VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT

Wolfsburg

Zwischenbericht Januar bis März 2023

Wesentliche Zahlen

VOLKSWAGEN KONZERN

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1. Quartal
2023 2022 1 %
Mengendaten 2 in Tsd.
Auslieferungen an Kunden (Fahrzeuge) 2.041 1.898 +7,5
Absatz (Fahrzeuge) 2.124 1.995 +6,5
Produktion (Fahrzeuge) 2.273 2.044 +11,2
Belegschaft (am 31.03.2023/​31.12.2022) 676,9 675,8 +0,2
Finanzdaten nach IFRS in Mio. €
Umsatzerlöse 76.198 62.711 +21,5
Operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen 5.747 8.458 -32,1
Operative Umsatzrendite vor Sondereinflüssen (%) 7,5 13,5
Sondereinflüsse 0 -130 x
Operatives Ergebnis 5.747 8.328 -31,0
Operative Umsatzrendite (%) 7,5 13,3
Ergebnis vor Steuern 6.453 8.916 -27,6
Umsatzrendite vor Steuern (%) 8,5 14,2
Ergebnis nach Steuern 4.730 6.743 -29,9
Konzernbereich Automobile 3
Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt 5.071 4.359 +16,3
F&E-Quote (%) 8,0 8,5
Cashflow laufendes Geschäft 7.576 5.800 +30,6
Investitionstätigkeit laufendes Geschäft 4 5.332 4.309 +23,7
davon: Sachinvestitionen 2.458 1.703 +44,3
Sachinvestitionsquote (%) 3,9 3,3
Netto-Cashflow 2.244 1.491 +50,5
Nettoliquidität am 31.03. 38.441 31.065 +23,7

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).
2 Mengendaten inklusive der nicht vollkonsolidierten chinesischen Gemeinschaftsunternehmen. Die Auslieferungen des Vorjahres wurden aufgrund statistischer Fortschreibung aktualisiert.
3 Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen.
4 Ohne Erwerb und Verkauf von Beteiligungen: 1. Quartal 4.954 (3.848) Mio. €.

Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor. Bei Abweichungen geht die deutsche maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen Übersetzung vor. Alle Zahlen im Bericht sind jeweils für sich gerundet; dies kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen. Die Vergleichswerte des Vorjahres werden neben den Werten des aktuellen Geschäftsjahres in Klammern dargestellt.

Reichweitenangaben zu Fahrzeugen wurden auf dem Rollenprüfstand über das Durchfahren der Zyklen nach der Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure (WLTP) ermittelt. WLTP-Reichweitenwerte für Serienfahrzeuge können ausstattungsbedingt abweichen. Die tatsächliche Reichweite variiert in der Praxis abhängig von verschiedenen weiteren Faktoren.

Wesentliche Fakten

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Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns mit 2,0 (1,9) Mio. Fahrzeugen über Vorjahr; Zuwächse in Westeuropa, Nord- und Südamerika, Rückgänge in Asien-Pazifik sowie Zentral- und Osteuropa

Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge an Kunden um 42,1 % gesteigert; Anteil an den Auslieferungen des Konzerns nimmt auf 6,9 (5,2) % zu

Umsatzerlöse des Konzerns übertreffen mit 76,2 Mrd. € das Vorjahr um 21,5 %

Operatives Ergebnis mit 5,7 (8,3) Mrd. € unter Vorjahr; Effekte aus der Fair-Value-Bewertung von Derivaten außerhalb des Hedge Accounting in Höhe von -1,3 (+ 3,2) Mrd. €; Verbesserungen insbesondere im Volumen sowie in der Preispositionierung

Ergebnis vor Steuern geht auf 6,5 (8,9) Mrd. € zurück; Ergebnis nach Steuern sinkt um 2,0 Mrd. € auf 4,7 Mrd. €

Netto-Cashflow des Automobilbereichs verbessert sich auf 2,2 (1,5) Mrd. €; Sachinvestitionsquote beläuft sich auf 3,9 (3,3) %

Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile bei 38,4 Mrd. €; Mittelabfluss aus der Sonderdividende im Zusammenhang mit dem Börsengang der Porsche AG enthalten

Group News

NEUE PRODUKTE UND TECHNOLOGIEN

Im ersten Quartal 2023 stellten der Volkswagen Konzern und seine Marken neue Fahrzeuge und Technologien vor.

Auf der Chicago Auto Show stellte die Marke Volkswagen Pkw im Februar 2023 erstmals den neuen Atlas und Atlas Cross Sport vor. Die aufgewerteten Modelle, die als Sieben- beziehungsweise Fünfsitzer angeboten werden, bieten modernste Technologien, ein ansprechendes Innenraumdesign und eine agile Motorisierung. Der Innenraum der neuen Atlas-Familie wurde mit hochwertigen Materialien und serienmäßigen High-End-Komfortfunktionen signifikant aufgewertet. Serienmäßig an Bord sind unter anderem auch ein 12 Zoll Infotainment-Display, das Volkswagen Digital Cockpit Pro, die IQ.DRIVE Fahrerassistenztechnologie sowie verbesserte Konnektivitätslösungen. Der durchzugsstarke und zugleich effiziente Vierzylinder-Turbomotor mit Direkteinspritzung bietet mit 200 kW (269 PS) eine vergleichbare Leistung wie der Vorgänger, jedoch eine Drehmomenterhöhung, die über einen breiteren Drehzahlbereich zur Verfügung gestellt wird. Fahrkomfort und Beschleunigung wurden zusätzlich verbessert.

Im März 2023 feierte die Marke Volkswagen Pkw die Weltpremiere der neuen Generation des ID.3. Von außen präsentiert sich der vollelektrische Bestseller aus der Kompaktklasse in einem frischen und geschärften Look: Die Front mit neuem Stoßfänger wirkt selbstbewusst und freundlich. Am Heck leuchten die zweigeteilten Rücklichter erstmals auch in der Heckklappe. Das Interieur kombiniert modernes Design und nachhaltige Materialien. Für die Türverkleidungen und Sitzbezüge wurde das Microfasermaterial Artvelours Eco verwendet, das zu 71 % aus Rezyklat besteht, dabei aber die gleichen Eigenschaften in Bezug auf Anmutung, Haptik und Strapazierfähigkeit besitzt wie herkömmliche Materialien. Zudem wurde bei der Innenausstattung durchgängig auf Materialien tierischen Ursprungs verzichtet. Das moderne und intuitive Bedienkonzept basiert auf der neuesten Software-Generation und kann Over-the-Air-Updates empfangen. Das kompakte 5,3 Zoll Fahrer-Display wird über das Multifunktionslenkrad gesteuert. In der Konsolenmitte befindet sich das serienmäßige 12 Zoll große Touch-Display für Navigation, Telefonie, Medien, Assistenzsysteme und Fahrzeug-Setup. Das optional erhältliche Augmented-Reality-Head-up-Display liefert unter anderem in die Windschutzscheibe eingespiegelte dynamische Navigationsanweisungen, die für den Fahrer - perspektivisch korrekt und eindeutig - scheinbar in zehn Meter Entfernung vor dem Fahrzeug auftauchen. Neben der bewährten Geschwindigkeits- und Abstandsregelung ACC und dem Spurhalteassistenten Lane Assist ist im neuen ID.3 optional der Travel Assist mit Schwarmdaten verfügbar.

Im Zeitalter der Elektromobilität schreibt die Marke Volkswagen Pkw ihre Erfolgsgeschichte der Kompaktwagen fort und gab Mitte März einen ersten Ausblick auf einen vollelektrischen Volkswagen für unter 25.000 €: Die Studie ID. 2all zeigt eine neue Volkswagen Designsprache und ist das erste MEB-Fahrzeug mit Frontantrieb. Die E-Maschine liefert eine Leistung von 166 kW (226 PS), die Reichweite liegt bei bis zu 450 km. Zu den innovativen Technik-Features gehören der Travel Assist, IQ.LIGHT und der E-Routenplaner.

Die Serienversion des ID. 2all soll auf der sogenannten MEB Entry-Plattform basieren, mit der neue Maßstäbe in Sachen Technologie und Alltagstauglichkeit gesetzt werden sollen. Das Fahrzeug ist eines von zehn neuen E-Modellen, die Volkswagen bis 2026 auf den Markt bringen will.

Lamborghini feierte im März 2023 die Premiere des neuen Revuelto. Der Bolide setzt das V12-Vermächtnis des italienischen Herstellers von Supersportwagen fort und führt es als erster Serienhybrid in eine neue elektrifizierte Zukunft. Dazu bedient er sich eines neuen Designs, Antriebsstrangs, effizientester Aerodynamik und eines neuartigen Carbon-Rahmen-Konzepts. Seine Leistung von 747 kW (1.015 PS) stammt aus einem vollkommen neuen Zwölfzylinder-Verbrennermotor, der mit einem neuen Doppelkupplungsgetriebe und drei Elektromotoren zusammenarbeitet. Diese werden von einer Lithium-Ionen-Batterie gespeist und ermöglichen einen reinelektrischen Fahrmodus.

Volkswagen Group Technology bündelt die konzernweiten Aktivitäten in den Bereichen Batterie, Laden und E-Komponenten und unterstützt die Konzernmarken als hausinterner Technologie-Lieferant. Im Rahmen des Tech Day 2023 hat Volkswagen Group Technology im ersten Quartal einen Ausblick auf kommende E-Auto-Innovationen gegeben. Im Fokus steht dabei das Elektroantriebssystem der Zukunft. Dafür nimmt Volkswagen alle zentralen Komponenten in die eigene Hand und entwickelt neben der Batterie und dem Elektromotor jetzt auch den Pulswechselrichter und das Thermomanagement selbst. Dies bietet erhebliche Effizienz- und Kostenvorteile: Allein durch die optimale Abstimmung der Einzelkomponenten sind Effizienzsteigerungen von bis zu 20 % möglich.

AUSZEICHNUNGEN

Im Januar 2023 fuhr die Marke CUPRA mit dem Formentor bei der Auszeichnung der "Sportcars des Jahres 2022" einen Doppelsieg ein und setzte sich gegen 24 weitere SUVs durch. In der Kategorie SUV (Serie) wählten die Leser der Fachzeitschrift Auto Bild das Modell zum Sieger in der Import- und Gesamtwertung.

Ebenfalls im Januar 2023 gewann der Volkswagen ID. Buzz als Gesamtsieger den "What Car? Car of the Year Award 2023". In fünf der zusätzlichen 18 Kategorien konnten sich weitere Modelle des Volkswagen Konzern den Sieg sichern.

Ende Januar 2023 erhielt MAN Truck & Bus zusammen mit der Axel Springer Corporate Solutions GmbH & Co. KG für die Electrifying Europe Tour den "goldenen FOX AWARD" in der Kategorie Auto. Bei der Europatour legte der MAN Lion´s City 12 E eine Strecke von knapp 2.500 Kilometern in acht Ländern zurück und bewies die Leistungsfähigkeit vollelektrischer Stadtbusse. Die FOX AWARDS werden seit zwölf Jahren von einer Jury aus Medienexperten verliehen.

Anfang Februar 2023 wurden mehrere Modelle des Volkswagen Konzerns von der Fachzeitschrift auto motor und sport mit der Auszeichnung "Best Cars 2023" gekürt. Die Marke Volkswagen Pkw überzeugte mit dem T-Roc in der Kategorie Kleine SUV/​Crossover. Der Polo ging als weiterer Gesamtsieger der Marke in der Kategorie Kleinwagen hervor. In der Importwertung dieser Kategorie sicherte sich der ŠKODA Fabia den ersten Platz. Die Importwertung der Kategorie Kompaktklasse konnte ŠKODA mit dem Octavia ebenfalls für sich gewinnen. Porsche setzte sich in der Kategorie Obere Mittelklasse mit dem Taycan gegen seine Mitbewerber durch. Weiter sicherte sich die Marke Porsche mit dem 911 den Spitzenplatz in der Kategorie Sportwagen sowie mit dem 911 Cabrio/​Targa in der Cabrio-Wertung. In der Kategorie Große SUV/​Gelände-wagen konnte Porsche mit dem Macan überzeugen. Die Importwertung der Luxusklasse führte der Bentley Continental GT an. Volkswagen Nutzfahrzeuge holte sich mit dem ID. BUZZ in der Kategorie Vans den ersten Platz. In der Importwertung der Kategorie Kompakte SUV/​Geländewagen sicherte sich der CUPRA Formentor den Sieg. Lamborghini stand in der Importwertung der Luxus-SUV/​Geländewagen mit dem Urus ganz oben. Insgesamt wählten über 100.000 Leser aus 13 Fahrzeugkategorien ihre Favoriten.

Ebenfalls im Februar 2023 gewann der MAN Lion´s City 10 E bei den National Transport Awards 2023 in Madrid die Auszeichnung als "Bus of the Year in Spain". In insgesamt zehn Kategorien wählte eine Jury aus Fachleuten und Branchenexperten die besten Fahrzeuge des Jahres.

JUBILÄEN

Das Jahr 2023 steht für die Marke Porsche im Zeichen ihres 75. Jubiläumsjahres. Die Sportwagengeschichte begann 1948 mit der Fertigung des 356 "Nr. 1" Roadster. Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet die Sonderausstellung "Driven by Dreams", die von Januar bis September 2023 im Drive Volkswagen Group Forum in Berlin präsentiert wird. Im Mittelpunkt steht dabei die Studie Porsche Vision 357 - ein Versuch, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Marke miteinander zu verbinden. Im Jahresverlauf sind weitere Veranstaltungen an verschiedenen Standorten weltweit geplant.

Anfang Februar verließ der einmillionste Volkswagen T-Roc das Werk in Palmela. Das Jubiläumsfahrzeug ist ein zweifarbiger T-Roc R in der Farbkombination Reinweiß und Titanium Black, der nach Australien ausgeliefert wurde. Der Kompakt-SUV wird seit fünf Jahren erfolgreich im Werk in Portugal produziert.

Im Werk Poznań feierte Volkswagen im Februar 2023 einen weiteren Produktionsmeilenstein mit der Fertigung des viermillionsten Fahrzeug - ein Caddy in Indiumgrau Metallic. Als größter Automobilhersteller in Polen arbeiten in den Volkswagen Werken in Poznań und Września insgesamt mehr als 8.500 Beschäftigte.

Einen 30-jährigen Meilenstein feierte Audi Hungaria im Februar 2023. Im größten Antriebswerk der Welt arbeiten rund 12.000 Mitarbeiter sowie 50.000 Dienstleister und Zulieferer. Seit der Unternehmensgründung wurden in Győr mehr als 42 Millionen Motoren und knapp zwei Millionen Autos gefertigt.

Ebenfalls im Februar 2023 zelebrierte SEAT das 30-jährige Bestehen des Stammwerks in Martorell. Knapp 12.000 Menschen arbeiten am Hauptsitz in Spanien, in dem bereits mehr als 12 Millionen Einheiten von insgesamt 45 Modellen gefertigt wurden. Ab 2025 sollen in Martorell vollelektrische Modelle verschiedener Konzernmarken im Kleinwagensegment produziert werden.

Seinen 20. Geburtstag beging der Volkswagen Touran im März 2023. Der Kompaktvan wurde weltweit bereits mehr als 2,6 Millionen Mal verkauft. Seit 2015 wird der Touran in der zweiten Generation gefertigt und ist der erste Van von Volkswagen, der auf dem MQB basiert.

ŠKODA feierte im März 2023 das 25-jährige Jubiläum des Octavia Combi. Mehr als 2,8 Millionen Mal wurde das Kombifahrzeug an Kunden ausgeliefert und wird heute bereits in der vierten Generation sowie als elektrifiziertes Modell produziert.

KOOPERATIONEN UND BETEILIGUNGEN

Im ersten Quartal zog der Volkswagen Konzern eine erste Zwischenbilanz zum Aufbau seines weltweiten Schnellladenetzwerks. Das Ziel des Konzerns ist, bis 2025 ein globales Netz aus insgesamt 45.000 High-Power-Charging-Punkten (HPC) mit einer Leistung von bis zu 350 kW zu errichten. Bis zum Ende des Jahres 2022 konnte der Konzern mit seinen Joint Ventures IONITY, Ewiva und CAMS, seinen strategischen Partnern BP und Iberdrola in Europa und China sowie mit Electrify America in Nordamerika bereits rund 15.000 Schnellladepunkte ans Netz anschließen. Ende 2023 sollen in Europa circa 10.000 und weltweit bis zu 25.000 HPC-Ladepunkte zur Verfügung stehen.

KAPAZITÄTSAUSWEITUNGEN

Im März 2023 vollzog Volkswagen den nächsten Schritt beim Aufbau seines globalen Batteriegeschäfts: In der spanischen Region Valencia wurde der Grundstein für die zweite konzerneigene Batteriezellfabrik gelegt. Der Produktionsstart ist für 2026 geplant. Zunächst sollen dort nachhaltige Batteriezellen mit einer Jahreskapazität von 40 GWh produziert werden. Eine Ausweitung der Kapazität auf 60 GWh ist optional möglich. Ziel ist, die Energieversorgung der Zellfabrik vollständig mit regenerativem Strom aus Sonne und Wind abzudecken, unter anderem über einen 250 Hektar großen Solarpark in der unmittelbaren Nähe des Werkes. Zudem soll der Rohstoffkreislauf direkt auf dem Gelände der Zellfabrik geschlossen werden.

Darüber hinaus verkündete der Volkswagen Konzern im März 2023, seine Aktivitäten in Nordamerika zu verstärken. In St. Thomas, Ontario, soll die erste Gigafabrik des Konzerns außerhalb Europas entstehen. Der Produktionsstart ist für 2027 geplant. Die Fabrik soll künftig die vollelektrischen Fahrzeuge von Konzernmarken in der Region mit modernsten nachhaltigen Batteriezellen versorgen. Außerdem ist sie Teil der im vergangenen August mit der kanadischen Regierung abgestimmten Absichtserklärung, die sich auf Batterie-Wertschöpfung und Rohstoffabsicherung zur Förderung der Elektromobilität im Land fokussiert.

Als Beitrag der Wachstumsstrategie des Volkswagen Konzerns in Nordamerika entschied der Volkswagen Konzern im März 2023, in Columbia im US-Bundesstaat South Carolina eine erste Produktionsstätte für Scout Motors Inc. zu errichten. In dem Werk, für das eine jährliche Kapazität von mehr als 200.000 Fahrzeugen geplant ist, sollen der robuste SUV und Pickup der Marke Scout auf einer neu entwickelten vollelektrischen Plattform produziert werden. Der Spatenstich ist für Mitte 2023 vorgesehen und die ersten Fahrzeuge sollen Ende 2026 vom Band laufen.

NEUSTRUKTURIERUNG DER VOLKSWAGEN FINANZDIENSTLEISTUNGEN

Mit einer Neustrukturierung der Volkswagen Finanzdienstleistungen bis Mitte 2024 soll die Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung der Konzernstrategie im Bereich Mobilitätsdienstleistungen geschaffen werden. Dafür stellen sich die Volkswagen Finanzdienstleistungen gesellschaftsrechtlich neu auf: Der Großteil der deutschen und europäischen Gesellschaften der Volkswagen Financial Services AG sowie der Volkswagen Bank GmbH soll in einer neuen Finanzholdinggesellschaft konsolidiert werden, die der Aufsicht der Europäischen Zentralbank unterliegt. Die Volkswagen Financial Services AG wird im gleichen Schritt umfirmiert und soll als Holdinggesellschaft für nicht-europäische Gesellschaften auftreten. Beide Holdinggesellschaften bleiben integraler Bestandteil des Volkswagen Konzerns. Durch die Bündelung der Tätigkeiten in einem europäischen Finanzdienstleister können die Refinanzierungsinstrumente der Volkswagen Bank GmbH auch für den weiteren Ausbau des stark wachsenden Leasinggeschäfts in Deutschland und Europa genutzt werden und Synergiepotentiale in den bestehenden Finanzierungs- und Leasinggesellschaften in Europa gehoben werden.

AUFSICHTSRATANGELEGENHEITEN

Mit Wirkung zum 28. Februar 2023 wurde Herr Dr. Günther Horvath, Geschäftsführer und zugleich selbstständiger Rechtsanwalt bei der Dr. Günther J. Horvath Rechtsanwalt GmbH, gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats der Volkswagen AG bestellt. Er trat die Nachfolge von Frau Dr. Louise Kiesling an, die am 9. Dezember 2022 verstorben ist.

Herr Gerardo Scarpino, Geschäftsführer des Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG, wurde mit Wirkung zum 21. April 2023 gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats der Volkswagen AG bestellt. Er tritt die Nachfolge von Herrn Jens Rothe an, der sein Mandat mit Wirkung zum Ablauf des 3. März 2023 niedergelegt hatte.

Volkswagen Aktie

Im ersten Quartal 2023 setzten die internationalen Börsen ihren im Oktober 2022 begonnenen Aufwärtstrend zunächst fort. Überschattet war die Entwicklung an den Märkten jedoch von der Sorge der Anleger über weitere Zinserhöhungen durch die nationalen Notenbanken angesichts anhaltend hoher Inflationsraten. Gegen Ende des Berichtszeitraums gerieten die internationalen Börsen unter Druck: Die durch die gestiegenen Zinsen ausgelöste Krise im internationalen Bankensektor führte zu einer großen Verunsicherung an den Finanzmärkten.

Der deutsche Aktienindex (DAX) startete zu Jahresbeginn 2023 fulminant in das neue Börsenjahr und konnte den Jahresendkurs 2022 übertreffen. Getrieben von fallenden Gaspreisen, sinkenden Inflationsraten und besseren wirtschaftlichen Frühindikatoren verbesserte sich zunächst die Stimmung mit der Hoffnung auf einen geringer als erwartet eintretenden Konjunkturabschwung. Im weiteren Verlauf belasteten weitere Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank angesichts eines unvermindert hohen Inflationsdrucks die Kursentwicklung. Der DAX ging in eine Seitwärtsbewegung über. Am Ende des ersten Quartals 2023 beeinträchtigten die Turbulenzen mehrerer internationaler Banken im Zusammenhang mit den steigenden Zinsen die Kursentwicklung.

Die Kurse der Vorzugsaktie und der Stammaktie der Volkswagen AG entwickelten sich zu Beginn des Berichtszeitraums zunächst sehr positiv. Die soliden Ergebnisse aus dem Geschäftsjahr 2022, die vorgeschlagene Dividende für 2022 und ein ambitionierter Ausblick für 2023 sorgten kurzzeitig für einen Kursanstieg. Demgegenüber bewertete der Kapitalmarkt den hohen Kapitalbedarf für die Transformation des Unternehmens und die sich verschärfende Wettbewerbssituation im Automobilsektor kritisch. Preissenkungen durch die Konkurrenz und die Frage, wie andere Automobilhersteller hiermit umgehen, lösten Unsicherheiten bei Anlegern aus. Auch wirkte die weiterhin hohe Abhängigkeit des Konzerns von den Entwicklungen in China dämpfend auf den Kurs. Am Ende des ersten Quartals 2023 notierten die Vorzugsaktie um 7,9 % und die Stammaktie um 7,0 % über dem Wert zum Jahresende 2022.

Angaben und Erläuterungen zum Ergebnis je Aktie finden Sie im Anhang des Konzern-Zwischenabschlusses. Weitere Daten zur Volkswagen Aktie sowie Nachrichten, Berichte und Präsentationen zum Unternehmen sind auf der Internetseite www.volkswagenag.com/​de/​InvestorRelations.html abrufbar.

KURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2022 BIS MÄRZ 2023

Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2022 = 100

KENNZAHLEN ZU DEN VOLKSWAGEN AKTIEN UND MARKTINDIZES VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ 2023

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Höchstkurs Tiefstkurs Schlusskurs
Stammaktie Kurs (€) 181,65 149,50 158,00
Datum 03.03. 24.03. 31.03.
Vorzugsaktie Kurs (€) 142,20 119,00 125,64
Datum 03.03. 24.03. 31.03.
DAX Kurs 15.654 14.069 15.629
Datum 06.03. 02.01. 31.03.
ESTX Auto & Parts Kurs 630 522 595
Datum 06.03. 02.01. 31.03.

Geschäftsverlauf

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Der Russland-Ukraine-Konflikt hat zu einer erhöhten Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft geführt und große Teile der westlichen Staatengemeinschaft dazu veranlasst, Russland mit Sanktionen zu belegen. Diese umfassen unter anderem ein weitreichendes Handelsembargo sowie den teilweisen Ausschluss Russlands vom globalen Finanzmarkt. Russland selbst hat in seiner Rolle als Energie-Exporteur Lieferungen, insbesondere von Gas, nach Europa eingeschränkt. Trotz der einsetzenden Beruhigung an den Energie- und Rohstoffmärkten in den vergangenen Monaten bergen die weiterhin erhöhten Rohstoffpreise, die fortbestehenden Versorgungsengpässe sowie die Lohnentwicklung an den überhitzten Arbeitsmärkten die Gefahr einer anhaltend hohen Inflation.

Nach dem Einbruch der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2020, der einsetzenden Erholung aufgrund von Basis- und Nachholeffekten in 2021 und der trotz des Russland-Ukraine-Konflikts weiteren Normalisierung der ökonomischen Aktivität in 2022 lag das Wirtschaftswachstum im Berichtszeitraum sowohl bei den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch bei den Schwellenländern im Durchschnitt weiter auf Erholungskurs, wenngleich mit abnehmender Dynamik gegenüber dem Vorjahr. Auf nationaler Ebene war die Entwicklung einerseits davon abhängig, inwieweit der erhöhten Inflation von den Notenbanken mit einer restriktiven Geldpolitik, im Wesentlichen durch steigende Zinsen und sinkende Anleihekäufe, entgegengewirkt werden musste und so den privaten Konsum und die Investitionstätigkeit negativ beeinflusste. Andererseits war entscheidend, wie stark die Volkswirtschaften von den Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts betroffen waren. Die Preise für Energie- und viele sonstige Rohstoffe waren gegenüber dem Vorjahr rückläufig, die Engpässe von Vorprodukten und Rohstoffen haben sich etwas entspannt. Der weltweite Güterhandel wuchs im Berichtszeitraum.

Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete im ersten Quartal 2023 wie in der Vorjahresperiode ein positives, aber geringeres Wachstum. Gründe dafür waren vor allem die zwischenzeitlich zum Teil deutlich erhöhten Energie- und Rohstoffpreise, welche die Inflationsraten im Vorjahr erheblich ansteigen ließen und so negativ auf die Konsumentenstimmung wirkten. Die im zweiten Halbjahr 2022 begonnene Erholung der Konsumentenstimmung setzte sich im Berichtszeitraum auf niedrigem Niveau fort. Zudem bremsten die restriktiven geldpolitischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation sowohl den privaten Konsum als auch die Investitionstätigkeit. Diese Entwicklung war bei fast allen nord- und südeuropäischen Staaten zu beobachten.

Deutschland registrierte in der Berichtsperiode ein positives Wirtschaftswachstum bei abnehmender Dynamik. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Arbeitslosenquote im Durchschnitt an. Nachdem die monatlichen Inflationsraten in 2022 historische Höchstwerte erreicht hatten, sanken sie seitdem leicht, blieben aber verhältnismäßig hoch.

DEVISENKURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2022 BIS MÄRZ 2023

Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2022 = 100

Die Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas wiesen in den ersten drei Monaten 2023 insgesamt ein reales absolutes Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf, das gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres rückläufig war. Während sich die Wirtschaftsleistung in Zentraleuropa mit einer vergleichsweise geringen negativen Rate entwickelte, ging das BIP in der Region Osteuropa seit dem zweiten Quartal 2022 - infolge des Russland-Ukraine-Konflikts - gegenüber der jeweiligen Vorjahresperiode deutlicher zurück. Die Inflationsraten waren im Berichtszeitraum in der Gesamtregion Zentral- und Osteuropa durchschnittlich höher als im Vorjahr, aber auf hohem Niveau rückläufig.

Die türkische Volkswirtschaft erreichte im ersten Quartal 2023 ein niedriges und gegenüber dem Vorjahr schwächeres Wachstum des BIP bei gleichzeitig sehr hoher Inflation und Abwertung der lokalen Währung. Südafrika wies bei anhaltenden strukturellen Defiziten und politischen Herausforderungen eine schwach positive Veränderungsrate der Wirtschaftsleistung aus.

Das Bruttoinlandsprodukt der USA erhöhte sich in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahreszeitraum, das Wachstum schwächte sich aber über die letzten Quartale ab. Aufgrund der hohen Inflation und des angespannten Arbeitsmarktes hat die US-Notenbank ihre restriktive Geldpolitik fortgesetzt und den Leitzins im Jahr 2022 sieben Mal und im ersten Quartal 2023 weitere zwei Mal angehoben. Die Arbeitslosenquote bewegte sich im Berichtszeitraum weiter auf einem niedrigen Niveau. In Kanada und Mexiko war die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2022 ebenfalls höher.

Die Wirtschaft Brasiliens wuchs im Berichtszeitraum 2023 schwächer als im Vorjahr, verbunden mit hohen, aber rückläufigen monatlichen Inflationsraten. Argentinien verzeichnete eine insgesamt gegenüber dem Vorjahr langsamer wachsende Wirtschaftsleistung bei sehr hoher Inflation und fortlaufendem Währungsverfall.

Die chinesische Wirtschaftsleistung wuchs im Berichtszeitraum langsamer als in der Vorjahresperiode, positiv beeinflusst durch die Aufhebung der Null-Covid-Strategie. Indien registrierte ein positives, aber geringeres Wirtschaftswachstum als im Vorjahr. Japan verzeichnete gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ebenfalls eine positive, wenn auch nur geringe BIP-Wachstumsrate.

ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR PKW UND LEICHTE NUTZFAHRZEUGE

Im ersten Quartal 2023 lag das weltweite Pkw-Marktvolumen mit 17,5 Mio. Fahrzeugen leicht über dem Niveau des Vergleichswertes von 2022 (+ 3,1 %). Dabei entwickelten sich die meisten großen Pkw-Märkte positiv, was insbesondere auf das schwache Vorjahresniveau zurückzuführen war. Während sich die Versorgungslage bei Vorprodukten langsam verbesserte, wirkten vor allem die Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts sowie Vorzieheffekte aufgrund auslaufender Fördermaßnahmen zum Ende des Vorjahres dämpfend auf die Entwicklung der Neuzulassungen einzelner Märkte. Ein deutliches beziehungsweise starkes Wachstum verzeichneten die Gesamtmärkte der Regionen Westeuropa und Nahost. Nordamerika und Südamerika lagen spürbar über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. In den übrigen Regionen sank die Zahl der Verkäufe in den ersten drei Monaten in 2023: Während das Marktvolumen in Zentral-und Osteuropa sowie Afrika deutlich rückläufig war, verzeichnete Asien-Pazifik ein leichtes Minus.

Das weltweite Neuzulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen lag im ersten Quartal 2023 spürbar (+ 7,2 %) über dem Niveau des Vorjahresquartals.

In Westeuropa stieg die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im ersten Quartal des Berichtsjahres 2023 gegenüber dem Vorjahr deutlich um + 17,2 % auf 2,9 Mio. Fahrzeuge. Die Entwicklung der großen Pkw-Einzelmärkte war durchweg positiv: Frankreich (+ 15,2 %), Großbritannien (+18,2 %), Italien (+ 25,7 %) und Spanien (+ 43,5 %) konnten ihr jeweiliges Niveau gegenüber dem ersten Quartal 2022 deutlich bis sehr stark übertreffen.

Das Neuzulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen in Westeuropa erhöhte sich im Berichtszeitraum deutlich gegenüber dem Vorjahreswert (+ 14,1 %).

Im ersten Quartal 2023 lag die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland mit 667 Tsd. Einheiten (+ 6,6 %) spürbar über dem schwachen Niveau des Vorjahresquartals. Störungen der globalen Logistikketten schränkten die Fahrzeugverfügbarkeit zu Jahresbeginn ein. Zuletzt stieg die Verfügbarkeit von Vorprodukten und bei Halbleiterlieferungen deutlich an, was sich positiv auf die Inlandsproduktion auswirkte. Die inländische Produktion in den ersten drei Monaten des Berichtsjahres erhöhte sich auf 1,1 Mio. Fahrzeuge (+ 38,8 %), die Pkw-Exporte wuchsen auf 839 Tsd. Einheiten (+ 37,2 %).

Die Zahl der Verkäufe von leichten Nutzfahrzeugen in Deutschland lag in den ersten drei Monaten 2023 mit einem Plus von 10,5 % deutlich über dem Vergleichswert von 2022.

In der Region Zentral- und Osteuropa ging das Pkw-Marktvolumen - nach einem sehr starken Einbruch im Gesamtjahr 2022 - deutlich zurück (- 13,7 %). Die Zahl der Verkäufe entwickelte sich dabei in den einzelnen Märkten sehr unterschiedlich. In Zentraleuropa war nach den schwachen Vorjahreswerten in Polen eine starke (+ 20,3 %) und in Tschechien eine deutliche (+ 19,0 %) Erholung zu beobachten.

Das Marktvolumen von leichten Nutzfahrzeugen in Zentral- und Osteuropa lag im ersten Quartal 2023 stark unter dem Niveau des Vorjahres (- 22,2 %).

Das Pkw-Marktvolumen in der Türkei lag im Berichtszeitraum sehr stark über dem Niveau des ersten Quartals 2022 (+ 50,1 %). Der südafrikanische Pkw-Markt stagnierte auf dem Vorjahresniveau (- 0,1 %), während die Region Afrika insgesamt deutlich rückläufig war.

Die Zahl der Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen in der Türkei stieg im Berichtszeitraum um 52,7 % über den vergleichbaren Wert aus 2022; Südafrika verzeichnete ein spürbares Wachstum (+ 6,7 %).

In der Region Nordamerika stiegen die Verkaufszahlen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (bis 6,35 t) spürbar auf 4,3 Mio. Fahrzeuge (+ 9,0 %). Dabei verzeichnete das Marktvolumen in den USA mit 3,6 Mio. Einheiten im ersten Quartal 2023 zwar einen für die Region unterdurchschnittlichen, aber dennoch spürbaren Zuwachs von 8,2 %. Der kanadische Automobilmarkt registrierte im Berichtszeitraum ebenfalls einen spürbaren Anstieg der Verkaufszahlen auf 348 Tsd. Einheiten (+ 5,8 %), während sich die Neuzulassungen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in Mexiko im Vergleich zum Vorjahr stark auf 315 Tsd. Fahrzeuge erhöhten (+ 24,4 %).

In der Region Südamerika lag das Neuzulassungsvolumen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den ersten drei Monaten 2023 mit 833 Tsd. Einheiten (+ 6,9 %) spürbar über dem Niveau des Vergleichszeitraums. Damit setzte sich der im Vorjahr begonnene positive Wachstumstrend fort. In Brasilien lag die Zahl der Neuzulassungen bei 437 Tsd. Einheiten und damit deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals (+ 16,4 %). Auf dem argentinischen Markt stieg die Nachfrage nach Pkw und leichten Nutzfahrzeugen deutlich um + 14,0 % auf 115 Tsd. Einheiten an.

In der Region Asien-Pazifik lag das Pkw-Marktvolumen im ersten Quartal 2023 mit 7,9 Mio. Fahrzeugen leicht unter dem Vorjahreswert (- 4,4 % ). Der Rückgang der Pkw-Nachfrage in der Region war maßgeblich auf die negative Entwicklung des chinesischen Pkw-Marktes zurückzuführen. Hier liefen Ende des Jahres 2022 staatliche Förder- und Kaufanreizprogramme aus, was zu Vorzieheffekten bei Fahrzeugkäufen geführt hatte. Insgesamt lag das Nachfragevolumen in China mit 4,4 Mio. Einheiten deutlich unter dem Niveau des ersten Quartals 2022 (- 12,5 % ). In Indien nahmen die Pkw-Verkäufe gegenüber dem Vergleichswert mit einem Plus von 10,9 % auf 979 Tsd. Fahrzeuge deutlich zu. Auf dem japanischen Pkw-Markt lagen die Neuzulassungen im Berichtszeitraum mit 1,2 Mio. Einheiten (+ 15,3 %) ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahres.

Das Nachfragevolumen nach leichten Nutzfahrzeugen in der Region Asien-Pazifik lag in den ersten drei Monaten 2023 spürbar über dem Niveau des Vorjahresquartals (+ 5,0 %). In China, dem dominierenden Markt der Region und dem größten Markt weltweit, wurde das Zulassungsvolumen des Vorjahres mit + 11,9 % deutlich übertroffen. In Indien lag die Zahl neu zugelassener Fahrzeuge leicht über (+ 4,7 %), in Japan auf dem Niveau des Vorjahres (+ 1,4 %).

ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR NUTZFAHRZEUGE

Die weltweite Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw mit einem Gesamtgewicht von mehr als 6 t lag in der Berichtsperiode auf den für den Volkswagen Konzern relevanten Märkten stark über dem Wert der Vergleichsperiode. Weltweit lagen die Lkw-Märkte deutlich über dem Vorjahresniveau, was vor allem auf eine beginnende Erholung auf dem chinesischen Markt nach Beendigung der dort verfolgten Null-Covid-Strategie zurückzuführen war.

Das Verkaufsvolumen in den 27 EU-Staaten ohne Malta, aber zuzüglich Großbritannien, Norwegen und der Schweiz (EU27 + 3) lag in den ersten drei Monaten 2023 deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Die Engpässe bei der Teileversorgung konnten inzwischen weitgehend überwunden werden. In Deutschland, dem größten Markt in dieser Region, stiegen die Neuzulassungen deutlich an. Die Nachfrage auf den Märkten Großbritannien und Frankreich lag ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Die Türkei verzeichnete einen sehr starken Anstieg der Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr. Auf dem südafrikanischen Markt stieg die Nachfrage leicht an. In Nordamerika wird der Lkw-Markt in die Gewichtsklassen 1 bis 8 unterteilt. In den für Volkswagen relevanten Segmenten Class 6 bis 8 (ab 8,85 t) lagen die Neuzulassungen stark über dem Vorjahreswert. In Brasilien, dem größten Markt der Region Südamerika, lag die Lkw-Nachfrage im ersten Quartal 2023 leicht über dem Vorjahresniveau.

Die Nachfrage auf den für den Volkswagen Konzern relevanten Busmärkten verzeichnete in den ersten drei Monaten 2023 insgesamt einen sehr starken Anstieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. In den Märkten der EU27 + 3 lag die Nachfrage nach Bussen in der Berichtsperiode spürbar über dem Niveau des Vorjahres, mit unterschiedlichen Ausprägungen in den einzelnen Ländern. Das Segment der Schulbusse in den USA und Kanada bewegte sich stark über dem Niveau des Vorjahres. Die Nachfrage nach Bussen lag in Mexiko deutlich über dem Vorjahreswert. Auch in Brasilien stieg die Nachfrage an und lag sehr stark über dem Vorjahresniveau.

ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR POWER ENGINEERING

Die Märkte für Power Engineering unterliegen unterschiedlichen regionalen und konjunkturellen Einflüssen; deshalb sind die Geschäftsverläufe in den jeweiligen Märkten meist unabhängig voneinander.

Der Marinemarkt blieb im ersten Quartal 2023 unter dem Niveau des Vorjahres. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Nachfrage im Bereich der Handelsschifffahrt aufgrund gestiegener Schiffspreise sowie langer Wartezeiten aufgrund von hohen Werftauslastungen zurückging. Im Vergleich zum Vorjahr entwickelte sich in diesem Bereich insbesondere der Markt für Containerschiffe, LNG Tanker und Schüttgutfrachter rückläufig, wohingegen der Markt für Tanker eine positive Entwicklung verzeichnen konnte. Der Bereich der Kreuzfahrtschiffe und Passagierfähren entwickelte sich leicht rückläufig. Der durch staatliche Investitionen getragene Spezialmarkt für Behördenschiffe zeigte sich aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage weiterhin aktiv. Im Offshore-Sektor hemmten die vorhandenen Überkapazitäten nach wie vor Investitionen in die Offshore-Ölgewinnung, wobei eine positive Entwicklung erkennbar war. Die Verunsicherung im Marinemarkt über zukünftige Treibstoff- und Emissionsregulierungen blieb auch in den ersten drei Monaten des Jahres 2023 bestehen, jedoch bestätigte sich allgemein ein deutlicher Trend hin zu neuen Kraftstofftechnologien.

Der Markt für Energieerzeugung war aufgrund der Gasversorgungsthematik sowie der seitens der Politik noch nicht vollständig ausgearbeiteten Kriterien für Investitionsentscheidungen insbesondere in Europa im ersten Quartal 2023 von Zurückhaltung geprägt. Der derzeitige Fokus auf dem Ausbau der erneuerbaren Energien zeigte ein entsprechendes Nachfragepotenzial für Balancing-Anlagen, welche den Leistungsbedarf decken, sofern der Anteil erneuerbarer Energien nicht ausreicht, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Sehr positiv entwickelte sich die Nachfrage nach Power-to-Methan-Anlagen. Im Motorenbereich ist eine fortwährend steigende Nachfrage nach flexiblen Dual-Fuel-Motoren festzustellen. Ebenso ist eine klare Marktforderung nach Motoren erkennbar, die auf zukünftige Kraftstoffe wie Wasserstoff und grünen Ammoniak umgerüstet werden können. Es bestand nach wie vor eine hohe Nachfrage nach neuen Energielösungen wie Wasserstoff und Langzeitenergiespeicher mit einer starken Tendenz zu höherer Flexibilität und dezentraler Verfügbarkeit. Neben den Risiken einer fehlenden Preisstabilität auf den Märkten und Engpässen in den Lieferketten hielt im Berichtszeitraum auch der starke Wettbewerbs-und Preisdruck unvermindert an.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2022 bewegte sich der Markt für Turbomaschinen auf leicht höherem Niveau. Die konstant hohen Rohmaterialpreise führten zu einer stabilen Nachfrage nach Produktionsanlagen mit Turbokompressoren in der Grundstoff- und Prozessindustrie. Der Absatz für Turbokompressoren in der Öl- und Gasproduktion wurde durch die anhaltend hohe Versorgungsunsicherheit gestützt und lag im Vergleich zum Vorjahresquartal auf deutlich höherem Niveau. Die neuen Geschäftsfelder für Turbomaschinen im Bereich der Dekarbonisierung bewegten sich auf dem Niveau des Vorjahres. Die Nachfrage nach Dampfturbinen zur Stromerzeugung und Gasturbinen für dezentrale, industrielle Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen stieg gegenüber dem Vorjahr leicht an.

Der After-Sales-Markt für Motoren in der Marine- und Kraftwerkssparte bewegte sich in den ersten drei Monaten des Jahres 2023 auf dem hohen Niveau des Vorjahres.

Die Nachfrage im After-Sales-Markt für Turbomaschinen ist im ersten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und lag über dem Niveau vor der Covid-19-Pandemie. Zudem hat sich die schwierige Lieferantensituation infolge des Russland-Ukraine-Konflikt leicht entspannt.

ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR FINANZDIENSTLEISTUNGEN

Im ersten Quartal 2023 wurden automobile Finanzdienstleistungen auf hohem Niveau nachgefragt, allerdings übten die gestiegenen Zinsen in fast allen Regionen Druck auf die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen aus.

Der europäische Pkw-Markt war im Berichtszeitraum weiterhin von Engpässen geprägt, die Fahrzeugauslieferungen konnten jedoch ausgebaut werden und lagen über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch die Nachfrage nach Finanzdienstleistungsprodukten entwickelte sich positiv, der prozentuale Anteil an den Fahrzeugauslieferungen lag jedoch unter dem Vergleichswert 2022. Die positive Entwicklung bei der Finanzierung von Gebrauchtwagen setzte sich fort. Der Absatz von After-Sales-Produkten, wie Inspektions-, Wartungs- und Verschleißverträgen, wurde weiter ausgebaut.

Die anhaltenden Herausforderungen aus der Teileversorgung in der Fahrzeugproduktion und den Logistikketten hatten in Deutschland weiterhin Einfluss auf den Fahrzeugabsatz und das Finanzdienstleistungsgeschäft. Dennoch führten gestiegene Neuwagenauslieferungen im ersten Quartal 2023 zu höheren Vertragsvolumina, sowohl beim Leasing als auch bei der Finanzierung. Die Neuwagenpenetration lag jedoch unter dem Vergleichswert 2022. Die Neuverträge bei Gebrauchtwagen übertrafen die Größenordnung des Vorjahres. Auch die Zahl der neuen After-Sales-Verträge nahm zu und lag im Berichtszeitraum über dem Niveau von 2022. Die Vertragszugänge im Versicherungsbereich waren ebenfalls höher als ein Jahr zuvor.

In Südafrika übten vor allem die gedämpften wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, steigende Fahrzeug- und Energiepreise sowie erneute Zinserhöhungen Druck auf das verfügbare Einkommen aus. Der finanzierte Fahrzeugkauf blieb somit schwierig.

In der Region Nordamerika haben die Fahrzeugauslieferungen im ersten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. In den USA lag die Neuwagenpenetration auf Vorjahresniveau. In Kanada und Mexiko hingegen war ein Rückgang der Penetration von Leasing- und Finanzierungverträgen zu verzeichnen, wobei die Anzahl an Neuverträgen bei After-Sales-Produkten im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres stieg.

In der Region Südamerika setzte sich der positive Wachstumstrend beim Verkaufsvolumen von Neufahrzeugen fort. Argentinien verzeichnete nach wie vor einen Nachfrageüberhang, verschärft durch Importrestriktionen. Das gestiegene Zinsniveau, die hohe Inflation und der fortlaufende Währungsverfall erhöhte den Anteil der Barkäufe, das Niveau an Finanzierungsverträgen war jedoch stabil. In Brasilien konnten die Vertragszugänge für Finanzierungen gesteigert werden.

Im ersten Quartal 2023 verringerte sich das Verkaufsvolumen des chinesischen Automarktes, gleichzeitig kam es zu einem Anstieg der Lagerbestände der Händler. Die Zuwachsrate automobiler Finanzdienstleistungen ging im Jahresvergleich zurück. Zudem setzten aggressive Strategien der Banken die herstellereigenen Finanzierer unter Druck. Die gestiegenen Verkäufe von Elektrofahrzeugen führten zu einer höheren Nachfrage nach damit verbundenen Finanzierungs- und Leasingprodukten.

Die Nachfrage nach Finanzdienstleistungsprodukten im Markt für schwere Nutzfahrzeuge lag im Berichtszeitraum nahezu auf Vorjahresniveau. Aufgrund der nach wie vor langen Lieferzeiten für Nutzfahrzeuge schlägt sich dies jedoch erst zeitverzögert in den Finanzierungs- und Leasingverträgen in Deutschland und Europa nieder.

AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS

Von Januar bis März 2023 lieferte der Volkswagen Konzern weltweit 2.040.647 Fahrzeuge an Kunden aus. Das waren 7,5 % oder 142.347 Einheiten mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, der insbesondere durch die eingeschränkte Verfügbarkeit von Konzernmodellen aufgrund von anhaltenden Engpässen bei Halbleitern sowie durch den Russland-Ukraine-Konflikt belastet war. Der Berichtszeitraum war durch Engpässe in der Teileversorgung sowie Störungen der Logistikketten weiterhin beeinträchtigt. Sowohl im Bereich Pkw als auch im Bereich Nutzfahrzeuge lagen die Verkaufszahlen über dem jeweiligen Vorjahreswert. Die Grafik in diesem Abschnitt zeigt die Entwicklung der weltweiten Auslieferungen nach Einzelmonaten im Vergleich zum Vorjahr.

Im Folgenden gehen wir auf die Auslieferungen des Bereichs Pkw sowie auf die Auslieferungen des Bereichs Nutzfahrzeuge getrennt ein.

AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ 1

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2023 2022 %
Pkw 1.956.059 1.830.545 +6,9
Nutzfahrzeuge 84.588 67.755 +24,8
Gesamt 2.040.647 1.898.300 +7,5

1 Die Auslieferungen des Vorjahres wurden aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert. Inklusive der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen.

AUSLIEFERUNGEN DES BEREICHS PKW WELTWEIT

Die Zahl der weltweiten Verkäufe von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen aus dem Volkswagen Konzern stieg in den ersten drei Monaten 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 % auf 1.956.059 Einheiten an. Das Vorjahr war insbesondere durch die eingeschränkte Verfügbarkeit von Konzernmodellen aufgrund von anhaltenden Engpässen bei Halbleitern sowie durch den Russland-Ukraine-Konflikt belastet. Im Berichtszeitraum wirkten Engpässe in der Teileversorgung sowie Störungen der Logistikketten weiterhin beeinträchtigend. Alle Marken des Volkswagen Konzerns lieferten mehr Fahrzeuge an Kunden aus als im Vergleichszeitraum 2022. Während wir in Westeuropa, Nahost, Nordamerika und Südamerika steigende Verkaufszahlen registrierten, waren diese in Zentral- und Osteuropa, Asien-Pazifik sowie Afrika rückläufig.

Die Elektromobilitäts-Offensive des Volkswagen Konzerns setzte sich erfolgreich fort: Weltweit lieferten wir in den ersten drei Monaten dieses Jahres 141.023 vollelektrische Fahrzeuge an Kunden aus. Das waren 41.799 Einheiten beziehungsweise 42,1 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Anteil an den gesamten Auslieferungen des Konzerns stieg auf 6,9 (5,2) %. Die Auslieferungen unserer Plug-in-Hybridmodelle beliefen sich auf 55.756 Einheiten (+ 9,1 %). Damit erhöhte sich die Zahl der Auslieferungen elektrifizierter Fahrzeuge um 30,9 % und ihr Anteil an den gesamten Auslieferungen des Konzerns erhöhte sich im Vorjahresvergleich auf 9,6 (7,9) %. Zu den erfolgreichsten vollelektrischen Fahrzeugen des Konzerns gehörten ID.3 und ID.4 der Marke Volkswagen Pkw, Audi e-tron und Audi Q4 e-tron, ŠKODA Enyaq iV, CUPRA Born sowie Taycan und Taycan Cross Turismo der Marke Porsche.

Unser Pkw-Marktanteil belief sich in einem leicht wachsenden Weltgesamtmarkt auf 10,7 (10,3) %.

Die folgende Tabelle in diesem Abschnitt zeigt einen Überblick über die Auslieferungen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen an Kunden nach Märkten im Berichtszeitraum. Nachfolgend erläutern wir die Entwicklung der Verkaufszahlen in den einzelnen Märkten.

Auslieferungen in Europa/​Übrige Märkte

In Westeuropa lieferte der Volkswagen Konzern in den ersten drei Monaten dieses Jahres auf einem deutlich über dem Vorjahresniveau liegenden Gesamtmarkt 762.948 Fahrzeuge an Kunden aus. Das waren 26,2 % mehr als im schwachen Vergleichszeitraum des Vorjahres, der insbesondere durch die eingeschränkte Verfügbarkeit von Konzernmodellen aufgrund von anhaltenden Engpässen bei Halbleitern sowie durch den Russland-Ukraine-Konflikt belastet war. Im Berichtszeitraum wirkten Engpässe in der Teileversorgung sowie Störungen der Logistikketten weiterhin beeinträchtigend. In der Region Westeuropa war das Kundeninteresse an elektrifizierten Fahrzeugen des Volkswagen Konzerns am höchsten: hier lieferten wir im ersten Quartal 2023 mehr als zwei Drittel unserer vollelektrischen Modelle an Kunden aus. Ihr Anteil an den Auslieferungen des Konzerns belief sich in dieser Region auf 11,9 (9,0) %. Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernfahrzeugen verzeichneten die Modelle T-Roc, Tiguan, Polo und Golf der Marke Volkswagen Pkw. Darüber hinaus verzeichneten unter anderem T-Cross, Taigo, ID.4 und ID.3 der Marke Volkswagen Pkw, Kamiq, Karoq und Octavia Combi der Marke ŠKODA, SEAT Arona und CUPRA Born, Audi Q4 Sportback e-tron, Audi A1 Sportback und Audi Q5 sowie Porsche Cayenne und Porsche Macan eine erfreuliche Nachfrageentwicklung. Auch die im Verlauf des Vorjahres neu in den Markt eingeführten Modelle ID.5 der Marke Volkswagen Pkw und ID. Buzz von Volkswagen Nutzfahrzeuge waren bei den Kunden sehr beliebt. Der Pkw-Marktanteil des Volkswagen Konzerns in Westeuropa belief sich auf 23,7 (21,8) %.

AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS NACH MONATEN in Tsd. Fahrzeuge

In Deutschland stieg die Zahl der an Kunden des Volkswagen Konzerns ausgelieferten Fahrzeuge auf einem spürbar wachsenden Gesamtmarkt von Januar bis März 2023 um 12,5 % über den schwachen Vorjahreswert, der insbesondere durch die eingeschränkte Verfügbarkeit von Konzernmodellen aufgrund von anhaltenden Engpässen bei Halbleitern sowie durch den Russland-Ukraine-Konflikt belastet war. Im Berichtszeitraum wirkten Engpässe in der Teileversorgung sowie Störungen der Logistikketten weiterhin beeinträchtigend. Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernmodellen verzeichneten die Modelle T-Roc und Golf der Marke Volkswagen Pkw sowie der ŠKODA Octavia Combi. Zudem wurden unter anderem die Modelle ID.4, ID.3 und Taigo der Marke Volkswagen Pkw, ŠKODA Fabia, CUPRA Born und CUPRA Leon sowie A1 Sportback, Q5 Sportback und Q4 e-tron Marke Audi verstärkt nachgefragt. Auch die im Verlauf des Vorjahres neu in den Markt eingeführten Modelle ID.5 der Marke Volkswagen Pkw und ID. Buzz von Volkswagen Nutzfahrzeuge waren bei den Kunden sehr beliebt. In der Zulassungsstatistik des KraftfahrtBundesamtes (KBA) führten sechs Konzernmodelle ihr jeweiliges Segment an: Golf, T-Roc, Tiguan, Audi A6, Porsche 911 und Multivan/​Transporter. Der Golf war auch in den ersten drei Monaten 2023 der in Deutschland am häufigsten zugelassene Pkw.

In der Region Zentral- und Osteuropa lag die Zahl der an Kunden übergebenen Fahrzeuge aus dem Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum um 6,6 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Dies war insbesondere auf den Einbruch der Verkaufszahlen auf dem russischen Markt infolge der verhängten Sanktionen im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt zurückzuführen. Der Gesamtmarkt verzeichnete im gleichen Zeitraum einen deutlichen Nachfragerückgang. Eine erfreuliche Nachfrageentwicklung wiesen unter anderem die Modelle Taigo der Marke Volkswagen Pkw sowie ŠKODA Kamiq und ŠKODA Fabia auf. Der Pkw-Marktanteil des Volkswagen Konzerns in der Region Zentral- und Osteuropa belief sich auf 20,8 (19,5) %.

In der Türkei lieferte der Volkswagen Konzern von Januar bis März 2023 auf einem sehr stark wachsenden Gesamtmarkt über 60 % mehr Fahrzeuge an Kunden aus als im Vorjahreszeitraum. Das am meisten nachgefragte Konzernmodell war der T-Roc der Marke Volkswagen Pkw. Auf dem südafrikanischen Markt ging die Zahl der verkauften Konzernmodelle um 9,5 % zurück, während der Gesamtmarkt stagnierte. Der Polo der Marke Volkswagen Pkw war weiterhin das dort am meisten verkaufte Modell des Konzerns.

Auslieferungen in Nordamerika

In Nordamerika erhöhte sich die Zahl der an Kunden ausgelieferten Modelle aus dem Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 20,5 %. Der Gesamtmarkt stieg in dieser Periode spürbar an. Der Marktanteil des Konzerns konnte in dieser Region auf 4,5 (4,1) % gesteigert werden. Tiguan Allspace und Taos der Marke Volkswagen Pkw sowie Audi Q5 waren die am meisten gefragten Konzernmodelle in Nordamerika. Der Anteil vollelektrischer Modelle an den gesamten Auslieferungen des Konzerns stieg in dieser Region auf 8,2 (5,1) %.

Von Januar bis März 2023 lieferte der Volkswagen Konzern auf dem spürbar wachsenden US-amerikanischen Markt 21,6 % mehr Fahrzeuge an Kunden aus als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, in dem ebenfalls vor allem Engpässe bei der Teileversorgung belastend wirkten. Die größten absoluten Zuwächse unter den Konzernmodellen verzeichneten unter anderem der ID.4 der Marke Volkswagen Pkw sowie Audi Q5 und Audi A3 Limousine. Erfreulich entwickelten sich zudem Q4 e-tron und Q4 Sportback e-tron der Marke Audi sowie der Porsche Macan.

In Kanada stieg die Zahl der Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 6,1 %. Der Gesamtmarkt verzeichnete während dieser Zeit einen vergleichbaren Zuwachs. Das größte Nachfragevolumen unter den Konzernmodellen verzeichneten Taos und Tiguan Allspace der Marke Volkswagen Pkw sowie Audi Q5.

Auf dem stark wachsenden Gesamtmarkt in Mexiko lieferten wir in den ersten drei Monaten dieses Jahres 25,6 % mehr Fahrzeuge an Kunden aus als im Vorjahreszeitraum. Eine erfreuliche Nachfrageentwicklung verzeichneten unter anderem Virtus und Jetta der Marke Volkswagen Pkw.

Auslieferungen in Südamerika

Auf dem spürbar über dem Vorjahresniveau liegenden südamerikanischen Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge stieg die Zahl der an Kunden übergebenen Konzernmodelle von Januar bis März 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 37,7 %. Polo, T-Cross und Nivus der Marke Volkswagen Pkw wiesen das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernmodellen auf. Der Marktanteil des Konzerns in Südamerika belief sich auf 10,7 (8,3) %.

Der Volkswagen Konzern lieferte in den ersten drei Monaten 2023 auf dem deutlich wachsenden Markt in Brasilien im Vorjahresvergleich 58,4 % mehr Fahrzeuge an Kunden aus. Besonders erfreulich entwickelten sich die Verkäufe der Modelle Polo, Saveiro und Gol der Marke Volkswagen Pkw.

In Argentinien erhöhte sich die Zahl der verkauften Konzernmodelle im Berichtszeitraum in einem deutlich wachsenden Gesamtmarkt um 48,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernmodellen verzeichneten der Taos der Marke Volkswagen Pkw sowie der Amarok von Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Auslieferungen in Asien-Pazifik

In den ersten drei Monaten des Jahres 2023 verzeichnete der Volkswagen Konzern in der Region Asien-Pazifik auf einem leicht schwächeren Gesamtmarkt einen Rückgang der Verkäufe von 11,9 % im Vergleich zum Vorjahr, das aufgrund von Engpässen bei der Teileversorgung, insbesondere Halbleitern, sowie lokale Ausgangssperren in China im Zusammenhang mit der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus SARS-CoV-2 bereits belastet war. Der Pkw-Marktanteil des Konzerns in dieser Region betrug 9,1 (9,9) %.

Der chinesische Gesamtmarkt verzeichnete im Berichtszeitraum einen deutlichen Rückgang. Der Volkswagen Konzern lieferte dort 14,5 % weniger Fahrzeuge an Kunden aus als im bereits schwächeren Vorjahr. Neben Engpässen in der Teileversorgung wirkte im Berichtszeitraum die zunehmende Wettbewerbsintensität belastend. Die Zahl der an Kunden ausgelieferten vollelektrischen Fahrzeuge in China war mit 21.456 Einheiten im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Viertel niedriger. Positiv entwickelten sich unter anderem die im Verlauf des Vorjahres neu oder als Nachfolger eingeführten Modelle Tayron, Lamando, Tavendor der Marke Volkswagen Pkw sowie Audi Q4 e-tron, Audi Q6 und Audi Q5 e-tron. Zudem verzeichneten unter anderem die Modelle Polo, ID.3 und Magotan der Marke Volkswagen Pkw, Audi A6 Limousine und Audi Q7 sowie Porsche Cayenne und Porsche Macan eine erfreuliche Nachfrageentwicklung.

Auf dem deutlich wachsenden indischen Pkw-Markt verkaufte der Volkswagen Konzern in den ersten drei Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum 10,5 % mehr Fahrzeuge. Der Taigun der Marke Volkswagen Pkw und der Kushaq der Marke ŠKODA waren dort die am meisten nachgefragten Modelle des Konzerns. Auch die im Vorjahr neu oder als Nachfolger in den Markt eingeführten Modelle Virtus der Marke Volkswagen Pkw sowie Kodiaq und Slavia der Marke ŠKODA verzeichneten eine erfreuliche Nachfrageentwicklung.

In Japan legte die Zahl der an Kunden übergebenen Konzernfahrzeuge von Januar bis März 2023 auf einem deutlich ansteigenden Gesamtmarkt im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 % zu. Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernmodellen verzeichneten der T-Cross und der T-Roc der Marke Volkswagen Pkw.

AUSLIEFERUNGEN DES BEREICHS PKW AN KUNDEN NACH MÄRKTEN VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ 1

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AUSLIEFERUNGEN (FAHRZEUGE) VERÄNDERUNG
2023 2022 (%)
Europa/​Übrige Märkte 947.078 781.158 +21,2
Westeuropa 762.948 604.659 +26,2
davon: Deutschland 263.309 234.109 +12,5
Frankreich 62.033 50.476 +22,9
Großbritannien 120.902 84.118 +43,7
Italien 70.569 51.916 +35,9
Spanien 59.764 40.012 +49,4
Zentral- und Osteuropa 107.685 115.325 -6,6
davon: Tschechische Republik 28.799 25.533 +12,8
Russland 1.688 28.962 -94,2
Polen 32.297 23.814 +35,6
Übrige Märkte 76.445 61.174 +25,0
davon: Türkei 33.305 19.870 +67,6
Südafrika 16.858 18.625 -9,5
Nordamerika 193.177 160.271 +20,5
davon: USA 139.960 115.056 +21,6
Kanada 19.458 18.342 +6,1
Mexiko 33.759 26.873 +25,6
Südamerika 89.158 64.747 +37,7
davon: Brasilien 62.288 39.328 +58,4
Argentinien 14.071 9.493 +48,2
Asien-Pazifik 726.646 824.369 -11,9
davon: China 643.954 753.383 -14,5
Indien 25.214 22.810 +10,5
Japan 15.494 14.169 +9,4
Weltweit 1.956.059 1.830.545 +6,9
Volkswagen Pkw 1.021.508 1.011.857 +1,0
ŠKODA 209.553 186.170 +12,6
SEAT 125.218 91.407 +37,0
Volkswagen Nutzfahrzeuge 97.189 81.859 +18,7
Audi 415.684 385.084 +7,9
Lamborghini 2.623 2.539 +3,3
Bentley 3.517 3.203 +9,8
Porsche 80.767 68.426 +18,0

1 Die Auslieferungen des Vorjahres wurden aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert. Inklusive der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen.

AUSLIEFERUNGEN DES BEREICHS NUTZFAHRZEUGE

Von Januar bis März 2023 übergab der Volkswagen Konzern weltweit 24,8 % mehr Nutzfahrzeuge an Kunden als ein Jahr zuvor. Insgesamt lieferten wir in den ersten drei Monaten des Jahres 84.588 Nutzfahrzeuge an Kunden aus. Davon entfielen 70.209 (+ 22,0 %) Einheiten auf Lkw und 7.618 (+ 28,6 %) Einheiten auf Busse. Die Auslieferungen der Transporterbaureihe MAN TGE beliefen sich auf 6.761 (+ 58,6 %) Fahrzeuge.

In den 27 EU-Staaten ohne Malta, aber zuzüglich Großbritannien, Norwegen und der Schweiz (EU27 + 3) stiegen die Verkäufe von Januar bis März 2023 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 44,6 % auf insgesamt 38.161 Einheiten; davon entfielen 30.370 auf Lkw und 1.120 auf Busse. Die Auslieferungen der Transportbaureihe MAN TGE beliefen sich auf 6.671 Fahrzeuge.

Im ersten Quartal des Jahres stiegen die Auslieferungen in der Türkei auf 1.391 Fahrzeuge. Davon entfielen 1.287 Einheiten auf Lkw und 52 Einheiten auf Busse sowie 52 Fahrzeuge auf die Transporterbaureihe MAN TGE. In Südafrika stiegen die Nutzfahrzeug-Auslieferungen des Volkswagen Konzerns gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 958 Fahrzeugen spürbar an; davon entfielen 884 auf Lkw und 74 auf Busse.

Die Verkäufe in Nordamerika erhöhten sich in den ersten drei Monaten des Jahres 2023 auf 23.575 Fahrzeuge, darunter waren 19.842 Lkw und 3.733 Busse.

Die Auslieferungen in Südamerika sanken im Berichtszeitraum auf insgesamt 14.444 Einheiten (- 17,1 %); davon entfielen 12.247 auf Lkw und 2.197 auf Busse. Aufgrund der Einführung einer neuen Abgasnorm zum Jahresbeginn 2023 sanken die Verkäufe in Brasilien im ersten Quartal um 18,6 % auf 11.754 Einheiten. Unter den ausgelieferten Einheiten befanden sich 9.804 Lkw und 1.950 Busse.

In der Region Asien-Pazifik verkaufte der Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum 2.591 Fahrzeuge, darunter 2.407 Lkw und 167 Busse - das waren insgesamt 17,7 % mehr als im Vorjahr.

AUSLIEFERUNGEN DES BEREICHS NUTZFAHRZEUGE AN KUNDEN NACH MÄRKTEN

VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ 1

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AUSLIEFERUNGEN (FAHRZEUGE) VERÄNDERUNG
2023 2022 (%)
Europa/​Übrige Märkte 43.978 30.937 +42,2
davon: EU27+ 3 38.161 26.398 +44,6
davon: Deutschland 11.678 7.321 +59,5
Türkei 1.391 460 x
Südafrika 958 879 +9,0
Nordamerika 23.575 17.200 +37,1
davon: USA 18.778 13.706 +37,0
Mexiko 3.571 2.526 +41,4
Südamerika 14.444 17.417 -17,1
davon: Brasilien 11.754 14.446 -18,6
Asien-Pazifik 2.591 2.201 +17,7
Weltweit 84.588 67.755 +24,8
Scania 22.626 16.645 +35,9
MAN 27.266 19.321 +41,1
Navistar 22.548 17.070 +32,1
Volkswagen Truck & Bus 12.148 14.719 -17,5

1 Die Auslieferungen des Vorjahres wurden aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert.

AUSLIEFERUNGEN IM SEGMENT POWER ENGINEERING

Aufträge im Segment Power Engineering sind im Regelfall Teil größerer Investitionsprojekte, für die Lieferzeiten von knapp einem Jahr bis zu mehreren Jahren sowie Teillieferungen nach Baufortschritt typisch sind. Die Umsatzerlöse aus dem Neubaugeschäft folgen daher der Entwicklung der Auftragseingänge mit entsprechendem zeitlichen Versatz.

Hauptumsatzträger des Segments Power Engineering waren im Zeitraum Januar bis März 2023 Engines & Marine Systems sowie Turbomachinery, die zusammen über drei Viertel der gesamten Umsatzerlöse erzielten.

FINANZDIENSTLEISTUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS

Der Konzernbereich Finanzdienstleistungen umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagement sowie Mobilitätsangebote des Volkswagen Konzerns. Er schließt die Volkswagen Finanzdienstleistungen sowie die Finanzdienstleistungsaktivitäten von Scania, Navistar und Porsche Holding Salzburg ein und berücksichtigt auch die Vertragsabschlüsse unserer internationalen Gemeinschaftsunternehmen.

Die Produkte und Services des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen waren im ersten Quartal 2023 beliebt. Jedoch wirkte die eingeschränkte Fahrzeugverfügbarkeit infolge von Engpässen bei der Teileversorgung und Störungen der Logistikketten belastend. Im Berichtszeitraum stieg die Zahl der Neuverträge im Finanzierungs-, Leasing-, Service- und Versicherungsgeschäft um 5,5 % auf weltweit 2,2 Mio. Kontrakte. Der Anteil der geleasten und finanzierten Fahrzeuge an den Auslieferungen des Konzerns (Penetrationsrate) in den Märkten des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen lag bei 34,5 (34,2) %. Der Gesamtvertragsbestand belief sich am 31. März 2023 auf 24,0 (24,5) Mio. Einheiten.

In Europa/​Übrige Märkte übertraf die Zahl der unterzeichneten Neuverträge mit 1,7 Mio. Einheiten den Vergleichswert des Vorjahres um 12,2 %, wenngleich das Finanzdienstleistungsgeschäft im Zeitraum Januar bis März 2023 von der eingeschränkten Fahrzeugverfügbarkeit beeinflusst war. Ende März 2023 erreichte der Gesamtvertragsbestand mit 17,7 (18,1) Mio. Kontrakten die Größenordnung vom 31. Dezember 2022. Auf den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing entfielen davon 7,1 (7,2) Mio. Verträge.

In den ersten drei Monaten des Jahres 2023 nahm die Zahl der in Nordamerika neu abgeschlossenen Verträge im Vergleich zum Vorjahr auf 218 (174) Tsd. Kontrakte zu. Der Vertragsbestand lag am Ende des Berichtszeitraums mit 3,0 Mio. Einheiten um 0,6 % unter dem Niveau vom Vorjahresende. Der Bereich Kundenfinanzierung und Leasing verzeichnete 1,6 (1,7) Mio. Verträge.

In der Region Südamerika wurden im ersten Quartal dieses Jahres 102 (74) Tsd. neue Kontrakte geschlossen. Zum 31. März 2023 nahm der Gesamtvertragsbestand gegenüber dem 31. Dezember 2022 auf 822 (828) Tsd. Einheiten ab. Die bestehenden Verträge entfielen überwiegend auf den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing.

Im Raum Asien-Pazifik nahmen die neuen Vertragsabschlüsse im Berichtszeitraum auf 231 (367) Tsd. Einheiten ab und verfehlten damit den Vergleichswert des Vorjahres. Der Gesamtvertragsbestand belief sich Ende März 2023 auf 2,4 (2,6) Mio. Kontrakte. Auf den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing entfielen 1,6 (1,6) Mio. Verträge.

ABSATZ AN DIE HANDELSORGANISATION

Im ersten Quartal 2023 stieg der Absatz des Volkswagen Konzerns an die Handelsorganisation gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,5 % auf 2.123.997 Einheiten (einschließlich der At Equity einbezogenen Gesellschaften in China). Der Vorjahreszeitraum war durch die eingeschränkte Fahrzeugverfügbarkeit infolge von Engpässen bei der Teileversorgung unter anderem durch den Russland-Ukraine-Konflikt beeinträchtigt. Im Berichtszeitraum wirkten anhaltende Engpässe in der Teileversorgung sowie Störungen der globalen Logistikkette belastend. Im Ausland nahm das Absatzvolumen um 4,7 % auf 1.835.920 Fahrzeuge zu. Einen Zuwachs verzeichneten insbesondere die USA, Großbritannien und Brasilien, während der Absatz in China rückläufig war. Der Absatz im Inland erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreswert um 19,1 %. Die Inlandsquote als Anteil am Gesamtabsatz des Konzerns stieg auf 13,6 (12,1) %.

PRODUKTION

Von Januar bis März 2023 produzierte der Volkswagen Konzern mit 2.272.822 Fahrzeugen (einschließlich der At Equity einbezogenen Gesellschaften in China) 11,2 % mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, der geprägt war durch Produktionsstopps infolge von Unterbrechungen der Lieferketten ausgelöst durch den Russland-Ukraine-Konflikt und die Covid-19-Pandemie. Auch im Berichtszeitraum beeinträchtigten Engpässe in der Teileversorgung die Produktion. Die Fertigung im Inland stieg um 51,2 % auf 551.143 Fahrzeuge. Der Anteil der in Deutschland hergestellten Fahrzeuge im Verhältnis zur Gesamtproduktion des Konzerns nahm auf 24,2 (17,8) % zu.

LAGERBESTAND

Der weltweite Lagerbestand an Neufahrzeugen bei den Konzerngesellschaften und in der Handelsorganisation lag am Ende des Berichtszeitraums über dem Stand zum Jahresende 2022 und über dem entsprechenden Wert des Vorjahreszeitraums. Störungen in der Logistikkette wirkten sich im Berichtszeitraum weiterhin negativ aus.

BELEGSCHAFT

Am 31. März 2023 waren im Volkswagen Konzern 649.439 aktive Mitarbeiter beschäftigt. Darüber hinaus befanden sich 12.490 Mitarbeiter in der passiven Phase der Altersteilzeit und 14.986 junge Menschen standen in einem Ausbildungsverhältnis. Am Ende des ersten Quartals 2023 lag die weltweite Gesamtbelegschaft des Volkswagen Konzerns mit 676.915 Personen etwa auf dem Niveau vom Jahresende 2022. Die Mitarbeiterzahl im Inland belief sich auf 294.508 Beschäftigte (+ 0,2 %) und im Ausland auf 382.407 Beschäftigte (+ 0,1 %).

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

SCOUT MOTORS INC.

Im Rahmen der Nordamerika Strategie des Volkswagen Konzerns wurde in 2022 die Gesellschaft Scout Motors Inc., Arlington, Virginia/​USA, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Volkswagen Finance Luxemburg, Strassen/​Luxemburg, gegründet. Unter dem Namen SCOUT soll eine neue Fahrzeugmarke erschaffen werden, über die in den USA ab 2026 elektrifizierte Geländefahrzeuge und Pickups vertrieben werden. Um den Aufbau der Marke SCOUT, die Fahrzeugentwicklung und die Produktionsplanung zu finanzieren, sollen in 2023 rund 500 Mio. USD in die Gesellschaft eingebracht werden. Eine erste Zahlung in Höhe von 190 Mio. USD ist bereits im Januar 2023 erfolgt. Die Gesellschaft wurde zum 1. Januar 2023 in den Volkswagen Konzernabschluss einbezogen.

IFRS 17 - VERSICHERUNGSVERTRÄGE

IFRS 17 fasst die Vorschriften zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen neu. Aus der erstmaligen Anwendung resultierte eine geringfügige Veränderung des Eigenkapitals jeweils zum 1. Januar 2023 sowie zum 1. Januar 2022. Diese ist im Wesentlichen auf die geänderte Systematik zur Ermittlung der Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft zurückzuführen. Darüber hinaus führt die saldierte Betrachtung von Zahlungsströmen in der Bewertung der Rückstellungshöhe gleichermaßen zu einer Reduktion von Vermögenswerten und Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von 0,7 Mrd. €. Auf die Gewinn- und Verlustrechnung hat die geänderte Systematik zur Erfassung von Erlösen und Aufwendungen keine wesentlichen Effekte. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.

ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENE BETEILIGUNGEN

Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG (Porsche AG) hat im Dezember 2022 eine Vereinbarung mit einem unabhängigen konzernfremden Investor über die Veräußerung zweier russischer Vertriebsgesellschaften des Segments Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, OOO Porsche Russland, Moskau/​Russland, und OOO Porsche Center Moscow, Moskau/​Russland, sowie einer russischen Gesellschaft, die dem Segment Finanzdienstleistungen zugeordnet ist, OOO Porsche Financial Services Russland, Moskau/​Russland, geschlossen. Des Weiteren wurde mit diesem Investor eine Vereinbarung über die Rückkaufoption getroffen, die frühestens fünf und spätestens zehn Jahre nach Veräußerung ausgeübt werden kann. Die rechtliche Übertragung und die finale Festlegung des Kaufpreises stehen noch unter dem Vorbehalt der Freigabe der Transaktion durch die russischen Behörden.

Im 4. Quartal 2022 wurde beschlossen, die dem Segment Finanzdienstleistungen zugehörigen vollkonsolidierten Tochtergesellschaften OOO Volkswagen Bank RUS, Moskau/​Russland, OOO Volkswagen Group Finanz, Moskau/​Russland, und OOO Volkswagen Financial Services RUS, Moskau/​Russland, zu veräußern. Nach Beschlussfassung durch die zuständigen Gremien wurde bereits mit der Umsetzung eines Veräußerungsplans begonnen, dessen Abschluss voraussichtlich im zweiten Quartal 2023 erwartet wird.

Am 15. Dezember 2022 hat der Aufsichtsrat der Volkswagen AG beschlossen, das MAN ES Gasturbinengeschäft der MAN Energy Solutions SE, Augsburg, und der MAN Energy Solutions Schweiz AG, Zürich/​Schweiz, mittels Asset Deal an die CSIC Longjiang GH Gas Turbine Co. Ltd., Harbin/​China, und deren noch zu gründenden Tochtergesellschaften deutschen und schweizerischen Rechts zu veräußern. Die Transaktion wird voraussichtlich innerhalb der nächsten 12 Monate abgeschlossen sein.

Am 3. März 2023 hat der Aufsichtsrat des Volkswagen Konzerns beschlossen, dass die OOO Volkswagen Group Rus, Kaluga/​Russland, sowie deren Tochtergesellschaften OOO Scania Finance, Moskau/​Russland, OOO Scania Strachovanie, Moskau/​Russland, und OOO Scania Leasing, Moskau/​Russland, zu veräußern sind. Die Verkaufsverhandlungen mit möglichen Investoren sind weit fortgeschritten. Die rechtliche Übertragung des Eigentums an den vier Gesellschaften unterliegt zum Stichtag den noch ausstehenden Zustimmungen der russischen Behörden. Aktuell ist davon auszugehen, dass die rechtliche Übertragung des Eigentums und eine finale Feststellung des Kaufpreises innerhalb des ersten Halbjahres 2023 stattfinden wird.

Die Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden wurden gemäß IFRS 5 zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich der voraussichtlichen Veräußerungskosten angesetzt.

SONDEREINFLÜSSE

Sondereinflüsse umfassen bestimmte Sachverhalte im Abschluss, deren gesonderte Angabe nach Einschätzung des Vorstands nützlich ist, um den wirtschaftlichen Erfolg besser beurteilen zu können.

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2023 waren im Zusammenhang mit der Dieselthematik keine wesentlichen Sondereinflüsse zu erfassen.

ERTRAGSLAGE

Ertragslage des Konzerns

Im ersten Quartal 2023 übertrafen die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns mit 76,2 Mrd. € den Vorjahreswert um 21,5 %. Gründe hierfür waren insbesondere der gestiegene Fahrzeugabsatz sowie die verbesserte Preispositionierung. Eine negative Wechselkursentwicklung wirkte gegenläufig. Der Vorjahreszeitraum war noch stärker durch eine eingeschränkte Fahrzeugverfügbarkeit infolge von Engpässen bei der Teileversorgung negativ beeinflusst. Der Konzern erzielte 81,5 (81,5) % seiner Umsatzerlöse im Ausland. Das Bruttoergebnis erhöhte sich um 3,2 Mrd. € auf 15,2 Mrd. €; die Bruttomarge lag bei 19,9 (19,1) %.

Das Operative Ergebnis des Volkswagen Konzerns belief sich in den ersten drei Monaten 2023 auf 5,7 (8,3) Mrd. €. Die operative Umsatzrendite lag bei 7,5 (13,3) %. Verbesserungen insbesondere im Volumen sowie der Preispositionierung wirkten positiv auf das Operative Ergebnis, gestiegene Produktkosten (insbesondere für Rohstoffe) minderten das Ergebnis. Die Fair-Value-Bewertung von Derivaten außerhalb des Hedge Accounting (insbesondere Rohstoffsicherungen) belastete in Höhe von - 1,3 Mrd. € das Operative Ergebnis, während sie im Vergleichszeitraum das Ergebnis um + 3,2 Mrd. € erhöhte. Im Vorjahr fielen Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der Dieselthematik in Höhe von - 0,1 Mrd. € an.

Das Finanzergebnis erhöhte sich auf 0,7 (0,6) Mrd. €. Das Ergebnis aus At-Equity-bewerteten Anteilen lag unter dem Wert des ersten Quartals 2022. Die im Finanzergebnis enthaltenen Zinserträge konnten gestiegene Zinsaufwendungen mehr als ausgleichen. Im übrigen Finanzergebnis wurden unter anderem negative Wechselkurseinflüsse im Berichtszeitraum durch das positive Wertpapier- und Fondsergebnis kompensiert, das im Vorjahreszeitraum insbesondere infolge des Russland-Ukraine-Konflikts belastetet war.

Das Ergebnis vor Steuern des Volkswagen Konzerns ging im Berichtszeitraum um 2,5 Mrd. € auf 6,5 Mrd. € zurück. Das Ergebnis nach Steuern sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Mrd. € auf 4,7 Mrd. €.

OPERATIVES ERGEBNIS VOR SONDEREINFLÜSSEN NACH QUARTALEN

Volkswagen Konzern in Mio. €

Ertragslage im Konzernbereich Automobile

Der Konzernbereich Automobile verzeichnete im Zeitraum Januar bis März 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 63,5 (51,2) Mrd. €. Die Verbesserung resultierte vor allem aus dem gestiegenen Volumen sowie der positiven Entwicklung in der Preispositionierung, denen eine negative Wechselkursentwicklung entgegenstand. Im ersten Quartal 2022 hatten Engpässe bei der Teileversorgung einen noch negativeren Einfluss. Die Umsatzerlöse in den Bereichen Pkw und Nutzfahrzeuge lagen stark beziehungsweise sehr stark und im Bereich Power Engineering deutlich über den Vorjahreswerten. Da unsere chinesischen Joint Ventures At Equity bilanziert werden, schlägt sich die Geschäftsentwicklung des Konzerns auf dem chinesischen Pkw-Markt im Wesentlichen nur in Form von Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen in den Umsatzerlösen des Konzerns nieder.

ERTRAGSLAGE IN DEN BEREICHEN PKW, NUTZFAHRZEUGE UND POWER ENGINEERING

VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ

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Mio. € 2023 2022 1
Pkw
Umsatzerlöse 51.623 42.096
Operatives Ergebnis 3.611 6.400
Operative Umsatzrendite (in %) 7,0 15,2
Nutzfahrzeuge
Umsatzerlöse 10.938 8.353
Operatives Ergebnis 872 330
Operative Umsatzrendite (in %) 8,0 4,0
Power Engineering
Umsatzerlöse 901 761
Operatives Ergebnis 100 54
Operative Umsatzrendite (in %) 11,1 7,1

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).

Höhere Produktkosten (insbesondere für Rohstoffe) im Wesentlichen infolge der steigenden Inflation im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt und deutlich gestiegene ergebniswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten führten dazu, dass die Kosten der Umsatzerlöse zunahmen, ihr Anteil an den Umsatzerlösen ging hingegen gegenüber Vorjahr zurück. Die Forschungs- und Entwicklungskostenquote (F&E-Quote), definiert als Anteil der gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten an den Umsatzerlösen des Konzernbereichs Automobile, fielen aufgrund des überproportionalen Anstiegs der Umsatzerlöse im Verhältnis zu den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten im Berichtszeitraum mit 8,0 (8,5) % geringer aus als ein Jahr zuvor.

Im ersten Quartal 2023 legten sowohl die Vertriebskosten infolge gestiegener Logistikkosten als auch die Verwaltungskosten im Vergleich zum Vorjahr zu. Der Anteil der Vertriebskosten an den Umsatzerlösen ging dabei zurück, während der Anteil der Verwaltungskosten nahezu unverändert blieb. Das Sonstige betriebliche Ergebnis lag bei -1,3 (3,4) Mrd. €. Der Berichtszeitraum war durch negative Effekte aus der Fair-Value-Bewertung von Derivaten außerhalb des Hedge Accounting insbesondere für Rohstoffe geprägt, während diese Effekte im Vorjahreszeitraum einen positiven Einfluss hatten.

Im Zeitraum Januar bis März 2023 belief sich das Operative Ergebnis des Konzernbereichs Automobile auf 4,6 (6,8) Mrd. €. Die operative Umsatzrendite lag bei 7,2 (13,2) %. Der Rückgang gegenüber Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus den Bewertungseffekten von Derivaten außerhalb des Hedge Accounting sowie aus höheren Produktkosten insbesondere für Rohstoffe, die durch gestiegene Volumina und Verbesserungen in der Preispositionierung nicht ausgeglichen werden konnten.

Von der Geschäftsentwicklung unserer At Equity einbezogenen chinesischen Gemeinschaftsunternehmen profitieren wir im Operativen Ergebnis im Wesentlichen nur in Form von Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen sowie Lizenzeinnahmen, da die Ergebnisse dieser Joint Ventures im Finanzergebnis bilanziert werden.

Ertragslage im Finanzdienstleistungsbereich

Im Zeitraum Januar bis März 2023 erwirtschaftete der Konzernbereich Finanzdienstleistungen Umsatzerlöse in Höhe von 12,7 Mrd. €; ein Anstieg um 10,7 % gegenüber Vorjahr. Die Kosten der Umsatzerlöse nahmen insbesondere aufgrund sehr stark gestiegener Zinsaufwendungen überproportional zu. Das Bruttoergebnis ging in der Folge um 0,2 Mrd. € auf 2,2 Mrd. € zurück.

Das Operative Ergebnis des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen verringerte sich um 0,4 Mrd. € auf 1,2 Mrd. €. Der Rückgang ergab sich neben den gestiegenen Zinsaufwendungen vor allem aus negativen Effekten aus Derivaten, die im Vorjahreszeitraum positiv wirkten. Die operative Umsatzrendite sank auf 9,1 (13,4) %.

FINANZLAGE

Finanzielle Situation des Konzerns

Der Volkswagen Konzern verzeichnete im ersten Quartal 2023 einen Brutto-Cashflow in Höhe von 12,2 (11,7) Mrd. €. Die im Ergebnis enthaltenen zahlungsunwirksamen Bewertungseffekte aus Sicherungsgeschäften sind in der Kapitalflussrechnung zu eliminieren. Die Veränderung im Working Capital belief sich auf - 6,2 (- 2,4) Mrd. €. Gründe für die Veränderung gegenüber Vorjahr waren ein höherer Aufbau der Vorräte, Forderungen und Vermieteten Vermögenswerte, denen ein volumenbedingter Aufbau der Verbindlichkeiten und sonstigen Rückstellungen entgegenstand. Der Cashflow aus dem laufenden Geschäft nahm in der Folge um 3,4 Mrd. € auf 6,0 Mrd. € ab.

Die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts des Volkswagen Konzerns stieg im Berichtszeitraum um 1,0 Mrd. € auf 5,4 Mrd. €.

In der Finanzierungstätigkeit flossen in den ersten drei Monaten 2023 insgesamt Mittel in Höhe von 3,9 Mrd. € ab. Hierin enthalten war auch die Zahlung der Sonderdividende an die Aktionäre der Volkswagen AG, die im Zusammenhang mit dem im Vorjahr durchgeführten Börsengang der Porsche AG stand.

FINANZIELLE SITUATION IN DEN BEREICHEN PKW, NUTZFAHRZEUGE UND POWER ENGINEERING VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ

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Mio. € 2023 2022 1
Pkw
Brutto-Cashflow 8.101 6.323
Veränderung Working Capital -1.163 -1.109
Cashflow laufendes Geschäft 6.938 5.214
Investitionstätigkeit laufendes Geschäft -5.332 -3.872
Netto-Cashflow 1.606 1.342
Nutzfahrzeuge
Brutto-Cashflow 1.186 1.022
Veränderung Working Capital -549 -536
Cashflow laufendes Geschäft 638 487
Investitionstätigkeit laufendes Geschäft 22 -426
Netto-Cashflow 660 61
Power Engineering
Brutto-Cashflow 156 92
Veränderung Working Capital -156 7
Cashflow laufendes Geschäft -0 99
Investitionstätigkeit laufendes Geschäft -22 -11
Netto-Cashflow -22 88

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).

Die Finanzierungstätigkeit berücksichtigt zudem die Aufnahme und Tilgung von Anleihen und anderen Finanzschulden. Im Vorjahreszeitraum ergab sich ein Mittelzufluss in Höhe von 0,4 Mrd. €, der auch die Rückzahlung und Aufnahme von Hybridanleihen umfasste. Am Ende des Berichtszeitraums lag der Zahlungsmittelbestand laut Kapitalflussrechnung des Volkswagen Konzerns bei 36,9 (43,6) Mrd. €.

Die Nettoliquidität des Volkswagen Konzerns belief sich am 31. März 2023 auf -131,5 Mrd. €; am Jahresende 2022 waren es -125,8 Mrd. €.

Finanzielle Situation im Konzernbereich Automobile

Im Zeitraum Januar bis März 2023 erzielte der Konzernbereich Automobile einen Brutto-Cashflow, der mit 9,4 Mrd. € den Vorjahreswert um 2,0 Mrd. € übertraf. Die im Ergebnis enthaltenen zahlungsunwirksamen Bewertungseffekte aus Sicherungsgeschäften sind in der Kapitalflussrechnung zu eliminieren. Die Veränderung im Working Capital lag bei -1,9 (-1,6) Mrd. € und resultierte im Vorjahresvergleich im Wesentlichen aus einem höheren Aufbau der Vorräte, vor allem infolge von Störungen in der Logistikkette. Dem stand ein volumenbedingter Aufbau der Verbindlichkeiten und sonstigen Rückstellungen gegenüber.

Der Cashflow aus dem laufenden Geschäft stieg in der Folge um 1,8 Mrd. € auf 7,6 Mrd. €.

Die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts erhöhte sich im Zeitraum Januar bis März 2023 um 1,0 Mrd. € auf 5,3 Mrd. €. Die darin enthaltenen Sachinvestitionen (Investitionen in Sachanlagen, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungskosten) stiegen um 0,8 Mrd. € auf 2,5 Mrd. €. Die Sachinvestitionsquote belief sich auf 3,9 (3,3) %. Wesentliche Anteile der Sachinvestitionen flossen vornehmlich in unsere Fertigungsstandorte und in Modelle, die wir in diesem und im kommenden Jahr in den Markt einführen, die Elektrifizierung und Digitalisierung unserer Produkte sowie die Weiterentwicklung der modularen und rein elektrischen Baukästen und Plattformen. Die Zugänge zu den aktivierten Entwicklungskosten nahmen im ersten Quartal 2023 auf 2,6 (2,2) Mrd. € zu. Die Position "Erwerb und Verkauf von Beteiligungen" lag bei - 0,4 (- 0,5) Mrd. € und enthielt vor allem strategische Investitionen in diverse Unternehmen.

Im Zeitraum Januar bis März 2023 verbesserte sich der Netto-Cashflow des Konzernbereichs Automobile im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,8 Mrd. € auf 2,2 Mrd. €.

Die Finanzierungstätigkeit berücksichtigt die Aufnahme und Tilgung von Anleihen und Veränderungen der übrigen Finanzschulden und verzeichnete im ersten Quartal 2023 einen Mittelabfluss in Höhe von 10,1 Mrd. €. Dieser resultierte im Wesentlichen aus der Zahlung der Sonderdividende an die Aktionäre der Volkswagen AG im Zusammenhang mit dem Börsengang der Porsche AG. Im Vorjahreszeitraum flossen Mittel in Höhe von 3,9 Mrd. € zu.

Ende März 2023 verzeichnete der Konzernbereich Automobile eine Nettoliquidität in Höhe von 38,4 Mrd. €; am 31. Dezember 2022 hatte sie 43,0 Mrd. € betragen.

Finanzielle Situation im Finanzdienstleistungsbereich

In den ersten drei Monaten des Jahres 2023 erwirtschaftete der Konzernbereich Finanzdienstleistungen einen Brutto-Cashflow in Höhe von 2,7 (4,3) Mrd. €. Der Rückgang gegenüber Vorjahr ergab sich unter anderem aus dem schwächeren Ergebnis. Die Veränderung im Working Capital betrug - 4,3 (- 0,7) Mrd. € und führte zu einer gestiegenen Mittelbindung, die gegenüber Vorjahr hauptsächlich aus einem höheren Aufbau der Forderungen und Vermieteten Vermögenswerte resultierte. Ein höherer Aufbau der Verbindlichkeiten wirkte dem entgegen. Der Cashflow aus dem laufenden Geschäft verringerte sich in der Folge um 5,1 Mrd. € auf - 1,6 Mrd. €.

Die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts lag bei 0,0 (0,1) Mrd. €.

In der Finanzierungstätigkeit des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen flossen im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von 6,2 Mrd. € zu. Hierin sind vor allem die Aufnahme und Tilgung von Anleihen sowie übrige Finanzschulden enthalten. Im Vorjahreszeitraum kam es zu einem Mittelabfluss in Höhe von - 3,5 Mrd. €.

Am Ende des ersten Quartals 2023 lag die branchenüblich negative Nettoliquidität des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen bei -170,0 Mrd. €; am 31. Dezember 2022 belief sie sich auf -168,8 Mrd. €.

VERMÖGENSLAGE

Bilanzstruktur des Konzerns

Der Volkswagen Konzern verzeichnete am Ende des ersten Quartals 2023 eine Bilanzsumme in Höhe von 568,8 Mrd. €. Das waren 0,9 % mehr als am Jahresende 2022. Die Bilanzsumme berücksichtigt zum Stichtag die Umsetzung der neuen Vorschriften zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen (IFRS 17), die zur einer Bilanzverkürzung führten. Der Wert zum Jahresende 2022 wurde entsprechend retrospektiv angepasst. Das Eigenkapital erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund des positiven Ergebnisses um 3,9 Mrd. € auf 182,2 Mrd. €. Die Eigenkapitalquote stieg auf 32,0 (31,6) %.

Bilanzstruktur im Konzernbereich Automobile

Am Ende des ersten Quartals 2023 erhöhten sich die Immateriellen Vermögenswerte im Konzernbereich Automobile insbesondere aufgrund gestiegener Aktivierungen von Entwicklungskosten. Die Sachanlagen waren gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2022 nahezu unverändert. Die At Equity bewerteten Anteile verringerten sich unter anderem infolge der konzerninternen Umgliederung der Beteiligung an Europcar in den Finanzdienstleistungsbereich. Insgesamt lagen die Langfristigen Vermögenswerte mit 177,3 (178,7) Mrd. € auf dem Niveau vom Jahresende 2022.

Auch die Kurzfristigen Vermögenswerte blieben mit 122,3 (122,7) Mrd. € nahezu unverändert. Die darin enthaltenen Vorräte stiegen vor allem aufgrund von Störungen in der Logistikkette. Die kurzfristigen Sonstigen Forderungen und finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich im Verhältnis zum 31. Dezember 2022, Gründe waren im Wesentlichen volumenbedingt gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

BILANZSTRUKTUR IN DEN BEREICHEN PKW, NUTZFAHRZEUGE UND POWER ENGINEERING

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Mio. € 31.03.2023 31.12.2022 1
Pkw
Langfristige Vermögenswerte 141.713 142.467
Kurzfristige Vermögenswerte 103.412 105.055
Bilanzsumme 245.124 247.522
Eigenkapital 122.364 119.654
Langfristige Schulden 69.831 71.632
Kurzfristige Schulden 52.929 56.236
Nutzfahrzeuge
Langfristige Vermögenswerte 33.993 34.620
Kurzfristige Vermögenswerte 15.448 14.184
Bilanzsumme 49.440 48.804
Eigenkapital 14.184 13.804
Langfristige Schulden 15.265 16.252
Kurzfristige Schulden 19.991 18.748
Power Engineering
Langfristige Vermögenswerte 1.569 1.579
Kurzfristige Vermögenswerte 3.474 3.491
Bilanzsumme 5.043 5.070
Eigenkapital 2.571 2.495
Langfristige Schulden 325 432
Kurzfristige Schulden 2.147 2.143

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).

Der Zahlungsmittelbestand im Konzernbereich Automobile stieg um 4,9 Mrd. € auf 27,9 Mrd. €. Der Bestand an Wertpapieren reduzierte sich um 11,1 Mrd. € auf 21,7 Mrd. €.

Die Position "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" umfasst die Buchwerte der Vermögenswerte der Volkswagen Group Rus sowie von zur Veräußerung vorgesehener Tochtergesellschaften von Volkswagen Financial Services, Porsche und Scania in Russland sowie Vermögenswerte der MAN Energy Solutions. Die Position "Zur Veräußerung gehaltene Schulden" beinhaltet die Buchwerte der zugehörigen Schulden.

Am 31. März 2023 lag das Eigenkapital des Konzernbereichs Automobile mit 139,1 Mrd. € um 2,3 % über dem Stand zum Jahresende 2022. Hierzu trug vor allem das positive Ergebnis des Berichtszeitraums bei. Auch die Anteile von Minderheiten am Eigenkapital nahmen entsprechend leicht zu und waren im Wesentlichen den Minderheitsaktionären des Porsche AG Konzerns und der TRATON Group zuzurechnen. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 46,4 (45,1) %.

Die Langfristigen Schulden gingen um 2,9 Mrd. € auf 85,4 Mrd. € zurück. Die darin enthaltenen langfristigen Finanzschulden nahmen vor allem aufgrund von Umgliederungen vom langfristigen in den kurzfristigen Bereich aufgrund kürzerer verbleibender Restlaufzeiten ab.

Die Kurzfristigen Schulden verringerten sich um 2,1 Mrd. € auf 75,1 Mrd. €. Die kurzfristigen Finanzschulden beliefen sich auf -11,5 (-11,0) Mrd. €. Die Werte des Automobilbereichs enthalten auch die Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. Da die kurzfristigen Finanzschulden des originären Konzernbereichs Automobile geringer waren als die an den Finanzdienstleistungsbereich gewährten Darlehen, war der auszuweisende Wert in beiden Zeiträumen negativ. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen volumenbedingt im Vergleich zum Jahresende 2022 um 4,2 %. Die kurzfristigen Sonstigen Schulden gingen vor allem aufgrund der im Dezember 2022 beschlossenen und im Januar 2023 ausgezahlten Sonderdividende zurück. Gegenläufig wurde hier der Zahlungsanspruch gegenüber der Porsche SE aus der zweiten Tranche der Stammaktien der Porsche AG verrechnet.

Mit 299,6 Mrd. € verzeichnete der Konzernbereich Automobile am 31. März 2023 eine um 0,6 % niedrigere Bilanzsumme als am 31. Dezember 2022.

Bilanzstruktur im Finanzdienstleistungsbereich

Am Ende des Berichtszeitraums wies der Konzernbereich Finanzdienstleitungen mit 269,2 Mrd. € eine um 2,5 % höhere Bilanzsumme aus als Ende 2022. Die Bilanzsumme berücksichtigt zum Stichtag die Umsetzung der neuen Vorschriften zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen (IFRS 17), die zur einer Bilanzverkürzung führten. Der Wert zum Jahresende 2022 wurde entsprechend retrospektiv angepasst.

Die Langfristigen Vermögenswerte lagen mit 163,1 (161,2) Mrd. € leicht über dem Niveau vom 31. Dezember 2022. Die hierin enthaltenen At Equity bewerteten Anteile erhöhten sich unter anderem aufgrund der konzerninternen Umgliederung der Beteiligung an Europcar in den Finanzdienstleistungsbereich.

Die Kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 4,6 % auf 106,1 Mrd. €. Die darin enthaltenen kurzfristigen Sonstigen Forderungen und finanziellen Vermögenswerte nahmen unter anderem aufgrund gestiegener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu. Am 31. März 2023 belief sich der Zahlungsmittelbestand im Finanzdienstleistungsbereich auf 8,3 (6,1) Mrd. €.

Am Ende des ersten Quartals 2023 entfielen rund 47,3 (46,6) % der Aktiva des Volkswagen Konzerns auf den Finanzdienstleistungsbereich.

Ende März 2023 verzeichnete der Konzernbereich Finanzdienstleistungen ein ergebnisbedingt um 1,7 % über dem Vorjahr liegendes Eigenkapital in Höhe von 43,1 Mrd. €. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 16,0 (16,1) %.

Die Langfristigen Schulden im Finanzdienstleistungsbereich lagen mit 115,2 (114,6) Mrd. € auf dem Niveau vom Jahresende 2022. Die darin enthaltenen langfristigen Finanzschulden legten zu, während die langfristigen sonstigen Schulden abnahmen. Die Kurzfristigen Schulden erhöhten sich vor allem aufgrund gestiegener kurzfristiger Finanzschulden.

Das Einlagevolumen aus dem Direktbankgeschäft belief sich am 31. März 2023 auf 27,1 Mrd. €; am Jahresende 2022 hatte es 26,7 Mrd. € betragen.

PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Auf Basis der erreichten Ergebnisse des ersten Quartals 2023 heben wir unsere Prognose für das Operative Ergebnis des Bereichs Nutzfahrzeuge an und gehen nun von einer operativen Umsatzrendite zwischen 7 und 8 % aus.

Die Prognose für alle übrigen Spitzenkennzahlen bleibt unverändert. Den Ausblick für das Geschäftsjahr 2023 finden Sie auf Seite 31.

Rechtsstreitigkeiten

Dieselthematik

1. Straf- und Verwaltungsverfahren weltweit (exklusive USA/​Kanada)

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig führte Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs im Zusammenhang mit Motoren des Typs EA 288. Das Verfahren gegen die beschuldigten Mitarbeiter sowie die Volkswagen AG wurde Ende 2022 beziehungsweise Anfang 2023 gegen drei Beschuldigte gegen Zahlung einer Geldauflage endgültig und gegen vier Beschuldigte vorläufig eingestellt.

Das Verwaltungsgericht Schleswig hatte Ende Februar 2023 einer Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen das KBA erstinstanzlich stattgegeben und den Freigabebescheid für ein Softwareupdate für bestimmte ältere Modelle des Golf Plus aufgehoben, soweit dieser das Thermofenster, die Höhenkorrektur und die Taxischaltung als zulässige Abschalteinrichtungen einstufte. Beim sogenannten Thermofenster handelt es sich um eine temperaturabhängige Abgasrückführung. Mit Höhenkorrektur wird eine höhenabhängige Abgasrückführung bezeichnet. Unter Taxischaltung ist eine von der Zeitspanne eines im Leerlauf betriebenen Fahrzeugs abhängige Abgasrückführung zu verstehen. Die Volkswagen AG ist Beigeladene in dem Verfahren. Die Volkswagen AG hat Ende April 2023 Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Schleswig eingelegt.

2. Produktbezogene Klagen weltweit (exklusive USA/​Kanada)

In den Niederlanden hat die Diesel Emissions Justice Foundation ihre Berufung gegen das Zwischenurteil aus März 2022 in dem auf Zahlung von Schadensersatz gerichteten Sammelklageverfahren ausschließlich auf die Anwendbarkeit des neuen Sammelklageregimes beschränkt, sodass die Entscheidung des Gerichts in Amsterdam in Bezug auf seine Unzuständigkeit für Klagen von Verbrauchern außerhalb der Niederlande final und bindend ist.

3. Anlegerklagen weltweit (exklusive USA/​Kanada)

Im Kapitalanleger-Musterverfahren vor dem Oberlandesgericht Braunschweig hat das Gericht im März 2023 einen Hinweisbeschluss erlassen, in dem es mitteilt, dass es die in Aussicht gestellte Zeugenvernehmung für erforderlich hält und plant. Gleichzeitig hat das Gericht in Anbetracht der unabsehbar langen weiteren Verfahrensdauer angeregt, dass die Parteien jeweils ihre Bereitschaft zum Eintritt in außergerichtliche Vergleichsverhandlungen prüfen. Die Volkswagen AG hat unbeschadet ihres Rechtsstandpunkts signalisiert, dass sie bereit sei, über den Vorschlag des Oberlandesgerichts Braunschweig nachzudenken. Unabhängig davon wird die mündliche Verhandlung bis auf Weiteres fortgesetzt.

Im Musterverfahren gegen die Porsche Automobil Holding SE (Porsche SE), an dem die Volkswagen AG als Nebenintervenientin beteiligt ist, hat das Oberlandesgericht Stuttgart Ende März 2023 einen Musterentscheid erlassen. Auf Basis der im Musterentscheid getroffenen Feststellungen sind im Ergebnis alle Anlegerklagen gegen die Porsche SE in den ausgesetzten Ausgangsverfahren abzuweisen. Der Musterentscheid ist nicht rechtskräftig. Eine Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof (BGH) ist möglich.

Weitere wesentliche Rechtsstreitigkeiten

Im Juli 2021 hatte die Europäische Kommission gegen die Volkswagen AG, die AUDI AG und die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG im Rahmen einer Settlement-Entscheidung ein Gesamtbußgeld in Höhe von rund 502 Mio. € verhängt. Volkswagen verzichtete auf die Einlegung von Rechtsmitteln, sodass die Entscheidung 2021 rechtskräftig geworden ist. Der Gegenstand der Entscheidung beschränkt sich inhaltlich auf die Kooperation deutscher Automobilhersteller zu einzelnen technischen Fragen im Zusammenhang mit der Entwicklung und Einführung von SCR (Selective Catalytic Reduction)-Systemen für Pkw, die im Europäischen Wirtschaftsraum verkauft worden sind. Andere Verhaltensweisen wie Preisabsprachen oder die Aufteilung von Märkten und Kunden werden den Herstellern nicht vorgeworfen. Die Koreanische Wettbewerbsbehörde KFTC hat im April 2023 auf der Grundlage des EU-Sachverhalts die im Februar 2023 in ihrer Pressemitteilung angekündigte Bußgeldentscheidung bekanntgegeben. Wie angekündigt wurde gegen die Volkswagen AG kein Bußgeld verhängt und ist die Porsche AG nicht von der Entscheidung betroffen. Gegen die AUDI AG wurde ein Bußgeld von umgerechnet knapp 3 Mio. € verhängt. Im Konzern wird die Entscheidung derzeit analysiert und die Einlegung von möglichen Rechtsmitteln geprüft.

Die englische Kartellbehörde Competition and Markets Authority (CMA) hat im April 2023 Rechtsmittel gegen das Urteil aus Februar 2023 eingelegt, mit dem einer Klage ("judicial review") der Volkswagen AG stattgegeben wurde. Gegenstand der Klage sind nach Auffassung der Volkswagen AG kompetenzüberschreitende Auskunftsverlangen der CMA gegenüber der Volkswagen AG im Zusammenhang mit einer Untersuchung der CMA mit Bezug zur Volkswagen Group UK. Die Volkswagen AG prüft unverändert Möglichkeiten einer verhältnismäßigen Kooperation mit der CMA.

Die beiden von Greenpeace begleiteten Klagen gegen die Volkswagen AG, durch welche die Volkswagen AG dazu verpflichtet werden sollte, stufenweise die Produktion und das Inverkehrbringen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zu reduzieren und bis 2029 komplett einzustellen sowie Treibhausgasemissionen aus Entwicklung, Produktion und Vertrieb (einschließlich der Nutzung der Fahrzeuge durch Dritte) zu reduzieren sowie zusätzlich so Einfluss auf Konzernunternehmen, Beteiligungen und Joint Ventures auszuüben, dass diese Forderungen auch von diesen erfüllt werden, wurden im Februar 2023 vom Landgericht Braunschweig und vom Landgericht Detmold abgewiesen. Die Kläger haben im März 2023 beim Oberlandesgericht Braunschweig und im April 2023 beim Oberlandesgericht Hamm Berufung gegen die klageabweisenden Urteile eingelegt.

In Russland macht Automobile Plant "GAZ" LLC (GAZ) in mehreren Gerichtsverfahren unter anderem gegenüber der Volkswagen AG angebliche Schadensersatzforderungen in Höhe von insgesamt rund 500 Mio. € geltend. Von GAZ in diesem Zusammenhang beantragte und zunächst teilweise verhängte Sicherungsmaßnahmen auf die Gesellschaftsanteile an der Volkswagen Group Rus OOO (VGR) sowie das bewegliche und unbewegliche Vermögen der VGR wurden gerichtlich abgelehnt beziehungsweise aufgehoben. Gegen die Ablehnung beziehungsweise Aufhebung der Sicherungsmaßnahmen in Bezug auf das bewegliche und unbewegliche Vermögen der VGR hat GAZ Rechtsmittel eingelegt. Die verklagten Konzernunternehmen verteidigen sich in allen Verfahren.

Weitergehende Angaben zu den Schätzungen hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen sowie Angaben zu Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe oder der Fälligkeit von Beträgen der Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den Rechtsrisiken werden gemäß IAS 37.92 nicht gemacht, um die Ergebnisse der Verfahren und die Interessen des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.

Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr 2023 in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko- und Chancenbericht" - einschließlich des Abschnitts "Rechtsrisiken" - des zusammengefassten Lageberichts im Geschäftsbericht 2022 keine wesentlichen Änderungen.

Ausblick für das Jahr 2023

Unseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 insgesamt mit einer verringerten Dynamik wachsen wird. Die anhaltend hohe Inflation in vielen Regionen und die daraus resultierenden restriktiven geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken sollten sich zunehmend negativ auf die private Nachfrage auswirken. Risiken sehen wir weiterhin in protektionistischen Tendenzen, in Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie in strukturellen Defiziten in einzelnen Ländern. Die Wachstumsaussichten werden zudem von anhaltenden geopolitischen Spannungen und Konflikten belastet; weiterhin birgt der Russland-Ukraine-Konflikt Risiken. Darüber hinaus können Risiken im Zusammenhang mit dem möglichen Auftreten neuer Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2, insbesondere regionale Ausbrüche und damit verbundene Maßnahmen, nicht ausgeschlossen werden. Wir gehen davon aus, dass sowohl die fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch die Schwellenländer im Durchschnitt eine positive Dynamik aufweisen werden, wenngleich mit unterdurchschnittlichen Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Die Entwicklung der Automobilbranche ist eng an den Verlauf der Weltwirtschaft gekoppelt. Wir rechnen auf den internationalen Automobilmärkten mit einer weiter zunehmenden Wettbewerbsintensität. Unsicherheiten können sich aus anhaltenden Engpässen bei Vorprodukten und Rohstoffen ergeben. Diese können sich zusätzlich durch die Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts verstärken und insbesondere zu steigenden Preisen und sinkender Verfügbarkeit von Energie führen.

Wir erwarten, dass sich die Märkte für Pkw im Jahr 2023 in den einzelnen Regionen uneinheitlich entwickeln werden. Insgesamt wird das weltweite Verkaufsvolumen von Neufahrzeugen voraussichtlich spürbar über dem des Vorjahres liegen. In Westeuropa rechnen wir für 2023 mit einem Neuzulassungsvolumen von Pkw, das deutlich über dem Niveau des Jahres 2022 liegt. Für den deutschen Pkw-Markt gehen wir für 2023 davon aus, dass das Volumen der Neuzulassungen das Vorjahresniveau spürbar übertrifft. Auf den Pkw-Märkten in Zentral- und Osteuropa wird die Zahl der Verkäufe 2023 den Vorjahreswert voraussichtlich deutlich übertreffen - vorbehaltlich der weiteren Entwicklung des Russland-UkraineKonflikts. Auf den Märkten für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (bis 6,35 t) in Nordamerika rechnen wir für 2023 mit einem Verkaufsvolumen spürbar über dem Niveau des Vorjahres. Wir gehen davon aus, dass die Neuzulassungen auf den südamerikanischen Märkten 2023 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt spürbar steigen werden. Die Märkte für Pkw in der Region Asien-Pazifik werden 2023 voraussichtlich spürbar über dem Vorjahresniveau liegen.

Auch die Märkte für leichte Nutzfahrzeuge werden sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich entwickeln; insgesamt rechnen wir für 2023 mit einem deutlich steigenden Verkaufsvolumen.

Wir erwarten für 2023, dass sich die Neuzulassungen von mittelschweren und schweren Lkw mit einem Gesamtgewicht von mehr als 6 t auf den für den Volkswagen Konzern relevanten Märkten im Vorjahresvergleich spürbar positiv entwickeln, mit regional unterschiedlichen Ausprägungen. Auf den für den Volkswagen Konzern relevanten Busmärkten rechnen wir für das Jahr 2023 mit einer insgesamt deutlich steigenden Nachfrage mit unterschiedlichen regionalen Entwicklungen.

Unserer Einschätzung nach werden automobilbezogene Finanzdienstleistungen im Jahr 2023 eine hohe Bedeutung für den weltweiten Fahrzeugabsatz haben.

Wir gehen davon aus, dass die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns im Jahr 2023 unter herausfordernden Marktbedingungen und unter der Annahme einer abnehmenden Intensität von Engpässen bei Vorprodukten, Rohstoffen und in der Logistik bei rund 9,5 Mio. Fahrzeugen liegen werden.

Herausforderungen ergeben sich insbesondere aus dem konjunkturellen Umfeld, der steigenden Wettbewerbsintensität, volatilen Rohstoff-, Energie- und Devisenmärkten sowie aus verschärften emissionsbezogenen Anforderungen.

Wir erwarten für den Volkswagen Konzern im Jahr 2023, dass die Umsatzerlöse das Vorjahr um 10 bis 15 % übertreffen und die operative Umsatzrendite zwischen 7,5 und 8,5 % liegt. Im Bereich Pkw rechnen wir bei 7 bis 13 % über dem Vorjahreswert liegenden Umsatzerlösen mit einer operativen Umsatzrendite zwischen 8 und 9 %. Für den Bereich Nutzfahrzeuge gehen wir bei 5 bis 15 % über dem Vorjahr liegenden Umsatzerlösen von einer operativen Umsatzrendite zwischen 7 und 8 % aus. Im Bereich Power Engineering erwarten wir die Umsatzerlöse leicht über denen des Vorjahres und für das Operative Ergebnis einen niedrigen positiven dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Für den Konzernbereich Finanzdienstleistungen rechnen wir bei stark über dem Vorjahr liegenden Umsatzerlösen mit einem Operativen Ergebnis in der Größenordnung von 3,5 Mrd. €.

Im Konzernbereich Automobile gehen wir für 2023 davon aus, dass die F&E-Quote bei rund 8 % und die Sachinvestitionsquote bei rund 6,5 % liegt. Im Netto-Cashflow des Jahres 2023 erwarten wir eine sehr starke Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Darin enthalten sind insbesondere steigende Zukunftsinvestitionen sowie Liquiditätsabflüsse aus Mergers & Acquisitions-Aktivitäten für Batteriefabriken, die eine wichtige Säule der Transformation des Volkswagen Konzerns darstellen. Die Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile wird 2023 voraussichtlich zwischen 35 und 40 Mrd. € liegen; darin berücksichtigt sind die Mittelzu- und -abflüsse im Zusammenhang mit dem Börsengang der Porsche AG. Die Kapitalrendite (RoI) erwarten wir zwischen 12 und 15 %. Es ist unverändert unser erklärtes Ziel, unsere solide Finanzierungs- und Liquiditätspolitik fortzusetzen.

Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Volkswagen Konzerns. Diesen Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen einzelner Länder, Wirtschaftsräume und Märkte insbesondere für die Automobilbranche, zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und die wir zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten abweichen. Sollten sich wesentliche Parameter bezüglich unserer wichtigsten Absatzmärkte ändern oder sich wesentliche Veränderungen bei den für den Volkswagen Konzern relevanten Währungskursverhältnissen, Energie- und sonstigen Rohstoffen oder in der Teileversorgung ergeben, wird das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen. Darüber hinaus kann es auch zu Abweichungen von der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung kommen, wenn sich die im Geschäftsbericht 2022 dargestellten Einschätzungen zu den Faktoren nachhaltiger Wertsteigerung sowie zu Risiken und Chancen anders entwickeln als derzeit von uns erwartet oder sich zusätzliche Risiken beziehungsweise Chancen oder sonstige den Geschäftsverlauf beeinflussende Faktoren ergeben.

Marken und Geschäftsfelder

UMSATZERLÖSE UND OPERATIVES ERGEBNIS NACH MARKEN UND GESCHÄFTSFELDERN

Im ersten Quartal 2023 erwirtschaftete der Volkswagen Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 76,2 (62,7) Mrd. €. Das Operative Ergebnis lag bei 5,7 (8,3) Mrd. €. Während Effekte aus der Fair-Value-Bewertung von Derivaten außerhalb des Hedge Accounting in den ersten drei Monaten dieses Jahres negativ wirkten (- 1,3 Mrd. €), hatten sie im Vergleichszeitraum des Vorjahres einen positiven Effekt (+ 3,2 Mrd. €). Im Vorjahr fielen Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der Dieselthematik in Höhe von 0,1 Mrd. € an.

Die Markengruppe Volumen setze im Berichtszeitraum 1,2 (0,9) Mio. Fahrzeuge ab, die Umsatzerlöse beliefen sich auf 33,2 (24,4) Mrd. €. Das Operative Ergebnis (im Vorjahr vor Sondereinflüssen) lag bei 1,7 (0,9) Mrd. €.

Die Marke Volkswagen Pkw konnte ihren Absatz in den ersten drei Monaten 2023 um 36,0 % auf 731 Tsd. Fahrzeuge steigern. Besonders beliebt waren die Modelle der ID.-Familie, der T-Roc und der Atlas. Auch der neue Taigo wurde stark nachgefragt. Die Umsatzerlöse nahmen volumenbedingt um 37,5 % auf 20,5 Mrd. € zu. Das Operative Ergebnis (im Vorjahr vor Sondereinflüssen) stieg auf 0,6 (0,5) Mrd. €, was neben dem Volumen auf eine bessere Preisdurchsetzung zurückzuführen war.

Die Marke ŠKODA setzte im Berichtszeitraum 275 Tsd. Fahrzeuge ab; ein Plus von 19,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere der Enyaq iV und der Octavia verzeichneten Zuwächse. Die Umsatzerlöse stiegen auf 6,8 (5,1) Mrd. €. Das Operative Ergebnis verbesserte sich volumen-, mix- und preisbedingt auf 542 (337) Mio. €. Wechselkurse und Produktkosten wirkten negativ.

WESENTLICHE ZAHLEN NACH MARKENGRUPPEN UND GESCHÄFTSFELDERN VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ

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ABSATZ UMSATZERLÖSE OPERATIVES ERGEBNIS
Tsd. Fahrzeuge/​Mio. € 2023 2022 2023 2022 1 2023 2022 1
Markengruppe Volumen 1.193 918 33.163 24.361 1.742 877
Markengruppe Premium (Audi) 323 244 16.883 14.282 1.816 3.535
Markengruppe Sport & Luxury (Porsche Automobile 2) 85 66 9.333 7.317 1.727 1.359
CARIAD - - 168 110 - 429 - 416
Battery - - 0 0 - 72 - 6
TRATON Nutzfahrzeuge 85 68 10.938 8.353 875 331
MAN Energy Solutions - - 901 761 101 55
At Equity einbezogene Gesellschaften China 3 609 765 - - - -
Volkswagen Finanzdienstleistungen - - 11.980 10.876 985 1.501
Sonstiges 4 - 171 - 67 - 7.168 - 3.348 - 997 1.222
Volkswagen Konzern vor Sondereinflüssen - - - - 5.747 8.458
Sondereinflüsse - - - - - - 130
Volkswagen Konzern 2.124 1.995 76.198 62.711 5.747 8.328
Konzernbereich Automobile 5 2.124 1.995 63.463 51.210 4.583 6.784
davon: Bereich Pkw 2.039 1.927 51.623 42.096 3.611 6.400
Bereich Nutzfahrzeuge 85 68 10.938 8.353 872 330
Bereich Power Engineering - - 901 761 100 54
Konzernbereich Finanzdienstleistungen - - 12.736 11.502 1.164 1.544

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).
2 Porsche (einschließlich Finanzdienstleistungen): Umsatz 10.097 (8.043) Mio. €, Operatives Ergebnis 1.840 (1.467) Mio. €.
3 Die Umsatzerlöse und Operativen Ergebnisse der At Equity einbezogenen Gesellschaften in China sind in den Werten des Konzerns nicht enthalten, diese Gesellschaften erzielten ein anteiliges Operatives Ergebnis von 625 (824) Mio. €.
4 Im Operativen Ergebnis im Wesentlichen ergebniswirksame konzerninterne Posten, insbesondere aus der Eliminierung von Zwischengewinnen, inklusive Abschreibungen auf identifizierte Vermögenswerte im Rahmen der Kaufpreisallokationen sowie den Marken nicht zugeordnete Gesellschaften.
5 Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen.

WESENTLICHE ZAHLEN DER MARKENGRUPPE VOLUMEN VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ

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ABSATZ UMSATZERLÖSE OPERATIVES ERGEBNIS
Tsd. Fahrzeuge/​Mio. € 2023 2022 2023 2022 2023 2022
Volkswagen Pkw 731 537 20.464 14.879 608 513
ŠKODA 275 231 6.794 5.101 542 337
SEAT 155 107 3.562 2.404 144 5
Volkswagen Nutzfahrzeuge 104 73 3.599 2.294 171 46
Tech. Components - - 6.028 3.614 237 -33
Konsolidierung -72 -29 -7.284 -3.931 39 9
Markengruppe Volumen 1.193 918 33.163 24.361 1.742 877

Der Absatz von SEAT und CUPRA legte im Zeitraum Januar bis März dieses Jahres auf 155 Tsd. Fahrzeuge zu; das waren 45,1 % mehr als ein Jahr zuvor. Der für Audi gefertigte A1 ist darin enthalten. Sowohl SEAT als auch CUPRA wiesen eine höhere Nachfrage auf, vor allem der CUPRA Formentor und der CUPRA Born waren beliebt. Die Umsatzerlöse lagen mit 3,6 Mrd. € um 48,2 % über dem Vorjahreswert. Vor allem infolge des höheren Volumens und des Erfolgs von CUPRA war das Operative Ergebnis von SEAT mit 144 (5) Mio. € besser als im Vorjahr.

Im ersten Quartal 2023 nahm der Absatz von Volkswagen Nutzfahrzeuge auf weltweit 104 (73) Tsd. Einheiten zu. Die Umsatzerlöse erhöhten sich in der Folge auf 3,6 (2,3) Mrd. €. Das Operative Ergebnis stieg auf 171 (46) Mio. €, was neben dem Volumen aus positiven Preiseffekten resultierte.

Der Absatz der Markengruppe Premium (Audi) war im Berichtszeitraum mit weltweit 323 Tsd. Fahrzeugen um 32,4 % höher als im ersten Quartal 2022. Insbesondere der Q5 und der Q7 sowie die vollelektrischen Modelle Q4 e-tron und e-tron GT verbuchten Zuwächse. Weitere 128 (138) Tsd. Audi Fahrzeuge wurden durch die chinesischen Joint Ventures FAW-Volkswagen und SAIC VOLKSWAGEN veräußert. Die Umsatzerlöse nahmen auf 16,9 (14,3) Mrd. € zu. Das Operative Ergebnis (im Vorjahr vor Sondereinflüssen) belief sich auf 1,8 (3,5) Mrd. €. Der Rückgang war überwiegend auf Bewertungseffekte aus Rohstoffsicherungsgeschäften (- 1,6 Mrd. € im Vorjahresvergleich) zurückzuführen. Die guten Ergebnisse der Marken Bentley, Lamborghini und Ducati, sowie der Volumenanstieg der Marke Audi wirkten dagegen ergebniserhöhend. Ducati verkaufte in den ersten drei Monaten dieses Jahres 18.498 (14.125) Motorräder.

Die Markengruppe Sport & Luxury (Porsche Automobile) setzte im ersten Quartal 2023 weltweit 85 (66) Tsd. Fahrzeuge ab. Insbesondere die Modelle 911, Macan und Cayenne wurden verstärkt nachgefragt. Die Umsatzerlöse konnten auf 9,3 (7,3) Mrd. € zulegen. Das Operative Ergebnis verbesserte sich im Wesentlichen volumenbedingt auf 1,7 (1,4) Mrd. €.

CARIAD bündelt die Softwarekompetenz im Volkswagen Konzern. Das Geschäftsmodell umfasst die Entwicklung und den Betrieb einheitlicher Softwareplattformen für aktuelle und künftige Fahrzeugmodelle. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im ersten Quartal 2023 auf 168 (110) Mio. €; der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Lizenzerlösen aufgrund des höheren Fahrzeugvolumens. Der Operative Verlust belief sich infolge von Entwicklungsvorleistungen unverändert auf -0,4 (-0,4) Mrd. €.

Im Geschäftsfeld Battery sind die weltweiten Batterieaktivitäten des Konzerns - die zukünftige Fertigung von Batteriezellen sowie weitere Aktivitäten entlang der Batterie-Wertschöpfungskette - zusammengefasst. Das Operative Ergebnis von Battery lag im ersten Quartal 2023 infolge des Aufbaus des Geschäftsfelds fixkostenbedingt bei -72 (-6) Mio. €.

Der Absatz von TRATON Nutzfahrzeuge übertraf mit 85 (68) Tsd. Fahrzeugen den Vergleichswert des Vorjahres. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 31,0 % auf 10,9 Mrd. €. Das Operative Ergebnis lag mit 875 (331) Mio. € über dem Vorjahreswert. Der Anstieg ist auf das höhere Neufahrzeugvolumen, einen positiven Produktmix, eine bessere Preisdurchsetzung sowie ein gestiegenes Servicegeschäft zurückzuführen.

MAN Energy Solutions erwirtschaftete im Zeitraum Januar bis März 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 0,9 (0,8) Mrd. €. Das Operative Ergebnis nahm volumen- und mixbedingt auf 101 (55) Mio. € zu.

Die Zahl der im Finanzierungs-, Leasing-, Service- und Versicherungsgeschäft der Volkswagen Finanzdienstleistungen neu abgeschlossenen Verträge lag im Berichtszeitraum bei 2,0 Mio. (+ 4,3 %). Bei gleichgebliebenen Vergabegrundsätzen belief sich die Penetrationsrate als Anteil der geleasten oder finanzierten Fahrzeuge am relevanten Auslieferungsvolumen des Konzerns auf 34,4 (34,1) %. Ende März 2023 erreichte der Gesamtvertragsbestand mit 21,5 (22,0) Mio. Kontrakten annähernd das Niveau vom 31. Dezember 2022. Im Bereich Kundenfinanzierung/​Leasing lag der Vertragsbestand bei 10,2 (10,3) Mio. Kontrakten, im Bereich Service/​Versicherungen waren es 11,3 (11,6) Mio. Kontrakte. Die Volkswagen Bank verzeichnete am 31. März dieses Jahres 1,4 (1,3) Mio. Einlagenkonten im Bestand. Das Operative Ergebnis ging wie erwartet auf 1,0 (1,5) Mrd. € zurück, was im Wesentlichen aus negativen Effekten aus Derivaten resultierte. Im Vorjahr wirkten zudem geringere Risikokosten und eine große Nachfrage nach Gebrauchtwagen positiv.

ABSATZ UND UMSATZERLÖSE NACH MÄRKTEN

In den ersten drei Monaten dieses Jahres setzte der Volkswagen Konzern in der Region Europa/​Übrige Märkte 1,0 Mio. Fahrzeuge ab; ein Plus von 23,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzerlöse legten auf 45,7 (36,4) Mrd. € zu. Neben dem Volumen wirkte eine verbesserte Preisdurchsetzung positiv.

Der Absatz des Volkswagen Konzerns auf den Märkten Nordamerikas nahm im Berichtszeitraum um 32,5 % auf 238 Tsd. Fahrzeuge zu. Die Umsatzerlöse verbesserten sich volumen- und wechselkursbedingt auf 15,8 (12,1) Mrd. €.

In Südamerika konnte der Absatz im Zeitraum Januar bis März 2023 auf 101 (74) Tsd. Fahrzeuge gesteigert werden. Die Umsatzerlöse erhöhten sich volumenbedingt auf 3,4 (2,7) Mrd. €.

Der Absatz des Volkswagen Konzerns in der Region Asien-Pazifik - einschließlich der At-Equity-einbezogenen Gesellschaften in China - ging im ersten Quartal 2023 um 17,5 % auf 735 Tsd. Fahrzeuge zurück. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 11,6 (11,8) Mrd. €. Die Umsatzerlöse unserer At-Equity-einbezogenen Gesellschaften in China sind nicht enthalten.

Im Berichtszeitraum wirkten sich Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Umsatzerlösen des Volkswagen Konzerns in Fremdwährung mit -0,4 (-0,3) Mrd. € negativ aus.

WESENTLICHE ZAHLEN NACH MÄRKTEN VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ

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ABSATZ UMSATZERLÖSE
Tsd. Fahrzeuge/​Mio. € 2023 2022 2023 2022 1
Europa/​Übrige Märkte 1.050 850 45.729 36.444
Nordamerika 238 180 15.817 12.054
Südamerika 101 74 3.413 2.726
Asien-Pazifik 2 735 891 11.618 11.802
Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse - - -379 -315
Volkswagen Konzern 2 2.124 1.995 76.198 62.711

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).
2 Die Umsatzerlöse der Joint-Venture-Gesellschaften in China sind in den Werten des Konzerns und des Marktes Asien-Pazifik nicht enthalten.

Konzern-Zwischenabschluss (Kurzfassung)

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. März

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VOLKSWAGEN KONZERN KONZERNBEREICHE
AUTOMOBILE¹ FINANZDIENSTLEISTUNGEN
Mio. € 2023 2022² 2023 2022² 2023 2022²
Umsatzerlöse 76.198 62.711 63.463 51.210 12.736 11.502
Kosten der Umsatzerlöse -61.005 -50.744 -50.434 -41.645 -10.571 -9.099
Bruttoergebnis 15.193 11.967 13.029 9.565 2.165 2.402
Vertriebskosten -4.836 -4.315 -4.524 -3.978 -311 -337
Verwaltungskosten -3.241 -2.770 -2.594 -2.163 -647 -607
Sonstiges betriebliches Ergebnis -1.370 3.446 -1.328 3.361 -42 85
Operatives Ergebnis 5.747 8.328 4.583 6.784 1.164 1.544
Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen 535 629 542 604 -7 25
Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis 171 -41 221 -28 -50 -13
Finanzergebnis 706 588 762 576 -57 12
Ergebnis vor Steuern 6.453 8.916 5.345 7.360 1.107 1.556
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.723 -2.173 -1.404 -1.808 -319 -365
Ergebnis nach Steuern 4.730 6.743 3.941 5.552 788 1.191
davon entfallen auf
Minderheiten 382 40 350 5 32 34
Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG 138 129 138 129 - -
Aktionäre der Volkswagen AG 4.209 6.574 3.453 5.417 756 1.156
Unverwässertes/​verwässertes Ergebnis je Stammaktie in € 3 8,37 13,09
Unverwässertes/​verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie in € 3 8,43 13,15

1 Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen.
2 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).
3 Das Ergebnis je Aktie wird in der Anhangangabe "Ergebnis je Aktie" erläutert.

Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 31. März

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Mio. € 2023 2022¹
Ergebnis nach Steuern 4.730 6.743
Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen
Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen vor Steuern -340 5.954
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen 104 -1.790
Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen nach Steuern -236 4.165
Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten
Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten vor Steuern 2 29 -389
Latente Steuern auf nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten 2 -2 53
Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten nach Steuern 27 -336
Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern 0 1
Nicht reklassifizierbare Gewinne/​Verluste -209 3.829
Währungsumrechnungsdifferenzen
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/​Verluste aus der Währungsumrechnung -812 1.142
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen - 15
Währungsumrechnungsdifferenzen vor Steuern -812 1.157
Latente Steuern auf Währungsumrechnungsdifferenzen -1 2
Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern -813 1.159
Sicherungsgeschäfte
Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI I) 703 -124
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI I) -35 18
Cashflow-Hedges (OCI I) vor Steuern 669 -106
Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI I) -198 45
Cashflow-Hedges (OCI I) nach Steuern 470 -61
Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI II) -159 -153
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI II) 215 170
Cashflow-Hedges (OCI II) vor Steuern 56 17
Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI II) -10 -17
Cashflow-Hedges (OCI II) nach Steuern 46 0
Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten
Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen 50 -149
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen 0 0
Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten vor Steuern 49 -149
Latente Steuern auf reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten -6 39
Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten nach Steuern 43 -109
Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern -143 123
Reklassifizierbare Gewinne/​Verluste -396 1.113
Sonstiges Ergebnis vor Steuern -491 6.610
Latente Steuern auf das Sonstige Ergebnis -115 -1.668
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -606 4.942
Gesamtergebnis 4.124 11.685
davon entfallen auf
Minderheiten 418 82
Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG 138 129
Aktionäre der Volkswagen AG 3.568 11.474

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).
2 Die latenten Steuern werden ab dem ersten Quartal 2023 separat ausgewiesen. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.

Bilanz zum 31. März 2023 und zum 31. Dezember 2022

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VOLKSWAGEN KONZERN KONZERNBEREICHE
AUTOMOBILE¹ FINANZDIENSTLEISTUNGEN
Mio. € 2023 2022² 2023 2022² 2023 2022²
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte 340.395 339.853 177.274 178.667 163.122 161.187
Immaterielle Vermögenswerte 84.170 83.241 83.787 82.846 383 394
Sachanlagen 63.676 63.890 62.692 62.908 984 982
Vermietete Vermögenswerte 59.121 59.380 902 1.279 58.220 58.100
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 87.434 86.944 -758 -767 88.192 87.711
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, At Equity bewertete Anteile und sonstige Beteiligungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte 45.994 46.399 30.651 32.400 15.344 13.999
Kurzfristige Vermögenswerte 228.446 224.159 122.333 122.730 106.113 101.430
Vorräte 56.662 52.274 52.992 48.768 3.670 3.506
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 61.748 61.549 -808 -799 62.556 62.348
Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte 46.821 43.226 20.161 18.764 26.660 24.462
Wertpapiere und Termingeldanlagen 25.946 37.206 21.741 32.867 4.204 4.338
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 36.247 29.172 27.919 23.034 8.328 6.137
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 1.022 733 327 95 695 638
Bilanzsumme 568.842 564.013 299.607 301.396 269.234 262.616
Passiva
Eigenkapital 182.208 178.328 139.119 135.954 43.089 42.375
Eigenkapital der Aktionäre der Volkswagen AG 154.791 151.255 112.377 109.565 42.414 41.690
Eigenkapital der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG 14.075 14.121 14.075 14.121 - -
Eigenkapital der Anteilseigner der Volkswagen AG 168.865 165.376 126.452 123.686 42.414 41.690
Anteile von Minderheiten am Eigenkapital 13.343 12.952 12.667 12.267 676 684
Langfristige Schulden 200.596 202.961 85.421 88.316 115.175 114.646
Finanzschulden 119.757 121.737 19.144 21.871 100.613 99.866
Rückstellungen für Pensionen 27.936 27.553 27.479 27.104 457 449
Sonstige Schulden 52.903 53.671 38.797 39.341 14.106 14.330
Kurzfristige Schulden 186.037 182.723 75.068 77.127 110.970 105.596
Finanzschulden 87.948 83.448 -11.534 -10.953 99.481 94.401
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.484 28.738 27.216 26.106 3.268 2.631
Sonstige Schulden 66.972 70.380 58.865 61.961 8.107 8.418
Schulden im Zusammenhang mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 633 158 521 12 113 146
Bilanzsumme 568.842 564.013 299.607 301.396 269.234 262.616

1 Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen, im Wesentlichen konzerninterne Darlehen.
2 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).

Eigenkapitalentwicklung

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Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stand am 01.01.2022 1.283 14.551 117.342
Änderung der Bilanzierung aufgrund von IFRS 17 - - -11
Stand nach Anpassung am 01.01.2022 1.283 14.551 117.331
Ergebnis nach Steuern 1 - - 6.574
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 1 - - 4.143
Gesamtergebnis 1 - - 10.717
Abgang von Eigenkapitalinstrumenten - - -
Kapitalerhöhungen/​-herabsetzungen - - -
Dividendenausschüttungen - - -
Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote - - -
Übrige Veränderungen - - 5
Stand am 31.03.2022¹ 1.283 14.551 128.053
Stand am 01.01.2023 1.283 14.551 137.267
Änderung der Bilanzierung aufgrund von IFRS 17 - - 5
Stand nach Anpassung am 01.01.2023 1.283 14.551 137.272
Ergebnis nach Steuern - - 4.209
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - - -232
Gesamtergebnis - - 3.977
Abgang von Eigenkapitalinstrumenten - - 13
Kapitalerhöhungen/​-herabsetzungen - - -
Dividendenausschüttungen - - -
Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote - - -42
Übrige Veränderungen - - 21
Stand am 31.03.2023 1.283 14.551 141.241
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ÜBRIGE RÜCKLAGEN
SICHERUNGSGESCHÄFTE
Mio. € Währungsumrechnung Cash-flow Hedges (OCI I) Abgegrenzte Kosten der Sicherungsbeziehung (OCI II) Eigenkapital- und Fremdkapitalinstrumente At Equity bewertete Anteile
Stand am 01.01.2022 -2.351 -635 -367 -355 541
Änderung der Bilanzierung aufgrund von IFRS 17 - - - - 1
Stand nach Anpassung am 01.01.2022 -2.351 -635 -367 -355 542
Ergebnis nach Steuern 1 - - - - -
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 1 1.111 -62 0 -416 124
Gesamtergebnis 1 1.111 -62 0 -416 124
Abgang von Eigenkapitalinstrumenten - - - - -
Kapitalerhöhungen/​-herabsetzungen - - - - -
Dividendenausschüttungen - - - - -
Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote - - - - -
Übrige Veränderungen - - - - 0
Stand am 31.03.2022¹ -1.240 -698 -366 -772 666
Stand am 01.01.2023 -2.256 1.623 -1.077 -1.005 870
Änderung der Bilanzierung aufgrund von IFRS 17 - - - - -7
Stand nach Anpassung am 01.01.2023 -2.256 1.623 -1.077 -1.005 864
Ergebnis nach Steuern - - - - -
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -763 378 50 69 -143
Gesamtergebnis -763 378 50 69 -143
Abgang von Eigenkapitalinstrumenten - - - -13 -
Kapitalerhöhungen/​-herabsetzungen - - - - -
Dividendenausschüttungen - - - - -
Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote -11 - - - -
Übrige Veränderungen - - - - -
Stand am 31.03.2023 -3.031 2.001 -1.027 -949 721
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Mio. € Anteile der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG Anteile der Anteilseigner der Volkswagen AG Anteile von Minderheiten Summe Eigenkapital
Stand am 01.01.2022 14.439 144.449 1.705 146.154
Änderung der Bilanzierung aufgrund von IFRS 17 - -11 - -11
Stand nach Anpassung am 01.01.2022 14.439 144.438 1.705 146.143
Ergebnis nach Steuern 1 129 6.703 40 6.743
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 1 - 4.900 42 4.942
Gesamtergebnis 1 129 11.603 82 11.685
Abgang von Eigenkapitalinstrumenten - - - -
Kapitalerhöhungen/​-herabsetzungen 1.154 1.154 103 1.257
Dividendenausschüttungen -155 -155 - -155
Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote - - - -
Übrige Veränderungen - 5 -15 -10
Stand am 31.03.2022¹ 15.568 157.045 1.875 158.920
Stand am 01.01.2023 14.121 165.378 12.950 178.327
Änderung der Bilanzierung aufgrund von IFRS 17 - -1 2 1
Stand nach Anpassung am 01.01.2023 14.121 165.376 12.952 178.328
Ergebnis nach Steuern 138 4.347 382 4.730
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - -641 35 -606
Gesamtergebnis 138 3.706 418 4.124
Abgang von Eigenkapitalinstrumenten - - - -
Kapitalerhöhungen/​-herabsetzungen - - - -
Dividendenausschüttungen -185 -185 - -185
Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote - -54 -27 -80
Übrige Veränderungen - 21 0 21
Stand am 31.03.2023 14.075 168.865 13.343 182.208

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).

Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. März

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VOLKSWAGEN KONZERN KONZERNBEREICHE
AUTOMOBILE¹ FINANZDIENSTLEISTUNGEN
Mio. € 2023 2022⁷ 2023 2022⁷ 2023 2022⁷
Anfangsbestand Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 29.738 39.123 23.042 24.899 6.695 14.224
Ergebnis vor Steuern 6.453 8.916 5.345 7.360 1.107 1.556
Ertragsteuerzahlungen -1.443 -1.000 -667 -747 -776 -253
Abschreibungen² 6.440 7.047 4.051 4.614 2.389 2.433
Veränderung der Pensionen 71 151 68 143 3 8
Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung -539 -641 -546 -616 7 -25
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Umgliederungen³ 1.187 -2.785 1.191 -3.316 -4 531
Brutto-Cashflow 12.170 11.688 9.443 7.438 2.726 4.250
Veränderung Working Capital -6.207 -2.375 -1.868 -1.638 -4.339 -737
Veränderung der Vorräte -4.754 -1.897 -4.578 -2.105 -177 208
Veränderung der Forderungen -3.016 -2.061 -1.681 -1.685 -1.335 -376
Veränderung der Verbindlichkeiten 4.778 3.098 3.715 2.478 1.063 620
Veränderung der sonstigen Rückstellungen 571 -200 456 -228 115 28
Veränderung der Vermieteten Vermögenswerte (ohne Abschreibungen) -2.530 -2.104 218 14 -2.747 -2.118
Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen -1.256 790 2 -111 -1.258 901
Cashflow laufendes Geschäft 5.963 9.313 7.576 5.800 -1.613 3.513
Investitionstätigkeit laufendes Geschäft -5.380 -4.425 -5.332 -4.309 -49 -117
davon: Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte (ohne aktivierte Entwicklungskosten), Sachanlagen und Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -2.485 -1.746 -2.458 -1.703 -27 -43
Entwicklungskosten (aktiviert) -2.559 -2.235 -2.559 -2.235 - -
Erwerb und Verkauf von Beteiligungen -404 -541 -378 -461 -26 -80
Netto-Cashflow⁴ 582 4.888 2.244 1.491 -1.662 3.397
Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen 10.751 -1.067 13.086 -1.391 -2.335 324
Investitionstätigkeit 5.371 -5.492 7.755 -5.699 -2.384 207
Finanzierungstätigkeit -3.906 372 -10.142 3.884 6.236 -3.512
davon: Kapitaltransaktionen mit Minderheiten -8 - -8 - - -
Kapitaleinzahlungen/​-rückzahlungen 0 1.262 -2 1.262 2 -
Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -292 250 -216 210 -76 40
Veränderung der Risikovorsorge auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -1 0 -1 0 0 0
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.134 4.443 4.971 4.194 2.163 248
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.03.⁵ 36.872 43.565 28.014 29.093 8.858 14.472
Wertpapiere und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen 39.400 35.138 18.043 17.218 21.357 17.921
Bruttoliquidität 76.272 78.704 46.057 46.311 30.215 32.393
Kreditstand -207.785 -211.435 -7.615 -15.246 -200.169 -196.189
Nettoliquidität am 31.03.⁶ -131.513 -132.731 38.441 31.065 -169.954 -163.796
nachrichtlich am 01.01. -125.803 -136.576 43.015 26.685 -168.818 -163.261

1 Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen.
2 Saldiert mit Zuschreibungen.
3 Im Wesentlichen Bewertung von Finanzinstrumenten zu Marktwerten und Umgliederung der Ergebnisse aus Anlagen-/​Beteiligungsabgängen in die Investitionstätigkeit.
4 Netto-Cashflow: Cashflow laufendes Geschäft abzüglich Investitionstätigkeit laufendes Geschäft (Investitionstätigkeit ohne Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen.
5 Der Zahlungsmittelbestand setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand und jederzeit fälligen Mitteln zusammen.
6 Bestand an Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Wertpapieren und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen und Joint Ventures abzüglich Kreditstand (lang- und kurzfristige Finanzschulden).
7 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).

Die Kapitalflussrechnung wird in der Anhangangabe zur Kapitalflussrechnung erläutert.

Anhang

Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Die Volkswagen AG hat gemäß der Verordnung 1606/​2002 des Europäischen Parlaments und des Rates ihren Konzernabschluss für das Jahr 2022 nach den durch die Europäische Union übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards, den International Financial Reporting Standards (IFRS), erstellt. Dementsprechend wurde auch dieser Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2023 in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) erstellt und enthält einen gegenüber dem Konzernabschluss verkürzten Berichtsumfang.

Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen.

Zusätzlich zu den berichtspflichtigen Segmenten werden im verkürzten Konzern-Zwischenabschluss neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung für den Volkswagen Konzern zu Erläuterungszwecken die Konzernbereiche Automobile und Finanzdienstleistungen dargestellt. Diese stellen keine Pflichtangaben nach IFRS dar. Die Eliminierung der konzerninternen Beziehungen zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen sind dem Konzernbereich Automobile zugeordnet.

Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht im Sinne des § 115 WpHG unterzogen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Volkswagen AG hat alle von der EU übernommenen und ab dem 1. Januar 2023 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen umgesetzt.

SONSTIGE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss wurde ein Abzinsungssatz für Pensionsrückstellungen im Inland in Höhe von 3,6 % (31. Dezember 2022: 3,7 %) verwendet.

Die Ermittlung des Ertragsteueraufwandes für den Konzern-Zwischenabschluss erfolgt grundsätzlich gemäß IAS 34 (Zwischenberichterstattung) auf Basis der besten Schätzung des durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird.

Im Übrigen werden bei der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses und der Ermittlung der Vergleichszahlen für das Vorjahr grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Konsolidierungsgrundsätze wie im Konzernabschluss 2022 angewandt. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Konzernabschlusses 2022 unter der Angabe "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" veröffentlicht.

Darüber hinaus sind die Auswirkungen neuer Standards unter der Angabe "Nicht angewendete neue beziehungsweise geänderte IFRS" näher beschrieben. Der Konzernabschluss 2022 ist auch im Internet unter www.volkswagenag.com/​de/​InvestorRelations.html abrufbar.

IFRS 17 - VERSICHERUNGSVERTRÄGE

IFRS 17 fasst die Vorschriften zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen neu. Der Volkswagen Konzern wendet IFRS 17 erstmalig zum 1. Januar 2023 an. Die Umstellung erfolgte unter Anwendung des vollständig retrospektiven Ansatzes, es sei denn, dieser war nicht durchführbar. Dies war der Fall, wenn nicht alle erforderlichen historischen Informationen insbesondere für Verträge mit mehrjähriger Laufzeit ohne unangemessenen Kosten- oder Zeitaufwand verfügbar waren. In diesen Fällen wendete der Volkswagen Konzern grundsätzlich den modifiziert retrospektiven Ansatz an.

Aus der erstmaligen Anwendung resultierte eine geringfügige Veränderung des Eigenkapitals jeweils zum 1. Januar 2023 sowie zum 1. Januar 2022. Diese ist im Wesentlichen auf die geänderte Systematik zur Ermittlung der Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft zurückzuführen. Darüber hinaus führt die saldierte Betrachtung von Zahlungsströmen in der Bewertung der Rückstellungshöhe gleichermaßen zu einer Reduktion von Vermögenswerten und Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von 0,7 Mrd. €. Auf die Gewinn- und Verlustrechnung hat die geänderte Systematik zur Erfassung von Erlösen und Aufwendungen keine wesentlichen Effekte. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.

Wesentliche Ereignisse

DIESELTHEMATIK

Am 18. September 2015 veröffentlichte die US-amerikanische Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) eine "Notice of Violation" und gab öffentlich bekannt, dass bei Abgastests an bestimmten Fahrzeugen mit 2,0 l Dieselmotoren des Volkswagen Konzerns in den USA Unregelmäßigkeiten bei Stickoxid (NOx)-Emissionen festgestellt wurden. Danach erfolgten weitere Meldungen zum Umfang der Dieselthematik. Detaillierte Erläuterungen finden sich im Konzernabschluss 2022 unter der Angabe "Wesentliche Ereignisse".

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2023 waren im Zusammenhang mit der Dieselthematik keine wesentlichen Sondereinflüsse zu erfassen.

Weitere Angaben zu den Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Dieselthematik finden sich unter der Angabe "Rechtsstreitigkeiten".

RUSSLAND-UKRAINE-KONFLIKT /​ COVID-19-PANDEMIE /​ TEILEVERSORGUNG

Mit dem Beginn des Russland-Ukraine-Konflikts im Februar 2022 kam es neben der humanitären Krise weltweit zu Verwerfungen auf den Märkten. Insbesondere auf den Energie- und Rohstoffmärkten kam es zu erheblichen Preissteigerungen und international war ein deutlicher Anstieg der Zins- und Inflationsraten zu verzeichnen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023 zeichnete sich in den Märkten teilweise eine Normalisierung ab.

Volkswagen hatte vor dem Hintergrund des Russland-Ukraine-Konflikts und den daraus resultierenden Folgen entschieden, die Produktion von Fahrzeugen in Russland zunächst einzustellen. Ebenfalls wurde der Fahrzeugexport nach Russland gestoppt. Ergänzend dazu sind auch bei Lieferungen von Ersatzteilen beziehungsweise der Bereitstellung von technischen Informationen die jeweiligen Sanktionsvorgaben einzuhalten.

Auch im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023 entspannte sich der Russland-Ukraine-Konflikt nicht. Daher wurde im Volkswagen Konzern die Einstellung der geschäftlichen Tätigkeit in Russland weiter konkretisiert. In diesem Zusammenhang wurden im ersten Quartal 2023 weitere Verkaufsverhandlungen mit verschiedenen Investoren fortgeführt (siehe hierzu auch Angabe "IFRS 5 - Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte").

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2023 wurden im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt keine zusätzlichen wesentlichen Risikovorsorgen gebildet.

Aus den Fair Value Bewertungen und Realisierungen von Derivaten außerhalb des Hedge Accountings (insbesondere Rohstoffsicherungen) waren Aufwendungen in Höhe von insgesamt 1,1 Mrd. € (im Vorjahr Ertrag in Höhe von 3,8 Mrd. €) innerhalb des Sonstigen betrieblichen Ergebnisses zu erfassen.

Während sich die Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 entspannte, bestanden auch zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres Engpässe bei der Teileversorgung.

Siehe hierzu auch die Erläuterungen im Zwischenlagebericht.

WESENTLICHE TRANSAKTIONEN

Scout Motors Inc.

Im Rahmen der Nordamerika Strategie des Volkswagen Konzerns wurde im Geschäftsjahr 2022 die Gesellschaft Scout Motors Inc., Arlington, Virginia/​USA, eine 100 prozentige Tochtergesellschaft der Volkswagen Finance Luxemburg, Strassen/​Luxemburg, gegründet. Unter dem Namen Scout soll eine neue Fahrzeugmarke erschaffen werden, über die in den USA ab 2026 elektrifizierte Geländefahrzeuge und Pickups vertrieben werden. Um den Aufbau der Marke SCOUT, die Fahrzeugentwicklung und die Produktionsplanung zu finanzieren, sollen im Geschäftsjahr 2023 rund 500 Mio. USD in die Gesellschaft eingebracht werden. Eine erste Zahlung in Höhe von 190 Mio. USD ist bereits im Januar 2023 erfolgt. Die Gesellschaft wurde seit dem 1. Januar 2023 in den Volkswagen Konzernabschluss einbezogen.

Argo AI

Im Rahmen der im dritten Quartal 2022 eingeleiteten Abwicklung von Argo AI, LLC, Pittsburgh/​USA hat Volkswagen im Januar 2023 50 Mio. USD in die Gesellschaft eingelegt. Die Einlage wurde vollständig wertberichtigt.

Konzernkreis

Neben der Volkswagen AG, die ihren Sitz in Wolfsburg hat und beim Amtsgericht Braunschweig unter HRB 100484 eingetragen ist, werden in den Konzernabschluss alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen einbezogen, die die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Dies ist der Fall, wenn die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar die Verfügungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das potenzielle Tochterunternehmen besitzt, an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem potenziellen Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse beeinflussen kann.

IFRS 5 - ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart (Porsche AG) hat im Dezember 2022 eine Vereinbarung mit einem unabhängigen, konzernfremden Investor über die Veräußerung zweier russischer Vertriebsgesellschaften des Segments Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, OOO Porsche Russland, Moskau/​Russland und OOO Porsche Center Moscow, Moskau/​Russland sowie einer russischen Gesellschaft, die dem Segment Finanzdienstleistungen zugeordnet ist, OOO Porsche Financial Services Russland, Moskau/​Russland, geschlossen. Des Weiteren wurde mit diesem Investor eine Vereinbarung über die Rückkaufoption getroffen, die frühestens fünf und spätestens zehn Jahre nach Veräußerung ausgeübt werden kann. Die rechtliche Übertragung und die finale Festlegung des Kaufpreises stehen noch unter Vorbehalt der Freigabe der Transaktion durch die russischen Behörden. Zum 31. Dezember 2022 wurde für die Veräußerungsgruppe ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 25 Mio. € erfasst. Im ersten Quartal 2023 wurde ein weiterer geringfügiger Wertminderungsbedarf identifiziert, welcher im Sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen wird.

Im vierten Quartal 2022 wurde beschlossen, die dem Segment Finanzdienstleistungen zugehörigen vollkonsolidierten Tochtergesellschaften OOO Volkswagen Bank RUS, Moskau/​Russland, OOO Volkswagen Group Finanz, Moskau/​Russland und OOO Volkswagen Financial Services RUS, Moskau/​Russland zu veräußern. Nach Beschlussfassung durch die zuständigen Gremien wurde bereits mit der Umsetzung eines Veräußerungsplans begonnen, dessen Abschluss voraussichtlich im zweiten Quartal 2023 erwartet wird. Wertminderungen, die aus Bewertungsvorgaben des IFRS 5 resultieren, wurden für die Veräußerungsgruppe nicht erfasst, da die vorigen bilanziellen Wertansätze bereits die erhöhten makroökonomischen Unsicherheiten sowie den Stand der Verkaufsverhandlungen berücksichtigt haben.

Am 15. Dezember 2022 hat der Aufsichtsrat der Volkswagen AG beschlossen, das MAN ES Gasturbinengeschäft der MAN Energy Solutions SE, Augsburg und der MAN Energy Solutions Schweiz AG, Zürich/​Schweiz mittels Asset Deal an die CSIC Longjiang GH Gas Turbine Co. Ltd., Harbin/​China und deren noch zu gründenden Tochtergesellschaften deutschen und schweizerischen Rechts zu veräußern. Die Transaktion wird voraussichtlich innerhalb des Geschäftsjahres 2023 abgeschlossen sein.

Am 3. März 2023 hat der Aufsichtsrat des Volkswagen Konzerns beschlossen, dass die OOO Volkswagen Group Rus, Kaluga/​Russland sowie deren Tochtergesellschaften OOO Scania Finance, Moskau/​Russland, OOO Scania Strachovanie, Moskau/​Russland und OOO Scania Leasing, Moskau/​Russland zu veräußern sind.

Die Verkaufsverhandlungen mit möglichen Investoren sind weit fortgeschritten. Die rechtliche Übertragung des Eigentums an den vier Gesellschaften unterliegt zum Stichtag den noch ausstehenden Zustimmungen der russischen Behörden. Aktuell ist davon auszugehen, dass die rechtliche Übertragung des Eigentums und eine finale Feststellung des Kaufpreises innerhalb des ersten Halbjahres 2023 stattfinden wird.

Insgesamt wurden zum 31. März 2023 Vermögenswerte in Höhe von 1.022 Mio. € sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 633 Mio. € gemäß IFRS 5 als Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden in einer separaten Zeile in der Bilanz ausgewiesen. Die Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden wurden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich der voraussichtlichen Veräußerungskosten angesetzt.

Erläuterungen zum Konzern-Zwischenabschluss

1. Umsatzerlöse

STRUKTUR DER UMSATZERLÖSE DES KONZERNS 1. QUARTAL 2023

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Mio. € Pkw und leichte Nutzfahrzeuge Nutzfahrzeuge Power Engineering Finanzdienstleistungen Summe Segmente Überleitung
Fahrzeuge 45.664 7.262 - - 52.925 -4.838
Originalteile 4.052 1.786 - - 5.837 -51
Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte 3.263 626 - 5.679 9.568 -995
Motoren, Aggregate und Teilelieferungen 2.588 268 - - 2.857 -21
Power Engineering - - 901 - 901 0
Motorräder 273 - - - 273 -
Vermiet- und Leasinggeschäft 242 395 0 4.236 4.873 -300
Zinsen und ähnliche Erträge 59 0 - 2.677 2.736 -190
Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse -447 9 - - -439 60
Sonstige Umsatzerlöse 2.541 593 - 143 3.277 -276
58.235 10.938 901 12.736 82.810 -6.612
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Mio. € Volkswagen Konzern
Fahrzeuge 48.087
Originalteile 5.786
Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte 8.573
Motoren, Aggregate und Teilelieferungen 2.835
Power Engineering 901
Motorräder 273
Vermiet- und Leasinggeschäft 4.573
Zinsen und ähnliche Erträge 2.547
Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse -379
Sonstige Umsatzerlöse 3.001
76.198

STRUKTUR DER UMSATZERLÖSE DES KONZERNS 1. QUARTAL 2022 1

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Mio. € Pkw und leichte Nutzfahrzeuge Nutzfahrzeuge Power Engineering Finanzdienstleistungen Summe Segmente Überleitung
Fahrzeuge 34.795 5.053 - - 39.848 -3.179
Originalteile 3.660 1.608 - - 5.268 -39
Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte 3.080 535 - 5.318 8.932 -1.025
Motoren, Aggregate und Teilelieferungen 2.911 187 - - 3.099 -17
Power Engineering - - 761 - 761 0
Motorräder 186 - - - 186 -
Vermiet- und Leasinggeschäft 158 433 0 4.042 4.633 -321
Zinsen und ähnliche Erträge 55 1 - 2.000 2.057 -90
Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse -314 -9 - - -322 7
Sonstige Umsatzerlöse 2.454 544 - 141 3.140 -226
46.986 8.353 761 11.502 67.602 -4.890
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Mio. € Volkswagen Konzern
Fahrzeuge 36.669
Originalteile 5.229
Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte 7.907
Motoren, Aggregate und Teilelieferungen 3.082
Power Engineering 761
Motorräder 186
Vermiet- und Leasinggeschäft 4.312
Zinsen und ähnliche Erträge 1.967
Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse -315
Sonstige Umsatzerlöse 2.913
62.711

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).

Die Sonstigen Umsatzerlöse umfassen unter anderem Erlöse aus Werkstattleistungen sowie Lizenzeinnahmen.

2. Kosten der Umsatzerlöse

In den Kosten der Umsatzerlöse sind die dem Finanzdienstleistungsgeschäft zuzuordnenden Zinsaufwendungen in Höhe von 1.570 Mio. € (Vorjahr: 567 Mio. €) enthalten.

Darüber hinaus werden in den Kosten der Umsatzerlöse neben den planmäßigen auch außerplanmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten, Sachanlagen und Vermietete Vermögenswerte berücksichtigt. Die außerplanmäßigen Abschreibungen belaufen sich auf insgesamt 157 Mio. € (Vorjahr: 331 Mio. €), die im Wesentlichen in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und in den Kosten der Umsatzerlöse ausgewiesen sind.

3. Forschungs- und Entwicklungskosten

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1. QUARTAL
Mio. € 2023 2022 %
Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt 5.071 4.359 16,3
davon: aktivierte Entwicklungskosten 2.559 2.235 14,5
Aktivierungsquote in % 50,5 51,3
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten 1.218 1.220 -0,2
Ergebniswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten 3.730 3.344 11,5

4. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der Volkswagen AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der sich während des Berichtszeitraums in Umlauf befindenden Stamm- und Vorzugsaktien. Da im Berichtszeitraum keine Sachverhalte vorlagen, aus denen Verwässerungseffekte auf die Anzahl der Aktien resultierten, entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Gemäß § 27 Abs. 2 Ziffer 3 der Satzung der Volkswagen AG steht der Vorzugsaktie eine um 0,06 € höhere Dividende als der Stammaktie zu.

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1. QUARTAL
2023 2022¹
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von:
Stammaktien - unverwässert/​verwässert Stück 295.089.818 295.089.818
Vorzugsaktien - unverwässert/​verwässert Stück 206.205.445 206.205.445
Ergebnis nach Steuern Mio. € 4.730 6.743
Anteil von Minderheiten Mio. € 382 40
Ergebnisanteil der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG Mio. € 138 129
Ergebnisanteil der Aktionäre der Volkswagen AG Mio. € 4.209 6.574
davon: Ergebnisanteil der Stammaktien - unverwässert/​verwässert Mio. € 2.471 3.863
davon: Ergebnisanteil der Vorzugsaktien - unverwässert/​verwässert Mio. € 1.739 2.712
Ergebnis je Stammaktie - unverwässert/​verwässert 8,37 13,09
Ergebnis je Vorzugsaktie - unverwässert/​verwässert 8,43 13,15

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).

5. Langfristige Vermögenswerte

ENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER LANGFRISTIGER VERMÖGENSWERTE VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. MÄRZ 2023

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Mio. € Nettobuchwert 01.01.2023 Zugänge/​ Änderung Kons.kreis Abgänge/​Übrige Bewegungen Abschreibungen Nettobuchwert 31.03.2023
Immaterielle Vermögenswerte 83.241 2.673 206 1.537 84.170
Sachanlagen 63.890 2.725 521 2.418 63.676
Vermietete Vermögenswerte 59.380 6.784 4.443 2.600 59.121

6. Vorräte

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Mio. € 31.03.2023 31.12.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.177 10.458
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 6.364 6.041
Fertige Erzeugnisse, Waren 33.514 29.466
Kurzfristiges Vermietvermögen 5.265 5.170
Geleistete Anzahlungen 1.370 1.165
Sicherungsgeschäfte Vorräte -27 -26
56.662 52.274

Im Berichtszeitraum waren keine wesentlichen Wertminderungen und Zuschreibungen auf Vorräte vorzunehmen.

7. Kurzfristige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte

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Mio. € 31.03.2023 31.12.2022¹
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.772 18.534
Übrige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte 26.049 24.692
46.821 43.226

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).

Das Operative Ergebnis wurde im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. März 2023 mit 166 Mio. € (Vorjahr: 336 Mio. €) aus Wertminderungen und Zuschreibungen auf lang- und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte belastet. Der Vorjahreswert resultierte im Wesentlichen aus erhöhten Ausfallrisiken aufgrund der Krisensituation im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt.

8. Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital setzt sich aus 295.089.818 nennwertlosen Stammaktien und 206.205.445 nennwertlosen Vorzugsaktien zusammen und beträgt 1.283 Mio. € (Vorjahr: 1.283 Mio. €).

Die Anteile von Minderheitsgesellschaftern (nicht beherrschende Anteile) am Eigenkapital entfallen im Wesentlichen auf den Porsche AG Konzern sowie die TRATON GROUP.

9. Langfristige Finanzschulden

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Mio. € 31.03.2023 31.12.2022
Anleihen und Schuldverschreibungen 89.506 89.869
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.926 23.266
Einlagengeschäft 3.347 2.642
Leasingverbindlichkeiten 5.215 5.283
Übrige Finanzschulden 764 677
119.757 121.737

10. Kurzfristige Finanzschulden

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Mio. € 31.03.2023 31.12.2022
Anleihen und Schuldverschreibungen 38.970 38.523
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.948 18.840
Einlagengeschäft 23.828 24.107
Leasingverbindlichkeiten 1.080 1.102
Übrige Finanzschulden 1.121 876
87.948 83.448

11. Angaben zum Fair Value

Die Prinzipien und Methoden zur Fair Value Bewertung sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den Bewertungsprinzipien und -methoden finden sich im Konzernabschluss 2022 unter der Angabe "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze".

Der Fair Value entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der Fair Value mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch die Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz oder durch die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt.

Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden umfassen derivative Finanzinstrumente, die nicht nach den Regelungen des Hedge Accounting bilanziert werden. Hierzu zählen im Wesentlichen Warentermingeschäfte, Devisentermingeschäfte auf Warentermingeschäfte, Optionen auf den Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten sowie in bestimmten Fällen Zinsswaps, Währungsswaps und Zins-/​Währungsswaps. Zum anderen werden die sonstigen Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer Beteiligungsquote von weniger als 20 %) an Personengesellschaften (Fremdkapitalinstrumente), Forderungen aus Kundenfinanzierung, deren Rückflüsse nicht nur Zins- und Tilgungszahlungen beinhalten, sowie finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen von vom Volkswagen Konzern beherrschten Spezialfonds gehalten werden, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Die derivativen Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehungen (Derivate im Hedge Accounting) werden in Abhängigkeit des zu Grunde liegenden Grundgeschäfts entweder erfolgsneutral oder erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.

Zu den erfolgsneutral zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten gehören sonstige Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer Beteiligungsquote von weniger als 20 %) an Kapitalgesellschaften (Eigenkapitalinstrumente) und Aktien, für die der Volkswagen Konzern in der Regel das Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung zum Fair Value in Anspruch nimmt, sowie Wertpapiere (Fremdkapitalinstrumente), deren Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen umfassen und die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht. Im Rahmen der erfolgsneutralen Bewertung werden die Änderungen des Fair Value nach Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst. Im Falle von Wertpapieren (Fremdkapitalinstrumente) werden Wertberichtigungen unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Ermittlung des Fair Value wird anhand einheitlicher Bewertungsmethoden sowie Bewertungsparameter vorgenommen. Die Durchführung der Fair Value Bewertung bei Finanzinstrumenten der Stufe 2 und Stufe 3 wird auf Basis zentraler Vorgaben in den einzelnen Konzernbereichen durchgeführt.

ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTE

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.

Der Fair Value der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente, wie Forderungen und Verbindlichkeiten, wird durch die Abzinsung unter Berücksichtigung eines risikoadäquaten und laufzeitkongruenten Marktzinses ermittelt. Aus Wesentlichkeitsgründen wird grundsätzlich der Fair Value für kurzfristige Bilanzposten dem Bilanzwert gleichgesetzt.

Die für den Fair Value der Forderungen maßgeblichen Risikovariablen sind risikoadjustierte Zinssätze.

ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTE ZUM 31. MÄRZ 2023

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ZUM FAIR VALUE BEWERTET ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN KEINER BEWERTUNGSKATEGORIE ZUGEORDNET BILANZ POSTEN ZUM 31.03.2023
Mio. € Buchwert Buchwert Fair Value Buchwert Buchwert
Langfristige Vermögenswerte
At Equity bewertete Anteile - - - - 13.047 13.047
Sonstige Beteiligungen 346 - - - 3.438 3.784
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 151 51.355 50.917 - 35.928 87.434
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.569 5.621 5.526 3.281 - 12.471
Ertragsteuerforderungen - - - - 392 392
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8 20.765 20.765 - 0 20.772
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 23 41.730 41.730 - 19.995 61.748
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.550 11.981 11.981 1.293 - 15.824
Ertragsteuerforderungen - 8 8 - 1.696 1.703
Wertpapiere und Termingeldanlagen 25.232 714 714 - - 25.946
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 36.247 36.247 - - 36.247
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - 626 626 - 396 1.022
Langfristige Schulden
Finanzschulden - 114.542 112.513 - 5.215 119.757
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.381 2.595 2.485 3.421 - 7.397
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden - 86.868 86.868 - 1.080 87.948
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 30.484 30.484 - - 30.484
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.054 11.383 11.383 1.190 - 13.627
Ertragsteuerverbindlichkeiten - 12 12 - 730 742
Schulden im Zusammenhang
mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten - 130 130 - 504 633

ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTE ZUM 31. DEZEMBER 2022 1

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ZUM FAIR VALUE BEWERTET ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN KEINER BEWERTUNGSKATEGORIE ZUGEORDNET BILANZ POSTEN ZUM 31.12.2022
Mio. € Buchwert Buchwert Fair Value Buchwert Buchwert
Langfristige Vermögenswerte
At Equity bewertete Anteile - - - - 12.668 12.668
Sonstige Beteiligungen 342 - - - 3.147 3.489
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 178 51.557 50.721 - 35.209 86.944
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.735 5.626 5.533 3.471 - 13.832
Ertragsteuerforderungen - - - - 394 394
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 18.533 18.533 - 0 18.534
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 24 41.644 41.644 - 19.881 61.549
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.845 11.042 11.042 1.270 - 15.157
Ertragsteuerforderungen - 10 10 - 1.721 1.732
Wertpapiere und Termingeldanlagen 24.560 12.646 12.646 - - 37.206
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 29.172 29.172 - - 29.172
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - 570 570 - 163 733
Langfristige Schulden
Finanzschulden - 116.455 112.101 - 5.283 121.737
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.518 2.623 2.502 4.047 - 8.188
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden - 82.346 82.346 - 1.102 83.448
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 28.738 28.738 - - 28.738
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.004 17.372 17.372 1.430 - 19.807
Ertragsteuerverbindlichkeiten - 17 17 - 709 726
Schulden im Zusammenhang mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten - 132 132 - 26 158

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).

In der Klasse "Keiner Bewertungskategorie zugeordnet" werden insbesondere Anteile an At Equity bewerteten Beteiligungen, Anteile an verbundenen nicht konsolidierten Gesellschaften sowie Leasingforderungen erfasst.

Die Leasingforderungen haben einen Buchwert von 55,9 Mrd. € (Vorjahr: 55,1 Mrd. €) und einen Fair Value von 55,0 Mrd. € (Vorjahr: 54,1 Mrd. €).

Folgende Tabellen zeigen eine Übersicht der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden:

ZUM FAIR VALUE BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN NACH STUFEN

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Mio. € 31.03.2023 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen 346 107 0 239
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 151 - - 151
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.569 - 2.026 1.543
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8 - - 8
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 23 - - 23
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.550 - 2.061 488
Wertpapiere und Termingeldanlagen 25.232 25.161 70 -
Langfristige Schulden
Sonstige finanzielle Schulden 1.381 - 1.313 68
Kurzfristige Schulden
Sonstige finanzielle Schulden 1.054 - 1.032 21
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Mio. € 31.12.2022 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen 342 91 0 251
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 178 - - 178
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.735 - 2.571 2.165
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 - - 1
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 24 - - 24
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.845 - 2.283 562
Wertpapiere und Termingeldanlagen 24.560 24.487 73 -
Langfristige Schulden
Sonstige finanzielle Schulden 1.518 - 1.439 79
Kurzfristige Schulden
Sonstige finanzielle Schulden 1.004 - 982 23

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN NACH STUFEN

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Mio. € 31.03.2023 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.281 - 3.281 -
Kurzfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.293 - 1.293 -
Langfristige Schulden
Sonstige finanzielle Schulden 3.421 - 3.421 -
Kurzfristige Schulden
Sonstige finanzielle Schulden 1.190 - 1.190 -
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Mio. € 31.12.2022 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.471 - 3.471 -
Kurzfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.270 - 1.270 -
Langfristige Schulden
Sonstige finanzielle Schulden 4.047 - 4.047 -
Kurzfristige Schulden
Sonstige finanzielle Schulden 1.430 - 1.430 -

Die Zuordnung der Fair Values in die drei Stufen der Fair Value Hierarchie richtet sich nach der Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise. In Stufe 1 werden Fair Values von Finanzinstrumenten gezeigt, für die ein Preis direkt auf einem aktiven Markt ermittelt werden kann. Darunter fallen zum Beispiel Wertpapiere und zum Fair Value bewertete sonstige Beteiligungen. Fair Values in Stufe 2, beispielsweise bei Derivaten, werden auf Basis von Marktdaten gemäß marktbezogener Bewertungsverfahren ermittelt. Hierbei werden insbesondere Währungskurse, Zinskurven, Rohstoffpreise sowie Börsenkurse notierter Anteile verwendet, welche an den entsprechenden Märkten beobachtbar sind und über Preisserviceagenturen bezogen werden. Fair Values der Stufe 3 errechnen sich über Bewertungsverfahren, bei denen nicht direkt auf dem aktiven Markt beobachtbare Faktoren einbezogen werden. Im Volkswagen Konzern sind der Stufe 3 langfristige Warentermingeschäfte zugeordnet, da für die Bewertung die am Markt vorhandenen Kurse extrapoliert werden müssen. Die Extrapolation erfolgt auf Basis von beobachtbaren Inputfaktoren für die unterschiedlichen Rohstoffe, welche über Preisserviceagenturen bezogen werden. Des Weiteren werden in der Stufe 3 Optionen auf Eigenkapitalinstrumente und Restwertsicherungsmodelle, Forderungen aus Kundenfinanzierung sowie Fahrzeugfinanzierungsprogramme gezeigt. Für die Bewertung der Eigenkapitalinstrumente werden dabei insbesondere die jeweiligen Unternehmensplanungen sowie unternehmensindividuelle Diskontzinssätze verwendet. Wesentlicher Inputfaktor zur Bestimmung des Fair Value für die Restwertsicherungsmodelle sind Prognosen sowie Schätzungen von Gebrauchtwagenrestwerten der entsprechenden Modelle. Zur Bewertung der Fahrzeugfinanzierungsprogramme wird insbesondere der entsprechende Fahrzeugpreis berücksichtigt.

Die nachfolgende Tabelle gibt eine zusammenfassende Übersicht der Entwicklung der zum Fair Value bewerteten Bilanzposten in der Stufe 3:

ENTWICKLUNG DER ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN BILANZPOSTEN BASIEREND AUF STUFE 3

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Mio. € Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte Zum Fair Value bewertete finanzielle Schulden
Stand am 01.01.2023 3.181 102
Währungsänderungen -19 1
Änderung Konsolidierungskreis 0 -
Gesamtergebnis -386 -9
erfolgswirksam -386 -9
erfolgsneutral 0 -
Zugänge (Zukäufe) 28 -
Realisierungen -215 -
Umgliederung in Stufe 2 -138 -4
Stand am 31.03.2023 2.450 89
Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse -386 9
Sonstiges betriebliches Ergebnis -388 9
davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/​Schulden -375 8
Finanzergebnis 2 -
davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/​Schulden 0 -
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Mio. € Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte Zum Fair Value bewertete finanzielle Schulden
Stand am 01.01.2022 2.119 303
Währungsänderungen 35 -1
Änderung Konsolidierungskreis - -
Gesamtergebnis 1.587 -112
erfolgswirksam 1.587 -112
erfolgsneutral - -
Zugänge (Zukäufe) 143 -
Realisierungen -25 -29
Umgliederung in Stufe 1 - -
Umgliederung in Stufe 2 -170 -5
Stand am 31.03.2022 3.690 156
Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse 1.587 112
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1.587 112
davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/​Schulden 1 1.480 113
Finanzergebnis 0 -
davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/​Schulden 0 -

1 Das Vorjahr wurde angepasst.

Die Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie werden zu den jeweiligen Berichtsstichtagen berücksichtigt. Die Umgliederungen aus Stufe 3 in Stufe 2 beinhalten Warentermingeschäfte, für die aufgrund der abnehmenden Restlaufzeit beobachtbare Marktkurse zur Bewertung zur Verfügung stehen, sodass keine Extrapolation mehr notwendig ist.

Für den Fair Value der Warentermingeschäfte ist der Rohstoffpreis die wesentliche Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse wird der Effekt von Änderungen des Rohstoffpreises auf das Ergebnis nach Ertragsteuern und das Eigenkapital dargestellt.

Wenn die Rohstoffpreise der der Stufe 3 zugeordneten Warentermingeschäfte zum 31. März 2023 um 10 % höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 237 Mio. € (Vorjahr: 336 Mio. €) höher (niedriger) ausgefallen. Auf das Eigenkapital würden sich darüber hinaus keine Effekte ergeben.

Die für die Bewertung der vom Unternehmen gehaltenen Optionen auf Eigenkapitalinstrumente maßgebliche Risikovariable ist der jeweilige Unternehmenswert. Mittels einer Sensitivitätsanalyse werden Effekte aus einer Änderung der Risikovariablen auf das Ergebnis nach Ertragsteuern dargestellt.

Wenn die unterstellten Unternehmenswerte zum 31. März 2023 um 10 % höher gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 2 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn die unterstellten Unternehmenswerte zum 31. März 2023 um 10 % niedriger gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 2 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) niedriger ausgefallen.

Restwertrisiken resultieren aus Absicherungsvereinbarungen mit dem Handel, wonach im Rahmen von Rückkaufverpflichtungen aus abgeschlossenen Leasingverträgen entstehende Ergebnisauswirkungen aus marktbedingten Schwankungen der Restwerte teilweise vom Volkswagen Konzern getragen werden.

Für den Fair Value der Optionen aus Restwertrisiken sind die Marktpreise von Gebrauchtwagen die wesentliche Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen von Änderungen der Gebrauchtwagenpreise auf das Ergebnis nach Ertragsteuern quantifiziert.

Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge zum 31. März 2023 um 10 % höher gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 483 Mio. € (Vorjahr: 444 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge zum 31. März 2023 um 10 % niedriger gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 515 Mio. € (Vorjahr: 494 Mio. €) niedriger ausgefallen.

Wenn die risikoadjustierten Zinssätze der zum Fair Value bewerteten Forderungen zum 31. März 2023 um 100 Basispunkte höher gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 5 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) niedriger ausgefallen. Wenn die risikoadjustierten Zinssätze zum 31. März 2023 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 2 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) höher ausgefallen.

Wenn bei den Fahrzeugfinanzierungsprogrammen der entsprechende Fahrzeugpreis zum 31. März 2023 um 10 % höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 4 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn bei den Fahrzeugfinanzierungsprogrammen der entsprechende Fahrzeugpreis zum 31. März 2023 um 10 % niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 4 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €) niedriger ausgefallen.

Wenn die Ertragslage der zum Fair Value bewerteten Beteiligungen zum 31. März 2023 um 10 % besser gewesen wäre, wäre das Eigenkapital 7 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €) sowie das Ergebnis nach Steuern um 5 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn die Ertragslage der zum Fair Value bewerteten Beteiligungen um 10 % schlechter gewesen wäre, wäre das Eigenkapital 7 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €) sowie das Ergebnis nach Steuern um 5 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €) geringer ausgefallen.

12. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt den Zahlungsmittelfluss im Volkswagen Konzern sowie in den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. Der Zahlungsmittelbestand setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand und jederzeit fälligen Mitteln zusammen.

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Mio. € 31.03.2023 31.03.2022
Zahlungsmittelbestand laut Bilanz 36.247 44.847
Zahlungsmittel zur Veräußerung gehalten 625 -
Termingeldanlagen¹ 0 -1.281
Zahlungsmittelbestand laut Kapitalflussrechnung 36.872 43.565

1 Zum 31. März 2022 waren Termingeldanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten Bestandteil des Zahlungsmittelbestandes laut Bilanz. Zum 30. Juni 2022 erfolgte in der Bilanz eine Umgliederung in die Position Wertpapiere und Termingeldanlagen.

In der Finanzierungstätigkeit stehen sich folgende Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse gegenüber:

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1. QUARTAL
Mio. € 2023 2022
Kapitaleinzahlungen/​-rückzahlungen 0 1.262
Dividendenzahlungen -6.708 -155
Kapitaltransaktionen mit Minderheiten -8 -
Aufnahmen von Anleihen 7.951 6.395
Tilgungen von Anleihen -7.591 -5.238
Veränderungen der übrigen Finanzschulden 2.747 -1.622
Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten -298 -270
-3.906 372

13. Segmentberichterstattung

Die Segmentabgrenzung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung im Volkswagen Konzern. Der Mehrmarkenstrategie folgend wird jede Marke (Geschäftssegment) des Konzerns von einem eigenen Markenvorstand geleitet. Dabei sind die vom Vorstand der Volkswagen AG festgelegten Konzernziele und -vorgaben zu berücksichtigen. Die Segmentberichterstattung besteht aus den vier berichtspflichtigen Segmenten Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, Nutzfahrzeuge, Power Engineering und Finanzdienstleistungen.

Die Aktivitäten des Segments Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erstrecken sich auf die Entwicklung von Fahrzeugen, Motoren und Fahrzeugsoftware, die Produktion und den Vertrieb von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sowie das Geschäft mit entsprechenden Originalteilen. Im Berichtssegment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erfolgt die Zusammenfassung der einzelnen Marken zu einem berichtspflichtigen Segment insbesondere aufgrund des hohen Maßes an technologischer und wirtschaftlicher Verzahnung im Produktionsverbund. Des Weiteren liegt eine Zusammenarbeit in zentralen Bereichen wie Einkauf, Forschung und Entwicklung oder Treasury vor.

Das Segment Nutzfahrzeuge umfasst vor allem die Entwicklung, die Produktion sowie den Vertrieb von Lastkraftwagen und Bussen, das Geschäft mit entsprechenden Originalteilen sowie damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen. Wie bei den Pkw-Marken besteht eine Zusammenarbeit in den Bereichen Einkauf, Entwicklung und Vertrieb. Weitere Verzahnungen werden angestrebt.

Im Segment Power Engineering wird das Geschäft mit Großdieselmotoren, Turbomaschinen und Komponenten der Antriebstechnik abgebildet.

Die Tätigkeit des Segments Finanzdienstleistungen umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing-, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagementgeschäft sowie Mobilitätsangebote. In diesem Segment erfolgen Zusammenfassungen insbesondere unter Berücksichtigung der Vergleichbarkeit der Art der Dienstleistungen sowie der regulatorischen Rahmenbedingungen.

Die Kaufpreisallokation aus erworbenen Gesellschaften wird direkt den entsprechenden Segmenten zugeordnet.

Das Segmentergebnis wird bei Volkswagen auf Basis des Operativen Ergebnisses bestimmt.

Die Überleitungsrechnung beinhaltet Bereiche und sonstige Geschäftstätigkeiten, die definitionsgemäß keine Segmente darstellen. Darin ist auch die nicht zugeordnete Konzernfinanzierung enthalten. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten erfolgt ebenfalls innerhalb der Überleitungsrechnung.

Den Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften der Segmente des Volkswagen Konzerns liegen grundsätzlich Preise zugrunde, die auch mit Dritten vereinbart werden.

BERICHTSSEGMENTE 1. QUARTAL 2023

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Mio. € Pkw und leichte Nutzfahrzeuge Nutzfahrzeuge Power Engineering Finanzdienstleistungen Summe Segmente Überleitung
Umsatzerlöse mit externen Dritten 52.619 10.691 901 11.835 76.046 152
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 5.616 247 0 901 6.764 -6.764
Umsatzerlöse 58.235 10.938 901 12.736 82.810 -6.612
Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) 5.449 872 100 1.164 7.586 -1.839
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Mio. € Volkswagen Konzern
Umsatzerlöse mit externen Dritten 76.198
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -
Umsatzerlöse 76.198
Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) 5.747

BERICHTSSEGMENTE 1. QUARTAL 2022 1

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Mio. € Pkw und leichte Nutzfahrzeuge Nutzfahrzeuge Power Engineering Finanzdienstleistungen Summe Segmente Überleitung
Umsatzerlöse mit externen Dritten 42.990 8.071 761 10.771 62.593 119
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 3.997 282 0 730 5.009 -5.009
Umsatzerlöse 46.986 8.353 761 11.502 67.602 -4.890
Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) 5.675 330 54 1.544 7.603 725
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Mio. € Volkswagen Konzern
Umsatzerlöse mit externen Dritten 62.711
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -
Umsatzerlöse 62.711
Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) 8.328

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG

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1. QUARTAL
Mio. € 2023 2022¹
Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) 7.586 7.603
Nicht zugeordnete Bereiche 13 11
Konzernfinanzierung -5 -12
Konsolidierung/​Holdingfunktion -1.846 726
Operatives Ergebnis 5.747 8.328
Finanzergebnis 706 588
Konzernergebnis vor Steuern 6.453 8.916

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).

14. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Die Porsche Automobil Holding SE (Porsche SE) hält die Mehrheit der Stimmrechte an der Volkswagen AG.

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Volkswagen AG am 3. Dezember 2009 wurde die Schaffung von Entsendungsrechten für das Land Niedersachsen beschlossen. Damit kann die Porsche SE, trotz der Mehrheit der Stimmrechte an der Volkswagen AG, nicht die Mehrheit der Mitglieder im Aufsichtsrat der Volkswagen AG bestellen, solange dem Land Niedersachsen mindestens 15 % der Stammaktien gehören. Die Porsche SE gilt damit als nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24.

BÖRSENGANG DER PORSCHE AG

Am 28. September 2022 hat Volkswagen 25 % der Vorzugsaktien (inklusive Mehrzuteilungen) ihrer Tochtergesellschaft Porsche AG bei Investoren platziert. Diese Vorzugsaktien werden seit dem Folgetag an der Börse gehandelt. Grundlage für den Börsengang war eine umfassende Einigung über den Abschluss mehrerer Verträge zwischen Volkswagen und der Porsche SE. In diesem Zusammenhang haben beide Parteien auch vereinbart, dass die Porsche SE 25 % der Stammaktien an der Porsche AG zuzüglich einer Stammaktie von Volkswagen erwirbt. Siehe hierzu auch die Erläuterungen im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022.

Aufgrund des Beschlusses auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Volkswagen AG am 16. Dezember 2022 bestand die Verpflichtung zur Zahlung einer Sonderdividende, was zu einer Gesamtverpflichtung gegenüber den Anteilseignern der Volkswagen AG in Höhe von 9,6 Mrd. € zum 31. Dezember 2022 führte. Auf die Porsche SE entfielen hiervon 3,1 Mrd. €.

Die Volkswagen AG und die Porsche SE haben sich auf eine Aufrechnung der Verpflichtung gegenüber der Porsche SE auf Zahlung der Sonderdividende mit dem Anspruch der Volkswagen AG auf die Zahlung des noch ausstehenden Kaufpreises für die zweite Tranche der Stammaktien geeinigt. Die Kaufpreisforderung und die Dividendenverbindlichkeit wurden daher im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 saldiert ausgewiesen. Mit der Zahlung der Sonderdividende am 9. Januar 2023 wurde die Aufrechnung vollzogen.

Im Zusammenhang mit dem Börsengang der Porsche AG ist die Volkswagen AG außerdem Verpflichtungen im Hinblick auf Dividendenzahlungen der Porsche AG eingegangen, die aber erst im Jahr 2023 nach der Hauptversammlung der Porsche AG ausgezahlt werden. Die Verpflichtung entfällt in Höhe von 114 Mio. € auf die Porsche SE.

WEITERE ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN NACH IAS 24

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ERBRACHTE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 1. QUARTAL EMPFANGENE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 1. QUARTAL
Mio. € 2023 2022 2023 2022
Porsche SE und deren Mehrheitsbeteiligungen 1 1 0 0
Aufsichtsräte 0 0 1 0
Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften 417 296 ¹ 405 421
Gemeinschaftsunternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen 3.359 4.043 166 186
Assoziierte Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen 99 70 658 369
Land Niedersachsen, dessen Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen 6 3 1 2

1 Das Vorjahr wurde angepasst.

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FORDERUNGEN GEGEN VERBINDLICHKEITEN (EINSCHL. VERPFLICHTUNGEN) GEGENÜBER
Mio. € 31.03.2023 31.12.2022 31.03.2023 31.12.2022¹
Porsche SE und deren Mehrheitsbeteiligungen 0 1 114 136
Aufsichtsräte 0 0 250 276
Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften 1.398 1.346 2.031 1.865
Gemeinschaftsunternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen 14.235 14.046 2.973 2.740
Assoziierte Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen 707 625 1.233 1.096
Land Niedersachsen, dessen Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen 127 255 2 1.127

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IFRS 17).

In den obigen Tabellen sind die von den Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen erhaltenen Dividendenzahlungen nach Abzug von Quellensteuer in Höhe von 9 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) nicht enthalten.

Die Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen entfallen im Wesentlichen auf gewährte Darlehen in Höhe von 10.967 Mio. € (31. Dezember 2022: 10.350 Mio. €) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.038 Mio. € (31. Dezember 2022: 3.491 Mio. €). Die Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochtergesellschaften resultieren ebenfalls im Wesentlichen aus gewährten Darlehen in Höhe von 801 Mio. € (31. Dezember 2022: 727 Mio. €) sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 191 Mio. € (31. Dezember 2022: 222 Mio. €).

In den ausstehenden Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen sind zweifelhafte Forderungen enthalten, welche in Höhe von 19 Mio. € (Vorjahr: 17 Mio. €) wertberichtigt wurden. Im ersten Quartal 2023 fielen hierfür Aufwendungen in Höhe von 2 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) an.

Des Weiteren bürgt der Volkswagen Konzern für nahestehende Personen und Unternehmen gegenüber externen Banken in Höhe von 284 Mio. € (31. Dezember 2022: 296 Mio. €).

Der Volkswagen Konzern hat von Januar bis März 2023 Kapitaleinlagen bei nahestehenden Unternehmen in Höhe von 209 Mio. € (Vorjahr: 384 Mio. €) getätigt.

Die Verpflichtungen gegenüber Aufsichtsräten beinhalten im Wesentlichen verzinsliche Bankguthaben von Aufsichtsräten, die zu marktüblichen Konditionen bei Gesellschaften des Volkswagen Konzerns angelegt wurden.

Die Transaktionen mit nahestehenden Personen erfolgen regelmäßig unter marktüblichen Konditionen. Diese beinhalten teilweise auch Eigentumsvorbehalte.

15. Rechtsstreitigkeiten

DIESELTHEMATIK

1. Straf- und Verwaltungsverfahren weltweit (exklusive USA/​Kanada)

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig führte Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs im Zusammenhang mit Motoren des Typs EA 288. Das Verfahren gegen die beschuldigten Mitarbeiter sowie die Volkswagen AG wurde Ende 2022 beziehungsweise Anfang 2023 gegen drei Beschuldigte gegen Zahlung einer Geldauflage endgültig und gegen vier Beschuldigte vorläufig eingestellt.

Das Verwaltungsgericht Schleswig hatte Ende Februar 2023 einer Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen das KBA erstinstanzlich stattgegeben und den Freigabebescheid für ein Softwareupdate für bestimmte ältere Modelle des Golf Plus aufgehoben, soweit dieser das Thermofenster, die Höhenkorrektur und die Taxischaltung als zulässige Abschalteinrichtungen einstufte. Beim sogenannten Thermofenster handelt es sich um eine temperaturabhängige Abgasrückführung. Mit Höhenkorrektur wird eine höhenabhängige Abgasrückführung bezeichnet. Unter Taxischaltung ist eine von der Zeitspanne eines im Leerlauf betriebenen Fahrzeugs abhängige Abgasrückführung zu verstehen. Die Volkswagen AG ist Beigeladene in dem Verfahren. Die Volkswagen AG hat Ende April 2023 Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Schleswig eingelegt.

2. Produktbezogene Klagen weltweit (exklusive USA/​Kanada)

In den Niederlanden hat die Diesel Emissions Justice Foundation ihre Berufung gegen das Zwischenurteil aus März 2022 in dem auf Zahlung von Schadensersatz gerichteten Sammelklageverfahren ausschließlich auf die Anwendbarkeit des neuen Sammelklageregimes beschränkt, sodass die Entscheidung des Gerichts in Amsterdam in Bezug auf seine Unzuständigkeit für Klagen von Verbrauchern außerhalb der Niederlande final und bindend ist.

3. Anlegerklagen weltweit (exklusive USA/​Kanada)

Im Kapitalanleger-Musterverfahren vor dem Oberlandesgericht Braunschweig hat das Gericht im März 2023 einen Hinweisbeschluss erlassen, in dem es mitteilt, dass es die in Aussicht gestellte Zeugenvernehmung für erforderlich hält und plant. Gleichzeitig hat das Gericht in Anbetracht der unabsehbar langen weiteren Verfahrensdauer angeregt, dass die Parteien jeweils ihre Bereitschaft zum Eintritt in außergerichtliche Vergleichsverhandlungen prüfen. Die Volkswagen AG hat unbeschadet ihres Rechtsstandpunkts signalisiert, dass sie bereit sei, über den Vorschlag des Oberlandesgerichts Braunschweig nachzudenken. Unabhängig davon wird die mündliche Verhandlung bis auf Weiteres fortgesetzt.

Im Musterverfahren gegen die Porsche Automobil Holding SE (Porsche SE), an dem die Volkswagen AG als Nebenintervenientin beteiligt ist, hat das Oberlandesgericht Stuttgart Ende März 2023 einen Musterentscheid erlassen. Auf Basis der im Musterentscheid getroffenen Feststellungen sind im Ergebnis alle Anlegerklagen gegen die Porsche SE in den ausgesetzten Ausgangsverfahren abzuweisen. Der Musterentscheid ist nicht rechtskräftig. Eine Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof (BGH) ist möglich.

WEITERE WESENTLICHE RECHTSSTREITIGKEITEN

Im Juli 2021 hatte die Europäische Kommission gegen die Volkswagen AG, die AUDI AG und die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG im Rahmen einer Settlement-Entscheidung ein Gesamtbußgeld in Höhe von rund 502 Mio. € verhängt. Volkswagen verzichtete auf die Einlegung von Rechtsmitteln, sodass die Entscheidung 2021 rechtskräftig geworden ist. Der Gegenstand der Entscheidung beschränkt sich inhaltlich auf die Kooperation deutscher Automobilhersteller zu einzelnen technischen Fragen im Zusammenhang mit der Entwicklung und Einführung von SCR (Selective Catalytic Reduction)-Systemen für Pkw, die im Europäischen Wirtschaftsraum verkauft worden sind. Andere Verhaltensweisen wie Preisabsprachen oder die Aufteilung von Märkten und Kunden werden den Herstellern nicht vorgeworfen . Die Koreanische Wettbewerbsbehörde KFTC hat im April 2023 auf der Grundlage des EU-Sachverhalts die im Februar 2023 in ihrer Pressemitteilung angekündigte Bußgeldentscheidung bekanntgegeben. Wie angekündigt wurde gegen die Volkswagen AG kein Bußgeld verhängt und ist die Porsche AG nicht von der Entscheidung betroffen. Gegen die AUDI AG wurde ein Bußgeld von umgerechnet knapp 3 Mio. € verhängt. Im Konzern wird die Entscheidung derzeit analysiert und die Einlegung von möglichen Rechtsmitteln geprüft.

Die englische Kartellbehörde Competition and Markets Authority (CMA) hat im April 2023 Rechtsmittel gegen das Urteil aus Februar 2023 eingelegt, mit dem einer Klage ("judicial review") der Volkswagen AG stattgegeben wurde. Gegenstand der Klage sind nach Auffassung der Volkswagen AG kompetenzüberschreitende Auskunftsverlangen der CMA gegenüber der Volkswagen AG im Zusammenhang mit einer Untersuchung der CMA mit Bezug zur Volkswagen Group UK. Die Volkswagen AG prüft unverändert Möglichkeiten einer verhältnismäßigen Kooperation mit der CMA.

Die beiden von Greenpeace begleiteten Klagen gegen die Volkswagen AG, durch welche die Volkswagen AG dazu verpflichtet werden sollte, stufenweise die Produktion und das Inverkehrbringen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zu reduzieren und bis 2029 komplett einzustellen sowie Treibhausgasemissionen aus Entwicklung, Produktion und Vertrieb (einschließlich der Nutzung der Fahrzeuge durch Dritte) zu reduzieren sowie zusätzlich so Einfluss auf Konzernunternehmen, Beteiligungen und Joint Ventures auszuüben, dass diese Forderungen auch von diesen erfüllt werden, wurden im Februar 2023 vom Landgericht Braunschweig und vom Landgericht Detmold abgewiesen. Die Kläger haben im März 2023 beim Oberlandesgericht Braunschweig und im April 2023 beim Oberlandesgericht Hamm Berufung gegen die klageabweisenden Urteile eingelegt.

In Russland macht Automobile Plant "GAZ" LLC (GAZ) in mehreren Gerichtsverfahren unter anderem gegenüber der Volkswagen AG angebliche Schadensersatzforderungen in Höhe von insgesamt rund 500 Mio. € geltend. Von GAZ in diesem Zusammenhang beantragte und zunächst teilweise verhängte Sicherungsmaßnahmen auf die Gesellschaftsanteile an der Volkswagen Group Rus OOO (VGR) sowie das bewegliche und unbewegliche Vermögen der VGR wurden gerichtlich abgelehnt beziehungsweise aufgehoben. Gegen die Ablehnung beziehungsweise Aufhebung der Sicherungsmaßnahmen in Bezug auf das bewegliche und unbewegliche Vermögen der VGR hat GAZ Rechtsmittel eingelegt. Die verklagten Konzernunternehmen verteidigen sich in allen Verfahren.

Weitergehende Angaben zu den Schätzungen hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen sowie Angaben zu Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe oder der Fälligkeit von Beträgen der Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den Rechtsrisiken werden gemäß IAS 37.92 nicht gemacht, um die Ergebnisse der Verfahren und die Interessen des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.

Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr 2023 in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko-und Chancenbericht" - einschließlich des Abschnitts "Rechtsrisiken" - des zusammengefassten Lageberichts im Geschäftsbericht 2022 keine wesentlichen Änderungen.

16. Eventualverbindlichkeiten

Gegenüber den im Geschäftsbericht 2022 beschriebenen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 10,6 Mrd. € ergeben sich zum 31. März 2023 keine wesentlichen Veränderungen.

17. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben sich im Vergleich zum Konzernabschluss 2022 um 1,9 Mrd. € auf 37,2 Mrd. € erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung des Bestellobligos für Sachanlagen und Dienstleistungen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Nach dem 31. März 2023 hat es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gegeben.

Wolfsburg, 2. Mai 2023

Volkswagen Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT

Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss der VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg, - bestehend aus verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung, verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Bilanz, verkürzter Eigenkapitalentwicklung, verkürzter Kapitalflussrechnung, sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzern-Zwischenlagebericht für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. März 2023, die Bestandteile des unterjährigen Finanzberichts nach § 115 Abs. 7 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 und 2 und Abs. 3 und 4 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Hannover, 3. Mai 2023

Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Meyer Matischiok
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Glossar

Ausgewählte Begriffe auf einen Blick

Hybridanleihe

Die von Volkswagen begebenen Hybridanleihen werden vollständig dem Eigenkapital zugerechnet. Während der unbegrenzten Laufzeit stehen der Emittentin zu bestimmten Terminen Kündigungsrechte zu. Die Zinsausstattung ist bis zur ersten Kündigungsmöglichkeit fixiert und variiert später nach Maßgabe der Anleihebedingungen.

Modularer E-Antriebs-Baukasten (MEB)

Baukastensystem für die Herstellung von Elektroautos. Der MEB legt die Parameter für Achsen, Antriebe, Hochvolt-Batterien, Radstände und Gewichtsverhältnisse fest, damit ein Fahrzeug optimal die Anforderungen der Elektromobilität erfüllt. Im Jahr 2020 startete die Produktion der ersten Fahrzeuge auf Basis des MEB in Serie.

Plug-in-Hybrid

Leistungsstufe von Hybridfahrzeugen. Plug-in-Hybrid Electric Vehicles (PHEVs) besitzen eine größere Batterie mit entsprechend hoher Kapazität, die sowohl über den Verbrennungsmotor oder das Bremsen als auch über die Steckdose geladen werden kann. Dadurch erhöht sich die Reichweite des Fahrzeugs.

Premium Plattform Elektrik (PPE)

Neue Fahrzeugplattform für elektrisch angetriebene Fahrzeuge der Premium-, Sport- und Luxusklasse. Die Komponenten und Funktionen dieser Plattform sind speziell auf die hohen Anforderungen in diesem Segment zugeschnitten. Mit dieser Plattform werden hohe Synergien insbesondere zwischen den Marken Audi, Porsche und Bentley erzielt.

Aktivierungsquote

Die Aktivierungsquote ist als Relation aus den aktivierten Entwicklungskosten und den gesamten Kosten für Forschung und Entwicklung im Konzernbereich Automobile definiert. Sie stellt den Anteil der gesamten Primärausgaben für Forschung und Entwicklung dar, welcher aktivierungspflichtig ist.

Bruttomarge

Mit der Bruttomarge wird der prozentuale Anteil des Bruttoergebnisses an den Umsatzerlösen innerhalb einer Periode ermittelt. Die Bruttomarge gibt Auskunft über die Profitabilität nach Kosten des Umsatzes.

Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote gibt den prozentualen Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital zu einem Stichtag an. Diese Quote ist ein Indikator für die Stabilität und Kapitalkraft des Unternehmens und zeigt den Grad der finanziellen Unabhängigkeit.

Forschungs- und Entwicklungskostenquote

Die Forschungs- und Entwicklungskostenquote (F&E-Quote) im Konzernbereich Automobile setzt die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten in Relation zu den Umsatzerlösen. Die Forschungs-und Entwicklungskosten umfassen die Aufwendungen von der Zukunftsforschung bis zur marktreifen Entwicklung unserer Produkte. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der umweltfreundlichen Ausrichtung unseres Produktportfolios. Die F&E-Quote belegt die Anstrengungen für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens: die auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtete Zielsetzung einer wettbewerbsfähigen Ertragskraft.

Netto-Cash-flow

Der Netto-Cash-flow des Konzernbereichs Automobile zeigt den Mittelüberschuss aus dem laufenden Geschäft, der zum Beispiel für Dividendenzahlungen zur Verfügung steht. Er ergibt sich aus dem Cash-flow des laufenden Geschäfts abzüglich der Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts.

Netto-Liquidität

Die Netto-Liquidität im Konzernbereich Automobile bildet den nicht durch Kreditstand finanzierten Bestand an Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Wertpapieren, Darlehensforderungen und Termingeldanlagen ab. Zur Absicherung der Geschäftstätigkeit haben wir das strategische Ziel formuliert, dass die Netto-Liquidität im Konzernbereich Automobile rund 10 % der Umsatzerlöse des Konzerns beträgt.

Operatives Ergebnis

Die Umsatzerlöse, in denen die Geschäftsentwicklung unserer At-equity-konsolidierten chinesischen Joint Ventures nicht enthalten ist, sind das finanzielle Abbild unseres Markterfolgs. Nach Berücksichtigung des Ressourceneinsatzes ist das Operative Ergebnis Ausdruck der originären Unternehmenstätigkeit und zeigt den wirtschaftlichen Erfolg des Kerngeschäfts.

Operative Umsatzrendite

Die operative Umsatzrendite ist das Verhältnis von erwirtschaftetem Operativen Ergebnis zu Umsatzerlösen.

Sachinvestitionsquote

Die Sachinvestitionsquote im Konzernbereich Automobile bringt gleichermaßen unsere Innovationskraft und zukünftige Wettbewerbsfähigkeit zum Ausdruck. Bei ihrer Berechnung werden die Investitionen - im Wesentlichen für die Modernisierung und Erweiterung der Produktpalette, für umweltfreundliche Aggregate sowie für die Anpassung der Produktionskapazitäten und Verbesserung der Fertigungsprozesse - ins Verhältnis zu den Umsatzerlösen des Konzernbereichs Automobile gesetzt.

Umsatzrendite vor Steuern

Als Umsatzrendite ist das in Prozent ausgedrückte Verhältnis von Gewinn vor Steuern und Umsatzerlösen innerhalb einer Periode definiert. Sie zeigt die Höhe des je Umsatzeinheit erwirtschafteten Gewinns. Die Umsatzrendite gibt Auskunft über die Profitabilität der gesamten Geschäftstätigkeit vor Abzug von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

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Brieffach 1848

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FINANZKALENDER

10. Mai 2023

Hauptversammlung der Volkswagen AG

27. Juli 2023

Halbjahresfinanzbericht 2023

26. Oktober 2023

Zwischenbericht Januar - September 2023

Wir bitten unsere Leserinnen und Leser um Verständnis, dass wir aus Gründen der Sprachvereinfachung keine geschlechterspezifischen Formulierungen verwenden. Die gewählte Form steht stellvertretend für alle Geschlechter.

Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor. Bei Abweichungen geht die deutsche maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen Übersetzung vor.

Beide Sprachfassungen sind im Internet abrufbar unter: www.volkswagenag.com/​de/​InvestorRelations.html

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