VOLKSWAGEN AGWolfsburgZwischenbericht Januar bis September 2021Wesentliche ZahlenVOLKSWAGEN KONZERNscrollen
1 Mengendaten inklusive der nicht
vollkonsolidierten chinesischen Gemeinschaftsunternehmen.
Die Auslieferungen des Vorjahres wurden aufgrund
statistischer Fortschreibung aktualisiert.
Alle Zahlen im Bericht sind jeweils für sich
gerundet; dies kann bei der Addition zu geringfügigen
Abweichungen führen. Die Vergleichswerte des Vorjahres
werden neben den Werten des aktuellen Geschäftsjahres
in Klammern dargestellt.
Reichweitenangaben zu Fahrzeugen wurden auf dem
Rollenprüfstand über das Durchfahren der Zyklen
nach der Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure
(WLTP) ermittelt. WLTP-Reichweitenwerte für
Serienfahrzeuge können ausstattungsbedingt abweichen.
Die tatsächliche Reichweite variiert in der Praxis
abhängig von verschiedenen weiteren Faktoren.
Wesentliche Faktenscrollen
scrollen
Wichtige EreignisseCOVID-19-PANDEMIEEnde 2019 wurden in China erste Fälle einer
Atemwegserkrankung mit teilweise tödlichem Verlauf
bekannt, die auf ein neuartiges Virus aus der Familie der
Coronaviren zurückzuführen ist. Ab Mitte Januar
2020 traten auch Infektionen außerhalb Chinas auf.
Die Zahl der infizierten Personen entwickelte sich im
Verlauf des Jahres 2020, zeitlich und regional
unterschiedlich, sehr dynamisch. Weltweit wurden auf
nationaler Ebene und mit spezifischer Intensität
Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie
ergriffen und angepasst, ohne letztlich die Ausbreitung des
Coronavirus SARS-CoV-2 unter Kontrolle bringen zu
können. Zudem wurden von der Kommission der
Europäischen Union sowie von zahlreichen Regierungen
in Europa und auch in anderen Regionen Hilfspakete zur
Unterstützung der Wirtschaft verabschiedet und
konjunkturstützende Maßnahmen eingeleitet, um
den Beeinträchtigungen infolge der Covid-19-Pandemie
entgegenzuwirken. Über das gesamte Jahr 2020 hinweg
brachte die weltweite Ausbreitung des Coronavirus
SARS-CoV-2 massive Beeinträchtigungen in
sämtlichen Bereichen des gesellschaftlichen und
wirtschaftlichen Lebens mit sich.
Auch im ersten Quartal 2021 setzte sich das
überwiegend dynamische Infektionsgeschehen vielerorts
fort. Damit einhergehend hielten die
Beeinträchtigungen - wie Kontakt- und
Mobilitätsbeschränkungen oder
Einschränkungen der Geschäftstätigkeit - in
weiten Teilen der Welt an. Mit zunehmender
Verfügbarkeit von Testkapazitäten und Impfstoffen
haben einzelne Länder weitergehende Öffnungen des
gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens zugelassen.
Insbesondere in China führten die ergriffenen
Maßnahmen zu einer Rücknahme der
Einschränkungen. Im zweiten Quartal 2021 waren im
überwiegenden Teil der Welt die Neuinfektionen
zunächst rückläufig, was zu weiteren
Lockerungen der zur Eindämmung der Pandemie
getroffenen Maßnahmen führte. In einzelnen
Ländern war jedoch ab der Jahresmitte ein erneuter
Anstieg der Infektionszahlen zu verzeichnen, der vor allem
auf neue Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2
zurückzuführen war. In der Folge traten
situationsbezogen Einschränkungen wieder in Kraft. Das
dritte Quartal 2021 war in den meisten Regionen der Welt
von einer rückläufigen Entwicklung der
Neuinfektionen geprägt. In diesem Zusammenhang nahmen
viele Länder abhängig vom jeweiligen Fortschritt
ihrer Impfkampagne die bestehenden Einschränkungen des
gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens weitgehend
zurück. Auch zeitweise wieder ansteigende Fallzahlen -
vor allem im Zusammenhang mit einer zunehmenden
Reiseaktivität - führten nur in seltenen
Fällen zu einer erneuten Verschärfung der
Maßnahmen.
NEUE PRODUKTE UND TECHNOLOGIEN VORGESTELLTDer Volkswagen Konzern und seine Marken stellten auch im
dritten Quartal 2021 neue Fahrzeuge und Technologien vor.
IAA MOBILITY 2021Mit verändertem Konzept fand im September 2021 die
IAA MOBILITY 2021 in München statt. Die Marke
Volkswagen Pkw präsentierte mit dem ID. LIFE ihre
Vision eines vollelektrischen Kleinwagens für den
urbanen Raum, der konsequent an den Bedürfnissen
junger Zielgruppen ausgerichtet ist. Die Studie kombiniert
Nachhaltigkeit und Digitalisierung mit einem
außergewöhnlich flexiblen Nutzungskonzept. Im
Klarlack für die Karosserie werden Holzspäne als
natürliche Farbgeber und ein biobasierter Härter
verwendet. Das Luftkammer-Textildach und die Frontabdeckung
bestehen zu 100 % aus wiederverwerteten PET-Flaschen. Dank
einer aus der Armaturentafel ausfahrbaren Leinwand
lässt sich das Fahrzeug beispielsweise zu einem
Minikino oder einer Gaming Lounge umfunktionieren;
Spielkonsole und Beamer sind mit an Bord. Das Design des
ID. LIFE ist auffallend klar, reduziert und hochwertig. Zum
puristischen Auftritt trägt auch die horizontale
Unterteilung zwischen Karosseriekörper,
Glasflächen und Dach bei. Die Studie ID. LIFE basiert
auf einer speziell für das Kleinwagensegment
entwickelten Variante des Modularen E-Antriebsbaukastens
(MEB) des Volkswagen Konzerns und ist das erste
MEB-Fahrzeug, das mit Frontantrieb ausgestattet ist. Mit
seinem 172 kW (234 PS) starken Elektromotor beschleunigt
der ID. LIFE von 0 auf 100 km/h in 6,9 sec, die Reichweite
liegt bei rund 400 km. Als getarnte seriennahe Studie wurde
in München zudem der auf dem MEB basierende ID.5 GTX
vorgestellt; das erste rein elektrische SUV-Coupé
der Marke Volkswagen Pkw. Mit seinen fließenden
Linien wirkt der ID.5 GTX elegant und sportlich zugleich.
Kurze Überhänge und große Räder
unterstreichen seinen kraftvollen Charakter. In der hohen
Front generieren die LED-Matrixscheinwerfer ein intelligent
geregeltes Fernlicht. Die flach geneigte und weit vorne
ansetzende A-Säule bringt die Dachlinie in einen
eleganten Fluss und lässt sie in einem integrierten
Heckspoiler auslaufen. Die LED-Heckleuchten im 3D-Design
runden den Premiumeindruck ab. Das Kürzel GTX steht
für eine neue Sportlichkeit in der Marke. Sie schreibt
die Tradition der erfolgreichen GTI-, GTD- und GTE-Modelle
fort und transferiert sie in die Welt der
Elektromobilität. An Vorder- und Hinterachse des ID.5
GTX arbeitet je eine E-Maschine; der kraftvolle Dualmotor
mit Allradantrieb sorgt für starke Fahrleistungen,
souveräne Traktion und sportliches Handling. Die
große Lithium-Ionen-Batterie zwischen den Achsen
ermöglicht eine Reichweite von bis zu 497 km.
Der Messeauftritt der Marke Volkswagen Pkw wurde durch
den neuen kompakten Taigo komplettiert. Das auf dem
Modularen Querbaukasten basierende SUV-Coupé
begeistert mit seiner expressiven Crossover-Karosserieform,
erhöhter Sitzposition, wegweisender Konnektivität
und uneingeschränkter Alltagstauglichkeit. Das Heck
des Fünfsitzers fällt im Stil eines Coupés
schräg nach hinten ab, ohne die Kopffreiheit im Fond
einzuschränken. Serienmäßig ausgestattet
mit Voll-LED-Scheinwerfern, digitalem Cockpit und
Infotainmentsystem aus dem Modularen
Infotainment-Baukasten, setzt der Taigo hohe
Technologie-Standards in seiner Klasse. Zahlreiche
Assistenzsysteme der jüngsten Generation wie das
Umfeldbeobachtungssystem Front Assist mit
City-Notbremsfunktion und der Spurhalteassistent Lane
Assist erhöhen den Komfort. Auf Wunsch ist der
IQ.DRIVE Travel Assist an Bord, der das teilautomatisierte
Fahren bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h
ermöglicht.
Audi präsentierte zur IAA MOBILITY 2021 die Studie
Audi grandsphere concept. Die 5,35 m lange Limousine
verbindet den Luxus des privaten Reisens in höchstem
Komfort mit einem umfassenden Erlebnisangebot an Bord.
Automatisiertes Fahren auf Level 4 ermöglicht dabei
neue Dimensionen von Freiheit: In diesem Modus verwandelt
sich das Interieur ohne Lenkrad, Pedalerie und Anzeigen in
eine weiträumige Erlebnissphäre. Die erste
Sitzreihe wird zur First Class Lounge mit viel Platz,
freier Aussicht und dem Zugriff auf alle Funktionen des
ganzheitlichen digitalen Ökosystems, in das der Audi
grandsphere eingebunden ist. Im Vorfeld der IAA MOBILITY
hatte Audi bereits die spektakuläre Studie des
Roadsters Audi skysphere concept vorgestellt; ein
elektrisch angetriebener offener Zweitürer, dessen
Linienführung zum Audi Design von morgen führt.
Auch dieses Fahrzeug skizziert ein Bild des progressiven
Luxussegments der Zukunft, in dem dank des automatisierten
Fahrens eine revolutionäre Neugestaltung des
Interieurs möglich ist und der Innenraum so zum
Erlebnisraum wird.
CUPRA feierte in München die Weltpremiere des
UrbanRebel Concept. Die Rennsportstudie gibt einen Ausblick
auf die zukünftige Designsprache eines urbanen
Elektrofahrzeugs, das CUPRA im Jahr 2025 auf den Markt
bringen will. Der UrbanRebel Concept steht für reinen
Elektroantrieb, Nachhaltigkeit und Performance. Er
verbindet atemberaubendes Design mit Dynamik und basiert
auf dem MEB des Volkswagen Konzerns. Die Frontpartie mit
der Haifischnase wird durch die dreieckige Signatur in den
Scheinwerfern betont. An den Seiten zeigt das Fahrzeug
durch die Keilform von der C-Säule bis zur
Vordertür seine sportlichen Proportionen. Das Design
des Hecks wird durch horizontale Linien und einen
großen Spoiler bestimmt, der dem Fahrzeug einen
imposanten und kantigen Look verleiht. Der CUPRA UrbanRebel
Concept bringt eine Leistung von 250 kW (340 PS) auf die
Straße, in Spitzen können bis zu 320 kW (435 PS)
abgerufen werden. Damit absolviert er den Sprint von 0 auf
100 km/h in nur 3,2 sec.
Porsche gewährte einen spektakulären Einblick
in die automobile Zukunft: Die Konzeptstudie Mission R
vereint modernste Technologien und nachhaltige Werkstoffe
mit der Leidenschaft für den Rennsport. Der betont
flache, rein elektrisch angetriebene Mission R trägt
neben einem progressiven Design die charakteristischen
Linien der Sportwagen aus Zuffenhausen. Die beiden neu
entwickelten Elektromotoren im Porsche Mission R leisten im
sogenannten Qualifying-Modus bis zu 800 kW (1.088 PS). Die
Batteriekapazität von rund 80 kWh sowie eine
innovative Rekuperation ermöglichen Sprintrennen ohne
jegliche Leistungsverluste. Der Mission R beschleunigt in
weniger als 2,5 sec von 0 auf 100 km/h, die
Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 300 km/h.
Neben dem innovativen Elektroantrieb setzt auch die
Karosserie der Konzeptstudie auf CO2-Reduzierung und
Nachhaltigkeit; sie besteht zu großen Teilen aus
Naturfaser-verstärktem Kunststoff. Die Grundlage
liefern Flachsfasern aus der Landwirtschaft. Dieser
ökologische Werkstoff findet auch für den
Frontsplitter, den Diffusor und die Seitenschweller
Verwendung.
Volkswagen Nutzfahrzeuge feierte in München die
Messepremiere der vollständig neuen Generation des
Multivan. Der auf Familien und sportlich aktive Menschen
zugeschnittene Allrounder eignet sich mit seinem neu
entwickelten Sitz- und Laderaumsystem für
unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten: vom Familien-
und Freizeitfahrzeug bis zum hochwertigen Shuttle. Ein
Novum in der Baureihe ist der Plug-in-Hybridantrieb,
bestehend aus einem 1.4 TSI-Motor mit 110 kW (150 PS) und
einem Elektromotor mit 85 kW (116 PS). Mit einer
Systemleistung von 160 kW (218 PS) bringt der Multivan
eHybrid das lokal emissionsfreie Fahren mit einem niedrigen
Gesamtverbrauch in Einklang. Dabei ist die Reichweite des
vollelektrischen Fahrens dank der Lithium-Ionen-Batterie so
konzipiert, dass damit die durchschnittlichen
Tagesdistanzen bewältigt werden können. Mit dem
ID. BUZZ AD (Autonomous Driving) stellte Volkswagen
Nutzfahrzeuge auf der IAA MOBILITY einen vollelektrischen
und selbstfahrenden Prototypen vor. Die Serienversion soll
ab 2025 bei Mobilitätsdiensten wie MOIA eingesetzt
werden. In München testet der Entwicklungspartner Argo
AI aktuell das im Fahrzeug verbaute Self-Driving-System
SDS, das autonomes Fahren möglich machen soll. Die
präzisen Daten für die intelligente Software
liefert dabei eine Kombination aus Lidar-, Radar und
Kamerasystemen. Daraus entsteht ein sehr genaues
Verkehrsbild der Innenstädte, in denen der
selbstfahrende ID. BUZZ AD zukünftig seine
Fahrgäste an ihr Ziel bringen soll.
Weitere FahrzeugneuheitenMit gesteigerter Performance, modifiziertem Design und
neuem Bedienkonzept schickte Porsche im dritten Quartal
2021 den neuen Macan an den Start. Optisch wurde der
Kompakt-SUV mit einer Reihe gezielter Veränderungen
nachgeschärft: Das neu gestaltete Bugteil
verstärkt die Breitenbetonung und lässt den Macan
noch satter auf der Straße stehen. Das Heck
schließt nun ein markanter, besonders technisch
gestalteter Diffusor nach unten ab. Auch das Fahrwerk wurde
weiter optimiert: Der Macan reagiert nun noch
feinfühliger und direkter auf die Fahrsituation und
den Fahrbahnzustand. Der neue Porsche Macan bietet einen
deutlich aufgewerteten Innenraum mit einer modern und
elegant gestalteten Mittelkonsole. Ihr Bedienkonzept mit
Touch-Flächen anstelle von haptischen Tasten bringt
eine klare Struktur ins Cockpit. Der Macan bietet
darüber hinaus serienmäßig viele
Online-Funktionen, die über das 10,9 Zoll große
Full-HD-Touchdisplay des Porsche Communication Management
oder per Sprachbefehl gesteuert werden können. Das
sportliche Aushängeschild der erfolgreichen SUV-Reihe
ist der Macan GTS mit einem um 44 kW (60 PS) auf 324 kW
erstarkten V6-Biturbomotor. In Verbindung mit dem Sport
Chrono-Paket bewältigt er den Sprint von 0 auf 100
km/h in 4,3 sec, die Höchstgeschwindigkeit
beträgt 272 km/h.
Auf dem Weg hin zu einem durchgängig bilanziell
klimaneutralen Unternehmen machte Bentley im dritten
Quartal 2021 einen weiteren Schritt und erweiterte im
Rahmen der Elektrifizierung die Reihe seiner Hybrid-Modelle
um den Flying Spur. Der neuer Antrieb des Grand Tourers
bietet den gewohnten Luxus und die vertraute Leistung eines
Flying Spur. Ein V6-Benzinmotor und ein moderner
Elektromotor stellen zusammen eine Systemleistung von 400
kW (544 PS) bereit. Rein elektrisch kann der Flying Spur
Hybrid mehr als 40 km zurücklegen, die
Gesamtreichweite liegt bei über 700 km.
Äußerlich weisen dezente Embleme an der
Karosserie auf den innovativen Antrieb hin. Für den
Fahrer werden sowohl im Head-up-Display als auch im
Infotainment-Bildschirm und in der Instrumentengruppe
zusätzliche Informationen zum Hybridantrieb
dargestellt.
Anlässlich des 50. Geburtstags seines Kultmodells
stellte Lamborghini im August 2021 den limitierten Countach
LPI 800-4 vor. Der futuristische Supersportler ist eine
Hommage an den Countach der 70er und 80er Jahre, der als
Revolutionär für Design und Technologie gilt. Die
puristische Linienführung lässt sofort das Erbe
des Countach erkennen. Sein 574 kW (780 PS) starker
V12-Saugmotor in Kombination mit der
Hybrid-Superkondensator-Technologie und einem Elektromotor
stellt eine kombinierte Systemleistung von 599 kW (814 PS)
zur Verfügung. Zusammen mit dem permanenten
Allradantrieb gelingt dem Countach LPI 800-4 der Sprint von
0 auf 100 km/h in nur 2,8 sec, die
Höchstgeschwindigkeit ist bei 355 km/h erreicht.
AUSZEICHNUNGENMitte Juli 2021 wurden gleich mehrere Modelle des
Volkswagen Konzerns bei der Wahl zum "Firmenauto des Jahres
2021" der Fachzeitschrift Firmenauto gekürt. Die Marke
Volkswagen Pkw gewann mit den Modellen ID.3 und up! in den
Kategorien Elektro-Kleinfahrzeuge sowie Minicars.
Volkswagen Nutzfahrzeuge errang mit dem Caddy in der
Kategorie Kleine Vans den ersten Platz. ŠKODA holte
sieben Titel bei der Wahl: die Modelle Octavia, Superb und
Superb iV belegten den ersten Platz in der Importwertung
der Kompakt- und Mittelklasse sowie als
Plug-in-Hybridmodell, die Modelle Kamiq, Karoq und Kodiaq
überzeugten in der Importwertung in den Kategorien
Kleine, Kompakte sowie Midsize-SUV und Crossover, das
Modell Enyaq iV gewann den Importsieg in der Kategorie
Elektro-Mittelklasse. SEAT überzeugte mit dem Alhambra
in der Importwertung in der Kategorie Maxivans. CUPRA holte
mit dem Modell Formentor in der Kategorie Beste Newcomer
den Importsieg sowie in der Kategorie Kleine und kompakte
Plug-in-Hybride den Gesamtsieg. Audi wurde für den
e-tron GT und e-tron ausgezeichnet: die Modelle wurden
Gesamtsieger in den Kategorien Newcomer und
Elektro-Oberklasse sowie Große SUV und Crossover.
Zudem erreichte Audi mit den Modellen A1, A3, A4 und A6 den
Gesamtsieg in den Kategorien Kleinwagen, Kompakt-, Mittel-
sowie Obere Mittelklasse. Die Modelle Q2, Q3 und Q5 von
Audi rundeten als Gesamtsieger in drei SUV- und
Crossover-Kategorien den Erfolg ab. Bei der Wahl stimmten
insgesamt 165 Jurymitglieder über die Gesamtsieger und
die Gewinner der Importwertung aus 20 verschiedenen
Fahrzeugkategorien ab.
Ende Juli 2021 wurden gleich sieben Auszeichnungen an
MAN Truck & Bus von den Lesern der Fachzeitschriften
trans aktuell, FERNFAHRER und lastauto omnibus vergeben. In
der Kategorie Fernverkehr setzte sich der MAN TGX
gegenüber seinen Konkurrenten durch, die beiden
Kategorien Kipper bis 32 t und schwerer Verteilverkehr ab
18 t entschied der MAN TGS für sich. In der Kategorie
der leichten Verteiler-Lkw bis 18 t gewann der MAN TGM den
Titel als bester Lkw. In der Kategorie Überlandbusse
überzeugte der MAN Lion's Intercity. Der MAN Lion's
Coach erreichte den ersten Platz in der Kategorie
Reisebusse. Ebenfalls Sieger war der lokal emissionsfreie
MAN eTGE in der Kategorie Elektro-Transporter. Insgesamt
wählten rund 7.600 Leser in 16 Kategorien aus 250
Baureihen "Die besten Nutzfahrzeuge 2021".
Anfang September 2021 erhielt das Porsche Werk in
Leipzig für seine umweltfreundliche und nachhaltige
Produktion den "Lean & Green Management Award 2021" in
der Rubrik Automotive OEM. An dem Wettbewerb haben 250
Werke aus mehr als zehn Ländern und 20
Industriezweigen teilgenommen.
Im September 2021 kürten die Leser der Zeitschrift
AUTO Straßenverkehr die Marke ŠKODA mit zwei
Modellen in sechs Kategorien zum "Familienauto des Jahres
2021". Der ŠKODA Enyaq iV erzielte den Import- und
Gesamtsieg in der Kategorie Beste Technologie in der
Preisklasse bis 25.000 € und sicherte sich den Titel
als Importfahrzeug in der Kategorie Bestes Design. Zudem
holte die Marke ŠKODA mit dem Superb Combi drei
weitere Titel in der Preiskategorie 25.000 bis 35.000
€: Das Modell überzeugte in der Import- und
Gesamtwertung in der Kategorie Bestes
Preis-Leistungs-Verhältnis und ließ die
Konkurrenz bei den Importfahrzeugen in der Kategorie Beste
Technologie hinter sich. Insgesamt traten 124 Fahrzeuge an,
darunter ausschließlich Kombis, SUVs und Vans mit
einem Kofferraumvolumen von mindestens 400 l und einem
Basispreis, der 45.000 € nicht übersteigt.
Ebenfalls im September 2021 überzeugte Audi mit dem
Modell e-tron GT in der Kategorie Electric Cars bei der
Leserwahl "BEST OF mobility 2021" als ein Vorreiter in der
Mobilitätszukunft. Die Leserwahl "BEST OF mobility"
führt der HUSS-VERLAG in Zusammenarbeit mit dem
internationalen Beratungsunternehmen Deloitte und dem
Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) durch und
vereint bei der Auszeichnung von Produkten und Services die
drei Zukunftsthemen Mobilität, Konnektivität und
Infrastruktur.
JUBILÄENIm August 1951 fuhr im Werk in Kariega der erste in
Südafrika gefertigte Volkswagen, ein Käfer, vom
Band. In diesem Jahr feierte die Volkswagen Group South
Africa 70-jähriges Jubiläum der Marke in
Südafrika. Seit Produktionsstart wurden dort mehr als
vier Millionen Fahrzeuge unterschiedlicher Volkswagen und
Audi Modelle gefertigt. Die Volkswagen Group South Africa
entwickelte sich in den Jahren ihrer Erfolgsgeschichte zum
größten privatwirtschaftlichen Arbeitgeber
Südafrikas und übernimmt gesellschaftliche
Verantwortung in zahlreichen Projekten.
Vor 20 Jahren debütierte bei ŠKODA die erste
Generation der Stufenhecklimousine Superb. Mit der
Modellbezeichnung wurde Bezug genommen auf ein Fahrzeug
gleichen Namens, dessen Produktion bereits 1935 startete
und 2001 wieder auflebte. Während der vergangenen 20
Jahre wurden mehr als 700 Tsd. Superb ausgeliefert.
Im September 1996 lief im Stammwerk von ŠKODA in
Mladá Boleslav die Serienfertigung des Octavia an.
Bis heute wurden insgesamt über 7 Millionen Einheiten
an Kunden ausgeliefert. Von Beginn an bot der Bestseller
der Marke ein herausragendes Raumangebot, moderne Technik,
einen hohen Sicherheitsstandard und ein attraktives
Preis-Leistungs-Verhältnis. Die aktuelle vierte
Generation ist mit der breitesten Motorenpalette in der
Geschichte der Modellreihe erhältlich: Neben
effizienten Otto- und Dieselmotoren umfasst das Angebot
auch eine große Auswahl an alternativen Antrieben,
darunter Erdgas (CNG) sowie Plug-in-Hybridantrieb.
Im Oktober rollte im russischen Kaluga der
300-tausendste Tiguan vom Band. Das SUV ist seit seiner
Markteinführung im Jahr 2009 ein Bestseller für
die Marke Volkswagen in Russland.
KOOPERATIONENAnfang Juli 2021 unterzeichnete die TRATON GROUP
gemeinsam mit Daimler Truck und der Volvo Group eine
Absichtserklärung über den Aufbau und den Betrieb
eines öffentlichen Hochleistungs-Ladenetzes für
batterieelektrische schwere Fernverkehr-Lkw und Reisebusse
in Europa. Ziel ist der Aufbau und die Beschleunigung
öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur. Die
Vereinbarung bildet die Basis für ein geplantes Joint
Venture, das von den drei Parteien zu gleichen Teilen
gehalten werden soll.
Im Juli 2021 gab Volkswagen die Gründung eines
gemeinsamen Joint Ventures mit TraceTronic, einem Anbieter
von Lösungen für das Testen und Integrieren von
Fahrzeugsoftware, bekannt. Volkswagen und TraceTronic
halten jeweils 50 % an dem Gemeinschaftsunternehmen neocx,
welches eine sogenannte Continuous Integration/Continuous
Testing (CI/CT) Factory aufbauen soll. Dabei handelt es
sich um eine Plattform, die leistungsstarke Werkzeuge
für das hochautomatisierte Testen und Integrieren von
Fahrzeugsoftware und vernetzten Diensten bündelt.
Zukünftig soll die CI/CT Factory die Test- und
Integrationslandschaft im Volkswagen Konzern harmonisieren.
Der Volkswagen Aufsichtsrat hat Ende Juli 2021 einem
Vertrag mit dem Finanzinvestor Attestor Limited und der Pon
Europe B.V. zur Abgabe eines gemeinsamen öffentlichen
Übernahmeangebots auf die Anteile an der Europcar
Mobility Group S.A. Paris/Frankreich über eine
Konsortialgesellschaft zugestimmt. Sollte das Angebot
angenommen werden, würde das Konsortium nach
derzeitigem Stand gemeinsam die Beherrschung über
Europcar übernehmen. Im September 2021 reichte das
Konsortium das Übernahmeangebot bei der
französischen Aufsichtsbehörde ein. Nach
erfolgreicher Prüfung der Angebotsunterlagen beginnt
die Frist, während der die Europcar-Aktionäre
ihre Aktien andienen können.
AUFSICHTSRATSANGELEGENHEITENMit Wirkung zum 31. August 2021 hat Herr Athanasios
Stimoniaris, ehemaliger Vorsitzender des
Konzernbetriebsrats der TRATON SE, sein Mandat als Mitglied
des Aufsichtsrats der Volkswagen AG niedergelegt. Herr
Stimoniaris gehörte dem Aufsichtsrat seit 2015 an. Als
Nachfolger wurde Herr Jens Rothe, Vorsitzender des
Gesamtbetriebsrats der Volkswagen Sachsen GmbH, mit Wirkung
zum 22. Oktober 2021 gerichtlich ersatzbestellt.
Volkswagen AktieIn den ersten neun Monaten dieses Jahres setzte sich an
den internationalen Aktienmärkten die Erholung, die
nach den Kurseinbrüchen infolge der Covid-19-Pandemie
im Verlauf des Jahres 2020 begonnen hatte,
größtenteils kräftig fort. Trotz
befürchteter Rückschläge bei der
Pandemiebekämpfung und damit verbundenen anhaltenden
Restriktionen des öffentlichen Lebens, die auf der
Konjunktur lasten, herrschte weitgehend Zuversicht.
Am deutschen Aktienmarkt startete der DAX gut in das
neue Geschäftsjahr und überschritt im Verlauf der
Berichtsperiode drei Tausender-Marken. Der deutsche
Leitindex blieb weitgehend unbeeindruckt von der
anhaltenden Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 und
konnte den Kurseinbruch des vergangenen Jahres mehr als
kompensieren, wobei der dynamische Anstieg im zweiten
Quartal in eine Seitwärtsbewegung überging.
Wesentliche Treiber dieser Entwicklung waren die
Fortschritte bei den Impfkampagnen und fortgesetzte
Konjunkturhilfen durch Notenbanken und Regierungen in aller
Welt sowie die Anzeichen einer einsetzenden Erholung der
Weltwirtschaft. Unterstützung kam zudem von
Kursgewinnen der Automobilwerte. Die Besorgnis der
Marktteilnehmer über die steigende Inflation wirkte
sich dagegen negativ aus, ebenso wie die Problematik
mangelnder Teileverfügbarkeit durch pandemiebedingte
Lieferengpässe.
Auch die Kurse der Vorzugsaktie und der Stammaktie der
Volkswagen AG erholten sich von ihren pandemiebedingten
Wertverlusten. Der Vergleichswert vom Jahresende 2020 wurde
um 27 % beziehungsweise 58 % übertroffen. Damit
notierten sie Ende September 2021 über dem Niveau vor
der Covid-19-Pandemie. Die erfreuliche Entwicklung der
Volkswagen Aktien hatte vor allem zwei Ursachen. Zum einen
überzeugte die Geschäftsentwicklung des Jahres
2020 und des ersten Halbjahres 2021, die besser war als
noch mit Ausbruch der Pandemie befürchtet. Zum anderen
wurde die neue Konzernstrategie einschließlich der
Pläne des Konzerns im Hinblick auf den beschleunigten
Ausbau der Elektromobilität und der damit verbundenen
Batterietechnologie positiv von den Investoren aufgenommen.
Negativ wirkte die anhaltend angespannte
Versorgungssituation mit Halbleitern.
Angaben und Erläuterungen zum Ergebnis je Aktie
finden Sie im Anhang des Konzern-Zwischenabschlusses.
Weitere Daten zur Volkswagen Aktie sowie Nachrichten,
Berichte und Präsentationen zum Unternehmen sind auf
der Internetseite
www.volkswagenag.com/de/InvestorRelations.html abrufbar.
KENNZAHLEN ZU DEN VOLKSWAGEN AKTIEN UND MARKTINDIZES VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2021scrollen
KURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2020 BIS SEPTEMBER 2021Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2020 = 100
GeschäftsverlaufGESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGDie globale Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 und
die damit verbundenen restriktiven Maßnahmen setzten
sich in den ersten drei Quartalen 2021 in unterschiedlichen
Ausprägungen fort. Positiv wirkten die Fortschritte
vieler Länder bei der Verabreichung von Impfstoffen an
die Bevölkerung, während das Auftreten neuer
Virusvarianten national wieder zu steigenden
Infektionszahlen führte. Im Vergleich zur
Vorjahresperiode verzeichnete die Weltwirtschaft ein
positives Wachstum. Die durchschnittliche Expansionsrate
des Bruttoinlandsprodukts (BIP) lag sowohl bei den
fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch bei den
Schwellenländern weit über dem negativen Wert der
Vergleichsperiode 2020. Auf nationaler Ebene war die
Entwicklung im Berichtszeitraum unter anderem davon
abhängig, inwieweit die Covid-19-Pandemie jeweils ihre
negativen Auswirkungen entfaltete und mit welcher
Intensität Maßnahmen zu deren Eindämmung
ergriffen wurden. Die Regierungen und Notenbanken
zahlreicher Länder weltweit hielten weiterhin an ihrer
expansiven Fiskal- und Geldpolitik fest. Das Zinsniveau
blieb vergleichsweise niedrig. Im Durchschnitt stiegen die
Preise für Energie- und sonstige Rohstoffe
gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich an, wobei
Engpässe bei Vorprodukten und Rohstoffen zunahmen. Der
weltweite Güterhandel wuchs im Berichtszeitraum.
Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete von Januar bis
September 2021 im Vergleich zur Vorjahresperiode insgesamt
ein deutlich positives Wachstum. Diese Entwicklung war bei
fast allen nord- und südeuropäischen Ländern
zu beobachten. Gründe dafür waren unter anderem
die in vielen Ländern gestiegene Resilienz der
Wirtschaft gegenüber hohen Infektionszahlen sowie
damit einhergehende Lockerungen der Maßnahmen zur
Eindämmung der Pandemie.
Deutschland verzeichnete in der Berichtsperiode
insgesamt eine positive Wachstumsrate. Gegenüber dem
Vorjahreszeitraum lag die Arbeitslosenquote im Durchschnitt
etwa auf dem gleichen Niveau, während die Anzahl der
Beschäftigten in Kurzarbeit weiterhin hoch war. Im
Industrie- und Dienstleistungssektor erhöhte sich das
Vertrauen deutlich, bei den Verbrauchern lag es leicht
über dem Niveau des Vergleichszeitraums des Vorjahres.
Die Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas wiesen in
den ersten neun Monaten dieses Jahres insgesamt ein
höheres reales absolutes BIP auf als im
Vergleichszeitraum 2020. Diese Entwicklung war auch in
Russland zu beobachten, der größten
Volkswirtschaft Osteuropas.
Die türkische Volkswirtschaft erreichte im
Berichtszeitraum eine deutlich positive Wachstumsrate des
BIP bei gleichzeitig hoher Inflation und Abwertung der
lokalen Währung. Südafrika wies bei anhaltenden
strukturellen Defiziten und politischen Herausforderungen
ebenfalls eine positive Veränderungsrate des BIP aus.
DEVISENKURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2020 BIS SEPTEMBER 2021Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2020 = 100
Das Wachstum der US-Wirtschaft war in den ersten neun
Monaten 2021 deutlich höher bei einem dynamischen
Infektionsgeschehen. Zur Stärkung der Wirtschaft
beschloss die US-Regierung im ersten Quartal dieses Jahres
ein weiteres umfangreiches Förderpaket. Die
wöchentlichen Erstanträge auf
Arbeitslosenunterstützung und die Arbeitslosenquote
sanken, befanden sich aber weiterhin auf einem
vergleichsweise hohen Niveau. Die durchschnittliche
Inflationsrate stieg im Berichtszeitraum an. In Kanada und
Mexiko war die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum
entsprechenden Zeitraum 2020 ebenfalls deutlich höher.
Die Wirtschaft Brasiliens verbuchte von Januar bis
September 2021 trotz hoher Infektionszahlen einen Anstieg.
Argentinien verzeichnete eine Erholung der
Wirtschaftsleistung bei hoher Inflation und fortlaufendem
Währungsverfall.
China war den negativen Effekten der Covid-19-Pandemie
bereits früher als andere Volkswirtschaften ausgesetzt
und profitierte im weiteren Verlauf von einer relativ
geringen Zahl an Neuinfektionen. Im Berichtszeitraum stieg
dort die Wirtschaftsleistung weiter an. Indien registrierte
bei zwischenzeitlich steigenden Infektionszahlen ein
insgesamt positives Wirtschaftswachstum. Auch Japan
verzeichnete gegenüber dem vergleichbaren
Vorjahreszeitraum eine positive BIP-Wachstumsrate.
ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR PKW UND LEICHTE NUTZFAHRZEUGEVon Januar bis September 2021 ist die weltweite
Pkw-Nachfrage im Vergleich zum schwachen Niveau des
Vorjahreszeitraums insgesamt deutlich angestiegen (+ 13,1
%). Allerdings fiel der Zuwachs aufgrund der sowohl in den
ersten neun Monaten 2020 als auch 2021 regional
unterschiedlich stark ausgeprägten Auswirkungen der
Covid-19-Pandemie mit uneinheitlicher Dynamik aus. Dabei
haben sich im Jahresverlauf außerdem
Versorgungsengpässe bei Halbleitern und eine daraus
resultierende eingeschränkte
Fahrzeugverfügbarkeit zunehmend negativ bemerkbar
gemacht. Ein überdurchschnittliches Plus verzeichneten
die Gesamtmärkte der Regionen Südamerika, Afrika
und Nahost. Die Steigerungen in Zentral- und Osteuropa,
Nordamerika sowie Asien-Pazifik lagen etwa auf dem
weltweiten Durchschnitt, in Westeuropa war der Zuwachs
dagegen geringer.
Die weltweite Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen lag
von Januar bis September 2021 merklich über dem
Vorjahresniveau.
In Westeuropa hat sich die Pkw-Nachfrage im Verlauf des
dritten Quartals abgeschwächt, lag aber im
Berichtszeitraum insgesamt noch merklich über dem
Vorjahresniveau. Die weiterhin andauernden
Einschränkungen zur Eindämmung der
Covid-19-Pandemie führten in den ersten beiden Monaten
2021 zu unter dem Vorjahr liegenden Auslieferungen. Von
März bis Juni übertraf die Nachfrage in den
Einzelmonaten jeweils das Vorjahr, das ab dem letzten
Drittel des ersten Quartals und besonders im zweiten
Quartal 2020 von der Pandemie betroffen war. Seit Juli 2021
verzeichneten die Pkw-Neuzulassungen im Monatsvergleich
teils erhebliche Rückgänge, was neben der
Markterholung im Vorjahr vor allem auf den Mangel an
Halbleitern und die daraus resultierenden
Produktionskürzungen zurückzuführen war. Die
Entwicklung der großen Pkw-Einzelmärkte
insgesamt war dennoch positiv: Von Januar bis September
2021 legten die Pkw-Neuzulassungen in Großbritannien,
Frankreich, Italien und Spanien mit unterschiedlich starken
Veränderungsraten zu.
Das Neuzulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen
stieg in den ersten neun Monaten 2021 in Westeuropa
erheblich über den Wert des Vorjahres.
Deutschland verzeichnete von Januar bis September 2021
einen leichten Rückgang der Pkw-Nachfrage. Neben den
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie war dies sowohl auf
geringere Neuzulassungen in den ersten zwei Monaten der
Berichtsperiode - bedingt durch in das vierte Quartal 2020
vorgezogene Käufe im Zuge des Auslaufens der zeitlich
befristeten Mehrwertsteuersenkung - als auch auf die
verschlechterte Angebotssituation infolge des
Halbleitermangels zurückzuführen.
Die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen in
Deutschland lag im Berichtszeitraum merklich über dem
Niveau der Vergleichsperiode 2020.
In der Region Zentral- und Osteuropa lagen die
Pkw-Verkäufe in den ersten neun Monaten 2021 deutlich
über dem Vorjahresniveau. Der Nachfragezuwachs
entwickelte sich dabei in den einzelnen Märkten
unterschiedlich. In den zentraleuropäischen
EU-Ländern wurde insgesamt ein geringerer absoluter
Anstieg der Nachfrage registriert als in Russland, dem
größten Einzelmarkt der Region. Dieser
verzeichnete im Berichtszeitraum einen deutlichen Anstieg
der Nachfrage, der jedoch ausschließlich aus der
positiven Entwicklung im zweiten Quartal 2021 resultierte.
Das Zulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen in
Zentral- und Osteuropa stieg gegenüber dem
vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres erheblich an. In
Russland lag die Zahl der verkauften Fahrzeuge in den
Monaten Januar bis September 2021 ebenfalls erheblich
über dem Vorjahreswert.
In der Türkei lag das Pkw-Marktvolumen im
Berichtszeitraum deutlich über dem Vorjahresniveau.
Damit setzte sich die seit dem vierten Quartal 2019 zu
verzeichnende Markterholung auch in 2021 fort, wobei im
dritten Quartal 2021 der hohe Vorjahreswert nicht erreicht
wurde. In Südafrika nahm die Zahl der
Pkw-Verkäufe im Zeitraum Januar bis September 2021
gegenüber dem sehr schwachen Wert des Vorjahres um
knapp ein Drittel zu.
Die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen stieg von
Januar bis September 2021 in der Türkei spürbar
und in Südafrika stark gegenüber der
Vergleichsperiode des Vorjahres an.
In der Region Nordamerika verzeichneten die
Verkaufszahlen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (bis
6,35 t) im Berichtszeitraum gegenüber dem von
negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie gezeichneten
Vorjahreswert insgesamt ein deutliches Wachstum, das sich
aber im Verlauf des dritten Quartals 2021 vor allem
aufgrund der Versorgungsengpässe bei Halbleitern
abgeschwächt hat.
Dabei erzielte auch das Marktvolumen in den USA
innerhalb der Region einen deutlichen Zuwachs im Vergleich
zum Vorjahresniveau, jedoch ebenfalls mit schwächer
werdender Dynamik. Von diesem Anstieg profitierten unter
den leichten Nutzfahrzeugen insbesondere die SUV-Modelle.
Der kanadische Automobilmarkt verzeichnete im
Berichtszeitraum ebenfalls eine deutliche Steigerung der
Verkaufszahlen. Damit konnte der in 2018 begonnene und
durch die Covid-19-Pandemie im Vorjahr beschleunigte
rückläufige Trend gestoppt werden. Auch in Mexiko
erhöhte sich die Zahl der verkauften Fahrzeuge
deutlich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert.
In Südamerika lag das Neuzulassungsvolumen von Pkw
und leichten Nutzfahrzeugen in den ersten neun Monaten 2021
insgesamt erheblich über dem schwachen
Vorjahresniveau, das von den Auswirkungen der
Covid-19-Pandemie sehr stark beeinträchtigt war. In
Brasilien übertraf die Zahl der Neuzulassungen den
Wert des Vorjahreszeitraums deutlich, in Argentinien lag
sie erheblich darüber.
In der Region Asien-Pazifik erhöhte sich das
Pkw-Marktvolumen im Berichtszeitraum deutlich
gegenüber dem durch das Coronavirus SARS-CoV-2
deutlich belasteten Vorjahreswert. Der absolute Anstieg der
Pkw-Nachfrage im Berichtszeitraum war überwiegend auf
die positive Entwicklung in China zurückzuführen.
Hier setzte sich die im Verlauf der zweiten
Jahreshälfte 2020 begonnene Erholung - nach den
deutlichen Verlusten in den ersten drei Monaten des
Vorjahres - zwar fort, schwächte sich jedoch aufgrund
der eingeschränkten Fahrzeugverfügbarkeit infolge
des Halbleitermangels in den letzten Monaten der
Berichtsperiode ab. Auf dem indischen Pkw-Markt konnten die
Verkäufe im Zeitraum Januar bis September 2021
gegenüber dem schwachen Vorjahr um rund 50 % zulegen.
In Japan lagen die Pkw-Neuzulassungen im Berichtszeitraum
leicht über dem Vorjahresniveau.
Die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen in der Region
Asien-Pazifik verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr
leicht. In China, dem dominierenden Markt der Region und
dem größten Markt weltweit, wurde das
Zulassungsvolumen des Vorjahres moderat verfehlt. In Indien
lag die Zahl neu zugelassener Fahrzeuge leicht, in Japan
moderat über dem Niveau des Vorjahres.
ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR NUTZFAHRZEUGESeit dem 1. Juli 2021 zählt Navistar zu den Marken
der TRATON GROUP und ist somit Teil des Bereichs
Nutzfahrzeuge des Volkswagen Konzerns. Dadurch erweitern
sich die relevanten Märkte im Nutzfahrzeugbereich
sowohl für Lkw als auch im Segment der Schulbusse um
Nordamerika, bestehend aus den USA, Kanada und Mexiko.
Die weltweite Nachfrage nach mittelschweren und schweren
Lkw mit einem Gesamtgewicht von mehr als 6 t lag in der
Berichtsperiode auf den für den Volkswagen Konzern
relevanten Märkten stark über dem Wert der
Vergleichsperiode. Weltweit zeigte sich eine Erholung der
Lkw-Märkte gegenüber dem von der
Covid-19-Pandemie belasteten Vorjahr.
Die Nachfrage in den 27 EU-Staaten ohne Malta, aber
zuzüglich Großbritannien, Norwegen und der
Schweiz (EU27 + 3) lag in den ersten neun Monaten 2021
erheblich über dem Vorjahresniveau. Ein Wachstum war
in nahezu allen Lkw-Märkten der Region zu sehen. In
Polen konnte ein Zuwachs von mehr als 75 % verzeichnet
werden, Großbritannien registrierte ein Plus von mehr
als 25 % und in Frankreich und Deutschland erhöhte
sich die Nachfrage deutlich. Der russische Markt stieg
stark an und die Türkei verzeichnete einen Anstieg der
Neuzulassungen um rund 80 % im Vergleich zu einem niedrigen
Vorjahresniveau. In Nordamerika wird der Lkw-Markt in die
Gewichtsklassen 1 bis 8 unterteilt. In den für
Volkswagen relevanten Segmenten Class 6 bis 8 (ab 8,85 t)
lagen die Neuzulassungen sehr stark (+ 33,0 %) über
dem Vorjahreswert. Auf dem südafrikanischen Markt
stieg die Nachfrage merklich an. In Brasilien, dem
größten Markt der Region Südamerika, lag
die Lkw-Nachfrage in den ersten drei Quartalen 2021 um rund
50 % über dem Niveau des Vorjahres.
Die Nachfrage auf den für den Volkswagen Konzern
relevanten Busmärkten verzeichnete in den ersten neun
Monaten 2021 insgesamt ein merkliches Wachstum
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. In den
Märkten der EU27 + 3 lag die Nachfrage nach Bussen von
Januar bis September 2021 leicht über dem schwachen
Niveau des Vorjahres, mit unterschiedlichen
Ausprägungen in den einzelnen Ländern. Das
Segment der Schulbusse in Nordamerika verzeichnete einen
deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Die
Nachfrage nach Bussen lag in Mexiko stark und in Brasilien
spürbar über dem Vorjahreswert. Insbesondere die
Nachfrage nach Reisebussen war weiterhin aufgrund der
Covid-19-Pandemie in allen für den Volkswagen Konzern
relevanten Busmärkten nahezu nicht vorhanden.
ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR POWER ENGINEERINGDie Märkte für Power Engineering unterliegen
unterschiedlichen regionalen und konjunkturellen
Einflüssen; deshalb sind die
Geschäftsverläufe in den jeweiligen Märkten
meist unabhängig voneinander.
Die Bestelltätigkeit im Marinemarkt lag in den
ersten neun Monaten 2021 trotz der globalen Auswirkungen
der Covid-19-Pandemie und der anhaltenden Verunsicherung,
beispielsweise über zukünftige
Emissionsregulierungen, deutlich über dem
Vorjahreszeitraum. Im Bereich der Handelsschifffahrt
entwickelte sich besonders der Markt für
Containerschiffe infolge einer hohen Nachfrage in
Verbindung mit Transportkapazitätsengpässen
positiv. Der Marktbereich der Kreuzfahrtschiffe und der
Passagierfähren war, bedingt durch die angespannte
Liquiditätssituation der Reedereien als Folge der
Covid-19-Pandemie, weiterhin durch eine geringe Nachfrage
beeinträchtigt. Der durch staatliche Investitionen
getragene Spezialmarkt für Behördenschiffe lag
unter dem Vorjahresniveau. Im Offshore-Sektor hemmten die
vorhandenen Überkapazitäten nach wie vor
Investitionen in die Offshore-Ölgewinnung.
Der Markt für Energieerzeugung verbesserte sich in
den ersten drei Quartalen 2021 gegenüber dem
Vergleichszeitraum des Vorjahres leicht. Insgesamt sind
erste Anzeichen einer Markterholung erkennbar, jedoch
werden Investitionsentscheidungen noch sehr zögerlich
unter anderem im Zusammenhang mit CO2-Reduzierungen
getroffen. Der Trend weg von schwerölbetriebenen
Kraftwerken hin zu mit Dual-Fuel sowie mit Gas betriebenen
Kraftwerken hielt weiterhin an. Es bestand nach wie vor ein
hoher Bedarf an neuen Energielösungen mit einer
starken Tendenz hin zu höherer Flexibilität und
dezentraler Verfügbarkeit bei einem verstärkten
Fokus auf Wasserstofftechnologien.
Der Markt für Turbomaschinen zeigte im
Berichtszeitraum 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
eine Erholung von den negativen Auswirkungen der
Covid-19-Pandemie und entwickelte sich deutlich positiv.
Der deutliche Anstieg der Rohmaterialpreise setzte sich
fort und führte zu einer steigenden Nachfrage nach
Produktionsanlagen mit Turbokompressoren in der Grundstoff-
und Prozessindustrie. Die Öl- und Gasmärkte
erholten sich in den ersten drei Quartalen 2021 und die
Nachfrage nach Turbokompressoren wuchs. Die neuen
Geschäftsfelder für Turbomaschinen im Bereich der
Dekarbonisierungstechnologien wie beispielsweise der Markt
für elektrothermische Energiespeicher (ETES -
Electro-thermal Energy Storage) verbesserten sich
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres und
wurden durch den verstärkten Investitionsfokus sowie
deutlich höhere Preise für
Kohlendioxidzertifikate im Europäischen Handel
getragen. Hingegen ging die Nachfrage nach Dampfturbinen
zur Stromerzeugung und Gasturbinen für dezentrale,
industrielle Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen aufgrund des
modifizierten Investitionsschwerpunkts sowie aufgrund von
Überkapazitäten bei den Stromproduzenten
zurück und verschlechterte sich nochmals
gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der After-Sales-Markt für Dieselmotoren in der
Marine- und Kraftwerkssparte entwickelte sich in den ersten
neun Monaten 2021 im Vergleich zum Vorjahr schwächer,
da die Nachfrage weiterhin durch die Covid-19-Pandemie
beeinträchtigt wurde.
Im After-Sales-Markt für Turbomaschinen zeigte sich
in den ersten drei Quartalen 2021 gegenüber dem
Vorjahreszeitraum eine leichte Erholung, jedoch sind die
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie noch immer deutlich zu
spüren. Aufgrund finanzieller Engpässe werden
investitionsintensive Umbauten weiterhin verschoben.
ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR FINANZDIENSTLEISTUNGENAutomobile Finanzdienstleistungen wurden in den ersten
drei Quartalen des Jahres 2021 auf hohem Niveau
nachgefragt, was unter anderem auf die weiterhin niedrigen
Leitzinsen in wesentlichen Währungsräumen
zurückzuführen war. Gleichwohl übten die
Covid-19-Pandemie und die eingeschränkte
Fahrzeugverfügbarkeit infolge des Halbleitermangels in
fast allen Regionen Druck auf die Nachfrage nach
Finanzdienstleistungen aus.
Der europäische Pkw-Markt war im Berichtszeitraum
zunehmend von den Auswirkungen des Halbleitermangels
geprägt, die Fahrzeugauslieferungen lagen jedoch
weiterhin über dem pandemiebedingt schwachen Vorjahr.
Die Nachfrage nach Finanzdienstleistungsprodukten im
Neuwagengeschäft übertraf den Vergleichswert
2020; im Privatkundengeschäft lag der Anteil der
Finanzierungs- und Leasingverträge an den
Fahrzeugverkäufen auf dem Vorjahresniveau. Eine
positive Entwicklung konnte auch bei der Finanzierung von
Gebrauchtwagen verzeichnet werden, wo insbesondere der
Absatz von After-Sales-Produkten wie Inspektions-,
Wartungs- und Verschleißverträgen weiter
ausgebaut werden konnte.
Auch in Deutschland war das Geschäft mit
Finanzdienstleistungen im dritten Quartal 2021 neben den
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie verstärkt von den
Herausforderungen des Halbleitermangels geprägt. Die
Zahl neuer Finanzierungs- und Leasingverträge lag im
Berichtszeitraum in der Größenordnung des
Vorjahres, wobei sich insbesondere die Leasingverträge
- sowohl im Einzelkunden- als auch im
Großkundenbereich - positiv entwickelten. Die
Finanzierungen bei Einzelkunden stagnierten aufgrund der
durch den Halbleitermangel eingeschränkten
Verfügbarkeit von Neufahrzeugen, das
Gebrauchtwagengeschäft verlief in den letzten Monaten
in der Folge jedoch auch trotz eines eingeschränkten
Angebots an Fahrzeugen erfolgreich. Bei den
Dienstleistungs- und Versicherungsprodukten waren - mit
einzelnen Ausnahmen - rückläufige Zugangszahlen
zu verzeichnen.
In Südafrika stagnierte die Nachfrage nach
Finanzierungsund Versicherungsprodukten für Neu- und
Gebrauchtwagen - weiterhin gestützt durch Kampagnen,
Preisinflation bei Fahrzeugen und niedrige Zinssätze.
Allerdings bleiben finanzierte Fahrzeugkäufe aufgrund
der gedämpften Aussichten und des anhaltenden Drucks
auf das verfügbare Einkommen insgesamt schwierig.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2021 lagen in der
Region Nordamerika sowohl die Fahrzeugauslieferungen als
auch die Nachfrage nach Leasing- und
Finanzierungsverträgen sowie nach
After-Sales-Produkten und automobilbezogenen Versicherungen
über den Werten des Vorjahres. Am Ende des
Berichtszeitraums war jedoch aufgrund der Fahrzeugknappheit
ein negativer Trend zu verzeichnen. In den USA und in
Mexiko lag der prozentuale Anteil an Leasing- und
Finanzierungsverträgen unter den Vorjahreswerten. In
Kanada hingegen konnte das Vorjahresniveau übertroffen
werden.
In der Region Südamerika sorgten der
Nachfrageüberhang für Neufahrzeuge sowie ein
starker Zinsanstieg in Brasilien für zunehmende
Barkäufe. Dennoch konnte dort die Zahl der
Finanzierungsverträge gegenüber Vorjahr
gesteigert werden. Die Nachfrage nach Langzeitvermietungen
nahm zu, auch für Privatkunden. In Argentinien stieg
der Verkauf über Auto-Sparpläne.
Auf dem chinesischen Markt ging im dritten Quartal 2021
aufgrund des Halbleitermangels und den damit einhergehenden
geringeren Pkw-Verkäufen sowohl der Anteil
kreditfinanzierter Fahrzeugkäufe als auch das Wachstum
bei neuen Verträgen zurück. In der Folge wurden
im Berichtszeitraum die Vergleichswerte des Vorjahres nicht
erreicht.
In den ersten drei Quartalen 2021 verzeichnete der im
Vorjahr stark von der Covid-19-Pandemie
beeinträchtigte Nutzfahrzeugmarkt vor allem aufgrund
von Zuwächsen im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge
eine Erholung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dieser
positive Trend war auch bei den Finanzierungs- und
Leasingverträgen in Europa und Brasilien zu
beobachten.
AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNSVon Januar bis September 2021 lieferte der Volkswagen
Konzern weltweit 6.951.489 Fahrzeuge an Kunden aus. Das
waren 6,9 % oder 446.850 Einheiten mehr als im
Vergleichszeitraum des Vorjahres, in dem die Nachfrage von
der Covid-19-Pandemie und den weltweit ergriffenen
Maßnahmen zu deren Eindämmung signifikant
beeinträchtigt war. Sowohl die Verkaufszahlen im
Bereich Pkw als auch im Bereich Nutzfahrzeuge lagen
über den jeweiligen Vorjahreswerten. Die Grafik in
diesem Abschnitt zeigt die Entwicklung der weltweiten
Auslieferungen nach Einzelmonaten im Vergleich zum Vorjahr.
Im Folgenden gehen wir auf die Auslieferungen des Bereichs
Pkw sowie auf die Auslieferungen des Bereichs Nutzfahrzeuge
getrennt ein.
AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 1scrollen
AUSLIEFERUNGEN DES BEREICHS PKW WELTWEITDie weltweite Nachfrage nach Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen aus dem Volkswagen Konzern stieg von Januar
bis September 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 % auf
6.756.065 Einheiten. Der Vergleichswert 2020 war von den
Marktbedingungen, die aus der Unsicherheit und den weltweit
ergriffenen Maßnahmen im Zusammenhang mit der
Covid-19-Pandemie resultierten, signifikant
beeinträchtigt. Bei der Entwicklung unserer
Auslieferungen an Kunden zeigte sich im Berichtszeitraum -
abhängig vom jeweils aktuellen Infektionsgeschehen,
den damit verbundenen Einschränkungen und vom
Ausmaß der Beeinträchtigungen im
Vorjahreszeitraum - in einzelnen Ländern
beziehungsweise Regionen eine unterschiedlich
ausgeprägte Dynamik. Zudem führten
Versorgungsengpässe bei Halbleitern und die daraus
resultierende eingeschränkte Verfügbarkeit von
Konzernmodellen besonders ab dem dritten Quartal 2021 mit
regionalen Unterschieden dazu, dass die Nachfrage nicht
ausreichend bedient werden konnte. Mit Ausnahme von
ŠKODA und Bugatti konnten alle Marken des Volkswagen
Konzerns ihre Vorjahreswerte übertreffen. In nahezu
allen Regionen registrierten wir eine gegenüber dem
Vorjahr höhere Nachfrage.
Positiv entwickelten sich insbesondere die Verkäufe
des Konzerns im Rahmen der
Elektromobilitäts-Offensive: Weltweit lieferten wir in
den ersten neun Monaten dieses Jahres 293.077
vollelektrische Fahrzeuge an Kunden aus. Das waren 170.040
Einheiten mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch
unsere Plug-in-Hybridmodelle waren mit 245.951 verkauften
Einheiten (im Vorjahr: 105.577) sehr beliebt bei unseren
Kunden. Damit stiegen die Auslieferungen elektrifizierter
Fahrzeuge um mehr als das Doppelte und ihr Anteil an den
gesamten Auslieferungen des Konzerns erhöhte sich im
Vorjahresvergleich auf 7,8 (3,5) %. Zu den erfolgreichsten
vollelektrischen Fahrzeugen des Konzerns gehörten
ID.4, ID.3 und e-up! der Marke Volkswagen Pkw, Audi e-tron
und Audi Q4 e-tron, ŠKODA Enyaq iV, SEAT Mii
electric sowie Porsche Taycan. Bei den
Plug-in-Hybridmodellen zählten Golf, Passat Variant
und Tiguan der Marke Volkswagen Pkw, Audi A3 Sportback und
Audi Q5, ŠKODA Octavia Combi und ŠKODA Superb
Combi, SEAT Leon Sportstourer, CUPRA Formentor sowie
Porsche Cayenne zu den beliebtesten Modellen.
Unser Pkw-Marktanteil belief sich in einem deutlich
wachsenden Weltgesamtmarkt auf 12,1 (13,0) %.
Die folgende Tabelle in diesem Abschnitt zeigt einen
Überblick über die Auslieferungen von Pkw und
leichten Nutzfahrzeugen an Kunden nach Märkten im
Berichtszeitraum. Nachfolgend erläutern wir die
Entwicklung der Verkaufszahlen in den einzelnen
Märkten.
Auslieferungen in Europa/Übrige MärkteIn Westeuropa lieferte der Volkswagen Konzern in den
ersten neun Monaten dieses Jahres auf einem merklich
über dem Vorjahresniveau liegenden Gesamtmarkt
2.198.964 Fahrzeuge an Kunden aus. Das waren 8,7 % mehr als
im pandemiebedingt belasteten Vergleichszeitraum des
Vorjahres. Während im ersten Quartal 2021 der Verlauf
und die Einschränkungen zur Eindämmung der
Covid-19-Pandemie noch belastend auf die Nachfrage nach
Konzernmodellen wirkten, war insbesondere zu Beginn des
zweiten Quartals eine - gegenüber dem von der Pandemie
am stärksten betroffenen Vorjahresquartal -
Nachfragebelebung zu verzeichnen. Im dritten Quartal 2021
führten Versorgungsengpässe bei Halbleitern und
die daraus resultierende eingeschränkte
Verfügbarkeit von Konzernmodellen verstärkt dazu,
dass die Nachfrage nicht ausreichend bedient werden konnte.
In der Region Westeuropa war das Kundeninteresse an
elektrifizierten Fahrzeugen des Volkswagen Konzerns am
höchsten: hier lieferten wir in den ersten neun
Monaten 2021 rund drei Viertel unserer Plug-in-Hybride und
mehr als zwei Drittel unserer vollelektrischen Modelle an
Kunden aus. Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge an den
gesamten Auslieferungen des Konzerns belief sich in dieser
Region auf rund 17 %. Das größte
Nachfragevolumen unter den Konzernfahrzeugen verzeichneten
die Modelle Golf, Polo, T-Roc und Tiguan der Marke
Volkswagen Pkw. Zudem waren die im Verlauf des Vorjahres
neu oder als Nachfolger in den Markt eingeführten
Modelle up!, T-Roc Cabrio und Arteon Shooting Brake sowie
die ersten rein elektrischen Serienmodelle ID.3 und ID.4
der Marke Volkswagen Pkw, die Audi Modelle A3 Limousine, A3
Sportback und e-tron Sportback, ŠKODA Octavia sowie
CUPRA Formentor bei den Kunden sehr beliebt. Im
Berichtszeitraum wurden unter anderem die Modelle Polo der
Marke Volkswagen Pkw, Fabia und Kodiaq der Marke
ŠKODA sowie Arona und Ibiza der Marke SEAT, die
Plug-in-Hybridvarianten der Modelle Tiguan der Marke
Volkswagen Pkw, Q3, Q3 Sportback, Q5 und Q5 Sportback der
Marke Audi, SEAT Tarraco und CUPRA Formentor sowie die
vollelektrischen Modelle e-tron GT, Q4 e-tron und e-tron
Sportback der Marke Audi, der Enyaq iV der Marke
ŠKODA sowie der Porsche Taycan Cross Turismo
erfolgreich neu oder als Nachfolger in den Markt
eingeführt. Der Pkw-Marktanteil des Volkswagen
Konzerns in Westeuropa stieg auf 24,0 (23,4) %.
In Deutschland lag die Nachfrage nach Fahrzeugen aus dem
Volkswagen Konzern auf einem leicht rückläufigen
Gesamtmarkt von Januar bis September 2021 um 0,4 %
über den pandemiebedingt schwachen Vorjahreswert.
Nachdem im ersten Quartal noch die Auswirkungen der
Covid-19-Pandemie sowie aufgrund des Auslaufens der
zeitlich befristeten Mehrwertsteuersenkung in das vierte
Quartal 2020 vorgezogene Käufe belastend auf die
Auslieferungszahlen wirkten, erholte sich die Nachfrage im
Verlauf des zweiten
AUSLIEFERUNGEN DES BEREICHS PKW AN KUNDEN NACH MÄRKTEN VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 1scrollen
AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS NACH MONATEN in Tsd. Fahrzeuge
Quartals. Im dritten Quartal 2021 beeinträchtigte
das eingeschränkte Fahrzeugangebot infolge von
Versorgungsengpässen bei Halbleitern die
Auslieferungszahlen des Konzerns. Das größte
Nachfragevolumen unter den Konzernmodellen verzeichneten
die Modelle Golf und Passat Variant der Marke Volkswagen
Pkw. Auch die im Laufe des Vorjahres neu oder als
Nachfolger eingeführten Modelle up!, T-Roc Cabrio,
Tiguan und Arteon Shooting Brake sowie die ersten rein
elektrischen Serienmodelle ID.3 und ID.4 der Marke
Volkswagen Pkw, die Audi Modelle A3 Sportback und e-tron
Sportback sowie CUPRA Formentor waren bei den Kunden sehr
gefragt. In der Zulassungsstatistik des
Kraftfahrt-Bundesamtes führten neun Konzernmodelle ihr
jeweiliges Segment an: up!, Golf, T-Roc, Tiguan, Touran,
Passat, Audi A6, Porsche 911 und Multivan/Transporter. Der
Golf war auch nach den ersten neun Monaten 2021 der in
Deutschland am häufigsten zugelassene Pkw.
In der Region Zentral- und Osteuropa lag die Zahl der an
Kunden übergebenen Fahrzeuge im Berichtszeitraum um
9,9 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Der
Gesamtmarkt verzeichnete gleichzeitig einen deutlichen
Nachfragezuwachs. Eine erfreuliche Nachfrageentwicklung
wiesen die Modelle T-Cross, Golf, T-Roc und Tiguan der
Marke Volkswagen Pkw, die ŠKODA Modelle Rapid,
Kamiq, Karoq und Kodiaq sowie SEAT Arona auf. Der
Pkw-Marktanteil des Volkswagen Konzerns in der Region
Zentral- und Osteuropa belief sich auf 21,8 (22,2) %.
In der Türkei profitierte der Volkswagen Konzern
weiterhin von den Nachholeffekten des Gesamtmarktes und
steigerte die Zahl der an Kunden übergebenen Fahrzeuge
von Januar bis September dieses Jahres um 22,7 % im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das am meisten
nachgefragte Konzernmodell war die Passat Limousine. Auf
dem südafrikanischen Markt stieg die Zahl der
verkauften Konzernmodelle mit einem Plus von 24,6 % etwas
langsamer als der Gesamtmarkt. Der Polo der Marke
Volkswagen Pkw war weiterhin das dort am meisten
nachgefragte Modell des Konzerns.
Auslieferungen in NordamerikaIn Nordamerika stieg die Nachfrage nach Modellen aus dem
Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum im Vergleich zum
pandemiebedingt schwächeren Vorjahr um 25,6 % und
entwickelte sich damit besser als der Gesamtmarkt. Der
Marktanteil des Konzerns in dieser Region stieg auf 5,0
(4,5) %. Tiguan Allspace und Jetta der Marke Volkswagen Pkw
waren die am meisten gefragten Konzernmodelle in
Nordamerika.
Von Januar bis September 2021 lieferte der Volkswagen
Konzern auf dem deutlich wachsenden US-amerikanischen Markt
27,9 % mehr Fahrzeuge an Kunden aus als im gleichen
Zeitraum des Vorjahres. Im dritten Quartal wirkten die
Versorgungsengpässe bei Halbleitern auch hier
belastend auf die Verkaufszahlen des Konzerns. Die
größten absoluten Zuwächse unter den
Konzernmodellen verzeichneten unter anderem Tiguan
Allspace, Atlas und Atlas Cross Sport der Marke Volkswagen
Pkw, Q3, Q5, Q7, Q8 und e-tron der Marke Audi sowie Macan
und Taycan der Marke Porsche. Der Taos und der ID.4 der
Marke Volkswagen Pkw, Audi A3 Limousine, Audi Q5 Sportback
und Audi e-tron Sportback sowie der Porsche Panamera wurden
im Berichtszeitraum erfolgreich neu oder als Nachfolger in
den Markt eingeführt.
In Kanada erhöhte sich die Zahl der Auslieferungen
an Kunden des Volkswagen Konzerns im Berichtszeitraum
gegenüber dem Vorjahr um 26,0 %. Der Gesamtmarkt
verzeichnete während dieser Zeit einen geringeren
Anstieg. Erfreuliche Nachfragezuwächse verzeichneten
unter anderem Tiguan Allspace und Atlas Cross Sport der
Marke Volkswagen Pkw sowie Audi Q3 und Audi Q5.
Auf einem deutlich wachsenden Gesamtmarkt in Mexiko
lieferten wir in den ersten drei Quartalen dieses Jahres
15,0 % mehr Fahrzeuge an Kunden aus als im
Vorjahreszeitraum. Das größte Nachfragevolumen
unter den Konzernmodellen verzeichneten der Vento und der
neue Taos der Marke Volkswagen Pkw sowie der SEAT Ibiza.
Auslieferungen in SüdamerikaAuf dem erheblich wachsenden südamerikanischen
Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge stieg die Zahl
der an Kunden übergebenen Konzernmodelle von Januar
bis September 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 10,6 %. Gol,
T-Cross und der neue Nivus der Marke Volkswagen Pkw wiesen
das größte Nachfragevolumen unter den
Konzernmodellen auf. Der Marktanteil des Konzerns in
Südamerika belief sich auf 12,7 (14,4) %.
Der Volkswagen Konzern lieferte in den ersten neun
Monaten 2021 auf dem deutlich steigenden Markt in Brasilien
im Vorjahresvergleich 2,8 % mehr Fahrzeuge an Kunden aus.
Besonders gefragt war - neben Gol und T-Cross - der neue
Nivus der Marke Volkswagen Pkw.
In Argentinien stieg die Nachfrage nach Konzernmodellen
im Berichtszeitraum mit dem erheblich wachsenden
Gesamtmarkt um 12,9 % im Vergleich zum schwachen Vorjahr.
Das größte Verkaufsvolumen unter den
Konzernmodellen verzeichneten Gol, T-Cross und der neue
Nivus der Marke Volkswagen Pkw sowie der Amarok von
Volkswagen Nutzfahrzeuge.
Auslieferungen in Asien-PazifikIn den ersten neun Monaten des Jahres 2021 verzeichnete
der Volkswagen Konzern in der Region Asien-Pazifik auf
einem deutlich wachsenden Gesamtmarkt einen
Nachfragerückgang von 2,6 % im Vergleich zum Vorjahr.
Die Versorgungsengpässe bei Halbleitern machten sich
in dieser Region am deutlichsten bemerkbar und
verstärkten ihre Wirkung im dritten Quartal 2021. Der
Pkw-Marktanteil des Konzerns in dieser Region betrug 11,5
(13,4) %.
Der chinesische Gesamtmarkt setzte im Berichtszeitraum
seine Erholung abgeschwächt fort. Der Volkswagen
Konzern lieferte dort 4,1 % weniger Fahrzeuge an Kunden aus
als im Vorjahr. Besonders gefragt waren die im Verlauf des
Vorjahres neu oder als Nachfolger eingeführten Modelle
Tacqua, Tiguan X, Tayron X, Viloran und Phideon der Marke
Volkswagen Pkw, VS7 der Marke JETTA, Audi A5 Sportback,
Audi Q7 und Audi e-tron sowie Porsche Taycan. Zudem
verzeichneten unter anderem der Lavida der Marke Volkswagen
Pkw, Q3 und Q3 Sportback der Marke Audi sowie der Porsche
Macan eine erfreuliche Nachfrageentwicklung. Die Modelle
ID.4 X, ID.4 CROZZ, Talagon, CC Shooting Brake, ID.6 X,
ID.6 CROZZ und Teramont der Marke Volkswagen Pkw, Audi A3L
Limousine und Audi Q5L Sportback sowie Porsche Panamera
wurden im Berichtszeitraum erfolgreich neu oder als
Nachfolger in den Markt eingeführt.
Auf dem um rund 50 % wachsenden indischen Pkw-Markt
registrierte der Volkswagen Konzern in den ersten neun
Monaten dieses Jahres gegenüber dem schwachen
Vorjahreszeitraum nahezu eine Verdopplung der Nachfrage.
Der Polo der Marke Volkswagen Pkw sowie der neue Kushaq und
der Rapid der Marke ŠKODA waren dort die am meisten
nachgefragten Modelle des Konzerns.
In Japan erhöhte sich die Zahl der an Kunden
übergebenen Konzernfahrzeuge von Januar bis September
2021 auf einem leicht wachsenden Gesamtmarkt im Vergleich
zum Vorjahr um 4,8 %. Der T-Cross und der T-Roc der Marke
Volkswagen Pkw verzeichneten die größte
Nachfrage unter den Konzernmodellen.
AUSLIEFERUNGEN DES BEREICHS NUTZFAHRZEUGEVon Januar bis September 2021 übergab der
Volkswagen Konzern weltweit 53,1 % mehr Nutzfahrzeuge an
Kunden als ein Jahr zuvor, in dem die Nachfrage von einem
Einbruch der Kernmärkte betroffen war, der sich durch
die Unsicherheit infolge der Covid-19-Pandemie noch
verstärkte. Insgesamt lieferten wir in den ersten neun
Monaten dieses Jahres 195.424 Nutzfahrzeuge an Kunden aus.
Davon entfielen 166.818 (+ 59,7 %) Einheiten auf Lkw und
12.586 (+ 6,3 %) Einheiten auf Busse. Die Auslieferungen
der Transporterbaureihe MAN TGE beliefen sich auf 16.020 (+
40,6 %) Fahrzeuge. Seit dem 1. Juli 2021 sind in den Zahlen
auch die Verkäufe von Navistar (14.074) enthalten.
In den 27 EU-Staaten ohne Malta, aber zuzüglich
Großbritannien, Norwegen und der Schweiz (EU27 + 3)
erhöhten sich die Verkäufe von Januar bis
September 2021 gegenüber dem entsprechenden
Vorjahreszeitraum um 25,4 % auf insgesamt 85.972 Einheiten;
davon entfielen 66.812 auf Lkw und 3.452 auf Busse. Die
Marke MAN lieferte hier 15.708 leichte Nutzfahrzeuge aus.
In Russland stiegen die Verkäufe gegenüber dem
Vorjahr auf 9.062 (5.368) Einheiten; darunter waren 9.027
Lkw und 35 Busse.
Von Januar bis September 2021 nahmen die Auslieferungen
in der Türkei auf 3.674 (1.731) Fahrzeuge zu. Davon
entfielen 3.505 Einheiten auf Lkw und 27 Einheiten auf
Busse sowie 142 Fahrzeuge auf die Transporterbaureihe MAN
TGE. In Südafrika erhöhten sich die
Nutzfahrzeug-Auslieferungen des Volkswagen Konzerns
gegenüber dem Vorjahr um 24,9 % auf insgesamt 2.781
Fahrzeuge; davon entfielen 2.523 auf Lkw und 258 auf Busse.
Die Verkäufe in Nordamerika erhöhten sich in
den ersten drei Quartalen 2021 auf 15.573 Fahrzeuge
(1.152), darunter waren 12.204 Lkw und 3.369 Busse. In den
Zahlen sind seit dem 1. Juli 2021 auch die Verkäufe
von Navistar (13.624) enthalten, deren Fahrzeuge vor allem
in den USA an Kunden übergeben wurden.
Die Auslieferungen in Südamerika stiegen im
Berichtszeitraum auf insgesamt 60.597 Einheiten (+ 72,8 %);
davon entfielen 56.651 auf Lkw und 3.945 auf Busse. Die
Verkäufe in Brasilien nahmen in den ersten neun
Monaten 2021 um 76,4 % zu. Unter den ausgelieferten
Einheiten befanden sich 48.761 Lkw und 2.862 Busse. In den
Zahlen sind seit dem 1. Juli 2021 auch die Verkäufe
von Navistar (450) enthalten.
In der Region Asien-Pazifik verkaufte der Volkswagen
Konzern im Berichtszeitraum 9.535 Fahrzeuge, darunter 8.955
Lkw und 572 Busse - das waren insgesamt 20,5 % mehr als im
Vorjahr.
AUSLIEFERUNGEN IM SEGMENT POWER ENGINEERINGIm Regelfall sind Aufträge im Segment Power
Engineering Teil größerer Investitionsprojekte,
für die Lieferzeiten von knapp einem Jahr bis hin zu
mehreren Jahren und Teillieferungen nach Baufortschritt
typisch sind. Die Umsatzerlöse aus dem
Neubaugeschäft folgen daher der Entwicklung der
Auftragseingänge mit entsprechendem zeitlichen
Versatz.
Hauptumsatzträger des Segments Power Engineering
waren im Zeitraum Januar bis September 2021 Engines &
Marine Systems sowie Turbomachinery, die zusammen über
drei Viertel der gesamten Umsatzerlöse erzielten.
AUSLIEFERUNGEN DES BEREICHS NUTZFAHRZEUGE AN KUNDEN NACH MÄRKTEN VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 1scrollen
FINANZDIENSTLEISTUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNSDer Konzernbereich Finanzdienstleistungen umfasst die
Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das
Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagement
sowie Mobilitätsangebote des Volkswagen Konzerns. Er
schließt die Volkswagen Finanzdienstleistungen sowie
die Finanzdienstleistungsaktivitäten von Scania und
Porsche Holding Salzburg ein. Seit dem 1. Juli 2021 ist
zudem das Finanzdienstleistungsgeschäft von Navistar
enthalten.
Im Zeitraum Januar bis September 2021 waren die Produkte
und Services des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen
beliebt, die Nachfrage war jedoch unterschiedlich von der
Covid-19-Pandemie beeinträchtigt. Zudem wirkte die
eingeschränkte Fahrzeugverfügbarkeit infolge des
Halbleitermangels belastend. Im Finanzierungs-, Leasing-,
Service- und Versicherungsgeschäft nahm die Zahl der
Neuverträge um 7,0 % auf weltweit 6,7 Mio. Kontrakte
zu. Der Anteil der geleasten und finanzierten Fahrzeuge an
den Auslieferungen des Konzerns (Penetrationsrate) belief
sich im Berichtszeitraum in den Märkten des
Konzernbereichs Finanzdienstleistungen auf 36,1 (36,2 ) %.
Der Gesamtvertragsbestand lag Ende September 2021 bei 24,7
(24,1) Mio. Einheiten.
In Europa/Übrige Märkte war das
Finanzdienstleistungsgeschäft in den ersten neun
Monaten dieses Jahres weiterhin von der Covid-19-Pandemie
beeinflusst, darüber hinaus wirkte der
Halbleitermangel belastend. Mit 4,9 (4,6) Mio. Einheiten
übertraf die Zahl der im Berichtszeitraum
unterzeichneten Neuverträge jedoch den pandemiebedingt
schwachen Vorjahreswert. Am 30. September 2021 lag der
Gesamtvertragsbestand mit 18,0 (17,6) Mio. Kontrakten
über dem Niveau vom 31. Dezember 2020. Auf den Bereich
Kundenfinanzierung und Leasing entfielen davon 7,5 (7,6)
Mio. Verträge.
In Nordamerika legte die Zahl der neu abgeschlossenen
Verträge im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr
auf 785 (672) Tsd. Kontrakte zu. Ende September lag der
Vertragsbestand mit 3,3 (3,1) Mio. über dem Niveau vom
Vorjahresende; der Anstieg resultierte aus dem zugegangenen
Vertragsbestand von Navistar. Der Bereich
Kundenfinanzierung und Leasing verzeichnete 1,9 (1,9) Mio.
Verträge.
In den ersten drei Quartalen dieses Jahres wurden in der
Region Südamerika 260 (207) Tsd. neue Kontrakte
geschlossen. Der Gesamtvertragsbestand stieg gegenüber
dem 31. Dezember 2020 bis Ende September 2021 auf 742 (721)
Tsd. Einheiten. Die Verträge betrafen überwiegend
den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing.
Im Raum Asien-Pazifik übertrafen die neuen
Vertragsabschlüsse im Berichtszeitraum mit 726 (724)
Tsd. Einheiten den Vergleichswert 2020 leicht. Am 30.
September 2021 lag der Gesamtvertragsbestand bei 2,6 Mio.
Kontrakten und damit um 1,2 % über dem Stand vom
Jahresende 2020. Auf den Bereich Kundenfinanzierung und
Leasing entfielen 1,8 Mio. Verträge (- 3,2 %).
ABSATZ AN DIE HANDELSORGANISATIONIn den ersten neun Monaten 2021 erhöhte sich der
Absatz des Volkswagen Konzerns an die Handelsorganisation
gegenüber dem Vorjahreswert um 2,5 % auf 6.465.560
Fahrzeuge (einschließlich der chinesischen Joint
Ventures). Navistar ist seit dem 1. Juli 2021 enthalten.
Der Auslandsabsatz stieg gegenüber dem Zeitraum Januar
bis September 2020 um 3,1 % auf 5.724.817 Fahrzeuge. Im
Berichtszeitraum erholte sich die Nachfrage auf den
weltweiten Märkten von den durch die Covid-19-Pandemie
ausgelösten Verkaufsrückgängen des
Vorjahreszeitraums, wohingegen die eingeschränkte
Fahrzeugverfügbarkeit infolge des Halbleitermangels
belastend wirkte. Zuwächse verzeichneten insbesondere
die USA, Großbritannien und Brasilien. Der Absatz im
Inland ging gegenüber dem Vorjahreswert um 2,4 %
zurück. Die Inlandsquote als Anteil am Gesamtabsatz
verringerte sich auf 11,5 (12,0) %.
PRODUKTIONIm Berichtszeitraum fertigte der Volkswagen Konzern mit
6.098.122 Fahrzeugen (einschließlich der chinesischen
Joint Ventures) 0,1 % weniger als im vergleichbaren
Vorjahreszeitraum. Dieser war von den Auswirkungen
nationaler Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie
geprägt, die eine Unterbrechung von Lieferketten mit
anschließenden Produktionsstopps im Volkswagen
Konzern zur Folge hatten. Auch in den ersten neun Monaten
dieses Jahres führten Versorgungsengpässe,
insbesondere bei Halbleitern, zu
Produktionseinschränkungen. In den Konzernzahlen ist
Navistar seit dem 1. Juli 2021 enthalten. Von Januar bis
September 2021 sank die Fertigung im Ausland gegenüber
dem Vorjahr um 1,3 % auf insgesamt 4.951.745 Fahrzeuge. Die
Inlandsquote erhöhte sich auf 18,8 (17,9) %.
LAGERBESTANDDer weltweite Lagerbestand an Neufahrzeugen bei den
Konzerngesellschaften und in der Handelsorganisation lag am
30. September 2021 unter dem Stand zum Jahresende 2020 und
unter dem entsprechenden Wert des Vorjahreszeitraums.
BELEGSCHAFTAm 30. September 2021 waren im Volkswagen Konzern
645.318 aktive Mitarbeiter beschäftigt; weitere 12.177
Mitarbeiter befanden sich in der passiven Phase der
Altersteilzeit. Zusätzlich standen 17.354 junge
Menschen in einem Ausbildungsverhältnis. Am Ende des
Berichtszeitraums lag die weltweite Gesamtbelegschaft des
Volkswagen Konzerns mit 674.849 (662.575) Mitarbeitern
über dem Stand vom Jahresende 2020, vor allem bedingt
durch die Einbeziehung der Belegschaft von Navistar. Im
Inland blieb die Mitarbeiterzahl mit 295.103
Beschäftigten auf dem Niveau vom 31. Dezember 2020.
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageERWERB NAVISTARAnfang Juli 2021 hat die TRATON GROUP alle ausstehenden
Anteile des US-amerikanischen Nutzfahrzeugherstellers
Navistar erworben. Der mit Zahlungsmitteln gezahlte
Kaufpreis betrug 3.118 Mio. €. TRATON hält nun
100 % der Anteile an der bisher nach der Equity-Methode
bilanzierten Beteiligung (Anteil von 16,7 %) an der
Navistar International Corporation. Die erstmalige
Bilanzierung der Akquisition ist noch nicht abgeschlossen,
da aufgrund des kurzen Zeitraums seit dem Erwerbszeitpunkt
noch keine endgültigen Bewertungen vorliegen.
Dementsprechend sind die zum 30. September 2021 erfassten
Beträge vorläufig.
Die Bilanzsumme erhöhte sich durch den Zugang der
originären Vermögenswerte und Schulden von
Navistar sowie durch deren im Rahmen der
Kaufpreisallokation vorzunehmende Neubewertung. Der aus dem
Erwerb resultierende Geschäfts- oder Firmenwert in
Höhe von 2.757 Mio. € bildet die aus der
Tätigkeit mit Navistar entstehenden Synergien
insbesondere durch den Ausbau der Marktanteile, im Einkauf,
bei den Produktionskosten, durch Modularisierung und
Verwendung gemeinsamer Komponenten sowie im Bereich
Forschung und Entwicklung ab. Durch die Einbeziehung von
Navistar zum 1. Juli 2021 hat sich der Umsatz des
Volkswagen Konzerns zum 30. September 2021 um 1.675 Mio.
€ erhöht. Zudem war zum Einbringungsstichtag mit
dem Übergang der Bilanzierung von Navistar von At
Equity auf Vollkonsolidierung ein nicht-zahlungswirksamer
Ertrag in Höhe von 182 Mio. € im Finanzergebnis
zu erfassen. Das Ergebnis nach Steuern unter
Berücksichtigung von Abschreibungen auf die
aufgedeckten stillen Reserven verringerte sich um 84 Mio.
€.
ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENE BETEILIGUNGENIm März 2021 haben die Brose Fahrzeugteile SE &
Co. Kommanditgesellschaft (Brose) und die VW Finance
Luxemburg S.A., eine Tochtergesellschaft der Volkswagen AG,
einen Vertrag zur Schaffung eines gemeinsamen Unternehmens
im Bereich Entwicklung und Fertigung von Komplettsitzen,
Sitzstrukturen und -komponenten sowie
Innenraumlösungen geschlossen. Dabei beteiligt sich
Brose zur Hälfte an der Volkswagen Konzerngesellschaft
SITECH Sp. z o.o., Polkowice/ Polen. An dem geplanten
gemeinsamen Unternehmen werden Brose und Volkswagen jeweils
50 % halten, Brose aber die industrielle Führung
übernehmen. In der Folge wird Brose das gemeinsame
Unternehmen beherrschen und Volkswagen aufgrund des dann
vorliegenden maßgeblichen Einflusses als assoziiertes
Unternehmen At-Equity bilanzieren. Die Vermögenswerte
der SITECH werden gemäß IFRS 5 als zur
Veräußerung gehalten klassifiziert. Die
kartellrechtlichen Genehmigungen liegen vor. Die
Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt weiterer
Vollzugsbedingungen. Mit einem Vollzug der Transaktion wird
bis Ende des ersten Quartals 2022 gerechnet.
Im Juli 2021 haben sich der Volkswagen Konzern und Rimac
Automobili d.o.o., Sveta Nedelja/Kroatien auf die
Gründung eines Joint Ventures geeinigt. Volkswagen
bringt dabei seine vollkonsolidierten Tochtergesellschaften
Bugatti Automobiles S.A.S, Molsheim/Frankreich und
zunächst 51 % der Bugatti International S.A.,
Strassen/Luxemburg in das Joint Venture mit Hauptsitz in
Zagreb/Kroatien ein. Der Vollzug ist für das vierte
Quartal 2021 vorgesehen. Die Vermögenswerte beider
Gesellschaften werden gemäß IFRS 5 bis zur
endgültigen Einbringung als zur Veräußerung
gehalten klassifiziert.
VERÄUßERUNG MAN TRUCK & BUS ÖSTERREICH GESMBH, STEYR/ÖSTERREICH (MTBÖ)Im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen wurde die
Veräußerung der MAN Truck & Bus
Österreich GesmbH, Steyr/ Österreich (MTBÖ)
mit Wirkung zum 31. August 2021 vollzogen. Im Zusammenhang
mit der Veräußerung wurde ein Aufwand erfasst,
der mit 160 Mio. € auf Wertminderungen des
Sachanlagevermögens und mit 144 Mio. € auf einen
Verlust aus der Entkonsolidierung entfiel. Der gesamte
Aufwand aus der Veräußerung in Höhe von 304
Mio. € wird in den Sonstigen betrieblichen
Aufwendungen ausgewiesen. Aus der Veräußerung
der Anteile an der MTBÖ resultierte ein
Nettozahlungsmittelabfluss von 199 Mio. €, der im
Cash-flow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen
wird.
VERSCHMELZUNG DER MAN SE AUF DIE TRATON SEEnde Juni 2021 wurde die Verschmelzung von MAN SE mit
TRATON SE auf der Hauptversammlung der MAN SE beschlossen.
Mit Beschlussfassung der Verschmelzung wurde auch das
Verfahren zur Übertragung der Aktien der
Minderheitsaktionäre von MAN SE auf TRATON SE gegen
die Gewährung einer angemessenen Barabfindung
durchgeführt (verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out).
In diesem Zusammenhang war der Barwert des gewährten
Andienungsrechts von rund 587 Mio. € erfolgsneutral
als kurzfristige Verbindlichkeit zu erfassen. Entsprechend
reduzierten sich die Minderheitenanteile am Eigenkapital
des Volkswagen Konzerns sowie die Gewinnrücklagen und
Übrige Rücklagen der Aktionäre der
Volkswagen AG. Am 31. August 2021 ist die Eintragung der
Verschmelzung der MAN SE auf die TRATON SE in die
Handelsregister der MAN SE und TRATON SE erfolgt. Mit
Eintragung in das Handelsregister wurde der Squeeze-out
rechtswirksam. Im Anschluss erfolgte am 3. September 2021
die Auszahlung der Barabfindung in Höhe von 70,68
€ je Stamm- und Vorzugsaktie an die MAN SE
Minderheitsaktionäre.
OPERATIVES ERGEBNIS VOR SONDEREINFLÜSSEN NACH QUARTALENVolkswagen Konzern in Mio. €
Damit ist der MAN SE Squeeze-out abgeschlossen. Die
Angemessenheit der Barabfindung wird durch ein
gerichtliches Spruchverfahren, das im Oktober 2021 von
einem durch den Squeeze-out abgefundenen
Minderheitsaktionär initiiert wurde,
überprüft.
SONDEREINFLÜSSESondereinflüsse umfassen bestimmte Sachverhalte im
Abschluss, deren gesonderte Angabe nach Einschätzung
des Vorstands nützlich ist, um den wirtschaftlichen
Erfolg besser beurteilen zu können.
Im Zusammenhang mit der Dieselthematik ergaben sich von
Januar bis September 2021 im Operativen Ergebnis negative
Sondereinflüsse in Höhe von - 0,2 (- 0,7) Mrd.
€ im Bereich Pkw. Erträge aus
Vergleichsvereinbarungen über Schadensersatzleistungen
standen im Wesentlichen Aufwendungen aus Rechtsrisiken
entgegen.
ERTRAGSLAGE DES KONZERNSDer Volkswagen Konzern erwirtschaftete in den ersten
neun Monaten 2021 - vor dem Hintergrund einer sich
erholenden Weltwirtschaft trotz weiterhin anhaltender
Belastungen aus der Covid-19-Pandemie - Umsatzerlöse
in Höhe von 186,6 Mrd. €; ein Zuwachs um 20,0 %
im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg resultierte im
Wesentlichen aus dem höheren Fahrzeugabsatz, positiven
Mixeffekten und einer verbesserten Preisdurchsetzung. Die
Währungskursentwicklung hatte einen negativen
Einfluss. Der Volkswagen Konzern erzielte 82,7 (80,7) %
seiner Umsatzerlöse im Ausland. Das Bruttoergebnis
stieg auf 33,8 (23,3) Mrd. €. Die Bruttomarge belief
sich auf 18,1 (15,0) %.
Im Zeitraum Januar bis September 2021 lag das Operative
Ergebnis des Volkswagen Konzerns vor Sondereinflüssen
bei 14,2 Mrd. €; das waren 11,8 Mrd. € mehr als
im Vorjahr. Die operative Umsatzrendite vor
Sondereinflüssen stieg auf 7,6 (1,5) %. Neben
Verbesserungen im Volumen, im Mix und in der
Preispositionierung führten positive Effekte aus der
Bewertung bestimmter Derivate außerhalb des Hedge
Accounting in Höhe von 1,8 (- 0,6) Mrd. € sowie
die gute Geschäftsentwicklung im Konzernbereich
Finanzdienstleistungen dazu.
Im Bereich Nutzfahrzeuge belasteten Einmalaufwendungen
für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von
0,7 Mrd. € das Ergebnis. Hierin sind insbesondere
Aufwendungen aus der mit Wirkung zum 31. August 2021
vollzogenen Veräußerung des Nutzfahrzeugwerks in
Steyr enthalten. Sondereinflüsse im Zusammenhang mit
der Dieselthematik reduzierten das Operative Ergebnis um -
0,2 (- 0,7) Mrd. €. Insgesamt wurde im
Berichtszeitraum ein positives Operatives Ergebnis in
Höhe von 14,0 (1,7) Mrd. € erzielt. Die operative
Umsatzrendite lag bei 7,5 (1,1) %.
Das Finanzergebnis reduzierte sich im Vergleich zum
Vorjahr um 0,3 Mrd. € auf 0,3 Mrd. €. Im
Übrigen Finanzergebnis wirkten negative Effekte aus
Termingeschäften zum Kauf neuer Anteile an
QuantumScape. Das Ergebnis aus At Equity bewerteten
Anteilen war zudem geringer als im Vorjahreszeitraum. Dies
ist insbesondere auf das gesunkene Ergebnis der
chinesischen Gemeinschaftsunternehmen
zurückzuführen; auch hier spiegelt sich der
Versorgungsengpass mit Halbleitern und das infolgedessen
eingeschränkte Fahrzeugangebot wieder. Im Vorjahr
belasteten Kursveränderungen das Wertpapier- und
Fondsergebnis infolge der Covid-19-Pandemie.
Im Berichtszeitraum stieg das Ergebnis vor Steuern des
Volkswagen Konzerns um 12,0 Mrd. € auf 14,2 Mrd.
€. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich im
Vergleich zum Vorjahr um 9,6 Mrd. € auf 11,4 Mrd.
€.
ERTRAGSLAGE IN DEN BEREICHEN PKW, NUTZFAHRZEUGE UND POWER ENGINEERING VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBERscrollen
1 Bis Oktober 2020 inklusive Renk.
Ertragslage im Konzernbereich AutomobileDer Konzernbereich Automobile erzielte in den ersten
neun Monaten 2021 Umsatzerlöse in Höhe von 152,9
Mrd. €; ein Plus von 22,0 % im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum, der stärker durch die Ausbreitung
der Covid-19-Pandemie und deren negativen Auswirkungen
beeinflusst war. Verbesserungen aus Volumen, Mix und der
Preispositionierung hatten einen positiven Einfluss. Die
Wechselkursentwicklung wirkte belastend. Im Bereich Pkw
lagen die Umsatzerlöse im Zeitraum Januar bis
September 2021 erheblich, im Bereich Nutzfahrzeuge sehr
stark über den Werten des Vorjahres. Die
Umsatzerlöse im Bereich Power Engineering fielen
gegenüber den ersten neun Monaten 2020, in denen das
Geschäft von Renk noch enthalten war, deutlich
niedriger aus. Da unsere chinesischen Joint Ventures At
Equity bilanziert werden, schlägt sich die
Geschäftsentwicklung des Konzerns auf dem chinesischen
Pkw-Markt im Wesentlichen nur in Form von Lieferungen von
Fahrzeugen und Fahrzeugteilen in den Umsatzerlösen des
Konzerns nieder.
Die Kosten der Umsatzerlöse stiegen vor allem
volumenbedingt und aufgrund von höherer
ergebniswirksam verrechneter Forschungs- und
Entwicklungskosten. Infolge der erheblich angestiegenen
Umsatzerlöse ging der Anteil der Umsatzkosten an den
Umsatzerlösen zurück; im Vorjahr waren die
Umsatzerlöse pandemiebedingt geringer. Dies hatte
ebenfalls zur Folge, dass die Forschungs- und
Entwicklungskostenquote (F&E-Quote), definiert als der
Anteil der gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten an
den Umsatzerlöse des Konzernbereichs Automobile, im
Zeitraum Januar bis September 2021 mit 7,5 (8,1) % unter
dem Wert des Vorjahres lag.
Sowohl die Verwaltungskosten als auch die
Vertriebskosten erhöhten sich; der Anteil an den
Umsatzerlösen ging jedoch jeweils zurück. Das
Sonstige betriebliche Ergebnis lag bei 1,1 (- 0,6) Mrd.
€ und war insbesondere durch Effekte aus der
Fair-Value-Bewertung von Derivaten außerhalb des
Hedge Accounting (insbesondere Rohstoffsicherung) in
Höhe von 1,7 (- 0,5) Mrd. € positiv beeinflusst.
Gegenläufig wirkten Einmalaufwendungen für
Restrukturierungsmaßnahmen. Negative
Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der Dieselthematik
in Höhe von - 0,2 (- 0,6) Mrd. € waren ebenfalls
zu berücksichtigen. Im Vorjahr ist ein Ertrag in
Höhe von 0,8 Mrd. € aus der Einbringung der
vollkonsolidierten Tochtergesellschaft Autonomous
Intelligent Driving in die Argo AI berücksichtigt.
Das Operative Ergebnis des Konzernbereichs Automobile
überstieg mit 10,0 Mrd. € in den ersten drei
Quartalen 2021 den Wert des Vorjahres um 10,1 Mrd. €.
Die operative Umsatzrendite belief sich auf 6,5 (- 0,1) %.
Neben dem Volumenanstieg hatten die Fair-Value-Bewertung
von bestimmten Derivaten außerhalb des Hedge
Accounting sowie eine vorteilhafte Preispositionierung und
Mixentwicklung einen positiven Einfluss. Die im Vergleich
zum Vorjahr niedrigeren negativen Sondereinflüsse
sowie Einmalaufwendungen für
Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 0,7 Mrd.
€ im Nutzfahrzeugbereich hatten einen
gegenläufigen Einfluss. Das Operative Ergebnis vor
Sondereinflüssen stieg auf 10,2 (0,6) Mrd. €; die
operative Umsatzrendite vor Sondereinflüssen lag bei
6,7 (0,5) %. Von der Geschäftsentwicklung unserer
chinesischen Gemeinschaftsunternehmen profitieren wir im
Operativen Ergebnis im Wesentlichen nur in Form von
Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen sowie
Lizenzeinnahmen, da die Ergebnisse der Joint Ventures im
Finanzergebnis At Equity bilanziert werden.
Ertragslage im Konzernbereich FinanzdienstleistungenIm Zeitraum Januar bis September 2021 erwirtschaftete
der Konzernbereich Finanzdienstleistungen Umsatzerlöse
in Höhe von 33,7 Mrd. €, die damit um 11,7 %
über dem Vorjahreszeitraum lagen. Die Kosten der
Umsatzerlöse erhöhten sich im nahezu gleichen
Verhältnis um 2,6 Mrd. € auf 27,4 Mrd. €.
Sowohl die Vertriebskosten als auch die Verwaltungskosten
lagen über dem Vorjahreswert; ihr jeweiliger Anteil an
den Umsatzerlösen blieb nahezu auf Vorjahresniveau.
Insbesondere geringere Risikokosten führten zu einem
positiven Sonstigen betrieblichen Ergebnis.
Das Operative Ergebnis des Finanzdienstleistungsbereichs
nahm aufgrund der verbesserten Geschäftsentwicklung
und geringerer Risikokosten um 2,2 Mrd. € auf 4,0 Mrd.
€ zu. Die operative Umsatzrendite lag bei 11,8 (5,9)
%.
FINANZIELLE SITUATION DES KONZERNSIm Zeitraum Januar bis September 2021 lag der
Brutto-Cashflow des Volkswagen Konzerns mit 32,6 Mrd.
€ vor allem ergebnisbedingt um 11,5 Mrd. €
über dem Vorjahreszeitraum. Die Veränderung im
Working Capital belief sich bei höheren Vermieteten
Vermögenswerten und höheren Rückstellungen,
niedrigeren Aufbau der Verbindlichkeiten sowie einem
Forderungsabbau im Vergleich zum pandemiebeeinflussten
Vorjahr auf - 3,7 (- 2,8) Mrd. €. Die
Mittelabflüsse aus der Dieselthematik fielen niedriger
aus als im Vorjahreszeitraum und beinhalteten Zuflüsse
aus den Vergleichsvereinbarungen über
Schadensersatzleistungen. Der Cash-flow aus dem laufenden
Geschäft verbesserte sich in der Folge um 10,6 Mrd.
€ auf 28,9 Mrd. €.
FINANZIELLE SITUATION IN DEN BEREICHEN PKW, NUTZFAHRZEUGE UND POWER ENGINEERING VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBERscrollen
1 Bis Oktober 2020 inklusive Renk.
Die Investitionstätigkeit des laufenden
Geschäfts erhöhte sich um 4,1 Mrd. € auf
15,8 Mrd. €, insbesondere aufgrund des Erwerbs von
Navistar in Höhe von 2,6 Mrd. € (nach Abzug der
übernommenen liquiden Mittel) und gestiegener
aktivierter Entwicklungskosten.
In der Finanzierungstätigkeit flossen Mittel in
Höhe von 10,0 Mrd. € ab. Sie beinhaltet im
Wesentlichen die Rückzahlung der im ersten Quartal
2021 gekündigten Hybridanleihe, die Dividendenzahlung
an die Aktionäre der Volkswagen AG sowie die Aufnahme
und Tilgung von Anleihen und Veränderungen der
übrigen Finanzschulden. Im Vorjahreszeitraum ergab
sich ein Mittelzufluss in Höhe von 17,8 Mrd. €
zur Stärkung der Brutto-Liquidität unter anderem
durch die befristete zu rund zwei Drittel genutzte
syndizierte Kreditlinie der Volkswagen AG in Höhe von
10 Mrd. €.
Ende September 2021 lag der Zahlungsmittelbestand laut
Kapitalflussrechnung des Volkswagen Konzerns bei 36,0
(45,1) Mrd. €.
Am 30. September 2021 belief sich die
Netto-Liquidität des Konzerns auf - 135,8 Mrd. €,
am Jahresende 2020 lag sie bei - 137,4 Mrd. €.
Finanzielle Situation im Konzernbereich AutomobileVon Januar bis September 2021 verzeichnete der
Konzernbereich Automobile einen Brutto-Cash-flow in
Höhe von 22,0 (13,0) Mrd. €. Der Anstieg
resultierte im Wesentlichen aus dem besseren Ergebnis. Die
Veränderung im Working Capital belief sich auf 0,7
(0,2) Mrd. €. Die Verbesserung in Höhe von 0,5
Mrd. € gegenüber den ersten neun Monaten 2020, in
dem sich nach wie vor die Auswirkungen der
Covid-19-Pandemie zeigten, resultierte aus einem
niedrigeren Aufbau der Verbindlichkeiten, einer Zunahme der
sonstigen Rückstellungen und einer geringeren
Bevorratung, denen ein geringerer Aufbau der Forderungen
gegenüberstand. Im Berichtszeitraum lagen die
Mittelabflüsse aus der Dieselthematik auch ohne
Berücksichtigung der Zuflüsse aus den
Vergleichsvereinbarungen über Schadensersatzleistungen
unter denen des Vorjahres. Der Cash-flow aus dem laufenden
Geschäft übertraf mit 22,7 Mrd. € den
Vergleichswert 2020 um 9,5 Mrd. €.
Die Investitionstätigkeit des laufenden
Geschäfts des Konzernbereichs Automobile lag in den
ersten neun Monaten 2021 bei 15,5 Mrd. €; das waren
3,7 Mrd. € mehr als im Vorjahr. Die Sachinvestitionen
(Investitionen in Sachanlagen, Als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien und Immaterielle Vermögenswerte
ohne aktivierte Entwicklungskosten) nahmen um 0,5 Mrd.
€ auf 5,9 Mrd. € ab. Die Sachinvestitionsquote
war mit 3,9 (5,1) % geringer als im Vorjahr, in dem die
Umsatzerlöse pandemiebedingt niedriger waren. Die
Sachinvestitionen flossen vornehmlich in unsere
Fertigungsstandorte und in Modelle, die wir in diesem und
im kommenden Jahr in den Markt einführen, sowie in die
ökologische Ausrichtung unserer Modellpalette, die
Elektrifizierung und Digitalisierung unserer Produkte und
in unsere modularen Baukästen. Die Zugänge zu den
aktivierten Entwicklungskosten stiegen im Berichtszeitraum
um 0,9 Mrd. € auf 5,4 Mrd. €. Die Position
"Erwerb und Verkauf von Beteiligungen" belief sich infolge
strategischer Investitionen in diverse Unternehmen, vor
allem in Navistar, das assoziierte Unternehmen Northvolt AB
und das Joint Venture Argo AI, auf 4,5 (1,1) Mrd. €.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2021 lag der
Netto-Cash-flow des Konzernbereichs Automobile trotz der
Investition in Navistar (- 2,6 Mrd. €) mit 7,2 Mrd.
€ um 5,8 Mrd. € über dem Vergleichswert
2020.
In der Finanzierungstätigkeit des Konzernbereichs
Automobile flossen im Zeitraum Januar bis September 2021
Mittel in Höhe von - 8,7 Mrd. € ab, im Vorjahr
hatte sich ein Mittelzufluss zur Stärkung der
Brutto-Liquidität in Höhe von 14,2 Mrd. €
ergeben unter anderem durch die befristete zu rund zwei
Drittel genutzte syndizierte Kreditlinie der Volkswagen AG
in Höhe von 10 Mrd. €. Die Rückzahlung der
im ersten Quartal 2021 gekündigten Hybridanleihe
führte zu einem Mittelabfluss von rund - 1,2 Mrd.
€. An die Aktionäre der Volkswagen AG wurde im
Juli 2021 eine Dividendenzahlung in Höhe von insgesamt
2,4 Mrd. € ausgeschüttet. Die
Finanzierungstätigkeit berücksichtigt zudem die
Aufnahme und Tilgung von Anleihen und Veränderungen
der übrigen Finanzschulden.
Ende September 2021 lag die Netto-Liquidität des
Konzernbereichs Automobile bei 25,6 Mrd. €; am 31.
Dezember 2020 waren es 26,8 Mrd. €.
Finanzielle Situation im Konzernbereich FinanzdienstleistungenIm Berichtszeitraum erwirtschaftete der Konzernbereich
Finanzdienstleistungen einen Brutto-Cash-flow in Höhe
von 10,5 Mrd. €, der den Vergleichswert des Vorjahres
vor allem in Folge des besseren Ergebnisses um 30,1 %
übertraf. Die Veränderung im Working Capital
belief sich auf - 4,3 (- 3,0) Mrd. €; das insgesamt
gestiegene Geschäftsvolumen führte hier zu einer
gegenüber Vorjahr höheren Mittelbindung. Der
Cash-flow aus dem laufenden Geschäft erhöhte sich
in der Folge um 1,1 Mrd. € auf 6,2 Mrd. €.
Die Investitionstätigkeit des laufenden
Geschäfts lag mit 0,4 (0,0) Mrd. € über dem
Niveau des Vorjahres.
Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich in den
ersten drei Quartalen 2021 im Konzernbereich
Finanzdienstleistungen ein Mittelabfluss in Höhe von -
1,3 (3,7) Mrd. €. Hierin ist vor allem die Aufnahme
und Tilgung von Anleihen und übrigen Finanzschulden
enthalten.
Ende September 2021 belief sich die branchenübliche
negative Netto-Liquidität im Konzernbereich
Finanzdienstleistungen auf -161,5 Mrd. €, am 31.
Dezember 2020 waren es -164,2 Mrd. €.
BILANZSTRUKTUR DES KONZERNSDer Volkswagen Konzern verzeichnete am 30. September
2021 eine Bilanzsumme von 516,7 Mrd. €; ein Plus von
3,9 % im Vergleich zum 31. Dezember 2020. Der Anstieg
resultierte im Wesentlichen aus einem höheren
Ergebnis, der Erstkonsolidierung von Navistar sowie aus der
Währungskursentwicklung. Das Eigenkapital des Konzerns
lag mit 141,7 Mrd. € um 12,9 Mrd. € über dem
Wert vom 31. Dezember 2020. Die Eigenkapitalquote belief
sich auf 27,4 (25,9) %.
Bilanzstruktur im Konzernbereich AutomobileEnde September 2021 erhöhten sich die Immateriellen
Vermögenswerte im Konzernbereich Automobile
insbesondere durch den infolge des Erwerbs von Navistar zu
berücksichtigenden Geschäfts- oder Firmenwert;
außerdem wirkten gestiegene Aktivierungen von
Entwicklungskosten werterhöhend. Die Sachanlagen
gingen im Wesentlichen infolge über den Zugängen
liegender Abschreibungen leicht zurück. Die At Equity
bewerteten Anteile nahmen trotz Dividendenbeschlüssen
aufgrund der Zunahme aus Kapitalerhöhungen in den
ersten neun Monaten 2021 leicht zu. Insgesamt lagen die
Langfristigen Vermögenswerte mit 164,3 (156,9) Mrd.
€ moderat über dem Wert vom 31. Dezember 2020.
Die Kurzfristigen Vermögenswerte nahmen am Ende der
ersten neun Monate 2021 um 3,0 % auf 100,1 Mrd. € zu.
Die darin enthaltenen Vorräte stiegen leicht an, auch
die Wechselkursentwicklung trug dazu bei. Die kurzfristigen
Sonstigen Forderungen und finanziellen Vermögenswerte
erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund gestiegener
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
BILANZSTRUKTUR IN DEN BEREICHEN PKW, NUTZFAHRZEUGE UND POWER ENGINEERINGscrollen
Der Zahlungsmittelbestand im Konzernbereich Automobile
sank um 1,3 Mrd. € auf 22,9 Mrd. €.
Die Position "Zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte" umfasst die voraussichtlich abgehenden
Buchwerte der Vermögenswerte an Bugatti und SITECH.
Die Position "Zur Veräußerung gehaltene
Schulden" beinhaltet die voraussichtlich abgehenden
Buchwerte der zugehörigen Schulden.
Das Eigenkapital im Konzernbereich Automobile lag am
Ende der ersten neun Monate 2021 mit 104,9 (96,7) Mrd.
€ über dem Wert vom 31. Dezember 2020. Die gute
Ergebnisentwicklung, die geringeren
versicherungsmathematischen Verluste aus der Neubewertung
von Pensionsplänen und positive Einflüsse aus der
Währungsumrechnung wirkten eigenkapitalerhöhend,
die Rückzahlung der im ersten Quartal 2021
gekündigten Hybridanleihe, die Dividendenzahlung an
die Aktionäre der Volkswagen AG sowie negative Effekte
aus der erfolgsneutral erfassten Derivatebewertung
reduzierten das Eigenkapital. Die Anteile von Minderheiten
am Eigenkapital sind im Wesentlichen den
Minderheitsaktionären der TRATON GROUP zuzurechnen.
Die Langfristigen Schulden lagen mit 94,3 (93,5) Mrd.
€ auf dem Niveau vom Jahresende 2020. Die darin
enthaltenen langfristigen Finanzschulden nahmen auch
währungsbedingt zu. Die Pensionsrückstellungen
gingen insbesondere aufgrund der
versicherungsmathematischen Neubewertung infolge der
Änderung des Zinssatzes zurück.
Die Kurzfristigen Schulden erhöhten sich zum Ende
der ersten drei Quartale 2021 um 2,1 % auf 65,2 Mrd.
€. Die kurzfristigen Finanzschulden nahmen infolge von
Umgliederungen vom langfristigen in den kurzfristigen
Bereich aufgrund kürzerer verbleibender Restlaufzeiten
zu. Die Werte des Automobilbereichs enthalten auch die
Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den
Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. Da
die kurzfristigen Finanzschulden des originären
Konzernbereichs Automobile geringer waren als die an den
Finanzdienstleistungsbereich gewährten Darlehen, war
der auszuweisende Wert in beiden Zeiträumen negativ.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken
gegenüber dem Jahresende 2020 leicht. Die
kurzfristigen sonstigen Schulden erhöhten sich im
Vergleich zum 31. Dezember 2020; darin enthalten sind die
in den ersten neun Monaten gebildeten Rückstellungen
für Restrukturierungsmaßnahmen im Bereich
Nutzfahrzeuge.
Der Konzernbereich Automobile verzeichnete am Ende des
Berichtszeitraums eine Bilanzsumme in Höhe von 264,4
Mrd. €; das waren 4,1 % mehr als am 31. Dezember 2020.
Bilanzstruktur im Konzernbereich FinanzdienstleistungenDie Bilanzsumme des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen lag Ende September 2021 mit 252,3
Mrd. € um 3,8 % über dem Wert vom 31. Dezember
2020.
Die Langfristigen Vermögenswerte nahmen um 7,9 %
auf 156,7 Mrd. € zu. Die darin enthaltenen Sachanlagen
blieben nahezu unverändert. Die Vermieteten
Vermögenswerte und langfristigen Forderungen aus
Finanzdienstleistungen erhöhten sich aufgrund des
Geschäftswachstums und der
Währungskursentwicklung.
Die Kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 95,6
(97,7) Mrd. € unter dem Niveau vom Jahresende 2020.
Die kurzfristigen Sonstigen Forderungen und finanziellen
Vermögenswerte verringerten sich, die kurzfristigen
Forderungen aus Finanzdienstleistungen nahmen ab.
Am Ende der ersten neun Monate 2021 entfielen rund 48,8
(48,9) % der Aktiva des Volkswagen Konzerns auf den
Finanzdienstleistungsbereich.
Mit 36,7 (32,0) Mrd. € lag das Eigenkapital des
Konzernbereichs Finanzdienstleistungen am Ende des
Berichtszeitraums über dem Wert vom 31. Dezember 2020.
Die Eigenkapitalquote lag bei 14,6 (13,2) %.
Die Langfristigen Schulden erhöhten sich vor allem
aufgrund gestiegener langfristiger Finanzschulden zur
Refinanzierung des Geschäftsvolumens um 5,3 Mrd.
€ auf 114,7 Mrd. €.
Innerhalb der Kurzfristigen Schulden nahmen vor allem
die kurzfristigen Finanzschulden leicht und die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung merklich ab.
Insgesamt verringerten sich die Kurzfristigen Schulden um
0,7 Mrd. € auf 100,9 Mrd. € im Vergleich zum 31.
Dezember 2020.
Das Einlagevolumen aus dem Direktbankgeschäft
belief sich auf 26,3 Mrd. €; am Jahresende 2020 hatte
es 28,9 Mrd. € betragen.
PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHTAufgrund der Geschäftsentwicklung in den ersten
neun Monaten 2021 sowie des Erwerbs von Navistar passen wir
unsere Prognose für die Spitzenkennzahlen in weiten
Teilen an.
In der gesamten Industrie hat sich das Risiko von
Versorgungsengpässen und Lieferausfällen in Bezug
auf die Versorgung mit Halbleiterkomponenten
verschärft. Beeinträchtigungen ergeben sich
hieraus insbesondere seit dem zweiten Halbjahr, in deren
Folge wir die Prognose für die Auslieferungen an
Kunden absenken.
Die Prognose für die Umsatzerlöse des Konzerns
und des Bereichs Pkw haben wir reduziert. Für das
Operative Ergebnis rechnen wir im Jahr 2021 jedoch
weiterhin mit der zum Halbjahr angehobenen operativen
Umsatzrendite zwischen 6,0 und 7,5 % für den Konzern
sowie zwischen 6,0 und 8,0 % für den Bereich Pkw. Dies
gilt jeweils für das Operative Ergebnis vor und
inklusive Sondereinflüssen.
Im Bereich Nutzfahrzeuge, zu dem seit dem 1. Juli 2021
auch Navistar gehört, passen wir die Prognose für
Umsatzerlöse und Operatives Ergebnis an. Sie
reflektiert zum einen die positive
Geschäftsentwicklung und zum anderen die
Restrukturierungsmaßnahmen für die
Neuaufstellung von MAN Truck & Bus sowie die Effekte
aus der Kaufpreisallokation im Rahmen des Erwerbs von
Navistar.
Zudem heben wir bei spürbar steigenden
Umsatzerlösen unsere Prognose für das Operative
Ergebnis des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen an.
Im Konzernbereich Automobile gehen wir für 2021
davon aus, dass die F&E-Quote bei rund 7 % und die
Sachinvestitionsquote bei rund 5 % liegt. Wir rechnen bei
voraussichtlich geringeren Liquiditätsabflüssen
aus der Dieselthematik und deutlich höheren Effekten
aus Mergers & Acquisitions-Aktivitäten,
einschließlich des Erwerbs von Navistar, mit einem
gegenüber Vorjahr spürbar steigenden
Netto-Cashflow. Die Netto-Liquidität erwarten wir auf
robustem Niveau merklich unter Vorjahr. Die Kapitalrendite
(RoI) wird voraussichtlich moderat oberhalb unseres
Mindestverzinsungsanspruchs liegen.
Den Ausblick für das Geschäftsjahr 2021 finden
Sie auf Seite 25.
Dieselthematik1. Produktbezogene Klagen weltweitDie Anzahl der von der financialright GmbH geltend
gemachten Ansprüche aus abgetretenen Rechten hat sich
aufgrund zahlreicher Antragsrücknahmen auf rund 36
Tsd. reduziert.
In Italien erging im Juli 2021 ein klagestattgebendes
erstinstanzliches Urteil in der Altroconsumo Sammelklage,
wonach die Volkswagen AG und Volkswagen Group Italia rund
63 Tsd. Verbrauchern Schadensersatz in Höhe von
insgesamt rund 185 Mio. € nebst Zinsen zu zahlen
haben. Die Volkswagen AG und Volkswagen Group Italia
beabsichtigen, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
In den Niederlanden wurde die ruhende Sammelklage der
Stichting Car Claim wieder aufgenommen. Die mündliche
Verhandlung zur Begründetheit der Ansprüche fand
im Mai 2021 statt. Im Juli 2021 erging ein teilweise
stattgebendes erstinstanzliches Feststellungsurteil. Nach
der Auffassung des Gerichts haben die Volkswagen AG und die
anderen beklagten Konzerngesellschaften in Bezug auf die
ursprüngliche Motorsteuerungssoftware
unrechtmäßig gehandelt. Zudem stellte das
Gericht fest, dass Verbrauchern gegenüber den
beklagten Händlern ein Anspruch auf Minderung des
Kaufpreises zusteht. Aus dem Feststellungsurteil
resultieren keine konkreten Zahlungsverpflichtungen. Die
Volkswagen AG und die anderen beklagten
Konzerngesellschaften haben gegen das Urteil Berufung
eingelegt.
In Deutschland sind derzeit über 60 Tsd. meist auf
Schadensersatz oder Rückabwicklung gerichtete
Einzelklagen im Zusammenhang mit verschiedenen
Dieselmotortypen gegen die Volkswagen AG oder andere
Konzerngesellschaften anhängig.
Im März 2021 hat der Bundesgerichtshof durch einen
umfassend begründeten Beschluss klargestellt, dass
Käufer eines Fahrzeugs mit Dieselmotor des Typs EA 189
nicht allein aufgrund einer verbauten
temperaturabhängigen Emissionsregelung (sogenanntes
Thermofenster) deliktsrechtliche
Schadensersatzansprüche gegen die Volkswagen AG
geltend machen können.
2. Verfahren in den USA/KanadaIm Februar 2021 hat der US-Bundesstaat Texas beim
Obersten Gerichtshof des Bundesstaates Rechtsmittel gegen
die Entscheidung eines Berufungsgerichts des Bundesstaates
Texas eingelegt, mit der umweltrechtliche Forderungen des
Bundesstaates gegen die Volkswagen AG und die AUDI AG
mangels Zuständigkeit ("personal jurisdiction")
abgewiesen wurden; die Zulassung des Rechtsmittels steht im
Ermessen des Obersten Gerichtshofs. Im Juni 2021
bestätigte der Oberste Gerichtshof des Bundesstaats
Ohio die Entscheidung eines Zwischenberufungsgerichts, das
die Abweisung bestimmter von Ohio erhobener Klagen
abgelehnt hatte. Im August 2021 haben die Volkswagen AG und
die AUDI AG gegen diese Entscheidung Rechtsmittel beim
Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten (US Supreme
Court) eingelegt; die Zulassung des Rechtsmittels steht im
Ermessen des Gerichts. Im September 2021 haben die
Volkswagen AG und die AUDI AG Vergleichsvereinbarungen zur
Beilegung der umweltrechtlichen Klagen der US-Bundesstaaten
Montana und New Hampshire geschlossen.
3. Anlegerklagen weltweit (exklusive USA/Kanada)In den Niederlanden hatte eine Aktionärsvereinigung
eine unbezifferte Klage mit dem Feststellungsziel erhoben,
die Volkswagen AG habe angeblich den Kapitalmarkt
getäuscht. Die Klage wurde Anfang Juli 2021
zurückgenommen. Die Volkswagen AG hat der
Rücknahme zugestimmt. Damit ist dieses Verfahren
beendet.
Weitergehende Angaben zu den Schätzungen
hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen sowie Angaben zu
Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe oder der
Fälligkeit von Beträgen der Rückstellungen
und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den
Rechtsrisiken werden gemäß IAS 37.92 nicht
gemacht, um die Ergebnisse der Verfahren und die Interessen
des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.
Weitere wesentliche RechtsstreitigkeitenEnde März 2021 gab der Aufsichtsrat der Volkswagen
AG bekannt, dass die im Oktober 2015 eingeleitete
Untersuchung der Ursachen und Verantwortlichkeiten für
die Dieselthematik beendet ist. Das Gremium beschloss,
gegenüber dem ehemaligen Vorsitzenden des Vorstands
der Volkswagen AG, Herrn Prof. Dr. Martin Winterkorn, sowie
gegenüber Herrn Rupert Stadler, früheres Mitglied
des Vorstands der Volkswagen AG und ehemaliger Vorsitzender
des Vorstands der AUDI AG, wegen aktienrechtlicher
Sorgfaltspflichtverletzungen Schadensersatz geltend zu
machen. Die Beschlussfassung beruht auf einer Feststellung
fahrlässiger Pflichtverletzungen. Pflichtverletzungen
anderer Mitglieder des Vorstands der Volkswagen AG wurden
nicht festgestellt. Die Untersuchung erstreckte sich auf
alle im maßgeblichen Zeitraum amtierenden Mitglieder
des Vorstands. Im Juni 2021 wurden in diesem Zusammenhang
Vereinbarungen über Schadensersatzleistungen getroffen
mit dem Ziel, die Aufarbeitung der Dieselthematik in Bezug
auf die zivilrechtlichen Verantwortlichkeiten der
Organmitglieder zügig, rechtssicher sowie
endgültig zu beenden. Hierzu schlossen Volkswagen und
Audi mit Herrn Prof. Dr. Winterkorn und Herrn Stadler
jeweils einen Vergleich über Schadensersatzleistungen
(Haftungsvergleich) im Zusammenhang mit der Dieselthematik.
Die Höhe der Schadensersatzleistung von Herrn Prof.
Dr. Winterkorn liegt bei 11,2 Mio. €, die von Herrn
Stadler bei 4,1 Mio. €. Weiterhin einigte sich
Volkswagen mit den beteiligten Versicherern aus der
Managerhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) auf
die Zahlung eines Betrags in Höhe von insgesamt 270
Mio. € (Deckungsvergleich).
Darüber hinaus wurde eine Einigung über
Schadensersatzleistungen durch jeweils ein ehemaliges
Vorstandsmitglied von Audi und Porsche erzielt. Ein
ehemaliger Audi-Vorstand war nicht zu einer Einigung
bereit, gegen ihn werden gerichtliche Schritte vorbereitet.
Ansprüche gegen ein früheres Vorstandsmitglied
der Marke Volkswagen Pkw wurden bereits geltend gemacht.
Im April 2019 hatte die Europäische Kommission im
Rahmen der kartellrechtlichen Untersuchungen in der
Automobilindustrie der Volkswagen AG sowie der AUDI AG und
der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG erstmals Beschwerdepunkte
übermittelt. Mit diesen informierte die
Europäische Kommission über ihre vorläufige
Bewertung des Sachverhalts und gab Gelegenheit zur
Stellungnahme. Nach Eintritt in das förmliche
Settlement-Verfahren hat die Kommission im April 2021
erneut Beschwerdepunkte mit einem deutlich begrenzteren
Tatvorwurf übermittelt. Auf deren Basis ist am 8. Juli
2021 eine das Verwaltungsverfahren abschließende
Settlement-Entscheidung ergangen, mit der gegenüber
den drei Marken ein Gesamtbußgeld in Höhe von
rund 502 Mio. € verhängt worden ist. Der
Gegenstand der Entscheidung beschränkt sich inhaltlich
auf die Kooperation deutscher Automobilhersteller zu
einzelnen technischen Fragen im Zusammenhang mit der
Entwicklung und Einführung von SCR (Selective
Catalytic Reduction)-Systemen für Pkw, die im
Europäischen Wirtschaftsraum verkauft worden sind.
Andere Verhaltensweisen wie Preisabsprachen oder die
Aufteilung von Märkten und Kunden werden den
Herstellern nicht vorgeworfen. Volkswagen hat die am 12.
Juli 2021 zugestellte Entscheidung akzeptiert und keine
Rechtsmittel eingelegt, sodass die Entscheidung
rechtskräftig geworden ist.
Im Oktober 2020 hat das US District Court des Northern
District von Kalifornien zwei kartellrechtliche
Sammelklagen abgewiesen. Die Kläger haben behauptet,
dass mehrere Automobilhersteller, unter anderem die
Volkswagen AG und weitere Konzerngesellschaften, sich
zwecks unrechtmäßiger Erhöhung von
Fahrzeugpreisen abgestimmt und damit gegen US-amerikanische
Kartell- und Verbraucherschutzgesetze verstoßen
hätten. Nach Auffassung des Gerichts waren die Klagen
unschlüssig, weil durch den klägerischen Vortrag
nicht hinreichend plausibel begründet war, dass der
Wettbewerb durch die behaupteten Absprachen unzulässig
eingeschränkt und damit gegen US-Recht verstoßen
worden sei. Gegen diese Entscheidung haben die Kläger
Rechtsmittel eingelegt. Im August 2021 haben die
Kläger einer der beiden Sammelklagen das von ihnen
eingelegte Rechtsmittel zurückgenommen.
Die von der GT Gettaxi Ltd. erhobene Klage, die im
Februar 2020 der Volkswagen AG und einem weiteren Beklagten
zugestellt worden ist und in der insbesondere hohe
angebliche Schadensersatzforderungen geltend gemacht
werden, hat das erstinstanzliche zyprische Gericht im
August 2021 wegen Unzuständigkeit der zyprischen
Gerichte abgewiesen. Gegen diese Entscheidung hat die GT
Gettaxi Ltd. jedoch Rechtsmittel beim Obersten Gerichtshof
(Supreme Court), der letzten zyprischen Berufungsinstanz,
eingelegt.
Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum
gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen
Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr
2021 in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko- und
Chancenbericht" - einschließlich des Abschnitts
"Rechtsrisiken" - des zusammengefassten Lageberichts im
Geschäftsbericht 2020 keine wesentlichen
Änderungen.
Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen
Geschäftsverlauf des Volkswagen Konzerns. Diesen
Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der
wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen
Rahmenbedingungen einzelner Länder,
Wirtschaftsräume und Märkte, insbesondere
für die Automobilbranche, zugrunde, die wir auf Basis
der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und die
wir zurzeit als realistisch ansehen. Die
Einschätzungen sind mit Risiken behaftet und die
tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten
abweichen. Sollten sich wesentliche Parameter
bezüglich unserer wichtigsten Absatzmärkte
ändern oder sich wesentliche Veränderungen bei
den für den Volkswagen Konzern relevanten
Währungskursverhältnissen, Rohstoffen oder in der
Teileversorgung ergeben oder die tatsächlichen
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie von dem in diesem
Bericht unterstellten Szenario abweichen, wird das unsere
Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen.
Darüber hinaus kann es auch zu Abweichungen von der
voraussichtlichen Geschäftsentwicklung kommen, wenn
sich die im Geschäftsbericht 2020 dargestellten
Einschätzungen zu den Faktoren nachhaltiger
Wertsteigerung sowie zu Risiken und Chancen anders
entwickeln als derzeit von uns erwartet oder sich
zusätzliche Risiken beziehungsweise Chancen oder
sonstige den Geschäftsverlauf beeinflussende Faktoren
ergeben.
AusblickUnseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass sich
die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 insgesamt
erholen wird - vorbehaltlich einer nachhaltigen
Eindämmung der Covid-19-Pandemie. Das Wachstum wird
aller Voraussicht nach genügen, um das Niveau vor der
Pandemie zu übertreffen. Risiken sehen wir weiterhin
in protektionistischen Tendenzen, Turbulenzen auf den
Finanzmärkten sowie strukturellen Defiziten in
einzelnen Ländern. Zudem werden die
Wachstumsaussichten von anhaltenden geopolitischen
Spannungen und Konflikten belastet. Wir gehen davon aus,
dass sowohl die fortgeschrittenen Volkswirtschaften als
auch die Schwellenländer eine positive
Wachstumsdynamik verzeichnen werden.
Wir erwarten, dass sich die Märkte für Pkw im
Jahr 2021 in den einzelnen Regionen uneinheitlich
entwickeln werden. Insgesamt wird das weltweite
Verkaufsvolumen von Neufahrzeugen - vorbehaltlich einer
erfolgreichen Eindämmung der Covid-19-Pandemie und
angesichts der verschlechterten Angebotssituation infolge
des Halbleitermangels - voraussichtlich moderat über
dem des Vorjahres liegen, jedoch das Niveau vor der
Pandemie nicht erreichen. In Westeuropa rechnen wir
für 2021 mit einem Neuzulassungsvolumen von Pkw, das
leicht über dem Niveau des Vorjahres liegt. Für
den deutschen Pkw-Markt gehen wir für 2021 davon aus,
dass die Nachfrage moderat zurück geht. Auf den
Pkw-Märkten in Zentral- und Osteuropa wird die Zahl
der Verkäufe 2021 den Vorjahreswert voraussichtlich
moderat übertreffen. Auf den Märkten für Pkw
und leichte Nutzfahrzeuge (bis 6,35 t) in Nordamerika
rechnen wir für 2021 ebenfalls mit einem
Nachfragevolumen moderat über dem Niveau des
Vorjahres. Wir gehen davon aus, dass die Neuzulassungen auf
den südamerikanischen Märkten 2021 im Vergleich
zum Vorjahr insgesamt deutlich steigen werden. Die
Märkte für Pkw in der Region Asien-Pazifik werden
2021 voraussichtlich moderat über dem Vorjahresniveau
liegen.
Auch die Märkte für leichte Nutzfahrzeuge
werden sich im Jahr 2021 in den einzelnen Regionen
unterschiedlich entwickeln; insgesamt rechnen wir für
2021 - vorbehaltlich einer erfolgreichen Eindämmung
der Covid-19-Pandemie und angesichts der verschlechterten
Angebotssituation infolge des Halbleitermangels - mit einem
leicht steigenden Neuzulassungsvolumen.
Wir erwarten für 2021, dass sich die Neuzulassungen
von mittelschweren und schweren Lkw mit einem Gesamtgewicht
von mehr als 6 t auf den für den Volkswagen Konzern
relevanten Märkten im Vorjahresvergleich erheblich
positiv entwickeln. Auf den für den Volkswagen Konzern
relevanten Busmärkten rechnen wir für das Jahr
2021 mit einer insgesamt leicht sinkenden Nachfrage.
Unserer Einschätzung nach werden automobilbezogene
Finanzdienstleistungen im Jahr 2021, insbesondere vor dem
Hintergrund der anhaltenden Herausforderungen aus der
Covid-19-Pandemie, eine hohe Bedeutung für den
weltweiten Fahrzeugabsatz haben.
Wir sehen uns auf die künftigen Herausforderungen
im Geschäft rund um die Automobilität und die
heterogene Entwicklung der regionalen Automobilmärkte
insgesamt gut vorbereitet. Unsere Markenvielfalt, unsere
Präsenz auf allen wichtigen Märkten der Welt, die
breite und gezielt ergänzte Produktpalette sowie
unsere Technologien und unsere Dienstleistungen verschaffen
uns weltweit eine gute Position im Wettbewerb. Im Zuge der
Transformation unseres Kerngeschäfts positionieren wir
die Konzernmarken noch trennschärfer und optimieren
unser Fahrzeug- und Antriebsportfolio. Im Fokus stehen
dabei vor allem die CO2-Bilanz unserer Fahrzeugflotte und
die Konzentration auf die attraktivsten und
wachstumsstärksten Marktsegmente. Zusätzlich
arbeiten wir mit der fortlaufenden Entwicklung neuer
Technologien und unserer Baukästen daran, die Vorteile
unseres Mehrmarkenkonzerns noch gezielter zu nutzen.
Wir gehen davon aus, dass die Auslieferungen an Kunden
des Volkswagen Konzerns im Jahr 2021 - vorbehaltlich einer
erfolgreichen Eindämmung der Covid-19-Pandemie und
angesichts der verschlechterten Angebotssituation infolge
des Halbleitermangels - unter weiterhin herausfordernden
Marktbedingungen in der Größenordnung des
Vorjahres liegen werden.
Herausforderungen ergeben sich insbesondere aus dem
konjunkturellen Umfeld, der steigenden
Wettbewerbsintensität, volatilen Rohstoff- und
Devisenmärkten, der Absicherung der Lieferketten sowie
aus verschärften emissionsbezogenen Anforderungen.
Wir erwarten, dass die Umsatzerlöse des Volkswagen
Konzerns und des Bereichs Pkw im Jahr 2021 deutlich
über dem Vorjahreswert liegen werden. Für das
Operative Ergebnis des Konzerns vor und inklusive
Sondereinflüssen rechnen wir im Jahr 2021 mit einer
operativen Umsatzrendite zwischen 6,0 und 7,5 %, für
den Bereich Pkw vor und inklusive Sondereinflüssen
zwischen 6,0 und 8,0 %. Für den Bereich Nutzfahrzeuge
gehen wir bei sehr stark steigenden Umsatzerlösen -
einschließlich der Restrukturierungsmaßnahmen
für die Neuaufstellung von MAN Truck & Bus sowie
den Effekten aus der Kaufpreisallokation im Rahmen des
Erwerbs von Navistar - von einer operativen Umsatzrendite
von rund 1,5 % aus. Im Bereich Power Engineering erwarten
wir die Umsatzerlöse spürbar unter denen des
Vorjahres und ein Operatives Ergebnis an der
Gewinnschwelle. Für den Konzernbereich
Finanzdienstleistungen rechnen wir bei spürbar
über dem Vorjahr liegenden Umsatzerlösen mit
einer sehr starken Steigerung des Operativen Ergebnisses
gegenüber Vorjahr.
Marken und GeschäftsfelderUMSATZERLÖSE UND OPERATIVES ERGEBNIS NACH MARKEN UND GESCHÄFTSFELDERNIm Zeitraum Januar bis September 2021 erwirtschaftete
der Volkswagen Konzern - vor dem Hintergrund einer sich
erholenden Weltwirtschaft und nachlassender Belastungen aus
der Covid-19-Pandemie, jedoch einer eingeschränkten
Fahrzeugverfügbarkeit infolge des Halbleitermangels -
Umsatzerlöse in Höhe von 186,6 (155,5) Mrd.
€. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen
stieg auf 14,2 (2,4) Mrd. €. Aus der Dieselthematik
ergaben sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres
Sondereinflüsse in Höhe von - 0,2 (- 0,7) Mrd.
€.
Die Marke Volkswagen Pkw setzte im Berichtszeitraum 2,1
(1,9) Mio. Fahrzeuge ab und damit mehr als im
Vorjahreszeitraum, der besonders von der Pandemie belastet
war. Die Modelle T-Roc, T-Cross und Atlas sowie der Touareg
wurden stark nachgefragt, auch der ID.3 und der ID.4 waren
sehr beliebt. Mit 55,5 Mrd. € lagen die
Umsatzerlöse um 17,5 % über dem Vorjahreswert.
Der Volumenzuwachs, Margenverbesserungen sowie
Mixoptimierungen führten dazu, dass das Operative
Ergebnis vor Sondereinflüssen auf 1,6 (- 1,0) Mrd.
€ zulegte. Die Vorleistungen für neue Produkte
und Technologien stiegen. Aus der Dieselthematik ergaben
sich Sondereinflüsse in Höhe von - 0,2 (- 0,6)
Mrd. €.
Der Absatz der Marke Audi belief sich in den ersten drei
Quartalen 2021 auf weltweit 796 (682) Tsd. Fahrzeuge. Das
chinesische Joint Venture FAW-Volkswagen
veräußerte weitere 486 (475) Tsd. Audi
Fahrzeuge. Nahezu alle Modelle trugen zur Absatzsteigerung
bei. Die Umsatzerlöse erhöhten sich auf 40,4
(33,3) Mrd. €. Das Operative Ergebnis vor
Sondereinflüssen verbesserte sich auf 3,9 (0,2) Mrd.
€, was neben dem höheren Volumen auf positive
Margen- und Wechselkurseffekte sowie die Bewertung von
Rohstoffsicherungen zurückzuführen war. Aus der
Dieselthematik ergaben sich im Berichtsjahr geringe
negative Sondereinflüsse, im Vorjahr waren es - 0,1
Mrd. €. In den Finanzkennzahlen der Marke Audi sind
die Marken Lamborghini und Ducati enthalten. Ducati setzte
in den ersten neun Monaten dieses Jahres 47.393 (34.160)
Motorräder ab.
Im Berichtszeitraum lag der Absatz der Marke
ŠKODA mit 596 (596) Tsd. Fahrzeugen auf dem Niveau
des Vorjahres. Die SUV-Modelle Kamiq und Karoq wurden stark
nachgefragt, auch der neue Enyaq iV war bei den Kunden sehr
beliebt. Die Umsatzerlöse übertrafen mit 13,3
(12,0) Mrd. € den Wert des Vorjahreszeitraums. Vor
allem positive Währungs- und Margeneffekte sowie
geringere CO2-Lenkungsabgaben führten dazu, dass das
Operative Ergebnis auf 900 (469) Mio. € zulegen
konnte.
Im Zeitraum Januar bis September dieses Jahres wurden
384 Tsd. SEAT und CUPRA Fahrzeuge abgesetzt; ein Plus von
20,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Der für Audi
gefertigte A1 ist auch darin enthalten. Der Arona, die
Modelle der Leon-Familie und der CUPRA Formentor
verzeichneten eine hohe Nachfrage. Die Umsatzerlöse
nahmen um 20,1 % auf 7,3 Mrd. € zu. Das Operative
Ergebnis der Marke SEAT belief sich auf - 159 (- 290) Mio.
€, unvorteilhaften Mixeffekten standen höhere
Volumina entgegen.
Der Absatz der Marke Bentley war in den ersten neun
Monaten 2021 mit 10.335 (7.610) Fahrzeugen höher als
ein Jahr zuvor. Die Umsatzerlöse stiegen auf 1.949
(1.397) Mio. €. Das Operative Ergebnis verbesserte
sich auf 275 (- 52) Mio. €. Der Anstieg im Vergleich
zum Vorjahr, das durch Einmalaufwendungen für
Restrukturierungsmaßnahmen belastet war, resultierte
im Wesentlichen aus dem höheren Volumen und einer
verbesserten Preisgestaltung.
scrollen
Porsche Automobile setzte in den ersten neun Monaten
2021 weltweit 209 Tsd. Fahrzeuge ab; das waren 15,6 % mehr
als im pandemiebedingt schwächeren Vorjahreszeitraum.
Die Modelle 911 und Taycan wurden stark nachgefragt, zudem
waren Macan und Panamera bei den Kunden beliebt. Die
Umsatzerlöse stiegen auf 21,0 (17,5) Mrd. €. Das
Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen war mit 3,4
(1,9) Mrd. € klar besser als im Vorjahr (+ 78,2 %).
Positive Volumen- und Mixeffekte konnten eine
unvorteilhafte Wechselkursentwicklung sowie eine durch
Strategie und Wachstum bedingte Fixkostensteigerung mehr
als ausgleichen. Aus der Dieselthematik ergaben sich
geringe positive Sondereinflüsse im Berichtszeitraum.
Der Absatz von Volkswagen Nutzfahrzeuge lag im Zeitraum
Januar bis September 2021 mit weltweit 246 (250) Tsd.
Fahrzeugen unter dem Niveau des Vorjahres. Vor allem der
Crafter und der Multivan/Transporter verzeichneten jedoch
erfreuliche Zuwächse. Die Umsatzerlöse
erhöhten sich auf 7,3 (6,7) Mrd. €. Das Operative
Ergebnis konnte auf 55 (- 362) Mio. € zulegen; vor
allem Mixeffekte, aber auch eine verbesserte
Preispositionierung und geringere Entwicklungskosten
wirkten positiv. Im Vergleich zum Vorjahr waren geringere
CO2-Lenkungsabgaben zu berücksichtigen.
In den ersten drei Quartalen 2021 konnte Scania Vehicles
and Services seinen Absatz auf 68 (49) Tsd. Fahrzeuge
erhöhen. Auch die Umsatzerlöse übertrafen
mit 10,3 (8,1) Mrd. € den Vergleichswert 2020. Das
Operative Ergebnis von Scania Vehicles and Services
verbesserte sich auf 1.099 (419) Mio. €; dabei konnten
negative Wechselkurseffekte, steigende Kosten und
Vorleistungen für neue Technologien durch höhere
Volumina und einen besseren Mix kompensiert werden.
MAN Nutzfahrzeuge setzte im Berichtszeitraum 114 Tsd.
Einheiten ab; ein Plus von 42,8 % im Vergleich zum Vorjahr.
Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 9,6 (7,5) Mrd.
€. Das Operative Ergebnis lag bei - 339 (- 461) Mio.
€ und war vor allem von Aufwendungen für
Restrukturierungsmaßnahmen in Europa,
einschließlich der Veräußerung von Steyr,
in Höhe von - 681 Mio. € beeinflusst. Positiv
wirkten hingegen insbesondere die gute Volumenentwicklung
und eine verbesserte Marktpositionierung.
WESENTLICHE ZAHLEN NACH MARKEN UND GESCHÄFTSFELDERN VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBERscrollen
1 Porsche (einschließlich
Finanzdienstleistungen): Umsatz 23.115 (19.406) Mio.
€, Operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen 3.559
(2.011) Mio. €.
Power Engineering erwirtschaftete in den ersten neun
Monaten 2021 Umsatzerlöse in Höhe von 2,3 (2,7)
Mrd. €. Das Operative Ergebnis stieg auf 123 (66) Mio.
€, was im Wesentlichen auf Kosteneinsparungen im
Rahmen des Restrukturierungsprogramms
zurückzuführen war.
Die Zahl der im Finanzierungs-, Leasing-, Service- und
Versicherungsgeschäft der Volkswagen
Finanzdienstleistungen neu abgeschlossenen Verträge
belief sich im Zeitraum Januar bis September 2021 auf 6,1
Mio. (+ 6,6 %). Die Penetrationsrate als Anteil der
geleasten oder finanzierten Fahrzeuge am relevanten
Auslieferungsvolumen des Konzerns lag bei gleichgebliebenen
Vergabegrundsätzen bei 35,7 (35,9) %. Am 30. September
2021 übertraf der Gesamtvertragsbestand mit 22,2
(21,9) Mio. Kontrakten das Niveau vom Jahresende 2020. Im
Bereich Kundenfinanzierung/Leasing erreichte der
Vertragsbestand 11,1 (11,3) Mio. Kontrakte, im Bereich
Service/ Versicherungen waren es ebenfalls 11,1 (10,6) Mio.
Kontrakte. Die Volkswagen Bank verzeichnete am Ende des
Berichtszeitraums 1,4 (1,4) Mio. Einlagenkonten im Bestand.
Das Operative Ergebnis verbesserte sich im Berichtszeitraum
infolge geringerer Risikokosten auf 3,7 (1,6) Mrd. €.
ABSATZ UND UMSATZERLÖSE NACH MÄRKTENIn den ersten drei Quartalen 2021 setzte der Volkswagen
Konzern in der Region Europa/Übrige Märkte 2,9
Mio. Fahrzeuge ab; das waren 7,0 % mehr als im
pandemiebedingt schwachen Vorjahr. Positive Volumen- und
Mixeffekte führten dazu, dass die Umsatzerlöse
auf 109,4 (93,8) Mrd. € stiegen. Wechselkurseffekte
wirkten negativ.
Auf den Märkten Nordamerikas war der Absatz des
Volkswagen Konzerns in den ersten neun Monaten 2021 mit 619
Tsd. Fahrzeugen um 22,5 % höher als ein Jahr zuvor.
Die Umsatzerlöse legten auf 33,1 (25,8) Mrd. €
zu, was im Wesentlichen auf das höhere Volumen und
Mixeffekte sowie den Einbezug von Navistar seit dem 1. Juli
2021 zurückzuführen war. Damit konnte die
unvorteilhafte Wechselkursentwicklung mehr als kompensiert
werden.
In Südamerika konnte der Absatz im Berichtszeitraum
mit 380 (322) Tsd. Fahrzeugen den Vergleichswert des
Vorjahres übertreffen. In der Folge stiegen die
Umsatzerlöse auf 7,8 (5,9) Mrd. €. Wechselkurse
hatten einen negativen Effekt.
Im Zeitraum Januar bis September 2021 war der Absatz des
Volkswagen Konzerns in der Region Asien-Pazifik -
einschließlich der chinesischen
Gemeinschaftsunternehmen - mit 2,5 (2,8) Mio. Fahrzeugen um
7,5 % geringer als im Vorjahr. Die Umsatzerlöse nahmen
mix- und wechselkursbedingt auf 36,4 (30,4) Mrd. € zu.
Die Umsatzerlöse unserer chinesischen Joint Ventures
sind nicht enthalten, da diese At Equity konsolidiert
werden.
Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von
Umsatzerlösen des Volkswagen Konzerns in
Fremdwährung wirkten sich im Berichtszeitraum mit -
0,1 (- 0,5) Mrd. € negativ aus.
WESENTLICHE ZAHLEN NACH MÄRKTEN VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBERscrollen
Konzern-Zwischenabschluss (Kurzfassung)Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 30. Septemberscrollen
1 Inklusive Zuordnung der Konsolidierung
zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 30. Septemberscrollen
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Juli bis 30. Septemberscrollen
1 Inklusive Zuordnung der Konsolidierung
zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
Gesamtergebnisrechnung vom 1. Juli bis 30. Septemberscrollen
Bilanz zum 30. September 2021 und zum 31. Dezember 2020Aktivascrollen
Passivascrollen
Eigenkapitalentwicklungscrollen
scrollen
1 Rückzahlung der Hybridanleihe aus dem
Geschäftsjahr 2014.
Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 30. Septemberscrollen
1 Inklusive Zuordnung der Konsolidierung
zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
Die Kapitalflussrechnung wird in der Anhangangabe zur
Kapitalflussrechnung erläutert.
AnhangRechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)Die Volkswagen AG hat gemäß der Verordnung
1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates
ihren Konzernabschluss für das Jahr 2020 nach den
durch die Europäische Union übernommenen
internationalen Rechnungslegungsstandards, den
International Financial Reporting Standards (IFRS),
erstellt. Dementsprechend wurde auch dieser
Konzern-Zwischenabschluss zum 30. September 2021 in
Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung)
erstellt und enthält einen gegenüber dem
Konzernabschluss verkürzten Berichtsumfang.
Alle Beträge sind jeweils für sich
kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition zu
geringfügigen Abweichungen führen.
Zusätzlich zu den berichtspflichtigen Segmenten
werden im verkürzten Konzern-Zwischenabschluss neben
der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der
Kapitalflussrechnung für den Volkswagen Konzern zu
Erläuterungszwecken die Konzernbereiche Automobile und
Finanzdienstleistungen dargestellt. Diese stellen keine
Pflichtangaben nach IFRS dar. Die Eliminierung der
konzerninternen Beziehungen zwischen den Konzernbereichen
Automobile und Finanzdienstleistungen sind dem
Konzernbereich Automobile zugeordnet.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde einer
prüferischen Durchsicht im Sinne des § 115 WpHG
unterzogen.
Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Volkswagen AG hat alle von der EU übernommenen
und ab dem 1. Januar 2021 verpflichtend anzuwendenden
Rechnungslegungsnormen umgesetzt.
SONSTIGE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENFür den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss
wurde ein Abzinsungssatz für
Pensionsrückstellungen im Inland in Höhe von 1,2
% (31. Dezember 2020: 0,7 %) verwendet.
Die Ermittlung des Ertragsteueraufwands für den
Konzern-Zwischenabschluss erfolgt gemäß IAS 34
(Zwischenberichterstattung) auf Basis des
durchschnittlichen jährlichen Steuersatzes, der
für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird.
Im Übrigen werden bei der Aufstellung des
Konzern-Zwischenabschlusses und der Ermittlung der
Vergleichszahlen für das Vorjahr grundsätzlich
dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie
Konsolidierungsgrundsätze wie im Konzernabschluss 2020
angewandt. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden
ist im Anhang des Konzernabschlusses 2020 unter der Angabe
"Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze"
veröffentlicht.
Darüber hinaus sind die Auswirkungen neuer
Standards unter der Angabe "Nicht angewendete neue
beziehungsweise geänderte IFRS" näher
beschrieben. Der Konzernabschluss 2020 ist auch im Internet
unter www.volkswagenag.com/de/InvestorRelations.html
abrufbar.
Wesentliche EreignisseDieselthematikAm 18. September 2015 veröffentlichte die
US-amerikanische Umweltschutzbehörde (Environmental
Protection Agency, EPA) eine "Notice of Violation" und gab
öffentlich bekannt, dass bei Abgastests an bestimmten
Fahrzeugen mit 2,0 l Dieselmotoren des Volkswagen Konzerns
in den USA Unregelmäßigkeiten bei Stickoxid
(NOx)-Emissionen festgestellt wurden. Danach erfolgten
weitere Meldungen zum Umfang der Dieselthematik.
Detaillierte Erläuterungen finden sich im
Konzernabschluss 2020 unter der Angabe "Wesentliche
Ereignisse".
Von Januar bis September 2021 waren im Zusammenhang mit
der Dieselthematik Sondereinflüsse in Höhe von
203,0 Mio. € zu erfassen, die im Wesentlichen im
Sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen sind.
Diese resultieren aus zusätzlichen Aufwendungen im
Wesentlichen für Rechtsrisiken in Höhe von 422,3
Mio. €. Gegenläufig wirkten in Höhe von
219,3 Mio. € Erträge aus
Schadensersatzleistungen. Hintergrund sind die im Juni 2021
geschlossenen Vereinbarungen über
Schadensersatzleistungen gegen ehemalige
Vorstandsmitglieder. Diese hatten das Ziel, die
Aufarbeitung der Dieselthematik in Bezug auf die
zivilrechtlichen Verantwortlichkeiten der Organmitglieder
zügig, rechtssicher sowie endgültig zu beenden.
Hierzu schlossen Volkswagen und Audi mit Herrn Prof. Dr.
Winterkorn und Herrn Stadler jeweils einen Vergleich
über Schadensersatzleistungen (Haftungsvergleich) im
Zusammenhang mit der Dieselthematik. Die Höhe der
Schadensersatzleistung von Herrn Prof. Dr. Winterkorn liegt
bei 11,2 Mio. €, die von Herrn Stadler bei 4,1 Mio.
€. Darüber hinaus sind in diesem Zusammenhang
Verpflichtungen in Höhe von 3,1 Mio. €
aufgelöst worden. Weiterhin einigte sich Volkswagen
mit den beteiligten Versicherern aus der
Managerhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) auf
die Zahlung eines Betrags in Höhe von insgesamt 270
Mio. € (Deckungsvergleich), wovon 198,4 Mio. €
ertragswirksam erfasst worden sind. Darüber hinaus
wurde eine Einigung über Schadensersatzleistungen
durch jeweils ein ehemaliges Vorstandsmitglied von Audi und
Porsche erzielt. Ein ehemaliger Audi-Vorstand war nicht zu
einer Einigung bereit, gegen ihn werden gerichtliche
Schritte vorbereitet. Ansprüche gegen ein
früheres Vorstandsmitglied der Marke Volkswagen Pkw
wurden bereits geltend gemacht. Die ordentliche
Hauptversammlung der Volkswagen AG hat diesen
Vereinbarungen am 22. Juli 2021 zugestimmt.
Weitere Angaben zu den Rechtsstreitigkeiten im
Zusammenhang mit der Dieselthematik finden sich unter der
Angabe "Rechtsstreitigkeiten".
Kartellrechtliche UntersuchungenIm April 2019 hatte die Europäische Kommission im
Rahmen der kartellrechtlichen Untersuchungen in der
Automobilindustrie der Volkswagen AG sowie der AUDI AG und
der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG erstmals Beschwerdepunkte
übermittelt. Mit diesen informierte die
Europäische Kommission über ihre vorläufige
Bewertung des Sachverhalts und gab Gelegenheit zur
Stellungnahme. Nach Eintritt in das förmliche
Settlement-Verfahren hat die Kommission im April 2021
erneut Beschwerdepunkte mit einem deutlich begrenzteren
Tatvorwurf übermittelt. Auf deren Basis ist am 8. Juli
2021 eine das Verwaltungsverfahren abschließende
Settlement-Entscheidung ergangen, mit der gegenüber
den drei Marken ein Gesamtbußgeld in Höhe von
502 Mio. € verhängt worden ist. Dieser Betrag ist
als Sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst worden. Der
Gegenstand der Entscheidung beschränkt sich inhaltlich
auf die Kooperation deutscher Automobilhersteller zu
einzelnen technischen Fragen im Zusammenhang mit der
Entwicklung und Einführung von SCR (Selective
Catalytic Reduction)-Systemen für Pkw, die im
Europäischen Wirtschaftsraum verkauft worden sind.
Andere Verhaltensweisen wie Preisabsprachen oder die
Aufteilung von Märkten und Kunden werden den
Herstellern nicht vorgeworfen.
Volkswagen hat die am 12. Juli 2021 zugestellte
Entscheidung akzeptiert und keine Rechtsmittel eingelegt,
sodass die Entscheidung rechtskräftig geworden ist.
Auswirkungen Covid-19-Pandemie / Halbleiter-KnappheitIm Laufe der ersten neun Monate 2021 flachte das
Infektionsgeschehen auch aufgrund der zunehmenden Impfquote
ab. In diesem Zusammenhang nahmen viele Länder
abhängig vom jeweiligen Fortschritt ihrer Impfkampagne
die bestehenden Einschränkungen des gesellschaftlichen
und wirtschaftlichen Lebens weitgehend zurück. Im
Konzern-Zwischenabschluss zum 30. September 2021 waren
keine wesentlichen Wertberichtigungen aufgrund der
Covid-19-Pandemie vorzunehmen.
In der gesamten Industrie haben sich
Versorgungsengpässe bei Halbleitern und daraus
resultierende Lieferengpässe zunehmend negativ
bemerkbar gemacht. Auch beim Volkswagen Konzern hatte dies
Auswirkungen auf die Produktion. Aufgrund dessen zeigt sich
im dritten Quartal beim Volkswagen Konzern eine Reduzierung
des Bestandes an Fertigerzeugnissen bei gleichzeitiger
Erhöhung der Rohstoffe und der unfertigen Erzeugnisse
(siehe hierzu auch die Ausführungen in der Angabe
Vorräte).
Wesentliche TransaktionenAm 29. Juni 2021 wurde die Verschmelzung von MAN SE mit
TRATON SE auf der Hauptversammlung der MAN SE beschlossen.
Mit Beschlussfassung der Verschmelzung wurde auch das
Verfahren zur Übertragung der Aktien der
Minderheitsaktionäre von MAN SE auf TRATON SE gegen
die Gewährung einer angemessenen Barabfindung
durchgeführt (verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out).
In diesem Zusammenhang war der Barwert des gewährten
Andienungsrechts von rund 587 Mio. € erfolgsneutral
als kurzfristige Verbindlichkeit zu erfassen. Entsprechend
reduzierten sich die Minderheitenanteile am Eigenkapital
des Volkswagen Konzerns sowie die Gewinnrücklagen und
Übrige Rücklagen der Aktionäre der
Volkswagen AG.
Am 31. August 2021 ist die Eintragung der Verschmelzung
der MAN SE auf die TRATON SE in die Handelsregister der MAN
SE und TRATON SE erfolgt. Mit Eintragung in das
Handelsregister wurde der Squeeze-out rechtswirksam. Im
Anschluss erfolgte am 3. September 2021 die Auszahlung der
Barabfindung in Höhe von 70,68 € je Stamm- und
Vorzugsaktie an die MAN SE Minderheitsaktionäre. Damit
ist der MAN SE Squeeze-out abgeschlossen. Die
Angemessenheit der Barabfindung wird durch ein
gerichtliches Spruchverfahren, das im Oktober 202 1 von
einem durch den Squeeze-out abgefundenen
Minderheitsaktionär initiiert wurde,
überprüft.
Mitte Juni 2021 haben sich Volkswagen und der
schwedische Batteriezellhersteller Northvolt AB darauf
geeinigt, die Produktion von Volkswagen Premium-Zellen im
schwedischen Skellefteå zu konzentrieren. In diesem
Zusammenhang hat Volkswagen an einer Finanzierungsrunde von
Northvolt AB beteiligungsproportional teilgenommen und
weitere 650 Mio. USD investiert. Außerdem hat
Volkswagen sein bestehendes Wandeldarlehen um weitere 190
Mio. € ausgereicht und diesen Teil des Wandeldarlehens
zeitgleich in Vorzugsanteile gewandelt. Die
Beteiligungsquote von Volkswagen an Northvolt AB steigt
damit auf 23,6 %. Aufgrund vorteilhafter Konditionen bei
Wandlung resultierte aus der Bewertung des gewandelten
Darlehens ein nicht zahlungswirksamer Ertrag in Höhe
von 62 Mio. €. Im Ergebnis steigt damit der Buchwert
der Beteiligung an Northvolt AB um 794 Mio. €.
Ausgereicht bleibt noch ein Wandeldarlehen in Höhe von
240 Mio. €.
Im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen wurde die
Veräußerung der MAN Truck & Bus
Österreich GesmbH, Steyr/Österreich (MTBÖ)
mit Wirkung zum 31. August 2021 vollzogen. Die
Vermögenswerte und Schulden der MTBÖ wurden bis
zur Veräußerung als
Veräußerungsgruppe im Abschluss des Volkswagen
Konzerns dargestellt. Im Zusammenhang mit der
Veräußerung wurde ein Aufwand erfasst, der mit
160 Mio. € auf Wertminderungen des
Sachanlagevermögens und mit 144 Mio. € auf einen
Verlust aus der Entkonsolidierung entfiel. Der gesamte
Aufwand in Höhe von 304 Mio. € wird in den
Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Aus der
Veräußerung der Anteile an der MTBÖ
resultierte ein Nettozahlungsmittelabfluss von 199 Mio.
€, der im Cash-flow aus der Investitionstätigkeit
ausgewiesen wird.
Der Volkswagen Aufsichtsrat hat Ende Juli 2021 einem
Vertrag mit dem Finanzinvestor Attestor Limited und der Pon
Europe B.V. zur Abgabe eines gemeinsamen öffentlichen
Übernahmeangebots auf die Anteile an der Europcar
Mobility Group S.A. Paris/Frankreich über eine
Konsortialgesellschaft zugestimmt. Sollte das Angebot
angenommen werden, würde das Konsortium nach
derzeitigem Stand gemeinsam die Beherrschung über
Europcar übernehmen.
Im September 2021 reichte das Konsortium das
Übernahmeangebot bei der französischen
Aufsichtsbehörde ein. Nach erfolgreicher Prüfung
der Angebotsunterlagen beginnt die Frist, während der
die Europcar-Aktionäre ihre Aktien andienen
können. Volkswagen bietet zusammen mit zwei Partnern
50 Cent je Europcar-Aktie; wenn mehr als 90 % der Aktien
angedient werden, kommt ein Aufschlag von einem Cent je
Aktie dazu.
Volkswagen ist Stillhalter von Put-Optionen der anderen
Konsortialgesellschafter und die anderen Gesellschafter
haben Volkswagen Call-Optionen auf ihre Anteile an der
Konsortialgesellschaft eingeräumt. Aus der Bewertung
der Optionen ergab sich im dritten Quartal ein nicht
zahlungswirksamer Aufwand in Höhe von 95 Mio. €,
der im Finanzergebnis erfasst wurde.
IFRS 5 - Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und SchuldenIm Juli 2021 haben sich der Volkswagen Konzern und Rimac
Automobili d.o.o., Sveta Nedelja/Kroatien auf die
Gründung eines Joint Ventures geeinigt. Volkswagen
bringt dabei seine vollkonsolidierten Tochtergesellschaften
Bugatti Automobiles S.A.S, Molsheim/Frankreich und
zunächst 51 % der Bugatti International S.A.,
Strassen/Luxem-burg in das Joint Venture mit Hauptsitz in
Zagreb/Kroatien ein. Der Vollzug ist für das vierte
Quartal 2021 vorgesehen. An dem Unternehmen werden Rimac 55
% und Volkswagen über Porsche 45 % der Anteile halten.
Außerdem ist Porsche mit 24 % direkt an Rimac
beteiligt.
Zunächst wird das neue Unternehmen mit dem Bugatti
Chiron und dem Rimac Nevera zwei HypercarModelle
produzieren. Für die weitere Zukunft sind gemeinsam
entwickelte Bugatti-Modelle angedacht.
Am 26. März 2021 haben die Brose Fahrzeugteile SE
& Co. Kommanditgesellschaft (Brose) und die VW Finance
Luxemburg S.A., eine Tochtergesellschaft der Volkswagen AG,
einen Vertrag zur Schaffung eines gemeinsamen Unternehmens
im Bereich Entwicklung und Fertigung von Komplettsitzen,
Sitzstrukturen und -komponenten sowie
Innenraumlösungen geschlossen. Dabei beteiligt sich
Brose zur Hälfte an der Volkswagen Konzerngesellschaft
SITECH Sp. z o.o., Polkowice/Polen. An dem geplanten
gemeinsamen Unternehmen werden Brose und Volkswagen jeweils
50 % halten, Brose aber die industrielle Führung
übernehmen. In der Folge wird Brose das gemeinsame
Unternehmen beherrschen und Volkswagen aufgrund des dann
vorliegenden maßgeblichen Einflusses als assoziiertes
Unternehmen At Equity bilanzieren. Die kartellrechtlichen
Genehmigungen liegen vor. Die Transaktion steht noch unter
dem Vorbehalt weiterer Vollzugsbedingungen. Mit einem
Vollzug der Transaktion wird bis Ende des ersten Quartals
2022 gerechnet.
Im Zusammenhang mit diesen geplanten
Veräußerungen wurden zum 30. September 2021
Vermögenswerte in Höhe von 552 Mio. € sowie
Verbindlichkeiten in Höhe von 314 Mio. € als Zur
Veräußerung gehalten eingestuft und
gemäß IFRS 5 in einer separaten Zeile in der
Bilanz ausgewiesen. Die Zur Veräußerung
gehaltenen Vermögenswerte und Schulden wurden zum
niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert
abzüglich der voraussichtlichen
Veräußerungskosten angesetzt.
Erwerb NavistarAm 1. Juli 2021 hat die TRATON GROUP alle ausstehenden
Anteile des US-amerikanischen Nutzfahrzeugherstellers
Navistar erworben. Der mit Zahlungsmitteln gezahlte
Kaufpreis betrug 3.118 Mio. € (3.700 Mio. USD). TRATON
hält nun 100 % der Anteile an der bisher nach der
Equity-Methode bilanzierten Beteiligung (Anteil von 16,7 %)
an der Navistar International Corporation. Der Handel der
Navistar-Aktie an der New Yorker Börse wurde
eingestellt.
Die erstmalige Bilanzierung der Akquisition ist noch
nicht abgeschlossen, da aufgrund des kurzen Zeitraums seit
dem Erwerbszeitpunkt noch keine endgültigen
Bewertungen vorliegen. Dementsprechend sind die zum 30.
September 2021 erfassten Beträge vorläufig.
Der aus dem Erwerb resultierende Geschäfts- oder
Firmenwert in Höhe von 2.757 Mio. € bildet die
aus der Tätigkeit mit Navistar entstehenden Synergien
insbesondere durch den Ausbau der Marktanteile, im Einkauf,
bei den Produktionskosten, durch Modularisierung und
Verwendung gemeinsamer Komponenten sowie im Bereich
Forschung und Entwicklung ab.
Der Fair Value des Eigenkapitalanteils an Navistar, den
TRATON unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt gehalten hat,
wurde auf Basis des Börsenkurses von 44,50 USD/Aktie
zum Erwerbszeitpunkt ermittelt, und beträgt 624 Mio.
€. Aus der Neubewertung dieses Eigenkapitalanteils
ergibt sich ein Ertrag von 219 Mio. €. Darüber
hinaus sind aufgrund der im Rahmen der Erstkonsolidierung
von Navistar erfolgten Ausbuchung des At Equity-Anteils
zuvor im Eigenkapital erfasste Erträge und
Aufwendungen in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert worden, was zu einem Aufwand von 38 Mio.
€ geführt hat. In Summe resultiert hieraus ein
Ertrag in Höhe von 182 Mio. €, der im Ergebnis
aus At Equity bewerteten Anteilen ausgewiesen wird.
Die vorläufige Verteilung des Kaufpreises auf die
übernommenen Vermögenswerte und Schulden wird im
Folgenden dargestellt:
scrollen
scrollen
scrollen
Der in der Übertragenen Gegenleistung enthaltene
vorläufige Betrag für die Abwicklung vorher
bestehender Beziehungen in Höhe von 114 Mio. €
entspricht dem Buchwert der im Volkswagen Konzern bisher
bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten
gegenüber Navistar.
In den Forderungen und finanziellen Vermögenswerten
sind folgende Gruppen von Forderungen enthalten, für
die der Bruttobetrag vom Fair Value abweicht:
scrollen
Die bis 30. September 2021 angefallenen
Transaktionskosten für die Durchführung des
Unternehmenszusammenschlusses wurden in Höhe von 32
Mio. € in den Verwaltungskosten erfasst.
Durch die Einbeziehung von Navistar zum 1. Juli 2021 hat
sich der Umsatz des Volkswagen Konzerns zum 30. September
2021 um 1.675 Mio. € erhöht und das Ergebnis nach
Steuern unter Berücksichtigung von Abschreibungen auf
die aufgedeckten stillen Reserven um 84 Mio. €
verringert.
KonzernkreisNeben der Volkswagen AG, die ihren Sitz in Wolfsburg hat
und beim Amtsgericht Braunschweig unter HRB 100484
eingetragen ist, werden in den Konzernabschluss alle
wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen
einschließlich strukturierter Unternehmen einbezogen,
die die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar
beherrscht. Dies ist der Fall, wenn die Volkswagen AG
unmittelbar oder mittelbar die Verfügungsgewalt
aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über
das potenzielle Tochterunternehmen besitzt, an positiven
oder negativen variablen Rückflüssen aus dem
potenziellen Tochterunternehmen partizipiert und diese
Rückflüsse beeinflussen kann.
Erläuterungen zum Konzern-Zwischenabschluss1. UmsatzerlöseSTRUKTUR DER UMSATZERLÖSE DES KONZERNS 1. - 3. QUARTAL 2020scrollen
scrollen
STRUKTUR DER UMSATZERLÖSE DES KONZERNS 1. - 3. QUARTAL 2021scrollen
scrollen
Die Sonstigen Umsatzerlöse umfassen unter anderem
Erlöse aus Werkstattleistungen sowie Lizenzeinnahmen.
2. Kosten der UmsatzerlöseIn den Kosten der Umsatzerlöse sind die dem
Finanzdienstleistungsgeschäft zuzuordnenden
Zinsaufwendungen in Höhe von 1.464 Mio. €
(Vorjahr: 1.763 Mio. €) enthalten.
Darüber hinaus werden in den Kosten der
Umsatzerlöse neben den planmäßigen auch
außerplanmäßige Abschreibungen auf
aktivierte Entwicklungskosten, Sachanlagen und Vermietete
Vermögenswerte berücksichtigt. Die
außerplanmäßigen Abschreibungen belaufen
sich auf insgesamt 603 Mio. € (Vorjahr: 704 Mio.
€).
3. Forschungs- und Entwicklungskostenscrollen
4. Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich
aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der
Volkswagen AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl
der sich während des Berichtszeitraums in Umlauf
befindenden Stamm- und Vorzugsaktien. Da im
Berichtszeitraum keine Sachverhalte vorlagen, aus denen
Verwässerungseffekte auf die Anzahl der Aktien
resultierten, entspricht das verwässerte Ergebnis je
Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
Gemäß § 27 Abs. 2 Ziffer 3 der Satzung
der Volkswagen AG steht der Vorzugsaktie eine um 0,06
€ höhere Dividende als der Stammaktie zu.
scrollen
5. Langfristige VermögenswerteENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER LANGFRISTIGER VERMÖGENSWERTE VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. SEPTEMBER 2021scrollen
6. Vorrätescrollen
Im Berichtszeitraum waren keine wesentlichen
Wertminderungen und Zuschreibungen auf Vorräte
vorzunehmen.
In der gesamten Industrie gibt es zurzeit
Versorgungsengpässe in Bezug auf
Halbleiterkomponenten. Dieser Umstand hat Auswirkungen auf
die Struktur der Vorräte zum 30. September 2021. So
reduzierten sich die fertigen Erzeugnisse im Vergleich zum
31. Dezember 2020, wohingegen sich die Bestände an
unfertigen Erzeugnissen und Rohstoffen erhöht haben.
7. Kurzfristige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswertescrollen
Das Operative Ergebnis wurde im Zeitraum vom 1. Januar
bis zum 30. September 2021 mit 62 Mio. € (Vorjahr: 929
Mio. €) aus Wertminderungen und Zuschreibungen auf
lang- und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
belastet.
8. EigenkapitalDas Gezeichnete Kapital setzt sich aus 295.089.818
nennwertlosen Stammaktien und 206.205.445 nennwertlosen
Vorzugsaktien zusammen und beträgt 1.283 Mio. €
(Vorjahr: 1.283 Mio. €).
Im Januar 2021 hat die Volkswagen AG eine über die
Volkswagen International Finance N.V., Amsterdam,
Niederlande, (Emittentin) im Jahr 2014 emittierte
Hybridanleihe (Laufzeit: 7 Jahre) mit einem Nominalvolumen
in Höhe von 1,25 Mrd. € aufgekündigt. Mit
Kündigung der Anleihe ist diese nach IAS 32 als
Fremdkapital zu klassifizieren und kürzt das
Eigenkapital und die Netto-Liquidität des Volkswagen
Konzerns entsprechend. Die Rückzahlung der
Hybridanleihe ist im März 2021 erfolgt.
Die Anteile von Minderheitsgesellschaftern (nicht
beherrschende Anteile) am Eigenkapital entfallen im
Wesentlichen auf die TRATON GROUP.
Auf der Hauptversammlung der MAN SE am 29. Juni 2021
wurde die Verschmelzung von MAN SE auf die TRATON SE
beschlossen. Im Zusammenhang mit dieser Fusion wurde auch
das Verfahren zur Übertragung der Aktien der
Minderheitsaktionäre von MAN SE auf TRATON SE gegen
die Gewährung einer angemessenen Barabfindung
durchgeführt (verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out).
Mit Eintragung in das Handelsregister der TRATON SE
beziehungsweise der MAN SE am 31. August 2021 wurde der
Squeeze-out rechtswirksam. Dadurch stieg der Anteil von
TRATON SE an MAN SE von 94,36 % auf 100 % (siehe Angabe
"Wesentliche Ereignisse").
9. Langfristige Finanzschuldenscrollen
10. Kurzfristige Finanzschuldenscrollen
11. Angaben zum Fair ValueDie Prinzipien und Methoden zur Fair Value Bewertung
sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich
unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den
Bewertungsprinzipien und -methoden finden sich im
Konzernabschluss 2020 unter der Angabe "Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze".
Der Fair Value entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder
Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird
der Fair Value mittels finanzmathematischer Methoden, zum
Beispiel durch die Diskontierung der zukünftigen
Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz oder durch die
Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt.
Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerte und Schulden umfassen
derivative Finanzinstrumente, die nicht nach den Regelungen
des Hedge Accounting bilanziert werden. Hierzu zählen
im Wesentlichen Warentermingeschäfte,
Devisentermingeschäfte auf Warentermingeschäfte,
Optionen auf den Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten sowie
in bestimmten Fällen Zinsswaps, Währungsswaps und
Zins-/Währungsswaps. Zum anderen werden die sonstigen
Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer
Beteiligungsquote von weniger als 20 %) an
Personengesellschaften (Fremdkapitalinstrumente),
Forderungen aus Kundenfinanzierung, deren
Rückflüsse nicht nur Zins- und Tilgungszahlungen
beinhalten, sowie finanzielle Vermögenswerte, die im
Rahmen von vom Volkswagen Konzern beherrschten Spezialfonds
gehalten werden, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.
Die derivativen Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehungen
(Derivate im Hedge Accounting) werden in Abhängigkeit
des zu Grunde liegenden Grundgeschäfts entweder
erfolgsneutral oder erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.
Zu den erfolgsneutral zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerten gehören sonstige
Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer
Beteiligungsquote von weniger als 20 %) an
Kapitalgesellschaften (Eigenkapitalinstrumente) und Aktien,
für die der Volkswagen Konzern in der Regel das
Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung zum Fair Value in
Anspruch nimmt, sowie Wertpapiere
(Fremdkapitalinstrumente), deren Zahlungsströme
ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen umfassen
und die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten
werden, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der
vertraglichen Zahlungsströme als auch in dem Verkauf
finanzieller Vermögenswerte besteht. Im Rahmen der
erfolgsneutralen Bewertung werden die Änderungen des
Fair Value nach Berücksichtigung latenter Steuern im
Eigenkapital erfasst. Im Falle von Wertpapieren
(Fremdkapitalinstrumente) werden Wertberichtigungen
unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Ermittlung des Fair Value wird anhand einheitlicher
Bewertungsmethoden sowie Bewertungsparameter vorgenommen.
Die Durchführung der Fair Value Bewertung bei
Finanzinstrumenten der Stufe 2 und Stufe 3 wird auf Basis
zentraler Vorgaben in den einzelnen Konzernbereichen
durchgeführt.
ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTEDie nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der
Bilanzposten zu den Klassen von Finanzinstrumenten,
aufgeteilt nach Buchwerten und Fair Values der
Finanzinstrumente.
Der Fair Value der zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente, wie
Forderungen und Verbindlichkeiten, wird durch die Abzinsung
unter Berücksichtigung eines risikoadäquaten und
laufzeitkongruenten Marktzinses ermittelt. Aus
Wesentlichkeitsgründen wird grundsätzlich der
Fair Value für kurzfristige Bilanzposten dem
Bilanzwert gleichgesetzt.
Die für den Fair Value der Forderungen
maßgeblichen Risikovariablen sind risikoadjustierte
Zinssätze.
ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTE ZUM 31. DEZEMBER 2020scrollen
ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTE ZUM 30. SEPTEMBER 2021scrollen
Die Leasingforderungen haben einen Buchwert von 53,2
Mrd. € (Vorjahr: 52,9 Mrd. €) und einen Fair
Value von 54,3 Mrd. € (Vorjahr: 55,0 Mrd. €).
Folgende Tabellen zeigen eine Übersicht der zum
Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und
Schulden:
ZUM FAIR VALUE BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN NACH STUFENscrollen
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DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN NACH STUFENscrollen
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Die Zuordnung der Fair Values in die drei Stufen der
Fair Value Hierarchie richtet sich nach der
Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise. In Stufe 1
werden Fair Values von Finanzinstrumenten gezeigt, für
die ein Preis direkt auf einem aktiven Markt ermittelt
werden kann. Darunter fallen zum Beispiel Wertpapiere und
zum Fair Value bewertete sonstige Beteiligungen. Fair
Values in Stufe 2, beispielsweise bei Derivaten, werden auf
Basis von Marktdaten gemäß marktbezogener
Bewertungsverfahren ermittelt. Hierbei werden insbesondere
Währungskurse, Zinskurven, Rohstoffpreise sowie
Börsenkurse notierter Anteile verwendet, welche an den
entsprechenden Märkten beobachtbar sind und über
Preisserviceagenturen bezogen werden. Fair Values der Stufe
3 errechnen sich über Bewertungsverfahren, bei denen
nicht direkt auf dem aktiven Markt beobachtbare Faktoren
einbezogen werden. Im Volkswagen Konzern sind der Stufe 3
langfristige Warentermingeschäfte zugeordnet, da
für die Bewertung die am Markt vorhandenen Kurse
extrapoliert werden müssen. Die Extrapolation erfolgt
auf Basis von beobachtbaren Inputfaktoren für die
unterschiedlichen Rohstoffe, welche über
Preisserviceagenturen bezogen werden. Des Weiteren werden
in der Stufe 3 Optionen auf Eigenkapitalinstrumente und
Restwertsicherungsmodelle, Forderungen aus
Kundenfinanzierung sowie Fahrzeugfinanzierungsprogramme
gezeigt. Für die Bewertung der Eigenkapitalinstrumente
werden dabei insbesondere die jeweiligen
Unternehmensplanungen sowie unternehmensindividuelle
Diskontzinssätze verwendet. Wesentlicher Inputfaktor
zur Bestimmung des Fair Value für die
Restwertsicherungsmodelle sind Prognosen sowie
Schätzungen von Gebrauchtwagenrestwerten der
entsprechenden Modelle. Zur Bewertung der
Fahrzeugfinanzierungsprogramme wird insbesondere der
entsprechende Fahrzeugpreis berücksichtigt.
Die nachfolgende Tabelle gibt eine zusammenfassende
Übersicht der Entwicklung der zum Fair Value
bewerteten Bilanzposten in der Stufe 3:
ENTWICKLUNG DER ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN BILANZPOSTEN BASIEREND AUF STUFE 3scrollen
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Die Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value
Hierarchie werden zu den jeweiligen Berichtsstichtagen
berücksichtigt. Die Umgliederungen aus Stufe 3 in
Stufe 2 beinhalten Warentermingeschäfte, für die
aufgrund der abnehmenden Restlaufzeit beobachtbare
Marktkurse zur Bewertung zur Verfügung stehen, sodass
keine Extrapolation mehr notwendig ist. Die Umgliederung
von Stufe 3 in Stufe 1 bezieht sich auf die Beteiligung an
der TuSimple Holdings Inc., San Diego, Kalifornien/USA,
für die nun Marktpreisdaten aufgrund eines
Börsengangs verfügbar sind. Darüber hinaus
gibt es in der Position "Finanzschulden" zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertete
Verbindlichkeiten aus Anleihen in Höhe von 1.915 Mio.
€, die von Stufe 2 in Stufe 1 umgegliedert wurden, da
der Markt aufgrund einer gestiegenen Liquidität als
aktiv eingestuft wird.
Für den Fair Value der Warentermingeschäfte
ist der Rohstoffpreis die wesentliche Risikovariable.
Mittels Sensitivitätsanalyse wird der Effekt von
Änderungen des Rohstoffpreises auf das Ergebnis nach
Ertragsteuern und das Eigenkapital dargestellt.
Wenn die Rohstoffpreise der der Stufe 3 zugeordneten
Warentermingeschäfte zum 30. September 2021 um 10 %
höher (niedriger) gewesen wären, wäre das
Ergebnis nach Ertragsteuern um 225 Mio. € (Vorjahr:
242 Mio. €) höher (niedriger) ausgefallen. Auf
das Eigenkapital würden sich darüber hinaus keine
Effekte ergeben.
Die für die Bewertung der vom Unternehmen
gehaltenen Optionen auf Eigenkapitalinstrumente
maßgebliche Risikovariable ist der jeweilige
Unternehmenswert. Mittels einer Sensitivitätsanalyse
werden Effekte aus einer Änderung der Risikovariablen
auf das Ergebnis nach Ertragsteuern dargestellt.
Wenn die unterstellten Unternehmenswerte zum 30.
September 2021 um 10 % höher gewesen wären,
wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 4 Mio. €
(Vorjahr: 3 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn die
unterstellten Unternehmenswerte zum 30. September 2021 um
10 % niedriger gewesen wären, wäre das Ergebnis
nach Ertragsteuern um 4 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio.
€) niedriger ausgefallen.
Restwertrisiken resultieren aus
Absicherungsvereinbarungen mit dem Handel, wonach im Rahmen
von Rückkaufverpflichtungen aus abgeschlossenen
Leasingverträgen entstehende Ergebnisauswirkungen aus
marktbedingten Schwankungen der Restwerte teilweise vom
Volkswagen Konzern getragen werden.
Für den Fair Value der Optionen aus Restwertrisiken
sind die Marktpreise von Gebrauchtwagen die wesentliche
Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse werden
die Auswirkungen von Änderungen der
Gebrauchtwagenpreise auf das Ergebnis nach Ertragsteuern
quantifiziert.
Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im
Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge zum 30.
September 2021 um 10 % höher gewesen wären,
wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 403 Mio.
€ (Vorjahr: 383 Mio. €) höher ausgefallen.
Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im
Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge zum 30.
September 2021 um 10 % niedriger gewesen wären,
wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 453 Mio.
€ (Vorjahr: 400 Mio. €) niedriger ausgefallen.
Wenn die risikoadjustierten Zinssätze der zum Fair
Value bewerteten Forderungen zum 30. September 2021 um 100
Basispunkte höher gewesen wären, wäre das
Ergebnis nach Ertragsteuern um 2 Mio. € (Vorjahr: 2
Mio. €) niedriger ausgefallen. Wenn die
risikoadjustierten Zinssätze zum 30. September 2021 um
100 Basispunkte niedriger gewesen wären, wäre das
Ergebnis nach Ertragsteuern um 2 Mio. € (Vorjahr: 2
Mio. €) höher ausgefallen.
Wenn bei den Fahrzeugfinanzierungsprogrammen der
entsprechende Fahrzeugpreis zum 30. September 2021 um 10 %
höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach
Ertragsteuern um 4 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €)
höher ausgefallen. Wenn bei den
Fahrzeugfinanzierungsprogrammen der entsprechende
Fahrzeugpreis zum 30. September 2021 um 10 % niedriger
gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach
Ertragsteuern um 4 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €)
niedriger ausgefallen.
Wenn die Ertragslage der zum Fair Value bewerteten
Beteiligungen zum 30. September 2021 um 10 % besser gewesen
wäre, wäre das Eigenkapital 6 Mio. €
(Vorjahr: 4 Mio. €) sowie das Ergebnis nach Steuern um
4 Mio. € (Vorjahr: - Mio. €) höher
ausgefallen. Wenn die Ertragslage der zum Fair Value
bewerteten Beteiligungen um 10 % schlechter gewesen
wäre, wäre das Eigenkapital 6 Mio. €
(Vorjahr: 4 Mio. €) sowie das Ergebnis nach Steuern um
4 Mio. € (Vorjahr: - Mio. €) geringer
ausgefallen.
12. KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt den Zahlungsmittelfluss
im Volkswagen Konzern sowie in den Konzernbereichen
Automobile und Finanzdienstleistungen. Der
Zahlungsmittelbestand setzt sich aus Guthaben bei
Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand und jederzeit
fälligen Mitteln zusammen.
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In der Finanzierungstätigkeit stehen sich folgende
Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse gegenüber:
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13. SegmentberichterstattungDie Segmentabgrenzung folgt der internen Steuerung und
Berichterstattung im Volkswagen Konzern. Der
Mehrmarkenstrategie folgend wird jede Marke
(Geschäftssegment) des Konzerns von einem eigenen
Markenvorstand geleitet. Dabei sind die vom Vorstand der
Volkswagen AG festgelegten Konzernziele und -vorgaben zu
berücksichtigen. Die Segmentberichterstattung besteht
aus den vier berichtspflichtigen Segmenten Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge, Nutzfahrzeuge, Power Engineering und
Finanzdienstleistungen.
Die Aktivitäten des Segments Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge erstrecken sich auf die Entwicklung von
Fahrzeugen, Motoren und Fahrzeugsoftware, die Produktion
und den Vertrieb von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sowie
das Geschäft mit entsprechenden Originalteilen. Im
Berichtssegment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erfolgt die
Zusammenfassung der einzelnen Marken zu einem
berichtspflichtigen Segment insbesondere aufgrund des hohen
Maßes an technologischer und wirtschaftlicher
Verzahnung im Produktionsverbund. Des Weiteren liegt eine
Zusammenarbeit in zentralen Bereichen wie Beschaffung,
Forschung und Entwicklung oder Treasury vor.
Das Segment Nutzfahrzeuge umfasst vor allem die
Entwicklung, die Produktion sowie den Vertrieb von
Lastkraftwagen und Bussen, das Geschäft mit
entsprechenden Originalteilen sowie damit in Zusammenhang
stehende Dienstleistungen. Wie bei den Pkw-Marken besteht
eine Zusammenarbeit in den Bereichen Beschaffung,
Entwicklung und Vertrieb. Weitere Verzahnungen werden
angestrebt.
Im Segment Power Engineering wird das Geschäft mit
Großdieselmotoren, Turbomaschinen, Spezialgetrieben
und Komponenten der Antriebstechnik abgebildet. In den
ersten drei Quartalen 2020 war hier auch noch das
Geschäft von Renk enthalten.
Die Tätigkeit des Segments Finanzdienstleistungen
umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung, das
Leasing-, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das
Flottenmanagementgeschäft sowie
Mobilitätsangebote. In diesem Segment erfolgen
Zusammenfassungen insbesondere unter Berücksichtigung
der Vergleichbarkeit der Art der Dienstleistungen sowie der
regulatorischen Rahmenbedingungen.
Die Kaufpreisallokation aus erworbenen Gesellschaften
wird direkt den entsprechenden Segmenten zugeordnet.
Das Segmentergebnis wird bei Volkswagen auf Basis des
Operativen Ergebnisses bestimmt.
Die Überleitungsrechnung beinhaltet Bereiche und
sonstige Geschäftstätigkeiten, die
definitionsgemäß keine Segmente darstellen.
Darin ist auch die nicht zugeordnete Konzernfinanzierung
enthalten. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten
erfolgt ebenfalls innerhalb der Überleitungsrechnung.
Den Geschäftsbeziehungen zwischen den
Gesellschaften der Segmente des Volkswagen Konzerns liegen
grundsätzlich Preise zugrunde, die auch mit Dritten
vereinbart werden.
BERICHTSSEGMENTE 1. - 3. QUARTAL 2020scrollen
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BERICHTSSEGMENTE 1. - 3. QUARTAL 2021scrollen
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ÜBERLEITUNGSRECHNUNGscrollen
14. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und UnternehmenDie Porsche SE hält die Mehrheit der Stimmrechte an
der Volkswagen AG.
Auf der Außerordentlichen Hauptversammlung der
Volkswagen AG am 3. Dezember 2009 wurde die Schaffung von
Entsendungsrechten für das Land Niedersachsen
beschlossen. Damit kann die Porsche SE, trotz der Mehrheit
der Stimmrechte an der Volkswagen AG, nicht die Mehrheit
der Mitglieder im Aufsichtsrat der Volkswagen AG bestellen,
solange dem Land Niedersachsen mindestens 15 % der
Stammaktien gehören. Die Porsche SE gilt damit als
nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24.
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In den obigen Tabellen sind die von den
Gemeinschaftsunternehmen und Assoziierten Unternehmen
erhaltenen Dividendenzahlungen nach Abzug von Quellensteuer
in Höhe von 2.071 Mio. € (Vorjahr: 2.056 Mio.
€) nicht enthalten.
Die Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen entfallen
im Wesentlichen auf gewährte Darlehen in Höhe von
8.288 Mio. € (31. Dezember 2020: 8.534 Mio. €)
sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von 3.549 Mio. € (31. Dezember 2020: 3.349
Mio. €). Die Forderungen gegen nicht konsolidierte
Tochtergesellschaften resultieren ebenfalls im Wesentlichen
aus gewährten Darlehen in Höhe von 695 Mio.
€ (31. Dezember 2020: 642 Mio. €) sowie aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von 323 Mio. €
(31. Dezember 2020: 190 Mio. €).
Die Transaktionen mit nahestehenden Personen erfolgen
regelmäßig unter marktüblichen Konditionen.
Diese beinhalten teilweise auch Eigentumsvorbehalte.
Die Verpflichtungen gegenüber Aufsichtsräten
beinhalten im Wesentlichen verzinsliche Bankguthaben von
Aufsichtsräten, die zu marktüblichen Konditionen
bei Gesellschaften des Volkswagen Konzerns angelegt wurden.
Des Weiteren bürgt der Volkswagen Konzern für
nahestehende Personen und Unternehmen gegenüber
externen Banken in Höhe von 390 Mio. € (31.
Dezember 2020: 354 Mio. €).
Die ausstehenden Forderungen gegen nahestehende Personen
und Unternehmen wurden in Höhe von 22 Mio. €
(Vorjahr: 46 Mio. €) wertberichtigt. In den ersten
drei Quartalen 2021 fielen hierfür Aufwendungen in
Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €) an.
Der Volkswagen Konzern hat von Januar bis September 2021
Kapitaleinlagen bei nahestehenden Unternehmen in Höhe
von 985 Mio. € (Vorjahr: 192 Mio. €)
getätigt.
15. RechtsstreitigkeitenDIESELTHEMATIK1. Produktbezogene Klagen weltweitDie Anzahl der von der financialright GmbH geltend
gemachten Ansprüche aus abgetretenen Rechten hat sich
aufgrund zahlreicher Antragsrücknahmen auf rund 36
Tsd. reduziert.
In Italien erging im Juli 2021 ein klagestattgebendes
erstinstanzliches Urteil in der Altroconsumo Sammelklage,
wonach die Volkswagen AG und Volkswagen Group Italia rund
63 Tsd. Verbrauchern Schadensersatz in Höhe von
insgesamt rund 185 Mio. € nebst Zinsen zu zahlen
haben. Die Volkswagen AG und Volkswagen Group Italia
beabsichtigen, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
In den Niederlanden wurde die ruhende Sammelklage der
Stichting Car Claim wieder aufgenommen. Die mündliche
Verhandlung zur Begründetheit der Ansprüche fand
im Mai 2021 statt. Im Juli 2021 erging ein teilweise
stattgebendes erstinstanzliches Feststellungsurteil. Nach
der Auffassung des Gerichts haben die Volkswagen AG und die
anderen beklagten Konzerngesellschaften in Bezug auf die
ursprüngliche Motorsteuerungssoftware
unrechtmäßig gehandelt. Zudem stellte das
Gericht fest, dass Verbrauchern gegenüber den
beklagten Händlern ein Anspruch auf Minderung des
Kaufpreises zusteht. Aus dem Feststellungsurteil
resultieren keine konkreten Zahlungsverpflichtungen. Die
Volkswagen AG und die anderen beklagten
Konzerngesellschaften haben gegen das Urteil Berufung
eingelegt.
In Deutschland sind derzeit über 60 Tsd. meist auf
Schadensersatz oder Rückabwicklung gerichtete
Einzelklagen im Zusammenhang mit verschiedenen
Dieselmotortypen gegen die Volkswagen AG oder andere
Konzerngesellschaften anhängig.
Im März 2021 hat der Bundesgerichtshof durch einen
umfassend begründeten Beschluss klargestellt, dass
Käufer eines Fahrzeugs mit Dieselmotor des Typs EA 189
nicht allein aufgrund einer verbauten
temperaturabhängigen Emissionsregelung (sogenanntes
Thermofenster) deliktsrechtliche
Schadensersatzansprüche gegen die Volkswagen AG
geltend machen können.
2. Verfahren in den USA/KanadaIm Februar 2021 hat der US-Bundesstaat Texas beim
Obersten Gerichtshof des Bundesstaates Rechtsmittel gegen
die Entscheidung eines Berufungsgerichts des Bundesstaates
Texas eingelegt, mit der umweltrechtliche Forderungen des
Bundesstaates gegen die Volkswagen AG und die AUDI AG
mangels Zuständigkeit ("personal jurisdiction")
abgewiesen wurden; die Zulassung des Rechtsmittels steht im
Ermessen des Obersten Gerichtshofs. Im Juni 2021
bestätigte der Oberste Gerichtshof des Bundesstaats
Ohio die Entscheidung eines Zwischenberufungsgerichts, das
die Abweisung bestimmter von Ohio erhobener Klagen
abgelehnt hatte. Im August 2021 haben die Volkswagen AG und
die AUDI AG gegen diese Entscheidung Rechtsmittel beim
Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten (US Supreme
Court) eingelegt; die Zulassung des Rechtsmittels steht im
Ermessen des Gerichts. Im September 2021 haben die
Volkswagen AG und die AUDI AG Vergleichsvereinbarungen zur
Beilegung der umweltrechtlichen Klagen der US-Bundesstaaten
Montana und New Hampshire geschlossen.
3. Anlegerklagen weltweit (exklusive USA/Kanada)In den Niederlanden hatte eine Aktionärsvereinigung
eine unbezifferte Klage mit dem Feststellungsziel erhoben,
die Volkswagen AG habe angeblich den Kapitalmarkt
getäuscht. Die Klage wurde Anfang Juli 2021
zurückgenommen. Die Volkswagen AG hat der
Rücknahme zugestimmt. Damit ist dieses Verfahren
beendet.
Weitergehende Angaben zu den Schätzungen
hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen sowie Angaben zu
Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe oder der
Fälligkeit von Beträgen der Rückstellungen
und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den
Rechtsrisiken werden gemäß IAS 37.92 nicht
gemacht, um die Ergebnisse der Verfahren und die Interessen
des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.
Weitere wesentliche RechtsstreitigkeitenEnde März 2021 gab der Aufsichtsrat der Volkswagen
AG bekannt, dass die im Oktober 2015 eingeleitete
Untersuchung der Ursachen und Verantwortlichkeiten für
die Dieselthematik beendet ist. Das Gremium beschloss,
gegenüber dem ehemaligen Vorsitzenden des Vorstands
der Volkswagen AG, Herrn Prof. Dr. Martin Winterkorn, sowie
gegenüber Herrn Rupert Stadler, früheres Mitglied
des Vorstands der Volkswagen AG und ehemaliger Vorsitzender
des Vorstands der AUDI AG, wegen aktienrechtlicher
Sorgfaltspflichtverletzungen Schadensersatz geltend zu
machen. Die Beschlussfassung beruht auf einer Feststellung
fahrlässiger Pflichtverletzungen. Pflichtverletzungen
anderer Mitglieder des Vorstands der Volkswagen AG wurden
nicht festgestellt. Die Untersuchung erstreckte sich auf
alle im maßgeblichen Zeitraum amtierenden Mitglieder
des Vorstands. Im Juni 2021 wurden in diesem Zusammenhang
Vereinbarungen über Schadensersatzleistungen getroffen
mit dem Ziel, die Aufarbeitung der Dieselthematik in Bezug
auf die zivilrechtlichen Verantwortlichkeiten der
Organmitglieder zügig, rechtssicher sowie
endgültig zu beenden. Hierzu schlossen Volkswagen und
Audi mit Herrn Prof. Dr. Winterkorn und Herrn Stadler
jeweils einen Vergleich über Schadensersatzleistungen
(Haftungsvergleich) im Zusammenhang mit der Dieselthematik.
Die Höhe der Schadensersatzleistung von Herrn Prof.
Dr. Winterkorn liegt bei 11,2 Mio. €, die von Herrn
Stadler bei 4,1 Mio. €. Weiterhin einigte sich
Volkswagen mit den beteiligten Versicherern aus der
Managerhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) auf
die Zahlung eines Betrags in Höhe von insgesamt 270
Mio. € (Deckungsvergleich).
Darüber hinaus wurde eine Einigung über
Schadensersatzleistungen durch jeweils ein ehemaliges
Vorstandsmitglied von Audi und Porsche erzielt. Ein
ehemaliger Audi-Vorstand war nicht zu einer Einigung
bereit, gegen ihn werden gerichtliche Schritte vorbereitet.
Ansprüche gegen ein früheres Vorstandsmitglied
der Marke Volkswagen Pkw wurden bereits geltend gemacht.
Im April 2019 hatte die Europäische Kommission im
Rahmen der kartellrechtlichen Untersuchungen in der
Automobilindustrie der Volkswagen AG sowie der AUDI AG und
der Dr. Ing.h.c. F. Porsche AG erstmals Beschwerdepunkte
übermittelt. Mit diesen informierte die
Europäische Kommission über ihre vorläufige
Bewertung des Sachverhalts und gab Gelegenheit zur
Stellungnahme. Nach Eintritt in das förmliche
Settlement-Verfahren hat die Kommission im April 2021
erneut Beschwerdepunkte mit einem deutlich begrenzteren
Tatvorwurf übermittelt. Auf deren Basis ist am 8. Juli
2021 eine das Verwaltungsverfahren abschließende
Settlement-Entscheidung ergangen, mit der gegenüber
den drei Marken ein Gesamtbußgeld in Höhe von
rund 502 Mio. € verhängt worden ist. Der
Gegenstand der Entscheidung beschränkt sich inhaltlich
auf die Kooperation deutscher Automobilhersteller zu
einzelnen technischen Fragen im Zusammenhang mit der
Entwicklung und Einführung von SCR (Selective
Catalytic Reduction)-Systemen für Pkw, die im
Europäischen Wirtschaftsraum verkauft worden sind.
Andere Verhaltensweisen wie Preisabsprachen oder die
Aufteilung von Märkten und Kunden werden den
Herstellern nicht vorgeworfen. Volkswagen hat die am 12.
Juli 2021 zugestellte Entscheidung akzeptiert und keine
Rechtsmittel eingelegt, sodass die Entscheidung
rechtskräftig geworden ist.
Im Oktober 2020 hat das US District Court des Northern
District von Kalifornien zwei kartellrechtliche
Sammelklagen abgewiesen. Die Kläger haben behauptet,
dass mehrere Automobilhersteller, unter anderem die
Volkswagen AG und weitere Konzerngesellschaften, sich
zwecks unrechtmäßiger Erhöhung von
Fahrzeugpreisen abgestimmt und damit gegen US-amerikanische
Kartell- und Verbraucherschutzgesetze verstoßen
hätten. Nach Auffassung des Gerichts waren die Klagen
unschlüssig, weil durch den klägerischen Vortrag
nicht hinreichend plausibel begründet war, dass der
Wettbewerb durch die behaupteten Absprachen unzulässig
eingeschränkt und damit gegen US-Recht verstoßen
worden sei. Gegen diese Entscheidung haben die Kläger
Rechtsmittel eingelegt. Im August 2021 haben die
Kläger einer der beiden Sammelklagen das von ihnen
eingelegte Rechtsmittel zurückgenommen.
Die von der GT Gettaxi Ltd. erhobene Klage, die im
Februar 2020 der Volkswagen AG und einem weiteren Beklagten
zugestellt worden ist und in der insbesondere hohe
angebliche Schadensersatzforderungen geltend gemacht
werden, hat das erstinstanzliche zyprische Gericht im
August 2021 wegen Unzuständigkeit der zyprischen
Gerichte abgewiesen. Gegen diese Entscheidung hat die GT
Gettaxi Ltd. jedoch Rechtsmittel beim Obersten Gerichtshof
(Supreme Court), der letzten zyprischen Berufungsinstanz,
eingelegt.
Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum
gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen
Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr
2021 in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko- und
Chancenbericht" - einschließlich des Abschnitts
"Rechtsrisiken" - des zusammengefassten Lageberichts im
Geschäftsbericht 2020 keine wesentlichen
Änderungen.
16. EventualverbindlichkeitenDie Eventualverbindlichkeiten haben sich insbesondere
durch die Erfassung zusätzlicher steuerlicher,
rechtlicher und produktbezogener Sachverhalte im Vergleich
zum Konzernabschluss 2020 um 0,9 Mrd. € auf 9,5 Mrd.
€ erhöht.
17. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind im
Vergleich zum Konzernabschluss 2020 um 2,8 Mrd. € auf
insgesamt 24,8 Mrd. € angestiegen. Der Anstieg ist im
Wesentlichen auf Verpflichtungen aus Entwicklungs- und
Lieferverträgen zurückzuführen.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem StichtagNach dem 30. September 2021 hat es keine Vorgänge
von besonderer Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage gegeben.
Wolfsburg, 27. Oktober 2021
Volkswagen Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT
Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss
der VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg, - bestehend
aus verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung,
verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter
Bilanz, verkürzter Eigenkapitalentwicklung,
verkürzter Kapitalflussrechnung, sowie
ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den
Konzern-Zwischenlagebericht für den Zeitraum vom 1.
Januar 2021 bis 30. September 2021, die Bestandteile des
unterjährigen Finanzberichts nach § 115 Abs. 7
i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 und 2 und Abs. 3 und 4 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung
des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den
IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach
den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzern-Zwischenabschluss und dem
Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des
Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die
prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Hannover, 27. Oktober 2021
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
scrollen
GlossarAusgewählte Begriffe auf einen BlickHybridanleiheDie von Volkswagen begebenen Hybridanleihen werden
vollständig dem Eigenkapital zugerechnet. Während
der unbegrenzten Laufzeit stehen der Emittentin zu
bestimmten Terminen Kündigungsrechte zu. Die
Zinsausstattung ist bis zur ersten
Kündigungsmöglichkeit fixiert und variiert
später nach Maßgabe der Anleihebedingungen.
Modularer E-Antriebs-Baukasten (MEB) Baukastensystem
für die Herstellung von Elektroautos. Der MEB legt die
Parameter für Achsen, Antriebe, Hochvolt-Batterien,
Radstände und Gewichtsverhältnisse fest, damit
ein Fahrzeug optimal die Anforderungen der
Elektromobilität erfüllt. Im Jahr 2020 startete
die Produktion der ersten Fahrzeuge auf Basis des MEB in
Serie.
Plug-in-HybridLeistungsstufe von Hybridfahrzeugen. Plug-in-Hybrid
Electric Vehicles (PHEVs) besitzen eine größere
Batterie mit entsprechend hoher Kapazität, die sowohl
über den Verbrennungsmotor oder das Bremsen als auch
über die Steckdose geladen werden kann. Dadurch
erhöht sich die Reichweite des Fahrzeugs.
Premium Plattform Elektrik (PPE)Neue Fahrzeugplattform für elektrisch angetriebene
Fahrzeuge der Premium-, Sport- und Luxusklasse. Die
Komponenten und Funktionen dieser Plattform sind speziell
auf die hohen Anforderungen in diesem Segment
zugeschnitten. Mit dieser Plattform werden hohe Synergien
insbesondere zwischen den Marken Audi, Porsche und Bentley
erzielt.
AktivierungsquoteDie Aktivierungsquote ist als Relation aus den
aktivierten Entwicklungskosten und den gesamten Kosten
für Forschung und Entwicklung im Konzernbereich
Automobile definiert. Sie stellt den Anteil der gesamten
Primärausgaben für Forschung und Entwicklung dar,
welcher aktivierungspflichtig ist.
BruttomargeMit der Bruttomarge wird der prozentuale Anteil des
Bruttoergebnisses an den Umsatzerlösen innerhalb einer
Periode ermittelt. Die Bruttomarge gibt Auskunft über
die Profitabilität nach Kosten des Umsatzes.
EigenkapitalquoteDie Eigenkapitalquote gibt den prozentualen Anteil des
Eigenkapitals am Gesamtkapital zu einem Stichtag an. Diese
Quote ist ein Indikator für die Stabilität und
Kapitalkraft des Unternehmens und zeigt den Grad der
finanziellen Unabhängigkeit.
Forschungs- und Entwicklungskostenquote Die Forschungs-
und Entwicklungskostenquote (F&E-Quote) im
Konzernbereich Automobile setzt die gesamten Forschungs-
und Entwicklungskosten in Relation zu den
Umsatzerlösen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten
umfassen die Aufwendungen von der Zukunftsforschung bis zur
marktreifen Entwicklung unserer Produkte. Besonderes
Augenmerk liegt dabei auf der umweltfreundlichen
Ausrichtung unseres Produktportfolios. Die F&E-Quote
belegt die Anstrengungen für die
Zukunftsfähigkeit des Unternehmens: die auf
nachhaltiges Wachstum ausgerichtete Zielsetzung einer
wettbewerbsfähigen Ertragskraft.
Netto-Cash-flowDer Netto-Cash-flow des Konzernbereichs Automobile zeigt
den Mittelüberschuss aus dem laufenden Geschäft,
der zum Beispiel für Dividendenzahlungen zur
Verfügung steht. Er ergibt sich aus dem Cash-flow des
laufenden Geschäfts abzüglich der
Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts.
Netto-LiquiditätDie Netto-Liquidität im Konzernbereich Automobile
bildet den nicht durch Kreditstand finanzierten Bestand an
Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten,
Wertpapieren, Darlehensforderungen und Termingeldanlagen
ab. Zur Absicherung der Geschäftstätigkeit haben
wir das strategische Ziel formuliert, dass die
Netto-Liquidität im Konzernbereich Automobile rund 10
% der Umsatzerlöse des Konzerns beträgt.
Operatives ErgebnisDie Umsatzerlöse, in denen die
Geschäftsentwicklung unserer at-equity-konsolidierten
chinesischen Joint Ventures nicht enthalten ist, sind das
finanzielle Abbild unseres Markterfolgs. Nach
Berücksichtigung des Ressourceneinsatzes ist das
Operative Ergebnis Ausdruck der originären
Unternehmenstätigkeit und zeigt den wirtschaftlichen
Erfolg des Kerngeschäfts.
Operative UmsatzrenditeDie operative Umsatzrendite ist das Verhältnis von
erwirtschaftetem Operativen Ergebnis zu Umsatzerlösen.
SachinvestitionsquoteDie Sachinvestitionsquote im Konzernbereich Automobile
bringt gleichermaßen unsere Innovationskraft und
zukünftige Wettbewerbsfähigkeit zum Ausdruck. Bei
ihrer Berechnung werden die Investitionen - im Wesentlichen
für die Modernisierung und Erweiterung der
Produktpalette, für umweltfreundliche Aggregate sowie
für die Anpassung der Produktionskapazitäten und
Verbesserung der Fertigungsprozesse - ins Verhältnis
zu den Umsatzerlösen des Konzernbereichs Automobile
gesetzt.
Umsatzrendite vor SteuernAls Umsatzrendite ist das in Prozent ausgedrückte
Verhältnis von Gewinn vor Steuern und
Umsatzerlösen innerhalb einer Periode definiert. Sie
zeigt die Höhe des je Umsatzeinheit erwirtschafteten
Gewinns. Die Umsatzrendite gibt Auskunft über die
Profitabilität der gesamten
Geschäftstätigkeit vor Abzug von Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag.
ImpressumHERAUSGEBERVolkswagen AG
Konzernfinanzpublizität
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FINANZKALENDER15. März 2022Jahrespressekonferenz und Investorenkonferenz der
Volkswagen AG
4. Mai 2022Zwischenbericht Januar - März 2022
12. Mai 2022Hauptversammlung der Volkswagen AG
28. Juli 2022Halbjahresfinanzbericht 2022
27. Oktober 2022Zwischenbericht Januar - September 2022
Wir bitten um Verständnis,
dass wir aus Gründen der Sprachvereinfachung die
maskuline grammatische Form verwenden.
Neben der deutschen Fassung erscheint der
Zwischenbericht in englischer Sprache.
Beide Sprachfassungen sind im Internet abrufbar unter:
www.volkswagenag.com/de/InvestorRelations.html
158.809.605.00
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