Voltabox AGPaderbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Corporate GovernanceBericht des AufsichtsratsÜberwachung und Beratung im kontinuierlichen Dialog mit dem VorstandVorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG bekennen sich zu der im Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") enthaltenen Verpflichtung, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse). Interessenskonflikte einzelner Vorstandsmitglieder bestanden im Geschäftsjahr 2021 nicht. Eine Aufstellung aller Mandate der Aufsichtsratsmitglieder ist im Konzernanhang enthalten (Note (40)). Im Geschäftsjahr 2021 hat der Aufsichtsrat der Voltabox AG die ihm nach Gesetz, Satzung, Corporate Governance Kodex und Geschäftsordnung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Dabei hat der Aufsichtsrat den Vorstand laufend beaufsichtigt und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit, der Zweckmäßigkeit und der Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. Im Februar 2022 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und im Investor Relations-Bereich der Internetseite der Voltabox AG dauerhaft zugänglich gemacht. Die Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex und darüberhinausgehende Informationen zur Corporate Governance bei der Voltabox AG sind dort ebenfalls erläutert. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form in den Aufsichtsratssitzungen umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die allgemeine Geschäftsentwicklung und die aktuelle Lage der Gesellschaft. Dabei ging er insbesondere auf Themen der Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikolage und des Risikomanagements ein. Der Aufsichtsrat überprüfte die Berichte des Vorstands intensiv und erörterte diese im Gremium. Über die Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen zwischen allen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat hinaus diskutierten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstand bei Bedarf über wichtige Themen. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung des Jahresergebnisses von Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat in vollem Umfang informiert. Besetzung des AufsichtsratsDem Aufsichtsrat der Voltabox AG gehörten zum 01. Januar 2021 drei Mitglieder an: Klaus Dieter Frers (Vorsitzender), Hermann-Josef Börnemeier (stellvertretender Vorsitzender) und Walter Schäfers. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Voltabox AG haben zum 12. November 2021 (Hermann-Josef Börnemeier und Walter Schäfers) bzw. zum 15. November 2021 (Klaus Dieter Frers) ihr Amt niedergelegt. Der bisherige Vorsitzende des Aufsichtsratsrat auf die Einhaltung der Frist zur Niederlegung verzichtet. Am 15. November 2021 hat die Gesellschaft beim Registergericht ein Antrag auf Neueinsetzung gestellt. Der Vorstand hat in diesem Zuge einen Vorschlag für die Neueinsetzung unterbreitet. Das Gericht ist dem Vorschlag gefolgt. Der neue Aufsichtsrat besteht aus Herbert Hilger (Vorsitzender), Roland Mackert (Stellvertreter und Leiter Prüfungsausschuss) und Toni Junas. Die Wahl in den Aufsichtsrat erfolgte im Rahmen der außerordentlichen Hauptversammlung am 17. März 2022. ZUSAMMENFASSUNGDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2021 vor dem Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft deren Entwicklung durch wöchentliche Abstimmungen eng begleitet. Mit Eintritt des neuen Aufsichtsrats wurde der Austausch mit dem Vorstand wieder an den üblichen Sitzungsrhythmus bzw. Abstimmungsgespräche angepasst. Neben diesen regelmäßigen Zusammenkünften fanden folgende Sitzungen des Aufsichtsrats statt: scrollen
Bildung von AusschüssenWie bereits in der Vergangenheit hat der bis zum 12. November 2021 dreiköpfige Aufsichtsrat der Gesellschaft auch im Berichtsjahr auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet und alle anstehenden Themen im Gesamtgremium behandelt. In der konstituierenden Sitzung des neuen Aufsichtsrats vom 29. November 2021 beschloss dieser, dass ein Prüfungsausschuss gebildet wird. Der Ausschuss wird durch Herrn Roland Mackert geleitet. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder sind ebenfalls Mitglieder dieses Ausschusses. Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2021Die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 01. September 2021 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer des Geschäftsjahres vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021 bestellt und durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates entsprechend beauftragt. Eine Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Artikel 6 Abs. 2 Buchstabea der Verordnung (EU) 537/2014 liegt dem Aufsichtsrat vor. Gegenstand der Abschlussprüfung war der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der Voltabox AG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021, der vom Vorstand gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021, der zusammen gefasste Lagebericht des Voltabox-Konzerns und der Voltabox AG, sowie der Abhängigkeitsbericht. Zum Abschluss der Prüfung hat die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht des Voltabox-Konzerns und der Voltabox AG jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat außerdem festgestellt, dass das vom Vorstand eingerichtete Informations- und Überwachungssystem geeignet ist, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Jedem Mitglied des Aufsichtsrats wurden vom Abschlussprüfer die zu prüfenden Unterlagen über den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht des Voltabox-Konzerns und der Voltabox AG, der Vorschlag über die Verwendung des Jahresüberschusses sowie der Bericht über die Abschlussprüfung zur Verfügung gestellt. Über die Prüfung wurde in der Aufsichtsratssitzung am 22. April 2022 berichtet und diskutiert. Der Abschlussprüfer nahm an der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses teil. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Der Aufsichtsrat ist in seiner Sitzung vom 28. April 2022 zudem dem Vorschlag gefolgt, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Dem Aufsichtsrat wurde eine Abhängigkeitsberichterstattung für das Geschäftsjahr 2021 vorgelegt. Dieser Bericht wurde durch den Vorstand der Voltabox AG aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat einen Bestätigungsvermerk für diesen Bericht erteilt und dem Aufsichtsrat die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Bericht geprüft und wird der Hauptversammlung darüber berichten sowie erklären, dass keine Einwände gegen den Bericht des Vorstandes vorliegen. Die Gesellschaft hat die Abschlussprüfung der Voltabox AG für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2022 neu ausgeschrieben. Neben der Beauftragung eines Abschlussprüfers berät der Aufsichtsrat derzeit mit dem Vorstand die parallele Einbindung einer versierten Beratungsgesellschaft zur Abbildung der künftigen Rechnungslegung, die sich aus einem künftigen Geschäftsmodell ergeben könnte.
Paderborn, 28. April 2022 Für den Aufsichtsrat Herbert Hilger, Vorsitzender des Aufsichtsrats Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d i. V. m. § 289f Abs. 1 HGBVorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft sind den Grundsätzen einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle verpflichtet. Sie messen den Standards guter Corporate Governance entsprechend einen hohen Stellenwert bei. Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d i.V.m. 289f Abs. 1 HGB kann dauerhaft auf der Voltabox-Homepage unter https://ir.voltabox.ag eingesehen werden. Sie beinhaltet die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß §161 AktG, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Zusammensetzung, die Zielgrößenfestlegungen nach § 76 Absatz 4 und § 111 Absatz 5 AktG und die Angaben zur Erreichung der Zielgrößen sowie die Maßnahmen der Gesellschaft im Zusammenhang mit der Steigerung der Diversität. Relevante Angaben zu UnternehmensführungspraktikenDie Unternehmensführung der Voltabox AG als deutsche Aktiengesellschaft wird durch das Aktiengesetz, die Satzung des Unternehmens, die freiwillige Verpflichtung auf die Vorgaben des DCGK in seiner jeweils aktuellen Fassung sowie die jeweils aktuellen Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat bestimmt. Für Vorstand und Aufsichtsrat sind die Empfehlungen und Anregungen des Corporate Governance Kodex ebenso wie die gesetzlichen Vorschriften ein fester Bestandteil ihrer Arbeit. Nachhaltiges wirtschaftliches, ökologisches und soziales Handeln bei gleichzeitiger Beachtung der rechtlichen Vorgaben ist für Voltabox ein wesentliches Element der Unternehmenskultur. Voltabox achtet strengstens darauf, dass im Unternehmen keine Rechtsverletzungen toleriert werden. Im Fall von Verstößen gegen geltende Rechtsprechung und interne Vorschriften verfolgt Voltabox konsequent die Umsetzung von Disziplinarmaßnahmen und prüft bei Bedarf zivil- oder strafrechtliche Konsequenzen. Die Umsetzung dieser Grundsätze ist durch bestehende Programme und Managementsysteme abgesichert. Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratGemäß den gesetzlichen Vorschriften verfügt die Voltabox AG über ein so genanntes duales Führungssystem. Dieses ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet. Vorstand der Voltabox AGDer Vorstand führt das Unternehmen nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung in eigener Verantwortung. Sofern der Vorstand aus mehreren Personen besteht, leiten die Mitglieder ihre Aufgabenbereiche in eigener Verantwortung. Sie informieren sich fortlaufend gegenseitig über alle relevanten Geschäftsvorfälle aus ihren Verantwortungsbereichen. Für besondere Entscheidungen mit außerordentlicher Bedeutung für die Gesellschaft schreibt die Geschäftsordnung vor, dass die Zustimmung des Aufsichtsrats durch den Vorstand einzuholen ist. Der Vorstand der Voltabox AG bestand zum 31. Dezember 2021 aus einem Mitglied: Jürgen Pampel geb. am 08. Februar 1964 erste Bestellung: 09. August 2017 bestellt bis zum 02. Februar 2025 Jürgen Pampel wurde zum 16.03.2022 als Vorstand der Gesellschaft abberufen. Die Nachfolge hat Patrick Zabel angetreten. Nachrichtlich führen wir daher auf: Patrick Zabel geb. am 17. September 1989 erste Bestellung: 26.05.2020, erneute Bestellung 16.03.2022 bestellt bis zum 31. März 2023 Aufsichtsrat der Voltabox AGDer Aufsichtsrat beaufsichtigt den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und steht ihm beratend zur Seite. Zum Ziel der Überwachung der Vorstandstätigkeit stehen dem Aufsichtsrat Informations- und Prüfungsrechte zu. Ihm obliegt außerdem die Ausführung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Die Besetzung des Aufsichtsrats richtet sich grundsätzlich nach den für eine Aktiengesellschaft geltenden Vorschriften. Der Aufsichtsrat bestellt und entlässt die Vorstandsmitglieder, bestimmt die zustimmungspflichtigen Geschäfte, beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand und setzt dessen jeweilige Gesamtvergütung fest. Er wird in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Voltabox AG, die das Aktiengesetz und die Geschäftsordnung vorsehen, eingebunden. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Aufsichtsrats regelt die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat bewertet durch Selbsteinschätzung einmal jährlich die Effizienz seiner Arbeit. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form in den Aufsichtsratssitzungen umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die allgemeine Geschäftsentwicklung und die aktuelle Lage der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat überprüfte die Berichte des Vorstands intensiv und erörterte diese im Gremium. Über die Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer Gesamtheit hinaus diskutierten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Vorstands bei Bedarf über wichtige Themen. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung des Jahresergebnisses von Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat in vollem Umfang informiert. Dem Aufsichtsrat der Voltabox AG gehörten im Geschäftsjahr 2021 folgende Mitglieder an: scrollen
Im Geschäftsjahr 2021 bestanden keine Interessenskonflikte. Der seit dem 22. November 2021 tätige Aufsichtsrat erachtet es hinsichtlich der Zusammensetzung des Gremiums als angemessen, wenn mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats unabhängig ist. Im aktuellen Aufsichtsrat kommt diese Funktion sowohl dem Mitglied Herbert Hilger als auch dem Mitglied Toni Junas zu. Hinsichtlich im Geschäftsjahr 2021 persönlich erbrachter Leistungen seitens der Mitglieder des Aufsichtsrats für die Gesellschaft verweisen wir auf die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht für die Voltabox AG und den Voltabox-Konzern. Diversität und ZielgrößenVoltabox misst der Diversität im Unternehmen einen hohen Stellenwert bei. Das umfasst auch Inklusion und Vielfalt. Die Gesellschaft ist bestrebt, Diversität sowohl innerhalb der Verwaltungsorgane als auch auf Mitarbeiterebene zu fördern. Gleichwohl will die Gesellschaft in Form ihrer Führungsgremien daran festhalten, auch künftig sowohl bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung für Aufsichtsratsmitglieder als auch bei der Berufung von Vorstandsmitgliedern nicht das Geschlecht in den Vordergrund zu stellen, sondern sich weiterhin -unabhängig vom Geschlecht - an den Kenntnissen und fachlichen Qualifikationen der infrage kommenden Personen zu orientieren. Mit Blick auf § 76 Absatz 4 und § 111 Absatz 5 des Aktiengesetzes sowie Punkt 4.1.5 und 5.1.2 bzw. Ziffer B.1 und C.1 des Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 07. Februar 2017 zum Thema "Diversity" wurden im Jahr 2018 von Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam Zielgrößen definiert. Für beide Gremien beträgt der aktuelle Frauenanteil der Voltabox AG Null. Die Zielgrößen in beiden Gremien wurden ebenfalls mit Null festgelegt. Dies ist darin begründet, dass sich die Voltabox AG aufgrund des erheblichen Fachkräftemangels sowie mit Blick auf die Attraktivität der Gesellschaft in ihrer derzeitigen Verfassung für Führungskräfte im Rahmen der Gremien-Besetzung nicht vom Faktor der Diversität leiten lassen kann. Bei den definierten nachgelagerten Führungsebenen des Unternehmens beträgt der derzeitige Frauenanteil nach den erheblichen Verschiebungen in der Personalstruktur des Unternehmens aktuell bis auf Weiteres 0,0 % (Vorjahr: 20,5 %). In der aktuellen Situation weist die Gesellschaft nach der erheblichen Reduzierung der Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ohnehin keine zweite Führungsebene mehr auf. Die aktuelle Zielgröße des Frauenanteils beträgt 25 %. Langfristige NachfolgeplanungDer Aufsichtsrat befasst sich kontinuierlich mit der langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand. Im zukünftigen Falle der Notwendigkeit der Ergänzung oder der Neubesetzung einer offenen Position im Vorstand stimmen sich die Aufsichtsratsmitglieder eng untereinander ab und identifizieren, ggf. unter Hinzunahme der Unterstützung externer Berater, geeignete Kandidaten. Entsprechenserklärung der Voltabox AG zum Deutschen Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat der Voltabox AG erklären gemäß §161 AktG, dass den am 20. März 2020 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" seit der letzten Entsprechenserklärung vom 28. Februar 2022 mit den folgenden Abweichungen entsprochen wurde: Empfehlung A.2 (Compliance Management System)Der DCGK regt die Einrichtung eines an der Risikolage des Unternehmens ausgerichteten Compliance Management Systems an, das Beschäftigen und Dritten ermöglichen soll, Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen abzugeben. Der Vorstand strebte mittelfristig die Einführung und Aktivierung entsprechender Strukturen an. Davon unberührt ist die Praxis, Rechtsverstöße im Unternehmen jederzeit vertraulich melden zu können. Empfehlung B.I (Diversität im Vorstand)Der DCGK empfiehlt, bei der Zusammensetzung des Vorstands auf Vielfalt (Diversity) zu achten. Der frühere Aufsichtsrat der Voltabox AG hat sich bei der Bestellung des Vorstands nicht vom Gesichtspunkt der Diversität leiten lassen. Empfehlungen B.5 (Altersgrenze Vorstandsmitglieder) und C.2 (Altersgrenze Aufsichtsratsmitglieder)Der DCGK enthält die Empfehlung, eine Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder festzulegen. Die Gremien der Voltabox AG räumen hingegen der Kompetenz von Mitgliedern Vorrang ein und verzichteten daher auf die Definition eines Höchstalters. Empfehlung C.1 (Anzahl unabhängiger Anteilseignervertreter) und C.9 (Unabhängigkeit vom kontrollierenden Aktionär)Gemäß DCGK soll in der Erklärung zur Unternehmensführung über die nach Einschätzung der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat angemessene Anzahl unabhängiger Anteilseignervertreter und die Namen dieser Mitglieder informiert werden. Zudem soll im Fall eines Aufsichtsrats mit sechs oder weniger Mitgliedern mindestens ein Anteilseignervertreter unabhängig vom kontrollierenden Aktionär sein. Da der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Vertreter des bis Ende November größten Anteilseigners der Gesellschaft war und angesichts der Unternehmensgröße ein dreiköpfiger Aufsichtsrat als ausreichend betrachtet wurde, ist der Entsprechung der Kompetenzen "Finanzen" und "Recht" eine höhere Priorität eingeräumt worden. Der seit dem 22. November 2021 tätige Aufsichtsrat entspricht den Empfehlungen des DCGK nunmehr. Empfehlung C.14 (Bereitstellung von Lebenslauf und Tätigkeitenübersicht von Aufsichtsratsmitgliedern)Der DCGK empfiehlt, dass der Lebenslauf, die relevanten Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrungen sowie die wesentlichen Tätigkeiten neben dem Aufsichtsratsmandat auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht und jährlich aktualisiert werden sollen. Voltabox weicht von der Empfehlung ab, da die Gesellschaft die Lebensläufe der Aufsichtsratsmitglieder inkl. der gesetzlich geforderten Angaben zwar im Kandidatenvorschlag an die Hauptversammlung veröffentlicht hat, die Dokumente bislang jedoch nicht zusätzlich an anderer Stelle auf der Webseite der Gesellschaft zugänglich gemacht hat. Empfehlung D.1 (Bereitstellung Geschäftsordnung des Aufsichtsrats)Der DCGK empfiehlt, dass die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht werden soll. Die Voltabox AG hat dieser Empfehlung im Verlauf des Geschäftsjahres 2021 entsprochen. Empfehlung D.7 (Aufsichtsratssitzungen ohne Vorstand)Der Aufsichtsrat soll gemäß DCGK regelmäßig auch ohne den Vorstand tagen. Angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2021 fast regelmäßig den Vorstand hinzugezogen, um ein verlässliches Bild von der Unternehmenssituation zu erhalten. Empfehlung F.2 (Fristen Konzernabschluss und Zwischenberichte)Die Voltabox AG legt stets größten Wert darauf, den Jahresabschluss und die Zwischenberichte gemäß den gesetzlichen Vorschriften zu veröffentlichen und strebt dabei auch die Einhaltung der vom Kodex empfohlenen Fristen an. Aus organisatorischen Gründen können die von Seiten des DCGK empfohlenen Fristen einer Offenlegung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und Offenlegung der verpflichtenden, unterjährigen Finanzinformationen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums jedoch gegebenenfalls überschritten werden. Empfehlung G.4 (Verhältnis der Vorstandsvergütung)Zur Beurteilung der Üblichkeit innerhalb des Unternehmens soll gemäß DCGK der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt und dieses auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen. Dieser Empfehlung wird wegen der geringen Größe der Gesellschaft nicht entsprochen. Empfehlung G.10 (Verfügungsfrist für langfristig variable Vergütungsbeträge)Der DCGK empfiehlt, dass Vorstandsmitglieder erst nach vier Jahren über die langfristig variablen Gewährungsbeträge verfügen können. In den bisherigen und aktuell gültigen Vorstandsanstellungsverträgen ist diese Frist mit zwei Jahren bezeichnet. Im neuen Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands der Voltabox AG, das am 01. September 2021 von der Hauptversammlung beschlossen worden ist, ist die Haltefrist auf vier Jahre angepasst worden. Empfehlung G.11 (Einbehaltsklausel für variable Vergütungen)Der Aufsichtsrat soll gemäß DCGK die Möglichkeit haben, außergewöhnlichen Entwicklungen in angemessenem Rahmen Rechnung zu tragen. In begründeten Fällen soll eine variable Vergütung einbehalten oder zurückgefordert werden können. In den bisherigen und aktuell noch gültigen Vorstandsanstellungsverträgen sowie im Vergütungssystem ist dies nicht vorgesehen. Empfehlung G.13 (Abfindungs-Cap)Der DCGK enthält die Empfehlung, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten sollen. Im Fall eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots soll die Abfindungszahlung auf die Karenzentschädigung angerechnet werden. In den bisherigen und aktuell noch gültigen Vorstandsanstellungsverträgen sowie im Vergütungssystem ist dies nicht vorgesehen.
Paderborn, 28. April 2022 Der Vorstand Der Aufsichtsrat Zusammengefasster LageberichtGrundlagen des KonzernsGeschäftsmodellSatzungsmäßiger Geschäftsgegenstand der Voltabox AG (nachfolgend auch "Unternehmen", "Gesellschaft" oder "Voltabox") ist die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Lösungen für die Elektromobilität -insbesondere Li-Ionen-Batteriesysteme - sowie die Verwaltung von Patenten, Lizenzen und Gebrauchsmustern. Die Gesellschaft kann andere Gesellschaften im In- und Ausland erwerben oder sich an solchen beteiligen, Zweigniederlassungen errichten, die Geschäftsführung und Vertretung anderer Unternehmen übernehmen und Unternehmensverträge abschließen sowie alle sonstigen Maßnahmen ergreifen und Rechtsgeschäfte vornehmen, die zur Erreichung und Förderung des Gesellschaftszweckes zu dienen geeignet erscheinen, soweit sie keiner gesonderten Erlaubnis bedürfen. Das beschriebene Geschäftsmodell der Voltabox AG erwies sich als hochdefizitär. Ursache dafür war, dass die Belieferung großvolumiger Serienaufträge nicht realisiert werden konnte, die Preise für Batteriesystemen den Marktanforderungen nicht entsprach und zahlreiche Entwicklungsprojekte sich nicht amortisieren konnten. Zudem verzögerte sich der nachhaltige Markteintritt in den USA in einem erheblichen Umfang. Aus diesem Grund wurden im Geschäftsjahr 2021 im Rahmen verschiedener Transaktionen das Automotive- und USA-Geschäft abgestoßen und die Produktion vollständig outgesourct. Zudem wurde der Mitarbeiterstamm erheblich reduziert. Im Zuge der umfassenden Konsolidierung erfolgte eine Sitzverlegung nach Paderborn. Die Voltabox AG befinden sich nunmehr in einem Prozess der Strategieentwicklung. Dieser Prozess wird im Wesentlichen das Geschäftsjahr 2022 kennzeichnen. Die bestehenden Kundenbeziehungen beziehen sich auf den Bereich der Bus-, Bau- und Landmaschinen. Hier werden im wesentlichen Kleinserien und Prototypen ausgeliefert. Im Rahmen der Strategieentwicklung wird erörtert, inwieweit einzelne bestehende Kundenbeziehungen sich künftig im Portfolio der Voltabox AG wiederfinden werden. Die abgebildete Konzernstruktur besteht aus der operativ tätigen Voltabox AG, stillgelegten Tochtergesellschaften und der Beteiligung an der ForkOn GmbH.
* ruhend / kein operatives Geschäft
Unternehmensstruktur und StrategieDie Voltabox Aktiengesellschaft (im Folgenden: Voltabox AG) mit Sitz (gleichzeitig Verwaltungssitz bis 31. Dezember 2021) in 33129 Delbrück, Artegastraße 1, Deutschland (nunmehr in 33100 Paderborn, Technologiepark 32, Deutschland), ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Die Aktien der Voltabox AG werden an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard gehandelt. Bis zum 01. Dezember 2021 befanden sich mehr als 50 % des Grundkapitals im Eigentum der ebenfalls an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard notierten paragon GmbH & Co. KGaA. Bis zu diesem Zeitpunkt stellte die Voltabox AG einen Teilkonzern ihrer Muttergesellschaft paragon GmbH & Co. KGaA dar. Durch die Übertragung von 28,00 % der Aktien am 01. Dezember 2021 an die Trionity Invest GmbH sowie von 20,78 % der Aktien an die EW-Trade AG am 03. Dezember 2021 hat die paragon GmbH & Co. KGaA ihren Anteil auf unter 3 % reduziert. Zum Konsolidierungskreis des Voltabox-Konzerns gehören die aktuell ruhenden 100-prozentigen Tochtergesellschaften Voltabox of Texas, Inc. (Cedar Park, Texas, USA), Voltabox of North America, Inc. (Cedar Park, Texas, USA) sowiedie Voltabox Kunshan Co., Ltd. (Kunshan, China). Die Tochtergesellschaften Voltabox of Texas, Inc. (Cedar Park, Texas, USA), Voltabox of North America, Inc. (Cedar Park, Texas, USA) haben im Geschäftsjahr 2021 nach dem Vollzug eines Asset Deals den operativen Betrieb eingestellt. An der ForkOn GmbH (Haltern am See) hält die Voltabox AG weiterhin eine Beteiligung in Höhe von 9 %. Laufender TransformationsprozessDie Voltabox AG hat im Jahr 2019 umfassende Maßnahmen im Sinne einer Restrukturierung ergriffen, um die defizitäre wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zu überwinden. Durch ein stark rückläufiges operatives Geschäft und die umfassende Abschreibung gescheiterter Projekte der Vergangenheit sind die Finanzmittel von Voltabox aufgebraucht worden. Neue Finanzmittel konnten nicht im ausreichenden Maße beschafft werden. Die Ursache war die historisch extrem hohe Kapitalbindung, die hohen operativen Verluste und das mangelhafte Geschäftsmodell. In der Folge ist die Kostenstruktur der Organisation in hohem Maße reduziert worden. Dazu zählte das Schließen von Standorten, die Reduktion der Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie das Einstellen von Projekten. Die früheren Geschäftsbereiche Voltamotion (Antriebsstrangentwicklung) und Voltaforce (Entwicklung, Produktion und Vertrieb v.a. von Starterbatterien und sonstigen Batterien für Automotive-Anwendungen) sind aufgegeben bzw. veräußert worden. Das noch bestehende Rest-Geschäft geht auf den Geschäftsbereich Voltapower (Hochvolt-Traktionsbatterien für industrielle Anwendungen) zurück. Der Vorstand hat in der jüngeren Zeit stets deutlich gemacht, dass eine finale Entscheidung über die zukünftigen Marktansätze und verfolgte Geschäftsmodelle noch nicht getroffen worden ist. Entsprechend ist auch die Umsatzentwicklung für das laufende Geschäftsjahr zum jetzigen Zeitpunkt noch in hohem Maße unsicher. Zur Realisierung der strategischen Neuentwicklung konnten ausgewählte Experten gewonnen werden, welche mit dem Vorstand gemeinsam den Strategieprozess im Geschäftsjahr 2022 erarbeiten. SteuerungssystemDer Vorstand der Voltabox AG unterzieht seine Strategie einem regelmäßigen Abgleich mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung. Im Rahmen von Zielgesprächen werden auf Managementebene die daraus resultierenden Folgeaktivitäten festgelegt sowie optimierende Maßnahmen oder grundlegende Richtungsänderungen eingeleitet. Die Voltabox AG verfügt über ein Planungs- und Kontrollsystem. Dies beinhaltet unter anderem ein kontinuierliches Controlling der Monats- und Jahresplanungen. Der Vorstand sowie der Aufsichtsrat der Voltabox AG erhalten auf der Grundlage einer regelmäßigen Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung ein ausführliches Reporting. Diese Berichte dokumentieren mögliche Abweichungen von den Plangrößen in einem Soll-Ist-Vergleich und bilden die Basis für unternehmerische Entscheidungen. Finanzielle LeistungsindikatorenDer Vorstand bedient sich regelmäßig wesentlicher Kennzahlen, um den wirtschaftlichen Erfolg der operativen Umsetzung seiner Unternehmensstrategie messen zu können. Das Steuerungssystem berücksichtigt dabei in der Art und/oder Höhe einmalige bzw. außerordentliche Effekte auf die Leistungsindikatoren. Aufgrund der volatilen Geschäftsentwicklung werden die internen Zielgrößen teilweise im Rahmen von Bandbreiten festgelegt. Der Voltabox-Vorstand nutzte im Geschäftsjahr 2021 die finanziellen Leistungsindikatoren Konzernumsatz, EBITDA-Marge und Free Cashflow. Im Rahmen der Steuerungssysteme werden teilweise adjustierte Kennzahlen verwendet. Diese sind als solche ausgewiesen. KonzernumsatzDer Umsatz setzt sich aus der Leistungserbringung gegenüber externen Dritten zusammen. EBITDA-MargeDie EBITDA-Marge zeigt die operative Ertragsfähigkeit der Voltabox AG. In der Berichterstattung zur Prognose erfolgt die Angabe des EBITDA als relative Kennzahl oder absolute Größe. Free CashflowDer Free Cashflow (FCF) spiegelt die Innenfinanzierungskraft des Voltabox-Konzerns wider. Der Vorstand verwendet im Rahmen der Prognose eine quantitative bzw. relative Angabe. Nicht finanzielle LeistungsindikatorenVor dem Hintergrund der strategischen Positionierung als Anbieter technologisch anspruchsvoller Elektromobilitätslösungen nutzt der Vorstand im Rahmen seiner Unternehmenssteuerung auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren. Diese sind für die Steuerung des Konzerns nicht wesentlich. Mitarbeiterinnen & MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2021 haben insgesamt 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Unternehmen verlassen (Vorjahr: 67 Mitarbeiter). Davon entfielen 38 (Vorjahr: 14) auf die Tochtergesellschaft Voltabox of Texas. Die Fluktuationsquote - ohne die Streichung von vorherigen Planstellen - stieg auf 79,6 % (Vorjahr: 3,26 %). Der Anteil der bei Voltabox beschäftigten weiblichen Mitarbeiterinnen ist auf 6,52 % gesunken (Vorjahr: 23,1 %). Mit 30,4 % ist zudem die Akademikerquote gesunken (Vorjahr: 46,2 %). Die Schwerbehindertenquote liegt bei 2,2 % (Vorjahr: 1,0 %). Das Durchschnittsalter liegt bei 42,9 Jahren (Vorjahr: 39,6 Jahre) und die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit ist auf 3,1 Jahre gestiegen (Vorjahr: 1,8 Jahre). scrollen
Der Personalaufwand betrug im Berichtszeitraum 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 11,1 Mio. Euro). Davon entfielen 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 9,0 Mio. Euro) auf Lohn- und Gehaltskosten, 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sowie 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro infolge von unterjährig beschäftigten Leiharbeitskräften) auf Aufwendungen für Leiharbeitskräfte. Voltabox nutzte im Geschäftsjahr das Instrument der Kurzarbeit. Verteilung der fest angestellten Mitarbeiter auf die Standorte: scrollen
Qualität und UmweltDie Voltabox AG hat ein Managementsystem nach dem Standard der ISO 9001 aufgebaut. Die Anforderungen an den Umwelt- und Arbeitsschutz haben wir in unserem Managementsystem integriert und sind somit ein fester Bestandteil des Unternehmensleitbilds. Sonstige SteuerungsgrößenZur Steuerung von Voltabox werden neben den bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren weitere Steuerungsgrößen verwendet. Diese sonstigen Steuerungsgrößen sind im Vergleich zu den Leistungsindikatoren von nachrangiger Bedeutung. Als Indikator zur Steuerung bzw. Gradmesser für den planmäßigen Eintritt der Weiterentwicklung der Organisation zieht der Vorstand insbesondere die Freie Liquidität heran. LiquiditätDie Finanzmittel haben sich zum Stichtag reduziert. An dieser Stelle wird auf die im laufenden Geschäftsjahr durchgeführte Kapitalerhöhung und die erfolgte Refinanzierungszusage verwiesen, sodass die ausgewiesenen Finanzmittel zum Geschäftsjahresende kein aussagekräftiger Indikator für die aktuelle finanzielle Lage der Gesellschaft sind. Die liquiden Mittel haben sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt entwickelt: scrollen
DividendenpolitikDer Vorstand hat eine Dividendenpolitik formuliert, die dem strategischen Unternehmensziel gerecht werden soll. Die aktuelle Neuausrichtung des Unternehmens und die Überarbeitung des Geschäftsmodells (siehe Kapitel "Laufender Transformationsprozess") lassen jedoch aktuell keine Definition einer langfristigen Dividendenstrategie zu. Im Berichtsjahr hat die Voltabox AG gemäß HGB-Einzelabschluss ein negatives Ergebnis erwirtschaftet. Entsprechend verzichten Vorstand und Aufsichtsrat auf die Zahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2021. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas Jahr 2021 stand aus Sicht der Wirtschaft maßgeblich im Zeichen der Anstrengungen seitens Politik und Industrie, die konjunkturelle Erholung durch die Covid-19-Pandemie voranzutreiben. Neben zunächst weiterhin unterschiedlich stark ausgeprägten Einschränkungen durch das Coronavirus, die zu Jahresbeginn noch zu einem flächendeckenden Lockdown führten, kamen im weiteren Jahresverlauf auch Unsicherheiten und Belastungen durch klar spürbare Lieferkettenprobleme und Engpässe im Bereich der Halbleiterproduktion hinzu. Darüber hinaus drückten Inflationssorgen auf die Stimmung von Wirtschaft und Endverbrauchern. Infolgedessen vollzog sich die u.a. seitens des Internationalen Währungsfonds ("IWF") prognostizierte Erholung zwar weiter, doch die neuen Unsicherheiten belasteten den Blick auf die aktuell positiven Daten mit Blick auf das Wachstum der globalen Wirtschaft. Im zuletzt aktualisierten Weltwirtschaftsausblick von Oktober erwartet der IWF für das Jahr 2021 ein Wachstum von 5,9 %, nachdem dieser Wert im Juli noch 0,1 Prozentpunkte höher lag. Dabei ist der leichte Rückgang des Optimismus weniger auf die Entwicklung der Corona-Pandemie zurückzuführen als vielmehr auf reduzierte Erwartungen in den entwickelten Volkswirtschaften infolge instabiler Lieferketten. Dies trifft insbesondere auf die exportorientierten entwickelten Volkswirtschaften zu. Nachdem viele Länder das Jahr noch im Lockdown starteten, wurde das Instrument zur Eindämmung der Infektionszahlen infolge des Starts der nationalen Impfkampagnen im weiteren Verlauf des Jahres 2021 deutlich seltener genutzt als noch im Vorjahr. Entsprechend verteilte sich die Wirtschaftsleistung gleichmäßiger über das Jahr, als noch in 2020. Das preisbereinigte Wachstum für Deutschland wird für 2021 mit 2,7 % angegeben. 1 Nach dem Einbruch der Wertschöpfung im zweiten Quartal des Vorjahres machte sich in 2021 der Anstieg im gleichen Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr besonders deutlich (Q1: -3,0 %; Q2: 10,8 %; Q3: 2,8 %; Q4: 1,8 %) 2 . Marktentwicklung 2021Für das Jahr 2021 wurde für den Markt für Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz sowohl in Massenmarkt- als auch in industriellen Anwendungen ein ungebremst steiles Wachstum prognostiziert. Gemäß der Studie "Electric Vehicle Outlook 2021" von dem insbesondere auf die Themenfelder Energie, Transport und Industrie spezialisierten Marktforschungsunternehmen BloombergNEF sind die zunehmenden politischen Unterstützungsprogramme sind die zunehmenden politischen Unterstützungsprogramme in den wichtigsten Automobilmärkten sowie der konsequente Ausbau der Ladeinfrastruktur, neue Batterietechnologien und der erwartete Kostenrückgang wesentliche Treiber dieser Entwicklung. 3 Darüber hinaus hinterlassen auch die Absatzzahlen der Marktbegleiter von Voltabox den Eindruck, dass die Corona-Pandemie im Bereich der Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien für den industriellen Einsatz kaum für einen nachhaltigen Einbruch gesorgt hat. GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr von Voltabox war geprägt von erheblichen Einschnitten in den Geschäftsbetrieb des Unternehmens. Diese waren weiterhin bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Pandemie hatte bei Voltabox im Branchenvergleich höhere Auswirkungen, da die Abnahmemengen zu einer untergeordneten Priorisierung bei Lieferanten geführt hat. Die Gesellschaft befand sich auch im Jahr 2021 in einer Reorganisation. Erst zum Ende des Jahres konnte der seitens der bisherigen Mehrheitsgesellschafterin angestoßene Verkaufsprozess abgeschlossen werden. Im Geschäftsjahr 2021 gelang es Voltabox daher nicht, die ursprünglich angestrebte Erholung der Geschäftsentwicklung umzusetzen. Der Konzern-Umsatz in Höhe von 3,5 Mio. Euro (Vorjahreswert aus fortgeführten Geschäftsbereichen: 13,5 Mio. Euro) aus fortgeführten Geschäftsbereichen wurde vollständig mit Dritten erzielt. Mit einer Veränderung von -74,1 % wies Voltabox einen deutlichen Rückgang in der Umsatzentwicklung auf. Das EBIT des Voltabox-Konzerns betrug -10,0 Mio. Euro (Vorjahr: -26,7 Mio. Euro), was einer EBIT-Marge von -285,7 % entspricht (Vorjahr: -285,2 %). Das EBITDA des Voltabox-Konzerns, in dem die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie die Wertminderungen des Umlaufvermögens nicht abgebildet sind, betrug -3,7 Mio. Euro (Vorjahr: -24,2 Mio. Euro). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von -105,7 % (Vorjahr: -180,2 %).
3 BloombergNEF, Electric Vehicle Outlook 2021
Wesentliche Einflussfaktoren für den GeschäftsverlaufDie Geschäftsentwicklung des Voltabox-Konzerns war im Berichtsjahr in erheblichem Maße von massiven Störungen innerhalb der Lieferketten und damit von erheblichen Beschaffungsproblemen charakterisiert und beeinflusst. Zudem ist durch die bewusste Reduktion der defizitären operativen Tätigkeit der Umsatz eingebrochen. Maßgeblich beeinflussend für den Geschäftsverlauf waren zudem der anstehende Verkauf der Gesellschaft, die Umsetzung der umfassenden Reorganisation. Infolgedessen konnte die Gesellschaft bestehende Kundenaufträge nur in sehr geringem Maße bedienen, hat defizitäre Kundenbeziehungen abgestoßen und eine Neukundengewinnung bis zur strategischen Neuausrichtung bewusst nicht priorisiert. Im Frühjahr hatte zudem die Situation im Zuge der hohen Coronavirus-Fallzahlen einen Einfluss auf den Geschäftsbetrieb. Durch die weiterhin starken Auswirkungen auf die Geschäftsauslastung und insbesondere durch die Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Komponenten für Batteriesysteme griff der Vorstand im Jahr 2021 immer wieder und auch über längere Zeiträume auf das Instrument der Kurzarbeit zurück. Der Vorstand hat erstmals am 27. April 2021 eine Prognose für das Geschäftsjahr abgegeben. Zu diesem Zeitpunkt erwartete der Vorstand einen Umsatz von rd. 15 Mio. Euro bei einer EBITDA-Marge von -15 %. Der Free Cashflow wurde im negativen einstelligen Millionen-Bereich erwartet. Der Fokus des Vorstands lag im Geschäftsjahr neben der Begrenzung der Verluste und der Sicherung der Liquidität auf der Bewältigung der Herausforderungen im Bereich der Beschaffung und damit der Herstellung der Produktionsfähigkeit. Gleichwohl stellten sich die Lieferkettenprobleme sowie die Absatzschwäche infolge ausbleibender Kundenaufträge jedoch als so schwerwiegend dar, dass Voltabox nur in sehr geringem Maße Batteriesysteme fertigen und Kundenaufträge bedienen konnte. Darüber hinaus wirkte sich auch der bis November laufende Verkaufsprozess durch die bisherige Muttergesellschaft und Mehrheitseigentümerin negativ auf die geplante Erholung des Voltabox-Geschäfts aus. Mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts am 20. Juli 2021 hat die Gesellschaft ihre Umsatz- und Ergebnisprognose bestätigt und unter Einbeziehung der wesentlichen Annahmen, auf denen die Prognosen beruhen, erläutert. Die Prognose des Free Cashflows wurde auf -5 Mio. Euro präzisiert. Die zwischenzeitlich bekanntgegebene Absicht der Veräußerung des Automotive- sowie des US-Geschäfts konnten in dieser Prognose noch nicht berücksichtigt werden. Am 5. Oktober 2021 meldete die Gesellschaft, dass der Verkauf des US-Geschäfts abgeschlossen worden sei. In diesem Zuge passte der Vorstand die Umsatzprognose für den nach sämtlichen Transaktionen verbleibenden Industriebereich auf 2,5 Mio. Euro an. Infolge der noch nicht zu präzisierenden Auswirkungen aus dem Verkauf des Automotive-Geschäfts auf das Ergebnis zog der Vorstand gleichzeitig die prognostizierten Kennzahlen zu EBITDA und Free Cashflow bis auf Weiteres zurück. Dies reflektiert auch die Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr, in der v.a. infolge der Schwierigkeiten bei der Teilebeschaffung kaum operatives Geschäft möglich war. Mit dem Eintritt neuer Mehrheitsgesellschafter und dem damit verbundenen Abschluss des Verkaufsprozesses im November wurde auch der Carve-out-Vertrag für das Automotive-Geschäft finalisiert. Entsprechend stellt sich der Umsatz der Gesellschaft aus fortgeführten Geschäftsbereichen deutlich reduziert dar. Aufgrund der geringen Umsätze im Berichtsjahr konnte die Kostenbasis des Konzerns nicht ausreichend gedeckt werden. Gemessen an den im Prognosebericht des zusammengefassten Lageberichts des Geschäftsberichts 2020 erwarteten wesentlichen Kennziffern hat die Voltabox AG ihre Ziele für das Geschäftsjahr 2021 überwiegend sowohl in den fortgeführten, als auch den nicht fortgeführten Geschäftsbereichen deutlich verfehlt. Der erwartete Umsatz von rd. 15 Mio. Euro wurde mit rd. 3,5 Mio. Euro deutlich unterschritten. Die EBITDA-Marge stellt sich mit -105,7 % signifikant schlechter dar als die ursprünglich erwarteten -15 %. Auch der Free Cashflow in Höhe von -8,7 Mio. Euro hat die prognostizierten Erwartungen in Höhe von -5 Mio. Euro nicht erfüllt. In der ursprünglichen Prognose wurde nicht zwischen den fortgeführten und nicht fortgeführten Bereichen unterschieden, da zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die Verkaufsabsichten nicht hinreichend wahrscheinlich waren. Insoweit ergibt sich ein struktureller Bruch im Rahmen des Vergleiches der Prognose zur tatsächlichen Realisierung. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageErtragslage des Voltabox-KonzernsDer Voltabox-Konzern hat mit einem Umsatzrückgang von -74,1 % auf rund 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 13,5 Mio. Euro) aus fortgeführten Geschäftsbereichen im Jahr 2021 die zuletzt negative Umsatzentwicklung fortgesetzt. Die ursprüngliche Prognose vom 27. April 2021 mit einem Umsatz von 15 Mio. Euro, einer EBITDA-Marge von rund -15 % sowie einem Free Cashflow im einstelligen negativen Bereich konnte nicht realisiert werden. Dafür verantwortlich war neben der erheblichen Einschränkung der Lieferfähigkeit bei gleichzeitig vorhandener Kundenbestellungen auch die zwischenzeitlich erfolgte Veräußerung des Geschäftsbereichs Automotive sowie der Verkauf der US-Aktivitäten. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich auf 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro). Dies ergibt sich im Wesentlichen aus einem Schadenersatz von 1,2 Mio. Euro und Erträgen aus Kursdifferenzen von 0,5 Mio. Euro. Aufgrund der stark rückläufigen Geschäftsaktivitäten sind die umsatzbezogenen Kosten, insbesondere der Materialaufwand, ebenfalls deutlich rückläufig. Infolge der Reorganisation des Konzerns sind die Entwicklungsaktivitäten nahezu eingestellt worden. Die Materialeinsatzquote (ermittelt aus dem Verhältnis Materialaufwand zu Umsatz und Bestandsveränderung) ist, überwiegend durch die Veräußerung von Beständen unter Buchwerten, mit 93,9 % (Vorjahr: 141,2 %) verbessert. Damit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021 - unter Nicht-Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge - ein Rohertrag in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro), was einer Rohertragsmarge von 11,0 % entspricht (Vorjahr: 11,9 %). Der Personalaufwand ist durch den planmäßigen Personalabbau und die Nutzung von Kurzarbeit um 74,7 % auf 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 11,1 Mio. Euro) gesunken. Aufgrund des ausbleibenden Umsatzanstieges erhöhte sich die Personalaufwandsquote auf 80,2 % (Vorjahr: 61,0 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich auf 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 15,3 Mio. Euro). Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 8,2 Mio. Euro) belasten das Ergebnis zusätzlich. Diese beziehen sich auf die aktivierten Eigenleistungen, welche aufgrund der zum Geschäftsjahresende aufgrund der Strategieentwicklungsphase nicht erstellbaren Umsatzprognose und damit einhergehende nicht mehr zu realisierende Kundenprojekte vollständig abgewertet wurden. Damit stieg das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf -3,7 Mio. Euro (Vorjahr: -24,2 Mio. Euro), was einer EBITDA-Marge von -105,7 % entspricht (Vorjahr: -180,2 %). Die Verfehlung der ursprünglich prognostizierten EBITDA-Marge ist darin begründet, dass die operative Fähigkeit der Voltabox AG im Geschäftsjahr erheblich eingeschränkt war und eine erhebliche Konsolidierung vorbereitet und realisiert wurde, sodass im Verlauf des Geschäftsjahres 2021 die operative Unternehmensführung gegenüber der Konsolidierung vollständig in den Hintergrund gerückt ist. Nach planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 6,0 Mio. Euro) stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf -10,0 Mio. Euro (Vorjahr: -38,5 Mio. Euro). Die EBIT-Marge sank jedoch deutlich auf -285,7 % (Vorjahr: -285,2 %). Unter Berücksichtigung des ausgeglichenen Finanzergebnisses ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von -10,0 Mio. Euro (Vorjahr: -39,2 Mio. Euro). So erwirtschaftete der Voltabox-Konzern im Berichtszeitraum ein Konzernergebnis in Höhe von -12,8 Mio. Euro (Vorjahr: -37,1 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von -0,81 Euro. Durch die Unternehmenstransaktionen die als IFRS5 Positionen im Rahmen der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen wurden, hat sich das Ergebnis aus fortgeführten und nicht fortgeführten Bereichen im Geschäftsjahr zudem erheblich verschlechtert. Die Transaktionen sind im Rahmen der Konsolidierungsphase außerordentlich. Der Gesamteffekt beläuft sich auf TEUR -2.830. Vermögenslage des Voltabox-KonzernsDie Vermögenswerte des Voltabox-Konzerns sind zum Bilanzstichtag hauptsächlich aufgrund von Working-Capital-Reduzierung und der verschiedenen Asset Deals auf 5,7 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 40,1 Mio. Euro) gesunken. Die langfristigen Vermögenswerte sanken durch den Abgang und die Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen auf 1,6 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 27,2 Mio. Euro). Während die sonstigen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag vollständig (31. Dezember 2020: 1,6 Mio. Euro) entfallen sind, haben sich die Sachanlagen durch Desinvestitionen und Abschreibungen deutlich auf 0,2 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 15,8 Mio. Euro) verringert. Die Finanzanlagen belaufen sich unverändert auf 1,4 Mio. Euro und betreffen die Beteiligung an der ForkOn GmbH. Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich auf 4,1 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 12,9 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den Rückgang der flüssigen Mittel zurückzuführen. Die liquiden Mittel betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 0,4 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 2,3 Mio. Euro). Die Vorräte wurden auf 0,1 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 5,8 Mio. Euro) abgebaut. Der Wert der Vorräte reduzierte sich auch aufgrund der Verwertung von Alt-Beständen unter Buchwert und das Outsourcing der Produktion. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich auf 0,2 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 2,5 Mio. Euro). Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen haben sich auf 1,0 Mio. Euro reduziert (31. Dezember 2020: 1,3 Mio. Euro). Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betragen 2,4 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 0,9 Mio. Euro) und enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Schadenersatzansprüchen, Unternehmenstransaktionen und Kaufpreiseinbehalte der Factoring-Gesellschaft. Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten konnten durch Generierung von Erlösen aus Desinvestitionen vollständig getilgt werden (31. Dezember 2020: 11,9 Mio. Euro). Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten verringerten sich auf 4,0 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 12,9 Mio. Euro). Der Saldo beinhaltet im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der deutliche Rückgang resultiert aus den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten auf 1,1 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 5,7 Mio. Euro), der Reduktion der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen auf 1,8 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 4,2 Mio. Euro) sowie der Tilgung von kurzfristigen Leasing-Verbindlichkeiten auf 0,3 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 1,9 Mio. Euro). Die kurzfristigen Darlehensverbindlichkeiten konnten dabei vollständig getilgt werden (31. Dezember 2020: 0,1 Mio. Euro). Das Eigenkapital des Voltabox-Konzerns verringerte sich auf 1,7 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 15,4 Mio. Euro), was aus dem Konzernergebnis des Berichtsjahres 2021 resultiert. Finanzlage des Voltabox-KonzernsDie unten aufgeführten Beträge der Cashflows beinhalten sowohl die nicht fortgeführten als auch die fortgeführten Geschäftsbereiche. Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit hat sich im Berichtszeitraum auf -8,2 Mio. Euro (Vorjahr: 3,7 Mio. Euro) reduziert. Wesentliche Ursachen sind die deutliche Reduktion der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und des Cashflows aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit verbesserte sich auf 9,9 Mio. Euro (Vorjahr: -5,5 Mio. Euro) als Ergebnis der im Berichtsjahr getätigten Desinvestitionen. Die Auszahlungen für das Sachanlagevermögen in Höhe von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: -2,2 Mio. Euro) und in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: -3,3 Mio. Euro) bilden die CAPEX-Investitionen von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: -5,6 Mio. Euro) ab. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verringerte sich durch Tilgungsleistungen auf -3,6 Mio. Euro (Vorjahr: -2,4 Mio. Euro). Entsprechend ergibt sich ein Free Cashflow von -8,7 Mio. Euro (Vorjahr: -1,8 Mio. Euro) in dem der Cashflow aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von 10,3 Mio. Euro nicht enthalten ist. Damit hat die Gesellschaft - unter Nicht-Berücksichtigung der Einmaleffekte des Cashflows aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen -die ursprünglich ausgegebene Prognose des Free Cashflow, der "leicht negativ" erwartet wurde, nicht erreicht. Der Finanzmittelbestand reduzierte sich zum Bilanzstichtag auf 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro). Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Voltabox-KonzernsDie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des VoltaboxKonzerns stand im abgelaufenen Geschäftsjahr im Zeichen der angespannten Geschäftssituation der Voltabox und erheblichen Schwierigkeiten bei der Generierung von Erlösen und der noch nicht abgeschlossenen Reorganisation für die angestrebte wirtschaftliche Erholung. So hat sich das Umsatzniveau des Unternehmens im Berichtsjahr erneut deutlich reduziert. Trotz einer damit einhergehenden, deutlichen Anpassung der Fixkosten-Faktoren wie bspw. Personalkosten konnte der Geschäftsbetrieb folglich nicht kostendeckend geführt werden. Die Vermögens- und Finanzlage hat sich durch den Asset Deal US-Geschäft, durch den Asset Deal Automotive-Business und die Auslagerung der Produktion deutlich stabilisiert. Die Ertragslage ist weiterhin defizitär. Aus diesem Grund erfolgt die strategische Neuausrichtung der Gesellschaft. Gleichzeitig ist der Konzern infolge der umgesetzten Maßnahmen zur Stabilisierung massiv geschrumpft. Die Vermögenslage war im Berichtsjahr insbesondere durch den Abbau von Working-Capital geprägt - aber auch durch die Rückführung wesentlicher Verbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf 31,63 % (31. Dezember 2020: 38,3 %). Ertragslage der Voltabox AG (Einzelabschluss)Die Voltabox AG musste mit einer Umsatzverringerung von 65,8 % im Einzelabschluss auf rund 5,3 Mio. Euro (Vorjahr: 15,5 Mio. Euro) einen deutlichen Rückgang der Erlöse registrieren. Aktivierte Eigenleistungen wurden im Gesamtjahr nicht erfasst (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich vor allem durch den Asset Deal Automotive-Business auf 10,2 Mio. Euro (Vorjahr: 9,7 Mio. Euro). Die EBT-Marge hat sich, beeinflusst im Wesentlichen durch das niedrige Umsatzniveau und die gleichzeitige Unterdeckung der Fixkosten, auf -249,1 % (Vorjahr: -187,1 %) erheblich verschlechtert. Beim EBITDA ist in der absoluten Betrachtung zwar eine Verbesserung des Ergebnisses von 97,9 % auf -0,5 Mio. Euro (Vorjahr: -22,1 Mio. Euro) zu registrieren, gleichwohl beläuft sich die Marge im Jahr 2021 auf -9,4 % (Vorjahr: -142,6 %). Der Materialaufwand sank um 81,0 % auf 4,2 Mio. Euro (Vorjahr: 22,1 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021 ein Rohergebnis in Höhe von 10,4 Mio. Euro (Vorjahr: -0,8 Mio. Euro), was einer Rohertragsmarge von 196,8 % entspricht (Vorjahr: -4,9 %). Die ausgewiesene Rohertragsmarge ist durch außerordentliche Effekte aus Unternehmenstransaktionen erheblich beeinflusst und stellt daher nicht die rein operative Leistung des Unternehmens dar. Der Personalaufwand sank vor allem durch die Coronabedingte Kurzarbeit und deutliche geplante Reduktionen innerhalb der Personalstruktur um 48,1 % auf 4,1 Mio. Euro (Vorjahr: 7,9 Mio. Euro). Die Personalaufwandsquote stieg deutlich an und beträgt 77,4 % (Vorjahr: 51,0 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken auf 6,8 Mio. Euro (Vorjahr: 12,9 Mio. Euro). Vor leicht verringerten planmäßigen Abschreibungen von 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro) und außerplanmäßigen Wertminderungen von 10,1 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro) verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf -0,5 Mio. Euro (Vorjahr: -22,1 Mio. Euro). Die EBITDA-Marge verbesserte sich entsprechend auf -9,4 % (Vorjahr: -142,6 %). Die Voltabox AG weist im Berichtszeitraum dementsprechend ein Jahresdefizit in Höhe von -13,0 Mio. Euro (Vorjahr: -28,9 Mio. Euro) aus. Vermögenslage der Voltabox AGDie Vermögenswerte der Voltabox AG haben sich zum Bilanzstichtag hauptsächlich durch die nahezu vollständige bilanzielle Bereinigung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen um 16,3 Mio. Euro auf 5,1 Mio. Euro verringert (31. Dezember 2020: 21,4 Mio. Euro). Die langfristigen Vermögenswerte sanken um 4,3 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 5,7 Mio. Euro). Während die immateriellen Vermögensgegenstände vollständig ausgebucht worden sind (31. Dezember 2020: 1,4 Mio. Euro), reduzierten sich die Sachanlagen drastisch und nahezu vollständig auf 0,01 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 2,8 Mio. Euro) Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 12,1 Mio. Euro auf 3,7 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 15,8 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf die vollständige Rückführung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (31. Dezember 2020: 8,5 Mio. Euro) sowie auf den Rückgang der liquiden Mittel und die Veräußerung der Vorräte zurückzuführen. Gegenläufig haben sich die sonstigen Vermögensgegenstände insbesondere durch Schadenersatzansprüche erhöht. Die flüssigen Mittel betragen nunmehr 0,4 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 2,3 Mio. Euro). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch Verkäufe im Rahmen des Produktions-Outsourcings auf 1,2 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 0,3 Mio. Euro) angestiegen. Der Rechnungsabgrenzungsposten betrug zum Bilanzstichtag nur noch 0,01 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 0,3 Mio. Euro). Auf der Passiv-Seite sanken die Rückstellungen aufgrund der Reduktion der operativen Risiken auf 1,1 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 1,9 Mio. Euro). Darüber hinaus konnten die Verbindlichkeiten auf 2,6 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 5,2 Mio. Euro) reduziert werden. Vor allem die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 2,7 Mio. Euro auf 1,8 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 4,6 Mio. Euro). Die sonstigen Verbindlichkeiten beliefen sich nahezu unverändert auf 0,8 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 0,5 Mio. Euro). Das Eigenkapital der Voltabox AG reduzierte sich als Folge des Jahresergebnisses auf 1,4 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 14,4 Mio. Euro). Vor diesem Hintergrund verringerte sich die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag auf 27,4 % (31. Dezember 2020: 67,3 %). Finanzlage der Voltabox AGDer Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verringerte sich im Berichtszeitraum auf -3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3,7 Mio. Euro). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist im Berichtszeitraum um 7,1 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: -5,5 Mio. Euro) gestiegen. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus Desinvestitionen im Rahmen des Outsourcings und des Automotive Asset Deals. Der Finanzmittelbestand verringerte sich zum Bilanzstichtag auf 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten betrug im Berichtsjahr -0,1 Mio. Euro (Vorjahr: -0,9 Mio. Euro). Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Voltabox AGDie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stand im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Eindruck eines deutlichen Zurückfahrens der betrieblichen Prozesse und der Bereinigung von Vermögensgegenständen. Die Ertragslage ist weiterhin im Wesentlichen durch den hohen Materialaufwand und die u.a. damit einhergehende deutliche Unterdeckung der Fixkosten geprägt. Darüber hinaus ist die Vermögenslage insbesondere durch Working-Capital-Maßnahmen beeinflusst, ebenso veränderte sich die Finanzlage zum Bilanzstichtag infolge der kurzfristigen Kapitalbindung deutlich. Chancen- und RisikoberichtZur Ermittlung von Chancen und Risiken in der Unternehmensentwicklung hat der Voltabox-Konzern ein dem Geschäftsvolumen angemessenes Risikomanagementsystem etabliert. Das nachfolgend erläuterte Risikomanagement bezieht sich entsprechend gleichermaßen auf die Voltabox AG wie auch auf den Voltabox-Konzern. Zu den Risikomanagementzielen und -methoden in Bezug auf die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten verweisen wir auf die Angaben im Anhang (Note (36)). Chancenbericht
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Strategische und Umfeld-Risiken |
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Marktrisiken |
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Operative Risiken |
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Finanzwirtschaftliche Risiken |
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Management- und Organisationsrisiken |
Insgesamt waren zum Ende des Berichtsjahres im Voltabox-Konzern 15 Einzelrisiken erfasst. Von diesen Einzelrisiken waren nach Einschätzung der Voltabox AG keines bestandsgefährdend.
Im Vorjahr waren die Liquiditätslage und die Wettbewerbssituation als bestandgefährdendes Risiko eingeordnet worden. Durch eine tiefgreifende Reorganisation der Voltabox AG, die erhebliche Entschuldung und die Refinanzierungszusage durch die Trionity Invest GmbH ist die Liquiditätslage aus Sicht des Vorstandes nicht länger ein bestandsgefährdendes Risiko.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird wegen ihres möglichen Einflusses auf das Nachfrageverhalten in den wesentlichen Märkten der Voltabox AG beobachtet. Daraus können sich grundlegende Veränderungen des Angebots- und Nachfrageverhaltens auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten für Voltabox ergeben.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der weltweite Engpass im Bereich der Elektronik-Bauteile negative Auswirkungen auf die Markt- und Geschäftsentwicklung haben kann. Die militärische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine in Folge des russischen Angriffskrieges könnte die Verfügbarkeit von bestimmten Rohstoffen oder Vorprodukten weiter verschlechtern, was Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung von Voltabox entfalten könnte.
Die Sanktionen der westlichen Welt, allen voran der EU, gegenüber Russland im Finanz- und Energiesektor haben innerhalb kürzester Zeit zu einem starken Anstieg der Öl- und Gaspreise geführt bzw. dazu beigetragen. Entsprechend hat sich das Kostenrisiko für den Voltabox-Konzern erhöht. Im Falle der Einstellung des Bezugs von Energieträgern aus Russland könnten sich zudem Auswirkungen auf die Produktionsfähigkeit der von Voltabox beauftragten Unternehmen ergeben.
Voltabox arbeitet daran, seine Marktposition in der Elektromobilität aufzubauen. Die Wettbewerbssituation im Bereich der (industriellen) Elektromobilität verändert sich aktuell rasant. Neue Marktteilnehmer treten in Erscheinung, bekannte Teilnehmer gehen Kooperationen mit Industriekonzernen ein. Daraus ergibt sich für die Voltabox AG das Risiko einer Reduzierung der potenziellen Kundenbasis. Zudem besteht das Risiko, dass Konkurrenz-Unternehmen mit den der Voltabox AG vergleichbaren Produkten aufgrund von Skaleneffekten eine verbesserte Preisstruktur erzielen können.
In der Gruppe der operativen Risiken stehen für Voltabox derzeit die Tätigkeiten im Bereich Vertrieb und Produktmanagement im Mittelpunkt der Betrachtung.
Der künftige wirtschaftliche Erfolg von Voltabox wird von der Fähigkeit abhängen, Technologien zu entwickeln und diese erfolgreich im Markt einzuführen. Voraussetzung hierfür ist, dass technologische Entwicklungen erkannt und umgesetzt werden. Sollte Voltabox nicht oder nicht rechtzeitig neue Trends, Kundenanforderungen oder den jeweiligen neuesten Stand der Technologie erkennen, kann dies nachteilige Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. Ohne die Gewinnung von Neukunden kann ein Break-even nicht realisiert werden. Daher ist die Nicht-Erreichung eines soliden Basisgeschäfts mit entsprechender Grundauslastung derzeit das größte Risiko der Voltabox AG.
In der Gruppe der finanzwirtschaftlichen Risiken beobachtet Voltabox neben Zinsänderungs-, Liquiditäts- und Währungsrisiken insbesondere Risiken durch Forderungsausfall sowie Bilanzrisiken und steuerliche Risiken. Die Gesellschaft hat keine Risiken mit mehr als 0,5 Mio. Euro bewertet.
Die Zahlungsfähigkeit sichert die Gesellschaft grundsätzlich durch eine umfassende Planung und Kontrolle der Liquidität ab. Die Liquiditätsplanung erfolgt detailliert auf 12-Monats-Ebene und wird um einen Forecast über 24 Monate ergänzt.
Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist durch eine Kapitalerhöhung und eine nachranginge Refinanzierungszusage der Trionity Invest GmbH gesichert. Insoweit ist das bestandsgefährdende Liquidtätsrisiko vollständig entfallen.
In dieser Risikogruppe beobachtet Voltabox derzeit insbesondere die sich aus der Wachstumsstrategie ergebenden Risikofelder. Hierzu gehören vor allem personalwirtschaftliche und organisatorische Risiken wie auch Management- und Kommunikationsrisiken.
Die Gesellschaft ist grundsätzlich auf die Gewinnung und Bindung von qualifiziertem Personal und Personen in Schlüsselpositionen angewiesen - insbesondere mit Blick auf den deutlichen Personalabbau in den vergangenen zwei Jahren.
Sollte Voltabox in Zukunft kein qualifiziertes Personal in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen, könnten die strategischen und wirtschaftlichen Ziele der Gesellschaft möglicherweise nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden, was nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hätte.
Auch in Zukunft wird sich Voltabox gegen allgemeine Marktrisiken im Bereich der Elektromobilität absichern. Durch umfassende Maßnahmen im Berichtsjahr hat die Gesellschaft eine spürbare Verbesserung der Risikolage im Vergleich zum Vorjahr, in dem noch bestandsgefährdende Risiken bestanden, angestrebt. Dennoch ist die Neuausrichtung der Gesellschaft und die Definition einer Geschäftsstrategie noch nicht final abgeschlossen. Dies wird seitens des Vorstands für das zweite Halbjahr bzw. zum Ende des laufenden Geschäftsjahres erwartet. Bis dahin bestehen Unsicherheiten in Bezug auf die langfristige Erholung und Etablierung der Gesellschaft im Markt.
Die Voltabox AG ordnet die Risiken im Konzern als gleichwertig ein.
Unter einem internen Kontrollsystem werden die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind. Dabei werden folgende Zielsetzungen angestrebt:
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Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, |
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Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie |
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Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen gesetzlichen und satzungsmäßigen Regelungen. |
Der Vorstand der Voltabox AG trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem. In Anbetracht der Größe und Komplexität des Rechnungslegungsprozesses hat das Management den Umfang und die Ausgestaltung der Kontrollaktivitäten bestimmt und in diesen Prozess implementiert. Daneben wurden prozessunabhängige Kontrollen eingerichtet.
Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten (§315 Abs. 2 Nr. 1 HGB)
Aus der Verwendung von Finanzinstrumenten entstehen dem Voltabox-Konzern folgende Risiken:
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Zinsänderungsrisiken sind für Voltabox nur von untergeordneter Bedeutung. |
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Die Zahlungsfähigkeit sichert die Gesellschaft grundsätzlich durch eine umfassende Planung und Kontrolle der Liquidität ab. |
Zurzeit setzt Voltabox keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken ein. Der Factoring-Vertrag der Gesellschaft wurde zum 31. Dezember 2021 beendet.
Der Internationale Währungsfonds ("IWF") hat im Oktober 2021 seine Prognose 3 für die Weltwirtschaft im Jahr 2022 veröffentlicht. Insgesamt erwarten die Ökonomen eine sich verlangsamende Dynamik für die Erholung von den herben Einbrüchen der globalen Wirtschaftsleistung in 2020 infolge des Ausbruchs der Corona-Pandemie und den entsprechenden starken Gegenreaktionen der Nationalstaaten. Im Jahr 2022 soll das globale Wirtschaftswachstum demnach noch 4,9 % betragen (2021: 5,9 %). Die Annahme verdeutlicht aber auch, dass sich die Aussichten besser darstellen als ursprünglich angenommen. Noch zu Beginn des Jahres 2021 erwartete der IWF für das laufende Kalenderjahr ein Wachstum von 4,2 %.
Der IWF erwartet für die entwickelten Volkswirtschaften ein Wachstum von 4,5 % (2021: 5,2 %) und für die Schwellenländer kumuliert ein Wachstum von 5,1 % (2021: 6,4 %). Auf Basis der veröffentlichten Berechnungen zur Ermittlung des Weltwirtschaftsausblicks im Oktober 2021 ging das IWF im Einzelnen davon aus, dass die Entwicklung der Wirtschaft in den USA 6,0 % in 2021 und 5,2 % in 2022, in den EURO-Staaten 5,0 % in 2021 und 4,3 % in 2022, in Deutschland 3,1 % in 2021 und 4,6 % in 2022 sowie in China 8,0 % in 2021 und 5,6 % in 2022 betragen wird. Mögliche Auswirkungen des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine sind in der Prognose des IWF noch nicht berücksichtigt.
Voltabox ist in industriellen Teilmärkten tätig. Hierzu zählen aktuell:
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Öffentlichen Personennahverkehr (v.a. Busse) |
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Fahrzeuge der Land- und Bauwirtschaft |
Lediglich für den Anwendungsbereich Busse bzw. Öffentlicher Personennahverkehr liegen verlässliche und valide Untersuchungen vor. Aktuell sind knapp 600.000 E-Busse weltweit im Einsatz, was einem Anteil von 16 % entspricht. Bezogen auf die Neuzulassungen beläuft sich der Anteil derzeit sogar auf 39 %. 4 Entsprechend zeigt sich die Dynamik, mit der sich die Substitution von Fahrzeugen mit herkömmlichen (Verbrenner-) Antrieben durch moderne elektrische Antriebe aktuell vollzieht. Ein Treiber sind hierbei die sich stetig erhöhende Attraktivität für Busflotten-Betreiber in Bezug auf die Kosten. Gemäß der Untersuchung von BloombergNEF werden bereits im laufenden Jahrzehnt batteriebetriebene Busse in einigen Anwendungsfällen in der Gesamtbetrachtung einen kosteneffizienteren Betrieb ermöglichen als herkömmliche Antriebe. Während der Erstellung dieses Prognoseberichts begann die militärische Invasion Russlands in die Ukraine. Die Auswirkungen dieses Krieges auf die konjunkturelle Lage in Europa und in der Welt sind derzeit kaum absehbar. Entsprechend können sich die getroffenen Annahmen und Einschätzungen des IWF für das laufende Jahr signifikant verändern.
4 BloombergNEF, Electric Vehicle Outlook 2021
Die Unternehmensplanung des Konzerns basiert auf einer Absatz- und Umsatzplanung und wird kundenspezifisch bis auf die Produktebene heruntergebrochen und nach einem Bottom-up-Prinzip geplant.
Die wesentlichen Kostenkomponenten werden über Einzelplanungsmodelle für einen Zeitraum von mehreren Jahren geplant und dann adjustiert-proportional zur Umsatzentwicklung fortgeschrieben.
Die Prognose zur Geschäftsentwicklung der Voltabox AG ist davon abhängig, wie schnell im Geschäftsjahr 2022 neue Geschäftsmodellansätze implementiert werden können. Zudem war durch Liquiditätsengpässe und erhebliche Engpässe am Weltmarkt die Materialverfügbarkeit erheblich begrenzt. Die aktuelle Prognose basiert auf bereits vorliegenden Bestellungen aus dem Bereich Bus-, Bau- und Landmaschinen, bei denen die Gesellschaft davon ausgeht, diese im laufenden Geschäftsjahr realisieren zu können. Hierin enthalten sind noch keine Effekte aus neuen Geschäftsmodellen enthalten.
Die Gesellschaft erwartet einen Jahresumsatz von rd. 2,5 Mio. Euro und ein EBITDA von ebenfalls rd. -2,5 Mio. Euro. Der Vorstand ordnet im Geschäftsjahr 2022 das EBITDA-Ziel höherwertiger ein als das Umsatzziel. Die Prognose für den Free Cashflow ist abhängig von der Strategieentwicklung noch nicht konkretisiert. Der Free Cashflow wird mit weniger als -2,5 Mio. Euro erwartet.
Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren:
| In TEUR bzw. It. Angabe | 2020 | 2021 | Veränd. | Prognose 2022 |
| Finanzielle Leistungsindikatoren | ||||
| Konzernumsatz | 18.135 | 3.490 | -80,8 % | 2,5 Mio. |
| EBITDA (Marge) | -133,7 % | -105,9 % | n.a. | -2,5 Mio. |
| Free Cashflow | -1.815 | -8.709 | -379,8 % | geringer als -2,5 Mio. |
Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren:
| In TEUR bzw. lt. Angabe | 2020 | 2021 | Veränd. | Prognose 2022 |
| Finanzielle Leistungsindikatoren | ||||
| Umsatz | 15.474 | 3.490 | -74,1 % | 2,5 Mio. |
| EBITDA (Marge) | -142,6 % | -105,9 % | n.a. | -2,5 Mio. |
| Free Cashflow | -1.815 | -8.709 | -379,8 % | geringer als -2,5 Mio. |
Der Vorstand der Voltabox AG geht abseits der finanziellen Leistungsindikatoren wie Umsatz und EBITDA von einer positiven strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens aus. Das Geschäftsjahr 2022 versteht der Vorstand als Chance, um die Voltabox AG in der Fortsetzung des Transformationsprozesses auf die Ergreifung von zukünftigen Marktopportunitäten auszurichten.
Die Sicherung und der Ausbau einer nachhaltigen Profitabilität stehen im Mittelpunkt dieser Geschäftsausrichtung. Darüber hinaus wird die weitere organische Erschließung zusätzlicher Handlungsfelder bezüglich einer Portfolio-Erweiterung angestrebt, nahe am Kerngeschäft und unter engen Rentabilitäts- und Investitionsvorgaben.
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Voltabox AG beträgt 15.825.000,00 Euro und ist eingeteilt in 15.825.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro. Sämtliche Aktien sind gewinnanteilsberechtigt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
Zum 31. Dezember 2021 hielt die Trionity Invest GmbH einen Anteil vom Grundkapital in Höhe von 28,00 %. Der Erwerb dieses Anteils wurde der Voltabox AG am 01. Dezember 2021 mitgeteilt. Die Gesellschaft verfügte darüber hinaus zu diesem Zeitpunkt über eine Kaufoption über weitere 2,21 % der Anteile am Grundkapital. Am 14. Januar 2022 erwarb die Trionity Invest GmbH durch die Ausübung der Call-Option diesen Anteil von der paragon GmbH & Co. KGaA. Seitdem hält die Trionity Invest 30,21 % der Anteile der Voltabox AG. Die EW Trade AG hielt darüber hinaus zum Bilanzstichtag einen Anteil von 20,78 % am Grundkapital der Gesellschaft. Der Erwerb wurde der Voltabox AG am 03. Dezember 2021 mitgeteilt.
Die paragon GmbH & Co. KGaA, die zuvor Mehrheitsaktionärin der Voltabox AG war, reduzierte ihren Anteil an der Gesellschaft damit bereits vor dem Bilanzstichtag auf weniger als die meldepflichtigen 3 % des Grundkapitals.
Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Soweit Arbeitnehmer als Aktionäre am Kapital beteiligt sind, können sie daraus keine besonderen Rechte herleiten.
Bezüglich der Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 84 und 85 AktG verwiesen. Bezüglich der Regelungen zur Änderung der Satzung wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 133 und 179 AktG verwiesen.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. September 2017 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 21. September 2022 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 6.675.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 6.675.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017). Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2022 von dieser Möglichkeit teilweise Gebrauch gemacht. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten bzw. diesen gemäß § 186 Absatz 5 AktG gleichgestellten Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre in den in Punkt 4.5 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom Oktober 2017 genannten Fällen auszuschließen.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 22. September 2017 ist das Grundkapital um bis zu 5.000.000,00 Euro eingeteilt in bis zu 5.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch den Hauptversammlungsbeschluss vom 22. September 2017 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung erfüllen, und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Aktien sind ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe gewinnberechtigt für alle Geschäftsjahre, für die die Hauptversammlung noch keinen Gewinnverwendungsbeschluss gefasst hat. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Besondere Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) oder besondere Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen nicht. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat die Trionity Invest GmbH gem. § 37 Abs. 1 , 2 WpÜG i.V.m. § 9 Satz 1 Nr. 3 WpÜG-Angebotsverordnung von der Verpflichtung zur Veröffentlichung und zur Abgabe eines Pflichtangebots gem. § 35 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 Satz 1 WpÜG befreit. Zum 31. Dezember 2021 hatte die Trionity Invest GmbH die ihr zustehende Kaufoption von 2,21 % der Anteile am Grundkapital nicht ausgeübt. Dies geschah schließlich am 14. Januar 2022, sodass die Trionity Invest GmbH seit diesem Tag 30,21 % der Aktien der Voltabox AG hält.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d i.V.m. 289f Abs. 1 HGB kann dauerhaft auf der Voltabox-Website unter https://ir.voltabox.ag/web-sites/voltabox/German/7200/erklaerung-zum-deut-schen-corporate-governance-kodex.html eingesehen werden. Sie findet sich in diesem Geschäftsbericht im Kapitel "Corporate Governance" unmittelbar vor dem Kapitel "Zusammengefasster Lagebericht".
Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklärt der Vorstand, dass die Voltabox AG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, eine angemessene Gegenleistung erhielt. Maßnahmen, die getroffen oder unterlassen wurden, führten zu keiner unausgeglichenen Benachteiligung der Voltabox AG. Der Vorstand der Voltabox AG hat diesen Bericht dem Abschlussprüfer vorgelegt. Dieser hat einen Bestätigungsvermerk erteilt. Der Bericht wurde anschließend dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung sein Ergebnis über die Prüfung des Abhängigkeitsberichts berichten.
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2021
EUR |
2020
EUR |
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| Umsatzerlöse | 5.307.394,93 | 15.474.050,69 |
| Bestandsveränderung der Erzeugnisse | -820.940,46 | 5.880.948,55 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0,00 | 711.347,43 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 10.185.262,18 | 9.672.185,93 |
| Materialaufwand | ||
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | -4.109.887,58 | -21.445.922,66 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -118.303,96 | -623.754,69 |
| -4.228.191,54 | -22.069.677,35 | |
| Personalaufwand | ||
| Löhne und Gehälter | -3.154.015,55 | -6.672.863,51 |
| Soziale Abgaben | -991.564,80 | -1.244.208,53 |
| -4.145.580,35 | -7.917.072,04 | |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -2.606.574,95 | -1.992.684,09 |
| auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten | -10.062.974,64 | -4.081.946,49 |
| -12.669.549,59 | -6.074.630,58 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -6.835.030,21 | -12.891.020,89 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 294.504,32 | 322.564,84 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -63.991,09 | -63.417,40 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,00 | -187.042,00 |
| Ergebnis nach Steuern | -12.976.121,81 | -28.903.659,92 |
| Sonstige Steuern | -1.665,00 | -15.517,33 |
| Jahresfehlbetrag | -12.977.786,81 | -28.919.177,27 |
| Verlustvortrag | -28.919.177,27 | 0,00 |
| Bilanzverlust | -41.896.964,08 | -28.919.177,27 |
Aktiva
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31.12.2021
EUR |
31.12.2020
EUR |
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| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 705.265,56 |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0,00 | 730.975,10 |
| 0,00 | 1.436.251,66 | |
| II. Sachanlagen | ||
| Technische Anlagen und Maschinen | 0,00 | 1.488.159,48 |
| Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung | 10.733,28 | 1.177.161,39 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 163.542,91 |
| 10.733,28 | 2.828.863,78 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 100,00 | 100,00 |
| Beteiligungen | 1.400.000,00 | 1.400.000,00 |
| 1.400.100,00 | 1.400.100,00 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 0,00 | 3.148.003,33 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 0,00 | 207.607,14 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 0,00 | 613.333,32 |
| Geleistete Anzahlungen auf Vorratsvermögen | 0,00 | 32.709,16 |
| 0,00 | 4.001.652,95 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.163.320,95 | 283.041,89 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 0,00 | 8.508.414,66 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 2.198.726,48 | 483.482,72 |
| 3.362.047,43 | 9.274.939,27 | |
| III. Schecks, Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten | ||
| Kasse | 7.326,75 | 541,09 |
| Bankguthaben | 345.943,03 | 2.250.568,02 |
| 353.269,78 | 2.251.109,11 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 12.873,85 | 253.854,30 |
| 12.873,85 | 253.854,30 | |
| 5.139.024,34 | 21.446.771,07 | |
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PASSIVA |
||
|
31.12.2021
EUR |
31.12.2020
EUR |
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| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 15.825.000,00 | 15.825.000,00 |
| II. Kapitalrücklage | 27.456.104,42 | 27.456.104,42 |
| III . Bilanzverlust | -41.896.964,08 | -28.919.177,27 |
| - | 1.384.140,34 | 14.361.927,15 |
| B. Rückstellungen | ||
| Sonstige Rückstellungen | 1.140.690,25 | 1.919.873,43 |
| 1.140.690,25 | 1.919.873,43 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,00 | 45.532,18 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.846.467,60 | 4.596.321,76 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 0,00 | 20.011,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 767.726,15 | 503.105,55 |
| 2.614.193,75 | 5.164.970,49 | |
| 5.139.024,34 | 21.446.771,07 |
| Anschaffungs- /Herstellungskosten | |||||
| Anlagevermögen |
Stand 01.01.2021
EUR |
Umbuchungen
EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
Stand 31.12.2021
EUR |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 10.443.326,43 | 0,00 | 0,00 | 10.443.326,43 | 0,00 |
| 10.443.326,43 | 0,00 | 0,00 | 10.443.326,43 | 0,00 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 4.475.545,66 | 163.542,91 | 0,00 | 4.639.088,57 | 0,00 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.971.130,05 | 0,00 | 112.720,24 | 3.066.000,76 | 17.849,53 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 163.542,91 | -163.542,91 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 7.610.218,62 | 0,00 | 112.720,24 | 7.705.089,33 | 17.849,53 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 500.100,00 | 0,00 | 0,00 | 500.000,00 | 100,00 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 15.837.684,04 | 0,00 | 0,00 | 15.837.684,04 | 0,00 |
| Beteiligungen | 1.400.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.400.000,00 |
| 17.737.784,04 | 0,00 | 0,00 | 16.337.684,04 | 1.400.100,00 | |
| 35.791.329,09 | 0,00 | 112.720,24 | 34.486.099,80 | 1.417.949,53 | |
| Aufgelaufene Abschreibungen | Buchwerte | |||||
| Anlagevermögen |
Stand 01.01.2021
EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
Stand 31.12.2021
EUR |
Stand 31.12.2021
EUR |
Stand 31.12.2020
EUR |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 9.007.074,77 | 1.442.628,26 | 10.449.703,03 | 0,00 | 0,00 | 1.436.251,66 |
| 9.007.074,77 | 1.442.628,26 | 10.449.703,03 | 0,00 | 0,00 | 1.436.251,66 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.987.386,18 | 821.544,31 | 3.808.930,49 | 0,00 | 0,00 | 1.488.159,48 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.793.968,66 | 342.402,38 | 2.129.254,79 | 7.116,25 | 10.733,28 | 1.177.161,39 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 163.542,91 |
| 4.781.354,84 | 1.163.946,69 | 5.938.185,28 | 7.116,25 | 10.733,28 | 2.828.863,78 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 500.000,00 | 0,00 | 500.000,00 | 0,00 | 100,00 | 100,00 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 15.837.684,04 | 0,00 | 15.837.684,04 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.400.000,00 | 1.400.000,00 |
| 16.337.684,04 | 0,00 | 16.337.684,04 | 0,00 | 1.400.100,00 | 1.400.100,00 | |
| 30.126.113,65 | 2.606.574,95 | 32.725.572,35 | 7.116,25 | 1.410.833,28 | 5.655.215,44 | |
Die Voltabox AG hatte bis zum 17. März 2022 ihren Sitz in Delbrück und seitdem in Paderborn. Die Gesellschaft ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Paderborn (HRB 12895).
Der Jahresabschluss der Voltabox AG wurde nach den für große Kapitalgesellschaften i.S.d § 267 Abs. 3 HGB i.V.m. § 264d HGB geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Die Gliederung der Bilanz ist nach dem handelsrechtlichen Gliederungsschema gemäß § 266 HGB vorgenommen, die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.
Im Anhang sind die nach den gesetzlichen Vorschriften anzubringenden Vermerke aufgeführt, soweit sie in Ausübung des Wahlrechts nicht bereits in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung gemacht wurden.
Der Abschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Die Berichtsperiode der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde unter der Prämisse der Untemehmensfortführung aufgestellt. Die Ermittlung der Wertansätze von Vermögensgegenständen und Schulden erfolgte dementsprechend auf der Basis von Fortführungswerten.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert. Zu den Herstellungskosten zählen die einzelnen zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Die planmäßige Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer, die 7 Jahre beträgt.
Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Es wird die voraussichtliche Nutzungsdauer zu Grunde gelegt, die zwischen drei und zehn Jahren beträgt.
Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Zum 31. Dezember 2021 sind keine immateriellen Vermögensgegenstände vorhanden.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände abgeschrieben. Diese beträgt für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens im Rahmen der üblichen Nutzungsdauern im Wesentlichen zwischen drei und zehn Jahren.
Seit dem 1. Januar 2018 werden Investitionen in das abnutzbare bewegliche Anlagevermögen, deren Anschaffungskosten netto EUR 250, nicht aber EUR 800 übersteigen, als geringwertige Wirtschaftsgüter angesetzt. Der Zugang und Abgang wird innerhalb eines Geschäftsjahres im Anlagenspiegel gezeigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu netto EUR 250 werden ohne Aufnahme im Anlagenspiegel sofort als Aufwand gebucht.
Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Durch den Verkauf des Automotive-Geschäfts sowie des Outsourcings der Produktion ist der überwiegende Teil des Sachanlagevermögens veräußert worden.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 3 HGB bewertet.
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Anteilsbesitz
% |
Konsolidierung | Eigenkapital | Ergebnis des letzten Geschäftsjahres | |
| Voltabox of Texas, Inc., (Texas) | 100 % | Voll | 399.442,11 USD * | 38.465.735,57 USD * |
| Voltabox New Energy Co., Ltd. (Kunshan) | 100 % | Voll | 0,00 RMB * | -1.015.695,04 RMB * |
| ForkOn GmbH, Haltern am See | 9,00% | Nein | 754.093,55 Euro ** | 893.279,33 Euro ** |
* Werte beziehen sich auf das Geschäftsjahr
vom 1.1.2021 bis zum 31.12.2021
** Werte beziehen sich auf das
Geschäftsjahr vom 1.1.2020 bis zum 31.12.2020
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem, in den Anlagen zum Anhang, beigefügten Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 zu entnehmen.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten angesetzt.
Unfertige Leistungen und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten, zu den niedrigeren letzten Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen, die durch die Produktion veranlassten Material- und Fertigungsgemeinkosten, allgemeine Verwaltungskosten und fertigungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden mit dem Nennwert angesetzt. Die von Kunden erhaltenen Anzahlungen werden projektbezogen bis zur Höhe der Herstellungskosten von den Vorräten offen in der Bilanz abgesetzt. Darüberhinausgehende Anzahlungen werden auf der Passivseite ausgewiesen.
Durch den Verkauf des Automotive-Geschäfts sowie insbesondere des Outsourcings der Produktion sind die Vorräte vollständig veräußert worden.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich Wertabschlägen für erkennbare Einzelrisiken bewertet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angemessen Rechnung getragen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Forderungen in Fremdwährung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultierten zum 31. Dezember 2021 im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Der Posten beinhaltet den Kassenbestand und laufende Guthaben bei Kreditinstituten und ist zum Nennwert angesetzt.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden gem. § 250 Abs. 1 HGB auf der Aktivseite nur Ausgaben vor dem Abschlussstichtag bilanziert, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Abgrenzungsposten wird aufwandswirksam in Abhängigkeit mit der tatsächlichen periodengerechten Nutzung der zugrundeliegenden Auszahlungen aufgelöst.
Die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung bzw. eine Zahlung der Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung des Betrags basiert auf dem Steuergesetzesstand und damit denjenigen Steuersätzen, die zum Bilanzstichtag gelten oder angekündigt sind.
Latente Steuern werden nach § 274 HGB gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ermittelt. Liegen hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen handelsrechtlichem Jahresabschluss und dem steuerlichen Jahresabschluss vor, führen diese zu aktiven und passiven latenten Steuern ("temporary concept"). Darüber hinaus können latente Steuern auf zukünftige Steuerminderungsansprüche gebildet werden.
Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und Steuerminderungsansprüche können nur in dem Umfang aktiviert werden, in dem damit gerechnet werden kann, dass diese in zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ausreichend zur Verfügung stehende passive temporäre Differenzen gedeckt sind. Darüber hinaus bestehende aktive latente Steuern können nur aktiviert werden, wenn in den folgenden fünf Jahren ausreichend zu versteuernden Ergebnissen erwarten werden können.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte zum 31. Dezember 2021 in Höhe eines kombinierten Ertragssteuersatzes von 30,0 % (Vorjahr: 30,0 %). Darin sind ein Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15,0 % sowie ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % enthalten. Andererseits enthält dieser Ertragssteuersatz die Gewerbesteuer unter Berücksichtigung der Aufteilung des Gewerbesteuermessbetrags auf die Gemeinden, in denen sich die Zweigniederlassungen des Unternehmens befinden. Aktive und passive latente Steuern werden für einen Bilanzausweis saldiert. Ein Überhang aktiver latenter Steuern wird nicht angesetzt.
Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr TEUR 15.825 und ist in 15.825.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 eingeteilt.
Am 13. Oktober 2017 erfolgte im Rahmen des Börsengangs die Notierungsaufnahme an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard unter dem Börsenkürzel VBX, der ISIN DE000A2E4LE9 und der WKN A2E4LE.
Wie dem Nachtragsbericht zu entnehmen ist, ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 21. September 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu TEUR 6.675 durch Ausgabe von bis zu 6.675.000 auf den Inhaber lautenden Aktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2021 unverändert TEUR 27.456 (Vorjahr TEUR 27.456) und umfasst nach § 272 Abs. 1 Nr. 1 HGB das Agio aus der Ausgabe von Anteilen.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten weiterhin im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 438), rückständige Prämien- und Tantiemenverpflichtungen (TEUR 247) sowie Abschlusskosten (TEUR 124). Darüber hinaus wurden ausreichende Rückstellungen für ausstehende Rechnungen/Gebühren, Urlaub und alle anderen erkennbaren Risiken und Verpflichtungen gebildet.
Die Steuerrückstellungen sowie sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, welcher nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.
Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern Verbindlichkeiten in Fremdwährung vorhanden sind, werden diese grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert.
Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:
|
Verbindlichkeitenspiegel (Werte
in TEUR) |
31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 46 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 0 | 46 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.846 | 4.596 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 1.437 | 4.033 |
| davon mit einer Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren | 409 | 563 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 0 | 20 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 0 | 20 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 768 | 503 |
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 768 | 503 |
In den sonstigen Verbindlichkeiten wurden in Höhe von TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 93) noch nicht gezahlte Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern sowie in Höhe von TEUR 331 (Vorjahr: TEUR 295) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit ausgewiesen.
Die Umsatzerlöse aus Warenlieferungen in Höhe von TEUR 5.307 (Vorjahr: TEUR 15.474) entfallen mit TEUR 3.483 auf das Inland (Vorjahr: TEUR 14.797), mit TEUR 510 (Vorjahr: TEUR 392) auf die EU und mit TEUR 1.314 auf Drittländer (Vorjahr: TEUR 286).
Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung im Sinne des § 277 Abs. 5 S. 2 HGB sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 316) enthalten.
Sonstige betriebliche Erträge außergewöhnlicher Größenordnung resultieren in Höhe von TEUR 8.600 aus dem Verkauf (Asset -Deal) des Geschäftsbereichs Automotive sowie in Höhe von TEUR 1.200 aus Schadenersatzansprüchen.
Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 615, auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 525 sowie auf Sachanlagevermögen von TEUR 443. Die restliche Summe entfällt auf die planmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibungen auf Umlaufvermögen bestehen im Wesentlichen aus der Einzelwertberichtigung der Forderung gegenüber Voltabox of Texas in Höhe von TEUR 10.063.
Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung im Sinne des § 277 Abs. 5 S. 2 HGB sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 293) enthalten. Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung resultieren aus den Veräußerungsverlusten aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 1.134, die im Zusammenhang mit dem Verkauf des Automotive-Geschäfts und dem Outsourcing der Produktion stehen.
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 295 (Vorjahr: TEUR 323).
Die in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 als Aufwand erfassten Honorare für die Prüfung des Einzelabschlusses der Voltabox AG, aufgestellt nach handelsrechtlichen Vorschriften sowie das Honorar der Prüfung des Konzernabschlusses der Voltabox AG, aufgestellt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, der Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, betragen TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 273).
Die Summe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen für die nächsten fünf Jahre beträgt TEUR 553 (Vorjahr: TEUR 18.309), wovon TEUR 553 (Vorjahr: TEUR 15.318) eine Laufzeit von bis zu einem Jahr aufweisen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1).
| In TEUR | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahre | Restlaufzeit > 5 Jahre | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
| Bestellobligo | 0 | 0 | 0 | 0 | 13.743 |
| Sonstige Verpflichtungen | 553 | 0 | 0 | 553 | 4.566 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 553 | 0 | 0 | 553 | 18.309 |
Mit der Deutschen Factoring Bank GmbH & Co. KG bestand bis 31. Dezember 2021 ein Vertrag über ein echtes Factoring, welches zum genannten Abschlussstichtag gekündigt wurde. Das Programm hatte eine Volumenhöhe von TEUR 12.000.
Zum Stichtag beläuft sich der Bestand an verkauften Forderungen auf TEUR 204 (Vorjahr: 1.617). Sicherheitseinbehalte in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 162) werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.
Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfond gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Das Risiko von Forderungsausfällen/ Zahlungsunfähigkeit geht auf den Faktor über. Daher werden die Forderungen bis zum Zahlungsausgleich durch den Kunden nicht beim Unternehmen bilanziert.
Zum Bilanzstichtag hatte die Voltabox AG offene Verpflichtungen aus unkündbaren Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 553 (Vorjahr: TEUR 4.233), wovon TEUR 553 (Vorjahr: TEUR 1.482) eine Laufzeit bis zu einem Jahr aufweisen. Wesentliche Leasing-Vereinbarungen bestehen für Kraftfahrzeug-Leasing und Maschinen-Leasing.
Verträge über Kraftfahrzeug-Leasing haben in der Regel eine Laufzeit zwischen 36 und 48 Monaten. Der Leasinggegenstand wird nach Vertragsende wieder an den Leasinggeber zurückgegeben. Änderungen in der Höhe der monatlichen Leasingraten sind während der Vertragslaufzeit nicht vorgesehen. Operating-Leasing für Kraftfahrzeuge, technische Anlagen und Maschinen hat für die Voltabox AG Vorteile, insbesondere hinsichtlich der Liquiditätsbelastung, der Eigenkapitalquote in Folge der Bilanzneutralität und der Planungs- und Kalkulationssicherheit durch feste Leasingvertragsparameter. Wesentliche Risiken aus den genannten Operating-Leasing-Verträgen bestehen nicht.
Zu den nahestehenden Personen gehören die Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und nahe Familienangehörige der Organmitglieder sowie verbundene Unternehmen der Voltabox AG. Die Trionity Invest GmbH ist seit dem 13. November 2021 als Hauptaktionärin ein nahestehendes Unternehmen. Eigentümer der Trionity Invest GmbH ist Martin Hartmann. Mit der Trionity Invest GmbH wurden im Berichtsjahr keine Transaktionen durchgeführt. Mit dem Unternehmen der Triathlon Gruppe wurden im Berichtsjahr Erträge aus Transaktionen in Höhe von TEUR 2.178 realisiert. TEUR 952 resultieren aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen sowie TEUR 1.200 aus Erstattungsansprüchen.
Klaus Dieter Frers ist Vorsitzender der Geschäftsführung der paragon GmbH, der persönlich haftenden Gesellschafterin der paragon GmbH & Co. KGaA, Gesellschafter der paragon GmbH, geschäftsführender Gesellschafter der Artega GmbH und geschäftsführender Kommanditist der Frers Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG. Bis zum 15. November 2021 war er weiterhin Vorsitzender des Aufsichtsrates der Voltbox AG. Die paragon GmbH & Co. KGaA war bis zum 12. November 2021 Mutterunternehmen der Voltabox AG. Klaus Dieter Frers war damit bis zu diesem Zeitpunkt nahestehende Person.
Mit der paragon GmbH & Co. KGaA und ihrer verbundenen Unternehmen wurden im Berichtsjahr Erträge in Höhe von TEUR 9.007 realisiert. TEUR 8.600 resultieren aus dem Verkauf des Geschäftsfeldes Automotive sowie TEUR 147 aus dem Verkauf von weiteren Vermögensgegenständen. TEUR 260 wurden aus der Überlassung von Vermögensgegenständen und Personal realisiert.
Die paragon GmbH & Co. KGaA und ihrer verbundenen Unternehmen haben wiederum Erträge durch Überlassung von Vermögensgegenständen und Personal in Höhe von TEUR 1.225 realisiert. Weitere TEUR 807 wurden durch Warenverkäufe innerhalb der üblichen Geschäftstätigkeit mit der Voltabox AG erzielt.
Mit der Frers Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG wurden durch den Verkauf von Vermögensgegenständen Erträge in Höhe von TEUR 5 erzielt. Weitere TEUR 5 durch Überlassung von Vermögensgegenständen an die Artega GmbH.
Persönlich erbrachte Leistungen erfolgten im Berichtszeitraum durch das Aufsichtsratsmitglied Hermann Börnemeier in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 38), der für die Voltabox AG steuerberatend tätig war.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nahestehenden Unternehmen belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf eine Höhe von TEUR 952 (Vorjahr TEUR 1.745). Sonstige Vermögensgegenstände bestehen in Höhe von TEUR 1.200.
Im Geschäftsjahr 2021 war Jürgen Pampel Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft. Jürgen Pampel wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 16. März 2022 zum selbigen Datum als Vorstand abberufen. Jürgen Pampel wird zukünftig die Position des Geschäftsführers einer Tochtergesellschaft der Triathlon-Gruppe einnehmen. Dr. Burkhard Leifhelm wurde zum 30. April 2021 als Vorstand abberufen und trat zum 30. April 2021aus der Gesellschaft aus.
Patrick Zabel wurde zum 19. Oktober 2021 als Finanzvorstand der Voltabox AG abberufen und trat zum 31. Dezember 2021 aus der Gesellschaft aus. In der Aufsichtsratssitzung vom 16. März 2022 wurde Patrick Zabel zum Vorstand der Gesellschaft berufen. Neben seiner Tätigkeit als Vorstand hat Patrick Zabel die Position des Geschäftsführers der Trionity Invest GmbH, der Hauptaktionärin der Voltabox AG, inne.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft bestand im Berichtsjahr bzw. besteht aus folgenden Personen:
| Name | Beruf |
| Klaus Dieter Frers | Vorstandsvorsitzender paragon GmbH & Co. KGaA |
| Vorsitzender | |
| Amtsniederlegung am 15.11.2021 | |
| Hermann Börnemeier | Diplom Finanzwirt und Steuerberater, Geschäftsführer Treu-Union Treuhandgesellschaft mbH |
| Stellvertretender Vorsitzender | |
| Amtsniederlegung am 12.11.2021 | |
| Walter Schäfers | Rechtsanwalt, Partner Societät Schäfers Rechtsanwälte und Notare |
| Mitglied | |
| Amtsniederlegung am 12.11.2021 | |
| Herbert Hilger | Privatier / im Ruhestand |
| Vorsitzender seit 22.11.2021 | |
| Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen | keine |
| Roland Mackert | Geschäftsführer der Immocon Holding AG, Lucky Live AG und der Advaiis AG |
| Stellvertreter und Leiter Prüfungsausschuss seit 22.11.2021 | |
| Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen | - Verwaltungsrat der Advaiis AG |
| - Verwaltungsrat der Bio Works AG | |
| - Verwaltungsrat der Blockchain Distribution AG | |
| - Verwaltungsrat der FinGoals AG | |
| - Verwaltungsrat der Gravity Technologies AG | |
| - Verwaltungsrat der Immocon Holding AG | |
| - Verwaltungsrat der Lucky Live AG | |
| Toni Junas | Rechtsanwalt und Notar, Kanzlei Junas |
| Mitglied seit 22.11.2021 | |
| Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen | - Verwaltungsrat der ADARX Capital AG |
| - Verwaltungsrat der Dennemeyer AG | |
| - Verwaltungsrat der Höllwart Holding AG | |
| - Verwaltungsrat der JKP Consulting AG | |
| - Verwaltungsrat der PH Art AG | |
| - Verwaltungsrat der SFL technologies Switzerland AG | |
| - Verwaltungsrat der VENDARX AG | |
| - Stiftungsrat der Schürch Eduard Immobilien Stiftung |
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2021 betrugen TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 45), davon erfolgsunabhängig TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 45).
Die Gesamtbezüge des Vorstands der Voltabox AG im Berichtsjahr betrugen TEUR 836 (Vorjahr: TEUR 557).
Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 92 (Vorjahr: 138) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 29 (Vorjahr: 39) gewerbliche Mitarbeiter.
Im Berichtsjahr ergaben sich keine Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG, die nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Gesellschaft berichtspflichtig sind.
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde zuletzt im Februar 2022 abgegeben und ist den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft (www.voltabox.ag) zugänglich gemacht worden.
Die Voltabox AG ist das Mutterunternehmen des Konzerns und stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Konsolidierungskreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Die Konzernzugehörigkeit zu der paragon GmbH & Co. KGaA, Delbrück, ist im Geschäftsjahr entfallen.
Die Voltabox AG beschloss am 21. Februar 2022, das Grundkapital der Gesellschaft von gegenwärtig TEUR 15.825 um 10 %, d.h. um bis zu TEUR 1.582 auf bis zu TEUR 17.407, durch Ausgabe von 1.582.500 neuen Stammaktien unter teilweiser Ausnutzung des vorhandenen genehmigten Kapitals zu erhöhen.
Mit Datum vom 25. Januar 2022 hat die Gesellschaft mit der Trionity Invest GmbH, Fürth, zur Vorfinanzierung der operativen Tätigkeit eine nachrangige Finanzierungsvereinbarung in Höhe von 7,0 Mio. Euro geschlossen.
Zu den Veränderungen im Vorstand verweisen wir auf die Erläuterungen unter der Überschrift "Organe der Gesellschaft".
Zudem wurde der Sitz der Gesellschaft nach Paderborn verlegt.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine kann zu Einflüssen im Rahmen der Beschaffung von Bauteilen führen, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht absehbar sind. Sodann können Auswirkungen aus daraus resultierenden vorherrschenden globalen Preissteigerungen nur unzureichend eingeschätzt werden.
Dem Vorstand sind nach Ablauf des Geschäftsjahres ansonsten keine wesentlichen Ereignisse mit besonderer Wirkung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens bekannt.
Paderborn, den 28. April 2022
Voltabox AG, Paderborn
Patrick Zabel, CEO
Wir haben den Jahresabschluss der Voltabox AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der dort dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Voltabox AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist (zusammengefasster Lagebericht) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Die im zusammengefassten Lagebericht enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d i.V.m., § 289f Abs. 2 und 5 HGB sowie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Wir haben bestimmt, dass es keine besonders wichtigen Prüfungssachverhalte gibt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind.
Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
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das Kapitel "Vorwort des Vorstands" |
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das Kapital "Investor Relations" |
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das Kapitel "Corporate Governance" des
Geschäftsberichts 2021 mit den hierin
enthaltenen Abschnitten
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die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Jahresabschluss und die Versicherung nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht. |
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der beigefügten Datei "voltabox_2021_jahresabschluss_hgb'' enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des Entwurfs des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind zudem verantwortlich für die Einreichung der ESEF-Unterlagen zusammen mit dem Bestätigungsvermerk und dem beigefügten geprüften Jahresabschluss und geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie weiteren offenzulegenden Unterlagen beim Betreiber des Bundesanzeigers.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. |
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gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben. |
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beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt. |
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beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen. |
Wir wurden von der Hauptversammlung am 1. September 2021 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 21. Dezember 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt.
Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der Voltabox AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Jahresabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Jahresabschluss und zusammengefasste Lagebericht - auch die im Bundesanzeiger bekanntzumachenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Thomas Gloth.
Düsseldorf, den 28. April 2022
Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Düsseldorf)
Patrick Helsper, Wirtschaftsprüfer
Thomas Gloth, Wirtschaftsprüfer
Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Einzelabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Paderborn, den 28. April 2022
Patrick Zabel, CEO
Technologiepark 32
33100 Paderborn / Germany
Phone: +49 (0) 5251 693 969 0
E-Mail: investor@voltabox.ag
www.voltabox.ag