VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFTWolfsburgHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024Die in diesem Bericht erläuterten Finanzzahlen
wurden gemäß den internationalen
Rechnungslegungsvorschriften, den IFRS Accounting
Standards, erstellt. Alle Zahlen sind jeweils für sich
kaufmännisch gerundet, daher kann die Addition der
angegebenen Werte zu geringfügigen Abweichungen
führen; dies gilt auch für die Ermittlung von
Prozentangaben. Die Vergleichswerte des Vorjahres werden,
soweit nicht anders erwähnt, neben den Werten des
Berichtszeitraums in Klammern dargestellt. Bei unseren
Erläuterungen beschränken wir uns im Einklang mit
den Deutschen Rechnungslegungsstandards auf die
wesentlichen Effekte, die im Berichtszeitraum auf unser
Geschäft wirkten.
Wir bitten unsere Leserinnen und Leser um
Verständnis, dass wir aus Gründen der
Sprachvereinfachung keine geschlechterspezifischen
Formulierungen verwenden. Die gewählte Form steht
stellvertretend für alle Geschlechter.
Reichweitenangaben zu Fahrzeugen wurden auf dem
Rollenprüfstand über das Durchfahren der Zyklen
nacO der Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure
(WLTP) ermittelt. WLTP-Reichweitenwerte für
Serienfahrzeuge können ausstattungsbedingt abweichen.
Die tatsächliche Reichweite variiert in der Praxis
abhängig von verschiedenen weiteren Faktoren.
Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer
Übersetzung vor. Bei Abweichungen geht die deutsche
maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen
Übersetzung vor. Beide Sprachfassungen sind im
Internet abrufbar unter:
www.volkswagen-group.com/investoren
Wesentliche ZahlenVOLKSWAGEN KONZERN
KONZERNBEREICH AUTOMOBILE
Die Mengendaten umfassen auch die nicht
vollkonsolidierten chinesischen Gemeinschaftsunternehmen
(chin. JV); die Auslieferungen des Vorjahres wurden
aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert. Der
Konzernbereich Automobile beinhaltet die Zuordnung der
Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
Wesentliche Faktenscrollen
Group NewsNEUE PRODUKTE UND TECHNOLOGIEN VORGESTELLTAuch im zweiten Quartal 2024 stellten der Volkswagen
Konzern und seine Marken neue Fahrzeuge und Technologien
vor.
Auto China 2024 in PekingVolkswagen treibt seinen Ansatz "in China für
China" konsequent voran, um auf die spezifischen
Anforderungen der Kunden im größten Automarkt
der Welt noch stärker eingehen zu können. Die
Marke Volkswagen Pkw zeigte auf der Messe Auto China 2024
in Peking erstmals den ID. CODE. Das Konzeptfahrzeug bietet
eine vollkommen neue Ästhetik und gibt einen Ausblick
auf einen großen, elektrisch angetriebenen SUV. Der
ID. CODE ist für das vollautomatisierte Fahren nach
Level 4 ausgelegt. Eine Schlüsselrolle bei der
Positionierung von Volkswagen auf dem chinesischen Markt
spielt außerdem die neue progressive Submarke ID.UX,
die sich mit vollelektrischen, Lifestyle-orientierten
Modellen insbesondere an jüngere Kunden wendet.
Die Marke Audi bringt mit dem Q6L e-tron die
technologischen Vorteile der neuen Premium Platform
Electric (PPE) nach China: beeindruckende Werte bei
Reichweite und Ladeleistung, ein herausragendes
Fahrerlebnis sowie ein auf den chinesischen Markt
zugeschnittenes Fahrzeugdesign. Der Q6L e-tron hat einen
verlängerten Radstand, der mehr Platz für die
Passagiere im Innenraum sowie für eine
größere Batterie bietet. Hocheffiziente
elektrische Antriebsstränge sowie eine neu entwickelte
Lithium-Ionen-Batterie sorgen für eine Reichweite von
bis zu rund 700 km. Der Innenraum ist konsequent auf die
Bedürfnisse der chinesischen Kunden ausgerichtet und
bietet zudem marktspezifische Konnektivitätsangebote,
digitale Services und eine China-spezifische Version des
"Audi assistant". Speziell für die Anforderungen des
Marktes entwickelte Fahrerassistenzsysteme sowie Funktionen
für automatisiertes Fahren und Parken runden das
Angebot ab. Der neue Audi Q6L e-tron sowie künftige
Modelle auf Basis der PPE werden in einem komplett neuen
Werk in Changchun produziert; dort entsteht derzeit Audis
modernster Produktionsstandort in China.
Lamborghini feierte in Peking die Weltpremiere des Urus
SE. Der erste PHEV-Super-SUV verfügt über einen
Vierliter Biturbo V8 mit 456 kW (620 PS) Leistung sowie
einen elektrischen Antriebsstrang. Mit der Kombination aus
thermischer und elektrischer Leistung bringt der Urus SE
eine Gesamtleistung von 588 kW (800 PS) auf die
Straße. Durch die Kombination der Fahrmodi mit vier
neuen elektrischen Leistungsstufen stehen insgesamt elf
verschiedene Abstimmungen zur Verfügung, wobei die
Reichweite im vollelektrischen Fahrmodus bis zu rund 60 km
beträgt.
Auch Porsche setzte auf der Auto China 2024 ein
deutliches Zeichen für den Ansatz "in China für
China" und feierte die Marktpremieren des elektrischen
Macan auf Basis der PPE sowie ein speziell für China
entwickeltes Modell der neuen Taycan-Generation.
IFAT 2024 in MünchenAuf der IFAT 2024 in München, der Weltleitmesse
für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und
Rohstoffwirtschaft, zeigte Scania nachhaltige, intelligente
und sichere Lösungen für die Herausforderungen
von Städten und Gemeinden. Scania verfügt
über ein vielfältiges Angebot an Fahrzeugen
für die Bereiche Abfall und Recycling.
Das Spektrum der nachhaltigen Antriebsarten reicht dabei
von Elektrifizierung über Biomethan bis hin zu
Biodiesel.
MAN präsentierte auf der IFAT sein erweitertes
Portfolio an eTrucks. Die neuen eTGX- und eTGS-Fahrzeuge
sind mit einer Vielzahl an Radständen,
Fahrerhäusern, Motorleistungen, Batteriekombinationen
und branchenspezifischen Ausstattungen flexibel
konfigurierbar. Die Nutzungsdauer der Batterien reicht je
nach Einsatz bis zu 1,6 Mio. km oder bis zu 15 Jahre. Die
kundenspezifische Wahl der Batterieanzahl kann zu einem
Nutzlastgewinn von bis zu 2,4 t führen. Eine
branchenspezifische eMobility-Beratung ergänzte das
Angebotsspektrum auf dem MAN Messestand.
Weitere ModellneuheitenNach der Präsentation des neuen Golf im ersten
Quartal 2024 stellte die Marke Volkswagen Pkw im zweiten
Quartal die Neuauflage der Ikone Golf GTI vor. Mit nun 195
kW (265 PS) ist der GTI 15 kW (20 PS) stärker als sein
Vorgänger. Außen fallen vor allem die neue
Frontpartie mit LED-Scheinwerfern und illuminiertem
Volkswagen Emblem sowie neu konzipierte
LED-Rückleuchten ins Auge. Innen überzeugt der
Alltagssportler mit einem Infotainmentsystem, das intuitiv
über einen optisch freistehenden Touchscreen oder per
Sprachassistenten mit ChatGPT-Integration gesteuert werden
kann. Der neue GTI Clubsport, die sportlich optimierte
Version des Klassikers, überzeugt vor allem mit einem
geschärften Exterieurdesign, einem Sportfahrwerk der
Extraklasse und beeindruckenden Leistungswerten: In 5,6 sec
beschleunigt er aus dem Stand auf 100 km/h, die
Höchstgeschwindigkeit liegt mit optionalem Race Paket
bei 267 km/h. Der neue Golf GTE und der neue Golf eHybrid
präsentieren sich mit neuer Plug-in Hybridtechnologie
und einer Reihe an Verbesserungen: Der Performance-Antrieb
des Golf GTE liegt mit 200 kW (272 PS) dank elektrischer
Zusatzkraft sogar über dem Leistungsniveau des neuen
GTI. Der auf einen möglichst hohen Komfort ausgelegte
Golf eHybrid bietet 150 kW (204 PS). Die rein elektrische
Reichweite des GTE wurde auf bis zu rund 131 km gesteigert,
beim eHybrid sind sogar bis zu rund 143 km möglich.
Zudem wurden beide Modelle mit einer Schnellladefunktion
ausgestattet. Die Präsentation des neuen Golf R und
des Golf R Variant bildete den sportlichen Abschluss der
Neuvorstellungen in der Golf-Familie. Ihre neue
Höchstleistung von 245 kW (333 PS) entspricht einem
Plus von 10 kW (14 PS) gegenüber den
Vorgängermodellen. Die Spitzengeschwindigkeit von 250
km/h kann mit dem optionalen R-Performance Paket auf 270
km/h angehoben werden. Gemeinsam mit dem ID.7 GTX Tourer
ist der neue ID.7 GTX das aktuell stärkste Elektroauto
von Volkswagen. In nur 5,4 sec sprintet die dynamische
Limousine aus dem Stand auf 100 km/h. Dank des elektrischen
Dualmotor-Allradantriebs mit je einer E-Maschine an der
Vorder- und Hinterachse bringt der ID.7 GTX eine Leistung
von 250 kW (340 PS) auf die Straße. Die Reichweite
des Performance-Modells beträgt bis zu rund 595 km. An
einer Schnelladesäule mit 200 kW kann die 86 kWh
Batterie des ID.7 GTX in 26 min von 10 auf 80 % geladen
werden.
Skoda präsentierte im April 2024 die zweite
Generation des Kodiaq. Das SUV-Flaggschiff der
tschechischen Marke ist gewachsen und trägt erste
Elemente einer neuen Designsprache. Im Interieur stehen ein
Infotainmentsystem mit 13 Zoll-Display, ein Head-up-Display
und ein 10 Zoll Digital Cockpit zur Verfügung. Die
fünf verfügbaren Antriebsoptionen leisten
zwischen 110 kW (150 PS) und 150 kW (204 PS). Erstmals sind
im Kodiaq eine Plug-in-Hybridvariante mit einer
elektrischen Reichweite von bis zu rund 100 km sowie ein
Einstiegsaggregat mit Mild-Hybridtechnik erhältlich.
Auch die neuesten Generationen der Fahrwerksregelung
Dynamic Chassis Control und der Matrix-LED-Scheinwerfer mit
höherer Lichtausbeute feiern ihr Debüt im Kodiaq.
Bei CUPRA standen im April die Weltpremieren des neuen
CUPRA Formentor und des neuen CUPRA Leon an. Beide Modelle
stehen ganz im Zeichen der neuen Designsprache der Marke,
die sich durch eine aggressive Front mit dreieckigen
Matrix-LED-Leuchten und großem, breitem unteren
Ausschnitt auszeichnet. Das dreieckige Beleuchtungsdesign
dient auch als Rahmen für das am Heck beleuchtete
CUPRA Logo. Das raue Außendesign spiegelt sich im
Innenraum wider, der Sportlichkeit und Nachhaltigkeit mit
einer Vielzahl von digitalen Technologien sowie einer
exklusiven Materialauswahl verbindet. Dabei verfolgt CUPRA
einen nachhaltigen Ansatz, zum Beispiel bei den
Schalensitzen: je nach Konfiguration sind diese mit bis zu
73% recycelter, veganer Mikrofaser bezogen. Der Formentor
und der Leon sind mit einer Reihe von Antriebssträngen
erhältlich, die vier verschiedene Technologien
umfassen: TSI (Benzin), Mild-Hybrid (eTSI), TDI (Diesel)
und e-Hybrid (Plug-in-Hybrid).
Die neue Generation des Plug-in-Hybrids leistet 200 kW
(272 PS), bietet eine rein elektrische Reichweite von bis
zu rund 100 km und ist jetzt auch für die
Schnellladung geeignet.
Porsche hat im zweiten Quartal 2024 die Erneuerung
seiner Modellpalette fortgesetzt und den traditionsreichen
Sportwagen 911 grundlegend weiterentwickelt: Den 911
Carrera treibt ein im Vergleich zum Vorgänger
leistungsstärkerer und modifizierter 3,0 l Biturbo
Boxermotor an. Der neue 911 Carrera GTS ist das erste
straßenzugelassene Modell der Baureihe, das mit einem
leichten und leistungsstarken T-Hybridsystem mit neu
entwickeltem elektrischen Abgasturbolader ausgestattet ist.
Damit beschleunigt das 911 Carrera GTS Coupé in 3,0
sec von 0 auf 100 km/h und erreicht eine
Höchstgeschwindigkeit von 312 km/h. Darüber
hinaus startet der neue 911 mit überarbeitetem Design,
verbesserter Aerodynamik, frischem Interieur, aufgewerteter
Serienausstattung und erweiterter Konnektivität.
Volkswagen Nutzfahrzeuge feierte im Mai 2024 die
Weltpremiere des neuen California. Die Ikone unter den
Reisemobilen basiert auf der Langversion des Multivan und
wurde in allen Bereichen neu konstruiert: Er ist
geräumiger, vielseitiger und nachhaltiger als sein
Vorgänger, hält aber gleichzeitig an beliebten
California-Merkmalen wie dem Aufstelldach und dem bis in
das kleinste Detail durchdachten Innenraum fest. Erstmals
wird es alle California-Modelle serienmäßig mit
zwei Schiebetüren geben - damit erschließen sich
noch mehr Nutzungsmöglichkeiten. Eine weitere Premiere
ist ein Plug-in-Hybrid-Allradantrieb, mit dem der Camper
temporär zum Elektroauto wird. Auch der neue
California wird in den drei beliebten Linien "Beach",
"Coast" und "Ocean" auf den Markt kommen.
Bentley stellte Ende Juni die vierte Generation des
Continental GT Speed vor. Der Grand Tourer ist mit seinem
575 kW (782 PS) starken Ultra Performance Hybridantrieb der
leistungsstärkste straßentaugliche Bentley aller
Zeiten. Den Sprint von null auf 100 km/h absolviert er in
3,2 sec, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 335 km/h
erreicht. Zudem kann er bis zu 81 km rein elektrisch
zurücklegen. Der leistungsstarke Antrieb wird durch
ein neues Fahrwerkssystem ergänzt. Das Exterieur wird
von der überarbeiteten Frontpartie samt
Einzelscheinwerfer bestimmt und setzt Bentleys auffallende
Designentwicklung fort. Der luxuriöse Innenraum bietet
Sitze mit Wellness-Technologie, eine neue Luftionisierung,
Lederbezüge mit neuer Steppung und dunkle
Chromelement. Erstmals wird zeitgleich mit dem Coupé
auch die offene Version GTC Speed auf den Markt kommen.
AUSZEICHNUNGENIm April 2024 kürte AutoBild gleich mehrere
Fahrzeugmarken des Volkswagen Konzerns zu den "besten
Marken in allen Klassen". Volkswagen Pkw entschied in der
Klasse der Kleinstwagen die Kategorie Beste Qualität
für sich. In der Klasse der Kompakten Vans sicherte
sich Volkswagen Nutzfahrzeuge Platz eins in der Kategorie
Bestes Design sowie den Gesamtsieg. Darüber hinaus
gewann die Marke in der Klasse der Großen Vans die
Kategorien Beste Qualität und Bestes Design und holte
sich ebenfalls den Gesamtsieg. Als Sieger der
Kleinwagenklasse und der Klasse der Cabrios bis
50.000€ ging Audi jeweils in der Kategorie Beste
Qualität hervor. In der Kompaktwagenklasse
überzeugte CUPRA in der Kategorie Bestes Design
während Skoda in der gleichen Klasse als Gewinner der
Kategorie Beste Preis/Leistung sowie als Gesamtsieger
hervorging. Skoda konnte sich darüber hinaus in der
Mittelklasse in der Kategorie Beste Preis/Leistung sowie in
der Klasse der Mittleren SUV in der gleichnamigen Kategorie
sowie als Gesamtsieger durchsetzen. Porsche errang jeweils
Platz eins in den Kategorien Beste Qualität und Bestes
Design sowie den Gesamtsieg in den Klassen Sportwagen,
Cabrios über 50.000€ und Luxuswagen. Insgesamt
standen bei dem 13. Leserentscheid 40 Automarken in 14
Fahrzeugklassen zur Wahl.
Ende April 2024 gewann Scania mit dem R 460 zum neunten
Mal den "Green Truck Award". Die Auszeichnung wurde im
Rahmen eines Vergleichstests von den deutschen
Fachzeitschriften Trucker und Verkehrs-Rundschau
organisiert. Die Bewertung des effizientesten Fahrzeugs
basiert auf dem Vergleich von Kraftstoffverbrauch, der
Durchschnittsgeschwindigkeit, der verbrauchten AdBlue-Menge
und dem Fahrzeuggewicht.
Der Scania i6 Super HDH LBG gewann ebenfalls im April
2024 den "internationalen busplaner Nachhaltigkeitspreis
2024" in der Kategorie der Reise- und Überlandbusse.
Der Award wird durch den HUSS Fachverlag durch eine Jury
aus Branchenexperten verliehen. Insbesondere im Hinblick
auf die Emissionsreduzierung konnte sich der
biogasbetriebene Reisebus durchsetzen.
Die erstmals vergebene Bestnote von 1,5 beim ADAC
Autotest erhielt Mitte Mai 2024 der Volkswagen ID.7. Vor
allem in den Kategorien Motor/Antrieb, Sicherheit,
Umwelt/Ecotest und Komfort erzielte der getestete ID.7 Pro
beste Bewertungen. Jährlich werden bei der
unabhängigen Prüfung rund 100 Fahrzeuge auf 350
Prüfpunkte in sieben Hauptkategorien getestet, aus
denen die durchschnittliche Gesamtnote gebildet wird.
Ende Mai 2024 gewann Ducati mit der Diavel V4 den "Red
Dot: Best of the Best Award" in der Kategorie
Produktdesign. Der Award ist Produkten vorbehalten, die mit
ihrem Design neue Standards in ihrem Sektor gesetzt haben.
Das CUPRA DarkRebel Showcar wurde ebenfalls für sein
herausragendes Design mit der höchsten Auszeichnung
des Wettbewerbs prämiert. Seit 1955 wird der Preis von
einer Expertenjury vergeben und ist ein wichtiges
Prädikat im Bereich Design.
Der Volkswagen Tiguan erhielt im Mai 2024 die
Höchstnote von fünf Sternen bei der
Euro-NCAP-Sicherheitsbewertung. Das Fahrzeug
überzeugte insbesondere mit seinem Aufprallschutz und
Unfallvermeidungstechnologien. Bei dem Testverfahren werden
Sicherheitsaspekte neuer Fahrzeuge untersucht und bewertet:
der Insassenschutz für Erwachsene, der Kinderschutz,
die Sicherheit ungeschützter Verkehrsteilnehmer wie
Radfahrer und Fußgänger sowie die Ausstattung
mit serienmäßigen Assistenzsystemen.
Im Juni 2024 wurden mehrere Konzernfahrzeuge mit dem
"Autocar Award 2024" der gleichnamigen britischen
Autozeitschrift ausgezeichnet. Der ID.7 der Marke
Volkswagen Pkw gewann als "Best Saloon". CUPRA konnte sich
mit dem Born in der Kategorie "Best Electric Car"
durchsetzen. Sieger der Kategorie "Britain's Best Driver's
Car" war in diesem Jahr der Lamborghini Huracan Sterrati.
JUBILÄENIm April 2024 feierte Volkswagen seine 40-jährige
Präsenz auf dem chinesischen Automobilmarkt, die im
Jahr 1984 mit der Produktion des Santana in Shanghai
begann. Später folgten speziell für den
chinesischen Markt entwickelte Modelle wie Lavida und
Sagitar. Heute umfasst das Netzwerk in China 39 Werke mit
mehr als 90.000 Beschäftigten, was Volkswagen zum
größten europäischen Arbeitgeber des Landes
macht. Die Kunden können aus einer Produktpalette von
rund 160 Modellen wählen, die der Konzern zusammen mit
seinen Joint Venture Partnern vertreibt.
Vor 75 Jahren legte Volkswagen mit der Gründung der
"Volkswagen Finanzierungsgesellschaft mbH" den Grundstein
für das Finanzdienstleistungsgeschäft als
wichtiges Absatzinstrument. Heute ist der Volkswagen
Konzern mit seinen Finanz- und
Mobilitätsdienstleistungen in 47 Märkten weltweit
vertreten und beschäftigt dort rund 18.000
Mitarbeiter. Neben den klassischen Geschäftsfeldern
Bank, Leasing und Versicherung bieten die Volkswagen
Finanzdienstleistungen ein breites Spektrum an
Mobilitätsdienstleistungen an, um Kunden mobil zu
halten und den Absatz der Marken des Volkswagen Konzerns zu
unterstützen.
KOOPERATIONEN UND BETEILIGUNGENAm 25. Juni 2024 haben Volkswagen und der
US-amerikanische Elektrofahrzeughersteller Rivian
Automotive, Inc., Irvine/USA (Rivian) ihre Absicht bekannt
gegeben, ein Joint Venture zu gründen, das zu gleichen
Teilen gehalten wird. Ziel der Partnerschaft ist die
Entwicklung von Software-Defined-Vehicle-Architekturen
(SDV) der nächsten Generation, die in den
künftigen Elektrofahrzeugen beider Unternehmen
eingesetzt werden sollen. Das Joint Venture soll auf der
Software- und Elektroarchitektur von Rivian aufbauen, um
branchenführende Software-definierte
Fahrzeugtechnologiearchitekturen zu schaffen. Eine
Entscheidung über die tatsächliche Umsetzung des
Joint Ventures wurde noch nicht getroffen und hängt
von einer Reihe technischer, wirtschaftlicher und
regulatorischer Parameter ab. Im Juni 2024 hat Volkswagen
auf der Grundlage dieser geplanten strategischen
Partnerschaft 1 Mrd. USD in Rivian in Form einer
unbesicherten Wandelanleihe investiert, die nach Erhalt der
behördlichen Genehmigungen, frühestens aber am 1.
Dezember 2024 in Stammaktien von Rivian gewandelt wird.
Für den Fall einer erfolgreichen Umsetzung des Joint
Ventures und der Erreichung bestimmter Meilensteine
beabsichtigt Volkswagen, weitere Investitionen in Höhe
von insgesamt bis zu 4 Mrd. USD in den Jahren 2025 und 2026
zu tätigen.
EINSTIEG INS GROSSSPEICHERGESCHÄFTDer Volkswagen Konzern plant, mit seiner Lade- und
Energiemarke Elli in das Geschäft mit stationären
Großspeichern einzusteigen. Zusammen mit Partnern
soll Elli industrielle Batteriespeicherprojekte entwickeln,
bauen und betreiben, die maßgeblich dazu beitragen
sollen, die Stromnetze zu stabilisieren und deren Effizienz
zu steigern. Regenerativ erzeugter Strom kann von diesen
Speichern aufgenommen und bei Bedarf wieder abgegeben
werden. Die Planung sieht für die größten
Projekte zunächst eine Leistung von bis zu 350 MW und
eine Speicherkapazität von 700 MWh vor. Auch eine
Weiterverwendung von gebrauchten Speichern aus
Elektrofahrzeugen ist möglich.
CAPITAL MARKETS DAY IN CHINAIm April 2024 hat der Volkswagen Konzern einen
Kapitalmarkttag in China für chinesische und
internationale Investoren und Analysten veranstaltet. Im
Mittelpunkt stand die Strategie "in China für China",
der zufolge die für den chinesischen Markt bestimmten
Konzernfahrzeuge mit dortigen Technologien kundenorientiert
entwickelt und auch gefertigt werden sollen. Hierzu wurden
Maßnahmen vorgestellt, um den Wünschen der
chinesischen Kunden besser gerecht zu werden,
Modellentwicklungen und Markteinführungen zu
beschleunigen sowie die Kosten zu senken. Gemeinsam mit
starken lokalen Partnerschaften soll sich die
technologische Wettbewerbsfähigkeit von Volkswagen
erhöhen als Grundlage für künftiges Wachstum
in China.
VIERTER RESPONSIBLE RAW MATERIALS REPORT VERÖFFENTLICHTMit dem Responsible Raw Materials Report informiert der
Volkswagen Konzern bereits seit 2021 freiwillig
öffentlich in einem eigenen Bericht über die
konzernweiten Maßnahmen zur Minderung von
Menschenrechtsund Umweltrisiken in besonders
gefährdeten Rohstofflieferketten. Der vierte Bericht
wurde im Mai 2024 veröffentlicht und deckt
mittlerweile 18 Hochrisiko-Rohstoffe und deren Lieferketten
ab, darunter Batteriematerialien wie Lithium, Kobalt und
Nickel. Im Mittelpunkt des Berichts steht die
verantwortungsvolle Beschaffung von Rohstoffen als Teil der
Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns, wobei die indirekten
Lieferanten in den vorgelagerten Lieferketten im Fokus
stehen.
FUSSBALLERINNEN DES VFL WOLFSBURG SETZEN HISTORISCHE SERIE FORTIm Mai 2024 feierten die Fußballerinnen des VfL
Wolfsburg mit einem 2:0 den zehnten Sieg in Folge im
DFBPokal-Finale. Mit dem elften Triumph in zwölf
Jahren bauten sie ihre Rekordserie an Pokalsiegen aus und
schrieben mit dem 50. Sieg hintereinander in einem
Pokalspiel erneut Geschichte. Als Markenbotschafterinnen
für Volkswagen steht das Frauen-Team des VfL Wolfsburg
insbesondere für die Werte Vielfalt, Sympathie,
Professionalität und Teamgeist.
HAUPTVERSAMMLUNGDie 64. ordentliche Hauptversammlung der Volkswagen AG
fand am 29. Mai 2024 im virtuellen Format statt. Rund 55 %
des Grundkapitals waren vertreten. Die Aktionäre
folgten dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat,
für das Geschäftsjahr 2023 eine gegenüber
dem Vorjahr erhöhte Dividende von 9,00 (8,70) €
je Stammaktie und 9,06 (8,76) € je Vorzugsaktie
auszuschütten. Des Weiteren erteilte die
Hauptversammlung den Mitgliedern des Vorstands und des
Aufsichtsrats die Entlastung für das
Geschäftsjahr 2023. Die Aktionäre billigten
außerdem den Vergütungsbericht von Vorstand und
Aufsichtsrat für das Jahr 2023 sowie Anpassungen am
Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder.
Zudem wurde die EY GmbH &Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von der
Hauptversammlung zum Abschlussprüfer und
Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr
2024 sowie zum Prüfer für die prüferische
Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
und Zwischenlageberichts für das erste Halbjahr des
Geschäftsjahres 2024, für den Zeitraum vom 1.
Januar bis 30. September 2024 und für das erste
Quartal des Geschäftsjahres 2025 bestellt. Für
eine weitere Amtszeit wurden Frau Dr. Hessa Sultan Al
Jaber, Herr Dr. Hans Michel Piech und Herr Dr. Ferdinand
Oliver Porsche in den Aufsichtsrat gewählt.
Darüber hinaus stimmten die Aktionäre zwei
Änderungen der Satzung zu.
Volkswagen AktieDie internationalen Börsen verzeichneten ein
wechselhaftes, aber insgesamt positives erstes Halbjahr
2024. Insbesondere angetrieben von der Hoffnung auf
Leitzinssenkungen durch die Notenbanken im weiteren
Jahresverlauf setzten sie ihren im Oktober 2023 begonnenen
Aufwärtstrend zunächst fort und erreichten neue
Rekordstände. Positiv wirkte sich zudem insbesondere
eine über den Erwartungen liegende
Konjunkturentwicklung aus. Im Verlauf des zweiten Quartals
2024 trübte sich in den USA jedoch die Hoffnung auf
baldige Zinssenkungen angesichts einer fortgesetzten
Inflation ein. Auf den europäischen Aktienmärkten
hatten darüber hinaus der Ausgang der Wahlen zum
EU-Parlament und die in dessen Folge überraschende
Ankündigung von Neuwahlen in Frankreich sowie die
mögliche Einführung von zusätzlichen
Zöllen auf batterieelektrische Fahrzeuge aus
chinesischer Produktion in der EU und daraufhin
mögliche Vergeltungsmaßnahmen Chinas einen
negativen Einfluss.
Nach einem erfreulichen Börsenjahr 2023, in dem der
deutsche Aktienindex (DAX) um 20% zulegen konnte, startete
er in das neue Jahr mit einer Seitwärtsbewegung. Ende
Januar 2024 ging der DAX dann in einen Aufwärtstrend
über, in dessen Verlauf der Index neue Allzeithochs
verzeichnete. Das deutsche Börsenbarometer profitierte
insbesondere von positiven Unternehmensdaten in der
Berichtssaison sowie der Erwartung der Marktteilnehmer
einer bevorstehenden Zinswende. Im zweiten Quartal 2024
schwächte sich die Dynamik angesichts steigender
geopolitischer Spannungen und politischer Unsicherheiten
ab. Am Ende des ersten Halbjahres
KURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2023 BIS JUNI 2024Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2023 =
100
2024 lag der DAX, der als Performanceindex die
Dividendenzahlungen thesauriert, um 8,9 % über dem
Stand am Jahresende 2023. Der EURO STOXX Automobiles &
Parts als reiner Preisindex wies im Betrachtungszeitraum
eine negative Kursentwicklung von 0,9 % auf.Die Kurse der
Vorzugsaktie und der Stammaktie der Volkswagen AG
entwickelten sich zu Beginn des Berichtszeitraums
zunächst leicht rückläufig. Ende Januar 2024
führten die Erwartung einer positiven
Geschäftsentwicklung im letzten Quartal des Jahres
2023 und die Zuversicht in Bezug auf die Volumenentwicklung
in 2024 zunächst zu einem Kursanstieg. Im Zusammenhang
mit der Veröffentlichung positiver Eckzahlen zum
Geschäftsjahr 2023 und der Prognose für 2024
durch das Unternehmen Anfang März bewertete der
Kapitalmarkt den weiterhin hohen Investitionsbedarf, unter
anderem für den Bau von Batteriezellfabriken, für
die Fahrzeugentwicklung im Rahmen der Transformation des
Unternehmens und Vorhaltungen für Akquisitionen,
kritisch. Ebenso belasteten die sich weiter
verschärfende Wettbewerbssituation im Automobilsektor,
die Erwartung rückläufiger Margen sowie eine
verhaltenere Nachfrage insbesondere nach Elektrofahrzeugen
den Kurs. Dämpfend wirkte zudem der vom Unternehmen
erwartete Ergebnisrückgang bei den
Gemeinschaftsunternehmen im größten Einzelmarkt
China, der geprägt ist von einem intensiven
Wettbewerb. Im zweiten Quartal beeinträchtigte die
Ankündigung von Strafzöllen der EU auf
chinesische Elektrofahrzeuge mit der Gefahr einer darauf
folgenden Reaktion Chinas in Form von chinesischen
Einfuhrzöllen auf europäische Fahrzeuge die
Kursentwicklung. Am Ende des ersten Halbjahres 2024
notierte die Vorzugsaktie um 5,7% und die Stammaktie um
5,4% unter dem Wert zum Jahresende 2023. Unter der Annahme
einer Re-Investition der Dividende (ohne Steuerabzug) zum
Zeitpunkt der Ausschüttung in die Volkswagen Aktien
lag die Gesamtrendite der Vorzugsaktie bei + 1,7 % und die
der Stammaktie bei + 1,1 %.
Angaben und Erläuterungen zum Ergebnis je Aktie
finden Sie im Anhang des Konzern-Zwischenabschlusses.
Weitere Daten zur Volkswagen Aktie sowie Nachrichten,
Berichte und Präsentationen zum Unternehmen sind auf
der Internetseite www.volkswagen-group.com/investoren
abrufbar.
KENNZAHLEN ZU DEN VOLKSWAGEN AKTIEN UND
MARKTINDIZES
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| Höchstkurs | Tiefstkurs | Schlusskurs | ||
| Stammaktie | Kurs (€) | 151,50 | 112,00 | 112,10 |
| Datum | 04.04. | 27.06. | 28.06. | |
| Vorzugsaktie | Kurs (€) | 128,50 | 103,95 | 105,40 |
| Datum | 04.04. | 27.06. | 28.06. | |
| DAX | Kurs | 18.869 | 16.432 | 18.235 |
| Datum | 15.05. | 17.01. | 28.06. | |
| ESTX Auto &Parts | Kurs | 708 | 575 | 601 |
| Datum | 08.04. | 19.01. | 28.06. |
Im ersten Halbjahr 2024 befand sich die Weltwirtschaft
weiter auf Wachstumskurs, mit einer ähnlichen Dynamik
wie im Vorjahr. Diese Entwicklung war sowohl bei den
fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch bei den
Schwellenländern zu beobachten. Die in vielen
Ländern zwar rückläufigen, aber zum Teil
noch immer relativ hohen Inflationsraten in Kombination mit
einer anhaltend restriktiven Geldpolitik wichtiger
Zentralbanken dämpften vielerorts die
Konjunkturentwicklung.
Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete in den ersten
sechs Monaten 2024 ein positives, aber nur geringes
Wachstum unterhalb des Vorjahresniveaus. Diese Entwicklung
war bei vielen nord- und südeuropäischen Staaten
zu beobachten. Aufgrund der rückläufigen, aber
noch immer überdurchschnittlich dynamischen
Inflationsraten entschied sich die Europäische
Zentralbank, ihre Leitzinsen auf relativ hohem Niveau zu
senken.
Das deutsche Wirtschaftswachstum stagnierte von Januar
bis Juni 2024 und zeigte damit eine ähnliche
Entwicklung wie in der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die
saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Durchschnitt an.
Nachdem die monatlichen Inflationsraten Ende 2022
historische Höchstwerte erreicht hatten, sanken sie
seitdem etwa mit dem Durchschnitt der Eurozone.
Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2023 =
100
Die Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas wiesen in
den ersten sechs Monaten 2024 insgesamt ein Wachstum des
realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf, das gegenüber
dem Vergleichszeitraum des Vorjahres höher ausfiel.
Das Bruttoinlandsprodukt der USA erhöhte sich in
der Berichtsperiode mit einer gegenüber dem
Vorjahreszeitraum gestiegenen Wachstumsrate, obwohl die
US-Notenbank ihre restriktive Geldpolitik aufgrund der
vergleichsweisen hohen Inflation und des angespannten
Arbeitsmarktes beibehielt.
Auch in Brasilien wuchs die Wirtschaftsleistung,
allerdings mit geringerer Dynamik als in der ersten
Hälfte des Vorjahres.
Das Wachstum der chinesischen Wirtschaftsleistung lag im
weltweiten Vergleich auf hohem Niveau, war im
Berichtszeitraum aber etwas schwächer als in der
Vorjahresperiode.
Im ersten Halbjahr 2024 lag das weltweite
Pkw-Marktvolumen leicht über dem Niveau des
Vergleichswertes von 2023. Dabei entwickelten sich die
größten Pkw-Märkte weitgehend positiv. Die
Angebotslage normalisierte sich weiter und die
Erschwinglichkeit von Fahrzeugen in Bezug auf niedrigere
Preise und gestiegene Verkaufshilfen verbesserte sich in
einigen Regionen der Welt.
Das weltweite Neuzulassungsvolumen von leichten
Nutzfahrzeugen lag von Januar bis Juni 2024 auf dem Niveau
des Vorjahres.
In Westeuropa stieg die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im
ersten Halbjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr leicht an.
Die Entwicklung der großen Pkw-Einzelmärkte
dieser Region war durchweg positiv.
Das Neuzulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen in
Westeuropa erhöhte sich im Berichtszeitraum
spürbar gegenüber dem Vorjahreswert.
Von Januar bis Juni 2024 lag die Zahl der
Pkw-Neuzulassungen in Deutschland spürbar über
dem Wert des Vorjahres. Die Ende 2023 erfolgte
Änderung der Förderung von Elektrofahrzeugen
wirkte sich zwar dämpfend auf die Entwicklung der
Neuzulassungen von rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen
aus, eine steigende Nachfrage nach Fahrzeugen mit
konventionellen und hybriden Antrieben konnte diesen Effekt
aber überkompensieren. In den ersten sechs Monaten des
Jahres 2024 sank die inländische Produktion auf 2,1
Mio. Fahrzeuge (- 6,1 %), während die Pkw-Exporte auf
1,6 Mio. Einheiten zurückgingen (- 2,5 %).
Die Zahl der Verkäufe von leichten Nutzfahrzeugen
in Deutschland lag im ersten Halbjahr 2024 deutlich
über dem Vergleichswert von 2023.
In der Region Zentral- und Osteuropa erhöhte sich
das Pkw-Marktvolumen im Berichtszeitraum deutlich. Die Zahl
der Verkäufe entwickelte sich dabei in den
großen Märkten Zentraleuropas positiv.
Das Marktvolumen von leichten Nutzfahrzeugen in Zentral-
und Osteuropa lag von Januar bis Juni 2024 deutlich
über dem Niveau des Vorjahres.
In der Region Nordamerika stiegen die Verkaufszahlen von
Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (bis 6,35 t) leicht. Dabei
verzeichnete das Marktvolumen in den USA im ersten Halbjahr
2024 ebenfalls einen leichten - im Vergleich zur
Gesamtregion aber geringeren - Zuwachs bei sich
durchschnittlich verbessernder Verfügbarkeit und
Bezahlbarkeit von Neufahrzeugen.
In der Region Südamerika lag das
Neuzulassungsvolumen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in
den ersten sechs Monaten 2024 leicht über dem Niveau
des Vergleichszeitraums. In Brasilien erhöhte sich die
Zahl der Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich.
In der Region Asien-Pazifik lag das Pkw-Marktvolumen im
ersten Halbjahr 2024 auf dem Niveau des Vorjahres. Die
Entwicklung der Pkw-Nachfrage in der Region war
maßgeblich vom Verlauf des chinesischen Pkw-Marktes
geprägt, wo die Nachfrage bei sinkenden Preisen leicht
über dem Niveau des Vorjahreszeitraums lag. In Japan
hingegen zeigte sich der Markt deutlich
rückläufig und wirkte dämpfend auf das
Wachstum der Region.
Das Nachfragevolumen nach leichten Nutzfahrzeugen in der
Region Asien-Pazifik lag im ersten Halbjahr 2024 leicht
unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. In China, dem
dominierenden Markt der Region und dem größten
Markt weltweit, wurde das Zulassungsvolumen des Vorjahres
ebenfalls leicht verfehlt.
| MARKTVOLUMEN | VERÄNDERUNG | ||
| Tsd. Fahrzeuge | 2024 | 2023 | (%) |
| Pkw-Märkte | |||
| Westeuropa | 6.189 | 5.970 | + 3,7 |
| davon: Deutschland | 1.472 | 1.397 | + 5,4 |
| Frankreich | 913 | 888 | + 2,8 |
| Großbritannien | 1.007 | 950 | + 6,0 |
| Italien | 891 | 846 | + 5,3 |
| Spanien | 560 | 523 | + 7,1 |
| Zentral- und Osteuropa | 1.244 | 1.049 | + 18,5 |
| davon: Tschechien | 119 | 116 | + 3,2 |
| Polen | 278 | 239 | + 16,1 |
| Übrige Märkte | 2.119 | 1.739 | + 21,9 |
| davon: Türkei | 463 | 431 | + 7,3 |
| Südafrika | 162 | 175 | - 7,3 |
| Nordamerika | 9.504 | 9.163 | + 3,7 |
| davon: USA | 7.899 | 7.716 | + 2,4 |
| Kanada | 896 | 813 | + 10,2 |
| Mexiko | 709 | 633 | + 11,9 |
| Südamerika | 1.764 | 1.706 | + 3,4 |
| davon: Brasilien | 1.078 | 935 | + 15,4 |
| Argentinien | 174 | 223 | - 22,1 |
| Asien-Pazifik | 16.886 | 16.795 | + 0,5 |
| davon: China | 10.153 | 9.821 | + 3,4 |
| Indien | 2.119 | 1.966 | + 7,8 |
| Japan | 1.795 | 2.044 | - 12,2 |
| Welt | 37.706 | 36.811 | + 2,4 |
| Märkte für leichte Nutzfahrzeuge | |||
| Westeuropa | 927 | 847 | + 9,5 |
| davon: Deutschland | 144 | 130 | + 11,0 |
| Zentral- und Osteuropa | 150 | 126 | + 18,4 |
| Asien-Pazifik | 2.539 | 2.629 | - 3,4 |
| davon: China | 1.216 | 1.245 | - 2,4 |
| Welt | 4.042 | 4.016 | + 0,7 |
Die Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw mit
einem Gesamtgewicht von mehr als 6 t lag in der
Berichtsperiode auf den für den Volkswagen Konzern
relevanten Märkten leicht unter dem Niveau der
Vergleichsperiode des Vorjahres. Weltweit lagen die
Lkw-Märkte spürbar unter dem Vorjahresniveau.
Dies lag an einem vergleichsweise schwachen Jahresstart
unter anderem in den nordamerikanischen Märkten und
China.
Das Verkaufsvolumen in den 27 EU-Staaten ohne Malta,
aber zuzüglich Großbritannien, Norwegen und der
Schweiz (EU27 +3) lag in den ersten sechs Monaten 2024 auf
dem Niveau des Vorjahres. In Deutschland, dem
größten Markt in dieser Region, lagen die
Neuzulassungen spürbar über dem Niveau der
Vergleichsperiode. In Großbritannien lag die
Nachfrage auf dem Niveau des Vorjahres, während sie in
Frankreich spürbar zulegte. Die Türkei
verzeichnete einen spürbaren Rückgang der
Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr. Auf dem
südafrikanischen Markt ging die Nachfrage leicht
zurück. In Nordamerika wird der Lkw-Markt in die
Gewichtsklassen 1 bis 8 unterteilt. In den für
Volkswagen relevanten Segmenten Class 6 bis 8 (ab 8,85 t)
lagen die Neuzulassungen spürbar unter dem
Vorjahreswert. In Brasilien, dem größten Markt
der Region Südamerika, lag die Lkw-Nachfrage in den
ersten sechs Monaten des Jahres deutlich über dem
Vorjahresniveau.
Die Nachfrage auf den für den Volkswagen Konzern
relevanten Busmärkten lag in den ersten sechs Monaten
2024 leicht unter dem Niveau des Vergleichszeitraums des
Vorjahres. In den Märkten der EU27 + 3 lag die
Nachfrage nach Bussen in der Berichtsperiode deutlich
über dem Niveau des Vorjahres, mit unterschiedlichen
Ausprägungen in den einzelnen Ländern. Das
Segment der Schulbusse in den USA und Kanada lag deutlich
unter dem Niveau des Vorjahres. Die Nachfrage nach Bussen
lag in Mexiko deutlich über dem Vorjahreswert. In
Brasilien lag die Nachfrage stark unter dem hohen
Vorjahresniveau.
Die Märkte für Power Engineering unterliegen
unterschiedlichen regionalen und konjunkturellen
Einflüssen; deshalb sind die
Geschäftsverläufe in den jeweiligen Märkten
meist unabhängig voneinander.
Der Marinemarkt blieb in den ersten sechs Monaten des
Jahres 2024 auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr.
Die Nachfrage im Bereich der Handelsschifffahrt war leicht
rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahr konnte in
diesem Bereich der Markt für LNG-Tanker und Tanker
eine positive Entwicklung verzeichnen, wohingegen sich die
Märkte für Containerschiffe und
Schüttgutfrachter weiter rückläufig
entwickelten. Der Markt für Passagierfähren und
Kreuzfahrtschiffe verzeichnete einen Anstieg an
Aktivitäten. Der durch staatliche Investitionen
getragene Spezialmarkt für Behördenschiffe zeigte
sich aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage weiterhin
aktiv. Die Verunsicherung im Marinemarkt über
zukünftige Treibstoff- und Emissionsregulierungen
blieb bestehen, jedoch setzte sich der Trend hin zu neuen
Kraftstofftechnologien unvermindert fort.
Der Markt für Energieerzeugung war - insbesondere
in Europa - aufgrund der seitens der Politik noch nicht
vollständig ausgearbeiteten Strategie sowie Regularien
bezüglich zukünftiger Investitionen in diesem
Bereich im ersten Halbjahr 2024 weiterhin von
Zurückhaltung geprägt. Der derzeitige Fokus auf
dem Ausbau der erneuerbaren Energien zeigte ein
entsprechendes Nachfragepotenzial für
Balancing-Anlagen, welche den zusätzlichen
Leistungsbedarf decken, sofern der Anteil erneuerbarer
Energien nicht ausreicht, um die Versorgungssicherheit zu
gewährleisten. Nach wie vor ist offen, ab wann
dekarbonisierte Kraftstoffe in ausreichender Menge und zu
marktfähigen Preisen zur Verfügung stehen werden.
Sehr positiv entwickelte sich die Nachfrage nach
Power-to-Hydrogen-Anlagen. Im Motorenbereich ist eine
fortwährende Nachfrage nach flexiblen DualFuel- und
Liquid-Motoren festzustellen. Ebenso ist eine klare
Marktforderung nach Motoren erkennbar, die auf
zukünftige Kraftstoffe wie Wasserstoff und grünen
Ammoniak umgerüstet werden können. Im Rahmen der
Weiternutzung bereits vorhandener Infrastruktur ist eine
Nachfrage nach E-Methan, welches in Power-to-Methan-Anlagen
erzeugt wird, festzustellen. Die Nachfrage nach
Notstromaggregaten (Emergency Gensets) entwickelte sich in
den ersten zwei Quartalen 2024 auf einem stabilen Niveau.
Neben den Risiken einer fehlenden Preisstabilität in
den Märkten und Engpässen in den Lieferketten
hielt im Berichtszeitraum der starke Wettbewerbs- und
Preisdruck unvermindert an.
Der Markt für Turbomaschinen blieb im ersten
Halbjahr 2024 auf dem Niveau des Vorjahres. Die leicht
gesunkenen Energiepreise führten zu einem
Rückgang der Nachfrage nach Turbokompressoren in der
Öl- und Gasproduktion. Der Verkauf von
Turbokompressoren in der Grundstoff- und Prozessindustrie
lag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf einem etwas
höheren Niveau. Die Nachfrage nach Turbomaschinen in
den neuen Geschäftsfeldern im Bereich der
Dekarbonisierung stieg ebenfalls an. Die Nachfrage nach
Dampfturbinen zur Stromerzeugung in dezentralen Kraftwerken
lag unter dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Der After-Sales-Markt für Motoren in der Marine-
und Kraftwerkssparte bewegte sich in den ersten sechs
Monaten des Jahres 2024 über dem bereits hohen Niveau
des Vorjahres.
Im After-Sales-Markt für Turbomaschinen lag die
Nachfrage in der ersten Jahreshälfte 2024 ebenfalls
über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Im ersten Halbjahr 2024 wurden automobile
Finanzdienstleistungen auf hohem Niveau nachgefragt.
Der europäische Pkw-Markt war im Berichtszeitraum
von einer positiven Nachfrage geprägt. Auch der Absatz
von Finanzdienstleistungsprodukten konnte gesteigert
werden, der prozentuale Anteil an den
Fahrzeugauslieferungen lag über dem Vergleichswert
für 2023. Die positive Entwicklung bei der
Finanzierung von Gebrauchtwagen setzte sich fort. Der
Absatz von After-Sales-Produkten, wie Inspektions-,
Wartungs- und Verschleißverträgen, wurde weiter
ausgebaut.
In Deutschland lagen die Neuwagenauslieferungen und die
Vertragsvolumina im Finanzdienstleistungsgeschäft in
den ersten sechs Monaten 2024 leicht über Vorjahr.
Auch die Neuwagenpenetration übertraf den
Vergleichswert 2023. Die Neuverträge bei
Gebrauchtwagen waren in der Größenordnung des
Vorjahres. Die Zahl der neuen After-Sales-Verträge
nahm zu und lag im Berichtszeitraum über dem Niveau
der ersten sechs Monate 2023.
Die anhaltend rigiden Maßnahmen der
türkischen Regierung zur Eindämmung der
Wirtschaftskrise zeigten im Berichtszeitraum erste Wirkung.
Bei der Refinanzierung sind erste lokale Banken bereit,
Kredite mit längeren Laufzeiten zu vergeben. Im ersten
Halbjahr 2024 war das Flottengeschäft anhaltend unter
Druck, während die Finanzierungen von Privatkunden
gegenüber dem Vorjahr leicht stiegen. Das
Versicherungsgeschäft stabilisierte sich auf hohem
Niveau.
In Südafrika sanken die Fahrzeugverkäufe im
Zeitraum Januar bis Juni 2024 im Vergleich zum Vorjahr. In
der Folge nahm auch die Zahl der Finanzierungskäufe
ab. Der Rückgang resultierte aus innenpolitischen
Unsicherheiten, den anhaltend gedämpften
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie hohen
Energiepreisen.
In der Region Nordamerika haben sich die Märkte
für Finanzdienstleistungen im Zeitraum Januar bis Juni
2024 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt positiv entwickelt.
In den USA, Kanada und Mexiko lagen die Anzahl der Leasing-
und Finanzierungsverträge, die Neuwagenpenetration
sowie die Neuverträge für Versicherungen und
After-Sales-Produkte über den Vorjahreswerten.
In der Region Südamerika entwickelte sich das
Verkaufsvolumen von Neufahrzeugen insgesamt positiv. Der
Markt für Finanzdienstleistungen verzeichnete einen
Anstieg der Finanzierungsverträge. In Brasilien
konnten die Vertragszugänge durch das Angebot
attraktiver Finanzdienstleistungen sowie höhere
Auslieferungszahlen gesteigert werden. Auch die Zahl der
abgeschlossenen Auto-Abos stieg. In Argentinien blieb das
Niveau an Finanzierungsverträgen trotz eines
herausfordernden makroökonomischen Umfelds stabil.
Auf dem chinesischen Automobilmarkt stieg die Nachfrage
nach elektrifizierten Fahrzeugen und Gebrauchtwagen im
Berichtszeitraum weiter an. Zudem drängen Banken mit
attraktiven Angeboten in den Markt. Dies beeinflusste in
der Folge auch die Nachfrage nach automobilbezogenen
Finanzdienstleistungen. In Japan lagen die
Fahrzeugverkäufe und die Nachfrage nach
automobilbezogenen Finanzdienstleistungen im ersten
Halbjahr 2024 unter Vorjahr. Der Markt war weiterhin von
vergleichsweise niedrigen Zinsen und attraktiven
Finanzdienstleistungen geprägt, trotz eines
jüngsten Anstiegs der langfristigen Zinssätze.
In den ersten sechs Monaten 2024 lag das
Finanzdienstleistungsgeschäft für schwere
Nutzfahrzeuge aufgrund niedrigerer Auslieferungen an Kunden
leicht unter dem Vorjahreszeitraum. Die langen Lieferzeiten
für Nutzfahrzeuge normalisierten sich vor dem
Hintergrund stabiler Lieferketten weiter. Die
Finanzierungsentscheidung rückt näher an den
Auslieferungszeitpunkt des Fahrzeugs, weil Kunden auf ein
fallendes Zinsniveau spekulieren.
Der Volkswagen Konzern lieferte im ersten Halbjahr 2024
weltweit 4.347.965 Fahrzeuge an Kunden aus. Das waren 0,6%
oder 24.105 Einheiten weniger als im Vergleichszeitraum des
Vorjahres. Während sich die Verkaufszahlen im Bereich
Pkw auf dem Vorjahresniveau bewegten, lagen sie im Bereich
Nutzfahrzeuge leicht unterhalb des Vorjahreswertes.
Die Grafik in diesem Abschnitt zeigt die Entwicklung der
weltweiten Auslieferungen nach Einzelmonaten im Vergleich
zum Vorjahr. Im Folgenden gehen wir auf die Auslieferungen
des Bereichs Pkw sowie auf die Auslieferungen des Bereichs
Nutzfahrzeuge getrennt ein.
| 2024 | 2023 | % | |
| Pkw | 4.187.854 | 4.203.958 | - 0,4 |
| Nutzfahrzeuge | 160.111 | 168.112 | - 4,8 |
| Gesamt | 4.347.965 | 4.372.070 | - 0,6 |
In der ersten Jahreshälfte 2024 lag die Zahl der
weltweiten Verkäufe von Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen aus dem Volkswagen Konzern in einem
herausfordernden Marktumfeld mit 4.187.854 Einheiten auf
dem Vorjahresniveau (- 0,4 %). Während Skoda,
SEAT/CUPRA, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Lamborghini mehr
Fahrzeuge an Kunden auslieferten, erreichten Audi, Bentley
und Porsche ihre jeweiligen Vorjahreswerte nicht. Die
Verkaufszahlen der Marke Volkswagen Pkw lagen in der
Größenordnung des Vorjahres (- 0,2 %).
Während unsere Verkäufe von Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen in den Regionen Asien-Pazifik und Zentral-
und Osteuropa den Vorjahreswert verfehlten, verzeichneten
wir in allen anderen Vertriebsregionen der Welt einen
Anstieg der Auslieferungen an Kunden.
Die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen des
Volkswagen Konzerns war insbesondere durch die allgemeine
Kaufzurückhaltung der Kunden beeinträchtigt:
Weltweit lieferten wir im ersten Halbjahr dieses Jahres
317.185 vollelektrische Fahrzeuge (inklusive schwerer
Nutzfahrzeuge) an Kunden aus. Das waren 4.425 Einheiten
beziehungsweise 1,4% weniger als im gleichen Zeitraum des
Vorjahres. Der Anteil an den gesamten Auslieferungen des
Konzerns lag bei 7,3 (7,4)%. Die Auslieferungen unserer
Plug-in-Hybridmodelle beliefen sich auf 135.859 Einheiten
(+ 17,4%). Damit erhöhte sich die Zahl der
Auslieferungen elektrifizierter Fahrzeuge um 3,6%; ihr
Anteil an den gesamten Auslieferungen des Konzerns
erhöhte sich im Vorjahresvergleich auf 10,4 (10,0)%.
Zu den volumenstärksten vollelektrischen Fahrzeugen
des Konzerns gehörten ID.4 und ID.3 der Marke
Volkswagen Pkw, Audi Q4 e-tron und Audi Q8 e-tron, Skoda
Enyaq iV, CUPRA Born, ID. Buzz von Volkswagen Nutzfahrzeuge
sowie Taycan und Taycan Cross Turismo der Marke Porsche.
Unser Pkw-Marktanteil lag in einem leicht wachsenden
Weltgesamtmarkt bei 10,6 (10,9)%.
Die folgende Tabelle in diesem Abschnitt zeigt einen
Überblick über die Auslieferungen von Pkw und
leichten Nutzfahrzeugen an Kunden nach Märkten im
Berichtszeitraum. Nachfolgend erläutern wir die
Entwicklung der Verkaufszahlen in den einzelnen
Märkten.
In Westeuropa lieferte der Volkswagen Konzern in den
ersten sechs Monaten des Jahres 2024 auf einem leicht
über dem Vorjahresniveau liegenden Gesamtmarkt
1.620.973 Fahrzeuge an Kunden aus. Das waren 2,6% mehr als
im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In der Region
Westeuropa war das Kundeninteresse an elektrifizierten
Fahrzeugen des Volkswagen Konzerns am höchsten: hier
lieferten wir im Berichtszeitraum mit 179.572 Einheiten
(inklusive schwerer Nutzfahrzeuge) mehr als 50% unserer
vollelektrischen Modelle an Kunden aus. Ihr Anteil an den
Auslieferungen des Konzerns reduzierte sich in dieser
Region auf 10,7 (12,7)%. Im Vorjahresvergleich sank die
Zahl der an Kunden übergebenen vollelektrischen
Modelle - im Wesentlichen aufgrund von Engpässen in
der Teileversorgung - um 14,2 %. Positiv entwickelten sich
jedoch die Auftragseingänge für vollelektrische
Modelle aus dem Volkswagen Konzern in Westeuropa, die sich
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelten.
Das größte Verkaufsvolumen unter den
Konzernfahrzeugen verzeichneten die Modelle T-Roc, Golf
Limousine und Tiguan der Marke Volkswagen Pkw. Darüber
hinaus verzeichneten unter anderem Golf Variant und ID.7
der Marke Volkswagen Pkw, Fabia Kurzheck und Octavia Combi
der Marke Skoda, SEAT Ibiza und SEAT Leon, CUPRA Leon und
CUPRA Ateca, Multivan und Amarok von Volkswagen
Nutzfahrzeuge, A3 Sportback und A4 Avant der Marke Audi
sowie Porsche Cayenne eine erfreuliche
Nachfrageentwicklung. Im Berichtszeitraum wurden unter
anderem T-Cross, Golf, Tiguan, Passat und ID.7 Tourer der
Marke Volkswagen Pkw, Scala, Kamiq, Kodiaq, Octavia und
Superb Combi der Marke Skoda, SEAT Leon, CUPRA Leon und
CUPRA Formentor, Audi Q7 sowie Porsche Panamera neu oder
als Nachfolger in den Markt eingeführt. Der
Pkw-Marktanteil des Volkswagen Konzerns in Westeuropa lag
bei 23,6 (24,1) %.
In Deutschland lag die Zahl der an Kunden des Volkswagen
Konzerns ausgelieferten Fahrzeuge auf einem spürbar
wachsenden Gesamtmarkt von Januar bis Juni 2024 mit 576.991
Einheiten um 4,3% über dem Vorjahreswert. Das
größte Verkaufsvolumen unter den Konzernmodellen
verzeichneten die Modelle Golf Limousine und T-Roc der
Marke Volkswagen Pkw sowie der Skoda Octavia Combi. Zudem
wiesen unter anderem die Modelle Golf Variant der Marke
Volkswagen Pkw, Skoda Karoq und Skoda Fabia Kurzheck, SEAT
Ibiza, CUPRA Leon und CUPRA Ateca, Multivan von Volkswagen
Nutzfahrzeuge, Audi A4 Avant sowie Porsche Cayenne eine
erfreuliche Nachfrageentwicklung auf. In der
Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA)
führten sieben Konzernmodelle ihr jeweiliges Segment
an: Polo, Golf, T-Roc, Tiguan, Passat, Multivan/Transporter
und Porsche 911. Der Golf war auch im ersten Halbjahr 2024
der in Deutschland am häufigsten zugelassene Pkw.
In der Region Zentral- und Osteuropa lag die Zahl der an
Kunden übergebenen Fahrzeuge aus dem Volkswagen
Konzern im ersten Halbjahr 2024 um 1,0 % unter dem
Vergleichswert des Vorjahres. Der Gesamtmarkt verzeichnete
im gleichen Zeitraum ein deutliches Wachstum. Eine
erfreuliche Nachfrageentwicklung wiesen unter anderem die
Modelle Octavia Combi und Octavia Limousine der Marke Skoda
auf. Der Pkw-Marktanteil des Volkswagen Konzerns in der
Region Zentral- und Osteuropa ging auf 17,7 (21,4)%
zurück.
In der Türkei lieferte der Volkswagen Konzern in
den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 auf einem
spürbar wachsenden Gesamtmarkt 2,1% mehr Fahrzeuge an
Kunden aus als im Vorjahreszeitraum. Das dort am meisten
nachgefragte Konzernmodell war der Polo der Marke
Volkswagen Pkw. Auf dem spürbar rückläufigen
südafrikanischen Markt ging die Zahl der verkauften
Konzernmodelle um 3,0% zurück. Der Polo Vivo der Marke
Volkswagen Pkw war dort das am meisten nachgefragte Modell
des Konzerns.
In Nordamerika erhöhte sich die Zahl der an Kunden
ausgelieferten Modelle aus dem Volkswagen Konzern von
Januar bis Juni 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 11,4%. Der
Gesamtmarkt stieg in der gleichen Zeit leicht an. Der
Anteil vollelektrischer Modelle (inklusive schwerer
Nutzfahrzeuge) an den gesamten Auslieferungen des Konzerns
sank in dieser Region auf 6,7 (7,6)%. Tiguan Allspace, Taos
und Jetta der Marke Volkswagen Pkw waren die am meisten
gefragten Konzernmodelle in Nordamerika. Im
Berichtszeitraum wurden unter anderem der Audi Q7, der Audi
Q8 und der Porsche Panamera als Nachfolger in den Markt
eingeführt. Der Marktanteil des Konzerns erhöhte
sich in dieser Region auf 4,8 (4,5) %.
Im ersten Halbjahr 2024 lieferte der Volkswagen Konzern
auf dem leicht wachsenden US-amerikanischen Markt 7,0% mehr
Fahrzeuge an Kunden aus als im Vergleichszeitraum des
Vorjahres. Die größten absoluten Zuwächse
unter den Konzernmodellen verzeichneten unter anderem Jetta
und Atlas der Marke Volkswagen Pkw sowie Audi Q3.
In Kanada stieg die Zahl der Auslieferungen an Kunden
des Volkswagen Konzerns im Berichtszeitraum im Vergleich
zum Vorjahr um 25,9%. Der Gesamtmarkt verzeichnete
während dieser Zeit einen deutlichen Zuwachs. Das
größte Nachfragevolumen unter den
Konzernmodellen registrierten Taos, Tiguan Allspace und
Jetta der Marke Volkswagen Pkw.
Auf dem deutlich wachsenden Gesamtmarkt in Mexiko
lieferten wir in den ersten sechs Monaten dieses Jahres
20,1% mehr Fahrzeuge an Kunden aus als im Vorjahr. Eine
erfreuliche Nachfrageentwicklung verzeichneten unter
anderem Virtus und Polo der Marke Volkswagen Pkw.
Auf dem leicht über dem Vorjahresniveau liegenden
südamerikanischen Markt für Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge stieg die Zahl der an Kunden übergebenen
Konzernmodelle von Januar bis Juni 2024 im Vergleich zum
Vorjahr um 12,6 %. Polo, T-Cross und Nivus der Marke
Volkswagen Pkw wiesen das größte Verkaufsvolumen
unter den Konzernmodellen auf. Der Marktanteil des Konzerns
in Südamerika erhöhte sich auf 12,5 (11,5) %.
Der Volkswagen Konzern lieferte in den ersten sechs
Monaten des Jahres 2024 auf dem deutlich wachsenden Markt
in Brasilien im Vorjahresvergleich 20,5% mehr Fahrzeuge an
Kunden aus. Besonders erfreulich entwickelten sich die
Verkäufe der Modelle Polo, Saveiro und Virtus der
Marke Volkswagen Pkw.
Im Berichtszeitraum reduzierte sich in Argentinien die
Zahl der verkauften Konzernmodelle in einem stark
rückläufigen Gesamtmarkt gegenüber dem
Vorjahr um 2,2%. Das größte Verkaufsvolumen
unter den Konzernmodellen verzeichneten der Taos der Marke
Volkswagen Pkw und der Amarok von Volkswagen Nutzfahrzeuge.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 sank das
Verkaufsvolumen des Volkswagen Konzerns in der Region
Asien-Pazifik um 8,2%, während sich der Gesamtmarkt im
gleichen Zeitraum auf dem Vorjahresniveau bewegte. Der
Pkw-Marktanteil des Konzerns in dieser Region belief sich
auf 8,7 (9,6)%.
Der chinesische Gesamtmarkt verzeichnete im
Berichtszeitraum einen leichten Zuwachs. Der Volkswagen
Konzern lieferte dort im Vorjahresvergleich 7,3 % weniger
Fahrzeuge an Kunden aus. Belastend wirkte weiterhin die
zunehmende Wettbewerbsintensität. Die Zahl der an
Kunden übergebenen vollelektrischen Fahrzeuge in China
war mit 90.610 Einheiten (inklusive schwerer Nutzfahrzeuge)
im Vergleich zum Vorjahr um 45,2% höher. Ihr Anteil an
den gesamten Auslieferungen des Konzerns stieg hier auf 6,7
(4,3)%. Das größte Verkaufsvolumen unter den
Konzernfahrzeugen verzeichneten die Modelle Sagitar, Passat
und Lavida der Marke Volkswagen Pkw sowie der Audi A6.
Zudem wiesen unter anderem die Modelle Lavida XR und ID.3
der Marke Volkswagen Pkw sowie A7 Limousine, A6 Limousine
und Q5der Marke Audi einen erfreulichen Anstieg der
Nachfrage auf. Im Berichtszeitraum wurde unter anderem der
Porsche Panamera als Nachfolger in den Markt
eingeführt.
Auf dem spürbar wachsenden indischen Pkw-Markt
verkaufte der Volkswagen Konzern in den ersten sechs
Monaten dieses Jahres 18,7 % weniger Fahrzeuge als im
Vergleichszeitraum 2023. Virtus und Taigun der Marke
Volkswagen Pkw sowie Slavia der Marke Skoda waren dort die
am meisten nachgefragten Modelle des Konzerns.
In Japan legte die Zahl der an Kunden übergebenen
Konzernfahrzeuge von Januar bis Juni 2024 auf einem
deutlich rückläufigen Gesamtmarkt im Vergleich
zum Vorjahr um 4,1% zu. Das größte
Verkaufsvolumen unter den Konzernmodellen verzeichneten
Golf Limousine und T-Roc der Marke Volkswagen Pkw.
|
AUSLIEFERUNGEN
(FAHRZEUGE) |
VERÄNDERUNG | ||
| 2024 | 2023 | (%) | |
| Europa/Übrige Märkte | 2.024.590 | 1.980.529 | + 2,2 |
| Westeuropa | 1.620.973 | 1.579.313 | + 2,6 |
| davon: Deutschland | 576.991 | 553.063 | + 4,3 |
| Frankreich | 139.721 | 128.537 | + 8,7 |
| Großbritannien | 249.162 | 238.465 | + 4,5 |
| Italien | 149.576 | 144.219 | + 3,7 |
| Spanien | 134.637 | 129.148 | + 4,3 |
| Zentral- und Osteuropa | 237.665 | 240.008 | - 1,0 |
| davon: Tschechische Republik | 55.270 | 61.960 | - 10,8 |
| Russland | - | 2.573 | x |
| Polen | 76.411 | 69.634 | + 9,7 |
| Übrige Märkte | 165.952 | 161.208 | + 2,9 |
| davon: Türkei | 76.460 | 74.881 | + 2,1 |
| Südafrika | 31.974 | 32.959 | - 3,0 |
| Nordamerika | 457.503 | 410.541 | + 11,4 |
| davon: USA | 313.540 | 293.035 | + 7,0 |
| Kanada | 61.133 | 48.559 | + 25,9 |
| Mexiko | 82.830 | 68.947 | + 20,1 |
| Südamerika | 220.753 | 196.008 | + 12,6 |
| davon: Brasilien | 173.308 | 143.768 | + 20,5 |
| Argentinien | 26.708 | 27.319 | - 2,2 |
| Asien-Pazifik | 1.485.008 | 1.616.880 | - 8,2 |
| davon: China | 1.344.509 | 1.450.663 | - 7,3 |
| Indien | 39.056 | 48.044 | - 18,7 |
| Japan | 30.808 | 29.588 | + 4,1 |
| Weltweit | 4.187.854 | 4.203.958 | - 0,4 |
| Volkswagen Pkw | 2.220.345 | 2.224.720 | - 0,2 |
| Skoda | 448.601 | 432.173 | + 3,8 |
| SEAT/CUPRA | 297.418 | 261.433 | + 13,8 |
| Volkswagen Nutzfahrzeuge | 221.554 | 198.730 | + 11,5 |
| Audi | 832.957 | 907.111 | - 8,2 |
| Lamborghini | 5.558 | 5.341 | + 4,1 |
| Bentley | 5.476 | 7.096 | - 22,8 |
| Porsche | 155.945 | 167.354 | - 6,8 |
Von Januar bis Juni 2024 übergab der Volkswagen
Konzern weltweit 4,8% weniger Nutzfahrzeuge an Kunden als
ein Jahr zuvor. Insgesamt lieferten wir 160.111
Nutzfahrzeuge an Kunden aus. Davon entfielen 132.857 (- 5,0
%) Einheiten auf Lkw und 12.536 (- 15,6 %) Einheiten auf
Busse. Die Auslieferungen an Kunden der Transporterbaureihe
MAN TGE stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
spürbar an und beliefen sich auf 14.718 (+ 9,6 %)
Fahrzeuge.
In den 27 EU-Staaten ohne Malta, aber zuzüglich
Großbritannien, Norwegen und der Schweiz (EU27 + 3)
sanken die Verkäufe von Januar bis Juni 2024
gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5,2%
auf insgesamt 72.111 Einheiten; davon entfielen 54.676 auf
Lkw und 2.953 auf Busse. Die Zahl der Auslieferungen an
Kunden der Transporterbaureihe MAN TGE belief sich auf
14.482 Fahrzeuge.
In den ersten sechs Monaten des Jahres stiegen die
Auslieferungen an Kunden in der Türkei deutlich auf
3.107 Fahrzeuge. Davon entfielen 2.868 Einheiten auf Lkw
und 122 Einheiten auf Busse sowie 117 Fahrzeuge auf die
Transporterbaureihe MAN TGE. In Südafrika sank die
Zahl der an Kunden des Volkswagen Konzerns ausgelieferten
Nutzfahrzeuge gegenüber dem Vorjahreszeitraum
spürbar auf 2.120 Einheiten; davon entfielen 1.789 auf
Lkw und 331 auf Busse.
Die Verkäufe in Nordamerika sanken in den ersten
zwei Quartalen des Jahres 2024 auf 37.669 (- 21,8 %)
Fahrzeuge, darunter waren 33.212 Lkw und 4.457 Busse.
Die Auslieferungen an Kunden stiegen in Südamerika
im Berichtszeitraum auf insgesamt 34.573 Einheiten (+
36,8%); davon entfielen 30.880 auf Lkw und 3.693 auf Busse.
In Brasilien stiegen die Verkäufe in den ersten sechs
Monaten des Jahres 2024 im Wesentlichen aufgrund von
Normalisierungseffekten im Zusammenhang mit der
Einführung einer neuen Emissionsnorm im Vorjahr sehr
stark um 48,6% auf 29.968 Einheiten. Unter den
ausgelieferten Einheiten befanden sich 26.942 Lkw und 3.026
Busse.
In der Region Asien-Pazifik verkaufte der Volkswagen
Konzern im Berichtszeitraum 4.632 Fahrzeuge, darunter 4.276
Lkw und 356 Busse - das waren insgesamt 23,3% weniger als
im Vorjahr.
|
AUSLIEFERUNGEN
(FAHRZEUGE) |
VERÄNDERUNG | ||
| 2024 | 2023 | (%) | |
| Europa/Übrige Märkte | 83.237 | 88.600 | - 6,1 |
| davon: EU27 + 3 | 72.111 | 76.036 | - 5,2 |
| davon: Deutschland | 19.196 | 22.267 | - 13,8 |
| Türkei | 3.107 | 2.795 | + 11,2 |
| Südafrika | 2.120 | 2.317 | - 8,5 |
| Nordamerika | 37.669 | 48.192 | - 21,8 |
| davon: USA | 27.251 | 37.886 | - 28,1 |
| Mexiko | 7.555 | 7.635 | - 1,0 |
| Südamerika | 34.573 | 25.280 | + 36,8 |
| davon: Brasilien | 29.968 | 20.161 | + 48,6 |
| Asien-Pazifik | 4.632 | 6.040 | - 23,3 |
| Weltweit | 160.111 | 168.112 | - 4,8 |
| Scania | 52.268 | 46.290 | + 12,9 |
| MAN | 49.151 | 55.999 | - 12,2 |
| Navistar | 35.312 | 45.791 | - 22,9 |
| Volkswagen Truck &Bus | 23.380 | 20.032 | + 16,7 |
1 Die Auslieferungen des Vorjahres wurden
aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert.
Aufträge im Segment Power Engineering sind im
Regelfall Teil größerer Investitionsprojekte,
für die Lieferzeiten von knapp einem Jahr bis zu
mehreren Jahren sowie Teillieferungen nach Baufortschritt
typisch sind. Die Umsatzerlöse aus dem
Neubaugeschäft folgen daher der Entwicklung der
Auftragseingänge mit entsprechendem zeitlichen
Versatz.
Hauptumsatzträger des Segments Power Engineering
waren im Zeitraum Januar bis Juni 2024 Engines &Marine
Systems sowie Turbomachinery, die zusammen über drei
Viertel der gesamten Umsatzerlöse erzielten.
Der Konzernbereich Finanzdienstleistungen umfasst die
Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das
Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagement
sowie Mobilitätsangebote des Volkswagen Konzerns. Er
schließt die Finanzdienstleistungsaktivitäten
der Volkswagen Group Mobility (ehemals Volkswagen
Finanzdienstleistungen) sowie von Scania, Navistar und
Porsche Holding Salzburg ein und berücksichtigt auch
die Vertragsabschlüsse unserer internationalen
Gemeinschaftsunternehmen.
Die Produkte und Services des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen waren im Zeitraum Januar bis Juni
2024 beliebt. Die Zahl der Neuverträge im
Finanzierungs-, Leasing-, Service- und
Versicherungsgeschäft stieg um 21,3% auf weltweit 5,5
Mio. Kontrakte. Seit dem 1. Januar 2024 werden weitere
Arten von Versicherungsverträgen berücksichtigt,
der Vertragsbestand vom 31. Dezember 2023 wurde angepasst.
Der Anteil der geleasten und finanzierten Fahrzeuge an den
Auslieferungen des Konzerns (Penetrationsrate) lag im
Berichtszeitraum in den Märkten des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen bei 34,8 (33,6)%. Der
Gesamtvertragsbestand lag am 30. Juni 2024 mit 27,6 Mio.
Einheiten um 1,7 % unter dem angepassten Wert vom
Vorjahresende.
In Europa/Übrige Märkte übertraf die Zahl
der unterzeichneten Neuverträge mit 4,0 Mio. Einheiten
den Vergleichswert des Vorjahres um 20,7 %. Der
Gesamtvertragsbestand verfehlte am Ende des
Berichtszeitraums mit 19,8 (20,1) Mio. Kontrakten das
Niveau vom 31. Dezember 2023. Auf den Bereich
Kundenfinanzierung und Leasing entfielen davon 7,1 (7,1)
Mio. Verträge.
Die Zahl der in Nordamerika neu abgeschlossenen
Verträge stieg im ersten Halbjahr 2024 auf 733 (481)
Tsd. Kontrakte. Der Vertragsbestand lag am 30. Juni 2024
mit 4,1 (4,1) Mio. Einheiten auf dem Niveau vom
Vorjahresende. Der Bereich Kundenfinanzierung und Leasing
verzeichnete 1,7 (1,6) Mio. Verträge.
In der Region Südamerika wurden im Zeitraum Januar
bis Juni dieses Jahres 381 (242) Tsd. neue Kontrakte
geschlossen. Der Gesamtvertragsbestand war zum Ende des
Berichtszeitraums mit 1,4 (1,4) Mio. Einheiten
unverändert gegenüber dem 31. Dezember 2023;
dabei entfielen 0,6 (0,6) Mio. Verträge auf den
Bereich Kundenfinanzierung und Leasing.
In den ersten sechs Monaten 2024 sanken im Raum
Asien-Pazifik die neuen Vertragsabschlüsse auf 389
(502) Tsd. Einheiten; der Vergleichswert des Vorjahres
wurde damit verfehlt. Der Gesamtvertragsbestand belief sich
Ende Juni 2024 auf 2,4 (2,5) Mio. Kontrakte. Auf den
Bereich Kundenfinanzierung und Leasing entfielen 1,4 (1,5)
Mio. Verträge.
Im Berichtszeitraum sank der Absatz des Volkswagen
Konzerns an die Handelsorganisation um 2,4% auf 4.340.843
Einheiten (einschließlich der At Equity einbezogenen
Gesellschaften in China), was unter anderem auf die hohen
Absatzvolumina zum Jahresende 2023 zurückzuführen
war. Im Ausland nahm das Absatzvolumen um 3,3% auf
3.739.770 Fahrzeuge ab. Einen Zuwachs verzeichneten
insbesondere Brasilien, Großbritannien und Kanada.
Demgegenüber wurden vor allem in China weniger
Fahrzeuge abgesetzt. Der Absatz im Inland erhöhte sich
gegenüber dem Vorjahreswert um 3,6%. Der Inlandsanteil
am Gesamtabsatz des Konzerns stieg auf 13,8 (13,0) %.
Im ersten Halbjahr 2024 ging die Fertigung des
Volkswagen Konzerns um 1,8% auf 4.606.319 Fahrzeuge
(einschließlich der At Equity einbezogenen
Gesellschaften in China) zurück. Im Inland sank die
Fertigung um 16,4% auf 904.461 Fahrzeuge. Der Anteil der in
Deutschland hergestellten Fahrzeuge im Verhältnis zur
Gesamtproduktion des Konzerns nahm auf 19,6 (23,1) % ab.
Der weltweite Lagerbestand an Neufahrzeugen
(einschließlich der At Equity einbezogenen
Gesellschaften in China) bei den Konzerngesellschaften und
in der Handelsorganisation lag Ende Juni 2024 deutlich
über dem Stand zum Jahresende 2023 und moderat
über dem entsprechenden Wert des Vorjahreszeitraums.
Ende Juni 2024 bewegte sich die Zahl der aktiven
Mitarbeiter im Volkswagen Konzern mit 655.905 (+ 0,2 %) auf
Höhe des Stands zum 31. Dezember 2023. Darüber
hinaus befanden sich 12.311 Mitarbeiter in der passiven
Phase der Altersteilzeit und 14.555 junge Menschen standen
in einem Ausbildungsverhältnis. Am Ende des
Berichtszeitraums lag die weltweite Gesamtbelegschaft des
Volkswagen Konzerns mit 682.771 Personen auf dem Stand vom
Jahresende 2023. Im Inland waren 294.705 Mitarbeiter
beschäftigt (- 1,3 %) und im Ausland waren 388.066
Mitarbeiter (+ 0,7 %) tätig.
| in Tsd. | 2024 | 2023 | % |
| Absatz (Fahrzeuge) | 4.341 | 4.448 | - 2,4 |
| Produktion (Fahrzeuge) | 4.606 | 4.691 | - 1,8 |
| Belegschaft (am 30.06.2024/31.12.2023) | 682,8 | 684,0 | -0,2 |
1 Inklusive der nicht vollkonsolidierten
chinesischen Gemeinschaftsunternehmen.
Entsprechend der im Geschäftsbericht 2023
dargestellten internen finanziellen Steuerung und
Berichterstattung gliedert sich der Volkswagen Konzern in
die zwei Konzernbereiche Automobile und
Finanzdienstleistungen. Der Konzernbereich Automobile
umfasst die Segmente Pkw und leichte Nutzfahrzeuge,
Nutzfahrzeuge und Power Engineering sowie die Werte der
Überleitungsrechnung. Die Überleitungsrechnung
beinhaltet die Eliminierung der konzerninternen Beziehungen
zwischen den beiden Konzernbereichen und wird dem
Konzernbereich Automobile zugeordnet. Innerhalb des
Konzernbereichs Automobile fassen wir das Segment Pkw und
leichte Nutzfahrzeuge sowie die Überleitungsrechnung
zum Bereich Pkw zusammen. Für Nutzfahrzeuge und Power
Engineering entspricht das Segment jeweils dem Bereich.
Auch der Konzernbereich Finanzdienstleistungen und das
Segment Finanzdienstleistungen sind deckungsgleich.
Im ersten Halbjahr 2024 hat der Volkswagen Konzern
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,0
Mrd.€ im Sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.
Diese entfallen im Wesentlichen auf die Volkswagen AG. Mit
dem Ziel, eine nachhaltige Personalkostensenkung im
Verwaltungsbereich der Volkswagen AG fokussiert erreichen
zu können, hat der Vorstand im April 2024 beschlossen,
den Personalabbau durch gezielte Aufhebungsverträge zu
unterstützen.
Am 25. Juni 2024 haben Volkswagen und der
US-amerikanische Elektrofahrzeughersteller Rivian
Automotive, Inc., Irvine/USA (Rivian) ihre Absicht bekannt
gegeben, ein Joint Venture zu gründen, das zu gleichen
Teilen gehalten wird.
Ziel der Partnerschaft ist die Entwicklung von
Software-Defined-Vehicle-Architekturen (SDV) der
nächsten Generation, die in den künftigen
Elektrofahrzeugen beider Unternehmen eingesetzt werden
sollen. Das Joint Venture soll auf der Software- und
Elektroarchitektur von Rivian aufbauen, um
branchenführende Softwaredefinierte
Fahrzeugtechnologiearchitekturen zu schaffen. Eine
Entscheidung über die tatsächliche Umsetzung des
Joint Ventures wurde noch nicht getroffen und hängt
von einer Reihe technischer, wirtschaftlicher und
regulatorischer Parameter ab.
Im Juni 2024 hat Volkswagen auf der Grundlage dieser
geplanten strategischen Partnerschaft 1 Mrd. USD in Rivian
in Form einer unbesicherten Wandelanleihe investiert, die
nach Erhalt der behördlichen Genehmigungen,
frühestens aber am 1. Dezember 2024, in Stammaktien
von Rivian gewandelt wird. Der Wandlungspreis für die
Hälfte des Anleihebetrags wird auf der Grundlage eines
bestimmten täglichen volumengewichteten
Durchschnittskurses (VWAP) vor dieser Ankündigung
berechnet, und der Wandlungspreis für die verbleibende
Hälfte wird auf der Grundlage eines bestimmten
täglichen VWAP vor dem Wandlungsdatum berechnet.
Wertschwankungen der bilanziell als Fremdkapital
klassifizierten Wandelanleihe sind erfolgswirksam zum Fair
Value zu bewerten. Aufgrund der positiven Kursentwicklung
der Aktien von Rivian ergab sich zum 30. Juni 2024 aus der
Bewertung der Wandelanleihe ein nicht zahlungswirksamer
Ertrag in Höhe von 73 Mio.€, der im Übrigen
Finanzergebnis ausgewiesen wird.
Für den Fall einer erfolgreichen Umsetzung des
Joint Ventures und der Erreichung bestimmter Meilensteine
beabsichtigt Volkswagen, weitere Investitionen in Höhe
von bis zu 4 Mrd. USD zu tätigen. Davon sollen
gegebenenfalls 2 Mrd. USD auf Rivian Stammaktien entfallen,
die voraussichtlich in zwei Tranchen von je 1 Mrd. USD in
den Jahren 2025 und 2026 investiert werden, wobei die
Preisgestaltung auf der Grundlage eines bestimmten
durchschnittlichen Marktpreises der Rivian Stammaktien vor
dem jeweiligen Kauf erfolgen soll. Die weiteren
Investitionen in Höhe von 2 Mrd. USD sollen
gegebenenfalls auf das zu gründende Joint Venture und
Lizenzen entfallen. Sie sollen voraussichtlich aufgeteilt
werden in eine Zahlung bei der Gründung des Joint
Ventures und für eine Lizenz an der elektrischen
Architekturtechnologie von Rivian sowie ein Darlehen an das
Joint Venture im Jahr 2026.
Mit dem Bescheid vom 3. Juli 2024 hat das
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz den
Verkauf des Geschäftsbereichs MGT-Gasturbinen an die
CSIC Longjiang GH Gas Turbine Co. Ltd., Harbin/China
untersagt. Das Bundeskabinett hat dem Untersagungsbescheid
zugestimmt.
Mit der Untersagung gibt MAN Energy Solutions SE,
Augsburg die Entwicklung, die Fertigung und den Vertrieb
von MGT-Gasturbinen auf. Das Servicegeschäft für
die MGT-Gasturbine wird fortgeführt. Die Untersagung
des geplanten Verkaufs und Aufgabe des
Neubau-Geschäftes mit der MGT-Gasturbine führte
zur Beendigung des Ausweises nach IFRS 5 sowie einer
Abwertung der Aktivierten Entwicklungskosten und
Vorratsbestände für die MGT-Gasturbine zum 30.
Juni 2024. Daraus ergab sich ein Aufwand in Höhe von
86 Mio.€, der in den Kosten der Umsatzerlöse und
dem Sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen wird.
Neben der Gasturbine MGT gibt es noch drei weitere Typen
von Gasturbinen (THM, FT8 und S-Klasse), deren
Geschäft davon nicht betroffen ist.
Im ersten Halbjahr 2024 erwirtschaftete der Volkswagen
Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 158,8 (156,3)
Mrd.€. Die positive Umsatzentwicklung resultierte aus
dem Konzernbereich Finanzdienstleistungen. Der Volkswagen
Konzern erzielte 80,1 (81,7) % seiner Umsatzerlöse im
Ausland. Das Bruttoergebnis nahm um 1,6 Mrd.€ auf 29,3
Mrd.€ ab. Die Bruttomarge reduzierte sich in der Folge
auf 18,5 (19,8)%.
Das Operative Ergebnis des Volkswagen Konzerns belief
sich in den ersten sechs Monaten 2024 auf 10,1 (11,3) Mrd.
€. Die operative Umsatzrendite betrug 6,3 (7,3) %. Das
niedrigere Ergebnis resultierte im Wesentlichen aus einer
unvorteilhaften Absatz-, Mix- und Preisentwicklung sowie
höheren Vorleistungen für neue Produkte. Im
Bereich Pkw fielen im Zeitraum Januar bis Juni 2024
Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in
Höhe von 1,0 Mrd. € an. Im Bereich Power
Engineering waren Aufwendungen im Zusammenhang mit der
geplanten Schließung des Geschäftsbereichs
MGT-Gasturbinen der MAN Energy Solutions zu
berücksichtigen. Im Vorjahr belastete die
Fair-Value-Bewertung von Derivaten außerhalb des
Hedge Accounting mit - 2,5 Mrd. € das Operative
Ergebnis. Im Berichtszeitraum hatten zudem gestiegene
Zinsaufwendungen und Währungskursverluste im
Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der Volkswagen Bank
Rus einen negativen Einfluss auf das Operative Ergebnis des
Konzernbereichs Finanzdienstleistungen.
Das Finanzergebnis lag mit 0,1 (0,6) Mrd. € unter
dem Wert des Vorjahres. Das Ergebnis aus At Equity
bewerteten Anteilen war unter anderem aufgrund der
gesunkenen Ergebnisse der chinesischen
Gemeinschaftsunternehmen geringer als ein Jahr zuvor.
Gestiegene Zinsaufwendungen führten im ersten Halbjahr
2024 zu einem negativen Zinsergebnis. Im Übrigen
Finanzergebnis konnte die positive Entwicklung im
Wertpapier- und Fondsergebnis negative
Wechselkurseinflüsse ausgleichen. Der
Vorjahreszeitraum war zudem mit nicht zahlungswirksamen
Aufwendungen im Zusammenhang mit Anpassungen der Buchwerte
von Beteiligungsgesellschaften aufgrund von
Börsenkursentwicklungen und Wertminderungstests
belastet. Das Ergebnis vor Steuern des Volkswagen Konzerns
ging in den ersten sechs Monaten 2024 um 1,7 Mrd.€ auf
10,2 Mrd.€ zurück. Das Ergebnis nach Steuern sank
im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mrd. € auf 7,3 Mrd.
€.
Im Zeitraum Januar bis Juni 2024 lagen die
Umsatzerlöse des Konzernbereichs Automobile mit 129,4
(130,6) Mrd.€ auf dem Niveau des Vorjahres. Die
Umsatzerlöse in den Bereichen Pkw und Nutzfahrzeuge
erreichten die Größenordnung des Vorjahres,
während sie sich im Bereich Power Engineering
spürbar erhöhten. Die Geschäftsentwicklung
des Konzerns auf dem chinesischen Pkw-Markt schlägt
sich im Wesentlichen nur in Form von Lieferungen von
Fahrzeugen und Fahrzeugteilen in den Umsatzerlösen des
Konzerns nieder, da unsere chinesischen Joint Ventures At
Equity bilanziert werden.
Die Kosten der Umsatzerlöse waren im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum nahezu unverändert. Die hierin
enthaltenen ergebniswirksam verrechneten Forschungs- und
Entwicklungskosten stiegen, während die
Materialaufwendungen volumenbedingt gesunken sind. Die
Forschungs- und Entwicklungskostenquote (F&E-Quote),
definiert als Anteil der gesamten Forschungs- und
Entwicklungskosten an den Umsatzerlösen im
Konzernbereich Automobile, fiel im ersten Halbjahr 2024 mit
8,8 (7,8)% höher aus als ein Jahr zuvor. Die
Investitionsquote, die sich aus der F&E- und
Sachinvestitionsquote zusammensetzt, belief sich im
Berichtszeitraum auf 13,4 (12,1) %.
In den ersten sechs Monaten 2024 legten sowohl die
Vertriebskosten - unter anderem infolge von gestiegenen
Vermarktungskosten - als auch die Verwaltungskosten im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum spürbar zu; auch ihr
jeweiliger Anteil an den Umsatzerlösen erhöhte
sich. Das Sonstige betriebliche Ergebnis lag bei - 1,7
(-3,2) Mrd. €. Im Bereich Pkw fielen im Zeitraum
Januar bis Juni 2024 Aufwendungen für
Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 1,0
Mrd.€ an. Zudem hatten Währungskurse im
Berichtszeitraum einen negativen Einfluss. Im Vorjahr
wirkten Effekte aus der Fair-Value-Bewertung von Derivaten
außerhalb des Hedge Accounting in Höhe von -2,5
Mrd.€ belastend.
Das Operative Ergebnis des Konzernbereichs Automobile
belief sich im Zeitraum Januar bis Juni 2024 auf 8,6 Mrd.
€; das waren 0,5 Mrd. € weniger als im Vorjahr.
Eine unvorteilhafte Absatz-, Mix- und Preisentwicklung,
höhere Vorleistungen für neue Produkte sowie
Aufwendungen für
Restrukturierungsmaßnahmenhatten einen negativen
Einfluss. Im Bereich Power Engineering waren Aufwendungen
im Zusammenhang mit der geplanten Schließung des
MGT-Gasturbinengeschäfts der MAN Energy Solutions zu
berücksichtigen. Im Vorjahr belastete die
Fair-Value-Bewertung von Derivaten außerhalb des
Hedge Accounting mit - 2,5 Mrd. € das Operative
Ergebnis.
| Mio. € | 2024 | 2023 |
| Pkw | ||
| Umsatzerlöse | 104.629 | 106.362 |
| Operatives Ergebnis | 6.453 | 7.118 |
| Operative Umsatzrendite (in %) | 6,2 | 6,7 |
| Nutzfahrzeuge | ||
| Umsatzerlöse | 22.738 | 22.331 |
| Operatives Ergebnis | 2.059 | 1.796 |
| Operative Umsatzrendite (in %) | 9,1 | 8,0 |
| Power Engineering | ||
| Umsatzerlöse | 1.998 | 1.875 |
| Operatives Ergebnis | 123 | 206 |
| Operative Umsatzrendite (in %) | 6,2 | 11,0 |
Die operative Umsatzrendite sank auf 6,7 (7,0) %. Von
der Geschäftsentwicklung unserer At Equity
einbezogenen chinesischen Gemeinschaftsunternehmen
profitieren wir im Operativen Ergebnis im Wesentlichen nur
in Form von Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen
sowie Lizenzeinnahmen, da die Ergebnisse dieser Joint
Ventures im Finanzergebnis bilanziert werden.
Im ersten Halbjahr 2024 übertrafen die
Umsatzerlöse des Finanzdienstleistungsbereichs
volumenbedingt mit 29,4 Mrd. € den Vorjahreswert um
14,6 %. Die Kosten der Umsatzerlöse erhöhten sich
überproportional im Verhältnis zum
Vorjahreszeitraum, insbesondere aufgrund sehr stark
gestiegener Zinsaufwendungen und höherer
Abschreibungen auf die Restwerte von vermieteten
Fahrzeugen. Das Bruttoergebnis ging in der Folge um 0,4
Mrd.€ auf 3,8 Mrd.€ zurück.
Das Operative Ergebnis des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen fiel mit 1,4 (2,2) Mrd. €
niedriger aus als in den ersten sechs Monaten 2023. Der
Rückgang resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen
Zinsaufwendungen sowie aus Währungskursverlusten im
Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der Volkswagen Bank
Rus. Die operative Umsatzrendite verringerte sich auf 4,8
(8,7) %.
Im Zeitraum Januar bis Juni 2024 erzielte der Volkswagen
Konzern einen unter anderem ergebnisbedingt um 2,0 Mrd.
€ unter dem Vorjahr liegenden Brutto-Cashflow in
Höhe von 23,9 Mrd. €. Die insbesondere im
Ergebnis des Vorjahres enthaltenen zahlungsunwirksamen
Belastungen aus den Bewertungseffekten der
Sicherungsgeschäfte sind in der Kapitalflussrechnung
zu eliminieren. Die Veränderung im Working Capital
entsprach - 19,4 (- 18,9) Mrd. € und resultierte im
Berichtszeitraum im Wesentlichen aus dem Aufbau der
Vermieteten Vermögenswerte, Forderungen und
Vorräte, denen eine Zunahme der sonstigen
Rückstellungen und Verbindlichkeiten entgegenstand.
Der Cashflow aus dem laufenden Geschäft reduzierte
sich im ersten Halbjahr 2024 um 2,6 Mrd. € auf 4,5
Mrd. €.
Die Investitionstätigkeit des laufenden
Geschäfts des Volkswagen Konzerns nahm im
Berichtszeitraum um 0,4 Mrd.€ auf 11,5 Mrd.€ ab.
Gestiegene Sachinvestitionen (Investitionen in Sachanlagen,
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Immaterielle
Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungskosten)
konnten durch geringere Ausgaben für Mergers
&Acquisitions-Aktivitäten mehr als kompensiert
werden.
Aus der Finanzierungstätigkeit des Volkswagen
Konzerns ergab sich insgesamt ein Mittelzufluss in
Höhe von 15,8 (3,0) Mrd. €. Die
Finanzierungstätigkeit berücksichtigt im
Wesentlichen die Aufnahme und Tilgung von Anleihen sowie
Veränderungen der übrigen Finanzschulden, die
Dividendenzahlung an die Aktionäre der Volkswagen AG
in Höhe von 4,5 Mrd.€ sowie die Rückzahlung
der im Mai 2024 gekündigten Hybridanleihe in Höhe
von 1,25 Mrd. €.
Am Ende des Berichtszeitraums verzeichnete der
Volkswagen Konzern einen Zahlungsmittelbestand laut
Kapitalflussrechnung in Höhe von 50,4 Mrd. €.
Ende Dezember 2023 hatte er 43,5 Mrd. € betragen.
Am 30. Juni 2024 lag die Nettoliquidität des
Volkswagen Konzerns bei - 163,6 Mrd. €; am Jahresende
2023 waren es - 147,4 Mrd. € gewesen.
Im ersten Halbjahr 2024 verzeichnete der Konzernbereich
Automobile einen Brutto-Cashflow in Höhe von 16,8 Mrd.
€, der den Vorjahreswert unter anderem aufgrund des
schwächeren Ergebnisses um 3,0 Mrd. € verfehlte.
Die insbesondere im Ergebnis des Vorjahres enthaltenen
zahlungsunwirksamen Bewertungseffekte aus
Sicherungsgeschäften sind in der Kapitalflussrechnung
zu eliminieren. Die Veränderung im Working Capital
belief sich auf - 5,9 (- 6,1) Mrd. €. Gründe
für die Veränderung im Berichtszeitraum waren im
Wesentlichen der Aufbau der Vorräte und Forderungen,
denen eine Zunahme der sonstigen Rückstellungen sowie
der Verbindlichkeiten entgegenstand. Der Cashflow aus dem
laufenden Geschäft reduzierte sich im Berichtszeitraum
um 2,8 Mrd.€ auf 10,9 Mrd. €.
Von Januar bis Juni 2024 verringerte sich die
Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts auf
11,1 (11,3) Mrd. €. Die darin enthaltenen
Sachinvestitionen (Investitionen in Sachanlagen, Als
Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Immaterielle
Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungskosten)
stiegen um 0,3 Mrd. € auf 5,9 Mrd. €. Die
Sachinvestitionsquote lag bei 4,6 (4,3) %. Wesentliche
Anteile der Sachinvestitionen flossen vornehmlich in unsere
Fertigungsstandorte und in Modelle, die wir in diesem und
im kommenden Jahr in den Markt eingeführt haben oder
einführen werden, die Elektrifizierung und
Digitalisierung unserer Produkte, Zukunftstechnologien
sowie die Weiterentwicklung der modularen und rein
elektrischen Baukästen und Plattformen. Die
Zugänge zu den aktivierten Entwicklungskosten lagen
mit 5,2 (5,2) Mrd.€ auf dem Niveau des Vorjahres. Die
Position "Erwerb und Verkauf von Beteiligungen" entsprach -
0,3 (- 0,6) Mrd. € und enthielt vor allem strategische
Investitionen in diverse Unternehmen.
Der Netto-Cashflow des Konzernbereichs Automobile ging
um 2,6 Mrd.€. auf -0,1 Mrd.€ zurück.
Die Investitionstätigkeit des Konzernbereichs
Automobile beinhaltet zudem die an Rivian gewährte
Wandelanleihe.
Im Berichtszeitraum verzeichnete die
Finanzierungstätigkeit des Konzernbereichs Automobile
einen Mittelabfluss in Höhe von 1,9 (12,8) Mrd.
€. Sie berücksichtigt vor allem die Aufnahme und
Tilgung von Anleihen und Veränderungen der
übrigen Finanzschulden, die Dividendenzahlung an die
Aktionäre der Volkswagen AG sowie die Rückzahlung
der im Mai 2024 gekündigten Hybridanleihe. Im
Vorjahreszeitraum war hier auch die Zahlung der
Sonderdividende an die Aktionäre der Volkswagen AG im
Zusammenhang mit dem Börsengang der Dr. Ing. h.c. F.
Porsche AG (Porsche AG) zu berücksichtigen.
Am Ende des ersten Halbjahres 2024 wies der
Konzernbereich Automobile eine solide Nettoliquidität
in Höhe von 31,3 Mrd. € aus; Ende Dezember 2023
hatte sie 40,3 Mrd. € betragen.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2024
erwirtschaftete der Finanzdienstleistungsbereich einen
Brutto-Cashflow in Höhe von 7,1 (6,2) Mrd. €. Die
Veränderung im Working Capital betrug - 13,6 (- 12,8)
Mrd. €. Insbesondere der Aufbau der Vermieteten
Vermögenswerte und Forderungen führte im
Berichtszeitraum zu einer höheren Mittelbindung im
Working Capital. In der Folge lag der Cashflow aus dem
laufenden Geschäft bei - 6,4 (- 6,7) Mrd. €.
Die Investitionstätigkeit des laufenden
Geschäfts ging auf 0,5 (0,6) Mrd. € zurück.
| Mio. € | 2024 | 2023 |
| Pkw | ||
| Brutto-Cashflow | 13.913 | 16.844 |
| Veränderung Working Capital | - 4.053 | - 4.635 |
| Cashflow laufendes Geschäft | 9.860 | 12.209 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | - 9.975 | - 10.749 |
| Netto-Cashflow | - 115 | 1.460 |
| Nutzfahrzeuge | ||
| Brutto-Cashflow | 2.647 | 2.664 |
| Veränderung Working Capital | - 1.659 | - 1.171 |
| Cashflow laufendes Geschäft | 988 | 1.492 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | - 1.006 | - 473 |
| Netto-Cashflow | - 18 | 1.019 |
| Power Engineering | ||
| Brutto-Cashflow | 249 | 290 |
| Veränderung Working Capital | - 172 | - 254 |
| Cashflow laufendes Geschäft | 77 | 35 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | - 73 | - 45 |
| Netto-Cashflow | 4 | - 10 |
In der Finanzierungstätigkeit des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen ergab sich im ersten Halbjahr 2024
ein Mittelzufluss in Höhe von 17,7 (15,8) Mrd.€.
Hierin enthalten sind vor allem die Aufnahme und Tilgung
von Anleihen sowie übriger Finanzschulden.
Ende Juni 2024 lag die branchenüblich negative
Nettoliquidität des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen bei - 194,9 Mrd. €; am 31.
Dezember 2023 hatte sie sich auf - 187,7 Mrd. €
belaufen.
Am Ende des ersten Halbjahres 2024 verzeichnete der
Volkswagen Konzern mit 630,4 Mrd.€ eine um 5,0%
höhere Bilanzsumme als am Jahresende 2023. Das
Eigenkapital war mit 192,3 Mrd.€ im Wesentlichen
ergebnisbedingt um 2,4 Mrd. € höher als am
Jahresende 2023. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 30,5
(31,6) %.
Die Immateriellen Vermögenswerte im Konzernbereich
Automobile nahmen im Vergleich zum Jahresende 2023
insbesondere infolge von über den Abschreibungen
liegenden Zugängen von aktivierten Entwicklungskosten
leicht zu. Die Sachanlagen waren gegenüber dem 31.
Dezember 2023 nahezu unverändert. Die At Equity
bewerteten Anteile verringerten sich im Wesentlichen
aufgrund der Dividendenbeschlüsse der chinesischen
Gemeinschaftsunternehmen. Insgesamt lagen die Langfristigen
Vermögenswerte mit 188,7 (186,0) Mrd.€ in der
Größenordnung des Vorjahresendes.
Die Kurzfristigen Vermögenswerte fielen am 30. Juni
2024 mit 128,2 (120,2) Mrd. € höher aus als Ende
2023. Die Vorräte erhöhten sich spürbar. Die
kurzfristigen Sonstigen Forderungen und finanziellen
Vermögenswerte nahmen unter anderem aufgrund noch
ausstehender Dividendenzahlungen der chinesischen
Gemeinschaftsunternehmen und gestiegener Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen zu. Der Bestand an
Zahlungsmitteln reduzierte sich um 6,9 Mrd. € auf 21,8
Mrd. €.
Am Ende des Berichtszeitraums verzeichnete der
Konzernbereich Automobile ein in der
Größenordnung des Vorjahresendes liegendes
Eigenkapital in Höhe von 147,1 (146,3) Mrd.€. Die
Ergebnisentwicklung, die geringeren
versicherungsmathematischen Verluste aus der Neubewertung
von Pensionsplänen infolge der Änderung des
Zinssatzes sowie positive Einflüsse aus der
Währungsumrechnung standen der Dividendenzahlung an
die Aktionäre der Volkswagen AG und der
Rückzahlung der im Mai 2024 gekündigten
Hybridanleihe entgegen. Die Anteile von Minderheiten am
Eigenkapital nahmen leicht zu und waren im Wesentlichen den
Minderheitsaktionären des Porsche AG Konzerns und der
TRATON Group zuzurechnen. Die Eigenkapitalquote belief sich
auf 46,4 (47,8) %.
Die Langfristigen Schulden lagen am Ende des
Berichtszeitraums mit 89,9 (86,9) Mrd. € leicht
über dem Wert vom 31. Dezember 2023. Die langfristigen
Finanzschulden stiegen stark, während die
Pensionsrückstellungen insbesondere aufgrund der
versicherungsmathematischen Neubewertung infolge der
Änderung des Zinssatzes spürbar
rückläufig waren.
Mit 80,0 (73,1) Mrd. € erhöhten sich die
Kurzfristigen Schulden am Ende der ersten sechs Monate 2024
gegenüber dem Jahresende 2023 spürbar. Die
kurzfristigen Finanzschulden nahmen auf - 6,6 (- 8,6) Mrd.
€ ab. Die Werte des Automobilbereichs enthalten auch
die Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den
Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. Da
die kurzfristigen Finanzschulden des originären
Konzernbereichs Automobile geringer waren als die an den
Finanzdienstleistungsbereich gewährten Darlehen, war
der auszuweisende Wert in beiden Zeiträumen negativ.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen
zu, auch die kurzfristigen Sonstigen Schulden erhöhten
sich. Die kurzfristigen Sonstigen Rückstellungen
stiegen unter anderem aufgrund der geplanten
Restrukturierungsmaßnahmen im Bereich Pkw.
Am Ende des Berichtszeitraums wies der Konzernbereich
Automobile eine Bilanzsumme in Höhe von 316,9
Mrd.€ aus; das waren 3,5% mehr als am Jahresende 2023.
| Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| Pkw | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 147.281 | 149.881 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 102.800 | 100.013 |
| Bilanzsumme | 250.081 | 249.894 |
| Eigenkapital | 128.201 | 127.684 |
| Langfristige Schulden | 65.896 | 69.259 |
| Kurzfristige Schulden | 55.984 | 52.952 |
| Nutzfahrzeuge | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 39.799 | 34.530 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 21.623 | 16.237 |
| Bilanzsumme | 61.422 | 50.767 |
| Eigenkapital | 16.251 | 15.918 |
| Langfristige Schulden | 23.499 | 17.077 |
| Kurzfristige Schulden | 21.672 | 17.772 |
| Power Engineering | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.635 | 1.631 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.811 | 3.955 |
| Bilanzsumme | 5.446 | 5.585 |
| Eigenkapital | 2.612 | 2.703 |
| Langfristige Schulden | 464 | 532 |
| Kurzfristige Schulden | 2.370 | 2.350 |
Am 30. Juni 2024 verzeichnete der
Finanzdienstleistungsbereich mit 313,4 Mrd.€ eine um
6,6% höhere Bilanzsumme als Ende 2023.
Mit 181,2 (174,7) Mrd.€ fielen die Langfristigen
Vermögenswerte insgesamt höher aus als am
Jahresende 2023. Die darin enthaltenen Sachanlagen waren
unverändert. Die Vermieteten Vermögenswerte und
die langfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen
erhöhten sich im Wesentlichen volumenbedingt.
Die Kurzfristigen Vermögenswerte nahmen um 10,8%
auf 132,3 Mrd.€ zu. Der darin enthaltene
Zahlungsmittelbestand des Finanzdienstleistungsbereichs
verdoppelte sich nahezu auf 28,6 (14,8) Mrd. €.
Am Ende des ersten Halbjahres 2024 entfielen rund 49,7
(49,0)% der Aktiva des Volkswagen Konzerns auf den
Finanzdienstleistungsbereich.
Mit 45,3 Mrd.€ lag das Eigenkapital des
Konzernbereichs Finanzdienstleistungen Ende Juni 2024 um
3,8% über dem Wert des Vorjahresendes. Die
Eigenkapitalquote belief sich auf 14,4 (14,8)%.
Die Langfristigen Schulden im
Finanzdienstleistungsbereich waren mit 119,3 (117,7)
Mrd.€ etwa auf dem Niveau vom Jahresende 2023. Die
Kurzfristigen Schulden erhöhten sich vor allem
aufgrund deutlich höherer kurzfristiger
Finanzschulden, die insbesondere aufgrund des gestiegenen
Einlagevolumens zunahmen.
Das Einlagevolumen aus dem Direktbankgeschäft
belief sich am 30. Juni 2024 auf 54,0 Mrd.€; am
Jahresende 2023 hatte es 38,8 Mrd. € betragen.
Vor dem Hintergrund der Nachfrageentwicklung nach der
Audi Q8 e-tron Modellfamilie in bestimmten Märkten
wurde ein nach belgischem Recht vorgesehener Informations-
und Konsultationsprozess am Standort Brüssel
eingeleitet. In diesem Prozess erarbeitet der Vorstand von
Audi Brussels S.A./N.V. gemeinsam mit den zuständigen
Sozialpartnern Lösungen für den Standort. Am Ende
dieses Prozesses kann unter anderem auch die Einstellung
des Betriebs erfolgen. Im Wesentlichen aufgrund von nicht
geplanten Aufwendungen im Zusammenhang mit den
möglichen Umstrukturierungen am Audi Standort
Brüssel haben wir die Prognose für das Operative
Ergebnis des Konzerns und des Bereichs Pkw angepasst. Wir
erwarten nun jeweils eine operative Umsatzrendite in der
Bandbreite von 6,5 und 7,0%.
Für den Bereich Power Engineering haben wir unsere
Erwartung an die Umsatzerlöse angehoben.
Die im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit Rivian
angekündigte Transaktion könnte im laufenden
Geschäftsjahr zu einem ungeplanten
Liquiditätsabfluss von bis zu 2,0 Mrd.€
führen. In der Folge erwarten wir für den
Konzernbereich Automobile nunmehr einen Netto-Cashflow in
der Bandbreite von 2,5 und 4,5 Mrd.€ und eine
Nettoliquidität zwischen 37 und 39 Mrd. €.
Die Prognose für alle übrigen
Spitzenkennzahlen bleibt unverändert. Den Ausblick
für das Geschäftsjahr 2024 finden Sie auf Seite
32.
In der zweiten verbraucherrechtlichen Sammelklage in
Brasilien, die rund 67 Tsd. Amarok-Fahrzeuge betrifft, wies
der Superior Court of Justice im April 2024 die von der
Klägerin eingelegte Revision gegen das Berufungsurteil
aus Juni 2023 zurück. Ende April legte die
Klägerin eine einstweilige Beschwerde ("interlocutory
appeal") gegen diese Entscheidung beim Superior Court of
Justice ein.
In Italien unterzeichneten die Parteien im Mai 2024 in
der Sammelklage des Verbraucherverbands Altro-consumo zur
vollständigen Streitbeilegung einen Vergleich für
rund 60 Tsd. Kunden, die zwischen 2009 und 2015 ein von der
Dieselthematik betroffenes Volkswagen, Audi, Skoda oder
SEAT-Fahrzeug mit dem Motortyp EA 189 gekauft und sich
wirksam zur Sammelklage angemeldet hatten. Beide Seiten
verzichten auf die Einlegung eines Rechtsmittels gegen die
im Vorjahr gefällte zweitinstanzliche Entscheidung des
Berufungsgerichts Venedig. Das Verfahren ist damit beendet.
Für den Vergleich und dessen Abwicklung wurden
Rückstellungen in Höhe von rund 50 Mio. €
gebildet.
Im März 2024 erklärte die Volkswagen Group of
America Finance, LLC (VWGoAF) gegenüber der
US-Börsenaufsicht (SEC - United States Securities and
Exchange Commission), ohne dabei die Behauptungen der SEC
aus der im September 2020 eingereichten geänderten
Klage zuzugeben oder zu bestreiten, ihre Zustimmung zu
einem abschließenden gerichtlichen Urteil, das unter
anderem eine Zahlung in Höhe von rund 49 Mio. USD
vorsieht. Nachfolgend reichten die SEC und die VWGoAF beim
US District Court des Northern District von Kalifornien
einen Antrag auf Erlass eines abschließenden Urteils
hinsichtlich der VWGoAF ein, das die von der SEC geltend
gemachten Ansprüche gegen die VWGoAF vollständig
erledigt. Im April 2024 gab das Gericht diesem Antrag statt
und erließ ein abschließendes Urteil in Bezug
auf die VWGoAF. Alle gegen die Volkswagen AG und einen
ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG geltend
gemachten Ansprüche wies das Gericht
rechtskräftig ab. Dementsprechend sind die von der SEC
gegen alle Beklagten in diesem Verfahren geltend gemachten
Ansprüche vollständig erledigt.
Die gegen die Volkswagen AG im Zusammenhang mit der
Dieselthematik weltweit (exklusive USA/Kanada) geltend
gemachten Ansprüche in Form von Anlegerklagen,
gerichtlichen Mahn- und Güteanträgen sowie
Anspruchsanmeldungen nach dem
Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) reduzierten
sich im Berichtszeitraum infolge einer Klageabweisung und
einer Klagerücknahme auf circa 8,7 Mrd.€. Damit
wurden seit Beginn der Verfahren Anlegerklagen in Höhe
von über 1 Mrd.€ zurückgenommen oder
rechtskräftig abgewiesen.
In Brasilien legte der brasilianische
Händlerverband Associacao Brasileira Dos
Distribuidores Volkswagen (Assobrav) Rechtsmittel gegen das
erstinstanzliche Urteil aus Januar 2024 ein, mit dem die
Klage in vollem Umfang abgewiesen worden war. Assobrav und
einzelne Händler in Brasilien hatten im Dezember 2023
Volkswagen do Brasil im Zusammenhang mit einer vom Staat
Brasilien an Volkswagen do Brasil erfolgten
Rückzahlung wegen der verfassungsrechtlich für
unzulässig erachteten Doppelbesteuerung von Fahrzeugen
verklagt. Die Kläger verlangen von Volkswagen do
Brasil, mindestens teilweise an der Rückzahlung
beteiligt zu werden.
Im Juli 2021 hatte die Europäische Kommission gegen
die Volkswagen AG, die AUDI AG und die Porsche AG im Rahmen
einer Settlement-Entscheidung ein Gesamtbußgeld in
Höhe von rund 502 Mio. € verhängt.
Volkswagen verzichtete auf die Einlegung von Rechtsmitteln,
sodass die Entscheidung 2021 rechtskräftig geworden
ist. Der Gegenstand der Entscheidung beschränkte sich
inhaltlich auf die Kooperation deutscher
Automobilhersteller zu einzelnen technischen Fragen im
Zusammenhang mit der Entwicklung und Einführung von
SCR (Selective Catalytic Reduction)-Systemen für Pkw,
die im Europäischen Wirtschaftsraum verkauft worden
sind. Andere Verhaltensweisen wie Preisabsprachen oder die
Aufteilung von Märkten und Kunden wurden den
Herstellern nicht vorgeworfen. Im Volkswagen Konzern wurde
aus öffentlichen Quellen zur Kenntnis genommen, dass
die brasilianische Wettbewerbsbehörde Conselho
Administrativo de Defesa Económica (CADE) ein
Verfahren unter anderem gegen die Volkswagen AG, die AUDI
AG und die Porsche AG wegen des Vorwurfs eines
unzulässigen Informationsaustauschs
möglicherweise auf der Grundlage des EU-Sachverhalts
eröffnet hat. Im Konzern liegen bisher keine
Zustellungen oder näheren Informationen vor.
Im Berichtszeitraum durchsuchte die koreanische
Wettbewerbsbehörde KFTC die VW Group Korea. Dies
geschah im Zusammenhang mit dem bereits von der
Europäischen Kommission und der englischen
Kartellbehörde Competition and Markets Authority (CMA)
seit 2022 untersuchten Verdacht, dass europäische,
japanische und koreanische Hersteller sowie die in den
Ländern agierenden nationalen Verbände und der
europäische Verband European Automobile Manufacturers'
Association (ACEA) sich seit 2001 beziehungsweise 2002 und
bis zur Eröffnung der Verfahren insbesondere in der
ACEA Working Group Recycling sowie zugehöriger
Unterarbeitsgruppen dazu verständigt haben sollen,
für Dienstleistungen von RecyclingUnternehmen, die
"End-of-Life Vehicles" (konkret Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge) entsorgen, nicht zu bezahlen.
Auch die chinesische Wettbewerbsbehörde stellte der
Volkswagen AG im Juni 2024 in dieser Angelegenheit ein
Auskunftsersuchen zu.
In dem von Greenpeace begleiteten Verfahren in
Braunschweig wies das Oberlandesgericht Braunschweig im
Juni 2024 die Berufung der Kläger zurück und
bestätigte die im Februar 2023 erfolgte Abweisung der
Klage durch das Landgericht Braunschweig. Die Kläger
hatten in der Klage beantragt, die Volkswagen AG dazu zu
verpflichten, unter anderem stufenweise die Produktion und
das Inverkehrbringen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren
zu reduzieren und bis 2029 komplett einzustellen sowie
Treibhausgasemissionen aus Entwicklung, Produktion und
Vertrieb (einschließlich der Nutzung der Fahrzeuge
durch Dritte) zu reduzieren. Zusätzlich sollte
Volkswagen so Einfluss auf Konzernunternehmen,
Beteiligungen und Joint Ventures ausüben, dass diese
Forderungen auch von diesen erfüllt werden.
In Russland hat das Gericht der ersten Instanz im
verbliebenen Klageverfahren über angebliche
Forderungen in Höhe von rund 28,5 Mrd. RUB die
Volkswagen AG im Juli 2024 zur Zahlung von Schadensersatz
in Höhe von rund 16,9 Mrd. RUB verurteilt. Das Urteil
ist nicht rechtskräftig, die Volkswagen AG wird
Berufung einlegen und sich weiter verteidigen.
Weitergehende Angaben zu den Schätzungen
hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen sowie Angaben zu
Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe oder der
Fälligkeit von Beträgen der Rückstellungen
und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den
weiteren wesentlichen Rechtsstreitigkeiten werden
gemäß IAS 37.92 nicht gemacht, um die Ergebnisse
der Verfahren und die Interessen des Unternehmens nicht zu
beeinträchtigen.
Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum
gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen
Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr
2024 in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko- und
Chancenbericht" - einschließlich des Abschnitts
"Rechtsrisiken" - des zusammengefassten Lageberichts im
Geschäftsbericht 2023 keine wesentlichen
Änderungen.
Unseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass die
globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 insgesamt mit
einer im Vergleich zu 2023 ähnlichen Dynamik wachsen
wird. Die anhaltend hohe, wenngleich sinkende Inflation in
wichtigen Wirtschaftsregionen und die daraus resultierenden
restriktiven geldpolitischen Maßnahmen der
Zentralbanken sollten sich negativ auf die private
Nachfrage auswirken. Wir rechnen jedoch im laufenden Jahr
mit einem schrittweisen Absenken der Leitzinsen seitens der
westlichen Zentralbanken und daraus folgend mit einem
stützenden Effekt auf die Nachfrage insgesamt. Risiken
sehen wir weiterhin in protektionistischen Tendenzen, in
Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie in
strukturellen Defiziten in einzelnen Ländern. Die
Wachstumsaussichten werden zudem von anhaltenden
geopolitischen Spannungen und Konflikten belastet; Risiken
bergen insbesondere der Russland-Ukraine-Konflikt sowie die
Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Wir gehen davon aus,
dass die fortgeschrittenen Volkswirtschaften im
Durchschnitt eine positive Dynamik auf dem Niveau des
Vorjahres aufweisen werden, während sich das
Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern leicht
verringern wird.
Die Entwicklung der Automobilbranche ist eng an den
Verlauf der Weltwirtschaft gekoppelt. Wir rechnen auf den
internationalen Automobilmärkten mit einer weiter
zunehmenden Wettbewerbsintensität. Krisenbedingte
Unterbrechungen der globalen Versorgungskette und dadurch
resultierende Auswirkungen auf die
Fahrzeugverfügbarkeit können das
Neuzulassungsvolumen belasten. Zudem können sich
Unsicherheiten aus Engpässen bei Vorprodukten und
Rohstoffen ergeben. Diese können sich zusätzlich
durch die Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts und der
Auseinandersetzungen im Nahen Osten verstärken und
insbesondere zu steigenden Materialpreisen und sinkender
Verfügbarkeit von Energie führen.
Wir erwarten, dass sich die Märkte für Pkw im
Jahr 2024 in den einzelnen Regionen uneinheitlich, aber
überwiegend positiv entwickeln werden. Insgesamt wird
das weltweite Verkaufsvolumen von Neufahrzeugen
voraussichtlich leicht über dem des Vorjahres liegen.
In Westeuropa rechnen wir für 2024 mit einem
Neuzulassungsvolumen von Pkw, das leicht über dem
Niveau von 2023 liegen wird. Für den deutschen
Pkw-Markt gehen wir für 2024 davon aus, dass das
Volumen der Neuzulassungen ebenfalls leicht über dem
Vorjahresniveau liegen wird. Auf den Pkw-Märkten in
Zentral- und Osteuropa wird die Zahl der Verkäufe 2024
den Vorjahreswert insgesamt voraussichtlich deutlich
übertreffen - vorbehaltlich der weiteren Entwicklung
des Russland-Ukraine-Konflikts. Auf den Märkten
für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (bis 6,35 t) in
Nordamerika rechnen wir für 2024 mit einem
Verkaufsvolumen leicht über dem Niveau des Vorjahres.
Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Neuzulassungen auf
den südamerikanischen Märkten 2024 im Vergleich
zum Vorjahr ebenfalls leicht steigen wird. Die Märkte
für Pkw in der Region Asien-Pazifik werden 2024
voraussichtlich auf dem Vorjahresniveau liegen.
Die Märkte für leichte Nutzfahrzeuge werden
sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich entwickeln;
insgesamt rechnen wir für 2024 mit einem
Verkaufsvolumen leicht über dem Niveau des Vorjahres.
Wir erwarten für 2024, dass sich die Neuzulassungen
von mittelschweren und schweren Lkw mit einem Gesamtgewicht
von mehr als 6 t auf den für den Volkswagen Konzern
relevanten Märkten im Vorjahresvergleich leicht
negativ entwickeln werden, mit regional unterschiedlichen
Ausprägungen. Auf den für den Volkswagen Konzern
relevanten Busmärkten rechnen wir für das Jahr
2024 mit einer Nachfrage spürbar über dem Niveau
des Vorjahres mit unterschiedlichen regionalen
Entwicklungen.
Unserer Einschätzung nach werden automobilbezogene
Finanzdienstleistungen im Jahr 2024 eine hohe Bedeutung
für den weltweiten Fahrzeugabsatz haben.
Wir rechnen damit, dass die Auslieferungen an Kunden des
Volkswagen Konzerns im Jahr 2024 unter herausfordernden
Marktbedingungen gegenüber dem Vorjahr um bis zu 3 %
wachsen.
Herausforderungen ergeben sich insbesondere aus dem
konjunkturellen Umfeld, der steigenden
Wettbewerbsintensität, volatilen Rohstoff-, Energie-
und Devisenmärkten sowie aus verschärften
emissionsbezogenen Anforderungen.
Wir erwarten für den Volkswagen Konzern und den
Bereich Pkw im Jahr 2024, dass die Umsatzerlöse das
Vorjahr um bis zu 5 % übertreffen. Die operative
Umsatzrendite für den Konzern und den Bereich Pkw wird
voraussichtlich zwischen 6,5 und 7% liegen. Für den
Bereich Nutzfahrzeuge gehen wir bei ebenfalls bis zu 5%
über dem Vorjahr liegenden Umsatzerlösen von
einer operativen Umsatzrendite zwischen 8,5 und 9,5 % aus.
Im Bereich Power Engineering erwarten wir die
Umsatzerlöse um bis zu 6% über denen des
Vorjahres und für das Operative Ergebnis einen
niedrigen positiven dreistelligen Millionen-Euro-Betrag.
Für den Konzernbereich Finanzdienstleistungen rechnen
wir mit 3 bis 7% über dem Vorjahr liegenden
Umsatzerlösen und einem Operativen Ergebnis in der
Größenordnung von 4,0 Mrd. €.
Im Konzernbereich Automobile gehen wir für 2024
davon aus, dass die Investitionsquote zwischen 13,5 und
14,5% liegt. Den Netto-Cashflow des Jahres 2024 erwarten
wir zwischen 2,5 und 4,5 Mrd.€. Darin enthalten sind
insbesondere Zukunftsinvestitionen sowie
Liquiditätsabflüsse aus Mergers
&Acquisitions-Aktivitäten, die eine wichtige
Säule der Transformation des Volkswagen Konzerns
darstellen. Die Nettoliquidität im Konzernbereich
Automobile wird 2024 voraussichtlich zwischen 37 und 39
Mrd.€ liegen. Es ist unverändert unser Ziel,
unsere solide Finanzierungs- und Liquiditätspolitik
fortzusetzen.
Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen
Geschäftsverlauf des Volkswagen Konzerns. Diesen
Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der
wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen
Rahmenbedingungen einzelner Länder,
Wirtschaftsräume und Märkte insbesondere für
die Automobilbranche, zugrunde, die wir auf Basis der uns
vorliegenden Informationen getroffen haben und die wir
zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen
sind mit Risiken behaftet und die tatsächliche
Entwicklung kann von der erwarteten abweichen. Sollten sich
wesentliche Parameter bezüglich unserer wichtigsten
Absatzmärkte ändern oder sich wesentliche
Veränderungen bei den für den Volkswagen Konzern
relevanten Währungskursverhältnissen, Energie-
und sonstigen Rohstoffen oder in der Teileversorgung
ergeben, wird das unsere Geschäftsentwicklung
entsprechend beeinflussen. Darüber hinaus kann es auch
zu Abweichungen von der voraussichtlichen
Geschäftsentwicklung kommen, wenn sich die im
Geschäftsbericht 2023 dargestellten
Einschätzungen zu den Faktoren nachhaltiger
Wertsteigerung sowie zu Risiken und Chancen anders
entwickeln als derzeit von uns erwartet oder sich
zusätzliche Risiken beziehungsweise Chancen oder
sonstige den Geschäftsverlauf beeinflussende Faktoren
ergeben.
Der Volkswagen Konzern erwirtschaftete im Zeitraum
Januar bis Juni 2024 Umsatzerlöse in Höhe von
158,8 (156,3) Mrd. €. Das Operative Ergebnis lag bei
10,1 (11,3) Mrd. €.
Im ersten Halbjahr 2024 setzte die Markengruppe Core 2,5
(2,4) Mio. Fahrzeuge ab, die Umsatzerlöse beliefen
sich auf 69,1 (68,8) Mrd.€. Das Operative Ergebnis
sank auf 3,5 (3,8) Mrd.€.
Der Absatz der Marke Volkswagen Pkw erreichte in den
ersten sechs Monaten 2024 mit 1,5 (1,5) Mio. Fahrzeugen das
Vorjahresniveau. Der Polo, der Golf und der Atlas
verzeichneten eine verstärkte Nachfrage. Der neue
Passat und der neue Tiguan wurden erfolgreich im Markt
eingeführt. Die Umsatzerlöse nahmen um 1,8% auf
42,2 Mrd. € ab. Das Operative Ergebnis lag bei 1,0
(1,6) Mrd. €. Neben gestiegenen Fixkosten belasteten
Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen das
Ergebnis. Mix- und Wechselkurseffekte wirkten positiv.
Im Berichtszeitraum setzte die Marke Skoda 548 (545)
Tsd. Fahrzeuge ab. Der Octavia war erneut der Bestseller,
auch der Fabia verzeichnete Zuwächse. Die
Umsatzerlöse beliefen sich auf 13,7 (13,7) Mrd.€.
Das Operative Ergebnis legte auf 1,1 (0,9) Mrd.€ zu.
Höhere Produkt- und Fixkosten konnten durch positive
Volumen-, Mix- und Wechselkurseffekte kompensiert werden.
| ABSATZ | UMSATZERLÖSE | OPERATIVES ERGEBNIS | ||||
| Tsd. Fahrzeuge/Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Markengruppe Core | 2.494 | 2.450 | 69.051 | 68.764 | 3.462 | 3.773 |
| Markengruppe Progressive | 539 | 655 | 30.939 | 34.169 | 1.982 | 3.417 |
| Markengruppe Sport Luxury 1 | 152 | 171 | 17.695 | 18.892 | 2.904 | 3.653 |
| CARIAD | - | - | 426 | 329 | - 1.182 | - 1.088 |
| Battery | - | - | 0 | 0 | - 166 | - 181 |
| TRATON Nutzfahrzeuge | 161 | 168 | 22.738 | 22.331 | 2.050 | 1.798 |
| MAN Energy Solutions | - | - | 1.998 | 1.875 | 124 | 208 |
| At Equity einbezogene Gesellschaften China 2 | 1.265 | 1.352 | - | - | - | - |
| Volkswagen Group Mobility | - | - | 27.514 | 24.112 | 1.373 | 1.760 |
| Sonstiges 3 | - 269 | - 349 | - 11.561 | - 14.215 | - 495 | - 1.993 |
| Volkswagen Konzern | 4.341 | 4.448 | 158.800 | 156.257 | 10.052 | 11.347 |
| ABSATZ | UMSATZERLÖSE | OPERATIVES ERGEBNIS | ||||
| Tsd. Fahrzeuge/Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Volkswagen Pkw | 1.519 | 1.523 | 42.194 | 42.959 | 966 | 1.641 |
| Skoda | 548 | 545 | 13.652 | 13.748 | 1.149 | 911 |
| SEAT/CUPRA | 344 | 317 | 7.752 | 7.411 | 406 | 371 |
| Volkswagen Nutzfahrzeuge | 231 | 212 | 8.087 | 7.418 | 641 | 448 |
| Tech. Components | - | - | 10.815 | 12.092 | 325 | 438 |
| Konsolidierung | - 148 | - 148 | - 13.450 | - 14.863 | - 25 | - 37 |
| Markengruppe Core | 2.494 | 2.450 | 69.051 | 68.764 | 3.462 | 3.773 |
| ABSATZ | UMSATZERLÖSE | OPERATIVES ERGEBNIS | ||||
| Tsd. Fahrzeuge/Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Bereich Pkw | 4.180 | 4.279 | 104.629 | 106.362 | 6.453 | 7.118 |
| Bereich Nutzfahrzeuge | 161 | 168 | 22.738 | 22.331 | 2.059 | 1.796 |
| Bereich Power Engineering | - | - | 1.998 | 1.875 | 123 | 206 |
| Konzernbereich Automobile 1 | 4.341 | 4.448 | 129.365 | 130.569 | 8.636 | 9.120 |
| Konzernbereich Finanzdienstleistungen | - | - | 29.435 | 25.689 | 1.416 | 2.226 |
| Volkswagen Konzern | 4.341 | 4.448 | 158.800 | 156.257 | 10.052 | 11.347 |
Trotz eines herausfordernden Umfelds erhöhte sich
der Absatz von SEAT/CUPRA im Zeitraum Januar bis Juni 2024
auf 344 Tsd. Fahrzeuge; das waren 8,5% mehr als ein Jahr
zuvor. Der für Audi gefertigte A1 ist darin enthalten.
Der CUPRA Formentor und die Leon-Familie waren besonders
beliebt. Die Umsatzerlöse lagen mit 7,8 Mrd.€ um
4,6% über dem Vorjahreswert. Vor allem aufgrund des
höheren Volumens und des Erfolgs von CUPRA stieg das
Operative Ergebnis im Vergleich zum Vergleichszeitraum um
9,4% auf 406 Mio.€.
Im ersten Halbjahr 2024 legte der Absatz von Volkswagen
Nutzfahrzeuge auf weltweit 231 (212) Tsd. Einheiten zu; vor
allem die Modelle Multivan/Transporter und Caddy trugen zur
Steigerung bei. In der Folge erhöhten sich die
Umsatzerlöse auf 8,1 (7,4) Mrd. €. Das Operative
Ergebnis verbesserte sich auf 641 (448) Mio. €, was
neben dem Volumen insbesondere aus positiven Preiseffekten
resultierte. Aufwendungen für
Restrukturierungsmaßnahmen wirkten belastend.
Die Umsatzerlöse von Tech. Components beliefen sich
in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf 10,8 (12,1)
Mrd. €. Das Operative Ergebnis war mit 325 (438) Mio.
€ geringer als im Vorjahr, was vor allem auf negative
Rohstoffpreiseffekte in den Produktkosten, geringere
Wertstofferlöse sowie einem Effekt aus
Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen
war.
Der Absatz der Markengruppe Progressive (Audi, Bentley,
Lamborghini, Ducati) belief sich im Berichtszeitraum auf
weltweit 539 (655) Tsd. Automobile. Die chinesischen Joint
Ventures FAW-Volkswagen und SAIC VOLKSWAGEN
veräußerten weitere 295 (295) Tsd. Audi
Fahrzeuge. Die Absatzentwicklung der Marke Audi reflektiert
ein intensives Wettbewerbsumfeld sowie die bevorstehende
Modelloffensive. Ducati verkaufte in den ersten sechs
Monaten dieses Jahres 34.159 (37.602) Motorräder. Die
Umsatzerlöse lagen bei 30,9 (34,2) Mrd.€. Das
Operative Ergebnis sank volumen- und mixbedingt auf 2,0
(3,4) Mrd. €.
Die Markengruppe Sport Luxury (Porsche Automobile)
setzte im Berichtszeitraum weltweit 152 (171) Tsd.
Fahrzeuge ab. Der Cayenne war die absatzstärkste
Baureihe. Die Umsatzerlöse verringerten sich auf 17,7
(18,9) Mrd. € und das Operative Ergebnis auf 2,9 (3,7)
Mrd.€. Ursachen waren im Wesentlichen ein geringeres
Absatzvolumen aufgrund der aktuellen
Modelleinführungen sowie gestiegene Materialkosten,
höhere ergebniswirksame Entwicklungsleistungen und die
Fortsetzung der Digitalisierungsstrategie.
CARIAD bündelt die Softwarekompetenz im Volkswagen
Konzern. Das Geschäftsmodell umfasst die Entwicklung
und den Betrieb einheitlicher Softwareplattformen für
aktuelle und künftige Fahrzeugmodelle. Die
Umsatzerlöse erhöhten sich im Zeitraum Januar bis
Juni 2024 auf 426 (329) Mio.€, was im Wesentlichen aus
gestiegenen Lizenzerlösen aufgrund eines höheren
Fahrzeugvolumens mit CARIAD-Software resultierte. Der
Operative Verlust belief sich infolge von
Entwicklungsvorleistungen auf - 1,2 (- 1,1) Mrd. €.
Im Geschäftsfeld Battery sind die weltweiten
Batterieaktivitäten des Konzerns - die zukünftige
Fertigung von Batteriezellen sowie weitere Aktivitäten
entlang der Batterie-Wertschöpfungskette -
zusammengefasst. Das Operative Ergebnis von Battery lag im
Berichtszeitraum infolge des Aufbaus des
Geschäftsfelds fixkostenbedingt bei - 166 (- 181) Mio.
€.
Der Absatz von TRATON Nutzfahrzeuge (Scania, MAN,
Navistar, Volkswagen Truck &Bus) lag mit 161 (168) Tsd.
Einheiten unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Dennoch
konnten die Umsatzerlöse um 1,8 % auf 22,7 Mrd. €
gesteigert werden. Das Operative Ergebnis verbesserte sich
auf 2,0 (1,8) Mrd. €. Der Anstieg ist im Wesentlichen
auf einen vorteilhaften Markt- und Produktmix sowie eine
gute Preisdurchsetzung zurückzuführen.
Im Zeitraum Januar bis Juni 2024 erwirtschaftete MAN
Energy Solutions Umsatzerlöse in Höhe von 2,0
(1,9) Mrd. €. Das Operative Ergebnis belief sich auf
124 (208) Mio. €. Belastend wirkten insbesondere
Aufwendungen im Zusammenhang mit dem gescheiterten Verkauf
des Geschäftsbereichs MGT-Gasturbinen und der hieraus
resultierenden Schließung des Geschäftsbereichs.
Die Zahl der im Finanzierungs-, Leasing-, Service- und
Versicherungsgeschäft der Volkswagen Group Mobility
(ehemals Volkswagen Finanzdienstleistungen) neu
abgeschlossenen Verträge belief sich im
Berichtszeitraum auf 5,1 Mio. (+ 25,7 %). Seit dem 1.
Januar 2024 werden weitere Arten von
Versicherungsverträgen berücksichtigt, der
Vertragsbestand vom 31. Dezember 2023 wurde angepasst. Die
Penetrationsrate als Anteil der geleasten oder finanzierten
Fahrzeuge am relevanten Auslieferungsvolumen des Konzerns
lag bei gleichgebliebenen Vergabegrundsätzen bei 34,6
(33,4)%. Ende Juni 2024 war der Gesamtvertragsbestand mit
25,9 (25,8) Mio. Kontrakten höher als am 31. Dezember
2023. Im Bereich Kundenfinanzierung/Leasing lag der
Vertragsbestand bei 10,2 (10,2) Mio. Kontrakten, im Bereich
Service/Versicherungen waren es 15,7 (15,6) Mio. Kontrakte.
Die Volkswagen Bank verzeichnete am 30. Juni dieses Jahres
1,9 (1,8) Mio. Einlagenkonten im Bestand. Das Operative
Ergebnis gab auf 1,4 (1,8) Mrd.€ nach. Der
Rückgang resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen
Zinsaufwendungen, höheren Risikokosten sowie aus
Währungskursverlusten im Zusammenhang mit der
Entkonsolidierung der Volkswagen Bank Rus.
Der Volkswagen Konzern setzte in den ersten sechs
Monaten dieses Jahres in der Region Europa/Übrige
Märkte 2,1 Mio. Fahrzeuge ab; ein Minus von 1,0% im
Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzerlöse stiegen auf
96,8 (93,3) Mrd.€, was im Wesentlichen aus
höheren Umsatzerlösen im
Finanzdienstleistungsbereich resultierte.
Der Absatz des Volkswagen Konzerns auf den Märkten
Nordamerikas stieg im Berichtszeitraum um 6,8% auf 0,5 Tsd.
Fahrzeuge. Die Umsatzerlöse lagen bei 32,0 (32,2)
Mrd.€.
Im Zeitraum Januar bis Juni 2024 war der Absatz in
Südamerika mit 258 (229) Tsd. Fahrzeugen höher
als ein Jahr zuvor. In der Folge nahmen die
Umsatzerlöse auf 8,8 (7,4) Mrd.€ zu.
In der Region Asien-Pazifik ging der Absatz des
Volkswagen Konzerns - einschließlich der At Equity
einbezogenen Gesellschaften in China - im Berichtszeitraum
um 9,1 % auf 1,5 Mio. Fahrzeuge zurück. Die
Umsatzerlöse beliefen sich auf 21,5 (24,0) Mrd.
€. Darin nicht enthalten sind die Umsatzerlöse
unserer At Equity einbezogenen Gesellschaften in China.
Im ersten Halbjahr 2024 wirkten sich
Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von
Umsatzerlösen des Volkswagen Konzerns in
Fremdwährung mit - 0,2 (- 0,6) Mrd. € negativ
aus.
| ABSATZ | UMSATZERLÖSE | |||
| Tsd. Fahrzeuge/Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Europa/Übrige Märkte | 2.104 | 2.126 | 96.772 | 93.257 |
| Nordamerika | 516 | 484 | 31.973 | 32.163 |
| Südamerika | 258 | 229 | 8.790 | 7.389 |
| Asien-Pazifik 1 | 1.463 | 1.609 | 21.483 | 24.021 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | - | - | - 217 | - 573 |
| Volkswagen Konzern 1 | 4.341 | 4.448 | 158.800 | 156.257 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE 1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Umsatzerlöse | 158.800 | 156.257 | 129.365 | 130.569 | 29.435 | 25.689 |
| Kosten der Umsatzerlöse | -129.474 | -125.342 | -103.863 | -103.896 | -25.611 | -21.446 |
| Bruttoergebnis | 29.327 | 30.915 | 25.502 | 26.673 | 3.824 | 4.243 |
| Vertriebskosten | -10.511 | -10.026 | -9.953 | -9.443 | -559 | -582 |
| Verwaltungskosten | -6.613 | -6.201 | -5.256 | -4.874 | -1.357 | -1.327 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -2.150 | -3.342 | -1.658 | -3.235 | -493 | -107 |
| Operatives Ergebnis | 10.052 | 11.347 | 8.636 | 9.120 | 1.416 | 2.226 |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | 66 | 883 | 194 | 837 | -128 | 46 |
| Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis | 49 | -331 | -39 | -194 | 88 | -137 |
| Finanzergebnis | 115 | 552 | 154 | 643 | -40 | -92 |
| Ergebnis vor Steuern | 10.167 | 11.898 | 8.791 | 9.764 | 1.376 | 2.135 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.826 | -3.377 | -2.342 | -2.757 | -485 | -620 |
| Ergebnis nach Steuern | 7.341 | 8.521 | 6.449 | 7.006 | 891 | 1.515 |
| davon entfallen auf | ||||||
| Minderheiten | 642 | 784 | 587 | 720 | 54 | 64 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 321 | 278 | 321 | 278 | - | - |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 6.378 | 7.459 | 5.541 | 6.008 | 837 | 1.451 |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Stammaktie in € 2 | 12,70 | 14,86 | ||||
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie in € 2 | 12,76 | 14,92 | ||||
2 Das Ergebnis je Aktie wird in der Anhangangabe
"Ergebnis je Aktie" erläutert.
| Mio. € | 2024 | 2023 |
| Ergebnis nach Steuern | 7.341 | 8.521 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen vor Steuern | 2.103 | -302 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | -625 | 104 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen nach Steuern | 1.478 | -198 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten | ||
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten vor Steuern | -327 | 32 |
| Latente Steuern auf nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten | 81 | -2 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten nach Steuern | -246 | 30 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern | 4 | 14 |
| Nicht reklassifizierbare Gewinne/Verluste | 1.236 | -154 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung | 327 | -1.725 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 228 | 348 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen vor Steuern | 555 | -1.377 |
| Latente Steuern auf Währungsumrechnungsdifferenzen | 2 | 1 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern | 557 | -1.375 |
| Sicherungsgeschäfte | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI I) | 225 | 1.114 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI I) | -451 | -205 |
| Cashflow-Hedges (OCI I) vor Steuern | -226 | 908 |
| Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI I) | 90 | -253 |
| Cashflow-Hedges (OCI I) nach Steuern | -136 | 655 |
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI II) | -388 | -122 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI II) | 517 | 469 |
| Cashflow-Hedges (OCI II) vor Steuern | 130 | 347 |
| Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI II) | -42 | -90 |
| Cashflow-Hedges (OCI II) nach Steuern | 87 | 257 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen | -9 | 41 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | -1 | -3 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten vor Steuern | -11 | 38 |
| Latente Steuern auf reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten | 7 | -11 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten nach Steuern | -4 | 27 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern | 89 | -383 |
| Reklassifizierbare Gewinne/Verluste | 594 | -819 |
| Sonstiges Ergebnis vor Steuern | 2.318 | -722 |
| Latente Steuern auf das Sonstige Ergebnis | -488 | -251 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 1.830 | -973 |
| Gesamtergebnis | 9.171 | 7.548 |
| davon entfallen auf | ||
| Minderheiten | 626 | 876 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 321 | 278 |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 8.224 | 6.395 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE 1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Umsatzerlöse | 83.339 | 80.059 | 68.640 | 67.106 | 14.699 | 12.953 |
| Kosten der Umsatzerlöse | -67.558 | -64.337 | -54.703 | -53.462 | -12.856 | -10.875 |
| Bruttoergebnis | 15.781 | 15.722 | 13.938 | 13.644 | 1.843 | 2.078 |
| Vertriebskosten | -5.409 | -5.190 | -5.123 | -4.919 | -286 | -271 |
| Verwaltungskosten | -3.255 | -2.960 | -2.573 | -2.280 | -683 | -680 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -1.653 | -1.972 | -1.313 | -1.907 | -340 | -65 |
| Operatives Ergebnis | 5.464 | 5.600 | 4.929 | 4.537 | 535 | 1.062 |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | -193 | 348 | -116 | 296 | -77 | 53 |
| Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis | -285 | -502 | -389 | -415 | 104 | -87 |
| Finanzergebnis | -478 | -154 | -505 | -119 | 27 | -35 |
| Ergebnis vor Steuern | 4.986 | 5.446 | 4.424 | 4.418 | 562 | 1.028 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.355 | -1.655 | -1.060 | -1.354 | -295 | -301 |
| Ergebnis nach Steuern | 3.631 | 3.791 | 3.364 | 3.065 | 267 | 727 |
| davon entfallen auf | ||||||
| Minderheiten | 361 | 402 | 331 | 370 | 30 | 32 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 158 | 140 | 158 | 140 | - | - |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 3.112 | 3.250 | 2.875 | 2.555 | 237 | 695 |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Stammaktie in € 2 | 6,21 | 6,48 | ||||
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie in € 2 | 6,21 | 6,48 | ||||
2 Das Ergebnis je Aktie wird in der Anhangangabe
"Ergebnis je Aktie" erläutert.
| Mio. € | 2024 | 2023 |
| Ergebnis nach Steuern | 3.631 | 3.791 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen vor Steuern | 1.251 | 38 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | -379 | 0 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen nach Steuern | 872 | 38 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten | ||
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten vor Steuern | -19 | 3 |
| Latente Steuern auf nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten | 4 | 0 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten nach Steuern | -15 | 3 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern | 3 | 14 |
| Nicht reklassifizierbare Gewinne/Verluste | 860 | 56 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung | -29 | -913 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 184 | 348 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen vor Steuern | 155 | -565 |
| Latente Steuern auf Währungsumrechnungsdifferenzen | 0 | 3 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern | 155 | -562 |
| Sicherungsgeschäfte | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI I) | -49 | 410 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI I) | -281 | -170 |
| Cashflow-Hedges (OCI I) vor Steuern | -331 | 240 |
| Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI I) | 113 | -55 |
| Cashflow-Hedges (OCI I) nach Steuern | -218 | 185 |
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI II) | -216 | 37 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI II) | 282 | 254 |
| Cashflow-Hedges (OCI II) vor Steuern | 65 | 291 |
| Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI II) | -21 | -79 |
| Cashflow-Hedges (OCI II) nach Steuern | 44 | 211 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen | 2 | -9 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | -1 | -3 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten vor Steuern | 1 | -12 |
| Latente Steuern auf reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten | 2 | -5 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten nach Steuern | 3 | -16 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern | 33 | -240 |
| Reklassifizierbare Gewinne/Verluste | 16 | -422 |
| Sonstiges Ergebnis vor Steuern | 1.158 | -231 |
| Latente Steuern auf das Sonstige Ergebnis | -282 | -136 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 876 | -367 |
| Gesamtergebnis | 4.507 | 3.424 |
| davon entfallen auf | ||
| Minderheiten | 371 | 458 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 158 | 140 |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 3.979 | 2.827 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE 1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Aktiva | ||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 369.867 | 360.694 | 188.715 | 186.042 | 181.153 | 174.653 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 91.189 | 89.109 | 90.623 | 88.504 | 566 | 605 |
| Sachanlagen | 67.574 | 66.880 | 66.614 | 65.918 | 960 | 962 |
| Vermietete Vermögenswerte | 67.639 | 64.094 | 289 | 377 | 67.350 | 63.717 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 97.153 | 94.474 | -709 | -726 | 97.862 | 95.200 |
| Als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien, At Equity bewertete Anteile
und sonstige Beteiligungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte |
46.313 | 46.137 | 31.898 | 31.969 | 14.414 | 14.168 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 260.519 | 239.644 | 128.234 | 120.204 | 132.285 | 119.439 |
| Vorräte | 61.102 | 53.601 | 56.459 | 48.692 | 4.643 | 4.909 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 67.541 | 66.381 | -751 | -832 | 68.292 | 67.213 |
| Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 54.037 | 49.250 | 27.500 | 21.348 | 26.537 | 27.902 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen | 27.442 | 26.772 | 23.228 | 22.211 | 4.214 | 4.561 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 50.391 | 43.449 | 21.792 | 28.698 | 28.599 | 14.751 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 6 | 190 | 6 | 88 | 0 | 103 |
| Bilanzsumme | 630.386 | 600.338 | 316.949 | 306.246 | 313.437 | 294.092 |
| Passiva | ||||||
| Eigenkapital | 192.347 | 189.912 | 147.064 | 146.305 | 45.283 | 43.607 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Volkswagen AG | 164.310 | 160.539 | 119.647 | 117.489 | 44.663 | 43.050 |
| Eigenkapital der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 13.752 | 15.155 | 13.752 | 15.155 | - | - |
| Eigenkapital der Anteilseigner der Volkswagen AG | 178.062 | 175.694 | 133.399 | 132.644 | 44.663 | 43.050 |
| Anteile von Minderheiten am Eigenkapital | 14.285 | 14.218 | 13.666 | 13.661 | 619 | 557 |
| Langfristige Schulden | 209.115 | 204.552 | 89.858 | 86.868 | 119.257 | 117.684 |
| Finanzschulden | 128.002 | 122.323 | 22.133 | 18.046 | 105.869 | 104.277 |
| Rückstellungen für Pensionen | 27.593 | 29.672 | 27.146 | 29.174 | 447 | 498 |
| Sonstige Schulden | 53.521 | 52.557 | 40.579 | 39.648 | 12.942 | 12.908 |
| Kurzfristige Schulden | 228.924 | 205.874 | 80.026 | 73.073 | 148.898 | 132.801 |
| Finanzschulden | 129.168 | 110.476 | -6.647 | -8.637 | 135.816 | 119.113 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 31.580 | 30.901 | 28.003 | 26.836 | 3.577 | 4.064 |
| Sonstige Schulden | 68.170 | 64.467 | 58.665 | 54.869 | 9.505 | 9.597 |
| Schulden im Zusammenhang mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 6 | 31 | 6 | 5 | 0 | 26 |
| Bilanzsumme | 630.386 | 600.338 | 316.949 | 306.246 | 313.437 | 294.092 |
| ÜBRIGE RÜCKLAGEN | ||||||
| SICHERUNGSGESCHÄFTE | ||||||
| Mio. € | Gezeichnetes
Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinn-
rücklagen |
Währungs-
umrechnung |
Cashflow
Hedges (OCI I) |
Abgegrenzte Kosten der
Sicherungsbeziehung (OCI II) |
| Stand am 01.01.2023 | 1.283 | 14.551 | 137.267 | -2.256 | 1.623 | -1.077 |
| Änderung der Bilanzierung aufgrund von IFRS 17 | - | - | 5 | - | - | - |
| Stand nach Anpassung am 01.01.2023 | 1.283 | 14.551 | 137.272 | -2.256 | 1.623 | -1.077 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 7.459 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | -193 | -1.280 | 467 | 242 |
| Gesamtergebnis | - | - | 7.267 | -1.280 | 467 | 242 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | - | - | 13 | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -4.374 | - | - | - |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | -42 | -11 | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | 50 | - | - | - |
| Stand am 30.06.2023 | 1.283 | 14.551 | 140.186 | -3.548 | 2.090 | -834 |
| Stand am 01.01.2024 | 1.283 | 14.551 | 147.830 | -3.431 | 1.472 | -676 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 6.378 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | 1.423 | 565 | -70 | 84 |
| Gesamtergebnis | - | - | 7.801 | 565 | -70 | 84 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | - | - | 0 | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -4.524 | - | - | - |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | - | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | 71 | - | - | - |
| Stand am 30.06.2024 | 1.283 | 14.551 | 151.178 | -2.866 | 1.402 | -592 |
| ÜBRIGE RÜCKLAGEN | ||||||
| Mio. € | Eigenkapital- und
Fremdkapitalinstrumente |
At Equity
bewertete Anteile |
Anteile der
Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG |
Anteile der
Anteilseigner der Volkswagen AG |
Anteile von
Minderheiten |
Summe
Eigenkapital |
| Stand am 01.01.2023 | -1.005 | 870 | 14.121 | 165.378 | 12.950 | 178.327 |
| Änderung der Bilanzierung aufgrund von IFRS 17 | - | -7 | - | -1 | 2 | 1 |
| Stand nach Anpassung am 01.01.2023 | -1.005 | 864 | 14.121 | 165.376 | 12.952 | 178.328 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 278 | 7.737 | 784 | 8.521 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 54 | -356 | - | -1.064 | 92 | -973 |
| Gesamtergebnis | 54 | -356 | 278 | 6.673 | 876 | 7.548 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | -13 | - | - | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -484 | -4.858 | -36 | -4.894 |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | - | -54 | -27 | -80 |
| Übrige Veränderungen | - | 0 | - | 51 | 1 | 51 |
| Stand am 30.06.2023 | -964 | 508 | 13.914 | 167.188 | 13.766 | 180.953 |
| Stand am 01.01.2024 | -966 | 476 | 15.155 | 175.694 | 14.218 | 189.912 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 321 | 6.699 | 642 | 7.341 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -248 | 93 | - | 1.846 | -16 | 1.830 |
| Gesamtergebnis | -248 | 93 | 321 | 8.545 | 626 | 9.171 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | 0 | - | - | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | - | - | -1.244 | -1.244 | 35 | -1.209 |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -479 | -5.003 | -594 | -5.597 |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | - | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | - | 71 | 0 | 71 |
| Stand am 30.06.2024 | -1.214 | 569 | 13.752 | 178.062 | 14.285 | 192.347 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE 1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Anfangsbestand Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 43.522 | 29.738 | 28.704 | 23.042 | 14.819 | 6.695 |
| Ergebnis vor Steuern | 10.167 | 11.898 | 8.791 | 9.764 | 1.376 | 2.135 |
| Ertragsteuerzahlungen | -3.452 | -3.798 | -2.858 | -2.755 | -594 | -1.043 |
| Abschreibungen 2 | 14.598 | 13.685 | 9.056 | 8.731 | 5.542 | 4.954 |
| Veränderung der Pensionen | 32 | 125 | 27 | 119 | 5 | 6 |
| Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung | 1.944 | 1.330 | 1.769 | 1.302 | 175 | 28 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Umgliederungen 3 | 647 | 2.739 | 24 | 2.637 | 623 | 102 |
| Brutto-Cashflow | 23.936 | 25.980 | 16.809 | 19.798 | 7.128 | 6.183 |
| Veränderung Working Capital | -19.449 | -18.896 | -5.884 | -6.061 | -13.565 | -12.835 |
| Veränderung der Vorräte | -7.309 | -8.915 | -7.581 | -8.176 | 272 | -739 |
| Veränderung der Forderungen | -4.447 | -5.695 | -2.761 | -3.781 | -1.686 | -1.914 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten | 2.272 | 6.561 | 2.210 | 5.236 | 63 | 1.325 |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | 2.364 | 287 | 2.385 | 323 | -21 | -36 |
| Veränderung der Vermieteten Vermögenswerte (ohne Abschreibungen) | -8.540 | -6.072 | -28 | 365 | -8.512 | -6.436 |
| Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen | -3.790 | -5.060 | -109 | -27 | -3.681 | -5.034 |
| Cashflow laufendes Geschäft | 4.487 | 7.085 | 10.925 | 13.737 | -6.438 | -6.652 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | -11.540 | -11.908 | -11.054 | -11.267 | -486 | -641 |
| davon: Investitionen in
Immaterielle Vermögenswerte (ohne aktivierte
Entwicklungskosten),
Sachanlagen und Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
-6.023 | -5.719 | -5.929 | -5.620 | -94 | -99 |
| Entwicklungskosten (aktiviert) | -5.158 | -5.197 | -5.158 | -5.197 | - | - |
| Erwerb und Verkauf von Beteiligungen | -730 | -1.166 | -312 | -613 | -418 | -553 |
| Netto-Cashflow 4 | -7.053 | -4.823 | -129 | 2.470 | -6.924 | -7.293 |
| Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen | -1.863 | 10.052 | -4.874 | 11.269 | 3.011 | -1.217 |
| Investitionstätigkeit | -13.403 | -1.856 | -15.928 | 2 | 2.526 | -1.857 |
| Finanzierungstätigkeit | 15.798 | 3.010 | -1.932 | -12.758 | 17.730 | 15.768 |
| davon: Kapitaltransaktionen mit Minderheiten | - | -8 | - | -8 | - | - |
| Kapitaleinzahlungen/-rückzahlungen | -1.215 | 0 | -1.757 | -130 | 542 | 130 |
| Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -9 | -778 | 28 | -638 | -37 | -140 |
| Veränderung der Risikovorsorge auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1 | 0 | 2 | 0 | -1 | 0 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.875 | 7.461 | -6.905 | 342 | 13.780 | 7.118 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 30.06. 5 | 50.398 | 37.199 | 21.799 | 23.385 | 28.599 | 13.814 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen | 43.200 | 40.345 | 25.001 | 19.985 | 18.199 | 20.360 |
| Bruttoliquidität | 93.598 | 77.544 | 46.800 | 43.370 | 46.798 | 34.173 |
| Kreditstand | -257.170 | -219.750 | -15.486 | -9.744 | -241.684 | -210.007 |
| Nettoliquidität am 30.06. 6 | -163.573 | -142.207 | 31.314 | 33.627 | -194.887 | -175.833 |
| nachrichtlich am 01.01. | -147.433 | -125.803 | 40.289 | 43.015 | -187.722 | -168.818 |
2 Saldiert mit Zuschreibungen.
Die Kapitalflussrechnung wird in der Anhangangabe zur
Kapitalflussrechnung erläutert.
Die Volkswagen AG hat gemäß der Verordnung
1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates
ihren Konzernabschluss für das Jahr 2023 nach den
durch die Europäische Union übernommenen
internationalen Rechnungslegungsstandards, den IFRS
Accounting Standards (IFRS), erstellt. Dementsprechend
wurde auch dieser Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni
2024 in Übereinstimmung mit IAS 34
(Zwischenberichterstattung) erstellt und enthält einen
gegenüber dem Konzernabschluss verkürzten
Berichtsumfang.
Alle Beträge sind jeweils für sich
kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition zu
geringfügigen Abweichungen führen.
Zusätzlich zu den berichtspflichtigen Segmenten
werden im verkürzten Konzern-Zwischenabschluss neben
der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der
Kapitalflussrechnung für den Volkswagen Konzern zu
Erläuterungszwecken die Konzernbereiche Automobile und
Finanzdienstleistungen dargestellt. Diese stellen keine
Pflichtangaben nach IFRS dar. Die Eliminierung der
konzerninternen Beziehungen zwischen den Konzernbereichen
Automobile und Finanzdienstleistungen sind dem
Konzernbereich Automobile zugeordnet.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde einer
prüferischen Durchsicht im Sinne des § 115 WpHG
unterzogen.
Die Volkswagen AG hat alle von der EU übernommenen
und ab dem 1. Januar 2024 verpflichtend anzuwendenden
Rechnungslegungsnormen umgesetzt.
Für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss
wurde ein Abzinsungssatz für
Pensionsrückstellungen im Inland in Höhe von 3,6
% (31. Dezember 2023: 3,3 %) verwendet.
Im Übrigen werden bei der Aufstellung des
Konzern-Zwischenabschlusses und der Ermittlung der
Vergleichszahlen für das Vorjahr grundsätzlich
dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie
Konsolidierungsgrundsätze wie im Konzernabschluss 2023
angewandt. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden
ist im Anhang des Konzernabschlusses 2023 unter der Angabe
"Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"
veröffentlicht. Darüber hinaus sind die
Auswirkungen neuer Standards unter der Angabe "Nicht
angewendete neue beziehungsweise geänderte IFRS"
näher beschrieben. Der Konzernabschluss 2023 ist auch
im Internet unter www.volkswagen-group.com/ investoren
abrufbar.
Am 18. September 2015 veröffentlichte die
US-amerikanische Umweltschutzbehörde (Environmental
Protection Agency, EPA) eine "Notice of Violation" und gab
öffentlich bekannt, dass bei Abgastests an bestimmten
Fahrzeugen mit 2,0 l Dieselmotoren des Volkswagen Konzerns
in den USA Unregelmäßigkeiten bei Stickoxid
(NOx)-Emissionen festgestellt wurden. Danach erfolgten
weitere Meldungen zum Umfang der Dieselthematik.
Detaillierte Erläuterungen finden sich im
Konzernabschluss 2023 unter der Angabe "Wesentliche
Ereignisse".
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 waren
im Zusammenhang mit der Dieselthematik keine wesentlichen
Sondereinflüsse zu erfassen.
Weitere Angaben zu den Rechtsstreitigkeiten im
Zusammenhang mit der Dieselthematik finden sich unter der
Angabe "Rechtsstreitigkeiten".
Im ersten Halbjahr 2024 hat der Volkswagen Konzern
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,0 Mrd.
€ im Sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst. Diese
entfallen im Wesentlichen auf die Volkswagen AG. Mit dem
Ziel, eine nachhaltige Personalkostensenkung im
Verwaltungsbereich der Volkswagen AG fokussiert erreichen
zu können, hat der Vorstand im April 2024 beschlossen,
den Personalabbau durch gezielte Aufhebungsverträge zu
unterstützen. Auch gab es in anderen
Konzerngesellschaften Restrukturierungsprogramme.
Darüber hinaus siehe die Angabe unter "Ereignisse nach
dem Bilanzstichtag".
Am 25. Juni 2024 haben Volkswagen und der
US-amerikanische Elektrofahrzeughersteller Rivian
Automotive, Inc., Irvine/USA (Rivian) ihre Absicht bekannt
gegeben, ein Joint Venture zu gründen, das zu gleichen
Teilen gehalten wird.
Ziel der Partnerschaft ist die Entwicklung von
Software-Defined-Vehicle-Architekturen (SDV) der
nächsten Generation, die in den künftigen
Elektrofahrzeugen beider Unternehmen eingesetzt werden
sollen. Das Joint Venture soll auf der Software- und
Elektroarchitektur von Rivian aufbauen, um
branchenführende Software-definierte
Fahrzeugtechnologiearchitekturen zu schaffen. Eine
Entscheidung über die tatsächliche Umsetzung des
Joint Ventures wurde noch nicht getroffen und hängt
von einer Reihe technischer, wirtschaftlicher und
regulatorischer Parameter ab.
Im Juni 2024 hat Volkswagen auf der Grundlage dieser
geplanten strategischen Partnerschaft 1 Mrd. USD in Rivian
in Form einer unbesicherten Wandelanleihe investiert, die
nach Erhalt der behördlichen Genehmigungen,
frühestens aber am 1. Dezember 2024 in Stammaktien von
Rivian gewandelt wird. Der Wandlungspreis für die
Hälfte des Anleihebetrags wird auf der Grundlage eines
bestimmten täglichen volumengewichteten
Durchschnittskurses (VWAP) vor dieser Ankündigung
berechnet, und der Wandlungspreis für die verbleibende
Hälfte wird auf der Grundlage eines bestimmten
täglichen VWAP vor dem Wandlungsdatum berechnet.
Wertschwankungen der bilanziell als Fremdkapital
klassifizierten Wandelanleihe sind erfolgswirksam zum Fair
Value zu bewerten. Aufgrund der positiven Kursentwicklung
der Aktien von Rivian ergab sich zum 30. Juni 2024 aus der
Bewertung der Wandelanleihe ein nicht zahlungswirksamer
Ertrag in Höhe von 73 Mio. €, der im Übrigen
Finanzergebnis ausgewiesen wird.
Für den Fall einer erfolgreichen Umsetzung des
Joint Ventures und der Erreichung bestimmter Meilensteine
beabsichtigt Volkswagen, weitere Investitionen in Höhe
von bis zu 4 Mrd. USD zu tätigen. Davon sollen
gegebenenfalls 2 Mrd. USD auf Rivian Stammaktien entfallen,
die voraussichtlich in zwei Tranchen von je 1 Mrd. USD in
den Jahren 2025 und 2026 investiert werden, wobei die
Preisgestaltung auf der Grundlage eines bestimmten
durchschnittlichen Marktpreises der Rivian Stammaktien vor
dem jeweiligen Kauf erfolgen soll. Die weiteren
Investitionen in Höhe von 2 Mrd. USD sollen
gegebenenfalls auf das zu gründende Joint Venture und
Lizenzen entfallen. Sie sollen voraussichtlich aufgeteilt
werden in eine Zahlung bei der Gründung des Joint
Ventures und für eine Lizenz an der elektrischen
Architekturtechnologie von Rivian sowie ein Darlehen an das
Joint Venture im Jahr 2026.
Neben der Volkswagen AG, die ihren Sitz in Wolfsburg hat
und beim Amtsgericht Braunschweig unter HRB 100484
eingetragen ist, werden in den Konzernabschluss alle
wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen
einschließlich strukturierter Unternehmen einbezogen,
die die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar
beherrscht. Dies ist der Fall, wenn die Volkswagen AG
unmittelbar oder mittelbar die Verfügungsgewalt
aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über
das potenzielle Tochterunternehmen besitzt, an positiven
oder negativen variablen Rückflüssen aus dem
potenziellen Tochterunternehmen partizipiert und diese
Rückflüsse beeinflussen kann.
Die seit September 2022 bei der Dr. Ing. h.c. F. Porsche
AG, Stuttgart (Porsche AG) bestehende Absicht zur
Veräußerung zweier russischer
Vertriebsgesellschaften des Segments Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge, OOO Porsche Russland, Moskau/Russland und
OOO Porsche Center Moscow, Moskau/Russland sowie einer
russischen Gesellschaft, die dem Segment
Finanzdienstleistungen zugeordnet ist, OOO Porsche
Financial Services Russland, Moskau/Russland, besteht
weiterhin. Der Abschluss des
Veräußerungsvorhabens wird voraussichtlich
aufgrund der geänderten äußeren
Rahmenbedingungen innerhalb des Geschäftsjahres 2024
erwartet. Zum 31. Dezember 2022 wurde für die
Veräußerungsgruppe ein Wertminderungsbedarf in
Höhe von 25 Mio. € erfasst. Im Geschäftsjahr
2023 wurde ein weiterer geringfügiger
Wertminderungsbedarf und gegenläufige
Währungsumrechnungseffekte identifiziert. Im ersten
Halbjahr 2024 wurde kein weiterer Wertminderungsbedarf
identifiziert.
Insgesamt wurden zum 30. Juni 2024 Vermögenswerte
in Höhe von 6 Mio. € sowie Verbindlichkeiten in
Höhe von 6 Mio. € gemäß IFRS 5 als Zur
Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und
Schulden in einer separaten Zeile in der Bilanz
ausgewiesen. Die Zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerte und Schulden wurden zum niedrigeren
Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich
der voraussichtlichen Veräußerungskosten
angesetzt.
Gemäß den Vorgaben des IFRS 5 waren die
vollkonsolidierten Tochtergesellschaften OOO Volkswagen
Group Finanz, Moskau/Russland, OOO Volkswagen Financial
Services RUS, Moskau/Russland und OOO Volkswagen Bank RUS,
Moskau/Russland seit dem Geschäftsjahr 2022 als zur
Veräußerung gehaltene
Veräußerungsgruppe eingestuft. In diesem
Zusammenhang wurden im Geschäftsjahr 2023
Wertminderungen in Höhe von 186 Mio. € erfasst.
Am 18. Januar 2024 wurden die Anteile an OOO Volkswagen
Group Finanz, Moskau/Russland und OOO Volkswagen Financial
Services RUS, Moskau/Russland an einen externen Investor
verkauft. Aus der Entkonsolidierung der beiden
Gesellschaften ergab sich, insbesondere aufgrund der
Reklassifizierung von Währungsumrechnungsdifferenzen
in die Gewinn- und Verlustrechnung, ein Verlust in
Höhe von 62 Mio. €, der im Sonstigen
betrieblichen Ergebnis ausgewiesen wird.
Daneben wurden im Geschäftsjahr 2024 für die
OOO Volkswagen Bank RUS, Moskau/Russland Wertminderungen in
Höhe von 29 Mio. € erfasst. Zum 30. Juni 2024
wurde die Gesellschaft entkonsolidiert. Aus der
Entkonsolidierung wurde ein Verlust in Höhe von 184
Mio. € im Sonstigen betrieblichen Ergebnis
ausgewiesen, der insbesondere die Reklassifizierung von
Währungsumrechnungsdifferenzen in die Gewinn- und
Verlustrechnung beinhaltet.
Mit dem Bescheid vom 3. Juli 2024 hat das
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz den
Verkauf des Geschäftsbereichs MGT-Gasturbinen an die
CSIC Longjiang GH Gas Turbine Co. Ltd., Harbin/China
untersagt. Das Bundeskabinett hat dem Untersagungsbescheid
zugestimmt. Mit der Untersagung gibt MAN Energy Solutions
SE, Augsburg die Entwicklung, die Fertigung und den
Vertrieb von MGT-Gasturbinen auf. Das Servicegeschäft
für die MGT-Gasturbine wird fortgeführt. Die
Untersagung des geplanten Verkaufs und Aufgabe des
Neubau-Geschäftes mit der MGT-Gasturbine führte
zur Beendigung des Ausweises nach IFRS 5 sowie einer
Abwertung der Aktivierten Entwicklungskosten und
Vorratsbestände für die MGT-Gasturbine zum 30.
Juni 2024. Daraus ergab sich ein Aufwand in Höhe von
86 Mio. €, der in den Kosten der Umsatzerlöse und
dem Sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen wird.
Neben der Gasturbine MGT gibt es noch drei weitere Typen
von Gasturbinen (THM, FT8 und S-Klasse), deren
Geschäft davon nicht betroffen ist.
| Mio. € | Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge |
Nutzfahrzeuge | Power
Engineering |
Finanzdienst-
leistungen |
Summe
Segmente |
Überleitung |
| Fahrzeuge | 88.011 | 15.681 | - | - | 103.692 | -8.313 |
| Originalteile | 8.408 | 3.411 | - | - | 11.819 | -95 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 7.151 | 1.171 | - | 12.039 | 20.361 | -2.116 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 6.917 | 482 | - | - | 7.398 | -54 |
| Power Engineering | - | - | 1.998 | - | 1.998 | -1 |
| Motorräder | 516 | - | - | - | 516 | - |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 435 | 724 | 0 | 9.800 | 10.959 | -694 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 145 | 0 | - | 7.264 | 7.409 | -512 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | -276 | -6 | - | - | -282 | 64 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 5.490 | 1.276 | - | 332 | 7.098 | -448 |
| 116.798 | 22.738 | 1.998 | 29.435 | 170.969 | -12.168 |
| Mio. € | Volkswagen
Konzern |
| Fahrzeuge | 95.379 |
| Originalteile | 11.724 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 18.245 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 7.344 |
| Power Engineering | 1.998 |
| Motorräder | 516 |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 10.265 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 6.897 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | -217 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 6.650 |
| 158.800 |
| Mio. € | Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge |
Nutzfahrzeuge | Power
Engineering |
Finanzdienst-
leistungen |
Summe
Segmente |
Überleitung |
| Fahrzeuge | 93.992 | 14.976 | - | - | 108.969 | -9.460 |
| Originalteile | 8.022 | 3.477 | - | - | 11.499 | -100 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 6.375 | 1.298 | - | 11.107 | 18.780 | -2.051 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 5.416 | 538 | - | - | 5.954 | -38 |
| Power Engineering | - | - | 1.875 | - | 1.875 | 0 |
| Motorräder | 560 | - | - | - | 560 | - |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 479 | 784 | 0 | 8.616 | 9.879 | -622 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 129 | 0 | - | 5.665 | 5.795 | -413 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | -681 | 20 | - | - | -662 | 89 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 5.250 | 1.239 | - | 301 | 6.790 | -585 |
| 119.543 | 22.331 | 1.875 | 25.689 | 169.437 | -13.180 |
| Mio. € | Volkswagen
Konzern |
| Fahrzeuge | 99.508 |
| Originalteile | 11.399 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 16.729 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 5.917 |
| Power Engineering | 1.874 |
| Motorräder | 560 |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 9.257 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 5.382 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | -573 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 6.205 |
| 156.257 |
Die Sonstigen Umsatzerlöse umfassen unter anderem
Erlöse aus Werkstattleistungen sowie Lizenzeinnahmen.
In den Kosten der Umsatzerlöse sind die dem
Finanzdienstleistungsgeschäft zuzuordnenden
Zinsaufwendungen in Höhe von 5.177 Mio. €
(Vorjahr: 3.425 Mio. €) enthalten.
Darüber hinaus werden in den Kosten der
Umsatzerlöse neben den planmäßigen auch
außerplanmäßige Abschreibungen auf
aktivierte Entwicklungskosten, Sachanlagen und Vermietete
Vermögenswerte berücksichtigt. Die
außerplanmäßigen Abschreibungen belaufen
sich auf insgesamt 609 Mio. € (Vorjahr: 532 Mio.
€), die im Wesentlichen im Sonstigen betrieblichen
Ergebnis und in den Kosten der Umsatzerlöse
ausgewiesen sind.
| 1. HALBJAHR | |||
| Mio. € | 2024 | 2023 | % |
| Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt | 11.405 | 10.206 | + 11,7 |
| davon: aktivierte Entwicklungskosten | 5.158 | 5.197 | - 0,8 |
| Aktivierungsquote in % | 45,2 | 50,9 | |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 3.046 | 2.596 | + 17,3 |
| Ergebniswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten | 9.293 | 7.605 | + 22,2 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich
aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der
Volkswagen AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl
der sich während des Berichtszeitraums in Umlauf
befindenden Stamm- und Vorzugsaktien. Da im
Berichtszeitraum keine Sachverhalte vorlagen, aus denen
Verwässerungseffekte auf die Anzahl der Aktien
resultierten, entspricht das verwässerte Ergebnis je
Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
Gemäß § 27 Abs. 2 Ziffer 3 der Satzung
der Volkswagen AG steht der Vorzugsaktie eine um 0,06
€ höhere Dividende als der Stammaktie zu.
| 2. QUARTAL | 1. HALBJAHR | ||||
| 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | ||
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl von: | |||||
| Stammaktien - unverwässert/verwässert | Stück | 295.089.818 | 295.089.818 | 295.089.818 | 295.089.818 |
| Vorzugsaktien - unverwässert/verwässert | Stück | 206.205.445 | 206.205.445 | 206.205.445 | 206.205.445 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 3.631 | 3.791 | 7.341 | 8.521 |
| Anteil von Minderheiten | Mio. € | 361 | 402 | 642 | 784 |
| Ergebnisanteil der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | Mio. € | 158 | 140 | 321 | 278 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Volkswagen AG | Mio. € | 3.112 | 3.250 | 6.378 | 7.459 |
| davon: Ergebnisanteil der Stammaktien - unverwässert/verwässert | Mio. € | 1.832 | 1.913 | 3.747 | 4.384 |
| davon: Ergebnisanteil der Vorzugsaktien - unverwässert/verwässert | Mio. € | 1.280 | 1.337 | 2.631 | 3.076 |
| Ergebnis je Stammaktie - unverwässert/verwässert | € | 6,21 | 6,48 | 12,70 | 14,86 |
| Ergebnis je Vorzugsaktie - unverwässert/verwässert | € | 6,21 | 6,48 | 12,76 | 14,92 |
| Mio. € | Nettobuchwert
01.01.2024 |
Zugänge/
Änderung Kons.kreis |
Abgänge/
Übrige Bewegungen |
Abschreibungen | Nettobuchwert
30.06.2024 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 89.109 | 5.509 | -398 | 3.826 | 91.189 |
| Sachanlagen | 66.880 | 6.649 | 757 | 5.198 | 67.574 |
| Vermietete Vermögenswerte | 64.094 | 18.043 | 8.788 | 5.711 | 67.639 |
| Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 9.513 | 9.787 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 7.062 | 5.005 |
| Fertige Erzeugnisse, Waren | 35.947 | 30.994 |
| Kurzfristiges Vermietvermögen | 6.601 | 6.183 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.978 | 1.649 |
| Sicherungsgeschäfte Vorräte | 2 | -16 |
| 61.102 | 53.601 |
Die in der Berichtsperiode als Aufwand erfassten
Wertberichtigungen (ohne Vermietvermögen) betrugen 793
Mio. € (Vorjahr: 621 Mio. €). Wesentliche
Zuschreibungen waren nicht vorzunehmen.
| Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 23.192 | 21.849 |
| Übrige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 30.845 | 27.401 |
| 54.037 | 49.250 |
Das Operative Ergebnis wurde im Zeitraum vom 1. Januar
bis zum 30. Juni 2024 mit 439 Mio. € (Vorjahr: 313
Mio. €) aus Wertminderungen und Zuschreibungen auf
lang- und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
belastet.
Das Gezeichnete Kapital setzt sich aus 295.089.818
nennwertlosen Stammaktien und 206.205.445 nennwertlosen
Vorzugsaktien zusammen und beträgt 1.283 Mio. €
(Vorjahr: 1.283 Mio. €).
Im Mai 2024 hat die Volkswagen AG eine über die
Volkswagen International Finance N.V.,
Amsterdam/Nieder-lande (Emittentin) im Jahr 2018 emittierte
Hybridanleihe (Laufzeit: 6 Jahre) mit einem Nominalvolumen
in Höhe von 1.250 Mio. € gekündigt. Mit
Kündigung der Anleihe war diese nach IAS 32 als
Fremdkapital zu klassifizieren. Das Eigenkapital und die
Netto-Liquidität des Volkswagen Konzerns wurden
entsprechend gekürzt. Die Rückzahlung der
Hybridanleihe ist am 27. Juni 2024 erfolgt.
Die Anteile von Minderheitsgesellschaftern (nicht
beherrschende Anteile) am Eigenkapital entfallen im
Wesentlichen auf den Porsche AG Konzern sowie die TRATON
GROUP.
| Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 101.659 | 97.166 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15.697 | 15.288 |
| Einlagengeschäft | 3.861 | 3.238 |
| Leasingverbindlichkeiten | 5.607 | 5.381 |
| Übrige Finanzschulden | 1.179 | 1.250 |
| 128.002 | 122.323 |
| Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 52.520 | 46.718 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 24.304 | 25.769 |
| Einlagengeschäft | 50.237 | 35.589 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.194 | 1.112 |
| Übrige Finanzschulden | 913 | 1.288 |
| 129.168 | 110.476 |
Die Prinzipien und Methoden zur Fair Value Bewertung
sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich
unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den
Bewertungsprinzipien und -methoden finden sich im
Konzernabschluss 2023 unter der Angabe "Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden".
Der Fair Value entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder
Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird
der Fair Value mittels finanzmathematischer Methoden, zum
Beispiel durch die Diskontierung der zukünftigen
Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz oder durch die
Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt.
Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerte und Schulden umfassen
derivative Finanzinstrumente, die nicht nach den Regelungen
des Hedge Accounting bilanziert werden. Hierzu zählen
im Wesentlichen Warentermingeschäfte,
Devisentermingeschäfte auf Warentermingeschäfte,
Optionen auf den Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten sowie
in bestimmten Fällen Zinsswaps, Währungsswaps und
Zins-/Währungsswaps. Zum anderen werden die sonstigen
Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer
Beteiligungsquote von weniger als 20 %) an
Personengesellschaften (Fremdkapitalinstrumente),
Forderungen aus Kundenfinanzierung, deren
Rückflüsse nicht nur Zins- und Tilgungszahlungen
beinhalten, sowie finanzielle Vermögenswerte, die im
Rahmen von vom Volkswagen Konzern beherrschten Spezialfonds
gehalten werden, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.
Die derivativen Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehungen
(Derivate im Hedge Accounting) werden in Abhängigkeit
des zu Grunde liegenden Grundgeschäfts entweder
erfolgsneutral oder erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.
Zu den erfolgsneutral zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerten gehören sonstige
Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer
Beteiligungsquote von weniger als 20 %) an
Kapitalgesellschaften (Eigenkapitalinstrumente) und Aktien,
für die der Volkswagen Konzern in der Regel das
Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung zum Fair Value in
Anspruch nimmt, sowie Wertpapiere
(Fremdkapitalinstrumente), deren Zahlungsströme
ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen umfassen
und die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten
werden, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der
vertraglichen Zahlungsströme als auch in dem Verkauf
finanzieller Vermögenswerte besteht. Im Rahmen der
erfolgsneutralen Bewertung werden die Änderungen des
Fair Value nach Berücksichtigung latenter Steuern im
Eigenkapital erfasst. Im Falle von Wertpapieren
(Fremdkapitalinstrumente) werden Wertberichtigungen
unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Ermittlung des Fair Value wird anhand einheitlicher
Bewertungsmethoden sowie Bewertungsparameter vorgenommen.
Die Durchführung der Fair Value Bewertung bei
Finanzinstrumenten der Stufe 2 und Stufe 3 wird auf Basis
zentraler Vorgaben in den einzelnen Konzernbereichen
durchgeführt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der
Bilanzposten zu den Klassen von Finanzinstrumenten,
aufgeteilt nach Buchwerten und Fair Values der
Finanzinstrumente.
Der Fair Value der zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente, wie
Forderungen und Verbindlichkeiten, wird durch die Abzinsung
unter Berücksichtigung eines risikoadäquaten und
laufzeitkongruenten Marktzinses ermittelt. Aus
Wesentlichkeitsgründen wird grundsätzlich der
Fair Value für kurzfristige finanzielle
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dem Bilanzwert
gleichgesetzt.
Die für den Fair Value der Forderungen
maßgeblichen Risikovariablen sind risikoadjustierte
Zinssätze.
| ZUM FAIR VALUE BEWERTET | ZU
FORTGEFÜHRTEN
ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET |
DERIVATIVE
FINANZINSTRUMENTE
IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN |
KEINER
BEWERTUNGSKATEGORIE ZUGEORDNET |
BILANZPOSTEN
ZUM 30.06.2024 |
||
| Mio. € | Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | Buchwert | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| At Equity bewertete Anteile | - | - | - | - | 10.348 | 10.348 |
| Sonstige Beteiligungen | 1.087 | - | - | - | 3.583 | 4.670 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 58 | 53.323 | 53.990 | - | 43.772 | 97.153 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.328 | 6.247 | 6.266 | 2.993 | - | 12.568 |
| Ertragsteuerforderungen | - | 95 | 95 | - | 442 | 537 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 23.192 | 23.192 | - | - | 23.192 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 20 | 46.104 | 46.104 | - | 21.417 | 67.541 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.540 | 14.856 | 14.856 | 2.095 | - | 18.491 |
| Ertragsteuerforderungen | - | -92 | -92 | - | 2.192 | 2.099 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen | 26.588 | 853 | 853 | - | - | 27.442 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | 50.391 | 50.391 | - | - | 50.391 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | - | 6 | 6 | - | - | 6 |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 122.395 | 122.362 | - | 5.607 | 128.002 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.107 | 2.140 | 2.137 | 2.851 | - | 6.099 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 127.974 | 127.974 | - | 1.194 | 129.168 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 31.580 | 31.580 | - | - | 31.580 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.068 | 11.725 | 11.725 | 1.754 | - | 14.547 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | - | 22 | 22 | - | 669 | 691 |
| Schulden im Zusammenhang
mit Zur
Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten |
- | 0 | 0 | - | 5 | 6 |
| ZUM FAIR
VALUE BEWERTET |
ZU
FORTGEFÜHRTEN
ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET |
DERIVATIVE
FINANZINSTRUMENTE
IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN |
KEINER
BEWERTUNGSKATEGORIE ZUGEORDNET |
BILANZPOSTEN
ZUM 31.12.2023 |
||
| Mio. € | Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | Buchwert | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| At Equity bewertete Anteile | - | - | - | - | 12.239 | 12.239 |
| Sonstige Beteiligungen | 1.150 | - | - | - | 3.281 | 4.431 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 89 | 53.066 | 53.389 | - | 41.318 | 94.474 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.007 | 5.847 | 5.923 | 2.903 | - | 11.757 |
| Ertragsteuerforderungen | - | - | - | - | 437 | 437 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 21.849 | 21.849 | - | 0 | 21.849 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 19 | 45.335 | 45.335 | - | 21.028 | 66.381 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.927 | 13.517 | 13.517 | 1.509 | - | 16.953 |
| Ertragsteuerforderungen | - | 8 | 8 | - | 1.641 | 1.649 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen | 26.450 | 322 | 322 | - | - | 26.772 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | 43.449 | 43.449 | - | - | 43.449 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | - | 76 | 76 | - | 114 | 190 |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 116.941 | 116.782 | - | 5.381 | 122.323 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.641 | 2.287 | 2.269 | 3.040 | - | 6.968 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 109.363 | 109.363 | - | 1.112 | 110.476 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 30.901 | 30.901 | - | - | 30.901 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.294 | 11.356 | 11.356 | 1.372 | - | 14.022 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | - | 18 | 18 | - | 537 | 556 |
| Schulden im Zusammenhang mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | 15 | 15 | - | 16 | 31 |
In der Klasse "Keiner Bewertungskategorie zugeordnet"
werden insbesondere Anteile an At Equity bewerteten
Beteiligungen, Anteile an verbundenen nicht konsolidierten
Gesellschaften sowie Leasingforderungen erfasst.
Die Leasingforderungen haben einen Buchwert von 65,2
Mrd. € (Vorjahr: 62,3 Mrd. €) und einen Fair
Value von 65,1 Mrd. € (Vorjahr: 62,2 Mrd. €).
Folgende Tabellen zeigen eine Übersicht der zum
Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und
Schulden:
| Mio. € | 30.06.2024 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige Beteiligungen | 1.087 | 385 | - | 701 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 58 | - | - | 58 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.328 | - | 880 | 2.448 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | - | - | 0 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 20 | - | - | 20 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.540 | - | 1.280 | 259 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen | 26.588 | 26.486 | 103 | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.107 | - | 814 | 293 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.068 | - | 982 | 86 |
| Mio. € | 31.12.2023 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige Beteiligungen | 1.150 | 697 | 0 | 452 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 89 | - | - | 89 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.007 | - | 2.161 | 846 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | - | - | 0 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 19 | - | - | 19 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.927 | - | 1.599 | 328 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen | 26.450 | 26.367 | 83 | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.641 | - | 1.443 | 198 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.294 | - | 1.255 | 39 |
| Mio. € | 30.06.2024 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.993 | - | 2.893 | 99 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.095 | - | 2.095 | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 2.851 | - | 2.740 | 111 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.754 | - | 1.754 | - |
| Mio. € | 31.12.2023 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.903 | - | 2.903 | - |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.509 | - | 1.509 | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 3.040 | - | 3.040 | - |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.372 | - | 1.372 | - |
Die Zuordnung der Fair Values in die drei Stufen der
Fair Value Hierarchie richtet sich nach der
Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise. In Stufe 1
werden Fair Values von Finanzinstrumenten gezeigt, für
die ein Preis direkt auf einem aktiven Markt ermittelt
werden kann. Darunter fallen zum Beispiel Wertpapiere und
zum Fair Value bewertete sonstige Beteiligungen. Fair
Values in Stufe 2, beispielsweise bei Derivaten, werden auf
Basis von Marktdaten gemäß marktbezogener
Bewertungsverfahren ermittelt. Hierbei werden insbesondere
Währungskurse, Zinskurven, Rohstoffpreise sowie
Börsenkurse notierter Anteile verwendet, welche an den
entsprechenden Märkten beobachtbar sind und über
Preisserviceagenturen bezogen werden. Fair Values der Stufe
3 errechnen sich über Bewertungsverfahren, bei denen
nicht direkt auf dem aktiven Markt beobachtbare Faktoren
einbezogen werden. Im Volkswagen Konzern sind der Stufe 3
langfristige Warentermingeschäfte zugeordnet, da
für die Bewertung die am Markt vorhandenen Kurse
extrapoliert werden müssen. Die Extrapolation erfolgt
auf Basis von beobachtbaren Inputfaktoren für die
unterschiedlichen Rohstoffe, welche über
Preisserviceagenturen bezogen werden. Des Weiteren werden
in der Stufe 3 Optionen auf Eigenkapitalinstrumente und
Restwertsicherungsmodelle, Forderungen aus
Kundenfinanzierung sowie Fahrzeugfinanzierungsprogramme
gezeigt. Für die Bewertung der Eigenkapitalinstrumente
werden dabei insbesondere die jeweiligen
Unternehmensplanungen sowie unternehmensindividuelle
Diskontzinssätze verwendet. Wesentlicher Inputfaktor
zur Bestimmung des Fair Value für die
Restwertsicherungsmodelle sind Prognosen sowie
Schätzungen von Gebrauchtwagenrestwerten der
entsprechenden Modelle. Zur Bewertung der
Fahrzeugfinanzierungsprogramme wird insbesondere der
entsprechende Fahrzeugpreis berücksichtigt.
Die nachfolgende Tabelle gibt eine zusammenfassende
Übersicht der Entwicklung der zum Fair Value
bewerteten Bilanzposten in der Stufe 3:
| Mio. € | Zum Fair Value
bewertete finanzielle Vermögenswerte |
Zum Fair Value
bewertete finanzielle Schulden |
| Stand am 01.01.2024 | 1.734 | 237 |
| Währungsänderungen | 13 | 2 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 7 | - |
| Gesamtergebnis | -207 | 255 |
| erfolgswirksam | -214 | 255 |
| erfolgsneutral | 7 | - |
| Zugänge (Zukäufe) | 2.166 | - |
| Realisierungen | -53 | -12 |
| Umgliederung in Stufe 2 | -47 | -27 |
| Umgliederung Hedge Accounting | -127 | -76 |
| Stand am 30.06.2024 | 3.486 | 379 |
| Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse | -214 | -255 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -250 | -268 |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | -251 | -269 |
| Finanzergebnis | 37 | 12 |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | 31 | - |
| Mio. € | Zum Fair Value
bewertete finanzielle Vermögenswerte |
Zum Fair Value
bewertete finanzielle Schulden |
| Stand am 01.01.2023 | 3.181 | 102 |
| Währungsänderungen | -22 | 3 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | - |
| Gesamtergebnis | -685 | 100 |
| erfolgswirksam | -678 | 100 |
| erfolgsneutral | -8 | - |
| Zugänge (Zukäufe) | 49 | - |
| Realisierungen | -249 | - |
| Umgliederung in Stufe 2 | -203 | -22 |
| Umgliederung Hedge Accounting | - | - |
| Stand am 30.06.2023 | 2.071 | 182 |
| Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse | -678 | -100 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -679 | -100 |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | -579 | -88 |
| Finanzergebnis | 1 | - |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | 0 | - |
| Mio. € | Aktive derivative
Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehung |
Passive derivative
Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehung |
| Stand am 01.01.2024 | - | - |
| Währungsänderungen | - | - |
| Änderung Konsolidierungskreis | - | - |
| Gesamtergebnis | 4 | 35 |
| erfolgswirksam | 0 | 1 |
| erfolgsneutral | 4 | 34 |
| Umgliederung nicht Hedge Accounting | 127 | 76 |
| Umgliederung in Stufe 2 | -32 | - |
| Stand am 30.06.2024 | 99 | 111 |
Die Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value
Hierarchie werden zu den jeweiligen Berichtsstichtagen
berücksichtigt. Die Umgliederungen aus Stufe 3 in
Stufe 2 beinhalten Warentermingeschäfte, für die
aufgrund der abnehmenden Restlaufzeit beobachtbare
Marktkurse zur Bewertung zur Verfügung stehen, sodass
keine Extrapolation mehr notwendig ist.
Für den Fair Value der Warentermingeschäfte
ist der Rohstoffpreis die wesentliche Risikovariable.
Mittels Sensitivitätsanalyse wird der Effekt von
Änderungen des Rohstoffpreises auf das Ergebnis nach
Ertragsteuern und das Eigenkapital dargestellt.
Wenn die Rohstoffpreise der der Stufe 3 zugeordneten
Warentermingeschäfte zum 30. Juni 2024 um 10 %
höher (niedriger) gewesen wären, wäre das
Ergebnis nach Ertragsteuern um 49 Mio. € (Vorjahr: 233
Mio. €) und das Eigenkapital um 126 Mio. €
(Vorjahr: - Mio. €) höher (niedriger)
ausgefallen.
Die für die Bewertung der vom Unternehmen
gehaltenen Optionen auf Eigenkapitalinstrumente
maßgebliche Risikovariable ist der jeweilige
Unternehmenswert. Mittels einer Sensitivitätsanalyse
werden Effekte aus einer Änderung der Risikovariablen
auf das Ergebnis nach Ertragsteuern dargestellt.
Wenn die unterstellten Unternehmenswerte zum 30. Juni
2024 um 10 % höher gewesen wären, wäre das
Ergebnis nach Ertragsteuern um 2 Mio. € (Vorjahr: 2
Mio. €) höher ausgefallen. Wenn die unterstellten
Unternehmenswerte zum 30. Juni 2024 um 10 % niedriger
gewesen wären, wäre das Ergebnis nach
Ertragsteuern um 2 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €)
niedriger ausgefallen.
Restwertrisiken resultieren aus
Absicherungsvereinbarungen mit dem Handel, wonach im Rahmen
von Rückkaufverpflichtungen aus abgeschlossenen
Leasingverträgen entstehende Ergebnisauswirkungen aus
marktbedingten Schwankungen der Restwerte teilweise vom
Volkswagen Konzern getragen werden.
Für den Fair Value der Optionen aus Restwertrisiken
sind die Marktpreise von Gebrauchtwagen die wesentliche
Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse werden
die Auswirkungen von Änderungen der
Gebrauchtwagenpreise auf das Ergebnis nach Ertragsteuern
quantifiziert.
Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im
Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge zum 30. Juni
2024 um 10 % höher gewesen wären, wäre das
Ergebnis nach Ertragsteuern um 427 Mio. € (Vorjahr:
452 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn die
Gebrauchtwagenpreise der im Restwertsicherungsmodell
enthaltenen Fahrzeuge zum 30. Juni 2024 um 10 % niedriger
gewesen wären, wäre das Ergebnis nach
Ertragsteuern um 462 Mio. € (Vorjahr: 483 Mio. €)
niedriger ausgefallen.
Wenn die risikoadjustierten Zinssätze der zum Fair
Value bewerteten Forderungen zum 30. Juni 2024 um 100
Basispunkte höher gewesen wären, wäre das
Ergebnis nach Ertragsteuern um 19 Mio. € (Vorjahr: 6
Mio. €) niedriger ausgefallen. Wenn die
risikoadjustierten Zinssätze zum 30. Juni 2024 um 100
Basispunkte niedriger gewesen wären, wäre das
Ergebnis nach Ertragsteuern um 18 Mio. € (Vorjahr: 4
Mio. €) höher ausgefallen.
Wenn bei den Fahrzeugfinanzierungsprogrammen der
entsprechende Fahrzeugpreis zum 30. Juni 2024 um 10 %
höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach
Ertragsteuern um 11 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €)
höher ausgefallen. Wenn bei den
Fahrzeugfinanzierungsprogrammen der entsprechende
Fahrzeugpreis zum 30. Juni 2024 um 10 % niedriger gewesen
wäre, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 11
Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €) niedriger ausgefallen.
Wenn die Ertragslage der zum Fair Value bewerteten
Beteiligungen zum 30. Juni 2024 um 10 % besser gewesen
wäre, wäre das Eigenkapital 25 Mio. €
(Vorjahr: 8 Mio. €) sowie das Ergebnis nach Steuern um
26 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €) höher
ausgefallen. Wenn die Ertragslage der zum Fair Value
bewerteten Beteiligungen um 10 % schlechter gewesen
wäre, wäre das Eigenkapital 25 Mio. €
(Vorjahr: 8 Mio. €) sowie das Ergebnis nach Steuern um
26 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €) geringer
ausgefallen.
Die Kapitalflussrechnung zeigt den Zahlungsmittelfluss
im Volkswagen Konzern sowie in den Konzernbereichen
Automobile und Finanzdienstleistungen. Der
Zahlungsmittelbestand setzt sich aus Guthaben bei
Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand und jederzeit
fälligen Mitteln zusammen.
| Mio. € | 30.06.2024 | 30.06.2023 |
| Zahlungsmittelbestand laut Bilanz | 50.391 | 37.129 |
| Zahlungsmittel zur Veräußerung gehalten | 6 | 70 |
| Zahlungsmittelbestand laut Kapitalflussrechnung | 50.398 | 37.199 |
In der Finanzierungstätigkeit stehen sich folgende
Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse gegenüber:
| 1. HALBJAHR | ||
| Mio. € | 2024 | 2023 |
| Kapitaleinzahlungen/-rückzahlungen | -1.215 | 0 |
| Dividendenzahlungen | -5.597 | -11.417 |
| Kapitaltransaktionen mit Minderheiten | - | -8 |
| Aufnahmen von Anleihen | 22.328 | 16.804 |
| Tilgungen von Anleihen | -17.359 | -13.991 |
| Veränderungen der übrigen Finanzschulden | 18.262 | 12.218 |
| Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten | -620 | -596 |
| 15.798 | 3.010 | |
Die Segmentabgrenzung folgt der internen Steuerung und
Berichterstattung im Volkswagen Konzern. Der
Mehrmarkenstrategie folgend wird jede Marke
(Geschäftssegment) des Konzerns von einem eigenen
Markenvorstand geleitet. Dabei sind die vom Vorstand der
Volkswagen AG festgelegten Konzernziele und -vorgaben zu
berücksichtigen. Die Segmentberichterstattung besteht
aus den vier berichtspflichtigen Segmenten Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge, Nutzfahrzeuge, Power Engineering und
Finanzdienstleistungen.
Die Aktivitäten des Segments Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge erstrecken sich auf die Entwicklung von
Fahrzeugen, Motoren, Fahrzeugsoftware und -batterien, die
Produktion und den Vertrieb von Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen sowie das Geschäft mit entsprechenden
Originalteilen. Im Berichtssegment Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge erfolgt die Zusammenfassung der einzelnen
Marken zu einem berichtspflichtigen Segment insbesondere
aufgrund des hohen Maßes an technologischer und
wirtschaftlicher Verzahnung im Produktionsverbund. Des
Weiteren liegt eine Zusammenarbeit in zentralen Bereichen
wie Einkauf, Forschung und Entwicklung oder Treasury vor.
Das Segment Nutzfahrzeuge umfasst vor allem die
Entwicklung, die Produktion sowie den Vertrieb von
Lastkraftwagen und Bussen, das Geschäft mit
entsprechenden Originalteilen sowie damit in Zusammenhang
stehende Dienstleistungen. Wie bei den Pkw-Marken besteht
eine Zusammenarbeit in den Bereichen Einkauf, Entwicklung
und Vertrieb. Weitere Verzahnungen werden angestrebt.
Im Segment Power Engineering wird das Geschäft mit
Großdieselmotoren, Turbomaschinen und Komponenten der
Antriebstechnik abgebildet.
Die Tätigkeit des Segments Finanzdienstleistungen
umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung, das
Leasing-, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das
Flottenmanagementgeschäft sowie
Mobilitätsangebote. In diesem Segment erfolgen
Zusammenfassungen insbesondere unter Berücksichtigung
der Vergleichbarkeit der Art der Dienstleistungen sowie der
regulatorischen Rahmenbedingungen.
Die Kaufpreisallokation aus erworbenen Gesellschaften
wird direkt den entsprechenden Segmenten zugeordnet.
Das Segmentergebnis wird bei Volkswagen auf Basis des
Operativen Ergebnisses bestimmt.
Die Überleitungsrechnung beinhaltet Bereiche und
sonstige Geschäftstätigkeiten, die
definitionsgemäß keine Segmente darstellen.
Darin ist auch die nicht zugeordnete Konzernfinanzierung
enthalten. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten
erfolgt ebenfalls innerhalb der Überleitungsrechnung.
Den Geschäftsbeziehungen zwischen den
Gesellschaften der Segmente des Volkswagen Konzerns liegen
grundsätzlich Preise zugrunde, die auch mit Dritten
vereinbart werden.
| Mio. € | Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge |
Nutzfahrzeuge | Power
Engineering |
Finanzdienstleistungen |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 106.903 | 22.131 | 1.998 | 27.446 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 9.895 | 607 | 1 | 1.989 |
| Umsatzerlöse | 116.798 | 22.738 | 1.998 | 29.435 |
| Segmentergebnis | ||||
| (Operatives Ergebnis) | 7.459 | 2.059 | 123 | 1.416 |
| Mio. € | Summe
Segmente |
Überleitung | Volkswagen
Konzern |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 158.478 | 322 | 158.800 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 12.491 | -12.491 | - |
| Umsatzerlöse | 170.969 | -12.168 | 158.800 |
| Segmentergebnis | |||
| (Operatives Ergebnis) | 11.058 | -1.006 | 10.052 |
| Mio. € | Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge |
Nutzfahrzeuge | Power
Engineering |
Finanzdienstleistungen |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 108.476 | 21.851 | 1.874 | 23.787 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 11.067 | 481 | 0 | 1.901 |
| Umsatzerlöse | 119.543 | 22.331 | 1.875 | 25.689 |
| Segmentergebnis | ||||
| (Operatives Ergebnis) | 10.827 | 1.796 | 206 | 2.226 |
| Mio. € | Summe
Segmente |
Überleitung | Volkswagen
Konzern |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 155.988 | 269 | 156.257 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 13.449 | -13.449 | - |
| Umsatzerlöse | 169.437 | -13.180 | 156.257 |
| Segmentergebnis | |||
| (Operatives Ergebnis) | 15.056 | -3.709 | 11.347 |
| 1. HALBJAHR | ||
| Mio. € | 2024 | 2023 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 11.058 | 15.056 |
| Nicht zugeordnete Bereiche | 11 | 70 |
| Konzernfinanzierung | -19 | -5 |
| Konsolidierung/Holdingfunktion | -997 | -3.775 |
| Operatives Ergebnis | 10.052 | 11.347 |
| Finanzergebnis | 115 | 552 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 10.167 | 11.898 |
Die Porsche Automobil Holding SE (Porsche SE) hält
die Mehrheit der Stimmrechte an der Volkswagen AG.
Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der
Volkswagen AG am 3. Dezember 2009 wurde die Schaffung von
Entsendungsrechten für das Land Niedersachsen
beschlossen. Damit kann die Porsche SE, trotz der Mehrheit
der Stimmrechte an der Volkswagen AG, nicht die Mehrheit
der Mitglieder im Aufsichtsrat der Volkswagen AG bestellen,
solange dem Land Niedersachsen mindestens 15 % der
Stammaktien gehören. Die Porsche SE gilt damit als
nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24.
| ERBRACHTE
LIEFERUNGEN
UND LEISTUNGEN 1. HALBJAHR |
EMPFANGENE
LIEFERUNGEN
UND LEISTUNGEN 1. HALBJAHR |
|||
| Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Porsche SE und deren Mehrheitsbeteiligungen | 2 | 1 | 0 | 0 |
| Aufsichtsräte | 2 | 1 | 3 | 2 |
| Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften | 588 | 795 | 1.121 | 954 |
| Gemeinschaftsunternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 8.649 | 7.132 | 679 | 609 |
| Assoziierte Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 171 | 199 | 1.355 | 1.485 |
| Land Niedersachsen, dessen Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen | 3 | 8 | 2 | 2 |
|
FORDERUNGEN GEGEN |
VERBINDLICHKEITEN (EINSCHL.
VERPFLICHTUNGEN) GEGENÜBER |
|||
| Mio. € | 30.06.2024 | 31.12.2023 | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
| Porsche SE und deren Mehrheitsbeteiligungen | 1 | 0 | 0 | 0 |
| Aufsichtsräte | 0 | 0 | 215 | 187 |
| Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften | 2.023 | 1.780 | 2.387 | 2.332 |
| Gemeinschaftsunternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 17.120 | 15.687 | 4.602 | 4.864 |
| Assoziierte Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 833 | 775 | 9.291 | 8.647 |
| Land Niedersachsen, dessen Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen | 1 | 1 | 1 | 1 |
In den obigen Tabellen sind die von den
Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen
erhaltenen Dividendenzahlungen nach Abzug von Quellensteuer
in Höhe von 930 Mio. € (Vorjahr: 1.091 Mio.
€) nicht enthalten. Weiterhin beinhalten die Tabellen
ebenfalls nicht die an die Porsche SE gezahlten Dividenden
in Höhe von 1.703 Mio. € (Vorjahr: 1.415 Mio.
€) sowie die an das Land Niedersachsen gezahlte
Dividende in Höhe von 531 Mio. € (Vorjahr: 1.638
Mio. €).
Die Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen entfallen
im Wesentlichen auf gewährte Darlehen in Höhe von
12.133 Mio. € (31. Dezember 2023: 12.068 Mio. €)
sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von 3.473 Mio. € (31. Dezember 2023: 3.234
Mio. €). Die Forderungen gegen nicht konsolidierte
Tochtergesellschaften resultieren ebenfalls im Wesentlichen
aus gewährten Darlehen in Höhe von 1.433 Mio.
€ (31. Dezember 2023: 1.266 Mio. €) sowie aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von 214 Mio. €
(31. Dezember 2023: 199 Mio. €).
In den ausstehenden Forderungen gegen nahestehende
Personen und Unternehmen sind zweifelhafte Forderungen
enthalten, welche in Höhe von 28 Mio. € (Vorjahr:
19 Mio. €) wertberichtigt wurden. Im ersten Halbjahr
2024 fielen hierfür Aufwendungen in Höhe von 10
Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) an.
Des Weiteren bürgt der Volkswagen Konzern für
nahestehende Personen und Unternehmen gegenüber
externen Banken in Höhe von 143 Mio. € (31.
Dezember 2023: 150 Mio. €).
Der Volkswagen Konzern hat von Januar bis Juni 2024
Kapitaleinlagen bei nahestehenden Unternehmen in Höhe
von 468 Mio. € (Vorjahr: 490 Mio. €)
getätigt.
Die Verpflichtungen gegenüber Aufsichtsräten
beinhalten im Wesentlichen verzinsliche Bankguthaben von
Aufsichtsräten, die zu marktüblichen Konditionen
bei Gesellschaften des Volkswagen Konzerns angelegt wurden.
Neben den Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten
Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen bestehen
langfristige Abnahmeverpflichtungen aus
Batteriebeschaffungsverträgen mit Unternehmen der
Northvolt Gruppe.
Die Transaktionen mit nahestehenden Personen erfolgen
regelmäßig unter marktüblichen Konditionen.
Diese beinhalten teilweise auch Eigentumsvorbehalte.
In der zweiten verbraucherrechtlichen Sammelklage in
Brasilien, die rund 67 Tsd. Amarok-Fahrzeuge betrifft, wies
der Superior Court of Justice im April 2024 die von der
Klägerin eingelegte Revision gegen das Berufungsurteil
aus Juni 2023 zurück. Ende April legte die
Klägerin eine einstweilige Beschwerde ("interlocutory
appeal") gegen diese Entscheidung beim Superior Court of
Justice ein.
In Italien unterzeichneten die Parteien im Mai 2024 in
der Sammelklage des Verbraucherverbands Altrocon-sumo zur
vollständigen Streitbeilegung einen Vergleich für
rund 60 Tsd. Kunden, die zwischen 2009 und 2015 ein von der
Dieselthematik betroffenes Volkswagen, Audi, Skoda oder
SEAT-Fahrzeug mit dem Motortyp EA 189 gekauft und sich
wirksam zur Sammelklage angemeldet hatten. Beide Seiten
verzichten auf die Einlegung eines Rechtsmittels gegen die
im Vorjahr gefällte zweitinstanzliche Entscheidung des
Berufungsgerichts Venedig. Das Verfahren ist damit beendet.
Für den Vergleich und dessen Abwicklung wurden
Rückstellungen in Höhe von rund 50 Mio. €
gebildet.
Im März 2024 erklärte die Volkswagen Group of
America Finance, LLC (VWGoAF) gegenüber der
US-Börsenaufsicht (SEC - United States Securities and
Exchange Commission), ohne dabei die Behauptungen der SEC
aus der im September 2020 eingereichten geänderten
Klage zuzugeben oder zu bestreiten, ihre Zustimmung zu
einem abschließenden gerichtlichen Urteil, das unter
anderem eine Zahlung in Höhe von rund 49 Mio. USD
vorsieht. Nachfolgend reichten die SEC und die VWGoAF beim
US District Court des Northern District von Kalifornien
einen Antrag auf Erlass eines abschließenden Urteils
hinsichtlich der VWGoAF ein, das die von der SEC geltend
gemachten Ansprüche gegen die VWGoAF vollständig
erledigt. Im April 2024 gab das Gericht diesem Antrag statt
und erließ ein abschließendes Urteil in Bezug
auf die VWGoAF. Alle gegen die Volkswagen AG und einen
ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG geltend
gemachten Ansprüche wies das Gericht
rechtskräftig ab. Dementsprechend sind die von der SEC
gegen alle Beklagten in diesem Verfahren geltend gemachten
Ansprüche vollständig erledigt.
Die gegen die Volkswagen AG im Zusammenhang mit der
Dieselthematik weltweit (exklusive USA/Kanada) geltend
gemachten Ansprüche in Form von Anlegerklagen,
gerichtlichen Mahn- und Güteanträgen sowie
Anspruchsanmeldungen nach dem
Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) reduzierten
sich im Berichtszeitraum infolge einer Klageabweisung und
einer Klagerücknahme auf circa 8,7 Mrd. €. Damit
wurden seit Beginn der Verfahren Anlegerklagen in Höhe
von über 1 Mrd. € zurückgenommen oder
rechtskräftig abgewiesen.
In Brasilien legte der brasilianische
Händlerverband Associacao Brasileira Dos
Distribuidores Volkswagen (Assobrav) Rechtsmittel gegen das
erstinstanzliche Urteil aus Januar 2024 ein, mit dem die
Klage in vollem Umfang abgewiesen worden war. Assobrav und
einzelne Händler in Brasilien hatten im Dezember 2023
Volkswagen do Brasil im Zusammenhang mit einer vom Staat
Brasilien an Volkswagen do Brasil erfolgten
Rückzahlung wegen der verfassungsrechtlich für
unzulässig erachteten Doppelbesteuerung von Fahrzeugen
verklagt. Die Kläger verlangen von Volkswagen do
Brasil, mindestens teilweise an der Rückzahlung
beteiligt zu werden.
Im Juli 2021 hatte die Europäische Kommission gegen
die Volkswagen AG, die AUDI AG und die Dr. Ing. h.c. F.
Porsche AG im Rahmen einer Settlement-Entscheidung ein
Gesamtbußgeld in Höhe von rund 502 Mio. €
verhängt. Volkswagen verzichtete auf die Einlegung von
Rechtsmitteln, sodass die Entscheidung 2021
rechtskräftig geworden ist. Der Gegenstand der
Entscheidung beschränkte sich inhaltlich auf die
Kooperation deutscher Automobilhersteller zu einzelnen
technischen Fragen im Zusammenhang mit der Entwicklung und
Einführung von SCR (Selective Catalytic
Reduction)-Systemen für Pkw, die im Europäischen
Wirtschaftsraum verkauft worden sind. Andere
Verhaltensweisen wie Preisabsprachen oder die Aufteilung
von Märkten und Kunden wurden den Herstellern nicht
vorgeworfen. Im Volkswagen Konzern wurde aus
öffentlichen Quellen zur Kenntnis genommen, dass die
brasilianische Wettbewerbsbehörde Conselho
Administrativo de Defesa Económica (CADE) ein
Verfahren unter anderem gegen die Volkswagen AG, die AUDI
AG und die Porsche AG wegen des Vorwurfs eines
unzulässigen Informationsaustauschs
möglicherweise auf der Grundlage des EU-Sachverhalts
eröffnet hat. Im Konzern liegen bisher keine
Zustellungen oder näheren Informationen vor.
Im Berichtszeitraum durchsuchte die koreanische
Wettbewerbsbehörde KFTC die VW Group Korea. Dies
geschah im Zusammenhang mit dem bereits von der
Europäischen Kommission und der englischen
Kartellbehörde Competition and Markets Authority (CMA)
seit 2022 untersuchten Verdacht, dass europäische,
japanische und koreanische Hersteller sowie die in den
Ländern agierenden nationalen Verbände und der
europäische Verband European Automobile Manufacturers'
Association (ACEA) sich seit 2001 beziehungsweise 2002 und
bis zur Eröffnung der Verfahren insbesondere in der
ACEA Working Group Recycling sowie zugehöriger
Unterarbeitsgruppen dazu verständigt haben sollen,
für Dienstleistungen von Recycling-Unternehmen, die
"End-of-Life Vehicles" (konkret Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge) entsorgen, nicht zu bezahlen. Auch die
chinesische Wettbewerbsbehörde stellte der Volkswagen
AG im Juni 2024 in dieser Angelegenheit ein
Auskunftsersuchen zu.
In dem von Greenpeace begleiteten Verfahren in
Braunschweig wies das Oberlandesgericht Braunschweig im
Juni 2024 die Berufung der Kläger zurück und
bestätigte die im Februar 2023 erfolgte Abweisung der
Klage durch das Landgericht Braunschweig. Die Kläger
hatten in der Klage beantragt, die Volkswagen AG dazu zu
verpflichten, unter anderem stufenweise die Produktion und
das Inverkehrbringen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren
zu reduzieren und bis 2029 komplett einzustellen sowie
Treibhausgasemissionen aus Entwicklung, Produktion und
Vertrieb (einschließlich der Nutzung der Fahrzeuge
durch Dritte) zu reduzieren. Zusätzlich sollte
Volkswagen so Einfluss auf Konzernunternehmen,
Beteiligungen und Joint Ventures ausüben, dass diese
Forderungen auch von diesen erfüllt werden.
In Russland hat das Gericht der ersten Instanz im
verbliebenen Klageverfahren über angebliche
Forderungen in Höhe von rund 28,5 Mrd. RUB die
Volkswagen AG im Juli 2024 zur Zahlung von Schadensersatz
in Höhe von rund 16,9 Mrd. RUB verurteilt. Das Urteil
ist nicht rechtskräftig, die Volkswagen AG wird
Berufung einlegen und sich weiter verteidigen.
Weitergehende Angaben zu den Schätzungen
hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen sowie Angaben zu
Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe oder der
Fälligkeit von Beträgen der Rückstellungen
und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den
weiteren wesentlichen Rechtsstreitigkeiten werden
gemäß IAS 37.92 nicht gemacht, um die Ergebnisse
der Verfahren und die Interessen des Unternehmens nicht zu
beeinträchtigen.
Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum
gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen
Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr
2024 in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko- und
Chancenbericht" - einschließlich des Abschnitts
"Rechtsrisiken" - des zusammengefassten Lageberichts im
Geschäftsbericht 2023 keine wesentlichen
Änderungen.
Gegenüber den im Konzernabschluss 2023
beschriebenen Eventualverbindlichkeiten ergeben sich zum
30. Juni 2024 keine wesentlichen Veränderungen.
Die Sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben sich im
Vergleich zum Konzernabschluss 2023 um 2,7 Mrd. €
erhöht und belaufen sich zum 30. Juni 2024 auf 40,9
Mrd. €. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus
der Erhöhung des Bestellobligos für Sachanlagen
und Dienstleistungen.
Am 9. Juli 2024 hat der Vorstand der AUDI BRUSSELS
S.A./N.V., Brüssel/Belgien (Audi Brussels) vor dem
Hintergrund der Nachfrageentwicklung für die in
Brüssel gefertigte Audi Q8 e-tron Modellfamilie einen
Informations- und Konsultationsprozess nach belgischem
Recht für die Restrukturierung des Standorts
eröffnet. In diesem Prozess berät der Vorstand
von Audi Brussels mit den zuständigen Sozialpartnern
über Lösungsalternativen. Am Ende dieses
Prozesses kann unter anderem auch die Einstellung des
Betriebs erfolgen. Die infolge der alternativen Nutzung
oder einer Werkschließung erwarteten
Restrukturierungsaufwendungen von aktuell geschätzt
1,3 Mrd. € belasten größtenteils im zweiten
Halbjahr 2024 das Operative Ergebnis des Volkswagen
Konzerns. Die Aufwendungen setzen sich unter anderem aus
vorgezogenen Abschreibungen, Kosten aus einer
geänderten Produktionsfahrweise, Rechts- und
Beratungskosten und mitarbeiterbezogenen Aufwendungen
zusammen.
Wolfsburg, 30. Juli 2024
Volkswagen Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der verkürzte
Konzern-Zwischenabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Wolfsburg, 30. Juli 2024
Volkswagen Aktiengesellschaft
Der Vorstand
An die VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT
Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss
der VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg, - bestehend
aus verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung,
verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter
Bilanz, verkürzter Eigenkapitalentwicklung,
verkürzter Kapitalflussrechnung, sowie
ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den
Konzern-Zwischenlagebericht für den Zeitraum vom 1.
Januar 2024 bis 30. Juni 2024, die Bestandteile des
Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung
des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den
IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach
den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzern-Zwischenabschluss und dem
Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des
Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die
prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Hannover, 31. Juli 2024
EY GmbH &Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Meyer | Matischiok |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Die von Volkswagen begebenen Hybridanleihen werden
vollständig dem Eigenkapital zugerechnet. Während
der unbegrenzten Laufzeit stehen der Emittentin zu
bestimmten Terminen Kündigungsrechte zu. Die
Zinsausstattung ist bis zur ersten
Kündigungsmöglichkeit fixiert und variiert
später nach Maßgabe der Anleihebedingungen.
Baukastensystem für die Herstellung von
Elektroautos. Der MEB legt die Parameter für Achsen,
Antriebe, Hochvolt-Batterien, Radstände und
Gewichtsverhältnisse fest, damit ein Fahrzeug optimal
die Anforderungen der Elektromobilität erfüllt.
Im Jahr 2020 startete die Produktion der ersten Fahrzeuge
auf Basis des MEB in Serie.
Leistungsstufe von Hybridfahrzeugen. Plug-in-Hybrid
Electric Vehicles (PHEVs) besitzen eine größere
Batterie mit entsprechend hoher Kapazität, die sowohl
über den Verbrennungsmotor oder das Bremsen als auch
über die Steckdose geladen werden kann. Dadurch
erhöht sich die Reichweite des Fahrzeugs.
Die Aktivierungsquote ist als Relation aus den
aktivierten Entwicklungskosten und den gesamten Kosten
für Forschung und Entwicklung im Konzernbereich
Automobile definiert. Sie stellt den Anteil der gesamten
Primärausgaben für Forschung und Entwicklung dar,
welcher aktivierungspflichtig ist.
Mit der Bruttomarge wird der prozentuale Anteil des
Bruttoergebnisses an den Umsatzerlösen innerhalb einer
Periode ermittelt. Die Bruttomarge gibt Auskunft über
die Profitabilität nach Kosten des Umsatzes.
Die Eigenkapitalquote gibt den prozentualen Anteil des
Eigenkapitals am Gesamtkapital zu einem Stichtag an. Diese
Quote ist ein Indikator für die Stabilität und
Kapitalkraft des Unternehmens und zeigt den Grad der
finanziellen Unabhängigkeit.
Die Investitionsquote im Konzernbereich Automobile
ergibt sich aus der Addition der Forschungs- und
Entwicklungskostenquote (F&E-Quote) mit der
Sachinvestitionsquote: Die F&E-Quote im Konzernbereich
Automobile setzt die gesamten Forschungs- und
Entwicklungskosten in Relation zu den Umsatzerlösen.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die
Aufwendungen von der Zukunftsforschung bis zur marktreifen
Entwicklung unserer Produkte. Besonderes Augenmerk liegt
dabei auf der umweltfreundlichen Ausrichtung unseres
Produktportfolios. Die F&E-Quote belegt die
Anstrengungen für die Zukunftsfähigkeit des
Unternehmens: die auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtete
Zielsetzung einer wettbewerbsfähigen Ertragskraft. Die
Sachinvestitionsquote im Konzernbereich Automobile bringt
gleichermaßen unsere Innovationskraft und
zukünftige Wettbewerbsfähigkeit zum Ausdruck. Bei
ihrer Berechnung werden die Investitionen - im Wesentlichen
für die Modernisierung und Erweiterung der
Produktpalette, für umweltfreundliche Aggregate sowie
für die Anpassung der Produktionskapazitäten und
Verbesserung der Fertigungs-prozesse - ins Verhältnis
zu den Umsatzerlösen des Konzernbereichs Automobile
gesetzt.
Der Netto-Cashflow des Konzernbereichs Automobile zeigt
den Mittelüberschuss aus dem laufenden Geschäft,
der zum Beispiel für Dividendenzahlungen zur
Verfügung steht. Er ergibt sich aus dem Cashflow des
laufenden Geschäfts abzüglich der
Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts.
Die Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile
bildet den nicht durch Kreditstand finanzierten Bestand an
Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten,
Wertpapieren, Darlehensforderungen und Termingeldanlagen
ab. Zur Absicherung der Geschäftstätigkeit haben
wir das strategische Ziel formuliert, dass die
Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile rund 10 %
der Umsatzerlöse des Konzerns beträgt.
Die Umsatzerlöse, in denen die
Geschäftsentwicklung unserer At Equity konsolidierten
chinesischen Joint Ventures nicht enthalten ist, sind das
finanzielle Abbild unseres Markterfolgs. Nach
Berücksichtigung des Ressourceneinsatzes ist das
Operative Ergebnis Ausdruck der originären
Unternehmenstätigkeit und zeigt den wirtschaftlichen
Erfolg des Kerngeschäfts.
Die operative Umsatzrendite ist das Verhältnis von
erwirtschaftetem Operativen Ergebnis zu Umsatzerlösen.
Als Umsatzrendite ist das in Prozent ausgedrückte
Verhältnis von Gewinn vor Steuern und
Umsatzerlösen innerhalb einer Periode definiert. Sie
zeigt die Höhe des je Umsatzeinheit erwirtschafteten
Gewinns. Die Umsatzrendite gibt Auskunft über die
Profitabilität der gesamten
Geschäftstätigkeit vor Abzug von Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag.
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