![]() Vossloh AGWerdohlKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010EntsprechenserklärungVorstand und Aufsichtsrat der Vossloh AG haben sich auch im Jahr 2010 eingehend mit
der Erfüllung der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst, insbesondere
im Hinblick auf die Gesetzesänderungen und die am 26. Mai 2010 beschlossenen Änderungen
des Kodex. Die bei Vossloh praktizierte Corporate Governance wurde entsprechend überprüft
und angepasst. Vossloh setzt die Corporate Governance im Unternehmen entsprechend den Empfehlungen
des Deutschen Corporate Governance Kodex in seinen jeweils gültigen Fassungen vom
18. Juni 2009 und 26. Mai 2010 um. "Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Vossloh Aktiengesellschaft zu den
Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' gemäß
§ 161 AktG: Die Vossloh AG entsprach im Geschäftsjahr 2010 und wird den vom Bundesministerium
der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten
Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' in ihrer
jeweils gültigen Fassung vom 18. Juni 2009 beziehungsweise vom 26. Mai 2010 entsprechen. Werdohl, im Dezember 2010 Die aktuelle Entsprechenserklärung wurde gemäß § 161 AktG im Dezember 2010 abgegeben
und auf der Webseite der Gesellschaft im Internet dauerhaft zugänglich gemacht. Geschäft und RahmenbedingungenStrategie, Segmentierung und WettbewerbspositionVossloh ist heute weltweit in den Märkten für Bahntechnik tätig. Produkte und Dienstleistungen
für die Bahn-Infrastruktur, Schienenfahrzeuge sowie Komponenten für Schienenfahrzeuge
und Busse bilden das Kerngeschäft des Konzerns. Der Vossloh-Konzern wird nach folgenden strategischen Grundprinzipien geführt:
Die Geschäftstätigkeit ist unter dem Dach der Vossloh AG als Management- und Finanzholding
in zwei Geschäftsbereiche gegliedert: Rail Infrastructure und Transportation (frühere
Bezeichnung: Motive Power&Components). Der Geschäftsbereich Rail Infrastructure bietet Produkte und Dienstleistungen für
die Infrastruktur des Verkehrswegs Schiene an. Neben den bisherigen Geschäftsfeldern
Fastening Systems und Switch Systems umfasst der Geschäftsbereich seit Beginn des
Geschäftsjahres 2010 als drittes Geschäftsfeld Rail Services.
Der Geschäftsbereich Transportation umfasst die Aktivitäten im Bereich Schienenfahrzeuge
und Systeme/Komponenten für Fahrzeuge einschließlich entsprechender Dienstleistungen.
Den Geschäftsbereich bilden die zwei Geschäftsfelder Transportation Systems (frühere
Bezeichnung: Locomotives) und Electrical Systems.
OrganisationDer Vossloh-Konzern ist weltweit tätig. Lokale Präsenz und Kundennähe gehören zu den
wesentlichen Bestandteilen des Geschäftsmodells. Wichtige europäische Produktionsstandorte
liegen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Luxemburg, Skandinavien, Polen und Österreich.
Außerhalb Europas produziert Vossloh Weichensysteme vor allem in Australien und den
USA. Größere Produktionsstandorte für Schienenbefestigungen befinden sich in China
und der Türkei. Vossloh unterhält Vertriebsgesellschaften sowie Niederlassungen und
geht fallweise mit kompetenten Partnern vor Ort Joint Ventures und Kooperationen ein.
Insgesamt gehörten Ende 2010 rund 90 Gesellschaften in 30 Ländern zum Konzernverbund. Wesentliche Konzerngesellschaften und zugleich Führungsgesellschaften der Geschäftsfelder
sind Vossloh Fastening Systems GmbH, Werdohl (Deutschland), Vossloh Cogifer SA, Rueil-Malmaison
(Frankreich), Vossloh Rail Services GmbH, Seevetal (Deutschland), Vossloh Locomotives
GmbH, Kiel (Deutschland), Vossloh España S.A., Valencia (Spanien), und Vossloh Kiepe
GmbH, Düsseldorf (Deutschland). Steuerungssystem und ZieleVossloh verfolgt eine wertorientierte Wachstumsstrategie. Als Messgröße dient der
Wertbeitrag. Positive Wertbeiträge werden erzielt, wenn eine Prämie auf die von Eigen-
und Fremdkapitalgebern geforderte Verzinsung (Kapitalkosten) erwirtschaftet wird.
Die Prämie ergibt sich aus der Differenz zwischen der erwirtschafteten Kapitalrendite,
gemessen als Return on Capital Employed (ROCE), und den Kapitalkosten, die als gewichteter
Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt werden. Durch Multiplikation
der Prämie mit dem durchschnittlichen Capital Employed ergibt sich der absolute Wertbeitrag
einer Periode. Im Rahmen der internen Steuerung werden Return on Capital Employed
(ROCE) und Wertbeitrag auf einer Vorsteuerbasis ermittelt. Der Wertbeitrag wird gemäß
IFRS 8 als steuerungsrelevante Ergebnisgröße der Geschäftsfelder im Rahmen der externen
Berichterstattung kommuniziert. Die Eigenkapitalkosten resultieren aus einem risikolosen Zinssatz plus einer Prämie
von zurzeit 5,0 %. Aufgrund der Vorsteuerbetrachtung wird der Verzinsungsfaktor entsprechend
angepasst. Die Fremdkapitalkosten setzen sich aus den durchschnittlichen Finanzierungskonditionen
des Konzerns zusammen. Das zur Ermittlung der gewichteten Kapitalkosten angesetzte
Verhältnis von Eigen- zu verzinslichem Fremdkapital von zwei Dritteln zu einem Drittel
leitet sich nicht aus der Bilanz ab, da es zum einen auf einer Zielgröße für die Finanzierungsstruktur
basiert. Zum anderen erfolgt der Ansatz des Eigenkapitals nicht zu den in der Bilanz
berücksichtigten Buch-, sondern zu Marktwerten. Zur internen Steuerung wurde im Geschäftsjahr 2010 ein Kapitalkostensatz (WACC, Weighted
Average Cost of Capital) vor Steuern in Höhe von 11 % als Verzinsungserwartung der
Kapitalgeber angesetzt. Als wertorientiertes Erfolgsziel und relative Steuerungsgröße
ist konzernweit eine nachhaltige Kapitalrendite von 15 % definiert. Die Prämienerwartung,
bezogen auf das Capital Employed, lag demnach im Geschäftsjahr 2010 bei 4 %. Für die
externe Berichterstattung auf Ebene des Konzerns und der Geschäftsbereiche wird der
Wertbeitrag zusätzlich als Nachsteuergröße auf Basis aktueller Kapitalkosten ausgewiesen,
um die aus Anteilseignersicht tatsächliche Wertentwicklung abzubilden. Hierbei wurde
im Geschäftsjahr 2010 ein WACC in Höhe von 6,6 % nach Steuern verwendet. Das deutlich gesunkene Zinsniveau hat ein Absinken des risikolosen Zinssatzes von
4,25 % auf 3,25 % und damit der Eigenkapitalkosten zur Folge. Demzufolge senkt Vossloh
die Verzinsungserwartung der Kapitalgeber ab dem Geschäftsjahr 2011 auf 10 % ab. Die
nachhaltige Kapitalrendite von 15 % als wertorientiertes Erfolgsziel wird beibehalten. Neben den genannten Steuerungsgrößen Return on Capital Employed (ROCE) und Wertbeitrag
hat Vossloh für den Gesamtkonzern ergänzende finanzielle Ziele definiert, vor allem:
Die monatliche Finanzberichterstattung für das Management der Vossloh AG ist ein zentrales
Element zur laufenden Analyse und Steuerung der Konzerngesellschaften, der Geschäftsfelder
und des Konzerns. Hierbei werden die von sämtlichen Konzerngesellschaften erstellten
Abschlüsse und die wesentlichen Kennzahlen ebenso konsolidiert und analysiert wie
die monatliche Jahresvorschau. Planabweichungen werden hinsichtlich ihrer Auswirkung
auf die finanziellen Ziele untersucht und im Rahmen eines Kommentars erläutert. Eine
Risikoberichterstattung ergänzt die monatliche Jahresvorschau um potenzielle Vermögensminderungen
und -mehrungen. Maßnahmen zur Sicherstellung der Zielerreichung werden laufend hinsichtlich
ihrer Wirksamkeit analysiert. Die monatliche Berichterstattung der Geschäftsfelder
wird im Rahmen regelmäßiger Gespräche zwischen dem Vorstand und dem Management der
operativen Einheiten diskutiert. WirtschaftsberichtWirtschaftliches UmfeldDie Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2010 nach der vorangegangenen tiefen Rezession
schneller erholt, als noch zu Beginn des Jahres erwartet. Laut Angaben des Internationalen
Währungsfonds stieg das Bruttoinlandsprodukt der Welt 2010 um 5,0 %, nachdem im Vorjahr
ein Rückgang um insgesamt 0,6 % zu verzeichnen gewesen war. Für die Geschäftsentwicklung des Vossloh-Konzerns sind die Regionen Europa, China
und Nordamerika von herausgehobener Bedeutung. Das Bruttoinlandsprodukt in der Euro-Zone, dem wichtigsten Absatzmarkt für Vossloh,
stieg 2010 um 1,8 %. Deutschland konnte mit 3,6 % ein überdurchschnittliches Wachstum
erzielen. Im Vergleich dazu war das Bruttoinlandsprodukt im Krisenjahr 2009 in Europa
um 4,1 % und in Deutschland um 4,7 % gesunken. Die an die Euro-Zone angrenzenden Volkswirtschaften
Mittel- und Osteuropas konnten 2010 mit 4,2 % (Vorjahr: -3,6 %) ebenfalls deutlich
wachsen. Die aufstrebenden asiatischen Schwellenländer erwirtschafteten 2010 die stärksten
Zuwächse. Chinas Wirtschaft wuchs um 10,3 % nach 9,2 % im Jahr 2009. Das Wirtschaftswachstum
der Vereinigten Staaten von Amerika lag im Jahr 2010 bei 2,8 %. Im Jahr zuvor hatte
dieser Wert für die USA noch mit -2,6 % deutlich im Minus gelegen. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist für den Vossloh-Konzern lediglich von eingeschränkter
Bedeutung. Die für Vossloh relevanten Märkte für Bahntechnik folgen weltweit nur bedingt
konjunkturellen Trends. Ordnungspolitische Maßnahmen bilden ebenso relevante Einflussfaktoren
wie der jeweilige Stand der Deregulierung des Schienenverkehrs und die Verschuldungssituation
öffentlicher Haushalte. Nur wenige Studien beschäftigen sich mit dem weltweiten Bahntechnikmarkt. Hierzu zählen
die "World Rail Market Study" des europäischen Branchenverbands UNIFE und "The Worldwide
Market For Railway Technology 2010" des Beratungsunternehmens SCI Verkehr. Der zugängliche
Bahntechnikmarkt umfasst laut dem europäischen Branchenverband rund 95 Mrd.€. Westeuropa
bildet mit circa 29 Mrd.€ den größten Einzelmarkt, dicht gefolgt von Asien/Pazifik
mit knapp 28 Mrd.€. Der drittgrößte Markt ist mit rund 20 Mrd.€ der NAFTA-Raum. Mit
zusammen etwa 11 Mrd.€ folgen Osteuropa und die GUS (im Wesentlichen Russland). Der Gesamtmarkt für Bahntechnik ist in vier Segmente unterteilt: Infrastruktur, Schienenfahrzeuge,
Leit- und Sicherungstechnik sowie Services. Das Segment Schienenfahrzeuge besitzt
mit knapp 37 Mrd.€ den höchsten Anteil am zugänglichen Markt. Hinter dem Segment Services (etwa 28 Mrd.€) nimmt die Infrastruktur, gemessen am Marktvolumen,
mit rund 20 Mrd.€ Rang drei ein. Der verbleibende Anteil von rund 11 Mrd.€ entfällt
auf das Segment Leit- und Sicherungstechnik. Vossloh ist mit seinen Geschäftsbereichen
Rail Infrastructure und Transportation hauptsächlich in den Segmenten Infrastruktur
und Schienenfahrzeuge aktiv. Der Gesamtmarkt für Bahntechnik wird von Megatrends gestützt. Neben steigenden Mobilitätserfordernissen,
knapper werdenden Energievorräten und dem wachsenden Umweltbewusstsein sorgt insbesondere
die fortschreitende Urbanisierung für mehr Transportbedarf. Diese Aspekte führen zusammengefasst
zu einem ebenfalls konstatierten erhöhten politischen Willen zur Förderung des Verkehrsträgers
Bahn. Die sich schnell entwickelnden Volkswirtschaften - allen voran China - treiben
den Gesamtmarkt in erheblichem Umfang. Zugleich birgt die daraus resultierende Abhängigkeit
von solchen Märkten zusätzliche Risiken. Insgesamt sind die für Vossloh relevanten Absatzmärkte in ihrer Struktur und ihrer
Entwicklung wenig homogen und nur eingeschränkt über allgemein zugängliche und verlässliche
Datenquellen erschlossen. Ergänzende Beschreibungen wesentlicher Marktentwicklungen
erfolgen daher im Rahmen der anschließenden Berichterstattung aus den Geschäftsfeldern
und im Ausblick. UnternehmenserwerbeAm 5. Februar 2010 erfolgte der rechtliche Vollzug des Erwerbs von folgenden Gesellschaften
der Stahlberg-Roensch-Gruppe, Seevetal bei Hamburg:
sowie der LOG Logistikgesellschaft Gleisbau mbH und der ISB Instandhaltungssysteme
Bahn GmbH, beide Hannover. Der Zukauf umfasst sieben deutsche Standorte, die sich vor allem auf komplexe Lösungen
für die Logistik und das Verschweißen sowie die präventive Pflege von Schienen spezialisiert
haben. Die Gesellschaften bilden das neue Geschäftsfeld Rail Services und werden insofern
im Rahmen der Segmentberichterstattung gesondert dargestellt. ErtragslageGetragen von einer weiteren Geschäftsexpansion im Geschäftsbereich Rail Infrastructure
stieg der Umsatz des Vossloh-Konzerns im Geschäftsjahr 2010 um 15,1 % auf 1.351,3
Mio.€. Knapp die Hälfte der Umsatzverbesserung war auf die erstmalige Einbeziehung
des akquirierten Geschäftsfelds Rail Services zurückzuführen, das Umsätze in Höhe
von 84,8 Mio.€ erzielte. Organisch betrug das Umsatzwachstum des Vossloh-Konzerns
7,9 %. Positive Wachstumsraten verzeichneten die Geschäftsfelder Fastening Systems,
Electrical Systems und Switch Systems. Das Geschäftsfeld Transportation Systems musste
rückläufige Umsätze an beiden Standorten hinnehmen. Vossloh-Konzern - Umsatzverteilung nach Geschäftsfeldernscroll
Bedingt durch die erstmalige Berücksichtigung von Vossloh Rail Services und durch
das hohe organische Umsatzwachstum des Geschäftsbereichs, entfielen 66,0 % des Konzernumsatzes
auf den Geschäftsbereich Rail Infrastructure. Im Jahr 2009 waren es noch 58,8 % gewesen.
Alle Geschäftsfelder von Rail Infrastructure weiteten im Geschäftsjahr 2010 ihr Umsatzvolumen
aus; am deutlichsten stiegen die Erlöse von Vossloh Fastening Systems. Umsatzverbesserungen
wurden sowohl in China und der Türkei als auch durch höhere Lieferungen aus Deutschland
erzielt. Im Geschäftsfeld Switch Systems stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr wieder
an. Speziell im US-Markt, der während der Wirtschafts- und Finanzkrise von Nachfrageschwäche
geprägt gewesen war, begann sich das Geschäft wieder zu normalisieren. Vor allem der schwache Auftragseingang für den Standort Kiel im Jahr 2009 war für
die rückläufige Umsatzentwicklung im Geschäftsfeld Transportation Systems im Jahr
2010 verantwortlich. Fortgesetzt kräftig stiegen die Umsätze des Geschäftsfelds Electrical
Systems. Vossloh-Konzern - Umsatzverteilung nach Regionenscroll
Der Umsatzanstieg des Vossloh-Konzerns im Jahr 2010 vollzog sich in nahezu allen Regionen.
Bei steigenden Umsätzen im Heimatmarkt Europa fiel das Wachstum in anderen Regionen
im Jahr 2010 noch stärker aus. Insgesamt 29,5 % (Vorjahr: 27,1 %) des Konzernumsatzes
wurden außerhalb Europas erzielt. In Westeuropa wurden 2010 insgesamt 40,0 % des Konzernumsatzes
erlöst. In Deutschland erreichte Vossloh 2010 mit 267,1 Mio.€ einen gegenüber dem
Jahr 2009 praktisch verdoppelten Umsatz. Ein wesentlicher Grund dafür liegt in der
erstmaligen Einbeziehung des Geschäftsfelds Rail Services, das mit einem Jahresumsatz
von 84,8 Mio.€ überwiegend in Deutschland tätig ist. Ohne Einbeziehung von Vossloh
Rail Services stieg der Umsatz in Deutschland im Jahr 2010 um 52,2 Mio.€, da das Geschäftsfeld
Electrical Systems im Produktbereich Nahverkehrsbahnen hier erfreulich expandierte.
Insgesamt machte das Deutschlandgeschäft von Vossloh im Jahr 2010 rund 20 % des Konzernumsatzes
aus. In Frankreich und in anderen westeuropäischen Märkten wurden geringere Umsatzerlöse
als im Vorjahr erzielt. Auch in Skandinavien gingen die Umsätze zurück. In Ost- und
vor allem auch in Südeuropa kam Vossloh im Jahr 2010 weiter voran: Spanien, Italien
und die Türkei sowie Polen und durch einen ersten großen Auftrag auch Russland sind
wichtige große Märkte für Vossloh, in denen im Jahr 2010 Umsatzwachstum generiert
wurde. In den USA lag der Umsatz im Jahr 2010 wieder deutlich höher als im Jahr 2009, das
durch eine geringere Nachfrage bei den auf Frachttransport ausgerichteten Class-1-Eisenbahnbetreibern
gekennzeichnet gewesen war. Auch in Mittelamerika konnte Vossloh Switch Systems Umsätze
aufholen. So schloss die Region Amerika 2010 trotz geringerer Umsätze in einer Reihe
südamerikanischer Länder insgesamt mit einem Plus von 17,4 % auf 106,3 Mio.€ Jahresumsatz
ab. Wesentlicher Umsatztreiber für Vossloh in der Region Asien bleibt China. Dort stieg
der Umsatz 2010 um mehr als die Hälfte gegenüber dem Wert des Jahres 2009. In China
ist Vossloh bislang mit Befestigungssystemen für Hochgeschwindigkeitsstrecken vertreten.
Auch in anderen Ländern des asiatischen Raums einschließlich des Nahen Ostens erschließt
sich Vossloh wachsendes Umsatzpotenzial. Höhere Erlöse im Jahr 2010 konnten insbesondere
in Kasachstan und Malaysia sowie in Israel und Saudi-Arabien erwirtschaftet werden.
Insgesamt nahm der asiatische Raum an Umsatzbedeutung für den Konzern nochmals zu.
Die dort erzielten Erlöse summierten sich auf rund 18 % des Konzernumsatzes nach 15
% im Jahr 2009. ![]() Vossloh-Konzern - Umsatz und Ergebnisscroll
Im Jahr 2010 stiegen die Herstellungskosten im Vossloh-Konzern mit 15,2 % im gleichen
Ausmaß wie die Umsatzerlöse. Insgesamt beliefen sie sich auf 1.055,9 Mio.€ nach 916,3
Mio.€ im Jahr 2009. Somit blieb die Bruttomarge bei unverändert 21,9 %. Höher waren im Geschäftsjahr die Vertriebs- und Verwaltungskosten. Sie betrugen im
Jahr 2010 insgesamt 157,7 Mio.€ (Vorjahr: 134,2 Mio.€). Auf den Umsatz bezogen machten
beide Funktionsbereiche 11,7 % im Jahr 2010 nach 11,4 % im Jahr 2009 aus. ![]() Niedriger als in den Vorjahren fiel das "Sonstige Ergebnis" im Konzern aus. Für 2010
betrug es 24,2 Mio.€ nach 26,0 Mio.€ im Jahr 2009. Bei leicht veränderten Kostenquoten
stieg daher das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) weniger kräftig als der
Umsatz. Mit 152,1 Mio.€ fiel das EBIT um 10,3 % besser aus als im Jahr 2009, in dem
es 137,9 Mio.€ betragen hatte. Mit 11,3 % blieb die EBIT-Marge des Vossloh-Konzerns
deutlich über der geforderten Marke von 10,0 %. Angesichts einer höheren Zinslast - im Jahr 2010 fiel die Kaufpreiszahlung für das
neue Geschäftsfeld Rail Services an - erhöhte sich der Nettozinsaufwand des Vossloh-Konzerns
von 9,4 Mio.€ im Jahr 2009 auf 11,7 Mio.€ im Jahr 2010. Die Konzernsteuerquote lag
im Jahr 2010 unverändert bei rund 25 %. Nicht nur die noch beim halben üblichen Steuersatz
liegende Steuerquote in China von 12,5 %, sondern auch die für die spanischen Standorte
geltende steuerliche Förderung der Entwicklung neuer Produkte war ursächlich für die
erneut niedrige Steuerlast. Der Konzernüberschuss stieg im Jahr 2010 um 10,9 % auf 97,5 Mio.€. Aus der Auflösung
nicht länger benötigter Risikovorsorgen aus der im Jahr 2008 durchgeführten Veräußerung
des Geschäftsfelds Vossloh Infrastructure Services aufgrund einer veränderten Risikoeinschätzung
resultierte ein positiver Effekt von 5,3 Mio.€. Die Anteile Dritter stiegen im aktuellen
Berichtsjahr von 8,8 Mio.€ auf 13,6 Mio.€. Das Ergebnis je Aktie des Vossloh-Konzerns
für das Jahr 2010 betrug 7,32 €, nachdem im Jahr 2009 bei nahezu gleicher Aktienanzahl
6,57 € erzielt worden waren. Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten erreichte
2010 6,92 €. Für das Geschäftsjahr 2010 werden Vorstand und Aufsichtsrat der Vossloh AG den Aktionären
eine Dividendenzahlung von 2,50 € je Aktie vorschlagen. Das entspricht einer Gesamtausschüttung
von 33,3 Mio.€. Für das Jahr 2009 war eine Ausschüttung von 2,00 € je Aktie gezahlt
worden, was einer Summe von insgesamt 26,6 Mio.€ entsprach. Der ROCE des Vossloh-Konzerns ermäßigte sich - wie erwartet - im Jahr 2010 auf 17,2
% (Vorjahr: 20,5 %). Entscheidender Grund für die niedrigere, gleichwohl immer noch
deutlich die Zielmarke von 15 % überschreitende Rendite auf das eingesetzte Kapital
war das im Vergleich zum Vorjahr erheblich höhere durchschnittliche Capital Employed
des Konzerns. Der Anstieg ist zu einem großen Teil auf den Zukauf von Vossloh Rail
Services zurückzuführen. In geringerem Umfang führte auch die Erhöhung des Working
Capitals zu einem Anstieg des Capital Employed. Gemessen an den für den Konzern im
Jahr 2010 ermittelten Kapitalkosten von 11 % erwirtschaftete Vossloh trotz der höheren
Kapitalbasis eine Prämie von mehr als 6 %. Im Geschäftsjahr 2010 erreichten die Auftragseingänge im Vossloh-Konzern einen Gesamtwert
von 1.344 Mio.€ nach 1.140 Mio.€ im Jahr 2009. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember
2010 war fast unverändert gegenüber dem Vorjahr und betrug 1.085 Mio.€ nach 1.092
Mio.€ zum 31. Dezember 2009. Nochmals besser als im Vorjahr fielen dabei Auftragseingang und Auftragsbestand des
Geschäftsbereichs Rail Infrastructure aus. Neue Aufträge in Höhe von knapp 1 Mrd.€
- präzise 987 Mio.€ - wurden insgesamt in dem Geschäftsbereich verbucht, und alle
drei Geschäftsfelder trugen zu dem Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 754 Mio.€
bei. Mit einem Auftragsbestand von 517 Mio.€ zum 31. Dezember 2010 startete der Geschäftsbereich
Rail Infrastructure in das Jahr 2011. Demgegenüber waren die Nachwirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise im Geschäftsbereich
Transportation im Jahr 2010 noch zu spüren, insbesondere am Standort von Vossloh Rail
Vehicles in Valencia. Während sowohl der deutsche Standort für Lokomotiven in Kiel
als auch Vossloh Electrical Systems Auftragseingang und Auftragsbestand steigern konnten,
waren beide Werte bei Vossloh Rail Vehicles rückläufig. Insgesamt ging der Auftragsbestand
des Geschäftsbereichs Transportation von 670 Mio.€ zum 31. Dezember 2009 auf 568 Mio.€
zum 31. Dezember 2010 zurück. Vossloh-Geschäftsbereiche - Auftragsbestandscroll
Finanzlage und InvestitionenAls Konzernobergesellschaft trägt die Vossloh AG die Verantwortung für das Finanzmanagement
des Konzerns. Das Konzern-Treasury nimmt die zentrale Steuerung der Zahlungsströme
des Konzerns, die Sicherung der Finanzierung sämtlicher Konzerngesellschaften sowie
die Absicherung und Steuerung finanzieller Risiken vor. Neben Liquiditätsrisiken zählen
dazu insbesondere Risiken aus Zins- und Währungsschwankungen. Zur Absicherung werden
unter anderem derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Die Konzerngesellschaften
werden im Wesentlichen durch konzerninterne Mittelbereitstellungen der Vossloh AG
finanziert. Nur in Einzelfällen, in denen eine ausländische Finanzierung wirtschaftlich
vorteilhafter oder rechtlich notwendig ist, erfolgt eine Finanzierung in einzelnen
Konzerngesellschaften. Die Nettofinanzschuld des Vossloh-Konzerns ist im Jahr 2010 gestiegen, vor allem aufgrund
der Zahlung des Kaufpreises für den Erwerb des neuen Geschäftsfelds Rail Services.
Zum 31. Dezember 2010 betrug die Nettoverschuldung 136,6 Mio.€ und damit 66,4 Mio.€
mehr als zum 31. Dezember 2009 mit 70,2 Mio.€. Zum Stichtag des Berichtsjahres standen
Finanzverbindlichkeiten von 212,5 Mio.€ (Stichtag 2009: 227,5 Mio.€) Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente sowie kurzfristig liquidierbare Wertpapiere von 75,9
Mio.€ (Stichtag 2009: 157,3 Mio.€) gegenüber. Das Net Gearing - also das Verhältnis
von Nettofinanzschuld zu Eigenkapital - lag zum Stichtag 2010 bei 23,5 % im Vergleich
zu 14,3 % zum Jahresendstichtag 2009. Vossloh-Konzern - Net Gearing scroll
1
Konzern-Eigenkapital mit Anteilen anderer Gesellschafter
Die Finanzverbindlichkeiten, deren Gesamtwert sich im Jahr 2010 gegenüber dem Jahr
2009 kaum verändert hat, bestanden auch im Berichtsjahr im Wesentlichen aus langfristigen
Fremdmitteln von umgerechnet 180,3 Mio.€, die im Jahr 2004 im Wege eines US-Private-Placements
in zwei Tranchen aufgenommen worden waren. Die Fälligkeit der ersten Tranche über
140 Mio.US-$ liegt im Jahr 2014, die der zweiten Tranche über 100 Mio.US-$ im Jahr
2016. Die Kapitalzahlungs- und Zinsströme beider Tranchen sind vollständig durch einen
Zins- und Währungsswap in Euro gesichert, da die Fremdmittelaufnahme zu festen Zinssätzen
erfolgte. Somit sind beide Teilbeträge mit einem Euro-Festzinssatz verzinst, und zwar
der erste mit 5,325 % und der zweite mit 5,455 %. Die verbleibenden Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2010 in Höhe von insgesamt
32,2 Mio.€ bestanden überwiegend aus kurzfristigen Krediten, von denen der größte
Einzelbetrag mit 15,5 Mio.€ auf Vossloh Fastening Systems China entfiel. Vossloh-Konzern - Entwicklung des Cashflowsscroll
Im Jahr 2010 betrug der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des Vossloh-Konzerns
139,1 Mio.€ nach 44,9 Mio.€ im Jahr 2009. Im Unterschied zum Geschäftsjahr 2009, in
dem der operative Cashflow durch den starken Aufbau des Working Capitals negativ beeinflusst
worden war, fiel die Minderung des Cashflows durch ein höheres Working Capital zum
31. Dezember 2010 nur in geringem Ausmaß an. Im Cashflow aus Investitionstätigkeit schlugen sich im Jahr 2010 wesentlich zum einen
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen nieder,
die sich auf insgesamt 57,9 Mio.€ beliefen. Zum anderen fielen Auszahlungen in Höhe
von 86,6 Mio.€ für Unternehmenserwerbe an, hauptsächlich für die Akquisition des Geschäftsfelds
Rail Services. Insgesamt betrug der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit 151,1
Mio.€ im Jahr 2010 im Vergleich zu 52,3 Mio.€ im Jahr 2009, in dem keine größere Akquisition
getätigt worden war und auch die Investitionen in Sachanlagen geringer ausgefallen
waren. Mittelabflüsse aus Finanzierungstätigkeit betrafen im Jahr 2010 vor allem die Ablösung
kurzfristiger Darlehen in Höhe von 31,9 Mio.€ sowie die Ausschüttung von Dividenden
in Höhe von 36,5 Mio.€. An die Aktionäre der Vossloh AG wurden im Jahr 2010 Dividenden
in Höhe von 26,6 Mio.€ gezahlt. Aus den zum 31. Dezember 2010 bestehenden Operating-Lease-Verträgen resultieren zukünftige
Liquiditätsabflüsse von 40,5 Mio.€, davon 11,2 Mio.€ im Jahr 2011. Im Vorjahr hatte
der gesamte Betrag noch ausstehender Liquiditätsabflüsse 40,2 Mio.€ betragen. Zum 31. Dezember 2010 beliefen sich die offenen Barkreditlinien des Vossloh-Konzerns
auf 252,3 Mio.€. Ende 2009 hatte dieser Finanzierungsrahmen bei 172 Mio.€ gelegen.
Detailliertere Angaben dazu finden sich im Kapitel "Risiko- und Chancenmanagement"
ab Seite 104. Beschränkungen, die die Verfügbarkeit der Finanzmittel beeinflussen
können, bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Vossloh-Konzern - Investitionen und Abschreibungen nach Geschäftsbereichen
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| Mio.€ | 2010 | 2009 | ||
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Investitionen | Abschreibungen | Investitionen | Abschreibungen |
| Rail Infrastructure | 29,3 | 25,5 | 21,6 | 11,5 |
| Transportation | 25,2 | 13,3 | 19,4 | 12,2 |
| Holdinggesellschaften | 3,4 | 0,7 | 0,9 | 0,9 |
|
|
57,9 | 39,5 | 41,9 | 24,6 |
Im Geschäftsjahr 2010 lagen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
deutlich über den Abschreibungen. In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investierte
der Konzern im Jahr 2010 in Summe 57,9 Mio.€, das heißt 16,0 Mio.€ mehr als im Jahr
2009. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen von
24,6 Mio.€ im Jahr 2009 auf 39,5 Mio.€ im Berichtsjahr.
In beiden Geschäftsbereichen des Vossloh-Konzerns wurde im Jahr 2010 deutlich mehr
investiert als im Vorjahr. Die Investitionen des Geschäftsbereichs Rail Infrastructure
betrugen 29,3 Mio.€ nach 21,6 Mio.€ im Jahr 2009. Im Geschäftsbereich Transportation
stiegen sie auf 25,2 Mio.€ (Vorjahr: 19,4 Mio.€). Dabei wurden im Geschäftsfeld Fastening
Systems Kapazitätserweiterungen vorgenommen und insgesamt 12,1 Mio.€ investiert im
Vergleich zu 4,6 Mio.€ im Vorjahr. Mit 14,2 Mio.€ lagen die Investitionen des Geschäftsfelds
Switch Systems im Jahr 2010 niedriger als im Vorjahr (17,0 Mio.€). An mehreren Standorten
wurden Modernisierungs- und Kapazitätserweiterungsmaßnahmen umgesetzt. Im Geschäftsfeld
Rail Services wurde mit der Entwicklung von insgesamt drei neuen Zügen für das innovative
Hochgeschwindigkeitsschleifen begonnen. Ein Großteil der 3,0 Mio.€ Investitionen des
Geschäftsfelds fiel dafür an.
| Mio.€ | 2010 | 2009 | ||
|
|
Investitionen | % | Investitionen | % |
| Entwicklungskosten | 18,1 | 31,2 | 9,7 | 23,2 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1,7 | 2,9 | 1,9 | 4,5 |
| Grundstücke und Gebäude | 2,5 | 4,3 | 2,2 | 5,3 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 14,0 | 24,2 | 9,8 | 23,4 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7,4 | 12,8 | 6,5 | 15,5 |
| Geleistete Anzahlungen, Anlagen in Bau | 14,2 | 24,6 | 11,8 | 28,2 |
|
|
57,9 | 100,0 | 41,9 | 100,0 |
Die Investitionen des Geschäftsfelds Transportation Systems lagen im Jahr 2010 bei
insgesamt 22,4 Mio.€ nach 15,2 Mio.€ im Jahr 2009. An beiden Standorten, in Kiel und
in Valencia, wurde die Neuentwicklung von Produkten erheblich vorangetrieben. Die
Investitionen des
Geschäftsfelds Electrical Systems betrugen im Jahr 2010 insgesamt 2,8 Mio.€, nachdem
im Jahr zuvor 4,2 Mio.€ investiert worden waren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010
konzentrierte das Geschäftsfeld die Investitionsmaßnahmen auf die Modernisierung,
Instandhaltung und Ersatzbeschaffung von Ausrüstung, Gebäuden und Geräten.
Zum 31. Dezember 2010 lag die Bilanzsumme des Vossloh-Konzerns bei 1.405,8 Mio.€,
das heißt um 67,4 Mio.€ höher als zum Jahresende 2009 mit 1.338,4 Mio.€. Entscheidend
für diesen Anstieg war die erstmalige Einbeziehung des neuen Geschäftsfelds Rail Services
in den Konzern-abschluss. Der überwiegende Teil des Anstiegs im Anlagevermögen um
132,5 Mio.€ auf 590,7 Mio.€ war ebenfalls darauf zurückzuführen.
Mit 41,3 % lag die Eigenkapitalquote des Vossloh-Konzerns zum 31. Dezember 2010 deutlich
über dem Wert von 36,8 % zum 31.12.2009. Entscheidend für den Eigenkapitalaufbau gegenüber
dem Vorjahresstichtag war in erster Linie der Konzernüberschuss. Absolut stieg das
Eigenkapital von 492,6 Mio.€ zum Jahresendstichtag 2009 um 87,4 Mio.€ auf 580,0 Mio.€
zum 31. Dezember 2010.
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2010 | 2009 |
| Bilanzsumme | Mio.€ | 1.405,8 | 1.338,4 |
| Eigenkapital* | Mio.€ | 580,0 | 492,6 |
| Eigenkapitalquote | % | 41,3 | 36,8 |
| Working Capital (Stichtag) | Mio.€ | 258,0 | 245,1 |
| Capital Employed (Stichtag) | Mio.€ | 848,6 | 703,2 |
| Working-Capital-Intensität (Stichtag) | % | 19,1 | 20,9 |
| Anlagevermögen | Mio.€ | 590,7 | 458,2 |
| Eigenkapitalrendite | % | 24,2 | 26,1 |
*
Konzern-Eigenkapital mit Anteilen anderer Gesellschafter
Zum Stichtag 31. Dezember 2010 lag das Working Capital des Vossloh-Konzerns bei 258,0
Mio.€ und damit um 12,9 Mio.€ oder 5,3 % höher als zum 31. Dezember 2009 (245,1 Mio.€).
Auf den Umsatz bezogen, ergab sich im Stichtagsvergleich eine Working-Capital-Intensität
(Stichtag) von 19,1 % (2010) zu 20,9 % (Vorjahr). Im Durchschnitt des Jahres 2010
belief sich das Working Capital von Vossloh auf 309,0 Mio.€ nach 231,7 Mio.€ im Schnitt
des Jahres 2009. Aus dem Aufbau des durchschnittlichen Working Capitals um 77,3 Mio.€
resultierte eine Working-Capital-Intensität (Durchschnitt) von 22,9 % nach 19,7 %
im Jahr 2009. Ursächlich für den Aufbau des Working Capitals des Konzerns im Jahresdurchschnitt
waren in erster Linie die deutlich höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Das Capital Employed des Vossloh-Konzerns stieg zum Stichtag 31. Dezember 2010 um
145,4 Mio.€ oder 20,7 % auf 848,6 Mio.€. Zum 31. Dezember 2009 hatte es 703,2 Mio.€
betragen. Ausschlaggebend für den Anstieg des Capital Employed war die Erstkonsolidierung
des neuen Geschäftsfelds Rail Services. Das durchschnittliche Capital Employed des
Jahres 2010 belief sich auf 884,5 Mio.€ nach 674,0 Mio.€ im Jahr 2009. Die Erhöhung
um 210,5 Mio.€ resultierte vor allem aus der Erstkonsolidierung von Vossloh Rail Services
und in einem geringeren Umfang aus dem Aufbau des durchschnittlichen Working Capitals
des Konzerns.

Wie erwartet ging der ROCE des Vossloh-Konzerns im Jahr 2010 zurück. Mit 17,2 % lag
er zwar unter den 20,5 % des Jahres 2009, aber trotz des vor allem akquisitionsbedingt
erhöhten Capital Employed immer noch deutlich über der geforderten Mindestmarke von
15 %. Auf Basis der für 2010 angesetzten Kapitalkosten von 11 % erwirtschaftete der
Konzern eine Prämie von 6,2 % auf das eingesetzte Kapital.
Dabei lag die Überrendite des Geschäftsbereichs Rail Infrastructure bei 9,6 % mit
einem ROCE von 20,6 %. Zwar fiel das EBIT des Geschäftsbereichs mit 141,9 Mio.€ um
13,5 % besser aus als im Jahr 2009, der EBIT-Anstieg konnte jedoch mit dem Anstieg
des durchschnittlichen Capital Employed nicht Schritt halten. Entscheidend für das
höhere Capital Employed im Geschäftsbereich Rail Infrastructure war die Erstkonsolidierung
des neuen Geschäftsfelds Rail Services.
Die im Geschäftsbereich Transportation im Jahr 2010 erwirtschaftete Prämie lag bei
3,5 %, der ROCE des Geschäftsbereichs bei 14,5 %. Sowohl das gegenüber dem Vorjahr
gestiegene durchschnittliche Capital Employed als auch der Rückgang im EBIT ist als
Ursache für die niedrigere Kapitalverzinsung anzusehen.
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2010 | 2009 |
| Capital Employed (Durchschnitt) | Mio.€ | 884,5 | 674,0 |
| ROCE | % | 17,2 | 20,5 |
| Wertbeitrag* | Mio.€ | 54,8 | 63,7 |
*
Zur Berechnung des Wertbeitrags wird ein Kapitalkostensatz (WACC) von 11 % herangezogen.
Vor Steuern und nach Kapitalkosten von 11 % erwirtschaftete der Vossloh-Konzern im
Jahr 2010 einen Wertbeitrag von 54,8 Mio.€, obwohl das Capital Employed um 210,5 Mio.€
höher als im Jahr 2009 ausfiel. Im Jahr 2009 waren 63,7 Mio.€ Wertbeitrag vor Steuern
auf Basis eines Capital Employed in Höhe von 674,0 Mio.€ erzielt worden. Wie im Vorjahr,
so steuerte der Geschäftsbereich Rail Infrastructure auch im Geschäftsjahr 2010 den
überwiegenden Teil zum Wertbeitrag des Konzerns bei. Mit 66,1 Mio.€ lag er leicht
unter dem Vorjahreswert, als 67,5 Mio.€ erreicht worden waren. Der Geschäftsbereich
Transportation erzielte im Berichtsjahr einen Wertbeitrag von 6,6 Mio.€ nach 18,6
Mio.€ im Jahr 2009.
Nach Steuern und auf Basis aktueller Kapitalkosten lag der Wertbeitrag des Vossloh-Konzerns
im Jahr 2010 bei 48,1 Mio.€. Dabei wurden im Geschäftsbereich Rail Infrastructure
53,9 Mio.€ und im Geschäftsbereich Transportation 6,7 Mio.€ erzielt.
Unverändert gehören zum Geschäftsbereich Rail Infrastructure die beiden Geschäftsfelder
Fastening Systems und Switch Systems. Seit dem 1. Januar 2010 umfasst der Geschäftsbereich
zudem das erworbene Geschäftsfeld Rail Services.
In Summe erzielten die drei Geschäftsfelder im Jahr 2010 einen Umsatz von 891,5 Mio.€
gegenüber einem Umsatz des Geschäftsbereichs in Höhe von 690,3 Mio.€ im Jahr 2009.
Die Umsatzsteigerung betrug somit 29,2 %. Das neue Geschäftsfeld Rail Services erreichte
einen Umsatz von 84,8 Mio.€, sodass das rein organische Umsatzwachstum des Geschäftsbereichs
bei 16,9 % lag. Wesentlicher Treiber der organischen Expansion im Geschäftsbereich
wie auch im gesamten Konzern war im Geschäftsjahr 2010 Vossloh Fastening Systems.
Dessen Jahresumsatz lag bei 369,4 Mio.€, was einem Anstieg von 38,3 % entspricht.
Vossloh Switch Systems, umsatzstärkstes Geschäftsfeld des Konzerns, erzielte einen
Umsatzanstieg von 3,3 % auf 439,0 Mio.€. Allen drei Geschäftsfeldern kam zugute, dass
der Instandhaltungs- und Modernisierungsbedarf der Bahnbetreiber für die Schieneninfrastruktur
weltweit weiterhin zunimmt. Vossloh Fastening Systems verzeichnete darüber hinaus
wiederum in China maßgebliche Anteile des Umsatzes und der Umsatzverbesserung.
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2010 | 2009 |
| Umsatz | Mio.€ | 891,5 | 690,3 |
| EBITDA | Mio.€ | 167,8 | 136,5 |
| EBIT | Mio.€ | 141,9 | 125,0 |
| EBIT-Marge | % | 15,9 | 18,1 |
| Working Capital (Stichtag) | Mio.€ | 234,5 | 210,2 |
| Working-Capital-Intensität (Stichtag) | % | 26,3 | 30,5 |
| Anlagevermögen | Mio.€ | 431,9 | 310,6 |
| Investitionen* | Mio.€ | 29,3 | 21,6 |
| Abschreibungen* | Mio.€ | 25,5 | 11,5 |
| Capital Employed (Stichtag) | Mio.€ | 666,5 | 520,8 |
| Capital Employed (Durchschnitt) | Mio.€ | 688,7 | 522,3 |
| ROCE | % | 20,6 | 23,9 |
| Wertbeitrag | Mio.€ | 66,1 | 67,5 |
*
Ohne langfristige Finanzinstrumente; planmäßige Abschreibungen
Mit 66,1 Mio.€ fiel der Wertbeitrag des Geschäftsbereichs Rail Infrastructure für
2010 leicht unter den Wert von 67,5 Mio.€ im Jahr 2009. Trotz der erstmaligen Konsolidierung
des neuen Geschäftsfelds lag der ROCE im Jahr 2010 mit 20,6 % weit über der konzerninternen
Vorgabe von 15 %. Alle drei Geschäftsfelder trugen positiv zum Wertbeitrag des Geschäftsbereichs
bei.
Der leichte Rückgang des Wertbeitrags sowie die Ermäßigung des ROCE resultierten insbesondere
aus der spürbaren Erhöhung des durchschnittlichen Capital Employed um 166,4 Mio.€
auf 688,7 Mio.€. Der weitaus größte Teil des Zuwachses ist auf den Erwerb von Vossloh
Rail Services zurückzuführen. In geringerem Umfang trug auch das mit dem Umsatzanstieg
einhergehende höhere durchschnittliche Working Capital von 269,4 Mio.€ (Vorjahr: 220,3
Mio.€) zu dem Anstieg des Capital Employed bei. Die durchschnittliche Working-Capital-Intensität
verbesserte sich allerdings von 31,9 % im Jahr 2009 auf 30,2 % für das Jahr 2010.
Der Geschäftsbereich Rail Infrastructure erreichte 2010 einen neuen Spitzenwert für
das EBIT: Es lag mit 141,9 Mio.€ um 13,5 % über dem bereits hohen Wert von 125,0 Mio.€
des Jahres 2009. Die EBIT-Marge verfehlte aufgrund einer höheren Herstellungskostenquote
zwar den Rekordwert des Vorjahres, blieb aber mit 15,9 % auf hohem Niveau.
Das Geschäftsfeld Fastening Systems blieb im Geschäftsjahr 2010 weiter auf Expansionskurs.
Mit einem Umsatz in Höhe von 369,4 Mio.€ konnte ein Umsatzwachstum von 38,3 % oder
102,3 Mio.€ erreicht werden. Wie auch in den Vorjahren kamen die Wachstumsimpulse
dabei vor allem aus dem Ausland. Allerdings lagen auch die Umsätze in Deutschland
über dem Vorjahreswert. Besonders kräftig fiel das Umsatzwachstum in China und in
der Türkei aus. Zudem wurden wesentliche Umsatzanteile mit Lieferungen nach Italien,
Österreich, Russland, Kasachstan, Libyen, den Niederlanden, Saudi-Arabien, Polen sowie
in die USA und nach Taiwan erzielt. Insgesamt lag der Auslandsanteil des Geschäfts
bei fast 90 %, der Umsatzanteil außerhalb Europas bei 60 %. Vossloh Fastening Systems
liefert Schienenbefestigungen in über 65 Länder weltweit.
In China ist Vossloh Fastening Systems mit einer seit 2007 vor Ort produzierenden
Tochtergesellschaft vertreten. Während des Geschäftsjahres 2010 stattete das mit zwei
chinesischen Partnern gemeinsam betriebene Joint Venture (Vossloh-Anteil 68 %) insbesondere
die Hochgeschwindigkeitsstrecke Peking-Schanghai aus. Die Lieferungen für dieses Großprojekt
wurden Anfang Oktober 2010 abgeschlossen. Im Jahr 2010 lag der Umsatz in China um
mehr als 50 % über dem Vorjahr. Im August 2010 erhielt Vossloh Fastening Systems China
einen weiteren Großauftrag des chinesischen Eisenbahnministeriums für die Strecke
Lanzhou-Urumqi im Nordwesten des Landes. Lieferungen werden voraussichtlich 2011 und
2012 erfolgen. Mit einer zusätzlichen Biegelinie, die ab 2011 die Produktionskapazitäten
vor Ort um etwa ein Drittel erweitern soll, stellt sich Vossloh Fastening Systems
China auf die erwartete anhaltend hohe Nachfrage nach Schienenbefestigungen für Hochgeschwindigkeitsstrecken
ein.
Von der russischen Staatsbahn RZD erhielt Vossloh Fastening Systems im Oktober 2010
einen ersten Auftrag für Schienenbefestigungen mit einem Auftragswert in Höhe von
rund 10 Mio.€ zur Modernisierung bestehender Strecken. Geliefert wird ein eigens an
die klimatischen Bedingungen in Russland angepasstes System. Vossloh Fastening Systems
plant in Russland, dem weltweit drittgrößten Eisenbahnmarkt, ebenfalls den Aufbau
eines Gemeinschaftsunternehmens mit einem lokalen Partner.
Mit einem Auftragseingang von 421,4 Mio.€ und einem Auftragsbestand von 206,0 Mio.€
Ende 2010 erreichte Vossloh Fastening Systems neue Rekordwerte. Zum Jahresende 2009
hatten der Auftragseingang bei 349,0 Mio.€ und der Auftragsbestand bei 154,1 Mio.€
gelegen.
Die Investitionen des Geschäftsfelds stiegen deutlich auf 12,1 Mio.€ im Jahr 2010
(Vorjahr: 4,6 Mio.€). Sowohl an den beiden Standorten in Werdohl und China als auch
am Produktionsstandort des Geschäftsfelds in der Türkei wurden Kapazitätserweiterungen
vorgenommen. Das Geschäftsfeld plant für 2011 nochmals höhere Investitionen. Von den
vorgesehenen 17 Mio.€ wird ein großer Anteil auf den Aufbau einer Fertigung für Schienenbefestigungen
in Russland entfallen.
Der Wertbeitrag des Geschäftsfelds Fastening Systems ermäßigte sich im Geschäftsjahr
2010 auf 54,3 Mio.€ nach 58,0 Mio.€ im Jahr 2009. Wesentlicher Grund war ein infolge
höherer Forderungen im Jahresdurchschnitt spürbar gestiegenes Capital Employed.
Das Geschäftsfeld Switch Systems erreichte im Jahr 2010 einen um 3,3 % oder 14,1 Mio.€
gestiegenen Umsatz von 439,0 Mio.€. Besser als im Vorjahr verlief die Geschäftsentwicklung
in Westeuropa (hier vor allem in Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz) sowie
in Südeuropa. Auch die Umsätze in den USA erreichten wieder das Niveau, das sie vor
2009 hatten. In Australien blieb das Geschäft auf einem hohen Niveau. In den asiatischen
Märkten ging der Umsatz insgesamt im Jahr 2010 zurück. Rückläufige Umsätze waren auch
in Ost- und Nordeuropa zu verzeichnen.
Der Auftragseingang von Vossloh Switch Systems stieg im Geschäftsjahr 2010 auf 482,8
Mio.€ (Vorjahr: 405,7 Mio.€). Der Auftragsbestand lag Ende 2010 bei 310,9 Mio.€ (Vorjahr:
267,1 Mio.€). Wesentlichster Auftragseingang im Jahr 2010 war der im August verbuchte
Auftrag in Höhe von 77,5 Mio.€ zur Ausstattung von zwei geplanten Bahnstrecken in
Libyen bis 2012. Ebenfalls von Bedeutung war der im Sommer 2010 unterzeichnete Rahmenvertrag
mit der schwedischen Infrastrukturbehörde Trafikverket über die Lieferung von Weichenantrieben
des Systems Easyswitch mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einer Option über weitere
fünf Jahre. Der Gesamtauftragswert beträgt rund 100 Mio.€, die sukzessive - den Abrufen
entsprechend - als Auftragseingang gebucht werden.
Im Jahr 2010 lagen die Investitionen des Geschäftsfelds mit 14,2 Mio.€ um 2,8 Mio.€
unter dem Vorjahreswert. An mehreren Standorten wurden Modernisierungs- und Kapazitätserweiterungsmaßnahmen
vorgenommen. Für das Jahr 2011 ist eine deutliche Anhebung der Investitionen auf 27
Mio.€ geplant. Der größte Teil der Erhöhung wird aus den Ausgaben für ein neues Weichenwerk
in China resultieren. Gemeinsam mit zwei chinesischen Partnern wird auf einem Gelände
in Wuhu (nahe Nanjing, Provinz Anhui) bis voraussichtlich Ende 2011 eine Fertigungsstätte
errichtet werden. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen zur Modernisierung und Kapazitätserweiterung
vorgesehen.
Der Wertbeitrag des Geschäftsfelds Switch Systems ermäßigte sich im Geschäftsjahr
2010 auf 5,2 Mio.€ nach 9,6 Mio.€ im Jahr 2009. Der Rückgang ist hauptsächlich auf
einen Anstieg des Capital Employed zurückzuführen.
Mit Wirkung vom 1. Januar 2010 konsolidierte der Vossloh-Konzern das neue Geschäftsfeld
Rail Services. Die zum Geschäftsfeld gehörenden Gesellschaften konzentrieren ihre
Geschäftstätigkeit auf die drei Gebiete Schienenschweißen, Schienenlogistik und Schienenpflege
und sind vor allem in Deutschland tätig. Umsätze wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr
in Höhe von 84,8 Mio.€ erzielt.
Der Auftragseingang des Geschäftsfelds lag im Geschäftsjahr 2010 bei 85,7 Mio.€.
Der Auftragsbestand war vernachlässigbar, weil das Geschäft von Vossloh Rail Services
durch kurze Liefer- und Ausführungszeiten charakterisiert ist.
Vossloh Rail Services bietet ein innovatives Verfahren zur präventiven Pflege des
Schienennetzes an, das sogenannte High Speed Grinding (HSG). Bei Geschwindigkeiten
über 80 Stundenkilometer werden die Schienen geschliffen. Das Geschäftsfeld erwartet
speziell für diese Dienstleistung eine hohe Nachfrage von Streckenbetreibern im In-
und Ausland und investiert daher in die Entwicklung von drei neuen HSG-Zügen. Diese
bilden den Schwerpunkt der 2011 geplanten Investitionen in Höhe von 15 Mio.€. Im Jahr
2010 lagen die Investitionen des Geschäftsfelds Rail Services bei 3 Mio.€, von denen
ein Großteil bereits auf die Entwicklung der neuen Schleifzüge entfiel.
Der Wertbeitrag des Geschäftsfelds Rail Services lag im abgelaufenen Geschäftsjahr
2010 bei 6,7 Mio.€.
Mit der zum Jahreswechsel 2009/2010 erfolgten Überarbeitung der Bezeichnungen der
Geschäftsfelder und Geschäftsbereiche des Vossloh-Konzerns ging auch die Neubenennung
des zweiten Geschäftsbereichs einher. Aus "Motive Power&Components" wurde "Transportation".
Der Geschäftsbereich umfasst unverändert das Fahrzeug- und Fahrzeugkomponentengeschäft
des Konzerns. Zu diesem gehören die beiden Geschäftsfelder Vossloh Electrical Systems
und, ebenfalls mit neuer Bezeichnung, Vossloh Transportation Systems (frühere Bezeichnung:
Locomotives). Die beiden Standorte von Vossloh Transportation Systems sind weiterhin
Kiel - wie gewohnt mit der Bezeichnung Vossloh Locomotives - und Valencia - neu mit
der Bezeichnung Vossloh Rail Vehicles. Die inhaltliche Präzisierung der Namensgebung
für den spanischen Standort basiert auf der Erweiterung des Produktportfolios, das
über die Entwicklung von Lokomotiven hinaus auch eine komplette Palette von Nahverkehrs-
und Straßenbahnfahrzeugen umfasst.
Der Umsatz des Geschäftsbereichs Transportation lag im abgelaufenen Geschäftsjahr
2010 mit 459,7 Mio.€ um 4,9 % unter dem Jahresumsatz 2009. Vossloh Transportation
Systems musste an beiden Standorten einen Umsatzrückgang verkraften. Der durch die
Wirtschafts- und Finanzkrise bedingte Einbruch im Güterverkehr hatte zu einem signifikanten
Rückgang des Auftragseingangs bei Lokomotiven im Geschäftsjahr 2009 geführt. Aus diesem
Grund gingen die Umsätze am deutschen Lokomotivenstandort in Kiel 2010 spürbar zurück.
Vossloh Rail Vehicles in Valencia konnte einen großen Teil des Erlösrückgangs im Lokomotivengeschäft
durch steigende Umsätze mit Nahverkehrszügen kompensieren. Dennoch lag auch der Umsatz
dieses Standorts unter dem Vorjahreswert. Vossloh Electrical Systems hingegen setzte
den Wachstumskurs der vergangenen Jahre fort. Das Geschäftsfeld profitierte von der
fortgesetzt kräftigen Nachfrage nach Straßen- und Stadtbahnen.
Der ROCE des Geschäftsbereichs Transportation sank 2010 auf 14,5 % (Vorjahr: 23,4
%). Der Wertbeitrag ermäßigte sich von 18,6 Mio.€ im Jahr 2009 auf 6,6 Mio.€ für das
Geschäftsjahr 2010. Ausschlaggebend war zum einen ein deutlich gestiegenes durchschnittliches
Capital Employed. Zum anderen schlug sich das gesunkene operative Ergebnis in den
wertorientierten Steuerungsgrößen nieder. Das durchschnittliche eingesetzte Kapital
des Geschäftsbereichs Transportation stieg im Jahr 2010 auf 189,5 Mio.€ gegenüber
150,8 Mio.€ im Jahr 2009. Ursächlich dafür war das höhere Working Capital - im Schnitt
der zwölf Monate des Jahres 2010 betrug es 45,9 Mio.€, während es im Jahr 2009 bei
durchschnittlich 18,1 Mio.€ gelegen hatte. Hintergrund für das höhere Working Capital
war die im Jahr 2010 insgesamt noch zurückhaltende Auftragsvergabe im Lokomotivengeschäft,
die mit einem niedrigen Anzahlungsvolumen einherging.
Das EBIT im Geschäftsbereich Transportation ging im Jahr 2010 auf 27,5 Mio.€ (Vorjahr:
35,2 Mio.€) zurück. Die EBIT-Marge verringerte sich auf 6,0 % nach 7,3 % im Jahr 2009.
Beide Geschäftsfelder leisteten einen positiven Beitrag zum EBIT.
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2010 | 2009 |
| Umsatz | Mio.€ | 459,7 | 483,2 |
| EBITDA | Mio.€ | 40,7 | 47,4 |
| EBIT | Mio.€ | 27,5 | 35,2 |
| EBIT-Marge | % | 6,0 | 7,3 |
| Working Capital (Stichtag) | Mio.€ | 31,3 | 40,9 |
| Working-Capital-Intensität (Stichtag) | % | 6,8 | 8,5 |
| Anlagevermögen | Mio.€ | 149,1 | 136,6 |
| Investitionen* | Mio.€ | 25,2 | 19,4 |
| Abschreibungen* | Mio.€ | 13,3 | 12,2 |
| Capital Employed (Stichtag) | Mio.€ | 180,3 | 177,5 |
| Capital Employed (Durchschnitt) | Mio.€ | 189,5 | 150,8 |
| ROCE | % | 14,5 | 23,4 |
| Wertbeitrag | Mio.€ | 6,6 | 18,6 |
*
Ohne langfristige Finanzinstrumente; planmäßige Abschreibungen
Das Geschäftsfeld Vossloh Transportation Systems wies für das Geschäftsjahr 2010 einen
Umsatzrückgang von 9,3 % auf 304,8 Mio.€ aus (Vorjahr: 336,2 Mio.€). Dabei fiel der
Umsatz an beiden Standorten des Geschäftsfelds unter den Vorjahreswert. Die Umsatzanteile
der beiden Standorte am Umsatz des Geschäftsfelds veränderten sich kaum: Vossloh Locomotives
in Kiel steuerte rund 102 Mio.€ Erlöse bei, das heißt circa 34 % des Umsatzes des
Geschäftsfelds. Vossloh Rail Vehicles verzeichnete rund 203 Mio.€ Umsatz, das heißt
circa 66 % des Gesamtumsatzes.
Während am Standort Kiel der Auftragseingang den Vorjahreswert deutlich überstieg,
war das Ordervolumen am Standort Valencia im Jahr 2010 rückläufig. Insgesamt verbuchte
das Geschäftsfeld Transportation Systems einen Auftragseingang von 195,9 Mio.€ nach
253,0 Mio.€ im Jahr 2009. Der Auftragsbestand des Geschäftsfelds lag zum Stichtag
31. Dezember 2010 bei 339,2 Mio.€ im Vergleich zu 448,1 Mio.€ zum Jahresende 2009.
Damit war eine rechnerische Auftragsreichweite von knapp zwölf Monaten gegeben. Im
ersten Quartal 2011 verzeichnete das Geschäftsfeld Transportation Systems einen Auftragseingang
von über 100 Mio.€. Darin enthalten ist ein Großauftrag über 29 Lokomotiven der Typen
EURO 4000 und EURO 3000 für den Standort Valencia sowie mehrere Mittelführerhaus-Lokomotiven
für den Standort Kiel.
Die Investitionen des Geschäftsfelds Transportation Systems lagen im Jahr 2010 bei
insgesamt 22,4 Mio.€ nach 15,2 Mio.€ im Jahr 2009. An beiden Standorten wurde die
Neuentwicklung von Produkten mit Nachdruck vorangetrieben. Mit der Fortführung dieser
Projekte im Jahr 2011 werden voraussichtlich weitere rund 20 Mio.€ investiert werden.
Bereits im Jahr 2010 entfiel ein Großteil der Neuaufträge in Kiel auf neue Lokomotiventypen.
Kiel und Valencia erwarten für 2011 eine verstärkte Nachfrage nach den neuen Modellen.
Angesichts der verhaltenen Geschäftsentwicklung verzeichnete das Geschäftsfeld Transportation
Systems einen Wertbeitrag von -9,0 Mio.€ im Jahr 2010 nach einem Beitrag von 1,7 Mio.€
im Jahr 2009.
Vossloh Rail Vehicles verzeichnete für das Geschäftsjahr 2010 einen Umsatzrückgang
auf 202,5 Mio.€ (Vorjahr: 215,3 Mio.€). Nur rund 32 % der gesamten Erlöse waren 2010
dem Lokomotivengeschäft zuzurechnen, während im Jahr 2009 insgesamt 59 % des Umsatzes
auf diesen Teil des Geschäfts entfallen waren. Der Standort belieferte auch im Jahr
2010 als Unterauftragnehmer von Alstom die französische Staatsbahn SNCF mit Diesellokomotiven.
Kunden für Diesellokomotiven des Typs EURO 4000 waren Leasinggesellschaften und private
Güterverkehrsgesellschaften in Frankreich und in Spanien.
Deutlich besser als im Vorjahr fiel im Jahr 2010 das Geschäft mit Nahverkehrszügen
und Stadtbahnen aus. Gut 68 % des Umsatzes von Vossloh Rail Vehicles resultierten
aus der Fertigung von Fahrzeugen für den Stadtverkehr sowie aus der Herstellung von
Drehgestellen und anderen Komponenten. Wichtigster Kunde in diesem Produktsegment
waren im Jahr 2010 die FGV (Ferrocarrils de la Generalitat Valenciana), die Metro-,
Stadtbahn- und Straßenbahnbetreiber von Valencia und Alicante.
Im Jahr 2010 entfielen 11,1 Mio.€ der Investitionen des Geschäftsfelds Transportation
Systems auf den Standort Valencia (Vorjahr: 8,0 Mio.€). Der Schwerpunkt der Investitionen
lag auf der Entwicklung der Fracht- und Passagierlokomotive EUROLIGHT sowie eines
neuen Straßenbahntyps mit Elektrik aus dem Geschäftsfeld Electrical Systems. Im Jahr
2011 bilden Investitionen für die Weiterentwicklung der EUROLIGHT sowie der Straßenbahnen
in Valencia den Investitionsschwerpunkt.
Wie erwartet fielen die Erlöse von Vossloh Locomotives in Kiel auch im Jahr 2010 nochmals
niedriger aus als im Vorjahr. Mit 102,5 Mio.€ lagen sie um 15,8 % oder 19,2 Mio.€
unter den 121,7 Mio.€ Umsatz des Jahres 2009. In Kiel entwickelt und fertigt Vossloh
Mittelführerhaus-Lokomotiven, die ausschließlich im Frachtverkehr eingesetzt werden.
Die durch den Einbruch im Güterverkehr ausgelöste Nachfrageschwäche im Jahr 2009 führte
angesichts der für dieses Geschäft typischen langen Lieferzeiten zeitversetzt im Jahr
2010 zum deutlichen Umsatzrückgang. Im Geschäftsjahr 2010 wurden 31 Lokomotiven ausgeliefert
(Vorjahr: 48 Lokomotiven). Überwiegend handelte es sich um Modelle der bewährten Baureihen
G 1000, G 1206 und G 2000. Außerdem erhielten Kunden die ersten Lokomotiven der neuen
Reihe G 6.
Im Verlauf des Geschäftsjahres 2010 zeigten sich deutliche Signale für eine Wiederbelebung
des Marktes für Rangierlokomotiven. Der Auftragseingang von Vossloh Locomotives in
Kiel erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um über 150 %, blieb aber noch hinter dem
Wert von 2008 zurück. Zu einem erheblichen Teil betrafen die neuen Aufträge das im
Jahr 2008 erstmals vorgestellte neue Lokomotivenmodell G 6, von dem im Jahr 2010 insgesamt
26 Stück verkauft wurden. Für diese moderne dreiachsige Rangierlokomotive besteht
Interesse nicht nur im Inland, sondern auch im europäischen Ausland.
Die Investitionen von Vossloh Locomotives stiegen im Jahr 2010 auf 11,3 Mio.€ (Vorjahr:
7,2 Mio.€). Schwerpunkt der Investitionstätigkeit war die Entwicklung von dieselelektrischen
Loks, ausgestattet mit elektrischen Antriebssystemen von Vossloh Kiepe. Ein erster
Prototyp dieser neuen Baureihe, mit der Vossloh Locomotives die Produktpalette der
bislang dieselhydraulischen Lokomotiven ergänzt, wurde im September 2010 auf der Branchenmesse
InnoTrans vorgestellt. Mit den Produktnamen DE 12 und DE 18 sind die zwei dieselelektrischen
Loks Teil einer Modellfamilie, die auf einer einheitlichen Plattform aufsetzt. Durch
den modularen Aufbau werden Qualität, Kosteneffizienz und Service für die Kunden erheblich
verbessert. Für 2011 sind in diesem Zusammenhang weitere Investitionen vorgesehen.
Wie schon in den Vorjahren stieg der Umsatz des Geschäftsfelds Electrical Systems
auch im Geschäftsjahr 2010 weiter an. Mit 160,0 Mio.€ lagen die Erlöse um 7,8 % oder
11,5 Mio.€ über dem Wert von 2009. Steigende Umsätze bei der Ausrüstung von Straßen-
und Stadtbahnen mit elektrischen Systemen waren für das Umsatzwachstum des Geschäftsfelds
ausschlaggebend. Im Segment Busse blieben die Umsätze unter dem Vorjahreswert. Die
größten Umsatzanteile erzielte das Geschäftsfeld im Jahr 2010 in Deutschland sowie
im europäischen Ausland. Vossloh Electrical Systems rüstete im Jahr 2010 unter anderem
Nahverkehrsbahnen in Düsseldorf, Dortmund und Bremen sowie in Manchester und Edinburgh
neu aus oder modernisierte bestehende Flotten. Projekte für die Ausstattung von Elektrobussen
wurden unter anderem in Lausanne, Winterthur und Mailand durchgeführt.
Das Geschäftsfeld betreibt seit mehreren Jahren zusammen mit ausgewählten Partnern
die Entwicklung und Herstellung von Hybridbussen. Bereits im Jahr 2008 waren erste
Busse mit Hybridantrieb von Vossloh nach Luxemburg geliefert worden. Im Jahr 2010
folgten weitere Auslieferungen, unter anderem nach Düsseldorf, Wuppertal/Hagen/Ennepetal
und Dortmund. Zudem erhielt das Geschäftsfeld weitere Aufträge für die Ausstattung
von Hybridbussen für Leipzig und Dresden, Lübeck und Darmstadt.
Vossloh Electrical Systems leistet wesentliche Entwicklungsbeiträge für die elektrischen
Antriebssysteme der neuen Lokomotiven und Nahverkehrszüge aus Kiel und Valencia, an
denen seit 2009 gemeinsam an den beiden Standorten von Transportation Systems gearbeitet
wird. Für die Train-Tram der Insel Mallorca, die Vossloh Rail Vehicles liefert, kommt
das elektrische Antriebssystem aus dem eigenen Haus. Ebenso sind die auf der InnoTrans
vorgestellte dieselelektrische Lokomotive DE 18 sowie die DE 12 mit einem Antriebssystem
von Vossloh Kiepe ausgestattet.
Der Auftragseingang von Vossloh Electrical Systems lag bei 170,1 Mio.€ im Jahr 2010
(Vorjahr: 134,4 Mio.€). Mit einem ebenfalls gestiegenen Auftragsbestand in Höhe von
232,2 Mio.€ zum 31. Dezember 2010 gegenüber 222,1 Mio.€ zum Jahresendstichtag 2009
verfügt das Geschäftsfeld Electrical Systems weiterhin über eine rechnerische Auftragsreichweite
von deutlich mehr als einem Jahr. Zur Auslieferung ab 2011 stehen Projekte für Modernisierungs-
und Erstausstattungsmaßnahmen unter anderem in Berlin, Köln, Bonn, Bielefeld sowie
in Belgrad und Krakau an. Fortgesetzt wird auf das Straßenbahn- und Stadtbahngeschäft
der höchste Umsatzanteil entfallen.
Die Investitionen des Geschäftsfelds Electrical Systems betrugen im Jahr 2010 insgesamt
2,8 Mio.€, nachdem im Vorjahr 4,2 Mio.€ investiert worden waren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr
2010 konzentrierte Vossloh Electrical Systems die Investitionsmaßnahmen auf die Modernisierung,
Instandhaltung und Ersatzbeschaffung von Ausrüstung, Gebäuden und Geräten. Für das
Jahr 2011 sind rund 9 Mio.€ Investitionen vorgesehen. Entscheidenden Anteil an dem
erhöhten Volumen hat der Zukauf eines Werksgeländes einschließlich Betriebsgebäude
am Standort Düsseldorf. Der Zukauf erfolgte zur Optimierung der Betriebsabläufe und
zur notwendigen Erweiterung der Kapazitäten.
Der Wertbeitrag des Geschäftsfelds Electrical Systems betrug 15,7 Mio.€ im Jahr 2010
nach 16,9 Mio.€ im Jahr 2009.
Die Vossloh AG steht als Management- und Finanzholding an der Spitze des Vossloh-Konzerns.
Sie steuert und überwacht alle wesentlichen Aktivitäten innerhalb des Konzerns. Neben
der Festlegung der Konzernstrategie und der Steuerung der Unternehmensentwicklung
übernimmt sie die Allokation der finanziellen Mittel, zum Beispiel für Investitionen
oder Akquisitionen. Sie ist verantwortlich für das Konzernrechnungswesen, das Konzerncontrolling,
das konzernweite Treasury, das Risiko- und Chancenmanagement, die Interne Revision
sowie die Bereiche Informationstechnologie, Investor Relations und Unternehmenskommunikation.
Sie steuert vertriebliche Aktivitäten einschließlich der Marketingkommunikation und
koordiniert Beschaffungsprozesse von Konzerngesellschaften. Ihr obliegen die Personalpolitik,
die Personalentwicklung und die Betreuung der obersten Führungsebenen des Konzerns.
Die von der Vossloh AG als nicht operativer Holding 2010 ausgewiesenen Umsatzerlöse
von 1,2 Mio.€ (Vorjahr: 1,4 Mio.€) resultieren aus Vermietungen und Umlagen. Die betrieblichen
Aufwendungen stehen insbesondere im Zusammenhang mit der Management- und der Finanzierungsfunktion
der Gesellschaft. Dementsprechend wird das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
maßgeblich durch die allgemeinen Verwaltungskosten, die sonstigen betrieblichen Erträge
und das Finanzergebnis geprägt. Die Verwaltungskosten waren 2010 mit 20,7 Mio.€ um
1,1 Mio.€ höher als 2009. Wesentlicher Grund waren deutlich höhere Messekosten, vor
allem aufgrund der Teilnahme des Konzerns an der alle zwei Jahre stattfindenden InnoTrans,
der internationalen Fachmesse für Verkehrstechnik in Berlin. Der Personalaufwand lag
mit 8,2 Mio.€ um 0,7 Mio.€ niedriger als im Vorjahr. Mit 48 ist die Anzahl der im
Jahresmittel beschäftigten Mitarbeiter 2010 gegenüber dem Vorjahr um drei Beschäftigte
gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zu 2009 um 0,8
Mio.€ auf 16,7 Mio.€ erhöht und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Steuer-, Marketing-
und EDV-Umlagen.
Als Finanzholding des Konzerns und Trägerin der wesentlichen Beteiligungen hat für
die Vossloh AG neben den Verwaltungskosten und dem sonstigen Ergebnis vor allem das
Finanzergebnis erheblichen Einfluss auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Gegenüber dem Vorjahr stieg das Finanzergebnis von 39,9 Mio.€ auf 40,9 Mio.€ im Jahr
2010 an.
Wesentliche Bestandteile des Finanzergebnisses im Geschäftsjahr 2010 sind der Ertrag
aus einer Ausschüttung der Vossloh France SAS von 10,0 Mio.€ sowie Gewinnabführungen
der Vossloh-Werke GmbH, der Vossloh Kiepe GmbH und der Vossloh Rail Services GmbH
von zusammen 49,4 Mio.€ (Vorjahr: 55,4 Mio.€).
Zinsaufwendungen in Höhe von 14,8 Mio.€ (Vorjahr: 14,6 Mio.€) - überwiegend aus der
Refinanzierung des Kapitalbedarfs des Konzerns - standen 2010 Zinserträge von 7,7
Mio.€ (Vorjahr: 6,1 Mio.€) - im Wesentlichen aus der Weiterreichung dieser Mittel
in Form von kurzfristigen Krediten oder längerfristigen Darlehen an Konzerngesellschaften
- gegenüber. Belastet wurde das Finanzergebnis auch aus der Übernahme von Verlusten,
insbesondere der Vossloh Locomotives GmbH, in Höhe von insgesamt 11,6 Mio.€ (Vorjahr:
3,8 Mio.€). Der Jahresüberschuss der Vossloh AG lag 2010 mit 32,1 Mio.€ um 3,0 Mio.€
über dem des Jahres 2009. Neben den etwas besseren Betriebs- und Finanzergebnissen
trugen auch die geringeren Ertragsteuern von 0,5 Mio.€ (Vorjahr: 2,2 Mio.€) zu der
Erhöhung bei. Belastet wurde der Jahresüberschuss durch außerordentliche Aufwendungen
von 3,8 Mio.€ im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung der durch das BilMoG geänderten
Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften.
Die Bilanzsumme verringerte sich von 815,4 Mio.€ Ende 2009 auf 734,8 Mio.€. Die Reduzierung
stammt unter anderem aus einer im Rahmen der erstmaligen Anwendung des BilMoG resultierenden
Änderung des Ausweises eigener Anteile. Der bisherige unsaldierte Ausweis der Wertpapiere
auf der Aktivseite und der dafür gebildeten Rücklage in den Gewinnrücklagen entfällt.
Vielmehr erfolgte erstmals 2010 in Höhe des rechnerischen Wertes der eigenen Anteile
(3,7 Mio.€) eine Absetzung vom gezeichneten Kapital. Gegenüber dem Vorjahr resultierte
aus dem so geänderten Ausweis eine Bilanzverkürzung von 102,6 Mio.€. Aus dem am 15.
Oktober 2008 begonnenen und am 20. März 2009 abgeschlossenen Aktienrückkauf-programm
resultierten am 31. Dezember 2010 1.470.630 eigene Anteile, die zu fortgeführten Anschaffungskosten
von 69,52 € je Aktie bilanziert werden.
Daneben beeinflussten ein höheres Anlagevermögen, die Forderungen und Verbindlichkeiten
gegenüber Konzerngesellschaften sowie Veränderungen in der Finanzierungsstruktur die
Vermögenslage der Gesellschaft. Der Zuwachs des Anlagevermögens um 27,4 Mio.€ auf
506,0 Mio.€ zum Jahresende 2010 resultierte im Wesentlichen aus einer Erhöhung des
Kapitals der Vossloh Rail Services GmbH um 23,0 Mio.€ und einer höheren Investitionstätigkeit
in den Standort der Gesellschaft in Werdohl. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
stiegen gegenüber dem Vorjahr um 74,9 Mio.€, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen um 48,5 Mio.€. Das Eigenkapital der Vossloh AG lag aufgrund des geänderten
Ausweises der eigenen Anteile zum 31. Dezember 2010 trotz des Jahresüberschusses von
32,1 Mio.€ mit 394,1 Mio.€ um 96,7 Mio.€ unter dem Vorjahreswert. Die Eigenkapitalquote
betrug demnach 53,6 % gegenüber 60,2 % im Vorjahr.
Die Finanzlage der Vossloh AG ist vom Finanzbedarf der Konzerngesellschaften sowie
der eigenen Mittelaufnahme zur Refinanzierung dieses Bedarfes abhängig. Die Fremdmittel,
die 2004 im Rahmen eines US-Private-Placements aufgenommen worden waren, werden unverändert
mit 203,9 Mio.€ unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die weiteren Darlehensverbindlichkeiten
wurden 2010 fast vollständig abgebaut und betrugen zum Ende 2010 noch 0,1 Mio.€ gegenüber
26,0 Mio.€ zum 31. Dezember 2009. Im selben Zeitraum reduzierten sich die flüssigen
Mittel um 47,9 Mio.€ auf 0,7 Mio.€.
Dieser Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der
Vergütung des Vorstands der Vossloh AG Anwendung finden, und erläutert Höhe und Struktur
der Einkommen der jeweiligen Vorstandsmitglieder. Darüber hinaus werden Grundsätze
und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.
Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einer festen jährlichen Grundvergütung und
einer jährlichen erfolgsabhängigen Tantieme zusammen. Die Grundvergütung wird monatlich
ausgezahlt. Mit der Feststellung des Jahresabschlusses wird die Tantieme fällig. Ein
unabhängiger externer Vergütungsberater prüfte 2010 die Angemessenheit der Vorstandsvergütung
und kam zu dem Ergebnis, dass die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder den Aufgaben
der einzelnen Vorstandsmitglieder, ihren persönlichen Leistungen, der wirtschaftlichen
Lage, dem Erfolg und den Zukunftsaussichten des Unternehmens wie auch der Üblichkeit
im horizontalen und vertikalen Vergleich angemessen Rechnung trägt.
Die Höhe der Tantieme ist abhängig von der Höhe des Konzernüberschusses.
Im Geschäftsjahr 2010 erhielten die Vorstandsmitglieder eine Vergütung in Höhe von
insgesamt 2.839.517 € (Vorjahr: 3.050.230 €). Davon entfielen 759.326 € auf die feste
Grundvergütung und 2.045.300 € auf die Tantieme. Zusätzlich erhielten die Vorstandsmitglieder
Nebenleistungen in Form von Sachbezügen in Höhe von 34.891 €. Hierbei handelte es
sich im Wesentlichen um die Privatnutzung von Dienstwagen in Höhe der steuerlich anzusetzenden
Werte. Diese Sachbezüge sind von den Vorstandsmitgliedern zu versteuern.
Für die Wahrnehmung von Aufgaben in Tochterunternehmen erhielten die Vorstandsmitglieder
keine Vergütung.
Die Vorstandsmitglieder haben Versorgungszusagen erhalten, die Pensionszahlungen bei
dauerhafter Arbeitsunfähigkeit oder Erreichen einer Altersgrenze von 63 Jahren vorsehen.
Abhängig von der Dauer der Vorstandstätigkeit beträgt der jährliche Ruhegeldanspruch
nach drei Jahren der Zugehörigkeit 15 % (Dr.-Ing. Schiedeck) bzw. 35 % (Herr Andree)
und steigt jährlich um 4 % ab dem 1.1.2005 (Herr Andree) beziehungsweise dem 1.4.2010
(Dr.-Ing. Schiedeck) auf maximal 60 % der zugrunde zu legenden jährlichen Grundvergütung.
Die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands belief sich
im Geschäftsjahr 2010 auf 1.182.489 € (Vorjahr: 508.867 €). Laufende Ruhegeldzahlungen
werden jährlich in Abhängigkeit von der Tarifentwicklung für Angestellte angepasst.
Auf die einzelnen Mitglieder des Vorstands entfallen die in der nachfolgenden Tabelle
aufgelisteten Beträge:
| € | Laufende Bezüge | Altersversorgung | ||||
|
|
Fixe Vergütung | Nebenleistungen | Tantieme | Insgesamt | Veränderung des Barwerts | Für Zwecke der Bilanzierung ermittelter Barwert |
| Werner Andree, Sprecher des Vorstands | 461.767 | 15.315 | 1.247.134 | 1.724.216 | 923.828 | 2.604.120 |
| Dr.-Ing. Norbert Schiedeck | 297.559 | 19.576 | 798.166 | 1.115.301 | 258.661 | 381.502 |
| Insgesamt | 759.326 | 34.891 | 2.045.300 | 2.839.517 | 1.182.489 | 2.985.622 |
Nach dem Tod eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds wird ein vermindertes
Ruhegeld an die Hinterbliebenen gezahlt. Witwen erhalten maximal 60 % des zuletzt
gezahlten Ruhegeldes. Kinder erhalten in einer Ausbildungssituation und bis zum Erreichen
einer bestimmten Altersgrenze maximal 20 % des Ruhegeldes.
Bei keinem Vorstandsmitglied bestehen vertragliche Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels
(Change-of-Control-Ereignis).
Kredite oder Vorschüsse wurden den Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
Die Gesamtbezüge der früheren Vorstandsmitglieder und Mitglieder der Geschäftsführung
und ihrer Hinterbliebenen betrugen 612.274 € (Vorjahr: 674.597 €). Es handelt sich
um Ruhegeldzahlungen.
Die Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und Mitglieder der Geschäftsführung
und deren Angehörige beliefen sich auf 11.411.253 € (Vorjahr: 8.648.353 €). Diese
Verpflichtungen sind in voller Höhe durch Rückstellungen gedeckt.
Von der 2008 eingeführten Möglichkeit der Gewährung einer Ermessenstantieme an die
Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat nicht Gebrauch gemacht.
Die Vergütung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse wird durch die Hauptversammlung
festgelegt und ist in § 17 der Satzung geregelt. Sie orientiert sich an den Aufgaben
und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie am wirtschaftlichen Erfolg
des Konzerns.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten außer dem Ersatz ihrer Auslagen eine feste
Vergütung in Höhe von 20.000 € jährlich. Zusätzlich erhalten sie eine variable Vergütung
in Höhe von jährlich 1.000 € für je 0,10 €, um den der konsolidierte Jahresgewinn
pro Aktie - berechnet auf Basis der ausgegebenen Aktien - den Betrag von 2,00 € übersteigt.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache
der genannten Vergütung. Die Mitgliedschaft in Ausschüssen wird durch einen Zuschlag
von je einem Viertel der vorgenannten Vergütung abgegolten. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses
erhält das Dreifache des Zuschlags für die Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss. Die
Mitgliedschaft im Nominierungsausschuss wird jedoch nur mit einem Zuschlag von einem
Viertel auf die feste Vergütung abgegolten, sofern der Ausschuss im Geschäftsjahr
getagt hat. Soweit der Aufsichtsratsvorsitzende Mitglied in Ausschüssen ist, erhält
er keine zusätzliche Vergütung.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten satzungsgemäß eine Vergütung in Höhe von insgesamt
689.375 € (Vorjahr: 612.125 €), davon 222.500 € feste und 466.875 € erfolgsorientierte
Vergütung. Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen die in der nachfolgenden
Tabelle aufgelisteten Beträge:
| € | Feste Vergütung | Variable Vergütung | Insgesamt |
| Dr.-Ing. Wilfried Kaiser, Vorsitzender | 60.000 | 135.000 | 195.000 |
| Peter Langenbach, stellv. Vorsitzender | 42.500 | 84.375 | 126.875 |
| Dr. Jürgen Blume | 30.000 | 56.250 | 86.250 |
| Dr. Christoph Kirsch | 40.000 | 78.750 | 118.750 |
| Wolfgang Klein | 30.000 | 67.500 | 97.500 |
| Michael Ulrich | 20.000 | 45.000 | 65.000 |
| Insgesamt | 222.500 | 466.875 | 689.375 |
Darüber hinaus haben Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr keine weiteren Vergütungen
beziehungsweise Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs-
und Vermittlungsleistungen, erhalten.
Kredite oder Vorschüsse wurden Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gesellschaft beträgt 37.825.168,86 €. Es
ist eingeteilt in 14.795.920 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, die
jeweils eine Stimme gewähren. Im Geschäftsjahr 2010 erhöhte sich das Grundkapital
durch die Ausübung von Bezugsrechten aus Aktienoptionsprogrammen um 127,82 €.
Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte verbunden. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung
eine Stimme. Eine Beschränkung der Übertragbarkeit der Aktien besteht nicht.
Die Mitglieder der Familiengemeinschaft Vossloh GbR haben für von ihnen gehaltene
Aktien eine Vereinbarung über die Ausübung der Stimmrechte sowie die Übertragung von
Aktien getroffen.
Nach Kenntnis des Vorstands besteht eine direkte Beteiligung am Kapital der Gesellschaft,
die 10 % der Stimmrechte überschreitet. Die Familiengemeinschaft Vossloh GbR hat der
Gesellschaft mitgeteilt, dass die Mitglieder der Familiengemeinschaft Vossloh GbR
im Februar 2011 knapp 31 % des Grundkapitals der Gesellschaft hielten.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Arbeitnehmer, die als Aktionäre an der Gesellschaft beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte
wie andere Aktionäre nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.
Die Ernennung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft richten
sich nach den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung. Gemäß § 84 Abs. 1
AktG bestellt der Aufsichtsrat die Mitglieder des Vorstands. Die Amtszeit beträgt
höchstens fünf Jahre, wobei eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit
zulässig ist. Ein Widerruf der Bestellung ist gemäß § 84 Abs. 3 AktG möglich.
Änderungen der Satzung bedürfen nach § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung,
wobei Änderungen, die nur die Fassung betreffen, auch dem Aufsichtsrat übertragen
werden können. Gemäß § 21 Abs. 2 der Satzung fasst die Hauptversammlung ihre Beschlüsse,
soweit nicht das Gesetz zwingend etwas anderes vorschreibt, mit einfacher Mehrheit
der abgegebenen Stimmen. Sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit
vorschreibt, genügt die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung anwesenden
Grundkapitals, es sei denn, das Gesetz oder die Satzung schreibt zwingend etwas anderes
vor. § 27 der Satzung ermächtigt den Aufsichtsrat, Satzungsänderungen, die nur die
Fassung betreffen, zu beschließen.
Der Aufsichtsrat ist gemäß § 4 Abs. 8 der Satzung ferner ermächtigt, die Fassung der
Satzung entsprechend der Durchführung der Kapitalerhöhung aus genehmigtem oder bedingtem
Kapital anzupassen.
Die Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien ergeben sich aus § 4 der Satzung.
Die Befugnisse zum Erwerb eigener Aktien beruhen auf dem Ermächtigungsbeschluss der
Hauptversammlung vom 19. Mai 2010.
Gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft
bis zum 19. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von auf den Inhaber
lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis
zu insgesamt 7.500.000 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Den Aktionären ist ein
Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung
des Aufsichtsrats in folgenden Fällen ausschließen:
(i) für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben;
(ii) um den Inhabern von im Zeitpunkt der Ausnutzung des genehmigten Kapitals umlaufenden
Wandel- und/oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht aus von der Gesellschaft
oder einer ihrer 100-prozentigen Konzerngesellschaften bereits begebenen oder künftig
zu begebenden Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue
Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Wandel- und/oder
Optionsrechte bzw. nach Erfüllung einer Wandlungspflicht als Aktionären zustehen würde;
(iii) wenn die neuen Aktien gegen Bareinlagen ausgegeben werden und der Ausgabebetrag
der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung
zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet
und die ausgegebenen Aktien insgesamt zehn vom Hundert des Grundkapitals weder im
Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten.
Auf diese Kapitalgrenze ist die Veräußerung eigener Aktien anzurechnen, sofern sie
während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §
186 Abs. 3 Satz 4 AktG erfolgt. Aktien, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen
mit Wandlungs- und/oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht ausgegeben werden
bzw. auszugeben sind, sind ebenfalls auf die Kapitalgrenze von zehn vom Hundert anzurechnen,
sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss
des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben
werden.
(iv) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten
der
Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.
(i) Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung um 6.979.134,18
€ durch Ausgabe von 2.730.000 auf den Inhaber lautenden Stammaktien bedingt erhöht.
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber von Optionsscheinen
aus den von der Vossloh Aktiengesellschaft und/oder 100-prozentigen unmittelbaren
oder mittelbaren ausländischen Beteiligungsgesellschaften der Vossloh Aktiengesellschaft
bis zum 28. Juni 1999 ausgegebenen Optionsschuldverschreibungen Gebrauch machen. Die
neuen Stammaktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung
von Optionsrechten entstehen, am Gewinn teil.
(ii) Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um 356.986,54
€ durch Ausgabe von 139.641 auf den Inhaber lautenden Stammaktien bedingt erhöht.
Die Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber von Bezugsrechten,
die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Juni 1998 bzw. der Ermächtigung
der Hauptversammlung vom 3. Juni 2004 an Mitarbeiter im Rahmen des jeweiligen Mitarbeiterbeteiligungsprogramms
gewährt wurden bzw. werden, diese Bezugsrechte ausüben. Die neuen Aktien nehmen von
Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung der Bezugsrechte entstehen,
am Gewinn des Geschäftsjahres teil, über dessen Verwendung in der Hauptversammlung
des nachfolgenden Geschäftsjahres beschlossen wird.
(iii) Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung um 1.468.225,77
€ durch Ausgabe von 574.320 auf den Inhaber lautenden Stammaktien bedingt erhöht.
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber von Bezugsrechten,
die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Juni 1998 sowie der Ermächtigung
der Hauptversammlung vom 3. Juni 2004 an Führungskräfte im Rahmen des jeweiligen Long-Term-Incentive-Plans
gewährt wurden bzw. werden, diese Bezugsrechte ausüben. Die neuen Aktien nehmen von
Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung der Bezugsrechte entstehen,
am Gewinn des Geschäftsjahres teil, über dessen Verwendung in der Hauptversammlung
des nachfolgenden Geschäftsjahres beschlossen wird.
(iv) Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung um bis zu
3.782.500 € durch Ausgabe von bis zu 1.479.585 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien
bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Inhaber
lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen,
Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw.
Kombinationen dieser Instrumente), die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 19.
Mai 2010 unter Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Ermächtigung von der Gesellschaft
oder einer ihrer unmittelbaren oder mittelbaren 100-prozentigen Konzerngesellschaften
begeben werden. Die Ausgabe der neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien erfolgt
zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu
bestimmenden Wandlungs- bzw. Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit
durchzuführen, wie von Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch gemacht wird oder wie
die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen
und nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder neue Aktien aus einer Ausnutzung
eines genehmigten Kapitals zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen auf den Inhaber
lautenden Stückaktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung
von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch die Erfüllung von Wandlungspflichten
entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten
der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Die Gesellschaft ist gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2010 gemäß §
71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 18. Mai 2015 eigene Aktien bis zu zehn vom
Hundert des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben.
Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen
Kaufangebotes bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.
Im Falle des Erwerbs der Aktien über die Börse darf der Gegenwert für den Erwerb dieser
Aktien zehn vom Hundert des Börsenkurses nicht unter- oder überschreiten. Als maßgeblicher
Börsenkurs im Sinne der vorstehenden Regelung gilt der am Börsenhandelstag durch die
Eröffnungsauktion ermittelte Kurs im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. über eine öffentliche Aufforderung
zur Abgabe eines Angebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne
je Aktie den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handel an den drei Börsenhandelstagen
vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur
Abgabe eines Angebots um nicht mehr als zehn vom Hundert über- oder unterschreiten.
Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebotes bzw. der öffentlichen Aufforderung
zur Angebotsabgabe erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, kann das Angebot
bzw. die Aufforderung zur Angebotsabgabe angepasst werden. In diesem Fall wird auf
den Durchschnitt der Schlusskurse im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem)
an den drei Börsenhandelstagen vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt.
Das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines Angebots kann weitere Bedingungen
vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist bzw. im Fall einer Aufforderung
zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen
werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer
Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen
werden.
Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats
zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere eine Veräußerung
der erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in anderer
Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, wenn die
erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von
Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich
unterschreitet.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen
eigenen Aktien gegen Sachleistung und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre,
insbesondere im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen
oder Beteiligungen an Unternehmen, an Dritte zu veräußern. Weiterhin können die Aktien
zur Erfüllung von Verpflichtungen aus von der Gesellschaft und/oder ihren 100-prozentigen
Konzerngesellschaften ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen verwendet
werden.
Der Vorstand ist weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats
ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.
Zum 31. Dezember 2010 verfügte die Gesellschaft über 1.470.630 Stück eigene Aktien.
Es bestehen keine Vereinbarungen der Gesellschaft mit Dritten, die unter der Bedingung
eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Mit keinem Mitglied des Vorstands oder Arbeitnehmer der Gesellschaft wurden Entschädigungsvereinbarungen
für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.
Der Vossloh-Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2010 weltweit 4.906 Mitarbeiter.
Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies 4,2 % oder 198 Beschäftigte mehr (Vorjahr: 4.708
Mitarbeiter). Durch die Konsolidierung neuer Gesellschaften kamen 368 neue Mitarbeiter
in den Konzern, 323 davon bei Vossloh Rail Services und 45 bei Global Rail Systems.
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2010 | 2009 | 2008 |
| Personalaufwand pro Mitarbeiter | T€ | 50,1 | 48,7 | 48,2 |
| Umsatz pro Mitarbeiter | T€ | 271,1 | 248,8 | 261,9 |
| Personalintensität | % | 61,5 | 61,9 | 61,3 |
| Wertschöpfung pro Mitarbeiter | T€ | 81,4 | 78,7 | 78,7 |
83 % der Mitarbeiter waren an den europäischen Standorten des Konzerns und 17 % außerhalb
Europas beschäftigt. Von den außerhalb Europas beschäftigten Mitarbeitern entfielen
wiederum 42,4 % (Vorjahr: 42,2 %) auf Nordamerika und zusammen rund 44 % (Vorjahr:
47 %) auf die asiatischen Produktionsstandorte in China und Indien.
In der Altersstruktur der Konzernbeschäftigten und bei der Dauer der Betriebszugehörigkeit
der Mitarbeiter in den einzelnen Konzerngesellschaften waren die Änderungen trotz
der Akquisitionen nur gering. Der Anteil der unter 35-Jährigen sank minimal auf 31
%, und der Anteil der Konzernbeschäftigten mit einer Betriebszugehörigkeit von bis
zu zehn Jahren ging leicht zurück auf 56 %.
| Mio.€ | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Entgelte | 202,1 | 185,9 | 8,7 |
| Sozialabgaben | 43,3 | 40,0 | 8,3 |
| Aufwand für Altersversorgung | 4,1 | 3,7 | 10,8 |
| Gesamt | 249,5 | 229,6 | 8,7 |
Bedingt durch die jahresanteilige Einbeziehung der Mitarbeiter der 2009 akquirierten
Unternehmen, stieg die Zahl der im Durchschnitt Beschäftigten von 2009 auf 2010 stärker
als der Stichtagswert: Waren 2009 im Durchschnitt 4.717 Mitarbeiter beschäftigt gewesen,
so erhöhte sich dieser Wert um 5,7 % auf 4.984 Mitarbeiter im Berichtsjahr.
Gegenüber dem Vorjahr stieg 2010 der Personalaufwand um 8,7 % von 229,6 Mio.€ auf
249,5 Mio.€. Pro Mitarbeiter stieg der Personalaufwand um 2,9 % auf 50,1 T€ (Vorjahr:
48,7 T€). Neben Entgeltanpassungen ist dieser Anstieg im Wesentlichen auf die Firmenzukäufe
zurückzuführen.
Ermittelt aus der Differenz zwischen Gesamtleistung und Vorleistungen sowie Abschreibungen
lag die Wertschöpfung pro Mitarbeiter mit 81,4 T€ deutlich über dem Niveau des Vorjahres
(78,7 T€).
Die Personalintensität (Verhältnis von Personalaufwand und Wertschöpfung) verbesserte
sich dementsprechend geringfügig auf 61,5 % (Vorjahr: 61,9 %). Der Pro-Kopf-Umsatz
stieg im Jahr 2010 um 9,0 % auf 271,1 T€ (Vorjahr: 248,8 T€).
Im Geschäftsbereich Rail Infrastructure stieg aufgrund der Unternehmenszukäufe der
Personalstand um circa 16 % - von durchschnittlich 2.710 Beschäftigten im Vorjahr
auf 3.155 Beschäftigte 2010.
Der Personalaufwand je Mitarbeiter erhöhte sich um 7,2 % von 40,4 T€ auf 43,3 T€.
Die Wertschöpfung pro Mitarbeiter stieg auf 89,5 T€; der Vorjahreswert hatte bei 87,6
T€ gelegen. Die Personalintensität lag mit 48,4 % um 2,4 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau.
Der Pro-Kopf-Umsatz stieg um 11,0 % von 254,7 T€ auf 282,6 T€.
Im Geschäftsbereich Transportation verringerte sich die durchschnittliche Zahl der
Beschäftigten von 1.956 im Jahr 2009 um 8,9 % auf 1.781 Beschäftigte in der Berichtsperiode.
Die Reduzierung vollzog sich insbesondere am spanischen Standort.
Der Umsatz pro Mitarbeiter stieg um 4,5 % von 247,0 T€ auf 258,1 T€ an, die Wertschöpfung
pro Mitarbeiter sank 2010 leicht auf 74,3 T€ (Vorjahr: 74,9 T€). Der Personalaufwand
je Mitarbeiter erhöhte sich um 3,3 % auf 58,7 T€ (Vorjahr: 56,8 T€). Die Personalintensität
erhöhte sich von 75,8 % um 3,2 Prozentpunkte auf 79,0 %.
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Jahresdurchschnitt* | Jahresende | ||||
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Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt |
| Rail Infrastructure | 647 | 2.508 | 3.155 | 670 | 2.477 | 3.147 |
| Transportation | 972 | 809 | 1.781 | 968 | 744 | 1.712 |
| Vossloh AG | 48 | 0 | 48 | 47 | 0 | 47 |
| Gesamt | 1.667 | 3.317 | 4.984 | 1.685 | 3.221 | 4.906 |
*
Jahresdurchschnitt auf Basis monatlicher Werte
Gute Mitarbeiter sind für Vossloh der Schlüssel zum Erfolg. Eine qualitativ hochwertige
Ausbildung und gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen sind daher für uns wesentlich.
Innerhalb unserer Geschäftsfelder bieten wir im Rahmen unserer Personalentwicklungsmaßnahmen
ein breites Angebot in- und externer Schulungsmaßnahmen an. Es gibt Seminare zu Themen
wie Qualität, Arbeitstechniken, Kommunikation und Führung, aber auch Weiterentwicklungsprogramme
mit kaufmännischen oder technischen Inhalten und Sprachtrainings.
Auch im gewerblichen Bereich besteht ein umfangreiches Weiterbildungsangebot, zum
Beispiel zu Themen wie Schweißtechnik, Ladungssicherung/Gefahrgut oder Bedienung von
Flurförderfahrzeugen.
Gesellschaftsübergreifend gibt es die Vossloh Akademie. Zunächst steht den Mitarbeitern
der deutschen Standorte ein Webportal zur Verfügung, über das sie sich online zu Seminaren
anmelden können. Inhalte dieser Seminare sind Aspekte, die bei der täglichen Arbeit
unterstützen und dazu beitragen sollen, auch zukünftigen Anforderungen gerecht zu
werden.
Das im Jahr 2009 gestartete Programm "We lead Vossloh" ging im Geschäftsjahr erfolgreich
in die zweite Runde. "We lead Vossloh" bietet ein Fundament für einen regelmäßigen
Austausch zwischen den Trägern von Schlüsselfunktionen über alle Geschäftsfelder hinweg.
Gleichzeitig dient das Programm auch als Basis für die stetige Weiterentwicklung der
Stelleninhaber in den Schlüsselfunktionen und bildet damit einen wesentlichen Aspekt
der Mitarbeiterbindung und Nachfolgeplanung im Konzern.
Damit wir aber auch frühzeitig gut ausgebildete und qualifizierte Menschen für Vossloh
gewinnen können, gibt es vielfältige Kooperationen mit Schulen und Universitäten.
Insbesondere bestehen Kontakte zu den für unsere Branche relevanten Hochschulen in
Europa. Zu einzelnen Hochschulen existieren besondere Kontakte in Form von Forschungsprojekten
und anderen Projektarbeiten.
Um erste Praxisluft zu schnuppern, haben Studenten die Möglichkeit, im Rahmen von
Praktika oder als Werkstudenten eingesetzt oder bei der Erstellung von Diplom-, Bachelor-
oder Masterarbeiten begleitet zu werden.
Neben der Möglichkeit eines beruflichen Direkteinstiegs gibt es das neu entwickelte
Vossloh-Start-Up-Programm. Es bietet jungen Ingenieuren einen möglichst reibungslosen
Übergang von der Hochschule ins Berufsleben.
Im Rahmen der Nachwuchsrekrutierung hat auch die eigene Berufsausbildung bei Vossloh
einen großen Stellenwert. Im Geschäftsjahr haben an den deutschen Standorten insgesamt
22 neue Auszubildende ihre Ausbildung in kaufmännischen, gewerblichen und gewerblich-technischen
Berufen begonnen. An den Standorten Werdohl, Düsseldorf, Kiel, Moers und Trier waren
zum Stichtag 31. Dezember 2010 insgesamt 81 Auszubildende beschäftigt. Bezogen auf
die Ausbildungsbetriebe ist dies eine Quote von rund 5,5 %.

Im Geschäftsjahr haben der Vossloh-Konzernvorstand und der Europäische Betriebsrat
die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz als zentrale Handlungsschwerpunkte
festgelegt. Nicht nur vor dem Hintergrund bestehender Rechtsnormen, sondern insbesondere
in der Verantwortung für die Mitarbeiter sollen Arbeitssicherheit (Occupational Safety)
und Gesundheitsschutz (Health) als ständige Initiative im Europäischen Betriebsrat
behandelt werden. In diesem Zusammenhang wurde die Bildung einer Projektgruppe beschlossen,
deren Aufgabe es sein wird, die Gesamtsituation zum Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
zu analysieren, ein entsprechendes Berichtswesen zu installieren und, daraus abgeleitet,
Maßnahmen zu erarbeiten.
Wir danken allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz, ihre
Leistung und Loyalität zu unserem Unternehmen. Sie leisten einen erheblichen Beitrag
zum Erfolg von Vossloh. Unser Dank gilt auch den Arbeitnehmervertretern für die vertrauensvolle
und konstruktive Zusammenarbeit.
Die Geschäftsfelder der Vossloh-Gruppe gehören in ihren jeweiligen Märkten zu den
Technologieführern. Sie investieren kontinuierlich in die Verbesserung ihrer Produkte
und Dienstleistungen. Dabei geht es auch darum, die spezifischen Anforderungen von
Kunden in verschiedenen Marktregionen zu erfüllen. Darüber hinaus arbeitet Vossloh
stetig an zukunftsweisenden neuen Lösungen. Die Aktivitäten in diesem Bereich wurden
2010 erneut verstärkt, um das Produktportfolio auszuweiten und den sich abzeichnenden
Entwicklungstrends in den Märkten anzupassen. Die Geschäftsfelder setzen im Bereich
Forschung & Entwicklung (F & E) auf konzerninterne Kooperationen, auf die Zusammenarbeit
mit externen Fachleuten und auf Partnerschaften mit Universitäten und Forschungsinstituten.
Ein großer Teil der F-&-E-Arbeit findet im Rahmen einzelner Aufträge statt. Die dabei
entstehenden Kosten werden deshalb unter Herstellungskosten - und nicht unter dem
Posten Forschung & Entwicklung - erfasst.
Bei Vossloh Fastening Systems sind individuelle Kundenlösungen mit regionalspezifischen
Anforderungen ein wichtiger Innovationstreiber. 2010 wurden Weiterentwicklungen des
Schienenbefestigungssystems W 30 erfolgreich abgeschlossen. In Russland muss dieses
System insbesondere die extremen Temperaturschwankungen zwischen minus 60 Grad Celsius
und plus 50 Grad Celsius verkraften können; in Nordamerika kommt es vor allem auf
Schwerlaststrecken zum Einsatz. Unter anderem für den US-amerikanischen Markt entstanden
weitere Schienenbefestigungssysteme, zum Teil mit neu entwickelten Materialvarianten.
Längerfristig ausgelegte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten bei Vossloh Fastening
Systems befassen sich mit den Möglichkeiten zur Luftschallreduzierung und mit der
Interaktion zwischen Dübel und Betonschwelle.
Bei Vossloh Switch Systems wurde 2010 ein erster Prototyp eines in den vergangenen
Jahren neu entwickelten Weichenmodells gebaut, der jetzt im Gleis erprobt wird. Zur
weiteren Optimierung der umweltfreundlichen schmierungsfreien Weichen setzten die
Ingenieure die Testreihen fort, um Beschichtungen zu finden, die den Reibewiderstand
der Gleitstühle minimieren. Das neue Konzept von Gleitstühlen mit Federrollen erhielt
die Zulassung. Damit können besonders lange Weichen und Hochgeschwindigkeitsweichen
mit weniger Kraftaufwand bewegt werden. Gemeinsam mit Partnern ist das Geschäftsfeld
auf der Suche nach Materialien beziehungsweise Materialkompositionen, die anstelle
der noch immer in vielen Ländern gebräuchlichen Holzschwellen verbaut werden können.
Weiter vorangetrieben wurde die Arbeit an verschiedenen Weichenantrieben mit dem Ziel,
die Wartungs- und Instandhaltungsintervalle der Anlagen zu verlängern. Sowohl die
Neuerungen bei den konventionellen Weichenantrieben als auch die neuartige mehrmotorige
Highspeed-Weiche werden 2011 im Gleis erprobt. Abgeschlossen wurde 2010 die Arbeit
an der algerischen Variante des neuen Weichenüberwachungssystems NUMCOM. Das System
nutzt die Internettelefonie. Es lässt sich für den Einsatz in verschiedenen regionalen
Märkten anpassen.
Vossloh Rail Services konzipierte und konstruierte 2010 eine neue Generation des Zuges
für das Hochgeschwindigkeitsschleifen. Gebaut werden die neuen Fahrzeuge mit der zukunftsweisenden
High Speed Grinding-Technologie in enger Kooperation mit Vossloh Locomotives am Standort
Kiel. Außerdem entwickelte das Anfang 2010 erworbene Geschäftsfeld die Technik des
semistationären Schweißens weiter. Beide Themen sind wesentlich für die geplante Ausdehnung
der Aktivitäten von Vossloh Rail Services ins Ausland.
Die Erweiterung des Produktportfolios von Vossloh Transportation Systems erregte 2010
besondere Aufmerksamkeit in der Bahnbranche. Am deutschen Standort Kiel bekommt die
neue modulare Familie der Mittelführerhaus-Lokomotiven Zuwachs. Die Ingenieure arbeiteten
mit Hochdruck an den vierachsigen Modellen G 12 und DE 12 mit bis zu 1.200 Kilowatt
Antriebsleistung sowie G 18 und DE 18 mit bis zu 1.800 Kilowatt für den Rangier- und
Streckendienst im Güterverkehr. G steht dabei für Gelenkwellenantrieb (dieselhydraulische
Kraftübertragung), DE für die dieselelektrische Version. Denn bei allen vierachsigen
Modellen dieser Lokfamilie können die Kunden neben Leistung, Gewicht und Software
auch die Antriebsart wählen. Den neuen dieselelektrischen Antrieb entwickelte der
Standort Kiel gemeinsam mit Vossloh Electrical Systems. Am spanischen Standort Valencia
wurde - aufbauend auf der erfolgreichen EURO 4000 - die EUROLIGHT präsentiert. Sie
kann aufgrund ihres geringen Gewichts auch Strecken mit begrenzten Achslasten befahren
und ist unter anderem für den Einsatz auf europäischen Nebenstrecken vorgesehen. Diese
Lokfamilie aus Valencia wird die EURO 3000 demnächst erweitern. Große Fortschritte
machte 2010 die erste "Vossloh-Bahn", ein auf der bewährten Train-Tram basierender
neuer Nahverkehrszug, der ab 2011 auf Mallorca fahren wird. Bei der Entwicklung des
Antriebs kooperierten die Ingenieure in Valencia ebenfalls eng mit Vossloh Electrical
Systems. Mit einer ganzen Reihe von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben arbeitet
Vossloh Transportation Systems an der weiteren Senkung der Abgas- und der Lärmemissionen
der Fahrzeuge.
Die Hybridtechnologie für Busse stand 2010 bei Vossloh Electrical Systems erneut im
Fokus der Entwicklungsaktivitäten. Zentrale Themen waren die weitere Reduzierung der
Umweltbelastung und Kostenoptimierungen, unter anderem durch Verringerung des Kraftstoffverbrauchs
beziehungsweise Erhöhung der Effizienz. Beiträge hierzu leisten beispielsweise die
Start-Stopp-Automatik (sie schaltet den Dieselmotor bei Stillstand des Fahrzeugs aus)
und das intelligente Energiemanagementsystem (eine satellitenunterstützte Fahrzeugortung
berechnet den Leistungs- und Energiebedarf im Voraus und steuert den Ressourceneinsatz
entsprechend). Im Zuge eines Pilotprojekts begann zudem die Erprobung eines Antriebs
mit Brennstoffzellen, die mit umweltfreundlichem Wasserstoff betrieben werden können.
Insgesamt vier mit dieser Technik ausgerüstete Nahverkehrsbusse nahmen 2010 den mehrjährigen
Alltagstest in Amsterdam und Köln auf. Wesentliche Beiträge leistete das Geschäftsfeld
bei der Entwicklung der neuen dieselelektrischen Antriebe für Lokomotiven und Nahverkehrszüge
von Vossloh.
Der Personen- und Güterverkehr auf der Schiene gehört zu den umweltverträglichsten
Transportarten. Produkte aus dem Hause Vossloh leisten wichtige Beiträge, damit der
umweltfreundliche Transport von Menschen und Gütern zugleich wirtschaftlich und sicher
funktioniert. Das Unternehmen arbeitet in allen seinen Geschäftsfeldern daran mit,
den Bahnverkehr im Hinblick auf Umweltaspekte weiter zu optimieren, und unterstützt
so die Schiene als attraktiven Verkehrsträger. Auch moderne Busse mit Vossloh-Hybridtechnologie
und vor allem die von Vossloh ausgerüsteten Elektrobusse liegen bei der Umweltbilanz
im Vergleich mit dem Pkw-Individualverkehr deutlich vorne.
So achten die Entwickler der Diesellokomotiven von Vossloh selbstverständlich darauf, dass die Fahrzeuge möglichst wenig Kraftstoff verbrauchen - und deshalb auch möglichst wenig CO2 -Emissionen verursachen. "Zero Emission" - also Abgasfreiheit - gilt für Elektrobusse mit Antriebstechnologie von Vossloh Kiepe. Ein weiteres Plus dieser Nahverkehrsfahrzeuge: Sie sind sehr leise unterwegs, was Fahrgäste wie Passanten zu schätzen wissen. Auch herkömmliche Busse können mit Vossloh-Technik umweltfreundlicher werden. Der Hybridantrieb reduziert Abgas- und Geräuschemissionen deutlich. Busse mit einem noch umweltfreundlicheren Brennstoffzellen-Wasserstoff-Antrieb von Vossloh sind derzeit in der Praxiserprobung.
Weil das Unternehmen einen bedeutenden Teil seines Umsatzes mit Produkten und Dienstleistungen
erzielt, die zu ökologisch nachhaltigen Lösungen beitragen, ist Vossloh im Aktienindex
Global Challenges der Börse Hannover und durch Inrate, Sarasin sowie oekom research
geratet.
In der Produktion legen alle Vossloh-Gesellschaften großen Wert auf einen schonenden
und effizienten Umgang mit Ressourcen. Emissionen aus der Produktion sind generell
auf ein Mindestmaß reduziert. Regelmäßige Überprüfungen durch die zuständigen Umweltbehörden
belegen, dass alle gesetzlichen und behördlichen Vorgaben konsequent eingehalten und
die zulässigen Grenzwerte zum Teil deutlich unterschritten werden. Soweit möglich,
werden Reststoffe konsequent wiederverwertet. Abfälle werden systematisch getrennt.
Im Geschäftsjahr 2010 erreichte der Vossloh-Konzern einen neuen Höchstwert beim Umsatz.
Entsprechend stieg an fast allen Produktionsstandorten das Produktionsvolumen. Trotz
des effizienten Umgangs mit Ressourcen ergab sich aufgrund des Mehrgeschäfts konzernweit
ein Anstieg der Gesamtverbräuche an Strom (67,6 Mio. Kilowattstunden, 7 % mehr als
2009) und Gas (123,1 Mio. Kilowattstunden, 14 % mehr als 2009). Der Anstieg des Gasverbrauchs
ist im Wesentlichen auf die Inbetriebnahme zusätzlicher Vergüteanlagen im Geschäftsfeld
Fastening Systems an den Standorten in Deutschland und China zurückzuführen. Ebenfalls
angestiegen ist der Verbrauch von Fernwärme (13,4 Mio. Megawattstunden, 15 % mehr
als 2009) und Wasser (139.500 Kubikmeter, 5 % mehr als 2009).
Der überproportionale Anstieg des Verbrauchs an Fernwärme resultierte aus dem Geschäftsfeld
Switch Systems. Der Verbrauch an Heizöl sank dagegen um 3 % auf 1,127 Mio. Liter.
Die Energiekosten stiegen insgesamt um 10,4 % auf 13,8 Mio.€ (Vorjahr: 12,5 Mio.€).
Gegenüber 2009 sank der Anteil der Energiekosten am Umsatz aufgrund des unterproportionalen
Anstiegs der Energiekosten auf 1,0 %. Um den Energie- und Wasserverbrauch noch besser
steuern zu können, wird seit 2009 schrittweise ein konzernweites, einheitliches Erfassungssystem
aufgebaut.
Am Stammsitz in Werdohl setzt Vossloh derzeit Schritt für Schritt ein neues Energiekonzept
um, das unter anderem die Abwärme der Vergüteanlagen nutzt. 2010 wurde die zentrale
Dampfkesselanlage außer Betrieb genommen, die bisher die gesamte Prozess- und Heizwärme
erzeugt hatte. Prozessdampf wird jetzt über hocheffiziente, kleine dezentrale Geräte
nur noch dort erzeugt, wo er tatsächlich benötigt wird. Für die richtigen Temperaturen
in den Produktionshallen sorgen ebenfalls hocheffiziente Strahlungsheizungen. Energieeffizienz
war beim neuen Technologiezentrum von Vossloh Fastening Systems schon Leitmotiv der
Planung. Auf fossile Brennstoffe wird ganz verzichtet, die Abwärme der Anlagen und
Maschinen wird zur Gebäudeheizung genutzt, überschüssige Energie an andere Gebäude
weitergegeben.
Sowohl in Kiel als auch in Valencia verwendet Vossloh ausschließlich lösemittelarme
Farben für die Decklackierung seiner Lokomotiven. Unter dem Stichwort Green IT wird
in Kiel systematisch der Verbrauch von Papier und Strom reduziert. Ebenfalls schon
seit Jahren nutzt Vossloh Fastening Systems wasserlösliche Lacke für die Oberflächenbeschichtung
der Spannklemmen. Mithilfe eines speziellen Katasters wird gezielt nach umweltfreundlichen
Produktionsmaterialien gesucht.
Die großen Vossloh-Standorte verfügen über das zertifizierte Umweltmanagement DIN
EN ISO 14001 oder vergleichbare zertifizierte Managementsysteme und unterziehen sich
den regelmäßigen Audits durch externe, unabhängige Prüfer. Vossloh Kiepe ist in Deutschland
seit 2001 zusätzlich nach dem Sozialstandard OHSAS 18001 zertifiziert. Nach Vossloh
Kiepe Austria (Wien) bekamen im Lauf des Jahres 2010 auch Vossloh Rail Vehicles (Valencia)
und Vossloh Kiepe Main Line Technology (Düsseldorf) die Zertifizierung nach IRIS (International
Railway Industry Standard) zuerkannt. Das Werk Fère-en-Tardenois von Vossloh Cogifer
erfüllt seit Ende 2007 den noch strengeren Sicherheits- und Gesundheitsstandard ILO
OSH 2001. Dem Prinzip der Nachhaltigkeit in ökonomischer, ökologischer und sozialer
Hinsicht folgend, ist Vossloh Cogifer dabei, das Umweltmanagement zusammen mit dem
Qualitäts- und dem Sicherheitsmanagement in ein integriertes Risikomanagement zu überführen.
Risiken und Chancen werden auf allen Ebenen des Vossloh-Konzerns planmäßig identifiziert,
analysiert, bewertet, kommuniziert, überwacht und gesteuert. Zu diesem Zweck hat Vossloh
ein konzernweites Risiko- und Chancenmanagementsystem eingerichtet. Das aktive und
systematische Risiko- und Chancenmanagement gewährleistet, dass Auswirkungen möglicher
negativer Veränderungen vermieden beziehungsweise begrenzt und die sich bietenden
Chancen aufgezeigt und genutzt werden können. Das Risiko- und Chancenmanagement leistet
eine wesentliche Unterstützung bei der Erreichung der finanziellen Vorgaben und fördert
gleichzeitig die nachhaltige Wertsteigerung des Vossloh-Konzerns.
Das Risiko- und Chancenmanagementsystem ist Teil der Geschäfts-, Planungs- und Kontrollprozesse.
Die Aufbau- und Ablauforganisation ist in konzernweiten Vorgaben und Richtlinien dokumentiert.
Der Aufbau des Risiko- und Chancenmanagementsystems orientiert sich an der Struktur
der betrieblichen Abläufe der jeweiligen Organisationseinheiten. Auf allen Konzernebenen
sind Risikoverantwortliche, Risikobeauftragte und Risikocontroller benannt. Die Identifizierung
von Risiken und Chancen wird durch eine permanente Inventur sichergestellt, in deren
Rahmen relevante Risiken effektiv, zeitnah und systematisch erfasst werden. Die Identifikation
der Risiken erfolgt anhand von Risikofeldern.
Risiken und Chancen werden bei Vossloh im Hinblick auf ihre mögliche Ergebnisauswirkung
bewertet. Dazu werden das Ergebnisintervall (Worst Case und Best Case) und die wahrscheinlichste
Ergebnisauswirkung bestimmt. Ergänzend wird die Einschätzung einer Eintrittswahrscheinlichkeit
vorgenommen. Gemäß Value-at-Risk-Ansatz wird bei der Ermittlung des Ergebnisintervalls
eine Mindestwahrscheinlichkeit von 5 % vorausgesetzt.
Das Risiko- und Chancenmanagementsystem berücksichtigt sämtliche in- und ausländischen
Tochtergesellschaften, an denen die Vossloh AG direkt oder indirekt beteiligt ist,
unabhängig von der Einbeziehung in den Konzernabschluss. Die 2010 akquirierten Gesellschaften
wurden zeitnah in das System integriert.
Vossloh dokumentiert und kommuniziert Risiken und Chancen in standardisierten Berichten.
Diese enthalten detaillierte Informationen über die Art des Risikos und die Bewertungsparameter
sowie Maßnahmen zur Steuerung der Risiken. Die periodische Risikoberichterstattung
erfolgt vierteljährlich. Sie ergänzt die jeweils aktuelle Jahresvorschau und umfasst
zudem die Risiken und Chancen der Folgejahre. Ad-hoc-Berichte ergänzen das periodische
Reporting und erlauben jederzeit eine aktuelle Einschätzung der Risikolage.
Adressaten der Risikoberichte sind der Vorstand der Vossloh AG sowie das Management
der Konzerngesellschaften und der Geschäftsfelder. Sie steuern und überwachen die
Risiken und Chancen. Die aktuelle Risikosituation ist Gegenstand regelmäßiger Gespräche
zwischen dem Management der Geschäftsfelder und dem Vorstand. Die Interne Revision
und der Abschlussprüfer kontrollieren regelmäßig die Angemessenheit und Funktionsfähigkeit
des Risiko- und Chancenmanagementsystems sowie seine Übereinstimmung mit den gesetzlichen
Vorgaben.
Die folgenden Darstellungen veranschaulichen die zum Zeitpunkt der Aufstellung des
Konzernabschlusses relevanten und für die Entwicklung des Vossloh-Konzerns bedeutsamen
Risiken und Chancen. Sofern für einzelne Risiken bereits im Jahresabschluss eine bilanzielle
Vorsorge getroffen wurde (zum Beispiel durch Abschreibungen, Wertberichtigungen oder
Rückstellungen) oder durch einen Vertrag (etwa eine Versicherung) eine Kompensation
gesichert ist, findet nachfolgend eine Berücksichtigung lediglich statt, sofern es
für die Gesamteinschätzung der Risikosituation geboten erscheint. Dies wäre zum Beispiel
bei einem wesentlichen verbleibenden Restrisiko der Fall. Chancen resultieren überwiegend
aus dem operativen Geschäft, zum Beispiel durch Mehrumsätze. Zur Berichterstattung
über die Chancen des Konzerns wird ergänzend auf den Ausblick verwiesen.
Gesamtwirtschaftliche Risiken und Chancen entstehen grundsätzlich aus Konjunkturschwankungen,
gesellschaftspolitischen Ereignissen, Wechselkurs- und Zinsentwicklungen sowie aus
Änderungen der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Branchenrisiken und
-chancen ergeben sich aus der Wettbewerbssituation und der Charakteristik der bearbeiteten
Märkte.
Die Bahnbranche ist im Vergleich zur Gesamtwirtschaft als weniger zyklisch einzustufen.
In vereinzelten Teilmärkten zeigt die Branche darüber hinaus spätzyklische Anzeichen.
Trotz der deutlichen konjunkturellen Erholung 2010 besteht insgesamt weiterhin das
Risiko, dass vereinzelt staatliche wie private Kunden Aufträge verschieben oder möglicherweise
im Einzelfall stornieren.
Daneben kann sich insbesondere eine geringere Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln
negativ auf die künftige Geschäftsentwicklung auswirken. Die Finanzierungsfähigkeit
öffentlicher Auftraggeber wird durch die aktuelle Verschuldungssituation der öffentlichen
Haushalte negativ beeinflusst. Alternative Finanzierungskonzepte wie Public-Private-Partnerships
werden in zunehmendem Umfang bei Neubauprojekten diskutiert. Einsparungen im für Vossloh
bedeutsamen Instandhaltungsmarkt sind aufgrund des zunehmenden Verkehrsaufkommens
auf der Schiene hingegen nur temporär und zudem lediglich in begrenztem Umfang zu
erwarten.
Demgegenüber bieten öffentliche Konjunkturprogramme, falls sie höhere beziehungsweise
zeitlich vorgezogene Investitionen in schienengebundene Infrastruktur oder den Personennahverkehr
vorsehen, auch Chancen. Insbesondere der Neubau der Hochgeschwindigkeitsstrecken in
China profitiert von zeitlich vorgezogenen Investitionen durch die chinesischen Konjunkturpakete.
Vossloh zählt mit seinen beiden Geschäftsbereichen Rail Infrastructure und Transportation
auf ausgewählten Märkten der Bahntechnik zu den führenden Anbietern. Die für Vossloh
relevanten Märkte sind sowohl auf der Nachfrage- wie der Angebotsseite durch oligopolistische
Strukturen gekennzeichnet. Als Nachfrager treten vor allem Bahn- und Netzbetreiber
auf, die sich meist noch in öffentlicher Hand befinden. Vossloh begegnet der Abhängigkeit
vom Ausgabeverhalten der öffentlichen Hand mit einer Ausweitung seiner internationalen
Präsenz. Das Ausnutzen sich bietender Marktchancen trägt - vor allem im Geschäftsbereich
Rail Infrastructure - zu einem Risikoausgleich bei. Im Fokus der fortschreitenden
Internationalisierung stehen derzeit vor allem die Wachstumsmärkte China, Russland,
übriges Osteuropa, die MENA-Staaten, die USA und Südamerika. In den letzten Jahren
konnte Vossloh seine Abhängigkeit von einzelnen europäischen Märkten bereits deutlich
verringern. Im Berichtsjahr erreichte der nicht in Europa erzielte Umsatz mit 29,5
% einen neuen Höchstwert. Im Vorjahr hatte der Anteil noch bei 27,1 % gelegen. Für
2011 wird eine weitere Erhöhung der außereuropäischen Umsatzanteile erwartet.
Die Bahnmärkte in Westeuropa und Nordamerika zeichnen sich grundsätzlich durch eine
weitgehende Stabilität politischer und ökonomischer Faktoren aus, sodass hieraus für
die Kernmärkte von Vossloh keine wesentlichen Risiken zu erwarten sind. Markteintritte
in die übrigen Märkte - insbesondere in Asien und Afrika - bergen für Vossloh neben
Chancen hingegen auch zusätzliche Risiken. Sie können sich vor allem aus politischen
und gesellschaftlichen Instabilitäten, aus Wechselkursschwankungen und aus rechtlichen
Unsicherheiten ergeben. Mit dem zunehmenden Anteil des Konzernumsatzes in diesen Märkten
steigt neben den wirtschaftlichen Chancen auch die Risikoposition.
Auch die oligopolistisch geprägten Strukturen auf der Angebotsseite bergen Risiken
für Vossloh. So kann die hohe Transparenz der Märkte zu einem verstärkten Preiswettbewerb
mit negativem Einfluss auf die Marge führen. Darüber hinaus bestehen Risiken, dass
Produkte durch neue technische Entwicklungen substituiert werden und dass neue Wettbewerber
in den Markt eintreten. Vossloh vermeidet beziehungsweise begrenzt diese Risiken durch
die ständige Weiterentwicklung seiner Produkte und Dienstleistungen sowie eine intensive
Pflege bestehender Kundenbeziehungen. Insgesamt ist eine Zunahme des Margendrucks
zu beobachten.
Operative Risiken und Chancen haben ihren Ursprung in den betrieblichen Aufgabenbereichen,
insbesondere bei der Beschaffung, in der Produktion und bei der Auftragsabwicklung.
Im Beschaffungsprozess strebt Vossloh durch langfristige vertragliche Vereinbarungen
oder durch Preisgleitklauseln in Absprache mit den Kunden eine Begrenzung von Preisänderungsrisiken
an. Währungskursrisiken im Zuge der Beschaffung werden durch den Einsatz von Devisentermingeschäften
begrenzt. Die fortlaufende Verknappung von Rohstoffen, insbesondere von Stahl und
Öl, wird mittelfristig zu höheren Fertigungskosten, insbesondere im Geschäftsbereich
Rail Infrastructure, führen. Im Geschäftsbereich Transportation hat die Entwicklung
der Komponentenpreise einen Einfluss auf die Ertragsentwicklung. Die 2010 zu verzeichnenden
Materialpreissteigerungen konnten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden.
Die in der Mittelfristplanung unterstellten Material- und Komponentenpreisentwicklungen
basieren im Wesentlichen auf Informationen von Lieferanten und auf Marktanalysen.
Deutlich über diese Prognosen hinausgehende Preissteigerungen können einen negativen
Einfluss auf die prognostizierte Ertragssituation der Geschäftsbereiche haben. Chancen
ergeben sich bei der Realisierung günstigerer Material- und Komponentenpreise, als
in der Planung unterstellt.
Zudem können sich Risiken im Rahmen des Beschaffungsprozesses aus Lieferantenausfällen,
Qualitätsproblemen oder zeitlichen Verzögerungen im Zulieferprozess ergeben. Vossloh
versucht, diese Risiken durch die Zusammenarbeit mit langjährigen Partnern vor Ort
zu minimieren. Trotz der sorgfältigen Auswahl der Lieferanten, einer laufenden Betreuung
dieser Zulieferer und des Aufbaus alternativer Bezugsmöglichkeiten können zukünftige
Risiken im Beschaffungs-prozess zwar begrenzt, aber nicht ausgeschlossen werden.
Innerhalb des Wertschöpfungsprozesses sind die Konzernunternehmen der Gefahr von Betriebsunterbrechungen,
Qualitätsproblemen sowie Arbeitssicherheits- und Umweltrisiken ausgesetzt. Vossloh
vermeidet oder reduziert diese Risiken durch umfassende Richtlinien und Verfahrensanweisungen
zum Projekt- und Qualitätsmanagement, zur Produkt- und Arbeitssicherheit sowie zum
Umweltschutz. Wesentliche Standorte im Vossloh-Konzern sind nach DIN ISO 9001 (Qualitätsmanagement)
zertifiziert. Zudem erfüllen die großen Standorte die Kriterien der Umweltmanagementnorm
ISO 14001, so zum Beispiel auch der chinesische Standort für Schienenbefestigungen.
Im Zuge der Auftragsabwicklung entstehen Risiken aus der Komplexität von Projekten.
Hierunter fallen unerwartete technische Schwierigkeiten, unvorhersehbare Entwicklungen
an den Projektstandorten, Probleme bei Partner- oder Subunternehmen, logistische Herausforderungen
sowie Verschiebungen der Abnahme- und Abrechnungszeitpunkte.
Die Risiken können zu Mehraufwendungen oder Vertragsstrafen führen. Durch eine entsprechende
Gestaltung der Verträge und ein umfassendes Projekt- und Qualitätsmanagement lassen
sich diese Risiken zwar begrenzen, aber nicht vollständig ausschließen. Insbesondere
der Geschäftsbereich Transportation sieht sich dieser Art von Risiken ausgesetzt.
Chancen können vereinzelt aus einer nicht vollständigen Inanspruchnahme gebildeter
Risikovorsorgen entstehen.
Für die 2010 aufgetretenen und noch bestehenden Projektrisiken wurden entsprechend
den Vorschriften nach IFRS Risikovorsorgen gebildet.
Das Konzern-Treasury überwacht und steuert die finanziellen Risiken und optimiert
die Konzernfinanzierung. Ziele, Grundsätze, Aufgaben und Kompetenzen folgen festgelegten
Richtlinien. Vorrangiges Ziel ist die Begrenzung finanzieller Risiken, um den Bestand
und die Ertragskraft des Vossloh-Konzerns zu sichern. Damit sind andererseits auch
potenzielle Chancen äußerst limitiert. Bei der Steuerung der Kapitalstruktur orientiert
sich Vossloh an den Kennzahlen für Unternehmen mit Investment-Grade-Rating.
Derivative Finanzinstrumente setzt Vossloh ausschließlich zur Absicherung von konkreten
Risiken aus bestehenden oder absehbaren Grundgeschäften ein. Dabei handelt es sich
ausschließlich um im Vorhinein genehmigte, marktgängige Finanzinstrumente. Die Funktionen
Handel, Abwicklung und Controlling sind voneinander getrennt. Detaillierte Angaben
zu den bestehenden derivativen Finanzinstrumenten finden Sie im Anhang auf Seite 172
ff. Im Einzelnen werden folgende Finanzrisiken gesteuert: Liquiditätsrisiken, Risiken
aus Zahlungsstromschwankungen (Cashflow-Risiken), Preisänderungsrisiken und Ausfallrisiken.
Liquiditätsrisiken können entstehen, wenn der Konzern nicht in der Lage sein sollte,
die notwendigen Finanzmittel zu beschaffen, um fällige Verpflichtungen fristgerecht
und uneingeschränkt begleichen zu können. Die Liquiditätssicherung einschließlich
der Berücksichtigung von Reserven für potenzielle Sonderfaktoren ist bei Vossloh Bestandteil
der kontinuierlichen Liquiditätssteuerung. Ein konzerninterner Finanzausgleich im
Rahmen des Cash Poolings und durch Intercompany-Darlehen optimiert die Nutzung der
Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften für den Finanzierungsbedarf
anderer. Zum 31. Dezember 2010 verfügte der Vossloh-Konzern über Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente sowie kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 75,9 Mio.€. Darüber
hinaus verfügte Vossloh über bilateral zugesagte freie Kreditlinien in Höhe von weiteren
252,3 Mio.€, im Wesentlichen mit einer Fälligkeit von bis zu einem Jahr.
Eine Refinanzierung der wesentlichen Position der Fremdmittelaufnahme steht erst in
den Jahren 2014 und 2016 an. Aufgrund des sehr niedrigen Net Gearings bestehen weder
Finanzierungs- noch Liquiditätsengpässe.
Änderungen des zukünftigen Zinsniveaus können bei variabel verzinslichen Vermögens-
und Schuldposten Schwankungen der Zahlungsströme hervorrufen. Dieses Risiko sichert
Vossloh gegebenenfalls durch den Einsatz von Zinsswaps ab. Regelmäßig wird analysiert,
wie sich Änderungen des Zinsniveaus auf die Zahlungsströme auswirken. Derzeit ergibt
sich für den Vossloh-Konzern kein nennenswertes Zinsänderungsrisiko.
Preisänderungsrisiken resultieren daraus, dass sich der Wert eines Finanzinstruments
wegen höherer oder niedrigerer Marktzinssätze oder Wechselkurse ändert. Mit dem Ziel,
das niedrige Zinsniveau langfristig zu sichern, wurde die Konzernfinanzierung 2004
neu strukturiert. Durch ein US-Private-Placement wurden langfristige Fremdmittel in
Höhe von 240,0 Mio.US-$ - entsprechend rund 200 Mio.€ - mit Laufzeiten von zehn beziehungsweise
zwölf Jahren aufgenommen. Im Sinne eines aktiven Risikomanagements wurden die Zins-
und Kapitalströme durch Zins- und Währungsswaps vollständig in Euro gesichert. Details
hierzu können dem Anhang auf Seite 180 f. entnommen werden. Bestehende wie zukünftig
erwartete Verbindlichkeiten oder Forderungen in Fremdwährungen werden in der Regel
mit Devisentermingeschäften abgesichert.
Ausfallrisiken ergeben sich, wenn der Vertragspartner bei einem Geschäft seinen Verpflichtungen
nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann und dadurch bei Vossloh finanzielle
Verluste verursacht. Der Konzern minimiert das Ausfallrisiko durch die Beschränkung
auf Vertragspartner mit guter bis sehr guter Bonität, wobei die Bewertung im Wesentlichen
auf den Urteilen internationaler Rating-Agenturen basiert. Zum Jahresende 2010 verteilten
sich die Geldanlagen sowie die derivativen Finanzinstrumente mit positiven Marktwerten
zu 37 % auf Vertragspartner mit einem Rating von AA+ bis AA-, zu 46 % auf Vertragspartner
mit einem Rating von A+ bis A-, zu 15 % auf Vertragspartner mit einem Rating von BBB+
und zu 2 % auf Vertragspartner mit einem Rating von BB beziehungsweise ohne Rating.
Die Rating-Einstufungen der Kreditinstitute haben sich im Berichtsjahr im Wesentlichen
nicht verändert. Geldanlagen in Deutschland werden hauptsächlich bei Bankpartnern
getätigt, die dem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind. Zudem erfolgt eine breite
Risikostreuung durch die Verteilung von Geldanlagen des Konzerns auf eine Vielzahl
von Kreditinstituten. Abhängigkeiten von einzelnen Kreditinstituten bestanden und
bestehen nicht.
Bei unseren Kunden handelt es sich häufig noch um öffentliche Auftraggeber. In diesen
Fällen wird das Ausfallrisiko in der Regel als sehr gering eingestuft.
Im Exportgeschäft werden die Geschäfte üblicherweise mit Dokumentenakkreditiven abgewickelt
und dadurch das Ausfallrisiko abgesichert.
Insgesamt entstanden 2010 keine wesentlichen Ergebniseinflüsse aus finanziellen Risiken.
Rechtliche Risiken umfassen für Vossloh insbesondere Reklamationen, Garantieansprüche,
Schadensersatzforderungen und Rechtsstreitigkeiten. Erkennbare Risiken werden entweder
durch Versicherer gedeckt oder - sofern die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen
- durch ausreichende Rückstellungen in der Bilanz berücksichtigt. Dennoch ist nicht
auszuschließen, dass Schäden entstehen können, die nicht oder nicht ausreichend versichert
sind oder die deutlich über die gebildeten Rückstellungen hinausgehen. Andererseits
können sich vereinzelt Chancen aus einer nicht vollständigen Inanspruchnahme gebildeter
Risikovorsorgen ergeben.
Insgesamt gab es 2010 keine wesentliche negative Beeinflussung des Konzernergebnisses
durch rechtliche Risiken.
Die sonstigen Risiken setzen sich primär aus Personal- und Informationstechnologierisiken
zusammen. Die wirtschaftliche Lage des Konzerns kann durch eine nicht adäquate personelle
Ausstattung, zum Beispiel durch einen Mangel an Führungs- und Fachkräften, negativ
beeinflusst werden. Darüber hinaus können sich Personalrisiken aus einer hohen Fluktuation
von Leistungsträgern und einem unzureichenden Ausbildungsstand sowie durch von Mitarbeitern
verursachte Fehler oder Diebstähle ergeben. Diesen Risiken begegnet Vossloh mit einer
Vielzahl von Maßnahmen. Hierzu zählt insbesondere, dass sich das Unternehmen als attraktiver
Arbeitgeber positioniert, um so im Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter zu
bestehen. Interne Weiterbildungsmaßnahmen qualifizieren Mitarbeiter fortlaufend, und
attraktive Vergütungsstrukturen erhöhen die Chancen, Beschäftigte langfristig an das
Unternehmen zu binden. Eine komplexe und leistungsfähige Informationstechnologie hat
einen entscheidenden Einfluss auf die Steuerung der operativen und strategischen Geschäftsprozesse.
Technische und organisatorische Vorkehrungen minimieren Risiken im Zusammenhang mit
der Verlässlichkeit, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit der in den Informationssystemen
gespeicherten Daten. Gleichzeitig gewährleisten sie eine effiziente Informationsverarbeitung.
Sonstige Risiken hatten 2010 keinen wesentlichen Einfluss auf das Konzernergebnis.
Sämtliche beschriebenen Risiken und Chancen, denen der Vossloh-Konzern ausgesetzt
ist, unterliegen hinsichtlich ihrer Einflüsse auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
einer permanenten Kontrolle und Steuerung. Für die derzeit bekannten Risiken wurden
entsprechend den Vorschriften nach IFRS Risikovorsorgen gebildet. Darüber hinaus bestehende
Risiken und Chancen werden - soweit hinreichend konkretisiert - in den aktuellen Jahresprognosen
berücksichtigt. Aus derzeitiger Sicht ergibt sich weder aus einzelnen Risiken noch
aus der Gesamtheit aller zurzeit bekannten Risiken unter Substanz- und Liquiditätsaspekten
eine Bestandsgefährdung des Vossloh-Konzerns oder einzelner Gesellschaften. Das vorhandene
Konzerneigenkapital erhöhte sich im Betrachtungszeitraum. Wesentlicher Treiber war
der Konzernüberschuss; gegenläufig wirkte sich die Dividendenausschüttung aus. Das
vorhandene Konzerneigenkapital liegt deutlich über dem Eigenkapitalanteil, der zur
Deckung potenzieller Risiken mindestens vorgehalten werden muss.
Der Risiko- und Chancenbericht bezieht sich auf die Lage des Konzerns zum Zeitpunkt
der Aufstellung des Konzernlageberichts.
Wie zuvor im Bericht zum Risiko- und Chancenmanagement erläutert, ist zur Sicherstellung
der konzernweiten systematischen Risikofrüherkennung im Vossloh-Konzern ein "Überwachungssystem
zur Früherkennung existenzgefährdender Risiken" gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtet,
um existenzgefährdende und über den ursprünglich gesetzlich formulierten Umfang hinaus
auch sonstige Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu steuern und zu überwachen. Der Konzernabschlussprüfer
beurteilt gemäß § 317 Abs. 4 HGB die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems.
Das hier erläuterte interne Kontrollsystem im Vossloh-Konzern umfasst alle Grundsätze,
Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der
Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen
rechtlichen Vorschriften.
Verantwortlich für das interne Kontrollsystem sind auf Konzernebene im Wesentlichen
die Holdingbereiche Revision, Controlling, Konzernrechnungswesen, Treasury sowie Recht.
Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen sind Elemente eines
internen Überwachungssystems. Neben manuellen Prozesskontrollen - zum Beispiel dem
Vier-Augen-Prinzip - sind auch die IT-Prozesse ein wesentlicher Teil der prozessintegrierten
Maßnahmen. Des Weiteren werden durch den Konzernbereich Recht prozessintegrierte Überwachungen
sichergestellt.
Der Aufsichtsrat, hier insbesondere der Prüfungsausschuss, die Revision der Vossloh
AG und die dezentral auf der Ebene der Führungsgesellschaften der Geschäftsfelder
beauftragten Mitarbeiter sind mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten betraut.
Der Abschlussprüfer/ Konzernabschlussprüfer ist mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten
in das Kontrollumfeld des Vossloh-Konzerns einbezogen. Insbesondere die Prüfung des
Jahres- und Konzernabschlusses sowie die Schwerpunktprüfungen im Rahmen der Vorprüfung
des Jahresabschlusses bilden wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen
im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess/Konzernrechnungslegungsprozess.
Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen
der Vossloh AG durch derzeit unterschiedliche lokale Buchhaltungssysteme. Zur Aufstellung
des Konzernabschlusses der Vossloh AG werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen
Einzelabschlüsse durch weitere Informationen zu standardisierten Berichtspaketen ergänzt,
die dann durch sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Konzernunternehmen zunächst
in das Berichtssystem Cognos Controller eingestellt werden. In diesem System erfolgen
auch die Konsolidierung sowie die Bereitstellung zusätzlicher Managementinformationen.
Im Vossloh-Konzern läuft derzeit ein auf mehrere Jahre angelegtes SAP-Projekt. Es
hat zum Ziel, alle am Rechnungslegungsprozess Beteiligten in einem einheitlichen System
des Herstellers SAP zusammenzuführen. Das standardisierte IT-System ermöglicht zentralen
Zugriff sowie zentral initiierte Kontrollen. Bislang wurde das neue System in der
Vossloh AG sowie in den Geschäftsfeldern Fastening Systems und Electrical Systems
eingeführt.
Die Erstellung der Abschlüsse erfordert eine Reihe von Annahmen und Schätzungen. Solche
Schätzungen haben Einfluss auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden
und Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie auf die Erfassung der Erträge
und Aufwendungen des Berichtszeitraums. Aus dem Gebrauch oder dem Missbrauch notwendiger
Ermessensspielräume können sich konzernrechnungslegungsbezogene Risiken ergeben.
Das Handbuch Konzernberichtswesen des Vossloh-Konzerns regelt auf Basis der Vorschriften
zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) die
einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Vossloh-Konzernabschluss
einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen
und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie
Anhang bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen. Das Handbuch regelt
auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung
des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften
zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt.
Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines
standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Das Handbuch Konzernberichtswesen
wird regelmäßig überarbeitet und fortentwickelt. Neue beziehungsweise überarbeitete
Versionen werden den am Konzernrechnungslegungsprozess Beteiligten zeitnah zur Verfügung
gestellt.
Nach dezentraler Erfassung buchhalterischer Vorgänge in den Konzerngesellschaften
erfolgt die Durchsicht der monatlichen Abschlüsse auf der Ebene der Führungsgesellschaft
des jeweiligen Geschäftsfelds. Anhaltspunkte für Kontrollen sind, neben einer zufälligen
Auswahl, insbesondere größere oder ungewöhnliche Geschäftsvorfälle. Konzernweite Richtlinien
existieren beispielsweise für Investitionen, Angebotsabgaben und Risikomanagement.
Die Gesellschaften und Geschäftsfelder des Vossloh-Konzerns sind ferner angehalten,
dezentral wesentliche Bereiche mit Richtlinien zu regeln. Die Konzernrevision prüft
alle Richtlinien und initiiert gegebenenfalls Änderungsnotwendigkeiten.
Des Weiteren erfolgen auf Konzernebene auch die Aufbereitung und Aggregation weiterer
Daten für die Erstellung externer Informationen in Anhang und Lagebericht (einschließlich
wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag).
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im Vossloh-Konzern
festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige
Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie
deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.
Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle
Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht
ausgeschlossen werden, sodass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme
keine absolute Sicherheit gewährleisten kann.
Die getroffenen Aussagen beziehen sich nur auf die in den Konzernabschluss der Vossloh
AG einbezogenen Tochterunternehmen, bei denen die Vossloh AG mittelbar oder unmittelbar
über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, sowie
die Vossloh AG selbst.
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist ab Seite 42 dieses Geschäftsberichts abgedruckt
und Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Der Geschäftsbericht ist dauerhaft
über die Webseite der Vossloh AG (www.vossloh.com) zugänglich.
Bis zum Stichtag der Aufstellung des Konzernabschlusses traten keine Ereignisse ein,
die bewirken, dass von der dargestellten Lage nicht auf die zukünftige Lage des Konzerns
geschlossen werden kann.
Für die Jahre 2011 und 2012 ist mit einer Fortsetzung der konjunkturellen Erholung
zu rechnen. So geht der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2011 von einem weltweiten
Wirtschaftswachstum von 4,4 % und einem Zuwachs von 4,5 % in 2012 aus. In den für
Vossloh besonders relevanten Märkten des Euro-Raums, in China, Nordamerika und der
Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) erwartet der IWF gleichfalls stabile Wachstumsraten.
Während für die Länder der Euro-Zone - getragen vor allem von einem fortgesetzten
Aufschwung in Deutschland - für 2011 und 2012 mit Wachstumsraten von 1,5 % beziehungsweise
1,7 % gerechnet wird, betragen die für die USA prognostizierten Zuwächse 3,0 % beziehungsweise
2,7 %. Für die GUS geht der IWF von Wachstumsraten von 4,7 % 2011 und 4,6 % 2012 aus.
Für China wird mit einem Plus von 9,6 % beziehungsweise 9,5 % gerechnet. Vossloh erzielt
in den aufgezeigten Regionen knapp drei Viertel des gesamten Konzernumsatzes.
Getragen von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, soll auch das weltweite Handelsvolumen
in den kommenden Jahren deutlich zulegen. So erwartet der IWF für das Jahr 2011 einen
Zuwachs von 7,1 % und für das Jahr darauf von 6,8 %. Das Handelsvolumen und die damit
zusammenhängende Nachfrage nach Transportleistungen gehören zu den wesentlichen Treibern
der Märkte für Bahntechnik. Zudem werden diese Märkte in den kommenden Jahren von
der anhaltenden Urbanisierung sowie der zunehmenden Bedeutung ökologischer Fragestellungen
profitieren können.
Der europäische Verband der Bahnindustrie prognostiziert in seiner "Worldwide Rail
Market Study 2010" bis 2015/2016 ein jährliches Wachstum der Märkte für Bahntechnik
von durchschnittlich rund 2,3 %. In dieser von der Boston Consulting Group (BCG) durchgeführten
Auftragsstudie wird das Volumen des zugänglichen Marktes auf derzeit 95 Mrd.€ beziffert.
Bis 2015/2016 soll dieser Markt auf dann 112 Mrd.€ wachsen.
Das Volumen des weltweiten Bahn-Infrastrukturmarktes wird in dem Papier mit derzeit
rund 20 Mrd.€ angegeben. In der regionalen Verteilung stellen Westeuropa mit 6,6 Mrd.€,
Nordamerika (Kanada, USA und Mexiko) mit 5,6 Mrd.€ und der asiatisch-pazifische Raum
mit 4,9 Mrd.€ die größten Teilmärkte für Bahn-Infrastrukturprodukte und -dienstleistungen
dar. Die durchschnittliche Wachstumsrate für die kommenden Jahre wird mit 0,7 % angegeben.
Hierbei rechnen die Experten vor allem in der GUS und in Mittel- und Südamerika mit
überdurchschnittlichen Zuwächsen. Risiken könnten sich in den kommenden Jahren aus
möglicherweise reduzierten Investitionen in die Schieneninfrastruktur in China ergeben.
Der zugängliche Markt für Schienenfahrzeuge wird in der Studie mit knapp 37 Mrd.€
beziffert, wobei die größten Anteile mit 40 % auf den Raum Asien/Pazifik und mit 28
% auf Westeuropa entfallen. Die Prognose für das Marktwachstum in den kommenden Jahren
liegt bei durchschnittlich 2,5 %.
Überdurchschnittlich zulegen werden insbesondere Osteuropa und die GUS aufgrund eines
hohen Ersatzbedarfes sowie Amerika aufgrund des zunehmenden Frachtaufkommens.
Vossloh geht in seinen Annahmen für die Jahre 2011 und 2012 davon aus, im Bereich
der Bahn-Infrastruktur wie in der Vergangenheit stärker wachsen zu können als der
Gesamtmarkt. In den vergangenen sechs Jahren lag das Wachstum von Vossloh deutlich
über dem des Weltmarktes für Bahn-Infrastrukturprodukte, das durchschnittlich 4,6
% betrug. Während für den Gesamtmarkt in den nächsten Jahren ein durchschnittliches
Wachstum von 0,7 % erwartet wird, geht Vossloh von einer durchschnittlichen jährlichen
Wachstumsrate von etwa 5 % aus. Vor allem in Asien erwarten wir, im Bereich der Bahn-Infrastruktur
überdurchschnittlich wachsen zu können. Auch für den Geschäftsbereich Transportation
gehen wir bis 2012 von durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten aus, die über
den für den Gesamtmarkt prognostizierten 2,5 % liegen.
Zum Wachstum im Geschäftsbereich Rail Infrastructure soll auch die fortgesetzte Internationalisierung
beitragen. Vossloh will in den kommenden Jahren unter anderem insgesamt rund 15 Mio.€
in den Aufbau einer Fertigung für Schienenbefestigungen in Russland investieren. In
China ist der Aufbau einer Fertigung von Weichensystemen für Nahverkehrs- und Industriebahnen
mit chinesischen Partnern vereinbart. Der auf Vossloh entfallende Anteil der Investitionssumme
beträgt ebenfalls rund 15 Mio.€. Im Geschäftsfeld Rail Services wird die Weiterentwicklung
des Hochgeschwindigkeitsschleifens (High Speed Grinding) planmäßig vorangetrieben,
um diese Dienstleistung zukünftig auch international anbieten zu können. Hierfür sind
Investitionen von rund 13 Mio.€ vorgesehen. Darüber hinaus sind für die Jahre 2011
und 2012 an vielen Standorten des Geschäftsbereichs Investitionen zum Ausbau der Kapazitäten
und zur Modernisierung der Fertigung geplant.
Der Geschäftsbereich Transportation sieht sich vor allem in den Bereichen Güterverkehr
und öffentlicher Nahverkehr gut positioniert. Für beide Bereiche ist in den kommenden
Jahren von einem deutlichen Wachstum auszugehen. Vor allem die neu entwickelten Produkte
sind Erfolg versprechend. Die neue Familie der Mittelführerhaus-Lokomotiven aus Kiel
basiert auf einem modularen Plattformkonzept. Die vom Lokstandort gemeinsam mit dem
Geschäftsfeld Electrical Systems entwickelten dieselelektrischen Antriebe erhöhen
nicht nur die Wertschöpfungstiefe, sondern ermöglichen Vossloh erstmals auch einen
Zugang zu den wachstumsstarken Märkten in Osteuropa, im Nahen Osten und in Nordafrika.
Gleichzeitig erfüllen die neuen Lokomotiven auch die geänderten gesetzlichen Anforderungen
unter anderem hinsichtlich der Crash-Festigkeit, des Lärmschutzes und der Emissionsbegrenzung.
Die Investitionen in die Entwicklung der modularen Mittelführerhaus-Lokfamilie, die
2012 abgeschlossen sein soll, betragen insgesamt 24 Mio.€. Davon sind 6 Mio.€ für
2011 vorgesehen.
Nach der wirtschaftlichen Krise der Vorjahre zeigt sich seit der zweiten Hälfte 2010
eine wieder deutlich anziehende Nachfrage nach Lokomotiven des Kieler Standortes.
Auch der Lokstandort in Valencia sieht sich durch neue Produkte gut gerüstet. Neben
der EURO 4000 wurde mit der EUROLIGHT eine Lok für Strecken mit begrenzten Achslasten
entwickelt. Hierdurch wird der Zugang zu Märkten mit niedrigen zulässigen Achslasten
gewährleistet, wie sie zum Beispiel in Osteuropa, Südeuropa und auf Nebenstrecken
in westeuropäischen Märkten anzutreffen sind.
Das Investitionsvolumen für die Entwicklung dieser Lok beträgt insgesamt 11 Mio.€,
wovon 3 Mio.€ auf 2011 entfallen werden. Neben der Train-Tram und den Metros wird
das Produktportfolio im Bereich Nahverkehrsbahnen 2011 um eine gemeinsam mit dem Geschäftsfeld
Electrical Systems entwickelte, erste komplette Straßenbahn aus dem Hause Vossloh
erweitert werden. Die Gesamtinvestitionen hierfür betragen 14 Mio.€, von denen 6 Mio.€
2011 anfallen werden. Beide Entwicklungsprojekte sollen im Wesentlichen 2011 abgeschlossen
werden. Im Gegensatz zum Kieler Standort war die Nachfrage am Lokstandort in Valencia
2010 infolge der wirtschaftlichen Krise noch schwach. Von daher rechnen wir 2011 auch
mit einem deutlich geringeren Umsatzniveau als in den Vorjahren. Allerdings gehen
wir für 2011 auch von einer wieder anziehenden Nachfrage aus. So konnte bereits Anfang
2011 ein Großauftrag zur Lieferung von 15 EURO 3000- und 14 EURO 4000-Lokomotiven
verzeichnet werden.
Insgesamt wird Vossloh 2011 und 2012 90 Mio.€ bzw. rund 60 Mio.€. zur Forcierung des
organischen Wachstums und zur Stärkung der Marktposition investieren. In beiden Jahren
werden somit erneut die Abschreibungen von rund 40 Mio.€ bzw. 45 Mio.€ deutlich übertroffen
werden.
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2010 | 2011p |
| Umsatz | Mrd.€ | 1,35 | rund 1,4 |
| EBIT | Mio.€ | 152,1 | > 160 |
| EBIT-Marge | % | 11,3 | 11 bis 11,5 |
| ROCE | % | 17,2 | rund 17 |
| Wertbeitrag | Mio.€ | 54,8 | rund 65 |
| Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten | € | 6,92 | rund 7,20 |
p = Prognose
Der Vossloh-Konzern geht davon aus, den Rekordumsatz des Jahres 2010 in den Jahren
2011 und 2012 noch zu übertreffen. Für 2011 wird mit Umsatzerlösen in Höhe von rund
1,4 Mrd.€ gerechnet (2010: 1,35 Mrd.€). Für 2012 plant Vossloh mit Umsatzerlösen von
rund 1,5 Mrd.€. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird 2011 bei über 160
Mio.€ liegen. Für das Jahr 2012 rechnet Vossloh mit einem EBIT von über 170 Mio.€.
Die EBIT-Marge soll demnach in beiden Jahren unverändert gegenüber 2010 zwischen 11,0
% und 11,5 % liegen und damit über der gesetzten Schwelle von 10 % bleiben. Der Konzernüberschuss
soll von 95 Mio.€ 2011 auf etwa 100 Mio.€ 2012 steigen. Das Ergebnis je Aktie wird
demnach 2012 rund 7,50 € gegenüber 7,20 € im Jahr 2011 betragen. Der Wertbeitrag als
zentrale Steuerungsgröße des Konzerns soll trotz der geplanten hohen Investitionen
von rund 55 Mio.€ 2010 auf rund 65 Mio.€ 2011 beziehungsweise 75 Mio.€ 2012 steigen.
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2010 | 2011p |
| Working Capital (Stichtag) | Mio.€ | 258,0 | rund 260 |
| Working-Capital-Intensität (Stichtag) | % | 19,1 | rund 19 |
| Investitionen* | Mio.€ | 57,9 | rund 90 |
| Capital Employed (Durchschnitt) | Mio.€ | 884,5 | 900 bis 950 |
| Nettofinanzschuld | Mio.€ | 136,6 | 100 bis 150 |
| Net Gearing | % | 23,5 | 20 bis 25 |
p = Prognose
*
Ohne Akquisitionen, ohne langfristige Finanzinstrumente
Das Working Capital soll Ende 2011 mit rund 260 Mio.€ auf dem Niveau des Jahres 2010
liegen. Für 2012 wird aufgrund der Umsatzentwicklung ein weiterer Anstieg unterstellt.
Die stichtagsbezogene Working-Capital-Intensität wird somit 2011 unverändert 19 %
betragen. Für das durchschnittliche Capital Employed erwarten wir 2011 einen Anstieg
auf 900 Mio.€ bis 950 Mio.€. 2012 soll sich das Capital Employed nochmals leicht erhöhen.
Der Return on Capital Employed (ROCE) wird demnach im Geschäftsjahr 2011 bei etwa
17 % liegen und 2012 auf 18 % steigen. In beiden Geschäftsjahren wird er damit deutlich
unseren Zielwert von 15 % übertreffen.
Trotz der hohen Investitionen wird die Verschuldung des Konzerns 2011 und 2012 in
einem konservativen Rahmen bleiben. Das Net Gearing soll zwischen 20 % und 25 % betragen.
Die Nettofinanzschuld wird in beiden Jahren in einer Größenordnung zwischen 100 und
150 Mio.€ liegen.
Neben den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fließen in die Umsatzplanung
von Vossloh vor allem geschäftsfeldspezifische Annahmen ein, die unter anderem Produktperspektiven,
das erwartete Verhalten der Wettbewerber, Projektwahrscheinlichkeiten sowie Marktchancen
und -risiken in einzelnen Regionen betreffen. Im Vergleich zu anderen Industrien hat
die Bahnbranche eine verlässlichere Sichtweite für die eigenen Planungen. Die Vossloh-Kunden
sind öffentliche und private Nah- und Fernverkehrsbetreiber, die Investitionen nach
langfristigen Entscheidungsprozessen und anhand längerfristiger Finanzierungsrahmen
tätigen. Als Partner begleiten wir unsere Kunden über Jahre hinweg. Gemeinsam mit
ihnen entwickeln und planen wir spezifische Lösungen für individuelle Produkterfordernisse.
Dies bringt in der Regel lange Liefer- und Projektlaufzeiten mit sich. Dementsprechend
haben unsere Auftragsbestände eine mehrmonatige Reichweite; zum Teil decken vergebene
Aufträge Zeiträume von mehreren Jahren ab. Risiken können sich unter anderem aus einem
zum Teil zyklischen Ausgabeverhalten der öffentlichen und privaten Kunden in den einzelnen
Märkten ergeben. So könnte sich auch der Zwang zur Konsolidierung der öffentlichen
Haushalte in einzelnen Regionen negativ auf die Bahntechnikmärkte auswirken. Schwankungen
in einzelnen Regionen konnten die Geschäftsfelder von Vossloh in der Vergangenheit
zumeist durch ihre weltweite Präsenz ausgleichen. Diese wurde in den letzten Jahren
durch die Erschließung neuer Märkte vor allem in Asien, Nordamerika und Osteuropa
weiter ausgeweitet. So sind im Geschäftsbereich Rail Infrastructure in den letzten
Jahren maßgebliche Akquisitionen und Standortgründungen auch in diesen Regionen erfolgt
oder sind für die kommenden Jahre geplant. Allerdings ist der Eintritt in neue Märkte
neben den sich bietenden Chancen auch mit zusätzlichen Risiken verbunden. Diese können
vor allem aus politischen und gesellschaftlichen Instabilitäten oder aus rechtlichen
Unsicherheiten entstehen. So konnte Vossloh im August 2010 im Zuge des Neubaus des
libyschen Bahnnetzes zwei Großaufträge im Gesamtwert von 115 Mio.€ gewinnen. Im Zuge
der gewaltsamen Auseinandersetzungen in Libyen Anfang 2011 sind die Lieferungen auf
Aufforderung des Generalunternehmers vorläufig eingestellt worden. Der Umsatzausfall
von bis zu rund 70 Mio.€ 2011 soll durch Mehrumsätze in anderen Regionen im Wesentlichen
kompensiert werden. Zu den weiteren Risiken, die Einfluss auf die dargestellte Mittelfristplanung
nehmen könnten, wird auf die Ausführungen in der Risikoberichterstattung (Seite 104
ff.) verwiesen.
Das Ergebnis der Vossloh AG als reiner Management- und Finanzholding wird maßgeblich
beeinflusst durch die Verwaltungskosten und das Finanzergebnis. Die Verwaltungskosten
sollen in den Jahren 2011 und 2012 auf dem bisherigen Niveau bleiben.
Organisches Wachstum steht ebenso im Fokus der Zielsetzungen von Vossloh für die kommenden
Jahre wie die Suche nach gezielten Akquisitionen, die das bestehende Portfolio strategisch
gut ergänzen. Dies betrifft sowohl mögliche geografische Erweiterungen im Bereich
Weichen als auch zusätzliche Produkte und Dienstleistungen in der Schieneninfrastruktur
sowie im Geschäftsbereich Transportation. Solche Akquisitionen sollen zum einen die
Wertschöpfungsstrukturen des Konzerns optimieren und zum anderen zusätzliche Wachstumschancen
für die Vossloh-Gruppe erschließen. Größere Akquisitionen sollen die Kernkompetenzen
des Konzerns in den Bereichen Mobilität und Verkehr sinnvoll ergänzen. Grundsätzlich
sollen Akquisitionen von Anfang an die Konzernvorgaben erfüllen und zum wertorientierten
Wachstum beitragen. Die Mittelfristplanung in der dargestellten Form berücksichtigt
allein das angestrebte organische Wachstum.
| Mio.€ | Anhang | 2010 | 2009 |
| Umsatzerlöse | (1) | 1.351,3 | 1.173,7 |
| Herstellungskosten | (2.1) | -1.055,9 | -916,3 |
| Vertriebs- und Verwaltungskosten | (2.2) | -157,7 | -134,2 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | (2.3) | -10,9 | -11,2 |
| Sonstiges Ergebnis | (3) | 24,2 | 26,0 |
| Betriebsergebnis |
|
151,0 | 138,0 |
| Beteiligungsergebnis aus assoziierten Unternehmen (at-equity) |
|
1,4 | -0,2 |
| Übrige Finanzerträge | (4) | 0,1 | 0,6 |
| Übrige Finanzaufwendungen | (5) | -0,4 | -0,5 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) |
|
152,1 | 137,9 |
| Zinserträge |
|
11,5 | 13,4 |
| Zinsaufwendungen |
|
-23,2 | -22,8 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) |
|
140,4 | 128,5 |
| Ertragsteuern | (6) | -34,6 | -31,8 |
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten | (7) | 5,3 | - |
| Konzernergebnis |
|
111,1 | 96,7 |
| davon entfallen auf Anteilseigner der Vossloh AG/Konzernüberschuss |
|
97,5 | 87,9 |
| davon entfallen auf Anteile Konzernfremder | (8) | 13,6 | 8,8 |
| Ergebnis je Aktie |
|
|
|
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie* (in €) | (9) | 7,32 | 6,57 |
|
|
2010 | 2009 |
| Konzernergebnis | 111,1 | 96,7 |
| Marktbewertung der Sicherungsinstrumente (Cashflow-Hedges) |
|
|
| Erfolgsneutrale Änderung | 2,9 | -12,7 |
| Erfolgswirksame Realisierung der sonstigen Eigenkapitalposten | -0,2 | 0,7 |
| Marktbewertung der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere |
|
|
| Erfolgsneutrale Änderung | 0,0 | 0,0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen |
|
|
| Erfolgsneutrale Änderung | 11,6 | 0,0 |
| Latente Steuern |
|
|
| auf direkt im Eigenkapital verrechnete Wertänderungen | -0,8 | 3,5 |
| Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen | 13,5 | -8,5 |
| Gesamtergebnis | 124,6 | 88,2 |
| davon entfallen auf Anteilseigner der Vossloh AG | 108,2 | 80,2 |
| davon entfallen auf Anteile Konzernfremder | 16,4 | 8,0 |
| Mio.€ | 2010 | 2009 | ||
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit |
|
|
|
|
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 152,1 |
|
137,9 |
|
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten | 5,3 |
|
- |
|
| Abschreibungen/Wertberichtigungen auf langfristige Vermögenswerte (saldiert mit Zuschreibungen) | 39,8 |
|
24,6 |
|
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | -9,5 |
|
21,3 |
|
| Bruttocashflow |
|
187,7 |
|
183,8 |
| Veränderung der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (soweit nicht zahlungswirksam) | -1,4 |
|
0,2 |
|
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 11,8 |
|
-4,7 |
|
| Ergebnis aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 0,3 |
|
-4,7 |
|
| Gezahlte Ertragsteuern | -34,7 |
|
-30,9 |
|
| Veränderung des Working Capitals | -7,3 |
|
-92,3 |
|
| Veränderungen sonstiger Aktiva und Passiva | -17,3 |
|
-6,5 |
|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit |
|
139,1 |
|
44,9 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit |
|
|
|
|
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -57,9 |
|
-39,5 |
|
| Investitionen in langfristige Finanzinstrumente | -6,6 |
|
-5,7 |
|
| Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 0,3 |
|
0,8 |
|
| Auszahlungen/Einzahlungen aus dem Kauf/Verkauf von kurzfristigen Wertpapieren | -0,4 |
|
-0,7 |
|
| Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Finanzinstrumenten | 1,0 |
|
0,1 |
|
| Auszahlungen aus der Erhöhung von Anteilen an assoziierten Unternehmen | -0,9 |
|
- |
|
| Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | -86,6 |
|
-7,3 |
|
| Cashflow aus Investitionstätigkeit |
|
-151,1 |
|
-52,3 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit |
|
|
|
|
| Veränderungen eigener Anteile | 0,4 |
|
-43,5 |
|
| Ein-/Auszahlungen aus Eigenkapitalveränderungen | 0,0 |
|
0,0 |
|
| Gezahlte Dividenden | -36,5 |
|
-45,9 |
|
| Nettofinanzierung aus kurzfristigen Krediten | -31,9 |
|
20,4 |
|
| Nettofinanzierung aus mittel- und langfristigen Krediten | 2,6 |
|
-1,4 |
|
| Erhaltene Zinsen | 16,7 |
|
9,1 |
|
| Gezahlte Zinsen | -23,1 |
|
-22,8 |
|
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit |
|
-71,8 |
|
-84,1 |
| Netto-Mittelzufluss/-abfluss | -83,8 |
|
-91,5 |
|
| Veränderung der liquiden Mittel aus der Erst-/Entkonsolidierung | 1,9 |
|
0,2 |
|
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 156,5 |
|
247,8 |
|
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 74,6 |
|
156,5 |
|
| Aktiva in Mio.€ | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Immaterielle Vermögenswerte | (10) | 406,2 | 322,1 |
| Sachanlagen | (11) | 162,0 | 121,6 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | (12) | 6,1 | 4,5 |
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (at-equity) | (13) | 5,5 | 0,4 |
| Übrige langfristige Finanzinstrumente | (14) | 11,0 | 9,6 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | (15) | 0,4 | 0,8 |
| Latente Steuerforderungen | (16) | 35,2 | 30,6 |
| Langfristige Vermögenswerte |
|
626,4 | 489,6 |
| Vorräte | (17) | 300,5 | 342,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (18) | 360,6 | 298,9 |
| Ertragsteuererstattungsansprüche | (19) | 6,2 | 3,8 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | (20) | 36,2 | 46,8 |
| Kurzfristige Wertpapiere | (21) | 1,3 | 0,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (22) | 74,6 | 156,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte |
|
779,4 | 848,8 |
| Vermögenswerte |
|
1.405,8 | 1.338,4 |
| Passiva in Mio.€ | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Gezeichnetes Kapital | (23.1) | 37,8 | 37,8 |
| Kapitalrücklagen | (23.2) | 42,7 | 42,7 |
| Eigene Anteile | (23.3) | -105,8 | -106,2 |
| Gewinnrücklagen | (23.4) | 467,7 | 410,5 |
| Konzerngewinnvortrag |
|
7,0 | 4,5 |
| Konzernüberschuss |
|
97,5 | 87,9 |
| Sonstige Eigenkapitalposten | (23.5) | 5,2 | -5,0 |
| Konzern-Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter |
|
552,1 | 472,2 |
| Anteile im Fremdbesitz | (23.6) | 27,9 | 20,4 |
| Eigenkapital |
|
580,0 | 492,6 |
| Pensionsrückstellungen | (24) | 11,7 | 9,7 |
| Langfristige Steuerrückstellungen | (25) | 0,0 | 2,7 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | (25) | 75,8 | 83,7 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | (26.1) | 187,0 | 167,9 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | (26.4) | 26,2 | 47,2 |
| Latente Steuerschulden | (16) | 36,9 | 24,3 |
| Langfristige Schulden |
|
337,6 | 335,5 |
| Kurzfristige Steuerrückstellungen | (25) | 10,1 | 3,8 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | (25) | 157,9 | 137,3 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | (26.1) | 25,5 | 59,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (26.2) | 204,9 | 229,9 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | (26.3) | 3,9 | 5,3 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (26.4) | 85,9 | 74,4 |
| Kurzfristige Schulden |
|
488,2 | 510,3 |
| Eigenkapital und Schulden |
|
1.405,8 | 1.338,4 |
| Mio.€ | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Eigene Anteile | Gewinnrücklagen | Konzerngewinnvortrag | Konzernüberschuss |
| Stand 1.1.2009 | 37,8 | 42,7 | -62,7 | 315,4 | 0,1 | 139,4 |
| Vortrag auf neue Rechnung |
|
|
|
|
139,4 | -139,4 |
| Einstellung in die Gewinnrücklage |
|
|
|
95,0 | -95,0 |
|
| Anteilsveränderungen |
|
|
|
-0,1 |
|
|
| Veränderung aus Erstkonsolidierung |
|
|
|
0,2 |
|
|
| Gesamtgewinn |
|
|
|
|
|
87,9 |
| Kapitalerhöhungen aus den Aktienoptionsprogrammen | 0,0 | 0,0 |
|
|
|
|
| Dividendenzahlungen |
|
|
|
|
-40,0 |
|
| Erwerb/Veräußerung von eigenen Anteilen |
|
|
-43,5 |
|
|
|
| Stand 31.12.2009 | 37,8 | 42,7 | -106,2 | 410,5 | 4,5 | 87,9 |
| Vortrag auf neue Rechnung |
|
|
|
|
87,9 | -87,9 |
| Einstellung in die Gewinnrücklage |
|
|
|
57,2 | -57,2 |
|
| Veränderung aus Entkonsolidierung |
|
|
|
|
-0,3 |
|
| Veränderung aus Erstkonsolidierung |
|
|
|
|
-1,3 |
|
| Gesamtgewinn |
|
|
|
|
|
97,5 |
| Kapitalveränderungen aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 2010 und den Aktienoptionsprogrammen | 0,0 | 0,0 |
|
|
|
|
| Dividendenzahlungen |
|
|
|
-26,6 |
|
|
| Veräußerung von eigenen Anteilen |
|
|
0,4 |
|
|
|
| Stand 31.12.2010 | 37,8 | 42,7 | -105,8 | 467,7 | 7,0 | 97,5 |
| Mio.€ | Sonstige Eigenkapitalposten | Eigenkapital ohne Fremdanteile | Anteile im Fremdbesitz | Gesamt |
| Stand 1.1.2009 | 3,1 | 475,8 | 16,9 | 492,7 |
| Vortrag auf neue Rechnung |
|
0,0 |
|
0,0 |
| Einstellung in die Gewinnrücklage |
|
0,0 |
|
0,0 |
| Anteilsveränderungen | -0,4 | -0,5 | 1,4 | 0,9 |
| Veränderung aus Erstkonsolidierung |
|
0,2 |
|
0,2 |
| Gesamtgewinn | -7,7 | 80,2 | 8,0 | 88,2 |
| Kapitalerhöhungen aus den Aktienoptionsprogrammen |
|
0,0 |
|
0,0 |
| Dividendenzahlungen |
|
-40,0 | -5,9 | -45,9 |
| Erwerb/Veräußerung von eigenen Anteilen |
|
-43,5 |
|
-43,5 |
| Stand 31.12.2009 | -5,0 | 472,2 | 20,4 | 492,6 |
| Vortrag auf neue Rechnung |
|
0,0 |
|
0,0 |
| Einstellung in die Gewinnrücklage |
|
0,0 |
|
0,0 |
| Veränderung aus Entkonsolidierung | -0,5 | -0,8 | -0,5 | -1,3 |
| Veränderung aus Erstkonsolidierung | 0,0 | -1,3 | 1,5 | 0,2 |
| Gesamtgewinn | 10,7 | 108,2 | 16,4 | 124,6 |
| Kapitalveränderungen aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 2010 und den Aktienoptionsprogrammen |
|
0,0 |
|
0,0 |
| Dividendenzahlungen |
|
-26,6 | -9,9 | -36,5 |
| Veräußerung von eigenen Anteilen |
|
0,4 |
|
0,4 |
| Stand 31.12.2010 | 5,2 | 552,1 | 27,9 | 580,0 |
|
|
|
Fastening Systems | Switch Systems | Rail Services | Konsolidierung | Rail Infrastructure |
| Wertbeitrag | 2010 | 54,3 | 5,2 | 6,7 | -0,1 | 66,1 |
|
|
2009 | 58,0 | 9,6 | - | -0,1 | 67,5 |
| Außenumsatzerlöse | 2010 | 363,6 | 438,7 | 84,7 | 0,1 | 887,1 |
|
|
2009 | 259,4 | 424,9 | - | 0,2 | 684,5 |
| Innenumsatzerlöse | 2010 | 5,8 | 0,3 | 0,1 | -1,8 | 4,4 |
|
|
2009 | 7,7 | 0,0 | - | -1,9 | 5,8 |
| Zinserträge | 2010 | 0,5 | 0,6 | 0,1 | 0,0 | 1,2 |
|
|
2009 | 0,2 | 0,6 | - | -0,1 | 0,7 |
| Zinsaufwendungen | 2010 | -3,5 | -3,1 | -1,9 | 0,0 | -8,5 |
|
|
2009 | -1,6 | -3,2 | - | -0,2 | -5,0 |
| Planmäßige Abschreibungen | 2010 | 4,7 | 9,9 | 10,9 | 0,0 | 25,5 |
|
|
2009 | 3,0 | 8,5 | - | 0,0 | 11,5 |
| Periodengewinn aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 2010 | 0,5 | - | 0,9 | - | 1,4 |
|
|
2009 | -0,2 | - | - | - | -0,2 |
| Ertragsteuern | 2010 | 17,2 | 16,0 | 4,3 | -0,1 | 37,4 |
|
|
2009 | 18,4 | 17,5 | - | -0,2 | 35,7 |
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten | 2010 | - | - | - | 5,3 | 5,3 |
|
|
2009 | - | - | - | - | - |
| Andere wesentliche zahlungsunwirksame Segmentaufwendungen | 2010 | 25,1 | 16,6 | 4,7 | 0,0 | 46,4 |
|
|
2009 | 14,8 | 18,6 | - | -0,2 | 33,2 |
| Wertminderungen auf immaterielle Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 2010 | 0,3 | - | - | - | 0,3 |
|
|
2009 | 0,0 | 0,0 | - | 0,0 | 0,0 |
| Wertaufholungen | 2010 | - | - | - | - | - |
|
|
2009 | - | - | - | - | - |
| Gesamtvermögen | 2010 | 218,3 | 423,0 | 113,6 | 197,5 | 952,4 |
|
|
2009 | 199,8 | 379,9 | - | 200,0 | 779,7 |
| Verbindlichkeiten | 2010 | 115,5 | 147,4 | 82,8 | 9,1 | 354,8 |
|
|
2009 | 127,6 | 152,9 | - | -0,5 | 280,0 |
| Investitionen in langfristige Vermögenswerte | 2010 | 12,1 | 14,2 | 3,0 | 0,0 | 29,3 |
|
|
2009 | 4,6 | 17,0 | - | 0,0 | 21,6 |
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 2010 | 0,9 | - | 4,6 | - | 5,5 |
|
|
2009 | 0,4 | - | - | - | 0,4 |
| Mitarbeiter im Periodendurchschnitt | 2010 | 503 | 2.333 | 319 | - | 3.155 |
|
|
2009 | 447 | 2.263 | - | - | 2.710 |
|
|
|
Transportation Systems | Electrical Systems | Konsolidierung | Transportation | Holdinggesellschaften |
| Wertbeitrag | 2010 | -9,0 | 15,7 | -0,1 | 6,6 | -14,4 |
|
|
2009 | 1,7 | 16,9 | 0,0 | 18,6 | -14,0 |
| Außenumsatzerlöse | 2010 | 304,8 | 153,2 | 0,1 | 458,1 | 0,3 |
|
|
2009 | 336,2 | 146,3 | 0,0 | 482,5 | 0,3 |
| Innenumsatzerlöse | 2010 | 0,0 | 6,8 | -5,2 | 1,6 | 0,9 |
|
|
2009 | 0,0 | 2,2 | -1,5 | 0,7 | 1,1 |
| Zinserträge | 2010 | 10,2 | 0,1 | 0,0 | 10,3 | 8,0 |
|
|
2009 | 11,1 | 0,7 | 0,0 | 11,8 | 6,7 |
| Zinsaufwendungen | 2010 | -6,3 | -1,4 | 0,0 | -7,7 | -15,2 |
|
|
2009 | -7,1 | -1,2 | 0,0 | -8,3 | -15,3 |
|
Planmäßige Abschreibungen |
2010 |
10,5 | 2,8 | 0,0 | 13,3 | 0,7 |
|
|
2009 | 9,8 | 2,4 | 0,0 | 12,2 | 0,9 |
| Periodengewinn aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen |
2010 | - | - | - | - | - |
|
|
2009 | - | - | - | - | - |
| Ertragsteuern | 2010 | 1,5 | 6,4 | 0,0 | 7,9 | -10,7 |
|
|
2009 | 2,5 | 6,1 | 0,0 | 8,6 | -10,1 |
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten | 2010 | - | - | - | - | - |
|
|
2009 | - | - | - | - | - |
| Andere wesentliche zahlungsunwirksame Segmentaufwendungen |
2010 | 23,9 | 18,6 | 0,0 | 42,5 | 6,9 |
|
|
2009 | 32,0 | 18,2 | 0,0 | 50,2 | 10,3 |
| Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
2010 | - | - | - | - | - |
|
|
2009 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Wertaufholungen | 2010 | - | - | - | - | 0,0 |
|
|
2009 | - | - | - | - | 0,1 |
| Gesamtvermögen | 2010 | 417,6 | 174,1 | -2,1 | 589,6 | 848,9 |
|
|
2009 | 403,0 | 170,4 | -1,8 | 571,6 | 812,2 |
| Verbindlichkeiten | 2010 | 160,7 | 58,5 | -2,1 | 217,1 | 391,9 |
|
|
2009 | 176,5 | 65,4 | -1,8 | 240,1 | 365,1 |
| Investitionen in langfristige Vermögenswerte |
2010 | 22,4 | 2,8 | 0,0 | 25,2 | 3,4 |
|
|
2009 | 15,2 | 4,2 | 0,0 | 19,4 | 0,9 |
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen |
2010 | - | - | - | - | - |
|
|
2009 | - | - | - | - | - |
| Mitarbeiter im Periodendurchschnitt | 2010 | 1.144 | 637 | - | 1.781 | 48 |
|
|
2009 | 1.358 | 598 | - | 1.956 | 51 |
|
|
|
Konsolidierung | Konzern |
| Wertbeitrag | 2010 | -3,5 | 54,8 |
|
|
2009 | -8,4 | 63,7 |
| Außenumsatzerlöse | 2010 | 0,0 | 1.345,5 |
|
|
2009 | 0,0 | 1.167,3 |
| Innenumsatzerlöse | 2010 | -1,1 | 5,8 |
|
|
2009 | -1,2 | 6,4 |
| Zinserträge | 2010 | -8,0 | 11,5 |
|
|
2009 | -5,8 | 13,4 |
| Zinsaufwendungen | 2010 | 8,2 | -23,2 |
|
|
2009 | 5,8 | -22,8 |
|
Planmäßige Abschreibungen |
2010 | 0,0 | 39,5 |
|
|
2009 | 0,0 | 24,6 |
| Periodengewinn aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen |
2010 | - | 1,4 |
|
|
2009 | - | -0,2 |
| Ertragsteuern | 2010 | 0,0 | 34,6 |
|
|
2009 | -2,4 | 31,8 |
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten | 2010 | - | 5,3 |
|
|
2009 | - | - |
| Andere wesentliche zahlungsunwirksame Segmentaufwendungen |
2010 | 0,0 | 95,8 |
|
|
2009 | 0,0 | 93,7 |
| Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
2010 | - | 0,3 |
|
|
2009 | 0,0 | 0,0 |
| Wertaufholungen | 2010 | - | 0,0 |
|
|
2009 | - | 0,1 |
| Gesamtvermögen | 2010 | -985,1 | 1.405,8 |
|
|
2009 | -825,1 | 1.338,4 |
| Verbindlichkeiten | 2010 | -430,4 | 533,4 |
|
|
2009 | -300,9 | 584,3 |
| Investitionen in langfristige Vermögenswerte |
2010 | 0,0 | 57,9 |
|
|
2009 | 0,0 | 41,9 |
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen |
2010 | - | 5,5 |
|
|
2009 | - | 0,4 |
| Mitarbeiter im Periodendurchschnitt | 2010 | - | 4.984 |
|
|
2009 | - | 4.717 |
Die Vossloh AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Werdohl/ Deutschland.
Die Gesellschaft wird im Handelsregister des Amtsgerichts Iserlohn unter HRB 5292
geführt. Die Herstellung und der Vertrieb von Bahn-Infrastruktur, von Lokomotiven,
von elektrischen Systemen für Nahverkehrsfahrzeuge sowie die Erbringung von Dienstleistungen
rund um die Schiene bilden die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Vossloh-Gruppe.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den "International Financial Reporting
Standards" (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB
ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Dabei wurden alle
zum Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden Standards berücksichtigt.
Der Vorstand der Vossloh AG hat den Konzernabschluss am 11. März 2011 zur Weitergabe
an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats freigegeben. Er wird dem Aufsichtsrat für
die Sitzung am 30. März 2011 vorgelegt.
Die folgenden Standards und Interpretationen waren zum 31. Dezember 2010 veröffentlicht,
aber zu diesem Stichtag gemäß den Übernahmevorschriften der EU noch nicht verpflichtend
anzuwenden beziehungsweise noch nicht in europäisches Recht übernommen. Bei Standards
beziehungsweise Interpretationen, die noch nicht von der EU übernommen worden sind,
wird der englische Titel verwendet sowie die erstmalige Anwendung gemäß IASB angegeben.
| Standard | Veröffentlichung | Erstmalige Anwendung | Übernahme durch die EU | Auswirkungen |
| Neue Standards |
|
|||
| IFRS 9 Financial Instruments | November 2009/ Oktober 2010 | GJ 2013 | ./. | Keine abschließende Prüfung der Auswirkungen dieses Standards auf den Konzernabschluss der Vossloh AG |
| Geänderte Standards; noch nicht von der EU übernommen | ||||
| Disclosures - Transfers of Financial Assets (Amendments to IFRS 7) | Oktober 2010 | GJ 2012 | ./. | Unter Umständen werden zusätzliche Angaben im Anhang erforderlich |
| Improvements to IFRSs | Mai 2010 | GJ 2011 |
|
Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet |
Von der Möglichkeit der vorzeitigen Anwendung wurde kein Gebrauch gemacht.
Im Geschäftsjahr 2010 hatten folgende Änderungen von Standards und folgende Interpretationen
erstmals verbindliche Geltung:
| Standard | Veröffentlichung | Übernahme durch die EU |
| Neue bzw. geänderte Standards | ||
| IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse | Januar 2008 | Juni 2009 |
| IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse | Januar 2008 | Juni 2009 |
| IAS 39 Finanzinstrumente - Geeignete Grundgeschäfte | Juli 2008 | September 2009 |
| IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS -Additional Exemptions for First-time Users | Juli 2009 | Juni 2010 |
| IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung - Group Cash-settled Share-based Payment Transactions | Juni 2009 | März 2010 |
| Improvements to IFRSs | April 2009 | März 2010 |
| Neue bzw. geänderte Interpretationen |
|
|
| IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen | November 2006 | März 2009 |
| IFRIC 15 Verträge über die Errichtung von Immobilien | Juli 2008 | Juli 2009 |
| IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb | Juli 2008 | Juni 2009 |
| IFRIC 17 Sachdividenden an Eigentümer | November 2008 | November 2009 |
| IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden | Januar 2009 | Dezember 2009 |
Lediglich die erstmalige Anwendung von IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse wirkte
sich durch die geänderte Behandlung der mit Akquisitionen verbundenen Nebenkosten
unwesentlich auf den Konzernabschluss aus. Alle anderen erstmalig angewendeten Standards
und Interpretationen hatten keine Auswirkungen.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Gesellschaften werden nach
einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag der Vossloh AG
(31. Dezember) aufgestellt. Die einbezogenen Abschlüsse werden durch unabhängige Wirtschaftsprüfer
geprüft beziehungsweise einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Konzernwährung
ist Euro. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert vonseiten des Managements eine Reihe
von Annahmen und Schätzungen. Diese Schätzungen haben Einfluss auf den Wertansatz
der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und der Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag
sowie auf die Erfassung der Erträge und Aufwendungen des Berichtszeitraums. Insofern
kann es zu Abweichungen zwischen den im Konzernabschluss ausgewiesenen Beträgen und
den tatsächlichen späteren Werten kommen. Die Schätzungen und die zugrunde liegenden
Annahmen werden fortlaufend überprüft. Anpassungen werden in der Periode der Änderung
berücksichtigt.
Schätzungen sind insbesondere bei der Bilanzierung der Firmenwerte und ihres Werthaltigkeitstests
(siehe Textziffer 10), im Hinblick auf den Ansatz latenter Steuern (siehe Textziffer
16), bei der Festsetzung des Abzinsungsfaktors zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen
(siehe Textziffer 24) sowie bei der Bilanzierung und Bewertung sonstiger Rückstellungen
(siehe Textziffer 25) erforderlich.
Die im Konzernabschluss der Vossloh AG angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
sind unter den jeweiligen Textziffern des Anhangs erläutert.
Der Konzernabschluss umfasst die Abschlüsse der Vossloh AG sowie grundsätzlich aller
verbundenen Unternehmen. Tochtergesellschaften, die die Vossloh AG in der Regel aufgrund
einer mittelbaren oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit beherrscht, werden vollkonsolidiert.
Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tage der Erlangung der Beherrschung
bis zum Erlöschen des Beherrschungsverhältnisses in den Konzern-abschluss einbezogen.
Das Kapital der Tochterunternehmen wird im Rahmen der Kapitalkonsolidierung mit den
Gesellschaftsanteilen nach der Erwerbsmethode verrechnet. Hierbei werden die Anschaffungskosten
der erworbenen Anteile mit dem Konzernanteil am neu bewerteten Eigenkapital der Tochtergesellschaften
verrechnet. Dabei werden alle identifizierten Vermögenswerte und Schulden, einschließlich
der Eventualschulden des erworbenen Tochterunternehmens, mit ihren jeweiligen Zeitwerten
im Erwerbszeitpunkt angesetzt. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als
Firmenwert nach IFRS 3 aktiviert und einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen.
Negative Unterschiedsbeträge werden unmittelbar ertragswirksam erfasst.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen
Konzernunternehmen werden im Rahmen der Schulden- sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung
eliminiert. Soweit in Einzelabschlüssen Wertberichtigungen auf Anteile einbezogener
Gesellschaften oder konzerninterne Forderungen gebildet wurden, werden diese im Rahmen
der Konsolidierung zurückgenommen. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen
werden im Zuge der Zwischenergebniseliminierung beseitigt.
Gemeinschaftsunternehmen werden grundsätzlich gemäß IAS 31 quotal konsolidiert. Vermögenswerte
und Schulden sowie Erträge und Aufwendungen der gemeinschaftlich geführten Unternehmen
werden entsprechend der Anteilsquote an diesen Unternehmen einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung
erfolgt quotal analog der Erwerbsmethode. Unternehmen, an denen Vossloh zwischen 20
% und 50 % beteiligt ist und einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik
ausüben kann (assoziierte Unternehmen), werden, soweit wesentlich, at-equity bewertet.
Alle übrigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips
unter den übrigen langfristigen Finanzinstrumenten ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2010 gab es folgende Änderungen im Konsolidierungskreis:
Im Zusammenhang mit der bereits im letzten Geschäftsbericht erwähnten Akquisition
mehrerer Unternehmen der Stahlberg-Roensch-Gruppe (SR-Gruppe) sowie der Contrack-Gruppe
sind die Gesellschaften
| ― |
Vossloh Rail Services GmbH, Werdohl |
| ― |
Stahlberg, Roensch GmbH & Co. KG, Seevetal |
| ― |
Stahlberg Verwaltungsgesellschaft mbH, Seevetal |
| ― |
RCN Rail Center Nürnberg GmbH & Co. KG, Nürnberg |
| ― |
RCN Rail Center Nürnberg Verwaltungs GmbH, Nürnberg |
| ― |
RCB Rail Center Bützow GmbH & Co. KG, Bützow |
| ― |
RCB Rail Center Bützow Verwaltungs GmbH, Bützow |
| ― |
Stahlberg Roensch Leipzig GmbH, Seevetal |
| ― |
GTS Gesellschaft für Gleistechnik Süd mbH, Seevetal |
| ― |
Stahlberg Roensch Hamburg GmbH, Hamburg |
| ― |
LOG Logistikgesellschaft Gleisbau mbH, Hannover |
| ― |
RCH rail center Handel GmbH & Co. KG, Seevetal |
| ― |
Oberbau Beteiligungsgesellschaft mbH, Seevetal |
| ― |
Stahlberg Track Asset GmbH & Co. KG, Seevetal |
| ― |
Stahlberg Track Asset Verwaltungsgesellschaft mbH, Seevetal |
| ― |
ISB Instandhaltungssysteme Bahn GmbH, Seevetal |
zum 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert worden. Diese Gesellschaften bilden seitdem
das Geschäftsfeld Rail Services. In der Zwischenzeit sind die letzten fünf Gesellschaften
auf andere Unternehmen innerhalb des Geschäftsfelds verschmolzen worden.
Im vierten Quartal 2010 wurden die Gesellschaften
| ― |
Vossloh High Speed Grinding GmbH, Seevetal, sowie |
| ― |
Vossloh Mobile Rail Services GmbH, Seevetal |
neu gegründet und gehören seit Gründung zum Geschäftsfeld Rail Services.
Außerdem werden die Anteile an den Gesellschaften
| ― |
Alpha Rail Team GmbH & Co. KG, Berlin, sowie |
| ― |
Alpha Rail Team Verwaltungs GmbH, Berlin, |
die zu 50 % von der Stahlberg, Roensch GmbH & Co. KG gehalten werden, at-equity im
Konzernabschluss bilanziert.
Weitere erstmalig konsolidierte Gesellschaften sind
| ― |
Global Rail Systems, Inc., Marlin/USA, sowie |
| ― |
Vossloh Fastening Systems America Corp., Chicago/USA. |
Während die Global Rail Systems zum Geschäftsfeld Switch Systems gehört, wird die
Vossloh Fastening Systems America dem Geschäftsfeld Fastening Systems zugerechnet.
Die Global Rail Systems wurde im Oktober 2009 erworben; weitere Erläuterungen zu diesem
Erwerb folgen im kommenden Abschnitt. Vossloh Fastening Systems America war 2005 gegründet
worden und wurde aufgrund der zunehmenden Bedeutung für den Konzern im Berichtsjahr
erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen.
Ausgeschieden aus dem Konsolidierungskreis sind
| ― |
EAV Durieux SA, Carnieres/Belgien |
| ― |
J. S. Industries Pvt. Ltd., Secunderabad/Indien, sowie |
| ― |
Dakshin Transtek Pvt. Ltd., Bangalore/Indien. |
Alle drei Gesellschaften waren dem Geschäftsfeld Switch Systems zugeordnet.
Damit wurden zum Ende des Geschäftsjahres 60 Gesellschaften vollkonsolidiert, davon
27 Gesellschaften mit Sitz im Inland.
Entwicklung der vollkonsolidierten Unternehmen
|
|
2010 | 2009 |
| Zum 1.1. vollkonsolidierte Gesellschaften | 48 | 44 |
| Erstkonsolidierungen | 20 | 4 |
| Nicht mehr einbezogene Gesellschaften | -8 | - |
| Zum 31.12. vollkonsolidierte Gesellschaften | 60 | 48 |
Zum 31. Dezember 2010 wurden unverändert zwei Gesellschaften mit Sitz im Ausland im
Rahmen der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Drei inländische
Gesellschaften wurden at-equity bilanziert.
Wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wurden 21 (Vorjahr: 19) Gesellschaften, an denen die Vossloh AG zum Abschlussstichtag
mittelbar oder unmittelbar die Stimmrechtsmehrheit hält beziehungsweise die sie auf
sonstige Weise beherrscht, nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Gesellschaften des Geschäftsfelds Rail Services sind in den Bereichen Schienenhandel,
Ladeleistung Langschienen auf Baustellen, Schweißwerkleistungen Neuschienen, Aufbereitung
Altschienen, Baustellenschweißen, Schienenwechsel, Schienenschleifen/ -fräsen, Schienenprüfung
und Baustellenüberwachung tätig. Darüber hinaus organisieren und überwachen sie Just-in-time-Schienentransporte
zu Baustellen und sorgen für die termingerechte Bereitstellung zugelassener Ladesysteme.
Die Einbeziehung erfolgte auf den 1. Januar 2010. Gegenstand des Erwerbs waren jeweils
sämtliche Anteile an den direkt von der Vossloh Rail Services GmbH erworbenen Gesellschaften.
Durch den Erwerb konnte die Kompetenz von Vossloh auf dem Gebiet der schienenbezogenen
Dienstleistungen deutlich gestärkt werden.
Dem Kaufpreis für die erworbenen Anteile in Höhe von 88,1 Mio.€ standen folgende Vermögenswerte
und Schulden gegenüber:
| Mio.€ | Buchwerte unmittelbar vor Zusammenschluss | Anpassungen | Zeitwerte bei Erstkonsolidierung |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0,3 | 16,3 | 16,6 |
| Sachanlagen | 14,2 | 8,7 | 22,9 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 4,0 | 0,5 | 4,5 |
| Vorräte | 4,8 | 0,5 | 5,3 |
| Kurzfristige Forderungen | 7,7 | - | 7,7 |
| Liquidität | 7,2 | - | 7,2 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 1,7 | - | 1,7 |
| Finanzverbindlichkeiten | -12,4 | -1,1 | -13,5 |
| Rückstellungen | -4,8 | -1,7 | -6,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -0,8 | - | -0,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -2,0 | -5,9 | -7,9 |
| Erworbenes Nettovermögen | 19,9 | 17,3 | 37,2 |
| Kaufpreis |
|
|
88,1 |
| Verbleibender Goodwill |
|
|
50,9 |
Der Goodwill ist Ausdruck der erwarteten Vorteile durch die Möglichkeit, die bisherigen
Tätigkeiten im Konzern durch die erworbenen Dienstleistungen zu ergänzen.
Vom gesamten Goodwill auf Ebene des Geschäftsfelds sind 25,1 Mio.€ steuerlich abzugsfähig.
Der Kaufpreis wurde vollständig bar bezahlt. Seit der Erstkonsolidierung haben die
übernommenen Aktivitäten in Höhe von 12,0 Mio.€ zum Konzernergebnis beigetragen. Der
Beitrag zum Konzernumsatz betrug 84,7 Mio.€.
Die im Vorjahr erworbene Gesellschaft Global Rail Systems, Inc., Marlin/USA, wurde
ebenfalls zum 1. Januar 2010 erstmalig einbezogen.
Dem in bar geleisteten Kaufpreis für die erworbenen Anteile in Höhe von umgerechnet
4,4 Mio.€ standen folgende Vermögenswerte und Schulden gegenüber:
| Mio.€ | Buchwerte unmittelbar vor Zusammenschluss | Anpassungen | Zeitwerte bei Erstkonsolidierung |
| Immaterielle Vermögenswerte | - | 3,4 | 3,4 |
| Sachanlagen und sonstige langfristige Vermögenswerte | 0,5 | - | 0,5 |
| Vorräte, kurzfristige Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 0,3 | - | 0,3 |
| Liquidität | 1,6 | - | 1,6 |
| Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen | -0,3 | - | -0,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten | -0,4 | -1,2 | -1,6 |
| Nettovermögen der Gesellschaft | 1,7 | 2,2 | 3,9 |
| Anteilig erworbenes Nettovermögen | 1,0 | 1,4 | 2,4 |
| Kaufpreis |
|
|
4,4 |
| Verbleibender Goodwill |
|
|
2,0 |
Seit Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2010 trug Global Rail Systems zum Konzernumsatz
5,2 Mio.€ sowie zum Konzernergebnis 0,3 Mio.€ bei.
Am 30. April erfolgte der Erwerb der Gleisoberbauaktivitäten von Saargummi Deutschland
GmbH im Rahmen eines sogenannten Asset Deals. Hierdurch ist die Wertschöpfungskette
im Geschäftsfeld Fastening Systems erweitert worden. Dem Kaufpreis für die übernommenen
Vermögenswerte und Schulden in Höhe von 7,0 Mio.€ standen folgende Vermögenswerte
und Schulden gegenüber:
| Mio.€ | Buchwerte unmittelbar vor Zusammenschluss | Anpassungen | Vorläufige Zeitwerte bei Erstkonsolidierung |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3,0 | 0,1 | 3,1 |
| Sachanlagen | 1,0 | 0,0 | 1,0 |
| Vorräte | 0,4 | 0,0 | 0,4 |
| Erworbenes Nettovermögen | 4,4 | 0,1 | 4,5 |
| Kaufpreis |
|
|
7,0 |
| Verbleibender Goodwill |
|
|
2,5 |
Der Kaufpreis war vollständig in Zahlungsmitteln zu leisten. Seit der Erstkonsolidierung
haben die übernommenen Aktivitäten in Höhe von 1,1 Mio.€ zum Periodenumsatz und mit
-0,4 Mio.€ zum Konzernergebnis beigetragen. Wenn der Unternehmenserwerb zu Beginn
des Geschäftsjahres erfolgt wäre, hätte sich der Konzernumsatz um 1,4 Mio.€ erhöht,
das Konzernergebnis um 0,3 Mio.€ vermindert.
Die in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften werden
entsprechend dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Da es sich bei den
Tochtergesellschaften um wirtschaftlich selbstständige Einheiten handelt, entspricht
die funktionale Währung der Tochtergesellschaft ihrer jeweiligen lokalen Währung.
Dabei wird für die Umrechnung der Bilanzposten der Mittelkurs am Bilanzstichtag verwendet,
während die Währungsumrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem
Jahresdurchschnittskurs erfolgt.
Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber
der Umrechnung des Vorjahres sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Gewinn- und Verlustrechnung
und Bilanz werden ergebnisneutral erfasst und innerhalb des Eigenkapitals in dem Posten
"Sonstige Eigenkapitalposten" gesondert ausgewiesen.
In den Einzelabschlüssen werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs
zum Zeitpunkt der erstmaligen Buchung des Geschäftsvorfalls bewertet. Bis zum Bilanzstichtag
eingetretene Kursgewinne und -verluste aus der Bewertung von monetären Aktiva und
Passiva werden ergebniswirksam berücksichtigt.
Die Fremdwährungskurse der Länder, die nicht Mitglied des Euro-Raumes sind und in
denen Vossloh mit konsolidierten Tochterunternehmen in größerem Umfang tätig ist,
sind nachfolgend aufgeführt:
| Land | Währung | € | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
|
|
|
|
Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||
| Australien | AUD | 1 € | 1,31 | 1,60 | 1,44 | 1,77 |
| China | CNY | 1 € | 8,77 | 9,77 | 8,99 | 9,53 |
| Dänemark | DKK | 1 € | 7,46 | 7,44 | 7,45 | 7,45 |
| Großbritannien | GBP | 1 € | 0,86 | 0,89 | 0,86 | 0,89 |
| Indien | INR | 1 € | 59,65 | 66,86 | 60,81 | 67,73 |
| Mexiko | MXN | 1 € | 16,45 | 18,64 | 16,76 | 18,79 |
| Norwegen | NOK | 1 € | 7,82 | 8,31 | 8,01 | 8,74 |
| Polen | PLN | 1 € | 3,97 | 4,13 | 4,00 | 4,34 |
| Schweden | SEK | 1 € | 8,98 | 10,26 | 9,55 | 10,62 |
| Serbien | RSD | 1 € | 105,47 | 96,16 | 102,98 | 93,98 |
| Türkei | TRL | 1 € | 2,06 | 2,16 | 2,00 | 2,16 |
| USA | USD | 1 € | 1,33 | 1,43 | 1,33 | 1,39 |
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen | 1.101,3 | 883,2 |
| Erlöse aus kundenspezifischer Fertigung | 250,0 | 290,5 |
| Summe | 1.351,3 | 1.173,7 |
Umsatzerlöse werden abzüglich Erlösschmälerungen und Preisnachlässen wie Rabatten,
Boni, Skonti und zurückgewährten Entgelten beziehungsweise Retouren erfasst. Grundsätzlich
erfolgt der Ausweis gemäß IAS 18 mit erfolgter Lieferung beziehungsweise erbrachter
Leistung, wenn der Preis feststeht oder bestimmbar ist sowie die Realisierung der
damit verbundenen Forderung wahrscheinlich ist. Bei im Voraus vereinbarter Teilabrechnung
erfolgt die Umsatzrealisierung nach verbindlicher Abnahme der Teilleistungen durch
den Kunden.
Die Umsätze aus kundenspezifischer Fertigung werden gemäß IAS 11 nach der "Percentage
of Completion"-Methode (PoC) entsprechend dem Fertigstellungsgrad der Aufträge erfasst.
Dabei ergibt sich der Fertigstellungsgrad der Aufträge aus dem Verhältnis der bereits
angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten des Auftrags ("Cost to Cost Method").
Die gemäß dieser Methode erfassten PoC-Umsätze entsprechen den Herstellungskosten
der Aufträge zuzüglich eines anteiligen Gewinns entsprechend dem zum Bilanzstichtag
erreichten Fertigstellungsgrad. Anteilige Gewinne aus der PoC-Methode werden nur für
solche Fertigungsaufträge realisiert, deren Ergebnis verlässlich ermittelt werden
kann.
Die auf den Seiten 130 f. und 168 ff. dargestellte Segmentberichterstattung enthält
eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen, Geschäftsfeldern und
Regionen.
Im Rahmen des Umsatzkostenverfahrens erfolgt die Zuordnung der Aufwendungen in der
Gewinn- und Verlustrechnung nach Funktionsbereichen. In den Herstellungs-, Vertriebs-,
Verwaltungs-, Forschungs- und Entwicklungskosten waren die nachstehend aufgeführten
Kostenarten in folgender Höhe enthalten:
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 625,8 | 589,8 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 89,4 | 69,1 |
| Materialaufwand | 715,2 | 658,9 |
| Löhne und Gehälter | 202,1 | 185,9 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 43,3 | 40,0 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 4,1 | 3,7 |
| Personalaufwand | 249,5 | 229,6 |
| Abschreibungen | 39,8 | 24,6 |
| Aufwendungen aus Operating Leasing | 12,7 | 13,6 |
Auf Basis der Quartale ergab sich im Jahresdurchschnitt die folgende Personalstruktur:
|
|
2010 | 2009 |
| Vorstand/Geschäftsführung | 69 | 63 |
| Andere leitende Angestellte | 123 | 84 |
| Außertarifliche Mitarbeiter | 1.138 | 944 |
| Tarifliche Mitarbeiter | 3.569 | 3.575 |
| Auszubildende | 80 | 67 |
| Praktikanten/Diplomanden | 10 | 14 |
|
|
4.989 | 4.747 |
In den Angaben sind 122 (Vorjahr: 124) Mitarbeiter von quotal einbezogenen Gesellschaften
berücksichtigt.
Die Herstellungskosten enthalten die Kosten der in der jeweiligen Periode abgesetzten
Erzeugnisse und Dienstleistungen. Neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten wie
Material-, Personal- und Energiekosten enthalten sie auch Gemeinkosten einschließlich
Abschreibungen. Die Herstellungskosten enthalten auch die in der jeweiligen Periode
vorgenommenen Abwertungen auf Vorräte.
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Vertriebskosten | 80,9 | 68,1 |
| Verwaltungskosten | 76,8 | 66,1 |
|
|
157,7 | 134,2 |
Die Vertriebskosten enthalten neben Personalkosten im Wesentlichen Ausgangsfrachten
und Provisionen. Der Posten enthält auch den überwiegenden Teil der Abwertungen auf
Liefer- und Leistungsforderungen. Im Berichtsjahr betrug der Aufwand aus Wertberichtigungen
auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte, der
unter den Vertriebs- und Verwaltungskosten ausgewiesen wird, 1,0 Mio.€ (Vorjahr: 3,2
Mio.€).
Die Verwaltungskosten umfassen die Personal- und Sachkosten der Verwaltung einschließlich
Abschreibungen.
Gemäß IAS 38 werden sämtliche Forschungskosten unter diesem Posten unmittelbar im
Aufwand erfasst. Die Kosten aus der Entwicklung eines marktreifen Produkts werden
aktiviert, soweit sie die Kriterien für die Aktivierung von Entwicklungskosten erfüllen.
Die nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten sind unter diesem Posten ausgewiesen.
Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand vor aktivierten Eigenleistungen betrug im
abgelaufenen Geschäftsjahr 20,7 Mio.€ (Vorjahr: 16,8 Mio.€).
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 14,5 | 12,5 |
| Währungsgewinne | 9,0 | 7,7 |
| Versicherungsentschädigungen | 3,3 | 0,7 |
| Auflösung von Wertberichtigungen und Zuschreibungen | 3,1 | 0,9 |
| Mieteinnahmen | 1,7 | 1,4 |
| Erträge aus Zuschüssen der öffentlichen Hand | 1,6 | 2,5 |
| Erträge aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 0,3 | 0,1 |
| Ertrag aus dem Abgang von Finanzinstrumenten | - | 4,8 |
| Übriger Ertrag | 4,7 | 3,9 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 38,2 | 34,5 |
| Währungsverluste | -8,7 | -6,1 |
| Aufwendungen für Gebäude | -0,8 | -0,4 |
| Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -0,7 | -0,2 |
| Übriger Aufwand | -3,8 | -1,8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen |
-14,0 |
-8,5 |
| Sonstiges Ergebnis | 24,2 | 26,0 |
Der Ertrag aus dem Abgang von Finanzinstrumenten im Vorjahr betrifft den Ertrag aus
dem Verkauf eines Anteils in Höhe von 16,2 % an der Vossloh Fastening Systems China
Co. Ltd. durch die Vossloh-Werke China Investment GmbH.
Die Erträge aus Zuschüssen der öffentlichen Hand betreffen im Wesentlichen Zuschüsse
zu Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Erhaltene Zahlungen werden als passiver
Rechnungsabgrenzungsposten erfasst und zeitanteilig unter den sonstigen betrieblichen
Erträgen vereinnahmt. Investitionszuschüsse und -zulagen werden von den Anschaffungskosten
der betreffenden Sachanlagen abgesetzt. Noch nicht erfüllte Auflagen, die bei Nichterfüllung
zu einer Rückzahlung führen würden, beziehungsweise sonstige Eventualverpflichtungen
existieren nicht.
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Erträge aus Beteiligungen | 0,1 | 0,0 |
| Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen | - | 0,4 |
| Erträge aus der Bewertung von Finanzinstrumenten zu Zeitwerten | - | 0,1 |
| Zuschreibungen auf Finanzinstrumente | 0,0 | 0,1 |
| Erträge aus Wertpapieren | 0,0 | 0,0 |
| Übrige Finanzerträge | 0,1 | 0,6 |
| Mio.€ | 2010 | 2009 | |
| Abschreibungen auf Finanzinstrumente | -0,2 | -0,1 | |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | -0,2 | -0,4 | |
| Verluste aus der Bewertung von Finanzinstrumenten zu Zeitwerten | 0,0 | - | |
| Übrige Finanzaufwendungen | -0,4 | -0,5 | |
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Laufende Ertragsteuern | 34,5 | 30,8 |
| Latente Steuern | 0,1 | 1,0 |
| Ertragsteuern | 34,6 | 31,8 |
Für die inländischen Gesellschaften wird im Vossloh-Konzern - wie im Vorjahr -ein
Ertragsteuersatz von 30 % angesetzt, der sowohl den gesetzlichen Körperschaftsteuersatz
in Höhe von 15 % zuzüglich Solidaritätszuschlag als auch die Gewerbesteuerbelastung
umfasst.
Der tatsächliche Steueraufwand im Vossloh-Konzern von 34,6 Mio.€ (Vorjahr: 31,8 Mio.€)
lag um 7,5 Mio.€ (Vorjahr: 6,8 Mio.€) unter dem theoretischen Steueraufwand, der sich
bei der Anwendung eines konzerneinheitlichen Steuersatzes von 30 % auf das Ergebnis
vor Steuern ergibt.
Die Überleitung des theoretischen Steueraufwandes auf den tatsächlich in der Gewinn-
und Verlustrechnung ausgewiesenen Steueraufwand ist nachfolgend dargestellt:
|
|
|
2010 | 2009 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | Mio.€ | 140,4 | 128,5 |
| Ertragsteuersatz inkl. Gewerbesteuern | % | 30,0 | 30,0 |
| Erwarteter Steueraufwand bei einheitlicher Steuerbelastung | Mio.€ | 42,1 | 38,6 |
| Steuerminderung aufgrund abweichender lokaler Steuersätze | Mio.€ | -9,3 | -7,0 |
| Steuerminderung aufgrund steuerfreier Erträge | Mio.€ | -7,3 | -2,2 |
| Steuererhöhung aus steuerlich nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben | Mio.€ | 5,3 | 2,5 |
| Steuern für Vorjahre | Mio.€ | 1,4 | -1,0 |
| Steuereffekt aus Zuschreibung bzw. Abwertung aktiver latenter Steuern | Mio.€ | 0,9 | -1,7 |
| Effekte aus Doppelbesteuerungen | Mio.€ | 1,8 | 2,7 |
| Sonstige Abweichungen | Mio.€ | -0,3 | -0,1 |
| Ausgewiesene Ertragsteuerbelastung | Mio.€ | 34,6 | 31,8 |
| Effektiver Ertragsteuersatz | % | 24,6 | 24,7 |
Der Gesamtbetrag der latenten Steuern, die aus Posten resultierten, die direkt dem
Eigenkapital gutgeschrieben wurden, betrug -0,8 Mio.€ (Vorjahr: 3,5 Mio.€). Die latenten
Steuern resultierten ausschließlich aus erfolgsneutralen Bewertungsänderungen der
Sicherungsinstrumente aus Cashflow-Hedges.
Aus der Dividendenausschüttung resultierten weder Körperschaftsteuererhöhungen noch
-minderungen.
Im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten sind Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen, die im Rahmen des Verkaufs des Geschäftsfelds Infrastructure Services
gebildet wurden, in Höhe von 5,4 Mio.€ sowie Aufwendungen aus latenten Steuern in
Höhe von 0,1 Mio.€ enthalten.
Im Ergebnis nach Ertragsteuern sind auf andere Gesellschafter entfallende Gewinnanteile
in Höhe von 13,6 Mio.€ (Vorjahr: 9,5 Mio.€) sowie Verlustanteile in Höhe von 0,0 Mio.€
(Vorjahr: 0,7 Mio.€) enthalten.
| 2010 | 2009 | ||
| Gewogener Durchschnitt der Stammaktien | Anzahl | 14.795.908 | 14.795.863 |
| Zurückgekaufte Aktien (gewichtet) | Anzahl | -1.475.570 | -1.414.955 |
| Gewogener Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien | Anzahl | 13.320.338 | 13.380.908 |
| Verwässerungseffekte aus Bezugsrechten der Mitarbeiter und Führungskräfte |
Anzahl | 6 | 30 |
| Gewogener Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien - verwässert - |
Anzahl | 13.320.344 | 13.380.938 |
| Konzernüberschuss | Mio.€ | 97,5 | 87,9 |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie | € | 7,32 | 6,57 |
| davon entfallend auf "fortgeführte Aktivitäten" | € | 6,92 | 6,57 |
| davon entfallend auf "nicht fortgeführte Aktivitäten" | € | 0,40 | - |
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
im Vossloh-Konzern. Die Zahlungsmittel umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.
Zahlungsmitteläquivalente umfassen Finanztitel mit einer Laufzeit von maximal drei
Monaten, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können.
Die Kapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit IAS 7 erstellt und gliedert
die Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nach Zahlungsströmen
aus Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Darstellung des Cashflows
aus der betrieblichen Tätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode.
In den Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten
sind 7,2 Mio.€ an zugegangenen Zahlungsmitteln mit der Summe der Kaufpreiszahlungen
in Höhe von 93,8 Mio.€ saldiert.
Die Bilanz ist in Anwendung von IAS 1 nach lang- und kurzfristigen Vermögenswerten
und Schulden gegliedert. Als kurzfristig werden solche Vermögenswerte und Schulden
angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Unabhängig von ihrer Fälligkeit
werden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auch dann
als kurzfristig angesehen, wenn sie nicht innerhalb eines Jahres, jedoch innerhalb
des normalen Verlaufs des Geschäftszyklus fällig werden. Entsprechend IAS 12 werden
die latenten Steuern als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen.
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Firmenwerte | 355,2 | 298,1 |
| Entwicklungskosten | 31,5 | 18,7 |
| Konzessionen/Lizenzen/Schutzrechte | 19,5 | 5,0 |
| Geleistete Anzahlungen | 0,0 | 0,3 |
|
|
406,2 | 322,1 |
Die immateriellen Vermögenswerte, die bis auf die Geschäfts- oder Firmenwerte ausschließlich
Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer beinhalten, werden mit ihren fortgeführten
Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert.
Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben werden gemäß IFRS 3 in Verbindung
mit IAS 36 nicht planmäßig abgeschrieben. Stattdessen wird die Werthaltigkeit der
Firmenwerte jährlich zum Bilanzstichtag überprüft. Dabei wird dem jeweiligen Buchwert
einer sogenannten Cash Generating Unit (CGU), der Firmenwerte aus Unternehmenserwerben
zugeordnet wurden, der Marktwert gegenübergestellt, der auf Basis der Mittelfristplanung
der jeweiligen Einheiten aus erwarteten diskontierten Zahlungsströmen ermittelt wird.
Hierbei kommt ein Diskontierungszinssatz vor Steuern von 10,8 % (Vorjahr: 10,5 %)
zur Anwendung. Die Planungen basieren auf den Erfahrungen der Vergangenheit und den
Erwartungen in Bezug auf die künftige Marktentwicklung und umfassen einen Detailplanungszeitraum
von drei Jahren. Für diesen Zeitraum unterstellt die Mittelfristplanung ein durchschnittliches
Umsatzwachstum für die jeweiligen Einheiten im unteren einstelligen Prozentbereich.
Weiter in der Zukunft liegende Planperioden werden wie im Vorjahr durch Fortschreibung
der Zahlungsströme unter Berücksichtigung einer einheitlichen Wachstumsrate von 1
% pro Jahr im Marktwert berücksichtigt. Da die so ermittelten Marktwerte die Buchwerte
der jeweiligen CGU (inklusive der zugeordneten Firmenwerte) übersteigen, sind keine
Wertminderungen auf Firmenwerte vorzunehmen. Auch nach einer Heraufsetzung des Diskontierungszinssatzes
um 0,5 Prozentpunkte beziehungsweise alternativ unter Berücksichtigung eines pauschalen
Abschlags auf die erwarteten Cashflows von 7,5 % lägen bei den Geschäfts- oder Firmenwerten
keine Anzeichen für Wertminderungen vor.
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Switch Systems | 226,9 | 223,8 |
| Transportation Systems | 52,4 | 52,4 |
| Rail Services | 50,9 | - |
| Electrical Systems | 22,5 | 21,9 |
| Fastening Systems | 2,5 | - |
|
|
355,2 | 298,1 |
Entwicklungskosten werden zu Herstellungskosten aktiviert, soweit eine eindeutige
Aufwandszuordnung möglich ist, die technische Realisierbarkeit und zukünftige Vermarktung
sichergestellt sind und die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Wahrscheinlichkeit
zu zukünftigen Mittelzuflüssen führt.
Die Herstellungskosten umfassen die direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zuzurechnenden
Kosten sowie im Fall von qualifizierten Vermögenswerten gemäß IAS 23 die auf die Herstellungszeit
entfallenden Fremdkapitalzinsen. Aktivierte Entwicklungskosten werden mit Nutzungsdauern
von drei bis zehn Jahren linear abgeschrieben.
Konzessionen, Lizenzen und Schutzrechte werden überwiegend linear über einen Zeitraum
von drei bis zehn Jahren abgeschrieben.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in Höhe von 16,6 Mio.€ in
der Gewinn- und Verlustrechnung in den Funktionskosten enthalten (siehe Erläuterungen
zu den "Kosten der Funktionsbereiche").
Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr wurden keine Wertminderungen vorgenommen.
| Mio.€ | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
|
|
Firmenwerte | Entwicklungskosten | Konzessionen, gewerbliche Rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten |
|||
| Nettobuchwert 31. Dezember | 355,2 | 298,1 | 31,5 | 18,7 | 19,5 | 5,0 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||
| Stand 1. Januar | 299,0 | 294,4 | 37,3 | 27,6 | 24,3 | 24,3 |
| Veränderungen aus Unternehmenserwerben | 55,4 | 4,2 | 0,6 | - | 23,0 | - |
| Veränderungen aus Entkonsolidierungen | -0,4 | - | - | - | - | - |
| Zugänge/laufende Investitionen | - | - | 18,1 | 9,7 | 1,7 | 1,6 |
| Abgänge | - | - | - | - | -1,9 | -1,5 |
| Umbuchungen | - | - | - | - | 0,5 | 0,1 |
| Währungsdifferenzen | 1,7 | 0,4 | - | - | 0,0 | -0,2 |
| Stand 31. Dezember | 355,7 | 299,0 | 56,0 | 37,3 | 47,6 | 24,3 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen |
|
|
|
|
|
|
| Stand 1. Januar | 0,9 | 0,9 | 18,6 | 13,3 | 19,3 | 18,6 |
| Veränderungen aus Unternehmenserwerben | - | - | - | - | 0,1 | - |
| Abschreibungen des Geschäftsjahrs | - | - | 5,9 | 5,3 | 10,7 | 1,8 |
| Abgänge | - | - | - | - | -1,9 | -1,1 |
| Währungsdifferenzen | -0,4 | - | - | - | -0,1 | 0,0 |
| Stand 31. Dezember | 0,5 | 0,9 | 24,5 | 18,6 | 28,1 | 19,3 |
| Mio.€ | 2010 | 2009 | 12010 | 2009 |
|
|
Anzahlungen | Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Nettobuchwert 31. Dezember | 0,0 | 0,3 | 406,2 | 322,1 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
| Stand 1. Januar | 0,3 | 0,1 | 360,9 | 346,4 |
| Veränderungen aus Unternehmenserwerben | - | - | 79,0 | 4,2 |
| Veränderungen aus Entkonsolidierungen | - | - | -0,4 | - |
| Zugänge/laufende Investitionen | - | 0,3 | 19,8 | 11,6 |
| Abgänge | - | - | -1,9 | -1,5 |
| Umbuchungen | -0,3 | -0,1 | 0,2 | 0,0 |
| Währungsdifferenzen | - | 0,0 | 1,7 | 0,2 |
| Stand 31. Dezember | 0,0 | 0,3 | 459,3 | 360,9 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen |
|
|
|
|
| Stand 1. Januar | 0,0 | 0,0 | 38,8 | 32,8 |
| Veränderungen aus Unternehmenserwerben | - | - | 0,1 | - |
| Abschreibungen des Geschäftsjahrs | - | - | 16,6 | 7,1 |
| Abgänge | - | - | -1,9 | -1,1 |
| Währungsdifferenzen | - | - | -0,5 | 0,0 |
| Stand 31. Dezember | 0,0 | 0,0 | 53,1 | 38,8 |
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 44,0 | 37,9 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 88,4 | 53,9 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 21,2 | 16,4 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 8,4 | 13,4 |
|
|
162,0 | 121,6 |
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert
und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden Nutzungsdauern
zugrunde:
| Gebäude | 5 bis 40 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2 bis 30 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen | 2 bis 25 Jahre |
Soweit Sachanlagen in ihrem Wert gemindert sind, wird dies durch Wertminderungen berücksichtigt.
Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr wurden keine Wertminderungen erfasst. Abschreibungen
auf Sachanlagen sind in Höhe von 22,6 Mio.€ in den Funktionskosten der Gewinn- und
Verlustrechnung enthalten.
| Mio.€ | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
|
|
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | |||
| Nettobuchwert 31. Dezember | 44,0 | 37,9 | 88,4 | 53,9 | 21,2 | 16,4 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||
| Stand 1. Januar | 75,4 | 71,7 | 156,3 | 149,0 | 54,6 | 48,0 |
| Veränderungen aus Unternehmenserwerben | 2,4 | - | 23,2 | 0,0 | 2,0 | 0,1 |
| Veränderungen aus Entkonsolidierung | -1,7 | - | -2,2 | - | -0,5 | - |
| Zugänge/laufende Investitionen | 2,5 | 2,2 | 14,0 | 9,8 | 7,4 | 6,5 |
| Abgänge | 0,0 | -0,5 | -1,2 | -3,8 | -2,5 | -2,5 |
| Umbuchungen | 3,7 | 1,8 | 12,8 | 1,1 | 1,6 | 2,4 |
| Währungsdifferenzen | 1,4 | 0,2 | 3,9 | 0,2 | 0,7 | 0,1 |
| Stand 31. Dezember | 83,7 | 75,4 | 206,8 | 156,3 | 63,3 | 54,6 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen |
|
|
|
|
|
|
| Stand 1. Januar | 37,5 | 35,2 | 102,4 | 97,6 | 38,2 | 34,1 |
| Veränderungen aus Unternehmenserwerben | 0,0 | - | 3,3 | 0,0 | 0,5 | 0,0 |
| Veränderungen aus Entkonsolidierung | -1,1 | - | -1,4 | - | -0,4 | - |
| Abschreibungen des Geschäftsjahrs | 3,1 | 2,8 | 13,9 | 10,1 | 5,6 | 4,4 |
| Abgänge | 0,0 | -0,4 | -1,1 | -3,7 | -2,3 | -2,3 |
| Umbuchungen | - | - | - | -1,9 | - | 1,9 |
| Währungsdifferenzen | 0,2 | -0,1 | 1,3 | 0,3 | 0,5 | 0,1 |
| Stand 31. Dezember | 39,7 | 37,5 | 118,4 | 102,4 | 42,1 | 38,2 |
| Mio.€ | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
|
|
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Sachanlagevermögen | ||
| Nettobuchwert 31. Dezember | 8,4 | 13,4 | 162,0 | 121,6 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
| Stand 1. Januar | 13,4 | 6,6 | 299,7 | 275,3 |
| Veränderungen aus Unternehmenserwerben | 0,3 | - | 27,9 | 0,1 |
| Veränderungen aus Entkonsolidierung | - | - | -4,4 | - |
| Zugänge/laufende Investitionen | 14,2 | 11,8 | 38,1 | 30,3 |
| Abgänge | -0,1 | 0,0 | -3,8 | -6,8 |
| Umbuchungen | -20,1 | -5,3 | -2,0 | 0,0 |
| Währungsdifferenzen | 0,7 | 0,3 | 6,7 | 0,8 |
| Stand 31. Dezember | 8,4 | 13,4 | 362,2 | 299,7 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen |
|
|
|
|
| Stand 1. Januar | - | - | 178,1 | 166,9 |
| Veränderungen aus Unternehmenserwerben | - | - | 3,8 | 0,0 |
| Veränderungen aus Entkonsolidierung | - | - | -2,9 | - |
| Abschreibungen des Geschäftsjahrs | - | - | 22,6 | 17,3 |
| Abgänge | - | - | -3,4 | -6,4 |
| Umbuchungen | - | - | - | 0,0 |
| Währungsdifferenzen | - | - | 2,0 | 0,3 |
| Stand 31. Dezember | - | - | 200,2 | 178,1 |
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Nettobuchwerte | 6,1 | 4,5 |
| Anschaffungskosten |
|
|
| Stand 1. Januar | 7,7 | 7,8 |
| Zugänge | 0,4 | - |
| Umbuchungen | 1,4 | - |
| Währungsdifferenzen | 0,5 | -0,1 |
| Stand 31. Dezember | 10,0 | 7,7 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen |
|
|
| Stand 1. Januar | 3,2 | 3,0 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 0,6 | 0,2 |
| Währungsdifferenzen | 0,1 | 0,0 |
| Stand 31. Dezember | 3,9 | 3,2 |
Bei den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien handelt es sich um teilweise
fremdvermietete, nicht betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude. Die nicht betrieblich
genutzten Gebäude werden gemäß IAS 40 mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die den linearen Abschreibungen zugrunde liegenden Nutzungsdauern liegen zwischen
zehn und 50 Jahren. Die Mieteinnahmen des Berichtsjahres betrugen 1,1 Mio.€ (Vorjahr:
0,5 Mio.€). Auf vermietete Objekte entfielen einschließlich Abschreibungen, Instandhaltung
und Nebenkosten Aufwendungen in Höhe von 0,8 Mio.€ (Vorjahr: 0,4 Mio.€); auf unvermietete
Objekte entfielen Aufwendungen in Höhe von 23 T€ (Vorjahr: 23 T€). In den Aufwendungen
im Zusammenhang mit vermieteten Objekten sind Wertminderungen in Höhe von 0,3 Mio.€
(Vorjahr: 0,0 Mio.€) enthalten.
Der Zeitwert der nicht betrieblich genutzten Grundstücke beträgt 7,1 Mio.€ (Vorjahr:
5,5 Mio.€). Die Zeitwerte basieren zum überwiegenden Teil auf den aktuellen Marktpreisen
vergleichbarer Immobilien.
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Stand 1. Januar | 0,4 | 0,6 |
| Zugang aus Unternehmenserwerben | 2,8 | - |
| Zugang aus Einzahlung in die Kapitalrücklagen | 0,9 | - |
| Anteiliges Ergebnis | 1,4 | -0,2 |
| Ausschüttung | 0,0 | - |
| Stand 31. Dezember | 5,5 | 0,4 |
| Gesamtvermögen | 11,6 | 2,0 |
| Gesamtschulden | 2,7 | 1,3 |
| Umsatzerlöse | 15,8 | 5,6 |
| Ergebnis | 1,0 | -0,4 |
Die Anteile an diesen assoziierten Unternehmen werden gemäß der Equity-Methode bilanziert.
Hierbei werden die Buchwerte der Gesellschaften um die anteiligen Ergebnisse, um ausgeschüttete
Dividenden oder auch sonstige Eigenkapitalveränderungen erhöht beziehungsweise vermindert.
Es handelt sich um Anteile an der BV Oberflächentechnik GmbH & Co. KG, Werdohl, sowie
der Alpha Rail Team GmbH & Co. KG, Berlin, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt
wird.
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 3,0 | 8,1 |
| Gemeinschaftsunternehmen | 5,2 | 0,0 |
| Übrige Beteiligungen | 0,7 | 0,6 |
| Ausleihungen | 1,3 | 0,2 |
| Wertpapiere | 0,6 | 0,7 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0,2 | 0,0 |
|
|
11,0 | 9,6 |
Die Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
sowie die übrigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert.
Die nicht an einem aktiven Markt gehandelten Ausleihungen sowie die übrigen langfristigen
finanziellen Vermögenswerte werden als originäre Forderungen bei Zugang mit ihrem
beizulegenden Zeitwert, der regelmäßig dem Nennwert der Forderung beziehungsweise
dem ausgereichten Kreditbetrag entspricht, bewertet. Unverzinsliche und niedrigverzinsliche
langfristige Kredite und Forderungen werden zum Barwert angesetzt. Die Folgebewertung
erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Langfristige Wertpapiere mit festen beziehungsweise mit bestimmbaren Zahlungen und
fester Laufzeit, die an einem aktiven Markt notiert sind und bei denen die Absicht
besteht, diese Papiere bis zur Endfälligkeit zu halten (Fälligkeitswerte), werden
unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die übrigen langfristigen Wertpapiere werden als veräußerbare Werte zu Zeitwerten
bilanziert. Dabei werden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts grundsätzlich erfolgsneutral
im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalposten) abgegrenzt und bei der Veräußerung erfolgswirksam
erfasst.
Die übrigen Finanzinstrumente unterhalb der Beteiligungsschwelle werden in Abhängigkeit
von ihrer Klassifizierung nach IAS 39 bewertet. Eine Überleitung des Bilanzpostens
auf die Bewertungskategorien nach IAS 39 befindet sich unter den "Zusätzlichen Angaben
zu Finanzinstrumenten" auf Seite 171 ff.
Unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten werden im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungen
bilanziert.
Latente Steuern werden entsprechend IAS 12 auf temporäre Unterschiede zwischen den
Wertansätzen der Steuerbilanz und den entsprechenden Ansätzen in der Bilanz nach IFRS
auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge
gebildet. Für die Ermittlung der latenten Steuern werden diejenigen Steuersätze angewandt,
die nach Lage der am Bilanzstichtag gültigen gesetzlichen Regelungen zum Realisationszeitpunkt
erwartet werden.
Steuerlatenzen aufgrund von Bewertungsunterschieden entstanden bei folgenden Bilanzposten:
| Mio.€ | 2010 | 2009 | ||
|
|
aktive latente Steuern | passive latente Steuern | aktive latente Steuern | passive latente Steuern |
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 0,9 | 23,8 | 0,8 | 15,2 |
| Vorräte | 3,1 | 6,0 | 3,5 | 3,6 |
| Forderungen | 0,7 | 1,8 | 0,6 | 1,8 |
| Sonstige Aktiva | 0,1 | 2,7 | 0,1 | 3,0 |
| Pensionsrückstellungen | 1,2 | 0,8 | 0,9 | 0,0 |
| Sonstige Rückstellungen | 26,2 | 0,4 | 19,7 | 0,4 |
| Verbindlichkeiten | 1,6 | 1,3 | 2,5 | 0,2 |
| Sonstige Passiva | 0,2 | 0,1 | 0,1 | 0,1 |
|
|
34,0 | 36,9 | 28,2 | 24,3 |
| Verlustvorträge | 1,2 | - | 2,4 | - |
| Latente Steuern laut Bilanz | 35,2 | 36,9 | 30,6 | 24,3 |
Zum 31. Dezember 2010 bestanden im Inland körperschaftsteuerliche Verlustvorträge
in Höhe von 10,7 Mio.€ (Vorjahr: 33,2 Mio.€) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge
in Höhe von 4,9 Mio.€ (Vorjahr: 20,5 Mio.€). Dabei wurden für körperschaftsteuerliche
Verluste in Höhe von 4,6 Mio.€ (Vorjahr: 23,7 Mio.€) und für gewerbesteuerliche Verluste
in Höhe von 4,6 Mio.€ (Vorjahr: 20,5 Mio.€) keine latenten Steuern angesetzt. Die
Vortragsfähigkeit der steuerlichen Verlustvorträge im Inland ist nach derzeitiger
Rechtslage unbeschränkt möglich. Darüber hinaus bestanden in den ausländischen Gesellschaften
Verlustvorträge in Höhe von 10,8 Mio.€ (Vorjahr: 10,2 Mio.€), die in Höhe von 0,5
Mio.€ (Vorjahr: 3,3 Mio.€) berücksichtigt wurden.
Im Berichtsjahr wurden aktive latente Steuern in Höhe von 0,8 Mio.€ (Vorjahr: 0,6
Mio.€) wertberichtigt.
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 136,6 | 144,9 |
| Unfertige Erzeugnisse | 105,6 | 134,6 |
| Handelswaren | 13,0 | 14,4 |
| Fertigerzeugnisse | 22,6 | 14,8 |
| Geleistete Anzahlungen | 22,7 | 33,3 |
| Gesamt | 300,5 | 342,0 |
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten beziehungsweise zu niedrigeren
Nettoveräußerungswerten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle produktionsbezogenen
Vollkosten. Dazu zählen die direkt zurechenbaren Einzelkosten, die Sondereinzelkosten
der Fertigung und alle im Rahmen der Fertigung systematisch zurechenbaren fixen und
variablen Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder
Herstellungskosten aktiviert, soweit es sich um qualifizierte Vermögenswerte im Sinne
von IAS 23 handelt.
Soweit die Vorräte einer Gruppenbewertung unterliegen, kommt die Durchschnittsmethode
zur Anwendung. Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder einer verminderten
Verwertbarkeit ergeben, werden durch entsprechende Abwertungen berücksichtigt.
Die Abwertungen auf Vorratsbestände betrugen im Berichtsjahr 27,7 Mio.€ (Vorjahr:
23,7 Mio.€). Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräte betrug
26,0 Mio.€ (Vorjahr: 60,1 Mio.€).
Da die Gründe für Wertminderungen entfallen waren, wurden 2010 Zuschreibungen auf
Vorräte in Höhe von 0,5 Mio.€ (Vorjahr: 0,4 Mio.€) vorgenommen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht aus Fertigungsaufträgen
resultieren, sind aufgrund ihrer kurzen Restlaufzeit zu Nennwerten bilanziert. Einzelrisiken
werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.
Der Bestand und die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sind nachfolgend dargestellt:
| Mio.€ | 2010 | 2009 | |
| Übrige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 277,5 | 242,0 | |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 83,1 | 56,9 | |
| Gesamt | 360,6 | 298,9 | |
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Stand zum 1.1. | 12,8 | 9,6 |
| Zuführungen | 2,4 | 4,4 |
| Auflösungen | -2,5 | -1,1 |
| Inanspruchnahmen | -0,5 | -0,1 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0,1 | 0,0 |
| Stand zum 31.12. | 12,3 | 12,8 |
Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen resultieren aus der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen
nach der "Percentage of Completion"-Methode. Dabei werden die angefallenen Auftragskosten
einschließlich eines dem Fertigstellungsgrad entsprechenden Gewinnanteils abzüglich
etwaiger Verluste als kumulierte Leistung aus Fertigungsaufträgen aktiviert. Der Ausweis
der Fertigungsaufträge erfolgt aktivisch als Forderungen aus Fertigungsaufträgen,
soweit die kumulierte Leistung die von Kunden erhaltenen Anzahlungen übersteigt. Im
umgekehrten Fall werden die Anzahlungen nach Verrechnung mit den kumulierten Leistungen
als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen auf der Passivseite der Bilanz unter den
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.
| Mio.€ | 2010 | 2009 | ||||
|
|
aktivisch ausgewiesen | passivisch ausgewiesen | Summe | aktivisch ausgewiesen | passivisch ausgewiesen | Summe |
| Auftragskosten | 273,8 | 437,1 | 710,9 | 234,0 | 438,4 | 672,4 |
| Anteilige Gewinne | 53,4 | 54,0 | 107,4 | 41,1 | 51,0 | 92,1 |
| Anteilige Verluste | -1,3 | -7,2 | -8,5 | 0,0 | -7,0 | -7,0 |
| Kumulierte Leistung aus Fertigungsaufträgen | 325,9 | 483,9 | 809,8 | 275,1 | 482,4 | 757,5 |
| Teilabrechnungen und erhaltene Anzahlungen | -242,8 | -549,4 | -792,2 | -218,2 | -580,7 | -798,9 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 83,1 |
|
83,1 | 56,9 |
|
56,9 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen |
|
65,5 | 65,5 |
|
98,3 | 98,3 |
Die Erstattungsansprüche entfallen in Höhe von 2,7 Mio.€ auf Gesellschaften des Geschäftsbereichs
Rail Infrastructure, in Höhe von 1,5 Mio.€ auf den Geschäftsbereich Transportation
sowie in Höhe von 2,0 Mio.€ auf die Vossloh AG.
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Sonstige Steuerforderungen (ohne Ertragsteuern) | 7,0 | 6,9 |
| Zinsforderungen | 5,6 | 10,8 |
| Forderungen aus Anteilsverkauf | 3,4 | - |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 3,2 | 7,7 |
| Kautionen und Sicherheitsleistungen | 2,5 | 1,9 |
| Rechnungsabgrenzung | 2,3 | 2,2 |
| Debitorische Kreditoren | 1,3 | 1,3 |
| Forderungen gegen Arbeitnehmer | 1,3 | 1,3 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0,3 | 2,5 |
| Ausleihungen | 0,0 | 0,9 |
| Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,0 | 0,3 |
| Übrige kurzfristige Vermögenswerte | 9,3 | 11,0 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 36,2 | 46,8 |
Die unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen werden zu Anschaffungskosten
beziehungsweise fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Einzelrisiken werden durch
angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.
Der Stand sowie die Entwicklung der Wertberichtigungen sind nachfolgend dargestellt:
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Stand zum 1.1. | 1,5 | 1,1 |
| Zuführungen | 0,2 | 0,6 |
| Auflösungen | -0,6 | 0,0 |
| Inanspruchnahmen | 0,0 | -0,2 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0,0 | 0,0 |
| Stand zum 31.12. | 1,1 | 1,5 |
Die derivativen Finanzinstrumente aus der Absicherung von Fremdwährungsgeschäften
sind zu Zeitwerten bewertet.
Eine Überleitung der unter den "Sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten" ausgewiesenen
Finanzinstrumente auf die verschiedenen Bewertungskategorien nach IAS 39 befindet
sich unter den "Zusätzlichen Angaben zu Finanzinstrumenten" auf Seite 171 ff. Die
sonstigen Steuerforderungen sowie die übrigen Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten
bewertet.
Unter diesem Posten werden Anlagen in kurzfristige festverzinsliche Wertpapiere ausgewiesen,
die in Höhe von 1,0 Mio.€ (Vorjahr: 0,6 Mio.€) bis zur Endfälligkeit gehalten und
zu Anschaffungskosten bewertet werden. Bei den übrigen Wertpapieren in Höhe von 0,3
Mio.€ handelt es sich um Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar", die
zu Marktwerten bewertet werden. Im Jahr 2009 waren hier 0,2 Mio.€ Wertpapiere des
Handelsbestands ausgewiesen; ihre Bewertung erfolgte zu Marktwerten.
Eine Überleitung der kurzfristigen Wertpapiere auf die verschiedenen Bewertungskategorien
nach IAS 39 befindet sich unter den "Zusätzlichen Angaben zu Finanzinstrumenten" auf
Seite 171 ff.
Die Zahlungsmittel beinhalten Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten.
Zahlungsmitteläquivalente umfassen Finanztitel, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt
werden können, mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten. Die Bilanzierung
erfolgt zum Nennwert.
Die Entwicklung des Eigenkapitals ist auf der Seite 129 dargestellt.
Das gezeichnete Kapital der Vossloh AG erhöhte sich 2010 auf 37.825.168,86 €. Es ist
in 14.795.920 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Es wurden
ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Die Erhöhung des gezeichneten Kapitals beruhte
wie im Jahr 2009 auf der Bedienung der Aktienoptionsprogramme.
|
|
2010 | 2009 | ||
|
|
€ | Anzahl | € | Anzahl |
| Stand 1. Januar | 37.825.041,04 | 14.795.870 | 37.824.979,68 | 14.795.846 |
| Ausübung der Aktienoptionsprogramme | 127,82 | 50 | 61,36 | 24 |
| Stand 31. Dezember | 37.825.168,86 | 14.795.920 | 37.825.041,04 | 14.795.870 |
Im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms 2010, das die gleichen Bestimmungen
aufwies wie das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 2009, erhielten die im Inland beschäftigten
Mitarbeiter der Vossloh-Gruppe die Möglichkeit, wahlweise zwei Aktien der Vossloh
AG unentgeltlich zu beziehen oder acht Aktien zu einem Vorzugspreis in Höhe von 50
% des Ausgabekurses von 85,51 € (Vorjahr: 65 €) pro Aktie - ermittelt anhand des Börsenkurses
zum Zeitpunkt der Übertragung - zu erwerben. Aus der Inanspruchnahme dieses Programms
wurden Mitarbeitern des Vossloh-Konzerns im Berichtsjahr insgesamt 3.148 (Vorjahr:
1.916) Aktien unentgeltlich gewährt. Der Aufwand aus der Gewährung der Aktien betrug
269,2 T€ (Vorjahr: 124,5 T€).
Die 2005 aufgelegten Aktienoptionsprogramme gewährten bestimmten Führungskräften (Long-Term-Incentive-Programm,
LTIP) und Mitarbeitern der inländischen Konzerngesellschaften (Mitarbeiterbeteiligungsprogramm,
MABP) Bezugsrechte zum Erwerb von Aktien der Vossloh AG. Voraussetzung für die Gewährung
der Bezugsrechte war ein Eigeninvestment in Vossloh-Aktien. Je erworbene Aktie wurden
zehn (LTIP) beziehungsweise drei (MABP) Bezugsrechte gewährt, die zum Erwerb von Vossloh-Aktien
zum Marktpreis bei Programmbeginn (Basispreis) berechtigen. Die Ausübung der Bezugsrechte
ist an relative und absolute Erfolgsziele in Bezug auf die Entwicklung des Kurses
der Vossloh-Aktie geknüpft. Die Sperrfrist für die Ausübung der Optionen war am 31.3.2007
ausgelaufen.
Die zu Beginn des Berichtsjahrs noch nicht ausgeübten Optionen konnten bis zum Ende
des ersten Quartals 2010 ausgeübt werden. Die Aktienoptionsprogramme 2005 wurden gemäß
IFRS 2 bewertet. Der Aufwand aus der Optionsgewährung wurde über die Sperrfrist verteilt.
Im Geschäftsjahr 2010 sowie im Vorjahr wurde dementsprechend kein Aufwand aus den
Aktienoptionsprogrammen mehr erfasst.
Die Anzahl der ausgegebenen Bezugsrechte entwickelte sich wie folgt:
|
|
Anzahl der Optionen | Durchschnittlicher Ausübungspreis in € |
| 1.1.2009 | 74 | 38,75 |
| ausgeübt | 24 | 38,75 |
| 31.12.2009 | 50 | 38,75 |
| davon ausübbar | 50 | 38,75 |
| Geschäftsjahr 2010 |
|
|
| ausgeübt | 50 | 38,75 |
| verfallen | - | - |
| 31.12.2010 | 0 | - |
Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld gegenüber dem Nominalbetrag aus der Ausgabe
von Aktien durch die Vossloh AG.
Aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 21. Mai 2008, die bis zum
20. November 2009 galt, hatte der Vorstand der Vossloh AG am 15. Oktober 2008 nach
der Zustimmung durch den Aufsichtsrat beschlossen, bis zu 1.479.582 Aktien der Gesellschaft
zurückzukaufen. Dies entsprach 10 % des Grundkapitals.
In der Folge hatte die Vossloh AG in der Zeit vom 16. Oktober 2008 bis zum 20. März
2009 eigene Aktien zu Kursen von durchschnittlich 71,86 €/Aktie über die Börse mit
einem Börsenwert von insgesamt 106.317.071,78 € zurückgekauft. Am 20. März 2009 hatte
die Vossloh AG von insgesamt 14.795.846 Stückaktien (Stand 20. März 2009) 1.479.582
eigene Aktien erworben. Dies entsprach 10 % des Grundkapitals beziehungsweise 3.782.491,32
€, sodass der Aktienrückkauf am 20. März 2009 abgeschlossen wurde.
Aus diesem Bestand waren am 26. Oktober 2009 durch Beschluss des Vorstandes 3.352
Aktien umgewidmet worden, um sie Personen, die im Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft
oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen standen und sich für eine Teilnahme am
Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 2009 angemeldet hatten, zum Erwerb anzubieten (§ 71
Abs. 1 Nr. 2 AktG). Im November 2009 wurden infolgedessen 3.352 Aktien für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm
zu einem Wert von 241.075,84 € verkauft.
Am 25. Oktober 2010 waren durch Beschluss des Vorstandes weitere 5.600 Stückaktien
aus dem Bestand eigener Aktien der Vossloh AG umgewidmet worden, um sie denjenigen
Arbeitnehmern der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens zum Erwerb
anzubieten, die sich für eine Teilnahme am Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 2010 angemeldet
hatten.
Daraufhin wurden im November 2010 5.600 Aktien für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm
verwendet. Der Endbestand zum 31. Dezember 2010 betrug damit 1.470.630 Aktien.
|
|
Anzahl der gekauften Aktien | Kaufpreis der Aktien in €* | Grundkapital in € | Grundkapital in Aktien | Anteil am Grundkapital in % |
| Oktober 2008 | 182.000 | 10.722.541,40 | 37.824.979,68 | 14.795.846 | 1,23 |
| November 2008 | 293.000 | 20.056.694,21 | 37.824.979,68 | 14.795.846 | 1,98 |
| Dezember 2008 | 432.000 | 31.890.659,88 | 37.824.979,68 | 14.795.846 | 2,92 |
| Summe 2008 | 907.000 |
|
37.824.979,68 | 14.795.846 | 6,13 |
| Januar 2009 | 230.000 | 17.555.206,81 | 37.824.979,68 | 14.795.846 | 1,55 |
| Februar 2009 | 181.500 | 13.972.774,45 | 37.824.979,68 | 14.795.846 | 1,23 |
| März 2009 | 161.082 | 12.119.195,03 | 37.824.979,68 | 14.795.846 | 1,09 |
| Summe 2009 | 572.582 |
|
37.824.979,68 | 14.795.846 | 3,87 |
| Stand am 31.3.2009 | 1.479.582 |
|
37.824.979,68 | 14.795.846 | 10,00 |
| November 2009 | -3.352 | -241.075,84 | 37.825.041,04 | 14.795.870 | -0,02 |
| Stand am 31.12.2009 | 1.476.230 |
|
37.825.041,04 | 14.795.870 | 9,98 |
| November 2010 | -5.600 | -436.074,68 | 37.825.168,86 | 14.795.920 | -0,04 |
| Stand am 31.12.2010 | 1.470.630 |
|
37.825.168,86 | 14.795.920 | 9,94 |
Die Hauptversammlung der Vossloh AG hat den Vorstand am 19. Mai 2010 erneut ermächtigt,
bis zum 18. Mai 2015 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des bestehenden Grundkapitals
gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zu erwerben.
Der Erwerb darf über die Börse, über ein öffentliches Kaufangebot oder über eine öffentliche
Aufforderung zur Abgabe eines Angebots erfolgen.
Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien können über die Börse oder durch
ein Angebot an alle Aktionäre sowie gegen Sachleistung, insbesondere von Unternehmenserwerben,
veräußert werden. Sie können ferner zur Erfüllung von Verpflichtungen aus ausgegebenen
Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen verwendet oder ohne weiteren Beschluss
der Hauptversammlung eingezogen werden.
Die in der Hauptversammlung vom 20. Mai 2009 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb
eigener Aktien wurde zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Beschlusses vom 19. Mai
2010 aufgehoben.
Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in
den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit diese nicht aus Konzernsicht
ausgeschüttet wurden.
Die sonstigen Eigenkapitalposten beinhalten die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen
aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, aus der
Bewertung von Derivaten im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften (Cashflow-Hedges)
sowie aus der Bewertung von veräußerbaren Finanzinstrumenten. Als größter einzelner
Sachverhalt sind unter diesem Posten der negative Marktwert der zur Absicherung zukünftiger
Zinszahlungen für die Verbindlichkeiten aus dem US-Private-Placement eingesetzten
Derivate in Höhe von 2,2 Mio.€ (Vorjahr: 5,3 Mio.€) sowie die darauf entfallenden
latenten Steuern in Höhe von 0,7 Mio.€ (Vorjahr: 1,6 Mio.€) enthalten.
Die Anteile im Fremdbesitz entfallen mit 15,0 Mio.€ auf konzernfremde Gesellschafter
des Geschäftsfelds Switch Systems, mit 12,0 Mio.€ auf Fremdanteile des Geschäftsfelds
Fastening Systems sowie mit 0,9 Mio.€ auf das Geschäftsfeld Transportation Systems.
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Anfangsbestand zum 1.1. | 9,7 | 8,9 |
| Zugang aus Erstkonsolidierung | 1,5 | 0,3 |
| Auflösung durch Planänderung | -0,1 | - |
| Inanspruchnahme | -1,2 | -1,0 |
| Zuführungen | 1,7 | 1,5 |
| Währungsdifferenzen | 0,1 | - |
| Endbestand zum 31.12. | 11,7 | 9,7 |
Die Vossloh AG sowie einige Tochtergesellschaften sind Pensionsverpflichtungen gegenüber
Beschäftigten eingegangen. Die Altersversorgungsleistungen variieren dabei je nach
den wirtschaftlichen Gegebenheiten und basieren in der Regel auf der Beschäftigungsdauer,
dem Entgelt und der im Unternehmen eingenommenen Stellung. Die Verpflichtung zur zukünftigen
Zahlung der Pensionen liegt bei den betroffenen Tochtergesellschaften (Defined Benefit
Plan).
Daneben existieren in einigen Konzerngesellschaften beitragsorientierte Pläne. Hieraus
haben diese Konzerngesellschaften neben der Zahlung der Beiträge an externe Träger
keine weiteren Verpflichtungen. Der Aufwand aus der Dotierung solcher beitragsorientierten
Pläne betrug im Geschäftsjahr 1,9 Mio.€ (Vorjahr: 0,4 Mio.€).
Die Pensionsrückstellungen werden entsprechend IAS 19 auf der Basis der Anwartschaftsbarwertmethode
(Projected Unit Credit Method) gebildet. Hierbei werden aktuelle Kapitalmarktzinssätze
sowie zukünftige wahrscheinliche Gehalts- und Pensionssteigerungen berücksichtigt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet,
wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 % des Verpflichtungsumfangs (Defined Benefit
Obligation) zum Periodenbeginn liegen.
Bei dem mit dem Barwert der Versorgungszusagen verrechneten Planvermögen handelt es
sich um Rückdeckungsversicherungen, die einen Teil der Ansprüche aus den Versorgungszusagen
abdecken. Die Rückdeckungsversicherungen sind den jeweils Berechtigten einzeln verpfändet,
die Verrechnung mit dem Barwert der Verpflichtungen erfolgt zum Zeitwert.
Den ausgewiesenen Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten
von unabhängigen Aktuaren zugrunde.
| % | 2010 | 2009 |
| Diskontierungszinssatz | 4,7 | 5,25 |
| Erwartete Steigerung der Pensionszahlungen | 2,0 | 2,0 |
| Erwartete Steigerung der Lohn- und Gehaltszahlungen | 3,0 | 3,0 |
| Fluktuationswahrscheinlichkeit | 6,0 | 6,0 |
| Verzinsung des Planvermögens | 4,5 | 4,5 |
Die bilanzierte Pensionsrückstellung leitet sich wie folgt ab:
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Barwert der durch Planvermögen gedeckten Versorgungszusagen | 20,5 | 18,1 |
| Zeitwert des Planvermögens | -13,1 | -9,5 |
| Saldo der nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste | -4,2 | -5,6 |
| Rückstellung für Versorgungsansprüche aus Planvermögen | 3,2 | 3,0 |
| Barwert der nicht durch Planvermögen finanzierten Versorgungsansprüche | 9,3 | 7,0 |
| Saldo der nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste | -0,8 | -0,3 |
| Rückstellung für nicht durch Planvermögen gedeckte Versorgungsansprüche | 8,5 | 6,7 |
| Bilanzierte Pensionsrückstellungen | 11,7 | 9,7 |
Die Barwerte der Pensionsverpflichtungen entwickelten sich wie folgt: Entwicklung
der Barwerte der Pensionsverpflichtungen
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Stand zum 1.1. | 25,1 | 21,4 |
| Zugang aus Erstkonsolidierung | 1,5 | 1,7 |
| Planänderungen | -0,2 | 0,2 |
| Dienstzeitaufwand | 0,6 | 0,4 |
| Zinsaufwand | 1,3 | 1,2 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 2,1 | 1,4 |
| Beiträge von Berechtigten | 0,4 | 0,1 |
| Gezahlte Leistungen | -1,5 | -1,3 |
| Währungsdifferenzen | 0,5 | - |
| Stand zum 31.12. | 29,8 | 25,1 |
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens zeigt folgende Entwicklung:
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Stand zum 1.1. | 9,5 | 7,5 |
| Zugang aus Erstkonsolidierung | 0,0 | 1,4 |
| Planänderungen | -0,1 | - |
| Erwartete Erträge aus dem Planvermögen | 0,6 | 0,5 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 2,6 | 0,4 |
| Beiträge vom Arbeitgeber | 0,1 | - |
| Beiträge von Berechtigten | 0,4 | 0,1 |
| Gezahlte Leistungen | -0,4 | -0,4 |
| Währungsdifferenzen | 0,4 | - |
| Stand zum 31.12. | 13,1 | 9,5 |
In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde aufgrund von Pensionsverpflichtungen der
folgende Aufwand erfasst:
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Dienstzeitaufwand | 0,6 | 0,4 |
| Zinsaufwand | 1,3 | 1,3 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | -0,6 | -0,5 |
| Amortisation versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste | 0,4 | 0,3 |
| Planänderungen | 0,0 | - |
| Aufwand des Geschäftsjahres | 1,7 | 1,5 |
Die laufenden Dienstzeitaufwendungen sowie die erwarteten Erträge aus Planvermögen
sind Teil des Personalaufwands, der in die Funktionskosten eingeht. Der Zinsaufwand
ist Teil des Zinsergebnisses.
Die Barwerte der Pensionsverpflichtungen werden, wie nachfolgend dargestellt, durch
den Zeitwert des Planvermögens gedeckt:
| Mio.€ | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 |
| Barwert der Pensionsverpflichtung | 29,8 | 25,1 | 21,4 | 21,1 | 20,7 |
| Zeitwert des Planvermögens | -13,1 | -9,5 | -7,5 | -5,8 | -8,4 |
| Nicht durch Planvermögen gedeckte Verpflichtung | 16,7 | 15,6 | 13,9 | 15,3 | 12,3 |
Die erfahrungsbedingten Anpassungen der Vermögenswerte und Schulden aus Pensionsverpflichtungen
betrugen:
| Mio.€ | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 |
| Erfahrungsbedingte Anpassung der Vermögenswerte | 2,6 | 0,4 | -1,5 | -2,6 | 0,2 |
| Erfahrungsbedingte Anpassung der Schulden | -0,3 | 0,1 | 0,0 | 0,9 | -0,3 |
Die tatsächliche Verzinsung des Planvermögens betrug im Berichtsjahr 3,8 %. Im laufenden
Geschäftsjahr 2011 erwarten wir Beiträge zum Planvermögen in Höhe von 2,6 Mio.€.
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Personalbezogene Rückstellungen | 11,2 | 8,4 |
| Verpflichtungen aus erhaltenen Lieferungen und Leistungen | 6,7 | 3,0 |
| Garantieverpflichtungen und Nachlaufkosten | 39,0 | 43,4 |
| Prozessrisiken und Drohverluste | 5,3 | 4,5 |
| Übrige Rückstellungen | 13,6 | 24,4 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 75,8 | 83,7 |
| Personalbezogene Rückstellungen | 27,9 | 27,9 |
| Verpflichtungen aus erhaltenen Lieferungen und Leistungen | 15,2 | 11,5 |
| Garantieverpflichtungen und Nachlaufkosten | 69,1 | 53,8 |
| Prozessrisiken und Drohverluste | 33,2 | 36,5 |
| Übrige Rückstellungen | 12,5 | 7,6 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 157,9 | 137,3 |
|
|
233,7 | 221,0 |
Alle als kurzfristig ausgewiesenen Rückstellungen weisen Fälligkeiten innerhalb eines
Jahres aus. Alle als langfristig ausgewiesenen Rückstellungen weisen Restlaufzeiten
von über einem Jahr aus. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am
Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen
und deren Höhe oder Fälligkeiten unsicher sind. Die Rückstellungen wurden in Höhe
ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt.
Langfristige Rückstellungen sind mit dem Barwert der ungewissen Verpflichtungen angesetzt,
soweit der Abzinsungseffekt wesentlich ist.
Das maximale Risiko bezüglich der bilanzierten Rückstellungen liegt um 39,7 Mio.€
(Vorjahr: 44,5 Mio.€) über dem Bilanzansatz. Darüber hinaus bestehen nicht bilanzierte
Risiken in Höhe von 1,9 Mio.€ (Vorjahr: 1,1 Mio.€) aus Sachverhalten mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit
von weniger als 50 %.
Die personalbezogenen Rückstellungen umfassen Tantiemeverpflichtungen, Urlaubsgelder,
Jubiläumsverpflichtungen sowie Verpflichtungen aus Altersteilzeit.
Die Verpflichtungen aus erhaltenen Lieferungen und Leistungen resultieren aus ausstehenden
Abrechnungen für bezogene Lieferungen und Dienste.
Die Garantieverpflichtungen beinhalten sowohl die für einzelne Garantiekosten zurückgestellten
Beträge als auch aufgrund von Erfahrungswerten gebildete Rückstellungen in Höhe der
erwarteten Garantiefälle aus getätigten Umsätzen. Die Prozessrisiken und Drohverluste
berücksichtigen Verpflichtungen aus Rechtsstreitigkeiten sowie Risikovorsorgen für
Verluste aus schwebenden Geschäften. Für drohende Verluste aus Abnahmeverpflichtungen
bestand am Bilanzstichtag eine Rückstellung in Höhe von 0,1 Mio.€ (Vorjahr: 0,5 Mio.€).
| Mio.€ | Anfangsbestand 1.1.2010 | Zugang Erstkonsolidierung | Abgang Entkonsolidierung | Inanspruchnahme | Auflösung | Zuführung |
| Steuerrückstellungen | 6,5 | 1,3 | 0,0 | -4,0 | -0,2 | 6,3 |
| Personalbezogene Rückstellungen | 36,3 | 1,1 | 0,0 | -24,6 | -0,4 | 26,5 |
| Verpflichtungen aus erhaltenen Lieferungen und Leistungen | 14,5 | 1,0 | 0,0 | -9,8 | -0,3 | 16,1 |
| Garantieverpflichtungen und Nachlaufkosten | 97,2 | 0,4 | 0,0 | -15,7 | -6,5 | 31,6 |
| Prozessrisiken und Drohverluste | 41,0 | 0,0 | 0,0 | -5,7 | -5,9 | 9,1 |
| Übrige Rückstellungen | 32,0 | 0,4 | -0,2 | -3,7 | -6,8 | 4,3 |
| Sonstige Rückstellungen | 221,0 | 2,9 | -0,2 | -59,5 | -19,9 | 87,6 |
| Mio.€ | Währungsdifferenzen | Endbestand 31.12.2010 |
| Steuerrückstellungen | 0,2 | 10,1 |
| Personalbezogene Rückstellungen | 0,2 | 39,1 |
| Verpflichtungen aus erhaltenen Lieferungen und Leistungen | 0,4 | 21,9 |
| Garantieverpflichtungen und Nachlaufkosten | 1,1 | 108,1 |
| Prozessrisiken und Drohverluste | 0,0 | 38,5 |
| Übrige Rückstellungen | 0,1 | 26,1 |
| Sonstige Rückstellungen | 1,8 | 233,7 |
| Mio.€ | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Fälligkeiten | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 25,5 | 59,6 | 109,0 | 98,5 | 78,0 | 69,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 204,9 | 229,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 3,9 | 5,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 85,9 | 74,4 | 15,2 | 29,3 | 11,0 | 17,9 |
|
|
320,2 | 369,2 | 124,2 | 127,8 | 89,0 | 87,3 |
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Fälligkeiten | Gesamt | |
| Finanzverbindlichkeiten | 212,5 | 227,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 204,9 | 229,9 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 3,9 | 5,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 112,1 | 121,6 |
|
|
533,4 | 584,3 |
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| US-Private-Placement | 180,3 | 167,8 |
| Übrige langfristige Bankverbindlichkeiten | 6,6 | 0,1 |
| Langfristiges Finanzleasing | 0,1 | - |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 187,0 | 167,9 |
| Kurzfristige Bankverbindlichkeiten | 24,8 | 59,3 |
| Zinsverbindlichkeiten | 0,5 | 0,3 |
| Kurzfristiges Finanzleasing | 0,2 | - |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 25,5 | 59,6 |
| Finanzverbindlichkeiten | 212,5 | 227,5 |
Die Finanzverbindlichkeiten werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten
angesetzt. Das US-Private-Placement wird als Grundgeschäft eines Fair-Value-Hedge
zur Sicherung des Rückzahlungsbetrages gegen Währungsschwankungen in Bezug auf das
gesicherte Währungsrisiko behandelt. Eine Überleitung der Finanzverbindlichkeiten
auf die verschiedenen Bewertungskategorien nach IAS 39 befindet sich unter den "Zusätzlichen
Angaben zu Finanzinstrumenten" auf Seite 171 ff.
Die Verbindlichkeiten aus dem US-Private-Placement resultieren aus einer im Geschäftsjahr
2004 erfolgten Mittelaufnahme am amerikanischen Kapitalmarkt in Höhe von 240,0 Mio.US-$.
Das US-Private-Placement umfasst einen Teilbetrag von 140,0 Mio.US-$ mit einer Restlaufzeit
von 3,5 Jahren und einen weiteren Betrag von 100,0 Mio.US-$ mit einer Restlaufzeit
von 5,5 Jahren. Beide Teilbeträge sind endfällig rückzahlbar. Die Kapitalzahlungs-
und Zinszahlungsströme wurden vollständig mit Swaps in Euro gesichert. Dadurch werden
die beiden Tranchen mit Euro-Festzinssätzen von 5,325 % beziehungsweise 5,455 % verzinst.
Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen 180,3 Mio.€ entsprechen der zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten und zum Stichtagskurs umgerechneten Dollar-Verbindlichkeit.
Unter Berücksichtigung der unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Währungssicherung
ergibt sich ein gesicherter Rückzahlungsbetrag in Höhe von 203,9 Mio.€.
Im Zusammenhang mit dem US-Private-Placement existieren einige sogenannte Covenants.
Soweit bestimmte Kennzahlen festgelegte Schwellenwerte nachhaltig über- beziehungsweise
unterschreiten, erhöht sich die Verzinsung, beziehungsweise die Darlehen können fällig
gestellt werden. Alle Covenants wurden zu jedem Stichtag eingehalten. Daneben existieren
bei zwei US-amerikanischen Konzerngesellschaften Covenants im Zusammenhang mit Banklinien,
die aber zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurden.
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden in Höhe des Barwerts der Leasingraten
passiviert. Sie betreffen Leasingverträge über Investitionsgüter im Geschäftsfeld
Rail Services. Der Nettobuchwert der unter den Sachanlagen ausgewiesenen Vermögenswerte
betrug 0,3 Mio.€. Vorjahresangaben erübrigen sich aufgrund der Erstkonsolidierung
des Geschäftsfelds im Jahr 2010.
Die Mindestleasingzahlungen haben folgende Fälligkeiten:
| Mio.€ | 2010 | ||
| Nominalwert | Abzinsungsbetrag | Barwert | |
|
Fällig bis 1 Jahr |
0,2 |
0,0 |
0,2 |
|
Fällig in 1 bis 5 Jahren |
0,2 |
0,1 |
0,1 |
|
Fällig nach mehr als 5 Jahren |
- |
- |
- |
|
|
0,4 | 0,1 | 0,3 |
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Übrige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 139,4 | 131,6 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 65,5 | 98,3 |
| Gesamt | 204,9 | 229,9 |
Die PoC-Verbindlichkeiten resultieren aus Fertigungsaufträgen, bei denen die von Kunden
geleisteten Anzahlungen und Teilabrechnungen die kumulierte Leistung aus der Abwicklung
der jeweiligen Aufträge übersteigen. Eine Aufgliederung dieser Verbindlichkeiten in
Bruttoforderungen und Anzahlungen/Teilabrechnungen sowie weitere Angaben finden sich
in den Erläuterungen zu den "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" in Textziffer
18.
Es handelt sich um die den Steuerbehörden zum Bilanzstichtag tatsächlich geschuldeten
Ertragsteuern, die von den verschiedenen Konzerngesellschaften ausgewiesen werden.
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Derivative Finanzinstrumente aus Fair-Value-Hedges | 23,2 | 36,1 |
| Derivative Finanzinstrumente aus Cashflow-Hedges | 2,2 | 5,2 |
| Erhaltene Anzahlungen | 0,4 | 5,2 |
| Langfristige Rechnungsabgrenzung | 0,3 | 0,4 |
| Übrige | 0,1 | 0,3 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 26,2 | 47,2 |
| Erhaltene Anzahlungen | 41,6 | 27,5 |
| Umsatzsteuerverbindlichkeiten | 12,9 | 11,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 5,5 | 4,6 |
| Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungs- und Krankenkassenbeiträgen | 4,6 | 5,1 |
| Sonstige nicht ergebnisabhängige Steuern | 4,4 | 4,7 |
| Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2,5 | 1,9 |
| Provisionen | 2,0 | 1,9 |
| Kreditorische Debitoren | 1,5 | 2,9 |
| Derivative Finanzinstrumente aus Fair-Value-Hedges | 1,5 | 1,6 |
| Derivative Finanzinstrumente aus Cashflow-Hedges | 1,2 | 1,1 |
| Übrige | 8,2 | 11,7 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 85,9 | 74,4 |
|
|
112,1 | 121,6 |
Finanzinstrumente werden bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert am Handelstag, gegebenenfalls
unter Einbeziehung direkt zurechenbarer Transaktionskosten, bilanziert und in der
Folge mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht eine Bewertung zum
Marktwert geboten ist. Die Erfassung der aus Marktwertänderungen resultierenden Gewinne
und Verluste ist davon abhängig, ob die Voraussetzungen des IAS 39 hinsichtlich der
Bilanzierung als Sicherungsgeschäft erfüllt sind. Marktwertänderungen von Derivaten
zur Absicherung von beizulegenden Zeitwerten (Fair-Value-Hedges) werden zusammen mit
der Wertänderung der abgesicherten Geschäfte erfolgswirksam im Ergebnis erfasst. Wertänderungen
des Marktwerts von Derivaten zur Absicherung von Cashflows werden nach Berücksichtigung
latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Bei den mit 23,2 Mio.€ (Vorjahr: 36,1 Mio.€) unter den langfristigen Verbindlichkeiten
ausgewiesenen Fair-Value-Hedges handelt es sich um die Zeitwerte der mit dem US-Private-Placement
in einem Sicherungszusammenhang stehenden Cross-Currency-Swaps.
Eine Überleitung der sonstigen Verbindlichkeiten auf die verschiedenen Bewertungskategorien
gemäß IAS 39 befindet sich unter den "Zusätzlichen Angaben zu Finanzinstrumenten"
auf Seite 171 ff.
Die mit 41,6 Mio.€ unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen erhaltenen
Anzahlungen enthalten keine Anzahlungen auf Fertigungsaufträge. Die kurzfristigen
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern sind nach IAS 19 unabgezinst in Höhe der
Verpflichtung berücksichtigt.
Die Segmentberichterstattung orientiert sich an der internen Organisations- und Berichtsstruktur.
Diese differenziert zwischen den von den verschiedenen Geschäftsfeldern des Vossloh-Konzerns
angebotenen Produkten und Dienstleistungen. Infolge der Anwendung des IFRS 8 werden
neben den Geschäftsbereichen Rail Infrastructure und Transportation auch die einzelnen
Geschäftsfelder gesondert dargestellt.
Im Geschäftsbereich Rail Infrastructure sind die Aktivitäten des Konzerns im Bereich
des schienengebundenen Fahrwegs zusammengefasst. Zu dem Geschäftsbereich gehören die
Geschäftsfelder Fastening Systems, Switch Systems sowie Rail Services.
Das Geschäftsfeld Fastening Systems ist ein führender Anbieter von Schienenbefestigungssystemen.
Das Angebot umfasst Schienenbefestigungen für sämtliche Einsatzbereiche, vom Nahverkehr
über den Schwerlastverkehr bis zu den Hochgeschwindigkeitsstrecken.
Vossloh Switch Systems ist einer der weltweit führenden Weichenhersteller. Das Geschäftsfeld
stattet Schienennetze mit Weichen sowie zugehörigen Steuerungs- und Kontrollsystemen
aus und übernimmt die Installation sowie die Wartung dieser Systeme. Auch hier reicht
das Anwendungsspektrum von der Stadtbahn- bis zur Hochgeschwindigkeitsstrecke.
Das Geschäftsfeld Rail Services ist in den Bereichen Schienenhandel, Ladeleistung
Langschienen auf Baustellen, Schweißwerkleistungen Neuschienen, Aufbereitung Altschienen,
Baustellenschweißen, Schienenwechsel, Schienenschleifen/-fräsen, Schienenprüfung und
Baustellenüberwachung tätig. Außerdem organisiert und überwacht es Just-in-time-Schienentransporte
zu Baustellen und sorgt für die termingerechte Bereitstellung zugelassener Ladesysteme.
Im Geschäftsbereich Transportation sind die Aktivitäten im Bereich Schienenfahrzeuge
und Systeme/Komponenten für Fahrzeuge einschließlich entsprechender Services zusammengefasst.
Zum Geschäftsbereich gehören die Geschäftsfelder Transportation Systems und Electrical
Systems.
Vossloh Transportation Systems mit seinen beiden Produktionsstandorten Valencia (Spanien)
und Kiel (Deutschland) ist Europas führender Hersteller von Diesellokomotiven und
bietet des Weiteren Instandhaltungsdienstleistungen an. Darüber hinaus entwickelt
und produziert der Standort Valencia Fahrzeuge für Nahverkehrsbahnen. Zu den Kunden
des Geschäftsfelds zählen Staats- und Privatbahnen sowie Leasinggesellschaften.
Vossloh Electrical Systems rüstet Stadtbahnen und Busse mit anspruchsvollen elektrischen
Systemen aus. Das Spektrum der Leistungen umfasst den Antrieb, die Bordnetzversorgung,
die Fahrzeugsteuerung sowie die Heizung und Klimatisierung. Die Fahrzeugausrüstungen
werden zu einem kompletten, kundenspezifischen Paket integriert und aus einer Hand
an den Kunden geliefert. Das Geschäftsfeld ist der weltweit führende Anbieter von
elektrischen Ausrüstungen für Elektrobusse, die seit 2008 wahlweise auch mit Hybridantrieben
ausgestattet werden können. Neben der Vollausrüstung von Fahrzeugen zählen die nachträgliche
Klimatisierung von Schienenfahrzeugen, die Lieferung einzelner Komponenten sowie Teilausrüstungen,
Modernisierungen und Service- wie auch Wartungsleistungen zum Angebotsumfang.
Die Konsolidierung beinhaltet die Eliminierung der Geschäftsbeziehungen innerhalb
beziehungsweise zwischen den Segmenten. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um
die Verrechnung der innerkonzernlichen Aufwendungen und Erträge, die Eliminierung
konzerninterner Erträge und Ausschüttungen sowie die Verrechnung der innerkonzernlichen
Forderungen und Verbindlichkeiten.
Die angewandten Rechnungslegungsmethoden sind für alle Segmente identisch. Geschäftsbeziehungen
zwischen den einzelnen Segmenten werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.
Die Segmentinformationen nach Geschäftsbereichen und Geschäftsfeldern sind auf Seite
130 f. dargestellt.
Die wesentlichen zahlungsunwirksamen Segmentaufwendungen beinhalten die Zuführungen
zu den Rückstellungen.
Der Vossloh-Konzern weist in der Erläuterung seiner Ertragslage im Konzernlagebericht
den sogenannten Wertbeitrag auf Vorsteuerbasis als eine zentrale wertorientierte Kennzahl
aus. Neben der für die interne Berichterstattung verwendeten Größe wird für die externe
Berichterstattung im Lagebericht auf Ebene des Konzerns und der Geschäftsbereiche
der Wertbeitrag zusätzlich als Nachsteuergröße auf Basis aktueller Kapitalkosten ausgewiesen,
um die aus Anteilseignersicht tatsächliche Wertentwicklung abzubilden. Hierbei wurde
im Geschäftsjahr 2010 ein WACC in Höhe von 6,6 % nach Steuern verwendet.
Eine Überleitung des Segmentergebnisses "Wertbeitrag" des Gesamtkonzerns auf das in
der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
ist nachfolgend dargestellt:
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Wertbeitrag | 54,8 | 63,7 |
| Kapitalkosten auf das betriebsnotwendige Kapital | 97,3 | 74,2 |
| EBIT | 152,1 | 137,9 |
Eine regionale Segmentierung erfolgt für langfristige Vermögenswerte und Außenumsätze.
Dabei sind die dargestellten Umsatzerlöse den Regionen auf Basis der jeweiligen Kundenstandorte
zugeordnet.
| Mio.€ | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
|
|
Außenumsatz | Langfristige Vermögenswerte | ||
| Deutschland | 267,1 | 132,3 | 176,5 | 74,0 |
| Frankreich | 121,9 | 156,0 | 206,4 | 205,6 |
| Übriges Westeuropa | 151,2 | 172,0 | 18,1 | 17,3 |
| Nordeuropa | 96,5 | 100,5 | 11,7 | 10,9 |
| Südeuropa | 272,9 | 260,5 | 84,9 | 79,4 |
| Osteuropa | 39,4 | 31,7 | 5,2 | 4,8 |
| Europa gesamt | 949,0 | 853,0 | 502,8 | 392,0 |
| Amerika | 105,2 | 89,4 | 37,4 | 30,3 |
| Asien | 236,4 | 173,1 | 22,6 | 18,8 |
| Afrika | 27,6 | 22,3 | 0,0 | 0,0 |
| Australien | 27,3 | 29,5 | 12,1 | 7,9 |
| Gesamt | 1.345,5 | 1.167,3 | 574,9 | 449,0 |
Die Bilanz des Vossloh-Konzerns enthält sowohl originäre als auch derivative Finanzinstrumente.
Die originären Finanzinstrumente umfassen bei den Vermögenswerten in erster Linie
Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die übrigen Finanzanlagen.
Auf der Passivseite umfassen sie die finanziellen Verbindlichkeiten.
Bei den derivativen Finanzinstrumenten, deren Wert sich von einem Basiswert ableitet,
handelt es sich insbesondere um Swap- und Devisentermingeschäfte.
Die Bilanzierung und Bewertung der Finanzinstrumente richtet sich nach ihrer Zugehörigkeit
zu den Bewertungskategorien des IAS 39.
Originäre Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt bilanziert, an dem Vossloh Vertragspartei
bei einem Finanzinstrument wird. Gemäß IAS 39 werden finanzielle Vermögenswerte ausgebucht,
wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten auslaufen
oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen
werden. Finanzielle Schulden werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen
beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden als Kredite und Forderungen,
zu Handelszwecken beziehungsweise bis zur Endfälligkeit gehalten oder als zur Veräußerung
verfügbar kategorisiert. Die Fair-Value-Option wird im Vossloh-Konzern nicht angewandt.
Die Folgebewertung der Kategorie Kredite und Forderungen sowie der bis zur Endfälligkeit
gehaltenen Finanzinstrumente erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zu Handelszwecken
gehaltene Finanzinstrumente werden fortlaufend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bilanziert.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden ebenfalls zum beizulegenden
Zeitwert bilanziert, sofern dieser verläßlich bestimmbar ist. Daraus resultierende
Gewinne oder Verluste werden im Eigenkapital ausgewiesen. In diese Kategorie fallen
vor allem Wertpapiere, die keine Kredite und Forderungen oder bis zur Endfälligkeit
gehaltene Finanzinstrumente darstellen. In Höhe von 0,6 Mio.€ (Vorjahr: 0,6 Mio.€)
werden zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente zu Anschaffungskosten bewertet.
Der Vossloh-Konzern setzt verschiedene derivative Finanzinstrumente, vor allem zur
Absicherung von Währungsrisiken aus festen vertraglichen Verpflichtungen in Fremdwährung
sowie von zukünftigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, zur Absicherung
von Preisrisiken aus Absatz- und Beschaffungsgeschäften und zur Absicherung von Zinsrisiken
aus langfristigen Finanzierungen, ein.
Dabei wird die Absicherung von bilanzierten Vermögenswerten und Schulden als Fair-Value-Hedge
bilanziert. Sowohl das Grundgeschäft als auch das Devisentermingeschäft wird zu Zeitwerten
bewertet. Die Veränderungen der Zeitwerte aufgrund von Währungsschwankungen werden
in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei einer vollständig effektiven Absicherung
(im Rahmen eines Microhedge ist diese in der Regel gewährleistet) kompensieren die
Aufwendungen und Erträge aus den Wertveränderungen des Derivats diejenigen des Grundgeschäftes
vollständig.
Bei der Absicherung schwebender Geschäfte im Rahmen eines Cashflow-Hedge werden die
Wertveränderungen des ebenfalls zum Zeitwert bilanzierten Derivats erfolgsneutral
im Eigenkapital erfasst. Mit der Abwicklung der schwebenden Geschäfte werden die zuvor
im Eigenkapital erfassten Beträge erfolgswirksam aufgelöst beziehungsweise bei den
Anschaffungskosten erworbener Vermögensgegenstände berücksichtigt.
Die Zeitwerte der zur Währungs- und Zinssicherung eingesetzten Derivate sowie die
gesicherten Nominalvolumina sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:
| Derivative Finanzinstrumente |
|
|
Marktwert | Nominalvolumen | Marktwert | Nominalvolumen |
| Mio.€ |
|
|
2010 | 2009 | ||
| Zinsswaps | Restlaufzeit | bis 1 Jahr | - | - | 0,8 | 25,6 |
|
|
|
1 bis 5 Jahre | - | - | - | - |
|
|
|
über 5 Jahre | - | - | - | - |
|
|
|
|
- | - | -0,8 | 25,6 |
| Cross-Currency-Swaps (US-PP) | Restlaufzeit | bis 1 Jahr | - | - | - | - |
|
|
|
1 bis 5 Jahre | -14,4 | 118,9 | -23,5 | 118,9 |
|
|
|
über 5 Jahre | -11,0 | 85,0 | -17,9 | 85,0 |
|
|
|
|
-25,4 | 203,9 | -41,4 | 203,9 |
| Devisentermingeschäfte | Restlaufzeit | bis 1 Jahr | -1,9 | 99,6 | -0,2 | 90,6 |
|
|
|
1 bis 5 Jahre | -0,4 | 5,6 | 0,0 | 0,0 |
|
|
|
über 5 Jahre | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
|
|
|
|
-2,3 | 105,2 | -0,2 | 90,6 |
| Insgesamt |
|
|
-27,7 | 309,1 | -42,4 | 320,1 |
Die beizulegenden Zeitwerte der Zinssicherungsinstrumente sowie der Währungs-sicherungs-
und Devisentermingeschäfte werden auf Basis abgezinster zukünftiger erwarteter Cashflows
ermittelt. Dabei werden die für die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden
Marktzinssätze verwendet.
Die Buchwerte der Finanzinstrumente, die Aufteilung nach den Bewertungskategorien
sowie die gemäß IAS 39 geforderte Angabe der beizulegenden Zeitwerte und deren Bewertungsquellen
nach Klassen gemäß IFRS 7 sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Dabei werden
auch Derivate aus Sicherungsbeziehungen sowie Finanzleasingverbindlichkeiten einbezogen,
obwohl sie keiner Bewertungskategorie des IAS 39 angehören.
|
|
|
Bewertung nach IAS 39 |
|
||
| Mio.€ | Buchwerte laut Bilanz 31.12.2010 |
Fortgeführte Anschaffungskosten |
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam |
Zeitwerte 31.12.2010 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 360,6 |
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 360,6 | 360,6 |
|
|
360,6 |
| Wertpapiere | 1,3 |
|
|
|
|
| Bis zur Endfälligkeit gehalten | 1,0 | 1,0 |
|
|
1,0 |
| Zur Veräußerung verfügbar | 0,3 |
|
|
0,3 | 0,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 74,6 |
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 53,1 | 53,1 |
|
|
53,1 |
| Bis zur Endfälligkeit gehalten | 18,4 | 18,4 |
|
|
18,4 |
| Zu Handelszwecken gehalten | 0,1 |
|
|
0,1 | 0,1 |
| Zur Veräußerung verfügbar | 3,0 |
|
3,0 |
|
3,0 |
| Übrige Finanzinstrumente und sonstige Vermögenswerte | 47,6 |
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 16,2 | 16,2 |
|
|
16,2 |
| Bis zur Endfälligkeit gehalten | 0,3 | 0,3 |
|
|
0,3 |
| Zu Handelszwecken gehalten | 0,0 |
|
|
0,0 | 0,0 |
| Zur Veräußerung verfügbar | 1,1 | 0,6 | 0,5 |
|
1,1 |
| Derivate in Sicherungsbeziehungen | 0,3 |
|
0,0 | 0,3 | 0,3 |
| IAS 39 nicht anwendbar | 29,7 |
|
|
|
- |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 484,1 | 450,2 | 3,5 | 0,7 | 454,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 212,5 |
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 212,2 | 212,2 |
|
|
212,2 |
| Finanzierungsleasing | 0,3 | 0,3 |
|
|
0,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 204,9 |
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 204,9 | 204,9 |
|
|
204,9 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 112,1 |
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 59,0 | 59,0 |
|
|
59,0 |
| Derivate in Sicherungsbeziehungen | 28,1 |
|
3,4 | 24,7 | 28,1 |
| IAS 39 nicht anwendbar | 25,0 |
|
|
|
- |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 529,5 | 476,4 | 3,4 | 24,7 | 504,5 |
|
|
|
Bewertung nach IAS 39 |
|
||
| Mio.€ | Buchwerte laut Bilanz 31.12.2010 |
Fortgeführte Anschaffungskosten |
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral |
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam |
Zeitwerte 31.12.2010 |
| Finanzielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 429,9 | 429,9 |
|
|
429,9 |
| Bis zur Endfälligkeit gehalten | 19,7 | 19,7 |
|
|
19,7 |
| Zu Handelszwecken gehalten | 0,1 |
|
|
0,1 | 0,1 |
| Zur Veräußerung verfügbar | 4,4 | 0,6 | 3,5 | 0,3 | 4,4 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 454,1 | 450,2 | 3,5 | 0,4 | 454,1 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 476,1 | 476,1 |
|
|
476,1 |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 476,1 | 476,1 | - | - | 476,1 |
| Mio.€ |
|
Bewertung nach IAS 39 1 |
|
||
| Buchwerte laut Bilanz 31.12.2009 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam |
Zeitwerte 31.12.2009 |
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 298,9 |
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 298,9 | 298,9 |
|
|
298,9 |
| Wertpapiere | 0,8 |
|
|
|
|
| Bis zur Endfälligkeit gehalten | 0,6 | 0,6 |
|
|
0,6 |
| Zu Handelszwecken gehalten | 0,2 |
|
|
0,2 | 0,2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 156,5 |
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 107,1 | 107,1 |
|
|
107,1 |
| Bis zur Endfälligkeit gehalten | 48,0 | 48,0 |
|
|
48,0 |
| Zu Handelszwecken gehalten | 0,0 |
|
|
0,0 | 0,0 |
| Zur Veräußerung verfügbar | 1,4 |
|
1,4 |
|
1,4 |
| Übrige Finanzinstrumente und sonstige Vermögenswerte | 56,4 |
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 24,9 | 24,9 |
|
|
24,9 |
| Bis zur Endfälligkeit gehalten | 0,2 | 0,2 |
|
|
0,2 |
| Zu Handelszwecken gehalten | 0,0 | 0,0 | 0,0 | ||
| Zur Veräußerung verfügbar | 1,1 | 0,6 | 0,5 |
|
1,1 |
| Derivate in Sicherungsbeziehungen | 2,5 |
|
0,3 | 2,2 | 2,5 |
| IAS 39 nicht anwendbar | 27,7 |
|
|
|
- |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 512,6 | 480,3 | 2,2 | 2,4 | 484,9 |
| Finanzverbindlichkeiten | 227,5 |
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 227,5 | 227,5 |
|
|
227,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 229,9 |
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 229,9 | 229,9 |
|
|
229,9 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 121,6 |
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 49,7 | 49,7 |
|
|
49,7 |
| Derivate in Sicherungsbeziehungen | 44,0 |
|
6,3 | 37,7 | 44,0 |
| IAS 39 nicht anwendbar | 27,9 |
|
|
|
- |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 579,0 | 507,1 | 6,3 | 37,7 | 551,1 |
|
|
|
Bewertung nach IAS 39 |
|
||
| Mio.€ | Buchwerte laut Bilanz 31.12.2009 |
Fortgeführte Anschaffungskosten |
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral |
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam |
Zeitwerte 31.12.2009 |
| Finanzielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 430,9 | 430,9 |
|
|
430,9 |
| Bis zur Endfälligkeit gehalten | 48,8 | 48,8 |
|
|
48,8 |
| Zu Handelszwecken gehalten | 0,2 |
|
|
0,2 | 0,2 |
| Zur Veräußerung verfügbar | 2,5 | 0,6 | 1,9 | 0,0 | 2,5 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 482,4 | 480,3 | 1,9 | 0,2 | 482,4 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 507,1 | 507,1 |
|
|
507,1 |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 507,1 | 507,1 | - | - | 507,1 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte haben überwiegend kurze Restlaufzeiten.
Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden
Zeitwert.
Auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten
haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte näherungsweise
dem beizulegenden Zeitwert. Die Zeitwerte der langfristigen Finanzverbindlichkeiten
sind mithilfe der Diskontierung der aus diesen Verbindlichkeiten zukünftig zu erwartenden
Zins- und Tilgungszahlungen auf Basis aktueller Marktzinssätze ermittelt worden.
Unter den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten werden
überwiegend Derivate in Sicherungsbeziehungen ausgewiesen.
Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zur Bewertungshierarchie
des IFRS 7 (sogenannte Fair-Value-Hierarchie).
| Mio.€ | Anhand von Börsenkursen ermittelt (Stufe 1) | Von Marktwerten abgeleitet (Stufe 2) | nicht auf Marktwerten beruhende Bewertung (Stufe 3) |
| Zum Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
|
|
|
| Zu Handelszwecken gehalten | 0,1 |
|
|
| Zur Veräußerung verfügbar |
|
3,8 | - |
| Derivate in Sicherungsbeziehungen |
|
0,3 | - |
| Gesamt | 0,1 | 4,1 | - |
| Zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten |
|
|
|
| Derivate in Sicherungsbeziehungen |
|
28,1 | - |
| Gesamt |
|
28,1 | - |
Grundlage der Hierarchiestufen sind die für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte
verwendeten Faktoren. In Stufe 1 wird der Preis unverändert von identischen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten übernommen, die an einem aktiven Markt gehandelt werden. In
Stufe 2 werden Bewertungsfaktoren verwendet, die für den betreffenden finanziellen
Vermögenswert oder die betreffende finanzielle Schuld zumindest von beobachtbaren
Marktdaten abgeleitet werden können. In Stufe 3 stehen keine beobachtbaren Marktdaten
zu Verfügung, sodass eine Bewertung anhand von Bewertungsmodellen erfolgen muss.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Nettogewinne beziehungsweise Nettoverluste
sowie Nettozinserträge und -zinsaufwendungen resultieren aus Finanzinstrumenten der
folgenden Bewertungskategorien:
| Mio.€ | Kredite und Forderungen | Fälligkeitswerte | Handelswerte | Veräußerbare Werte | 2010 | 2009 |
| Nettogewinne/-verluste aus: |
|
|
|
|
|
|
| Zinsen | -13,4 | 0,6 | 0,0 | - | -12,8 | -10,9 |
| Folgebewertung |
|
|
|
|
|
|
| aus Wertberichtigungen | 1,1 | 0,0 | - | -0,2 | 0,9 | -3,4 |
| aus Währungsdifferenzen | 2,5 | - | - | - | 2,5 | 0,9 |
| zum beizulegenden Zeitwert | - | - | 0,0 | - | 0,0 | 0,1 |
| Abgang | - | - | - | - | 0,0 | 4,8 |
| Summe | -9,8 | 0,6 | 0,0 | -0,2 | -9,4 | -8,5 |
Dabei werden die Zinsen im Zinsergebnis, die Wertberichtigungen auf Kredite und Forderungen
(im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) unter den Funktionskosten
(im Wesentlichen den Vertriebskosten) sowie die Abgangserfolge und Kursgewinne wie
-verluste im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Erträge aus der Bewertung von zu Handelszwecken
gehaltenen Wertpapieren zu Zeitwerten sowie die Wertberichtigungen auf veräußerbare
Werte sind in der obigen Übersicht enthalten und werden im sonstigen Finanzergebnis
ausgewiesen.
Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wurden im Berichtsjahr
Wertänderungen in Höhe von 0,0 Mio.€ (Vorjahr: 0,0 Mio.€) erfolgsneutral im Eigenkapital
(OCI) erfasst.
Im Rahmen des Fair-Value-Hedge standen im abgelaufenen Geschäftsjahr Aufwendungen
aus der Erhöhung des Euro-Gegenwertes der US-Dollar-Schuld in Höhe von 12,9 Mio.€
Erträge aus der Erhöhung des Zeitwertes des sichernden Derivates in gleicher Höhe
kompensierend gegenüber. Im Vorjahr hatten sich Erträge aus der Verminderung des Euro-Gegenwertes
der US-Dollar-Schuld in Höhe von 3,9 Mio.€ und Aufwendungen aus der Verminderung des
Zeitwertes des sichernden Derivates in gleicher Höhe ausgeglichen.
Mit Fälligkeit der US-Dollar-Zinszahlungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr bisher
im Eigenkapital erfasste Wertveränderungen des diese Zahlungen sichernden Cross-Currency-Swaps
in Höhe von 0,2 Mio.€ (Vorjahr: 0,7 Mio.€) in den Zinsaufwand aufgelöst.
Der Vossloh-Konzern ist im Rahmen seiner operativen Tätigkeit finanziellen Risiken
ausgesetzt. Bei diesen Risiken handelt es sich um Liquiditäts-, Währungs-, Zins-sowie
Kreditrisiken. Die konzernweite Steuerung und Begrenzung der Liquiditäts-, Währungs-
und Zinsrisiken erfolgt durch das Treasury-Management. Die Überwachung der Kreditrisiken
erfolgt im Rahmen des allgemeinen Risikomanagements.
Einem möglichen Liquiditätsrisiko - der Gefahr, dass der Konzern nicht zu jeder Zeit
seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann - begegnet Vossloh mit einer rollierenden
Liquiditätsplanung sowie einem zentralen Cash-Management. Zum Jahresende standen dem
Konzern neben Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie kurzfristig liquidierbaren
Wertpapieren in Höhe von 75,9 Mio.€ zusätzliche, nicht ausgenutzte Kreditlinien in
Höhe von 252,3 Mio.€ zur Abdeckung zukünftiger Liquiditätsbedarfe zur Verfügung. Aus
der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten, undiskontierten Zins-
und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten ersichtlich:
| Mio.€ | bis zu 1 Jahr |
|
1 bis 5 Jahre |
|
mehr als 5 Jahre |
|
|
|
Tilgung | Zins | Tilgung | Zins | Tilgung | Zins |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | -25,0 | -11,8 | -109,0 | -34,6 | -78,0 | -2,3 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
|
|
-14,5 |
|
-11,0 |
|
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 0,3 |
Währungsrisiken resultieren aus in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerten und Schulden
in fremder Währung, deren Euro-Gegenwert durch eine Veränderung der Wechselkurse negativ
beeinflusst werden kann, sowie aus schwebenden Fremdwährungsgeschäften, deren zukünftige
Zahlungsströme sich aufgrund von Wechselkursveränderungen nachteilig entwickeln können.
Nennenswerte Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft ergeben sich für Vossloh
aus Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sowie aus schwebenden Liefer-, Leistungs- und Einkaufsgeschäften. Hier besteht die
konzernweite Vorgabe, Währungsrisiken durch das Treasury-Management zentral absichern
zu lassen. Mithilfe von Devisentermingeschäften, die fristen- und betragskongruent
zu den zu sichernden Grundgeschäften abgeschlossen werden (Microhedges), werden die
Kurse für die so gesicherten Geschäfte festgeschrieben, um ungünstige Auswirkungen
von Währungsschwankungen auf Kalkulationen und Vermögenswerte zu verhindern.
Für den Konzern wesentliche Währungsrisiken könnten sich aus Finanzverbindlichkeiten
in Höhe von 240,0 Mio.US-$ aus dem US-Private-Placement (US-PP) sowie aus den damit
verbundenen, zukünftig fälligen Zinszahlungen in US-Dollar ergeben. Zur vollständigen
Absicherung dieser Risiken wurden im Zuge der Mittelaufnahme kongruente Cross-Currency-Swaps
abgeschlossen.
Hinsichtlich des Rückzahlungsbetrages wird dieses Derivat als Fair-Value-Hedge bilanziert,
bezüglich der zukünftigen Zinszahlungen handelt es sich um einen Cashflow-Hedge.
Aufgrund der nahezu vollständigen Absicherung des Währungsrisikos wirken sich Wechselkursschwankungen
vor allem auf die Zeitwerte der bilanzierten Sicherungsinstrumente aus. Wesentliche
Wertveränderungen ergeben sich dabei nur aus der Sicherung des US-Private-Placements.
Eine Analyse der Auswirkung von Schwankungen des US-Dollars bei ansonsten gleichen
Bedingungen ist in der folgenden Tabelle zusammengestellt:
| Sensitivitätsanalyse von US-$-Kursschwankungen |
€-Kurs in US-$ | Zeitwerte der bilanzierten Sicherungen in Mio.€1 | Währungsbedingte Veränderung der Finanzverbindlichkeit aus US-Private-Placement2 | |
|
|
|
Cashflow-Hedge | Fair-Value-Hedge |
|
| fiktiver um 10 % erhöhter Kurs | 1,46 | -5,0 | -39,6 | 39,6 |
| tatsächlicher US-$-Stichtagskurs zum 31.12.2010 | 1,33 | -2,4 | -23,2 | 23,2 |
| fiktiver um 10 % niedrigerer Kurs | 1,20 | 1,5 | -3,9 | 3,9 |
1
Vor latenten Steuern
2
Veränderung im Verhältnis zum gesicherten Rückzahlungsbetrag in Höhe von 203,9 Mio.€
Zinsrisiken resultieren im Wesentlichen aus den im Rahmen der Konzernfinanzierung
Zinsrisiken aufgenommenen kurzfristigen variabel verzinsten Krediten sowie den kurzfristigen
variabel verzinsten Geldanlagen der liquiden Mittel.
Dem Risiko, dass sich zukünftige Zinszahlungen aus variabel verzinsten Krediten aufgrund
von Änderungen des Zinsniveaus ungünstig entwickeln, wird durch Zinsswaps und Zinscaps
entgegengewirkt.
Im Rahmen des Hedge-Accountings werden diese Zinssicherungsgeschäfte als Cashflow-Hedge
bilanziert. Sowohl die gesicherten Beträge als auch die Zeitwerte der Finanzinstrumente
sind im Vergleich zu den Währungssicherungen von untergeordneter Bedeutung.
Die Zeitwerte der zur Währungs- und Zinssicherung eingesetzten Derivate sowie die
gesicherten Nominalvolumina sind unter den Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten
auf der Seite 173 dargestellt.
Kreditrisiken beschreiben das Risiko, dass Vertragspartner ihren Verpflichtungen aus
finanziellen Forderungen nicht nachkommen. Hinsichtlich der durch den Vossloh-Konzern
bei Banken angelegten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und von Konzerngesellschaften
gehaltenen kurzfristigen Wertpapiere sowie der mit Banken abgeschlossenen Sicherungsinstrumente
wird das Kreditrisiko durch Beschränkung auf Kontrahenten mit einer erstklassigen
Bonität minimiert. Aus der operativen Geschäftstätigkeit resultieren Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen, die potenziell mit einem Ausfallrisiko
behaftet sind.
Die Kreditrisiken werden im Rahmen des Risikomanagements überwacht und durch den Abschluss
von Kreditversicherungen minimiert. Konkreten Ausfallrisiken wird durch angemessene
Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Der Bruttoforderungsbestand (Forderungen vor Abzug von Wertberichtigungen) gliedert
sich hinsichtlich der operativen Kreditrisiken wie folgt:
|
|
Nicht überfällige und nicht wertberichtigte Forderungen | Überfällige und nicht wertberichtigte Forderungen | Wertberichtigte Forderungen* | Bruttowert der Forderungen |
| aus Lieferungen und Leistungen |
|
|
|
|
| 2010 | 253,9 | 108,4 | 10,6 | 372,9 |
| 2009 | 249,7 | 51,0 | 10,9 | 311,6 |
| Sonstige |
|
|
|
|
| 2010 | 33,3 | 3,0 | 1,0 | 37,3 |
| 2009 | 47,3 | 0,1 | 0,8 | 48,2 |
Eine Analyse der überfälligen nicht wertberichtigten Forderungen zeigt die nachfolgende
Übersicht:
| Mio.€ | bis 1 Monat | 1 bis 3 Monate | 3 bis 6 Monate | 6 bis 12 Monate | mehr als 12 Monate | Summe |
| aus Lieferungen und Leistungen |
|
|
|
|
|
|
| 2010 | 51,4 | 20,5 | 20,1 | 12,1 | 4,3 | 108,4 |
| 2009 | 22,8 | 8,0 | 7,0 | 10,2 | 3,0 | 51,0 |
| Sonstige |
|
|
|
|
|
|
| 2010 | 0,0 | 0,0 | 3,0 | 0,0 | 0,0 | 3,0 |
| 2009 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Ein konkretes Ausfallrisiko besteht auch hinsichtlich der überfälligen Forderungen
nicht, da es sich aufgrund der Kundenstruktur des Vossloh-Konzerns zu einem großen
Teil um staatliche beziehungsweise öffentliche Abnehmer handelt.
Das maximale Ausfallrisiko aller finanziellen Vermögenswerte ergibt sich aus deren
Buchwerten (siehe Übersicht auf Seite 174).
Die Haftungsverhältnisse haben sich wertmäßig gegenüber dem 31. Dezember 2009 um 2,7
Mio.€ auf 17,3 Mio.€ erhöht (Vorjahr: 14,6 Mio.€). Die Haftungsverhältnisse resultieren
in Höhe von 13,8 Mio.€ aus Bürgschaftsverhältnissen für nicht konsolidierte verbundene
Unternehmen und in Höhe von 3,5 Mio.€ aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde
Verbindlichkeiten (davon entfallen 1,3 Mio.€ auf nicht konsolidierte verbundene Unternehmen).
Das Risiko einer Inanspruchnahme wird bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen
als nicht wahrscheinlich eingeschätzt.
Die Verpflichtungen aus der Anschaffung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
(Bestellobligo) beliefen sich auf 6,3 Mio.€ (Vorjahr: 5,7 Mio.€).
Der Mindestbetrag nicht abgezinster künftiger Leasing- und Mietzahlungen aus Operating
Leasing sowie aus Miet- und Pachtverträgen belief sich auf 62,5 Mio.€ (Vorjahr: 51,7
Mio.€). Die Zahlungsverpflichtungen allein aus Operating Leasing werden folgendermaßen
fällig:
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Fällig bis 1 Jahr | 11,2 | 11,4 |
| Fällig in 1 bis 5 Jahren | 28,6 | 24,9 |
| Fällig nach mehr als 5 Jahren | 0,7 | 3,9 |
|
|
40,5 | 40,2 |
Die Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen überwiegend die Betriebs- und
Geschäftsausstattung. Die folgenden Zahlungen wurden erfolgswirksam erfasst:
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Aufwand aus Mindestleasingzahlungen | 12,0 | 13,1 |
| Aufwand aus bedingten Mietzahlungen | 0,7 | 0,5 |
| Ertrag aus Untermietverhältnissen | 7,5 | 6,1 |
Aus unkündbaren Untermietverhältnissen werden zukünftige Mindestzahlungen in Höhe
von 33,0 Mio.€ (Vorjahr: 29,1 Mio.€) erwartet.
Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung des Vossloh-Konzerns enthalten die
nachfolgend aufgeführten anteiligen Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen
und Erträge aus der quotalen Konsolidierung gemeinschaftlich geführter Unternehmen:
| Mio.€ | 2010 |
2009 |
| Kurzfristiges Vermögen | 29,3 |
28,5 |
| Langfristiges Vermögen | 6,6 |
5,8 |
| Kurzfristige Schulden | 13,4 |
13,9 |
| Langfristige Schulden | 0,0 |
0,0 |
| Erträge | 34,5 |
41,0 |
| Aufwendungen | 30,3 |
37,3 |
Die Vossloh AG ist das oberste, beherrschende Unternehmen des Vossloh-Konzerns. Die
konsolidierten Unternehmen des Vossloh-Konzerns stehen im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit
mit nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen
sowie den assoziierten Unternehmen in Beziehung. Die nahestehenden nicht konsolidierten
Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen sind in der Aufstellung
des Anteilsbesitzes auf Seite 187 ff. aufgeführt.
Als nahestehende natürliche Personen werden in der Vossloh-Gruppe die Mitglieder des
Vorstands und des Aufsichtsrats, einige Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen
sowie die Mitglieder der Familiengemeinschaft Vossloh GbR definiert.
In der folgenden Aufstellung sind die Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen
und Unternehmen zusammengestellt. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Geschäftsvorfälle
mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen, die in der Segmentberichterstattung als
Innenumsatzerlöse und in der Konzernbilanz als Forderungen oder Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen dargestellt sind. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden
natürlichen Personen haben nur in einem geringen Umfang stattgefunden.
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Käufe oder Verkäufe von Gütern |
|
|
| Umsatzerlöse aus dem Verkauf von fertigen oder unfertigen Gütern | 5,8 | 6,4 |
| Materialaufwand aus dem Kauf von fertigen oder unfertigen Gütern | 1,8 | 1,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2,5 | 4,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1,0 | 0,2 |
| Käufe oder Verkäufe von sonstigen Vermögenswerten |
|
|
| Forderungen aus dem Verkauf sonstiger Vermögenswerte | 0,3 | 0,8 |
| Verbindlichkeiten aus dem Kauf von sonstigen Vermögenswerten | 1,0 | 0,7 |
| Erhaltene Anzahlungen | 0,1 | - |
| Geleistete oder bezogene Dienstleistungen |
|
|
| Erlöse aus der Bereitstellung von Dienstleistungen | 1,8 | 1,2 |
| Aufwendungen aus dem Bezug von Dienstleistungen | 0,4 | 0,0 |
| Leasingvereinbarungen |
|
|
| Erlöse aus Leasingverhältnissen (Operating Leasing) | 0,0 | 0,0 |
| Aufwendungen aus Leasingverhältnissen (Operating Leasing) | 0,9 | 0,5 |
| Lizenzen |
|
|
| Lizenzerlöse | 0,0 | - |
| Lizenzaufwendungen | 3,3 | - |
| Finanzierungen |
|
|
| Zinserlöse aus gewährten Finanzierungsdarlehen | 0,1 | 0,1 |
| Zinsaufwendungen aus erhaltenen Finanzierungsdarlehen | 0,0 | 0,0 |
| Forderungen aus gewährten Finanzierungsdarlehen | 0,4 | 1,8 |
| Gewährung von Bürgschaften und Sicherheiten |
|
|
| Gewährung von Bürgschaften | 13,8 | 11,2 |
| Gewährung von sonstigen Sicherheiten | 3,5 | 1,3 |
Die aktiven Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für das Berichtsjahr laufende Gesamtbezüge
in Höhe von 689,4 T€ (Vorjahr: 612,1 T€). Eine Individualisierung der Bezüge sowie
weitere Details zum Vergütungssystem finden sich im Vergütungsbericht als Teil des
Lageberichts des Vossloh-Konzerns.
| Tsd.€ | 2010 | 2009 |
| Laufende Gesamtbezüge | 2.839,5 | 3.050,2 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 1.182,5 | 508,9 |
Ehemalige Vorstandsmitglieder erhielten im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 612,3
T€ (Vorjahr: 674,6 T€). Die Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder
und Mitglieder der Geschäftsführung und deren Angehörige beliefen sich auf 11,4 Mio.€
(Vorjahr: 8,6 Mio.€). Diese Verpflichtungen sind in voller Höhe bilanziert und überwiegend
durch Planvermögen gedeckt.
Für die erbrachten Dienstleistungen des Prüfers des Konzernabschlusses, der BDO AG,
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sowie Gesellschaften des internationalen Netzwerks
der BDO AG, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:
|
Mio.€ |
2010 |
2009 |
| Abschlussprüfungsleistungen | 1,1 | 1,0 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0,2 | 0,3 |
| Steuerberatungsleistungen | 0,7 | 0,6 |
| Sonstige Leistungen | 0,0 | 0,0 |
|
|
2,0 | 1,9 |
Die im Geschäftsjahr 2010 erbrachten Dienstleistungen des Prüfers des Konzernabschlusses
betragen 0,4 Mio.€ für Abschlussprüfungsleistungen, 0,2 Mio.€ für andere Bestätigungsleistungen
sowie 0,7 Mio.€ für Steuerberatungsleistungen.
Die Honorare für Abschlussprüfungen beinhalten vor allem die Honorare für die Konzernabschlussprüfung
sowie die Prüfung der Abschlüsse der Vossloh AG und ihrer inländischen Tochterunternehmen
durch die BDO AG. In den Honoraren sind für andere Bestätigungsleistungen in Höhe
von 0,0 Mio.€ (Vorjahr: 0,0 Mio.€) sowie für Steuerberatungsleistungen in Höhe von
0,0 Mio.€ (Vorjahr: 0,1 Mio.€) Honorare enthalten, die durch ausländische BDO-Gesellschaften
erbracht und durch die BDO AG abgerechnet wurden. Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen
entfallen in erster Linie auf die Beratung und Prüfung der Umsetzung konzernweiter
Bilanzierungsvorgaben sowie die prüferische Durchsicht der Quartalsabschlüsse. In
den Honoraren für Steuerberatungsleistungen sind insbesondere Honorare für die Beratung
im Zusammenhang mit der Erstellung von Steuererklärungen und der Prüfung von Steuerbescheiden
sowie in sonstigen nationalen und internationalen Steuerangelegenheiten enthalten.
Im Dezember 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach §
161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Webseite des Konzerns dauerhaft zugänglich
gemacht.
Die Angaben zum Anteilsbesitz des Vossloh-Konzerns erfolgen gemäß § 313 Abs. 4 HGB
in der folgenden Aufstellung:
|
|
|
Fußnote | Beteiligungen in % | bei ( ) | Konsolidierung1 |
| (1) | Vossloh Aktiengesellschaft, Werdohl |
|
|
|
(k) |
| (2) | Vossloh International GmbH, Werdohl |
|
100,00 | (1) | (k) |
| (3) | Vossloh US Holding, Inc., Wilmington/USA |
|
100,00 | (2) | (k) |
| (4) | Vossloh Australia Pty. Ltd., Sydney/Australien |
|
100,00 | (1) | (k) |
| (5) | Vossloh Verwaltungsgesellschaft mbH, Werdohl |
|
100,00 | (1) | (k) |
|
|
Geschäftsbereich Rail Infrastructure |
|
|
|
|
| (6) | Vossloh France SAS, Paris/Frankreich |
|
100,00 | (1) | (k) |
|
|
Geschäftsfeld Fastening Systems |
|
|
|
|
| (7) | Vossloh-Werke GmbH, Werdohl | 2 | 100,00 | (1) | (k) |
| (8) | Vossloh Fastening Systems GmbH, Werdohl | 2 | 100,00 | (7) | (k) |
| (9) | Vossloh Werdohl GmbH, Werdohl | 2 | 100,00 | (7) | (k) |
| (10) | Vossloh Tehnica Feroviara SRL, Bukarest/Rumänien | 3 | 100,00 | (7) | (n) |
| (11) | Vossloh Drázni Technika s.r.o., Prag/Tschechien | 3 | 100,00 | (7) | (n) |
| (12) | Vossloh Sistemi S.r.l., Sarsina/Italien |
|
100,00 | (7) | (k) |
| (13) | Patil-Vossloh Rail Systems Pvt. Ltd., Hyderabad/Indien | 3 ,5 | 51,00 | (7) | (n) |
| (14) | T.O.O. Vossloh-Kasachstan, Almaty/Kasachstan |
|
50,00 | (7) | (n) |
| (15) | BV Oberflächentechnik GmbH & Co. KG, Werdohl |
|
50,00 | (7) | (e) |
| (16) | BV Oberflächentechnik Verwaltungs GmbH, Werdohl |
|
50,00 | (7) | (n) |
| (17) | Vossloh Maschinenfabrik Deutschland GmbH, Werdohl | 3 | 100,00 | (7) | (n) |
| (18) | Vossloh Utenzilija d.d., Zagreb/Kroatien | 3 | 90,49 | (7) | (n) |
| (19) | Vossloh Skamo Sp.z o.o., Nowe Skalmierzyce/Polen |
|
100,00 | (7) | (k) |
| (20) | Vossloh Rail Technologies Ltd. Sti., Istanbul/Türkei |
|
99,5/0,50 | (7/8) | (k) |
| (21) | Feder-7 Kft., Székesféheryàr/Ungarn | 3 | 96,67/3,33 | (7/8) | (n) |
| (22) | Vossloh Fastening Systems America Corp., Chicago/USA | 4 | 100,00 | (7) | (k) |
| (23) | Vossloh Fastening Systems China Co. Ltd., Kunshan/China |
|
68,00 | (7) | (k) |
| (24) | Vossloh-Werke China Investment GmbH, Werdohl |
|
100,00 | (7) | (k) |
| (25) | ZAO Vossloh Fastening Systems Rus, Moskau/Russland | 3 | 50,10 | (7) | (n) |
| (26) | Beijing China Railways Vossloh Technology Co. Ltd., Peking/China |
|
49,00 | (7) | (n) |
|
|
Geschäftsfeld Switch Systems |
|
|
|
|
| (27) | Vossloh Cogifer SA, Rueil-Malmaison/Frankreich |
|
100,00 | (6) | (k) |
| (28) | Jacquemard AVR SA, St. Jean Bonnefonds/Frankreich |
|
100,00 | (27) | (k) |
| (29) | Vossloh Cogifer Finland OY, Teijo/Finnland |
|
100,00 | (30) | (k) |
| (30) | Vossloh Nordic Switch Systems AB, Orebro/Schweden |
|
100,00 | (27) | (k) |
| (31) | KIHN SA, Rumelange/Luxemburg |
|
89,21 | (27) | (k) |
| (32) | DDL SA, Rodange/Luxemburg |
|
100,00 | (31) | (k) |
| (33) | Vossloh Laeis GmbH & Co. KG, Trier |
|
100,00 | (31) | (k) |
| (34) | Vossloh Laeis Verwaltungs GmbH, Trier |
|
100,00 | (31) | (k) |
| (35) | Futrifer-Industrias Ferroviáras SA, Lissabon/Portugal |
|
61,00 | (27) | (k) |
| (36) | Amurrio Ferrocarril y Equipos SA, Amurrio/Spanien |
|
50,00 | (27) | (q) |
| (37) | Montajes Ferroviaros srl, Amurrio/Spanien | 3 | 100,00 | (36) | (n) |
| (38) | Burbiola S.A., Amurrio/Spanien |
|
50,00 | (36) | (n) |
| (39) | Corus Cogifer Switches and Crossings Ltd., Scunthorpe/Großbritannien |
|
50,00 | (27) | (q) |
| (40) | Vossloh Cogifer Italia S.r.l., Bari/Italien |
|
100,00 | (27) | (k) |
| (41) | Cogifer Polska Sp.z o.o., Bydgoszcz/Polen |
|
52,38 | (27) | (k) |
| (42) | ATO-Asia Turnouts Limited, Bangkok/Thailand |
|
51,00 | (27) | (k) |
| (43) | Cogifer Services (Malaysia) Sdn Bhd, Kuala Lumpur/Malaysia |
|
100,00 | (27) | (k) |
| (44) | Cogifer Americas, Inc., Cincinnati/USA | 3 | 100,00 | (27) | (n) |
| (45) | Siema Applications SAS, Villeurbanne/Frankreich |
|
100,00 | (27) | (k) |
| (46) | Vossloh Min Skretnice, AD, Niš/Serbien |
|
100,00 | (27) | (k) |
| (47) | J. S. Industries Pvt. Ltd., Secunderabad/Indien | 3 ,5 | 51,00 | (27) | (n) |
| (48) | Vossloh Beekay Castings Ltd., Bhilai/Indien | 5 | 60,00 | (27) | (k) |
| (49) | Dakshin Transtek Pvt. Ltd., Bangalore/Indien | 3 ,5 | 100,00 | (47) | (n) |
| (50) | Vossloh Track Material, Inc., Wilmington/USA |
|
100,00 | (3) | (k) |
| (51) | Cleveland Track Material, Inc., Cleveland/USA |
|
100,00 | (3) | (k) |
| (52) | Vossloh Cogifer Australia Pty. Ltd., Sydney/Australien |
|
100,00 | (4) | (k) |
| (53) | Vossloh Sportek A/S, Horsens/Dänemark |
|
100,00 | (30) | (k) |
| (54) | Kloos Oving B.V., Nieuw-Lekkerland/Niederlande |
|
100,00 | (27) | (k) |
| (55) | Global Rail Systems, Inc., Marlin/USA | 4 | 60,00 | (3) | (k) |
| (56) | Vossloh France International SAS, Rueil-Malmaison/Frankreich | 3 | 100,00 | (6) | (n) |
| (57) | Wuhu China-Railway Cogifer Track Co., Huo Long Gang Town/China |
|
50,00 | (27) | (n) |
|
|
Geschäftsfeld Rail Services |
|
|
|
|
| (58) | Vossloh Rail Services GmbH, Seevetal | 2 ,4 | 100,00 | (1) | (k) |
| (59) | Stahlberg, Roensch GmbH & Co. KG, Seevetal | 2 ,4 ,6 | 96,0/4,0 | (58/60) | (k) |
| (60) | Stahlberg Verwaltungsgesellschaft mbH, Seevetal | 4 | 100,00 | (58) | (k) |
| (61) | RCN Rail Center Nürnberg GmbH & Co. KG, Nürnberg | 2 ,4 | 100,00 | (59) | (k) |
| (62) | RCN Rail Center Nürnberg Verwaltungs GmbH, Nürnberg | 4 | 100,00 | (59) | (k) |
| (63) | RCB Rail Center Bützow GmbH & Co. KG, Bützow | 2 ,4 | 100,00 | (59) | (k) |
| (64) | RCB Rail Center Bützow Verwaltungs GmbH, Bützow | 4 | 100,00 | (59) | (k) |
| (65) | Stahlberg Roensch Leipzig GmbH, Seevetal | 4 | 100,00 | (59) | (k) |
| (66) | GTS Gesellschaft für Gleistechnik Süd mbH, Seevetal | 2 ,4 | 100,00 | (59) | (k) |
| (67) | Stahlberg Roensch Hamburg GmbH, Hamburg | 4 | 100,00 | (59) | (k) |
| (68) | Alpha Rail Team GmbH & Co. KG, Berlin |
|
50,00 | (59) | (e) |
| (69) | Alpha Rail Team Verwaltungs GmbH, Berlin |
|
50,00 | (59) | (n) |
| (70) | LOG Logistikgesellschaft Gleisbau mbH, Hannover | 2 ,4 | 100,00 | (58) | (k) |
| (71) | Vossloh Ray Hizmetleri Limited Sirketi, Istanbul/Türkei | 3 | 99,5/0,5 | (59/58) | (n) |
| (72) | Vossloh High Speed Grinding GmbH, Seevetal | 2 ,4 | 100,00 | (58) | (k) |
| (73) | Vossloh Mobile Rail Services GmbH, Seevetal | 2 ,4 | 100,00 | (59) | (k) |
|
|
Geschäftsbereich Transportation |
|
|
|
|
|
|
Geschäftsfeld Transportation Systems |
|
|
|
|
| (74) | Vossloh Locomotives GmbH, Kiel | 2 | 100,00 | (1) | (k) |
| (75) | Locomotion Service GmbH, Kiel | 2 | 100,00 | (74) | (k) |
| (76) | Vossloh España S.A., Valencia/Spanien |
|
100,00 | (1) | (k) |
| (77) | Erion Mantenimiento Ferroviario S.A., Madrid/Spanien |
|
51,00 | (76) | (k) |
| (78) | Vossloh Locomotives France SAS, Antony/Frankreich |
|
100,00 | (74) | (k) |
|
|
Geschäftsfeld Electrical Systems |
|
|
|
|
| (79) | Vossloh Kiepe GmbH, Düsseldorf | 2 | 100,00 | (1) | (k) |
| (80) | Vossloh Kiepe Beteiligungs GmbH, Düsseldorf | 2 | 100,00 | (79) | (k) |
| (81) | Vossloh Kiepe Ges.m.b.H., Wien/Osterreich |
|
100,00 | (80) | (k) |
| (82) | Vossloh Kiepe Corporation, Vancouver/Kanada | 3 | 100,00 | (80) | (n) |
| (83) | Vossloh Kiepe S.r.l., Cernusco sul Naviglio/Italien | 3 | 100,00 | (80) | (n) |
| (84) | Vossloh Kiepe Sp.z o.o., Krakau/Polen | 3 | 99,00/1,00 | (79/80) | (n) |
| (85) | Vossloh Kiepe Main Line Technology GmbH, Düsseldorf | 2 | 100,00 | (80) | (k) |
| (86) | APS electronic AG, Niederbuchsiten/Schweiz |
|
100,00 | (80) | (k) |
| (87) | Vossloh Kiepe, Inc., Alpharetta/USA | 3 | 100,00 | (3) | (n) |
|
|
Sonstige Gesellschaften |
|
|
|
|
| (88) | Vossloh Schwabe Australia Pty. Ltd., Sydney/Australien | 3 | 100,00 | (4) | (n) |
| (89) | Delkor Rail Pty. Ltd., Sydney/Australien | 3 | 100,00 | (4) | (n) |
| (90) | Delkor Rail (HK) Ltd., Hongkong/China | 3 | 100,00 | (89) | (n) |
| (91) | Vossloh Track Systems GmbH, Werdohl | 3 | 100,00 | (1) | (n) |
| (92) | Vossloh Middle East Business Rail - L.L.C., Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate |
|
49,00 | (91) | (n) |
| (93) | Vossloh Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Werdohl | 3 | 100,00 | (1) | (n) |
1
Für vollkonsolidierte Gesellschaften steht ein (k), für equity-konsolidierte ein (e),
für quotenkonsolidierte ein (q) und für nicht konsolidierte ein (n).
2
Inanspruchnahme der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB oder § 264b HGB
3
Nichteinbeziehung in den Konsolidierungskreis aufgrund untergeordneter Bedeutung für
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
4
Im Berichtsjahr erstmals in die Konsolidierung einbezogen
5
Abweichendes Geschäftsjahr 1.4. bis 31.3.
6
Ferner ist die Vossloh Verwaltungsgesellschaft (5) zu einem geringen Anteil als Komplementärin
beteiligt.
Der Jahresabschluss der Vossloh AG für das Geschäftsjahr 2010 weist nach handelsrechtlichen
Rechnungslegungsvorschriften einen Jahresüberschuss von 32.124.074,74 € aus. Unter
Einbeziehung des Gewinnvortrags von 6.958.237,20 € ergibt sich ein Bilanzgewinn von
39.082.311,94 €.
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, auf das dividendenberechtigte Grundkapital
von 34.065.562,96 € (13.325.290 Aktien) eine Dividende von 2,50 € je Stückaktie auszuschütten
und den verbleibenden Betrag von 5.769.086,94 € auf neue Rechnung vorzutragen. Bei
der Ermittlung des dividendenberechtigten Grundkapitals wurde eine Gesamtzahl von
1.470.630 eigenen Aktien (3.759.605,90 €) in Abzug gebracht.
Werner Andree, geboren 1951, Neuenrade
Sprecher des Vorstands
(seit 09.08.2007, Vorstand seit 01.09.2001, bestellt bis zum 31.08.2014)
| ― |
Vossloh Cogifer SA: Mitglied des Verwaltungsrats |
| ― |
Vossloh France SAS: Präsident |
| ― |
Vossloh Australia Pty. Ltd.: Mitglied des Verwaltungsrats |
| ― |
Vossloh Schwabe Australia Pty. Ltd.: Mitglied des Verwaltungsrats |
| ― |
Vossloh España S.A.: Mitglied des Verwaltungsrats |
Dr.-Ing. Norbert Schiedeck, geboren 1965, Arnsberg
(Vorstand seit 01.04.2007, bestellt bis zum 31.03.2015)
| ― |
Vossloh Cogifer SA: Mitglied des Verwaltungsrats |
| ― |
Amurrio Ferrocarril y Equipos S.A.: Mitglied des Verwaltungsrats |
| ― |
Wohnungsgesellschaft Werdohl GmbH: Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― |
Vossloh España S.A.: Mitglied des Verwaltungsrats |
Dr.-Ing. Wilfried Kaiser, Vorsitzender2
,4
, München, Diplom-Ingenieur,
ehemaliges Mitglied des Vorstands der Asea Brown Boveri AG
| ― |
EvoBus GmbH: Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― |
ACTech GmbH: Mitglied5 des Beirats |
| ― |
schenck.de AG: Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― |
Hugo Kern und Liebers GmbH & Co. KG: Mitglied5 des Verwaltungsrats |
| ― |
VAG Holding GmbH: Vorsitzender5 des Beirats |
Peter Langenbach2 ,4 , stellvertretender Vorsitzender, Wuppertal, Rechtsanwalt
| ― |
Credit- und Volksbank eG Wuppertal: Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 26.08.2010) |
Dr. Jürgen Blume3 ,4 , Bad Bentheim, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Dr. Christoph Kirsch3 ,4 , Weinheim, ehemaliger Finanzvorstand der Südzucker AG
| ― |
GELITA AG: Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― |
HELIKOS SE: Mitglied des Boards |
Wolfgang Klein1 ,2 ,3 , Werdohl, Galvaniseur, Vorsitzender des Europäischen und des Konzernbetriebsrats
Michael Ulrich1 , Kiel, Maschinenschlosser
1
Arbeitnehmervertreter
2
Mitglied des Personalausschusses
3
Mitglied des Prüfungsausschusses
4
Mitglied des Nominierungsausschusses
5
Fakultatives Gremium
Werdohl, 11. März 2011
Vossloh AG
Der Vorstand
Werner Andree, Dr.-Ing. Norbert Schiedeck
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
beschrieben sind."
Werdohl, 11. März 2011
Vossloh AG
Der Vorstand
Werner Andree, Dr.-Ing. Norbert Schiedeck
| Mio.€ | 2010 | 2009 |
| Umsatzerlöse | 1,2 | 1,4 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -0,6 | -1,3 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 0,6 | 0,1 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -20,7 | -19,6 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 16,7 | 15,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1,1 | -5,0 |
| Betriebsergebnis | -4,5 | -8,6 |
| Erträge aus Beteiligungen | 10,0 | - |
| davon aus verbundenen Unternehmen: 10,0 Mio.€ (Vorjahr: - Mio.€) |
|
|
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 49,4 | 55,4 |
| davon aus verbundenen Unternehmen: 49,4 Mio.€ (Vorjahr: 55,4 Mio.€) |
|
|
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 0,3 | 0,4 |
| davon aus verbundenen Unternehmen: 0,0 Mio.€ (Vorjahr: 0,1 Mio.€) |
|
|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 7,7 | 6,1 |
| davon aus verbundenen Unternehmen: 7,5 Mio.€ (Vorjahr: 4,8 Mio.€) |
|
|
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -0,1 | -3,6 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | -11,6 | -3,8 |
| davon an verbundene Unternehmen: 11,6 Mio.€ (Vorjahr: 3,8 Mio.€) |
|
|
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -14,8 | -14,6 |
| davon an verbundene Unternehmen: 0,5 Mio.€ (Vorjahr: 1,0 Mio.€) |
|
|
| Finanzergebnis | 40,9 | 39,9 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 36,4 | 31,3 |
| Außerordentliche Aufwendungen / Außerordentliches Ergebnis | -3,8 | - |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -0,5 | -2,2 |
| Jahresüberschuss | 32,1 | 29,1 |
| Aktiva in Mio.€ | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0,4 | 0,5 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0,4 | 0,5 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3,8 | 3,2 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0,3 | 0,4 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2,7 | 0,4 |
| Sachanlagen | 6,8 | 4,0 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 496,9 | 473,9 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1,7 | - |
| Beteiligungen | 0,1 | 0,1 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,1 | 0,1 |
| Sonstige Ausleihungen | 0,0 | 0,0 |
| Finanzanlagen | 498,8 | 474,1 |
| Anlagevermögen | 506,0 | 478,6 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0,0 | 0,0 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 225,3 | 150,4 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | - | 0,3 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 2,7 | 34,7 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 228,0 | 185,4 |
| Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 0,7 | 48,6 |
| Wertpapiere/Eigene Anteile | - | 102,6 |
| Umlaufvermögen | 228,7 | 336,6 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0,1 | 0,2 |
|
|
734,8 | 815,4 |
| Passiva in Mio.€ | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Gezeichnetes Kapital | 37,8 | 37,8 |
| Rechnerischer Wert der eigenen Anteile | -3,7 | - |
|
|
34,1 | 37,8 |
| Kapitalrücklage | 37,6 | 37,6 |
| Gewinnrücklagen |
|
|
| Rücklage für eigene Anteile | - | 102,6 |
| Andere Gewinnrücklagen | 283,3 | 279,2 |
| Bilanzgewinn | 39,1 | 33,6 |
| Eigenkapital | 394,1 | 490,8 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 5,6 | 12,8 |
| Steuerrückstellungen | 3,0 | 2,9 |
| Sonstige Rückstellungen | 12,0 | 11,9 |
| Rückstellungen | 20,6 | 27,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,1 | 26,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1,1 | 1,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 114,2 | 65,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,5 | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 204,2 | 204,3 |
| davon aus Steuern: 0,1 Mio.€ (Vorjahr: 0,1 Mio.€) |
|
|
| Verbindlichkeiten | 320,1 | 297,0 |
|
|
734,8 | 815,4 |
| Mio.€ | ||||||
|
|
Anschaffungskosten | Kumulierte Abschreibungen | ||||
|
|
Stand 01.01. 2010 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand 31.12. 2010 |
Stand 31.12. 2010 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7,9 | 0,2 | 0,0 | - | 8,1 | 7,7 |
|
|
7,9 | 0,2 | 0,0 | - | 8,1 | 7,7 |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 11,2 | 0,8 | -0,1 | 0,0 | 11,9 | 8,1 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1,2 | 0,0 | -0,1 | - | 1,1 | 0,8 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,4 | 2,3 | - | -0,0 | 2,7 | - |
|
|
12,8 | 3,1 | -0,2 | - | 15,7 | 8,9 |
| Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 492,4 | 23,0 | - | - | 515,4 | 18,5 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,0 | 1,7 | - | - | 1,7 | - |
| Beteiligungen | 0,1 | - | - | - | 0,1 | - |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,1 | - | - | - | 0,1 | 0,0 |
| Sonstige Ausleihungen | 6,2 | 0,1 | 0,0 | - | 6,3 | 6,3 |
|
|
498,8 | 24,8 | 0,0 | - | 523,6 | 24,8 |
| Gesamt | 519,5 | 28,1 | -0,2 | - | 547,4 | 41,4 |
| Mio.€ | |||||
|
|
Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||
|
|
Abschreibungen Geschäftsjahr | Abgang | Zuschreibung | Stand 31.12. 2010 |
Stand 31.12. 2009 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0,3 | 0,0 | - | 0,4 | 0,5 |
|
|
0,3 | 0,0 | - | 0,4 | 0,5 |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,2 | -0,1 | - | 3,8 | 3,2 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0,1 | -0,1 | - | 0,3 | 0,4 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | 2,7 | 0,4 |
|
|
0,3 | -0,2 | - | 6,8 | 4,0 |
| Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | - | - | - | 496,9 | 473,9 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | - | - | - | 1,7 | - |
| Beteiligungen | - | - | - | 0,1 | 0,1 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | - | - | - | 0,1 | 0,1 |
| Sonstige Ausleihungen | 0,1 | - | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
|
|
0,1 | - | - | 498,8 | 474,1 |
| Gesamt | 0,7 | -0,2 | 0,0 | 506,0 | 478,6 |
Der Jahresabschluss der Vossloh AG für das Geschäftsjahr 2010 ist nach den Vorschriften
des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
(BilMoG) vom 29. Mai 2009 aufgestellt. Im Rahmen der Änderungen der bisher angewandten
Bewertungsmethoden wurde gemäß § 67 Abs. 8 EGHGB der Stetigkeitsgrundsatz durchbrochen.
Eine Anpassung der Vorjahreszahlen erfolgte nicht.
Bilanzierung und Bewertung richten sich nach folgenden Grundsätzen: Entgeltlich erworbene
immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten
- soweit abnutzbar abzüglich planmäßiger Abschreibung nach der degressiven oder linearen
Methode - bewertet. Seit dem Geschäftsjahr 2001 werden zugegangene abnutzbare Gegenstände
des Anlagevermögens ausschließlich vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen
angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit
einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten
oder einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
sowie flüssige Mittel werden zum Nennwert beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder
niedrigeren Tageswerten bilanziert. Das in den Jahren 2010 bis 2017 auszuzahlende
Körperschaftsteuerguthaben wurde mit dem Barwert (Zinssatz: 4 % p.a.) angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs
am Einbuchungstag oder dem ungünstigeren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag
umgerechnet und bewertet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgt
die Umrechnung grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag, sofern
keine Absicherung besteht. Sind die Forderungen und Verbindlichkeiten kursgesichert,
wird der Sicherungskurs angewendet.
Die eigenen Anteile sind nach dem BilMoG nicht mehr aktivisch auszuweisen. Stattdessen
wird der rechnerische Wert von erworbenen eigenen Anteilen offen vom "Gezeichneten
Kapital" abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert der eigenen
Anteile und deren Anschaffungskosten wird mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet.
Die Bewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wird seit dem 01.01.2010
nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit- Methode) durchgeführt.
Dabei wurden die "Richttafeln 2005 G"(RT2005G) von Klaus Heubeck zugrunde gelegt.
Als Rechnungszins wurde der nach der Rückstellungsabzinsungs-Verordnung durch die
Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag veröffentlichte Diskontierungszinssatz für
Verpflichtungen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von
5,16 % herangezogen. Als weitere Berechnungsgrundlagen wurden eine Lohn- und Gehaltssteigerung
in Höhe von 3 %, eine erwartete Steigerung der Pensionszahlungen in Höhe von 2% sowie
eine durchschnittliche Fluktuationsrate in Höhe von 6 % zugrunde gelegt. Bei der Bewertung
der Pensionsrückstellungen wurde nicht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1
EGHGB Gebrauch gemacht und dementsprechend der zusätzliche Rückstellungsbedarf im
Berichtsjahr in voller Höhe (3,8 Mio.€) als außerordentlicher Aufwand erfasst.
Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich
der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen (sog. Planvermögen),
werden mit diesen Schulden verrechnet und nicht mehr unter den sonstigen Vermögensgegenständen
ausgewiesen (Vorjahr: 11,3 Mio.€). Dadurch reduzierten sich die Rückstellungen für
Pensionen um 11,4 Mio.€. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen
werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtung saldiert
und im Finanzergebnis ausgewiesen.
Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages
angesetzt, der nach den Grundsätzen kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst,
wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Verbindlichkeiten
werden mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.
Die derivativen Finanzgeschäfte (vor allem Cross-Currency-Swaps) werden ausschließlich
zu Sicherungszwecken eingesetzt und, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, als
Bewertungseinheit mit einem Grundgeschäft zusammengefasst. Das Ergebnis aus den zur
Währungssicherung abgeschlossenen Devisenkontrakten wird in diesen Fällen erst bei
Fälligkeit ausgewiesen.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.
Der Zugang bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen betrifft die Vossloh Rail Services
GmbH.
Im Finanzanlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf sonstige Ausleihungen
in Höhe von 81 T€ sowie Zuschreibungen in Höhe von 34 T€ vorgenommen.
| Mio.€ | Fußnote | Beteiligungen in % | bei ( ) | Konsolidierung1 | Eigenkapital2 | |
| (1) | Vossloh Aktiengesellschaft, Werdohl |
|
|
|
(k) | 394,4 |
| (2) | Vossloh International GmbH, Werdohl |
|
100,00 | (1) | (k) | 23,2 |
| (3) | Vossloh US Holding, Inc., Wilmington/USA |
|
100,00 | (2) | (k) | 20,8 |
| (4) | Vossloh Australia Pty. Ltd., Sydney/Australien |
|
100,00 | (1) | (k) | 4,3 |
| (5) | Vossloh Verwaltungsgesellschaft mbH, Werdohl |
|
100,00 | (1) | (k) | -6,4 |
|
|
Geschäftsbereich Rail Infrastructure |
|
|
|
|
|
| (6) | Vossloh France SAS, Paris/Frankreich |
|
100,00 | (1) | (k) | 237,0 |
|
|
Geschäftsfeld Fastening Systems |
|
|
|
|
|
| (7) | Vossloh-Werke GmbH, Werdohl | 3 | 100,00 | (1) | (k) | 4,2 |
| (8) | Vossloh Fastening Systems GmbH, Werdohl | 3 | 100,00 | (7) | (k) | 5,8 |
| (9) | Vossloh Werdohl GmbH, Werdohl | 3 | 100,00 | (7) | (k) | 5,3 |
| (10) | Vossloh Tehnica Feroviara SRL, Bukarest/Rumänien | 4 | 100,00 | (7) | (n) | 0,0 |
| (11) | Vossloh Drázni Technika s.r.o., Prag/Tschechien | 4 | 100,00 | (7) | (n) | 1,2 |
| (12) | Vossloh Sistemi S.r.l., Sarsina/Italien |
|
100,00 | (7) | (k) | 4,5 |
| (13) | Patil-Vossloh Rail Systems Pvt. Ltd., Hyderabad/Indien | 4 ,6 | 51,00 | (7) | (n) | 1,6 |
| (14) | T.O.O. Vossloh-Kasachstan, Almaty/Kasachstan |
|
50,00 | (7) | (n) | 0,3 |
| (15) | BV Oberflächentechnik GmbH & Co. KG, Werdohl |
|
50,00 | (7) | (e) | 0,7 |
| (16) | BV Oberflächentechnik Verwaltungs GmbH, Werdohl |
|
50,00 | (7) | (n) | 0,0 |
| (17) | Vossloh Maschinenfabrik Deutschland GmbH, Werdohl | 4 | 100,00 | (7) | (n) | -0,7 |
| (18) | Vossloh Utenzilija d.d., Zagreb/Kroatien | 4 | 90,49 | (7) | (n) | 1,8 |
| (19) | Vossloh Skamo Sp.z o.o., Nowe Skalmierzyce/Polen |
|
100,00 | (7) | (k) | 4,7 |
| (20) | Vossloh Rail Technologies Ltd. Sti., Istanbul/Türkei |
|
99,5/0,50 | (7/8) | (k) | 5,5 |
| (21) | Feder-7 Kft., Székesféheryàr/Ungarn | 4 | 96,67/3,33 | (7/8) | (n) | 0,4 |
| (22) | Vossloh Fastening Systems America Corp., Chicago/USA | 5 | 100,00 | (7) | (k) | 0,8 |
| (23) | Vossloh Fastening Systems China Co. Ltd., Kunshan/China |
|
68,00 | (7) | (k) | 45,4 |
| (24) | Vossloh-Werke China Investment GmbH, Werdohl |
|
100,00 | (7) | (k) | 10,6 |
| (25) | ZAO Vossloh Fastening Systems Rus, Moskau/Russland | 4 | 50,10 | (7) | (n) | 0,0 |
| (26) | Beijing China Railways Vossloh Technology Co. Ltd., Peking/China |
|
49,00 | (7) | (n) | 2,6 |
|
|
Geschäftsfeld Switch Systems |
|
|
|
|
|
| (27) | Vossloh Cogifer SA, Rueil-Malmaison/Frankreich |
|
100,00 | (6) | (k) | 119,0 |
| (28) | Jacquemard AVR SA, St. Jean Bonnefonds/Frankreich |
|
100,00 | (27) | (k) | 2,4 |
| (29) | Vossloh Cogifer Finland OY, Teijo/Finnland |
|
100,00 | (30) | (k) | 1,5 |
| (30) | Vossloh Nordic Switch Systems AB, Orebro/Schweden |
|
100,00 | (27) | (k) | 22,7 |
| (31) | KIHN SA, Rumelange/Luxemburg |
|
89,21 | (27) | (k) | 12,6 |
| (32) | DDL SA, Rodange/Luxemburg |
|
100,00 | (31) | (k) | 0,1 |
| (33) | Vossloh Laeis GmbH & Co. KG, Trier |
|
100,00 | (31) | (k) | 3,2 |
| (34) | Vossloh Laeis Verwaltungs GmbH, Trier |
|
100,00 | (31) | (k) | 0,0 |
| (35) | Futrifer-Industrias Ferroviáras SA, Lissabon/Portugal |
|
61,00 | (27) | (k) | 3,2 |
| (36) | Amurrio Ferrocarril y Equipos SA, Amurrio/Spanien |
|
50,00 | (27) | (q) | 30,7 |
| (37) | Montajes Ferroviaros srl, Amurrio/Spanien | 4 | 100,00 | (36) | (n) | 1,5 |
| (38) | Burbiola S.A., Amurrio/Spanien |
|
50,00 | (36) | (n) | 0,3 |
| (39) | Corus Cogifer Switches and Crossings Ltd., Scunthorpe/Großbritannien |
|
50,00 | (27) | (q) | 9,0 |
| (40) | Vossloh Cogifer Italia S.r.l., Bari/Italien |
|
100,00 | (27) | (k) | 2,4 |
| (41) | Cogifer Polska Sp.z o.o., Bydgoszcz/Polen |
|
52,38 | (27) | (k) | 13,7 |
| (42) | ATO-Asia Turnouts Limited, Bangkok/Thailand |
|
51,00 | (27) | (k) | 0,9 |
| (43) | Cogifer Services (Malaysia) Sdn Bhd, Kuala Lumpur/Malaysia |
|
100,00 | (27) | (k) | 0,6 |
| (44) | Cogifer Americas, Inc., Cincinnati/USA | 4 | 100,00 | (27) | (n) | 0,1 |
| (45) | Siema Applications SAS, Villeurbanne/Frankreich |
|
100,00 | (27) | (k) | 2,8 |
| (46) | Vossloh Min Skretnice, AD, Nis/Serbien |
|
100,00 | (27) | (k) | 2,2 |
| (47) | J. S. Industries Pvt. Ltd., Secunderabad/Indien | 4 ,6 | 51,00 | (27) | (n) | 0,0 |
| (48) | Vossloh Beekay Castings Ltd., Bhilai/Indien | 6 | 60,00 | (27) | (k) | 8,2 |
| (49) | Dakshin Transtek Pvt. Ltd., Bangalore/Indien | 4 ,6 | 100,00 | (47) | (n) | 0,1 |
| (50) | Vossloh Track Material, Inc., Wilmington/USA |
|
100,00 | (3) | (k) | 10,7 |
| (51) | Cleveland Track Material, Inc., Cleveland/USA |
|
100,00 | (3) | (k) | 10,1 |
| (52) | Vossloh Cogifer Australia Pty. Ltd., Sydney/Australien |
|
100,00 | (4) | (k) | 7,3 |
| (53) | Vossloh Sportek A/S, Horsens/Dänemark |
|
100,00 | (30) | (k) | 1,2 |
| (54) | Kloos Oving B.V., Nieuw-Lekkerland/Niederlande |
|
100,00 | (27) | (k) | 4,6 |
| (55) | Global Rail Systems, Inc., Marlin/USA | 5 | 60,00 | (3) | (k) | 4,5 |
| (56) | Vossloh France International SAS, Rueil-Malmaison/Frankreich | 4 | 100,00 | (6) | (n) | 0,0 |
| (57) | Wuhu China-Railway Cogifer Track Co., Huo Long Gang Town/China |
|
50,00 | (27) | (n) | 10,3 |
|
|
Geschäftsfeld Rail Services |
|
|
|
|
|
| (58) | Vossloh Rail Services GmbH, Seevetal | 3 ,5 | 100,00 | (1) | (k) | 22,8 |
| (59) | Stahlberg, Roensch GmbH & Co. KG, Seevetal | 3 ,5 ,7 | 96,0/4,0 | (58/60) | (k) | 22,5 |
| (60) | Stahlberg Verwaltungsgesellschaft mbH, Seevetal | 5 | 100,00 | (58) | (k) | 1,9 |
| (61) | RCN Rail Center Nürnberg GmbH & Co. KG, Nürnberg | 3 ,5 | 100,00 | (59) | (k) | 2,1 |
| (62) | RCN Rail Center Nürnberg Verwaltungs GmbH, Nürnberg | 5 | 100,00 | (59) | (k) | 0,1 |
| (63) | RCB Rail Center Bützow GmbH & Co. KG, Bützow | 3 ,5 | 100,00 | (59) | (k) | 1,2 |
| (64) | RCB Rail Center Bützow Verwaltungs GmbH, Bützow | 5 | 100,00 | (59) | (k) | 0,1 |
| (65) | Stahlberg Roensch Leipzig GmbH, Seevetal | 5 | 100,00 | (59) | (k) | 2,0 |
| (66) | GTS Gesellschaft für Gleistechnik Süd mbH, Seevetal | 3 ,5 | 100,00 | (59) | (k) | -0,2 |
| (67) | Stahlberg Roensch Hamburg GmbH, Hamburg | 5 | 100,00 | (59) | (k) | 1,0 |
| (68) | Alpha Rail Team GmbH & Co. KG, Berlin |
|
50,00 | (59) | (e) | 8,2 |
| (69) | Alpha Rail Team Verwaltungs GmbH, Berlin |
|
50,00 | (59) | (n) | 0,0 |
| (70) | LOG Logistikgesellschaft Gleisbau mbH, Hannover | 3 ,5 | 100,00 | (58) | (k) | 9,4 |
| (71) | Vossloh Ray Hizmetleri Limited Sirketi, Istandbul/Türkei | 4 | 99,5/0,5 | (59/58) | (n) | 0,0 |
| (72) | Vossloh High Speed Grinding GmbH, Seevetal | 3 ,5 | 100,00 | (58) | (k) | 0,1 |
| (73) | Vossloh Mobile Rail Services GmbH, Seevetal | 3 ,5 | 100,00 | (59) | (k) | 0,1 |
|
|
Geschäftsbereich Transportation |
|
|
|
|
|
|
|
Geschäftsfeld Transportation Systems |
|
|
|
|
|
| (74) | Vossloh Locomotives GmbH, Kiel | 3 | 100,00 | (1) | (k) | 40,7 |
| (75) | Locomotion Service GmbH, Kiel | 3 | 100,00 | (74) | (k) | 0,2 |
| (76) | Vossloh España S.A., Valencia/Spanien |
|
100,00 | (1) | (k) | 92,2 |
| (77) | Erion Mantenimiento Ferroviario S.A., Madrid/Spanien |
|
51,00 | (76) | (k) | 1,9 |
| (78) | Vossloh Locomotives France SAS, Antony/Frankreich |
|
100,00 | (74) | (k) | -0,1 |
|
|
Geschäftsfeld Electrical Systems |
|
|
|
|
|
| (79) | Vossloh Kiepe GmbH, Düsseldorf | 3 | 100,00 | (1) | (k) | 54,9 |
| (80) | Vossloh Kiepe Beteiligungs GmbH, Düsseldorf | 3 | 100,00 | (79) | (k) | 1,4 |
| (81) | Vossloh Kiepe Ges.m.b.H., Wien/Osterreich |
|
100,00 | (80) | (k) | 16,5 |
| (82) | Vossloh Kiepe Corporation, Vancouver/Kanada | 4 | 100,00 | (80) | (n) | 0,3 |
| (83) | Vossloh Kiepe S.r.l., Cernusco sul Naviglio/Italien | 4 | 100,00 | (80) | (n) | 0,1 |
| (84) | Vossloh Kiepe Sp.z o.o., Krakau/Polen | 4 | 39,00/1,00 | (79/80) | (n) | 0,0 |
| (85) | Vossloh Kiepe Main Line Technology GmbH, Düsseldorf | 3 | 100,00 | (80) | (k) | 3,2 |
| (86) | APS electronic AG, Niederbuchsiten/Schweiz |
|
100,00 | (80) | (k) | 1,7 |
| (87) | Vossloh Kiepe, Inc., Alpharetta/USA | 4 | 100,00 | (3) | (n) | 1,0 |
|
|
Sonstige Gesellschaften |
|
|
|
|
|
| (88) | Vossloh Schwabe Australia Pty. Ltd., Sydney/Australien | 4 | 100,00 | (4) | (n) | 1,1 |
| (89) | Delkor Rail Pty. Ltd., Sydney/Australien | 4 | 100,00 | (4) | (n) | 2,2 |
| (90) | Delkor Rail (HK) Ltd., Hongkong/China | 4 | 100,00 | (89) | (n) | 0,1 |
| (91) | Vossloh Track Systems GmbH, Werdohl | 4 | 100,00 | (1) | (n) | 0,0 |
| (92) | Vossloh Middle East Business Rail - L.L.C., Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate |
|
49,00 | (91) | (n) |
|
| (93) | Vossloh Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Werdohl | 4 | 100,00 | (1) | (n) | 0,0 |
| Mio.€ | Fußnote | Ergebnis nach Steuern2 |
|
| 1) | Vossloh Aktiengesellschaft, Werdohl |
|
-4,0 |
| (2) | Vossloh International GmbH, Werdohl |
|
0,0 |
| (3) | Vossloh US Holding, Inc., Wilmington/USA |
|
-0,4 |
| (4) | Vossloh Australia Pty. Ltd., Sydney/Australien |
|
-0,2 |
| (5) | Vossloh Verwaltungsgesellschaft mbH, Werdohl |
|
-0,2 |
|
|
Geschäftsbereich Rail Infrastructure |
|
|
| (6) | Vossloh France SAS, Paris/Frankreich |
|
13,7 |
|
|
Geschäftsfeld Fastening Systems |
|
|
| (7) | Vossloh-Werke GmbH, Werdohl | 3 | 19,8 |
| (8) | Vossloh Fastening Systems GmbH, Werdohl | 3 | 3,8 |
| (9) | Vossloh Werdohl GmbH, Werdohl | 3 | 6,9 |
| (10) | Vossloh Tehnica Feroviara SRL, Bukarest/Rumänien | 4 | 0,0 |
| (11) | Vossloh Drázni Technika s.r.o., Prag/Tschechien | 4 | 0,3 |
| (12) | Vossloh Sistemi S.r.l., Sarsina/Italien |
|
0,8 |
| (13) | Patil-Vossloh Rail Systems Pvt. Ltd., Hyderabad/Indien | 4 ,6 | 0,7 |
| (14) | T.O.O. Vossloh-Kasachstan, Almaty/Kasachstan |
|
0,2 |
| (15) | BV Oberflächentechnik GmbH & Co. KG, Werdohl |
|
1,0 |
| (16) | BV Oberflächentechnik Verwaltungs GmbH, Werdohl |
|
0,0 |
| (17) | Vossloh Maschinenfabrik Deutschland GmbH, Werdohl | 4 | -0,1 |
| (18) | Vossloh Utenzilija d.d., Zagreb/Kroatien | 4 | -0,2 |
| (19) | Vossloh Skamo Sp.z o.o., Nowe Skalmierzyce/Polen |
|
2,2 |
| (20) | Vossloh Rail Technologies Ltd. Sti., Istanbul/Türkei |
|
3,3 |
| (21) | Feder-7 Kft., Székesféheryàr/Ungarn | 4 | 0,1 |
| (22) | Vossloh Fastening Systems America Corp., Chicago/USA | 5 | 0,2 |
| (23) | Vossloh Fastening Systems China Co. Ltd., Kunshan/China |
|
31,8 |
| (24) | Vossloh-Werke China Investment GmbH, Werdohl |
|
0,6 |
| (25) | ZAO Vossloh Fastening Systems Rus, Moskau/Russland | 4 | 0,0 |
| (26) | Beijing China Railways Vossloh Technology Co. Ltd., Peking/China |
|
2,2 |
|
|
Geschäftsfeld Switch Systems |
|
|
| (27) | Vossloh Cogifer SA, Rueil-Malmaison/Frankreich |
|
23,7 |
| (28) | Jacquemard AVR SA, St. Jean Bonnefonds/Frankreich |
|
0,2 |
| (29) | Vossloh Cogifer Finland OY, Teijo/Finnland |
|
0,7 |
| (30) | Vossloh Nordic Switch Systems AB, Orebro/Schweden |
|
7,4 |
| (31) | KIHN SA, Rumelange/Luxemburg |
|
1,1 |
| (32) | DDL SA, Rodange/Luxemburg |
|
0,0 |
| (33) | Vossloh Laeis GmbH & Co. KG, Trier |
|
0,9 |
| (34) | Vossloh Laeis Verwaltungs GmbH, Trier |
|
0,0 |
| (35) | Futrifer-Industrias Ferroviáras SA, Lissabon/Portugal |
|
1,8 |
| (36) | Amurrio Ferrocarril y Equipos SA, Amurrio/Spanien |
|
7,0 |
| (37) | Montajes Ferroviaros srl, Amurrio/Spanien | 4 | 0,0 |
| (38) | Burbiola S.A., Amurrio/Spanien |
|
0,1 |
| (39) | Corus Cogifer Switches and Crossings Ltd., Scunthorpe/Großbritannien |
|
1,3 |
| (40) | Vossloh Cogifer Italia S.r.l., Bari/Italien |
|
-1,7 |
| (41) | Cogifer Polska Sp.z o.o., Bydgoszcz/Polen |
|
1,2 |
| (42) | ATO-Asia Turnouts Limited, Bangkok/Thailand |
|
0,0 |
| (43) | Cogifer Services (Malaysia) Sdn Bhd, Kuala Lumpur/Malaysia |
|
0,4 |
| (44) | Cogifer Americas, Inc., Cincinnati/USA | 4 | 0,0 |
| (45) | Siema Applications SAS, Villeurbanne/Frankreich |
|
0,6 |
| (46) | Vossloh Min Skretnice, AD, Nis/Serbien |
|
0,1 |
| (47) | J. S. Industries Pvt. Ltd., Secunderabad/Indien | 4 ,6 | -0,3 |
| (48) | Vossloh Beekay Castings Ltd., Bhilai/Indien | 6 | 2,5 |
| (49) | Dakshin Transtek Pvt. Ltd., Bangalore/Indien | 4 ,6 | 0,0 |
| (50) | Vossloh Track Material, Inc., Wilmington/USA |
|
1,2 |
| (51) | Cleveland Track Material, Inc., Cleveland/USA |
|
0,1 |
| (52) | Vossloh Cogifer Australia Pty. Ltd., Sydney/Australien |
|
0,9 |
| (53) | Vossloh Sportek A/S, Horsens/Dänemark |
|
0,8 |
| (54) | Kloos Oving B.V., Nieuw-Lekkerland/Niederlande |
|
1,5 |
| (55) | Global Rail Systems, Inc., Marlin/USA | 5 | 0,3 |
| (56) | Vossloh France International SAS, Rueil-Malmaison/Frankreich | 4 | 0,0 |
| (57) | Wuhu China-Railway Cogifer Track Co., Huo Long Gang Town/China |
|
0,0 |
|
|
Geschäftsfeld Rail Services |
|
|
| (58) | Vossloh Rail Services GmbH, Seevetal | 3 ,5 | 12,7 |
| (59) | Stahlberg, Roensch GmbH & Co. KG, Seevetal | 3 ,5 ,7 | 12,3 |
| (60) | Stahlberg Verwaltungsgesellschaft mbH, Seevetal | 5 | 0,5 |
| (61) | RCN Rail Center Nürnberg GmbH & Co. KG, Nürnberg | 3 ,5 | 7,1 |
| (62) | RCN Rail Center Nürnberg Verwaltungs GmbH, Nürnberg | 5 | 0,0 |
| (63) | RCB Rail Center Bützow GmbH & Co. KG, Bützow | 3 ,5 | 2,4 |
| (64) | RCB Rail Center Bützow Verwaltungs GmbH, Bützow | 5 | 0,0 |
| (65) | Stahlberg Roensch Leipzig GmbH, Seevetal | 5 | 1,3 |
| (66) | GTS Gesellschaft für Gleistechnik Süd mbH, Seevetal | 3 ,5 | 0,0 |
| (67) | Stahlberg Roensch Hamburg GmbH, Hamburg | 5 | 0,0 |
| (68) | Alpha Rail Team GmbH & Co. KG, Berlin |
|
1,8 |
| (69) | Alpha Rail Team Verwaltungs GmbH, Berlin |
|
0,0 |
| (70) | LOG Logistikgesellschaft Gleisbau mbH, Hannover | 3 ,5 | -1,0 |
| (71) | Vossloh Ray Hizmetleri Limited Sirketi, Istandbul/Türkei | 4 | 0,0 |
| (72) | Vossloh High Speed Grinding GmbH, Seevetal | 3 ,5 | 0,0 |
| (73) | Vossloh Mobile Rail Services GmbH, Seevetal | 3 ,5 | 0,0 |
|
|
Geschäftsbereich Transportation |
|
|
|
|
Geschäftsfeld Transportation Systems |
|
|
| (74) | Vossloh Locomotives GmbH, Kiel | 3 | -5,2 |
| (75) | Locomotion Service GmbH, Kiel | 3 | 0,0 |
| (76) | Vossloh España S.A., Valencia/Spanien |
|
13,7 |
| (77) | Erion Mantenimiento Ferroviario S.A., Madrid/Spanien |
|
1,2 |
| (78) | Vossloh Locomotives France SAS, Antony/Frankreich |
|
0,2 |
|
|
Geschäftsfeld Electrical Systems |
|
|
| (79) | Vossloh Kiepe GmbH, Düsseldorf | 3 | 13,8 |
| (80) | Vossloh Kiepe Beteiligungs GmbH, Düsseldorf | 3 | -0,2 |
| (81) | Vossloh Kiepe Ges.m.b.H., Wien/Osterreich |
|
1,7 |
| (82) | Vossloh Kiepe Corporation, Vancouver/Kanada | 4 | 0,1 |
| (83) | Vossloh Kiepe S.r.l., Cernusco sul Naviglio/Italien | 4 | 0,0 |
| (84) | Vossloh Kiepe Sp.z o.o., Krakau/Polen | 4 | 0,0 |
| (85) | Vossloh Kiepe Main Line Technology GmbH, Düsseldorf | 3 | -1,1 |
| (86) | APS electronic AG, Niederbuchsiten/Schweiz |
|
0,5 |
| (87) | Vossloh Kiepe, Inc., Alpharetta/USA | 4 | 0,1 |
|
|
Sonstige Gesellschaften |
|
|
| (88) | Vossloh Schwabe Australia Pty. Ltd., Sydney/Australien | 4 | 0,0 |
| (89) | Delkor Rail Pty. Ltd., Sydney/Australien | 4 | 0,5 |
| (90) | Delkor Rail (HK) Ltd., Hongkong/China | 4 | 0,0 |
| (91) | Vossloh Track Systems GmbH, Werdohl | 4 | 0,0 |
| (92) | Vossloh Middle East Business Rail - L.L.C., Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate |
|
|
| (93) | Vossloh Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH, Werdohl | 4 | 0,0 |
1
Für vollkonsolidierte Gesellschaften steht ein (k), für equity-konsolidierte ein (e),
für quotenkonsolidierte ein (q) und für nicht konsolidierte ein (n).
2
Die Werte ergeben sich für konsolidierte Gesellschaften aus dem Konzernabschluss.
Fremdwährungsbeträge sind beim Eigenkapital mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag
und bei den Ergebnissen nach Steuern zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.
3
Inanspruchnahme der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB oder § 264b HGB
4
Nichteinbeziehung in den Konsolidierungskreis aufgrund untergeordneter Bedeutung für
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
5
Im Berichtsjahr erstmals in die Konsolidierung einbezogen
6
Abweichendes Geschäftsjahr 1.4. bis 31.3.
7
Ferner ist die Vossloh Verwaltungsgesellschaft (5) zu einem geringen Anteil als Komplementärin
beteiligt.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind bis auf 399 T€ sämtlich innerhalb
eines Jahres fällig. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich
ausschließlich um sonstige Forderungen.
Das Grundkapital der Vossloh AG in Höhe von 37.825.168,86 € (Vorjahr: 37.825.041,04
€) ist in 14.795.920 (Vorjahr: 14.795.870) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien
eingeteilt. Es sind ausschließlich Stammaktien ausgegeben.
In der Hauptversammlung vom 20. Mai 2009 wurde ein neues genehmigtes Kapital in Höhe
von 7.500.000 € beschlossen. Diese Ermächtigung ist befristet bis zum 19. Mai 2014.
Das Bedingte Kapital zum 31. Dezember 2010 in Höhe von insgesamt 12.586.846,49 € setzt
sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:
Das Grundkapital ist um 6.979.134,18 € durch Ausgabe von 2.730.000 auf den Inhaber
lautenden Stammaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit
durchgeführt, wie die Inhaber von Optionsscheinen aus bis zum 28. Juni 1999 ausgegebenen
Optionsschuldverschreibungen von ihren Optionsrechten Gebrauch machen. Die neuen Stammaktien
nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung von Optionsrechten
entstehen, am Gewinn teil.
Das Grundkapital ist um 356.986,54 € durch Ausgabe von 139.641 auf den Inhaber lautenden
Stammaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt,
wie die Inhaber von Bezugsrechten, welche aufgrund der Hauptversammlung vom 25. Juni
1998 bzw. der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 3. Juni 2004 an Mitarbeiter im
Rahmen des jeweiligen Mitarbeiterbeteiligungsprogramms gewährt wurden, Bezugsrechte
ausüben. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch
die Ausübung der Bezugsrechte entstehen, am Gewinn teil.
Im laufenden Geschäftsjahr erhöhte sich das Grundkapital durch Ausübung der Bezugsrechte
aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm um 50 Aktien beziehungsweise 127,82 €.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um 1.468.225,77 € durch Ausgabe von 574.320
Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung
wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Bezugsrechten, welche aufgrund
der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Juni 1998 sowie der Ermächtigung der
Hauptversammlung vom 3. Juni 2004 an Führungskräfte im Rahmen des jeweiligen Long-Term
Incentive Plans gewährt wurden bzw. werden, Bezugsrechte ausüben.
Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung
der Bezugsrechte entstehen, am Gewinn des Geschäftsjahres teil, über dessen Verwendung
in der Hauptversammlung des nachfolgenden Geschäftsjahres beschlossen wird.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um 3.782.500 € durch Ausgabe von bis zu 1.479.585
neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung
dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuld-
und Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen
(bzw. deren Kombination), die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 19. Mai 2010
unter Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Ermächtigung begeben werden. Die Ausgabe
der neuen Stückaktien erfolgt zu dem nach der Maßgabe des vorstehend bezeichneten
Beschlusses jeweils zu bestimmenden Wandlungs- bzw. Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung
ist nur insoweit durchzuführen, wie von den Wandlungs- und Optionsrechten Gebrauch
gemacht wird oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger ihre
Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene
Aktien oder neue Aktien aus einer Ausnutzung eines genehmigten Kapitals zur Bedienung
eingesetzt werden. Die neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien nehmen vom Beginn
des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- und Optionsrechten
oder durch die Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Die Ermächtigung
ist bis zum 18. Mai 2015 befristet.
Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die Vossloh
AG. Aufgrund der Kapitalerhöhung aus bedingtem Kapital wurde ein Betrag von 1.809,68
€ (Vorjahr: 868,64 €) in die Kapitalrücklage eingestellt.
Aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 21. Mai 2008, die bis zum
20. November 2009 galt, hatte der Vorstand der Vossloh AG am 15. Oktober 2008 nach
der Zustimmung durch den Aufsichtsrat beschlossen, bis zu 1.479.582 Aktien der Gesellschaft
zurückzukaufen. Dies entsprach 10 % des Grundkapitals.
Am 25. Oktober 2010 wurden durch Beschluss des Vorstandes 5.600 Stückaktien aus dem
Bestand eigener Aktien der Vossloh AG umgewidmet, um sie denjenigen Arbeitnehmern
der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens zum Erwerb anzubieten,
die sich für eine Teilnahme am Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 2010 angemeldet hatten.
Daraufhin wurden 5.600 Aktien im November 2010 für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm
verwendet. Die Entwicklung der eigenen Anteile ergibt sich aus der folgenden Tabelle:
|
|
Anzahl der gekauften Aktien | Kaufpreis der Aktien in €* | Grundkapital in € | Grundkapital in Aktien | Anteil am Grundkapital in % |
| Oktober 2008 | 182.000 | 10.722.541,40 | 37.824.979,68 | 14.795.846 | 1,23 |
| November 2008 | 293.000 | 20.056.694,21 | 37.824.979,68 | 14.795.846 | 1,98 |
| Dezember 2008 | 432.000 | 31.890.659,88 | 37.824.979,68 | 14.795.846 | 2,92 |
| Summe 2008 | 907.000 |
|
37.824.979,68 | 14.795.846 | 6,13 |
| Januar 2009 | 230.000 | 17.555.206,81 | 37.824.979,68 | 14.795.846 | 1,55 |
| Februar 2009 | 181.500 | 13.972.774,45 | 37.824.979,68 | 14.795.846 | 1,23 |
| März 2009 | 161.082 | 12.119.195,03 | 37.824.979,68 | 14.795.846 | 1,09 |
| Summe 2009 | 572.582 |
|
37.824.979,68 | 14.795.846 | 3,87 |
| Stand am 31.03.2009 | 1.479.582 |
|
37.824.979,68 | 14.795.846 | 10,00 |
| November 2009 | -3.352 | -241.075,84 | 37.825.041,04 | 14.795.870 | -0,02 |
| Stand am 31.12.2009 | 1.476.230 |
|
37.825.041,04 | 14.795.870 | 9,98 |
| November 2010 | -5.600 | -428.519,48 | 37.825.168,86 | 14.795.920 | -0,04 |
| Stand am 31.12.2010 | 1.470.630 |
|
37.825.168,86 | 14.795.920 | 9,94 |
Die Hauptversammlung der Vossloh AG hat den Vorstand am 19. Mai 2010 erneut ermächtigt,
bis zum 18. Mai 2015 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des bestehenden Grundkapitals
gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zu erwerben.
Der Erwerb darf über die Börse, über ein öffentliches Kaufangebot oder über eine öffentliche
Aufforderung zur Abgabe eines Angebots erfolgen.
Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien können über die Börse oder durch
ein Angebot an alle Aktionäre sowie gegen Sachleistung, insbesondere von Unternehmenserwerben,
veräußert werden. Sie können ferner zur Erfüllung von Verpflichtungen aus ausgegebenen
Wandel- und Optionsschuldverschreibungen verwendet oder ohne weiteren Beschluss der
Hauptversammlung eingezogen werden.
Die in der Hauptversammlung vom 20. Mai 2009 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb
eigener Aktien wurde zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Beschlusses vom 19. Mai
2010 aufgehoben.
Aufgrund der Anwendung des BilMoG wurde der rechnerische Wert der eigenen Anteile
offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt (3.759.605,90 €). Der Unterschiedsbetrag
zwischen dem rechnerischen Wert und den fortgeführten Anschaffungskosten (98.478.591,70
€) wurde mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet.
Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen in Höhe von 283.367.916,07
€ (Vorjahr: 279.205.558,17 €).
Der Endbestand der eigenen Anteile belief sich zum 31.12.2010 auf 1.470.630 Stück
und wurde mit den fortgeführten Anschaffungskosten von 69,52€/Aktie bewertet.
Innerhalb der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind Vermögensgegenstände,
die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung
dieser Verpflichtungen dienen, verrechnet worden. Die fortgeführten Anschaffungskosten
und der beizulegende Zeitwert betragen 11.363 T€ und der Erfüllungsbetrag der verrechneten
Schulden 16.928 T€. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Aufwendungen in Höhe von
325 T€ mit Erträgen in Höhe von 49 T€ verrechnet worden.
Der beizulegende Zeitwert und die fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen dem
sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrags zuzüglich
eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte unwiderruflich
zugeteilte Überschussbeteiligung). Dieser Wert stimmt auch mit dem steuerlichen Aktivwert
überein.
Von den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 12.042 T€ (Vorjahr: 11.864 T€) entfallen
3.165 T€ (Vorjahr: 2.815 T€) auf den Personalbereich und 8.877 T€ (Vorjahr: 9.049
T€) auf den sonstigen Verwaltungsbereich.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind mit 116.273 T€ (Vorjahr: 93.127
T€) innerhalb eines Jahres fällig, mit 118.946 T€ (Vorjahr: 118.946 T€) innerhalb
von ein bis fünf Jahren fällig und mit 84.962 T€ (Vorjahr: 84.962 T€) nach mehr als
fünf Jahren fällig. Bei den Verbindlichkeiten mit einer Fälligkeit von mehr als einem
Jahr handelt es sich ausschließlich um sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich vollständig aus sonstigen Verbindlichkeiten
zusammen.
Die Haftung aus Bürgschaftsverhältnissen beträgt 414.038 T€ (Vorjahr: 435.534 T€)
und entfällt in Höhe von 414.038 T€ (Vorjahr: 435.534 T€) auf Verpflichtungen von
Konzerngesellschaften.
Die Summe der Höchstbetragsbürgschaften für Konzerngesellschaften beläuft sich auf
657.113 T€. In 16 Fällen ist die Bürgschaftssumme unbegrenzt.
Da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich von den Konzerngesellschaften
erfüllt werden können, waren keine Verbindlichkeiten zu passivieren.
Des Weiteren bestehen ausschließlich gegenüber Fremden sonstige finanzielle Verpflichtungen
in Höhe von 509 T€ (Vorjahr: 684 T€). Von diesen sonstigen finanziellen Verpflichtungen
sind 314 T€ (Vorjahr: 324 T€) innerhalb eines Jahres und 195 T€ (Vorjahr: 360 T€)
im Zeitraum zwischen ein und fünf Jahren fällig.
Gründe für eine Inanspruchnahme aus dem Haftungsobligo sind nicht ersichtlich, wir
schließen dies insbesondere aus der fehlenden Inanspruchnahme bei den langjährig bestehenden
Obligos. Unter Berücksichtigung der Verhältnisse am Abschlussstichtag und der bis
zur Aufstellung gewonnenen Erkenntnisse ergeben sich ebenfalls keine Hinweise auf
eine mögliche Inanspruchnahme.
Die Umsatzerlöse im Jahr 2010 betrafen mit 1.225 T€ (Vorjahr: 1.429 T€) - davon an
verbundene Unternehmen 881 T€ (Vorjahr: 1.068 T€) - im Wesentlichen berechnete Mieten
und fielen ausschließlich im Inland an.
Die Funktionskosten sind in Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse
erbrachten Leistungen sowie allgemeine Verwaltungskosten unterteilt. Die Herstellungskosten
umfassen im Wesentlichen Abschreibungen sowie Instandhaltungsaufwendungen. Die Verwaltungskosten
enthalten im Wesentlichen Personalaufwendungen, Messekosten, Kosten für Unternehmensberatung
sowie Abschreibungen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 16.730 T€ (Vorjahr: 15.914 T€) und resultierten
insbesondere aus Erträgen aus Steuerumlagen 11.892 T€ (Vorjahr: 11.812 T€) sowie Marketing-Umlagen
2.413 T€ (Vorjahr: 1.208 T€) und EDV-Umlagen 1.223 T€ (Vorjahr: 1.187 T€). Des Weiteren
erfolgten Zuschreibungen auf Finanzanlagevermögen in Höhe von 34 T€ (Vorjahr: 43 T€).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1.186 T€ (Vorjahr: 5.012 T€)
enthalten im Wesentlichen Kursverluste in Höhe von 1.010 T€ (334 T€).
Im Finanzergebnis sind außerplanmäßige Abschreibungen auf sonstige Ausleihungen in
Höhe von 81 T€ enthalten.
Im außerordentlichen Ergebnis sind ausschließlich die Auswirkungen der erstmaligen
Anwendung des BilMoG erfasst.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
des aktuellen Geschäftsjahres sowie der Vorjahre.
Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren
gemäß § 275 Abs. 3 HGB.
Die Personalaufwendungen betrugen im Berichtsjahr 8.193 T€ (Vorjahr: 8.908 T€). Sie
entfielen mit 7.705 T€ (Vorjahr: 7.733 T€) auf Löhne und Gehälter sowie mit 488 T€
(Vorjahr: 1.175 T€) auf soziale Abgaben und auf Aufwendungen für Altersversorgung
und Unterstützung. Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen -53 T€ (Vorjahr:
651 T€). Der Zinsanteil für die Veränderung der Pensionsrückstellung in Höhe von 1.045
T€ wurde unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" erfasst.
Die Vossloh AG beschäftigte durchschnittlich 46 (Vorjahr: 50) Angestellte.
Im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms 2010, welches die gleichen Bestimmungen
aufwies wie das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 2009, erhielten die im Inland beschäftigten
Mitarbeiter der Vossloh-Gruppe die Möglichkeit, wahlweise zwei Aktien der Vossloh
AG unentgeltlich zu beziehen oder acht Aktien zu einem Vorzugspreis in Höhe von 50
% des Ausgabekurses von 85,51 € (Vorjahr: 65 €) pro Aktie - ermittelt anhand des Börsenkurses
zum Zeitpunkt der Übertragung - zu erwerben. Aus der Inanspruchnahme dieses Programms
wurden Mitarbeitern des Vossloh-Konzerns im Berichtsjahr insgesamt 3.148 (Vorjahr:
1.916) Aktien unentgeltlich gewährt. Der Aufwand aus der Gewährung der Aktien betrug
218,8 T€ (Vorjahr: 137,8 T€).
Die Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von insgesamt 2.840
T€ teilen sich in 759 T€ fixe, 2.045 T€ variable Bestandteile und 35 T€ für Nebenleistungen
auf. Ehemalige Vorstandsmitglieder erhielten im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe
von 612 T€. Die Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und Mitglieder
der Geschäftsführung und deren Angehörige beliefen sich auf 11.411 T€. Diese Verpflichtungen
sind in voller Höhe durch Rückstellungen gedeckt.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats in Höhe von 689 T€ für das Berichtsjahr entfielen
in Höhe von 223 T€ auf fixe und 467 T€ auf variable Bezüge.
Zu den weiteren Angaben nach § 285 Satz 1 Nr. 9 HGB verweisen wir auf die Angaben
im Vergütungsbericht als Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts.
Die Vossloh AG ist im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit insbesondere Risiken aus Wechselkurs-
und Zinssatzänderungen ausgesetzt, die durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente
begrenzt beziehungsweise eliminiert werden. Die konzernweite Steuerung und Begrenzung
der Wechselkurs- und Zinsrisiken erfolgt durch das Treasury-Management der Vossloh
AG.
Zur vollständigen Absicherung der Risiken aus Finanzverbindlichkeiten in Höhe von
240,0 Mio.US-$ aus dem US-Private-Placement (USPP) sowie aus den damit verbundenen,
zukünftig fälligen Zinszahlungen in US-Dollar wurden kongruente Cross-Currency-Swaps
abgeschlossen.
Zur Sicherung von Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft der Tochterunternehmen
sowie zur Sicherung von an Tochterunternehmen vergebenen Fremdwährungsdarlehen werden
Devisentermingeschäfte mit Banken abgeschlossen.
Alle gesicherten Grundgeschäfte werden zum Sicherungskurs bilanziert und ein drohender
Verlust/erwarteter Gewinn oder eine Wertminderung/Wertsteigerung beim Sicherungsinstrument
wird nicht erfasst (Nettomethode).
Die Nominalvolumina und Marktwerte der eingesetzten Sicherungsgeschäfte sind nachfolgend
aufgeführt:
| Mio.€ | 2010 | 2009 | ||
|
|
Marktwert | Nominalvolumen | Marktwert | Nominalvolumen |
| Währungssicherungsgeschäfte |
|
|
|
|
| Cross-Currency-Swaps | -25,5 | 203,9 | -41,4 | 203,9 |
| Devisentermingeschäfte | -1,5 | 75,4 | -0,1 | 72,3 |
| Zinssicherungsgeschäfte |
|
|
|
|
| Zinsswaps | -27,0 | 279,3 | -0,8 -42,3 | 25,6 301,8 |
Die Bewertung der Derivate beziehungsweise die Ermittlung der Marktwerte erfolgt in
Abhängigkeit von der Instrumentenart.
Die Marktwerte der Cross-Currency-Swaps werden auf der Basis abgezinster, zukünftig
erwarteter Cashflows ermittelt. Dabei werden die für die jeweilige Restlaufzeit geltenden
Marktzinssätze sowie die Wechselkurse der jeweiligen Fremdwährungen, in denen die
Cashflows anfallen, verwendet. Die Marktwerte der Zinssicherungen beruhen auf der
Bankbewertung.
Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte errechnen sich auf der Basis des am Bilanzstichtag
geltenden Devisenkassakurses unter Berücksichtigung der Terminauf- und -abschläge
für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs
und wurden auf der Basis "Sicherungskurs zum Stichtagswert" selbst ermittelt.
Derivative Finanzinstrumente werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit
den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Ist die
Bildung einer Bewertungseinheit nicht möglich, werden für negative Marktwerte Rückstellungen
gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt. In 2010 wurden alle derivativen
Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente mit den zugrunde liegenden Grundgeschäften
zusammengefasst.
Dabei handelt es sich ausschließlich um Micro-Hedges, deren prospektive Effektivität
anhand der Laufzeit- und Volumenkongruenz (Critical Term Match) beurteilt wird.
Die von der Vossloh AG zur Absicherung ihrer Fremdwährungsverbindlichkeiten aus dem
US-Private-Placement in Höhe von 240,0 Mio.US-$ in gleicher Höhe und für den gleichen
Zeitraum (Laufzeit- und Volumenkongruenz) abgeschlossenen Cross-Currency-Swaps stellen
mit den zugrunde liegenden Verbindlichkeiten eine Bewertungseinheit dar und werden
somit als geschlossene Geschäfte bilanziert. Zum 31. Dezember 2010 lag der gesicherte
Betrag in Höhe von 203,9 Mio.€ um 23,2 Mio.€ über dem Stichtagskurs in Höhe von 180,7
Mio.€. Der gesicherte Zinsaufwand in Höhe von 11,0 Mio.€ lag um 2,3 Mio.€ über den
ungesicherten Kursen.
Die Fremdwährungssicherung der Vossloh AG erreicht aufgrund der Laufzeit- und Volumenkongruenz
in der jeweiligen Währung einen Sicherungsgrad von 100 %.
Grundgeschäfte sind fest kontrahierte Bestellungen oder Lieferungen mit festen Lieferzeitpunkten
sowie Fremdwährungsdarlehen. Der kontrahierte Zahlungsstrom wird durch Devisenterminkäufe
oder -verkäufe gesichert. Dabei werden auch Fremdwährungspositionen bei Tochterunternehmen
für deren Rechnung gesichert. Zum 31. Dezember 2010 sind Fremdwährungspositionen in
den Währungen Vereinigte Arabische Emirate Dirham (AED), Australische Dollar (AUD),
Schweizer Franken (CHF), Tschechische Kronen (CZK), Dänische Kronen (DKK), Schwedische
Kronen (SEK) und US-Dollar (USD) gesichert worden.
Im Dezember 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach §
161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Webseite des Konzerns dauerhaft zugänglich
gemacht.
Folgende Stimmrechtsmitteilungen wurden der Vossloh AG gemäß § 21 WpHG im Geschäftsjahr
2010 mitgeteilt:
| Meldepflichtiger | Datum | Schwelle | Stimmrechtsanteil |
| Generation Investment Management LLP, London, Großbritannien | 04.02.2010 | 5 % überschritten | 5,02 % |
| Generation Investment Management LLP, London, Großbritannien | 25.1 1.2010 | 5 % unterschritten | 4,76 % |
| Generation Investment Management LLP, London, Großbritannien | 06.12.2010 | 3 % unterschritten | 2,91 % |
Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Jahresabschlusses, BDO
AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:
| Mio.€ |
2010 |
2009 |
| Abschlussprüfungsleistungen | 0,1 | 0,1 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0,2 | 0,3 |
| Steuerberatungsleistungen | 0,3 | 0,4 |
| Sonstige Leistungen | 0,0 | 0,0 |
|
|
0,6 | 0,8 |
Die Honorare für Abschlussprüfungen beinhalten vor allem die Honorare für die gesetzlich
vorgeschriebene Abschlussprüfung des Einzel- und Konzernabschlusses der Vossloh AG,
soweit diese unmittelbar von der Vossloh AG getragen werden. In den Honoraren sind
für andere Bestätigungsleistungen in Höhe von 0,0 Mio.€ (Vorjahr: 0,0 Mio.€) sowie
für Steuerberatungsleistungen in Höhe von 0,0 Mio.€ (Vorjahr: 0,1 Mio.€) Honorare
enthalten, die durch ausländische BDO-Gesellschaften erbracht und durch die BDO AG
abgerechnet wurden. Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen entfallen in erster
Linie auf die Beratung und Prüfung der Umsetzung konzernweiter Bilanzierungsvorgaben
sowie die prüferische Durchsicht der Quartalsabschlüsse.
In den Honoraren für Steuerberatungsleistungen sind insbesondere Honorare für die
Beratung im Zusammenhang mit der Erstellung von Steuererklärungen und der Prüfung
von Steuerbescheiden sowie in sonstigen nationalen und internationalen Steuerangelegenheiten
enthalten.
Werner Andree, geboren 1951, Neuenrade Sprecher des Vorstands
(seit 09.08.2007, Vorstand seit 01.09.2001, bestellt bis zum 31.08.2014)
| ― |
Vossloh Cogifer SA: Mitglied des Verwaltungsrats |
| ― |
Vossloh France SAS: Präsident |
| ― |
Vossloh Australia Pty. Ltd.: Mitglied des Verwaltungsrats |
| ― |
Vossloh Schwabe Australia Pty. Ltd.: Mitglied des Verwaltungsrats |
| ― |
Vossloh España S.A.: Mitglied des Verwaltungsrats |
Dr.-Ing. Norbert Schiedeck, geboren 1965, Arnsberg
(Vorstand seit 01.04.2007, bestellt bis zum 31.03.2015)
| ― |
Vossloh Cogifer SA: Mitglied des Verwaltungsrats |
| ― |
Amurrio Ferrocarril y Equipos S.A.: Mitglied des Verwaltungsrats |
| ― |
Vossloh Espana S.A.: Mitglied des Verwaltungsrats |
| ― |
Wohnungsgesellschaft Werdohl GmbH: Mitglied des Aufsichtsrats |
Dr.-Ing. Wilfried Kaiser, Vorsitzender2
,4
, München, Diplom-Ingenieur,
ehemaliges Mitglied des Vorstands der Asea Brown Boveri AG
| ― |
EvoBus GmbH: Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― |
ACTech GmbH: Mitglied5 des Beirats |
| ― |
schenck.de AG: Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― |
Hugo Kern und Liebers GmbH & Co. KG: Mitglied5 des Verwaltungsrats |
| ― |
VAG Holding GmbH: Vorsitzender5 des Beirats |
Peter Langenbach2 ,4 , stellvertretender Vorsitzender, Wuppertal, Rechtsanwalt
| ― |
Credit- und Volksbank eG Wuppertal: Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 26.08.2010) |
Dr. Jürgen Blume3 ,4 , Bad Bentheim, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Dr. Christoph Kirsch3 ,4 , Weinheim, ehemaliger Finanzvorstand der Südzucker AG
| ― |
GELITA AG: Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― |
HELIKOS SE: Mitglied des Boards |
Wolfgang Klein1 ,2 ,3 , Werdohl, Galvaniseur, Vorsitzender des Europäischen und des Konzernbetriebsrats
Michael Ulrich1 , Kiel, Maschinenschlosser
1
Arbeitnehmervertreter
2
Mitglied des Personalausschusses
3
Mitglied des Prüfungsausschusses
4
Mitglied des Nominierungsausschusses
5
Fakultatives Gremium
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 weist einen Jahresüberschuss von 32.124.074,74
€ aus. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags von 6.958.237,20 € ergibt sich ein Bilanzgewinn
von 39.082.311,94 €.
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, auf das dividendenberechtigte Grundkapital
von 34.065.562,96 € eine Dividende von 2,50 € je Stückaktie auszuschütten und den
verbleibenden Betrag von 5.769.086,94 € auf neue Rechnung vorzutragen. Bei der Ermittlung
des dividendenberechtigten Grundkapitals wurde die Gesamtzahl von 1.470.630 eigenen
Aktien in Abzug gebracht.
| in € |
|
| Jahresüberschuss 2010 | 32.124.074,74 |
| Gewinnvortrag zum 1. Januar 2010 | 6.958.237,20 |
| Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2010 | 39.082.311,94 |
| Gewinnverwendungsvorschlag |
|
| Ausschüttung | 33.313.225,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 5.769.086,94 |
Werdohl, 11. März 2011
Vossloh AG
Der Vorstand
Werner Andree, Dr.-Ing. Norbert Schiedeck
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt
sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft
beschrieben sind."
Werdohl, 11. März 2011
Vossloh AG
Der Vorstand
Werner Andree, Dr.-Ing. Norbert Schiedeck
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der
Gesellschaft und des Konzerns der Vossloh Aktiengesellschaft, Werdohl, für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung
von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach
den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der
Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere
Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung
über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über
die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der
Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung
der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über
das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über
mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen
internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss
und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis
von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze
und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung
der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft
und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere
Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen
der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns
steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Essen, den 11. März 2011
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Fritz | Barhold |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Wir haben den von der Vossloh Aktiengesellschaft, Werdohl, aufgestellten Konzernabschluss
- bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung,
Kapitalflussrechnung und Anhang -sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft
und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010
geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft
und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden
Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der
Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten
Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der
Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung
der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage
der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei
der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit
und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen
über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit
des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben
im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse
der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,
der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung
des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für
unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden
Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in
Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Essen, 11. März 2011
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Fritz | Barhold |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |