Voltabox AGPaderbornHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022VorwortSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
verehrte Kunden und Geschäftspartner, liebe
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
um einen vollständigen Blick auf die
wirtschaftliche Verfassung eines Unternehmens zu erhalten,
reicht häufig der Blick auf den Konzernabschluss nicht
aus. Ausgehend von diesem betriebswirtschaftlichen Theorem
möchte ich im Folgenden Ihren Blick auf aus unserer
Sicht zwei wesentliche Feststellungen zur Beurteilung
unserer Entwicklung lenken:
Einerseits entsprechen die Ergebnisse zum 1. Halbjahr
2022 unseren Erwartungen. Die Produktion ist nunmehr
verlagert und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
erstmals seit nunmehr fast einem Jahr wieder aktiv. Damit
nimmt die Voltabox AG wieder ab Mitte des dritten Quartals
mit der Fertigung von Produkten am Markt teil. Im Jahr 2022
werden wir sowohl auf der LTO- als auch auf der NMC-Linie
Batteriemodule produzieren, ab 2023 folgt voraussichtlich
eine LFP-Linie. Darüber hinaus befinden wir uns
gemeinsam mit unserem Produktionspartner in der Planung
für die Errichtung einer LFP-Rundzellenanlage.
Zudem haben wir mit der Gründung der GreenCluster
GmbH eine zweite Business Unit geschaffen, die künftig
zu einem rentablen Geschäftsmodell beitragen wird. Das
Geschäft mit Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern
zur Zwischenspeicherung von Solarenergie sowie der
Konzeption und Umsetzung von Energienutzungsmodellen
läuft für uns sehr gut an. Der Auftragsbestand
wächst kontinuierlich. Das Geschäft von
GreenCluster bringt uns bereits im laufenden Jahr gute
Erlöse und positive Margen. Das Thema Energiewende und
-sicherheit ist in diesen Tagen in aller Munde. Ich bin
überzeugt, dass wir somit einen noch
größeren Beitrag zur Energiewende leisten als
ohnehin schon. Und ich weiß, dass wir an GreenCluster
noch viel Freude haben werden.
Wir freuen uns, dass wir unsere wichtigen Kunden nicht
verloren haben. Sie standen in einer schweren Zeit an
unserer Seite. So haben unsere Bestandskunden erstmals auch
neue Bestellungen platziert. Ein besonderer Dank gilt
ebenfalls unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Bei
unserer Größe ist ihr persönlicher Einsatz
von großer Bedeutung. Gleichzeitig wachsen wir
erfreulich. Wir sind in der Lage, die offenen Positionen zu
besetzen. Als positiv erachte ich, dass frühere
Weggefährten wieder Lust auf Voltabox haben und unsere
dynamische und positive Arbeitsweise schätzen.
Vor dem Hintergrund der gegenläufigen Entwicklungen
einer weiterhin schwierigen Beschaffungssituation für
die Belieferung unserer Kunden und der sehr guten
Auslastung bei GreenCluster gehen wir davon aus, dass sich
unser Umsatzziel für das laufende Geschäftsjahr
von 2,5 Mio. Euro zu einem nicht unerheblichen Teil auch
aus GreenCluster-Erlösen zusammensetzen wird. Mit
Blick auf die volatile Situation auf den
Einkaufsmärkten erwarten wir zunächst weiterhin,
auch die EBITDA-Prognose von -2,5 Mio. Euro zu erreichen.
Der Free Cashflow bleibt entsprechend unverändert und
wird dementsprechend voraussichtlich geringer als -2,5 Mio.
Euro ausfallen.
Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre,
möchte ich das gleiche mit auf den Weg geben, das ich
schon während unserer ordentlichen Hauptversammlung im
Juni betont habe: Rechnen Sie mit uns! Ich weiß, dass
ein Ausbau des Investments in Voltabox momentan viel
verlangt ist. Ich appelliere daher an Sie, dass Sie uns im
Blick behalten und nicht nur auf den IST-Zustand schauen,
sondern auch das in Ihre Evaluation der Voltabox AG
einbeziehen, was wir in unserer schwierigen Situation in
den zurückliegenden Monaten erreicht haben.
Ihr
Patrick Zabel
Hello again mit dem KapitalmarktVoltabox auf der Frühjahrskonferenz in FrankfurtVom 23. bis 25. Mai 2022 nahm Voltabox am EquityForum in
Frankfurt am Main teil - dieses fand nach drei Jahren
erstmals wieder vorrangig im Präsenzformat statt.
Knapp 120 börsennotierte Unternehmen aus dem Small und
Mid-Cap Bereich präsentierten sich bei der
Kapitalmarktveranstaltung gegenüber ca. 700
Teilnehmern wie Investoren, Analysten und
Finanzjournalisten. Auch Voltabox-CEO Patrick Zabel stellte
sich den Fragen und gab im Rahmen einer Präsentation
einen Überblick über die inhaltlichen
Schwerpunkte bei der Strategieentwicklung. Die nächste
Veranstaltung dieser Art steht für Voltabox vom 28.
bis 30. November im Kalender. Dann trifft sich ebenfalls in
Frankfurt die Kapitalmarkt-Community beim Eigenkapitalforum
als bedeutendster Kapitalmarktveranstaltung hierzulande.
Unter neuen Vorzeichen den Blick nach vorne richtenOrdentliche Hauptversammlung 2022Am 22. Juni 2022 hielt die Voltabox AG ihre ordentliche
Jahreshauptversammlung ab - vor dem Hintergrund der
weiterhin gegebenen Risiken und der unklaren weiteren
Entwicklung der Corona-Pandemie erneut virtuell. CEO
Patrick Zabel erläuterte bewusst prägnant den
aktuellen Stand der Unternehmensentwicklung, um dann
ausführlich auf die eingereichten Fragen der
Aktionäre und Aktionärsvertreter einzugehen. Hier
nahm der Vorstand mit offenen und direkten Worten Stellung
zur aktuellen Lage der Gesellschaft und, soweit
möglich, zu den Perspektiven. Im Rahmen der
Hauptversammlung standen Beschlussfassungen über die
Wahl eines neuen Abschlussprüfers bzw.
Konzernabschlussprüfers sowie über die Schaffung
eines neuen genehmigten Kapitals auf Tagesordnung.
Sämtlichen Tagesordnungspunkten der Hauptversammlung
stimmte das zu rund 41 % vertretene Grundkapital mit der
notwendigen Mehrheit zu.
Milestone reached - ready for restartSuccessful transfer of productionExakt 445 Kilometer liegen zwischen Delbrück und
dem sächsischen Freiberg. Über diese Strecke sind
die Produktionslinien von Voltabox im letzten halben Jahr
verlagert worden - eine logistische Herausforderung
über sechs Bundesländer. Aber der Kraftakt hat
sich gelohnt. Denn in Kürze wird die ausgelagerte
Fertigung für Batteriesysteme wieder ihren Betrieb
aufnehmen können. Die frühere Produktionshalle
des einstigen deutschen Vorzeigeunternehmens Solarworld ist
das neue Zuhause der Voltabox-Produktion.
220.000 qm groß ist das Grundstück.
Die Halle umfasst 42.000 qm, fast sechs
Fußballfelder. Das Joint Venture von Jungheinrich und
Triathlon produziert hier Gabelstapler-Batterien in hohen
Stückzahlen. Jetzt kommen die Hochvolt-fähigen
Batteriesystem von Voltabox hinzu. Los geht es
zunächst mit der Linie für LTO-Zellen, mit der
Module insbesondere für Busbatterien gefertigt werden
können. Noch in diesem Jahr wird auch die NMC-Linie
einsatzbereit sein und die Lieferfähigkeit von
Voltabox weiter erhöhen. Die Produktion von
LFP-Modulen wird dann voraussichtlich ab dem kommenden Jahr
möglich sein. Damit schließt Voltabox einen
weiteren Abschnitt seines Neustarts erfolgreich ab.
Am grünen Puls der ZeitGründung der GreenCluster GmbHMit der Gründung der GreenCluster GmbH im Mai 2022
betrat Voltabox neue Pfade.
Auf Basis einer umfassenden Marktanalyse entschied sich
Voltabox für den Einstieg in das boomende
Geschäft mit Photovoltaikanlagen. Und schon nach
kurzer Zeit stellt sich heraus, dass dieser Schritt voll
aufgeht. Die Nachfrage nach den "Alles aus einer
Hand"-Lösungen von GreenCluster ist
überwältigend - die Herausforderung besteht
demnach nicht in der Auftragsgewinnung, sondern vielmehr in
der Beschaffung von Material und Komponenten. Das Team um
Geschäftsführer Alwin Derksen hat alle Hände
voll zu tun.
Wie in vielen anderen Betrieben, bei denen Techniker und
Handwerker gefragt sind, gilt auch für ihn: Stellen
ausschreiben, Bewerbungsgespräche führen und den
Kandidaten den Job bei einem aufstrebenden, dynamischen
Unternehmen schmackhaft machen. Mit der neuen Website
www.green-cluster.de soll die Ansprache von Interessenten
und Kunden noch weiter angekurbelt werden. GreenCluster hat
einen echten Blitzstart hingelegt.
GeschäftsverlaufDas erste Halbjahr ist entsprechend der Erwartungen der
Gesellschaft verlaufen. Gemäß der Kommunikation
des Vorstands seit Ende des vergangenen
Geschäftsjahres stand der Geschäftsverlauf der
Voltabox AG in diesem Zeitraum unter dem besonderen
Eindruck der massiven Störungen in den Lieferketten
und damit besonderer Herausforderungen bei der Beschaffung
von Komponenten für die Produktion. Insofern hat die
Gesellschaft das erste Halbjahr im Rahmen der zuletzt
kommunizierten qualitativen Erwartungshaltung
abgeschlossen.
Der Umsatz in Höhe von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 3,4
Mio. Euro) geht ausschließlich auf Erlöse im
Rahmen des Servicegeschäfts zurück. Dabei standen
in den ersten sechs Monaten die Verlagerung und der
Wiederaufbau der Produktion sowie die Entwicklung einer
Strategie für die Neuausrichtung des Unternehmens im
Vordergrund der Aktivitäten. Die Fertigung konnte
erwartungsgemäß aufgrund nicht verfügbarer
Teile bzw. gestörter Lieferketten noch nicht wieder
anlaufen. Entsprechend war das Geschäftsvolumen von
Voltabox in den Monaten Januar bis Juni stark reduziert.
Die Gesellschaft hat in dieser Zeit umfassende
Marktsondierungen vorgenommen und Vorbereitungen getroffen,
um im zweiten Halbjahr die Fertigung wieder aufnehmen zu
können. Die beschaffungsseitigen Rahmenbedingungen
für die Produktion von Batteriesystemen gestalten sich
gleichwohl weiterhin herausfordernd. Durch die
Neugründung der Tochtergesellschaft GreenCluster ist
Voltabox in ein zusätzliches, weniger stark von den
globalen Lieferkettenproblemen abhängiges
Geschäftsfeld eingetreten. Insbesondere im zweiten
Quartal haben der Aufbau dieses Business, die Schaffung der
notwendigen Strukturen, die Professionalisierung des
Einkaufs sowie insbesondere der Ausbau der
Vertriebsaktivitäten die operative Entwicklung des
Unternehmens geprägt. Speziell bei der
Neukundengewinnung und der Entwicklung des
Außenauftritts hat Voltabox mit GreenCluster
signifikante Fortschritte erzielt.
Vermögens-, Finanz- und ErtragslageErtragslage des Voltabox-KonzernsDie sonstigen betrieblichen Erträge betrugen in den
ersten sechs Monaten rund 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio.
Euro) und gehen im Wesentlichen auf Personalgestellungen
zurück. Aufgrund der stark rückläufigen
Geschäftsaktivitäten sind die umsatzbezogenen
Kosten, insbesondere der Materialaufwand, im
Vorjahresvergleich ebenfalls zurückgegangen. Die
Materialeinsatzquote (ermittelt aus dem Verhältnis
Materialaufwand zu Umsatz und Bestandsveränderung) ist
durch den hohen Anteil an Serviceumsätzen am
Gesamtumsatz positiv beeinflusst und beläuft sich auf
31,3 % (Vorjahr: 56,6 %). Damit ergibt sich für das
erste Quartal ein Rohertrag in Höhe von 0,9 Mio. Euro
(Vorjahr: 4,3 Mio. Euro). Der Personalaufwand betrug im
Berichtszeitraum infolge des abgeschlossenen Abbaus an
Ressourcen im Rahmen der umfassenden Reorganisation nur
noch 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3,8 Mio. Euro). Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen summierten sich auf rund 1,8
Mio. Euro (Vorjahr: 2,4 Mio. Euro) und sind vor allem durch
IT-Kosten im Rahmen einer ERP-Systemumstellung, Kosten
einer Kapitalerhöhung und die Erfassung von
Gewährleistungsrückstellungen bedingt.
Damit reduzierte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen (EBITDA) auf -1,4 Mio. Euro (Vorjahr:
-1,9 Mio. Euro), was einer infolge des geringen
Umsatzvolumens außerordentlichen EBITDA-Marge von
-513,6 % entspricht (Vorjahr: -55,4 %). Abschreibungen auf
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von rund
0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro) sind im Rahmen der
Planung vorgenommen worden. Diese umfassen die
verbleibenden Sachanlagen, den Fuhrpark und Equipment.
Entsprechend ergibt sich ein Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT) von -1,7 Mio. Euro (Vorjahr: -4,0 Mio.
Euro), das in einer EBIT-Marge von -611,0 % (Vorjahr:
-118,0 %) resultiert.
Nach einem unwesentlichen, negativen Finanzergebnis und
weiterhin ausbleibenden steuerlichen Effekten beträgt
auch das Konzernergebnis für das erste Halbjahr -1,7
Mio. Euro (Vorjahr: -4,3 Mio. Euro). Das entspricht einem
Ergebnis je Aktie von -0,11 Euro (Vorjahr: -0,11 Euro).
Vermögenslage des Voltabox-KonzernsDie Vermögenswerte des Voltabox-Konzerns sind zum
Bilanzstichtag vor allem infolge der weiteren Reduktion der
kurzfristigen Vermögenswerte auf 4,5 Mio. Euro (31.
Dezember 2021: 5,7 Mio. Euro) gesunken.
Die langfristigen Vermögenswerte blieben mit 1,6
Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,6 Mio. Euro)
unverändert. Weiterhin setzen sich diese fast
ausschließlich aus den Finanzanlagen in Höhe von
1,4 Mio. Euro zusammen, die die Beteiligung an der ForkOn
GmbH umfassen.
Die kurzfristigen Vermögenswerte gingen auf 2,9
Mio. Euro (31. Dezember 2021: 4,1 Mio. Euro) zurück.
Dies ist im Wesentlichen auf die weitere Reduzierung der
sonstigen Vermögenswerte auf 0,2 Mio. Euro (31.
Dezember 2021: 2,4 Mio. Euro) zurückzuführen, die
im Wesentlichen aus Forderungen aus
Unternehmenstransaktionen resultieren, die derzeit zwecks
Vermeidung von Negativzinsen nicht eingefordert wurden. Die
Vorräte sind nach der im ersten Quartal
abgeschlossenen vollständigen Veräußerung
der Altbestände nunmehr wieder in kleinem Umfang im
Zuge der schnellen Ausweitung des
GreenCluster-Geschäfts aufgebaut worden. (31. Dezember
2021: 0,1 Mio. Euro). Gegenläufig erhöhten sich
die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 0,6 Mio.
Euro (31. Dezember 2021: 0,2 Mio. Euro). Die flüssigen
Mittel betrugen zum Ende der Berichtsperiode 0,6 Mio. Euro
(31. Dezember 2021: 0,4 Mio. Euro).
Die (kurzfristigen) Rückstellungen und
Verbindlichkeiten verringerten sich auf 2,3 Mio. Euro (31.
Dezember 2021: 4,0 Mio. Euro). Der Rückgang resultiert
im Wesentlichen aus den um rund 1,4 Mio. Euro reduzierten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (31.
Dezember 2021: 1,8 Mio. Euro), die nunmehr knapp 0,5 Mio.
Euro betragen. Die kurzfristigen Leasing-Verbindlichkeiten
konnten im ersten Halbjahr nahezu vollständig
zurückgeführt werden (31. Dezember 2021: 0,3 Mio.
Euro). Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind
indessen leicht angestiegen auf 1,2 Mio. Euro (31. Dezember
2021: 1,1 Mio. Euro), während die sonstigen
Rückstellungen zum Bilanzstichtag 0,7 Mio. Euro (31.
Dezember 2021: 0,8 Mio. Euro) betrugen.
Das Eigenkapital des Voltabox-Konzerns lag infolge der
Kapitalerhöhung im ersten Quartal zum Bilanzstichtag
bei 2,1 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 1,7 Mio. Euro).
Finanzlage des Voltabox-KonzernsDer Cashflow aus betrieblicher
Geschäftstätigkeit hat sich im Berichtszeitraum
auf -1,5 Mio. Euro (Vorjahr: -0,1 Mio. Euro) reduziert.
Wesentliche Ursachen sind das negative Ergebnis, um rund
1,9 Mio. Euro geringere Abschreibungen sowie die Abnahme
der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
anderen Passiva um 7,3 Mio. Euro. Gegenläufig wirkte
sich der Wegfall von sonstigen nicht zahlungswirksamen
Aufwendungen aus - stattdessen wurden in sehr geringem
Maße nicht zahlungswirksame Erträge generiert.
Darüber hinaus wurden um 2,9 Mio. Euro geringere
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie um 0,7
Mio. Euro geringere Vorräte erfasst. Der Cashflow aus
Investitionstätigkeit setzt sich nahezu
ausschließlich aus CAPEX-Investitionen in Sachanlagen
in Höhe von rund 0,2 Mio. Euro (Vorjahr 0,0 Mio. Euro)
zusammen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in
Höhe von 1,9 Mio. Euro (Vorjahr: -0,9 Mio. Euro) ist
im Wesentlichen geprägt durch die Zuflüsse aus
der Kapitalerhöhung. Auszahlungen für die Tilgung
von Leasing-Verbindlichkeiten betrugen rund 0,3 Mio. Euro
(Vorjahr: 0,8 Mio. Euro). Gegenläufig wirkten die
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten von 0,1
Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro). Entsprechend ergibt
sich ein Free Cashflow von -1,7 Mio. Euro (Vorjahr: -0,8
Mio. Euro). Der Finanzmittelbestand verringerte sich zum
Bilanzstichtag im Vorjahresvergleich leicht auf 0,6 Mio.
Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro).
SteuerungssystemDer Vorstand der Voltabox AG unterzieht seine Strategie
einem regelmäßigen Abgleich mit der
tatsächlichen Geschäftsentwicklung. Im Rahmen von
Zielgesprächen werden auf Managementebene die daraus
resultierenden Folgeaktivitäten festgelegt sowie
optimierende Maßnahmen oder grundlegende
Richtungsänderungen eingeleitet.
Die Voltabox AG verfügt über ein Planungs- und
Kontrollsystem. Dies beinhaltet unter anderem ein
kontinuierliches Controlling der Monats- und
Jahresplanungen. Der Vorstand sowie der Aufsichtsrat der
Voltabox AG erhalten auf der Grundlage einer
regelmäßigen Berichterstattung über die
Geschäftsentwicklung ein ausführliches Reporting.
Diese Berichte dokumentieren mögliche Abweichungen von
den Plangrößen in einem Soll-Ist-Vergleich und
bilden die Basis für unternehmerische Entscheidungen.
Chancen- und RisikoberichtIm den ersten zwei Quartalen des Geschäftsjahres
2022 haben sich im Vergleich zu den im
Geschäftsbericht 2021 ausführlich unter "Chancen-
und Risikobericht" beschriebenen Chancen und Risiken in
Bezug auf die Geschäftsaktivitäten im Bereich
Industriebatterien & Elektromobilität keine
wesentlichen Änderungen ergeben. Durch die
Neugründung der GreenCluster GmbH und den damit
verbundenen Einstieg in den Handel und die Installation von
Haus- und Anlagentechnik im Bereich der Energieversorgung,
insbesondere Photovoltaikanlagen und Energiespeicher, haben
sich jedoch neue Chancen für Voltabox ergeben.
Insbesondere vor dem Hintergrund steigender Energiepreise
und dem stärker werdenden Handlungsdruck für die
Politik, die Energieversorgung in Deutschland
sicherzustellen, erfährt die Nachfrage nach
Photovoltaikanlagen derzeit einen starken Schub - sowohl im
privaten als auch im gewerblichen Bereich. So hält das
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in
einer jüngst vorgelegten Kurzstudie fest, dass "das
Wachstum bei den Aufdachanlagen bis 30 Kilowatt sowie der
Zuwachs bei den PV-Heimspeichern" zu den wichtigsten Trends
zähle. Der Abbau regulatorischer Hürde kurbele
die Installation entsprechender Anlagen deutlich an.
Risiken beim Ausbau des neuen Geschäftsbereichs
bestehen insbesondere in den aktuell geltenden
Herausforderungen der Materialbeschaffung sowie der
ausreichenden Rekrutierung von Handwerkern bzw. Monteuren.
Ausbau der Leistung von solarer Strahlungsenergie in Megawatt [MW]
Quelle: Bundesnetzagentur -
EE-Statistik MaStR BNetzA - Juni 2022 (Stand
21.07.2022).xlsx (bundesnetzagentur.de)
Fraunhofer ISE Studie 2021Installierte Leistung fluktuierender Erneuerbarer Energien (fEE) zur Stromerzeugung, Szenario Referenz
Quelle: Fraunhofer ISE - Energy-Charts.info
Der Geschäftsbericht 2021 mit dem
ausführlichen Chancen- und Risikobericht ist im
Internet unter www.voltabox.ag in der Rubrik Investor
Relations / Konzernjahresfinanzbericht verfügbar.
PrognoseberichtIm zusammengefassten Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2021 hat der Vorstand die wesentlichen
Faktoren für die Prognose für das laufende
Geschäftsjahr 2022 erläutert. Die Prognose zur
Geschäftsentwicklung der Voltabox AG ist weiterhin in
hohem Maße davon abhängig, wie schnell im
Geschäftsjahr 2022 neue
Geschäftsmodellansätze implementiert werden
können. Zudem war durch Liquiditätsengpässe
und erhebliche Engpässe am Weltmarkt die
Materialverfügbarkeit erheblich begrenzt. Die im
Rahmen des Geschäftsbericht 2021 aufgestellte Prognose
basierte auf vorliegenden Bestellungen aus den Bereichen
Bus sowie Bau- und Landmaschinen, bei denen die
Gesellschaft davon ausging, diese im laufenden
Geschäftsjahr realisieren zu können. Mit der
Gründung von GreenCluster und dem damit einhergehenden
Aufbau des Geschäfts mit Photovoltaikanlagen und
Energie-Nutzungsmodellen erfolgte eine zunehmende
Konzentration auf Umsatzpotentiale in diesem
Geschäftsfeld. Der Vorstand geht daher davon aus, dass
die Umsatzzusammensetzung im Gesamtgeschäftsjahr 2022
nunmehr zu einem signifikanten Teil von Erlösen aus
dem GreenCluster Business geprägt sein wird. Die
Gesellschaft erwartet unverändert einen Jahresumsatz
von rd. 2,5 Mio. Euro und ein EBITDA von ebenfalls rd. -2,5
Mio. Euro. Der Vorstand ordnet im Geschäftsjahr 2022
das EBITDA-Ziel höherwertiger ein als das Umsatzziel.
Die Prognose für den Free Cashflow ist
abhängig von der Strategieentwicklung noch nicht
konkretisiert. Der Free Cashflow wird mit weniger als -2,5
Mio. Euro erwartet.
Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren:scrollen
Verkürzter KonzernzwischenabschlussKonzerngesamtergebnisrechnungfür den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2022 (IFRS)scrollen
Konzernbilanz zum 30. Juni 2022 (IFRS)AKTIVAscrollen
PASSIVAscrollen
Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2022 (IFRS)scrollen
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 01. Januar bis 30. Juni 2022 (IFRS)scrollen
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Finanzkalender 2022scrollen
ImpressumVoltabox AGTechnologiepark 32
33100 Paderborn / Germany
Phone: +49 (0) 5251 693 969 0
E-Mail: investor@voltabox.ag
www.voltabox.ag
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