VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFTWolfsburgHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2025 bis zum 30.06.2025Der Konzernabschluss der Volkswagen AG wurde gemäß den durch die Europäische Union
übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards, den IFRS Accounting Standards
erstellt. Ebenso wurden Anforderungen des deutschen Handelsgesetzbuches und des deutschen
Corporate Governance Kodex berücksichtigt. Sofern nicht anders spezifiziert, bildet
dies die Basis für die Erläuterungen von Finanzzahlen in diesem Bericht. Alle Zahlen sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet, daher kann die Addition der
angegebenen Werte zu geringfügigen Abweichungen führen; dies gilt auch für die Ermittlung
von Prozentangaben. Die Vergleichswerte des Vorjahres werden, soweit nicht anders erwähnt, neben den Werten
des Berichtszeitraums in Klammern dargestellt. Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Volkswagen Konzerns.
Diesen Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen, politischen
und rechtlichen Rahmenbedingungen einzelner Länder, Wirtschaftsräume und Märkte, insbesondere
für die Automobilbranche, zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen
getroffen haben und die wir zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind
mit Risiken behaftet und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten abweichen.
Sollten sich wesentliche Parameter bezüglich unserer wichtigsten Absatzmärkte ändern
oder sich wesentliche Veränderungen bei den für den Volkswagen Konzern relevanten
Währungskursverhältnissen, Preisen für Energie- und sonstige Rohstoffe oder in der
Teileversorgung ergeben, wird das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen.
Darüber hinaus kann es auch zu Abweichungen von der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung
kommen, wenn sich die im Geschäftsbericht 2024 dargestellten Einschätzungen zu den
Faktoren nachhaltiger Wertsteigerung sowie zu Risiken und Chancen anders entwickeln
als derzeit von uns erwartet oder sich zusätzliche Risiken beziehungsweise Chancen
oder sonstige den Geschäftsverlauf beeinflussende Faktoren ergeben. Wir übernehmen
keine über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Verpflichtung, die in diesem
Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren. Der Volkswagen Konzern bekennt sich zu Vielfalt und Chancengleichheit, sodass in diesem
Bericht geschlechter-neutrale Formulierungen verwendet werden. Ausnahmen, zum Beispiel
bei Komposita, verzichten im Interesse der besseren Lesbarkeit auf die verschiedenen
Anspracheformen, sei es divers oder weiblich. Alle Formulierungen sprechen ausdrücklich
alle Geschlechter und Geschlechteridentitäten gleichermaßen an. Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor. Bei Abweichungen geht
die deutsche maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen Übersetzung vor. Beide
Sprachfassungen sind ressourcenschonend ausschließlich im Internet abrufbar unter:
www.volkswagen-group.com in der Rubrik Investoren. Wesentliche ZahlenVOLKSWAGEN KONZERN¹Auslieferungen an Kunden
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| ― |
Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns inklusive der chinesischen Joint Ventures in den ersten sechs Monaten 2025 mit 4,4 Mio. Fahrzeugen um 1,3% über dem Wert des Vorjahres; Zuwächse in Europa und Südamerika, rückläufige Entwicklung in Nordamerika und Asien-Pazifik |
| ― |
Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge an Kunden mit 465 (317) Tsd. Einheiten (+ 46,7 %) sehr stark gestiegen; Anteil an den Auslieferungen des Konzerns bei 10,6 (7,3) % |
| ― |
Umsatzerlöse des Konzerns mit 158,4 (158,8) Mrd. € auf Vorjahresniveau |
| ― |
Operatives Ergebnis mit 6,7 (10,0) Mrd. € rückläufig; negative Einflüsse insbesondere aus von den USA erhöhten Einfuhrzöllen, Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO2-Flottenregulierung in Europa und den USA sowie Wechselkurseffekten; Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen auf dem Niveau des Vorjahres |
| ― |
Ergebnis vor Steuern geht insgesamt auf 6,4 (10,1) Mrd. € zurück; Ergebnis nach Steuern sinkt um 2,8 Mrd. € auf 4,5 Mrd. € |
| ― |
Netto-Cashflow des Automobilbereichs beläuft sich auf - 1,4 (0,4) Mrd. €; Investitionsquote aufgrund niedrigerer F&E-Quote im Konzernbereich Automobile bei 11,4 (12,3) % |
| ― |
Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile mit 28,4 Mrd. € auf solidem Niveau |
Mit Wirkung zum Ablauf des 4. Juli 2025 ist Herr Gunnar Kilian aus dem Vorstand der
Volkswagen AG ausgeschieden. Herr Kilian gehörte dem Vorstand seit dem 13. April 2018
an und verantwortete den Geschäftsbereich "Personal und Markengruppe Trucks". Die
Funktion als Arbeitsdirektor und damit die Aufgaben des Geschäftsbereichs "Personal"
hat Herr Thomas Schäfer, im Vorstand verantwortlich für den Geschäftsbereich "Markengruppe
Core", kommissarisch übernommen.
Frau Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall, wurde mit Wirkung zum 9.
März 2025 gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats der Volkswagen AG bestellt. Sie
tritt die Nachfolge von Herrn Jörg Hofmann an, der sein Mandat mit Wirkung zum Ablauf
des 8. März 2025 niedergelegt hatte.
Am 16. Mai 2025 wählte die Hauptversammlung der Volkswagen AG Herrn Mohammed Al-Sowaidi,
Chief Executive Officer der Qatar Investment Authority, zum Mitglied des Aufsichtsrats
der Volkswagen AG. Er tritt die Nachfolge von Herrn Mansoor Ebrahim Al-Mahmoud an,
dessen Amtszeit mit der Hauptversammlung 2025 endete.
Mit Wirkung zum 5. Juli 2025 wurde Frau Susanne Wiegand, Aufsichtsratsmitglied und
Investorin, gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats der Volkswagen AG bestellt.
Sie tritt die Nachfolge von Frau Marianne Heiß an, die Ihr Mandat mit Wirkung zum
Ablauf des 4. Juli 2025 niedergelegt hatte.
Im ersten Halbjahr 2025 befand sich die Weltwirtschaft insgesamt weiter auf Wachstumskurs,
mit der gleichen Dynamik wie im Vorjahr. Die Gruppe der Schwellenländer verzeichnete
im Vergleich dazu einen etwas stärkeren Anstieg der Wachstumsrate, während das Wachstum
der fortgeschrittenen Volkswirtschaften insgesamt leicht nachließ. Geopolitische Unsicherheiten,
insbesondere in Bezug auf die US-Handelspolitik, dämpften die Stimmung unter den Marktteilnehmenden
und wirkten den in vielen Ländern rückläufigen Inflationsraten und einer Lockerung
der Geldpolitik entgegen.
Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete im ersten Halbjahr dieses Jahres ein insgesamt
positives Wachstum oberhalb des Vorjahresniveaus. In Nord- und Südeuropa verlief die
Entwicklung überwiegend ähnlich. Aufgrund der rückläufigen Inflationsraten setzte
die Europäische Zentralbank ihre seit Juni 2024 begonnenen Leitzinssenkungen in diversen
Schritten fort.
Deutschland registrierte im Berichtszeitraum ein leicht positives Wirtschaftswachstum
und entwickelte sich damit etwas besser als in der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Durchschnitt
weiter an. Nachdem die monatlichen Inflationsraten Ende 2022 historische Höchstwerte
erreicht hatten, sanken sie seitdem etwa mit dem Durchschnitt der Eurozone.

Die Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas wiesen in den ersten sechs Monaten des
Jahres 2025 insgesamt ein Wachstum auf, das gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
niedriger ausfiel.
Das Bruttoinlandsprodukt der USA erhöhte sich im Berichtszeitraum mit einer gegenüber
dem Vorjahreszeitraum niedrigeren Wachstumsrate. Während die US-Notenbank ihre Leitzinsen
im vergangenen Jahr in mehreren Schritten senkte, führte sie ihren Lockerungskurs
aufgrund der ungewissen Auswirkungen der Maßnahmen der neuen US-Regierung im Jahr
2025 nicht fort und hielt die Leitzinsen auf konstantem Niveau.
In Brasilien wuchs die Wirtschaftsleistung mit einer etwas höheren Dynamik als in
den ersten sechs Monaten des Vorjahres.
Das Wachstum der chinesischen Wirtschaftsleistung war im weltweiten Vergleich überdurchschnittlich
hoch und lag etwas höher als im Vorjahreszeitraum.
Von Januar bis Juni 2025 lag das weltweite Pkw-Marktvolumen leicht über dem Niveau
des Vorjahres. Dabei entwickelten sich die einzelnen Regionen unterschiedlich. Während
das Marktvolumen in Westeuropa sowie Zentral- und Osteuropa sank, entwickelten sich
Nordamerika, Südamerika, Asien-Pazifik, Afrika sowie Nahost positiv. Der Markt für
vollelektrische Fahrzeuge (BEVs) konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark zulegen,
ihr Anteil am zugrunde gelegten Marktvolumen stieg auf 14,6 (12,0)%.
Das weltweite Neuzulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen lag von Januar bis
Juni 2025 in der Größenordnung des Vorjahres.
In Westeuropa war die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2025 rückläufig
und bewegte sich in der Größenordnung des Vorjahres. Die Entwicklung der großen Pkw-Einzelmärkte
dieser Region fiel dabei unterschiedlich aus. Während Großbritannien leicht und Spanien
deutlich wuchsen, sank das Marktvolumen in Frankreich spürbar und in Italien leicht.
Das Neuzulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen in Westeuropa verringerte sich
im Berichtszeitraum deutlich gegenüber dem Vorjahreswert.
Von Januar bis Juni 2025 lag die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland leicht
unter dem Niveau des Vorjahres, wobei die Nachfrage nach vollelektrischen Fahrzeugen
und Plug-in-Hybriden zunahm. Die Nachfrage nach Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben
zeigte sich hingegen schwächer. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 stieg
die inländische Produktion auf 2,2 Mio. Fahrzeuge (+4,1%), die Pkw-Exporte stiegen
dabei auf 1,7 Mio. Einheiten (+ 3,3 %).
Die Zahl der Verkäufe von leichten Nutzfahrzeugen in Deutschland lag in den ersten
zwei Quartalen 2025 deutlich unter dem Vergleichswert von 2024.
In der Region Zentral- und Osteuropa lag das Pkw-Marktvolumen im Berichtszeitraum
deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Die Zahl der Verkäufe entwickelte sich dabei
in Polen und Tschechien, den wesentlichen Märkten Zentraleuropas, positiv.
Das Marktvolumen von leichten Nutzfahrzeugen in Zentral- und Osteuropa lag von Januar
bis Juni 2025 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres.
In der Region Nordamerika stiegen die Verkaufszahlen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen
(bis 6,35 t) leicht. Das Marktvolumen in den USA lag in den ersten sechs Monaten 2025
aufgrund der angekündigten Einführung von Zöllen und den in der Folge erwarteten Preiseffekten
leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Kanada übertraf den Vorjahreswert spürbar,
Mexiko dagegen lag auf dem Niveau des Vorjahres.
In der Region Südamerika lag das Neuzulassungsvolumen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen
im ersten Halbjahr 2025 deutlich über dem Wert des Vergleichszeitraums. Dabei erhöhte
sich in Brasilien die Zahl der Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr spürbar, während
das Marktvolumen in Argentinien sehr stark zunahm.
In der Region Asien-Pazifik lag das Pkw-Marktvolumen von Januar bis Juni 2025 spürbar
über dem Niveau des Vorjahres. Auf dem chinesischen Pkw-Markt wuchs die Zahl der Neuzulassungen
aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach vollelektrischen Fahrzeugen ebenfalls spürbar
im Vergleich zum Vorjahreswert. Der indische Markt lag in der Größenordnung des Vorjahres.
In Japan stieg der Markt nach schwachen Absatzzahlen im Jahr 2024 deutlich an.
Das Nachfragevolumen nach leichten Nutzfahrzeugen in der Region Asien-Pazifik lag
im Berichtszeitraum leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. In China, dem dominierenden
Markt der Region und dem größten Markt weltweit, bewegte sich das Zulassungsvolumen
auf dem Niveau des Vorjahres.
| MARKTVOLUMEN | VERÄNDERUNG | ||
| Fahrzeuge | 2025 | 2024 | (%) |
| Pkw-Märkte | |||
| Westeuropa | 6.138.686 | 6.198.655 | - 1,0 |
| davon: Deutschland | 1.403.068 | 1.471.641 | - 4,7 |
| Frankreich | 842.213 | 912.923 | - 7,7 |
| Großbritannien | 1.041.841 | 1.006.763 | + 3,5 |
| Italien | 859.643 | 891.294 | - 3,6 |
| Spanien | 642.468 | 560.115 | + 14,7 |
| Zentral- und Osteuropa | 1.153.584 | 1.284.548 | - 10,2 |
| davon: Tschechische Republik | 122.639 | 119.221 | + 2,9 |
| Polen | 286.014 | 277.820 | + 2,9 |
| Übrige Märkte | 2.404.043 | 2.119.415 | + 13,4 |
| davon: Türkei | 479.327 | 462.955 | + 3,5 |
| Südafrika | 196.724 | 162.303 | + 21,2 |
| Nordamerika | 9.835.766 | 9.531.746 | + 3,2 |
| davon: USA | 8.147.145 | 7.903.744 | + 3,1 |
| Kanada | 979.277 | 917.824 | + 6,7 |
| Mexiko | 709.344 | 710.178 | - 0,1 |
| Südamerika | 1.979.616 | 1.762.975 | + 12,3 |
| davon: Brasilien | 1.132.701 | 1.078.346 | + 5,0 |
| Argentinien | 308.212 | 174.032 | + 77,1 |
| Asien-Pazifik | 18.089.820 | 16.905.386 | + 7,0 |
| davon: China | 11.044.290 | 10.116.627 | + 9,2 |
| Indien | 2.145.952 | 2.116.422 | + 1,4 |
| Japan | 1.989.524 | 1.790.491 | + 11,1 |
| Welt | 39.601.515 | 37.802.725 | + 4,8 |
| davon: vollelektrische Fahrzeuge (BEVs)1 | 5.777.199 | 4.519.858 | + 27,8 |
| Märkte für leichte Nutzfahrzeuge | |||
| Westeuropa | 845.588 | 950.743 | - 11,1 |
| davon: Deutschland | 138.067 | 155.770 | - 11,4 |
| Zentral- und Osteuropa | 137.286 | 153.880 | - 10,8 |
| Asien-Pazifik | 2.468.273 | 2.394.798 | + 3,1 |
| davon: China | 1.188.000 | 1.187.033 | + 0,1 |
| Welt | 3.872.397 | 3.917.537 | - 1,2 |
1
Wesentliche Märkte, für einzelne (kleinere) Märkte liegen noch keine Daten vor.
Die Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw mit einem Gesamtgewicht von mehr
als 6 t lag in der Berichtsperiode auf den für den Volkswagen Konzern relevanten Märkten
spürbar unter dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres. Weltweit lagen die Lkw-Märkte
leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die Rückgänge in Europa und Nordamerika wurden
dabei durch Zuwächse in Südamerika und China nur zum Teil ausgeglichen.
Das Verkaufsvolumen in den 27 EU-Staaten ohne Malta, aber zuzüglich Großbritannien,
Norwegen und der Schweiz (EU27 + 3) lag in den ersten sechs Monaten 2025 deutlich
unter dem Niveau des Vorjahres. In Deutschland, dem größten Markt in dieser Region,
fielen die Neuzulassungen stark unter das Volumen der Vergleichsperiode. In Großbritannien
lag die Nachfrage ebenso wie in Frankreich deutlich unter dem Niveau des Vorjahres.
In Nordamerika wird der Lkw-Markt in die Gewichtsklassen 1 bis 8 unterteilt. In den
für Volkswagen relevanten Segmenten Class 6 bis 8 (ab 8,85 t) blieben die Neuzulassungen
spürbar unter dem Vorjahreswert. In Südamerika stieg der Lkw-Markt gegenüber dem Vorjahr
hingegen spürbar an. Dabei lag die Nachfrage in Brasilien, dem größten Markt in dieser
Region, in der Größenordnung des Vorjahres.
Die Nachfrage auf den für den Volkswagen Konzern relevanten Busmärkten lag in den
ersten sechs Monaten 2025 leicht über dem Niveau des Vergleichszeitraums des Vorjahres.
In den Märkten der EU27 + 3 lag die Nachfrage nach Bussen in der Berichtsperiode ebenfalls
leicht über dem Vorjahresniveau, mit unterschiedlichen Ausprägungen in den einzelnen
Ländern. In Nordamerika lag die Nachfrage nach Bussen deutlich unter dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres. Das Segment der Schulbusse in den USA und Kanada blieb spürbar unter
dem Niveau des Vorjahres. In Mexiko sank die Nachfrage nach Bussen sehr stark gegenüber
dem Vorjahreswert. In Südamerika hingegen lag die Nachfrage stark über dem Vorjahresniveau,
insbesondere durch die sehr starke Entwicklung in Brasilien.
Im ersten Halbjahr 2025 wurden automobile Finanzdienstleistungen auf hohem Niveau
nachgefragt.
Das europäische Pkw-Marktvolumen lag im Berichtszeitraum leicht unter dem Vorjahresniveau.
Der Absatz von Finanzdienstleistungsprodukten übertraf den Vorjahreswert. Ebenso konnte
eine positive Entwicklung beim Absatz von After-Sales-Produkten wie Inspektions-,
Wartungs- und Verschleißverträgen verzeichnet werden.
Die Neuwagenzulassungen in Deutschland lagen im Zeitraum Januar bis Juni 2025 leicht
unter dem Vorjahresniveau. Die Vertragszugänge im Finanzdienstleistungsgeschäft konnten
jedoch weiter ausgebaut werden. Diese Entwicklung ist auf das Leasinggeschäft mit
Einzelkunden zurückzuführen; das entsprechende Geschäft mit Großkunden sowie die Neuwagenfinanzierungen
bewegten sich auf Vorjahresniveau. Die Neuwagenpenetration übertraf den Vorjahreswert
und die Erwartungen, auch das Gebrauchtwagengeschäft entwickelte sich positiv. Die
Neuabschlüsse bei den Dienstleistungsverträgen bewegten sich im Berichtszeitraum auf
Vorjahresniveau. Bei Versicherungen gingen die Neuverträge zurück, was aus Sondereffekten
bei einzelnen Produkten resultierte.
In der Türkei haben sich die politischen Ereignisse zum Ende des Berichtszeitraums
leicht beruhigt. Die Refinanzierungssituation blieb angespannt, ist aber nahezu zurück
auf dem Vorkrisenlevel. Während das leasingbasierte Flottengeschäft weiter unter Druck
stand, waren im klassischen Kredit- und Versicherungsgeschäft kaum Auswirkungen sichtbar.
In Südafrika stiegen die Fahrzeugverkäufe im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum
Vorjahrszeitraum stark. In der Folge erhöhte sich auch die Zahl der Finanzierungskäufe.
Der Gebrauchtwagenmarkt blieb aufgrund der Verteuerung neuer Fahrzeuge stark. Die
Finanzierungskosten waren unter herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
weiterhin hoch.
In der Region Nordamerika ergab sich im ersten Halbjahr 2025 vor dem Hintergrund der
Zolldiskussion und Fahrzeugverfügbarkeiten ein gemischtes Bild. In den USA lagen die
Leasing- und Finanzierungsverträge, die Neuwagenpenetration sowie die Neuverträge
für Versicherungen und After-Sales-Produkte unter den jeweiligen Vorjahreswerten.
In Kanada und Mexiko war die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen höher als im Vorjahr.
In der Region Südamerika zeigte sich der Markt für Finanzdienstleistungen weiterhin
stark. In Brasilien konnten die Vertragszugänge durch das Angebot zielgruppenorientierter
Finanzdienstleistungen sowie höherer Neuzulassungen gesteigert werden. Auch die Zahl
der abgeschlossenen Auto-Abos und Flottenmanagement-Programme stieg. In Argentinien
konnten die Abschlüsse von Finanzdienstleistungsverträgen aufgrund des sich verbessernden
makroökonomischen Umfelds sehr stark gesteigert werden.
Im ersten Halbjahr 2025 stieg die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen auf dem
chinesischen Automobilmarkt weiter an, Gebrauchtwagen wurden hingegen leicht weniger
nachgefragt. Nachdem im ersten Quartal vermehrt Banken mit Angeboten in den Markt
drängten, schränkten die Regulierungsbehörden im Juni die kompetitiven Maßnahmen ein,
was in der Folge auch die Nachfrage nach automobilbezogenen Finanzdienstleistungen
positiv beeinflusste. In Japan erhöhte sich die Nachfrage nach Neufahrzeugen im Vergleich
zum Vorjahr deutlich. Auch die Nachfrage nach Fahrzeugfinanzierungen stieg gestützt
durch innovative Finanzierungsangebote, wobei Banken weiterhin den Markt dominieren
und digitale Lösungen an Bedeutung gewinnen.
Im ersten Halbjahr 2025 lag das Finanzdienstleistungsgeschäft für Nutzfahrzeuge leicht
über dem Vorjahresniveau.
In der ersten Hälfte des Jahres 2025 lieferte der Volkswagen Konzern weltweit 4.405.316
Fahrzeuge an Kunden aus. Das waren 1,3% oder 57.231 Einheiten mehr als im Vergleichszeitraum
des Vorjahres. Während die Auslieferungen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen den
Vorjahreswert übertrafen, lagen die Verkaufszahlen von Nutzfahrzeugen des Konzerns
unter dem Vorjahresniveau.
| 2025 | 2024 | % | |
| Pkw und leichte Nutzfahrzeuge | 4.252.179 | 4.187.974 | + 1,5 |
| Nutzfahrzeuge | 153.137 | 160.111 | - 4,4 |
| Gesamt | 4.405.316 | 4.348.085 | + 1,3 |
| davon: vollelektrische Fahrzeuge (BEVs) | 465.485 | 317.208 | + 46,7 |
Die Auslieferungen elektrifizierter Fahrzeuge aus dem Volkswagen Konzern entwickelten
sich sehr erfreulich: Weltweit übergaben wir in den ersten sechs Monaten dieses Jahres
465.485 vollelektrische Fahrzeuge (inklusive schwerer Nutzfahrzeuge) an Kunden. Das
waren 148.277 Einheiten beziehungsweise 46,7% mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Der Anteil an den gesamten Auslieferungen des Konzerns stieg auf 10,6 (7,3)%. Die
Auslieferungen unserer Plug-in-Hybridmodelle beliefen sich auf 192.288 Einheiten (+40,6%).
Damit erhöhte sich die Zahl der Verkäufe elektrifizierter Fahrzeuge insgesamt um 44,9%;
ihr Anteil an den gesamten Auslieferungen des Konzerns erhöhte sich im Vorjahresvergleich
auf 14,9 (10,4)%. Zu den volumenstärksten vollelektrischen Fahrzeugen der Konzernmarken
gehörten ID.4 und ID.3 der Marke Volkswagen Pkw, Elroq und Enyaq der Marke Škoda,
Tavascan und Born der Marke CUPRA, ID. Buzz von Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi Q4
e-tron und Audi Q6 e-tron sowie Porsche Macan.
Die Grafik in diesem Abschnitt zeigt die Entwicklung der weltweiten Auslieferungen
nach Einzelmonaten im Vergleich zum Vorjahr. Im Folgenden gehen wir auf die Auslieferungen
von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sowie auf die Auslieferungen von Nutzfahrzeugen
getrennt ein.

In den ersten sechs Monaten 2025 lag die Zahl der weltweiten Verkäufe von Pkw und
leichten Nutzfahrzeugen aus dem Volkswagen Konzern in einem herausfordernden Marktumfeld
mit 4.252.179 Einheiten in der Größenordnung des Vorjahres (+ 1,5 %). Während Volkswagen
Pkw, Skoda, SEAT/CUPRA und Lamborghini mehr Fahrzeuge an Kunden auslieferten, erreichten
Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Bentley und Porsche ihre jeweiligen Vorjahreswerte
nicht. In der regionalen Betrachtung verzeichneten wir mit Ausnahme von Nordamerika
und Asien-Pazifik in allen Regionen eine steigende Nachfrage nach Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen aus dem Volkswagen Konzern.
Unser Pkw-Marktanteil lag auf einem leicht wachsenden Weltgesamtmarkt bei 10,3 (10,5)%.
Bei den BEVs betrug unser Marktanteil in den zugrunde gelegten Märkten 7,6 (6,7)%.
Die folgende Tabelle in diesem Abschnitt zeigt einen Überblick über die Auslieferungen
von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen an Kunden nach Märkten im Berichtszeitraum. Nachfolgend
erläutern wir die Entwicklung der Verkaufszahlen in den einzelnen Märkten.
In Westeuropa lieferte der Volkswagen Konzern im ersten Halbjahr 2025 auf einem in
der Größenordnung des Vorjahres liegenden Gesamtmarkt 1.644.340 Fahrzeuge an Kunden
aus. Das waren 1,4% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In der Region Westeuropa
war das Kundeninteresse an elektrifizierten Fahrzeugen des Volkswagen Konzerns am
höchsten: hier lieferten wir im Berichtszeitraum mit 338.221 Einheiten (inklusive
schwerer Nutzfahrzeuge) mehr als 70% unserer vollelektrischen Modelle an Kunden aus.
Im Vorjahresvergleich hat sich die Zahl der an Kunden übergebenen vollelektrischen
Modelle um nahezu 90% erhöht. Ihr Anteil an den Auslieferungen des Konzerns erhöhte
sich in dieser Region auf 19,9 (10,7)%. Positiv entwickelten sich in Westeuropa auch
die Auftragseingänge für vollelektrische Modelle aus dem Volkswagen Konzern, die gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um mehr als 60% zulegten. Das größte Verkaufsvolumen unter den
Konzernfahrzeugen erreichten die Modelle T-Roc, Tiguan und Golf Limousine der Marke
Volkswagen Pkw. Darüber hinaus verzeichneten unter anderem ID.7 Tourer und ID.4 der
Marke Volkswagen Pkw, Kodiaq und Fabia Kurzheck der Marke Skoda, SEAT Leon, CUPRA
Terramar und CUPRA Tavascan, ID. Buzz und Multivan von Volkswagen Nutzfahrzeuge, Q6
e-tron, A5 Avant und A6 Avant e-tron der Marke Audi sowie Porsche Macan eine erfreuliche
Nachfrageentwicklung. Im Berichtszeitraum wurden unter anderem die Modelle Tayron
der Marke Volkswagen Pkw, Elroq und Enyaq der Marke Skoda sowie Q5, A6 und A6 e-tron
der Marke Audi neu oder als Nachfolger in den Markt eingeführt. Der Pkw-Marktanteil
des Volkswagen Konzerns in Westeuropa stieg auf 24,5 (23,5) %. Bei den BEVs konnte
er auf 27,3 (17,8) % zulegen.
In Deutschland lag die Zahl der an Kunden des Volkswagen Konzerns ausgelieferten Fahrzeuge
von Januar bis Juni 2025 mit 589.059 Einheiten um 2,1% über dem Vorjahreswert. Der
Gesamtmarkt lag im gleichen Zeitraum leicht unter dem Niveau von 2024. Die Zahl der
ausgelieferten vollelektrischen Fahrzeuge hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit einem
Anstieg auf 116.774 Einheiten (inklusive schwerer Nutzfahrzeuge) nahezu verdoppelt.
Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernfahrzeugen verzeichneten die Modelle T-Roc,
Tiguan und Golf Limousine der Marke Volkswagen Pkw. Zudem wiesen unter anderem die
Modelle ID.7 Tourer der Marke Volkswagen Pkw, Multivan von Volkswagen Nutzfahrzeuge
sowie A5 Avant, A6 Avant e-tron und Q6 e-tron der Marke Audi eine erfreuliche Nachfrageentwicklung
auf. In der Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) führten sieben Konzernmodelle
ihr jeweiliges Segment an: Golf, T-Roc, Tiguan, Passat, Audi A6, Multivan/Transporter
und Porsche 911. Der Golf war auch in den ersten sechs Monaten 2025 der in Deutschland
am häufigsten zugelassene Pkw.
In der Region Zentral- und Osteuropa lag die Zahl der an Kunden übergebenen Fahrzeuge
aus dem Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum um 8,8% über dem Vergleichswert des
Vorjahres. Der Gesamtmarkt verzeichnete währenddessen einen deutlichen Rückgang. Das
größte Verkaufsvolumen unter den Konzernfahrzeugen wiesen die Modelle Octavia Combi,
Octavia Limousine, Kodiaq und Kamiq der Marke Skoda auf. Der Pkw-Marktanteil des Volkswagen
Konzerns in der Region Zentral- und Osteuropa erhöhte sich auf 21,0 (17,1)%, bei den
BEVs stieg er in den zugrunde gelegten Märkten auf 24,6 (12,2) %.
In der Türkei lieferte der Volkswagen Konzern in den ersten sechs Monaten 2025 auf
einem leicht über dem Vorjahresniveau liegenden Gesamtmarkt 21,8 % mehr Fahrzeuge
an Kunden aus als ein Jahr zuvor. Das dort am meisten nachgefragte Konzernmodell war
der T-Roc der Marke Volkswagen Pkw. Auf dem stark wachsenden südafrikanischen Markt
ging die Zahl der verkauften Konzernmodelle um 5,9% zurück. Der Polo Vivo der Marke
Volkswagen Pkw war dort das am meisten nachgefragte Modell des Konzerns.
In Nordamerika sank die Zahl der an Kunden ausgelieferten Modelle aus dem Volkswagen
Konzern von Januar bis Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 6,9%. Der Rückgang war
insbesondere auf das herausfordernde Marktumfeld zurückzuführen. Der Gesamtmarkt stieg
in der gleichen Zeit leicht an. Das Volumen der ausgelieferten vollelektrischen Fahrzeuge
in Nordamerika (inklusive schwerer Nutzfahrzeuge) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr
um 12,0% auf 37.122 Einheiten. Ihr Anteil an den gesamten Auslieferungen des Konzerns
stieg in dieser Region auf 8,0 (6,7)%. Taos, Jetta und Atlas der Marke Volkswagen
Pkw waren die am meisten gefragten Konzernmodelle in Nordamerika. Im Berichtszeitraum
wurden unter anderem die Modelle Taos und Tayron der Marke Volkswagen Pkw, A5 und
Q5 der Marke Audi sowie Porsche 911 neu oder als Nachfolger in den Markt eingeführt.
Der Marktanteil des Konzerns sank in dieser Region auf 4,3 (4,8)%. Bei den BEVs nahm
der Marktanteil auf 5,5 (4,8)% zu.
Im Berichtszeitraum lieferte der Volkswagen Konzern auf dem leicht wachsenden US-amerikanischen
Markt 9,8% weniger Fahrzeuge an Kunden aus als in der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernfahrzeugen verzeichneten die Modelle Atlas,
Jetta und Taos der Marke Volkswagen Pkw.
In Kanada stieg die Zahl der Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns von
Januar bis Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 2,1%. Der Gesamtmarkt verzeichnete
während dieser Zeit einen spürbaren Zuwachs. Das größte Nachfragevolumen unter den
Konzernfahrzeugen registrierten die Modelle Taos und Jetta der Marke Volkswagen Pkw.
In Mexiko lieferten wir in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 2,8% weniger Fahrzeuge
an Kunden aus als im Vorjahr. Der Gesamtmarkt bewegte sich in dieser Zeit auf dem
Vorjahresniveau. Eine erfreuliche Nachfrageentwicklung verzeichnete unter anderem
der Tayron der Marke Volkswagen Pkw.
Auf dem deutlich über dem Vorjahresniveau liegenden südamerikanischen Markt für Pkw
und leichte Nutzfahrzeuge stieg die Zahl der an Kunden übergebenen Konzernmodelle
von Januar bis Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 21,1 %. Polo und T-Cross der
Marke Volkswagen Pkw wiesen das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernmodellen auf.
Der Marktanteil des Konzerns in Südamerika erhöhte sich auf 13,5 (12,5)%. In der Region
Südamerika befindet sich der Markt für vollelektrische Fahrzeuge noch auf geringem
Niveau.
Der Volkswagen Konzern lieferte im ersten Halbjahr 2025 auf dem spürbar wachsenden
Markt in Brasilien im Vorjahresvergleich 9,9% mehr Fahrzeuge an Kunden aus. Besonders
erfreulich entwickelten sich unter anderem die Verkäufe der Modelle T-Cross und Saveiro
der Marke Volkswagen Pkw.
Im Berichtszeitraum hat sich die Zahl der verkauften Konzernmodelle in Argentinien
auf einem sehr stark wachsenden Gesamtmarkt gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.
Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernfahrzeugen verzeichneten die Modelle Amarok
und Polo der Marke Volkswagen Pkw.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 sank das Verkaufsvolumen des Volkswagen
Konzerns in der Region Asien-Pazifik um 1,2%, während der Gesamtmarkt im gleichen
Zeitraum spürbar wuchs. Das Volumen der ausgelieferten vollelektrischen Fahrzeuge
(inklusive schwerer Nutzfahrzeuge) sank in dieser Region im Vergleich zum Vorjahr
um 25,1% auf 72.719 Einheiten. Ihr Anteil an den gesamten Auslieferungen des Konzerns
ging hier auf 4,9 (6,5)% zurück. Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernmodellen
verzeichneten Sagitar und Passat der Marke Volkswagen Pkw. Der Pkw-Marktanteil des
Konzerns in dieser Region ging zurück auf 8,1 (8,7)%, bei den BEVs sank er in den
zugrunde gelegten Märkten auf 1,9 (3,5)%.
Der chinesische Gesamtmarkt lag im Berichtszeitraum ebenfalls spürbar über dem Vorjahresniveau.
Der Volkswagen Konzern lieferte dort im Vorjahresvergleich 2,3 % weniger Fahrzeuge
an Kunden aus. Belastend wirkte weiterhin die hohe Wettbewerbsintensität. Die Zahl
der an Kunden übergebenen vollelektrischen Fahrzeuge in China war mit 59.351 Einheiten
im Vergleich zum Vorjahr um 34,5% niedriger. Ihr Anteil an den gesamten Auslieferungen
des Konzerns sank hier auf 4,5 (6,7)%. Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernfahrzeugen
verzeichneten die Modelle Sagitar, Passat und Magotan der Marke Volkswagen Pkw. Zudem
wiesen unter anderem die Modelle T-Cross und Tiguan Allspace der Marke Volkswagen
Pkw einen erfreulichen Anstieg der Nachfrage auf. Im Berichtszeitraum wurden unter
anderem die Modelle Tayron und Teramont der Marke Volkswagen Pkw, Jetta VA7, A5L Sportback
der Marke Audi sowie Porsche 911 neu oder als Nachfolger in den Markt eingeführt.
Auf dem in der Größenordnung des Vorjahres liegenden indischen Pkw-Markt verkaufte
der Volkswagen Konzern in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 41,0% mehr Fahrzeuge
als im Vergleichszeitraum 2024. Besonders gefragt war der neu in den Markt eingeführte
Kylaq der Marke Skoda. Daneben verzeichnete der Virtus der Marke Volkswagen Pkw ein
hohes Nachfragevolumen.
In Japan stieg die Zahl der an Kunden übergebenen Konzernfahrzeuge von Januar bis
Juni 2025 auf einem deutlich wachsenden Gesamtmarkt im Vergleich zum Vorjahr um 14,5
%. Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernfahrzeugen verzeichneten die Modelle
T-Cross und Golf Limousine der Marke Volkswagen Pkw.
| AUSLIEFERUNGEN (FAHRZEUGE) | VERÄNDERUNG | ||
| 2025 | 2024 | (%) | |
| Europa/Übrige Märkte | 2.092.244 | 2.024.708 | + 3,3 |
| Westeuropa | 1.644.340 | 1.621.100 | + 1,4 |
| davon: Deutschland | 589.059 | 576.991 | + 2,1 |
| Frankreich | 131.936 | 139.721 | - 5,6 |
| Großbritannien | 248.399 | 249.162 | - 0,3 |
| Italien | 143.469 | 149.576 | - 4,1 |
| Spanien | 146.989 | 134.637 | + 9,2 |
| Zentral- und Osteuropa | 258.645 | 237.657 | + 8,8 |
| davon: Tschechische Republik | 61.777 | 55.270 | + 11,8 |
| Polen | 79.741 | 76.411 | + 4,4 |
| Übrige Märkte | 189.259 | 165.951 | + 14,0 |
| davon: Türkei | 93.101 | 76.460 | + 21,8 |
| Südafrika | 30.098 | 31.974 | - 5,9 |
| Nordamerika | 425.843 | 457.495 | - 6,9 |
| davon: USA | 282.918 | 313.532 | - 9,8 |
| Kanada | 62.391 | 61.133 | + 2,1 |
| Mexiko | 80.534 | 82.830 | - 2,8 |
| Südamerika | 267.337 | 220.764 | + 21,1 |
| davon: Brasilien | 190.443 | 173.308 | + 9,9 |
| Argentinien | 53.987 | 26.708 | x |
| Asien-Pazifik | 1.466.755 | 1.485.007 | - 1,2 |
| davon: China | 1.313.248 | 1.344.509 | - 2,3 |
| Indien | 55.083 | 39.056 | + 41,0 |
| Japan | 35.278 | 30.808 | + 14,5 |
| Weltweit | 4.252.179 | 4.187.974 | + 1,5 |
| Volkswagen Pkw | 2.320.256 | 2.220.339 | + 4,5 |
| Skoda | 509.401 | 448.599 | + 13,6 |
| SEAT/CUPRA | 302.583 | 297.418 | + 1,7 |
| Volkswagen Nutzfahrzeuge | 179.460 | 221.682 | - 19,0 |
| Audi | 783.531 | 832.957 | - 5,9 |
| Lamborghini | 5.681 | 5.558 | + 2,2 |
| Bentley | 4.876 | 5.476 | - 11,0 |
| Porsche | 146.391 | 155.945 | - 6,1 |
Von Januar bis Juni 2025 übergab der Volkswagen Konzern weltweit 4,4% weniger Nutzfahrzeuge
an Kunden als ein Jahr zuvor. Insgesamt lieferten wir 153.137 Nutzfahrzeuge an Kunden
aus. Davon entfielen 121.359 Einheiten (- 8,7 %) auf Lkw und 16.718 Einheiten (+ 33,4
%) auf Busse. Die Auslieferungen an Kunden der Transporterbaureihe MAN TGE stiegen
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und beliefen sich auf 15.060 Fahrzeuge (+ 2,3 %).
In den 27 EU-Staaten ohne Malta, aber zuzüglich Großbritannien, Norwegen und der Schweiz
(EU27+3) sanken die Verkäufe von Januar bis Juni 2025 gegenüber dem entsprechenden
Vorjahreszeitraum um 6,7% auf insgesamt 67.305 Einheiten; davon entfielen 49.203 auf
Lkw und 3.323 auf Busse. Die Zahl der Auslieferungen an Kunden der Transporterbaureihe
MAN TGE belief sich auf 14.779 Fahrzeuge.
Die Verkäufe in Nordamerika sanken im ersten Halbjahr des Jahres 2025 auf 36.061 Fahrzeuge
(-4,3%), darunter waren 29.024 Lkw und 7.037 Busse. Ursächlich für die Abnahme der
Lkw-Verkäufe gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres war unter anderem die
Kaufzurückhaltung in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld sowie Unsicherheiten
in Bezug auf die weitere Entwicklung der Zollsituation und ihrer Effekte und Wechselwirkungen.
Demgegenüber konnte das Bus-Geschäft einen sehr starken Anstieg der Verkaufszahlen
verzeichnen, da das erste Halbjahr des Vorjahres durch den verzögerten Hochlauf des
neuen Schulbusmodells bei International beeinträchtigt war.
Die Auslieferungen an Kunden stiegen in Südamerika im Berichtszeitraum auf insgesamt
34.750 Einheiten (+ 0,5 %); davon entfielen 29.843 auf Lkw und 4.906 auf Busse. In
Brasilien sanken die Verkäufe in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 spürbar
um 7,3% auf 27.779 Einheiten. Unter den ausgelieferten Einheiten befanden sich 23.817
Lkw und 3.962 Busse.
In der Region Asien-Pazifik verkaufte der Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum 4.189
Fahrzeuge, darunter 3.424 Lkw und 765 Busse - das waren insgesamt 9,6% weniger als
im Vorjahr.
| AUSLIEFERUNGEN (FAHRZEUGE) | VERÄNDERUNG | ||
| 2025 | 2024 | (%) | |
| Europa/Übrige Märkte | 78.137 | 83.237 | - 6,1 |
| davon: EU27+3 | 67.305 | 72.111 | - 6,7 |
| davon: Deutschland | 18.182 | 19.196 | - 5,3 |
| Frankreich | 6.706 | 7.183 | - 6,6 |
| Großbritannien | 5.819 | 7.005 | - 16,9 |
| Nordamerika | 36.061 | 37.669 | - 4,3 |
| davon: USA | 28.812 | 27.251 | + 5,7 |
| Mexiko | 4.162 | 7.555 | - 44,9 |
| Südamerika | 34.750 | 34.573 | + 0,5 |
| davon: Brasilien | 27.779 | 29.968 | - 7,3 |
| Asien-Pazifik | 4.189 | 4.632 | - 9,6 |
| Weltweit | 153.137 | 160.111 | - 4,4 |
| Scania | 46.839 | 52.268 | - 10,4 |
| MAN | 47.024 | 49.151 | - 4,3 |
| International | 34.511 | 35.312 | - 2,3 |
| Volkswagen Truck & Bus | 24.763 | 23.380 | + 5,9 |
1
Die Auslieferungen des Vorjahres wurden aufgrund der statistischen Fortschreibung
aktualisiert.
Der Konzernbereich Finanzdienstleistungen umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung,
das Leasing, das Direktbank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagement sowie
Mobilitätsangebote des Volkswagen Konzerns. Er schließt die Finanzdienstleistungsaktivitäten
der Volkswagen Group Mobility sowie von Scania, International (ehemals Navistar) und
Porsche Holding Salzburg ein und berücksichtigt auch die Vertragsabschlüsse unserer
internationalen Gemeinschaftsunternehmen.
Die Produkte und Services des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen wurden im ersten
Halbjahr 2025 stark nachgefragt. Die Zahl der Neuverträge im Finanzierungs-, Leasing-,
Service- und Versicherungsgeschäft belief sich auf weltweit 5,5 (5,5) Mio. Kontrakte.
Der Anteil der geleasten und finanzierten Fahrzeuge an den Auslieferungen des Konzerns
(Penetrationsrate) konnte im Berichtszeitraum in den Märkten des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen
auf 35,9 (34,8)% gesteigert werden. Der Gesamtvertragsbestand belief sich am 30. Juni
2025 auf 29,1 (28,5) Mio. Einheiten.
In Europa/Übrige Märkte wurden 4,0 (4,0) Mio. Neuverträge unterzeichnet. Der Gesamtvertragsbestand
lag am Ende des Berichtszeitraums mit 20,8 (20,4) Mio. Kontrakten über dem Niveau
vom 31. Dezember 2024. Auf den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing entfielen davon
7,4 (7,3) Mio. Verträge.
Die Zahl der in Nordamerika neu abgeschlossenen Verträge lag im Zeitraum Januar bis
Juni 2025 bei 644 (733) Tsd. Kontrakten. Der Vertragsbestand belief sich am 30. Juni
2025 auf 4,3 (4,3) Mio. Einheiten, davon 1,7 (1,7) Mio. Verträge im Bereich Kundenfinanzierung
und Leasing.
In der Region Südamerika wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 593 (381)
Tsd. neue Kontrakte geschlossen. Der Gesamtvertragsbestand nahm zum Ende des Berichtszeitraums
gegenüber dem 31. Dezember 2024 auf 2,0 (1,7) Mio. Einheiten zu; dabei entfielen 0,8
(0,7) Mio. Verträge auf den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing.
Im Berichtszeitraum lagen im Raum Asien-Pazifik die neuen Vertragsabschlüsse bei 337
(389) Tsd. Einheiten. Der Gesamtvertragsbestand belief sich Ende Juni 2025 auf 2,0
(2,2) Mio. Kontrakte. Auf den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing entfielen 1,1
(1,2) Mio. Verträge.
Im Berichtszeitraum stieg der Absatz des Volkswagen Konzerns, definiert als Absatz
des Konzernbereichs Automobile, im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 um 0,5% auf
4.363.134 Einheiten (einschließlich der At Equity einbezogenen Gesellschaften in China).
Im Ausland erhöhte sich das Absatzvolumen um 0,5% auf 3.760.002 Fahrzeuge. Einen Zuwachs
verzeichneten insbesondere Argentinien, Brasilien und Indien. Demgegenüber wurden
vor allem in den USA weniger Fahrzeuge abgesetzt. Der Absatz des Volkswagen Konzerns
ohne die At Equity einbezogenen Gesellschaften in China belief sich auf 3.121.539
(3.076.240) Fahrzeuge und lag damit um 1,5% über dem Niveau des Vorjahres. Der Absatz
im Inland nahm um 0,3 % gegenüber dem Vorjahreswert zu. Der Inlandsanteil am Gesamtabsatz
des Volkswagen Konzerns blieb auf Vorjahresniveau mit 13,8 (13,8) %.
Von Januar bis Juni 2025 ging die weltweite Fertigung des Volkswagen Konzerns, definiert
als Produktion des Konzernbereichs Automobile, um 1,9% auf 4.519.395 Fahrzeuge (einschließlich
der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen) im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum
zurück. Im Inland nahm die Fertigung dagegen um 6,2% auf 960.951 Fahrzeuge zu. Der
Anteil der in Deutschland hergestellten Fahrzeuge im Verhältnis zur Gesamtproduktion
des Volkswagen Konzerns stieg auf 21,3 (19,6)%. Die Produktion ohne die At Equity
einbezogenen Gesellschaften in China lag mit 3.259.765 (3.282.567) Fahrzeugen um 0,7%
unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.
Der weltweite Lagerbestand an Neufahrzeugen (einschließlich der At Equity einbezogenen
Gesellschaften in China) bei den Konzerngesellschaften und in der Handelsorganisation
lag am Ende des ersten Halbjahres 2025 deutlich über dem Stand zum Jahresende 2024
und spürbar unter dem Wert zum 30. Juni 2024.
Ende Juni 2025 lag die Zahl der aktiven Beschäftigten im Volkswagen Konzern mit 635.855
um 1,6% unter dem Stand zum 31. Dezember 2024. Darüber hinaus befanden sich 16.483
Beschäftigte in der passiven Phase der Altersteilzeit und 14.852 junge Menschen standen
in einem Ausbildungsverhältnis. Am Ende des Berichtszeitraums lag die weltweite Gesamtbelegschaft
des Volkswagen Konzerns inklusive der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen mit 667.190
Beschäftigten um 1,8% unter dem Stand vom Jahresende 2024. Im Inland arbeiteten 286.248
Beschäftigte (- 2,4%) und im Ausland waren 380.942 Beschäftigte (- 1,3%) tätig. Die
weltweite Gesamtbelegschaft des Volkswagen Konzerns ohne die chinesischen Gemeinschaftsunternehmen
belief sich am Ende des ersten Halbjahrs 2025 auf 604.561 Beschäftigte und war um
1,6% unter dem Stand vom Jahresende 2024.
| in Tsd. | 2025 | 2024 | % |
| Absatz (Fahrzeuge) | 4.363 | 4.341 | + 0,5 |
| Produktion (Fahrzeuge) | 4.519 | 4.606 | - 1,9 |
| Gesamtbelegschaft (am 30.06.2025/31.12.2024) | 667,2 | 679,5 | - 1,8 |
1
Inklusive der nicht vollkonsolidierten chinesischen Gemeinschaftsunternehmen.
Die internationalen Aktienbörsen nahmen von Januar bis Juni 2025 einen uneinheitlichen
Verlauf. Dabei entwickelten sich die Börsenkurse in Europa besser als in den USA.
Geopolitische Unsicherheiten haben sich vor dem Hintergrund der US-Handelspolitik
erhöht im Vergleich zum Jahresende 2024. Insbesondere an den US-Börsen wuchsen Befürchtungen
von Investoren, dass die Handelspolitik der US-Regierung eine Rezession der Wirtschaft
zur Folge haben könnte. Bereits in den ersten Monaten des Berichtszeitraums gerieten
die Aktien amerikanischer Unternehmen aus den Sektoren künstliche Intelligenz und
autonomes Fahren im Zusammenhang mit dem Auftreten neuer Wettbewerber aus China unter
Druck. Gegen Ende des ersten Halbjahres 2025 belastete zudem die Eskalation des Nahost-Konflikts
das Geschehen.
Der deutsche Aktienindex (DAX) startete zunächst verhalten in das Jahr 2025 und ging
ab Mitte Januar in einen Aufwärtstrend über. In dessen Verlauf verzeichnete der Index
in kurzer Abfolge neue Allzeithochs. Das deutsche Börsenbarometer profitierte insbesondere
von der Hoffnung der Marktteilnehmenden auf Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank.
Positiv wirkten darüber hinaus Nachrichten über Friedensverhandlungen für die Ukraine,
die Aussicht auf eine Konjunkturerholung durch das geplante Investitionspaket der
neuen Bundesregierung sowie die durch die EU-Kommission angekündigte Flexibilisierung
zur Erreichung der Emissionsvorgaben für die Automobilindustrie. Zudem überwog zunächst
die Hoffnung auf ein Ausbleiben der angekündigten protektionistischen Maßnahmen seitens
der US-Regierung. Die Anfang April 2025 angekündigten drastischen Zollerhöhungen durch
die USA führten zu einer großen Unsicherheit am Kapitalmarkt und daraus resultierenden
Kursabschlägen. Im Anschluss erholte sich der DAX wieder von seinen Verlusten aufgrund
der Hoffnung auf Fortschritte im weltweiten Handelsstreit und der vorübergehenden
Aussetzung der erhöhten Zölle. Im Juni sorgte die Eskalation im Nahost-Konflikt zunächst
erneut für fallende Kurse. Dennoch lag der DAX, der als Performanceindex die Dividendenzahlungen
thesauriert, am 30. Juni 2025 um 20,1% über dem Stand am Jahresende 2024. Der EURO
STOXX Automobiles & Parts als reiner Preisindex blieb im Betrachtungszeitraum durch
das schwierige Marktumfeld der Automobilindustrie belastet und lag um 6,8% unter dem
Wert vom Jahresende 2024.

Die Kurse der Vorzugsaktie und der Stammaktie der Volkswagen AG entwickelten sich
von Anfang des Berichtszeitraums bis Mitte März zunächst sehr positiv. Die Ende 2024
im Tarifkonflikt erzielte gemeinsame Vereinbarung "Zukunft Volkswagen", die zu umfangreichen
strukturellen Maßnahmen und Kosteneinsparungen an den deutschen Volkswagen Standorten
führen soll, wurde vom Markt positiv wahrgenommen. Zudem profitierten die Aktien von
der Ankündigung der EU-Kommission, die Emissionsvorgaben zu flexibilisieren. Die Zahlen
des Volkswagen Konzerns für das Geschäftsjahr 2024 und ein als solide wahrgenommener
Ausblick auf das Jahr 2025 wurden durch die Anleger positiv aufgenommen. Ab Mitte
März gerieten die Notierungen zunehmend unter Druck, da sich das Branchen- und Börsenumfeld
eintrübte. Ursächlich hierfür waren insbesondere die gestiegenen handelspolitischen
Spannungen, vor allem als Folge der Ankündigung beträchtlich steigender Zölle durch
die USA und der daraus resultierenden hohen Unsicherheit in Bezug auf die zukünftige
Ergebnisentwicklung. Gute Verkaufszahlen wirkten sich im weiteren Verlauf zunächst
positiv auf den Kurs aus, bevor sich die Stimmung an den Börsen durch die Eskalation
im Nahost-Konflikt erneut eintrübte. Ende Juni 2025 notierte die Vorzugsaktie um 0,7%
über und die Stammaktie um 0,5% unter dem Wert zum Jahresende 2024. Beide entwickelten
sich damit besser als der Vergleichsindex EURO STOXX Automobiles & Parts. Unter der
Annahme einer Re-Investition der im Mai gezahlten Dividende (ohne Steuerabzug) zum
Zeitpunkt der Ausschüttung in die Volkswagen Aktien lag die Gesamtrendite der Vorzugsaktie
bei 7,2 % und die der Stammaktie bei 5,8 %.
Angaben und Erläuterungen zum Ergebnis je Aktie finden Sie im Anhang des Konzern-Zwischenabschlusses.
Weitere Daten zur Volkswagen Aktie sowie Nachrichten, Berichte und Präsentationen
zum Unternehmen sind auf der Internetseite www.volkswagen-group.com/investoren abrufbar.
Die 65. ordentliche Hauptversammlung der Volkswagen AG fand am 16. Mai 2025 im virtuellen
Format statt. Rund 55 % des Grundkapitals waren vertreten. Die Aktionäre folgten dem
Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, für das Geschäftsjahr 2024 eine Dividende
von 6,30 (9,00) € je Stammaktie und 6,36 (9,06) € je Vorzugsaktie auszuschütten. Des
Weiteren erteilte die Hauptversammlung den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats
die Entlastung für das Geschäftsjahr 2024. Die Aktionäre billigten außerdem den Vergütungsbericht
von Vorstand und Aufsichtsrat für das Jahr 2024. Zudem wurde die EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer
für das Geschäftsjahr 2025 sowie zum Prüfer für die prüferische Durchsicht des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses und Zwischenlageberichts für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres
2025, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2025 und für das erste Quartal
des Geschäftsjahres 2026 bestellt. Darüber hinaus wurde ein neues Mitglied in den
Aufsichtsrat gewählt.
| Höchstkurs | Tiefstkurs | Schlusskurs | ||
| Stammaktie | Kurs (€) | 112,80 | 86,35 | 91,70 |
| Datum | 10.03. | 09.04. | 30.06. | |
| Vorzugsaktie | Kurs (€) | 110,15 | 83,84 | 89,62 |
| Datum | 10.03. | 09.04. | 30.06. | |
| DAX | Kurs | 24.324 | 19.671 | 23.910 |
| Datum | 05.06. | 09.04. | 30.06. | |
| ESTX Auto & Parts | Kurs | 593 | 448 | 497 |
| Datum | 26.02. | 09.04. | 30.06. |
Seit dem 1. Januar 2025 umfasst die Segmentberichterstattung des Volkswagen Konzerns
gemäß IFRS 8 - entsprechend der im Geschäftsbericht 2024 dargestellten internen finanziellen
Steuerung und Berichterstattung - die drei berichtspflichtigen Segmente Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge, Nutzfahrzeuge und Finanzdienstleistungen. Das Segment Power Engineering
wird aus Wesentlichkeitsgründen nicht mehr separat berichtet. Zudem werden Informationen
über andere Geschäftstätigkeiten und Geschäftssegmente, die nicht berichtspflichtig
sind, in der Segmentberichterstattung unter "Sonstige operative Gesellschaften" zusammengefasst.
Darin enthalten ist im Wesentlichen das Geschäft mit Großdieselmotoren, Turbomaschinen
und Komponenten der Antriebstechnik. Die Überleitung der Segmentberichterstattung
beinhaltet die Konsolidierung zwischen den Segmenten, die nicht allokierte Konzernfinanzierung
und die Holdingfunktion.
Dieser Logik folgend berichtet der Volkswagen Konzern seit dem 1. Januar 2025 die
zwei Konzernbereiche Automobile und Finanzdienstleistungen sowie die Konsolidierung
zwischen den Konzernbereichen. Der Konzernbereich Automobile umfasst dabei das Segment
Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, das Segment Nutzfahrzeuge, die sonstigen operativen
Gesellschaften, die nicht allokierte Konzernfinanzierung und die Holdingfunktion.
Der Konzernbereich Finanzdienstleistungen entspricht dem Segment Finanzdienstleistungen.
Die Konsolidierung beinhaltet die Eliminierung der konzerninternen Beziehungen zwischen
den beiden Konzernbereichen und wird separat gezeigt. Die Vorjahreswerte des Konzernbereichs
Automobile entsprechen der geänderten Berichtsstruktur.
| Mio. € | Pkw und leichte Nutzfahrzeuge | Nutzfahrzeuge | Finanzdienstleistungen | Summe Berichtssegmente | Sonstige operative Gesellschaften | Überleitung |
| Umsatzerlöse | 119.976 | 21.195 | 31.471 | 172.642 | 3.233 | - 17.511 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 4.398 | 1.248 | 1.911 | 7.556 | 164 | - 1.013 |
| in % der Umsatzerlöse | 3,7 | 5,9 | 6,1 |
| Mio. € | Volkswagen Konzern |
| Umsatzerlöse | 158.364 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 6.707 |
| in % der Umsatzerlöse | 4,2 |
Im Vorjahr wurde festgestellt, dass Verpflichtungen zur Gewährung von Nebenleistungen
bei der Ermittlung der Rückstellung für Zeitwertguthaben nicht vollumfänglich berücksichtigt
wurden. Der Fehler wurde im Konzernabschluss 2024 in Übereinstimmung mit IAS 8 korrigiert,
indem die betroffenen Posten des Konzernabschlusses für die Vorjahre entsprechend
angepasst wurden.
Aus der retrospektiven Korrektur resultierte eine Veränderung des Eigenkapitals jeweils
zum 31. Dezember 2023/1. Januar 2024 sowie zum 1. Januar 2023. Diese ist auf die Erhöhung
der Sonstigen Rückstellungen sowie die Erfassung von latenten Ertragssteueransprüchen
zurückzuführen. Eine Quantifizierung dieser Auswirkungen ist im Anhang des Konzernabschlusses
2024 unter der Angabe "Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8" veröffentlicht. Auf die Gewinn-
und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung und die Kapitalflussrechnung hat die
Berücksichtigung der zusätzlichen Nebenleistungen keine wesentlichen Auswirkungen.
Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 hat der Volkswagen Konzern Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von 1,0 Mrd.€ im Wesentlichen im Sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst,
die vornehmlich auf die AUDI AG, CARIAD SE und Volkswagen Sachsen GmbH entfallen.
Gegenläufig wirkten in diesem Zusammenhang die Erträge aus der Auflösung von personalbezogenen
Rückstellungen bei der AUDI AG in Höhe von 0,3 Mrd.€, die im Wesentlichen in den Kosten
der Umsatzerlöse erfasst wurden.
Die US-Regierung erhebt seit dem 3. April 2025 zusätzliche Zölle von 25% auf Fahrzeuge
und seit dem 3. Mai 2025 zusätzliche Zölle in gleicher Höhe für Fahrzeugteile. Damit
betragen die Zölle insgesamt 27,5%. Das Operative Ergebnis ist neben den erhöhten
Zollaufwendungen für abgesetzte Fahrzeuge und Fahrzeugteile auch durch Wertberichtigungen
für die verlustfreie Bewertung von Vorräten und durch einen erhöhten Rückstellungsbedarf
für Gewährleistungsverpflichtungen belastet. Insgesamt ergibt sich aus den zusätzlichen
Zöllen der USA eine Belastung des Operativen Ergebnisses im ersten Halbjahr 2025 in
Höhe von rund 1,3 Mrd. €.
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025 wurden für Europa Aufwendungen für die
Bildung von Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO2-Flottenregulierung in Höhe
von 0,6 Mrd.€ in den Kosten der Umsatzerlöse erfasst. Nachdem im zweiten Quartal 2025
geänderte Regularien in der EU beschlossen wurden, haben sich diese Aufwendungen auf
0,3 Mrd. € im Berichtszeitraum reduziert. Des Weiteren waren Aufwendungen für die
Bildung von Rückstellungen für Emissionsverpflichtungen in den USA in Höhe von 0,3
Mrd. € zu erfassen. Die Bewertung der Rückstellungen für das US-Geschäft basiert auf
den aktuellen Regularien zum 30. Juni 2025 in den USA und berücksichtigt noch nicht
die Gesetzesänderungen durch den "One Big Beautiful Bill Act" vom 4. Juli 2025. Die
finalen Auswirkungen des "One Big Beautiful Bill Act" auf die Emissionsverpflichtungen
für den amerikanischen Markt werden derzeit analysiert. Nach derzeitigem Kenntnisstand
wird daraus ein positiver Effekt auf das Operative Ergebnis in Höhe eines niedrigen
bis mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrages erwartet.
Im März 2025 hat Volkswagen über seine Tochtergesellschaft Volkswagen International
Luxembourg S.A., Strassen/Luxemburg die Platzierung von 11 Mio. Aktien der TRATON
SE, München (TRATON SE) zu einem Preis von 32,75€ pro Aktie im Gesamtwert von 0,4
Mrd.€ abgeschlossen. Die Platzierung entspricht einem Anteil am Grundkapital der TRATON
SE in Höhe von 2,2% und reduziert die direkte Beteiligung an der TRATON SE von 89,7%
auf 87,5%. Volkswagen hat im Zusammenhang mit der Transaktion die Absicht geäußert,
mittelfristig einen Anteil von 75 % plus eine Aktie zu halten.
Das schwedische Unternehmen Northvolt AB, Stockholm/Schweden, an dem der Volkswagen
Konzern beteiligt ist, hat am 12. März 2025 in Schweden Insolvenz angemeldet. Zum
31. März 2025 wurde im Konzernabschluss daraufhin die Einbeziehung der Beteiligung
nach der Equity Methode beendet. Daraus ergibt sich ein nicht zahlungswirksamer Aufwand
in Höhe von 0,1 Mrd. €, der im Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen ausgewiesen
ist. Der Aufwand resultiert im Wesentlichen aus der Realisierung von bisher erfolgsneutral
erfassten Währungsumrechnungseffekten, welche aus den übrigen Rücklagen aus At Equity
bewerteten Anteilen in das Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen umgegliedert
wurden. Der Beteiligungsbuchwert wurde bereits im Geschäftsjahr 2024 vollständig wertberichtigt.
Im Rahmen der Kooperation mit dem US-amerikanischen Elektrofahrzeughersteller Rivian
Automotive, Inc., Irvine/USA (Rivian) hat Volkswagen im Juni 2025 auf Basis der im
Vorjahr geschlossenen Vereinbarung eine weitere Investition in Höhe von 1 Mrd. USD
in Rivian Stammaktien getätigt. Dadurch steigt der Beteiligungsanteil von Volkswagen
an Rivian auf 12,3%. Der Kaufpreis basiert auf einem bestimmten durchschnittlichen
Marktpreis der Rivian Stammaktien zuzüglich Prämienzahlung. Die Beteiligung an Rivian
wird im Konzernabschluss erfolgsneutral zum Fair Value bewertet.
Eine detaillierte Erläuterung zur Kooperation mit Rivian finden Sie im Anhang des
Konzernabschlusses 2024 unter der Angabe "Wesentliche Transaktionen".
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 wurde im Zusammenhang mit der Dieselthematik
ein Aufwand in Höhe von 0,2 Mrd. € erfasst. Ab dem Geschäftsjahr 2025 werden Effekte
aus der Dieselthematik nicht mehr als Sondereinflüsse gesondert angegeben.
| VOLKSWAGEN KONZERN | AUTOMOBILE | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | ||||
| Mio. € | 2025 | 20242 | 2025 | 20242,3 | 2025 | 20242 |
| Umsatzerlöse | 158.364 | 158.800 | 142.730 | 140.914 | 31.471 | 29.435 |
| Kosten der Umsatzerlöse | - 131.962 | - 129.538 | - 120.906 | - 115.199 | - 26.746 | - 25.611 |
| Bruttoergebnis | 26.402 | 29.262 | 21.823 | 25.715 | 4.725 | 3.824 |
| Vertriebskosten | - 10.881 | - 10.516 | - 10.342 | - 10.138 | - 667 | - 560 |
| Verwaltungskosten | - 6.614 | - 6.616 | - 5.294 | - 5.326 | - 1.373 | - 1.356 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | - 2.200 | - 2.150 | - 1.418 | - 1.613 | - 774 | - 493 |
| Operatives Ergebnis | 6.707 | 9.979 | 4.769 | 8.638 | 1.911 | 1.416 |
| Operative Umsatzrendite (in %) | 4,2 | 6,3 | 3,3 | 6,1 | 6,1 | 4,8 |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | 317 | 66 | 447 | 194 | - 131 | - 128 |
| Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis | - 601 | 32 | 86 | 859 | - 2 | 88 |
| Finanzergebnis | - 284 | 98 | 534 | 1.052 | - 133 | - 40 |
| Ergebnis vor Steuern | 6.423 | 10.077 | 5.303 | 9.690 | 1.777 | 1.376 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 1.946 | - 2.800 | ||||
| Ergebnis nach Steuern | 4.477 | 7.278 | ||||
| KONSOLIDIERUNG1 | ||
| Mio. € | 2025 | 2024 |
| Umsatzerlöse | - 15.837 | - 11.549 |
| Kosten der Umsatzerlöse | 15.690 | 11.272 |
| Bruttoergebnis | - 147 | - 277 |
| Vertriebskosten | 128 | 181 |
| Verwaltungskosten | 53 | 66 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | - 8 | - 45 |
| Operatives Ergebnis | 27 | - 75 |
| Operative Umsatzrendite (in %) | - | - |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | - | - |
| Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis | - 684 | - 914 |
| Finanzergebnis | - 684 | - 914 |
| Ergebnis vor Steuern | - 657 | - 989 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | ||
| Ergebnis nach Steuern | ||
1
Eliminierung der konzerninternen Beziehungen zwischen den Konzernbereichen Automobile
und Finanzdienstleistungen.
2
Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8).
3
Werte entsprechen der geänderten Berichtsstruktur.

1
Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8).
Im Zeitraum Januar bis Juni 2025 erwirtschaftete der Volkswagen Konzern Umsatzerlöse
in Höhe von 158,4 (158,8) Mrd. € und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres. Insbesondere
die gute Umsatzentwicklung im Konzernbereich Finanzdienstleistungen hatte einen positiven
Einfluss. Der Volkswagen Konzern erzielte 80,7 (80,1)% seiner Umsatzerlöse im Ausland.
Das Bruttoergebnis nahm aufgrund anteilig höherer Kosten der Umsatzerlöse um 2,9 Mrd.€
auf 26,4 Mrd.€ ab. Die Bruttomarge reduzierte sich in der Folge auf 16,7 (18,4)%.
Das Operative Ergebnis des Volkswagen Konzerns belief sich in den ersten sechs Monaten
2025 auf 6,7 (10,0) Mrd.€. Die operative Umsatzrendite betrug 4,2 (6,3)%. Der Rückgang
gegenüber dem Vorjahr ergab sich insbesondere aus Aufwendungen resultierend aus den
seit Anfang April 2025 von den USA erhöhten Einfuhrzöllen, aus Rückstellungen im Zusammenhang
mit der CO2-Flottenregulierung in Europa und den USA sowie aus Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten
im Zusammenhang mit der Dieselthematik. Außerdem belasteten Wechselkurs-, Mix- und
Preiseffekte sowie steigende Aufwendungen für den Aufbau des Geschäftsfelds Battery
das Ergebnis. Die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen lagen im ersten Halbjahr
2025 auf dem Niveau des Vorjahres und betrafen im Wesentlichen Audi, CARIAD und Volkswagen
Sachsen.
Das Finanzergebnis lag mit - 0,3 (0,1) Mrd. € unter dem Wert des Vorjahres. Das Ergebnis
aus At Equity bewerteten Anteilen fiel höher aus als ein Jahr zuvor. Darin wirkten
in beiden Zeiträumen negative Effekte im Zusammenhang mit der Beteiligung an Northvolt,
die im Vorjahr höher waren als im Berichtzeitraum. Höhere Zinsaufwendungen sowie rückläufige
Zinserträge belasteten das Zinsergebnis. Im Berichtszeitraum nahm das Ergebnis vor
Steuern des Volkswagen Konzerns um 3,7 Mrd.€ auf 6,4 Mrd.€ ab. Das Ergebnis nach Steuern
sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Mrd. € auf 4,5 Mrd. €.
Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete der Konzernbereich Automobile Umsatzerlöse in
der Größenordnung des Vorjahres in Höhe von 142,7 (140,9) Mrd. €. Die Umsatzerlöse
im Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge lagen mit 120,0 (116,8) Mrd. € volumen- und
mixbedingt leicht über dem Niveau des Vorjahres, während sie im Segment Nutzfahrzeuge
das Vorjahr mit 21,2 (22,7) Mrd. € im Wesentlichen aufgrund rückläufiger Volumina
verfehlten. Die Geschäftsentwicklung des Konzerns auf dem chinesischen Pkw-Markt schlägt
sich im Wesentlichen nur in Form von Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen
in den Umsatzerlösen des Konzerns nieder, da unsere chinesischen Joint Ventures At
Equity bilanziert werden.
| Mio. € | 2025 | 2024 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt | 9.945 | 11.405 |
| davon aktivierte Entwicklungskosten | 4.405 | 5.158 |
| Aktivierungsquote in %1 | 44,3 | 45,2 |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 3.454 | 3.046 |
| Ergebniswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten | 8.993 | 9.293 |
| Forschungs- und Entwicklungskostenquote in % (F&E-Quote)2 | 7,0 | 8,1 |
1
Anteil der aktivierungspflichtigen Entwicklungskosten an den gesamten Forschungs-
und Entwicklungskosten.
2
Gesamte Forschungs- und Entwicklungskosten in Prozent der Umsatzerlöse im Konzernbereich
Automobile.
Die Kosten der Umsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überproportional
zu den Umsatzerlösen. Die hierin enthaltenen Materialaufwendungen stiegen vor allem
aufgrund eines Anstiegs der Produktionskosten von höherpreisigen Fahrzeugmodellen
insbesondere in der Markengruppe Progressive. Zudem waren Aufwendungen resultierend
aus von den USA seit April 2025 erhöhten Einfuhrzöllen zu berücksichtigen sowie Rückstellungen
im Zusammenhang mit der CO2-Flottenregulierung in Europa und den USA zu bilden.
Die ergebniswirksam verrechneten Forschungs- und Entwicklungskosten nahmen trotz geringerer
Aktivierungen von Entwicklungskosten aufgrund niedrigerer Primäraufwendungen ab. Die
F&E-Quote ging daraufhin im Zeitraum Januar bis Juni 2025 auf 7,0 (8,1)% zurück. Die
Investitionsquote, die sich aus der F&E- und Sachinvestitionsquote zusammensetzt,
belief sich auf 11,4 (12,3)%.
In den ersten sechs Monaten 2025 nahmen die Vertriebskosten - unter anderem infolge
von gestiegenen Vermarktungskosten - im Vergleich zum Vorjahr leicht zu; während ihr
Anteil an den Umsatzerlösen unverändert blieb. Die Verwaltungskosten und auch ihr
Anteil an den Umsatzerlösen waren auf dem Niveau des Vorjahres. Das Sonstige betriebliche
Ergebnis belief sich auf - 1,4 (- 1,6) Mrd. €. Insbesondere gestiegene negative Wechselkurseinflüsse,
Restrukturierungsaufwendungen sowie Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten vor allem
im Zusammenhang mit der Dieselthematik belasteten das Sonstige betriebliche Ergebnis.
Das Operative Ergebnis des Konzernbereichs Automobile ging im ersten Halbjahr 2025
um 3,9 Mrd.€ auf 4,8 Mrd.€ zurück. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ergab sich insbesondere
aus Aufwendungen resultierend aus den seit Anfang April 2025 von den USA erhöhten
Einfuhrzöllen, aus Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO2-Flottenregulierung in
Europa und den USA sowie Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit
der Dieselthematik. Außerdem dämpften eine negativ wirkende Wechselkurs-, Mix- und
Preisentwicklung sowie steigende Aufwendungen für den Aufbau des Geschäftsfelds Battery
das Ergebnis. Die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen lagen auf dem Niveau
des Vorjahres. Die operative Umsatzrendite sank auf 3,3 (6,1)%. Das Operative Ergebnis
des Segments Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in Höhe von 4,4 (7,4) Mrd.€ ging im Berichtszeitraum
im Wesentlichen aufgrund der oben genannten Sachverhalte zurück. Im Segment Nutzfahrzeuge
führten vor allem Volumenrückgänge zu einer Reduzierung des Operativen Ergebnisses
um 0,8 Mrd.€ auf 1,2 Mrd.€. Aus unseren At Equity einbezogenen chinesischen Joint
Ventures berücksichtigen wir im Operativen Ergebnis im Wesentlichen nur das Ergebnis
aus den Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen sowie Lizenzeinnahmen, da die
Ergebnisse dieser Joint Ventures im Finanzergebnis anteilig bilanziert werden.
Mit 31,5 Mrd.€ übertrafen die Umsatzerlöse des Finanzdienstleistungsbereichs in den
ersten sechs Monaten 2025 den Vorjahreswert volumenbedingt um 6,9%. Die Kosten der
Umsatzerlöse erhöhten sich bei volumenbedingt höheren Abschreibungen auf die Restwerte
von vermieteten Fahrzeugen unterproportional. Das Bruttoergebnis stieg in der Folge
auf 4,7 (3,8) Mrd.€.
Das Operative Ergebnis des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen fiel mit 1,9 (1,4)
Mrd.€ höher aus als im Vorjahr. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem gestiegenen
Volumen. Der Vorjahreszeitraum war durch Währungskursverluste im Zusammenhang mit
der Entkonsolidierung der Volkswagen Bank Rus belastet. Die operative Umsatzrendite
erhöhte sich auf 6,1 (4,8)%.
Im Zeitraum Januar bis Juni 2025 erzielte der Volkswagen Konzern einen unter anderem
ergebnisbedingt um 4,3 Mrd.€ unter dem Vorjahr liegenden Brutto-Cashflow in Höhe von
19,5 Mrd.€. Die Veränderung im Working Capital lag bei - 16,2 (- 19,4) Mrd. € und
resultierte im Berichtszeitraum im Wesentlichen aus dem Aufbau der Vermieteten Vermögenswerte,
Vorräte und Forderungen, denen eine Zunahme der Verbindlichkeiten entgegenstand.
Der Cashflow aus dem laufenden Geschäft verringerte sich in der Folge im ersten Halbjahr
2025 um 1,2 Mrd. € auf 3,3 Mrd. €.
Die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts des Volkswagen Konzerns lag mit
11,7 (11,5) Mrd. € auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei stiegen die Sachinvestitionen
(Investitionen in Sachanlagen, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Immaterielle
Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungskosten) spürbar an, während die aktivierten
Entwicklungskosten deutlich zurückgingen. Die Ausgaben für den Erwerb von Beteiligungen
enthalten unter anderem den weiteren Anteilserwerb an Rivian.
Aus der Finanzierungstätigkeit des Volkswagen Konzerns ergab sich insgesamt ein Mittelzufluss
in Höhe von 4,7 (15,8) Mrd.€. Die Finanzierungstätigkeit berücksichtigt im Wesentlichen
die Aufnahme und Tilgung von Anleihen und nicht börsennotierten Schuldverschreibungen,
die Veränderungen der übrigen Finanzschulden, die Dividendenzahlung an die Aktionäre
der Volkswagen AG in Höhe von 3,2 Mrd.€ sowie die Rückzahlung der fristgerecht zu
Juni 2025 gekündigten Hybridanleihe in Höhe von 1,5 Mrd.€ und die Begebung von grünen
Hybridanleihen im Mai 2025 in Höhe von 1,9 Mrd.€. Am Ende der ersten sechs Monate
2025 verzeichnete der Volkswagen Konzern einen Zahlungsmittelbestand laut Kapitalflussrechnung
in Höhe von 34,8 Mrd.€. Ende Dezember 2024 hatte er 40,3 Mrd. € betragen.
Am 30. Juni 2025 lag die Nettoliquidität des Volkswagen Konzerns bei - 175,7 Mrd.
€; am Jahresende 2024 waren es - 169,1 Mrd. € gewesen.
Im Berichtszeitraum verzeichnete der Konzernbereich Automobile einen Brutto-Cashflow
in Höhe von 13,0 (18,0) Mrd. €. Der Rückgang resultierte vor allem aus dem schwächeren
Ergebnis. Die Veränderung im Working Capital belief sich auf - 2,6 (- 5,9) Mrd. €.
Dem Aufbau von Vorräten und eine volumenbedingten Erhöhung von Forderungen stand eine
volumenbedingte Zunahme der Verbindlichkeiten entgegen. In der Folge verringerte sich
der Cashflow aus dem laufenden Geschäft um 1,7 Mrd. € auf 10,4 Mrd. €.
Im Zeitraum Januar bis Juni 2025 lag die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts
mit 11,8 (11,7) Mrd. € auf dem Niveau des Vorjahres. Die darin enthaltenen Sachinvestitionen
stiegen um 0,4 Mrd.€ auf 6,3 Mrd.€. Die Sachinvestitionsquote betrug 4,4 (4,2)%. Wesentliche
Anteile der Sachinvestitionen flossen dabei in die Produktion von Elektrofahrzeugen,
zugehörigen Batterietechnologien sowie elektrischen Baukästen und Plattformen als
zentrale Bestandteile der Transformation des Unternehmens hin zu nachhaltiger Mobilität.
Weitere Schwerpunkte bilden die Digitalisierung unserer Produkte, Maßnahmen zur Reduzierung
des CO2-Ausstoßes und Förderung nachhaltiger Produktionsprozesse sowie der Ausbau
der Marktpräsenz unter anderem in Nordamerika und China. Die Zugänge zu den aktivierten
Entwicklungskosten waren mit 4,3 (5,2) Mrd. € rückläufig. Die Position "Erwerb und
Verkauf von Beteiligungen" erhöhte sich auf - 1,4 (- 0,8) Mrd. € und enthielt im Wesentlichen
die Erhöhung unserer Beteiligung an Rivian.
Der Netto-Cashflow des Konzernbereichs Automobile lag bei - 1,4 (0,4) Mrd. €.
| VOLKSWAGEN KONZERN | AUTOMOBILE | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | ||||
| Mio. € | 2025 | 20242 | 2025 | 20242,3 | 2025 | 20242 |
| Anfangsbestand Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 40.296 | 43.522 | 28.088 | 31.834 | 16.196 | 14.819 |
| Ergebnis vor Steuern | 6.423 | 10.077 | 5.303 | 9.690 | 1.777 | 1.376 |
| Ertragsteuerzahlungen | - 3.044 | - 3.452 | - 2.652 | - 3.034 | - 966 | -594 |
| Abschreibungen4 | 16.096 | 14.598 | 10.596 | 9.510 | 5.923 | 5.542 |
| Veränderung der Pensionen | - 61 | 32 | - 63 | 27 | 2 | 5 |
| Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung | 1.070 | 1.944 | 884 | 1.769 | 186 | 175 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Umgliederungen5 | - 987 | 647 | - 1.052 | 42 | -223 | 623 |
| Brutto-Cashflow | 19.497 | 23.846 | 13.015 | 18.004 | 6.700 | 7.127 |
| Veränderung Working Capital | - 16.183 | - 19.359 | - 2.605 | - 5.930 | - 12.424 | - 13.565 |
| Veränderung der Vorräte | - 7.177 | - 7.309 | - 6.652 | - 7.494 | -520 | 272 |
| Veränderung der Forderungen | - 4.714 | - 4.447 | - 2.828 | - 4.094 | - 889 | -1.686 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten | 7.853 | 2.272 | 6.604 | 3.237 | 1.309 | 63 |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | 809 | 2.454 | 750 | 2.544 | 42 | -21 |
| Veränderung der Vermieteten Vermögenswerte (ohne Abschreibungen) | - 11.131 | - 8.540 | - 477 | - 123 | -10.792 | - 8.512 |
| Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen | - 1.823 | - 3.790 | - 3 | - 0 | -1.574 | -3.681 |
| Cashflow laufendes Geschäft | 3.315 | 4.487 | 10.410 | 12.074 | - 5.724 | - 6.438 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | - 11.708 | - 11.540 | - 11.760 | - 11.706 | -190 | - 486 |
| davon: Sachinvestitionen | - 6.488 | - 6.023 | - 6.338 | - 5.895 | -112 | - 94 |
| Entwicklungskosten (aktiviert) | - 4.328 | - 5.158 | - 4.328 | - 5.158 | - | - |
| Erwerb und Verkauf von Beteiligungen | - 1.328 | - 730 | - 1.363 | - 838 | -140 | - 418 |
| Netto-Cashflow | -8.393 | - 7.053 | -1.350 | 367 | - 5.915 | - 6.924 |
| Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen | - 659 | - 1.863 | 857 | - 3.260 | -778 | 3.011 |
| Investitionstätigkeit | - 12.367 | - 13.403 | - 10.904 | - 14.967 | - 969 | 2.526 |
| Finanzierungstätigkeit | 4.732 | 15.798 | - 805 | - 3.353 | 3.704 | 17.730 |
| davon: Kapitaltransaktionen mit Minderheiten | 358 | - | 358 | - | - | - |
| Kapitaleinzahlungen/-rückzahlungen | 397 | - 1.215 | 451 | - 1.216 | 74 | 542 |
| Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - 1.175 | - 9 | - 1.270 | - 23 | - 81 | -37 |
| Veränderung der Risikovorsorge auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 1 | - 0 | 2 | 0 | - 1 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - 5.495 | 6.875 | - 2.569 | - 6.267 | - 3.071 | 13.780 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 30.06.7 | 34.802 | 50.398 | 25.519 | 25.567 | 13.126 | 28.599 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen | 45.372 | 43.200 | 76.035 | 78.615 | 20.082 | 18.199 |
| Bruttoliquidität | 80.173 | 93.598 | 101.554 | 104.182 | 33.208 | 46.798 |
| Kreditstand | - 255.918 | - 257.170 | - 73.167 | - 74.271 | - 238.965 | - 241.684 |
| Nettoliquidität am 30.06.8 | - 175.745 | - 163.573 | 28.387 | 29.911 | - 205.757 | - 194.887 |
| nachrichtlich am 01.01. | - 169.122 | - 147.433 | 34.414 | 38.653 | - 205.188 | - 187.722 |
| KONSOLIDIERUNG1 | ||
| Mio. € | 2025 | 2024 |
| Anfangsbestand Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - 3.988 | - 3.131 |
| Ergebnis vor Steuern | - 657 | - 989 |
| Ertragsteuerzahlungen | 574 | 176 |
| Abschreibungen4 | - 422 | - 454 |
| Veränderung der Pensionen | -1 | - |
| Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung | - | - |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Umgliederungen5 | 289 | - 17 |
| Brutto-Cashflow | - 218 | - 1.284 |
| Veränderung Working Capital | - 1.153 | 136 |
| Veränderung der Vorräte | - 6 | - 87 |
| Veränderung der Forderungen | - 997 | 1.333 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten | - 60 | - 1.028 |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | 18 | - 70 |
| Veränderung der Vermieteten Vermögenswerte (ohne Abschreibungen) | 137 | 96 |
| Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen | - 247 | - 109 |
| Cashflow laufendes Geschäft | - 1.371 | - 1.149 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | 243 | 652 |
| davon: Sachinvestitionen | - 38 | - 35 |
| Entwicklungskosten (aktiviert) | - | - |
| Erwerb und Verkauf von Beteiligungen | 176 | 527 |
| Netto-Cashflow | -1.128 | - 497 |
| Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen | - 738 | - 1.614 |
| Investitionstätigkeit | - 495 | - 962 |
| Finanzierungstätigkeit | 1.834 | 1.422 |
| davon: Kapitaltransaktionen mit Minderheiten | - | - |
| Kapitaleinzahlungen/-rückzahlungen | - 128 | - 541 |
| Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 177 | 51 |
| Veränderung der Risikovorsorge auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | - 0 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 145 | - 638 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 30.06.7 | - 3.844 | - 3.768 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen | - 50.745 | - 53.614 |
| Bruttoliquidität | - 54.589 | - 57.382 |
| Kreditstand | 56.214 | 58.785 |
| Nettoliquidität am 30.06.8 | 1.625 | 1.403 |
| nachrichtlich am 01.01. | 1.652 | 1.636 |
1
Eliminierung der konzerninternen Beziehungen zwischen den Konzernbereichen Automobile
und Finanzdienstleistungen.
2
Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8).
3
Werte entsprechen der geänderten Berichtsstruktur.
4
Saldiert mit Zuschreibungen.
5
Im Wesentlichen Umgliederung der Ergebnisse aus Anlagen-/Beteiligungsabgängen in die
Investitionstätigkeit.
6
Netto-Cashflow: Cashflow laufendes Geschäft abzüglich Investitionstätigkeit laufendes
Geschäft (Investitionstätigkeit ohne Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren und
Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen).
7
Der Zahlungsmittelbestand setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand
und jederzeit fälligen Mitteln zusammen.
8
Bestand an Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Wertpapieren und Termingeldanlagen
sowie Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen und Joint Ventures abzüglich
Kreditstand (Lang- und Kurzfristige Finanzschulden).
Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete die Finanzierungstätigkeit des Konzernbereichs
Automobile mit - 0,8 (- 3,4) Mrd. € einen Mittelabfluss. Darin enthalten sind vor
allem die Aufnahme und Tilgung von Anleihen sowie nicht börsennotierten Schuldverschreibungen,
die Veränderungen der übrigen Finanzschulden, die Dividendenzahlung an die Aktionäre
der Volkswagen AG aus der Gewinnverwendung für das Geschäftsjahr 2024 sowie die Rückzahlung
der fristgerecht zu Juni 2025 gekündigten Hybridanleihe. Aus den im Mai 2025 über
die Volkswagen International Finance N.V. begebenen grünen Hybridanleihen im Gesamtnennbetrag
von 1,9 Mrd.€ ergab sich im Berichtszeitraum ein Mittelzufluss. Diese Anleihen bestehen
zum einen aus einer 1,15 Mrd.€ Anleihe, die mit einem Kupon von 5,994% ausgestattet
und erstmals nach achteinhalb Jahren kündbar ist, und zum anderen aus einer 0,75 Mrd.€
Anleihe, die einen Kupon von 5,493% hat und erstmals nach fünfeinhalb Jahren gekündigt
werden kann. Beide Anleihen besitzen eine unbefristete Laufzeit und erhöhen - unter
anderem nach Abzug der Kapitalbeschaffungskosten - die Nettoliquidität sowie das Eigenkapital.
Ende Juni 2025 wies der Konzernbereich Automobile eine solide Nettoliquidität in Höhe
von 28,4 Mrd. € aus; am 31. Dezember 2024 hatte sie 34,4 Mrd.€ betragen.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 erwirtschaftete der Finanzdienstleistungsbereich
einen Brutto-Cashflow in Höhe von 6,7 (7,1) Mrd. €. Die Veränderung im Working Capital
betrug - 12,4 (- 13,6) Mrd. €. Einem Aufbau der Vermieteten Vermögenswerte und Forderungen
stand eine Zunahme von Verbindlichkeiten entgegen, die zu einer gegenüber Vorjahr
geringeren Mittelbindung im Working Capital führte. In der Folge lag der Cashflow
aus dem laufenden Geschäft bei - 5,7 (- 6,4) Mrd. €.
Die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts reduzierte sich auf 0,2 (0,5) Mrd.
€.
In der Finanzierungstätigkeit des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen ergab sich
im Zeitraum Januar bis Juni 2025 ein Mittelzufluss in Höhe von 3,7 (17,7) Mrd.€. Hierin
enthalten sind vor allem die Aufnahme und Tilgung von Anleihen, nicht börsennotierten
Schuldverschreibungen sowie übriger Finanzschulden.
Am Ende des ersten Halbjahres 2025 lag die branchenüblich negative Nettoliquidität
des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen bei - 205,8 Mrd. €; am Jahresende 2024
hatte sie sich auf - 205,2 Mrd. € belaufen.
Am 30. Juni 2025 verzeichnete der Volkswagen Konzern mit 637,7 Mrd.€ eine um 0,8%
höhere Bilanzsumme als am Jahresende 2024. Mit 198,0 (196,7) Mrd. € lag das Eigenkapital
des Konzerns auf dem Niveau vom Jahresende 2024. Die Eigenkapitalquote belief sich
auf 31,1 (31,1) %.
Die Immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Konzernbereich Automobile waren
gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2024 nahezu unverändert. Die At Equity bewerteten
Anteile verringerten sich im Wesentlichen aufgrund der Dividendenbeschlüsse der chinesischen
Gemeinschaftsunternehmen. Insgesamt lagen die Langfristigen Vermögenswerte mit 254,3
(256,4) Mrd.€ auf dem Niveau vom Jahresende 2024.
Die Kurzfristigen Vermögenswerte fielen am 30. Juni 2025 mit 167,6 (163,4) Mrd. €
höher aus als Ende 2024. Die Vorräte legten spürbar zu. Die kurzfristigen Sonstigen
Forderungen und finanziellen Vermögenswerte stiegen vor allem aufgrund von höheren
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Bestand an Zahlungsmitteln nahm um
2,6 Mrd.€ auf 25,5 Mrd.€ ab.
Am Ende des ersten Halbjahres 2025 verzeichnete der Konzernbereich Automobile ein
auf dem Niveau des Vorjahres liegendes Eigenkapital in Höhe von 175,8 (174,9) Mrd.
€. Die Ergebnisentwicklung, geringere versicherungsmathematische Verluste aus der
Neubewertung von Pensionsplänen infolge der Änderung des Zinssatzes, sowie die im
Mai 2025 begebenen grünen Hybridanleihen standen negativen Effekten aus der Währungsumrechnung,
die Dividendenzahlung an die Aktionäre der Volkswagen AG sowie die Rückzahlung der
zu Juni 2025 fristgerecht gekündigten Hybridanleihe entgegen. Die Anteile von Minderheiten
am Eigenkapital nahmen unter anderem aufgrund des Verkaufs von Anteilen an TRATON
spürbar zu und umfassten im Wesentlichen die Minderheitsaktionäre des Porsche AG Konzerns
und der TRATON Group. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 41,7 (41,7)%.
| VOLKSWAGEN KONZERN | AUTOMOBILE | FINANZDIENSTLEISTUNGEN | ||||
| Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 | 30.06.2025 | 31.12.20242 | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
| Aktiva | ||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 387.707 | 387.674 | 254.302 | 256.386 | 192.397 | 191.166 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 94.036 | 93.333 | 93.561 | 92.811 | 483 | 529 |
| Sachanlagen | 70.333 | 71.452 | 68.263 | 69.228 | 925 | 949 |
| Vermietete Vermögenswerte | 75.719 | 73.193 | 5.392 | 5.502 | 75.507 | 73.086 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 99.396 | 101.087 | 1 | 21 | 99.951 | 101.795 |
| Finanzanlagen, At Equity bewertete Anteile und sonstige Beteiligungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 48.223 | 48.610 | 87.086 | 88.823 | 15.533 | 14.808 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 249.978 | 245.231 | 167.613 | 163.387 | 118.026 | 121.674 |
| Vorräte | 62.213 | 56.720 | 55.882 | 50.785 | 6.535 | 6.144 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 67.774 | 68.855 | 23 | 3 | 68.304 | 69.510 |
| Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 57.078 | 52.033 | 62.527 | 61.411 | 25.612 | 25.597 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen | 28.110 | 27.326 | 23.661 | 23.099 | 4.449 | 4.227 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 34.802 | 40.296 | 25.519 | 28.088 | 13.126 | 16.196 |
| Bilanzsumme | 637.684 | 632.905 | 421.915 | 419.772 | 310.423 | 312.840 |
| Passiva | ||||||
| Eigenkapital | 198.018 | 196.731 | 175.849 | 174.860 | 45.453 | 45.044 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Volkswagen AG | 168.716 | 168.404 | 146.832 | 146.836 | 45.100 | 44.693 |
| Eigenkapital der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 14.164 | 13.890 | 14.164 | 13.890 | - | - |
| Eigenkapital der Anteilseigner der Volkswagen AG | 182.880 | 182.294 | 160.996 | 160.726 | 45.100 | 44.693 |
| Anteile von Minderheiten am Eigenkapital | 15.138 | 14.437 | 14.853 | 14.134 | 353 | 352 |
| Langfristige Schulden | 210.777 | 219.134 | 130.271 | 130.577 | 116.319 | 124.565 |
| Finanzschulden | 129.905 | 137.061 | 55.595 | 55.011 | 103.991 | 111.887 |
| Rückstellungen für Pensionen | 23.737 | 27.602 | 23.351 | 27.148 | 386 | 453 |
| Sonstige Schulden | 57.135 | 54.472 | 51.325 | 48.418 | 11.941 | 12.225 |
| Kurzfristige Schulden | 228.889 | 217.039 | 115.795 | 114.335 | 148.651 | 143.230 |
| Finanzschulden | 126.013 | 117.020 | 17.572 | 17.952 | 134.973 | 128.984 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 33.062 | 29.772 | 34.011 | 31.286 | 4.279 | 3.552 |
| Sonstige Schulden | 69.815 | 70.247 | 64.212 | 65.097 | 9.399 | 10.694 |
| Bilanzsumme | 637.684 | 632.905 | 421.915 | 419.772 | 310.423 | 312.840 |
| KONSOLIDIERUNG1 | ||
| Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
| Aktiva | ||
| Langfristige Vermögenswerte | - 58.992 | - 59.878 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - 7 | - 7 |
| Sachanlagen | 1.145 | 1.274 |
| Vermietete Vermögenswerte | -5.179 | -5.395 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | - 555 | - 729 |
| Finanzanlagen, At Equity bewertete Anteile und sonstige Beteiligungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | -54.396 | -55.021 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | - 35.661 | - 39.830 |
| Vorräte | - 203 | - 209 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | - 553 | - 657 |
| Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | - 31.061 | - 34.975 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen | - | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - 3.844 | - 3.988 |
| Bilanzsumme | - 94.654 | - 99.708 |
| Passiva | ||
| Eigenkapital | - 23.283 | - 23.173 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Volkswagen AG | - 23.215 | - 23.125 |
| Eigenkapital der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | - | - 0 |
| Eigenkapital der Anteilseigner der Volkswagen AG | - 23.215 | - 23.125 |
| Anteile von Minderheiten am Eigenkapital | - 68 | - 48 |
| Langfristige Schulden | - 35.813 | - 36.008 |
| Finanzschulden | - 29.681 | - 29.837 |
| Rückstellungen für Pensionen | - 0 | - 0 |
| Sonstige Schulden | - 6.132 | - 6.171 |
| Kurzfristige Schulden | - 35.557 | - 40.526 |
| Finanzschulden | - 26.533 | - 29.917 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -5.229 | -5.067 |
| Sonstige Schulden | - 3.796 | -5.543 |
| Bilanzsumme | - 94.654 | - 99.708 |
1
Eliminierung der konzerninternen Beziehungen zwischen den Konzernbereichen Automobile
und Finanzdienstleistungen.
2
Werte entsprechen der geänderten Berichtsstruktur.
Mit 130,3 (130,6) Mrd.€ lagen die Langfristigen Schulden am Ende des Berichtszeitraums
auf dem Niveau vom Jahresende 2024. Die langfristigen Sonstigen Schulden und vor allem
die darin enthaltenen langfristigen sonstigen Rückstellungen stiegen spürbar vor allem
aufgrund von Rückstellungen für langfristige Emissionsverpflichtungen und Restrukturierungsmaßnahmen,
während die Pensionsrückstellungen insbesondere aufgrund der versicherungsmathematischen
Neubewertung infolge der Änderung des Zinssatzes deutlich rückläufig waren.
Mit 115,8 (114,3) Mrd. € waren die Kurzfristigen Schulden am 30. Juni 2025 in der
Größenordnung des Jahresende 2024. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
erhöhten sich spürbar, während die in den kurzfristigen Sonstigen Schulden enthaltenden
kurzfristigen sonstigen Rückstellungen spürbar zurückgingen.
Ende Juni 2025 wies der Konzernbereich Automobile eine Bilanzsumme in Höhe von 421,9
Mrd.€ aus; das waren 0,5 % mehr als am 31. Dezember 2024.
Am 30. Juni 2025 verzeichnete der Finanzdienstleistungsbereich mit 310,4 Mrd. € eine
um 0,8 % niedrigere Bilanzsumme als am Jahresende 2024.
Mit 192,4 (191,2) Mrd. € lagen die Langfristigen Vermögenswerte insgesamt auf nahezu
dem gleichen Niveau wie am 31. Dezember 2024. Die Vermieteten Vermögenswerte stiegen
im Wesentlichen volumenbedingt, während die Forderungen aus Finanzdienstleistungen
rückläufig waren.
Die Kurzfristigen Vermögenswerte des Finanzdienstleistungsbereichs nahmen um 3,0%
auf 118,0 Mrd.€ ab. Die kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen und der
Bestand an Zahlungsmitteln verringerten sich gegenüber dem Jahresende 2024.
Am Ende des ersten Halbjahres 2025 entfielen rund 48,7 (49,4)% der Aktiva des Volkswagen
Konzerns auf den Finanzdienstleistungsbereich.
Mit 45,5 (45,0) Mrd. € lag das Eigenkapital des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen
Ende Juni 2025 auf dem Niveau vom Dezember 2024. Die Eigenkapitalquote belief sich
auf 14,6 (14,4)%.
Die Langfristigen Schulden im Finanzdienstleistungsbereich von 116,3 (124,6) Mrd.€
reduzierten sich vor allem aufgrund spürbar gesunkener langfristiger Finanzschulden.
Die Kurzfristigen Schulden waren mit 148,7 (143,2) Mrd. € leicht über dem Wert vom
31. Dezember 2024. Die darin enthaltenen Finanzschulden nahmen leicht, die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen stark zu, während sich die kurzfristigen Sonstigen
Schulden deutlich verringerten.
Das Einlagevolumen aus dem Direktbankgeschäft belief sich am 30. Juni 2025 auf 65,2
Mrd.€; am Jahresende 2024 hatte es 57,5 Mrd. € betragen.
Die mit dem Geschäftsbericht 2024 im zusammengefassten Lagebericht veröffentlichte
Prognose für das Geschäftsjahr 2025 haben wir im zweiten Quartal 2025 insbesondere
aufgrund der seit April erhöhten US-Importzölle angepasst.
Für die Auslieferungen an Kunden gehen wir nunmehr davon aus, das Niveau des Vorjahres
zu erreichen (vorher: in der Größenordnung des Vorjahres).
Die Umsatzerlöse für den Volkswagen Konzern und das Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
erwarten wir auf dem Niveau des Vorjahres (vorher: um bis zu 5 % über dem Vorjahr).
Für die operative Umsatzrendite des Konzerns rechnen wir nunmehr mit einer Bandbreite
zwischen 4,0 und 5,0% (vorher: 5,5 bis 6,5%), für das Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
zwischen 4,5 und 5,5% (vorher: 6 bis 7%). Für das Segment Nutzfahrzeuge erwarten wir
spürbar unter dem Vorjahr liegende Umsatzerlöse (vorher: auf dem Vorjahresniveau),
die operative Umsatzrendite prognostizieren wir zwischen 7,0 und 8,0% (vorher: 7,5
und 8,5%).
Für den Konzernbereich Automobile erwarten wir den Netto-Cashflow des Jahres 2025
zwischen 1 und 3 Mrd.€ (vorher: 2 und 5 Mrd.€). Außerdem gehen wir nunmehr von einer
Nettoliquidität aus, die zwischen 31 und 33 Mrd. € liegen wird (vorher: 34 und 37
Mrd. €).
Die prognostizierten Bandbreiten für Operatives Ergebnis, Netto-Cashflow und Nettoliquidität
unterstellen am unteren Ende insbesondere eine Fortsetzung der aktuell geltenden US-Importzölle
von 27,5% im zweiten Halbjahr 2025 und am oberen Ende auf 10% reduzierte Importzölle.
Es besteht hohe Unsicherheit in Bezug auf die weitere Entwicklung der Zollsituation
und ihrer Effekte und Wechselwirkungen.
Den Ausblick für das Geschäftsjahr 2025 finden Sie auf Seite 30.
1. Straf- und Verwaltungsverfahren weltweit (exklusive USA/Kanada)
Im Mai 2025 wurde die seit September 2021 vor dem Landgericht Braunschweig durchgeführte
Hauptverhandlung gegen teilweise auch ehemalige Beschäftigte der Volkswagen AG im
Zusammenhang mit der Dieselthematik betreffend Motoren des Typs EA 189 mit einer Verurteilung
der Angeklagten wegen Betruges abgeschlossen. Alle vier Angeklagten wurden zu Freiheitsstrafen
verurteilt, die bei zweien von ihnen zur Bewährung ausgesetzt wurden. Das Urteil ist
noch nicht rechtskräftig; alle Angeklagten legten Revision ein. Das von dem vorstehenden
Verfahren abgetrennte Verfahren gegen einen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen
AG wurde vorläufig eingestellt. Die Volkswagen AG ist an diesen Verfahren nicht beteiligt.
2. Produktbezogene Klagen weltweit (exklusive USA/Kanada)
In dem Verfahren der französischen Verbraucherorganisation Confédération de la Consommation,
du Logement et du Cadre de Vie (CLCV) für bis zu 1 Mio. französische Eigentümer und
Leasingnehmer von Fahrzeugen mit Motoren des Typs EA 189 gegen die Volkswagen Group
Automotive Retail France, die Volkswagen Group France und die Volkswagen AG erging
im März 2025 ein prozessuales Urteil, mit dem die Opt-In-Sammelklage in Bezug auf
die Volkswagen Group France und die Volkswagen AG für zulässig erklärt wurde. Die
Klage gegen die Volkswagen Group Automotive Retail France wurde hingegen für unzulässig
erachtet. Im weiteren Verlauf des Klageverfahrens wird sich das Gericht der ersten
Instanz nun materiellrechtlich mit den hauptsächlich auf Rückabwicklung ohne Nutzungsersatz,
hilfsweise auf Schadensersatz von 20 - 30 % des Kaufpreises, gerichteten Klageansprüchen
befassen. Das prozessuale Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Entscheidung über die
Zulässigkeit der Klage kann im Rahmen einer Berufung gegen das zu erwartende erstinstanzliche
Urteil überprüft werden.
Im April 2025 verhängten die Europäische Kommission und die englische Kartellbehörde
Competition and Markets Authority (CMA) im Rahmen von Settlement-Verfahren Bußgelder
gegen verschiedene Automobilhersteller und Verbände der Automobilbranche. Überprüft
worden war der Verdacht, dass europäische, japanische und koreanische Hersteller sowie
die in den Ländern agierenden nationalen Verbände und der europäische Verband European
Automobile Manufacturers' Association (ACEA) sich seit 2001 beziehungsweise 2002 und
bis zur Eröffnung der Verfahren insbesondere in der ACEA Working Group Recycling sowie
zugehöriger Unterarbeitsgruppen dazu verständigt haben sollen, für Dienstleistungen
von Recycling-Unternehmen, die "End-of-Life Vehicles" (ELV) (konkret Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge) entsorgen, nicht zu bezahlen. Zusätzlich soll eine Abstimmung dazu
erfolgt sein, ELV-Themen nicht wettbewerblich zu nutzen, also keine Veröffentlichungen
von relevanten Recycling-Daten (recyclates, recyclability, recovery) zu Wettbewerbszwecken
vorzunehmen. Die Europäische Kommission verhängte ein Bußgeld in Höhe von rund 128
Mio.€ gegen die Volkswagen AG. Die CMA verhängte gegen die Volkswagen AG und die Volkswagen
Group UK zusammen ein Gesamtbußgeld in Höhe von rund 15 Mio. GBP, die durch bestehende
Rückstellungen abgedeckt sind.
In dem Klageverfahren von Automobile Plant GAZ LLC (GAZ) in Russland über angebliche
Forderungen in Höhe von rund 28,5 Mrd. RUB bestätigte nach dem Berufungsgericht auch
das Kassationsgericht das erstinstanzliche Urteil, mit dem die Volkswagen AG im Juli
2024 zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von rund 16,9 Mrd. RUB verurteilt worden
war. Die Volkswagen AG wird auch gegen die Entscheidung des Kassationsgerichts Rechtsmittel
einlegen und sich weiter umfassend verteidigen. Im April 2025 übertrug die Klägerin
GAZ ihre angeblichen Forderungen an eine dritte Gesellschaft Kameya JSC, die auf diesem
Wege im Klageverfahren prozessual die Klägerstellung übernahm.
Weitergehende Angaben zu den Schätzungen hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen
sowie Angaben zu Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe oder der Fälligkeit von Beträgen
der Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten
werden gemäß IAS 37.92 nicht gemacht, um die Ergebnisse der Verfahren und die Interessen
des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.
Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum gegenüber den Ausführungen im zusammengefassten
Lagebericht des Geschäftsberichts 2024 zur voraussichtlichen Entwicklung des Volkswagen
Konzerns im Geschäftsjahr 2025 in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko- und
Chancenbericht" - einschließlich des Abschnitts "Rechtsrisiken" - keine wesentlichen
Änderungen.
Unseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass die globale Wirtschaftsleistung
im Jahr 2025 insgesamt mit einer im Vergleich zu 2024 etwas schwächeren Dynamik wachsen
wird. Die rückläufige Inflation in wichtigen Wirtschaftsregionen und die daraus resultierende
Lockerung der Geldpolitik sollten sich positiv auf die private Nachfrage auswirken.
Risiken sehen wir weiterhin in einer zunehmenden Fragmentierung der Weltwirtschaft
und protektionistischen Tendenzen, in Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie in strukturellen
Defiziten in einzelnen Ländern. Die Wachstumsaussichten werden zudem von anhaltenden
geopolitischen Spannungen und Konflikten belastet; Risiken bergen insbesondere der
Russland-Ukraine-Konflikt, die Auseinandersetzungen im Nahen Osten sowie die Unsicherheiten
im Zusammenhang mit der politischen Ausrichtung der USA und den damit verbundenen
geplanten und bereits umgesetzten Maßnahmen der neuen US-Regierung. Wir gehen davon
aus, dass sowohl die fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch die Schwellenländer
im Durchschnitt eine etwas schwächere Dynamik aufweisen werden als im vergangenen
Berichtsjahr.
Die Entwicklung der Automobilbranche ist eng an den Verlauf der Weltwirtschaft gekoppelt.
Wir rechnen auf den internationalen Automobilmärkten mit einer weiter zunehmenden
Wettbewerbsintensität. Krisenbedingte Unterbrechungen der globalen Versorgungskette
und dadurch resultierende Auswirkungen auf die Fahrzeugverfügbarkeit können das Neuzulassungsvolumen
belasten. Plötzlich auftretende oder sich verschärfende geopolitische Spannungen und
Konflikte könnten darüber hinaus insbesondere zu steigenden Materialpreisen und sinkender
Verfügbarkeit von Energie führen.
Wir erwarten, dass sich die Märkte für Pkw im Jahr 2025 in den einzelnen Regionen
uneinheitlich, aber überwiegend positiv entwickeln werden. Insgesamt wird das weltweite
Verkaufsvolumen von Neufahrzeugen voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen.
In Westeuropa rechnen wir für 2025 mit einem Neuzulassungsvolumen von Pkw, das ebenfalls
auf dem Vorjahresniveau liegen wird. Für den deutschen Pkw-Markt gehen wir für 2025
davon aus, dass das Volumen der Neuzulassungen in der Größenordnung des Vorjahres
liegen wird. Auf den Pkw-Märkten in Zentral- und Osteuropa wird die Zahl der Verkäufe
2025 den Vorjahreswert insgesamt voraussichtlich deutlich übertreffen - vorbehaltlich
der weiteren Entwicklung des Russland-Ukraine-Konflikts. Auf den Märkten für Pkw und
leichte Nutzfahrzeuge (bis 6,35 t) in Nordamerika insgesamt sowie in den USA rechnen
wir für 2025 mit einem Verkaufsvolumen spürbar unter dem Niveau des Vorjahres. Wir
gehen davon aus, dass die Zahl der Neuzulassungen auf den südamerikanischen Märkten
2025 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt spürbar steigen wird. Die Märkte für Pkw in
der Region Asien-Pazifik werden 2025 voraussichtlich leicht über dem Niveau des Vorjahres
liegen.
Die Märkte für leichte Nutzfahrzeuge werden sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich
entwickeln; insgesamt rechnen wir für 2025 mit einem Verkaufsvolumen in der Größenordnung
des Vorjahres.
Wir erwarten für 2025, dass die Neuzulassungen von mittelschweren und schweren Lkw
mit einem Gesamtgewicht von mehr als 6 t auf den für den Volkswagen Konzern relevanten
Märkten spürbar unter den Vorjahreswerten liegen werden, mit regional unterschiedlichen
Ausprägungen. Auf den für den Volkswagen Konzern relevanten Busmärkten rechnen wir
für das Jahr 2025 mit einer Nachfrage, die leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen
wird, mit unterschiedlichen regionalen Entwicklungen.
Unserer Einschätzung nach werden automobilbezogene Finanzdienstleistungen im Jahr
2025 - im Zusammenspiel mit der Entwicklung der Fahrzeugmärkte - eine hohe Bedeutung
für den weltweiten Fahrzeugabsatz haben.
Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns
im Jahr 2025 unter herausfordernden Marktbedingungen das Niveau des Vorjahres erreichen
wird.
Herausforderungen ergeben sich insbesondere aus einem Umfeld politischer Unsicherheit,
zunehmenden Handelsbeschränkungen und geopolitischen Spannungen, der steigenden Wettbewerbsintensität,
volatilen Rohstoff-, Energie- und Devisenmärkten sowie aus den seit Jahresbeginn verschärften
emissionsbezogenen Anforderungen.
Wir erwarten für den Volkswagen Konzern und das Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
im Jahr 2025, dass die Umsatzerlöse auf dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Die
operative Umsatzrendite für den Konzern wird voraussichtlich zwischen 4,0 und 5,0%
liegen, im Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zwischen 4,5 und 5,5%. Für das Segment
Nutzfahrzeuge gehen wir bei spürbar unter dem Vorjahresniveau liegenden Umsatzerlösen
von einer operativen Umsatzrendite zwischen 7,0 und 8,0% aus. Für den Konzernbereich
Finanzdienstleistungen rechnen wir mit bis zu 5% über dem Vorjahr liegenden Umsatzerlösen
und einem Operativen Ergebnis in der Größenordnung von 4,0 Mrd. €.
Im Konzernbereich Automobile gehen wir für 2025 davon aus, dass die Investitionsquote
zwischen 12 und 13 % liegt. Den Netto-Cashflow des Jahres 2025 erwarten wir zwischen
1 und 3 Mrd. €. Darin enthalten sind sowohl Liquiditätsabflüsse für Zukunftsinvestitionen
als auch für Restrukturierungsmaßnahmen. Die Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile
wird 2025 voraussichtlich zwischen 31 und 33 Mrd.€ liegen. Es ist unverändert unser
Ziel, unsere solide Finanzierungs- und Liquiditätspolitik fortzusetzen.
Die prognostizierten Bandbreiten für Operatives Ergebnis, Netto-Cashflow und Nettoliquidität
unterstellen am unteren Ende insbesondere eine Fortsetzung der aktuell geltenden US-Importzölle
von 27,5% im zweiten Halbjahr 2025 und am oberen Ende auf 10% reduzierte Importzölle.
Es besteht hohe Unsicherheit in Bezug auf die weitere Entwicklung der Zollsituation
und ihrer Effekte und Wechselwirkungen.
Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Volkswagen Konzerns.
Diesen Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen, politischen
und rechtlichen Rahmenbedingungen einzelner Länder, Wirtschaftsräume und Märkte, insbesondere
für die Automobilbranche, zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen
getroffen haben und die wir zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind
mit Risiken behaftet und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten abweichen.
Sollten sich wesentliche Parameter bezüglich unserer wichtigsten Absatzmärkte ändern
oder sich wesentliche Veränderungen bei den für den Volkswagen Konzern relevanten
Währungskursverhältnissen, Preisen für Energie- und sonstige Rohstoffe oder in der
Teileversorgung ergeben, wird das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen.
Darüber hinaus kann es auch zu Abweichungen von der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung
kommen, wenn sich die im Geschäftsbericht 2024 dargestellten Einschätzungen zu den
Faktoren nachhaltiger Wertsteigerung sowie zu Risiken und Chancen anders entwickeln
als derzeit von uns erwartet oder sich zusätzliche Risiken beziehungsweise Chancen
oder sonstige den Geschäftsverlauf beeinflussende Faktoren ergeben. Wir übernehmen
keine über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Verpflichtung, die in diesem
Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.
Der Volkswagen Konzern erwirtschaftete im Zeitraum Januar bis Juni 2025 Umsatzerlöse
in Höhe von 158,4 (158,8) Mrd. €. Das Operative Ergebnis lag bei 6,7 (10,0) Mrd. €.
Im Berichtszeitraum setzte die Markengruppe Core 2,5 (2,5) Mio. Fahrzeuge ab, die
Umsatzerlöse stiegen auf 72,5 (69,1) Mrd. €. Das Operative Ergebnis belief sich auf
3,5 (3,4) Mrd. €.
Der Absatz der Marke Volkswagen Pkw lag im ersten Halbjahr 2025 mit 1,5 (1,5) Mio.
Fahrzeugen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Modelle T-Cross, Saveiro und Amarok verzeichneten
Zuwächse. Auch der vollelektrische ID. 7 war beliebt. Der Tayron wurde erfolgreich
im Markt eingeführt. Die Umsatzerlöse lagen bei 43,4 (42,2) Mrd. €. Das Operative
Ergebnis übertraf mit 1,1 (0,9) Mrd. € den Wert des Vorjahres, der von höheren Aufwendungen
für Restrukturierungsmaßnahmen geprägt war. Im Berichtszeitraum wirkten die Bildung
von Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO2-Flottenregulierung sowie Belastungen
aus Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Dieselthematik negativ. Des Weiteren
belasteten Aufwendungen für US-Importzölle das Ergebnis.
| Konzernbereich Automobile | Konzernbereich Finanzdienstleistungen |
| Markengruppe Core (Volkswagen Pkw, Skoda, SEAT/CUPRA, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Tech. Components) | Volkswagen Group Mobility |
| Markengruppe Progressive (Audi, Lamborghini, Bentley, Ducati) | Sonstige |
| Markengruppe Sport Luxury (Porsche Automobile) | |
| CARIAD | |
| Battery | |
| TRATON Nutzfahrzeuge | |
| Sonstiges |
| ABSATZ | UMSATZERLÖSE | OPERATIVES ERGEBNIS | ||||
| Tsd. Fahrzeuge/Mio. € | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 20241 |
| Markengruppe Core | 2.527 | 2.494 | 72.480 | 69.051 | 3.455 | 3.405 |
| Markengruppe Progressive | 574 | 539 | 32.573 | 30.939 | 1.087 | 1.982 |
| Markengruppe Sport Luxury2 | 135 | 152 | 16.138 | 17.695 | 832 | 2.904 |
| CARIAD | - | - | 564 | 426 | - 1.172 | - 1.182 |
| Battery | - | - | 11 | 0 | - 592 | - 166 |
| TRATON Nutzfahrzeuge | 153 | 161 | 21.195 | 22.738 | 1.245 | 2.050 |
| At Equity einbezogene Gesellschaften China3 | 1.242 | 1.265 | - | - | - | - |
| Volkswagen Group Mobility | - | - | 29.362 | 27.514 | 1.811 | 1.374 |
| Sonstiges4 | - 267 | - 269 | - 13.959 | - 9.563 | 40 | - 387 |
| Volkswagen Konzern | 4.363 | 4.341 | 158.364 | 158.800 | 6.707 | 9.979 |
1
Vorjahr angepasst.
2
Inklusive Porsche Finanzdienstleistungen: Umsatz 18.157 (19.457) Mio. €, Operatives
Ergebnis 1.007 (3.061) Mio. €.
3
Die Umsatzerlöse und Operativen Ergebnisse der At Equity einbezogenen Gesellschaften
in China sind in den Werten des Konzerns nicht enthalten, diese Gesellschaften erzielten
ein anteiliges Operatives Ergebnis von 506 (801) Mio. €.
4
Im Operativen Ergebnis im Wesentlichen ergebniswirksame konzerninterne Posten, insbesondere
aus der Eliminierung von Zwischengewinnen, inklusive Abschreibungen auf identifizierte
Vermögenswerte im Rahmen der Kaufpreisallokationen sowie den Marken nicht zugeordnete
Gesellschaften.
| ABSATZ | UMSATZERLÖSE | OPERATIVES ERGEBNIS | ||||
| Tsd. Fahrzeuge/Mio. € | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | 20241 |
| Volkswagen Pkw | 1.521 | 1.519 | 43.448 | 42.194 | 1.103 | 917 |
| Skoda | 582 | 548 | 15.070 | 13.652 | 1.285 | 1.149 |
| SEAT/CUPRA | 322 | 344 | 7.598 | 7.752 | 38 | 406 |
| Volkswagen Nutzfahrzeuge | 224 | 231 | 8.698 | 8.087 | 207 | 635 |
| Tech. Components | - | - | 11.909 | 10.815 | 751 | 323 |
| Konsolidierung | - 123 | - 148 | - 14.243 | - 13.450 | 71 | - 25 |
| Markengruppe Core | 2.527 | 2.494 | 72.480 | 69.051 | 3.455 | 3.405 |
Im Berichtszeitraum setzte Skoda insgesamt 582 Tsd. Fahrzeuge ab; ein Anstieg von
6,3 % im Vergleich zum Vorjahr, der insbesondere aus der starken Nachfrage nach den
elektrischen SUV-Modellen Elroq und Enyaq resultierte. Zudem legte der Absatz des
Kodiaq zu. Auf dem indischen Markt ist der Kylaq erfolgreich gestartet. Die Umsatzerlöse
stiegen um 10,4 % auf 15,1 Mrd. €. Das Operative Ergebnis lag mit 1,3 (1,1) Mrd. €
volumenbedingt über dem Niveau des Vorjahres.
Der Absatz von SEAT/CUPRA belief sich in den ersten sechs Monaten 2025 auf 322 (344)
Tsd. Fahrzeuge. Der für Audi gefertigte A1 ist darin enthalten. Die vollelektrischen
Modelle CUPRA Born und CUPRA Tavascan erfreuten sich großer Beliebtheit. Die Umsatzerlöse
lagen mit 7,6 Mrd. € um 2,0 % unter dem Vorjahreswert. Das Operative Ergebnis ging
auf 38 (406) Mio.€ zurück. Belastungen ergaben sich aus einem verschärften Wettbewerb
in wichtigen Märkten, den Veränderungen im Produktmix, den EU-Zöllen auf den in China
produzierten CUPRA Tavascan und gestiegenen Materialkosten.
Im ersten Halbjahr 2025 gab der Absatz von Volkswagen Nutzfahrzeuge auf weltweit 224
(231) Tsd. Einheiten nach. Der vollelektrische ID. Buzz konnte Zuwächse verzeichnen.
Die Umsatzerlöse lagen mit 8,7 (8,1) Mrd.€ über dem Wert des Vorjahres. Das Operative
Ergebnis sank auf 207 (635) Mio. €, was neben dem Volumen insbesondere aus der Bildung
von Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO2-Flottenregulierung resultierte.
Die Umsatzerlöse von Tech. Components beliefen sich im Zeitraum Januar bis Juni 2025
auf 11,9 (10,8) Mrd. €. Das Operative Ergebnis war mit 751 (323) Mio.€ im Wesentlichen
volumen- und mixbedingt höher als im Vorjahr, in dem Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen
zu berücksichtigen waren.
Der Absatz der Markengruppe Progressive (Audi, Bentley, Lamborghini, Ducati) belief
sich im Berichtszeitraum auf weltweit 574 (539) Tsd. Automobile. Zuwächse verzeichneten
vor allem die Modellreihen Q6 e-tron, Q7 und Q8. Der neue Q5 und der vollelektrische
A6 e-tron wurden erfolgreich eingeführt. Die neuen Modelle werden im Laufe des Jahres
sukzessive volumenwirksam. Ducati verkaufte im Berichtszeitraum 30,4 (34,2) Tsd. Motorräder.
Die Umsatzerlöse lagen bei 32,6 (30,9) Mrd. €. Das Operative Ergebnis ist von Aufwendungen
für US-Importzölle, Restrukturierungsmaßnahmen, Rückstellungen im Zusammenhang mit
der CO2-Flottenregulierung sowie von zahlreichen Modellwechseln beeinflusst und lag
bei 1,1 (2,0) Mrd.€.
Die Markengruppe Sport Luxury (Porsche Automobile) setzte im ersten Halbjahr 2025
weltweit 135 (152) Tsd. Fahrzeuge ab. Der Macan wurde stärker nachgefragt als im Vorjahr.
Die Umsatzerlöse verringerten sich auf 16,1 (17,7) Mrd.€ und das Operative Ergebnis
auf 0,8 (2,9) Mrd.€. Ursachen waren im Wesentlichen ein geringeres Absatzvolumen aufgrund
der weiterhin herausfordernden Marktsituation in China, gestiegene Materialkosten,
höhere ergebniswirksame Entwicklungsleistungen sowie zusätzliche Aufwendungen in Bezug
auf Batterieaktivitäten, US-Importzölle und Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung.
Die Umsatzerlöse von CARIAD erhöhten sich im Zeitraum Januar bis Juni 2025 um 138
Mio.€ auf 564 Mio.€, was im Wesentlichen auf erfolgreiche Software-Lieferungen von
CARIAD an die Konzernmarken zurückzuführen ist. Trotz Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen
im Rahmen des CARIAD Transformationsprogramms lag das Operative Ergebnis mit - 1,2
(- 1,2) Mrd. € geringfügig über dem Vorjahresniveau.
Im Geschäftsfeld Battery sind die weltweiten Batterieaktivitäten des Konzerns - die
zukünftige Fertigung von Batteriezellen sowie weitere Aktivitäten entlang der Batterie-Wertschöpfungskette
- zusammengefasst. Das Operative Ergebnis von Battery lag im Berichtszeitraum infolge
des Aufbaus des Geschäftsfelds im Wesentlichen fixkostenbedingt bei - 592 (- 166)
Mio. €.
Der Absatz von TRATON Nutzfahrzeuge (Scania, MAN, International (ehemals Navistar),
Volkswagen Truck & Bus) war mit 153 (161) Tsd. Einheiten geringer als im Vorjahr.
Die Umsatzerlöse sanken um 6,8 % auf 21,2 Mrd.€. Das Operative Ergebnis ging im Wesentlichen
volumenbedingt auf 1,2 (2,0) Mrd.€ zurück.
Die Zahl der im Finanzierungs-, Leasing-, Service- und Versicherungsgeschäft der Volkswagen
Group Mobility neu abgeschlossenen Verträge belief sich im Berichtszeitraum auf 5,1
(5,1) Mio. Kontrakte. Die Penetrationsrate als Anteil der geleasten oder finanzierten
Fahrzeuge am relevanten Auslieferungsvolumen des Konzerns stieg bei gleichgebliebenen
Vergabegrundsätzen auf 35,8 (34,6) %. Ende Juni 2025 war der Gesamtvertragsbestand
mit 27,1 (26,7) Mio. Kontrakten höher als am 31. Dezember 2024. Im Bereich Kundenfinanzierung/Leasing
lag der Vertragsbestand bei 10,3 (10,2) Mio. Kontrakten, im Bereich Service/ Versicherungen
waren es 16,8 (16,5) Mio. Kontrakte. Am 30. Juni 2025 verzeichnete die Volkswagen
Bank 2,0 (1,9) Mio. Einlagenkonten im Bestand. Das Operative Ergebnis legte auf 1,8
(1,4) Mrd.€ zu. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem gestiegenen Volumen.
In der Region Europa/Übrige Märkte lag der Absatz des Volkswagen Konzerns im ersten
Halbjahr 2025 mit 2,2 (2,1) Mio. Fahrzeugen in der Größenordnung des Vorjahres. Die
Umsatzerlöse stiegen auf 100,7 (96,8) Mrd. €, was im Wesentlichen aus dem Volumenwachstum
sowie aus höheren Umsatzerlösen im Finanzdienstleistungsbereich resultierte.
Auf den Märkten Nordamerikas setzte der Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum 0,4
(0,5) Mio. Fahrzeuge ab. Die Umsatzerlöse lagen bei 29,3 (32,0) Mrd. €.
Im Zeitraum Januar bis Juni 2025 war der Absatz in Südamerika mit 307 (258) Tsd. Fahrzeugen
höher als ein Jahr zuvor. In der Folge nahmen die Umsatzerlöse auf 9,2 (8,8) Mrd.€
zu.
In der Region Asien-Pazifik lag der Absatz des Volkswagen Konzerns - einschließlich
der At Equity einbezogenen Gesellschaften in China - im Berichtszeitraum mit 1,5 (1,5)
Mio. Fahrzeugen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Umsatzerlöse gingen unter anderem
wechselkursbedingt auf 19,3 (21,5) Mrd.€ zurück. Darin nicht enthalten sind die Umsatzerlöse
unserer At Equity einbezogenen Gesellschaften in China.
| ABSATZ | UMSATZERLÖSE | |||
| Tsd. Fahrzeuge/Mio. € | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 |
| Europa/Übrige Märkte | 2.171 | 2.104 | 100.735 | 96.772 |
| Nordamerika | 435 | 516 | 29.287 | 31.973 |
| Südamerika | 307 | 258 | 9.220 | 8.790 |
| Asien-Pazifik1 | 1.450 | 1.463 | 19.350 | 21.483 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | - | - | - 227 | - 217 |
| Volkswagen Konzern1 | 4.363 | 4.341 | 158.364 | 158.800 |
| Mio. € | 2025 | 20241 |
| Umsatzerlöse | 158.364 | 158.800 |
| Kosten der Umsatzerlöse | -131.962 | -129.538 |
| Bruttoergebnis | 26.402 | 29.262 |
| Vertriebskosten | -10.881 | -10.516 |
| Verwaltungskosten | -6.614 | -6.616 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -2.200 | -2.150 |
| Operatives Ergebnis | 6.707 | 9.979 |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | 317 | 66 |
| Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis | -601 | 32 |
| Finanzergebnis | -284 | 98 |
| Ergebnis vor Steuern | 6.423 | 10.077 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.946 | -2.800 |
| Ergebnis nach Steuern | 4.477 | 7.278 |
| davon entfallen auf | ||
| Minderheiten | 160 | 642 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 312 | 321 |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 4.005 | 6.315 |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Stammaktie in €2 | 7,97 | 12,57 |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie in €2 | 8,03 | 12,63 |
1
Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8 in der Angabe "Vorjahreskorrektur
gemäß IAS 8").
2
Das Ergebnis je Aktie wird in der Anhangangabe "Ergebnis je Aktie" erläutert.
| Mio. € | 2025 | 20241 |
| Ergebnis nach Steuern | 4.477 | 7.278 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen vor Steuern | 3.801 | 2.103 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | -1.145 | -625 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen nach Steuern | 2.657 | 1.478 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten | ||
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten vor Steuern | 540 | -327 |
| Latente Steuern auf nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten | -57 | 81 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten nach Steuern | 483 | -246 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern | -8 | 4 |
| Nicht reklassifizierbare Gewinne/Verluste | 3.132 | 1.236 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung | -3.873 | 327 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 4 | 228 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen vor Steuern | -3.869 | 555 |
| Latente Steuern auf Währungsumrechnungsdifferenzen | -3 | 2 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern | -3.872 | 557 |
| Sicherungsgeschäfte | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI I) | 2.057 | 225 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI I) | -502 | -451 |
| Cashflow-Hedges (OCI I) vor Steuern | 1.555 | -226 |
| Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI I) | -517 | 90 |
| Cashflow-Hedges (OCI I) nach Steuern | 1.038 | -136 |
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI II) | -479 | -388 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI II) | 360 | 517 |
| Cashflow-Hedges (OCI II) vor Steuern | -119 | 130 |
| Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI II) | 41 | -42 |
| Cashflow-Hedges (OCI II) nach Steuern | -78 | 87 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen | 71 | -9 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | -6 | -1 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten vor Steuern | 66 | -11 |
| Latente Steuern auf reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten | -17 | 7 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten nach Steuern | 49 | -4 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern | -124 | 89 |
| Reklassifizierbare Gewinne/Verluste | -2.987 | 594 |
| Sonstiges Ergebnis vor Steuern | 1.843 | 2.318 |
| Latente Steuern auf das Sonstige Ergebnis | -1.697 | -488 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 145 | 1.830 |
| Gesamtergebnis | 4.622 | 9.108 |
| davon entfallen auf | ||
| Minderheiten | 489 | 626 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 312 | 321 |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 3.821 | 8.161 |
| Mio. € | 2025 | 20241 |
| Umsatzerlöse | 80.806 | 83.339 |
| Kosten der Umsatzerlöse | -67.204 | -67.591 |
| Bruttoergebnis | 13.602 | 15.749 |
| Vertriebskosten | -5.455 | -5.411 |
| Verwaltungskosten | -3.270 | -3.257 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -1.042 | -1.653 |
| Operatives Ergebnis | 3.834 | 5.427 |
| Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen | 196 | -193 |
| Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis | -716 | -293 |
| Finanzergebnis | -520 | -486 |
| Ergebnis vor Steuern | 3.314 | 4.941 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.023 | -1.342 |
| Ergebnis nach Steuern | 2.291 | 3.599 |
| davon entfallen auf | ||
| Minderheiten | -44 | 361 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 160 | 158 |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 2.175 | 3.081 |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Stammaktie in €2 | 4,34 | 6,15 |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie in €2 | 4,34 | 6,15 |
1
Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8 in der Angabe "Vorjahreskorrektur
gemäß IAS 8").
2
Das Ergebnis je Aktie wird in der Anhangangabe "Ergebnis je Aktie" erläutert.
| Mio. € | 2025 | 20241 |
| Ergebnis nach Steuern | 2.291 | 3.599 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen vor Steuern | 1.070 | 1.251 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen | -317 | -379 |
| Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen nach Steuern | 753 | 872 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten | ||
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten vor Steuern | 159 | -19 |
| Latente Steuern auf nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten | 36 | 4 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten nach Steuern | 195 | -15 |
| Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern | -9 | 3 |
| Nicht reklassifizierbare Gewinne/Verluste | 939 | 860 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | ||
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung | -3.109 | -29 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 2 | 184 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen vor Steuern | -3.107 | 155 |
| Latente Steuern auf Währungsumrechnungsdifferenzen | 1 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern | -3.106 | 155 |
| Sicherungsgeschäfte | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI I) | 1.151 | -49 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI I) | -331 | -281 |
| Cashflow-Hedges (OCI I) vor Steuern | 820 | -331 |
| Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI I) | -318 | 113 |
| Cashflow-Hedges (OCI I) nach Steuern | 502 | -218 |
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI II) | -339 | -216 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI II) | 150 | 282 |
| Cashflow-Hedges (OCI II) vor Steuern | -189 | 65 |
| Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI II) | 77 | -21 |
| Cashflow-Hedges (OCI II) nach Steuern | -112 | 44 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen | 54 | 2 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | -1 | -1 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten vor Steuern | 53 | 1 |
| Latente Steuern auf reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten | -16 | 2 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten nach Steuern | 37 | 3 |
| Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern | -154 | 33 |
| Reklassifizierbare Gewinne/Verluste | -2.832 | 16 |
| Sonstiges Ergebnis vor Steuern | -1.357 | 1.158 |
| Latente Steuern auf das Sonstige Ergebnis | -537 | -282 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -1.894 | 876 |
| Gesamtergebnis | 397 | 4.476 |
| davon entfallen auf | ||
| Minderheiten | 125 | 371 |
| Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 160 | 158 |
| Aktionäre der Volkswagen AG | 112 | 3.947 |
| Mio. € | 2025 | 2024 |
| Langfristige Vermögenswerte | 387.707 | 387.674 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 94.036 | 93.333 |
| Sachanlagen | 70.333 | 71.452 |
| Vermietete Vermögenswerte | 75.719 | 73.193 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 99.396 | 101.087 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, At Equity bewertete Anteile und sonstige Beteiligungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 48.223 | 48.610 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 249.978 | 245.231 |
| Vorräte | 62.213 | 56.720 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 67.774 | 68.855 |
| Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 57.078 | 52.033 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen | 28.110 | 27.326 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 34.802 | 40.296 |
| Bilanzsumme | 637.684 | 632.905 |
| Mio. € | 2025 | 2024 |
| Eigenkapital | 198.018 | 196.731 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Volkswagen AG | 168.716 | 168.404 |
| Eigenkapital der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | 14.164 | 13.890 |
| Eigenkapital der Anteilseigner der Volkswagen AG | 182.880 | 182.294 |
| Anteile von Minderheiten am Eigenkapital | 15.138 | 14.437 |
| Langfristige Schulden | 210.777 | 219.134 |
| Finanzschulden | 129.905 | 137.061 |
| Rückstellungen für Pensionen | 23.737 | 27.602 |
| Sonstige Schulden | 57.135 | 54.472 |
| Kurzfristige Schulden | 228.889 | 217.039 |
| Finanzschulden | 126.013 | 117.020 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 33.062 | 29.772 |
| Sonstige Schulden | 69.815 | 70.247 |
| Bilanzsumme | 637.684 | 632.905 |
| ÜBRIGE RÜCKLAGEN | ||||||
| SICHERUNGSGESCHÄFTE | ||||||
| Mio. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Währungsumrechnung | Cashflow Hedges (OCI I) | Abgegrenzte Kosten der Sicherungsbeziehung (OCI II) |
| Stand am 01.01.2024 | 1.283 | 14.551 | 147.830 | -3.431 | 1.472 | -676 |
| Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8 | - | - | -726 | - | - | - |
| Stand nach Anpassung am 01.01.2024 | 1.283 | 14.551 | 147.104 | -3.431 | 1.472 | -676 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 6.315 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | 1.423 | 565 | -70 | 84 |
| Gesamtergebnis | - | - | 7.738 | 565 | -70 | 84 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | - | - | 0 | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -4.524 | - | - | - |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | - | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | 71 | - | - | - |
| Stand am 30.06.2024 | 1.283 | 14.551 | 150.389 | -2.866 | 1.402 | -592 |
| Stand am 01.01.2025 | 1.283 | 14.551 | 155.130 | -2.156 | 466 | -267 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 4.005 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | 2.568 | -3.724 | 665 | -48 |
| Gesamtergebnis | - | - | 6.573 | -3.724 | 665 | -48 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | - | - | 3 | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | - | - | - | - | - | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -3.170 | - | - | - |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | -432 | 48 | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | - | - | 29 | - | - | - |
| Stand am 30.06.2025 | 1.283 | 14.551 | 158.134 | -5.831 | 1.131 | -315 |
| ÜBRIGE RÜCKLAGEN | ||||||
| Mio. € | Eigenkapital- und Fremdkapitalinstrumente | At Equity bewertete Anteile | Anteile der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | Anteile der Anteilseigner der Volkswagen AG | Anteile von Minderheiten | Summe Eigenkapital |
| Stand am 01.01.2024 | -966 | 476 | 15.155 | 175.694 | 14.218 | 189.912 |
| Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8 | - | - | - | -726 | - | -726 |
| Stand nach Anpassung am 01.01.2024 | -966 | 476 | 15.155 | 174.968 | 14.218 | 189.186 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 321 | 6.636 | 642 | 7.278 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -248 | 93 | - | 1.846 | -16 | 1.830 |
| Gesamtergebnis | -248 | 93 | 321 | 8.482 | 626 | 9.108 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | 0 | - | - | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | - | - | -1.244 | -1.244 | 35 | -1.209 |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -479 | -5.003 | -594 | -5.597 |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | - | - | - | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | - | 71 | 0 | 71 |
| Stand am 30.06.2024 | -1.214 | 569 | 13.752 | 177.273 | 14.285 | 191.558 |
| Stand am 01.01.2025 | -906 | 303 | 13.890 | 182.294 | 14.437 | 196.731 |
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 312 | 4.317 | 160 | 4.477 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 466 | -110 | - | -184 | 330 | 145 |
| Gesamtergebnis | 466 | -110 | 312 | 4.133 | 489 | 4.622 |
| Abgang von Eigenkapitalinstrumenten | -3 | - | - | - | - | - |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | - | - | 400 | 400 | - | 400 |
| Dividendenausschüttungen | - | - | -437 | -3.607 | -624 | -4.231 |
| Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote | 14 | 0 | - | -369 | 723 | 353 |
| Übrige Veränderungen | - | 1 | - | 30 | 113 | 143 |
| Stand am 30.06.2025 | -429 | 193 | 14.164 | 182.880 | 15.138 | 198.018 |
| Mio. € | 2025 | 20241 |
| Anfangsbestand Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 40.296 | 43.522 |
| Ergebnis vor Steuern | 6.423 | 10.077 |
| Ertragsteuerzahlungen | -3.044 | -3.452 |
| Abschreibungen2 | 16.096 | 14.598 |
| Veränderung der Pensionen | -61 | 32 |
| Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung | 1.070 | 1.944 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Umgliederungen3 | -987 | 647 |
| Brutto-Cashflow | 19.497 | 23.846 |
| Veränderung Working Capital | -16.183 | -19.359 |
| Veränderung der Vorräte | -7.177 | -7.309 |
| Veränderung der Forderungen | -4.714 | -4.447 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten | 7.853 | 2.272 |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | 809 | 2.454 |
| Veränderung der Vermieteten Vermögenswerte (ohne Abschreibungen) | -11.131 | -8.540 |
| Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen | -1.823 | -3.790 |
| Cashflow laufendes Geschäft | 3.315 | 4.487 |
| Investitionstätigkeit laufendes Geschäft | -11.708 | -11.540 |
| davon: Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte (ohne aktivierte Entwicklungskosten), Sachanlagen und Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | -6.488 | -6.023 |
| Entwicklungskosten (aktiviert) | -4.328 | -5.158 |
| Erwerb und Verkauf von Beteiligungen | -1.328 | -730 |
| Netto-Cashflow4 | -8.393 | -7.053 |
| Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen | -659 | -1.863 |
| Investitionstätigkeit | -12.367 | -13.403 |
| Finanzierungstätigkeit | 4.732 | 15.798 |
| davon: Kapitaltransaktionen mit Minderheiten | 358 | - |
| Kapitaleinzahlungen/-rückzahlungen | 397 | -1.215 |
| Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -1.175 | -9 |
| Veränderung der Risikovorsorge auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 1 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -5.495 | 6.875 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 30.06.5 | 34.802 | 50.398 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen | 45.372 | 43.200 |
| Bruttoliquidität | 80.173 | 93.598 |
| Kreditstand | -255.918 | -257.170 |
| Nettoliquidität am 30.06.6 | -175.745 | -163.573 |
| nachrichtlich am 01.01. | -169.122 | -147.433 |
1
Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8 in der Angabe "Vorjahreskorrektur
gemäß IAS 8").
2
Saldiert mit Zuschreibungen.
3
Im Wesentlichen Umgliederung der Ergebnisse aus Anlagen-/Beteiligungsabgängen in die
Investitionstätigkeit.
4
Netto-Cashflow: Cashflow laufendes Geschäft abzüglich Investitionstätigkeit laufendes
Geschäft (Investitionstätigkeit ohne Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren und
Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen).
5
Der Zahlungsmittelbestand setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand
und jederzeit fälligen Mitteln zusammen.
6
Bestand an Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Wertpapieren und Termingeldanlagen
sowie Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen und Joint Ventures abzüglich
Kreditstand (lang- und kurzfristige Finanzschulden).
Die Kapitalflussrechnung wird in der Anhangangabe zur Kapitalflussrechnung erläutert.
Die Volkswagen AG hat gemäß der Verordnung 1606/2002 des Europäischen Parlaments und
des Rates ihren Konzernabschluss für das Jahr 2024 nach den durch die Europäische
Union übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards, den IFRS Accounting
Standards (IFRS), erstellt. Dementsprechend wurde auch dieser Konzern-Zwischenabschluss
zum 30. Juni 2025 in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) erstellt
und enthält einen gegenüber dem Konzernabschluss verkürzten Berichtsumfang.
Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition
zu geringfügigen Abweichungen führen.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht im Sinne
des § 115 WpHG unterzogen.
Die Volkswagen AG hat alle von der EU übernommenen und ab dem 1. Januar 2025 verpflichtend
anzuwendenden Rechnungslegungsnormen umgesetzt.
Für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss wurde ein Abzinsungssatz für Pensionsrückstellungen
im Inland in Höhe von 4,0 % (31. Dezember 2024: 3,4 %) verwendet.
Im Übrigen werden bei der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses und der Ermittlung
der Vergleichszahlen für das Vorjahr grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
sowie Konsolidierungsgrundsätze wie im Konzernabschluss 2024 angewandt. Eine detaillierte
Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Konzernabschlusses 2024 unter der Angabe
"Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" veröffentlicht. Darüber hinaus sind die Auswirkungen
neuer Standards unter der Angabe "Nicht angewendete neue beziehungsweise geänderte
IFRS" näher beschrieben. Der Konzernabschluss 2024 ist auch im Internet unter www.volkswagen-group.com/
investoren abrufbar.
Im Vorjahr wurde festgestellt, dass Verpflichtungen zur Gewährung von Nebenleistungen
bei der Ermittlung der Rückstellung für Zeitwertguthaben nicht vollumfänglich berücksichtigt
wurden. Der Fehler wurde im Konzernabschluss 2024 in Übereinstimmung mit IAS 8 korrigiert,
indem die betroffenen Posten des Konzernabschlusses für die Vorjahre entsprechend
angepasst wurden.
Aus der retrospektiven Korrektur resultierte eine Veränderung des Eigenkapitals jeweils
zum 31. Dezember 2023/1. Januar 2024 sowie zum 1. Januar 2023. Diese ist auf die Erhöhung
der Sonstigen Rückstellungen sowie die Erfassung von latenten Ertragssteueransprüchen
zurückzuführen. Eine Quantifizierung dieser Auswirkungen ist im Anhang des Konzernabschlusses
2024 unter der Angabe "Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8" veröffentlicht. Auf die Gewinn-
und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung und die Kapitalflussrechnung hat die
Berücksichtigung der zusätzlichen Nebenleistungen keine wesentlichen Auswirkungen.
Die Vergleichsperiode wurde im Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2025 entsprechend
angepasst.
Am 18. September 2015 veröffentlichte die US-amerikanische Umweltschutzbehörde (Environmental
Protection Agency, EPA) eine "Notice of Violation" und gab öffentlich bekannt, dass
bei Abgastests an bestimmten Fahrzeugen mit 2,0 l Dieselmotoren des Volkswagen Konzerns
in den USA Unregelmäßigkeiten bei Stickoxid (NOx)-Emissionen festgestellt wurden.
Danach erfolgten weitere Meldungen zum Umfang der Dieselthematik. Detaillierte Erläuterungen
finden sich im Konzernabschluss 2024 unter der Angabe "Wesentliche Ereignisse".
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 wurde im Zusammenhang mit der Dieselthematik
ein Aufwand in Höhe von 0,2 Mrd. € erfasst. Ab dem Geschäftsjahr 2025 werden Effekte
aus der Dieselthematik nicht mehr als Sondereinflüsse gesondert angegeben.
Weitere Angaben zu den Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Dieselthematik
finden sich unter der Angabe "Rechtsstreitigkeiten".
Im Rahmen der Kooperation mit dem US-amerikanischen Elektrofahrzeughersteller Rivian
Automotive, Inc., Irvine/USA (Rivian) hat Volkswagen im Juni 2025 auf Basis der im
Vorjahr geschlossenen Vereinbarung eine weitere Investition in Höhe von 1 Mrd. USD
in Rivian Stammaktien getätigt. Dadurch steigt der Beteiligungsanteil von Volkswagen
an Rivian auf 12,3 %. Der Kaufpreis basiert auf einem bestimmten durchschnittlichen
Marktpreis der Rivian Stammaktien zuzüglich Prämienzahlung. Die Beteiligung an Rivian
wird im Konzernabschluss erfolgsneutral zum Fair Value bewertet.
Eine detaillierte Erläuterung zur Kooperation mit Rivian findet sich im Anhang des
Konzernabschlusses 2024 unter der Angabe "Wesentliche Transaktionen".
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 hat der Volkswagen Konzern Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von 1,0 Mrd. € im Wesentlichen im Sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst,
die vornehmlich auf die AUDI AG, CARIAD SE und Volkswagen Sachsen GmbH entfallen.
Gegenläufig wirkten in diesem Zusammenhang die Erträge aus der Auflösung von personalbezogenen
Rückstellungen bei der AUDI AG in Höhe von 0,3 Mrd. €, die im Wesentlichen in den
Kosten der Umsatzerlöse erfasst wurden.
Die US-Regierung erhebt seit dem 3. April 2025 zusätzliche Zölle von 25 % auf Fahrzeuge
und seit dem 3. Mai 2025 zusätzliche Zölle in gleicher Höhe für Fahrzeugteile. Damit
betragen die Zölle insgesamt 27,5 %. Das Operative Ergebnis ist neben den erhöhten
Zollaufwendungen für abgesetzte Fahrzeuge und Fahrzeugteile auch durch Wertberichtigungen
für die verlustfreie Bewertung von Vorräten und durch einen erhöhten Rückstellungsbedarf
für Gewährleistungsverpflichtungen belastet. Insgesamt ergibt sich aus den zusätzlichen
Zöllen der USA eine Belastung des Operativen Ergebnisses im ersten Halbjahr 2025 in
Höhe von rund 1,3 Mrd. €.
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025 wurden für Europa Aufwendungen für die
Bildung von Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO2-Flottenregulierung in Höhe
von 0,6 Mrd. € in den Kosten der Umsatzerlöse erfasst. Nachdem im zweiten Quartal
2025 geänderte Regularien in der EU beschlossen wurden, haben sich diese Aufwendungen
auf 0,3 Mrd. € im Berichtszeitraum reduziert. Des Weiteren waren Aufwendungen für
die Bildung von Rückstellungen für Emissionsverpflichtungen in den USA in Höhe von
0,3 Mrd. € zu erfassen. Die Bewertung der Rückstellungen für das US-Geschäft basiert
auf den aktuellen Regularien zum 30. Juni 2025 in den USA und berücksichtigt noch
nicht die Gesetzesänderungen durch den "One Big Beautiful Bill Act" vom 4. Juli 2025.
Die finalen Auswirkungen des "One Big Beautiful Bill Act" auf die Emissionsverpflichtungen
für den amerikanischen Markt werden derzeit analysiert. Nach derzeitigem Kenntnisstand
wird daraus ein positiver Effekt auf das Operative Ergebnis in Höhe eines niedrigen
bis mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrages erwartet.
Im März 2025 hat Volkswagen über seine Tochtergesellschaft Volkswagen International
Luxembourg S.A., Strassen/Luxemburg die Platzierung von 11 Millionen Aktien der TRATON
SE, München (TRATON SE) zu einem Preis von 32,75 € pro Aktie im Gesamtwert in Höhe
von 0,4 Mrd. € abgeschlossen. Die Platzierung entspricht einem Anteil am Grundkapital
der TRATON SE in Höhe von 2,2 % und reduziert die direkte Beteiligung an der TRATON
SE von 89,7 % auf 87,5 %. Volkswagen hat im Zusammenhang mit der Transaktion die Absicht
geäußert, mittelfristig einen Anteil von 75 % plus 1 Aktie zu halten.
Das schwedische Unternehmen Northvolt AB, Stockholm/Schweden, an dem der Volkswagen
Konzern beteiligt ist, hat am 12. März 2025 in Schweden Insolvenz angemeldet. Zum
31. März 2025 wurde im Konzernabschluss daraufhin die Einbeziehung der Beteiligung
nach der Equity Methode beendet. Daraus ergibt sich ein nicht zahlungswirksamer Aufwand
in Höhe von 0,1 Mrd. €, der im Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen ausgewiesen
ist. Der Aufwand resultiert im Wesentlichen aus der Realisierung von bisher erfolgsneutral
erfassten Währungsumrechnungseffekten, welche aus den übrigen Rücklagen aus At Equity
bewerteten Anteilen in das Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen umgegliedert
wurden. Der Beteiligungsbuchwert wurde bereits im Geschäftsjahr 2024 vollständig wertberichtigt.
Neben der Volkswagen AG, die ihren Sitz in Wolfsburg hat und beim Amtsgericht Braunschweig
unter HRB 100484 eingetragen ist, werden in den Konzernabschluss alle wesentlichen
in- und ausländischen Tochterunternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen
einbezogen, die die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Dies ist
der Fall, wenn die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar die Verfügungsgewalt aufgrund
von Stimmrechten oder anderen Rechten über das potenzielle Tochterunternehmen besitzt,
an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem potenziellen Tochterunternehmen
partizipiert und diese Rückflüsse beeinflussen kann.
| Mio. € | Pkw und leichte Nutzfahrzeuge | Nutzfahrzeuge | Finanzdienstleistungen | Summe Berichtssegmente | Sonstige operative Gesellschaften | Überleitung |
| Fahrzeuge | 91.543 | 14.450 | - | 105.994 | - | -12.008 |
| Originalteile | 8.165 | 3.333 | - | 11.498 | - | -92 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 6.907 | 872 | 12.922 | 20.701 | - | -2.791 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 6.522 | 459 | - | 6.982 | - | -43 |
| Power Engineering | - | - | - | - | 2.299 | -6 |
| Motorräder | 454 | - | - | 454 | - | 0 |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 496 | 694 | 10.893 | 12.082 | 1 | -834 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 127 | 0 | 7.170 | 7.297 | - | -356 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | -211 | 4 | - | -208 | - | -20 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 5.972 | 1.383 | 487 | 7.843 | 933 | -1.362 |
| 119.976 | 21.195 | 31.471 | 172.642 | 3.233 | -17.511 |
| Mio. € | Volkswagen Konzern |
| Fahrzeuge | 93.986 |
| Originalteile | 11.406 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 17.910 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 6.939 |
| Power Engineering | 2.293 |
| Motorräder | 454 |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 11.249 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 6.941 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | -227 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 7.414 |
| 158.364 |
| Mio. € | Pkw und leichte Nutzfahrzeuge | Nutzfahrzeuge | Finanzdienstleistungen | Summe Berichtssegmente | Sonstige operative Gesellschaften | Überleitung |
| Fahrzeuge | 88.011 | 15.681 | - | 103.692 | - | -8.313 |
| Originalteile | 8.408 | 3.411 | - | 11.819 | - | -95 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 7.151 | 1.171 | 12.039 | 20.361 | - | -2.116 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 6.917 | 482 | - | 7.398 | - | -54 |
| Power Engineering | - | - | - | - | 1.998 | -1 |
| Motorräder | 516 | - | - | 516 | - | - |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 435 | 724 | 9.800 | 10.959 | 0 | -694 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 145 | 0 | 7.264 | 7.409 | - | -512 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | -276 | -6 | - | -282 | - | 64 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 5.490 | 1.276 | 332 | 7.098 | 839 | -1.287 |
| 116.798 | 22.738 | 29.435 | 168.970 | 2.837 | -13.008 |
| Mio. € | Volkswagen Konzern |
| Fahrzeuge | 95.379 |
| Originalteile | 11.724 |
| Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte | 18.245 |
| Motoren, Aggregate und Teilelieferungen | 7.344 |
| Power Engineering | 1.998 |
| Motorräder | 516 |
| Vermiet- und Leasinggeschäft | 10.265 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 6.897 |
| Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse | -217 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 6.650 |
| 158.800 |
Die Sonstigen Umsatzerlöse umfassen unter anderem Erlöse aus Werkstattleistungen sowie
Lizenzeinnahmen.
In den Kosten der Umsatzerlöse sind die dem Finanzdienstleistungsgeschäft zuzuordnenden
Zinsaufwendungen in Höhe von 4.767 Mio. € (Vorjahr: 5.177 Mio. €) enthalten.
Darüber hinaus werden in den Kosten der Umsatzerlöse neben den planmäßigen auch außerplanmäßige
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten, Sachanlagen und Vermietete Vermögenswerte
berücksichtigt. Die außerplanmäßigen Abschreibungen belaufen sich auf insgesamt 821
Mio. € (Vorjahr: 609 Mio. €), die weitestgehend in den Kosten der Umsatzerlöse ausgewiesen
sind.
Im ersten Halbjahr 2025 betrugen die erfolgswirksam verrechneten Forschungs- und Entwicklungskosten
im Volkswagen Konzern 8.975 Mio. € (Vorjahr: 9.293 Mio. €).
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils
der Aktionäre der Volkswagen AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der
sich während des Berichtszeitraums in Umlauf befindenden Stamm- und Vorzugsaktien.
Da im Berichtszeitraum keine Sachverhalte vorlagen, aus denen Verwässerungseffekte
auf die Anzahl der Aktien resultierten, entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie
dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
Gemäß § 27 Abs. 2 Ziffer 3 der Satzung der Volkswagen AG steht der Vorzugsaktie eine
um 0,06 € höhere Dividende als der Stammaktie zu.
| 2. QUARTAL | 1. HALBJAHR | ||||
| 2025 | 20241 | 2025 | 20241 | ||
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl von: | |||||
| Stammaktien - unverwässert/verwässert | Stück | 295.089.818 | 295.089.818 | 295.089.818 | 295.089.818 |
| Vorzugsaktien - unverwässert/verwässert | Stück | 206.205.445 | 206.205.445 | 206.205.445 | 206.205.445 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 2.291 | 3.599 | 4.477 | 7.278 |
| Anteil von Minderheiten | Mio. € | -44 | 361 | 160 | 642 |
| Ergebnisanteil der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG | Mio. € | 160 | 158 | 312 | 321 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Volkswagen AG | Mio. € | 2.175 | 3.081 | 4.005 | 6.315 |
| davon: Ergebnisanteil der Stammaktien - unverwässert/verwässert | Mio. € | 1.280 | 1.813 | 2.351 | 3.710 |
| davon: Ergebnisanteil der Vorzugsaktien - unverwässert/verwässert | Mio. € | 895 | 1.267 | 1.655 | 2.605 |
| Ergebnis je Stammaktie - unverwässert/verwässert | € | 4,34 | 6,15 | 7,97 | 12,57 |
| Ergebnis je Vorzugsaktie - unverwässert/verwässert | € | 4,34 | 6,15 | 8,03 | 12,63 |
| Mio. € | Nettobuchwert 01.01.2025 | Zugänge/ Änderung Kons.kreis | Abgänge/ Übrige Bewegungen | Abschreibungen | Nettobuchwert 30.06.2025 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 93.333 | 5.796 | 792 | 4.301 | 94.036 |
| Sachanlagen | 71.452 | 6.582 | 2.008 | 5.693 | 70.333 |
| Vermietete Vermögenswerte | 73.193 | 19.540 | 10.948 | 6.067 | 75.719 |
| Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 8.896 | 8.926 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 5.578 | 5.100 |
| Fertige Erzeugnisse, Waren | 36.584 | 32.905 |
| Kurzfristiges Vermietvermögen | 7.628 | 6.226 |
| Geleistete Anzahlungen | 3.495 | 3.587 |
| Sicherungsgeschäfte Vorräte | 31 | -25 |
| 62.213 | 56.720 |
Die in der Berichtsperiode als Aufwand erfassten Wertberichtigungen (ohne Vermietvermögen)
betrugen 1.094 Mio. € (31. Dezember 2024: 839 Mio. €). Wesentliche Zuschreibungen
waren nicht vorzunehmen.
| Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 23.281 | 21.130 |
| Übrige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 33.798 | 30.904 |
| 57.078 | 52.033 |
Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen 17,7 Mrd. € (Vorjahr:
15,5 Mrd. €) auf den Konzernbereich Automobile.
Das Operative Ergebnis wurde im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2025 in Summe
mit 907 Mio. € (Vorjahr: 439 Mio. €) aus Wertminderungen und Zuschreibungen auf lang-
und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte belastet.
Das Gezeichnete Kapital setzt sich aus 295.089.818 nennwertlosen Stammaktien und 206.205.445
nennwertlosen Vorzugsaktien zusammen und beträgt 1.283 Mio. € (Vorjahr: 1.283 Mio.
€).
Die Anteile von Minderheitsgesellschaftern (nicht beherrschende Anteile) am Eigenkapital
entfallen im Wesentlichen auf den Porsche AG Konzern sowie die TRATON GROUP.
Mit der abgeschlossenen Platzierung von Traton SE Aktien im März 2025 erhöhen sich
die direkten Anteile von Minderheiten an der TRATON GROUP von 10,3 % auf 12,5 %. Weitere
Erläuterungen dazu finden sich unter der Angabe "Wesentliche Ereignisse".
Im Mai 2025 hat die Volkswagen AG eine über die Volkswagen International Finance N.V.,
Amsterdam/Nieder-lande, (Emittentin) im Jahr 2020 emittierte Hybridanleihe (Laufzeit:
5 Jahre) mit einem Nominalvolumen in Höhe von 1.500 Mio. € gekündigt. Mit Kündigung
der Anleihe war diese nach IAS 32 als Fremdkapital zu klassifizieren. Das Eigenkapital
und die Netto-Liquidität des Volkswagen Konzerns wurden entsprechend gekürzt. Die
Rückzahlung der Hybridanleihe ist am 17. Juni 2025 erfolgt.
Die Volkswagen AG verzeichnete aus dem am 15. Mai 2025 begebenen Hybridkapital einen
Zugang von liquiden Mitteln in Höhe von 1.900 Mio. € abzüglich Kapitalbeschaffungskosten
in Höhe von 8 Mio. €. Hinzu kamen zahlungsunwirksame Effekte aus der Abgrenzung von
Steuern in Höhe von 2 Mio. €. Das Hybridkapital ist als gewährtes Eigenkapital zu
klassifizieren.
| Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 100.323 | 106.945 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 19.090 | 18.834 |
| Einlagengeschäft | 3.315 | 3.927 |
| Leasingverbindlichkeiten | 5.731 | 5.924 |
| Übrige Finanzschulden | 1.446 | 1.430 |
| 129.905 | 137.061 |
| Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 48.390 | 47.534 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 13.343 | 13.446 |
| Einlagengeschäft | 62.022 | 53.632 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.269 | 1.252 |
| Übrige Finanzschulden | 989 | 1.156 |
| 126.013 | 117.020 |
Die Prinzipien und Methoden zur Fair Value Bewertung sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich
unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den Bewertungsprinzipien und -methoden
finden sich im Konzernabschluss 2024 unter der Angabe "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".
Der Fair Value entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver
Markt existiert, wird der Fair Value mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel
durch die Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz oder
durch die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt.
Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden
umfassen derivative Finanzinstrumente, die nicht nach den Regelungen des Hedge Accounting
bilanziert werden. Hierzu zählen im Wesentlichen Warentermingeschäfte, Devisentermingeschäfte
auf Warentermingeschäfte, Optionen auf den Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten sowie
in bestimmten Fällen Zinsswaps, Währungsswaps und Zins-/Währungsswaps. Zum anderen
werden die sonstigen Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer Beteiligungsquote
von weniger als 20 %) an Personengesellschaften (Fremdkapitalinstrumente), Forderungen
aus Kundenfinanzierung, deren Rückflüsse nicht nur Zins- und Tilgungszahlungen beinhalten,
sowie finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen von vom Volkswagen Konzern beherrschten
Spezialfonds gehalten werden, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Die derivativen
Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehungen (Derivate im Hedge Accounting) werden in
Abhängigkeit des zu Grunde liegenden Grundgeschäfts entweder erfolgsneutral oder erfolgswirksam
zum Fair Value bewertet.
Zu den erfolgsneutral zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten gehören
sonstige Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer Beteiligungsquote von weniger
als 20 %) an Kapitalgesellschaften (Eigenkapitalinstrumente) und Aktien, für die der
Volkswagen Konzern in der Regel das Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung zum Fair
Value in Anspruch nimmt, sowie Wertpapiere (Fremdkapitalinstrumente), deren Zahlungsströme
ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen umfassen und die im Rahmen eines Geschäftsmodells
gehalten werden, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen
Zahlungsströme als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht. Im Rahmen
der erfolgsneutralen Bewertung werden die Änderungen des Fair Value nach Berücksichtigung
latenter Steuern im Eigenkapital erfasst. Im Falle von Wertpapieren (Fremdkapitalinstrumente)
werden Wertberichtigungen unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Ermittlung des Fair Value wird anhand einheitlicher Bewertungsmethoden sowie Bewertungsparameter
vorgenommen. Die Durchführung der Fair Value Bewertung bei Finanzinstrumenten der
Stufe 2 und Stufe 3 wird auf Basis zentraler Vorgaben in den einzelnen Konzernbereichen
durchgeführt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von
Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.
Der Fair Value der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente,
wie Forderungen und Verbindlichkeiten, wird durch die Abzinsung unter Berücksichtigung
eines risikoadäquaten und laufzeitkongruenten Marktzinses ermittelt. Aus Wesentlichkeitsgründen
wird grundsätzlich der Fair Value für kurzfristige finanzielle Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten dem Bilanzwert gleichgesetzt.
Die für den Fair Value der Forderungen maßgeblichen Risikovariablen sind risikoadjustierte
Zinssätze.
| ZUM FAIR VALUE BEWERTET | ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET | DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN | KEINER BEWERTUNGSKATEGORIE ZUGEORDNET | BILANZ POSTEN ZUM 30.06.2025 | ||
| Mio. € | Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | Buchwert | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| At Equity bewertete Anteile | - | - | - | - | 9.264 | 9.264 |
| Sonstige Beteiligungen | 3.463 | - | - | - | 3.180 | 6.644 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 16 | 53.364 | 54.482 | - | 46.016 | 99.396 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.619 | 6.884 | 7.102 | 2.772 | - | 12.275 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | 23.281 | 23.281 | - | - | 23.281 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 15 | 44.584 | 44.584 | - | 23.175 | 67.774 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.986 | 15.411 | 15.411 | 2.403 | - | 19.799 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen | 27.577 | 534 | 534 | - | - | 28.110 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | 34.802 | 34.802 | - | - | 34.802 |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 124.174 | 125.085 | - | 5.731 | 129.905 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.053 | 2.424 | 2.424 | 2.287 | - | 6.764 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 124.744 | 124.744 | - | 1.269 | 126.013 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 33.062 | 33.062 | - | - | 33.062 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.016 | 12.406 | 12.406 | 1.246 | - | 14.667 |
| ZUM FAIR VALUE BEWERTET | ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET | DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN | KEINER BEWERTUNGSKATEGORIE ZUGEORDNET | BILANZ POSTEN ZUM 31.12.2024 | ||
| Mio. € | Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | Buchwert | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| At Equity bewertete Anteile | - | - | - | - | 10.269 | 10.269 |
| Sonstige Beteiligungen | 2.460 | - | - | - | 3.271 | 5.731 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 33 | 55.188 | 56.567 | - | 45.866 | 101.087 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.427 | 6.931 | 7.069 | 2.771 | - | 12.129 |
| Ertragsteuerforderungen | - | - | - | - | 409 | 409 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 21.130 | 21.130 | - | - | 21.130 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 16 | 46.542 | 46.542 | - | 22.297 | 68.855 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.687 | 14.775 | 14.775 | 2.187 | - | 18.649 |
| Ertragsteuerforderungen | - | 10 | 10 | - | 2.029 | 2.038 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen | 26.963 | 363 | 363 | - | - | 27.326 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | 40.296 | 40.296 | - | - | 40.296 |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 131.137 | 131.680 | - | 5.924 | 137.061 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.561 | 2.405 | 2.390 | 2.583 | - | 6.548 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Finanzschulden | - | 115.768 | 115.768 | - | 1.252 | 117.020 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 29.772 | 29.772 | - | - | 29.772 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.160 | 11.109 | 11.109 | 2.095 | - | 14.364 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | - | 18 | 18 | - | 705 | 724 |
In der Klasse "Keiner Bewertungskategorie zugeordnet" werden insbesondere Anteile
an At Equity bewerteten Beteiligungen, Anteile an verbundenen nicht konsolidierten
Gesellschaften sowie Leasingforderungen erfasst.
Die Leasingforderungen haben einen Buchwert von 69,2 Mrd. € (Vorjahr: 68,2 Mrd. €)
und einen Fair Value von 70,2 Mrd. € (Vorjahr: 68,9 Mrd. €).
Folgende Tabellen zeigen eine Übersicht der zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Schulden:
| Mio. € | 30.06.2025 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige Beteiligungen | 3.463 | 1.782 | 717 | 963 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 16 | - | - | 16 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.619 | - | 988 | 1.631 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 15 | - | - | 15 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.986 | - | 1.495 | 490 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen | 27.577 | 27.442 | 115 | 20 |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 2.053 | - | 1.537 | 516 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.016 | - | 905 | 110 |
| Mio. € | 31.12.2024 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige Beteiligungen | 2.460 | 1.795 | 0 | 665 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 33 | - | - | 33 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.427 | - | 1.015 | 1.412 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | - | - | 0 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 16 | - | - | 16 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.687 | - | 1.207 | 480 |
| Wertpapiere und Termingeldanlagen | 26.963 | 26.850 | 113 | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.561 | - | 920 | 640 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.160 | - | 823 | 337 |
| Mio. € | 30.06.2025 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.772 | - | 2.685 | 87 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.403 | - | 2.403 | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 2.287 | - | 2.179 | 108 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 1.246 | - | 1.246 | - |
| Mio. € | 31.12.2024 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.771 | - | 2.697 | 74 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.187 | - | 2.187 | - |
| Langfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 2.583 | - | 2.431 | 152 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Sonstige finanzielle Schulden | 2.095 | - | 2.095 | - |
Die Zuordnung der Fair Values in die drei Stufen der Fair Value Hierarchie richtet
sich nach der Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise. In Stufe 1 werden Fair Values
von Finanzinstrumenten gezeigt, für die ein Preis direkt auf einem aktiven Markt ermittelt
werden kann. Darunter fallen zum Beispiel Wertpapiere und zum Fair Value bewertete
sonstige Beteiligungen, die an einem öffentlichen Markt notiert sind und gehandelt
werden. Fair Values in Stufe 2, beispielsweise bei Derivaten, werden auf Basis von
Marktdaten gemäß marktbezogener Bewertungsverfahren ermittelt. Hierbei werden insbesondere
Währungskurse, Zinskurven, Rohstoffpreise sowie Börsenkurse notierter Anteile verwendet,
welche an den entsprechenden Märkten beobachtbar sind und über Preisserviceagenturen
bezogen werden. Fair Values der Stufe 3 errechnen sich über Bewertungsverfahren, bei
denen nicht direkt auf dem aktiven Markt beobachtbare Faktoren einbezogen werden.
Im Volkswagen Konzern sind der Stufe 3 langfristige Warentermingeschäfte zugeordnet,
da für die Bewertung die am Markt vorhandenen Kurse extrapoliert werden müssen. Die
Extrapolation erfolgt auf Basis von beobachtbaren Inputfaktoren für die unterschiedlichen
Rohstoffe, welche über Preisserviceagenturen bezogen werden. Des Weiteren werden in
der Stufe 3 Optionen auf Eigenkapitalinstrumente und Restwertsicherungsmodelle, Forderungen
aus Kundenfinanzierung sowie Fahrzeugfinanzierungsprogramme und sonstige Beteiligungen
gezeigt. Für die Bewertung der Eigenkapitalinstrumente werden dabei insbesondere die
jeweiligen Unternehmensplanungen sowie unternehmensindividuelle Diskontzinssätze verwendet.
Wesentlicher Inputfaktor zur Bestimmung des Fair Value für die Restwertsicherungsmodelle
sind Prognosen sowie Schätzungen von Gebrauchtwagenrestwerten der entsprechenden Modelle.
Zur Bewertung der Fahrzeugfinanzierungsprogramme wird insbesondere der entsprechende
Fahrzeugpreis berücksichtigt.
Die nachfolgende Tabelle gibt eine zusammenfassende Übersicht der Entwicklung der
zum Fair Value bewerteten Bilanzposten in der Stufe 3:
| Mio. € | Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | Zum Fair Value bewertete finanzielle Schulden |
| Stand am 01.01.2025 | 2.607 | 977 |
| Währungsänderungen | -102 | -46 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | - |
| Gesamtergebnis | 709 | -66 |
| erfolgswirksam | 402 | -66 |
| erfolgsneutral | 307 | - |
| Zugänge (Zukäufe) | 145 | - |
| Realisierungen | -224 | -239 |
| Umgliederung in Stufe 2 | 0 | -1 |
| Umgliederung Hedge Accounting | 0 | 1 |
| Stand am 30.06.2025 | 3.135 | 626 |
| Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse | 402 | 66 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 83 | 88 |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | 91 | 88 |
| Finanzergebnis | 318 | -22 |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | 318 | - |
| Mio. € | Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte | Zum Fair Value bewertete finanzielle Schulden |
| Stand am 01.01.2024 | 1.734 | 237 |
| Währungsänderungen | 13 | 2 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 7 | - |
| Gesamtergebnis | -207 | 255 |
| erfolgswirksam | -214 | 255 |
| erfolgsneutral | 7 | - |
| Zugänge (Zukäufe) | 2.166 | - |
| Realisierungen | -53 | -12 |
| Umgliederung in Stufe 2 | -47 | -27 |
| Umgliederung Hedge Accounting | -127 | -76 |
| Stand am 30.06.2024 | 3.486 | 379 |
| Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse | -214 | -255 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -250 | -268 |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | -251 | -269 |
| Finanzergebnis | 37 | 12 |
| davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden | 31 | - |
| Mio. € | Aktive derivative Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehung | Passive derivative Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehung |
| Stand am 01.01.2025 | 74 | 152 |
| Währungsänderungen | - | - |
| Änderung Konsolidierungskreis | - | - |
| Gesamtergebnis | 48 | 3 |
| erfolgswirksam | 1 | 0 |
| erfolgsneutral | 47 | 3 |
| Umgliederung nicht Hedge Accounting | 0 | -1 |
| Umgliederung in Stufe 2 | -35 | -46 |
| Stand am 30.06.2025 | 87 | 108 |
| Mio. € | Aktive derivative Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehung | Passive derivative Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehung |
| Stand am 01.01.2024 | - | - |
| Währungsänderungen | - | - |
| Änderung Konsolidierungskreis | - | - |
| Gesamtergebnis | 4 | 35 |
| erfolgswirksam | 0 | 1 |
| erfolgsneutral | 4 | 34 |
| Umgliederung nicht Hedge Accounting | 127 | 76 |
| Umgliederung in Stufe 2 | -32 | - |
| Stand am 30.06.2024 | 99 | 111 |
Die Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie werden zu den jeweiligen
Berichtsstichtagen berücksichtigt. Die Umgliederungen aus Stufe 3 in Stufe 2 beinhalten
Warentermingeschäfte, für die aufgrund der abnehmenden Restlaufzeit beobachtbare Marktkurse
zur Bewertung zur Verfügung stehen, sodass keine Extrapolation mehr notwendig ist.
Für den Fair Value der Warentermingeschäfte ist der Rohstoffpreis die wesentliche
Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse wird der Effekt von Änderungen des Rohstoffpreises
auf das Ergebnis nach Ertragsteuern und das Eigenkapital dargestellt.
Wenn die Rohstoffpreise der der Stufe 3 zugeordneten Warentermingeschäfte zum 30.
Juni 2025 um 10 % höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern
um 15 Mio. € (Vorjahr: 49 Mio. €) und das Eigenkapital um 224 Mio. € (Vorjahr: 126
Mio. €) höher (niedriger) ausgefallen.
Die für die Bewertung der vom Unternehmen gehaltenen Optionen auf Eigenkapitalinstrumente
maßgebliche Risikovariable ist der jeweilige Unternehmenswert. Mittels einer Sensitivitätsanalyse
werden Effekte aus einer Änderung der Risikovariablen auf das Ergebnis nach Ertragsteuern
dargestellt.
Wenn die unterstellten Unternehmenswerte zum 30. Juni 2025 um 10 % höher gewesen wären,
wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 2 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) höher ausgefallen.
Wenn die unterstellten Unternehmenswerte zum 30. Juni 2025 um 10 % niedriger gewesen
wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 2 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) niedriger
ausgefallen.
Restwertrisiken resultieren aus Absicherungsvereinbarungen mit dem Handel, wonach
im Rahmen von Rückkaufverpflichtungen aus abgeschlossenen Leasingverträgen entstehende
Ergebnisauswirkungen aus marktbedingten Schwankungen der Restwerte teilweise vom Volkswagen
Konzern getragen werden.
Für den Fair Value der Optionen aus Restwertrisiken sind die Marktpreise von Gebrauchtwagen
die wesentliche Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen
von Änderungen der Gebrauchtwagenpreise auf das Ergebnis nach Ertragsteuern quantifiziert.
Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge
zum 30. Juni 2025 um 10 % höher gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern
um 456 Mio. € (Vorjahr: 427 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn die Gebrauchtwagenpreise
der im Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge zum 30. Juni 2025 um 10 % niedriger
gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 457 Mio. € (Vorjahr: 462 Mio.
€) niedriger ausgefallen.
Wenn die risikoadjustierten Zinssätze der zum Fair Value bewerteten Forderungen zum
30. Juni 2025 um 100 Basispunkte höher gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern
um 4 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €) niedriger ausgefallen. Wenn die risikoadjustierten
Zinssätze zum 30. Juni 2025 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wären, wäre das Ergebnis
nach Ertragsteuern um 4 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn der Börsenkurs
des zum Fair Value bewerteten Wandeldarlehens zum 30. Juni 2025 um 10 % höher gewesen
wäre, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 75 Mio. € höher ausgefallen. Wenn der
Börsenkurs zum 30. Juni 2025 um 10 % niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach
Ertragsteuern um 75 Mio. € niedriger ausgefallen.
Wenn bei den Fahrzeugfinanzierungsprogrammen der entsprechende Fahrzeugpreis zum 30.
Juni 2025 um 10 % höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 11 Mio.
€ (Vorjahr: 11 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn bei den Fahrzeugfinanzierungsprogrammen
der entsprechende Fahrzeugpreis zum 30. Juni 2025 um 10 % niedriger gewesen wäre,
wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 11 Mio. € (Vorjahr: 11 Mio. €) niedriger ausgefallen.
Wenn die Ertragslage der zum Fair Value bewerteten Beteiligungen zum 30. Juni 2025
um 10 % besser gewesen wäre, wäre das Eigenkapital 66 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €)
sowie das Ergebnis nach Steuern um 9 Mio. € (Vorjahr: 26 Mio. €) höher ausgefallen.
Wenn die Ertragslage der zum Fair Value bewerteten Beteiligungen um 10 % schlechter
gewesen wäre, wäre das Eigenkapital 65 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €) sowie das Ergebnis
nach Steuern um 9 Mio. € (Vorjahr: 26 Mio. €) geringer ausgefallen.
Die Kapitalflussrechnung zeigt den Zahlungsmittelfluss im Volkswagen Konzern sowie
in den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. Der Zahlungsmittelbestand
setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand und jederzeit
fälligen Mitteln zusammen.
| Mio. € | 30.06.2025 | 30.06.2024 |
| Zahlungsmittelbestand laut Bilanz | 34.802 | 50.391 |
| Zahlungsmittel zur Veräußerung gehalten | - | 6 |
| Zahlungsmittelbestand laut Kapitalflussrechnung | 34.802 | 50.398 |
In der Finanzierungstätigkeit stehen sich folgende Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse
gegenüber:
| 1. HALBJAHR | ||
| Mio. € | 2025 | 2024 |
| Kapitaleinzahlungen/-rückzahlungen | 397 | -1.215 |
| Dividendenzahlungen | -4.231 | -5.597 |
| Kapitaltransaktionen mit Minderheiten | 358 | - |
| Aufnahmen von Anleihen | 16.650 | 22.328 |
| Tilgungen von Anleihen | -18.349 | -17.359 |
| Aufnahmen von nicht börsennotierten Schuldverschreibungen | 5.672 | 7.325 |
| Tilgungen von nicht börsennotierten Schuldverschreibungen | -5.002 | -3.857 |
| Veränderungen der übrigen Finanzschulden | 9.969 | 14.793 |
| Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten | -732 | -620 |
| 4.732 | 15.798 | |
Die Segmentabgrenzung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung im Volkswagen
Konzern. Der Mehrmarkenstrategie folgend wird jede Marke (Geschäftssegment) des Konzerns
von einem eigenen Markenvorstand geleitet. Dabei sind die vom Vorstand der Volkswagen
AG festgelegten Konzernziele und -vorgaben zu berücksichtigen. Die Segmentberichterstattung
besteht ab dem Geschäftsjahr 2025 aus den drei berichtspflichtigen Segmenten Pkw und
leichte Nutzfahrzeuge, Nutzfahrzeuge und Finanzdienstleistungen. Das Segment Power
Engineering wird aus Wesentlichkeitsgründen nicht mehr separat berichtet. Das Vorjahr
wurde entsprechend angepasst.
Die Aktivitäten des Segments Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erstrecken sich auf die
Entwicklung von Fahrzeugen, Motoren, Fahrzeugsoftware und -batterien, die Produktion
und den Vertrieb von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sowie das Geschäft mit entsprechenden
Originalteilen. Im Berichtssegment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erfolgt die Zusammenfassung
der einzelnen Marken zu einem berichtspflichtigen Segment insbesondere aufgrund des
hohen Maßes an technologischer und wirtschaftlicher Verzahnung im Produktionsverbund.
Des Weiteren liegt eine Zusammenarbeit in zentralen Bereichen wie Einkauf, Forschung
und Entwicklung oder Treasury vor.
Das Segment Nutzfahrzeuge umfasst vor allem die Entwicklung, die Produktion sowie
den Vertrieb von Lastkraftwagen und Bussen, das Geschäft mit entsprechenden Originalteilen
sowie damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen. Wie bei den Pkw-Marken besteht
eine Zusammenarbeit in den Bereichen Einkauf, Entwicklung und Vertrieb. Weitere Verzahnungen
werden angestrebt.
Informationen über andere Geschäftstätigkeiten und Geschäftssegmente, die nicht berichtspflichtig
sind, werden unter "Sonstige operative Gesellschaften" zusammengefasst. Darin enthalten
ist im Wesentlichen das Geschäft mit Großdieselmotoren, Turbomaschinen und Komponenten
der Antriebstechnik.
Die Tätigkeit des Segments Finanzdienstleistungen umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung,
das Leasing-, das Direktbank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagementgeschäft
sowie Mobilitätsangebote. In diesem Segment erfolgen Zusammenfassungen insbesondere
unter Berücksichtigung der Vergleichbarkeit der Art der Dienstleistungen sowie der
regulatorischen Rahmenbedingungen.
Die Überleitung beinhaltet die Konsolidierung zwischen den Segmenten, die nicht allokierte
Konzernfinanzierung und die Holdingfunktion. Nicht mehr in der Überleitung enthalten
sind andere operative Gesellschaften, die definitionsgemäß keine Segmente darstellen.
Diese Gesellschaften werden unter "Sonstige operative Gesellschaften" erfasst. Das
Vorjahr wurde entsprechend angepasst.
Die Kaufpreisallokation aus erworbenen Gesellschaften wird direkt den entsprechenden
Segmenten zugeordnet. Das Segmentergebnis wird bei Volkswagen auf Basis des Operativen
Ergebnisses bestimmt.
Den Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften der Segmente des Volkswagen Konzerns
liegen grundsätzlich Preise zugrunde, die auch mit Dritten vereinbart werden.
| Mio. € | Pkw und leichte Nutzfahrzeuge | Nutzfahrzeuge | Finanzdienstleistungen | Summe Berichtssegmente | Sonstige operative Gesellschaften | Überleitung |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 106.489 | 20.459 | 28.837 | 155.785 | 2.599 | -20 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 13.487 | 736 | 2.635 | 16.857 | 634 | -17.491 |
| Umsatzerlöse | 119.976 | 21.195 | 31.471 | 172.642 | 3.233 | -17.511 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 4.398 | 1.248 | 1.911 | 7.556 | 164 | -1.013 |
| Mio. € | Volkswagen Konzern |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 158.364 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | - |
| Umsatzerlöse | 158.364 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 6.707 |
| Mio. € | Pkw und leichte Nutzfahrzeuge | Nutzfahrzeuge | Finanzdienstleistungen | Summe Berichtssegmente | Sonstige operative Gesellschaften | Überleitung |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 106.903 | 22.131 | 27.446 | 156.480 | 2.255 | 65 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 9.895 | 607 | 1.989 | 12.490 | 582 | -13.073 |
| Umsatzerlöse | 116.798 | 22.738 | 29.435 | 168.970 | 2.837 | -13.008 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 7.386 | 2.059 | 1.416 | 10.862 | 134 | -1.016 |
| Mio. € | Volkswagen Konzern |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 158.800 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | - |
| Umsatzerlöse | 158.800 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 9.979 |
1
Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8 in der Angabe "Vorjahreskorrektur
gemäß IAS 8").
2
Die Vorjahreswerte entsprechen der geänderten Berichtsstruktur.
| 1. HALBJAHR | ||
| Mio. € | 2025 | 2024 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 7.556 | 10.862 |
| Sonstige operative Gesellschaften | 164 | 134 |
| Konzernfinanzierung | -19 | -19 |
| Konsolidierung/Holdingfunktion | -994 | -997 |
| Operatives Ergebnis | 6.707 | 9.979 |
| Finanzergebnis | -284 | 98 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 6.423 | 10.077 |
1
Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8 in der Angabe "Vorjahreskorrektur
gemäß IAS 8").
2
Die Vorjahreswerte entsprechen der geänderten Berichtsstruktur.
Die Porsche Automobil Holding SE (Porsche SE) hält die Mehrheit der Stimmrechte an
der Volkswagen AG.
Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Volkswagen AG am 3. Dezember 2009 wurde
die Schaffung von Entsendungsrechten für das Land Niedersachsen beschlossen. Damit
kann die Porsche SE, trotz der Mehrheit der Stimmrechte an der Volkswagen AG, nicht
die Mehrheit der Mitglieder im Aufsichtsrat der Volkswagen AG bestellen, solange dem
Land Niedersachsen mindestens 15 % der Stammaktien gehören. Die Porsche SE gilt damit
als nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24.
| ERBRACHTE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 1. HALBJAHR | EMPFANGENE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 1. HALBJAHR | |||
| Mio. € | 2025 | 2024 | 2025 | 2024 |
| Porsche SE und deren Mehrheitsbeteiligungen | 2 | 2 | 0 | 0 |
| Aufsichtsräte | 2 | 2 | 1 | 3 |
| Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften | 632 | 588 | 1.233 | 1.121 |
| Gemeinschaftsunternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 7.816 | 8.649 | 977 | 679 |
| Assoziierte Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 272 | 171 | 1.400 | 1.355 |
| Land Niedersachsen, dessen Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen | 4 | 3 | 2 | 2 |
| FORDERUNGEN GEGEN | VERBINDLICHKEITEN (EINSCHL. VERPFLICHTUNGEN) GEGENÜBER | |||
| Mio. € | 30.06.2025 | 31.12.2024 | 30.06.2025 | 31.12.2024 |
| Porsche SE und deren Mehrheitsbeteiligungen | 0 | 0 | 2 | 2 |
| Aufsichtsräte | 0 | 0 | 134 | 123 |
| Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften | 2.290 | 2.575 | 2.313 | 2.334 |
| Gemeinschaftsunternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 19.028 | 17.710 | 4.951 | 5.0041 |
| Assoziierte Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen | 477 | 403 | 1.121 | 9.1941 |
| Land Niedersachsen, dessen Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen | 2 | 1 | 1 | 1 |
1
Das Vorjahr wurde angepasst.
In den obigen Tabellen sind die von den Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten
Unternehmen erhaltenen Dividendenzahlungen nach Abzug von Quellensteuer in Höhe von
670 Mio. € (Vorjahr: 930 Mio. €) nicht enthalten. Weiterhin beinhalten die Tabellen
ebenfalls nicht die an die Porsche SE gezahlten Dividenden in Höhe von 1.223 Mio.
€ (Vorjahr: 1.703 Mio. €) sowie die an das Land Niedersachsen gezahlte Dividende in
Höhe von 372 Mio. € (Vorjahr: 531 Mio. €).
Die Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen entfallen im Wesentlichen auf gewährte
Darlehen in Höhe von 13.776 Mio. € (31. Dezember 2024: 11.941 Mio. €) sowie Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4.041 Mio. € (31. Dezember 2024: 3.770
Mio. €). Die Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochtergesellschaften resultieren
ebenfalls im Wesentlichen aus gewährten Darlehen in Höhe von 1.464 Mio. € (31. Dezember
2024: 2.920 Mio. €) sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 160 Mio. € (31.
Dezember 2024: 157 Mio. €).
In den ausstehenden Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen sind zweifelhafte
Forderungen enthalten, welche in Höhe von 73 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €) wertberichtigt
wurden. Im ersten Halbjahr 2025 fielen hierfür Aufwendungen in Höhe von 53 Mio. €
(Vorjahr: 10 Mio. €) an.
Des Weiteren bürgt der Volkswagen Konzern für nahestehende Personen und Unternehmen
gegenüber externen Banken in Höhe von 64 Mio. € (31. Dezember 2024: 73 Mio. €).
Der Volkswagen Konzern hat von Januar bis Juni 2025 Kapitaleinlagen bei nahestehenden
Unternehmen in Höhe von 385 Mio. € (Vorjahr: 468 Mio. €) getätigt.
Die Verpflichtungen gegenüber Aufsichtsräten beinhalten im Wesentlichen verzinsliche
Bankguthaben von Aufsichtsräten, die zu marktüblichen Konditionen bei Gesellschaften
des Volkswagen Konzerns angelegt wurden.
Die Transaktionen mit nahestehenden Personen erfolgen regelmäßig unter marktüblichen
Konditionen. Diese beinhalten teilweise auch Eigentumsvorbehalte.
Im Mai 2025 wurde die seit September 2021 vor dem Landgericht Braunschweig durchgeführte
Hauptverhandlung gegen teilweise auch ehemalige Beschäftigte der Volkswagen AG im
Zusammenhang mit der Dieselthematik betreffend Motoren des Typs EA 189 mit einer Verurteilung
der Angeklagten wegen Betruges abgeschlossen. Alle vier Angeklagten wurden zu Freiheitsstrafen
verurteilt, die bei zweien von ihnen zur Bewährung ausgesetzt wurden. Das Urteil ist
noch nicht rechtskräftig; alle Angeklagten legten Revision ein. Das von dem vorstehenden
Verfahren abgetrennte Verfahren gegen einen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen
AG wurde vorläufig eingestellt. Die Volkswagen AG ist an diesen Verfahren nicht beteiligt.
In dem Verfahren der französischen Verbraucherorganisation Confédération de la Consommation,
du Logement et du Cadre de Vie (CLCV) für bis zu 1 Mio. französische Eigentümer und
Leasingnehmer von Fahrzeugen mit Motoren des Typs EA 189 gegen die Volkswagen Group
Automotive Retail France, die Volkswagen Group France und die Volkswagen AG erging
im März 2025 ein prozessuales Urteil, mit dem die Opt-In-Sammelklage in Bezug auf
die Volkswagen Group France und die Volkswagen AG für zulässig erklärt wurde. Die
Klage gegen die Volkswagen Group Automotive Retail France wurde hingegen für unzulässig
erachtet. Im weiteren Verlauf des Klageverfahrens wird sich das Gericht der ersten
Instanz nun materiellrechtlich mit den hauptsächlich auf Rückabwicklung ohne Nutzungsersatz,
hilfsweise auf Schadensersatz von 20 - 30 % des Kaufpreises, gerichteten Klageansprüchen
befassen. Das prozessuale Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Entscheidung über die
Zulässigkeit der Klage kann im Rahmen einer Berufung gegen das zu erwartende erstinstanzliche
Urteil überprüft werden.
Im April 2025 verhängten die Europäische Kommission und die englische Kartellbehörde
Competition and Markets Authority (CMA) im Rahmen von Settlement-Verfahren Bußgelder
gegen verschiedene Automobilhersteller und Verbände der Automobilbranche. Überprüft
worden war der Verdacht, dass europäische, japanische und koreanische Hersteller sowie
die in den Ländern agierenden nationalen Verbände und der europäische Verband European
Automobile Manufacturers' Association (ACEA) sich seit 2001 beziehungsweise 2002 und
bis zur Eröffnung der Verfahren insbesondere in der ACEA Working Group Recycling sowie
zugehöriger Unterarbeitsgruppen dazu verständigt haben sollen, für Dienstleistungen
von Recycling-Unternehmen, die "End-of-Life Vehicles" (ELV) (konkret Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge) entsorgen, nicht zu bezahlen. Zusätzlich soll eine Abstimmung dazu
erfolgt sein, ELV-Themen nicht wettbewerblich zu nutzen, also keine Veröffentlichungen
von relevanten Recycling-Daten (recyclates, recyclability, recovery) zu Wettbewerbszwecken
vorzunehmen. Die Europäische Kommission verhängte ein Bußgeld in Höhe von rund 128
Mio. € gegen die Volkswagen AG. Die CMA verhängte gegen die Volkswagen AG und die
Volkswagen Group UK zusammen ein Gesamtbußgeld in Höhe von rund 15 Mio. GBP, die durch
bestehende Rückstellungen abgedeckt sind.
In dem Klageverfahren von Automobile Plant GAZ LLC (GAZ) in Russland über angebliche
Forderungen in Höhe von rund 28,5 Mrd. RUB bestätigte nach dem Berufungsgericht auch
das Kassationsgericht das erstinstanzliche Urteil, mit dem die Volkswagen AG im Juli
2024 zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von rund 16,9 Mrd. RUB verurteilt worden
war. Die Volkswagen AG wird auch gegen die Entscheidung des Kassationsgerichts Rechtsmittel
einlegen und sich weiter umfassend verteidigen. Im April 2025 übertrug die Klägerin
GAZ ihre angeblichen Forderungen an eine dritte Gesellschaft Kameya JSC, die auf diesem
Wege im Klageverfahren prozessual die Klägerstellung übernahm.
Weitergehende Angaben zu den Schätzungen hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen
sowie Angaben zu Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe oder der Fälligkeit von Beträgen
der Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten
werden gemäß IAS 37.92 nicht gemacht, um die Ergebnisse der Verfahren und die Interessen
des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.
Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum gegenüber den Ausführungen im zusammengefassten
Lagebericht des Geschäftsberichts 2024 zur voraussichtlichen Entwicklung des Volkswagen
Konzerns im Geschäftsjahr 2025 in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko- und
Chancenbericht" - einschließlich des Abschnitts "Rechtsrisiken" - keine wesentlichen
Änderungen.
Gegenüber den im Konzernabschluss 2024 beschriebenen Eventualverbindlichkeiten ergeben
sich zum 30. Juni 2025 keine wesentlichen Veränderungen.
Die Sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben sich im Vergleich zum Konzernabschluss
2024 um 0,1 Mrd. € verringert und belaufen sich zum 30. Juni 2025 auf 44,5 Mrd. €.
Am 11. Juli 2025 hat der Bundesrat einer schrittweisen Absenkung des aktuellen Körperschaftsteuersatzes
von 15 % auf 10 % - beginnend ab dem Geschäftsjahr 2028 - zugestimmt. Hieraus wird
ein Ertrag aus der Abwertung latenter Steuerverbindlichkeiten in Höhe eines dreistelligen
Millionen-Euro-Betrages erwartet.
Wolfsburg, 24. Juli 2025
Volkswagen Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Wolfsburg, 24. Juli 2025
Volkswagen Aktiengesellschaft
Der Vorstand
An die VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT
Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss der VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT,
Wolfsburg, - bestehend aus verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung, verkürzter Gesamtergebnisrechnung,
verkürzter Bilanz, verkürzter Eigenkapitalentwicklung, verkürzter Kapitalflussrechnung,
sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzern-Zwischenlagebericht
für den Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis 30. Juni 2025, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts
nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des
verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für
Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf
der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und
des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Hannover, 24. Juli 2025
EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Dr. Gaenslen | Dr. Janze |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Ausgewählte Begriffe auf einen Blick
Die von Volkswagen begebenen Hybridanleihen werden vollständig dem Eigenkapital zugerechnet.
Während der unbegrenzten Laufzeit stehen der Emittentin zu bestimmten Terminen Kündigungsrechte
zu. Die Zinsausstattung ist bis zur ersten Kündigungsmöglichkeit fixiert und variiert
später nach Maßgabe der Anleihebedingungen.
Leistungsstufe von Hybridfahrzeugen. Plug-in-Hybrid Electric Vehicles (PHEVs) besitzen
eine größere Batterie mit entsprechend hoher Kapazität, die sowohl über den Verbrennungsmotor
oder das Bremsen als auch über die Steckdose geladen werden kann. Dadurch erhöht sich
die Reichweite des Fahrzeugs.
Die Aktivierungsquote ist als Relation aus den aktivierten Entwicklungskosten und
den gesamten Kosten für Forschung und Entwicklung im Konzernbereich Automobile definiert.
Sie stellt den Anteil der gesamten Primärausgaben für Forschung und Entwicklung dar,
welcher aktivierungspflichtig ist.
Mit der Bruttomarge wird der prozentuale Anteil des Bruttoergebnisses an den Umsatzerlösen
innerhalb einer Periode ermittelt. Die Bruttomarge gibt Auskunft über die Profitabilität
nach Kosten des Umsatzes.
Die Eigenkapitalquote gibt den prozentualen Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital
zu einem Stichtag an. Diese Quote ist ein Indikator für die Stabilität und Kapitalkraft
des Unternehmens und zeigt den Grad der finanziellen Unabhängigkeit.
Die Gesamtrendite (auch bekannt als Total Shareholder Return (TSR)) einer Aktie ist
eine Kennzahl, die sowohl die Kursentwicklung als auch die Dividenden berücksichtigt.
Unter der Annahme der Re-Investition der gezahlten Dividende (ohne Steuerabzug) zum
Zeitpunkt der Ausschüttung wird der Kurswert am Ende des Betrachtungszeitraums mit
dem Kurswert zu Beginn prozentual ins Verhältnis gesetzt.
Die Investitionsquote im Konzernbereich Automobile ergibt sich aus der Addition der
Forschungs- und Entwicklungskostenquote (F&E-Quote) mit der Sachinvestitionsquote
und spiegelt deren Anteil an den Umsatzerlösen wider: Die F&E-Quote im Konzernbereich
Automobile setzt die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten in Relation zu den
Umsatzerlösen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die Aufwendungen von
der Zukunftsforschung bis zur marktreifen Entwicklung unserer Produkte. Besonderes
Augenmerk liegt dabei auf der umweltfreundlichen Ausrichtung und Digitalisierung unseres
Produktportfolios, dem Ausbau unserer Batteriekompetenz, der Entwicklung von Software
und neuer Plattformen sowie dem Aufbau neuer Technologien. Die F&E-Quote spiegelt
unsere Aktivitäten zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens wider. Die
Sachinvestitionsquote im Konzernbereich Automobile bringt gleichermaßen unsere Innovationskraft
und zukünftige Wettbewerbsfähigkeit zum Ausdruck. Bei ihrer Berechnung werden die
Investitionen - im Wesentlichen für die Modernisierung, Erweiterung Elektrifizierung
und Digitalisierung der Produktpalette, für umweltfreundliche Aggregate sowie für
die Anpassung der Produktionskapazitäten und Verbesserung der Fertigungsprozesse -ins
Verhältnis zu den Umsatzerlösen des Konzernbereichs Automobile gesetzt.
Der Netto-Cashflow des Konzernbereichs Automobile zeigt den Mittelüberschuss aus dem
laufenden Geschäft, der zum Beispiel für Dividendenzahlungen zur Verfügung steht.
Er ergibt sich aus dem Cashflow des laufenden Geschäfts abzüglich der Investitionstätigkeit
des laufenden Geschäfts.
Die Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile bildet den nicht durch Kreditstand
finanzierten Bestand an Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Wertpapieren,
und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen ab.
Die Umsatzerlöse, in denen die Geschäftsentwicklung unserer At Equity konsolidierten
chinesischen Joint Ventures nicht enthalten ist, sind das finanzielle Abbild unseres
Markterfolgs. Nach Berücksichtigung des Ressourceneinsatzes ist das Operative Ergebnis
Ausdruck der originären Unternehmenstätigkeit und zeigt den wirtschaftlichen Erfolg
des Kerngeschäfts.
Operative Umsatzrendite
Die operative Umsatzrendite ist das Verhältnis von erwirtschaftetem Operativen Ergebnis
zu Umsatzerlösen.
Als Umsatzrendite ist das in Prozent ausgedrückte Verhältnis von Gewinn vor Steuern
und Umsatzerlösen innerhalb einer Periode definiert. Sie zeigt die Höhe des je Umsatzeinheit
erwirtschafteten Gewinns. Die Umsatzrendite gibt Auskunft über die Profitabilität
der gesamten Geschäftstätigkeit vor Abzug von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.
Volkswagen AG
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30. Oktober
Zwischenbericht Januar - September 2025