VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT

Wolfsburg

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2025 bis zum 30.06.2025

Der Konzernabschluss der Volkswagen AG wurde gemäß den durch die Europäische Union übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards, den IFRS Accounting Standards erstellt. Ebenso wurden Anforderungen des deutschen Handelsgesetzbuches und des deutschen Corporate Governance Kodex berücksichtigt. Sofern nicht anders spezifiziert, bildet dies die Basis für die Erläuterungen von Finanzzahlen in diesem Bericht.

Alle Zahlen sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet, daher kann die Addition der angegebenen Werte zu geringfügigen Abweichungen führen; dies gilt auch für die Ermittlung von Prozentangaben.

Die Vergleichswerte des Vorjahres werden, soweit nicht anders erwähnt, neben den Werten des Berichtszeitraums in Klammern dargestellt.

Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Volkswagen Konzerns. Diesen Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen einzelner Länder, Wirtschaftsräume und Märkte, insbesondere für die Automobilbranche, zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und die wir zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten abweichen. Sollten sich wesentliche Parameter bezüglich unserer wichtigsten Absatzmärkte ändern oder sich wesentliche Veränderungen bei den für den Volkswagen Konzern relevanten Währungskursverhältnissen, Preisen für Energie- und sonstige Rohstoffe oder in der Teileversorgung ergeben, wird das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen. Darüber hinaus kann es auch zu Abweichungen von der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung kommen, wenn sich die im Geschäftsbericht 2024 dargestellten Einschätzungen zu den Faktoren nachhaltiger Wertsteigerung sowie zu Risiken und Chancen anders entwickeln als derzeit von uns erwartet oder sich zusätzliche Risiken beziehungsweise Chancen oder sonstige den Geschäftsverlauf beeinflussende Faktoren ergeben. Wir übernehmen keine über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

Der Volkswagen Konzern bekennt sich zu Vielfalt und Chancengleichheit, sodass in diesem Bericht geschlechter-neutrale Formulierungen verwendet werden. Ausnahmen, zum Beispiel bei Komposita, verzichten im Interesse der besseren Lesbarkeit auf die verschiedenen Anspracheformen, sei es divers oder weiblich. Alle Formulierungen sprechen ausdrücklich alle Geschlechter und Geschlechteridentitäten gleichermaßen an.

Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor. Bei Abweichungen geht die deutsche maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen Übersetzung vor. Beide Sprachfassungen sind ressourcenschonend ausschließlich im Internet abrufbar unter: www.volkswagen-group.com in der Rubrik Investoren.

Wesentliche Zahlen

VOLKSWAGEN KONZERN¹

Auslieferungen an Kunden
in Tsd. Fahrzeugen

Absatz
in Tsd. Fahrzeugen

Umsatzerlöse
in Mrd. €

Operatives Ergebnis² & Operative Umsatzrendite²in Mrd. €

KONZERNBEREICH AUTOMOBILE² ³

Investitionsquote
in %

Netto-Cashflow
in Mrd. €

Nettoliquidität
in Mrd. €

1 Die Mengendaten umfassen auch die nicht vollkonsolidierten chinesischen Gemeinschaftsunternehmen (chin. JV); die Auslieferungen des Vorjahres wurden aufgrund de statistischen Fortschreibung aktualisiert.
2 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8).
3 Seit dem 1. Januar 2025 beinhaltet der Konzernbereich Automobile die Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen nicht mehr. Das Vorjahr wurde an die neue Berichtsstruktur angepasst.

Wesentliche Fakten

Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns inklusive der chinesischen Joint Ventures in den ersten sechs Monaten 2025 mit 4,4 Mio. Fahrzeugen um 1,3% über dem Wert des Vorjahres; Zuwächse in Europa und Südamerika, rückläufige Entwicklung in Nordamerika und Asien-Pazifik

Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge an Kunden mit 465 (317) Tsd. Einheiten (+ 46,7 %) sehr stark gestiegen; Anteil an den Auslieferungen des Konzerns bei 10,6 (7,3) %

Umsatzerlöse des Konzerns mit 158,4 (158,8) Mrd. € auf Vorjahresniveau

Operatives Ergebnis mit 6,7 (10,0) Mrd. € rückläufig; negative Einflüsse insbesondere aus von den USA erhöhten Einfuhrzöllen, Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO2-Flottenregulierung in Europa und den USA sowie Wechselkurseffekten; Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen auf dem Niveau des Vorjahres

Ergebnis vor Steuern geht insgesamt auf 6,4 (10,1) Mrd. € zurück; Ergebnis nach Steuern sinkt um 2,8 Mrd. € auf 4,5 Mrd. €

Netto-Cashflow des Automobilbereichs beläuft sich auf - 1,4 (0,4) Mrd. €; Investitionsquote aufgrund niedrigerer F&E-Quote im Konzernbereich Automobile bei 11,4 (12,3) %

Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile mit 28,4 Mrd. € auf solidem Niveau

Geschäftsverlauf

VORSTANDS- UND AUFSICHTSRATSANGELEGENHEITEN

Mit Wirkung zum Ablauf des 4. Juli 2025 ist Herr Gunnar Kilian aus dem Vorstand der Volkswagen AG ausgeschieden. Herr Kilian gehörte dem Vorstand seit dem 13. April 2018 an und verantwortete den Geschäftsbereich "Personal und Markengruppe Trucks". Die Funktion als Arbeitsdirektor und damit die Aufgaben des Geschäftsbereichs "Personal" hat Herr Thomas Schäfer, im Vorstand verantwortlich für den Geschäftsbereich "Markengruppe Core", kommissarisch übernommen.

Frau Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall, wurde mit Wirkung zum 9. März 2025 gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats der Volkswagen AG bestellt. Sie tritt die Nachfolge von Herrn Jörg Hofmann an, der sein Mandat mit Wirkung zum Ablauf des 8. März 2025 niedergelegt hatte.

Am 16. Mai 2025 wählte die Hauptversammlung der Volkswagen AG Herrn Mohammed Al-Sowaidi, Chief Executive Officer der Qatar Investment Authority, zum Mitglied des Aufsichtsrats der Volkswagen AG. Er tritt die Nachfolge von Herrn Mansoor Ebrahim Al-Mahmoud an, dessen Amtszeit mit der Hauptversammlung 2025 endete.

Mit Wirkung zum 5. Juli 2025 wurde Frau Susanne Wiegand, Aufsichtsratsmitglied und Investorin, gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats der Volkswagen AG bestellt. Sie tritt die Nachfolge von Frau Marianne Heiß an, die Ihr Mandat mit Wirkung zum Ablauf des 4. Juli 2025 niedergelegt hatte.

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Im ersten Halbjahr 2025 befand sich die Weltwirtschaft insgesamt weiter auf Wachstumskurs, mit der gleichen Dynamik wie im Vorjahr. Die Gruppe der Schwellenländer verzeichnete im Vergleich dazu einen etwas stärkeren Anstieg der Wachstumsrate, während das Wachstum der fortgeschrittenen Volkswirtschaften insgesamt leicht nachließ. Geopolitische Unsicherheiten, insbesondere in Bezug auf die US-Handelspolitik, dämpften die Stimmung unter den Marktteilnehmenden und wirkten den in vielen Ländern rückläufigen Inflationsraten und einer Lockerung der Geldpolitik entgegen.

Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete im ersten Halbjahr dieses Jahres ein insgesamt positives Wachstum oberhalb des Vorjahresniveaus. In Nord- und Südeuropa verlief die Entwicklung überwiegend ähnlich. Aufgrund der rückläufigen Inflationsraten setzte die Europäische Zentralbank ihre seit Juni 2024 begonnenen Leitzinssenkungen in diversen Schritten fort.

Deutschland registrierte im Berichtszeitraum ein leicht positives Wirtschaftswachstum und entwickelte sich damit etwas besser als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Durchschnitt weiter an. Nachdem die monatlichen Inflationsraten Ende 2022 historische Höchstwerte erreicht hatten, sanken sie seitdem etwa mit dem Durchschnitt der Eurozone.

DEVISENKURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2024 BIS JUNI 2025
Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2024 = 100

Die Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas wiesen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 insgesamt ein Wachstum auf, das gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres niedriger ausfiel.

Das Bruttoinlandsprodukt der USA erhöhte sich im Berichtszeitraum mit einer gegenüber dem Vorjahreszeitraum niedrigeren Wachstumsrate. Während die US-Notenbank ihre Leitzinsen im vergangenen Jahr in mehreren Schritten senkte, führte sie ihren Lockerungskurs aufgrund der ungewissen Auswirkungen der Maßnahmen der neuen US-Regierung im Jahr 2025 nicht fort und hielt die Leitzinsen auf konstantem Niveau.

In Brasilien wuchs die Wirtschaftsleistung mit einer etwas höheren Dynamik als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.

Das Wachstum der chinesischen Wirtschaftsleistung war im weltweiten Vergleich überdurchschnittlich hoch und lag etwas höher als im Vorjahreszeitraum.

ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR PKW UND LEICHTE NUTZFAHRZEUGE

Von Januar bis Juni 2025 lag das weltweite Pkw-Marktvolumen leicht über dem Niveau des Vorjahres. Dabei entwickelten sich die einzelnen Regionen unterschiedlich. Während das Marktvolumen in Westeuropa sowie Zentral- und Osteuropa sank, entwickelten sich Nordamerika, Südamerika, Asien-Pazifik, Afrika sowie Nahost positiv. Der Markt für vollelektrische Fahrzeuge (BEVs) konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark zulegen, ihr Anteil am zugrunde gelegten Marktvolumen stieg auf 14,6 (12,0)%.

Das weltweite Neuzulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen lag von Januar bis Juni 2025 in der Größenordnung des Vorjahres.

In Westeuropa war die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2025 rückläufig und bewegte sich in der Größenordnung des Vorjahres. Die Entwicklung der großen Pkw-Einzelmärkte dieser Region fiel dabei unterschiedlich aus. Während Großbritannien leicht und Spanien deutlich wuchsen, sank das Marktvolumen in Frankreich spürbar und in Italien leicht.

Das Neuzulassungsvolumen von leichten Nutzfahrzeugen in Westeuropa verringerte sich im Berichtszeitraum deutlich gegenüber dem Vorjahreswert.

Von Januar bis Juni 2025 lag die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland leicht unter dem Niveau des Vorjahres, wobei die Nachfrage nach vollelektrischen Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden zunahm. Die Nachfrage nach Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben zeigte sich hingegen schwächer. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 stieg die inländische Produktion auf 2,2 Mio. Fahrzeuge (+4,1%), die Pkw-Exporte stiegen dabei auf 1,7 Mio. Einheiten (+ 3,3 %).

Die Zahl der Verkäufe von leichten Nutzfahrzeugen in Deutschland lag in den ersten zwei Quartalen 2025 deutlich unter dem Vergleichswert von 2024.

In der Region Zentral- und Osteuropa lag das Pkw-Marktvolumen im Berichtszeitraum deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Die Zahl der Verkäufe entwickelte sich dabei in Polen und Tschechien, den wesentlichen Märkten Zentraleuropas, positiv.

Das Marktvolumen von leichten Nutzfahrzeugen in Zentral- und Osteuropa lag von Januar bis Juni 2025 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres.

In der Region Nordamerika stiegen die Verkaufszahlen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (bis 6,35 t) leicht. Das Marktvolumen in den USA lag in den ersten sechs Monaten 2025 aufgrund der angekündigten Einführung von Zöllen und den in der Folge erwarteten Preiseffekten leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Kanada übertraf den Vorjahreswert spürbar, Mexiko dagegen lag auf dem Niveau des Vorjahres.

In der Region Südamerika lag das Neuzulassungsvolumen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen im ersten Halbjahr 2025 deutlich über dem Wert des Vergleichszeitraums. Dabei erhöhte sich in Brasilien die Zahl der Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr spürbar, während das Marktvolumen in Argentinien sehr stark zunahm.

In der Region Asien-Pazifik lag das Pkw-Marktvolumen von Januar bis Juni 2025 spürbar über dem Niveau des Vorjahres. Auf dem chinesischen Pkw-Markt wuchs die Zahl der Neuzulassungen aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach vollelektrischen Fahrzeugen ebenfalls spürbar im Vergleich zum Vorjahreswert. Der indische Markt lag in der Größenordnung des Vorjahres. In Japan stieg der Markt nach schwachen Absatzzahlen im Jahr 2024 deutlich an.

Das Nachfragevolumen nach leichten Nutzfahrzeugen in der Region Asien-Pazifik lag im Berichtszeitraum leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. In China, dem dominierenden Markt der Region und dem größten Markt weltweit, bewegte sich das Zulassungsvolumen auf dem Niveau des Vorjahres.

ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR PKW UND LEICHTE NUTZFAHRZEUGE VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI

MARKTVOLUMEN VERÄNDERUNG
Fahrzeuge 2025 2024 (%)
Pkw-Märkte
Westeuropa 6.138.686 6.198.655 - 1,0
davon: Deutschland 1.403.068 1.471.641 - 4,7
Frankreich 842.213 912.923 - 7,7
Großbritannien 1.041.841 1.006.763 + 3,5
Italien 859.643 891.294 - 3,6
Spanien 642.468 560.115 + 14,7
Zentral- und Osteuropa 1.153.584 1.284.548 - 10,2
davon: Tschechische Republik 122.639 119.221 + 2,9
Polen 286.014 277.820 + 2,9
Übrige Märkte 2.404.043 2.119.415 + 13,4
davon: Türkei 479.327 462.955 + 3,5
Südafrika 196.724 162.303 + 21,2
Nordamerika 9.835.766 9.531.746 + 3,2
davon: USA 8.147.145 7.903.744 + 3,1
Kanada 979.277 917.824 + 6,7
Mexiko 709.344 710.178 - 0,1
Südamerika 1.979.616 1.762.975 + 12,3
davon: Brasilien 1.132.701 1.078.346 + 5,0
Argentinien 308.212 174.032 + 77,1
Asien-Pazifik 18.089.820 16.905.386 + 7,0
davon: China 11.044.290 10.116.627 + 9,2
Indien 2.145.952 2.116.422 + 1,4
Japan 1.989.524 1.790.491 + 11,1
Welt 39.601.515 37.802.725 + 4,8
davon: vollelektrische Fahrzeuge (BEVs)1 5.777.199 4.519.858 + 27,8
Märkte für leichte Nutzfahrzeuge
Westeuropa 845.588 950.743 - 11,1
davon: Deutschland 138.067 155.770 - 11,4
Zentral- und Osteuropa 137.286 153.880 - 10,8
Asien-Pazifik 2.468.273 2.394.798 + 3,1
davon: China 1.188.000 1.187.033 + 0,1
Welt 3.872.397 3.917.537 - 1,2

1 Wesentliche Märkte, für einzelne (kleinere) Märkte liegen noch keine Daten vor.

ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR NUTZFAHRZEUGE

Die Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw mit einem Gesamtgewicht von mehr als 6 t lag in der Berichtsperiode auf den für den Volkswagen Konzern relevanten Märkten spürbar unter dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres. Weltweit lagen die Lkw-Märkte leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die Rückgänge in Europa und Nordamerika wurden dabei durch Zuwächse in Südamerika und China nur zum Teil ausgeglichen.

Das Verkaufsvolumen in den 27 EU-Staaten ohne Malta, aber zuzüglich Großbritannien, Norwegen und der Schweiz (EU27 + 3) lag in den ersten sechs Monaten 2025 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. In Deutschland, dem größten Markt in dieser Region, fielen die Neuzulassungen stark unter das Volumen der Vergleichsperiode. In Großbritannien lag die Nachfrage ebenso wie in Frankreich deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. In Nordamerika wird der Lkw-Markt in die Gewichtsklassen 1 bis 8 unterteilt. In den für Volkswagen relevanten Segmenten Class 6 bis 8 (ab 8,85 t) blieben die Neuzulassungen spürbar unter dem Vorjahreswert. In Südamerika stieg der Lkw-Markt gegenüber dem Vorjahr hingegen spürbar an. Dabei lag die Nachfrage in Brasilien, dem größten Markt in dieser Region, in der Größenordnung des Vorjahres.

Die Nachfrage auf den für den Volkswagen Konzern relevanten Busmärkten lag in den ersten sechs Monaten 2025 leicht über dem Niveau des Vergleichszeitraums des Vorjahres. In den Märkten der EU27 + 3 lag die Nachfrage nach Bussen in der Berichtsperiode ebenfalls leicht über dem Vorjahresniveau, mit unterschiedlichen Ausprägungen in den einzelnen Ländern. In Nordamerika lag die Nachfrage nach Bussen deutlich unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Segment der Schulbusse in den USA und Kanada blieb spürbar unter dem Niveau des Vorjahres. In Mexiko sank die Nachfrage nach Bussen sehr stark gegenüber dem Vorjahreswert. In Südamerika hingegen lag die Nachfrage stark über dem Vorjahresniveau, insbesondere durch die sehr starke Entwicklung in Brasilien.

ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR FINANZDIENSTLEISTUNGEN

Im ersten Halbjahr 2025 wurden automobile Finanzdienstleistungen auf hohem Niveau nachgefragt.

Das europäische Pkw-Marktvolumen lag im Berichtszeitraum leicht unter dem Vorjahresniveau. Der Absatz von Finanzdienstleistungsprodukten übertraf den Vorjahreswert. Ebenso konnte eine positive Entwicklung beim Absatz von After-Sales-Produkten wie Inspektions-, Wartungs- und Verschleißverträgen verzeichnet werden.

Die Neuwagenzulassungen in Deutschland lagen im Zeitraum Januar bis Juni 2025 leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Vertragszugänge im Finanzdienstleistungsgeschäft konnten jedoch weiter ausgebaut werden. Diese Entwicklung ist auf das Leasinggeschäft mit Einzelkunden zurückzuführen; das entsprechende Geschäft mit Großkunden sowie die Neuwagenfinanzierungen bewegten sich auf Vorjahresniveau. Die Neuwagenpenetration übertraf den Vorjahreswert und die Erwartungen, auch das Gebrauchtwagengeschäft entwickelte sich positiv. Die Neuabschlüsse bei den Dienstleistungsverträgen bewegten sich im Berichtszeitraum auf Vorjahresniveau. Bei Versicherungen gingen die Neuverträge zurück, was aus Sondereffekten bei einzelnen Produkten resultierte.

In der Türkei haben sich die politischen Ereignisse zum Ende des Berichtszeitraums leicht beruhigt. Die Refinanzierungssituation blieb angespannt, ist aber nahezu zurück auf dem Vorkrisenlevel. Während das leasingbasierte Flottengeschäft weiter unter Druck stand, waren im klassischen Kredit- und Versicherungsgeschäft kaum Auswirkungen sichtbar.

In Südafrika stiegen die Fahrzeugverkäufe im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahrszeitraum stark. In der Folge erhöhte sich auch die Zahl der Finanzierungskäufe. Der Gebrauchtwagenmarkt blieb aufgrund der Verteuerung neuer Fahrzeuge stark. Die Finanzierungskosten waren unter herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin hoch.

In der Region Nordamerika ergab sich im ersten Halbjahr 2025 vor dem Hintergrund der Zolldiskussion und Fahrzeugverfügbarkeiten ein gemischtes Bild. In den USA lagen die Leasing- und Finanzierungsverträge, die Neuwagenpenetration sowie die Neuverträge für Versicherungen und After-Sales-Produkte unter den jeweiligen Vorjahreswerten. In Kanada und Mexiko war die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen höher als im Vorjahr.

In der Region Südamerika zeigte sich der Markt für Finanzdienstleistungen weiterhin stark. In Brasilien konnten die Vertragszugänge durch das Angebot zielgruppenorientierter Finanzdienstleistungen sowie höherer Neuzulassungen gesteigert werden. Auch die Zahl der abgeschlossenen Auto-Abos und Flottenmanagement-Programme stieg. In Argentinien konnten die Abschlüsse von Finanzdienstleistungsverträgen aufgrund des sich verbessernden makroökonomischen Umfelds sehr stark gesteigert werden.

Im ersten Halbjahr 2025 stieg die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen auf dem chinesischen Automobilmarkt weiter an, Gebrauchtwagen wurden hingegen leicht weniger nachgefragt. Nachdem im ersten Quartal vermehrt Banken mit Angeboten in den Markt drängten, schränkten die Regulierungsbehörden im Juni die kompetitiven Maßnahmen ein, was in der Folge auch die Nachfrage nach automobilbezogenen Finanzdienstleistungen positiv beeinflusste. In Japan erhöhte sich die Nachfrage nach Neufahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Auch die Nachfrage nach Fahrzeugfinanzierungen stieg gestützt durch innovative Finanzierungsangebote, wobei Banken weiterhin den Markt dominieren und digitale Lösungen an Bedeutung gewinnen.

Im ersten Halbjahr 2025 lag das Finanzdienstleistungsgeschäft für Nutzfahrzeuge leicht über dem Vorjahresniveau.

AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS

In der ersten Hälfte des Jahres 2025 lieferte der Volkswagen Konzern weltweit 4.405.316 Fahrzeuge an Kunden aus. Das waren 1,3% oder 57.231 Einheiten mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Während die Auslieferungen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen den Vorjahreswert übertrafen, lagen die Verkaufszahlen von Nutzfahrzeugen des Konzerns unter dem Vorjahresniveau.

AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI¹

2025 2024 %
Pkw und leichte Nutzfahrzeuge 4.252.179 4.187.974 + 1,5
Nutzfahrzeuge 153.137 160.111 - 4,4
Gesamt 4.405.316 4.348.085 + 1,3
davon: vollelektrische Fahrzeuge (BEVs) 465.485 317.208 + 46,7

1 Inklusive der At Equity einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen in China. Die Auslieferungen des Vorjahres wurden aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert.

Die Auslieferungen elektrifizierter Fahrzeuge aus dem Volkswagen Konzern entwickelten sich sehr erfreulich: Weltweit übergaben wir in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 465.485 vollelektrische Fahrzeuge (inklusive schwerer Nutzfahrzeuge) an Kunden. Das waren 148.277 Einheiten beziehungsweise 46,7% mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Anteil an den gesamten Auslieferungen des Konzerns stieg auf 10,6 (7,3)%. Die Auslieferungen unserer Plug-in-Hybridmodelle beliefen sich auf 192.288 Einheiten (+40,6%). Damit erhöhte sich die Zahl der Verkäufe elektrifizierter Fahrzeuge insgesamt um 44,9%; ihr Anteil an den gesamten Auslieferungen des Konzerns erhöhte sich im Vorjahresvergleich auf 14,9 (10,4)%. Zu den volumenstärksten vollelektrischen Fahrzeugen der Konzernmarken gehörten ID.4 und ID.3 der Marke Volkswagen Pkw, Elroq und Enyaq der Marke Škoda, Tavascan und Born der Marke CUPRA, ID. Buzz von Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi Q4 e-tron und Audi Q6 e-tron sowie Porsche Macan.

Die Grafik in diesem Abschnitt zeigt die Entwicklung der weltweiten Auslieferungen nach Einzelmonaten im Vergleich zum Vorjahr. Im Folgenden gehen wir auf die Auslieferungen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sowie auf die Auslieferungen von Nutzfahrzeugen getrennt ein.

AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS NACH MONATEN
in Tsd. Fahrzeuge

AUSLIEFERUNGEN VON PKW UND LEICHTEN NUTZFAHRZEUGEN WELTWEIT

In den ersten sechs Monaten 2025 lag die Zahl der weltweiten Verkäufe von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen aus dem Volkswagen Konzern in einem herausfordernden Marktumfeld mit 4.252.179 Einheiten in der Größenordnung des Vorjahres (+ 1,5 %). Während Volkswagen Pkw, Skoda, SEAT/CUPRA und Lamborghini mehr Fahrzeuge an Kunden auslieferten, erreichten Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Bentley und Porsche ihre jeweiligen Vorjahreswerte nicht. In der regionalen Betrachtung verzeichneten wir mit Ausnahme von Nordamerika und Asien-Pazifik in allen Regionen eine steigende Nachfrage nach Pkw und leichten Nutzfahrzeugen aus dem Volkswagen Konzern.

Unser Pkw-Marktanteil lag auf einem leicht wachsenden Weltgesamtmarkt bei 10,3 (10,5)%. Bei den BEVs betrug unser Marktanteil in den zugrunde gelegten Märkten 7,6 (6,7)%.

Die folgende Tabelle in diesem Abschnitt zeigt einen Überblick über die Auslieferungen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen an Kunden nach Märkten im Berichtszeitraum. Nachfolgend erläutern wir die Entwicklung der Verkaufszahlen in den einzelnen Märkten.

Auslieferungen in Europa/Übrige Märkte

In Westeuropa lieferte der Volkswagen Konzern im ersten Halbjahr 2025 auf einem in der Größenordnung des Vorjahres liegenden Gesamtmarkt 1.644.340 Fahrzeuge an Kunden aus. Das waren 1,4% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. In der Region Westeuropa war das Kundeninteresse an elektrifizierten Fahrzeugen des Volkswagen Konzerns am höchsten: hier lieferten wir im Berichtszeitraum mit 338.221 Einheiten (inklusive schwerer Nutzfahrzeuge) mehr als 70% unserer vollelektrischen Modelle an Kunden aus. Im Vorjahresvergleich hat sich die Zahl der an Kunden übergebenen vollelektrischen Modelle um nahezu 90% erhöht. Ihr Anteil an den Auslieferungen des Konzerns erhöhte sich in dieser Region auf 19,9 (10,7)%. Positiv entwickelten sich in Westeuropa auch die Auftragseingänge für vollelektrische Modelle aus dem Volkswagen Konzern, die gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 60% zulegten. Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernfahrzeugen erreichten die Modelle T-Roc, Tiguan und Golf Limousine der Marke Volkswagen Pkw. Darüber hinaus verzeichneten unter anderem ID.7 Tourer und ID.4 der Marke Volkswagen Pkw, Kodiaq und Fabia Kurzheck der Marke Skoda, SEAT Leon, CUPRA Terramar und CUPRA Tavascan, ID. Buzz und Multivan von Volkswagen Nutzfahrzeuge, Q6 e-tron, A5 Avant und A6 Avant e-tron der Marke Audi sowie Porsche Macan eine erfreuliche Nachfrageentwicklung. Im Berichtszeitraum wurden unter anderem die Modelle Tayron der Marke Volkswagen Pkw, Elroq und Enyaq der Marke Skoda sowie Q5, A6 und A6 e-tron der Marke Audi neu oder als Nachfolger in den Markt eingeführt. Der Pkw-Marktanteil des Volkswagen Konzerns in Westeuropa stieg auf 24,5 (23,5) %. Bei den BEVs konnte er auf 27,3 (17,8) % zulegen.

In Deutschland lag die Zahl der an Kunden des Volkswagen Konzerns ausgelieferten Fahrzeuge von Januar bis Juni 2025 mit 589.059 Einheiten um 2,1% über dem Vorjahreswert. Der Gesamtmarkt lag im gleichen Zeitraum leicht unter dem Niveau von 2024. Die Zahl der ausgelieferten vollelektrischen Fahrzeuge hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit einem Anstieg auf 116.774 Einheiten (inklusive schwerer Nutzfahrzeuge) nahezu verdoppelt. Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernfahrzeugen verzeichneten die Modelle T-Roc, Tiguan und Golf Limousine der Marke Volkswagen Pkw. Zudem wiesen unter anderem die Modelle ID.7 Tourer der Marke Volkswagen Pkw, Multivan von Volkswagen Nutzfahrzeuge sowie A5 Avant, A6 Avant e-tron und Q6 e-tron der Marke Audi eine erfreuliche Nachfrageentwicklung auf. In der Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) führten sieben Konzernmodelle ihr jeweiliges Segment an: Golf, T-Roc, Tiguan, Passat, Audi A6, Multivan/Transporter und Porsche 911. Der Golf war auch in den ersten sechs Monaten 2025 der in Deutschland am häufigsten zugelassene Pkw.

In der Region Zentral- und Osteuropa lag die Zahl der an Kunden übergebenen Fahrzeuge aus dem Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum um 8,8% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Gesamtmarkt verzeichnete währenddessen einen deutlichen Rückgang. Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernfahrzeugen wiesen die Modelle Octavia Combi, Octavia Limousine, Kodiaq und Kamiq der Marke Skoda auf. Der Pkw-Marktanteil des Volkswagen Konzerns in der Region Zentral- und Osteuropa erhöhte sich auf 21,0 (17,1)%, bei den BEVs stieg er in den zugrunde gelegten Märkten auf 24,6 (12,2) %.

In der Türkei lieferte der Volkswagen Konzern in den ersten sechs Monaten 2025 auf einem leicht über dem Vorjahresniveau liegenden Gesamtmarkt 21,8 % mehr Fahrzeuge an Kunden aus als ein Jahr zuvor. Das dort am meisten nachgefragte Konzernmodell war der T-Roc der Marke Volkswagen Pkw. Auf dem stark wachsenden südafrikanischen Markt ging die Zahl der verkauften Konzernmodelle um 5,9% zurück. Der Polo Vivo der Marke Volkswagen Pkw war dort das am meisten nachgefragte Modell des Konzerns.

Auslieferungen in Nordamerika

In Nordamerika sank die Zahl der an Kunden ausgelieferten Modelle aus dem Volkswagen Konzern von Januar bis Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 6,9%. Der Rückgang war insbesondere auf das herausfordernde Marktumfeld zurückzuführen. Der Gesamtmarkt stieg in der gleichen Zeit leicht an. Das Volumen der ausgelieferten vollelektrischen Fahrzeuge in Nordamerika (inklusive schwerer Nutzfahrzeuge) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 12,0% auf 37.122 Einheiten. Ihr Anteil an den gesamten Auslieferungen des Konzerns stieg in dieser Region auf 8,0 (6,7)%. Taos, Jetta und Atlas der Marke Volkswagen Pkw waren die am meisten gefragten Konzernmodelle in Nordamerika. Im Berichtszeitraum wurden unter anderem die Modelle Taos und Tayron der Marke Volkswagen Pkw, A5 und Q5 der Marke Audi sowie Porsche 911 neu oder als Nachfolger in den Markt eingeführt. Der Marktanteil des Konzerns sank in dieser Region auf 4,3 (4,8)%. Bei den BEVs nahm der Marktanteil auf 5,5 (4,8)% zu.

Im Berichtszeitraum lieferte der Volkswagen Konzern auf dem leicht wachsenden US-amerikanischen Markt 9,8% weniger Fahrzeuge an Kunden aus als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernfahrzeugen verzeichneten die Modelle Atlas, Jetta und Taos der Marke Volkswagen Pkw.

In Kanada stieg die Zahl der Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns von Januar bis Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 2,1%. Der Gesamtmarkt verzeichnete während dieser Zeit einen spürbaren Zuwachs. Das größte Nachfragevolumen unter den Konzernfahrzeugen registrierten die Modelle Taos und Jetta der Marke Volkswagen Pkw.

In Mexiko lieferten wir in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 2,8% weniger Fahrzeuge an Kunden aus als im Vorjahr. Der Gesamtmarkt bewegte sich in dieser Zeit auf dem Vorjahresniveau. Eine erfreuliche Nachfrageentwicklung verzeichnete unter anderem der Tayron der Marke Volkswagen Pkw.

Auslieferungen in Südamerika

Auf dem deutlich über dem Vorjahresniveau liegenden südamerikanischen Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge stieg die Zahl der an Kunden übergebenen Konzernmodelle von Januar bis Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 21,1 %. Polo und T-Cross der Marke Volkswagen Pkw wiesen das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernmodellen auf. Der Marktanteil des Konzerns in Südamerika erhöhte sich auf 13,5 (12,5)%. In der Region Südamerika befindet sich der Markt für vollelektrische Fahrzeuge noch auf geringem Niveau.

Der Volkswagen Konzern lieferte im ersten Halbjahr 2025 auf dem spürbar wachsenden Markt in Brasilien im Vorjahresvergleich 9,9% mehr Fahrzeuge an Kunden aus. Besonders erfreulich entwickelten sich unter anderem die Verkäufe der Modelle T-Cross und Saveiro der Marke Volkswagen Pkw.

Im Berichtszeitraum hat sich die Zahl der verkauften Konzernmodelle in Argentinien auf einem sehr stark wachsenden Gesamtmarkt gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernfahrzeugen verzeichneten die Modelle Amarok und Polo der Marke Volkswagen Pkw.

Auslieferungen in Asien-Pazifik

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 sank das Verkaufsvolumen des Volkswagen Konzerns in der Region Asien-Pazifik um 1,2%, während der Gesamtmarkt im gleichen Zeitraum spürbar wuchs. Das Volumen der ausgelieferten vollelektrischen Fahrzeuge (inklusive schwerer Nutzfahrzeuge) sank in dieser Region im Vergleich zum Vorjahr um 25,1% auf 72.719 Einheiten. Ihr Anteil an den gesamten Auslieferungen des Konzerns ging hier auf 4,9 (6,5)% zurück. Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernmodellen verzeichneten Sagitar und Passat der Marke Volkswagen Pkw. Der Pkw-Marktanteil des Konzerns in dieser Region ging zurück auf 8,1 (8,7)%, bei den BEVs sank er in den zugrunde gelegten Märkten auf 1,9 (3,5)%.

Der chinesische Gesamtmarkt lag im Berichtszeitraum ebenfalls spürbar über dem Vorjahresniveau. Der Volkswagen Konzern lieferte dort im Vorjahresvergleich 2,3 % weniger Fahrzeuge an Kunden aus. Belastend wirkte weiterhin die hohe Wettbewerbsintensität. Die Zahl der an Kunden übergebenen vollelektrischen Fahrzeuge in China war mit 59.351 Einheiten im Vergleich zum Vorjahr um 34,5% niedriger. Ihr Anteil an den gesamten Auslieferungen des Konzerns sank hier auf 4,5 (6,7)%. Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernfahrzeugen verzeichneten die Modelle Sagitar, Passat und Magotan der Marke Volkswagen Pkw. Zudem wiesen unter anderem die Modelle T-Cross und Tiguan Allspace der Marke Volkswagen Pkw einen erfreulichen Anstieg der Nachfrage auf. Im Berichtszeitraum wurden unter anderem die Modelle Tayron und Teramont der Marke Volkswagen Pkw, Jetta VA7, A5L Sportback der Marke Audi sowie Porsche 911 neu oder als Nachfolger in den Markt eingeführt.

Auf dem in der Größenordnung des Vorjahres liegenden indischen Pkw-Markt verkaufte der Volkswagen Konzern in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 41,0% mehr Fahrzeuge als im Vergleichszeitraum 2024. Besonders gefragt war der neu in den Markt eingeführte Kylaq der Marke Skoda. Daneben verzeichnete der Virtus der Marke Volkswagen Pkw ein hohes Nachfragevolumen.

In Japan stieg die Zahl der an Kunden übergebenen Konzernfahrzeuge von Januar bis Juni 2025 auf einem deutlich wachsenden Gesamtmarkt im Vergleich zum Vorjahr um 14,5 %. Das größte Verkaufsvolumen unter den Konzernfahrzeugen verzeichneten die Modelle T-Cross und Golf Limousine der Marke Volkswagen Pkw.

AUSLIEFERUNGEN VON PKW UND LEICHTEN NUTZFAHRZEUGEN AN KUNDEN NACH MÄRKTEN VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI¹

AUSLIEFERUNGEN (FAHRZEUGE) VERÄNDERUNG
2025 2024 (%)
Europa/Übrige Märkte 2.092.244 2.024.708 + 3,3
Westeuropa 1.644.340 1.621.100 + 1,4
davon: Deutschland 589.059 576.991 + 2,1
Frankreich 131.936 139.721 - 5,6
Großbritannien 248.399 249.162 - 0,3
Italien 143.469 149.576 - 4,1
Spanien 146.989 134.637 + 9,2
Zentral- und Osteuropa 258.645 237.657 + 8,8
davon: Tschechische Republik 61.777 55.270 + 11,8
Polen 79.741 76.411 + 4,4
Übrige Märkte 189.259 165.951 + 14,0
davon: Türkei 93.101 76.460 + 21,8
Südafrika 30.098 31.974 - 5,9
Nordamerika 425.843 457.495 - 6,9
davon: USA 282.918 313.532 - 9,8
Kanada 62.391 61.133 + 2,1
Mexiko 80.534 82.830 - 2,8
Südamerika 267.337 220.764 + 21,1
davon: Brasilien 190.443 173.308 + 9,9
Argentinien 53.987 26.708 x
Asien-Pazifik 1.466.755 1.485.007 - 1,2
davon: China 1.313.248 1.344.509 - 2,3
Indien 55.083 39.056 + 41,0
Japan 35.278 30.808 + 14,5
Weltweit 4.252.179 4.187.974 + 1,5
Volkswagen Pkw 2.320.256 2.220.339 + 4,5
Skoda 509.401 448.599 + 13,6
SEAT/CUPRA 302.583 297.418 + 1,7
Volkswagen Nutzfahrzeuge 179.460 221.682 - 19,0
Audi 783.531 832.957 - 5,9
Lamborghini 5.681 5.558 + 2,2
Bentley 4.876 5.476 - 11,0
Porsche 146.391 155.945 - 6,1

1 Inklusive der At Equity einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen in China. Die Auslieferungen des Vorjahres wurden aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert.

AUSLIEFERUNGEN VON NUTZFAHRZEUGEN

Von Januar bis Juni 2025 übergab der Volkswagen Konzern weltweit 4,4% weniger Nutzfahrzeuge an Kunden als ein Jahr zuvor. Insgesamt lieferten wir 153.137 Nutzfahrzeuge an Kunden aus. Davon entfielen 121.359 Einheiten (- 8,7 %) auf Lkw und 16.718 Einheiten (+ 33,4 %) auf Busse. Die Auslieferungen an Kunden der Transporterbaureihe MAN TGE stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und beliefen sich auf 15.060 Fahrzeuge (+ 2,3 %).

In den 27 EU-Staaten ohne Malta, aber zuzüglich Großbritannien, Norwegen und der Schweiz (EU27+3) sanken die Verkäufe von Januar bis Juni 2025 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 6,7% auf insgesamt 67.305 Einheiten; davon entfielen 49.203 auf Lkw und 3.323 auf Busse. Die Zahl der Auslieferungen an Kunden der Transporterbaureihe MAN TGE belief sich auf 14.779 Fahrzeuge.

Die Verkäufe in Nordamerika sanken im ersten Halbjahr des Jahres 2025 auf 36.061 Fahrzeuge (-4,3%), darunter waren 29.024 Lkw und 7.037 Busse. Ursächlich für die Abnahme der Lkw-Verkäufe gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres war unter anderem die Kaufzurückhaltung in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld sowie Unsicherheiten in Bezug auf die weitere Entwicklung der Zollsituation und ihrer Effekte und Wechselwirkungen. Demgegenüber konnte das Bus-Geschäft einen sehr starken Anstieg der Verkaufszahlen verzeichnen, da das erste Halbjahr des Vorjahres durch den verzögerten Hochlauf des neuen Schulbusmodells bei International beeinträchtigt war.

Die Auslieferungen an Kunden stiegen in Südamerika im Berichtszeitraum auf insgesamt 34.750 Einheiten (+ 0,5 %); davon entfielen 29.843 auf Lkw und 4.906 auf Busse. In Brasilien sanken die Verkäufe in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 spürbar um 7,3% auf 27.779 Einheiten. Unter den ausgelieferten Einheiten befanden sich 23.817 Lkw und 3.962 Busse.

In der Region Asien-Pazifik verkaufte der Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum 4.189 Fahrzeuge, darunter 3.424 Lkw und 765 Busse - das waren insgesamt 9,6% weniger als im Vorjahr.

AUSLIEFERUNGEN VON NUTZFAHRZEUGEN AN KUNDEN NACH MÄRKTEN VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI¹

AUSLIEFERUNGEN (FAHRZEUGE) VERÄNDERUNG
2025 2024 (%)
Europa/Übrige Märkte 78.137 83.237 - 6,1
davon: EU27+3 67.305 72.111 - 6,7
davon: Deutschland 18.182 19.196 - 5,3
Frankreich 6.706 7.183 - 6,6
Großbritannien 5.819 7.005 - 16,9
Nordamerika 36.061 37.669 - 4,3
davon: USA 28.812 27.251 + 5,7
Mexiko 4.162 7.555 - 44,9
Südamerika 34.750 34.573 + 0,5
davon: Brasilien 27.779 29.968 - 7,3
Asien-Pazifik 4.189 4.632 - 9,6
Weltweit 153.137 160.111 - 4,4
Scania 46.839 52.268 - 10,4
MAN 47.024 49.151 - 4,3
International 34.511 35.312 - 2,3
Volkswagen Truck & Bus 24.763 23.380 + 5,9

1 Die Auslieferungen des Vorjahres wurden aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert.

FINANZDIENSTLEISTUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS

Der Konzernbereich Finanzdienstleistungen umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das Direktbank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagement sowie Mobilitätsangebote des Volkswagen Konzerns. Er schließt die Finanzdienstleistungsaktivitäten der Volkswagen Group Mobility sowie von Scania, International (ehemals Navistar) und Porsche Holding Salzburg ein und berücksichtigt auch die Vertragsabschlüsse unserer internationalen Gemeinschaftsunternehmen.

Die Produkte und Services des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen wurden im ersten Halbjahr 2025 stark nachgefragt. Die Zahl der Neuverträge im Finanzierungs-, Leasing-, Service- und Versicherungsgeschäft belief sich auf weltweit 5,5 (5,5) Mio. Kontrakte. Der Anteil der geleasten und finanzierten Fahrzeuge an den Auslieferungen des Konzerns (Penetrationsrate) konnte im Berichtszeitraum in den Märkten des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen auf 35,9 (34,8)% gesteigert werden. Der Gesamtvertragsbestand belief sich am 30. Juni 2025 auf 29,1 (28,5) Mio. Einheiten.

In Europa/Übrige Märkte wurden 4,0 (4,0) Mio. Neuverträge unterzeichnet. Der Gesamtvertragsbestand lag am Ende des Berichtszeitraums mit 20,8 (20,4) Mio. Kontrakten über dem Niveau vom 31. Dezember 2024. Auf den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing entfielen davon 7,4 (7,3) Mio. Verträge.

Die Zahl der in Nordamerika neu abgeschlossenen Verträge lag im Zeitraum Januar bis Juni 2025 bei 644 (733) Tsd. Kontrakten. Der Vertragsbestand belief sich am 30. Juni 2025 auf 4,3 (4,3) Mio. Einheiten, davon 1,7 (1,7) Mio. Verträge im Bereich Kundenfinanzierung und Leasing.

In der Region Südamerika wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 593 (381) Tsd. neue Kontrakte geschlossen. Der Gesamtvertragsbestand nahm zum Ende des Berichtszeitraums gegenüber dem 31. Dezember 2024 auf 2,0 (1,7) Mio. Einheiten zu; dabei entfielen 0,8 (0,7) Mio. Verträge auf den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing.

Im Berichtszeitraum lagen im Raum Asien-Pazifik die neuen Vertragsabschlüsse bei 337 (389) Tsd. Einheiten. Der Gesamtvertragsbestand belief sich Ende Juni 2025 auf 2,0 (2,2) Mio. Kontrakte. Auf den Bereich Kundenfinanzierung und Leasing entfielen 1,1 (1,2) Mio. Verträge.

ABSATZ

Im Berichtszeitraum stieg der Absatz des Volkswagen Konzerns, definiert als Absatz des Konzernbereichs Automobile, im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 um 0,5% auf 4.363.134 Einheiten (einschließlich der At Equity einbezogenen Gesellschaften in China). Im Ausland erhöhte sich das Absatzvolumen um 0,5% auf 3.760.002 Fahrzeuge. Einen Zuwachs verzeichneten insbesondere Argentinien, Brasilien und Indien. Demgegenüber wurden vor allem in den USA weniger Fahrzeuge abgesetzt. Der Absatz des Volkswagen Konzerns ohne die At Equity einbezogenen Gesellschaften in China belief sich auf 3.121.539 (3.076.240) Fahrzeuge und lag damit um 1,5% über dem Niveau des Vorjahres. Der Absatz im Inland nahm um 0,3 % gegenüber dem Vorjahreswert zu. Der Inlandsanteil am Gesamtabsatz des Volkswagen Konzerns blieb auf Vorjahresniveau mit 13,8 (13,8) %.

PRODUKTION

Von Januar bis Juni 2025 ging die weltweite Fertigung des Volkswagen Konzerns, definiert als Produktion des Konzernbereichs Automobile, um 1,9% auf 4.519.395 Fahrzeuge (einschließlich der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen) im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum zurück. Im Inland nahm die Fertigung dagegen um 6,2% auf 960.951 Fahrzeuge zu. Der Anteil der in Deutschland hergestellten Fahrzeuge im Verhältnis zur Gesamtproduktion des Volkswagen Konzerns stieg auf 21,3 (19,6)%. Die Produktion ohne die At Equity einbezogenen Gesellschaften in China lag mit 3.259.765 (3.282.567) Fahrzeugen um 0,7% unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.

LAGERBESTAND

Der weltweite Lagerbestand an Neufahrzeugen (einschließlich der At Equity einbezogenen Gesellschaften in China) bei den Konzerngesellschaften und in der Handelsorganisation lag am Ende des ersten Halbjahres 2025 deutlich über dem Stand zum Jahresende 2024 und spürbar unter dem Wert zum 30. Juni 2024.

GESAMTBELEGSCHAFT

Ende Juni 2025 lag die Zahl der aktiven Beschäftigten im Volkswagen Konzern mit 635.855 um 1,6% unter dem Stand zum 31. Dezember 2024. Darüber hinaus befanden sich 16.483 Beschäftigte in der passiven Phase der Altersteilzeit und 14.852 junge Menschen standen in einem Ausbildungsverhältnis. Am Ende des Berichtszeitraums lag die weltweite Gesamtbelegschaft des Volkswagen Konzerns inklusive der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen mit 667.190 Beschäftigten um 1,8% unter dem Stand vom Jahresende 2024. Im Inland arbeiteten 286.248 Beschäftigte (- 2,4%) und im Ausland waren 380.942 Beschäftigte (- 1,3%) tätig. Die weltweite Gesamtbelegschaft des Volkswagen Konzerns ohne die chinesischen Gemeinschaftsunternehmen belief sich am Ende des ersten Halbjahrs 2025 auf 604.561 Beschäftigte und war um 1,6% unter dem Stand vom Jahresende 2024.

MENGENDATEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI¹

in Tsd. 2025 2024 %
Absatz (Fahrzeuge) 4.363 4.341 + 0,5
Produktion (Fahrzeuge) 4.519 4.606 - 1,9
Gesamtbelegschaft (am 30.06.2025/31.12.2024) 667,2 679,5 - 1,8

1 Inklusive der nicht vollkonsolidierten chinesischen Gemeinschaftsunternehmen.

Volkswagen Aktie

Die internationalen Aktienbörsen nahmen von Januar bis Juni 2025 einen uneinheitlichen Verlauf. Dabei entwickelten sich die Börsenkurse in Europa besser als in den USA. Geopolitische Unsicherheiten haben sich vor dem Hintergrund der US-Handelspolitik erhöht im Vergleich zum Jahresende 2024. Insbesondere an den US-Börsen wuchsen Befürchtungen von Investoren, dass die Handelspolitik der US-Regierung eine Rezession der Wirtschaft zur Folge haben könnte. Bereits in den ersten Monaten des Berichtszeitraums gerieten die Aktien amerikanischer Unternehmen aus den Sektoren künstliche Intelligenz und autonomes Fahren im Zusammenhang mit dem Auftreten neuer Wettbewerber aus China unter Druck. Gegen Ende des ersten Halbjahres 2025 belastete zudem die Eskalation des Nahost-Konflikts das Geschehen.

Der deutsche Aktienindex (DAX) startete zunächst verhalten in das Jahr 2025 und ging ab Mitte Januar in einen Aufwärtstrend über. In dessen Verlauf verzeichnete der Index in kurzer Abfolge neue Allzeithochs. Das deutsche Börsenbarometer profitierte insbesondere von der Hoffnung der Marktteilnehmenden auf Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank. Positiv wirkten darüber hinaus Nachrichten über Friedensverhandlungen für die Ukraine, die Aussicht auf eine Konjunkturerholung durch das geplante Investitionspaket der neuen Bundesregierung sowie die durch die EU-Kommission angekündigte Flexibilisierung zur Erreichung der Emissionsvorgaben für die Automobilindustrie. Zudem überwog zunächst die Hoffnung auf ein Ausbleiben der angekündigten protektionistischen Maßnahmen seitens der US-Regierung. Die Anfang April 2025 angekündigten drastischen Zollerhöhungen durch die USA führten zu einer großen Unsicherheit am Kapitalmarkt und daraus resultierenden Kursabschlägen. Im Anschluss erholte sich der DAX wieder von seinen Verlusten aufgrund der Hoffnung auf Fortschritte im weltweiten Handelsstreit und der vorübergehenden Aussetzung der erhöhten Zölle. Im Juni sorgte die Eskalation im Nahost-Konflikt zunächst erneut für fallende Kurse. Dennoch lag der DAX, der als Performanceindex die Dividendenzahlungen thesauriert, am 30. Juni 2025 um 20,1% über dem Stand am Jahresende 2024. Der EURO STOXX Automobiles & Parts als reiner Preisindex blieb im Betrachtungszeitraum durch das schwierige Marktumfeld der Automobilindustrie belastet und lag um 6,8% unter dem Wert vom Jahresende 2024.

KURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2024 BIS JUNI 2025
Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2024 = 100

Die Kurse der Vorzugsaktie und der Stammaktie der Volkswagen AG entwickelten sich von Anfang des Berichtszeitraums bis Mitte März zunächst sehr positiv. Die Ende 2024 im Tarifkonflikt erzielte gemeinsame Vereinbarung "Zukunft Volkswagen", die zu umfangreichen strukturellen Maßnahmen und Kosteneinsparungen an den deutschen Volkswagen Standorten führen soll, wurde vom Markt positiv wahrgenommen. Zudem profitierten die Aktien von der Ankündigung der EU-Kommission, die Emissionsvorgaben zu flexibilisieren. Die Zahlen des Volkswagen Konzerns für das Geschäftsjahr 2024 und ein als solide wahrgenommener Ausblick auf das Jahr 2025 wurden durch die Anleger positiv aufgenommen. Ab Mitte März gerieten die Notierungen zunehmend unter Druck, da sich das Branchen- und Börsenumfeld eintrübte. Ursächlich hierfür waren insbesondere die gestiegenen handelspolitischen Spannungen, vor allem als Folge der Ankündigung beträchtlich steigender Zölle durch die USA und der daraus resultierenden hohen Unsicherheit in Bezug auf die zukünftige Ergebnisentwicklung. Gute Verkaufszahlen wirkten sich im weiteren Verlauf zunächst positiv auf den Kurs aus, bevor sich die Stimmung an den Börsen durch die Eskalation im Nahost-Konflikt erneut eintrübte. Ende Juni 2025 notierte die Vorzugsaktie um 0,7% über und die Stammaktie um 0,5% unter dem Wert zum Jahresende 2024. Beide entwickelten sich damit besser als der Vergleichsindex EURO STOXX Automobiles & Parts. Unter der Annahme einer Re-Investition der im Mai gezahlten Dividende (ohne Steuerabzug) zum Zeitpunkt der Ausschüttung in die Volkswagen Aktien lag die Gesamtrendite der Vorzugsaktie bei 7,2 % und die der Stammaktie bei 5,8 %.

Angaben und Erläuterungen zum Ergebnis je Aktie finden Sie im Anhang des Konzern-Zwischenabschlusses. Weitere Daten zur Volkswagen Aktie sowie Nachrichten, Berichte und Präsentationen zum Unternehmen sind auf der Internetseite www.volkswagen-group.com/investoren abrufbar.

HAUPTVERSAMMLUNG

Die 65. ordentliche Hauptversammlung der Volkswagen AG fand am 16. Mai 2025 im virtuellen Format statt. Rund 55 % des Grundkapitals waren vertreten. Die Aktionäre folgten dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, für das Geschäftsjahr 2024 eine Dividende von 6,30 (9,00) € je Stammaktie und 6,36 (9,06) € je Vorzugsaktie auszuschütten. Des Weiteren erteilte die Hauptversammlung den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats die Entlastung für das Geschäftsjahr 2024. Die Aktionäre billigten außerdem den Vergütungsbericht von Vorstand und Aufsichtsrat für das Jahr 2024. Zudem wurde die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2025 sowie zum Prüfer für die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und Zwischenlageberichts für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2025 und für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 bestellt. Darüber hinaus wurde ein neues Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt.

KENNZAHLEN ZU DEN VOLKSWAGEN AKTIEN UND MARKTINDIZES VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2025

Höchstkurs Tiefstkurs Schlusskurs
Stammaktie Kurs (€) 112,80 86,35 91,70
Datum 10.03. 09.04. 30.06.
Vorzugsaktie Kurs (€) 110,15 83,84 89,62
Datum 10.03. 09.04. 30.06.
DAX Kurs 24.324 19.671 23.910
Datum 05.06. 09.04. 30.06.
ESTX Auto & Parts Kurs 593 448 497
Datum 26.02. 09.04. 30.06.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Seit dem 1. Januar 2025 umfasst die Segmentberichterstattung des Volkswagen Konzerns gemäß IFRS 8 - entsprechend der im Geschäftsbericht 2024 dargestellten internen finanziellen Steuerung und Berichterstattung - die drei berichtspflichtigen Segmente Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, Nutzfahrzeuge und Finanzdienstleistungen. Das Segment Power Engineering wird aus Wesentlichkeitsgründen nicht mehr separat berichtet. Zudem werden Informationen über andere Geschäftstätigkeiten und Geschäftssegmente, die nicht berichtspflichtig sind, in der Segmentberichterstattung unter "Sonstige operative Gesellschaften" zusammengefasst. Darin enthalten ist im Wesentlichen das Geschäft mit Großdieselmotoren, Turbomaschinen und Komponenten der Antriebstechnik. Die Überleitung der Segmentberichterstattung beinhaltet die Konsolidierung zwischen den Segmenten, die nicht allokierte Konzernfinanzierung und die Holdingfunktion.

Dieser Logik folgend berichtet der Volkswagen Konzern seit dem 1. Januar 2025 die zwei Konzernbereiche Automobile und Finanzdienstleistungen sowie die Konsolidierung zwischen den Konzernbereichen. Der Konzernbereich Automobile umfasst dabei das Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, das Segment Nutzfahrzeuge, die sonstigen operativen Gesellschaften, die nicht allokierte Konzernfinanzierung und die Holdingfunktion. Der Konzernbereich Finanzdienstleistungen entspricht dem Segment Finanzdienstleistungen. Die Konsolidierung beinhaltet die Eliminierung der konzerninternen Beziehungen zwischen den beiden Konzernbereichen und wird separat gezeigt. Die Vorjahreswerte des Konzernbereichs Automobile entsprechen der geänderten Berichtsstruktur.

KENNZAHLEN NACH SEGMENTEN 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2025

Mio. € Pkw und leichte Nutzfahrzeuge Nutzfahrzeuge Finanzdienstleistungen Summe Berichtssegmente Sonstige operative Gesellschaften Überleitung
Umsatzerlöse 119.976 21.195 31.471 172.642 3.233 - 17.511
Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) 4.398 1.248 1.911 7.556 164 - 1.013
in % der Umsatzerlöse 3,7 5,9 6,1
Mio. € Volkswagen Konzern
Umsatzerlöse 158.364
Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) 6.707
in % der Umsatzerlöse 4,2

VORJAHRESKORREKTUR GEMÄß IAS 8

Im Vorjahr wurde festgestellt, dass Verpflichtungen zur Gewährung von Nebenleistungen bei der Ermittlung der Rückstellung für Zeitwertguthaben nicht vollumfänglich berücksichtigt wurden. Der Fehler wurde im Konzernabschluss 2024 in Übereinstimmung mit IAS 8 korrigiert, indem die betroffenen Posten des Konzernabschlusses für die Vorjahre entsprechend angepasst wurden.

Aus der retrospektiven Korrektur resultierte eine Veränderung des Eigenkapitals jeweils zum 31. Dezember 2023/1. Januar 2024 sowie zum 1. Januar 2023. Diese ist auf die Erhöhung der Sonstigen Rückstellungen sowie die Erfassung von latenten Ertragssteueransprüchen zurückzuführen. Eine Quantifizierung dieser Auswirkungen ist im Anhang des Konzernabschlusses 2024 unter der Angabe "Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8" veröffentlicht. Auf die Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung und die Kapitalflussrechnung hat die Berücksichtigung der zusätzlichen Nebenleistungen keine wesentlichen Auswirkungen. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.

RESTRUKTURIERUNG IM VOLKSWAGEN KONZERN

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 hat der Volkswagen Konzern Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,0 Mrd.€ im Wesentlichen im Sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst, die vornehmlich auf die AUDI AG, CARIAD SE und Volkswagen Sachsen GmbH entfallen. Gegenläufig wirkten in diesem Zusammenhang die Erträge aus der Auflösung von personalbezogenen Rückstellungen bei der AUDI AG in Höhe von 0,3 Mrd.€, die im Wesentlichen in den Kosten der Umsatzerlöse erfasst wurden.

AUSWIRKUNGEN AUS DEN ERHÖHTEN IMPORTZÖLLEN DER USA

Die US-Regierung erhebt seit dem 3. April 2025 zusätzliche Zölle von 25% auf Fahrzeuge und seit dem 3. Mai 2025 zusätzliche Zölle in gleicher Höhe für Fahrzeugteile. Damit betragen die Zölle insgesamt 27,5%. Das Operative Ergebnis ist neben den erhöhten Zollaufwendungen für abgesetzte Fahrzeuge und Fahrzeugteile auch durch Wertberichtigungen für die verlustfreie Bewertung von Vorräten und durch einen erhöhten Rückstellungsbedarf für Gewährleistungsverpflichtungen belastet. Insgesamt ergibt sich aus den zusätzlichen Zöllen der USA eine Belastung des Operativen Ergebnisses im ersten Halbjahr 2025 in Höhe von rund 1,3 Mrd. €.

CO2-FLOTTENREGULIERUNG

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025 wurden für Europa Aufwendungen für die Bildung von Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO2-Flottenregulierung in Höhe von 0,6 Mrd.€ in den Kosten der Umsatzerlöse erfasst. Nachdem im zweiten Quartal 2025 geänderte Regularien in der EU beschlossen wurden, haben sich diese Aufwendungen auf 0,3 Mrd. € im Berichtszeitraum reduziert. Des Weiteren waren Aufwendungen für die Bildung von Rückstellungen für Emissionsverpflichtungen in den USA in Höhe von 0,3 Mrd. € zu erfassen. Die Bewertung der Rückstellungen für das US-Geschäft basiert auf den aktuellen Regularien zum 30. Juni 2025 in den USA und berücksichtigt noch nicht die Gesetzesänderungen durch den "One Big Beautiful Bill Act" vom 4. Juli 2025. Die finalen Auswirkungen des "One Big Beautiful Bill Act" auf die Emissionsverpflichtungen für den amerikanischen Markt werden derzeit analysiert. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird daraus ein positiver Effekt auf das Operative Ergebnis in Höhe eines niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrages erwartet.

PLATZIERUNG TRATON SE AKTIEN

Im März 2025 hat Volkswagen über seine Tochtergesellschaft Volkswagen International Luxembourg S.A., Strassen/Luxemburg die Platzierung von 11 Mio. Aktien der TRATON SE, München (TRATON SE) zu einem Preis von 32,75€ pro Aktie im Gesamtwert von 0,4 Mrd.€ abgeschlossen. Die Platzierung entspricht einem Anteil am Grundkapital der TRATON SE in Höhe von 2,2% und reduziert die direkte Beteiligung an der TRATON SE von 89,7% auf 87,5%. Volkswagen hat im Zusammenhang mit der Transaktion die Absicht geäußert, mittelfristig einen Anteil von 75 % plus eine Aktie zu halten.

NORTHVOLT AB

Das schwedische Unternehmen Northvolt AB, Stockholm/Schweden, an dem der Volkswagen Konzern beteiligt ist, hat am 12. März 2025 in Schweden Insolvenz angemeldet. Zum 31. März 2025 wurde im Konzernabschluss daraufhin die Einbeziehung der Beteiligung nach der Equity Methode beendet. Daraus ergibt sich ein nicht zahlungswirksamer Aufwand in Höhe von 0,1 Mrd. €, der im Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen ausgewiesen ist. Der Aufwand resultiert im Wesentlichen aus der Realisierung von bisher erfolgsneutral erfassten Währungsumrechnungseffekten, welche aus den übrigen Rücklagen aus At Equity bewerteten Anteilen in das Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen umgegliedert wurden. Der Beteiligungsbuchwert wurde bereits im Geschäftsjahr 2024 vollständig wertberichtigt.

RIVIAN

Im Rahmen der Kooperation mit dem US-amerikanischen Elektrofahrzeughersteller Rivian Automotive, Inc., Irvine/USA (Rivian) hat Volkswagen im Juni 2025 auf Basis der im Vorjahr geschlossenen Vereinbarung eine weitere Investition in Höhe von 1 Mrd. USD in Rivian Stammaktien getätigt. Dadurch steigt der Beteiligungsanteil von Volkswagen an Rivian auf 12,3%. Der Kaufpreis basiert auf einem bestimmten durchschnittlichen Marktpreis der Rivian Stammaktien zuzüglich Prämienzahlung. Die Beteiligung an Rivian wird im Konzernabschluss erfolgsneutral zum Fair Value bewertet.

Eine detaillierte Erläuterung zur Kooperation mit Rivian finden Sie im Anhang des Konzernabschlusses 2024 unter der Angabe "Wesentliche Transaktionen".

DIESELTHEMATIK

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 wurde im Zusammenhang mit der Dieselthematik ein Aufwand in Höhe von 0,2 Mrd. € erfasst. Ab dem Geschäftsjahr 2025 werden Effekte aus der Dieselthematik nicht mehr als Sondereinflüsse gesondert angegeben.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG NACH KONZERNBEREICHEN VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI

VOLKSWAGEN KONZERN AUTOMOBILE FINANZDIENSTLEISTUNGEN
Mio. € 2025 20242 2025 20242,3 2025 20242
Umsatzerlöse 158.364 158.800 142.730 140.914 31.471 29.435
Kosten der Umsatzerlöse - 131.962 - 129.538 - 120.906 - 115.199 - 26.746 - 25.611
Bruttoergebnis 26.402 29.262 21.823 25.715 4.725 3.824
Vertriebskosten - 10.881 - 10.516 - 10.342 - 10.138 - 667 - 560
Verwaltungskosten - 6.614 - 6.616 - 5.294 - 5.326 - 1.373 - 1.356
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 2.200 - 2.150 - 1.418 - 1.613 - 774 - 493
Operatives Ergebnis 6.707 9.979 4.769 8.638 1.911 1.416
Operative Umsatzrendite (in %) 4,2 6,3 3,3 6,1 6,1 4,8
Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen 317 66 447 194 - 131 - 128
Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis - 601 32 86 859 - 2 88
Finanzergebnis - 284 98 534 1.052 - 133 - 40
Ergebnis vor Steuern 6.423 10.077 5.303 9.690 1.777 1.376
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 1.946 - 2.800
Ergebnis nach Steuern 4.477 7.278
KONSOLIDIERUNG1
Mio. € 2025 2024
Umsatzerlöse - 15.837 - 11.549
Kosten der Umsatzerlöse 15.690 11.272
Bruttoergebnis - 147 - 277
Vertriebskosten 128 181
Verwaltungskosten 53 66
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 8 - 45
Operatives Ergebnis 27 - 75
Operative Umsatzrendite (in %) - -
Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen - -
Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis - 684 - 914
Finanzergebnis - 684 - 914
Ergebnis vor Steuern - 657 - 989
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Ergebnis nach Steuern

1 Eliminierung der konzerninternen Beziehungen zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen.
2 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8).
3 Werte entsprechen der geänderten Berichtsstruktur.

OPERATIVES ERGEBNIS NACH QUARTALEN¹
Volkswagen Konzern in Mio. €

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8).

ERTRAGSLAGE

Ertragslage des Konzerns

Im Zeitraum Januar bis Juni 2025 erwirtschaftete der Volkswagen Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 158,4 (158,8) Mrd. € und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres. Insbesondere die gute Umsatzentwicklung im Konzernbereich Finanzdienstleistungen hatte einen positiven Einfluss. Der Volkswagen Konzern erzielte 80,7 (80,1)% seiner Umsatzerlöse im Ausland. Das Bruttoergebnis nahm aufgrund anteilig höherer Kosten der Umsatzerlöse um 2,9 Mrd.€ auf 26,4 Mrd.€ ab. Die Bruttomarge reduzierte sich in der Folge auf 16,7 (18,4)%.

Das Operative Ergebnis des Volkswagen Konzerns belief sich in den ersten sechs Monaten 2025 auf 6,7 (10,0) Mrd.€. Die operative Umsatzrendite betrug 4,2 (6,3)%. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ergab sich insbesondere aus Aufwendungen resultierend aus den seit Anfang April 2025 von den USA erhöhten Einfuhrzöllen, aus Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO2-Flottenregulierung in Europa und den USA sowie aus Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Dieselthematik. Außerdem belasteten Wechselkurs-, Mix- und Preiseffekte sowie steigende Aufwendungen für den Aufbau des Geschäftsfelds Battery das Ergebnis. Die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen lagen im ersten Halbjahr 2025 auf dem Niveau des Vorjahres und betrafen im Wesentlichen Audi, CARIAD und Volkswagen Sachsen.

Das Finanzergebnis lag mit - 0,3 (0,1) Mrd. € unter dem Wert des Vorjahres. Das Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen fiel höher aus als ein Jahr zuvor. Darin wirkten in beiden Zeiträumen negative Effekte im Zusammenhang mit der Beteiligung an Northvolt, die im Vorjahr höher waren als im Berichtzeitraum. Höhere Zinsaufwendungen sowie rückläufige Zinserträge belasteten das Zinsergebnis. Im Berichtszeitraum nahm das Ergebnis vor Steuern des Volkswagen Konzerns um 3,7 Mrd.€ auf 6,4 Mrd.€ ab. Das Ergebnis nach Steuern sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Mrd. € auf 4,5 Mrd. €.

Ertragslage im Konzernbereich Automobile

Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete der Konzernbereich Automobile Umsatzerlöse in der Größenordnung des Vorjahres in Höhe von 142,7 (140,9) Mrd. €. Die Umsatzerlöse im Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge lagen mit 120,0 (116,8) Mrd. € volumen- und mixbedingt leicht über dem Niveau des Vorjahres, während sie im Segment Nutzfahrzeuge das Vorjahr mit 21,2 (22,7) Mrd. € im Wesentlichen aufgrund rückläufiger Volumina verfehlten. Die Geschäftsentwicklung des Konzerns auf dem chinesischen Pkw-Markt schlägt sich im Wesentlichen nur in Form von Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen in den Umsatzerlösen des Konzerns nieder, da unsere chinesischen Joint Ventures At Equity bilanziert werden.

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN IM KONZERNBEREICH AUTOMOBILE VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI

Mio. € 2025 2024
Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt 9.945 11.405
davon aktivierte Entwicklungskosten 4.405 5.158
Aktivierungsquote in %1 44,3 45,2
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten 3.454 3.046
Ergebniswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten 8.993 9.293
Forschungs- und Entwicklungskostenquote in % (F&E-Quote)2 7,0 8,1

1 Anteil der aktivierungspflichtigen Entwicklungskosten an den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten.
2 Gesamte Forschungs- und Entwicklungskosten in Prozent der Umsatzerlöse im Konzernbereich Automobile.

Die Kosten der Umsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überproportional zu den Umsatzerlösen. Die hierin enthaltenen Materialaufwendungen stiegen vor allem aufgrund eines Anstiegs der Produktionskosten von höherpreisigen Fahrzeugmodellen insbesondere in der Markengruppe Progressive. Zudem waren Aufwendungen resultierend aus von den USA seit April 2025 erhöhten Einfuhrzöllen zu berücksichtigen sowie Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO2-Flottenregulierung in Europa und den USA zu bilden.

Die ergebniswirksam verrechneten Forschungs- und Entwicklungskosten nahmen trotz geringerer Aktivierungen von Entwicklungskosten aufgrund niedrigerer Primäraufwendungen ab. Die F&E-Quote ging daraufhin im Zeitraum Januar bis Juni 2025 auf 7,0 (8,1)% zurück. Die Investitionsquote, die sich aus der F&E- und Sachinvestitionsquote zusammensetzt, belief sich auf 11,4 (12,3)%.

In den ersten sechs Monaten 2025 nahmen die Vertriebskosten - unter anderem infolge von gestiegenen Vermarktungskosten - im Vergleich zum Vorjahr leicht zu; während ihr Anteil an den Umsatzerlösen unverändert blieb. Die Verwaltungskosten und auch ihr Anteil an den Umsatzerlösen waren auf dem Niveau des Vorjahres. Das Sonstige betriebliche Ergebnis belief sich auf - 1,4 (- 1,6) Mrd. €. Insbesondere gestiegene negative Wechselkurseinflüsse, Restrukturierungsaufwendungen sowie Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten vor allem im Zusammenhang mit der Dieselthematik belasteten das Sonstige betriebliche Ergebnis.

Das Operative Ergebnis des Konzernbereichs Automobile ging im ersten Halbjahr 2025 um 3,9 Mrd.€ auf 4,8 Mrd.€ zurück. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ergab sich insbesondere aus Aufwendungen resultierend aus den seit Anfang April 2025 von den USA erhöhten Einfuhrzöllen, aus Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO2-Flottenregulierung in Europa und den USA sowie Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Dieselthematik. Außerdem dämpften eine negativ wirkende Wechselkurs-, Mix- und Preisentwicklung sowie steigende Aufwendungen für den Aufbau des Geschäftsfelds Battery das Ergebnis. Die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen lagen auf dem Niveau des Vorjahres. Die operative Umsatzrendite sank auf 3,3 (6,1)%. Das Operative Ergebnis des Segments Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in Höhe von 4,4 (7,4) Mrd.€ ging im Berichtszeitraum im Wesentlichen aufgrund der oben genannten Sachverhalte zurück. Im Segment Nutzfahrzeuge führten vor allem Volumenrückgänge zu einer Reduzierung des Operativen Ergebnisses um 0,8 Mrd.€ auf 1,2 Mrd.€. Aus unseren At Equity einbezogenen chinesischen Joint Ventures berücksichtigen wir im Operativen Ergebnis im Wesentlichen nur das Ergebnis aus den Lieferungen von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen sowie Lizenzeinnahmen, da die Ergebnisse dieser Joint Ventures im Finanzergebnis anteilig bilanziert werden.

Ertragslage im Konzernbereich Finanzdienstleistungen

Mit 31,5 Mrd.€ übertrafen die Umsatzerlöse des Finanzdienstleistungsbereichs in den ersten sechs Monaten 2025 den Vorjahreswert volumenbedingt um 6,9%. Die Kosten der Umsatzerlöse erhöhten sich bei volumenbedingt höheren Abschreibungen auf die Restwerte von vermieteten Fahrzeugen unterproportional. Das Bruttoergebnis stieg in der Folge auf 4,7 (3,8) Mrd.€.

Das Operative Ergebnis des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen fiel mit 1,9 (1,4) Mrd.€ höher aus als im Vorjahr. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem gestiegenen Volumen. Der Vorjahreszeitraum war durch Währungskursverluste im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der Volkswagen Bank Rus belastet. Die operative Umsatzrendite erhöhte sich auf 6,1 (4,8)%.

FINANZLAGE

Finanzielle Situation des Konzerns

Im Zeitraum Januar bis Juni 2025 erzielte der Volkswagen Konzern einen unter anderem ergebnisbedingt um 4,3 Mrd.€ unter dem Vorjahr liegenden Brutto-Cashflow in Höhe von 19,5 Mrd.€. Die Veränderung im Working Capital lag bei - 16,2 (- 19,4) Mrd. € und resultierte im Berichtszeitraum im Wesentlichen aus dem Aufbau der Vermieteten Vermögenswerte, Vorräte und Forderungen, denen eine Zunahme der Verbindlichkeiten entgegenstand.

Der Cashflow aus dem laufenden Geschäft verringerte sich in der Folge im ersten Halbjahr 2025 um 1,2 Mrd. € auf 3,3 Mrd. €.

Die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts des Volkswagen Konzerns lag mit 11,7 (11,5) Mrd. € auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei stiegen die Sachinvestitionen (Investitionen in Sachanlagen, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungskosten) spürbar an, während die aktivierten Entwicklungskosten deutlich zurückgingen. Die Ausgaben für den Erwerb von Beteiligungen enthalten unter anderem den weiteren Anteilserwerb an Rivian.

Aus der Finanzierungstätigkeit des Volkswagen Konzerns ergab sich insgesamt ein Mittelzufluss in Höhe von 4,7 (15,8) Mrd.€. Die Finanzierungstätigkeit berücksichtigt im Wesentlichen die Aufnahme und Tilgung von Anleihen und nicht börsennotierten Schuldverschreibungen, die Veränderungen der übrigen Finanzschulden, die Dividendenzahlung an die Aktionäre der Volkswagen AG in Höhe von 3,2 Mrd.€ sowie die Rückzahlung der fristgerecht zu Juni 2025 gekündigten Hybridanleihe in Höhe von 1,5 Mrd.€ und die Begebung von grünen Hybridanleihen im Mai 2025 in Höhe von 1,9 Mrd.€. Am Ende der ersten sechs Monate 2025 verzeichnete der Volkswagen Konzern einen Zahlungsmittelbestand laut Kapitalflussrechnung in Höhe von 34,8 Mrd.€. Ende Dezember 2024 hatte er 40,3 Mrd. € betragen.

Am 30. Juni 2025 lag die Nettoliquidität des Volkswagen Konzerns bei - 175,7 Mrd. €; am Jahresende 2024 waren es - 169,1 Mrd. € gewesen.

Finanzielle Situation im Konzernbereich Automobile

Im Berichtszeitraum verzeichnete der Konzernbereich Automobile einen Brutto-Cashflow in Höhe von 13,0 (18,0) Mrd. €. Der Rückgang resultierte vor allem aus dem schwächeren Ergebnis. Die Veränderung im Working Capital belief sich auf - 2,6 (- 5,9) Mrd. €. Dem Aufbau von Vorräten und eine volumenbedingten Erhöhung von Forderungen stand eine volumenbedingte Zunahme der Verbindlichkeiten entgegen. In der Folge verringerte sich der Cashflow aus dem laufenden Geschäft um 1,7 Mrd. € auf 10,4 Mrd. €.

Im Zeitraum Januar bis Juni 2025 lag die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts mit 11,8 (11,7) Mrd. € auf dem Niveau des Vorjahres. Die darin enthaltenen Sachinvestitionen stiegen um 0,4 Mrd.€ auf 6,3 Mrd.€. Die Sachinvestitionsquote betrug 4,4 (4,2)%. Wesentliche Anteile der Sachinvestitionen flossen dabei in die Produktion von Elektrofahrzeugen, zugehörigen Batterietechnologien sowie elektrischen Baukästen und Plattformen als zentrale Bestandteile der Transformation des Unternehmens hin zu nachhaltiger Mobilität. Weitere Schwerpunkte bilden die Digitalisierung unserer Produkte, Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und Förderung nachhaltiger Produktionsprozesse sowie der Ausbau der Marktpräsenz unter anderem in Nordamerika und China. Die Zugänge zu den aktivierten Entwicklungskosten waren mit 4,3 (5,2) Mrd. € rückläufig. Die Position "Erwerb und Verkauf von Beteiligungen" erhöhte sich auf - 1,4 (- 0,8) Mrd. € und enthielt im Wesentlichen die Erhöhung unserer Beteiligung an Rivian.

Der Netto-Cashflow des Konzernbereichs Automobile lag bei - 1,4 (0,4) Mrd. €.

KAPITALFLUSSRECHNUNG NACH KONZERNBEREICHEN VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI

VOLKSWAGEN KONZERN AUTOMOBILE FINANZDIENSTLEISTUNGEN
Mio. € 2025 20242 2025 20242,3 2025 20242
Anfangsbestand Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 40.296 43.522 28.088 31.834 16.196 14.819
Ergebnis vor Steuern 6.423 10.077 5.303 9.690 1.777 1.376
Ertragsteuerzahlungen - 3.044 - 3.452 - 2.652 - 3.034 - 966 -594
Abschreibungen4 16.096 14.598 10.596 9.510 5.923 5.542
Veränderung der Pensionen - 61 32 - 63 27 2 5
Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung 1.070 1.944 884 1.769 186 175
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Umgliederungen5 - 987 647 - 1.052 42 -223 623
Brutto-Cashflow 19.497 23.846 13.015 18.004 6.700 7.127
Veränderung Working Capital - 16.183 - 19.359 - 2.605 - 5.930 - 12.424 - 13.565
Veränderung der Vorräte - 7.177 - 7.309 - 6.652 - 7.494 -520 272
Veränderung der Forderungen - 4.714 - 4.447 - 2.828 - 4.094 - 889 -1.686
Veränderung der Verbindlichkeiten 7.853 2.272 6.604 3.237 1.309 63
Veränderung der sonstigen Rückstellungen 809 2.454 750 2.544 42 -21
Veränderung der Vermieteten Vermögenswerte (ohne Abschreibungen) - 11.131 - 8.540 - 477 - 123 -10.792 - 8.512
Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen - 1.823 - 3.790 - 3 - 0 -1.574 -3.681
Cashflow laufendes Geschäft 3.315 4.487 10.410 12.074 - 5.724 - 6.438
Investitionstätigkeit laufendes Geschäft - 11.708 - 11.540 - 11.760 - 11.706 -190 - 486
davon: Sachinvestitionen - 6.488 - 6.023 - 6.338 - 5.895 -112 - 94
Entwicklungskosten (aktiviert) - 4.328 - 5.158 - 4.328 - 5.158 - -
Erwerb und Verkauf von Beteiligungen - 1.328 - 730 - 1.363 - 838 -140 - 418
Netto-Cashflow -8.393 - 7.053 -1.350 367 - 5.915 - 6.924
Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen - 659 - 1.863 857 - 3.260 -778 3.011
Investitionstätigkeit - 12.367 - 13.403 - 10.904 - 14.967 - 969 2.526
Finanzierungstätigkeit 4.732 15.798 - 805 - 3.353 3.704 17.730
davon: Kapitaltransaktionen mit Minderheiten 358 - 358 - - -
Kapitaleinzahlungen/-rückzahlungen 397 - 1.215 451 - 1.216 74 542
Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 1.175 - 9 - 1.270 - 23 - 81 -37
Veränderung der Risikovorsorge auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 1 - 0 2 0 - 1
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 5.495 6.875 - 2.569 - 6.267 - 3.071 13.780
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 30.06.7 34.802 50.398 25.519 25.567 13.126 28.599
Wertpapiere und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen 45.372 43.200 76.035 78.615 20.082 18.199
Bruttoliquidität 80.173 93.598 101.554 104.182 33.208 46.798
Kreditstand - 255.918 - 257.170 - 73.167 - 74.271 - 238.965 - 241.684
Nettoliquidität am 30.06.8 - 175.745 - 163.573 28.387 29.911 - 205.757 - 194.887
nachrichtlich am 01.01. - 169.122 - 147.433 34.414 38.653 - 205.188 - 187.722
KONSOLIDIERUNG1
Mio. € 2025 2024
Anfangsbestand Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 3.988 - 3.131
Ergebnis vor Steuern - 657 - 989
Ertragsteuerzahlungen 574 176
Abschreibungen4 - 422 - 454
Veränderung der Pensionen -1 -
Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung - -
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Umgliederungen5 289 - 17
Brutto-Cashflow - 218 - 1.284
Veränderung Working Capital - 1.153 136
Veränderung der Vorräte - 6 - 87
Veränderung der Forderungen - 997 1.333
Veränderung der Verbindlichkeiten - 60 - 1.028
Veränderung der sonstigen Rückstellungen 18 - 70
Veränderung der Vermieteten Vermögenswerte (ohne Abschreibungen) 137 96
Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen - 247 - 109
Cashflow laufendes Geschäft - 1.371 - 1.149
Investitionstätigkeit laufendes Geschäft 243 652
davon: Sachinvestitionen - 38 - 35
Entwicklungskosten (aktiviert) - -
Erwerb und Verkauf von Beteiligungen 176 527
Netto-Cashflow -1.128 - 497
Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen - 738 - 1.614
Investitionstätigkeit - 495 - 962
Finanzierungstätigkeit 1.834 1.422
davon: Kapitaltransaktionen mit Minderheiten - -
Kapitaleinzahlungen/-rückzahlungen - 128 - 541
Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 177 51
Veränderung der Risikovorsorge auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 - 0
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 145 - 638
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 30.06.7 - 3.844 - 3.768
Wertpapiere und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen - 50.745 - 53.614
Bruttoliquidität - 54.589 - 57.382
Kreditstand 56.214 58.785
Nettoliquidität am 30.06.8 1.625 1.403
nachrichtlich am 01.01. 1.652 1.636

1 Eliminierung der konzerninternen Beziehungen zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen.
2 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8).
3 Werte entsprechen der geänderten Berichtsstruktur.
4 Saldiert mit Zuschreibungen.
5 Im Wesentlichen Umgliederung der Ergebnisse aus Anlagen-/Beteiligungsabgängen in die Investitionstätigkeit.
6 Netto-Cashflow: Cashflow laufendes Geschäft abzüglich Investitionstätigkeit laufendes Geschäft (Investitionstätigkeit ohne Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen).
7 Der Zahlungsmittelbestand setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand und jederzeit fälligen Mitteln zusammen.
8 Bestand an Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Wertpapieren und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen und Joint Ventures abzüglich Kreditstand (Lang- und Kurzfristige Finanzschulden).

Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete die Finanzierungstätigkeit des Konzernbereichs Automobile mit - 0,8 (- 3,4) Mrd. € einen Mittelabfluss. Darin enthalten sind vor allem die Aufnahme und Tilgung von Anleihen sowie nicht börsennotierten Schuldverschreibungen, die Veränderungen der übrigen Finanzschulden, die Dividendenzahlung an die Aktionäre der Volkswagen AG aus der Gewinnverwendung für das Geschäftsjahr 2024 sowie die Rückzahlung der fristgerecht zu Juni 2025 gekündigten Hybridanleihe. Aus den im Mai 2025 über die Volkswagen International Finance N.V. begebenen grünen Hybridanleihen im Gesamtnennbetrag von 1,9 Mrd.€ ergab sich im Berichtszeitraum ein Mittelzufluss. Diese Anleihen bestehen zum einen aus einer 1,15 Mrd.€ Anleihe, die mit einem Kupon von 5,994% ausgestattet und erstmals nach achteinhalb Jahren kündbar ist, und zum anderen aus einer 0,75 Mrd.€ Anleihe, die einen Kupon von 5,493% hat und erstmals nach fünfeinhalb Jahren gekündigt werden kann. Beide Anleihen besitzen eine unbefristete Laufzeit und erhöhen - unter anderem nach Abzug der Kapitalbeschaffungskosten - die Nettoliquidität sowie das Eigenkapital.

Ende Juni 2025 wies der Konzernbereich Automobile eine solide Nettoliquidität in Höhe von 28,4 Mrd. € aus; am 31. Dezember 2024 hatte sie 34,4 Mrd.€ betragen.

Finanzielle Situation im Konzernbereich Finanzdienstleistungen

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 erwirtschaftete der Finanzdienstleistungsbereich einen Brutto-Cashflow in Höhe von 6,7 (7,1) Mrd. €. Die Veränderung im Working Capital betrug - 12,4 (- 13,6) Mrd. €. Einem Aufbau der Vermieteten Vermögenswerte und Forderungen stand eine Zunahme von Verbindlichkeiten entgegen, die zu einer gegenüber Vorjahr geringeren Mittelbindung im Working Capital führte. In der Folge lag der Cashflow aus dem laufenden Geschäft bei - 5,7 (- 6,4) Mrd. €.

Die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts reduzierte sich auf 0,2 (0,5) Mrd. €.

In der Finanzierungstätigkeit des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen ergab sich im Zeitraum Januar bis Juni 2025 ein Mittelzufluss in Höhe von 3,7 (17,7) Mrd.€. Hierin enthalten sind vor allem die Aufnahme und Tilgung von Anleihen, nicht börsennotierten Schuldverschreibungen sowie übriger Finanzschulden.

Am Ende des ersten Halbjahres 2025 lag die branchenüblich negative Nettoliquidität des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen bei - 205,8 Mrd. €; am Jahresende 2024 hatte sie sich auf - 205,2 Mrd. € belaufen.

VERMÖGENSLAGE

Bilanzstruktur des Konzerns

Am 30. Juni 2025 verzeichnete der Volkswagen Konzern mit 637,7 Mrd.€ eine um 0,8% höhere Bilanzsumme als am Jahresende 2024. Mit 198,0 (196,7) Mrd. € lag das Eigenkapital des Konzerns auf dem Niveau vom Jahresende 2024. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 31,1 (31,1) %.

Bilanzstruktur im Konzernbereich Automobile

Die Immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Konzernbereich Automobile waren gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2024 nahezu unverändert. Die At Equity bewerteten Anteile verringerten sich im Wesentlichen aufgrund der Dividendenbeschlüsse der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen. Insgesamt lagen die Langfristigen Vermögenswerte mit 254,3 (256,4) Mrd.€ auf dem Niveau vom Jahresende 2024.

Die Kurzfristigen Vermögenswerte fielen am 30. Juni 2025 mit 167,6 (163,4) Mrd. € höher aus als Ende 2024. Die Vorräte legten spürbar zu. Die kurzfristigen Sonstigen Forderungen und finanziellen Vermögenswerte stiegen vor allem aufgrund von höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Bestand an Zahlungsmitteln nahm um 2,6 Mrd.€ auf 25,5 Mrd.€ ab.

Am Ende des ersten Halbjahres 2025 verzeichnete der Konzernbereich Automobile ein auf dem Niveau des Vorjahres liegendes Eigenkapital in Höhe von 175,8 (174,9) Mrd. €. Die Ergebnisentwicklung, geringere versicherungsmathematische Verluste aus der Neubewertung von Pensionsplänen infolge der Änderung des Zinssatzes, sowie die im Mai 2025 begebenen grünen Hybridanleihen standen negativen Effekten aus der Währungsumrechnung, die Dividendenzahlung an die Aktionäre der Volkswagen AG sowie die Rückzahlung der zu Juni 2025 fristgerecht gekündigten Hybridanleihe entgegen. Die Anteile von Minderheiten am Eigenkapital nahmen unter anderem aufgrund des Verkaufs von Anteilen an TRATON spürbar zu und umfassten im Wesentlichen die Minderheitsaktionäre des Porsche AG Konzerns und der TRATON Group. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 41,7 (41,7)%.

BILANZSTRUKTUR NACH KONZERNBEREICHEN

VOLKSWAGEN KONZERN AUTOMOBILE FINANZDIENSTLEISTUNGEN
Mio. € 30.06.2025 31.12.2024 30.06.2025 31.12.20242 30.06.2025 31.12.2024
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte 387.707 387.674 254.302 256.386 192.397 191.166
Immaterielle Vermögenswerte 94.036 93.333 93.561 92.811 483 529
Sachanlagen 70.333 71.452 68.263 69.228 925 949
Vermietete Vermögenswerte 75.719 73.193 5.392 5.502 75.507 73.086
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 99.396 101.087 1 21 99.951 101.795
Finanzanlagen, At Equity bewertete Anteile und sonstige Beteiligungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte 48.223 48.610 87.086 88.823 15.533 14.808
Kurzfristige Vermögenswerte 249.978 245.231 167.613 163.387 118.026 121.674
Vorräte 62.213 56.720 55.882 50.785 6.535 6.144
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 67.774 68.855 23 3 68.304 69.510
Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte 57.078 52.033 62.527 61.411 25.612 25.597
Wertpapiere und Termingeldanlagen 28.110 27.326 23.661 23.099 4.449 4.227
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 34.802 40.296 25.519 28.088 13.126 16.196
Bilanzsumme 637.684 632.905 421.915 419.772 310.423 312.840
Passiva
Eigenkapital 198.018 196.731 175.849 174.860 45.453 45.044
Eigenkapital der Aktionäre der Volkswagen AG 168.716 168.404 146.832 146.836 45.100 44.693
Eigenkapital der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG 14.164 13.890 14.164 13.890 - -
Eigenkapital der Anteilseigner der Volkswagen AG 182.880 182.294 160.996 160.726 45.100 44.693
Anteile von Minderheiten am Eigenkapital 15.138 14.437 14.853 14.134 353 352
Langfristige Schulden 210.777 219.134 130.271 130.577 116.319 124.565
Finanzschulden 129.905 137.061 55.595 55.011 103.991 111.887
Rückstellungen für Pensionen 23.737 27.602 23.351 27.148 386 453
Sonstige Schulden 57.135 54.472 51.325 48.418 11.941 12.225
Kurzfristige Schulden 228.889 217.039 115.795 114.335 148.651 143.230
Finanzschulden 126.013 117.020 17.572 17.952 134.973 128.984
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 33.062 29.772 34.011 31.286 4.279 3.552
Sonstige Schulden 69.815 70.247 64.212 65.097 9.399 10.694
Bilanzsumme 637.684 632.905 421.915 419.772 310.423 312.840
KONSOLIDIERUNG1
Mio. € 30.06.2025 31.12.2024
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte - 58.992 - 59.878
Immaterielle Vermögenswerte - 7 - 7
Sachanlagen 1.145 1.274
Vermietete Vermögenswerte -5.179 -5.395
Forderungen aus Finanzdienstleistungen - 555 - 729
Finanzanlagen, At Equity bewertete Anteile und sonstige Beteiligungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte -54.396 -55.021
Kurzfristige Vermögenswerte - 35.661 - 39.830
Vorräte - 203 - 209
Forderungen aus Finanzdienstleistungen - 553 - 657
Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte - 31.061 - 34.975
Wertpapiere und Termingeldanlagen - 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 3.844 - 3.988
Bilanzsumme - 94.654 - 99.708
Passiva
Eigenkapital - 23.283 - 23.173
Eigenkapital der Aktionäre der Volkswagen AG - 23.215 - 23.125
Eigenkapital der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG - - 0
Eigenkapital der Anteilseigner der Volkswagen AG - 23.215 - 23.125
Anteile von Minderheiten am Eigenkapital - 68 - 48
Langfristige Schulden - 35.813 - 36.008
Finanzschulden - 29.681 - 29.837
Rückstellungen für Pensionen - 0 - 0
Sonstige Schulden - 6.132 - 6.171
Kurzfristige Schulden - 35.557 - 40.526
Finanzschulden - 26.533 - 29.917
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -5.229 -5.067
Sonstige Schulden - 3.796 -5.543
Bilanzsumme - 94.654 - 99.708

1 Eliminierung der konzerninternen Beziehungen zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen.
2 Werte entsprechen der geänderten Berichtsstruktur.

Mit 130,3 (130,6) Mrd.€ lagen die Langfristigen Schulden am Ende des Berichtszeitraums auf dem Niveau vom Jahresende 2024. Die langfristigen Sonstigen Schulden und vor allem die darin enthaltenen langfristigen sonstigen Rückstellungen stiegen spürbar vor allem aufgrund von Rückstellungen für langfristige Emissionsverpflichtungen und Restrukturierungsmaßnahmen, während die Pensionsrückstellungen insbesondere aufgrund der versicherungsmathematischen Neubewertung infolge der Änderung des Zinssatzes deutlich rückläufig waren.

Mit 115,8 (114,3) Mrd. € waren die Kurzfristigen Schulden am 30. Juni 2025 in der Größenordnung des Jahresende 2024. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich spürbar, während die in den kurzfristigen Sonstigen Schulden enthaltenden kurzfristigen sonstigen Rückstellungen spürbar zurückgingen.

Ende Juni 2025 wies der Konzernbereich Automobile eine Bilanzsumme in Höhe von 421,9 Mrd.€ aus; das waren 0,5 % mehr als am 31. Dezember 2024.

Bilanzstruktur im Konzernbereich Finanzdienstleistungen

Am 30. Juni 2025 verzeichnete der Finanzdienstleistungsbereich mit 310,4 Mrd. € eine um 0,8 % niedrigere Bilanzsumme als am Jahresende 2024.

Mit 192,4 (191,2) Mrd. € lagen die Langfristigen Vermögenswerte insgesamt auf nahezu dem gleichen Niveau wie am 31. Dezember 2024. Die Vermieteten Vermögenswerte stiegen im Wesentlichen volumenbedingt, während die Forderungen aus Finanzdienstleistungen rückläufig waren.

Die Kurzfristigen Vermögenswerte des Finanzdienstleistungsbereichs nahmen um 3,0% auf 118,0 Mrd.€ ab. Die kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen und der Bestand an Zahlungsmitteln verringerten sich gegenüber dem Jahresende 2024.

Am Ende des ersten Halbjahres 2025 entfielen rund 48,7 (49,4)% der Aktiva des Volkswagen Konzerns auf den Finanzdienstleistungsbereich.

Mit 45,5 (45,0) Mrd. € lag das Eigenkapital des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen Ende Juni 2025 auf dem Niveau vom Dezember 2024. Die Eigenkapitalquote belief sich auf 14,6 (14,4)%.

Die Langfristigen Schulden im Finanzdienstleistungsbereich von 116,3 (124,6) Mrd.€ reduzierten sich vor allem aufgrund spürbar gesunkener langfristiger Finanzschulden. Die Kurzfristigen Schulden waren mit 148,7 (143,2) Mrd. € leicht über dem Wert vom 31. Dezember 2024. Die darin enthaltenen Finanzschulden nahmen leicht, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stark zu, während sich die kurzfristigen Sonstigen Schulden deutlich verringerten.

Das Einlagevolumen aus dem Direktbankgeschäft belief sich am 30. Juni 2025 auf 65,2 Mrd.€; am Jahresende 2024 hatte es 57,5 Mrd. € betragen.

PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Die mit dem Geschäftsbericht 2024 im zusammengefassten Lagebericht veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2025 haben wir im zweiten Quartal 2025 insbesondere aufgrund der seit April erhöhten US-Importzölle angepasst.

Für die Auslieferungen an Kunden gehen wir nunmehr davon aus, das Niveau des Vorjahres zu erreichen (vorher: in der Größenordnung des Vorjahres).

Die Umsatzerlöse für den Volkswagen Konzern und das Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erwarten wir auf dem Niveau des Vorjahres (vorher: um bis zu 5 % über dem Vorjahr). Für die operative Umsatzrendite des Konzerns rechnen wir nunmehr mit einer Bandbreite zwischen 4,0 und 5,0% (vorher: 5,5 bis 6,5%), für das Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zwischen 4,5 und 5,5% (vorher: 6 bis 7%). Für das Segment Nutzfahrzeuge erwarten wir spürbar unter dem Vorjahr liegende Umsatzerlöse (vorher: auf dem Vorjahresniveau), die operative Umsatzrendite prognostizieren wir zwischen 7,0 und 8,0% (vorher: 7,5 und 8,5%).

Für den Konzernbereich Automobile erwarten wir den Netto-Cashflow des Jahres 2025 zwischen 1 und 3 Mrd.€ (vorher: 2 und 5 Mrd.€). Außerdem gehen wir nunmehr von einer Nettoliquidität aus, die zwischen 31 und 33 Mrd. € liegen wird (vorher: 34 und 37 Mrd. €).

Die prognostizierten Bandbreiten für Operatives Ergebnis, Netto-Cashflow und Nettoliquidität unterstellen am unteren Ende insbesondere eine Fortsetzung der aktuell geltenden US-Importzölle von 27,5% im zweiten Halbjahr 2025 und am oberen Ende auf 10% reduzierte Importzölle. Es besteht hohe Unsicherheit in Bezug auf die weitere Entwicklung der Zollsituation und ihrer Effekte und Wechselwirkungen.

Den Ausblick für das Geschäftsjahr 2025 finden Sie auf Seite 30.

Rechtsstreitigkeiten

Dieselthematik

1. Straf- und Verwaltungsverfahren weltweit (exklusive USA/Kanada)

Im Mai 2025 wurde die seit September 2021 vor dem Landgericht Braunschweig durchgeführte Hauptverhandlung gegen teilweise auch ehemalige Beschäftigte der Volkswagen AG im Zusammenhang mit der Dieselthematik betreffend Motoren des Typs EA 189 mit einer Verurteilung der Angeklagten wegen Betruges abgeschlossen. Alle vier Angeklagten wurden zu Freiheitsstrafen verurteilt, die bei zweien von ihnen zur Bewährung ausgesetzt wurden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; alle Angeklagten legten Revision ein. Das von dem vorstehenden Verfahren abgetrennte Verfahren gegen einen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG wurde vorläufig eingestellt. Die Volkswagen AG ist an diesen Verfahren nicht beteiligt.

2. Produktbezogene Klagen weltweit (exklusive USA/Kanada)

In dem Verfahren der französischen Verbraucherorganisation Confédération de la Consommation, du Logement et du Cadre de Vie (CLCV) für bis zu 1 Mio. französische Eigentümer und Leasingnehmer von Fahrzeugen mit Motoren des Typs EA 189 gegen die Volkswagen Group Automotive Retail France, die Volkswagen Group France und die Volkswagen AG erging im März 2025 ein prozessuales Urteil, mit dem die Opt-In-Sammelklage in Bezug auf die Volkswagen Group France und die Volkswagen AG für zulässig erklärt wurde. Die Klage gegen die Volkswagen Group Automotive Retail France wurde hingegen für unzulässig erachtet. Im weiteren Verlauf des Klageverfahrens wird sich das Gericht der ersten Instanz nun materiellrechtlich mit den hauptsächlich auf Rückabwicklung ohne Nutzungsersatz, hilfsweise auf Schadensersatz von 20 - 30 % des Kaufpreises, gerichteten Klageansprüchen befassen. Das prozessuale Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Entscheidung über die Zulässigkeit der Klage kann im Rahmen einer Berufung gegen das zu erwartende erstinstanzliche Urteil überprüft werden.

Weitere wesentliche Rechtsstreitigkeiten

Im April 2025 verhängten die Europäische Kommission und die englische Kartellbehörde Competition and Markets Authority (CMA) im Rahmen von Settlement-Verfahren Bußgelder gegen verschiedene Automobilhersteller und Verbände der Automobilbranche. Überprüft worden war der Verdacht, dass europäische, japanische und koreanische Hersteller sowie die in den Ländern agierenden nationalen Verbände und der europäische Verband European Automobile Manufacturers' Association (ACEA) sich seit 2001 beziehungsweise 2002 und bis zur Eröffnung der Verfahren insbesondere in der ACEA Working Group Recycling sowie zugehöriger Unterarbeitsgruppen dazu verständigt haben sollen, für Dienstleistungen von Recycling-Unternehmen, die "End-of-Life Vehicles" (ELV) (konkret Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) entsorgen, nicht zu bezahlen. Zusätzlich soll eine Abstimmung dazu erfolgt sein, ELV-Themen nicht wettbewerblich zu nutzen, also keine Veröffentlichungen von relevanten Recycling-Daten (recyclates, recyclability, recovery) zu Wettbewerbszwecken vorzunehmen. Die Europäische Kommission verhängte ein Bußgeld in Höhe von rund 128 Mio.€ gegen die Volkswagen AG. Die CMA verhängte gegen die Volkswagen AG und die Volkswagen Group UK zusammen ein Gesamtbußgeld in Höhe von rund 15 Mio. GBP, die durch bestehende Rückstellungen abgedeckt sind.

In dem Klageverfahren von Automobile Plant GAZ LLC (GAZ) in Russland über angebliche Forderungen in Höhe von rund 28,5 Mrd. RUB bestätigte nach dem Berufungsgericht auch das Kassationsgericht das erstinstanzliche Urteil, mit dem die Volkswagen AG im Juli 2024 zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von rund 16,9 Mrd. RUB verurteilt worden war. Die Volkswagen AG wird auch gegen die Entscheidung des Kassationsgerichts Rechtsmittel einlegen und sich weiter umfassend verteidigen. Im April 2025 übertrug die Klägerin GAZ ihre angeblichen Forderungen an eine dritte Gesellschaft Kameya JSC, die auf diesem Wege im Klageverfahren prozessual die Klägerstellung übernahm.

Weitergehende Angaben zu den Schätzungen hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen sowie Angaben zu Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe oder der Fälligkeit von Beträgen der Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten werden gemäß IAS 37.92 nicht gemacht, um die Ergebnisse der Verfahren und die Interessen des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.

Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum gegenüber den Ausführungen im zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsberichts 2024 zur voraussichtlichen Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr 2025 in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko- und Chancenbericht" - einschließlich des Abschnitts "Rechtsrisiken" - keine wesentlichen Änderungen.

Ausblick für das Jahr 2025

Unseren Planungen liegt die Annahme zugrunde, dass die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2025 insgesamt mit einer im Vergleich zu 2024 etwas schwächeren Dynamik wachsen wird. Die rückläufige Inflation in wichtigen Wirtschaftsregionen und die daraus resultierende Lockerung der Geldpolitik sollten sich positiv auf die private Nachfrage auswirken. Risiken sehen wir weiterhin in einer zunehmenden Fragmentierung der Weltwirtschaft und protektionistischen Tendenzen, in Turbulenzen auf den Finanzmärkten sowie in strukturellen Defiziten in einzelnen Ländern. Die Wachstumsaussichten werden zudem von anhaltenden geopolitischen Spannungen und Konflikten belastet; Risiken bergen insbesondere der Russland-Ukraine-Konflikt, die Auseinandersetzungen im Nahen Osten sowie die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der politischen Ausrichtung der USA und den damit verbundenen geplanten und bereits umgesetzten Maßnahmen der neuen US-Regierung. Wir gehen davon aus, dass sowohl die fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch die Schwellenländer im Durchschnitt eine etwas schwächere Dynamik aufweisen werden als im vergangenen Berichtsjahr.

Die Entwicklung der Automobilbranche ist eng an den Verlauf der Weltwirtschaft gekoppelt. Wir rechnen auf den internationalen Automobilmärkten mit einer weiter zunehmenden Wettbewerbsintensität. Krisenbedingte Unterbrechungen der globalen Versorgungskette und dadurch resultierende Auswirkungen auf die Fahrzeugverfügbarkeit können das Neuzulassungsvolumen belasten. Plötzlich auftretende oder sich verschärfende geopolitische Spannungen und Konflikte könnten darüber hinaus insbesondere zu steigenden Materialpreisen und sinkender Verfügbarkeit von Energie führen.

Wir erwarten, dass sich die Märkte für Pkw im Jahr 2025 in den einzelnen Regionen uneinheitlich, aber überwiegend positiv entwickeln werden. Insgesamt wird das weltweite Verkaufsvolumen von Neufahrzeugen voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen. In Westeuropa rechnen wir für 2025 mit einem Neuzulassungsvolumen von Pkw, das ebenfalls auf dem Vorjahresniveau liegen wird. Für den deutschen Pkw-Markt gehen wir für 2025 davon aus, dass das Volumen der Neuzulassungen in der Größenordnung des Vorjahres liegen wird. Auf den Pkw-Märkten in Zentral- und Osteuropa wird die Zahl der Verkäufe 2025 den Vorjahreswert insgesamt voraussichtlich deutlich übertreffen - vorbehaltlich der weiteren Entwicklung des Russland-Ukraine-Konflikts. Auf den Märkten für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (bis 6,35 t) in Nordamerika insgesamt sowie in den USA rechnen wir für 2025 mit einem Verkaufsvolumen spürbar unter dem Niveau des Vorjahres. Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Neuzulassungen auf den südamerikanischen Märkten 2025 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt spürbar steigen wird. Die Märkte für Pkw in der Region Asien-Pazifik werden 2025 voraussichtlich leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen.

Die Märkte für leichte Nutzfahrzeuge werden sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich entwickeln; insgesamt rechnen wir für 2025 mit einem Verkaufsvolumen in der Größenordnung des Vorjahres.

Wir erwarten für 2025, dass die Neuzulassungen von mittelschweren und schweren Lkw mit einem Gesamtgewicht von mehr als 6 t auf den für den Volkswagen Konzern relevanten Märkten spürbar unter den Vorjahreswerten liegen werden, mit regional unterschiedlichen Ausprägungen. Auf den für den Volkswagen Konzern relevanten Busmärkten rechnen wir für das Jahr 2025 mit einer Nachfrage, die leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen wird, mit unterschiedlichen regionalen Entwicklungen.

Unserer Einschätzung nach werden automobilbezogene Finanzdienstleistungen im Jahr 2025 - im Zusammenspiel mit der Entwicklung der Fahrzeugmärkte - eine hohe Bedeutung für den weltweiten Fahrzeugabsatz haben.

Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Auslieferungen an Kunden des Volkswagen Konzerns im Jahr 2025 unter herausfordernden Marktbedingungen das Niveau des Vorjahres erreichen wird.

Herausforderungen ergeben sich insbesondere aus einem Umfeld politischer Unsicherheit, zunehmenden Handelsbeschränkungen und geopolitischen Spannungen, der steigenden Wettbewerbsintensität, volatilen Rohstoff-, Energie- und Devisenmärkten sowie aus den seit Jahresbeginn verschärften emissionsbezogenen Anforderungen.

Wir erwarten für den Volkswagen Konzern und das Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge im Jahr 2025, dass die Umsatzerlöse auf dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Die operative Umsatzrendite für den Konzern wird voraussichtlich zwischen 4,0 und 5,0% liegen, im Segment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zwischen 4,5 und 5,5%. Für das Segment Nutzfahrzeuge gehen wir bei spürbar unter dem Vorjahresniveau liegenden Umsatzerlösen von einer operativen Umsatzrendite zwischen 7,0 und 8,0% aus. Für den Konzernbereich Finanzdienstleistungen rechnen wir mit bis zu 5% über dem Vorjahr liegenden Umsatzerlösen und einem Operativen Ergebnis in der Größenordnung von 4,0 Mrd. €.

Im Konzernbereich Automobile gehen wir für 2025 davon aus, dass die Investitionsquote zwischen 12 und 13 % liegt. Den Netto-Cashflow des Jahres 2025 erwarten wir zwischen 1 und 3 Mrd. €. Darin enthalten sind sowohl Liquiditätsabflüsse für Zukunftsinvestitionen als auch für Restrukturierungsmaßnahmen. Die Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile wird 2025 voraussichtlich zwischen 31 und 33 Mrd.€ liegen. Es ist unverändert unser Ziel, unsere solide Finanzierungs- und Liquiditätspolitik fortzusetzen.

Die prognostizierten Bandbreiten für Operatives Ergebnis, Netto-Cashflow und Nettoliquidität unterstellen am unteren Ende insbesondere eine Fortsetzung der aktuell geltenden US-Importzölle von 27,5% im zweiten Halbjahr 2025 und am oberen Ende auf 10% reduzierte Importzölle. Es besteht hohe Unsicherheit in Bezug auf die weitere Entwicklung der Zollsituation und ihrer Effekte und Wechselwirkungen.

Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Volkswagen Konzerns. Diesen Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen einzelner Länder, Wirtschaftsräume und Märkte, insbesondere für die Automobilbranche, zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und die wir zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten abweichen. Sollten sich wesentliche Parameter bezüglich unserer wichtigsten Absatzmärkte ändern oder sich wesentliche Veränderungen bei den für den Volkswagen Konzern relevanten Währungskursverhältnissen, Preisen für Energie- und sonstige Rohstoffe oder in der Teileversorgung ergeben, wird das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen. Darüber hinaus kann es auch zu Abweichungen von der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung kommen, wenn sich die im Geschäftsbericht 2024 dargestellten Einschätzungen zu den Faktoren nachhaltiger Wertsteigerung sowie zu Risiken und Chancen anders entwickeln als derzeit von uns erwartet oder sich zusätzliche Risiken beziehungsweise Chancen oder sonstige den Geschäftsverlauf beeinflussende Faktoren ergeben. Wir übernehmen keine über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

Markengruppen und Geschäftsfelder

UMSATZERLÖSE UND OPERATIVES ERGEBNIS NACH MARKENGRUPPEN UND GESCHÄFTSFELDERN

Der Volkswagen Konzern erwirtschaftete im Zeitraum Januar bis Juni 2025 Umsatzerlöse in Höhe von 158,4 (158,8) Mrd. €. Das Operative Ergebnis lag bei 6,7 (10,0) Mrd. €.

Im Berichtszeitraum setzte die Markengruppe Core 2,5 (2,5) Mio. Fahrzeuge ab, die Umsatzerlöse stiegen auf 72,5 (69,1) Mrd. €. Das Operative Ergebnis belief sich auf 3,5 (3,4) Mrd. €.

Der Absatz der Marke Volkswagen Pkw lag im ersten Halbjahr 2025 mit 1,5 (1,5) Mio. Fahrzeugen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Modelle T-Cross, Saveiro und Amarok verzeichneten Zuwächse. Auch der vollelektrische ID. 7 war beliebt. Der Tayron wurde erfolgreich im Markt eingeführt. Die Umsatzerlöse lagen bei 43,4 (42,2) Mrd. €. Das Operative Ergebnis übertraf mit 1,1 (0,9) Mrd. € den Wert des Vorjahres, der von höheren Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen geprägt war. Im Berichtszeitraum wirkten die Bildung von Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO2-Flottenregulierung sowie Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Dieselthematik negativ. Des Weiteren belasteten Aufwendungen für US-Importzölle das Ergebnis.

BERICHTSSTRUKTUR DES VOLKSWAGEN KONZERNS

Konzernbereich Automobile Konzernbereich Finanzdienstleistungen
Markengruppe Core (Volkswagen Pkw, Skoda, SEAT/CUPRA, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Tech. Components) Volkswagen Group Mobility
Markengruppe Progressive (Audi, Lamborghini, Bentley, Ducati) Sonstige
Markengruppe Sport Luxury (Porsche Automobile)
CARIAD
Battery
TRATON Nutzfahrzeuge
Sonstiges

WESENTLICHE ZAHLEN NACH MARKENGRUPPEN UND GESCHÄFTSFELDERN VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI

ABSATZ UMSATZERLÖSE OPERATIVES ERGEBNIS
Tsd. Fahrzeuge/Mio. € 2025 2024 2025 2024 2025 20241
Markengruppe Core 2.527 2.494 72.480 69.051 3.455 3.405
Markengruppe Progressive 574 539 32.573 30.939 1.087 1.982
Markengruppe Sport Luxury2 135 152 16.138 17.695 832 2.904
CARIAD - - 564 426 - 1.172 - 1.182
Battery - - 11 0 - 592 - 166
TRATON Nutzfahrzeuge 153 161 21.195 22.738 1.245 2.050
At Equity einbezogene Gesellschaften China3 1.242 1.265 - - - -
Volkswagen Group Mobility - - 29.362 27.514 1.811 1.374
Sonstiges4 - 267 - 269 - 13.959 - 9.563 40 - 387
Volkswagen Konzern 4.363 4.341 158.364 158.800 6.707 9.979

1 Vorjahr angepasst.
2 Inklusive Porsche Finanzdienstleistungen: Umsatz 18.157 (19.457) Mio. €, Operatives Ergebnis 1.007 (3.061) Mio. €.
3 Die Umsatzerlöse und Operativen Ergebnisse der At Equity einbezogenen Gesellschaften in China sind in den Werten des Konzerns nicht enthalten, diese Gesellschaften erzielten ein anteiliges Operatives Ergebnis von 506 (801) Mio. €.
4 Im Operativen Ergebnis im Wesentlichen ergebniswirksame konzerninterne Posten, insbesondere aus der Eliminierung von Zwischengewinnen, inklusive Abschreibungen auf identifizierte Vermögenswerte im Rahmen der Kaufpreisallokationen sowie den Marken nicht zugeordnete Gesellschaften.

WESENTLICHE ZAHLEN DER MARKENGRUPPE CORE VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI

ABSATZ UMSATZERLÖSE OPERATIVES ERGEBNIS
Tsd. Fahrzeuge/Mio. € 2025 2024 2025 2024 2025 20241
Volkswagen Pkw 1.521 1.519 43.448 42.194 1.103 917
Skoda 582 548 15.070 13.652 1.285 1.149
SEAT/CUPRA 322 344 7.598 7.752 38 406
Volkswagen Nutzfahrzeuge 224 231 8.698 8.087 207 635
Tech. Components - - 11.909 10.815 751 323
Konsolidierung - 123 - 148 - 14.243 - 13.450 71 - 25
Markengruppe Core 2.527 2.494 72.480 69.051 3.455 3.405

1 Vorjahr angepasst.

Im Berichtszeitraum setzte Skoda insgesamt 582 Tsd. Fahrzeuge ab; ein Anstieg von 6,3 % im Vergleich zum Vorjahr, der insbesondere aus der starken Nachfrage nach den elektrischen SUV-Modellen Elroq und Enyaq resultierte. Zudem legte der Absatz des Kodiaq zu. Auf dem indischen Markt ist der Kylaq erfolgreich gestartet. Die Umsatzerlöse stiegen um 10,4 % auf 15,1 Mrd. €. Das Operative Ergebnis lag mit 1,3 (1,1) Mrd. € volumenbedingt über dem Niveau des Vorjahres.

Der Absatz von SEAT/CUPRA belief sich in den ersten sechs Monaten 2025 auf 322 (344) Tsd. Fahrzeuge. Der für Audi gefertigte A1 ist darin enthalten. Die vollelektrischen Modelle CUPRA Born und CUPRA Tavascan erfreuten sich großer Beliebtheit. Die Umsatzerlöse lagen mit 7,6 Mrd. € um 2,0 % unter dem Vorjahreswert. Das Operative Ergebnis ging auf 38 (406) Mio.€ zurück. Belastungen ergaben sich aus einem verschärften Wettbewerb in wichtigen Märkten, den Veränderungen im Produktmix, den EU-Zöllen auf den in China produzierten CUPRA Tavascan und gestiegenen Materialkosten.

Im ersten Halbjahr 2025 gab der Absatz von Volkswagen Nutzfahrzeuge auf weltweit 224 (231) Tsd. Einheiten nach. Der vollelektrische ID. Buzz konnte Zuwächse verzeichnen. Die Umsatzerlöse lagen mit 8,7 (8,1) Mrd.€ über dem Wert des Vorjahres. Das Operative Ergebnis sank auf 207 (635) Mio. €, was neben dem Volumen insbesondere aus der Bildung von Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO2-Flottenregulierung resultierte.

Die Umsatzerlöse von Tech. Components beliefen sich im Zeitraum Januar bis Juni 2025 auf 11,9 (10,8) Mrd. €. Das Operative Ergebnis war mit 751 (323) Mio.€ im Wesentlichen volumen- und mixbedingt höher als im Vorjahr, in dem Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen zu berücksichtigen waren.

Der Absatz der Markengruppe Progressive (Audi, Bentley, Lamborghini, Ducati) belief sich im Berichtszeitraum auf weltweit 574 (539) Tsd. Automobile. Zuwächse verzeichneten vor allem die Modellreihen Q6 e-tron, Q7 und Q8. Der neue Q5 und der vollelektrische A6 e-tron wurden erfolgreich eingeführt. Die neuen Modelle werden im Laufe des Jahres sukzessive volumenwirksam. Ducati verkaufte im Berichtszeitraum 30,4 (34,2) Tsd. Motorräder. Die Umsatzerlöse lagen bei 32,6 (30,9) Mrd. €. Das Operative Ergebnis ist von Aufwendungen für US-Importzölle, Restrukturierungsmaßnahmen, Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO2-Flottenregulierung sowie von zahlreichen Modellwechseln beeinflusst und lag bei 1,1 (2,0) Mrd.€.

Die Markengruppe Sport Luxury (Porsche Automobile) setzte im ersten Halbjahr 2025 weltweit 135 (152) Tsd. Fahrzeuge ab. Der Macan wurde stärker nachgefragt als im Vorjahr. Die Umsatzerlöse verringerten sich auf 16,1 (17,7) Mrd.€ und das Operative Ergebnis auf 0,8 (2,9) Mrd.€. Ursachen waren im Wesentlichen ein geringeres Absatzvolumen aufgrund der weiterhin herausfordernden Marktsituation in China, gestiegene Materialkosten, höhere ergebniswirksame Entwicklungsleistungen sowie zusätzliche Aufwendungen in Bezug auf Batterieaktivitäten, US-Importzölle und Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung.

Die Umsatzerlöse von CARIAD erhöhten sich im Zeitraum Januar bis Juni 2025 um 138 Mio.€ auf 564 Mio.€, was im Wesentlichen auf erfolgreiche Software-Lieferungen von CARIAD an die Konzernmarken zurückzuführen ist. Trotz Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen im Rahmen des CARIAD Transformationsprogramms lag das Operative Ergebnis mit - 1,2 (- 1,2) Mrd. € geringfügig über dem Vorjahresniveau.

Im Geschäftsfeld Battery sind die weltweiten Batterieaktivitäten des Konzerns - die zukünftige Fertigung von Batteriezellen sowie weitere Aktivitäten entlang der Batterie-Wertschöpfungskette - zusammengefasst. Das Operative Ergebnis von Battery lag im Berichtszeitraum infolge des Aufbaus des Geschäftsfelds im Wesentlichen fixkostenbedingt bei - 592 (- 166) Mio. €.

Der Absatz von TRATON Nutzfahrzeuge (Scania, MAN, International (ehemals Navistar), Volkswagen Truck & Bus) war mit 153 (161) Tsd. Einheiten geringer als im Vorjahr. Die Umsatzerlöse sanken um 6,8 % auf 21,2 Mrd.€. Das Operative Ergebnis ging im Wesentlichen volumenbedingt auf 1,2 (2,0) Mrd.€ zurück.

Die Zahl der im Finanzierungs-, Leasing-, Service- und Versicherungsgeschäft der Volkswagen Group Mobility neu abgeschlossenen Verträge belief sich im Berichtszeitraum auf 5,1 (5,1) Mio. Kontrakte. Die Penetrationsrate als Anteil der geleasten oder finanzierten Fahrzeuge am relevanten Auslieferungsvolumen des Konzerns stieg bei gleichgebliebenen Vergabegrundsätzen auf 35,8 (34,6) %. Ende Juni 2025 war der Gesamtvertragsbestand mit 27,1 (26,7) Mio. Kontrakten höher als am 31. Dezember 2024. Im Bereich Kundenfinanzierung/Leasing lag der Vertragsbestand bei 10,3 (10,2) Mio. Kontrakten, im Bereich Service/ Versicherungen waren es 16,8 (16,5) Mio. Kontrakte. Am 30. Juni 2025 verzeichnete die Volkswagen Bank 2,0 (1,9) Mio. Einlagenkonten im Bestand. Das Operative Ergebnis legte auf 1,8 (1,4) Mrd.€ zu. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem gestiegenen Volumen.

ABSATZ UND UMSATZERLÖSE NACH MÄRKTEN

In der Region Europa/Übrige Märkte lag der Absatz des Volkswagen Konzerns im ersten Halbjahr 2025 mit 2,2 (2,1) Mio. Fahrzeugen in der Größenordnung des Vorjahres. Die Umsatzerlöse stiegen auf 100,7 (96,8) Mrd. €, was im Wesentlichen aus dem Volumenwachstum sowie aus höheren Umsatzerlösen im Finanzdienstleistungsbereich resultierte.

Auf den Märkten Nordamerikas setzte der Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum 0,4 (0,5) Mio. Fahrzeuge ab. Die Umsatzerlöse lagen bei 29,3 (32,0) Mrd. €.

Im Zeitraum Januar bis Juni 2025 war der Absatz in Südamerika mit 307 (258) Tsd. Fahrzeugen höher als ein Jahr zuvor. In der Folge nahmen die Umsatzerlöse auf 9,2 (8,8) Mrd.€ zu.

In der Region Asien-Pazifik lag der Absatz des Volkswagen Konzerns - einschließlich der At Equity einbezogenen Gesellschaften in China - im Berichtszeitraum mit 1,5 (1,5) Mio. Fahrzeugen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Umsatzerlöse gingen unter anderem wechselkursbedingt auf 19,3 (21,5) Mrd.€ zurück. Darin nicht enthalten sind die Umsatzerlöse unserer At Equity einbezogenen Gesellschaften in China.

WESENTLICHE ZAHLEN NACH MÄRKTEN VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI

ABSATZ UMSATZERLÖSE
Tsd. Fahrzeuge/Mio. € 2025 2024 2025 2024
Europa/Übrige Märkte 2.171 2.104 100.735 96.772
Nordamerika 435 516 29.287 31.973
Südamerika 307 258 9.220 8.790
Asien-Pazifik1 1.450 1.463 19.350 21.483
Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse - - - 227 - 217
Volkswagen Konzern1 4.363 4.341 158.364 158.800

1 Die Umsatzerlöse der Joint-Venture-Gesellschaften in China sind in den Werten des Konzerns und des Marktes Asien-Pazifik nicht enthalten.

Konzern-Zwischenabschluss (Kurzfassung)

Gewinn- und Verlustrechnung des Volkswagen Konzerns vom 1. Januar bis 30. Juni

Mio. € 2025 20241
Umsatzerlöse 158.364 158.800
Kosten der Umsatzerlöse -131.962 -129.538
Bruttoergebnis 26.402 29.262
Vertriebskosten -10.881 -10.516
Verwaltungskosten -6.614 -6.616
Sonstiges betriebliches Ergebnis -2.200 -2.150
Operatives Ergebnis 6.707 9.979
Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen 317 66
Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis -601 32
Finanzergebnis -284 98
Ergebnis vor Steuern 6.423 10.077
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.946 -2.800
Ergebnis nach Steuern 4.477 7.278
davon entfallen auf
Minderheiten 160 642
Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG 312 321
Aktionäre der Volkswagen AG 4.005 6.315
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Stammaktie in €2 7,97 12,57
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie in €2 8,03 12,63

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8 in der Angabe "Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8").
2 Das Ergebnis je Aktie wird in der Anhangangabe "Ergebnis je Aktie" erläutert.

Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 30. Juni

Mio. € 2025 20241
Ergebnis nach Steuern 4.477 7.278
Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen
Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen vor Steuern 3.801 2.103
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen -1.145 -625
Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen nach Steuern 2.657 1.478
Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten
Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten vor Steuern 540 -327
Latente Steuern auf nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten -57 81
Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten nach Steuern 483 -246
Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern -8 4
Nicht reklassifizierbare Gewinne/Verluste 3.132 1.236
Währungsumrechnungsdifferenzen
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung -3.873 327
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen 4 228
Währungsumrechnungsdifferenzen vor Steuern -3.869 555
Latente Steuern auf Währungsumrechnungsdifferenzen -3 2
Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern -3.872 557
Sicherungsgeschäfte
Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI I) 2.057 225
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI I) -502 -451
Cashflow-Hedges (OCI I) vor Steuern 1.555 -226
Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI I) -517 90
Cashflow-Hedges (OCI I) nach Steuern 1.038 -136
Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI II) -479 -388
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI II) 360 517
Cashflow-Hedges (OCI II) vor Steuern -119 130
Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI II) 41 -42
Cashflow-Hedges (OCI II) nach Steuern -78 87
Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten
Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen 71 -9
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen -6 -1
Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten vor Steuern 66 -11
Latente Steuern auf reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten -17 7
Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten nach Steuern 49 -4
Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern -124 89
Reklassifizierbare Gewinne/Verluste -2.987 594
Sonstiges Ergebnis vor Steuern 1.843 2.318
Latente Steuern auf das Sonstige Ergebnis -1.697 -488
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 145 1.830
Gesamtergebnis 4.622 9.108
davon entfallen auf
Minderheiten 489 626
Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG 312 321
Aktionäre der Volkswagen AG 3.821 8.161

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8 in der Angabe "Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8").

Gewinn- und Verlustrechnung des Volkswagen Konzerns vom 1. April bis 30. Juni

Mio. € 2025 20241
Umsatzerlöse 80.806 83.339
Kosten der Umsatzerlöse -67.204 -67.591
Bruttoergebnis 13.602 15.749
Vertriebskosten -5.455 -5.411
Verwaltungskosten -3.270 -3.257
Sonstiges betriebliches Ergebnis -1.042 -1.653
Operatives Ergebnis 3.834 5.427
Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen 196 -193
Zinsergebnis und Übriges Finanzergebnis -716 -293
Finanzergebnis -520 -486
Ergebnis vor Steuern 3.314 4.941
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.023 -1.342
Ergebnis nach Steuern 2.291 3.599
davon entfallen auf
Minderheiten -44 361
Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG 160 158
Aktionäre der Volkswagen AG 2.175 3.081
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Stammaktie in €2 4,34 6,15
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie in €2 4,34 6,15

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8 in der Angabe "Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8").
2 Das Ergebnis je Aktie wird in der Anhangangabe "Ergebnis je Aktie" erläutert.

Gesamtergebnisrechnung vom 1. April bis 30. Juni

Mio. € 2025 20241
Ergebnis nach Steuern 2.291 3.599
Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen
Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen vor Steuern 1.070 1.251
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen -317 -379
Im Eigenkapital erfasste Neubewertungen aus Pensionsplänen nach Steuern 753 872
Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten
Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten vor Steuern 159 -19
Latente Steuern auf nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten 36 4
Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten nach Steuern 195 -15
Nicht reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern -9 3
Nicht reklassifizierbare Gewinne/Verluste 939 860
Währungsumrechnungsdifferenzen
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung -3.109 -29
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen 2 184
Währungsumrechnungsdifferenzen vor Steuern -3.107 155
Latente Steuern auf Währungsumrechnungsdifferenzen 1 0
Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern -3.106 155
Sicherungsgeschäfte
Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI I) 1.151 -49
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI I) -331 -281
Cashflow-Hedges (OCI I) vor Steuern 820 -331
Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI I) -318 113
Cashflow-Hedges (OCI I) nach Steuern 502 -218
Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen (OCI II) -339 -216
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen (OCI II) 150 282
Cashflow-Hedges (OCI II) vor Steuern -189 65
Latente Steuern auf Cashflow-Hedges (OCI II) 77 -21
Cashflow-Hedges (OCI II) nach Steuern -112 44
Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten
Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen 54 2
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen -1 -1
Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten vor Steuern 53 1
Latente Steuern auf reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten -16 2
Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus der Fair Value Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten nach Steuern 37 3
Reklassifizierbare im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen aus At Equity bewerteten Anteilen nach Steuern -154 33
Reklassifizierbare Gewinne/Verluste -2.832 16
Sonstiges Ergebnis vor Steuern -1.357 1.158
Latente Steuern auf das Sonstige Ergebnis -537 -282
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -1.894 876
Gesamtergebnis 397 4.476
davon entfallen auf
Minderheiten 125 371
Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG 160 158
Aktionäre der Volkswagen AG 112 3.947

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8 in der Angabe "Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8").

Bilanz des Volkswagen Konzerns zum 30. Juni 2025 und zum 31. Dezember 2024

Aktiva

Mio. € 2025 2024
Langfristige Vermögenswerte 387.707 387.674
Immaterielle Vermögenswerte 94.036 93.333
Sachanlagen 70.333 71.452
Vermietete Vermögenswerte 75.719 73.193
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 99.396 101.087
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, At Equity bewertete Anteile und sonstige Beteiligungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte 48.223 48.610
Kurzfristige Vermögenswerte 249.978 245.231
Vorräte 62.213 56.720
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 67.774 68.855
Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte 57.078 52.033
Wertpapiere und Termingeldanlagen 28.110 27.326
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 34.802 40.296
Bilanzsumme 637.684 632.905

Passiva

Mio. € 2025 2024
Eigenkapital 198.018 196.731
Eigenkapital der Aktionäre der Volkswagen AG 168.716 168.404
Eigenkapital der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG 14.164 13.890
Eigenkapital der Anteilseigner der Volkswagen AG 182.880 182.294
Anteile von Minderheiten am Eigenkapital 15.138 14.437
Langfristige Schulden 210.777 219.134
Finanzschulden 129.905 137.061
Rückstellungen für Pensionen 23.737 27.602
Sonstige Schulden 57.135 54.472
Kurzfristige Schulden 228.889 217.039
Finanzschulden 126.013 117.020
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 33.062 29.772
Sonstige Schulden 69.815 70.247
Bilanzsumme 637.684 632.905

Eigenkapitalentwicklung¹

ÜBRIGE RÜCKLAGEN
SICHERUNGSGESCHÄFTE
Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Währungsumrechnung Cashflow Hedges (OCI I) Abgegrenzte Kosten der Sicherungsbeziehung (OCI II)
Stand am 01.01.2024 1.283 14.551 147.830 -3.431 1.472 -676
Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8 - - -726 - - -
Stand nach Anpassung am 01.01.2024 1.283 14.551 147.104 -3.431 1.472 -676
Ergebnis nach Steuern - - 6.315 - - -
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - - 1.423 565 -70 84
Gesamtergebnis - - 7.738 565 -70 84
Abgang von Eigenkapitalinstrumenten - - 0 - - -
Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen - - - - - -
Dividendenausschüttungen - - -4.524 - - -
Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote - - - - - -
Übrige Veränderungen - - 71 - - -
Stand am 30.06.2024 1.283 14.551 150.389 -2.866 1.402 -592
Stand am 01.01.2025 1.283 14.551 155.130 -2.156 466 -267
Ergebnis nach Steuern - - 4.005 - - -
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - - 2.568 -3.724 665 -48
Gesamtergebnis - - 6.573 -3.724 665 -48
Abgang von Eigenkapitalinstrumenten - - 3 - - -
Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen - - - - - -
Dividendenausschüttungen - - -3.170 - - -
Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote - - -432 48 0 0
Übrige Veränderungen - - 29 - - -
Stand am 30.06.2025 1.283 14.551 158.134 -5.831 1.131 -315
ÜBRIGE RÜCKLAGEN
Mio. € Eigenkapital- und Fremdkapitalinstrumente At Equity bewertete Anteile Anteile der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG Anteile der Anteilseigner der Volkswagen AG Anteile von Minderheiten Summe Eigenkapital
Stand am 01.01.2024 -966 476 15.155 175.694 14.218 189.912
Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8 - - - -726 - -726
Stand nach Anpassung am 01.01.2024 -966 476 15.155 174.968 14.218 189.186
Ergebnis nach Steuern - - 321 6.636 642 7.278
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -248 93 - 1.846 -16 1.830
Gesamtergebnis -248 93 321 8.482 626 9.108
Abgang von Eigenkapitalinstrumenten 0 - - - - -
Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen - - -1.244 -1.244 35 -1.209
Dividendenausschüttungen - - -479 -5.003 -594 -5.597
Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote - - - - - -
Übrige Veränderungen - - - 71 0 71
Stand am 30.06.2024 -1.214 569 13.752 177.273 14.285 191.558
Stand am 01.01.2025 -906 303 13.890 182.294 14.437 196.731
Ergebnis nach Steuern - - 312 4.317 160 4.477
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 466 -110 - -184 330 145
Gesamtergebnis 466 -110 312 4.133 489 4.622
Abgang von Eigenkapitalinstrumenten -3 - - - - -
Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen - - 400 400 - 400
Dividendenausschüttungen - - -437 -3.607 -624 -4.231
Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote 14 0 - -369 723 353
Übrige Veränderungen - 1 - 30 113 143
Stand am 30.06.2025 -429 193 14.164 182.880 15.138 198.018

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8 in der Angabe "Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8").

Kapitalflussrechnung des Volkswagen Konzerns vom 1. Januar bis 30. Juni

Mio. € 2025 20241
Anfangsbestand Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 40.296 43.522
Ergebnis vor Steuern 6.423 10.077
Ertragsteuerzahlungen -3.044 -3.452
Abschreibungen2 16.096 14.598
Veränderung der Pensionen -61 32
Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung 1.070 1.944
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge sowie Umgliederungen3 -987 647
Brutto-Cashflow 19.497 23.846
Veränderung Working Capital -16.183 -19.359
Veränderung der Vorräte -7.177 -7.309
Veränderung der Forderungen -4.714 -4.447
Veränderung der Verbindlichkeiten 7.853 2.272
Veränderung der sonstigen Rückstellungen 809 2.454
Veränderung der Vermieteten Vermögenswerte (ohne Abschreibungen) -11.131 -8.540
Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen -1.823 -3.790
Cashflow laufendes Geschäft 3.315 4.487
Investitionstätigkeit laufendes Geschäft -11.708 -11.540
davon: Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte (ohne aktivierte Entwicklungskosten), Sachanlagen und Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -6.488 -6.023
Entwicklungskosten (aktiviert) -4.328 -5.158
Erwerb und Verkauf von Beteiligungen -1.328 -730
Netto-Cashflow4 -8.393 -7.053
Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen -659 -1.863
Investitionstätigkeit -12.367 -13.403
Finanzierungstätigkeit 4.732 15.798
davon: Kapitaltransaktionen mit Minderheiten 358 -
Kapitaleinzahlungen/-rückzahlungen 397 -1.215
Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -1.175 -9
Veränderung der Risikovorsorge auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 1
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -5.495 6.875
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 30.06.5 34.802 50.398
Wertpapiere und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen 45.372 43.200
Bruttoliquidität 80.173 93.598
Kreditstand -255.918 -257.170
Nettoliquidität am 30.06.6 -175.745 -163.573
nachrichtlich am 01.01. -169.122 -147.433

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8 in der Angabe "Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8").
2 Saldiert mit Zuschreibungen.
3 Im Wesentlichen Umgliederung der Ergebnisse aus Anlagen-/Beteiligungsabgängen in die Investitionstätigkeit.
4 Netto-Cashflow: Cashflow laufendes Geschäft abzüglich Investitionstätigkeit laufendes Geschäft (Investitionstätigkeit ohne Veränderung der Geldanlagen in Wertpapieren und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen).
5 Der Zahlungsmittelbestand setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand und jederzeit fälligen Mitteln zusammen.
6 Bestand an Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Wertpapieren und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen und Joint Ventures abzüglich Kreditstand (lang- und kurzfristige Finanzschulden).

Die Kapitalflussrechnung wird in der Anhangangabe zur Kapitalflussrechnung erläutert.

Anhang

des Volkswagen Konzern-Zwischenabschlusses zum 30. Juni 2025

Rechnungslegung nach IFRS Accounting Standards (IFRS)

Die Volkswagen AG hat gemäß der Verordnung 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates ihren Konzernabschluss für das Jahr 2024 nach den durch die Europäische Union übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards, den IFRS Accounting Standards (IFRS), erstellt. Dementsprechend wurde auch dieser Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2025 in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) erstellt und enthält einen gegenüber dem Konzernabschluss verkürzten Berichtsumfang.

Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen.

Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht im Sinne des § 115 WpHG unterzogen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Volkswagen AG hat alle von der EU übernommenen und ab dem 1. Januar 2025 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen umgesetzt.

Für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss wurde ein Abzinsungssatz für Pensionsrückstellungen im Inland in Höhe von 4,0 % (31. Dezember 2024: 3,4 %) verwendet.

Im Übrigen werden bei der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses und der Ermittlung der Vergleichszahlen für das Vorjahr grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Konsolidierungsgrundsätze wie im Konzernabschluss 2024 angewandt. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Konzernabschlusses 2024 unter der Angabe "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" veröffentlicht. Darüber hinaus sind die Auswirkungen neuer Standards unter der Angabe "Nicht angewendete neue beziehungsweise geänderte IFRS" näher beschrieben. Der Konzernabschluss 2024 ist auch im Internet unter www.volkswagen-group.com/ investoren abrufbar.

Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8

Im Vorjahr wurde festgestellt, dass Verpflichtungen zur Gewährung von Nebenleistungen bei der Ermittlung der Rückstellung für Zeitwertguthaben nicht vollumfänglich berücksichtigt wurden. Der Fehler wurde im Konzernabschluss 2024 in Übereinstimmung mit IAS 8 korrigiert, indem die betroffenen Posten des Konzernabschlusses für die Vorjahre entsprechend angepasst wurden.

Aus der retrospektiven Korrektur resultierte eine Veränderung des Eigenkapitals jeweils zum 31. Dezember 2023/1. Januar 2024 sowie zum 1. Januar 2023. Diese ist auf die Erhöhung der Sonstigen Rückstellungen sowie die Erfassung von latenten Ertragssteueransprüchen zurückzuführen. Eine Quantifizierung dieser Auswirkungen ist im Anhang des Konzernabschlusses 2024 unter der Angabe "Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8" veröffentlicht. Auf die Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung und die Kapitalflussrechnung hat die Berücksichtigung der zusätzlichen Nebenleistungen keine wesentlichen Auswirkungen. Die Vergleichsperiode wurde im Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2025 entsprechend angepasst.

Wesentliche Ereignisse

DIESELTHEMATIK

Am 18. September 2015 veröffentlichte die US-amerikanische Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) eine "Notice of Violation" und gab öffentlich bekannt, dass bei Abgastests an bestimmten Fahrzeugen mit 2,0 l Dieselmotoren des Volkswagen Konzerns in den USA Unregelmäßigkeiten bei Stickoxid (NOx)-Emissionen festgestellt wurden. Danach erfolgten weitere Meldungen zum Umfang der Dieselthematik. Detaillierte Erläuterungen finden sich im Konzernabschluss 2024 unter der Angabe "Wesentliche Ereignisse".

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 wurde im Zusammenhang mit der Dieselthematik ein Aufwand in Höhe von 0,2 Mrd. € erfasst. Ab dem Geschäftsjahr 2025 werden Effekte aus der Dieselthematik nicht mehr als Sondereinflüsse gesondert angegeben.

Weitere Angaben zu den Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Dieselthematik finden sich unter der Angabe "Rechtsstreitigkeiten".

RIVIAN

Im Rahmen der Kooperation mit dem US-amerikanischen Elektrofahrzeughersteller Rivian Automotive, Inc., Irvine/USA (Rivian) hat Volkswagen im Juni 2025 auf Basis der im Vorjahr geschlossenen Vereinbarung eine weitere Investition in Höhe von 1 Mrd. USD in Rivian Stammaktien getätigt. Dadurch steigt der Beteiligungsanteil von Volkswagen an Rivian auf 12,3 %. Der Kaufpreis basiert auf einem bestimmten durchschnittlichen Marktpreis der Rivian Stammaktien zuzüglich Prämienzahlung. Die Beteiligung an Rivian wird im Konzernabschluss erfolgsneutral zum Fair Value bewertet.

Eine detaillierte Erläuterung zur Kooperation mit Rivian findet sich im Anhang des Konzernabschlusses 2024 unter der Angabe "Wesentliche Transaktionen".

RESTRUKTURIERUNG IM VOLKSWAGEN KONZERN

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 hat der Volkswagen Konzern Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,0 Mrd. € im Wesentlichen im Sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst, die vornehmlich auf die AUDI AG, CARIAD SE und Volkswagen Sachsen GmbH entfallen. Gegenläufig wirkten in diesem Zusammenhang die Erträge aus der Auflösung von personalbezogenen Rückstellungen bei der AUDI AG in Höhe von 0,3 Mrd. €, die im Wesentlichen in den Kosten der Umsatzerlöse erfasst wurden.

AUSWIRKUNGEN AUS DEN ERHÖHTEN IMPORTZÖLLEN DER USA

Die US-Regierung erhebt seit dem 3. April 2025 zusätzliche Zölle von 25 % auf Fahrzeuge und seit dem 3. Mai 2025 zusätzliche Zölle in gleicher Höhe für Fahrzeugteile. Damit betragen die Zölle insgesamt 27,5 %. Das Operative Ergebnis ist neben den erhöhten Zollaufwendungen für abgesetzte Fahrzeuge und Fahrzeugteile auch durch Wertberichtigungen für die verlustfreie Bewertung von Vorräten und durch einen erhöhten Rückstellungsbedarf für Gewährleistungsverpflichtungen belastet. Insgesamt ergibt sich aus den zusätzlichen Zöllen der USA eine Belastung des Operativen Ergebnisses im ersten Halbjahr 2025 in Höhe von rund 1,3 Mrd. €.

CO2-FLOTTENREGULIERUNG

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025 wurden für Europa Aufwendungen für die Bildung von Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO2-Flottenregulierung in Höhe von 0,6 Mrd. € in den Kosten der Umsatzerlöse erfasst. Nachdem im zweiten Quartal 2025 geänderte Regularien in der EU beschlossen wurden, haben sich diese Aufwendungen auf 0,3 Mrd. € im Berichtszeitraum reduziert. Des Weiteren waren Aufwendungen für die Bildung von Rückstellungen für Emissionsverpflichtungen in den USA in Höhe von 0,3 Mrd. € zu erfassen. Die Bewertung der Rückstellungen für das US-Geschäft basiert auf den aktuellen Regularien zum 30. Juni 2025 in den USA und berücksichtigt noch nicht die Gesetzesänderungen durch den "One Big Beautiful Bill Act" vom 4. Juli 2025. Die finalen Auswirkungen des "One Big Beautiful Bill Act" auf die Emissionsverpflichtungen für den amerikanischen Markt werden derzeit analysiert. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird daraus ein positiver Effekt auf das Operative Ergebnis in Höhe eines niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrages erwartet.

PLATZIERUNG TRATON SE AKTIEN

Im März 2025 hat Volkswagen über seine Tochtergesellschaft Volkswagen International Luxembourg S.A., Strassen/Luxemburg die Platzierung von 11 Millionen Aktien der TRATON SE, München (TRATON SE) zu einem Preis von 32,75 € pro Aktie im Gesamtwert in Höhe von 0,4 Mrd. € abgeschlossen. Die Platzierung entspricht einem Anteil am Grundkapital der TRATON SE in Höhe von 2,2 % und reduziert die direkte Beteiligung an der TRATON SE von 89,7 % auf 87,5 %. Volkswagen hat im Zusammenhang mit der Transaktion die Absicht geäußert, mittelfristig einen Anteil von 75 % plus 1 Aktie zu halten.

NORTHVOLT AB

Das schwedische Unternehmen Northvolt AB, Stockholm/Schweden, an dem der Volkswagen Konzern beteiligt ist, hat am 12. März 2025 in Schweden Insolvenz angemeldet. Zum 31. März 2025 wurde im Konzernabschluss daraufhin die Einbeziehung der Beteiligung nach der Equity Methode beendet. Daraus ergibt sich ein nicht zahlungswirksamer Aufwand in Höhe von 0,1 Mrd. €, der im Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen ausgewiesen ist. Der Aufwand resultiert im Wesentlichen aus der Realisierung von bisher erfolgsneutral erfassten Währungsumrechnungseffekten, welche aus den übrigen Rücklagen aus At Equity bewerteten Anteilen in das Ergebnis aus At Equity bewerteten Anteilen umgegliedert wurden. Der Beteiligungsbuchwert wurde bereits im Geschäftsjahr 2024 vollständig wertberichtigt.

Konzernkreis

Neben der Volkswagen AG, die ihren Sitz in Wolfsburg hat und beim Amtsgericht Braunschweig unter HRB 100484 eingetragen ist, werden in den Konzernabschluss alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen einbezogen, die die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Dies ist der Fall, wenn die Volkswagen AG unmittelbar oder mittelbar die Verfügungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das potenzielle Tochterunternehmen besitzt, an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem potenziellen Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse beeinflussen kann.

Erläuterungen zum Konzern-Zwischenabschluss

1. Umsatzerlöse

STRUKTUR DER UMSATZERLÖSE DES KONZERNS 1. HALBJAHR 2025

Mio. € Pkw und leichte Nutzfahrzeuge Nutzfahrzeuge Finanzdienstleistungen Summe Berichtssegmente Sonstige operative Gesellschaften Überleitung
Fahrzeuge 91.543 14.450 - 105.994 - -12.008
Originalteile 8.165 3.333 - 11.498 - -92
Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte 6.907 872 12.922 20.701 - -2.791
Motoren, Aggregate und Teilelieferungen 6.522 459 - 6.982 - -43
Power Engineering - - - - 2.299 -6
Motorräder 454 - - 454 - 0
Vermiet- und Leasinggeschäft 496 694 10.893 12.082 1 -834
Zinsen und ähnliche Erträge 127 0 7.170 7.297 - -356
Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse -211 4 - -208 - -20
Sonstige Umsatzerlöse 5.972 1.383 487 7.843 933 -1.362
119.976 21.195 31.471 172.642 3.233 -17.511
Mio. € Volkswagen Konzern
Fahrzeuge 93.986
Originalteile 11.406
Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte 17.910
Motoren, Aggregate und Teilelieferungen 6.939
Power Engineering 2.293
Motorräder 454
Vermiet- und Leasinggeschäft 11.249
Zinsen und ähnliche Erträge 6.941
Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse -227
Sonstige Umsatzerlöse 7.414
158.364

STRUKTUR DER UMSATZERLÖSE DES KONZERNS 1. HALBJAHR 2024¹

Mio. € Pkw und leichte Nutzfahrzeuge Nutzfahrzeuge Finanzdienstleistungen Summe Berichtssegmente Sonstige operative Gesellschaften Überleitung
Fahrzeuge 88.011 15.681 - 103.692 - -8.313
Originalteile 8.408 3.411 - 11.819 - -95
Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte 7.151 1.171 12.039 20.361 - -2.116
Motoren, Aggregate und Teilelieferungen 6.917 482 - 7.398 - -54
Power Engineering - - - - 1.998 -1
Motorräder 516 - - 516 - -
Vermiet- und Leasinggeschäft 435 724 9.800 10.959 0 -694
Zinsen und ähnliche Erträge 145 0 7.264 7.409 - -512
Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse -276 -6 - -282 - 64
Sonstige Umsatzerlöse 5.490 1.276 332 7.098 839 -1.287
116.798 22.738 29.435 168.970 2.837 -13.008
Mio. € Volkswagen Konzern
Fahrzeuge 95.379
Originalteile 11.724
Gebrauchtfahrzeuge und Fremdprodukte 18.245
Motoren, Aggregate und Teilelieferungen 7.344
Power Engineering 1.998
Motorräder 516
Vermiet- und Leasinggeschäft 10.265
Zinsen und ähnliche Erträge 6.897
Sicherungsgeschäfte Umsatzerlöse -217
Sonstige Umsatzerlöse 6.650
158.800

1 Die Vorjahreswerte entsprechen der geänderten Berichtsstruktur (siehe Erläuterungen unter der Angabe "Segmentberichterstattung").

Die Sonstigen Umsatzerlöse umfassen unter anderem Erlöse aus Werkstattleistungen sowie Lizenzeinnahmen.

2. Kosten der Umsatzerlöse

In den Kosten der Umsatzerlöse sind die dem Finanzdienstleistungsgeschäft zuzuordnenden Zinsaufwendungen in Höhe von 4.767 Mio. € (Vorjahr: 5.177 Mio. €) enthalten.

Darüber hinaus werden in den Kosten der Umsatzerlöse neben den planmäßigen auch außerplanmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten, Sachanlagen und Vermietete Vermögenswerte berücksichtigt. Die außerplanmäßigen Abschreibungen belaufen sich auf insgesamt 821 Mio. € (Vorjahr: 609 Mio. €), die weitestgehend in den Kosten der Umsatzerlöse ausgewiesen sind.

3. Forschungs- und Entwicklungskosten

Im ersten Halbjahr 2025 betrugen die erfolgswirksam verrechneten Forschungs- und Entwicklungskosten im Volkswagen Konzern 8.975 Mio. € (Vorjahr: 9.293 Mio. €).

4. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der Volkswagen AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der sich während des Berichtszeitraums in Umlauf befindenden Stamm- und Vorzugsaktien. Da im Berichtszeitraum keine Sachverhalte vorlagen, aus denen Verwässerungseffekte auf die Anzahl der Aktien resultierten, entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Gemäß § 27 Abs. 2 Ziffer 3 der Satzung der Volkswagen AG steht der Vorzugsaktie eine um 0,06 € höhere Dividende als der Stammaktie zu.

2. QUARTAL 1. HALBJAHR
2025 20241 2025 20241
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von:
Stammaktien - unverwässert/verwässert Stück 295.089.818 295.089.818 295.089.818 295.089.818
Vorzugsaktien - unverwässert/verwässert Stück 206.205.445 206.205.445 206.205.445 206.205.445
Ergebnis nach Steuern Mio. € 2.291 3.599 4.477 7.278
Anteil von Minderheiten Mio. € -44 361 160 642
Ergebnisanteil der Hybridkapitalgeber der Volkswagen AG Mio. € 160 158 312 321
Ergebnisanteil der Aktionäre der Volkswagen AG Mio. € 2.175 3.081 4.005 6.315
davon: Ergebnisanteil der Stammaktien - unverwässert/verwässert Mio. € 1.280 1.813 2.351 3.710
davon: Ergebnisanteil der Vorzugsaktien - unverwässert/verwässert Mio. € 895 1.267 1.655 2.605
Ergebnis je Stammaktie - unverwässert/verwässert 4,34 6,15 7,97 12,57
Ergebnis je Vorzugsaktie - unverwässert/verwässert 4,34 6,15 8,03 12,63

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8 in der Angabe "Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8").

5. Langfristige Vermögenswerte

ENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER LANGFRISTIGER VERMÖGENSWERTE VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2025

Mio. € Nettobuchwert 01.01.2025 Zugänge/ Änderung Kons.kreis Abgänge/ Übrige Bewegungen Abschreibungen Nettobuchwert 30.06.2025
Immaterielle Vermögenswerte 93.333 5.796 792 4.301 94.036
Sachanlagen 71.452 6.582 2.008 5.693 70.333
Vermietete Vermögenswerte 73.193 19.540 10.948 6.067 75.719

6. Vorräte

Mio. € 30.06.2025 31.12.2024
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.896 8.926
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.578 5.100
Fertige Erzeugnisse, Waren 36.584 32.905
Kurzfristiges Vermietvermögen 7.628 6.226
Geleistete Anzahlungen 3.495 3.587
Sicherungsgeschäfte Vorräte 31 -25
62.213 56.720

Die in der Berichtsperiode als Aufwand erfassten Wertberichtigungen (ohne Vermietvermögen) betrugen 1.094 Mio. € (31. Dezember 2024: 839 Mio. €). Wesentliche Zuschreibungen waren nicht vorzunehmen.

7. Kurzfristige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte

Mio. € 30.06.2025 31.12.2024
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.281 21.130
Übrige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte 33.798 30.904
57.078 52.033

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen 17,7 Mrd. € (Vorjahr: 15,5 Mrd. €) auf den Konzernbereich Automobile.

Das Operative Ergebnis wurde im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2025 in Summe mit 907 Mio. € (Vorjahr: 439 Mio. €) aus Wertminderungen und Zuschreibungen auf lang- und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte belastet.

8. Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital setzt sich aus 295.089.818 nennwertlosen Stammaktien und 206.205.445 nennwertlosen Vorzugsaktien zusammen und beträgt 1.283 Mio. € (Vorjahr: 1.283 Mio. €).

Die Anteile von Minderheitsgesellschaftern (nicht beherrschende Anteile) am Eigenkapital entfallen im Wesentlichen auf den Porsche AG Konzern sowie die TRATON GROUP.

Mit der abgeschlossenen Platzierung von Traton SE Aktien im März 2025 erhöhen sich die direkten Anteile von Minderheiten an der TRATON GROUP von 10,3 % auf 12,5 %. Weitere Erläuterungen dazu finden sich unter der Angabe "Wesentliche Ereignisse".

Im Mai 2025 hat die Volkswagen AG eine über die Volkswagen International Finance N.V., Amsterdam/Nieder-lande, (Emittentin) im Jahr 2020 emittierte Hybridanleihe (Laufzeit: 5 Jahre) mit einem Nominalvolumen in Höhe von 1.500 Mio. € gekündigt. Mit Kündigung der Anleihe war diese nach IAS 32 als Fremdkapital zu klassifizieren. Das Eigenkapital und die Netto-Liquidität des Volkswagen Konzerns wurden entsprechend gekürzt. Die Rückzahlung der Hybridanleihe ist am 17. Juni 2025 erfolgt.

Die Volkswagen AG verzeichnete aus dem am 15. Mai 2025 begebenen Hybridkapital einen Zugang von liquiden Mitteln in Höhe von 1.900 Mio. € abzüglich Kapitalbeschaffungskosten in Höhe von 8 Mio. €. Hinzu kamen zahlungsunwirksame Effekte aus der Abgrenzung von Steuern in Höhe von 2 Mio. €. Das Hybridkapital ist als gewährtes Eigenkapital zu klassifizieren.

9. Langfristige Finanzschulden

Mio. € 30.06.2025 31.12.2024
Anleihen und Schuldverschreibungen 100.323 106.945
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.090 18.834
Einlagengeschäft 3.315 3.927
Leasingverbindlichkeiten 5.731 5.924
Übrige Finanzschulden 1.446 1.430
129.905 137.061

10. Kurzfristige Finanzschulden

Mio. € 30.06.2025 31.12.2024
Anleihen und Schuldverschreibungen 48.390 47.534
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.343 13.446
Einlagengeschäft 62.022 53.632
Leasingverbindlichkeiten 1.269 1.252
Übrige Finanzschulden 989 1.156
126.013 117.020

11. Angaben zum Fair Value

Die Prinzipien und Methoden zur Fair Value Bewertung sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den Bewertungsprinzipien und -methoden finden sich im Konzernabschluss 2024 unter der Angabe "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".

Der Fair Value entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der Fair Value mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch die Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz oder durch die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt.

Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden umfassen derivative Finanzinstrumente, die nicht nach den Regelungen des Hedge Accounting bilanziert werden. Hierzu zählen im Wesentlichen Warentermingeschäfte, Devisentermingeschäfte auf Warentermingeschäfte, Optionen auf den Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten sowie in bestimmten Fällen Zinsswaps, Währungsswaps und Zins-/Währungsswaps. Zum anderen werden die sonstigen Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer Beteiligungsquote von weniger als 20 %) an Personengesellschaften (Fremdkapitalinstrumente), Forderungen aus Kundenfinanzierung, deren Rückflüsse nicht nur Zins- und Tilgungszahlungen beinhalten, sowie finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen von vom Volkswagen Konzern beherrschten Spezialfonds gehalten werden, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Die derivativen Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehungen (Derivate im Hedge Accounting) werden in Abhängigkeit des zu Grunde liegenden Grundgeschäfts entweder erfolgsneutral oder erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.

Zu den erfolgsneutral zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten gehören sonstige Beteiligungen (grundsätzlich Anteile mit einer Beteiligungsquote von weniger als 20 %) an Kapitalgesellschaften (Eigenkapitalinstrumente) und Aktien, für die der Volkswagen Konzern in der Regel das Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung zum Fair Value in Anspruch nimmt, sowie Wertpapiere (Fremdkapitalinstrumente), deren Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen umfassen und die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht. Im Rahmen der erfolgsneutralen Bewertung werden die Änderungen des Fair Value nach Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst. Im Falle von Wertpapieren (Fremdkapitalinstrumente) werden Wertberichtigungen unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Ermittlung des Fair Value wird anhand einheitlicher Bewertungsmethoden sowie Bewertungsparameter vorgenommen. Die Durchführung der Fair Value Bewertung bei Finanzinstrumenten der Stufe 2 und Stufe 3 wird auf Basis zentraler Vorgaben in den einzelnen Konzernbereichen durchgeführt.

Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen der Finanzinstrumente

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.

Der Fair Value der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente, wie Forderungen und Verbindlichkeiten, wird durch die Abzinsung unter Berücksichtigung eines risikoadäquaten und laufzeitkongruenten Marktzinses ermittelt. Aus Wesentlichkeitsgründen wird grundsätzlich der Fair Value für kurzfristige finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dem Bilanzwert gleichgesetzt.

Die für den Fair Value der Forderungen maßgeblichen Risikovariablen sind risikoadjustierte Zinssätze.

ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTE ZUM 30. JUNI 2025

ZUM FAIR VALUE BEWERTET ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN KEINER BEWERTUNGSKATEGORIE ZUGEORDNET BILANZ POSTEN ZUM 30.06.2025
Mio. € Buchwert Buchwert Fair Value Buchwert Buchwert
Langfristige Vermögenswerte
At Equity bewertete Anteile - - - - 9.264 9.264
Sonstige Beteiligungen 3.463 - - - 3.180 6.644
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 16 53.364 54.482 - 46.016 99.396
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.619 6.884 7.102 2.772 - 12.275
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 23.281 23.281 - - 23.281
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 15 44.584 44.584 - 23.175 67.774
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.986 15.411 15.411 2.403 - 19.799
Wertpapiere und Termingeldanlagen 27.577 534 534 - - 28.110
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 34.802 34.802 - - 34.802
Langfristige Schulden
Finanzschulden - 124.174 125.085 - 5.731 129.905
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.053 2.424 2.424 2.287 - 6.764
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden - 124.744 124.744 - 1.269 126.013
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 33.062 33.062 - - 33.062
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.016 12.406 12.406 1.246 - 14.667

ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSTEN ZU DEN KLASSEN DER FINANZINSTRUMENTE ZUM 31. DEZEMBER 2024

ZUM FAIR VALUE BEWERTET ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN KEINER BEWERTUNGSKATEGORIE ZUGEORDNET BILANZ POSTEN ZUM 31.12.2024
Mio. € Buchwert Buchwert Fair Value Buchwert Buchwert
Langfristige Vermögenswerte
At Equity bewertete Anteile - - - - 10.269 10.269
Sonstige Beteiligungen 2.460 - - - 3.271 5.731
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 33 55.188 56.567 - 45.866 101.087
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.427 6.931 7.069 2.771 - 12.129
Ertragsteuerforderungen - - - - 409 409
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 21.130 21.130 - - 21.130
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 16 46.542 46.542 - 22.297 68.855
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.687 14.775 14.775 2.187 - 18.649
Ertragsteuerforderungen - 10 10 - 2.029 2.038
Wertpapiere und Termingeldanlagen 26.963 363 363 - - 27.326
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 40.296 40.296 - - 40.296
Langfristige Schulden
Finanzschulden - 131.137 131.680 - 5.924 137.061
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.561 2.405 2.390 2.583 - 6.548
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden - 115.768 115.768 - 1.252 117.020
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 29.772 29.772 - - 29.772
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.160 11.109 11.109 2.095 - 14.364
Ertragsteuerverbindlichkeiten - 18 18 - 705 724

In der Klasse "Keiner Bewertungskategorie zugeordnet" werden insbesondere Anteile an At Equity bewerteten Beteiligungen, Anteile an verbundenen nicht konsolidierten Gesellschaften sowie Leasingforderungen erfasst.

Die Leasingforderungen haben einen Buchwert von 69,2 Mrd. € (Vorjahr: 68,2 Mrd. €) und einen Fair Value von 70,2 Mrd. € (Vorjahr: 68,9 Mrd. €).

Folgende Tabellen zeigen eine Übersicht der zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden:

ZUM FAIR VALUE BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN NACH STUFEN

Mio. € 30.06.2025 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen 3.463 1.782 717 963
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 16 - - 16
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.619 - 988 1.631
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 15 - - 15
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.986 - 1.495 490
Wertpapiere und Termingeldanlagen 27.577 27.442 115 20
Langfristige Schulden
Sonstige finanzielle Schulden 2.053 - 1.537 516
Kurzfristige Schulden
Sonstige finanzielle Schulden 1.016 - 905 110
Mio. € 31.12.2024 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen 2.460 1.795 0 665
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 33 - - 33
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.427 - 1.015 1.412
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 - - 0
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 16 - - 16
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.687 - 1.207 480
Wertpapiere und Termingeldanlagen 26.963 26.850 113 -
Langfristige Schulden
Sonstige finanzielle Schulden 1.561 - 920 640
Kurzfristige Schulden
Sonstige finanzielle Schulden 1.160 - 823 337

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN NACH STUFEN

Mio. € 30.06.2025 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.772 - 2.685 87
Kurzfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.403 - 2.403 -
Langfristige Schulden
Sonstige finanzielle Schulden 2.287 - 2.179 108
Kurzfristige Schulden
Sonstige finanzielle Schulden 1.246 - 1.246 -
Mio. € 31.12.2024 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.771 - 2.697 74
Kurzfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.187 - 2.187 -
Langfristige Schulden
Sonstige finanzielle Schulden 2.583 - 2.431 152
Kurzfristige Schulden
Sonstige finanzielle Schulden 2.095 - 2.095 -

Die Zuordnung der Fair Values in die drei Stufen der Fair Value Hierarchie richtet sich nach der Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise. In Stufe 1 werden Fair Values von Finanzinstrumenten gezeigt, für die ein Preis direkt auf einem aktiven Markt ermittelt werden kann. Darunter fallen zum Beispiel Wertpapiere und zum Fair Value bewertete sonstige Beteiligungen, die an einem öffentlichen Markt notiert sind und gehandelt werden. Fair Values in Stufe 2, beispielsweise bei Derivaten, werden auf Basis von Marktdaten gemäß marktbezogener Bewertungsverfahren ermittelt. Hierbei werden insbesondere Währungskurse, Zinskurven, Rohstoffpreise sowie Börsenkurse notierter Anteile verwendet, welche an den entsprechenden Märkten beobachtbar sind und über Preisserviceagenturen bezogen werden. Fair Values der Stufe 3 errechnen sich über Bewertungsverfahren, bei denen nicht direkt auf dem aktiven Markt beobachtbare Faktoren einbezogen werden. Im Volkswagen Konzern sind der Stufe 3 langfristige Warentermingeschäfte zugeordnet, da für die Bewertung die am Markt vorhandenen Kurse extrapoliert werden müssen. Die Extrapolation erfolgt auf Basis von beobachtbaren Inputfaktoren für die unterschiedlichen Rohstoffe, welche über Preisserviceagenturen bezogen werden. Des Weiteren werden in der Stufe 3 Optionen auf Eigenkapitalinstrumente und Restwertsicherungsmodelle, Forderungen aus Kundenfinanzierung sowie Fahrzeugfinanzierungsprogramme und sonstige Beteiligungen gezeigt. Für die Bewertung der Eigenkapitalinstrumente werden dabei insbesondere die jeweiligen Unternehmensplanungen sowie unternehmensindividuelle Diskontzinssätze verwendet. Wesentlicher Inputfaktor zur Bestimmung des Fair Value für die Restwertsicherungsmodelle sind Prognosen sowie Schätzungen von Gebrauchtwagenrestwerten der entsprechenden Modelle. Zur Bewertung der Fahrzeugfinanzierungsprogramme wird insbesondere der entsprechende Fahrzeugpreis berücksichtigt.

Die nachfolgende Tabelle gibt eine zusammenfassende Übersicht der Entwicklung der zum Fair Value bewerteten Bilanzposten in der Stufe 3:

ENTWICKLUNG DER ZUM FAIR VALUE BEWERTETEN BILANZPOSTEN BASIEREND AUF STUFE 3

Mio. € Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte Zum Fair Value bewertete finanzielle Schulden
Stand am 01.01.2025 2.607 977
Währungsänderungen -102 -46
Änderung Konsolidierungskreis 0 -
Gesamtergebnis 709 -66
erfolgswirksam 402 -66
erfolgsneutral 307 -
Zugänge (Zukäufe) 145 -
Realisierungen -224 -239
Umgliederung in Stufe 2 0 -1
Umgliederung Hedge Accounting 0 1
Stand am 30.06.2025 3.135 626
Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse 402 66
Sonstiges betriebliches Ergebnis 83 88
davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden 91 88
Finanzergebnis 318 -22
davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden 318 -
Mio. € Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte Zum Fair Value bewertete finanzielle Schulden
Stand am 01.01.2024 1.734 237
Währungsänderungen 13 2
Änderung Konsolidierungskreis 7 -
Gesamtergebnis -207 255
erfolgswirksam -214 255
erfolgsneutral 7 -
Zugänge (Zukäufe) 2.166 -
Realisierungen -53 -12
Umgliederung in Stufe 2 -47 -27
Umgliederung Hedge Accounting -127 -76
Stand am 30.06.2024 3.486 379
Erfolgswirksam erfasste Ergebnisse -214 -255
Sonstiges betriebliches Ergebnis -250 -268
davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden -251 -269
Finanzergebnis 37 12
davon entfallen auf zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Schulden 31 -

ENTWICKLUNG DER DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTE IN SICHERUNGSBEZIEHUNGEN BASIEREND AUF STUFE 3

Mio. € Aktive derivative Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehung Passive derivative Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehung
Stand am 01.01.2025 74 152
Währungsänderungen - -
Änderung Konsolidierungskreis - -
Gesamtergebnis 48 3
erfolgswirksam 1 0
erfolgsneutral 47 3
Umgliederung nicht Hedge Accounting 0 -1
Umgliederung in Stufe 2 -35 -46
Stand am 30.06.2025 87 108
Mio. € Aktive derivative Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehung Passive derivative Finanzinstrumente in Sicherungsbeziehung
Stand am 01.01.2024 - -
Währungsänderungen - -
Änderung Konsolidierungskreis - -
Gesamtergebnis 4 35
erfolgswirksam 0 1
erfolgsneutral 4 34
Umgliederung nicht Hedge Accounting 127 76
Umgliederung in Stufe 2 -32 -
Stand am 30.06.2024 99 111

Die Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie werden zu den jeweiligen Berichtsstichtagen berücksichtigt. Die Umgliederungen aus Stufe 3 in Stufe 2 beinhalten Warentermingeschäfte, für die aufgrund der abnehmenden Restlaufzeit beobachtbare Marktkurse zur Bewertung zur Verfügung stehen, sodass keine Extrapolation mehr notwendig ist.

Für den Fair Value der Warentermingeschäfte ist der Rohstoffpreis die wesentliche Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse wird der Effekt von Änderungen des Rohstoffpreises auf das Ergebnis nach Ertragsteuern und das Eigenkapital dargestellt.

Wenn die Rohstoffpreise der der Stufe 3 zugeordneten Warentermingeschäfte zum 30. Juni 2025 um 10 % höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 15 Mio. € (Vorjahr: 49 Mio. €) und das Eigenkapital um 224 Mio. € (Vorjahr: 126 Mio. €) höher (niedriger) ausgefallen.

Die für die Bewertung der vom Unternehmen gehaltenen Optionen auf Eigenkapitalinstrumente maßgebliche Risikovariable ist der jeweilige Unternehmenswert. Mittels einer Sensitivitätsanalyse werden Effekte aus einer Änderung der Risikovariablen auf das Ergebnis nach Ertragsteuern dargestellt.

Wenn die unterstellten Unternehmenswerte zum 30. Juni 2025 um 10 % höher gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 2 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn die unterstellten Unternehmenswerte zum 30. Juni 2025 um 10 % niedriger gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 2 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) niedriger ausgefallen.

Restwertrisiken resultieren aus Absicherungsvereinbarungen mit dem Handel, wonach im Rahmen von Rückkaufverpflichtungen aus abgeschlossenen Leasingverträgen entstehende Ergebnisauswirkungen aus marktbedingten Schwankungen der Restwerte teilweise vom Volkswagen Konzern getragen werden.

Für den Fair Value der Optionen aus Restwertrisiken sind die Marktpreise von Gebrauchtwagen die wesentliche Risikovariable. Mittels Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen von Änderungen der Gebrauchtwagenpreise auf das Ergebnis nach Ertragsteuern quantifiziert.

Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge zum 30. Juni 2025 um 10 % höher gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 456 Mio. € (Vorjahr: 427 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn die Gebrauchtwagenpreise der im Restwertsicherungsmodell enthaltenen Fahrzeuge zum 30. Juni 2025 um 10 % niedriger gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 457 Mio. € (Vorjahr: 462 Mio. €) niedriger ausgefallen.

Wenn die risikoadjustierten Zinssätze der zum Fair Value bewerteten Forderungen zum 30. Juni 2025 um 100 Basispunkte höher gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 4 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €) niedriger ausgefallen. Wenn die risikoadjustierten Zinssätze zum 30. Juni 2025 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wären, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 4 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn der Börsenkurs des zum Fair Value bewerteten Wandeldarlehens zum 30. Juni 2025 um 10 % höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 75 Mio. € höher ausgefallen. Wenn der Börsenkurs zum 30. Juni 2025 um 10 % niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 75 Mio. € niedriger ausgefallen.

Wenn bei den Fahrzeugfinanzierungsprogrammen der entsprechende Fahrzeugpreis zum 30. Juni 2025 um 10 % höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 11 Mio. € (Vorjahr: 11 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn bei den Fahrzeugfinanzierungsprogrammen der entsprechende Fahrzeugpreis zum 30. Juni 2025 um 10 % niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis nach Ertragsteuern um 11 Mio. € (Vorjahr: 11 Mio. €) niedriger ausgefallen.

Wenn die Ertragslage der zum Fair Value bewerteten Beteiligungen zum 30. Juni 2025 um 10 % besser gewesen wäre, wäre das Eigenkapital 66 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €) sowie das Ergebnis nach Steuern um 9 Mio. € (Vorjahr: 26 Mio. €) höher ausgefallen. Wenn die Ertragslage der zum Fair Value bewerteten Beteiligungen um 10 % schlechter gewesen wäre, wäre das Eigenkapital 65 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €) sowie das Ergebnis nach Steuern um 9 Mio. € (Vorjahr: 26 Mio. €) geringer ausgefallen.

12. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt den Zahlungsmittelfluss im Volkswagen Konzern sowie in den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. Der Zahlungsmittelbestand setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks, Kassenbestand und jederzeit fälligen Mitteln zusammen.

Mio. € 30.06.2025 30.06.2024
Zahlungsmittelbestand laut Bilanz 34.802 50.391
Zahlungsmittel zur Veräußerung gehalten - 6
Zahlungsmittelbestand laut Kapitalflussrechnung 34.802 50.398

In der Finanzierungstätigkeit stehen sich folgende Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse gegenüber:

1. HALBJAHR
Mio. € 2025 2024
Kapitaleinzahlungen/-rückzahlungen 397 -1.215
Dividendenzahlungen -4.231 -5.597
Kapitaltransaktionen mit Minderheiten 358 -
Aufnahmen von Anleihen 16.650 22.328
Tilgungen von Anleihen -18.349 -17.359
Aufnahmen von nicht börsennotierten Schuldverschreibungen 5.672 7.325
Tilgungen von nicht börsennotierten Schuldverschreibungen -5.002 -3.857
Veränderungen der übrigen Finanzschulden 9.969 14.793
Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten -732 -620
4.732 15.798

13. Segmentberichterstattung

Die Segmentabgrenzung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung im Volkswagen Konzern. Der Mehrmarkenstrategie folgend wird jede Marke (Geschäftssegment) des Konzerns von einem eigenen Markenvorstand geleitet. Dabei sind die vom Vorstand der Volkswagen AG festgelegten Konzernziele und -vorgaben zu berücksichtigen. Die Segmentberichterstattung besteht ab dem Geschäftsjahr 2025 aus den drei berichtspflichtigen Segmenten Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, Nutzfahrzeuge und Finanzdienstleistungen. Das Segment Power Engineering wird aus Wesentlichkeitsgründen nicht mehr separat berichtet. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.

Die Aktivitäten des Segments Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erstrecken sich auf die Entwicklung von Fahrzeugen, Motoren, Fahrzeugsoftware und -batterien, die Produktion und den Vertrieb von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sowie das Geschäft mit entsprechenden Originalteilen. Im Berichtssegment Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erfolgt die Zusammenfassung der einzelnen Marken zu einem berichtspflichtigen Segment insbesondere aufgrund des hohen Maßes an technologischer und wirtschaftlicher Verzahnung im Produktionsverbund. Des Weiteren liegt eine Zusammenarbeit in zentralen Bereichen wie Einkauf, Forschung und Entwicklung oder Treasury vor.

Das Segment Nutzfahrzeuge umfasst vor allem die Entwicklung, die Produktion sowie den Vertrieb von Lastkraftwagen und Bussen, das Geschäft mit entsprechenden Originalteilen sowie damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen. Wie bei den Pkw-Marken besteht eine Zusammenarbeit in den Bereichen Einkauf, Entwicklung und Vertrieb. Weitere Verzahnungen werden angestrebt.

Informationen über andere Geschäftstätigkeiten und Geschäftssegmente, die nicht berichtspflichtig sind, werden unter "Sonstige operative Gesellschaften" zusammengefasst. Darin enthalten ist im Wesentlichen das Geschäft mit Großdieselmotoren, Turbomaschinen und Komponenten der Antriebstechnik.

Die Tätigkeit des Segments Finanzdienstleistungen umfasst die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing-, das Direktbank- und Versicherungsgeschäft, das Flottenmanagementgeschäft sowie Mobilitätsangebote. In diesem Segment erfolgen Zusammenfassungen insbesondere unter Berücksichtigung der Vergleichbarkeit der Art der Dienstleistungen sowie der regulatorischen Rahmenbedingungen.

Die Überleitung beinhaltet die Konsolidierung zwischen den Segmenten, die nicht allokierte Konzernfinanzierung und die Holdingfunktion. Nicht mehr in der Überleitung enthalten sind andere operative Gesellschaften, die definitionsgemäß keine Segmente darstellen. Diese Gesellschaften werden unter "Sonstige operative Gesellschaften" erfasst. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.

Die Kaufpreisallokation aus erworbenen Gesellschaften wird direkt den entsprechenden Segmenten zugeordnet. Das Segmentergebnis wird bei Volkswagen auf Basis des Operativen Ergebnisses bestimmt.

Den Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften der Segmente des Volkswagen Konzerns liegen grundsätzlich Preise zugrunde, die auch mit Dritten vereinbart werden.

BERICHTSSEGMENTE 1. HALBJAHR 2025

Mio. € Pkw und leichte Nutzfahrzeuge Nutzfahrzeuge Finanzdienstleistungen Summe Berichtssegmente Sonstige operative Gesellschaften Überleitung
Umsatzerlöse mit externen Dritten 106.489 20.459 28.837 155.785 2.599 -20
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 13.487 736 2.635 16.857 634 -17.491
Umsatzerlöse 119.976 21.195 31.471 172.642 3.233 -17.511
Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) 4.398 1.248 1.911 7.556 164 -1.013
Mio. € Volkswagen Konzern
Umsatzerlöse mit externen Dritten 158.364
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -
Umsatzerlöse 158.364
Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) 6.707

BERICHTSSEGMENTE 1. HALBJAHR 20241,2

Mio. € Pkw und leichte Nutzfahrzeuge Nutzfahrzeuge Finanzdienstleistungen Summe Berichtssegmente Sonstige operative Gesellschaften Überleitung
Umsatzerlöse mit externen Dritten 106.903 22.131 27.446 156.480 2.255 65
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 9.895 607 1.989 12.490 582 -13.073
Umsatzerlöse 116.798 22.738 29.435 168.970 2.837 -13.008
Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) 7.386 2.059 1.416 10.862 134 -1.016
Mio. € Volkswagen Konzern
Umsatzerlöse mit externen Dritten 158.800
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -
Umsatzerlöse 158.800
Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) 9.979

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8 in der Angabe "Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8").
2 Die Vorjahreswerte entsprechen der geänderten Berichtsstruktur.

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG¹ ²

1. HALBJAHR
Mio. € 2025 2024
Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) 7.556 10.862
Sonstige operative Gesellschaften 164 134
Konzernfinanzierung -19 -19
Konsolidierung/Holdingfunktion -994 -997
Operatives Ergebnis 6.707 9.979
Finanzergebnis -284 98
Konzernergebnis vor Steuern 6.423 10.077

1 Das Vorjahr wurde angepasst (siehe Erläuterungen zu IAS 8 in der Angabe "Vorjahreskorrektur gemäß IAS 8").
2 Die Vorjahreswerte entsprechen der geänderten Berichtsstruktur.

14. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Die Porsche Automobil Holding SE (Porsche SE) hält die Mehrheit der Stimmrechte an der Volkswagen AG.

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Volkswagen AG am 3. Dezember 2009 wurde die Schaffung von Entsendungsrechten für das Land Niedersachsen beschlossen. Damit kann die Porsche SE, trotz der Mehrheit der Stimmrechte an der Volkswagen AG, nicht die Mehrheit der Mitglieder im Aufsichtsrat der Volkswagen AG bestellen, solange dem Land Niedersachsen mindestens 15 % der Stammaktien gehören. Die Porsche SE gilt damit als nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24.

ERBRACHTE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 1. HALBJAHR EMPFANGENE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 1. HALBJAHR
Mio. € 2025 2024 2025 2024
Porsche SE und deren Mehrheitsbeteiligungen 2 2 0 0
Aufsichtsräte 2 2 1 3
Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften 632 588 1.233 1.121
Gemeinschaftsunternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen 7.816 8.649 977 679
Assoziierte Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen 272 171 1.400 1.355
Land Niedersachsen, dessen Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen 4 3 2 2
FORDERUNGEN GEGEN VERBINDLICHKEITEN (EINSCHL. VERPFLICHTUNGEN) GEGENÜBER
Mio. € 30.06.2025 31.12.2024 30.06.2025 31.12.2024
Porsche SE und deren Mehrheitsbeteiligungen 0 0 2 2
Aufsichtsräte 0 0 134 123
Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften 2.290 2.575 2.313 2.334
Gemeinschaftsunternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen 19.028 17.710 4.951 5.0041
Assoziierte Unternehmen und deren Mehrheitsbeteiligungen 477 403 1.121 9.1941
Land Niedersachsen, dessen Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen 2 1 1 1

1 Das Vorjahr wurde angepasst.

In den obigen Tabellen sind die von den Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen erhaltenen Dividendenzahlungen nach Abzug von Quellensteuer in Höhe von 670 Mio. € (Vorjahr: 930 Mio. €) nicht enthalten. Weiterhin beinhalten die Tabellen ebenfalls nicht die an die Porsche SE gezahlten Dividenden in Höhe von 1.223 Mio. € (Vorjahr: 1.703 Mio. €) sowie die an das Land Niedersachsen gezahlte Dividende in Höhe von 372 Mio. € (Vorjahr: 531 Mio. €).

Die Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen entfallen im Wesentlichen auf gewährte Darlehen in Höhe von 13.776 Mio. € (31. Dezember 2024: 11.941 Mio. €) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4.041 Mio. € (31. Dezember 2024: 3.770 Mio. €). Die Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochtergesellschaften resultieren ebenfalls im Wesentlichen aus gewährten Darlehen in Höhe von 1.464 Mio. € (31. Dezember 2024: 2.920 Mio. €) sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 160 Mio. € (31. Dezember 2024: 157 Mio. €).

In den ausstehenden Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen sind zweifelhafte Forderungen enthalten, welche in Höhe von 73 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €) wertberichtigt wurden. Im ersten Halbjahr 2025 fielen hierfür Aufwendungen in Höhe von 53 Mio. € (Vorjahr: 10 Mio. €) an.

Des Weiteren bürgt der Volkswagen Konzern für nahestehende Personen und Unternehmen gegenüber externen Banken in Höhe von 64 Mio. € (31. Dezember 2024: 73 Mio. €).

Der Volkswagen Konzern hat von Januar bis Juni 2025 Kapitaleinlagen bei nahestehenden Unternehmen in Höhe von 385 Mio. € (Vorjahr: 468 Mio. €) getätigt.

Die Verpflichtungen gegenüber Aufsichtsräten beinhalten im Wesentlichen verzinsliche Bankguthaben von Aufsichtsräten, die zu marktüblichen Konditionen bei Gesellschaften des Volkswagen Konzerns angelegt wurden.

Die Transaktionen mit nahestehenden Personen erfolgen regelmäßig unter marktüblichen Konditionen. Diese beinhalten teilweise auch Eigentumsvorbehalte.

15. Rechtsstreitigkeiten

DIESELTHEMATIK

1. Straf- und Verwaltungsverfahren weltweit (exklusive USA/Kanada)

Im Mai 2025 wurde die seit September 2021 vor dem Landgericht Braunschweig durchgeführte Hauptverhandlung gegen teilweise auch ehemalige Beschäftigte der Volkswagen AG im Zusammenhang mit der Dieselthematik betreffend Motoren des Typs EA 189 mit einer Verurteilung der Angeklagten wegen Betruges abgeschlossen. Alle vier Angeklagten wurden zu Freiheitsstrafen verurteilt, die bei zweien von ihnen zur Bewährung ausgesetzt wurden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; alle Angeklagten legten Revision ein. Das von dem vorstehenden Verfahren abgetrennte Verfahren gegen einen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG wurde vorläufig eingestellt. Die Volkswagen AG ist an diesen Verfahren nicht beteiligt.

2. Produktbezogene Klagen weltweit (exklusive USA/Kanada)

In dem Verfahren der französischen Verbraucherorganisation Confédération de la Consommation, du Logement et du Cadre de Vie (CLCV) für bis zu 1 Mio. französische Eigentümer und Leasingnehmer von Fahrzeugen mit Motoren des Typs EA 189 gegen die Volkswagen Group Automotive Retail France, die Volkswagen Group France und die Volkswagen AG erging im März 2025 ein prozessuales Urteil, mit dem die Opt-In-Sammelklage in Bezug auf die Volkswagen Group France und die Volkswagen AG für zulässig erklärt wurde. Die Klage gegen die Volkswagen Group Automotive Retail France wurde hingegen für unzulässig erachtet. Im weiteren Verlauf des Klageverfahrens wird sich das Gericht der ersten Instanz nun materiellrechtlich mit den hauptsächlich auf Rückabwicklung ohne Nutzungsersatz, hilfsweise auf Schadensersatz von 20 - 30 % des Kaufpreises, gerichteten Klageansprüchen befassen. Das prozessuale Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Entscheidung über die Zulässigkeit der Klage kann im Rahmen einer Berufung gegen das zu erwartende erstinstanzliche Urteil überprüft werden.

WEITERE WESENTLICHE RECHTSSTREITIGKEITEN

Im April 2025 verhängten die Europäische Kommission und die englische Kartellbehörde Competition and Markets Authority (CMA) im Rahmen von Settlement-Verfahren Bußgelder gegen verschiedene Automobilhersteller und Verbände der Automobilbranche. Überprüft worden war der Verdacht, dass europäische, japanische und koreanische Hersteller sowie die in den Ländern agierenden nationalen Verbände und der europäische Verband European Automobile Manufacturers' Association (ACEA) sich seit 2001 beziehungsweise 2002 und bis zur Eröffnung der Verfahren insbesondere in der ACEA Working Group Recycling sowie zugehöriger Unterarbeitsgruppen dazu verständigt haben sollen, für Dienstleistungen von Recycling-Unternehmen, die "End-of-Life Vehicles" (ELV) (konkret Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) entsorgen, nicht zu bezahlen. Zusätzlich soll eine Abstimmung dazu erfolgt sein, ELV-Themen nicht wettbewerblich zu nutzen, also keine Veröffentlichungen von relevanten Recycling-Daten (recyclates, recyclability, recovery) zu Wettbewerbszwecken vorzunehmen. Die Europäische Kommission verhängte ein Bußgeld in Höhe von rund 128 Mio. € gegen die Volkswagen AG. Die CMA verhängte gegen die Volkswagen AG und die Volkswagen Group UK zusammen ein Gesamtbußgeld in Höhe von rund 15 Mio. GBP, die durch bestehende Rückstellungen abgedeckt sind.

In dem Klageverfahren von Automobile Plant GAZ LLC (GAZ) in Russland über angebliche Forderungen in Höhe von rund 28,5 Mrd. RUB bestätigte nach dem Berufungsgericht auch das Kassationsgericht das erstinstanzliche Urteil, mit dem die Volkswagen AG im Juli 2024 zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von rund 16,9 Mrd. RUB verurteilt worden war. Die Volkswagen AG wird auch gegen die Entscheidung des Kassationsgerichts Rechtsmittel einlegen und sich weiter umfassend verteidigen. Im April 2025 übertrug die Klägerin GAZ ihre angeblichen Forderungen an eine dritte Gesellschaft Kameya JSC, die auf diesem Wege im Klageverfahren prozessual die Klägerstellung übernahm.

Weitergehende Angaben zu den Schätzungen hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen sowie Angaben zu Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe oder der Fälligkeit von Beträgen der Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten werden gemäß IAS 37.92 nicht gemacht, um die Ergebnisse der Verfahren und die Interessen des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.

Darüber hinaus ergaben sich im Berichtszeitraum gegenüber den Ausführungen im zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsberichts 2024 zur voraussichtlichen Entwicklung des Volkswagen Konzerns im Geschäftsjahr 2025 in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko- und Chancenbericht" - einschließlich des Abschnitts "Rechtsrisiken" - keine wesentlichen Änderungen.

16. Eventualverbindlichkeiten

Gegenüber den im Konzernabschluss 2024 beschriebenen Eventualverbindlichkeiten ergeben sich zum 30. Juni 2025 keine wesentlichen Veränderungen.

17. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben sich im Vergleich zum Konzernabschluss 2024 um 0,1 Mrd. € verringert und belaufen sich zum 30. Juni 2025 auf 44,5 Mrd. €.

18. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 11. Juli 2025 hat der Bundesrat einer schrittweisen Absenkung des aktuellen Körperschaftsteuersatzes von 15 % auf 10 % - beginnend ab dem Geschäftsjahr 2028 - zugestimmt. Hieraus wird ein Ertrag aus der Abwertung latenter Steuerverbindlichkeiten in Höhe eines dreistelligen Millionen-Euro-Betrages erwartet.

Wolfsburg, 24. Juli 2025

Volkswagen Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Wolfsburg, 24. Juli 2025

Volkswagen Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT

Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss der VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg, - bestehend aus verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung, verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Bilanz, verkürzter Eigenkapitalentwicklung, verkürzter Kapitalflussrechnung, sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzern-Zwischenlagebericht für den Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis 30. Juni 2025, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Hannover, 24. Juli 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Gaenslen Dr. Janze
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Glossar

Ausgewählte Begriffe auf einen Blick

Hybridanleihe

Die von Volkswagen begebenen Hybridanleihen werden vollständig dem Eigenkapital zugerechnet. Während der unbegrenzten Laufzeit stehen der Emittentin zu bestimmten Terminen Kündigungsrechte zu. Die Zinsausstattung ist bis zur ersten Kündigungsmöglichkeit fixiert und variiert später nach Maßgabe der Anleihebedingungen.

Plug-in-Hybrid

Leistungsstufe von Hybridfahrzeugen. Plug-in-Hybrid Electric Vehicles (PHEVs) besitzen eine größere Batterie mit entsprechend hoher Kapazität, die sowohl über den Verbrennungsmotor oder das Bremsen als auch über die Steckdose geladen werden kann. Dadurch erhöht sich die Reichweite des Fahrzeugs.

Aktivierungsquote

Die Aktivierungsquote ist als Relation aus den aktivierten Entwicklungskosten und den gesamten Kosten für Forschung und Entwicklung im Konzernbereich Automobile definiert. Sie stellt den Anteil der gesamten Primärausgaben für Forschung und Entwicklung dar, welcher aktivierungspflichtig ist.

Bruttomarge

Mit der Bruttomarge wird der prozentuale Anteil des Bruttoergebnisses an den Umsatzerlösen innerhalb einer Periode ermittelt. Die Bruttomarge gibt Auskunft über die Profitabilität nach Kosten des Umsatzes.

Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote gibt den prozentualen Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital zu einem Stichtag an. Diese Quote ist ein Indikator für die Stabilität und Kapitalkraft des Unternehmens und zeigt den Grad der finanziellen Unabhängigkeit.

Gesamtrendite Aktie

Die Gesamtrendite (auch bekannt als Total Shareholder Return (TSR)) einer Aktie ist eine Kennzahl, die sowohl die Kursentwicklung als auch die Dividenden berücksichtigt. Unter der Annahme der Re-Investition der gezahlten Dividende (ohne Steuerabzug) zum Zeitpunkt der Ausschüttung wird der Kurswert am Ende des Betrachtungszeitraums mit dem Kurswert zu Beginn prozentual ins Verhältnis gesetzt.

Investitionsquote

Die Investitionsquote im Konzernbereich Automobile ergibt sich aus der Addition der Forschungs- und Entwicklungskostenquote (F&E-Quote) mit der Sachinvestitionsquote und spiegelt deren Anteil an den Umsatzerlösen wider: Die F&E-Quote im Konzernbereich Automobile setzt die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten in Relation zu den Umsatzerlösen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die Aufwendungen von der Zukunftsforschung bis zur marktreifen Entwicklung unserer Produkte. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der umweltfreundlichen Ausrichtung und Digitalisierung unseres Produktportfolios, dem Ausbau unserer Batteriekompetenz, der Entwicklung von Software und neuer Plattformen sowie dem Aufbau neuer Technologien. Die F&E-Quote spiegelt unsere Aktivitäten zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens wider. Die Sachinvestitionsquote im Konzernbereich Automobile bringt gleichermaßen unsere Innovationskraft und zukünftige Wettbewerbsfähigkeit zum Ausdruck. Bei ihrer Berechnung werden die Investitionen - im Wesentlichen für die Modernisierung, Erweiterung Elektrifizierung und Digitalisierung der Produktpalette, für umweltfreundliche Aggregate sowie für die Anpassung der Produktionskapazitäten und Verbesserung der Fertigungsprozesse -ins Verhältnis zu den Umsatzerlösen des Konzernbereichs Automobile gesetzt.

Netto-Cashflow

Der Netto-Cashflow des Konzernbereichs Automobile zeigt den Mittelüberschuss aus dem laufenden Geschäft, der zum Beispiel für Dividendenzahlungen zur Verfügung steht. Er ergibt sich aus dem Cashflow des laufenden Geschäfts abzüglich der Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts.

Nettoliquidität

Die Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile bildet den nicht durch Kreditstand finanzierten Bestand an Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, Wertpapieren, und Termingeldanlagen sowie Darlehensforderungen ab.

Operatives Ergebnis

Die Umsatzerlöse, in denen die Geschäftsentwicklung unserer At Equity konsolidierten chinesischen Joint Ventures nicht enthalten ist, sind das finanzielle Abbild unseres Markterfolgs. Nach Berücksichtigung des Ressourceneinsatzes ist das Operative Ergebnis Ausdruck der originären Unternehmenstätigkeit und zeigt den wirtschaftlichen Erfolg des Kerngeschäfts.

Operative Umsatzrendite

Die operative Umsatzrendite ist das Verhältnis von erwirtschaftetem Operativen Ergebnis zu Umsatzerlösen.

Umsatzrendite vor Steuern

Als Umsatzrendite ist das in Prozent ausgedrückte Verhältnis von Gewinn vor Steuern und Umsatzerlösen innerhalb einer Periode definiert. Sie zeigt die Höhe des je Umsatzeinheit erwirtschafteten Gewinns. Die Umsatzrendite gibt Auskunft über die Profitabilität der gesamten Geschäftstätigkeit vor Abzug von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

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