VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFTWolfsburgZwischenbericht Januar bis September 2024Die in diesem Bericht erläuterten Finanzzahlen
wurden gemäß den internationalen
Rechnungslegungsvorschriften, den IFRS Accounting
Standards, erstellt. Alle Zahlen sind jeweils für sich
kaufmännisch gerundet, daher kann die Addition der
angegebenen Werte zu geringfügigen Abweichungen
führen; dies gilt auch für die Ermittlung von
Prozentangaben. Die Vergleichswerte des Vorjahres werden,
soweit nicht anders erwähnt, neben den Werten des
Berichtszeitraums in Klammern dargestellt. Bei unseren
Erläuterungen beschränken wir uns im Einklang mit
den Deutschen Rechnungslegungsstandards auf die
wesentlichen Effekte, die im Berichtszeitraum auf unser
Geschäft wirkten.
Wir bitten unsere Leserinnen und Leser um
Verständnis, dass wir aus Gründen der
Sprachvereinfachung keine geschlechterspezifischen
Formulierungen verwenden. Die gewählte Form steht
stellvertretend für alle Geschlechter.
Reichweitenangaben zu Fahrzeugen wurden auf dem
Rollenprüfstand über das Durchfahren der Zyklen
nach der Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure
(WLTP) ermittelt. WLTP-Reichweitenwerte für
Serienfahrzeuge können ausstattungsbedingt abweichen.
Die tatsächliche Reichweite variiert in der Praxis
abhängig von verschiedenen weiteren Faktoren.
Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer
Übersetzung vor. Bei Abweichungen geht die deutsche
maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen
Übersetzung vor. Beide Sprachfassungen sind im
Internet abrufbar unter:
www.volkswagen-group.com/investoren
AktuellesWesentliche ZahlenVOLKSWAGEN KONZERN
KONZERNBEREICH AUTOMOBILE
Die Mengendaten umfassen auch die nicht
vollkonsolidierten chinesischen Gemeinschaftsunternehmen
(chin. JV); die Auslieferungen des Vorjahres wurden
aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert. Der
Konzernbereich Automobile beinhaltet die Zuordnung der
Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
Wesentliche Faktenscrollen
Group NewsNEUE PRODUKTE UND TECHNOLOGIEN VORGESTELLTDer Volkswagen Konzern und seine Marken stellten auch im
dritten Quartal 2024 neue Fahrzeuge und Technologien vor.
Volkswagen richtet mit seiner Strategie "In China
für China" sein Angebot noch stärker auf die
Bedürfnisse chinesischer Kunden aus. Im Juli 2024
feierte das erste Modell der neuen Volkswagen Submarke ID.
UNYX seine Premiere: Das gleichnamige und vollelektrische
SUV-Coupé zeichnet sich durch ein besonders
auffälliges Design, ein smartes Bedienkonzept mit
personalisierbarem 3D-Avatar und bis zu rund 600 km
Reichweite aus. Die Grundversion wird von einer 210 kW (286
PS) starken E-Maschine an der Hinterachse angetrieben.
Darüber hinaus soll es eine Allradversion mit zwei
Elektromotoren und einer Leistung von 250 kW (340 PS)
geben. Der speziell auf den chinesischen Markt
ausgerichtete ID. UNYX ist die neueste Entwicklungsstufe
intelligent vernetzter Fahrzeuge von Volkswagen. Er ist
technisch und optisch auf den Lebensstil junger Kunden in
Chinas Metropolen zugeschnitten. Das Handelskonzept des ID.
UNYX unterstützt dies mit 40 exklusiven Stores in 20
Städten, in denen Interessenten das Fahrzeug durch
moderne Technologien wie Virtual- und Augmented Reality
erleben können.
CUPRA stellte im September 2024 den neuen Terramar vor.
Der sportliche SUV verkörpert die neue Designsprache
der Marke mit einem mutigen und selbstbewussten Auftritt.
Er trägt die neue ikonische Lichtsignatur, bestehend
aus Ultra Matrix-LEDs mit High-Definition-Technologie. Das
Außendesign der Frontpartie wird bestimmt durch den
sportlichen Kühlergrill und die funktionale untere
Öffnung. Das breite Heck verleiht dem SUV eine starke
Präsenz. Das zentral zwischen den Rückleuchten
positionierte CUPRA Logo sowie der Name Terramar sind
beleuchtet. Der Innenraum besticht mit einem
fahrerorientierten Cockpit, das durch das Design der
Mittelkonsole verstärkt wird. Die Schalensitze sind
teilweise mit nachhaltigen Materialien bezogen. Im Rahmen
der Zusammenarbeit mit dem Audioexperten Sennheiser
Mobility kommt ein HiFi-Audiosystem mit zwölf
Lautsprechern zum Einsatz. Der CUPRA Terramar ist mit
fünf verschiedenen Antriebssträngen
erhältlich, vom Verbrenner bis zur Elektrifizierung.
Die Leistungsspanne reicht von 110 kW (150 PS) bis 200 kW
(272 PS). Die Fahrdynamik wird durch das
serienmäßige Sportfahrwerk und die
Progressivlenkung sowie durch die neue adaptive
Fahrwerksregelung und optimierte Bremsen unterstützt.
Bei Audi ging im dritten Quartal 2024 mit dem A6 e-tron
als Sportback und Avant das zweite Modell auf Basis der
Premium Plattform Electric (PPE) an den Start. Das Fahrzeug
der oberen Mittelklasse greift die Produktstärken der
PPE hinsichtlich Performance, Reichweite, Effizienz und
Laden auf: Leistungsstarke, kompakte und hocheffiziente
Elektromotoren ermöglichen in Kombination mit einer
für die PPE neu entwickelten Lithium-Ionen-Batterie
eine Reichweite von bis zu rund 750 km beim A6 Sportback
e-tron performance und bis zu rund 720 km bei der
Avant-Karosserieform. Eine Systemleistung von bis zu 370 kW
(503 PS) im Audi S6 e-tron sorgt für ein sportliches
und dynamisches Fahrerlebnis. Von 0 auf 100 km/h
beschleunigt dieser in 3,9 sec, die
Höchstgeschwindigkeit ist bei 240 km/h erreicht. Das
Exterieur ist kraftvoll, sportlich und optimal
proportioniert. Eine verbesserte Grundabstimmung und
zahlreiche Detailoptimierungen zahlen auf eine sehr gute
Aerodynamik ein und sorgen für einen
außergewöhnlich geringen cw-Wert von 0,21.
Damit ist er in puncto Aerodynamik der beste Audi aller
Zeiten. Das Interieur wird durch eine neue
Designphilosophie von Audi bestimmt und besitzt eine
Raumarchitektur, die gestalterisch und ergonomisch auf die
Insassen zugeschnitten ist. Der A6 e-tron bietet
ausstattungsabhängig viele innovative Features wie
beispielsweise virtuelle Außenspiegel der zweiten
Generation, die beleuchteten Ringe am Heck und ein smartes
Panoramaglasdach, das per Knopfdruck intransparent
geschaltet werden kann.
Mit der neuen A5-Familie hat Audi das nächste
Kapitel in seiner erfolgreichen Geschichte der Mittelklasse
aufgeschlagen. Sie überzeugt mit einer
geschärften Designsprache und Proportionen aus dem
Premiumbereich. Beide Karosserievarianten - Limousine und
Avant - verkörpern die sportliche Audi
Designphilosophie. Eine neue Formensprache im Interieur
schafft ein großzügiges Raumgefühl. Das
schlanke, freistehende Panoramadisplay ist im Curved Design
und in OLED-Technologie ausgeführt und besteht aus
einem 11,9 Zoll großen Virtual Cockpit und einem 14,5
Zoll großen Touch Display. Für die vorderen
Passagiere steht optional ein 10,9 Zoll großes
Beifahrerdisplay zur Verfügung, das perfekt in das
Schalttafeldesign integriert ist. Effiziente,
elektrifizierte Verbrennungsmotoren und sportlich
emotionale S-Modelle runden das Angebot der A5-Familie ab.
Zudem präsentierte Audi die neueste Generation
seines Bestsellers Q5: Der SUV zeigt sich noch moderner und
dynamischer. Er ist das erste Fahrzeug auf Basis einer
neuen Plattform für Verbrennungsmotoren und wird von
Benzin- und Dieselmotoren angetrieben, die dank der
weiterentwickelten Mild-Hybrid-Technologie noch sparsamer
geworden sind. Der Audi Q5 überzeugt mit einem
modernen Infotainment- und Bedienkonzept,
individualisierbaren digitalen Lichtsignaturen und modernen
Fahrerassistenzsystemen. Der sportliche Audi SQ5
ergänzt die neue Baureihe bereits bei der Premiere.
Außerdem sollen künftig Modelle mit
Plug-in-Hybrid-Technologie die Modellfamilie erweitern.
Der Bentley Flying Spur der vierten Generation ist die
leistungsstärkste Limousine in der Firmengeschichte
der britischen Marke. Sein Ultra Performance Hybridantrieb
mit 575 kW (782 PS) lässt den Viertürer in 3,5
sec von 0 auf 100 km/h sprinten. Rein elektrisch kann er
zudem 76 km zurücklegen. Das Fahrerlebnis wird durch
das Performance Active Chassis gesteigert, bestehend aus
Fahrwerkstabilisierung Dynamic Ride und Allradlenkung. Das
geschärfte Exterieur wird von Kühlergrill,
Stoßfänger, Diffusor, 22-Zoll-Rädern und
dunkel getönten Zierelementen bestimmt. Im Innenraum
fallen Steppmuster an den Sitzen und eine Lederverkleidung
im 3D-Rautenmuster ins Auge. Alle vier Sitze sind mit neuer
Wellness-Funktion und automatischer Sitzklimatisierung
erhältlich. Die elektrische Architektur des Flying
Spur ermöglicht die Integration neuester Technologien;
so lassen sich beispielsweise dank My Bentley App-Studio
beliebte Apps direkt ins Fahrzeug einbinden.
Als Nachfolger des Huracán präsentierte
Lamborghini im August 2024 mit dem Temerario erstmals einen
Supersportwagen, der mit einem V8 Biturbo in Kombination
mit drei Elektromotoren und einer Gesamtleistung von 676 kW
(920 PS) aufwartet. Außen fallen die sechseckigen
Tagfahrleuchten auf, die eine typische geometrische Form
des Lamborghini Designs aufgreifen und futuristisch
interpretieren. Der freiliegende Motor, das Herzstück
des Fahrzeugs, wird von einem neuen ästhetischen wie
aerodynamischen Spoiler eingerahmt. Neueste
Konnektivitätsdienste und Augmented-Reality-Navigation
sorgen darüber hinaus für ein intuitives
Fahrerlebnis. Mit einem Leichtbaupaket und Carbonfelgen
wird eine Gewichtseinsparung im Vergleich zum
Vorgänger von mehr als 25 kg sowie eine höhere
aerodynamische Effizienz erzielt.
Zum 50. Geburtstag des 911 Turbo legte Porsche ein
exklusives Jubiläumsmodell seiner Sportwagen-Ikone
auf: Der "911 Turbo 50 Jahre" kombiniert herausragende
Performance und edle Materialien mit besonders exklusiven
Designelementen. Interieur und Exterieur lehnen sich an
historische 911 Turbo-Modelle an, ergänzt um zeitlos
elegante und aktuelle Stilelemente. Porsche limitiert den
"911 Turbo 50 Jahre" in Anlehnung an das Debütjahr des
ersten 911 Turbo auf 1.974 Exemplare. Technisch basiert er
auf dem seit 2019 gebauten 911 Turbo S. Sein 3,7 l
Boxermotor mit Biturbo-Aufladung leistet 478 kW (650 PS).
Für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigt er
lediglich 2,7 sec. Zum Serienumfang gehören:
8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, aktiver Allradantrieb,
Sportfahrwerk, Liftsystem an der Vorderachse sowie
abgedunkelte Matrix-LED-Hauptscheinwerfer.
IAA TransportationVolkswagen Nutzfahrzeuge feierte auf der IAA
Transportation 2024 in Hannover die Weltpremiere des neuen
Transporters und zeigte die komplett aktualisierte
Modellpalette. Die 7. Generation der Transporter-Baureihe
startet mit einem größeren Raumangebot, einer
erhöhten Zuladung und einer gesteigerten
Anhängelast. Darüber hinaus sorgen modernste
Assistenzsysteme für mehr Sicherheit; durchdachte
Cockpit- und Bedienelemente erleichtern indes den
Arbeitsalltag. Der neue Transporter ist als Kastenwagen
(reiner Gütertransport), Kastenwagen Plus (Laderaum,
Sitze in der zweiten Reihe), Kombi (reiner
Personentransport) sowie als Doppelkabine mit
Pritschenaufbau und langem Radstand erhältlich.
Darüber hinaus wurde der neunsitzige Caravelle
für den kommerziellen Personentransport vorgestellt.
Volkswagen Nutzfahrzeuge bietet ihn in einer Grundversion,
als mittleres Ausstattungsniveau "Life" und in der
Topversion "Style" an. Zudem ist auch der Caravelle mit
verlängertem Radstand erhältlich. Sowohl die
Transporter als Kastenwagen als auch der Caravelle sind
zudem in der robusten Version "PanAmericana"
erhältlich. Erstmals wird es Transporter und Caravelle
- alternativ zum Spektrum der Turbodieselmotoren - mit
einem Plug-in-Hybridantrieb und reinem Elektroantrieben
geben. Eine Vielzahl an Auf- und Umbaulösungen rundete
den Messeauftritt ab.
Scania präsentierte auf der IAA Transportation
seine umfassende, vielseitige und benutzerfreundliche
Fahrzeugpalette. Der Schwerpunkt lag dabei auf
Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Komplettlösungen
für eine im Wandel befindliche Transportbranche.
Unabhängig davon, ob der Kunde einen Biodiesel-,
Biogas- oder Elektro-Lkw bevorzugt, kann Scania modulare
und flexible Wartungslösungen, Ladelösungen,
vernetzte Services und andere Möglichkeiten für
geringe Gesamtbetriebskosten anbieten. Weitere Highlights
waren eine neue, rein elektrische Sattelzugmaschine, das
modularisierte Serviceportfolio "Scania 360" sowie der
"Scania ProDriver", ein unterhaltsames, digitales Coaching
für Berufskraftfahrer.
Unter dem Motto "Simplifying Business" zeigte MAN in
Hannover sein gesamtes Lkw-Antriebsportfolio mit neuesten
Elektro-, Wasserstoff- und Dieselantrieben. Der eTGL
feierte seine Weltpremiere: Der elektrisch betriebene
12-Tonner ist eine Lösung für den leichten
Verteilerverkehr und rundet das MAN Elektro-Lkw-Portfolio
ab, das nunmehr Trucks von zwölf bis 50 t umfasst. Die
eTruck-Konfigurationen sind mit bis zu sieben Batterien
möglich und erlauben Reichweiten von bis zu 650 km.
Der Wasserstoff-Verbrenner MAN hTGX ergänzt das
Zero-Emission-Portfolio komplementär für
spezielle Anwendungen. Im Bereich der Diesel-Lkw
präsentierte MAN Optimierungen im Antriebsstrang und
der Aerodynamik mit bis zu 4 % weniger Kraftstoffverbrauch.
Die Vorstellung neuer Sicherheits- und Assistenzsysteme
ergänzte den Messeauftritt.
AUSZEICHNUNGEN UND JUBILÄENAnfang Juli 2024 erhielt der neue Passat der Marke
Volkswagen Pkw die Bestnote von fünf Sternen bei der
Euro-NCAP-Sicherheitsbewertung. Das Fahrzeug konnte sehr
hohe Bewertungen in allen vier geprüften Kategorien
erzielen, insbesondere beim Insassenschutz für
Erwachsene. Auch der Audi Q6 e-tron erhielt im September
2024 die Auszeichnung von vollen fünf Sternen. Sowohl
der Insassenschutz für Erwachsene als auch für
Kinder wurde mit sehr guten Ergebnissen über 90 %
bewertet. Bei dem Testverfahren werden von einem Konsortium
aus europäischen Verkehrsministerien, Automobilclubs,
Versicherungsverbänden und Forschungsinstituten
Sicherheitsaspekte neuer Fahrzeuge untersucht und bewertet.
Ebenfalls im Juli 2024 erhielt die Marke Volkswagen Pkw
bei den "AutomotiveINNOVATIONS Awards 2024" die
Auszeichnung für die innovationsstärkste
Volumenmarke im Bereich Elektroantrieb. Besonders
hervorzuheben war die Innovationsstärke in Bezug auf
Reichweite, Ladeleistung, Verbrauch und im Bereich des
E-Ökosystems. Vergeben wird der Award jährlich
vom Center of Automotive Management, einem
unabhängigen, wissenschaftlichen Institut für
empirische Automobil- und Mobilitätsforschung an einer
deutschen Fachhochschule, das die
Innovationsaktivitäten von rund 100 Automobilmarken in
Europa, Asien und den USA analysiert.
Mitte August 2024 wurde das Volkswagen Werk in
Poznań mit dem "Automotive Lean Production Award"
ausgezeichnet. Insbesondere die Anwendung schlanker
Produktionsmethoden sowie kontinuierliche Optimierungen in
der Fertigung mit dem Fokus auf Automatisierung und
Digitalisierung wurden am Standort Poznań positiv
bewertet. Seit fast 20 Jahren werden die besten
europäischen Produktionsstandorte für moderne
Produktionsprozesse von dem internationalen
Beratungsunternehmen Agamus Consult und dem Fachmagazin
Automobil Produktion gekürt.
Ende August 2024 prämierte das deutsche Fachmagazin
Auto Zeitung zwei Modelle der Marke Škoda mit der
"Design Trophy 2024". Die Importwertung gewann der
Škoda Superb in der Kategorie Limousinen/Vans.
Ebenfalls in der Importwertung siegte der Škoda
Kodiaq in der Kategorie SUV. Bei dem Leserentscheid standen
insgesamt 63 Modelle in vier Kategorien zur Wahl.
Zahlreiche Modelle des Volkswagen Konzerns wurden im
August 2024 von der deutschen Fachzeitschrift auto motor
sport mit der Auszeichnung "Familienauto des Jahres 2024"
gekürt. Die 13. Leserwahl fand in je drei Preisklassen
(A: bis 25 Tsd. €, B: 25 Tsd. € bis 35 Tsd.
€ und C: 35 Tsd. € bis 45 Tsd. €) und drei
Kategorien (Design, Technologie und Preis/Leistung) statt.
Die Marke Volkswagen Pkw überzeugte mit dem T-Cross in
der Preisklasse A der Kategorie Technologie. Die
Importwertung dieser Kategorie gewann der Škoda
Kamiq. In der Preisklasse A konnte der Kamiq ebenfalls in
der Kategorie Design die Importwertung für sich
entscheiden. Škoda ging mit dem Octavia Combi in der
Preisklasse B in den Kategorie Design als Gesamt- und
Importsieger hervor und konnte sich darüber hinaus in
der Importwertung der Kategorie Technologie durchsetzen.
Audi sicherte sich mit dem Q2 den Gesamtsieg in der
Preisklasse B in der Kategorie Technologie. In der
Kategorie Preis/Leistung gewann Škoda die Gesamt-
und Importwertung der Kategorie B mit dem Octavia Combi
sowie in der Kategorie C mit dem Karoq.
Mitte September 2024 feierte der Škoda Fabia, mit
dem die Marke eine neue Ära im Kleinwagensegment
begann, sein 25-jähriges Produktionsjubiläum.
Insgesamt wurden bisher fast fünf Millionen Fahrzeuge
hergestellt. Die vierte Modellgeneration wird im
Škoda Werk in Mladá Boleslav gefertigt.
KOOPERATIONEN UND BETEILIGUNGENDie PowerCo S E als Batterieunternehmen des Volkswagen
Konzerns und die QuantumScape Corporation (QuantumScape)
haben im Juli 2024 eine Kooperationsvereinbarung zur
Industrialisierung der Lithium-Metall-Feststofftechnologie
von QuantumScape bekannt gegeben. Diese Vereinbarung
löst ein früheres Joint Venture des Volkswagen
Konzerns und QuantumScape für eine zukünftige
gemeinsame Produktion von Batteriezellen ab. Der Volkswagen
Konzern bleibt dabei unverändert der größte
Anteilseigner von QuantumScape. Abhängig vom
technologischen Fortschritt und von bestimmten
Lizenzzahlungen wird PowerCo die Lizenz zur
Serienproduktion von Batteriezellen auf Basis der
QuantumScape-Technologie erhalten. Die Technologieplattform
von QuantumScape basiert auf einem selbst entwickelten
Separator, der die Verwendung von reinen
Lithium-Metall-Anoden ermöglicht und damit eine
große Energie- und Leistungsdichte, eine hohe
Ladegeschwindigkeit und ein robustes Sicherheitsprofil
realisieren soll.
Konzern-ZwischenlageberichtVolkswagen AktieDie internationalen Börsen verzeichneten im
Berichtszeitraum eine wechselhafte, aber insgesamt positive
Entwicklung. Insbesondere angetrieben von der Hoffnung auf
Leitzinssenkungen setzten sie ihren im Oktober 2023
begonnenen Aufwärtstrend fort und erreichten neue
Rekordstände. Positiv wirkte sich zudem insbesondere
eine über den Erwartungen liegende
Konjunkturentwicklung aus. Die Notenbanken in den USA und
Europa leiteten im Jahresverlauf zudem mit ersten Senkungen
die Trendwende des Zinsniveaus ein und beflügelten
damit die Aktienkurse weiter. Die grundsätzlich
positive Stimmung an den Börsen wurde durch das
unsichere geopolitische Umfeld und insbesondere die Lage im
Nahen Osten nicht nennenswert beeinträchtigt.
Nach einem erfreulichen Börsenjahr 2023, in dem der
deutsche Aktienindex (DAX) um 20 % zulegen konnte, startete
er in das neue Jahr mit einer Seitwärtsbewegung. Ende
Januar 2024 ging der DAX dann in einen Aufwärtstrend
über, in dessen Verlauf der Index neue Allzeithochs
verzeichnete. Das deutsche Börsenbarometer profitierte
insbesondere von positiven Unternehmensdaten in der
Berichtssaison sowie der Erwartung der Marktteilnehmer
einer bevorstehenden Zinswende. Im zweiten Quartal 2024
schwächte sich die Dynamik angesichts steigender
geopolitischer Spannungen und politischer Unsicherheiten
ab. In das dritte Quartal startete der DAX zunächst
mit einer schwächeren Phase, bevor die Kurse dann
wieder in eine Aufwärtsbewegung übergingen,
angetrieben von der eingeleiteten Zinswende in Europa und
den USA. Auch die geld- und fiskalpolitischen
Maßnahmen in China zur Ankurbelung der Konjunktur
wirkten sich positiv auf den deutschen Aktienmarkt aus. Im
September 2024 erzielte der DAX, der als Performanceindex
die Dividendenzahlungen thesauriert, ein neues Allzeithoch
und lag am Monatsende um 15 % über dem Stand am
Jahresende 2023. Der EURO STOXX Automobiles & Parts als
reiner Preisindex wies im Betrachtungszeitraum dagegen,
bedingt durch das schwierige Marktumfeld der
Automobilindustrie, eine negative Kursentwicklung von 9 %
auf.
KURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2023 BIS
SEPTEMBER 2024
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| Höchstkurs | Tiefstkurs | Schlusskurs | ||
| Stammaktie | Kurs (€) | 151,50 | 93,45 | 100,30 |
| Datum | 04.04. | 10.09. | 30.09. | |
| Vorzugsaktie | Kurs (€) | 128,50 | 88,66 | 95,16 |
| Datum | 04.04. | 10.09. | 30.09. | |
| DAX | Kurs | 19.474 | 16.432 | 19.325 |
| Datum | 27.09. | 17.01. | 30.09. | |
| ESTX Auto & Parts | Kurs | 708 | 539 | 552 |
| Datum | 08.04. | 10.09. | 30.09. |
In den ersten neun Monaten des Jahres 2024 befand sich
die Weltwirtschaft weiter auf Wachstumskurs, mit einer
etwas geringeren Dynamik im Vergleich zum Vorjahr. Diese
Entwicklung war sowohl bei den fortgeschrittenen
Volkswirtschaften als auch bei den Schwellenländern zu
beobachten. Die in vielen Ländern zwar
rückläufigen, aber zum Teil noch immer relativ
hohen Inflationsraten in Kombination mit einer restriktiven
Geldpolitik wichtiger Zentralbanken dämpften weiterhin
vielerorts die Konjunkturentwicklung. Gegen Ende des
Berichtszeitraums haben einige Zentralbanken begonnen, die
Leitzinsen von ihrem vergleichsweise hohen Niveau
schrittweise abzusenken.
Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete in den ersten
drei Quartalen dieses Jahres ein insgesamt positives
Wachstum etwas oberhalb des Vorjahresniveaus. In den
einzelnen Staaten Nord- und Südeuropas verlief die
Entwicklung dabei heterogen. Aufgrund der
rückläufigen Inflationsraten senkte die
Europäische Zentralbank seit Juni 2024 ihre Leitzinsen
in zwei Schritten ab.
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ging von Januar bis
September 2024 zurück und entwickelte sich damit etwas
schlechter als in der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die
saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Durchschnitt an.
Nachdem die monatlichen Inflationsraten Ende 2022
historische Höchstwerte erreicht hatten, sanken sie
seitdem etwa mit dem Durchschnitt der Eurozone.
Die Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas wiesen in
den ersten neun Monaten 2024 insgesamt ein Wachstum auf,
das gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
etwas höher ausfiel.
Das Bruttoinlandsprodukt der USA erhöhte sich in
der Berichtsperiode mit einer gegenüber dem
Vorjahreszeitraum etwas höheren Wachstumsrate, obwohl
die US-Notenbank ihre restriktive Geldpolitik aufgrund der
vergleichsweise hohen Inflation und des angespannten
Arbeitsmarktes bis zur ersten Leitzinssenkung im September
2024 beibehielt.
Auch in Brasilien wuchs die Wirtschaftsleistung,
allerdings mit etwas geringerer Dynamik als in den ersten
neun Monaten des Vorjahres.
Das Wachstum der chinesischen Wirtschaftsleistung lag im
weltweiten Vergleich auf hohem Niveau, war im
Berichtszeitraum aber etwas schwächer als in der
Vorjahresperiode.
Von Januar bis September 2024 lag das weltweite
Pkw-Marktvolumen in der Größenordnung des
Vorjahreswertes. Dabei entwickelten sich die einzelnen
Regionen mit Ausnahme von Asien-Pazifik und Nahost positiv.
Die Angebotslage normalisierte sich weiter und die
Erschwinglichkeit von Fahrzeugen verbesserte sich in
einigen Regionen der Welt aufgrund niedrigerer Preise und
gestiegener Verkaufshilfen.
Das weltweite Neuzulassungsvolumen von leichten
Nutzfahrzeugen lag von Januar bis September 2024 leicht
unter dem Niveau des Vorjahres.
In Westeuropa lag die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in den
ersten drei Quartalen 2024 auf dem Vorjahresniveau. Die
Entwicklung der großen Pkw-Einzelmärkte dieser
Region fiel dabei unterschiedlich aus. Während
Großbritannien und Italien leicht und Spanien
spürbar wuchsen, bewegte sich das Marktvolumen in
Deutschland und Frankreich in der Größenordnung
des Vorjahres.
Das Neuzulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen in
Westeuropa erhöhte sich im Berichtszeitraum
spürbar gegenüber dem Vorjahreswert.
Von Januar bis September 2024 lag die Zahl der
Pkw-Neuzulassungen in Deutschland in der
Größenordnung des Vorjahres. Die Ende 2023
erfolgte Änderung der Förderung von
Elektrofahrzeugen wirkte sich dämpfend auf die
Entwicklung der Neuzulassungen von rein elektrisch
angetriebenen Fahrzeugen aus. Die Nachfrage nach Fahrzeugen
mit konventionellen und hybriden Antrieben konnte diesen
Effekt nicht länger kompensieren. In den ersten neun
Monaten des Jahres 2024 sank die inländische
Produktion auf 3,1 Mio. Fahrzeuge (- 0,5 %), während
die Pkw-Exporte auf 2,4 Mio. Einheiten anstiegen (+ 3,0 %).
Die Zahl der Verkäufe von leichten Nutzfahrzeugen
in Deutschland lag in den ersten drei Quartalen 2024
spürbar über dem Vergleichswert von 2023.
In der Region Zentral- und Osteuropa erhöhte sich
das Pkw-Marktvolumen im Berichtszeitraum deutlich. Die Zahl
der Verkäufe entwickelte sich dabei in den
großen Märkten Zentraleuropas positiv.
Das Marktvolumen von leichten Nutzfahrzeugen in Zentral-
und Osteuropa lag von Januar bis September 2024 deutlich
über dem Niveau des Vorjahres.
In der Region Nordamerika stiegen die Verkaufszahlen von
Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (bis 6,35 t) leicht. Das
Marktvolumen in den USA lag in den ersten neun Monaten 2024
bei sich durchschnittlich verbessernder Verfügbarkeit
und Bezahlbarkeit von Neufahrzeugen auf dem Niveau des
Vorjahreszeitraums.
In der Region Südamerika lag das
Neuzulassungsvolumen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in
den ersten drei Quartalen 2024 spürbar über dem
Wert des Vergleichszeitraums. In Brasilien erhöhte
sich die Zahl der Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr
deutlich.
In der Region Asien-Pazifik lag das Pkw-Marktvolumen von
Januar bis September 2024 auf dem Niveau des Vorjahres. Auf
dem chinesischen Pkw-Markt lag die Zahl der Neuzulassungen
in der Größenordnung des Vorjahreszeitraums. In
Japan hingegen zeigte sich der Markt spürbar
rückläufig und wirkte dämpfend auf das
Wachstum der Region.
Das Nachfragevolumen nach leichten Nutzfahrzeugen in der
Region Asien-Pazifik lag im Berichtszeitraum spürbar
unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. In China, dem
dominierenden Markt der Region und dem größten
Markt weltweit, wurde das Zulassungsvolumen des Vorjahres
ebenfalls spürbar verfehlt.
| MARKTVOLUMEN | VERÄNDERUNG | ||
| Tsd. Fahrzeuge | 2024 | 2023 | (%) |
| Pkw-Märkte | |||
| Westeuropa | 8.806.704 | 8.774.817 | + 0,4 |
| davon: Deutschland | 2.116.287 | 2.138.066 | - 1,0 |
| Frankreich | 1.263.074 | 1.286.001 | - 1,8 |
| Großbritannien | 1.514.444 | 1.451.908 | + 4,3 |
| Italien | 1.208.866 | 1.182.778 | + 2,2 |
| Spanien | 782.187 | 735.883 | + 6,3 |
| Zentral- und Osteuropa | 1.858.545 | 1.636.991 | + 13,5 |
| davon: Tschechien | 171.999 | 167.564 | + 2,6 |
| Polen | 399.832 | 351.391 | + 13,8 |
| Übrige Märkte | 3.192.766 | 3.209.146 | - 0,1 |
| davon: Türkei | 675.273 | 666.890 | + 1,3 |
| Südafrika | 252.826 | 262.208 | - 3,6 |
| Nordamerika | 14.291.036 | 13.953.851 | + 2,4 |
| davon: USA | 11.815.012 | 11.701.142 | + 1,0 |
| Kanada | 1.396.611 | 1.276.167 | + 9,4 |
| Mexiko | 1.079.413 | 976.542 | + 10,5 |
| Südamerika | 2.824.555 | 2.686.080 | + 5,2 |
| davon: Brasilien | 1.752.167 | 1.534.837 | + 14,2 |
| Argentinien | 294.455 | 333.573 | - 11,7 |
| Asien-Pazifik | 26.112.461 | 26.168.850 | - 0,2 |
| davon: China | 15.929.774 | 15.690.130 | + 1,5 |
| Indien | 3.168.884 | 3.018.830 | + 5,0 |
| Japan | 2.766.875 | 3.008.542 | - 8,0 |
| Welt | 57.086.067 | 56.429.735 | + 1,2 |
| Märkte für leichte Nutzfahrzeuge | |||
| Westeuropa | 1.342.427 | 1.258.243 | + 6,7 |
| davon: Deutschland | 214.408 | 198.457 | + 8,0 |
| Zentral- und Osteuropa | 222.193 | 200.519 | + 10,8 |
| Asien-Pazifik | 3.582.709 | 3.900.213 | - 8,1 |
| davon: China | 1.702.676 | 1.865.290 | - 8,7 |
| Welt | 5.771.100 | 5.991.272 | - 3,7 |
Die Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw mit
einem Gesamtgewicht von mehr als 6 t lag in der
Berichtsperiode auf den für den Volkswagen Konzern
relevanten Märkten spürbar unter dem Niveau der
Vergleichsperiode des Vorjahres. Weltweit sanken die
Lkw-Märkte ebenfalls spürbar unter das
Vorjahresniveau. Dies war insbesondere bedingt durch eine
vergleichsweise schwache Entwicklung in Europa, den
nordamerikanischen Märkten und China.
Das Verkaufsvolumen in den 27 EU-Staaten ohne Malta,
aber zuzüglich Großbritannien, Norwegen und der
Schweiz (EU27 + 3) lag in den ersten neun Monaten 2024
spürbar unter dem Niveau des Vorjahres. In
Deutschland, dem größten Markt in dieser Region,
fielen die Neuzulassungen ebenfalls spürbar unter das
Niveau der Vergleichsperiode. In Großbritannien lag
die Nachfrage leicht unter dem Niveau des Vorjahres,
während sie in Frankreich das Vorjahresniveau
erreichte. Die Türkei verzeichnete einen deutlichen
Rückgang der Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr.
Auf dem südafrikanischen Markt ging die Nachfrage
leicht zurück. In Nordamerika wird der Lkw-Markt in
die Gewichtsklassen 1 bis 8 unterteilt. In den für
Volkswagen relevanten Segmenten Class 6 bis 8 (ab 8,85 t)
blieben die Neuzulassungen spürbar unter dem
Vorjahreswert. In Brasilien, dem größten Markt
der Region Südamerika, stieg die Lkw-Nachfrage in den
ersten drei Quartalen des Jahres deutlich über das
Vorjahresniveau.
Die Nachfrage auf den für den Volkswagen Konzern
relevanten Busmärkten lag in den ersten neun Monaten
2024 auf dem Niveau des Vergleichszeitraums des Vorjahres.
In den Märkten der EU27 + 3 verzeichnete die Nachfrage
nach Bussen in der Berichtsperiode eine leichte Steigerung
gegenüber dem Vorjahresniveau, mit unterschiedlichen
Ausprägungen in den einzelnen Ländern. Das
Segment der Schulbusse in den USA und Kanada blieb deutlich
unter dem Niveau des Vorjahres. Die Nachfrage nach Bussen
stieg in Mexiko sehr stark über den Vorjahreswert. In
Brasilien lag die Nachfrage auf dem Vorjahresniveau.
Die Märkte für Power Engineering unterliegen
unterschiedlichen regionalen und konjunkturellen
Einflüssen; deshalb sind die
Geschäftsverläufe in den jeweiligen Märkten
meist unabhängig voneinander.
Der Marinemarkt blieb in den ersten drei Quartalen 2024
auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Die
Nachfrage im Bereich der Handelsschifffahrt war stabil. Im
Vergleich zum Vorjahr konnten in diesem Bereich die
Märkte für LNG-Tanker, herkömmliche Tanker
und Containerschiffe eine positive Entwicklung verzeichnen,
wohingegen sich der Markt für Schüttgutfrachter
weiter rückläufig entwickelte. Der Markt für
Passagierfähren und Kreuzfahrtschiffe verzeichnete
einen Anstieg an Aktivitäten. Der durch staatliche
Investitionen getragene Spezialmarkt für
Behördenschiffe zeigte sich aufgrund der aktuellen
geopolitischen Lage weiterhin aktiv. Die Verunsicherung im
Marinemarkt über zukünftige Treibstoff- und
Emissionsregulierungen blieb bestehen; der Trend hin zu
neuen Kraftstofftechnologien setzte sich unvermindert fort.
Der Markt für Energieerzeugung war - insbesondere
in Europa - aufgrund der seitens der Politik noch nicht
vollständig ausgearbeiteten Strategie und Regularien
bezüglich zukünftiger Investitionen in diesem
Bereich in den ersten neun Monaten 2024 weiterhin von
Zurückhaltung geprägt. Der derzeitige Fokus auf
den Ausbau der erneuerbaren Energien zeigte ein
entsprechendes Nachfragepotenzial für
Balancing-Anlagen, welche den zusätzlichen
Leistungsbedarf decken, sofern der Anteil erneuerbarer
Energien nicht ausreicht, um die Versorgungssicherheit zu
gewährleisten. Nach wie vor ist offen, ab wann
dekarbonisierte Kraftstoffe in ausreichender Menge und zu
marktfähigen Preisen zur Verfügung stehen werden.
Sehr positiv entwickelte sich die Nachfrage nach
Power-to-Hydrogen-Anlagen. Im Motorenbereich ist eine
fortwährende Nachfrage nach Gas- und Dual-Fuel-Motoren
festzustellen. Ebenso ist eine klare Marktforderung nach
Motoren erkennbar, die auf zukünftige Kraftstoffe wie
Wasserstoff und grünen Ammoniak umgerüstet werden
können. Aufgrund der CO
2-Herkunftsdiskussion für grüne
E-Fuels ist derzeit eine verhaltene Entwicklung für
Neuprojekte bei E-Methan und E-Methanol wahrzunehmen. Die
Nachfrage nach Notstromaggregaten (Emergency Gensets)
entwickelte sich in den ersten drei Quartalen 2024 auf
einem stabilen Niveau.
Der Markt für Turbomaschinen bewegte sich in den
ersten drei Quartalen 2024 leicht unter dem Niveau des
Vorjahres. Die gesunkenen Energiepreise führten zu
einem Rückgang der Nachfrage nach Turbokompressoren in
der Öl- und Gasproduktion. Der Verkauf von
Turbokompressoren in der Grundstoff- und Prozessindustrie
lag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf einem etwas
höheren Niveau. Die Nachfrage nach Turbomaschinen in
den neuen Geschäftsfeldern im Bereich der
Dekarbonisierung bewegte sich in den ersten drei Quartalen
2024 auf gleicher Höhe wie im Vorjahr. Die Nachfrage
nach Dampfturbinen zur Stromerzeugung in dezentralen
Kraftwerken lag unter dem Niveau der Vergleichsperiode des
Vorjahres.
Der After-Sales-Markt für Motoren in der Marine-
und Kraftwerkssparte bewegte sich in den ersten neun
Monaten 2024 auf dem hohen Niveau des Vorjahres.
Im After-Sales-Markt für Turbomaschinen lag die
Nachfrage in den ersten drei Quartalen 2024 über dem
Vergleichszeitraum des Vorjahres.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2024 wurden
automobile Finanzdienstleistungen auf hohem Niveau
nachgefragt.
Der europäische Pkw-Markt war im Berichtszeitraum
von einer stabilen Nachfrage geprägt. Der Absatz von
Finanzdienstleistungsprodukten konnte gesteigert werden,
der prozentuale Anteil an den Fahrzeugauslieferungen lag
über dem Vergleichswert für 2023. Die positive
Entwicklung bei der Finanzierung von Gebrauchtwagen setzte
sich fort. Der Absatz von After-Sales-Produkten, wie
Inspektions-, Wartungs- und Verschleißverträgen,
wurde weiter ausgebaut.
In Deutschland lagen die Neuwagenauslieferungen in den
ersten neun Monaten 2024 in der Größenordnung
des Vorjahres und die Vertragsvolumina im
Finanzdienstleistungsgeschäft leicht über
Vorjahr. Die Neuwagenpenetration übertraf den
Vergleichswert für 2023. Das
Gebrauchtwagengeschäft bewegte sich auf
Vorjahresniveau. Die Zahl der neuen
After-Sales-Verträge nahm ab und lag im
Berichtszeitraum leicht unter dem Niveau der ersten neun
Monate 2023.
In der Türkei ging die Inflation aufgrund der
weiterhin rigiden fiskalischen Maßnahmen der
Regierung weiter zurück. Bei der Refinanzierung
bestätigte sich der Trend zu längeren Laufzeiten,
so dass ein stärkeres Wachstum im kreditbasierten
Finanzierungsgeschäft mit privaten und gewerblichen
Kunden möglich war. Diese Entwicklung wirkte sich
teilweise auch positiv auf das Versicherungsgeschäft
aus. Das leasingbasierte Flottengeschäft hingegen
blieb unter Druck.
In Südafrika sanken die Fahrzeugverkäufe im
Zeitraum Januar bis September 2024 im Vergleich zum
Vorjahr. In der Folge nahm auch die Zahl der
Finanzierungskäufe ab. Der Rückgang resultierte
aus innenpolitischen Unsicherheiten, den anhaltend
gedämpften wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie
hohen Energiepreisen. Die wirtschaftlichen
Herausforderungen haben auch dazu geführt, dass sich
Anforderungen bei Kreditvergaben verschärft haben, zum
Nachteil für Personen mit geringerem Einkommen.
In der Region Nordamerika haben sich die Märkte
für Finanzdienstleistungen in den ersten drei
Quartalen 2024 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt positiv
entwickelt. In den USA, Kanada und Mexiko lagen sowohl
Auslieferungen, die Anzahl der Leasing- und
Finanzierungsverträge, die Neuwagenpenetration sowie
die Neuverträge für Versicherungen und
After-Sales-Produkte über den Vorjahreswerten.
In der Region Südamerika zeigte sich der Markt
für Finanzdienstleistungen weiterhin stark. In
Brasilien konnten die Vertragszugänge durch das
Angebot attraktiver Finanzdienstleistungen sowie
höhere Auslieferungszahlen gesteigert werden. Auch die
Zahl der abgeschlossenen Auto-Abos und
Flottenmanagement-Programme stieg. In Argentinien blieb das
Niveau an Finanzdienstleistungsverträgen trotz eines
herausfordernden, aber sich langsam verbessernden
makroökonomischen Umfelds stabil.
Auf dem chinesischen Automobilmarkt stieg die Nachfrage
nach elektrifizierten Fahrzeugen und Gebrauchtwagen im
Berichtszeitraum weiter an. Zudem drängten Banken mit
attraktiven Angeboten in den Markt. Dies beeinflusste in
der Folge auch die Nachfrage nach automobilbezogenen
Finanzdienstleistungen. In Japan blieb der Finanz- und
Versicherungsmarkt trotz einer rückläufigen
Fahrzeugnachfrage und steigender Zinsen im Berichtszeitraum
relativ stabil; Innovationen im Versicherungssektor gaben
positive Impulse.
Während die Nachfrage nach Lkw und Bussen in den
ersten neun Monaten 2024 schwächer war als im
Vergleichszeitraum des Vorjahres, lag das
Finanzdienstleistungsgeschäft für schwere
Nutzfahrzeuge auf dem Niveau der ersten drei Quartale 2023.
Von Januar bis September 2024 lieferte der Volkswagen
Konzern weltweit 6.524.257 Fahrzeuge an Kunden aus. Das
waren 2,8 % oder 191.136 Einheiten weniger als im
Vergleichszeitraum des Vorjahres. Während im Bereich
Pkw der Vorjahreswert leicht verfehlt wurde, lagen die
Verkaufszahlen des Konzerns im Bereich Nutzfahrzeuge in der
Größenordnung des Vorjahres.
Die Grafik in diesem Abschnitt zeigt die Entwicklung der
weltweiten Auslieferungen nach Einzelmonaten im Vergleich
zum Vorjahr. Im Folgenden gehen wir auf die Auslieferungen
des Bereichs Pkw sowie auf die Auslieferungen des Bereichs
Nutzfahrzeuge getrennt ein.
| 2024 | 2023 | % | |
| Pkw | 6.278.872 | 6.465.917 | - 2,9 |
| Nutzfahrzeuge | 245.385 | 249.476 | - 1,6 |
| Gesamt | 6.524.257 | 6.715.393 | - 2,8 |
In den ersten neun Monaten 2024 lag die Zahl der
weltweiten Verkäufe von Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen aus dem Volkswagen Konzern in einem
herausfordernden Marktumfeld mit 6.278.872 Einheiten leicht
unter dem Vorjahresniveau (- 2,9 %). Während
Škoda, SEAT/CUPRA, Volkswagen Nutzfahrzeuge und
Lamborghini mehr Fahrzeuge an Kunden auslieferten,
erreichten Volkswagen Pkw, Audi, Bentley und Porsche ihre
jeweiligen Vorjahreswerte nicht. In der regionalen
Betrachtung verzeichneten wir in Nordamerika,
Südamerika, Afrika und Nahost eine steigende Nachfrage
nach Pkw und leichten Nutzfahrzeugen aus dem Volkswagen
Konzern. In Westeuropa lagen die Auslieferungen an Kunden
auf dem Vorjahresniveau, während in Asien-Pazifik und
Zentral- und Osteuropa der Wert des Vorjahres nicht
erreicht wurde.
Die Auslieferungen elektrifizierter Fahrzeuge aus dem
Volkswagen Konzern lagen insbesondere aufgrund der
branchenweiten Kaufzurückhaltung der Kunden leicht
unter dem Vorjahreswert: Weltweit übergaben wir in den
ersten drei Quartalen dieses Jahres 506.529 vollelektrische
Fahrzeuge (inklusive schwerer Nutzfahrzeuge) an Kunden. Das
waren 25.010 Einheiten beziehungsweise 4,7 % weniger als im
gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Anteil an den gesamten
Auslieferungen des Konzerns lag bei 7,8 (7,9) %. Die
Auslieferungen unserer Plug-in-Hybridmodelle beliefen sich
auf 191.714 Einheiten (+ 9,1 %). Damit ging die Zahl der
Auslieferungen elektrifizierter Fahrzeuge insgesamt um 1,3
% zurück; ihr Anteil an den gesamten Auslieferungen
des Konzerns erhöhte sich im Vorjahresvergleich auf
10,7 (10,5) %. Zu den volumenstärksten
vollelektrischen Fahrzeugen der Konzernmarken gehörten
ID.4 und ID.3 der Marke Volkswagen Pkw, Škoda Enyaq
iV, CUPRA Born, ID. Buzz von Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi
Q4 e-tron sowie Porsche Taycan.
Unser Pkw-Marktanteil lag auf einem in der
Größenordnung des Vorjahres liegenden
Weltgesamtmarkt bei 10,5 (11,0) %.
Die folgende Tabelle in diesem Abschnitt zeigt einen
Überblick über die Auslieferungen von Pkw und
leichten Nutzfahrzeugen an Kunden nach Märkten im
Berichtszeitraum. Nachfolgend erläutern wir die
Entwicklung der Verkaufszahlen in den einzelnen
Märkten.
In Westeuropa lieferte der Volkswagen Konzern in den
ersten neun Monaten 2024 in einem auf Vorjahresniveau
liegenden Gesamtmarkt 2.341.572 Fahrzeuge an Kunden aus.
Das waren 0,3 % weniger als im Vergleichszeitraum des
Vorjahres. In der Region Westeuropa war das Kundeninteresse
an elektrifizierten Fahrzeugen des Volkswagen Konzerns am
höchsten: hier lieferten wir im Berichtszeitraum mit
286.275 Einheiten (inklusive schwerer Nutzfahrzeuge) mehr
als 50 % unserer vollelektrischen Modelle an Kunden aus.
Ihr Anteil an den Auslieferungen des Konzerns reduzierte
sich in dieser Region auf 11,8 (13,5) %. Im
Vorjahresvergleich sank die Zahl der an Kunden
übergebenen vollelektrischen Modelle um 13,1 %.
Positiv entwickelten sich jedoch die Auftragseingänge
für vollelektrische Modelle aus dem Volkswagen Konzern
in Westeuropa, die sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
nahezu verdoppelten. Das größte Verkaufsvolumen
unter den Konzernfahrzeugen erreichten die Modelle T-Roc,
Golf Limousine und Tiguan der Marke Volkswagen Pkw.
Darüber hinaus verzeichneten unter anderem Golf
Variant und ID.7 der Marke Volkswagen Pkw, Fabia Kurzheck
und Octavia Combi der Marke Škoda, SEAT Ibiza und
SEAT Leon, CUPRA Leon und CUPRA Ateca, Multivan und Amarok
von Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi A4 Avant sowie Porsche
Cayenne eine erfreuliche Nachfrageentwicklung. Im
Berichtszeitraum wurden unter anderem die Modelle T-Cross,
Golf, Tiguan, Passat und ID.7 Tourer der Marke Volkswagen
Pkw, Scala, Kamiq, Kodiaq, Octavia und Superb Combi der
Marke Škoda, SEAT Leon, CUPRA Leon, CUPRA Formentor
und CUPRA Tavascan, A3, Q6 e-tron und Q7 der Marke Audi
sowie Porsche Macan und Porsche Panamera neu oder als
Nachfolger in den Markt eingeführt. Der
Pkw-Marktanteil des Volkswagen Konzerns in Westeuropa lag
bei 24,0 (24,4) %.
In Deutschland lag die Zahl der an Kunden des Volkswagen
Konzerns ausgelieferten Fahrzeuge von Januar bis September
2024 mit 836.380 Einheiten um 1,0 % unter dem
Vorjahreswert. Der Gesamtmarkt bewegte sich im gleichen
Zeitraum in der Größenordnung des Vorjahres. Das
größte Verkaufsvolumen unter den
Konzernfahrzeugen verzeichneten die Modelle T-Roc, Golf
Limousine und Tiguan der Marke Volkswagen Pkw sowie
Škoda Octavia Combi. Zudem wiesen unter anderem die
Modelle Golf Variant, Polo und ID.7 der Marke Volkswagen
Pkw, Škoda Karoq und Škoda Fabia Kurzheck,
SEAT Ibiza, CUPRA Leon und CUPRA Ateca, Multivan von
Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi A4 Avant sowie Porsche
Cayenne eine erfreuliche Nachfrageentwicklung auf. In der
Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA)
führten sieben Konzernmodelle ihr jeweiliges Segment
an: Golf, T-Roc, Tiguan, Passat, Touran,
Multivan/Transporter und Porsche 911. Der Golf war auch in
den ersten neun Monaten 2024 der in Deutschland am
häufigsten zugelassene Pkw.
In der Region Zentral- und Osteuropa lag die Zahl der an
Kunden übergebenen Fahrzeuge aus dem Volkswagen
Konzern im Berichtszeitraum um 1,5 % unter dem
Vergleichswert des Vorjahres. Der Gesamtmarkt verzeichnete
währenddessen ein deutliches Wachstum. Eine
erfreuliche Nachfrageentwicklung wiesen unter anderem die
Modelle Octavia Combi, Octavia Limousine und Fabia Kurzheck
der Marke Škoda auf. Der Pkw-Marktanteil des
Volkswagen Konzerns in der Region Zentral- und Osteuropa
ging auf 17,5 (20,2) % zurück.
In der Türkei lieferte der Volkswagen Konzern in
den ersten neun Monaten 2024 auf einem in der
Größenordnung des Vorjahres liegenden
Gesamtmarkt 3,0 % mehr Fahrzeuge an Kunden aus als im
Vorjahreszeitraum. Das dort am meisten nachgefragte
Konzernmodell war der Polo der Marke Volkswagen Pkw. Auf
dem leicht rückläufigen südafrikanischen
Markt ging die Zahl der verkauften Konzernmodelle um 2,8 %
zurück. Der Polo Vivo der Marke Volkswagen Pkw war
dort das am meisten nachgefragte Modell des Konzerns.
In Nordamerika erhöhte sich die Zahl der an Kunden
ausgelieferten Modelle aus dem Volkswagen Konzern von
Januar bis September 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 8,5
%. Der Gesamtmarkt stieg in der gleichen Zeit leicht an.
Der Anteil vollelektrischer Modelle (inklusive schwerer
Nutzfahrzeuge) an den gesamten Auslieferungen des Konzerns
sank in dieser Region auf 6,4 (8,2) %. Tiguan Allspace,
Taos und Jetta der Marke Volkswagen Pkw waren die am
meisten gefragten Konzernmodelle in Nordamerika. Im
Berichtszeitraum wurden unter anderem die Modelle0 Jetta
der Marke Volkswagen Pkw, Audi Q7 und Audi Q8 sowie Taycan,
Macan und Panamera der Marke Porsche neu oder als
Nachfolger in den Markt eingeführt. Der Marktanteil
des Konzerns erhöhte sich in dieser Region auf 4,9
(4,6) %.
Im Berichtszeitraum lieferte der Volkswagen Konzern in
dem auf Vorjahresniveau liegenden US-amerikanischen Markt
2,8 % mehr Fahrzeuge an Kunden aus als in der
Vergleichsperiode des Vorjahres. Die größten
absoluten Zuwächse unter den Konzernfahrzeugen
verzeichneten unter anderem die Modelle Jetta, Atlas und
Tiguan Allspace der Marke Volkswagen Pkw sowie Audi Q3.
In Kanada stieg die Zahl der Auslieferungen an Kunden
des Volkswagen Konzerns von Januar bis September 2024 im
Vergleich zum Vorjahr um 27,3 %. Der Gesamtmarkt
verzeichnete während dieser Zeit einen spürbaren
Zuwachs. Das größte Nachfragevolumen unter den
Konzernfahrzeugen registrierten die Modelle Tiguan Allspace
und Taos der Marke Volkswagen Pkw.
Auf dem deutlich wachsenden Gesamtmarkt in Mexiko
lieferten wir in den ersten neun Monaten dieses Jahres 19,7
% mehr Fahrzeuge an Kunden aus als im Vorjahr. Eine
erfreuliche Nachfrageentwicklung verzeichneten unter
anderem die Modelle Virtus und Polo der Marke Volkswagen
Pkw.
Auf dem spürbar über dem Vorjahresniveau
liegenden südamerikanischen Markt für Pkw und
leichte Nutzfahrzeuge stieg die Zahl der an Kunden
übergebenen Konzernmodelle von Januar bis September
2024 im Vergleich zum Vorjahr um 12,1 %. Polo, T-Cross und
Nivus der Marke Volkswagen Pkw wiesen das größte
Verkaufsvolumen unter den Konzernmodellen auf. Der
Marktanteil des Konzerns in Südamerika erhöhte
sich auf 13,0 (12,2) %.
Der Volkswagen Konzern lieferte in den ersten neun
Monaten 2024 auf dem deutlich wachsenden Markt in Brasilien
im Vorjahresvergleich 15,7 % mehr Fahrzeuge an Kunden aus.
Besonders erfreulich entwickelten sich die Verkäufe
der Modelle Polo, Virtus und Saveiro der Marke Volkswagen
Pkw.
Im Berichtszeitraum erhöhte sich in Argentinien die
Zahl der verkauften Konzernmodelle in einem deutlich
rückläufigen Gesamtmarkt gegenüber dem
Vorjahr um 14,9 %. Das größte Verkaufsvolumen
unter den Konzernfahrzeugen verzeichneten die Modelle Polo
und Taos der Marke Volkswagen Pkw sowie Amarok von
Volkswagen Nutzfahrzeuge.
In den ersten drei Quartalen des Jahres 2024 sank das
Verkaufsvolumen des Volkswagen Konzerns in der Region
Asien-Pazifik um 10,9 %, während sich der Gesamtmarkt
im gleichen Zeitraum auf dem Niveau des Vorjahres bewegte.
Der Pkw-Marktanteil des Konzerns in dieser Region belief
sich auf 8,6 (9,7) %.
Der chinesische Gesamtmarkt lag im Berichtszeitraum in
der Größenordnung des Vorjahres. Der Volkswagen
Konzern lieferte dort im Vorjahresvergleich 10,1 % weniger
Fahrzeuge an Kunden aus. Belastend wirkte weiterhin die
hohe Wettbewerbsintensität. Die Zahl der an Kunden
übergebenen vollelektrischen Fahrzeuge in China war
mit 148.086 Einheiten (inklusive schwerer Nutzfahrzeuge) im
Vergleich zum Vorjahr um 26,5 % höher. Ihr Anteil an
den gesamten Auslieferungen des Konzerns stieg hier auf 7,2
(5,1) %. Das größte Verkaufsvolumen unter den
Konzernfahrzeugen verzeichneten die Modelle Sagitar, Passat
und Lavida der Marke Volkswagen Pkw sowie Audi A6
Limousine. Zudem wiesen unter anderem die Modelle Lavida
XR, ID.3 und Tayron der Marke Volkswagen Pkw sowie A7
Limousine und Q5 der Marke Audi einen erfreulichen Anstieg
der Nachfrage auf. Im Berichtszeitraum wurden unter anderem
die Modelle ID. UNYX, Tiguan Allspace, ID.7 und Magotan der
Marke Volkswagen Pkw, Audi Q7 sowie Porsche Taycan und
Porsche Panamera neu oder als Nachfolger in den Markt
eingeführt.
Auf dem spürbar wachsenden indischen Pkw-Markt
verkaufte der Volkswagen Konzern in den ersten neun Monaten
dieses Jahres 19,8 % weniger Fahrzeuge als im
Vergleichszeitraum 2023. Virtus und Taigun der Marke
Volkswagen Pkw sowie Kushaq der Marke Škoda waren
dort die am meisten nachgefragten Modelle des Konzerns.
In Japan verringerte sich die Zahl der an Kunden
übergebenen Konzernfahrzeuge von Januar bis September
2024 auf einem spürbar rückläufigen
Gesamtmarkt im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 %. Das
größte Verkaufsvolumen unter den
Konzernfahrzeugen verzeichneten die Modelle T-Roc und Golf
Limousine der Marke Volkswagen Pkw.
| AUSLIEFERUNGEN (FAHRZEUGE) | VERÄNDERUNG | ||
| 2024 | 2023 | (%) | |
| Europa/Übrige Märkte | 2.949.045 | 2.951.838 | - 0,1 |
| Westeuropa | 2.341.572 | 2.349.508 | - 0,3 |
| davon: Deutschland | 836.380 | 844.907 | - 1,0 |
| Frankreich | 199.537 | 187.809 | + 6,2 |
| Großbritannien | 381.213 | 368.275 | + 3,5 |
| Italien | 204.784 | 203.357 | + 0,7 |
| Spanien | 184.213 | 178.386 | + 3,3 |
| Zentral- und Osteuropa | 349.340 | 354.553 | - 1,5 |
| davon: Tschechische Republik | 82.128 | 91.113 | - 9,9 |
| Russland | - | 3.504 | x |
| Polen | 111.799 | 102.962 | + 8,6 |
| Übrige Märkte | 258.133 | 247.777 | + 4,2 |
| davon: Türkei | 120.938 | 117.444 | + 3,0 |
| Südafrika | 50.075 | 51.508 | - 2,8 |
| Nordamerika | 698.939 | 644.429 | + 8,5 |
| davon: USA | 474.547 | 461.841 | + 2,8 |
| Kanada | 97.085 | 76.271 | + 27,3 |
| Mexiko | 127.307 | 106.317 | + 19,7 |
| Südamerika | 366.297 | 326.717 | + 12,1 |
| davon: Brasilien | 285.486 | 246.726 | + 15,7 |
| Argentinien | 48.946 | 42.605 | + 14,9 |
| Asien-Pazifik | 2.264.591 | 2.542.933 | - 10,9 |
| davon: China | 2.055.651 | 2.287.306 | - 10,1 |
| Indien | 58.948 | 73.490 | - 19,8 |
| Japan | 42.683 | 48.041 | - 11,2 |
| Weltweit | 6.278.872 | 6.465.917 | - 2,9 |
| Volkswagen Pkw | 3.396.772 | 3.484.247 | - 2,5 |
| Škoda | 671.264 | 642.190 | + 4,5 |
| SEAT/CUPRA | 422.092 | 391.831 | + 7,7 |
| Volkswagen Nutzfahrzeuge | 311.337 | 300.499 | + 3,6 |
| Audi | 1.235.590 | 1.386.631 | - 10,9 |
| Lamborghini | 8.411 | 7.744 | + 8,6 |
| Bentley | 7.380 | 10.053 | - 26,6 |
| Porsche | 226.026 | 242.722 | - 6,9 |
Von Januar bis September 2024 übergab der
Volkswagen Konzern weltweit 1,6 % weniger Nutzfahrzeuge an
Kunden als ein Jahr zuvor, wobei die rückläufige
Entwicklung des ersten Halbjahres durch ein leichtes
Wachstum im dritten Quartal abgemildert werden konnte.
Insgesamt lieferten wir 245.385 Nutzfahrzeuge an Kunden
aus. Davon entfielen 205.718 (- 0,7 %) Einheiten auf Lkw
und 20.359 (- 9,5 %) Einheiten auf Busse. Die
Auslieferungen an Kunden der Transporterbaureihe MAN TGE
sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und beliefen sich
auf 19.308 (- 3,0 %) Fahrzeuge.
In den 27 EU-Staaten ohne Malta, aber zuzüglich
Großbritannien, Norwegen und der Schweiz (EU27 + 3)
sanken die Verkäufe von Januar bis September 2024
gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 10,4
% auf insgesamt 99.618 Einheiten; davon entfielen 76.910
auf Lkw und 3.720 auf Busse. Der Rückgang der
Lkw-Verkäufe ist auf die anhaltende
Kaufzurückhaltung in der Region EU27+ 3 sowie einen
Modelljahreswechsel bei MAN Truck & Bus
zurückzuführen. Die Zahl der Auslieferungen an
Kunden der Transporterbaureihe MAN TGE belief sich auf
18.988 Fahrzeuge.
In den ersten neun Monaten des Jahres sanken die
Auslieferungen an Kunden in der Türkei spürbar
auf 3.864 Fahrzeuge. Davon entfielen 3.551 Einheiten auf
Lkw und 130 Einheiten auf Busse sowie 183 Fahrzeuge auf die
Transporterbaureihe MAN TGE. In Südafrika sank die
Zahl der an Kunden des Volkswagen Konzerns ausgelieferten
Nutzfahrzeuge gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich
auf 3.378 Einheiten; davon entfielen 2.904 auf Lkw und 474
auf Busse.
Die Verkäufe in Nordamerika sanken in den ersten
drei Quartalen des Jahres 2024 auf 70.070 Fahrzeuge (- 2,2
%), darunter waren 61.075 Lkw und 8.995 Busse.
Die Auslieferungen an Kunden stiegen in Südamerika
im Berichtszeitraum sehr stark auf insgesamt 52.802
Einheiten (+ 35,6 %); davon entfielen 47.131 auf Lkw und
5.671 auf Busse. In Brasilien stiegen die Verkäufe in
den ersten neun Monaten des Jahres 2024 im Wesentlichen
aufgrund der positiven konjunkturellen Entwicklung sehr
stark um 46,1 % auf 45.279 Einheiten. Unter den
ausgelieferten Einheiten befanden sich 40.604 Lkw und 4.675
Busse.
In der Region Asien-Pazifik verkaufte der Volkswagen
Konzern im Berichtszeitraum 6.784 Fahrzeuge, darunter 6.203
Lkw und 581 Busse - das waren insgesamt 24,0 % weniger als
im Vorjahr.
| AUSLIEFERUNGEN (FAHRZEUGE) | VERÄNDERUNG | ||
| 2024 | 2023 | (%) | |
| Europa/Übrige Märkte | 115.729 | 129.949 | - 10,9 |
| davon: EU27+ 3 | 99.618 | 111.217 | - 10,4 |
| davon: Deutschland | 26.727 | 32.171 | - 16,9 |
| Türkei | 3.864 | 4.123 | - 6,3 |
| Südafrika | 3.378 | 3.764 | - 10,3 |
| Nordamerika | 70.070 | 71.658 | - 2,2 |
| davon: USA | 50.966 | 56.110 | - 9,2 |
| Mexiko | 13.451 | 11.348 | + 18,5 |
| Südamerika | 52.802 | 38.948 | + 35,6 |
| davon: Brasilien | 45.279 | 30.994 | + 46,1 |
| Asien-Pazifik | 6.784 | 8.921 | - 24,0 |
| Weltweit | 245.385 | 249.476 | - 1,6 |
| Scania | 73.971 | 67.654 | + 9,3 |
| MAN | 68.912 | 83.996 | - 18,0 |
| International (ehemals Navistar) | 66.772 | 68.176 | - 2,1 |
| Volkswagen Truck & Bus | 35.730 | 29.650 | + 20,5 |
1 Die Auslieferungen des Vorjahres wurden
aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert.
Aufträge im Segment Power Engineering sind im
Regelfall Teil größerer Investitionsprojekte,
für die Lieferzeiten von knapp einem Jahr bis zu
mehreren Jahren sowie Teillieferungen nach Baufortschritt
typisch sind. Die Umsatzerlöse aus dem
Neubaugeschäft folgen daher der Entwicklung der
Auftragseingänge mit entsprechendem zeitlichen
Versatz.
Hauptumsatzträger des Segments Power Engineering
waren im Zeitraum Januar bis September 2024 Engines &
Marine Systems sowie Turbomachinery, die zusammen über
drei Viertel der gesamten Umsatzerlöse erzielten.
Der Konzernbereich Finanzdienstleistungen umfasst die
Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das
Bank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagement
sowie Mobilitätsangebote des Volkswagen Konzerns. Er
schließt die Finanzdienstleistungsaktivitäten
der Volkswagen Group Mobility (ehemals Volkswagen
Finanzdienstleistungen) sowie von Scania, International
(ehemals Navistar) und Porsche Holding Salzburg ein und
berücksichtigt auch die Vertragsabschlüsse
unserer internationalen Gemeinschaftsunternehmen.
Die Produkte und Services des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen waren im Zeitraum Januar bis
September 2024 beliebt. Die Zahl der Neuverträge im
Finanzierungs-, Leasing-, Service- und
Versicherungsgeschäft stieg um 15,2 % auf weltweit 8,1
Mio. Kontrakte. Seit dem 1. Januar 2024 werden weitere
Arten von Versicherungsverträgen berücksichtigt,
der Vertragsbestand vom 31. Dezember 2023 wurde angepasst.
Der Anteil der geleasten und finanzierten Fahrzeuge an den
Auslieferungen des Konzerns (Penetrationsrate) nahm im
Berichtszeitraum in den Märkten des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen auf 34,9 (33,3) % zu. Der
Gesamtvertragsbestand lag am 30. September 2024 mit 28,1
(28,1) Mio. Einheiten auf dem Niveau des angepassten Wertes
vom Vorjahresende.
In Europa/Übrige Märkte übertraf die Zahl
der unterzeichneten Neuverträge mit 5,8 Mio. Einheiten
den Vergleichswert des Vorjahres um 13,1 %. Der
Gesamtvertragsbestand verfehlte am Ende des
Berichtszeitraums mit 19,9 (20,1) Mio. Kontrakten das
Niveau vom 31. Dezember 2023. Auf den Bereich
Kundenfinanzierung und Leasing entfielen davon 7,2 (7,1)
Mio. Verträge.
Die Zahl der in Nordamerika neu abgeschlossenen
Verträge stieg in den ersten neun Monaten 2024 auf 1,1
(0,8) Mio. Kontrakte. Der Vertragsbestand lag am 30.
September 2024 mit 4,2 (4,1) Mio. Einheiten über dem
Niveau vom Vorjahresende. Der Bereich Kundenfinanzierung
und Leasing verzeichnete 1,7 (1,6) Mio. Verträge.
In der Region Südamerika wurden im Zeitraum Januar
bis September dieses Jahres 608 (376) Tsd. neue Kontrakte
geschlossen. Der Gesamtvertragsbestand war zum Ende des
Berichtszeitraums mit 1,6 (1,4) Mio. Einheiten höher
als am 31. Dezember 2023; dabei entfielen 0,7 (0,6) Mio.
Verträge auf den Bereich Kundenfinanzierung und
Leasing.
In den ersten neun Monaten 2024 sanken im Raum
Asien-Pazifik die neuen Vertragsabschlüsse auf 573
(763) Tsd. Einheiten. Der Gesamtvertragsbestand belief sich
Ende September 2024 auf 2,3 (2,5) Mio. Kontrakte. Auf den
Bereich Kundenfinanzierung und Leasing entfielen 1,3 (1,5)
Mio. Verträge.
Im Berichtszeitraum sank der Absatz des Volkswagen
Konzerns an die Handelsorganisation um 4,4 % auf 6.462.920
Einheiten (einschließlich der At Equity einbezogenen
Gesellschaften in China). Im Ausland nahm das Absatzvolumen
um 4,9 % auf 5.608.619 Fahrzeuge ab. Einen Zuwachs
verzeichneten insbesondere Brasilien, Kanada und
Frankreich. Demgegenüber wurden vor allem in China
weniger Fahrzeuge abgesetzt. Der Absatz im Inland
reduzierte sich gegenüber dem Vorjahreswert um 0,9 %.
Der Inlandsanteil am Gesamtabsatz des Konzerns stieg auf
13,2 (12,7) %.
In den ersten neun Monaten 2024 ging die Fertigung des
Volkswagen Konzerns um 3,4 % auf 6.631.704 Fahrzeuge
(einschließlich der At Equity einbezogenen
Gesellschaften in China) zurück. Im Inland sank die
Fertigung um 14,6 % auf 1.260.296 Fahrzeuge. Der Anteil der
in Deutschland hergestellten Fahrzeuge im Verhältnis
zur Gesamtproduktion des Konzerns nahm auf 19,0 (21,5) %
ab.
Der weltweite Lagerbestand an Neufahrzeugen
(einschließlich der At Equity einbezogenen
Gesellschaften in China) bei den Konzerngesellschaften und
in der Handelsorganisation lag am Ende des dritten Quartals
2024 spürbar über dem Stand zum Jahresende 2023
und leicht über dem entsprechenden Wert des
Vorjahreszeitraums.
Ende September 2024 bewegte sich die Zahl der aktiven
Mitarbeiter im Volkswagen Konzern mit 651.917 ( - 0,4 %)
auf Höhe des Stands zum 31. Dezember 2023.
Darüber hinaus befanden sich 14.898 Mitarbeiter in der
passiven Phase der Altersteilzeit und 17.477 junge Menschen
standen in einem Ausbildungsverhältnis. Am Ende des
Berichtszeitraums lag die weltweite Gesamtbelegschaft des
Volkswagen Konzerns mit 684.292 Personen auf dem Stand vom
Jahresende 2023. Im Inland waren 295.495 Mitarbeiter
beschäftigt (- 1,1 %) und im Ausland waren 388.797
Mitarbeiter (+ 0,9 %) tätig.
| in Tsd. | 2024 | 2023 | % |
| Absatz (Fahrzeuge) | 6.463 | 6.762 | - 4,4 |
| Produktion (Fahrzeuge) | 6.632 | 6.864 | - 3,4 |
| Belegschaft (am 30.09.2024/31.12.2023) | 684,3 | 684,0 | 0,0 |
1 Inklusive der nicht vollkonsolidierten
chinesischen Gemeinschaftsunternehmen.
Entsprechend der im Geschäftsbericht 2023
dargestellten internen finanziellen Steuerung und
Berichterstattung gliedert sich der Volkswagen Konzern in
die zwei Konzernbereiche Automobile und
Finanzdienstleistungen. Der Konzernbereich Automobile
umfasst die Segmente Pkw und leichte Nutzfahrzeuge,
Nutzfahrzeuge und Power Engineering sowie die Werte der
Überleitungsrechnung. Die Überleitungsrechnung
beinhaltet die Eliminierung der konzerninternen Beziehungen
zwischen den beiden Konzernbereichen und wird dem
Konzernbereich Automobile zugeordnet. Innerhalb des
Konzernbereichs Automobile fassen wir das Segment Pkw und
leichte Nutzfahrzeuge sowie die Überleitungsrechnung
zum Bereich Pkw zusammen. Für Nutzfahrzeuge und Power
Engineering entspricht das Segment jeweils dem Bereich.
Auch der Konzernbereich Finanzdienstleistungen und das
Segment Finanzdienstleistungen sind deckungsgleich.
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2024
hat der Volkswagen Konzern Restrukturierungsaufwendungen in
Höhe von 2,2 Mrd. € im Wesentlichen im Sonstigen
betrieblichen Ergebnis erfasst. Diese entfallen vor allem
auf die Volkswagen AG und den Audi Konzern. Darüber
hinaus gab es auch in anderen Konzerngesellschaften
Restrukturierungsprogramme.
Mit dem Ziel, die Personalkosten im Verwaltungsbereich
der Volkswagen AG nachhaltig zu senken, hat der Vorstand im
April 2024 beschlossen, den Personalabbau durch gezielte
Aufhebungsverträge zu unterstützen. Dafür
wurden Aufwendungen in Höhe von 0,9 Mrd. €
erfasst.
Im dritten Quartal 2024 wurden im Audi Konzern
Aufwendungen in Höhe von 1,2 Mrd. € im
Zusammenhang mit der Eröffnung des Informations- und
Konsultationsprozesses nach belgischem Recht für die
Restrukturierung des Standorts Brüssel erfasst. Diese
Aufwendungen beinhalten neben vorgezogenen Abschreibungen,
Kosten aus einer geänderten Produktionsfahrweise,
Rechts- und Beratungskosten auch mitarbeiterbezogene
Vorsorgen.
Am 25. Juni 2024 haben Volkswagen und der
US-amerikanische Elektrofahrzeughersteller Rivian
Automotive, Inc., Irvine/USA (Rivian), ihre Absicht bekannt
gegeben, ein Joint Venture zu gründen, das zu gleichen
Teilen gehalten wird.
Ziel der Partnerschaft ist die Entwicklung von
Software-Defined-Vehicle-Architekturen (SDV) der
nächsten Generation, die in künftigen Fahrzeugen
beider Unternehmen eingesetzt werden sollen. Das Joint
Venture soll auf der Software- und Elektroarchitektur von
Rivian aufbauen, um gemeinsam branchenführende
Architekturen für Software-Defined Vehicles zu
entwickeln. Eine Entscheidung über die
tatsächliche Umsetzung des Joint Ventures wurde noch
nicht getroffen und hängt von einer Reihe technischer
und wirtschaftlicher Parameter ab.
Im Juni 2024 hat Volkswagen auf der Grundlage dieser
geplanten strategischen Partnerschaft 1 Mrd. USD in Form
einer unbesicherten Wandelanleihe in Rivian investiert, die
frühestens am 1. Dezember 2024 in Stammaktien von
Rivian gewandelt wird. Der Wandlungspreis für die
erste Hälfte des Anleihebetrags wurde auf der
Grundlage eines bestimmten täglichen
volumengewichteten Durchschnittskurses (VWAP -
Volume-weighted average price) vor dieser Ankündigung
berechnet, während der Wandlungspreis für die
verbleibende Hälfte auf der Grundlage eines bestimmten
täglichen VWAP vor dem Wandlungsdatum berechnet wird.
Wertschwankungen der bilanziell als Fremdkapital
klassifizierten Wandelanleihe sind erfolgswirksam zum Fair
Value zu bewerten.
Für den Fall einer erfolgreichen Umsetzung des
Joint Ventures und der Erreichung bestimmter Meilensteine
beabsichtigt Volkswagen, weitere Investitionen in Höhe
von bis zu 4 Mrd. USD zu tätigen. Davon sollen
gegebenenfalls 2 Mrd. USD auf Rivian Stammaktien entfallen,
die voraussichtlich in zwei Tranchen von je 1 Mrd. USD in
den Jahren 2025 und 2026 investiert werden, wobei die
Preisgestaltung auf der Grundlage eines bestimmten
durchschnittlichen Marktpreises der Rivian Stammaktien vor
dem jeweiligen Kauf erfolgen soll. Die weiteren
Investitionen in Höhe von 2 Mrd. USD sollen
voraussichtlich in eine Zahlung bei der Gründung des
Joint Ventures insbesondere für eine Lizenz an der
elektrischen Architekturtechnologie von Rivian sowie ein
Darlehen an das Joint Venture im Jahr 2026 aufgeteilt
werden.
Mit dem Bescheid vom 3. Juli 2024 hat das
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz den
Verkauf des Geschäftsbereichs MGT-Gasturbinen an die
CSIC Longjiang GH Gas Turbine Co. Ltd., Harbin/China,
untersagt. Das Bundeskabinett hat dem Untersagungsbescheid
zugestimmt.
Mit der Untersagung gibt MAN Energy Solutions SE,
Augsburg, die Entwicklung, die Fertigung und den Vertrieb
von MGT-Gasturbinen auf. Das Servicegeschäft für
MGT-Gasturbinen wird fortgeführt. Die Untersagung des
geplanten Verkaufs und Aufgabe des Neubau-Geschäfts
führte zur Beendigung des Ausweises nach IFRS 5 sowie
einer Abwertung der Aktivierten Entwicklungskosten und
Vorratsbestände für die MGT-Gasturbinen zum 30.
Juni 2024. Daraus ergab sich ein Aufwand in Höhe von
86 Mio. €, der in den Kosten der Umsatzerlöse und
dem Sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen wird.
Neben der Gasturbine MGT gibt es noch drei weitere Typen
von Gasturbinen (THM, FT8 und S-Klasse), deren
Geschäft davon nicht betroffen ist.
Im Zeitraum Januar bis September 2024 erwirtschaftete
der Volkswagen Konzern Umsatzerlöse in Höhe von
237,3 (235,1) Mrd. €. Die positive Umsatzentwicklung
resultierte aus dem Konzernbereich Finanzdienstleistungen.
Der Volkswagen Konzern erzielte 80,6 (81,6) % seiner
Umsatzerlöse im Ausland. Das Bruttoergebnis nahm um
1,9 Mrd. € auf 42,4 Mrd. € ab. Die Bruttomarge
reduzierte sich in der Folge auf 17,9 (18,9) %.
Das Operative Ergebnis des Volkswagen Konzerns belief
sich in den ersten neun Monaten 2024 auf 12,9 (16,2) Mrd.
€. Die operative Umsatzrendite betrug 5,4 (6,9) %. Das
niedrigere Ergebnis resultierte im Wesentlichen aus einer
unvorteilhaften Fahrzeugabsatz-, Mix- und Preisentwicklung
sowie höheren Vorleistungen für neue Produkte. Im
Bereich Pkw fielen im Zeitraum Januar bis September 2024
zudem Aufwendungen für
Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 2,2 Mrd.
€ an. Im Bereich Power Engineering waren Aufwendungen
im Zusammenhang mit der geplanten Schließung des
Geschäftsbereichs MGT-Gasturbinen der MAN Energy
Solutions zu berücksichtigen. Im Berichtszeitraum
hatten zudem gestiegene Zinsaufwendungen, höhere
Risikokosten und Währungskursverluste im Zusammenhang
mit der Entkonsolidierung der Volkswagen Bank Rus einen
negativen Einfluss auf das Operative Ergebnis des
Konzernbereichs Finanzdienstleistungen. Im Vorjahr
belastete die Fair-Value-Bewertung von Derivaten
außerhalb des Hedge Accounting mit - 2,5 Mrd. €
das Operative Ergebnis des Volkswagen Konzerns.
Das Finanzergebnis lag mit - 0,4 (1,5) Mrd. € unter
dem Wert des Vorjahres. Das Ergebnis aus At Equity
bewerteten Anteilen war unter anderem aufgrund der
gesunkenen Ergebnisse der chinesischen
Gemeinschaftsunternehmen geringer als ein Jahr zuvor. Aus
der finalen Abwicklung der Argo AI ergab sich im dritten
Quartal 2024 ein Ertrag. Gestiegene Zinsaufwendungen
führten in den ersten neun Monaten 2024 zu einem
negativen Zinsergebnis. Im Übrigen Finanzergebnis
hatte im Wesentlichen die Entwicklung im Wertpapier- und
Fondsergebnis einen positiven Einfluss. Das Ergebnis vor
Steuern des Volkswagen Konzerns ging in den ersten drei
Quartalen 2024 um 5,2 Mrd. € auf 12,5 Mrd. €
zurück. Das Ergebnis nach Steuern sank im Vergleich
zum Vorjahr um 4,0 Mrd. € auf 8,9 Mrd. €.
Im Zeitraum Januar bis September 2024 lagen die
Umsatzerlöse des Konzernbereichs Automobile mit 193,4
(195,1) Mrd. € auf dem Niveau des Vorjahres. Die
Umsatzerlöse im Bereich Pkw erreichten nahezu die
Größenordnung des Vorjahres, während sie
sich im Bereich Nutzfahrzeuge leicht und im Bereich Power
Engineering spürbar erhöhten. Die
Geschäftsentwicklung des Konzerns auf dem chinesischen
Pkw-Markt schlägt sich im Wesentlichen nur in Form von
Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen in den
Umsatzerlösen des Konzerns nieder, da unsere
chinesischen Joint Ventures At Equity bilanziert werden.
Die Kosten der Umsatzerlöse waren im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum nahezu unverändert. Die hierin
enthaltenen ergebniswirksam verrechneten Forschungs- und
Entwicklungskosten stiegen, während die
Materialaufwendungen volumenbedingt gesunken sind. Die
Forschungs- und Entwicklungskostenquote (F&E-Quote),
definiert als Anteil der gesamten Forschungs- und
Entwicklungskosten an den Umsatzerlösen im
Konzernbereich Automobile, fiel im Zeitraum Januar bis
September 2024 mit 8,6 (8,0) % höher aus als ein Jahr
zuvor. Die Investitionsquote, die sich aus der F&E- und
Sachinvestitionsquote zusammensetzt, belief sich im
Berichtszeitraum auf 13,6 (12,5) %.
In den ersten neun Monaten 2024 legten sowohl die
Vertriebskosten - unter anderem infolge von gestiegenen
Vermarktungskosten - als auch die Verwaltungskosten im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht beziehungsweise
spürbar zu; auch ihr jeweiliger Anteil an den
Umsatzerlösen erhöhte sich. Das Sonstige
betriebliche Ergebnis lag bei - 3,1 (- 3,1) Mrd. €. Im
Bereich Pkw fielen im Zeitraum Januar bis September 2024
Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen an.
Im Vorjahr wirkten Effekte aus der Fair-Value-Bewertung von
Derivaten außerhalb des Hedge Accounting in Höhe
von - 2,5 Mrd. € belastend.
Das Operative Ergebnis des Konzernbereichs Automobile
belief sich in den ersten drei Quartalen 2024 auf 10,7 Mrd.
€; das waren 2,5 Mrd. € weniger als im Vorjahr.
Eine unvorteilhafte Fahrzeugabsatz-, Mix- und
Preisentwicklung, höhere Vorleistungen für neue
Produkte sowie Aufwendungen für
Restrukturierungsmaßnahmen hatten einen negativen
Einfluss. Im Bereich Power Engineering waren Aufwendungen
im Zusammenhang mit der Aufgabe des MGT-Gasturbinen
Neubau-Geschäfts der MAN Energy Solutions zu
berücksichtigen. Im Vorjahr belastete die
Fair-Value-Bewertung von Derivaten außerhalb des
Hedge Accounting mit - 2,5 Mrd. € das Operative
Ergebnis.
Die operative Umsatzrendite sank auf 5,5 (6,8) %. Aus
unseren At Equity einbezogenen chinesischen Joint Ventures
berücksichtigen wir im Operativen Ergebnis im
Wesentlichen nur das Ergebnis aus den Lieferungen von
Fahrzeugen und Fahrzeugteilen sowie Lizenzeinnahmen, da die
Ergebnisse dieser Joint Ventures im Finanzergebnis
bilanziert werden.
In den ersten neun Monaten 2024 übertrafen die
Umsatzerlöse des Finanzdienstleistungsbereichs
volumenbedingt mit 43,9 Mrd. € den Vorjahreswert um
9,6 %. Die Kosten der Umsatzerlöse erhöhten sich
überproportional im Verhältnis zum
Vorjahreszeitraum, insbesondere aufgrund sehr stark
gestiegener Zinsaufwendungen und höherer
Abschreibungen auf die Restwerte von vermieteten
Fahrzeugen. Das Bruttoergebnis ging in der Folge um 0,3
Mrd. € auf 5,8 Mrd. € zurück.
Das Operative Ergebnis des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen fiel mit 2,2 ( 3,0) Mrd. €
niedriger aus als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der
Rückgang resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen
Zinsaufwendungen, höheren Risikokosten sowie aus
Währungskursverlusten im Zusammenhang mit der
Entkonsolidierung der Volkswagen Bank Rus. Die operative
Umsatzrendite verringerte sich auf 5,0 (7,5) %.
| Mio. € | 2024 | 2023 |
| Pkw | ||
| Umsatzerlöse | 155.998 | 158.835 |
| Operatives Ergebnis | 7.332 | 10.276 |
| Operative Umsatzrendite (in %) | 4,7 | 6,5 |
| Nutzfahrzeuge | ||
| Umsatzerlöse | 34.266 | 33.349 |
| Operatives Ergebnis | 3.108 | 2.661 |
| Operative Umsatzrendite (in %) | 9,1 | 8,0 |
| Power Engineering | ||
| Umsatzerlöse | 3.136 | 2.876 |
| Operatives Ergebnis | 253 | 289 |
| Operative Umsatzrendite (in %) | 8,1 | 10,1 |
Im Zeitraum Januar bis September 2024 erzielte der
Volkswagen Konzern einen unter anderem ergebnisbedingt um
3,5 Mrd. € unter dem Vorjahr liegenden Brutto-Cashflow
in Höhe von 32,6 Mrd. €. Die insbesondere im
Ergebnis des Vorjahres enthaltenen zahlungsunwirksamen
Belastungen aus den Bewertungseffekten der
Sicherungsgeschäfte sind in der Kapitalflussrechnung
zu eliminieren. Die Veränderung im Working Capital
entsprach - 20,8 (- 23,5) Mrd. € und resultierte im
Berichtszeitraum im Wesentlichen aus dem Aufbau der
Vermieteten Vermögenswerte, Forderungen und
Vorräte, denen eine Zunahme der sonstigen
Rückstellungen und Verbindlichkeiten entgegenstand.
Der Cashflow aus dem laufenden Geschäft reduzierte
sich in den ersten drei Quartalen 2024 um 0,7 Mrd. €
auf 11,8 Mrd. €.
Die Investitionstätigkeit des laufenden
Geschäfts des Volkswagen Konzerns nahm im
Berichtszeitraum um 0,5 Mrd. € auf 17,7 Mrd. €
zu. Dabei stiegen die Sachinvestitionen (Investitionen in
Sachanlagen, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und
Immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte
Entwicklungskosten) sowie die Ausgaben für Mergers
& Acquisitions-Aktivitäten.
Die Investitionstätigkeit beinhaltet zudem die an
Rivian gewährte Wandelanleihe.
Aus der Finanzierungstätigkeit des Volkswagen
Konzerns ergab sich insgesamt ein Mittelzufluss in
Höhe von 15,8 (11,7) Mrd. €. Die
Finanzierungstätigkeit berücksichtigt im
Wesentlichen die Aufnahme und Tilgung von Anleihen sowie
Veränderungen der übrigen Finanzschulden, die
Dividendenzahlung an die Aktionäre der Volkswagen AG
in Höhe von 4,5 Mrd. € sowie die Rückzahlung
der im Mai 2024 gekündigten Hybridanleihe in Höhe
von 1,25 Mrd. €. Am Ende des Berichtszeitraums
verzeichnete der Volkswagen Konzern einen
Zahlungsmittelbestand laut Kapitalflussrechnung in
Höhe von 51,4 Mrd. €. Ende Dezember 2023 hatte er
43,5 Mrd. € betragen.
Am 30. September 2024 lag die Nettoliquidität des
Volkswagen Konzerns bei - 160,6 Mrd. €; am Jahresende
2023 waren es - 147,4 Mrd. € gewesen.
In den ersten drei Quartalen 2024 verzeichnete der
Konzernbereich Automobile einen Brutto-Cashflow in
Höhe von 22,5 (26,4) Mrd. €. Der Rückgang
resultierte unter anderem aus dem schwächeren
Ergebnis, dem geringere Ertragsteuerzahlungen
entgegenwirkten. Die insbesondere im Ergebnis des Vorjahres
enthaltenen zahlungsunwirksamen Bewertungseffekte aus
Sicherungsgeschäften sind in der Kapitalflussrechnung
zu eliminieren. Die Veränderung im Working Capital
belief sich auf - 2,0 (- 4,6) Mrd. €. Gründe
für die Veränderung im Berichtszeitraum waren im
Wesentlichen der Aufbau der Vorräte und Forderungen,
denen eine Zunahme der sonstigen Rückstellungen sowie
der Verbindlichkeiten entgegenstand. Der Cashflow aus dem
laufenden Geschäft reduzierte sich in den ersten neun
Monaten 2024 um 1,3 Mrd. € auf 20,4 Mrd. €.
Von Januar bis September 2024 erhöhte sich die
Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts auf
17,2 (16,8) Mrd. €. Die darin enthaltenen
Sachinvestitionen stiegen um 1,0 Mrd. € auf 9,7 Mrd.
€. Die Sachinvestitionsquote lag bei 5,0 (4,5) %.
Wesentliche Anteile der Sachinvestitionen flossen
vornehmlich in unsere Fertigungsstandorte und in Modelle,
die wir in diesem und im kommenden Jahr in den Markt
eingeführt haben oder einführen werden, die
Elektrifizierung und Digitalisierung unserer Produkte,
Zukunftstechnologien sowie die Weiterentwicklung der
modularen und rein elektrischen Baukästen und
Plattformen. Die Zugänge zu den aktivierten
Entwicklungskosten waren mit 7,5 (7,9) Mrd. € leicht
rückläufig. Die Position "Erwerb und Verkauf von
Beteiligungen" wies - 0,5 (- 0,5) Mrd. € aus und
enthielt vor allem strategische Investitionen in diverse
Unternehmen.
Der Netto-Cashflow des Konzernbereichs Automobile
reduzierte sich um 1,7 Mrd. € auf 3,3 Mrd. €.
Die Investitionstätigkeit des Konzernbereichs
Automobile beinhaltet zudem die an Rivian gewährte
Wandelanleihe.
Im Berichtszeitraum verzeichnete die
Finanzierungstätigkeit des Konzernbereichs Automobile
einen Mittelabfluss in Höhe von 1,1 (9,6) Mrd. €.
Sie berücksichtigt vor allem die Aufnahme und Tilgung
von Anleihen und Veränderungen der übrigen
Finanzschulden, die Dividendenzahlung an die Aktionäre
der Volkswagen AG sowie die Rückzahlung der im Mai
2024 gekündigten Hybridanleihe. Im Vorjahreszeitraum
war hier auch die Zahlung der Sonderdividende an die
Aktionäre der Volkswagen AG im Zusammenhang mit dem
Börsengang der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG (Porsche
AG) zu berücksichtigen.
Am Ende der ersten drei Quartale 2024 wies der
Konzernbereich Automobile eine solide Nettoliquidität
in Höhe von 34,4 Mrd. € aus; Ende Dezember 2023
hatte sie 40,3 Mrd. € betragen.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2024
erwirtschaftete der Finanzdienstleistungsbereich einen
Brutto-Cashflow in Höhe von 10,1 (9,7) Mrd. €.
Die Veränderung im Working Capital betrug - 18,7 (-
18,9) Mrd. €. Insbesondere der Aufbau der Vermieteten
Vermögenswerte und Forderungen führte im
Berichtszeitraum zu einer höheren Mittelbindung im
Working Capital. In der Folge lag der Cashflow aus dem
laufenden Geschäft bei - 8,6 (- 9,2) Mrd. €.
Die Investitionstätigkeit des laufenden
Geschäfts erhöhte sich auf 0,6 (0,5) Mrd. €.
In der Finanzierungstätigkeit des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen ergab sich im Zeitraum Januar bis
September 2024 ein Mittelzufluss in Höhe von 16,9
(21,3) Mrd. €. Hierin enthalten sind vor allem die
Aufnahme und Tilgung von Anleihen sowie übriger
Finanzschulden.
Ende September 2024 lag die branchenüblich negative
Nettoliquidität des Konzernbereichs
Finanzdienstleistungen bei - 195,0 Mrd. €; am 31.
Dezember 2023 hatte sie sich auf - 187,7 Mrd. €
belaufen.
| Mio. € | 2024 | 2023 |
| Pkw | ||
| Brutto-Cashflow | 18.050 | 22.003 |
| Veränderung Working Capital | - 724 | - 3.077 |
| Cashflow laufendes Geschäft | 17.326 | 18.926 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | - 15.235 | - 15.784 |
| Netto-Cashflow | 2.091 | 3.142 |
| Nutzfahrzeuge | ||
| Brutto-Cashflow | 4.036 | 3.961 |
| Veränderung Working Capital | - 1.133 | - 1.363 |
| Cashflow laufendes Geschäft | 2.903 | 2.598 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | - 1.825 | - 942 |
| Netto-Cashflow | 1.079 | 1.656 |
| Power Engineering | ||
| Brutto-Cashflow | 395 | 399 |
| Veränderung Working Capital | - 183 | - 190 |
| Cashflow laufendes Geschäft | 212 | 209 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | - 105 | - 69 |
| Netto-Cashflow | 107 | 140 |
Am 30. September 2024 verzeichnete der Volkswagen
Konzern mit 631,4 Mrd. € eine um 5,2 % höhere
Bilanzsumme als am Jahresende 2023. Mit 191,6 (189,9) Mrd.
€ lag das Eigenkapital des Konzerns auf dem Niveau vom
Jahresende 2023. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 30,4
(31,6) %.
Die Immateriellen Vermögenswerte im Konzernbereich
Automobile nahmen im Vergleich zum Jahresende 2023
insbesondere infolge von über den Abschreibungen
liegenden Zugängen von aktivierten Entwicklungskosten
leicht zu. Auch die Sachanlagen erhöhten sich
gegenüber dem 31. Dezember 2023 leicht, da die
Zugänge in Sachanlagen die Abschreibungen
überstiegen. Die At Equity bewerteten Anteile
verringerten sich im Wesentlichen aufgrund der
Dividendenbeschlüsse der chinesischen
Gemeinschaftsunternehmen. Insgesamt lagen die Langfristigen
Vermögenswerte mit 189,0 (186,0) Mrd. € in der
Größenordnung des Vorjahresendes.
Die Kurzfristigen Vermögenswerte fielen am 30.
September 2024 mit 132,0 (120,2) Mrd. € höher aus
als Ende 2023. Die Vorräte erhöhten sich
deutlich. Die kurzfristigen Sonstigen Forderungen und
finanziellen Vermögenswerte nahmen unter anderem
aufgrund gestiegener Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen zu. Der Bestand an Zahlungsmitteln reduzierte
sich um 2,9 Mrd. € auf 25,8 Mrd. €.
Am Ende des Berichtszeitraums verzeichnete der
Konzernbereich Automobile ein auf dem Niveau vom 31.
Dezember 2023 liegendes Eigenkapital in Höhe von 145,9
(146,3) Mrd. €. Die Ergebnisentwicklung und geringere
versicherungsmathematische Verluste aus der Neubewertung
von Pensionsplänen infolge der Änderung des
Zinssatzes standen der Dividendenzahlung an die
Aktionäre der Volkswagen AG, der Rückzahlung der
im Mai 2024 gekündigten Hybridanleihe sowie negativen
Effekten aus der erfolgsneutral erfassten Derivatebewertung
und der Währungsumrechnung entgegen. Die Anteile von
Minderheiten am Eigenkapital waren in der
Größenordnung vom Jahresende 2023 und umfassten
im Wesentlichen die Minderheitsaktionäre des Porsche
AG Konzerns und der TRATON Group. Die Eigenkapitalquote
belief sich auf 45,4 (47,8) %.
Die Langfristigen Schulden lagen am Ende der ersten drei
Quartale 2024 mit 92,0 (86,9) Mrd. € spürbar
über dem Wert vom 31. Dezember 2023. Die langfristigen
Finanzschulden stiegen stark, während die
Pensionsrückstellungen insbesondere aufgrund der
versicherungsmathematischen Neubewertung infolge der
Änderung des Zinssatzes spürbar
rückläufig waren.
Mit 83,1 (73,1) Mrd. € erhöhten sich die
Kurzfristigen Schulden am Ende der ersten neun Monate 2024
gegenüber dem Jahresende 2023 deutlich. Die
kurzfristigen Finanzschulden nahmen auf - 6,3 (- 8,6) Mrd.
€ ab. Die Werte des Automobilbereichs enthalten auch
die Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den
Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. Da
die kurzfristigen Finanzschulden des originären
Konzernbereichs Automobile geringer waren als die an den
Finanzdienstleistungsbereich gewährten Darlehen, war
der auszuweisende Wert in beiden Zeiträumen negativ.
Sowohl die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
als auch die kurzfristigen Sonstigen Schulden erhöhten
sich spürbar, während die kurzfristigen Sonstigen
Rückstellungen unter anderem aufgrund der geplanten
Restrukturierungsmaßnahmen im Bereich Pkw deutlich
stiegen.
Am 30. September 2024 wies der Konzernbereich Automobile
eine Bilanzsumme in Höhe von 321,1 Mrd. € aus;
das waren 4,8 % mehr als am Jahresende 2023.
Am 30. September 2024 verzeichnete der
Finanzdienstleistungsbereich mit 310,4 Mrd. € eine um
5,5 % höhere Bilanzsumme als Ende 2023.
Mit 184,2 (174,7) Mrd. € fielen die Langfristigen
Vermögenswerte insgesamt höher aus als am
Jahresende 2023. Die darin enthaltenen Sachanlagen waren
unverändert. Die Vermieteten Vermögenswerte und
die langfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen
stiegen im Wesentlichen volumenbedingt.
Die Kurzfristigen Vermögenswerte nahmen um 5,6 %
auf 126,2 Mrd. € zu. Die darin enthaltene Sonstigen
Forderungen und finanzielle Vermögenswerte waren
rückläufig, während sich der
Zahlungsmittelbestand des Finanzdienstleistungsbereichs mit
25,6 (14,8) Mrd. € nahezu verdoppelte.
Am Ende der ersten neun Monate 2024 entfielen rund 49,2
(49,0) % der Aktiva des Volkswagen Konzerns auf den
Finanzdienstleistungsbereich.
Mit 45,7 Mrd. € lag das Eigenkapital des
Konzernbereichs Finanzdienstleistungen Ende September 2024
um 4,9 % über dem Wert des Vorjahresendes. Die
Eigenkapitalquote belief sich auf 14,7 (14,8) %.
Die Langfristigen Schulden im
Finanzdienstleistungsbereich waren mit 123,3 (117,7) Mrd.
€ leicht über dem Wert des Jahresendes 2023. Die
darin enthaltenen langfristigen Finanzschulden stiegen
spürbar. Die Kurzfristigen Schulden erhöhten sich
vor allem aufgrund spürbar höherer kurzfristiger
Finanzschulden, die insbesondere aufgrund des gestiegenen
Einlagevolumens zunahmen.
Das Einlagevolumen aus dem Direktbankgeschäft
belief sich am 30. September 2024 auf 56,5 Mrd. €; am
Jahresende 2023 hatte es 38,8 Mrd. € betragen.
| Mio. € | 30.09.2024 | 31.12.2023 |
| Pkw | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 147.200 | 149.881 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 106.697 | 100.013 |
| Bilanzsumme | 253.897 | 249.894 |
| Eigenkapital | 126.442 | 127.684 |
| Langfristige Schulden | 67.891 | 69.259 |
| Kurzfristige Schulden | 59.565 | 52.952 |
| Nutzfahrzeuge | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 40.111 | 34.530 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 21.419 | 16.237 |
| Bilanzsumme | 61.530 | 50.767 |
| Eigenkapital | 16.680 | 15.918 |
| Langfristige Schulden | 23.665 | 17.077 |
| Kurzfristige Schulden | 21.185 | 17.772 |
| Power Engineering | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.724 | 1.631 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.910 | 3.955 |
| Bilanzsumme | 5.634 | 5.585 |
| Eigenkapital | 2.781 | 2.703 |
| Langfristige Schulden | 494 | 532 |
| Kurzfristige Schulden | 2.359 | 2.350 |
Vor dem Hintergrund eines herausfordernden Marktumfelds
sowie hinter den ursprünglichen Erwartungen
zurückbleibenden Entwicklungen mehrerer Konzernmarken
haben wir im dritten Quartal die Prognose für die
Auslieferungen an Kunden angepasst und rechnen nun mit rund
9 Mio. verkauften Fahrzeugen.
Die Umsatzerlöse erwarten wir in der Folge im
Volkswagen Konzern bei rund 320 Mrd. € und im Bereich
Pkw bei rund 210 Mrd. €. Für das Operative
Ergebnis gehen wir davon aus, im Konzern eine
Größenordnung von rund 18 Mrd. € zu
erreichen und im Bereich Pkw von rund 10 Mrd. €. Darin
berücksichtigt sind auch die Aufwendungen im
Zusammenhang mit den Umstrukturierungen am Audi Standort
Brüssel, in deren Zusammenhang die Prognose nach dem
ersten Halbjahr angepasst worden war.
Für den Bereich Power Engineering haben wir nach
dem ersten Halbjahr unsere Erwartung an die
Umsatzerlöse angehoben.
Im Konzernbereich Finanzdienstleistungen führt das
schwierige Geschäftsumfeld außerhalb Europas zu
einer Anpassung der Prognose für das Operative
Ergebnis. Zudem gehen wir nicht mehr davon aus, den
negativen Effekt von rund 0,2 Mrd. € aus der
Entkonsolidierung der Volkswagen Bank Rus im weiteren
Verlauf des Geschäftsjahres kompensieren zu
können. Folglich erwarten wir für den
Konzernbereich Finanzdienstleistungen nun ein Operatives
Ergebnis in der Größenordnung von 3,2 Mrd.
€.
Die im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit Rivian
angekündigte Transaktion könnte im laufenden
Geschäftsjahr zu einem Liquiditätsabfluss von bis
zu 2,0 Mrd. € führen. Zusammen mit der im dritten
Quartal angepassten Ergebnisprognose erwarten wir für
den Konzernbereich Automobile nunmehr einen Netto-Cashflow
von rund 2 Mrd. € und eine Nettoliquidität
zwischen 36 und 37 Mrd. €.
Die Prognose für alle übrigen
Spitzenkennzahlen bleibt unverändert. Den Ausblick
für das Geschäftsjahr 2024 finden Sie auf Seite
33.
1. Produktbezogene Klagen weltweit (exklusive
USA/Kanada)
In der zweiten verbraucherrechtlichen Sammelklage in
Brasilien, die rund 67 Tsd. Amarok-Fahrzeuge betrifft, wies
der Superior Court of Justice im April 2024 die von der
Klägerin eingelegte Revision gegen das Berufungsurteil
aus Juni 2023 zurück. Daraufhin legte die
Klägerin Ende April 2024 eine einstweilige Beschwerde
("interlocutory appeal") gegen diese Entscheidung beim
Superior Court of Justice ein.
In Italien unterzeichneten die Parteien im Mai 2024 in
der Sammelklage des Verbraucherverbands Altroconsumo zur
vollständigen Streitbeilegung einen Vergleich für
rund 60 Tsd. Kunden, die zwischen 2009 und 2015 ein von der
Dieselthematik betroffenes Fahrzeug der Marken Volkswagen,
Audi, Škoda oder SEAT mit dem Motortyp EA 189
gekauft und sich wirksam zur Sammelklage angemeldet hatten.
Beide Seiten verzichten auf die Einlegung eines
Rechtsmittels gegen die im Vorjahr gefällte
zweitinstanzliche Entscheidung des Berufungsgerichts
Venedig. Das Verfahren ist damit beendet. Für den
Vergleich und dessen Abwicklung wurden Rückstellungen
in Höhe von rund 50 Mio. € gebildet.
In den Niederlanden hat das Berufungsgericht Amsterdam
in der Sammelklage der Diesel Emissions Justice Foundation
(DEJF) im August 2024 in Abänderung des
Zwischenurteils aus März 2022 entschieden, dass das
neue Sammelklageregime, wonach nicht nur die Feststellung
von Ansprüchen, sondern auch die Zahlung von
Schadensersatz geltend gemacht werden kann, auf Fahrzeuge
mit Emissionsklasse Euro-6 anwendbar sei. Für
Fahrzeuge mit niedrigeren Emissionsklassen (z.B. Euro-5)
sei das neue Sammelklageregime dagegen nicht anwendbar. Die
Entscheidung ist nicht rechtskräftig.
2. Verfahren in den USA/Kanada
Im März 2024 erklärte die Volkswagen Group of
America Finance, LLC (VWGoAF) gegenüber der
US-Börsenaufsicht (SEC - United States Securities and
Exchange Commission), ohne dabei die Behauptungen der SEC
aus der im September 2020 eingereichten geänderten
Klage zuzugeben oder zu bestreiten, ihre Zustimmung zu
einem abschließenden gerichtlichen Urteil, das unter
anderem eine Zahlung in Höhe von rund 49 Mio. USD
vorsieht. Nachfolgend reichten die SEC und die VWGoAF beim
US District Court des Northern District von Kalifornien
einen Antrag auf Erlass eines abschließenden Urteils
hinsichtlich der VWGoAF ein, das die von der SEC geltend
gemachten Ansprüche gegen die VWGoAF vollständig
erledigt. Im April 2024 gab das Gericht diesem Antrag statt
und erließ ein abschließendes Urteil in Bezug
auf die VWGoAF. Alle gegen die Volkswagen A G und einen
ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen A G geltend
gemachten Ansprüche wies das Gericht
rechtskräftig ab. Dementsprechend sind die von der SEC
gegen alle Beklagten in diesem Verfahren geltend gemachten
Ansprüche vollständig erledigt.
3. Anlegerklagen weltweit (exklusive USA/Kanada)
Die gegen die Volkswagen AG im Zusammenhang mit der
Dieselthematik weltweit (exklusive USA/Kanada) geltend
gemachten Ansprüche in Form von Anlegerklagen,
gerichtlichen Mahn- und Güteanträgen sowie
Anspruchsanmeldungen nach dem
Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) reduzierten
sich im Berichtszeitraum infolge einer Klageabweisung und
einer Klagerücknahme auf circa 8,7 Mrd. €. Damit
wurden seit Beginn der Verfahren Anlegerklagen in Höhe
von über 1 Mrd. € zurückgenommen oder
rechtskräftig abgewiesen.
In Brasilien legte der brasilianische
Händlerverband Associação Brasileira Dos
Distribuidores Volkswagen (Assobrav) Rechtsmittel gegen das
erstinstanzliche Urteil aus Januar 2024 ein, mit dem die
Klage in vollem Umfang abgewiesen worden war. Assobrav und
einzelne Händler in Brasilien hatten im Dezember 2023
Volkswagen do Brasil im Zusammenhang mit einer vom Staat
Brasilien an Volkswagen do Brasil erfolgten
Rückzahlung wegen der verfassungsrechtlich für
unzulässig erachteten Doppelbesteuerung von Fahrzeugen
verklagt. Die Kläger verlangen von Volkswagen do
Brasil, mindestens teilweise an der Rückzahlung
beteiligt zu werden.
Im Juli 2021 hatte die Europäische Kommission gegen
die Volkswagen AG, die AUDI AG und die Porsche AG im Rahmen
einer Settlement-Entscheidung ein Gesamtbußgeld in
Höhe von rund 502 Mio. € verhängt.
Volkswagen verzichtete auf die Einlegung von Rechtsmitteln,
sodass die Entscheidung 2021 rechtskräftig geworden
ist. Der Gegenstand der Entscheidung beschränkte sich
inhaltlich auf die Kooperation deutscher
Automobilhersteller zu einzelnen technischen Fragen im
Zusammenhang mit der Entwicklung und Einführung von
SCR (Selective Catalytic Reduction)-Systemen für Pkw,
die im Europäischen Wirtschaftsraum verkauft worden
sind. Andere Verhaltensweisen wie Preisabsprachen oder die
Aufteilung von Märkten und Kunden wurden den
Herstellern nicht vorgeworfen. Im Juli 2024 eröffnete
die brasilianische Wettbewerbsbehörde Conselho
Administrativo de Defesa Econômica (CADE) ein
Verfahren unter anderem gegen die Volkswagen A G, die AUDI
A G und die Porsche A G wegen des Vorwurfs eines
unzulässigen Informationsaustauschs auf der Grundlage
des EU-Sachverhalts.
Im Berichtszeitraum durchsuchte die koreanische
Wettbewerbsbehörde KFTC die VW Group Korea. Dies
geschah im Zusammenhang mit dem bereits von der
Europäischen Kommission und der englischen
Kartellbehörde Competition and Markets Authority (CMA)
seit 2022 untersuchten Verdacht, dass europäische,
japanische und koreanische Hersteller sowie die in den
Ländern agierenden nationalen Verbände und der
europäische Verband European Automobile Manufacturers'
Association (ACEA) sich seit 2001 beziehungsweise 2002 und
bis zur Eröffnung der Verfahren insbesondere in der
ACEA Working Group Recycling sowie zugehöriger
Unterarbeitsgruppen dazu verständigt haben sollen,
für Dienstleistungen von Recycling-Unternehmen, die
"End-of-Life Vehicles" (konkret Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge) entsorgen, nicht zu bezahlen. Auch die
chinesische Wettbewerbsbehörde stellte der Volkswagen
AG im Juni 2024 in dieser Angelegenheit ein
Auskunftsersuchen zu.
Die brasilianische Wettbewerbsbehörde CADE leitete
im Oktober 2024 ein Verfahren gegen zahlreiche Unternehmen
wegen des Vorwurfs eines kartellrechtlich unzulässigen
Austauschs von Informationen im Personalbereich (Human
Resources) ein. Im Volkswagen Konzern ist Volkswagen do
Brasil betroffen.
In dem von Greenpeace begleiteten Verfahren in
Braunschweig wies das Oberlandesgericht Braunschweig im
Juni 2024 die Berufung der Kläger zurück und
bestätigte die im Februar 2023 erfolgte Abweisung der
Klage durch das Landgericht Braunschweig. Die Kläger
hatten in der Klage beantragt, die Volkswagen AG dazu zu
verpflichten, unter anderem stufenweise die Produktion und
das Inverkehrbringen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren
zu reduzieren und bis 2029 komplett einzustellen sowie
Treibhausgasemissionen aus Entwicklung, Produktion und
Vertrieb (einschließlich der Nutzung der Fahrzeuge
durch Dritte) zu reduzieren. Zusätzlich sollte
Volkswagen so Einfluss auf Konzernunternehmen,
Beteiligungen und Joint Ventures ausüben, dass diese
Forderungen auch von diesen erfüllt werden. Die
Entscheidung des Berufungsgerichts aus Juni 2024 ist
rechtskräftig und das Klageverfahren in Braunschweig
damit beendet.
In Russland verurteilte das Gericht der ersten Instanz
im verbliebenen Klageverfahren über angebliche
Forderungen in Höhe von rund 28,5 Mrd. RUB die
Volkswagen AG im Juli 2024 zur Zahlung von Schadensersatz
in Höhe von rund 16,9 Mrd. RUB. Das Urteil ist nicht
rechtskräftig. Die Volkswagen AG legte Berufung ein
und wird sich weiter umfassend verteidigen.
Weitergehende Angaben zu den Schätzungen
hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen sowie Angaben zu
Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe oder der
Fälligkeit von Beträgen der Rückstellungen
und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den
weiteren wesentlichen Rechtsstreitigkeiten werden
gemäß IAS 37.92 nicht gemacht, um die Ergebnisse
der Verfahren und die Interessen des Unternehmens nicht zu
beeinträchtigen.
Im Berichtszeitraum hat sich die Risikosituation
insbesondere aufgrund des makroökonomischen Umfelds
insgesamt verschärft. Darüber hinaus ergaben sich
gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen
Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr
2024 in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko- und
Chancenbericht" - einschließlich des Abschnitts
"Rechtsrisiken" - des zusammengefassten Lageberichts im
Geschäftsbericht 2023 keine wesentlichen
Änderungen.
Unseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass die
globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 insgesamt mit
einer im Vergleich zu 2023 ähnlichen Dynamik wachsen
wird. Die anhaltend hohe, wenngleich sinkende Inflation in
wichtigen Wirtschaftsregionen und die daraus resultierenden
restriktiven geldpolitischen Maßnahmen der
Zentralbanken sollten sich negativ auf die private
Nachfrage auswirken. Wir rechnen jedoch im laufenden Jahr
mit einem schrittweisen Absenken der Leitzinsen seitens der
westlichen Zentralbanken und daraus folgend mit einem
stützenden Effekt auf die Nachfrage insgesamt. Risiken
sehen wir weiterhin in protektionistischen Tendenzen, in
Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie in
strukturellen Defiziten in einzelnen Ländern. Die
Wachstumsaussichten werden zudem von anhaltenden
geopolitischen Spannungen und Konflikten belastet; Risiken
bergen insbesondere der Russland-Ukraine-Konflikt sowie die
Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Wir gehen davon aus,
dass sowohl die fortgeschrittenen Volkswirtschaften als
auch die Gruppe der Schwellenländer im Durchschnitt
eine positive Dynamik auf dem Niveau des Vorjahres
aufweisen werden.
Die Entwicklung der Automobilbranche ist eng an den
Verlauf der Weltwirtschaft gekoppelt. Wir rechnen auf den
internationalen Automobilmärkten mit einer weiter
zunehmenden Wettbewerbsintensität. Krisenbedingte
Unterbrechungen der globalen Versorgungskette und dadurch
resultierende Auswirkungen auf die
Fahrzeugverfügbarkeit können das
Neuzulassungsvolumen belasten. Zudem können sich
Unsicherheiten aus Engpässen bei Vorprodukten und
Rohstoffen ergeben. Diese können sich zusätzlich
durch die Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts und der
Auseinandersetzungen im Nahen Osten verstärken und
insbesondere zu steigenden Materialpreisen und sinkender
Verfügbarkeit von Energie führen.
Wir erwarten, dass sich die Märkte für Pkw im
Jahr 2024 in den einzelnen Regionen uneinheitlich, aber
überwiegend positiv entwickeln werden. Insgesamt wird
das weltweite Verkaufsvolumen von Neufahrzeugen
voraussichtlich in der Größenordnung des
Vorjahres liegen. In Westeuropa rechnen wir für 2024
mit einem Neuzulassungsvolumen von Pkw, das ebenfalls in
der Größenordnung von 2023 liegen wird. Auch
für den deutschen Pkw-Markt gehen wir für 2024
davon aus, dass das Volumen der Neuzulassungen auf dem
Vorjahresniveau liegen wird. Auf den Pkw-Märkten in
Zentral- und Osteuropa wird die Zahl der Verkäufe 2024
den Vorjahreswert insgesamt voraussichtlich deutlich
übertreffen - vorbehaltlich der weiteren Entwicklung
des Russland-Ukraine-Konflikts. Auf den Märkten
für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (bis 6,35 t) in
Nordamerika rechnen wir für 2024 mit einem
Verkaufsvolumen leicht über dem Niveau des Vorjahres.
Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Neuzulassungen auf
den südamerikanischen Märkten 2024 im Vergleich
zum Vorjahr ebenfalls leicht steigen wird. Die Märkte
für Pkw in der Region Asien-Pazifik werden 2024
voraussichtlich auf dem Vorjahresniveau liegen.
Die Märkte für leichte Nutzfahrzeuge werden
sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich entwickeln;
insgesamt rechnen wir für 2024 mit einem
Verkaufsvolumen leicht unter dem Niveau des Vorjahres.
Wir erwarten für 2024, dass sich die Neuzulassungen
von mittelschweren und schweren Lkw mit einem Gesamtgewicht
von mehr als 6 t auf den für den Volkswagen Konzern
relevanten Märkten im Vorjahresvergleich leicht
negativ entwickeln werden, mit regional unterschiedlichen
Ausprägungen. Auf den für den Volkswagen Konzern
relevanten Busmärkten rechnen wir für das Jahr
2024 mit einer Nachfrage leicht über dem Niveau des
Vorjahres mit unterschiedlichen regionalen Entwicklungen.
Unserer Einschätzung nach werden automobilbezogene
Finanzdienstleistungen im Jahr 2024 eine hohe Bedeutung
für den weltweiten Fahrzeugabsatz haben.
Wir rechnen damit, dass die Auslieferungen an Kunden des
Volkswagen Konzerns im Jahr 2024 unter herausfordernden
Marktbedingungen bei rund 9 Mio. Fahrzeugen liegen werden.
Herausforderungen ergeben sich insbesondere aus dem
konjunkturellen Umfeld, der steigenden
Wettbewerbsintensität, volatilen Rohstoff-, Energie-
und Devisenmärkten sowie aus verschärften
emissionsbezogenen Anforderungen.
Wir erwarten im Jahr 2024, dass die Umsatzerlöse im
Volkswagen Konzern einen Wert von rund 320 Mrd. € und
im Bereich Pkw einen Wert von rund 210 Mrd. €
erreichen. Das Operative Ergebnis des Konzerns wird
voraussichtlich in einer Größenordnung von rund
18 Mrd. € liegen, für den Bereich Pkw gehen wir
von rund 10 Mrd. € aus. Für den Bereich
Nutzfahrzeuge gehen wir bei bis zu 5 % über dem
Vorjahr liegenden Umsatzerlösen von einer operativen
Umsatzrendite zwischen 8,5 und 9,5 % aus. Im Bereich Power
Engineering erwarten wir die Umsatzerlöse um bis zu 6
% über denen des Vorjahres und für das Operative
Ergebnis einen niedrigen positiven dreistelligen
Millionen-Euro-Betrag. Für den Konzernbereich
Finanzdienstleistungen rechnen wir mit 3 bis 7 % über
dem Vorjahr liegenden Umsatzerlösen und einem
Operativen Ergebnis in der Größenordnung von 3,2
Mrd. €.
Im Konzernbereich Automobile gehen wir für 2024
davon aus, dass die Investitionsquote zwischen 13,5 und
14,5 % liegt. Für den Netto-Cashflow des Jahres 2024
erwarten wir einen Wert von rund 2,0 Mrd. €. Darin
enthalten sind insbesondere Zukunftsinvestitionen sowie
Liquiditätsabflüsse aus Mergers &
Acquisitions-Aktivitäten, die eine wichtige Säule
der Transformation des Volkswagen Konzerns darstellen. Die
Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile wird 2024
voraussichtlich zwischen 36 und 37 Mrd. € liegen. Es
ist unverändert unser Ziel, unsere solide
Finanzierungs- und Liquiditätspolitik fortzusetzen.
Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen
Geschäftsverlauf des Volkswagen Konzerns. Diesen
Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der
wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen
Rahmenbedingungen einzelner Länder,
Wirtschaftsräume und Märkte insbesondere für
die Automobilbranche, zugrunde, die wir auf Basis der uns
vorliegenden Informationen getroffen haben und die wir
zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen
sind mit Risiken behaftet und die tatsächliche
Entwicklung kann von der erwarteten abweichen. Sollten sich
wesentliche Parameter bezüglich unserer wichtigsten
Absatzmärkte ändern oder sich wesentliche
Veränderungen bei den für den Volkswagen Konzern
relevanten Währungskursverhältnissen, Energie-
und sonstigen Rohstoffen oder in der Teileversorgung
ergeben, wird das unsere Geschäftsentwicklung
entsprechend beeinflussen. Darüber hinaus kann es auch
zu Abweichungen von der voraussichtlichen
Geschäftsentwicklung kommen, wenn sich die im
Geschäftsbericht 2023 dargestellten
Einschätzungen zu den Faktoren nachhaltiger
Wertsteigerung sowie zu Risiken und Chancen anders
entwickeln als derzeit von uns erwartet oder sich
zusätzliche Risiken beziehungsweise Chancen oder
sonstige den Geschäftsverlauf beeinflussende Faktoren
ergeben.
Der Volkswagen Konzern erwirtschaftete im Zeitraum
Januar bis September 2024 Umsatzerlöse in Höhe
von 237,3 (235,1) Mrd. €. Das Operative Ergebnis lag
bei 12,9 (16,2) Mrd. €.
In den ersten neun Monaten 2024 setzte die Markengruppe
Core 3,6 (3,6) Mio. Fahrzeuge ab, die Umsatzerlöse
beliefen sich auf 101,5 (101,1) Mrd. €. Das Operative
Ergebnis sank auf 4,5 (5,0) Mrd. €.
Der Absatz der Marke Volkswagen Pkw lag in den ersten
neun Monaten 2024 mit 2,3 (2,2) Mio. Fahrzeugen in der
Größenordnung des Vorjahres. Der Polo, der Golf,
der ID.7 und der Atlas verzeichneten eine verstärkte
Nachfrage. Der neue Passat, der neue Tiguan und der ID.7
Tourer wurden erfolgreich im Markt eingeführt. Die
Umsatzerlöse lagen mit 63,5 (63,4) Mrd. € auf dem
Niveau des Vorjahres. Das Operative Ergebnis belief sich
auf 1,3 (2,1) Mrd. €. Neben gestiegenen Fixkosten
belasteten Aufwendungen für
Restrukturierungsmaßnahmen das Ergebnis. Positiv
wirkten Mixeffekte sowie optimierte Materialkosten.
Im Berichtszeitraum setzte Škoda 809 (778) Tsd.
Fahrzeuge ab. Der Octavia war erneut der Bestseller, auch
der Fabia, der Kamiq und der Karoq verzeichneten
Zuwächse. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 20,4
(19,7) Mrd. €. Das Operative Ergebnis legte auf 1,7
(1,3) Mrd. € zu, im Wesentlichen bedingt durch
positive Volumen-, Mix- und Wechselkurseffekte.
| ABSATZ | UMSATZERLÖSE | OPERATIVES ERGEBNIS | ||||
| Tsd. Fahrzeuge/Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Markengruppe Core | 3.627 | 3.575 | 101.523 | 101.060 | 4.491 | 4.985 |
| Markengruppe Progressive | 800 | 945 | 46.262 | 50.390 | 2.088 | 4.595 |
| Markengruppe Sport Luxury 1 | 221 | 250 | 25.899 | 27.785 | 3.771 | 5.232 |
| CARIAD | - | - | 652 | 544 | - 2.058 | - 1.728 |
| Battery | - | - | 1 | 2 | - 371 | - 234 |
| TRATON Nutzfahrzeuge | 246 | 250 | 34.266 | 33.349 | 3.097 | 2.662 |
| MAN Energy Solutions | - | - | 3.136 | 2.876 | 255 | 292 |
| At Equity einbezogene Gesellschaften China 2 | 1.903 | 2.150 | - | - | - | - |
| Volkswagen Group Mobility | - | - | 40.959 | 37.595 | 2.113 | 2.535 |
| Sonstiges 3 | - 335 | - 408 | - 15.419 | - 18.499 | - 479 | - 2.098 |
| Volkswagen Konzern | 6.463 | 6.762 | 237.279 | 235.102 | 12.907 | 16.241 |
1 Inklusive Porsche Finanzdienstleistungen:
Umsatz 28.564 (30.132) Mio. €, Operatives Ergebnis
4.035 (5.501) Mio. €.
2 Die Umsatzerlöse und Operativen
Ergebnisse der At Equity einbezogenen Gesellschaften in
China sind in den Werten des Konzerns nicht enthalten,
diese Gesellschaften erzielten ein anteiliges Operatives
Ergebnis von 1.179 (1.880) Mio. €.
3 Im Operativen Ergebnis im Wesentlichen
ergebniswirksame konzerninterne Posten, insbesondere aus
der Eliminierung von Zwischengewinnen, inklusive
Abschreibungen auf identifizierte Vermögenswerte im
Rahmen der Kaufpreisallokationen sowie den Marken nicht
zugeordnete Gesellschaften.
| ABSATZ | UMSATZERLÖSE | OPERATIVES ERGEBNIS | ||||
| Tsd. Fahrzeuge/Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Volkswagen Pkw | 2.260 | 2.238 | 63.535 | 63.390 | 1.341 | 2.126 |
| Škoda | 809 | 778 | 20.399 | 19.659 | 1.699 | 1.260 |
| SEAT/CUPRA | 466 | 454 | 10.515 | 10.837 | 415 | 501 |
| Volkswagen Nutzfahrzeuge | 310 | 313 | 11.093 | 11.109 | 606 | 672 |
| Tech. Components | - | - | 15.499 | 16.526 | 420 | 449 |
| Konsolidierung | - 218 | - 208 | - 19.518 | - 20.461 | 10 | - 23 |
| Markengruppe Core | 3.627 | 3.575 | 101.523 | 101.060 | 4.491 | 4.985 |
| ABSATZ | UMSATZERLÖSE | OPERATIVES ERGEBNIS | ||||
| Tsd. Fahrzeuge/Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Bereich Pkw | 6.217 | 6.512 | 155.998 | 158.835 | 7.332 | 10.276 |
| Bereich Nutzfahrzeuge | 246 | 250 | 34.266 | 33.349 | 3.108 | 2.661 |
| Bereich Power Engineering | - | - | 3.136 | 2.876 | 253 | 289 |
| Konzernbereich Automobile 1 | 6.463 | 6.762 | 193.400 | 195.060 | 10.694 | 13.226 |
| Konzernbereich Finanzdienstleistungen | - | - | 43.879 | 40.042 | 2.213 | 3.015 |
| Volkswagen Konzern | 6.463 | 6.762 | 237.279 | 235.102 | 12.907 | 16.241 |
Trotz eines herausfordernden Umfelds erhöhte sich
der Absatz von SEAT/CUPRA im Zeitraum Januar bis September
2024 auf 466 Tsd. Fahrzeuge; das waren 2,6 % mehr als ein
Jahr zuvor. Der für Audi gefertigte A1 ist darin
enthalten. Der CUPRA Formentor und der SEAT Ibiza waren
besonders beliebt. Der CUPRA Tavascan und der CUPRA
Terramar wurden erfolgreich im Markt eingeführt. Die
Umsatzerlöse lagen mit 10,5 Mrd. € um 3,0 % unter
dem Vorjahreswert. Das Operative Ergebnis ging im Vergleich
zum Vorjahr mixbedingt um 17,2 % auf 415 Mio. €
zurück.
In den ersten drei Quartalen 2024 gab der Absatz von
Volkswagen Nutzfahrzeuge auf weltweit 310 (313) Tsd.
Einheiten nach. Die Modelle Multivan und Caddy konnten
Zuwächse verzeichnen. Die Umsatzerlöse lagen mit
11,1 (11,1) Mrd. € auf dem Niveau des Vorjahres. Das
Operative Ergebnis sank auf 606 (672) Mio. €, was
neben dem Volumen insbesondere aus Aufwendungen für
Restrukturierungsmaßnahmen resultierte.
Die Umsatzerlöse von Tech. Components beliefen sich
in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf 15,5 (16,5)
Mrd. €. Das Operative Ergebnis war mit 420 (449) Mio.
€ geringer als im Vorjahr, was vor allem auf
Anlaufkosten sowie Restrukturierungsaufwendungen
zurückzuführen war.
Der Absatz der Markengruppe Progressive (Audi, Bentley,
Lamborghini, Ducati) belief sich im Berichtszeitraum auf
weltweit 800 (945) Tsd. Automobile. Die chinesischen Joint
Ventures FAW-Volkswagen und SAIC VOLKSWAGEN
veräußerten weitere 433 (472) Tsd. Audi
Fahrzeuge. Ducati verkaufte in den ersten neun Monaten
dieses Jahres 43.933 (48.456) Motorräder. Die
Umsatzerlöse lagen bei 46,3 (50,4) Mrd. €. Das
Operative Ergebnis sank auf 2,1 (4,6) Mrd. €. Die
Entwicklung von Volumen- und Finanzkennzahlen der
Markengruppe Progressive spiegelt die aktuell
herausfordernde Lage wider, insbesondere das schwierige
wirtschaftliche Umfeld, der intensive Wettbewerb, die
bevorstehende Modelloffensive sowie erwartete
Restrukturierungsaufwendungen für den Standort
Brüssel.
Die Markengruppe Sport Luxury (Porsche Automobile)
setzte im Berichtszeitraum weltweit 221 (250) Tsd.
Fahrzeuge ab. Der Cayenne war die absatzstärkste
Baureihe. Die Umsatzerlöse verringerten sich auf 25,9
(27,8) Mrd. € und das Operative Ergebnis auf 3,8 (5,2)
Mrd. €. Ursachen waren im Wesentlichen ein geringeres
Absatzvolumen aufgrund der aktuellen
Modelleinführungen sowie gestiegene Materialkosten,
höhere ergebniswirksame Entwicklungsleistungen und die
Fortsetzung der Digitalisierungsstrategie.
CARIAD bündelt die Softwarekompetenz im Volkswagen
Konzern. Das Geschäftsmodell umfasst die Entwicklung
und den Betrieb einheitlicher Softwareplattformen für
aktuelle und künftige Fahrzeugmodelle. Die
Umsatzerlöse erhöhten sich im Zeitraum Januar bis
September 2024 auf 652 (544) Mio. €, was im
Wesentlichen aus gestiegenen Lizenzerlösen aufgrund
eines höheren Fahrzeugvolumens mit CARIAD-Software
resultierte. Der Operative Verlust belief sich infolge von
Entwicklungsleistungen auf - 2,1 (- 1,7) Mrd. €.
Im Geschäftsfeld Battery sind die weltweiten
Batterieaktivitäten des Konzerns - die zukünftige
Fertigung von Batteriezellen sowie weitere Aktivitäten
entlang der Batterie-Wertschöpfungskette -
zusammengefasst. Das Operative Ergebnis von Battery lag im
Berichtszeitraum infolge des Aufbaus des
Geschäftsfelds fixkostenbedingt bei - 371 (- 234) Mio.
€.
Der Absatz von TRATON Nutzfahrzeuge (Scania, MAN,
International (ehemals Navistar), Volkswagen Truck &
Bus) lag mit 246 (250) Tsd. Einheiten unter dem
Vergleichswert des Vorjahres. Dennoch konnten die
Umsatzerlöse um 2,8 % auf 34,3 Mrd. € gesteigert
werden. Das Operative Ergebnis verbesserte sich auf 3,1
(2,7) Mrd. €. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf
einen vorteilhaften Markt- und Produktmix sowie eine gute
Preisdurchsetzung zurückzuführen.
Im Zeitraum Januar bis September 2024 erwirtschaftete
MAN Energy Solutions Umsatzerlöse in Höhe von 3,1
(2,9) Mrd. €. Das Operative Ergebnis belief sich auf
255 (292) Mio. €. Belastend wirkten insbesondere
Aufwendungen im Zusammenhang mit der Aufgabe des
MGT-Gasturbinen Neubau-Geschäfts.
Die Zahl der im Finanzierungs-, Leasing-, Service- und
Versicherungsgeschäft der Volkswagen Group Mobility
(ehemals Volkswagen Finanzdienstleistungen) neu
abgeschlossenen Verträge belief sich im
Berichtszeitraum auf 7,5 Mio. (+ 18,3 %). Seit dem 1.
Januar 2024 werden weitere Arten von
Versicherungsverträgen berücksichtigt, der
Vertragsbestand vom 31. Dezember 2023 wurde angepasst. Die
Penetrationsrate als Anteil der geleasten oder finanzierten
Fahrzeuge am relevanten Auslieferungsvolumen des Konzerns
lag bei gleichgebliebenen Vergabegrundsätzen bei 34,9
(33,1) %. Ende September 2024 war der Gesamtvertragsbestand
mit 26,2 (25,8) Mio. Kontrakten höher als am 31.
Dezember 2023. Im Bereich Kundenfinanzierung/Leasing lag
der Vertragsbestand bei 10,2 (10,2) Mio. Kontrakten, im
Bereich Service/Versicherungen waren es 16,1 (15,6) Mio.
Kontrakte. Die Volkswagen Bank verzeichnete am 30.
September dieses Jahres 1,9 (1,8) Mio. Einlagenkonten im
Bestand. Das Operative Ergebnis gab auf 2,1 (2,5) Mrd.
€ nach. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen
aus gestiegenen Zinsaufwendungen, höheren Risikokosten
sowie aus Währungskursverlusten im Zusammenhang mit
der Entkonsolidierung der Volkswagen Bank Rus.
Der Volkswagen Konzern setzte in den ersten neun Monaten
dieses Jahres in der Region Europa/Übrige Märkte
3,0 Mio. Fahrzeuge ab; ein Minus von 1,4 % im Vergleich zum
Vorjahr. Die Umsatzerlöse stiegen auf 142,5 (138,4)
Mrd. €, was im Wesentlichen aus höheren
Umsatzerlösen im Finanzdienstleistungsbereich
resultierte.
Der Absatz des Volkswagen Konzerns auf den Märkten
Nordamerikas stieg im Berichtszeitraum um 4,4 % auf 795
Tsd. Fahrzeuge. Die Umsatzerlöse lagen bei 49,4 (49,1)
Mrd. €.
Im Zeitraum Januar bis September 2024 war der Absatz in
Südamerika mit 426 (368) Tsd. Fahrzeugen höher
als ein Jahr zuvor. In der Folge nahmen die
Umsatzerlöse auf 13,9 (12,2) Mrd. € zu.
In der Region Asien-Pazifik ging der Absatz des
Volkswagen Konzerns - einschließlich der At Equity
einbezogenen Gesellschaften in China - im Berichtszeitraum
um 13,6 % auf 2,2 Mio. Fahrzeuge zurück. Die
Umsatzerlöse beliefen sich auf 31,7 (36,1) Mrd.
€. Darin nicht enthalten sind die Umsatzerlöse
unserer At Equity einbezogenen Gesellschaften in China.
In den ersten neun Monaten 2024 wirkten sich
Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von
Umsatzerlösen des Volkswagen Konzerns in
Fremdwährung mit - 0,2 ( - 0,7) Mrd. € negativ
aus.
| ABSATZ | UMSATZERLÖSE | |||
| Tsd. Fahrzeuge/Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Europa/Übrige Märkte | 3.044 | 3.088 | 142.501 | 138.361 |
| Nordamerika | 795 | 761 | 49.436 | 49.146 |
| Südamerika | 426 | 368 | 13.890 | 12.246 |
| Asien-Pazifik 1 | 2.198 | 2.545 | 31.674 | 36.068 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | - | - | - 223 | - 720 |
| Volkswagen Konzern 1 | 6.463 | 6.762 | 237.279 | 235.102 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE 1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Umsatzerlöse | 237.279 | 235.102 | 193.400 | 195.060 | 43.879 | 40.042 |
| Kosten der Umsatzerlöse | -194.894 | -190.777 | -156.810 | -156.864 | -38.084 | -33.914 |
| Bruttoergebnis | 42.385 | 44.324 | 36.590 | 38.196 | 5.795 | 6.128 |
| Vertriebskosten | -16.007 | -15.344 | -15.120 | -14.494 | -887 | -850 |
| Verwaltungskosten | -9.367 | -9.333 | -7.648 | -7.361 | -1.719 | -1.972 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -4.104 | -3.406 | -3.128 | -3.115 | -976 | -292 |
| Operatives Ergebnis | 12.907 | 16.241 | 10.694 | 13.226 | 2.213 | 3.015 |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | 482 | 1.814 | 559 | 1.649 | -76 | 165 |
| Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis | -866 | -355 | -890 | -320 | 25 | -35 |
| Finanzergebnis | -383 | 1.459 | -332 | 1.329 | -52 | 130 |
| Ergebnis vor Steuern | 12.523 | 17.700 | 10.362 | 14.555 | 2.162 | 3.145 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -3.607 | -4.832 | -2.881 | -3.958 | -726 | -874 |
| Ergebnis nach Steuern | 8.917 | 12.868 | 7.481 | 10.596 | 1.436 | 2.271 |
| davon entfallen auf | ||||||
| Minderheiten | 852 | 1.098 | 768 | 1.004 | 84 | 94 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 475 | 421 | 475 | 421 | - | - |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 7.590 | 11.348 | 6.238 | 9.171 | 1.352 | 2.177 |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Stammaktie in € 2 | 15,12 | 22,61 | ||||
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie in € 2 | 15,18 | 22,67 | ||||
1 Inklusive Zuordnung der Konsolidierung
zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
2 Das Ergebnis je Aktie wird in der Anhangangabe
"Ergebnis je Aktie" erläutert.
| Mio. € | 2024 | 2023 |
| Ergebnis nach Steuern | 8.917 | 12.868 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen vor Steuern | 1.176 | 2.720 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | -337 | -812 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen nach Steuern | 839 | 1.907 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten | ||
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten vor Steuern | -122 | 13 |
| Latente Steuern auf nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten | 26 | 1 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten nach Steuern | -96 | 13 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern | 4 | 15 |
| Nicht reklassifizierbare Gewinne/Verluste | 747 | 1.935 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung | -716 | -891 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 232 | 348 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen vor Steuern | -484 | -543 |
| Latente Steuern auf Währungsumrechnungsdifferenzen | 0 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern | -484 | -542 |
| Sicherungsgeschäfte | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI I) | -77 | 877 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI I) | -881 | -425 |
| Cashflow-Hedges (OCI I) vor Steuern | -958 | 452 |
| Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI I) | 239 | -121 |
| Cashflow-Hedges (OCI I) nach Steuern | -718 | 331 |
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI II) | -460 | -333 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI II) | 832 | 770 |
| Cashflow-Hedges (OCI II) vor Steuern | 371 | 438 |
| Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI II) | -101 | -119 |
| Cashflow-Hedges (OCI II) nach Steuern | 271 | 319 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen | 87 | 39 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | -5 | -4 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten vor Steuern | 81 | 36 |
| Latente Steuern auf reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten | -21 | -11 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten nach Steuern | 60 | 24 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern | -268 | -326 |
| Reklassifizierbare Gewinne/Verluste | -1.139 | -195 |
| Sonstiges Ergebnis vor Steuern | -199 | 2.803 |
| Latente Steuern auf das Sonstige Ergebnis | -193 | -1.063 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -392 | 1.741 |
| Gesamtergebnis | 8.524 | 14.608 |
| davon entfallen auf | ||
| Minderheiten | 793 | 1.267 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 475 | 421 |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 7.256 | 12.920 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE 1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Umsatzerlöse | 78.478 | 78.845 | 64.035 | 64.491 | 14.444 | 14.353 |
| Kosten der Umsatzerlöse | -65.420 | -65.436 | -52.947 | -52.968 | -12.473 | -12.468 |
| Bruttoergebnis | 13.058 | 13.409 | 11.087 | 11.523 | 1.971 | 1.886 |
| Vertriebskosten | -5.496 | -5.318 | -5.167 | -5.051 | -329 | -268 |
| Verwaltungskosten | -2.754 | -3.132 | -2.392 | -2.487 | -361 | -645 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -1.954 | -64 | -1.471 | 121 | -483 | -185 |
| Operatives Ergebnis | 2.855 | 4.894 | 2.057 | 4.106 | 797 | 788 |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | 417 | 931 | 365 | 812 | 52 | 119 |
| Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis | -915 | -24 | -851 | -126 | -64 | 103 |
| Finanzergebnis | -498 | 907 | -486 | 685 | -12 | 222 |
| Ergebnis vor Steuern | 2.356 | 5.801 | 1.571 | 4.791 | 785 | 1.010 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -780 | -1.455 | -539 | -1.201 | -241 | -254 |
| Ergebnis nach Steuern | 1.576 | 4.347 | 1.032 | 3.590 | 544 | 756 |
| davon entfallen auf | ||||||
| Minderheiten | 210 | 314 | 181 | 284 | 29 | 30 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 155 | 143 | 155 | 143 | - | - |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 1.212 | 3.889 | 697 | 3.163 | 515 | 726 |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Stammaktie in € 2 | 2,42 | 7,76 | ||||
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie in € 2 | 2,42 | 7,76 | ||||
1 Inklusive Zuordnung der Konsolidierung
zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
2 Das Ergebnis je Aktie wird in der Anhangangabe
"Ergebnis je Aktie" erläutert.
| Mio. € | 2024 | 2023 |
| Ergebnis nach Steuern | 1.576 | 4.347 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen vor Steuern | -928 | 3.022 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | 288 | -916 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen nach Steuern | -639 | 2.106 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten | ||
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten vor Steuern | 204 | -20 |
| Latente Steuern auf nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten | -54 | 3 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten nach Steuern | 150 | -17 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern | 0 | 0 |
| Nicht reklassifizierbare Gewinne/Verluste | -490 | 2.089 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung | -1.043 | 834 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 4 | - |
| Währungsumrechnungsdifferenzen vor Steuern | -1.039 | 834 |
| Latente Steuern auf Währungsumrechnungsdifferenzen | -1 | -1 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern | -1.041 | 833 |
| Sicherungsgeschäfte | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI I) | -302 | -237 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI I) | -430 | -220 |
| Cashflow-Hedges (OCI I) vor Steuern | -731 | -456 |
| Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI I) | 149 | 132 |
| Cashflow-Hedges (OCI I) nach Steuern | -582 | -324 |
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI II) | -73 | -210 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI II) | 314 | 301 |
| Cashflow-Hedges (OCI II) vor Steuern | 242 | 91 |
| Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI II) | -58 | -29 |
| Cashflow-Hedges (OCI II) nach Steuern | 183 | 62 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen | 96 | -2 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | -4 | 0 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten vor Steuern | 92 | -2 |
| Latente Steuern auf reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten | -28 | 0 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten nach Steuern | 64 | -2 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern | -357 | 57 |
| Reklassifizierbare Gewinne/Verluste | -1.733 | 624 |
| Sonstiges Ergebnis vor Steuern | -2.517 | 3.525 |
| Latente Steuern auf das Sonstige Ergebnis | 295 | -812 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -2.223 | 2.713 |
| Gesamtergebnis | -647 | 7.060 |
| davon entfallen auf | ||
| Minderheiten | 167 | 392 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 155 | 143 |
| Aktionäre der Volkswagen AG | -968 | 6.525 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE 1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Aktiva | ||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 373.218 | 360.694 | 189.035 | 186.042 | 184.182 | 174.653 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 91.027 | 89.109 | 90.496 | 88.504 | 531 | 605 |
| Sachanlagen | 68.488 | 66.880 | 67.519 | 65.918 | 969 | 962 |
| Vermietete Vermögenswerte | 68.926 | 64.094 | 173 | 377 | 68.753 | 63.717 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 98.352 | 94.474 | -667 | -726 | 99.018 | 95.200 |
| Als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien, At Equity bewertete Anteile und
sonstige Beteiligungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte |
46.426 | 46.137 | 31.514 | 31.969 | 14.912 | 14.168 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 258.211 | 239.644 | 132.026 | 120.204 | 126.185 | 119.439 |
| Vorräte | 60.044 | 53.601 | 55.422 | 48.692 | 4.622 | 4.909 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 67.245 | 66.381 | -744 | -832 | 67.989 | 67.213 |
| Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 51.921 | 49.250 | 28.022 | 21.348 | 23.899 | 27.902 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen | 27.604 | 26.772 | 23.500 | 22.211 | 4.105 | 4.561 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 51.392 | 43.449 | 25.820 | 28.698 | 25.571 | 14.751 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 6 | 190 | 6 | 88 | 0 | 103 |
| Bilanzsumme | 631.429 | 600.338 | 321.061 | 306.246 | 310.368 | 294.092 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE 1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Eigenkapital | 191.641 | 189.912 | 145.902 | 146.305 | 45.739 | 43.607 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Volkswagen AG | 163.351 | 160.539 | 118.221 | 117.489 | 45.131 | 43.050 |
| Eigenkapital der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 13.773 | 15.155 | 13.773 | 15.155 | - | - |
| Eigenkapital der Anteilseigner der Volkswagen AG | 177.124 | 175.694 | 131.993 | 132.644 | 45.131 | 43.050 |
| Anteile von Minderheiten am Eigenkapital | 14.517 | 14.218 | 13.909 | 13.661 | 608 | 557 |
| Langfristige Schulden | 215.344 | 204.552 | 92.050 | 86.868 | 123.294 | 117.684 |
| Finanzschulden | 133.781 | 122.323 | 23.171 | 18.046 | 110.609 | 104.277 |
| Rückstellungen für Pensionen | 28.615 | 29.672 | 28.147 | 29.174 | 467 | 498 |
| Sonstige Schulden | 52.949 | 52.557 | 40.731 | 39.648 | 12.218 | 12.908 |
| Kurzfristige Schulden | 224.444 | 205.874 | 83.109 | 73.073 | 141.335 | 132.801 |
| Finanzschulden | 121.756 | 110.476 | -6.299 | -8.637 | 128.055 | 119.113 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 32.402 | 30.901 | 28.667 | 26.836 | 3.735 | 4.064 |
| Sonstige Schulden | 70.281 | 64.467 | 60.736 | 54.869 | 9.545 | 9.597 |
| Schulden im Zusammenhang mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 5 | 31 | 5 | 5 | 0 | 26 |
| Bilanzsumme | 631.429 | 600.338 | 321.061 | 306.246 | 310.368 | 294.092 |
| ÜBRIGE RÜCKLAGEN | ||||||
| SICHERUNGSGESCHÄFTE | ||||||
| Mio. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Währungsumrechnung | Cash-flow Hedges (OCI I) | Abgegrenzte Kosten der
Sicherungsbeziehung (OCI II) |
| Stand am 01.01.2023 | 1.283 | 14.551 | 137.267 | -2.256 | 1.623 | -1.077 |
| Änderung der Bilanzierung aufgrund von IFRS 17 | - | - | 5 | - | - | - |
| Stand nach Anpassung am 01.01.2023 | 1.283 | 14.551 | 137.272 | -2.256 | 1.623 | -1.077 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 11.348 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | 1.832 | -488 | 236 | 271 |
| Gesamtergebnis | - | - | 13.180 | -488 | 236 | 271 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | - | - | 13 | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -4.374 | - | - | - |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | -42 | -11 | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | 75 | - | - | - |
| Stand am 30.09.2023 | 1.283 | 14.551 | 146.124 | -2.756 | 1.859 | -806 |
| Stand am 01.01.2024 | 1.283 | 14.551 | 147.830 | -3.431 | 1.472 | -676 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 7.590 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | 807 | -413 | -689 | 259 |
| Gesamtergebnis | - | - | 8.397 | -413 | -689 | 259 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | - | - | 0 | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -4.524 | - | - | - |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | - | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | 81 | - | - | - |
| Stand am 30.09.2024 | 1.283 | 14.551 | 151.784 | -3.844 | 783 | -417 |
| ÜBRIGE RÜCKLAGEN | ||||||
| Mio. € | Eigenkapital- und
Fremdkapitalinstrumente |
At Equity
bewertete Anteile |
Anteile der
Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG |
Anteile der
Anteilseigner der Volkswagen AG |
Anteile von Minderheiten | Summe Eigenkapital |
| Stand am 01.01.2023 | -1.005 | 870 | 14.121 | 165.378 | 12.950 | 178.327 |
| Änderung der Bilanzierung aufgrund von IFRS 17 | - | -7 | - | -1 | 2 | 1 |
| Stand nach Anpassung am 01.01.2023 | -1.005 | 864 | 14.121 | 165.376 | 12.952 | 178.328 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 421 | 11.769 | 1.098 | 12.868 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 33 | -311 | - | 1.572 | 169 | 1.741 |
| Gesamtergebnis | 33 | -311 | 421 | 13.341 | 1.267 | 14.608 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | -13 | - | - | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | - | - | 1.004 | 1.004 | - | 1.004 |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -519 | -4.892 | -36 | -4.929 |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | - | -54 | -27 | -80 |
| Übrige Veränderungen | - | 0 | - | 75 | 111 | 185 |
| Stand am 30.09.2023 | -985 | 553 | 15.027 | 174.850 | 14.267 | 189.117 |
| Stand am 01.01.2024 | -966 | 476 | 15.155 | 175.694 | 14.218 | 189.912 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 475 | 8.065 | 852 | 8.917 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -34 | -264 | - | -334 | -59 | -392 |
| Gesamtergebnis | -34 | -264 | 475 | 7.731 | 793 | 8.524 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | 0 | - | - | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | - | - | -1.244 | -1.244 | 104 | -1.140 |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -613 | -5.138 | -595 | -5.732 |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | - | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | 0 | - | 81 | -4 | 77 |
| Stand am 30.09.2024 | -1.001 | 212 | 13.773 | 177.124 | 14.517 | 191.641 |
| VOLKSWAGEN KONZERN | KONZERNBEREICHE | |||||
| AUTOMOBILE 1 | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | |||||
| Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Anfangsbestand Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 43.522 | 29.738 | 28.704 | 23.042 | 14.819 | 6.695 |
| Ergebnis vor Steuern | 12.523 | 17.700 | 10.362 | 14.555 | 2.162 | 3.145 |
| Ertragsteuerzahlungen | -4.575 | -6.061 | -3.778 | -4.900 | -797 | -1.161 |
| Abschreibungen 2 | 22.732 | 21.056 | 14.406 | 13.107 | 8.326 | 7.949 |
| Veränderung der Pensionen | 86 | 204 | 76 | 195 | 9 | 8 |
| Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung | 1.892 | 457 | 1.768 | 547 | 124 | -91 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Umgliederungen 3 | -44 | 2.718 | -352 | 2.859 | 308 | -141 |
| Brutto-Cashflow | 32.613 | 36.073 | 22.482 | 26.363 | 10.132 | 9.710 |
| Veränderung Working Capital | -20.787 | -23.513 | -2.039 | -4.630 | -18.748 | -18.883 |
| Veränderung der Vorräte | -6.771 | -6.374 | -7.007 | -5.610 | 236 | -764 |
| Veränderung der Forderungen | -3.177 | -4.908 | -3.340 | -3.504 | 163 | -1.405 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten | 3.931 | 5.205 | 3.841 | 3.452 | 90 | 1.753 |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | 4.670 | 597 | 4.618 | 563 | 53 | 34 |
| Veränderung der Vermieteten Vermögenswerte (ohne Abschreibungen) | -13.504 | -10.426 | -34 | 531 | -13.470 | -10.957 |
| Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen | -5.936 | -7.607 | -117 | -63 | -5.820 | -7.544 |
| Cashflow laufendes Geschäft | 11.826 | 12.560 | 20.442 | 21.733 | -8.616 | -9.173 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | -17.747 | -17.281 | -17.165 | -16.795 | -583 | -486 |
| davon: Investitionen in
Immaterielle Vermögenswerte (ohne aktivierte
Entwicklungskosten), Sachanlagen und
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
-9.864 | -8.908 | -9.742 | -8.718 | -122 | -189 |
| Entwicklungskosten (aktiviert) | -7.496 | -7.873 | -7.496 | -7.873 | - | - |
| Erwerb und Verkauf von Beteiligungen | -947 | -827 | -456 | -511 | -490 | -316 |
| Netto-Cashflow 4 | -5.921 | -4.721 | 3.277 | 4.938 | -9.198 | -9.659 |
| Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen | -1.698 | 9.567 | -4.846 | 10.962 | 3.148 | -1.395 |
| Investitionstätigkeit | -19.445 | -7.714 | -22.011 | -5.833 | 2.566 | -1.881 |
| Finanzierungstätigkeit | 15.798 | 11.723 | -1.072 | -9.586 | 16.870 | 21.309 |
| davon: Kapitaltransaktionen mit Minderheiten | - | -8 | - | -8 | - | - |
| Kapitaleinzahlungen/-rückzahlungen | -1.146 | 1.000 | -1.753 | 868 | 607 | 132 |
| Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -304 | -602 | -238 | -458 | -66 | -144 |
| Veränderung der Risikovorsorge auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | -1 | 1 | -1 | -1 | 0 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 7.875 | 15.966 | -2.878 | 5.855 | 10.753 | 10.111 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 30.09. 5 | 51.397 | 45.704 | 25.826 | 28.897 | 25.571 | 16.807 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen | 43.551 | 40.356 | 25.462 | 19.971 | 18.088 | 20.385 |
| Bruttoliquidität | 94.948 | 86.060 | 51.288 | 48.868 | 43.660 | 37.192 |
| Kreditstand | -255.537 | -229.172 | -16.872 | -12.156 | -238.665 | -217.016 |
| Nettoliquidität am 30.09. 6 | -160.589 | -143.112 | 34.416 | 36.712 | -195.005 | -179.824 |
| nachrichtlich am 01.01. | -147.433 | -125.803 | 40.289 | 43.015 | -187.722 | -168.818 |
1 Inklusive Zuordnung der Konsolidierung
zwischen den Konzernbereichen Automobile und
Finanzdienstleistungen.
2 Saldiert mit Zuschreibungen.
3 Im Wesentlichen Bewertung von
Finanzinstrumenten zu Marktwerten und Umgliederung der
Ergebnisse aus Anlagen-/Beteiligungsabgängen in die
Investitionstätigkeit.
4 Netto-Cashflow: Cashflow laufendes
Geschäft abzüglich Investitionstätigkeit
laufendes Geschäft (Investitionstätigkeit ohne
Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren und
Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen).
5 Der Zahlungsmittelbestand setzt sich aus
Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand und
jederzeit fälligen Mitteln zusammen.
6 Bestand an Zahlungsmitteln,
Zahlungsmitteläquivalenten, Wertpapieren und
Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen gegen
verbundene Unternehmen und Joint Ventures abzüglich
Kreditstand (lang- und kurzfristige Finanzschulden).
Die Kapitalflussrechnung wird in der Anhangangabe zur
Kapitalflussrechnung erläutert.
Die Volkswagen AG hat gemäß der Verordnung
1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates
ihren Konzernabschluss für das Jahr 2023 nach den
durch die Europäische Union übernommenen
internationalen Rechnungslegungsstandards, den IFRS
Accounting Standards (IFRS), erstellt. Dementsprechend
wurde auch dieser Konzern-Zwischenabschluss zum 30.
September 2024 in Übereinstimmung mit IAS 34
(Zwischenberichterstattung) erstellt und enthält einen
gegenüber dem Konzernabschluss verkürzten
Berichtsumfang.
Alle Beträge sind jeweils für sich
kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition zu
geringfügigen Abweichungen führen.
Zusätzlich zu den berichtspflichtigen Segmenten
werden im verkürzten Konzern-Zwischenabschluss neben
der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der
Kapitalflussrechnung für den Volkswagen Konzern zu
Erläuterungszwecken die Konzernbereiche Automobile und
Finanzdienstleistungen dargestellt. Diese stellen keine
Pflichtangaben nach IFRS dar. Die Eliminierung der
konzerninternen Beziehungen zwischen den Konzernbereichen
Automobile und Finanzdienstleistungen sind dem
Konzernbereich Automobile zugeordnet.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde einer
prüferischen Durchsicht im Sinne des § 115 WpHG
unterzogen.
Die Volkswagen AG hat alle von der EU übernommenen
und ab dem 1. Januar 2024 verpflichtend anzuwendenden
Rechnungslegungsnormen umgesetzt.
Für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss
wurde ein Abzinsungssatz für
Pensionsrückstellungen im Inland in Höhe von 3,4
% (31. Dezember 2023: 3,3 %) verwendet.
Im Übrigen werden bei der Aufstellung des
Konzern-Zwischenabschlusses und der Ermittlung der
Vergleichszahlen für das Vorjahr grundsätzlich
dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie
Konsolidierungsgrundsätze wie im Konzernabschluss 2023
angewandt. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden
ist im Anhang des Konzernabschlusses 2023 unter der Angabe
"Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"
veröffentlicht. Darüber hinaus sind die
Auswirkungen neuer Standards unter der Angabe "Nicht
angewendete neue beziehungsweise geänderte IFRS"
näher beschrieben. Der Konzernabschluss 2023 ist auch
im Internet unter www.volkswagen-group.com/investoren
abrufbar.
Am 18. September 2015 veröffentlichte die
US-amerikanische Umweltschutzbehörde (Environmental
Protection Agency, EPA) eine "Notice of Violation" und gab
öffentlich bekannt, dass bei Abgastests an bestimmten
Fahrzeugen mit 2,0 l Dieselmotoren des Volkswagen Konzerns
in den USA Unregelmäßigkeiten bei Stickoxid
(NOx)-Emissionen festgestellt wurden. Danach erfolgten
weitere Meldungen zum Umfang der Dieselthematik.
Detaillierte Erläuterungen finden sich im
Konzernabschluss 2023 unter der Angabe "Wesentliche
Ereignisse".
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2024
waren im Zusammenhang mit der Dieselthematik keine
wesentlichen Sondereinflüsse zu erfassen.
Weitere Angaben zu den Rechtsstreitigkeiten im
Zusammenhang mit der Dieselthematik finden sich unter der
Angabe "Rechtsstreitigkeiten".
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2024
hat der Volkswagen Konzern Restrukturierungsaufwendungen in
Höhe von 2,2 Mrd. € im Wesentlichen im Sonstigen
betrieblichen Ergebnis erfasst. Diese entfallen im
Wesentlichen auf die Volkswagen AG und den Audi Konzern.
Darüber hinaus gab es auch in anderen
Konzerngesellschaften Restrukturierungsprogramme.
Mit dem Ziel, die Personalkosten im Verwaltungsbereich
der Volkswagen AG nachhaltig zu senken, hat der Vorstand im
April 2024 beschlossen, den Personalabbau durch gezielte
Aufhebungsverträge zu unterstützen. Dafür
wurden Aufwendungen in Höhe von 0,9 Mrd. €
erfasst.
Im dritten Quartal 2024 wurden im Audi Konzern
Aufwendungen in Höhe von 1,2 Mrd. € im
Zusammenhang mit der Eröffnung des Informations- und
Konsultationsprozesses nach belgischem Recht für die
Restrukturierung des Standorts Brüssel erfasst. Diese
Aufwendungen beinhalten neben vorgezogenen Abschreibungen,
Kosten aus einer geänderten Produktionsfahrweise,
Rechts- und Beratungskosten auch mitarbeiterbezogene
Vorsorgen.
Am 25. Juni 2024 haben Volkswagen und der
US-amerikanische Elektrofahrzeughersteller Rivian
Automotive, Inc., Irvine/USA (Rivian) ihre Absicht bekannt
gegeben, ein Joint Venture zu gründen, das zu gleichen
Teilen gehalten wird.
Ziel der Partnerschaft ist die Entwicklung von
Software-Defined-Vehicle-Architekturen (SDV) der
nächsten Generation, die in künftigen Fahrzeugen
beider Unternehmen eingesetzt werden sollen. Das Joint
Venture soll auf der Software- und Elektroarchitektur von
Rivian aufbauen, um gemeinsam branchenführende
Architekturen für Software Defined Vehicles zu
entwickeln. Eine Entscheidung über die
tatsächliche Umsetzung des Joint Ventures wurde noch
nicht getroffen und hängt von einer Reihe technischer
und wirtschaftlicher Parameter ab.
Im Juni 2024 hat Volkswagen auf der Grundlage dieser
geplanten strategischen Partnerschaft 1 Mrd. USD in Form
einer unbesicherten Wandelanleihe in Rivian investiert, die
frühestens am 1. Dezember 2024 in Stammaktien von
Rivian gewandelt wird. Der Wandlungspreis für die
erste Hälfte des Anleihebetrags wurde auf der
Grundlage eines bestimmten täglichen
volumengewichteten Durchschnittskurses (VWAP -
Volume-weighted average price) vor dieser Ankündigung
berechnet, während der Wandlungspreis für die
verbleibende Hälfte auf der Grundlage eines bestimmten
täglichen VWAP vor dem Wandlungsdatum berechnet wird.
Wertschwankungen der bilanziell als Fremdkapital
klassifizierten Wandelanleihe sind erfolgswirksam zum Fair
Value zu bewerten.
Für den Fall einer erfolgreichen Umsetzung des
Joint Ventures und der Erreichung bestimmter Meilensteine
beabsichtigt Volkswagen, weitere Investitionen in Höhe
von bis zu 4 Mrd. USD zu tätigen. Davon sollen
gegebenenfalls 2 Mrd. USD auf Rivian Stammaktien entfallen,
die voraussichtlich in zwei Tranchen von je 1 Mrd. USD in
den Jahren 2025 und 2026 investiert werden, wobei die
Preisgestaltung auf der Grundlage eines bestimmten
durchschnittlichen Marktpreises der Rivian Stammaktien vor
dem jeweiligen Kauf erfolgen soll. Die weiteren
Investitionen in Höhe von 2 Mrd. USD sollen
voraussichtlich in eine Zahlung bei der Gründung des
Joint Ventures insbesondere für eine Lizenz an der
elektrischen Architekturtechnologie von Rivian sowie ein
Darlehen an das Joint Venture im Jahr 2026 aufgeteilt
werden.
Die im dritten Quartal 2022 eingeleitete Abwicklung von
Argo AI, LLC, Pittsburgh/USA (Argo AI) wurde im dritten
Quartal 2024 abgeschlossen. Zum 30. September 2024 wurde im
Konzernabschluss die Einbeziehung der Beteiligung nach der
Equity Methode beendet. Daraus ergibt sich ein Ertrag in
Höhe von 265 Mio. €, der im Ergebnis aus At
Equity bewerteten Anteilen ausgewiesen ist. Der Ertrag
resultiert aus der Realisierung von bisher ergebnisneutral
im Eigenkapital erfassten Währungsumrechnungseffekten,
welche aus den übrigen Rücklagen aus At Equity
bewerteten Anteilen in das Ergebnis aus At Equity
bewerteten Anteilen umgegliedert wurden.
Neben der Volkswagen AG, die ihren Sitz in Wolfsburg hat
und beim Amtsgericht Braunschweig unter HRB 100484
eingetragen ist, werden in den Konzernabschluss alle
wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen
einschließlich strukturierter Unternehmen einbezogen,
die die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar
beherrscht. Dies ist der Fall, wenn die Volkswagen AG
unmittelbar oder mittelbar die Verfügungsgewalt
aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über
das potenzielle Tochterunternehmen besitzt, an positiven
oder negativen variablen Rückflüssen aus dem
potenziellen Tochterunternehmen partizipiert und diese
Rückflüsse beeinflussen kann.
Die seit September 2022 bei der Dr. Ing. h.c. F. Porsche
AG, Stuttgart (Porsche AG) bestehende Absicht zur
Veräußerung zweier russischer
Vertriebsgesellschaften des Segments Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge, OOO Porsche Russland, Moskau/Russland und
OOO Porsche Center Moscow, Moskau/Russland sowie einer
russischen Gesellschaft, die dem Segment
Finanzdienstleistungen zugeordnet ist, OOO Porsche
Financial Services Russland, Moskau/Russland, besteht
weiterhin. Der Abschluss des
Veräußerungsvorhabens wird voraussichtlich
aufgrund der geänderten äußeren
Rahmenbedingungen innerhalb des Geschäftsjahres 2024
erwartet. Im Geschäftsjahr 2022 wurde für die
Veräußerungsgruppe ein Wertminderungsbedarf in
Höhe von 25 Mio. € erfasst und im
Geschäftsjahr 2023 wurde ein weiterer
geringfügiger Wertminderungsbedarf und
gegenläufige Währungsumrechnungseffekte
identifiziert. In den ersten neun Monaten 2024 ergaben sich
keine weiteren Anpassungen.
Insgesamt wurden zum 30. September 2024
Vermögenswerte in Höhe von 6 Mio. € sowie
Verbindlichkeiten in Höhe von 5 Mio. €
gemäß IFRS 5 als Zur Veräußerung
gehaltene Vermögenswerte und Schulden in einer
separaten Zeile in der Bilanz ausgewiesen. Die Zur
Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und
Schulden wurden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und
beizulegendem Zeitwert abzüglich der voraussichtlichen
Veräußerungskosten angesetzt.
Gemäß den Vorgaben des IFRS 5 waren die
vollkonsolidierten Tochtergesellschaften OOO Volkswagen
Group Finanz, Moskau/Russland, OOO Volkswagen Financial
Services RUS, Moskau/Russland und OOO Volkswagen Bank RUS,
Moskau/Russland seit dem Geschäftsjahr 2022 als zur
Veräußerung gehaltene
Veräußerungsgruppe eingestuft. In diesem
Zusammenhang wurden im Geschäftsjahr 2023
Wertminderungen in Höhe von 186 Mio. € erfasst.
Am 18. Januar 2024 wurden die Anteile an OOO Volkswagen
Group Finanz, Moskau/Russland und OOO Volkswagen Financial
Services RUS, Moskau/Russland an einen externen Investor
verkauft. Aus der Entkonsolidierung der beiden
Gesellschaften ergab sich, insbesondere aufgrund der
Reklassifizierung von Währungsumrechnungsdifferenzen
in die Gewinn- und Verlustrechnung, ein Verlust in
Höhe von 62 Mio. €, der im Sonstigen
betrieblichen Ergebnis ausgewiesen wird.
Daneben wurden im Geschäftsjahr 2024 für die
OOO Volkswagen Bank RUS, Moskau/Russland Wertminderungen in
Höhe von 29 Mio. € erfasst. Zum 30. Juni 2024
wurde die Gesellschaft entkonsolidiert. Aus der
Entkonsolidierung wurde ein Verlust in Höhe von 184
Mio. € im Sonstigen betrieblichen Ergebnis
ausgewiesen, der insbesondere die Reklassifizierung von
Währungsumrechnungsdifferenzen in die Gewinn- und
Verlustrechnung beinhaltet.
Mit dem Bescheid vom 3. Juli 2024 hat das
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz den
Verkauf des Geschäftsbereichs MGT-Gasturbinen an die
CSIC Longjiang GH Gas Turbine Co. Ltd., Harbin/China
untersagt. Das Bundeskabinett hat dem Untersagungsbescheid
zugestimmt. Mit der Untersagung gibt MAN Energy Solutions
SE, Augsburg die Entwicklung, die Fertigung und den
Vertrieb von MGT-Gasturbinen auf. Das Servicegeschäft
für die MGT-Gasturbine wird fortgeführt. Die
Untersagung des geplanten Verkaufs und Aufgabe des
Neubau-Geschäftes mit der MGT-Gasturbine führte
zur Beendigung des Ausweises nach IFRS 5 sowie einer
Abwertung der Aktivierten Entwicklungskosten und
Vorratsbestände für die MGT-Gasturbine zum 30.
Juni 2024. Daraus ergab sich ein Aufwand in Höhe von
86 Mio. €, der in den Kosten der Umsatzerlöse und
dem Sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen wird.
Neben der Gasturbine MGT gibt es noch drei weitere Typen
von Gasturbinen (THM, FT8 und S-Klasse), deren
Geschäft davon nicht betroffen ist.
| Mio. € | Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge |
Nutzfahrzeuge | Power Engineering | Finanzdienstleistungen | Summe Segmente | Überleitung |
| Fahrzeuge | 130.180 | 23.835 | - | - | 154.015 | -12.490 |
| Originalteile | 12.557 | 5.090 | - | - | 17.647 | -142 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 10.511 | 1.675 | - | 17.654 | 29.840 | -3.060 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 10.638 | 682 | - | - | 11.321 | -72 |
| Power Engineering | - | - | 3.135 | - | 3.135 | -1 |
| Motorräder | 665 | - | - | - | 665 | - |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 699 | 1.075 | 2 | 14.818 | 16.594 | -954 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 209 | 0 | - | 10.917 | 11.127 | -681 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | -269 | -11 | - | - | -281 | 58 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 8.783 | 1.920 | - | 490 | 11.192 | -635 |
| 173.973 | 34.266 | 3.136 | 43.879 | 255.254 | -17.975 |
| Mio. € | Volkswagen Konzern |
| Fahrzeuge | 141.525 |
| Originalteile | 17.505 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 26.780 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 11.249 |
| Power Engineering | 3.134 |
| Motorräder | 665 |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 15.639 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 10.445 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | -223 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 10.558 |
| 237.279 |
| Mio. € | Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge |
Nutzfahrzeuge | Power Engineering | Finanzdienstleistungen | Summe Segmente | Überleitung |
| Fahrzeuge | 140.075 | 22.520 | - | - | 162.595 | -14.340 |
| Originalteile | 12.039 | 5.152 | - | - | 17.192 | -143 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 9.459 | 1.886 | - | 17.231 | 28.575 | -3.201 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 8.737 | 749 | - | - | 9.486 | -50 |
| Power Engineering | - | - | 2.875 | - | 2.875 | -1 |
| Motorräder | 735 | - | - | - | 735 | - |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 718 | 1.180 | 0 | 13.400 | 15.299 | -958 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 206 | 0 | - | 8.966 | 9.172 | -635 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | -814 | 24 | - | - | -790 | 70 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 7.638 | 1.838 | - | 445 | 9.921 | -700 |
| 178.793 | 33.349 | 2.876 | 40.042 | 255.059 | -19.958 |
| Mio. € | Volkswagen Konzern |
| Fahrzeuge | 148.254 |
| Originalteile | 17.049 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 25.374 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 9.436 |
| Power Engineering | 2.875 |
| Motorräder | 735 |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 14.341 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 8.537 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | -720 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 9.221 |
| 235.102 |
Die Sonstigen Umsatzerlöse umfassen unter anderem
Erlöse aus Werkstattleistungen sowie Lizenzeinnahmen.
In den Kosten der Umsatzerlöse sind die dem
Finanzdienstleistungsgeschäft zuzuordnenden
Zinsaufwendungen in Höhe von 7.759 Mio. €
(Vorjahr: 5.790 Mio. €) enthalten.
Darüber hinaus werden in den Kosten der
Umsatzerlöse neben den planmäßigen auch
außerplanmäßige Abschreibungen auf
aktivierte Entwicklungskosten, Sachanlagen und Vermietete
Vermögenswerte berücksichtigt. Die
außerplanmäßigen Abschreibungen belaufen
sich auf insgesamt 869 Mio. € (Vorjahr: 986 Mio.
€), die im Wesentlichen im Sonstigen betrieblichen
Ergebnis und in den Kosten der Umsatzerlöse
ausgewiesen sind.
| 1. - 3. QUARTAL | |||
| Mio. € | 2024 | 2023 | % |
| Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt | 16.594 | 15.572 | + 6,6 |
| davon: aktivierte Entwicklungskosten | 7.496 | 7.873 | - 4,8 |
| Aktivierungsquote in % | 45,2 | 50,6 | |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 4.885 | 3.970 | + 23,1 |
| Ergebniswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten | 13.983 | 11.669 | + 19,8 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich
aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der
Volkswagen AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl
der sich während des Berichtszeitraums in Umlauf
befindenden Stamm- und Vorzugsaktien. Da im
Berichtszeitraum keine Sachverhalte vorlagen, aus denen
Verwässerungseffekte auf die Anzahl der Aktien
resultierten, entspricht das verwässerte Ergebnis je
Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
Gemäß § 27 Abs. 2 Ziffer 3 der Satzung
der Volkswagen AG steht der Vorzugsaktie eine um 0,06
€ höhere Dividende als der Stammaktie zu.
| 3. QUARTAL | 1. - 3. QUARTAL | ||||
| 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | ||
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl von: | |||||
| Stammaktien - unverwässert/verwässert | Stück | 295.089.818 | 295.089.818 | 295.089.818 | 295.089.818 |
| Vorzugsaktien - unverwässert/verwässert | Stück | 206.205.445 | 206.205.445 | 206.205.445 | 206.205.445 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 1.576 | 4.347 | 8.917 | 12.868 |
| Anteil von Minderheiten | Mio. € | 210 | 314 | 852 | 1.098 |
| Ergebnisanteil der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | Mio. € | 155 | 143 | 475 | 421 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Volkswagen AG | Mio. € | 1.212 | 3.889 | 7.590 | 11.348 |
| davon: Ergebnisanteil der Stammaktien - unverwässert/verwässert | Mio. € | 713 | 2.289 | 4.460 | 6.673 |
| davon: Ergebnisanteil der Vorzugsaktien - unverwässert/verwässert | Mio. € | 498 | 1.600 | 3.129 | 4.675 |
| Ergebnis je Stammaktie - unverwässert/verwässert | € | 2,42 | 7,76 | 15,12 | 22,61 |
| Ergebnis je Vorzugsaktie - unverwässert/verwässert | € | 2,42 | 7,76 | 15,18 | 22,67 |
| Mio. € | Nettobuchwert
01.01.2024 |
Zugänge/ Änderung Kons.kreis | Abgänge/Übrige Bewegungen | Abschreibungen | Nettobuchwert
30.09.2024 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 89.109 | 7.977 | -39 | 6.098 | 91.027 |
| Sachanlagen | 66.880 | 10.767 | 1.287 | 7.873 | 68.488 |
| Vermietete Vermögenswerte | 64.094 | 27.636 | 14.204 | 8.601 | 68.926 |
| Mio. € | 30.09.2024 | 31.12.2023 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 9.693 | 9.787 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 6.542 | 5.005 |
| Fertige Erzeugnisse, Waren | 35.235 | 30.994 |
| Kurzfristiges Vermietvermögen | 6.579 | 6.183 |
| Geleistete Anzahlungen | 2.001 | 1.649 |
| Sicherungsgeschäfte Vorräte | -7 | -16 |
| 60.044 | 53.601 |
Die in der Berichtsperiode als Aufwand erfassten
Wertberichtigungen (ohne Vermietvermögen) betrugen 681
Mio. € (31. Dezember 2023: 621 Mio. €).
Wesentliche Zuschreibungen waren nicht vorzunehmen.
| Mio. € | 30.09.2024 | 31.12.2023 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 21.405 | 21.849 |
| Übrige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 30.516 | 27.401 |
| 51.921 | 49.250 |
Das Operative Ergebnis wurde im Zeitraum vom 1. Januar
bis zum 30. September 2024 mit 686 Mio. € (Vorjahr:
438 Mio. €) aus Wertminderungen und Zuschreibungen auf
lang- und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
belastet.
Das Gezeichnete Kapital setzt sich aus 295.089.818
nennwertlosen Stammaktien und 206.205.445 nennwertlosen
Vorzugsaktien zusammen und beträgt 1.283 Mio. €
(Vorjahr: 1.283 Mio. €).
Im Mai 2024 hat die Volkswagen AG eine über die
Volkswagen International Finance N.V.,
Amsterdam/Niederlande (Emittentin) im Jahr 2018 emittierte
Hybridanleihe (Laufzeit: 6 Jahre) mit einem Nominalvolumen
in Höhe von 1.250 Mio. € gekündigt. Mit
Kündigung der Anleihe war diese nach IAS 32 als
Fremdkapital zu klassifizieren. Das Eigenkapital und die
Netto-Liquidität des Volkswagen Konzerns wurden
entsprechend gekürzt. Die Rückzahlung der
Hybridanleihe ist am 27. Juni 2024 erfolgt.
Die Anteile von Minderheitsgesellschaftern (nicht
beherrschende Anteile) am Eigenkapital entfallen im
Wesentlichen auf den Porsche AG Konzern sowie die TRATON
GROUP.
| Mio. € | 30.09.2024 | 31.12.2023 |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 105.998 | 97.166 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 17.085 | 15.288 |
| Einlagengeschäft | 3.859 | 3.238 |
| Leasingverbindlichkeiten | 5.559 | 5.381 |
| Übrige Finanzschulden | 1.280 | 1.250 |
| 133.781 | 122.323 |
| Mio. € | 30.09.2024 | 31.12.2023 |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 47.333 | 46.718 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 19.731 | 25.769 |
| Einlagengeschäft | 52.735 | 35.589 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.206 | 1.112 |
| Übrige Finanzschulden | 751 | 1.288 |
| 121.756 | 110.476 |
Die Prinzipien und Methoden zur Fair Value Bewertung
sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich
unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den
Bewertungsprinzipien und -methoden finden sich im
Konzernabschluss 2023 unter der Angabe "Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden".
Der Fair Value entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder
Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird
der Fair Value mittels finanzmathematischer Methoden, zum
Beispiel durch die Diskontierung der zukünftigen
Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz oder durch die
Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt.
Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerte und Schulden umfassen
derivative Finanzinstrumente, die nicht nach den Regelungen
des Hedge Accounting bilanziert werden. Hierzu zählen
im Wesentlichen Warentermingeschäfte,
Devisentermingeschäfte auf Warentermingeschäfte,
Optionen auf den Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten sowie
in bestimmten Fällen Zinsswaps, Währungsswaps und
Zins-/Währungsswaps. Zum anderen werden die sonstigen
Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer
Beteiligungsquote von weniger als 20 %) an
Personengesellschaften (Fremdkapitalinstrumente),
Forderungen aus Kundenfinanzierung, deren
Rückflüsse nicht nur Zins- und Tilgungszahlungen
beinhalten, sowie finanzielle Vermögenswerte, die im
Rahmen von vom Volkswagen Konzern beherrschten Spezialfonds
gehalten werden, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.
Die derivativen Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehungen
(Derivate im Hedge Accounting) werden in Abhängigkeit
des zu Grunde liegenden Grundgeschäfts entweder
erfolgsneutral oder erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.
Zu den erfolgsneutral zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerten gehören sonstige
Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer
Beteiligungsquote von weniger als 20 %) an
Kapitalgesellschaften (Eigenkapitalinstrumente) und Aktien,
für die der Volkswagen Konzern in der Regel das
Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung zum Fair Value in
Anspruch nimmt, sowie Wertpapiere
(Fremdkapitalinstrumente), deren Zahlungsströme
ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen umfassen
und die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten
werden, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der
vertraglichen Zahlungsströme als auch in dem Verkauf
finanzieller Vermögenswerte besteht. Im Rahmen der
erfolgsneutralen Bewertung werden die Änderungen des
Fair Value nach Berücksichtigung latenter Steuern im
Eigenkapital erfasst. Im Falle von Wertpapieren
(Fremdkapitalinstrumente) werden Wertberichtigungen
unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Ermittlung des Fair Value wird anhand einheitlicher
Bewertungsmethoden sowie Bewertungsparameter vorgenommen.
Die Durchführung der Fair Value Bewertung bei
Finanzinstrumenten der Stufe 2 und Stufe 3 wird auf Basis
zentraler Vorgaben in den einzelnen Konzernbereichen
durchgeführt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der
Bilanzposten zu den Klassen von Finanzinstrumenten,
aufgeteilt nach Buchwerten und Fair Values der
Finanzinstrumente.
Der Fair Value der zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente, wie
Forderungen und Verbindlichkeiten, wird durch die Abzinsung
unter Berücksichtigung eines risikoadäquaten und
laufzeitkongruenten Marktzinses ermittelt. Aus
Wesentlichkeitsgründen wird grundsätzlich der
Fair Value für kurzfristige finanzielle
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dem Bilanzwert
gleichgesetzt.
Die für den Fair Value der Forderungen
maßgeblichen Risikovariablen sind risikoadjustierte
Zinssätze.
| ZUM FAIR VALUE
BEWERTET |
ZU
FORTGEFÜHRTEN
ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET |
DERIVATIVE
FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN |
KEINER
BEWERTUNGSKATEGORIE ZUGEORDNET |
BILANZPOSTEN
ZUM 30.09.2024 |
||
| Mio. € | Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | Buchwert | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| At Equity bewertete Anteile | - | - | - | - | 10.076 | 10.076 |
| Sonstige Beteiligungen | 1.218 | - | - | - | 3.702 | 4.920 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 46 | 53.460 | 56.185 | - | 44.845 | 98.352 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.220 | 6.815 | 6.852 | 2.834 | - | 12.869 |
| Ertragsteuerforderungen | - | - | - | - | 413 | 413 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 21.405 | 21.405 | - | 0 | 21.405 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 18 | 45.800 | 45.800 | - | 21.427 | 67.245 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.537 | 14.350 | 14.350 | 2.021 | - | 17.908 |
| Ertragsteuerforderungen | - | 0 | 0 | - | 2.335 | 2.335 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen | 26.871 | 733 | 733 | - | - | 27.604 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | 51.392 | 51.392 | - | - | 51.392 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | - | 6 | 6 | - | - | 6 |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 128.222 | 128.338 | - | 5.559 | 133.781 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.326 | 2.132 | 2.107 | 2.645 | - | 6.102 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 120.551 | 120.551 | - | 1.206 | 121.756 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 32.402 | 32.402 | - | - | 32.402 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 850 | 12.491 | 12.491 | 1.723 | - | 15.064 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | - | 29 | 29 | - | 841 | 870 |
| Schulden im Zusammenhang mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | 0 | 0 | - | 5 | 5 |
| ZUM FAIR VALUE
BEWERTET |
ZU
FORTGEFÜHRTEN
ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET |
DERIVATIVE
FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN |
KEINER
BEWERTUNGSKATEGORIE ZUGEORDNET |
BILANZPOSTEN
ZUM 31.12.2023 |
||
| Mio. € | Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | Buchwert | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| At Equity bewertete Anteile | - | - | - | - | 12.239 | 12.239 |
| Sonstige Beteiligungen | 1.150 | - | - | - | 3.281 | 4.431 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 89 | 53.066 | 53.389 | - | 41.318 | 94.474 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.007 | 5.847 | 5.923 | 2.903 | - | 11.757 |
| Ertragsteuerforderungen | - | - | - | - | 437 | 437 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 21.849 | 21.849 | - | 0 | 21.849 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 19 | 45.335 | 45.335 | - | 21.028 | 66.381 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.927 | 13.517 | 13.517 | 1.509 | - | 16.953 |
| Ertragsteuerforderungen | - | 8 | 8 | - | 1.641 | 1.649 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen | 26.450 | 322 | 322 | - | - | 26.772 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | 43.449 | 43.449 | - | - | 43.449 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | - | 76 | 76 | - | 114 | 190 |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 116.941 | 116.782 | - | 5.381 | 122.323 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.641 | 2.287 | 2.269 | 3.040 | - | 6.968 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 109.363 | 109.363 | - | 1.112 | 110.476 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 30.901 | 30.901 | - | - | 30.901 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.294 | 11.356 | 11.356 | 1.372 | - | 14.022 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | - | 18 | 18 | - | 537 | 556 |
| Schulden im Zusammenhang mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | 15 | 15 | - | 16 | 31 |
In der Klasse "Keiner Bewertungskategorie zugeordnet"
werden insbesondere Anteile an At Equity bewerteten
Beteiligungen, Anteile an verbundenen nicht konsolidierten
Gesellschaften sowie Leasingforderungen erfasst.
Die Leasingforderungen haben einen Buchwert von 66,3
Mrd. € (Vorjahr: 62,3 Mrd. €) und einen Fair
Value von 66,8 Mrd. € (Vorjahr: 62,2 Mrd. €).
Folgende Tabellen zeigen eine Übersicht der zum
Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und
Schulden:
| Mio. € | 30.09.2024 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige Beteiligungen | 1.218 | 566 | - | 652 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 46 | - | - | 46 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.220 | - | 834 | 2.386 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | - | - | 0 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 18 | - | - | 18 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.537 | - | 990 | 547 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen | 26.871 | 26.765 | 106 | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.326 | - | 999 | 327 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 850 | - | 754 | 96 |
| Mio. € | 31.12.2023 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige Beteiligungen | 1.150 | 697 | 0 | 452 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 89 | - | - | 89 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.007 | - | 2.161 | 846 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | - | - | 0 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 19 | - | - | 19 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.927 | - | 1.599 | 328 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen | 26.450 | 26.367 | 83 | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.641 | - | 1.443 | 198 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.294 | - | 1.255 | 39 |
| Mio. € | 30.09.2024 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.834 | - | 2.628 | 206 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.021 | - | 2.021 | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 2.645 | - | 2.543 | 102 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.723 | - | 1.723 | - |
| Mio. € | 31.12.2023 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.903 | - | 2.903 | - |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.509 | - | 1.509 | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 3.040 | - | 3.040 | - |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.372 | - | 1.372 | - |
Die Zuordnung der Fair Values in die drei Stufen der
Fair Value Hierarchie richtet sich nach der
Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise. In Stufe 1
werden Fair Values von Finanzinstrumenten gezeigt, für
die ein Preis direkt auf einem aktiven Markt ermittelt
werden kann. Darunter fallen zum Beispiel Wertpapiere und
zum Fair Value bewertete sonstige Beteiligungen. Fair
Values in Stufe 2, beispielsweise bei Derivaten, werden auf
Basis von Marktdaten gemäß marktbezogener
Bewertungsverfahren ermittelt. Hierbei werden insbesondere
Währungskurse, Zinskurven, Rohstoffpreise sowie
Börsenkurse notierter Anteile verwendet, welche an den
entsprechenden Märkten beobachtbar sind und über
Preisserviceagenturen bezogen werden. Fair Values der Stufe
3 errechnen sich über Bewertungsverfahren, bei denen
nicht direkt auf dem aktiven Markt beobachtbare Faktoren
einbezogen werden. Im Volkswagen Konzern sind der Stufe 3
langfristige Warentermingeschäfte zugeordnet, da
für die Bewertung die am Markt vorhandenen Kurse
extrapoliert werden müssen. Die Extrapolation erfolgt
auf Basis von beobachtbaren Inputfaktoren für die
unterschiedlichen Rohstoffe, welche über
Preisserviceagenturen bezogen werden. Des Weiteren werden
in der Stufe 3 Optionen auf Eigenkapitalinstrumente und
Restwertsicherungsmodelle, Forderungen aus
Kundenfinanzierung sowie Fahrzeugfinanzierungsprogramme
gezeigt. Für die Bewertung der Eigenkapitalinstrumente
werden dabei insbesondere die jeweiligen
Unternehmensplanungen sowie unternehmensindividuelle
Diskontzinssätze verwendet. Wesentlicher Inputfaktor
zur Bestimmung des Fair Value für die
Restwertsicherungsmodelle sind Prognosen sowie
Schätzungen von Gebrauchtwagenrestwerten der
entsprechenden Modelle. Zur Bewertung der
Fahrzeugfinanzierungsprogramme wird insbesondere der
entsprechende Fahrzeugpreis berücksichtigt.
Die nachfolgende Tabelle gibt eine zusammenfassende
Übersicht der Entwicklung der zum Fair Value
bewerteten Bilanzposten in der Stufe 3:
| Mio. € | Zum Fair Value
bewertete
finanzielle Vermögenswerte |
Zum Fair Value
bewertete
finanzielle Schulden |
| Stand am 01.01.2024 | 1.734 | 237 |
| Währungsänderungen | -23 | 3 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 7 | - |
| Gesamtergebnis | -239 | 310 |
| erfolgswirksam | -235 | 310 |
| erfolgsneutral | -4 | - |
| Zugänge (Zukäufe) | 2.592 | 3 |
| Realisierungen | -125 | -28 |
| Umgliederung in Stufe 2 | -47 | -27 |
| Umgliederung Hedge Accounting | -250 | -76 |
| Stand am 30.09.2024 | 3.649 | 423 |
| Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse | -235 | -310 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -194 | -322 |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | -313 | -329 |
| Finanzergebnis | -42 | 12 |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | -70 | - |
| Mio. € | Zum Fair Value
bewertete
finanzielle Vermögenswerte |
Zum Fair Value
bewertete
finanzielle Schulden |
| Stand am 01.01.2023 | 3.181 | 102 |
| Währungsänderungen | -5 | 2 |
| Änderung Konsolidierungskreis | -6 | - |
| Gesamtergebnis | -719 | 92 |
| erfolgswirksam | -740 | 92 |
| erfolgsneutral | 21 | - |
| Zugänge (Zukäufe) | 115 | - |
| Realisierungen | -301 | - |
| Umgliederung in Stufe 2 | -251 | -32 |
| Umgliederung Hedge Accounting | - | - |
| Stand am 30.09.2023 | 2.013 | 164 |
| Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse | -740 | -92 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -737 | -92 |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | -559 | -72 |
| Finanzergebnis | -3 | - |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | 8 | - |
| Mio. € | Aktive derivative Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehung | Passive derivative Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehung |
| Stand am 01.01.2024 | - | - |
| Währungsänderungen | - | - |
| Änderung Konsolidierungskreis | - | - |
| Gesamtergebnis | 20 | 48 |
| erfolgswirksam | 1 | 0 |
| erfolgsneutral | 19 | 47 |
| Umgliederung nicht Hedge Accounting | 250 | 76 |
| Umgliederung in Stufe 2 | -64 | -21 |
| Stand am 30.09.2024 | 206 | 102 |
Die Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value
Hierarchie werden zu den jeweiligen Berichtsstichtagen
berücksichtigt. Die Umgliederungen aus Stufe 3 in
Stufe 2 beinhalten Warentermingeschäfte, für die
aufgrund der abnehmenden Restlaufzeit beobachtbare
Marktkurse zur Bewertung zur Verfügung stehen, sodass
keine Extrapolation mehr notwendig ist.
Für den Fair Value der Warentermingeschäfte
ist der Rohstoffpreis die wesentliche Risikovariable.
Mittels Sensitivitätsanalyse wird der Effekt von
Änderungen des Rohstoffpreises auf das Ergebnis nach
Ertragsteuern und das Eigenkapital dargestellt.
Wenn die Rohstoffpreise der der Stufe 3 zugeordneten
Warentermingeschäfte zum 30. September 2024 um 10 %
höher (niedriger) gewesen wären, wäre das
Ergebnis nach Ertragsteuern um - Mio. € (Vorjahr: 214
Mio. €) und das Eigenkapital um 301 Mio. €
(Vorjahr: - Mio. €) höher (niedriger)
ausgefallen.
Die für die Bewertung der vom Unternehmen
gehaltenen Optionen auf Eigenkapitalinstrumente
maßgebliche Risikovariable ist der jeweilige
Unternehmenswert. Mittels einer Sensitivitätsanalyse
werden Effekte aus einer Änderung der Risikovariablen
auf das Ergebnis nach Ertragsteuern dargestellt.
Wenn die unterstellten Unternehmenswerte zum 30.
September 2024 um 10 % höher gewesen wären,
wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 2 Mio. €
(Vorjahr: 2 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn die
unterstellten Unternehmenswerte zum 30. September 2024 um
10 % niedriger gewesen wären, wäre das Ergebnis
nach Ertragsteuern um 2 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio.
€) niedriger ausgefallen.
Restwertrisiken resultieren aus
Absicherungsvereinbarungen mit dem Handel, wonach im Rahmen
von Rückkaufverpflichtungen aus abgeschlossenen
Leasingverträgen entstehende Ergebnisauswirkungen aus
marktbedingten Schwankungen der Restwerte teilweise vom
Volkswagen Konzern getragen werden.
Für den Fair Value der Optionen aus Restwertrisiken
sind die Marktpreise von Gebrauchtwagen die wesentliche
Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse werden
die Auswirkungen von Änderungen der
Gebrauchtwagenpreise auf das Ergebnis nach Ertragsteuern
quantifiziert.
Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im
Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge zum 30.
September 2024 um 10 % höher gewesen wären,
wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 442 Mio.
€ (Vorjahr: 495 Mio. €) höher ausgefallen.
Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im
Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge zum 30.
September 2024 um 10 % niedriger gewesen wären,
wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 477 Mio.
€ (Vorjahr: 526 Mio. €) niedriger ausgefallen.
Wenn die risikoadjustierten Zinssätze der zum Fair
Value bewerteten Forderungen zum 30. September 2024 um 100
Basispunkte höher gewesen wären, wäre das
Ergebnis nach Ertragsteuern um 10 Mio. € (Vorjahr: 4
Mio. €) niedriger ausgefallen. Wenn die
risikoadjustierten Zinssätze zum 30. September 2024 um
100 Basispunkte niedriger gewesen wären, wäre das
Ergebnis nach Ertragsteuern um 12 Mio. € (Vorjahr: 2
Mio. €) höher ausgefallen.
Wenn bei den Fahrzeugfinanzierungsprogrammen der
entsprechende Fahrzeugpreis zum 30. September 2024 um 10 %
höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach
Ertragsteuern um 5 Mio. € (Vorjahr: 10 Mio. €)
höher ausgefallen. Wenn bei den
Fahrzeugfinanzierungsprogrammen der entsprechende
Fahrzeugpreis zum 30. September 2024 um 10 % niedriger
gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach
Ertragsteuern um 5 Mio. € (Vorjahr: 10 Mio. €)
niedriger ausgefallen.
Wenn die Ertragslage der zum Fair Value bewerteten
Beteiligungen zum 30. September 2024 um 10 % besser gewesen
wäre, wäre das Eigenkapital 26 Mio. €
(Vorjahr: 10 Mio. €) sowie das Ergebnis nach Steuern
um 22 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €) höher
ausgefallen. Wenn die Ertragslage der zum Fair Value
bewerteten Beteiligungen um 10 % schlechter gewesen
wäre, wäre das Eigenkapital 26 Mio. €
(Vorjahr: 10 Mio. €) sowie das Ergebnis nach Steuern
um 22 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €) geringer
ausgefallen.
Die Kapitalflussrechnung zeigt den Zahlungsmittelfluss
im Volkswagen Konzern sowie in den Konzernbereichen
Automobile und Finanzdienstleistungen. Der
Zahlungsmittelbestand setzt sich aus Guthaben bei
Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand und jederzeit
fälligen Mitteln zusammen.
| Mio. € | 30.09.2024 | 30.09.2023 |
| Zahlungsmittelbestand laut Bilanz | 51.392 | 45.662 |
| Zahlungsmittel zur Veräußerung gehalten | 6 | 42 |
| Zahlungsmittelbestand laut Kapitalflussrechnung | 51.397 | 45.704 |
In der Finanzierungstätigkeit stehen sich folgende
Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse gegenüber:
| 1. - 3. QUARTAL | ||
| Mio. € | 2024 | 2023 |
| Kapitaleinzahlungen/-rückzahlungen | -1.146 | 1.000 |
| Dividendenzahlungen | -5.732 | -11.677 |
| Kapitaltransaktionen mit Minderheiten | - | -8 |
| Aufnahmen von Anleihen | 28.464 | 24.738 |
| Tilgungen von Anleihen | -23.142 | -18.878 |
| Veränderungen der übrigen Finanzschulden | 18.278 | 17.418 |
| Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten | -924 | -872 |
| 15.798 | 11.723 | |
Die Segmentabgrenzung folgt der internen Steuerung und
Berichterstattung im Volkswagen Konzern. Der
Mehrmarkenstrategie folgend wird jede Marke
(Geschäftssegment) des Konzerns von einem eigenen
Markenvorstand geleitet. Dabei sind die vom Vorstand der
Volkswagen AG festgelegten Konzernziele und -vorgaben zu
berücksichtigen. Die Segmentberichterstattung besteht
aus den vier berichtspflichtigen Segmenten Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge, Nutzfahrzeuge, Power Engineering und
Finanzdienstleistungen.
Die Aktivitäten des Segments Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge erstrecken sich auf die Entwicklung von
Fahrzeugen, Motoren, Fahrzeugsoftware und -batterien, die
Produktion und den Vertrieb von Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen sowie das Geschäft mit entsprechenden
Originalteilen. Im Berichtssegment Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge erfolgt die Zusammenfassung der einzelnen
Marken zu einem berichtspflichtigen Segment insbesondere
aufgrund des hohen Maßes an technologischer und
wirtschaftlicher Verzahnung im Produktionsverbund. Des
Weiteren liegt eine Zusammenarbeit in zentralen Bereichen
wie Einkauf, Forschung und Entwicklung oder Treasury vor.
Das Segment Nutzfahrzeuge umfasst vor allem die
Entwicklung, die Produktion sowie den Vertrieb von
Lastkraftwagen und Bussen, das Geschäft mit
entsprechenden Originalteilen sowie damit in Zusammenhang
stehende Dienstleistungen. Wie bei den Pkw-Marken besteht
eine Zusammenarbeit in den Bereichen Einkauf, Entwicklung
und Vertrieb. Weitere Verzahnungen werden angestrebt.
Im Segment Power Engineering wird das Geschäft mit
Großdieselmotoren, Turbomaschinen und Komponenten der
Antriebstechnik abgebildet.
Die Tätigkeit des Segments Finanzdienstleistungen
umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung, das
Leasing-, das Bank- und Versicherungsgeschäft, das
Flottenmanagementgeschäft sowie
Mobilitätsangebote. In diesem Segment erfolgen
Zusammenfassungen insbesondere unter Berücksichtigung
der Vergleichbarkeit der Art der Dienstleistungen sowie der
regulatorischen Rahmenbedingungen.
Die Kaufpreisallokation aus erworbenen Gesellschaften
wird direkt den entsprechenden Segmenten zugeordnet.
Das Segmentergebnis wird bei Volkswagen auf Basis des
Operativen Ergebnisses bestimmt.
Die Überleitungsrechnung beinhaltet Bereiche und
sonstige Geschäftstätigkeiten, die
definitionsgemäß keine Segmente darstellen.
Darin ist auch die nicht zugeordnete Konzernfinanzierung
enthalten. Die Konsolidierung zwischen den Segmenten
erfolgt ebenfalls innerhalb der Überleitungsrechnung.
Den Geschäftsbeziehungen zwischen den
Gesellschaften der Segmente des Volkswagen Konzerns liegen
grundsätzlich Preise zugrunde, die auch mit Dritten
vereinbart werden.
| Mio. € | Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge |
Nutzfahrzeuge | Power Engineering | Finanzdienstleistungen | Summe Segmente | Überleitung |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 159.214 | 33.370 | 3.135 | 41.170 | 236.889 | 390 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 14.759 | 896 | 1 | 2.709 | 18.365 | -18.365 |
| Umsatzerlöse | 173.973 | 34.266 | 3.136 | 43.879 | 255.254 | -17.975 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 8.722 | 3.108 | 253 | 2.213 | 14.297 | -1.390 |
| Mio. € | Volkswagen Konzern |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 237.279 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | - |
| Umsatzerlöse | 237.279 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 12.907 |
| Mio. € | Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge |
Nutzfahrzeuge | Power Engineering | Finanzdienstleistungen | Summe Segmente | Überleitung |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 162.160 | 32.617 | 2.875 | 37.131 | 234.783 | 318 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 16.633 | 731 | 1 | 2.911 | 20.276 | -20.276 |
| Umsatzerlöse | 178.793 | 33.349 | 2.876 | 40.042 | 255.059 | -19.958 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 14.801 | 2.661 | 289 | 3.015 | 20.766 | -4.525 |
| Mio. € | Volkswagen Konzern |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 235.102 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | - |
| Umsatzerlöse | 235.102 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 16.241 |
| 1. - 3. QUARTAL | ||
| Mio. € | 2024 | 2023 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 14.297 | 20.766 |
| Nicht zugeordnete Bereiche | 26 | 94 |
| Konzernfinanzierung | -24 | -12 |
| Konsolidierung/Holdingfunktion | -1.392 | -4.608 |
| Operatives Ergebnis | 12.907 | 16.241 |
| Finanzergebnis | -383 | 1.459 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 12.523 | 17.700 |
Die Porsche Automobil Holding SE (Porsche SE) hält
die Mehrheit der Stimmrechte an der Volkswagen AG.
Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der
Volkswagen AG am 3. Dezember 2009 wurde die Schaffung von
Entsendungsrechten für das Land Niedersachsen
beschlossen. Damit kann die Porsche SE, trotz der Mehrheit
der Stimmrechte an der Volkswagen AG, nicht die Mehrheit
der Mitglieder im Aufsichtsrat der Volkswagen AG bestellen,
solange dem Land Niedersachsen mindestens 15 % der
Stammaktien gehören. Die Porsche SE gilt damit als
nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24.
| ERBRACHTE
LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
1. - 3. QUARTAL |
EMPFANGENE
LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
1. - 3. QUARTAL |
|||
| Mio. € | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Porsche SE und deren Mehrheitsbeteiligungen | 3 | 2 | 0 | 0 |
| Aufsichtsräte | 2 | 1 | 4 | 3 |
| Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften | 861 | 1.149 | 1.597 | 1.419 |
| Gemeinschaftsunternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 12.939 | 11.443 | 996 | 873 |
| Assoziierte Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 260 | 288 | 2.063 | 2.142 |
| Land Niedersachsen, dessen Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen | 3 | 10 | 3 | 3 |
| FORDERUNGEN GEGEN | VERBINDLICHKEITEN (EINSCHL. VERPFLICHTUNGEN) GEGENÜBER | |||
| Mio. € | 30.09.2024 | 31.12.2023 | 30.09.2024 | 31.12.2023 |
| Porsche SE und deren Mehrheitsbeteiligungen | 0 | 0 | 2 | 0 |
| Aufsichtsräte | 0 | 0 | 178 | 179 |
| Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften | 2.192 | 1.780 | 2.411 | 2.332 |
| Gemeinschaftsunternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 16.311 | 15.687 | 5.099 | 4.864 |
| Assoziierte Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 650 | 775 | 8.947 | 8.647 |
| Land Niedersachsen, dessen Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen | 1 | 1 | 0 | 1 |
In den obigen Tabellen sind die von den
Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen
erhaltenen Dividendenzahlungen nach Abzug von Quellensteuer
in Höhe von 1.841 Mio. € (Vorjahr: 1.717 Mio.
€) nicht enthalten. Weiterhin beinhalten die Tabellen
ebenfalls nicht die an die Porsche SE gezahlten Dividenden
in Höhe von 1.703 Mio. € (Vorjahr: 1.529 Mio.
€) sowie die an das Land Niedersachsen gezahlte
Dividende in Höhe von 531 Mio. € (Vorjahr: 1.638
Mio. €).
Die Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen entfallen
im Wesentlichen auf gewährte Darlehen in Höhe von
10.491 Mio. € (31. Dezember 2023: 12.068 Mio. €)
sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von 3.440 Mio. € (31. Dezember 2023: 3.234
Mio. €). Die Forderungen gegen nicht konsolidierte
Tochtergesellschaften resultieren ebenfalls im Wesentlichen
aus gewährten Darlehen in Höhe von 3.233 Mio.
€ (31. Dezember 2023: 1.266 Mio. €) sowie aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von 194 Mio. €
(31. Dezember 2023: 199 Mio. €).
In den ausstehenden Forderungen gegen nahestehende
Personen und Unternehmen sind zweifelhafte Forderungen
enthalten, welche in Höhe von 28 Mio. € (Vorjahr:
19 Mio. €) wertberichtigt wurden. In den ersten drei
Quartalen 2024 fielen hierfür Aufwendungen in
Höhe von 13 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) an.
Des Weiteren bürgt der Volkswagen Konzern für
nahestehende Personen und Unternehmen gegenüber
externen Banken in Höhe von 71 Mio. € (31.
Dezember 2023: 150 Mio. €).
Der Volkswagen Konzern hat von Januar bis September 2024
Kapitaleinlagen bei nahestehenden Unternehmen in Höhe
von 915 Mio. € (Vorjahr: 742 Mio. €)
getätigt.
Die Verpflichtungen gegenüber Aufsichtsräten
beinhalten im Wesentlichen verzinsliche Bankguthaben von
Aufsichtsräten, die zu marktüblichen Konditionen
bei Gesellschaften des Volkswagen Konzerns angelegt wurden.
Neben den Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten
Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen bestehen
langfristige Abnahmeverpflichtungen aus
Batteriebeschaffungsverträgen mit Unternehmen der
Northvolt Gruppe.
Die Transaktionen mit nahestehenden Personen erfolgen
regelmäßig unter marktüblichen Konditionen.
Diese beinhalten teilweise auch Eigentumsvorbehalte.
1. Produktbezogene Klagen weltweit (exklusive
USA/Kanada)
In der zweiten verbraucherrechtlichen Sammelklage in
Brasilien, die rund 67 Tsd. Amarok-Fahrzeuge betrifft, wies
der Superior Court of Justice im April 2024 die von der
Klägerin eingelegte Revision gegen das Berufungsurteil
aus Juni 2023 zurück. Daraufhin legte die
Klägerin Ende April 2024 eine einstweilige Beschwerde
("interlocutory appeal") gegen diese Entscheidung beim
Superior Court of Justice ein.
In Italien unterzeichneten die Parteien im Mai 2024 in
der Sammelklage des Verbraucherverbands Altroconsumo zur
vollständigen Streitbeilegung einen Vergleich für
rund 60 Tsd. Kunden, die zwischen 2009 und 2015 ein von der
Dieselthematik betroffenes Fahrzeug der Marken Volkswagen,
Audi, Škoda oder SEAT mit dem Motortyp EA 189
gekauft und sich wirksam zur Sammelklage angemeldet hatten.
Beide Seiten verzichten auf die Einlegung eines
Rechtsmittels gegen die im Vorjahr gefällte
zweitinstanzliche Entscheidung des Berufungsgerichts
Venedig. Das Verfahren ist damit beendet. Für den
Vergleich und dessen Abwicklung wurden Rückstellungen
in Höhe von rund 50 Mio. € gebildet.
In den Niederlanden hat das Berufungsgericht Amsterdam
in der Sammelklage der Diesel Emissions Justice Foundation
(DEJF) im August 2024 in Abänderung des
Zwischenurteils aus März 2022 entschieden, dass das
neue Sammelklageregime, wonach nicht nur die Feststellung
von Ansprüchen, sondern auch die Zahlung von
Schadensersatz geltend gemacht werden kann, auf Fahrzeuge
mit Emissionsklasse Euro-6 anwendbar sei. Für
Fahrzeuge mit niedrigeren Emissionsklassen (z.B. Euro-5)
sei das neue Sammelklageregime dagegen nicht anwendbar. Die
Entscheidung ist nicht rechtskräftig.
2. Verfahren in den USA/Kanada
Im März 2024 erklärte die Volkswagen Group of
America Finance, LLC (VWGoAF) gegenüber der
US-Börsenaufsicht (SEC - United States Securities and
Exchange Commission), ohne dabei die Behauptungen der SEC
aus der im September 2020 eingereichten geänderten
Klage zuzugeben oder zu bestreiten, ihre Zustimmung zu
einem abschließenden gerichtlichen Urteil, das unter
anderem eine Zahlung in Höhe von rund 49 Mio. USD
vorsieht. Nachfolgend reichten die SEC und die VWGoAF beim
US District Court des Northern District von Kalifornien
einen Antrag auf Erlass eines abschließenden Urteils
hinsichtlich der VWGoAF ein, das die von der SEC geltend
gemachten Ansprüche gegen die VWGoAF vollständig
erledigt. Im April 2024 gab das Gericht diesem Antrag statt
und erließ ein abschließendes Urteil in Bezug
auf die VWGoAF. Alle gegen die Volkswagen AG und einen
ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG geltend
gemachten Ansprüche wies das Gericht
rechtskräftig ab. Dementsprechend sind die von der SEC
gegen alle Beklagten in diesem Verfahren geltend gemachten
Ansprüche vollständig erledigt.
3. Anlegerklagen weltweit (exklusive USA/Kanada)
Die gegen die Volkswagen AG im Zusammenhang mit der
Dieselthematik weltweit (exklusive USA/Kanada) geltend
gemachten Ansprüche in Form von Anlegerklagen,
gerichtlichen Mahn- und Güteanträgen sowie
Anspruchsanmeldungen nach dem
Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) reduzierten
sich im Berichtszeitraum infolge einer Klageabweisung und
einer Klagerücknahme auf circa 8,7 Mrd. €. Damit
wurden seit Beginn der Verfahren Anlegerklagen in Höhe
von über 1 Mrd. € zurückgenommen oder
rechtskräftig abgewiesen.
In Brasilien legte der brasilianische
Händlerverband Associação Brasileira Dos
Distribuidores Volkswagen (Assobrav) Rechtsmittel gegen das
erstinstanzliche Urteil aus Januar 2024 ein, mit dem die
Klage in vollem Umfang abgewiesen worden war. Assobrav und
einzelne Händler in Brasilien hatten im Dezember 2023
Volkswagen do Brasil im Zusammenhang mit einer vom Staat
Brasilien an Volkswagen do Brasil erfolgten
Rückzahlung wegen der verfassungsrechtlich für
unzulässig erachteten Doppelbesteuerung von Fahrzeugen
verklagt. Die Kläger verlangen von Volkswagen do
Brasil, mindestens teilweise an der Rückzahlung
beteiligt zu werden.
Im Juli 2021 hatte die Europäische Kommission gegen
die Volkswagen AG, die AUDI AG und die Porsche AG im Rahmen
einer Settlement-Entscheidung ein Gesamtbußgeld in
Höhe von rund 502 Mio. € verhängt.
Volkswagen verzichtete auf die Einlegung von Rechtsmitteln,
sodass die Entscheidung 2021 rechtskräftig geworden
ist. Der Gegenstand der Entscheidung beschränkte sich
inhaltlich auf die Kooperation deutscher
Automobilhersteller zu einzelnen technischen Fragen im
Zusammenhang mit der Entwicklung und Einführung von
SCR (Selective Catalytic Reduction)-Systemen für Pkw,
die im Europäischen Wirtschaftsraum verkauft worden
sind. Andere Verhaltensweisen wie Preisabsprachen oder die
Aufteilung von Märkten und Kunden wurden den
Herstellern nicht vorgeworfen. Im Juli 2024 eröffnete
die brasilianische Wettbewerbsbehörde Conselho
Administrativo de Defesa Econômica (CADE) ein
Verfahren unter anderem gegen die Volkswagen AG, die AUDI
AG und die Porsche AG wegen des Vorwurfs eines
unzulässigen Informationsaustauschs auf der Grundlage
des EU-Sachverhalts.
Im Berichtszeitraum durchsuchte die koreanische
Wettbewerbsbehörde KFTC die VW Group Korea. Dies
geschah im Zusammenhang mit dem bereits von der
Europäischen Kommission und der englischen
Kartellbehörde Competition and Markets Authority (CMA)
seit 2022 untersuchten Verdacht, dass europäische,
japanische und koreanische Hersteller sowie die in den
Ländern agierenden nationalen Verbände und der
europäische Verband European Automobile Manufacturers'
Association (ACEA) sich seit 2001 beziehungsweise 2002 und
bis zur Eröffnung der Verfahren insbesondere in der
ACEA Working Group Recycling sowie zugehöriger
Unterarbeitsgruppen dazu verständigt haben sollen,
für Dienstleistungen von Recycling-Unternehmen, die
"End-of-Life Vehicles" (konkret Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge) entsorgen, nicht zu bezahlen. Auch die
chinesische Wettbewerbsbehörde stellte der Volkswagen
AG im Juni 2024 in dieser Angelegenheit ein
Auskunftsersuchen zu.
Die brasilianische Wettbewerbsbehörde CADE leitete
im Oktober 2024 ein Verfahren gegen zahlreiche Unternehmen
wegen des Vorwurfs eines kartellrechtlich unzulässigen
Austauschs von Informationen im Personalbereich (Human
Resources) ein. Im Volkswagen Konzern ist Volkswagen do
Brasil betroffen.
In dem von Greenpeace begleiteten Verfahren in
Braunschweig wies das Oberlandesgericht Braunschweig im
Juni 2024 die Berufung der Kläger zurück und
bestätigte die im Februar 2023 erfolgte Abweisung der
Klage durch das Landgericht Braunschweig. Die Kläger
hatten in der Klage beantragt, die Volkswagen AG dazu zu
verpflichten, unter anderem stufenweise die Produktion und
das Inverkehrbringen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren
zu reduzieren und bis 2029 komplett einzustellen sowie
Treibhausgasemissionen aus Entwicklung, Produktion und
Vertrieb (einschließlich der Nutzung der Fahrzeuge
durch Dritte) zu reduzieren. Zusätzlich sollte
Volkswagen so Einfluss auf Konzernunternehmen,
Beteiligungen und Joint Ventures ausüben, dass diese
Forderungen auch von diesen erfüllt werden. Die
Entscheidung des Berufungsgerichts aus Juni 2024 ist
rechtskräftig und das Klageverfahren in Braunschweig
damit beendet.
In Russland verurteilte das Gericht der ersten Instanz
im verbliebenen Klageverfahren über angebliche
Forderungen in Höhe von rund 28,5 Mrd. RUB die
Volkswagen AG im Juli 2024 zur Zahlung von Schadensersatz
in Höhe von rund 16,9 Mrd. RUB. Das Urteil ist nicht
rechtskräftig. Die Volkswagen AG legte Berufung ein
und wird sich weiter umfassend verteidigen.
Weitergehende Angaben zu den Schätzungen
hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen sowie Angaben zu
Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe oder der
Fälligkeit von Beträgen der Rückstellungen
und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den
weiteren wesentlichen Rechtsstreitigkeiten werden
gemäß IAS 37.92 nicht gemacht, um die Ergebnisse
der Verfahren und die Interessen des Unternehmens nicht zu
beeinträchtigen.
Im Berichtszeitraum hat sich die Risikosituation
insbesondere aufgrund des makroökonomischen Umfelds
insgesamt verschärft. Darüber hinaus ergaben sich
gegenüber den Ausführungen zur voraussichtlichen
Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr
2024 in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko- und
Chancenbericht" - einschließlich des Abschnitts
"Rechtsrisiken" - des zusammengefassten Lageberichts im
Geschäftsbericht 2023 keine wesentlichen
Änderungen.
Gegenüber den im Konzernabschluss 2023
beschriebenen Eventualverbindlichkeiten ergeben sich zum
30. September 2024 keine wesentlichen Veränderungen.
Die Sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben sich im
Vergleich zum Konzernabschluss 2023 um 4,6 Mrd. €
erhöht und belaufen sich zum 30. September 2024 auf
42,8 Mrd. €. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen
aus der Erhöhung der Verpflichtungen aus
unwiderruflichen Kreditzusagen im Konzernbereich
Finanzdienstleistungen und des Bestellobligos für
Sachanlagen und Dienstleistungen.
Nach dem 30. September 2024 hat es keine Vorgänge
von besonderer Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage gegeben.
Wolfsburg, 29. Oktober 2024
Volkswagen Aktiengesellschaft
Der Vorstand
An die VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT
Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss
der VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg, - bestehend
aus verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung,
verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter
Bilanz, verkürzter Eigenkapitalentwicklung,
verkürzter Kapitalflussrechnung, sowie
ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den
Konzern-Zwischenlagebericht für den Zeitraum vom 1.
Januar 2024 bis 30. September 2024, die Bestandteile des
unterjährigen Finanzberichts nach § 115 Abs. 7
i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 und 2 und Abs. 3 und 4 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung
des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den
IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach
den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzern-Zwischenabschluss und dem
Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des
Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die
prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Hannover, 29. Oktober 2024
EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Meyer | Matischiok |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Die von Volkswagen begebenen Hybridanleihen werden
vollständig dem Eigenkapital zugerechnet. Während
der unbegrenzten Laufzeit stehen der Emittentin zu
bestimmten Terminen Kündigungsrechte zu. Die
Zinsausstattung ist bis zur ersten
Kündigungsmöglichkeit fixiert und variiert
später nach Maßgabe der Anleihebedingungen.
Baukastensystem für die Herstellung von
Elektroautos. Der MEB legt die Parameter für Achsen,
Antriebe, Hochvolt-Batterien, Radstände und
Gewichtsverhältnisse fest, damit ein Fahrzeug optimal
die Anforderungen der Elektromobilität erfüllt.
Im Jahr 2020 startete die Produktion der ersten Fahrzeuge
auf Basis des MEB in Serie.
Leistungsstufe von Hybridfahrzeugen. Plug-in-Hybrid
Electric Vehicles (PHEVs) besitzen eine größere
Batterie mit entsprechend hoher Kapazität, die sowohl
über den Verbrennungsmotor oder das Bremsen als auch
über die Steckdose geladen werden kann. Dadurch
erhöht sich die Reichweite des Fahrzeugs.
Die Aktivierungsquote ist als Relation aus den
aktivierten Entwicklungskosten und den gesamten Kosten
für Forschung und Entwicklung im Konzernbereich
Automobile definiert. Sie stellt den Anteil der gesamten
Primärausgaben für Forschung und Entwicklung dar,
welcher aktivierungspflichtig ist.
Mit der Bruttomarge wird der prozentuale Anteil des
Bruttoergebnisses an den Umsatzerlösen innerhalb einer
Periode ermittelt. Die Bruttomarge gibt Auskunft über
die Profitabilität nach Kosten des Umsatzes.
Die Eigenkapitalquote gibt den prozentualen Anteil des
Eigenkapitals am Gesamtkapital zu einem Stichtag an. Diese
Quote ist ein Indikator für die Stabilität und
Kapitalkraft des Unternehmens und zeigt den Grad der
finanziellen Unabhängigkeit.
Die Investitionsquote im Konzernbereich Automobile
ergibt sich aus der Addition der Forschungs- und
Entwicklungskostenquote (F&E-Quote) mit der
Sachinvestitionsquote: Die F&E-Quote im Konzernbereich
Automobile setzt die gesamten Forschungs- und
Entwicklungskosten in Relation zu den Umsatzerlösen.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die
Aufwendungen von der Zukunftsforschung bis zur marktreifen
Entwicklung unserer Produkte. Besonderes Augenmerk liegt
dabei auf der umweltfreundlichen Ausrichtung unseres
Produktportfolios. Die F&E-Quote belegt die
Anstrengungen für die Zukunftsfähigkeit des
Unternehmens: die auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtete
Zielsetzung einer wettbewerbsfähigen Ertragskraft. Die
Sachinvestitionsquote im Konzernbereich Automobile bringt
gleichermaßen unsere Innovationskraft und
zukünftige Wettbewerbsfähigkeit zum Ausdruck. Bei
ihrer Berechnung werden die Investitionen - im Wesentlichen
für die Modernisierung und Erweiterung der
Produktpalette, für umweltfreundliche Aggregate sowie
für die Anpassung der Produktionskapazitäten und
Verbesserung der Fertigungs-prozesse - ins Verhältnis
zu den Umsatzerlösen des Konzernbereichs Automobile
gesetzt.
Der Netto-Cashflow des Konzernbereichs Automobile zeigt
den Mittelüberschuss aus dem laufenden Geschäft,
der zum Beispiel für Dividendenzahlungen zur
Verfügung steht. Er ergibt sich aus dem Cashflow des
laufenden Geschäfts abzüglich der
Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts.
Die Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile
bildet den nicht durch Kreditstand finanzierten Bestand an
Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten,
Wertpapieren, Darlehensforderungen und Termingeldanlagen
ab. Zur Absicherung der Geschäftstätigkeit haben
wir das strategische Ziel formuliert, dass die
Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile rund 10 %
der Umsatzerlöse des Konzerns beträgt.
Die Umsatzerlöse, in denen die
Geschäftsentwicklung unserer At Equity konsolidierten
chinesischen Joint Ventures nicht enthalten ist, sind das
finanzielle Abbild unseres Markterfolgs. Nach
Berücksichtigung des Ressourceneinsatzes ist das
Operative Ergebnis Ausdruck der originären
Unternehmenstätigkeit und zeigt den wirtschaftlichen
Erfolg des Kerngeschäfts.
Die operative Umsatzrendite ist das Verhältnis von
erwirtschaftetem Operativen Ergebnis zu Umsatzerlösen.
Als Umsatzrendite ist das in Prozent ausgedrückte
Verhältnis von Gewinn vor Steuern und
Umsatzerlösen innerhalb einer Periode definiert. Sie
zeigt die Höhe des je Umsatzeinheit erwirtschafteten
Gewinns. Die Umsatzrendite gibt Auskunft über die
Profitabilität der gesamten
Geschäftstätigkeit vor Abzug von Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag.
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