Der Zahlungsmittelbestand
setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand und jederzeit
fälligen Mitteln zusammen.
| Mio. € | 30.06.2017 | 30.06.2016 |
| Zahlungsmittelbestand laut Bilanz | 22.288 | 29.691 |
| Termingeldanlagen | - 414 | - 352 |
| Zahlungsmittelbestand laut Kapitalflussrechnung | 21.874 | 29.338 |
In der Finanzierungstätigkeit stehen sich folgende Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse
gegenüber:
| 1. HALBJAHR | ||
| Mio. € | 2017 | 2016 |
| Kapitaleinzahlungen | 3.473 | - |
| Dividendenzahlungen | - 1.224 | - 277 |
| Kapitaltransaktionen mit Minderheiten | - | - 3 |
| Sonstige Veränderungen | - | - 19 |
| Aufnahmen von Anleihen | 16.030 | 4.560 |
| Tilgungen von Anleihen | - 7.325 | - 12.464 |
| Veränderungen der übrigen Finanzschulden | 1.633 | 16.394 |
| Leasingzahlungen | - 11 | - 22 |
| 12.576 | 8.169 | |
Die Segmentabgrenzung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung im Volkswagen
Konzern. Der Mehrmarkenstrategie folgend wird jede Marke (Geschäftssegment) des Konzerns
von einem eigenen Markenvorstand geleitet. Dabei sind die vom Vorstand der Volkswagen
AG festgelegten Konzernziele und -vorgaben zu berücksichtigen. Die Segmentberichterstattung
besteht aus den vier berichtspflichtigen Segmenten Pkw, Nutzfahrzeuge, Power Engineering
und Finanzdienstleistungen.
Die Aktivitäten des Segments Pkw erstrecken sich auf die Entwicklung von Fahrzeugen
und Motoren, die Produktion und den Vertrieb von Pkw sowie das Geschäft mit entsprechenden
Orginalteilen. Im Berichtssegment Pkw werden die einzelnen Pkw-Marken des Volkswagen
Konzerns, insbesondere aufgrund des hohen Maßes an technologischer und wirtschaftlicher
Verzahnung im Produktionsverbund der einzelnen Marken, zu einem berichtspflichtigen
Segment zusammengefasst. Des Weiteren liegt eine Zusammenarbeit in zentralen Bereichen
wie Beschaffung, Forschung und Entwicklung oder Treasury vor.
Das Segment Nutzfahrzeuge umfasst vor allem die Entwicklung, die Produktion sowie
den Vertrieb von leichten Nutzfahrzeugen, Lastkraftwagen und Bussen, das Geschäft
mit entsprechenden Originalteilen sowie damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen.
Wie bei den Pkw-Marken besteht eine Zusammenarbeit in den Bereichen Beschaffung, Entwicklung
und Vertrieb. Weitere Verzahnungen werden angestrebt.
Die Aktivitäten des Segments Power Engineering beinhalten die Entwicklung und Herstellung
großer Dieselmotoren, Turbokompressoren, Industrieturbinen und chemischer Reaktorsysteme
sowie die Herstellung von Getrieben, Antriebstechnik und Prüfsystemen.
Die Tätigkeit des Segments Finanzdienstleistungen umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung,
das Leasing-, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagementgeschäft sowie
Mobilitätsangebote. In diesem Segment erfolgen Zusammenfassungen insbesondere unter
Berücksichtigung der Vergleichbarkeit der Art der Dienstleistungen sowie der regulatorischen
Rahmenbedingungen.
Die Kaufpreisallokation aus erworbenen Gesellschaften wird direkt den entsprechenden
Segmenten zugeordnet.
Das Segmentergebnis wird bei Volkswagen auf Basis des Operativen Ergebnisses bestimmt.
Die Überleitungsrechnung beinhaltet Bereiche und sonstige Geschäftstätigkeiten, die
definitionsgemäß keine Segmente darstellen. Darin ist auch die nicht allokierte Konzernfinanzierung
enthalten. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten erfolgt ebenfalls innerhalb der
Überleitungsrechnung.
Den Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften der Segmente des Volkswagen Konzerns
liegen grundsätzlich Preise zugrunde, die auch mit Dritten vereinbart werden.
| Mio.€ | Pkw | Nutzfahrzeuge | Power Engineering | Finanzdienstleistungen | Summe Segmente | Überleitung |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 80.074 | 12.410 | 1.672 | 13.850 | 108.005 | - 70 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 8.833 | 3.179 | 1 | 1.539 | 13.553 | - 13.553 |
| Umsatzerlöse | 88.907 | 15.589 | 1.673 | 15.388 | 121.558 | - 13.623 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 4.145 | 285 | - 18 | 1.177 | 5.589 | - 250 |
| Mio.€ | Volkswagen Konzern |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 107.935 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | - |
| Umsatzerlöse | 107.935 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 5.339 |
| Mio.€ | Pkw | Nutzfahrzeuge | Power Engineering | Finanzdienstleistungen | Summe Segmente | Überleitung |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 85.580 | 13.491 | 1.578 | 15.166 | 115.816 | 46 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 9.570 | 3.761 | 1 | 1.795 | 15.127 | - 15.127 |
| Umsatzerlöse | 95.150 | 17.252 | 1.579 | 16.961 | 130.943 | - 15.081 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 8.232 | 1.043 | - 46 | 1.265 | 10.494 | - 1.578 |
| Mio.€ | Volkswagen Konzern |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 115.862 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | - |
| Umsatzerlöse | 115.862 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 8.916 |
| 1. HALBJAHR | ||
| Mio.€ | 2017 | 2016 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 10.494 | 5.589 |
| Nicht zugeordnete Bereiche | 38 | 40 |
| Konzernfinanzierung | 5 | 12 |
| Konsolidierung | - 1.621 | - 302 |
| Operatives Ergebnis | 8.916 | 5.339 |
| Finanzergebnis | 44 | - 528 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 8.960 | 4.810 |
Zum 30. Juni 2017 hält die Porsche SE mit 52,2 % die Mehrheit der Stimmrechte an der
Volkswagen AG.
Auf der Außerordentlichen Hauptversammlung der Volkswagen AG am 3. Dezember 2009 wurde
die Schaffung von Entsendungsrechten für das Land Niedersachsen beschlossen. Damit
kann die Porsche SE nicht die Mehrheit der Mitglieder im Aufsichtsrat der Volkswagen
AG bestellen, solange dem Land Niedersachsen mindestens 15% der Stammaktien gehören.
Die Porsche SE hat aber die Möglichkeit, an den unternehmenspolitischen Entscheidungen
des Volkswagen Konzerns mitzuwirken und gilt damit als nahestehendes Unternehmen im
Sinne des IAS 24.
| ERBRACHTE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN | EMPFANGENE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN | |||
| 1. HALBJAHR | 1. HALBJAHR | |||
| Mio. € | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| Porsche SE | 5 | 6 | 0 | 1 |
| Aufsichtsräte | 1 | 1 | 2 | 2 |
| Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften | 481 | 419 | 446 | 340 |
| Gemeinschaftsunternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 6.898 | 6.477 | 499 | 559 |
| Assoziierte Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 101 | 96 | 345 | 374 |
| Land Niedersachsen, deren Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen | 5 | 2 | 3 | 2 |
| FORDERUNGEN AN | VERBINDLICHKEITEN (EINSCHL.VERPFLICHTUNGEN) GEGENÜBER | |||
| Mio. € | 30.06.2017 | 31.12.2016 | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
| Porsche SE | 13 | 323 | - | 1 |
| Aufsichtsräte | 0 | 0 | 311 | 297 |
| Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften | 985 | 1.036 | 1.292 | 1.188 |
| Gemeinschaftsunternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 9.274 | 8.808 | 1.855 | 1.784 |
| Assoziierte Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 57 | 53 | 607 | 495 |
| Land Niedersachsen, deren Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen | 3 | 2 | 1 | 1 |
Die in den obigen Tabellen dargestellten empfangenen Lieferungen und Leistungen gegenüber
Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen enthalten nicht die gefassten
Dividendenbeschlüsse in Höhe von 3.533 Mio.€ (Vorjahr: 3.488 Mio.€).
Die Transaktionen mit nahestehenden Personen erfolgen unter marktüblichen Konditionen.
Diese beinhalten teilweise auch Eigentumsvorbehalte.
Der Rückgang der Forderungen an die Porsche SE resultiert aus der Rückzahlung eines
Darlehens.
Die Verpflichtungen gegenüber Aufsichtsräten beinhalten im Wesentlichen verzinsliche
Bankguthaben von Aufsichtsräten, die zu marktüblichen Konditionen bei Gesellschaften
des Volkswagen Konzerns angelegt wurden.
Des Weiteren bürgt der Volkswagen Konzern für nahestehende Personen und Unternehmen
gegenüber externen Banken in Höhe von 149 Mio.€.
Die ausstehenden Forderungen gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen wurden
in Höhe von 25 Mio. € wertberichtigt. Im 1. Halbjahr 2017 fielen hierfür Aufwendungen
in Höhe von 1 Mio.€ an.
Der Volkswagen Konzern hat im ersten Halbjahr Kapitaleinlagen gegenüber nahestehenden
Unternehmen und Personen in Höhe von 65 Mio.€ getätigt.
Der Aufsichtsrat der Volkswagen Aktiengesellschaft hat beschlossen, das Vorstandsvergütungssystem
mit Wirkung zum 1. Januar 2017 anzupassen.
Das neue System zur Vergütung des Vorstands wurde von der Hauptversammlung am 10.
Mai 2017 gebilligt.
Das neue Vorstandsvergütungssystem setzt sich aus einem fixen sowie zwei variablen
Bestandteilen, bestehend aus einem Jahresbonus mit einjährigem Bemessungszeitraum
sowie einem Long Term Incentive (LTI) in Form eines sogenannten Performance Share
Plans mit dreijähriger Laufzeit in die Zukunft, zusammen.
Jede Performance-Periode des Performance Share Plans hat eine dreijährige Laufzeit.
Zum Zeitpunkt der Gewährung des LTI wird der jährliche Zielbetrag aus dem LTI auf
Grundlage des Anfangskurses der Volkswagen Vorzugsaktie in Performance Shares umgerechnet
und dem jeweiligen Vorstandsmitglied als reine Rechengröße zugeteilt. Die endgültige
Festschreibung der Anzahl der Performance Shares erfolgt jeweils zu einem Drittel
am Ende eines jeden Jahres der dreijährigen Performance-Periode entsprechend dem Grad
der Zielerreichung für das jährliche Ergebnis je Volkswagen Vorzugsaktie.
Nach Ablauf der dreijährigen Laufzeit des Performance Share Plans findet dann ein
Barausgleich statt. Der Auszahlungsbetrag entspricht der finalen Anzahl an festgeschriebenen
Performance Shares multipliziert mit dem Betrag, der sich aus dem Schlusskurs am Ende
des Dreijahreszeitraums zuzüglich eines Dividendenäquivalents für die betreffende
Laufzeit ergibt.
Der Auszahlungsbetrag aus dem Performance Share Plan ist auf 200 % des Zielbetrags
begrenzt.
Scheidet ein Vorstand vor der Auszahlung der Performance Shares auf eigenen Wunsch
aus dem Unternehmen aus oder beginnt der Vorstand bei einem Konkurrenzunternehmen
ein Arbeits-/Dienstverhältnis, verfallen alle nicht ausgezahlten Performance Shares.
Für Vorstände, die bereits vor der Umstellung der Vergütung zum Vorstand bestellt
waren, gilt diese Regelung nicht. Ihr Zielbetrag im Jahr des Ausscheidens wird entsprechend
zeitanteilig gekürzt. Für weitere Details verweisen wir auf unsere Ausführungen im
Zwischenbericht 2017 für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. März 2017 unter der
Angabe "Wichtige Ereignisse".
Die Verpflichtungen aus dem Performance Share Plan werden gemäß IFRS 2 als "cash-settled
plan" bilanziert und mittels eines anerkannten Bewertungsverfahrens zum Fair Value
bewertet. Im Rahmen des Wechsels in das neue Vergütungssystem wurden den Vorstandsmitgliedern,
die der Anpassung bereits zugestimmt haben, insgesamt 128.519 Performance Shares zugeteilt.
Die schriftliche Zustimmung aller Vorstandsmitglieder wird zeitnah erwartet, lag zum
Stichtag aber noch nicht abschließend vor. Der Fair Value der Verpflichtung zum 30.
Juni 2017 beträgt 7,2 Mio.€. Sofern die Vorstände zum 30. Juni 2017 ausgeschieden
wären, hätte die Verpflichtung (innerer Wert) insgesamt 10,7 Mio.€ betragen.
Am 10. März 2017 schlossen die Volkswagen AG, Volkswagen Group of America, Inc. und
bestimmte Tochterunternehmen eine Vergleichsvereinbarung zur Beilegung der Umweltschutzklagen
von zehn Bundesstaaten - Connecticut, Delaware, Maine, Massachusetts, New York, Oregon,
Pennsylvania, Rhode Island, Vermont und Washington -in Höhe von 157 Mio. USD.
Am 24. März 2017 stellten die Vereinigten Staaten einen Antrag auf Erlass des zweiten
Partial Consent Decree, welches am 20. Dezember 2016 zwischen Volkswagen und dem Department
of Justice (DOJ), der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde Environmental Protection
Agency (EPA), der Umweltbehörde des US-Bundesstaates Kalifornien California Air Resources
Board (CARB) und dem Attorney General von Kalifornien zur Beilegung von Unterlassungsansprüchen
gemäß dem US-amerikanischen Gesetz zur Reinhaltung der Luft, dem Clean Air Act und
den kalifornischen Umweltschutz- und Verbraucherschutzgesetzen sowie Gesetzen bezüglich
irreführender Werbung in Bezug auf 3,0 l TDI-Fahrzeuge vereinbart worden war. Am 17.
Mai 2017 billigte das US-Bundesgericht in der in Kalifornien anhängigen "Multidistrict
Litigation" das zweite Partial Consent Decree. Des Weiteren stimmte das Gericht am
17. Mai 2017 in Bezug auf die 3,0 l TDI-Fahrzeuge dem zweiten Partial Consent Decree
in Kalifornien sowie dem mit privaten Klägern in Bezug auf 3,0 l TDI-Fahrzeuge erzielten
Vergleich in Zusammenhang mit Sammelklagen endgültig zu.
Am 13. April 2017 stimmte das Bundesgericht in der in Kalifornien anhängigen "Multidistrict
Litigation" dem dritten Partial Consent Decree zu, welches von Volkswagen am 11. Januar
2017 mit dem DOJ und der EPA zur Beilegung zivilrechtlicher Ansprüche und Unterlassungsansprüche
gemäß dem Clean Air Act in Bezug auf die 2,0 l und 3,0 l TDI-Fahrzeuge vereinbart
wurde. Verschiedene Klagen, die gegen die Volkswagen AG und ihre verbundenen Unternehmen
eingereicht wurden, bleiben nach wie vor vor dem Bundesgericht in der "Multidistrict
Litigation" in Kalifornien anhängig, so unter anderem Sammelklagen, die seitens Einzelhandelsbetrieben
von Mitbewerbern (das heißt nicht zu Volkswagen gehörenden Fahrzeughandelsbetrieben)
und seitens bei Franchise-Handelsbetrieben tätigen Volkswagen Vertriebsmitarbeitern
sowie seitens Käufern von bestimmten Volkswagen Anleihen und American Depositary Receipts
("ADRs") erhoben wurden. Überdies entschieden sich bestimmte Angehörige der Verbraucher-
und Händlerklassen gegen die Vergleiche der "Multidistrict Litigation" in Kalifornien
und reichten anstelle dessen eigene Klagen ein, die in der "Multidistrict Litigation"
in Kalifornien und verschiedenen einzelstaatlichen Gerichten in den USA anhängig sind.
Am 21. April 2017 erkannte das Bundesgericht in Michigan die am 11. Januar 2017 von
Volkswagen getroffene Vereinbarung zum Schuldanerkenntnis sowie zur Leistung einer
Strafzahlung in Höhe von 2,8 Mrd. USD an und verhängte eine Strafe mit einer dreijährigen
Bewährungsauflage.
Ebenfalls am 21. April 2017 genehmigten kanadische Gerichte die zwischen Verbrauchern
und der Volkswagen AG sowie anderen kanadischen und US-amerikanischen Unternehmen
des Volkswagen Konzerns geschlossene Vergleichsvereinbarung in Bezug auf 2,0 l Dieselfahrzeuge.
Die Staatsanwaltschaft München leitete ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen
des Verdachts des Betrugs und der strafbaren Werbung im Zusammenhang mit den in den
USA vertriebenen 3,0 l TDI-Fahrzeugen ein. Das Ermittlungsverfahren befindet sich
in einem frühen Stadium, der weitere Fortgang bleibt abzuwarten.
Im Juni 2017 erfolgte die Bestellung von Larry Thompson zum unabhängigen Compliance
Monitor und unabhängigen Compliance Auditor. Zusammen mit seinem Team wird er für
einen Zeitraum von mindestens drei Jahren entsprechend dem strafrechtlichen "Plea
Agreement" und dem "Third Partial Consent Decree" tätig sein. Herr Thompson (der "Monitor")
war unter anderem als stellvertretender Attorney General, United States Attorney für
den nördlichen Bezirk von Georgia, Executive Vice President und General Counsel für
Pepsi-Co bestellt und verfügt daher über umfangreiche Erfahrungen im öffentlichen
und privaten Sektor. Die Volkswagen AG und relevante, nahestehende Unternehmen arbeiten
eng mit dem Monitor und seinem Team zusammen, um sie bei der Ausführung ihrer Aufträge
zu unterstützen.
Am 19. April 2017 wurde gegen die AUDI AG und bestimmte verbundene Unternehmen eine
vermeintliche Sammelklage eingereicht, die auf den Vorwurf abstellt, die Beklagten
hätten die Existenz von "Abschalteinrichtungen" in mit Automatikgetriebe ausgestatteten
Fahrzeugen der Marke Audi verschleiert. Mittlerweile sind 14 dieser vermeintlichen
Sammelklagen in der "Multidistrict Litigation" in Kalifornien anhängig. Als Frist,
innerhalb der die Kläger eine konsolidierte Sammelklage eingereicht haben müssen,
hat das Gericht den 28. August 2017 festgesetzt.
Darüber hinaus wurden im Auftrag von circa 500 Einzelklägern in der "Multidistrict
Litigation" in Kalifornien fünf Massenklagen wegen ähnlicher Vorwürfe bezüglich der
Existenz von "Abschalteinrichtungen" in mit Automatikgetriebe ausgestatteten Fahrzeugen
der Marke Audi eingereicht. Die letzte der Massenklagen wurde am 26. Mai 2017 eingereicht.
Im Juni 2017 nahmen die Kläger diese Klagen zurück.
Am 23. Mai 2017 wies das Bundesgericht in der "Multidistrict Litigation" in Kalifornien
die Verbraucher- und Umweltschutzklagen der Attorney Generals von 12 Bundesstaaten
(Alabama, Illinois, Maryland, Minnesota, Missouri, Montana, New Hampshire, New Mexico,
Ohio, Oklahoma, Tennessee und Vermont) an deren entsprechende einzelstaatliche Gerichte
zurück, vor denen künftige Verfahren in Zusammenhang mit diesen Klagen geführt werden.
Im Juni 2017 erzielte die Volkswagen Group Canada mit ihren Volkswagen Markenvertragshändlern
eine Einigung zur Lösung der Dieselthematik. Die Einigung wurde außergerichtlich erzielt.
Am 28. Juni 2017 gab das Gericht in der "Multidistrict Litigation" in Kalifornien
dem Antrag der Volkswagen AG, die seitens bestimmter Käufer von Volkswagen ADR eingereichte
First-Amended-Consolidated-Securities-Sammelklage der Kläger abzuweisen, zum Teil
statt beziehungsweise wies diese zum Teil ab. Am 19. Juli 2017 gab ebenfalls dieses
Gericht dem Antrag der Volkswagen AG, die von Käufern bestimmter Volkswagen Anleihen
eingereichte Sammelklage abzuweisen, zum Teil statt beziehungsweise wies diese zum
Teil ab und gestattete den Klägern bis 18. August 2017 eine geänderte Klage einzureichen.
Am 21. Juli 2017 genehmigte das Bundesgericht in der in Kalifornien anhängigen "Multidistrict
Litigation" ein weiteres kalifornisches Partial Consent Decree, gemäß dem sich die
Volkswagen AG und bestimmte verbundene Unternehmen mit dem Attorney General von Kalifornien
und der CARB auf eine Zahlung für Zivilstrafen und Kostenerstattungen in Höhe von
153,8 Mio. USD geeinigt hatten. Diese Strafen schlossen umweltrechtliche Bußgelder
in Kalifornien für die 2,0 l und 3,0 l TDI-Fahrzeuge ein. Eine grundsätzliche Vereinbarung
war am 11. Januar 2017 erzielt worden.
Zudem gab das Bundesgericht in Kalifornien am 21. Juli 2017 dem Antrag des Steuerungskomitees
der Kläger "Plaintiffs' Steering Committee" auf eine Zahlung in Höhe von 125 Mio.
USD für Anwaltsgebühren und Kostenerstattungen im Zusammenhang mit der Vereinbarung
zu 3,0 l TDI-Fahrzeugen statt.
Am 21. Juli 2017 hat die AUDI AG für bis zu 850.000 Fahrzeuge mit V6 und V8 TDI-Motoren
der Emissionsklassen EU5 und EU6 in Europa und weiteren Märkten außerhalb der USA
und Kanada ein softwarebasiertes Update-Programm angeboten. Hierdurch wird im Wesentlichen
das Emissionsverhalten im realen Fahrbetrieb jenseits der gesetzlichen Anforderungen
weiter verbessert. Für Kunden werden durch die neue Software keine Kosten entstehen.
Das auch für bestimmte Modelle der Marken Volkswagen und Porsche angebotene Gesamtpaket
besteht aus freiwilligen und verpflichtenden Maßnahmen, die den Behörden bereits berichtet
und teilweise in ihren Entscheidungen aufgegriffen wurden. So überprüft Audi seit
Monaten systematisch Motor-Getriebe-Kombinationen auf ihre Emissionen und ist dazu
in enger Abstimmung mit den Behörden, insbesondere dem deutschen Bundesverkehrsministerium
und dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Audi geht gegenwärtig von insgesamt überschaubaren
Kosten für das softwarebasierte Update-Programm inklusive des auf Rückrufen basierenden
Umfangs aus und hat eine erste bilanzielle Risikovorsorge gebildet. Sollten zudem
aus den Untersuchungen von Audi und der Abstimmung mit dem KBA weitere Maßnahmen erforderlich
werden, wird Audi die Lösungen im Rahmen des Update-Programms im Interesse der Kunden
zügig umsetzen. Die freiwilligen Überprüfungen sind bereits weit fortgeschritten,
jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen. Zudem kommt Audi den Informationsanforderungen
der US-Behörden im Zusammenhang mit Automatikgetrieben in bestimmten Fahrzeugen nach.
Somit können aktuell weitere Feldmaßnahmen mit finanziellen Auswirkungen nicht gänzlich
ausgeschlossen werden.
Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen
Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr 2017 in den Kapiteln "Prognosebericht"
und "Risiko- und Chancenbericht" -einschließlich der Abschnitte "Risiken aus der Dieselthematik"
und "Rechtsstreitigkeiten/Dieselthematik" sowie der zugrunde liegenden Sachverhaltsdarstellung
im Kapitel "Dieselthematik" -des zusammengefassten Lageberichts im Geschäftsbericht
2016 auch aus den bis zum Aufstellungszeitpunkt erfolgten Veröffentlichungen zur Dieselthematik
und anderen möglichen Verfahren sowie aus den Untersuchungen und Befragungen zur Dieselthematik
keine wesentlichen Änderungen.
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration)
hat gemeinsam mit der Firma Takata am 5. Mai 2016 eine weitere Ausweitung des Rückrufs
für diverse Modelle unterschiedlicher Hersteller, in denen bestimmte Airbags der Firma
Takata verbaut wurden, verkündet. Daneben wurden auch Rückrufe in einzelnen Ländern
von den lokalen Behörden angeordnet. Von den Rückrufen sind auch Modelle des Volkswagen
Konzerns betroffen. Hierfür wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Es kann
derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Ausweitungen kommen könnte,
die auch Modelle des Volkswagen Konzerns betreffen werden. Weitere Angaben gemäß IAS
37.86 können für den Sachverhalt derzeit aufgrund der noch andauernden technischen
Untersuchungen und behördlichen Abstimmungen nicht angegeben werden.
Gegenüber den im Geschäftsbericht 2016 beschriebenen Eventualverbindlichkeiten ergeben
sich bis zum 30. Juni 2017 keine wesentlichen Änderungen.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben sich im Vergleich zum Konzernabschluss
2016 um 3,5 Mrd.€ auf 29,4 Mrd.€ erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus
der Erhöhung des Bestellobligos für Sachanlagen sowie den Verpflichtungen aus unwiderruflichen
Kredit- und Leasingzusagen.
Die aktuellen Erklärungen nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex
des Vorstands und des Aufsichtsrats der Volkswagen AG, der AUDI AG, der MAN SE und
der RENK AG sind auf den Internetseiten www.volkswagenag.com/ir, www.audi.de/cgk-erklaerung,
www.man.eu/corporate beziehungsweise www.renk.eu/corporated-governance.html dauerhaft
zugänglich.
Nach dem Schluss der ersten sechs Monate des Jahres 2017 gab es keine Vorgänge von
besonderer Bedeutung.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze
für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Wolfsburg, 27. Juli 2017
Volkswagen Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Matthias Müller | Karlheinz Blessing | Herbert Diess |
| Francisco Javier Garcia Sanz | Jochem Heizmann | Andreas Renschler |
| Rupert Stadler | Hiltrud Dorothea Werner | Frank Witter |
Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss -bestehend aus verkürzter Gewinn-
und Verlustrechnung und verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Bilanz, verkürzter
Eigenkapitalentwicklung, verkürzter Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden
Anhangangaben - und den Konzern-Zwischenlagebericht der VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT,
Wolfsburg, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017, die Bestandteile des
Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für
Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und
des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Ohne unser Urteil einzuschränken, weisen wir auf die im Anhang des Konzern-Zwischenabschlusses
im Abschnitt "Wesentliche Ereignisse" und im Konzern-Zwischenlagebericht im Kapitel
"Prognose-, Risiko- und Chancenbericht" dargestellten aktualisierten Informationen
im Zusammenhang mit der Dieselthematik hin, die im Wesentlichen auf die im Konzernabschluss
2016 sowie die im zusammengefassten Lagebericht zum 31. Dezember 2016 dargestellten
Informationen und abgegebenen Erklärungen verweisen.
Auf der Grundlage der dargestellten und diesem Konzern-Zwischenabschluss zugrundeliegenden
bisherigen Ergebnisse der verschiedenen eingeleiteten Maßnahmen zur Aufklärung des
Sachverhalts gibt es keine Bestätigung dafür, dass Vorstandsmitglieder vor Sommer
2015 Kenntnis von der bewussten Manipulation der Steuerungssoftware hatten. Sollten
im Rahmen der weiteren Aufklärungen neue belastbare Erkenntnisse über einen früheren
Informationsstand der Vorstandsmitglieder über die bewusste Manipulation der Steuerungssoftware
gewonnen werden, könnte dies gegebenenfalls Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss
als auch auf den Jahres-beziehungsweise Konzernabschluss sowie auf den zusammengefassten
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 und die Vorjahre haben.
Die bislang gebildeten Rückstellungen für Gewährleistungen und Rechtsrisiken basieren
auf dem dargestellten Kenntnisstand. Aufgrund der mit den laufenden und erwarteten
Rechtsstreitigkeiten zwangsläufig zusammenhängenden Unsicherheiten ist nicht auszuschließen,
dass zukünftig die Einschätzung der Risiken anders ausfallen kann.
Hannover, den 27. Juli 2017
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Norbert Winkeljohann | Frank Hübner |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
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Brieffach 1848-2
38436 Wolfsburg
Deutschland
Telefon + 49 (0) 5361 9-0
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27. Oktober 2017
Zwischenbericht Januar - September 2017
Neben der deutschen Fassung erscheint der Zwischenbericht in englischer Sprache.
Beide Sprachfassungen sind im Internet abrufbar unter:
www.volkswagenag.com/ir
Printed in Germany
758.809.576.00