![]() Voltabox AG (vormals: Voltabox Deutschland GmbH)DelbrückKonzernabschluss zum 31.12.2017Elektromobilität"Pure Play"Geschäftsbericht 2017Highlights im Geschäftsjahr 2017Konzernumsatz Mio. €![]() EBITDA Mio. €![]() EBIT Mio. €![]() Umsatzwachstum Mio. €![]() Erwartetes Umsatzwachstum 2018 - bei einer EBIT-Marge von rund 10,0 % Liquide Mittel Mio. €![]() Der Börsengang hat ausreichend Liquidität für das weitere Wachstum geschaffen Mitarbeiterzuwachs![]() Mitarbeiterzahl um fast die Hälfte erhöht Wesentliche Konzern-Kennzahlen (IFRS)scroll
scroll
Aktiescroll
*
Vor Verlustübernahme der Konzernmutter paragon
AG. Voltabox - für nachhaltige und effiziente MobilitätModulsystem![]() kurze Produkteinführungszeiten geringe Anfangskosten für Kunden Anwendungsspezialist![]() maßgeschneiderte Systeme für jede Anwendung hoher Automatisierungsgrad![]() gleichbleibender Qualitätsstandard effizient gesteuerte Serienproduktion Entwicklungsvorsprung![]() Erstanbietervorteil Expertise in Automobilelektronik Li-Ionen-basierte Batteriesysteme sind die innovative Technologie, mit der man heute schon das Morgen verändern kann. Als zuverlässiger und erfahrener Partner für moderne Elektromobilität entwickelt und fertigt Voltabox systemspezifische Lösungen - für den industriellen Einsatz in anspruchsvollen und wachstumsträchtigen Marktsegmenten, effizient und flexibel, perfekt für die gegebenen Anwendungen ausgelegt, realisiert aus den Voltabox-Modulsystemen. Vorwort des VorstandsSehr geehrte Aktionäre, verehrte Kunden und Geschäftspartner, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,das vergangene Jahr war ein sehr bedeutsames und außergewöhnliches unserer noch recht jungen Firmengeschichte. Aus einer Idee entwickelt, 2011 als Geschäftsbereich unserer Muttergesellschaft paragon AG gegründet, 2014 mit eigenständigen Gesellschaften in Deutschland und den USA konsequent ausgebaut, haben wir 2017 einen der erfolgreichsten Börsengänge des Jahres in Frankfurt absolviert. Bei einer Erstnotiz von 30 Euro am 13. Oktober 2017 hat uns die Börse mit rund 475 Millionen Euro bewertet. Das Angebot war 10-fach gezeichnet. Etwa die Hälfte der angebotenen Aktien haben wir in Deutschland platziert. Der Rest verteilte sich auf Großbritannien, Schweiz, Frankreich, USA, Finnland, Dänemark, Benelux und Spanien. Die Erlöse aus dem Börsengang von rund 140 Millionen Euro dienen im Wesentlichen der gezielten Weiterentwicklung der Produkte, dem Ausbau der Produktionskapazitäten und dem beschleunigten Wachstum über Akquisitionen. Gemessen an unserem kumulierten Auftragsbestand, der zum Jahresende die Schwelle von einer Milliarde Euro überschritten hat, ist da noch sehr viel Potential für weiteres Wachstum. Genau das haben wir uns vorgenommen. Die Voraussetzungen haben wir mit einem herausragenden Kundenkreis geschaffen, den wir zügig erweitern. Gleichzeitig bauen wir die automatisierte Produktion an unseren Standorten in Delbrück und Austin konsequent aus. Entsprechend wuchsen die Umsätze auch im vergangenen Jahr wieder sehr stark. So konnten wir unseren Umsatz um 88,2 Prozent ausweiten. Haupttreiber war das Geschäft mit Batteriemodulen für den Einsatz in Gabelstaplern und fahrerlosen Transportfahrzeugen. Erstmals trugen auch Starterbatterien für Motorräder zum Umsatz bei. Schließlich haben wir im letzten Quartal die planmäßige Serienauslieferung von Großbatteriesystemen für den Einsatz in Bergbaufahrzeugen von Komatsu Mining begonnen. Wesentliche Säule unseres Erfolgs sind natürlich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hier konnten wir nicht nur ein Expertenteam an unserem neuen Entwicklungsstandort in Aachen gewinnen. Mittlerweile arbeiten bei uns inzwischen 38 hochqualifizierte Kollegen in der Entwicklung - eine Quote von 32,3 Prozent der Belegschaft. In unserem Geschäftssegment Voltapower (komplexe Lithium-Ionen-Batteriesysteme für anspruchsvolle industrielle Anwendungen) haben wir in den von uns bisher besetzten Märkten große Erfolge erzielt und unsere führenden Positionen ausgebaut. Im Segment der land- und bauwirtschaftlichen Fahrzeuge haben wir im letzten Jahr mit der Schäffer Maschinenfabrik aus Ostwestfalen einen idealen Partner für die Elektrifizierung von Hof-, Rad- und Teleradladern gewonnen. Ein neuer Modelltyp mit unserem Lithium-Ionen-Batteriesystem feierte auf der weltweit führenden Agrarmesse "Agritechnica" in Hannover auf dem Schäffer-Stand Weltpremiere. Im Geschäftssegment Voltaforce (standardisierte Lithium-Ionen-Batterien) wollen wir künftig neben unserem Kerngeschäft zunehmend auch hochwertige Lithium-Ionen-Batterien für ausgewählte Segmente im Massenmarkt entwickeln und fertigen. Hier liegt der Fokus heute auf Starterbatterien für Hochleistungsmotorräder und Sportwagen. Daneben geht es aber auch um Batteriesysteme für 48-Volt-Mild-Hybrid-Anwendungen. Für unser drittes Geschäftssegment Voltamotion (Antriebstechnik) arbeiten wir in unserem Forschungs- und Entwicklungszentrum in Aachen seit Frühjahr 2017 an der Entwicklung elektrischer Antriebssysteme mit dem Ziel, Komplettanbieter für die Elektrifizierung von Fahrzeugen zu werden. Modernste Leistungselektronik und effiziente Elektromotoren ergänzen damit künftig unsere Hochleistungsbatteriesysteme, die Markteinführung erster Lösungen ist für 2018 geplant. Der Gesamtmarkt entwickelt sich weiterhin zu unseren Gunsten. Wir rechnen in den von uns besetzten Teilmärkten mit einem globalen Wachstum von rund 11 Prozent. Parallel dazu werden wir mit großen Schritten unsere Marktpositionen weiter ausbauen. Angesichts unserer robusten Auftragsvorlage sind wir sehr zuversichtlich, unseren Wachstumskurs bei zunehmender Profitabilität weiter fortsetzen zu können. Konkret rechnen wir im laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatzwachstum um rund 120 Prozent auf etwa 60 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge in der Größenordnung von 10 Prozent. Wesentliche Wachstumstreiber werden die Marktsegmente Intralogistik und Bergbaufahrzeuge sein. Für das Geschäftsjahr 2019 streben wir nach wie vor einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro an. Darin sind Akquisitionen noch nicht berücksichtigt, an denen wir derzeit arbeiten. Hierbei verfolgen wir sowohl eine horizontale Expansionsstrategie, also eine Stärkung der Marktposition in bereits besetzten Endmärkten, und an der Erschließung neuer Endmärkte in unserem Kerngeschäft. Daneben wollen wir unser Leistungsportfolio durch gezielte Zukäufe erweitern, um ausgewählte Segmente des Massenmarktes zu erschließen und unsere Entwicklungskapazitäten zu erhöhen. Mit unseren Geschäftszahlen für 2017, unseren qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und unserer klar formulierten Produkt- und Vertriebsstrategie sind wir in einer hervorragenden Ausgangslage, unser Wachstum weiterhin erfolgreich zu gestalten. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre außerordentlichen Leistungen in diesem durch den Börsengang gekennzeichneten Geschäftsjahr sowie bei unseren Geschäftspartnern, Kunden und Aktionären für ihr Vertrauen bedanken.
Jürgen Pampel Vorstandsvorsitzender Andres Klasing Vorstand Finanzen BranchenlösungenTrolleybusse"Das Null-Emissions-Konzept in Kombination mit der insgesamt positiven ökologischen Bewertung von Lithium-Ionen-Batterien macht die Voltabox-Technologie zu einem wichtigen Element in der nachhaltigen Entwicklung von Städten und Regionen. Trolleybusse mit Voltabox-Batteriesystemen werden bisher in rund 8 Städten mit ca. 400 Fahrzeugen weltweit eingesetzt und in diesem Jahr werden über 200 zusätzliche Systeme in Betrieb genommen." Scott Hutchins, Field Service Manager Voltabox of Texas, Inc. Prognostiziertes Marktwachstum 2017 - 2027 (CAGR)9 %Anteil am Order backlog2 %![]() scroll
Intralogistik - Gabelstapler und fahrerlose Transportfahrzeuge"Dank des Baukastensystems und der hochmodernen automatisierten Massenproduktion von Voltabox können wir den schnell wachsenden Bedarf unserer Kunden an Lithium-Ionen-Batteriesystemen innerhalb kürzester Zeit und maßgeschneidert auf den jeweiligen Einsatzzweck hervorragend bedienen." Martin Hartmann, Geschäftsführer Triathlon Batterien GmbH "Die Substitution von Blei-Säure-Batterien durch moderne Lithium-Ionen-Batteriesysteme hilft uns, unsere dominierende Marktposition in der Intralogistik schnell auszubauen. Viele große Kunden wie der Volkswagen Konzern vertrauen bereits auf die Voltabox-Technologie und sind mit uns in Entwicklungsgesprächen für zukunftsweisende Produkte." Manfred Schmidt, Bereichsvorstand Vertrieb Voltabox AG Prognostiziertes Marktwachstum 2017 - 2027 (CAGR)16 %Anteil am Order backlog46 %![]() scroll
Bergbaufahrzeuge"Uns begeistert es, signifikante Leistungs- und Kostenvorteile mit unseren neuen Batteriesysteme weltweit für die Bergbauindustrie verfügbar zu machen. Dadurch können Betreiber ihre Gesamtbetriebskosten senken und ihre Maschinenleistungen sicher optimieren." Rick Herndon, CEO Voltabox of Texas, Inc. Prognostiziertes Marktwachstum 2017 - 2027 (CAGR)61 %Anteil am Order backlog31 %![]() scroll
Land- und Bauwirtschaft"Die Voltabox AG ist ein verlässlicher und kompetenter Partner in unserem aktuellen Elektrifizierungsprojekt. Das hohe Maß an Fachwissen, die kurzen Wege zu den direkten Ansprechpartnern und die schnelle Umsetzung unserer Wünsche tragen maßgeblich zum Erfolg des Projektes bei. Damit ist Voltabox erste Wahl und unserer Schlüssellieferant aus dem Bereich der Lithium-Ionen Batterietechnologie in diesem laufenden Projekt." Rüdiger Lohoff, Geschäftsführer Schäffer Maschinenfabrik GmbH Prognostiziertes Marktwachstum 2017 - 2027 (CAGR)50 %Anteil am Order backlog4 %![]() scroll
Hochwertige Starterbatterien"Die Voltabox-Starterbatterien werden neben der hohen Zuverlässigkeit insbesondere wegen ihrer besonderen Leistungsfähigkeit und deutlichen Gewichtsersparnis gegenüber herkömmlichen Starterbatterien geschätzt." Volker Bruns, Projektmanager Voltabox AG Prognostiziertes Marktwachstum 2017 - 2027 (CAGR)41 %Anteil am Order backlog17 %![]() scroll
Börsengang und AktieBörsengangAm 11. September 2017 hat der Vorstand der paragon AG dem Börsengang der Gesellschaft und am 25. September 2017 der Festlegung der Preisspanne für ein öffentliches Angebot von Voltabox-Aktien zugestimmt. Im Zeitraum vom 26. September bis 10. Oktober 2017 wurden dann insgesamt bis zu 6,325 Millionen Voltabox-Aktien mit einer Preisspanne von 20,00 Euro bis 24,00 Euro je Aktie angeboten. Das Angebot umfasste insbesondere fünf Millionen neue Aktien zuzüglich einer Mehrzuteilungsoption von 0,825 Millionen weiteren neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung sowie eine Veräußerung von 0,5 Millionen Aktien durch die paragon AG. Das Platzierungsvolumen betrug 151,8 Millionen Euro, wovon der Gesellschaft 139,8 Millionen Euro als Bruttoemissionserlös zuflossen. Der paragon AG flossen aus dem Verkauf der 0,5 Millionen Aktien 12,0 Millionen Euro zu. Der Emissionserlös der Gesellschaft soll neben der gezielten Weiterentwicklung ihrer Produkte, dem Ausbau ihrer Produktionskapazitäten sowie der Rückzahlung eines Gesellschafterdarlehens der paragon AG vor allem die Flexibilität erhöhen, um auch mittels wertsteigernder Akquisitionen weiter zu wachsen. Die Notierungsaufnahme erfolgte am 13. Oktober 2017 an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard unter dem Börsenkürzel VBX, der ISIN DE000A2E4LE9 und der WKN A2E4LE mit einer ersten Preisfeststellung von 30,00 Euro je Aktie. Damit betrug der Börsenwert der Gesellschaft zu diesem Zeitpunkt 474,8 Millionen Euro (unter Einbeziehung der Greenshoe-Aktien). Der Anteil der paragon AG an der Gesellschaft beträgt nunmehr 60 %, während sich das restliche Grundkapital im Streubesitz befindet. Die paragon AG beabsichtigt, auch langfristig Mehrheitsaktionärin von Voltabox zu bleiben. Der Börsengang wurde von Bankhaus Lampe KG als Sole Global Coordinator und gemeinsam mit Hauck & Aufhäuser Privatbankiers AG als Joint Bookrunner begleitet. Die Aktie wurde seitens STOXX wie folgt klassifiziert: scroll
KapitalmarktumfeldIm abgelaufenen Jahr unterlag der Kapitalmarkt vor dem Hintergrund eines insgesamt positiven Konjunkturumfelds verschiedenen währungs- und geopolitischen Einflüssen auf internationaler Ebene, was zu unterschiedlichen Anpassungen an die Erwartungen der Marktteilnehmer führte. Die US-Notenbank erhöhte im März und Juni 2017 die Leitzinsen, während der Hauptrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank unverändert bei 0,0 % verblieb. In einem erfreulichen Konjunkturumfeld zeigte sich der Kapitalmarkt im ersten Quartal 2017 bei zunächst geringen Handelsvolumina uneinheitlich. Während der Handelsverlauf im Januar aufgrund fehlender Impulse maßgeblich von einer Konsolidierungsphase mit Seitwärtsbewegung geprägt war, sorgten ab Februar 2017 erhöhte Gewinnerwartungen institutioneller Investoren vornehmlich aus dem Ausland für ein verbessertes Stimmungsbild. So wurde im März 2017 zwar die magische Schwelle von 12.000 Punkten im DAX übersprungen. Allerdings bremsten Gewinnmitnahmen und die zunehmende Unsicherheit der institutionellen Anleger über die aktuelle Risikolage die weitere Entwicklung aus. Mitte März 2017 war der DAX-Pessimismus bei den institutionellen Anlegern schließlich so groß wie zuletzt im März 2015. Als Ergebnis des kräftigen Wirtschaftswachstums im ersten Quartal 2017 nahm die Auslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten weiter zu, was insbesondere auch auf den industriellen Sektor und die Warenausfuhr zurückzuführen ist. Hier nahm China erneut eine herausragende Stellung ein. Die zu Beginn des zweiten Quartals 2017 vorherrschenden politischen Risiken in Bezug auf die französische Präsidentschaftswahl sowie die mit der angekündigten US-Steuerreform verbundenen Unsicherheiten führten an den Kapitalmärkten zunächst noch zu einer skeptischen Grundstimmung. Gleichwohl erhöhten ausländische Investoren ihren europäischen Aktienanteil erheblich, was zu der größten Umschichtung aus amerikanischen Aktien seit 1999 führte. In der Folge stellte dieser Vorgang schließlich auch den Impuls für neue Rekordstände beim DAX dar. Nach einer Korrektur im Mai 2017 war der weitere Marktverlauf allerdings von einem eher uneinheitlichen Stimmungsbild geprägt. Während zu Beginn des dritten Quartals 2017 die allgemeine Unsicherheit über einen möglichen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank mit Gewinnmitnahmen an der Börse quittiert wurde, überwogen Anfang August 2017 wieder die geopolitischen Risiken infolge der sich zuspitzenden Auseinandersetzung der Regierungen der USA und Nordkorea. Dadurch verlief der August 2017 in Summe neutral am deutschen Aktienmarkt. Die Stimmung hellte sich im September 2017 wieder etwas auf, was zunehmend auch von privaten Anlegern mitgetragen wurde. Der Ausgang der Bundestagswahl blieb hierbei im Wesentlichen ohne Einfluss. Im Fokus des Schlussquartals stand zunächst die psychologisch wichtige 13.000-Punkte-Marke des DAX. Die professionellen Investoren reagierten im Oktober 2017 mit Rückzug auf diese Hürde sowie einem Aufbau von Shortpositionen, während Privatanleger auf der Käuferseite standen. Im weiteren Verlauf hellte sich die Stimmung dann deutlich auf, wobei im November 2017 trotz positiver Fundamentaldaten die Gewinnmitnahmen überwogen. So war auch der Dezember 2017 schließlich überwiegend von einer skeptischen Grundhaltung der Marktteilnehmer geprägt. Die Zinsen bewegen sich trotz der ersten Leitzinserhöhungen der US-amerikanischen Notenbank sowie des von der US-Regierung Ende des Jahres 2017 angekündigten Steuerreform weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Die Zinskurve verblieb entsprechend flach, da Anleger vermehrt in länger laufende Staatsanleihen investierten und damit die Renditen drückten. Performance der Voltabox Aktie in %![]() Aktie: Kursverlauf und HandelsvolumenDie XETRA-Handelsumsätze sind im November 2017 erwartungsgemäß zurückgegangen. Während im Oktober 2017 noch rund 4,3 Mio. Aktien gehandelt wurden, gingen die XETRA-Handelsumsätze im November 2017 spürbar um ca. 80 % auf 845.000 Aktien zurück, was als übliche Normalisierung im Anschluss an einen Börsengang angesehen werden kann. Die Analyse der Handelsumsätze aller deutschen Börsenhandelsplätze ergibt, dass 72, 3 Prozent der Voltabox-Aktien im November 2017 auf XETRA gehandelt wurden. Der Börsenplatz Tradegate erzielte in diesem Zeitraum rund 22 Prozent Handelsanteil. Im aktuellen Index-Ranking der Deutsche Börse AG wurde die Voltabox AG per Ende November 2017 erstmalig im TecDAX-Ranking geführt. Voltabox belegte die Ränge 47 (Marktkapitalisierung) und 38 (Orderbuchumsatz). Die Voltabox-Aktie beendete das Jahr 2017 schließlich mit einem XETRA-Schlusskurs von 23,42 Euro. Das bedeutete ein Minus von 2,4 Prozent verglichen mit dem Emissionspreis von 24,00 Euro und einen Rückgang von 21,9 Prozent verglichen mit der Erstnotiz am 13. Oktober 2017 von 30,00 Euro. Der gesamte Technologiesektor konnte sich nicht dem negativen Trend im Schlussquartal entziehen. Während der TecDAX im gleichen Zeitraum um 0,1 Prozent zulegte, lagen SDAX mit -1,6 Prozent, DAX mit -0,6 Prozent und die im Prime Technology Index zusammengefassten Unternehmen mit -0,2 Prozent ebenfalls im Minus. Die XETRA-Handelsumsätze sind im Dezember 2017 um rund 8 Prozent im Vergleich zum Vormonat November von rund 845.000 auf 914.000 gehandelte Aktien gestiegen. Nach 4,3 Mio. Aktien im Oktober 2017 pendelten sich die XETRA-Handelsumsätze damit auf einem Niveau von etwas unter 1 Mio. Aktien ein. Der XETRA-Anteil an den gesamten deutschen Börsenumsätzen der Voltabox-Aktie betrug im Dezember 2017 schließlich 78,4 Prozent, nach 72,3 Prozent im November und 78,9 Prozent im Dezember. Der Anstieg im Dezember 2017 ging im Wesentlichen zu Lasten der Handelsumsätze an der Börse Tradegate, die um 22,7 Prozent (von 22 Prozent auf 17 Prozent) zurückgingen. In der TecDAX-Rangliste erzielte Voltabox Rang 50 (Marktkapitalisierung) und Rang 36 (Orderbuchumsatz). Bei den multilateralen Handelssystemen stiegen die Handelsumsätze um rund 25 Prozent von 80.000 auf 100.000 Aktien. Bericht des AufsichtsratsÜberwachung und Beratung im kontinuierlichen Dialog mit dem VorstandVorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG bekennen sich zu der im Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") verdeutlichten Verpflichtung, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse). Interessenskonflikte einzelner Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bestanden im Geschäftsjahr 2017 nicht. Eine Aufstellung aller Mandate der Aufsichtsratsmitglieder ist im Konzernanhang enthalten (Note 37). Im Geschäftsjahr 2017 hat der Aufsichtsrat der Voltabox AG die ihm nach Gesetz, Satzung, Corporate Governance Kodex und Geschäftsordnung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Dabei hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung laufend beaufsichtigt und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit, der Zweckmäßigkeit und der Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. Darüber hinaus stand der Aufsichtsrat dem Vorstand durchweg beratend zur Seite und wurde bei Fragestellungen von grundlegender Bedeutung in die Diskussion und Entscheidungsfindung eingebunden. Dank der guten Zusammenarbeit der Aufsichtsratsmitglieder konnten auch kurzfristig anstehende Entscheidungen direkt getroffen werden. Im März 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und im Investor-Relations-Bereich der Internetseite der Voltabox AG dauerhaft zugänglich gemacht. Die Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex und darüber hinausgehende Informationen zur Corporate Governance bei der Voltabox AG sind dort ebenfalls erläutert. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form in den Aufsichtsratssitzungen umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die allgemeine Geschäftsentwicklung und die aktuelle Lage der Gesellschaft. Dabei ging er insbesondere auf Themen der Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikolage und des Risikomanagements ein. Der Aufsichtsrat überprüfte die Berichte des Vorstands intensiv und erörterte diese im Gremium. Über die Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen zwischen allen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat hinaus diskutierten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstand bei Bedarf über wichtige Themen. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung des Jahresergebnisses von Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat in vollem Umfang informiert. Besetzung des AufsichtsratsDem Aufsichtsrat der Voltabox AG gehörten im Geschäftsjahr 2017 jeweils drei Mitglieder an, in der Zeit vom 01. Januar 2017 bis zum 09. August 2017 waren dies Herr Hermann Börnemeier (Vorsitzender), Herr Walter Schäfers (stellvertretender Vorsitzender) und Frau Brigitte Frers. In der Zeit vom 10. August 2017 bis zum 5. September 2017 waren dies Herr Klaus Dieter Frers (Vorsitzender), Herr Hermann Börnemeier (stellvertretender Vorsitzender) und Herr Walter Schäfers. Seit dem 6. September 2017 sind dies Herr Klaus Dieter Frers (Vorsitzender), Herr Prof. Dr. Martin Winter (stellvertretender Vorsitzender) und Herr Hermann Börnemeier. Der Aufsichtsrat beaufsichtigte die Arbeit des Vorstands und stand diesem darüber hinaus auch beratend zur Seite. Sitzungen des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2017 kam der Aufsichtsrat im Rahmen von einer ersten ordentlichen sowie drei außerordentlichen Präsenzsitzungen und drei außerordentlichen Telefonkonferenzen zusammen. Bei sämtlichen Zusammenkünften und Telefonkonferenzen des Aufsichtsrates war jeweils der gesamte Aufsichtsrat vollständig vertreten. Die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses der Voltabox Deutschland GmbH (in Umwandlung) für das Geschäftsjahr 2016 ist durch die Gesellschafterversammlung der Voltabox Deutschland GmbH am 23.02.2017 erfolgt und festgestellt worden. Im Mittelpunkt der ersten ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 24. April 2017 in Delbrück stand die Bestellung von Herrn Klaus Dieter Frers zum Alleinvorstand der Voltabox AG. Darüber hinaus wurde ein möglicher Börsengang der Gesellschaft erörtert und der Aufsichtsrat ließ sich über die aktuelle Geschäftsentwicklung informieren. Die Umwandlung der Voltabox Deutschland GmbH in die Voltabox AG ist am 18. Mai. 2017 in das Handelsregister eingetragen worden. In seiner ersten außerordentlichen Sitzung am 09. August 2017 in Delbrück bestellte der Aufsichtsrat Herrn Jürgen Pampel zum Mitglied des Vorstands und zum Vorstandsvorsitzenden, er übernimmt das Ressort Technik. Außerdem wird Herr Andres Klasing zum Mitglied des Vorstand bestellt, er übernimmt das Ressort Finanzen. Herr Klaus Dieter Frers erklärt, in dieser Sitzung den Vorstand der Gesellschaft verlassen und in den Aufsichtsrat wechseln zu wollen; er wird daher im gegenseitigen Einvernehmen als Vorstand abberufen. Außerdem ließ sich der Aufsichtsrat über die geschäftliche Entwicklung im ersten Halbjahr sowie die aktuellen Geschäftsaussichten informieren. In der zweiten außerordentlichen Sitzung am 10. August 2017 in Delbrück wählte der Aufsichtsrat Herrn Klaus Dieter Frers zu seinem Vorsitzenden sowie Herrn Hermann Josef Börnemeier zum stellvertretenden Vorsitzenden. In seiner dritten außerordentlichen Sitzung am 06. September 2017 in Delbrück wählte der Aufsichtsrat Herrn Prof. Dr. Winter, zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Herr Prof. Dr. Winter war zuvor nach dem von Herrn Schäfers erklärten Rücktritt vom Aufsichtsrat durch eine Hauptversammlung zum Aufsichtsrat gewählt worden. In der ersten Telefonkonferenz am 25. September 2017 wurde vom Aufsichtsrat der Beschluss des Vorstands zur Umsetzung der Erhöhung des Grundkapitals durch Bareinlage um bis zu 5.000.000,- EUR im Wege des erstmaligen öffentlichen Angebots und der Börseneinführung der Aktien der Gesellschaft, zusammen mit bis zu 500.000 Umplatzierungsaktien sowie bis zu 825.000 Leihaktien genehmigt. Der Platzierungspreis wurde auf eine Spanne zwischen 20,- und 24,- EUR festgesetzt, der Wertpapierübernahme- und Platzierungsvertrag sowie der Wertpapierprospekt vom 25.September 2017 wurden genehmigt. In der zweiten Telefonkonferenz am 10. Oktober 2017 wurde vom Aufsichtsrat der Beschluss des Vorstands zur Festsetzung der Anzahl neuer Aktien der am 22. September 2017 beschlossenen Kapitalerhöhung genehmigt. Die in vollem Umfang ausgeschöpfte Anzahl der Aktien mit 5.000.000 neuen Aktien, 500.000 Umplatzierungsaktien sowie 825.000 Leihaktien sowie der festgesetzte Platzierungspreis von 24,- EUR pro Aktie wurde genehmigt. In der dritten Telefonkonferenz am 26. Oktober 2017 genehmigte der Aufsichtsrat den Beschluss des Vorstands zur teilweisen Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2017. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt nunmehr 15.825.000,- EUR und ist eingeteilt in 15.8250.000 auf den Inhaber lautende Aktien. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 21. September 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 6.675.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu 6.675.000 auf den Inhaber lautenden Aktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Außerdem beschloss der Aufsichtsrat die Satzung in der aktuellen Fassung. In diesem Zusammenhang beschäftigte sich der Aufsichtsrat auch mit dem Wahlvorschlag für den Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer des Geschäftsjahres 2017 und schlug dabei die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, als neuen Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer vor. In der ersten ordentlichen Aufsichtsratssitzung 2018 am 19. Januar 2018 in Delbrück beschäftigte sich der Aufsichtsrat neben der geschäftlichen Entwicklung in den ersten neun Monaten sowie der aktuellen Geschäftsaussichten insbesondere mit der vom Vorstand präsentierten Planung für das Geschäftsjahr 2018 sowie dem Finanzkalender 2018. Bildung von AusschüssenWie bereits in der Vergangenheit hat der dreiköpfige Aufsichtsrat der Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2017 auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet und alle anstehenden Themen im Gesamtgremium behandelt. Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2017Die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, wurde durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 22. September 2017 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 bestellt und durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates entsprechend beauftragt. Eine Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex liegt dem Aufsichtsrat vor. Gegenstand der Abschlussprüfung war der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der Voltabox AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017, der vom Vorstand gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 sowie der zusammengefasste Lagebericht des Voltabox Konzerns und der Voltabox AG. Zum Abschluss der Prüfung hat die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht des Voltabox Konzerns und der Voltabox AG jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat außerdem festgestellt, dass das vom Vorstand eingerichtete Informations- und Überwachungssystem geeignet ist, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Jedem Mitglied des Aufsichtsrats wurden vom Abschlussprüfer die zu prüfenden Unterlagen über den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht des Voltabox Konzerns und der Voltabox AG, den Vorschlag über die Verwendung des Jahresüberschusses sowie der Bericht über die Abschlussprüfung zur Verfügung gestellt. Über die Prüfung wurde in der Aufsichtsratssitzung am 12. März 2018 berichtet und diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und standen dem Aufsichtsrat für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 12. März 2018 zudem den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und mit dem Abschlussprüfer erörtert. Daran anschließend hat sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands angeschlossen. Von dem Recht zur Einsichtnahme in die Bücher und Schriften der Gesellschaft hat der Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr keinen Gebrauch gemacht. Der Aufsichtsrat spricht den Vorstandsmitgliedern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften Dank und Anerkennung für ihr persönliches Engagement und die im Jahr 2017 geleistete Arbeit aus.
Delbrück, 12. März 2018 Für den Aufsichtsrat Klaus Dieter Frers, Vorsitzender des Aufsichtsrats Zusammengefasster LageberichtGrundlagen des KonzernsGeschäftsmodellSatzungsmäßiger Geschäftsgegenstand der Voltabox AG (nachfolgend auch "Unternehmen" oder "Gesellschaft") ist die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Lösungen für die Elektromobilität - insbesondere Li-Ionen-Batteriesysteme - sowie die Verwaltung von Patenten, Lizenzen und Gebrauchsmustern. Die Gesellschaft kann andere Gesellschaften im In- und Ausland erwerben oder sich an solchen beteiligen, Zweigniederlassungen errichten, die Geschäftsführung und Vertretung anderer Unternehmen übernehmen und Unternehmensverträge abschließen sowie alle sonstigen Maßnahmen ergreifen und Rechtsgeschäfte vornehmen, die zur Erreichung und Förderung des Gesellschaftszweckes zu dienen geeignet erscheinen, soweit sie keiner gesonderten Erlaubnis bedürfen. Das Geschäftsmodell des Voltabox-Konzerns (nachfolgend auch "Voltabox") basiert auf der eigenständigen Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von hoch entwickelten Batteriesystemen im Wesentlichen für den industriellen Einsatz. Dabei profitiert Voltabox von der konsequenten Modularisierung und Skalierbarkeit der einzelnen Komponenten, einschließlich der Software für das Batteriemanagement. Die Modularität der Voltabox-Batteriesysteme und die Automation der Fertigung gewährleisten eine schnelle Markteinführung in den ausgewählten Märkten. Hardware und Software werden zur besseren Effizienz, Leistungsfähigkeit und Sicherheit der Batteriesysteme regelmäßig aufeinander abgestimmt. Dem selbst entwickelten und ebenfalls modular aufgebauten Batteriemanagementsystem in der aktuell 4. Generation kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle zu. Neben dem Kerngeschäft entwickelt und fertigt Voltabox zunehmend auch hochwertige Lithium-Ionen-Batterien für ausgewählte Bereiche im Massenmarkt. Hier liegt derzeit der Fokus auf Starterbatterien für Hochleistungs-Motorräder und Sportwagen. Dabei ersetzen die Voltabox-Batterien herkömmliche Blei-Säure-Batterien. Daneben werden auch hochmoderne Batteriesysteme für 48-Volt-Mild-Hybrid-Anwendungen angeboten. Im Forschungs- und Entwicklungszentrum Aachen werden seit diesem Frühjahr elektrische Antriebssysteme mit dem Ziel entwickelt, Komplettanbieter für die Elektrifizierung von Fahrzeugen zu werden. Modernste Leistungselektronik und effiziente Elektromotoren ergänzen damit künftig die Hochleistungsbatteriesysteme des Kerngeschäfts. Der Automatisierungsgrad der Serienfertigung wird laufend weiter erhöht, um hier über den Lebenszyklus der einzelnen Produktreihen hinweg die Kostenstruktur zu verbessern. In diesem Sinne stellt die Serienfertigung der diversen Batteriemodule mit unterschiedlichen Zellformaten und unterschiedlicher Zell-Chemie ein eigenständiges Innovationsfeld im Unternehmen dar. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden bei Voltabox insgesamt sechs Industrieroboter in der Fertigung eingesetzt. Das Geschäftsmodell umfasst drei Segmente. Im Segment "Voltapower" entwickelt, fertigt und vertreibt die Gesellschaft Hochleistungsbatterielösungen. Im Segment "Voltaforce" werden unter anderem Standardbatterien im Niederspannungsbereich entwickelt, gefertigt und vertrieben. ![]() Im Segment "Voltamotion" werden Antriebskomponenten, wie beispielsweise Leistungselektronik, die die vollständige Elektrifizierung von Hochleistungsfahrzeugen ermöglicht u. ä. entwickelt. Im Berichtsjahr entfielen über 99 % der Umsätze auf das Segment "Voltapower". Auf eine detailliertere Darstellung der Segmente im Segmentbericht (Note 36) wird daher aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. KonzernstrukturDie Voltabox AG (im Folgenden: Voltabox AG) mit Sitz in 33129 Delbrück, Artegastraße 1, Deutschland, ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Die Aktien der Voltabox AG werden an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard gehandelt. Rund 60 % des Grundkapitals befindet sich im Eigentum der ebenfalls an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard notierten paragon AG. Insofern stellt die Voltabox AG einen Teilkonzern ihrer Muttergesellschaft paragon AG dar. Die Voltabox AG hat ihren Verwaltungssitz in Delbrück und einen Standort in Aachen. Zum Konsolidierungskreis des Voltabox Konzerns gehört die 100-prozentige Tochtergesellschaft Voltabox of Texas Inc. (Austin, Texas, USA). Standort AachenIn unserem Standort in Aachen betreiben wir ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Antriebskomponenten mit bereits drei hoch qualifizierten Mitarbeitern und 790 qm Fläche. Das Expertenteam entwickelt Antriebskomponenten inklusive Leistungselektronik, welche die komplette Elektrifizierung von Hochleistungsfahrzeugen und integrierten Lösungen ermöglichen. Ein starker Personalausbau ist im laufenden Geschäftsjahr vorgesehen. Damit werden künftig auch zusätzliche Einzelmärkte für Wechselrichter, Ladegeräte, DC / DC-Wandler, Elektromaschinen und Ähnliches adressiert. UnternehmensstrategieDer strategische Fokus liegt auf der frühen Besetzung bestimmter industrieller Teilmärkte der Elektromobilität, um schnell signifikante Marktanteile in diesem dynamischen Umfeld zu gewinnen. Hierzu zählen neben dem öffentlichen Personennahverkehr (insbesondere Trolleybusse), der Intralogistik (insbesondere Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme) und Bergbauanwendungen (insbesondere Fahrzeuge im Untertagebergbau) auch Fahrzeuge im Bereich Land- und Bauwirtschaft (insbesondere Hof-, Rad- und Teleradlader) sowie Starterbatterien (insbesondere für Motorräder). Charakteristisch für diese Teilmärkte ist die Substitution von Blei-Säure-Batterien oder Diesel-Notstrom-Aggregaten durch moderne Lithium-Ionen-Batteriesysteme. Voltabox profitiert direkt von diesen anhaltenden Substitutionseffekten, die aus der Gesamtkostenbetrachtung (einschließlich der ökologischen Vorteile) der Anwender resultieren. Der weltweite Marktzugang erfolgt hier in der Regel durch führende Kooperationspartner in den jeweiligen Teilmärkten. Zukünftig beschäftigt sich Voltabox auch mit weiteren Teilmärkten wie etwa der Elektrifizierung von Fahrzeugen der kommunalen Versorgung, Flughafen-Vorfeldfahrzeugen, etc. Im Rahmen des globalen Pkw-Massenmarktes wird Voltabox darüber hinaus das Segment der modernen 48V-Lithium-Ionen Batteriesysteme für Hybrid-Pkws adressieren. Schließlich wird Voltabox künftig noch Komponenten des Antriebsstrangs wie Elektromotoren sowie Leistungselektronik wie DC/DC-Konverter am Markt anbieten. Voltabox hat sich in der Elektromobilität strategisch als Pionier für leistungsstarke Batteriesysteme positioniert. Die Marktposition beruht dabei auf vier Stärken:
Für das weitere Unternehmenswachstum hat die Gesellschaft zwei Ebenen definiert:
Die Wettbewerbsstrategie von Voltabox ist dabei im Wesentlichen in Form einer Nischenstrategie definiert. SteuerungssystemNeben einer hohen Innovationsdynamik prägen flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege die organisatorischen Grundlagen von Voltabox. Voltabox weist darüber hinaus den Charakter eines mittelständischen, inhabergeführten Unternehmens auf und verbindet damit eine langfristige, strategische Ausrichtung mit der Integrationskraft einer dynamisch wachsenden börsennotierten Gesellschaft. Der Vorstand der Voltabox AG unterzieht seine Strategie einem regelmäßigen Abgleich mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung. Im Rahmen von Zielgesprächen werden auf Managementebene die daraus resultierenden Folgeaktivitäten festgelegt sowie optimierende Maßnahmen oder grundlegende Richtungsänderungen eingeleitet. Zur besseren Beurteilung der wirtschaftlichen Lage sowie zur besseren Planung und Steuerung der betrieblichen Leistungsprozesse wird das ERP-System Microsoft Dynamics AX künftig konzernweit genutzt. Die Voltabox AG verfügt über ein umfassendes Planungs- und Kontrollsystem, um die strategische Planung operativ umzusetzen. Dies beinhaltet unter anderem ein kontinuierliches Controlling der Wochen-, Monats- und Jahresplanungen. Der Vorstand sowie der Aufsichtsrat der Voltabox AG erhalten auf der Grundlage einer monatlichen Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung ein ausführliches Reporting. Diese Berichte dokumentieren mögliche Abweichungen von den Plangrößen in einem Soll-Ist-Vergleich und bilden die Basis für Entscheidungen. Ein weiteres wichtiges Steuerungsinstrument sind die regelmäßigen Zusammenkünfte der Führungskräfte, in denen die aktuelle geschäftliche Entwicklung und ein Ausblick auf die mittel- und langfristige Perspektive erörtert werden, sowie regelmäßige Projektstatusmeetings. Finanzielle LeistungsindikatorenDer Vorstand bedient sich regelmäßig wesentlicher Kennzahlen, um den wirtschaftlichen Erfolg der operativen Umsetzung seiner Unternehmensstrategie messen zu können. Das Steuerungssystem berücksichtigt dabei in der Art und/oder Höhe einmalige bzw. außerordentliche Effekte auf die Leistungsindikatoren, die im Aufbau der Geschäftstätigkeit begründet sind. Aufgrund dieser Sondereinflüsse werden die internen Zielgrößen in der Regel - abhängig vom jeweiligen Planungshorizont - als Bandbreiten für die Messung und Steuerung der operativen Leistungsfähigkeit festgelegt. Auf Basis einer rollierenden mittelfristigen Planung wird die relative Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen Konzernumsatz, EBIT-Marge und Investitionen unter Berücksichtigung von Erfahrungskurveneffekten innerhalb eines Korridors betrachtet. Vor dem Hintergrund der dynamischen Wachstumsstrategie wird damit einer vorausschauenden Unternehmenssteuerung sowohl im Sinne einer risiko- als auch einer chancenorientierten Unternehmensführung Rechnung getragen. KonzernumsatzDie in Serie produzierten Batteriemodule und -systeme unter Nutzung unterschiedlicher Zellformate, unterschiedlicher Zellchemie und Leistungsspezifikationen stellen derzeit den wesentlichen Umsatzträger der Gesellschaft dar. Sie werden in verschiedene Endmärkte geliefert. Dies sind im Bereich der Intralogistik insbesondere Anwendungen in Gabelstaplern und fahrerlosen Transportfahrzeugen. Darüber hinaus werden vollständige Batteriesysteme in bestimmte Endmärkte geliefert, insbesondere zur Verwendung in Trolleybussen, Bergbaufahrzeugen und Fahrzeugen der Land- und Bauwirtschaft. Schließlich wird Umsatz noch in geringerem Ausmaß durch Leistungen im Rahmen der Entwicklung von Prototypen für neuartige Batteriesysteme sowie durch die Produktion von standardisierten Batterien (insbesondere Starterbatterien) generiert. Der Umsatzbeitrag von einzelnen Produktreihen variiert grundsätzlich in den unterschiedlichen Phasen ihres Lebenszyklus. Daneben weist insbesondere die Anwendung von Trolleybussen den Charakter eines Projektgeschäfts mit jeweils definierten Stückzahlen für ein bestimmtes System auf. Die in der Regel jungen Teilmärkte der Elektromobilität wachsen darüber hinaus mit unterschiedlicher Dynamik. Die künftigen jährlichen Steigerungsraten des Umsatzwachstums hängen dabei vom Mix des jeweiligen Anwendungsbereichs ab. Während für Trolleybusse und insbesondere für Bergbaufahrzeuge große und komplexe Batteriesysteme mit vielen Batteriemodulen im Rahmen eines Projektgeschäfts zum Einsatz kommen, weist die Serienherstellung von Batteriemodulen zur Verwendung in Gabelstaplern und fahrerlosen Transportfahrzeugen sowie von Starterbatterien für Motorräder eher die Grundzüge einer Massenproduktion auf. Insofern unterliegt der Konzernumsatz einer Reihe nach Art, Ausmaß und Richtung unterschiedlichen Einflüssen, die in ihrer Summe regelmäßig bewertet werden. In der Berichterstattung zur Prognose wird diesem Umstand durch gegebenenfalls der Angabe eines Zielkorridors Rechnung getragen. EBIT-MargeDas EBIT stellt das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern dar und bildet allgemein die operative Ertragskraft bzw. die Effizienz der wirtschaftlichen Leistungserbringung eines Unternehmens ab. Die Profitabilität kann somit im Zeitablauf wie auch im internationalen Vergleich - unabhängig von der jeweiligen Finanzstruktur und den Ertragsteuern - betrachtet werden. Im Rahmen der Unternehmenssteuerung wird das EBIT vom Vorstand allerdings nicht als ein eigenständiges monetäres Unternehmensziel (als Rentabilitätsziel absoluter Höhe) definiert. Vielmehr wird die Entwicklung der operativen Ertragskraft in der Weise gesteuert, dass der strategisch definierte Wachstumspfad mit einer angemessenen Profitabilität umgesetzt werden kann. Unter Berücksichtigung der Umsatzentwicklung fließen somit alle relevanten Aufwandspositionen in die vorausschauende Unternehmenssteuerung mit ein. In der Berichterstattung zur Prognose wird diesem Umstand durch die Angabe der EBIT-Marge als relativer Kennzahl Rechnung getragen. Dadurch werden auch im Rahmen der rollierenden mittelfristigen Planung die dynamischen Effekte berücksichtigt, die sich im Zeitablauf bei den Aufwands- und Ertragspositionen ergeben. InvestitionenDie Investitionen sind für Voltabox beim Auf- und Ausbau der Geschäftstätigkeit ein wesentlicher Faktor im Rahmen der mittelfristigen Planung. Da es sich hierbei um die langfristige Bindung finanzieller Mittel in materiellen und in immateriellen Vermögensgegenständen handelt, werden die Investitionsentscheidungen des Vorstands als Resultat eines strukturierten und sorgfältigen Entscheidungsprozesses getroffen. Dieser berücksichtigt insbesondere die Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf die nicht monetären Unternehmensziele, die sich aus der Unternehmensstrategie ergeben. Neben der frühen Besetzung ertragreicher Marktnischen ist hier insbesondere der hohe technologische Qualitätsanspruch bei der Serienfertigung von Batteriemodulen in großen Stückzahlen relevant. Darüber hinaus dienen die Investitionsentscheidungen dazu, im Rahmen der dynamischen Wachstumsstrategie auf Marktentwicklungen zu reagieren und dadurch auch kurz- und mittelfristig Wachstumspotential optimal ausnutzen zu können. Schließlich berücksichtigen die Investitionsentscheidungen die die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E-Aktivitäten). In der Berichterstattung zur Prognose erfolgt daher die Angabe der geplanten Gesamtinvestitionen, um die mittelfristige Dynamik in der operativen Umsetzung der Wachstumsstrategie deutlich zu machen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte Voltabox in den weiteren Ausbau der Geschäftsaktivitäten. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrugen rund 5,3 Mio. Euro (Vorjahr: 6,0 Mio. Euro), davon bezogen sich 5,2 Mio. Euro (Vorjahr: 6,0 Mio. Euro) auf Eigenleistungen gem. IAS 38, die sich mit rund 78,7 % auf das Geschäftssegment Voltapower, mit rund 16,4 % auf das Geschäftssegment Voltaforce und etwa 4,9 % auf das Geschäftssegment Voltamotion verteilten. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Berichtsjahr rund 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Diese betrafen die Fertigungsanlage für Starterbatterien, End-of-Line Tester für Batteriesysteme und eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge. Nicht finanzielle LeistungsindikatorenVor dem Hintergrund der strategischen Positionierung als innovativer Anbieter technologisch anspruchsvoller und qualitativ hochwertiger Batterielösungen nutzt der Vorstand im Rahmen seiner Unternehmenssteuerung auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren. Die Mitarbeiter und der Bereich Qualität und Umwelt stellen insofern kritische Erfolgsfaktoren für Voltabox dar. MitarbeiterDer global zunehmende Megatrend der Elektrifizierung von Fahrzeugen führt zu einem dynamisch wachsenden Personalbedarf mit spezifischen Kenntnissen und Fähigkeiten für die Entwicklung und Konstruktion von modernen Batteriesystemen. Die operative Umsetzung der Wachstumsstrategie von Voltabox macht darüber hinaus eine laufende Überprüfung und Anpassung der eigenen Aufbau- und Ablauforganisation notwendig. Gleichzeitig erfordert das Geschäftsmodell von Voltabox die gezielte Weiterentwicklung der bestehenden Innovationskultur im schnell wachsenden Unternehmen. Wesentliche Elemente hierfür sind die Verankerung von unternehmerischem Denken und eigenverantwortlichem Handeln sowie eine barrierefreie interne Kommunikation. Die Entwicklungsprozesse werden laufend optimiert, um neue maßgeschneiderte Batteriesysteme möglichst schnell anbieten zu können. Kreativität, Selbstvertrauen, Inspiration und Mut nehmen dabei einen besonderen Stellenwert ein. Die Bildung effizienter Projektteams -auch über verschiedene Standorte hinweg - nimmt an Bedeutung weiter zu. Die erfolgreiche Rekrutierung, Entwicklung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter (unter dem Begriff werden nachfolgend einheitlich weibliche und männliche Mitarbeiter verstanden) sind daher von besonderer Bedeutung für eine erfolgreiche Umsetzung der Wachstumsstrategie. Im Geschäftsjahr 2017 wurden insgesamt 47 (Vorjahr: 20) neue Mitarbeiter eingestellt. Davon entfielen 12 (Vorjahr: 3) auf die Tochtergesellschaft Voltabox of Texas. In diesem Zusammenhang wurden insgesamt 35 (Vorjahr: 6) neue Stellen bei Voltabox in Deutschland geschaffen. Die Fluktuationsquote lag bei 5,2 % (Vorjahr: 12,2 %). Der Anteil der bei Voltabox beschäftigten weiblichen Mitarbeiter war mit 9,9 % rückläufig (Vorjahr: 14,9 %). Mit 49,7 % stieg dagegen die Akademikerquote leicht an (Vorjahr: 44,8 %). Das Durchschnittsalter reduzierte sich leicht auf 38,3 Jahre (Vorjahr: 39,5). Die Anzahl der Voltabox-Mitarbeiter hat sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt entwickelt: scroll
Der Personalaufwand betrug im Berichtszeitraum 6,7 Mio. Euro (Vorjahr: EUR 4,1 Mio. Euro). Dabei entfielen 5,0 Mio. Euro (Vorjahr: EUR 3,1 Mio. Euro) auf Lohn- und Gehaltskosten, 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sowie EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.) auf Aufwendungen für Leiharbeitskräfte. Qualität und UmweltDie Voltabox AG hat an ihren deutschen Standorten sowie bei der Voltabox of Texas ein Managementsystem nach dem Standard der IATF 16949 und der ISO 9001:2015 aufgebaut, welches im laufenden Geschäftsjahr zertifiziert werden soll. Im Mittelpunkt für das Geschäftsjahr 2017 stand der Aufbau der kleinen Regelkreise in der Produktion wodurch eine laufende Prozessoptimierung in der Fertigung sichergestellt wird. In Verbindung mit dem großen Regelkreis zum Kunden wird eine konsequente Service- und Kundenorientierung und dadurch insgesamt eine laufende Verbesserung der Qualitätsstandards und Kundenzufriedenheit angestrebt. Der Aufbau eines interaktiven Managementsystems sichert das konzernweite Wissensmanagement in allen Stufen der Produktentstehung und Produktrealisierung ab. So konnten der Ausschuss und die kundenbezogenen Qualitätskosten um rund 50% gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden. Die Anforderungen an den Umwelt- und Arbeitsschutz haben wir in unserem Managementsystem integriert und ist somit ein fester Bestandteil des Unternehmensleitbilds. Die Wirksamkeit lassen wir uns jährliche durch eine Auditierung nach DIN EN ISO 14001 bestätigen. Zudem verfolgt Voltabox durch den Einsatz modernster Fertigungstechnologien sowie den sorgsamen Umgang mit Rohstoffen und Energieressourcen das Konzept der Nachhaltigkeit. So war im abgelaufenen Geschäftsjahr der Stromverbrauch im Werk Delbrück bei steigendem Produktionsvolumen konstant gegenüber 2016. Sonstige SteuerungsgrößenZur Steuerung von Voltabox werden neben den bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren weitere Steuerungsgrößen verwendet. Diese sonstigen Steuerungsgrößen sind im Vergleich zu den Leistungsindikatoren von nachrangiger Bedeutung. Als Indikatoren zur Steuerung bzw. Gradmesser für die Fortentwicklung zieht der Vorstand insbesondere die Aktivitäten zur Forschung & Entwicklung, die Materialwirtschaft und die Liquidität heran. Forschung und EntwicklungIm Geschäftsjahr 2017 wandte Voltabox insgesamt 5,2 Mio. Euro (Vorjahr: EUR 6,1 Mio. Euro) für interne F&E-Aktivitäten auf. Dies entspricht einem Anteil von 19,1 % des Umsatzes (Vorjahr: 41,9 %). Die Quote der aktivierten Entwicklungskosten belief sich auf etwa 99,1 % (Vorjahr: 98,9 %) der gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten. Über den Zeitraum von 2011 bis 2017 betrug die Quote der kumulierten aktivierten Entwicklungskosten im Verhältnis zu den gesamten Entwicklungskosten 92,3 %. Die entsprechende Aktivierung dieser Eigenleistungen sieht der Vorstand auch der Höhe nach im Branchenvergleich als angemessen an. Die Zahl der in der Forschung & Entwicklung eingesetzten Mitarbeiter erhöhte sich im Berichtsjahr um 39,3 % auf insgesamt 39 (Vorjahr: 28). Das entspricht einer Quote von rund 32,3 % (Vorjahr: 31,8 %). Zum Hauptaufgabenfeld der Forschung und Entwicklung zählten die Erweiterung des Produktportfolios, und erfolgreich abgeschlossene Kundenprojekte. Für einen deutschen Hersteller wurde eine 5Ah und eine 10Ah Motorrad Starterbatterie aus der Entwicklung in die Serienproduktion überführt. Des Weiteren wurde für einen namhaften Hersteller von fahrerlosen Transportsystemen ein Batteriebaukasten entwickelt und in die Serienproduktion übergeben. Das Produktportfolio wurde um folgende Module erweitert:
Bei der Tochtergesellschaft Voltabox of Texas wurden am Standort Austin für einen Weltmarktführer im Bereich Bergbaufahrzeuge erste Prototypen sowie Vorserienbatterien ausgeliefert. Unter Einsatz der neuen 4x9 LFP Rundzellen Modulen konnte ein Batteriesystem für ein Schlepper-Fahrzeug für den Untertageeinsatz entwickelt und als Prototyp ausgeliefert werden. Des Weiteren wurde ein Prototypen Batteriesystem mit dem NMC Pouch Modul für den Einsatz in einem Untertage-Fahrlader entwickelt und ausgeliefert. Der F&E-Aktivitäten erfolgten überwiegend intern und anwendungsbezogen. MaterialwirtschaftMit der zunehmend automatisierten Serienproduktion in Deutschland und den USA und einem breit gefächerten Portfolio an Batteriemodulen und -systemen nimmt die Materialwirtschaft bei Voltabox eine besondere Stellung ein. Im Berichtsjahr lag die Materialeinsatzquote bei 61,1 % (Vorjahr: 92,5 %). Der Materialaufwand war in der Vergangenheit wesentlich durch hohe Einmalkosten für die Entwicklung von Prototypen und Werkzeugen im Zusammenhang mit dem Ausbau des Produktportfolios beeinflusst. Batteriezellen, die von den global führenden Zellherstellern in großen Stückzahlen eingekauft werden, stellen als Vorprodukte für die Batteriemodule den größten Anteil der Materialkosten dar. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind den Batteriezellen rund 50 Prozent der gesamten Materialkosten zuzurechnen. Daher haben schwankende Weltmarktpreise für Rohstoffe, strategische Preisänderungen der Zulieferer für Vorprodukte sowie Wechselkursentwicklungen grundsätzlichen Einfluss auf die Produktionskosten der Voltabox-Batteriemodule. Die Zellhersteller ersetzen die von uns verwendeten Batteriezellen entsprechend ihrem eigenen Innovationszyklus oftmals durch neue Versionen mit verbesserten Leistungsmerkmalen. In seltenen Fällen kann die Lieferung von bestimmten Zelltypen vollständig eingestellt werden, so dass die Gesellschaft das jeweilige System auf andere Zellen umstellen muss. In der Regel ist Voltabox frühzeitig in relevante Neuentwicklungen der Hersteller eingebunden. Dem Bereich Materialwirtschaft kommt in diesem Sinne die Funktion einer internen Steuerungsgröße zu. Die enge Kooperation mit ausgewählten leistungsstarken Lieferanten und eine bedarfsorientierte Einkaufspolitik bildeten auch im Geschäftsjahr 2017 die Basis der Beschaffung. LiquiditätDie Wachstumsstrategie der Voltabox AG beinhaltet neben dem organischen Ausbau des Angebotsportfolios und der entsprechenden Produktionskapazitäten die Akquisition von Unternehmen bzw. komplementärer Technologie. Teile des Emissionserlöses aus dem Börsengang der Gesellschaft werden somit in Form von Zukäufen verwendet. Die Liquidität stellt somit eine weitere Steuerungsgröße dar. Die Liquidität gilt darüber hinaus als wichtige betriebswirtschaftliche Kenngröße zur vergleichenden Beurteilung der jeweiligen Geschäftssituation von Unternehmen durch Dritte. Schließlich trägt die Liquiditätsplanung der Gesellschaft zur internen Steuerung der Bilanzstruktur bei. Die liquiden Mittel haben sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt entwickelt: scroll
FinanzmanagementDas Finanzmanagement der Gesellschaft beinhaltet kein eigenständiges Zielsystem. Vielmehr nutzt der Vorstand das interne Finanzmanagement zur betriebswirtschaftlichen Planung und Kontrolle der Umsetzung seiner Wachstumsstrategie. In diesem Zusammenhang wird eine umfassende Finanzplanung auf Basis der revolvierenden Absatzplanung betrieben, aus der sich dann jeweils die Investitions- und Liquiditätspläne für die operativen Segmente Voltapower, Voltaforce und Voltamotion ableiten. Darüber hinaus wird die Tochtergesellschaft Voltabox of Texas, Inc. monatlich auf Konzernebene konsolidiert. Die Einführung von Microsoft Dynamics AX als einheitliches ERP-System soll in diesem Zusammenhang den weiteren Ausbau zu einer integrierten Finanzplanung erleichtern. DividendenpolitikDer Vorstand hat eine Dividendenpolitik formuliert, die dem strategischen Unternehmensziel des ertragreichen Wachstums gerecht werden soll. Damit soll einerseits den Voltabox-Aktionären mittelfristig die Wertsteigerung ihrer Anteile durch Dividendenzahlungen ermöglicht werden, um einen zusätzlichen Anreiz für langfristige Investitionsentscheidungen zu setzen. Andererseits soll gerade in der kapitalintensiven Wachstumsphase des Unternehmens die verfügbare Liquidität möglichst profitabel investiert werden. Künftige Unternehmensgewinne sollen daher überwiegend thesauriert werden. Mittelfristig hält der Vorstand eine Auszahlungsquote im Bereich von 20 bis 40 Prozent des im HGB-Einzelabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinns der Voltabox AG allerdings für angemessen. Im Berichtsjahr wurde der im HGB-Einzelabschluss ermittelte Bilanzverlust der Voltabox AG noch von der Konzernmuttergesellschaft paragon AG im Rahmen des seit 1. Januar 2015 bestehenden Gewinnabführungsvertrages übernommen. Durch die eigenständige Börsennotierung der Voltabox AG entfällt die Ergebnisübernahme durch die paragon AG für künftige Berichtsperioden. Vergütungsbericht des Vorstands und des AufsichtsratsDie Gesellschaft fühlt sich im Rahmen ihrer Berichterstattung der Transparenz in einem hohen Maße verpflichtet. Dies gilt auch im Bereich der Vorstandsvergütung, die mit allen ihren Komponenten und zudem individualisiert im Vergütungsbericht uneingeschränkt offengelegt und erläutert wird. Daher haben sich Vorstand und Aufsichtsrat dazu entschlossen, die zur Darstellung der Vorstandsvergütung vorgesehenen Mustertabellen der Regierungskommission Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) im Vergütungsbericht zu verwenden. VorstandsvergütungDie Vergütung der Mitglieder des Vorstands ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet, sie setzt sich aus einer jährlichen Festvergütung, Nebenleistungen sowie einer variablen Vergütung zusammen. Für den variablen Vergütungsanteil ist sowohl eine jährliche Deckelung (Maximum) sowie ein mehrjähriger variabler Vergütungsanteil, der positiven und negativen Entwicklungen Rechnung trägt, vereinbart. Die Gesamtvergütung des Vorstands enthält Gehälter und kurzfristige Leistungen in Höhe von TEUR 148 (Vorjahr: TEUR -) und umfasst feste Bestandteile in Höhe von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR -) sowie variable Bestandteile in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR -). Die wesentlichen variablen Vergütungsbestandteile orientieren sich am EBIT nach IFRS und der positiven Entwicklung des Aktienkurses des Unternehmens, verglichen jeweils am Bilanzstichtag (für 2017 ist der Vergleichskurs der Ausgabepreis von 24,00 EUR). Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Berichtsjahr gewährten Zuwendungen der Mitglieder des Vorstands: scroll
Der Vorstand der Voltabox AG bestand ab dem Datum der Eintragung als Aktiengesellschaft am 18. Mai 2017 bis zum 8. August 2017 aus einer Person, dem Vorstand Klaus Dieter Frers. Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 17. Mai 2017 hatte Herr Klaus Dieter Frers die Funktion des Geschäftsführers der Voltabox Deutschland GmbH inne. Er hat keine Vergütung für diese Funktion erhalten, seine Vergütung war mit den Bezügen als Vorstandsvorsitzender der paragon AG (als 100% Muttergesellschaft) abgegolten. Darüber hinaus war Herr Klaus Dieter Frers im Berichtsjahr von Januar bis August als Chief Executive Officer (CEO) der Voltabox of Texas, Inc. tätig. Im September wechselte er als Chairman in den Board of Directors der Gesellschaft. Für diese Tätigkeiten in der Voltabox of Texas, Inc. hat Herr Klaus Dieter Frers im Berichtsjahr einen Betrag in Höhe von USD 75.000,00 erhalten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Berichtsjahr zugeflossenen Zuwendungen der Mitglieder des Vorstands: scroll
AufsichtsratsvergütungDie Vergütung der Mitglieder des ersten Aufsichtsrats wird satzungsgemäß von der Hauptversammlung festgelegt, die über die Entlastung der Mitglieder des ersten Aufsichtsrats beschließt. Im Übrigen erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats satzungsgemäß eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 10. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält TEUR 20, der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält TEUR 15 pro Geschäftsjahr. Gehört ein Mitglied dem Aufsichtsrat nur einen Teil des Geschäftsjahres an, bestimmt sich die Vergütung zeitanteilig. Soweit die Vergütung dem Quellensteuerabzug unterliegt, erfolgt die Auszahlung in Höhe des um die einzubehaltende Quellensteuer gekürzten Vergütungsbetrages. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in eine von der Gesellschaft zu Gunsten der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung einbezogen. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats Ersatz ihrer bei Wahrnehmung ihres Amts entstandenen angemessenen und nachgewiesenen Auslagen sowie des eventuell auf die Aufsichtsratsvergütung entfallenden Umsatzsteuerbetrages, soweit sie berechtigt sind, der Gesellschaft die Umsatzsteuer gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht auszuüben. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Berichtsjahr bisher keine feste Vergütung erhalten. Die dem Aufsichtsrat für das Berichtsjahr zustehende Vergütung stellt sich wie folgt dar: scroll
Dem Aufsichtsrat gehörte in der Zeit vom 1. Januar 2017 bis zum 9. August 2017 Frau Brigitte Frers an, in der Zeit vom 1. Januar 2017 bis zum 5. September 2017 Herr Walter Schäfers. Beide haben für diese Tätigkeit keine Bezüge erhalten. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenIm Oktober 2017 wies der Internationale Währungsfonds ("IWF") in seinem Weltwirtschaftsausblick1 auf die weltweit gute konjunkturelle Lage hin, mit einem beschleunigten Wachstum in den Wirtschaftsregionen Europa, Japan, China und USA. Das weltweite Wirtschaftswachstum wurde für das Jahr 2017 auf 3,6 % geschätzt, nachdem das Vorjahr mit 3,2 % das schwächste Wachstum seit der Finanzkrise aufwies. Die ungleiche Verteilung des Wirtschaftswachstums zwischen den entwickelten Volkswirtschaften (2,2 %) und den Schwellenländern (4,6 %) blieb zwar weiterhin bestehen. Insgesamt profitierte die Weltwirtschaft allerdings auf einer breiten Basis von dem Wachstum (rund 75 %). Im Einzelnen wurde das Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 in den USA auf 2,2 %, in Europa auf 2,1 %, in Deutschland auf 2,0 % und in China auf 6,8 % geschätzt. In diesem guten konjunkturellen Umfeld hat sich die deutsche Wirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr als sehr robust erwiesen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ("Destatis")2 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2017 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 2,3 % gestiegen, nach einer Steigerung um 2,2 % im dritten Quartal, um 1,0 % im zweiten Quartal und 3,4 % im ersten Quartal. Die für die Automobilindustrie wichtigen privaten Konsumausgaben trugen auch im vierten Quartal mit einem bereinigten Wachstum von 0,7% überproportional zu den positiven Impulsen bei, nach 1,1 % im dritten Quartal, 1,1 % im zweiten Quartal und 1,2 % im ersten Quartal. Als Hersteller von Batteriesystemen für industrielle Anwendungen erwirtschaftete Voltabox im Geschäftsjahr 2017 den Großteil ihrer Umsatzerlöse mit Unternehmen in den Marktsegmenten Intralogistik (insbesondere Gabelstapler und fahrerlose Transportfahrzeuge), Trolleybusse sowie Bergbaufahrzeuge, mit Sitz in Deutschland und der Europäischen Union. Diese wiederum verkaufen die von ihnen produzierten Fahrzeuge bzw. Systeme weltweit. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist für Voltabox damit insofern von Bedeutung, als sie sich auf die Absatzchancen der von ihr belieferten Fahrzeug- bzw. Systemhersteller und damit auch indirekt auf die Nachfrageentwicklung der jeweiligen Endanwender nach den Produkten von Voltabox auswirkt. Marktentwicklung 2017Das Berichtsjahr war von einem anhaltenden dynamischen Marktwachstum in den für Voltabox relevanten industriellen Teilmärkten geprägt. Diese Marktdynamik basierte auf den anhaltenden Substitutionseffekten, indem Diesel-Notstrom-Aggregate bzw. Blei-Säure-Batterien durch moderne Lithium-Ionen-Batteriesysteme ersetzt wurden. Das Marktforschungsinstitut IDTecEx schätzt in seinem Bericht3 "Industrial and Commercial Electric Vehicles on Land 2017 - 2027" das Wachstum in den von Voltabox derzeit besetzten Marktsegmenten (Trolleybusse, Gabelstapler, Bergbaufahrzeuge) im Jahr 2017 auf 10 Prozent. Trolleybusse bilden ein Teilsegment innerhalb des Marktes für elektrische Busse, mit weltweit insgesamt 40 Tausend Fahrzeugen in 370 Städten und 47 Ländern.4 Ein Trolleybus wird über seine Oberleitung entlang einer vorgeschriebenen Strecke elektrisch betrieben. Die maßgeschneiderten Li-Ion-Batteriesysteme von Voltabox ermöglichen es den Trolleybussen, für eine begrenzte Zeit von der vorgeschriebenen Route und Oberleitung abzuweichen. Aufgrund der zunehmenden Elektrifizierung von Bussen, profitieren auch Trolleybusse zunehmend von der rasanten Entwicklung der Antriebstechnik, der elektrischen Energiespeicher und der Ladeinfrastruktur.
1
https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2017/09/19/world-economic-outlook-october-2017 Das Marktforschungsinstitut IDTecEx schätzt, dass im Jahr 2017 global rund 401.000 Gabelstapler mit internen Verbrennungsmotoren im Betrieb waren. Zwar stellt Asien den größten Absatzmarkt für Intralogistik - insbesondere Gabelstapler - dar. Allerdings ist der Trend zur Elektrifizierung in den westlichen Industrieländern am weitesten fortgeschritten, wobei Europa als der größte Einzelmarkt für elektrisch (mit Blei-Säure-Batterien) betriebene Gabelstapler gilt. Expertenschätzungen5 zufolge sind derzeit im Untertage-Bergbau etwa 33.000 Fahrzeuge und Bohrgeräte im Einsatz. Hiervon stellen die so genannten Fahrlader ("Load Haul Dumps") mit rund 13.500 Einheiten die größte Fahrzeuggruppe stellen, gefolgt von Bergbaufahrzeugen mit geschätzten 8.400 Einheiten und Bohrmaschinen mit etwa 11.100 Einheiten. GeschäftsverlaufMaßgeblich verantwortlich für das Unternehmenswachstum im Geschäftsjahr 2017 war die sehr gute operative Geschäftsentwicklung mit Batteriemodulen für den Einsatz in Gabelstaplern sowie mit Batteriesystemen für den Einsatz in Trolleybussen. Insbesondere im vierten Quartal war ein Umsatzsprung mit Batteriemodulen für die Intralogistik zu verzeichnen. Wesentliche Einflussfaktoren für den GeschäftsverlaufDer Geschäftsverlauf des Voltabox Konzerns war im abgelaufenen Geschäftsjahr maßgeblich von der Entwicklung, der Produktion und dem Absatz von Lithium-Ionen-Batteriesystemen für industrielle Anwendungen im Segment Voltapower geprägt. Hierzu zählen insbesondere der öffentliche Personennahverkehr (Trolleybusse), Intralogistik (Gabelstapler und fahrerlose Transportfahrzeuge) sowie Bergbau- und landwirtschaftliche Fahrzeuge. Die Gesellschaft profitierte dabei im Wesentlichen von Substitutionseffekten, da in den besetzten Marktsegmenten elektrische Antriebe mittels Blei-Säure-Batterien bereits seit längerer Zeit etabliert sind und eindeutige Nutzungsvorteile bieten. Der Geschäftsverlauf wurde im Berichtsjahr zunehmend von der automatisierten Serienproduktion einsatzfertiger Batteriemodule für die Intralogistik dominiert. Daneben ist im dritten Quartal die Serienproduktion für 5Ah- und 10Ah-Starterbatterien im Segment Voltaforce angelaufen. Im vierten Quartal wurden die ersten Serien-Batteriesysteme für die erste Anwendung im Bergbau ausgeliefert. Daneben war der Geschäftsverlauf vom Bau eines weiteren Prototyps für ein neu konzipiertes Großfahrzeug aus dem Bereich Untertage-Bergbau sowie von der Entwicklung von Leistungselektronik im Segment Voltamotion geprägt. Die relative Zusammensetzung der Kundenstruktur veränderte sich im Jahresverlauf nur leicht durch den Einstieg in das Marktsegment Land- und Bauwirtschaft mit dem ersten Kunden Schäffer. Der Umsatzanteil der US-amerikanischen Tochtergesellschaft Voltabox of Texas betrug im Berichtsjahr rund 12 %. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageErtragslage des Voltabox KonzernsDie Voltabox AG ist am 13. Oktober 2017 erfolgreich an der Börse gestartet. Sie erstellt in diesem Geschäftsjahr erstmals einen eigenen Konzernabschluss, in dem die Voltabox of Texas, Inc. einbezogen ist. Die Vorjahresvergleichszahlen sind den "Combined Financials 2016" entnommen, die für den Börsengang erstellt wurden. Sie sind im Wesentlichen vergleichbar. Der Voltabox Konzern hat mit einem Umsatzwachstum von 88,2 % auf rund 27,3 Mio. Euro (Vorjahr: 14,5 Mio. Euro) die bestehende Wachstumsdynamik auch im Geschäftsjahr 2017 fortgesetzt. Mit einer Konzern-EBIT-Marge von 2,1 % wurde gleichzeitig die Ertragsprognose des Vorstands mit "leicht positivem" Ergebnis erreicht.
5
Quelle: Mining Report 153, 2017, Nr. 2 Der Materialaufwand erhöhte sich unterproportional um 24,3 % auf 16,7 Mio. Euro (Vorjahr: 13,4 Mio. Euro). Damit entwickelt sich die Materialquote planmäßig in einen eingeschwungenen Zustand, sie lag mit 61,1 % (Vorjahr: 92,5 %) deutlich unter dem Vorjahr. Die aktivierten Entwicklungsleistungen reduzierten sich um 12,8 % auf 5,3 Mio. Euro (Vorjahr: 6,0 Mio. Euro), da im Vorjahr projektbedingt höhere Entwicklungsleistungen in den USA angefallen waren. Damit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2017 ein Rohertrag in Höhe von 14,6 Mio. Euro (Vorjahr: 7,0 Mio. Euro), was einer Rohertragsmarge von 53,6 % entspricht (Vorjahr: 48,3 %). Der Personalaufwand stieg vor allem durch die Neueinstellungen im Zusammenhang mit dem operativen Wachstum an den vorhandenen Standorten und der Gründung eines Standortes in Aachen überproportional um 63,1 % auf 6,7 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro). Aufgrund des ebenfalls überproportionalen Umsatzwachstums reduzierte sich die Personalaufwandsquote auf 24,6 % (Vorjahr: 28,4 %). Darlehensgewährungen der Muttergesellschaft an die Voltabox of Texas wurden im Berichtsjahr als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb gewertet. Daraus entstandene Währungskurseffekte werden erstmalig erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Kosten, die im Zusammenhang mit dem Börsengang angefallen sind, wurden erfolgsneutral im Eigenkapital bilanziert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben dadurch mit 4,9 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (Vorjahr 5,0 Mio. Euro). Damit erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: -2,1 Mio. Euro), was einer EBITDA-Marge von 11,0 % entspricht (Vorjahr: -14,7 %). Nach planmäßig erhöhten Abschreibungen von 2,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro) aufgrund verstärkter Abschreibungen auf immaterielles Anlagevermögen durch Serienstarts stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: -3,7 Mio. Euro). Die EBIT-Marge erhöhte sich damit auf 2,1 % (Vorjahr: -25,4 %). Trotz eines in Folge gesunkener Finanzerträge und höherer Finanzierungsaufwendungen reduzierten Finanzergebnisses in Höhe von -0,7 Mio. Euro (Vorjahr: -0,5 Mio. Euro) stieg das Ergebnis vor Steuern (EBT) damit auf -0,1 Mio. Euro (Vorjahr: -4,2 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung geringerer Ertragsteuern aufgrund der erstmaligen Erfassung latenter Steuer auf Verlustvorträge durch Beendigung des Ergebnisabführungsvertrags zum 1. Januar 2018 in Folge des Börsengangs von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) erwirtschaftete der Voltabox Konzern im Berichtszeitraum ein Konzernergebnis vor Verlustübernahme durch die Muttergesellschaft in Höhe von -0,2 Mio. Euro (Vorjahr: -4,7 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Verlustübernahme beträgt 9,7 Mio. Euro (Vorjahr: -0,2 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,86 Euro. Vermögenslage des Voltabox KonzernsDie Vermögenswerte der Voltabox AG haben sich zum Bilanzstichtag hauptsächlich durch die in Folge des Börsengangs zugeflossenen liquiden Mittel deutlich auf 170,8 Mio. Euro erhöht (31. Dezember 2016: 39,0 Mio. Euro). Die langfristigen Vermögenswerte stiegen auf 31,1 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 25,5 Mio. €). Grund für diesen Anstieg sind anhaltende aktivierte Entwicklungskosten aufgrund einer Vielzahl von Neuprojekten im Berichtsjahr in Höhe von 16,2 Mio. Euro (Vorjahr: 12,7 Mio. Euro). Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich auf 139,6 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 13,6 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf die in Folge des Börsengangs zugeflossenen flüssigen Mittel zurückzuführen. Die flüssigen Mittel betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 102,7 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 0,9 Mio. Euro). Aufgrund der veränderten Umsatzzusammensetzung sowie eines starken vierten Umsatzquartals erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund auf 22,1 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 5,8 Mio. Euro). Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich um 2,4 Mio. Euro auf 8,4 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 6,0 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf den Anstieg der latenten Steuern als Folge der nicht mehr vorgenommenen Saldierung mit den aktiven latenten Steuern im Berichtsjahr zurückzuführen ist. Gegenläufig sind die langfristigen Darlehen in Folge von planmäßigen Tilgungen auf 3,5 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 4,5 Mio. Euro) zurückgegangen. Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten verringerten sich ebenfalls deutlich auf 7,4 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 27,5 Mio. Euro). Wesentliche Ursache ist die im Zuge des Börsengangs angekündigte planmäßige Ablösung von Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Konzernmutter paragon AG. Der Rückgang kurzfristiger Darlehensverbindlichkeiten auf 0,5 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 0,7 Mio. Euro) ist durch planmäßige Rückführungen von Kontokorrentlinien bedingt, dagegen stiegen die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten auf 1,3 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 0,8 Mio. Euro) in Folge des Anstiegs des operativen Geschäftsbetriebs. Das Eigenkapital der Voltabox AG erhöhte sich auf 155,0 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 5,5 Mio. Euro). Im Zuge des Börsengangs erhöhte sich sowohl das gezeichnete Kapital durch die Ausgabe neuer Aktien als auch die Kapitalrücklage durch den realisierten Ausgabepreis neuer Aktien. Vor diesem Hintergrund erhöhte sich die Bilanzsumme und die Eigenkapitalquote stieg zum Bilanzstichtag erwartungsgemäß auf 90,8 % (31. Dezember 2016: 14,0 %). Finanzlage des Voltabox KonzernsDer Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verringerte sich im Berichtszeitraum auf -15,0 Mio. Euro (Vorjahr: 6,6 Mio. Euro). Ursachen sind die deutliche Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des starken vierten Umsatzquartals sowie die planmäßige Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen des Börsengangs. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit blieb mit 6,0 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 6,2 Mio. Euro). Diese Entwicklung resultiert neben einem Zahlungseingang aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) und der Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro) im Wesentlichen durch die Zunahme der Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte um 9,0 % auf 5,3 Mio. Euro zunahmen (Vorjahr: 4,9 Mio. Euro). Der stark gestiegene Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 122,7 Mio. Euro (Vorjahr: -0,2 Mio. Euro) ist im Wesentlichen auf die Mittelzuflüsse aus dem Börsengang und den Rückführungen von Darlehensverbindlichkeiten zurückzuführen. Der Finanzmittelbestand erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 102,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf die Mittelzuflüsse aus dem Börsengang zurückzuführen ist. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Voltabox KonzernsDie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stand im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Zeichen eines starken Umsatzwachstums und des Börsengangs. Die Ertragslage hat im Wesentlichen vom Umsatzwachstum und der Normalisierung der Materialeinsatzquote profitiert. Darüber hinaus trugen die anhaltend und in ähnlicher Höhe aktivierten Entwicklungsleistungen und die konstanten sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie die unterproportional steigenden Personalaufwendungen vor dem Hintergrund der Ausweitung des Geschäftsbetriebs im Konzern zur Verbesserung der Ertragslage bei. Darüber hinaus ist die Vermögenslage insbesondere durch den Börsengang und die damit verbundenen Mittelzuflüsse bei gleichzeitigem Anstieg des Eigenkapitals positiv beeinflusst, ebenso verbesserte sich die Finanzlage zum Bilanzstichtag infolge des Barmittelzuflusses trotz der Rückführung von Darlehensverbindlichkeiten deutlich. Ertragslage der Voltabox AG (Einzelabschluss)Die Voltabox AG ist am 13. Oktober 2017 erfolgreich an der Börse gestartet. Sie veröffentlicht in diesem Geschäftsjahr erstmals einen eigenen Jahresabschluss. Die Voltabox AG hat mit einem Umsatzwachstum von 73,2 % auf rund 24,6 Mio. Euro (Vorjahr: 14,2 Mio. Euro) die bestehende Wachstumsdynamik auch im Geschäftsjahr 2017 fortgesetzt. Die EBIT-Marge beträgt, beeinflusst im Wesentlichen durch die im Geschäftsjahr angefallenen Kosten des Börsengangs, -38,7 % (Vorjahr: -29,7 %). Der Materialaufwand erhöhte sich um 43,1 % auf 16,0 Mio. Euro (Vorjahr: 11,2 Mio. Euro). Damit entwickelt sich die Materialquote planmäßig in einen eingeschwungenen Zustand, sie lag mit 65,0 % (Vorjahr: 78,8 %) deutlich unter dem Vorjahr. Damit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2017 ein Rohertrag in Höhe von 8,2 Mio. Euro (Vorjahr: 3,0 Mio. Euro), was einer Rohertragsmarge von 33,3 % entspricht (Vorjahr: 21,0 %). Der Personalaufwand stieg vor allem durch die Neueinstellungen im Zusammenhang mit dem operativen Wachstum an den vorhandenen Standorten und der Gründung einer Niederlassung in Aachen unterproportional zum Umsatzanstieg um 63,5 % auf 4,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2,7 Mio. Euro). Aufgrund des überproportionalen Umsatzwachstums reduzierte sich die Personalaufwandsquote auf 18,1 % (Vorjahr: 19,2 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen insbesondere durch die Kosten des Börsengangs in Höhe von 8,9 Mio. Euro auf 12,5 Mio. Euro (Vorjahr 3,6 Mio. Euro). Damit erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf -8,7 Mio. Euro (Vorjahr: -3,3 Mio. Euro), was einer EBITDA-Marge von -35,5 % entspricht (Vorjahr: -23,6 %). Nach leicht gesunkenen Abschreibungen von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro), reduzierte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf -9,5 Mio. Euro (Vorjahr: -4,2 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung der Kosten für den Börsengang ergibt sich ein bereinigtes EBIT von -0,7 Mio (Vorjahr: -4,2 Mio. Euro) auf. Die EBIT-Marge verringerte sich auf -38,7% (Vorjahr: -29,7 %). In Folge höherer Finanzierungsaufwendungen reduzierte sich das Finanzergebnis in Höhe von -0,4 Mio. Euro (Vorjahr: -0,2 Mio. Euro), das Ergebnis vor Steuern (EBT) verringerte sich auf -9,9 Mio. Euro (Vorjahr: -4,5 Mio. Euro). Die Voltabox AG weist im Berichtszeitraum vor Ergebnisabführung einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -9,9 Mio. Euro (Vorjahr: -4,5 Mio. Euro) aus. Vermögenslage der Voltabox AGDie Vermögenswerte der Voltabox AG haben sich zum Bilanzstichtag hauptsächlich durch die, in Folge des Börsengangs, zugeflossenen liquiden Mittel deutlich auf 155,5 Mio. Euro erhöht (31. Dezember 2016: 19,3 Mio. Euro). Die langfristigen Vermögenswerte gingen leicht auf 2,5 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 2,7 Mio. Euro) zurück. Die Finanzanlagen erhöhten sich durch die Übernahme eines Darlehens an die Voltabox of Texas, das bisher von der paragon AG begeben war, in Höhe von 18,6 Mio. Euro. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich auf 134,4 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 16,6 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf die in Folge des Börsengangs zugeflossenen flüssigen Mittel zurückzuführen. Diese betragen nunmehr 102,7 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 0,9 Mio. Euro). Aufgrund der Umsatzzusammensetzung sowie Änderungen im Produktmix sowie eines starken vierten Umsatzquartals erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund auf 19,8 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 5,5 Mio. Euro). Dabei wurden bei einem wichtigen Kunden Zahlungsbedingungen geändert. Die Rückstellungen stiegen um 1,1 Mio. Euro infolge der Ausweitung des Geschäfts auf 1,2 Mio. Euro an. Dies war auch die Ursache für den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 0,4 Mio. Euro auf 3,3 Mio. Euro. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen verringerten sich deutlich um 13,8 Mio Euro auf 0,1 Mio. Euro. Infolge des Börsengangs konnte die Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Konzernmutter paragon AG planmäßig wie zum Börsengang angekündigt abgelöst werden. Das Eigenkapital der Voltabox AG erhöhte sich auf 149,9 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 0,2 Mio. Euro). Im Zuge des Börsengangs erhöhte sich sowohl das gezeichnete Kapital durch die Ausgabe neuer Aktien als auch die Kapitalrücklage durch den realisierten Ausgabepreis neuer Aktien. Vor diesem Hintergrund erhöhte sich die Bilanzsumme und die Eigenkapitalquote stieg zum Bilanzstichtag erwartungsgemäß auf 96,4 % (31. Dezember 2016: 1,1 %). Finanzlage der Voltabox AGDer Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verringerte sich im Berichtszeitraum auf -9,8 Mio. Euro (Vorjahr: 6,6 Mio. Euro). Ursachen sind die deutliche Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des starken vierten Umsatzquartals sowie die planmäßige Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen des Börsengangs. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist im Berichtszeitraum um 13,3 Mio. Euro auf 19,5 Mio. Euro (Vorjahr: 6,2 Mio. Euro) gestiegen. Diese Entwicklung resultierte zum einen aus der Abnahme der Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen um 13,2 % auf 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro) und aufgrund der Abnahme der Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte um 96,5 % auf 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 4,9 Mio. Euro) zum anderen stiegen die Ausleihungen an die Tochtergesellschaft Voltabox of Texas, Inc. durch die Übernahme von der paragon AG deutlich auf 18,6 Mio. Euro. Der Finanzmittelbestand erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 102,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf die Mittelzuflüsse aus dem Börsengang zurückzuführen ist. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten betrug in 2017 131,0 Mio. Euro (Vorjahr: -0,2 Mio. Euro). Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Voltabox AGDie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stand im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Zeichen eines starken Umsatzwachstums und des Börsengangs. Die Ertragslage hat im Wesentlichen vom Umsatzwachstum und der Normalisierung der Materialeinsatzquote profitiert. Darüber hinaus ist die Vermögenslage insbesondere durch den Börsengang und die damit verbundenen Mittelzuflüsse bei gleichzeitigem Anstieg des Eigenkapitals positiv beeinflusst, ebenso verbesserte sich die Finanzlage zum Bilanzstichtag infolge des Barmittelzuflusses trotz der Rückführung von Darlehensverbindlichkeiten deutlich. Chancen- und RisikoberichtZur Ermittlung von Chancen und Risiken in der Unternehmensentwicklung hat Voltabox ein umfangreiches Risikomanagementsystem etabliert, das sich an das seit Jahren bewährte System der Konzernmutter paragon AG anlehnt. Das nachfolgend erläuterte Risikomanagement bezieht sich gleichermaßen auf die Voltabox AG wie auch auf den Voltabox Konzern. In regelmäßig erstellten Risikoberichten aus allen Unternehmensbereichen wird die Unternehmensführung über Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Schadenshöhe der Risiken informiert. Die Risikoberichte enthalten eine Einschätzung zu den Risiken sowie Vorschläge für entsprechende Gegenmaßnahmen. Zu den Risikomanagementzielen und -methoden in Bezug auf die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten verweisen wir auf die Angaben im Anhang. ChancenberichtChancenDer Internationale Währungsfond geht in seinem aktuellen Ausblick von einem weltweiten Wirtschaftswachstum von bis zu 3,9% aus, für Deutschland werden 2,5% und für die USA 2,7% Wirtschaftswachstum erwartet. Vor diesem Hintergrund ergeben sich Chancen für Voltabox in den Geschäftssegmenten Voltapower, Voltaforce und Voltamotion. Der Vorstand verfolgt bereits seit Jahren das Ziel, durch gezielt akquirierte Aufträge mit Marktführern in den definierten Kern-Märkten Umsatz- / und Marktanteile zu sichern und auszubauen. Durch Anwendungsorientierte, kundenspezifische Systeme, entwickelt aus dem Baukastenprinzip und hergestellt in großen Serienstückzahlen wird dabei ein optimaler Kundennutzen, handfeste wirtschaftliche Vorteile beim Kunden mit einer kostenoptimierten Fertigung realisiert. Der Megatrend Elektromobilität hat im zurückliegenden Jahr weiter an Bedeutung und öffentlicher Aufmerksamkeit zugenommen. Voltabox in einzelnen Zielmärkten für Investitionsgüter - wie beispielsweise Trolleybusse für den öffentlichen Personennahverkehr, in der Intralogistik eingesetzte Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme in der vernetzten Produktion, Starterbatterien für den Motorradmarkt sowie im Untertageabbau eingesetzte Minenfahrzeuge - bereits zu ersten Anwendungen geführt. Zu den Zielmärkten gehören aktuell der öffentliche Personennahverkehr, in dem Voltabox bereits seit fast 5 Jahren Batteriesysteme für Trolleybusse liefert, sowie der Markt für Logistik (Gabelstapler, Fahrerlose Transportsysteme). Darüber hinaus ergeben sich für Voltabox im Geschäftssegment Elektromobilität große Chancen aus weiteren Anwendungsmöglichkeiten für die von den Voltabox-Tochtergesellschaften entwickelten Lithium-Ionen-Batteriesysteme. Im Ergebnis bestehen für Voltabox insbesondere mittelfristig folgende bedeutsamen Chancen:
Insgesamt kann Voltabox mithilfe starker Kunden und Kooperationspartner von den Substitutionseffekten partizipieren, die für die Anwender aus den ökonomischen Vorteilen gegenüber den bisher verwendeten Blei-Säure-Batterien oder Diesel-Aggregaten resultieren. In diesen schnell wachsenden Teilmärkten besteht für Voltabox die Chance, den relativen Marktanteil innerhalb kurzer Zeit signifikant zu steigern und somit eine jeweils führende Marktposition zu besetzen. Die Nischenstrategie einer Diversifikation bietet mittelfristig auch große Absatzchancen in weiteren Teilmärkten, mit den dort einsetzenden, ähnlichen Substitutionseffekten. Hierzu gehören etwa Nutzfahrzeuge der öffentlichen Ver- und Entsorgung, Schienenfahrzeuge, sowie Fahrzeuge und Maschinen des Baugewerbes, Vorfeldfahrzeuge an Flughäfen, etc. Entscheidend hierfür sind regelmäßig die besonders hohen Anforderungen der Anwender an die Leistungskraft, Sicherheit und Zuverlässigkeit der von den Voltabox-Tochtergesellschaften entwickelten Lithium-Ionen-Batteriesysteme. Schließlich hat Voltabox mit Starterbatterien für Motorräder bereits ein erstes Segment des weltweiten Marktes für konventionell und hybrid angetriebene Fahrzeuge erschlossen und mit der Entwicklung einer Batterie für den Motorsport seine Produktpalette erweitert. Eine frühe Marktbesetzung bietet auch hier die Chance, an der weiteren Marktdurchdringung von Lithium-Ionen-Batterien in diesem sehr großen Markt überproportional teilzuhaben. Im Rahmen des globalen Pkw-Massenmarktes besteht für Voltabox darüber hinaus die Chance, das Segment der modernen 48V-Lithium-Ionen-Batteriesysteme für Hybrid-Pkws frühzeitig besetzen zu können. Gesamtwürdigung der ChancenlageDurch die regelmäßige und strukturierte Überwachung der Chancen im Voltabox Konzern und auf den relevanten Absatzmärkten sowie die interne barrierefreie Kommunikation auf den verschiedenen Führungsebenen ist die Unternehmensführung in der Lage, Chancen für den Konzern zu identifizieren. Die konsequente Nutzung von Geschäftschancen in Form von Planungsanpassungen kann einen erheblichen positiven Beitrag zur strategischen und operativen Absicherung des Unternehmenserfolgs leisten. Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 wurden sowohl externe als auch interne Chancen identifiziert, die im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich unverändert bestehen. Die Bedeutung der aufgezeigten Chancen sowie die daraus resultierenden positiven Auswirkungen auf die für das Geschäftsjahr 2018 prognostizierten finanziellen Leistungsindikatoren - und somit auf die kurzfristige Entwicklung des Voltabox Konzerns insgesamt - wird zusammenfassend als gering eingestuft. Der Vorstand erwartet daher die im Prognosebericht erläuterte, positive Entwicklung des Geschäftsverlaufs. RisikoberichtRisikomanagementIm Rahmen einer risikoorientierten Unternehmensführung nutzt die Voltabox AG und ihre Tochterunternehmen (zusammen auch "Voltabox" oder "Voltabox Konzern") ein umfassendes Risikomanagementsystem, das sich an das seit Jahren bewährte System der Konzernmutter paragon AG anlehnt. Die im Risikobericht dargestellten Ausführungen zum Risikomanagement, zu den Chancen und Risiken beziehen sich dabei sowohl auf die Voltabox AG als auch auf den Voltabox Konzern. Risiken werden im Voltabox Konzern nicht nur als den Bestand des Unternehmens gefährdende, sondern auch als den Geschäftserfolg beeinflussende Aktivitäten, Ereignisse und Entwicklungen definiert. Besondere Berücksichtigung finden dabei Risiko-Konzentrationen, z.B. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden, Lieferanten, Produkten oder Ländern. Bei den wesentlichen Risiken werden gegenseitige Abhängigkeiten und Einflussnahmen berücksichtigt, da sich einzelne Risiken gegenseitig verstärken können oder es zwischen ihnen zu Kompensationseffekten kommen kann. Darüber hinaus werden auch Chancen unter dem Risiko-Begriff subsumiert. Wir verstehen unter Geschäftserfolg messbare Größen, wie z.B. den Umsatz und das EBIT. In den Auswertungen der jeweiligen Prozesseigner werden die Risiken deshalb in diesen Größenordnungen dargestellt. Zur Risikobewertung wird immer das Ergebnisrisiko zu Grunde gelegt. Ein Risiko ist die Möglichkeit, dass eine Bedrohung unter Ausnutzung einer Schwachstelle Schaden an einem Objekt oder den Verlust eines Objektes und damit direkt oder indirekt einen Schaden verursachen kann. Ziel ist es, auch diese Risiken zu erkennen und zu bewerten, um auf dieser Basis geeignete und angemessene Sicherheitsmaßnahmen auswählen zu können. Risiken sind eine Funktion folgender Parameter:
Strategische Unternehmensführung und RisikomanagementZielsetzung des Risikomanagements ist es, den Fortbestand des Unternehmens, d.h. seine zukünftige Entwicklung und Ertragskraft zu sichern, sowie die Risiken zu reduzieren, die eine Verletzung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der verwendeten oder enthaltenen Informationen und Daten im Rahmen der Ausführung von Tätigkeiten zur Folge haben. Aufgabe des Risikomanagements ist es auch, Abweichungen von den Unternehmenszielen und somit das Verlassen des vorgezeichneten Rahmens frühzeitig anzuzeigen, um ein rechtzeitiges Gegensteuern zu ermöglichen. Die risikopolitischen Leitsätze hierzu sind im Risikohandbuch definiert. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand. Das Risikomanagement der jeweiligen Standorte wird durch regelmäßige (Vorort-, Video- und Telefon-) Besprechungen mit den jeweiligen leitenden Führungskräften ausreichend abgedeckt und gesichert. Der Vorstand informiert sich so direkt und die entsprechenden Risiken werden durch den Vorstand kontinuierlich überwacht und gesteuert. Auch in Risikofeldern, in denen eine Quantifizierung nicht möglich oder sinnvoll ist, wird daran gearbeitet, Risikofaktoren zu identifizieren. Zentrales RisikomanagementEine wichtige Rolle im Risikomanagement- und Steuerungsprozess kommt dem zentralen Risikomanagement zu. Im Rahmen der Verantwortung für die Risikosituation des Unternehmens überträgt der Vorstand die Aufgabe der Durchführung der permanenten Risikomanagement-Aktivitäten an das zentrale Risikomanagement. Die Zuständigkeit für das zentrale Risikomanagement liegt bei der kaufmännischen Leitung. Das zentrale Risikomanagement von Voltabox hat die Aufgabe, sämtliche Risikomanagementfunktionen des dezentralen Risikomanagements zu koordinieren, die Risikoanalysen auszuwerten und zum Risiko-Reporting zu verdichten, sowie das Risikomanagement-System weiterzuentwickeln. Das zentrale Risikomanagement bestimmt die Berichtszyklen und definiert, gemeinsam mit dem Vorstand die Schwellenwerte für die Risiken, bei deren Überschreiten ein Risikocontrolling-Bericht außerhalb der obligatorischen Berichtspflichten erstellt werden muss. Sowohl die Schwellenwerte als auch die Berichtszyklen orientieren sich an der Relevanz der Risiken. Das zentrale Risikomanagement unterstützt die dezentralen Risiko-Manager bei der Erstellung der Risikoanalysen und überprüft deren Rücklauf und Plausibilität. Es fasst die einzelnen Risikoberichte in einem gemeinsamen Dokument zusammen. Somit können Wechselwirkungen zwischen den Risiken analysiert und die Gesamtrisiko-Situation der Voltabox erfasst, bewertet und kommentiert werden. Diese Zusammenfassung wird als Risiko-Reporting bezeichnet. Dieser Aufgabe wird besondere Bedeutung beigemessen, da die Zielsetzung eines integrierten Risikomanagement-Systems die ganzheitliche Betrachtung der Risikosituation eines Unternehmens ist. Das Risiko-Reporting dient als Basisinformation für die Aussagen zur Risikosituation der Voltabox im Lagebericht. Gemeinsam mit den dezentralen Risiko-Managern werden neue Risikobewältigungsmaßnahmen entwickelt bzw. bereits existierende angepasst. Dezentrales RisikomanagementDas dezentrale Risikomanagement ist bei Voltabox in den Fachbereichen bzw. Standorten angesiedelt. Die Bereichs- und Prozessverantwortlichen als dezentrale Risiko-Manager sind verantwortlich für das Risikomanagement in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen. Das dezentrale Risikomanagement berichtet im Rahmen des Risiko-Controllings über die Entwicklung der Risiken in diesen Bereichen. Jeweils zum Berichtszyklus-Termin ist von den dezentralen Risikomanagern die Analyse der Risiken zu erstellen, für die sie verantwortlich sind. Dabei liegt der Fokus auf der Beschreibung der zu erwartenden Entwicklung des Risikos. In Abhängigkeit davon sind Maßnahmen zur künftigen Risikobewältigung oder der Verbesserung vorhandener Bewältigungsmaßnahmen zu entwickeln und als Vorschlag zur Umsetzung in den Controlling-Bericht aufzunehmen. Die Entscheidung über die Umsetzung obliegt dem Vorstand. Daneben ist der Vorstand während des gesamten Jahres unverzüglich über eingetretene Risiken zu informieren. (Sogenanntes Ad-hoc-Risiko-Reporting). In regelmäßigen Abständen werden Einzelgespräche mit den dezentralen Risikomanagern geführt. Risiko-MonitoringDas Risiko-Monitoring ist gemeinsame Aufgabe des dezentralen und des zentralen Risikomanagements. Dazu werden vom dezentralen Risikomanager Frühwarnindikatoren für die kritischen Erfolgsfaktoren definiert, die vom zentralen Risikomanagement überwacht werden. Sobald die definierten Schwellenwerte erreicht werden, wird ein Risiko-Reporting vom dezentralen Risikomanager erstellt, d.h. eine Prognose der zu erwartenden Auswirkungen des Risikoeintritts für Voltabox. Diese Prognosen sollen durch Szenario-Analysen ergänzt werden, die unterschiedliche Datenkonstellationen berücksichtigen. Das Risiko-Monitoring dient so als eine Art Wissensverstärker für Managemententscheidungen, da versucht wird, die Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Unternehmensentwicklung bzw. Risikosituation zu reduzieren. Anhand dieser Informationen und der Maßnahmenvorschläge der dezentralen Risiko-Manager sowie des zentralen Risikomanagements entscheidet der Vorstand, ob und in welchem Umfang Maßnahmen zur Risikobewältigung zu ergreifen sind oder ob eine Anpassung der Unternehmensziele erforderlich ist. Sowohl die Verfolgung der Frühwarnindikatoren, die Überwachung der zugehörigen Schwellenwerte als auch die Durchführung der Szenario-Analysen obliegt dem dezentralen Risikomanagement. Risiko-ReportingDer monatliche Bericht an den Vorstand enthält alle im Berichtsmonat neu aufgenommenen Risiken sowie die Risiken, deren Veränderungen zum Vormonat größer gleich 50% betragen haben. Für Risiken, die eine Veränderung von 100% oder mehr im Vergleich zum Vormonat aufweisen, besteht eine ad-hoc-Berichtspflicht an den Vorstand durch das zentrale Risikomanagement und eine Berichtspflicht des Vorstandes innerhalb der folgenden 24 Stunden nach Kenntniserlangung des Risikos an den Aufsichtsrat. Die von Voltabox im Rahmen des Risiko-Monitoring laufend analysierten Risiken lassen sich folgenden Risiko-Kategorien zuordnen, die jeweils in Einzelrisiken unterteilt werden:
Insgesamt waren zum Ende des Berichtsjahres im Voltabox Konzern 15 Einzelrisiken erfasst. Von diesen Einzelrisiken war nach Einschätzung der Voltabox AG keines bestandsgefährdend. Lediglich ein Risiko wurde von der Gesellschaft mit mehr als 1 Mio. Euro bewertet. Dieses betrifft mit rund 1,5 Mio. Euro einen Forderungsausfall aus Lieferungen und Leistungen. RisikenStrategische und Umfeld-RisikenDie gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird wegen ihres möglichen Einflusses auf das Nachfrageverhalten in den wesentlichen Märkten der Voltabox (wie dem öffentlichen Personennahverkehr, der Intralogistik und dem Bergbau) insbesondere in Deutschland und Europa, aber auf Grund seiner strategischen Bedeutung auch der amerikanische Markt im Rahmen des Risikomanagementsystems beobachtet. Daraus können sich grundlegende Veränderungen des Angebots- und Nachfrageverhaltens auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten für Voltabox ergeben. So könnte ein längerfristiger konjunktureller Abschwung, ggf. durch wirtschaftspolitische Maßnahmen einzelner Teilmärkte wie beispielsweise den USA ausgelöst, zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen. Insbesondere könnte eine politisch motivierte Abkehr vom regelbasierten internationalen Handelssystem oder dessen Störung durch vereinzelte protektionistische Maßnahmen zu Verwerfungen in den globalen Wertschöpfungsketten führen. Aufgrund der Präsenz des Voltabox Konzerns mit eigenen Produktionsstandorten in den USA sowie der spezifischen Kunden-/Produktstruktur schätzt der Vorstand das Gesamtrisiko protektionistischer Einflussnahmen auf die Ertragslage als gering ein. MarktrisikenSeit Jahren baut Voltabox seine wachsende Marktposition als etablierter und innovativer Lieferant von Batteriesystemen für den industriellen Einsatz aus, zunehmend auch für große Kunden im Bereich der Elektromobilität. Die beiden größten Absatzmärkte Westeuropa und USA sind dabei auch im Jahr 2017 erwartungsgemäß weiter gewachsen. Im Geschäftsjahr 2018 wird die Wachstumsdynamik der von Voltabox besetzten Teilmärkte und damit auch des globalen Absatzmarkts nach Ansicht des Marktforschungsinstituts IdTecEX6 voraussichtlich erhalten bleiben. Aufgrund seiner spezifischen Kunden-/Produktstruktur konnte Voltabox im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 88,2 % deutlich schneller als der Markt wachsen. Das führt der Vorstand einerseits darauf zurück, dass die größten Kunden von Voltabox zu den Gewinnern innerhalb des Megatrends Elektromobilität zählen und darüber hinaus über sehr gute Zukunftsperspektiven verfügen. Die zunehmende Elektrifizierung von Mobilität in allen Bereichen des täglichen Lebens, wie auch der industriellen Produktion führt zu einer deutlich spürbar steigenden Nachfrage nach Batteriesystemen aber auch zunehmend nach integrierten Gesamtlösungen zur Elektrifizierung. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren unter den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter fortsetzen und voraussichtlich noch verstärken. Die Konzentration auf spezifische Marktnischen sowie die enge Bindung an zentrale Kunden prägen die strategische Positionierung von Voltabox. Die Absatzchancen und -risiken werden über ein umfassendes operatives Vertriebscontrolling bewertet. Feste Bestandteile dieser Systematik sind die Analyse von Markt- und Wettbewerbsdaten, eine rollierende Planung für den kurz- und mittelfristigen Zeitraum sowie regelmäßige Abstimmungsgespräche zwischen Vertrieb, Entwicklung, Produktion und Einkauf. Das in den letzten Jahren entwickelte und perfektionierte Baukastensystem der Voltabox ermöglicht es, eine Vielzahl am Markt verfügbarer Zelltechnologien und Zellentypen anwendungsoptimiert einzusetzen und dokumentiert die grundsätzliche Unabhängigkeit von einzelnen Produktgruppen und Kunden. In sehr kurzen Entwicklungszeiten können so auf den jeweiligen Kundennutzen perfekt zugeschnittene Batteriesysteme angeboten werden. Aufgrund der im Geschäftsjahr 2017 noch relativ großen Konzentration auf wenige Kunden könnte der Verlust eines bedeutenden Kunden mittelfristig erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Aufgrund der langjährigen Vertragslaufzeiten für die Rahmenverträge mit unseren Kunden würde sich der Verlust eines zentralen Kunden allerdings frühzeitig ankündigen. Diesem Risiko begegnet Voltabox durch umfassende Entwicklungsarbeit von Produktinnovationen sowie detaillierte permanente Auftragsbestandsanalysen im Rahmen der Risikofrüherkennung sowie durch die Verbreiterung der Kundenbasis durch umfassende Vertriebsaktivitäten in unseren definierten Kernmärkten. Der Innovationsprozess von Voltabox wird durch eine eigenständige Produktentwicklung unter Berücksichtigung der ermittelten und erwarteten Trends und Tendenzen im Markt geprägt. Es wird also nicht nur auf Anfragen und Lastenhefte der Interessenten hin entwickelt, sondern insbesondere auch durch das im April 2017 in Aachen gegründete Entwicklerteam an der vertikalen Integration gearbeitet. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Anbieter von Komplettlösungen Voltabox entwickelt eigene, neuartige Lösungen, die gemeinsam mit Pilotkunden umgesetzt und anschließend einem breiteren Kundenkreis in sorgsam ausgewählten Zielmärkten angeboten werden. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass eine Produktentwicklung nicht die erwarteten Stückzahlen erreicht oder sich der wirtschaftliche Erfolg geringer oder später als ursprünglich geplant einstellt. Operative RisikenIn der Gruppe der operativen Risiken stehen für Voltabox derzeit die Tätigkeiten im Bereich Forschung & Entwicklung, in der Materialwirtschaft und Produktion sowie in der Informationstechnologie im Mittelpunkt der Betrachtung. Der Markt für Elektromobilität unterliegt einem disruptiven, dynamischen und technologischen Wandel. Der künftige wirtschaftliche Erfolg von Voltabox wird daher von der Fähigkeit abhängen, rechtzeitig und kontinuierlich neue, innovative Produkte zu entwickeln und diese erfolgreich im Markt einzuführen. Voraussetzung hierfür ist, dass neue technologische Entwicklungen rechtzeitig erkannt und zusammen mit den Kunden umgesetzt werden. Sollte Voltabox zukünftig nicht oder nicht rechtzeitig neue Trends, Kundenanforderungen oder die jeweilige technologische Weiterentwicklung erkennen, umsetzen und neue Produkte entwickeln und die bestehenden Produkte unter entsprechender Beachtung betriebswirtschaftlicher Grundsätze weiter entwickeln oder anpassen können, kann dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Darüber hinaus könnten Entwicklungsaufwendungen verloren sein, wenn die Kunden von Voltabox keine Aufträge für die Serienproduktion erteilen oder die von Voltabox absetzbaren Stückzahlen deutlich hinter den Erwartungen zurück bleiben. Vor dem Hintergrund des Anteils aktivierter Entwicklungsleistungen in der Bilanz könnte sich eine entsprechende Wertberichtigung der immateriellen Vermögensgegenstände negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Im engen Austausch mit den Entwicklungsabteilungen der zentralen Kunden trägt Voltabox mit vielfältigen Entwicklungsprojekten und neuartigen Lösungen zu Produktinnovationen bei. Wesentliche Abweichungen von den Projektzielen in zeitlicher und monetärer Hinsicht können Kosten- und Rechtsrisiken (z.B. Vertragsstrafen) nach sich ziehen. Ein laufendes Entwicklungs- und Projektcontrolling soll damit verbundene Risiken begrenzen. In den vergangenen Jahren ist es Voltabox gelungen, durch die Nutzung vorhandener und neuer Vertriebskanäle Zusatzgeschäfte mit neuen Produkten und Kunden zu generieren. Beispielsweise konnten mit Kunden wie Schäffer Maschinenfabrik GmbH, Erwitte erstmals auch auf dem Markt der Landmaschinen Kunden mit eigenen Produktentwicklungen gewonnen werden. Mit kontinuierlichen Investitionen in Maschinen und Anlagen stellt Voltabox sicher, dass die Produktionsanlagen an beiden Standorten den hohen Anforderungen der Elektromobilität entsprechen. Das abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt von steigenden Preisen für Aluminium, welches für die Produktion von Batteriemodulen verwendet wird, sowie für das Basismaterial zur Herstellung von Leiterplatten. Voltabox nutzte den weltweiten Preiswettbewerb auf allen relevanten Beschaffungsmärkten und sicherte durch Rahmenverträge, Jahresvereinbarungen und langfristige Lieferantenbeziehungen einen wesentlichen Teil der Beschaffungspreise ab. Voltabox bezog im Berichtsjahr rund 34 Prozent des Einkaufswertes von europäischen Vertragspartnern, der restliche Einkauf erfolgt direkt in Asien und in den USA. Die Zahlungsbedingungen werden vom Vorstand als im Branchenvergleich überdurchschnittlich angesehen. Reguläre Einkaufswährung ist der Euro, aber zu einem steigenden Anteil von 65 Prozent im Berichtsjahr auch der US-Dollar. Durch die erwarteten Umsatzsteigerungen wird das Einkaufsvolumen in US-Dollar weiterhin steigen. Währungsrisiken entstehen vorwiegend für Beschaffungen in US-Dollar, die für den europäischen Währungsraum bestimmt sind, sowie durch das in EUR begebene Darlehen an die Tochter in den USA. Diese Risiken werden beschaffungsseitig durch Preisgleitklauseln und insgesamt durch weitere geeignete Maßnahmen minimiert. Voltabox hat im zurückliegenden Jahr wesentliche kaufmännische Funktionen aus der Muttergesellschaft paragon ausgegliedert und selbstständig besetzt. Zwei Funktionsbereiche werden zurzeit weiterhin von der paragon abgedeckt und zu marktüblichen Preisen an die Voltabox verkauft. Einerseits ist das der Bereich Investor Relations der durch den zentralen Bereich der paragon abgedeckt ist, andererseits der Bereich EDV, der insbesondere in Bezug auf das Netzwerk und dessen Betreuung in der Hand der zentralen IT-Abteilung der paragon liegt. Entsprechende Serviceverträge wurden geschlossen. Durch eine weite Verbreitung der Informationstechnologie (IT) und eine umfangreiche Vernetzung mit Hilfe des Internets steigen IT-Risiken wie der Ausfall von Hardware oder der unbefugte Zugriff auf Daten und Informationen des Unternehmens. Um mögliche Gefahren abzuwenden, hat paragon, als Dienstleister der Voltabox, in Zusammenarbeit mit spezialisierten externen Fachunternehmen moderne Sicherheitslösungen etabliert, die Daten und IT-Infrastruktur schützen. Im Geschäftsjahr 2017 hat das Unternehmen die Modernisierung der IT-Infrastruktur weiter vorangetrieben und die Voltabox AG auf eine neue, integrierte Unternehmenssoftware-Software (ERP - Enterprise Ressource Planning) umgestellt sowie den neuen Standort in Aachen an die IT Landschaft angebunden. Hierbei kamen die in den letzten Jahren aufgebauten Server und Systeme zum Einsatz. Dadurch konnten Synergien in den Abläufen und in der Zusammenarbeit erzielt werden. Schließlich wurden verschiedene Sicherheitsmaßnahmen etabliert, um das Unternehmen vor Gefahren aus dem Internet (Cyber-Attacken) zu schützen. Finanzwirtschaftliche RisikenIn der Gruppe der finanzwirtschaftlichen Risiken beobachtet Voltabox neben Zinsänderungs-, Liquiditäts- und Währungsrisiken insbesondere Risiken durch Forderungsausfall sowie Bilanzrisiken und steuerliche Risiken. Von diesen Risiken hat die Gesellschaft mit rund 1,5 Mio. Euro nur einen Forderungsausfall aus Lieferungen und Leistungen als bedeutend identifiziert. Die übrigen Risiken werden von der Gesellschaft als gering bedeutend bewertet. Zinsänderungsrisiken sind für Voltabox nahezu bedeutungslos, da nur für die Gebäudefinanzierung am Standort USA langfristige Verbindlichkeiten und diese mit festen Zinssätzen vereinbart sind. Vereinbarungen über die Einhaltung von Finanzkennzahlen (Financial Covenants) bestehen grundsätzlich mit keinem der Kreditinstitute, mit denen Voltabox zusammenarbeitet. Die Zahlungsfähigkeit sichert die Gesellschaft grundsätzlich durch eine umfassende Planung und Kontrolle der Liquidität ab. Diese Planungen werden auf kurz-, mittel- und langfristiger Basis erstellt. Darüber hinaus verfügt Voltabox über ein konsequentes Debitorenmanagement, um einen zeitnahen Mittelzufluss sicherzustellen. Ein wesentlicher Teil der Forderungen ist zusätzlich über eine Warenkreditversicherung oder über Debitoren-Bürgschaften abgesichert. Eine zusätzliche Möglichkeit zur kurzfristigen Finanzierung besteht in der Form von Factoring-Vereinbarungen. Im Oktober ist die Voltabox AG erfolgreich an die Börse gegangen. Vom Grundkapital von 15.825.000 Aktien wurden 5.825.000 in den Handel gebracht. Hierdurch ist dem Unternehmen ein Bruttoemissionserlös von 139,8 Mio. Euro als Barmittel zugeflossen. In 2017 hat Voltabox damit die Liquidität und die Finanzkraft deutlich gestärkt. Weitere 500.000 Aktien hat die paragon AG im Rahmen des Börsengangs veräußert, zum 31. Dezember 2017 betrug der Anteil der paragon AG an der Voltabox AG 60 %. Die Gesellschaft überwacht mögliche Währungsrisiken auf der Beschaffungs- und Absatzseite anhand fortlaufend überprüfter Devisenkurserwartungen. Zurzeit setzt Voltabox keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken ein. Der Umfang der Risiken aus Finanzinstrumenten (wie z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten) wird im Konzernanhang ausführlich dargestellt. Management- und OrganisationsrisikenIn dieser Risikogruppe beobachtet Voltabox derzeit insbesondere die sich aus der Wachstumsstrategie ergebenden Risikofelder. Hierzu gehören insbesondere personalwirtschaftliche und organisatorische Risiken wie auch Management- und Kommunikationsrisiken. Mit klaren Zuordnungen und Abgrenzungen in den jeweiligen Verantwortungsbereichen der Unternehmensführung sollen fehlende Schnittstellen oder Funktionsüberschneidungen vermieden werden. Derzeit sieht der Vorstand hier keine wesentlichen Risiken für Voltabox. Allerdings ist die Gesellschaft grundsätzlich von der Bindung von qualifiziertem Personal und Personen in Schlüsselpositionen abhängig. Der zukünftige wirtschaftliche Erfolg von Voltabox hängt in erheblichem Umfang von der weiteren Mitwirkung ihrer Führungskräfte, leitenden Mitarbeiter und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen ab. Dies gilt insbesondere für die qualifizierten Mitarbeiter in den Bereichen Management, Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb. Die Gesellschaft kann nicht gewährleisten, dass sie zukünftig in der Lage sein wird, ihre Führungskräfte, leitenden Mitarbeiter und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen zu halten bzw. neue Führungskräfte und Mitarbeiter mit entsprechenden Qualifikationen zu gewinnen. Es besteht ein zunehmender Wettbewerb um solche qualifizierten Mitarbeiter und der Personalmarkt insbesondere in Regionen außerhalb deutscher Ballungsräume ist vergleichsweise klein, so dass einzelne Know-how-Träger nur schwer oder gar nicht ersetzt werden könnten. Sollte Voltabox in Zukunft kein qualifiziertes Personal in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen, könnten die strategischen und wirtschaftlichen Ziele der Gesellschaft möglicherweise nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden, was nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnte. Gesamtwürdigung der RisikolageDas Risikomanagement der Gesellschaft wird im laufenden Jahr weiter an die dynamische Entwicklung der Voltabox angepasst werden. Dabei wird der neue organisatorische Aufbau mit den operativen Geschäftssegmenten Voltapower, Voltaforce und Voltamotion entsprechend der internen Steuerung berücksichtigt. Der Vorstand geht aktuell davon aus, dass im Zuge der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten insbesondere die laufende konzernweite Beobachtung der operativen Risiken an Bedeutung zunehmen wird. Auch in Zukunft muss und wird sich Voltabox gegen allgemeine Marktrisiken im Bereich der Elektromobilität absichern. Im Berichtsjahr betrug der Umsatzanteil mit den größten fünf Kunden noch rund 96 % (Vorjahr: 96 %) davon beträgt der Umsatzanteil mit einem Kunden 67,2 % (Vorjahr: 41,1 %). Die strategische Positionierung als etablierter Lieferant von Hochleistungs-Batteriesystemen für industrielle Anwendungen mit mehrjährigen, erfolgreichen Geschäftsbeziehungen zu namhaften Kunden in ausgesuchten Märkten, die horizontale und vertikale Wachstumsstrategie, mit der Gewinnung neuer Kunden in bestehenden Märkten, dem begonnenen Eintritt in neuen Märkte, wie beispielsweise in den Bereich Landmaschinen, oder auch den Markt für Hochleistungs-Motorsportfahrzeuge und nicht zuletzt die Entwicklung von Leistungselektronik um als Komplettanbieter im Markt agieren zu können, schwächt das Risiko kontinuierlich und nachhaltig weiter ab. Daher wird zukünftig auch die relative Abhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen auf den globalen Absatzmärkten sinken. Die vorhandenen Kundenkontakte beinhalten zudem erhebliche Chancen, neue Produktinnovationen in allen drei Geschäftssegmenten Voltapower, Voltaforce und Voltamotion zu platzieren. Die Stärkung der mittelfristigen Finanzierungsstruktur der Voltabox durch den im Herbst erfolgreich umgesetzten Börsengang hat das finanzwirtschaftliche Gesamtrisiko im Geschäftsjahr 2017 deutlich reduziert und gibt Voltabox den finanziellen Rahmen durch gezielte Zukäufe, Personalaufbau und Ausbau der Entwicklungs- und Produktionskapazitäten schnell weiter zu wachsen. Allerdings bleibt die wirtschaftliche Gesamtentwicklung von Voltabox vor dem Hintergrund der kapitalintensiven Wachstumsstrategie auch weiterhin noch mit der konjunkturellen Entwicklung in den wesentlichen Märkten Deutschland, Europa und den USA und insbesondere der zentralen Kunden verbunden. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Die möglichen Auswirkungen auf die allgemeine zukünftige Entwicklung der Voltabox sowie die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2018 werden vom Vorstand insgesamt als gering eingeschätzt. Entsprechend erwartet der Vorstand, dass die im Prognosebericht erläuterte Geschäftsentwicklung nicht wesentlich durch die aufgezeigten Risiken beeinträchtigt wird. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystemsim Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess (§315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)Da das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem gesetzlich nicht definiert ist, lehnt sich Voltabox an die Definition des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem an (IDW PS 261). Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind. Dabei werden folgende Zielsetzungen angestrebt: a) Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (inkl. Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), b) Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie c) Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen gesetzlichen und satzungsmäßigen Regelungen. Das Risikomanagementsystem des Konzerns beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Der Vorstand der Voltabox AG trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Die Grundsätze, Verfahrensanweisungen, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden. In Anbetracht der Größe und Komplexität des Rechnungslegungsprozesses hat das Management den Umfang und die Ausgestaltung der Kontrollaktivitäten bestimmt und in diesen Prozess implementiert. Daneben wurden prozessunabhängige Kontrollen eingerichtet. Die Kontrollaktivitäten adressieren diejenigen Kontrollrisiken, die hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Zu den wesentlichen Grundsätzen, Verfahren und Maßnahmen sowie Kontrollaktivitäten gehören:
PrognoseberichtMarktentwicklung 2018Der Internationale Währungsfonds ("IWF") hat im Oktober 2017 seine Prognose7 für die Weltwirtschaft veröffentlicht. Demnach rechnet er mit einer weiteren Beschleunigung des globalen Wachstums auf 3,7 %. Wirtschaftspolitische Risiken werden insbesondere in den unterproportionalen Nominallohnsteigerungen und den Auswirkungen der zunehmenden Automatisierung auf den Arbeitsmarkt gesehen. Daneben weist der IWF auf geopolitische Risiken und die volkswirtschaftlichen Anpassungskosten des Klimawandels hin. Als Folge der weltweiten ökonomischen Konvergenz wird das mittel- und langfristige Wirtschaftswachstum schließlich abnehmen. Der IWF erwartet auch für 2018 eine ungleiche Verteilung des Wirtschaftswachstums zwischen den entwickelten Volkswirtschaften (2,0 %) und den Schwellenländern (4,9 %). Im Einzelnen soll das Wirtschaftswachstum in den USA 2,3 %, in Europa 1,9 %, in Deutschland 1,8 % und in China 6,5 % betragen.
7
https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2017/09/19/world-economic-outlook-october-2017 Voltabox ist ganz überwiegend in ausgewählten industriellen Teilmärkten tätig. Hierzu zählen aktuell:
Die Entwicklung in diesen Teilmärkten ist wesentlich durch einen Substitutionsprozess von Blei-Säure-Batterien - im Falle der Trolleybusse von Diesel-Notstrom-Aggregaten - durch Lithium-Ionen-Batterien geprägt, von dem Voltabox mit ihrem modularen Produktportfolio profitiert. Hierbei handelt es sich um Trends, die über einen Zeitraum von mehreren Jahren Bestand haben und mit zunehmender Marktdurchdringung typischerweise eine Sättigungskurve aufweisen. Diese Trends werden im Wesentlichen durch eine Bewertung der so genannten Eigentumsgesamtkosten bestimmt, welche neben den Anschaffungs- und Betriebskosten auch die Transaktionskosten und Opportunitätskosten berücksichtigt. Das Marktforschungsinstitut IDTechEx8 erwartet für das Jahr 2018 ein Marktwachstum von rund 11 Prozent bei Batteriesystemen in den von Voltabox bisher besetzten Teilmärkten. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bis zum Jahr 2027 wird in diesen Teilmärkten auf 17 % geschätzt (Basisjahr: 2017). Im Ergebnis werden insbesondere folgende Annahmen für die Ableitung der Prognose des paragon Konzerns als wesentlich angesehen:
Voltabox KonzernDie Unternehmensplanung des Konzerns basiert auf einer detaillierten Absatz- und Umsatzplanung und wird kundenspezifisch bis auf die Produktebene heruntergebrochen. Die wesentlichen Kostenkomponenten werden über Einzelplanungsmodelle für einen Zeitraum von mehreren Jahren geplant und dann proportional zur Umsatzentwicklung fortgeschrieben. Wesentliche Parameter wie Preisänderungen im Einkauf oder im Vertrieb sowie mögliche Kostensteigerungen im Personalbereich oder Änderungen der Besteuerungsgrundlage werden in die Planung integriert. Das fortlaufend aktualisierte Risikomanagementsystem erlaubt es dem Unternehmen, Risiken frühzeitig zu erkennen und, wenn notwendig, entsprechend gegenzusteuern. Angesichts der guten Auftragssituation für 2018 erwartet der Vorstand, dass Voltabox in den bisher besetzten Marktsegmenten bei zunehmender Profitabilität signifikant stärker als der Markt wächst. Demnach soll sich der Konzernumsatz im laufenden Jahr auf rund 60 Mio. Euro mehr als verdoppeln. Dabei wird eine EBIT-Marge von ca. 10 Prozent erwartet. Neben der Intralogistik wird das Marktsegment Bergbau ein wesentlicher Wachstumstreiber sein. Die Prognose wurde auf Basis des Auftragsbestands (Orderbacklog) erstellt. Der Auftragsbestand definiert sich als "unterschriebene Aufträge" und "Rahmenverträge" die jeweils mit einer Auftragswahrscheinlichkeit von 100% gewertet werden. Zusätzlich umfasst der Auftragsbestand (Orderbacklog) auch Aufträge die mit einer Auftragswahrscheinlichkeit zwischen 90 %-30 % bewertet sind. Bei manchen Rahmenverträgen handelt es sich um Nominierungen, Vorverträge und Verpflichtungserklärungen zur Zusammenarbeit, die später noch durch Abrufe konkretisiert werden müssen, sowie um Angebotschancen, die entsprechend Ihrer Wahrscheinlichkeit eingestellt werden. Der Vorstand geht im laufenden Jahr von einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 13,4 Mio. Euro aus. Die aktivierten Eigenleistungen werden im laufenden Jahr planmäßig rund 43 % der Investitionssumme betragen. Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren: scroll
Voltabox AGDer Vorstand erwartet im laufenden Geschäftsjahr für die Voltabox AG einen Umsatz in Höhe von rund 33 Mio. Euro. Dabei wird eine EBIT-Marge von ca. 10 Prozent erwartet, die geplanten Investitionen betragen 10,9 Mio. Euro. Als wesentlicher Wachstumstreiber wird das Marktsegment Intralogistik angesehen. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des KonzernsDer Vorstand der Voltabox AG geht auf Grundlage des bestehenden Auftragsbestands, des aktuellen Produktportfolios sowie der eingeleiteten Maßnahmen zur operativen Umsetzung der Wachstumsstrategie von einer positiven Gesamtentwicklung des Voltabox Konzerns aus. Voltabox wird bei der weiteren Markterschließung die Entwicklung neuer Batteriesysteme auf Basis des bestehenden Baukasten-Prinzips fortsetzen, um den strategischen Wettbewerbsvorteil im schnell wachsenden Markt für Li-Ionen-Batteriesysteme weiter auszubauen. Die Wertschöpfungstiefe wird bei allen Voltabox-Produkten insbesondere durch einen hohen Automatisierungsgrad in der Fertigung weiter optimiert, um die operative Ertragskraft des Voltabox Konzerns nachhaltig zu steigern. Dynamisches Unternehmenswachstum bei Sicherung und Ausbau einer nachhaltigen Profitabilität sind die Kernelemente dieser Geschäftsausrichtung. Darüber hinaus wird die weitere organische und anorganische Erschließung zusätzlicher Handlungsfelder bezüglich Portfolio-Erweiterung angestrebt, nahe am Kerngeschäft und unter engen Rentabilitäts- und Investitionsvorgaben. Übernahmerechtliche Angaben nach § 315 Abs. 4 HGBZusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Voltabox AG beträgt 15.825.000,00 Euro und ist eingeteilt in 15.825.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro. Sämtliche Aktien sind gewinnanteilsberechtigt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Aktienstimmrechts- oder ÜbertragungsbeschränkungenBeschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt. 10 Prozent der Stimmrechte überschreitende KapitalbeteiligungenZum 31. Dezember 2017 hielt die paragon AG, Delbrück, 9.500.000 Aktien der Gesellschaft. Das entspricht rund 60 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihenEs existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sindSoweit Arbeitnehmer als Aktionäre am Kapital beteiligt sind, können sie daraus keine besonderen Rechte herleiten. Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderung der SatzungBezüglich der Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 84 und 85 AktG verwiesen. Bezüglich der Regelungen zur Änderung der Satzung wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 133 und 179 AktG verwiesen. Befugnisse des Vorstands zur AktienausgabeDer Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. September 2017 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 21. September 2022 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 6.675.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 6.675.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017). Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten bzw. diesen gemäß § 186 Absatz 5 AktG gleichgestellten Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre in den in Punkt 4.5 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom Oktober 2017 genannten Fällen auszuschließen. Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 22. September 2017 ist das Grundkapital um bis zu 5.000.000,00 Euro eingeteilt in bis zu Stück 5.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 22. September 2017 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung erfüllen, und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Aktien sind ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe gewinnberechtigt für alle Geschäftsjahre, für die die Hauptversammlung noch keinen Gewinnverwendungsbeschluss gefasst hat. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Kontrollwechsel und EntschädigungsvereinbarungenBesondere Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) oder besondere Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen nicht. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d i.V.m. 289f Abs. 1 HGBDer Vorstand und der Aufsichtsrat der Voltabox AG sind den Grundsätzen einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle verpflichtet. Sie messen den Standards guter Corporate Governance einen hohen Stellenwert bei. Vor dem Hintergrund des mehrheitlichen Anteilsbesitzes des Vorstandsvorsitzenden der Muttergesellschaft paragon AG ist die Arbeitsweise des Vorstands im Rahmen seiner unternehmerischen Verantwortung in besonderer Weise vom Leitbild des ehrbaren Kaufmanns geprägt. Hierzu gehört die Verpflichtung, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse). Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d i.V.m. 289f Abs. 1 HGB kann dauerhaft auf der Voltabox-Homepage unter http://ir.voltabox.ag/websites/voltabox/German/7200/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.html eingesehen werden. Sie enthält die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") gemäß § 161 AktG sowie den Corporate Governance Bericht gemäß Ziffer 3.10 DCGK. Die Unternehmensführung der Voltabox AG als deutsche Aktiengesellschaft wird durch das Aktiengesetz, die Satzung des Unternehmens, die freiwillige Verpflichtung auf die Vorgaben des DCGK in seiner jeweils aktuellen Fassung sowie die jeweils aktuellen Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat bestimmt. Gemäß den gesetzlichen Vorschriften verfügt die Voltabox AG über ein so genanntes duales Führungssystem. Dieses ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Unternehmensinteresse eng zusammen. Der Vorstand führt das Unternehmen nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung in eigener Verantwortung. Die Geschäftsordnung enthält unter anderem Regelungen zur Ressortverteilung, zu Entscheidungsbefugnissen des Gesamtvorstands, zu Rechten und Pflichten des Vorstandsvorsitzenden sowie zu Beschlussfassung und Sitzungen. Der Vorstand der Voltabox AG besteht aus zwei Personen, Jürgen Pampel (Vorstandsvorsitzender) und Andres Klasing (Vorstand Finanzen). Der Aufsichtsrat beaufsichtigt den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und steht ihm beratend zur Seite. Er bestellt und entlässt die Vorstandsmitglieder, bestimmt die zustimmungspflichtigen Geschäfte, beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand und setzt dessen jeweilige Gesamtvergütung fest. Er wird in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Voltabox AG, die das Aktiengesetz und die Geschäftsordnung vorsehen, eingebunden. Der Aufsichtsrat setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Aufsichtsrats regelt die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Darin sind insbesondere die Beschlussfassung und die Schweigepflicht festgelegt. Nach eigener Einschätzung arbeitet der Aufsichtsrat mit der Gesamtheit seiner drei Mitglieder effizient. Aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats wurde von der Bildung von Ausschüssen abgesehen. Im Geschäftsjahr 2017 hat der Aufsichtsrat der Voltabox AG die ihm nach Gesetz, Satzung, DCGK und Geschäftsordnung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Dabei hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung laufend beaufsichtigt und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit, der Zweckmäßigkeit und der Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. Darüber hinaus stand der Aufsichtsrat dem Vorstand durchweg beratend zur Seite und wurde bei Fragestellungen von grundlegender Bedeutung in die Diskussion und Entscheidungsfindung eingebunden. Dank der guten Zusammenarbeit der Aufsichtsratsmitglieder konnten auch kurzfristig anstehende Entscheidungen angemessen erörtert und zeitnah getroffen werden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form in den Aufsichtsratssitzungen umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die allgemeine Geschäftsentwicklung und die aktuelle Lage der Gesellschaft. Dabei ging er insbesondere auf Themen der Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikolage und des Risikomanagements ein. Der Aufsichtsrat überprüfte die Berichte des Vorstands intensiv und erörterte diese im Gremium. Über die Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen zwischen allen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat hinaus diskutierten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstand bei Bedarf über wichtige Themen. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung des Jahresergebnisses von Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat in vollem Umfang informiert. Mit Blick auf § 76 Absatz 4 und § 111 Absatz 5 des Aktiengesetzes sowie Punkt 4.1.5 und 5.1.2 des Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 07. Februar 2017 zum Thema "Diversity" wurden 2018 von Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam sowohl der aktuelle Stand des Frauenanteils festgestellt als auch Zielgrößen definiert. Für beide Gremien beträgt der aktuelle Frauanteil der Voltabox AG Null. Die Zielgrößen in beiden Gremien wurden ebenfalls mit Null festgelegt. Eine mögliche Erweiterung des Vorstands ist derzeit nicht geplant. Bei den nachgelagerten Führungsebenen des Unternehmens beträgt der derzeitige Frauenanteil 14,3 %. Die aktuelle Zielgröße des Frauenanteils beträgt 25 %. Bei der Voltabox AG ist unternehmerisches Handeln eng mit der Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, der Umwelt und der Gesellschaft verbunden. Werte, wie die Übernahme von Verantwortung, Teamgeist, Integrität sowie Leidenschaft und ein von Respekt geprägter wertschätzender Umgang im täglichen Miteinander spielen für die Voltabox AG eine entscheidende Rolle und bilden den Kern ihrer Unternehmenskultur. Der Vorstand der Voltabox AG legt ein besonderes Augenmerk darauf, dass alle Führungskräfte des Unternehmens durch vorbildliches Verhalten die zuvor genannten Werte vorleben.
Delbrück, im März 2018 Der Vorstand Corporate Governance BerichtDeutscher Corporate Governance KodexDie Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") fördern die Transparenz und stärken damit das Vertrauen der internationalen und nationalen Investoren, Geschäftspartner und Mitarbeiter der Gesellschaft. Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG bekennen sich zu der im DCGK verdeutlichten Verpflichtung, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse). HauptversammlungDie Aktionäre üben ihre Rechte in den Angelegenheiten der Gesellschaft in der Hauptversammlung aus, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Die Hauptversammlung beschließt in den im Gesetz und in der Satzung ausdrücklich bestimmten Fällen. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich rechtzeitig angemeldet und ihre Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts in der Hauptversammlung nachgewiesen haben. Die Anmeldung bedarf der Textform (§ 126b BGB) und muss in deutscher oder englischer Sprache erfolgen. Die Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts in der Hauptversammlung ist durch einen in Textform erstellten Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut nachzuweisen. In der Hauptversammlung ist jedem Aktionär oder Aktionärsvertreter auf Verlangen vom Vorstand Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft einschließlich der rechtlichen und geschäftlichen Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen sowie über die Lage des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zu geben, soweit die Auskunft zur sachgemäßen Beurteilung eines Gegenstands der Tagesordnung erforderlich ist und kein Auskunftsverweigerungsrecht besteht. Bis zur Umsetzung des Börsengangs hielt die paragon AG 100 Prozent des Kapitals an der Voltabox Deutschland GmbH, mit Gesellschafterbeschluss vom 23. Februar 2017 wurde der Jahresabschluss der Voltabox Deutschland GmbH festgestellt. Nach eingetragenem Formwechsel hielt die paragon AG 100 Prozent der Aktien an der Voltabox AG. In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 10. August 2017 wurden folgende Beschlüsse mit jeweils 100 Prozent des stimmberechtigten Kapitals gefasst:
In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 06. September 2017 wurden folgende Beschlüsse mit jeweils 100 Prozent des stimmberechtigten Kapitals gefasst:
In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 20. September 2017 wurden folgende Beschlüsse mit jeweils 100 Prozent des stimmberechtigten Kapitals gefasst:
In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 22. September 2017 wurden folgende Beschlüsse mit jeweils 100 Prozent des stimmberechtigten Kapitals gefasst:
AufsichtsratDem Aufsichtsrat der Voltabox AG gehörten im Geschäftsjahr 2017 jeweils drei Mitglieder an, in der Zeit vom 01. Januar 2017 bis zum 09. August 2017 waren dies Herr Hermann Börnemeier (Vorsitzender), Herr Walter Schäfers (stellvertretender Vorsitzender) und Frau Brigitte Frers. In der Zeit vom 10. August 2017 bis zum 05. September 2017 waren dies Herr Klaus Dieter Frers (Vorsitzender), Herr Hermann Börnemeier (stellvertretender Vorsitzender) und Herr Walter Schäfers. Seit dem 06. September 2017 sind dies Herr Klaus Dieter Frers (Vorsitzender), Herr Prof. Dr. Martin Winter (stellvertretender Vorsitzender) und Herr Hermann Börnemeier. Der Aufsichtsrat beaufsichtigte die Arbeit des Vorstands und stand diesem darüber hinaus auch beratend zur Seite. Im Geschäftsjahr 2017 traten bei den Mitgliedern keine Interessenskonflikte auf, die dem Aufsichtsrat gegenüber offen zu legen gewesen wären. Der Aufsichtsrat bewertet regelmäßig durch Selbsteinschätzung die Effizienz seiner Arbeit. Persönlich erbrachte Leistungen erfolgten im Berichtszeitraum durch das Aufsichtsratsmitglied Herrn Hermann Börnemeier in Höhe von 32 TEUR, der für die Voltabox AG steuerberatend tätig ist. Der Aufsichtsrat hat diese Tätigkeit für das Geschäftsjahr 2017 genehmigt. VorstandDer Vorstand der Voltabox AG bestand ab dem Datum der Eintragung als Aktiengesellschaft am 18. Mai 2017 bis zum 08. August 2017 aus einer Person, dem Vorstand Klaus Dieter Frers. Seit dem 09. August 2017 besteht der Vorstand aus zwei Personen, Herrn Jürgen Pampel (Vorstandsvorsitzender) und Herrn Andres Klasing (Vorstand Finanzen). Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet, sie setzt sich aus einer jährlichen Festvergütung, Nebenleistungen sowie einer variablen Vergütung zusammen. Für den variablen Vergütungsanteil ist sowohl eine jährliche Deckelung (Maximum) sowie ein mehrjähriger variabler Vergütungsanteil, der positiven und negativen Entwicklungen Rechnung trägt, vereinbart. Die Gesellschaft fühlt sich im Rahmen ihrer Berichterstattung der Transparenz in einem hohen Maße verpflichtet. Dies gilt auch im Bereich der Vorstandsvergütung, die mit allen ihren Komponenten und zudem individualisiert im Vergütungsbericht uneingeschränkt offengelegt und erläutert wird. Daher haben sich Vorstand und Aufsichtsrat dazu entschlossen, die zur Darstellung der Vorstandsvergütung vorgesehenen Mustertabellen des DCGK im Vergütungsbericht zu verwenden, der im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 enthalten ist. Zusammenarbeit von Vorstand und AufsichtsratEine vertrauensvolle Zusammenarbeit prägte den Dialog zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2017. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form in den Aufsichtsratssitzungen umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die allgemeine Geschäftsentwicklung und die aktuelle Lage der Gesellschaft. Dabei ging er insbesondere auf Themen der Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikolage und des Risikomanagements ein. Der Aufsichtsrat überprüfte die Berichte des Vorstands intensiv und erörterte diese im Gremium. Über die Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen zwischen allen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat hinaus diskutierten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstand bei Bedarf über wichtige Themen. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung des Jahresergebnisses von Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat in vollem Umfang informiert. FinanzkommunikationDie Voltabox AG informierte alle Kapitalmarktteilnehmer regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Die erstmalige und sodann kontinuierliche Berichterstattung umfasste unter anderem den Börsenprospekt im Zuge des Börsengangs (Veröffentlichung am 25. September 2017) sowie den Zwischenbericht zum 30. September 2017 - 9 Monate 2017 (Veröffentlichung am 13. November 2017). Parallel zu diesen Terminen veröffentlichte die Voltabox AG entsprechende Finanzmeldungen, welche auch die Einschätzung des Vorstands zur weiteren Geschäftsentwicklung beinhalteten. Die Prognose des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017 wurde in der Corporate News der paragon AG am 15. August 2017 erstmals veröffentlicht und hatte seit dem ohne Veränderungen Bestand. Im Geschäftsjahr 2017 hat die Gesellschaft den Bereich Investor Relations durch die bei der Konzernmutter paragon AG vorhandene interne Ressource organisiert. Damit konnte der Börsengang und die laufende Kommunikation mit institutionellen und privaten Investoren aufgebaut und umgesetzt werden. Insbesondere im Zusammenhang mit dem Börsengang haben die neuen Anteilseigner das Angebot der Gesellschaft zum direkten Dialog auf Vorstands- und Investor Relations-Ebene intensiv genutzt. Durch den geplanten Aufbau einer eigenen internen IR Ressource bei der Voltabox AG wird die laufende Kommunikation mit institutionellen und privaten Investoren kontinuierlich weiter ausgebaut und verstetigt werden. Insgesamt wurden rund 200 Einzelgespräche mit institutionellen Investoren aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Finnland, Schweden, Dänemark, Luxemburg, den Niederlanden, Schweiz, Österreich, Italien, Spanien, den USA und Polen geführt. Im Verlauf des Jahres haben 3 Research-Häuser insgesamt 3 Studien zur Voltabox AG veröffentlicht. Die Gesellschaft versteht unter effektiver Finanzkommunikation die zielgerichtete Reduzierung von Informationsasymmetrie zwischen Management und Anteilseignern über die aktuelle wirtschaftliche Lage und das spezifische Zukunftspotential der Voltabox AG. Entsprechend wird dem laufenden Dialog mit Kapitalmarktteilnehmern ein hoher Stellenwert beigemessen. Des Weiteren verpflichtet sich die Gesellschaft, die breite Öffentlichkeit über diverse Medienkanäle laufend mit aktuellen und relevanten Informationen zu versorgen. Directors' HoldingsGrößter Aktionär der Gesellschaft ist mit 60 Prozent der Aktien die paragon AG. Mitglieder des Aufsichtsrats oder des Vorstands der Voltabox AG hielten nach Kenntnis der Gesellschaft zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 keine Aktien der Gesellschaft. Allerdings hält bzw. kontrolliert der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Dieter Frers knapp über 50% der Aktien der paragon AG und hat damit indirekt auch einen beherrschenden Einfluss auf die Voltabox AG. RechnungslegungDen Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2017 hat die Voltabox AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bzw. den International Accounting Standards (IAS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 hatte die Hauptversammlung am 22. September 2017 die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Düsseldorf gewählt, die anschließend vom Aufsichtsrat entsprechend beauftragt worden ist. Erklärung der Voltabox AG zum Deutschen Corporate Governance KodexGemäß § 161 Abs. 1 Satz 1 AktG sind der Vorstand und der Aufsichtsrat der Voltabox AG verpflichtet, mindestens jährlich eine Erklärung darüber abzugeben, in welchem Umfang den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") in der Vergangenheit entsprochen worden ist und wie dies für die Zukunft beabsichtigt ist. Da die Aktien der Voltabox AG erstmalig am 13. Oktober 2017 in den Handel im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen wurden, hat es in der Vergangenheit noch keine Entsprechenserklärung der Voltabox AG gegeben. Gemäß § 161 AktG geben Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG folgende Entsprechenserklärung zu den am 24. April 2017 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 07. Februar 2017 ab: Vorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG begrüßen die Anregungen und Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie verpflichten sich zu einer transparenten, verantwortlichen und auf Wertschöpfung ausgerichteten Unternehmensführung und -kontrolle. Die Voltabox AG entsprach und entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit den folgenden Abweichungen:
Delbrück, im März 2018 Der Vorstand Der Aufsichtsrat Konzernabschluss 2017Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
KonzernbilanzAKTIVA scroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Eigenkapitalspiegelscroll
scroll
Anhang zum Konzernabschluss 20171 Allgemeine AngabenDie Voltabox Aktiengesellschaft (Voltabox AG oder Voltabox) mit Sitz in Delbrück, Artegastraße 1, Deutschland, ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Die Voltabox AG ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Paderborn eingetragen (HRB 12895). Voltabox entwickelt und produziert Batteriesysteme im Anwendungsbereich der Elektromobilität. Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 14. Dezember 2016 wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 50.000,00 beschlossen, davon wurde ein Teil des gezeichneten Kapitals von EUR 100,00 im Rahmen einer Sacheinlage erbracht. Eingelegt wurden dabei sämtliche Anteile an der Voltabox of Texas Inc., Austin/USA. Damit erlangte die Voltabox AG (damals: Voltabox GmbH) erstmals zum 14. Dezember 2016 einen beherrschenden Einfluss über ein anderes Unternehmen. Aufgrund der Befreiungsvorschriften der §§ 291 Abs. 1 und Abs. 2 sowie 293 Abs. 1 HGB war die Voltabox AG von der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016 befreit. Mit Börsengang der Voltabox AG zum 13. Oktober 2017 ist die Voltabox AG gemäß § 293 Abs. 5 HGB erstmals zum 31. Dezember 2017 zur Aufstellung eines Konzernabschlusses sowie eines Konzernlageberichts verpflichtet. Der Vorstand der Voltabox AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 und den Lagebericht für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 am 9. März 2018 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Konzernabschluss und Lagebericht für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 der Voltabox AG werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und werden als Teil des Geschäftsberichts auf der Internetseite der Gesellschaft (www.voltabox.ag) abrufbar sein. Mit Gesellschafterbeschluss vom 19. Dezember 2016 wurde die Voltabox Deutschland GmbH formwechselnd in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 18. Mai 2017. Der Konzern ist erstmals zum 1. Januar 2017 begründet. Für den Eigenkapitalspiegel und den Anlagespiegel liegen für den Zeitraum vor diesem Datum keine Daten vor. Alle sonstigen Angaben zu dem Vorjahreszeitraum zur Herstellung der Vergleichbarkeit sind auf proforma Basis erstellt worden. Muttergesellschaft des Konzerns ist die paragon AG, Delbrück. Die paragon AG, als Konzernmuttergesellschaft, stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf. Dieser Abschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und wird als Teil des Geschäftsberichts auf der Internetseite der Gesellschaft (www.paragon.ag) abrufbar sein. 2 Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS)Der Konzernabschluss der Voltabox AG zum 31. Dezember 2017 wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRSIC) aufgestellt. Neue Rechnungslegungsgrundsätze aufgrund neuer StandardsBis zum 31. Dezember 2017 waren folgende überarbeitete und neue Standards des IASB sowie Interpretationen des IFRSIC durch die EU übernommen und mussten erstmalig verpflichtend angewendet werden: Das IASB hat am 13. Januar 2016 den Rechnungslegungsstandard IFRS 16 Leases veröffentlicht. Kerngedanke des neuen Standards ist es, beim Leasingnehmer generell alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz zu erfassen. Die bisher unter IAS 17 erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasingverträgen entfällt damit künftig für den Leasingnehmer. Für alle Leasingverhältnisse erfasst der Leasingnehmer in seiner Bilanz eine Leasingverbindlichkeit für die Verpflichtung, künftig Leasingzahlungen vorzunehmen. Gleichzeitig aktiviert der Leasingnehmer ein Nutzungsrecht am zugrundliegenden Vermögenswert, welches grundsätzlich dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten entspricht. Zu den Leasingzahlungen gehören die festen Zahlungen, variable Zahlungen soweit diese index-basiert sind, erwartete Zahlungen aufgrund von Restwertgarantien und ggf. der Ausübungspreis von Kaufoptionen und Pönalen für die vorzeitige Beendigung von Leasingverträgen. Während der Laufzeit des Leasingvertrags wird die Leasingverbindlichkeit ähnlich den Regelungen nach IAS 17 für Finanzierungs-Leasingverhältnisse finanzmathematisch fortgeschrieben, während das Nutzungsrecht planmäßig amortisiert wird, was grundsätzlich zu höheren Aufwendungen zu Beginn der Laufzeit eines Leasingvertrags führt. Für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasinggegenstände von geringem Wert gibt es Erleichterungen bei der Bilanzierung. Beim Leasinggeber sind die Regelungen des neuen Standards dagegen ähnlich zu den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Die Leasingverträge werden weiterhin entweder als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum übertragen werden, werden als Finanzierungs-Leasingverhältnisse klassifiziert, alle anderen Leasingverträge als Operating Leases. Für die Klassifizierung nach IFRS 16 wurden die Kriterien des IAS 17 übernommen. IFRS 16 enthält darüber hinaus eine Reihe von weiteren Regelungen zum Ausweis und zu den Anhangangaben sowie zu Sale-and-Leaseback-Transaktionen. Die neuen Regelungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach 1. Januar 2019 beginnen, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig, sofern IFRS 15 ebenfalls angewendet wird. Die Übernahme durch die Europäische Union erfolgte am 31. Oktober 2017. Die Gesellschaft wird den neuen Standard im Geschäftsjahr 2019 umsetzen. Derzeit wurde durch die Gesellschaft noch nicht abschließend beurteilt, welche Auswirkungen die Erstanwendung des Standards auf den Konzernabschluss haben wird. Als mögliche Auswirkung wird die Erfassung eines Nutzungsrechts in Höhe von TEUR 284 bei gleichzeitiger Buchung einer Leasingverbindlichkeit in Höhe von TEUR 284 zum 31. Dezember 2017 erwartet. Das IASB hat am 12. April 2016 Änderungen an IFRS 15 - Clarifications to IFRS 15 veröffentlicht. Diese sind Ausfluss aus den Erörterungen bzw. Diskussionen der Transition Resource Group for Revenue Recognition (TRG), die gemeinsam vom IASB und dem US-amerikanischen Standardsetter FASB zur Diskussion von Anwendungs-/Implementierungsfragen gegründet wurde. Da die Diskussionen selbst keine Rechtsverbindlichkeit entfalten, bedarf es einer Umsetzung im Standardsettingprozess. Der IASB hat im Januar 2016 seinen Rückzug aus der TRG bekanntgegeben, d. h. IFRS 15 wird (vor Inkrafttreten) keinen weiteren Änderungen mehr unterworfen. Die nunmehr beschlossenen Änderungen betreffend die Vorgaben in IFRS 15 umfassen folgende Punkte: Identifizierung von LeistungsverpflichtungenDie Identifikation von Leistungsverpflichtungen eines Unternehmens soll anhand eigenständig abgrenzbarer Zusagen von Waren oder Dienstleistungen erfolgen. Zwecks Klarstellung erfolgt die Aufnahme weiterer Beispiele zur Erläuterung der Eigenständigkeit von Leistungsverpflichtungen. Prinzipal-Agenten-BeziehungenOb ein Unternehmen bei der Lieferung von Waren oder der Erbringung von Dienstleistungen an Dritte als Prinzipal oder Agent handelt, ist anhand der neuen Regelungen in IFRS 15.B34ff festzustellen. Die Beurteilung der Frage nach dem Handeln als Prinzipal oder Agent erfolgt an der Möglichkeit zur Kontrolle (control) der Waren/Dienstleistungen vor Übertragung an den Kunden. Die Indikatoren aus IFRS 15.B37 zur Klärung, ob ein Unternehmen in eigener Sache oder als Agent handelt ähneln den bisherigen Indikatoren aus IAS 18.A21 und umfassen u. a. die Frage, ob das vor dem Transport oder bei Rückgabe das Bestandrisiko (inventory risk) trägt oder den Absatzpreis der Leistung/der Ware bestimmen kann. Ebenfalls erfolgt eine Anpassung der bestehenden Anwendungsleitlinien und Änderung bzw. eine Erweiterung der bestehenden Beispiele (example 46A und 48A). LizenzvereinbarungenWird eine Lizenz erteilt, die von anderen Waren oder Dienstleistungen eigenständig abgrenzbar ist, ist anhand der vertraglichen Vereinbarung zu differenzieren, ob eine zeitraum- oder zeitpunktbezogene Erlösrealisation stattfindet. Es wurden neue Leitlinien in IFRS 15.B59A eingeführt, die klarstellen sollen, wann ein immaterieller Vermögenswert bedeutsam (significantly) verändert wird. Eine maßgebliche Veränderung liegt demnach vor, wenn die Form oder die Funktionsweise bedeutsam verändert wird oder die Nutzungserwartung deutlich von dieser Maßnahme abhängt. Die Klarstellungen zu IFRS 15 sind wie der Standard verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, anzuwenden. Die Übernahme durch die Europäische Union erfolgte am 31. Oktober 2017. Die Gesellschaft wird den neuen Standard im Geschäftsjahr 2018 umsetzen. Derzeit wurde durch die Gesellschaft noch nicht abschließend beurteilt, welche Auswirkungen die Erstanwendung der Klarstellungen auf den Konzernabschluss haben wird. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass es bei den bis zum 31. Dezember abgeschlossenen Verträgen mit Kunden zu keinen wesentlichen Änderungen in der Bilanzierung und Umsatzrealisierung kommen wird. Der IASB hat am 12. September 2016 Änderungen an IFRS 4 mit dem Titel Applying IFRS 9 Financial Instruments with IFRS 4 Insurance Contracts veröffentlicht. Die mit den Änderungen an IFRS 4 eingeführten Ansätze Overlay Approach und Deferral Approach sind erstmals zeitgleich mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 (d.h. 1. Januar 2018) anzuwenden, der Deferral Approach jedoch bis höchstens 2021. Mit den Änderungen an IFRS 4 sollen die Bedenken aufgrund des zeitlichen Auseinanderfallens der Erstanwendungszeitpunkte von IFRS 4 und IFRS 9 adressiert werden. Folgende Bedenken wurden zuvor an den IASB herangetragen: Die aus den unterschiedlichen Erstanwendungszeitpunkten resultierenden Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung sind möglicherweise von Abschlussadressaten schwer zu verstehen oder nachzuvollziehen. Entscheidungen hinsichtlich der Anwendung der neuen Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften in IFRS 9 hängen von den endgültigen Entscheidungen des Versicherungsstandards ab und sind demnach ohne vorherige Kenntnis schwer zu treffen. Die vom IASB im September 2016 veröffentlichten Änderungen an IFRS 4 beinhalten die beiden folgenden optionalen Ansätze: Der Deferral Approach ermöglicht es einem Unternehmen, sofern dessen Aktivitäten vorherrschend mit dem Versicherungsgeschäft zusammenhängen, die Anwendung von IFRS 9 bis höchstens zum 1. Januar 2021 zu verschieben und bis dahin weiterhin IAS 39 anzuwenden. Alternativ kann ein Unternehmen vom Overlay Approach Gebrauch machen, wenn es erstmals IFRS 9 anwendet. Dies erlaubt Unternehmen, temporäre Volatilitäten, die aus der Anwendung von IFRS 9 vor der Anwendung von IFRS 17 entstehen, nicht in der GuV zu zeigen, sondern ins OCI zu buchen. Dies gilt für Finanzinstrumente, die nach IFRS 9, nicht aber nach IAS 39, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet würden. Die mit den Änderungen an IFRS 4 eingeführten Ansätze Overlay Approach und Deferral Approach sind erstmals zeitgleich mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 ab 1. Januar 2018 anzuwenden, der Deferral Approach jedoch bis höchstens 2021. Die Übernahme durch die Europäische Union erfolgte am 3. November 2017. Es ergaben sich keine Änderungen auf den Konzernabschluss. Im Rahmen seiner Initiative zu Angaben hat das IASB am 29. Januar 2016 Änderungen an IAS 7 Kapitalflussrechnung veröffentlicht. Die Änderungen haben die Zielsetzung, die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens zu verbessern. Nach den Änderungen hat ein Unternehmen Angaben über die Änderungen solcher Finanzverbindlichkeiten zu machen, deren Einzahlungen und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Dazugehörige finanzielle Vermögenswerte sind ebenfalls in die Angaben einzubeziehen (z.B. Vermögenswerte aus Absicherungsgeschäften). Anzugeben sind zahlungswirksame Veränderungen, Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen, währungskursbedingte Änderungen, Änderungen der beizulegenden Zeitwerte und übrige Veränderungen. Das IASB schlägt vor, die Angaben in Form einer Überleitungsrechnung vom Anfangsbestand in der Bilanz bis zum Endbestand in der Bilanz darzustellen, lässt aber auch andere Darstellungen zu. Die Änderungen sind in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen, anzuwenden. Im Jahr der Erstanwendung brauchen Vorjahresvergleichsangaben nicht gemacht zu werden. Die Übernahme durch die Europäische Union erfolgte am 6. November 2017. Die notwendigen Angaben wurden von der Gesellschaft bestimmt. Es ergaben sich keine wesentlichen Änderungen auf den Konzernabschluss. Der IASB hat am 19. Januar 2016 Änderungen an IAS 12 Ertragssteuern mit dem Titel Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses ("Ansatz latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste - Änderungen an IAS 12") herausgegeben. Ziel des Projekts war die Klarstellung diverser Fragestellungen in Bezug auf den Ansatz aktiver latenter Steuern für nicht realisierte Verluste, die sich aus den Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten ergeben und im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst werden. Konkret wurden durch die Änderungen an IAS 12 folgende Sachverhalte klargestellt: Ein nicht realisierter Verlust bei einem fest verzinslichen Schuldinstrument führt zu einer abzugsfähigen temporären Differenz, wenn dieses Schuldinstrument zum Fair Value bewertet wird und der steuerliche Wert seinen Anschaffungskosten entspricht. Sofern das Steuerrecht zwischen den verschiedenen Arten von steuerbaren Gewinnen unterscheidet, ist für jeden Teil des steuerpflichtigen Gewinns eine eigenständige Beurteilung vorzunehmen, ob ein latenter Steueranspruch anzusetzen ist. Bei der Schätzung des künftigen zu versteuernden Gewinns kann ein Unternehmen annehmen, dass eine Realisierung eines Vermögenswerts über seinem Buchwert möglich ist, vorausgesetzt, eine solche Realisierung ist wahrscheinlich. Sofern das Steuerrecht zwischen den verschiedenen Arten von steuerbaren Gewinnen unterscheidet, ist für jeden Teil des steuerpflichtigen Gewinns eine eigenständige Beurteilung vorzunehmen, ob ein latenter Steueranspruch anzusetzen ist. Die Änderungen sind in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen anzuwenden. Die Übernahme durch die Europäische Union erfolgte am 6. November 2017. Die notwendigen Angaben wurden von der Gesellschaft bestimmt. Es ergaben sich keine Änderungen auf den Konzernabschluss. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 waren die folgenden Standards und Interpretationen bereits veröffentlicht, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden und/oder noch nicht durch die Europäische Union übernommen: Der IASB hat am 11. September 2014 Änderungen an IFRS 10 Konzernabschlüsse und IAS 28 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im Hinblick auf "die Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen" (Sale or Contribution of Assets between an Investor and ist Associate or Joint Venture) verabschiedet. Damit soll die bisherige Inkonsistenz zwischen IFRS 10 und IAS 28 in Bezug auf die Frage der vollständigen (IFRS 10) oder anteiligen (IAS 28) Erfolgserfassung im Fall des Kontrollverlusts über ein Tochterunternehmen beseitigt werden. In IAS 28 wurden die Regelungen in Bezug auf Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen einem Unternehmen und seinem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen geändert (IAS 28.28-30). Die neuen Regelungen beziehen sich ausschließlich auf Vermögenswerte, die keinen Geschäftsbetrieb im Sinne von IFRS 3.3 (i. V. m. IFRS 3.B7 ff.) darstellen. Gewinne und Verluste aus Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in Bezug auf Vermögenswerte, die einen Geschäftsbetrieb darstellen, sind nunmehr vollständig im Abschluss des Investors zu erfassen (IAS 28.31A). Unternehmen haben ferner zu überprüfen, ob Vermögenswerte, die in separaten Transaktionen veräußert oder eingebracht werden, einen Geschäftsbetrieb darstellen und als eine einzige Transaktion bilanziert werden sollten (IAS 28.31B). In IFRS 10 wurde mit dem Paragrafen B99A eine Ausnahme von der vollständigen Erfolgserfassung für den Kontrollverlust über ein Tochterunternehmen aufgenommen. Dies gilt, sofern die aufgegebenen Vermögenswerte keinen Geschäftsbetrieb darstellen, und für den Fall, dass der Kontrollverlust durch eine Transaktion mit einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen entsteht, das nach der Equity-Methode bilanziert wird. Ebenso wurden Leitlinien aufgenommen, dass aus derartigen Transaktionen resultierende Gewinne und Verluste nur in Höhe des Anteils nicht nahestehender dritter Investoren am assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen in der Gewinn- und Verlustrechnung des Mutterunternehmens zu erfassen sind. Dasselbe gilt für Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von Anteilen an Tochterunternehmen, die nunmehr assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen darstellen und nach der Equity-Methode bewertet werden. Die Änderungen sollten ursprünglich für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, anzuwenden sein. Das IASB hat am 17. Dezember 2015 beschlossen, den Erstanwendungszeitpunkt auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden. Der IASB hat am 20. Juni 2016 Änderungen zu IFRS 2 - Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen veröffentlicht. Die Änderungen betreffen die folgenden Bereiche: Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen (Dienstbedingungen, Marktbedingungen und andere Leistungsbedingungen) im Rahmen der Bewertung anteilsbasierter Vergütungen mit Barausgleich: Nach der Neuregelung sind Marktbedingungen und Nicht-Ausübungsbedingungen im beizulegenden Zeitwert zu berücksichtigen. Dienstbedingungen und andere Leistungsbedingungen sind im Mengengerüst zu berücksichtigen. Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen: Reduziert ein Unternehmen die ansonsten zu liefernde Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten, weil es verpflichtet ist, die Steuern für den Mitarbeiter einzubehalten und abzuführen, und ist dieser Nettoausgleich im Vertrag vorgesehen, dann ist die Vergütung insgesamt - trotz der teilweisen Zahlung flüssiger Mittel - wie eine anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente zu bilanzieren. Die Bilanzierung einer Änderung der Bedingungen, wenn sich durch die Änderung die Klassifizierung der Vergütung von "mit Barausgleich" in "mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente" ändert: Die Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ist mit ihrem - zeitanteiligen - Zeitwert im Zeitpunkt der Änderung als Eigenkapitalerhöhung zu erfassen. Eine etwaige Differenz zur Ausbuchung der Schuld wird ergebniswirksam. Die Änderungen sind auf Vergütungen, die in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, gewährt bzw. geändert werden, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Eine rückwirkende Anwendung ist nur ohne Verwendung späterer besserer Erkenntnisse möglich. Die Übernahme durch die EU steht noch aus. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Änderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben werden. Der IASB hat am 8. Dezember 2016 eine Änderung an IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" veröffentlicht. Die Änderung von IAS 40 dient der Klarstellung, in welchen Fällen die Klassifikation einer Immobilie als "als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" beginnt bzw. endet, wenn sich die Immobilie noch im Bau oder in der Entwicklung befindet. Durch die bisher abschließend formulierte Aufzählung in IAS 40.57 war die Klassifikation noch nicht fertiggestellter Immobilien bisher nicht klar geregelt. Die Aufzählung gilt nun explizit als nicht abschließend, sodass nun auch noch nicht fertiggestellte Immobilien unter die Regelung subsumiert werden können. Die Änderung ist ab dem 1. Januar 2018 anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Übernahme durch die EU steht noch aus. Die Änderung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Der IASB hat am 8. Dezember 2016 IFRIC 22 "Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen" veröffentlicht. IFRIC 22 adressiert eine Anwendungsfrage zu IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen. Klargestellt wird, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. Maßgeblich für die Ermittlung des Umrechnungskurses für den zugrunde liegenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist danach der Zeitpunkt, zu dem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert bzw. Schuld erstmals erfasst wird. Die Interpretation ist ab dem 1. Januar 2018 anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Übernahme durch die EU steht noch aus. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden. Der IASB hat am 8. Dezember 2016 die Annual Improvements to IFRSs (2014-2016) veröffentlicht. Durch die Annual Improvements to IFRSs (2014-2016) wurden drei IFRSs geändert. Die Änderungen betreffen im Einzelnen: IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards": Streichung der verbliebenen befristeten Erleichterungsvorschriften in IFRS 1. Appendix E (IFRS 1.E3-E7) für erstmalige Anwender. IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen": Klarstellung, dass die Angabevorschriften des Standards - mit Ausnahme von IFRS 12.B10-B16 - auch für Anteile gelten, die in den Anwendungsbereich des IFRS 5 fallen. IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen": Klarstellung, dass das Wahlrecht zur Bewertung einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen, das von einer Wagniskapitalgesellschaft oder einem anderen qualifizierenden Unternehmen gehalten wird, je Beteiligung unterschiedlich ausgeübt werden kann. Die Änderungen an IFRS 12 sind ab dem 1. Januar 2017, die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 ab dem 1. Januar 2018 anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Übernahme durch die EU steht noch aus. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden. Das IFRS Interpretations Committee (IFRIC) hat am 7. Juni 2017 IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung veröffentlicht. Die steuerliche Behandlung bestimmter Sachverhalte und Transaktionen kann von der zukünftigen Anerkennung durch die Finanzverwaltung oder die Finanzgerichtsbarkeit abhängen. IAS 12 Ertragsteuern regelt, wie tatsächliche und latente Steuern zu bilanzieren sind. IFRIC 23 ergänzt die Regelungen in IAS 12 hinsichtlich der Berücksichtigung von Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung von Sachverhalten und Transaktionen. Somit wird durch IFRIC 23 bestimmt, wonach steuerliche Risiken (z.B. im Falle eines steuerrechtlich strittigen Sachverhalts) zu berücksichtigen sind, wenn es wahrscheinlich ist, dass die Steuerbehörden einen bestimmten steuerlich relevanten Sachverhalt nicht so akzeptieren werden, wie vom Unternehmen in der Steuerberechnung berücksichtigt. Dabei ist immer eine vollständige Information der Steuerbehörden zu unterstellen, d.h. ein mögliches Entdeckungsrisiko spielt sowohl für den Ansatz als auch für die Bewertung keine Rolle. Bei der Bewertung ist der wahrscheinlichste Wert oder der Erwartungswert zugrunde zu legen in Abhängigkeit davon, welcher Wert das bestehende Risiko am besten abbildet. Von der Interpretation nicht behandelt werden die Verzinsung von Steuernachforderungen und -erstattungen sowie evtl. entstehende Strafgelder. IFRIC 23 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Übernahme durch die EU steht noch aus. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Interpretation keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird. Der IASB hat am 18. Mai 2017 den IFRS 17 Insurance Contracts veröffentlicht. Nach jahrelanger Diskussion liegt nunmehr ein einheitlicher internationaler Rechnungslegungsstandard für Versicherungsgeschäfte vor. Ziel ist es, die Transparenz und Vergleichbarkeit der Versicherungsbilanzen zu erhöhen. Die derzeitige Bilanzierung nach dem bisherigen IFRS 4 stellt dies nur unzureichend sicher. Wesentliche Neuerungen sind:
IFRS 17 regelt nicht die Bilanzierung beim Versicherungsnehmer. Erstmals anzuwenden ist der Standard für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen. Die Übernahme durch die EU steht noch aus. Die Gesellschaft geht davon aus, dass der Standard keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird. Der IASB hat am 12. Dezember 2017 die Annual Improvements 2015-2017 veröffentlicht. Darin enthalten sind nun drei Änderungen an IAS 12, IAS 23 und IFRS 3 bzw. IFRS 11. Die ursprünglich vorgeschlagene Änderung an IAS 28 in Bezug auf langfristige Beteiligungen an einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture wurden im Rahmen eines narrow scope amendment als separate Änderung an IAS 28 bzw. IFRS 9 bereits im Oktober 2017 veröffentlicht. Die Änderung an IFRS 3 bzw. IFRS 11 wurden vormals in einem separaten Änderungsvorschlag bearbeitet, sind jedoch nach Entscheidung des Board als finale Änderung in die Annual Improvements aufgenommen worden. Die Änderungen betreffen im Einzelnen:
Erstmals anzuwenden sind die Änderungen für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Übernahme durch die EU steht noch aus. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Änderungen keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden. Das IASB veröffentlichte im Juli 2014 IFRS 9, Finanzinstrumente. IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Als Grundlage bezieht sich der Standard dabei auf die Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden. Ferner sieht er ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert. IFRS 9 enthält zudem neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken. Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Voltabox wird IFRS 9 erstmalig für das Geschäftsjahr beginnend am 1. Januar 2018 anwenden; auf die Anpassung von Vorjahreszahlen wird gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 9 verzichtet. Wir haben die Analyse der Auswirkungen des IFRS 9 auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage abgeschlossen. Auf Basis der derzeitigen Erkenntnisse werden die Auswirkungen der Erstanwendung in Bezug auf die Zuordnung zu Bewertungskategorien und die damit verbundenen Ergebniseffekte als nicht wesentlich berücksichtigt. 3 Going ConcernDer Abschluss der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung "Going Concern" aufgestellt. Die Ermittlung der Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden erfolgte dementsprechend auf der Basis von Fortführungswerten. 4 Ereignisse nach dem BilanzstichtagDer Konzernabschluss ist auf der Grundlage der Verhältnisse aufzustellen, wie sie am Bilanzstichtag bestehen. Nach IAS 10.7 endet der Wertaufhellungszeitraum mit der Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung. Die Freigabe des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017 durch den Vorstand und Weitergabe an den Aufsichtsrat zur Unterzeichnung erfolgt am 9. März 2018. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten sämtliche Informationen über die Verhältnisse des Bilanzstichtages berücksichtigt werden. Am 19. Januar 2018 hat die Gesellschaft einen Kaufvertrag über ein Grundstück in Delbrück unterzeichnet. Eine Eintragung einer Grundschuld zu diesem Grundstück erfolgte am 22. Januar des Jahres. Die Zahlung des Kaufpreises steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Stadt Delbrück und des Landes Nordrhein-Westfalen zur Änderung des Flächennutzungsplans. 5 KonsolidierungskreisNeben der Muttergesellschaft Voltabox AG, Delbrück, wird ein weiteres Tochterunternehmen vollkonsolidiert. Bilanzstichtag für alle Gesellschaften ist der 31. Dezember. scroll
KonsolidierungsmethodenGrundlage für den Konzernabschluss sind die nach einheitlichen Regeln unter Anwendung der IFRS zum 31. Dezember 2017 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 10 in Verbindung mit IFRS 3 vorgenommen. Der Ansatz der Anteile an den verbundenen Unternehmen zum Buchwert bei dem Mutterunternehmen wird ersetzt durch die mit ihrem beizulegenden Wert angesetzten Vermögenswerte und die Schuldposten der einbezogenen Unternehmen. So wird das Eigenkapital der Tochterunternehmen mit dem Buchwert der Anteile bei dem Mutterunternehmen verglichen. Ein aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert im Anlagevermögen ausgewiesen. Die Erstkonsolidierung des Voltabox AG Konzern ist zum 1.1.2017 erfolgt. Für die Angaben im Vergleichszeitraum erfolgt eine rückwirkende Anwendung der Erstkonsolidierung auf das vorherige Geschäftsjahr unter der Annahme, dass der Voltabox-Konzern in diesem Zeitraum existiert hätte. Die Voltabox AG hat bereits am 14. Dezember 2016 sämtliche Anteile an der Voltabox of Texas, Inc. übernommen. Auf Basis dieser Annahme wurde der Geschäfts- oder Firmenwert wie folgt ermittelt: scroll
Darüber hinaus wurde eine Schuldenkonsolidierung und eine Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchgeführt. Die aus der Konsolidierung entstandenen Differenzen wurden ergebniswirksam verrechnet. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen sind um die Zwischenergebnisse bereinigt worden. 6 WährungsumrechnungIm Konzernabschluss von Voltabox werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bei Zugang mit dem zu diesem Zeitpunkt geltenden Transaktionskurs bewertet und zum Bilanzstichtag an den dann gültigen Wechselkurs angepasst. Eingetretene Währungs- bzw. Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. In der Konzerngesamtergebnisrechnung sind aus dem operativen Geschäft Kursverluste in Höhe von TEUR 98 (Vorjahr TEUR 77) und Kursgewinne in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 111) enthalten. Diese Kursdifferenzen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die Wechselkurse der für den Voltabox Konzern wesentlichen Währungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die paragon AG, die Muttergesellschaft der Voltabox AG, hat das Darlehen zur Gründung der Voltabox of Texas, Inc., wie im Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2017 geschildert, aufgrund neuer Erkenntnisse gemäß IAS 21 als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb gewertet und stellt seitdem die nicht realisierten Währungskursveränderungen erfolgsneutral im Eigenkapital unter der Position Währungsdifferenzen dar. Im Geschäftsjahr 2017 wurden die Darlehensverbindlichkeiten von der paragon AG an die Voltabox AG übertragen, sodass der Ausweis der nicht realisierten Währungskursveränderungen ebenfalls im Eigenkapital des Voltabox Teilkonzerns vorgenommen wird. 7 Erläuterungen der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Konzernabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Berichtswährung nach IAS 21 "The effects of changes in foreign exchange rates" ist Euro. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Berichtsperiode bei Voltabox umfasst im vorliegenden Abschluss den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017. Einzelne Posten der Bilanz und der Konzerngesamtergebnisrechnung sind zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zusammengefasst worden. Die Posten werden in diesem Fall im Anhang gesondert erläutert. Die Konzerngesamtergebnisrechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang detailliert nach ihrer Fristigkeit gegliedert werden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten fällig sind. Der Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz, die Konzerngesamtergebnisrechnung, den Konzernanhang, die Konzernkapitalflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung. Ergänzend ist ein Konzernlagebericht aufgestellt worden. Immaterielle VermögenswerteEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Nebenkosten und Anschaffungspreisminderungen bilanziert. Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung von Patent- und spezifischen Kundenlösungen werden nur dann als immaterieller Vermögenswert zu Herstellungskosten aktiviert, soweit die von IAS 38 "Intangible Assets" geforderte eindeutige Aufwandszurechnung möglich, die technische Realisierbarkeit und Vermarktbarkeit/Nutzbarkeit sichergestellt ist und die voraussichtliche Erzielung künftigen wirtschaftlichen Nutzens nachgewiesen wurde. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der projektbezogenen Gemeinkosten. Sind die Aktivierungskriterien nicht erfüllt, werden die Entwicklungskosten im Jahr der Entstehung sofort ergebniswirksam innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen, bilanziert. Sofern immaterielle Vermögenswerte einer begrenzten Nutzungsdauer unterliegen, werden sie entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer grundsätzlich linear abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt, sobald der Vermögenswert verwendet werden kann, d.h. wenn er sich an seinem Standort und in dem vom Management beabsichtigten, betriebsbereiten Zustand befindet. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Zu jedem Bilanzstichtag werden hierfür die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte daraufhin untersucht, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Lagen solche Hinweise vor, wurde ein Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 "Impairment of Assets" durchgeführt. Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf angepasst. Die Nutzungsdauern für interne Entwicklungskosten entsprechen den erwarteten Produktlebenszyklen und betragen 4 Jahre. Die Nutzungsdauern für Lizenzen, Patente und Software liegen zwischen 3 und 10 Jahren. Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und jährlich auf Werthaltigkeit hin überprüft sowie zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise auf eine mögliche Wertminderung vorliegen. Wertminderungsaufwendungen werden in den Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erfasst. SachanlagenZugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich aller Anschaffungspreisminderungen bewertet. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten wesentlich, dann werden diese Komponenten einzeln bilanziert und abgeschrieben. Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt bei Gebäuden 20 bis 33 Jahre, bei technischen Anlagen zwischen 5 und 10 Jahren, bei anderen Anlagen sowie Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Voll abgeschriebenes Anlagevermögen wird so lange unter Anschaffungs- und Herstellungskosten und kumulierten Abschreibungen ausgewiesen, bis die Vermögenswerte stillgelegt werden. Von den Erlösen aus Anlageabgängen werden die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen abgezogen. Ergebnisbeiträge aus Anlagenabgängen (Abgangserlöse abzüglich Restbuchwerte) werden in der Konzerngesamtergebnisrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Alle Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst. Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der Sachanlagen, die entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben werden, daraufhin geprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegen solche Hinweise vor, wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. LeasingverhältnisseLeasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasingverhältnisse ("Finance Lease") berücksichtigt, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem wirtschaftlichen Eigentum an dem Vermögenswert verbunden sind, auf Voltabox übertragen werden. Sachanlagen, deren Leasingverträge die Kriterien eines Finanzierungsleasingverhältnisses nach IAS 17 "Leases" erfüllen, werden zum Zeitpunkt des Nutzungsbeginns mit dem niedrigeren Betrag aus beizulegendem Zeitwert und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe wird eine Verbindlichkeit passiviert. Die Folgebewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte. Eine Sale-and-lease-back-Transaktion ist die Veräußerung eines im Eigentum des künftigen Leasingnehmers stehenden und bereits durch ihn genutzten Vermögenswerts an den Leasinggeber und die anschließende weitere Nutzung durch den Leasingnehmer mittels eines Leasingvertrags. Es liegen insoweit zwei wirtschaftlich zusammenhängende Verträge (Kaufvertrag und Leasingvertrag) vor. Die Bilanzierung erfolgt als einheitliche Transaktion. Je nach Ausgestaltung des Lease-back-Vertrags erfolgt die Bilanzierung als Operating-Lease oder als Finanzierungsleasing. Wertminderung von nicht-finanziellen VermögenswertenAn jedem Bilanzstichtag wird ermittelt, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung der nichtfinanziellen Vermögenswerte (insbesondere immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer) vorliegen. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") des betreffenden Vermögenswertes geschätzt. Nach IAS 36.6 ("Impairment of Assets") entspricht der erzielbare Betrag dem höheren aus beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten ("Fair Value less cost to sell") und dem Nutzungswert ("Value in Use") des Vermögenswerts bzw. einer identifizierbaren Gruppe von Vermögenswerten, die finanzielle Mittel aus der fortgesetzten Nutzung generiert ("Cash-Generating-Unit" / "CGU"). Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer CGU den jeweils erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Für Vermögenswerte des Sachanlagevermögens und immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, wird zu jedem Bilanzstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, ob ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Wenn solche Anhaltspunkte vorliegen, wird eine Schätzung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts oder der CGU vorgenommen. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. FinanzinstrumenteEin Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verpflichtung oder einem Eigenkapitalinstruments führt. Notwendige Voraussetzung ist, dass die auf einer rechtsgeschäftlichen Grundlage in Form von Vereinbarungen oder Verträgen beruhenden Rechte oder Pflichten finanzielle Sachverhalte zum Inhalt haben. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehensforderungen, sonstige Forderungen und zu Handelszwecken gehaltene originäre sowie zu Handelszwecken gehaltene derivative finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte werden entsprechend ihrer Klassifizierung entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Mit dem beizulegenden Zeitwert ("Fair Value") werden die finanziellen Vermögenswerte Finanzanlagen und die zu Handelszwecken gehaltenen derivativen Finanzinstrumente bewertet. Finanzinstrumente der Kategorie Kredite und Forderungen ("Loans and Receivables") werden zu fortgeführten Anschaffungskosten ("At cost") bilanziert. Die planmäßige Fortschreibung der Anschaffungskosten berücksichtigt Tilgungsleistungen und die Amortisation eines etwaigen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten und dem bei Fälligkeit zu erwartenden Zahlungseingang unter Anwendung der Effektivzinsmethode sowie abzüglich etwaiger Minderungen durch Wertberichtigungen aufgrund der möglichen Uneinbringlichkeit. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Dazu gehören gemäß IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" bei Voltabox insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Voltabox klassifiziert die finanziellen Verbindlichkeiten in der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen und bewertet diese zu fortgeführten Anschaffungskosten, unter Berücksichtigung von Tilgungsleistungen und der Amortisation eines etwaigen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten und der bei Fälligkeit zu erfüllenden Zahlungsverpflichtung unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus diesen finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder Voltabox seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert an Dritte übertragen oder eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer Vereinbarung, die die Bedingungen in IAS 39.19 erfüllt (Durchleitungsvereinbarung), übernommen hat. Werden finanzielle Vermögenswerte übertragen, ist zu beachten, ob Voltabox (1) entweder alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen oder (2) zwar alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht an dem Vermögenswert übertragen hat. Voltabox erfasst einen neuen Vermögenswert, wenn (1) alle vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert auf Voltabox übertragen wurden oder (2) alle mit dem Vermögenswert verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken weder übertragen noch zurückbehalten wurden, aber Voltabox die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert erhält. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt oder aufgehoben wurde oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit wesentlich neuen Vertragsbedingungen ersetzt oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit grundlegend geändert, wird dieser Austausch bzw. diese Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Bilanzierung einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht in Euro bestehen, werden beim erstmaligen Ansatz mit dem Mittelkurs am Transaktionstag und in der Folge zu jedem Stichtag umgerechnet. Entstandene Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst, mit Ausnahme der Effekte aus langfristigen Darlehen. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden als kurzfristig ausgewiesen, wenn sie entweder zu Handelszwecken klassifiziert oder voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden. ErtragsteuernDie Ertragsteuern enthalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch latente Steuern. Die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung bzw. eine Zahlung der Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung des Betrags basiert auf dem Steuergesetzesstand und damit denjenigen Steuersätzen, die zum Bilanzstichtag gelten oder angekündigt sind. Latente Steuern werden nach IAS 12 "Income Taxes" gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gebildet. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerlichen Abschluss vorliegen, führen diese zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern ("Temporary concept"). Darüber hinaus werden latente Steuern auf zukünftige Steuerminderungsansprüche gebildet. Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und Steuerminderungsansprüche werden in dem Umfang aktiviert, wie damit gerechnet werden kann, dass diese in zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ein ausreichend zur Verfügung stehendes steuerliches Einkommen genutzt werden können. Der Berechnung von tatsächlichen und latenten Steuern liegen Beurteilungen und Schätzungen zugrunde. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, kann dies sowohl positive als auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Ausschlaggebend für die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit von Verlustvorträgen beziehungsweise steuerlichen Vergünstigungen, die zum Ansatz von aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Zeiträume, in denen steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage zum Bilanzstichtag gelten. Eine Saldierung laufender Ertragsteueransprüche und -schulden sowie aktiver und passiver latenter Steuern wurde nur vorgenommen, wenn eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist und die latenten Steueransprüche und -schulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden sowie ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden vorliegen. Latente Steuern werden gemäß IAS 1.70 als langfristig ausgewiesen. VorräteDie Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Bestandteile der Herstellungskosten sind gemäß IAS 2 "Inventories" alle Aufwendungen, die den Erzeugnissen direkt zuzurechnen sind sowie alle systematisch zuzurechnenden fixen und variablen Produktionsgemeinkosten. Sie enthalten damit neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der Verwaltung und des sozialen Bereiches werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, da die Voraussetzungen für qualifizierte Vermögenswerte nicht erfüllt sind. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswertes durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt wurden berücksichtigt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden im Wesentlichen nach der Methode des gleitenden Durchschnitts bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige VermögenswerteForderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertminderungen bilanziert. Die Wertminderungen in Form von Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken ausreichend Rechnung. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Die Ermittlung der Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht im Wesentlichen auf Einschätzungen und Beurteilungen der Kreditwürdigkeit und der Zahlungsfähigkeit des jeweiligen Kunden. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung tragen, bewertet. Soweit hierunter erfasste Forderungen im Rechtswege geltend gemacht werden, rechnet Voltabox fest mit der vollständigen Durchsetzbarkeit seiner bilanzierten Ansprüche. Soweit es sich um finanzielle Vermögenswerte (Finanzinstrumente) handelt, werden diese der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet. Flüssige MittelDie flüssigen Mittel beinhalten Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten mit originären Restlaufzeiten bis zu drei Monaten. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten. Im Falle von Fremdwährungsposten erfolgt die Bewertung zum Fair Value. Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bestand der flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten). Zum 31. Dezember 2017 hat der Konzern unter Factoringverträge fallende Forderungen in Höhe von TEUR 1.198 (Vorjahr: TEUR 61) unter den Flüssigen Mitteln ausgewiesen. Diese Forderungen sind dem Factorer gegenüber verpfändet. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 "Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets" gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Die Höhe der Rückstellungen wird durch bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgaben ermittelt, ohne diese mit Rückgriffsansprüchen zu verrechnen. Damit beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat oder die Qualifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtungen auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Es wurde jeweils der wahrscheinlichste Erfüllungsbetrag berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen wurden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bewertet. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheit können die tatsächlichen Erfüllungsverpflichtungen bzw. der tatsächliche Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ggf. von den ursprünglichen Schätzungen und damit von den Rückstellungsbeträgen abweichen. Zudem können sich Schätzungen aufgrund neuer Informationen ändern und sich ggf. erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken. Finanzielle Schulden und EigenkapitalinstrumenteFinanzielle Schulden und Eigenkapitalinstrumente werden in Abhängigkeit des wirtschaftlichen Gehaltes des zu Grunde liegenden Vertrages eingeordnet. Eigenkapitalinstrumente werden zu den erhaltenen Geld- oder sonstigen Vermögenswerten abzüglich der direkt zurechenbaren externen Transaktionskosten erfasst. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten sind nicht verzinslich und werden zu ihrem Nominalwert bilanziert. Ertrags- und AufwandsrealisierungErträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass Voltabox der wirtschaftliche Nutzen zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bemessen. Umsatzsteuer oder andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Soweit für Geschäfte eine Abnahmeerklärung des Erwerbers vorgesehen ist, werden die betreffenden Umsatzerlöse erst dann berücksichtigt, wenn eine solche Erklärung erfolgt ist. Sofern Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen mehrere Liefer- und Leistungskomponenten enthalten (Mehrkomponentenverträge), wie z. B. unterschiedliche Vergütungsabkommen in Form von Vorabzahlungen, Meilenstein- und ähnliche Zahlungen, erfolgt eine Prüfung, ob ggf. mehrere separate Realisationszeitpunkte für Teilumsätze zu berücksichtigen sind. Vertraglich vereinbarte Vorauszahlungen und andere Einmalzahlungen werden abgegrenzt und über den Zeitraum der Erbringung der vertraglich vereinbarten Gegenleistung ergebniswirksam aufgelöst. Erträge aus dem Verkauf von Erzeugnissen werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Gemäß den mit den Kunden geschlossenen Vereinbarungen tritt dies in der Regel mit Versand der Erzeugnisse ein. Die Umsätze werden nach Abzug von Skonti, Rabatten und Rücksendungen ausgewiesen. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden gemäß der Effektivzinsmethode erfasst. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistungen bzw. zum Zeitpunkt ihrer wirtschaftlichen Verursachung ergebniswirksam. Erklärt ein Kunde die Übernahme der maßgeblichen Chancen und Risiken ("Bill-and-Hold"-Vereinbarungen) werden Erträge aus dem Verkauf von Erzeugnissen schon zu diesem Zeitpunkt erfasst. 8 Verwendung von Schätzungen und AnnahmenDie Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS macht es erforderlich, dass Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, könnte dies sowohl positive als auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden folgende Schätzungen und Annahmen getroffen, welche die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen: Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden aus UnternehmenszusammenschlüssenDie beizulegenden Zeitwerte sowie die Aufteilung der Anschaffungskosten auf die erworbenen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden wurden basierend auf Erfahrungswerten und Einschätzungen über künftige Zahlungsmittelzuflüsse bestimmt. Die tatsächlichen Zahlungsmittelzuflüsse können von den erwarteten Beträgen abweichen. FirmenwertWie in den Grundsätzen der Rechnungslegung dargestellt, überprüft der Konzern jährlich und sofern ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, ob eine Wertminderung auf Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswertes beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows. Obwohl der Vorstand davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrages verwendeten Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen könnte. Aktivierte EntwicklungskostenZur Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten wurden Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Diskontsätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Zahlungsmitteln, die diese Vermögenswerte generieren, getroffen. Die Annahmen über den Zeitraum und die Höhe der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse basieren auf Erwartungen über die zukünftige Entwicklung des Auftragsbestands mit denjenigen Kunden, mit denen diese Entwicklungsprojekte durchgeführt werden. VorräteDie Bewertung der Vorräte erfolgt in Einzelfällen anhand der erwarteten Erlöse abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die tatsächlichen Erlöse und die noch anfallenden Kosten können von den erwarteten Beträgen abweichen. Hinsichtlich der Bewertungsabschläge verweisen wir auf die Ausführungen zu den Vorräten im vorherigen Abschnitt. Andere Vermögenswerte und SchuldenAnnahmen und Einschätzungen sind grundsätzlich für Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sowie für Eventualverbindlichkeiten und sonstige Rückstellungen erforderlich; ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Werts langlebiger Sachanlagen und immaterieller Vermögenswerte. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass dann eine Anpassung des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte bzw. Schulden erforderlich ist. Aktive latente SteuernAktive latente Steuern werden nur insoweit angesetzt, wie in zukünftigen Perioden ein positives steuerliches Ergebnis zu erwarten ist und damit ihre Realisierung hinreichend gesichert erscheint. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Die Berechnung der inländischen latenten Steuern erfolgte zum 31. Dezember 2017 in Höhe eines kombinierten Ertragssteuersatzes von 30,0 % (Vorjahr: 30,0 %). Darin sind einerseits ein Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15,0 % und ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % enthalten. Andererseits enthält dieser Ertragsteuersatz die Gewerbesteuer unter Berücksichtigung der Aufteilung des Gewerbesteuermeßbetrags auf die Gemeinden, in denen sich die Zweigniederlassungen des Unternehmens befinden. Die Berechnung der ausländischen latenten Steuern erfolgte zum 31. Dezember 2017 in Höhe eines kombinierten Ertragssteuersatzes von 27,6 % (Vorjahr: 34,6 %). Die Änderung resultiert aus den aktuellen Erlässen der US-Administration. Es ergibt sich ein kombinierter Ertragssteuersatz von 28,8 % (Vorjahr: 32,3 %). Sonstige RückstellungenDer Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgten auf Basis der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Bilanzstichtag bekannten Umständen. Der später tatsächlich eintretende Nutzenabfluss kann insofern von den zum Bilanzstichtag bilanzierten sonstigen Rückstellungen abweichen. Rechtliche RisikenGrundsätzlich können Voltabox Konzerngesellschaften Parteien in Rechtsstreitigkeiten sein. Das Management analysiert regelmäßig die aktuellen Informationen zu diesen Fällen und bildet, soweit notwendig, Rückstellungen für wahrscheinliche Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtskosten. Für die Beurteilung werden externe Rechtsanwälte eingesetzt. Im Rahmen der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt der Vorstand die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen. Die Erhebung einer Klage, die formale Geltendmachung eines Anspruchs oder die Angabe eines Rechtsstreits im Anhang bedeuten nicht automatisch, dass eine Rückstellung für das betreffende Risiko angemessen ist. 9 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse beinhalten Verkäufe von Produkten, Materialien, Vertriebsrechten und Dienstleistungen, vermindert um Erlösschmälerungen. Die Umsatzerlöse der Berichtsperiode von TEUR 27.273 (Vorjahr: TEUR 14.493) entfallen mit TEUR 23.920 (Vorjahr: TEUR 10.808) auf das Inland und mit TEUR 3.354 (Vorjahr: TEUR 3.685) auf das Ausland. Die Aufteilung und Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen erfolgt im Kapitel "Segmentberichterstattung". 10 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Kfz-Überlassung an Arbeitnehmer von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 26), Erträge aus Kursdifferenzen mit TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 63) und Erträge aus der Veräußerung von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: 0 TEUR). 11 Andere aktivierte EigenleistungenSoweit in der Berichtsperiode Entwicklungsprojekte die Voraussetzungen nach IAS 38.21 sowie IAS 38.57 erfüllen und aktiviert werden, sind unter den anderen aktivierten Eigenleistungen projektbezogene Entwicklungskosten erfasst. Die aktivierten Beträge sind innerhalb der immateriellen Vermögenswerte ausgewiesen. Daneben beinhalten die aktivierten Eigenleistungen Herstellungskosten von Prüfanlagen. scroll
12 Materialaufwandscroll
13 PersonalaufwandDer Personalaufwand betrug in der abgelaufenen Berichtsperiode TEUR 6.709 (Vorjahr: TEUR 4.113) und gliedert sich wie folgt: scroll
Der Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt: scroll
14 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Konzernumlagen und Verbundleistungen (2017: TEUR 1.192; Vorjahr: TEUR 2.167), Fremdleistungen für Entwicklungskosten (2017: TEUR 627; Vorjahr: TEUR 991), Kosten für Gebäudemieten und -kosten (2017: TEUR 409; Vorjahr: TEUR 331) sowie Fracht- und Verpackungskosten (2017: TEUR 338; Vorjahr: TEUR 319). 15 AbschreibungenEine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. 16 Finanzergebnisscroll
Unter den sonstigen Finanz- und Zinsaufwendungen werden Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 379 (Vorjahr: TEUR 334) ausgewiesen. 17 Ertragsteuernscroll
Unter den laufenden Steuern werden Körperschafts- und Gewerbesteuer für Vorjahre ausgewiesen. Latente Steuern der Voltabox AG werden im Teilkonzern Voltabox ausgewiesen und Anpassungen erfolgswirksam vorgenommen. Die aktivischen latenten Steuern in Höhe von TEUR 3.337 (Vorjahr TEUR 2.230) betreffen zum Ende der Berichtsperiode mit TEUR 357 (Vorjahr TEUR 0) das Inland und mit TEUR 2.980 (Vorjahr TEUR 2.230) das Ausland. Die passivischen latenten Steuern in Höhe von TEUR 4.840 (Vorjahr TEUR 3.615) betreffen zum Ende der Berichtsperiode mit TEUR 4.714 (Vorjahr TEUR 3.467) das Inland und mit TEUR 126 (Vorjahr TEUR 148) das Ausland. Aufgrund der Beendigung des Ergebnisabführungsvertrags und der erwarteten positiven Entwicklung wird davon ausgegangen, dass die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge der Voltabox AG werthaltig sind. Aufgrund der vom Aufsichtsrat verabschiedeten Mittelfristplanung und der zukünftig zu erwartenden positiven Ergebnisse der Voltabox of Texas, Inc. wird davon aus ausgegangen, dass aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge werthaltig sind. Aktivische und passivische latente Steuern wurden im Zusammenhang mit folgenden Positionen und Sachverhalten gebildet: scroll
In Deutschland sind die Verlustvorträge unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung zeitlich unbegrenzt nutzbar. Für die ausländischen Verlustvorträge aus der Voltabox of Texas, Inc. ist die Nutzbarkeit auf 20 Jahre begrenzt. Folgende Tabelle zeigt die steuerlichen Verlustvorträge nach dem Jahr ihrer Entstehung und dem Jahr in ihre Nutzbarkeit endet: scroll
Gemäß IAS 12.81 (c) ist der tatsächliche Steueraufwand mit dem Steueraufwand zu vergleichen, der sich bei Verwendung der anzusetzenden Steuersätze auf das ausgewiesene Ergebnis vor Steuern theoretisch ergeben würde. Die folgende Überleitungsrechnung zeigt die Überleitung vom rechnerischen Steueraufwand zum tatsächlichen Steueraufwand. scroll
18 Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) errechnet sich aus der Division des Ergebnisses der Berichtsperiode durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien. Die gewichtete durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien betrug in der Berichtsperiode 11.251.986. Bei einem Ergebnis der Berichtsperiode in Höhe von TEUR 9.692 ergibt sich ein unverwässertes Ergebnis je Aktie (basic) in Höhe von EUR 0,86. Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird grundsätzlich die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt. Aktienoptionspläne führen grundsätzlich zu einer solchen potenziellen Verwässerung des Ergebnisses je Aktie. Innerhalb des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 bestanden keine Optionsrechte zum Bezug von Aktien der Voltabox AG. 19 Immaterielle VermögenswerteDie Entwicklung und Aufgliederung der immateriellen Vermögenswerte, der Sach- und Finanzanlagen ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt. Erläuterungen zu den Investitionen befinden sich im Lagebericht. Aktivierte EntwicklungskostenUnter den immateriellen Vermögenswerten werden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 16.201 (Vorjahr: TEUR 12.748) aktiviert. Interne Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 5.174 (Vorjahr: TEUR 6.011) wurden als immaterielle Vermögenswerte in der Berichtsperiode aktiviert. Bezüglich des Entwicklungsaufwands des Geschäftsjahres verweisen wir auf Abschnitt "Sonstige Steuerungsgrößen" des zusammengefassten Lageberichts. Die Abschreibungen der Berichtsperiode betragen TEUR 1.365 (Vorjahr: TEUR 399). Die Abschreibungsdauer der Entwicklungsprojekte beträgt einheitlich 4 Jahre ab Beginn der Serienfertigung. Die aktivierten Entwicklungskosten wurden gemäß IAS 36 einem Wertminderungstest unterzogen. Der Wertminderungsaufwand gemäß IAS 36 betrug im Berichtsjahr TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0). Der erzielbare Betrag der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf einer vom Vorstand verabschiedeten Umsatzplanung basieren. Die Umsatzplanung beinhaltet einen Planungszeitraum von fünf Jahren, das Wachstum wird für jedes Produkt entsprechend den vorliegenden Marktanalysen festgelegt. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete risikoadjustierte Diskontierungsfaktor beträgt 4 %. 20 FirmenwertGemäß IFRS 3 (Business Combinations) und der in diesem Zusammenhang überarbeiteten Standards IAS 36 (Impairment of Assets) und IAS 38 (Intangible Assests) unterliegen Geschäfts- und Firmenwerte und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, deren Herstellung noch nicht abgeschlossen ist, regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen. Hierbei werden Geschäfts- oder Firmenwerte und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, deren Herstellung noch nicht abgeschlossen ist, jährlich auf eine mögliche Wertminderung überprüft. Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, ist die Werthaltigkeitsprüfung auch häufiger durchzuführen. Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit werden im Voltabox-Konzern die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("Cash Generating Unit", CGU) mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag ("recoverable amount"), d. h., dem höheren Wert aus Nettoveräußerungspreis ("fair value less costs to sell") und seinem Nutzungswert ("value in use"), verglichen. In den Fällen, in denen der Buchwert der Cash Generating Unit höher als sein erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust ("impairment loss") vor. Der erzielbare Betrag wird durch die Ermittlung des Nutzwertes mittels der Discounted-Cash Flow- Methode bestimmt. Die Cash Flows zur Bestimmung der Nutzungswerte wurden auf der Grundlage der Mittelfristplanung des Managements ermittelt. Diese Planungen beruhen auf Erfahrungen der Vergangenheit sowie auf Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung unter Berücksichtigung von bereits initiierten strategischen und operativen Maßnahmen zur Geschäftsfeldsteuerung. Der Zeitraum für den Detail-Planungshorizont beträgt in der Regel fünf Jahre. Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten berechnet (WACC = Weighted Average Cost of Capital). Die Eigenkapitalkosten werden dabei aus einer Peer Group- Analyse des relevanten Marktes und damit aus verfügbaren Kapitalmarktinformationen abgeleitet. Um den unterschiedlichen Rendite-/Risikoprofilen unserer Tätigkeitsschwerpunkte Rechnung zu tragen, berechnen wir für unsere Gesellschaften (CGUs) individuelle Kapitalkostensätze. Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze, sog. WACC vor Steuern, die zur Diskontierung der Cash Flows angewandt worden sind, liegen bei 15,3 Prozent. Die ewige Rente nach dem Detailplanungszeitraum beträgt 1 %. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung ("Impairment Test) zum 31. Dezember 2017 hat sich kein Hinweis auf eine Wertminderung ergeben. Der Firmenwert betrug zum Bilanzstichtag TEUR 3.187 (Vorjahr: TEUR 3.187). 21 SachanlagenDie Abschreibungen der Berichtsperiode betragen TEUR 1.065 (Vorjahr: TEUR 1.540). Das Grundstück und das Gebäude in den USA sind durch Grundpfandrechte zur Sicherung von langfristigen Bankkrediten belastet. Teile des beweglichen Anlagevermögens werden über Finanzierungsleasingverträge finanziert, die regelmäßig eine Laufzeit von vier bis fünf Jahren haben. Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Leasingraten werden als Verbindlichkeiten passiviert. Der Nettobuchwert der aktivierten Vermögenswerte aus den Finanzierungsleasingverträgen zum 31. Dezember 2017 beträgt TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 145). Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Leasingraten betragen TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 146) und werden als Verbindlichkeiten zu ihrem Barwert passiviert. Die aktivierten Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen betreffen ausschließlich technische Anlagen und Maschinen. Der überwiegende Teil der Leasingverträge enthält Regelungen über den Eigentumsübergang ohne weitere Zahlungen nach vollständiger Erfüllung aller Verpflichtungen während der Grundmietzeit (Vollamortisation). Im Übrigen wurden keine festen Vereinbarungen über die weitere Nutzung der Leasinggegenstände nach Ablauf der Grundmietzeit getroffen. Voltabox geht jedoch davon aus, dass die Leasinggegenstände nach Ablauf der Grundmietzeit günstig erworben beziehungsweise zu einem günstigen Mietzins weiter genutzt werden können. Die geleisteten Anzahlungen für Maschinen und Anlagen betrugen im Berichtsjahr TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 379). Im Berichtsjahr betrug der Aufwand aus dem Abgang von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens TEUR 346 (Vorjahr: TEUR 199). 22 VorräteDie Vorräte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Wertaufholungen wurden in der Berichtsperiode wie im Vorjahr ebenfalls nicht vorgenommen. Wertminderungen auf Vorräte wurden in der Berichtsperiode in Höhe von TEUR 698 (Vorjahr: TEUR 107) vorgenommen. Zum Bilanzstichtag dienten Vorräte in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) der Besicherung von Verbindlichkeiten. 23 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDer Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen leitet sich wie folgt her: scroll
Die Altersstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar: scroll
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch überfälligen Forderungsbestands lagen zum Bilanzstichtag keinerlei Hinweise vor, die darauf hindeuten, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Mit einem Kunden wurden im Geschäftsjahr Vertragskonditionen neu vereinbart. Aufgrund verlängerter Zahlungskonditionen wurden die ausstehenden Forderungen mit einem Zinssatz von 0,171 % entsprechend abgezinst. Dieser Zinssatz berücksichtigt dabei das aktuelle Zinsniveau sowie die individuelle Bonität des Kunden. 24 Sonstige kurzfristige VermögenswerteDie sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten: scroll
Die Überfälligkeiten der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar: scroll
Bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten lagen zum 31. Dezember 2017 keine Anhaltspunkte vor, dass nennenswerte Zahlungsausfälle eintreten werden. 25 Flüssige MittelDie Kassenbestände und Bankguthaben sind zum Nennbetrag bilanziert. Die flüssigen Mittel beinhalten mit TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) den Kassenbestand und mit TEUR 102.678 (Vorjahr: TEUR 939) Bankguthaben. Die Entwicklung des Finanzmittelfonds ist in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellt. 26 EigenkapitalDie Entwicklung der einzelnen Komponenten des Eigenkapitals für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 ist in der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. GrundkapitalDie Umwandlung der Voltabox Deutschland GmbH in die Voltabox AG wurde am 18. Mai 2017 ins Handelsregister eingetragen. Das Grundkapital betrug zu diesem Zeitpunkt TEUR 100. Nach Beschluss zur Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage in Höhe von TEUR 9.900 vom 6. September 2017 (Eintragung im Handelsregister erfolgte am 21. September 2017) und einer weiteren Erhöhung um weitere TEUR 5.000 (Beschluss vom 22. September, Handelsregistereintrag am 11. Oktober 2017) sowie einer Erhöhung um TEUR 825 aus einer Mehrzuteilungsoption beträgt das Grundkapital der Voltabox AG per 31. Dezember 2017 insgesamt TEUR 15.825 (Vorjahr: TEUR 100) und ist in 15.825.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 eingeteilt. Nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Aktien scroll
KapitalrücklageNach Einstellung des Erlöses aus dem Börsengang abzüglich der Transaktionskosten in Höhe von TEUR 8.835 beträgt die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2017 TEUR 126.384 (Vorjahr: TEUR 1.244). WährungsumrechnungsrücklageDarlehensgewährungen der Voltabox AG an die Voltabox of Texas wurden im Berichtsjahr als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb gewertet. Daraus entstandene Währungskurseffekte werden erstmalig erfolgsneutral im Eigenkapital in der Währungsumrechnungsrücklage ausgewiesen. Darüber hinaus betrifft dieser Posten Währungsumrechnungskursdifferenzen aus der Stichtagsumrechnung des Jahresabschlusses der im Konzernabschluss einbezogenen Voltabox of Texas, Inc. Zum 1. Januar 2017 betrug die Währungsumrechnungsrücklage TEUR 0. Im Berichtsjahr wurde ein Betrag von TEUR 1.019 erfasst. Demnach beträgt die Währungsumrechnungsrücklage zum 31. Dezember 2017 TEUR 1.019. ErgebnisabführungAb Geschäftsjahr 2015 bestand zwischen der paragon AG und der Voltabox AG (vor Umwandlung Voltabox Deutschland GmbH) ein Ergebnisabführungsvertrag. Durch Umwandlung der Voltabox Deutschland GmbH in die Voltabox AG und der Aufnahme von Minderheitsgesellschaftern durch den Börsengang zum 13. Oktober 2017 endet der Vertrag gemäß § 307 AktG zum 31. Dezember 2017. Somit wird letztmalig zum 31. Dezember 2017 ein HGB Ergebnis in Höhe von TEUR -9.930 abgeführt werden. 27 Verbindlichkeiten aus Finance LeaseDie Verbindlichkeiten aus Finance-Leasing-Verhältnissen, die im Wesentlichen technische Anlagen betreffen, sind gemäß IAS 17 mit ihrem Barwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Der ausgewiesene Tilgungsanteil lässt sich wie folgt herleiten: scroll
28 Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen insgesamt TEUR 4.065 (Vorjahr: TEUR 5.190), wobei Besicherungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 4.065 (Vorjahr: TEUR 5.190) bestehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden für Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von 3.239 TEUR (Vorjahr: TEUR 3.808) und durch die Sicherungsübereignung von Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 970 (Vorjahr: TEUR 1.382) besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besitzen eine Laufzeit von: scroll
Die langfristigen Verbindlichkeiten entfallen im Wesentlichen auf die Gebäudefinanzierung in Texas. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten u.a. den kurzfristigen Anteil von Investitionsdarlehen. Für die fest vereinbarten Kredite besteht kein Zinsänderungsrisiko. Für Darlehen mit variabel vereinbartem Zins (TEUR 3.239) besteht ein Zinsänderungsrisiko (siehe Note 32 Zinsrisiken). 29 Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten enthalten folgende Posten: scroll
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen aus ausstehenden Urlaubsansprüchen sowie Mitarbeiterboni und -tantiemen. Die sonstigen Verbindlichkeiten besitzen eine Laufzeit von: scroll
30 Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen sind ausschließlich innerhalb eines Jahres fällig und entwickelten sich wie folgt: scroll
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Garantieleistungen TEUR 67 (TEUR 6) sowie für Rücknahmeverpflichtungen für Altbatterien sowie übrige Rückstellungen enthalten. Für die Rückstellung im Zusammenhang mit der Rücknahme von Alt-Batterien im Rahmen des Batterierücknahmegesetzes wurde aufgrund hoher Schätzungsunsicherheiten eine Rückstellung in Höhe TEUR 10 erfasst. Für die Ermittlung diese Rückstellung wurde eine Rücklaufquote von 70 % sowie eine Wiederverwertbarkeit von 75 % der zurückgenommenen Batterien angenommen. Aufgrund möglicher zukünftiger Erträge aus Rohstoffverwertung wurde eine Bandbreite der zu bildenden Rückstellung ermittelt. Die Rückstellung bemisst sich zum Jahresabschluss an den wahrscheinlich anfallenden Entsorgungskosten, deren abgezinste Höhe TEUR 10 beträgt. 31 Zusätzliche Informationen zu FinanzinstrumentenDieser Abschnitt gibt einen zusammenfassenden Überblick über die Finanzinstrumente der Voltabox AG. Die nachfolgenden Tabellen weisen die Buchwerte (BW) und die beizulegenden Zeitwerte/Fair-Values (FV) der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017 und 31. Dezember 2016 aus: scroll
scroll
Die Forderungen gegen nahestehenden Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen bestehen ausschließlich gegenüber dem Mutterunternehmen der paragon AG. Die Buchwerte entsprechen dem Fair Value der Forderungen und Verbindlichkeiten. Da es sich hierbei nicht um Posten gegenüber Konzernexterne handelt unterbleiben, bezüglich dieser Forderungen und Verbindlichkeiten, weitere Angaben in diesem und dem folgenden Abschnitt. Ermittlung von MarktwertenDer Marktwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, von kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Laufzeit in etwa dem Buchwert. Voltabox bewertet langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte auf der Basis spezifischer Parameter wie Zinssätzen, Bonität und Risikostruktur des Kunden. Entsprechend bildet paragon Wertberichtigungen für zu erwartende Forderungsausfälle. Den Marktwert von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestimmt Voltabox durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit geltenden Zinssätzen. Für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wurde gemäß IAS 39.A71 ff. eine hierarchische Einstufung vorgenommen. Die Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten und ihre Anwendung auf die finanziellen Vermögenswerte und Schulden von Voltabox sind im Folgenden beschrieben: scroll
Nettogewinne/-verlusteNettogewinne/-verluste aus Finanzinstrumenten wurden wie nachfolgend dargestellt realisiert: scroll
Der Nettogewinn/-verlust aus Forderungen enthält Veränderungen in den Wertberichtigungen, Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung sowie Zahlungseingänge und Wertaufholungen auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen, die erfolgswirksam in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst wurden. 32 Management von Risiken aus FinanzinstrumentenMarktpreisschwankungen können für Voltabox zu erheblichen Cash-Flow- sowie Gewinnrisiken führen. Änderungen der Fremdwährungskurse und der Zinssätze beeinflussen sowohl das operative Geschäft als auch die Investitions- und Finanzierungsaktivitäten. Zur Optimierung der finanziellen Ressourcen innerhalb des Konzerns werden die Risiken aus der Entwicklung der Zinssätze und der Wechselkurse kontinuierlich analysiert und somit die laufenden Geschäfts- und Finanzmarktaktivitäten gesteuert und überwacht. Die Steuerung erfolgt unter Mithilfe von derivativen Finanzinstrumenten. Preisschwankungen von Währungen und Zinsen können signifikante Gewinn- und Cashflow-Risiken zur Folge haben. Aus verschiedenen Methoden der Risikoanalyse und des Risikomanagements hat Voltabox ein innerbetriebliches System der Sensitivitätsanalyse implementiert. Die Sensitivitätsanalyse ermöglicht es dem Konzern, Risikopositionen in den Geschäftseinheiten zu identifizieren. Die Sensitivitätsanalyse quantifiziert das Risiko, dass sich innerhalb der gegebenen Annahmen realisieren kann, wenn bestimmte Parameter in einem definierten Umfang verändert werden. Hierzu wird unterstellt:
Die potenziellen Auswirkungen aus der Sensitivitätsanalyse stellen Abschätzungen dar und basieren auf der Annahme, dass die unterstellten negativen Marktveränderungen eintreten. Die tatsächlichen Auswirkungen können sich hiervon, aufgrund abweichender Marktentwicklungen, deutlich unterscheiden. FremdwährungsrisikenVoltabox ist aufgrund der internationalen Ausrichtung im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Zur Begrenzung dieser Risiken setzt das Unternehmen wenn erforderlich auch derivative Finanzinstrumente ein. Wechselkursschwankungen können zu nicht erwünschten Ergebnis- und Liquiditätsschwankungen führen. Für Voltabox ergibt sich das Währungsrisiko aus den Fremdwährungspositionen und den möglichen Änderungen der entsprechenden Wechselkurse. Die Unsicherheit der künftigen Entwicklung wird hierbei als Wechselkursrisiko bezeichnet. Voltabox begrenzt das Risiko, indem es Einkäufe und Verkäufe von Waren und Dienstleistungen hauptsächlich in der jeweiligen Landeswährung abrechnet. Die Sensitivität auf Schwankungen der Fremdwährungen ermittelt Voltabox durch Aggregation der Nettowährungsposition des operativen Geschäfts, welches nicht in der funktionalen Währung des Konzerns abgebildet wird. Dabei wird die Sensitivität durch Simulation einer 10 % Abwertung des Euro gegenüber allen Fremdwährungen berechnet. Die simulierte Aufwertung des Euro hätte zum 31. Dezember 2017 zu einer Veränderung zukünftiger Zahlungseingänge in Höhe von TEUR -189 (Vorjahr: TEUR -55) geführt. Soweit zukünftige Einkäufe nicht gegen Währungsrisiken gesichert sind, hätte eine Abwertung des Euro gegenüber anderen Währungen negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage, da bei dem Konzern die Fremdwährungsabflüsse die Fremdwährungszuflüsse übersteigen. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über das Nettofremdwährungsrisiko nach den einzelnen Hauptwährungen zum 31. Dezember 2017: scroll
ZinsrisikenDas Zinsrisiko umfasst jegliche Auswirkung einer Veränderung der Zinsen auf das Ergebnis und das Eigenkapital. Ein Zinsrisiko besteht im Wesentlichen im Zusammenhang mit finanziellen Verbindlichkeiten. Bei den verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten, bei denen ein Festzins vereinbart ist. Änderungen des Zinssatzes würden sich hier nur auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit Festverzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Bei variabel verzinsten finanziellen Verbindlichkeiten wird das Zinsrisiko grundsätzlich durch eine Cash-Flow Sensitivität gemessen. Zum Ende der Berichtsperiode 31. Dezember 2017 befinden sich TEUR 3.239 variabel verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten im Bestand des Voltabox Konzerns. Aus einer Änderung des Zinsniveaus (+1 / -1 Prozentpunkt) resultiert folgendes Cash-Flow Risiko: scroll
LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko, das heißt das Risiko, dass Voltabox möglicherweise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, wird durch ein flexibles Cash-Management begrenzt. Zum 31. Dezember 2017 standen Voltabox Zahlungsmittel und -äquivalente in Höhe von TEUR 102.679 (Vorjahr: TEUR 940) zu Verfügung. Freie Kontokorrentlinien standen zum 31. Dezember 2017 in Höhe von TEUR 3.000 (Vorjahr: TEUR 0) zur Verfügung. Zusätzlich zu den oben genannten Instrumenten der Liquiditätssicherung verfolgt der Konzern kontinuierlich die Entwicklungen auf den Finanzmärkten, um sich bietende vorteilhafte Finanzierungsmöglichkeiten nutzen zu können. Die folgende Tabelle zeigt zum 31. Dezember 2017 Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten: scroll
Die Nettoliquidität bzw. die Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Finance Leasing, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden. scroll
KreditrisikenEin Kreditrisiko ist definiert als finanzieller Verlust, der entsteht, wenn ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko besteht daher maximal in der Höhe der des positiven beizulegenden Zeitwerts der betreffenden Zinsinstrumente. Die effektive Überwachung und Steuerung der Kreditrisiken ist eine Hauptaufgabe des Risikomanagementsystems. Voltabox führt für alle Kunden mit einem Kreditbedarf, der über bestimmte definierte Grenzen hinausgeht, Kreditprüfungen durch. Der Konzern überwacht das Kreditrisiko fortlaufend. 33 Haftungsverhältnisse, Eventualforderungen und -schulden sowie sonstige finanzielle VerpflichtungenZum 31. Dezember 2017 bestehen keine Haftungsverhältnisse und nicht bilanzierte Eventualforderungen oder Eventualschulden. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Das Bestellobligo umfasst Bestellpositionen aus dem Anlagevermögen und dem Vorratsvermögen. 34 Entwicklung des KonzernanlagevermögensKonzernanlagespiegel zum 31. Dezember 2017scroll
scroll
scroll
35 Erläuterungen zur KonzernkapitalflussrechnungIn der Konzernkapitalflussrechnung werden nach IAS 7 "Cash Flow Statements" die Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Konzernkapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode gemäß IAS 7.18b aufgestellt. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Konzernkapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel soweit diese kurzfristig verfügbar sind. scroll
36 Segmentberichterstattungln Übereinstimmung mit IFRS 8 werden in der Segmentberichterstattung drei Segmente gebildet. Das Segment "Voltapower": In diesem Geschäftssegment entwickelt, fertigt und vertreibt die Gesellschaft Hochleistungsbatterielösungen für große Spezialfahrzeuge, bei denen individuelle und umfassende Li-Ionen-Lösungen den Kunden beispielsweise im öffentlichen Verkehr, Bergbau- und Intralogistikbereich einen maximalen Nutzen bieten. Das Segment "Voltaforce": Unter dem Markennamen Voltaforce entwickelt, fertigt und vertreibt die Gesellschaft Standardbatterien im Niederspannungsbereich, die in unterschiedlichen Segmenten des Massenbatteriemarkts, wo leichte Batterien besonders nachgefragt und vorteilhaft sind, zum Einsatz kommen, zum Beispiel Starterbatterien für Motorräder und 48 Volt Mild-Hybrid-Lösungen. Voltaforce-Batterien können künftig die bisherigen Blei-Säure-Batteriesysteme, wie Starterbatterien für Motorräder und andere Fahrzeuge, ersetzen. Das Segment "Voltamotion": Unter dem Markennamen Voltamotion entwickelt die Gesellschaft Antriebskomponenten, wie beispielsweise Leistungselektronik, die die vollständige Elektrifizierung von Hochleistungsfahrzeugen ermöglicht und zusätzliche individuelle Märkte für Wechselrichter, Ladegeräte, DC/DC-Konverter, Elektromaschinen u. ä. bedienen kann. Im Berichtsjahr entfielen über 99 % der Umsätze auf das Segment "Voltapower". Auf eine detailliertere Darstellung der Segmente wird daher aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Geografische GebieteDie geografische Aufteilung der Umsätze zeigt folgende Tabelle: scroll
Wesentliche Geschäftsvorfälle mit KundenIm Geschäftsjahr überschritten zwei Unternehmen die Schwelle von 10 % im Umsatzanteil nach IFRS 8.34. 37 Organe der GesellschaftDer Vorstand der Voltabox AG bestand im Zeitraum vom 1. Januar bis 9. August 2017 aus dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Klaus Dieter Frers. Zum 10. August 2017 wechselte Herr Frers als Aufsichtsratsvorsitzender in den Aufsichtsrat. Zum 9. August 2017 wurde Herr Jürgen Pampel zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Zum Vorstand Finanzen wurde Herr Andres Klasing am 9. August 2017 ernannt. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus folgenden Personen: scroll
38 Vergütungsbericht des Vorstands und des AufsichtsratsVorstandsvergütungDie Vergütung der Mitglieder des Vorstands ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet, sie setzt sich aus einer jährlichen Festvergütung, Nebenleistungen sowie einer variablen Vergütung zusammen. Für den variablen Vergütungsanteil ist sowohl eine jährliche Deckelung (Maximum) sowie ein mehrjähriger variabler Vergütungsanteil, der positiven und negativen Entwicklungen Rechnung trägt, vereinbart. Die Gesamtvergütung des Vorstands enthält Gehälter und kurzfristige Leistungen in Höhe von TEUR 148 (Vorjahr: TEUR -) und umfasst feste Bestandteile in Höhe von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR -) sowie variable Bestandteile in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR -). Die wesentlichen variablen Vergütungsbestandteile orientieren sich am EBIT nach IFRS und der positiven Entwicklung des Aktienkurses des Unternehmens, verglichen jeweils am Bilanzstichtag (für 2017 ist der Vergleichskurs der Ausgabepreis von 24,00 EUR). Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Berichtsjahr gewährten Zuwendungen der Mitglieder des Vorstands: scroll
Der Vorstand der Voltabox AG bestand ab dem Datum der Eintragung als Aktiengesellschaft am 18. Mai 2017 bis zum 8. August 2017 aus einer Person, dem Vorstand Klaus Dieter Frers. Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 17. Mai 2017 hatte Herr Klaus Dieter Frers die Funktion des Geschäftsführers der Voltabox Deutschland GmbH inne. Er hat keine Vergütung für diese Funktion erhalten, seine Vergütung war mit den Bezügen als Vorstandsvorsitzender der paragon AG (als 100% Muttergesellschaft) abgegolten. Darüber hinaus war Herr Klaus Dieter Frers im Berichtsjahr von Januar bis August als Chief Executive Officer (CEO) der Voltabox of Texas, Inc. tätig. Im September wechselte er als Chairman in den Board of Directors der Gesellschaft. Für diese Tätigkeiten in der Voltabox of Texas, Inc. hat Herr Klaus Dieter Frers im Berichtsjahr einen Betrag in Höhe von USD 75.000,00 erhalten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Berichtsjahr zugeflossenen Zuwendungen der Mitglieder des Vorstands: scroll
AufsichtsratsvergütungDie Vergütung der Mitglieder des ersten Aufsichtsrats wird satzungsgemäß von der HV festgelegt, die über die Entlastung der Mitglieder des ersten Aufsichtsrats beschließt. Im Übrigen erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats satzungsgemäß eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 10. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält TEUR 20, der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält TEUR 15 pro Geschäftsjahr. Gehört ein Mitglied dem Aufsichtsrat nur einen Teil des Geschäftsjahres an, bestimmt sich die Vergütung zeitanteilig. Soweit die Vergütung dem Quellensteuerabzug unterliegt, erfolgt die Auszahlung in Höhe des um die einzubehaltende Quellensteuer gekürzten Vergütungsbetrages. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in eine von der Gesellschaft zu Gunsten der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung einbezogen. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats Ersatz ihrer bei Wahrnehmung ihres Amts entstandenen angemessenen und nachgewiesenen Auslagen sowie des eventuell auf die Aufsichtsratsvergütung entfallenden Umsatzsteuerbetrages, soweit sie berechtigt sind, der Gesellschaft die Umsatzsteuer gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht auszuüben. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Berichtsjahr eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 0 erhalten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder: scroll
Dem Aufsichtsrat gehörte in der Zeit vom 1. Januar 2017 bis zum 9. August 2017 Frau Brigitte Frers an, in der Zeit vom 1. Januar 2017 bis zum 5. September 2017 Herr Walter Schäfers. Beide haben für diese Tätigkeit keine Bezüge erhalten. 39 Angaben zu nahestehenden Unternehmen und PersonenZu den nahestehenden Personen im Sinne IAS 24 "Related party disclosure" gehören die Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und nahe Familienangehörige der Organmitglieder sowie verbundene Unternehmen der Voltabox AG. Herr Klaus Dieter Frers ist Vorstandsvorsitzender der paragon AG und geschäftsführender Gesellschafter der Artega GmbH. Persönlich erbrachte Leistungen erfolgten im Berichtszeitraum durch das Aufsichtsratsmitglied Herrn Hermann Börnemeier in Höhe von TEUR 32, der für die Voltabox AG steuerberatend tätig ist. Die ausstehenden Salden für nahestehende Personen zum Bilanzstichtag sind wie folgt: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 483 (Vorjahr TEUR 2.538) entfallen vollständig auf die paragon AG, darüber hinaus besteht eine Forderung in Höhe von TEUR 9.930 aus der Verlustübernahme aufgrund des Ergebnisabführungsvertrag gegenüber der paragon AG. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 1.813 (Vorjahr TEUR 22.671) entfallen auf die paragon AG (TEUR 1.811) und die productronic GmbH (TEUR 2). Im Vorjahr wurden Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 15.908 sowie aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 6.763 ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden Umsätze mit der paragon AG in Höhe von TEUR 2.580 (Vorjahr TEUR 222) realisiert. Die paragon AG hat wiederum Umsätze im Wesentlichen durch Konzerndienstleistungen mit dem Voltabox Konzern in Höhe von TEUR 2.176 (Vorjahr TEUR 4.222) realisiert. 40 Honorar des AbschlussprüfersDie in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 als Aufwand erfassten Honorare für die Prüfung des Einzelabschlusses der Voltabox AG aufgestellt nach handelsrechtlichen Vorschriften sowie das Honorar der Prüfung des Konzernabschlusses der Voltabox AG, aufgestellt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, der Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, betragen TEUR 235 (Vorjahr: TEUR 0). TEUR 92 betreffen die Abschlussprüferleistungen, TEUR 134 andere Bestätigungsleistungen im Zusammenhang mit dem Börsengang sowie TEUR 10 sonstige Leistungen. Die Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat dabei folgende Leistungen zusätzlich zur Abschlussprüfung für die Konzernunternehmen erbracht:
41 RisikomanagementDas Risikomanagement der Gesellschaft ist im Lagebericht erläutert. 42 Erklärung gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGStimmrechtsmeldungenIm Berichtsjahr ergaben sich keine Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG, die nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Gesellschaft berichtspflichtig sind. Directors DealingsMeldungen zu Eigengeschäften von Führungskräften nach Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 (MAR) sind der Gesellschaft im Berichtszeitraum nicht zugegangen. Erklärung zum deutschen Corporate Governance KodexDie nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechens-Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde zuletzt im März 2018 abgegeben und ist den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft (www.voltabox.ag) zugänglich gemacht worden.
Delbrück, 9. März 2018 Voltabox AG Der Vorstand Jürgen Pampel Vorstandsvorsitzender Andres Klasing Vorstand Finanzen Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersVermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Voltabox AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzerngesamtergebnisrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Voltabox AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU- APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie der Prüfung des zusammengefassten Lageberichts waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert: 1. Sachverhalt und Problemstellung 2. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse 3. Verweis auf weitergehende Informationen I. Börsengang der Voltabox AG1. Seit dem 13. Oktober 2017 sind die Aktien der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft Voltabox AG am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Im Zuge des Börsengangs wurden insgesamt 6.325.000 Aktien bei neuen Investoren platziert, davon stammten 500.000 Aktien aus dem Bestand des Mutterunternehmens paragon AG und 5.825.000 aus einer Kapitalerhöhung inklusive Mehrzuteilungsoption bei der Voltabox AG. Der Verkaufspreis der Aktien betrug EUR 24,00 je Aktie und als Emissionserlöse wurden flüssige Mittel in Höhe von insgesamt TEUR 151.800 erzielt. Die Kosten des Börsengangs in Höhe von TEUR 8.835 reduzieren Emissionserlöse und wurden erfolgsneutral von der Kapitalrücklage abgezogen. Der Posten "Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit" innerhalb der Kapitalflussrechnung und die damit einhergehende Veränderung des Bilanzpostens "Flüssige Mittel" sind ebenfalls maßgeblich vom Börsengang der Voltabox AG und den erzielten Emissionserlösen geprägt. Dabei wurde die Bilanzsumme der Voltabox AG durch den Börsengang deutlich erhöht. Aufgrund der Größenordnung dieser Transaktion war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2. Die rechtlichen und organisatorischen Umstrukturierungen im Zusammenhang mit dem Börsengang der Voltabox AG haben wir insoweit berücksichtigt, als sie für unsere Abschlussprüfung von Bedeutung waren. Bei unserer Prüfung des Konzerneigenkapitals, der flüssigen Mittel sowie der Kapitalflussrechnung haben wir unter anderem Nachweise über die Höhe des Emissionserlöses eingeholt und die Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital geprüft. Wir haben Nachweise für die Höhe der Kosten für den Börsengang eingeholt und die Bilanzierung der Emissionskosten nachvollzogen. Bei unserer Einschätzung der Ergebnisse der durchgeführten Bilanzierung und Bewertung haben wir uns unter anderem auf Bank- und Handelsregisterauszüge, Beschlüsse von Aufsichtsrat und Vorstand der Gesellschaft sowie Organbeschlüsse der Voltabox AG gestützt. Einwendungen haben sich hierbei nicht ergeben. 3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Auswirkungen des Börsengangs der Voltabox AG sind im Anhang im Abschnitt "(26) Eigenkapital" sowie im zusammengefassten Lagebericht im Abschnitt "Vermögens-, Finanz- und Ertragslage" enthalten. II. Ansatz und Bewertung aktivierter Entwicklungskosten1. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2017 in der Bilanz im Posten immaterielle Vermögenswerte unter anderem aktivierte Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 16.201 (Vorjahr TEUR 12.748) aus. Entwicklungsprojekte werden nur dann zu Herstellungskosten aktiviert, wenn die Projekte die Kriterien des IAS 38 erfüllen und es sich um die Entwicklung von marktfähigen spezifischen Kunden- und Produktlösungen handelt. Für die Entwicklungsleistungen sind im Regelfall keine direkten Kundenbestellungen vorhanden. Im Konzernabschluss der Gesellschaft macht der Bilanzposten mit TEUR 16.201 nunmehr 9,5 % der Bilanzsumme aus. Die aktivierten Eigenleistungen im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten umfassen im Geschäftsjahr 2017 TEUR 5.174 (Vorjahr TEUR 6.011). Somit haben die aktivierten Entwicklungskosten eine erhebliche Auswirkung auf die Höhe der finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft. Vor dem Hintergrund der Größenordnung der insgesamt aktivierten Entwicklungskosten und der Komplexität der Bilanzierung und Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2. Im Rahmen unserer Prüfung der aktivierten Eigenleistungen haben wir in Stichproben aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt, um den Ansatz, Bewertung und Ausweis der aktivierten Entwicklungskosten zu überprüfen. Das methodische Vorgehen bei der Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten haben wir nachvollzogen und die Ermittlung der Höhe nach beurteilt. Hierzu wurden für die ausgewählten Stichproben die Projektdokumentation analysiert, Gespräche mit dem zuständigen Controller und den Projektverantwortlichen geführt und die zugehörige Plandeckungsbeitragsrechnung analysiert. In Stichproben wurde das Abschreibungsverfahren bei fertiggestellten Entwicklungsprojekten überprüft. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen zur bilanziellen Abbildung der aktivierten Entwicklungsleistungen ergeben. 3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Auswirkungen der aktivierten Eigenleistungen sind im Anhang im Wesentlichen in den Abschnitten "(7) Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -Immaterielle Vermögenswerte", "(8) Verwendung von Schätzungen und Annahmen - Aktivierte Entwicklungskosten", "(11) Andere aktivierte Eigenleistungen" sowie "(19) Immaterielle Vermögenswerte" enthalten. III. Angaben im zusammengefassten Lagebericht bezüglich der Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 20181. Der Konzern prognostiziert im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 60,0 Mio. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 120,0%. Die prognostizierten Umsatzerlöse haben dabei eine erhebliche Auswirkung auf die zukünftige Höhe der finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft. Vor dem Hintergrund der Größenordnung des in der Prognose impliziten Umsatzwachstums und der Komplexität der Erstellung dieser Umsatzprognose sowie den Interdependenzen der Umsatzprognose bei der Bewertung anderer Bilanzposten, wie zum Beispiel die auf Verlustvorträge aktivierten latenten Steuern der US-amerikanischen Tochtergesellschaft sowie bei der Beurteilung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes, war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. Wir konnten die Ermittlung der Umsatzprognose im Lagebericht nachvollziehen. 2. Im Rahmen unserer Prüfung der Umsatzprognose im zusammengefassten Lagebericht haben wir zunächst die methodische Vorgehensweise bei der Erstellung der Umsatzprognose analysiert und das Risiko einer wesentlichen falschen Darstellung beurteilt. Daraufhin haben wir in Stichproben aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt, um die Höhe der Umsatzprognose zu überprüfen. Hierzu wurde für die ausgewählten Stichproben analysiert, inwieweit bereits Kundenrahmenverträge vorliegen. Dabei haben wir Gespräche mit dem zuständigen Controller und den Vertriebsverantwortlichen geführt, um die von den gesetzlichen Vertretern in der Prognose zugrunde gelegten Annahmen zu überprüfen. 3. Die Angaben der Gesellschaft zur Umsatzprognose sind im zusammengefassten Lagebericht im Wesentlichen in den Abschnitten "Prognosebericht - Voltabox Konzern" enthalten. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d i.V.m. 289f Abs.1 HGB" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d Abs. 5 i.V.m. § 289f Abs. 1 HGB sowie den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellte deutsche Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 22. September 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 12. Dezember 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Konzernabschlussprüfer der Voltabox AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDie für die Prüfung verantwortlichen Wirtschaftsprüfer sind Thomas Gloth und Helmut Meurer.
Düsseldorf, den 9. März 2018 Baker Tilly GmbH & Co. KG Thomas Gloth, Wirtschaftsprüfer Helmut Meurer, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Jürgen Pampel Vorstandsvorsitzender Andres Klasing Vorstand Finanzen Finanzkalender 2018scroll
ImpressumVoltabox AG Artegastraße 1 33129 Delbrück Phone: +49 5250 9930-0 Fax: +49 5250 9930-901 E-Mail: investor@voltabox.ag www.voltabox.ag Design visuphil® Fotografie King County Metro, S. 4, 5 Triathlon Batterien GmbH, S. 6, 7 Komatsu America Corp., S. 8, 9 Voltabox AG, S. 10, 11 BMW Group, S. 12, 13 Voltabox AG Artegastraße 1 33129 Delbrück voltabox.ag |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||