![]() Volkswagen AGWolfsburgZwischenbericht Januar bis September 2019Wesentliche ZahlenVOLKSWAGEN KONZERNscroll
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Mengendaten inklusive der nicht vollkonsolidierten chinesischen Gemeinschaftsunternehmen.
Die Auslieferungen des Vorjahres wurden aufgrund statistischer Fortschreibung aktualisiert. Alle Zahlen im Bericht sind jeweils für sich gerundet; dies kann bei der Addition
zu geringfügigen Abweichungen führen. Die Vergleichswerte des Vorjahres werden neben
den Werten des aktuellen Berichtszeitraums in Klammern dargestellt. Verbrauchs- und Emissionswerte sowie Angaben zu Reichweiten wurden auf Basis des weltweit
harmonisierten Prüfverfahrens für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (World-wide
Harmonized Light Vehicles Text Procedure, WLTP) ermittelt. In der Praxis kann die
tatsächliche Reichweite von der nach WLTP prognostizierten abweichen. Wesentliche Fakten
Wichtige EreignisseMESSEN UND VERANSTALTUNGENIm dritten Quartal 2019 stellten die Marken des Volkswagen Konzerns auf zahlreichen
Messen und Veranstaltungen beeindruckende neue Produkte vor. Internationale Automobilausstellung (IAA)Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt präsentierte die Marke
Volkswagen Pkw ihren neuen Markenauftritt, der weltweit auf allen Kanälen ein neues
Markenerlebnis schaffen soll. Zentraler Bestandteil ist das neue Logo, das - in flacher
2D-Optik und auf seine essenziellen Bestandteile reduziert - besonders flexibel und
hervorragend für digitale Anwendungen einsetzbar ist. Mit seinem neuen Erscheinungsbild
präsentiert sich Volkswagen moderner, menschlicher und authentischer. Es markiert
den Start einer neuen Ära für Volkswagen, für den auf der Produktseite der vollelektrische
ID.3 steht, der ebenfalls Weltpremiere feierte. Als erstes Modell aus der ID.-Baureihe
basiert er auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten und ist emissionsfrei, höchst effizient
und voll vernetzt unterwegs. Die Batterien des ID.3 sind im Fahrzeugboden integriert,
was sich positiv auf den Schwerpunkt und die Fahrdynamik auswirkt. Durch den langen
Radstand und sehr kurze Überhänge ergibt sich ein besonders großer Innenraum, der
neue Standards in der Kompaktklasse setzt. Neben dem Display im Cockpit liefert ein
neu entwickelter, zentral positionierter Touchscreen mit einer Bildschirmdiagonale
von 10 Zoll dem Fahrer alle wichtigen Informationen. Der ID.3 wird zum Serienstart
mit einem 150 kW (204 PS) starken Elektromotor ausgestattet und mit drei Batteriegrößen
angeboten: Die Basisvariante hat einen nutzbaren Energiegehalt von 45 kWh und ermöglicht
eine Reichweite von bis zu 330 km. Mit der Batterievariante 58 kWh ist eine Reichweite
von bis zu 420 km möglich, die größte Batterievariante mit 77 kWh ermöglicht bis zu
550 km. Dank seiner Schnellladefähigkeit lassen sich beim ID.3 mit 100 kW Ladeleistung
innerhalb von 30 min rund 290 km Reichweite nachladen (alle km-Angaben im WLTP-Zyklus).
Mit einer zweiten Weltpremiere stellte die Marke Volkswagen Pkw in Frankfurt das T-Roc
Cabriolet vor, das die Palette des beliebten Crossover-Modells erweitern und mehr
Lifestyle in das SUV-Angebot bringen soll. Das Fahrzeug bietet die passende Mischung
aus markantem Design, einer SUV-typisch erhöhten Sitzposition, hoher Flexibilität
und dem einzigartigen Fahrgefühl eines Cabrios. Sein serienmäßig vollautomatisches
Stoffverdeck öffnet sich in nur 9 sec, auch während der Fahrt bis zu einer Geschwindigkeit
von 30 km/h. Neben dem ausfahrbaren Überschlagschutz sorgt unter anderem ein verstärkter
Frontscheibenrahmen für die Sicherheit der Insassen. Mit dem optional verfügbaren
Infotainmentsystem der neuesten Generation ist das T-Roc Cabriolet auf Wunsch permanent
online, sobald sich der Fahrer im Volkswagen System angemeldet hat. Informationen
zum Fahrzeug und zu Online-Diensten werden auf dem bis zu 8 Zoll großen Bildschirm
des Infotainmentsystems angezeigt. Im Zusammenspiel mit dem zusätzlich erhältlichen
Active Info Display mit 11,7 Zoll entsteht eine komplett digitale Cockpit-Landschaft. Auch die Marke Audi feierte auf der IAA zwei Weltpremieren. Die neue Generation des
RS 7 Sportback ist ein viertüriges Hochleistungs-Coupe in Form eines Gran-Turismo.
Die flache und breite Front, die weit ausgestellten Radhäuser, eine Seitenansicht
mit scharf gespannten Linien sowie ein Heck mit geschwungener Abrisskante und markantem
Stoßfänger verleihen dem Fahrzeug ein ästhetisches und gleichzeitig progressives Design.
Ein 4.0 TFSI-Motor mit 441 kW (600 PS) beschleunigt den Sportback in lediglich 3,6
sec von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h, mit optionalem
"Dynamikpaket plus" sogar bei 305 km/h. Dank des Mildhybrid-Systems (MHEV) mit 48
Volt-Hauptbordnetz kombiniert der Motor maximale Performance mit hoher Effizienz:
mit Hilfe eines Riemen-Starter-Generators kann er bis zu 12 kW Leistung zurückgewinnen
und als Energie in einen Lithium-Ionen-Akku einspeisen. Mit der zweiten Weltpremiere
stellte Audi den AI:TRAIL vor. Der vollelektrisch angetriebene Offroader präsentiert
sich als ein umfassendes Konzept nachhaltiger Mobilität für Wege abseits des Asphalts
sowie für das automatisierte Fahren. Seine bis in den Bodenbereich verglaste Kabine
erlaubt eine optimale Rundumsicht. Die großzügig dimensionierte Batteriekapazität
sorgt selbst abseits engmaschiger Ladenetze für ausreichend Reichweite. Angetrieben
wird der AI:TRAIL von vier Elektromotoren, die jeweils direkt ein Rad antreiben. Die
Leistung beträgt 320 kW (435 PS). Der Audi AI:TRAIL ist neben dem Audi Aicon, dem
AI:ME und dem AI:RACE der vierte Vertreter in der Reihe von Konzeptfahrzeugen mit
Elektroantrieb; alle waren in Frankfurt ausgestellt. Abgerundet wurde der Messeauftritt
von weiteren Neuheiten, darunter die aufgewerteten Modelle A4 und Q7, der A1 citycarver,
der Q3 Sportback und der Audi RS 6 Avant. Auf dem Messestand von ŠKODA waren mit dem Superb iV und dem Citigoe iV die ersten elektrifizierten Serienmodelle der tschechischen Marke zu sehen. Der
Superb iV verfügt über einen Plug-in-Hybridantrieb, der einen effizienten Benzinmotor
mit einem Elektromotor zu einer Systemleistung von 160 kW (218 PS) kombiniert. Er
kann bis zu 56 km (im WLTP-Zyklus) emissionsfrei fahren, der COz-Ausstoß im kombinierten
Betrieb liegt bei weniger als 35 g/km. Mit einer komplett geladenen Batterie und vollem
Tank schafft der Superb iV bis zu 930 km (im WLTP-Zyklus) ohne Zwischenstopp. Der
Citigoe iV ist der erste rein elektrische ŠKODA und mit einem 61 kW (83 PS) starken Elektromotor
emissionsfrei unterwegs. Die praxisnahe Reichweite im WLTP-Zyklus beträgt bis zu 260
km. Mit dem Scala G-Tec und dem Kamiq G-Tec will ŠKODA noch in diesem Jahr seine Palette
besonders umweltbewusster und effizienter Erdgas-Varianten erweitern; auf der IAA
waren seriennahe Studien der Modelle zu sehen. Die Monte Carlo-Versionen des Scala
und des Kamiq sind die neuen sportlichen Lifestyle-Varianten im Kompakt- und City-SUV-Segment.
In Anlehnung an die Rallye Historie von ŠKODA treten beide Modelle mit sportlich markanten
schwarzen Elementen auf und bieten eine verbesserte Ausstattung im Vergleich zum Basismodell.
Der ausschließlich als Kombi erhältliche Superb Scout kombiniert robuste Karosserieverkleidungen,
Allradantrieb und erhöhte Bodenfreiheit mit der Eleganz eines multifunktionalen Lifestyle-Kombis
und allen Vorzügen der Superb-Familie. SEAT stellte mit neuen Modellen und Konzeptfahrzeugen das Thema Elektrifizierung in
den Mittelpunkt. Mit dem Mii electric, dem ersten vollelektrischen Serienmodell, läutet
die spanische Marke ihr Elektrozeitalter ein. Er überzeugt mit dynamischem Fahrverhalten,
elegantem Design sowie modernsten Konnektivitätsfunktionen und voller Alltagstauglichkeit.
Sein moderner, kräftiger Elektroantrieb stellt eine Leistung von 61 kW (83 PS) zur
Verfügung. Der Lithium-lonen-Akku bietet mit einer Kapazität von 36,8 kWh eine Reichweite
von bis zu 260 km im WLTP-Zyklus. Im Schnellladebetrieb mit Gleichstrom ist der Akku
in rund einer Stunde wieder auf 80 % seiner Kapazität aufgeladen. Der Tarraco FR mit
Plug-in-Hybridantrieb (PHEV) ist das bisher stärkste Fahrzeug der Modellreihe. Sein
moderner Antriebsstrang besteht aus einem 1.4 TSI-Benzinmotor mit 110 kW (150 PS)
kombiniert mit einem 85 kW (115 PS) starken Elektromotor. Die maximale Gesamtleistung
des Systems beträgt 180 kW (245 PS ), damit beschleunigt der SEAT Tarraco FR PHEV
in nur 7,4 sec von 0 auf 100 km/h. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 217 km/h.
Die Karosserie strahlt mit den breiteren Radkästen, einem sportlichen Dachspoiler,
FR-Kühlergrill und 19-Zoll-Leichtmetallfelgen Selbstbewusstsein und Dynamik aus. Mit
dem Tavascan präsentierte CUPRA die Vision eines vollelektrisch angetriebenen SUV-Coupes.
Das Konzeptfahrzeug verbindet modernste Antriebstechnologie mit dem eleganten, sportlichen
und ausdrucksstarken Design eines viertürigen Crossover-SUV. Mit einer Leistung von
225 kW (306 PS) ist der Tavascan dynamisch und zugleich emissionsfrei unterwegs. Die
Batterie mit 77 kWh erlaubt eine Reichweite von bis zu 450 km im WLTP-Zyklus. Im Mittelpunkt des IAA-Auftritts von Porsche stand der erste vollelektrische Sportwagen
der Marke: der Taycan. Mit ihm startet Porsche in ein neues Zeitalter und baut sein
Produktangebot im Bereich der Elektromobilität konsequent aus. Die viertürige Sportlimousine
überzeugt mit Porschetypischer Performance, Konnektivität und vollumfänglicher Alltagstauglichkeit.
Zudem werden in Sachen Nachhaltigkeit und Digitalisierung hochmoderne Produktionsmethoden
angewendet. Die ersten Modelle der neuen Baureihe, Taycan Turbo S und Taycan Turbo,
bilden die Speerspitze der Porsche-E-Performance und zählen zu den leistungsstärksten
Serienmodellen, die der Sportwagenhersteller derzeit in seinem Produktportfolio hat.
In der Topversion Turbo S kommt der Taycan auf eine Leistung von 560 kW (761 PS).
Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert er in lediglich 2,8 sec. Die Reichweite beträgt
bis zu 412 km im WLTP-Zyklus. Weitere Highlights waren die Allrad-Modelle 911 Carrera
4 Coupe und 911 Carrera 4 Cabriolet, drei neue Hybridmodelle in der Cayenne-Baureihe
sowie das Top-Modell der kompakten SUV-Baureihe, der Macan Turbo. Lamborghini zog mit der Vorstellung seines ersten Hybrid-Supersportwagens die Aufmerksamkeit
der Messebesucher auf sich: Der Sian FKP 37 ist der leistungsstärkste Lamborghini
aller Zeiten und wartet mit neuen Werkstoff und Hybridtechnologien auf, darunter dem
weltweit ersten Einsatz eines Superkondensators anstatt einer Lithium-Ionen-Batterie.
Mit dem bisher niedrigsten Gewicht eines V12-Models und einer Systemleistung von 602
kW (819 PS) beschleunigt der Sian FKP 37 in weniger als 2,8 sec von 0 auf 100 km/h.
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 350 km/h. Neben dem Sian FKP 37 waren auf
dem Messestand der Urus und der Huracan EVO zu sehen. Caravan SalonAuf dem Caravan Salon 2019 in Düsseldorf feierte Volkswagen Nutzfahrzeuge das Debüt
des California 6.1. Der umfangreich überarbeitete Campervan wird wie sein Vorgänger
in den Ausstattungsversionen Beach, Coast und Ocean angeboten. Optisch differenzieren
sich die drei Modelle unter anderem über die unterschiedlich konfigurierte neue Frontpartie
voneinander. Das Interieur prägen neue Armaturen mit optional erstmals volldigitalen
Instrumenten sowie ein neues Camper-Bedienteil mit Touchscreen in der Dachkonsole.
Die Küchen- und Schrankelemente wurden veredelt, die Schlafgelegenheiten optimiert.
Neue Ausstattungen wie zum Beispiel ein Seitenwindassistent erhöhen den Fahrkomfort.
Das neue Infotainmentsystem mit integriertem Online-Zugang bietet eine optimale Vernetzung.
Angetrieben wird der California 6.1 von effizienten TDI-Motoren von 81 kW (110 PS)
bis 146 kW (199 PS). Parallel zum California 6.1 wurden in Düsseldorf der Grand California
und der Caddy Beach gezeigt. AUSZEICHNUNGENGleich mehrere Modelle des Volkswagen Konzerns erhielten im dritten Quartal 2019 im
unabhängigen Euro-NCAP-Crash-test die Höchstnote von fünf Sternen. ŠKODA überzeugte
mit seinem Scala und dem Kamiq. Darüber hinaus wurde der A1 von Audi ausgezeichnet.
Die übergreifende Sicherheitsbewertung setzt sich aus den Ergebnissen in den vier
Kategorien Insassenschutz für Erwachsene, Kinder und ungeschützte Verkehrsteilnehmer
sowie Sicherheitsunterstützung zusammen. Anfang Juli 2019 wählten die Leser von OFF ROAD den Amarok V6 der Marke Volkswagen
Nutzfahrzeuge zum besten Pickup unter den Geländewagen des Jahres. Der Amarok holte
diesen Leserpreis 2019 damit bereits zum siebten Mal seit 2011. Ende Juli 2019 gewann ŠKODA für sein Projekt dProduction im tschechischen Werk Kvasiny
den renommierten "Automotive Lean Production Award" in der Kategorie Special Award
- Smart Digital Application. Das Projekt befasst sich mit der Digitalisierung von
Fertigungsprozessen im Zuge der Implementierung von Technologien der Industrie 4.0.
Das Branchenmagazin AUTOMOBIL PRODUKTION und die Unternehmensberatung Agamus Consult
wählten die Sieger der "Automotive Lean Production Awards" unter mehr als 1.200 Bewerbern
in 17 Ländern aus. Der Multivan der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge punktete im August 2019 mit einem
Doppelsieg bei der ersten "Reisemobil-Wahl" der Auto Zeitung: Der California entschied
die Klasse der Kastenwagen/Campingbusse für sich, der Transporter dominierte die Kategorie
der Basisfahrzeuge. Die Redaktion der Zeitschrift hatte ihre Leser aufgerufen, in
fünf Kategorien die besten Reisemobile zu wählen. Mitte September 2019 erhielt der Volkswagen Konzern beim "Automotive Brand Contest
2019" des Rats für Formgebung zahlreiche Auszeichnungen. In der Kategorie Concepts
wurde die Marke Volkswagen Pkw für die Studie ID. ROOMZZ mit dem Hauptpreis "Best
of Best" ausgezeichnet, die Studie ID. BUGGY wurde als "Winner" gekürt. SEAT konnte
in derselben Kategorie mit seinem Konzeptfahrzeug CUPRA Formentor ebenso als "Winner"
überzeugen. Die Marke Volkswagen Pkw wurde außerdem für den Passat in der Kategorie
Interior mit "Best of Best" ausgezeichnet, der T-Cross wurde hier als "Winner" gewählt.
Darüber hinaus gewann der T-Cross die "Best of Best"-Auszeichnung in der Kategorie
Exterior Volume Brand, der Passat wurde hier als "Winner" bestimmt. Der renommierte
Designpreis ist der einzige internationale Designwettbewerb der Automobilbranche;
die Jury setzt sich aus Vertretern der Medien, des Designs, der Markenkommunikation
sowie der Hochschulen zusammen. Ebenso Mitte September 2019 überzeugten gleich mehrere Volkswagen Konzernmodelle bei
der Leserwahl "BEST OF mobility 2019". Volkswagen Pkw erhielt eine Auszeichnung für
seinen ID.3 in der Kategorie Electric Cars Economy. Audi wurde in der Kategorie Electric
Cars Executive für den e-tron ausgezeichnet. ŠKODA gewann mit dem VISION iV in der
Kategorie Concept Car. MAN wurde für den Lion's City in der Kategorie Public Transport
gekürt. Die Leserwahl "BEST OF mobility" führt der HUSS-VERLAG in Zusammenarbeit mit
dem internationalen Beratungsunternehmen Deloitte und dem Verband der Automobilindustrie
(VDA) durch. Ende September 2019 gewann der Volkswagen Konzern mit seinen Marken mehrfach die Auszeichnung
"autonis - die beste Design-Neuheit 2019" bei der Leserwahl des Fachmagazins auto
motor und sport. Audi überzeugte die Leser mit dem A1 in der Kategorie Kleinwagen
und dem A6 Avant in der Oberklasse. Porsche wurde für seinen 911 in der Kategorie
Sportwagen und den Macan in der Klasse Große SUV gekürt. Die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge
erhielt die Auszeichnung für den neuen Multivan in der Kategorie Vans. Insgesamt 100
neue Modelle standen 2019 in zehn Fahrzeugklassen zur Wahl. Ebenso Ende September 2019 erhielt das Volkswagen Werk Wolfsburg für seine effiziente
und nachhaltige Produktion den "Lean & Green Management Award 2019" in der Rubrik
Automotive OEM. An dem Wettbewerb haben über 250 Werke aus mehr als zehn Ländern und
20 unterschiedlichen Industriezweigen teilgenommen. JUBILÄENEnde Juli 2019 lief im Werk von Volkswagen Slovakia in Bratislava der einmillionste
Touareg vom Band. Zum Produktionsjubiläum präsentierte die Marke das stilvolle Sondermodell
"ONE Million", das mit exklusiver Ausstattung die Modellreihe des Flaggschiffs ergänzt.
Der Touareg ist seit Ende 2002 ein fester Bestandteil der Modellpalette von Volkswagen
Pkw. KOOPERATIONENIm Juli 2019 gab Volkswagen bekannt, zusammen mit Ford in das an der Entwicklung eines
Systems für das Autonome Fahren arbeitende Unternehmen Argo AI zu investieren. Die
Allianz erlaubt beiden Unternehmen, unabhängig voneinander das Self-Driving System
von Argo AI in eigene Modelle zu integrieren. Dieses System soll vollautomatisiertes
Fahren ermöglichen und insbesondere Ridesharing-Anbietern und Lieferdiensten in Innenstädten
neue Möglichkeiten durch vollautomatisierte Fahrzeuge eröffnen. Zudem beabsichtigt
Ford, den Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) von Volkswagen für ein emissionsfreies
Volumenmodell zu nutzen, das ab 2023 in Europa angeboten werden soll. Mit der Kooperation
wollen Volkswagen und Ford ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen, die Produkte noch besser
auf die Wünsche der Kunden weltweit abstimmen und gleichzeitig Synergien bei Kosten
und Investitionen heben. Der Vollzug der Argo Transaktion steht unter dem Vorbehalt
verschiedener behördlicher Freigaben und weiterer Bedingungen. Im Juli 2019 weitete Volkswagen sein Engagement im Bereich der Ladeinfrastruktur aus
und kündigte an, künftig eng mit der has-to-be GmbH zusammenzuarbeiten, einem führenden
Anbieter von Betriebssystemen für die Elektromobilität. Dazu übernimmt der Konzern
über seine Tochtergesellschaft Volkswagen Group Charging GmbH und die dazugehörige
Marke Elli (Electric Life) eine Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen. Gemeinsam
wollen has-to-be und Volkswagen den Ausbau des europaweiten Ladenetzes vorantreiben
und am wachsenden Markt für Ladelösungen partizipieren. Auch die konzerneigenen Ladesäulen
werden bereits teilweise mit der Software von has-to-be betrieben und sind damit Teil
eines ganzheitlichen, integrierten Ladeökosystems. Ende August 2019 hat sich Volkswagen eine Minderheitsbeteiligung an dem Technologie-Unternehmen
SeeReal Technologies S.A. gesichert. Die Beteiligung fördert den Zugang des Konzerns
zu wegweisender Augmented Reality (Erweiterte Realität) im Bereich zukünftiger dreidimensionaler
und holographischer Anzeigetechnologien im Auto. Im Gegensatz zu den bereits auf dem
Markt erhältlichen Head-up-Displays werden die Informationen im Bereich der Augmented
RealityTechnologie in das Blickfeld des Fahrers mit direktem Bezug zur Umwelt projiziert. Volkswagen AktieIm Zeitraum Januar bis September 2019 waren an den internationalen Aktienmärkten insgesamt
steigende Kurse bei volatilem Verlauf zu sehen. Der DAX lag über dem Wert zum Jahresende 2018. Positiv wirkte eine expansivere Geldpolitik
der US-amerikanischen Notenbank und der Europäischen Zentralbank. Unsicherheiten hinsichtlich
der Wirtschaftspolitik der US-Regierung, der andauernden Verhandlungen über den Austritt
Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) sowie des Wachstums der Weltwirtschaft
belasteten die Notierungen. Die Kurse der Vorzugsaktie und der Stammaktie der Volkswagen AG lagen in den ersten
neun Monaten 2019 über dem Niveau vom Jahresende 2018. Positive Impulse lieferten
vor allem gute Unternehmenszahlen. Belastet wurden die Notierungen insbesondere durch
Unsicherheiten bezüglich der zukünftigen regulatorischen Rahmenbedingungen für Diesel-
und Elektrofahrzeuge, der US-Zollpolitik, der andauernden Verhandlungen über den Austritt
Großbritanniens aus der EU, der Abkühlung des chinesischen Marktes sowie des Testverfahrens
zur Bestimmung von Schadstoff- und CO2-Emissionen und des Kraftstoffverbrauchs bei
Pkw und leichten Nutzfahrzeugen - das sogenannte WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty
Vehicles Test Procedure). Angaben und Erläuterungen zum Ergebnis je Aktie finden Sie im Anhang des Konzern-Zwischenabschlusses.
Weitere Daten zur Volkswagen Aktie sowie Nachrichten, Berichte und Präsentationen
zum Unternehmen sind auf der Internetseite www.volkswagenag.com/de/InvestorRelations.html
abrufbar. KENNZAHLEN ZU DEN VOLKSWAGEN AKTIEN UND MARKTINDIZES
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| Höchstkurs | Tiefstkurs | Schlusskurs | ||
| Stammaktie | Kurs (€) | 166,60 | 135,60 | 157,70 |
| Datum | 18.04. | 03.01. | 30.09. | |
| Vorzugsaktie | Kurs (€) | 163,14 | 134,76 | 156,06 |
| Datum | 18.04. | 03.01. | 30.09. | |
| DAX | Kurs | 12.630 | 10.417 | 12.428 |
| Datum | 04.07. | 03.01. | 30.09. | |
| ESTX Auto & Parts | Kurs | 527 | 412 | 459 |
| Datum | 18.04. | 03.01. | 30.09. |
Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2018 = 100

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2019 setzte die Weltwirtschaft ihr robustes
Wachstum mit nachlassendem Tempo fort. Die durchschnittliche Expansionsrate des Bruttoinlandsprodukts
(BIP) lag sowohl bei den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch bei den Schwellenländern
unter dem Wert der Vorjahresperiode. Die Preise für Energie- und sonstige Rohstoffe
sanken im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei einem nach wie vor vergleichsweise
niedrigen, wenngleich höheren Zinsniveau. Im Zusammenhang mit den handelspolitischen
Verwerfungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten ging der weltweite Güterhandel im
Berichtszeitraum zurück.
Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete von Januar bis September 2019 insgesamt
ein leichtes Wachstum bei abnehmender Dynamik. Diese Entwicklung war bei nahezu allen
nord- und südeuropäischen Ländern zu beobachten. Für Unsicherheit sorgte weiter vor
allem der ungewisse Ausgang der Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus
der EU.
In Deutschland setzte sich der Wachstumstrend bei einer guten Lage am Arbeitsmarkt
im Berichtszeitraum mit deutlich geringerer Dynamik fort, wobei sich sowohl die Stimmung
der Unternehmen als auch die der Konsumenten weiter eintrübte.
Die Volkswirtschaften Zentraleuropas erzielten in den ersten neun Monaten 2019 weiterhin
verhältnismäßig hohe Wachstumsraten, welche ebenfalls mehrheitlich zurückgingen. In
Osteuropa verringerte sich das BIP-Wachstum, was insbesondere auf die konjunkturelle
Entwicklung Russlands - als größte Volkswirtschaft der Region - zurückzuführen war.
Die in der Türkei im Jahr 2018 begonnene wirtschaftliche Schwächephase setzte sich
im Berichtszeitraum fort. Südafrika wies bei anhaltenden strukturellen Defiziten und
politischen Herausforderungen eine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum niedrigere Steigerungsrate
des BIP aus.
Das robuste Wachstum der US-Wirtschaft schwächte sich im Verlauf des Jahres 2019 sukzessive
ab. Wesentliche Impulse kamen von der privaten Inlandsnachfrage. Die US-Notenbank
senkte den Leitzins bei stabiler Lage am Arbeitsmarkt und relativ beständiger Inflationsentwicklung.
In Kanada und insbesondere in Mexiko ließ die Dynamik im Vergleich zum entsprechenden
Zeitraum 2018 nach.
Brasilien hat von Januar bis September 2019 das leichte Wirtschaftswachstum der Vorquartale
fortgesetzt, die Situation in Südamerikas größter Volkswirtschaft blieb jedoch weiterhin
angespannt. In Argentinien hielt die rezessive Wirtschaftsentwicklung bei hoher Inflation
und einem starken Währungsverfall an.
Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2018 = 100

Die chinesische Wirtschaft setzte ihr Wachstum im Berichtszeitraum mit hoher, jedoch
schwächer werdender Dynamik fort. Staatliche Stützungsmaßnahmen infolge der handelspolitischen
Auseinandersetzungen zwischen China und den USA wurden im Jahresverlauf 2019 fortgeführt.
Indien verzeichnete weiterhin eine verhältnismäßig hohe Wachstumsgeschwindigkeit.
Japan registrierte gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ein BIP-Wachstum
auf etwa gleichem Niveau.
Von Januar bis September 2019 hat sich die weltweite Pkw-Nachfrage im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum schwächer entwickelt (-5,0 %). Während in der Region Zentral- und
Osteuropa die Neuzulassungen den Wert des Vorjahres leicht übertrafen, verzeichneten
die Gesamtmärkte in Westeuropa, Nahost, Nordamerika, Südamerika sowie Asien-Pazifik
Einbußen.
Die weltweite Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen lag von Januar bis September
2019 leicht unter dem Vorjahresniveau.
In Westeuropa unterschritt die Pkw-Nachfrage im Berichtszeitraum unter anderem WLTP-bedingt
das Vorjahresniveau. Dabei schwächten sich die Neuzulassungen in den größten Einzelmärkten
in unterschiedlicher Stärke ab. Einen leichten Rückgang verzeichneten die Pkw-Verkäufe
in Frankreich und Italien. In Großbritannien lag das Pkw-Marktvolumen ebenfalls leicht
unter dem Vorjahreswert. Der ungewisse Ausgang der Austrittsverhandlungen mit der
EU belastete dort weiterhin die Nachfrage. Spürbar rückläufig entwickelte sich im
Berichtszeitraum der Pkw-Markt in Spanien. Der Anteil der neu zugelassenen Dieselfahrzeuge
am Pkw-Gesamtmarkt in Westeuropa sank im Zeitraum Januar bis September 2019 auf 32,2
(36,9)%.
Trotz des ungewissen Ausgangs der Austrittsverhandlungen zwischen der EU und Großbritannien
übertrafen die Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen in Westeuropa das Niveau
des Vorjahres deutlich.
In Deutschland lag die Zahl der Pkw-Verkäufe in den ersten neun Monaten 2019 leicht
über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Neben der konjunkturellen Lage und der gestiegenen
gewerblichen Nachfrage haben Verkaufshilfen, insbesondere in Form einer Umweltprämie,
die positive Entwicklung begünstigt.
Die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen in Deutschland war im Berichtszeitraum
deutlich höher als in der Vergleichsperiode 2018.
In der Region Zentral- und Osteuropa übertraf die Pkw-Nachfrage im Berichtszeitraum
das Vorjahresniveau leicht. Dabei entwickelten sich die einzelnen zentraleuropäischen
EU-Märkte uneinheitlich. Nach einem trotz der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar
2019 robusten Start schwächte sich der russische Pkw-Markt im weiteren Jahresverlauf
ab und lag am Ende der Berichtsperiode leicht unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.
Das Zulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen in Zentral- und Osteuropa lag auf
dem Vorjahresniveau. Dabei war in Russland die Zahl der verkauften Fahrzeuge in den
Monaten Januar bis September 2019 spürbar niedriger als im Vorjahr.
Auf dem Pkw-Markt in der Türkei war die Nachfrage von Januar bis September 2019 im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum aufgrund der verschlechterten gesamtwirtschaftlichen
Situation weiterhin drastisch rückläufig. In Südafrika blieb die Zahl der Pkw-Verkäufe
moderat unter dem schwachen Niveau des Vorjahres.
In Nordamerika gingen die Verkaufszahlen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (bis
6,35 t) im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahreswert leicht zurück. Auch das Marktvolumen
in den USA blieb leicht unter dem hohen Vorjahresniveau. Während leichte Nutzfahrzeuge
wie SUV- und Pickup-Modelle weiterhin eine positive Nachfrageentwicklung verzeichneten,
war das Pkw-Segment rückläufig. Auf dem kanadischen Automobilmarkt setzte sich der
seit dem zweiten Quartal 2018 rückläufige Trend auch im Verlauf des Berichtsjahres
fort. In Mexiko unterschritt die Zahl der verkauften Fahrzeuge den vergleichbaren
Vorjahreswert spürbar.
Auf den Märkten der Region Südamerika war das Neuzulassungsvolumen von Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen in den ersten neun Monaten 2019 insgesamt moderat rückläufig. In Brasilien
setzte sich die Erholung der Automobilnachfrage dabei mit einer hohen Wachstumsrate
fort; die Zahl der Neuzulassungen lag allerdings noch deutlich unter dem Rekordniveau
des Vergleichszeitraums 2012. Auf dem argentinischen Markt wirkte sich die Verschlechterung
der gesamtwirtschaftlichen Situation weiterhin negativ auf die Nachfrage nach Pkw
und leichten Nutzfahrzeugen aus: Von Januar bis September 2019 reduzierten sich die
Verkaufszahlen drastisch.
In der Region Asien-Pazifik lag die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im Berichtszeitraum
merklich unter dem Vorjahresniveau. Das war vor allem auf die Entwicklung des chinesischen
Pkw-Marktes zurückzuführen, der das Nachfragevolumen des Vorjahres spürbar verfehlte.
Belastend wirkte weiterhin der anhaltende Handelskonflikt zwischen China und den USA.
Auf dem indischen Pkw-Markt gingen die Verkäufe in den ersten neun Monaten 2019 gegenüber
dem Vorjahr deutlich zurück. In Japan übertraf der Fahrzeugmarkt das Vorjahresniveau
leicht.
Die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen in der Region Asien-Pazifik sank im Vergleich
zum Vorjahr moderat. In China, dem dominierenden Markt der Region und dem größten
Markt weltweit, wurde das Zulassungsvolumen des Vorjahres spürbar unterschritten.
In Indien lag die Zahl neu zugelassener Fahrzeuge moderat unter, in Thailand moderat
über dem Niveau des Vorjahres.
Die weltweite Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw mit einem Gesamtgewicht
von mehr als 6 t lag von Januar bis September 2019 auf den für den Volkswagen Konzern
relevanten Märkten moderat über dem Wert der Vergleichsperiode.
Die Nachfrage in Westeuropa stieg in den ersten drei Quartalen 2019 spürbar über das
Niveau von 2018. In Deutschland, dem größten Markt Westeuropas, lagen die Neuzulassungen
in den ersten neun Monaten 2019 deutlich über dem Vorjahreswert. Während die Nachfrage
in Italien moderat und in Spanien leicht unter dem Niveau des Vorjahres blieb, entwickelte
sie sich in Frankreich spürbar und in Großbritannien stark positiv.
In der Region Zentral- und Osteuropa lag das Zulassungsvolumen von Januar bis September
2019 leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Nachfrage in Russland ging ebenfalls leicht
zurück.
In Südamerika lag das Zulassungsvolumen insgesamt deutlich über dem Wert der ersten
neun Monate 2018. In Brasilien, dem größten Markt der Region, stieg die Lkw-Nachfrage
infolge der konjunkturellen Erholung gegenüber dem niedrigen Wert der Vergleichsperiode
sehr stark. Dagegen war in Argentinien ein drastischer Rückgang des Zulassungsvolumens
zu verzeichnen.
Die Nachfrage nach Bussen lag von Januar bis September 2019 auf den für den Volkswagen
Konzern relevanten Märkten signifikant über dem Niveau des Vorjahres. Hierzu trugen
vor allem ein deutlicher Anstieg in Westeuropa und ein erheblicher Zuwachs in Brasilien
bei.
Die Märkte für Power Engineering unterliegen unterschiedlichen regionalen und konjunkturellen
Einflüssen, weshalb die jeweiligen Geschäftsverläufe meist unabhängig voneinander
sind.
Im Marinemarkt setzte sich die zurückhaltende Bestelltätigkeit in den ersten neun
Monaten 2019 fort, insgesamt lag der Marinemarkt deutlich unter Vorjahresniveau. Insbesondere
in der Handelsschifffahrt gingen die Bestellungen aufgrund der zunehmenden Verunsicherung
der Märkte deutlich zurück. Eine weiterhin stabile Nachfrage zeigte sich bei Kreuzfahrtschiffen,
Passagierfähren sowie Fischereischiffen. Im Offshore-Sektor hemmten die vorhandenen
Überkapazitäten nach wie vor Investitionen in die Offshore-Ölgewinnung. Geplante strengere
Emissionsrichtlinien bedingten einen positiven Trend zugunsten von gasbetriebenen
oder mit Dual-Fuel-Motoren ausgerüsteten Schiffen. Übergreifend für alle Segmente
ist aufgrund des niedrigen Marktvolumens weiterhin ein deutlicher Wettbewerbsdruck
und damit verbunden ein niedriges Preisniveau spürbar.
Der Markt für die Energieerzeugung zeigte sich im bisherigen Verlauf des Jahres 2019
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres leicht verbessert. Der Trend weg von
schwerölbetriebenen Kraftwerken hin zu mit Dual-Fuel sowie mit Gas betriebenen Kraftwerken
hielt unverändert an. Weiterhin bestand ein hoher Bedarf an Energielösungen, mit starker
Tendenz hin zu höherer Flexibilität und dezentraler Verfügbarkeit. Bei allen Projekten
war ein anhaltend starker Wettbewerbs- und Preisdruck zu erkennen, der die Ergebnisqualität
der Aufträge belastete. Zudem führten die unverändert schwierigen Finanzierungsbedingungen
auf der Kundenseite, insbesondere bei größeren Projekten, häufig zu Verzögerungen
bei der Auftragsvergabe.
Der Markt für Turbomaschinen verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr spürbar. Dabei
kam es insbesondere in den für Turbokompressoren wichtigen Absatzmärkten der Grundstoff-,
Öl-, Gas- und Prozessindustrie zu einer Belebung der Nachfrage. Demgegenüber blieb
das Geschäft mit Dampf- und Gasturbinen aufgrund vorhandener Überkapazitäten in der
Stromerzeugung weiterhin schwierig. Der vorhandene Wettbewerbs- und Preisdruck entspannte
sich im Vergleich zum Vorjahr leicht.
Der After-Sales-Markt für Dieselmotoren entwickelte sich in der Marinesparte positiv
und profitierte von einem weiter steigenden Interesse an langlaufenden Wartungsverträgen
und Nachrüstungslösungen. In der Kraftwerkssparte wurde der After-Sales-Markt durch
Verschiebungen im Energiemix und durch regulatorische Änderungen in wichtigen Absatzmärkten
belastet. Im Bereich Turbomaschinen verbesserte sich der After-Sales-Markt deutlich.
Zudem ergaben sich hier neue Vertriebsmöglichkeiten in den Bereichen Digitalisierung
und langlaufende Serviceverträge.
Automobile Finanzdienstleistungen wurden in den ersten neun Monaten 2019 auf hohem
Niveau nachgefragt, was unter anderem aus den weiterhin niedrigen Leitzinsen in wesentlichen
Währungsräumen resultierte.
Von Januar bis September 2019 war auf dem europäischen Markt insgesamt ein leichter
Rückgang der Nachfrage nach Neufahrzeugen zu verzeichnen. In der Folge entwickelte
sich auch der Zugang neuer Leasing- und Finanzierungsverträge leicht rückläufig. Die
Gebrauchtwagenverkäufe in Europa stiegen leicht an, wohingegen bei den Leasing- und
Finanzierungsverträgen für Gebrauchtwagen ein leichter Rückgang zu verzeichnen war.
After-Sales-Produkte wie Inspektions-, Wartungs- und Verschleißverträge wurden in
den ersten neun Monaten 2019 vermehrt nachgefragt. Automobilbezogene Versicherungen
konnten einen geringen Anstieg erzielen.
In Deutschland blieb der Anteil kreditfinanzierter oder geleaster Neufahrzeuge im
Berichtszeitraum stabil auf hohem Niveau. After-Sales-Produkte wurden verstärkt nachgefragt,
auch der Bedarf nach integrierten Mobilitätslösungen im Geschäftskundensegment stieg
weiter an.
In Südafrika ging die Nachfrage nach Finanzierungs- und Versicherungsprodukten leicht
zurück.
Auf dem US-amerikanischen Markt und in Mexiko wurden Finanzdienstleistungen rund um
das Automobil auch im Zeitraum Januar bis September 2019 auf hohem Niveau nachgefragt.
In Brasilien knüpfte das Verbraucherkreditgeschäft und das landesspezifische Finanzdienstleistungsprodukt
Consorcio - eine Kombination aus Sparplan und Lotterie - an die verhalten positive
Entwicklung aus dem Jahr 2018 an. Knapp die Hälfte des Neuwagenabsatzes war im Berichtszeitraum
mit Finanzdienstleistungsprodukten versehen. Auf dem argentinischen Markt stellten
die infolge der jüngsten Wirtschaftskrise stark gestiegenen Zinsen eine Herausforderung
für den Vertrieb von Finanzierungs- und Leasingprodukten dar.
In der Region Asien-Pazifik hat sich die Nachfrage nach automobilbezogenen Finanzdienstleistungen
in den ersten neun Monaten 2019 uneinheitlich entwickelt. In China stagnierte der
Anteil kreditfinanzierter Fahrzeugkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und das
Wachstum bei neuen Verträgen verlangsamte sich aufgrund der rückläufigen Pkw-Verkäufe.
Lockerungen bei den bestehenden Zulassungsbeschränkungen in Ballungsgebieten bieten,
neben dem Binnenland und dem Gebrauchtwagenmarkt, ein hohes Potenzial, Neukunden für
automobilbezogene Finanzdienstleistungen zu gewinnen. In Indien und Japan stieg die
Nachfrage nach Finanzdienstleistungsprodukten.
Auch im Nutzfahrzeugbereich entwickelte sich die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen
regional unterschiedlich. In China setzte sich die positive Entwicklung des Jahres
2018 im Berichtszeitraum verlangsamt fort. In Brasilien verzeichnete das Lkw- und
Busgeschäft sowie der zugehörige Finanzdienstleistungsmarkt ein starkes Wachstum.
Von Januar bis September 2019 lieferte der Volkswagen Konzern weltweit 8.005.166 Fahrzeuge
an Kunden aus. Das waren 1,5% oder 125.426 Einheiten weniger als im Vergleichszeitraum
des Vorjahres. Während die Verkaufszahlen im Bereich Nutzfahrzeuge den Vorjahreswert
übertrafen, war die Zahl der an Kunden übergebenen Modelle aus dem Bereich Pkw leicht
rückläufig. Die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge wird seit dem 1. Januar 2019 im Bereich
Pkw berichtet, die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Die Grafik auf Seite
11 zeigt die Entwicklung der weltweiten Auslieferungen nach Einzelmonaten im Vergleich
zum Vorjahr. Im Folgenden gehen wir auf die Auslieferungen des Bereichs Pkw sowie
auf die Auslieferungen des Bereichs Nutzfahrzeuge getrennt ein.
| 2019 | 2018 | % | |
| Pkw | 7.826.075 | 7.964.264 | -1,7 |
| Nutzfahrzeuge | 179.091 | 166.328 | + 7,7 |
| Gesamt | 8.005.166 | 8.130.592 | -1,5 |
Die weltweite Nachfrage nach Pkw und leichten Nutzfahrzeugen aus dem Volkswagen Konzern
sank unter anhaltend herausfordernden Marktbedingungen im Berichtszeitraum gegenüber
dem Vorjahr um 1,7 % auf 7.826.075 Einheiten. Das war vor allem auf rückläufige Gesamtmärkte
- insbesondere in den Regionen Asien-Pazifik und Nahost - zurückzuführen. Die Auslieferungszahlen
der Monate Juli und August lagen zudem insbesondere aufgrund im Vorjahr vorgezogener
Käufe im Zusammenhang mit der WLTP-Umstellung unter den jeweiligen Vergleichswerten.
Im September wirkte der WLTP-Effekt auf den relevanten Märkten dagegen positiv. Weitere
Ursachen lagen in der eingeschränkten Verfügbarkeit von Benzinmotoren sowie in Modellwechseln.
Die Marken Volkswagen Pkw, Audi, ŠKODA und Volkswagen Nutzfahrzeuge erreichten in
der Folge die hohen Vorjahreswerte nicht. Besonders erfreulich entwickelten sich die
Marken SEAT (+9,4%) - die das beste Neun-Monats-Ergebnis der Unternehmensgeschichte
verzeichnete - und Lamborghini (+83,4%). Auch Porsche, Bentley und Bugatti steigerten
ihre Auslieferungszahlen im Vergleich zum Vorjahr. In Westeuropa, Südamerika und Afrika
registrierten wir eine höhere Nachfrage als im Vorjahreszeitraum, während unsere Auslieferungen
in den Regionen Zentral- und Osteuropa, Nahost, Nordamerika und Asien-Pazifik zurückgingen.
Unseren Pkw-Marktanteil haben wir in einem rückläufigen Weltgesamtmarkt auf 12,7 (12,2)%
ausgebaut.
Die Tabelle auf der nächsten Seite zeigt einen Überblick über die Auslieferungen von
Pkw und leichten Nutzfahrzeugen an Kunden nach Märkten im Berichtszeitraum. Nachfolgend
erläutern wir die Entwicklung der Verkaufszahlen in den einzelnen Märkten.
In Westeuropa lieferte der Volkswagen Konzern in den ersten neun Monaten dieses Jahres
2.765.282 Fahrzeuge an Kunden aus. Das waren 0,8% mehr als im gleichen Zeitraum 2018.
Im Vorjahr vorgezogene Käufe im Zusammenhang mit der WLTP-Umstellung führten insbesondere
im Juli und im August erwartungsgemäß zu Rückgängen. Im September wirkte der WLTP-Effekt
dagegen positiv. Insgesamt konnten Belastungen aus der Verunsicherung der Kunden aufgrund
der öffentlichen Diskussion um Fahrverbote für Dieselfahrzeuge sowie aus Kapazitätsrestriktionen
bei Benzinmotoren kompensiert werden. Erfreuliche Zuwächse verzeichneten die Modelle
T-Roc der Marke Volkswagen Pkw, Karoq und Kodiaq der Marke ŠKODA, Arona und Ateca
der Marke SEAT, Porsche Macan sowie Crafter von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Zudem waren
die im Verlauf des Vorjahres neu oder als Nachfolger in den Markt eingeführten Modelle
Touareg der Marke Volkswagen Pkw sowie die Audi Modelle A1 Sportback, Q3, A6 und Q8
bei den Kunden sehr beliebt. Der T-Cross und der Passat der Marke Volkswagen Pkw,
der ŠKODA Scala, der e-tron - das erste rein elektrische Serienmodell der Marke Audi
-, der ŠKODA Kamiq, der SEAT Tarraco sowie der Porsche Cayenne Coupe wurden erfolgreich
neu oder als Nachfolger in den Markt eingeführt. Der Pkw-Marktanteil des Volkswagen
Konzerns in Westeuropa erhöhte sich auf 22,6 (22,0) %.
In Deutschland übertraf die Nachfrage nach Fahrzeugen aus dem Volkswagen Konzern von
Januar bis September 2019 den Vorjahreswert (+ 2,3%), der von Vorzieheffekten im Zusammenhang
mit der WLTP-Umstellung sowie von der Umweltprämie positiv beeinflusst war. Zu den
beliebtesten Konzernmodellen zählten T-Roc und Tiguan der Marke Volkswagen Pkw, Audi
A3 Sportback, Karoq, Octavia und Superb der Marke ŠKODA, Arona und Ateca der Marke
SEAT sowie der Porsche Macan. Auch die im Laufe des Vorjahres neu oder als Nachfolger
eingeführten Modelle Touareg der Marke Volkswagen Pkw, Audi Q3, A6 Avant und Q8 sowie
ŠKODA Fabia waren bei den Kunden sehr gefragt. In der Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes
führten acht Konzernmodelle ihr jeweiliges Segment an: Polo, Golf, T-Roc, Tiguan,
Touran, Audi A6, Porsche 911 und Multivan/Transporter. Der Golf war auch nach den
ersten neun Monaten 2019 der in Deutschland am häufigsten zugelassene Pkw.
In der Region Zentral- und Osteuropa erreichte die Zahl der an Kunden übergebenen
Fahrzeuge im Berichtszeitraum annähernd den Wert des Vorjahres (-0,3 %). Positiv entwickelte
sich die Zahl der Auslieferungen in Russland und Polen, während sie in Tschechien
rückläufig war. Die Modelle T-Roc, Tiguan und Touareg der Marke Volkswagen Pkw, die
ŠKODA Modelle Rapid/Scala, Karoq und Kodiaq sowie Arona und Ateca von SEAT verzeichneten
eine erfreuliche Nachfrageentwicklung. Der Pkw-Marktanteil des Volkswagen Konzerns
in der Region Zentral- und Osteuropa belief sich auf 20,2 (20,7)%.
| AUSLIEFERUNGEN (FAHRZEUGE) | VERÄNDERUNG | ||
| 2019 | 2018 | (%) | |
| Europa/Übrige Märkte | 3.563.301 | 3.567.330 | -0,1 |
| Westeuropa | 2.765.282 | 2.743.360 | + 0,8 |
| davon: Deutschland | 1.004.791 | 982.226 | + 2,3 |
| Großbritannien | 427.687 | 434.858 | -1,6 |
| Italien | 235.430 | 220.288 | +6,9 |
| Spanien | 234.713 | 246.294 | -4,7 |
| Frankreich | 221.909 | 210.269 | + 5,5 |
| Zentral- und Osteuropa | 564.091 | 565.608 | -0,3 |
| davon: Russland | 158.992 | 152.739 | +4,1 |
| Polen | 122.433 | 121.409 | +0,8 |
| Tschechische Republik | 101.712 | 108.980 | -6,7 |
| Übrige Märkte | 233.928 | 258.362 | -9,5 |
| davon: Südafrika | 65.961 | 66.789 | -1,2 |
| Türkei | 46.466 | 83.582 | -44,4 |
| Nordamerika | 700.564 | 710.860 | -1,4 |
| davon: USA | 485.023 | 478.583 | + 1,3 |
| Mexiko | 131.088 | 142.071 | -7,7 |
| Kanada | 84.453 | 90.206 | -6,4 |
| Südamerika | 403.579 | 401.598 | + 0,5 |
| davon: Brasilien | 302.886 | 257.471 | + 17,6 |
| Argentinien | 57.454 | 98.745 | -41,8 |
| Asien-Pazifik | 3.158.631 | 3.284.476 | -3,8 |
| davon: China | 2.951.842 | 3.036.502 | -2,8 |
| Japan | 60.556 | 65.009 | -6,8 |
| Indien | 36.636 | 45.500 | -19,5 |
| Weltweit | 7.826.075 | 7.964.264 | -1,7 |
| Volkswagen Pkw | 4.514.552 | 4.622.842 | -2,3 |
| Audi | 1.357.102 | 1.407.672 | -3,6 |
| ŠKODA | 913.723 | 939.064 | -2,7 |
| SEAT | 454.797 | 415.575 | +9,4 |
| Bentley | 7.155 | 7.107 | +0,7 |
| Lamborghini | 6.517 | 3.554 | + 83,4 |
| Porsche | 202.318 | 196.562 | + 2,9 |
| Bugatti | 62 | 52 | + 19,2 |
| Volkswagen Nutzfahrzeuge | 369.849 | 371.836 | -0,5 |
in Tsd. Fahrzeuge

In der Türkei halbierte sich die Zahl der an Kunden übergebenen Fahrzeuge aus dem
Volkswagen Konzern von Januar bis September dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
nahezu und ging mit dem Rückgang des Marktes einher. Auf dem moderat zurückgehenden
südafrikanischen Markt sank die Zahl der verkauften Konzernmodelle um 1,2%. Der Polo
der Marke Volkswagen Pkw war weiterhin das dort am meisten verkaufte Konzernmodell.
Auf einem rückläufigen Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in Nordamerika sank
die Nachfrage nach Modellen aus dem Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum im Vergleich
zum Vorjahr um 1,4 %. Der Marktanteil des Konzerns in dieser Region belief sich auf
4,6 (4,6) %. Der Tiguan Allspace und der Jetta der Marke Volkswagen Pkw waren die
am meisten gefragten Konzernmodelle in Nordamerika.
Von Januar bis September 2019 lieferte der Volkswagen Konzern auf dem schwächeren
US-amerikanischen Markt 1,3% mehr Fahrzeuge an Kunden aus als im gleichen Zeitraum
des Vorjahres. Die größten Zuwächse unter den Konzernmodellen verzeichneten Jetta,
Tiguan Allspace und Atlas der Marke Volkswagen Pkw, Audi A6 und Porsche Cayenne. Der
Audi e-tron und der neue Porsche Macan wurden erfolgreich in den Markt eingeführt.
In Kanada ging die Zahl der Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns im Berichtszeitraum
im Vergleich zum Vorjahr um 6,4% zurück. Auch der Gesamtmarkt war während dieser Zeit
rückläufig. Besonders beliebt waren die Modelle Tiguan Allspace und Jetta der Marke
Volkswagen Pkw.
Auf einem sinkenden Gesamtmarkt in Mexiko lieferten wir in den ersten drei Quartalen
dieses Jahres 7,7% weniger Fahrzeuge an Kunden aus als im Vorjahreszeitraum. Das größte
Nachfragevolumen unter den Konzernmodellen verzeichneten Vento, Jetta und Tiguan Allspace
der Marke Volkswagen Pkw.
Auf dem insgesamt rückläufigen südamerikanischen Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
stieg die Zahl der an Kunden übergebenen Konzernmodelle in den ersten neun Monaten
2019 gegenüber dem Vorjahr um 0,5%. Der Gol und der Polo der Marke Volkswagen Pkw
wiesen das größte Nachfragevolumen unter den Konzernmodellen auf. Der T-Cross der
Marke Volkswagen Pkw und der neue Porsche Macan wurden erfolgreich in den Markt eingeführt.
Der Marktanteil des Konzerns in Südamerika stieg auf 12,6 (11,8) %.
Von der anhaltenden Erholung des brasilianischen Marktes konnte der Volkswagen Konzern
profitieren und dort im Berichtszeitraum die Zahl der Verkäufe an Kunden im Vorjahresvergleich
um 17,6% steigern. Dies war vor allem auf die Markteinführung des neuen T-Cross der
Marke Volkswagen Pkw sowie auf den Erfolg der im Vorjahr neu oder als Nachfolger in
den Markt eingeführten Modelle Virtus, Jetta und Tiguan Allspace der Marke Volkswagen
Pkw zurückzuführen. Aber auch die Nachfrage nach den Modellen Fox, Polo und Gol der
Marke Volkswagen Pkw sowie Amarok von Volkswagen Nutzfahrzeuge entwickelte sich sehr
erfreulich.
In Argentinien fiel die Zahl der an Kunden des Volkswagen Konzerns ausgelieferten
Fahrzeuge mit dem drastisch rückläufigen Gesamtmarkt in den ersten neun Monaten unter
den Vorjahreswert. Die größte Nachfrage unter den Konzernmodellen verzeichneten der
Gol und der Polo der Marke Volkswagen Pkw sowie der Amarok von Volkswagen Nutzfahrzeuge.
Der neu eingeführte T-Cross der Marke Volkswagen Pkw wurde von den Kunden ebenfalls
gut angenommen.
Von Januar bis September 2019 verzeichnete der Volkswagen Konzern in der Region Asien-Pazifik
unter weiterhin schwierigen Marktbedingungen eine rückläufige Nachfrage und übergab
3,8% weniger Fahrzeuge an Kunden als ein Jahr zuvor. Der Pkw-Marktanteil des Konzerns
in dieser Region erhöhte sich auf 12,6 (12,3) %.
In China lieferte der Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum 2,8% weniger Fahrzeuge
an Kunden aus als im Vorjahr. Besonders gefragt waren die im Verlauf des Vorjahres
neu oder als Nachfolger eingeführten Modelle T-Roc, Tayron, Tharu, Bora, Passat und
Lavida der Marke Volkswagen Pkw, Audi Q2L und Q5L, ŠKODA Karoq und Kamiq sowie Porsche
Macan und Cayenne. Die Modelle T-Cross, Polo, Sagitar und Teramont X der Marke Volkswagen
Pkw, Audi Q3 und Audi A6L sowie ŠKODA Superb Limousine wurden im Berichtszeitraum
erfolgreich neu oder als Nachfolger in den Markt eingeführt.
Auf dem indischen Pkw-Markt verzeichnete der Volkswagen Konzern in den ersten neun
Monaten dieses Jahres eine gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19,5% schwächere Nachfrage.
Der Polo der Marke Volkswagen Pkw war dort das am meisten nachgefragte Modell des
Konzerns.
In Japan übergaben wir 6,8% weniger Fahrzeuge an Kunden als im Vorjahreszeitraum.
Die Modelle Tiguan der Marke Volkswagen Pkw, Audi Q5 und Porsche 911 verzeichneten
erfreuliche Nachfragezuwächse.
In den ersten neun Monaten 2019 übergab der Volkswagen Konzern weltweit insgesamt
179.091 Nutzfahrzeuge an Kunden (+7,7%). Davon entfielen 153.205 (+5,6%) Einheiten
auf Lkw und 15.775 (-3,8%) Einheiten auf Busse. Die Auslieferungen von leichten Nutzfahrzeugen
der Marke MAN beliefen sich auf 10.111 (4.867) Fahrzeuge.
In Westeuropa erhöhten sich die Verkäufe gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
um 17,2% auf insgesamt 88.614 Einheiten; davon entfielen 75.533 auf Lkw und 4.267
auf Busse. Die Marke MAN lieferte hier 8.814 leichte Nutzfahrzeuge aus.
Von Januar bis September 2019 verringerten sich die Auslieferungen auf den Märkten
der Region Zentral- und Osteuropa um 3,0% auf 27.011 Fahrzeuge; darunter waren 24.985
Lkw und 1.006 Busse sowie leichte Nutzfahrzeuge der Marke MAN in Höhe von 1.020 Einheiten.
In Russland, dem größten Markt der Region, sanken die Verkäufe gegenüber dem Vorjahr
um 29,9% auf 5.850 Einheiten.
Auf den Übrigen Märkten, insbesondere in der Türkei, verringerten sich die Nutzfahrzeug-Auslieferungen
des Volkswagen Konzerns gegenüber dem Vorjahr um 34,0% auf insgesamt 8.924 Fahrzeuge;
davon entfielen 7.283 auf Lkw und 1.374 auf Busse. Die Marke MAN lieferte hier 267
leichte Nutzfahrzeuge aus.
Die Verkäufe in Nordamerika sanken in den ersten drei Quartalen 2019 auf 2.303 Fahrzeuge
(- 5,4%); diese wurden nahezu ausschließlich in Mexiko an Kunden übergeben, darunter
waren 1.078 Lkw und 1.225 Busse.
Die Auslieferungen in Südamerika stiegen auf insgesamt 43.421 Einheiten (+24,7%);
davon entfielen 36.818 auf Lkw und 6.603 auf Busse. Nachdem sich das wirtschaftliche
Klima in Brasilien weiter aufhellte, konnten wir hier unsere Verkäufe um 40,9% steigern.
Unter den ausgelieferten Einheiten befanden sich 33.275 Lkw und 4.920 Busse.
In der Region Asien-Pazifik verkaufte der Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum 8.818
Fahrzeuge, darunter 7.508 Lkw und 1.300 Busse - das waren insgesamt 27,1% weniger
als im Vorjahr. In China sanken die Verkäufe um 2,6% auf 3.228 Einheiten, davon entfielen
3.025 auf Lkw und 199 auf Busse.
| AUSLIEFERUNGEN (FAHRZEUGE) | VERÄNDERUNG | ||
| 2019 | 2018 | (%) | |
| Europa/Übrige Märkte | 124.549 | 116.977 | + 6,5 |
| Westeuropa | 88.614 | 75.625 | + 17,2 |
| Zentral- und Osteuropa | 27.011 | 27.833 | -3,0 |
| Übrige Märkte | 8.924 | 13.519 | -34,0 |
| Nordamerika | 2.303 | 2.435 | -5,4 |
| Südamerika | 43.421 | 34.815 | + 24,7 |
| davon: Brasilien | 38.195 | 27.114 | + 40,9 |
| Asien-Pazifik | 8.818 | 12.101 | -27,1 |
| davon: China | 3.228 | 3.315 | -2,6 |
| Weltweit | 179.091 | 166.328 | + 7,7 |
| Scania | 74.720 | 68.639 | + 8,9 |
| MAN | 104.371 | 97.689 | + 6,8 |
Im Regelfall sind Aufträge Im Segment Power Engineering Teil größerer Investitionsprojekte,
für die Lieferzeiten von knapp einem Jahr bis hin zu mehreren Jahren und Teillieferungen
nach Baufortschritt typisch sind. Die Umsatzerlöse aus dem Neubaugeschäft folgen daher
der Entwicklung der Auftragseingänge mit entsprechendem zeitlichen Versatz.
Hauptumsatzträger des Segments Power Engineering waren im Zeitraum Januar bis September
2019 Engines & Marine Systems sowie Turbomachinery, die zusammen über zwei Drittel
der gesamten Umsatzerlöse erzielten.
Der Konzernbereich Finanzdienstleistungen umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung,
das Leasing, das Bank-und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagement sowie Mobilitätsangebote
des Volkswagen Konzerns. Er schließt die Volkswagen Finanzdienstleistungen sowie die
Finanzdienstleistungsaktivitäten von Scania und Porsche Holding Salzburg ein. Seit
dem 1. Januar 2019 werden auch Vertragsabschlüsse unserer internationalen Gemeinschaftsunternehmen
berücksichtigt, die Vergleichswerte wurden angepasst.
Im Zeitraum Januar bis September 2019 waren die Produkte und Services des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen sehr beliebt. Die Zahl der Neuverträge lag im Finanzierungs-,
Leasing-, Service- und Versicherungsgeschäft bei weltweit 6,9 (6,6) Mio. Kontrakten.
Der Anteil der geleasten und finanzierten Fahrzeuge an den Auslieferungen des Konzerns
(Penetrationsrate) belief sich in den Märkten des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen
im Berichtszeitraum auf 34,9 (34,5)%. Der Gesamtvertragsbestand war am 30. September
2019 mit 23,5 Mio. Einheiten um 6,3 % höher als am 31. Dezember 2018.
In Europa/Übrige Märkte stieg die Zahl der in den ersten drei Quartalen 2019 unterzeichneten
Neuverträge um 6,2% auf 5,2 Mio. Einheiten. Der Gesamtvertragsbestand übertraf Ende
September 2019 mit 17,5 Mio. Kontrakten den Stand vom Jahresende 2018 um 7,8%; auf
den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing entfielen von diesen Kontrakten 7,7 Mio.
Verträge (+5,6%).
Die Zahl der in Nordamerika neu abgeschlossenen Verträge ging in den ersten neun Monaten
2019 im Vergleich zum Vorjahr um 7,6% auf 716 Tsd. Kontrakte zurück. Der Vertragsbestand
lag am 30. September 2019 mit 3,1 (3,0) Mio. Kontrakten etwa auf dem Niveau vom Vorjahresende.
Der Bereich Kundenfinanzierung und Leasing verzeichnete 1,9 (1,9) Mio. Verträge.
Die Erstkonsolidierung der Porsche Volkswagen Servicios Financieros Chile S.p.A. führte
in Südamerika zu einem deutlichen Plus bei den Vertragszahlen. Im Berichtszeitraum
wurden 266 (215) Tsd. neue Kontrakte abgeschlossen.
Ende September 2019 übertraf der Gesamtvertragsbestand mit 665 (589) Tsd. Einheiten
den Stand vom 31. Dezember 2018. Die Verträge betrafen überwiegend den Bereich Kundenfinanzierung
und Leasing.
Im Raum Asien-Pazifik beliefen sich die neuen Vertragsabschlüsse im Zeitraum Januar
bis September 2019 auf 695 Tsd. Einheiten; das waren 3,0% weniger als ein Jahr zuvor.
Am Ende des Berichtszeitraums lag der Gesamtvertragsbestand bei 2,3 Mio. Kontrakten;
ein Plus von 2,3 % im Vergleich zum Jahresendstand 2018. Auf den Bereich Kundenfinanzierung
und Leasing entfielen 1,7 Mio. Verträge (+1,0%).
In den ersten neun Monaten 2019 ging der Absatz des Volkswagen Konzerns an die Handelsorganisation
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,7% auf 7.983.304 Fahrzeuge (einschließlich der
chinesischen Joint Ventures) zurück. Grund war eine geringere Nachfrage vor allem
in China, der Türkei und Argentinien. Der Auslandsabsatz sank gegenüber dem Zeitraum
Januar bis September 2018 um 3,0%. Im Inland stieg der Absatz gegenüber dem Vorjahreswert
um 8,1 %. Die Inlandsquote als Anteil am Gesamtabsatz erhöhte sich auf 12,7 (11,6)%.
Von Januar bis September 2019 sank die Fertigung des Volkswagen Konzerns gegenüber
dem Vorjahr um 2,5 % auf insgesamt 7.974.795 Fahrzeuge. Im Inland lag die Produktion
bei 1.600.658 Einheiten, ein Rückgang von 6,6 %. Die Inlandsquote verringerte sich
auf 20,1 (21,0)%.
Die weltweiten Lagerbestände bei den Konzerngesellschaften und in der Handelsorganisation
lagen am 30. September 2019 unter dem Stand zum Jahresende 2018, aber über dem entsprechenden
Wert des Vorjahreszeitraums.
Am 30. September 2019 beschäftigte der Volkswagen Konzern 642.418 aktive Mitarbeiter;
weitere 9.679 Mitarbeiter befanden sich in der passiven Phase der Altersteilzeit.
Zusätzlich standen 19.674 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis. Am Ende des
dritten Quartals 2019 stieg die weltweite Gesamtbelegschaft des Volkswagen Konzerns
gegenüber dem Stand vom Jahresende 2018 um 1,1% auf insgesamt 671.771 Mitarbeiter
an. Die Mitarbeiterzahl im Inland erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2018 um 1,5%
auf 297.120 Beschäftigte. Dazu trugen unter anderem Einstellungen in den Bereichen
Elektromobilität, Digitalisierung und neue Mobilitätsangebote bei.
Zum 1. Januar 2019 ändert der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 16 die bisherigen
Vorschriften zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen mit dem zentralen Ziel der
bilanziellen Erfassung aller Leasingverhältnisse. Entsprechend entfällt für Leasingnehmer
die Klassifizierung in Finance- und Operating-Leasingverhältnisse. Stattdessen müssen
diese grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit
in ihrer Bilanz erfassen. Die angesetzten Nutzungsrechte werden in denjenigen Bilanzpositionen
ausgewiesen, in denen die dem Leasingvertrag zugrundeliegenden Vermögenswerte ausgewiesen
worden wären, wenn sie im Eigentum des Volkswagen Konzerns stehen würden. Unter Anwendung
der modifiziert retrospektiven Methode (Anpassung der Eröffnungsbilanz) kam es zum
1. Januar 2019 zur erstmaligen Erfassung der Nutzungsrechte im Anlagevermögen und
der Leasingverbindlichkeit als Finanzschuld. Dies führte zu einer Erhöhung der Bilanzsumme,
das Eigenkapital blieb unberührt.
Die neue Vorgehensweise führt in 2019 zu einer leichten Erhöhung des Operativen Ergebnisses,
da dieses seit dem 1. Januar 2019 nur noch Abschreibungen auf die Nutzungsrechte enthält.
Die Zinsaufwendungen bezüglich der Leasingverbindlichkeiten im Automobilbereich werden
im Finanzergebnis erfasst und führen dort entsprechend zu einer Belastung.
In der Kapitalflussrechnung wird infolge der veränderten ergebnisseitigen Darstellung
der Leasingverhältnisse durch den neuen IFRS 16 im Gesamtjahr ein positiver Einfluss
in Höhe eines mittleren dreistelligen Mio.€ Betrags auf den Brutto- und in weiterer
Folge auf den Netto-Cash-flow erwartet (Abschreibungen sind nicht zahlungswirksam).
Die Tilgung der Leasingverbindlichkeit führt zu einer entsprechenden Belastung des
Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit.
Die erstmalige Erfassung der Leasingverbindlichkeiten als Finanzschulden in der Bilanz
führte in der Kapitalflussrechnung zu einem deutlichen Anstieg des Kreditstands und
in der weiteren Folge zu einem negativen Einmaleffekt auf den Ausweis der Netto-Liquidität
des Konzernbereichs Automobile zum 1. Januar 2019 in Höhe von -4,8 Mrd.€.
Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.
Seit dem 1. Januar 2019 ordnen wir die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge dem Segment
Pkw zu und das Segment wurde in Pkw und leichte Nutzfahrzeuge umbenannt. Folglich
umfasst der Bereich Pkw in der finanziellen Berichterstattung nun die Marke Volkswagen
Nutzfahrzeuge. Das Segment Nutzfahrzeuge entspricht weiterhin dem Bereich Nutzfahrzeuge,
jetzt jedoch ohne die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge. Die Vorjahreswerte wurden angepasst.
Der Konzernbereich Automobile bleibt dabei unverändert.
Sondereinflüsse umfassen bestimmte Sachverhalte im Abschluss, deren gesonderte Angabe
nach Einschätzung des Vorstands nützlich ist, um den wirtschaftlichen Erfolg besser
beurteilen zu können.
Von Januar bis September 2019 ergaben sich im Operativen Ergebnis negative Sondereinflüsse
im Zusammenhang mit der Dieselthematik in Höhe von -1,3 (- 2,4) Mrd.€ im Bereich Pkw.
Sie resultierten aus zusätzlichen Aufwendungen für Rechtsrisiken, insbesondere aus
dem erlassenen Bußgeldbescheid der Staatsanwaltschaft Stuttgart (0,5 Mrd.€), durch
den das laufende Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die Dr. Ing. h.c. F. Porsche
AG beendet wurde, und aus höheren Rechtsverteidigungskosten.
Im August 2018 wurde der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BGAV) mit der
MAN SE außerordentlich zum 1. Januar 2019 gekündigt. Im Anschluss an die Bekanntmachung
der Eintragung der Beendigung des BGAV ins Handelsregister erhielten die Minderheitsaktionäre
der MAN SE nach den Bestimmungen des BGAV das Recht, ihre Aktien in einem Zeitraum
von zwei Monaten Volkswagen anzudienen. In der Folge sind im ersten Halbjahr dieses
Jahres 1,1 Mrd.€ für den Erwerb angedienter Aktien und Ausgleichszahlungen abgeflossen.
Die in der Bilanz ausgewiesene Position "Minderheitsgesellschaftern gewährte Andienungs-/Ausgleichsrechte"
reduzierte sich entsprechend. Die den Minderheitsgesellschaftern der MAN SE gewährten
Andienungsrechte endeten am 4. März 2019. Der verbliebene Betrag in Höhe von 0,7 Mrd.
€ wurde erfolgsneutral ins Eigenkapital umgegliedert, wovon 0,3 Mrd.€ auf Minderheiten
entfallen.
Seit dem 28. Juni 2019 werden Aktien der TRATON SE im regulierten Markt der Frankfurter
Wertpapierbörse und der NASDAQ Stockholm gehandelt. Der Platzierungspreis wurde auf
27,00€ je Aktie festgelegt. Das Eigenkapital des Volkswagen Konzerns erhöhte sich
dadurch um 1,4 Mrd.€, wovon 1,2 Mrd.€ als Anteile von Minderheiten ausgewiesen werden.
Der Zahlungseingang ist zu Beginn des dritten Quartals 2019 erfolgt.
In den ersten neun Monaten 2019 erzielte der Volkswagen Konzern Umsatzerlöse in Höhe
von 186,6 Mrd.€. Der Anstieg um 6,9% war auf Mix- und Preisverbesserungen, den ohne
die chinesischen Joint Ventures höheren Fahrzeugabsatz sowie die gute Geschäftsentwicklung
im Konzernbereich Finanzdienstleistungen zurückzuführen, denen eine negative Wechselkursentwicklung
entgegenstand. Der Volkswagen Konzern erwirtschaftete 80,4 (81,0)% seiner Umsatzerlöse
im Ausland. Das Bruttoergebnis lag mit 36,4 (35,0) Mrd.€ über dem Wert des Vorjahres.
Die Bruttomarge belief sich auf 19,5 (20,1)%.
Das Operative Ergebnis des Volkswagen Konzerns vor Sondereinflüssen nahm im Zeitraum
Januar bis September 2019 um 1,5 Mrd.€ auf 14,8 Mrd.€ zu. Die operative Umsatzrendite
vor Sondereinflüssen lag bei 7,9 (7,6) %. Insbesondere Verbesserungen im Mix sowie
in der Preispositionierung, in den Produktkosten und Effekte aus der Fair-Value-Bewertung
von bestimmten Derivaten hatten einen positiven Einfluss auf das Ergebnis, gegenläufig
wirkten gestiegene Fixkosten. Sondereinflüsse aus der Dieselthematik belasteten das
Operative Ergebnis mit -1,3 (-2,4) Mrd.€ in deutlich geringerem Maß als im Vorjahreszeitraum.
In der Folge fiel das Operative Ergebnis des Volkswagen Konzerns mit 13,5 Mrd.€ um
2,7 Mrd.€ höher aus als ein Jahr zuvor. Die operative Umsatzrendite stieg auf 7,3
(6,2)%.
Das Finanzergebnis war mit 1,1 Mrd.€ um 0,5 Mrd.€ niedriger als im Vorjahr. Die darin
enthaltenen Zinsaufwendungen nahmen infolge des gestiegenen Refinanzierungsvolumens,
der Aufzinsung von Rückstellungen sowie der Anwendung des neuen IFRS 16 deutlich zu.
Das Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen lag über dem Wert des Vorjahres.
Das Ergebnis vor Steuern des Volkswagen Konzerns stieg im Berichtszeitraum um 2,1
Mrd.€ auf 14,6 Mrd.€. Das Ergebnis nach Steuern nahm im Vergleich zum Vorjahr auf
11,2 (9,4) Mrd.€ zu.
Im Zeitraum Januar bis September 2019 erwirtschaftete der Konzernbereich Automobile
Umsatzerlöse in Höhe von 157,0 Mrd.€, die insbesondere aufgrund von Verbesserungen
im Mix und aus der Preispositionierung sowie des ohne die chinesischen Gemeinschaftsunternehmen
höheren Absatzvolumens um 5,8 % über dem Vorjahr lagen; Wechselkurse hatten einen
gegenläufigen Einfluss. Die Umsatzerlöse in den Bereichen Pkw, Nutzfahrzeuge und Power
Engineering konnten die jeweiligen Vorjahreswerte zum Teil deutlich übertreffen. Da
unsere chinesischen Joint Ventures At Equity bilanziert werden, schlägt sich die Geschäftsentwicklung
des Konzerns auf dem chinesischen Pkw-Markt im Wesentlichen nur in Form von Lieferungen
von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen in den Umsatzerlösen des Konzerns nieder.
Die Kosten der Umsatzerlöse stiegen vor allem aufgrund von gestiegenen Abschreibungen
infolge des hohen Investitionsvolumens sowie höheren ergebniswirksam verrechneten
Forschungs- und Entwicklungskosten, auch ihr Anteil an den Umsatzerlösen nahm im Vergleich
zum Vorjahr zu. Mit 6,8 (6,6) % lag die Forschungs- und Entwicklungskostenquote (F&E-Quote),
definiert als Anteil der gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten an den Umsatzerlösen
des Konzernbereichs Automobile, im Zeitraum Januar bis September 2019 leicht über
dem Wert des Vorjahres.
Im Berichtszeitraum waren die Vertriebskosten auf dem Niveau des Vorjahres, ihr Anteil
an den Umsatzerlösen ging dabei zurück. Die Verwaltungskosten stiegen in den ersten
drei Quartalen 2019; auch ihr Anteil an den Umsatzerlösen erhöhte sich etwas. Das
Sonstige betriebliche Ergebnis belief sich auf -0,3 (-2,5) Mrd. €. Gegenüber Vorjahr
niedrigere Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der Dieselthematik in Höhe von -1,3
(- 2,4) Mrd.€ sowie Effekte aus der Fair-Value-Bewertung von Derivaten außerhalb des
Hedge Accounting und aus Wechselkursen hatten einen positiven Einfluss.
Das Operative Ergebnis des Konzernbereichs Automobile fiel mit 11,3 Mrd.€ in den ersten
neun Monaten 2019 um 2,5 Mrd.€ höher aus als im Vorjahr. Verbesserungen vor allem
im Mix sowie positive Effekte aus der Preispositionierung, den Produktkosten, der
Bewertung von bestimmten Derivaten und geringere negative Sondereinflüsse konnten
höhere Abschreibungen sowie gestiegene Forschungs- und Entwicklungskosten mehr als
ausgleichen. Die operative Umsatzrendite stieg auf 7,2 (6,0)%. Das Operative Ergebnis
des Automobilbereichs vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 1,3 Mrd.€ auf 12,6 Mrd.€.
Die operative Umsatzrendite vor Sondereinflüssen lag bei 8,0 (7,6) %.
| Mio. € | 2019 | 2018 |
| Pkw1 | ||
| Umsatzerlöse | 134.666 | 128.218 |
| Operatives Ergebnis | 10.103 | 8.021 |
| Operative Umsatzrendite (in %) | 7,5 | 6,3 |
| Nutzfahrzeuge1 | ||
| Umsatzerlöse | 19.491 | 17.717 |
| Operatives Ergebnis | 1.307 | 857 |
| Operative Umsatzrendite (in %) | 6,7 | 4,8 |
| Power Engineering | ||
| Umsatzerlöse | 2.873 | 2.489 |
| Operatives Ergebnis | -98 | -46 |
| Operative Umsatzrendite (in %) | -3,4 | -1,9 |
Volkswagen Konzern in Mio. €

Von der Geschäftsentwicklung unserer chinesischen Gemeinschaftsunternehmen profitieren
wir im Operativen Ergebnis im Wesentlichen nur in Form von Lieferungen von Fahrzeugen
und Fahrzeugteilen sowie Lizenzeinnahmen, da die Ergebnisse der Joint Ventures im
Finanzergebnis At Equity bilanziert werden.
In Zeitraum Januar bis September 2019 beliefen sich die Umsatzerlöse des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen auf 29,6 Mrd.€ und lagen somit im Wesentlichen aufgrund des
gestiegenen Geschäftsvolumens um 13,1 % über Vorjahr.
Die Kosten der Umsatzerlöse erhöhten sich leicht überproportional um 3,0 Mrd.€ auf
24,3 Mrd.€. Die Vertriebskosten nahmen volumenbedingt zu, ihr Anteil an den Umsatzerlösen
blieb weitgehend unverändert. Sowohl die Verwaltungskosten als auch ihr Anteil an
den Umsatzerlösen waren niedriger als ein Jahr zuvor.
Das Operative Ergebnis des Finanzdienstleistungsbereichs fiel mit 2,2 Mrd.€ um 9,2%
höher aus als im Vorjahreszeitraum. Die operative Umsatzrendite lag bei 7,5 (7,8)%.
In den ersten neun Monaten 2019 erwirtschaftete der Volkswagen Konzern einen Brutto-Cash-flow
in Höhe von 29,9 Mrd.€, der um 2,5 Mrd.€ über dem Vergleichswert des Vorjahres lag.
Die Veränderung im Working Capital belief sich auf -17,1 (-18,3) Mrd.€. Von den in
den ersten drei Quartalen 2019 erfassten Sondereinflüssen führte die Zahlung der Geldbuße
aus dem Ordnungswidrigkeitenverfahren zu einem Mittelabfluss. Der Cash-flow aus dem
laufenden Geschäft stieg um 3,6 Mrd.€ auf 12,8 Mrd.€.
Die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts erhöhte sich auf 12,5 (11,8) Mrd.€.
In der Finanzierungstätigkeit flossen im Berichtszeitraum insgesamt Mittel in Höhe
von 0,7 (11,3) Mrd.€ zu. Die Finanzierungstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen die
Dividendenzahlung an die Aktionäre der Volkswagen AG, den Erwerb angedienter MAN Aktien
infolge der Kündigung des BGAV, den Zahlungsmittelzufluss aus dem Börsengang von TRATON
sowie die Aufnahme und Tilgung von Anleihen und übrige Finanzschulden. Unter Anwendung
des neuen IFRS 16 ist seit dem 1. Januar 2019 der Tilgungsanteil aus Leasingzahlungen
in der Finanzierungstätigkeit zu erfassen.
Am 30. September 2019 verzeichnete der Volkswagen Konzern einen Zahlungsmittelbestand
laut Kapitalflussrechnung in Höhe von 30,4 (24,8) Mrd.€.
Ende September 2019 lag die Netto-Liquidität des Volkswagen Konzerns bei -144,7 Mrd.€,
am Jahresende 2018 waren es -134,7 Mrd.€.
Von Januar bis September 2019 verzeichnete der Konzernbereich Automobile einen Brutto-Cash-flow
in Höhe von 22,3 (20,1) Mrd.€. Der Anstieg resultierte vor allem aus dem besseren
Ergebnis sowie aus positiven Effekten aus der Anwendung des neuen IFRS 16. Der im
Berichtszeitraum noch nicht gefasste Dividendenbeschluss des chinesischen Joint Ventures
FAW-Volkswagen hatte im Vorjahresvergleich einen negativen Einfluss. Die Veränderung
des Working Capital belief sich auf -1,4 (-5,2) Mrd.€. Im Vorjahresvergleich wirkte
der geringere Vorratsaufbau positiv, erst im vierten Quartal 2019 fällige Dividendenforderungen
negativ. Die Mittelabflüsse aus der Dieselthematik waren deutlich geringer als im
Vorjahreszeitraum. Der Cash-flow aus dem laufenden Geschäft erhöhte sich um 6,0 Mrd.€
auf 20,9 Mrd.€.
Mit 12,3 Mrd.€ nahm die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts des Konzernbereichs
Automobile von Januar bis September 2019 um 0,9 Mrd.€ zu. Die Sachinvestitionen (Investitionen
in Sachanlagen, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Immaterielle Vermögenswerte
ohne aktivierte Entwicklungskosten) stiegen um 0,3 Mrd.€ auf 8,2 Mrd.€. Die Sachinvestitionsquote
lag bei 5,2 (5,3)%. Die Sachinvestitionen flossen vornehmlich in unsere Fertigungsstandorte
und in Modelle, die wir in diesem und im kommenden Jahr in den Markt einführen, sowie
in die ökologische Ausrichtung unserer Modellpalette, die Elektrifizierung und Digitalisierung
unserer Produkte und in unsere modularen Baukästen. Die Zugänge zu den aktivierten
Entwicklungskosten nahmen in den ersten neun Monaten 2019 um 0,2 Mrd.€ auf 3,7 Mrd.€
zu. Infolge strategischer Investitionen in diverse Unternehmen erhöhte sich die Position
"Erwerb und Verkauf von Beteiligungen" um 0,4 Mrd.€ auf 0,6 Mrd.€.
| Mio.€ | 2019 | 2018 |
| Pkw1 | ||
| Brutto-Cash-flow | 19.566 | 17.842 |
| Veränderung Working Capital | 292 | -3.277 |
| Cash-flow laufendes Geschäft | 19.858 | 14.565 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | -13.303 | -10.567 |
| Netto-Cash-flow | 6.555 | 3.997 |
| Nutzfahrzeuge1 | ||
| Brutto-Cash-flow | 2.577 | 2.015 |
| Veränderung Working Capital | -1.440 | -1.626 |
| Cash-flow laufendes Geschäft | 1.137 | 390 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | 1.186 | -777 |
| Netto-Cash-flow | 2.323 | -387 |
| Power Engineering | ||
| Brutto-Cash-flow | 179 | 247 |
| Veränderung Working Capital | -254 | -270 |
| Cash-flow laufendes Geschäft | -75 | -23 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | -191 | -97 |
| Netto-Cash-flow | -266 | -120 |
Der Netto-Cash-flow des Konzernbereichs Automobile verbesserte sich gegenüber dem
niedrigen Vorjahreswert um 5,1 Mrd.€ auf 8,6 Mrd.€.
In den ersten neun Monaten 2019 verzeichnete die Finanzierungstätigkeit insgesamt
einen Mittelabfluss von -7,0 (-2,5) Mrd.€. An die Aktionäre der Volkswagen AG wurde
im Mai 2019 eine im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Mrd.€ gestiegene Dividende von insgesamt
2,4 Mrd. € ausgeschüttet. Die Position "Kapitaltransaktionen mit Minderheiten" enthält
den Zahlungsmittelzugang aus dem Börsengang von TRATON in Höhe von 1,4 Mrd.€. Die
Finanzierungstätigkeit berücksichtigt zudem als Folge der Kündigung des BGAV mit der
MAN SE den Erwerb der angedienten MAN Aktien sowie die Aufnahme und Tilgung von Anleihen
und übrige Finanzschulden. Seit 1. Januar 2019 ist hierin unter Anwendung des neuen
IFRS 16 außerdem der Tilgungsanteil aus Leasingzahlungen enthalten.
Durch die gemäß IFRS 16 vorzunehmende Erfassung der Leasingverbindlichkeiten als Finanzschulden
war der Kreditstand im Konzernbereich Automobile Ende September 2019 um 5,3 Mrd.€
höher als Ende des letzten Geschäftsjahres. Trotz dieses nicht zahlungswirksamen Effekts
lag die Netto-Liquidität des Konzernbereichs Automobile am 30. September 2019 mit
19,8 Mrd.€ leicht über dem Wert zum Jahresende 2018 in Höhe von 19,4 Mrd. €.
Von Januar bis September 2019 erwirtschaftete der Konzernbereich Finanzdienstleistungen
einen Brutto-Cash-flow in Höhe von 7,6 (7,3) Mrd.€. Resultierend aus einer höheren
Mittelbindung im Wesentlichen aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens belief sich
die Veränderung im Working Capital auf -15,7 (-13,2) Mrd.€. Der Cash-flow aus dem
laufenden Geschäft lag in der Folge bei -8,2 (-5,8) Mrd.€.
Mit 0,2 Mrd.€ nahm die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um 0,2 Mrd.€ ab.
Die Finanzierungstätigkeit des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen enthält vor
allem die Aufnahme und Tilgung von Anleihen und übrige Finanzschulden; insgesamt flossen
im Zeitraum Januar bis September 2019 Mittel in Höhe von 7,7 (13,8) Mrd. € zu.
Die branchenüblich negative Netto-Liquidität des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen
belief sich Ende September 2019 auf -164,5 Mrd.€, am 31. Dezember 2018 waren es -154,1
Mrd.€.
Am 30. September 2019 verzeichnete der Volkswagen Konzern eine Bilanzsumme von 489,7
Mrd.€, die den Wert vom Jahresende 2018 vor allem aufgrund des Wachstums im Konzernbereich
Finanzdienstleistungen, als Folge der Anwendung des neuen IFRS 16 sowie wechselkursbedingt
um 6,9% übertraf. Das Eigenkapital des Konzerns stieg gegenüber dem 31. Dezember 2018
um 2,2 Mrd.€ auf 119,6 Mrd.€. Die Eigenkapitalquote lag bei 24,4 (25,6)%.
Ende September 2019 lagen die Immateriellen Vermögenswerte im Konzernbereich Automobile
nahezu auf dem Wert zum Bilanzstichtag 2018. Aufgrund des neuen IFRS 16 stiegen die
Sachanlagen deutlich. Die At Equity bewerteten Anteile waren zum Ende der ersten neun
Monate 2019 über dem Wert vom Jahresende 2018: Die Geschäftsergebnisse der chinesischen
Joint Ventures von Januar bis September 2019 standen dem Dividendenbeschluss der SAIC
VOLKSWAGEN entgegen. Die Langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum
Jahresende 2018 insgesamt um 6,1 %.
Die Kurzfristigen Vermögenswerte nahmen um 10,5 % zu; die darin enthaltenen Vorräte
stiegen in etwa gleichem Maß. Die kurzfristigen Sonstigen Forderungen und finanziellen
Vermögenswerte fielen insbesondere aufgrund gestiegener Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie der restlichen Dividendenforderung gegenüber der SAIC VOLKSWAGEN
höher aus als ein Jahr zuvor. Der Zahlungsmittelbestand im Konzernbereich Automobile
verringerte sich um 1,9 Mrd.€ auf 22,3 Mrd.€.
Am Ende der ersten drei Quartale 2019 übertraf das Eigenkapital des Konzernbereichs
Automobile mit 89,3 Mrd.€ den Wert vom 31. Dezember 2018 um 0,4 Mrd.€. Die gute Ergebnisentwicklung
hatte einen positiven Einfluss. Infolge der Kündigung des BGAV zum 1. Januar 2019
wurde der verbliebene Betrag in Höhe von 0,7 Mrd.€ aus den Minderheitsgesellschaftern
an der MAN SE gewährten Andienungs- und Ausgleichsrechten erfolgsneutral ins Eigenkapital
umgegliedert, wovon 0,3 Mrd.€ die Anteile von Minderheiten am Eigenkapital erhöhten.
Diese stiegen durch die Ausgabe von Aktien an der TRATON SE um weitere 1,2 Mrd.€.
Sie sind nun im Wesentlichen den Minderheitsaktionären von TRATON, Renk und Audi zuzurechnen.
Gestiegene versicherungsmathematische Verluste aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen,
die Dividendenzahlung an die Aktionäre der Volkswagen AG sowie negative Effekte aus
der erfolgsneutral erfassten Derivatebewertung reduzierten das Eigenkapital des Automobilbereichs.
Mit 95,9 Mrd.€ waren die Langfristigen Schulden insgesamt um 23,5 % höher als am 31.
Dezember 2018. Die darin enthaltenen langfristigen Finanzschulden erhöhten sich im
Wesentlichen durch die Anwendung des neuen IFRS 16 deutlich. Die Pensionsrückstellungen
nahmen vor allem resultierend aus der versicherungsmathematischen Neubewertung infolge
der Änderung des Zinssatzes zu. Die langfristigen Sonstigen Schulden fielen aufgrund
von Effekten aus der Derivatebewertung höher aus als zum Jahresende 2018.
Am Ende des dritten Quartals 2019 lagen die Kurzfristigen Schulden auf dem Niveau
des Vorjahres. Infolge der außerordentlichen Kündigung des BGAV mit der MAN SE wurde
die Position "Minderheitsgesellschaftern gewährte Andienungs-/Ausgleichsrechte" abgewickelt:
angediente MAN Aktien erworben, Ausgleichszahlungen geleistet und der verbliebene
Betrag erfolgsneutral ins Eigenkapital umgebucht. Die kurzfristigen Finanzschulden
beliefen sich auf -5,6 (-1,5) Mrd.€. Die Werte des Automobilbereichs enthalten auch
die Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Konzernbereichen Automobile
und Finanzdienstleistungen. Da die Kurzfristigen Finanzschulden des originären Konzernbereichs
Automobile in beiden Zeiträumen geringer waren als die an den Finanzdienstleistungsbereich
gewährten Darlehen, war der auszuweisende Wert jeweils negativ. Die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im Berichtszeitraum. Die kurzfristigen
sonstigen Schulden nahmen im Wesentlichen aufgrund von zyklischen Effekten im Buyback-Geschäft
sowie aufgrund von Effekten aus der Derivatebewertung im Vergleich zum Jahresende
2018 zu.
| Mio. € | 30.09.2019 | 31.12.2018 |
| Pkw1 | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 125.004 | 116.537 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 83.091 | 70.408 |
| Bilanzsumme | 208.094 | 186.945 |
| Eigenkapital | 72.766 | 72.110 |
| Langfristige Schulden | 83.775 | 66.406 |
| Kurzfristige Schulden | 51.553 | 48.429 |
| Nutzfahrzeuge1 | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 24.349 | 24.117 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 13.982 | 17.366 |
| Bilanzsumme | 38.331 | 41.483 |
| Eigenkapital | 13.676 | 13.788 |
| Langfristige Schulden | 11.213 | 10.532 |
| Kurzfristige Schulden | 13.442 | 17.162 |
| Power Engineering | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 2.604 | 2.499 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.892 | 3.597 |
| Bilanzsumme | 6.496 | 6.097 |
| Eigenkapital | 2.818 | 2.953 |
| Langfristige Schulden | 945 | 754 |
| Kurzfristige Schulden | 2.733 | 2.391 |
Ende September 2019 verzeichnete der Konzernbereich Automobile eine Bilanzsumme, die
mit 252,9 Mrd.€ um 7,8% höher war als am Jahresende 2018.
Ende September 2019 übertraf die Bilanzsumme des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen
mit 236,8 Mrd.€ den Wert vom 31. Dezember 2018 um 5,9 %.
Insgesamt nahmen die Langfristigen Vermögenswerte im Vergleich zum Jahresende 2018
um 7,9% zu. Die darin enthaltenen Sachanlagen gingen zurück. Als Finanzinvestitionen
gehaltene Immobilien und Vermietete Vermögenswerte erhöhten sich aufgrund des Geschäftswachstums
sowie im Zuge der Anwendung des neuen IFRS 16, die Sonstigen Forderungen und finanziellen
Vermögenswerte verringerten sich entsprechend. Die langfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen
stiegen volumenbedingt.
Die Kurzfristigen Vermögenswerte waren insgesamt um 3,0% höher als Ende 2018. Die
kurzfristigen Sonstigen Forderungen und finanziellen Vermögenswerte fielen deutlich
geringer aus, während die kurzfristen Forderungen aus Finanzdienstleistungen zunahmen.
Mit 8,7 Mrd.€ war der Zahlungsmittelbestand im Finanzdienstleistungsbereich am Bilanzstichtag
um 3,9 Mrd.€ höher als zum Jahresende 2018.
Am 30. September 2019 entfielen rund 48,4 (48,8) % der Aktiva des Volkswagen Konzerns
auf den Finanzdienstleistungsbereich.
Das Eigenkapital des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen stieg Ende September 2019
ergebnisbedingt um 6,3 % auf 30,3 Mrd.€. Die Eigenkapitalquote lag bei 12,8 (12,7)%.
Die Langfristigen Schulden fielen im Wesentlichen aufgrund gestiegener langfristiger
Finanzschulden zur Refinanzierung des Geschäftsvolumens um 13,8% höher aus.
Die Kurzfristigen Schulden waren vor allem resultierend aus gesunkenen Finanzschulden
um 1,7 % niedriger als am Jahresende 2018.
Das Einlagevolumen aus dem Direktbankgeschäft lag mit 32,8 (29,9) Mrd. € über dem
Wert zum 31. Dezember 2018.
Aufgrund der weltweit schwächeren Pkw-Nachfrage haben wir die erwarteten Auslieferungen
an Kunden angepasst.
Im Berichtszeitraum ergaben sich Sondereinflüsse aus der Dieselthematik, die das Operative
Ergebnis belasten. Unsere Prognose für das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen
für den Konzern und den Bereich Pkw bleibt bestehen, die Prognose für das Operative
Ergebnis inklusive Sondereinflüsse haben wir abgesenkt. Für den Bereich Power Engineering
gehen wir aufwandsbedingt von einem merklich höheren Operativen Verlust aus.
Den Ausblick für das Geschäftsjahr 2019 finden Sie auf Seite 22.
1. Produktbezogene Klagen weltweit (exklusive USA/Kanada)
In Australien hat sich die Volkswagen AG im September 2019 mit den Sammelklägern sowie
der Australian Competition and Consumer Commission (ACCC) im Grundsatz auf eine vergleichsweise
Beendigung der Verfahren geeinigt. Das Gericht muss beiden Vergleichen noch zustimmen.
Die Volkswagen AG geht davon aus, dass die Vergleichssumme zur Beilegung der Sammelklagen
- abhängig von der Anzahl der Anmeldungen zum Vergleich - bei bis zu 127,1 Mio. AUD
zuzüglich Verfahrenskosten liegen wird.
In einer in Brasilien anhängigen Sammelklage, die sich auf rund 17 Tsd. Fahrzeuge
bezieht, erging im Mai 2019 ein nur teilweise aufrechterhaltendes Berufungsurteil.
Die Schadensersatzverpflichtung von Volkswagen do Brasil wurde in diesem Urteil deutlich
auf zunächst 35 Mio. € nebst Zinsen reduziert. Dieser Betrag kann sich durch die ausgeurteilte
Teuerungsrate und die individuelle Geltendmachung behaupteter Wertverluste betroffener
Amarok-Fahrzeuge erhöhen. Das Urteil ist weiterhin nicht rechtskräftig.
In Italien wurde die Entscheidung des Gerichts, die Sammelklage der Verbraucherorganisation
Codacons als unzulässig abzuweisen, rechtskräftig.
In Deutschland sind über 60.000 meist auf Schadensersatz oder Rückabwicklung gerichtete
Einzelverfahren von Automobilkunden gegen die Volkswagen AG oder andere Konzerngesellschaften
eingegangen.
In der Musterfeststellungsklage des Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. vor dem
Oberlandesgericht Braunschweig hat am 30. September 2019 die mündliche Verhandlung
begonnen.
2. Straf- und Verwaltungsverfahren weltweit (exklusive USA/ Kanada)
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat im April 2019 unter anderem wegen Betrugs
im Zusammenhang mit der Dieselthematik betreffend Motoren des Typs EA 189 auch gegen
einen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG Anklage erhoben.
Ferner hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig im September 2019 Anklage gegen den
amtierenden und einen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden sowie ein ehemaliges Vorstandsmitglied
(heutiger Aufsichtsratsvorsitzender) der Volkswagen AG wegen Marktmanipulation im
Zusammenhang mit der Dieselthematik erhoben und die Nebenbeteiligung der Volkswagen
AG im Verfahren beantragt.
Die Staatsanwaltschaft München II hat im Juli 2019 unter anderem wegen Betrugs im
Zusammenhang mit der Dieselthematik betreffend 3.0 TDI-Motoren auch gegen den vormaligen
Vorstandsvorsitzenden der AUDI AG Anklage erhoben.
Aus diesen Anklageerhebungen ergibt sich nach vorliegender Kenntnislage zum gegenwärtigen
Zeitpunkt keine Veränderung der Risikolage für den Volkswagen Konzern.
Das gegen die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG im Zusammenhang mit der Dieselthematik geführte
Ordnungswidrigkeitenverfahren wurde durch Bußgeldbescheid der Staatsanwaltschaft Stuttgart
vom 7. Mai 2019 beendet. Der Bußgeldbescheid knüpft an eine fahrlässige Aufsichtspflichtverletzung
in der Organisationseinheit Prüffeld Entwicklung Gesamtfahrzeug/Qualität an. Der Bußgeldbescheid
sieht eine Geldbuße in Höhe von insgesamt 535 Mio.€ vor, die sich aus einer Ahndung
in Höhe von 4 Mio.€ sowie einer Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile von 531 Mio.€
zusammensetzt. Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG hat die Geldbuße nach eingehender Prüfung
akzeptiert und diese vollständig bezahlt, womit der Bußgeldbescheid rechtskräftig
geworden ist. Durch den Bußgeldbescheid ist das Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen
die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG beendet. Eine weitere Sanktionierung oder Einziehung
gegen die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG ist daher in Europa im Zusammenhang mit dem
einheitlichen Lebenssachverhalt, der dem Bußgeldbescheid zugrunde liegt, nicht mehr
zu erwarten.
3. Anlegerklagen weltweit (exklusive USA/Kanada)
Das Oberlandesgericht Stuttgart hat im März 2019 die Durchführung der ihm vom Landgericht
Stuttgart vorgelegten Kapitalanleger-Musterverfahren mit der Begründung abgelehnt,
dass der gegenständliche Lebenssachverhalt im Wesentlichen bereits von dem insoweit
vorrangigen Musterverfahren vor dem Oberlandesgericht Braunschweig umfasst sei, welches
gegenüber weiteren Musterverfahren eine Sperrwirkung entfalte. Gegen eine dieser Entscheidungen
hat die Klägerseite Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof erhoben.
4. Verfahren in den USA/Kanada
Die Volkswagen AG und bestimmte verbundene Unternehmen haben zur Beilegung der durch
den Attorney General des US-Bundesstaates New Mexico geltend gemachten verbraucherschutzrechtlichen
Forderungen eine Einigung dem Grunde nach erzielt. New Mexico war der letzte verbleibende
Bundesstaat, der verbraucherschutzrechtliche Forderungen geltend gemacht hat.
Die Volkswagen AG, Volkswagen Group of America, Inc. und bestimmte verbundene Unternehmen
verteidigen sich weiterhin gegen die Klagen der Attorneys General bestimmter US-Bundesstaaten
und Kommunen wegen angeblicher Verletzungen von lokalen umweltrechtlichen Vorschriften.
Im März 2019 ist die Klage des Attorney General des Bundesstaates Tennessee vom Berufungsgericht
in Tennessee wegen Vorrangs des Bundesrechts abgewiesen worden. Der Attorney General
des Bundesstaates Tennessee hat davon abgesehen, weiter gegen die Klageabweisung vorzugehen,
so dass die Entscheidung des Tennessee Court of Appeals rechtskräftig ist. Ebenfalls
im März 2019 hat der Attorney General des Bundesstaates New Mexico seine umweltrechtliche
Klage freiwillig zurückgezogen und der Attorney General des Bundesstaates Alabama
hat entschieden, gegen die Abweisung seiner Klage gegen die Volkswagen AG durch den
Obersten Gerichtshof des Bundesstaates Alabama kein Rechtsmittel einzulegen.
Im März 2019 hat die US-Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission) gegen
die Volkswagen AG, die Volkswagen Group of America Finance, LLC, die VW Credit, Inc.
sowie einen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG eine Klage eingereicht,
in der Ansprüche nach US-Bundeswertpapierrecht aufgrund vermeintlich unrichtiger und
unvollständiger Angaben im Zusammenhang mit dem Angebot und Verkauf bestimmter Anleihen
und Asset-Backed Securities geltend gemacht werden.
5. Weitere Verfahren
Im Juni 2019 hat das Landgericht Hannover den Antrag dreier US-Fonds auf Austausch
des Sonderprüfers zurückgewiesen, gegen diese Entscheidung hat die Gegenseite Rechtsmittel
eingelegt.
Im April 2019 hat die Europäische Kommission im Rahmen der kartellrechtlichen Untersuchungen
in der Automobilindustrie der Volkswagen AG sowie der AUDI AG und der Dr. Ing. h.c.
F. Porsche AG die Beschwerdepunkte übermittelt. Mit diesen informiert die Europäische
Kommission über ihre vorläufige Bewertung des Sachverhalts und gibt Gelegenheit zur
Stellungnahme. Volkswagen wird die Beschwerdepunkte prüfen. Der Gegenstand des Verfahrens
beschränkt sich auf die Kooperation deutscher Automobilhersteller zu technischen Fragen
im Zusammenhang mit der Entwicklung und Einführung von SCR-Systemen und Ottopartikelfiltern
für Pkw, die im Europäischen Wirtschaftsraum verkauft worden sind. Andere Verhaltensweisen
wie Preisabsprachen oder die Aufteilung von Märkten und Kunden werden den Herstellern
nicht vorgeworfen. Volkswagen hat im Juli 2019 Einsicht in die Untersuchungsakte erhalten
und bereitet die Erwiderung auf die Beschwerdepunkte der Europäischen Kommission vor.
Zudem hat die chinesische Wettbewerbsbehörde im März 2019 ein Auskunftsersuchen in
dieser Angelegenheit an die Volkswagen AG sowie die AUDI AG und die Dr. Ing. h.c.
F. Porsche AG gerichtet.
Im Verfahren wegen möglicher wettbewerbswidriger Absprachen gegen mehrere herstellereigene
Automobilfinanzierungsgesellschaften haben die Volkswagen AG und die Volkswagen Bank
GmbH gegen den Bußgeldbescheid der italienischen Wettbewerbsbehörde im März 2019 Rechtsmittel
eingelegt. Darüber hinaus ist in diesem Zusammenhang eine kartellrechtliche Sammelklage
von Kunden in Italien unter anderem gegen die Volkswagen Bank GmbH eingegangen.
Im Juni 2019 hat der U.S. District Court des Northern District von Kalifornien zwei
vermeintliche Sammelklagen abgewiesen, in denen Käufer deutscher Luxusfahrzeuge behauptet
hatten, dass mehrere Automobilhersteller, unter anderem die Volkswagen AG und weitere
Konzerngesellschaften, sich seit den 1990er Jahren zwecks unrechtmäßiger Erhöhung
der Preise deutscher Luxusfahrzeuge abgestimmt und damit gegen US-amerikanische Kartell-
und Verbraucherschutzgesetze verstoßen hätten. Nach Auffassung des Gerichts waren
die Klagen unschlüssig, weil dem klägerischen Vortrag keine plausible Begründung der
behaupteten wettbewerbswidrigen Absprachen zu entnehmen war. Die Kläger reichten überarbeitete
Klageschriften ein, Volkswagen hat deren Abweisung beantragt.
Volkswagen hat Auskunftsersuchen der US-Umweltschutzbehörde (EPA) und des California
Air Resources Board (CARB) betreffend Automatikgetriebe in bestimmten Fahrzeugen mit
Benzinmotor beantwortet. Im Zuge dieser Untersuchung durch die EPA hat sich Volkswagen
im August 2019 gegenüber der EPA mit dem Verlust von rund 220.000 sogenannten Greenhouse
Gas Emission Credits einverstanden erklärt. Ebenfalls im August 2019 haben Volkswagen
und das sogenannte Steuerungskomitee der Kläger (Plaintiffs' Steering Committee) eine
Vereinbarung zur Beilegung zivilrechtlicher Forderungen betreffend rund 98.000 Fahrzeuge
der Marken Volkswagen, Audi, Porsche und Bentley bekanntgegeben. Für diese Fahrzeuge
führten Prüfungen von Volkswagen im Zusammenhang mit den Auskunftsersuchen - gemäß
den Rundungsregelungen der EPA - zu Abweichungen des Kraftstoffverbrauchs von 1 Meile
pro Gallone von den im "Monroney Label" nach US-amerikanischem Recht anzugebenden
Werten. Im Oktober 2019 hat das Gericht der Vergleichsvereinbarung seine vorläufige
Genehmigung erteilt.
Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen
Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr 2019 in den Kapiteln "Prognosebericht"
und "Risiko- und Chancenbericht" - einschließlich der Abschnitte "Risiken aus der
Dieselthematik" und "Rechtsstreitigkeiten/Dieselthematik" sowie der zugrunde liegenden
Sachverhaltsdarstellung im Kapitel "Dieselthematik" - des zusammengefassten Lageberichts
im Geschäftsbericht 2018 keine wesentlichen Änderungen. Insbesondere liegen dem Vorstand
der Volkswagen AG basierend auf den vorhandenen und gewonnenen Informationen nach
wie vor keine belastbaren Erkenntnisse oder Einschätzungen hinsichtlich der beschriebenen
Sachverhalte vor, die zu einer anderen Bewertung der damit verbundenen Risiken führen
würden.
Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Volkswagen Konzerns.
Diesen Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen und rechtlichen
Rahmenbedingungen einzelner Länder und Wirtschaftsräume, insbesondere für die Automobilbranche,
zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und
die wir zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet
und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten abweichen. Sollten sich wesentliche
Parameter bezüglich unserer wichtigsten Absatzmärkte ändern oder sich wesentliche
Veränderungen bei den für den Volkswagen Konzern relevanten Währungskursverhältnissen
oder Rohstoffen ergeben, wird das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen.
Darüber hinaus kann es auch zu Abweichungen von der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung
kommen, wenn sich die im Geschäftsbericht 2018 dargestellten Einschätzungen zu den
Faktoren nachhaltiger Wertsteigerung sowie zu Risiken und Chancen anders entwickeln
als derzeit von uns erwartet oder sich zusätzliche Risiken beziehungsweise Chancen
oder sonstige den Geschäftsverlauf beeinflussende Faktoren ergeben.
Der Vorstand des Volkswagen Konzerns geht davon aus, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft
2019 etwas verlangsamen wird. Risiken sehen wir weiterhin in protektionistischen Tendenzen,
Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie strukturellen Defiziten in einzelnen Ländern.
Zudem werden die Wachstumsaussichten von anhaltenden geo-politischen Spannungen und
Konflikten belastet. Wir rechnen deshalb damit, dass sowohl die fortgeschrittenen
Volkswirtschaften als auch die Schwellenländer eine schwächere Dynamik aufweisen werden
als 2018. Die höchsten Zuwachsraten erwarten wir in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen
Asiens.
Wir erwarten, dass sich die Pkw-Märkte im Jahr 2019 in den einzelnen Regionen uneinheitlich
entwickeln werden. Insgesamt wird die weltweite Nachfrage nach Neufahrzeugen voraussichtlich
moderat unter dem Niveau des Vorjahres liegen. In Westeuropa erwarten wir ein Neuzulassungsvolumen
von Pkw, das sich leicht unter dem Niveau des Vorjahres bewegt. Für den deutschen
Pkw-Markt gehen wir nach der insgesamt positiven Entwicklung der vergangenen Jahre
davon aus, dass die Nachfrage auf dem Vorjahresniveau liegen wird. Auf den Pkw-Märkten
in Zentral- und Osteuropa wird die Zahl der Verkäufe den Vorjahreswert voraussichtlich
leicht übertreffen. Auf den Märkten für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (bis 6,35 t)
in Nordamerika rechnen wir mit einem Nachfragevolumen moderat unter dem Wert des Vorjahres.
Wir gehen davon aus, dass auch die Neuzulassungen auf den südamerikanischen Märkten
für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge moderat unter dem Vorjahreswert liegen werden. Die
Märkte für Pkw der Region Asien-Pazifik werden das Vorjahresniveau voraussichtlich
ebenfalls moderat unterschreiten.
Auch die Märkte für leichte Nutzfahrzeuge werden sich im Jahr 2019 in den einzelnen
Regionen unterschiedlich entwickeln; insgesamt rechnen wir mit einer merklich sinkenden
Nachfrage.
Auf den für den Volkswagen Konzern relevanten Märkten für mittelschwere und schwere
Lkw werden die Neuzulassungen 2019 voraussichtlich leicht, auf den relevanten Märkten
für Busse moderat über denen von 2018 liegen.
Wir gehen davon aus, dass automobilbezogene Finanzdienstleistungen auch im Jahr 2019
eine hohe Bedeutung für den weltweiten Fahrzeugabsatz haben werden.
Der Volkswagen Konzern ist auf die künftigen Herausforderungen im Geschäft rund um
die Automobilität und die heterogene Entwicklung der regionalen Fahrzeugmärkte insgesamt
gut vorbereitet. Unsere Markenvielfalt, unsere Präsenz auf allen wichtigen Märkten
der Welt, die breite und gezielt ergänzte Produktpalette sowie wegweisende Technologien
und Dienstleistungen verschaffen uns weltweit eine gute Position im Wettbewerb. Im
Zuge der Transformation unseres Kerngeschäfts positionieren wir die Konzernmarken
trennschärfer und optimieren unser Fahrzeug- und Antriebsportfolio. Im Fokus stehen
dabei vor allem die CO2-Bilanz unserer Fahrzeugflotte und die Konzentration auf die
attraktivsten und wachstumsstärksten Marktsegmente. Zusätzlich arbeiten wir mit der
fortlaufenden Entwicklung neuer Technologien und unserer Baukästen daran, die Vorteile
unseres Mehrmarkenkonzerns noch gezielter zu nutzen.
Wir gehen davon aus, dass die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns im
Jahr 2019 unter weiterhin herausfordernden Marktbedingungen auf dem Niveau des Vorjahres
liegen werden.
Herausforderungen ergeben sich insbesondere aus dem konjunkturellen Umfeld, der steigenden
Wettbewerbsintensität, volatilen Wechselkursverläufen sowie aus verschärften WLTP-Anforderungen
(Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure).
Wir erwarten, dass die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns sowie der Bereiche Pkw
und Nutzfahrzeuge um bis zu 5% über dem Vorjahreswert liegen werden. Für das Operative
Ergebnis vor Sondereinflüssen des Konzerns und des Bereichs Pkw rechnen wir im Jahr
2019 mit einer operativen Umsatzrendite zwischen 6,5 und 7,5 %. Für den Bereich Nutzfahrzeuge
gehen wir von einer operativen Umsatzrendite zwischen 6,0 und 7,0% aus. Im Bereich
Power Engineering erwarten wir bei leicht steigenden Umsatzerlösen einen gegenüber
dem Vorjahr merklich höheren Operativen Verlust. Für den Konzernbereich Finanzdienstleistungen
gehen wir bei moderat steigenden Umsatzerlösen von einem Operativen Ergebnis auf dem
Niveau des Vorjahres aus.
Inklusive Sondereinflüsse erwarten wir für den Konzern und für den Bereich Pkw eine
operative Umsatzrendite, die am unteren Ende des jeweils erwarteten Korridors liegt.
Die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns stiegen im Zeitraum Januar bis September
2019 auf 186,6 (174,6) Mrd.€. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen erhöhte
sich auf 14,8 (13,3) Mrd.€. Aus der Dieselthematik ergaben sich in den ersten drei
Quartalen 2019 Sondereinflüsse in Höhe von -1,3 (-2,4) Mrd.€.
Die Marke Volkswagen Pkw setzte in den ersten neun Monaten dieses Jahres 2,8 (2,8)
Mio. Fahrzeuge ab. Eine gestiegene Nachfrage verzeichneten vor allem die Modelle T-Roc,
Tiguan, Touareg und Atlas. Der neue T-Cross wurde positiv im Markt aufgenommen. Die
Umsatzerlöse legten im Vergleich zum Vorjahr um 4,7% auf 65,4 Mrd.€ zu. Das Operative
Ergebnis vor Sondereinflüssen stieg auf 3,2 (2,3) Mrd.€. Belastungen aus dem geringeren
Absatz von Volkswagen Pkw Modellen und Wechselkursen konnten insbesondere durch Verbesserungen
im Mix und in der Preispositionierung kompensiert werden. Aus der Dieselthematik ergaben
sich im Berichtszeitraum Sondereinflüsse in Höhe von -0,7 Mrd.€.
Zur Erhöhung der Transparenz und Vergleichbarkeit werden ab 2019 die Mehrmarken-Vertriebsgesellschaften
aus der Marke Audi herausgelöst und in der Zeile "Sonstiges" ausgewiesen. Der Absatz
der Marke Audi belief sich im Zeitraum Januar bis September 2019 auf weltweit 900
(1.107) Tsd. Fahrzeuge. Das chinesische Joint Venture FAW-Volkswagen veräußerte weitere
430 (455) Tsd. Audi Fahrzeuge. Die Modelle Q2 und Q3 wurden besonders stark nachgefragt,
auch der neue Q8 war beliebt. Der vollelektrische Großserien-SUV Audi e-tron wird
sukzessive im Markt eingeführt. Die Umsatzerlöse gingen auf 41,3 (44,3) Mrd.€ zurück,
was aus der neuen Zuordnung von Gesellschaften resultierte. Belastungen aus dem WLTP-bedingt
geringeren Volumen, Modellan- und -ausläufen, höheren Vorleistungen für neue Produkte
und Technologien sowie Personalkostensteigerungen führten dazu, dass das Operative
Ergebnis auf 3,2 (3,7) Mrd.€ zurückging. Mix- und Produktkostenverbesserungen wirkten
positiv. In den Finanzkennzahlen der Marke Audi sind die Marken Lamborghini und Ducati
enthalten. In den ersten drei Quartalen 2019 setzte Ducati 42.506 (43.435) Motorräder
ab.
Die Marke ŠKODA steigerte ihren Absatz im Berichtszeitraum auf 805 Tsd. Fahrzeuge;
ein Plus von 15,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Stark nachgefragt wurden insbesondere
die Modelle Karoq und Kodiaq. Die Umsatzerlöse waren mit 14,8 Mrd.€ um 17,6% höher
als ein Jahr zuvor. Der Zuwachs bei Absatz und Umsatz resultierte insbesondere aus
Erstkonsolidierungen nach der Übernahme der Regionsverantwortung für Indien. Mit 1,2
Mrd.€ war das Operative Ergebnis um 92 Mio.€ höher als im Vorjahr. Negative Effekte
aus Kostensteigerungen, Wechselkursen und höheren Vorleistungen für neue Produkte
konnten durch Volumensteigerungen, Mixoptimierungen und Preismaßnahmen mehr als ausgeglichen
werden.
In den ersten neun Monaten 2019 setzte die Marke SEAT 517 Tsd. Fahrzeuge ab; das waren
11,8% mehr als im Vorjahr. Der für Audi gefertigte A1 ist darin enthalten. Die Nachfrage
nach den A-SUV-Modellen Arona und Ateca wuchs besonders stark. Die Umsatzerlöse konnten
mit 8,8 Mrd.€ den guten Wert der Vorjahresperiode um 14,0% übertreffen. Das Operative
Ergebnis nahm volumen- und mixbedingt um 4,2 % auf 248 Mio. € zu, Kostensteigerungen
wirkten hingegen belastend.
Vor allem die Verfügbarkeit der neuen Modelle Continental GT und GTC führte im Berichtszeitraum
dazu, dass der Absatz der Marke Bentley auf 7.224 (6.654) Fahrzeuge stieg. Die Umsatzerlöse
legten auf 1,3 (1,1) Mrd. € zu. Das Operative Ergebnis verbesserte sich auf 65 (-137)
Mio.€, was neben dem Volumen auf Kosteneinsparungen im Rahmen des laufenden Effizienzprogramms
sowie die Mix- und Wechselkursentwicklung zurückzuführen war.
| KONZERNBEREICH AUTOMOBILE | KONZERNBEREICH FINANZDIENSTLEISTUNGEN | ||
| Bereich Pkw | Bereich Nutzfahrzeuge | Bereich Power Engineering | Händler- und Kundenfinanzierung |
| Volkswagen Pkw | Scania Vehicles and Services | Power Engineering | Leasing |
| Audi | MAN Nutzfahrzeuge | Direktbank | |
| ŠKODA | Versicherungen | ||
| SEAT | Flottenmanagement | ||
| Bentley | Mobilitätsangebote | ||
| Porsche Automobile | |||
| Volkswagen Nutzfahrzeuge | |||
| Sonstiges | |||
Porsche Automobile setzte von Januar bis September 2019 weltweit 205 Tsd. Fahrzeuge
ab und übertraf damit den Vergleichswert des Vorjahres um 7,7 %. Die Umsatzerlöse
betrugen 18,7 (17,5) Mrd.€. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen lag mit 3,2
(3,2) Mrd.€ auf dem Niveau des Vorjahres. Negative Wechselkurseffekte und Kostensteigerungen
standen Mix- und Volumenverbesserungen gegenüber. Aus der Dieselthematik ergaben sich
im Berichtszeitraum Sondereinflüsse in Höhe von -0,5 Mrd.€.
In den ersten neun Monaten 2019 belief sich der Absatz von Volkswagen Nutzfahrzeuge
auf weltweit 344 (337) Tsd. Fahrzeuge. Vor allem der Crafter verzeichnete Zuwächse.
Die Umsatzerlöse waren mit 8,8 Mrd.€ um 2,1% höher als ein Jahr zuvor. Gestiegene
Fix- und Entwicklungskosten für neue Produkte führten dazu, dass das Operative Ergebnis
um 20,9% auf 497 Mio.€ sank. Positiv wirkten höhere Volumina und gesunkene Produktkosten.
Ab dem 1. Januar 2019 wird das Finanzdienstleistungsgeschäft von Scania innerhalb
der Zeile "Sonstiges" berichtet. Im Berichtszeitraum stieg der Absatz von Scania Vehicles
and Services auf 76 (69) Tsd. Fahrzeuge. Die Umsatzerlöse erhöhten sich auf 10,4 (9,3)
Mrd.€. Das Operative Ergebnis von Scania Vehicles and Services verbesserte sich auf
1,2 (0,9) Mrd. €. Neben dem höheren Fahrzeugabsatz und einem stärkeren Originalteile-
und Dienstleistungsgeschäft wirkten ein verbesserter Mix sowie Wechselkurseffekte
positiv auf das Ergebnis. Mit der erfolgreichen Einführung der neuen Scania Lkw-Generation
in Lateinamerika und Asien wurde die bisherige Parallelproduktion von alter und neuer
Baureihe vollständig beendet.
MAN Nutzfahrzeuge setzte in den ersten drei Quartalen dieses Jahres 104 Tsd. Einheiten
ab und übertraf damit den Vergleichswert 2018 um 6,8%. Die Umsatzerlöse beliefen sich
auf 9,2 (8,6) Mrd.€. Das Operative Ergebnis war mit 297 (222) Mio.€ besser als im
Vorjahr, das durch Aufwendungen für die Restrukturierung von Aktivitäten in Indien
belastet war. Positiven Effekten aus höheren Volumina im Fahrzeug- und Teilegeschäft
sowie verbesserten Margen standen ein schwierigeres Marktumfeld für Gebrauchtfahrzeuge
sowie höhere Produkt- und Fixkosten gegenüber.
| ABSATZ | UMSATZERLÖSE | OPERATIVES ERGEBNIS | ||||
| Tsd. Fahrzeuge/Mio. € | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Volkswagen Pkw | 2.754 | 2.753 | 65.447 | 62.508 | 3.152 | 2.330 |
| Audi1 | 900 | 1.107 | 41.332 | 44.257 | 3.239 | 3.671 |
| ŠKODA1 | 805 | 698 | 14.811 | 12.598 | 1.175 | 1.083 |
| SEAT | 517 | 462 | 8.828 | 7.744 | 248 | 237 |
| Bentley | 7 | 7 | 1.306 | 1.092 | 65 | -137 |
| Porsche Automobile2 | 205 | 190 | 18.666 | 17.507 | 3.200 | 3.197 |
| Volkswagen Nutzfahrzeuge | 344 | 337 | 8.756 | 8.572 | 497 | 628 |
| Scania Vehicles and Services3 | 76 | 69 | 10.427 | 9.337 | 1.209 | 888 |
| MAN Nutzfahrzeuge | 104 | 98 | 9.175 | 8.599 | 297 | 222 |
| Power Engineering | - | - | 2.873 | 2.489 | 91 | 142 |
| VW China4 | 2.815 | 3.021 | - | - | - | - |
| Sonstiges5 | -543 | -619 | -22.949 | -24.762 | -411 | -872 |
| Volkswagen Finanzdienstleistungen | - | - | 27.946 | 24.635 | 2.035 | 1.915 |
| Volkswagen Konzern vor Sondereinflüssen | - | - | - | - | 14.795 | 13.306 |
| Sondereinflüsse | - | - | - | - | -1.257 | -2.435 |
| Volkswagen Konzern | 7.983 | 8.123 | 186.617 | 174.577 | 13.539 | 10.871 |
| Konzernbereich Automobile6 | 7.983 | 8.123 | 157.031 | 148.424 | 11.313 | 8.832 |
| davon: Bereich Pkw7 | 7.803 | 7.956 | 134.666 | 128.218 | 10.103 | 8.021 |
| Bereich Nutzfahrzeuge7 | 180 | 167 | 19.491 | 17.717 | 1.307 | 857 |
| Bereich Power Engineering | - | - | 2.873 | 2.489 | -98 | -46 |
| Konzernbereich Finanzdienstleistungen | - | - | 29.587 | 26.153 | 2.226 | 2.039 |
1
2019 entsprechend neuer Zuordnung von Gesellschaften; die Vorjahreswerte wurden nicht
angepasst.
2
Porsche (einschließlich Finanzdienstleistungen): Umsatz 20.490 (19.117) Mio.€, Operatives
Ergebnis vor Sondereinflüssen 3.346 (3.329) Mio.€.
3
Scania (einschließlich Finanzdienstleistungen): Umsatz 10.762 (9.634) Mio.€, Operatives
Ergebnis 1.314 (991) Mio.€.
4
Die Umsatzerlöse und Operativen Ergebnisse der Joint-Venture-Gesellschaften in China
sind in den Werten des Konzerns nicht enthalten. Diese chinesischen Gesellschaften
werden At Equity konsolidiert und erzielten ein anteiliges Operatives Ergebnis von
3.187 (3.330) Mio. €.
5
Im Operativen Ergebnis im Wesentlichen ergebniswirksame konzerninterne Posten, insbesondere
aus der Eliminierung von Zwischengewinnen, inklusive Abschreibungen auf identifizierte
Vermögenswerte im Rahmen der Kaufpreisallokationen sowie den Marken nicht zugeordnete
Gesellschaften.
6
Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
7
Die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge wird seit dem 1. Januar 2019 im Bereich Pkw berichtet,
die Vorjahreswerte wurden angepasst.
Power Engineering erwirtschaftete im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von 2,9
(2,5) Mrd.€. Das Operative Ergebnis ging aufwands- und mixbedingt auf 91 (142) Mio.€
zurück.
Volkswagen Finanzdienstleistungen berücksichtigt seit dem 1. Januar 2019 auch Vertragsabschlüsse
der internationalen Gemeinschaftsunternehmen, die Vergleichswerte wurden angepasst.
In den ersten drei Quartalen 2019 wurden 6,3 (6,1) Mio. neue Verträge im Finanzierungs-,
Leasing-, Service- und Versicherungsgeschäft abgeschlossen. Die Penetrationsrate als
Anteil der geleasten oder finanzierten Fahrzeuge am relevanten Auslieferungsvolumen
des Konzerns belief sich bei gleichgebliebenen Vergabegrundsätzen auf 34,5 (34,2)%.
Der Gesamtvertragsbestand lag am Ende des Berichtszeitraums bei 21,2 Mio. Kontrakten;
ein Plus von 4,6% gegenüber dem Stand vom Jahresende 2018. Im Bereich Kundenfinanzierung/Leasing
stieg der Vertragsbestand um 3,7% auf 11,1 Mio. Kontrakte, im Bereich Service/Versicherungen
legte er auf 10,1 (9,6) Mio. Kontrakte zu. Am Ende des Berichtszeitraums hatte die
Volkswagen Bank rund 1,5 (1,5) Mio. Einlagenkonten im Bestand. In den ersten neun
Monaten 2019 verbesserte sich das Operative Ergebnis infolge des Geschäftswachstums
und wechselkursbedingt um 6,2% auf 2,0 Mrd.€.
In der Region Europa/Übrige Märkte setzte der Volkswagen Konzern im Zeitraum Januar
bis September dieses Jahres 3,6 Mio. Fahrzeuge ab; das waren 1,6% mehr als im Vorjahreszeitraum.
Die Umsatzerlöse nahmen volumen- und mixbedingt auf 113,9 (106,7) Mrd. € zu.
Der Absatz des Volkswagen Konzerns auf den Märkten Nordamerikas stieg im Berichtszeitraum
um 7,4% auf 737 Tsd. Fahrzeuge. Die Umsatzerlöse legten um 20,0% auf 32,9 Mrd.€ zu;
der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem höheren Volumen sowie positiven Wechselkurseffekten.
In Südamerika setzen wir in den ersten drei Quartalen dieses Jahres 445 (445) Tsd.
Fahrzeuge ab. Die Umsatzerlöse verbesserten sich trotz einer ungünstigen Wechselkursentwicklung
mixbedingt auf 8,4 (7,8) Mrd. €.
In der Region Asien-Pazifik ging der Absatz des Volkswagen Konzerns - einschließlich
der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen - im Zeitraum Januar bis September 2019
auf insgesamt 3,2 (3,4) Mio. Fahrzeuge zurück. Die Umsatzerlöse lagen dank eines verbesserten
Mix und positiver Wechselkurseinflüsse mit 31,3 (31,4) Mrd.€ nahezu auf dem Niveau
des Vorjahres. Die Umsatzerlöse unserer chinesischen Joint Ventures sind nicht enthalten,
da diese At Equity konsolidiert werden.
Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Umsatzerlösen in Fremdwährung erhöhten in
den ersten neun Monaten 2019 die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns um 0,1 (1,4)
Mrd.€.
| ABSATZ | UMSATZERLÖSE | |||
| Tsd. Fahrzeuge/Mio. € | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Europa/Übrige Märkte | 3.630 | 3.572 | 113.926 | 106.689 |
| Nordamerika | 737 | 686 | 32.878 | 27.394 |
| Südamerika | 445 | 445 | 8.433 | 7.769 |
| Asien-Pazifik1 | 3.171 | 3.420 | 31.310 | 31.370 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | - | - | 71 | 1.354 |
| Volkswagen Konzern1 | 7.983 | 8.123 | 186.617 | 174.577 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Umsatzerlöse | 186.617 | 174.577 | 157.031 | 148.424 | 29.587 | 26.153 |
| Kosten der Umsatzerlöse | -150.237 | -139.533 | -125.981 | -118.293 | -24.255 | -21.240 |
| Bruttoergebnis | 36.381 | 35.043 | 31.050 | 30.131 | 5.331 | 4.912 |
| Vertriebskosten | -15.093 | -15.068 | -13.924 | -14.005 | -1.169 | -1.063 |
| Verwaltungskosten | -6.836 | -6.234 | -5.469 | -4.827 | -1.367 | -1.407 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -913 | -2.871 | -343 | -2.468 | -570 | -403 |
| Operatives Ergebnis | 13.539 | 10.871 | 11.313 | 8.832 | 2.226 | 2.039 |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | 2.595 | 2.448 | 2.543 | 2.393 | 52 | 55 |
| Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis | -1.497 | -800 | -1.478 | -799 | -18 | -1 |
| Finanzergebnis | 1.099 | 1.647 | 1.065 | 1.594 | 34 | 54 |
| Ergebnis vor Steuern | 14.637 | 12.518 | 12.378 | 10.426 | 2.259 | 2.092 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -3.484 | -3.142 | -2.954 | -2.442 | -530 | -700 |
| Ergebnis nach Steuern | 11.154 | 9.376 | 9.424 | 7.984 | 1.730 | 1.392 |
| davon entfallen auf | ||||||
| Minderheiten | 85 | 10 | 33 | -33 | 52 | 43 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 404 | 248 | 404 | 248 | - | - |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 10.664 | 9.118 | 8.986 | 7.769 | 1.678 | 1.350 |
| Unverwässertes Ergebnis je Stammaktie (€)2 | 21,25 | 18,17 | ||||
| Verwässertes Ergebnis je Stammaktie (€)2 | 21,25 | 18,17 | ||||
| Unverwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie (€)2 | 21,31 | 18,23 | ||||
| Verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie (€)2 | 21,31 | 18,23 | ||||
1
Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
2
Das Ergebnis je Aktie wird in der Anhangangabe "Ergebnis je Aktie" erläutert.
| Mio. € | 2019 | 2018 |
| Ergebnis nach Steuern | 11.154 | 9.376 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen vor Steuern | -9.798 | -270 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | 2.890 | 77 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen nach Steuern | -6.908 | -193 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Sonstigen Beteiligungen und Wertpapieren (Eigenkapitalinstrumente) nach Steuern | -22 | 31 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern | 14 | 3 |
| Nicht reklassifizierbare Gewinne/Verluste | -6.915 | -159 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung | 421 | -796 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - | 1 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen vor Steuern | 421 | -796 |
| Latente Steuern auf Währungsumrechnungsdifferenzen | 11 | 6 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern | 432 | -789 |
| Sicherungsgeschäfte | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value-Änderungen (OCI I) | -1.592 | -363 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI I) | -664 | -1.491 |
| Cash-flow-Hedges (OCI I) vor Steuern | -2.256 | -1.854 |
| Latente Steuern auf Cash-flow-Hedges (OCI I) | 651 | 524 |
| Cash-flow-Hedges (OCI I) nach Steuern | -1.605 | -1.331 |
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value-Änderungen (OCI II) | -1.183 | -939 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI II) | 759 | 225 |
| Cash-flow-Hedges (OCI II) vor Steuern | -424 | -714 |
| Latente Steuern auf Cash-flow-Hedges (OCI II) | 126 | 212 |
| Cash-flow-Hedges (OCI II) nach Steuern | -298 | -502 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Wertpapieren und Forderungen (Fremdkapitalinstrumente) | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value-Änderungen | 69 | -18 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 0 | 1 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Wertpapieren und Forderungen (Fremdkapitalinstrumente) vor Steuern | 69 | -17 |
| Latente Steuern auf reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Wertpapieren und Forderungen (Fremdkapitalinstrumente) | -21 | 5 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Wertpapieren und Forderungen (Fremdkapitalinstrumente) nach Steuern | 48 | -12 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern | 111 | 25 |
| Reklassifizierbare Gewinne/Verluste | -1.312 | -2.609 |
| Sonstiges Ergebnis vor Steuern | -11.883 | -3.592 |
| Latente Steuern auf das Sonstige Ergebnis | 3.656 | 824 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -8.227 | -2.768 |
| Gesamtergebnis | 2.927 | 6.608 |
| davon entfallen auf | ||
| Minderheiten | 62 | 10 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 404 | 248 |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 2.460 | 6.350 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Umsatzerlöse | 61.420 | 55.200 | 50.905 | 46.709 | 10.515 | 8.491 |
| Kosten der Umsatzerlöse | -49.782 | -44.984 | -41.098 | -38.111 | -8.685 | -6.873 |
| Bruttoergebnis | 11.638 | 10.215 | 9.807 | 8.598 | 1.830 | 1.617 |
| Vertriebskosten | -5.096 | -4.824 | -4.701 | -4.458 | -395 | -366 |
| Verwaltungskosten | -2.313 | -2.008 | -1.870 | -1.577 | -443 | -431 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 313 | -673 | 489 | -597 | -176 | -76 |
| Operatives Ergebnis | 4.541 | 2.711 | 3.724 | 1.966 | 817 | 745 |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | 996 | 767 | 974 | 752 | 23 | 16 |
| Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis | -458 | 67 | -418 | 69 | -40 | -1 |
| Finanzergebnis | 539 | 835 | 556 | 820 | -17 | 14 |
| Ergebnis vor Steuern | 5.080 | 3.546 | 4.280 | 2.787 | 800 | 759 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.094 | -782 | -960 | -597 | -134 | -185 |
| Ergebnis nach Steuern | 3.986 | 2.764 | 3.320 | 2.190 | 666 | 574 |
| davon entfallen auf | ||||||
| Minderheiten | 61 | 5 | 40 | -5 | 21 | 11 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 136 | 91 | 136 | 91 | - | - |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 3.789 | 2.667 | 3.144 | 2.103 | 645 | 563 |
| Unverwässertes Ergebnis je Stammaktie (€)2 | 7,56 | 5,32 | ||||
| Verwässertes Ergebnis je Stammaktie (€)2 | 7,56 | 5,32 | ||||
| Unverwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie (€)2 | 7,56 | 5,32 | ||||
| Verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie (€)2 | 7,56 | 5,32 | ||||
1
Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
2
Das Ergebnis je Aktie wird in der Anhangangabe "Ergebnis je Aktie" erläutert.
| Mio. € | 2019 | 2018 |
| Ergebnis nach Steuern | 3.986 | 2.764 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen vor Steuern | -3.304 | -111 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | 977 | 31 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen nach Steuern | -2.327 | -80 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Sonstigen Beteiligungen und Wertpapieren (Eigenkapitalinstrumente) nach Steuern | -38 | -1 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern | -4 | 3 |
| Nicht reklassifizierbare Gewinne/Verluste | -2.370 | -78 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung | 314 | -302 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | - | 1 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen vor Steuern | 314 | -301 |
| Latente Steuern auf Währungsumrechnungsdifferenzen | -1 | 1 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern | 313 | -300 |
| Sicherungsgeschäfte | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value-Änderungen (OCI I) | -1.335 | 281 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI I) | -144 | -459 |
| Cash-flow-Hedges (OCI I) vor Steuern | -1.479 | -179 |
| Latente Steuern auf Cash-flow-Hedges (OCI I) | 421 | 51 |
| Cash-flow-Hedges (OCI I) nach Steuern | -1.059 | -127 |
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value-Änderungen (OCI II) | -293 | -358 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI II) | 263 | 110 |
| Cash-flow-Hedges (OCI II) vor Steuern | -31 | -248 |
| Latente Steuern auf Cash-flow-Hedges (OCI II) | 10 | 74 |
| Cash-flow-Hedges (OCI II) nach Steuern | -21 | -174 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Wertpapieren und Forderungen (Fremdkapitalinstrumente) | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value-Änderungen | 17 | -16 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 0 | 0 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Wertpapieren und Forderungen (Fremdkapitalinstrumente) vor Steuern | 17 | -16 |
| Latente Steuern auf reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Wertpapieren und Forderungen (Fremdkapitalinstrumente) | -5 | 5 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Wertpapieren und Forderungen (Fremdkapitalinstrumente) nach Steuern | 12 | -11 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern | 53 | -69 |
| Reklassifizierbare Gewinne/Verluste | -701 | -682 |
| Sonstiges Ergebnis vor Steuern | -4.473 | -922 |
| Latente Steuern auf das Sonstige Ergebnis | 1.402 | 162 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -3.071 | -760 |
| Gesamtergebnis | 915 | 2.003 |
| davon entfallen auf | ||
| Minderheiten | 43 | 6 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 136 | 91 |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 736 | 1.906 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Langfristige Vermögenswerte | 293.833 | 274.620 | 151.956 | 143.153 | 141.877 | 131.467 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 65.138 | 64.613 | 64.941 | 64.404 | 197 | 209 |
| Sachanlagen | 63.250 | 57.630 | 62.108 | 54.619 | 1.141 | 3.010 |
| Vermietete Vermögenswerte | 47.800 | 43.545 | 1.959 | 5.297 | 45.841 | 38.249 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 83.948 | 78.692 | -216 | 9 | 84.163 | 78.684 |
| Finanzanlagen, At Equity bewertete Anteile und sonstige Beteiligungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 33.697 | 30.140 | 23.163 | 18.824 | 10.534 | 11.315 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 195.882 | 183.536 | 100.965 | 91.371 | 94.917 | 92.165 |
| Vorräte | 49.851 | 45.745 | 45.311 | 41.302 | 4.540 | 4.443 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 57.386 | 54.216 | -523 | -510 | 57.909 | 54.726 |
| Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 40.561 | 37.557 | 20.428 | 13.033 | 20.133 | 24.524 |
| Wertpapiere | 17.123 | 17.080 | 13.475 | 13.376 | 3.648 | 3.703 |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingeldanlagen | 30.960 | 28.938 | 22.274 | 24.169 | 8.686 | 4.769 |
| Bilanzsumme | 489.715 | 458.156 | 252.922 | 234.524 | 236.793 | 223.632 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| Eigenkapital | 119.554 | 117.342 | 89.260 | 88.850 | 30.295 | 28.492 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Volkswagen AG | 105.186 | 104.522 | 75.550 | 76.624 | 29.636 | 27.898 |
| Eigenkapital der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 12.568 | 12.596 | 12.568 | 12.596 | - | - |
| Eigenkapital der Anteilseigner der Volkswagen AG | 117.754 | 117.117 | 88.118 | 89.219 | 29.636 | 27.898 |
| Anteile von Minderheiten am Eigenkapital | 1.801 | 225 | 1.142 | -369 | 659 | 594 |
| Langfristige Schulden | 204.184 | 172.846 | 95.933 | 77.692 | 108.251 | 95.154 |
| Finanzschulden | 119.107 | 101.126 | 19.847 | 14.187 | 99.260 | 86.939 |
| Rückstellungen für Pensionen | 43.151 | 33.097 | 42.374 | 32.535 | 777 | 563 |
| Sonstige Schulden | 41.926 | 38.623 | 33.712 | 30.970 | 8.214 | 7.652 |
| Kurzfristige Schulden | 165.976 | 167.968 | 67.729 | 67.982 | 98.247 | 99.986 |
| Minderheitsgesellschaftern gewährte Andienungs-/Ausgleichsrechte | _ | 1.853 | _ | 1.853 | - | - |
| Finanzschulden | 83.408 | 89.757 | -5.600 | -1.504 | 89.008 | 91.261 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 24.892 | 23.607 | 21.607 | 20.962 | 3.285 | 2.645 |
| Sonstige Schulden | 57.676 | 52.750 | 51.722 | 46.671 | 5.955 | 6.079 |
| Bilanzsumme | 489.715 | 458.156 | 252.922 | 234.524 | 236.793 | 223.632 |
| ÜBRIGE RÜCKLAGEN | ||||||
| SICHERUNGSGESCHÄFTE | ||||||
| Mio. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Währungs- umrechnung |
Cash-flow-Hedges (OCI I) | Abgegrenzte Kosten der Sicherungsbeziehung (OCI II) |
| Stand vor Anpassung am 01.01.2018 | 1.283 | 14.551 | 81.367 | -3.223 | 3.525 | _ |
| Änderung der Bilanzierung aufgrund von IFRS 9 und 15 | - | - | -282 | - | 56 | 63 |
| Stand am 01.01.2018 | 1.283 | 14.551 | 81.085 | -3.223 | 3.581 | 63 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 9.118 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | -193 | -790 | -1.331 | -502 |
| Gesamtergebnis | - | - | 8.925 | -790 | -1.331 | -502 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | - | - | - | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen1 | - | - | - | - | - | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -1.967 | - | - | - |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | -10 | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | -7 | - | - | - |
| Stand am 30.09.2018 | 1.283 | 14.551 | 88.026 | -4.013 | 2.250 | -439 |
| Stand am 01.01.2019 | 1.283 | 14.551 | 91.105 | -3.576 | 1.790 | -629 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 10.664 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | -6.892 | 441 | -1.604 | -299 |
| Gesamtergebnis | - | - | 3.772 | 441 | -1.604 | -299 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | - | - | -4 | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -2.419 | - | - | - |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote2 | - | - | 390 | 173 | 1 | 0 |
| Übrige Veränderungen | - | - | 68 | - | - | - |
| Stand am 30.09.2019 | 1.283 | 14.551 | 92.911 | -2.962 | 187 | -928 |
| ÜBRIGE RÜCKLAGEN | ||||||
| Mio. € | Eigenkapital- und Fremdkapitalinstrumente | At Equity bewertete Anteile | Anteile der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | Anteile der Anteilseigner der Volkswagen AG | Anteile von Minderheiten | Summe Eigenkapital |
| Stand vor Anpassung am 01.01.2018 | 91 | 166 | 11.088 | 108.849 | 229 | 109.077 |
| Änderung der Bilanzierung aufgrund von IFRS 9 und 15 | -225 | - | - | -388 | 1 | -387 |
| Stand am 01.01.2018 | -133 | 166 | 11.088 | 108.461 | 229 | 108.690 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 248 | 9.366 | 10 | 9.376 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 19 | 28 | - | -2.768 | 0 | -2.768 |
| Gesamtergebnis | 19 | 28 | 248 | 6.598 | 10 | 6.608 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | - | - | - | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen1 | - | - | 1.501 | 1.501 | - | 1.501 |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -362 | -2.329 | -4 | -2.334 |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | - | -10 | -18 | -28 |
| Übrige Veränderungen | - | - | 91 | 83 | 2 | 85 |
| Stand am 30.09.2018 | -114 | 194 | 12.565 | 114.303 | 219 | 114.522 |
| Stand am 01.01.2019 | -230 | 228 | 12.596 | 117.117 | 225 | 117.342 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 404 | 11.068 | 85 | 11.154 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 27 | 123 | - | -8.204 | -23 | -8.227 |
| Gesamtergebnis | 27 | 123 | 404 | 2.864 | 62 | 2.927 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | 4 | - | - | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -432 | -2.850 | -8 | -2.858 |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote2 | -1 | -10 | - | 553 | 1.519 | 2.071 |
| Übrige Veränderungen | - | 2 | - | 70 | 3 | 72 |
| Stand am 30.09.2019 | -199 | 343 | 12.568 | 117.754 | 1.801 | 119.554 |
1
Die Volkswagen AG verzeichnete aus dem im Juni 2018 begebenen Hybridkapital einen
Zugang von liquiden Mitteln in Höhe von 2.750 Mio. € abzüglich Kapitalbeschaffungskosten
in Höhe von 19 Mio. €. Hinzu kamen zahlungsunwirksame Effekte aus der Abgrenzung von
Steuern in Höhe von 6 Mio. €. Das Hybridkapital ist als gewährtes Eigenkapital zu
klassifizieren. Durch die Kündigung der ersten Tranche des im September 2013 begebenen
Hybridkapitals ergab sich im September 2018 ein Abgang von liquiden Mitteln in Höhe
von 1.250 Mio. €. Hierbei waren außerdem Effekte in Höhe von 14 Mio. € zu berücksichtigen.
2
Zu Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote siehe Angabe "Wesentliche
Ereignisse".
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Anfangsbestand Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 28.113 | 18.038 | 23.354 | 13.428 | 4.759 | 4.609 |
| Ergebnis vor Steuern | 14.637 | 12.518 | 12.378 | 10.426 | 2.259 | 2.092 |
| Ertragsteuerzahlungen | -2.112 | -2.905 | -1.561 | -3.028 | -551 | 124 |
| Abschreibungen2 | 18.297 | 16.359 | 12.016 | 11.231 | 6.281 | 5.128 |
| Veränderung der Pensionen | 280 | 287 | 265 | 277 | 15 | 10 |
| Ergebnis aus der At Equity Bewertung | -249 | 920 | -197 | 974 | -52 | -55 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Umgliederungen3 | -955 | 260 | -577 | 224 | -377 | 36 |
| Brutto-Cash-flow | 29.898 | 27.439 | 22.323 | 20.104 | 7.575 | 7.335 |
| Veränderung Working Capital | -17.139 | -18.329 | -1.402 | -5.173 | -15.737 | -13.156 |
| Veränderung der Vorräte | -3.725 | -5.387 | -3.699 | -5.539 | -27 | 152 |
| Veränderung der Forderungen | -2.495 | -5.219 | -2.602 | -1.806 | 108 | -3.413 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten | 5.729 | 5.145 | 4.925 | 4.410 | 805 | 735 |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | -11 | -1.089 | 51 | -1.185 | -62 | 96 |
| Veränderung der Vermieteten Vermögenswerte (ohne Abschreibungen) | -9.552 | -8.802 | -80 | -834 | -9.472 | -7.968 |
| Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen | -7.086 | -2.977 | 4 | -218 | -7.089 | -2.759 |
| Cash-flow laufendes Geschäft | 12.759 | 9.110 | 20.921 | 14.931 | -8.162 | -5.821 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | -12.532 | -11.839 | -12.309 | -11.441 | -223 | -398 |
| davon: Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte (ohne aktivierte Entwicklungskosten), Sachanlagen und Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | -8.344 | -8.151 | -8.186 | -7.853 | -158 | -298 |
| Entwicklungskosten (aktiviert) | -3.667 | -3.505 | -3.667 | -3.505 | - | - |
| Erwerb und Verkauf von Beteiligungen | -677 | -377 | -595 | -211 | -82 | -166 |
| Netto-Cash-flow4 | 227 | -2.728 | 8.612 | 3.490 | -8.385 | -6.218 |
| Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren, Darlehen und Termingeldanlagen | 1.007 | -1.534 | -3.510 | 1.926 | 4.516 | -3.460 |
| Investitionstätigkeit | -11.525 | -13.373 | -15.818 | -9.515 | 4.293 | -3.858 |
| Finanzierungstätigkeit | 748 | 11.316 | -6.985 | -2.530 | 7.733 | 13.845 |
| davon: Kapitaltransaktionen mit Minderheiten | 1.368 | -28 | 1.368 | -28 | - | - |
| Kapitaleinzahlungen/-rückzahlungen | - | 1.491 | -981 | 1.467 | 981 | 24 |
| MAN Minderheitsaktionäre: Ausgleichszahlungen und Erwerb angedienter Aktien | -1.109 | -34 | -1.109 | -34 | - | - |
| Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel | 302 | -260 | 244 | -265 | 59 | 4 |
| Veränderung der Risikovorsorge auf Zahlungsmittel | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.284 | 6.792 | -1.638 | 2.621 | 3.923 | 4.172 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 30.09.5 | 30.397 | 24.830 | 21.715 | 16.049 | 8.682 | 8.781 |
| Wertpapiere, Darlehensforderungen und Termingeldanlagen | 27.375 | 27.284 | 12.319 | 12.934 | 15.056 | 14.350 |
| Brutto-Liquidität | 57.772 | 52.114 | 34.034 | 28.983 | 23.738 | 23.131 |
| Kreditstand | -202.515 | -175.569 | -14.247 | -4.189 | -188.268 | -171.380 |
| Netto-Liquidität am 30.09.6 | -144.743 | -123.455 | 19.787 | 24.794 | -164.530 | -148.249 |
| nachrichtlich am 01.01. | -134.735 | -119.143 | 19.368 | 22.378 | -154.103 | -141.522 |
1
Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
2
Saldiert mit Zuschreibungen.
3
Im Wesentlichen Bewertung von Finanzinstrumenten zu Marktwerten und Umgliederung der
Ergebnisse aus Anlagen-/Beteiligungsabgängen in die Investitionstätigkeit.
4
Netto-Cash-flow: Cash-flow laufendes Geschäft abzüglich Investitionstätigkeit laufendes
Geschäft (Investitionstätigkeit ohne Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren,
Darlehen und Termingeldanlagen).
5
Der Zahlungsmittelbestand setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand
und jederzeit fälligen Mitteln zusammen.
6
Bestand an Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Wertpapieren, Darlehen an
verbundene Unternehmen und Joint Ventures sowie Termingeldanlagen abzüglich Kreditstand
(lang- und kurzfristige Finanzschulden).
Die Kapitalflussrechnung wird in der Anhangangabe zur Kapitalflussrechnung erläutert.
Die Volkswagen AG hat gemäß der Verordnung 1606/2002 des Europäischen Parlaments und
des Rates ihren Konzernabschluss für das Jahr 2018 nach den durch die Europäische
Union übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards, den International Financial
Reporting Standards (IFRS), erstellt. Dementsprechend wurde auch dieser Konzern-Zwischenabschluss
zum 30. September 2019 in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) erstellt
und enthält einen gegenüber dem Konzernabschluss verkürzten Berichtsumfang.
Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition
zu geringfügigen Abweichungen führen.
Zusätzlich zu den berichtspflichtigen Segmenten werden im verkürzten Konzern-Zwischenabschluss
neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung für
den Volkswagen Konzern zu Erläuterungszwecken die Konzernbereiche Automobile und Finanzdienstleistungen
dargestellt. Diese stellen keine Pflichtangaben nach IFRS dar. Die Eliminierung der
konzerninternen Beziehungen zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen
sind dem Konzernbereich Automobile zugeordnet.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht im Sinne
des § 115 WpHG unterzogen.
Die Volkswagen AG hat alle von der EU übernommenen und ab dem 1. Januar 2019 verpflichtend
anzuwendenden Rechnungslegungsnormen umgesetzt.
IFRS 16 ändert die Vorschriften zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen und ersetzt
den bisherigen Standard IAS 17 sowie die zugehörigen Interpretationen.
Zentrales Ziel von IFRS 16 ist die bilanzielle Erfassung aller Leasingverhältnisse.
Entsprechend entfällt für Leasingnehmer die bisherige Klassifizierung in Finanzierungs-
und Operating-Leasingverhältnisse. Stattdessen müssen diese für alle Leasingverhältnisse
grundsätzlich ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit in ihrer Bilanz erfassen.
Die Leasingverbindlichkeit wird im Volkswagen Konzern nach den mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz
abgezinsten ausstehenden Leasingzahlungen bemessen, während das Nutzungsrecht grundsätzlich
mit dem Betrag der Leasingverbindlichkeit zuzüglich anfänglicher direkter Kosten bewertet
wird. Während der Leasinglaufzeit ist das Nutzungsrecht abzuschreiben und die Leasingverbindlichkeit
unter Anwendung der Effektivzinsmethode und Berücksichtigung der Leasingzahlungen
fortzuschreiben. Anwendungserleichterungen bestehen nach IFRS 16 für kurzfristige
und geringwertige Leasingverhältnisse, die der Volkswagen Konzern in Anspruch nimmt
und daher für solche Leasingverhältnisse kein Nutzungsrecht und keine Verbindlichkeit
ansetzt. Die diesbezüglichen Leasingzahlungen werden unverändert als Aufwand in der
Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Zeitpunkt der Erstanwendung wurden Leasingverträge,
deren Leasinglaufzeit vor dem 1. Januar 2020 endet, unabhängig von dem Startdatum
des Leasingvertrags als kurzfristige Leasingverhältnisse klassifiziert. Darüber hinaus
wurde im Zeitpunkt der Erstanwendung für bestehende Verträge keine Neubeurteilung
vorgenommen, ob diese anhand der Kriterien des IFRS 16 ein Leasingverhältnis darstellen
oder nicht. Stattdessen werden Verträge, die bereits unter IAS 17 beziehungsweise
IFRIC 4 als Leasingverhältnis eingestuft waren, auch weiterhin als Leasingverhältnis
klassifiziert. Verträge, die unter IAS 17 beziehungsweise IFRIC 4 nicht als Leasingverhältnis
eingestuft waren, werden auch weiterhin nicht als Leasingverhältnis behandelt.
Die Leasinggeberbilanzierung entspricht im Wesentlichen den ehemaligen Vorschriften
des IAS 17. Leasinggeber müssen auch weiterhin auf Grundlage der Verteilung der Chancen
und Risiken aus dem Vermögenswert eine Klassifizierung in Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnisse
vornehmen.
Der Volkswagen Konzern bilanziert erstmalig zum 1. Januar 2019 unter Anwendung der
modifiziert retrospektiven Methode Leasingverhältnisse nach den Vorgaben des IFRS
16. Die Vorjahresperioden wurden nicht angepasst. Die Leasingverbindlichkeit ist nach
dieser Methodik zum Umstellungszeitpunkt mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen
anzusetzen. Der Barwertermittlung liegen dabei Grenzfremdkapitalzinssätze vom 1. Januar
2019 zu Grunde. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz hierfür betrug im Volkswagen
Konzern 3,7 %.
Vereinfachend werden die Nutzungsrechte mit dem Betrag der jeweiligen Leasingverbindlichkeit
- bereinigt um im Voraus geleistete oder abgegrenzte Leasingzahlungen - bilanziert.
Unter Anwendung der Ausnahmeregelung wird das Nutzungsrecht um diejenigen Beträge
korrigiert, die zum 31. Dezember 2018 als Rückstellungen für belastende Operating-Leasingverträge
in der Bilanz angesetzt waren. Auf eine Wertminderungsprüfung der Nutzungsrechte im
Zeitpunkt der Erstanwendung wurde in diesem Zusammenhang verzichtet. Die in der Bilanz
angesetzten Nutzungsrechte werden in denjenigen Bilanzpositionen ausgewiesen, in denen
die dem Leasingvertrag zugrundeliegenden Vermögenswerte ausgewiesen worden wären,
wenn sie im Eigentum des Volkswagen Konzerns stehen würden. Die Nutzungsrechte werden
daher zum Stichtag unter den Langfristigen Vermögenswerten im Wesentlichen in dem
Posten Sachanlagen ausgewiesen.
Aufgrund der erstmaligen Erfassung der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten
ergaben sich zum 1. Januar 2019 folgende Effekte:
| ― |
In der Eröffnungsbilanz wurden Nutzungsrechte in Höhe von 5,5 Mrd. € erfasst (davon 5,4 Mrd. € in den Sachanlagen und 0,1 Mrd. € in den Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien). Aktivierte Vorauszahlungen, abgegrenzte Schulden und Rückstellungen für belastende Operating-Leasingverträge wurden mit den Nutzungsrechten verrechnet. Von den angesetzten Nutzungsrechten waren zum 31. Dezember 2018 bereits 0,4 Mrd. € im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverhältnissen bilanziell erfasst. Im Rahmen der Einführung des IFRS 16 wurde die Zuordnung von langfristigen Vermögenswerten angepasst. Hieraus resultierte eine Umgliederung von Sachanlagen in Höhe von 0,4 Mrd. € in die Vermieteten Vermögenswerte und die Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. |
| ― |
Leasingverbindlichkeiten sind in der Eröffnungsbilanz in Höhe von 5,6 Mrd. € passiviert und unter den lang- und kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen. Von den angesetzten Leasingverbindlichkeiten waren zum 31. Dezember 2018 bereits 0,4 Mrd. € im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverhältnissen bilanziell erfasst. |
| ― |
Im Eigenkapital ergaben sich keine Effekte aus der Erstanwendung. |
Die Differenz zwischen den mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum 31. Dezember 2018
diskontierten erwarteten Auszahlungen für Operating-Leasingverhältnisse in Höhe von
4,9 Mrd. € und den in der Eröffnungsbilanz erfassten Leasingverbindlichkeiten in Höhe
von 5,6 Mrd. € ergibt sich im Wesentlichen aus der Berücksichtigung bereits bestehender
Finanzierungs-Leasingverhältnisse und einer Neueinschätzung der erwarteten Leasingzahlungen,
etwa aufgrund der Aktivierung bestimmter variabler Leasingzahlungen. Auch wurden die
bei der Passivierung berücksichtigten Leasinglaufzeiten nach den Vorgaben des IFRS
16 neu beurteilt. Dabei wurden hinreichend sichere Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen
bei der Bestimmung der zu aktivierenden Leasingzahlungen berücksichtigt. Daneben sind
Leasingzahlungen für geringwertige und kurzfristige Leasingverhältnisse nicht in den
Leasingverbindlichkeiten der Eröffnungsbilanz enthalten.
Im Gegensatz zur bisherigen Vorgehensweise, nach der Aufwendungen für Gperating-Leasingverhältnisse
vollständig im Operativen Ergebnis gezeigt wurden, werden nach IFRS 16 im Konzernbereich
Automobile nur noch die Abschreibungen auf die Nutzungsrechte dem Operativen Ergebnis
zugerechnet. Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten
werden im Konzernbereich Automobile im Finanzergebnis ausgewiesen. Dadurch kommt es
in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 zu einer Entlastung im Operativen
Ergebnis in Höhe von 0,2 Mrd. €.
Durch die geänderte Erfassung von Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen
in der Kapitalflussrechnung ergibt sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
2019 eine Verbesserung des Cash-flow laufendes Geschäft und des Netto-Cash-flow in
Höhe von 0,6 Mrd. €, die nahezu ausschließlich auf den Konzernbereich Automobile entfallen.
Der Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit verringert sich entsprechend. Der aus
der Änderung der Bilanzierungsregeln resultierende Anstieg der Finanzschulden wirkt
sich zum 30. September 2019 mit 5,7 Mrd. € negativ auf die Nettoliquidität des Volkswagen
Konzerns aus. Davon entfallen 5,3 Mrd. € auf den Konzernbereich Automobile.
Zudem ergeben sich deutlich umfangreichere Anhangangaben.
Für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss wurde ein Abzinsungssatz für Pensionsrückstellungen
im Inland in Höhe von 0,8 % (31. Dezember 2018: 2,0 %) verwendet.
Die Ermittlung des Ertragsteueraufwands für den Konzern-Zwischenabschluss erfolgt
gemäß lAS 34 (Zwischenberichterstattung) auf Basis des durchschnittlichen jährlichen
Steuersatzes, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird.
Im Übrigen werden bei der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses und der Ermittlung
der Vergleichszahlen für das Vorjahr grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
sowie Konsolidierungsgrundsätze wie im Konzernabschluss 2018 angewandt. Eine detaillierte
Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Konzernabschlusses 2018 unter der Angabe
"Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" veröffentlicht.
Darüber hinaus sind die Auswirkungen neuer Standards unter der Angabe "Nicht angewendete
neue beziehungsweise geänderte IFRS" näher beschrieben. Der Konzernabschluss 2018
ist auch im Internet unter www.volkswagenag.com/de/InvestorRelations.html abrufbar.
Am 18. September 2015 veröffentlichte die US-amerikanische Umweltschutzbehörde (Environmental
Protection Agency, EPA) eine "Notice of Violation" und gab öffentlich bekannt, dass
bei Abgastests an bestimmten Fahrzeugen mit 2,0 l Dieselmotoren des Volkswagen Konzerns
in den USA Unregelmäßigkeiten bei Stickoxid (NOx)-Emissionen festgestellt wurden.
Danach erfolgten weitere Meldungen zum Umfang der Dieselthematik. Detaillierte Erläuterungen
finden sich im Konzernabschluss 2018 unter der Angabe "Wesentliche Ereignisse".
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 waren in diesem Zusammenhang zusätzliche
Aufwendungen für Rechtsrisiken in Höhe von 1,3 Mrd. € zu erfassen. Diese resultieren
insbesondere aus dem im Mai 2019 erlassenen Bußgeldbescheid der Staatsanwaltschaft
Stuttgart in Höhe von 0,5 Mrd. €, durch den das laufende Ordnungswidrigkeitenverfahren
gegen die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG beendet wurde, und aus höheren Rechtsverteidigungskosten.
Darüber hinaus liegen dem Vorstand der Volkswagen AG nach wie vor keine belastbaren
Erkenntnisse oder Einschätzungen hinsichtlich des Sachverhalts vor, die zu einer anderen
Bewertung der damit verbundenen Risiken (zum Beispiel Anlegerklagen) führen würden.
Weitere Angaben zu den Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Dieselthematik
finden sich unter der Angabe "Rechtsstreitigkeiten".
Im August 2018 wurde der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BGAV) mit der
MAN SE außerordentlich zum 1. Januar 2019 gekündigt. Im Anschluss an die Bekanntmachung
der Eintragung der Beendigung des BGAV ins Handelsregister erhielten die Minderheitsaktionäre
der MAN SE nach den Bestimmungen des BGAV das Recht, ihre Aktien in einem Zeitraum
von zwei Monaten Volkswagen anzudienen. In der Folge sind im ersten Halbjahr dieses
Jahres 1,1 Mrd. € für den Erwerb angedienter Aktien und Ausgleichszahlungen abgeflossen.
Die in der Bilanz ausgewiesenen "Minderheitsgesellschaftern gewährte Andienungs-/Ausgleichsrechte"
reduzierten sich entsprechend. Die den Minderheitsgesellschaftern der MAN SE gewährten
Andienungsrechte sind zum 4. März 2019 ausgelaufen. Der verbliebene Betrag in Höhe
von 0,7 Mrd. € wurde erfolgsneutral ins Eigenkapital umgegliedert, wovon 0,3 Mrd.
€ auf Minderheiten entfallen.
Seit dem 28. Juni 2019 werden 51 Mio. Aktien der TRATON SE in den regulierten Märkten
der Frankfurter Wertpapierbörse und der Nasdaq Stockholm gehandelt. Der Platzierungspreis
wurde auf 27,00 € je Aktie festgelegt. Das Eigenkapital des Volkswagen Konzerns hat
sich dadurch um 1,4 Mrd. € erhöht, wovon 1,2 Mrd. € als Anteile von Minderheiten ausgewiesen
werden.
Neben der Volkswagen AG, die ihren Sitz in Wolfsburg hat und beim Amtsgericht Braunschweig
unter HRB 100484 eingetragen ist, werden in den Konzernabschluss alle wesentlichen
in- und ausländischen Tochterunternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen
einbezogen, die die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Dies ist
der Fall, wenn die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar die Verfügungsgewalt aufgrund
von Stimmrechten oder anderen Rechten über das potenzielle Tochterunternehmen besitzt,
an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem potenziellen Tochterunternehmen
partizipiert und diese Rückflüsse beeinflussen kann.
| Mio. € | Pkw und leichte Nutzfahrzeuge | Nutzfahrzeuge | Power Engineering | Finanzdienstleistungen | Summe Segmente | Überleitung |
| Fahrzeuge | 105.332 | 11.277 | - | - | 116.609 | -8.671 |
| Originalteile | 9.513 | 2.474 | - | - | 11.987 | -73 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 8.694 | 1.023 | - | - | 9.718 | -439 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 8.876 | 462 | - | - | 9.338 | -9 |
| Power Engineering | - | - | 2.489 | - | 2.489 | -1 |
| Motorräder | 483 | - | - | - | 483 | - |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 680 | 1.214 | - | 20.152 | 22.046 | -3.139 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 176 | 4 | - | 5.382 | 5.563 | -130 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | 1.275 | 10 | 0 | - | 1.285 | 69 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 6.413 | 1.253 | - | 619 | 8.285 | -834 |
| 141.443 | 17.717 | 2.489 | 26.153 | 187.802 | -13.225 |
| Mio. € | Volkswagen Konzern |
| Fahrzeuge | 107.938 |
| Originalteile | 11.914 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 9.279 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 9.329 |
| Power Engineering | 2.487 |
| Motorräder | 483 |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 18.907 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 5.433 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | 1.354 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 7.452 |
| 174.577 |
| Mio. € | Pkw und leichte Nutzfahrzeuge | Nutzfahrzeuge | Power Engineering | Finanzdienstleistungen | Summe Segmente | Überleitung |
| Fahrzeuge | 114.380 | 12.786 | - | - | 127.167 | -10.532 |
| Originalteile | 9.930 | 2.586 | - | - | 12.516 | -88 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 9.511 | 1.043 | - | - | 10.554 | -394 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 8.261 | 465 | - | - | 8.727 | -15 |
| Power Engineering | - | - | 2.873 | - | 2.873 | -2 |
| Motorräder | 482 | - | - | - | 482 | 0 |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 756 | 1.285 | 0 | 22.703 | 24.745 | -3.202 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 170 | 4 | - | 5.980 | 6.154 | -150 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | -4 | -13 | - | - | -16 | 87 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 5.659 | 1.333 | - | 904 | 7.896 | -184 |
| 149.146 | 19.491 | 2.873 | 29.587 | 201.098 | -14.480 |
| Mio. € | Volkswagen Konzern |
| Fahrzeuge | 116.634 |
| Originalteile | 12.428 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 10.160 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 8.712 |
| Power Engineering | 2.871 |
| Motorräder | 482 |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 21.543 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 6.004 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | 71 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 7.712 |
| 186.617 |
Die Sonstigen Umsatzerlöse umfassen unter anderem Erlöse aus Werkstattleistungen sowie
Lizenzeinnahmen.
In den Kosten der Umsatzerlöse sind die dem Finanzdienstleistungsgeschäft zuzuordnenden
Zinsaufwendungen in Höhe von 2.032 Mio.€ (Vorjahr: 1.643 Mio.€) enthalten.
Darüber hinaus werden in den Kosten der Umsatzerlöse neben den planmäßigen auch außerplanmäßige
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Vermietete Vermögenswerte
berücksichtigt. Die auf Basis aktualisierter Wertminderungstests ermittelten außerplanmäßigen
Abschreibungen belaufen sich auf insgesamt 858 Mio.€ (Vorjahr: 566 Mio.€). Die Basis
zur Berechnung der außerplanmäßigen Abschreibungen bildet der Nutzungswert.
| 1. - 3. QUARTAL | |||
| Mio. € | 2019 | 2018 | % |
| Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt | 10.697 | 9.850 | 8,6 |
| davon: aktivierte Entwicklungskosten | 3.667 | 3.505 | 4,6 |
| Aktivierungsquote in % | 34,3 | 35,6 | |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 2.807 | 2.812 | -0,2 |
| Ergebniswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten | 9.837 | 9.157 | 7,4 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils
der Aktionäre der Volkswagen AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der
sich während des Berichtszeitraums in Umlauf befindenden Stamm- und Vorzugsaktien.
Da die unverwässerte und die verwässerte Zahl der Aktien identisch sind, entspricht
das unverwässerte auch dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Gemäß § 27 der Satzung
der Volkswagen AG steht der Vorzugsaktie eine um 0,06€ höhere Dividende als der Stammaktie
zu.
| 3. QUARTAL | 1. - 3. QUARTAL | ||||
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | ||
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien | |||||
| Stammaktien: unverwässert | Mio. | 295,1 | 295,1 | 295,1 | 295,1 |
| verwässert | Mio. | 295,1 | 295,1 | 295,1 | 295,1 |
| Vorzugsaktien: unverwässert | Mio. | 206,2 | 206,2 | 206,2 | 206,2 |
| verwässert | Mio. | 206,2 | 206,2 | 206,2 | 206,2 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 3.986 | 2.764 | 11.154 | 9.376 |
| Anteil von Minderheiten | Mio. € | 61 | 5 | 85 | 10 |
| Ergebnisanteil der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | Mio. € | 136 | 91 | 404 | 248 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Volkswagen AG | Mio. € | 3.789 | 2.667 | 10.664 | 9.118 |
| Ergebnis je Aktie | |||||
| Stammaktien: unverwässert | € | 7,56 | 5,32 | 21,25 | 18,17 |
| verwässert | € | 7,56 | 5,32 | 21,25 | 18,17 |
| Vorzugsaktien: unverwässert | € | 7,56 | 5,32 | 21,31 | 18,23 |
| verwässert | € | 7,56 | 5,32 | 21,31 | 18,23 |
| Mio. € | Nettobuchwert 01.01.20191 | Zugänge/Änderung Kons.kreis | Abgänge/Übrige Bewegungen | Abschreibungen | Nettobuchwert 30.09.2019 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 64.613 | 4.015 | 146 | 3.343 | 65.138 |
| Sachanlagen | 62.345 | 9.211 | -325 | 8.632 | 63.250 |
| Vermietete Vermögenswerte | 43.922 | 17.964 | 7.742 | 6.344 | 47.800 |
1
Der Eröffnungsbilanzwert wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 16).
| Mio. € | 30.09.2019 | 31.12.2018 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.469 | 5.543 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 5.455 | 4.382 |
| Fertige Erzeugnisse, Waren | 31.542 | 30.553 |
| Kurzfristiges Vermietvermögen | 6.199 | 5.107 |
| Geleistete Anzahlungen | 198 | 168 |
| Sicherungsgeschäfte Vorräte | -13 | -8 |
| 49.851 | 45.745 |
Im Berichtszeitraum waren keine wesentlichen Wertminderungen und Zuschreibungen auf
Vorräte vorzunehmen.
| Mio. € | 30.09.2019 | 31.12.2018 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18.352 | 17.888 |
| Übrige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 22.209 | 19.669 |
| 40.561 | 37.557 |
Das Operative Ergebnis wurde im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. September 2019
mit 592 Mio.€ (Vorjahr: 456 Mio.€) aus Wertminderungen und Zuschreibungen auf lang-
und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte belastet.
Das Gezeichnete Kapital setzt sich aus 295.089.818 nennwertlosen Stammaktien und 206.205.445
nennwertlosen Vorzugsaktien zusammen und beträgt 1.283 Mio.€ (Vorjahr: 1.283 Mio.€).
Im Berichtszeitraum hat die Volkswagen AG eine Dividende in Höhe von 2.419 Mio. €
(Vorjahr: 1.967 Mio. €) ausgeschüttet. Davon entfielen 1.416 Mio. € (Vorjahr: 1.151
Mio. €) auf Stammaktien und 1.002 Mio. € (Vorjahr: 817 Mio. €) auf Vorzugsaktien.
Die Anteile von Minderheitsgesellschaftern (nicht beherrschende Anteile) am Eigenkapital
entfallen im Wesentlichen auf die Teilkonzerne der TRATON SE, MAN SE, SCANIA AB, RENK
AG und der AUDI AG.
| Mio. € | 30.09.2019 | 31.12.2018 |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 94.571 | 81.391 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15.421 | 15.447 |
| Einlagengeschäft | 2.400 | 1.455 |
| Leasingverbindlichkeiten | 5.084 | 399 |
| Übrige Finanzschulden | 1.630 | 2.433 |
| 119.107 | 101.126 |
| Mio. € | 30.09.2019 | 31.12.2018 |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 33.480 | 41.513 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 16.886 | 18.455 |
| Einlagengeschäft | 30.502 | 28.555 |
| Leasingverbindlichkeiten | 966 | 51 |
| Übrige Finanzschulden | 1.573 | 1.183 |
| 83.408 | 89.757 |
Die Prinzipien und Methoden zur Fair Value Bewertung sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich
unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den Bewertungsprinzipien und -methoden
finden sich im Konzernabschluss 2018 unter der Angabe "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze".
Der Fair Value entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver
Markt existiert, wird der Fair Value mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel
durch die Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz oder
durch die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt.
Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Vermögenswerte und Schulden umfassen
derivative Finanzinstrumente, die nicht nach den Regelungen des Hedge Accounting bilanziert
werden. Hierzu zählen im Wesentlichen Warentermingeschäfte, Devisentermingeschäfte
auf Warentermingeschäfte sowie in bestimmten Fällen Zinsswaps, Währungsswaps und Zins-/Währungsswaps.
Zum anderen werden die sonstigen Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer Beteiligungsquote
von weniger als 20%) an Personengesellschaften (Fremdkapitalinstrumente), Forderungen
aus Kundenfinanzierung, deren Rückflüsse nicht nur Zins- und Tilgungszahlungen beinhalten,
sowie finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen von vom Volkswagen Konzern beherrschten
Spezialfonds gehalten werden, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Die derivativen
Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehungen (Derivate im Hedge Accounting) werden in
Abhängigkeit des zu Grunde liegenden Grundgeschäfts entweder erfolgsneutral oder erfolgswirksam
zum Fair Value bewertet.
Zu den erfolgsneutral zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten gehören
sonstige Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer Beteiligungsquote von weniger
als 20%) an Kapitalgesellschaften (Eigenkapitalinstrumente) und Aktien, für die der
Volkswagen Konzern in der Regel das Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung zum Fair
Value in Anspruch nimmt, sowie Wertpapiere (Fremdkapitalinstrumente), deren Zahlungsströme
ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen umfassen und die im Rahmen eines Geschäftsmodells
gehalten werden, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen
Zahlungsströme als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht. Im Rahmen
der erfolgsneutralen Bewertung werden die Änderungen des Fair Value nach Berücksichtigung
latenter Steuern im Eigenkapital erfasst. Im Falle von Wertpapieren (Fremdkapitalinstrumente)
werden Wertberichtigungen unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Ermittlung des Fair Value wird anhand einheitlicher Bewertungsmethoden sowie Bewertungsparameter
vorgenommen. Die Durchführung der Fair Value Bewertung bei Finanzinstrumenten der
Stufe 2 und 3 wird auf Basis zentraler Vorgaben in den einzelnen Konzernbereichen
durchgeführt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von
Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.
Der Fair Value der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente,
wie Forderungen und Verbindlichkeiten, wird durch die Abzinsung unter Berücksichtigung
eines risikoadäquaten und laufzeitkongruenten Marktzinses ermittelt. Aus Wesentlichkeitsgründen
wird grundsätzlich der Fair Value für kurzfristige Bilanzposten dem Bilanzwert gleichgesetzt.
Die für den Fair Value der Forderungen maßgeblichen Risikovariablen sind risikoadjustierte
Zinssätze.
| ZUM FAIR VALUE BEWERTET | ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET | DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN | KEINER BEWERTUNGS- KATEGORIE ZUGEORDNET |
BILANZPOSTEN ZUM 31.12.2018 | ||
| Mio. € | Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | Buchwert | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| At Equity bewertete Anteile | - | - | - | - | 8.434 | 8.434 |
| Sonstige Beteiligungen | 134 | - | - | - | 1.340 | 1.474 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 286 | 46.905 | 47.789 | - | 31.501 | 78.692 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 772 | 4.240 | 4.252 | 1.510 | - | 6.521 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | 17.537 | 17.537 | - | 352 | 17.888 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 22 | 36.529 | 36.529 | - | 17.665 | 54.216 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.094 | 9.179 | 9.179 | 1.341 | 1 | 11.615 |
| Wertpapiere | 16.940 | 140 | 140 | - | - | 17.080 |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingeldanlagen | - | 28.938 | 28.938 | - | - | 28.938 |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 100.727 | 100.964 | - | 399 | 101.126 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 767 | 2.085 | 2.087 | 368 | - | 3.219 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Minderheitsgesellschaftern gewährte Andienungs-/ Ausgleichsrechte | - | 1.853 | 1.853 | - | - | 1.853 |
| Finanzschulden | - | 89.707 | 89.707 | - | 51 | 89.757 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 23.607 | 23.607 | - | - | 23.607 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 718 | 8.010 | 8.010 | 721 | - | 9.449 |
| ZUM FAIR VALUE BEWERTET | ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET | DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN | KEINER BEWERTUNGS- KATEGORIE ZUGEORDNET |
BILANZPOSTEN ZUM 30.09.2019 | ||
| Mio. € | Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | Buchwert | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| At Equity bewertete Anteile | - | - | - | - | 9.060 | 9.060 |
| Sonstige Beteiligungen | 125 | - | - | - | 1.696 | 1.821 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 285 | 50.192 | 51.818 | - | 33.471 | 83.948 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.371 | 2.973 | 3.018 | 1.225 | - | 5.570 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 18.351 | 18.351 | - | - | 18.352 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 22 | 38.774 | 38.774 | - | 18.590 | 57.386 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.487 | 10.618 | 10.618 | 881 | - | 12.985 |
| Wertpapiere | 17.006 | 118 | 118 | - | - | 17.123 |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingeldanlagen | - | 30.960 | 30.960 | - | - | 30.960 |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 114.022 | 116.822 | - | 5.084 | 119.107 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.100 | 2.425 | 2.432 | 1.187 | - | 4.712 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 82.442 | 82.442 | - | 966 | 83.408 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 24.892 | 24.892 | - | - | 24.892 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 923 | 8.505 | 8.505 | 1.232 | - | 10.660 |
Die Leasingforderungen haben einen Buchwert von 52.061 Mio. € (Vorjahr: 49.166 Mio.
€) und einen Fair Value von 53.242 Mio. € (Vorjahr: 49.791 Mio. €).
Folgende Tabellen zeigen eine Übersicht der zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Schulden:
| Mio. € | 31.12.2018 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige Beteiligungen | 134 | 56 | 25 | 53 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 286 | - | - | 286 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 772 | - | 357 | 415 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 22 | - | - | 22 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.094 | - | 880 | 214 |
| Wertpapiere | 16.940 | 16.940 | - | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 767 | - | 250 | 516 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 718 | - | 419 | 299 |
| Mio. € | 30.09.2019 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige Beteiligungen | 125 | 41 | 0 | 84 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 285 | - | - | 285 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.371 | - | 747 | 625 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | - | - | 0 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 22 | - | - | 22 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.487 | - | 1.281 | 206 |
| Wertpapiere | 17.006 | 17.006 | - | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.100 | - | 605 | 495 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 923 | - | 647 | 276 |
| Mio. € | 31.12.2018 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.510 | - | 1.510 | - |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.341 | - | 1.341 | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 368 | - | 368 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 721 | - | 721 | - |
| Mio. € | 30.09.2019 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.225 | - | 1.225 | - |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 881 | - | 881 | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.187 | - | 1.187 | - |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.232 | - | 1.232 | - |
Die Zuordnung der Fair Values in die drei Stufen der Fair Value Hierarchie richtet
sich nach der Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise. In Stufe 1 werden Fair Values
von Finanzinstrumenten gezeigt, für die ein Preis direkt auf einem aktiven Markt ermittelt
werden kann. Darunter fallen zum Beispiel Wertpapiere und zum Fair Value bewertete
sonstige Beteiligungen. Fair Values in Stufe 2, beispielsweise bei Derivaten, werden
auf Basis von Marktdaten gemäß marktbezogener Bewertungsverfahren ermittelt. Hierbei
werden insbesondere Währungskurse, Zinskurven sowie Rohstoffpreise verwendet, welche
an den entsprechenden Märkten beobachtbar sind und über Preisserviceagenturen bezogen
werden. Fair Values der Stufe 3 errechnen sich über Bewertungsverfahren, bei denen
nicht direkt auf dem aktiven Markt beobachtbare Faktoren einbezogen werden. Im Volkswagen
Konzern sind der Stufe 3 langfristige Warentermingeschäfte zugeordnet, da für die
Bewertung die am Markt vorhandenen Kurse extrapoliert werden müssen. Die Extrapolation
erfolgt auf Basis von beobachtbaren Inputfaktoren für die unterschiedlichen Rohstoffe,
welche über Preisserviceagenturen bezogen werden. Des Weiteren werden in der Stufe
3 Optionen auf Eigenkapitalinstrumente und Restwertsicherungsmodelle, Forderungen
aus Kundenfinanzierung sowie Fahrzeugfinanzierungsprogramme gezeigt. Für die Bewertung
der Eigenkapitalinstrumente werden dabei insbesondere die jeweiligen Unternehmensplanungen
sowie unternehmensindividuelle Diskontzinssätze verwendet. Wesentlicher Inputfaktor
zur Bestimmung des Fair Value für die Restwertsicherungsmodelle sind Prognosen sowie
Schätzungen von Gebrauchtwagenrestwerten der entsprechenden Modelle. Zur Bewertung
der Fahrzeugfinanzierungsprogramme wird insbesondere der entsprechende Fahrzeugpreis
berücksichtigt.
Die nachfolgende Tabelle gibt eine zusammenfassende Übersicht der Entwicklung der
zum Fair Value bewerteten Bilanzposten in der Stufe 3:
| Mio. € | Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | Zum Fair Value bewertete finanzielle Schulden |
| Stand am 01.01.2018 | 823 | 765 |
| Währungsänderungen | -26 | 0 |
| Änderung Konsolidierungskreis | - 181 | - |
| Gesamtergebnis | 95 | 126 |
| erfolgswirksam | 23 | 126 |
| erfolgsneutral | 72 | - |
| Zugänge (Zukäufe) | 313 | 7 |
| Realisierungen | -88 | -123 |
| Umgliederung in Stufe 2 | -29 | 1 |
| Stand am 30.09.2018 | 906 | 777 |
| Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse | 23 | -126 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 20 | -126 |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | 19 | -134 |
| Finanzergebnis | 3 | - |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | 0 | - |
| Mio. € | Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | Zum Fair Value bewertete finanzielle Schulden |
| Stand am 01.01.2019 | 990 | 816 |
| Währungsänderungen | 33 | 2 |
| Gesamtergebnis | 355 | 185 |
| erfolgswirksam | 348 | 185 |
| erfolgsneutral | 8 | - |
| Zugänge (Zukäufe) | 15 | - |
| Realisierungen | -142 | -194 |
| Umgliederung in Stufe 2 | -28 | -37 |
| Stand am 30.09.2019 | 1.223 | 771 |
| Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse | 348 | -185 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 354 | -181 |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | 321 | -141 |
| Finanzergebnis | -7 | -3 |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | -4 | - |
Die Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie werden zu den jeweiligen
Berichtsstichtagen berücksichtigt. Die Umgliederungen aus Stufe 3 in Stufe 2 beinhalten
Warentermingeschäfte, für die aufgrund der abnehmenden Restlaufzeit beobachtbare Marktkurse
zur Bewertung zur Verfügung stehen, sodass keine Extrapolation mehr notwendig ist.
Es gab keine Verschiebungen zwischen weiteren Stufen der Fair Value Hierarchie.
Für den Fair Value der Warentermingeschäfte ist der Rohstoffpreis die wesentliche
Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse wird der Effekt von Änderungen des Rohstoffpreises
auf das Ergebnis nach Ertragsteuern und das Eigenkapital dargestellt.
Wenn die Rohstoffpreise der der Stufe 3 zugeordneten Warentermingeschäfte zum 30.
September 2019 um 10 % höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern
um 170 Mio.€ (Vorjahr: 31 Mio.€) höher (niedriger) ausgefallen. Auf das Eigenkapital
ergeben sich keine Effekte.
Die für die Bewertung der vom Unternehmen gehaltenen Optionen auf Eigenkapitalinstrumente
maßgebliche Risikovariable ist der jeweilige Unternehmenswert. Mittels einer Sensitivitätsanalyse
werden Effekte aus einer Änderung der Risikovariablen auf das Ergebnis nach Ertragsteuern
dargestellt.
Wenn die unterstellten Unternehmenswerte zum 30. September 2019 um 10% höher gewesen
wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 2 Mio.€ (Vorjahr: 3 Mio. €) höher ausgefallen.
Wenn die unterstellten Unternehmenswerte zum 30. September 2019 um 10% niedriger gewesen
wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 2 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio.€) niedriger
ausgefallen.
Restwertrisiken resultieren aus Absicherungsvereinbarungen mit dem Handel, wonach
im Rahmen von Rückkaufverpflichtungen aus abgeschlossenen Leasingverträgen entstehende
Ergebnisauswirkungen aus marktbedingten Schwankungen der Restwerte teilweise vom Volkswagen
Konzern getragen werden.
Für den Fair Value der Optionen aus Restwertrisiken sind die Marktpreise von Gebrauchtwagen
die wesentliche Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen
von Änderungen der Gebrauchtwagenpreise auf das Ergebnis nach Ertragsteuern quantifiziert.
Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge
zum 30. September 2019 um 10 % höher gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern
um 320 Mio.€ (Vorjahr: 327 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn die Gebrauchtwagenpreise
der im Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge zum 30. September 2019 um 10%
niedriger gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 332 Mio.€ (Vorjahr:
358 Mio.€) niedriger ausgefallen.
Wenn die risikoadjustierten Zinssätze der zum Fair Value bewerteten Forderungen zum
30. September 2019 um 100 Basispunkte höher gewesen wären, wäre das Ergebnis nach
Ertragsteuern um 3 Mio.€ (Vorjahr: 7 Mio. €) niedriger ausgefallen. Wenn die risikoadjustierten
Zinssätze zum 30. September 2019 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wären, wäre
das Ergebnis nach Ertragsteuern um 3 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €) höher ausgefallen.
Wenn bei den Fahrzeugfinanzierungsprogrammen der entsprechende Fahrzeugpreis zum 30.
September 2019 um 10% höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um
5 Mio.€ (Vorjahr: 18 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn bei den Fahrzeugfinanzierungsprogrammen
der entsprechende Fahrzeugpreis zum 30. September 2019 um 10% niedriger gewesen wäre,
wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 5 Mio.€ (Vorjahr: 18 Mio. €) niedriger ausgefallen.
Wenn die Ertragslage der zum Fair Value bewerteten Beteiligungen zum 30. September
2019 um 10 % besser gewesen wäre, wäre das Eigenkapital um 8 Mio. € höher ausgefallen.
Wenn die Ertragslage der zum Fair Value bewerteten Beteiligungen um 10 % schlechter
gewesen wäre, wäre das Eigenkapital um 8 Mio. € geringer ausgefallen.
Die Kapitalflussrechnung zeigt den Zahlungsmittelfluss im Volkswagen Konzern sowie
in den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. Der Zahlungsmittelbestand
setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand und jederzeit
fälligen Mitteln zusammen.
| Mio. € | 30.09.2019 | 30.09.2018 |
| Zahlungsmittelbestand laut Bilanz | 30.960 | 25.175 |
| Termingeldanlagen | -563 | -345 |
| Zahlungsmittelbestand laut Kapitalflussrechnung | 30.397 | 24.830 |
In der Finanzierungstätigkeit stehen sich folgende Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse
gegenüber:
| 1. - 3. QUARTAL | ||
| Mio. € | 2019 | 2018 |
| Kapitaleinzahlungen | - | 1.491 |
| Dividendenzahlungen | -2.858 | -2.334 |
| Kapitaltransaktionen mit Minderheiten | 1.368 | -28 |
| Aufnahmen von Anleihen | 20.457 | 22.603 |
| Tilgungen von Anleihen | -15.673 | -11.701 |
| Veränderungen der übrigen Finanzschulden | -1.901 | 1.301 |
| Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten | -645 | -18 |
| 748 | 11.316 | |
Die Segmentabgrenzung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung im Volkswagen
Konzern. Der Mehrmarkenstrategie folgend wird jede Marke (Geschäftssegment) des Konzerns
von einem eigenen Markenvorstand geleitet. Dabei sind die vom Vorstand der Volkswagen
AG festgelegten Konzernziele und -vorgaben zu berücksichtigen. Die Segmentberichterstattung
besteht aus den vier berichtspflichtigen Segmenten Pkw und leichte Nutzfahrzeuge,
Nutzfahrzeuge, Power Engineering und Finanzdienstleistungen. Durch eine Änderung der
internen Steuerung zum 1. Januar 2019 werden die leichten Nutzfahrzeuge der Marke
Volkswagen Nutzfahrzeuge nicht wie bisher dem Segment Nutzfahrzeuge zugeordnet, sondern
im Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge berichtet. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend
angepasst.
Die Aktivitäten des Segments Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erstrecken sich auf die
Entwicklung von Fahrzeugen und Motoren, die Produktion und den Vertrieb von Pkw und
leichten Nutzfahrzeugen sowie das Geschäft mit entsprechenden Originalteilen. Im Berichtssegment
Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erfolgt die Zusammenfassung der einzelnen Marken zu
einem berichtspflichtigen Segment, insbesondere aufgrund des hohen Maßes an technologischer
und wirtschaftlicher Verzahnung im Produktionsverbund. Des Weiteren liegt eine Zusammenarbeit
in zentralen Bereichen wie Beschaffung, Forschung und Entwicklung oder Treasury vor.
Das Segment Nutzfahrzeuge umfasst vor allem die Entwicklung, die Produktion sowie
den Vertrieb von Lastkraftwagen und Bussen, das Geschäft mit entsprechenden Originalteilen
sowie damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen. Wie bei den Pkw-Marken besteht
eine Zusammenarbeit in den Bereichen Beschaffung, Entwicklung und Vertrieb. Weitere
Verzahnungen werden angestrebt.
Die Aktivitäten des Segments Power Engineering beinhalten die Entwicklung und Herstellung
großer Dieselmotoren, Turbokompressoren, Industrieturbinen und chemischer Reaktorsysteme
sowie die Herstellung von Getrieben, Antriebstechnik und Prüfsystemen.
Die Tätigkeit des Segments Finanzdienstleistungen umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung,
das Leasing-, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagementgeschäft sowie
Mobilitätsangebote. In diesem Segment erfolgen Zusammenfassungen insbesondere unter
Berücksichtigung der Vergleichbarkeit der Art der Dienstleistungen sowie der regulatorischen
Rahmenbedingungen.
Die Kaufpreisallokation aus erworbenen Gesellschaften wird direkt den entsprechenden
Segmenten zugeordnet. Das Segmentergebnis wird bei Volkswagen auf Basis des Operativen
Ergebnisses bestimmt.
Die Überleitungsrechnung beinhaltet Bereiche und sonstige Geschäftstätigkeiten, die
definitionsgemäß keine Segmente darstellen. Darin ist auch die nicht zugeordnete Konzernfinanzierung
enthalten. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten erfolgt ebenfalls innerhalb der
Überleitungsrechnung.
Den Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften der Segmente des Volkswagen Konzerns
liegen grundsätzlich Preise zugrunde, die auch mit Dritten vereinbart werden.
| Mio. € | Pkw und leichte Nutzfahrzeuge | Nutzfahrzeuge | Power Engineering | Finanzdienstleistungen | Summe Segmente | Überleitung |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 131.143 | 17.014 | 2.487 | 23.776 | 174.420 | 157 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 10.301 | 703 | 1 | 2.377 | 13.382 | -13.382 |
| Umsatzerlöse | 141.443 | 17.717 | 2.489 | 26.153 | 187.802 | -13.225 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 10.172 | 857 | -46 | 2.039 | 13.022 | -2.151 |
| Mio. € | Volkswagen Konzern |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 174.577 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | - |
| Umsatzerlöse | 174.577 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 10.871 |
| Mio. € | Pkw und leichte Nutzfahrzeuge | Nutzfahrzeuge | Power Engineering | Finanzdienstleistungen | Summe Segmente | Überleitung |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 137.945 | 18.703 | 2.871 | 26.930 | 186.448 | 169 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 11.202 | 788 | 2 | 2.657 | 14.649 | -14.649 |
| Umsatzerlöse | 149.146 | 19.491 | 2.873 | 29.587 | 201.098 | -14.480 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 12.201 | 1.307 | -98 | 2.226 | 15.637 | -2.098 |
| Mio. € | Volkswagen Konzern |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 186.617 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | - |
| Umsatzerlöse | 186.617 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 13.539 |
| 1. - 3. QUARTAL | ||
| Mio. € | 2019 | 2018 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 15.637 | 13.022 |
| Nicht zugeordnete Bereiche | -47 | -1 |
| Konzernfinanzierung | -32 | -9 |
| Konsolidierung | -2.019 | -2.141 |
| Operatives Ergebnis | 13.539 | 10.871 |
| Finanzergebnis | 1.099 | 1.647 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 14.637 | 12.518 |
Die Porsche SE hält die Mehrheit der Stimmrechte an der Volkswagen AG.
Auf der Außerordentlichen Hauptversammlung der Volkswagen AG am 3. Dezember 2009 wurde
die Schaffung von Entsendungsrechten für das Land Niedersachsen beschlossen. Damit
kann die Porsche SE trotz der Mehrheit der Stimmrechte an der Volkswagen AG nicht
die Mehrheit der Mitglieder im Aufsichtsrat der Volkswagen AG bestellen, solange dem
Land Niedersachsen mindestens 15% der Stammaktien gehören. Die Porsche SE gilt damit
als nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24.
| ERBRACHTE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 1. - 3. QUARTAL | EMPFANGENE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 1. - 3. QUARTAL | |||
| Mio. € | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| Porsche SE und deren Mehrheitsbeteiligungen | 2 | 3 | 1 | 2 |
| Aufsichtsräte | 3 | 4 | 1 | 2 |
| Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften | 1.043 | 801 | 1.182 | 1.103 |
| Gemeinschaftsunternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 11.520 | 12.040 | 459 | 626 |
| Assoziierte Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 129 | 140 | 764 | 492 |
| Land Niedersachsen, dessen Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen | 8 | 8 | 3 | 5 |
| FORDERUNGEN GEGEN | VERBINDLICHKEITEN (EINSCHL. VERPFLICHTUNGEN) GEGENÜBER | |||
| Mio. € | 30.09.2019 | 31.12.2018 | 30.09.2019 | 31.12.2018 |
| Porsche SE und deren Mehrheitsbeteiligungen | 4 | 4 | 0 | 1 |
| Aufsichtsräte | 1 | 0 | 176 | 205 |
| Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften | 1.426 | 1.319 | 1.269 | 1.869 |
| Gemeinschaftsunternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 12.130 | 11.989 | 2.751 | 2.671 |
| Assoziierte Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 160 | 112 | 1.119 | 487 |
| Land Niedersachsen, dessen Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen | 2 | 1 | 0 | 2 |
In den obigen Tabellen sind die von den Gemeinschaftsunternehmen und Assoziierten
Unternehmen erhaltenen Dividendenzahlungen in Höhe von 1.201 Mio.€ (Vorjahr: 3.066
Mio.€) nicht enthalten.
Die Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen entfallen im Wesentlichen auf gewährte
Darlehen in Höhe von 7.303 Mio.€ (31. Dezember 2018: 7.606 Mio.€) sowie Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.602 Mio.€ (31. Dezember 2018: 4.045 Mio.€).
Die Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochtergesellschaften resultieren ebenfalls
im Wesentlichen aus gewährten Darlehen in Höhe von 900 Mio.€ (31. Dezember 2018: 741
Mio.€) sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 205 Mio.€ (31. Dezember 2018:
214 Mio.€).
Die Transaktionen mit nahestehenden Personen erfolgen unter marktüblichen Konditionen.
Diese beinhalten teilweise auch Eigentumsvorbehalte.
Die Verpflichtungen gegenüber Aufsichtsräten beinhalten im Wesentlichen verzinsliche
Bankguthaben von Aufsichtsräten, die zu marktüblichen Konditionen bei Gesellschaften
des Volkswagen Konzerns angelegt wurden.
Des Weiteren bürgt der Volkswagen Konzern für nahestehende Personen und Unternehmen
gegenüber externen Banken in Höhe von 324 Mio.€ (31. Dezember 2018: 239 Mio.€).
Die ausstehenden Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen wurden in
Höhe von 53 Mio.€ (Vorjahr: 74 Mio.€) wertberichtigt. In den ersten drei Quartalen
2019 fielen hierfür Aufwendungen in Höhe von 15 Mio.€ (Vorjahr: 19 Mio.€) an.
Der Volkswagen Konzern hat in den ersten neun Monaten Kapitaleinlagen bei nahestehenden
Unternehmen in Höhe von 214 Mio.€ (Vorjahr: 520 Mio.€) getätigt.
1. Produktbezogene Klagen weltweit (exklusive USA/Kanada)
In Australien hat sich die Volkswagen AG im September 2019 mit den Sammelklägern sowie
der Australian Competition and Consumer Commission (ACCC) im Grundsatz auf eine vergleichsweise
Beendigung der Verfahren geeinigt. Das Gericht muss beiden Vergleichen noch zustimmen.
Die Volkswagen AG geht davon aus, dass die Vergleichssumme zur Beilegung der Sammelklagen
- abhängig von der Anzahl der Anmeldungen zum Vergleich - bei bis zu 127,1 Mio. AUD
zuzüglich Verfahrenskosten liegen wird.
In einer in Brasilien anhängigen Sammelklage, die sich auf rund 17 Tsd. Fahrzeuge
bezieht, erging im Mai 2019 ein nur teilweise aufrechterhaltendes Berufungsurteil.
Die Schadensersatzverpflichtung von Volkswagen do Brasil wurde in diesem Urteil deutlich
auf zunächst 35 Mio. € nebst Zinsen reduziert. Dieser Betrag kann sich durch die ausgeurteilte
Teuerungsrate und die individuelle Geltendmachung behaupteter Wertverluste betroffener
Amarok-Fahrzeuge erhöhen. Das Urteil ist weiterhin nicht rechtskräftig.
In Italien wurde die Entscheidung des Gerichts, die Sammelklage der Verbraucherorganisation
Codacons als unzulässig abzuweisen, rechtskräftig.
In Deutschland sind über 60.000 meist auf Schadensersatz oder Rückabwicklung gerichtete
Einzelverfahren von Automobilkunden gegen die Volkswagen AG oder andere Konzerngesellschaften
eingegangen.
In der Musterfeststellungsklage des Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. vor dem
Oberlandesgericht Braunschweig hat am 30. September 2019 die mündliche Verhandlung
begonnen.
2. Straf- und Verwaltungsverfahren weltweit (exklusive USA/Kanada)
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat im April 2019 unter anderem wegen Betrugs
im Zusammenhang mit der Dieselthematik betreffend Motoren des Typs EA 189 auch gegen
einen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG Anklage erhoben.
Ferner hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig im September 2019 Anklage gegen den
amtierenden und einen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden sowie ein ehemaliges Vorstandsmitglied
(heutiger Aufsichtsratsvorsitzender) der Volkswagen AG wegen Marktmanipulation im
Zusammenhang mit der Dieselthematik erhoben und die Nebenbeteiligung der Volkswagen
AG im Verfahren beantragt.
Die Staatsanwaltschaft München II hat im Juli 2019 unter anderem wegen Betrugs im
Zusammenhang mit der Dieselthematik betreffend 3.0 TDI-Motoren auch gegen den vormaligen
Vorstandsvorsitzenden der AUDI AG Anklage erhoben.
Aus diesen Anklageerhebungen ergibt sich nach vorliegender Kenntnislage zum gegenwärtigen
Zeitpunkt keine Veränderung der Risikolage für den Volkswagen Konzern.
Das gegen die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG im Zusammenhang mit der Dieselthematik geführte
Ordnungswidrigkeitenverfahren wurde durch Bußgeldbescheid der Staatsanwaltschaft Stuttgart
vom 7. Mai 2019 beendet. Der Bußgeldbescheid knüpft an eine fahrlässige Aufsichtspflichtverletzung
in der Organisationseinheit Prüffeld Entwicklung Gesamtfahrzeug/Qualität an. Der Bußgeldbescheid
sieht eine Geldbuße in Höhe von insgesamt 535 Mio. € vor, die sich aus einer Ahndung
in Höhe von 4 Mio. € sowie einer Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile von 531 Mio.
€ zusammensetzt. Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG hat die Geldbuße nach eingehender
Prüfung akzeptiert und diese vollständig bezahlt, womit der Bußgeldbescheid rechtskräftig
geworden ist. Durch den Bußgeldbescheid ist das Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen
die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG beendet. Eine weitere Sanktionierung oder Einziehung
gegen die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG ist daher in Europa im Zusammenhang mit dem
einheitlichen Lebenssachverhalt, der dem Bußgeldbescheid zugrunde liegt, nicht mehr
zu erwarten.
3. Anlegerklagen weltweit (exklusive USA/Kanada)
Das Oberlandesgericht Stuttgart hat im März 2019 die Durchführung der ihm vom Landgericht
Stuttgart vorgelegten Kapitalanleger-Musterverfahren mit der Begründung abgelehnt,
dass der gegenständliche Lebenssachverhalt im Wesentlichen bereits von dem insoweit
vorrangigen Musterverfahren vor dem Oberlandesgericht Braunschweig umfasst sei, welches
gegenüber weiteren Musterverfahren eine Sperrwirkung entfalte. Gegen eine dieser Entscheidungen
hat die Klägerseite Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof erhoben.
4. Verfahren in den USA/Kanada
Die Volkswagen AG und bestimmte verbundene Unternehmen haben zur Beilegung der durch
den Attorney General des US-Bundesstaates New Mexico geltend gemachten verbraucherschutzrechtlichen
Forderungen eine Einigung dem Grunde nach erzielt. New Mexico war der letzte verbleibende
Bundesstaat, der verbraucherschutzrechtliche Forderungen geltend gemacht hat.
Die Volkswagen AG, Volkswagen Group of America, Inc. und bestimmte verbundene Unternehmen
verteidigen sich weiterhin gegen die Klagen der Attorneys General bestimmter US-Bundesstaaten
und Kommunen wegen angeblicher Verletzungen von lokalen umweltrechtlichen Vorschriften.
Im März 2019 ist die Klage des Attorney General des Bundesstaates Tennessee vom Berufungsgericht
in Tennessee wegen Vorrangs des Bundesrechts abgewiesen worden. Der Attorney General
des Bundesstaates Tennessee hat davon abgesehen, weiter gegen die Klageabweisung vorzugehen,
so dass die Entscheidung des Tennessee Court of Appeals rechtskräftig ist. Ebenfalls
im März 2019 hat der Attorney General des Bundesstaates New Mexico seine umweltrechtliche
Klage freiwillig zurückgezogen und der Attorney General des Bundesstaates Alabama
hat entschieden, gegen die Abweisung seiner Klage gegen die Volkswagen AG durch den
Obersten Gerichtshof des Bundesstaates Alabama kein Rechtsmittel einzulegen.
Im März 2019 hat die US-Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission) gegen
die Volkswagen AG, die Volkswagen Group of America Finance, LLC, die VW Credit, Inc.
sowie einen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG eine Klage eingereicht,
in der Ansprüche nach US-Bundeswertpapierrecht aufgrund vermeintlich unrichtiger und
unvollständiger Angaben im Zusammenhang mit dem Angebot und Verkauf bestimmter Anleihen
und Asset-Backed Securities geltend gemacht werden.
5. Weitere Verfahren
Im Juni 2019 hat das Landgericht Hannover den Antrag dreier US-Fonds auf Austausch
des Sonderprüfers zurückgewiesen, gegen diese Entscheidung hat die Gegenseite Rechtsmittel
eingelegt.
Im April 2019 hat die Europäische Kommission im Rahmen der kartellrechtlichen Untersuchungen
in der Automobilindustrie der Volkswagen AG sowie der AUDI AG und der Dr. Ing. h.c.
F. Porsche AG die Beschwerdepunkte übermittelt. Mit diesen informiert die Europäische
Kommission über ihre vorläufige Bewertung des Sachverhalts und gibt Gelegenheit zur
Stellungnahme. Volkswagen wird die Beschwerdepunkte prüfen. Der Gegenstand des Verfahrens
beschränkt sich auf die Kooperation deutscher Automobilhersteller zu technischen Fragen
im Zusammenhang mit der Entwicklung und Einführung von SCR-Systemen und Ottopartikelfiltern
für Pkw, die im Europäischen Wirtschaftsraum verkauft worden sind. Andere Verhaltensweisen
wie Preisabsprachen oder die Aufteilung von Märkten und Kunden werden den Herstellern
nicht vorgeworfen. Volkswagen hat im Juli 2019 Einsicht in die Untersuchungsakte erhalten
und bereitet die Erwiderung auf die Beschwerdepunkte der Europäischen Kommission vor.
Zudem hat die chinesische Wettbewerbsbehörde im März 2019 ein Auskunftsersuchen in
dieser Angelegenheit an die Volkswagen AG sowie die AUDI AG und die Dr. Ing. h.c.
F. Porsche AG gerichtet.
Im Verfahren wegen möglicher wettbewerbswidriger Absprachen gegen mehrere herstellereigene
Automobilfinanzierungsgesellschaften haben die Volkswagen AG und die Volkswagen Bank
GmbH gegen den Bußgeldbescheid der italienischen Wettbewerbsbehörde im März 2019 Rechtsmittel
eingelegt. Darüber hinaus ist in diesem Zusammenhang eine kartellrechtliche Sammelklage
von Kunden in Italien unter anderem gegen die Volkswagen Bank GmbH eingegangen.
Im Juni 2019 hat der U.S. District Court des Northern District von Kalifornien zwei
vermeintliche Sammelklagen abgewiesen, in denen Käufer deutscher Luxusfahrzeuge behauptet
hatten, dass mehrere Automobilhersteller, unter anderem die Volkswagen AG und weitere
Konzerngesellschaften, sich seit den 1990er Jahren zwecks unrechtmäßiger Erhöhung
der Preise deutscher Luxusfahrzeuge abgestimmt und damit gegen US-amerikanische Kartell-
und Verbraucherschutzgesetze verstoßen hätten. Nach Auffassung des Gerichts waren
die Klagen unschlüssig, weil dem klägerischen Vortrag keine plausible Begründung der
behaupteten wettbewerbswidrigen Absprachen zu entnehmen war. Die Kläger reichten überarbeitete
Klageschriften ein, Volkswagen hat deren Abweisung beantragt.
Volkswagen hat Auskunftsersuchen der US-Umweltschutzbehörde (EPA) und des California
Air Resources Board (CARB) betreffend Automatikgetriebe in bestimmten Fahrzeugen mit
Benzinmotor beantwortet. Im Zuge dieser Untersuchung durch die EPA hat sich Volkswagen
im August 2019 gegenüber der EPA mit dem Verlust von rund 220.000 sogenannten Greenhouse
Gas Emission Credits einverstanden erklärt. Ebenfalls im August 2019 haben Volkswagen
und das sogenannte Steuerungskomitee der Kläger (Plaintiffs' Steering Committee) eine
Vereinbarung zur Beilegung zivilrechtlicher Forderungen betreffend rund 98.000 Fahrzeuge
der Marken Volkswagen, Audi, Porsche und Bentley bekanntgegeben. Für diese Fahrzeuge
führten Prüfungen von Volkswagen im Zusammenhang mit den Auskunftsersuchen - gemäß
den Rundungsregelungen der EPA - zu Abweichungen des Kraftstoffverbrauchs von 1 Meile
pro Gallone von den im "Monroney Label" nach US-amerikanischem Recht anzugebenden
Werten. Im Oktober 2019 hat das Gericht der Vergleichsvereinbarung seine vorläufige
Genehmigung erteilt.
Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen
Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr 2019 in den Kapiteln "Prognosebericht"
und "Risiko- und Chancenbericht" - einschließlich der Abschnitte "Risiken aus der
Dieselthematik" und "Rechtsstreitigkeiten/ Dieselthematik" sowie der zugrunde liegenden
Sachverhaltsdarstellung im Kapitel "Dieselthematik" - des zusammengefassten Lageberichts
im Geschäftsbericht 2018 keine wesentlichen Änderungen. Insbesondere liegen dem Vorstand
der Volkswagen AG basierend auf den vorhandenen und gewonnenen Informationen nach
wie vor keine belastbaren Erkenntnisse oder Einschätzungen hinsichtlich der beschriebenen
Sachverhalte vor, die zu einer anderen Bewertung der damit verbundenen Risiken führen
würden.
Die Eventualverbindlichkeiten haben sich insbesondere durch die Erfassung zusätzlicher
steuerrechtlicher Sachverhalte im Vergleich zum Konzernabschluss 2018 um 0,6 Mrd.
€ auf 10,4 Mrd. € erhöht.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben sich im Vergleich zum Konzernabschluss
2018 um 4,8 Mrd.€ auf 21,8 Mrd.€ verringert. Die Verringerung resultiert im Wesentlichen
aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 (siehe Erläuterungen zu IFRS 16). Gegenläufig
wirken gestiegene Verpflichtungen aus Investitionszusagen für Beteiligungen sowie
ein erhöhtes Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Nach Ende der ersten neun Monate des Jahres 2019 gab es keine Vorgänge von besonderer
Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Wolfsburg, 30. Oktober 2019
Volkswagen Aktiengesellschaft
Der Vorstand
An die VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg
Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss - bestehend aus verkürzter Gewinn-
und Verlustrechnung und verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Bilanz, Eigenkapitalentwicklung,
verkürzter Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und
den Konzern-Zwischenlagebericht der VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg, für
den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2019, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts
nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des
verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für
Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und
des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Wir verweisen auf die im Anhang des Konzern-Zwischenabschlusses im Abschnitt "Wesentliche
Ereignisse" und im Konzern-Zwischenlagebericht im Kapitel "Prognose-, Risiko- und
Chancenbericht" dargestellten aktualisierten Informationen im Zusammenhang mit der
Dieselthematik, die neben den Ausführungen zu den erhobenen Vorwürfen und angemeldeten
Ansprüchen im Wesentlichen auf die im Konzernabschluss 2018 sowie die im Konzernlagebericht
zum 31. Dezember 2018 dargestellten Informationen und abgegebenen Erklärungen verweisen.
Auf der Grundlage der dargestellten und diesem Konzern-Zwischenabschluss und Konzern-Zwischenlagebericht
zugrundeliegenden bisherigen Ergebnisse der verschiedenen eingeleiteten Maßnahmen
zur Aufklärung des Sachverhalts gibt es unverändert keine Bestätigung dafür, dass
Vorstandsmitglieder der Gesellschaft vor Sommer 2015 Kenntnis von der bewussten Manipulation
der Steuerungssoftware hatten. Sollten im Rahmen der weiteren Untersuchungen neue
Erkenntnisse über einen früheren Informationsstand der Vorstandsmitglieder zur Dieselthematik
gewonnen werden, könnten diese gegebenenfalls Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss
und Konzern-Zwischenlagebericht als auch auf den Jahres- beziehungsweise Konzernabschluss
sowie auf den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 und die Vorjahre haben.
Die bislang gebildeten Rückstellungen für Gewährleistungen und Rechtsrisiken basieren
auf dem dargestellten Kenntnisstand. Aufgrund der mit den laufenden und erwarteten
Rechtsstreitigkeiten zwangsläufig zusammenhängenden Unsicherheiten ist nicht auszuschließen,
dass zukünftig die Einschätzung der Risiken anders ausfallen kann.
Unsere Urteile zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und Konzern-Zwischenlagebericht
sind diesbezüglich nicht modifiziert.
Hannover, den 30. Oktober 2019
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Harald Kayser | Frank Hübner |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Ausgewählte Begriffe auf einen Blick
Bisher wurden Kraftstoffverbrauch und Abgasemissionen der in Europa zugelassenen Fahrzeuge
auf einem Rollenprüfstand mit Hilfe des "Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ)" ermittelt.
Seit Herbst 2017 wird das bestehende Testverfahren für Abgas und Verbrauch in der
EU durch das Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure (WLTP) sukzessive
abgelöst. Diese gilt für neue Fahrzeugtypen und für alle Neufahrzeuge. Ziel dieses
neuen Testzyklus ist, CO2-Emissionen und Verbräuche praxisnäher anzugeben. Eine weitere
wichtige europäische Verordnung ist die Real Driving Emission (RDE) für Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge, bei der die Emissionen mittels mobiler Abgasmesstechnik zusätzlich
im realen Straßenverkehr überprüft werden.
Die von Volkswagen begebenen Hybridanleihen werden vollständig dem Eigenkapital zugerechnet.
Während der unbegrenzten Laufzeit stehen der Emittentin zu bestimmten Terminen Kündigungsrechte
zu. Die Zinsausstattung ist bis zur ersten Kündigungsmöglichkeit fixiert und variiert
später nach Maßgabe der Anleihebedingungen.
Die Aktivierungsquote ist als Relation aus den aktivierten Entwicklungskosten und
den gesamten Kosten für Forschung und Entwicklung im Konzernbereich Automobile definiert.
Sie stellt den Anteil der gesamten Primärausgaben für Forschung und Entwicklung dar,
welcher aktivierungspflichtig ist.
Mit der Bruttomarge wird der prozentuale Anteil des Bruttoergebnisses an den Umsatzerlösen
innerhalb einer Periode ermittelt. Die Bruttomarge gibt Auskunft über die Profitabilität
nach Kosten des Umsatzes.
Die Eigenkapitalquote gibt den prozentualen Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital
zu einem Stichtag an. Diese Quote ist ein Indikator für die Stabilität und Kapitalkraft
des Unternehmens und zeigt den Grad der finanziellen Unabhängigkeit.
Die Forschungs- und Entwicklungskostenquote (F&E-Quote) im Konzernbereich Automobile
setzt die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten in Relation zu den Umsatzerlösen.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die Aufwendungen von der Zukunftsforschung
bis zur marktreifen Entwicklung unserer Produkte. Besonderes Augenmerk liegt dabei
auf der umweltfreundlichen Ausrichtung unseres Produktportfolios. Die F&E-Quote belegt
die Anstrengungen für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens: die auf nachhaltiges
Wachstum ausgerichtete Zielsetzung einer wettbewerbsfähigen Ertragskraft.
Der Netto-Cash-flow des Konzernbereichs Automobile zeigt den Mittelüberschuss aus
dem laufenden Geschäft, der zum Beispiel für Dividendenzahlungen zur Verfügung steht.
Er ergibt sich aus dem Cash-flow des laufenden Geschäfts abzüglich der Investitionstätigkeit
des laufenden Geschäfts.
Die Netto-Liquidität im Konzernbereich Automobile bildet den nicht durch Kreditstand
finanzierten Bestand an Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Wertpapieren,
Darlehensforderungen und Termingeldanlagen ab. Zur Absicherung der Geschäftstätigkeit
haben wir das strategische Ziel formuliert, dass die Netto-Liquidität im Konzernbereich
Automobile rund 10% der Umsatzerlöse des Konzerns beträgt.
Die Umsatzerlöse, in denen die Geschäftsentwicklung unserer at-equity-konsolidierten
chinesischen Joint Ventures nicht enthalten ist, sind das finanzielle Abbild unseres
Markterfolgs. Nach Berücksichtigung des Ressourceneinsatzes ist das Operative Ergebnis
Ausdruck der originären Unternehmenstätigkeit und zeigt den wirtschaftlichen Erfolg
des Kerngeschäfts.
Die operative Umsatzrendite ist das Verhältnis von erwirtschaftetem Operativen Ergebnis
zu Umsatzerlösen.
Die Sachinvestitionsquote im Konzernbereich Automobile bringt gleichermaßen unsere
Innovationskraft und zukünftige Wettbewerbsfähigkeit zum Ausdruck. Bei ihrer Berechnung
werden die Investitionen - im Wesentlichen für die Modernisierung und Erweiterung
der Produktpalette, für umweltfreundliche Aggregate sowie für die Anpassung der Produktionskapazitäten
und Verbesserung der Fertigungsprozesse - ins Verhältnis zu den Umsatzerlösen des
Konzernbereichs Automobile gesetzt.
Als Umsatzrendite ist das in Prozent ausgedrückte Verhältnis von Gewinn vor Steuern
und Umsatzerlösen innerhalb einer Periode definiert. Sie zeigt die Höhe des je Umsatzeinheit
erwirtschafteten Gewinns. Die Umsatzrendite gibt Auskunft über die Profitabilität
der gesamten Geschäftstätigkeit vor Abzug von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.
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Brieffach 1848-2
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Deutschland
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Jahrespressekonferenz und Investorenkonferenz der Volkswagen AG
Zwischenbericht Januar - März 2020
Hauptversammlung der Volkswagen AG
Halbjahresfinanzbericht 2020
Zwischenbericht Januar - September 2020
Neben der deutschen Fassung erscheint der Zwischenbericht in englischer Sprache.
Beide Sprachfassungen sind im Internet abrufbar unter: www.volkswagenag.com/de/InvestorRelations.html
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