VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFTWolfsburgZwischenbericht Januar bis März 2023Wesentliche ZahlenVOLKSWAGEN KONZERNscrollen
1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe
Erläuterungen zu IFRS 17).
Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer
Übersetzung vor. Bei Abweichungen geht die deutsche
maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen
Übersetzung vor. Alle Zahlen im Bericht sind jeweils
für sich gerundet; dies kann bei der Addition zu
geringfügigen Abweichungen führen. Die
Vergleichswerte des Vorjahres werden neben den Werten des
aktuellen Geschäftsjahres in Klammern dargestellt.
Reichweitenangaben zu Fahrzeugen wurden auf dem
Rollenprüfstand über das Durchfahren der Zyklen
nach der Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure
(WLTP) ermittelt. WLTP-Reichweitenwerte für
Serienfahrzeuge können ausstattungsbedingt abweichen.
Die tatsächliche Reichweite variiert in der Praxis
abhängig von verschiedenen weiteren Faktoren.
Wesentliche Faktenscrollen
Group NewsNEUE PRODUKTE UND TECHNOLOGIENIm ersten Quartal 2023 stellten der Volkswagen Konzern
und seine Marken neue Fahrzeuge und Technologien vor.
Auf der Chicago Auto Show stellte die Marke Volkswagen
Pkw im Februar 2023 erstmals den neuen Atlas und Atlas
Cross Sport vor. Die aufgewerteten Modelle, die als Sieben-
beziehungsweise Fünfsitzer angeboten werden, bieten
modernste Technologien, ein ansprechendes Innenraumdesign
und eine agile Motorisierung. Der Innenraum der neuen
Atlas-Familie wurde mit hochwertigen Materialien und
serienmäßigen High-End-Komfortfunktionen
signifikant aufgewertet. Serienmäßig an Bord
sind unter anderem auch ein 12 Zoll Infotainment-Display,
das Volkswagen Digital Cockpit Pro, die IQ.DRIVE
Fahrerassistenztechnologie sowie verbesserte
Konnektivitätslösungen. Der durchzugsstarke und
zugleich effiziente Vierzylinder-Turbomotor mit
Direkteinspritzung bietet mit 200 kW (269 PS) eine
vergleichbare Leistung wie der Vorgänger, jedoch eine
Drehmomenterhöhung, die über einen breiteren
Drehzahlbereich zur Verfügung gestellt wird.
Fahrkomfort und Beschleunigung wurden zusätzlich
verbessert.
Im März 2023 feierte die Marke Volkswagen Pkw die
Weltpremiere der neuen Generation des ID.3. Von außen
präsentiert sich der vollelektrische Bestseller aus
der Kompaktklasse in einem frischen und geschärften
Look: Die Front mit neuem Stoßfänger wirkt
selbstbewusst und freundlich. Am Heck leuchten die
zweigeteilten Rücklichter erstmals auch in der
Heckklappe. Das Interieur kombiniert modernes Design und
nachhaltige Materialien. Für die Türverkleidungen
und Sitzbezüge wurde das Microfasermaterial Artvelours
Eco verwendet, das zu 71 % aus Rezyklat besteht, dabei aber
die gleichen Eigenschaften in Bezug auf Anmutung, Haptik
und Strapazierfähigkeit besitzt wie herkömmliche
Materialien. Zudem wurde bei der Innenausstattung
durchgängig auf Materialien tierischen Ursprungs
verzichtet. Das moderne und intuitive Bedienkonzept basiert
auf der neuesten Software-Generation und kann
Over-the-Air-Updates empfangen. Das kompakte 5,3 Zoll
Fahrer-Display wird über das Multifunktionslenkrad
gesteuert. In der Konsolenmitte befindet sich das
serienmäßige 12 Zoll große Touch-Display
für Navigation, Telefonie, Medien, Assistenzsysteme
und Fahrzeug-Setup. Das optional erhältliche
Augmented-Reality-Head-up-Display liefert unter anderem in
die Windschutzscheibe eingespiegelte dynamische
Navigationsanweisungen, die für den Fahrer -
perspektivisch korrekt und eindeutig - scheinbar in zehn
Meter Entfernung vor dem Fahrzeug auftauchen. Neben der
bewährten Geschwindigkeits- und Abstandsregelung ACC
und dem Spurhalteassistenten Lane Assist ist im neuen ID.3
optional der Travel Assist mit Schwarmdaten verfügbar.
Im Zeitalter der Elektromobilität schreibt die
Marke Volkswagen Pkw ihre Erfolgsgeschichte der
Kompaktwagen fort und gab Mitte März einen ersten
Ausblick auf einen vollelektrischen Volkswagen für
unter 25.000 €: Die Studie ID. 2all zeigt eine neue
Volkswagen Designsprache und ist das erste MEB-Fahrzeug mit
Frontantrieb. Die E-Maschine liefert eine Leistung von 166
kW (226 PS), die Reichweite liegt bei bis zu 450 km. Zu den
innovativen Technik-Features gehören der Travel
Assist, IQ.LIGHT und der E-Routenplaner.
Die Serienversion des ID. 2all soll auf der sogenannten
MEB Entry-Plattform basieren, mit der neue
Maßstäbe in Sachen Technologie und
Alltagstauglichkeit gesetzt werden sollen. Das Fahrzeug ist
eines von zehn neuen E-Modellen, die Volkswagen bis 2026
auf den Markt bringen will.
Lamborghini feierte im März 2023 die Premiere des
neuen Revuelto. Der Bolide setzt das V12-Vermächtnis
des italienischen Herstellers von Supersportwagen fort und
führt es als erster Serienhybrid in eine neue
elektrifizierte Zukunft. Dazu bedient er sich eines neuen
Designs, Antriebsstrangs, effizientester Aerodynamik und
eines neuartigen Carbon-Rahmen-Konzepts. Seine Leistung von
747 kW (1.015 PS) stammt aus einem vollkommen neuen
Zwölfzylinder-Verbrennermotor, der mit einem neuen
Doppelkupplungsgetriebe und drei Elektromotoren
zusammenarbeitet. Diese werden von einer
Lithium-Ionen-Batterie gespeist und ermöglichen einen
reinelektrischen Fahrmodus.
Volkswagen Group Technology bündelt die
konzernweiten Aktivitäten in den Bereichen Batterie,
Laden und E-Komponenten und unterstützt die
Konzernmarken als hausinterner Technologie-Lieferant. Im
Rahmen des Tech Day 2023 hat Volkswagen Group Technology im
ersten Quartal einen Ausblick auf kommende
E-Auto-Innovationen gegeben. Im Fokus steht dabei das
Elektroantriebssystem der Zukunft. Dafür nimmt
Volkswagen alle zentralen Komponenten in die eigene Hand
und entwickelt neben der Batterie und dem Elektromotor
jetzt auch den Pulswechselrichter und das Thermomanagement
selbst. Dies bietet erhebliche Effizienz- und
Kostenvorteile: Allein durch die optimale Abstimmung der
Einzelkomponenten sind Effizienzsteigerungen von bis zu 20
% möglich.
AUSZEICHNUNGENIm Januar 2023 fuhr die Marke CUPRA mit dem Formentor
bei der Auszeichnung der "Sportcars des Jahres 2022" einen
Doppelsieg ein und setzte sich gegen 24 weitere SUVs durch.
In der Kategorie SUV (Serie) wählten die Leser der
Fachzeitschrift Auto Bild das Modell zum Sieger in der
Import- und Gesamtwertung.
Ebenfalls im Januar 2023 gewann der Volkswagen ID. Buzz
als Gesamtsieger den "What Car? Car of the Year Award
2023". In fünf der zusätzlichen 18 Kategorien
konnten sich weitere Modelle des Volkswagen Konzern den
Sieg sichern.
Ende Januar 2023 erhielt MAN Truck & Bus zusammen
mit der Axel Springer Corporate Solutions GmbH & Co. KG
für die Electrifying Europe Tour den "goldenen FOX
AWARD" in der Kategorie Auto. Bei der Europatour legte der
MAN Lion´s City 12 E eine Strecke von knapp 2.500
Kilometern in acht Ländern zurück und bewies die
Leistungsfähigkeit vollelektrischer Stadtbusse. Die
FOX AWARDS werden seit zwölf Jahren von einer Jury aus
Medienexperten verliehen.
Anfang Februar 2023 wurden mehrere Modelle des
Volkswagen Konzerns von der Fachzeitschrift auto motor und
sport mit der Auszeichnung "Best Cars 2023" gekürt.
Die Marke Volkswagen Pkw überzeugte mit dem T-Roc in
der Kategorie Kleine SUV/Crossover. Der Polo ging als
weiterer Gesamtsieger der Marke in der Kategorie Kleinwagen
hervor. In der Importwertung dieser Kategorie sicherte sich
der ŠKODA Fabia den ersten Platz. Die Importwertung
der Kategorie Kompaktklasse konnte ŠKODA mit dem
Octavia ebenfalls für sich gewinnen. Porsche setzte
sich in der Kategorie Obere Mittelklasse mit dem Taycan
gegen seine Mitbewerber durch. Weiter sicherte sich die
Marke Porsche mit dem 911 den Spitzenplatz in der Kategorie
Sportwagen sowie mit dem 911 Cabrio/Targa in der
Cabrio-Wertung. In der Kategorie Große
SUV/Gelände-wagen konnte Porsche mit dem Macan
überzeugen. Die Importwertung der Luxusklasse
führte der Bentley Continental GT an. Volkswagen
Nutzfahrzeuge holte sich mit dem ID. BUZZ in der Kategorie
Vans den ersten Platz. In der Importwertung der Kategorie
Kompakte SUV/Geländewagen sicherte sich der CUPRA
Formentor den Sieg. Lamborghini stand in der Importwertung
der Luxus-SUV/Geländewagen mit dem Urus ganz oben.
Insgesamt wählten über 100.000 Leser aus 13
Fahrzeugkategorien ihre Favoriten.
Ebenfalls im Februar 2023 gewann der MAN Lion´s
City 10 E bei den National Transport Awards 2023 in Madrid
die Auszeichnung als "Bus of the Year in Spain". In
insgesamt zehn Kategorien wählte eine Jury aus
Fachleuten und Branchenexperten die besten Fahrzeuge des
Jahres.
JUBILÄENDas Jahr 2023 steht für die Marke Porsche im
Zeichen ihres 75. Jubiläumsjahres. Die
Sportwagengeschichte begann 1948 mit der Fertigung des 356
"Nr. 1" Roadster. Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet
die Sonderausstellung "Driven by Dreams", die von Januar
bis September 2023 im Drive Volkswagen Group Forum in
Berlin präsentiert wird. Im Mittelpunkt steht dabei
die Studie Porsche Vision 357 - ein Versuch, die
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Marke miteinander
zu verbinden. Im Jahresverlauf sind weitere Veranstaltungen
an verschiedenen Standorten weltweit geplant.
Anfang Februar verließ der einmillionste
Volkswagen T-Roc das Werk in Palmela. Das
Jubiläumsfahrzeug ist ein zweifarbiger T-Roc R in der
Farbkombination Reinweiß und Titanium Black, der nach
Australien ausgeliefert wurde. Der Kompakt-SUV wird seit
fünf Jahren erfolgreich im Werk in Portugal
produziert.
Im Werk Poznań feierte Volkswagen im Februar 2023
einen weiteren Produktionsmeilenstein mit der Fertigung des
viermillionsten Fahrzeug - ein Caddy in Indiumgrau
Metallic. Als größter Automobilhersteller in
Polen arbeiten in den Volkswagen Werken in Poznań und
Września insgesamt mehr als 8.500 Beschäftigte.
Einen 30-jährigen Meilenstein feierte Audi Hungaria
im Februar 2023. Im größten Antriebswerk der
Welt arbeiten rund 12.000 Mitarbeiter sowie 50.000
Dienstleister und Zulieferer. Seit der
Unternehmensgründung wurden in Győr mehr als 42
Millionen Motoren und knapp zwei Millionen Autos gefertigt.
Ebenfalls im Februar 2023 zelebrierte SEAT das
30-jährige Bestehen des Stammwerks in Martorell. Knapp
12.000 Menschen arbeiten am Hauptsitz in Spanien, in dem
bereits mehr als 12 Millionen Einheiten von insgesamt 45
Modellen gefertigt wurden. Ab 2025 sollen in Martorell
vollelektrische Modelle verschiedener Konzernmarken im
Kleinwagensegment produziert werden.
Seinen 20. Geburtstag beging der Volkswagen Touran im
März 2023. Der Kompaktvan wurde weltweit bereits mehr
als 2,6 Millionen Mal verkauft. Seit 2015 wird der Touran
in der zweiten Generation gefertigt und ist der erste Van
von Volkswagen, der auf dem MQB basiert.
ŠKODA feierte im März 2023 das
25-jährige Jubiläum des Octavia Combi. Mehr als
2,8 Millionen Mal wurde das Kombifahrzeug an Kunden
ausgeliefert und wird heute bereits in der vierten
Generation sowie als elektrifiziertes Modell produziert.
KOOPERATIONEN UND BETEILIGUNGENIm ersten Quartal zog der Volkswagen Konzern eine erste
Zwischenbilanz zum Aufbau seines weltweiten
Schnellladenetzwerks. Das Ziel des Konzerns ist, bis 2025
ein globales Netz aus insgesamt 45.000
High-Power-Charging-Punkten (HPC) mit einer Leistung von
bis zu 350 kW zu errichten. Bis zum Ende des Jahres 2022
konnte der Konzern mit seinen Joint Ventures IONITY, Ewiva
und CAMS, seinen strategischen Partnern BP und Iberdrola in
Europa und China sowie mit Electrify America in Nordamerika
bereits rund 15.000 Schnellladepunkte ans Netz
anschließen. Ende 2023 sollen in Europa circa 10.000
und weltweit bis zu 25.000 HPC-Ladepunkte zur
Verfügung stehen.
KAPAZITÄTSAUSWEITUNGENIm März 2023 vollzog Volkswagen den nächsten
Schritt beim Aufbau seines globalen Batteriegeschäfts:
In der spanischen Region Valencia wurde der Grundstein
für die zweite konzerneigene Batteriezellfabrik
gelegt. Der Produktionsstart ist für 2026 geplant.
Zunächst sollen dort nachhaltige Batteriezellen mit
einer Jahreskapazität von 40 GWh produziert werden.
Eine Ausweitung der Kapazität auf 60 GWh ist optional
möglich. Ziel ist, die Energieversorgung der
Zellfabrik vollständig mit regenerativem Strom aus
Sonne und Wind abzudecken, unter anderem über einen
250 Hektar großen Solarpark in der unmittelbaren
Nähe des Werkes. Zudem soll der Rohstoffkreislauf
direkt auf dem Gelände der Zellfabrik geschlossen
werden.
Darüber hinaus verkündete der Volkswagen
Konzern im März 2023, seine Aktivitäten in
Nordamerika zu verstärken. In St. Thomas, Ontario,
soll die erste Gigafabrik des Konzerns außerhalb
Europas entstehen. Der Produktionsstart ist für 2027
geplant. Die Fabrik soll künftig die vollelektrischen
Fahrzeuge von Konzernmarken in der Region mit modernsten
nachhaltigen Batteriezellen versorgen. Außerdem ist
sie Teil der im vergangenen August mit der kanadischen
Regierung abgestimmten Absichtserklärung, die sich auf
Batterie-Wertschöpfung und Rohstoffabsicherung zur
Förderung der Elektromobilität im Land
fokussiert.
Als Beitrag der Wachstumsstrategie des Volkswagen
Konzerns in Nordamerika entschied der Volkswagen Konzern im
März 2023, in Columbia im US-Bundesstaat South
Carolina eine erste Produktionsstätte für Scout
Motors Inc. zu errichten. In dem Werk, für das eine
jährliche Kapazität von mehr als 200.000
Fahrzeugen geplant ist, sollen der robuste SUV und Pickup
der Marke Scout auf einer neu entwickelten vollelektrischen
Plattform produziert werden. Der Spatenstich ist für
Mitte 2023 vorgesehen und die ersten Fahrzeuge sollen Ende
2026 vom Band laufen.
NEUSTRUKTURIERUNG DER VOLKSWAGEN FINANZDIENSTLEISTUNGENMit einer Neustrukturierung der Volkswagen
Finanzdienstleistungen bis Mitte 2024 soll die Grundlage
für eine erfolgreiche Umsetzung der Konzernstrategie
im Bereich Mobilitätsdienstleistungen geschaffen
werden. Dafür stellen sich die Volkswagen
Finanzdienstleistungen gesellschaftsrechtlich neu auf: Der
Großteil der deutschen und europäischen
Gesellschaften der Volkswagen Financial Services AG sowie
der Volkswagen Bank GmbH soll in einer neuen
Finanzholdinggesellschaft konsolidiert werden, die der
Aufsicht der Europäischen Zentralbank unterliegt. Die
Volkswagen Financial Services AG wird im gleichen Schritt
umfirmiert und soll als Holdinggesellschaft für
nicht-europäische Gesellschaften auftreten. Beide
Holdinggesellschaften bleiben integraler Bestandteil des
Volkswagen Konzerns. Durch die Bündelung der
Tätigkeiten in einem europäischen
Finanzdienstleister können die
Refinanzierungsinstrumente der Volkswagen Bank GmbH auch
für den weiteren Ausbau des stark wachsenden
Leasinggeschäfts in Deutschland und Europa genutzt
werden und Synergiepotentiale in den bestehenden
Finanzierungs- und Leasinggesellschaften in Europa gehoben
werden.
AUFSICHTSRATANGELEGENHEITENMit Wirkung zum 28. Februar 2023 wurde Herr Dr.
Günther Horvath, Geschäftsführer und
zugleich selbstständiger Rechtsanwalt bei der Dr.
Günther J. Horvath Rechtsanwalt GmbH, gerichtlich zum
Mitglied des Aufsichtsrats der Volkswagen AG bestellt. Er
trat die Nachfolge von Frau Dr. Louise Kiesling an, die am
9. Dezember 2022 verstorben ist.
Herr Gerardo Scarpino, Geschäftsführer des
Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG, wurde mit Wirkung
zum 21. April 2023 gerichtlich zum Mitglied des
Aufsichtsrats der Volkswagen AG bestellt. Er tritt die
Nachfolge von Herrn Jens Rothe an, der sein Mandat mit
Wirkung zum Ablauf des 3. März 2023 niedergelegt
hatte.
Volkswagen AktieIm ersten Quartal 2023 setzten die internationalen
Börsen ihren im Oktober 2022 begonnenen
Aufwärtstrend zunächst fort. Überschattet
war die Entwicklung an den Märkten jedoch von der
Sorge der Anleger über weitere Zinserhöhungen
durch die nationalen Notenbanken angesichts anhaltend hoher
Inflationsraten. Gegen Ende des Berichtszeitraums gerieten
die internationalen Börsen unter Druck: Die durch die
gestiegenen Zinsen ausgelöste Krise im internationalen
Bankensektor führte zu einer großen
Verunsicherung an den Finanzmärkten.
Der deutsche Aktienindex (DAX) startete zu Jahresbeginn
2023 fulminant in das neue Börsenjahr und konnte den
Jahresendkurs 2022 übertreffen. Getrieben von
fallenden Gaspreisen, sinkenden Inflationsraten und
besseren wirtschaftlichen Frühindikatoren verbesserte
sich zunächst die Stimmung mit der Hoffnung auf einen
geringer als erwartet eintretenden Konjunkturabschwung. Im
weiteren Verlauf belasteten weitere Zinserhöhungen
durch die Europäische Zentralbank angesichts eines
unvermindert hohen Inflationsdrucks die Kursentwicklung.
Der DAX ging in eine Seitwärtsbewegung über. Am
Ende des ersten Quartals 2023 beeinträchtigten die
Turbulenzen mehrerer internationaler Banken im Zusammenhang
mit den steigenden Zinsen die Kursentwicklung.
Die Kurse der Vorzugsaktie und der Stammaktie der
Volkswagen AG entwickelten sich zu Beginn des
Berichtszeitraums zunächst sehr positiv. Die soliden
Ergebnisse aus dem Geschäftsjahr 2022, die
vorgeschlagene Dividende für 2022 und ein
ambitionierter Ausblick für 2023 sorgten kurzzeitig
für einen Kursanstieg. Demgegenüber bewertete der
Kapitalmarkt den hohen Kapitalbedarf für die
Transformation des Unternehmens und die sich
verschärfende Wettbewerbssituation im Automobilsektor
kritisch. Preissenkungen durch die Konkurrenz und die
Frage, wie andere Automobilhersteller hiermit umgehen,
lösten Unsicherheiten bei Anlegern aus. Auch wirkte
die weiterhin hohe Abhängigkeit des Konzerns von den
Entwicklungen in China dämpfend auf den Kurs. Am Ende
des ersten Quartals 2023 notierten die Vorzugsaktie um 7,9
% und die Stammaktie um 7,0 % über dem Wert zum
Jahresende 2022.
Angaben und Erläuterungen zum Ergebnis je Aktie
finden Sie im Anhang des Konzern-Zwischenabschlusses.
Weitere Daten zur Volkswagen Aktie sowie Nachrichten,
Berichte und Präsentationen zum Unternehmen sind auf
der Internetseite
www.volkswagenag.com/de/InvestorRelations.html abrufbar.
KURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2022 BIS MÄRZ 2023Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2022 =
100
KENNZAHLEN ZU DEN VOLKSWAGEN AKTIEN UND MARKTINDIZES VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ 2023scrollen
GeschäftsverlaufGESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGDer Russland-Ukraine-Konflikt hat zu einer erhöhten
Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung der
Weltwirtschaft geführt und große Teile der
westlichen Staatengemeinschaft dazu veranlasst, Russland
mit Sanktionen zu belegen. Diese umfassen unter anderem ein
weitreichendes Handelsembargo sowie den teilweisen
Ausschluss Russlands vom globalen Finanzmarkt. Russland
selbst hat in seiner Rolle als Energie-Exporteur
Lieferungen, insbesondere von Gas, nach Europa
eingeschränkt. Trotz der einsetzenden Beruhigung an
den Energie- und Rohstoffmärkten in den vergangenen
Monaten bergen die weiterhin erhöhten Rohstoffpreise,
die fortbestehenden Versorgungsengpässe sowie die
Lohnentwicklung an den überhitzten Arbeitsmärkten
die Gefahr einer anhaltend hohen Inflation.
Nach dem Einbruch der globalen Wirtschaftsleistung im
Jahr 2020, der einsetzenden Erholung aufgrund von Basis-
und Nachholeffekten in 2021 und der trotz des
Russland-Ukraine-Konflikts weiteren Normalisierung der
ökonomischen Aktivität in 2022 lag das
Wirtschaftswachstum im Berichtszeitraum sowohl bei den
fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch bei den
Schwellenländern im Durchschnitt weiter auf
Erholungskurs, wenngleich mit abnehmender Dynamik
gegenüber dem Vorjahr. Auf nationaler Ebene war die
Entwicklung einerseits davon abhängig, inwieweit der
erhöhten Inflation von den Notenbanken mit einer
restriktiven Geldpolitik, im Wesentlichen durch steigende
Zinsen und sinkende Anleihekäufe, entgegengewirkt
werden musste und so den privaten Konsum und die
Investitionstätigkeit negativ beeinflusste.
Andererseits war entscheidend, wie stark die
Volkswirtschaften von den Folgen des
Russland-Ukraine-Konflikts betroffen waren. Die Preise
für Energie- und viele sonstige Rohstoffe waren
gegenüber dem Vorjahr rückläufig, die
Engpässe von Vorprodukten und Rohstoffen haben sich
etwas entspannt. Der weltweite Güterhandel wuchs im
Berichtszeitraum.
Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete im ersten
Quartal 2023 wie in der Vorjahresperiode ein positives,
aber geringeres Wachstum. Gründe dafür waren vor
allem die zwischenzeitlich zum Teil deutlich erhöhten
Energie- und Rohstoffpreise, welche die Inflationsraten im
Vorjahr erheblich ansteigen ließen und so negativ auf
die Konsumentenstimmung wirkten. Die im zweiten Halbjahr
2022 begonnene Erholung der Konsumentenstimmung setzte sich
im Berichtszeitraum auf niedrigem Niveau fort. Zudem
bremsten die restriktiven geldpolitischen Maßnahmen
zur Bekämpfung der Inflation sowohl den privaten
Konsum als auch die Investitionstätigkeit. Diese
Entwicklung war bei fast allen nord- und
südeuropäischen Staaten zu beobachten.
Deutschland registrierte in der Berichtsperiode ein
positives Wirtschaftswachstum bei abnehmender Dynamik.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die
Arbeitslosenquote im Durchschnitt an. Nachdem die
monatlichen Inflationsraten in 2022 historische
Höchstwerte erreicht hatten, sanken sie seitdem
leicht, blieben aber verhältnismäßig hoch.
DEVISENKURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2022 BIS MÄRZ 2023Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2022 =
100
Die Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas wiesen in
den ersten drei Monaten 2023 insgesamt ein reales absolutes
Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf, das gegenüber dem
Vergleichszeitraum des Vorjahres rückläufig war.
Während sich die Wirtschaftsleistung in Zentraleuropa
mit einer vergleichsweise geringen negativen Rate
entwickelte, ging das BIP in der Region Osteuropa seit dem
zweiten Quartal 2022 - infolge des
Russland-Ukraine-Konflikts - gegenüber der jeweiligen
Vorjahresperiode deutlicher zurück. Die
Inflationsraten waren im Berichtszeitraum in der
Gesamtregion Zentral- und Osteuropa durchschnittlich
höher als im Vorjahr, aber auf hohem Niveau
rückläufig.
Die türkische Volkswirtschaft erreichte im ersten
Quartal 2023 ein niedriges und gegenüber dem Vorjahr
schwächeres Wachstum des BIP bei gleichzeitig sehr
hoher Inflation und Abwertung der lokalen Währung.
Südafrika wies bei anhaltenden strukturellen Defiziten
und politischen Herausforderungen eine schwach positive
Veränderungsrate der Wirtschaftsleistung aus.
Das Bruttoinlandsprodukt der USA erhöhte sich in
der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahreszeitraum,
das Wachstum schwächte sich aber über die letzten
Quartale ab. Aufgrund der hohen Inflation und des
angespannten Arbeitsmarktes hat die US-Notenbank ihre
restriktive Geldpolitik fortgesetzt und den Leitzins im
Jahr 2022 sieben Mal und im ersten Quartal 2023 weitere
zwei Mal angehoben. Die Arbeitslosenquote bewegte sich im
Berichtszeitraum weiter auf einem niedrigen Niveau. In
Kanada und Mexiko war die Wirtschaftsleistung im Vergleich
zum entsprechenden Zeitraum 2022 ebenfalls höher.
Die Wirtschaft Brasiliens wuchs im Berichtszeitraum 2023
schwächer als im Vorjahr, verbunden mit hohen, aber
rückläufigen monatlichen Inflationsraten.
Argentinien verzeichnete eine insgesamt gegenüber dem
Vorjahr langsamer wachsende Wirtschaftsleistung bei sehr
hoher Inflation und fortlaufendem Währungsverfall.
Die chinesische Wirtschaftsleistung wuchs im
Berichtszeitraum langsamer als in der Vorjahresperiode,
positiv beeinflusst durch die Aufhebung der
Null-Covid-Strategie. Indien registrierte ein positives,
aber geringeres Wirtschaftswachstum als im Vorjahr. Japan
verzeichnete gegenüber dem vergleichbaren
Vorjahreszeitraum ebenfalls eine positive, wenn auch nur
geringe BIP-Wachstumsrate.
ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR PKW UND LEICHTE NUTZFAHRZEUGEIm ersten Quartal 2023 lag das weltweite
Pkw-Marktvolumen mit 17,5 Mio. Fahrzeugen leicht über
dem Niveau des Vergleichswertes von 2022 (+ 3,1 %). Dabei
entwickelten sich die meisten großen Pkw-Märkte
positiv, was insbesondere auf das schwache Vorjahresniveau
zurückzuführen war. Während sich die
Versorgungslage bei Vorprodukten langsam verbesserte,
wirkten vor allem die Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts
sowie Vorzieheffekte aufgrund auslaufender
Fördermaßnahmen zum Ende des Vorjahres
dämpfend auf die Entwicklung der Neuzulassungen
einzelner Märkte. Ein deutliches beziehungsweise
starkes Wachstum verzeichneten die Gesamtmärkte der
Regionen Westeuropa und Nahost. Nordamerika und
Südamerika lagen spürbar über dem Niveau des
Vorjahreszeitraums. In den übrigen Regionen sank die
Zahl der Verkäufe in den ersten drei Monaten in 2023:
Während das Marktvolumen in Zentral-und Osteuropa
sowie Afrika deutlich rückläufig war,
verzeichnete Asien-Pazifik ein leichtes Minus.
Das weltweite Neuzulassungsvolumen von leichten
Nutzfahrzeugen lag im ersten Quartal 2023 spürbar (+
7,2 %) über dem Niveau des Vorjahresquartals.
In Westeuropa stieg die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im
ersten Quartal des Berichtsjahres 2023 gegenüber dem
Vorjahr deutlich um + 17,2 % auf 2,9 Mio. Fahrzeuge. Die
Entwicklung der großen Pkw-Einzelmärkte war
durchweg positiv: Frankreich (+ 15,2 %),
Großbritannien (+18,2 %), Italien (+ 25,7 %) und
Spanien (+ 43,5 %) konnten ihr jeweiliges Niveau
gegenüber dem ersten Quartal 2022 deutlich bis sehr
stark übertreffen.
Das Neuzulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen in
Westeuropa erhöhte sich im Berichtszeitraum deutlich
gegenüber dem Vorjahreswert (+ 14,1 %).
Im ersten Quartal 2023 lag die Zahl der
Pkw-Neuzulassungen in Deutschland mit 667 Tsd. Einheiten (+
6,6 %) spürbar über dem schwachen Niveau des
Vorjahresquartals. Störungen der globalen
Logistikketten schränkten die
Fahrzeugverfügbarkeit zu Jahresbeginn ein. Zuletzt
stieg die Verfügbarkeit von Vorprodukten und bei
Halbleiterlieferungen deutlich an, was sich positiv auf die
Inlandsproduktion auswirkte. Die inländische
Produktion in den ersten drei Monaten des Berichtsjahres
erhöhte sich auf 1,1 Mio. Fahrzeuge (+ 38,8 %), die
Pkw-Exporte wuchsen auf 839 Tsd. Einheiten (+ 37,2 %).
Die Zahl der Verkäufe von leichten Nutzfahrzeugen
in Deutschland lag in den ersten drei Monaten 2023 mit
einem Plus von 10,5 % deutlich über dem Vergleichswert
von 2022.
In der Region Zentral- und Osteuropa ging das
Pkw-Marktvolumen - nach einem sehr starken Einbruch im
Gesamtjahr 2022 - deutlich zurück (- 13,7 %). Die Zahl
der Verkäufe entwickelte sich dabei in den einzelnen
Märkten sehr unterschiedlich. In Zentraleuropa war
nach den schwachen Vorjahreswerten in Polen eine starke (+
20,3 %) und in Tschechien eine deutliche (+ 19,0 %)
Erholung zu beobachten.
Das Marktvolumen von leichten Nutzfahrzeugen in Zentral-
und Osteuropa lag im ersten Quartal 2023 stark unter dem
Niveau des Vorjahres (- 22,2 %).
Das Pkw-Marktvolumen in der Türkei lag im
Berichtszeitraum sehr stark über dem Niveau des ersten
Quartals 2022 (+ 50,1 %). Der südafrikanische
Pkw-Markt stagnierte auf dem Vorjahresniveau (- 0,1 %),
während die Region Afrika insgesamt deutlich
rückläufig war.
Die Zahl der Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen
in der Türkei stieg im Berichtszeitraum um 52,7 %
über den vergleichbaren Wert aus 2022; Südafrika
verzeichnete ein spürbares Wachstum (+ 6,7 %).
In der Region Nordamerika stiegen die Verkaufszahlen von
Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (bis 6,35 t) spürbar
auf 4,3 Mio. Fahrzeuge (+ 9,0 %). Dabei verzeichnete das
Marktvolumen in den USA mit 3,6 Mio. Einheiten im ersten
Quartal 2023 zwar einen für die Region
unterdurchschnittlichen, aber dennoch spürbaren
Zuwachs von 8,2 %. Der kanadische Automobilmarkt
registrierte im Berichtszeitraum ebenfalls einen
spürbaren Anstieg der Verkaufszahlen auf 348 Tsd.
Einheiten (+ 5,8 %), während sich die Neuzulassungen
von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in Mexiko im Vergleich
zum Vorjahr stark auf 315 Tsd. Fahrzeuge erhöhten (+
24,4 %).
In der Region Südamerika lag das
Neuzulassungsvolumen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in
den ersten drei Monaten 2023 mit 833 Tsd. Einheiten (+ 6,9
%) spürbar über dem Niveau des
Vergleichszeitraums. Damit setzte sich der im Vorjahr
begonnene positive Wachstumstrend fort. In Brasilien lag
die Zahl der Neuzulassungen bei 437 Tsd. Einheiten und
damit deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals
(+ 16,4 %). Auf dem argentinischen Markt stieg die
Nachfrage nach Pkw und leichten Nutzfahrzeugen deutlich um
+ 14,0 % auf 115 Tsd. Einheiten an.
In der Region Asien-Pazifik lag das Pkw-Marktvolumen im
ersten Quartal 2023 mit 7,9 Mio. Fahrzeugen leicht unter
dem Vorjahreswert (- 4,4 % ). Der Rückgang der
Pkw-Nachfrage in der Region war maßgeblich auf die
negative Entwicklung des chinesischen Pkw-Marktes
zurückzuführen. Hier liefen Ende des Jahres 2022
staatliche Förder- und Kaufanreizprogramme aus, was zu
Vorzieheffekten bei Fahrzeugkäufen geführt hatte.
Insgesamt lag das Nachfragevolumen in China mit 4,4 Mio.
Einheiten deutlich unter dem Niveau des ersten Quartals
2022 (- 12,5 % ). In Indien nahmen die Pkw-Verkäufe
gegenüber dem Vergleichswert mit einem Plus von 10,9 %
auf 979 Tsd. Fahrzeuge deutlich zu. Auf dem japanischen
Pkw-Markt lagen die Neuzulassungen im Berichtszeitraum mit
1,2 Mio. Einheiten (+ 15,3 %) ebenfalls deutlich über
dem Niveau des Vorjahres.
Das Nachfragevolumen nach leichten Nutzfahrzeugen in der
Region Asien-Pazifik lag in den ersten drei Monaten 2023
spürbar über dem Niveau des Vorjahresquartals (+
5,0 %). In China, dem dominierenden Markt der Region und
dem größten Markt weltweit, wurde das
Zulassungsvolumen des Vorjahres mit + 11,9 % deutlich
übertroffen. In Indien lag die Zahl neu zugelassener
Fahrzeuge leicht über (+ 4,7 %), in Japan auf dem
Niveau des Vorjahres (+ 1,4 %).
ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR NUTZFAHRZEUGEDie weltweite Nachfrage nach mittelschweren und schweren
Lkw mit einem Gesamtgewicht von mehr als 6 t lag in der
Berichtsperiode auf den für den Volkswagen Konzern
relevanten Märkten stark über dem Wert der
Vergleichsperiode. Weltweit lagen die Lkw-Märkte
deutlich über dem Vorjahresniveau, was vor allem auf
eine beginnende Erholung auf dem chinesischen Markt nach
Beendigung der dort verfolgten Null-Covid-Strategie
zurückzuführen war.
Das Verkaufsvolumen in den 27 EU-Staaten ohne Malta,
aber zuzüglich Großbritannien, Norwegen und der
Schweiz (EU27 + 3) lag in den ersten drei Monaten 2023
deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Die
Engpässe bei der Teileversorgung konnten inzwischen
weitgehend überwunden werden. In Deutschland, dem
größten Markt in dieser Region, stiegen die
Neuzulassungen deutlich an. Die Nachfrage auf den
Märkten Großbritannien und Frankreich lag
ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Die
Türkei verzeichnete einen sehr starken Anstieg der
Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr. Auf dem
südafrikanischen Markt stieg die Nachfrage leicht an.
In Nordamerika wird der Lkw-Markt in die Gewichtsklassen 1
bis 8 unterteilt. In den für Volkswagen relevanten
Segmenten Class 6 bis 8 (ab 8,85 t) lagen die
Neuzulassungen stark über dem Vorjahreswert. In
Brasilien, dem größten Markt der Region
Südamerika, lag die Lkw-Nachfrage im ersten Quartal
2023 leicht über dem Vorjahresniveau.
Die Nachfrage auf den für den Volkswagen Konzern
relevanten Busmärkten verzeichnete in den ersten drei
Monaten 2023 insgesamt einen sehr starken Anstieg
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. In den
Märkten der EU27 + 3 lag die Nachfrage nach Bussen in
der Berichtsperiode spürbar über dem Niveau des
Vorjahres, mit unterschiedlichen Ausprägungen in den
einzelnen Ländern. Das Segment der Schulbusse in den
USA und Kanada bewegte sich stark über dem Niveau des
Vorjahres. Die Nachfrage nach Bussen lag in Mexiko deutlich
über dem Vorjahreswert. Auch in Brasilien stieg die
Nachfrage an und lag sehr stark über dem
Vorjahresniveau.
ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR POWER ENGINEERINGDie Märkte für Power Engineering unterliegen
unterschiedlichen regionalen und konjunkturellen
Einflüssen; deshalb sind die
Geschäftsverläufe in den jeweiligen Märkten
meist unabhängig voneinander.
Der Marinemarkt blieb im ersten Quartal 2023 unter dem
Niveau des Vorjahres. Dies ist vor allem darauf
zurückzuführen, dass die Nachfrage im Bereich der
Handelsschifffahrt aufgrund gestiegener Schiffspreise sowie
langer Wartezeiten aufgrund von hohen Werftauslastungen
zurückging. Im Vergleich zum Vorjahr entwickelte sich
in diesem Bereich insbesondere der Markt für
Containerschiffe, LNG Tanker und Schüttgutfrachter
rückläufig, wohingegen der Markt für Tanker
eine positive Entwicklung verzeichnen konnte. Der Bereich
der Kreuzfahrtschiffe und Passagierfähren entwickelte
sich leicht rückläufig. Der durch staatliche
Investitionen getragene Spezialmarkt für
Behördenschiffe zeigte sich aufgrund der aktuellen
geopolitischen Lage weiterhin aktiv. Im Offshore-Sektor
hemmten die vorhandenen Überkapazitäten nach wie
vor Investitionen in die Offshore-Ölgewinnung, wobei
eine positive Entwicklung erkennbar war. Die Verunsicherung
im Marinemarkt über zukünftige Treibstoff- und
Emissionsregulierungen blieb auch in den ersten drei
Monaten des Jahres 2023 bestehen, jedoch bestätigte
sich allgemein ein deutlicher Trend hin zu neuen
Kraftstofftechnologien.
Der Markt für Energieerzeugung war aufgrund der
Gasversorgungsthematik sowie der seitens der Politik noch
nicht vollständig ausgearbeiteten Kriterien für
Investitionsentscheidungen insbesondere in Europa im ersten
Quartal 2023 von Zurückhaltung geprägt. Der
derzeitige Fokus auf dem Ausbau der erneuerbaren Energien
zeigte ein entsprechendes Nachfragepotenzial für
Balancing-Anlagen, welche den Leistungsbedarf decken,
sofern der Anteil erneuerbarer Energien nicht ausreicht, um
die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Sehr
positiv entwickelte sich die Nachfrage nach
Power-to-Methan-Anlagen. Im Motorenbereich ist eine
fortwährend steigende Nachfrage nach flexiblen
Dual-Fuel-Motoren festzustellen. Ebenso ist eine klare
Marktforderung nach Motoren erkennbar, die auf
zukünftige Kraftstoffe wie Wasserstoff und grünen
Ammoniak umgerüstet werden können. Es bestand
nach wie vor eine hohe Nachfrage nach neuen
Energielösungen wie Wasserstoff und
Langzeitenergiespeicher mit einer starken Tendenz zu
höherer Flexibilität und dezentraler
Verfügbarkeit. Neben den Risiken einer fehlenden
Preisstabilität auf den Märkten und
Engpässen in den Lieferketten hielt im
Berichtszeitraum auch der starke Wettbewerbs-und Preisdruck
unvermindert an.
Im Vergleich zum ersten Quartal 2022 bewegte sich der
Markt für Turbomaschinen auf leicht höherem
Niveau. Die konstant hohen Rohmaterialpreise führten
zu einer stabilen Nachfrage nach Produktionsanlagen mit
Turbokompressoren in der Grundstoff- und Prozessindustrie.
Der Absatz für Turbokompressoren in der Öl- und
Gasproduktion wurde durch die anhaltend hohe
Versorgungsunsicherheit gestützt und lag im Vergleich
zum Vorjahresquartal auf deutlich höherem Niveau. Die
neuen Geschäftsfelder für Turbomaschinen im
Bereich der Dekarbonisierung bewegten sich auf dem Niveau
des Vorjahres. Die Nachfrage nach Dampfturbinen zur
Stromerzeugung und Gasturbinen für dezentrale,
industrielle Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen stieg
gegenüber dem Vorjahr leicht an.
Der After-Sales-Markt für Motoren in der Marine-
und Kraftwerkssparte bewegte sich in den ersten drei
Monaten des Jahres 2023 auf dem hohen Niveau des Vorjahres.
Die Nachfrage im After-Sales-Markt für
Turbomaschinen ist im ersten Quartal 2023 im Vergleich zum
Vorjahr gestiegen und lag über dem Niveau vor der
Covid-19-Pandemie. Zudem hat sich die schwierige
Lieferantensituation infolge des Russland-Ukraine-Konflikt
leicht entspannt.
ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR FINANZDIENSTLEISTUNGENIm ersten Quartal 2023 wurden automobile
Finanzdienstleistungen auf hohem Niveau nachgefragt,
allerdings übten die gestiegenen Zinsen in fast allen
Regionen Druck auf die Nachfrage nach
Finanzdienstleistungen aus.
Der europäische Pkw-Markt war im Berichtszeitraum
weiterhin von Engpässen geprägt, die
Fahrzeugauslieferungen konnten jedoch ausgebaut werden und
lagen über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch
die Nachfrage nach Finanzdienstleistungsprodukten
entwickelte sich positiv, der prozentuale Anteil an den
Fahrzeugauslieferungen lag jedoch unter dem Vergleichswert
2022. Die positive Entwicklung bei der Finanzierung von
Gebrauchtwagen setzte sich fort. Der Absatz von
After-Sales-Produkten, wie Inspektions-, Wartungs- und
Verschleißverträgen, wurde weiter ausgebaut.
Die anhaltenden Herausforderungen aus der
Teileversorgung in der Fahrzeugproduktion und den
Logistikketten hatten in Deutschland weiterhin Einfluss auf
den Fahrzeugabsatz und das
Finanzdienstleistungsgeschäft. Dennoch führten
gestiegene Neuwagenauslieferungen im ersten Quartal 2023 zu
höheren Vertragsvolumina, sowohl beim Leasing als auch
bei der Finanzierung. Die Neuwagenpenetration lag jedoch
unter dem Vergleichswert 2022. Die Neuverträge bei
Gebrauchtwagen übertrafen die Größenordnung
des Vorjahres. Auch die Zahl der neuen
After-Sales-Verträge nahm zu und lag im
Berichtszeitraum über dem Niveau von 2022. Die
Vertragszugänge im Versicherungsbereich waren
ebenfalls höher als ein Jahr zuvor.
In Südafrika übten vor allem die
gedämpften wirtschaftlichen Rahmenbedingungen,
steigende Fahrzeug- und Energiepreise sowie erneute
Zinserhöhungen Druck auf das verfügbare Einkommen
aus. Der finanzierte Fahrzeugkauf blieb somit schwierig.
In der Region Nordamerika haben die
Fahrzeugauslieferungen im ersten Quartal 2023 im Vergleich
zum Vorjahr zugenommen. In den USA lag die
Neuwagenpenetration auf Vorjahresniveau. In Kanada und
Mexiko hingegen war ein Rückgang der Penetration von
Leasing- und Finanzierungverträgen zu verzeichnen,
wobei die Anzahl an Neuverträgen bei
After-Sales-Produkten im Vergleich zum ersten Quartal des
Vorjahres stieg.
In der Region Südamerika setzte sich der positive
Wachstumstrend beim Verkaufsvolumen von Neufahrzeugen fort.
Argentinien verzeichnete nach wie vor einen
Nachfrageüberhang, verschärft durch
Importrestriktionen. Das gestiegene Zinsniveau, die hohe
Inflation und der fortlaufende Währungsverfall
erhöhte den Anteil der Barkäufe, das Niveau an
Finanzierungsverträgen war jedoch stabil. In Brasilien
konnten die Vertragszugänge für Finanzierungen
gesteigert werden.
Im ersten Quartal 2023 verringerte sich das
Verkaufsvolumen des chinesischen Automarktes, gleichzeitig
kam es zu einem Anstieg der Lagerbestände der
Händler. Die Zuwachsrate automobiler
Finanzdienstleistungen ging im Jahresvergleich zurück.
Zudem setzten aggressive Strategien der Banken die
herstellereigenen Finanzierer unter Druck. Die gestiegenen
Verkäufe von Elektrofahrzeugen führten zu einer
höheren Nachfrage nach damit verbundenen
Finanzierungs- und Leasingprodukten.
Die Nachfrage nach Finanzdienstleistungsprodukten im
Markt für schwere Nutzfahrzeuge lag im
Berichtszeitraum nahezu auf Vorjahresniveau. Aufgrund der
nach wie vor langen Lieferzeiten für Nutzfahrzeuge
schlägt sich dies jedoch erst zeitverzögert in
den Finanzierungs- und Leasingverträgen in Deutschland
und Europa nieder.
AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNSVon Januar bis März 2023 lieferte der Volkswagen
Konzern weltweit 2.040.647 Fahrzeuge an Kunden aus. Das
waren 7,5 % oder 142.347 Einheiten mehr als im
Vergleichszeitraum des Vorjahres, der insbesondere durch
die eingeschränkte Verfügbarkeit von
Konzernmodellen aufgrund von anhaltenden Engpässen bei
Halbleitern sowie durch den Russland-Ukraine-Konflikt
belastet war. Der Berichtszeitraum war durch Engpässe
in der Teileversorgung sowie Störungen der
Logistikketten weiterhin beeinträchtigt. Sowohl im
Bereich Pkw als auch im Bereich Nutzfahrzeuge lagen die
Verkaufszahlen über dem jeweiligen Vorjahreswert. Die
Grafik in diesem Abschnitt zeigt die Entwicklung der
weltweiten Auslieferungen nach Einzelmonaten im Vergleich
zum Vorjahr.
Im Folgenden gehen wir auf die Auslieferungen des
Bereichs Pkw sowie auf die Auslieferungen des Bereichs
Nutzfahrzeuge getrennt ein.
AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ 1scrollen
AUSLIEFERUNGEN DES BEREICHS PKW WELTWEITDie Zahl der weltweiten Verkäufe von Pkw und
leichten Nutzfahrzeugen aus dem Volkswagen Konzern stieg in
den ersten drei Monaten 2023 im Vergleich zum Vorjahr um
6,9 % auf 1.956.059 Einheiten an. Das Vorjahr war
insbesondere durch die eingeschränkte
Verfügbarkeit von Konzernmodellen aufgrund von
anhaltenden Engpässen bei Halbleitern sowie durch den
Russland-Ukraine-Konflikt belastet. Im Berichtszeitraum
wirkten Engpässe in der Teileversorgung sowie
Störungen der Logistikketten weiterhin
beeinträchtigend. Alle Marken des Volkswagen Konzerns
lieferten mehr Fahrzeuge an Kunden aus als im
Vergleichszeitraum 2022. Während wir in Westeuropa,
Nahost, Nordamerika und Südamerika steigende
Verkaufszahlen registrierten, waren diese in Zentral- und
Osteuropa, Asien-Pazifik sowie Afrika rückläufig.
Die Elektromobilitäts-Offensive des Volkswagen
Konzerns setzte sich erfolgreich fort: Weltweit lieferten
wir in den ersten drei Monaten dieses Jahres 141.023
vollelektrische Fahrzeuge an Kunden aus. Das waren 41.799
Einheiten beziehungsweise 42,1 % mehr als im gleichen
Zeitraum des Vorjahres. Der Anteil an den gesamten
Auslieferungen des Konzerns stieg auf 6,9 (5,2) %. Die
Auslieferungen unserer Plug-in-Hybridmodelle beliefen sich
auf 55.756 Einheiten (+ 9,1 %). Damit erhöhte sich die
Zahl der Auslieferungen elektrifizierter Fahrzeuge um 30,9
% und ihr Anteil an den gesamten Auslieferungen des
Konzerns erhöhte sich im Vorjahresvergleich auf 9,6
(7,9) %. Zu den erfolgreichsten vollelektrischen Fahrzeugen
des Konzerns gehörten ID.3 und ID.4 der Marke
Volkswagen Pkw, Audi e-tron und Audi Q4 e-tron,
ŠKODA Enyaq iV, CUPRA Born sowie Taycan und Taycan
Cross Turismo der Marke Porsche.
Unser Pkw-Marktanteil belief sich in einem leicht
wachsenden Weltgesamtmarkt auf 10,7 (10,3) %.
Die folgende Tabelle in diesem Abschnitt zeigt einen
Überblick über die Auslieferungen von Pkw und
leichten Nutzfahrzeugen an Kunden nach Märkten im
Berichtszeitraum. Nachfolgend erläutern wir die
Entwicklung der Verkaufszahlen in den einzelnen
Märkten.
Auslieferungen in Europa/Übrige MärkteIn Westeuropa lieferte der Volkswagen Konzern in den
ersten drei Monaten dieses Jahres auf einem deutlich
über dem Vorjahresniveau liegenden Gesamtmarkt 762.948
Fahrzeuge an Kunden aus. Das waren 26,2 % mehr als im
schwachen Vergleichszeitraum des Vorjahres, der
insbesondere durch die eingeschränkte
Verfügbarkeit von Konzernmodellen aufgrund von
anhaltenden Engpässen bei Halbleitern sowie durch den
Russland-Ukraine-Konflikt belastet war. Im Berichtszeitraum
wirkten Engpässe in der Teileversorgung sowie
Störungen der Logistikketten weiterhin
beeinträchtigend. In der Region Westeuropa war das
Kundeninteresse an elektrifizierten Fahrzeugen des
Volkswagen Konzerns am höchsten: hier lieferten wir im
ersten Quartal 2023 mehr als zwei Drittel unserer
vollelektrischen Modelle an Kunden aus. Ihr Anteil an den
Auslieferungen des Konzerns belief sich in dieser Region
auf 11,9 (9,0) %. Das größte Verkaufsvolumen
unter den Konzernfahrzeugen verzeichneten die Modelle
T-Roc, Tiguan, Polo und Golf der Marke Volkswagen Pkw.
Darüber hinaus verzeichneten unter anderem T-Cross,
Taigo, ID.4 und ID.3 der Marke Volkswagen Pkw, Kamiq, Karoq
und Octavia Combi der Marke ŠKODA, SEAT Arona und
CUPRA Born, Audi Q4 Sportback e-tron, Audi A1 Sportback und
Audi Q5 sowie Porsche Cayenne und Porsche Macan eine
erfreuliche Nachfrageentwicklung. Auch die im Verlauf des
Vorjahres neu in den Markt eingeführten Modelle ID.5
der Marke Volkswagen Pkw und ID. Buzz von Volkswagen
Nutzfahrzeuge waren bei den Kunden sehr beliebt. Der
Pkw-Marktanteil des Volkswagen Konzerns in Westeuropa
belief sich auf 23,7 (21,8) %.
AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS NACH MONATEN in Tsd. Fahrzeuge
In Deutschland stieg die Zahl der an Kunden des
Volkswagen Konzerns ausgelieferten Fahrzeuge auf einem
spürbar wachsenden Gesamtmarkt von Januar bis
März 2023 um 12,5 % über den schwachen
Vorjahreswert, der insbesondere durch die
eingeschränkte Verfügbarkeit von Konzernmodellen
aufgrund von anhaltenden Engpässen bei Halbleitern
sowie durch den Russland-Ukraine-Konflikt belastet war. Im
Berichtszeitraum wirkten Engpässe in der
Teileversorgung sowie Störungen der Logistikketten
weiterhin beeinträchtigend. Das größte
Verkaufsvolumen unter den Konzernmodellen verzeichneten die
Modelle T-Roc und Golf der Marke Volkswagen Pkw sowie der
ŠKODA Octavia Combi. Zudem wurden unter anderem die
Modelle ID.4, ID.3 und Taigo der Marke Volkswagen Pkw,
ŠKODA Fabia, CUPRA Born und CUPRA Leon sowie A1
Sportback, Q5 Sportback und Q4 e-tron Marke Audi
verstärkt nachgefragt. Auch die im Verlauf des
Vorjahres neu in den Markt eingeführten Modelle ID.5
der Marke Volkswagen Pkw und ID. Buzz von Volkswagen
Nutzfahrzeuge waren bei den Kunden sehr beliebt. In der
Zulassungsstatistik des KraftfahrtBundesamtes (KBA)
führten sechs Konzernmodelle ihr jeweiliges Segment
an: Golf, T-Roc, Tiguan, Audi A6, Porsche 911 und
Multivan/Transporter. Der Golf war auch in den ersten drei
Monaten 2023 der in Deutschland am häufigsten
zugelassene Pkw.
In der Region Zentral- und Osteuropa lag die Zahl der an
Kunden übergebenen Fahrzeuge aus dem Volkswagen
Konzern im Berichtszeitraum um 6,6 % unter dem
Vergleichswert des Vorjahres. Dies war insbesondere auf den
Einbruch der Verkaufszahlen auf dem russischen Markt
infolge der verhängten Sanktionen im Zusammenhang mit
dem Russland-Ukraine-Konflikt zurückzuführen. Der
Gesamtmarkt verzeichnete im gleichen Zeitraum einen
deutlichen Nachfragerückgang. Eine erfreuliche
Nachfrageentwicklung wiesen unter anderem die Modelle Taigo
der Marke Volkswagen Pkw sowie ŠKODA Kamiq und
ŠKODA Fabia auf. Der Pkw-Marktanteil des Volkswagen
Konzerns in der Region Zentral- und Osteuropa belief sich
auf 20,8 (19,5) %.
In der Türkei lieferte der Volkswagen Konzern von
Januar bis März 2023 auf einem sehr stark wachsenden
Gesamtmarkt über 60 % mehr Fahrzeuge an Kunden aus als
im Vorjahreszeitraum. Das am meisten nachgefragte
Konzernmodell war der T-Roc der Marke Volkswagen Pkw. Auf
dem südafrikanischen Markt ging die Zahl der
verkauften Konzernmodelle um 9,5 % zurück,
während der Gesamtmarkt stagnierte. Der Polo der Marke
Volkswagen Pkw war weiterhin das dort am meisten verkaufte
Modell des Konzerns.
Auslieferungen in NordamerikaIn Nordamerika erhöhte sich die Zahl der an Kunden
ausgelieferten Modelle aus dem Volkswagen Konzern im
Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 20,5 %. Der
Gesamtmarkt stieg in dieser Periode spürbar an. Der
Marktanteil des Konzerns konnte in dieser Region auf 4,5
(4,1) % gesteigert werden. Tiguan Allspace und Taos der
Marke Volkswagen Pkw sowie Audi Q5 waren die am meisten
gefragten Konzernmodelle in Nordamerika. Der Anteil
vollelektrischer Modelle an den gesamten Auslieferungen des
Konzerns stieg in dieser Region auf 8,2 (5,1) %.
Von Januar bis März 2023 lieferte der Volkswagen
Konzern auf dem spürbar wachsenden US-amerikanischen
Markt 21,6 % mehr Fahrzeuge an Kunden aus als im gleichen
Zeitraum des Vorjahres, in dem ebenfalls vor allem
Engpässe bei der Teileversorgung belastend wirkten.
Die größten absoluten Zuwächse unter den
Konzernmodellen verzeichneten unter anderem der ID.4 der
Marke Volkswagen Pkw sowie Audi Q5 und Audi A3 Limousine.
Erfreulich entwickelten sich zudem Q4 e-tron und Q4
Sportback e-tron der Marke Audi sowie der Porsche Macan.
In Kanada stieg die Zahl der Auslieferungen an Kunden
des Volkswagen Konzerns im Berichtszeitraum gegenüber
dem Vorjahr um 6,1 %. Der Gesamtmarkt verzeichnete
während dieser Zeit einen vergleichbaren Zuwachs. Das
größte Nachfragevolumen unter den
Konzernmodellen verzeichneten Taos und Tiguan Allspace der
Marke Volkswagen Pkw sowie Audi Q5.
Auf dem stark wachsenden Gesamtmarkt in Mexiko lieferten
wir in den ersten drei Monaten dieses Jahres 25,6 % mehr
Fahrzeuge an Kunden aus als im Vorjahreszeitraum. Eine
erfreuliche Nachfrageentwicklung verzeichneten unter
anderem Virtus und Jetta der Marke Volkswagen Pkw.
Auslieferungen in SüdamerikaAuf dem spürbar über dem Vorjahresniveau
liegenden südamerikanischen Markt für Pkw und
leichte Nutzfahrzeuge stieg die Zahl der an Kunden
übergebenen Konzernmodelle von Januar bis März
2023 im Vergleich zum Vorjahr um 37,7 %. Polo, T-Cross und
Nivus der Marke Volkswagen Pkw wiesen das größte
Verkaufsvolumen unter den Konzernmodellen auf. Der
Marktanteil des Konzerns in Südamerika belief sich auf
10,7 (8,3) %.
Der Volkswagen Konzern lieferte in den ersten drei
Monaten 2023 auf dem deutlich wachsenden Markt in Brasilien
im Vorjahresvergleich 58,4 % mehr Fahrzeuge an Kunden aus.
Besonders erfreulich entwickelten sich die Verkäufe
der Modelle Polo, Saveiro und Gol der Marke Volkswagen Pkw.
In Argentinien erhöhte sich die Zahl der verkauften
Konzernmodelle im Berichtszeitraum in einem deutlich
wachsenden Gesamtmarkt um 48,2 % im Vergleich zum Vorjahr.
Das größte Verkaufsvolumen unter den
Konzernmodellen verzeichneten der Taos der Marke Volkswagen
Pkw sowie der Amarok von Volkswagen Nutzfahrzeuge.
Auslieferungen in Asien-PazifikIn den ersten drei Monaten des Jahres 2023 verzeichnete
der Volkswagen Konzern in der Region Asien-Pazifik auf
einem leicht schwächeren Gesamtmarkt einen
Rückgang der Verkäufe von 11,9 % im Vergleich zum
Vorjahr, das aufgrund von Engpässen bei der
Teileversorgung, insbesondere Halbleitern, sowie lokale
Ausgangssperren in China im Zusammenhang mit der
Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus SARS-CoV-2
bereits belastet war. Der Pkw-Marktanteil des Konzerns in
dieser Region betrug 9,1 (9,9) %.
Der chinesische Gesamtmarkt verzeichnete im
Berichtszeitraum einen deutlichen Rückgang. Der
Volkswagen Konzern lieferte dort 14,5 % weniger Fahrzeuge
an Kunden aus als im bereits schwächeren Vorjahr.
Neben Engpässen in der Teileversorgung wirkte im
Berichtszeitraum die zunehmende Wettbewerbsintensität
belastend. Die Zahl der an Kunden ausgelieferten
vollelektrischen Fahrzeuge in China war mit 21.456
Einheiten im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Viertel
niedriger. Positiv entwickelten sich unter anderem die im
Verlauf des Vorjahres neu oder als Nachfolger
eingeführten Modelle Tayron, Lamando, Tavendor der
Marke Volkswagen Pkw sowie Audi Q4 e-tron, Audi Q6 und Audi
Q5 e-tron. Zudem verzeichneten unter anderem die Modelle
Polo, ID.3 und Magotan der Marke Volkswagen Pkw, Audi A6
Limousine und Audi Q7 sowie Porsche Cayenne und Porsche
Macan eine erfreuliche Nachfrageentwicklung.
Auf dem deutlich wachsenden indischen Pkw-Markt
verkaufte der Volkswagen Konzern in den ersten drei Monaten
dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum 10,5 %
mehr Fahrzeuge. Der Taigun der Marke Volkswagen Pkw und der
Kushaq der Marke ŠKODA waren dort die am meisten
nachgefragten Modelle des Konzerns. Auch die im Vorjahr neu
oder als Nachfolger in den Markt eingeführten Modelle
Virtus der Marke Volkswagen Pkw sowie Kodiaq und Slavia der
Marke ŠKODA verzeichneten eine erfreuliche
Nachfrageentwicklung.
In Japan legte die Zahl der an Kunden übergebenen
Konzernfahrzeuge von Januar bis März 2023 auf einem
deutlich ansteigenden Gesamtmarkt im Vergleich zum Vorjahr
um 9,4 % zu. Das größte Verkaufsvolumen unter
den Konzernmodellen verzeichneten der T-Cross und der T-Roc
der Marke Volkswagen Pkw.
AUSLIEFERUNGEN DES BEREICHS PKW AN KUNDEN NACH MÄRKTEN VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ 1scrollen
AUSLIEFERUNGEN DES BEREICHS NUTZFAHRZEUGEVon Januar bis März 2023 übergab der
Volkswagen Konzern weltweit 24,8 % mehr Nutzfahrzeuge an
Kunden als ein Jahr zuvor. Insgesamt lieferten wir in den
ersten drei Monaten des Jahres 84.588 Nutzfahrzeuge an
Kunden aus. Davon entfielen 70.209 (+ 22,0 %) Einheiten auf
Lkw und 7.618 (+ 28,6 %) Einheiten auf Busse. Die
Auslieferungen der Transporterbaureihe MAN TGE beliefen
sich auf 6.761 (+ 58,6 %) Fahrzeuge.
In den 27 EU-Staaten ohne Malta, aber zuzüglich
Großbritannien, Norwegen und der Schweiz (EU27 + 3)
stiegen die Verkäufe von Januar bis März 2023
gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 44,6
% auf insgesamt 38.161 Einheiten; davon entfielen 30.370
auf Lkw und 1.120 auf Busse. Die Auslieferungen der
Transportbaureihe MAN TGE beliefen sich auf 6.671
Fahrzeuge.
Im ersten Quartal des Jahres stiegen die Auslieferungen
in der Türkei auf 1.391 Fahrzeuge. Davon entfielen
1.287 Einheiten auf Lkw und 52 Einheiten auf Busse sowie 52
Fahrzeuge auf die Transporterbaureihe MAN TGE. In
Südafrika stiegen die Nutzfahrzeug-Auslieferungen des
Volkswagen Konzerns gegenüber dem Vorjahreszeitraum
mit 958 Fahrzeugen spürbar an; davon entfielen 884 auf
Lkw und 74 auf Busse.
Die Verkäufe in Nordamerika erhöhten sich in
den ersten drei Monaten des Jahres 2023 auf 23.575
Fahrzeuge, darunter waren 19.842 Lkw und 3.733 Busse.
Die Auslieferungen in Südamerika sanken im
Berichtszeitraum auf insgesamt 14.444 Einheiten (- 17,1 %);
davon entfielen 12.247 auf Lkw und 2.197 auf Busse.
Aufgrund der Einführung einer neuen Abgasnorm zum
Jahresbeginn 2023 sanken die Verkäufe in Brasilien im
ersten Quartal um 18,6 % auf 11.754 Einheiten. Unter den
ausgelieferten Einheiten befanden sich 9.804 Lkw und 1.950
Busse.
In der Region Asien-Pazifik verkaufte der Volkswagen
Konzern im Berichtszeitraum 2.591 Fahrzeuge, darunter 2.407
Lkw und 167 Busse - das waren insgesamt 17,7 % mehr als im
Vorjahr.
AUSLIEFERUNGEN DES BEREICHS NUTZFAHRZEUGE AN KUNDEN NACH MÄRKTENVOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZ 1scrollen
1 Die Auslieferungen des Vorjahres wurden
aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert.
AUSLIEFERUNGEN IM SEGMENT POWER ENGINEERINGAufträge im Segment Power Engineering sind im
Regelfall Teil größerer Investitionsprojekte,
für die Lieferzeiten von knapp einem Jahr bis zu
mehreren Jahren sowie Teillieferungen nach Baufortschritt
typisch sind. Die Umsatzerlöse aus dem
Neubaugeschäft folgen daher der Entwicklung der
Auftragseingänge mit entsprechendem zeitlichen
Versatz.
Hauptumsatzträger des Segments Power Engineering
waren im Zeitraum Januar bis März 2023 Engines &
Marine Systems sowie Turbomachinery, die zusammen über
drei Viertel der gesamten Umsatzerlöse erzielten.
FINANZDIENSTLEISTUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNSDer Konzernbereich Finanzdienstleistungen umfasst die
Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das
Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagement
sowie Mobilitätsangebote des Volkswagen Konzerns. Er
schließt die Volkswagen Finanzdienstleistungen sowie
die Finanzdienstleistungsaktivitäten von Scania,
Navistar und Porsche Holding Salzburg ein und
berücksichtigt auch die Vertragsabschlüsse
unserer internationalen Gemeinschaftsunternehmen.
Die Produkte und Services des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen waren im ersten Quartal 2023
beliebt. Jedoch wirkte die eingeschränkte
Fahrzeugverfügbarkeit infolge von Engpässen bei
der Teileversorgung und Störungen der Logistikketten
belastend. Im Berichtszeitraum stieg die Zahl der
Neuverträge im Finanzierungs-, Leasing-, Service- und
Versicherungsgeschäft um 5,5 % auf weltweit 2,2 Mio.
Kontrakte. Der Anteil der geleasten und finanzierten
Fahrzeuge an den Auslieferungen des Konzerns
(Penetrationsrate) in den Märkten des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen lag bei 34,5 (34,2) %. Der
Gesamtvertragsbestand belief sich am 31. März 2023 auf
24,0 (24,5) Mio. Einheiten.
In Europa/Übrige Märkte übertraf die Zahl
der unterzeichneten Neuverträge mit 1,7 Mio. Einheiten
den Vergleichswert des Vorjahres um 12,2 %, wenngleich das
Finanzdienstleistungsgeschäft im Zeitraum Januar bis
März 2023 von der eingeschränkten
Fahrzeugverfügbarkeit beeinflusst war. Ende März
2023 erreichte der Gesamtvertragsbestand mit 17,7 (18,1)
Mio. Kontrakten die Größenordnung vom 31.
Dezember 2022. Auf den Bereich Kundenfinanzierung und
Leasing entfielen davon 7,1 (7,2) Mio. Verträge.
In den ersten drei Monaten des Jahres 2023 nahm die Zahl
der in Nordamerika neu abgeschlossenen Verträge im
Vergleich zum Vorjahr auf 218 (174) Tsd. Kontrakte zu. Der
Vertragsbestand lag am Ende des Berichtszeitraums mit 3,0
Mio. Einheiten um 0,6 % unter dem Niveau vom Vorjahresende.
Der Bereich Kundenfinanzierung und Leasing verzeichnete 1,6
(1,7) Mio. Verträge.
In der Region Südamerika wurden im ersten Quartal
dieses Jahres 102 (74) Tsd. neue Kontrakte geschlossen. Zum
31. März 2023 nahm der Gesamtvertragsbestand
gegenüber dem 31. Dezember 2022 auf 822 (828) Tsd.
Einheiten ab. Die bestehenden Verträge entfielen
überwiegend auf den Bereich Kundenfinanzierung und
Leasing.
Im Raum Asien-Pazifik nahmen die neuen
Vertragsabschlüsse im Berichtszeitraum auf 231 (367)
Tsd. Einheiten ab und verfehlten damit den Vergleichswert
des Vorjahres. Der Gesamtvertragsbestand belief sich Ende
März 2023 auf 2,4 (2,6) Mio. Kontrakte. Auf den
Bereich Kundenfinanzierung und Leasing entfielen 1,6 (1,6)
Mio. Verträge.
ABSATZ AN DIE HANDELSORGANISATIONIm ersten Quartal 2023 stieg der Absatz des Volkswagen
Konzerns an die Handelsorganisation gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um 6,5 % auf 2.123.997 Einheiten
(einschließlich der At Equity einbezogenen
Gesellschaften in China). Der Vorjahreszeitraum war durch
die eingeschränkte Fahrzeugverfügbarkeit infolge
von Engpässen bei der Teileversorgung unter anderem
durch den Russland-Ukraine-Konflikt beeinträchtigt. Im
Berichtszeitraum wirkten anhaltende Engpässe in der
Teileversorgung sowie Störungen der globalen
Logistikkette belastend. Im Ausland nahm das Absatzvolumen
um 4,7 % auf 1.835.920 Fahrzeuge zu. Einen Zuwachs
verzeichneten insbesondere die USA, Großbritannien
und Brasilien, während der Absatz in China
rückläufig war. Der Absatz im Inland erhöhte
sich gegenüber dem Vorjahreswert um 19,1 %. Die
Inlandsquote als Anteil am Gesamtabsatz des Konzerns stieg
auf 13,6 (12,1) %.
PRODUKTIONVon Januar bis März 2023 produzierte der Volkswagen
Konzern mit 2.272.822 Fahrzeugen (einschließlich der
At Equity einbezogenen Gesellschaften in China) 11,2 % mehr
als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, der geprägt
war durch Produktionsstopps infolge von Unterbrechungen der
Lieferketten ausgelöst durch den
Russland-Ukraine-Konflikt und die Covid-19-Pandemie. Auch
im Berichtszeitraum beeinträchtigten Engpässe in
der Teileversorgung die Produktion. Die Fertigung im Inland
stieg um 51,2 % auf 551.143 Fahrzeuge. Der Anteil der in
Deutschland hergestellten Fahrzeuge im Verhältnis zur
Gesamtproduktion des Konzerns nahm auf 24,2 (17,8) % zu.
LAGERBESTANDDer weltweite Lagerbestand an Neufahrzeugen bei den
Konzerngesellschaften und in der Handelsorganisation lag am
Ende des Berichtszeitraums über dem Stand zum
Jahresende 2022 und über dem entsprechenden Wert des
Vorjahreszeitraums. Störungen in der Logistikkette
wirkten sich im Berichtszeitraum weiterhin negativ aus.
BELEGSCHAFTAm 31. März 2023 waren im Volkswagen Konzern
649.439 aktive Mitarbeiter beschäftigt. Darüber
hinaus befanden sich 12.490 Mitarbeiter in der passiven
Phase der Altersteilzeit und 14.986 junge Menschen standen
in einem Ausbildungsverhältnis. Am Ende des ersten
Quartals 2023 lag die weltweite Gesamtbelegschaft des
Volkswagen Konzerns mit 676.915 Personen etwa auf dem
Niveau vom Jahresende 2022. Die Mitarbeiterzahl im Inland
belief sich auf 294.508 Beschäftigte (+ 0,2 %) und im
Ausland auf 382.407 Beschäftigte (+ 0,1 %).
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageSCOUT MOTORS INC.Im Rahmen der Nordamerika Strategie des Volkswagen
Konzerns wurde in 2022 die Gesellschaft Scout Motors Inc.,
Arlington, Virginia/USA, eine 100-prozentige
Tochtergesellschaft der Volkswagen Finance Luxemburg,
Strassen/Luxemburg, gegründet. Unter dem Namen SCOUT
soll eine neue Fahrzeugmarke erschaffen werden, über
die in den USA ab 2026 elektrifizierte
Geländefahrzeuge und Pickups vertrieben werden. Um den
Aufbau der Marke SCOUT, die Fahrzeugentwicklung und die
Produktionsplanung zu finanzieren, sollen in 2023 rund 500
Mio. USD in die Gesellschaft eingebracht werden. Eine erste
Zahlung in Höhe von 190 Mio. USD ist bereits im Januar
2023 erfolgt. Die Gesellschaft wurde zum 1. Januar 2023 in
den Volkswagen Konzernabschluss einbezogen.
IFRS 17 - VERSICHERUNGSVERTRÄGEIFRS 17 fasst die Vorschriften zur Bilanzierung von
Versicherungsverträgen neu. Aus der erstmaligen
Anwendung resultierte eine geringfügige
Veränderung des Eigenkapitals jeweils zum 1. Januar
2023 sowie zum 1. Januar 2022. Diese ist im Wesentlichen
auf die geänderte Systematik zur Ermittlung der
Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft
zurückzuführen. Darüber hinaus führt
die saldierte Betrachtung von Zahlungsströmen in der
Bewertung der Rückstellungshöhe
gleichermaßen zu einer Reduktion von
Vermögenswerten und Rückstellungen aus dem
Versicherungsgeschäft in Höhe von 0,7 Mrd.
€. Auf die Gewinn- und Verlustrechnung hat die
geänderte Systematik zur Erfassung von Erlösen
und Aufwendungen keine wesentlichen Effekte. Die
Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.
ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENE BETEILIGUNGENDie Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG (Porsche AG) hat im
Dezember 2022 eine Vereinbarung mit einem unabhängigen
konzernfremden Investor über die
Veräußerung zweier russischer
Vertriebsgesellschaften des Segments Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge, OOO Porsche Russland, Moskau/Russland, und
OOO Porsche Center Moscow, Moskau/Russland, sowie einer
russischen Gesellschaft, die dem Segment
Finanzdienstleistungen zugeordnet ist, OOO Porsche
Financial Services Russland, Moskau/Russland, geschlossen.
Des Weiteren wurde mit diesem Investor eine Vereinbarung
über die Rückkaufoption getroffen, die
frühestens fünf und spätestens zehn Jahre
nach Veräußerung ausgeübt werden kann. Die
rechtliche Übertragung und die finale Festlegung des
Kaufpreises stehen noch unter dem Vorbehalt der Freigabe
der Transaktion durch die russischen Behörden.
Im 4. Quartal 2022 wurde beschlossen, die dem Segment
Finanzdienstleistungen zugehörigen vollkonsolidierten
Tochtergesellschaften OOO Volkswagen Bank RUS,
Moskau/Russland, OOO Volkswagen Group Finanz,
Moskau/Russland, und OOO Volkswagen Financial Services RUS,
Moskau/Russland, zu veräußern. Nach
Beschlussfassung durch die zuständigen Gremien wurde
bereits mit der Umsetzung eines
Veräußerungsplans begonnen, dessen Abschluss
voraussichtlich im zweiten Quartal 2023 erwartet wird.
Am 15. Dezember 2022 hat der Aufsichtsrat der Volkswagen
AG beschlossen, das MAN ES Gasturbinengeschäft der MAN
Energy Solutions SE, Augsburg, und der MAN Energy Solutions
Schweiz AG, Zürich/Schweiz, mittels Asset Deal an die
CSIC Longjiang GH Gas Turbine Co. Ltd., Harbin/China, und
deren noch zu gründenden Tochtergesellschaften
deutschen und schweizerischen Rechts zu
veräußern. Die Transaktion wird voraussichtlich
innerhalb der nächsten 12 Monate abgeschlossen sein.
Am 3. März 2023 hat der Aufsichtsrat des Volkswagen
Konzerns beschlossen, dass die OOO Volkswagen Group Rus,
Kaluga/Russland, sowie deren Tochtergesellschaften OOO
Scania Finance, Moskau/Russland, OOO Scania Strachovanie,
Moskau/Russland, und OOO Scania Leasing, Moskau/Russland,
zu veräußern sind. Die Verkaufsverhandlungen mit
möglichen Investoren sind weit fortgeschritten. Die
rechtliche Übertragung des Eigentums an den vier
Gesellschaften unterliegt zum Stichtag den noch
ausstehenden Zustimmungen der russischen Behörden.
Aktuell ist davon auszugehen, dass die rechtliche
Übertragung des Eigentums und eine finale Feststellung
des Kaufpreises innerhalb des ersten Halbjahres 2023
stattfinden wird.
Die Zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerte und Schulden wurden gemäß
IFRS 5 zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem
Zeitwert abzüglich der voraussichtlichen
Veräußerungskosten angesetzt.
SONDEREINFLÜSSESondereinflüsse umfassen bestimmte Sachverhalte im
Abschluss, deren gesonderte Angabe nach Einschätzung
des Vorstands nützlich ist, um den wirtschaftlichen
Erfolg besser beurteilen zu können.
In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2023
waren im Zusammenhang mit der Dieselthematik keine
wesentlichen Sondereinflüsse zu erfassen.
ERTRAGSLAGEErtragslage des KonzernsIm ersten Quartal 2023 übertrafen die
Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns mit 76,2 Mrd.
€ den Vorjahreswert um 21,5 %. Gründe
hierfür waren insbesondere der gestiegene
Fahrzeugabsatz sowie die verbesserte Preispositionierung.
Eine negative Wechselkursentwicklung wirkte
gegenläufig. Der Vorjahreszeitraum war noch
stärker durch eine eingeschränkte
Fahrzeugverfügbarkeit infolge von Engpässen bei
der Teileversorgung negativ beeinflusst. Der Konzern
erzielte 81,5 (81,5) % seiner Umsatzerlöse im Ausland.
Das Bruttoergebnis erhöhte sich um 3,2 Mrd. € auf
15,2 Mrd. €; die Bruttomarge lag bei 19,9 (19,1) %.
Das Operative Ergebnis des Volkswagen Konzerns belief
sich in den ersten drei Monaten 2023 auf 5,7 (8,3) Mrd.
€. Die operative Umsatzrendite lag bei 7,5 (13,3) %.
Verbesserungen insbesondere im Volumen sowie der
Preispositionierung wirkten positiv auf das Operative
Ergebnis, gestiegene Produktkosten (insbesondere für
Rohstoffe) minderten das Ergebnis. Die Fair-Value-Bewertung
von Derivaten außerhalb des Hedge Accounting
(insbesondere Rohstoffsicherungen) belastete in Höhe
von - 1,3 Mrd. € das Operative Ergebnis, während
sie im Vergleichszeitraum das Ergebnis um + 3,2 Mrd. €
erhöhte. Im Vorjahr fielen Sondereinflüsse im
Zusammenhang mit der Dieselthematik in Höhe von - 0,1
Mrd. € an.
Das Finanzergebnis erhöhte sich auf 0,7 (0,6) Mrd.
€. Das Ergebnis aus At-Equity-bewerteten Anteilen lag
unter dem Wert des ersten Quartals 2022. Die im
Finanzergebnis enthaltenen Zinserträge konnten
gestiegene Zinsaufwendungen mehr als ausgleichen. Im
übrigen Finanzergebnis wurden unter anderem negative
Wechselkurseinflüsse im Berichtszeitraum durch das
positive Wertpapier- und Fondsergebnis kompensiert, das im
Vorjahreszeitraum insbesondere infolge des
Russland-Ukraine-Konflikts belastetet war.
Das Ergebnis vor Steuern des Volkswagen Konzerns ging im
Berichtszeitraum um 2,5 Mrd. € auf 6,5 Mrd. €
zurück. Das Ergebnis nach Steuern sank im Vergleich
zum Vorjahr um 2,0 Mrd. € auf 4,7 Mrd. €.
OPERATIVES ERGEBNIS VOR SONDEREINFLÜSSEN NACH QUARTALENVolkswagen Konzern in Mio. €
Ertragslage im Konzernbereich AutomobileDer Konzernbereich Automobile verzeichnete im Zeitraum
Januar bis März 2023 Umsatzerlöse in Höhe
von 63,5 (51,2) Mrd. €. Die Verbesserung resultierte
vor allem aus dem gestiegenen Volumen sowie der positiven
Entwicklung in der Preispositionierung, denen eine negative
Wechselkursentwicklung entgegenstand. Im ersten Quartal
2022 hatten Engpässe bei der Teileversorgung einen
noch negativeren Einfluss. Die Umsatzerlöse in den
Bereichen Pkw und Nutzfahrzeuge lagen stark beziehungsweise
sehr stark und im Bereich Power Engineering deutlich
über den Vorjahreswerten. Da unsere chinesischen Joint
Ventures At Equity bilanziert werden, schlägt sich die
Geschäftsentwicklung des Konzerns auf dem chinesischen
Pkw-Markt im Wesentlichen nur in Form von Lieferungen von
Fahrzeugen und Fahrzeugteilen in den Umsatzerlösen des
Konzerns nieder.
ERTRAGSLAGE IN DEN BEREICHEN PKW, NUTZFAHRZEUGE UND POWER ENGINEERINGVOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZscrollen
1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe
Erläuterungen zu IFRS 17).
Höhere Produktkosten (insbesondere für
Rohstoffe) im Wesentlichen infolge der steigenden Inflation
im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt und
deutlich gestiegene ergebniswirksam verrechnete Forschungs-
und Entwicklungskosten führten dazu, dass die Kosten
der Umsatzerlöse zunahmen, ihr Anteil an den
Umsatzerlösen ging hingegen gegenüber Vorjahr
zurück. Die Forschungs- und Entwicklungskostenquote
(F&E-Quote), definiert als Anteil der gesamten
Forschungs- und Entwicklungskosten an den
Umsatzerlösen des Konzernbereichs Automobile, fielen
aufgrund des überproportionalen Anstiegs der
Umsatzerlöse im Verhältnis zu den gesamten
Forschungs- und Entwicklungskosten im Berichtszeitraum mit
8,0 (8,5) % geringer aus als ein Jahr zuvor.
Im ersten Quartal 2023 legten sowohl die Vertriebskosten
infolge gestiegener Logistikkosten als auch die
Verwaltungskosten im Vergleich zum Vorjahr zu. Der Anteil
der Vertriebskosten an den Umsatzerlösen ging dabei
zurück, während der Anteil der Verwaltungskosten
nahezu unverändert blieb. Das Sonstige betriebliche
Ergebnis lag bei -1,3 (3,4) Mrd. €. Der
Berichtszeitraum war durch negative Effekte aus der
Fair-Value-Bewertung von Derivaten außerhalb des
Hedge Accounting insbesondere für Rohstoffe
geprägt, während diese Effekte im
Vorjahreszeitraum einen positiven Einfluss hatten.
Im Zeitraum Januar bis März 2023 belief sich das
Operative Ergebnis des Konzernbereichs Automobile auf 4,6
(6,8) Mrd. €. Die operative Umsatzrendite lag bei 7,2
(13,2) %. Der Rückgang gegenüber Vorjahr
resultierte im Wesentlichen aus den Bewertungseffekten von
Derivaten außerhalb des Hedge Accounting sowie aus
höheren Produktkosten insbesondere für Rohstoffe,
die durch gestiegene Volumina und Verbesserungen in der
Preispositionierung nicht ausgeglichen werden konnten.
Von der Geschäftsentwicklung unserer At Equity
einbezogenen chinesischen Gemeinschaftsunternehmen
profitieren wir im Operativen Ergebnis im Wesentlichen nur
in Form von Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen
sowie Lizenzeinnahmen, da die Ergebnisse dieser Joint
Ventures im Finanzergebnis bilanziert werden.
Ertragslage im FinanzdienstleistungsbereichIm Zeitraum Januar bis März 2023 erwirtschaftete
der Konzernbereich Finanzdienstleistungen Umsatzerlöse
in Höhe von 12,7 Mrd. €; ein Anstieg um 10,7 %
gegenüber Vorjahr. Die Kosten der Umsatzerlöse
nahmen insbesondere aufgrund sehr stark gestiegener
Zinsaufwendungen überproportional zu. Das
Bruttoergebnis ging in der Folge um 0,2 Mrd. € auf 2,2
Mrd. € zurück.
Das Operative Ergebnis des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen verringerte sich um 0,4 Mrd. €
auf 1,2 Mrd. €. Der Rückgang ergab sich neben den
gestiegenen Zinsaufwendungen vor allem aus negativen
Effekten aus Derivaten, die im Vorjahreszeitraum positiv
wirkten. Die operative Umsatzrendite sank auf 9,1 (13,4) %.
FINANZLAGEFinanzielle Situation des KonzernsDer Volkswagen Konzern verzeichnete im ersten Quartal
2023 einen Brutto-Cashflow in Höhe von 12,2 (11,7)
Mrd. €. Die im Ergebnis enthaltenen
zahlungsunwirksamen Bewertungseffekte aus
Sicherungsgeschäften sind in der Kapitalflussrechnung
zu eliminieren. Die Veränderung im Working Capital
belief sich auf - 6,2 (- 2,4) Mrd. €. Gründe
für die Veränderung gegenüber Vorjahr waren
ein höherer Aufbau der Vorräte, Forderungen und
Vermieteten Vermögenswerte, denen ein volumenbedingter
Aufbau der Verbindlichkeiten und sonstigen
Rückstellungen entgegenstand. Der Cashflow aus dem
laufenden Geschäft nahm in der Folge um 3,4 Mrd.
€ auf 6,0 Mrd. € ab.
Die Investitionstätigkeit des laufenden
Geschäfts des Volkswagen Konzerns stieg im
Berichtszeitraum um 1,0 Mrd. € auf 5,4 Mrd. €.
In der Finanzierungstätigkeit flossen in den ersten
drei Monaten 2023 insgesamt Mittel in Höhe von 3,9
Mrd. € ab. Hierin enthalten war auch die Zahlung der
Sonderdividende an die Aktionäre der Volkswagen AG,
die im Zusammenhang mit dem im Vorjahr durchgeführten
Börsengang der Porsche AG stand.
FINANZIELLE SITUATION IN DEN BEREICHEN PKW, NUTZFAHRZEUGE UND POWER ENGINEERING VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZscrollen
1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe
Erläuterungen zu IFRS 17).
Die Finanzierungstätigkeit berücksichtigt
zudem die Aufnahme und Tilgung von Anleihen und anderen
Finanzschulden. Im Vorjahreszeitraum ergab sich ein
Mittelzufluss in Höhe von 0,4 Mrd. €, der auch
die Rückzahlung und Aufnahme von Hybridanleihen
umfasste. Am Ende des Berichtszeitraums lag der
Zahlungsmittelbestand laut Kapitalflussrechnung des
Volkswagen Konzerns bei 36,9 (43,6) Mrd. €.
Die Nettoliquidität des Volkswagen Konzerns belief
sich am 31. März 2023 auf -131,5 Mrd. €; am
Jahresende 2022 waren es -125,8 Mrd. €.
Finanzielle Situation im Konzernbereich AutomobileIm Zeitraum Januar bis März 2023 erzielte der
Konzernbereich Automobile einen Brutto-Cashflow, der mit
9,4 Mrd. € den Vorjahreswert um 2,0 Mrd. €
übertraf. Die im Ergebnis enthaltenen
zahlungsunwirksamen Bewertungseffekte aus
Sicherungsgeschäften sind in der Kapitalflussrechnung
zu eliminieren. Die Veränderung im Working Capital lag
bei -1,9 (-1,6) Mrd. € und resultierte im
Vorjahresvergleich im Wesentlichen aus einem höheren
Aufbau der Vorräte, vor allem infolge von
Störungen in der Logistikkette. Dem stand ein
volumenbedingter Aufbau der Verbindlichkeiten und sonstigen
Rückstellungen gegenüber.
Der Cashflow aus dem laufenden Geschäft stieg in
der Folge um 1,8 Mrd. € auf 7,6 Mrd. €.
Die Investitionstätigkeit des laufenden
Geschäfts erhöhte sich im Zeitraum Januar bis
März 2023 um 1,0 Mrd. € auf 5,3 Mrd. €. Die
darin enthaltenen Sachinvestitionen (Investitionen in
Sachanlagen, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und
Immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte
Entwicklungskosten) stiegen um 0,8 Mrd. € auf 2,5 Mrd.
€. Die Sachinvestitionsquote belief sich auf 3,9 (3,3)
%. Wesentliche Anteile der Sachinvestitionen flossen
vornehmlich in unsere Fertigungsstandorte und in Modelle,
die wir in diesem und im kommenden Jahr in den Markt
einführen, die Elektrifizierung und Digitalisierung
unserer Produkte sowie die Weiterentwicklung der modularen
und rein elektrischen Baukästen und Plattformen. Die
Zugänge zu den aktivierten Entwicklungskosten nahmen
im ersten Quartal 2023 auf 2,6 (2,2) Mrd. € zu. Die
Position "Erwerb und Verkauf von Beteiligungen" lag bei -
0,4 (- 0,5) Mrd. € und enthielt vor allem strategische
Investitionen in diverse Unternehmen.
Im Zeitraum Januar bis März 2023 verbesserte sich
der Netto-Cashflow des Konzernbereichs Automobile im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,8 Mrd. € auf 2,2
Mrd. €.
Die Finanzierungstätigkeit berücksichtigt die
Aufnahme und Tilgung von Anleihen und Veränderungen
der übrigen Finanzschulden und verzeichnete im ersten
Quartal 2023 einen Mittelabfluss in Höhe von 10,1 Mrd.
€. Dieser resultierte im Wesentlichen aus der Zahlung
der Sonderdividende an die Aktionäre der Volkswagen AG
im Zusammenhang mit dem Börsengang der Porsche AG. Im
Vorjahreszeitraum flossen Mittel in Höhe von 3,9 Mrd.
€ zu.
Ende März 2023 verzeichnete der Konzernbereich
Automobile eine Nettoliquidität in Höhe von 38,4
Mrd. €; am 31. Dezember 2022 hatte sie 43,0 Mrd.
€ betragen.
Finanzielle Situation im FinanzdienstleistungsbereichIn den ersten drei Monaten des Jahres 2023
erwirtschaftete der Konzernbereich Finanzdienstleistungen
einen Brutto-Cashflow in Höhe von 2,7 (4,3) Mrd.
€. Der Rückgang gegenüber Vorjahr ergab sich
unter anderem aus dem schwächeren Ergebnis. Die
Veränderung im Working Capital betrug - 4,3 (- 0,7)
Mrd. € und führte zu einer gestiegenen
Mittelbindung, die gegenüber Vorjahr
hauptsächlich aus einem höheren Aufbau der
Forderungen und Vermieteten Vermögenswerte
resultierte. Ein höherer Aufbau der Verbindlichkeiten
wirkte dem entgegen. Der Cashflow aus dem laufenden
Geschäft verringerte sich in der Folge um 5,1 Mrd.
€ auf - 1,6 Mrd. €.
Die Investitionstätigkeit des laufenden
Geschäfts lag bei 0,0 (0,1) Mrd. €.
In der Finanzierungstätigkeit des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen flossen im Berichtszeitraum Mittel
in Höhe von 6,2 Mrd. € zu. Hierin sind vor allem
die Aufnahme und Tilgung von Anleihen sowie übrige
Finanzschulden enthalten. Im Vorjahreszeitraum kam es zu
einem Mittelabfluss in Höhe von - 3,5 Mrd. €.
Am Ende des ersten Quartals 2023 lag die
branchenüblich negative Nettoliquidität des
Konzernbereichs Finanzdienstleistungen bei -170,0 Mrd.
€; am 31. Dezember 2022 belief sie sich auf -168,8
Mrd. €.
VERMÖGENSLAGEBilanzstruktur des KonzernsDer Volkswagen Konzern verzeichnete am Ende des ersten
Quartals 2023 eine Bilanzsumme in Höhe von 568,8 Mrd.
€. Das waren 0,9 % mehr als am Jahresende 2022. Die
Bilanzsumme berücksichtigt zum Stichtag die Umsetzung
der neuen Vorschriften zur Bilanzierung von
Versicherungsverträgen (IFRS 17), die zur einer
Bilanzverkürzung führten. Der Wert zum Jahresende
2022 wurde entsprechend retrospektiv angepasst. Das
Eigenkapital erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund des
positiven Ergebnisses um 3,9 Mrd. € auf 182,2 Mrd.
€. Die Eigenkapitalquote stieg auf 32,0 (31,6) %.
Bilanzstruktur im Konzernbereich AutomobileAm Ende des ersten Quartals 2023 erhöhten sich die
Immateriellen Vermögenswerte im Konzernbereich
Automobile insbesondere aufgrund gestiegener Aktivierungen
von Entwicklungskosten. Die Sachanlagen waren
gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2022 nahezu
unverändert. Die At Equity bewerteten Anteile
verringerten sich unter anderem infolge der konzerninternen
Umgliederung der Beteiligung an Europcar in den
Finanzdienstleistungsbereich. Insgesamt lagen die
Langfristigen Vermögenswerte mit 177,3 (178,7) Mrd.
€ auf dem Niveau vom Jahresende 2022.
Auch die Kurzfristigen Vermögenswerte blieben mit
122,3 (122,7) Mrd. € nahezu unverändert. Die
darin enthaltenen Vorräte stiegen vor allem aufgrund
von Störungen in der Logistikkette. Die kurzfristigen
Sonstigen Forderungen und finanziellen Vermögenswerte
erhöhten sich im Verhältnis zum 31. Dezember
2022, Gründe waren im Wesentlichen volumenbedingt
gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
BILANZSTRUKTUR IN DEN BEREICHEN PKW, NUTZFAHRZEUGE UND POWER ENGINEERINGscrollen
1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe
Erläuterungen zu IFRS 17).
Der Zahlungsmittelbestand im Konzernbereich Automobile
stieg um 4,9 Mrd. € auf 27,9 Mrd. €. Der Bestand
an Wertpapieren reduzierte sich um 11,1 Mrd. € auf
21,7 Mrd. €.
Die Position "Zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte" umfasst die Buchwerte der
Vermögenswerte der Volkswagen Group Rus sowie von zur
Veräußerung vorgesehener Tochtergesellschaften
von Volkswagen Financial Services, Porsche und Scania in
Russland sowie Vermögenswerte der MAN Energy
Solutions. Die Position "Zur Veräußerung
gehaltene Schulden" beinhaltet die Buchwerte der
zugehörigen Schulden.
Am 31. März 2023 lag das Eigenkapital des
Konzernbereichs Automobile mit 139,1 Mrd. € um 2,3 %
über dem Stand zum Jahresende 2022. Hierzu trug vor
allem das positive Ergebnis des Berichtszeitraums bei. Auch
die Anteile von Minderheiten am Eigenkapital nahmen
entsprechend leicht zu und waren im Wesentlichen den
Minderheitsaktionären des Porsche AG Konzerns und der
TRATON Group zuzurechnen. Die Eigenkapitalquote
erhöhte sich auf 46,4 (45,1) %.
Die Langfristigen Schulden gingen um 2,9 Mrd. € auf
85,4 Mrd. € zurück. Die darin enthaltenen
langfristigen Finanzschulden nahmen vor allem aufgrund von
Umgliederungen vom langfristigen in den kurzfristigen
Bereich aufgrund kürzerer verbleibender Restlaufzeiten
ab.
Die Kurzfristigen Schulden verringerten sich um 2,1 Mrd.
€ auf 75,1 Mrd. €. Die kurzfristigen
Finanzschulden beliefen sich auf -11,5 (-11,0) Mrd. €.
Die Werte des Automobilbereichs enthalten auch die
Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den
Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. Da
die kurzfristigen Finanzschulden des originären
Konzernbereichs Automobile geringer waren als die an den
Finanzdienstleistungsbereich gewährten Darlehen, war
der auszuweisende Wert in beiden Zeiträumen negativ.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
stiegen volumenbedingt im Vergleich zum Jahresende 2022 um
4,2 %. Die kurzfristigen Sonstigen Schulden gingen vor
allem aufgrund der im Dezember 2022 beschlossenen und im
Januar 2023 ausgezahlten Sonderdividende zurück.
Gegenläufig wurde hier der Zahlungsanspruch
gegenüber der Porsche SE aus der zweiten Tranche der
Stammaktien der Porsche AG verrechnet.
Mit 299,6 Mrd. € verzeichnete der Konzernbereich
Automobile am 31. März 2023 eine um 0,6 % niedrigere
Bilanzsumme als am 31. Dezember 2022.
Bilanzstruktur im FinanzdienstleistungsbereichAm Ende des Berichtszeitraums wies der Konzernbereich
Finanzdienstleitungen mit 269,2 Mrd. € eine um 2,5 %
höhere Bilanzsumme aus als Ende 2022. Die Bilanzsumme
berücksichtigt zum Stichtag die Umsetzung der neuen
Vorschriften zur Bilanzierung von
Versicherungsverträgen (IFRS 17), die zur einer
Bilanzverkürzung führten. Der Wert zum Jahresende
2022 wurde entsprechend retrospektiv angepasst.
Die Langfristigen Vermögenswerte lagen mit 163,1
(161,2) Mrd. € leicht über dem Niveau vom 31.
Dezember 2022. Die hierin enthaltenen At Equity bewerteten
Anteile erhöhten sich unter anderem aufgrund der
konzerninternen Umgliederung der Beteiligung an Europcar in
den Finanzdienstleistungsbereich.
Die Kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich
um 4,6 % auf 106,1 Mrd. €. Die darin enthaltenen
kurzfristigen Sonstigen Forderungen und finanziellen
Vermögenswerte nahmen unter anderem aufgrund
gestiegener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu.
Am 31. März 2023 belief sich der Zahlungsmittelbestand
im Finanzdienstleistungsbereich auf 8,3 (6,1) Mrd. €.
Am Ende des ersten Quartals 2023 entfielen rund 47,3
(46,6) % der Aktiva des Volkswagen Konzerns auf den
Finanzdienstleistungsbereich.
Ende März 2023 verzeichnete der Konzernbereich
Finanzdienstleistungen ein ergebnisbedingt um 1,7 %
über dem Vorjahr liegendes Eigenkapital in Höhe
von 43,1 Mrd. €. Die Eigenkapitalquote belief sich auf
16,0 (16,1) %.
Die Langfristigen Schulden im
Finanzdienstleistungsbereich lagen mit 115,2 (114,6) Mrd.
€ auf dem Niveau vom Jahresende 2022. Die darin
enthaltenen langfristigen Finanzschulden legten zu,
während die langfristigen sonstigen Schulden abnahmen.
Die Kurzfristigen Schulden erhöhten sich vor allem
aufgrund gestiegener kurzfristiger Finanzschulden.
Das Einlagevolumen aus dem Direktbankgeschäft
belief sich am 31. März 2023 auf 27,1 Mrd. €; am
Jahresende 2022 hatte es 26,7 Mrd. € betragen.
PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHTAuf Basis der erreichten Ergebnisse des ersten Quartals
2023 heben wir unsere Prognose für das Operative
Ergebnis des Bereichs Nutzfahrzeuge an und gehen nun von
einer operativen Umsatzrendite zwischen 7 und 8 % aus.
Die Prognose für alle übrigen
Spitzenkennzahlen bleibt unverändert. Den Ausblick
für das Geschäftsjahr 2023 finden Sie auf Seite
31.
RechtsstreitigkeitenDieselthematik1. Straf- und Verwaltungsverfahren weltweit (exklusive USA/Kanada)Die Staatsanwaltschaft Braunschweig führte
Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs im
Zusammenhang mit Motoren des Typs EA 288. Das Verfahren
gegen die beschuldigten Mitarbeiter sowie die Volkswagen AG
wurde Ende 2022 beziehungsweise Anfang 2023 gegen drei
Beschuldigte gegen Zahlung einer Geldauflage endgültig
und gegen vier Beschuldigte vorläufig eingestellt.
Das Verwaltungsgericht Schleswig hatte Ende Februar 2023
einer Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen das KBA
erstinstanzlich stattgegeben und den Freigabebescheid
für ein Softwareupdate für bestimmte ältere
Modelle des Golf Plus aufgehoben, soweit dieser das
Thermofenster, die Höhenkorrektur und die
Taxischaltung als zulässige Abschalteinrichtungen
einstufte. Beim sogenannten Thermofenster handelt es sich
um eine temperaturabhängige
Abgasrückführung. Mit Höhenkorrektur wird
eine höhenabhängige Abgasrückführung
bezeichnet. Unter Taxischaltung ist eine von der Zeitspanne
eines im Leerlauf betriebenen Fahrzeugs abhängige
Abgasrückführung zu verstehen. Die Volkswagen AG
ist Beigeladene in dem Verfahren. Die Volkswagen AG hat
Ende April 2023 Berufung gegen das Urteil des
Verwaltungsgerichts Schleswig eingelegt.
2. Produktbezogene Klagen weltweit (exklusive USA/Kanada)In den Niederlanden hat die Diesel Emissions Justice
Foundation ihre Berufung gegen das Zwischenurteil aus
März 2022 in dem auf Zahlung von Schadensersatz
gerichteten Sammelklageverfahren ausschließlich auf
die Anwendbarkeit des neuen Sammelklageregimes
beschränkt, sodass die Entscheidung des Gerichts in
Amsterdam in Bezug auf seine Unzuständigkeit für
Klagen von Verbrauchern außerhalb der Niederlande
final und bindend ist.
3. Anlegerklagen weltweit (exklusive USA/Kanada)Im Kapitalanleger-Musterverfahren vor dem
Oberlandesgericht Braunschweig hat das Gericht im März
2023 einen Hinweisbeschluss erlassen, in dem es mitteilt,
dass es die in Aussicht gestellte Zeugenvernehmung für
erforderlich hält und plant. Gleichzeitig hat das
Gericht in Anbetracht der unabsehbar langen weiteren
Verfahrensdauer angeregt, dass die Parteien jeweils ihre
Bereitschaft zum Eintritt in außergerichtliche
Vergleichsverhandlungen prüfen. Die Volkswagen AG hat
unbeschadet ihres Rechtsstandpunkts signalisiert, dass sie
bereit sei, über den Vorschlag des Oberlandesgerichts
Braunschweig nachzudenken. Unabhängig davon wird die
mündliche Verhandlung bis auf Weiteres fortgesetzt.
Im Musterverfahren gegen die Porsche Automobil Holding
SE (Porsche SE), an dem die Volkswagen AG als
Nebenintervenientin beteiligt ist, hat das
Oberlandesgericht Stuttgart Ende März 2023 einen
Musterentscheid erlassen. Auf Basis der im Musterentscheid
getroffenen Feststellungen sind im Ergebnis alle
Anlegerklagen gegen die Porsche SE in den ausgesetzten
Ausgangsverfahren abzuweisen. Der Musterentscheid ist nicht
rechtskräftig. Eine Rechtsbeschwerde zum
Bundesgerichtshof (BGH) ist möglich.
Weitere wesentliche RechtsstreitigkeitenIm Juli 2021 hatte die Europäische Kommission gegen
die Volkswagen AG, die AUDI AG und die Dr. Ing. h.c. F.
Porsche AG im Rahmen einer Settlement-Entscheidung ein
Gesamtbußgeld in Höhe von rund 502 Mio. €
verhängt. Volkswagen verzichtete auf die Einlegung von
Rechtsmitteln, sodass die Entscheidung 2021
rechtskräftig geworden ist. Der Gegenstand der
Entscheidung beschränkt sich inhaltlich auf die
Kooperation deutscher Automobilhersteller zu einzelnen
technischen Fragen im Zusammenhang mit der Entwicklung und
Einführung von SCR (Selective Catalytic
Reduction)-Systemen für Pkw, die im Europäischen
Wirtschaftsraum verkauft worden sind. Andere
Verhaltensweisen wie Preisabsprachen oder die Aufteilung
von Märkten und Kunden werden den Herstellern nicht
vorgeworfen. Die Koreanische Wettbewerbsbehörde KFTC
hat im April 2023 auf der Grundlage des EU-Sachverhalts die
im Februar 2023 in ihrer Pressemitteilung angekündigte
Bußgeldentscheidung bekanntgegeben. Wie
angekündigt wurde gegen die Volkswagen AG kein
Bußgeld verhängt und ist die Porsche AG nicht
von der Entscheidung betroffen. Gegen die AUDI AG wurde ein
Bußgeld von umgerechnet knapp 3 Mio. €
verhängt. Im Konzern wird die Entscheidung derzeit
analysiert und die Einlegung von möglichen
Rechtsmitteln geprüft.
Die englische Kartellbehörde Competition and
Markets Authority (CMA) hat im April 2023 Rechtsmittel
gegen das Urteil aus Februar 2023 eingelegt, mit dem einer
Klage ("judicial review") der Volkswagen AG stattgegeben
wurde. Gegenstand der Klage sind nach Auffassung der
Volkswagen AG kompetenzüberschreitende
Auskunftsverlangen der CMA gegenüber der Volkswagen AG
im Zusammenhang mit einer Untersuchung der CMA mit Bezug
zur Volkswagen Group UK. Die Volkswagen AG prüft
unverändert Möglichkeiten einer
verhältnismäßigen Kooperation mit der CMA.
Die beiden von Greenpeace begleiteten Klagen gegen die
Volkswagen AG, durch welche die Volkswagen AG dazu
verpflichtet werden sollte, stufenweise die Produktion und
das Inverkehrbringen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren
zu reduzieren und bis 2029 komplett einzustellen sowie
Treibhausgasemissionen aus Entwicklung, Produktion und
Vertrieb (einschließlich der Nutzung der Fahrzeuge
durch Dritte) zu reduzieren sowie zusätzlich so
Einfluss auf Konzernunternehmen, Beteiligungen und Joint
Ventures auszuüben, dass diese Forderungen auch von
diesen erfüllt werden, wurden im Februar 2023 vom
Landgericht Braunschweig und vom Landgericht Detmold
abgewiesen. Die Kläger haben im März 2023 beim
Oberlandesgericht Braunschweig und im April 2023 beim
Oberlandesgericht Hamm Berufung gegen die klageabweisenden
Urteile eingelegt.
In Russland macht Automobile Plant "GAZ" LLC (GAZ) in
mehreren Gerichtsverfahren unter anderem gegenüber der
Volkswagen AG angebliche Schadensersatzforderungen in
Höhe von insgesamt rund 500 Mio. € geltend. Von
GAZ in diesem Zusammenhang beantragte und zunächst
teilweise verhängte Sicherungsmaßnahmen auf die
Gesellschaftsanteile an der Volkswagen Group Rus OOO (VGR)
sowie das bewegliche und unbewegliche Vermögen der VGR
wurden gerichtlich abgelehnt beziehungsweise aufgehoben.
Gegen die Ablehnung beziehungsweise Aufhebung der
Sicherungsmaßnahmen in Bezug auf das bewegliche und
unbewegliche Vermögen der VGR hat GAZ Rechtsmittel
eingelegt. Die verklagten Konzernunternehmen verteidigen
sich in allen Verfahren.
Weitergehende Angaben zu den Schätzungen
hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen sowie Angaben zu
Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe oder der
Fälligkeit von Beträgen der Rückstellungen
und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den
Rechtsrisiken werden gemäß IAS 37.92 nicht
gemacht, um die Ergebnisse der Verfahren und die Interessen
des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.
Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum
gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen
Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr
2023 in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko- und
Chancenbericht" - einschließlich des Abschnitts
"Rechtsrisiken" - des zusammengefassten Lageberichts im
Geschäftsbericht 2022 keine wesentlichen
Änderungen.
Ausblick für das Jahr 2023Unseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass die
globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 insgesamt mit
einer verringerten Dynamik wachsen wird. Die anhaltend hohe
Inflation in vielen Regionen und die daraus resultierenden
restriktiven geldpolitischen Maßnahmen der
Zentralbanken sollten sich zunehmend negativ auf die
private Nachfrage auswirken. Risiken sehen wir weiterhin in
protektionistischen Tendenzen, in Turbulenzen auf den
Finanzmärkten sowie in strukturellen Defiziten in
einzelnen Ländern. Die Wachstumsaussichten werden
zudem von anhaltenden geopolitischen Spannungen und
Konflikten belastet; weiterhin birgt der
Russland-Ukraine-Konflikt Risiken. Darüber hinaus
können Risiken im Zusammenhang mit dem möglichen
Auftreten neuer Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2,
insbesondere regionale Ausbrüche und damit verbundene
Maßnahmen, nicht ausgeschlossen werden. Wir gehen
davon aus, dass sowohl die fortgeschrittenen
Volkswirtschaften als auch die Schwellenländer im
Durchschnitt eine positive Dynamik aufweisen werden,
wenngleich mit unterdurchschnittlichen Wachstumsraten des
Bruttoinlandsprodukts (BIP).
Die Entwicklung der Automobilbranche ist eng an den
Verlauf der Weltwirtschaft gekoppelt. Wir rechnen auf den
internationalen Automobilmärkten mit einer weiter
zunehmenden Wettbewerbsintensität. Unsicherheiten
können sich aus anhaltenden Engpässen bei
Vorprodukten und Rohstoffen ergeben. Diese können sich
zusätzlich durch die Folgen des
Russland-Ukraine-Konflikts verstärken und insbesondere
zu steigenden Preisen und sinkender Verfügbarkeit von
Energie führen.
Wir erwarten, dass sich die Märkte für Pkw im
Jahr 2023 in den einzelnen Regionen uneinheitlich
entwickeln werden. Insgesamt wird das weltweite
Verkaufsvolumen von Neufahrzeugen voraussichtlich
spürbar über dem des Vorjahres liegen. In
Westeuropa rechnen wir für 2023 mit einem
Neuzulassungsvolumen von Pkw, das deutlich über dem
Niveau des Jahres 2022 liegt. Für den deutschen
Pkw-Markt gehen wir für 2023 davon aus, dass das
Volumen der Neuzulassungen das Vorjahresniveau spürbar
übertrifft. Auf den Pkw-Märkten in Zentral- und
Osteuropa wird die Zahl der Verkäufe 2023 den
Vorjahreswert voraussichtlich deutlich übertreffen -
vorbehaltlich der weiteren Entwicklung des
Russland-UkraineKonflikts. Auf den Märkten für
Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (bis 6,35 t) in Nordamerika
rechnen wir für 2023 mit einem Verkaufsvolumen
spürbar über dem Niveau des Vorjahres. Wir gehen
davon aus, dass die Neuzulassungen auf den
südamerikanischen Märkten 2023 im Vergleich zum
Vorjahr insgesamt spürbar steigen werden. Die
Märkte für Pkw in der Region Asien-Pazifik werden
2023 voraussichtlich spürbar über dem
Vorjahresniveau liegen.
Auch die Märkte für leichte Nutzfahrzeuge
werden sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich
entwickeln; insgesamt rechnen wir für 2023 mit einem
deutlich steigenden Verkaufsvolumen.
Wir erwarten für 2023, dass sich die Neuzulassungen
von mittelschweren und schweren Lkw mit einem Gesamtgewicht
von mehr als 6 t auf den für den Volkswagen Konzern
relevanten Märkten im Vorjahresvergleich spürbar
positiv entwickeln, mit regional unterschiedlichen
Ausprägungen. Auf den für den Volkswagen Konzern
relevanten Busmärkten rechnen wir für das Jahr
2023 mit einer insgesamt deutlich steigenden Nachfrage mit
unterschiedlichen regionalen Entwicklungen.
Unserer Einschätzung nach werden automobilbezogene
Finanzdienstleistungen im Jahr 2023 eine hohe Bedeutung
für den weltweiten Fahrzeugabsatz haben.
Wir gehen davon aus, dass die Auslieferungen an Kunden
des Volkswagen Konzerns im Jahr 2023 unter herausfordernden
Marktbedingungen und unter der Annahme einer abnehmenden
Intensität von Engpässen bei Vorprodukten,
Rohstoffen und in der Logistik bei rund 9,5 Mio. Fahrzeugen
liegen werden.
Herausforderungen ergeben sich insbesondere aus dem
konjunkturellen Umfeld, der steigenden
Wettbewerbsintensität, volatilen Rohstoff-, Energie-
und Devisenmärkten sowie aus verschärften
emissionsbezogenen Anforderungen.
Wir erwarten für den Volkswagen Konzern im Jahr
2023, dass die Umsatzerlöse das Vorjahr um 10 bis 15 %
übertreffen und die operative Umsatzrendite zwischen
7,5 und 8,5 % liegt. Im Bereich Pkw rechnen wir bei 7 bis
13 % über dem Vorjahreswert liegenden
Umsatzerlösen mit einer operativen Umsatzrendite
zwischen 8 und 9 %. Für den Bereich Nutzfahrzeuge
gehen wir bei 5 bis 15 % über dem Vorjahr liegenden
Umsatzerlösen von einer operativen Umsatzrendite
zwischen 7 und 8 % aus. Im Bereich Power Engineering
erwarten wir die Umsatzerlöse leicht über denen
des Vorjahres und für das Operative Ergebnis einen
niedrigen positiven dreistelligen Millionen-Euro-Betrag.
Für den Konzernbereich Finanzdienstleistungen rechnen
wir bei stark über dem Vorjahr liegenden
Umsatzerlösen mit einem Operativen Ergebnis in der
Größenordnung von 3,5 Mrd. €.
Im Konzernbereich Automobile gehen wir für 2023
davon aus, dass die F&E-Quote bei rund 8 % und die
Sachinvestitionsquote bei rund 6,5 % liegt. Im
Netto-Cashflow des Jahres 2023 erwarten wir eine sehr
starke Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Darin
enthalten sind insbesondere steigende Zukunftsinvestitionen
sowie Liquiditätsabflüsse aus Mergers &
Acquisitions-Aktivitäten für Batteriefabriken,
die eine wichtige Säule der Transformation des
Volkswagen Konzerns darstellen. Die Nettoliquidität im
Konzernbereich Automobile wird 2023 voraussichtlich
zwischen 35 und 40 Mrd. € liegen; darin
berücksichtigt sind die Mittelzu- und -abflüsse
im Zusammenhang mit dem Börsengang der Porsche AG. Die
Kapitalrendite (RoI) erwarten wir zwischen 12 und 15 %. Es
ist unverändert unser erklärtes Ziel, unsere
solide Finanzierungs- und Liquiditätspolitik
fortzusetzen.
Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen
Geschäftsverlauf des Volkswagen Konzerns. Diesen
Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der
wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen
Rahmenbedingungen einzelner Länder,
Wirtschaftsräume und Märkte insbesondere für
die Automobilbranche, zugrunde, die wir auf Basis der uns
vorliegenden Informationen getroffen haben und die wir
zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen
sind mit Risiken behaftet und die tatsächliche
Entwicklung kann von der erwarteten abweichen. Sollten sich
wesentliche Parameter bezüglich unserer wichtigsten
Absatzmärkte ändern oder sich wesentliche
Veränderungen bei den für den Volkswagen Konzern
relevanten Währungskursverhältnissen, Energie-
und sonstigen Rohstoffen oder in der Teileversorgung
ergeben, wird das unsere Geschäftsentwicklung
entsprechend beeinflussen. Darüber hinaus kann es auch
zu Abweichungen von der voraussichtlichen
Geschäftsentwicklung kommen, wenn sich die im
Geschäftsbericht 2022 dargestellten
Einschätzungen zu den Faktoren nachhaltiger
Wertsteigerung sowie zu Risiken und Chancen anders
entwickeln als derzeit von uns erwartet oder sich
zusätzliche Risiken beziehungsweise Chancen oder
sonstige den Geschäftsverlauf beeinflussende Faktoren
ergeben.
Marken und GeschäftsfelderUMSATZERLÖSE UND OPERATIVES ERGEBNIS NACH MARKEN UND GESCHÄFTSFELDERNIm ersten Quartal 2023 erwirtschaftete der Volkswagen
Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 76,2 (62,7) Mrd.
€. Das Operative Ergebnis lag bei 5,7 (8,3) Mrd.
€. Während Effekte aus der Fair-Value-Bewertung
von Derivaten außerhalb des Hedge Accounting in den
ersten drei Monaten dieses Jahres negativ wirkten (- 1,3
Mrd. €), hatten sie im Vergleichszeitraum des
Vorjahres einen positiven Effekt (+ 3,2 Mrd. €). Im
Vorjahr fielen Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der
Dieselthematik in Höhe von 0,1 Mrd. € an.
Die Markengruppe Volumen setze im Berichtszeitraum 1,2
(0,9) Mio. Fahrzeuge ab, die Umsatzerlöse beliefen
sich auf 33,2 (24,4) Mrd. €. Das Operative Ergebnis
(im Vorjahr vor Sondereinflüssen) lag bei 1,7 (0,9)
Mrd. €.
Die Marke Volkswagen Pkw konnte ihren Absatz in den
ersten drei Monaten 2023 um 36,0 % auf 731 Tsd. Fahrzeuge
steigern. Besonders beliebt waren die Modelle der
ID.-Familie, der T-Roc und der Atlas. Auch der neue Taigo
wurde stark nachgefragt. Die Umsatzerlöse nahmen
volumenbedingt um 37,5 % auf 20,5 Mrd. € zu. Das
Operative Ergebnis (im Vorjahr vor Sondereinflüssen)
stieg auf 0,6 (0,5) Mrd. €, was neben dem Volumen auf
eine bessere Preisdurchsetzung zurückzuführen
war.
Die Marke ŠKODA setzte im Berichtszeitraum 275
Tsd. Fahrzeuge ab; ein Plus von 19,4 % im Vergleich zum
Vorjahr. Insbesondere der Enyaq iV und der Octavia
verzeichneten Zuwächse. Die Umsatzerlöse stiegen
auf 6,8 (5,1) Mrd. €. Das Operative Ergebnis
verbesserte sich volumen-, mix- und preisbedingt auf 542
(337) Mio. €. Wechselkurse und Produktkosten wirkten
negativ.
WESENTLICHE ZAHLEN NACH MARKENGRUPPEN UND GESCHÄFTSFELDERN VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZscrollen
1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe
Erläuterungen zu IFRS 17).
WESENTLICHE ZAHLEN DER MARKENGRUPPE VOLUMEN VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZscrollen
Der Absatz von SEAT und CUPRA legte im Zeitraum Januar
bis März dieses Jahres auf 155 Tsd. Fahrzeuge zu; das
waren 45,1 % mehr als ein Jahr zuvor. Der für Audi
gefertigte A1 ist darin enthalten. Sowohl SEAT als auch
CUPRA wiesen eine höhere Nachfrage auf, vor allem der
CUPRA Formentor und der CUPRA Born waren beliebt. Die
Umsatzerlöse lagen mit 3,6 Mrd. € um 48,2 %
über dem Vorjahreswert. Vor allem infolge des
höheren Volumens und des Erfolgs von CUPRA war das
Operative Ergebnis von SEAT mit 144 (5) Mio. € besser
als im Vorjahr.
Im ersten Quartal 2023 nahm der Absatz von Volkswagen
Nutzfahrzeuge auf weltweit 104 (73) Tsd. Einheiten zu. Die
Umsatzerlöse erhöhten sich in der Folge auf 3,6
(2,3) Mrd. €. Das Operative Ergebnis stieg auf 171
(46) Mio. €, was neben dem Volumen aus positiven
Preiseffekten resultierte.
Der Absatz der Markengruppe Premium (Audi) war im
Berichtszeitraum mit weltweit 323 Tsd. Fahrzeugen um 32,4 %
höher als im ersten Quartal 2022. Insbesondere der Q5
und der Q7 sowie die vollelektrischen Modelle Q4 e-tron und
e-tron GT verbuchten Zuwächse. Weitere 128 (138) Tsd.
Audi Fahrzeuge wurden durch die chinesischen Joint Ventures
FAW-Volkswagen und SAIC VOLKSWAGEN veräußert.
Die Umsatzerlöse nahmen auf 16,9 (14,3) Mrd. €
zu. Das Operative Ergebnis (im Vorjahr vor
Sondereinflüssen) belief sich auf 1,8 (3,5) Mrd.
€. Der Rückgang war überwiegend auf
Bewertungseffekte aus Rohstoffsicherungsgeschäften (-
1,6 Mrd. € im Vorjahresvergleich)
zurückzuführen. Die guten Ergebnisse der Marken
Bentley, Lamborghini und Ducati, sowie der Volumenanstieg
der Marke Audi wirkten dagegen ergebniserhöhend.
Ducati verkaufte in den ersten drei Monaten dieses Jahres
18.498 (14.125) Motorräder.
Die Markengruppe Sport & Luxury (Porsche Automobile)
setzte im ersten Quartal 2023 weltweit 85 (66) Tsd.
Fahrzeuge ab. Insbesondere die Modelle 911, Macan und
Cayenne wurden verstärkt nachgefragt. Die
Umsatzerlöse konnten auf 9,3 (7,3) Mrd. €
zulegen. Das Operative Ergebnis verbesserte sich im
Wesentlichen volumenbedingt auf 1,7 (1,4) Mrd. €.
CARIAD bündelt die Softwarekompetenz im Volkswagen
Konzern. Das Geschäftsmodell umfasst die Entwicklung
und den Betrieb einheitlicher Softwareplattformen für
aktuelle und künftige Fahrzeugmodelle. Die
Umsatzerlöse erhöhten sich im ersten Quartal 2023
auf 168 (110) Mio. €; der Anstieg resultierte im
Wesentlichen aus gestiegenen Lizenzerlösen aufgrund
des höheren Fahrzeugvolumens. Der Operative Verlust
belief sich infolge von Entwicklungsvorleistungen
unverändert auf -0,4 (-0,4) Mrd. €.
Im Geschäftsfeld Battery sind die weltweiten
Batterieaktivitäten des Konzerns - die zukünftige
Fertigung von Batteriezellen sowie weitere Aktivitäten
entlang der Batterie-Wertschöpfungskette -
zusammengefasst. Das Operative Ergebnis von Battery lag im
ersten Quartal 2023 infolge des Aufbaus des
Geschäftsfelds fixkostenbedingt bei -72 (-6) Mio.
€.
Der Absatz von TRATON Nutzfahrzeuge übertraf mit 85
(68) Tsd. Fahrzeugen den Vergleichswert des Vorjahres. Die
Umsatzerlöse erhöhten sich um 31,0 % auf 10,9
Mrd. €. Das Operative Ergebnis lag mit 875 (331) Mio.
€ über dem Vorjahreswert. Der Anstieg ist auf das
höhere Neufahrzeugvolumen, einen positiven Produktmix,
eine bessere Preisdurchsetzung sowie ein gestiegenes
Servicegeschäft zurückzuführen.
MAN Energy Solutions erwirtschaftete im Zeitraum Januar
bis März 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 0,9
(0,8) Mrd. €. Das Operative Ergebnis nahm volumen- und
mixbedingt auf 101 (55) Mio. € zu.
Die Zahl der im Finanzierungs-, Leasing-, Service- und
Versicherungsgeschäft der Volkswagen
Finanzdienstleistungen neu abgeschlossenen Verträge
lag im Berichtszeitraum bei 2,0 Mio. (+ 4,3 %). Bei
gleichgebliebenen Vergabegrundsätzen belief sich die
Penetrationsrate als Anteil der geleasten oder finanzierten
Fahrzeuge am relevanten Auslieferungsvolumen des Konzerns
auf 34,4 (34,1) %. Ende März 2023 erreichte der
Gesamtvertragsbestand mit 21,5 (22,0) Mio. Kontrakten
annähernd das Niveau vom 31. Dezember 2022. Im Bereich
Kundenfinanzierung/Leasing lag der Vertragsbestand bei 10,2
(10,3) Mio. Kontrakten, im Bereich Service/Versicherungen
waren es 11,3 (11,6) Mio. Kontrakte. Die Volkswagen Bank
verzeichnete am 31. März dieses Jahres 1,4 (1,3) Mio.
Einlagenkonten im Bestand. Das Operative Ergebnis ging wie
erwartet auf 1,0 (1,5) Mrd. € zurück, was im
Wesentlichen aus negativen Effekten aus Derivaten
resultierte. Im Vorjahr wirkten zudem geringere
Risikokosten und eine große Nachfrage nach
Gebrauchtwagen positiv.
ABSATZ UND UMSATZERLÖSE NACH MÄRKTENIn den ersten drei Monaten dieses Jahres setzte der
Volkswagen Konzern in der Region Europa/Übrige
Märkte 1,0 Mio. Fahrzeuge ab; ein Plus von 23,4 % im
Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzerlöse legten auf
45,7 (36,4) Mrd. € zu. Neben dem Volumen wirkte eine
verbesserte Preisdurchsetzung positiv.
Der Absatz des Volkswagen Konzerns auf den Märkten
Nordamerikas nahm im Berichtszeitraum um 32,5 % auf 238
Tsd. Fahrzeuge zu. Die Umsatzerlöse verbesserten sich
volumen- und wechselkursbedingt auf 15,8 (12,1) Mrd.
€.
In Südamerika konnte der Absatz im Zeitraum Januar
bis März 2023 auf 101 (74) Tsd. Fahrzeuge gesteigert
werden. Die Umsatzerlöse erhöhten sich
volumenbedingt auf 3,4 (2,7) Mrd. €.
Der Absatz des Volkswagen Konzerns in der Region
Asien-Pazifik - einschließlich der
At-Equity-einbezogenen Gesellschaften in China - ging im
ersten Quartal 2023 um 17,5 % auf 735 Tsd. Fahrzeuge
zurück. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 11,6
(11,8) Mrd. €. Die Umsatzerlöse unserer
At-Equity-einbezogenen Gesellschaften in China sind nicht
enthalten.
Im Berichtszeitraum wirkten sich
Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von
Umsatzerlösen des Volkswagen Konzerns in
Fremdwährung mit -0,4 (-0,3) Mrd. € negativ aus.
WESENTLICHE ZAHLEN NACH MÄRKTEN VOM 1. JANUAR BIS 31. MÄRZscrollen
1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe
Erläuterungen zu IFRS 17).
Konzern-Zwischenabschluss (Kurzfassung)Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Märzscrollen
1 Inklusive Zuordnung der Konsolidierung
zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 31. Märzscrollen
1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe
Erläuterungen zu IFRS 17).
Bilanz zum 31. März 2023 und zum 31. Dezember 2022
scrollen
1 Inklusive Zuordnung der Konsolidierung
zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen, im Wesentlichen konzerninterne
Darlehen.
Eigenkapitalentwicklungscrollen
scrollen
scrollen
1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe
Erläuterungen zu IFRS 17).
Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Märzscrollen
1 Inklusive Zuordnung der Konsolidierung
zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
Die Kapitalflussrechnung wird in der Anhangangabe zur
Kapitalflussrechnung erläutert.
AnhangRechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)Die Volkswagen AG hat gemäß der Verordnung
1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates
ihren Konzernabschluss für das Jahr 2022 nach den
durch die Europäische Union übernommenen
internationalen Rechnungslegungsstandards, den
International Financial Reporting Standards (IFRS),
erstellt. Dementsprechend wurde auch dieser
Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2023 in
Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung)
erstellt und enthält einen gegenüber dem
Konzernabschluss verkürzten Berichtsumfang.
Alle Beträge sind jeweils für sich
kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition zu
geringfügigen Abweichungen führen.
Zusätzlich zu den berichtspflichtigen Segmenten
werden im verkürzten Konzern-Zwischenabschluss neben
der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der
Kapitalflussrechnung für den Volkswagen Konzern zu
Erläuterungszwecken die Konzernbereiche Automobile und
Finanzdienstleistungen dargestellt. Diese stellen keine
Pflichtangaben nach IFRS dar. Die Eliminierung der
konzerninternen Beziehungen zwischen den Konzernbereichen
Automobile und Finanzdienstleistungen sind dem
Konzernbereich Automobile zugeordnet.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde einer
prüferischen Durchsicht im Sinne des § 115 WpHG
unterzogen.
Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Volkswagen AG hat alle von der EU übernommenen
und ab dem 1. Januar 2023 verpflichtend anzuwendenden
Rechnungslegungsnormen umgesetzt.
SONSTIGE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENFür den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss
wurde ein Abzinsungssatz für
Pensionsrückstellungen im Inland in Höhe von 3,6
% (31. Dezember 2022: 3,7 %) verwendet.
Die Ermittlung des Ertragsteueraufwandes für den
Konzern-Zwischenabschluss erfolgt grundsätzlich
gemäß IAS 34 (Zwischenberichterstattung) auf
Basis der besten Schätzung des durchschnittlichen
jährlichen Ertragsteuersatzes, der für das
gesamte Geschäftsjahr erwartet wird.
Im Übrigen werden bei der Aufstellung des
Konzern-Zwischenabschlusses und der Ermittlung der
Vergleichszahlen für das Vorjahr grundsätzlich
dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie
Konsolidierungsgrundsätze wie im Konzernabschluss 2022
angewandt. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden
ist im Anhang des Konzernabschlusses 2022 unter der Angabe
"Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze"
veröffentlicht.
Darüber hinaus sind die Auswirkungen neuer
Standards unter der Angabe "Nicht angewendete neue
beziehungsweise geänderte IFRS" näher
beschrieben. Der Konzernabschluss 2022 ist auch im Internet
unter www.volkswagenag.com/de/InvestorRelations.html
abrufbar.
IFRS 17 - VERSICHERUNGSVERTRÄGEIFRS 17 fasst die Vorschriften zur Bilanzierung von
Versicherungsverträgen neu. Der Volkswagen Konzern
wendet IFRS 17 erstmalig zum 1. Januar 2023 an. Die
Umstellung erfolgte unter Anwendung des vollständig
retrospektiven Ansatzes, es sei denn, dieser war nicht
durchführbar. Dies war der Fall, wenn nicht alle
erforderlichen historischen Informationen insbesondere
für Verträge mit mehrjähriger Laufzeit ohne
unangemessenen Kosten- oder Zeitaufwand verfügbar
waren. In diesen Fällen wendete der Volkswagen Konzern
grundsätzlich den modifiziert retrospektiven Ansatz
an.
Aus der erstmaligen Anwendung resultierte eine
geringfügige Veränderung des Eigenkapitals
jeweils zum 1. Januar 2023 sowie zum 1. Januar 2022. Diese
ist im Wesentlichen auf die geänderte Systematik zur
Ermittlung der Rückstellungen aus dem
Versicherungsgeschäft zurückzuführen.
Darüber hinaus führt die saldierte Betrachtung
von Zahlungsströmen in der Bewertung der
Rückstellungshöhe gleichermaßen zu einer
Reduktion von Vermögenswerten und Rückstellungen
aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von 0,7
Mrd. €. Auf die Gewinn- und Verlustrechnung hat die
geänderte Systematik zur Erfassung von Erlösen
und Aufwendungen keine wesentlichen Effekte. Die
Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.
Wesentliche EreignisseDIESELTHEMATIKAm 18. September 2015 veröffentlichte die
US-amerikanische Umweltschutzbehörde (Environmental
Protection Agency, EPA) eine "Notice of Violation" und gab
öffentlich bekannt, dass bei Abgastests an bestimmten
Fahrzeugen mit 2,0 l Dieselmotoren des Volkswagen Konzerns
in den USA Unregelmäßigkeiten bei Stickoxid
(NOx)-Emissionen festgestellt wurden. Danach erfolgten
weitere Meldungen zum Umfang der Dieselthematik.
Detaillierte Erläuterungen finden sich im
Konzernabschluss 2022 unter der Angabe "Wesentliche
Ereignisse".
In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2023
waren im Zusammenhang mit der Dieselthematik keine
wesentlichen Sondereinflüsse zu erfassen.
Weitere Angaben zu den Rechtsstreitigkeiten im
Zusammenhang mit der Dieselthematik finden sich unter der
Angabe "Rechtsstreitigkeiten".
RUSSLAND-UKRAINE-KONFLIKT / COVID-19-PANDEMIE / TEILEVERSORGUNGMit dem Beginn des Russland-Ukraine-Konflikts im Februar
2022 kam es neben der humanitären Krise weltweit zu
Verwerfungen auf den Märkten. Insbesondere auf den
Energie- und Rohstoffmärkten kam es zu erheblichen
Preissteigerungen und international war ein deutlicher
Anstieg der Zins- und Inflationsraten zu verzeichnen. Im
ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023 zeichnete sich
in den Märkten teilweise eine Normalisierung ab.
Volkswagen hatte vor dem Hintergrund des
Russland-Ukraine-Konflikts und den daraus resultierenden
Folgen entschieden, die Produktion von Fahrzeugen in
Russland zunächst einzustellen. Ebenfalls wurde der
Fahrzeugexport nach Russland gestoppt. Ergänzend dazu
sind auch bei Lieferungen von Ersatzteilen beziehungsweise
der Bereitstellung von technischen Informationen die
jeweiligen Sanktionsvorgaben einzuhalten.
Auch im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023
entspannte sich der Russland-Ukraine-Konflikt nicht. Daher
wurde im Volkswagen Konzern die Einstellung der
geschäftlichen Tätigkeit in Russland weiter
konkretisiert. In diesem Zusammenhang wurden im ersten
Quartal 2023 weitere Verkaufsverhandlungen mit
verschiedenen Investoren fortgeführt (siehe hierzu
auch Angabe "IFRS 5 - Zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte").
In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2023
wurden im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt
keine zusätzlichen wesentlichen Risikovorsorgen
gebildet.
Aus den Fair Value Bewertungen und Realisierungen von
Derivaten außerhalb des Hedge Accountings
(insbesondere Rohstoffsicherungen) waren Aufwendungen in
Höhe von insgesamt 1,1 Mrd. € (im Vorjahr Ertrag
in Höhe von 3,8 Mrd. €) innerhalb des Sonstigen
betrieblichen Ergebnisses zu erfassen.
Während sich die Pandemie im Zusammenhang mit dem
Coronavirus SARS-CoV-2 entspannte, bestanden auch zu Beginn
des laufenden Geschäftsjahres Engpässe bei der
Teileversorgung.
Siehe hierzu auch die Erläuterungen im
Zwischenlagebericht.
WESENTLICHE TRANSAKTIONENScout Motors Inc.Im Rahmen der Nordamerika Strategie des Volkswagen
Konzerns wurde im Geschäftsjahr 2022 die Gesellschaft
Scout Motors Inc., Arlington, Virginia/USA, eine 100
prozentige Tochtergesellschaft der Volkswagen Finance
Luxemburg, Strassen/Luxemburg, gegründet. Unter dem
Namen Scout soll eine neue Fahrzeugmarke erschaffen werden,
über die in den USA ab 2026 elektrifizierte
Geländefahrzeuge und Pickups vertrieben werden. Um den
Aufbau der Marke SCOUT, die Fahrzeugentwicklung und die
Produktionsplanung zu finanzieren, sollen im
Geschäftsjahr 2023 rund 500 Mio. USD in die
Gesellschaft eingebracht werden. Eine erste Zahlung in
Höhe von 190 Mio. USD ist bereits im Januar 2023
erfolgt. Die Gesellschaft wurde seit dem 1. Januar 2023 in
den Volkswagen Konzernabschluss einbezogen.
Argo AIIm Rahmen der im dritten Quartal 2022 eingeleiteten
Abwicklung von Argo AI, LLC, Pittsburgh/USA hat Volkswagen
im Januar 2023 50 Mio. USD in die Gesellschaft eingelegt.
Die Einlage wurde vollständig wertberichtigt.
KonzernkreisNeben der Volkswagen AG, die ihren Sitz in Wolfsburg hat
und beim Amtsgericht Braunschweig unter HRB 100484
eingetragen ist, werden in den Konzernabschluss alle
wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen
einschließlich strukturierter Unternehmen einbezogen,
die die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar
beherrscht. Dies ist der Fall, wenn die Volkswagen AG
unmittelbar oder mittelbar die Verfügungsgewalt
aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über
das potenzielle Tochterunternehmen besitzt, an positiven
oder negativen variablen Rückflüssen aus dem
potenziellen Tochterunternehmen partizipiert und diese
Rückflüsse beeinflussen kann.
IFRS 5 - ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTEDie Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart (Porsche AG)
hat im Dezember 2022 eine Vereinbarung mit einem
unabhängigen, konzernfremden Investor über die
Veräußerung zweier russischer
Vertriebsgesellschaften des Segments Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge, OOO Porsche Russland, Moskau/Russland und
OOO Porsche Center Moscow, Moskau/Russland sowie einer
russischen Gesellschaft, die dem Segment
Finanzdienstleistungen zugeordnet ist, OOO Porsche
Financial Services Russland, Moskau/Russland, geschlossen.
Des Weiteren wurde mit diesem Investor eine Vereinbarung
über die Rückkaufoption getroffen, die
frühestens fünf und spätestens zehn Jahre
nach Veräußerung ausgeübt werden kann. Die
rechtliche Übertragung und die finale Festlegung des
Kaufpreises stehen noch unter Vorbehalt der Freigabe der
Transaktion durch die russischen Behörden. Zum 31.
Dezember 2022 wurde für die
Veräußerungsgruppe ein Wertminderungsbedarf in
Höhe von 25 Mio. € erfasst. Im ersten Quartal
2023 wurde ein weiterer geringfügiger
Wertminderungsbedarf identifiziert, welcher im Sonstigen
betrieblichen Ergebnis ausgewiesen wird.
Im vierten Quartal 2022 wurde beschlossen, die dem
Segment Finanzdienstleistungen zugehörigen
vollkonsolidierten Tochtergesellschaften OOO Volkswagen
Bank RUS, Moskau/Russland, OOO Volkswagen Group Finanz,
Moskau/Russland und OOO Volkswagen Financial Services RUS,
Moskau/Russland zu veräußern. Nach
Beschlussfassung durch die zuständigen Gremien wurde
bereits mit der Umsetzung eines
Veräußerungsplans begonnen, dessen Abschluss
voraussichtlich im zweiten Quartal 2023 erwartet wird.
Wertminderungen, die aus Bewertungsvorgaben des IFRS 5
resultieren, wurden für die
Veräußerungsgruppe nicht erfasst, da die vorigen
bilanziellen Wertansätze bereits die erhöhten
makroökonomischen Unsicherheiten sowie den Stand der
Verkaufsverhandlungen berücksichtigt haben.
Am 15. Dezember 2022 hat der Aufsichtsrat der Volkswagen
AG beschlossen, das MAN ES Gasturbinengeschäft der MAN
Energy Solutions SE, Augsburg und der MAN Energy Solutions
Schweiz AG, Zürich/Schweiz mittels Asset Deal an die
CSIC Longjiang GH Gas Turbine Co. Ltd., Harbin/China und
deren noch zu gründenden Tochtergesellschaften
deutschen und schweizerischen Rechts zu
veräußern. Die Transaktion wird voraussichtlich
innerhalb des Geschäftsjahres 2023 abgeschlossen sein.
Am 3. März 2023 hat der Aufsichtsrat des Volkswagen
Konzerns beschlossen, dass die OOO Volkswagen Group Rus,
Kaluga/Russland sowie deren Tochtergesellschaften OOO
Scania Finance, Moskau/Russland, OOO Scania Strachovanie,
Moskau/Russland und OOO Scania Leasing, Moskau/Russland zu
veräußern sind.
Die Verkaufsverhandlungen mit möglichen Investoren
sind weit fortgeschritten. Die rechtliche Übertragung
des Eigentums an den vier Gesellschaften unterliegt zum
Stichtag den noch ausstehenden Zustimmungen der russischen
Behörden. Aktuell ist davon auszugehen, dass die
rechtliche Übertragung des Eigentums und eine finale
Feststellung des Kaufpreises innerhalb des ersten
Halbjahres 2023 stattfinden wird.
Insgesamt wurden zum 31. März 2023
Vermögenswerte in Höhe von 1.022 Mio. €
sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 633 Mio. €
gemäß IFRS 5 als Zur Veräußerung
gehaltene Vermögenswerte und Schulden in einer
separaten Zeile in der Bilanz ausgewiesen. Die Zur
Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und
Schulden wurden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und
beizulegendem Zeitwert abzüglich der voraussichtlichen
Veräußerungskosten angesetzt.
Erläuterungen zum Konzern-Zwischenabschluss1. UmsatzerlöseSTRUKTUR DER UMSATZERLÖSE DES KONZERNS 1. QUARTAL 2023scrollen
scrollen
STRUKTUR DER UMSATZERLÖSE DES KONZERNS 1. QUARTAL 2022 1scrollen
scrollen
1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe
Erläuterungen zu IFRS 17).
Die Sonstigen Umsatzerlöse umfassen unter anderem
Erlöse aus Werkstattleistungen sowie Lizenzeinnahmen.
2. Kosten der UmsatzerlöseIn den Kosten der Umsatzerlöse sind die dem
Finanzdienstleistungsgeschäft zuzuordnenden
Zinsaufwendungen in Höhe von 1.570 Mio. €
(Vorjahr: 567 Mio. €) enthalten.
Darüber hinaus werden in den Kosten der
Umsatzerlöse neben den planmäßigen auch
außerplanmäßige Abschreibungen auf
aktivierte Entwicklungskosten, Sachanlagen und Vermietete
Vermögenswerte berücksichtigt. Die
außerplanmäßigen Abschreibungen belaufen
sich auf insgesamt 157 Mio. € (Vorjahr: 331 Mio.
€), die im Wesentlichen in den Sonstigen betrieblichen
Aufwendungen und in den Kosten der Umsatzerlöse
ausgewiesen sind.
3. Forschungs- und Entwicklungskostenscrollen
4. Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich
aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der
Volkswagen AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl
der sich während des Berichtszeitraums in Umlauf
befindenden Stamm- und Vorzugsaktien. Da im
Berichtszeitraum keine Sachverhalte vorlagen, aus denen
Verwässerungseffekte auf die Anzahl der Aktien
resultierten, entspricht das verwässerte Ergebnis je
Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
Gemäß § 27 Abs. 2 Ziffer 3 der Satzung
der Volkswagen AG steht der Vorzugsaktie eine um 0,06
€ höhere Dividende als der Stammaktie zu.
scrollen
1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe
Erläuterungen zu IFRS 17).
5. Langfristige VermögenswerteENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER LANGFRISTIGER VERMÖGENSWERTE VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. MÄRZ 2023scrollen
6. Vorrätescrollen
Im Berichtszeitraum waren keine wesentlichen
Wertminderungen und Zuschreibungen auf Vorräte
vorzunehmen.
7. Kurzfristige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswertescrollen
1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe
Erläuterungen zu IFRS 17).
Das Operative Ergebnis wurde im Zeitraum vom 1. Januar
bis zum 31. März 2023 mit 166 Mio. € (Vorjahr:
336 Mio. €) aus Wertminderungen und Zuschreibungen auf
lang- und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
belastet. Der Vorjahreswert resultierte im Wesentlichen aus
erhöhten Ausfallrisiken aufgrund der Krisensituation
im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt.
8. EigenkapitalDas Gezeichnete Kapital setzt sich aus 295.089.818
nennwertlosen Stammaktien und 206.205.445 nennwertlosen
Vorzugsaktien zusammen und beträgt 1.283 Mio. €
(Vorjahr: 1.283 Mio. €).
Die Anteile von Minderheitsgesellschaftern (nicht
beherrschende Anteile) am Eigenkapital entfallen im
Wesentlichen auf den Porsche AG Konzern sowie die TRATON
GROUP.
9. Langfristige Finanzschuldenscrollen
10. Kurzfristige Finanzschuldenscrollen
11. Angaben zum Fair ValueDie Prinzipien und Methoden zur Fair Value Bewertung
sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich
unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den
Bewertungsprinzipien und -methoden finden sich im
Konzernabschluss 2022 unter der Angabe "Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze".
Der Fair Value entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder
Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird
der Fair Value mittels finanzmathematischer Methoden, zum
Beispiel durch die Diskontierung der zukünftigen
Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz oder durch die
Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt.
Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerte und Schulden umfassen
derivative Finanzinstrumente, die nicht nach den Regelungen
des Hedge Accounting bilanziert werden. Hierzu zählen
im Wesentlichen Warentermingeschäfte,
Devisentermingeschäfte auf Warentermingeschäfte,
Optionen auf den Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten sowie
in bestimmten Fällen Zinsswaps, Währungsswaps und
Zins-/Währungsswaps. Zum anderen werden die sonstigen
Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer
Beteiligungsquote von weniger als 20 %) an
Personengesellschaften (Fremdkapitalinstrumente),
Forderungen aus Kundenfinanzierung, deren
Rückflüsse nicht nur Zins- und Tilgungszahlungen
beinhalten, sowie finanzielle Vermögenswerte, die im
Rahmen von vom Volkswagen Konzern beherrschten Spezialfonds
gehalten werden, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.
Die derivativen Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehungen
(Derivate im Hedge Accounting) werden in Abhängigkeit
des zu Grunde liegenden Grundgeschäfts entweder
erfolgsneutral oder erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.
Zu den erfolgsneutral zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerten gehören sonstige
Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer
Beteiligungsquote von weniger als 20 %) an
Kapitalgesellschaften (Eigenkapitalinstrumente) und Aktien,
für die der Volkswagen Konzern in der Regel das
Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung zum Fair Value in
Anspruch nimmt, sowie Wertpapiere
(Fremdkapitalinstrumente), deren Zahlungsströme
ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen umfassen
und die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten
werden, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der
vertraglichen Zahlungsströme als auch in dem Verkauf
finanzieller Vermögenswerte besteht. Im Rahmen der
erfolgsneutralen Bewertung werden die Änderungen des
Fair Value nach Berücksichtigung latenter Steuern im
Eigenkapital erfasst. Im Falle von Wertpapieren
(Fremdkapitalinstrumente) werden Wertberichtigungen
unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Ermittlung des Fair Value wird anhand einheitlicher
Bewertungsmethoden sowie Bewertungsparameter vorgenommen.
Die Durchführung der Fair Value Bewertung bei
Finanzinstrumenten der Stufe 2 und Stufe 3 wird auf Basis
zentraler Vorgaben in den einzelnen Konzernbereichen
durchgeführt.
ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTEDie nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der
Bilanzposten zu den Klassen von Finanzinstrumenten,
aufgeteilt nach Buchwerten und Fair Values der
Finanzinstrumente.
Der Fair Value der zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente, wie
Forderungen und Verbindlichkeiten, wird durch die Abzinsung
unter Berücksichtigung eines risikoadäquaten und
laufzeitkongruenten Marktzinses ermittelt. Aus
Wesentlichkeitsgründen wird grundsätzlich der
Fair Value für kurzfristige Bilanzposten dem
Bilanzwert gleichgesetzt.
Die für den Fair Value der Forderungen
maßgeblichen Risikovariablen sind risikoadjustierte
Zinssätze.
ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTE ZUM 31. MÄRZ 2023scrollen
ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTE ZUM 31. DEZEMBER 2022 1scrollen
1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe
Erläuterungen zu IFRS 17).
In der Klasse "Keiner Bewertungskategorie zugeordnet"
werden insbesondere Anteile an At Equity bewerteten
Beteiligungen, Anteile an verbundenen nicht konsolidierten
Gesellschaften sowie Leasingforderungen erfasst.
Die Leasingforderungen haben einen Buchwert von 55,9
Mrd. € (Vorjahr: 55,1 Mrd. €) und einen Fair
Value von 55,0 Mrd. € (Vorjahr: 54,1 Mrd. €).
Folgende Tabellen zeigen eine Übersicht der zum
Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und
Schulden:
ZUM FAIR VALUE BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN NACH STUFENscrollen
scrollen
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN NACH STUFENscrollen
scrollen
Die Zuordnung der Fair Values in die drei Stufen der
Fair Value Hierarchie richtet sich nach der
Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise. In Stufe 1
werden Fair Values von Finanzinstrumenten gezeigt, für
die ein Preis direkt auf einem aktiven Markt ermittelt
werden kann. Darunter fallen zum Beispiel Wertpapiere und
zum Fair Value bewertete sonstige Beteiligungen. Fair
Values in Stufe 2, beispielsweise bei Derivaten, werden auf
Basis von Marktdaten gemäß marktbezogener
Bewertungsverfahren ermittelt. Hierbei werden insbesondere
Währungskurse, Zinskurven, Rohstoffpreise sowie
Börsenkurse notierter Anteile verwendet, welche an den
entsprechenden Märkten beobachtbar sind und über
Preisserviceagenturen bezogen werden. Fair Values der Stufe
3 errechnen sich über Bewertungsverfahren, bei denen
nicht direkt auf dem aktiven Markt beobachtbare Faktoren
einbezogen werden. Im Volkswagen Konzern sind der Stufe 3
langfristige Warentermingeschäfte zugeordnet, da
für die Bewertung die am Markt vorhandenen Kurse
extrapoliert werden müssen. Die Extrapolation erfolgt
auf Basis von beobachtbaren Inputfaktoren für die
unterschiedlichen Rohstoffe, welche über
Preisserviceagenturen bezogen werden. Des Weiteren werden
in der Stufe 3 Optionen auf Eigenkapitalinstrumente und
Restwertsicherungsmodelle, Forderungen aus
Kundenfinanzierung sowie Fahrzeugfinanzierungsprogramme
gezeigt. Für die Bewertung der Eigenkapitalinstrumente
werden dabei insbesondere die jeweiligen
Unternehmensplanungen sowie unternehmensindividuelle
Diskontzinssätze verwendet. Wesentlicher Inputfaktor
zur Bestimmung des Fair Value für die
Restwertsicherungsmodelle sind Prognosen sowie
Schätzungen von Gebrauchtwagenrestwerten der
entsprechenden Modelle. Zur Bewertung der
Fahrzeugfinanzierungsprogramme wird insbesondere der
entsprechende Fahrzeugpreis berücksichtigt.
Die nachfolgende Tabelle gibt eine zusammenfassende
Übersicht der Entwicklung der zum Fair Value
bewerteten Bilanzposten in der Stufe 3:
ENTWICKLUNG DER ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN BILANZPOSTEN BASIEREND AUF STUFE 3scrollen
scrollen
1 Das Vorjahr wurde angepasst.
Die Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value
Hierarchie werden zu den jeweiligen Berichtsstichtagen
berücksichtigt. Die Umgliederungen aus Stufe 3 in
Stufe 2 beinhalten Warentermingeschäfte, für die
aufgrund der abnehmenden Restlaufzeit beobachtbare
Marktkurse zur Bewertung zur Verfügung stehen, sodass
keine Extrapolation mehr notwendig ist.
Für den Fair Value der Warentermingeschäfte
ist der Rohstoffpreis die wesentliche Risikovariable.
Mittels Sensitivitätsanalyse wird der Effekt von
Änderungen des Rohstoffpreises auf das Ergebnis nach
Ertragsteuern und das Eigenkapital dargestellt.
Wenn die Rohstoffpreise der der Stufe 3 zugeordneten
Warentermingeschäfte zum 31. März 2023 um 10 %
höher (niedriger) gewesen wären, wäre das
Ergebnis nach Ertragsteuern um 237 Mio. € (Vorjahr:
336 Mio. €) höher (niedriger) ausgefallen. Auf
das Eigenkapital würden sich darüber hinaus keine
Effekte ergeben.
Die für die Bewertung der vom Unternehmen
gehaltenen Optionen auf Eigenkapitalinstrumente
maßgebliche Risikovariable ist der jeweilige
Unternehmenswert. Mittels einer Sensitivitätsanalyse
werden Effekte aus einer Änderung der Risikovariablen
auf das Ergebnis nach Ertragsteuern dargestellt.
Wenn die unterstellten Unternehmenswerte zum 31.
März 2023 um 10 % höher gewesen wären,
wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 2 Mio. €
(Vorjahr: 6 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn die
unterstellten Unternehmenswerte zum 31. März 2023 um
10 % niedriger gewesen wären, wäre das Ergebnis
nach Ertragsteuern um 2 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio.
€) niedriger ausgefallen.
Restwertrisiken resultieren aus
Absicherungsvereinbarungen mit dem Handel, wonach im Rahmen
von Rückkaufverpflichtungen aus abgeschlossenen
Leasingverträgen entstehende Ergebnisauswirkungen aus
marktbedingten Schwankungen der Restwerte teilweise vom
Volkswagen Konzern getragen werden.
Für den Fair Value der Optionen aus Restwertrisiken
sind die Marktpreise von Gebrauchtwagen die wesentliche
Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse werden
die Auswirkungen von Änderungen der
Gebrauchtwagenpreise auf das Ergebnis nach Ertragsteuern
quantifiziert.
Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im
Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge zum 31.
März 2023 um 10 % höher gewesen wären,
wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 483 Mio.
€ (Vorjahr: 444 Mio. €) höher ausgefallen.
Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im
Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge zum 31.
März 2023 um 10 % niedriger gewesen wären,
wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 515 Mio.
€ (Vorjahr: 494 Mio. €) niedriger ausgefallen.
Wenn die risikoadjustierten Zinssätze der zum Fair
Value bewerteten Forderungen zum 31. März 2023 um 100
Basispunkte höher gewesen wären, wäre das
Ergebnis nach Ertragsteuern um 5 Mio. € (Vorjahr: 6
Mio. €) niedriger ausgefallen. Wenn die
risikoadjustierten Zinssätze zum 31. März 2023 um
100 Basispunkte niedriger gewesen wären, wäre das
Ergebnis nach Ertragsteuern um 2 Mio. € (Vorjahr: 0
Mio. €) höher ausgefallen.
Wenn bei den Fahrzeugfinanzierungsprogrammen der
entsprechende Fahrzeugpreis zum 31. März 2023 um 10 %
höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach
Ertragsteuern um 4 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €)
höher ausgefallen. Wenn bei den
Fahrzeugfinanzierungsprogrammen der entsprechende
Fahrzeugpreis zum 31. März 2023 um 10 % niedriger
gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach
Ertragsteuern um 4 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €)
niedriger ausgefallen.
Wenn die Ertragslage der zum Fair Value bewerteten
Beteiligungen zum 31. März 2023 um 10 % besser gewesen
wäre, wäre das Eigenkapital 7 Mio. €
(Vorjahr: 7 Mio. €) sowie das Ergebnis nach Steuern um
5 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €) höher
ausgefallen. Wenn die Ertragslage der zum Fair Value
bewerteten Beteiligungen um 10 % schlechter gewesen
wäre, wäre das Eigenkapital 7 Mio. €
(Vorjahr: 7 Mio. €) sowie das Ergebnis nach Steuern um
5 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €) geringer
ausgefallen.
12. KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt den Zahlungsmittelfluss
im Volkswagen Konzern sowie in den Konzernbereichen
Automobile und Finanzdienstleistungen. Der
Zahlungsmittelbestand setzt sich aus Guthaben bei
Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand und jederzeit
fälligen Mitteln zusammen.
scrollen
In der Finanzierungstätigkeit stehen sich folgende
Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse gegenüber:
scrollen
13. SegmentberichterstattungDie Segmentabgrenzung folgt der internen Steuerung und
Berichterstattung im Volkswagen Konzern. Der
Mehrmarkenstrategie folgend wird jede Marke
(Geschäftssegment) des Konzerns von einem eigenen
Markenvorstand geleitet. Dabei sind die vom Vorstand der
Volkswagen AG festgelegten Konzernziele und -vorgaben zu
berücksichtigen. Die Segmentberichterstattung besteht
aus den vier berichtspflichtigen Segmenten Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge, Nutzfahrzeuge, Power Engineering und
Finanzdienstleistungen.
Die Aktivitäten des Segments Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge erstrecken sich auf die Entwicklung von
Fahrzeugen, Motoren und Fahrzeugsoftware, die Produktion
und den Vertrieb von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sowie
das Geschäft mit entsprechenden Originalteilen. Im
Berichtssegment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erfolgt die
Zusammenfassung der einzelnen Marken zu einem
berichtspflichtigen Segment insbesondere aufgrund des hohen
Maßes an technologischer und wirtschaftlicher
Verzahnung im Produktionsverbund. Des Weiteren liegt eine
Zusammenarbeit in zentralen Bereichen wie Einkauf,
Forschung und Entwicklung oder Treasury vor.
Das Segment Nutzfahrzeuge umfasst vor allem die
Entwicklung, die Produktion sowie den Vertrieb von
Lastkraftwagen und Bussen, das Geschäft mit
entsprechenden Originalteilen sowie damit in Zusammenhang
stehende Dienstleistungen. Wie bei den Pkw-Marken besteht
eine Zusammenarbeit in den Bereichen Einkauf, Entwicklung
und Vertrieb. Weitere Verzahnungen werden angestrebt.
Im Segment Power Engineering wird das Geschäft mit
Großdieselmotoren, Turbomaschinen und Komponenten der
Antriebstechnik abgebildet.
Die Tätigkeit des Segments Finanzdienstleistungen
umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung, das
Leasing-, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das
Flottenmanagementgeschäft sowie
Mobilitätsangebote. In diesem Segment erfolgen
Zusammenfassungen insbesondere unter Berücksichtigung
der Vergleichbarkeit der Art der Dienstleistungen sowie der
regulatorischen Rahmenbedingungen.
Die Kaufpreisallokation aus erworbenen Gesellschaften
wird direkt den entsprechenden Segmenten zugeordnet.
Das Segmentergebnis wird bei Volkswagen auf Basis des
Operativen Ergebnisses bestimmt.
Die Überleitungsrechnung beinhaltet Bereiche und
sonstige Geschäftstätigkeiten, die
definitionsgemäß keine Segmente darstellen.
Darin ist auch die nicht zugeordnete Konzernfinanzierung
enthalten. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten
erfolgt ebenfalls innerhalb der Überleitungsrechnung.
Den Geschäftsbeziehungen zwischen den
Gesellschaften der Segmente des Volkswagen Konzerns liegen
grundsätzlich Preise zugrunde, die auch mit Dritten
vereinbart werden.
BERICHTSSEGMENTE 1. QUARTAL 2023scrollen
scrollen
BERICHTSSEGMENTE 1. QUARTAL 2022 1scrollen
scrollen
1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe
Erläuterungen zu IFRS 17).
ÜBERLEITUNGSRECHNUNGscrollen
1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe
Erläuterungen zu IFRS 17).
14. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und UnternehmenDie Porsche Automobil Holding SE (Porsche SE) hält
die Mehrheit der Stimmrechte an der Volkswagen AG.
Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der
Volkswagen AG am 3. Dezember 2009 wurde die Schaffung von
Entsendungsrechten für das Land Niedersachsen
beschlossen. Damit kann die Porsche SE, trotz der Mehrheit
der Stimmrechte an der Volkswagen AG, nicht die Mehrheit
der Mitglieder im Aufsichtsrat der Volkswagen AG bestellen,
solange dem Land Niedersachsen mindestens 15 % der
Stammaktien gehören. Die Porsche SE gilt damit als
nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24.
BÖRSENGANG DER PORSCHE AGAm 28. September 2022 hat Volkswagen 25 % der
Vorzugsaktien (inklusive Mehrzuteilungen) ihrer
Tochtergesellschaft Porsche AG bei Investoren platziert.
Diese Vorzugsaktien werden seit dem Folgetag an der
Börse gehandelt. Grundlage für den
Börsengang war eine umfassende Einigung über den
Abschluss mehrerer Verträge zwischen Volkswagen und
der Porsche SE. In diesem Zusammenhang haben beide Parteien
auch vereinbart, dass die Porsche SE 25 % der Stammaktien
an der Porsche AG zuzüglich einer Stammaktie von
Volkswagen erwirbt. Siehe hierzu auch die
Erläuterungen im Konzernabschluss zum 31. Dezember
2022.
Aufgrund des Beschlusses auf der außerordentlichen
Hauptversammlung der Volkswagen AG am 16. Dezember 2022
bestand die Verpflichtung zur Zahlung einer
Sonderdividende, was zu einer Gesamtverpflichtung
gegenüber den Anteilseignern der Volkswagen AG in
Höhe von 9,6 Mrd. € zum 31. Dezember 2022
führte. Auf die Porsche SE entfielen hiervon 3,1 Mrd.
€.
Die Volkswagen AG und die Porsche SE haben sich auf eine
Aufrechnung der Verpflichtung gegenüber der Porsche SE
auf Zahlung der Sonderdividende mit dem Anspruch der
Volkswagen AG auf die Zahlung des noch ausstehenden
Kaufpreises für die zweite Tranche der Stammaktien
geeinigt. Die Kaufpreisforderung und die
Dividendenverbindlichkeit wurden daher im Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2022 saldiert ausgewiesen. Mit der Zahlung
der Sonderdividende am 9. Januar 2023 wurde die Aufrechnung
vollzogen.
Im Zusammenhang mit dem Börsengang der Porsche AG
ist die Volkswagen AG außerdem Verpflichtungen im
Hinblick auf Dividendenzahlungen der Porsche AG
eingegangen, die aber erst im Jahr 2023 nach der
Hauptversammlung der Porsche AG ausgezahlt werden. Die
Verpflichtung entfällt in Höhe von 114 Mio.
€ auf die Porsche SE.
WEITERE ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN NACH IAS 24scrollen
1 Das Vorjahr wurde angepasst.
scrollen
1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe
Erläuterungen zu IFRS 17).
In den obigen Tabellen sind die von den
Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen
erhaltenen Dividendenzahlungen nach Abzug von Quellensteuer
in Höhe von 9 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €)
nicht enthalten.
Die Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen entfallen
im Wesentlichen auf gewährte Darlehen in Höhe von
10.967 Mio. € (31. Dezember 2022: 10.350 Mio. €)
sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von 3.038 Mio. € (31. Dezember 2022: 3.491
Mio. €). Die Forderungen gegen nicht konsolidierte
Tochtergesellschaften resultieren ebenfalls im Wesentlichen
aus gewährten Darlehen in Höhe von 801 Mio.
€ (31. Dezember 2022: 727 Mio. €) sowie aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von 191 Mio. €
(31. Dezember 2022: 222 Mio. €).
In den ausstehenden Forderungen gegen nahestehende
Personen und Unternehmen sind zweifelhafte Forderungen
enthalten, welche in Höhe von 19 Mio. € (Vorjahr:
17 Mio. €) wertberichtigt wurden. Im ersten Quartal
2023 fielen hierfür Aufwendungen in Höhe von 2
Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) an.
Des Weiteren bürgt der Volkswagen Konzern für
nahestehende Personen und Unternehmen gegenüber
externen Banken in Höhe von 284 Mio. € (31.
Dezember 2022: 296 Mio. €).
Der Volkswagen Konzern hat von Januar bis März 2023
Kapitaleinlagen bei nahestehenden Unternehmen in Höhe
von 209 Mio. € (Vorjahr: 384 Mio. €)
getätigt.
Die Verpflichtungen gegenüber Aufsichtsräten
beinhalten im Wesentlichen verzinsliche Bankguthaben von
Aufsichtsräten, die zu marktüblichen Konditionen
bei Gesellschaften des Volkswagen Konzerns angelegt wurden.
Die Transaktionen mit nahestehenden Personen erfolgen
regelmäßig unter marktüblichen Konditionen.
Diese beinhalten teilweise auch Eigentumsvorbehalte.
15. RechtsstreitigkeitenDIESELTHEMATIK1. Straf- und Verwaltungsverfahren weltweit (exklusive USA/Kanada)Die Staatsanwaltschaft Braunschweig führte
Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs im
Zusammenhang mit Motoren des Typs EA 288. Das Verfahren
gegen die beschuldigten Mitarbeiter sowie die Volkswagen AG
wurde Ende 2022 beziehungsweise Anfang 2023 gegen drei
Beschuldigte gegen Zahlung einer Geldauflage endgültig
und gegen vier Beschuldigte vorläufig eingestellt.
Das Verwaltungsgericht Schleswig hatte Ende Februar 2023
einer Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen das KBA
erstinstanzlich stattgegeben und den Freigabebescheid
für ein Softwareupdate für bestimmte ältere
Modelle des Golf Plus aufgehoben, soweit dieser das
Thermofenster, die Höhenkorrektur und die
Taxischaltung als zulässige Abschalteinrichtungen
einstufte. Beim sogenannten Thermofenster handelt es sich
um eine temperaturabhängige
Abgasrückführung. Mit Höhenkorrektur wird
eine höhenabhängige Abgasrückführung
bezeichnet. Unter Taxischaltung ist eine von der Zeitspanne
eines im Leerlauf betriebenen Fahrzeugs abhängige
Abgasrückführung zu verstehen. Die Volkswagen AG
ist Beigeladene in dem Verfahren. Die Volkswagen AG hat
Ende April 2023 Berufung gegen das Urteil des
Verwaltungsgerichts Schleswig eingelegt.
2. Produktbezogene Klagen weltweit (exklusive USA/Kanada)In den Niederlanden hat die Diesel Emissions Justice
Foundation ihre Berufung gegen das Zwischenurteil aus
März 2022 in dem auf Zahlung von Schadensersatz
gerichteten Sammelklageverfahren ausschließlich auf
die Anwendbarkeit des neuen Sammelklageregimes
beschränkt, sodass die Entscheidung des Gerichts in
Amsterdam in Bezug auf seine Unzuständigkeit für
Klagen von Verbrauchern außerhalb der Niederlande
final und bindend ist.
3. Anlegerklagen weltweit (exklusive USA/Kanada)Im Kapitalanleger-Musterverfahren vor dem
Oberlandesgericht Braunschweig hat das Gericht im März
2023 einen Hinweisbeschluss erlassen, in dem es mitteilt,
dass es die in Aussicht gestellte Zeugenvernehmung für
erforderlich hält und plant. Gleichzeitig hat das
Gericht in Anbetracht der unabsehbar langen weiteren
Verfahrensdauer angeregt, dass die Parteien jeweils ihre
Bereitschaft zum Eintritt in außergerichtliche
Vergleichsverhandlungen prüfen. Die Volkswagen AG hat
unbeschadet ihres Rechtsstandpunkts signalisiert, dass sie
bereit sei, über den Vorschlag des Oberlandesgerichts
Braunschweig nachzudenken. Unabhängig davon wird die
mündliche Verhandlung bis auf Weiteres fortgesetzt.
Im Musterverfahren gegen die Porsche Automobil Holding
SE (Porsche SE), an dem die Volkswagen AG als
Nebenintervenientin beteiligt ist, hat das
Oberlandesgericht Stuttgart Ende März 2023 einen
Musterentscheid erlassen. Auf Basis der im Musterentscheid
getroffenen Feststellungen sind im Ergebnis alle
Anlegerklagen gegen die Porsche SE in den ausgesetzten
Ausgangsverfahren abzuweisen. Der Musterentscheid ist nicht
rechtskräftig. Eine Rechtsbeschwerde zum
Bundesgerichtshof (BGH) ist möglich.
WEITERE WESENTLICHE RECHTSSTREITIGKEITENIm Juli 2021 hatte die Europäische Kommission gegen
die Volkswagen AG, die AUDI AG und die Dr. Ing. h.c. F.
Porsche AG im Rahmen einer Settlement-Entscheidung ein
Gesamtbußgeld in Höhe von rund 502 Mio. €
verhängt. Volkswagen verzichtete auf die Einlegung von
Rechtsmitteln, sodass die Entscheidung 2021
rechtskräftig geworden ist. Der Gegenstand der
Entscheidung beschränkt sich inhaltlich auf die
Kooperation deutscher Automobilhersteller zu einzelnen
technischen Fragen im Zusammenhang mit der Entwicklung und
Einführung von SCR (Selective Catalytic
Reduction)-Systemen für Pkw, die im Europäischen
Wirtschaftsraum verkauft worden sind. Andere
Verhaltensweisen wie Preisabsprachen oder die Aufteilung
von Märkten und Kunden werden den Herstellern nicht
vorgeworfen . Die Koreanische Wettbewerbsbehörde KFTC
hat im April 2023 auf der Grundlage des EU-Sachverhalts die
im Februar 2023 in ihrer Pressemitteilung angekündigte
Bußgeldentscheidung bekanntgegeben. Wie
angekündigt wurde gegen die Volkswagen AG kein
Bußgeld verhängt und ist die Porsche AG nicht
von der Entscheidung betroffen. Gegen die AUDI AG wurde ein
Bußgeld von umgerechnet knapp 3 Mio. €
verhängt. Im Konzern wird die Entscheidung derzeit
analysiert und die Einlegung von möglichen
Rechtsmitteln geprüft.
Die englische Kartellbehörde Competition and
Markets Authority (CMA) hat im April 2023 Rechtsmittel
gegen das Urteil aus Februar 2023 eingelegt, mit dem einer
Klage ("judicial review") der Volkswagen AG stattgegeben
wurde. Gegenstand der Klage sind nach Auffassung der
Volkswagen AG kompetenzüberschreitende
Auskunftsverlangen der CMA gegenüber der Volkswagen AG
im Zusammenhang mit einer Untersuchung der CMA mit Bezug
zur Volkswagen Group UK. Die Volkswagen AG prüft
unverändert Möglichkeiten einer
verhältnismäßigen Kooperation mit der CMA.
Die beiden von Greenpeace begleiteten Klagen gegen die
Volkswagen AG, durch welche die Volkswagen AG dazu
verpflichtet werden sollte, stufenweise die Produktion und
das Inverkehrbringen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren
zu reduzieren und bis 2029 komplett einzustellen sowie
Treibhausgasemissionen aus Entwicklung, Produktion und
Vertrieb (einschließlich der Nutzung der Fahrzeuge
durch Dritte) zu reduzieren sowie zusätzlich so
Einfluss auf Konzernunternehmen, Beteiligungen und Joint
Ventures auszuüben, dass diese Forderungen auch von
diesen erfüllt werden, wurden im Februar 2023 vom
Landgericht Braunschweig und vom Landgericht Detmold
abgewiesen. Die Kläger haben im März 2023 beim
Oberlandesgericht Braunschweig und im April 2023 beim
Oberlandesgericht Hamm Berufung gegen die klageabweisenden
Urteile eingelegt.
In Russland macht Automobile Plant "GAZ" LLC (GAZ) in
mehreren Gerichtsverfahren unter anderem gegenüber der
Volkswagen AG angebliche Schadensersatzforderungen in
Höhe von insgesamt rund 500 Mio. € geltend. Von
GAZ in diesem Zusammenhang beantragte und zunächst
teilweise verhängte Sicherungsmaßnahmen auf die
Gesellschaftsanteile an der Volkswagen Group Rus OOO (VGR)
sowie das bewegliche und unbewegliche Vermögen der VGR
wurden gerichtlich abgelehnt beziehungsweise aufgehoben.
Gegen die Ablehnung beziehungsweise Aufhebung der
Sicherungsmaßnahmen in Bezug auf das bewegliche und
unbewegliche Vermögen der VGR hat GAZ Rechtsmittel
eingelegt. Die verklagten Konzernunternehmen verteidigen
sich in allen Verfahren.
Weitergehende Angaben zu den Schätzungen
hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen sowie Angaben zu
Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe oder der
Fälligkeit von Beträgen der Rückstellungen
und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den
Rechtsrisiken werden gemäß IAS 37.92 nicht
gemacht, um die Ergebnisse der Verfahren und die Interessen
des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.
Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum
gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen
Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr
2023 in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko-und
Chancenbericht" - einschließlich des Abschnitts
"Rechtsrisiken" - des zusammengefassten Lageberichts im
Geschäftsbericht 2022 keine wesentlichen
Änderungen.
16. EventualverbindlichkeitenGegenüber den im Geschäftsbericht 2022
beschriebenen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von
10,6 Mrd. € ergeben sich zum 31. März 2023 keine
wesentlichen Veränderungen.
17. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben sich im
Vergleich zum Konzernabschluss 2022 um 1,9 Mrd. € auf
37,2 Mrd. € erhöht. Der Anstieg resultiert im
Wesentlichen aus der Erhöhung des Bestellobligos
für Sachanlagen und Dienstleistungen.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem StichtagNach dem 31. März 2023 hat es keine Vorgänge
von besonderer Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage gegeben.
Wolfsburg, 2. Mai 2023
Volkswagen Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFTWir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss
der VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg, - bestehend
aus verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung,
verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter
Bilanz, verkürzter Eigenkapitalentwicklung,
verkürzter Kapitalflussrechnung, sowie
ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den
Konzern-Zwischenlagebericht für den Zeitraum vom 1.
Januar 2023 bis 31. März 2023, die Bestandteile des
unterjährigen Finanzberichts nach § 115 Abs. 7
i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 und 2 und Abs. 3 und 4 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung
des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den
IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach
den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzern-Zwischenabschluss und dem
Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des
Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die
prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Hannover, 3. Mai 2023
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
scrollen
GlossarAusgewählte Begriffe auf einen BlickHybridanleiheDie von Volkswagen begebenen Hybridanleihen werden
vollständig dem Eigenkapital zugerechnet. Während
der unbegrenzten Laufzeit stehen der Emittentin zu
bestimmten Terminen Kündigungsrechte zu. Die
Zinsausstattung ist bis zur ersten
Kündigungsmöglichkeit fixiert und variiert
später nach Maßgabe der Anleihebedingungen.
Modularer E-Antriebs-Baukasten (MEB)Baukastensystem für die Herstellung von
Elektroautos. Der MEB legt die Parameter für Achsen,
Antriebe, Hochvolt-Batterien, Radstände und
Gewichtsverhältnisse fest, damit ein Fahrzeug optimal
die Anforderungen der Elektromobilität erfüllt.
Im Jahr 2020 startete die Produktion der ersten Fahrzeuge
auf Basis des MEB in Serie.
Plug-in-HybridLeistungsstufe von Hybridfahrzeugen. Plug-in-Hybrid
Electric Vehicles (PHEVs) besitzen eine größere
Batterie mit entsprechend hoher Kapazität, die sowohl
über den Verbrennungsmotor oder das Bremsen als auch
über die Steckdose geladen werden kann. Dadurch
erhöht sich die Reichweite des Fahrzeugs.
Premium Plattform Elektrik (PPE)Neue Fahrzeugplattform für elektrisch angetriebene
Fahrzeuge der Premium-, Sport- und Luxusklasse. Die
Komponenten und Funktionen dieser Plattform sind speziell
auf die hohen Anforderungen in diesem Segment
zugeschnitten. Mit dieser Plattform werden hohe Synergien
insbesondere zwischen den Marken Audi, Porsche und Bentley
erzielt.
AktivierungsquoteDie Aktivierungsquote ist als Relation aus den
aktivierten Entwicklungskosten und den gesamten Kosten
für Forschung und Entwicklung im Konzernbereich
Automobile definiert. Sie stellt den Anteil der gesamten
Primärausgaben für Forschung und Entwicklung dar,
welcher aktivierungspflichtig ist.
BruttomargeMit der Bruttomarge wird der prozentuale Anteil des
Bruttoergebnisses an den Umsatzerlösen innerhalb einer
Periode ermittelt. Die Bruttomarge gibt Auskunft über
die Profitabilität nach Kosten des Umsatzes.
EigenkapitalquoteDie Eigenkapitalquote gibt den prozentualen Anteil des
Eigenkapitals am Gesamtkapital zu einem Stichtag an. Diese
Quote ist ein Indikator für die Stabilität und
Kapitalkraft des Unternehmens und zeigt den Grad der
finanziellen Unabhängigkeit.
Forschungs- und EntwicklungskostenquoteDie Forschungs- und Entwicklungskostenquote
(F&E-Quote) im Konzernbereich Automobile setzt die
gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten in Relation zu
den Umsatzerlösen. Die Forschungs-und
Entwicklungskosten umfassen die Aufwendungen von der
Zukunftsforschung bis zur marktreifen Entwicklung unserer
Produkte. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der
umweltfreundlichen Ausrichtung unseres Produktportfolios.
Die F&E-Quote belegt die Anstrengungen für die
Zukunftsfähigkeit des Unternehmens: die auf
nachhaltiges Wachstum ausgerichtete Zielsetzung einer
wettbewerbsfähigen Ertragskraft.
Netto-Cash-flowDer Netto-Cash-flow des Konzernbereichs Automobile zeigt
den Mittelüberschuss aus dem laufenden Geschäft,
der zum Beispiel für Dividendenzahlungen zur
Verfügung steht. Er ergibt sich aus dem Cash-flow des
laufenden Geschäfts abzüglich der
Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts.
Netto-LiquiditätDie Netto-Liquidität im Konzernbereich Automobile
bildet den nicht durch Kreditstand finanzierten Bestand an
Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten,
Wertpapieren, Darlehensforderungen und Termingeldanlagen
ab. Zur Absicherung der Geschäftstätigkeit haben
wir das strategische Ziel formuliert, dass die
Netto-Liquidität im Konzernbereich Automobile rund 10
% der Umsatzerlöse des Konzerns beträgt.
Operatives ErgebnisDie Umsatzerlöse, in denen die
Geschäftsentwicklung unserer At-equity-konsolidierten
chinesischen Joint Ventures nicht enthalten ist, sind das
finanzielle Abbild unseres Markterfolgs. Nach
Berücksichtigung des Ressourceneinsatzes ist das
Operative Ergebnis Ausdruck der originären
Unternehmenstätigkeit und zeigt den wirtschaftlichen
Erfolg des Kerngeschäfts.
Operative UmsatzrenditeDie operative Umsatzrendite ist das Verhältnis von
erwirtschaftetem Operativen Ergebnis zu Umsatzerlösen.
SachinvestitionsquoteDie Sachinvestitionsquote im Konzernbereich Automobile
bringt gleichermaßen unsere Innovationskraft und
zukünftige Wettbewerbsfähigkeit zum Ausdruck. Bei
ihrer Berechnung werden die Investitionen - im Wesentlichen
für die Modernisierung und Erweiterung der
Produktpalette, für umweltfreundliche Aggregate sowie
für die Anpassung der Produktionskapazitäten und
Verbesserung der Fertigungsprozesse - ins Verhältnis
zu den Umsatzerlösen des Konzernbereichs Automobile
gesetzt.
Umsatzrendite vor SteuernAls Umsatzrendite ist das in Prozent ausgedrückte
Verhältnis von Gewinn vor Steuern und
Umsatzerlösen innerhalb einer Periode definiert. Sie
zeigt die Höhe des je Umsatzeinheit erwirtschafteten
Gewinns. Die Umsatzrendite gibt Auskunft über die
Profitabilität der gesamten
Geschäftstätigkeit vor Abzug von Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag.
ImpressumHERAUSGEBERVolkswagen AG
Konzernfinanzpublizität
Brieffach 1848
38436 Wolfsburg
Deutschland
Telefon + 49 (0) 5361 9-0
Fax + 49 (0) 5361 9-28282
INVESTOR RELATIONSVolkswagen AG
Investor Relations
Brieffach 1849
38436 Wolfsburg
Deutschland
E-Mail investor.relations@volkswagen.de
Internet www.volkswagenag.com/de/InvestorRelations.html
FINANZKALENDER10. Mai 2023Hauptversammlung der Volkswagen AG
27. Juli 2023Halbjahresfinanzbericht 2023
26. Oktober 2023Zwischenbericht Januar - September 2023
Wir bitten unsere Leserinnen und Leser um
Verständnis, dass wir aus Gründen der
Sprachvereinfachung keine geschlechterspezifischen
Formulierungen verwenden. Die gewählte Form steht
stellvertretend für alle Geschlechter.
Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer
Übersetzung vor. Bei Abweichungen geht die deutsche
maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen
Übersetzung vor.
Beide Sprachfassungen sind im Internet abrufbar unter:
www.volkswagenag.com/de/InvestorRelations.html
358.809.619.00
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||