![]() VOLKSWAGEN AGWolfsburgHalbjahresfinanzbericht Januar bis Juni 20201 AKTUELLESWesentliche ZahlenVOLKSWAGEN KONZERNscroll
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Mengendaten inklusive der nicht vollkonsolidierten chinesischen Gemeinschaftsunternehmen.
Die Auslieferungen des Vorjahres wurden aufgrund statistischer Fortschreibung aktualisiert. Alle Zahlen im Bericht sind jeweils für sich gerundet; dies kann bei der Addition
zu geringfügigen Abweichungen führen. Die Vergleichswerte des Vorjahres werden neben
den Werten des aktuellen Geschäftsjahres in Klammern dargestellt. Reichweitenangaben zu Fahrzeugen wurden auf dem Rollenprüfstand über das Durchfahren
der Zyklen nach der Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure (WLTP) ermittelt.
WLTP-Reichweitenwerte für Serienfahrzeuge können ausstattungsbedingt abweichen. Die
tatsächliche Reichweite variiert in der Praxis abhängig von verschiedenen weiteren
Faktoren. Wesentliche Fakten
Wichtige EreignisseWELTWEITE AUSBREITUNG DES CORONAVIRUS (SARS-CoV-2) Ende Dezember 2019 wurden in Wuhan, in der chinesischen Provinz Hubei erste Fälle
einer Lungenerkrankung bei Menschen mit teilweise tödlichem Verlauf bekannt, die auf
ein neuartiges Virus aus der Familie der Coronaviren zurückzuführen ist. Ab Mitte
Januar 2020 wurden auch Infektionen außerhalb Chinas bekannt. In Europa stieg die
Zahl der infizierten Personen im Verlauf des Februars und insbesondere im März und
im April 2020 laufend an. Besonders betroffen waren unter anderem Großbritannien,
Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland. Während in Europa im weiteren Verlauf
des zweiten Quartals 2020 vielerorts rückläufige Neuinfektionen verzeichnet wurden,
erhöhte sich die Dynamik in Nord-, Mittel- und Südamerika, in Afrika sowie in Teilen
Asiens. Vor allem in Europa und Asien wurden im zweiten Quartal viele der zur Eindämmung
der Covid-19-Pandemie ergriffenen Maßnahmen sukzessive wieder gelockert. Dazu gehörten
unter anderem die teilweise Aufhebung von Grenzkontrollen und Reisebeschränkungen,
die Reduzierung von Ausgangsbeschränkungen sowie erweiterte Öffnungen von Geschäften
und öffentlichen Einrichtungen. Zudem wurden von der Kommission der Europäischen Union
sowie von zahlreichen Regierungen in Europa Hilfspakete zur Unterstützung der Wirtschaft
verabschiedet. Auch außerhalb Europas wurden von den Regierungen konjunkturstützende
Maßnahmen eingeleitet, um den massiven Beeinträchtigungen des gesellschaftlichen und
wirtschaftlichen Lebens infolge der Covid-19-Pandemie entgegenzuwirken. NEUE KONZERNMODELLE VORGESTELLT Auch im zweiten Quartal 2020 nutzten die Marken des Volkswagen Konzerns aufgrund
der Ausbreitung des Coronavirus und der damit einhergehenden Bemühungen zur Eindämmung
der Pandemie hauptsächlich Online-Präsentationen, um ihre neuen Fahrzeuge und Technologien
vorzustellen. Die Marke Volkswagen Pkw feierte im zweiten Quartal 2020 die Weltpremieren des überarbeiteten
Arteon sowie seiner neuen Variante Arteon Shooting Brake, die das Konzept des Variant
völlig neu interpretiert und das Modellangebot der Marke im Mittelklasse-Segment erweitert.
Das Design beider Modelle ist expressiv, avantgardistisch und von athletischen Linien
geprägt. Auffallend ist vor allem die Front mit durchgehender Lichtleiste, markanten
Chromstreben und neuen Lufteinlässen. Ab der B-Säule unterscheiden sich die Modelle
signifikant voneinander: Während beim Arteon die Dach- und Fensterlinien in einem
Bogen abfallen und so Teil des coupéförmigen Hecks werden, sind beim Shooting Brake
die Dach- und Fensterlinien zum Heck hin verlängert und münden in die für einen Shooting
Brake typische sportliche Heckpartie mit Dachspoiler. In beiden Modellen kommen neue
Technologien zum Einsatz: Erstmals ist ein Plug-in-Hybridantrieb erhältlich. Der Travel
Assist bietet assistiertes Fahren bis 210 km/h und kann insbesondere im Stop-and-Go-Verkehr
und in Baustellen unterstützen. Zum Funktionsumfang des Travel Assist gehören zudem
der Spurhalteassistent Lane Assist mit Spurmittenführung sowie der Notbremsassistent
Front Assist mit Fußgängererkennung. Die weiterentwickelte Rückfahrkamera bietet nun
einen Cornerview (Erweiterung des Kamerabildes von 90 Grad auf 170 Grad Weitwinkel)
und eine spezielle Anhängeransicht von oben auf die Deichsel. Eine neue Cockpitlandschaft
mit Touch-Funktionen, Konnektivitätslösungen und ein Highend-Soundsystem runden das
Fahrzeugkonzept ab. In einer weiteren Weltpremiere stellte die Marke Volkswagen Pkw
den Nivus vor: Das Crossover Utility Vehicle (CUV) eröffnet ein neues Kleinwagensegment
auf dem brasilianischen Markt und überzeugt mit einem dynamischen Design, großem Innenraum
und erhöhter Sitzposition. Das Exterieur besitzt SUV-Elemente, die sich gelungen mit
coupéhaften Linien vereinen. Mit einem Kofferraumvolumen von 415 l gehört der Nivus
zu den Größten im Kleinwagensegment. Er wurde in Südamerika entwickelt, basiert auf
dem Modularen Querbaukasten (MQB) und wird nach modernsten Produktionsprozessen im
brasilianischen Werk Anchieta gebaut. Nach der Markteinführung in Brasilien soll der
Nivus in der zweiten Jahreshälfte 2020 auch in Argentinien angeboten werden. Ab 2021
sollen dann weitere Märkte in Südamerika folgen, perspektivisch kann das neue Modell
auch international durchstarten und in einer europäischen Version in den Handel kommen. Die Marke Audi verfolgt konsequent ihre strategische Ausrichtung und ging im Berichtszeitraum
mit dem zweiten Modell ihrer e-tron-Baureihe an den Start: Der Audi e-tron Sportback
ist ein dynamisches SUV-Coupé, das die Kraft eines geräumigen SUVs mit der Eleganz
eines viertürigen Coupés und dem progressiven Charakter eines Elektroautos vereint.
Der rein elektrische Antrieb stellt eine Leistung von bis zu 300 kW (408 PS) zur Verfügung.
Mit einer Batterieladung können bis zu 446 km zurückgelegt werden. Die Reichweite
wird unter anderem durch die Karosserie in Coupéform und den damit verbundenen hervorragenden
cw-Wert erreicht. Als Neuheit kommen im e-tron Sportback erstmals digitale Matrix-LED-Scheinwerfer
in der Großserie zum Einsatz. Ihr Licht ist in winzige Pixel zerlegt und lässt sich
hochpräzise steuern. In Engstellen erleichtert es die sichere Spurmittenführung und
zeigt die Position des Fahrzeugs im Fahrstreifen an. ŠKODA präsentierte im zweiten Quartal 2020 neue Modellvarianten der Octavia-Baureihe:
Der Octavia iV ist das zweite Modell der tschechischen Marke mit Plug-in-Hybridantrieb.
Damit kann der Bestseller bis zu 55 km rein elektrisch und emissionsfrei zurücklegen.
Zudem setzt ŠKODA bei der neuen Generation des Octavia auf die Mild-Hybrid-Technologie.
Die neuen Benziner sind dadurch nochmals sparsamer geworden. Die Dieselaggregate emittieren
dank des neuen Twindosing-Verfahrens mit zwei hintereinander angeordneten SCR-Katalysatoren
bis zu 80 % weniger Stickoxide. Der Octavia G-TEC mit besonders umweltfreundlichem
CNG-Erdgasantrieb ermöglicht eine Reichweite von rund 500 km. Komplettiert wird die
Octavia-Baureihe durch den robusten Octavia Scout in Offroad-Optik. Mit dem Fahrzeug
ist erstmals auch ein 2,0 l TDI-Motor der EVO-Generation mit 147 kW (200 PS) erhältlich
- der bisher stärkste Diesel in der Geschichte der Modellreihe. SEAT stellte im Berichtszeitraum den neuen Ateca vor. Das SUV-Erfolgsmodell überzeugt
nach dem umfangreichen Update mit einem frischeren und emotionaleren Erscheinungsbild.
Sein Beleuchtungskonzept besteht aus serienmäßigen Voll-LED-Scheinwerfern und LED-Heckleuchten
sowie dynamischen Blinkern. Im Innenraum strahlt die höherwertig anmutende Innenausstattung
noch mehr Dynamik, Sicherheit und Zuverlässigkeit aus. Das SEAT Virtual Cockpit mit
seinem 10,25-Zoll-Display vereint sich mit dem Infotainment-System zu einer digitalen
Bedienlandschaft. Abgerundet wird das Verjüngungspaket durch umfassende Konnektivitätslösungen,
verbesserte Sicherheits- und Komfortfunktionen sowie eine spürbare Effizienzsteigerung.
Neben den bisherigen Ausstattungslinien ist der neue Ateca nun auch in der exklusiven
Ausstattungslinie XPERIENCE erhältlich, die noch stärker den Offroad-Charakter des
Kompakt-SUVs unterstreicht. Porsche feierte im Mai die Weltpremiere der Modelle 911 Targa 4 und 911 Targa 4S
und komplettierte mit der dritten Karosserievariante seine neue Elfer-Generation.
Prägnantes Merkmal für alle Targa-Varianten bleibt das innovative, vollautomatische
Dachsystem. Es besteht wie beim legendären Ur-Targa von 1965 aus dem charakteristischen
breiten Bügel, einem automatisch beweglichen Dachteil über den Vordersitzen und der
umlaufenden Heckscheibe. Für einen kraftvollen Auftritt sorgt der Sechszylinder-Boxermotor
mit 3 l Hubraum und Biturbo-Aufladung: Der 911 Targa 4 leistet jetzt 283 kW (385 PS)
und sprintet mit optionalem Sport Chrono Paket aus dem Stand in 4,2 sec auf Tempo
100 km/h. Das Triebwerk im 911 Targa 4S kommt auf eine Leistung von 331 kW (450 PS)
und erreicht die 100 km/h-Marke in 3,6 sec. Für den emotionalen und sportlichen Fahrspaß
sorgen in beiden Sportwagen serienmäßig das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK)
und der intelligente Allradantrieb Porsche Traction Management (PTM). Neue Technologien
erweitern das Angebotsspektrum für beide Elfer-Modelle: Das System Porsche InnoDrive
erweitert den Porsche Abstandsregeltempostat um zusätzliche, innovative Funktionen.
Mit der weiterentwickelten Smartlift-Funktion lässt sich zudem die Bodenfreiheit für
den alltäglichen Bedarf programmieren. Neue Individualisierungsmöglichkeiten der Porsche
Exclusive Manufaktur komplettieren das Angebot. Lamborghini präsentierte den neuen Huracán EVO RWD Spyder. Der offene Supersportler
überzeugt mit Leichtbauweise, Hinterradantrieb sowie einem speziell abgestimmten Performance
Traction Control System und bietet so ein besonderes Freiluft-Erlebnis. Das Außendesign
des Spyder sorgt für einen verringerten Luftwiderstand, dabei wird ohne zusätzliche
Aerodynamikanbauten derselbe Abtrieb erzielt wie beim Coupé. Sein V10-Saugmotor stellt
eine Leistung von 449 kW (610 PS) zur Verfügung und beschleunigt ihn in nur 3,5 sec
von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 324 km/h. Scania stellte im Juni 2020 ein Konzept für Hybrid- und vollelektrische Antriebssysteme
vor, die hohe Leistung bei kompakter Bauweise bieten. Alle Komponenten arbeiten nahtlos
zusammen und werden von einem gemeinsamen System gesteuert. Sie sind sowohl modular
als auch skalierbar, sodass Kunden aus einer Reihe von Komponenten auswählen und diese
in Abhängigkeit von der Anwendung und den einhergehenden Anforderungen kombinieren
können. Durch die hohe Energieeffizienz und den niedrigen Wartungsaufwand ergeben
sich geringe Betriebskosten. Mit dem Hybridsystem, das einen Elektromotor mit einem
Verbrennungsmotor verbindet, können bis zu 92 % CO2-Emissionen reduziert werden. Das vollelektrische System ermöglicht die nahezu vollständige
Reduzierung der CO2-Emission, sofern der Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt wurde. Beide Systeme
können in Fahrzeugen und Geräten der Baubranche, zum Beispiel Baggern, Muldenkippern,
Mobilkränen und Betonmischern, sowie in der Schifffahrt zum Einsatz kommen, beispielsweise
in Ausflugsschiffen, Kfz-Fähren oder Patrouillenbooten. MAN feierte im zweiten Quartal die Markteinführung seines vollelektrischen Linienbusses
Lion's City 18 E. Angetrieben von zwei Elektromotoren an der zweiten und dritten Achse
ist der Gelenkbus in Innenstädten lokal emissionsfrei unterwegs und bietet mit einer
Länge von 18 m vielen Fahrgästen Platz. Durch den Entfall des Motorturms ergeben sich
im Heckbereich freundlichere Lichtverhältnisse und zusätzliche Sitzplätze. Der elektrische
Antriebsstrang leistet bis zu 480 kW (653 PS). Die Energie dafür stammt aus modularen
Batterien aus dem Konzernbaukasten, die auf dem Dach platziert sind. Das spart Platz,
verbessert das Crashverhalten und ist im Servicefall gut zugänglich. Der MAN Lion's
City 18 E überzeugt mit einer Reichweite von bis zu 270 km. AUSZEICHNUNGEN Anfang April 2020 wurde CUPRA mit 58,1 % der Stimmen zum Marken-Gesamtsieger bei
der Auto Bild-Leserumfrage "Die besten Marken in allen Klassen" gekürt. Bei dieser
Wahl bewerteten die Leser der Fachzeitschrift Auto Bild 37 Automarken in 14 Fahrzeugkategorien.
Die Felder Qualität, PreisLeistungs-Verhältnis und Design standen dabei als Kernkriterien
im Vordergrund. Mitte April 2020 gewann die Marke ŠKODA mit dem Modell Kamiq GT einen "Red Dot Award"
in der Kategorie Produktdesign. Es ist der erste "Red Dot Award" für ein ŠKODA-Modell,
das exklusiv für den chinesischen Markt und seine Kunden entwickelt und produziert
wurde. Zusätzlich erhielt die Marke ŠKODA mit dem Modell Octavia in der gleichen Kategorie
eine weitere Auszeichnung. Der "Red Dot Award" gilt als Siegel für qualitativ hochwertiges
Produktdesign und zählt zu den bekanntesten Designwettbewerben der Welt. Die international
besetzte Expertenjury besteht aus unabhängigen Gestaltern, Designprofessoren und Fachjournalisten. Ende April 2020 wurde Volkswagen bei der Leserwahl "Netze, Dienste & Hersteller des
Jahres 2020" der Fachzeitschrift connect als bester Hersteller von vernetzten Autos
ausgezeichnet. An dem Wettbewerb nahmen mehr als 76.000 Leser und Online-User von
connect teil. Im Mai 2020 wurden dem Volkswagen Konzern beim "Automotive Brand Contest 2020" des
Rats für Formgebung gleich mehrere Auszeichnungen verliehen. Die Marke CUPRA wurde
mit dem CUPRA Tavascan in der Kategorie Concepts als "Winner" prämiert. Darüber hinaus
konnte die Marke Bentley mit dem Modell EXP 100 GT in derselben Kategorie als "Winner"
überzeugen. Ebenso ging Volkswagen Pkw mit dem ID. Space Vizzion in dieser Kategorie
ebenfalls als "Winner" hervor. Die Marke MAN wurde mit dem vollelektrischen Stadtbus
MAN Lion's City E in der Kategorie Commercial Vehicles als "Winner" ausgezeichnet.
Die Marke Volkswagen Pkw wurde mit dem ID.3 in den Kategorien Exterior und Interior
mit der Auszeichnung "Best of Best" prämiert, der Golf wurde in diesen Kategorien
als "Winner" gekürt. Der renommierte Designpreis ist der einzige internationale Designwettbewerb
nur für Automobilmarken; die Expertenjury setzt sich aus Vertretern der Medien, des
Designs, der Markenkommunikation sowie der Hochschulen zusammen. Im Juni 2020 zeichneten die Leser der Fachzeitschrift Auto Bild Allrad zahlreiche
Modelle des Volkswagen Konzerns zum "Allradauto des Jahres 2020" aus. In der Kategorie
AllradCrossover wurde der Audi A6 Allroad zum Gesamtsieger gekürt. Der Porsche Taycan
holte in der Kategorie AllradHybride und -Elektro den Gesamtsieg. In der Klasse AllradPkw
bis 40.000 € überzeugte der ŠKODA Octavia sowohl als Gesamtsieger als auch als Importsieger.
Der Porsche Panamera wurde in der Klasse Allrad-Pkw über 40.000 € als Gesamtsieger
und der ŠKODA Superb als Importsieger ausgezeichnet. In der Kategorie Allrad-Sportwagen,
-Coupés, -Cabrios errang der Porsche 911 Carrera den Gesamtsieg. Die Marke Volkswagen
Nutzfahrzeuge wurde mit dem Multivan zum Gesamtsieger in der Kategorie Allrad-Vans
und -Busse gekürt, der SEAT Alhambra wurde hier Importsieger. Bei der Leserwahl stellte
die Redaktion von Auto Bild Allrad insgesamt 219 Modelle in zehn Kategorien zur Wahl. Ende Juni 2020 kürten die Leser der Zeitschriften AUTO Straßenverkehr und Leben &
erziehen die Marke ŠKODA mit gleich mehreren Modellen in sechs Kategorien zum "Familienauto
des Jahres 2020". Der ŠKODA Octavia Combi erzielte den Gesamt- und Importsieg für
"Bestes Design" in der Preiskategorie bis 25.000 €. Ebenfalls holte die Marke ŠKODA
mit dem Octavia Combi und dem Superb Combi den Importsieg für die "Beste Technologie"
in den jeweiligen Preiskategorien. Zusätzlich gewann der Superb Combi den Gesamt-
und Importsieg für "Bestes Preis-/Leistungsverhältnis" in der Preisklasse 25.000 bis
35.000 €. Insgesamt traten 128 Fahrzeuge an, darunter ausschließlich Kombis, SUVs
und Vans deren Basispreis nicht 45.000 € übersteigt. Ausschlaggebend für die Auszeichnungen
waren insbesondere das Raumangebot, die Sicherheit und das Preis-Leistungs-Verhältnis. JUBILÄEN Das Volkswagen Werk in Chattanooga erreichte im Juni 2020 einen wichtigen Produktionsmeilenstein:
der einmillionste Volkswagen fuhr vom Band. Das Jubiläumsfahrzeug war ein Passat R-Linie.
In Chattanooga produziert Volkswagen seit 2011 Fahrzeuge; derzeit werden dort die
nordamerikanische Variante des Passat, sowie zwei SUV, der Volkswagen Atlas und der
Atlas Cross Sport, für den amerikanischen Markt und den Export gefertigt. KOOPERATIONEN Volkswagen hat im Rahmen seiner Elektrifizierungsstrategie Anfang Mai 2020 beschlossen,
Gebäude und Infrastruktur für das Gemeinschaftsunternehmen mit der Northvolt AB zur
Herstellung von Lithium-Ionen-Batteriezellen am Standort Salzgitter zu bauen, um dort
in Verbindung mit dem bereits bestehenden "Center of Excellence Batteriezelle" Synergien
zu nutzen. Die Fertigung von Batteriezellen soll dort Anfang 2024 zunächst mit einer
Kapazität von 16 Gigawattstunden anlaufen. Ende Mai 2020 gab Volkswagen bekannt, seinen Anteil bei JAC Volkswagen Automotive
Co. Ltd. (JAC VW), einem Joint Venture für Elektromobilität in China, erhöhen zu wollen.
Die Transaktion in Höhe von rund 1 Mrd. € enthält die Übernahme von 50 % an JAG, der
Muttergesellschaft des Volkswagen Partners JAC, und eine Erhöhung der Anteile an JAC
VW von 50 auf 75 %. Durch die Kapitalerhöhung treibt Volkswagen seine Elektrooffensive
in China weiter voran. Darüber hinaus investiert Volkswagen rund 1 Mrd. € in eine
Beteiligung am Batteriehersteller Guoxuan High-Tech Co. Ltd. und wird mit circa 26
% zum größten Aktionär des Unternehmens. Die Umsetzung der Transaktionen erfolgt vorbehaltlich
behördlicher Genehmigungen. Anfang Juni 2020 unterzeichneten die Ford Motor Company und die Volkswagen AG weitere
Verträge innerhalb ihrer bestehenden globalen Allianz für leichte Nutzfahrzeuge, Elektrifizierung
und autonomes Fahren. Die Verträge legen die Grundlage für insgesamt drei Fahrzeugprojekte.
Neben der bereits vereinbarten Zusammenarbeit beim mittelgroßen Pickup laufen jetzt
die Projekte für einen Stadtlieferwagen und einen Transporter im Ein-Tonnen-Ladesegment
an. Insgesamt umfassen die drei beschlossenen Projekte der Allianz ein Volumen von
rund 8 Mio. Fahrzeugen über den gesamten Lebenszyklus. Anfang Juni 2020 erfolgte zudem
der Abschluss der Transaktionsverträge zur Kooperation im Bereich der Entwicklung
des autonomen Fahrens und in diesem Zuge wurde die vormalige Volkswagen Konzerngesellschaft
AID in das Unternehmen Argo AI eingebracht. Ebenfalls im Juni 2020 verkündete der Volkswagen Konzern Pläne zur Aufstockung seiner
Beteiligung an dem US-Batteriespezialisten QuantumScape. Ziel ist es, die gemeinsame
Entwicklung der Feststoffzellentechnologie voranzutreiben. Feststoffbatterien sollen
in Zukunft Reichweiten deutlich vergrößern und Ladezeiten weiter verkürzen und gelten
als aussichtsreichster Ansatz für die Elektromobilität der übernächsten Generation.
Volkswagen arbeitet bereits seit 2012 mit QuantumScape zusammen und ist bislang der
größte automobile Anteilseigner. Beide gründeten 2018 ein Gemeinschaftsunternehmen,
das die Großserienfertigung von Feststoffbatterien für Volkswagen vorbereiten soll.
Der Vollzug der neuen Investition von bis zu 200 Mio. US-Dollar und der damit verbundenen
Anteilsaufstockung steht noch unter verschiedenen aufschiebenden Bedingungen. NEUER TERMIN FÜR DIE HAUPTVERSAMMLUNG 2020 UND DIVIDENDENVORSCHLAG Der 30. September 2020 wurde als neuer Termin für die ordentliche Hauptversammlung
für das Geschäftsjahr 2019 festgelegt. Nachdem die ursprünglich für den Mai geplante
Hauptversammlung aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus verschoben wurde, wird auch
die Durchführung im September nicht in der gewohnten Weise stattfinden. Zum Schutz
der Gesundheit von Aktionären, Mitarbeitern und Dienstleistern wird die Hauptversammlung
in diesem Jahr virtuell durchgeführt. Zeitgleich mit dem neuen Termin hat die Verwaltung
auch einen geänderten Gewinnverwendungsvorschlag vorgelegt. Von den massiven Beeinträchtigungen
in sämtlichen Bereichen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens durch die
Covid-19-Pandemie ist auch der Volkswagen Konzern weltweit betroffen. Angesichts des
Umfangs und des Ausmaßes sowie der nach wie vor nicht verlässlich einschätzbaren weiteren
Entwicklung haben Vorstand und Aufsichtsrat entschieden, der Hauptversammlung nunmehr
eine Dividende von 4,80 € je Stammaktie und 4,86 € je Vorzugsaktie vorzuschlagen.
Damit passt die Verwaltung der Gesellschaft den bisher für das Geschäftsjahr 2019
angekündigten Gewinnverwendungsvorschlag an, der ursprünglich bei 6,50 € je Stammaktie
und 6,56 € je Vorzugsaktie lag. Der verbleibende Bilanzgewinn von 855 Mio. € wird
auf neue Rechnung vorgetragen. Die Volkswagen AG hält unverändert an der Zielsetzung
der Konzernstrategie fest, eine Ausschüttungsquote von mindestens 30 % zu erreichen. BARABFINDUNG FÜR AUDI AKTIONÄRE FESTGESETZT Im Rahmen des geplanten aktienrechtlichen Squeeze-out bei der AUDI AG hat die Volkswagen
AG am 16. Juni 2020 die Höhe der Barabfindung für die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre
auf 1.551,53 € je Aktie festgesetzt und mitgeteilt. Der Übertragungsbeschluss soll
in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung der AUDI AG gefasst werden, die am 31.
Juli 2020 stattfinden wird. ERSTES URTEIL DES BUNDESGERICHTSHOFS ZU DIESELVERFAHREN Am 25. Mai 2020 erging erstmalig eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) zu
einer produktbezogenen Einzelklage im Zusammenhang mit der Dieselthematik. Der BGH
entschied, dass dem Käufer eines vor Bekanntwerden der Dieselthematik erworbenen Fahrzeugs
mit dem Motortyp EA 189 ein Schadensersatzanspruch gegen die Volkswagen AG zusteht.
Er kann die Erstattung des für das Fahrzeug gezahlten Kaufpreises verlangen, muss
sich aber den gezogenen Nutzungsvorteil anrechnen lassen und der Volkswagen AG das
Fahrzeug zurückgeben. Mit dem Urteil wurde für einen Großteil der rund 65 Tsd. in
Deutschland noch anhängigen Einzelklagen Klarheit darüber geschaffen, wie der BGH
die wesentlichen Grundfragen in den Dieselverfahren beurteilt. Im Rahmen von zwei
mündlichen Verhandlungen im Juli 2020 hat der BGH zu erkennen gegeben, dass er geneigt
sei, einen Anspruch der Fahrzeugkäufer auf Deliktszinsen zu verneinen. VERFAHREN WEGEN MARKTMANIPULATION EINGESTELLT Das Landgericht Braunschweig hat am 20. Mai 2020 das Strafverfahren wegen des Verdachts
des Verstoßes gegen das Wertpapierhandelsgesetz im Zusammenhang mit der Dieselthematik
gegen den Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Volkswagen AG, Herrn Hans Dieter Pötsch,
und den Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG, Herrn Dr. Herbert Diess, gegen Zahlung
einer Geldauflage in Höhe von jeweils 4,5 Mio. € - und insoweit auch gegen die Volkswagen
AG als Nebenbeteiligte - endgültig eingestellt. Der Aufsichtsrat der Volkswagen AG hat nach umfassender Prüfung und Abwägung entschieden,
Herrn Pötsch und Herrn Dr. Diess hinsichtlich der Zahlung dieser Geldauflage freizustellen. VORSTANDS- UND AUFSICHTSRATSANGELEGENHEITEN Herr Johan Järvklo, Generalsekretär des Europäischen und des Weltkonzernbetriebsrats
der Volkswagen AG, hat sein Mandat im Aufsichtsrat der Volkswagen AG mit Wirkung zum
29. Mai 2020 niedergelegt. Herr Järvklo gehörte dem Aufsichtsrat seit dem 22. November
2015 an. Als Nachfolger wurde Herr Kai Bliesener, Ressortleiter Fahrzeugbau und Koordinator
Automobil- und Zulieferindustrie bei der IG Metall, mit Wirkung zum 20. Juni 2020
gerichtlich ersatzbestellt. Der Aufsichtsrat der Volkswagen AG gab am 5. Juni 2020 bekannt, dass er das Präsidium
um zwei auf acht Mitglieder erweitert hat. Die neu hinzugekommenen Mitglieder sind
Frau Bertina Murkovic auf der Arbeitnehmerseite und Herr Dr. Hans Michel Piëch auf
Seite der Anteilseigner. Grund für die Aufstockung des Präsidiums ist die zunehmende
Aufgabenfülle des Gremiums. Mit Wirkung zum 30. Juni 2020 schied Herr Dr. Stefan Sommer aus dem Vorstand der
Volkswagen AG aus. Herr Dr. Sommer war seit dem 1. September 2018 im Vorstand verantwortlich
für das Ressort Komponente & Beschaffung. Er verließ das Unternehmen auf eigenen Wunsch
und im besten gegenseitigen Einvernehmen. Das Ressort wird bis auf Weiteres von Herrn
Frank Witter, Mitglied des Vorstands für Finanzen & IT, verantwortet. Zudem hat der Vorstand die Zuständigkeiten bei der Führung von Marke und Konzern
neu geordnet. Die Kernmarke Volkswagen Pkw wird seit dem 1. Juli 2020 vom bisherigen
Chief Operating Officer der Marke, Herrn Ralf Brandstätter, geführt. Der Vorstandsvorsitzende
der Volkswagen AG, Herr Dr. Herbert Diess, der bisher beide Funktionen in Personalunion
verantwortet hatte, behält im Konzernvorstand die Gesamtverantwortung für die Markengruppe
Volumen, die auch die Marke Volkswagen Pkw umfasst. Ziel dieser Maßnahme ist eine
stärkere Fokussierung auf die jeweiligen Aufgaben an der Spitze von Konzern und Marke
in der laufenden Transformationsphase der Automobilindustrie. Mit Wirkung zum 15. Juli 2020 schied Herr Andreas Renschler im besten gegenseitigen
Einvernehmen aus dem Vorstand der Volkswagen AG und aus dem Vorstand der TRATON SE
aus. Für die bisher von Herrn Renschler im Konzernvorstand verantwortete Markengruppe
Truck & Bus übernimmt Herr Gunnar Kilian, Mitglied des Vorstands für Personal, künftig
die Verantwortung. Die Nachfolge als Vorstandsvorsitzender der TRATON SE übernimmt
Herr Matthias Gründler. ZWISCHENLAGEBERICHTVolkswagen Aktie Nach den Kurseinbrüchen im ersten Quartal dieses Jahres - ausgelöst durch die Covid-19-Pandemie
mit ihren massiven negativen wirtschaftlichen Auswirkungen - setzte an den internationalen
Aktienmärkten im zweiten Quartal eine teilweise kräftige Erholung ein. Am Ende des ersten Halbjahres lag der DAX um 7 % unter dem Wert zum Jahresende 2019.
Nach einem zunächst guten Start in das neue Geschäftsjahr mit einem Rekordhoch im
Februar brachen die Notierungen mit zunehmender Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2
kräftig ein. Ausgehend vom Tiefpunkt im März gewann der deutsche Leitindex dann zunehmend
an Wert. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung waren die Konjunkturstimuli der Notenbanken
und Regierungen in aller Welt und die damit verbundene Hoffnung auf eine schnellere
Erholung der Weltwirtschaft. Auch die Kurse der Vorzugsaktie und der Stammaktie der Volkswagen AG erholten sich
nach ihren Wertverlusten im ersten Quartal im weiteren Verlauf des ersten Halbjahres
2020. Sie lagen dennoch um rund 20 % unter dem Vergleichswert vom Jahresende 2019.
Unsicherheiten bezüglich der Entwicklung der globalen Automobilnachfrage infolge der
Covid-19-Pandemie setzten die Kurse unter Druck. Belastend wirkte zudem, dass sich
die Automobilindustrie derzeit in einer Transformationsphase mit hohem Investitionsbedarf
befindet. Negative Einflüsse resultierten außerdem aus drohenden US-Strafzöllen auf
europäische Fahrzeuge und aus dem ungewissen Ausgang der Verhandlungen über den Austritt
Großbritanniens aus dem EU-Binnenmarkt und der damit verbundenen Ausgestaltung der
zukünftigen Beziehungen. Positive Impulse kamen von der einsetzenden Erholung der
Wirtschaft in China und der Hoffnung der Anleger auf eine verbesserte Wirtschaftsaktivität
infolge internationaler Lockerungen und staatlicher Fördermaßnahmen sowie auf ein
Abklingen der Covid-19-Pandemie. Angaben und Erläuterungen zum Ergebnis je Aktie finden Sie im Anhang des Konzern-Zwischenabschlusses.
Weitere Daten zur Volkswagen Aktie sowie Nachrichten, Berichte und Präsentationen
zum Unternehmen sind auf der Internetseite www.volkswagenag.com/de/InvestorRelations.html
abrufbar. KENNZAHLEN ZU DEN VOLKSWAGEN AKTIEN UND MARKTINDIZES
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| Höchstkurs | Tiefstkurs | Schlusskurs | ||
| Stammaktie | Kurs (€) | 183,10 | 101,50 | 143,30 |
| Datum | 10.01. | 18.03. | 30.06. | |
| Vorzugsaktie | Kurs (€) | 185,52 | 87,20 | 134,94 |
| Datum | 10.01. | 18.03. | 30.06. | |
| DAX | Kurs | 13.789 | 8.442 | 12.311 |
| Datum | 19.02. | 18.03. | 30.06. | |
| ESTX Auto & Parts | Kurs | 496 | 255 | 375 |
| Datum | 10.01. | 18.03. | 30.06. | |

Bedingt durch die globale Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2, die damit verbundenen
restriktiven Maßnahmen und die daraus resultierenden Einschnitte auf der Nachfrage-
und Angebotsseite verzeichnete die Weltwirtschaft im ersten Halbjahr des Jahres 2020
ein negatives Wachstum. Die durchschnittliche Expansionsrate des Bruttoinlandsprodukts
(BIP) lag sowohl bei den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch bei den Schwellenländern
weit unter dem Wert der Vorjahresperiode. Auf nationaler Ebene war die Entwicklung
im Berichtszeitraum davon abhängig, inwieweit die globale Covid-19-Pandemie jeweils
ihre negativen Auswirkungen entfaltete. Die Regierungen und Notenbanken zahlreicher
Länder weltweit haben zum Teil mit erheblichen fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen
reagiert. Entsprechend verringerte sich das bereits vergleichsweise niedrige Zinsniveau.
Deutlich sanken die Preise für Energierohstoffe, während sich die Preise für sonstige
Rohstoffe im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur leicht reduzierten.
Die Währungen einiger Schwellenländer werteten im ersten Halbjahr 2020 merklich ab.
Der weltweite Güterhandel ging im Berichtszeitraum weiter zurück.
Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete von Januar bis Juni 2020 insgesamt ein
stark rückläufiges Wachstum. Diese Entwicklung war bei allen nord- und südeuropäischen
Ländern zu beobachten. Für erhebliche Einschnitte sorgten die Auswirkungen nationaler
Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, unter anderem durch Grenzschließungen und räumliche/physische
Distanzierung, welche in einigen Regionen sowohl das gesellschaftliche Leben massiv
einschränkten als auch die Wirtschaft folgenschwer belasteten. Im Verlauf des zweiten
Quartals nahmen die Regierungen vieler europäischer Länder die Einschränkungen teilweise
wieder zurück, was zu einer langsamen wirtschaftlichen Erholung führte.
Deutschland verzeichnete im Berichtszeitraum eine deutlich negative Wachstumsrate.
Bei einer zum Jahresbeginn noch guten Lage am Arbeitsmarkt ist im Verlauf des ersten
Halbjahres eine Vielzahl von Betrieben in Kurzarbeit gegangen. Sowohl die Stimmung
der Unternehmen als auch die der Konsumenten verbesserten sich - trotz erster Lockerungen
im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich sowie von der Regierung beschlossener
Hilfsmaßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft - nur mäßig.
In den Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas verringerte sich das reale absolute
BIP in den ersten sechs Monaten 2020 insgesamt deutlich. Diese Entwicklung war ebenfalls
auf die Auswirkungen nationaler Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie zurückzuführen.
In der Türkei konnte sich die Erholung aus dem ersten Quartal nicht fortsetzen -
die Wachstumsrate des BIP war insgesamt negativ. Südafrika wies bei anhaltenden strukturellen
Defiziten und politischen Herausforderungen im Berichtszeitraum eine stark rückläufige
Steigerungsrate des BIP aus.
Das Wachstum der US-Wirtschaft ging bei einem zunehmend dynamischen Infektionsgeschehen
innerhalb der ersten beiden Quartale des Jahres 2020 deutlich zurück und war negativ.
Zur Stärkung der Wirtschaft im Zuge der negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie
beschloss die US-Regierung umfangreiche Förderpakete. Die US-Notenbank unternahm neben
weiteren wirtschaftsstützenden Maßnahmen zwei Zinssenkungen. Die wöchentlichen Erstanträge
auf Arbeitslosenunterstützung stiegen um mehrere Millionen an und führten zu einer
sprunghaften Erhöhung der Arbeitslosenquote. In den Nachbarstaaten Kanada und Mexiko
sank die Wirtschaftsleistung ebenfalls deutlich beziehungsweise stark im Vergleich
zum entsprechenden Zeitraum 2019.
Die Wirtschaft Brasiliens verbuchte von Januar bis Juni 2020 im Zuge einer erhöhten
Dynamik der Covid-19-Pandemie einen starken Rückgang. In Argentinien verstärkte sich
die rezessive Wirtschaftsentwicklung bei hoher Inflation und einem fortlaufenden Währungsverfall.
Die chinesische Wirtschaftsleistung, die den negativen Effekten der Covid-19-Pandemie
bereits viel früher als andere Volkswirtschaften ausgesetzt war, verringerte sich
im Berichtszeitraum. Im zweiten Quartal war allerdings wieder ein Anstieg zu verzeichnen.
Indien registrierte bei zunehmenden Infektionszahlen ein kräftig rückläufiges Wachstum.
Japan verzeichnete bedingt durch die negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie
gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ebenfalls ein negatives BIP-Wachstum.

Von Januar bis Juni 2020 ist die weltweite Pkw-Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr
aufgrund der Covid-19-Pandemie stark zurückgegangen (- 28,1 %). Von dem Einbruch waren
alle Regionen betroffen. Überdurchschnittliche Einbußen verzeichneten dabei die Gesamtmärkte
Westeuropa und Südamerika. In Asien-Pazifik, Nordamerika, Zentral- und Osteuropa sowie
Nahost und Afrika fiel der Rückgang im Vergleich dazu geringer aus.
Die weltweite Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen lag von Januar bis Juni 2020
ebenfalls stark unter dem Vorjahresniveau.
In Westeuropa verfehlte die Pkw-Nachfrage im Berichtszeitraum das Vorjahresniveau
drastisch. Die negativen Auswirkungen durch die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2
waren bereits ab dem letzten Drittel des ersten Quartals spürbar. In allen großen
Einzelmärkten entwickelten sich die Neuzulassungen mit ähnlichen Ausprägungen rückläufig,
wobei sich die Rückgänge im Verlauf des zweiten Quartals überwiegend abschwächten.
Die Pkw-Märkte in Großbritannien, Italien, und Spanien büßten innerhalb der ersten
sechs Monate 2020 rund die Hälfte ihres Volumens ein.
Das Neuzulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen fiel in Westeuropa sehr stark
unter den Wert des Vorjahres.
In Deutschland verfehlten die Pkw-Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2020 das hohe
Niveau des Vorjahreszeitraums. Verstärkt durch die Covid-19-Pandemie und die damit
verbundenen Einschränkungen und Verbote ging die Nachfrage hier um mehr als ein Drittel
zurück.
Die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen in Deutschland lag im Berichtszeitraum
erheblich unter dem Niveau der Vergleichsperiode 2019.
In der Region Zentral- und Osteuropa lagen die Pkw-Verkäufe im Berichtszeitraum erheblich
unter dem Vorjahresniveau. Dabei entwickelte sich die Nachfrage im bisherigen Jahresverlauf
in den einzelnen Märkten unterschiedlich. Während in den zentraleuropäischen EU-Ländern
seit Jahresbeginn Rückgänge registriert wurden, zeigte sich der russische Pkw Markt
im ersten Quartal noch vergleichsweise stabil. Er verfehlte erst ab der zweiten Hälfte
des Berichtszeitraums im Zuge der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2
den Wert des Vorjahreszeitraums erheblich.
Das Zulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen in Zentral- und Osteuropa ging
gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres stark zurück. Dabei fiel in Russland
die Zahl der verkauften Fahrzeuge in den Monaten Januar bis Juni 2020 erheblich unter
den Vorjahreswert.
Im Zeitraum Januar bis Juni 2020 lag das Pkw-Marktvolumen in der Türkei um knapp
ein Drittel über dem sehr geringen Vorjahresniveau. Begünstigt wurde der Nachfragezuwachs
von Nachholeffekten in den ersten drei Monaten dieses Jahres, während im Verlauf des
zweiten Quartals die Nachfrage zeitweise zurückging. In Südafrika blieb die Zahl der
Pkw-Verkäufe krisenbedingt sehr stark unter dem bereits schwachen Wert des Vorjahres.
Auch in der Region Nordamerika gingen die Verkaufszahlen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen
(bis 6,35 t) im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahreswert erheblich zurück, wobei
sich die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie im zweiten Quartal verstärkten. Das Marktvolumen
in den USA blieb dabei erheblich unter dem Vorjahresniveau. Von dem Rückgang waren
neben dem Pkw-Segment auch die leichten Nutzfahrzeuge wie SUV- und Pickup-Modelle
betroffen. Auf dem kanadischen Automobilmarkt beschleunigte die Covid-19-Pandemie
den in 2018 begonnenen rückläufigen Trend sehr stark. In Mexiko fiel die Zahl der
verkauften Fahrzeuge ebenfalls sehr stark unter den vergleichbaren Vorjahreswert.
Auf den Märkten der Region Südamerika war das Neuzulassungsvolumen von Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen in den ersten sechs Monaten 2020 drastisch rückläufig. Hier zeigten
sich - neben Westeuropa - die prozentual stärksten Auswirkungen der Covid-19-Pandemie
auf die Automobilmärkte. In Brasilien wurde die Erholung der Automobilnachfrage unterbrochen:
die Zahl der Neuzulassungen lag sehr stark unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.
Auf dem argentinischen Markt wirkte sich, neben der Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen
Situation seit Mitte 2018, die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 negativ auf
die Nachfrage nach Pkw und leichten Nutzfahrzeugen aus. Im ersten Halbjahr 2020 reduzierten
sich auch dort die Verkaufszahlen sehr stark.
In der Region Asien-Pazifik belasteten die Auswirkungen aus der Ausbreitung des Coronavirus
SARS-CoV-2 ebenfalls das erste Halbjahr 2020. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen lag
im Berichtszeitraum um rund ein Viertel unter dem Vorjahresniveau. Das war vor allem
auf die Entwicklung des chinesischen Pkw-Marktes zurückzuführen, der das Nachfragevolumen
des Vorjahres aufgrund der Covid-19-Pandemie erheblich verfehlte. Nach den drastischen
Verlusten in den ersten drei Monaten des Jahres zeigten sich im Verlauf des zweiten
Quartals dagegen klare Erholungstendenzen des Gesamtmarktes. Auf dem indischen Pkw-Markt
gingen die Verkäufe im Zeitraum Januar bis Juni 2020 gegenüber dem Vorjahr drastisch
zurück. In Japan wurden in den ersten sechs Monaten 2020 erheblich weniger Fahrzeuge
nachgefragt als im Vorjahr, was neben der Covid-19-Pandemie auch auf die erfolgte
Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Oktober 2019 zurückzuführen war.
Die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen in der Region Asien-Pazifik sank im Vergleich
zum Vorjahr stark. In China, dem dominierenden Markt der Region und dem größten Markt
weltweit, wurde das Zulassungsvolumen des Vorjahres um rund ein Viertel unterschritten.
In Indien lag die Zahl neu zugelassener Fahrzeuge drastisch unter, in Thailand erheblich
unter dem Niveau des Vorjahres.
Die weltweite Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw mit einem Gesamtgewicht
von mehr als 6 t lag in der Berichtsperiode auf den für den Volkswagen Konzern relevanten
Märkten bedingt durch die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 sehr stark unter
dem Wert der Vergleichsperiode.
Die Nachfrage in den 27 EU-Staaten ohne Malta, aber inklusive Großbritannien, Norwegen
und der Schweiz (EU27+ 3) lag im ersten Halbjahr 2020 drastisch unter dem Niveau von
2019. Der bereits erwartete Marktrückgang wurde durch die Covid-19-Pandemie insbesondere
im zweiten Quartal 2020 verstärkt. Der russische Markt zeigte einen deutlichen Rückgang.
Die Türkei verzeichnete einen Anstieg der Neuzulassungen um mehr als 40 %, im Vergleich
zu einem allerdings sehr niedrigen Vorjahresniveau. Dagegen entwickelte sich der südafrikanische
Markt mit ähnlicher Rate rückläufig.
In Brasilien, dem größten Markt der Region Südamerika, lag die Lkw-Nachfrage pandemiebedingt
deutlich unter dem Niveau des Vorjahres.
Auch die Bus-Märkte wurden durch die Covid-19-Pandemie sehr stark beeinflusst. Die
Nachfrage nach Bussen lag im ersten Halbjahr 2020 in den EU27+ 3 sehr stark unter
dem Niveau des Vorjahres, insbesondere der Reisebusmarkt kam nahezu zum Erliegen.
Die Nachfrage in Brasilien und Mexiko lag drastisch unter Vorjahr.
Die Märkte für Power Engineering unterliegen unterschiedlichen regionalen und konjunkturellen
Einflüssen; deshalb sind die jeweiligen Geschäftsverläufe meist unabhängig voneinander.
Die Bestelltätigkeit im Marinemarkt war im ersten Halbjahr 2020 aufgrund der globalen
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und der damit einhergehenden Unsicherheit deutlich
geringer als im Vorjahreszeitraum und von Projektverschiebungen in die Zukunft geprägt.
Im Bereich der Handelsschifffahrt entwickelte sich der Markt, trotz erster positiver
Anzeichen wie die Erholung von Frachtraten, noch zögerlich. Im Marktbereich der Kreuzfahrtschiffe
kamen die Bestellungen weitgehend zum Erliegen und Projekte wurden storniert. Auch
der in ähnlicher Weise durch Einnahmeausfälle betroffene Bereich der Passagierfähren
war von einem Nachfragerückgang betroffen. Der durch staatliche Investitionen getragene
Spezialmarkt für Behördenschiffe zeigte sich stabil. Im Offshore-Sektor hemmten die
vorhandenen Überkapazitäten und der niedrige Ölpreis nahezu komplett die Investitionen
in die Offshore-Ölgewinnung.
Der Markt für Energieerzeugung zeigte sich im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem
Vergleichszeitraum des Vorjahres leicht rückläufig. Diese Entwicklung wurde durch
die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 und seine Auswirkungen auf das Weltwirtschaftssystem
noch verstärkt, was insgesamt zu einer weiteren Verschärfung des Preisdrucks führte.
Aufgrund des Ölpreis-Verfalls entwickelte sich eine kurzfristige Nachfrage nach HFO
(Heavy Fuel Oil)-Bestandsmotoren mit niedrigeren Preisen, dennoch hielt der generelle
Trend weg von schwerölbetriebenen Kraftwerken hin zu mit Dual-Fuel sowie mit Gas betriebenen
Kraftwerken weiterhin an. Die Nachfrage nach neuen Energielösungen wie Wasserstoff-,
Batterie- oder Solartechnologien, war geprägt von Projektverschiebungen, die Tendenz
geht jedoch unverändert zu höherer Flexibilität und dezentraler Verfügbarkeit.
Der Markt für Turbomaschinen hat sich gegenüber dem Vorjahr in nahezu allen Anwendungsbereichen
merklich verschlechtert. Bedingt durch die Covid-19-Pandemie hat sich die Nachfrage
nach Turbokompressoren in der Grundstoff-, Öl-, Gas- und Prozessindustrie im Verlauf
der ersten sechs Monate 2020 spürbar abgeschwächt. Auch die Nachfrage nach Dampfturbinen
zur Stromerzeugung ist im Bereich der erneuerbaren Energien gegen Ende des ersten
Halbjahres eingebrochen und insgesamt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufig.
Die Nachfrage nach Gasturbinen für dezentrale, industrielle Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen
in den Leistungsklassen der neuen Gasturbinenbaureihe verzeichnete im ersten Halbjahr
2020 einen Einbruch. Durch die Covid-19-Pandemie sind viele Projekte in nahezu allen
Regionen, außer China, zeitlich verzögert.
Der After-Sales-Markt für Dieselmotoren hat sich im ersten Halbjahr 2020 insbesondere
in der Marinesparte positiv entwickelt und profitierte von einem weiter steigenden
Interesse an Nachrüstungslösungen. Nach einem guten ersten Quartal 2020 sank die Nachfrage
im zweiten Quartal 2020 pandemiebedingt jedoch gegenüber dem Vorjahr.
Der After-Sales-Markt für Turbomaschinen war im ersten Halbjahr 2020, ebenfalls bedingt
durch Covid-19, deutlich schwächer als der entsprechende Vorjahreszeitraum.
Automobile Finanzdienstleistungen wurden insbesondere in den ersten drei Monaten
des ersten Halbjahres 2020 auf hohem Niveau nachgefragt, was unter anderem auf die
weiterhin niedrigen Leitzinsen in wesentlichen Währungsräumen zurückzuführen war.
Gleichwohl übte die Covid-19-Pandemie im Berichtszeitraum in nahezu allen Regionen
Druck auf die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen aus. Insbesondere im zweiten Quartal
2020 waren die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie weltweit spürbar.
Auf dem europäischen Pkw-Markt war vor allem das zweite Quartal 2020 von der Covid-19-Pandemie
geprägt, sodass dort im Berichtszeitraum insgesamt ein drastischer Rückgang der Nachfrage
nach Neu- und Gebrauchtfahrzeugen zu verzeichnen war. Der Anteil an neuen Leasing-
und Finanzierungsverträgen, After-Sales-Produkten wie Inspektions-, Wartungs- und
Verschleißverträge sowie automobilbezogenen Versicherungen konnte gehalten werden,
auch wenn die absoluten Zahlen der Verträge rückläufig waren.
In Deutschland sind die Zugänge an kreditfinanzierten und geleasten Neufahrzeugen
im Berichtszeitraum bedingt durch die Herausforderungen der Covid-19-Pandemie deutlich
gesunken. Die Vorjahreswerte wurden vor allem aufgrund des rückläufigen Direktgeschäfts
sowie der Kreditfinanzierungen im Einzelkundenbereich verfehlt. Bei den After-Sales-Produkten
kam es ebenfalls zu weniger Neuverträgen.
In Südafrika ging die Nachfrage nach Finanzierungs- und Versicherungsprodukten deutlich
zurück.
In der gesamten Region Nordamerika war durch die Covid-19-Pandemie ein erheblicher
Rückgang der Nachfrage nach Neufahrzeugen zu verzeichnen. Analog dazu gingen im ersten
Halbjahr 2020 auch die absoluten Zahlen der Leasing- und Finanzierungsverträge sowie
der Versicherungsverträge in den drei nordamerikanischen Märkten zurück. Der Anteil
an Leasing- und Finanzierungsverträgen in der ersten Jahreshälfte 2020 lag in den
USA hingegen auf Vorjahresniveau, auf dem kanadischen Markt konnte er sogar gesteigert
werden. In Mexiko war der Anteil der Leasing- und Finanzierungsverträge aufgrund des
fehlenden Flottengeschäfts rückläufig.
Auf den Märkten der Region Südamerika wirkte sich insbesondere im zweiten Quartal
2020 die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 negativ auf die Nachfrage nach Fahrzeugen
und automobilbezogenen Finanzdienstleistungen aus. In Brasilien und Argentinien gingen
die Vertragszahlen im Berichtszeitraum sehr stark zurück, die Penetrationsraten der
Hersteller - der Anteil der geleasten und finanzierten Fahrzeuge an den Auslieferungen
- konnten jedoch gesteigert werden.
In China erholte sich der Pkw-Markt im zweiten Quartal 2020 von der Covid-19-Pandemie.
Die Lockerungen der Beschränkungen führten auch zu steigenden Vertragsabschlüssen
bei automobilbezogenen Finanzdienstleistungen, die jedoch nicht im gleichen Maße stiegen
wie die Fahrzeugnachfrage. Im Berichtszeitraum war sowohl die Pkw-Nachfrage als auch
die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen schwächer als ein Jahr zuvor. In Japan war
im ersten Halbjahr 2020 eine schwächere Nachfrage nach automobilbezogenen Finanzdienstleistungsprodukten
zu verzeichnen. Auch in Indien war die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen aufgrund
eines anhaltend schwachen Bankenmarktes und des sich ausbreitenden SARS-CoV-2 rückläufig.
Auch im Nutzfahrzeugbereich führte die Covid-19-Pandemie im Berichtszeitraum zu erheblichen
Rückgängen bei der Fahrzeugnachfrage. In der Folge waren in Europa und Brasilien gesunkene
Leasing- und Finanzierungsverträge zu verzeichnen, jedoch bei zugleich steigenden
Penetrationsraten der Finanzprodukte.
Von Januar bis Juni 2020 lieferte der Volkswagen Konzern weltweit 3.893.098 Fahrzeuge
an Kunden aus. Der Rückgang um 27,4 % oder 1.472.248 Einheiten im Vergleich zum Vorjahr
war nahezu ausschließlich auf die Covid-19-Pandemie und die weltweit ergriffenen Maßnahmen
zu deren Eindämmung zurückzuführen. Sowohl die Verkaufszahlen im Bereich Pkw als auch
im Bereich Nutzfahrzeuge waren infolge des Absinkens der Nachfrage rückläufig. Die
Grafik auf Seite 14 zeigt die Entwicklung der weltweiten Auslieferungen nach Einzelmonaten
im Vergleich zum Vorjahr. Im Folgenden gehen wir auf die Auslieferungen des Bereichs
Pkw sowie auf die Auslieferungen des Bereichs Nutzfahrzeuge getrennt ein.
| 2020 | 2019 | % | |
| Pkw | 3.815.360 | 5.242.010 | - 27,2 |
| Nutzfahrzeuge | 77.738 | 123.336 | - 37,0 |
| Gesamt | 3.893.098 | 5.365.346 | - 27,4 |
AUSLIEFERUNGEN DES BEREICHS PKW WELTWEIT
Die weltweite Nachfrage nach Pkw und leichten Nutzfahrzeugen aus dem Volkswagen Konzern
sank unter den beeinträchtigenden Marktbedingungen, die aus der Unsicherheit und den
weltweit ergriffenen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie resultierten,
im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 27,2 % auf 3.815.360 Einheiten. Dabei
zeigten sich im Zusammenhang mit der Pandemie sowohl zeitliche als auch geografisch
unterschiedliche Effekte auf unsere Auslieferungen an Kunden. Mit Ausnahme von Bentley
erreichten die Marken des Volkswagen Konzerns ihre Vorjahreswerte nicht. In nahezu
allen Regionen registrierten wir eine gegenüber dem Vorjahr rückläufige Nachfrage.
Die einzige Ausnahme bildete die Region Nahost vor allem aufgrund der positiven Entwicklung
der Verkaufszahlen in der Türkei. Im Verlauf des zweiten Quartals schwächten sich
die Rückgänge im Monatsvergleich wieder ab und in einigen Einzelmärkten verzeichneten
wir einen Anstieg der Nachfrage nach Konzernmodellen. Unser Pkw-Marktanteil belief
sich in einem stark rückläufigen Weltgesamtmarkt auf 12,8 (12,6) %.
Die Tabelle auf der nächsten Seite zeigt einen Überblick über die Auslieferungen
von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen an Kunden nach Märkten im Berichtszeitraum. Nachfolgend
erläutern wir die Entwicklung der Verkaufszahlen in den einzelnen Märkten.
In Westeuropa lieferte der Volkswagen Konzern in den ersten sechs Monaten dieses
Jahres auf einem drastisch rückläufigen Gesamtmarkt 1.212.360 Fahrzeuge an Kunden
aus. Das waren 37,4 % weniger als im gleichen Zeitraum 2019. Mit der zunehmenden Ausbreitung
des Coronavirus SARS-CoV-2 und den zur Eindämmung ergriffenen Maßnahmen ging die Nachfrage
nach Konzernfahrzeugen im Verlauf des ersten und zu Beginn des zweiten Quartals immer
stärker zurück. In allen großen Einzelmärkten verlief der Rückgang der Nachfrage nach
Konzernfahrzeugen in nahezu ähnlichen Ausprägungen. Gegen Ende des Berichtszeitraums
schwächten sich die Rückgänge wieder ab. Das größte Nachfragevolumen unter den Konzernfahrzeugen
verzeichneten die Modelle Golf, Tiguan, Polo und T-Roc der Marke Volkswagen Pkw.
Zudem waren die im Verlauf des Vorjahres neu oder als Nachfolger in den Markt eingeführten
Modelle T-Cross und der Passat der Marke Volkswagen Pkw, der Q3 Sportback, der Q7
und der e-tron der Marke Audi, der Scala und der Kamiq der Marke ŠKODA, der Mii electric
und der Tarraco der Marke SEAT sowie Porsche Cayenne Coupé und Porsche Taycan bei
den Kunden sehr beliebt. Im Berichtszeitraum wurden unter anderem die Modelle up!,
T-Roc Cabrio und Golf Limousine der Marke Volkswagen Pkw, die Audi Modelle A3 Sportback,
A5 und e-tron Sportback, Citigoe iV und Superb iV sowie Octavia der Marke ŠKODA sowie Leon und Leon ST der Marke SEAT
erfolgreich neu oder als Nachfolger in den Markt eingeführt. Der Pkw-Marktanteil des
Volkswagen Konzerns in Westeuropa erhöhte sich auf 23,6 (22,6) %.
In Deutschland lag die Nachfrage nach Fahrzeugen aus dem Volkswagen Konzern auf einem
sehr stark rückläufigen Gesamtmarkt von Januar bis Juni 2020 um 34,9 % unter dem Vorjahreswert.
Der Rückgang war wie auf dem westeuropäischen Gesamtmarkt auf die negativen Auswirkungen
der Ausbreitung des Coronavirus zurückzuführen. Das größte Nachfragevolumen unter
den Konzernmodellen verzeichneten die Modelle Golf, Tiguan und Passat Variant der
Marke Volkswagen Pkw. Auch die im Laufe des Vorjahres neu oder als Nachfolger eingeführten
Modelle T-Cross und der Passat der Marke Volkswagen Pkw, der Q3 Sportback, der Q7
und der e-tron der Marke Audi, der Scala und der Kamiq der Marke ŠKODA, der Mii electric
und der Tarraco der Marke SEAT sowie Porsche Cayenne Coupé und Porsche Taycan waren
bei den Kunden sehr gefragt. In der Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes
führten neun Konzernmodelle ihr jeweiliges Segment an: Polo, Golf, T-Roc, Tiguan,
Touran, Passat, Audi A6, Porsche 911 und Caddy. Der Golf war auch nach den ersten
sechs Monaten 2020 der in Deutschland am häufigsten zugelassene Pkw.
In der Region Zentral- und Osteuropa ging die Zahl der an Kunden übergebenen Fahrzeuge
im Berichtszeitraum mit 27,1 % weniger stark zurück als in Westeuropa. Das war vor
allem auf die positive Entwicklung der Auslieferungszahlen in Russland im ersten Quartal
zurückzuführen. Eine erfreuliche Nachfrageentwicklung verzeichneten die Modelle T-Cross
der Marke Volkswagen Pkw, Audi Q3 Sportback, die ŠKODA Modelle Scala, Kamiq und Karoq
sowie Porsche Cayenne Coupé. Der Pkw-Marktanteil des Volkswagen Konzerns in der Region
Zentral- und Osteuropa belief sich auf 20,2 (20,5) %.
In der Türkei profitierte der Volkswagen Konzern weiterhin von den Nachholeffekten
des Gesamtmarktes und steigerte die Zahl der an Kunden übergebenen Fahrzeuge von Januar
bis Juni dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 41,6 %. Das am meisten
nachgefragte Konzernmodell war der Passat Limousine. Auf dem sehr stark rückläufigen
südafrikanischen Markt sank die Zahl der verkauften Konzernmodelle um 30,8 %. Der
Polo der Marke Volkswagen Pkw war weiterhin das dort am meisten verkaufte Konzernmodell.
In Nordamerika sank die Nachfrage nach Modellen aus dem Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum
im Vergleich zum Vorjahr um 26,1 % und folgte damit der Gesamtmarktentwicklung. Die
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie traten in dieser Region mit zeitlicher Verzögerung
auf und verstärkten sich zu Beginn des zweiten Quartals. Der Marktanteil des Konzerns
in dieser Region belief sich auf 4,5 (4,6) %. Der Tiguan Allspace und der Jetta der
Marke Volkswagen Pkw waren die am meisten gefragten Konzernmodelle in Nordamerika.
Von Januar bis Juni 2020 lieferte der Volkswagen Konzern auf dem erheblich schwächeren
US-amerikanischen Markt 22,2 % weniger Fahrzeuge an Kunden aus als im gleichen Zeitraum
des Vorjahres. Die größten Zuwächse unter den Konzernmodellen verzeichneten unter
anderem der Arteon der Marke Volkswagen Pkw, Q3 und e-tron der Marke Audi sowie Porsche
911 Cabrio. Der Atlas und der Atlas Cross Sport der Marke Volkswagen Pkw, der Audi
Q7 und der Audi e-tron Sportback sowie der Porsche Cayenne Coupé wurden im Berichtszeitraum
erfolgreich neu oder als Nachfolger in den Markt eingeführt.
| AUSLIEFERUNGEN (FAHRZEUGE) | VERÄNDERUNG | ||
| 2020 | 2019 | (%) | |
| Europa/Übrige Märkte | 1.603.005 | 2.476.022 | - 35,3 |
| Westeuropa | 1.212.360 | 1.936.686 | - 37,4 |
| davon: Deutschland | 451.183 | 693.466 | - 34,9 |
| Frankreich | 91.513 | 155.531 | - 41,2 |
| Großbritannien | 157.599 | 301.989 | - 47,8 |
| Italien | 101.947 | 172.016 | - 40,7 |
| Spanien | 91.165 | 171.537 | - 46,9 |
| Zentral- und Osteuropa | 276.052 | 378.508 | - 27,1 |
| davon: Tschechische Republik | 51.833 | 69.155 | - 25,0 |
| Russland | 83.279 | 103.310 | - 19,4 |
| Polen | 52.792 | 84.335 | - 37,4 |
| Übrige Märkte | 114.593 | 160.828 | - 28,7 |
| davon: Türkei | 43.165 | 30.480 | + 41,6 |
| Südafrika | 29.035 | 41.970 | - 30,8 |
| Nordamerika | 339.245 | 459.091 | - 26,1 |
| davon: USA | 247.781 | 318.435 | - 22,2 |
| Kanada | 33.989 | 53.457 | - 36,4 |
| Mexiko | 57.475 | 87.199 | - 34,1 |
| Südamerika | 169.166 | 255.806 | - 33,9 |
| davon: Brasilien | 127.043 | 190.161 | - 33,2 |
| Argentinien | 25.208 | 38.019 | - 33,7 |
| Asien-Pazifik | 1.703.944 | 2.051.091 | - 16,9 |
| davon: China | 1.588.923 | 1.914.071 | - 17,0 |
| Indien | 7.979 | 25.264 | - 68,4 |
| Japan | 31.499 | 39.169 | - 19,6 |
| Weltweit | 3.815.360 | 5.242.010 | - 27,2 |
| Volkswagen Pkw | 2.198.908 | 2.998.181 | - 26,7 |
| Audi | 707.225 | 906.180 | - 22,0 |
| ŠKODA | 426.712 | 620.935 | - 31,3 |
| SEAT | 193.419 | 314.279 | - 38,5 |
| Bentley | 4.918 | 4.785 | + 2,8 |
| Lamborghini | 3.548 | 4.553 | - 22,1 |
| Porsche | 116.964 | 133.484 | - 12,4 |
| Bugatti | 33 | 42 | - 21,4 |
| Volkswagen Nutzfahrzeuge | 163.633 | 259.571 | - 37,0 |

In Kanada ging die Zahl der Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns im Berichtszeitraum
im Vergleich zum Vorjahr um 36,4 % zurück. Auch der Gesamtmarkt war während dieser
Zeit sehr stark rückläufig. Erfreuliche Nachfragezuwächse verzeichnete der Audi Q3.
Auf einem ebenfalls sehr stark sinkenden Gesamtmarkt in Mexiko lieferten wir in den
ersten sechs Monaten dieses Jahres 34,1 % weniger Fahrzeuge an Kunden aus als im Vorjahreszeitraum.
Das größte Nachfragevolumen unter den Konzernmodellen verzeichneten Vento und Jetta
der Marke Volkswagen Pkw.
Auf dem insgesamt drastisch rückläufigen südamerikanischen Markt für Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge ging die Zahl der an Kunden übergebenen Konzernmodelle im ersten Halbjahr
2020 im Vergleich zum Vorjahr um 33,9 % zurück. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie
traten in dieser Region mit zeitlicher Verzögerung auf und verstärkten sich zu Beginn
des zweiten Quartals. Der Gol und der Polo der Marke Volkswagen Pkw wiesen das größte
Nachfragevolumen unter den Konzernmodellen auf. Der im Vorjahr neu in den Markt eingeführte
T-Cross der Marke Volkswagen Pkw war bei den Kunden ebenfalls sehr beliebt. Der Marktanteil
des Konzerns in Südamerika stieg auf 13,7 (12,3) %.
Die Erholung des brasilianischen Marktes wurde durch den Ausbruch der Covid-19-Pandemie
unterbrochen. Der Volkswagen Konzern lieferte dort im Vorjahresvergleich 33,2 % weniger
Fahrzeuge an Kunden aus. Besonders gefragt war - neben dem Gol und dem Polo - der
neue T-Cross der Marke Volkswagen Pkw, der im Vorjahr neu in den Markt eingeführt
wurde.
In Argentinien fiel die Zahl der an Kunden des Volkswagen Konzerns ausgelieferten
Fahrzeuge mit dem sehr stark rückläufigen Gesamtmarkt unter den Vorjahreswert (- 33,7
%).
Die größte Nachfrage unter den Konzernmodellen verzeichneten der Gol und der T-Cross
der Marke Volkswagen Pkw sowie der Amarok von Volkswagen Nutzfahrzeuge.
Von Januar bis Juni 2020 verzeichnete der Volkswagen Konzern auf dem vor allem wegen
der Covid-19-Pandemie erheblich rückläufigen Gesamtmarkt der Region Asien-Pazifik
eine sinkende Nachfrage und übergab 16,9 % weniger Fahrzeuge an Kunden als ein Jahr
zuvor. Der Pkw-Marktanteil des Konzerns in dieser Region stieg auf 13,2 (12,2) %.
In China lieferte der Volkswagen Konzern auf einem vor allem wegen der Ausbreitung
des Coronavirus SARS-CoV-2 erheblich schwächeren Gesamtmarkt im Berichtszeitraum 17,0
% weniger Fahrzeuge an Kunden aus als im Vorjahr. Nach dem sehr hohen Volumenrückgang
im ersten Quartal verzeichneten wir im zweiten Quartal eine leichte Steigerung im
Vergleich zu den Vorjahresmonaten. Besonders gefragt waren die im Verlauf des Vorjahres
neu oder als Nachfolger eingeführten Modelle T-Cross und Teramont X der Marke Volkswagen
Pkw, VA3 und VS5 der Marke JETTA, Audi A6 Limousine und Audi Q8, ŠKODA Kamiq GT sowie
Porsche Cayenne Coupé. Zudem verzeichneten der Tayron und der Tharu der Marke Volkswagen
Pkw, Q2L, Q2L e-tron und Q5 der Marke Audi sowie der Porsche Panamera Limousine eine
erfreuliche Nachfrageentwicklung. Die Modelle Tacqua und Viloran der Marke Volkswagen
Pkw, VS7 der Marke JETTA, Audi Q7 und ŠKODA Rapid wurden im Berichtszeitraum erfolgreich
neu oder als Nachfolger in den Markt eingeführt.
Auf dem drastisch rückläufigen indischen Pkw-Markt registrierte der Volkswagen Konzern
in den ersten sechs Monaten dieses Jahres eine gegenüber dem Vorjahreszeitraum um
68,4 % schwächere Nachfrage. Der Polo der Marke Volkswagen und der Rapid der Marke
ŠKODA waren dort die am meisten nachgefragten Modelle des Konzerns.
In Japan reduzierte sich die Zahl der an Kunden übergebenen Konzernfahrzeuge von
Januar bis Juni 2020 auf einem erheblich schwächeren Gesamtmarkt im Vergleich zum
Vorjahr um 19,6 %. Der T-Cross der Marke Volkswagen verzeichnete die größte Nachfrage
unter den Konzernmodellen.
In den ersten sechs Monaten 2020 übergab der Volkswagen Konzern weltweit 37,0 % weniger
Nutzfahrzeuge an Kunden als ein Jahr zuvor. Insgesamt lieferten wir 77.738 Nutzfahrzeuge
an Kunden aus. Davon entfielen 64.134 (- 39,4%) Einheiten auf Lkw und 7.249 (- 29,1
%) Einheiten auf Busse. Die Auslieferungen der Transporterbaureihe MAN TGE beliefen
sich auf 6.355 (7.266) Fahrzeuge. Der Rückgang im LkwGeschäft resultierte aus einem
Einbruch unserer Kernmärkte, der sich durch die anhaltende Unsicherheit infolge der
Covid-19-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 noch weiter verstärkt hat.
In den 27 EU-Staaten ohne Malta, aber inklusive Großbritannien, Norwegen und der
Schweiz (EU27+3) verringerten sich die Verkäufe gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
um 44,7 % auf insgesamt 42.450 Einheiten; davon entfielen 33.619 auf Lkw und 2.627
auf Busse. Die Marke MAN lieferte hier 6.204 leichte Nutzfahrzeuge aus.
In Russland sanken die Verkäufe gegenüber dem Vorjahr um 27,7 % auf 2.761 Einheiten;
darunter waren 2.592 Lkw und 169 Busse.
Von Januar bis Juni 2020 erhöhten sich die Auslieferungen in der Türkei auf 860 (287)
Fahrzeuge. Davon entfielen 714 Einheiten auf Lkw und 91 Einheiten auf Busse sowie
55 Fahrzeuge auf die Transporterbaureihe MAN TGE. In Südafrika verringerten sich die
Nutzfahrzeug-Auslieferungen des Volkswagen Konzerns gegenüber dem Vorjahr um 37,4
% auf insgesamt 1.199 Fahrzeuge; davon entfielen 1.031 auf Lkw und 168 auf Busse.
Die Verkäufe in Nordamerika sanken im ersten Halbjahr 2020 auf 731 Fahrzeuge (- 50,6
%); diese wurden ausschließlich in Mexiko an Kunden übergeben, darunter waren 534
Lkw und 197 Busse.
Die Auslieferungen in Südamerika sanken auf insgesamt 21.186 Einheiten (- 23,1 %);
davon entfielen 18.079 auf Lkw und 3.107 auf Busse. Die Verkäufe in Brasilien sanken
im ersten Halbjahr 2020 um 23,9 %. Unter den ausgelieferten Einheiten befanden sich
15.920 Lkw und 2.329 Busse.
In der Region Asien-Pazifik verkaufte der Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum
5.276 Fahrzeuge, darunter 4.614 Lkw und 656 Busse - das waren insgesamt 15,1 % weniger
als im Vorjahr.
Im Regelfall sind Aufträge im Segment Power Engineering Teil größerer Investitionsprojekte,
für die Lieferzeiten von knapp einem Jahr bis hin zu mehreren Jahren und Teillieferungen
nach Baufortschritt typisch sind. Die Umsatzerlöse aus dem Neubaugeschäft folgen daher
der Entwicklung der Auftragseingänge mit entsprechendem zeitlichen Versatz.
Hauptumsatzträger des Segments Power Engineering waren im Zeitraum Januar bis Juni
2020 Engines & Marine Systems sowie Turbomachinery, die zusammen über zwei Drittel
der gesamten Umsatzerlöse erzielten.
| AUSLIEFERUNGEN (FAHRZEUGE) | VERÄNDERUNG | ||
| 2020 | 2019 | (%) | |
| Europa/Übrige Märkte | 50.545 | 88.091 | - 42,6 |
| davon: EU27+3 | 42.450 | 76.825 | - 44,7 |
| davon: Deutschland | 12.074 | 21.367 | - 43,5 |
| Russland | 2.761 | 3.817 | - 27,7 |
| Türkei | 860 | 287 | x |
| Südafrika | 1.199 | 1.916 | - 37,4 |
| Nordamerika | 731 | 1.481 | - 50,6 |
| davon: Mexiko | 731 | 1.480 | - 50,6 |
| Südamerika | 21.186 | 27.552 | - 23,1 |
| davon: Brasilien | 18.249 | 23.986 | - 23,9 |
| Asien-Pazifik | 5.276 | 6.212 | - 15,1 |
| Weltweit | 77.738 | 123.336 | - 37,0 |
| Scania | 30.437 | 51.524 | - 40,9 |
| MAN | 47.301 | 71.812 | - 34,1 |
1
Die Auslieferungen des Vorjahres wurden aufgrund der statistischen Fortschreibung
aktualisiert.
Der Konzernbereich Finanzdienstleistungen umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung,
das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagement sowie Mobilitätsangebote
des Volkswagen Konzerns. Er schließt die Volkswagen Finanzdienstleistungen sowie die
Finanzdienstleistungsaktivitäten von Scania und Porsche Holding Salzburg ein.
Im ersten Halbjahr 2020 waren die Produkte und Services des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen
beliebt, die Nachfrage war jedoch von der Covid-19-Pandemie beeinträchtigt. Die Zahl
der Neuverträge im Finanzierungs-, Leasing-, Service- und Versicherungsgeschäft sank
um 18,0 % auf weltweit 3,7 Mio. Kontrakte. Da die Auslieferungen des Konzerns im Vergleich
zu den Vertragsabschlüssen überproportional zurückgingen, erhöhte sich der Anteil
der geleasten und finanzierten Fahrzeuge an den Auslieferungen des Konzerns (Penetrationsrate)
in den Märkten des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen in den ersten sechs Monaten
2020 auf 36,3 (34,5) %. Der Gesamtvertragsbestand lag am 30. Juni 2020 bei 23,4 Mio.
Einheiten; das waren 1,0 % weniger als am Jahresende 2019.
In Europa/Übrige Märkte war das Finanzdienstleistungsgeschäft vor allem im zweiten
Quartal von der Covid-19-Pandemie beeinflusst. Hier erreichte die Zahl der im Berichtszeitraum
unterzeichneten Neuverträge mit 2,8 (3,5) Mio. Einheiten nicht das Niveau des Vorjahres.
Ende Juni 2020 belief sich der Gesamtvertragsbestand auf 17,2 Mio. Kontrakte; ein
Rückgang um 2,1 % gegenüber dem 31. Dezember 2019. Auf den Bereich Kundenfinanzierung
und Leasing entfielen von diesen Kontrakten 7,5 Mio. Verträge (- 2,8 %).
In Nordamerika wurden im Berichtszeitraum 417 (473) Tsd. neue Kontrakte geschlossen.
Ende Juni 2020 belief sich der Vertragsbestand auf 3,1 (3,1) Mio. Kontrakte; das Niveau
vom Vorjahresende wurde leicht übertroffen. Der Bereich Kundenfinanzierung und Leasing
verzeichnete 1,9 (1,8) Mio. Verträge.
In der Region Südamerika, die vor allem im zweiten Quartal von der Covid-19-Pandemie
betroffen war, verfehlte die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge im ersten Halbjahr
2020 mit 119 (151) Tsd. Kontrakten den Vergleichswert des Vorjahres. Der Gesamtvertragsbestand
lag am 30. Juni 2020 mit 688 (703) Tsd. Einheiten unter dem Stand vom 31. Dezember
2019. Die Verträge betrafen überwiegend den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing.
Im Raum Asien-Pazifik, in dem sich das Coronavirus SARS-CoV-2 zuerst ausbreitete,
beliefen sich die neuen Vertragsabschlüsse im Zeitraum Januar bis Juni 2020 auf 420
Tsd. Einheiten; ein Minus von 7,5 % gegenüber dem Vorjahr. Am Ende des Berichtszeitraums
lag der Gesamtvertragsbestand bei 2,5 Mio. Kontrakten; das waren 3,7 % mehr als am
Jahresende 2019. Auf den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing entfielen 1,8 Mio.
Verträge (+ 4,5 %).
Im ersten Halbjahr 2020 ging der Absatz des Volkswagen Konzerns an die Handelsorganisation
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 30,0 % auf 3.736.064 Fahrzeuge (einschließlich
der chinesischen Joint Ventures) zurück. Grund für den Rückgang waren im Wesentlichen
negative Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Die in diesem Zusammenhang anhaltende
Verunsicherung sowie die zur Eindämmung der Pandemie eingeführten nationalen Maßnahmen,
wie Mobilitätsbeschränkungen und Geschäftsschließungen, gingen mit einem Absinken
der Kundennachfrage einher. Überdurchschnittliche Nachfragerückgänge waren vor allem
in Westeuropa sowie Nord- und Südamerika zu verzeichnen. Der Auslandsabsatz sank gegenüber
dem Zeitraum Januar bis Juni 2019 um 29,3 %. Im Inland sank der Absatz gegenüber dem
Vorjahreswert um 34,6 %. Die Inlandsquote als Anteil am Gesamtabsatz verringerte sich
auf 12,5 (13,3) %.
Von Januar bis Juni 2020 sank die Fertigung des Volkswagen Konzerns gegenüber dem
Vorjahr aufgrund der getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus SARS-CoV-2
um 32,5 % auf insgesamt 3.662.419 Fahrzeuge. Die Auswirkungen nationaler Maßnahmen
zur Eindämmung der Pandemie führten zu einer Unterbrechung von Lieferketten und in
der Folge zu Produktionsstopps im Volkswagen Konzern. Während sich an den Standorten
in China zum Ende des ersten Halbjahres 2020 die Produktionszahlen gegenüber dem Vorjahr
erholten, führten die zeitlich verzögerten Auswirkungen der Covid-19-Pandemie an den
übrigen Standorten weltweit zu Rückgängen in der Fertigung. Im Inland lag die Produktion
bei 680.614 Einheiten, ein Rückgang von 39,9 %. Im Ausland sank die Fertigung gegenüber
dem Vorjahr um 30,5 % auf insgesamt 2.981.805 Fahrzeuge. Die Inlandsquote verringerte
sich auf 18,6 (20,9) %.
Die weltweiten Lagerbestände bei den Konzerngesellschaften und in der Handelsorganisation
lagen am 30. Juni 2020 unter dem Stand zum Jahresende 2019 und unter dem entsprechenden
Wert des Vorjahreszeitraums.
Am 30. Juni 2020 beschäftigte der Volkswagen Konzern 637.202 aktive Mitarbeiter;
weitere 10.630 Mitarbeiter befanden sich in der passiven Phase der Altersteilzeit.
Zusätzlich standen 16.885 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis. Am Ende des
ersten Halbjahres 2020 blieb die weltweite Gesamtbelegschaft des Volkswagen Konzerns
mit 664.717 Mitarbeitern marktbedingt und aufgrund von nicht erfolgtem Fluktuationsersatz
leicht unter dem Stand vom Jahresende 2019. Die Mitarbeiterzahl im Inland lag mit
294.278 Beschäftigten ebenfalls leicht unter dem Jahresendniveau 2019.
Volkswagen hat am 12. Juli 2019 bekanntgegeben, zusammen mit der Ford Motor Company
(Ford) in das an der Entwicklung eines Systems für das autonome Fahren arbeitende
Unternehmen Argo AI zu investieren. Dies erfolgt zum einen durch die auf mehrere Jahre
verteilte Bereitstellung von finanziellen Mitteln in Höhe von insgesamt 1,0 Mrd. USD
und zum anderen, indem Volkswagen seine vollkonsolidierte Tochtergesellschaft Autonomous
Intelligent Driving (AID) einbrachte. Darüber hinaus hat Volkswagen für einen Kaufpreis
von 500 Mio. USD, zahlbar in drei gleichen Jahresraten, von Ford bestehende Anteile
an Argo AI erworben. Der Vollzug der Transaktion einschließlich der Einbringung der
AID erfolgte zum 1. Juni 2020. Aus der Einbringung der AID in die Argo AI zum Zeitwert
ergab sich unter Berücksichtigung einer anteiligen Ergebniseliminierung ein nicht
liquiditätswirksamer Ertrag im Sonstigen betrieblichen Ergebnis von 0,8 Mrd. €. Die
Argo AI wird als Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss
einbezogen.
Sondereinflüsse umfassen bestimmte Sachverhalte im Abschluss, deren gesonderte Angabe
nach Einschätzung des Vorstands nützlich ist, um den wirtschaftlichen Erfolg besser
beurteilen zu können.
Von Januar bis Juni 2020 ergaben sich im Operativen Ergebnis negative Sondereinflüsse
im Zusammenhang mit der Dieselthematik in Höhe von - 0,7 (- 1,0) Mrd. € im Bereich
Pkw. Sie resultierten im Wesentlichen aus Rechtsrisiken.
Im ersten Halbjahr 2020 erzielte der Volkswagen Konzern Umsatzerlöse in Höhe von
96,1 Mrd. €; das waren 23,2 % weniger als im Vorjahr. Belastungen ergaben sich insbesondere
aus den geringeren Volumina infolge der Covid-19-Pandemie, auch die Währungskursentwicklung
wirkte negativ. Mixeffekte und eine bessere Preispositionierung wirkten hingegen positiv.
Der Volkswagen Konzern erzielte 80,6 (80,8) % seiner Umsatzerlöse im Ausland. Das
Bruttoergebnis verringerte sich auf 12,9 (24,7) Mrd. €; die Bruttomarge lag bei 13,4
(19,8) %.
Das Operative Ergebnis des Volkswagen Konzerns vor Sondereinflüssen belief sich im
Zeitraum Januar bis Juni 2020 auf - 0,8 (10,0) Mrd. €. Die operative Umsatzrendite
vor Sondereinflüssen sank auf - 0,8 (8,0) %. Der Rückgang war im Wesentlichen auf
die negativen Auswirkungen der Ausbreitung der Covid-19-Pandemie zurückzuführen: Neben
dem Absatzrückgang infolge des Absinkens der Kundennachfrage führten Turbulenzen auf
den Rohstoff- und Kapitalmärkten zu negativen Effekten aus der Fair-Value-Bewertung
von Derivaten außerhalb des Hedge-Accounting (insbesondere Rohstoffsicherungen) sowie
aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten. Die Einbringung
der AID in das Joint Venture Argo AI führte zu einem Ertrag in Höhe von 0,8 Mrd. €.
Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der Dieselthematik belasteten das Operative Ergebnis
mit - 0,7 (- 1,0) Mrd. €; es belief sich im Berichtszeitraum auf - 1,5 (9,0) Mrd.
€. Die operative Umsatzrendite ging auf - 1,5 (7,2) % zurück.
Das Finanzergebnis gab im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mrd. € auf 0,1 Mrd. € nach,
was ebenfalls aus der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 resultierte. Aufgrund
geänderter Zinssätze zur Bewertung von Schulden nahmen die im Finanzergebnis enthaltenen
Zinsaufwendungen bewertungsbedingt ab. Das Wertpapier- und Fondsergebnis wurde durch
Kursänderungen belastet. Das Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen lag unter
dem des Vorjahreszeitraums, was insbesondere auf das geringere positive Ergebnis der
chinesischen Gemeinschaftsunternehmen zurückzuführen war, die vor allem im ersten
Quartal 2020 von Covid-19 betroffen waren.
Das Ergebnis vor Steuern des Volkswagen Konzerns sank im Berichtszeitraum um 10,9
Mrd. € auf - 1,4 Mrd. €. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf - 1,0 (7,2) Mrd.
€.
In den ersten sechs Monaten 2020 erwirtschaftete der Konzernbereich Automobile Umsatzerlöse
in Höhe von 77,0 Mrd. €. Der Rückgang um 27,4 % im Vergleich zum Vorjahr resultierte
im Wesentlichen aus dem Volumenrückgang infolge der Covid-19-Pandemie. Darüber hinaus
wirkte die Währungskursentwicklung belastend, Mixeffekte und eine bessere Preispositionierung
hingegen positiv. In den Bereichen Pkw und Nutzfahrzeuge lagen die Umsatzerlöse jeweils
erheblich unter den Vorjahreswerten. Im Bereich Power Engineering erreichten sie nahezu
die Größenordnung des Vorjahres; hier liegen geschäftsbedingt Auftragseingang und
Umsatzrealisierung zeitlich zum Teil deutlich auseinander. Da unsere chinesischen
Joint Ventures At Equity bilanziert werden, schlägt sich die Geschäftsentwicklung
des Konzerns auf dem chinesischen Pkw-Markt im Wesentlichen nur in Form von Lieferungen
von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen in den Umsatzerlösen des Konzerns nieder.
Infolge der geringeren Volumina gingen die Kosten der Umsatzerlöse zurück, ihr Anteil
an den Umsatzerlösen nahm jedoch im Vergleich zum Vorjahr zu. Gestiegenen Abschreibungen
infolge des hohen Investitionsvolumens der Vorjahre standen geringere ergebniswirksam
verrechnete Forschungsund Entwicklungskosten gegenüber. Im Zeitraum Januar bis Juni
2020 lag die Forschungs- und Entwicklungskostenquote (F&E-Quote), definiert als Anteil
der gesamten Forschungsund Entwicklungskosten an den Umsatzerlösen des Konzernbereichs
Automobile, aufgrund des Umsatzrückgangs mit 8,7 (6,6) % über dem Wert des Vorjahres.

| Mio. € | 2020 | 2019 |
| Pkw | ||
| Umsatzerlöse | 65.312 | 90.942 |
| Operatives Ergebnis | - 2.350 | 6.693 |
| Operative Umsatzrendite (in %) | - 3,6 | 7,4 |
| Nutzfahrzeuge | ||
| Umsatzerlöse | 9.854 | 13.320 |
| Operatives Ergebnis | - 295 | 959 |
| Operative Umsatzrendite (in %) | - 3,0 | 7,2 |
| Power Engineering | ||
| Umsatzerlöse | 1.850 | 1.864 |
| Operatives Ergebnis | - 93 | - 63 |
| Operative Umsatzrendite (in %) | - 5,0 | - 3,4 |
Im ersten Halbjahr 2020 sanken die Vertriebskosten, ihr Anteil an den Umsatzerlösen
stieg jedoch. Die Verwaltungskosten sowie ihr Anteil an den Umsatzerlösen legten im
Berichtszeitraum zu. Das Sonstige betriebliche Ergebnis lag bei - 0,6 (-0,8) Mrd.
€; Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der Dieselthematik waren mit - 0,6 (- 1,0)
Mrd. € hauptsächlich hier zu berücksichtigen, ebenso der Ertrag in Höhe von 0,8 Mrd.
€ aus der Einbringung der vollkonsolidierten Tochtergesellschaft Autonomous Intelligent
Driving (AID) in das an der Entwicklung eines Systems für das autonome Fahren arbeitende
Unternehmen Argo AI. Belastend wirkten zudem vor allem negative Effekte aus der Fair-Value-Bewertung
von Derivaten außerhalb des Hedge Accounting (insbesondere Rohstoffsicherungen) und
aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit - 0,9 (-
0,1) Mrd. €.
Das Operative Ergebnis des Konzernbereichs Automobile belief sich in den ersten sechs
Monaten 2020 auf - 2,7 Mrd. €; ein Minus von 10,3 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahr.
Die operative Umsatzrendite im Konzernbereich Automobile lag bei - 3,6 (7,2) %. Die
Covid-19-Pandemie führte zu negativen Einflüssen sowohl über den geringeren Absatz
als auch über Fair-Value-Bewertungen auf bestimmte Derivate sowie über die Bewertung
von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten. Positiv wirkten geringere Kosten
sowie der Ertrag aus der Einbringung der AID, während negative Sondereinflüsse das
Ergebnis belasteten. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen ging auf - 2,1 (8,6)
Mrd. € zurück, die operative Umsatzrendite vor Sondereinflüssen sank auf - 2,7 (8,1)
%. Da die Ergebnisse der chinesischen Joint Ventures im Finanzergebnis At Equity bilanziert
werden, schlägt sich die Geschäftsentwicklung unserer Gemeinschaftsunternehmen im
Wesentlichen nur in Form von Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen sowie Lizenzeinnahmen
im Operativen Ergebnis nieder.
Die Umsatzerlöse des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen lagen im ersten Halbjahr
2020 mit 19,1 (19,1) Mrd. € auf Vorjahresniveau. Aufgrund des Geschäftsmodells des
Finanzdienstleistungsbereichs ist der negative Effekt aus der Covid-19-Pandemie in
den Umsatzerlösen hier geringer als im Konzernbereich Automobile.
Die Kosten der Umsatzerlöse legten um 0,1 Mrd. € auf 15,7 Mrd. € zu. Die Vertriebs-
und Verwaltungskosten sowie das Sonstige betriebliche Ergebnis erhöhten sich in Summe
risikokosten- und wechselkursbedingt, und auch ihr Anteil an den Umsatzerlösen stieg
an. Das Operative Ergebnis des Finanzdienstleistungsbereichs lag mit 1,2 (1,4) Mrd.
€ leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die operative Umsatzrendite belief sich auf
6,5 (7,4) %.
Der Brutto-Cash-flow des Volkswagen Konzerns war im ersten Halbjahr 2020 mit 12,2
Mrd. € ergebnisbedingt um 8,5 Mrd. € niedriger als im Vorjahr. Die Veränderung im
Working Capital belief sich auf - 4,9 (- 14,3) Mrd. €. Die Covid-19-Pandemie wirkte
sich unter anderem in Form eines geringeren Forderungsaufbaus, geringerer Rückstellungen,
geringerer Verbindlichkeiten und Bevorratung infolge der Produktionsreduzierungen
sowie geringerer Forderungen im Finanzdienstleistungsgeschäft aus. Aus der Dieselthematik
ergaben sich Mittelabflüsse, die höher ausfielen als im Vorjahreszeitraum. Der Cash-flow
aus dem laufenden Geschäft verbesserte sich um 0,9 Mrd. € auf 7,3 Mrd. €.
Die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts lag bei 7,9 (8,1) Mrd. €.
In der Finanzierungstätigkeit flossen im Berichtszeitraum insgesamt Mittel in Höhe
von 21,7 (- 2,1) Mrd. € zu; diese dienten vor allem der Stärkung der Brutto-Liquidität.
Die Finanzierungstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen die Aufnahme und Tilgung von
Anleihen und Veränderungen der übrigen Finanzschulden. Im Juni 2020 wurde erfolgreich
eine Dual-Tranche-Hybridanleihe in Höhe von 3,0 Mrd. € platziert. Die syndizierte
Kreditlinie der Volkswagen AG in Höhe von 10 Mrd. € wurde zum Ende des Berichtszeitraums
in voller Höhe genutzt. Im Vorjahr waren der Erwerb angedienter MAN Aktien infolge
der Kündigung des BGAV sowie die Dividendenzahlung an die Aktionäre der Volkswagen
AG zu berücksichtigen.
Am Ende des Berichtszeitraums lag der Zahlungsmittelbestand des Volkswagen Konzerns
laut Kapitalflussrechnung bei 42,9 (23,0) Mrd. €.
Die Netto-Liquidität des Volkswagen Konzerns belief sich am 30. Juni 2020 auf - 143,7
Mrd. €, am Jahresende 2019 waren es - 148,0 Mrd. €.
Im ersten Halbjahr 2020 nahm der Brutto-Cash-flow des Konzernbereichs Automobile
vor allem infolge des pandemiebedingten Ergebnisrückgangs auf 6,8 (15,9) Mrd. € ab.
Die Veränderung des Working Capital lag bei - 3,8 (- 2,4) Mrd. €. Die Covid-19-Pandemie
wirkte sich unter anderem in Form eines geringeren Forderungsaufbaus, geringerer Rückstellungen
sowie geringerer Verbindlichkeiten und Bevorratung infolge der Produktionsreduzierungen
aus. Die Mittelabflüsse aus der Dieselthematik fielen im Berichtszeitraum höher aus
als ein Jahr zuvor. Mit 3,0 Mrd. € lag der Cash-flow aus dem laufenden Geschäft um
10,5 Mrd. € unter dem Vergleichswert 2019.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 belief sich die Investitionstätigkeit
des laufenden Geschäfts des Konzernbereichs Automobile auf 7,8 Mrd. €; das waren 0,1
Mrd. € weniger als im Vorjahr. Die Sachinvestitionen (Investitionen in Sachanlagen,
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte
Entwicklungskosten) gingen um 1,1 Mrd. € auf 4,1 Mrd. € zurück. Die Sachinvestitionsquote
lag bei 5,4 (4,9) %; der Anstieg resultierte aus den pandemiebedingt geringeren Umsatzerlösen.
Die Sachinvestitionen flossen vornehmlich in unsere Fertigungsstandorte und in Modelle,
die wir in diesem und im kommenden Jahr in den Markt einführen, sowie in die ökologische
Ausrichtung unserer Modellpalette, die Elektrifizierung und Digitalisierung unserer
Produkte und in unsere modularen Baukästen. Im Berichtszeitraum stiegen die Zugänge
zu den aktivierten Entwicklungskosten um 0,6 Mrd. € auf 2,9 Mrd. €; dies ist im Wesentlichen
auf die seit Ende 2019 auf Markenebene durchzuführenden Produktwerthaltigkeitseinschätzungen
zurückzuführen. Die Position "Erwerb und Verkauf von Beteiligungen" erhöhte sich infolge
strategischer Investitionen in diverse Unternehmen, vor allem in das Joint Venture
Argo AI, um 0,4 Mrd. € auf 0,9 Mrd. €.
Der Netto-Cash-flow des Konzernbereichs Automobile sank um 10,4 Mrd. € auf - 4,8
Mrd. €.
| Mio. € | 2020 | 2019 |
| Pkw | ||
| Brutto-Cash-flow | 6.153 | 14.002 |
| Veränderung Working Capital | - 3.524 | - 769 |
| Cash-flow laufendes Geschäft | 2.630 | 13.233 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | - 7.134 | - 9.232 |
| Netto-Cash-flow | - 4.505 | 4.001 |
| Nutzfahrzeuge | ||
| Brutto-Cash-flow | 560 | 1.772 |
| Veränderung Working Capital | - 307 | - 1.399 |
| Cash-flow laufendes Geschäft | 252 | 373 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | - 599 | 1.412 |
| Netto-Cash-flow | - 347 | 1.784 |
| Power Engineering | ||
| Brutto-Cash-flow | 113 | 121 |
| Veränderung Working Capital | 15 | - 204 |
| Cash-flow laufendes Geschäft | 127 | - 83 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | - 82 | - 135 |
| Netto-Cash-flow | 45 | - 217 |
Die Finanzierungstätigkeit berücksichtigt die Aufnahme und Tilgung von Anleihen und
Veränderungen der übrigen Finanzschulden. Im ersten Halbjahr 2020 lag der Mittelzufluss
bei insgesamt 21,1 Mrd. €. Dies diente der Stärkung der Brutto-Liquidität und führte
zu höheren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Im Vorjahr flossen Mittel
in Höhe von 8,7 Mrd. € ab, unter anderem aufgrund der Dividendenzahlung an die Aktionäre
der Volkswagen AG und des Erwerbs angedienter MAN Aktien infolge der Kündigung des
BGAV mit der MAN SE. Die im Juni 2020 über die Volkswagen International Finance N.V.
erfolgreich platzierte Dual Tranche-Hybridanleihe im Gesamtnennbetrag von 3,0 Mrd.
€ führte zu einem Mittelzufluss. Sie besteht zum einen aus einer 1,5 Mrd. € Anleihe,
die mit einem Kupon von 3,5 % ausgestattet und erstmals nach fünf Jahren kündbar ist,
und zum anderen aus einer 1,5 Mrd. € Anleihe, die einen Kupon von 3,875 % hat und
erstmals nach neun Jahren gekündigt werden kann. Beide Tranchen besitzen eine unbefristete
Laufzeit und erhöhen - unter anderem nach Abzug der Kapitalbeschaffungskosten - das
Eigenkapital. Von der Hybridanleihe waren 3,0 Mrd. € als Kapitaleinzahlung zu klassifizieren,
die die Netto-Liquidität erhöhten.
Ende Juni 2020 lag die Netto-Liquidität des Konzernbereichs Automobile bei 18,7 Mrd.
€; am 31. Dezember 2019 waren es 21,3 Mrd. €.
Im Berichtszeitraum erwirtschaftete der Konzernbereich Finanzdienstleistungen einen
Brutto-Cash-flow in Höhe von 5,4 (4,8) Mrd. €. Die Veränderung im Working Capital
belief sich aufgrund einer geringeren Mittelbindung infolge des nachfragebedingt gesunkenen
Geschäftsvolumens nach Ausbreitung des Coronavirus auf - 1,1 (- 12,0) Mrd. €. Der
Cash-flow aus dem laufenden Geschäft erhöhte sich auf 4,3 (- 7,1) Mrd. €.
Die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts lag mit 0,1 (0,1) Mrd. € auf dem
Niveau des Vorjahres.
Die Finanzierungstätigkeit des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen enthält vor
allem die Aufnahme und Tilgung von Anleihen und übrigen Finanzschulden. Im ersten
Halbjahr 2020 flossen insgesamt Mittel in Höhe von 0,6 Mrd. € zu, im Vorjahr waren
es 6,6 Mrd. €.
Die branchenüblich negative Netto-Liquidität des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen
lag Ende Juni 2020 bei - 162,3 Mrd. €, am Jahresende 2019 waren es - 169,3 Mrd. €.
Am 30. Juni 2020 verzeichnete der Volkswagen Konzern eine Bilanzsumme von 500,3 Mrd.
€; ein Plus von 2,5 % im Vergleich zum 31. Dezember 2019. Der Anstieg ist im Wesentlichen
auf die Stärkung der Brutto-Liquidität und die erfolgreich platzierte Hybridanleihe
zurückzuführen. Währungskurseffekte wirkten gegenläufig. Das Eigenkapital des Konzerns
lag bei 124,3 (123,7) Mrd. €. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 24,8 (25,3) %.
Am Ende des Berichtszeitraums lagen die Immateriellen Vermögenswerte des Konzernbereichs
Automobile nahezu auf dem Wert zum Bilanzstichtag 2019. Die Sachanlagen gingen aufgrund
von Wechselkurseffekten und über den Zugängen liegenden Abschreibungen zurück. Die
Langfristigen Vermögenswerte nahmen im Vergleich zum Jahresende 2019 insgesamt um
0,2 % ab.
Die Kurzfristigen Vermögenswerte nahmen um 16,9 % zu. Die darin enthaltenen Vorräte
gingen infolge der pandemiebedingten Produktionsreduzierungen leicht zurück. Die kurzfristigen
Sonstigen Forderungen und finanziellen Vermögenswerte waren höher als Ende 2019. Der
Bestand an Wertpapieren und Zahlungsmitteln im Konzernbereich Automobile stieg um
15,6 Mrd. € auf 48,8 Mrd. €.
Die Position "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" umfasst nach der Einbringung
der AID in das Joint Venture Argo AI den voraussichtlich abgehenden Buchwert der Vermögenswerte
aus der geplanten Veräußerung von Renk. Die Position "Zur Veräußerung gehaltene Schulden"
beinhaltet die voraussichtlich abgehenden Buchwerte der zugehörigen Schulden.
Am 30. Juni 2020 war das Eigenkapital des Konzernbereichs Automobile mit 93,3 (92,8)
Mrd. € annähernd so hoch wie am Jahresende 2019. Die im Juni 2020 begebene Hybridanleihe
sowie Effekte aus der erfolgsneutral erfassten Derivatebewertung wirkten positiv,
die Ergebnis- und Währungskursentwicklung hingegen negativ. Die Anteile von Minderheiten
am Eigenkapital sind im Wesentlichen den Minderheitsaktionären der TRATON GROUP zuzurechnen.
Die Langfristigen Schulden verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2019 um
3,6 % auf 87,6 Mrd. €; die darin enthaltenen langfristigen Finanzschulden sanken im
Wesentlichen durch Umgliederungen vom langfristigen in den kurzfristigen Bereich aufgrund
kürzerer verbleibender Restlaufzeiten sowie währungsbedingt.
Die Kurzfristigen Schulden beliefen sich am Ende des ersten Halbjahres 2020 auf 81,4
Mrd. €; das waren 18,2 Mrd. € mehr als am 31. Dezember 2019. Die kurzfristigen Finanzschulden
stiegen auf 15,1 (- 7,3) Mrd. €, was auf die Umgliederungen in den kurzfristigen Bereich
sowie Maßnahmen zur Stärkung der Brutto-Liquidität zurückzuführen war. Die Werte des
Automobilbereichs enthalten auch die Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen
den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. Da die Kurzfristigen Finanzschulden
des originären Konzernbereichs Automobile am Jahresende 2019 geringer waren als die
an den Finanzdienstleistungsbereich gewährten Darlehen, war der auszuweisende Wert
negativ. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen infolge der Produktionsreduzierungen
zurück. Und auch die kurzfristigen sonstigen Schulden nahmen im Vergleich zum Jahresende
2019 ab; der Rückgang resultierte vor allem aus geringeren Verbindlichkeiten aus Buy-Back-Geschäften.
| Mio. € | 30.06.2020 | 31.12.2019 |
| Pkw | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 127.080 | 126.387 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 92.379 | 75.459 |
| Bilanzsumme | 219.459 | 201.846 |
| Eigenkapital | 77.031 | 75.773 |
| Langfristige Schulden | 75.723 | 78.679 |
| Kurzfristige Schulden | 66.704 | 47.394 |
| Nutzfahrzeuge | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 24.237 | 25.143 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 12.286 | 13.420 |
| Bilanzsumme | 36.524 | 38.563 |
| Eigenkapital | 13.515 | 14.115 |
| Langfristige Schulden | 11.181 | 11.367 |
| Kurzfristige Schulden | 11.828 | 13.081 |
| Power Engineering | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 2.101 | 2.206 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4.193 | 4.202 |
| Bilanzsumme | 6.293 | 6.408 |
| Eigenkapital | 2.775 | 2.885 |
| Langfristige Schulden | 660 | 777 |
| Kurzfristige Schulden | 2.857 | 2.746 |
Am Ende des Berichtszeitraums verzeichnete der Konzernbereich Automobile eine Bilanzsumme
in Höhe von 262,3 Mrd. €; das waren 6,3 % mehr als am 31. Dezember 2019.
Ende Juni 2020 lag die Bilanzsumme des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen mit
238,0 Mrd. € um 1,4 % unter dem Wert vom 31. Dezember 2019.
Die Langfristigen Vermögenswerte verringerten sich im Vergleich zum Jahresende 2019
insgesamt um 3,4 %; die darin enthaltenen Sachanlagen waren nahezu unverändert. Die
Vermieteten Vermögenswerte stiegen, die langfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen
nahmen infolge der Covid-19-Pandemie volumen- und währungsbedingt ab.
Die Kurzfristigen Vermögenswerte lagen über dem Wert vom Jahresende 2019. Während
die kurzfristigen Sonstigen Forderungen und finanziellen Vermögenswerte leicht stiegen,
waren die kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen pandemiebedingt geringer.
Am 30. Juni 2020 belief sich der Zahlungsmittelbestand im Finanzdienstleistungsbereich
auf 10,6 Mrd. €; das waren 4,3 Mrd. € mehr als am 31. Dezember 2019.
Rund 47,6 (49,4) % der Aktiva des Volkswagen Konzerns entfielen am Ende des Berichtszeitraums
auf den Finanzdienstleistungsbereich.
Mit 31,0 (30,9) Mrd. € war das Eigenkapital des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen
im Vergleich zum 31. Dezember 2019 nahezu unverändert. Das positive Ergebnis stand
negativen Wechselkurseffekten gegenüber. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 13,0
(12,8) %.
Die Langfristigen Schulden sanken um 0,9 %, was im Wesentlichen aus geringeren langfristigen
Finanzschulden resultierte.
Auch die Kurzfristigen Schulden gingen im Vergleich zum Jahresende 2019 aufgrund
niedriger kurzfristiger Finanzschulden zurück.
Im Vergleich zum Jahresende 2019 nahm das Einlagevolumen aus dem Direktbankgeschäft
auf 32,1 (32,5) Mrd. € ab.
Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 bringt massive Beeinträchtigungen
in sämtlichen Bereichen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens mit sich.
Dies ist auch verbunden mit Turbulenzen auf den Rohstoff- und Finanzmärkten. Insbesondere
sind die Folgen für die weitere Entwicklung einzelner Volkswirtschaften und der Weltwirtschaft
insgesamt zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht verlässlich einschätzbar. Zudem könnte
eine zweite Welle mit steigenden Neuinfektionen die Belastungen und die Unsicherheit
verstärken. Gleichwohl gehen wir von einer einsetzenden wirtschaftlichen Erholung
im Verlaufe des Jahres 2020 aus.
Von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie ist der Volkswagen Konzern in allen Bereichen
betroffen: insbesondere der Vertrieb infolge des Absinkens der Kundennachfrage, die
Produktion und die Lieferketten. Risiken ergeben sich vor allem aus einer anhaltend
rückläufigen Nachfrage und einer steigenden Wettbewerbsintensität, die durch staatliche
Konjunkturprogramme gemindert werden könnten. Herausforderungen sehen wir darüber
hinaus vor allem in der Produktion im Hinblick auf stabile Lieferketten und den Schutz
der Gesundheit unserer Belegschaft. Wir haben verstärkte Hygiene- und Schutzmaßnahmen
installiert, um den Betrieb sicherzustellen. Der Vorstand des Volkswagen Konzerns
erwartet weltweit an seinen Standorten negative Auswirkungen auf das operative Geschäft.
In der Folge gehen wir davon aus, dass wir die ursprünglichen Erwartungen an alle
Spitzenkennzahlen des Konzerns für das Geschäftsjahr 2020 nicht erreichen werden.
Wir gehen davon aus, dass die Auslieferungen an Kunden, die Umsatzerlöse und das
Operative Ergebnis des Volkswagen Konzerns unter Vorjahr liegen werden. Im Konzernbereich
Automobile werden sich 2020 trotz gegensteuernder Maßnahmen die F&E-Quote und die
Sachinvestitionsquote aufgrund nachfragebedingt rückläufiger Umsatzerlöse voraussichtlich
über denen des Vorjahres bewegen. Infolge der geminderten Kundennachfrage sowie weiterer
Auszahlungen im Rahmen der Dieselthematik und von Liquiditätsabflüssen aus Mergers
& Acquisitions-Aktivitäten rechnen wir für das Jahr 2020 mit einem unter dem Vorjahreswert
liegenden Netto-Cash-flow. Infolgedessen wird auch die Netto-Liquidität im Konzernbereich
Automobile das Vorjahresniveau unterschreiten. Die Kapitalrendite (RoI) erwarten wir
ergebnisbedingt unter dem Vorjahreswert und unter unserem definierten Mindestverzinsungsanspruch
an das investierte Vermögen in Höhe von 9 %.
Den Ausblick für das Geschäftsjahr 2020 finden Sie auf den Seiten 24 und 25.
Das Landgericht Braunschweig hat im Strafverfahren wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation
im Hinblick auf kapitalmarktrechtliche Informationspflichten im Zusammenhang mit der
Dieselthematik die Nebenbeteiligung der Volkswagen AG angeordnet. Im Mai 2020 ist
dieses Verfahren im Hinblick auf den amtierenden Vorstandsvorsitzenden und ein ehemaliges
Mitglied (heutiger Aufsichtsratsvorsitzender) des Vorstands der Volkswagen AG gegen
Zahlung einer Geldauflage in Höhe von jeweils 4,5 Mio. € - und insoweit auch gegen
die Volkswagen AG als Nebenbeteiligte - durch das Landgericht Braunschweig endgültig
eingestellt worden. Das Landgericht Braunschweig hat nunmehr über die Zulassung der
weiter anhängigen Anklage gegen einen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen
AG beziehungsweise das insoweit noch anhängige Verfahren gegen die Volkswagen AG zu
entscheiden.
Das Landgericht München II hat im Juni 2020 die Anklage der Staatsanwaltschaft München
II auch gegen den vormaligen Vorstandsvorsitzenden der AUDI AG im Wesentlichen unverändert
zur Hauptverhandlung zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet.
In Australien hat das Gericht im April 2020 den in den Sammelklagen zwischen den
Parteien geschlossenen Vergleich genehmigt.
Die Volkswagen AG und der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. haben am 28. Februar
2020 einen außergerichtlichen Vergleich über die Beendigung der Musterfeststellungsklage
geschlossen. Danach wird die Volkswagen AG Verbrauchern, die sich zur Musterfeststellungsklage
angemeldet haben und die Vergleichskriterien erfüllen, Einzelvergleiche anbieten.
Das Vergleichsvolumen beträgt insgesamt 830 Mio. €. Der Verbraucherzentrale Bundesverband
e.V. hat am 30. April 2020 die Musterfeststellungsklage zurückgenommen. Volkswagen
hat mit rund 240 Tsd. Kunden individuelle Vergleiche mit einem Gesamtvolumen von rund
760 Mio. € geschlossen.
Im April 2020 entschied der High Court in England und Wales in der Group Litigation,
dass es sich bei der Umschaltlogik des EA 189-Motors um eine unzulässige Abschalteinrichtung
handele und sieht sich diesbezüglich auch an die Feststellungen des Kraftfahrtbundesamtes
gebunden. Die Volkswagen AG teilt die Rechtsauffassung des High Court zu diesen Vorfragen
nicht und hat Rechtsmittel gegen die Entscheidung eingelegt. Die Frage der Haftung
der Volkswagen AG war nicht Gegenstand dieser Entscheidung und wird erst im weiteren
Prozessverlauf erörtert.
Im April 2020 wurde der Volkswagen AG eine auf Zahlung von Schadensersatz gerichtete
Sammelklage mit Opt-Out-Mechanismus für niederländische Verbraucher durch die Diesel
Emissions Justice Foundation zugestellt. Nach einer am 1. Januar 2020 in Kraft getretenen
Gesetzesänderung in den Niederlanden können sich auch Verbraucher innerhalb der Europäischen
Union der Sammelklage im Rahmen einer Opt-In-Option anschließen. Die Sammelklage betrifft
unter anderem Fahrzeuge des Motortyps EA 189.
In Deutschland erging im Mai 2020 erstmalig eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs
(BGH) zu einer produktbezogenen Einzelklage im Zusammenhang mit der Dieselthematik.
Der BGH entschied, dass dem Käufer eines vor Bekanntwerden der Dieselthematik erworbenen
Fahrzeugs des Motorentyps EA 189 ein Schadensersatzanspruch gegen die Volkswagen AG
zusteht. Er kann die Erstattung des für das Fahrzeug gezahlten Kaufpreises verlangen,
muss sich aber den gezogenen Nutzungsvorteil anrechnen lassen und der Volkswagen AG
das Fahrzeug zurückgeben. Mit dem Urteil wurde für einen Großteil der rund 65 Tsd.
in Deutschland noch anhängigen Einzelklagen Klarheit darüber geschaffen, wie der BGH
die wesentlichen Grundfragen in den Dieselverfahren beurteilt. Im Rahmen von zwei
mündlichen Verhandlungen im Juli 2020 hat der BGH zu erkennen gegeben, dass er geneigt
sei, einen Anspruch der Fahrzeugkäufer auf Deliktszinsen zu verneinen.
Mit Beschlüssen aus März 2019 hatte das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart die Durchführung
weiterer Kapitalanleger-Musterverfahren abgelehnt. Darunter befindet sich auch ein
Musterverfahren gegen die Porsche SE und die Volkswagen AG wegen angeblicher Ad-hoc-Pflichtverletzungen
im Zusammenhang mit der Dieselthematik. Die Klägerseite hat gegen die Ablehnung dieses
Musterverfahrens durch das OLG Stuttgart Rechtsbeschwerde zum BGH erhoben. Der BGH
hat die Sache im Juni 2020 zur erneuten Entscheidung über die Bestimmung eines Musterklägers
an das OLG Stuttgart zurückverwiesen.
Im Februar 2020 hat das Gericht des Bundesstaats Montana (Montana State Court) einen
Teil der vom Attorney General des Bundesstaats Montana geltend gemachten umweltrechtlichen
Forderungen abgewiesen, die Klage aber hinsichtlich anderer Forderungen zugelassen.
Volkswagen hat die Überprüfung dieser Entscheidung durch den Obersten Gerichtshof
des Bundesstaats Montana (Montana Supreme Court) beantragt. Im März 2020 hat der Oberste
Gerichtshof des Bundesstaates Ohio (Ohio Supreme Court) auf Antrag von Volkswagen
das Rechtsmittelverfahren gegen eine Entscheidung des Instanzgerichts zu verbleibenden
Forderungen des Bundesstaates Ohio zugelassen. Im Juni 2020 hat das US-Bundesberufungsgericht
für den 9. Gerichtsbezirk (Ninth Circuit) unter teilweiser Aufhebung der instanzgerichtlichen
Klageabweisung entschieden, dass über bestimmte Forderungen der US-Verwaltungsbezirke
Hillsborough County, Florida, und Salt Lake County, Utah, weiter zu verhandeln sei.
Im Mai 2020 wurde das in den Vereinigten Staaten laufende Vergleichsprogramm für
Fahrzeuge mit 3.0 l TDI-Motoren der Generation 2 beendet
In der auf Strafschadensersatz gerichteten umweltrechtlichen Sammelklage im Namen
der Einwohner der Provinz Quebec hat im Juni 2020 ein Gericht der Provinz Quebec entschieden,
dass in dem aktuellen Verfahrensstadium ein Antrag auf Klageabweisung durch Volkswagen
zulässig ist. Volkswagen hat den Antrag im Juli 2020 formwirksam angekündigt.
Im April 2020 hat das OLG Celle durch Beschluss entschieden, einen anderen als den
ursprünglich bestellten Sonderprüfer zu bestellen. Diese Entscheidung des OLG Celle
ist formal rechtskräftig. Die Volkswagen AG hat auch gegen diese Entscheidung wegen
der Verletzung ihrer verfassungsmäßig garantierten Rechte Verfassungsbeschwerde vor
dem Bundesverfassungsgericht erhoben und die Verbindung mit der ersten Verfassungsbeschwerde
gegen den Beschluss auf Einsetzung des Sonderprüfers angeregt. Die Verfassungsbeschwerde
hat jedoch keine aufschiebende Wirkung.
Der Risikobetrag im Steuerverfahren der brasilianischen Finanzverwaltung gegen MAN
Latin America beträgt unverändert 3,1 Mrd. BRL. Lediglich aufgrund von Währungsschwankungen
ergibt sich durch die Umrechnung ein von 0,7 auf 0,5 Mrd. € reduziertes Risiko, das
im Anhang innerhalb der Eventualverbindlichkeiten angegeben wurde.
Im Zusammenhang mit dem Sachverhalt, der im Grundsatz auch dem im April 2019 eingeleiteten
kartellrechtlichen Verfahren der Europäischen Kommission gegen die Volkswagen AG sowie
die AUDI AG und die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG zugrunde liegt, hat die südkoreanische
Wettbewerbsbehörde im Mai 2020 die Niederlassungen der Audi Volkswagen Südkorea und
Porsche Südkorea durchsucht und Auskunftsersuchen an die Volkswagen AG, AUDI AG und
Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG gerichtet. In der gleichen Angelegenheit hat zudem die
türkische Wettbewerbsbehörde im Juli 2020 ein Verfahren eröffnet.
Im März 2020 hat der US District Court des Northern District von Kalifornien zwei
angepasste Sammelklagen abgewiesen, in denen Käufer deutscher Luxusfahrzeuge behauptet
hatten, dass mehrere Automobilhersteller, unter anderem die Volkswagen AG und weitere
Konzerngesellschaften, sich zwecks unrechtmäßiger Erhöhung der Preise deutscher Luxusfahrzeuge
abgestimmt und damit gegen US-amerikanische Kartell- und Verbraucherschutzgesetze
verstoßen hätten. Nach Auffassung des Gerichts waren die Klagen unschlüssig, weil
durch den klägerischen Vortrag nicht hinreichend plausibel begründet war, dass der
Wettbewerb durch die behaupteten Absprachen unzulässig eingeschränkt und damit gegen
US-Recht verstoßen worden sei. Das Gericht gewährte den Klägern die Möglichkeit, ihre
Klagen hinsichtlich eines begrenzten Teils der ursprünglichen klägerischen Forderungen
zu überarbeiten. Im Juni 2020 haben die Kläger einen zweiten Satz überarbeiteter Klageschriften
eingereicht.
Im Februar 2020 hat das US District Court des Northern District von Kalifornien einen
Sammelklagevergleich zur Beilegung zivilrechtlicher Forderungen betreffend rund 98
Tsd. Fahrzeuge mit Automatikgetriebe der Marken Volkswagen, Audi, Porsche und Bentley
endgültig genehmigt.
Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen
Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr 2020 in den Kapiteln "Prognosebericht"
und "Risiko- und Chancenbericht" - einschließlich des Abschnitts "Rechtsrisiken" -
des zusammengefassten Lageberichts im Geschäftsbericht 2019 keine wesentlichen Änderungen.
Insbesondere liegen dem Vorstand der Volkswagen AG basierend auf den vorhandenen und
gewonnenen Informationen nach wie vor keine belastbaren Erkenntnisse oder Einschätzungen
hinsichtlich der beschriebenen Sachverhalte vor, die zu einer anderen Bewertung der
damit verbundenen Risiken führen würden.
Weitergehende Angaben zu den Schätzungen hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen
sowie Angaben zu Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe oder der Fälligkeit von Beträgen
der Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den Rechtsrisiken
werden gemäß IAS 37.92 nicht gemacht, um die Ergebnisse der Verfahren und die Interessen
des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.
Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Volkswagen Konzerns.
Diesen Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen und rechtlichen
Rahmenbedingungen einzelner Länder und Wirtschaftsräume, insbesondere für die Automobilbranche,
zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und
die wir zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet
und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten abweichen. Sollten sich wesentliche
Parameter bezüglich unserer wichtigsten Absatzmärkte ändern oder sich wesentliche
Veränderungen bei den für den Volkswagen Konzern relevanten Währungskursverhältnissen
oder Rohstoffen ergeben oder die tatsächlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie
von dem in diesem Bericht unterstellten Szenario abweichen, wird das unsere Geschäftsentwicklung
entsprechend beeinflussen. Darüber hinaus kann es auch zu Abweichungen von der voraussichtlichen
Geschäftsentwicklung kommen, wenn sich die im Geschäftsbericht 2019 dargestellten
Einschätzungen zu den Faktoren nachhaltiger Wertsteigerung sowie zu Risiken und Chancen
anders entwickeln als derzeit von uns erwartet oder sich zusätzliche Risiken beziehungsweise
Chancen oder sonstige den Geschäftsverlauf beeinflussende Faktoren ergeben.
Der Vorstand des Volkswagen Konzerns geht davon aus, dass das Wachstum der Weltwirtschaft
2020 infolge der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 eine negative Wachstumsrate
aufweisen wird. Risiken sehen wir darüber hinaus weiterhin in protektionistischen
Tendenzen, Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie strukturellen Defiziten in einzelnen
Ländern. Zudem werden die Wachstumsaussichten von anhaltenden geopolitischen Spannungen
und Konflikten belastet. Wir gehen davon aus, dass sowohl die fortgeschrittenen Volkswirtschaften
als auch die Schwellenländer eine deutlich rückläufige Wirtschaftsentwicklung verzeichnen
werden. Gleichwohl gehen wir von einer einsetzenden wirtschaftlichen Erholung im Verlauf
des Jahres 2020 aus.
Für die Entwicklung der Pkw-Märkte im Jahr 2020 haben wir aufgrund der Covid-19-Pandemie
für einzelne Regionen Szenarien entwickelt, die zum Beispiel auch die aktuellen Erfahrungen
aus der Entwicklung in China berücksichtigen. Die Szenarien reflektieren die zeitlich
unterschiedliche geographische Ausbreitung der Covid-19-Pandemie. Insgesamt gehen
wir davon aus, dass das weltweite Nachfragevolumen nach Neufahrzeugen im Jahr 2020
voraussichtlich zwischen 15 und 20 % unter dem des Vorjahres liegen wird. In Westeuropa
rechnen wir für 2020 mit einem Neuzulassungsvolumen von Pkw, das um rund 25 % unter
dem Niveau des Vorjahres liegt. Nach dem drastischen Rückgang zu Beginn des zweiten
Quartals und der deutlichen Erholung im weiteren Verlauf haben wir unterstellt, dass
es im dritten und vierten Quartal 2020 zu einer weiteren Erholung des Marktes kommt
und das Vorjahresniveau in einzelnen Monaten wieder erreicht werden kann. Auf den
Pkw-Märkten in Zentral- und Osteuropa legen wir einen ähnlichen, aber stabileren Verlauf
zugrunde und erwarten, dass die Zahl der Verkäufe 2020 den Vorjahreswert voraussichtlich
etwas weniger stark unterschreiten wird. Auf den Märkten für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
(bis 6,35 t) in Nordamerika rechnen wir für 2020 mit einem Nachfragevolumen, das 25
bis 30 % unter dem Niveau des Vorjahres liegt. Dabei gehen wir davon aus, dass nach
dem drastischen Rückgang zu Beginn und einer leichten Erholung im weiteren Verlauf
des zweiten Quartals in den verbleibenden Quartalen des Jahres 2020 nur eine Seitwärtsbewegung
des Marktes zu verzeichnen sein wird. Wir erwarten, dass die Neuzulassungen von Pkw
und leichten Nutzfahrzeugen auf den südamerikanischen Märkten 2020 im Vergleich zum
Vorjahr insgesamt um bis zu 40 % sinken werden. Nach dem drastischen Rückgang im zweiten
Quartal wird sich der Markt im dritten und vierten Quartal voraussichtlich nur langsam
und sukzessive erholen, wobei die Werte des Vorjahres nicht wieder erreicht werden.
Die Märkte für Pkw in der Region Asien-Pazifik werden 2020 voraussichtlich zwischen
10 und 15 % unter dem Vorjahresniveau liegen. Nach dem sehr starken Rückgang im ersten
und der zügigen Erholung im zweiten Quartal rechnen wir mit einer Entwicklung auf
Vorjahresniveau in den verbleibenden Quartalen des Jahres 2020.
Auch die Märkte für leichte Nutzfahrzeuge werden sich im Jahr 2020 in den einzelnen
Regionen unterschiedlich entwickeln; insgesamt rechnen wir Covid-19-bedingt für 2020
mit einer deutlich sinkenden Nachfrage.
Wir erwarten für 2020, dass die Neuzulassungen sowohl von mittelschweren und schweren
Lkw mit einem Gesamtgewicht von mehr als 6 t als auch von Bussen auf den relevanten
Märkten des Bereichs Nutzfahrzeuge massiv unter denen von 2019 liegen.
Automobilbezogene Finanzdienstleistungen werden nach unserer Einschätzung auch im
Jahr 2020 eine hohe Bedeutung für den weltweiten Fahrzeugabsatz haben.
Unsere Markenvielfalt, unsere Präsenz auf allen wichtigen Märkten der Welt, die breite
und gezielt ergänzte Produktpalette sowie unsere Technologien und unsere Dienstleistungen
verschaffen uns weltweit eine gute Position im Wettbewerb. Im Zuge der Transformation
unseres Kerngeschäfts positionieren wir die Konzernmarken noch trennschärfer und optimieren
unser Fahrzeug- und Antriebsportfolio. Im Fokus stehen dabei vor allem die CO2-Bilanz unserer Fahrzeugflotte und die Konzentration auf die attraktivsten und wachstumsstärksten
Marktsegmente. Zusätzlich arbeiten wir mit der fortlaufenden Entwicklung neuer Technologien
und unserer Baukästen daran, die Vorteile unseres Mehrmarkenkonzerns noch gezielter
zu nutzen.
Wir gehen davon aus, dass die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns im
Jahr 2020 in Folge der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie deutlich unter dem Wert
des Vorjahres liegen werden.
Herausforderungen ergeben sich zudem insbesondere aus der steigenden Wettbewerbsintensität,
volatilen Rohstoff- und Devisenmärkten sowie aus verschärften emissionsbezogenen Anforderungen.
Wir erwarten, dass in Folge der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 die Umsatzerlöse des
Volkswagen Konzerns und seiner Bereiche deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen
werden. Für das Operative Ergebnis vor und inklusive Sondereinflüssen des Volkswagen
Konzerns und des Bereichs Pkw sowie für das Operative Ergebnis des Bereichs Nutzfahrzeuge
rechnen wir mit einem gravierenden Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich Power
Engineering und im Konzernbereich Finanzdienstleistungen erwarten wir geschäftsmodellbedingt
für das Operative Ergebnis im Jahr 2020 geringere Einflüsse aus der Pandemie. Für
den Bereich Power Engineering gehen wir von einem gegenüber Vorjahr deutlich höheren
Operativen Verlust aus. Für den Konzernbereich Finanzdienstleistungen rechnen wir
mit einem Operativen Ergebnis deutlich unter dem Vorjahreswert. Insgesamt erwarten
wir für den Volkswagen Konzern ein positives Operatives Ergebnis vor und inklusive
Sondereinflüssen im Jahr 2020.
Das Geschäft des Volkswagen Konzerns und seiner Marken war im ersten Halbjahr 2020
stark von der Covid-19-Pandemie beeinträchtigt; dies führte konzernweit zu geringeren
Werten bei Absatz-, Umsatz- und Ergebnis. Die Umsatzerlöse des Konzerns sanken auf
96,1 (125,2) Mrd. €. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen verringerte sich
auf - 0,8 (10,0) Mrd. €. Aus der Dieselthematik ergaben sich im Berichtszeitraum Sondereinflüsse
in Höhe von - 0,7 (- 1,0) Mrd. €.
Die Marke Volkswagen Pkw setzte im Zeitraum Januar bis Juni dieses Jahres 1,1 (1,9)
Mio. Fahrzeuge ab; das waren 39,8 % weniger als ein Jahr zuvor. Entgegen dem Trend
konnte der T-Cross Zuwächse verzeichnen, auch der Atlas Cross Sport war sehr beliebt.
Die Umsatzerlöse gingen um 35,3 % auf 28,6 Mrd. € zurück. Das Operative Ergebnis vor
Sondereinflüssen verschlechterte sich auf - 1,5 (2,3) Mrd. €. Geringere Fixkosten
und eine verbesserte Preispositionierung konnten die Belastungen aus dem Volumenrückgang
infolge der Covid-19-Pandemie nicht ausgleichen. Aus der Dieselthematik ergaben sich
im Berichtszeitraum Sondereinflüsse in Höhe von - 0,6 (- 0,4) Mrd. €.
In den ersten sechs Monaten 2020 ging der Absatz der Marke Audi auf weltweit 416
(632) Tsd. Fahrzeuge zurück. Weitere 271 (258) Tsd. Audi Fahrzeuge wurden über das
chinesische Joint Venture FAW-Volkswagen veräußert. Eine steigende Nachfrage verzeichneten
die Modelle Q3, A6 und e-tron. Die Umsatzerlöse gaben auf 20,5 (28,8) Mrd. € nach.
Das Operative Ergebnis (im laufenden Jahr vor Sondereinflüssen) lag bei - 643 Mio.
€ (2,3 Mrd. €). Der Volumenrückgang, Belastungen aus der Bewertung von Rohstoffsicherungsgeschäften
und Derivaten sowie negative Währungseffekte und gestiegene Verkaufshilfen wirkten
belastend, reduzierte Fix- und Entwicklungskosten und der Entkonsolidierungseffekt
aus dem Verkauf der Autonomous Intelligent Driving (AID) standen dem entgegen. Im
ersten Halbjahr 2020 ergaben sich aus der Dieselthematik Sondereinflüsse in Höhe von
- 0,1 Mrd. €. In den Finanzkennzahlen der Marke Audi sind die Marken Lamborghini und
Ducati enthalten. Ducati setzte im Berichtszeitraum 22.790 (33.315) Motorräder ab.
Die Marke ŠKODA setzte in der ersten Hälfte dieses Jahres 372 Tsd. Fahrzeuge ab und
lag damit um 33,6 % unter dem Vergleichswert von 2019. Die SUVs Kodiaq und Karoq sowie
die neuen Modelle Scala und Kamiq waren bei den Kunden besonders beliebt. Die Umsatzerlöse
gingen auf 7,5 (10,2) Mrd. €, das Operative Ergebnis auf 228 (824) Mio. € zurück.
Die Belastungen aus Volumensituation, Wechselkursentwicklung und emissionsbezogenen
Aufwendungen konnten nicht durch Produktkostenoptimierungen sowie geringere Fix- und
Entwicklungskosten kompensiert werden.
Im Berichtszeitraum belief sich der Absatz der Marke SEAT auf 197 Tsd. Fahrzeuge;
ein Rückgang von 46,9 % gegenüber Vorjahr. Der für Audi gefertigte A1 ist darin enthalten.
Die SUV-Modelle Arona und Ateca sowie der Leon wurden stark nachgefragt. Mit 3,7 Mrd.
€ fielen die Umsatzerlöse um 40,2 % geringer aus als ein Jahr zuvor. Das Operative
Ergebnis sank auf - 271 (216) Mio. €, was im Wesentlichen aus dem pandemiebedingten
Volumenrückgang sowie emissionsbezogenen Aufwendungen resultierte.
Der Absatz der Marke Bentley lag im ersten Halbjahr 2020 bei 4.569 (4.670) Fahrzeugen.
Die Umsatzerlöse verbesserten sich mixbedingt auf 860 (835) Mio. €. Infolge höherer
Abschreibungen sowie Einmalaufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen ging das Operative
Ergebnis auf - 99 (57) Mio. € zurück.
| KONZERNBEREICH AUTOMOBILE | KONZERNBEREICH FINANZDIENSTLEISTUNGEN | ||
| Bereich Pkw | Bereich Nutzfahrzeuge | Bereich Power Engineering | Händler- und Kundenfinanzierung |
| Volkswagen Pkw | Scania Vehicles and Services | Power Engineering | Leasing |
| Audi | MAN Nutzfahrzeuge | Direktbank | |
| ŠKODA | Versicherungen | ||
| SEAT | Flottenmanagement | ||
| Bentley | Mobilitätsangebote | ||
| Porsche Automobile | |||
| Volkswagen Nutzfahrzeuge | |||
| Sonstiges | |||
Porsche Automobile verzeichnete im Zeitraum Januar bis Juni 2020 einen Absatz von
weltweit 116 Tsd. Fahrzeugen; ein Minus von 14,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzerlöse
beliefen sich auf 11,2 (12,2) Mrd. €. Infolge des geringeren Fahrzeugabsatzes sowie
aufgrund von Kostensteigerungen, insbesondere für Digitalisierung und Elektrifizierung,
ging das Operative Ergebnis auf 1,1 (2,1) Mrd. € zurück. Außerdem wirkte die Währungskursentwicklung
negativ.
Der Absatz von Volkswagen Nutzfahrzeuge gab im ersten Halbjahr 2020 auf weltweit
157 (256) Tsd. Fahrzeuge nach. Die Umsatzerlöse waren mit 4,2 Mrd. € um 34,7 % niedriger
als ein Jahr zuvor. Das Operative Ergebnis sank auf - 334 (506) Mio. €; es wurde im
Wesentlichen durch den Volumenrückgang und die ab diesem Jahr geltenden CO2-Lenkungsabgaben belastet. Darüber hinaus wirkten höhere Vorleistungen und Abschreibungen
für neue Produkte, Fixkostensteigerungen sowie ungünstigere Wechselkurse negativ,
Produktkostenoptimierungen und Mixeffekte hingegen positiv.
In den ersten sechs Monaten 2020 verzeichnete Scania Vehicles and Services einen
Absatz von 31 (52) Tsd. Fahrzeugen. Die Umsatzerlöse lagen bei 5,3 (7,1) Mrd. €. Das
Operative Ergebnis von Scania Vehicles and Services nahm auf 221 (828) Mio. € ab;
der Rückgang war vor allem auf das geringere Volumen zurückzuführen. Dem standen Mixverbesserungen
und geringere Fixkosten gegenüber.
MAN Nutzfahrzeuge setzte im Zeitraum Januar bis Juni dieses Jahres 47 Tsd. Einheiten
ab und verfehlte damit den Vergleichswert 2019 um 34,1 %. Die Umsatzerlöse gaben auf
4,7 (6,3) Mrd. € nach. Das Operative Ergebnis ging auf - 423 (248) Mio. € zurück.
Belastend wirkten im Wesentlichen der Volumenrückgang bei Neu- und Gebrauchtfahrzeugen
sowie Kosten im Zusammenhang mit der Einführung der neuen Lkw-Generation.
In den ersten sechs Monaten 2020 erzielte Power Engineering Umsatzerlöse in Höhe
von 1,8 (1,9) Mrd. €. Das Operative Ergebnis sank volumen- und kostenbedingt auf 21
(42) Mio. €, Mixveränderungen führten zu einem positiven Effekt.
| ABSATZ | UMSATZERLÖSE | OPERATIVES ERGEBNIS | ||||
| Tsd. Fahrzeuge/Mio. € | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 |
| Volkswagen Pkw | 1.134 | 1.886 | 28.580 | 44.146 | - 1.491 | 2.286 |
| Audi | 416 | 632 | 20.476 | 28.761 | - 643 | 2.300 |
| ŠKODA | 372 | 560 | 7.546 | 10.154 | 228 | 824 |
| SEAT | 197 | 370 | 3.749 | 6.266 | - 271 | 216 |
| Bentley | 5 | 5 | 860 | 835 | - 99 | 57 |
| Porsche Automobile1 | 116 | 136 | 11.192 | 12.212 | 1.143 | 2.117 |
| Volkswagen Nutzfahrzeuge | 157 | 256 | 4.238 | 6.489 | - 334 | 506 |
| Scania Vehicles and Services2 | 31 | 52 | 5.269 | 7.115 | 221 | 828 |
| MAN Nutzfahrzeuge | 47 | 72 | 4.669 | 6.283 | - 423 | 248 |
| Power Engineering | - | - | 1.850 | 1.864 | 21 | 42 |
| VW China3 | 1.422 | 1.789 | - | - | - | - |
| Sonstiges4 | - 160 | - 418 | - 10.361 | - 16.919 | - 312 | - 727 |
| Volkswagen Finanzdienstleistungen | - | - | 18.063 | 17.992 | 1.155 | 1.281 |
| Volkswagen Konzern vor Sondereinflüssen | - | - | - | - | - 803 | 9.979 |
| Sondereinflüsse | - | - | - | - | - 687 | - 981 |
| Volkswagen Konzern | 3.736 | 5.339 | 96.131 | 125.197 | - 1.490 | 8.997 |
| Konzernbereich Automobile5 | 3.736 | 5.339 | 77.015 | 106.126 | - 2.738 | 7.589 |
| davon: Bereich Pkw | 3.658 | 5.215 | 65.312 | 90.942 | - 2.350 | 6.693 |
| Bereich Nutzfahrzeuge | 78 | 124 | 9.854 | 13.320 | - 295 | 959 |
| Bereich Power Engineering | - | - | 1.850 | 1.864 | - 93 | - 63 |
| Konzernbereich Finanzdienstleistungen | - | - | 19.115 | 19.071 | 1.248 | 1.409 |
1
Porsche (einschließlich Finanzdienstleistungen): Umsatz 12.421 (13.405) Mio. €, Operatives
Ergebnis vor Sondereinflüssen 1.233 (2.209) Mio. €.
2
Scania (einschließlich Finanzdienstleistungen): Umsatz 5.488 (7.336) Mio. €, Operatives
Ergebnis 266 (895) Mio. €.
3
Die Umsatzerlöse und Operativen Ergebnisse der Joint-Venture-Gesellschaften in China
sind in den Werten des Konzerns nicht enthalten. Diese chinesischen Gesellschaften
werden At Equity konsolidiert und erzielten ein anteiliges Operatives Ergebnis von
1.404 (2.103) Mio. €.
4
Im Operativen Ergebnis im Wesentlichen ergebniswirksame konzerninterne Posten, insbesondere
aus der Eliminierung von Zwischengewinnen, inklusive Abschreibungen auf identifizierte
Vermögenswerte im Rahmen der Kaufpreisallokationen sowie den Marken nicht zugeordnete
Gesellschaften.
5
Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
Im Finanzierungs-, Leasing-, Service- und Versicherungsgeschäft der Volkswagen Finanzdienstleistungen
wurden in der ersten Hälfte dieses Jahres 3,4 (4,1) Mio. neue Verträge abgeschlossen
(- 17,4 %). Die Penetrationsrate als Anteil der geleasten oder finanzierten Fahrzeuge
am relevanten Auslieferungsvolumen des Konzerns legte bei gleichgebliebenen Vergabegrundsätzen
auf 36,0 (34,1) % zu, da die Auslieferungen des Konzerns im Vergleich zu den Vertragsabschlüssen
überproportional sanken. Am 30. Juni 2020 lag der Gesamtvertragsbestand bei 21,3 Mio.
Kontrakten; das waren 0,9 % weniger als am Jahresende 2019. Im Bereich Kundenfinanzierung/Leasing
belief sich der Vertragsbestand auf 11,1 (11,2) Mio. Kontrakte, im Bereich Service/Versicherungen
verringerte er sich auf 10,2 (10,3) Mio. Kontrakte. Am Ende des Berichtszeitraums
hatte die Volkswagen Bank 1,4 (1,4) Mio. Einlagenkonten im Bestand. Das Operative
Ergebnis gab in den ersten sechs Monaten 2020 auf 1,2 (1,3) Mrd. € nach.
Im ersten Halbjahr 2020 setzte der Volkswagen Konzern in der Region Europa/Übrige
Märkte 1,6 Mio. Fahrzeuge ab; das waren 35,4 % weniger als im Vorjahr. Insbesondere
ab dem Ende des ersten Quartals wirkte sich die Covid-19-Pandemie negativ auf das
Geschäft aus. Infolge der gesunkenen Nachfrage gingen die Umsatzerlöse auf 57,7 (77,3)
Mrd. € zurück. Mixeffekte wirkten positiv.
Auf den Märkten Nordamerikas traten die negativen Effekte aus der Ausbreitung des
Coronavirus SARS-CoV-2 mit zeitlicher Verzögerung mit Beginn des zweiten Quartals
ein. Der Absatz des Volkswagen Konzerns nahm im Berichtszeitraum um 38,3 % auf 300
Tsd. Fahrzeuge ab. Die Umsatzerlöse sanken um 26,8 % auf 15,9 Mrd. €. Positive Wechselkurseffekte
standen Belastungen aus dem Volumen gegenüber.
Im Zeitraum Januar bis Juni 2020 ging der Absatz in Südamerika auf 183 (280) Tsd.
Fahrzeuge zurück. Vor allem im zweiten Quartal belastete die Covid-19-Pandemie die
Nachfrage. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 3,7 (5,2) Mrd. €. Neben dem Volumenrückgang
wirkte die Wechselkursentwicklung belastend.
Nachdem die Covid-19-Pandemie zu Jahresbeginn zuerst die Region Asien-Pazifik betroffen
hatte, legte die Nachfrage im zweiten Quartal 2020 wieder zu und erreichte das Vorjahresniveau.
Der Absatz des Volkswagen Konzerns - einschließlich der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen
- lag im Berichtszeitraum bei 1,6 (2,0) Mio. Fahrzeugen. Die Umsatzerlöse gingen volumenbedingt
auf 19,3 (20,8) Mrd. € zurück, während Mixeffekte positiv wirkten. Die Umsatzerlöse
unserer chinesischen Joint Ventures sind nicht enthalten, da diese At Equity konsolidiert
werden.
Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Umsatzerlösen in Fremdwährung belasteten
in den ersten sechs Monaten 2020 die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns mit - 0,4
(+ 0,1) Mrd. €.
| ABSATZ | UMSATZERLÖSE | |||
| Tsd. Fahrzeuge/Mio. € | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 |
| Europa/Übrige Märkte | 1.644 | 2.543 | 57.651 | 77.251 |
| Nordamerika | 300 | 486 | 15.930 | 21.762 |
| Südamerika | 183 | 280 | 3.704 | 5.247 |
| Asien-Pazifik1 | 1.609 | 2.029 | 19.267 | 20.797 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | - | - | - 421 | 140 |
| Volkswagen Konzern1 | 3.736 | 5.339 | 96.131 | 125.197 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 |
| Umsatzerlöse | 96.131 | 125.197 | 77.015 | 106.126 | 19.115 | 19.071 |
| Kosten der Umsatzerlöse | - 83.228 | - 100.454 | - 67.559 | - 84.883 | - 15.669 | - 15.571 |
| Bruttoergebnis | 12.903 | 24.743 | 9.456 | 21.242 | 3.447 | 3.501 |
| Vertriebskosten | - 8.352 | - 9.997 | - 7.767 | - 9.223 | - 585 | - 774 |
| Verwaltungskosten | - 4.860 | - 4.523 | - 3.804 | - 3.599 | - 1.056 | - 924 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | - 1.180 | - 1.226 | - 623 | - 832 | - 557 | - 394 |
| Operatives Ergebnis | - 1.490 | 8.997 | - 2.738 | 7.589 | 1.248 | 1.409 |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | 1.164 | 1.599 | 1.142 | 1.570 | 22 | 29 |
| Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis | - 1.026 | - 1.039 | - 1.004 | - 1.060 | - 22 | 21 |
| Finanzergebnis | 138 | 560 | 138 | 509 | 0 | 51 |
| Ergebnis vor Steuern | - 1.352 | 9.557 | - 2.600 | 8.098 | 1.248 | 1.459 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 333 | - 2.389 | 693 | - 1.994 | - 361 | - 395 |
| Ergebnis nach Steuern | - 1.019 | 7.168 | - 1.907 | 6.104 | 887 | 1.064 |
| davon entfallen auf Minderheiten | - 57 | 24 | - 93 | - 7 | 36 | 31 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 239 | 268 | 239 | 268 | - | - |
| Aktionäre der Volkswagen AG | - 1.201 | 6.875 | - 2.053 | 5.843 | 852 | 1.033 |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Stammaktie in €2 | - 2,44 | 13,69 | ||||
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie in €2 | - 2,33 | 13,75 | ||||
1
Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
2
Das Ergebnis je Aktie wird in der Anhangangabe "Ergebnis je Aktie" erläutert.
| Mio. € | 2020 | 2019 |
| Ergebnis nach Steuern | - 1.019 | 7.168 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen vor Steuern | - 107 | - 6.494 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | 59 | 1.913 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen nach Steuern | - 47 | - 4.580 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Sonstigen Beteiligungen und Wertpapieren (Eigenkapitalinstrumente) nach Steuern |
- 14 | 17 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern |
6 | 19 |
| Nicht reklassifizierbare Gewinne/Verluste | - 55 | - 4.545 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung | - 1.863 | 107 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 15 | - |
| Währungsumrechnungsdifferenzen vor Steuern | - 1.848 | 107 |
| Latente Steuern auf Währungsumrechnungsdifferenzen | 4 | 11 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern | - 1.844 | 119 |
| Sicherungsgeschäfte | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI I) | 1.934 | - 256 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI I) | - 488 | - 520 |
| Cash-flow-Hedges (OCI I) vor Steuern | 1.446 | - 777 |
| Latente Steuern auf Cash-flow-Hedges (OCI I) | - 450 | 230 |
| Cash-flow-Hedges (OCI I) nach Steuern | 995 | - 547 |
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI II) | - 664 | - 890 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI II) | 659 | 497 |
| Cash-flow-Hedges (OCI II) vor Steuern | - 6 | - 393 |
| Latente Steuern auf Cash-flow-Hedges (OCI II) | 17 | 116 |
| Cash-flow-Hedges (OCI II) nach Steuern | 12 | - 277 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Forderungen und Wertpapieren (Fremdkapitalinstrumente) |
||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen | 22 | 52 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 0 | 0 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Forderungen und Wertpapieren (Fremdkapitalinstrumente) vor Steuern |
22 | 52 |
| Latente Steuern auf reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Forderungen und Wertpapieren (Fremdkapitalinstrumente) |
- 7 | - 16 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Forderungen und Wertpapieren (Fremdkapitalinstrumente) nach Steuern |
16 | 36 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern |
- 70 | 58 |
| Reklassifizierbare Gewinne/Verluste | - 892 | - 611 |
| Sonstiges Ergebnis vor Steuern | - 570 | - 7.410 |
| Latente Steuern auf das Sonstige Ergebnis | - 376 | 2.254 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - 947 | - 5.156 |
| Gesamtergebnis | - 1.966 | 2.012 |
| davon entfallen auf | ||
| Minderheiten | - 106 | 19 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 239 | 268 |
| Aktionäre der Volkswagen AG | - 2.099 | 1.724 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 |
| Umsatzerlöse | 41.076 | 65.185 | 32.365 | 55.349 | 8.711 | 9.836 |
| Kosten der Umsatzerlöse | - 37.404 | - 52.130 | - 30.266 | - 44.078 | - 7.138 | - 8.052 |
| Bruttoergebnis | 3.672 | 13.055 | 2.099 | 11.271 | 1.573 | 1.784 |
| Vertriebskosten | - 3.880 | - 5.056 | - 3.619 | - 4.664 | - 262 | - 392 |
| Verwaltungskosten | - 2.415 | - 2.252 | - 1.918 | - 1.790 | - 497 | - 461 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 229 | - 618 | 502 | - 394 | - 273 | - 223 |
| Operatives Ergebnis | - 2.394 | 5.130 | - 2.935 | 4.422 | 541 | 707 |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | 1.035 | 791 | 1.031 | 771 | 5 | 20 |
| Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis | - 675 | - 434 | - 661 | - 431 | - 14 | - 3 |
| Finanzergebnis | 360 | 357 | 369 | 340 | - 9 | 17 |
| Ergebnis vor Steuern | - 2.034 | 5.486 | - 2.566 | 4.762 | 532 | 724 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 498 | - 1.372 | 637 | - 1.161 | - 140 | - 211 |
| Ergebnis nach Steuern | - 1.536 | 4.115 | - 1.929 | 3.601 | 392 | 514 |
| davon entfallen auf | ||||||
| Minderheiten | - 51 | 17 | - 69 | 1 | 18 | 16 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 122 | 134 | 122 | 134 | - | - |
| Aktionäre der Volkswagen AG | - 1.607 | 3.964 | - 1.981 | 3.466 | 375 | 498 |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Stammaktie in €2 | - 3,23 | 7,91 | ||||
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie in €2 | - 3,18 | 7,91 | ||||
1
Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
2
Das Ergebnis je Aktie wird in der Anhangangabe "Ergebnis je Aktie" erläutert.
| Mio. € | 2020 | 2019 |
| Ergebnis nach Steuern | - 1.536 | 4.115 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen vor Steuern | - 4.994 | - 2.408 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | 1.502 | 714 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen nach Steuern | - 3.492 | - 1.694 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Sonstigen Beteiligungen und Wertpapieren (Eigenkapitalinstrumente) nach Steuern |
9 | - 6 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern |
9 | 6 |
| Nicht reklassifizierbare Gewinne/Verluste | - 3.474 | - 1.694 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung | - 72 | - 753 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 15 | - |
| Währungsumrechnungsdifferenzen vor Steuern | - 57 | - 753 |
| Latente Steuern auf Währungsumrechnungsdifferenzen | 4 | - 1 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern | - 54 | - 754 |
| Sicherungsgeschäfte | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value-Änderungen (OCI I) | 908 | 1.564 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI I) | - 152 | - 311 |
| Cash-flow-Hedges (OCI I) vor Steuern | 756 | 1.253 |
| Latente Steuern auf Cash-flow-Hedges (OCI I) | - 210 | - 364 |
| Cash-flow-Hedges (OCI I) nach Steuern | 546 | 889 |
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value-Änderungen (OCI II) | - 85 | - 372 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI II) | 318 | 262 |
| Cash-flow-Hedges (OCI II) vor Steuern | 232 | - 110 |
| Latente Steuern auf Cash-flow-Hedges (OCI II) | - 71 | 31 |
| Cash-flow-Hedges (OCI II) nach Steuern | 161 | - 79 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Forderungen und Wertpapieren (Fremdkapitalinstrumente) |
||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen | 30 | 28 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 0 | 0 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Forderungen und Wertpapieren (Fremdkapitalinstrumente) vor Steuern |
30 | 28 |
| Latente Steuern auf reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Forderungen und Wertpapieren (Fremdkapitalinstrumente) |
- 9 | - 8 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Forderungen und Wertpapieren (Fremdkapitalinstrumente) nach Steuern |
21 | 20 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern |
- 65 | - 140 |
| Reklassifizierbare Gewinne/Verluste | 610 | - 64 |
| Sonstiges Ergebnis vor Steuern | - 4.081 | - 2.129 |
| Latente Steuern auf das Sonstige Ergebnis | 1.216 | 371 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - 2.864 | - 1.758 |
| Gesamtergebnis | - 4.401 | 2.357 |
| davon entfallen auf | ||
| Minderheiten | - 48 | 13 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 122 | 134 |
| Aktionäre der Volkswagen AG | - 4.475 | 2.209 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 |
| Aktiva | ||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 295.324 | 300.608 | 153.418 | 153.736 | 141.906 | 146.873 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 66.419 | 66.214 | 66.240 | 66.010 | 179 | 204 |
| Sachanlagen | 63.741 | 66.152 | 62.615 | 65.043 | 1.126 | 1.110 |
| Vermietete Vermögenswerte | 48.763 | 48.938 | 1.626 | 2.084 | 47.138 | 46.853 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 81.847 | 86.973 | - 406 | - 390 | 82.253 | 87.363 |
| Finanzanlagen, At Equity bewertete Anteile und sonstige Beteiligungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte |
34.554 | 32.331 | 23.343 | 20.989 | 11.211 | 11.342 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 204.929 | 187.463 | 108.858 | 93.081 | 96.071 | 94.382 |
| Vorräte | 45.932 | 46.742 | 41.063 | 41.898 | 4.869 | 4.844 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 55.216 | 58.615 | - 571 | - 640 | 55.787 | 59.255 |
| Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 40.100 | 38.620 | 18.782 | 17.803 | 21.318 | 20.817 |
| Wertpapiere | 19.472 | 16.769 | 15.961 | 13.546 | 3.511 | 3.223 |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingeldanlagen | 43.404 | 25.923 | 32.817 | 19.679 | 10.586 | 6.243 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 805 | 795 | 805 | 795 | - | - |
| Bilanzsumme | 500.253 | 488.071 | 262.275 | 246.816 | 237.977 | 241.255 |
| Passiva | ||||||
| Eigenkapital | 124.288 | 123.651 | 93.321 | 92.774 | 30.966 | 30.877 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Volkswagen AG | 107.023 | 109.117 | 76.708 | 78.872 | 30.315 | 30.246 |
| Eigenkapital der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 15.498 | 12.663 | 15.498 | 12.663 | - | - |
| Eigenkapital der Anteilseigner der Volkswagen AG | 122.521 | 121.781 | 92.206 | 91.535 | 30.315 | 30.246 |
| Anteile von Minderheiten am Eigenkapital | 1.766 | 1.870 | 1.115 | 1.239 | 651 | 631 |
| Langfristige Schulden | 192.255 | 196.497 | 87.564 | 90.822 | 104.690 | 105.675 |
| Finanzschulden | 108.376 | 113.556 | 13.360 | 17.592 | 95.016 | 95.965 |
| Rückstellungen für Pensionen | 41.949 | 41.389 | 41.176 | 40.631 | 773 | 759 |
| Sonstige Schulden | 41.929 | 41.551 | 33.029 | 32.600 | 8.900 | 8.951 |
| Kurzfristige Schulden | 183.710 | 167.924 | 81.390 | 63.220 | 102.321 | 104.703 |
| Finanzschulden | 108.221 | 87.912 | 15.058 | - 7.312 | 93.163 | 95.224 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 20.692 | 22.745 | 17.813 | 19.603 | 2.879 | 3.142 |
| Sonstige Schulden | 54.461 | 56.896 | 48.183 | 50.559 | 6.278 | 6.337 |
| Schulden im Zusammenhang mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 336 | 370 | 336 | 370 | - | - |
| Bilanzsumme | 500.253 | 488.071 | 262.275 | 246.816 | 237.977 | 241.255 |
| ÜBRIGE RÜCKLAGEN | ||||||
| SICHERUNGSGESCHÄFTE | ||||||
| Mio. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Währungsumrechnung | Cash-flow-Hedges (OCI I) | Abgegrenzte Kosten der Sicherungsbeziehung (OCI II) |
| Stand am 01.01.2019 | 1.283 | 14.551 | 91.105 | - 3.576 | 1.790 | - 629 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 6.875 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | - 4.575 | 119 | - 547 | - 277 |
| Gesamtergebnis | - | - | 2.300 | 119 | - 547 | - 277 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | - | - | - 4 | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - | - 2.419 | - | - | - |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | 363 | 169 | 1 | 0 |
| Übrige Veränderungen | - | - | 62 | - | - | - |
| Stand am 30.06.2019 | 1.283 | 14.551 | 91.407 | - 3.288 | 1.243 | - 906 |
| Stand am 01.01.2020 | 1.283 | 14.551 | 96.929 | - 2.824 | 95 | - 977 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | - 1.201 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | - 47 | - 1.799 | 998 | 12 |
| Gesamtergebnis | - | - | - 1.248 | - 1.799 | 998 | 12 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | - | - | - | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen1 | - | - | - | - | - | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - | - | - | - | - |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | - | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | 6 | 0 | - | - |
| Stand am 30.06.2020 | 1.283 | 14.551 | 95.687 | - 4.623 | 1.093 | - 965 |
| ÜBRIGE RÜCKLAGEN | ||||||
| SICHERUNGSGESCHÄFTE | ||||||
| Mio. € | Eigenkapital- und Fremdkapitalinstrumente | At Equity bewertete Anteile | Anteile der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | Anteile der Anteilseigner der Volkswagen AG | Anteile von Minderheiten | Summe Eigenkapital |
| Stand am 01.01.2019 | - 230 | 228 | 12.596 | 117.117 | 225 | 117.342 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 268 | 7.144 | 24 | 7.168 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 53 | 76 | - | - 5.151 | - 5 | - 5.156 |
| Gesamtergebnis | 53 | 76 | 268 | 1.993 | 19 | 2.012 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | 4 | - | - | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - | - 393 | - 2.812 | - 4 | - 2.816 |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - 1 | - 11 | - | 521 | 1.513 | 2.034 |
| Übrige Veränderungen | - | - | - | 62 | 2 | 65 |
| Stand am 30.06.2019 | - 173 | 293 | 12.471 | 116.881 | 1.756 | 118.637 |
| Stand am 01.01.2020 | - 235 | 295 | 12.663 | 121.781 | 1.870 | 123.651 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 239 | - 962 | - 57 | - 1.019 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 2 | - 64 | - | - 898 | - 49 | - 947 |
| Gesamtergebnis | 2 | - 64 | 239 | - 1.860 | - 106 | - 1.966 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | - | - | - | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen1 | - | - | 2.989 | 2.989 | - | 2.989 |
| Dividendenausschüttungen | - | - | - 393 | - 393 | - 3 | - 397 |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | - | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - 1 | - | 5 | 6 | 11 |
| Stand am 30.06.2020 | - 233 | 230 | 15.498 | 122.521 | 1.766 | 124.288 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 |
| Anfangsbestand Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
24.329 | 28.113 | 18.098 | 23.354 | 6.231 | 4.759 |
| Ergebnis vor Steuern | - 1.352 | 9.557 | - 2.600 | 8.098 | 1.248 | 1.459 |
| Ertragsteuerzahlungen | - 1.504 | - 1.137 | - 1.200 | - 703 | - 304 | - 435 |
| Abschreibungen2 | 13.104 | 11.975 | 8.417 | 7.900 | 4.688 | 4.075 |
| Veränderung der Pensionen | 437 | 201 | 430 | 190 | 7 | 11 |
| Ergebnis aus der At Equity Bewertung | 1.652 | 368 | 1.661 | 397 | - 10 | - 29 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Umgliederungen3 |
- 126 | - 220 | 118 | 12 | - 244 | - 233 |
| Brutto-Cash-flow | 12.211 | 20.744 | 6.825 | 15.895 | 5.385 | 4.849 |
| Veränderung Working Capital | - 4.880 | - 14.350 | - 3.816 | - 2.372 | - 1.064 | - 11.977 |
| Veränderung der Vorräte | - 392 | - 4.004 | - 245 | - 3.929 | - 147 | - 75 |
| Veränderung der Forderungen | - 1.517 | - 3.557 | - 854 | - 3.438 | - 662 | - 119 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten | - 622 | 4.636 | - 707 | 3.851 | 85 | 785 |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | - 2.147 | 879 | - 2.124 | 954 | - 23 | - 75 |
| Veränderung der Vermieteten Vermögenswerte (ohne Abschreibungen) |
- 4.989 | - 6.178 | 163 | 126 | - 5.153 | - 6.303 |
| Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen |
4.787 | - 6.127 | - 49 | 63 | 4.837 | - 6.190 |
| Cash-flow laufendes Geschäft | 7.331 | 6.394 | 3.009 | 13.523 | 4.322 | - 7.128 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | - 7.930 | - 8.070 | - 7.815 | - 7.955 | - 114 | - 115 |
| davon: Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte (ohne aktivierte Entwicklungskosten), Sachanlagen und Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
- 4.226 | - 5.300 | - 4.130 | - 5.202 | - 96 | - 98 |
| Entwicklungskosten (aktiviert) | - 2.950 | - 2.338 | - 2.950 | - 2.338 | - | - |
| Erwerb und Verkauf von Beteiligungen | - 953 | - 537 | - 912 | - 504 | - 41 | - 33 |
| Netto-Cash-flow4 | - 599 | - 1.675 | - 4.806 | 5.568 | 4.207 | - 7.243 |
| Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren, Darlehen und Termingeldanlagen |
- 2.120 | - 1.485 | - 1.762 | - 5.645 | - 358 | 4.160 |
| Investitionstätigkeit | - 10.050 | - 9.555 | - 9.577 | - 13.599 | - 473 | 4.045 |
| Finanzierungstätigkeit | 21.666 | - 2.142 | 21.104 | - 8.706 | 562 | 6.564 |
| davon: Kapitaltransaktionen mit Minderheiten | - | - 19 | - | - 19 | - | - |
| Kapitaleinzahlungen/-rückzahlungen | 2.984 | - | 2.975 | - 998 | 9 | 998 |
| MAN Minderheitsaktionäre: Ausgleichszahlungen und Erwerb angedienter Aktien |
2 | - 1.109 | 2 | - 1.109 | - | - |
| Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel | - 330 | 195 | - 265 | 163 | - 65 | 32 |
| Veränderung der Risikovorsorge auf Zahlungsmittel | - 3 | 1 | - 2 | 1 | 0 | 0 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
18.615 | - 5.107 | 14.269 | - 8.620 | 4.346 | 3.513 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 30.06.5 |
42.944 | 23.006 | 32.367 | 14.734 | 10.577 | 8.272 |
| Wertpapiere, Darlehensforderungen und Termingeldanlagen |
30.005 | 29.479 | 14.720 | 14.382 | 15.285 | 15.097 |
| Brutto-Liquidität | 72.949 | 52.485 | 47.087 | 29.116 | 25.862 | 23.369 |
| Kreditstand | - 216.603 | - 199.051 | - 28.424 | - 13.211 | - 188.180 | - 185.840 |
| Netto-Liquidität am 30.06.6 | - 143.654 | - 146.565 | 18.663 | 15.905 | - 162.318 | - 162.471 |
| nachrichtlich am 01.01. | - 148.040 | - 134.735 | 21.276 | 19.368 | - 169.316 | - 154.103 |
1
Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
2
Saldiert mit Zuschreibungen.
3
Im Wesentlichen Bewertung von Finanzinstrumenten zu Marktwerten und Umgliederung
der Ergebnisse aus Anlagen-/Beteiligungsabgängen in die Investitionstätigkeit.
4
Netto-Cash-flow: Cash-flow laufendes Geschäft abzüglich Investitionstätigkeit laufendes
Geschäft (Investitionstätigkeit ohne Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren,
Darlehen und Termingeldanlagen).
5
Der Zahlungsmittelbestand setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks,
Kassenbestand und jederzeit fälligen Mitteln zusammen.
6
Bestand an Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Wertpapieren, Darlehen an
verbundene Unternehmen und Joint Ventures sowie Termingeldanlagen abzüglich Kreditstand
(lang- und kurzfristige Finanzschulden).
Die Kapitalflussrechnung wird in der Anhangangabe zur Kapitalflussrechnung erläutert.
Die Volkswagen AG hat gemäß der Verordnung 1606/2002 des Europäischen Parlaments
und des Rates ihren Konzernabschluss für das Jahr 2019 nach den durch die Europäische
Union übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards, den International Financial
Reporting Standards (IFRS), erstellt. Dementsprechend wurde auch dieser Konzern-Zwischenabschluss
zum 30. Juni 2020 in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) erstellt
und enthält einen gegenüber dem Konzernabschluss verkürzten Berichtsumfang.
Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition
zu geringfügigen Abweichungen führen.
Zusätzlich zu den berichtspflichtigen Segmenten werden im verkürzten Konzern-Zwischenabschluss
neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung für
den Volkswagen Konzern zu Erläuterungszwecken die Konzernbereiche Automobile und Finanzdienstleistungen
dargestellt. Diese stellen keine Pflichtangaben nach IFRS dar. Die Eliminierung der
konzerninternen Beziehungen zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen
sind dem Konzernbereich Automobile zugeordnet.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht im
Sinne des § 115 WpHG unterzogen.
Die Volkswagen AG hat alle von der EU übernommenen und ab dem 1. Januar 2020 verpflichtend
anzuwendenden Rechnungslegungsnormen umgesetzt.
Für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss wurde ein Abzinsungssatz für Pensionsrückstellungen
im Inland in Höhe von 1,1 % (31. Dezember 2019: 1,1 %) verwendet.
Die Ermittlung des Ertragsteueraufwands für den Konzern-Zwischenabschluss erfolgt
gemäß IAS 34 (Zwischenberichterstattung) auf Basis des durchschnittlichen jährlichen
Steuersatzes, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird.
Im Übrigen werden bei der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses und der Ermittlung
der Vergleichszahlen für das Vorjahr grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
sowie Konsolidierungsgrundsätze wie im Konzernabschluss 2019 angewandt. Eine detaillierte
Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Konzernabschlusses 2019 unter der Angabe
"Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" veröffentlicht.
Darüber hinaus sind die Auswirkungen neuer Standards unter der Angabe "Nicht angewendete
neue beziehungsweise geänderte IFRS" näher beschrieben. Der Konzernabschluss 2019
ist auch im Internet unter www.volkswagenag.com/de/InvestorRelations.html abrufbar.
Am 18. September 2015 veröffentlichte die US-amerikanische Umweltschutzbehörde (Environmental
Protection Agency, EPA) eine "Notice of Violation" und gab öffentlich bekannt, dass
bei Abgastests an bestimmten Fahrzeugen mit 2,0 l Dieselmotoren des Volkswagen Konzerns
in den USA Unregelmäßigkeiten bei Stickoxid (NOx)-Emissionen festgestellt wurden. Danach erfolgten weitere Meldungen zum Umfang der
Dieselthematik. Detaillierte Erläuterungen finden sich im Konzernabschluss 2019 unter
der Angabe "Wesentliche Ereignisse".
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 waren in diesem Zusammenhang zusätzliche
Aufwendungen im Wesentlichen für Rechtsrisiken in Höhe von 0,7 Mrd. € zu erfassen.
Darüber hinaus liegen dem Vorstand der Volkswagen AG basierend auf den vorhandenen
und gewonnenen Informationen nach wie vor keine belastbaren Erkenntnisse oder Einschätzungen
hinsichtlich des Sachverhalts vor, die zu einer anderen Bewertung der damit verbundenen
Risiken führen würden.
Weitere Angaben zu den Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Dieselthematik
finden sich unter der Angabe "Rechtsstreitigkeiten".
Die Covid-19-Pandemie hat sich aufgrund des weltweiten Nachfragerückgangs sowie der
teilweise noch andauernden Produktionsunterbrechungen negativ auf die Finanz- und
Ertragslage des Volkswagen Konzerns im ersten Halbjahr ausgewirkt.
Aufgrund der Covid-19-Pandemie wurde zum 30. Juni 2020 die Werthaltigkeit von Vermögenswerten,
insbesondere der Geschäfts- und Firmenwerte, Markennamen, aktivierten Entwicklungskosten
und Sachanlagen überprüft. Da Volkswagen bei der Pandemie derzeit von einem vorübergehenden
Ereignis ausgeht, durch das die langfristige Geschäftsentwicklung des Konzerns nicht
nachhaltig negativ beeinflusst wird, wurden dazu die Jahre 2020 bis 2024 der letztjährigen
Impairmenttests an aktuelle Erwartungen hinsichtlich der Gesamtmarktentwicklungen
und den daraus abgeleiteten Absatzschätzungen angepasst. Zu den erwarteten Entwicklungen
der weltweiten Automobilmärkte verweisen wir auf unsere Ausführungen im Zwischenlagebericht.
Des Weiteren wurden die Kapitalkostensätze (WACC) auf den 30. Juni 2020 sowie einzelne
Bewertungsparameter für finanzielle Vermögenswerte angepasst. Insgesamt haben sich
aus der Überprüfung keine wesentlichen zusätzlichen außerplanmäßigen Wertminderungen
von Vermögenswerten ergeben.
Durch die Turbulenzen auf den Rohstoff- und Kapitalmärkten waren vor allem im Zusammenhang
mit der Bilanzierung von Derivaten, die nicht im Hedge Accounting abgebildet werden,
sowie der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten innerhalb
des Sonstigen betrieblichen Ergebnisses Aufwendungen in Höhe von 0,9 Mrd. € (Vorjahr:
Aufwand 0,1 Mrd. €) zu erfassen.
Volkswagen hat am 12. Juli 2019 bekanntgegeben, zusammen mit der Ford Motor Company
(Ford) in das an der Entwicklung eines Systems für das autonome Fahren arbeitende
Unternehmen Argo AI zu investieren. Dies erfolgt zum einen durch die auf mehrere Jahre
verteilte Bereitstellung von finanziellen Mitteln in Höhe von insgesamt 1,0 Mrd. USD
und zum anderen, indem Volkswagen seine vollkonsolidierte Tochtergesellschaft Autonomous
Intelligent Driving (AID) einbrachte. Darüber hinaus hat Volkswagen für einen Kaufpreis
von 500 Mio. USD, zahlbar in drei gleichen Jahresraten, von Ford bestehende Anteile
an Argo AI erworben. Der Vollzug der Transaktion einschließlich der Einbringung der
AID erfolgte zum 1. Juni 2020. Aus der Einbringung der AID in die Argo AI zum Zeitwert
ergab sich unter Berücksichtigung einer anteiligen Ergebniseliminierung ein nicht
liquiditätswirksamer Ertrag im Sonstigen betrieblichen Ergebnis von 0,8 Mrd. €. Die
Argo AI wird als Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss
einbezogen.
Neben der Volkswagen AG, die ihren Sitz in Wolfsburg hat und beim Amtsgericht Braunschweig
unter HRB 100484 eingetragen ist, werden in den Konzernabschluss alle wesentlichen
in- und ausländischen Tochterunternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen
einbezogen, die die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Dies ist
der Fall, wenn die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar die Verfügungsgewalt aufgrund
von Stimmrechten oder anderen Rechten über das potenzielle Tochterunternehmen besitzt,
an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem potenziellen Tochterunternehmen
partizipiert und diese Rückflüsse beeinflussen kann.
| Mio. € | Pkw und leichte Nutzfahrzeuge | Nutzfahrzeuge | Power Engineering | Finanzdienstleistungen | Summe Segmente | Überleitung |
| Fahrzeuge | 78.061 | 8.849 | - | - | 86.910 | - 7.773 |
| Originalteile | 6.599 | 1.719 | - | - | 8.318 | - 58 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 6.431 | 716 | - | - | 7.147 | - 223 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 5.385 | 320 | - | - | 5.705 | - 10 |
| Power Engineering | - | - | 1.864 | - | 1.864 | - 1 |
| Motorräder | 378 | - | - | - | 378 | - |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 485 | 858 | 0 | 14.657 | 16.000 | - 2.055 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 112 | 2 | - | 3.970 | 4.084 | - 109 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | 79 | - 11 | - | - | 68 | 72 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 3.713 | 867 | - | 444 | 5.024 | - 143 |
| 101.243 | 13.320 | 1.864 | 19.071 | 135.498 | - 10.301 |
| Mio. € | Volkswagen Konzern |
| Fahrzeuge | 79.136 |
| Originalteile | 8.260 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 6.924 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 5.695 |
| Power Engineering | 1.862 |
| Motorräder | 378 |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 13.945 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 3.975 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | 140 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 4.881 |
| 125.197 |
| Mio. € | Pkw und leichte Nutzfahrzeuge | Nutzfahrzeuge | Power Engineering | Finanzdienstleistungen | Summe Segmente | Überleitung |
| Fahrzeuge | 54.383 | 5.682 | - | - | 60.065 | - 5.991 |
| Originalteile | 5.377 | 1.592 | - | - | 6.969 | - 54 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 5.183 | 624 | - | - | 5.807 | - 335 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 5.344 | 281 | - | - | 5.625 | - 7 |
| Power Engineering | - | - | 1.850 | - | 1.850 | - 1 |
| Motorräder | 277 | - | - | - | 277 | - |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 374 | 851 | 0 | 14.634 | 15.860 | - 2.045 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 87 | 4 | - | 3.867 | 3.958 | - 103 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | - 437 | - 10 | - | 0 | - 447 | 25 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 3.377 | 829 | - | 615 | 4.821 | - 143 |
| 73.965 | 9.854 | 1.850 | 19.115 | 104.784 | - 8.654 |
| Mio. € | Volkswagen Konzern |
| Fahrzeuge | 54.074 |
| Originalteile | 6.915 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 5.472 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 5.618 |
| Power Engineering | 1.849 |
| Motorräder | 277 |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 13.814 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 3.855 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | - 421 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 4.678 |
| 96.131 |
Die Sonstigen Umsatzerlöse umfassen unter anderem Erlöse aus Werkstattleistungen
sowie Lizenzeinnahmen.
In den Kosten der Umsatzerlöse sind die dem Finanzdienstleistungsgeschäft zuzuordnenden
Zinsaufwendungen in Höhe von 1.232 Mio. € (Vorjahr: 1.357 Mio. €) enthalten.
Darüber hinaus werden in den Kosten der Umsatzerlöse neben den planmäßigen auch außerplanmäßige
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten, Sachanlagen und Vermietete Vermögenswerte
berücksichtigt. Die auf Basis aktualisierter Wertminderungstests ermittelten außerplanmäßigen
Abschreibungen belaufen sich auf insgesamt 552 Mio. € (Vorjahr: 502 Mio. €). Die Basis
zur Berechnung der außerplanmäßigen Abschreibungen bildet der Nutzungswert.
| 1. HALBJAHR | |||
| Mio. € | 2020 | 2019 | % |
| Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt | 6.695 | 7.033 | - 4,8 |
| davon: aktivierte Entwicklungskosten | 2.950 | 2.338 | 26,2 |
| Aktivierungsquote in % | 44,1 | 33,2 | |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 2.224 | 1.827 | 21,7 |
| Ergebniswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten | 5.969 | 6.522 | - 8,5 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils
der Aktionäre der Volkswagen AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der
sich während des Berichtszeitraums in Umlauf befindenden Stamm- und Vorzugsaktien.
Da im Berichtszeitraum keine Sachverhalte vorlagen, aus denen Verwässerungseffekte
auf die Anzahl der Aktien resultierten, entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie
dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
Gemäß § 27 Abs. 2 Ziffer 1 der Satzung der Volkswagen AG steht jeder Vorzugsaktie
im Verlustfall ein Vorzugsgewinnanteil von 0,11 € zu. Dieser Vorzugsgewinnanteil wäre
in Folgeperioden nachzuzahlen, sofern es zu keiner Dividendenausschüttung für das
laufende Geschäftsjahr kommen sollte, und ist somit bei der Ermittlung des Ergebnisses
je Aktie im jeweiligen Verlustjahr zu berücksichtigen. Eine Berücksichtigung der Verteilung
weiterer Gewinnanteile erfolgt gemäß § 27 Abs. 2 Ziffern 2 und 3 der Satzung der Volkswagen
AG. Bei einem den Aktionären der Volkswagen AG zuzurechnenden positiven Ergebnis nach
Steuern steht jeder Vorzugsaktie grundsätzlich eine um 0,06 € höhere Dividende als
der Stammaktie zu.
| 2. QUARTAL | 1. HALBJAHR | ||||
| 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | ||
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl von: | |||||
| Stammaktien - unverwässert/verwässert | Stück | 295.089.818 | 295.089.818 | 295.089.818 | 295.089.818 |
| Vorzugsaktien - unverwässert/verwässert | Stück | 206.205.445 | 206.205.445 | 206.205.445 | 206.205.445 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | - 1.536 | 4.115 | - 1.019 | 7.168 |
| Anteil von Minderheiten | Mio. € | - 51 | 17 | - 57 | 24 |
| Ergebnisanteil der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | Mio. € | 122 | 134 | 239 | 268 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Volkswagen AG | Mio. € | - 1.607 | 3.964 | - 1.201 | 6.875 |
| davon: Ergebnisanteil der Stammaktien -unverwässert/verwässert |
Mio. € | - 952 | 2.333 | - 721 | 4.040 |
| davon: Ergebnisanteil der Vorzugsaktien -unverwässert/verwässert |
Mio. € | - 655 | 1.631 | - 481 | 2.835 |
| Ergebnis je Stammaktie -unverwässert/verwässert |
€ | - 3,23 | 7,91 | - 2,44 | 13,69 |
| Ergebnis je Vorzugsaktie -unverwässert/verwässert | € | - 3,18 | 7,91 | - 2,33 | 13,75 |
| Mio. € | Nettobuchwert 01.01.2020 | Zugänge/ Änderung Kons.kreis | Abgänge/ Übrige Bewegungen | Abschreibungen | Nettobuchwert 30.06.2020 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 66.214 | 3.154 | 340 | 2.609 | 66.419 |
| Sachanlagen | 66.152 | 4.648 | 1.316 | 5.744 | 63.741 |
| Vermietete Vermögenswerte | 48.938 | 10.436 | 5.891 | 4.719 | 48.763 |
| Mio. € | 30.06.2020 | 31.12.2019 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 7.491 | 6.099 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 4.381 | 4.110 |
| Fertige Erzeugnisse, Waren | 28.661 | 30.617 |
| Kurzfristiges Vermietvermögen | 5.155 | 5.699 |
| Geleistete Anzahlungen | 248 | 222 |
| Sicherungsgeschäfte Vorräte | - 5 | - 6 |
| 45.932 | 46.742 |
Im Berichtszeitraum waren keine wesentlichen Wertminderungen und Zuschreibungen auf
Vorräte vorzunehmen.
| Mio. € | 30.06.2020 | 31.12.2019 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 17.505 | 17.941 |
| Übrige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 22.594 | 20.678 |
| 40.100 | 38.620 |
Das Operative Ergebnis wurde im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2020 mit
653 Mio. € (Vorjahr: 413 Mio. €) aus Wertminderungen und Zuschreibungen auf finanzielle
Vermögenswerte belastet.
Im Juni 2020 hat die Volkswagen AG über eine Tochtergesellschaft, die Volkswagen
International Finance N.V., Amsterdam, Niederlande, (Emittentin) eine nicht besicherte,
nachrangige Hybridanleihe mit einem Nominalvolumen in Höhe von 3,0 Mrd. € emittiert.
Die Hybridanleihe hat eine unbefristete Laufzeit und wurde in zwei durch die Emittentin
kündbaren Tranchen begeben. Die erste Tranche (1,5 Mrd. € mit einem Kupon von 3,500
%) ist erstmals nach 5 Jahren, die zweite Tranche (1,5 Mrd. € mit einem Kupon von
3,875 %) nach 9 Jahren kündbar. Nach IAS 32 ist die Hybridanleihe vollständig als
Eigenkapital zu klassifizieren. Das aufgenommene Kapital wurde um Kapitalbeschaffungskosten
reduziert und unter Berücksichtigung von latenten Steuern in das Eigenkapital eingestellt.
Die zu leistenden Zinszahlungen an die Anleiheinhaber werden direkt im Eigenkapital
erfasst.
Das Gezeichnete Kapital setzt sich aus 295.089.818 nennwertlosen Stammaktien und
206.205.445 nennwertlosen Vorzugsaktien zusammen und beträgt 1.283 Mio. € (Vorjahr:
1.283 Mio. €).
Die Anteile von Minderheitsgesellschaftern (nicht beherrschende Anteile) am Eigenkapital
entfallen im Wesentlichen auf die TRATON GROUP.
| Mio. € | 30.06.2020 | 31.12.2019 |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 86.608 | 88.986 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 12.669 | 15.337 |
| Einlagengeschäft | 2.344 | 2.395 |
| Leasingverbindlichkeiten | 5.028 | 5.208 |
| Übrige Finanzschulden | 1.727 | 1.629 |
| 108.376 | 113.556 |
| Mio. € | 30.06.2020 | 31.12.2019 |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 44.589 | 37.893 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 31.793 | 17.337 |
| Einlagengeschäft | 29.881 | 30.252 |
| Leasingverbindlichkeiten | 970 | 1.002 |
| Übrige Finanzschulden | 989 | 1.429 |
| 108.221 | 87.912 |
Die Prinzipien und Methoden zur Fair Value Bewertung sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich
unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den Bewertungsprinzipien und -methoden
finden sich im Konzernabschluss 2019 unter der Angabe "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze"".
Der Fair Value entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver
Markt existiert, wird der Fair Value mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel
durch die Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz oder
durch die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt.
Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden
umfassen derivative Finanzinstrumente, die nicht nach den Regelungen des Hedge Accounting
bilanziert werden. Hierzu zählen im Wesentlichen Warentermingeschäfte, Devisentermingeschäfte
auf Warentermingeschäfte sowie in bestimmten Fällen Zinsswaps, Währungsswaps und Zins-/Währungsswaps.
Zum anderen werden die sonstigen Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer Beteiligungsquote
von weniger als 20 %) an Personengesellschaften (Fremdkapitalinstrumente), Forderungen
aus Kundenfinanzierung, deren Rückflüsse nicht nur Zins- und Tilgungszahlungen beinhalten,
sowie finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen von vom Volkswagen Konzern beherrschten
Spezialfonds gehalten werden, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Die derivativen
Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehungen (Derivate im Hedge Accounting) werden in
Abhängigkeit des zu Grunde liegenden Grundgeschäfts entweder erfolgsneutral oder erfolgswirksam
zum Fair Value bewertet.
Zu den erfolgsneutral zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten gehören
sonstige Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer Beteiligungsquote von weniger
als 20 %) an Kapitalgesellschaften (Eigenkapitalinstrumente) und Aktien, für die der
Volkswagen Konzern in der Regel das Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung zum Fair
Value in Anspruch nimmt, sowie Wertpapiere (Fremdkapitalinstrumente), deren Zahlungsströme
ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen umfassen und die im Rahmen eines Geschäftsmodells
gehalten werden, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen
Zahlungsströme als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht. Im Rahmen
der erfolgsneutralen Bewertung werden die Änderungen des Fair Value nach Berücksichtigung
latenter Steuern im Eigenkapital erfasst. Im Falle von Wertpapieren (Fremdkapitalinstrumente)
werden Wertberichtigungen unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Ermittlung des Fair Value wird anhand einheitlicher Bewertungsmethoden sowie
Bewertungsparameter vorgenommen. Die Durchführung der Fair Value Bewertung bei Finanzinstrumenten
der Stufe 2 und Stufe 3 wird auf Basis zentraler Vorgaben in den einzelnen Konzernbereichen
durchgeführt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von
Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.
Der Fair Value der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente,
wie Forderungen und Verbindlichkeiten, wird durch die Abzinsung unter Berücksichtigung
eines risikoadäquaten und laufzeitkongruenten Marktzinses ermittelt. Aus Wesentlichkeitsgründen
wird grundsätzlich der Fair Value für kurzfristige Bilanzposten dem Bilanzwert gleichgesetzt.
Die für den Fair Value der Forderungen maßgeblichen Risikovariablen sind risikoadjustierte
Zinssätze.
| ZUM FAIR VALUE BEWERTET | ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET | DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN | KEINER BEWERTUNGSKATEGORIE ZUGEORDNET | BILANZ POSTEN ZUM 31.12.2019 | ||
| Mio. € | Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | Buchwert | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| At Equity bewertete Anteile | - | - | - | - | 8.169 | 8.169 |
| Sonstige Beteiligungen | 54 | - | - | - | 1.848 | 1.902 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 288 | 51.404 | 52.581 | - | 35.281 | 86.973 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.012 | 3.625 | 3.628 | 916 | - | 5.553 |
| Ertragsteuerforderungen | - | - | - | - | 341 | 341 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1 | 17.940 | 17.940 | - | - | 17.941 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 22 | 39.936 | 39.936 | - | 18.656 | 58.615 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.477 | 10.120 | 10.120 | 619 | - | 12.216 |
| Ertragsteuerforderungen | - | 9 | 9 | - | 1.181 | 1.190 |
| Wertpapiere | 16.681 | 88 | 88 | - | - | 16.769 |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingeldanlagen | - | 25.923 | 25.923 | - | - | 25.923 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 3 | 158 | 158 | - | 634 | 795 |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 108.348 | 110.679 | - | 5.208 | 113.556 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 943 | 2.549 | 2.554 | 1.007 | - | 4.499 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 86.911 | 86.911 | - | 1.002 | 87.912 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 22.745 | 22.745 | - | - | 22.745 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 817 | 8.614 | 8.614 | 1.427 | - | 10.858 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | - | 19 | 19 | - | 389 | 408 |
| Schulden im Zusammenhang mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | 44 | 44 | - | 326 | 370 |
| ZUM FAIR VALUE BEWERTET | ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET | DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN | KEINER BEWERTUNGSKATEGORIE ZUGEORDNET | BILANZ POSTEN ZUM 30.06.2020 | ||
| Mio. € | Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | Buchwert | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| At Equity bewertete Anteile | - | - | - | - | 8.000 | 8.000 |
| Sonstige Beteiligungen | 58 | - | - | - | 2.182 | 2.240 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 273 | 49.030 | 49.639 | - | 32.544 | 81.847 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.321 | 3.577 | 3.356 | 2.078 | - | 6.976 |
| Ertragsteuerforderungen | - | - | - | - | 347 | 347 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6 | 17.499 | 17.499 | - | - | 17.505 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 22 | 36.269 | 36.269 | - | 18.925 | 55.216 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.154 | 11.469 | 11.469 | 1.528 | - | 14.151 |
| Ertragsteuerforderungen | - | 1 | 1 | - | 1.395 | 1.396 |
| Wertpapiere | 19.457 | 15 | 15 | - | - | 19.472 |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Termingeldanlagen | - | 43.404 | 43.404 | - | - | 43.404 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 3 | 238 | 238 | - | 564 | 805 |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 103.348 | 105.442 | - | 5.028 | 108.376 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.313 | 2.311 | 2.310 | 1.063 | - | 4.687 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 107.252 | 107.252 | - | 970 | 108.221 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 20.692 | 20.692 | - | - | 20.692 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.360 | 8.760 | 8.760 | 962 | - | 11.082 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | - | 11 | 11 | - | 301 | 312 |
| Schulden im Zusammenhang mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 39 | 39 | - | 297 | 336 | |
Die Leasingforderungen haben einen Buchwert von 51,5 Mrd. € (Vorjahr: 53,9 Mrd. €)
und einen Fair Value von 51,9 Mrd. € (Vorjahr: 55,0 Mrd. €).
Folgende Tabellen zeigen eine Übersicht der zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Schulden:
| Mio. € | 31.12.2019 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige Beteiligungen | 54 | 43 | 0 | 11 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 288 | - | - | 288 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.012 | - | 595 | 417 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1 | - | - | 1 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 22 | - | - | 22 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.477 | - | 1.304 | 173 |
| Wertpapiere | 16.681 | 16.681 | - | - |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 3 | - | - | 3 |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 943 | - | 425 | 518 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 817 | - | 570 | 247 |
| Mio. € | 30.06.2020 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige Beteiligungen | 58 | 30 | 0 | 28 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 273 | - | - | 273 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.321 | - | 992 | 329 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6 | - | - | 6 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 22 | - | - | 22 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.154 | - | 1.007 | 147 |
| Wertpapiere | 19.457 | 19.385 | 72 | - |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 3 | - | - | 3 |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.313 | - | 517 | 797 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.360 | - | 1.064 | 296 |
| Mio. € | 31.12.2019 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 916 | - | 916 | - |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 619 | - | 619 | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.007 | - | 1.007 | - |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.427 | - | 1.427 | - |
| Mio. € | 30.06.2020 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.078 | - | 2.078 | - |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.528 | - | 1.528 | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.063 | - | 1.063 | - |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 962 | - | 962 | - |
Die Zuordnung der Fair Values in die drei Stufen der Fair Value Hierarchie richtet
sich nach der Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise. In Stufe 1 werden Fair Values
von Finanzinstrumenten gezeigt, für die ein Preis direkt auf einem aktiven Markt ermittelt
werden kann. Darunter fallen zum Beispiel Wertpapiere und zum Fair Value bewertete
sonstige Beteiligungen. Fair Values in Stufe 2, beispielsweise bei Derivaten, werden
auf Basis von Marktdaten gemäß marktbezogener Bewertungsverfahren ermittelt. Hierbei
werden insbesondere Währungskurse, Zinskurven sowie Rohstoffpreise verwendet, welche
an den entsprechenden Märkten beobachtbar sind und über Preisserviceagenturen bezogen
werden. Fair Values der Stufe 3 errechnen sich über Bewertungsverfahren, bei denen
nicht direkt auf dem aktiven Markt beobachtbare Faktoren einbezogen werden. Im Volkswagen
Konzern sind der Stufe 3 langfristige Warentermingeschäfte zugeordnet, da für die
Bewertung die am Markt vorhandenen Kurse extrapoliert werden müssen. Die Extrapolation
erfolgt auf Basis von beobachtbaren Inputfaktoren für die unterschiedlichen Rohstoffe,
welche über Preisserviceagenturen bezogen werden. Des Weiteren werden in der Stufe
3 Optionen auf Eigenkapitalinstrumente und Restwertsicherungsmodelle, Forderungen
aus Kundenfinanzierung sowie Fahrzeugfinanzierungsprogramme gezeigt. Für die Bewertung
der Eigenkapitalinstrumente werden dabei insbesondere die jeweiligen Unternehmensplanungen
sowie unternehmensindividuelle Diskontzinssätze verwendet. Wesentlicher Inputfaktor
zur Bestimmung des Fair Value für die Restwertsicherungsmodelle sind Prognosen sowie
Schätzungen von Gebrauchtwagenrestwerten der entsprechenden Modelle. Zur Bewertung
der Fahrzeugfinanzierungsprogramme wird insbesondere der entsprechende Fahrzeugpreis
berücksichtigt.
Die nachfolgende Tabelle gibt eine zusammenfassende Übersicht der Entwicklung der
zum Fair Value bewerteten Bilanzposten in der Stufe 3:
| Mio. € | Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | Zum Fair Value bewertete finanzielle Schulden |
| Stand am 01.01.2019 | 990 | 816 |
| Währungsänderungen | 8 | 0 |
| Gesamtergebnis | 48 | 62 |
| erfolgswirksam | 40 | 62 |
| erfolgsneutral | 8 | - |
| Zugänge (Zukäufe) | 20 | - |
| Realisierungen | - 71 | - 76 |
| Umgliederung in Stufe 2 | - 6 | - 21 |
| Stand am 30.06.2019 | 990 | 780 |
| Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse | 40 | - 62 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 45 | - 61 |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | 40 | - 37 |
| Finanzergebnis | - 4 | - 1 |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | - 4 | - |
| Mio. € | Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | Zum Fair Value bewertete finanzielle Schulden | Zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte |
| Stand am 01.01.2020 | 913 | 765 | 3 |
| Währungsänderungen | - 6 | - 12 | - |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | - | - |
| Gesamtergebnis | - 43 | 533 | - |
| erfolgswirksam | - 43 | 533 | - |
| erfolgsneutral | - | - | - |
| Zugänge (Zukäufe) | 9 | - | - |
| Realisierungen | - 65 | - 128 | - |
| Umgliederung in Stufe 2 | - 5 | - 66 | - |
| Stand am 30.06.2020 | 806 | 1.092 | 3 |
| Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse | - 43 | - 533 | - |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | - 43 | - 533 | - |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | - 46 | - 469 | - |
| Finanzergebnis | - | - | - |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | - | - | - |
Die Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie werden zu den jeweiligen
Berichtsstichtagen berücksichtigt. Die Umgliederungen aus Stufe 3 in Stufe 2 beinhalten
Warentermingeschäfte, für die aufgrund der abnehmenden Restlaufzeit beobachtbare Marktkurse
zur Bewertung zur Verfügung stehen, sodass keine Extrapolation mehr notwendig ist.
Es gab keine Verschiebungen zwischen weiteren Stufen der Fair Value Hierarchie.
Für den Fair Value der Warentermingeschäfte ist der Rohstoffpreis die wesentliche
Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse wird der Effekt von Änderungen des Rohstoffpreises
auf das Ergebnis nach Ertragsteuern und das Eigenkapital dargestellt.
Wenn die Rohstoffpreise der der Stufe 3 zugeordneten Warentermingeschäfte zum 30.
Juni 2020 um 10 % höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern
um 225 Mio. € (Vorjahr: 117 Mio. €) höher (niedriger) ausgefallen. Auf das Eigenkapital
ergeben sich keine Effekte.
Die für die Bewertung der vom Unternehmen gehaltenen Optionen auf Eigenkapitalinstrumente
maßgebliche Risikovariable ist der jeweilige Unternehmenswert. Mittels einer Sensitivitätsanalyse
werden Effekte aus einer Änderung der Risikovariablen auf das Ergebnis nach Ertragsteuern
dargestellt.
Wenn die unterstellten Unternehmenswerte zum 30. Juni 2020 um 10 % höher gewesen
wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 3 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) höher
ausgefallen. Wenn die unterstellten Unternehmenswerte zum 30. Juni 2020 um 10 % niedriger
gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 3 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €)
niedriger ausgefallen.
Restwertrisiken resultieren aus Absicherungsvereinbarungen mit dem Handel, wonach
im Rahmen von Rückkaufverpflichtungen aus abgeschlossenen Leasingverträgen entstehende
Ergebnisauswirkungen aus marktbedingten Schwankungen der Restwerte teilweise vom Volkswagen
Konzern getragen werden.
Für den Fair Value der Optionen aus Restwertrisiken sind die Marktpreise von Gebrauchtwagen
die wesentliche Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen
von Änderungen der Gebrauchtwagenpreise auf das Ergebnis nach Ertragsteuern quantifiziert.
Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge
zum 30. Juni 2020 um 10 % höher gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern
um 355 Mio. € (Vorjahr: 327 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn die Gebrauchtwagenpreise
der im Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge zum 30. Juni 2020 um 10 % niedriger
gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 379 Mio. € (Vorjahr: 347 Mio.
€) niedriger ausgefallen.
Wenn die risikoadjustierten Zinssätze der zum Fair Value bewerteten Forderungen zum
30. Juni 2020 um 100 Basispunkte höher gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern
um 2 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) niedriger ausgefallen. Wenn die risikoadjustierten
Zinssätze zum 30. Juni 2020 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wären, wäre das Ergebnis
nach Ertragsteuern um 2 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) höher ausgefallen.
Wenn bei den Fahrzeugfinanzierungsprogrammen der entsprechende Fahrzeugpreis zum
30. Juni 2020 um 10 % höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um
2 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn bei den Fahrzeugfinanzierungsprogrammen
der entsprechende Fahrzeugpreis zum 30. Juni 2020 um 10 % niedriger gewesen wäre,
wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 2 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) niedriger ausgefallen.
Wenn die Ertragslage der zum Fair Value bewerteten Beteiligungen zum 30. Juni 2020
um 10 % besser gewesen wäre, wäre das Eigenkapital um 0,2 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio.
€) höher ausgefallen. Wenn die Ertragslage der zum Fair Value bewerteten Beteiligungen
um 10 % schlechter gewesen wäre, wäre das Eigenkapital um 0,2 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio.
€) geringer ausgefallen.
Die Kapitalflussrechnung zeigt den Zahlungsmittelfluss im Volkswagen Konzern sowie
in den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. Der Zahlungsmittelbestand
setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand und jederzeit
fälligen Mitteln zusammen.
| Mio. € | 30.06.2020 | 30.06.2019 |
| Zahlungsmittelbestand laut Bilanz | 43.404 | 25.778 |
| Zahlungsmittel zur Veräußerung gehalten | 115 | - |
| Termingeldanlagen | - 575 | - 2.772 |
| Zahlungsmittelbestand laut Kapitalflussrechnung | 42.944 | 23.006 |
In der Finanzierungstätigkeit stehen sich folgende Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse
gegenüber:
| 1. HALBJAHR | ||
| Mio. € | 2020 | 2019 |
| Kapitaleinzahlungen | 2.984 | - |
| Dividendenzahlungen | - 397 | - 2.816 |
| Kapitaltransaktionen mit Minderheiten | - | - 19 |
| Aufnahmen von Anleihen | 13.188 | 15.896 |
| Tilgungen von Anleihen | - 8.978 | - 11.530 |
| Veränderungen der übrigen Finanzschulden | 15.388 | - 3.266 |
| Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten | - 520 | - 407 |
| 21.666 | - 2.142 | |
Die Segmentabgrenzung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung im Volkswagen
Konzern. Der Mehrmarkenstrategie folgend wird jede Marke (Geschäftssegment) des Konzerns
von einem eigenen Markenvorstand geleitet. Dabei sind die vom Vorstand der Volkswagen
AG festgelegten Konzernziele und -vorgaben zu berücksichtigen. Die Segmentberichterstattung
besteht aus den vier berichtspflichtigen Segmenten Pkw und leichte Nutzfahrzeuge,
Nutzfahrzeuge, Power Engineering und Finanzdienstleistungen.
Die Aktivitäten des Segments Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erstrecken sich auf die
Entwicklung von Fahrzeugen und Motoren, die Produktion und den Vertrieb von Pkw und
leichten Nutzfahrzeugen sowie das Geschäft mit entsprechenden Originalteilen. Im Berichtssegment
Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erfolgt die Zusammenfassung der einzelnen Marken zu
einem berichtspflichtigen Segment, insbesondere aufgrund des hohen Maßes an technologischer
und wirtschaftlicher Verzahnung im Produktionsverbund. Des Weiteren liegt eine Zusammenarbeit
in zentralen Bereichen wie Beschaffung, Forschung und Entwicklung oder Treasury vor.
Das Segment Nutzfahrzeuge umfasst vor allem die Entwicklung, die Produktion sowie
den Vertrieb von Lastkraftwagen und Bussen, das Geschäft mit entsprechenden Originalteilen
sowie damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen. Wie bei den Pkw-Marken besteht
eine Zusammenarbeit in den Bereichen Beschaffung, Entwicklung und Vertrieb. Weitere
Verzahnungen werden angestrebt.
Die Aktivitäten des Segments Power Engineering beinhalten die Entwicklung und Herstellung
großer Dieselmotoren, Turbokompressoren, Industrieturbinen und chemischer Reaktorsysteme
sowie die Herstellung von Getrieben, Antriebstechnik und Prüfsystemen.
Die Tätigkeit des Segments Finanzdienstleistungen umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung,
das Leasing-, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagementgeschäft sowie
Mobilitätsangebote. In diesem Segment erfolgen Zusammenfassungen insbesondere unter
Berücksichtigung der Vergleichbarkeit der Art der Dienstleistungen sowie der regulatorischen
Rahmenbedingungen.
Die Kaufpreisallokation aus erworbenen Gesellschaften wird direkt den entsprechenden
Segmenten zugeordnet.
Das Segmentergebnis wird bei Volkswagen auf Basis des Operativen Ergebnisses bestimmt.
Die Überleitungsrechnung beinhaltet Bereiche und sonstige Geschäftstätigkeiten, die
definitionsgemäß keine Segmente darstellen. Darin ist auch die nicht zugeordnete Konzernfinanzierung
enthalten. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten erfolgt ebenfalls innerhalb der
Überleitungsrechnung.
Den Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften der Segmente des Volkswagen
Konzerns liegen grundsätzlich Preise zugrunde, die auch mit Dritten vereinbart werden.
| Mio. € | Pkw und leichte Nutzfahrzeuge | Nutzfahrzeuge | Power Engineering | Finanzdienstleistungen | Summe Segmente | Überleitung |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 92.974 | 12.784 | 1.862 | 17.442 | 125.062 | 135 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 8.269 | 537 | 1 | 1.629 | 10.436 | - 10.436 |
| Umsatzerlöse | 101.243 | 13.320 | 1.864 | 19.071 | 135.498 | - 10.301 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 8.558 | 959 | - 63 | 1.409 | 10.862 | - 1.865 |
| Mio. € | Volkswagen Konzern |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 125.197 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | - |
| Umsatzerlöse | 125.197 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 8.997 |
| Mio. € | Pkw und leichte Nutzfahrzeuge | Nutzfahrzeuge | Power Engineering | Finanzdienstleistungen | Summe Segmente | Überleitung |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 67.220 | 9.356 | 1.849 | 17.469 | 95.893 | 237 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 6.746 | 498 | 1 | 1.646 | 8.891 | - 8.891 |
| Umsatzerlöse | 73.965 | 9.854 | 1.850 | 19.115 | 104.784 | - 8.654 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | - 1.582 | - 295 | - 93 | 1.248 | - 721 | - 768 |
| Mio. € | Volkswagen Konzern |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 96.131 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | - |
| Umsatzerlöse | 96.131 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | - 1.490 |
| 1. HALBJAHR | ||
| Mio. € | 2020 | 2019 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | - 721 | 10.862 |
| Nicht zugeordnete Bereiche | - 37 | - 78 |
| Konzernfinanzierung | 7 | - 21 |
| Konsolidierung/Holdingfunktion | - 739 | - 1.766 |
| Operatives Ergebnis | - 1.490 | 8.997 |
| Finanzergebnis | 138 | 560 |
| Konzernergebnis vor Steuern | - 1.352 | 9.557 |
Die Porsche SE hält die Mehrheit der Stimmrechte an der Volkswagen AG.
Auf der Außerordentlichen Hauptversammlung der Volkswagen AG am 3. Dezember 2009
wurde die Schaffung von Entsendungsrechten für das Land Niedersachsen beschlossen.
Damit kann die Porsche SE trotz der Mehrheit der Stimmrechte an der Volkswagen AG
nicht die Mehrheit der Mitglieder im Aufsichtsrat der Volkswagen AG bestellen, solange
dem Land Niedersachsen mindestens 15 % der Stammaktien gehören. Die Porsche SE gilt
damit als nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24.
| ERBRACHTE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 1. HALBJAHR | EMPFANGENE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 1. HALBJAHR | |||
| Mio. € | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 |
| Porsche SE und deren Mehrheitsbeteiligungen | 2 | 2 | 0 | 1 |
| Aufsichtsräte | 3 | 1 | 0 | 1 |
| Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften | 494 | 816 | 558 | 837 |
| Gemeinschaftsunternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 7.136 | 7.678 | 196 | 314 |
| Assoziierte Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 76 | 84 | 466 | 469 |
| Land Niedersachsen, dessen Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen | 2 | 7 | 3 | 2 |
| FORDERUNGEN GEGEN | VERBINDLICHKEITEN (EINSCHL. VERPFLICHTUNGEN) GEGENÜBER | |||
| Mio. € | 30.06.2020 | 31.12.2019 | 30.06.2020 | 31.12.2019 |
| Porsche SE und deren Mehrheitsbeteiligungen | 4 | 4 | 0 | 0 |
| Aufsichtsräte | 1 | 0 | 160 | 170 |
| Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften | 1.386 | 1.497 | 1.215 | 1.667 |
| Gemeinschaftsunternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 12.385 | 12.953 | 2.391 | 2.683 |
| Assoziierte Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 403 | 326 | 1.104 | 1.063 |
| Land Niedersachsen, dessen Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen | 1 | 1 | 1 | 0 |
In den obigen Tabellen sind die von den Gemeinschaftsunternehmen und Assoziierten
Unternehmen erhaltenen Dividendenzahlungen nach Abzug von Quellensteuer in Höhe von
1.503 Mio. € (Vorjahr: 1.138 Mio. €) nicht enthalten.
Die Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen entfallen im Wesentlichen auf gewährte
Darlehen in Höhe von 7.496 Mio. € (31. Dezember 2019: 8.290 Mio. €) sowie Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.438 Mio. € (31. Dezember 2019: 4.375
Mio. €). Die Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochtergesellschaften resultieren
ebenfalls im Wesentlichen aus gewährten Darlehen in Höhe von 896 Mio. € (31. Dezember
2019: 938 Mio. €) sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 202 Mio. € (31.
Dezember 2019: 188 Mio. €).
Die Transaktionen mit nahestehenden Personen erfolgen unter marktüblichen Konditionen.
Diese beinhalten teilweise auch Eigentumsvorbehalte.
Die Verpflichtungen gegenüber Aufsichtsräten beinhalten im Wesentlichen verzinsliche
Bankguthaben von Aufsichtsräten, die zu marktüblichen Konditionen bei Gesellschaften
des Volkswagen Konzerns angelegt wurden.
Des Weiteren bürgt der Volkswagen Konzern für nahestehende Personen und Unternehmen
gegenüber externen Banken in Höhe von 347 Mio. € (31. Dezember 2019: 322 Mio. €).
Die ausstehenden Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen wurden in
Höhe von 166 Mio. € (Vorjahr: 57 Mio. €) wertberichtigt. Im ersten Halbjahr 2020 fielen
hierfür Aufwendungen in Höhe von 105 Mio. € (Vorjahr: 15 Mio. €) an.
Der Volkswagen Konzern hat in den ersten sechs Monaten Kapitaleinlagen bei nahestehenden
Unternehmen in Höhe von 73 Mio. € (Vorjahr: 128 Mio. €) getätigt.
Das Landgericht Braunschweig hat im Strafverfahren wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation
im Hinblick auf kapitalmarktrechtliche Informationspflichten im Zusammenhang mit der
Dieselthematik die Nebenbeteiligung der Volkswagen AG angeordnet. Im Mai 2020 ist
dieses Verfahren im Hinblick auf den amtierenden Vorstandsvorsitzenden und ein ehemaliges
Mitglied (heutiger Aufsichtsratsvorsitzender) des Vorstands der Volkswagen AG gegen
Zahlung einer Geldauflage in Höhe von jeweils 4,5 Mio. € - und insoweit auch gegen
die Volkswagen AG als Nebenbeteiligte - durch das Landgericht Braunschweig endgültig
eingestellt worden. Das Landgericht Braunschweig hat nunmehr über die Zulassung der
weiter anhängigen Anklage gegen einen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen
AG beziehungsweise das insoweit noch anhängige Verfahren gegen die Volkswagen AG zu
entscheiden.
Das Landgericht München II hat im Juni 2020 die Anklage der Staatsanwaltschaft München
II auch gegen den vormaligen Vorstandsvorsitzenden der AUDI AG im Wesentlichen unverändert
zur Hauptverhandlung zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet.
In Australien hat das Gericht im April 2020 den in den Sammelklagen zwischen den
Parteien geschlossenen Vergleich genehmigt.
Die Volkswagen AG und der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. haben am 28. Februar
2020 einen außergerichtlichen Vergleich über die Beendigung der Musterfeststellungsklage
geschlossen. Danach wird die Volkswagen AG Verbrauchern, die sich zur Musterfeststellungsklage
angemeldet haben und die Vergleichskriterien erfüllen, Einzelvergleiche anbieten.
Das Vergleichsvolumen beträgt insgesamt 830 Mio. €. Der Verbraucherzentrale Bundesverband
e.V. hat am 30. April 2020 die Musterfeststellungsklage zurückgenommen. Volkswagen
hat mit rund 240 Tsd. Kunden individuelle Vergleiche mit einem Gesamtvolumen von rund
760 Mio. € geschlossen.
Im April 2020 entschied der High Court in England und Wales in der Group Litigation,
dass es sich bei der Umschaltlogik des EA 189-Motors um eine unzulässige Abschalteinrichtung
handele und sieht sich diesbezüglich auch an die Feststellungen des Kraftfahrtbundesamtes
gebunden. Die Volkswagen AG teilt die Rechtsauffassung des High Court zu diesen Vorfragen
nicht und hat Rechtsmittel gegen die Entscheidung eingelegt. Die Frage der Haftung
der Volkswagen AG war nicht Gegenstand dieser Entscheidung und wird erst im weiteren
Prozessverlauf erörtert.
Im April 2020 wurde der Volkswagen AG eine auf Zahlung von Schadensersatz gerichtete
Sammelklage mit Opt-Out-Mechanismus für niederländische Verbraucher durch die Diesel
Emissions Justice Foundation zugestellt. Nach einer am 1. Januar 2020 in Kraft getretenen
Gesetzesänderung in den Niederlanden können sich auch Verbraucher innerhalb der Europäischen
Union der Sammelklage im Rahmen einer Opt-In-Option anschließen. Die Sammelklage betrifft
unter anderem Fahrzeuge des Motortyps EA 189.
In Deutschland erging im Mai 2020 erstmalig eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs
(BGH) zu einer produktbezogenen Einzelklage im Zusammenhang mit der Dieselthematik.
Der BGH entschied, dass dem Käufer eines vor Bekanntwerden der Dieselthematik erworbenen
Fahrzeugs des Motorentyps EA 189 ein Schadensersatzanspruch gegen die Volkswagen AG
zusteht. Er kann die Erstattung des für das Fahrzeug gezahlten Kaufpreises verlangen,
muss sich aber den gezogenen Nutzungsvorteil anrechnen lassen und der Volkswagen AG
das Fahrzeug zurückgeben. Mit dem Urteil wurde für einen Großteil der rund 65 Tsd.
in Deutschland noch anhängigen Einzelklagen Klarheit darüber geschaffen, wie der BGH
die wesentlichen Grundfragen in den Dieselverfahren beurteilt. Im Rahmen von zwei
mündlichen Verhandlungen im Juli 2020 hat der BGH zu erkennen gegeben, dass er geneigt
sei, einen Anspruch der Fahrzeugkäufer auf Deliktszinsen zu verneinen.
Mit Beschlüssen aus März 2019 hatte das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart die Durchführung
weiterer Kapitalanleger-Musterverfahren abgelehnt. Darunter befindet sich auch ein
Musterverfahren gegen die Porsche SE und die Volkswagen AG wegen angeblicher Ad-hoc-Pflichtverletzungen
im Zusammenhang mit der Dieselthematik. Die Klägerseite hat gegen die Ablehnung dieses
Musterverfahrens durch das OLG Stuttgart Rechtsbeschwerde zum BGH erhoben. Der BGH
hat die Sache im Juni 2020 zur erneuten Entscheidung über die Bestimmung eines Musterklägers
an das OLG Stuttgart zurückverwiesen.
Im Februar 2020 hat das Gericht des Bundesstaats Montana (Montana State Court) einen
Teil der vom Attorney General des Bundesstaats Montana geltend gemachten umweltrechtlichen
Forderungen abgewiesen, die Klage aber hinsichtlich anderer Forderungen zugelassen.
Volkswagen hat die Überprüfung dieser Entscheidung durch den Obersten Gerichtshof
des Bundesstaats Montana (Montana Supreme Court) beantragt. Im März 2020 hat der Oberste
Gerichtshof des Bundesstaates Ohio (Ohio Supreme Court) auf Antrag von Volkswagen
das Rechtsmittelverfahren gegen eine Entscheidung des Instanzgerichts zu verbleibenden
Forderungen des Bundesstaates Ohio zugelassen. Im Juni 2020 hat das US-Bundesberufungsgericht
für den 9. Gerichtsbezirk (Ninth Circuit) unter teilweiser Aufhebung der instanzgerichtlichen
Klageabweisung entschieden, dass über bestimmte Forderungen der US-Verwaltungsbezirke
Hillsborough County, Florida, und Salt Lake County, Utah, weiter zu verhandeln sei.
Im Mai 2020 wurde das in den Vereinigten Staaten laufende Vergleichsprogramm für
Fahrzeuge mit 3.0 l TDI-Motoren der Generation 2 beendet.
In der auf Strafschadensersatz gerichteten umweltrechtlichen Sammelklage im Namen
der Einwohner der Provinz Quebec hat im Juni 2020 ein Gericht der Provinz Quebec entschieden,
dass in dem aktuellen Verfahrensstadium ein Antrag auf Klageabweisung durch Volkswagen
zulässig ist. Volkswagen hat den Antrag im Juli 2020 formwirksam angekündigt.
Im April 2020 hat das OLG Celle durch Beschluss entschieden, einen anderen als den
ursprünglich bestellten Sonderprüfer zu bestellen. Diese Entscheidung des OLG Celle
ist formal rechtskräftig. Die Volkswagen AG hat auch gegen diese Entscheidung wegen
der Verletzung ihrer verfassungsmäßig garantierten Rechte Verfassungsbeschwerde vor
dem Bundesverfassungsgericht erhoben und die Verbindung mit der ersten Verfassungsbeschwerde
gegen den Beschluss auf Einsetzung des Sonderprüfers angeregt. Die Verfassungsbeschwerde
hat jedoch keine aufschiebende Wirkung.
Der Risikobetrag im Steuerverfahren der brasilianischen Finanzverwaltung gegen MAN
Latin America beträgt unverändert 3,1 Mrd. BRL. Lediglich aufgrund von Währungsschwankungen
ergibt sich durch die Umrechnung ein von 0,7 auf 0,5 Mrd. € reduziertes Risiko, das
im Anhang innerhalb der Eventualverbindlichkeiten angegeben wurde.
Im Zusammenhang mit dem Sachverhalt, der im Grundsatz auch dem im April 2019 eingeleiteten
kartellrechtlichen Verfahren der Europäischen Kommission gegen die Volkswagen AG sowie
die AUDI AG und die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG zugrunde liegt, hat die südkoreanische
Wettbewerbsbehörde im Mai 2020 die Niederlassungen der Audi Volkswagen Südkorea und
Porsche Südkorea durchsucht und Auskunftsersuchen an die Volkswagen AG, AUDI AG und
Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG gerichtet. In der gleichen Angelegenheit hat zudem die
türkische Wettbewerbsbehörde im Juli 2020 ein Verfahren eröffnet.
Im März 2020 hat der US District Court des Northern District von Kalifornien zwei
angepasste Sammelklagen abgewiesen, in denen Käufer deutscher Luxusfahrzeuge behauptet
hatten, dass mehrere Automobilhersteller, unter anderem die Volkswagen AG und weitere
Konzerngesellschaften, sich zwecks unrechtmäßiger Erhöhung der Preise deutscher Luxusfahrzeuge
abgestimmt und damit gegen US-amerikanische Kartell- und Verbraucherschutzgesetze
verstoßen hätten. Nach Auffassung des Gerichts waren die Klagen unschlüssig, weil
durch den klägerischen Vortrag nicht hinreichend plausibel begründet war, dass der
Wettbewerb durch die behaupteten Absprachen unzulässig eingeschränkt und damit gegen
US-Recht verstoßen worden sei. Das Gericht gewährte den Klägern die Möglichkeit, ihre
Klagen hinsichtlich eines begrenzten Teils der ursprünglichen klägerischen Forderungen
zu überarbeiten. Im Juni 2020 haben die Kläger einen zweiten Satz überarbeiteter Klageschriften
eingereicht.
Im Februar 2020 hat das US District Court des Northern District von Kalifornien einen
Sammelklagevergleich zur Beilegung zivilrechtlicher Forderungen betreffend rund 98
Tsd. Fahrzeuge mit Automatikgetriebe der Marken Volkswagen, Audi, Porsche und Bentley
endgültig genehmigt.
Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen
Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr 2020 in den Kapiteln "Prognosebericht"
und "Risiko- und Chancenbericht" - einschließlich des Abschnitts "Rechtsrisiken" -
des zusammengefassten Lageberichts im Geschäftsbericht 2019 keine wesentlichen Änderungen.
Insbesondere liegen dem Vorstand der Volkswagen AG basierend auf den vorhandenen und
gewonnenen Informationen nach wie vor keine belastbaren Erkenntnisse oder Einschätzungen
hinsichtlich der beschriebenen Sachverhalte vor, die zu einer anderen Bewertung der
damit verbundenen Risiken führen würden.
Weitergehende Angaben zu den Schätzungen hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen
sowie Angaben zu Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe oder der Fälligkeit von Beträgen
der Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den Rechtsrisiken
werden gemäß IAS 37.92 nicht gemacht, um die Ergebnisse der Verfahren und die Interessen
des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.
Die Eventualverbindlichkeiten haben sich insbesondere durch die Erfassung zusätzlicher
produktbezogener Umfänge und Rechtsrisiken aus der Dieselthematik bei gegenläufigen
Währungseffekten im Vergleich zum Konzernabschluss 2019 um 0,5 Mrd. € auf 9,4 Mrd.
€ erhöht.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 21,9 Mrd. € sind im Vergleich
zum Konzernabschluss 2019 angestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Zahlungsverpflichtungen
aus zukünftigen Beteiligungserwerben zurückzuführen.
Nach dem Schluss der ersten sechs Monate des Jahres 2020 hat es keine weiteren Vorgänge
von besonderer Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gegeben.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Wolfsburg, 29. Juli 2020
Volkswagen Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss der VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT,
Wolfsburg, - bestehend aus verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung, verkürzter Gesamtergebnisrechnung,
verkürzter Bilanz, Eigenkapitalentwicklung, verkürzter Kapitalflussrechnung, sowie
ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzern-Zwischenlagebericht für
den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2020, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts
nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des
verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für
Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf
der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und
des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Ohne diese Schlussfolgerung einzuschränken, verweisen wir auf die vom Vorstand im
Abschnitt "Wesentliche Ereignisse" im Anhang des Konzern-Zwischenabschlusses und im
Abschnitt "Prognose-, Risiko- und Chancenbericht" des Konzern-Zwischenlageberichts
dargestellten aktualisierten Informationen und abgegebenen Erklärungen im Zusammenhang
mit der Dieselthematik, in denen die gegen den Volkswagen Konzern erhobenen Vorwürfe
und geltend gemachten Ansprüche erläutert werden und in denen auf die im Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2019 sowie die im Konzernlagebericht 2019 dargestellten Informationen
und abgegebenen Erklärungen verwiesen wird. Auf der Grundlage der dort dargestellten
und diesem Konzern-Zwischenabschluss und Konzern-Zwischenlagebericht zugrundeliegenden
bisherigen Ergebnisse der verschiedenen eingeleiteten Maßnahmen zur Aufklärung der
Dieselthematik gibt es insbesondere unverändert keine Bestätigung dafür, dass Vorstandsmitglieder
der Gesellschaft vor Sommer 2015 Kenntnis von der bewussten Manipulation der Steuerungssoftware
hatten. Die im verkürzten Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 gebildeten Rückstellungen
für Rechtsrisiken basieren auf diesen Ergebnissen und dem dort dargestellten Kenntnisstand.
Aufgrund der mit den laufenden und erwarteten Rechtsstreitigkeiten zwangsläufig zusammenhängenden
Unsicherheiten ist nicht auszuschließen, dass zukünftig die Einschätzung der dort
dargestellten Risiken anders ausfallen kann.
Hannover, 29. Juli 2020
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Meyer | Matischiok |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Ausgewählte Begriffe auf einen Blick
Die von Volkswagen begebenen Hybridanleihen werden vollständig dem Eigenkapital zugerechnet.
Während der unbegrenzten Laufzeit stehen der Emittentin zu bestimmten Terminen Kündigungsrechte
zu. Die Zinsausstattung ist bis zur ersten Kündigungsmöglichkeit fixiert und variiert
später nach Maßgabe der Anleihebedingungen.
In der Entwicklung befindliches Baukastensystem für die Herstellung von Elektroautos.
Der MEB legt die Parameter für Achsen, Antriebe, Hochvolt-Batterien, Radstände und
Gewichtsverhältnisse fest, damit ein Fahrzeug optimal die Anforderungen der Elektromobilität
erfüllt. Im Jahr 2020 soll das erste Fahrzeug auf Basis des MEB in Serie gefertigt
werden.
Leistungsstufe von Hybridfahrzeugen. Plug-inHybrid Electric Vehicles (PHEVs) besitzen
eine größere Batterie mit entsprechend hoher Kapazität, die sowohl über den Verbrennungsmotor
oder das Bremsen als auch über die Steckdose geladen werden kann. Dadurch erhöht sich
die Reichweite des Fahrzeugs.
Bisher wurden Kraftstoffverbrauch und Abgasemissionen der in Europa zugelassenen
Fahrzeuge auf einem Rollenprüfstand mit Hilfe des "Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ)"
ermittelt. Seit Herbst 2017 wird das bestehende Testverfahren für Abgas und Verbrauch
in der EU durch die Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure (WLTP)
sukzessive abgelöst. Diese gilt seit Herbst 2017 für neue Fahrzeugtypen und seit Herbst
2018 für alle Neufahrzeuge. Ziel dieses neuen Testzyklus' ist, CO2-Emissionen und
Verbräuche praxisnäher anzugeben. Eine weitere wichtige europäische Verordnung ist
auch die Real Driving Emissions (RDE) für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, bei der die
Emissionen mittels mobiler Abgasmesstechnik zusätzlich auch im realen Straßenverkehr
überprüft werden.
Die Aktivierungsquote ist als Relation aus den aktivierten Entwicklungskosten und
den gesamten Kosten für Forschung und Entwicklung im Konzernbereich Automobile definiert.
Sie stellt den Anteil der gesamten Primärausgaben für Forschung und Entwicklung dar,
welcher aktivierungspflichtig ist.
Mit der Bruttomarge wird der prozentuale Anteil des Bruttoergebnisses an den Umsatzerlösen
innerhalb einer Periode ermittelt. Die Bruttomarge gibt Auskunft über die Profitabilität
nach Kosten des Umsatzes.
Die Eigenkapitalquote gibt den prozentualen Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital
zu einem Stichtag an. Diese Quote ist ein Indikator für die Stabilität und Kapitalkraft
des Unternehmens und zeigt den Grad der finanziellen Unabhängigkeit.
Die Forschungs- und Entwicklungskostenquote (F&E-Quote) im Konzernbereich Automobile
setzt die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten in Relation zu den Umsatzerlösen.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die Aufwendungen von der Zukunftsforschung
bis zur marktreifen Entwicklung unserer Produkte. Besonderes Augenmerk liegt dabei
auf der umweltfreundlichen Ausrichtung unseres Produktportfolios. Die F&E-Quote belegt
die Anstrengungen für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens: die auf nachhaltiges
Wachstum ausgerichtete Zielsetzung einer wettbewerbsfähigen Ertragskraft.
Der Netto-Cash-flow des Konzernbereichs Automobile zeigt den Mittelüberschuss aus
dem laufenden Geschäft, der zum Beispiel für Dividendenzahlungen zur Verfügung steht.
Er ergibt sich aus dem Cash-flow des laufenden Geschäfts abzüglich der Investitionstätigkeit
des laufenden Geschäfts.
Die Netto-Liquidität im Konzernbereich Automobile bildet den nicht durch Kreditstand
finanzierten Bestand an Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Wertpapieren,
Darlehensforderungen und Termingeldanlagen ab. Zur Absicherung der Geschäftstätigkeit
haben wir das strategische Ziel formuliert, dass die Netto-Liquidität im Konzernbereich
Automobile rund 10 % der Umsatzerlöse des Konzerns beträgt.
Die Umsatzerlöse, in denen die Geschäftsentwicklung unserer at-equity-konsolidierten
chinesischen Joint Ventures nicht enthalten ist, sind das finanzielle Abbild unseres
Markterfolgs. Nach Berücksichtigung des Ressourceneinsatzes ist das Operative Ergebnis
Ausdruck der originären Unternehmenstätigkeit und zeigt den wirtschaftlichen Erfolg
des Kerngeschäfts.
Die operative Umsatzrendite ist das Verhältnis von erwirtschaftetem Operativen Ergebnis
zu Umsatzerlösen.
Die Sachinvestitionsquote im Konzernbereich Automobile bringt gleichermaßen unsere
Innovationskraft und zukünftige Wettbewerbsfähigkeit zum Ausdruck. Bei ihrer Berechnung
werden die Investitionen - im Wesentlichen für die Modernisierung und Erweiterung
der Produktpalette, für umweltfreundliche Aggregate sowie für die Anpassung der Produktionskapazitäten
und Verbesserung der Fertigungsprozesse - ins Verhältnis zu den Umsatzerlösen des
Konzernbereichs Automobile gesetzt.
Als Umsatzrendite ist das in Prozent ausgedrückte Verhältnis von Gewinn vor Steuern
und Umsatzerlösen innerhalb einer Periode definiert. Sie zeigt die Höhe des je Umsatzeinheit
erwirtschafteten Gewinns. Die Umsatzrendite gibt Auskunft über die Profitabilität
der gesamten Geschäftstätigkeit vor Abzug von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.
Volkswagen AG
Konzernfinanzpublizität
Brieffach 1848-2
38436 Wolfsburg
Deutschland
Telefon + 49 (0) 5361 9-0
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Hauptversammlung der Volkswagen AG
Zwischenbericht Januar - September 2020
Neben der deutschen Fassung erscheint der Zwischenbericht in englischer Sprache.
Beide Sprachfassungen sind im Internet abrufbar unter:
www.volkswagenag.com/de/InvestorRelations.html