![]() Wacker Chemie AGMünchenKonzernabschluss zum 31.12.2013Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre,WACKER hat ein bewegtes und schwieriges Geschäftsjahr hinter sich. Obwohl wir im Jahr 2013 im Polysiliciumgeschäft neue Mengenrekorde aufgestellt haben, sind der Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) unter dem Vorjahr geblieben. Die niedrigen Preise für Polysilicium sowie anhaltender Preisdruck im Halbleitergeschäft sind wesentlich verantwortlich für diesen Rückgang. Insgesamt haben Preiseffekte den Konzernumsatz um rund 360 Millionen Euro gemindert. Das Chemiegeschäft war stabil, es fehlte allerdings der Rückenwind durch die Konjunktur, um hier weiter zu wachsen. Mit 4,48 Milliarden Euro blieb der Umsatz um gut drei Prozent unter dem Vorjahr. Das EBITDA fiel mit 679 Millionen Euro um rund 15 Prozent geringer aus. Wir haben im vergangenen Jahr unsere Ressourcen gezielt gesteuert und unsere Kosten über alle Unternehmensbereiche hinweg gesenkt. Dadurch ist es uns gelungen, den negativen Einfluss der Preiseffekte auf den Konzernumsatz und das EBITDA zu begrenzen. Die Kostenersparnis von rund 225 Millionen Euro hat einen wesentlichen Beitrag geleistet. Positiv ausgewirkt haben sich dabei auch die höheren Produktionsmengen. Besser als von uns zu Beginn des Jahres erwartet haben sich der Netto-Cashflow und die Nettofinanzschulden entwickelt. Niedrigere Investitionen und konsequentes Management unserer Vorräte haben zu diesem guten Resultat geführt. Die Nettofinanzschulden blieben mit knapp 800 Millionen Euro deutlich unter der Schwelle von einer Milliarde Euro. In einem außergewöhnlich herausfordernden Umfeld haben wir uns respektabel schlagen können. Aufsichtsrat und Vorstand werden der Hauptversammlung im Mai eine Dividende in Höhe von 0,50 Euro vorschlagen. Großen Anteil an den Leistungen des Unternehmens im vergangenen Jahr haben unsere Mitarbeiter. Für die besonderen Anstrengungen, die jeder Einzelne unternommen hat, danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, auch im Namen meiner Vorstandskollegen. Viel Bewegung gab es auf dem Photovoltaikmarkt. Der Konsolidierungsprozess hat sich weiter fortgesetzt. Nach wie vor existieren Überkapazitäten in der gesamten Wertschöpfungskette. Trotz dieser Probleme überwogen aber die positiven Entwicklungen. Der Markt ist weiter gewachsen. Die Installation neuer Solaranlagen ist auf 39 Gigawatt gestiegen. In immer mehr Ländern der Erde setzt sich die Solarenergie als umweltfreundliche und absolut wettbewerbsfähige Energiequelle durch. Von diesem Mengenwachstum haben wir profitiert und konnten zudem Marktanteile dazugewinnen. Ein wichtiges Signal für die künftige positive Entwicklung des Marktes war die Einigung im Solarstreit zwischen der Europäischen Union und China in Bezug auf die Importe chinesischer Solarmodule und -zellen nach Europa. Nicht zufrieden sind wir allerdings darüber, dass es immer noch keine Einigung im Streit über Strafzölle für Polysiliciumlieferungen aus Europa nach China gibt. Wir setzen uns hier auf allen politischen Entscheidungsebenen mit Nachdruck für eine dauerhaft tragfähige Lösung ein. Enttäuschend hat sich der Markt für Siliciumwafer entwickelt. Der erwartete Mengenanstieg im zweiten Halbjahr ist ausgeblieben, der Preisdruck hat auch durch die Wechselkursvorteile unserer japanischen Wettbewerber unverändert angehalten. Mit der Übernahme der Mehrheit am Gemeinschaftsunternehmen mit Samsung zu Beginn des neuen Geschäftsjahres stärken wir - entsprechend unserer Strategie - das Geschäft mit 300 mm Siliciumwafern in der Region Asien. Das Chemiegeschäft war unter dem Strich stabil. Dank höherer Absatzmengen konnten wir den bestehenden Preisdruck ausgleichen. Vor allem bei Siliconprodukten war die Nachfrage hoch. Hier haben wir Marktanteile gewonnen und sind jetzt weltweit erstmals die Nummer 2 in diesem Geschäft. Etwas schwächer entwickelte sich dagegen das Geschäft mit Dispersionen. Insgesamt blieb der Umsatz auf Vorjahresniveau, das EBITDA hat sich spürbar erhöht. Das Jahr 2013 markiert einen Wendepunkt in der Investitionsausrichtung von wacker. In der Zeit von 2005 bis 2012 haben wir sehr viel Kapital in den Ausbau unserer weltweiten Produktionskapazitäten investiert. Es sind große Anlagen für die Herstellung von Vorprodukten entstanden, die das weitere Wachstum und unsere globale Präsenz in wichtigen Märkten sicherstellen. Diese Investitionen sind bis auf den neuen Polysiliciumstandort in Charleston im US-Bundesstaat Tennessee so gut wie abgeschlossen. Bis 2017 werden sich unsere Investitionen verringern und unter den Abschreibungen liegen. Und auch der Investitionsschwerpunkt verlagert sich. In den nächsten Jahren werden wir neben der Fertigstellung des Produktionsstandortes im US-Bundesstaat Tennessee vor allem Anlagen zur Herstellung von Fertigprodukten bauen, die eine wesentlich geringere Kapitalintensität haben. Verbunden damit ist der Ausbau unserer Marktanteile mit höherwertigen Produkten in den Anwendungsgebieten Automobiltechnik und Energie, Elektronik, Medizin, Gesundheits- und Körperpflege. Im Mittelpunkt dieser Wachstumsstrategie steht, eine höhere Profitabilität in unserem operativen Geschäft zu erreichen und einen kontinuierlichen positiven Netto-Cashflow auszuweisen. Begleitet wird diese Strategie durch ein striktes Kostenprogramm in allen Unternehmensbereichen. Die strategische Fokussierung, die wir erstmals auf dem Capital Markets Day im Juli 2013 in London vorgestellt haben, ist von Analysten, Investoren und anderen Kapitalmarktteilnehmern durchweg positiv aufgenommen worden und bestärkt uns darin, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Nach zwei herausfordernden Jahren sehen wir dem laufenden Geschäftsjahr optimistischer entgegen. In allen unseren Geschäftsbereichen erwarten wir steigende Mengen und Umsätze. Auch unser EBITDA soll in diesem Jahr wieder zulegen. Wir werden hart dafür arbeiten, diese Ziele zu erreichen. Auch wenn unsere Nettofinanzschulden sich weiter erhöhen, behalten die Grundzüge unserer Finanzpolitik ihre Gültigkeit. Wir setzen auf ein starkes Finanzprofil mit einer guten Kapitalstruktur und einer gesunden Fälligkeitsstruktur unserer Finanzschulden. In diesem Jahr wird WACKER 100 Jahre alt. Unser Unternehmen steht für Innovationen, hohe Qualität und guten Service sowie finanzielle Stabilität. Und für Menschen, die zuverlässig, mit großem Einsatz und einer beeindruckenden Identifikation über drei Generationen hinweg für den Erfolg des Unternehmens stehen. Bei all dieser Kontinuität gibt es eine Tugend, die WACKER immer ausgezeichnet hat: der Mut zur Veränderung. Zu neuen Ufern aufbrechen. So wie wir das gerade mit unserem neuen Produktionsstandort in Tennessee tun. Ich bin jedenfalls optimistisch, dass WACKER mit dieser Mischung aus Kontinuität und Modernität auch in den nächsten Jahrzehnten vor einer guten Zukunft steht. Wir werden alles tun, um die Chancen, die sich dabei für uns bieten, erfolgreich wahrzunehmen. Wir sind davon überzeugt, dass wir in unseren Geschäften sehr gut aufgestellt sind und langfristig davon profitieren. Wir haben hervorragende Produkte, die den Alltag der Menschen überall auf der Welt leichter, bequemer und einfacher machen. Für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit möchte ich allen unseren Kunden und Lieferanten danken, genauso wie unseren Aktionären für den offenen Dialog. Mit ihnen allen gemeinsam wollen wir die Zukunft von WACKER weiter gestalten.
München, im März 2014 Dr. Rudolf Staudigl, Vorsitzender des Vorstands der Wacker Chemie AG An unsere AktionäreDer VorstandDr. Rudolf Staudigl Vorsitzender WACKER POLYSILICON Obere Führungskräfte Konzernentwicklung Corporate Communications Investor Relations Konzernrevision Recht Compliance Dr. Tobias Ohler WACKER POLYMERS Personal/Soziales (Arbeitsdirektor) Technischer Einkauf & Logistik Einkauf Rohstoffe Region Asien Dr. Joachim Rauhut SILTRONIC Bilanzierung und Steuern Konzerncontrolling Finanzen und Versicherungen Zentrale Ingenieurtechnik Information Technology Region Amerika Auguste Willems WACKER SILICONES WACKER BIOSOLUTIONS Sales and Distribution Forschung und Entwicklung Intellectual Property Werkleitungen Corporate Security Umwelt/Gesundheit/Safety Product Stewardship Regionen Europa, Middle East Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Damen und Herren Aktionäre,2013 war kein einfaches Jahr für WACKER. Die flache Entwicklung der Weltwirtschaft, die nach wie vor niedrigen Preise für Polysilicium und die Schwäche des Halbleitermarktes haben unser Geschäft beeinträchtigt. Dazu kam die Verunsicherung der Solarunternehmen durch die Anti-Dumping-Verfahren der Europäischen Union gegen chinesische Solarunternehmen und des chinesischen Wirtschaftsministeriums gegen europäische Polysiliciumhersteller. Um diesen Gegenwind abzuschwächen, haben wir intensiv daran gearbeitet, unsere Kostenpositionen zu verbessern. Durch die gezielte Steuerung unserer Ressourcen und eine Vielzahl von Maßnahmen in unseren Geschäfts- und Zentralbereichen konnten wir im vergangenen Jahr unsere Kosten um rund 225 Millionen Euro verringern. Positiv ausgewirkt haben sich auch die gestiegenen Produktionsmengen. Einen großen Anteil an diesem Erfolg haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von WACKER. Ihr ausgeprägtes Engagement, ihre hohe Einsatzbereitschaft und ihr exzellentes Know-how sind ein wesentlicher Schlüssel dafür, auch in wirtschaftlich unruhigerem Fahrwasser das Unternehmen auf Kurs zu halten. Für das, was sie im Geschäftsjahr 2013 geleistet haben, dankt ihnen der Aufsichtsrat der Wacker Chemie AG in besonderer Weise. Nach einem herausfordernden Jahr sind wir für die Zukunft von WACKER zuversichtlich. Dafür gibt es mehrere Gründe. Obwohl wir 2013 rund 500 Millionen Euro investiert haben, sind die Nettofinanzschulden nicht wesentlich gestiegen. Durch die Übernahme der Mehrheit am Gemeinschaftsunternehmen mit Samsung in Singapur Anfang des Jahres 2014 werden sich die Nettofinanzschulden des Konzerns um rund 150 Millionen Euro erhöhen. Wir stärken damit allerdings unser 300 mm Wafergeschäft in Asien. WACKER verfügt über eine unverändert gute Eigenkapitalausstattung. Die langfristige Finanzierung des Unternehmens ist sichergestellt. Die solide Struktur unserer Bilanz bildet nach wie vor ein stabiles Fundament für den dauerhaften Erfolg von WACKER. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes haben wir unsere Positionen in wichtigen Geschäftssegmenten im vergangenen Jahr ausbauen können. Unser Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON hat seinen Marktanteil als führender Hersteller von polykristallinem Reinstsilicium für Elektronik- und Solaranwendungen gesteigert und ist jetzt Weltmarktführer. Unser Geschäftsbereich WACKER SILICONES konnte ebenfalls zulegen und nimmt erstmals die Top-2-Position unter den größten Siliconeherstellern der Welt ein. Nach wie vor Weltmarktführer bei Dispersionen und Dispersionspulver auf Basis von Vinylacetat ist der Geschäftsbereich WACKER POLYMERS. Und die Siltronic ist im Geschäft mit Siliciumwafern für die Halbleiterindustrie weiter eine starke Nummer 3. Diese Entwicklung verdeutlicht: WACKER hat anerkannt hochwertige Produkte, um Kunden aus fast allen wichtigen Industriebranchen in den wesentlichen Wirtschaftsregionen der Welt bedienen zu können. Mit unserer Technologiekompetenz und unserer Innovationskraft sind wir in der Lage, neue Anwendungen für unsere Produkte zu entwickeln und Lösungen für die großen Zukunftsthemen der nächsten Jahrzehnte zu finden. Durch unsere hohen Investitionen außerhalb Deutschlands haben wir nicht nur unsere globale Präsenz wesentlich gestärkt, sondern auch unsere Kostenpositionen verbessert. Nach wie vor schwelt der Streit um Strafzölle für Polysiliciumlieferungen aus Europa nach China, in dem es noch keine Einigung gibt. Sollte der Streit beigelegt werden können, so sind das in der Summe gute Voraussetzungen für WACKER, weiter zu wachsen. Unsere Aufgabe ist es dann, unsere Stärken in geschäftlichen Erfolg umzumünzen. In den vergangenen 100 Jahren unseres Bestehens haben wir oft genug bewiesen, dass wir die Chancen, die sich uns bieten, erfolgreich wahrnehmen. Kontinuierlicher Dialog mit dem VorstandFür WACKER ist gute Unternehmensführung und -kontrolle damit verbunden, dass Vorstand und Aufsichtsrat vertrauensvoll im Unternehmensinteresse zusammenarbeiten. Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2013 mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen waren, frühzeitig eingebunden. Dazu hat uns der Vorstand regelmäßig, sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, die strategische Weiterentwicklung, das operative Geschäft und die Lage der Wacker Chemie AG sowie des Konzerns einschließlich der Risikolage informiert. Auch außerhalb der turnusgemäß festgelegten Aufsichtsratssitzungen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in engem Kontakt mit dem Vorstand, insbesondere mit dessen Vorsitzendem, und wurde über die aktuelle Entwicklung, die Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden im Einzelnen erläutert. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen erforderlich war, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Unser besonderes Augenmerk galt im Berichtsjahr den Investitionsprojekten, der aktuellen Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Liquiditäts- und Finanzlage des Unternehmens. Im Geschäftsjahr 2013 ist der Aufsichtsrat zu fünf Sitzungen zusammengetreten, drei im ersten - darunter die konstituierende Sitzung des neu gewählten Aufsichtsrats - und zwei im zweiten Halbjahr. Zwischen den Sitzungen hat uns der Vorstand unverzüglich in schriftlichen Berichten ausführlich über die Projekte und Vorhaben informiert, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung waren. Für das Unternehmen wichtige Geschäftsvorgänge hat der Aufsichtsrat auf Basis der Berichte des Vorstands in den Ausschüssen und im Plenum ausführlich erörtert. Die Sitzungen des Plenums wurden von den Vertretern der Anteilseigner und der Mitarbeiter jeweils in getrennten Sitzungen vorbereitet. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat während seiner Amtszeit an weniger als der Hälfte der Sitzungen im Berichtszeitraum teilgenommen. Schwerpunkte der Beratungen im AufsichtsratGegenstand der regelmäßigen Themen im Plenum waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns und seiner Segmente. In allen Sitzungen hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung des Vorstands auf der Grundlage der von ihm erstatteten Berichte geprüft und die strategischen Entwicklungsmöglichkeiten sowie Themenschwerpunkte mit dem Vorstand erörtert. Zusätzliche Prüfungsmaßnahmen, wie die Einsichtnahme in Unterlagen der Gesellschaft und die Beauftragung besonderer Sachverständiger, waren nicht notwendig. Themenschwerpunkte, mit denen sich der Aufsichtsrat befasst hat, waren
Die Planung des WACKER-Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 10. Dezember 2013 behandelt. In dieser Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat auch mit der Mittelfristplanung 2014 - 2018 des Unternehmens. Ebenfalls erörtert und verabschiedet wurde das Investitionsbudget für das Jahr 2014. Arbeit der AusschüsseDie Arbeit des Aufsichtsrats wird unterstützt durch die von ihm eingerichteten Ausschüsse. Der Aufsichtsrat von WACKER hat drei Ausschüsse gebildet: den Prüfungsausschuss, den Präsidialausschuss und den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses, dem das Aufsichtsratsmitglied Dr. Bernd W. Voss vorsteht, führt der Aufsichtsratsvorsitzende in den Ausschüssen den Vorsitz. Der Prüfungsausschuss kam im abgelaufenen Geschäftsjahr viermal zusammen. Er befasste sich schwerpunktmäßig mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2012, der Prüfung des Konzernzwischenabschlusses zum Halbjahr, der Durchsprache der Quartalsabschlüsse des Konzerns sowie mit Fragen des Risikomanagements, der Compliance und der Revision. Außerdem hat der Prüfungsausschuss den Prüfungsauftrag (einschließlich der Prüfungsschwerpunkte) an den Abschlussprüfer erteilt und dem Plenum einen Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2013 unterbreitet. Der Präsidialausschuss tagte im Geschäftsjahr 2013 einmal. In seiner Sitzung beschäftigte er sich mit den Personalangelegenheiten des Vorstands (Bezüge, Besetzung Vorstand, Anstellungsverträge). Der Vermittlungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden. Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse informiert. Corporate GovernanceDer Aufsichtsrat hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder mit den Corporate Governance Standards auseinandergesetzt. Die Umsetzung des Kodex haben wir im Aufsichtsrat in der Sitzung vom 10. Dezember 2013 diskutiert und die gemeinsam mit dem Vorstand abzugebende jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG verabschiedet. Sie ist den Aktionären auf der Website des Unternehmens zugänglich. Über die Corporate Governance bei WACKER berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex im Corporate Governance Bericht. Weitere Informationen ab Seite 268. In seiner Sitzung im Dezember 2013 hat der Aufsichtsrat ebenfalls die Effizienz seiner Tätigkeit erörtert und dabei festgestellt, dass der Aufsichtsrat - auch auf Grund der regelmäßigen Vorgespräche zu den Aufsichtsratssitzungen - effizient arbeitet. Jahres- und KonzernabschlussprüfungDie KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Wacker Chemie AG für das Geschäftsjahr 2013, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht (Bilanzstichtag 31. Dezember 2013) einschließlich der Buchhaltung geprüft. Den Prüfauftrag hatte der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 08. Mai 2013 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Abschlussprüfer hat auch das Risikomanagementsystem nach § 91 AktG geprüft. Die Prüfung ergab, dass das Risikomanagementsystem den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert. Die Abschlussunterlagen einschließlich der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers, der zusammengefasste Lagebericht sowie der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung lagen jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig vor. Der Prüfungsausschuss hat in seiner Sitzung vom 04. März 2014 die oben genannten Abschlüsse und Berichte sowie die Prüfungsberichte des Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfers im Gespräch mit diesem eingehend diskutiert, geprüft und darüber dem Gesamtaufsichtsrat berichtet. Der Gesamtaufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 13. März 2014 in Kenntnis und unter Berücksichtigung des Berichts des Prüfungsausschusses sowie der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers die betreffenden Abschlussunterlagen intensiv geprüft und diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an den Beratungen beider Gremien teil. Sie berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen dem Prüfungsausschuss und dem Gesamtaufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung erheben wir keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss der Wacker Chemie AG, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. Wir billigen daher den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Wacker Chemie AG sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013. Der Jahresabschluss der Wacker Chemie AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns schließen wir uns an. Veränderungen in Aufsichtsrat und VorstandIn der ordentlichen Hauptversammlung am 08. Mai 2013 wurden die Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat neu gewählt. Die Wahl der Arbeitnehmervertreter erfolgte bereits am 21. März 2013 durch die Belegschaft der Wacker Chemie AG. In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung, die im Anschluss an die Hauptversammlung stattfand, wurde Dr. Peter-Alexander Wacker wieder zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. In seiner Sitzung am 07. März 2013 hat der Aufsichtsrat den Vorsitzenden des Vorstands Dr. Rudolf Staudigl sowie das Vorstandsmitglied Auguste Willems für weitere fünf Jahre in ihren Ämtern bestätigt und deren Verträge um jeweils weitere fünf Jahre verlängert.
München, 13. März 2014 Der Aufsichtsrat Dr. Peter-Alexander Wacker, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wacker Chemie AG Zusammengefasster LageberichtGrundlagen des KonzernsGeschäftsmodell des KonzernsWACKER ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit hoch entwickelten chemischen Spezialprodukten. Unser Produktportfolio besteht aus mehr als 3.200 Produkten, die an mehr als 3.500 Kunden in über 100 Länder geliefert werden. In unzähligen Dingen des täglichen Lebens kommen WACKER-Produkte zum Einsatz. Die Bandbreite reicht vom Kosmetikpuder bis zur Solarzelle. Wichtigster Grundstoff ist SiliciumDer größte Teil unserer Produkte basiert auf anorganischen Ausgangsmaterialien. 80 Prozent unseres Umsatzes erzielen wir mit Produkten, deren Grundstoff Silicium ist. Für die restlichen 20 Prozent wird überwiegend Ethylen verwendet. Unsere Kunden kommen aus fast allen wichtigen Abnehmerbranchen. Dazu gehören unter anderem die Konsumgüter-, die Nahrungsmittel-, die Pharma-, die Textil-, die Solar-, die Elektro- und Elektronik- und die chemische Grundstoffindustrie sowie die Medizintechnik, die Biotechnologie und der Maschinenbau. Als Hersteller von Silicon- und Polymerprodukten sind wir besonders stark in der Automobil- und Bauindustrie vertreten. Mit der Produktion von Siliciumwafern zählen wir zu den wichtigsten Zulieferern der Halbleiterindustrie. Stark gewachsen ist in den vergangenen Jahren das Geschäft mit polykristallinem Silicium für die Solarindustrie. Hier gehört WACKER zu den größten Produzenten der Welt. Technische Kompetenzzentren dienen als Grundlage für die VertriebsarbeitWACKER ist überall auf der Welt vertreten. Im Mittelpunkt unserer Vertriebsstrategie steht der Ausbau unserer Präsenz in Wachstumsmärkten. Mit einem Netz von technischen Kompetenzzentren, in denen sich die Kunden mit der Produktpalette von WACKER vertraut machen können, und mit der WACKER ACADEMY, in der wir fachspezifische Trainings zu unseren Produkten und Anwendungsgebieten anbieten, ergänzen wir unsere Vertriebsorganisation. Im Jahr 2013 haben wir in Mexiko und im amerikanischen Dalton ein neues technisches Kompetenzzentrum für Teppichanwendungen in Betrieb genommen. Gleichzeitig haben wir dort neue Standorte der WACKER ACADEMY eröffnet. In São Paulo, Brasilien, und in Singapur haben wir unser bereits bestehendes technisches Kompetenzzentrum erweitert. Insgesamt unterhält WACKER 52 Vertriebsbüros in 28 Ländern. Neue Produktionsanlagen für Dispersionen in China und Korea in Betrieb genommen.Der globale Produktionsverbund von WACKER besteht aus 24 Produktionsstandorten (2012: 24). Davon sind acht in Europa, sieben in Amerika und neun in Asien. Der wichtigste Produktionsstandort für WACKER ist Burghausen. Allein hier beschäftigen wir etwa 9.700 Mitarbeiter (inkl. Zeitarbeiter und Auszubildende). Im Geschäftsjahr 2013 wurde in Burghausen eine Produktionsmenge von rund 680.000 Tonnen erzeugt. Das sind gut 50 Prozent der konzernweiten Produktionsleistung. Neben Burghausen ist Nünchritz der zweite Mehrbereichsstandort von WACKER. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir am chinesischen Standort Nanjing und am südkoreanischen Standort Ulsan zusätzliche Produktionskapazitäten für Vinylacetat-Ethylen-Copolymer (VAE)-Dispersionen in Betrieb genommen. Produktions- und Vertriebsstandorte, technische Kompetenzzentren des WACKER-Konzerns1![]()
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Nur Mehrheitsbeteiligungen Wesentliche Standortfaktoren der Mehrbereichsstandorte![]() Rechtliche UnternehmensstrukturAn der rechtlichen Unternehmensstruktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr nichts geändert. Seit November 2005 hat WACKER die Rechtsform einer Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in München. Die AG ist direkt oder indirekt an 55 Gesellschaften beteiligt, die zum WACKER-Konzern gehören. Im Konzernabschluss sind 50 Gesellschaften voll konsolidiert. Vier Unternehmen werden nach der Equity-Methode einbezogen. Ein kleines Unternehmen, das nicht zum operativen Kerngeschäft gehört, wird nicht konsolidiert. Fünf operative GeschäftsbereicheWACKER arbeitet in einer Matrixorganisation mit klar definierter Geschäftsordnung und gliedert sich in fünf operative Geschäftsbereiche. Sie verantworten weltweit operativ zugeordnete Produkte, Produktionen, Märkte sowie Kunden und tragen Ergebnisverantwortung. Die Regionalorganisationen sind zuständig für das gesamte Geschäft in ihrem Land. Die Zentralbereiche erbringen größtenteils dienstleistungs-, aber auch produktionsnahe Funktionen für den gesamten Konzern. Unternehmensstruktur von WACKER![]() Konzernstruktur aus der Perspektive der Managementverantwortung![]() Leitung und KontrolleWie im deutschen Aktiengesetz (AktG) vorgeschrieben, besitzt die Wacker Chemie AG ein duales Führungssystem, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand der Wacker Chemie AG besteht aus vier Mitgliedern. Als konzernführende Gesellschaft bestimmt die Wacker Chemie AG die Unternehmensstrategie und die übergeordnete Steuerung, die Ressourcenallokation, die Finanzierung und die Kommunikation mit den wichtigen Zielgruppen des Unternehmensumfelds, insbesondere mit dem Kapitalmarkt und den Aktionären. Ressortverteilung im Vorstandscroll
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Dr. Wilhelm Sittenthaler gehört dem Vorstand
seit dem 01. Januar 2013 nicht mehr an. Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2013Im Vorstand hat es im Geschäftsjahr 2013 eine Neubesetzung gegeben. Mit Wirkung zum 01. Januar 2013 ist Dr. Tobias Ohler zum Vorstand bestellt worden. Er ist Nachfolger von Dr. Wilhelm Sittenthaler, der zum 31. Dezember 2012 als Vorstandsmitglied ausgeschieden ist. Durch den Wechsel im Vorstand hat sich auch die Ressortzuständigkeit geändert. Neu gewählt wurden die Vertreter der Arbeitgeber im Aufsichtsrat der Wacker Chemie AG auf der Hauptversammlung am 08. Mai 2013 in München. Als neue Mitglieder wählte die Hauptversammlung Dr. Gregor Biebl für Dr. Werner Biebl als Vertreter der Anteilseignerseite in den Aufsichtsrat. Alle anderen Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseignerseite wurden wiedergewählt. Als Vorsitzender des Aufsichtsrates wurde Dr. Peter-Alexander Wacker in einer konstituierenden Sitzung im Anschluss an die Hauptversammlung bestätigt. Die Vertreter der Arbeitnehmerseite waren bereits vor der Hauptversammlung per Wahl durch die Arbeitnehmer und leitenden Angestellten der Wacker Chemie AG bestimmt worden. Dabei wurde Dagmar Burghart für Marko Fartelj als Vertreterin der Arbeitnehmerseite in den Aufsichtsrat gewählt. Erklärung zur UnternehmensführungDie nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance Bericht enthalten. Sie ist Teil des zusammengefassten Lageberichts und steht auch im Internet zur Verfügung. Darin enthalten sind die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat, die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie Angaben zu wesentlichen Unternehmensführungspraktiken. www.wacker.com/corporate-governance Vergütung von Vorstand und AufsichtsratDie Vergütung des Vorstands enthält als Elemente feste und variable Bezüge. Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht des Corporate Governance Berichts nachzulesen. Der Vergütungsbericht ist gleichzeitig Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Wichtige Produkte, Dienstleistungen und GeschäftsprozesseDas Produkt- und Dienstleistungsangebot der einzelnen Geschäftsbereiche hat sich im Geschäftsjahr 2013 insgesamt nicht verändert. In einigen Anwendungsgebieten haben wir unser Produktportfolio erweitert. Die breiteste Produktpalette bietet der Geschäftsbereich WACKER SILICONES mit mehr als 2.800 Produkten. Zum Angebot gehören siliconbasierte Öle und Emulsionen, Harze, Elastomere, Dichtstoffe, Silane und pyrogene Kieselsäuren. Produziert werden sowohl Spezialitäten nach den Anforderungen der Kunden als auch Standardprodukte. Sie kommen überwiegend als Grundstoffe für die Siliconproduktion zum Einsatz. Der Geschäftsbereich WACKER POLYMERS stellt hoch entwickelte Bindemittel und polymere Additive wie Dispersionspulver und Dispersionen her. Sie kommen in vielfältigen industriellen Anwendungen oder als Grundchemikalien zum Einsatz. Abnehmerbranchen sind die Lack- und Farben-, Papier- und Klebstoffindustrie. Hauptabnehmer für polymere Bindemittel ist die Bauindustrie. Dort dienen sie als Zusatz in Fliesenklebern und Wärmedämmverbundsystemen, in Trockenmörtel oder in selbstnivellierenden Bodenbelägen, den so genannten Selbstverlaufsmassen. Der kleinste Geschäftsbereich WACKER BIOSOLUTIONS liefert maßgeschneiderte Biotech-Produkte sowie Katalogprodukte für die Feinchemie. Dazu zählen unter anderem Pharma-proteine, Cyclodextrine und Cystein, Polyvinylacetatfestharze für Kaugummirohmasse, organische Zwischenprodukte sowie Acetylaceton. Der Geschäftsbereich konzentriert sich auf kundenspezifische Lösungen für Wachstumsbereiche wie Lebensmittelzusatzstoffe, Pharmawirkstoffe und Agrochemikalien. Der Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON stellt hochreines Polysilicium für die Halbleiterund Elektronikindustrie und vor allem für die Solarindustrie her. Der größte Teil des Polysiliciums geht an externe Kunden. Wir beliefern intern Siltronic und das Gemeinschaftsunternehmen Siltronic Samsung Wafer. Für führende Halbleiterhersteller produziert Siltronic Siliciumwafer. Sie sind das wesentliche Ausgangsprodukt für fast alle Halbleiter - seien es diskrete Halbleiterbauelemente (Transistoren oder Gleichrichter) oder Mikrochips (Mikroprozessoren, Speicherbausteine). Integrierte Verbundproduktion ist die große Stärke von WACKEREin wesentlicher Vorteil, den WACKER gegenüber Wettbewerbern besitzt, sind die hoch integrierten Stoffkreisläufe, über die wir an den großen Produktionsstandorten in Burghausen, Nünchritz und Zhangjiagang verfügen. Das Grundprinzip der Verbundproduktion: Anfallende Nebenprodukte aus einem Produktionsschritt werden als Ausgangsmaterial für weitere Produkte verwendet. Die dafür benötigten Hilfsstoffe, beispielsweise Silane, werden in einem geschlossenen Kreislauf bewegt. Die Abwärme aus den Produktionsprozessen wird dabei für weitere chemische Prozesse genutzt. Im Vergleich zu offenen Produktionsprozessen verringern sich die spezifischen Herstellungskosten. Gleichzeitig senkt die Verbundproduktion den Energie- und Ressourcenverbrauch, verbessert die Nutzung der Rohstoffe nachhaltig und integriert den Umweltschutz in die Produktionsprozesse. Weitere Vorzüge der Verbundstandorte von WACKER sind die hervorragende Werkinfrastruktur, gut ausgebildetes Personal sowie Vorteile in der Rohstoff- und Energieversorgung. Wesentliche Absatzmärkte und WettbewerbspositionenMit den vier umsatzstärksten Geschäftsbereichen gehört WACKER weltweit zu den Top-3-Anbietern. Im Jahr 2013 war WACKER bei der Herstellung von polykristallinem Reinstsilicium für Elektronik- und Solaranwendungen weltweit führend. Bei einigen Produkten wie der Marke VINNAPAS® im Bereich der Dispersionspulver für die Bauindustrie sind wir Weltmarktführer. Die wichtigste Absatzregion für unsere Produkte ist Asien, gefolgt von Europa inkl. Deutschland und Amerika. Marktposition der einzelnen Geschäftsbereiche von WACKEREine Top-2-Position hat der Geschäftsbereich WACKER SILICONES im Markt für Silicone inne. In Europa nehmen wir eine führende Marktposition ein. Bei Siliconen für den Bautenschutz ist WACKER Weltmarktführer. Silicone kommen auf Grund ihrer vielfältigen Produkteigenschaften in allen wichtigen Industrien zum Einsatz. Das größte Wachstumspotenzial hat Asien. Der steigende Lebensstandard der Menschen in diesem Teil der Erde führt dazu, dass Siliconprodukte stärker nachgefragt werden. Bei Dispersionen und Dispersionspulvern auf Vinylacetat-Ethylen-Basis ist der Geschäftsbereich WACKER POLYMERS der weltweit größte Hersteller. Als einziges Unternehmen am Markt verfügen wir über eine geschlossene Wertschöpfungskette bei Dispersionen und Pulvern in Europa, Amerika und Asien. Das größte Wachstumspotenzial sehen wir ebenfalls in Asien. Neben der Bauindustrie gehen die Produkte von WACKER POLYMERS auch in die Textil- sowie in die Klebstoff-, Farb-, Lack- und Teppichindustrie. Wettbewerbspositionen von WACKERscroll
Bei den Produkten Cyclodextrine und Cystein sowie bei Polyvinylacetatfestharzen für Kaugummirohmasse ist der Geschäftsbereich WACKER BIOSOLUTIONS Weltmarktführer. Bei der Herstellung pharmazeutischer Proteine auf bakterieller Basis verfügen wir über kleine, aber aussichtsreiche Marktpositionen, die wir weiter ausbauen. Mengenwachstum und hohe Wettbewerbsintensität kennzeichnen den Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON. Verantwortlich dafür sind vor allem die Nachfrage der Solarindustrie nach Polysilicium und die Entwicklung des Marktumfelds in der globalen Solarindustrie. Unsere Produktionskapazitäten beliefen sich im Jahr 2013 auf 52.000 Tonnen. Siltronic ist der drittgrößte Hersteller von Siliciumwafern und anderen Produkten für die Halbleiterindustrie. Zu den Kunden zählen alle wichtigen Halbleiterunternehmen der Welt, mit denen wir mehr als 80 Prozent unseres Umsatzes in diesem Geschäft erzielen. Wirtschaftliche und rechtliche EinflussfaktorenWACKER verkauft seine Produkte und Dienstleistungen in fast alle Branchen. Wir können uns konjunkturellen Schwankungen in einzelnen Geschäftsbereichen nicht entziehen. Ausprägung und Eintrittszeitpunkt können aber sehr unterschiedlich sein. Auf Grund des Produktportfolios und der breiten Kundenbasis haben wir aber auch die Möglichkeit, diese konjunkturellen Schwankungen in ihrem Ausmaß abzufedern. AuftragsentwicklungDie Auftragsvergabe ist in den einzelnen Geschäftsbereichen von WACKER sehr unterschiedlich. Im Geschäftsbereich WACKER SILICONES ist der größte Teil der Bestellungen kurzfristiger und zu einem geringeren Teil auch längerfristiger Natur. Die Auslieferung erfolgt in der Regel innerhalb von drei Monaten nach Auftragseingang. Das Geschäft im Geschäftsbereich WACKER POLYMERS ist geprägt von Verträgen und Rahmenvereinbarungen mit Laufzeiten bis zu einem Jahr. Rund 30 Prozent der Auftragseingänge sind kurzfristige Bestellungen. Im Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON schließen wir sowohl kurz- und mittel- als auch langfristige Verträge mit teilweise flexiblen Mengengleitklauseln ab. Das Spotmarktgeschäft hat nur eine eingeschränkte Bedeutung. Bei Siltronic werden Aufträge üblicherweise von Quartal zu Quartal mit den Kunden verhandelt. Grundsätzlich streben wir feste Verträge mit verhandelten Preisen und Mengen an. Der Ausweis des Auftragsbestands ist für den WACKER-Konzern und seine Geschäftsbereiche auf Grund der Unterschiede in der Auftragsvergabe wenig aussagekräftig und wird deshalb als Kennzahl in unserem monatlichen Berichtswesen nicht aufgeführt. Operative Frühindikatoren als Gradmesser für künftige EntwicklungenAnhand ausgewählter operativer Frühindikatoren versuchen wir voraussichtliche Entwicklungen in unserer Geschäftsplanung zu berücksichtigen und unsere Kapazitäten zu steuern. Da wir in unterschiedlichen Geschäften und Märkten zu Hause sind, bedienen wir uns dabei einer Reihe verschiedener Frühindikatoren, die uns in den einzelnen Geschäftsbereichen Aufschluss über mögliche Entwicklungen geben können. Da WACKER viele seiner Produkte in die Bauindustrie liefert, setzen wir hier verschiedene Analysewerkzeuge ein, um die weitere Branchenentwicklung einschätzen zu können. Dazu gehören eigene WACKER-Marktstudien, regelmäßige Kundengespräche, Prognosestudien von Global Insight und Euroconstruct sowie Länderstudien zu wichtigen Zielmärkten. Operative Frühindikatorenscroll
Wirtschaftliche Einflüsse auf unser GeschäftDie wirtschaftlichen Faktoren, die das Geschäft von WACKER maßgeblich beeinflussen, sind in vielen Bereichen gleich geblieben. Den größten Einfluss hatten im Geschäftsjahr 2013 mit rund 40 Prozent an den Herstellungskosten die Energie- und Rohstoffkosten.
Rechtliche Einflüsse auf unser GeschäftDen größtmöglichen negativen Einfluss auf das zukünftige operative Geschäft von WACKER hatten im Geschäftsjahr 2013 die anhängigen Anti-Dumping-Verfahren der Europäischen Union gegen chinesische Solarunternehmen sowie des chinesischen Wirtschaftsministeriums gegen Polysiliciumhersteller aus Amerika, Südkorea und Europa. Ende Juli 2013 haben sich China und die EU darauf geeinigt, dass aus China in die EU importierte Solarzellen einen Mindestpreis von 56 Cent pro Watt haben und die Importe chinesischer Solarpaneele in die EU auf sieben Gigawatt (GW) pro Jahr beschränkt werden. Diese Vereinbarung wurde am 06. Dezember 2013 von der Europäischen Kommission endgültig bestätigt. Chinesische Solarexporteure, die sich nicht an die Mindestpreise halten, müssen durchschnittlich 47,7 Prozent an Strafzöllen entrichten. Im Januar 2014 hat das chinesische Wirtschaftsministerium vorläufige Strafzölle gegen europäische Polysiliciumhersteller verhängt, die jedoch zurzeit ausgesetzt sind. Eine endgültige Entscheidung, ob überhaupt Strafzölle erhoben werden, steht noch aus. WACKER lehnt jegliche Form von Handelsbeschränkungen ab. 155 Registrierungsdossiers im Rahmen von REACH eingereichtNach der Chemikalienverordnung REACH (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien in der Europäischen Union) sind wir verpflichtet, alle Stoffe in Europa ab einer Jahresmenge von einer Tonne registrieren zu lassen und nach ihren Eigenschaften zu bewerten. Bis Ende 2013 reichte WACKER 155 Registrierungsdossiers bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) ein. Darin enthalten sind 67 Registrierungsdossiers für Stoffe zwischen 100 und 1.000 Jahrestonnen, deren Registrierfrist am 31. Mai 2013 endete. Für Dossiers der ersten Phase (im Jahr 2010 eingereicht) stellt die ECHA im regulären REACH-Verfahren weiterhin Nachforderungen, die wir im Jahr 2013 bearbeitet haben. Bis Ende 2013 hat die echa zusammen mit den Behörden der EU-Mitgliedsstaaten 151 für den Menschen und die Umwelt besonders bedenkliche Stoffe für ein Zulassungsverfahren benannt. WACKER ist bislang nicht mit eigenen, sondern nur mit wenigen Zukaufstoffen in geringem Maße betroffen. Im Rahmen des Einstufungs- und Kennzeichnungssystems GHS (Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals) der EU-Kommission werden bis zum Jahr 2015 alle Gemische gemäß EU-GHS neu eingestuft (7.000 Gemische). Für Gefahrstoffe wurde bei der ECHA ein zentrales Register eingerichtet. Alle relevanten Stoffe haben wir bereits im Jahr 2011 gemeldet. Der Welt-Chemieverband ICCA (International Council of Chemical Associations) hat die Global Product Strategy (GPS) entwickelt. Sie regelt, wie Eigenschaften von Chemikalien bewertet werden und wie über ihre sichere Verwendung zu informieren ist. In Europa werden die meisten GPS-Anforderungen über REACH und CLP, die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, erfüllt. Hersteller sind verpflichtet, allgemeinverständliche Beschreibungen zur sicheren und umweltgerechten Verwendung von Chemikalien (Safety Summaries) zu veröffentlichen. Für unsere bei der europäischen Chemikalienagentur (ECHA) registrierten Stoffe haben wir bis Ende 2013 im ICC-Chemikalienportal 59 Sicherheitsbeschreibungen veröffentlicht. Ziele und StrategienStrategie des WACKER-KonzernsDie im Geschäftsjahr 2011 weiterentwickelte Vision und die fünf strategischen Ziele gelten nach wie vor. Alle zusammen bilden das Fundament unserer Strategie und formulieren den Leistungsanspruch an uns selbst. Im Mittelpunkt unserer Strategie stehen profitables Wachstum und das Ziel, in der Mehrzahl unserer Geschäftsfelder führende Wettbewerbspositionen einzunehmen. Unser Handeln ist dabei an einer nachhaltigen Entwicklung ausgerichtet. Die fünf strategischen Ziele werden im Internet unter www.wacker.com beschrieben. WACKER hat in der Zeit von 2005 bis 2012 sehr viel Kapital in den Ausbau seiner weltweiten Produktionskapazitäten - vor allem in große Anlagen für die Herstellung von Vorprodukten - investiert, um das weitere Wachstum sicherzustellen und seine globale Präsenz zu erhöhen. Diese Investitionen sind jetzt fast abgeschlossen. Im Jahr 2013 haben wir den nächsten strategischen Schritt eingeleitet. Der strategische Fokus liegt in den nächsten fünf Jahren darauf, die Profitabilität zu verbessern und einen positiven Netto-Cashflow auszuweisen. Begleitet wird unsere Strategie durch ein striktes Kostenprogramm in allen Geschäftsbereichen. Allein im Jahr 2013 konnte WACKER Kosteneinsparungen von 225 Mio. € erzielen. Dabei wirkten sich die gestiegenen Produktionsmengen positiv aus. Die Investitionen werden wie bereits im Jahr 2013 auch in den kommenden vier Jahren auf dem Niveau der Abschreibungen oder darunter liegen. Der Investitionsschwerpunkt verlagert sich auf Anlagen zur Herstellung von Fertigprodukten. Auf der Produktseite konzentrieren wir uns noch stärker darauf, unseren Anteil an höherwertigen Produkten in den Anwendungsgebieten Gesundheits- und Körperpflege, Medizin, Elektronik, Automobiltechnik und Energie auszubauen. Unsere strategischen Ziele für die nächsten vier Jahre haben wir im Rahmen des Capital Markets Day am 01. Juli 2013 in London vorgestellt. Als Kompass für unsere strategischen Zielsetzungen dienen uns die Zukunftsfelder Energie, Urbanisierung und Bau sowie Digitalisierung und der Wohlstandszuwachs in den Schwellenländern, die wir mit unseren Produkten in Zukunft bedienen. Mittelfristige Ziele des WACKER-Konzerns bis 2017scroll
Strategie der einzelnen GeschäftsbereicheWACKER SILICONESDie Strategie im Geschäftsbereich WACKER SILICONES haben wir im Jahr 2013 weiterentwickelt. Um das Silicongeschäft in Asien voranzutreiben, baut WACKER dort seine operative und vertriebliche Präsenz aus. Seit März 2013 sind fünf neue Teams in der Region tätig. Sie betreuen von den Standorten Singapur, Mumbai, Indien, Jincheon, Südkorea, und Shanghai, China, aus die jeweiligen Kunden vor Ort. Die Regionenteams werden unterstützt durch global agierende Experten zur Geschäfts- und Produktentwicklung. Sie koordinieren länderübergreifend Marketingstrategien und Produktportfolios. Sie sorgen außerdem für einen verstärkten Wissenstransfer und Kompetenzaufbau vor Ort. Der Umsatzanteil neuer Produkte soll in den nächsten Jahren wachsen. Dazu haben wir Forschungsschwerpunkte definiert und das Innovationsportfolio neu ausgerichtet. Wir wollen weiterhin den Wertschöpfungsanteil bei gleichbleibendem Rohstoffeinsatz erhöhen. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die hohe Auslastung unserer Produktionsanlagen, damit wir die spezifischen Herstellungskosten so gering wie möglich halten. Für den Vertrieb von Standard- und Spezialprodukten haben wir differenzierte Konzepte der Vermarktung etabliert. WACKER POLYMERSDer Geschäftsbereich WACKER POLYMERS verfolgt seine Strategie konsequent weiter, im Dispersions- und Dispersionspulvergeschäft profitabel zu wachsen. Der Schlüssel dafür ist der Aufbau regionaler Produktionskapazitäten bei Dispersionen und Dispersionspulvern, um lokale und regionale Kundenanforderungen zeitnah und kostenoptimal bedienen zu können. Wichtig ist dabei, spezifische, auf lokale Anwendungsbedürfnisse zugeschnittene Produktlösungen für die Kunden zu entwickeln. Diesen Weg hat WACKER im Jahr 2013 konsequent weiterverfolgt. In Asien haben wir zusätzliche Produktionskapazitäten in Nanjing (China) und Ulsan (Südkorea) in Betrieb genommen. Ein Schwerpunkt der Strategie ist es, neue Anwendungsmöglichkeiten für unsere Produkte zu entwickeln und dabei auch andere Produkte über Verbesserung der Eigenschaften zu ersetzen. WACKER BIOSOLUTIONSWACKER BIOSOLUTIONS konzentriert sich weiter auf die Pharma-, Agro- und Lebensmittelindustrie. Dabei setzen wir verstärkt auf Synergien aus der Chemie- und Biotechnologie und bieten unseren Kunden Komplettlösungen für ihre speziellen Marktbedürfnisse an. Für die Industrien, die wir bedienen, ist eine starke Kundenorientierung Grundlage für den Erfolg unserer Produkte. Die Organisation ist deshalb stark auf Kunden und Märkte ausgerichtet. WACKER BIOSOLUTIONS setzt beim zukünftigen Umsatzwachstum noch stärker auf Innovationen. Mit der Übernahme der Scil Proteins Production im Jahr 2014 stärkt WACKER BIOSOLUTIONS sein Geschäft im Bereich Pharmaproteine. WACKER POLYSILICONDer Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON zielt mit seiner Strategie darauf ab, die Qualitäts- und Kostenführerschaft bei der Herstellung von polykristallinem Reinstsilicium zu behaupten und das Marktwachstum mit dem Ausbau von Produktionskapazitäten bedarfsgerecht zu begleiten. Die Kostenposition ist im Hinblick auf den Wettbewerb ein zentraler Erfolgsfaktor. Aus diesem Grund fokussieren wir uns nach wie vor darauf, unsere Kosten durch Produktivitätsverbesserungen und die Optimierung unserer Lieferantenbasis weiter zu senken. SILTRONICSiltronic konzentriert sich auf vier strategische Schwerpunkte, die aufeinander abgestimmt sind. Durch die Konzentration auf Leitstandorte verbessern wir die Auslastung und die Kostenstrukturen. Bei den einzelnen Waferdurchmessern liegt der Fokus auf dem wachstumsstärksten Geschäft mit 300 mm Siliciumwafern in der Region Asien. Eine dauernde strategische Aufgabe sind Kostensenkungs-, Produktivitäts- und Flexibilisierungsinitiativen, um die Produktionsprozesse und -abläufe weiter zu optimieren. Die Investitionen in Produktentwicklungen dienen dazu, die Anforderungen der neuesten Design-Rules zu erfüllen und qualitätssteigernde Maßnahmen umzusetzen. Die Investitionen liegen unter den Abschreibungen. Die 450 mm Technologie wird Siltronic nicht weiterverfolgen. SteuerungssystemWertorientiertes Management ist zentraler Bestandteil der UnternehmenspolitikWertorientiertes Management ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmenspolitik, um den Unternehmenswert langfristig und nachhaltig zu steigern. Bei der Steuerung unterscheiden wir Performance- und Budgetgrößen. Die Performancegrößen dienen der finanziellen Steuerung des Unternehmens. Zu den Performancegrößen gehören die EBITDA-Marge und der ROCE. Die EBITDA-Marge als Zielgröße zeigt den Erfolg des Unternehmens im Vergleich zum Wettbewerb und der ROCE die Kapitalrentabilität. Weiter werden die Budgetgrößen EBITDA und Netto-Cashflow zur Steuerung verwendet. Zusätzlich zu diesen Kennzahlen wird der BVC (Business Value Contribution) als reine Budgetgröße in das variable Vergütungssystem der Mitglieder des Vorstands und der oberen Managements der Geschäfts- und Zentralbereiche mit einbezogen. Wertmanagement und strategische Planung ergänzen sich dabei. Die strategische Ausrichtung einer Geschäftseinheit und ihr Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswerts sind deshalb aufeinander abgestimmt. Im Rahmen der jährlichen Planung treffen wir Grundsatzentscheidungen über Investitionen, Innovationsvorhaben, Markterschließungen und andere Projekte. Die wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahlen werden aktiv zur Unternehmenssteuerung eingesetzt. Entwickelt sich beispielsweise der Netto-Cashflow schlechter als geplant, kann das unterjährig zu einer Anpassung der Investitionen führen. WACKER ist sehr flexibel darin, auf positive wie negative Veränderungen zu reagieren. Die zeitliche Streckung des Projekts in Tennessee zeigt das. Dadurch haben wir unseren Cashflow im Jahr 2013 um einen dreistelligen Mio. €-Betrag entlastet. Für die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt ist die EBITDA-Entwicklung die anerkannt wichtigste finanzielle Steuerungskennzahl. Wichtige finanzielle Steuerungskennzahlen für den WACKER-KonzernDie wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahlen für das Wertmanagement sind im Geschäftsjahr 2013 unverändert geblieben. Die wertorientierte Steuerung basiert auf diesen zentralen Mess- und Steuerungsgrößen:
Ergänzende finanzielle SteuerungskennzahlenDie wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahlen ergänzen wir durch weitere Steuerungskennzahlen, die uns Informationen geben über die Umsatz- und Liquiditätsentwicklung sowie über die Verschuldung des Konzerns. Zu den ergänzenden finanziellen Steuerungskennzahlen gehören:
Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenVon den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, über die wir im Geschäftsbericht ausführlich informieren, setzen wir keinen einzigen nichtfinanziellen Indikator ein, der durchgängig zur Steuerung des Unternehmens dient. Es gibt einzelne nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie die Unfallhäufigkeit, die in Teilbereichen des Unternehmens als Zielgröße eine wichtige Rolle spielen. Welche weiteren nichtfinanziellen Leistungsindikatoren in Teilbereichen des Unternehmens herangezogen werden, zeigt die Tabelle. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, die in Teilbereichen des Unternehmens zur Steuerung dienenscroll
Entwicklung der wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahlen im Jahr 2013EBITDA-Marge: Im Jahr 2013 betrug die Zielmarge 20 Prozent. Tatsächlich erreicht haben wir im Jahr 2013 eine EBITDA-Marge im Konzern von 15,2 Prozent. Anhaltender Preisdruck und negative Wechselkurseffekte waren in erster Linie dafür verantwortlich, dass wir dieses Ziel nicht erreicht haben. Positiv auf die Entwicklung der EBITDA-Marge haben sich die Programme zur Kostensenkung ausgewirkt. ROCE: Erreicht hat WACKER im Jahr 2013 einen ROCE von 2,2 Prozent. Insbesondere die niedrigere Profitabilität hat zu dem geringeren ROCE geführt. EBITDA: Für das Jahr 2013 haben wir ein EBITDA erwartet, das unter dem Vorjahr liegt. Mit 678,7 Mio. € war es 116,7 Mio. € unter Vorjahr. Dafür verantwortlich waren vor allem die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Preise für Polysilicium in den ersten neun Monaten des Jahres sowie der anhaltende Preisdruck bei Siliciumwafern, die das EBITDA negativ beeinflusst haben. Im Jahr 2013 betrug der Kapitalkostensatz elf Prozent. Im Jahr 2013 haben wir unser BVC-Ziel auf Konzernebene nicht erreicht. Mit -478,6 Mio. € war der erreichte Wert deutlich negativ. Soll / Ist-Abgleichscroll
Netto-Cashflow: Die Prognose für 2013 war auf Grund unserer immer noch hohen Investitionen ein negativer Netto-Cashflow. Durch geringere Investitionen sowie ein straffes Management unserer Vorräte konnten wir dieses Ziel mit einem positiven Netto-Cashflow von 109,7 Mio. € deutlich übertreffen. ROCE und Wertbeitragscroll
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Das Capital Employed (gebundenes Kapital)
setzt sich aus den durchschnittlichen langfristigen Vermögenswerten
abzüglich langfristiger Wertpapiere, zuzüglich Vorräten und Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen zusammen. Es ist die Bezugsgröße für die
Berechnung der Kapitalkosten. Strategische Planung, unterteilt in zwei SchritteDie strategische Planung legt fest, wie die Wert- und Unternehmensziele erfüllt werden können. Das geschieht in zwei Schritten. Zunächst ermitteln die Geschäftsbereiche ihre Markt- und Wettbewerbspositionen sowie ihre wertmäßige Attraktivität. Die Ergebnisse fließen in einen Vorschlag zur strategischen Ausrichtung und zu den geplanten Maßnahmen ein. Diese Informationen werden auf Konzernebene verdichtet und konkrete Ziele festgelegt. Das Ganze wird um die geplanten Innovations- und Investitionsvorhaben ergänzt und in der Strategieklausur verabschiedet. Die operative Planung in der zweiten Jahreshälfte nimmt die Entscheidungen der strategischen Planungen mit auf. Vorstand und Aufsichtsrat verabschieden gemeinsam die Jahresplanung. Auf dieser Basis werden dann Anfang Februar die Basisprognosen für das laufende Jahr festgelegt. Im Ziel-Ist-Vergleich wird monatlich überprüft, ob wir unsere Prognosen erreichen. Den Überbau bildet die Mittelfristplanung über fünf Jahre. Strategische und operative Planung![]() FinanzierungsstrategieMit der Finanzierungsstrategie verfolgt WACKER das Ziel, das nachhaltige Wachstum und die Stabilität des Unternehmens sicherzustellen. Dabei setzen wir sowohl auf Finanzierung aus eigener Kraft als auch auf Fremdfinanzierungsinstrumente. WACKER deckt seinen Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow sowie durch kurzfristige und langfristige Finanzierungen. Die permanente Zahlungsfähigkeit stellen wir durch die rollierende Cashflow-Steuerung wie auch durch einen ausreichenden Bestand an schriftlich zugesagten Kreditlinien sicher. Der Finanzbedarf wird für den Gesamtkonzern ermittelt und Finanzierungen in der Regel auf Konzernebene abgeschlossen. In Einzelfällen existieren für bestimmte Projekte bzw. Regionen Sonderfinanzierungen. Finanzierungsmaßnahmen im Jahr 2013Im Geschäftsjahr 2013 hat WACKER mehrere Finanzierungsmaßnahmen vorgenommen. WACKER hat damit den Finanzierungsbedarf der kommenden Jahre sichergestellt, neue Kreditgeber gewonnen und das Fälligkeits- und Laufzeitenprofil der Kredite optimiert. Die Wacker Chemical Corporation, Adrian, USA, hat im April 2013 ein US Private Placement über insgesamt 400 Mio. US-$ begeben, das von der Wacker Chemie AG garantiert wird. Die Tranchen der Rückzahlung teilen sich auf in fünf Jahre (70 Mio. US-$), sieben Jahre (130 Mio. US-$) und zehn Jahre (200 Mio. US-$) und sind alle festverzinslich. Der Liquiditätszufluss erfolgte am 23. April 2013. Es ist das erste Private Placement von WACKER in den USA. Im Juni 2013 hat die Wacker Chemie AG einen festverzinslichen Kredit über 50 Mio. € (Laufzeit fünf Jahre) mit der LfA Förderbank Bayern abgeschlossen. Er hat einen im Juni 2013 fälligen Kredit in gleicher Höhe ersetzt. Finanzierungsmaßnahmen 2013scroll
Von den Krediten wurden bisher nicht alle in Anspruch genommen. Die Wacker Chemie AG hat außerdem mit der Europäischen Investitionsbank im Juli 2013 einen Kredit über so Mio. € zur Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsausgaben der Siltronic abgeschlossen. Der Kredit kann in vier Tranchen abgerufen werden und hat eine Laufzeit von sechs Jahren. Mit Ziehung der ersten Tranche beginnt die Laufzeit. Bei allen Kreditverträgen, die wir verhandeln, achten wir darauf, die Verträge so zu gestalten, dass die Gleichbehandlung der Finanzpartner (Pari Passu) gegeben und ein konzernweites, nachlaufendes Vertragsmonitoring gewährleistet ist. Für die Finanzverbindlichkeiten eines Gemeinschaftsunternehmens hat WACKER seine Anteile an dem Unternehmen verpfändet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind teilweise festverzinslich, teilweise handelt es sich um variable Verzinsungen. WACKER verfügt zum 31. Dezember 2013 über offene Kreditlinien von über einem Jahr in Höhe von rund 700 Mio. €. Die abgeschlossenen Finanzierungen beinhalten marktübliche Kreditklauseln und als einzige Financial Covenant das Verhältnis Net Debt / EBITDA. WACKER arbeitet mit einer Anzahl von Banken (Kernbankenprinzip) zusammen. Sie müssen eine Bonität im Investment-Grade-Bereich und eine langfristig angelegte Geschäftsausrichtung haben. Um Kontrahenten- und Konzentrationsrisiken zu verringern, darf der Anteil einer Bank an den WACKER zugesagten Kreditlinien 20 Prozent nicht überschreiten. Einzige Ausnahme ist die Europäische Investitionsbank. Operative SteuerungsinstrumenteDie operativen Prozesse steuern wir über unser Integriertes Managementsystem (IMS). Es definiert konzernweit einheitliche Standards zu den Themen Qualität, Sicherheit, Umwelt- und Gesundheitsschutz. Unser Konzern-Managementsystem lassen wir durch eine weltweit tätige Zertifizierungsgesellschaft nach einheitlichen Maßstäben nach ISO 9001 (Qualität) und ISO 14001 (Umweltschutz) bewerten. Im Jahr 2013 haben wir den Standort Jincheon, Südkorea, nach ISO 9001 und ISO 14001 sowie weitere Verkaufsregionen nach ISO 9001 in die Konzernzertifizierung einbezogen. Auf Grund spezifischer Prozesse und Kundenanforderungen ist die Tochtergesellschaft Siltronic mit allen Standorten nach der Qualitätsnorm ISO / TS 16949, nach ISO 14001 und OHSAS 18001 (Arbeitsschutz) zertifiziert. Übernahmerechtliche AngabenÜbernahmerechtliche AngabenZu der nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten Berichterstattung geben wir die folgende Übersicht:scroll
Zusammengefasster Lagebericht WirtschaftsberichtInnovationen für TechnologieführerElektronik ist ein Wachstumsmarkt mit großem Potenzial. Prozessoren, Speicher und Steuerungen durchdringen zunehmend Anwendungen für alle Lebensbereiche und Leuchtdioden treten als Ersatz für die herkömmliche Glühbirne weltweit ihren Siegeszug an. In Pangyo, dem Silicon Valley Südkoreas, arbeitet das "Center of Excellence Electronics" von WACKER an Hightech-Siliconen für die Elektronikindustrie. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche EntwicklungDie wirtschaftliche Schwäche in Europa und die nachlassende Dynamik in den schnell wachsenden Schwellenländern China, Indien und Brasilien haben das Wachstum der Weltwirtschaft gebremst. Einige Staaten der Europäischen Union verzeichneten im Jahr 2013 einen weiteren Rückgang ihrer Wirtschaftleistung. Besonders in den südeuropäischen Staaten Italien, Spanien, Portugal und Griechenland ging das Bruttoinlandsprodukt nochmals zurück. Deutschland konnte sich dieser Entwicklung entziehen und hat beim Bruttoinlandsprodukt leicht zugelegt. In den USA ist die Wirtschaftsleistung auf moderatem Niveau gestiegen. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die Weltwirtschaft im Jahr 2013 um 3,0 Prozent (2012: 3,2 Prozent) gewachsen. Ursprünglich war der IWF von einem Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent ausgegangen. Entwicklung Bruttoinlandsprodukt 2013![]() Quellen: weltweit: IWF, Asien: ADB, China: Nationale Entwicklungs- und Reformkommission, Indien: ADB, Japan: IWF, USA: IWF, Europa: IWF, Deutschland: Statistisches Bundesamt Wachstum in Asien schwächt sich weiter abDas Wachstum in Asien hat sich im Jahr 2013 abgeschwächt. Die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) rechnet mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 6,0 Prozent (2012: 6,1 Prozent). Die neue chinesische Regierung will, dass die Wirtschaft des Landes künftig nachhaltig wächst und nicht um jeden Preis. Nach Angaben der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission ist die Wirtschaft Chinas um 7,7 Prozent (2012: 7,7 Prozent) gewachsen. Indiens Wirtschaft hat mit großen Infrastrukturproblemen zu kämpfen sowie der mangelnden Bereitschaft, wichtige Strukturreformen einzuleiten, die das Wirtschaftswachstum stimulieren könnten. In Indien ist das Bruttoinlandsprodukt laut ADB um 4,7 Prozent (2012: 5,0 Prozent) geklettert. Die japanische Wirtschaft ist durch die Wirtschaftspolitik der Regierung und die Schwächung des Yen gewachsen. Nach Schätzungen des IWF ist die Wirtschaftsleistung um 2,0 Prozent (2012: 2,0 Prozent) gestiegen. US-Wirtschaft wächst moderatDie US-Wirtschaft ist im Jahr 2013 trotz der politischen Auseinandersetzungen um den Haushalt des Landes durch eine stabile Binnennachfrage sowie einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit moderat gewachsen. Die Wirtschaftsleistung legte laut IWF um 1,6 Prozent (2012: 2,8 Prozent) zu. Eurozone weiter im Griff der SchuldenkriseDie Schuldenkrise in Europa hat die Wirtschaftsleistung im Jahr 2013 weiter gebremst. Viele Krisenländer befinden sich noch immer in der Rezession. Sparprogramme, Einkommensverluste und eine hohe Arbeitslosigkeit haben sich negativ auf die Konsumausgaben und die Investitionstätigkeit der Unternehmen ausgewirkt. Allerdings gibt es erste Anzeichen dafür, dass es im Jahr 2014 wieder zu einem Wachstum kommen könnte. Nach Berechnungen des IWF verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt der Euroländer um -0,4 Prozent (2012: -0,6 Prozent). Deutsche Wirtschaft trotzt nach wie vor der EurokriseIm Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern erwies sich die deutsche Wirtschaft gegenüber der Eurokrise erneut als robust. Deutschland hat damit die Rolle als führende Industrienation in Europa untermauert. Das Exportgeschäft sowie die gute Binnennachfrage waren dafür verantwortlich. Die nach wie vor niedrige Arbeitslosigkeit und der hohe Beschäftigungsgrad führten zu Steuer-Mehreinnahmen, die den Schuldenanstieg weiter verringern. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent (2012: 0,7 Prozent) gestiegen. Branchenspezifische RahmenbedingungenMit unseren Produkten bedienen wir eine Vielzahl von Branchen. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Halbleiter-, die Photovoltaik-, die Chemie-, die Bau- sowie die Elektro- und Elektronikindustrie. Markt für Halbleiter mit Wachstum, aber Rückgang bei SiliciumwafernDie Halbleiterindustrie ist im Jahr 2013 gewachsen. Die Nachfrage für mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones konnte die Schwäche im PC-Markt ausgleichen. Das Marktforschungsinstitut Gartner rechnet für das Jahr 2013 mit einem Umsatzplus von rund fünf Prozent auf 315 Mrd. US-$. Das schwache PC-Geschäft hat die Nachfrage nach Siliciumwafern gedrückt. Der Absatz sank gegenüber dem Vorjahr um -13,2 Prozent auf 8,01 Mrd. US-$ (2012: 9,23 Mrd. US-$). Die Nachfrage nach Siliciumwafern, ausgedrückt in Fläche, wird auf rund 58 Mrd. cm2 beziffert. Insgesamt hat sich der Markt über alle Durchmesser hinweg flach entwickelt. Der Marktanteil von Siltronic blieb bei etwa 15 Prozent. Überkapazitäten, Preisdruck und weiteres Wachstum prägen PhotovoltaikmarktDer Photovoltaikmarkt ist im Jahr 2013 weiter gewachsen. Nach Angaben verschiedener Marktstudien und eigener Markteinschätzung wurden weltweit 39 Gigawatt (GW) installiert (2012: 31,9 GW). Das sind 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Einspeisevergütungen in Deutschland sind abhängig vom weiteren Zubau und werden monatlich verringert. Dadurch ist der deutsche Markt zurückgegangen und hat sich auf einem Niveau von 300 MV pro Monat eingependelt. Die installierte Leistung belief sich laut Bundesnetzagentur auf 3,3 GW (2012: 7,6 GW). Andere Länder haben Deutschland als wichtigsten Photovoltaikmarkt abgelöst. Besonders China und Japan verzeichneten einen deutlichen Anstieg bei den Neuinstallationen. Die Marktbedingungen blieben im abgelaufenen Jahr schwierig. Die weltweiten Produktionskapazitäten übersteigen noch immer die Nachfrage. Hoher Preisdruck in allen Wertschöpfungsstufen hat dazu geführt, dass weitere Unternehmen insolvent sind oder sich aus dem Markt verabschiedet haben. Von Unternehmen, die sich aus dem Geschäft zurückgezogen haben, hat WACKER Vorauszahlungen aus Langfristverträgen einbehalten und Schadenersatzleistungen vereinnahmt. Zusätzlich verunsichert haben den Markt außerdem Anti-Dumping-Verfahren der Europäischen Union gegen chinesische Solarunternehmen sowie des chinesischen Wirtschaftsministeriums gegen Polysiliciumhersteller aus Amerika, Südkorea und Europa. Die Europäische Union und China haben sich Ende Juli 2013 darauf geeinigt, Mindestpreise für chinesische Solarzellen festzulegen und die Importe zu beschränken. Die Unsicherheiten im Anti-Dumpingstreit haben vor allem zu Beginn des 1. Quartals und im 3. Quartal 2013 zu einer Drosselung der Produktion geführt. Im 4. Quartal konnten wir hohe Mengen absetzen. Insgesamt hat WACKER im Jahr 2013 so große Polysiliciummengen wie nie zuvor verkauft, allerdings zu Preisen, die sich auf dem niedrigen Niveau zum Ende des 4. Quartals 2012 bewegten. Auf diesem Niveau haben sich die Preise im Jahr 2013 stabilisiert. Insgesamt haben wir 49.000 Tonnen Polysilicium ausgeliefert, einschließlich der Lieferungen an unsere Kunden in der Elektronikindustrie. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von 27,9 Prozent. Neu installierte PV-Leistungen 2012 und 2013scroll
Quellen: European Photovoltaic Industry Association (EPIA), Global Market Outlook for Photovoltaics until 2016, eigene Marktuntersuchungen von WACKER, Bundesnetzagentur, GTM Research and Solar Industries Association (SEIA), U.S. Solar Market Insight Chemieindustrie fehlt konjunktureller Rückenwind, Chemiebereiche von WACKER mit stabiler UmsatzentwicklungDie Chemieindustrie konnte auch im Jahr 2013 nicht an die Dynamik der Vorjahre anknüpfen. Die Preise für chemische Erzeugnisse waren rückläufig. Die weltweite Produktion (inklusive Pharmazeutika) lag im Jahr 2012 bei 4,1 Bio. €. Knapp 50 Prozent davon kommen aus Asien, 25 Prozent aus Europa und 20 Prozent aus Amerika. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) rechnet damit, dass die Chemieproduktion in Deutschland um 1,5 Prozent steigt. Die Auslastung der Anlagen deutscher Chemieunternehmen lag bei 84 Prozent. Der Umsatz erhöhte sich leicht um 0,5 Prozent auf 187,7 Mrd. € (2012: 186,8 Mrd. €). Wachstums Impulse kamen vor allem aus Asien. China ist nach wie vor der interessanteste Wachstumsmarkt. Im Jahr 2012 stiegen die Exporte von chemischen Erzeugnissen nach China auf 5,4 Mrd. €. Damit gehört China zum ersten Mal zu den Top-Ten-Exportländern der deutschen Chemieindustrie. Die Chemiebereiche von WACKER haben sich auf dem hohen Niveau des Jahres 2012 bewegt. Niedrigere Preise für Standardprodukte, ungünstige Wechselkurse im Vergleich zum Vorjahr und die schleppende Konjunkturentwicklung haben das Wachstum gebremst. Der Geschäftsbereich WACKER SILICONES verzeichnete eine gute Nachfrage bei Siliconprodukten für die Kosmetik- und Konsumgüterindustrie, die Medizintechnik sowie für Industrieanwendungen. WACKER POLYMERS konnte den Umsatz mit Dispersionspulvern erneut steigern. Das Geschäft mit Dispersionen war dagegen schwächer. Der Umsatz von Polyvinylacetat-Festharz zur Herstellung von Kaugummirohmasse im Geschäftsbereich WACKER BIOSOLUTIONS blieb auf Vorjahresniveau. Spotpreisentwicklung der für WACKER wichtigsten Rohstoffe![]() Ø jeweiliger Jahresdurchschnitt Die Preisentwicklung bei unseren Hauptrohstoffen war 2013 uneinheitlich. Siliciummetall und VAM verbilligten sich nur leicht, während die Preise für Ethylen in Europa um knapp zehn Prozent fielen. Der Methanolpreis stieg im Jahresdurchschnitt deutlich um fast 20 Prozent an. Bauindustrie wächst im Jahr 2013Die weltweite Bauindustrie ist nach Angaben des Marktforschungsinstituts Global Insight im Jahr 2013 um 2,7 Prozent auf 8,3 Bio. US-$ (2012: 8,1 Bio. US-$) gewachsen. Im Januar 2013 waren die Marktforscher noch von einem Anstieg von 4,1 Prozent ausgegangen. Vor allem in Europa haben die Folgen der Eurokrise der Bauindustrie geschadet und zu einem Rückgang der Bauleistungen geführt. Das stärkste Wachstum kam erneut aus Südostasien mit 5,5 Prozent. China bleibt mit 1,8 Bio. US-$ der weltweit größte Markt. Der amerikanische Immobilienmarkt hat sich im Jahr 2013 weiter stabilisiert. Das hat sich auch auf die Bauindustrie positiv ausgewirkt. Das Volumen stieg um 4,6 Prozent. In Westeuropa kam es zu einem Rückgang von 1,6 Prozent. Der Umsatz der deutschen Bauindustrie betrug real 323,8 Mrd. US-$ (2012: 323,8 Mrd. US-$). Weltweite Bauindustrie nach Regionen 2013![]() Quelle: Global Insight Mit Bauanwendungen hat WACKER POLYMERS seinen Umsatz weiter steigern können. Das Wachstum bei Dispersionspulvern ist getrieben durch den Markt für Trockenmörtel in Ländern wie China und Indien. Hier erzielten wir prozentual zweistellige Umsatzzuwächse. Die Abkehr von traditionellen Baustoffen und Arbeitsweisen hin zu höherwertigen Systemen wird sich fortsetzen. Der lange Winter in Europa hat die Bauaktivitäten im ersten Halbjahr 2013 gebremst. Dieser Rückstand konnte in der zweiten Jahreshälfte nicht mehr komplett aufgeholt werden, sodass wir hier einen Umsatzrückgang haben. Im Bereich der Dispersionen konnte WACKER POLYMERS in China sehr stark wachsen. Hier haben wir mit Dispersionen für wasserabweisende Bodenbelagsschichten unseren Umsatz mehr als verdoppelt. Durch die Substitution von Acrylaten durch VAE-Dispersionen sind wir im Marktsegment Dichtstoffe in den USA um mehr als 40 Prozent gewachsen. Schwächer entwickelt hat sich der Markt für Beschichtungen in Europa. Insgesamt haben wir knapp 20.000 Tonnen mehr in die Bauindustrie verkauft. Mit Bauanwendungen von WACKER SILICONES verzeichneten wir ein Umsatzplus von drei Prozent. Der Verkauf von Rohstoffen in die Bauindustrie sowie von Siliconen für den Bautenschutz liegt auf Vorjahresniveau. Das Geschäft mit Hybridsiliconprodukten ist dagegen gewachsen. Mit Hybridpolymeren, die beispielsweise als Parkettkleber zum Einsatz kommen, erhöhten wir den Umsatz um rund 40 Prozent. Ebenfalls gewachsen ist der Umsatz mit Kartuschen unter unserem eigenen Markennamen in ausgewählten Ländern. Hier konnten wir rund sieben Prozent zulegen. Regional betrachtet hat sich der Umsatz in Deutschland (- sieben Prozent) sowie in West- und Südeuropa (-zwei Prozent) schlechter entwickelt als im Vorjahr. Die Umsätze in China legten um vier Prozent zu. In Indien (neun Prozent), im Nahen und Mittleren Osten (23 Prozent) und in den USA (zehn Prozent) sind wir gewachsen. Um neun Prozent zugelegt hat das Geschäft in Osteuropa. Elektro- und Elektronikindustrie wächst in SchwellenländernDer weltweite Markt der Elektro- und Elektronikindustrie mit einem Volumen von rund 3,6 Bio. € ist im Jahr 2013 erneut gewachsen. Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) schätzt den Zuwachs für 2013 auf weltweit sechs Prozent. Dafür verantwortlich sind besonders die Schwellenländer, die rund neun Prozent zulegen konnten. In Deutschland, dem weltweit fünftgrößten Markt, ist der Umsatz leicht gestiegen. Er beläuft sich nach Schätzungen des ZVEI auf rund 173 Mrd. € (2012: 170,2 Mrd. €). WACKER hat drei Geschäftsbereiche, die Kunden aus der Elektro- und Elektronikindustrie bedienen. Siltronic verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzrückgang mit seinen Kunden aus der Halbleiterindustrie. Verantwortlich dafür waren vor allem niedrigere Preise. Der Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON hat rund 15 Prozent seiner Polysiliciumkapazitäten im Jahr 2013 an Kunden aus der Elektronikindustrie verkauft. Der Geschäftsbereich WACKER SILICONES verzeichnete für diesen Markt einen Umsatzanstieg um mehr als drei Prozent. Umsatzzuwächse verzeichneten wir bei medienresistenten Vergussmassen, hochspeziellen Siliconkautschuken für die Automobilelektronik und die Optoelektronik sowie bei elektronischen Bauelementen für Leiterplatten. Das LED-Geschäft blieb auf dem Niveau des Vorjahres. Regional verzeichneten wir Umsatzzuwächse in den USA (zehn Prozent) und in Asien (acht Prozent). Die Umsätze in Europa bewegten sich auf Vorjahresniveau. Gesamtaussage des Vorstands zu den RahmenbedingungenDie Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2013 war beeinflusst durch die anhaltende Rezession in vielen Ländern Europas sowie durch das schwächere Wachstum in den Schwellenländern. Deutschland erwies sich auch im Jahr 2013 als widerstandsfähiger als andere Länder und konnte ein leichtes Wachstum erzielen. In China pendelt sich das jährliche Wachstum bei sieben bis acht Prozent ein. Auf der Wirtschaftskonferenz in Peking im November 2013 hat die Regierung beschlossen, weitere Reformen einzuleiten. Private Banken werden zugelassen, Börsengänge erleichtert, Privatisierungen von Staatsunternehmen vorangetrieben. Die Devise heißt: mehr Markt, weniger Staat. Die flache wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2013 hat den Wettbewerbsdruck erhöht und die Preise für Standardprodukte unter Druck gebracht. Das hat auch WACKER zu spüren bekommen. Der Umsatz von Siltronic ist nochmals zurückgegangen. Bei WACKER POLYSILICON zeigte sich ein gemischtes Bild. Die Preise für Polysilicium sind weiterhin auf einem niedrigen Niveau, aber nicht weiter gesunken. Positiv ausgewirkt auf unser Geschäft hat sich das weitere Wachstum des Marktes. WACKER hat noch nie so große Polysiliciummengen verkauft wie im Jahr 2013. Die Einigung zwischen der Europäischen Union und China im Solarstreit hat den Markt im zweiten Halbjahr 2013 belebt. Die drei Chemiebereiche von WACKER sind ohne konjunkturellen Rückenwind auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrt. Dadurch sind wir beim Konzernumsatz leicht unter dem Vorjahr geblieben. Weiter entspannt hat sich die Situation bei den für WACKER wichtigen Rohstoffen. Die Rohstoffpreise sind in Summe nicht weiter gestiegen, sondern sind teilweise etwas niedriger als ein Jahr zuvor. Das breite Produktsortiment in viele Abnehmerbranchen hinein hat das Geschäft von WACKER SILICONES leicht wachsen lassen. Insgesamt konnten wir unseren Marktanteil bei WACKER SILICONES gegenüber unseren Wettbewerbern leicht steigern. Die Geschäftsbereiche WACKER BIOSOLUTIONS und WACKER POLYMERS blieben auf Vorjahresniveau. Bei WACKER POLYMERS hat das Dispersionspulvergeschäft zugelegt, das Dispersionsgeschäft lief schwächer. Die Folgen der Euroschuldenkrise haben im Jahr 2013 nochmals zu einem leichten Umsatzrückgang in Europa geführt. Ein Grund war die schwache Nachfrage der Bauindustrie. Prozentual stärker ging der Umsatz in der Region Amerika zurück. Verantwortlich dafür waren in erster Linie negative Währungseffekte und das schwächere Substitutionsgeschäft in der Verpackungsindustrie von WACKER POLYMERS. Leicht zurückgegangen ist der Umsatz in Asien, obwohl wir in China einen Umsatzanstieg verzeichneten. Hier konnten wir durch ein stärkeres Chemiegeschäft und hohe Absatzmengen im Polysiliciumgeschäft den Umsatz steigern. Die Region Asien hat mit 40,8 Prozent nach wie vor den größten Anteil am Gesamtumsatz. In den ersten Wochen des Geschäftsjahres 2014 haben sich verschiedene Institutionen wie der Internationale Währungsfonds oder die Weltbank positiv über die Entwicklung der Weltwirtschaft für dieses Jahr geäußert. Sie erwarten ein stärkeres Wachstum als im Vorjahr. WACKER ist im Januar 2014 mit einem etwas höheren Umsatz in das Jahr gestartet als im Vorjahr. Vor allem das Silicone- und das Polysiliciumgeschäft verzeichneten einen Umsatzzuwachs. Für den Geschäftsverlauf wesentliche EreignisseDesinvestitionenWACKER hat im Geschäftsjahr 2013 keine Geschäftsfelder oder Produktgeschäfte veräußert. InvestitionenIm Vergleich zum Jahr 2012 haben sich die Investitionen mehr als halbiert. Sie beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 503,7 Mio. € (2012: 1,1 Mrd. €). Hier zeigt sich, dass WACKER die kapitalintensiven Großinvestitionen in neue Anlagen für Vorprodukte im Wesentlichen abgeschlossen bzw. den Zeitplan dafür gestreckt hat. Im Mittelpunkt der Investitionstätigkeit von WACKER stand nach wie vor der Aufbau des neuen Polysiliciumstandorts Charleston im US-Bundesstaat Tennessee. Rund 250 Mio. € und damit etwa die Hälfte der gesamten Investitionen des Jahres 2013 flossen in dieses Projekt. Die Bauarbeiten gingen im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter planmäßig voran und sollen in der zweiten Jahreshälfte 2015 abgeschlossen sein. Ein weiterer Schwerpunkt der Investitionstätigkeit war im Jahr 2013 der Ausbau der Produktionskapazitäten für Dispersionen in Asien und USA. Am Standort Ulsan in Südkorea hat WACKER eine neue Produktionsanlage für Vinylacetat-Ethylen-Copolymer-Dispersionen mit einer Jahreskapazität von 40.000 Tonnen offiziell in Betrieb genommen. Am chinesischen Polymerstandort Nanjing wurden die bestehenden Produktionsanlagen für Dispersionen um einen neuen Reaktor mit einer Jahresleistung von 60.000 Tonnen erweitert. Außerdem wurde in Nanjing eine neue Anlage zur Herstellung von Polyvinylacetat-Festharzen fertiggestellt. Sie hat eine Jahreskapazität von 20.000 Tonnen. Ebenfalls ausgebaut wurde der amerikanische Polymerstandort Calvert City. Dort kamen 30.000 Jahrestonnen an Dispersionskapazität hinzu. Die Zugänge bei den Sachanlagen für diese drei Projekte beliefen sich im Jahr 2013 auf 25,1 Mio. €. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten GeschäftsverlaufWACKER hat das zu Jahresbeginn gesteckte Ziel, 2013 einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres zu erzielen, nicht ganz erreicht. Das EBITDA ist wie im März 2013 und wie im Geschäftsbericht 2012 prognostiziert unter dem Ergebnis des Geschäftsjahrs 2012 geblieben. Die Gründe dafür liegen in erster Linie in den gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Preisen für Polysilicium und Halbleiterwafer. Auch die schleppende Konjunktur sowie Währungseffekte aus dem schwächeren US-Dollar und Yen haben die Umsatz- und Ergebnisentwicklung gebremst. Kosteneinsparungen, auch unterstützt durch gestiegene Produktionsmengen, von insgesamt rund 225 Mio. € konnten diese Effekte nicht ausgleichen. Bei WACKER POLYSILICON blieben die Preise für Solarsilicium seit Jahresbeginn 2013 im Wesentlichen unverändert. Allerdings sind sie nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau. Durch den Preisverfall im Jahr 2012 lagen sie im Durchschnitt 2013 um rund 30 Prozent unter Vorjahr. Im Geschäft von Siltronic ist die von vielen Marktexperten erwartete Belebung der Nachfrage nach Siliciumwafern im zweiten Halbjahr ausgeblieben. Gleichzeitig sind die Preise für Halbleiterwafer im Verlauf des Jahres 2013 spürbar zurückgegangen. Insgesamt waren sie durchschnittlich mehr als zehn Prozent niedriger als im Jahr 2012. Unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich das Chemiegeschäft in unseren drei Geschäftsbereichen WACKER SILICONES, WACKER POLYMERS und WACKER BIOSOLUTIONS zufriedenstellend entwickelt. Deutlich höhere Absatzmengen sowie Einsparungen aus Effizienzprogrammen und bei den Personalkosten haben den vor allem bei Standardprodukten zunehmenden Preisdruck und negative Währungseffekte ausgeglichen. In der Summe konnten die drei Geschäftsbereiche beim Umsatz das Niveau des Vorjahres halten und beim EBITDA zulegen. Das hat aber den niedrigeren Umsatz im Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON und den Ergebnisrückgang im Halbleiter- und Solargeschäft nicht kompensiert. Die Rohstoff- und Energiekosten blieben im Rahmen unserer Planungen. Dagegen haben sich die Wechselkurse des US-Dollar und des Yen zum Euro etwas ungünstiger entwickelt als in unseren Planungen vom Anfang des Jahres 2013 unterstellt. Umsatzprognose nach dem 2. Quartal konkretisiertMit der Veröffentlichung des Berichts zum 2. Quartal im Juli 2013 hat WACKER seine Prognose, den Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres zu halten, konkretisiert und leicht zurückgenommen. Vor allem die Signale für ein schwächeres Geschäft mit Halbleiterwafern für die zweite Jahreshälfte 2013 und der zunehmende Preisdruck im Chemiegeschäft haben dazu geführt, die Umsatzerwartungen anzupassen. Der Umsatz wurde ab diesem Zeitpunkt in der Größenordnung von 4,5 Mrd. € erwartet, das EBITDA nach wie vor unter Vorjahresniveau. Beim Jahresergebnis ging WACKER nach wie vor von einem leichten Überschuss aus. Darüber hinaus gab WACKER im Bericht zum 2. Quartal bekannt, mit einer breit angelegten Initiative in allen Geschäfts- und Zentralbereichen, im laufenden Geschäftsjahr rund 200 Mio. €, unter Berücksichtigung von Mengeneffekten, einzusparen, etwa die Hälfte davon im Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON. Mit der Veröffentlichung der Zahlen zum 3. Quartal haben wir unsere Umsatz- und Ergebnisprognose bestätigt. Der Konzernumsatz des Jahres 2013 belief sich auf 4,48 Mrd. € und entsprach damit dem Zielwert von rund 4,5 Mrd. €. Das EBITDA des WACKER-Konzerns betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 678,7 Mio. € und lag damit wie erwartet unter dem Vorjahreswert. Aus der Auflösung von Lieferverträgen für Polysilicium haben wir Anzahlungen und Schadenersatzleistungen von 77,6 Mio. € vereinnahmt. Diese Erträge sind im EBITDA des Geschäftsjahres 2013 enthalten. Die Investitionen sollten sich ohne Akquisitionen im Geschäftsjahr 2013 zunächst auf knapp 600 Mio. € belaufen. Mit der Berichterstattung zum 2. Quartal haben wir die Investitionen auf 550 Mio. € beziffert. Im Ausblick des Berichts zum 3. Quartal haben wir diesen Wert auf 500 Mio. € zurückgenommen. Mit 503,7 Mio. € lagen sie in unserem Zielkorridor. Der größte Teil davon floss in den weiteren Ausbau unserer Polysiliciumproduktion. Vergleich tatsächlicher mit prognostiziertem Geschäftsverlaufscroll
Günstiger als zu Jahresbeginn erwartet haben sich die Nettofinanzschulden und der Netto-Cashflow entwickelt. Die niedrigeren Investitionen und die Reduzierung des Working Capitals haben dazu geführt, dass die Nettofinanzschulden und der Netto-Cashflow deutlich besser ausgefallen sind. Im März 2013 hatten wir prognostiziert, dass die Nettofinanzschulden bis zum Ende des Jahres 2013 auf über eine Mrd. € steigen würden. Der Netto-Cashflow wurde zu diesem Zeitpunkt negativ erwartet. Das Minus sollte aber deutlich geringer ausfallen als im Jahr 2012. Im Bericht zum 2. Quartal haben wir das Ziel formuliert, bei den Nettofinanzschulden bis zum Jahresende die Schwelle von einer Mrd. € nicht zu überschreiten. Mit der Berichterstattung zum 3. Quartal haben wir zum Jahresende einen Stand der Nettofinanzschulden unter 900 Mio. € vorhergesagt. Gleichzeitig haben wir prognostiziert, dass der Netto-Cashflow positiv sein wird. Mit 792,2 Mio. € Nettofinanzschulden zum 31. Dezember und einem Netto-Cashflow von 109,7 Mio. € lagen beide Werte im Rahmen dieser Erwartungen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, mit denen wir zukünftige Produkte und Lösungen entwickeln, beliefen sich im Gesamtjahr 2013 auf 173,8 Mio. €. Sie entsprechen damit dem Anfang des Jahres prognostizierten Forschungsaufwand von rund 175 Mio. €. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich nicht wie zu Jahresbeginn angenommen leicht erhöht. Zum Bilanzstichtag beschäftigte WACKER 16.009 Mitarbeiter. Das sind 283 weniger als ein Jahr zuvor. Hier zeigt sich, dass WACKER bei der Neueinstellung von Mitarbeitern im Jahr 2013 zurückhaltend vorgegangen ist. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende von 0,50 € je Aktie (2012: 0,60 €) vor. Abweichungen vom prognostizierten AufwandDer Personalaufwand ist im Verhältnis zum Umsatz gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. In absoluten Zahlen hat er sich um fünf Prozent verringert. Den Zielwert für das Jahr 2013 haben wir nicht ganz erreicht. Für den geringeren Personalaufwand verantwortlich waren u. a. eine zurückhaltende Politik beim Aufbau neuer Stellen sowie vielfältige Kostenmaßnahmen, wie etwa Programme zum Anstieg der Produktivität sowohl in den operativen Geschäfts- als auch den Zentralbereichen. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich im Jahr 2013 verringert. Mittelfristig erwarten wir, dass der Personalaufwand ohne Sondereffekte bei rund 25 Prozent des Umsatzes liegen wird. Die Rohstoffkosten sind sowohl im Verhältnis zum Umsatz als auch in absoluten Zahlen gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Hier haben sich der niedrigere Umsatz sowie günstigere Rohstoffpreise bei einigen Rohstoffen ausgewirkt. Unseren Zielwert für das Jahr 2013 haben wir um einen Prozentpunkt unterschritten. Mittelfristig erwarten wir, dass die Rohstoffkosten flach bleiben. Der Aufwand für Energie liegt unter unserem Zielwert. Verantwortlich dafür waren günstigere Beschaffungskonditionen sowie eine geringere Belastung durch regulatorische Kosten. Die Abschreibungen lagen in absoluten Zahlen leicht über unserer Vorgabe. Verantwortlich dafür war eine Sonderabschreibung in der Siltronic, die zum Jahresende vorgenommen wurde. Insgesamt beliefen sich die Abschreibungen auf 564,4 Mio. €. Davon entfielen etwa 40 Prozent auf unsere Polysiliciumanlagen. Auf Grund unserer Investitionstätigkeit für den Ausbau unserer Polysiliciumkapazitäten werden die Abschreibungen mittelfristig weiter ansteigen. Aufwand Kostenartenscroll
ErtragslageStabile Umsätze in den drei Chemiebereichen, anhaltender Preisdruck bei Siliciumwafern sowie niedrigere Preise im Polysiliciumgeschäft haben das Geschäftsjahr 2013 gekennzeichnet. Der WACKER-Konzern erzielte im Ergebnis einen niedrigeren Umsatz und verzeichnete wie erwartet einen deutlichen Rückgang beim EBITDA. Die schleppende Konjunkturentwicklung im Jahr 2013 hat den Wettbewerbsdruck erhöht und die Preise für Standardprodukte verringert. Der Preisdruck in den drei Chemiebereichen konnte nur zum Teil durch höhere Absatzmengen und Personalkosteneinsparungen kompensiert werden. Im Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON blieben die Preise auf einem niedrigen Niveau, sind aber nicht weiter gesunken. Die Einigung zwischen der Europäischen Union und China im Solarstreit hat den Markt im zweiten Halbjahr 2013 belebt. WACKER hat dadurch so große Polysiliciummengen verkauft wie nie zuvor. Das Geschäft mit Siliciumwafern für die Halbleiterindustrie ist nochmals zurückgegangen. Hier haben geringere Preise sowie negative Währungseffekte die Umsatzentwicklung gebremst. Das Jahresergebnis des Konzerns belief sich auf 6,3 Mio. € und ging damit im Vergleich zum Vorjahr (2012: 114,7 Mio. €) nochmals deutlich zurück. Umsatz geht um drei Prozent auf 4,48 Mrd. € zurückIm Geschäftsjahr 2013 konnte der WACKER-Konzern einen Umsatz von 4,48 Mrd. € (2012: 4,63 Mrd. €) erzielen. Das ist ein Rückgang von 3,4 Prozent. Insbesondere deutlich niedrigere Preise für Polysilicium und Siliciumwafer sind der Hauptgrund dafür, dass der Konzernumsatz geringer ausfiel als im Vorjahr. Die einzelnen Geschäftsbereiche haben sich im Geschäftsjahr unterschiedlich entwickelt. Dafür gibt es verschiedene Ursachen: In den Chemiebereichen konnte WACKER im Vergleich zum Vorjahr seine Absatzmengen erhöhen. Preisdruck und negative Währungseffekte haben die Umsatzentwicklung gebremst. Während die Geschäftsbereiche WACKER SILICONES und WACKER BIOSOLUTIONS ihren Umsatz leicht steigern konnten, verzeichnete der Geschäftsbereich WACKER POLYMERS einen Rückgang. Verantwortlich dafür war vor allem das schwächere Dispersionsgeschäft. WACKER POLYMERS erzielte einen Umsatz von 978,7 Mio. € (2012: 1,00 Mrd. €). Im Vergleich zum Vorjahr sind das zwei Prozent weniger. Der Geschäftsbereich WACKER SILICONES konnte dagegen seinen Umsatz um ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern. Er erhöhte sich auf 1,67 Mrd. € (2012: 1,65 Mrd. €). Ebenfalls einen leichten Anstieg verzeichnete der Geschäftsbereich WACKER BIOSOLUTIONS. Der Umsatz legte um ein Prozent auf 158,4 Mio. € (2012: 157,6 Mio. €) zu. Der Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON konnte so viel Polysilicium wie nie zuvor absetzen, blieb aber im Umsatz unter dem Vorjahresniveau. Er belief sich auf 924,2 Mio. € (2012: 1,14 Mrd. €). Das ist ein Minus von knapp 19 Prozent. Verantwortlich für den Umsatzrückgang waren die niedrigen Preise für Polysilicium, die sich fast das ganze Jahr über auf dem niedrigen Niveau zum Ende des 4. Quartals 2012 bewegten. Die Einigung zwischen der Europäischen Union und China zum Thema Strafzölle für chinesische Solarunternehmen Ende Juli hat den Absatz von Polysilicium erhöht. Siltronic erwirtschaftete im Jahr 2013 einen Umsatz von 743,0 Mio. € (2012: 867,9 Mio. €). Das ist ein Rückgang von 14 Prozent. Der Geschäftsbereich musste bei insgesamt gleichbleibendem Absatz deutliche Preisrückgänge bei Siliciumwafern hinnehmen. Die Abwertung des japanischen Yen hat die Preisentwicklung zusätzlich negativ beeinflusst. Umsatzveränderung im Jahresvergleich![]() Höhere Absatzmengen haben den Umsatz mit 301 Mio. € positiv beeinflusst. Währungseffekte hatten einen negativen Einfluss in Höhe von 91 Mio. €. Eine wesentliche Rolle spielten hier der Wechselkurs des US-Dollar zum Euro und der Wechselkurs des japanischen Yen zum Euro. Der Durchschnittskurs des US-Dollar lag im Jahr 2013 bei 1,36 pro € (2012: 1,29 pro €). Der Durchschnittskurs des japanischen Yen lag im Jahresdurchschnitt bei 136,61 pro € (2012: 102,50 pro €). Vor allem sinkende Preise haben den Konzernumsatz um 366 Mio. € verringert. Den wesentlichen Teil seines Konzernumsatzes erzielte WACKER im Ausland. Der Auslandsumsatz belief sich im Jahr 2013 auf 3,83 Mrd. € (2012: 3,95 Mrd. €). Bezogen auf den Gesamtumsatz sind das 86 Prozent. Der mit Abstand größte Absatzmarkt für WACKER ist die Region Asien. Einen wesentlichen Teil unseres Polysiliciums liefern wir nach Asien. WACKER verzeichnet auch eine hohe Nachfrage der asiatischen Kunden nach Silicon- und Polymerprodukten. Umsatz In- und Ausland (Sitz des Kunden)scroll
EBITDA liegt 15 Prozent unter VorjahrDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des WACKER-Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 678,7 Mio. € (2012: 795,4 Mio. €). Das ist ein Rückgang von 14,7 Prozent. Die EBITDA-Marge betrug 15,2 Prozent (2012: 17,2 Prozent). Wie im Vorjahr ist das geringere EBITDA im Wesentlichen auf die niedrigen Preise bei allen Geschäftsbereichen zurückzuführen, insbesondere bei Polysilicium und bei Siliciumwafern. Im Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON verringerte sich die EBITDA-Marge von 37,6 Prozent auf 25,3 Prozent. Der Geschäftsbereich hat aus der Vereinnahmung von erhaltenen Anzahlungen und Schadenersatzleistungen auf Grund von Vertragsauflösungen Erträge in Höhe von 77,6 Mio. € (2012: 113,1 Mio. €) vereinnahmt. Der Geschäftsbereich WACKER SILICONES verbrauchte im 4. Quartal 2013 Rückstellungen für Abnahmeverträge, aus denen sich Belastungen für unser Silicongeschäft ergeben haben. Dadurch verbesserte sich das EBITDA um 13,7 Mio. €. Das EBIT betrug im Zwölf-Monats-Zeitraum 114,3 Mio. € (2012: 266,6 Mio. €) und reduzierte sich damit um 57,1 Prozent. Neben dem EBITDA beeinflussen die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen das EBIT. Die planmäßigen Abschreibungen beliefen sich auf 527,4 Mio. € (2012: 526,3 Mio. €). WACKER hat zudem außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt 37,0 Mio. € vorgenommen. Davon betrafen 34,8 Mio. € die Siltronic. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um nicht mehr genutztes Anlagevermögen. Die EBIT-Marge lag im Geschäftsjahr 2013 bei 2,6 Prozent (2012: 5,8 Prozent). Die Sondereffekte, die EBIT wie auch EBITDA im Geschäftsjahr beeinflusst haben, sind in der Tabelle dargestellt: Sondereffekte 2013scroll
Sondereffekte 2012scroll
Herstellungskosten auf konstantem NiveauDas Bruttoergebnis vom Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 156,0 Mio. € auf 663,5 Mio. € gesunken (2012: 819,5 Mio. €). Das ist ein Rückgang von 19 Prozent. Die Brutto-Umsatzmarge des Geschäftsjahres beträgt knapp 15 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 18 Prozent. Auch hier ist der Rückgang vor allem auf die deutlich geringeren Umsatzmargen bei Polysilicium und Siliciumwafern zurückzuführen. Die Herstellungskosten blieben im abgelaufenen Geschäftsjahr konstant bei 3,82 Mrd. € (2012: 3,82 Mrd. €). Dank der gut ausgelasteten Produktionsanlagen ergab sich eine gute Fixkostenabdeckung. Positive Effekte kamen auch aus den insgesamt etwas geringeren Rohstoffkosten. Außerdem hat WACKER mit einer Reihe von Maßnahmen die Sach- und Personalkosten gesenkt. Gegenläufig wirkte sich im zweiten Halbjahr der Abbau von Vorräten auf die Herstellungskosten aus. Die Herstellungskostenquote belief sich für das Geschäftsjahr auf 85 Prozent (2012: 82 Prozent). FunktionskostenDie übrigen Funktionskosten (Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie allgemeine Verwaltungskosten) sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Sie beliefen sich auf 557,5 Mio. € (2012: 571,7 Mio. €). Das ist ein Rückgang von knapp drei Prozent. Sonstige betriebliche Erträge und AufwendungenDer Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 44,3 Mio. € (2012: 101,3 Mio. €). In dem positiven Ergebnis sind Erträge aus der Vereinnahmung von Kundenanzahlungen und Schadenersatzleistungen auf Grund von Auflösungen einzelner Polysiliciumverträge in Höhe von 77,6 Mio. € (2012: 113,1 Mio. €) enthalten. Das Währungsergebnis war mit -2,8 Mio. € (2012: -7,9 Mio. €) nahezu ausgeglichen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen insbesondere bei Siltronic in Höhe von 37,0 Mio. € führten zu sonstigen betrieblichen Aufwendungen. BetriebsergebnisDie oben genannten Effekte haben dazu geführt, dass das Betriebsergebnis von 349,1 Mio. € auf 150,3 Mio. € zurückgegangen ist. Das sind 57 Prozent weniger als im Vorjahr. BeteiligungsergebnisDas Beteiligungsergebnis - die Summe des Equity-Ergebnisses und des sonstigen Beteiligungsergebnisses - beläuft sich auf -36,0 Mio. € (2012: -82,5 Mio. €). Der Verlust resultiert aus Beteiligungsverlusten des Gemeinschaftsunternehmens mit Samsung zur Herstellung von 300 mm Wafern auf Grund von hohen planmäßigen Abschreibungen sowie niedrigeren Preisen. Die Gewinne aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit Dow Corning zur Herstellung von Siloxan in China haben sich im Geschäftsjahr 2013 erwartungsgemäß deutlich reduziert. Der Grund dafür sind die niedrigeren Verrechnungspreise für Siloxan, die WACKER mit Dow Corning vereinbart hat. Im Vorjahr enthielt das Beteiligungsergebnis eine Abschreibung in Höhe von 77,0 Mio. € auf den Anteil am Gemeinschaftsunternehmen Dow Corning (ZJG) Holding Co. Private Ltd., Singapur. Finanz- und ZinsergebnisDas Finanzergebnis des Konzerns belief sich auf -83,3 Mio. € (2012: -62,7 Mio. €). Das sind 33 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Grund dafür liegt im Wesentlichen in einer höheren Verschuldung und den damit anfallenden Zinsaufwendungen für Finanzschulden. Die Zinsaufwendungen belaufen sich auf 41,8 Mio. € (2012: 26,2 Mio. €). Bauzeitzinsen minderten den Zinsaufwand nur unwesentlich um 2,0 Mio. € (2012: 14,2 Mio. €). Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen belief sich im Berichtsjahr auf -26,8 Mio. € (2012: -10,2 Mio. €). Die Zinserträge in Höhe von 15,0 Mio. € blieben im Vergleich zum Vorjahr annähernd konstant (2012: 16,0 Mio. €). Das übrige Finanzergebnis betrug -56,5 Mio. € (2012: -52,5 Mio. €). Es enthält im Wesentlichen verzinsliche Elemente der Pensionsrückstellungen und anderer langfristiger Rückstellungen. Ferner sind Erträge und Aufwendungen aus Kurseffekten der Finanzanlagen enthalten. ErtragsteuernDer Konzern weist für 2013 einen Steueraufwand von 24,7 Mio. € (2012: 89,2 Mio. €) aus. Das sind 72 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Steuerquote des Konzerns beträgt 79,7 Prozent (2012: 43,7 Prozent). Der relativ hohe Steueraufwand ergibt sich im Wesentlichen aus dem steuerlich nicht abzugsfähigen Beteiligungsergebnis und steuerlich nicht wirksamen Aufwendungen und Verlusten im Ausland bei einem insgesamt niedrigen Vorsteuerergebnis des Konzerns. KonzernergebnisDas Konzernergebnis ging auf Grund der oben genannten Effekte auf 6,3 Mio. € (2012: 114,7 Mio. €) zurück. Kapitalrendite (ROCE)Die Kapitelrendite (ROCE) setzt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Bezug zum für die Geschäftstätigkeit notwendigen Kapital (Capital Employed). Die Kapitalrendite (ROCE) belief sich im Berichtsjahr auf 2,2 Prozent (2012: 5,2 Prozent). Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf dem Ergebnisrückgang und der höheren Mittelbindung auf Grund unserer Investitionen in neue Produktionsanlagen. Das Capital Employed stieg im Geschäftsjahr von 4.979,0 Mio. € auf 5.238,2 Mio. €. Zusammengefasste Gewinn- und Verlustrechnungscroll
SegmentberichterstattungWACKER SILICONESUmsatz um 1,5 Prozent gestiegenDer Umsatz im Geschäftsbereich WACKER SILICONES hat im Jahr 2013 um 1,5 Prozent zugelegt. Er erhöhte sich auf 1,67 Mrd. € (2012: 1,65 Mrd. €). In erster Linie höhere Absatzmengen waren dafür verantwortlich. Die Umsatzentwicklung gebremst haben niedrigere Preise bei Standardprodukten und ungünstige Währungseffekte durch den stärkeren Euro. Trotzdem konnten wir in allen Geschäftssparten unseres Silicongeschäftes den Umsatz steigern. Besonders gut hat sich der Absatz von Siliconen für Körperpflegeprodukte, für Industrieanwendungen und für die Medizintechnik entwickelt. Regional betrachtet konnte WACKER SILICONES in Asien seinen Umsatz um 4,9 Prozent steigern, in Europa trotz der schwachen Konjunktur um 3,6 Prozent. Prozentual zweistellige Zuwachsraten verzeichneten wir in den übrigen Regionen der Welt. Der Umsatz in Amerika blieb auf dem Niveau des Vorjahres. In Deutschland ist der Umsatz um 2,7 Prozent zurückgegangen. Das EBITDA ist gegenüber dem Vorjahr stärker gestiegen als der Umsatz. Es fiel mit 230,2 Mio. € (2012: 189,3 Mio. €) um 21,6 Prozent höher aus. Der Verbrauch von Rückstellungen, die in der Vergangenheit für drohende Verluste aus zukünftigen Abnahmeverpflichtungen aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit Dow Corning in China gebildet worden waren, haben das EBITDA mit 13,7 Mio. € positiv beeinflusst. Die Rohstoff- und Energiekosten waren insgesamt etwas höher als im Vorjahr. Der durchschnittliche Preis für Siliciummetall lag acht Prozent unter dem Vorjahr, der Preis für Methanol erhöhte sich dagegen um drei Prozent. Die hohe Produktionsauslastung führte zu einer besseren Fixkostenabdeckung bei den Herstellungskosten. Der Preisdruck insbesondere bei Standardprodukten und Währungseffekte haben dagegen die Ergebnisentwicklung gebremst. Die EBITDA-Marge stieg auf 13,8 Prozent (2012: 11,5 Prozent). Investitionen liegen unter dem VorjahrDie Investitionen sind gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Sie beliefen sich auf 85,4 Mio. € (2012: 158,8 Mio. €). Das sind 46,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im Vorjahr war darin ein Darlehen an das Gemeinschaftsunternehmen mit Dow Corning in Höhe von 87,9 Mio. € enthalten. Die Mittel des Geschäftsjahres gingen vorrangig in den Ausbau der Kapazitäten für fertige Siliconprodukte. Vertriebsstrukturen in Asien weiter ausgebautUm die Bedürfnisse der Kunden in Asien besser bedienen zu können und die Marktbearbeitung zu intensivieren, sind seit März 2013 fünf neue Teams in der Region tätig. Sie betreuen von den Standorten Singapur, Mumbai, Indien, Jincheon, Südkorea und Shanghai, China, aus die jeweiligen Kunden vor Ort. Alle Teams nutzen neben den örtlichen Vertriebsstrukturen auch die technischen Kompetenzzentren in ihrer jeweiligen Region. Dort werden Produkte an lokale Rohstoffe und Anforderungsprofile der Kunden angepasst. Zum 31. Dezember 2013 waren im Geschäftsbereich WACKER SILICONES 4.109 Mitarbeiter beschäftigt (31. Dezember 2012: 3.960). Segmentdaten WACKER SILICONESscroll
WACKER POLYMERSDer Umsatz im Geschäftsbereich WACKER POLYMERS ist im Geschäftsjahr 2013 leicht zurückgegangen. Er verringerte sich um 2,4 Prozent auf 978,7 Mio. € (2012: 1,0 Mrd. €). Verantwortlich für diesen Rückgang war das schwächere Dispersionsgeschäft. Gestiegenen Absatzmengen im Dispersionspulvergeschäft standen niedrigere Durchschnittspreise und negative Währungseffekte entgegen. Die Rohstoffkosten waren etwas niedriger als im Vorjahr. Vor allem in der Verpackungsindustrie hat sich die Substitution durch VAE-Dispersionen nicht so positiv entwickelt wie im Jahr 2012. Der Umsatz in den einzelnen Regionen hat sich differenziert entwickelt. In Deutschland, Europa und in Amerika verzeichnete WACKER POLYMERS Umsatzrückgänge. In Asien ist der Umsatz dagegen um mehr als zehn Prozent gestiegen. Den größten Zuwachs verzeichneten wir dabei in Indien mit fast 30 Prozent. Das EBITDA blieb mit 147,8 Mio. € konstant (2012: 147,4 Mio. €). Die EBITDA-Marge ist auf 15,1 Prozent (2012: 14,7 Prozent) gestiegen. Inbetriebnahme neuer ProduktionsanlagenDie Investitionen sind im Vergleich zum Vorjahr auf 36,8 Mio. € (2012: 58,8 Mio. €) zurückgegangen. Der größte Teil der Investitionen ging in die Ausbauprojekte in Calvert City, USA, und im chinesischen Nanjing. In Nanjing nahm im April eine neue Produktionsanlage für VAE-Dispersionen mit 60.000 Tonnen die Produktion auf. WACKER POLYMERS verfügt in China jetzt über Produktionskapazitäten von 120.000 Jahrestonnen. Außerdem wurde am Produktionsstandort Calvert City, USA, die Kapazität unserer Anlagen um 30.000 Tonnen erhöht. Die Zahl der Mitarbeiter des Geschäftsbereichs hat sich zum 31. Dezember 2013 mit 1.377 leicht erhöht (31. Dezember 2012: 1.365). Segmentdaten WACKER POLYMERSscroll
WACKER BIOSOLUTIONSEinen leichten Umsatzanstieg konnte der Geschäftsbereich WACKER BIOSOLUTIONS im Jahr 2013 verzeichnen. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent auf 158,4 Mio. € (2012: 157,6 Mio. €) zu. Dafür verantwortlich waren gestiegene Absatzmengen. Negative Währungseffekte und niedrigere Preise haben das Umsatzwachstum gebremst. Während in Europa und Asien das Geschäft zulegen konnte, sind die Umsätze in Deutschland und in Amerika zurückgegangen. Größter Umsatzträger ist Europa mit einem Anteil von mehr als 40 Prozent. Das EBITDA lag im Geschäftsjahr 2013 mit 23,6 Mio. € (2012: 24,5 Mio. €) leicht unter dem Vorjahr. Die EBITDA-Entwicklung wurde vor allem durch negative Währungseffekte belastet. Die EBITDA-Marge liegt mit 14,9 Prozent (2012: 15,5 Prozent) etwas unter Vorjahr. Investitionen gegenüber Vorjahr verringertDie Investitionen haben sich gegenüber dem Vorjahr verringert. Sie beliefen sich auf 10,2 Mio. € (2012: 19,3 Mio. €). Der größte Teil davon floss in den Aufbau einer neuen Anlage zur Herstellung von Polyvinylacetatfestharzen, die für die Herstellung von Kaugummirohmasse verwendet werden. Im chinesischen Werk Nanjing errichten wir eine Anlage mit einer Jahreskapazität von 20.000 Jahrestonnen. Der bisherige Produktionsstandort in Wuxi wird aufgegeben. Die neue Anlage soll im Jahr 2014 in Betrieb gehen. Geschäft mit Pharmaproteinen durch Akquisition gestärktIm November 2013 hat die Wacker Biotech GmbH, eine Tochtergesellschaft der Wacker Chemie AG, mit der BioNet Ventures GmbH einen Kaufvertrag zum Erwerb eines Produktionsstandortes zur Herstellung von therapeutischen Proteinen unterzeichnet. WACKER übernimmt im Rahmen der Akquisition die Anlagen der Gesellschaft Scil Proteins Production am Standort Halle einschließlich des Patentportfolios. Scil Proteins verfügt über Fermenter mit einem Fassungsvermögen von bis zu 1.500 Litern. Diese Kapazitäten sind ein wichtiger Schritt, um Kunden nach erfolgreicher Zulassung ihrer Medikamente auch in der Marktversorgungsphase begleiten zu können. Der Kauf wurde zum 02. Januar 2014 vollzogen und die Gesellschaft wird ab dem 1. Quartal 2014 in den WACKER-Konzernabschluss einbezogen. Die Zahl der Mitarbeiter zum 31. Dezember 2013 im Geschäftsbereich WACKER BIOSOLUTIONS ist auf 371 gestiegen (31. Dezember 2012: 357). Segmentdaten WACKER BIOSOLUTIONSscroll
WACKER POLYSILICONMengenwachstum bei niedrigen Preisen prägt Marktumfeld in der PhotovoltaikindustrieDer Umsatz im Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON ist wie erwartet im Geschäftsjahr 2013 zurückgegangen. Er verringerte sich um 18,6 Prozent auf 924,2 Mio. € (2012: 1,14 Mrd. €). Obwohl WACKER POLYSILICON mit 49.000 Tonnen so viel Polysilicium wie noch nie absetzen konnte, blieb der Umsatz auf Grund der im Durchschnitt deutlich niedrigeren Preise für polykristallines Reinstsilicium im Jahr 2013 unter dem Vorjahr. Das Geschäftsjahr 2013 war geprägt vom weiteren Wachstum des Photovoltaikmarktes sowie nach wie vor von Überkapazitäten in allen Wertschöpfungsstufen und von Preisdruck. Die Unsicherheiten im Anti-Dumpingstreit zwischen der EU und China haben vor allem im 3. Quartal zu einer Drosselung der Produktion geführt. Durch die Einigung im Anti-Dumpingstreit hat der Absatz von Polysilicium im 4. Quartal 2013 zugenommen. Bei den Absatzregionen nimmt Asien eine immer bedeutendere Rolle ein. In den Regionen Europa und Amerika sind die Umsätze dagegen weiter rückläufig. Das EBITDA ist um 45,3 Prozent auf 233,9 Mio. € (2012: 427,5 Mio. €) zurückgegangen. Belastet wurde es in erster Linie durch die im Durchschnitt deutlich niedrigeren Preise gegenüber dem Vorjahr. Durch die Auflösung von Verträgen mit Kunden, die sich aus dem Solargeschäft zurückgezogen haben, und aus Schadenersatzleistungen hat der Geschäftsbereich 77,6 Mio. € vereinnahmt. Die EBITDA-Marge belief sich auf 25,3 Prozent (2012: 37,6 Prozent). Investitionen unter VorjahresniveauDie Investitionen von WACKER POLYSILICON sind im Jahr 2013 unter dem Vorjahresniveau geblieben. Das liegt in erster Linie daran, dass wir die Fertigstellung des neuen Polysiliciumstandortes im US-Bundesstaat Tennessee zeitlich gestreckt haben und die Produktion erst im zweiten Halbjahr 2015 aufgenommen werden soll. Die Investitionen verringerten sich um 58,5 Prozent auf 290,0 Mio. € (2012: 698,1 Mio. €). Die Mittel flossen zum größten Teil in den Aufbau des neuen Produktionsstandorts im US-Bundesstaat Tennessee. Die Gesamtkosten für die Fertigstellung des neuen Produktionsstandorts schätzen wir auf rund 2,2 Mrd. US-$. Die Zahl der Beschäftigten hat sich verringert. Sie ist auf 2.102 (31. Dezember 2012: 2.349) gesunken. Segmentdaten WACKER POLYSILICONscroll
SILTRONICUmsatz bleibt hinter dem Vorjahr zurückDie zurückhaltende Nachfrage nach Siliciumwafern und niedrigere Preise führten bei Siltronic zu einem Umsatzrückgang. Der Umsatz verringerte sich um 14,4 Prozent auf 743,0 Mio. € (2012: 867,9 Mio. €). Während das Geschäft mit 300 mm Siliciumwafern im Gesamtjahr leicht zunahm, blieb der Absatz für 200 mm Siliciumwafer auf dem Vorjahresniveau und für noch kleinere Scheibendurchmesser entwickelte sich unser Geschäft erneut schwächer. Regional betrachtet sind die Umsätze in allen Regionen unter dem Vorjahr geblieben. Stärkste Verkaufsregion ist nach wie vor Asien, obwohl auch hier der Umsatz um mehr als zehn Prozent zurückging. Das EBITDA hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 26,5 Mio. € (2012: 0,7 Mio. €) verbessert. Das EBIT hat sich nicht verbessert, weil wir im 4. Quartal eine nicht planmäßige Abschreibung in Höhe von 34,8 Mio. € auf stillgelegte Produktionsanlagen vorgenommen haben. Die Maßnahmen, die Siltronic ergriffen hat, um die Herstellungskosten zu senken und die Auslastung der Produktionsanlagen zu steigern, zeigten hier Wirkung. Negative Preiseffekte haben die EBITDA-Entwicklung gebremst. Die EBITDA-Marge betrug 3,6 Prozent (2012: 0,1 Prozent). Investitionen fallen geringer ausDie Investitionen von Siltronic sind im Jahr 2013 zurückgegangen. Sie beliefen sich auf 30,9 Mio. € (2012: 103,2 Mio. €). Das sind 70 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Mittel wurden vor allem für Investitionen in verbesserte Technologien verwendet. Die Beschäftigtenzahl bei Siltronic ist auf Grund der Strukturmaßnahmen deutlich zurückgegangen. Sie lag zum 31. Dezember 2013 bei 3.746 Mitarbeitern (31. Dezember 2012: 3.978). Segmentdaten SILTRONICscroll
SonstigesDer unter "Sonstiges" ausgewiesene Umsatz belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 192,7 Mio. € (2012: 162,9 Mio. €). Das sind 18,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Das EBITDA aus "Sonstiges" betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 14,7 Mio. € (2012: 6,1 Mio. €). Zum 31. Dezember 2013 waren im Segment "Sonstiges" 4.304 Mitarbeiter beschäftigt (31. Dezember 2012: 4.283). WACKER erfasst in diesem Segment unter anderem die Werkleitungen und die Mitarbeiter der Infrastruktureinheiten seiner Standorte Burghausen und Nünchritz. Umsatzanteile der Geschäftsbereiche vom Umsatz mit Dritten![]() RegionenberichtDas operative Geschäft von WACKER ist stark vom Auslandsgeschäft geprägt. Von den 4,48 Mrd. € Umsatz (2012: 4,63 Mrd. €) im Geschäftsjahr 2013 erwirtschafteten wir 85,5 Prozent im Ausland. Der Umsatzanteil in Deutschland lag bei 14,5 Prozent. Region Asien leicht unter VorjahrDie größte Bedeutung für unsere Geschäfts- und Wachstumspotenziale hat die Region Asien. Der Haupttreiber ist der steigende Lebensstandard in den dortigen Schwellenländern. Mit einem Umsatzanteil von 40,8 Prozent (2012: 40,2 Prozent) war Asien wie im Vorjahr der bedeutendste Absatzmarkt. Der Umsatz belief sich auf 1,83 Mrd. € (2012: 1,86 Mrd. €). Das ist ein leichter Rückgang von 1,9 Prozent. In der Region Greater China (einschließlich Taiwan) ist der Umsatz allerdings gestiegen. Hier erzielte WACKER Umsatzerlöse von 1,07 Mrd. € (2012: 986 Mio. €), 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Zulegen konnte auch das Geschäft von WACKER in Indien. Dort erhöhten sich unsere Umsätze um 11,1 Prozent. In den drei Chemiebereichen WACKER SILICONES und WACKER POLYMERS sowie WACKER BIOSOLUTIONS konnten wir unsere Umsätze in Asien steigern. Der Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON blieb auf dem Niveau des Vorjahres, während der Umsatz der Siltronic zurückging. Außenumsatz am Sitz des Kundenscroll
Region Europa leidet weiter unter der SchuldenkriseIm übrigen Europa, wo WACKER von jeher eine sehr starke Marktposition besitzt, ist der Umsatz auf Grund der Schuldenkrise und der schwachen Konjunktur in vielen EU-Ländern niedriger ausgefallen. Er verringerte sich um 1,5 Prozent auf 1,07 Mrd. € (2012: 1,09 Mrd. €). Der Anteil am Konzernumsatz lag bei 24,0 Prozent (2012: 23,5 Prozent). In Deutschland ging der Umsatz noch stärker zurück. Er sank um 5,7 Prozent auf 647,0 Mio. € (2012: 686,0 Mio. €). Geschäft in Amerika bleibt unter VorjahrDas Geschäft in der Region Amerika ist unter dem Vorjahresniveau geblieben. Der Umsatz verringerte sich um 8,8 Prozent auf 761,0 Mio. € (2012: 834,2 Mio. €). Von dem Umsatzrückgang waren alle Geschäftsbereiche von WACKER betroffen. Der Anteil der Region Amerika am Konzernumsatz belief sich auf 17,0 Prozent (2012: 18,0 Prozent). Sonstige Regionen wachsen weiterWeiter zulegen konnte der Umsatz in den sonstigen Regionen. Er erhöhte sich um 5,6 Prozent auf 171,0 Mio. € (2012: 162,0 Mio. €). Mehr als 35 Prozent davon erzielt WACKER in den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens. Außenumsatz am Sitz der Gesellschaftscroll
VermögenslageDie Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2012 um 2,5 Prozent reduziert. Sie sank zum 31. Dezember 2013 um 160,4 Mio. € auf 6,33 Mrd. € (31. Dezember 2012: 6,49 Mrd. €). Ein wesentlicher Grund dafür sind das geringere Anlagevermögen sowie ein geringeres Working Capital im Vergleich zum Vorjahr. Zum Bilanzstichtag weist WACKER auf Grund von Bewertungseffekten geringere Pensionsrückstellungen aus. Sie haben sich um 156,2 Mio. € verringert. Das im 1. Quartal 2013 aufgenommene Schuldscheindarlehen in den USA hat die Bilanzsumme dagegen um 400 Mio. US-$ erhöht. Das hatte sowohl Einfluss auf die Liquidität als auch auf die Finanzschulden, die jeweils gestiegen sind. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit, die Auszahlung der Dividende und die Tilgung fälliger Bankdarlehen haben die Liquidität gemindert. Effekte aus der Währungsumrechnung verringerten die Bilanzsumme um 104,2 Mio. €. Auf der Passivseite der Bilanz haben sich im Vergleich zu den Vorjahreszahlen wie auch im Vergleich zu den Angaben, die WACKER in den Quartalsabschlüssen des Jahres 2012 und dem Geschäftsbericht 2012 veröffentlicht hat, größere Änderungen ergeben. Durch die Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IAS 19 (revised) "Leistungen an Arbeitnehmer" stiegen die Pensionsrückstellungen deutlich an. Gleichzeitig verringerte sich das Eigenkapital. Im Konzernanhang sind die Änderungen unter "Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" ab S. 212 ausführlich dargestellt. Vermögens- und Kapitalstruktur![]() Bilanzentwicklung AktivaKurz- und langfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte gingen um 148,5 Mio. € auf 4,39 Mrd. € zurück. (31. Dezember 2012: 4,54 Mrd. €). Das ist ein Minus von drei Prozent. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beläuft sich auf 69 Prozent (31. Dezember 2012: 70 Prozent). Die kurzfristigen Vermögenswerte blieben mit 1,95 Mrd. € (31. Dezember 2012: 1,96 Mrd. €) nahezu konstant. Bezogen auf ihren Anteil an der Bilanzsumme liegt der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte bei 31 Prozent (31. Dezember 2012: 30 Prozent). Niedrigeres Anlagevermögen auf Grund von geringeren Investitionen, planmäßige sowie außerplanmäßige Abschreibungen und die hohe lang- und kurzfristige Liquidität haben die Aktivseite der Bilanz im Geschäftsjahr 2013 geprägt. Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und FinanzinvestitionenImmaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 3,81 Mrd. € (31. Dezember 2012: 3,95 Mrd. €). Das Sachanlagevermögen reduzierte sich von Januar bis Dezember 2013 um 138,8 Mio. €. Der Hauptgrund sind niedrigere Investitionen, nachdem WACKER den Zeitplan für den Aufbau des neuen Produktionsstandortes im US-Bundesstaat Tennessee gestreckt hat. Hier investiert der Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON in eine neue Polysiliciumproduktion. Der Konzern investierte im abgelaufenen Geschäftsjahr 501,6 Mio. € (31. Dezember 2012: 975,0 Mio. €) in Sachanlagen. Das sind 49 Prozent weniger als vor einem Jahr. Davon flossen rund 250 Mio. € in das neue Werk im US-Bundesstaat in Tennessee. Weitere Investitionen gingen in die Geschäftsbereiche WACKER SILICONES, WACKER POLYMERS sowie in die Siltronic für den Ausbau ihrer Geschäftstätigkeit. Der größte Teil der Investitionen des WACKER-Konzerns floss ins Ausland. Die planmäßigen Abschreibungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 527,4 Mio. € und überstiegen die Investitionen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat WACKER außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 37,0 Mio. € vorgenommen. Insbesondere Anlagevermögen der Siltronic wurde nicht mehr genutzt. Währungsveränderungen haben den Wert des Anlagevermögens um 70,3 Mio. € gemindert. At equity bewertete BeteiligungenDie at equity bewerteten Beteiligungen verringerten sich von 41,0 Mio. € auf 18,9 Mio. €. Dieser Rückgang von 54 Prozent ergibt sich im Wesentlichen aus Beteiligungsverlusten des Gemeinschaftsunternehmens mit Samsung zur Herstellung von 300 mm Wafern. Langfristige finanzielle Vermögenswerte und WertpapiereDie sonstigen langfristigen Vermögenswerte sind um drei Prozent auf 562,2 Mio. € (31. Dezember 2012: 544,7 Mio. €) angestiegen. Sie enthalten Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen in Höhe von 231,4 Mio. € (31. Dezember 2012: 256,2 Mio. €). Währungsdifferenzen haben die langfristigen finanziellen Vermögenswerte mit 15,8 Mio. € negativ beeinflusst. Die langfristigen Wertpapiere erhöhten sich durch Neuanlagen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr um 59,7 Mio. € auf 120,8 Mio. €. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten weiterhin langfristige derivative Finanzinstrumente, langfristige Steuerforderungen und aktive latente Steuern. Die aktiven latenten Steuern belaufen sich zum 31. Dezember 2013 auf 165,7 Mio. € (31. Dezember 2012: 182,0 Mio. €) und resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen aus den Pensionsrückstellungen. Kurzfristige VermögenswerteDie kurzfristigen Vermögenswerte sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben und beliefen sich auf 1,95 Mrd. € (31. Dezember 2012: 1,96 Mrd. €). Der Vorrats bestand konnte zum Ende 2013 deutlich abgebaut werden. Die Vorräte belaufen sich zum 31. Dezember 2013 auf 616,9 Mio. € (31. Dezember 2012: 712,1 Mio. €). Das ist ein Rückgang von 13 Prozent. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben auf einem konstanten Niveau. Sie beliefen sich zum Ende des Berichtsjahres auf 614,1 Mio. € (31. Dezember 2012: 600,2 Mio. €). Der Anteil von Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an der Bilanzsumme blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant. Er belief sich auf 19 Prozent (31. Dezember 2012: 20 Prozent). Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um elf Prozent auf 714,3 Mio. € (31. Dezember 2012: 644,9 Mio. €). Der wesentliche Bestandteil der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind Wertpapiere sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Der Anteil der kurzfristigen Wertpapiere ging durch Neuanlagen in Wertpapiere mit längerer Laufzeit zurück. Zum Bilanzstichtag wurden 71,9 Mio. € ausgewiesen (31. Dezember 2012: 243,0 Mio. €). Die liquiden Mittel erhöhten sich von 192,6 Mio. € auf 431,8 Mio. € zum Geschäftsjahresende 2013. Der Anstieg resultiert in erster Linie durch den Liquiditätszufluss aus dem aufgenommenen Darlehen von 400 Mio. US-$. Gleichzeitig flossen durch Investitionen, Dividendenzahlungen und Darlehenstilgungen liquide Mittel ab. In den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten sind Ertrags- und Umsatzsteuerforderungen in Höhe von insgesamt 71,6 Mio. €, derivative Finanzinstrumente in Höhe von 19,6 Mio. € und sonstige kurzfristige Forderungen in Höhe von 119,4 Mio. € enthalten. Bilanzentwicklung PassivaKonzerneigenkapital leicht erhöhtDas Konzerneigenkapital hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2012 leicht erhöht. Es stieg um 75,8 Mio. € auf 2,20 Mrd. € (31. Dezember 2012: 2,12 Mrd. €). Damit ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 34,7 Prozent (31. Dezember 2012: 32,7 Prozent). Das Eigenkapital ist durch verschiedene Effekte beeinflusst worden: Die Gewinnrücklagen erhöhten sich durch das Jahresergebnis um 2,6 Mio. €. Gleichzeitig reduzierte die ausgezahlte Dividende die Gewinnrücklagen um 29,8 Mio. €. Die übrigen Eigenkapitalposten führten zu einem Anstieg des Eigenkapitals. Wesentlich beeinflusst wurden diese durch die erfolgsneutrale Anpassung der Pensionsrückstellungen. WACKER hat seit Jahresbeginn die Bilanzierungs- und Bewertungsmethode der Pensionsrückstellungen auf die neuen Regelungen des IAS 19 (revised) umgestellt. Die zum Jahresende durchgeführte neue Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne führte zu niedrigeren versicherungsmathematischen Verlusten. Veränderungen aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen führten im Geschäftsjahr zu einem Anstieg des Eigenkapitals um 152,8 Mio. €. Marktwerterhöhungen aus derivativen Finanzinstrumenten haben das Eigenkapital ebenfalls um 8,0 Mio. € erhöht. Dagegen haben negative Effekte aus der Währungsumrechnung das Eigenkapital um 54,7 Mio. € verringert. SchuldenDie Schulden des WACKER-Konzerns sind im Jahresvergleich um 236,2 Mio. € zurückgegangen. Sie beliefen sich auf 4,14 Mrd. € (31. Dezember 2012: 4,37 Mrd. €). Ihr Anteil an der Bilanzsumme liegt bei 65 Prozent (31. Dezember 2012: 67 Prozent). Langfristige SchuldenDie langfristigen Schulden belaufen sich zum 31. Dezember 2013 auf 3,08 Mrd. €. Das ist ein Rückgang von 4 Prozent (31. Dezember 2012: 3,21 Mrd. €). Ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt unverändert 49 Prozent (31. Dezember 2012: 49 Prozent). Die Pensionsrückstellungen gingen um 156,2 Mio. € zurück. Der wesentliche Grund dafür ist der für die Neubewertung verwendete Diskontierungszinssatz, der sich im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2012 von 3,5 Prozent auf 3,8 Prozent erhöht hat. Die Pensionsrückstellungen belaufen sich zum 31. Dezember 2013 auf 1,08 Mrd. € (31. Dezember 2012: 1,24 Mrd. €). Das sind 17 Prozent der Bilanzsumme. Die sonstigen langfristigen Rückstellungen sind leicht gesunken, weil Rückstellungen für Altersteilzeit abgebaut wurden. Erhöht haben sich die langfristigen Finanzschulden. Sie stiegen um 288,9 Mio. € auf 1,25 Mrd. € (31. Dezember 2012: 958,5 Mio. €). Das ist ein Plus von 30 Prozent. Der Anteil der langfristigen Finanzschulden an der Bilanzsumme beträgt 20 Prozent (31. Dezember 2012: 15 Prozent). WACKER hat am 23. April 2013 in den USA eine erstrangige unbesicherte Privatplatzierung mit einem Volumen von 400 Mio. US-$ am Markt begeben. Die Papiere wurden in drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren angeboten. Die Transaktion beinhaltete marktübliche Kreditklauseln. Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten gingen um 252,1 Mio. € auf 567,3 Mio. € zurück (31. Dezember 2012: 819,4 Mio. €). Sie enthalten im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen auf Polysilicium lieferungen in Höhe von 564,4 Mio. €. Umgliederungen in den kurzfristigen Bereich sowie einbehaltene Anzahlungen aus aufgelösten Verträgen sind die Gründe dafür, dass die langfristigen erhaltenen Anzahlungen um 239,0 Mio. € gesunken sind. Kurzfristige SchuldenDie kurzfristigen Schulden gingen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Sie beliefen sich auf 1,06 Mrd. € (31. Dezember 2012: 1,16 Mrd. €). Das ist ein Rückgang von neun Prozent. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beläuft sich auf 17 Prozent (31. Dezember 2012: 18 Prozent). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen um 19 Prozent zurück. Sie beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 309,4 Mio. € (31. Dezember 2012: 379,8 Mio. €). Im Wesentlichen zurückzuführen ist das auf einen Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen für Investitionen. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich um sieben Prozent auf 579,9 Mio. € (31. Dezember 2012: 542,8 Mio. €). Dafür verantwortlich ist wesentlich die Umgliederung von erhaltenen Anzahlungen in den kurzfristigen Bereich. WACKER weist höhere Nettofinanzschulden ausDie kurzfristigen Finanzschulden haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 238,7 Mio. € auf 169,3 Mio. € reduziert. Zurückgezahlte Darlehen und nicht mehr genutzte Kreditlinien zur Finanzierung des Umlaufvermögens sind die Ursachen für diesen Rückgang. Insgesamt sind die Finanzschulden auf rund 1,42 Mrd. € (31. Dezember 2012: 1,20 Mrd. €) angestiegen. Ihr Anteil an der Bilanzsumme belief sich auf 22 Prozent (31. Dezember 2012: 18 Prozent). Die kurzfristige Liquidität (kurzfristige Wertpapiere, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls angestiegen. Sie beläuft sich auf 503,7 Mio. € (31. Dezember 2012: 435,6 Mio. €). Das ist ein Plus von 16 Prozent. Die langfristig angelegten Wertpapiere stiegen von 61,1 Mio. € auf 120,8 Mio. €. Zum 31. Dezember 2013 wies WACKER Nettofinanzschulden (Saldo der Bruttofinanzverschuldung und der langfristigen und kurzfristigen Liquidität) in Höhe von 792,2 Mio. € (31. Dezember 2012: 700,5 Mio. €) aus. Das sind 13 Prozent mehr als am 31. Dezember 2012. Nicht bilanziertes Vermögen und außerbilanzielle FinanzierungsinstrumenteEin bedeutender Vermögenswert, der nicht in der Bilanz erscheint, sind der Markenwert von WACKER und der jeweilige Wert anderer Marken des Konzerns. Bekanntheit und Reputation unserer Marken sehen wir als wesentlichen Einflussfaktor für die Akzeptanz unserer Produkte und Lösungen bei den Kunden. Es gibt aber noch andere erfolgskritische immaterielle Werte, die unser Geschäft positiv beeinflussen. Hierzu zählen gewachsene Kundenbeziehungen und das Vertrauen unserer Kunden in unsere Produkt- und Lösungskompetenz. Ebenso wichtig sind das profunde Know-how und die Erfahrung unserer Mitarbeiter sowie unser langjährig gewachsenes Wissen in Forschung und Entwicklung, im Design unserer Produkte, in Produktions- und Geschäftsprozessen und im Projektmanagement. Insbesondere unsere integrierte Verbundproduktion verschafft uns einen Vorteil gegenüber unseren Wettbewerbern. Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor ist das eigene langjährig gewachsene Vertriebsnetz von WACKER. Das Unternehmen ist in der Lage, das Produkt- und Dienstleistungsangebot von WACKER kundennah zu betreiben. In der Bilanz sind außerdem bestimmte geleaste, gepachtete oder gemietete Güter (Operating Lease), über die im Anhang Nr. 17 berichtet wird, nicht enthalten. Hinzu kommen sonstige selbst geschaffene Güter. WACKER nutzt keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente. Zusammengefasste Bilanzscroll
FinanzlageGrundsätze und Ziele unseres FinanzmanagementsWichtigstes Ziel unseres Finanzmanagements ist, die Finanzkraft von WACKER langfristig zu sichern. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufgabe, den Finanzbedarf des operativen Geschäfts sowie den Finanzbedarf für Investitionen ausreichend zu decken. Das Finanzmanagement bei WACKER umfasst das Kapitalstrukturmanagement, das Cash- und Liquiditätsmanagement und das Management von Marktpreisrisiken (Währung, Zinsen). Das Finanzmanagement ist im Konzern zentral organisiert. Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind in einer konzernweit gültigen Finanzierungsrichtlinie geregelt. Das Kapitalstrukturmanagement gestaltet die Kapitalstruktur des Konzerns und seiner Tochtergesellschaften. Die Kapitalausstattung von Tochtergesellschaften wird nach den Grundsätzen kosten- und risikooptimierter Finanz- und Kapitalausstattung vorgenommen. In diesem Zusammenhang werden Kapitalverkehrsbeschränkungen und sonstige Kapital- und Devisentransferbeschränkungen berücksichtigt. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements werden die Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft und aus Finanzgeschäften in einer rollierenden Planung erfasst. Die entstehenden Liquiditätsbedarfe deckt WACKER mittels geeigneter Instrumente wie beispielsweise der internen Konzernfinanzierung durch Ausleihungen oder durch lokale externe Bankdarlehen. Das benötigte Fremdfinanzierungsvolumen erhalten wir über fest zugesagte Kreditlinien in unterschiedlichen Währungen und mit unterschiedlichen Laufzeiten. Liquiditätsüberschüsse legen wir risiko- und renditeoptimiert am Geld- und Kapitalmarkt an. Im Cashmanagement werden Zahlungsmittelbedarfe und -überschüsse zentral ermittelt. WACKER folgt einer bedachten Finanzierungspolitik, die auf ein ausgewogenes Finanzierungsportfolio, ein diversifiziertes Fälligkeitsportfolio und ein komfortables Liquiditätspolster ausgerichtet ist. WACKER geht davon aus, dass über die genannten Finanzierungsinstrumente hinaus bei Bedarf Anleihemärkte und andere Instrumente in Anspruch genommen werden können. Es ist unser Ziel, die finanziellen Strukturen so zu halten, dass die Bonität des Unternehmens mindestens im Investment-Grade-Bereich liegt. Die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns ist die operative Geschäftstätigkeit und die daraus resultierenden Einzahlungen. Im Rahmen unserer Cash-Management-Systeme nutzen wir Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften, um den Finanzbedarf anderer Konzerngesellschaften zu decken. Der zentrale konzerninterne Finanzausgleich verringert das Volumen der benötigten Fremdfinanzierung und unseren Zinsaufwand. Das Management von Marktpreisrisiken hat die Aufgabe, die Auswirkungen von Schwankungen bei Währungen und Zinssätzen auf das Ergebnis des Konzerns zu begrenzen. Hierzu wird zunächst das konzernweite Risikovolumen (Exposure) für die Währungsrisiken ermittelt; auf dieser Basis treffen wir dann Sicherungsentscheidungen. Sie beinhalten das zu sichernde Volumen, den abzusichernden Zeitraum sowie die Wahl der Sicherungsinstrumente. FinanzierungsanalyseEin wesentliches Instrument des Liquiditätsmanagements stellt die Cashflow-Entwicklung des Konzerns dar. Als interne Kennzahl zur Liquiditätsmessung des operativen Geschäfts dient der Netto-Cashflow. Die Kennzahl Nettofinanzschulden als Finanzierungskennzahl bildet zusammen mit den erhaltenen Anzahlungen die Konzernverschuldung ab. Um für die laufenden Investitionsprojekte den finanziellen Spielraum zu erweitern, hat sich WACKER dazu entschieden, seine Finanzierungsstrategie durch langfristige Darlehen zu ergänzen. Netto-CashflowDas langfristige Ziel von WACKER, Investitionen im Wesentlichen aus dem eigenen Cashflow zu finanzieren, hat WACKER im Jahr 2013 erreicht. Der Netto-Cashflow belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 109,7 Mio. € (2012: - 536,2 Mio. €). Er zeigt, dass die langfristigen Investitionen im Wesentlichen durch den operativen Cashflow gedeckt werden. Netto-Cashflowscroll
Der Netto-Cashflow ist definiert als Summe aus dem Cashflow der betrieblichen Geschäftstätigkeit ohne die Veränderungen der erhaltenen Anzahlungen und dem Cashflow aus langfristiger Investitionstätigkeit (ohne Wertpapiere) inklusive Finanzierungsleasing. Netto-Cashflow![]() Die Finanzverbindlichkeiten beliefen sich zum 31. Dezember 2013 auf 1,42 Mrd. € (31. Dezember 2012: 1,20 Mrd. €). Sie sind im Vergleich zum Vorjahr um 219,5 Mio. € gestiegen. WACKER hat am 23. April 2013 in den USA eine erstrangige unbesicherte Privatplatzierung mit einem Volumen von 400 Mio. US-$ am Markt begeben. Die Papiere wurden in drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren angeboten. Die Transaktion beinhaltete marktübliche Kreditklauseln. Mit dieser Transaktion hat WACKER den Ausbau seiner Geschäftstätigkeit in den USA durch Darlehen in der lokalen Währung finanziert und sein Währungsexposure deutlich reduziert. Die Kennzahl Nettofinanzschulden definiert WACKER als den Saldo aus der Brutto-Finanzverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten) und der vorhandenen langfristigen und kurzfristigen Liquidität, bestehend aus Wertpapieren, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Im aktuellen Geschäftsjahr stiegen die Nettofinanzschulden deutlich weniger als im Vorjahr. Der geringere Anstieg von 91,7 Mio. € auf 792,2 Mio. € (31. Dezember 2012: 700,5 Mio. €) ist auf die deutlich geringeren Investitionen im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. WACKER investierte im abgelaufenen Geschäftsjahr 503,7 Mio. €. Das entspricht einer Investitionsquote von elf Prozent (2012: 24 Prozent), gemessen am Konzernumsatz. Neben den im Bericht zur Vermögenslage ausgewiesenen Finanzverbindlichkeiten verfügt WACKER über ausreichende nicht in Anspruch genommene syndizierte Kredite mit einer Laufzeit von über einem Jahr in Höhe von rund 700 Mio. € zum Bilanzstichtag. 2013 hat WACKER einen weiteren Sonderkredit der Europäischen Investitionsbank zur Finanzierung der Forschungs- und Entwicklungsausgaben der Siltronic in Höhe von so Mio. € vertraglich vereinbart. Eine Ziehung erfolgte noch nicht. Außerdem wurden mit chinesischen Banken neue Kreditvereinbarungen zur Refinanzierung von bestehenden Darlehen unterschrieben. Über die bestehenden Kreditlinien haben wir genügend finanziellen Spielraum, das weitere Wachstum des Konzerns sicherzustellen. Außerbilanzielle Finanzierungselemente setzt der Konzern nicht ein. Nettofinanzschulden![]() Entwicklung der Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDer Cashflow mit seinen Bestandteilen bildet die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Berichtsperiode ab. Brutto-CashflowIm Geschäftsjahr betrug der Mittelzufluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (Brutto-Cashflow) 464,0 Mio. € (2012: 363,2 Mio. €). Das ist ein Anstieg von 28 Prozent. Das Jahresergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Es belief sich auf 6,3 Mio. € (2012: 114,7 Mio. €). Es enthielt jedoch viele nicht zahlungswirksame Aufwendungen. Die Abschreibungen in Höhe von 564,4 Mio. € und die Veränderung der Rückstellungen in Höhe von 47,3 Mio. € erhöhten den Brutto-Cashflow. Der Rückgang des Umlaufvermögens (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus operativen Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte) wirkte sich mit 81,7 Mio. € positiv aus. Die erhaltenen Anzahlungen insbesondere für Polysiliciumlieferungen veränderten sich im Zeitraum von Januar bis Dezember erwartungsgemäß um - 200,9 Mio. € (2012: -154,4 Mio. €) auf Grund der erfolgten Lieferungen und einbehaltener Vorauszahlungen aus aufgelösten Verträgen. Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (Brutto-Cashflow)![]() Cashflow aus InvestitionstätigkeitDer Cashflow aus langfristiger Investitionstätigkeit wird durch die Investitionsprojekte des Konzerns geprägt. Durch die Streckung des Projektes zum Aufbau des Produktionsstandortes im US-Bundesstaat Tennessee ging der Cashflow aus langfristiger Investitionstätigkeit von 1,05 Mrd. € im Vorjahr auf 555,2 Mio. € im Jahr 2013 zurück. Die Investitionen wurden im Wesentlichen in Sachanlagen getätigt. Auch im Jahr 2013 flossen rund 50 Prozent des Investitionsvolumens in den Aufbau des neuen Produktionsstandortes in den USA. Cashflow aus langfristiger Investitionstätigkeit vor Wertpapieren![]() Im Geschäftsjahr wurden Ein- und Auszahlungen aus Wertpapieren mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten dem Cashflow aus Investitionstätigkeit zugeordnet. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beläuft sich insgesamt auf 449,5 Mio. € (2012: 970,4 Mio. €). In Summe führten fällige Wertpapiere im Berichtszeitraum zu einem Zahlungseingang. Cashflow aus FinanzierungstätigkeitIm Geschäftsjahr 2013 betrug der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 227,6 Mio. € (2012: 326,6 Mio. €). Er zeigt im Wesentlichen den Mittelzufluss der neu aufgelegten Privatplatzierung von 400 Mio. US-$. Außerdem wurden Bankschulden in Höhe von 124,7 Mio. € getilgt. Die Dividendenzahlung der Wacker Chemie AG im 2. Quartal 2013 führte zu einem Mittelabfluss in Höhe von 29,8 Mio. €. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 239,2 Mio. € zu. Sie belaufen sich auf 431,8 Mio. € (2012: 192,6 Mio. €). Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmittelaquivalente![]() Vorschlag zur GewinnverwendungDie Wacker Chemie AG weist für das Jahr 2013 nach handelsrechtlichen Vorschriften einen Bilanzgewinn von 636,1 Mio. € aus. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine Dividende von 0,50 € je Aktie vor. Bezogen auf die am 31. Dezember 2013 dividendenberechtigten Aktien entspricht die Bardividende einer Ausschüttungssumme von 24,8 Mio. €. Bezogen auf den durchschnittlichen Börsenkurs der WACKER-Aktie im Jahr 2013 ergibt sich eine Dividendenrendite von 0,8 Prozent. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, den verbleibenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. RatingWACKER verfügt über ausreichende Kreditlinien bei Banken und nimmt geratete Finanzierungsinstrumente wie Anleihen und Commercial Papers nicht in Anspruch. Aus diesem Grund hat WACKER bisher kein Kreditrating veröffentlicht. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns durch den VorstandStabile Umsätze in den drei Chemiebereichen, anhaltender Preisdruck bei Siliciumwafern sowie niedrige Preise im Polysiliciumgeschäft haben den Geschäftsverlauf von WACKER im Geschäftsjahr 2013 geprägt. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung wurde in erster Linie durch schwächere Preise bei Siliciumwafern gebremst und durch die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Preise im Polysiliciumgeschäft. Insgesamt haben Preiseffekte den Konzernumsatz um 366 Mio. € gemindert. Die Preise für Polysilicium bewegten sich fast das ganze Jahr über auf dem schwachen Niveau zum Ende des 4. Quartals 2012, sind allerdings nicht weiter gefallen. Positiv entwickelt haben sich die Absatzmengen, die der Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON deutlich steigern konnte. Die Einigung zwischen der Europäischen Union und China im Solarstreit hat den Markt im zweiten Halbjahr belebt, sodass unsere Produktion voll ausgelastet war. Das Geschäft der Siltronic litt unter dem schwachen Markt für Halbleiter, rückläufigen Preisen sowie unter negativen Währungseinflüssen. Die Abwertung des Yen hat unsere japanischen Wettbewerber begünstigt. Trotzdem ist es uns gelungen, durch Produktivitäts- und Kostenmaßnahmen das EBITDA der Siltronic zu verbessern. In den Chemiebereichen verzeichneten wir zwar Mengenzuwächse, aber Preisdruck bei Standardprodukten und negative Währungseinflüsse haben die Umsatzentwicklung beeinträchtigt. Der Geschäftsbereich WACKER SILICONES konnte Marktanteile gewinnen und ist jetzt weltweit auf Platz zwei im Siliconegeschäft. Unsere Umsatzerwartung von rund 4,6 Mrd. € haben wir mit der Veröffentlichung des Berichts zum 2. Quartal auf 4,5 Mrd. € leicht nach unten korrigiert. Unsere Prognose beim EBITDA blieb unverändert. Bezogen auf den Umsatz ist der Personalaufwand auf Grund von Kostenmaßnahmen geringer ausgefallen. Unter unserer Zielvorgabe blieben die Energiekosten. Die Rohstoffkosten verzeichneten eine flache Preisentwicklung und lagen ebenfalls unter unserem Zielwert. Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr und gegenüber unserer Zielvorgabe gestiegen. Unsere Investitionen haben sich wie angekündigt mehr als halbiert und beliefen sich auf 503,7 Mio. €. Der Rückgang der Investitionen und ein striktes Management unserer Vorräte haben die Verschuldung nicht so stark steigen lassen wie zu Beginn des Jahres 2013 prognostiziert. Die Nettofinanzschulden belaufen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 792,2 Mio. € und liegen damit deutlich unter einer Mrd. €. Besser als erwartet hat sich auch der Netto-Cashflow entwickelt. Auch hier wirkten sich der Rückgang unserer Investitionen und das Vorratsmanagement positiv aus. Das Eigenkapital ist nahezu unverändert und liegt mit einer Eigenkapitalquote von 34,7 Prozent auf einem hohen Niveau. NachtragsberichtDie Siltronic Holding International B.V. (NL), eine 100-prozentige Tochter der Siltronic AG, hat im Januar 2014 mit Samsung Electronics vereinbart, die Mehrheit am Gemeinschaftsunternehmen Siltronic Samsung Wafer Pte. Ltd. zu übernehmen. Bis zum Zeitpunkt der Mehrheitsübernahme hielten Siltronic und Samsung Electronics Co. Ltd. jeweils 50 Prozent der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen. Siltronic hat im Rahmen einer Kapitalerhöhung neue Anteile gezeichnet und hält jetzt 78 Prozent an dem Unternehmen. Der Anteil von Samsung geht dadurch auf 22 Prozent zurück. Gleichzeitig wurde die verbleibende Projektfinanzierung des Gemeinschaftsunternehmens von rund 210 Mio. € getilgt. Siltronic wendet hierfür insgesamt rund 150 Mio. € auf, die die Nettofinanzschulden des WACKER-Konzerns im Geschäftsjahr 2014 erhöhen werden. Das Gemeinschaftsunternehmen firmiert dann unter dem Namen Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd. Mit der Übernahme der Beherrschung im Januar 2014 wird Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd. im WACKER-Konzern vollkonsolidiert. Dadurch erhöht sich das EBITDA der Siltronic im Geschäftsjahr 2014. Ebenfalls im Januar 2014 hat WACKER die Vertrags- und Lieferbeziehungen mit einem seiner Kunden für Solarsilicium neu geregelt. WACKER wird diesen Kunden weiter mit hochreinem Polysilicium für die Herstellung von Solarzellen beliefern, jedoch zu besseren Konditionen als bisher. Liefermengen und Preise wurden angepasst. Auf Grund dieser neuen Vereinbarung ergeben sich für WACKER im Abschluss zum 1. Quartal 2014 Sondererträge aus einbehaltenen Vorauszahlungen und Schadenersatzleistungen, die das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Konzerns um rund 115 Mio. € erhöhen. Seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 haben sich keine wesentlichen grundsätzlichen Veränderungen des Wirtschafts- und Geschäftsumfeldes ergeben, in dem wir tätig sind. Die rechtliche Unternehmensstruktur wie auch die Organisationsstruktur blieben in den ersten Wochen des Jahres 2014 unverändert. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren und weitere InformationenIn diesem Abschnitt liefern wir weitere Informationen über unsere nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die nicht der Steuerung des Unternehmens dienen, aber für die weitere erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens eine wichtige Rolle spielen. Forschung und EntwicklungMit seiner Forschung und Entwicklung verfolgt WACKER drei Ziele:
Ausgaben für Forschung und Entwicklungscroll
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F & E) betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 173,8 Mio. € (2012: 173,7 Mio. €). Die F & E-Quote - das Verhältnis der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zum Konzernumsatz - liegt mit 3,9 Prozent leicht über dem Vorjahr (2012: 3,8 Prozent). Anteil Neuproduktrate (NPR)1![]()
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Umsatzanteil der in den vergangenen fünf Jahren
eingeführten Produkte Aus Lizenzvergaben erhielten wir im Jahr 2013 rund 7,3 Mio. € (2012: 7,1 Mio. €). Die Zahl der von uns gehaltenen Patente und Patentanmeldungen ist ein Spiegelbild unserer Innovationskraft. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir 123 Erfindungen zum Patent angemeldet (2012: 119). Unser Patentportfolio umfasst derzeit weltweit rund 5.500 aktive Patente sowie 2.400 laufende Patentanmeldungen. Einnahmen aus Lizenzvergaben![]() Im Jahr 2013 investierte WACKER 5,9 Mio. € in F & E-Einrichtungen (2012: 8,9 Mio. €). Die Zahl liegt unter der des Vorjahres, da größere Investitionen in neue Laborgebäude (Gesamtinvestition von 30 Mio. €) aus dem Jahr 2012 nun mit deren Inbetriebnahme abgeschlossen sind. Im Jahr 2013 haben wir unter anderem neue Versuchsanlagen aufgebaut, mit denen wir Projektergebnisse aus dem Labormaßstab in den Produktionsmaßstab hochfahren oder Simulationsergebnisse bestätigen. Beispiele dafür sind die Polysiliciumabscheidung und -konvertierung sowie elektroaktive Siliconfolien. Im Forschungsbereich Biologics haben wir die Analytik zur schnelleren Analyse der Versuchsergebnisse automatisiert. In der Polymerforschung haben wir neue analytische Methoden eingeführt. Wir haben Laboranlagen für die Siliconforschung errichtet, um Basisprozesse in der Methylchlorsilan (MCS)-Synthese zu untersuchen. Der Zentralbereich Forschung und Entwicklung hat Laboranlagen aufgebaut, um nanostrukturiertes Silicium für Lithium-Ionen-Batterien herzustellen. Investitionen in Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen![]() Struktur der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen![]() Ein Großteil unserer F & E-Kosten in Höhe von 173,8 Mio. € (2012: 173,7 Mio. €) entfiel auf die Entwicklung neuer Produkte und Produktionsverfahren. Unsere Wissenschaftler arbeiten derzeit an rund 260 Projekten auf mehr als 40 Technologieplattformen. Über ein Viertel dieser Themen betrifft strategische Schlüsselprojekte, für die wir im Berichtsjahr 50 Prozent der angefallenen Projektkosten von insgesamt 69 Mio. € aufgewendet haben. Die Zukunftsfelder, in denen WACKER tätig ist, sind unter anderem Energie, Elektronik, Automobil und Bau, Produkte für Haushalt und Körperpflege sowie Nahrungsmittel und Biotechnologie. Im Jahr 2013 haben wir die Initiative New Solutions gestartet. Das Ziel ist, technisch und kommerziell überlegene Lösungen für neue Anwendungen rasch zu entwickeln. Die Kompetenzen werden konzernweit bereichsübergreifend gebündelt und bedarfsgerecht eingesetzt. Erste Projekte haben wir im 4. Quartal 2013 initiiert. F & E-Know-how von Dritten haben wir im Jahr 2013 mit Ausgaben von rund 170.000 € (2012: 250.000 €) nur in geringem Umfang erworben. Diese Ausgaben verteilen sich auf vier Lizenzgeber, wobei wir drei Viertel des Betrags in eine Know-how-Lizenz für 130.000 € investiert haben. Einige unserer im Jahr 2013 laufenden Forschungsprojekte wurden durch Zuwendungen von öffentlicher Hand gefördert. Beispiele:
Unsere Geschäftsbereiche und die Zentrale Forschung haben im Jahr 2013 für weitere sechs Projekte bei öffentlichen Förderstellen Anträge eingereicht, über die noch entschieden wird. Wir koordinieren unsere extern geförderten Forschungsprojekte in unserer Stelle für Fördermanagement, die mögliche Programme evaluiert, unsere Vorhaben anmeldet und sich mit dem Förderträger austauscht. Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf zwei EbenenWACKER forscht und entwickelt auf zwei Ebenen: im Zentralbereich Forschung und Entwicklung sowie dezentral in den Geschäftsbereichen. Der Zentralbereich koordiniert diese Arbeiten unternehmensweit und bindet andere Bereiche ein, beispielsweise die Ingenieurtechnik bei der Prozessentwicklung. Das Portfolio unserer Forschungs- und Entwicklungsprojekte stellen wir in einem Portfoliomanagementprozess konzernweit transparent dar. Unser Projekt System Innovation (PSI), mit dem wir unser Innovationsportfolio steuern und Projektmanagement betreiben, haben wir im Jahr 2013 weiter optimiert. So prüfen wir z. B., wie wir das im Nachhaltigkeitsmanagement entwickelte WACKER® Eco Assessment Tool bei Innovationsprojekten nutzen können. Damit bewerten wir bei der Erforschung neuer Produkte systematisch den Einsatz von Material, Energie und Wasser sowie die Ökotoxizität über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Die Technische Universität Berlin hat unser Projekt- und Portfoliomanagement in ihrer Multiprojektmanagement-Benchmarking-Studie im Jahr 2013 erneut der Gruppe der Top-Performer zugeordnet. Strategische Zusammenarbeit mit Kunden und ForschungseinrichtungenUnsere Geschäftsbereiche betreiben eine anwendungsnahe Forschung und Entwicklung. Sie konzentrieren sich auf Produkt- und Prozessinnovationen in der Halbleitertechnologie, Silicon- und Polymerchemie, Biotechnologie sowie auf neue Verfahren zur Herstellung von polykristallinem Silicium. Um schneller und effizienter Forschungserfolge zu erzielen, kooperieren wir mit Kunden, wissenschaftlichen Instituten und Universitäten. Im Jahr 2013 arbeitete WACKER bei 50 Forschungsvorhaben mit mehr als 40 internationalen Forschungseinrichtungen auf drei Kontinenten zusammen. Die Themen unserer Kooperationen sind unter anderem Stromspeicherung, Biotechnologie, Prozesssimulation sowie Materialforschung zur regenerativen Energiegewinnung. Ein Projektbeispiel: Die Zentrale Forschung arbeitet bei der Aufreinigung und anschließenden Methanisierung von CO2 mit der Technischen Universität München und der Fraunhofer-Gesellschaft zusammen. WACKER hat weltweit ein Netz von 22 technischen Kompetenzzentren geknüpft. Sie sind Bindeglieder zwischen Vertriebsniederlassungen und lokalen Produktionsstätten. In diesen Zentren passen Spezialisten Produkte an regionale Besonderheiten an, zum Beispiel an klimatische Bedingungen, länderspezifische Normen und lokale Rohstoffe. Sie entwickeln Formulierungen für neue Produkte der Kunden oder optimieren bestehende Rezepturen. Forschungsarbeit bei WACKERDie zentrale Konzernforschung hat die Aufgabe, wissenschaftliche Zusammenhänge zu erforschen, um neue Produkte und Prozesse effizient zu entwickeln. Eine weitere Aufgabe ist es, neue Geschäftsfelder, die zu den Kernkompetenzen des Konzerns passen, zu erschließen und aufzubauen. Organisation von Forschung und Entwicklung![]() In der Forschung und Entwicklung waren im Jahr 2013 bei WACKER 987 Mitarbeiter beschäftigt. Dies sind 6,2 Prozent der Mitarbeiter im Konzern. Unsere Wissenschaftler und Ingenieure erforschen wissenschaftliche Grundlagen, entwickeln neue Produkte und Prozesse und verbessern bestehende Verfahren. Unsere Laboranten und Techniker in der Forschung und Entwicklung, in der Anwendungstechnik und Betriebsunterstützung arbeiten in unseren Labors, Produktions- und Pilotanlagen oder vor Ort in den Anlagen der Kunden. Unser sonstiges F & E-Personal baut unter anderem in den Werkstätten Forschungsequipment oder arbeitet in der Verwaltung, z. B. als Marktforscher oder Trendanalyst. Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung zum 31. Dezember 2013scroll
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Verhältnis Mitarbeiter F & E zu Mitarbeiter
Konzern gesamt Alexander Wacker InnovationspreisDie Wacker Chemie AG hat ein Projektteam der Siltronic AG mit dem "Alexander Wacker Innovationspreis" ausgezeichnet. Das Team hat einen Prozess entwickelt, um Siliciumwafer für Hochleistungs-Bauelemente herzustellen. Dieser granulare Float-Zone-Prozess eröffnet technologische Perspektiven für den Markt spezieller Performance-Wafer. Der nach dem Unternehmensgründer benannte und mit 10.000 € dotierte "Alexander Wacker Innovationspreis" wird seit dem Jahr 2005 abwechselnd in den Kategorien Produktinnovation, Prozessinnovation und Grundlagenforschung verliehen. Siltronic Inventor AwardMit dem Inventor Award zeichnet die Siltronic AG Mitarbeiter aus, die technologische Innovationen hervorgebracht haben. Im Jahr 2013 wurde der Preis in den beiden jeweils mit 10.000 € dotierten Kategorien "Wichtigste Erfindung" und "Bester Erfinder" vergeben. Die beiden Preisträger haben mit ihren Projekten in der CMP-Reinigung (chemisch-mechanisches Polieren) und in der Badreinigungsanlage Prozesse der abschließenden Waferbearbeitung optimiert. Ausgewählte Forschungsthemen des Zentralbereichs Forschung und EntwicklungBeim Thema Energie haben wir uns weiter mit dem Speichern von Strom und der Energiewandlung befasst. Wir beschäftigen uns mit Materialien für Lithium-Ionen-Batterien, um diesen Batterietyp für den Einsatz in Konsumgütern und Autos weiterzuentwickeln. Einen weiteren Schwerpunkt setzen wir auf den Leichtbau, durch den mit leichteren Bauelementen -z. B. für die Fahrzeug- und Luftfahrtindustrie - Rohstoffe und Energie eingespart werden können. Wir entwickeln hierzu Bausteine für Verbundwerkstoffe (Composites). Wir haben nanoskalige Siliciumstrukturen hergestellt und mit neu entwickelten Bindemitteln in Rezepturen für Anoden von Lithium-Ionen-Batterien eingebaut. Mit diesen Anoden haben wir in Tests eine gute Zyklenbeständigkeit bei der Be- und Entladung der Batterien erzielt: Sie haben im Vergleich zu handelsüblichen Anoden eine deutlich erhöhte spezifische Kapazität. Neue Additive entwickeln wir auch im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt SafeBatt, um die Sicherheit von Lithium-Ionen-Batterien zu erhöhen. Ausgewählte Forschungsprojekte aus unseren GeschäftsbereichenWACKER SILICONES hat neue Siliconkautschuk-Schäume für die Medizintechnik sowie für Polsterungen auf den Markt gebracht. Wir haben hochtransparente Flüssigsilicone für Beleuchtungen weiterentwickelt und unsere Additive für Kosmetikprodukte verbessert. Im Berichtszeitraum haben wir auch an Entschäumern als Prozesshilfsmittel für Industrieanwendungen geforscht. WACKER POLYMERS legte seinen Forschungsschwerpunkt im Berichtsjahr auf Polymere, die das Formulieren emissionsarmer Endprodukte ermöglichen und damit strengste Umweltsiegel erreichen. Zudem haben wir unsere Produkte im Bereich Brandschutz sowie zur sicheren Ausgestaltung von Fahrbahnbelägen weiterentwickelt. Für unsere VAE-Technologie (Vinylacetat-Ethylen-Copolymer) haben wir an neuen Produkten für regional unterschiedliche Kundenbedürfnisse gearbeitet. Ein Beispiel sind hochleistungsfähige Bindemittel, die dazu beitragen, dass unsere Kunden auf den asiatischen Märkten ihre Produktionskosten senken können. Wir haben unsere Produktionsverfahren für Dispersionen und Dispersionspulver verbessert und neue Technologien für polymermodifizierte zementäre Trockenmörtel entwickelt. In der Produktfamilie VINNEX® hat WACKER ein Bindemittelsystem für Biokunststoffe weiterentwickelt. Damit lassen sich Polymere aus nachwachsenden Rohstoffen wie handelsübliche Thermoplaste verarbeiten. Das System verbessert die physikalischen Eigenschaften der Biokunststoffe und macht die Materialien untereinander kompatibel. Diese Polymerblends sind schlagzäher, schmelzstabiler oder flexibler als herkömmliche Biopolymere. Mit VINNEX® formulierte Blends lassen sich beispielsweise zu Verpackungsmaterialien für Nahrungsmittel, zu Einwegbesteck, Elektrogerätebauteilen und selbstzersetzenden Garten- und Agrargefäßen verarbeiten. Wacker Biotech und XL-protein GmbH haben mit Hilfe der WACKER-Sekretionstechnologie ESETEX® und der PASylation® von XL-protein gezeigt, dass Antikörperfragmente mit deutlich verbesserte Wirkdauer effizient hergestellt werden können. Wir haben dazu eine effiziente bakterielle Zelllinie entwickelt und das PASylierte Antikörperfragment mit hoher Ausbeute produziert. Es wird als Arzneimittel gegen Autoimmunerkrankungen geprüft. Mit Metheresis Translational Research hat Wacker Biotech auf Basis von ESETEX® eine Zelllinie zur Herstellung eines Antiköperfragments für ein Krebsmedikament entwickelt. Die Wacker Biotech GmbH erwarb zu Beginn des Jahres 2014 von der BioNet Ventures GmbH einen Produktionsstandort zur Herstellung von therapeutischen Proteinen sowie das dazugehörige Geschäft: WACKER übernahm die Anlagen der Gesellschaft Scil Proteins Production am Standort Halle einschließlich des Patentportfolios. Eine wichtige Ergänzung des Know-hows von WACKER als Vollserviceanbieter für die mikrobielle Herstellung von Pharmaproteinen ist die Expertise von Scil Proteins Production bei der Rückfaltung von Proteinen. Das so genannte Refolding ist für Proteine, die in Bakterienzellen nicht in aktiver Form herstellbar sind, ein wesentlicher Schritt im Produktionsprozess, um die gewünschten Wirkeigenschaften zu erhalten. Die Akquisition ist ein entscheidender Schritt, unsere Kunden nach erfolgreicher Zulassung ihrer Medikamente auch in der Marktversorgungsphase begleiten zu können. Um die Energiebilanz von Solarzellen zu verbessern und unsere Kosten zu verringern, arbeiten wir bei der Herstellung von Polysilicium daran, den Energieverbrauch weiter zu senken. WACKER POLYSILICON hat die Abläufe in seinem geschlossenen Produktionskreislauf weiter optimiert. So haben wir den Energieverbrauch in der Abscheidung und Konvertierung erneut gesenkt. Die Leistungsfähigkeit von Halbleiterbauteilen verdoppelt sich etwa alle zwei Jahre. Ein Schlüsselparameter für die Leistungssteigerung sind Strukturbreiten auf dem Siliciumwafer - sie sind die Basis dafür, wie viele Transistoren pro Quadratzentimeter auf einem Bauteil untergebracht werden können. Die gängigen Strukturbreiten in der Halbleiterindustrie sind gegenwärtig 22 und 16 Nanometer (nm). In den kommenden Jahren werden sie auf elf und dann auf acht nm zurückgehen. Wir entwickeln derzeit Verfahren zur Produktion von 300 mm Wafern, die für elf und acht Nanometer Design Rules (Strukturbreite von Elektronikchips) genutzt werden. Erste elf nm Produkte von Siltronic sind in den Freigabeprozessen bei den Kunden. Wir haben die Technologie für acht nm Wafer evaluiert und erste Versuchsprodukte hergestellt. Wissenstransfer vor OrtUnter dem Namen WACKER ACADEMY bieten wir Foren zum branchenspezifischen Wissenstransfer zwischen Kunden, Vertriebspartnern und WACKER-Experten. Im Fokus stehen industriespezifische Trainings, die neben der Polymerchemie auch Siliconanwendungen abdecken, zum Beispiel für die Kosmetik- und Farbenbranche. Die Nähe zu den Entwicklungs- und Testlabors fördert den Austausch und ermöglicht den Teilnehmern Praxistests vor Ort. Wir arbeiten mit firmeneigenen Forschungsstätten, aber auch mit Universitäten und Instituten zusammen, um unser Seminarangebot auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft zu halten. WACKER legt großen Wert darauf, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und engen Kontakt zu den Hochschulen zu halten. Im Jahr 2013 haben wir 120 Abschlussarbeiten und Praktika mit Studenten an über 50 internationalen Hochschulen betreut. Zusätzlich haben wir im siebten Jahr nach Gründung des Instituts für Siliciumchemie an der Technischen Universität München 16 Stipendiaten gefördert (seit Gründung des Instituts waren es insgesamt so Studenten). Sieben unserer Stipendiaten haben im Jahr 2013 ihre Dissertation abgeschlossen (insgesamt gab es am Institut bislang 29 Dissertationen). Im Jahr 2013 haben zwei Absolventen ihren Berufseinstieg in die Forschung und Entwicklung von WACKER gefunden. Wichtigste Produkteinführungen 2013scroll
MitarbeiterMitarbeiterzahl leicht gesunkenDie Zahl der Mitarbeiter bei WACKER hat sich im Geschäftsjahr 2013 geringfügig verringert. Zum Bilanzstichtag (31. Dezember 2013) waren weltweit 16.009 Mitarbeiter (31. Dezember 2012: 16.292 Mitarbeiter) beschäftigt. Das sind 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Wesentlicher Grund für den Rückgang war Zurückhaltung bei der Besetzung freier Stellen. Am deutschen Standort Burghausen hat Siltronic die im Jahr 2012 begonnene Stellenreduzierung in der Fertigung von 150 Millimeter Wafern fortgeführt. Bis zum 31. Dezember 2013 fielen weitere 50 Arbeitsplätze weg. Sie wurden ohne betriebsbedingte Kündigungen abgebaut, vor allem durch Arbeitsplatzangebote in anderen Konzerneinheiten, Altersteilzeitregelungen und über natürliche Fluktuation. Mit der Strukturmaßnahme passte Siltronic die Produktion dem niedrigeren Nachfrageniveau an. In der Herstellung von 300 Millimeter Wafern haben wir im Jahr 2013 die Organisation neu aufgestellt. Dabei haben wir die Strukturen der beiden Standorte Burghausen und Freiberg zu einer deutschlandweiten Struktur zusammengefasst. Bis Ende des Jahres 2013 wurden so 50 Arbeitsplätze durch Versetzungen im Konzern, Altersteilzeit und freiwillige Abfindungsangebote abgebaut. WACKER hat die Anfang Oktober 2012 eingeführte Kurzarbeit in der Polysiliciumproduktion am Standort Burghausen im Februar 2013 aufgehoben. Der Konzern reagierte damit auf die steigende Nachfrage seiner Kunden aus der Solarbranche. Anzahl Mitarbeiter zum Stichtag 31. Dezember 2013scroll
In Deutschland arbeiten 12.322 Mitarbeiter (77,0 Prozent) von WACKER; 3.687 Mitarbeiter (23,0 Prozent) sind an ausländischen Standorten beschäftigt. Zusätzlich waren im Berichtsjahr 344 Zeitarbeiter für WACKER tätig. Anzahl Zeitarbeiter zum Stichtag 31. Dezember 2013scroll
WACKER hat als produzierendes Unternehmen einen hohen Anteil gewerblicher Arbeitnehmer (54,2 Prozent). Rund jede achte gewerbliche Stelle wird von einer Frau besetzt (13,2 Prozent). Der Personalaufwand ist auf 1,13 Mrd. € (2012: 1,20 Mrd. €) gesunken und war damit 6,0 Prozent niedriger als im Vorjahr. Darin enthalten sind Aufwendungen für Sozialleistungen und die betriebliche Altersversorgung in Höhe von 231,7 Mio. € (2012: 217,3 Mio. €). Personalaufwandscroll
Zum fixen Grundgehalt mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhalten WACKER-Mitarbeiter üblicherweise eine variable Vergütung. Diese freiwillige Leistung kommt tariflichen und außertariflichen Mitarbeitern zugute. Sie setzt sich aus einer Erfolgsbeteiligung und einer Entgeltkomponente zusammen, die an die persönliche Leistung geknüpft ist. Im Jahr 2013 erhielten die Mitarbeiter in Deutschland für das Geschäftsjahr 2012 auf Grund der Ertragsentwicklung keine Erfolgsbeteiligung. Der an die persönliche Leistung gekoppelte Anteil der variablen Vergütung für das Jahr 2012 wird im Frühjahr 2014 ausgezahlt. Für das Jahr 2013 wird auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns keine Erfolgsbeteiligung und Leistungszulage ausgezahlt. 2013 haben wir außerdem eine Reihe von Sparmaßnahmen ergriffen. So verzichteten der Vorstand und die Oberen Führungskräfte von März bis November 2013 auf zehn Prozent ihres monatlichen Festgehalts. Die Hälfte dieses Solidarbeitrags wird im Verlauf des Jahres 2014 an die Führungskräfte zurückgezahlt. Der normalerweise auf die Gehälter der außertariflichen Mitarbeiter bewilligte Werterhalt wurde im Jahr 2013 ausgesetzt. Die betriebliche Altersversorgung ist für WACKER ein wichtiger Bestandteil der Vergütung. Sie wird an den meisten Standorten im In- und Ausland gewährt. Ausnahmen bestehen dort, wo die gesetzliche Rente ausreichend erscheint oder es keinen angemessenen Rechtsrahmen gibt. In Deutschland bietet WACKER den Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung über die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG. Die Pensionskasse hat rund 17.000 Mitglieder und leistet an rund 7.500 Rentenbezieher Pensionsleistungen. Die durchschnittlich ausgezahlte Rente betrug rund 630 € pro Monat. Zu den Beiträgen der Mitglieder steuerte WACKER je nach Vertragsart bis zum 3,5-Fachen der Eigenbeiträge bei. Ab dem Jahr 2014 wird dieser Beitrag auf das 4-Fache erhöht. Die Mitarbeiter können ihre betriebliche Altersversorgung durch eigene Beiträge ergänzen. Die ergänzende Vorsorge wird von WACKER nach den tarifvertraglichen Bestimmungen gefördert: Für den Grundbetrag erhalten Mitarbeiter die Chemieförderung 1 von 28 Prozent. Für weitere Beiträge gibt es die Chemieförderung 11 von 13 Prozent. Mitarbeiter in Deutschland erhalten zur Absicherung des Gehaltsteils oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze eine Zusatzversorgung. Preisgekrönte AuszubildendeDie Personalentwicklung beginnt bei WACKER auch mit der betrieblichen Ausbildung. Im Geschäftsjahr 2013 starteten 185 junge Menschen ihre Ausbildung bei WACKER oder im Berufsbildungswerk Burghausen (BBiW). In Summe hat das Unternehmen mit 675 Auszubildenden etwas mehr Lehrlinge beschäftigt als im Vorjahr (2012: 665). Auch die Ausbildungsquote (Zahl der Auszubildenden im Verhältnis zur Konzernbelegschaft in Deutschland) liegt mit 5,2 Prozent leicht über dem Niveau des Vorjahres (2012: 5,0 Prozent). 564 Auszubildende erlernen einen naturwissenschaftlich-technischen und 111 einen kaufmännischen Beruf. Einen Großteil der geeigneten Auszubildenden - 124 Absolventen - hat WACKER im Jahr 2013 unbefristet übernommen. Zusätzlich wurden zahlreiche befristete Verträge angeboten. Das Berufsbildungswerk Burghausen bildet auch für 24 Partnerunternehmen aus. Damit erfüllt die von WACKER gegründete öffentliche Stiftung des privaten Rechts auch einen überbetrieblichen Bildungsauftrag. Im Jahr 2013 traten 53 Auszubildende von Partnerfirmen ihre Berufslaufbahn im BBiW an. Immer wieder werden Auszubildende des BBiW prämiert - ein Beleg für das hohe Qualitätsniveau unserer Ausbildung. Die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern zeichnete im Jahr 2013 eine Chemikantin und eine Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistungen als Beste ihres Jahrgangs aus. Beim Wettbewerb Jugend schweißt errangen WACKER-Azubis zwei Gold- und zwei Silbermedaillen auf Landesebene. Ein Elektroinstallateur und ein Anlagenelektroniker qualifizierten sich beim Berufswettbewerb German Skills für die World Skills 2013 in Leipzig. Für ihre Leistungen wurde ihnen die Exzellenz-Medaille verliehen. Um Nachwuchs für das Management auszubilden, bietet das Unternehmen eine General-Trainee-Ausbildung an. Im Jahr 2013 schlossen vier Hochschulabsolventen das 18-monatige Programm ab. Kompetente Mitarbeiter halten das Unternehmen innovations- und wettbewerbsfähig. Deshalb bieten wir allen Mitarbeitern Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Mindestens einmal im Jahr - im Rahmen des Mitarbeitergesprächs - besprechen Mitarbeiter und Vorgesetzte Entwicklungsmaßnahmen. Das gilt für alle Hierarchieebenen. Im Jahr 2013 absolvierte unsere Belegschaft rund 88.000 (2012: rund 95.000) E-Learning-Schulungen, mehr als 17.500 (2012: mehr als 15.500) Teilnehmer besuchten Seminare, Weiterbildungen, Kongresse oder erhielten Einzelunterricht. WACKER hat im Jahr 2013 einen neuen Talent-Management-Prozess entwickelt. Ziel ist es, konzernweit die Potenziale der Mitarbeiter frühzeitig zu erkennen und zu fördern sowie ausreichend qualifizierte Kandidaten zu haben, die mittel- und langfristig anspruchsvolle Aufgaben übernehmen können. Zielgruppe des Talent-Management sind alle außertariflichen Mitarbeiter und Oberen Führungskräfte. Im jährlichen Talent Management-Zyklus werden die Mitarbeiter in Konferenzen besprochen. Diese Konferenzen finden zunächst bereichsintern (innerhalb eines Geschäfts- oder Zentralbereichs bzw. Tochtergesellschaft) und dann bereichsübergreifend statt. Durch den konzernweiten Ansatz können wir damit auch Mitarbeitern in kleinen Bereichen und Tochtergesellschaften Perspektiven aufzeigen. Insgesamt hat WACKER im Jahr 2013 7,0 Mio. € in Personalentwicklung und Weiterbildung investiert (2012: 7,0 Mio. €). Personalmarketing vertieft Kontakte zu AbsolventenWACKER will trotz des demografischen Wandels langfristig wettbewerbsfähig bleiben. Deswegen setzen wir darauf, verstärkt mit Absolventen für erfolgskritische Berufe in Kontakt zu sein. Die Abteilung Personalmarketing hat im Jahr 2013 das Talent-Relationship-Management ausgebaut, um externe Kandidaten an das Unternehmen zu führen. So haben wir unsere Kontakte zu Studenten vertieft, die wir im Rahmen ihrer Ausbildung oder eines Praktikums kennengelernt und die sich für einen späteren Einstieg empfohlen haben. Erstmals haben wir eine Seminarwoche unter dem Titel "Fit für den Jobeinstieg" mit Absolventen der letzten fünf WACKER-Sommerkurse für Verfahrens- und Chemieingenieurstudenten durchgeführt. Zentrales Thema war Sozialkompetenz. Ideenmanagement auf ErfolgskursUm besser zu werden und wettbewerbsfähig zu bleiben, ist WACKER auf die Ideen seiner Mitarbeiter angewiesen. Im Jahr 2013 erreichten die Verbesserungsvorschläge unserer Mitarbeiter zum vierten Mal in Folge einen Höchststand. Insgesamt verzeichneten wir 9.159 Ideen (2012: 8.982). Dies sind rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Die Beteiligungsquote (Zahl der Einreicher pro 100 Mitarbeiter) sank leicht auf 32 Prozent (2012: 34 Prozent). Wir verfolgen weiterhin das Ziel, dass jeder zweite Mitarbeiter Ideen einbringt. Der rechenbare Nutzen stieg auf 7,7 Mio. € (2012: 4,9 Mio. €). Das betriebliche Vorschlagswesen von WACKER feierte 2013 sein 85-jähriges Bestehen. Ideenmanagementscroll
WACKER beschäftigt sich seit Jahren mit dem demografischen Wandel. Das durchschnittliche Alter der Beschäftigt en im Konzern lag zum Bilanzstichtag bei 42,4 Jahren. Die Belegschaft im Ausland ist jünger (durchschnittliches Alter: 40,3 Jahre) als in Deutschland (43,0 Jahre). Im Ausland unterscheiden sich die Altersstrukturen stark. Die Länder Asiens beschäftigen vor allem jüngere Mitarbeiter (durchschnittliches Alter: 34,7 Jahre), die Belegschaft der US-Niederlassungen war im Schnitt 47,7 Jahre alt. Unsere regional unterschiedlichen Altersstrukturen stellen keine Besonderheit von WACKER dar, sondern reflektieren die Altersstrukturen des jeweiligen Kontinents oder Landes. Demografieanalyse 2013 Deutschland und Ausland![]() Fünf Schwerpunkte im GesundheitsmanagementUm innovations- und wettbewerbsfähig zu bleiben, hat sich WACKER zehn strategische Ziele gesetzt. Die langfristig orientierten Maßnahmen für die Belegschaft reichen von Aus- und Weiterbildungsangeboten bis hin zu Gesundheitsprogrammen. Im Gesundheitsmanagement liegt der Fokus auf fünf Feldern: Wir wollen Rücken- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in unserer Belegschaft vermeiden, die psychische Belastbarkeit stärken, ein altersgerechtes Arbeiten ermöglichen und gesundheitlich eingeschränkten Mitarbeitern passende Arbeitsplätze vermitteln. Mit der Deutschen Rentenversicherung Süd startete WACKER im Jahr 2013 ein Projekt in der Gesundheitsvorsorge. Dabei geht es um die Gesundheit von Schichtarbeitern. In einem speziell auf diese Berufsgruppe zugeschnittenen Gesundheitsprogramm erlernen die Teilnehmer Verhaltensweisen, mit denen sie die Belastungen aus Schichtarbeit nachhaltig besser ausgleichen können. Das Programm besteht aus vier Modulen: einem einwöchigen stationären Aufenthalt in einer Reha-Klinik, einem dreimonatigen ambulanten Training am Arbeitsplatz, einer sechsmonatigen eigenverantwortlichen Weiterführung des Trainings sowie einem abschließenden Auffrischungswochenende. Unser Gesundheitsdienst hat die leitenden Angestellten und Oberen Führungskräfte in Deutschland zu ihren psychosozialen Belastungen befragt. Mit Hilfe einer standardisierten und international anerkannten Befragungsmethode wollten wir mögliche Belastungen und ihre Folgen identifizieren sowie Handlungsempfehlungen ableiten. Ergebnis: Im Vergleich zu einer repräsentativen Referenzgruppe sehen sich die WACKER-Führungskräfte höheren quantitativen und emotionalen Anforderungen ausgesetzt. Diese Belastungen werden jedoch durch einen großen Handlungsspielraum im eigenen Arbeitsbereich ausgeglichen. Im Oktober 2013 haben die Arbeiten an einem Neubau für den Gesundheitsdienst im Stammwerk Burghausen begonnen. Dadurch wird eine moderne, effiziente Infrastruktur für die arbeits- und akutmedizinische Betreuung von mehr als 10.000 Beschäftigten geschaffen. Die Eröffnung ist für das 4. Quartal 2014 geplant. Mit guten Sozialleistungen, einer wettbewerbsfähigen Vergütung und motivierenden Aufgaben ist WACKER ein attraktiver Arbeitgeber. Die langjährige Bindung der Belegschaft an unser Unternehmen ist ein Beleg dafür: Die Mitarbeiter in Deutschland (Stammpersonal) gehören im Durchschnitt seit 17,3 Jahren zu unserem Unternehmen (2012: 16,8 Jahre). Die Fluktuationsrate sank im Jahr 2013 konzernweit auf 3,4 Prozent (2012: 7,9 Prozent), in Deutschland lag sie bei nur 0,9 Prozent (2012: 0,9 Prozent). Im Ausland betrug sie 11,9 Prozent (2012: 30,8 Prozent). Fluktuationsratescroll
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Erhöhte Fluktuation durch Schließung des Produktionsstandorts
Hikari, Japan, und Arbeitsplatzabbau am Standort Portland, USA. Führungskräfte schätzen WACKERWACKER gehört 2013 nach Ansicht der eigenen Führungskräfte weiter zu den überdurchschnittlich beliebten Arbeitgebern in der deutschen Chemieindustrie. Bei der jährlichen Befindlichkeitsumfrage des Verbands angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA) bewerteten die Mitglieder den WACKER-Konzern mit der Note 2,80 auf dem Niveau des Vorjahres (2012: 2,78). Im Durchschnitt erhielten die 22 Chemie-, Pharma- und Medizintechnikunternehmen, die an der Umfrage teilnahmen, auf einer an Schulnoten angelehnten Skala von 1 bis 6 die Note 3,1. Da sich einige Unternehmen allerdings gegenüber dem Vorjahr gesteigert haben, fiel WACKER diesmal im Gesamtranking vom vierten Platz (2012) auf den sechsten Platz zurück. Erfahrungsgemäß korrelieren diese Ergebnisse mit dem finanziellen Erfolg des Unternehmens. Nach einer Umfrage unter rund 36.000 examensnahen Studierenden an 130 Hochschulen und Universitäten durch das Beratungsunternehmen trendence ist WACKER ein äußerst beliebter Arbeitgeber bei Absolventen der Ingenieurwissenschaften. Bei der Befragung nach ihrem Wunscharbeitgeber landet WACKER auch im Jahr 2013 unter den Top-100 Unternehmen. Das Beratungsunternehmen Universum fand mithilfe einer Studentenbefragung heraus, dass WACKER in Deutschland ein Wunscharbeitgeber unter den Studenten der Naturwissenschaften ist. NachhaltigkeitNachhaltigkeitssteuerungUnternehmen können nur dann dauerhaft erfolgreich wirtschaften, wenn sie ihre Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft ernst nehmen. Seit Jahren ist Nachhaltigkeit daher als Ziel in unseren Geschäftsprozessen verankert. Wie wichtig uns Nachhaltigkeit ist, zeigt sich darin, dass wir sie als eines unserer fünf strategischen Ziele erklärt und eigene Verhaltensgrundsätze, den Code of Sustainability, erstellt haben. Bei all unserem Tun wollen wir ökonomische, ökologische und soziale Faktoren in Einklang bringen. Zwei freiwillige globale Initiativen bilden die Basis für die nachhaltige Unternehmensführung bei WACKER: Responsible Care® der chemischen Industrie und der Global Compact der Vereinten Nationen. Mit diesen Selbstverpflichtungen gehen wir über gesetzlich geforderte Standards zum Schutz von Umwelt, Mitarbeitern und Gesellschaft hinaus. Von unseren Lieferanten erwarten wir, dass sie die Grundsätze des Global Compact und der Initiative Responsible Care® ebenfalls einhalten. Dies ist Bestandteil unserer Allgemeinen Beschaffungsbedingungen. WACKER Greater China wurde im Jahr 2013 mit dem Responsible Care® Chairman's Award ausgezeichnet. Die Vereinigung der in China tätigen internationalen Chemieunternehmen (Association of International Chemical Manufacturers) würdigte damit den Einsatz von WACKER für Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie für Anlagen- und Arbeitssicherheit. Im Geschäftsjahr 2013 hat WACKER bei strategischen Projekten der Nachhaltigkeitssteuerung wichtige Fortschritte erzielt: KonzernzertifikatDas von uns durchgeführte Konzernzertifikat stellt sicher, dass kundenbezogene Vorgaben und unsere Konzernstandards an allen WACKER-Standorten umgesetzt werden. Im Jahr 2013 haben wir den Standort Jincheon, Korea, nach ISO 9001 und ISO 14001 sowie weitere Verkaufsregionen nach ISO 9001 in die Konzernzertifizierung einbezogen. Jincheon verfügt zudem über ein lokales Zertifikat nach OHSAS 18001. Die deutschen Standorte haben ein Managementsystem nach OHSAS 18001 eingeführt. Das Zertifikat nach ISO 14001 der Wacker Chemie AG haben wir mit dem der Siltronic AG zusammengeführt. Fast alle Produktionsstandorte von WACKER sind nun ins Konzernzertifikat eingegliedert. Ausnahmen bilden die Standorte in Brasilien und Indien. Diese haben jedoch entsprechende Einzelzertifikate. Der brasilianische Standort Jandira hat im Jahr 2013 zudem ein externes Audit nach OHSAS 18001 bestanden.
NachhaltigkeitsberichtIm Jahr 2013 hat WACKER seinen neuen Nachhaltigkeitsbericht über die Jahre 2011/2012 veröffentlicht. Der Bericht deckt die Leitlinien G3 der Global Reporting Initiative (GRI) vollständig ab. Die GRI hat den Report geprüft und ihn mit dem höchsten Berichtslevel A bewertet. Erstmals setzt das Unternehmen auf eine reine Onlineversion - auch zum Schutz der Umwelt. Mit dem Nachhaltigkeitsbericht informieren wir unsere Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter, Aktionäre und Analysten, Nichtregierungsorganisationen und Behörden sowie die Nachbarn unserer Standorte offen und umfassend über unsere Nachhaltigkeitsarbeit. Compliance-Beauftragte beraten Mitarbeiter weltweitWACKER arbeitet nach ethischen Grundsätzen der Unternehmensführung, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Mitarbeiter können ihre Fragen weltweit an 22 Compliance-Beauftragte richten. Sie sitzen in Deutschland, den USA, China, Taiwan, Japan, Indien, Korea, Brasilien, Mexiko, Singapur sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten. Compliance-Themen in anderen Ländern als hier aufgezählt werden vom zentralen Compliance Officer von Deutschland aus bearbeitet. Bei beobachteten Verstößen sind die Mitarbeiter angehalten, ihre Vorgesetzten, die Compliance-Beauftragten, den Betriebsrat oder die Verantwortlichen der Personalabteilung zu informieren. Im Jahr 2013 setzte das Compliance-Management weiterhin den Fokus darauf, Maßnahmen mit weltweiter Geltung im Dialog mit den ausländischen Standorten auf die lokalen Anforderungen abzustimmen und umzusetzen. UmweltschutzAlle Prozesse von WACKER basieren auf dem Anliegen, die Umwelt zu schützen und sicher zu produzieren. Wir legen besonderes Augenmerk auf den integrierten Umweltschutz. Er beginnt bereits in der Produktentwicklung und der Anlagenplanung. Mit unseren Umweltschutzmaßnahmen gehen wir oft über die gesetzlichen Anforderungen hinaus - das entspricht dem Kerngedanken der Initiative Responsible Care® . Im Jahr 2013 haben wir 5,4 Mio. € (2012: 8,6 Mio. €) in den Umweltschutz investiert. Im gleichen Zeitraum beliefen sich die Umweltschutzbetriebskosten auf 89,4 Mio. € (2012: 79,3 Mio. €). WACKER arbeitet ständig daran, seine Produktionsprozesse zu verbessern, um Ressourcen zu schonen. Eine unserer Hauptaufgaben ist es, Stoffkreisläufe zu schließen und Nebenprodukte an anderer Stelle in die Produktion zurückzuführen. So verringern und vermeiden wir Emissionen und Abfälle. Benchmarkzahlen dazu, wie die chemische Industrie gefährliche Abfälle verwertet oder entsorgt, liegen uns wegen der Unterschiede im Produktmix der Branche und der individuellen Standortinfrastrukturen nur teilweise vor. Beim direkten Kohlendioxidausstoß und bei der Emission von Stickoxiden haben wir im Jahr 2013 durch Verbesserungen im Burghauser Kraftwerk einen leichten Rückgang erreicht. Durch niedrigere Außentemperaturen im Berichtsjahr hat sich der Wassereinsatz am Standort Burghausen reduziert. Wir haben die Burghauser Acetaldehydanlage stillgelegt, was den chemischen Sauerstoffbedarf und die Emission halogenierter organischer Verbindungen ins Wasser gesenkt hat. Die Abfallmenge ist insgesamt leicht gestiegen. Zu den Ursachen gehören mehr Filter- und Klärschlamm am höher ausgelasteten Standort Nünchritz, wo zudem im Rahmen der Ausbaumaßnahmen Bauschutt entsorgt wurde. In Burghausen wurde mehr Chlorsilan über die Rückstandsverbrennung vernichtet. Die entstehende Rv-Kieselsäure wurde der Zementindustrie zur Verwertung zugeführt. Bei den Umweltkennzahlen berücksichtigen wir seit dem Berichtsjahr 2011 die im Jahr 2010 erworbene Siliciummetallproduktion in Holla, Norwegen. Die metallurgische Produktion unterscheidet sich in Bezug auf ihre Umweltauswirkungen deutlich vom WACKER-typischen Chemiegeschäft. Durch den Zukauf haben sich die Umweltkennzahlen, insbesondere die Luftemissionen, erhöht. WACKER emittierte im Jahr 2013 konzernweit 1.236.000 Tonnen Kohlendioxid (2012: 1.294.000 Tonnen CO2 ). Die niedrigeren direkten Emissionen im Jahr 2013 beruhen auf einem verbesserten Kraftwerkbetrieb und dem geplanten Stillstand einer Gasturbine am Standort Burghausen. Kohlendioxid macht 98,5 Prozent der direkten Treibhausgasemissionen von WACKER aus. Die restlichen 1,5 Prozent entfallen auf Lachgas, Methan, Fluorkohlenwasserstoffe und andere Treibhausgase. Luftemissionen Geschäftsbereiche / Metallurgiescroll
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WACKER-Geschäftsbereiche, ohne Siliciummetallproduktion
in Holla, Norwegen Unsere indirekten Treibhausgasemissionen aus dem Zukauf von Energie (gemäß Greenhouse Gas Protocol Scope 2) sind im Jahr 2013 um 9,5 Prozent gestiegen. Zum Anstieg der Scope-2-Emissionen trägt neben den erhöhten Produktionskapazitäten für Polysilicium am Standort Nünchritz auch eine Verschiebung von Scope-1- zu Scope-2-Emissionen auf Grund der geplanten Abstellung einer Gasturbine am Standort Burghausen bei. Darüber hinaus ist ein Viertel des Anstiegs durch die jährliche Aktualisierung der zur Berechnung der Treibhausgasemissionen verwendeten regionalen Emissionsfaktoren bedingt. Die konzernweite CO2-Bilanz ist ein wesentliches Instrument dafür, den Klimaschutz zu verbessern. Deshalb berechnen wir, nach der erstmaligen Erfassung der indirekten Treibhausgasemissionen aus dem Zukauf von Energie (gemäß Greenhouse Gas Protocol Scope 2) im Jahr 2011, seit dem Jahr 2012 auch unsere Scope-3-Emissionen. Sie umfassen alle Emissionen, die entlang der Wertschöpfungskette entstehen, zum Beispiel durch Lieferanten oder bei der Entsorgung und dem Transport von Produkten. Diese Emissionsdaten haben wir auch im Geschäftsjahr 2013 an das Carbon Disclosure Project (CDP) weitergegeben, an dem WACKER seit 2007 teilnimmt. Das CDP ist eine im Jahr 2000 in London gegründete Non-Profit-Organisation, die mehr Transparenz bei klimaschädlichen Treibhausgasemissionen schaffen will. Seit Herbst 2013 beteiligen wir uns am Projekt myccf von CO2 ncept plus, dem Verband für Emissionshandel und Klimaschutz. In diesem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekt erarbeiten wir unsere betriebliche Treibhausgasbilanz Corporate Carbon Footprint (CCF). Diese Daten nutzen wir, um unser Energiemanagement weiter zu optimieren und klimarelevante Umweltschutzmaßnahmen zu verbessern. Umweltkennzahlen 2007 - 20131scroll
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Bei den Umweltkennzahlen ist seit dem Jahr
2011 erstmals die 2010 erworbene Siliciummetallproduktion in Holla,
Norwegen, berücksichtigt. Im Abwasser haben sich die Werte für den chemischen Sauerstoffbedarf und die halogenierten organischen Kohlenstoffe verringert, weil wir im dritten Quartal des Jahres 2012 die Acetaldehydanlage am Standort Burghausen stillgelegt haben. Die Abfälle zur Beseitigung haben sich reduziert, da der Filterkuchen aus der chemischen Abwasserreinigung in Burghausen nun verwertet statt wie zuvor beseitigt wird. Wasserverbrauch mit dem Global Water Tool© geprüftIn vielen Teilen der Welt ist sauberes Wasser besonders knapp; das Gewinnen und Reinigen von Wasser ist dort sehr teuer. Als global arbeitendes Unternehmen berücksichtigen wir solche Konditionen in unseren Produktionsprozessen und beim Transport. Wir haben das Global Water Tool© (GWT) des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) genutzt, um den jährlichen relativen Wasserstressindex der Länder zu ermitteln, in denen unsere wichtigsten Produktionsstandorte sind. Die für das Jahr 2012 erstmals durchgeführte Auswertung basiert auf Auswertungen zum Wasserstressindex der Water Systems Analysis Group der University of New Hampshire, USA. Dieser gibt Auskunft über das Verhältnis zwischen Wasserbedarf und Verfügbarkeit von sich erneuerndem Süßwasser. Das Ergebnis zeigt, dass unsere wichtigsten Produktionsstätten in Regionen mit einem niedrigen relativen Wasserstressindex liegen. Auf diese Regionen entfallen mehr als 97 Prozent unseres jährlichen Wasserverbrauchs und über 90 Prozent unseres Produktionsvolumens. Auf Produktionsstandorte in Ländern, für die mit dem GWT keine Informationen zum Wasserstressindex verfügbar sind, entfallen weniger als 0,5 Prozent unseres Wasserverbrauchs. Unter dem Motto "Abwasser sparen - mit Gewinn" startete im Juli 2013 am Standort Burghausen eine Sonderaktion unseres betrieblichen Vorschlagswesens. Damit haben wir die Mitarbeiter dazu motiviert, für Verbrauch und Recycling von Wasser relevante Parameter in der Produktion zu hinterfragen. Bis zum Ende der Aktion am 31. Dezember 2013 waren 72 Verbesserungsvorschläge eingegangen; fünf davon wurden bis Jahresende bereits umgesetzt. 30 Vorschläge haben wir in einen Themenspeicher für künftige Projekte der Abwasserreinigung aufgenommen, zum Beispiel Änderungen im Kanalnetz und Rückhaltesysteme für Regenwasser. ProduktverantwortungWACKER berücksichtigt Kriterien des Umwelt- und Gesundheitsschutzes sowie der Sicherheit in allen Stadien des Produktlebenszyklus. Bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten betrachten wir die Nachhaltigkeitsaspekte der neuen Produkte und Verfahren. Das beginnt beim Einsatz von Rohstoffen: Wir versuchen, möglichst geringe Mengen und ökologisch vorteilhafte Rohstoffe einzusetzen. Unsere Produkte werden in der Regel von Geschäftskunden weiterverarbeitet und im Allgemeinen nicht direkt von Endverbrauchern genutzt. Mit unseren Ökobilanzen betrachten wir den Umwelteinfluss der Produkte entlang ihres Lebenswegs von der Herstellung bis zum Werktor (Cradle-to-Gate-Bilanzen). Diese Analysen ermöglichen uns, die Nachhaltigkeit unserer Produkte bzw. unserer Produktion zu bewerten und zu verbessern. Produktlebenszyklus![]() Wir haben ein Instrument eingeführt, um Chancen und Risiken unserer Produktpalette schon im Entwicklungsprozess sowie im Dialog mit unseren Kunden systematisch nach Umweltaspekten zu bewerten: Beim WACKER® Eco Assessment Tool berücksichtigen wir Material-, Wasser- und Energieeinsatz sowie Ökotoxizität entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Wir haben erste Produktfamilien aus den Chemiebereichen auf diese Weise bewertet und werden diese Analyse auf weitere Produkte ausweiten. EnergiemanagementDie chemische Industrie ist eine der energieintensivsten Branchen. Allein in Deutschland nutzt sie rund 20 Prozent des Stroms, der von Industriebetrieben verbraucht wird. Auch WACKER verbessert deshalb ständig die Energieeffizienz seiner Prozesse. Damit bleiben wir auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig und leisten zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz. Bei vielen chemischen Reaktionen wird Wärme frei, die wir für weitere Produktionsprozesse nutzen. An den Standorten Burghausen und Nünchritz praktizieren wir seit Jahren Wärmeverbünde und verbessern diese stetig. So reduzieren wir den Einsatz von Primärenergie (in der Regel Erdgas) in unseren Kraftwerken. Um die Energieeffizienz weiter zu verbessern und den spezifischen Energieverbrauch (Energiemenge pro Nettoproduktionsmenge) zu senken, hat der Vorstand Energieziele für WACKER in Deutschland festgelegt. Bisher haben wir den spezifischen Energieverbrauch im Zeitraum von 2007 bis 2013 um 22 Prozent verringert. Von 2014 bis 2022 soll er um weitere elf Prozent sinken. Insgesamt reduzieren wir damit den spezifischen Energieverbrauch bis 2022 um ein Drittel. Ein neues Werkzeug unserer Energiemanager ist die so genannte Energiekaskade: Mit Computersimulationen werden für Produktionsanlagen der bisherige Energieverbrauch und das theoretische Optimum gegenübergestellt sowie Ursachen für Energieverluste aufgezeigt. Im Jahr 2013 haben wir so für den Betrieb Methylchlorsilan (MCS)-Synthese am Standort Nünchritz Einsparpotenziale bei Strom und Wärme ermittelt. Effizient Energie erzeugenAm Standort Burghausen nutzen wir Wasserkraft, um Strom zu gewinnen. Unser Produktionsstandort in Holla, Norwegen, bezieht seinen Strom überwiegend aus Wasserkraft. In der Energieerzeugung setzen wir vor allem auf das klimafreundliche Erdgas. An den großen WACKER-Standorten Burghausen und Nünchritz erzeugen wir Dampf und Strom in gekoppelter Produktion: Diese Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen haben mit über 80 Prozent einen deutlich höheren Brennstoffnutzungsgrad als konventionelle Anlagen zur getrennten Strom- und Wärmeerzeugung. Stromversorgung![]()
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Burghausen / Nünchritz Im Geschäftsjahr 2013 sank der Stromverbrauch geringfügig auf 4,5 Mio. MWh (2012: 4,6 Mio. MWh). Ursache dafür war die zu Jahresbeginn geringere Auslastung der Polysilicium-Produktion. Unsere Kraftwerke - das Gas- und Dampfturbinenwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung und das Wasserkraftwerk in Burghausen sowie das Heizkraftwerk Nünchritz - erzeugten im Jahr 2013 rund 1,5 Mio. MWh (2012: 1,6 Mio. MWh). Damit produzierte WACKER rund ein Drittel seines Gesamtstrombedarfs selbst. Der Kohlendioxidausstoß, der im Jahr 2013 zu rund 90 Prozent (2012: 60 Prozent) aus unternehmenseigenen emissionshandelspflichtigen Anlagen zur Energieerzeugung und der Siliciummetallproduktion in Holla, Norwegen, stammt, belief sich im Berichtszeitraum konzernweit auf rund 1,2 Mio. Tonnen (2012: 1,3 Mio. Tonnen). Die Beschaffung von Emissionsberechtigungen ist seit dem Jahr 2013 in den Planungen des Energieeinkaufs berücksichtigt. Für das Jahr 2013 mussten wir wegen eines Überschusses aus der zweiten Handelsperiode von 2008 bis 2012 keine Emissionszertifikate zukaufen. Vom konzernweiten Strombedarf entfielen 78 Prozent (2012: 76 Prozent) auf die Produktionsstandorte in Deutschland. WACKER hat in Deutschland 59 Prozent (2012: 55 Prozent) seines benötigten Stroms zugekauft. Entsprechend den Primärenergiequellen der Versorgungsunternehmen wurden 51 Prozent (2012: 60 Prozent) dieses Stroms aus fossilen Energieträgern erzeugt. 18 Prozent (2012: 24 Prozent) stammen aus Kernenergie, 31 Prozent (2012: 16 Prozent) aus erneuerbaren Energiequellen. Der Wärmeverbrauch, in dem der Einsatz fester fossiler und biogener Energieträger (Kohle, Holzkohle, Holz) bei der Siliciummetallproduktion in Holla, Norwegen, berücksichtigt ist, sank geringfügig auf 3.724 GWh (2012: 3.755 GWh). Der Erdgasverbrauch sank durch eine geplante Abstellung einer Gasturbine am Standort Burghausen sowie durch die im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Wasserstoffproduktion. Energieverbrauchscroll
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Im Wärmeverbrauch ist seit dem Jahr 2010 der
Einsatz fester fossiler und biogener Energieträger (Kohle, Holzkohle,
Holz) in der Siliciummetallproduktion in Holla, Norwegen, berücksichtigt. Projekte in der Arbeits- und AnlagensicherheitEin wichtiges Ziel für WACKER ist es, Anlagen und Prozesse so zu betreiben, dass Mensch und Umwelt nicht gefährdet werden. Wir haben deshalb ein konzernweites Sicherheitsmanagement, das Arbeitsschutz und Anlagensicherheit umfasst. Unsere Prozesse und Standards zum Arbeitsschutz werden wir bis zum Jahr 2015 an der internationalen Norm OHSAS 18001 ausrichten. Zum systematischen Arbeitsschutz gehört, dass die Gefährdungen regelmäßig beurteilt und die Arbeitsbereiche überwacht werden. Um die Sicherheit unserer Anlagen zu gewährleisten, ermitteln wir zunächst systematisch Gefahren und bewerten sie. WACKER analysiert dabei, wie gut wir die im Prozess vorhandene Energie (z. B. Druck, Wärme) beherrschen und welchen Einfluss mögliche Einzelfehler auf eine Ereigniskette bis hin zum Stoffaustritt oder Unfall haben können. Nach dieser umfassenden Analyse legen wir Schutzmaßnahmen fest, damit wir ungewünschte Ereignisse verhindern. Im Berichtsjahr haben wir das Sicherheitsprojekt "ANSIKO Maschinensicherheit" fortgeführt. Dabei haben wir an den deutschen Standorten und im SILMIX® -Werk Pilsen, Tschechien, Maschinen mit Verletzungsrisiko identifiziert, deren Sicherheitskonzepte kritisch überprüft und sie zum Schutz der Mitarbeiter noch sicherer gemacht. WACKER legt besonderen Wert darauf, seine Sicherheitsexperten aus- und weiterzubilden. Regelmäßig schult das Unternehmen beispielsweise in Themen der Anlagensicherheit und des Explosionsschutzes. Fachleute des Konzerns halten auch an internationalen WACKER-Standorten Sicherheitstrainings ab. Im Jahr 2013 haben wir die internationalen Standorte Holla, Norwegen, und Brasilien sowie die deutschen Standorte Nünchritz, Freiberg, Köln und Jena in Bezug auf Sicherheit überprüft. Konzernweit ereigneten sich im Berichtsjahr 3,8 Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen pro eine Mio. Arbeitsstunden. Das sind 19 Prozent weniger als im Vorjahr (2012: 4,7 Arbeitsunfälle). Bei den meldepflichtigen Arbeitsunfällen (Unfälle mit mehr als drei Ausfalltagen) weist WACKER, verglichen mit dem Durchschnitt der deutschen Chemieindustrie, deutlich bessere Zahlen aus: Hier betrug die Quote im Berichtsjahr 1,4 pro eine Mio. Arbeitsstunden (2012: 2,1), während die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie im Jahr 2012 9,5 meldepflichtige Unfälle auf eine Mio. Arbeitsstunden in Chemiebetrieben registrierte. Die wenigsten Unfälle an unseren Standorten sind chemietypisch. Häufigste Ursachen sind Unachtsamkeit bei manuellen Tätigkeiten, Stolpern, Rutschen oder Stürzen. Wir geben uns mit der Unfallhäufigkeit nicht zufrieden und erhöhen unsere Anstrengungen im Arbeitsschutz. Konsequent setzen wir unser neues Sicherheitsprogramm um: WACKER Safety Plus (WSP) nutzt erfolgreiche Sicherheitselemente von Standorten mit besonders niedrigen Unfallzahlen. Dazu zählen Sicherheitsrundgänge, Gespräche mit der Betriebsmannschaft und Notfallübungen. WACKER Safety Plus zielt darauf ab, unsichere Handlungen zu erkennen und zu vermeiden - ob beim Bedienen von Anlagen, im Umgang mit Chemikalien, im Betrieb, im Büro oder auf dem Arbeitsweg. Unsere US-Tochtergesellschaft Wacker Chemical Corporation hat im Jahr 2013 begonnen, zentrale Elemente des neuen Sicherheitsprogramms an den amerikanischen Standorten einzuführen. An den deutschen Standorten hat WACKER ein Sicherheitshandbuch für Partnerfirmen herausgegeben. Es umfasst Vorgaben und Prozesse bei der Zusammenarbeit mit Partnerfirmen und zielt darauf, Planungs-, Investitions- und Reparaturprojekte sicher und unfallfrei abzuwickeln. Arbeitsunfälle Stammpersonal und Zeitarbeiterscroll
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Unfälle ab einem Ausfalltag Wenige Mängel bei GefahrguttransportenWACKER achtet darauf, seine Produkte sicher zu lagern und zu transportieren. Bevor wir Fahrzeuge beladen, kontrollieren wir sie streng. Dies gilt besonders für Gefahrgut. Im Jahr 2013 haben wir nahezu 8.500 LKW überprüft. Bei Mängeln weisen wir sie zurück, bis diese behoben sind. Seit Jahren ist die Mängelquote niedrig. Im Jahr 2013 sank sie bei Gefahrguttransporten in Deutschland auf 1,2 Prozent (2012: 2,2 Prozent). In der Regel werden die Gefahrgutspediteure alle zwei Jahre von WACKER auditiert. Auch beim Thema Transportsicherheit setzen wir auf gut ausgebildetes Personal. Im Jahr 2013 haben wir mehr als 1.300 Mitarbeiter in Präsenzschulungen hinsichtlich Gefahrguttransporten unterrichtet, rund 1.750 Mitarbeiter absolvierten eine Online-Schulung. Regelmäßig tauschen wir uns mit unseren Logistikdienstleistern zu Themen der Transportsicherheit aus, beispielsweise während des jährlichen Logistiktags. Bei Mängeln vereinbaren wir Verbesserungsmaßnahmen und überprüfen ihre Umsetzung. WACKER nutzt interne Bewertungskriterien und international anerkannte Systeme wie das Safety and Quality Assessment System (SQAS) des europäischen Chemieverbands CEFIC, um Logistikdienstleister auszuwählen und ihre Leistungen zu beurteilen. Unter anderem fließen Ausbildungsstand der Fahrer, Fahrzeugausrüstung und Reaktionsfähigkeit bei Unfällen in die Bewertung ein. Über Vorgaben stellt WACKER sicher, dass auch die Unterauftragnehmer unserer Logistikdienstleister unseren hohen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Im Geschäftsjahr 2013 verzeichneten wir acht Transportvorkommnisse (2012: zehn). Dazu zählen wir Unfälle, die sich bei der Distribution unserer Zwischenprodukte und Produkte ereignen, sofern der Transport von uns beauftragt wird. Mitgerechnet sind auch Unfälle ohne Gefahrgut, unabhängig davon, ob sie Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben oder nicht. Diese Ereignisse fließen ebenfalls in die Spediteursbewertung ein. Transportunfallescroll
WACKER fördert wissenschaftliche Bildung und SozialprojekteUnternehmen brauchen das Vertrauen der Gesellschaft, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Deshalb übernimmt WACKER gesellschaftliche Verantwortung, vor allem im regionalen Umfeld seiner Standorte. Die naturwissenschaftlich-technische Ausbildung junger Menschen ist uns ein besonderes Anliegen. Denn wir benötigen auch künftig engagierte Chemiker, Ingenieure und Laboranten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. WACKER hat den unter dem Namen CHEM2 DO neu aufgelegten Schulversuchskoffer im Jahr 2013 offiziell dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus übergeben. Mit CHEM2 DO erforschen Schüler die modernen Werkstoffe Silicone und Cyclodextrine. Die Experimente können in Gymnasien, Real-, Gesamt- und Berufsschulen lehrplanorientiert eingesetzt werden. Interessierte Lehrer können sich deutschlandweit auf die Unterrichtsmaterialien schulen lassen. Der Kurs wird von den Lehrerfortbildungszentren der Gesellschaft Deutscher Chemiker sowie von ausgewählten Universitäten angeboten. Bis Ende 2013 nahmen bundesweit rund 850 Lehrer an den Schulen teil. In Österreich absolvierten mehr als 100 Lehrer den Kurs. WACKER stand im Berichtsjahr auch wieder Pate für den Regionalwettbewerb Dresden/Ostsachsen von Jugend forscht. Mitarbeiter helfen KollegenSoziale Kinder- und Jugendprojekte sind uns ein besonderes Anliegen. Seit 2007 unterstützt WACKER das christliche Kinder- und Jugendwerk "Die Arche". Die Sozialeinrichtung kümmert sich in mehreren deutschen Städten um Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien. Im Berichtsjahr übergab WACKER der Münchner Arche zum siebten Mal eine 100.000-€-Spende. Deutschland hat im Juni 2013 ein schlimmes Hochwasser erlebt. Der wirtschaftliche Schaden beträgt mehrere Milliarden Euro. Auch einige WACKER-Mitarbeiter sowie soziale Einrichtungen in Sachsen, Bayern und Österreich waren von den Überschwemmungen betroffen. Der WACKER Hilfsfonds, unsere Stiftung für Katastrophenhilfe, hat an die Mitarbeiter appelliert für geschädigte Kollegen zu spenden. Zahlreiche Mitarbeiter sind dem Aufruf gefolgt und haben bis Ende 2013 rund 52.000 € gespendet. Mit dem Beitrag des Unternehmens standen Spendengelder in Höhe von 152.000 € zur Verfügung. Sie werden zeitnah an die Betroffenen ausgezahlt. Einkauf und LogistikDas Beschaffungsvolumen von WACKER ist im Geschäftsjahr 2013 rückläufig. Der wesentliche Grund dafür sind die geringeren Investitionsausgaben. Das Volumen unterteilt sich in Beschaffungen für Rohstoffe und Energie sowie für Dienstleistungen, Material und Equipment mit einem hohen Anteil für Investitionen. WACKER hat für Rohstoffe, Material und Dienstleistungen 3,08 Mrd. € (2012: 3,49 Mrd. €) ausgegeben. Darin enthalten ist die Beschaffung für Investitionsprojekte in Höhe von 497 Mio. € (2012: 907 Mio. €). Die Einkaufsquote - die Beschaffung für Rohstoffe, Dienstleistungen und Material, bezogen auf den Umsatz - lag bei 68,8 Prozent (2012: 75,4 Prozent). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden rund 1.300 verschiedene Rohstoffe sowie eine Vielzahl technischer Güter und Dienstleistungen für den Anlagenbau und die Instandhaltung beschafft. Die Zahl unserer Lieferanten beläuft sich auf 10.300 (9.200 im Technischen Einkauf & Logistik, 1.100 im Rohstoffeinkauf). Beschaffungsvolumen für Energie und Rohstoffe leicht unter VorjahresniveauDas Beschaffungsvolumen für Energie und Rohstoffe liegt mit 1,64 Mrd. € (2012: 1,64 Mrd. €) auf dem Niveau des Vorjahres. Geringe Mengenzuwächse wurden durch niedrigere Preise ausgeglichen. Die Preise für unsere wichtigsten Rohstoffe, die wir benötigen, sind bis auf Methanol leicht unter oder auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Methanol ist auf Grund von Mengenknappheit und von Handelsbeschränkungen für den Iran und Libyen stark gestiegen. Im Stromeinkauf haben wir davon profitiert, dass Teile unserer Produktion von der EEG-Umlage befreit waren. Gleichzeitig waren die Strompreise niedriger als im Vorjahr. Auch unsere Preise für Erdgas waren im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Von den rund 225 Mio. € Kosteneinsparungen im Jahr 2013 kommen rund 100 Mio. € aus Preiseffekten auf der Energie- und Rohstoffseite. Beschaffungsvolumen (inkl. Beschaffung für Investitionen)scroll
Die Märkte für die von uns benötigten Rohstoffe sind so liquide, dass wir neue Verträge öfter mit kürzeren Laufzeiten abschließen, um eine höhere Preisflexibilität zu erreichen. Für unsere wichtigen Rohstoffe Silicium, Methanol und Vinylacetatmonomer (VAM) haben wir im Jahr 2013 Verträge mit einer Laufzeit von ein bis drei Jahren abgeschlossen. Die mittelfristige Versorgung mit diesen Rohstoffen ist damit in den meisten Regionen sichergestellt. In Nordamerika haben wir einen langfristigen Liefervertrag für Ethylen ausgehandelt, der ab dem Jahr 2015 die bisher kurzfristige Versorgung mit teurerem kryogenen Ethylen (Ethylen in tiefkalter Form, transportiert in Kesselwagen) ablösen wird, da wir dann den Großteil des benötigten Ethylens über eine Pipeline beziehen. Technischer Einkauf & LogistikDas Bestellvolumen im Zentralbereich Technischer Einkauf & Logistik blieb unter dem Vorjahresniveau. Bei technischen Materialien und Serviceleistungen kam es zu keinen weiteren Preiserhöhungen. Die Lieferzeiten bewegen sich auf Vorjahresniveau. Insgesamt hat WACKER einschließlich Siltronic weltweit rund 350.000 Bestellungen ausgelöst. Zehn Prozent unserer Lieferanten decken 90 Prozent unseres Einkaufsvolumens im Technischen Einkauf & Logistik ab. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir größere Rahmenverträge für Montagen sowie für Logistikleistungen abgeschlossen. Um das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu verringern, haben wir eine Initiative mit dem Ziel gestartet, die Zahl dieser Beschaffungsvorgänge zu reduzieren. Der Projekteinkauf hat im vergangenen Jahr 20 Projekte in verschiedenen Planungsstadien betreut. Die vier größten davon waren die Polyausbauprojekte in Nünchritz und im US-Bundesstaat Tennessee sowie die Polysiliciumreinigung und das neue Laborgebäude in Burghausen. Durch die in Amerika, Asien und Europa durchgeführten Investitionsprojekte haben wir mit einer großen Zahl von qualifizierten lokalen Lieferanten zusammengearbeitet. Diese Zusammenarbeit werden wir weiter fortsetzen, um die Potenziale des globalen Beschaffungsmarkts für WACKER zu nutzen und den Wettbewerb mit unseren langjährigen Lieferanten zu erhöhen. Unser Ziel ist es, dadurch unsere Beschaffungskosten, Lieferzeiten und die Qualität zu optimieren sowie schnell zusätzliche Lieferpotenziale zu erschließen. Die systematische Risikobeobachtung ist für WACKER ein wichtiges Instrument, um unsere Lieferbeziehungen richtig bewerten zu können. Dabei kamen Analysen von Ratingagenturen, eigene Lieferantenbewertungen und verstärkt der direkte Kontakt zu unseren Partnern zum Einsatz. Durch den Technischen Einkauf haben wir im vergangenen Jahr 358 Lieferanten beurteilt. Zahl der elektronischen Beschaffungsvorgänge steigt prozentual weiterDie elektronische Beschaffung gewinnt für WACKER weiter an Bedeutung. Dabei betrachten wir den gesamten Einkaufsprozess - von der Anfrage beim Lieferanten bis zur Bezahlung der Rechnung. Der Anteil der elektronischen Beschaffungsvorgänge ist prozentual erneut gestiegen. Die Zahl elektronischer Anfragen ist bei WACKER doppelt so hoch wie der vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik ermittelte Vergleichswert für die chemische Industrie. Einer der Gründe dafür liegt in der Zunahme der elektronischen Ausschreibungen über das Internet für alle Dienstleistungen mit hinterlegtem Leistungsverzeichnis. Für die automatisierten Bestellprozesse wurden zusätzlich E-Kataloge, überwiegend in den USA und China, eingeführt. Insgesamt konnten von den rund 600.000 Bestellpositionen rund 480.000 Positionen (2012: 500.000 Positionen) automatisiert abgewickelt werden. Das sind in Deutschland rund 80 Prozent aller Einkaufsvorgänge, in Amerika mehr als 45 Prozent und in China 15 Prozent. Konstant blieb die Beschaffung über E-Kataloge. Die Zahl der Lieferanten, die damit arbeiten, ist geringfügig auf 200 gestiegen. Die Anzahl der Katalogartikel beträgt fast zwei Mio. Wir haben mit rund 200.000 Bestellpositionen (2012: 205.000) eine ähnliche hohe Zahl über diesen Bestellkanal wie im Vorjahr abgewickelt. Elektronische Beschaffungsvorgange![]() Direkter Kontakt zu unseren LieferantenWACKER hat schon immer Wert gelegt auf den direkten Kontakt zu unseren Lieferanten. Am 18. Lieferantentag in Burghausen nahmen rund 270 Unternehmen teil. Die Firma Karl Ley GmbH & Co. KG bekam den Produktpreis für die hohe Qualität und Reinheit seiner Wärmetauscher. Bester Lieferant in der Kategorie Instandhaltung und Wartung war die WISAG Produktionsservice GmbH. Die VEGA Grieshaber KG wurde ausgezeichnet für ihre hohe Kundenorientierung und kontinuierliche Prozessoptimierung. 170 Spediteure trafen sich auf dem Logistiktag von WACKER in Burghausen. Hier erhielt die Firma DB Schenker Logistics den Preis für hervorragende Leistungen im Gefahrguttransport. Als bester Packmittellieferant überzeugte die Firma Bischof & Klein GmbH & Co. KG aus Lengerich. Bester Logistikpartner ist die Firma UTi aus Kelsterbach. WACKER legt Wert auf eine langfristige Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten und achtet gleichzeitig darauf, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu verringern. In Deutschland, dem nach wie vor größten Beschaffungsmarkt, arbeiten wir mit rund 6.900 Lieferanten zusammen. Die durchschnittliche Lieferantenbindungsdauer (Technischer Einkauf & Logistik) beträgt zehn Jahre. Transportvolumen hat sich erhöhtDas Transportvolumen ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Von der Logistikdrehscheibe Burghausen aus wurden rund 750.000 Tonnen (2012: 740.000 Tonnen) Fertigprodukte an Kunden ausgeliefert. Die Zahl der LKW-Ladungen ist leicht gestiegen, genauso wie die der Übersee-Container. Das Volumen wurde über rund 39.800 LKW-Ladungen und 12.100 Übersee-Container abgewickelt. Transportaufkommen der Logistikdrehscheibe Burghausen![]() Ethylen-Pipeline Süd in Betrieb genommenFür den Bau der neuen Polysiliciumproduktion am Standort Charleston in Tennessee haben wir die Verantwortung für die gesamte Projektlogistik. Die dafür geschaffene Infrastruktur wird später beim Hochfahren der Anlagen und bei der Ver- und Entsorgung genutzt. Die Anbindung an das neue öffentliche Umschlagterminal (KV-Terminal) am Standort Burghausen läuft parallel zu dessen Bau, mit dem im Dezember 2012 begonnen wurde. Wir haben dafür im Jahr 2013 mit dem Bau einer neuen Pforte im Norden des Werkes begonnen. Über diese Pforte werden wir den Containerverkehr zwischen Werk und KV-Terminal abwickeln. Ende 2013 wurde das KV-Terminal fertiggestellt. Die offizielle Inbetriebnahme soll Mitte 2014 folgen. In Betrieb genommen wurde im Jahr 2013 die Ethylen-Pipeline Süd (EPS). Sie eröffnet die Möglichkeit zum sicheren und wirtschaftlichen Transport von Ethylen zwischen wichtigen süddeutschen Chemiestandorten bis nach Rotterdam. In der Rohrleitung kann der Rohstoff emissionsfrei und mit geringem Energieaufwand befördert. ProduktionProduktionsmengen gegenüber dem Vorjahr gestiegenDie Produktionsmengen sind im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON haben wir so große Mengen verkauft wie nie zuvor. Auch in den Chemiebereichen verzeichneten wir einen Mengenanstieg und eine hohe Auslastung. In den Chemiebereichen lag die Produktionsauslastung bei über 80 Prozent. Wesentliche Abschaltungen von Anlagen gab es nicht. Die Produktionskosten haben sich um fünf Prozent erhöht. Die Instandhaltungskosten bewegen sich mit 355 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres. Produktionsauslastung 2013scroll
Im Geschäftsjahr 2013 betrugen die Investitionen in neue Produktionsanlagen 503,7 Mio. €. Der größte Teil davon entfiel auf den Ausbau der Polysiliciumproduktion im US-Bundesstaat Tennessee, wo wir seit April 2011 einen neuen Produktionsstandort für Polysilicium aufbauen. Für die Geschäftsbereiche WACKER POLYMERS und WACKER BIOSOLUTIONS haben wir zwei neue Anlagen an unserem chinesischen Standort Nanjing errichtet. Die Anlage von WACKER POLYMERS zur Herstellung von VAE-Dispersionen konnte bereits in Betrieb genommen werden. Sie hat eine Jahreskapazität von 60.000 Tonnen. Produziert wird ebenfalls in der neuen VAE-Dispersionsanlage an unserem südkoreanischen Produktionsstandort Ulsan. Die Kapazität wurde hier um 40.000 Tonnen erhöht. An unserem amerikanischen Standort Calvert City haben wir unsere Kapazität für VAE-Dispersionen um 30.000 Tonnen erhöht. Die neue Anlage für Polyvinylacetatfestharze im Geschäftsbereich WACKER BIOSOLUTIONS soll im Jahr 2014 mit der Produktion beginnen. Wichtige Inbetriebnahmenscroll
Die Projektabwicklung bei allen Investitionsprojekten liegt in den Händen der Ingenieurtechnik von WACKER. Geringerer Rohstoffeinsatz und höhere Energieeffizienz im Mittelpunkt des ProduktivitätsprogrammsHohe Produktivität entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist ein Erfolgsgarant von WACKER. Über das Programm Wacker Operating System (WOS) steigern wir unsere Produktivität über die gesamte Wertschöpfungskette. Ziel ist es, die spezifischen Betriebskosten jedes Jahr weiter zu verringern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir mehr als 900 Projekte im operativen Geschäft und in den Zentralbereichen bearbeitet. Knapp 650 davon entfielen auf Maßnahmen im operativen Geschäft und 250 auf Maßnahmen in den Zentralbereichen. Die Schwerpunkte von WOS lagen im vergangenen Jahr auf der Verbesserung der spezifischen Energieverbräuche, der Rohstoffausbeuten sowie der Anlagennutzungsgrade. Produktivitätsprojekte nach Schwerpunkten![]() Die 2009 gegründete WOS ACADEMY hat im vergangenen Jahr in neun Schulungen rund 100 Mitarbeiter in der Anwendung neuer Produktivitätsmethoden wie Six Sigma ausgebildet. Vertrieb und MarketingUmsatz von WACKER-Produkten geht leicht zurückDer Umsatz unserer Produkte ist im Jahr 2013 leicht zurückgegangen. Die Umsätze bei WACKER POLYSILICON und Siltronic blieben vor allem preisbedingt hinter dem Vorjahr zurück. Die Umsätze in den drei Chemiebereichen WACKER POLYMERS, WACKER SILICONES und WACKER BIOSOLUTIONS lagen auf Vorjahresniveau. Unser Geschäft ist geprägt durch eine hohe Wiederkaufrate. Bei Siltronic haben 99 Prozent der Kunden im Jahr 2013 Produkte bezogen, die auch im Jahr 2012 beliefert wurden. Im Geschäftsbereich WACKER POLYMERS lag die Wiederkaufrate bei 95 Prozent (bezogen auf den Umsatz), im Geschäftsbereich WACKER SILICONES bei über 92 Prozent. Die Wiederkaufrate bei WACKER POLYSILICON ist nicht aussagekräftig, da sich Kunden aus dem Solargeschäft vollständig zurückgezogen haben. Nachdem wir im Jahr 2011 für die drei Chemiebereiche ein neues Kundenmanagementsystem eingeführt hatten, konnte im Jahr 2012 auch der Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON an das System mit dem Namen SMART angeschlossen werden. Mit diesem hoch integrierten System können Kundeninformationen erfasst und dokumentiert sowie mit kundenbezogenen Daten aus allen SAP-Modulen zusammengeführt werden. Die Kunden von WACKER unterteilen sich in drei Gruppen: Global Key Accounts, Kunden und Distributoren. Key Accounts sind Kunden mit besonderer strategischer Bedeutung für WACKER und mit hohen Umsätzen. WACKER hat aktuell 37 Key Accounts, mit denen wir im Jahr 2013 rund 25 Prozent unseres Umsatzes in den Chemiebereichen (WACKER SILICONES, WACKER POLYMERS, WACKER BIOSOLUTIONS) erwirtschaftet haben. Mit unseren rund 8.000 aktiven anderen Kundenbeziehungen haben wir mehr als 55 Prozent unseres Chemieumsatzes erzielt, rund 20 Prozent mit Distributoren. Der Umsatzanteil, der über elektronische Verkaufsplattformen abgewickelt wird, hat im Jahr 2013 weiter zugenommen. Sie kommen in 63 Ländern zum Einsatz. Am häufigsten genutzt wird der elektronische Vertriebskanal in Asien, wo rund 45 Prozent unserer Umsätze in den Chemiebereichen darüber abgewickelt werden. Vertriebs- und Distributionsnetz optimiertIn Polen, Großbritannien und Irland arbeiten wir mit neuen Distributionspartnern zusammen. Neue Distributoren gibt es in China und Indien. Unsere Geschäfte mit den großen internationalen Partnern Brenntag, DKSH und IMCD haben wir weiter ausgebaut. Die Zahl der Händler ist trotz der Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben. Wir arbeiten mit 280 Distributoren (2012: 280) und fünf Distributorengruppen zusammen. Die Anzahl der Länder, in denen WACKER seine Produkte verkauft, ist auf 95 (2012: 87 Länder) gestiegen. Mit gut 50 Partnern wickeln wir rund 80 Prozent unseres Distributorengeschäfts ab. Die Marketingkommunikation ist ein zentrales Element, den Markenauftritt von WACKER zu stärken und den Absatz unserer Produkte wirkungsvoll zu unterstützen. Im Jahr 2013 haben wir 14,8 Mio. € (2012: 13,8 Mio. €) dafür ausgegeben. Prozentualer Anteil der Marketingkosten![]() Auf 88 Messen weltweit präsentDie Präsenz von WACKER auf Fachmessen hat sich im Jahr 2013 erhöht. Insgesamt waren wir auf 88 Messen (2012: 80 Messen) mit einem eigenen Stand vertreten. Erstmals haben wir unsere Polymer- und Siliconprodukte für Bauanwendungen auf einer Messe in Afrika präsentiert. Auf der BUILDEXPO in Nairobi zeigte WACKER wasserabweisende Dispersionspulver und Silicondichtmassen. Im Jahr 2013 standen mit der Kunststoffmesse K in Düsseldorf und der Messe für Beschichtungen ESC in Nürnberg zwei wichtige Veranstaltungen auf dem Programm. Auf der K stellte WACKER elf Produktneuheiten vor, auf der ESC zehn. Den Erfolg unserer Messekommunikation analysieren wir qualitativ und quantitativ. Im Jahr 2013 haben wir 24 Messen (2012: 23 Messen) einer solchen Analyse unterzogen. Messen 2013![]()
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Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich,
Großbritannien, Österreich, Schweiz, Tschechische Republik, Türkei Lagebericht der Wacker Chemie AG (Kurzfassung nach HGB)Der Lagebericht der Wacker Chemie AG und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss der Wacker Chemie AG nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Ergänzend zur Berichterstattung über den WACKER-Konzern erläutern wir die Entwicklung der Wacker Chemie AG. Der zusammengefasste Lagebericht umfasst grundsätzlich auch alle gesetzlich verpflichtenden Bestandteile für die Wacker Chemie AG. Die Wacker Chemie AG ist das Mutterunternehmen des WACKER-Konzerns und hat ihren Sitz in München. Sie ist operativ in den vier Geschäftsbereichen WACKER SILICONES, WACKER POLYMERS, WACKER POLYSILICON und WACKER BIOSOLUTIONS tätig und erzielt in diesen Geschäftsbereichen einen wesentlichen Teil des Konzernumsatzes. Die Siltronic AG ist über einen Gewinnabführungsvertrag mit der Wacker Chemie AG verbunden. Die Wacker Chemie AG ist zudem stark durch ihre direkten und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen im In- und Ausland geprägt. Die Wacker Chemie AG hält insgesamt 55 Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen und umfasst ferner die Zentralfunktionen des Konzerns. Wesentliche Leitungsfunktionen des Gesamtkonzerns liegen in der Verantwortung des Vorstands der Wacker Chemie AG. Er legt unter anderem die Konzernstrategie fest, verteilt Ressourcen wie zum Beispiel Investitionsmittel und verantwortet das Führungskräfte- und das Finanzmanagement. Der Vorstand der Wacker Chemie AG bestimmt auch die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmens, insbesondere mit dem Kapitalmarkt und den Aktionären. Die verwendeten Steuerungskennzahlen zur Unternehmenssteuerung werden konzernweit in den Geschäftsbereichen eingesetzt. Die Unternehmensziele werden für die Geschäftsbereiche konzernweit definiert und berichtet. Für die Wacker Chemie AG als selbstständige Einheit erfolgt keine eigenständige Steuerung. Wir verweisen hierzu auf die für den Konzern ausgeführten Erläuterungen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Wacker Chemie AG entsprechen im Wesentlichen denen des Konzerns und werden im Kapitel 3 angegeben. Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte die Wacker Chemie AG 9.351 Mitarbeiter. Der Jahresabschluss der Wacker Chemie AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Wesentliche Abweichungen zu den IFRS-Werten bestehen beim Anlagevermögen, bei den Abschreibungen, den Pensionsrückstellungen und den latenten Steuern. Bezogen auf das EBITDA ergeben sich nur geringfügige Unterschiede zwischen IFRS und HGB. Ertragslage der Wacker Chemie AG nach HGBGewinn- und Verlustrechnungscroll
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EBITDA ist Betriebsergebnis vor Abschreibungen
/ Zuschreibungen auf Anlagevermögen. Die Ertragslage der Wacker Chemie AG war im Geschäftsjahr 2013 geprägt durch ein weiter verringertes Betriebsergebnis. Der Jahresüberschuss blieb mit 11,6 Mio. € etwa auf dem Niveau des Vorjahres (14,9 Mio. €). Das Betriebsergebnis wurde durch die rückläufigen Umsatzerlöse, insbesondere im Bereich WACKER POLYSILICON, gemindert. Gegenläufig wirken Vereinnahmungen von erhaltenen Anzahlungen und Schadenersatzleistungen aus der Auflösung von langfristigen Lieferverträgen für Polysilicium in Höhe von 77,6 Mio. €. Sie fielen geringer aus als im Vorjahr (2012: 113,1 Mio. €). Das Finanzergebnis war im Vorjahr vor allem durch Abschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von 175,0 Mio. € belastet. Im Geschäftsjahr 2013 wurden Wertberichtigungen auf Beteiligungen in Höhe von 8,0 Mio. € vorgenommen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 64,2 Mio. € (2012: 98,5 Mio. €). Der Steueraufwand wurde im Geschäftsjahr durch Sondereffekte, insbesondere aus steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen, belastet. Das führte zu einem Jahresüberschuss von 11,6 Mio. €. Im Vorjahr war ein Jahresüberschuss von 14,9 Mio. € zu verzeichnen. Der Umsatz ging von 3,30 Mrd. € auf 3,14 Mrd. € zurück. Das sind fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Während die Geschäftsbereiche WACKER SILICONES und WACKER BIOSOLUTIONS ihren Umsatz steigern konnten, verzeichneten die Geschäftsbereiche WACKER POLYMERS und WACKER POLYSILICON Rückgänge im Umsatz. Der Geschäftsbereich WACKER SILICONES erhöhte seinen Umsatz um drei Prozent auf 1,30 Mrd. € (2012: 1,27 Mrd. €). WACKER BIOSOLUTIONS steigerte seinen Umsatz auf 118,6 Mio. € (2012: 114,4 Mio. €). Etwas rückläufig war der Umsatz im Geschäftsbereich WACKER POLYMERS. Er verringerte sich um drei Prozent auf 625,0 Mio. € (2012: 642,0 Mio. €). Im Jahresvergleich niedrigere Preise für Polysilicium als 2012 haben den Umsatz im Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON verringert. Er sank um 18,5 Prozent auf 896,1 Mio. € (2012: 1,10 Mrd. €). Die Einigung im Solarstreit hat den Markt im zweiten Halbjahr belebt, sodass WACKER große Mengen Polysilicium absetzen konnte. Die Gesamtleistung verringerte sich um 208,1 Mio. € auf 3,12 Mrd. €. Darin enthalten war ein Effekt aus Bestandsabbau in Höhe von 49,1 Mio. €. Der Materialaufwand konnte im Geschäftsjahr 2013 leicht auf 1,49 Mrd. € (2012: 1,54 Mrd. €) gesenkt werden. Hier wirken sich niedrigere Aufwendungen für Energie aus. Die Preise für strategische Rohstoffe waren im Durchschnitt etwas günstiger als im Geschäftsjahr 2012. Der Personalaufwand blieb mit 720,5 Mio. € (2012: 726,1 Mio. €) auf dem Niveau des Vorjahres. Dass der Personalaufwand nicht stärker gesunken ist, liegt an den Tarifabschlüssen für das Jahr 2013, die den Personalaufwand erhöht haben. Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte die Wacker Chemie AG 9.370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2012: 9.467). Die Forschungs- und Entwicklungskosten der Wacker Chemie AG blieben mit 102,4 Mio. € (2012: 105,0 Mio. €) auf dem Niveau des Vorjahres. Die Abschreibungen haben sich leicht verringert auf 331,7 Mio. € (2012: 341,3 Mio. €). Das sonstige betriebliche Ergebnis, bestehend aus sonstigem betrieblichen Ertrag und Aufwand, hat sich per saldo um 24 Prozent verringert. Es beträgt -419,5 Mio. € (2012: -337,0 Mio. €). Das geht zum großen Teil zurück auf die verringerten Erträge aus vereinnahmten erhaltenen Anzahlungen und Schadenersatzleistungen aus der Auflösung von Polysiliciumverträgen. Sie summierten sich im Geschäftsjahr 2013 auf 77,6 Mio. € (2012: 113,1 Mio. €). Positiv hat sich dagegen die Verbesserung des operativen Währungsergebnisses ausgewirkt. Der negative Saldo konnte auf 2,0 Mio. € reduziert werden (Vorjahr 10,0 Mio. €). Auflösungen von Rückstellungen haben das sonstige betriebliche Ergebnis per saldo um 14,2 Mio. € (2012: 24,4 Mio. €) erhöht. Im sonstigen betrieblichen Aufwand sind neben dem Währungsergebnis im Wesentlichen Aufwendungen für Ausgangsfrachten, Zölle und sonstige Vertriebskosten sowie sonstige Fremdarbeiten enthalten. Das Betriebsergebnis betrug 157,0 Mio. € und lag um 60 Prozent unter dem Vorjahreswert von 389,1 Mio. €. Insbesondere die geringeren Umsätze sind die Hauptursache für diesen Rückgang. Auf Grund der rückläufigen Gesamtleistung stieg die Materialeinsatzquote leicht auf 47,8 Prozent (2012: 46,1 Prozent). Ebenfalls auf 23,1 Prozent (2012: 21,8 Prozent) erhöht hat sich die Personaleinsatzquote. Das Beteiligungsergebnis enthält Aufwendungen für übernommene Verluste aus Ergebnisabführungsverträgen. Zudem sind Abschreibungen auf die Anteile an der Tochtergesellschaft in Brasilien in Höhe von 8,0 Mio. € enthalten. Im Vorjahr war das Beteiligungsergebnis maßgeblich durch Abschreibungen auf chinesische Gesellschaften in Höhe von insgesamt 175 Mio. € belastet. Im Geschäftsjahr 2012 wurde die Verrechnung zwischen den chinesischen WACKER-Gesellschaften und dem assoziierten Unternehmen Dow Corning (ZJG) Co. Ltd., das am Standort Zhangjiagang, China, Siloxan herstellt, an die Marktgegebenheiten angepasst. Das hat vor allem die Transferpreise für Siloxan reduziert und zur Abwertung des Beteiligungsansatzes der Dow Corning (ZJG) Holding Co. Private Ltd., Singapur, geführt. Den übernommenen Verlusten, im Wesentlichen aus der Beteiligung an der Siltronic AG in Höhe von -105,3 Mio. € (2012: -112,0 Mio. €), standen kumulierte Erträge aus Dividenden und Gewinnabführungen der Chemiebeteiligungen und Siltronic in Höhe von 67,1 Mio. € (2012: 41,3 Mio. €) gegenüber. Das Zinsergebnis ist auf dem Niveau des Vorjahres geblieben und liegt bei -41,8 Mio. € (2012: - 40,0 Mio. €). Das resultiert im Wesentlichen aus dem leicht höheren Zinsaufwand für die Aufzinsung von Pensionsrückstellungen. Die Erträge aus der Anlage von Wertpapieren und Festgeldern sowie die Zinsaufwendungen für die Finanzverbindlichkeiten blieben nahezu konstant auf dem Niveau des Vorjahres. Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beträgt 52,6 Mio. € (Vorjahr 83,6 Mio. €). Der im Vergleich zum Vorsteuerergebnis hohe Steueraufwand ergibt sich insbesondere durch steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen. Der Jahresüberschuss beträgt 11,6 Mio. €. Im Vorjahr wurde ein Jahresüberschuss von 14,9 Mio. € erzielt. Der Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2013 ergibt sich durch den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr und die Dividendenausschüttung in Höhe von 29,8 Mio. €. Er beläuft sich auf 636,1 Mio. € (2012: 654,3 Mio. €). Vermögens- und Finanzlage der Wacker Chemie AG nach HGBBilanzscroll
Der Bilanzsumme der Wacker Chemie AG ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Sie beläuft sich auf 5,07 Mrd. € (2012: 5,17 Mrd. €). Das sind zwei Prozent weniger als zum 31. Dezember 2012. In den einzelnen Posten ergaben sich dabei einige gegenläufige Effekte. Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2013 auf 3,34 Mrd. € (2012: 3,28 Mrd. €) erhöht. Das Sachanlagevermögen stieg durch Investitionszugänge um 153,2 Mio. €. Im Wesentlichen handelte es sich dabei um technische Anlagen und Maschinen. Abschreibungen minderten das Sachanlagevermögen um 328,1 Mio. € (2012: 337,6 Mio. €). Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich von 1,45 Mrd. € auf 1,70 Mrd. €. Zum einen wurde die Zwischenholding der Produktionsgesellschaft Wacker Polysilicon North America, LLC im abgelaufenen Geschäftsjahr mit zusätzlichem Eigenkapital in Höhe von 191,1 Mio. € ausgestattet. Dadurch wird der Aufbau des Produktionsstandortes Tennessee finanziert. Gegenläufig wirken Abschreibungen von insgesamt 8,0 Mio. € auf die Beteiligung an der Tochtergesellschaft in Brasilien. Außerdem wurde der als Finanzanlage bilanzierte geschlossene Investmentfonds von 140,0 Mio. € auf 200,0 Mio. € aufgestockt. Er enthält kurzfristig nicht benötigte Liquidität für die zukünftige Finanzierung unserer Investitionsprojekte. Das Anlagevermögen beträgt 66 Prozent der Bilanzsumme der Wacker Chemie AG. Im Vorjahr waren es 63 Prozent. Der Bestand an Vorräten ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Er belief sich auf 388,6 Mio. € (31. Dezember 2012: 447,5 Mio. €). Das ist ein Rückgang von 13 Prozent. Insbesondere die hohe Auslastung des Geschäftsbereichs Polysilicium führte zum Bilanzstichtag zu niedrigen Vorratsbeständen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen von 330,1 Mio. € auf 347,3 Mio. €. Reduziert haben sich die anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände. Sie beliefen sich zum Stichtag auf 593,2 Mio. €. Das sind 26 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Forderungen an verbundene Unternehmen gingen deutlich zurück. Sie beliefen sich auf 475,6 Mio. € (31. Dezember 2012: 676,7 Mio. €). Der Grund für diesen Rückgang ist die Rückführung der laufenden Finanzierung der Baumaßnahmen am neuen Produktionsstandort Charleston, Tennessee, über die Produktionsgesellschaft Wacker Polysilicon North America, LLC. Die Gesellschaft wird nun durch die Muttergesellschaft Wacker Chemicals Corporation in den USA mit Liquidität ausgestattet. Die Finanzierung wird durch die Begebung einer erstrangigen unbesicherten langfristigen Privatplatzierung in Höhe von 400 Mio. US-$ durch die Wacker Chemicals Corporation sichergestellt. Die sonstigen Vermögensgegenstände gingen um zehn Prozent zurück. Sie sanken auf 107,4 Mio. € (31. Dezember 2012: 118,8 Mio. €). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuerforderungen und sonstige Forderungen. Zum 31. Dezember 2013 verfügte die Wacker Chemie AG über 51,2 Mio. € an so genannten Commercial Papers mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten. Das Kassen- und Bankguthaben der Wacker Chemie AG belief sich zum 31. Dezember 2013 auf 337,8 Mio. € (2012: 125,2 Mio. €). Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 2,04 Mrd. € (2012: 2,06 Mrd. €). Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 40,3 Prozent (2012: 39,8 Prozent). Die Hauptversammlung der Wacker Chemie AG beschloss, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2012 eine Dividende in Höhe von 29,8 Mio. auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 624,5 Mio. € wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2013 setzt sich aus dem laufenden Ergebnis des Jahres 2013 in Höhe von 11,6 Mio. € und dem nicht ausgeschütteten Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 624,5 Mio. € zusammen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind im Vergleich zum Vorjahr wie erwartet weiter angestiegen. Sie erhöhten sich um 35,4 Mio. € auf 571,1 Mio. € (2012: 535,7 Mio. €). Auch die anderen Rückstellungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2013. Sie stiegen um 30,8 Mio. € auf 328,4 Mio. €. Das ist ein Anstieg von zehn Prozent. Sie setzen sich im Wesentlichen aus Steuer-, Personal- und Umweltschutzrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen zusammen. Grund für den Anstieg sind insbesondere Zuführungen zu den Steuer- und Personalrückstellungen. Insgesamt bilden die Rückstellungen 18 Prozent der Bilanzsumme ab. Die Finanzverbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 1,11 Mrd. € (2012: 1,06 Mrd. €). Das ist ein Anstieg von fünf Prozent. Die Kreditaufnahme bei Banken belief sich auf 819,1 Mio. € (2012: 857,1 Mio. €). Die Wacker Chemie AG hat im 2. Quartal 2013 19,0 Mio. € eines auslaufenden Schuldscheindarlehens getilgt. Finanzverbindlichkeiten aus dem Cashpooling sowie konzerninterne Darlehen stiegen um 96,5 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich zum Stichtag auf 286,5 Mio. € (2012: 190,0 Mio. €). Die Finanzverbindlichkeiten entsprechen 22 Prozent der Bilanzsumme (2012: 20 Prozent). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen blieben im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Sie beliefen sich auf 155,9 Mio. € (2012: 154,4 Mio. €). Die übrigen Verbindlichkeiten sind zurückgegangen. Sie sanken von 1,07 Mrd. € im Vorjahr auf 861,0 Mio. € zum Bilanzstichtag. Hier wirkt sich im Wesentlichen der Rückgang der erhaltenen Anzahlungen aus Polysiliciumverträgen aus. Diese verminderten sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2013 um 184,9 Mio. € auf 836,0 Mio. € (2012: 1,02 Mrd. €). Die erhaltenen Anzahlungen aus Polysiliciumlieferungen entsprechen 16 Prozent der Bilanzsumme. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr von 399,0 Mio. € auf 317,2 Mio. € zurückgegangen. Das ist ein Rückgang von 81,8 Mio. €. Im Wesentlichen sind hierfür das geringere Betriebsergebnis von 157,0 Mio. € (2012: 389,1 Mio. €) sowie deutlich geringere Abschreibungen verantwortlich. Die Abschreibungen beliefen sich auf 339,7 Mio. € (2012: 514,8 Mio. €). Die erhaltenen Anzahlungen für Polysiliciumlieferungen veränderten sich im Zeitraum Januar bis Dezember erwartungsgemäß um -184,9 Mio. € (2012: -155,0 Mio. €) auf Grund der erfolgten Lieferungen und einbehaltener Vorauszahlungen aus aufgelösten Verträgen. Das geringere Working Capital und der Aufbau von Rückstellungen haben den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit positiv beeinflusst. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit der Wacker Chemie AG hat sich mit -229,9 Mio. € (2012: -482,2 Mio. €) deutlich reduziert. Die Investitionen in Sachanlagevermögen gingen zurück. Sie beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 153,8 Mio. € (2012: 251,9 Mio. €). Ein Teil der Mittel floss in den weiteren Ausbau der Polysiliciumproduktion am Standort Nünchritz sowie in laufende Investitionen am Standort Burghausen. Die Investitionen in Finanzanlagen enthalten im Wesentlichen Kapitalerhöhungen in die Gesellschaft Wacker Polysilicon North America, LLC, für den Aufbau des Produktionsstandortes im US-Bundesstaat Tennessee. Die Finanzierung wurde über eine Zwischenholding abgewickelt. Zudem haben wir eine Einzahlung in den geschlossenen Wertpapierfonds vorgenommen. Enthalten sind ebenfalls Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von 170,9 Mio. €. Bereinigt um diesen Effekt aus dem Verkauf von Wertpapieren ergibt sich für das vergangene Geschäftsjahr ein Mittelabfluss aus langfristiger Investitionstätigkeit in Höhe von 400,8 Mio. € (2012: 611,2 Mio. €). Der Netto-Cashflow als Saldo von Investitionstätigkeit und laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Wertpapieren und Anzahlungen verbesserte sich im laufenden Geschäftsjahr deutlich. Er belief sich auf 101,3 Mio. €. (2012: -57,3 Mio. €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist geprägt von Zuflüssen aus Rückführungen konzerninterner Finanzierungen. Er beläuft sich auf 176,5 Mio. €. Im Saldo konnten konzerninterne Darlehen in Höhe von 225,3 Mio. € zurückgeführt werden. Zahlungswirksam wurde auch die Dividende für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von -29,8 Mio. €. Im Vorjahr ergab sich per saldo eine Aufnahme von Finanzierungsmitteln von -207,2 Mio. €, bei denen es sich zum großen Teil um konzerninterne Finanzierungen handelte. Die Liquidität - definiert als Summe der Wertpapiere des Umlaufvermögens, des geschlossenen Investmentfonds und des Kassen- und Bankguthabens - hat sich von 440,6 Mio. € zum 31. Dezember 2012 auf 595,9 Mio. € zum 31. Dezember 2013 verändert. Der Saldo aus Liquidität und Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten hat sich verbessert. Zum Ende des Geschäftsjahres 2013 betrugen die Nettofinanzschulden 223,3 Mio. € (2012: 416,5 Mio. €). Risiken und ChancenDie Geschäftsentwicklung der Wacker Chemie AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die des WACKER-Konzerns. An den Risiken der Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die Wacker Chemie AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Aus den Beziehungen zu unseren Beteiligungen und Tochtergesellschaften können zusätzlich aus gesetzlichen oder vertraglichen Haftungsverhältnissen (insbesondere Finanzierungen) Belastungen resultieren. Diese Haftungsverhältnisse werden im Anhang der Wacker Chemie AG dargestellt. Die Wacker Chemie AG als Mutterunternehmen des WACKER-Konzerns ist eingebunden in das konzernweite Risikomanagementsystem. Weitere Informationen hierzu finden sich auf den Seiten 252 bis 254 dieses Geschäftsberichts. Die nach § 289 Abs. 5 HGB erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems für die Wacker Chemie AG erfolgt im Abschnitt "Internes Kontrollsystem (IKS) und rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem" ab Seite 143. AusblickDie wichtigsten Prämissen, die WACKER bei der Planung zugrunde legt, sind die Energie- und Rohstoffkosten, die Personalkosten und die Wechselkurse. Für das Jahr 2014 planen wir mit einem Wechselkurs des Euro zum US-Dollar von 1,35 und zum Yen von 135. Die Erwartung für die weitere Geschäftsentwicklung der Wacker Chemie AG für 2014 ist im Wesentlichen identisch mit dem Ausblick des WACKER-Konzerns, der im Prognosebericht des Konzerns ausführlich beschrieben wird. Wir verweisen hierzu auf die Seiten 165 bis 178 dieses Geschäftsberichts. Wir gehen davon aus, das der Umsatz um einen mittleren einstelligen Prozentsatz gegenüber dem Vorjahr steigt und das EBITDA um mindestens zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegt. Für die Wacker Chemie AG erwarten wir einen leicht positiven Jahresüberschuss. VeröffentlichungDer von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der Wacker Chemie AG, aus dem hier insbesondere die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wiedergegeben sind, wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und ist über die Website des Unternehmensregisters zugänglich. Er wird zusammen mit dem Konzernabschluss veröffentlicht. Dieser Abschluss kann bei der Wacker Chemie AG, Hanns-Seidel-Platz 4, 81737 München, angefordert oder im Internet abgerufen werden. www.wacker.com Risikobericht Beschreibung und Erklärung zum internen Kontroll- und RisikomanagementsystemRisikomanagement ist integrierter Bestandteil der UnternehmensführungDas Risikomanagement ist für WACKER ein integrierter Bestandteil der Unternehmensführung. Als weltweit tätiges Unternehmen sind wir einer Vielzahl unterschiedlicher Risiken ausgesetzt, die sich unmittelbar aus unserer operativen Tätigkeit ergeben. Ausgehend vom vertretbaren Gesamtrisiko entscheidet der Vorstand, welche Risiken wir eingehen, um Chancen nutzen zu können, die sich dem Unternehmen bieten. Das Risikomanagement von WACKER hat das Ziel, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, sie angemessen zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen. Risiken sind für uns interne und externe Ereignisse, die ein Erreichen unserer Ziele und Prognosen negativ beeinflussen. Das bestehende Risikomanagementsystem haben wir im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. In den Risikokonsolidierungskreis sind alle Mehrheitsgesellschaften von WACKER einbezogen sowie die at equity konsolidierten Unternehmen. Als Spezialchemie- und Halbleiterunternehmen haben wir eine besondere Verantwortung für den Betrieb unserer Anlagen und den Schutz von Mensch und Umwelt. An allen unseren Produktionsstandorten gibt es Mitarbeiter, die für die Themen Anlagen- und Arbeitssicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz verantwortlich sind. Unser Risikomanagement entspricht den gesetzlichen Anforderungen und ist Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über die aktuelle Risikolage des Konzerns und der einzelnen Geschäftsbereiche informiert. RisikosteuerungWACKER konzentriert sich darauf, Risiken im Rahmen eines nachvollziehbaren, alle Unternehmensprozesse umfassenden Risikomanagement- und Kontrollsystems zu identifizieren, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Die Grundlage dafür bilden die definierte Risikostrategie und ein effizientes Berichtswesen. Dabei wird die Risikostrategie vom Vorstand regelmäßig überprüft und weiterentwickelt, vor allem in Bezug auf die konzernweiten Prozesse der strategischen Planung und des Berichtswesens. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird vom Vorstand über bestehende Risiken regelmäßig unterrichtet. Chancen werden im Rahmen des Risikomanagements weder systematisch erfasst noch im Rahmen der internen Berichterstattung zur Steuerung des Unternehmens kommuniziert. Alle Unternehmensebenen sind in das Risikomanagement eingebunden. Es besteht aus drei miteinander verzahnten Elementen:
Organisation und Instrumente des RisikomanagementsystemsDas Risikomanagementsystem von WACKER beinhaltet verschiedene Elemente. Das konzernweite Risikomanagementsystem greift auf bestehende Organisations- und Berichtsstrukturen zurück, ergänzt um zusätzliche Elemente:
RisikoidentifikationRisiken werden bei WACKER auf zwei Ebenen identifiziert: auf Geschäftsbereichs- und Konzernebene. Um Risiken zu erkennen und zu ermitteln, setzen wir unterschiedliche Instrumente ein. Dazu gehören unter anderem Auftragsentwicklung, Markt- und Wettbewerbsanalysen, Kundengespräche sowie laufende Beobachtung und Analyse des wirtschaftlichen Umfelds. Risikomanagementsystem![]() Bewertung, Quantifizierung und Management von RisikenIdentifizierte Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Auswirkungen auf das Ergebnis analysiert. In monatlichen Berichten wird der Vorstand durch das Konzerncontrolling über die gegenwärtige und die voraussichtliche zukünftige Geschäftsentwicklung und deren Risiken informiert. Risiken und Chancen bewerten wir in regelmäßigen Besprechungen mit den Geschäftsbereichen und wägen sie gegeneinander ab. Der Zentralbereich Controlling stellt sicher, dass die Standards des Risikomanagements umgesetzt werden und der Risikomanagementprozess weiterentwickelt wird. Er ist verantwortlich für das konzernweite Erfassen aller wesentlichen Risiken sowie für die systematische Bewertung nach einheitlichen Maßstäben. Wesentliche sowie bestandsgefährdende Risiken werden sofort über ein so genanntes Ad-hoc-Reporting gemeldet. Da die Geschäftsbereiche Ergebnisverantwortung tragen, ist dieser Prozess eng mit dem operativen Controlling verknüpft. Die Risiken der einzelnen Geschäftsbereiche werden monatlich identifiziert und eingeschätzt. Das operative Risikomanagement ist in diesen Einheiten verankert. Ebenso eingebunden in das Risikocontrolling auf Konzernebene sind die Zentralbereiche Finanzen und Versicherungen, Bilanzierung und Steuern, Einkauf Rohstoffe, Technischer Einkauf & Logistik, Zentrale Ingenieurtechnik sowie Recht. Das Management finanzwirtschaftlicher Risiken liegt in der Verantwortung des Zentralbereichs Finanzen. Dort konzentriert sind alle Maßnahmen zu Währungs- und Zinssicherungsgeschäften sowie zur ausreichenden Liquiditätsausstattung des Konzerns. Der Handlungsrahmen besteht aus detaillierten Vorgaben und Richtlinien, die unter anderem eine Funktionstrennung von Handel und Abwicklung vorsehen. Das Forderungsmanagement gegenüber Kunden und Lieferanten überwacht der Zentralbereich Bilanzierung und Steuern. Internes Kontrollsystem (IKS) und rechnungslegungsbezogenes internes KontrollsystemDas interne Kontrollsystem (IKS) ist ein integraler Bestandteil des Risikomanagementsystems. Grundlagen internes Kontrollsystem (IKS)![]() Mit dem internen Kontrollsystem in Bezug auf die Rechnungslegung verfolgen wir das Ziel, die gesetzlichen Vorgaben, die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie die Regeln der International Financial Reporting Standards (IFRS) einheitlich umzusetzen und zu gewährleisten. Dadurch sollen Fehlaussagen in der Konzernrechnungslegung sowie in der externen Berichterstattung vermieden werden. Das interne Kontrollsystem in Bezug auf die Rechnungslegung soll gewährleisten, dass trotz identifizierter Risiken in der Finanzberichterstattung ein mit hinreichender Sicherheit regelungskonformer Konzernabschluss erstellt wird. Das schafft die Voraussetzung dafür, den interessierten Zielgruppen wie zum Beispiel Investoren, Banken und Analysten ordnungsgemäße und verlässliche Informationen zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich zu den beschriebenen Grundlagen des IKS nehmen wir Bewertungen und Analysen vor, um Risiken mit direktem Einfluss auf die Finanzberichterstattung zu identifizieren und zu minimieren. Wir verfolgen ständig Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften und schulen die Mitarbeiter, die an diesen Themen arbeiten, umfassend und regelmäßig. Um das Risiko von Fehlaussagen in der Bilanzierung komplexer, anspruchsvoller Teilbereiche zu verringern, beispielsweise beim Thema Pensionen, ziehen wir externe Experten hinzu. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte Bilanzierung aller Geschäftsvorfälle vorgenommen wird und dass kontinuierlich zuverlässige Daten über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vorliegen. Wir halten dabei die gesetzlichen Normen, Rechnungslegungsvorschriften und internen Bilanzierungsregelungen ein. Sie sind für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verbindlich. Wesentliche Bilanzierungsrichtlinie ist das konzernweit gültige, im Intranet zugängliche Bilanzierungshandbuch. Es formuliert verbindliche Regeln für die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung. Die Konzernrichtlinie zur Bilanzierung enthält einheitliche Vorgaben für die organisatorische Verantwortung von bilanzierungsrelevanten Themen. Der Organisationsablauf ist zudem durch Bilanzierungs- und Organisationsrichtlinien sowie Buchungsanweisungen vorgegeben. Ein konzernweit gültiger Terminkalender stellt den vollständigen und zeitgerechten Ablauf des Abschlusses sicher. Die Einhaltung der Berichtspflichten und -fristen wird zentral durch das Konzernrechnungswesen überwacht. Die Funktionstrennung von Bilanzbuchhaltung und Bilanzanalyse sowie Bilanzierungsstrategie beugt der Gefahr vor, dass mögliche Fehler vor Fertigstellung des Abschlusses nicht identifiziert werden oder dass Rechnungslegungsvorschriften nicht eingehalten werden. Zugriffsvorschriften im IT-System sowie das Vieraugenprinzip in der Buchhaltung der Einzelgesellschaften wie auch bei der Konsolidierung im Konzern sichern die Vollständigkeit und Genauigkeit der Prozesse. Die Tochtergesellschaften sind verantwortlich dafür, dass die bestehenden Regelungen dezentral umgesetzt werden. Sie werden dabei vom Konzernrechnungswesen unterstützt und überwacht. Daneben existieren länderspezifische Bilanzierungsvorschriften, die es einzuhalten gilt. Die Einzelabschlüsse werden nach Freigabe durch das lokale Management der Tochtergesellschaft in ein zentrales Konsolidierungssystem überführt. Die gemeldeten Daten werden durch automatische Validierungen im System sowie durch Berichte und Analysen kontrolliert. Das gewährleistet die Datenintegrität und das Einhalten der Berichterstattungslogik. Vergleiche mit den jeweiligen Vorjahreswerten dienen der Erläuterung der eingespielten Daten. Nachdem die Datenplausibilität sichergestellt worden ist, beginnt der Konsolidierungsprozess. Auch hier führen wir sowohl systembasierte als auch manuelle Kontrollen der einzelnen Konsolidierungsschritte durch. Sollten dabei Fehler oder Differenzen auftreten, werden diese systematisch abgearbeitet und manuell korrigiert. Abschließend analysieren wir die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz des Konzerns hinsichtlich Trends und Varianzen. Die Wirksamkeit der Kontrollen gewährleisten wir durch Feedback-Gespräche der verantwortlichen Mitarbeiter sowie durch die laufende Kontrolle wesentlicher Kennzahlen im Rahmen der monatlichen Managementberichterstattung und systemgestützter Testläufe. Daneben gibt es regelmäßig externe Prüfungen sowie prüferische Durchsichten zum Ende des Geschäftsjahrs und zu den Quartalen. Das Management der Geschäfts- und Zentralbereiche sowie der Tochtergesellschaften bestätigt quartalsweise durch bereichsbezogene Bestätigungen, dass alle für den Quartals- oder Jahresabschluss wesentlichen Sachverhalte gemeldet wurden. Der Aufsichtsrat ist durch den Prüfungsausschuss ebenfalls in das Kontrollsystem eingebunden. Der Prüfungsausschuss überwacht insbesondere den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems sowie die Abschlussprüfung. Zudem prüft er die Unterlagen zum Einzelabschluss der Wacker Chemie ag und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für diese Abschlüsse und erörtert diese mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer. Alle eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Berechtigungskonzepte, Freigabekonzepte und Zugangsbeschränkungen vor Missbrauch geschützt. Mit regelmäßigen Systemsicherungen und Wartungsmaßnahmen minimiert die Zentralabteilung Information Technology sowohl das Risiko eines Datenverlustes als auch das eines Ausfalls rechnungslegungsrelevanter IT-Systeme. Eine absolute Sicherheit hinsichtlich der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems können wir jedoch auch mit angemessenen und funktionsfähigen Systemen nicht zu 100 Prozent garantieren. Interne KontrolleVervollständigt wird das Risikomanagementsystem durch unsere interne Konzernrevision. Sie überprüft im Auftrag des Vorstands und mit Hilfe des Revisionshandbuchs regelmäßig alle Unternehmensteile. Die Auswahl der Prüfthemen wird vom Vorstand in Abstimmung mit dem Prüfungsausschuss nach einem risikoorientierten Ansatz festgelegt und wenn notwendig an geänderte Rahmenbedingungen unterjährig flexibel angepasst. Im Jahr 2013 lag der Schwerpunkt der Prüfungen auf der Abrechnung von Investitionsprojekten und externen Instandhaltungsleistungen. Außerdem wurden mit funktionsübergreifenden Audits die Geschäftsprozesse von vier Tochtergesellschaften untersucht. Insgesamt führte die Konzernrevision 32 Audits im Geschäftsjahr 2013 (2012: 32 Audits) durch. Der aufgestellte Prüfplan wurde im Wesentlichen abgearbeitet, sieben Themen bzw. Punkte der Nachschau werden im Geschäftsjahr 2014 abgeschlossen. Es ergaben sich keine wesentlichen Beanstandungen. Hinweise aus den Prüfungen, die Prozesse zu optimieren, werden umgesetzt und systematisch verfolgt. Externe KontrolleExtern wird das Risikofrüherkennungssystem durch den Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung untersucht. Er berichtet darüber an Vorstand und Aufsichtsrat. Zentrale RisikofelderDefinition der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkungen von RisikenWir beschreiben die Eintrittswahrscheinlichkeit der von uns aufgeführten Risiken mit Hilfe von Schlüsselbegriffen. Sie ermöglichen es, unsere Einschätzungen zu den einzelnen Risikofeldern nachzuvollziehen. Prozentual entsprechen diese Begriffe diesen Bandbreiten:
Die Auswirkungen auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns für den Fall, dass die aufgeführten Risiken eintreten sollten, beschreiben wir ebenfalls anhand von Schlüsselbegriffen. Wir bewerten den möglichen Ergebniseffekt dabei nach der Nettomethode, also nach Durchführung entsprechender Gegenmaßnahmen wie zum Beispiel gebildete Rückstellungen oder Hedging. Die folgenden Begriffe entsprechen dabei diesen Bandbreiten:
Die folgende Tabelle gibt unsere Einschätzung zur Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken und zu ihren möglichen Auswirkungen auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Eintrittsfall wieder. Die Aussagen beziehen sich auf den Prognosezeitraum, also auf das Geschäftsjahr 2014. Eintrittwahrscheinlichkeit und mögliche Auswirkungen unserer Risiken für 2014scroll
Gesamtwirtschaftliche RisikenSzenario: Konjunktur schwächt sich weiter ab. Auswirkungen für WACKER: Produktionsauslastung sinkt, höhere spezifische Herstellungskosten, Umsatz- und Ergebnisrückgang im Konzern. Maßnahmen: Wir begegnen diesem Risiko, indem wir die konjunkturelle Entwicklung in unseren wesentlichen Absatzmärkten fortlaufend beobachten. Schwächt sich die wirtschaftliche Entwicklung ab, treffen wir frühzeitig Vorbereitungen, um unsere Produktionskapazitäten, Ressourcen und Vorräte der Kundennachfrage flexibel anpassen zu können. In einem solchen Fall konzentrieren wir beispielsweise die Auslastung auf Produktionsstandorte mit den besten Kostenpositionen und legen Produktionsanlagen zeitweise still. Um einem Konjunkturabschwung zu begegnen, nutzen wir auch das Instrument der Kurzarbeit und verlängern keine befristeten Arbeitsverträge. Einschätzung: Für das Jahr 2014 erwarten Marktbeobachter, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft beschleunigen wird. Sowohl in den entwickelten Industrienationen als auch in den aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens, Südamerikas und Osteuropas soll die Konjunktur an Fahrt gewinnen. Gleichzeitig bleiben die politischen und strukturellen Herausforderungen hoch. Die Finanz- und Schuldenkrise in Europa und das Defizit in den öffentlichen Haushalten der USA bergen unverändert Risiken für die Stabilität der Weltwirtschaft. Risikobewertung: Wir sehen derzeit keine konkreten Anzeichen dafür, dass sich die Konjunktur wesentlich anders entwickelt als von den Experten prognostiziert. Angesichts der beschriebenen Risiken kann es grundsätzlich sein, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2014 hinter den derzeitigen Erwartungen zurückbleibt. In unserem Chemiegeschäft beliefern wir weltweit eine große Anzahl von Kunden aus den unterschiedlichsten Industriebranchen. Temporäre Schwächen in einzelnen Branchen beziehungsweise Absatzregionen können wir dadurch erfahrungsgemäß zumindest teilweise ausgleichen. Sollte die Weltkonjunktur schwächer wachsen als derzeit erwartet, so werden die Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung in unserem Chemiegeschäft voraussichtlich niedrig sein. Wenn es allerdings unerwartet zu einer Rezession kommen sollte, die die Nachfrage nach unseren Produkten in einer Reihe von wichtigen Absatzmärkten und Branchen signifikant bremst, so dürfte das unser Ergebnis im Chemiegeschäft zumindest in mittlerem Umfang schmälern. Die Entwicklung von Absatzmengen und Preisen im Geschäft von Siltronic mit Halbleiterwafern hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab: Erstens kommt es darauf an, wie sich die Nachfrage von Konsumenten und Industrie nach elektronischen Geräten entwickelt - beispielsweise nach Computern, Smartphones und Tablet PCs. Zweitens spielt das Verhältnis zwischen den weltweit verfügbaren Produktionskapazitäten und der Nachfrage der Halbleiterhersteller eine wichtige Rolle. Beide Faktoren stehen in einem engen Zusammenhang miteinander. Sollte sich das Konsumklima wider Erwarten weltweit spürbar abkühlen, so hätte das voraussichtlich mittlere Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung von Siltronic. Die weitere Entwicklung in unserem Polysiliciumgeschäft wird in erster Linie von den regulatorischen Rahmenbedingungen für die Nutzung der Solarenergie sowie für den internationalen Handel mit Photovoltaikanlagen und Solarsilicium bestimmt. Konjunkturelle Einflüsse spielen demgegenüber eine untergeordnete Rolle. Sollte sich die Weltwirtschaft schwächer entwickeln als derzeit angenommen, so hätte das mittlere Auswirkungen auf die Ertragslage im Polysiliciumgeschäft von WACKER. AbsatzmarktrisikenSzenario 1: Überkapazitäten in den Chemiebereichen. Auswirkungen für WACKER: Preis- und Mengendruck auf unsere Produkte. Maßnahmen: WACKER begegnet diesem Risiko, indem wir unsere Produktionskapazitäten anpassen und die Anlagenauslastung durch Mengensteuerung sichern, durch strukturiertes Preismanagement, durch Prozessoptimierungen und durch das intensive Bearbeiten von Wachstumsmärkten. Es ist weiterhin unser Ziel, den Anteil konjunkturstabiler Produktbereiche im Geschäftsportfolio auszubauen und in den Bereichen, in denen der Konzern tätig ist, weltweit zu den führenden Anbietern zu zählen. Durch enge Zusammenarbeit mit den Kunden versuchen wir frühzeitig, neue Anwendungen zu erschließen und damit die Kunden langfristig an uns zu binden. Einschätzung: Wir gehen davon aus, dass das Risiko von Überkapazitäten im Jahr 2014 für unsere Produkte gleich bleiben wird. Im Geschäftsbereich WACKER POLYMERS sehen wir Überkapazitäten für Dispersionen und Dispersionspulver in Asien. Wir gehen allerdings davon aus, dass wir trotz der Überkapazitäten stark ausgelastet sein werden. Im Geschäftsbereich WACKER SILICONES gibt es bei der Siloxanproduktion in China Überkapazitäten wie auch in einzelnen Segmenten, beispielsweise bei Flüssigsiliconkautschuk, die zu einer niedrigeren Auslastung führen können. Der Preisdruck auf die Produkte in den Chemiebereichen bleibt im Jahr 2014 bestehen. Risikobewertung: Die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass es in einzelnen Feldern unseres Chemiegeschäfts zu Überkapazitäten und infolgedessen zu Preisdruck kommen wird. Diese Entwicklung haben wir in unseren Planungen und Prognosen bereits berücksichtigt. Etwaige darüber hinausgehende Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns liegen im mittleren Bereich. Szenario 2: zyklische Schwankungen und intensiver Wettbewerb auf dem Halbleitermarkt. Auswirkungen für WACKER: Rückgang bei Mengen und Preisen. Maßnahmen: Siltronic versucht, die Risiken durch konsequentes Kostenmanagement und Flexibilität in Strukturen und Produktion zu verringern. Wir haben mit der Schließung des Standortes Hikari, Japan, im Jahr 2012 und der Stilllegung der 150 mm Siliciumwafer Fertigung in Portland unsere Kapazitäten bei Durchmessern < 300 mm den Marktentwicklungen angepasst. Im Segment der 300 mm Wafer arbeitet Siltronic weiter daran, die Effizienz ihrer Produktions- und Geschäftsprozesse und damit ihre Kostenbasis zu verbessern. Einschätzung: Das Jahr 2014 bleibt für die Halbleiterindustrie herausfordernd. Marktforscher gehen davon aus, dass der Absatz um gut fünf Prozent zulegen wird bei anhaltend hohem Preisdruck. Die Abwertung des Yen gegenüber dem Euro nutzen japanische Wettbewerber von Siltronic dazu, die Preise für ihre Halbleiterwafer zu reduzieren. Das könnte die Werthaltigkeit der Produktionsanlagen von Siltronic für 300 mm Wafer beeinflussen. Wir erwarten eine höhere Nachfrage vor allem bei 300 mm Siliciumwafern. Bei Scheibendurchmessern kleiner als 300 mm werden die Absatzmengen im Jahr 2014 möglicherweise zurückgehen. Risikobewertung: In unserem Halbleitergeschäft gehen wir davon aus, dass die Absatzmengen im Jahr 2014 bei anhaltend hohem Preisdruck leicht höher ausfallen werden als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Dieses Szenario liegt unseren Planungen und Prognosen zugrunde. Wir halten es für möglich, dass sich Mengen und Preise substanziell anders entwickeln als von uns erwartet. Sollten die Absatzmengen entgegen unseren aktuellen Erwartungen deutlich schlechter ausfallen, so hätte das mittlere Auswirkungen auf das Ergebnis von Siltronic. Szenario 3: Überkapazitäten und Preisrisiken bei Polysilicium, schwierige Marktbedingungen auf Grund rückläufiger staatlicher Förderprogramme, angespannte finanzielle Situation vieler Kunden. Auswirkungen für WACKER: Mengenrisiken bestehen, wenn zu starke und zu schnelle Kürzungen der staatlichen Solarförderung den Photovoltaikmarkt negativ beeinflussen. Überkapazitäten könnten über einen intensiven Preiswettbewerb Druck auf die Margen ausüben. Beides könnte zu rückläufigem Umsatz und Ergebnis führen und die Werthaltigkeit unserer Produktionsanlagen für Polysilicium beeinflussen. Maßnahmen: Diesem Risiko begegnen wir, indem wir unsere Produktivität, unsere Kostenpositionen und unsere Qualität ständig verbessern. Bei Nachfragerückgängen passen wir unsere Produktionskapazitäten flexibel der Marktentwicklung an. Die im Oktober 2012 in einzelnen Betrieben am Standort Burghausen eingeführte Kurzarbeit haben wir im Februar 2013 auf Grund der anziehenden Nachfrage wieder aufgehoben. Um unseren Kapazitätsaufbau dem erwarteten Bedarf unserer Kunden anzupassen, haben wir bereits im Herbst 2012 beschlossen, den Zeitplan für den neuen Standort Charleston, Tennessee, USA, um etwa 18 Monate zu strecken. Die Produktion soll nun im zweiten Halbjahr 2015 zu starten. Dieser Zeitplan ist weiterhin aktuell. Einschätzung: Die Photovoltaikindustrie ist nach wie vor geprägt von Produktionsüberkapazitäten. Der lang anhaltende Preisdruck in allen Wertschöpfungsstufen hat sich aber zuletzt abgeschwächt. Die Preise für Polysilicium waren seit Anfang des Jahres 2013 annähernd stabil, allerdings auf einem sehr niedrigen Niveau. Der Konsolidierungsprozess in der Branche ist noch nicht abgeschlossen und wird sich im Jahr 2014 wahrscheinlich fortsetzen. Insgesamt gehen wir davon aus, dass wir als Kosten- und Qualitätsführer gestärkt aus diesem Konsolidierungsprozess hervorgehen werden. Solange die weltweiten Produktionskapazitäten den Marktbedarf übersteigen, sind die Chancen für spürbar höhere Preise auf allen Wertschöpfungsstufen jedoch gering. Wir gehen davon aus, dass die staatlichen Fördermittel für die Photovoltaik in einigen Ländern Europas tendenziell weiter gesenkt werden. Im Gegensatz dazu werden die Förderprogramme außerhalb Europas - etwa in China, Japan und den USA - wahrscheinlich ausgeweitet. Gleichzeitig machen sinkende Preise für Photovoltaikkomponenten die Solarenergie immer wettbewerbsfähiger. Die Photovoltaik ist auf dem Weg, innerhalb der erneuerbaren Energien eine der kostengünstigsten Technologien zur Stromerzeugung zu werden. Diese Entwicklung wird dazu beitragen, neue Märkte zu erschließen und den weltweiten Markt für Photovoltaikanwendungen weiter wachsen zu lassen. Risikobewertung: Der Konsolidierungsprozess in der Solarindustrie wird sich im Jahr 2014 aller Voraussicht nach fortsetzen. Solange diese Entwicklung anhält und die weltweiten Produktionskapazitäten den Marktbedarf übersteigen, ist es möglich, dass sich die Preise für Polysilicium gegenüber dem derzeitigen Niveau substanziell nicht verändern. In unseren Planungen und Prognosen gehen wir von einer solchen Entwicklung aus. Sollte die Nachfrage nach Solarsilicium das Angebot deutlich übersteigen, so würde das die Ertragslage von WACKER POLYSILICON vermutlich im mittleren Bereich positiv beeinflussen. Umgekehrt hätte ein Einbruch der Nachfrage nach Solarsilicium von WACKER wahrscheinlich mittlere Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung in diesem Geschäft. BeschaffungsmarktrisikenSzenario: höhere Rohstoff- und Energiepreise, Engpässe in der Verfügbarkeit bestimmter Rohstoffe. Auswirkungen für WACKER: Ergebnisbelastung auf Grund höherer Rohstoff- und Energiepreise. Bei Engpässen in der Verfügbarkeit erhöhen sich die Lieferzeiten zum Kunden und es können sich Absatzverluste ergeben. Maßnahmen: Für strategische Rohstoffe und Energie erarbeiten wir jährlich - bei Bedarf auch ad hoc - systematische Beschaffungsstrategien, die auch eine Einschätzung des Beschaffungsrisikos beinhalten. Sofern die Beschaffungsrisiken als signifikant eingestuft werden, treffen wir, wo immer möglich, entsprechende Gegenmaßnahmen. Beispiele für solche Maßnahmen sind langfristige Lieferverträge mit Partnern, eine strukturierte Beschaffung bei mehreren Lieferanten mit Verträgen von unterschiedlicher Laufzeit, eine Ausweitung der Lieferantenbasis und höhere Sicherheitsbestände. Durch unsere Siliciummetallproduktion im norwegischen Holla sind wir bei einem unserer wichtigsten Rohstoffe rückwärtsintegriert. Das verringert unsere Abhängigkeit von externen Lieferanten deutlich. Wir sind in der Lage, knapp ein Drittel unserer benötigten Mengen in hoher Qualität selbst zu produzieren. Einschätzung: WACKER hat sich im Energie- und Rohstoffeinkauf so aufgestellt, dass wir im Auf- wie im Abschwung der wirtschaftlichen Entwicklung die Risiken besser steuern können. Sollte sich die Weltwirtschaft deutlich abschwächen, sind unsere Verträge bei wichtigen Rohstoffen so angelegt, dass wir die Abnahmemengen flexibel anpassen können und, wo immer es geht, durch Preisgleitklauseln von niedrigeren Preisen profitieren. Sollte die Weltwirtschaft wachsen, sind wir bei den Mengen so abgesichert, dass wir keine größeren Risiken in der Rohstoffversorgung sehen. Die Preise können in solchen Situationen durchaus deutlich ansteigen. Erfahrungsgemäß bestehen dann aber auch Chancen, diese Mehrkosten durch höhere Verkaufspreise für die eigenen Produkte zumindest teilweise auszugleichen. Insgesamt sehen wir die Risiken, denen WACKER bei der Rohstoffversorgung und den Rohstoffpreisen ausgesetzt ist, derzeit als gering an. Derzeit können energieintensive Unternehmen oder Unternehmensteile größtenteils von der EEG-Umlage befreit werden. Auch WACKER profitiert davon in einzelnen Unternehmensteilen. Eine Einschränkung der Befreiungsregeln würde die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Unternehmensteile erheblich beeinträchtigen. Der Umfang dieser Befreiungsregelungen ist derzeit Gegenstand von politischen Diskussionen und auch von Rechtsverfahren in Deutschland und Europa. Der Ausgang dieser Verfahren ist für uns nicht prognostizierbar. Risikobewertung: Die Risiken, denen WACKER bei der Rohstoffversorgung und den Rohstoffpreisen ausgesetzt ist, sehen wir derzeit als gering an. Entsprechend schätzen wir die möglichen Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns als niedrig ein. Hoch sind dagegen die Risiken und die möglichen Auswirkungen auf unser Ergebnis, die von der weiteren regulatorischen Gestaltung der Energiepreise in Europa und speziell in Deutschland ausgehen (s. auch "Regulatorische Risiken, Energiewende in Deutschland", auf den Seiten 155 bis 157). MarktentwicklungsrisikenSzenario: Fehleinschätzung künftiger Marktentwicklungen, fehlende Kundenakzeptanz bei neu entwickelten Produkten. Auswirkungen für WACKER: Eine falsche Einschätzung künftiger Marktentwicklungen kann sich auf unsere Stellung im Markt und unsere Ergebnissituation auswirken. Neue Produkte, die wir am Markt vorbei entwickeln, haben negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis. Maßnahmen: WACKER arbeitet eng mit seinen Kunden zusammen und hat dadurch eine gute Informationsbasis für neue Anwendungen und Produkte. Gleichzeitig beobachten wir intensiv den Markt und unsere Wettbewerber bis hinunter auf Geschäftsfeldebene, führen Kunden- und Lieferanteninterviews durch und sind regelmäßig auf den für WACKER wichtigen Messen präsent. In Einzelfällen geben wir Marktstudien in Auftrag. Risiken, die sich aus unserer Entwicklungsarbeit ergeben, minimieren wir, indem wir bestimmte Entwicklungen gemeinsam mit Kunden durchführen. WACKER kooperiert bei seinen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen, um neueste Trends in seiner Technologie- und Produktentwicklung zu berücksichtigen. Einschätzung: WACKER verfügt über langjährige Markterfahrung und eine detaillierte Planung, die sofort aktualisiert wird, sobald sich Marktentwicklungen verändern. Risikobewertung: Das Risiko, dass wir Marktentwicklungen falsch beurteilen oder darauf nicht entsprechend reagieren, schätzen wir als gering ein. Sollte dies in einzelnen Anwendungsfeldern dennoch geschehen, so wären die Auswirkungen auf unsere Ertragsentwicklung voraussichtlich niedrig. InvestitionsrisikenSzenario: Fehlinvestitionen, höhere Investitionskosten als geplant, Inbetriebnahme verzögert sich, ursprüngliche Marktprämissen verändern sich negativ, Übernahme von Risiken aus at equity-Beteiligungen. Auswirkungen für WACKER: Fehlinvestitionen führen zu Leerkosten bzw. Wertminderungen auf Anlagen und Beteiligungen. Höhere Investitionskosten führen zukünftig zu einem höheren Abschreibungsaufwand im operativen Ergebnis. Verzögerte Inbetriebnahmen bergen die Gefahr, dass wir Lieferverträge nicht erfüllen können und Umsatz- sowie Ergebnisrückgänge verzeichnen. Maßnahmen: WACKER verfügt über eine Vielzahl an Maßnahmen, Investitionsrisiken entgegenzuwirken. Die Planung von neuen Projekten mit einer Investitionssumme über 1,5 Mio. € wird grundsätzlich auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft. Anhand von Studien für den Vergleich mit anderen Anlageprojekten, auch von Wettbewerbern, prüfen wir die Wirtschaftlichkeit. Investitionen werden von uns nur in Teilabschnitten freigegeben. Ein intensives Projektcontrolling dient dazu, Zeitverzögerungen zu minimieren bzw. auszuschließen. Durch die Gründung von Partnerschaften wie mit Samsung oder Dow Corning haben wir unser eigenes Investitionsrisiko verringert. In diesem Zusammenhang bestehen jedoch langfristige Abnahme- und Finanzierungsverpflichtungen mit den jeweiligen assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen. Gleichzeitig kann über das Equity-Ergebnis unsere Ertragslage beeinflusst werden. Einschätzung: WACKER hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass komplexe technische Investitionsprojekte im vorgegebenen Zeitplan oder früher fertig gestellt werden können. Um an unserem neuen Standort Charleston, Tennessee, USA, wie vorgesehen im zweiten Halbjahr 2015 mit dem Hochfahren der Polysiliciumproduktion beginnen zu können, laufen gegenwärtig die Ausschreibungen für die noch ausstehenden Gewerke. Wegen des Booms bei Shale-Gas werden in den USA in den nächsten Jahren eine Reihe von Großprojekten der chemischen Industrie durchgeführt. Auf Grund dieser Konkurrenzsituation ist es möglich, dass die Investitionen für Material und Montage höher ausfallen als ursprünglich erwartet. Wie hoch diese Mehrkosten sein werden und ob parallel laufende Industrieprojekte Einfluss auf den Zeitplan für den Produktionsstart in Charleston haben werden, lässt sich erst nach Abschluss der Ausschreibungen sagen. Risikobewertung: Wir halten es für möglich, dass es bei unserer neuen Polysiliciumproduktion in Charleston zu Verzögerungen bei der Inbetriebnahme und zu höheren Investitionen kommen kann. In welchem Umfang eine spätere Inbetriebnahme die Ergebnisentwicklung des Konzerns beeinflussen könnte, ist für uns derzeit schwer abzuschätzen. Sollte die Inbetriebnahme mehrere Monate später erfolgen als heute geplant, so könnte der Ergebniseffekt im mittleren Bereich liegen. ProduktionsrisikenSzenario: Risiken bei Produktion, Lagerung, Abfüllung und Transport von Rohstoffen, Erzeugnissen und Abfällen. Auswirkungen für WACKER: Personen-, Sach- und Umweltschäden, Produktionsausfälle und Betriebsunterbrechungen, Verpflichtung zu Schadenersatzzahlungen. Maßnahmen: WACKER steuert seine Prozesse über das Integrierte Managementsystem (IMS). Es regelt Abläufe und Verantwortlichkeiten und berücksichtigt gleichrangig Produktivität, Qualität, Sicherheit, Umwelt- und Gesundheitsschutz. Basis für das IMS sind gesetzliche Regelungen sowie nationale und internationale Standards wie Responsible Care® und Global Compact, die weit über die von Gesetzen geforderten Standards hinausgehen. Durch umfangreiche Instandhaltungskontrollen und laufende Inspektionen versuchen wir, höchstmögliche Betriebssicherheit an unseren Produktionsstandorten zu gewährleisten. Um die Sicherheit der Anlagen zu garantieren, führen wir von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme umfangreiche Sicherheits- und Risikoanalysen durch. Zum Thema Sicherheit führen wir regelmäßig Seminare zu Anlagensicherheit, Explosions- und Arbeitsschutz durch. Im Schadensfall regeln an jedem WACKER-Standort Gefahrenabwehrpläne die Zusammenarbeit von internen und externen Einsatzkräften sowie mit den Behörden. Bei der Zusammenarbeit mit Logistikdienstleistern werden Gefahrguttransporte vor jedem Beladen kontrolliert. Mängel werden konsequent erfasst und verfolgt. Einschätzung: Risiken, die sich aus der Produktion, Lagerung, Abfüllung und dem Transport von Rohstoffen, Erzeugnissen und Abfällen ergeben, sind nie ganz auszuschließen. Risikobewertung: Auch wenn es grundsätzlich möglich ist, dass Risiken bei Produktion, Lagerung, Abfüllung und Transport von Rohstoffen, Erzeugnissen und Abfällen eintreten können, halten wir die Wahrscheinlichkeit eines gravierenden Schadensereignisses derzeit für gering. Sollte es allerdings zu einem solchen Fall kommen, so könnte das mittlere Auswirkungen auf das Ergebnis des WACKER-Konzerns haben. Finanzwirtschaftliche Risiken: WACKER ist finanzwirtschaftlichen Risiken aus seiner laufenden Geschäftstätigkeit und aus der Finanzierung ausgesetzt. Dazu gehören Kreditrisiken, Marktpreisrisiken sowie Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken. Das Management dieser Risiken wird von den dafür zuständigen Bereichen von WACKER gesteuert. Wir setzen originäre und derivative Finanzinstrumente ein, um die durch das operative Geschäft notwendigen finanziellen Bedürfnisse und Risiken zu decken und zu steuern. Der Einsatz dieser Finanzinstrumente ist verboten, wenn kein tatsächliches oder geplantes operatives Geschäft zugrunde liegt. Der Konzernanhang informiert ausführlich über die Sicherung von Risiken durch derivative Finanzinstrumente. Weitere Informationen dazu auf den Seiten 252 bis 256 im Konzernanhang Steuerung von finanzwirtschaftlichen Risikenscroll
KreditrisikoSzenario: Kunde oder Geschäftspartner kommt seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach. Auswirkungen für WACKER: Forderungsausfall aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ausfall von Banken bezüglich ihrer Verpflichtungen gegenüber WACKER (Kreditauszahlung, Rückzahlung von Einlagen, Ausgleichszahlungen aus Derivategeschäften). Maßnahmen: Wir setzen verschiedene Instrumente ein, um das Risiko des Forderungsausfalls zu verringern. Je nach Art und Höhe der jeweiligen Leistungen verlangen wir Sicherheiten. Dazu gehört der Eigentumsvorbehalt. Unsere Vorsorgemaßnahmen umfassen das Einholen von Referenzen und Kreditauskünften sowie die Auswertung historischer Daten der Geschäftsbeziehung, insbesondere des Zahlungsverhaltens. Ausfallrisiken begrenzen wir durch Kreditversicherungen. Dem Kontrahentenrisiko bzgl. der Banken und Vertragspartner begegnen wir durch eine sorgfältige Auswahl unserer Vertragspartner. Geldanlagen und Derivategeschäfte tätigen wir nur mit Banken, die ein Mindestrating von A- der Ratingagentur Standard & Poor's oder einer vergleichbaren anderen Ratingagentur haben. Für Anlagen gelten zusätzlich noch Höchstanlagelimits und maximale Laufzeiten. In Ausnahmefällen dürfen auch mit Banken niedrigerer Bonität innerhalb enger Limits und Laufzeiten Anlagen getätigt oder Derivategeschäfte abgeschlossen werden. Die gleichen Kriterien gelten für den Erwerb von Staats- und Unternehmensanleihen oder anderen Wertpapieren. Einschätzung: Die Kreditrisiken aus dem Kundengeschäft sind beherrschbar. Kreditrisiken aus vertraglichen Verpflichtungen mit Finanzinstituten ergeben sich aus Finanzanlagen und derivativen Finanzinstrumenten. Geschäfte mit Währungs- und Zinsderivaten sowie das Management der Liquidität erfolgen weltweit zentral durch den Zentralbereich Finanzen. Risikobewertung: Die Wahrscheinlichkeit, dass Kreditrisiken aus dem Kundengeschäft eintreten, schätzen wir als gering ein. Wir gehen davon aus, dass durch unsere Regelungen zum Kontrahentenrisiko unsere Risikokonzentration bzgl. des Ausfalls von Banken gering ist. Sollten dennoch wider Erwarten Kreditrisiken aus dem Kundengeschäft beziehungsweise durch den Ausfall von Banken eintreten, so lägen die Auswirkungen auf das Ergebnis von WACKER voraussichtlich im niedrigen Bereich. Marktpreisrisiken sowie Risiken schwankender ZahlungsströmeSzenario: Währungs-, Zins- und Rohstoffpreisschwankungen. Auswirkungen für WACKER: Einfluss auf Ergebnis, Liquidität und Finanzanlagen. Maßnahmen: Währungsrisiken entstehen im Wesentlichen durch Wechselkursschwankungen bei Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die nicht in Euro gehalten werden. Das Währungsrisiko aus Finanzinstrumenten ist insbesondere für den US-Dollar, den japanischen Yen, den Singapur-Dollar und den chinesischen Renminbi bedeutsam. Das resultierende Netto-Fremdwährungsexposure sichert WACKER ab einer bestimmten Größenordnung durch derivative Finanzinstrumente ab. Deren Einsatz ist in der Anweisung zum Devisenmanagement geregelt. Wir arbeiten mit Devisenoptionen, Devisentermingeschäften und Devisenswaps. Devisensicherungen erfolgen vorwiegend für den US-Dollar, den japanischen Yen sowie den Singapur-Dollar. Außerdem begegnen wir Wechselkursrisiken auch durch unsere Produktionsstandorte außerhalb des Euroraumes. Zinsrisiken entstehen durch Veränderung der Marktzinsen. Das wirkt sich auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Aufnahmen und Anlagen aus. Die Veränderung hat damit unmittelbaren Einfluss auf Liquidität und Finanzlage des Konzerns. Zinssicherungen nehmen wir bei identifiziertem Exposure im Eurobereich vor. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist in internen Anweisungen geregelt, die die Funktionstrennung von Handel und Abwicklung vorsehen und strengen Kontrollen innerhalb des gesamten Abwicklungsprozesses unterliegen. Die Effektivität der durchgeführten Maßnahmen wird kontinuierlich überwacht. Warenpreise werden teilweise durch börsengehandelte Futures abgesichert. Einschätzung: Einen Teil unseres US-Dollar-, Yen- und Singapur-Dollar-Geschäftes sichern wir durch Hedging ab. Mögliche Belastungen, die sich aus dem Anstieg des Euro ergeben könnten, werden durch Hedgingmaßnahmen teilweise aufgehoben. Deshalb erwarten wir im Geschäftsjahr 2014 keine größeren Effekte aus Währungskursveränderungen. Risikobewertung: Die Wahrscheinlichkeit, dass es im Jahr 2014 zu Währungskurs- und Zinsänderungen kommt, die substanziell von unseren Planungsannahmen abweichen, schätzen wir aus heutiger Sicht als gering ein. Sollte dieser Fall entgegen unseren Erwartungen dennoch eintreten, so hätte das vermutlich niedrige Auswirkungen auf das Konzernergebnis. LiquiditätsrisikoSzenario: mangelnde Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln, erschwerter Zugang zu den Kreditmärkten. Auswirkungen für WACKER: steigende Finanzierungskosten, Einfluss auf die weiteren Ausbaupläne. Maßnahmen: Das Liquiditätsrisiko wird bei WACKER zentral gemanagt. Der Zentralbereich Finanzen setzt effiziente Systeme ein, um Cashmanagement und rollierende Liquiditätsplanung zu betreiben. Dem Finanzierungsrisiko beugt WACKER durch eine ausreichende Verfügbarkeit von fest zugesagten längerfristigen Kreditlinien sowie vorgehaltener Liquidität vor. Im Rahmen des Cashpoolings werden die liquiden Mittel intern im Konzern bedarfsgerecht weitergeleitet. Einschätzung: Die Liquidität von WACKER hat sich im Geschäftsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr auf Grund von neu aufgenommenen Darlehen bei gleichzeitig deutlich niedrigeren Investitionen erhöht. Zum Bilanzstichtag belief sie sich auf 624,5 Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten überstiegen zu diesem Zeitpunkt die Liquidität - bestehend aus lang- und kurzfristigen Wertpapieren, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten - um 792,2 Mio. €. Die von uns aufgenommenen Darlehen enthalten als einzige Financial Covenants das Verhältnis von Net Debt zu EBITDA. Gleichzeitig bestanden ungenutzte Kreditlinien mit einer Laufzeit von über einem Jahr von rund 700 Mio. €. Wir legen liquide Mittel nur bei Emittenten oder Banken an, die eine Bonität im soliden Investment-Grade-Bereich haben. Die Anlage liquider Mittel unterliegt außerdem von uns festgelegten Limits. Risikobewertung: Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit des Eintritts von Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken als gering ein. Risiken, die sich aus Verstößen gegen Financial Covenants ergeben, sehen wir aktuell nicht. Sollte es dennoch wider Erwarten zu Finanzierungs- oder Liquiditätsengpässen kommen, wären ihre Auswirkungen auf das Konzernergebnis niedrig. PensionenSzenario: Steigende Lebenserwartung der bezugsberechtigten Mitarbeiter, zusätzliche Verpflichtungen aus Gehalts- und Rentenanpassungen sowie sinkende Abzinsungsfaktoren erhöhen den Umfang der Pensionsverpflichtungen. Signifikante Veränderungen in der Zusammensetzung des investierten Fondsvermögens und der Kapitalmarktzinsen führen zu einem Anstieg bzw. Rückgang des Fondsvermögens. Andere Kriterien bei der Bewertung der Pensionspläne beeinflussen den periodenbezogenen Nettopensionsaufwand. Seit dem Jahr 2013 sind Unternehmen nach IAS 19 verpflichtet, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie andere Bewertungsänderungen sofort und vollständig im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Das führt dazu, dass es zu einer höheren Volatilität des Eigenkapitals kommt. Weitere zukünftige Änderungen in den Grundsätzen der Pensionsbilanzierung können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns negativ beeinflussen. Auswirkungen für WACKER: Ein Großteil der betrieblichen Pensionszusagen von WACKER ist über die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG, über Pensionsfonds und Zweckvermögen sowie über Versicherungen abgedeckt. Den Hauptbeitrag leistet die Pensionskasse. Ein Anstieg der Pensionsrückstellungen sowie ein Sinken des Fondsvermögens und eine mögliche Zuführung finanzieller Mittel an die Pensionskasse bzw. in das Deckungsvermögen beeinflussen die Finanzlage und das Ergebnis des Konzerns. Neben der Grundversorgung über die Pensionskasse gibt es leistungsorientierte Pensionspläne in Form von Direktzusagen. Außerdem haben Mitarbeiter die Möglichkeit, Teile ihres Entgelts in unmittelbare Versorgungszusagen umzuwandeln. Die höhere Lebenserwartung der Bezugsberechtigten sowie Gehalts- und Rentenanpassungen und der Abzinsungsfaktor (Barwertermittlung aus einem Endkapital) wirken sich ebenfalls erheblich auf das Eigenkapital und das Ergebnis von WACKER aus. Maßnahmen: Ein erheblicher Teil der betrieblichen Pensionszusagen von WACKER ist über die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG, über Pensionsfonds und Zweckvermögen sowie über Versicherungen abgedeckt. Gemäß ihrer Satzung und den allgemeinen Versicherungsbedingungen betreibt die Pensionskasse die Pensionsversicherung für die in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter von WACKER. Damit eine ausreichende Verzinsung des Vermögens sichergestellt und Anlagerisiken begrenzt werden können, ist das Anlageportfolio diversifiziert über unterschiedliche Anlageklassen und Regionen. Im Rahmen ihres Bilanzstrukturmanagements steuert und optimiert die Pensionskasse alle Vermögenspositionen mit dem Ziel, bei vorgegebenen Risikogrenzen die erforderliche Rendite zu erreichen. WACKER leistet als eines der Trägerunternehmen bedarfsorientierte finanzielle Zuwendungen an die Pensionskasse. So wird eine ausreichende Deckung der Pensionsverpflichtungen sichergestellt. Im Rahmen der übrigen leistungsorientierten Pensionszusagen passen wir von Zeit zu Zeit die Berechnungsparameter, beispielsweise bei der Mindestverzinsung, an. Einschätzung: Die bezugsberechtigten Mitarbeiter werden immer älter und die Kapitalmarktzinsen sind in den vergangenen Jahren stetig gesunken. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals wird zukünftig wahrscheinlich nicht ausreichen, um die Pensionsverpflichtungen auf Dauer zu erfüllen. So wurde der Beitrag für leistungsorientierte Pensionszusagen der Wacker Chemie AG im Rahmen der Absicherung durch die Pensionskasse von 350 Prozent des Arbeitnehmerbeitrages im Jahr 2013 auf 400 Prozent im Jahr 2014 erhöht. Risikobewertung: Die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass WACKER im Jahr 2014 weitere Zahlungen in die Pensionskasse und höhere Rentenzahlungen für die übrigen Zusagen leisten muss. Da wir dieses Risiko in unserer Bilanzierung in hinreichendem Maße berücksichtigt haben, schätzen wir die Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung des WACKER-Konzerns als niedrig ein. Für die Zukunft ist die Wahrscheinlichkeit allerdings höher, dass wir weitere Zahlungen in die Pensionskasse leisten müssen. Weitere Informationen dazu ab Seite 231 im Konzernanhang Rechtliche RisikenSzenario: vielfältige steuerliche, marken-, patent-, wettbewerbs-, kartell-, umwelt-, arbeits- und vertragsrechtliche Risiken, die sich aus unserem internationalen Geschäft ergeben können. Auswirkungen für WACKER: langwierige Rechtsstreitigkeiten, die sich auf unser operatives Geschäft, auf das Image und die Reputation unseres Unternehmens auswirken und hohe Kosten verursachen können. Maßnahmen: Rechtliche Risiken begrenzen wir durch ein zentrales Vertragsmanagement und juristische Prüfung durch unsere Rechtsabteilung. Falls erforderlich greifen wir auch auf hoch qualifizierte, spezialisierte Rechtsexperten von außen zurück. Patente, Marken und Lizenzen schützen und überwachen wir durch unsere Abteilung Intellectual Property. Anhand von Recherchen patentrechtlicher Regelungen stellen wir sicher, dass vor Aufnahme von Forschungs- und Entwicklungsprojekten geklärt ist, ob bestehende Patente und Schutzrechte Dritter eine wettbewerbsfähige Vermarktung neu entwickelter Produkte, Technologien und Verfahren behindern. Mögliche Rechts- und Gesetzesverletzungen begrenzen wir durch Compliance-Programme. Im Code of Conduct des WACKER-Konzerns sind Verhaltensregeln definiert und festgelegt, die für alle Mitarbeiter bindend gelten. Durch Schulungen steigern wir die Sensibilität für diese Themen und versuchen, Reputationsrisiken zu vermeiden. Einschätzung: Wir sehen zurzeit keine Rechtsstreitigkeiten, Patentverletzungen oder anderen rechtlichen Risiken, die unser Geschäft erheblich beeinflussen könnten. Risikobewertung: Auf Grund der Vielfalt unserer geschäftlichen Aktivitäten in allen wesentlichen Regionen der Welt ist es grundsätzlich immer denkbar, dass rechtliche Risiken eintreten, etwa in Form von Rechtsstreitigkeiten. Konkrete Hinweise auf solche Ereignisse, die sich in größerem Umfang auf unser Geschäft auswirken könnten, haben wir aber gegenwärtig nicht und halten die Eintrittswahrscheinlichkeit derzeit für gering. Sollten solche Risiken eintreten, so hätte das mittlere Auswirkungen auf das Ergebnis des WACKER-Konzerns. Regulatorische RisikenEnergiewende in DeutschlandSzenario: Die Transformation des Energieversorgungssystems in Deutschland hin zu einem Anteil von 80 Prozent erneuerbarer Energien im Stromsektor bis zum Jahr 2050 (Energiewende) schafft ein regulatorisches Umfeld, das voraussichtlich durch ständige Anpassungen des Gesetzgebers in Berlin und Brüssel geprägt sein wird (EEG-Reform, besondere Ausgleichsregelungen für energieintensive Unternehmen, Netznutzungsentgelt, Eigenstromprivileg, EU-Beihilfeverfahren, Beihilferichtlinien, Grünbuch 2030 der EU, Kapazitätsmechanismen). Auswirkungen für WACKER: Mehrbelastungen wegen steigender staatlicher Umlagen auf den Strombeschaffungspreis. Maßnahmen: Wir beobachten kontinuierlich das regulatorische Geschehen in Deutschland und der Europäischen Union. Bei absehbaren Änderungen der geltenden Rechtslage versuchen wir, unsere Positionen durch Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern und durch Mitarbeit in den Wirtschaftsverbänden in die relevanten Gesetzgebungsverfahren einzubringen. Zudem sondieren und nutzen wir Marktchancen, die sich zum Beispiel aus erneuerbaren Energien ergeben (industrielles Lastmanagement). Einschätzung: Wir gehen davon aus, dass das regulatorische Umfeld im Kontext der Energiewende in den nächsten Jahren in Bewegung bleiben wird. WACKER begleitet die Umsetzung der Energiewende auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene. Risikobewertung: Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es im Erneuerbare-Energien-Gesetz und bei den besonderen Ausgleichsregelungen für energieintensive Unternehmen zu Änderungen kommen wird. Ob sich daraus zusätzliche Belastungen für WACKER ergeben und falls ja, wie erheblich diese sein werden, lässt sich derzeit nicht verlässlich prognostizieren. Am wahrscheinlichsten ist aus unserer Sicht ein Szenario mit begrenzten Änderungen, die maximal mittlere Auswirkungen auf das Konzernergebnis haben werden. Sollten die Entlastungsregelungen für energieintensive Unternehmen im Hinblick auf die EEG-Einspeisevergütung, das Privileg für selbst erzeugten Strom und das Netznutzungsentgelt allerdings gänzlich abgeschafft werden, so hätte das große Auswirkungen auf das Ergebnis von WACKER. Anti-Dumping-VerfahrenSzenario: Anti-Dumping-Verfahren des chinesischen Wirtschaftsministeriums gegen Polysiliciumhersteller aus Europa. Auswirkungen für WACKER: negativer Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, Einfluss auf die weiteren Ausbaupläne für Polysilicium, Einfluss auf langfristige Kundenbeziehungen. Maßnahmen: Zurzeit laufen ein Anti-Dumping- und ein Anti-Subventions-Verfahren des chinesischen Wirtschaftsministeriums gegen Polysiliciumhersteller aus Europa. WACKER versucht durch aktive Teilnahme an diesen Verfahren, Strafzölle für europäische Polysiliciumhersteller in China zu verhindern. WACKER lehnt jegliche Form von Handelsbeschränkungen ab. Wir versuchen, in zahlreichen Gesprächen mit den politischen Verantwortungsträgern in Deutschland, auf EU-Ebene und in China das Verhängen von Strafzöllen auf europäisches Polysilicium zu vermeiden. Hierbei arbeiten wir kooperativ mit dem chinesischen Wirtschaftsministerium zusammen. WACKER versucht ebenso wie seine chinesischen Kunden, den negativen Einfluss von Strafzöllen auf die Geschäftsentwicklung und den Markt deutlich zu machen. Eine endgültige Entscheidung des chinesischen Wirtschaftsministeriums wird im April 2014 erwartet. Ein vorläufiger Entscheid liegt bereits vor. Darin sind Zölle festgelegt worden, die aber ausgesetzt sind. Einschätzung: Es ist nicht vorhersehbar, wie sich das chinesische Wirtschaftsministerium entscheiden wird. Risikobewertung: WACKER geht davon aus, dass die inzwischen endgültig bestätigte Entscheidung der Europäischen Union, den im Juli 2013 gefundenen Kompromiss im Solarstreit dauerhaft anzunehmen und auf generelle Strafzölle für chinesische Solarprodukte zu verzichten, den Ausgang des Verfahrens in China positiv beeinflussen könnte. Dennoch ist es nach unserer Einschätzung möglich, dass das chinesische Wirtschaftsministerium signifikante Strafzölle auf europäisches Solarsilicium verhängen wird. Sollte dieser Fall eintreten, wären die Auswirkungen für unsere Ergebnisentwicklung groß, denn dies würde das Geschäft von WACKER POLYSILICON empfindlich bremsen und könnte die Werthaltigkeit unserer Produktionsanlagen beeinflussen. Neue Regelungen für Vor-, Zwischen- und Endprodukte, die WACKER selbst herstellt oder verwendet, sowie Auswirkungen auf unsere ProduktionsverfahrenSzenario: Durch neue gesetzliche Regelungen werden die Herstellung und die Verwendung chemischer Substanzen strenger reguliert. Neue Vorschriften machen Änderungen an den Produktionsverfahren von WACKER notwendig. Auswirkungen für WACKER: zusätzliche Investitionen in Produktionsanlagen, Umsatzverluste in einzelnen Anwendungsfeldern. Maßnahmen: WACKER beobachtet ständig das regulatorische Umfeld für seine Produkte und Produktionsprozesse, um bei sich abzeichnenden Änderungen rechtzeitig reagieren zu können. So haben wir in einigen Anlagen zur Herstellung von Siliconen damit begonnen, diese mit zusätzlicher Technik auf mögliche regulatorische Veränderungen vorzubereiten. Einschätzung: Grundsätzlich ist es immer möglich, dass es auf Grund neuer gesetzlicher Regelungen notwendig wird, unser Produktportfolio zu modifizieren oder unsere Produktionsprozesse anzupassen. Risikobewertung: Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit, dass neue Vorgaben zusätzliche Investitionen in unsere Produktionsanlagen oder Änderungen an unserem Produktangebot erfordern, als gering ein. Derzeit haben wir keine Kenntnis von konkret getroffenen Entscheidungen, die unser Geschäft in signifikanter Weise beeinflussen würden. Sollten solche Änderungen eintreten, so wären ihre Auswirkungen auf das Ergebnis von WACKER allenfalls im niedrigen Bereich. IT-RisikenSzenario: Angriff, Störung und unerlaubter Zugriff auf die IT-Systeme und die Netzwerke, die die Datensicherheit gefährden. Auswirkungen für WACKER: negativer Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, auf Produktions- und Arbeitsabläufe, Know-how-Verlust. Maßnahmen: WACKER überprüft ständig die eingesetzten Informationstechnologien und unternimmt alles, damit die IT-gestützten Geschäftsprozesse sicher abgewickelt werden können. Unser IT-Sicherheits- und -Risikomanagement hat die Aufgabe, Gefährdungen in wirtschaftlicher Weise zu beherrschen. Die Grundlage dafür bildet der ISO-Standard 27001. Anhand einer Risikoanalyse definieren wir für unsere zentralen Systeme die Anforderungen hinsichtlich der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität der Daten, die wir in so genannten SLAS (Service Level Agreements) mit unseren Geschäfts- und Zentralbereichen festhalten. Das Einhalten dieser SLAS überwachen und kontrollieren wir laufend. Für unsere zentralen ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) haben wir für das Jahr 2013 eine Verfügbarkeit von 99,5 Prozent vereinbart und übertroffen. Das erreichen wir durch eine hochverfügbare Auslegung unserer Systeme sowie ein damit verbundenes Backup- und Recovery-Verfahren. Für den Notfall haben wir entsprechende Vorsorge getroffen (Business Continuity Management). IT-Risiken im Projektumfeld minimieren wir durch eine einheitliche Projekt- und Qualitätsmanagementmethode. Sie stellt sicher, dass Änderungen kontrolliert in unsere Systemlandschaft integriert werden. Bevor neue IT-Lösungen produktiv gesetzt werden, überprüfen wir, ob die Entwicklungs- und Sicherheitsvorgaben eingehalten worden sind. Konsequentes Architektur- und Bebauungsmanagement verringert die Komplexität und die Risiken. Auftretende Risiken im operativen Betrieb erfassen wir im Rahmen des Risikomanagements, bewerten sie und leiten gezielt Gegenmaßnahmen ein. Ebenso optimieren wir laufend die Prozesse im Bereich IT-Servicemanagement. Um Ausfälle, Datenverlust, Datenmanipulation und unerlaubte Zugriffe auf unser Netzwerk zu verhindern, setzen wir moderne Hard- und Softwarelösungen ein. Angriffen auf unsere IT-Systeme durch Schadsoftware begegnen wir durch effiziente Schutzprogramme. Weltweit haben wir ein Sicherheitsteam etabliert, das Problemen bei Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Daten und Systeme durch organisatorische und technische Maßnahmen sowie mittels Awareness-Programmen entgegenwirkt. Zusätzlich führen wir in regelmäßigen Abständen umfassende Penetrationstests und Audits im In- und Ausland durch, um der Gefahr von Hackerattacken vorzubeugen. Einschätzung: Störungen und Angriffe auf die IT-Systeme und Netzwerke sind nie vollständig auszuschließen. Ein langfristiger Ausfall der IT-Systeme oder ein wesentlicher Datenverlust können den Geschäftsbetrieb von WACKER erheblich beeinträchtigen. Risikobewertung: Auf Grund unserer Vorsorgemaßnahmen stufen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit und sich daraus ergebende Risiken als gering ein. Sollte es in unseren IT-Systemen aber dennoch zu Störungen, Ausfällen und Angriffen größeren Umfangs beziehungsweise längerer Dauer kommen, so hätte das mittlere Auswirkungen auf das Ergebnis des WACKER-Konzerns. PersonalrisikenSzenario: demografischer Wandel, Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften, Probleme beim Besetzen von Führungspositionen. Auswirkungen für WACKER: Der Mangel an Fach- und Führungskräften kann sich negativ auf das weitere Wachstum des Unternehmens auswirken, Verlust des technologischen Vorsprungs. Maßnahmen: Wir begrenzen die Personalrisiken über personalpolitische Maßnahmen. Dazu gehört insbesondere unser neuer Talent-Management-Prozess. Hinzu kommen vielfältige Aus- und Weiterbildungsangebote, gute Sozialleistungen und eine leistungsorientierte Vergütung. Wir bieten unseren Mitarbeitern außerdem unterschiedliche Arbeitszeitregelungen und -modelle an sowie Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. WACKER hat für alle Schlüsselpositionen im Unternehmen einschließlich aller Positionen des Oberen Führungskreises (OFK) konzernweit eine detaillierte Nachfolgeplanung. Für jede Stelle im oberen Management werden bis zu drei Kandidaten hinsichtlich Potenzial und Leistung beobachtet. WACKER unterscheidet zwischen kurzfristigem (bis zu zwei Jahren) und mittelfristigem (zwischen zwei und vier Jahren) Nachfolgebedarf. Unabhängig davon hat WACKER für OFK-Mitarbeiter für den Fall einer längeren Abwesenheit oder Krankheit einen Stellvertreter benannt. Einschätzung: Der demografische Wandel wird das Risiko, nicht ausreichend geeignetes Fach- und Führungspersonal zu finden, mittel- und langfristig erhöhen. Risikobewertung: Für das Jahr 2014 sehen wir die Risiken für unseren Personalbedarf als gering an. Im Eintrittsfall wären die Auswirkungen auf das Konzernergebnis vermutlich niedrig. Externe RisikenSzenario: Pandemie, Naturkatastrophe, Krieg oder Bürgerkrieg. Auswirkungen für WACKER: Beeinträchtigung unserer unternehmerischen Handlungsfähigkeit, Produktionsausfälle, Ausfall von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Umsatz- und Ergebniseinbußen. Maßnahmen: WACKER ist ein global operierender Konzern mit Produktionsanlagen und technischen Zentren in Europa, Amerika und Asien sowie weltweit rund 50 Vertriebsbüros. Mögliche Pandemien, Naturkatastrophen und Kriegshandlungen in einzelnen Ländern oder Regionen, in denen wir tätig sind, stellen ein potenzielles Risiko für unsere Geschäfts- und Produktionsabläufe, den Absatz unserer Produkte, unser Anlagevermögen und damit für unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dar. Unsere geschäftsverantwortlichen Einheiten und unsere Standorte haben Pläne und Maßnahmen erarbeitet und kommuniziert, um die Auswirkungen einer Pandemie auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter und auf unsere Geschäftsprozesse zu minimieren. Der "Pandemie-Vorsorgeplan" stellt ein einheitliches und koordiniertes Vorgehen sicher. Die finanziellen Auswirkungen von Schäden an unseren Produktionsanlagen durch Naturkatastrophen sind zum Teil durch Versicherungen abgedeckt. Da WACKER über Produktionsstandorte auf verschiedenen Kontinenten verfügt, ist unsere Produktions- und Lieferfähigkeit bis zu einem gewissen Grad auch dann gewährleistet, wenn einzelne Anlagen ausfallen sollten. Einschätzung: Risiken, die sich aus Pandemien, Naturkatastrophen, Kriegs- oder Bürgerkriegshandlungen ergeben können, sind nie ganz auszuschließen. Risikobewertung: Dass WACKER von Risiken, die sich aus Pandemien, Naturkatastrophen, Kriegs- oder Bürgerkriegshandlungen ergeben, betroffen sein könnte, halten wir für gering. Unsere Vorsorgepläne sowie unsere weltweit verteilten Produktionsstandorte und Vertriebsniederlassungen tragen dazu bei, die Auswirkungen lokaler oder regionaler Schäden auf unsere Geschäftsabläufe zu begrenzen. Daher gehen wir davon aus, dass auch beim Eintritt solcher Ereignisse die Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung des WACKER-Konzerns im niedrigen Bereich liegen. Entwicklung der Risiken für das Jahr 2014scroll
• gleich geblieben ▼ gesunken ▲ gestiegen ChancenberichtChancenmanagementsystemDas Chancenmanagementsystem des WACKER-Konzerns ist unverändert gegenüber dem Vorjahr. Es ist als Instrument auf der Ebene der Geschäftsbereiche wie auch auf Konzernebene verankert. Operative Chancen identifizieren und nutzen wir in den Geschäftsbereichen, da sie über das notwendige detaillierte Produkt- und Markt-Know-how verfügen. WACKER setzt kontinuierlich Marktbeobachtungs- und Analyseinstrumente ein, beispielsweise zur strukturierten Auswertung von Markt-, Industrie- und Wettbewerbsdaten. Zudem greifen wir für die Beurteilung zukünftiger Chancen auf Kundeninterviews zurück. Die Kontrolle - wie WACKER Chancen wahrnimmt - erfolgt über Kennzahlen (Rolling Forecast, Ist Berichterstattung). Chancenmanagementsystem![]() Strategische Chancen von übergeordneter Bedeutung - wie Strategieanpassungen oder mögliche Akquisitionen, Kooperationen und Partnerschaften - werden auf Vorstandsebene behandelt. Das geschieht im Rahmen des jährlichen Strategieentwicklungs- und Planungsprozesses und bei aktuellen Themen in den turnusmäßigen Vorstandssitzungen. Für diese Themen werden in der Regel unterschiedliche Szenarien und Risiko-Chancen-Profile entwickelt und zur Entscheidung gestellt. WACKER sieht in den nächsten Jahren eine Reihe von Chancen, das Unternehmen erfolgreich weiterzuentwickeln. Gesamtwirtschaftliche WachstumschancenUnabhängig von dem schwieriger werdenden wirtschaftlichen Umfeld sieht WACKER gute Chancen, in jungen Märkten und Absatzregionen weiter zu wachsen. Die Fokusländer und -regionen sind dabei für uns Brasilien, China, Indien und der Mittlere Osten. Das stärkste Wachstum sehen wir nach wie vor in China und Südostasien. Um diese Chancen wahrnehmen zu können, bauen wir unsere Präsenz in diesen Märkten kontinuierlich und gezielt aus. Unsere technischen Kompetenzzentren und die WACKER ACADEMY bilden das Fundament für die hohe Servicequalität und Kundennähe von WACKER. Branchenspezifische ChancenBranchenspezifische Chancen ergeben sich vor allem aus unserem breiten Produktportfolio, mit dem wir in hervorragender Weise globale Zukunftsthemen bedienen. An der Bedeutung dieser Themen für unser Geschäft hat sich nichts geändert. Der zunehmende Wohlstand in der Region Asien und in Schwellenländern anderer Regionen lässt die Nachfrage nach höherwertigen Produkten steigen, in denen Silicone zum Einsatz kommen. WACKER will von dieser Entwicklung profitieren und seinen Anteil an höherwertigen Siliconprodukten gegenüber den Standardprodukten weiter erhöhen. Besonders im Fokus stehen dabei die Bereiche Automobil, Kosmetik und Körperpflege sowie Gesundheit, Medizin und Elektronik. Mit Innovationen im Körperpflegebereich, in der Folientechnik, im 3D-Druck und im Elektronikbereich wollen wir dieses Wachstum begleiten. Gute Wachstumschancen für den Geschäftsbereich WACKER SILICONES sehen wir im Elektro- und Elektronikmarkt, speziell im LED-Bereich. In unserem neuen technischen Kompetenzzentrum für Elektronik in Seoul haben wir einige Produkte in der Forschungspipeline. WACKER konzentriert sich dabei auf Materialien für die Einkapselung von Chips und für Linsen. LED-Beleuchtungstechnik wird nach einer Studie von McKinsey den weltweiten Beleuchtungsmarkt dominieren. Bis 2020 soll ihr Anteil 70 Prozent betragen. Asien wird bis dahin der größte Markt sein mit einem Volumen von 45 Prozent. Auch im Geschäftsbereich WACKER POLYMERS gibt es Wachstumspotenziale auf Grund des steigenden Lebensstandards in den Schwellenländern. Ein wichtiges Thema ist dabei die Modifizierung von Zement durch Dispersionspulver. Mit der Beimischung von Dispersionspulvern lässt sich Zement nicht nur besser verarbeiten und dünner auftragen, sondern kann auch in seinen Eigenschaften wesentlich verbessert werden. Er wird streichfähiger, flexibler oder wasserabweisender. Während in den Industriestaaten bereits 85 Prozent des Zements modifiziert werden, liegt der Anteil in den Schwellenländern erst bei rund 15 Prozent. Weltweit werden von den 30 Mio. Tonnen Zement erst 20 Prozent mit Dispersionspulvern modifiziert. Nach wie vor Wachstumspotenzial sieht der Geschäftsbereich WACKER POLYMERS in seinem Substitutionsgeschäft vor allem für die Teppichindustrie. Mit einer neuen VAE-Dispersion wollen wir gezielt den europäischen Markt bearbeiten. Im Geschäftsbereich WACKER BIOSOLUTIONS sehen wir mit der Übernahme der Scil Proteins Production gute Chancen, unser Geschäft auf dem Gebiet der Pharmaproteine auszubauen. Wir verfügen jetzt über einen Fermenter mit einer Kapazität von bis zu 1.500 Litern. Darin können pharmazeutische Wirkstoffe für die klinische Prüfung, aber auch für die Marktversorgung hergestellt werden. Energie bleibt ein wichtiges Zukunftsthema und hier vor allem die Photovoltaikindustrie. Die Wettbewerbsfähigkeit der Solarindustrie im Vergleich zu anderen Energieträgern erhöht die Nachfrage nach Solaranlagen weiter. Immer stärker werden regenerative Energiequellen in vielen Ländern der Welt genutzt. Andere Länder und Regionen haben Deutschland als wichtigen Markt abgelöst. Zu nennen sind hier in erster Linie die USA, China und Japan. Der Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON wird als Hersteller von polykristallinem Reinstsilicium und als Kosten- und Qualitätsführer davon profitieren. Absatzchancen und -risikenscroll
Unternehmensstrategische ChancenDer Ausbau unserer Produktionskapazitäten in den vergangenen Jahren bietet WACKER Chancen, in seinen Geschäftsbereichen weiter zu wachsen. Der Investitionsschwerpunkt verlagert sich allerdings auf Anlagen zur Herstellung von Fertigprodukten. Mit der Inbetriebnahme des neuen Polysiliciumstandortes im US-Bundesstaat Tennessee Mitte 2015 können wir mit den neuen Produktionskapazitäten am weiteren Wachstum des Photovoltaikmarktes teilhaben. Im Geschäftsbereich WACKER SILICONES wollen wir mit einer neuen Organisationsstruktur die Region Asien noch stärker durchdringen und unseren Marktanteil deutlich steigern. Unterstützt werden die Business Teams in Asien von zwei Teams für globale Produktentwicklung und globale Geschäftsentwicklung. Wir haben in der Region jetzt fünf neue Business Teams, die aus unterschiedlichen Ländern heraus das Geschäft in verschiedenen Anwendungsgebieten verantworten. In Zusammenarbeit mit unseren Kunden wollen wir Produkte entwickeln, die auf die Bedürfnisse vor Ort zugeschnitten sind. Übersicht Unternehmenschancenscroll
Leistungswirtschaftliche ChancenWACKER bieten sich eine Reihe von Chancen, seine Kostenstrukturen, Prozesse und Produktivitäten zu verbessern. Im Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON und in der Siltronic haben wir jeweils Kostensenkungspotenziale identifiziert und setzen die Maßnahmen bereits um. Hebel für Kostensenkungen sehen wir u. a. in den spezifischen Kosten bei Hilfsstoffen, Produktivitätsfortschritten in der Herstellung sowie einer größeren Auswahl von Lieferanten, um bessere Einkaufskonditionen zu erreichen. Im Geschäftsbereich WACKER SILICONES arbeiten wir daran, unseren Produktionsverbund zu optimieren und gleichzeitig den Anteil höherwertiger Produkte pro Tonne Siloxan zu steigern. Weitere Einsparpotenziale heben wir mit dem Programm "Wacker Operating System" (WOS), das seit Jahren dazu dient, unsere Prozesse zu optimieren und die Produktivität zu erhöhen. Allein der spezifische Energieverbrauch (Energiemenge pro Nettoproduktionsmenge) soll in Deutschland bis zum Jahr 2022 um elf Prozent verringert werden. Beurteilung des Gesamtrisikos durch den VorstandDas implementierte Risikomanagementsystem bildet die Grundlage für die Einschätzung des Gesamtrisikos durch den Vorstand. Es fasst alle Risiken zusammen, die von den Geschäftsbereichen, den einzelnen Zentralbereichen und den Regionen angezeigt werden. Es wird regelmäßig vom Vorstand überprüft. Nachdem die Europäische Union Anfang Dezember 2013 den Kompromiss im Streit um den Import chinesischer Solarprodukte nach Europa endgültig gebilligt hat, ist ein wesentliches Risiko für die weitere Entwicklung des Photovoltaikmarktes entschärft worden. Gleichzeitig steht aber die endgültige Entscheidung des chinesischen Handelsministeriums zu Strafzöllen auf europäisches Solarsilicium noch aus. Dieses Verfahren birgt nach wie vor ein erhebliches Risiko für unser Polysiliciumgeschäft. In zahlreichen Gesprächen auf politischer Ebene setzen wir uns aktiv dafür ein, Strafzölle gegen europäische Polysiliciumhersteller in China zu vermeiden. Das Gesamtrisiko ist im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert geblieben. Für den Vorstand sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die die Fortführung des Unternehmens ernsthaft gefährden könnten. Die Marktrisiken in der Photovoltaikindustrie, die geprägt sind von Überkapazitäten und niedrigen Preisen in allen Wertschöpfungsstufen sowie einer Konsolidierung innerhalb der Branche, bremsen weiterhin unser Polysiliciumgeschäft. Trotz dieser Risiken sehen wir für WACKER nach wie vor gute Chancen, in diesem Markt mittel- bis langfristig erfolgreich zu sein. Wir bleiben zuversichtlich, dass WACKER strategisch und finanziell so gut aufgestellt ist, dass wir die Chancen, die sich uns bieten, nutzen können. Zusammengefasster Lagebericht PrognoseberichtGepflegter AuftrittOb im Haarshampoo oder als Zusatz für Cremes - Silicone von WACKER machen auch im boomenden Markt für Körperpflege eine gute Figur. PrognoseberichtWichtige Marktdaten, wie die Einkaufsmanagerindizes, deuten darauf hin, dass die Weltwirtschaft in den kommenden zwei Jahren wieder stärker wachsen wird. Erstmals seit dem Jahr 2011 erwarten die Marktforscher wieder einen leichten Anstieg der Wirtschaftsleistung in Europa. Die US-Wirtschaft sollte im Vergleich zum abgelaufenen Jahr ihre Wirtschaftsleistung steigern. Das Wachstum in China und den anderen Schwellenländern wird sich im Jahr 2014 fortsetzen und im Vergleich zum Vorjahr ähnliche Wachstumsraten erreichen. Wir gehen in unserem Szenario davon aus, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2014 leicht zulegen wird. Für das Jahr 2015 rechnen wir im Vergleich dazu mit einem stärkeren Zuwachs. Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft wird nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2014 etwas stärker wachsen als ein Jahr zuvor. Der IWF geht davon aus, dass das weltweite Bruttosozialprodukt um 3,7 Prozent (2013: 3,0 Prozent) steigt. Für das Jahr 2015 erwartet der IWF ein Wachstum von 3,9 Prozent. Den größten Anteil an dieser Aufwärtsentwicklung im Jahr 2014 haben die Schwellenländer mit einem Plus von 5,1 Prozent. Die Industrienationen werden einen Anstieg ihrer Wirtschaftsleistung von 2,2 Prozent beisteuern. Zum ersten Mal seit 2011 soll die Wirtschaft im Euroraum wieder wachsen. US-Wirtschaft mit stärkerem WachstumDas größte Problem der US-Wirtschaft sind die Arbeitslosigkeit und die hohen Schulden. Auf der anderen Seite profitiert die Wirtschaft von einer starken Reindustrialisierung. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechnet mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,9 Prozent. Für das Jahr 2015 erwartet die OECD ein Wachstum von 3,4 Prozent. Entwicklung Bruttoinlandsprodukt 2014![]() Quellen: weltweit: IWF, Asien: ADB, China: ADB, Indien: ADB, Japan: OECD, USA: OECD, Europa: IWF, Deutschland: IWF Asien setzt stärker auf nachhaltigen WirtschaftsanstiegDie Zeiten der zweistelligen Wachstumsraten in China sind vorbei. Dennoch wächst die Wirtschaft des Landes mit prozentual hohen einstelligen Zuwächsen. Die chinesische Regierung hat ihre Wachstumsstrategie geändert. Sie setzt mehr auf eine stärkere Inlandsnachfrage und weniger auf milliardenschwere Infrastrukturprojekte und ein zu starkes Exportwachstum. Die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) geht von einem Anstieg in China von 7,4 Prozent aus. Für das Jahr 2015 prognostiziert die OECD einen Zuwachs von 7,5 Prozent. Ausbleibende Investitionen, eine mangelhafte Infrastruktur und ausbleibende Wirtschaftsreformen haben das Wachstum in Indien gebremst. Die ADB rechnet im Jahr 2014 mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Japan wird die Wirtschaft im Jahr 2014 weiter zulegen. Die OECD prognostiziert im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 1,5 Prozent, im Jahr 2015 von 1,0 Prozent. Insgesamt wird sich die Region Asien in den kommenden zwei Jahren prozentual deutlich stärker entwickeln als der Rest der Welt. Nach Ansicht der ADB werden Asiens Volkswirtschaften gegenüber dem Jahr 2013 um 6,2 Prozent wachsen. Erstmals wieder Wachstum in Europa seit dem Jahr 2011Europa wird nach Ansicht des IWF 2014 die Rezession überwinden und ganz leicht wachsen. Für das Jahr 2014 rechnet der IWF nach dem Minus in den vergangenen zwei Jahren mit einem kleinen Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 1,0 Prozent. Im Jahr 2015 könnte dann auf Grund erfolgreicher Haushaltskonsolidierung einzelner Länder die Wirtschaftsleistung wieder stärker zulegen. Nach Ansicht der OECD ist dann ein Wachstum um 1,6 Prozent möglich. In Deutschland erwarten die Wirtschaftsexperten ein stärkeres Wachstum als in anderen europäischen Ländern. Der IWF prognostiziert einen Anstieg um 1,6 Prozent. Der hohe Beschäftigungsgrad und der private Konsum sorgen für diesen Anstieg. Im Jahr 2015 soll sich nach Ansicht der OECD das Bruttoinlandsprodukt um 2,0 Prozent erhöhen. Branchenspezifische RahmenbedingungenDie wirtschaftliche Entwicklung in den für unser Geschäft bedeutenden Branchen wird sich aus unserer Sicht im Jahr 2014 differenziert gestalten. Nachfrage nach Halbleiterwafern soll im Jahr 2014 steigenNach Einschätzung des Marktforschungsinstituts Gartner wird das Marktvolumen für Halbleiterwafer im Jahr 2014 steigen. Der weltweite Absatz von Siliciumwafern nach verkaufter Fläche wird sich danach gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 63,6 Mrd. cm2 erhöhen. Das Segment der 300 mm Wafer soll mit einem Plus von sieben Prozent überproportional zunehmen. Auch bei den Wafern mit einem Durchmesser von weniger als 300 mm wird ein leichter Zuwachs erwartet. Für den weltweiten Umsatz mit Halbleiterwafern sagen die Experten von Gartner im Jahr 2014 einen Anstieg von acht Prozent auf rund 8,6 Mrd. US-$ voraus. Für das Jahr 2015 prognostiziert Gartner ebenfalls Zuwächse beim weltweiten Absatz und Umsatz. WACKER sollte von einem weiteren Marktwachstum der 300 mm Wafer profitieren. Entscheidend wird dabei allerdings sein, inwieweit der Preisdruck in diesem Segment weiter anhält. Wichtige Abnehmerbranchen von WACKERscroll
Photovoltaikmarkt bleibt herausfordernd, wird aber weiter wachsenDer Photovoltaikmarkt wird auch im Jahr 2014 herausfordernd bleiben. Nach wie vor gibt es Produktionsüberkapazitäten, niedrige Preise und Unsicherheiten in der Förderung erneuerbarer Energien. Zusätzlich belastet werden kann die Marktentwicklung von Anti-Dumping-Untersuchungen in China gegen europäische Polysiliciumhersteller. Entwicklung Photovoltaikmarkt 2014scroll
Quellen: UBS Investment Research, eigene Marktuntersuchungen von WACKER, Bundesnetzagentur, GTM Research and Solar Industries Association (SEIA), U.S. Solar Market Insight Durch den starken Preisrückgang in allen Wertschöpfungsstufen ist die Photovoltaik gegenüber anderen Energieträgern noch wettbewerbsfähiger geworden. Das führt dazu, dass neue Märkte erschlossen werden und der weltweite Markt für Photovoltaikanwendungen weiter wachsen wird. China hat im Jahr 2013 Deutschland als weltweit größten Markt abgelöst. In den nächsten Jahren wird sich dieser Trend in Richtung Asien sowie in andere aufstrebende Märkte außerhalb Europas fortsetzen. Zu den Ländern mit weiterem Wachstumspotenzial gehören laut EPIA (European Photovoltaic Industry Association) China, die USA, Japan, Indien und Südafrika. WACKER geht nach eigenen Marktuntersuchungen davon aus, dass der Markt für Photovoltaik im Jahr 2014 deutlich wachsen wird. Die neu installierte Photovoltaikleistung (PV-Leistung) könnte zwischen 42 und 50 Gigawatt (GW) liegen. Chemische Industrie soll im Jahr 2014 wieder leicht zulegenNach einem durchwachsenen Jahr 2013 geht der Verband der Chemischen Industrie (VCI) davon aus, dass Produktion und Umsatz im Jahr 2014 leicht steigen, die Preise für chemische Erzeugnisse leicht zurückgehen werden. Die Produktion soll um zwei Prozent zulegen und der Umsatz um 1,5 Prozent. Das Exportgeschäft bleibt der Wachstumstreiber der deutschen Chemie. Etwas mehr Dynamik erwartet der VCI im Jahr 2014 vom Binnenmarkt. Der wichtigste Handelspartner bleibt mit Abstand Amerika. Die Chemiebereiche von WACKER sehen vor allem Wachstumschancen in den BRIC-Staaten, anderen aufstrebenden Schwellenländern und in Amerika. Der steigende Wohlstand in den Schwellenländern sorgt dafür, dass wir in Ländern wie China und Indien sowie in der Region Südostasien unsere Umsätze weiter erhöhen. WACKER hat viele höherwertige Produkte im Portfolio, die von neuen Käuferschichten nachgefragt werden. Der Geschäftsbereich WACKER POLYMERS sieht gute Wachstumschancen in der Substitution von Styrolbutadien durch VAE-Dispersionen auf dem europäischen Teppichmarkt. Der Geschäftsbereich WACKER SILICONES rechnet mit steigenden Umsätzen in den Anwendungsgebieten Elektro und Elektronik, Kosmetik und Körperpflege sowie Medizintechnik. Außerdem soll der Umsatzanteil von höherwertigen Produkten gegenüber den Standardprodukten weiter gesteigert werden. Weltweite Bauindustrie bleibt auf WachstumskursDie Bauindustrie wird nach Ansicht des Marktforschungsinstituts Global Insight in den nächsten Jahren weiter wachsen. Im Durchschnitt soll der Markt um 4,1 Prozent bis 2017 zulegen. Haupttreiber dieser Entwicklung sind die Länder China und Indien sowie die gesamte Region Asien. Auch in den USA erwartet Global Insight ein deutliches Wachstum im Jahr 2014, vor allem im privaten Wohnungsbau. In Westeuropa erwartet Global Insight im Jahr 2014 erstmals wieder einen Zuwachs seit dem Jahr 2007. Das Thema Renovierung und Energieeffizienz bietet für WACKER auch in den kommenden Jahren sehr gute Wachstumspotenziale. Im Geschäftsbereich WACKER POLYMERS erwarten wir für 2014 in allen Regionen einen Anstieg unserer Umsätze mit der Bauindustrie. Den weiteren Zuwachs sehen wir u. a. bei Innenfarbe und Trockenmörtel. Im Geschäftsbereich WACKER SILICONES soll der Anteil an höherwertigen Produkten für die Bauindustrie weiter steigen. Gute Wachstumspotenziale haben Hybridprodukte aus silanmodifizierten organischen Polymerbausteinen, neuartige Siliconharze für hochwertige Farb- und Putzanwendungen, daraus formulierte Kleb- (Allroundkleber) und Dichtstoffe (kristallklare Fugendichtstoffe) sowie unter unserer Marke vertriebene Siliconkartuschen. Durchschnittliches Wachstum der weltweiten Bauleistungen 2012 bis 2017![]() Quelle: Global Insight Elektro- und Elektronikindustrie rechnet 2014 mit moderatem WachstumDie Elektro- und Elektronikindustrie rechnet für das Jahr 2014 mit einem moderaten Wachstum. Nach Schätzungen des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) könnte das Marktvolumen im Jahr 2014 weiter steigen. Der zvei geht von einem Produktionszuwachs von zwei Prozent aus. Die BRIC-Staaten werden prozentual zweistellig wachsen. Sie bleiben damit der wichtigste Treiber für den globalen Elektro- und Elektronikmarkt. Der Umsatz auf dem deutschen Elektronikmarkt soll sich auf rund 170 Mrd. € (2013: 173 Mrd. €) belaufen. In einigen Anwendungsbereichen sehen wir gute Perspektiven, unser Geschäft in der Elektro- und Elektronikindustrie auszubauen. Dazu gehört der Energiebereich, wo u. a. neue Stromnetze in Deutschland geplant sind. Der Geschäftsbereich WACKER SILICONES nimmt mit seinem hochtemperaturvernetzenden Siliconkautschuk für Langstabisolatoren wie auch mit Flüssigsiliconkautschuk für Hohlisolatoren und Kabelgarnituren eine führende Position in Amerika, Europa und Indien ein. Gute Wachstumsperspektiven sehen wir auch im Markt für Automobilelektronik. Dieser Markt bleibt dynamisch. Die Nachfrage nach Produkten mit höherem Temperatur- und Medienwiderstand steigt. WACKER SILICONES bietet hier UV-initiierte Silicone und neuartige Vergussmassen für Motoren. Weitere Zuwächse erwarten wir mit Produkten für optische Anwendungen (LED) und Bildschirme (Displays), wo wir einige Innovationsprojekte aufgelegt haben. Ausrichtung des Konzerns in den folgenden zwei JahrenDie Geschäftsstrategie von WACKER wird auch in den kommenden zwei Jahren von drei Hebeln bestimmt: Expansion in aufstrebenden Märkten und Regionen, Innovationen sowie Substitution durch WACKER-Produkte. Fokusregionen für weiteres Wachstum sind unverändert Brasilien, China, Indien, Südostasien sowie der Nahe und Mittlere Osten. Das größte Potenzial hat dabei China. Aber auch in Amerika, einem etablierten Markt, sehen wir Potenzial, unsere Umsätze zu erhöhen. In den vergangenen Jahren hat WACKER sehr viel Kapital in den Ausbau seiner weltweiten Produktionskapazitäten - vor allem in große Anlagen für die Herstellung von Vorprodukten - investiert, um das weitere Wachstum sicherzustellen und die globale Präsenz zu erhöhen. Diese Investitionen sind jetzt bis auf den Produktionsstandort in Tennessee abgeschlossen. Der strategische Fokus liegt in den nächsten fünf Jahren darauf, die Profitabilität zu verbessern und einen positiven Netto-Cashflow auszuweisen. Auf der Produktseite konzentrieren wir uns darauf, unseren Anteil an höherwertigen Produkten auszubauen. Die Internationalisierung von WACKER schreitet in den kommenden zwei Jahren voran. Operative Verantwortung werden wir noch stärker auf die Regionen übertragen. Unsere Produkte sollen noch besser auf lokale Bedürfnisse zugeschnitten werden. Unser Netz, bestehend aus technischen Kompetenzzentren und der WACKER ACADEMY, erweitern wir gezielt. Im Jahr 2014 arbeiten wir weiter intensiv daran, unsere Ertragskraft zu verbessern. Dazu haben wir eine Reihe von Maßnahmen definiert. Die wichtigsten Punkte aus diesem Katalog sind: Maßnahmen zur RessourcensteuerungMaßnahmenProduktivitätsmaßnahmen im Rahmen des Programms "Wacker Operating System" (WOS) Produktivitäts- und Kostenmaßnahmen WACKER POLYSILICON und Siltronic Effizienzmaßnahmen in den Zentralbereichen Umsichtige Personalplanung Die Zielkapitalstruktur liegt damit im Jahr 2014 bei 60 Prozent Eigen- und 40 Prozent Fremdkapital. Künftige Entwicklung des WACKER-KonzernsNach unserem angenommenen Szenario erwarten wir, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2014 wächst. Erstmals seit dem Jahr 2011 soll Europas Wirtschaft wieder leicht wachsen. Die größten Wachstumsimpulse kommen aber aus Asien und den USA. Der Schwerpunkt unserer Investitionen konzentriert sich in den nächsten zwei Jahren auf die Fertigstellung unserer Polysiliciumproduktion im US-Bundesstaat Tennessee, die wir in der zweiten Jahreshälfte 2015 in Betrieb nehmen wollen. Grundsätzlich verlagert sich der Investitionsschwerpunkt auf Anlagen zur Herstellung von Fertigprodukten. WACKER setzt vor allem auf organisches Wachstum seines Geschäfts. Nach wie vor sehen wir hier gute Wachstumspotenziale in Anwendungen und Märkten. Die Investitionen werden in den kommenden zwei Jahren wie bereits im Jahr 2013 unter den Abschreibungen liegen. Der Geschäftsbereich WACKER POLYMERS erweitert seine Produktionsanlagen für Dispersionspulver im chinesischen Nanjing. Die Jahresleistung soll um 30.000 auf 60.000 Tonnen erhöht werden. Im Geschäftsbereich WACKER SILICONES investieren wir im Jahr 2014 in Anlagen für die Herstellung von Fertigprodukten. Bei Siltronic sind die Investitionen konzentriert, um die Anforderungen der neuesten Design-Rules bei der 300 mm Technologie zu bedienen. Künftige Produkte und DienstleistungenDie Substitution von Styrolbutadien durch VAE-Dispersionen von WACKER wird sich fortsetzen. Die wichtigsten Adressaten sind dabei die Verpackungs- und die Teppichindustrie. Das größte Potenzial hat das Substitutionsgeschäft in Amerika und in Westeuropa. Nachdem wir in Amerika bereits sehr erfolgreich sind, werden wir jetzt den europäischen Markt verstärkt bearbeiten. Der europäische Teppichmarkt ist mit einem Anteil von 30 Prozent der zweitwichtigste Markt der Welt. Beide Märkte zusammen haben ein Volumen von rund 15 Mrd. US-$. Mit einem neuen VINNAPAS® -Produkt zum besseren Feuerschutz von Stahlträgern bei Hochhäusern wollen wir unsere Marktposition in diesem Segment ausbauen. Intumeszenz-Beschichtungen bieten im Brandfall Schutz durch eine effiziente Isolierschicht und können so Menschenleben retten. Das Marktforschungsinstitut Frost & Sullivan geht davon aus, dass der Markt für diese Beschichtungen bis zum Jahr 2020 auf mehr als 2,5 Mrd. US-$ wächst. Umweltfreundliche Innenfarben sind vor allem in Asien und Südamerika ein stark wachsender Markt. Mit einer neuen Dispersion der Marke VINNAPAS® , die speziell für diese Anwendungen entwickelt wurde, wollen wir vom weiteren Wachstum auf diesen Märkten profitieren. Das Marktforschungsinstitut marketsandmarkets geht davon aus, dass der Markt für umweltfreundliche Anstriche durchschnittlich um rund sechs Prozent wachsen wird. Bereits im Jahr 2012 hatte er ein Volumen von 60 Mrd. US-$. Der Geschäftsbereich WACKER SILICONES wird seine Spezialsilicone stärker vermarkten. Im Bereich Beleuchtungstechnik haben wir hochtransparente Flüssigsilicone für flexible optische Linsen entwickelt. Mit diesen Linsen verbessert sich die Lichtsteuerung von LED-Lampen. Darüber hinaus eröffnet sie Möglichkeiten zur Entwicklung neuer adaptiver Scheinwerfersysteme für Autos. Laut einer McKinsey-Studie wird der Beleuchtungsmarkt bis zum Jahr 2020 ein Volumen von 100 Mrd. € erreichen, mit jährlichen Wachstumsraten zwischen drei und fünf Prozent. Neue Produkte bietet WACKER SILICONES für Kosmetik- und Körperpflegeprodukte in Asien an. In China und Indien produzieren wir Siliconemulsionen für Haarwaschmittel und Conditioner, die speziell für asiatische Konsumenten entwickelt wurden. Der Markt für Kosmetik und Körperpflegeprodukte wächst laut Euromonitor in der Region Asien-Pazifik jährlich um über vier Prozent. Bis 2017 erreicht er ein Marktvolumen von 100 Mrd. €. Der Geschäftsbereich WACKER BIOSOLUTIONS hat ein neues Bindemittelsystem unter dem Namen VINNEX® entwickelt. Das System verbessert die physikalischen Eigenschaften der Biokunststoffe und lässt sich in der industriellen Herstellung besser verarbeiten. Im Jahr 2011 sind laut einer Studie des Branchenverbandes European Bioplastics 1,2 Mio. Tonnen Biokunststoffe produziert worden. Bis 2016 soll die Produktion auf rund sechs Mio. Tonnen steigen. Forschung und EntwicklungStrategische Konzern-Schlüsselprojekte stehen weiter im Fokus unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit. WACKER plant, im Jahr 2014 für diese Projekte 20 Prozent (2013: 20 Prozent) des F & E-Budgets aufzuwenden. Ein Schwerpunkt unserer Forschung und Entwicklung im Jahr 2014 wird sein, die Initiative New Solutions umzusetzen, mit der wir technisch und kommerziell überlegene Lösungen für neue Anwendungen entwickeln. Das F & E-Budget soll im Jahr 2014 bei rund 169 Mio. € liegen. Schwerpunkte unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit sind nach wie vor die Zukunftsfelder Energie, Katalyse, Biotechnologie und Bauanwendungen sowie Halbleiter. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die Themen Energiespeicherung und Erzeugung regenerativer Energie. Im Jahr 2014 wird WACKER mit der Technischen Universität Berlin einen internationalen Wissenschaftskongress organisieren. Zum 17. International Symposium on Silicon Chemistry (ISOS XVII) und zu den gemeinsam veranstalteten 7. European Silicon Days werden bis zu 600 Forscher auf dem Gebiet der Silicium- und Siliconchemie in Berlin erwartet. Im Rahmen des Kongresses vergibt WACKER zum 14. Mal den WACKER Silicone Award für herausragende Leistungen in diesem Forschungsgebiet. ProduktionWACKER wird in den nächsten beiden Jahren neue Produktionskapazitäten in Betrieb nehmen. Der Geschäftsbereich WACKER BIOSOLUTIONS beginnt seine Inbetriebnahme für PVAC-Festharze (Jahreskapazität: 20.000 Tonnen) im chinesischen Nanjing im Jahr 2014. Nach der geforderten Produktqualifizierung für Nahrungsmittelhersteller wird der bisherige Standort in Wuxi geschlossen. Erweitern wollen wir ebenfalls in Nanjing die Produktionskapazität für Dispersionspulver. Die derzeitige Jahreskapazität soll um 30.000 auf 60.000 Tonnen pro Jahr erhöht werden. Im Geschäftsbereich WACKER SILICONES soll eine Anlage in Burghausen erweitert werden, mit der wir kurzkettige Siliconöle, Vinylpolymere und Dehesive für Papierbeschichtungen herstellen können. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2015 geplant. Der Geschäftsbereich WACKER POLYSILICON startet im Jahr 2014 seine neue Reinigungsanlage für Polysilicium am Standort Burghausen. In der zweiten Jahreshälfte 2015 soll mit der Produktion von Polysilicium am neuen Standort im US-Bundesstaat Tennessee begonnen werden. Das konzernweite Programm "Wacker Operating System" (WOS) konzentriert sich darauf, die Produktivität weiter zu verbessern. Alle wesentlichen Produktivitätshebel (Rohstoff- und Energieeffizienz, Kapazitäten, Arbeitsproduktivität) nehmen wir dabei unter die Lupe. Der Schwerpunkt liegt auf Schlüsselprojekten mit hohem wirtschaftlichem Einfluss auf Kosten und Nutzen. Inbetriebnahmen Produktionsanlagen 2014 - 2015scroll
Der Instandhaltungsaufwand wird im Geschäftsjahr 2014 auf dem Vorjahresniveau von rund 360 Mio. € bleiben. Einkauf und LogistikDer Einkauf von Energie und Rohstoffen bleibt ein wichtiger Einflussfaktor hinsichtlich der Ertragsstärke von WACKER. Energie- und Rohstoffkosten machen mehr als ein Drittel unserer Herstellungskosten aus. WACKER geht davon aus, dass die Preise für Rohstoffe flach bleiben. Eine Voraussetzung dafür ist, dass der Ölpreis pro Barrel in einem Preiskorridor von 100 bis 110 US-$ liegt. Die Preise für unsere vier wichtigsten Rohstoffe entwickeln sich unterschiedlich, selbst in einzelnen Regionen. Der Preis für Siliciummetall wird aus unserer Sicht im Jahr 2014 weiter leicht rückläufig sein. Für Vinylacetatmonomer (VAM) erwarten wir in Amerika etwas niedrigere Preise, in Europa dagegen leicht steigende Preise. Der Preis für Ethylen wird im Jahr 2014 flach bleiben. Bei Methanol gehen wir im Jahr 2014 von steigenden Preisen aus. Regulatorische Effekte dominieren die Preisentwicklung für Energie. Ihr Einfluss ist größer als alle Marktschwankungen an der Strombörse. Wir erwarten für das Jahr 2014, dass stromintensive Produktionsprozesse von der EEG-Umlage befreit werden. Gleichzeitig gehen wir von deutlich höheren Netzentgeltzahlungen aus sowie einer höheren EEG-Umlage für unsere nicht befreiten Produktionsbereiche. Die Energiekosten bleiben im Jahr 2014 auf dem Niveau des Vorjahres. Die Versorgungssicherheit bezüglich Rohstoffen und Energie ist in den kommenden beiden Jahren nicht gefährdet. Die Märkte für die von uns benötigten Rohstoffe sind so liquide, dass es zu keinen Lieferengpässen kommen sollte. Für unsere wichtigsten vier Rohstoffe haben wir die benötigten Mengen für das Jahr 2014 weitgehend und für das Jahr 2015 zum großen Teil gesichert. In den nächsten beiden Jahren arbeiten wir weiter daran, das Lieferantenportfolio von WACKER für Rohstoffe global breiter aufzustellen. Gleichzeitig werden wir die für uns relevanten Rohstoffeinkaufsquellen noch stärker und intensiver beobachten, um neue Lieferanten für uns zu erschließen. Das Gleiche gilt für den technischen Einkauf. Auch hier ist es unser Ziel, das Lieferantenportfolio systematisch zu optimieren, um den Wertbeitrag am Unternehmenserfolg innerhalb der nächsten zwei Jahre messbar zu steigern. Im Vordergrund steht dabei der zielgerichtete Ausbau des globalen Beschaffungsnetzwerkes. Zwei Themen stehen dabei im Fokus. Unter dem Titel "Aus der Region für die Region" werden wir bei neuen Projekten in Asien und hier in erster Linie in China und Südkorea konsequent nach geeigneten Lieferanten vor Ort suchen, die mit WACKER kooperieren. Gleichzeitig werden wir die Beschaffung aus China, Indien und Südkorea für unsere Standorte in Amerika und Europa ausbauen. Dazu gehört auch, unsere internationale Einkaufsorganisation informationstechnisch und kommunikativ besser miteinander zu vernetzen. Im Fokus stehen die schrittweise Internationalisierung der Warenklassenarbeit und ein regelmäßiger Austausch der regionalen Einkaufsorganisationen. Im Bereich der Logistik wird das neue öffentliche Umschlagterminal (KV-Terminal) am Standort Burghausen im Jahr 2014 in Betrieb genommen. Unser Ziel ist es, mit dem neuen Terminal weitere Transporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Vertrieb und MarketingWACKER wird die Zahl seiner Vertriebsmitarbeiter in der Region Asien erhöhen. Damit wollen wir unsere Präsenz und die Marktpenetration weiter verbessern. Das Pilotprojekt "WACKER auf Rädern", mit dem wir bisher in Vietnam direkt auf Baustellen unsere Polymerprodukte vorgestellt haben, wollen wir auf andere asiatische Länder ausdehnen, beispielsweise Indonesien. Wichtige Messen im Jahr 2014 sind für uns die in-cosmetics in Hamburg im April und die Compamed in Düsseldorf im November. Auf zwei größeren Messen rund um das Thema Beschichtungen und Farbe werden wir im März in Dubai und im April in den USA vertreten sein. MitarbeiterBei der Neueinstellung von Mitarbeitern wird WACKER auch weiterhin zurückhaltend vorgehen. Insgesamt gehen wir davon aus, dass sich die Zahl der Mitarbeiter im WACKER-Konzern im Jahr 2014 durch die Übernahme der Scil Proteins Production in Halle und die Konsolidierung der Siltronic Samsung Wafer Pte. Ltd. erhöhen wird. Für das Jahr 2015 gehen wir ebenfalls von einem Anstieg der Mitarbeiterzahl aus. Abgeschlossen wird im Jahr 2014 die Einführung des neuen Talent-Management-Prozesses. WACKER will damit konzernweit die Potenziale der Mitarbeiter fördern und eine ausreichende Zahl an qualifizierten Kandidaten identifizieren, die langfristig anspruchsvolle Aufgaben übernehmen können. Um die Gesundheitsvorsorge für unsere Mitarbeiter zu verbessern, eröffnen wir im Jahr 2014 das neue Gesundheitszentrum am größten Standort Burghausen. Die vielfältigen Möglichkeiten flexibler Arbeitszeiten ergänzen wir in den kommenden Jahren um vier Modelle:
NachhaltigkeitWACKER arbeitet weiter daran, seine Energieeffizienz zu verbessern. Mit der für 2015 geplanten Inbetriebnahme der Polysiliciumproduktion in Tennessee wird unser Strombedarf erhöht. Der spezifische Energieverbrauch (Energiemenge pro Nettoproduktionsmenge) soll in Deutschland bis zum Jahr 2022 um elf Prozent verringert werden. Von 2014 an verfolgt WACKER drei quantifizierbare Umweltziele zu den Schwerpunkten Produkte, Klimaschutz und Emissionen. Dazu haben wir für unsere Produktion relevante Parameter ausgewählt: Kohlendioxid (CO2)-Äquivalent, flüchtige organische Verbindungen ohne Methan (NMVOC, Non Methane Volatile Organic Compounds) und Staub. Unsere Staubemissionen sollen in den nächsten zehn Jahren bei einem vergleichbaren Produktportfolio um 25 Prozent sinken. Ebenfalls um 25 Prozent wollen wir die NMVOC-Emissionen verringern. In Deutschland planen wir die spezifischen CO2-Äquivalent-Emissionen um 15 Prozent pro Tonne Nettoproduktion zu reduzieren. Beim Arbeitsschutz wollen wir die Zahl der Arbeitsunfälle pro eine Mio. Arbeitsstunden konzernweit auf unter 2,0 im Jahr 2015 verringern. Auf dem Weg zu diesem Ziel wollen wir an den deutschen Standorten im Jahr 2014 die Zahl der Arbeitsunfälle auf unter 3,0 pro eine Mio. Arbeitsstunden reduzieren. Für die dritte, bis Mitte 2018 laufende REACH-Etappe bereiten wir weitere 160 Stoffdossiers vor. Für unsere bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) registrierten Stoffe werden wir weitere Beschreibungen zur sicheren und umweltgerechten Verwendung von Chemikalien (GPS Safety Summaries) veröffentlichen. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2014Die wichtigsten Prämissen, die WACKER bei seiner Planung zugrunde legt, sind die Energie- und Rohstoffkosten, die Personalkosten und die Wechselkurse. Für das Jahr 2014 planen wir mit einem Wechselkurs des Euro zum US-Dollar von 1,35 und zum Yen von 135. Steuerungskennzahlen und WertmanagementDie wichtigen finanziellen Steuerungskennzahlen für den WACKER-Konzern bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Umsatz- und EBITDA-Entwicklung von WACKER im Geschäftsjahr 2014 wird beeinflusst durch zwei Sachverhalte, die wir im Januar 2014 kommuniziert haben. Die Mehrheitsübernahme der Siltronic am Gemeinschaftsunternehmen Siltronic Samsung Wafer Pte. Ltd., an dem Siltronic und Samsung bisher zu jeweils 50 Prozent beteiligt waren, wirkt sich positiv in der Umsatz- und EBITDA-Entwicklung aus. Die Neuregelung der Vertrags- und Lieferbeziehungen zu einem Kunden aus der Solarindustrie hat einen positiven Effekt in Höhe von 115 Mio. € auf das EBITDA und das EBIT des Geschäftsbereiches WACKER POLYSILICON. Beide Sachverhalte sind in den Aussagen zur künftigen Entwicklung von WACKER im Geschäftsjahr 2014 berücksichtigt. Konzernumsatz 2014 mit MengenwachstumWACKER erwartet im Geschäftsjahr 2014 steigende Mengen in allen Geschäftsbereichen. In unseren Planungsprämissen gehen wir von nach wie vor niedrigen Preisen für Siliciumwafer aus, die unter dem Vorjahr liegen, sowie von Preisen für Polysilicium, die etwas über dem Niveau des Vorjahres liegen. Der Konzernumsatz soll um einen mittleren einstelligen Prozentsatz steigen. Das setzt außerdem voraus, dass es zu keinen Handelsbarrieren für Polysilicium aus Europa nach China kommt und die Nachfrage im Halbleitergeschäft im Jahr 2014 anzieht. Die tatsächliche Entwicklung des WACKER-Konzerns und der Geschäftsbereiche kann auf Grund der wirtschaftlichen Unsicherheiten positiv wie auch negativ von unseren Annahmen abweichen. Aus heutiger Sicht werden sowohl die Chemiebereiche als auch WACKER POLYSILICON und Siltronic im Umsatz wachsen. Das größte Umsatzwachstum für unsere Produkte erwarten wir in Asien. Das Umsatzwachstum soll sich im Vergleich zum Jahr 2014 im Jahr 2015 fortsetzen - vorausgesetzt, dass die weltweite Konjunktur wie von den Wirtschaftsforschungsinstituten prognostiziert auf Wachstumskurs bleibt und es nicht zu unvorhersehbaren Einbrüchen in den für WACKER wesentlichen Absatzregionen und -branchen kommt. Ausblick für das Jahr 2014scroll
Ausblick der wesentlichen Steuerungskennzahlen auf KonzernebeneSo entwickeln sich die wesentlichen Steuerungskennzahlen auf Konzernebene aus heutiger Sicht: Entwicklung der EBITDA-Marge und des EBITDAS : Die EBITDA-Marge soll im Vergleich zum Vorjahr leicht steigen. Beim EBITDA für das Jahr 2014 gehen wir davon aus, dass es um mindestens zehn Prozent über dem Niveau des Vorjahres liegt. Höhere Absatzmengen, weitere Kosteneinsparungen, die erstmalige Konsolidierung der Siltronic Samsung Wafer Pte. Ltd. sowie der positive Ergebniseffekt aus der Neuregelung der Vertrags- und Lieferbeziehungen zu einem Solarkunden sind dafür verantwortlich. Bei chemischen Standardprodukten sowie bei Siliciumwafern rechnen wir weiter mit Preisdruck. Bei höheren Abschreibungen und über 50-prozentiger Steuerquote erwarten wir einen verbesserten Konzernjahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr. ROCE: Der ROCE wird im Vergleich zum Vorjahr (2013: 2,2 Prozent) leicht steigen. Netto-Cashflow: Für das Jahr 2014 peilen wir einen ausgeglichenen Netto-Cashflow an. Höhere Investitionen als im Vorjahr und geringere positive Effekte aus dem Management unserer Vorräte führen dazu, dass der Netto-Cashflow substanziell niedriger sein wird als im Vorjahr. Ausblick für ergänzende Steuerungskennzahlen auf KonzernebeneInvestitionen: Im Jahr 2014 belaufen sich die Investitionen voraussichtlich auf ca. 550 Mio. €. Dabei werden die Kapitaleinzahlungen in das Gemeinschaftsunternehmen mit Samsung zur Mehrheitsübernahme nicht als Investitionen, sondern als Finanzierung zur Rückführung von Finanzverbindlichkeiten des Joint Ventures gezeigt. Die Investitionen werden voraussichtlich nicht in vollem Umfang aus dem erwarteten Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gedeckt. Für das Jahr 2015 sind Investitionen in ähnlicher Größenordnung geplant. Die Abschreibungen werden im Jahr 2014 bei rund 600 Mio. € liegen. Die Mehrheitsübernahme an dem Gemeinschaftsunternehmen mit Samsung führt dabei zu einem Anstieg von rund 80 Mio. €. Investitionen 2014 nach Geschäftsbereichen![]() Nettofinanzschulden: Die Nettofinanzschulden werden sich im Vergleich zum Vorjahr um 300 bis 400 Mio. € erhöhen (2013: 792,2 Mio. €). Der Anstieg ist vor allem auf die Mehrheitsübernahme der Siltronic Samsung Wafer Pte. Ltd. durch Siltronic zurückzuführen sowie durch Polysiliciumlieferungen an unsere Kunden für bereits erhaltene Vorauszahlungen. Umsatz- und EBITDA-Entwicklung der GeschäftsbereicheIn den Chemiebereichen haben wir im Geschäftsjahr 2013 zum Teil einmalige Kosteneinsparungen erzielt, die sich im Geschäftsjahr 2014 so nicht wiederholen werden. Für den Geschäftsbereich WACKER SILICONES erwarten wir für das Jahr 2014 einen substanziellen Umsatzanstieg ohne wesentliche Belastungen bei den Rohstoffkosten, allerdings bei anhaltendem Preisdruck bei Standardprodukten. Der Volumenzuwachs im Geschäftsbereich soll prozentual über dem Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts liegen. Das Wachstum kommt vor allem aus Asien, wo der Wohlstandszuwachs zu einem höheren Pro-Kopf-Verbrauch von Siliconprodukten führt. Zudem beschleunigt der steigende Qualitätsanspruch die Substitution von einfachen zu höherwertigen Produkten, in denen Silicone zum Einsatz kommen. Den stärksten Anstieg erwarten wir mit Produkten für Körperpflege, bei Produkten für die Elektro- und Elektronikindustrie sowie für die Medizintechnik. Das EBITDA soll leicht unter dem Vorjahr liegen. Verantwortlich dafür ist, dass im Vorjahr ein Einmaleffekt in Höhe von 13,7 Mio. € (Auflösungen von Rückstellungen für Abnahmeverpflichtungen in China) enthalten ist. Im Geschäftsbereich WACKER POLYMERS gehen wir von einem deutlichen Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr aus. Wachstumstreiber für das Dispersionsgeschäft ist nach wie vor die Substitution von Styrolbutadien durch VAE-Dispersionen in der Teppichindustrie in Amerika und Westeuropa. In den Schwellenländern erwarten wir weiteres Wachstum im Bereich der Bauanwendungen, insbesondere beim Thema Innenfarben. Den regional stärksten Zuwachs beim Umsatz sehen wir in China und Indien sowie in Amerika. In Europa erwarten wir nur ein leichtes Umsatzplus. Weiter vorantreiben werden wir die Umsetzung individuell auf die unterschiedlichen Regionen zugeschnittener Marktstrategien, um die Wachstumspotenziale ausschöpfen zu können. Beim EBITDA gehen wir von einem leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr aus. Einen deutlichen Umsatzanstieg erwarten wir im Jahr 2014 im Geschäftsbereich WACKER BIOSOLUTIONS. Mit der Übernahme der Scil Proteins Production wollen wir unser Geschäft auf dem Gebiet der Pharmaproteine ausbauen. WACKER BIOSOLUTIONS verfügt jetzt über einen Fermenter mit einer Kapazität von bis zu 1.500 Litern. Darin können pharmazeutische Wirkstoffe für die klinische Prüfung, aber auch für die Marktversorgung hergestellt werden. Aber auch in den anderen Bereichen Pharma/Agro und Ernährung (Food) gehen wir von weiter steigenden Umsätzen aus. Die größten Wachstumschancen sehen wir weiterhin in Asien, aber auch in Deutschland. Das EBITDA erwarten wir auf dem Niveau des Vorjahres. Das Polysiliciumgeschäft von WACKER soll im Jahr 2014 in den Absatzmengen und im Umsatz wachsen. Wir gehen davon aus, dass der Photovoltaikmarkt sein Wachstum weiter fortsetzen wird. Trotzdem gibt es nach wie vor Überkapazitäten in der gesamten Wertschöpfungskette. Bei den Polysiliciumpreisen für Photovoltaikanwendungen erwarten wir eine ganz leichte Erholung. Sollte es allerdings zu Strafzöllen gegen europäische Polysiliciumhersteller von Seiten des chinesischen Wirtschaftsministeriums kommen, kann das unser Geschäft negativ beeinflussen. Unser Hauptaugenmerk liegt nach wie vor darauf, die Herstellungskosten für Polysilicium nochmals deutlich zu verringern. Beim EBITDA rechnen wir mit einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Positiv beeinflusst wird die EBITDA-Entwicklung durch die Neuregelung der Vertrags- und Lieferbeziehungen mit einem Kunden aus der Solarindustrie. Daraus ergeben sich Sondererträge aus einbehaltenen Vorauszahlungen und Schadenersatzleistungen. Für die Siltronic gehen wir von einem substanziellen Umsatzanstieg im Jahr 2014 aus. Verantwortlich dafür ist in erster Linie die Vollkonsolidierung des Gemeinschaftsunternehmens Siltronic Samsung Wafer Pte. Ltd., an der die Siltronic jetzt 78 Prozent hält. Für das Jahr 2014 erwarten wir nach wie vor Preisdruck, der das Umsatzwachstum bremst. Bei 300 mm Siliciumwafern rechnen wir damit, dass der Markt weiter wächst. Bei 200 mm Siliciumwafern und kleineren Durchmessern sehen wir aus heutiger Sicht eine stabile Nachfrage. Beim EBITDA erwarten wir, bedingt durch die Vollkonsolidierung des Gemeinschaftsunternehmens, einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Künftige DividendeDie Dividendenpolitik von WACKER orientiert sich grundsätzlich daran, mindestens 25 Prozent des Jahresergebnisses an die Aktionäre auszuschütten, vorausgesetzt, die wirtschaftliche Situation erlaubt dies und die beschließenden Gremien stimmen zu. FinanzierungDie Grundzüge unserer Finanzpolitik behalten ihre Gültigkeit. Auch wenn die Verschuldung im Jahr 2014 weiter ansteigt, setzen wir auf ein starkes Finanzprofil mit einer vernünftigen Kapitalstruktur und einer gesunden Fälligkeitsstruktur unserer Finanzschulden. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 verfügt WACKER über ungenutzte Kreditlinien von über einem Jahr in Höhe von rund 700 Mio. €. Mittelfristige ZieleAuf dem Capital Markets Day von WACKER am 01. Juli 2013 in London hat das Unternehmen dem Kapitalmarkt erstmals seine mittelfristigen Ziele bis zum Jahr 2017 vorgestellt. Der Fokus für diesen Zeitraum liegt darauf, die Ertragskraft des Konzerns zu erhöhen und einen positiven Cashflow zu erwirtschaften. Mittelfristige Ziele des WACKER-Konzerns bis 2017scroll
Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen GeschäftsentwicklungWACKER geht davon aus, dass die Weltwirtschaft auf Grund positiver Prognosen im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr wieder stärker wachsen wird. Im Jahr 2015 wird sich das Wachstum der Weltwirtschaft aus heutiger Sicht fortsetzen. Für das Jahr 2014 erwarten wir einen Anstieg unseres Umsatzes auf Konzernebene. Wir rechnen damit, dass alle fünf Geschäftsbereiche im Umsatz zulegen werden. Beim EBITDA gehen wir von einem deutlichen Zuwachs von mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr aus, was auch die EBITDA-Marge verbessern wird. Die Entwicklung des EBITDAS ist allerdings beeinflusst durch Sondererträge aus der Neuregelung der Vertrags- und Lieferbeziehungen zu einem Kunden aus der Solarindustrie. Daraus ergeben sich Sondererträge aus einbehaltenen Vorauszahlungen und Schadenersatzleistungen. Die Energie- und Rohstoffkosten als wichtigste Einflussfaktoren für unsere Herstellungskosten werden in Summe auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Mit Preisdruck rechnen wir vor allem im Geschäft mit Siliciumwafern und bei Standardprodukten im Silicon- und Polymerbereich. Im Polysiliciumgeschäft gehen wir davon aus, dass die Preise sich leicht erholen werden und sich die Nachfrage positiv entwickeln wird. Der ROCE wird im Vergleich zum Vorjahr leicht steigen. Die Investitionen werden mit ca. 550 Mio. € etwas höher sein als im Vorjahr. Die Abschreibungen liegen mit rund 600 Mio. € etwas darüber und höher als im Vorjahr. Beim Netto-Cashflow streben wir einen ausgeglichenen Wert an. Die Nettofinanzschulden steigen um rund 300 bis 400 Mio. € an. Der Konzernjahresüberschuss soll im Vergleich zum Vorjahr höher ausfallen. WACKER nimmt in seinen vier größten Geschäftsbereichen mindestens eine Top-3-Position ein und verfügt über hervorragende Produkte. Unsere Technologie- und Innovationskraft sowie unsere Präsenz in den wichtigsten Absatzmärkten bilden die Grundlage dafür, dass wir unsere Marktpositionen festigen oder sogar ausbauen können. Nach zwei Jahren mit hohen Preisrückgängen vor allem im Polysiliciumgeschäft sehen wir für das Jahr 2014 gute Chancen, beim Umsatz und EBITDA wieder zulegen zu können. Auf Grund unserer jetzigen Strategie sehen wir uns gut gerüstet, auch über das Jahr 2014 hinaus weiter profitabel zu wachsen. Bis zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung hat sich an unserer Einschätzung nichts geändert. KonzernabschlussNachhaltig wirtschaftenKlimawandel und ständig steigender Energiebedarf - ein Dilemma, das ohne regenerative Energieerzeugung nicht gelöst werden kann. Deshalb bekommt die Photovoltaik in immer mehr Ländern eine tragende Rolle im Energiemix. WACKER beliefert als weltweiter Marktführer alle großen Hersteller von Solarzellen mit hochreinem Polysilicium. Gewinn- und Verlustrechnung Für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezemberdes WACKER-KonzernsGewinnn- und Verlustrechnungscroll
Gesamtergebnisrechnung Für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezemberdes WACKER-KonzernsGesamtergebnisrechnungscroll
Bilanz Zum 31. Dezemberdes WACKER-KonzernsAktiva scroll
Passiva scroll
Kapitalflussrechnung Für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezemberdes WACKER-KonzernsKapitalflussrechnungscroll
Entwicklung des Eigenkapitals Für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezemberdes WACKER-KonzernsEntwicklung des Eigenkapitalsscroll
Entwicklung der übrigen Eigenkapitalposten Für die Zeit vom 01. Januar bis 31. DezemberEntwicklung der übrigen Eigenkapitalpostenscroll
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Segmentdaten nach Bereichen Für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember2013scroll
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Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen,
als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Die Segmentdaten nach Bereichen sind Bestandteil des Anhangs. Zur Erläuterung der Kennzahlen siehe Ziffer 22. 2012*scroll
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Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen,
als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Die Segmentdaten nach Bereichen sind Bestandteil des Anhangs. Zur Erläuterung der Kennzahlen siehe Ziffer 22. Segmentdaten nach Regionen Für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember2013scroll
2012*scroll
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Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen,
als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Die Segmentdaten nach Regionen sind Bestandteil des Anhangs. Zur Erläuterung der Kennzahlen siehe Ziffer 22. Anhang des WACKER-KonzernsGrundlagen und MethodenDer WACKER-Konzern (WACKER) ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit hoch entwickelten chemischen Spezialprodukten. Die operativen Geschäftsbereiche sind in der Silicon- und der Polymerchemie, der Spezial- und Feinchemie, der Polysiliciumherstellung sowie der Halbleitertechnologie tätig. Die Aktivitäten der einzelnen Segmente sind im Lagebericht erläutert. Die Muttergesellschaft des Konzerns, die Wacker Chemie AG, ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in München. Die Anschrift lautet: Wacker Chemie AG, Hanns-Seidel-Platz 4, 81737 München. Die Wacker Chemie AG wird beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 159705 geführt. Der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht sowie die sonstigen offenlegungspflichtigen Unterlagen werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht. Ferner können der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht des WACKER-Konzerns und der Wacker Chemie AG auf der Internetseite von WACKER abgerufen werden. www.wacker.com/geschaeftsbericht Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite von WACKER zugänglich gemacht worden. www.wacker.com/corporate-governance Der Konzernabschluss der Wacker Chemie AG ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie nach den ergänzenden Vorschriften des § 315 a Abs. 1 HGB erstellt. Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen, für das Geschäftsjahr geltenden IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Die für das laufende Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden ebenfalls angewendet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Bilanzausweis von Vermögenswerten und Schulden erfolgt nach ihrer Fristigkeit. Der Konzern klassifiziert Vermögenswerte und Schulden als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder erfüllt werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die funktionale Währung des Konzerns ist Euro. Alle Beträge werden in Millionen Euro (Mio. €) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Alle Beträge sind jeweils für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden ausführlich im Konzernlagebericht im Nachtragsbericht dargelegt. Der Vorstand der Wacker Chemie AG hat den Konzernabschluss am 05. März 2014 freigegeben. Er wird dem Aufsichtsrat für die Sitzung am 13. März 2014 vorgelegt. Neue RechnungslegungsvorschriftenIm Geschäftsjahr 2013 erstmals angewandte Rechnungslegungsvorschriftenscroll
Nicht vorzeitig angewandte Standards / InterpretationenDas International Accounting Standards Board (IASB) hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist und die von der Wacker Chemie AG auch nicht vorzeitig angewendet werden. Soweit von neuen Standards bzw. Interpretationen keine offizielle Übersetzung vorliegt, verwenden wir den englischen Titel der neuen Verlautbarung. Die Auswirkungen der neuen Standards auf den Konzernabschluss werden laufend von WACKER geprüft. Bereits von der Europäischen Union anerkannte Standards / Interpretationen und Änderungen bestehender Standardsscroll
Von der Europäischen Union noch nicht anerkannte Standards / Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standardsscroll
KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden die Wacker Chemie AG und ihre Tochterunternehmen einbezogen. Tochterunternehmen sind Gesellschaften, bei denen die Wacker Chemie AG mittelbar oder unmittelbar die Stimmrechtsmehrheit hält oder auf andere Weise die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Bei der Bestimmung des Beherrschungsverhältnisses werden auch potenzielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, berücksichtigt. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Die Einbeziehung endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht. Auch Zweckgesellschaften (sogenannte Special Purpose Entities, SPE) werden konsolidiert, wenn die wirtschaftliche Betrachtung des Verhältnisses zeigt, dass eine Beherrschung vorliegt. Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf die die Wacker Chemie AG einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Im Allgemeinen handelt es sich um Beteiligungen mit einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 Prozent und 50 Prozent; diese Gesellschaften werden at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Soweit Gemeinschaftsunternehmen bzw. assoziierte Unternehmen selbst Tochtergesellschaften haben, werden diese in der nachfolgenden Tabelle nicht mitgezählt. Gesellschaften, an denen die Wacker Chemie AG mit weniger als 20 Prozent beteiligt ist bzw. bei denen wacker keinen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden als Beteiligungen unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. scroll
In 2013 wurden keine Akquisitionen getätigt. Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2012 nicht verändert. Insgesamt werden 14 inländische und 40 ausländische Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Das Tochterunternehmen W.E.L.t. Reisebüro GmbH, dessen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist, wird wegen Geringfügigkeit nicht konsolidiert. Die Umsätze und die Bilanzsumme lagen im Geschäftsjahr 2012 unter 0,5 Mio. €. Das Tochterunternehmen, an dem WACKER 51 Prozent der Anteile hält, wird zu Anschaffungskosten bewertet und innerhalb der langfristigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen. Neben den mittelbar oder unmittelbar beherrschten Unternehmen konsolidiert WACKER auf Grund des beherrschenden Einflusses eine Zweckgesellschaft. Hierbei handelt es sich um einen Spezialfonds, in den die Wacker Chemie AG Sondervermögen eingezahlt hat. Dieser Treuhandfonds wurde ausschließlich für WACKER aufgelegt und alle Anteile des Fonds werden von WACKER gehalten. Die Einbringung des Sondervermögens fällt auf Grund der vertraglichen Ausgestaltung unter SIC 12.10. KonsolidierungsmethodenDer Konzernabschluss basiert auf den Einzelabschlüssen der Wacker Chemie AG und der einbezogenen Tochterunternehmen und Zweckgesellschaften. Alle Gesellschaften haben den 31. Dezember als Bilanzstichtag. Alle wesentlichen Abschlüsse sind für Zwecke der Einbeziehung in den Konzernabschluss von unabhängigen Wirtschaftsprüfern geprüft. Die Erstkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen auf den Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Hierbei ergibt sich das Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen unter Berücksichtigung aller identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden sowie Eventualverbindlichkeiten; die Bewertung aller Bilanzposten erfolgt mit ihren beizulegenden Zeitwerten. Ein positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten des Tochterunternehmens und dem so ermittelten anteiligen Eigenkapital wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird unmittelbar als Ertrag vereinnahmt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen. Die nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden beim Erwerb mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit diese höher als das anteilige Eigenkapital sind, verbleibt ein Unterschiedsbetrag (Geschäftswert- oder Firmenwert) im Beteiligungsansatz. Dieser ist zum Bilanzstichtag auf das Vorliegen von Anzeichen einer Wertminderung zu untersuchen. Soweit die Anschaffungskosten geringer als das anteilige Eigenkapital im Erwerbszeitpunkt sind, wird dieser Unterschiedsbetrag dem Bilanzansatz zugeschrieben und in der Gewinn- und Verlustrechnung im Equity-Ergebnis erfasst. Die Buchwerte dieser Gesellschaften werden jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden oder sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei Hinweisen auf einen dauerhaft niedrigeren Wert einer Beteiligung wird eine ergebniswirksame Wertminderung vorgenommen. Langfristige Finanzierungen, die dem wirtschaftlichen Gehalt nach der Nettoinvestition des Eigentümers in das assoziierte Unternehmen zuzuordnen sind, werden bei der Berücksichtigung der Eigenkapitalveränderung einbezogen. Zwischenergebnisse, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Schulden zwischen den einbezogenen Gesellschaften sowie anteilige Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen werden eliminiert. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht. UnternehmenserwerbeDie Bilanzierung eines Unternehmenserwerbs erfolgt mithilfe der Erwerbsmethode, die eine Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der erstmaligen Beherrschung vorsieht. Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfordert bestimmte Schätzungen und Beurteilungen, vor allem der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, der übernommenen Verbindlichkeiten sowie der Nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen. Die Bewertung basiert in großem Umfang auf antizipierten Zahlungsmittelzu- und -abflüssen. Abweichungen zwischen den tatsächlichen und den bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zugrunde gelegten Zahlungsmittelzu- und -abflüssen können die zukünftigen Konzernergebnisse beeinflussen. Die Kaufpreisaufteilung wesentlicher Akquisitionen erfolgt unter der Mithilfe externer unabhängiger Gutachter. Die damit zusammenhängenden Bewertungen basieren auf Informationen, die zum Erwerbszeitpunkt verfügbar sind. Akquisitionen und Mehrheitsübernahmen nach dem BilanzstichtagAm 2. Januar 2014 hat die Tochtergesellschaft WACKER Biotech GmbH im Rahmen eines Share Deals 100 Prozent der Anteile an der Scil Proteins Production GmbH in Halle, Deutschland übernommen. Der vorläufige Kaufpreis floss am 2. Januar 2014. Es wurde eine vorläufige Einmalzahlung im höheren einstelligen Millionenbereich sowie potentielle Meilensteinzahlungen im niedrigen Millionenbereich vereinbart. Die Meilensteinzahlungen hängen im Wesentlichen vom Erreichen verschiedener Produktions-, Technologie- und Marketingziele ab. Durch die Akquisition stärkt und erweitert der Geschäftsbereich BIOSOLUTIONS sein Know-how und seine Produktionskapazitäten bei der Herstellung von therapeutischen Proteinen. Scil Proteins Production verfügt über Expertisen auf dem Gebiet der Rückfaltung von Proteinen. Für Proteine, die in Bakterienzellen nicht in aktiver Form herstellbar sind, ist dies ein wesentlicher Produktionsprozess, um die gewünschten Wirkeigenschaften zu erhalten. Dieses Know-how ergänzt wesentlich die Prozesskette von WACKER BIOSOLUTIONS. WACKER übernimmt die Produktionsanlagen der Gesellschaft einschließlich des Patentportfolios. Die bestehenden Kundenbeziehungen wird WACKER weiterführen. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf das Anlagevermögen der Gesellschaft. Die Kaufpreisallokation für die Scil Proteins Production GmbH ist derzeit noch nicht abgeschlossen, da die Erstellung und Prüfung der zugrunde liegenden finanziellen Informationen noch andauert. Am 24. Januar 2014 hat WACKER einen Vertrag über die Übernahme der Mehrheit am Gemeinschaftsunternehmen Siltronic Samsung Wafer Pte. Ltd. in Singapur abgeschlossen und die Beherrschung übernommen. Das Unternehmen wurde bisher als 50/50 Joint Venture von Siltronic und Samsung Electronics Co. Ltd. gemeinsam geführt. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung in Höhe von 150 Mio. SGD, umgerechnet rund 85 Mio. €, zeichnete Siltronic neue Anteile und hält in Zukunft 78 Prozent der Anteile an dem Unternehmen. Siltronic und Samsung leisten zusätzlich Zahlungen in Höhe von rund 120 Mio. €. Dadurch wird die Projektfinanzierung durch externe Banken in Höhe von rund 200 Mio. € zurückgezahlt. Durch die Kapitalerhöhung übernimmt WACKER die Mehrheit an einem der effizientesten Produktionsstandorte für 300 mm Wafer in Asien. Die unmittelbare Nähe zu der bereits bestehenden Produktionsstätte von Siltronic für 200 mm Wafer in Singapur führt zu Synergie- und Kostenvorteilen. Der endgültige finanzielle Vollzug des Vertrages fand am 28. Februar 2014 statt. Das Joint Venture wurde in 2013 nach der Equity-Methode bilanziert. Der Erwerb in 2014 wird nach den Regeln des sukzessiven Erwerbes nach IFRS 3 bilanziert werden. Die damit verbundenen Bewertungen und Kaufpreisallokationen sind derzeit noch nicht abgeschlossen, da die Erstellung und Prüfung der zugrunde liegenden finanziellen Informationen noch andauert. WährungsumrechnungIn den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden sämtliche Forderungen und Schulden in fremden Währungen mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet, unabhängig davon, ob sie kursgesichert sind oder nicht. Termingeschäfte, die - aus wirtschaftlicher Sicht - zur Kurssicherung dienen, werden zu ihren jeweiligen Zeitwerten (Fair Value) angesetzt. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam bzw. beim Vorliegen von Cashflow Hedges im übrigen Eigenkapital erfolgsneutral erfasst. WACKER hat im 1. Quartal 2013 ein auf Fremdwährung lautendes langfristiges Darlehen als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (so genanntes Net Investment in a Foreign Operation nach IAS 21) definiert. Die Umrechnungsdifferenzen aus Fremdwährung werden im sonstigen Ergebnis im übrigen Eigenkapital erfasst und separat dargestellt. Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzerngesellschaften erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Nach dieser werden die Bilanzen von der funktionalen Währung in die Berichtswährung mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben, ist deren funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Die sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebenden Nettogewinne oder -verluste werden in den übrigen Eigenkapitalposten erfolgsneutral erfasst. Umrechnungsdifferenzen, die aus abweichenden Umrechnungskursen in der Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden ebenfalls dort berücksichtigt. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse der wichtigsten Währungen stellen sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt dar: scroll
Schätzungen und Annahmen bei der Erstellung des KonzernabschlussesDie Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Diese richten sich nach den Verhältnissen und Einschätzungen am Bilanzstichtag und beeinflussen insoweit auch die Höhe der ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen der dargestellten Geschäftsjahre. Die Annahmen der Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen sowie die Annahmen im Zusammenhang mit Impairment-Tests und Kaufpreisallokationen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt und wirken sich auf das Ergebnis der Periode der Änderung bzw. gegebenenfalls zukünftiger Perioden aus. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen / at equity bewertete BeteiligungenDie voraussichtlichen Nutzungsdauern und Abschreibungsverläufe von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beruhen auf Erfahrungswerten, Planungen und Schätzungen. Hierbei werden auch der Zeitraum und die Verteilung der zukünftigen Mittelzuflüsse aus den getätigten Investitionen und der zukünftige technische Fortschritt geschätzt. Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen beträgt 3,81 Mrd. € (Vorjahr 3,95 Mrd. €). At equity bewertete Beteiligungen sind in Höhe von 18,9 Mio. € (Vorjahr 41,0 Mio. €) in der Bilanz ausgewiesen. Impairment-Tests werden für Vermögenswerte durchgeführt, wenn bestimmte Indikatoren auf eine mögliche Wertminderung oder Wertaufholung hinweisen. Hierbei ist der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes zu schätzen, der dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert entspricht. Zur Ermittlung des Nutzungswertes sind die diskontierten zukünftigen Cashflows des betreffenden Vermögenswertes zu bestimmen. Die Schätzung der diskontierten künftigen Cashflows beinhaltet wesentliche Annahmen wie insbesondere solche bezüglich der künftigen Verkaufspreise und Verkaufsvolumina, der Kosten und der Diskontierungssätze. Obwohl WACKER davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten erwarteten Nutzungsdauern, die Annahmen bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Branchen, sowie die Einschätzungen der diskontierten künftigen Cashflows angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen resultieren. Siehe Ziffer 4 RückstellungenWesentliche Risiken ergeben sich bei Umweltschutzrückstellungen sowie Rückstellungen für Schadensersatz und belastende Verträge durch mögliche Änderungen der Schätzungen zukünftiger Kosten und Nutzen, geänderte Eintrittswahrscheinlichkeiten für eine Inanspruchnahme und durch erweiterte gesetzliche Vorschriften für die Beseitigung und Vermeidung von Umweltschäden. Der Buchwert der Umweltschutzrückstellungen beträgt 53,9 Mio. € (Vorjahr 52,4 Mio. €) und der Buchwert der Rückstellung für Verkauf / Einkauf beträgt 24,9 Mio. € (Vorjahr 44,7 Mio. €) Siehe. .Ziffer. 14 Die Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen und anderen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Diese Faktoren beinhalten den Diskontierungssatz, erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen, Sterblichkeitsraten und Steigerungsraten für Gesundheitsvorsorge. Diese Annahmen können auf Grund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen sowie des zugehörigen künftigen Aufwands führen. Der Buchwert der Pensionsrückstellung beträgt 1,08 Mrd. € (Vorjahr 1,24 Mrd. €) Siehe Ziffer 13 Die Höhe der Pensionsverpflichtung ergibt sich durch Diskontierung der WACKER-spezifischen, erwarteten zukünftigen Zahlungsströme. Der Diskontierungszinssatz ermittelt sich aus der Zinsstrukturkurve hochrangiger festverzinslicher, laufzeitäquivalenter Unternehmensanleihen zum Bilanzstichtag. Die Anleihen lauten jeweils auf die gleiche Währung wie die zugrunde liegende Pensionsverpflichtung. Die Anleihen weisen ein Rating von mindestens AA einer der drei großen Rating-Agenturen aus. Die Grundlage bildet die von Bloomberg zum Stichtag zur Verfügung gestellte Information und eine Laufzeit, die annähernd mit der Laufzeit der Pensionsverpflichtung übereinstimmt. Latente SteuernZu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management u.a. die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben, sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Der Buchwert der in der Bilanz erfassten aktiven latenten Steuern beträgt 165,7 Mio. € (Vorjahr 182,0 Mio. €). Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Abschlüsse der Wacker Chemie AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des vorherigen Geschäftsjahrs. Zusätzlich werden sie um neue Rechnungslegungsvorschriften des aktuellen Geschäftsjahres ergänzt, die erstmals anzuwenden sind. Einschränkungen der Vergleichbarkeit können sich bei wesentlichen Erwerben vollkonsolidierter Unternehmen ergeben. Sofern dies der Fall ist, wird hierauf bei der Erläuterung des Konsolidierungskreises eingegangen. Soweit Anpassungen von Vorjahresbeträgen erfolgen, werden diese bei den betroffenen Anhangsangaben erläutert oder im Abschnitt "Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" übergeleitet. Der Konzernabschluss basiert auf den Grundlagen historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme der Positionen, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, Derivate und Planvermögen im Rahmen von Pensionsverpflichtungen. Bestimmte Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, andere Vermögenswerte und Verbindlichkeiten meist mit diesem Wert im Anhang veröffentlicht. Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit ist der Preis, der am Bewertungsstichtag in einer regulären Transaktion zwischen Marktteilnehmern beim Verkauf eines Vermögenswertes zu erzielen bzw. für den Abgang einer Verbindlichkeit zu zahlen wäre. Bei der Ermittlung des Fair Values von Finanzinstrumenten können, je nachdem, wie hoch der Anteil der nicht-beobachtbaren Inputfaktoren ist, mehr oder weniger umfangreiche Schätzungen erforderlich sein. WACKER ist bestrebt, sich bei der Ermittlung des Fair Values auf möglichst viele beobachtbare Inputfaktoren zu stützen und die Verwendung nicht-beobachtbarer Inputfaktoren auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Ob der Wert eines Inputparameters beobachtbar ist oder nicht, wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst: unter anderem von der Art des Finanzinstruments, der Existenz eines Marktes für das betreffende Instrument, spezifischen Transaktionseigenschaften, der Liquidität und den allgemeinen Marktbedingungen. Wenn der Fair Value nicht verlässlich ermittelt werden kann, wird der Buchwert als Näherungswert zur Bestimmung des Fair Values herangezogen. Finanzaktiva und -passiva, die im Konzernabschluss zum Fair Value bewertet oder angegeben werden, werden gemäß der Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 13 bemessen und klassifiziert. Die Hierarchie besteht aus drei Leveln, denen die Inputfaktoren je nach ihrer Beobachtbarkeit im Rahmen der entsprechenden Bewertungsverfahren zugeordnet werden. Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen Gegenleistung oder Forderung. Der Ausweis erfolgt ohne Umsatzsteuer und andere im Zusammenhang mit Umsätzen anfallende Steuern sowie Rabatte und Preisnachlässe. Die Umsatzerlöse gelten als realisiert, wenn die geschuldeten Lieferungen und Leistungen erbracht wurden und die wesentlichen Chancen und Risiken des Eigentums auf den Erwerber übergegangen sind. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Umsätze werden nicht ausgewiesen, wenn Risiken im Zusammenhang mit dem Erhalt der Gegenleistung bestehen. Risiken aus der Rücknahme von Erzeugnissen und Waren, Gewährleistungen oder sonstigen Reklamationen werden nach dem Grundsatz der Einzelbewertung zurückgestellt. Die Umsatzerlöse und ihre Entwicklung nach Bereichen und Regionen werden in der Segmentberichterstattung dargestellt. WACKER tätigt keine Geschäfte, die eine Umsatzrealisierung als langfristige Fertigungsaufträge nach der Percentage of Completion Methode erfordern. In den Herstellungskosten werden die Kosten der umgesetzten Erzeugnisse, Handelswaren und Leistungen ausgewiesen. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie den Material-, Personal- und Energiekosten auch die Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen sowie die Abwertungen auf Vorräte. Ausgangsfrachten werden ebenfalls in diesem Posten ausgewiesen. Die Vertriebskosten enthalten die Kosten der Vertriebsorganisation, der Werbung und der Marktforschung sowie die anwendungstechnische Beratung bei Kunden. Provisionsaufwendungen werden ebenfalls unter diesem Posten ausgewiesen. Zu den Forschungskosten gehören auch Kosten der Produkt- und Verfahrensentwicklung. Für die Forschungskosten im engeren Sinne besteht ein Aktivierungsverbot. Entwicklungskosten sind dann zu aktivieren, wenn kumulativ alle vorgeschriebenen Ansatzkriterien erfüllt sind, die Forschungsphase eindeutig von der Entwicklungsphase getrennt werden kann und die entstehenden Kosten den einzelnen Projektphasen überschneidungsfrei zugeordnet werden können. Ferner müssen mit hinreichender Sicherheit zukünftige Finanzmittelzuflüsse erfolgen. Zu den Allgemeinen Verwaltungskosten gehören die anteiligen Personal- und Sachkosten der Konzernsteuerung, des Personalbereichs, des Rechnungswesens und der Informationstechnologie, soweit sie nicht als interne Dienstleistung auf andere Kostenstellen und damit unter Umständen auf andere Funktionsbereiche verrechnet worden sind. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst. Zinserträge werden zeitanteilig unter Berücksichtigung der ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden Effektivzinssatzes bewertet. Dividendenerträge aus Finanzinvestitionen werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und, soweit ihre Nutzungsdauer bestimmbar ist, planmäßig linear abgeschrieben. Als Nutzungsdauer werden drei bis 15 Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. auf Grund der Laufzeit eines Patents ergibt. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den neuen Erwartungen angepasst. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäftswerte) sind den nutzenden Funktionsbereichen zugeordnet. Immaterielle Vermögenswerte, deren Nutzungsdauern nicht bestimmbar sind, unterliegen einem jährlichen Impairment-Test. Derzeit sind keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer aktiviert. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear abgeschrieben. Die angesetzten Nutzungsdauern entsprechen denen der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte. Sofern Entwicklungskosten aktiviert werden, umfassen diese die direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsstart planmäßig über die Nutzungsdauer der korrespondierenden Produktionsanlagen abgeschrieben. Geschäftswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Für bestehende Geschäftswerte wird jährlich ein Impairment-Test durchgeführt. Sofern der Impairment-Test zu einem Wert führt, der unter dem Buchwert liegt, erfolgen Wertminderungen auf den Geschäftswert. Eine Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt daneben, wenn Ereignisse oder Umstände eingetreten sind, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten. Die Wertminderungen des Geschäftswerts werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den Erwartungen angepasst. Anschaffungskosten umfassen neben dem Kaufpreis Anschaffungsnebenkosten sowie gegebenenfalls Kosten für Abbruch, Abbau und Beseitigung der Sachanlage von ihrem Standort und für die Wiederherstellung des Standorts. Anschaffungspreisminderungen reduzieren die Anschaffungskosten. Eine Neubewertung von Sachanlagen auf Basis der Regelungen in IAS 16 wird nicht vorgenommen. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden sofort als Aufwand erfasst. Kosten für den Ersatz von Komponenten oder für Generalüberholungen von Sachanlagen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließt und die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Zuwendungen Dritter mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten; sofern nicht anders vermerkt, werden diese Zuwendungen (Investitionsförderung) von staatlichen Stellen gewährt. Ertragszuschüsse, denen keine zukünftigen Aufwendungen gegenüberstehen, werden erfolgswirksam erfasst. Solange die Zuwendungen aus der Investitionsförderung noch nicht zugeflossen sind, werden sie als separater Vermögenswert aktiviert. Bei Zuwendungen, auf die ein Rechtsanspruch besteht, erfolgt die Aktivierung des Anspruchs auf die Zuwendung, wenn das Unternehmen am Bilanzstichtag die sachlichen Voraussetzungen für die Gewährung erfüllt hat und zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung der erforderliche Antrag gestellt ist oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gestellt wird. Finanzierungskosten, die im Zusammenhang mit bestimmten, qualifizierten Vermögenswerten angefallen sind und diesen direkt oder indirekt zugeordnet werden können, werden bis zur erstmaligen Nutzung der Vermögenswerte als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Darüber hinaus werden Finanzierungskosten nicht als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. WACKER bilanziert Finanzierungskosten gem. IAS 23 (Borrowing Costs) für wesentliche langfristige Investitionsmaßnahmen in Produktionsanlagen. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Wenn Sachanlagen endgültig stillgelegt, verkauft oder aufgegeben werden, werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemeinsam mit den entsprechenden kumulierten Abschreibungen aus der Bilanz ausgebucht. Ein gegebenenfalls entstehender Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. In den Sachanlagen werden auch Vermögenswerte aus Leasingtransaktionen ausgewiesen. Im Wege des Finance Lease finanzierte Sachanlagen werden im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Wert bilanziert, soweit die Barwerte der Mindestleasingzahlungen nicht niedriger sind. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. über die kürzere Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den Finanzverbindlichkeiten passiviert. Die zu zahlenden Leasingraten werden nach der Effektivzinsmethode in einen Tilgungsanteil und in einen Zinsanteil aufgeteilt. Den planmäßigen Abschreibungen der Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von immateriellen Vermögenswerten oder Sachanlagen, die planmäßig abgeschrieben werden, über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird einem solchen Umstand durch Wertminderungen Rechnung getragen. Eine Prüfung auf Wertminderungen findet statt, wenn entsprechende Ereignisse beziehungsweise Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. WACKER prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für Wertminderungen oder den Wegfall von Wertminderungen gegeben sind. Ein Wertminderungsverlust wird dann in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Der Nutzungswert ergibt sich dabei aus dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung des Vermögenswerts. Hierbei werden segmentspezifisch risikoadjustierte Vorsteuerzinssätze verwendet. Für die Ermittlung der Cashflows werden Vermögenswerte gegebenenfalls auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (sog. zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Soweit die Gründe für die Wertminderungen nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Die Zuschreibung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne Wertminderung ergeben hätte. Wertminderungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, Zuschreibungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden nach dem Anschaffungskostenmodell wie Sachanlagen bewertet. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden und nicht für die eigene Produktion, für die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Leistungen, für Verwaltungszwecke oder für den Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt werden. Beizulegende Zeitwerte dieser Immobilien werden regelmäßig durch externe Immobiliengutachten ermittelt. Leasingtransaktionen sind entweder als Finance Lease oder als Operating Lease zu klassifizieren. Im Rahmen des Operating Lease genutzte Vermögenswerte werden nicht aktiviert. Die zu leistenden Leasingzahlungen werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie anfallen. Ein Finance Lease ist ein Leasingverhältnis, bei dem im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Ertragschancen eines Vermögenswertes auf den Leasingnehmer übertragen werden. Vermögenswerte, die im Rahmen des Finance Lease genutzt werden, werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt. Leasingverträge können in andere Kontrakte eingebettet sein. Besteht gemäß IFRS-Regelungen eine Trennungspflicht für ein eingebettetes Leasing, so werden die Vertragsbestandteile separiert und nach den entsprechenden Regelungen bilanziert und bewertet. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, wenn nicht ein davon abweichender Marktwert verfügbar ist. Bei Realisierung durch Abgang oder bei Absinken des Marktwerts unter die Anschaffungskosten werden Marktwertänderungen erfolgswirksam erfasst. Ausleihungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; dabei werden unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen mit dem Barwert angesetzt. Anteile an assoziierten Unternehmen sowie an Gemeinschaftsunternehmen werden gemäß der Equity-Methode grundsätzlich mit ihrem anteiligen Eigenkapital bilanziert. Anteilige Ergebnisse werden hierbei erfolgswirksam berücksichtigt und dem Buchwert zu- oder von ihm abgeschrieben. Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen werden spiegelbildlich auch im Konzernabschluss erfolgsneutral behandelt. Ausschüttungen von Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierten Unternehmen vermindern deren Eigenkapital und werden daher erfolgsneutral vom Buchwert abgesetzt. Soweit Verluste eines assoziierten Unternehmens oder eines Gemeinschaftsunternehmens deren Eigenkapital aufgezehrt haben, wird der Wert in der Konzernbilanz vollständig abgeschrieben. Weitergehende Verluste werden nur dann berücksichtigt, wenn langfristige unbesicherte Forderungen gegenüber dem assoziierten Unternehmen bestehen bzw. der Konzern zusätzliche Verpflichtungen eingegangen ist oder für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet hat. Eine Erhöhung des Buchwerts erfolgt erst, nachdem der Verlustvortrag ausgeglichen wurde und wieder ein positives Eigenkapital vorliegt. Zusätzlich wird bei Vorliegen entsprechender Indikatoren ein Impairment-Test durchgeführt und bei Bedarf eine Wertminderung vorgenommen. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags folgt den Regelungen des IAS 36. Wertminderungen werden im Equity-Ergebnis ausgewiesen. Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt im Konzernabschluss berücksichtigt, zu dem WACKER Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen (Käufe oder Verkäufe im Rahmen eines Vertrags, dessen Bedingungen die Lieferung des Vermögenswertes innerhalb eines Zeitraums vorsehen, der üblicherweise durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Markts festgelegt wird) ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang allerdings der Erfüllungstag relevant, d.h. der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch WACKER geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen; sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Bei zusammengesetzten Finanzinstrumenten werden Fremd- und Eigenkapitalkomponenten getrennt und beim Emittenten gesondert ausgewiesen. Finanzinstrumente werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Für Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert grundsätzlich dem Betrag, den der Konzern erhalten bzw. zahlen würde, wenn er die Finanzinstrumente am Bilanzstichtag tauschen bzw. begleichen wollte. Sofern Marktwerte an Märkten für Finanzinstrumente zur Verfügung stehen, werden diese verwendet. Ansonsten werden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Marktkonditionen - Zinssätze, Devisenkurse, Warenpreise - unter Verwendung der Mittelkurse berechnet. Dabei wird der Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz oder die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle ermittelt. Bei einigen Derivaten basiert der beizulegende Zeitwert auf externen Bewertungen unserer Finanzpartner. Finanzielle Vermögenswerte bei WACKER umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Kredite und Forderungen, bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen und zu Handelszwecken gehaltene orginäre und derivative finanzielle Vermögenswerte. WACKER macht von dem Wahlrecht, finanzielle Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, keinen Gebrauch. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere eigene Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen, Schuldscheindarlehen und derivative Finanzverbindlichkeiten. WACKER macht von dem Wahlrecht, finanzielle Verbindlichkeiten beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, keinen Gebrauch. Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten richtet sich danach, ob ein Finanzinstrument zu Handelszwecken oder bis zur Endfälligkeit gehalten wird, ob das Finanzinstrument zur Veräußerung verfügbar ist, oder ob es sich um vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen handelt. Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Ebenfalls unter die Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet fallen alle derivativen Finanzinstrumente, die nicht einer bilanziellen Sicherungsbeziehung zugerechnet werden. Ist sowohl beabsichtigt als auch wirtschaftlich mit hinreichender Verlässlichkeit zu erwarten, dass ein Finanzinstrument bis zur Endfälligkeit gehalten wird, wird dieses unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinvestitionen beinhalten kurz- und langfristige Wertpapiere sowie Teile der in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Posten. Kredite und Forderungen sind nicht derivative Finanzinstrumente, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Forderungen und Ausleihungen, die in den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen weiteren finanziellen Forderungen und Darlehen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugeordnet. Die übrigen originären finanziellen Vermögenswerte sind, wenn es sich nicht um Kredite und Forderungen handelt, als zur Veräußerung verfügbar zu klassifizieren, und werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, sofern dieser verlässlich ermittelbar ist. Dies sind im Wesentlichen Eigenkapitaltitel und nicht bis zur Endfälligkeit zu haltende Schuldtitel. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden nach Berücksichtigung von latenten Steuern erfolgsneutral im übrigen Eigenkapital ausgewiesen. Eigenkapitalinstrumente, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Wenn die beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten unter die Anschaffungskosten fallen oder objektive Hinweise vorliegen, dass der Vermögenswert wertgemindert ist, wird der direkt im Eigenkapital erfasste kumulierte Verlust aufgelöst und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das Unternehmen legt seiner Einschätzung möglicher Wertminderungen alle verfügbaren Informationen zugrunde, wie z. B. Marktbedingungen und -preise, anlagespezifische Faktoren sowie Dauer und Ausmaß des Wertrückgangs unter die Anschaffungskosten. Wertminderungen eines Schuldinstruments werden in Folgeperioden rückgängig gemacht, sofern die Gründe für die Wertminderung entfallen sind. Mit dem Abgang der Finanzinstrumente werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Derivative Finanzinstrumente werden nur zu Sicherungszwecken eingesetzt, um Währungs-, Zins- und Rohstoffpreisrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen zu reduzieren. Sofern derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken aus zukünftigen Zahlungsströmen sowie zur Sicherung von Bilanzposten eingesetzt werden, können gemäß IAS 39 bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen die Spezialvorschriften des Hedge Accountings angewendet werden. Dadurch besteht die Möglichkeit, die Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung zu reduzieren. Je nach Art des abgesicherten Grundgeschäftes wird zwischen einem "Fair Value Hedge", einem "Cashflow Hedge" und einem "Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation" unterschieden. Die bilanzielle Erfassung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt am Handelstag. Sie werden grundsätzlich zum Marktwert bilanziert und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Positive Marktwerte führen zum Ansatz einer Forderung, negative Marktwerte zum Ansatz einer Schuld. Marktwertänderungen von Finanzinstrumenten zur Begrenzung des Risikos zukünftig geringerer Zahlungszu- bzw. höherer -abflüsse aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ("Cashflow Hedge") werden unter Berücksichtigung von Steuereffekten, bei Vorliegen und Dokumentation ausreichender Effizienz, im übrigen Eigenkapital erfasst. Erst zum Zeitpunkt der Realisierung des Grundgeschäfts wird der Erfolgsbeitrag des Sicherungsgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Wird ein entsprechendes Derivat veräußert oder sind die Voraussetzungen für eine bilanzielle Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt, verbleibt dessen Wertänderung bis zum Eintreten der geplanten Transaktion im übrigen Eigenkapital. Absicherungen von Marktwertänderungen bilanzierter Vermögenswerte oder Schulden oder nicht bilanzierten festen vertraglichen Verpflichtungen führen zu "Fair Value Hedges". Marktwertänderungen werden sowohl bei den abgesicherten Grundgeschäften als auch bei den Finanzderivaten, die als Sicherungsinstrument eingesetzt werden, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Sicherung einer Nettoinvestition in eine ausländische Einheit durch einen "Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation" wird derzeit von WACKER nicht angewendet. Verträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nicht finanzieller Güter entsprechend dem eigenen Bedarf abgeschlossen werden, werden nicht als Derivate bilanziert, sondern als schwebende Geschäfte behandelt. Wertänderungen von Devisentermingeschäften und -optionen werden im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen, während Wertänderungen von Zinsswaps und Zinsoptionen Bestandteil des Zinsergebnisses sind. Im übrigen Finanzergebnis werden auch Wertänderungen von Währungsderivaten zur Sicherung von in Fremdwährung eingegangenen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Veränderungen beizulegender Zeitwerte von Warentermingeschäften und -optionen werden in den Herstellungskosten erfasst. Die Sicherung von geplanten Umsätzen in Fremdwährung wird im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst. Es erfolgt keine Verrechnung entsprechender Aufwendungen und Erträge. Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach der Durchschnittsmethode bewertet. Niedrigere Nettoveräußerungswerte oder realisierbare Preise am Bilanzstichtag werden durch Wertminderungen auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen berücksichtigt. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie lineare Abschreibungen. Finanzierungskosten werden auf Grund der relativ kurzfristigen Fertigungsprozesse nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Gemeinkostenzuschläge werden auf Basis durchschnittlicher Auslastungen ermittelt. Abwertungen werden für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sowie im Rahmen der verlustfreien Bewertung vorgenommen. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden in den Herstellungskosten darüber hinaus Kosten der nicht genutzten Produktionskapazitäten ausgewiesen. Auf Grund der Produktionsgegebenheiten werden unfertige und fertige Erzeugnisse im Posten Erzeugnisse zusammengefasst ausgewiesen. Unentgeltlich zugeteilte Emissionszertifikate werden zum Nominalwert von Null bilanziert. Entgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu Marktpreisen, maximal bis zur Höhe der Anschaffungskosten. Im Falle eines niedrigeren beizulegenden Zeitwertes am Bilanzstichtag erfolgt eine Abwertung auf diesen Wert. Erlöse aus dem Verkauf von Emissionszertifikaten werden erfolgswirksam vereinnahmt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte inkl. Steuerforderungen, mit Ausnahme von Finanzderivaten, werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Risiken sind durch angemessene Abschreibungen berücksichtigt, die als Wertberichtigungen gebucht werden. Die Bildung von Wertberichtigungen auf nicht versicherte Forderungen bzw. auf den Selbstbehalt bei versicherten Forderungen erfolgt in der Regel, wenn der Rechtsweg beschritten wird. Soweit auch durch Einlegung von Rechtsmitteln mit dem Forderungseingang nicht mehr gerechnet wird, erfolgt die Ausbuchung der Bruttoforderung sowie die Auflösung der gebildeten Wertberichtigung. Sofern langfristige Forderungen unverzinslich oder niedrig verzinslich sind, werden sie abgezinst. WACKER ist nicht Auftragnehmer von langfristigen Fertigungen. Forderungen aus Finance-Lease-Verträgen, bei denen WACKER als Leasinggeber agiert, werden unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Hierbei wird der um die noch nicht realisierten Finanzierungserträge reduzierte Bruttowert der ausstehenden Leasingzahlungen als Forderung aktiviert. Die eingehenden Leasingraten werden in den jeweiligen Zinsertrag und die Tilgung der ausstehenden Forderung so aufgeteilt, dass der Zinsertrag die konstante Verzinsung der noch offenen Forderung widerspiegelt. Der Zinsertrag wird in der Gewinn- und Verlustrechnung im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel, Sichteinlagen sowie finanzielle Vermögenswerte, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und einer geringen Wertschwankung unterliegen. Sie haben bei Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten, welche dem Nennbetrag entsprechen, bewertet. Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird nur vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind. Aktive und passive latente Steuern werden erfolgswirksam erfasst. Bei Sachverhalten, deren Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden die darauf abzugrenzenden aktiven oder passiven latenten Steuern ebenfalls im übrigen Eigenkapital erfasst. Pensionsrückstellungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gebildet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch erwartete Steigerungen von Renten und Gehältern berücksichtigt. Des Weiteren beruht die Berechnung auf versicherungsmathematischen Berechnungen unter Berücksichtigung biometrischer und finanzieller Rechnungsgrundlagen. Vom Barwert der Pensionsverpflichtungen wird der Zeitwert des zugehörigen Planvermögens abgezogen, so dass sich die Nettopensionsverpflichtung bzw. der Vermögenswert aus den leistungsorientierten Plänen ergibt. Übersteigt das Fondsvermögen die Verpflichtung aus der Pensionszusage, wird grundsätzlich ein Aktivposten ausgewiesen. Die Aktivierung steht jedoch unter dem Vorbehalt, dass das bilanzierende Unternehmen auch einen wirtschaftlichen Nutzen aus diesen Vermögenswerten ziehen kann, z. B. in Form von Rückflüssen oder künftigen Beitragsermäßigungen. Der Nettozinsaufwand des Geschäftsjahres wird ermittelt, indem der zu Beginn des Geschäftsjahres festgelegte Diskontierungssatz auf die zu diesem Zeitpunkt ermittelte Nettopensionsverpflichtung angewandt wird. Als Abzinsungsfaktor wird dabei der Zinssatz verwendet, der zur Bewertung des Anwartschaftsbarwerts der leistungsorientierten Verpflichtung herangezogen wird. Die Nettozinsen aus der Netto-Pensionsverpflichtung umfassen den mit dem Rechnungszins kalkulierten Zinsertrag aus Planvermögen und den Zinsaufwand auf den Anwartschaftsbarwert. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste, die sich aus der Abweichung von der Einschätzung zum Periodenbeginn und dem tatsächlichen Verlauf während der Periode bzw. der neueren Schätzung zum Bilanzstichtag hinsichtlich der Sterblichkeitswahrscheinlichkeiten, Rententrends, Gehaltsentwicklungen und Diskontierungszinssätze ergeben, werden erfolgsneutral unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung der im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in nachfolgenden Perioden ist nicht gestattet. Ebenfalls erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis auszuweisen sind Differenzen zwischen dem am Periodenanfang ermittelten Zinsertrag aus Planvermögen und den am Ende der Periode tatsächlich festgestellten Erträgen aus Planvermögen. Beide Effekte werden als "Neubewertungen von leistungsorientierten Pensionsplänen" in den übrigen Eigenkapitalposten ausgewiesen. Ändert sich der Barwert einer leistungsorientierten Verpflichtung infolge einer Planänderung oder Plankürzung, erfasst WACKER den hieraus resultierenden Effekt als nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand. Dieser wird bei Entstehung sofort erfolgswirksam erfasst. Auch die aus einer Abgeltung resultierenden Gewinne und Verluste werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die Abgeltung eintritt. Verwaltungskosten die nicht Bestandteil der Verwaltung des Planvermögens sind werden bei Leistungserbringung ebenfalls erfolgswirksam erfasst. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen wird den Kosten der betroffenen Funktionsbereiche zugeordnet; der Zinsanteil wird im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen sind gemäß versicherungsmathematischer Gutachten gebildet und bewertet. Altersteilzeitrückstellungen stellen aufgrund ihrer Ausgestaltung ebenfalls andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer gem. IAS 19 (revised 2011) dar, da diese noch an die Erbringung von Arbeitsleistungen in der Zukunft geknüpft sind. WACKER hat Altersteilzeitvereinbarungen ausschließlich als Blockmodell ausgestaltet. Die bilanzielle Erfassung der Rückstellung erfolgt ratierlich über den Zeitraum des Erdienens des Anspruches in der Beschäftigungsphase. Der sogenannte Erfüllungsrückstand, der den Gehaltsanteil darstellt, auf den der Mitarbeiter während der Beschäftigungsphase verzichtet, wird als Planvermögen verwaltet. Die Altersteilzeitrückstellung stellt die Nettoverpflichtung von WACKER dar, in der das Planvermögen gegen die Gesamtverpflichtung aufgerechnet wird. Die Aufstockungsleistungen werden erst bei vollständiger Erbringung der notwendigen Arbeitsleistung vollständig erdient. Bereits ausgezahlte, aber noch nicht erdiente Aufstockungsleistungen werden aktiviert. Für gegenüber Dritten bestehende rechtliche oder faktische Verpflichtungen werden Rückstellungen in der Bilanz angesetzt, wenn der Abfluss von Ressourcen zur Begleichung der Verpflichtungen wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Der Wertansatz der Rückstellungen basiert auf den Beträgen, die erforderlich sind, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns abzudecken. Bei der Bewertung der übrigen Rückstellungen fließen grundsätzlich alle Kostenbestandteile ein, die auch im Vorratsvermögen aktiviert werden. Es werden auch künftige Preissteigerungen bei der Bewertung berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen werden mit ihrem auf den Stichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Zinssatz entspricht dem gegenwärtigen Marktzins für risikofreie Anlagen, die in ihrer Laufzeit der Restlaufzeit der zu erfüllenden Verpflichtung entsprechen. Erwartete Erstattungen, soweit sie hinlänglich sicher oder rechtlich einklagbar sind, werden nicht mit Rückstellungen saldiert, sondern als separater Vermögenswert aktiviert, sofern die Realisierung so gut wie sicher ist. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Rückstellungen für drohende Verluste aus belastenden Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidlichen Kosten. Rückstellungen für Umweltschutz werden gebildet, wenn zukünftige Mittelabflüsse zur Erfüllung von Umweltauflagen oder für Sanierungsmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Kosten hinreichend zuverlässig geschätzt werden können und die Maßnahmen keinen künftigen Nutzenzufluss erwarten lassen. Sofern der vorhandene Bestand an Emissionszertifikaten die voraussichtliche Verpflichtung nicht deckt, werden Rückstellungen gebildet. Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Reduzierung des Verpflichtungsumfangs, wird die Rückstellung anteilig aufgelöst und der Ertrag in den Funktionsbereichen erfasst, die ursprünglich bei der Bildung der Rückstellung mit dem Aufwand belastet waren. Finanzverbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen Finanzverbindlichkeiten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt. Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen werden in Höhe des Barwertes der künftigen Leasingraten als Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Übrige Verbindlichkeiten inkl. Steuerverbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Bestehen von künftigen Ereignissen abhängt, die nicht unter der Kontrolle des Unternehmens stehen, sowie bestehende Verpflichtungen, die nicht passiviert werden können, weil entweder ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist oder die Höhe der Verpflichtung nicht hinreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Eventualverbindlichkeiten werden mit ihrem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang angegeben. Die Segmentberichterstattung von WACKER ist gemäß dem sog. "Management Approach" an der internen Organisations- und Berichtsstruktur ausgerichtet. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zu Grunde liegenden Daten werden aus dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss abgeleitet. Beabsichtigte Veräußerungen (disposal group) und nicht fortgeführte Aktivitäten (discontinued operation) werden nach den in IFRS 5 definierten Kriterien abgebildet. Bei beabsichtigten Veräußerungen werden Vermögenswerte und zugehörige Verbindlichkeiten in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Die Aufwendungen und Umsätze einer disposal group sind bis zur Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführter Aktivität enthalten, außer es handelt sich um eine nicht fortgeführte Aktivität. Bei erstmaliger Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten werden langfristige Vermögenswerte zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, eine planmäßige Abschreibung wird nicht mehr vorgenommen. Änderungen von Bilanzierungs- und BewertungsmethodenUmgliederungen von sonstigen Steuern innerhalb des kurzfristigen und langfristigen Vermögens bzw. der kurzfristigen Schulden.Sonstige Steuern werden nunmehr in den "sonstigen Vermögenswerten" und den "sonstigen Verbindlichkeiten" in der Bilanz ausgewiesen. Zuvor wurden diese Steuern in den Posten Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten zusammen mit den Ertragssteuern ausgewiesen. Zur Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte angepasst. Zum 31. Dezember 2012 wurden 14,5 Mio. € aus den langfristigen Steuerforderungen in die langfristigen sonstigen Vermögenswerte umgegliedert. Aus den kurzfristigen Steueransprüchen wurden 53,3 Mio. € in die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte umgegliedert. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Umsatzsteuerforderungen. Auf der Passivseite wurden 16,0 Mio. € aus den kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten in die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert. IAS 19 (revised 2011) Leistungen an Arbeitnehmer.Im Geschäftsjahr 2013 wendet WACKER erstmalig IAS 19 (revised 2011), "Leistungen an Arbeitnehmer" an, den das IASB im Juni 2011 veröffentlichte. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Der überarbeitete Standard wurde am 5. Juni 2012 von der EU in europäisches Recht übernommen. Durch den Standard ergeben sich folgende wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss von WACKER: IAS 19 (revised 2011) wirkt sich auf die Erfassung, Bewertung und den Ausweis der Pensionsrückstellungen aus. WACKER hat bisher die Korridor-Methode angewandt. Nach dieser Methode werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste außerbilanziell geführt und nur bei Überschreiten eines Korridors von zehn Prozent der Pensionsverpflichtung ratierlich über die Restdienstzeit der Mitarbeiter als Rückstellung erfasst. Dadurch wichen in der Vergangenheit die Netto-Pensionsverpflichtung gegenüber den Arbeitnehmern und die bilanzierte Pensionsrückstellung deutlich voneinander ab. Nach dem neuen Standard ist diese Methode nicht mehr zulässig. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nun sofort in den übrigen Eigenkapitalposten im Eigenkapital als "Neubewertungen von leistungsorientierten Pensionsplänen" erfasst. Die Pensionsrückstellung ergibt sich damit als Netto-Pensionsverpflichtung aus dem Anwartschaftsbarwert (DBO - defined benefit obligation) abzüglich des Planvermögens zum beizulegenden Zeitwert. Ferner werden der Zinsaufwand aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung, kurz DBO (Defined Benefit Obligation) und die nun ebenfalls mit dem Abzinsungsfaktor ermittelten Erträge aus Planvermögen zu einem Nettozinsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Dieser errechnet sich durch Anwendung des Abzinsungsfaktors auf die Netto-Pensionsverpflichtung. Als Abzinsungsfaktor wird dabei der Zinssatz verwendet, der zur Bewertung des Anwartschaftsbarwerts der leistungsorientierten Verpflichtung herangezogen wird. Der Nettozinsaufwand aus der Netto-Pensionsverpflichtung umfasst somit den kalkulierten Zinsertrag aus Planvermögen und den Zinsaufwand auf den Anwartschaftsbarwert. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem kalkulierten Zinsertrag aus Planvermögen und den tatsächlichen Erträgen aus Planvermögen ist im Posten "Neubewertungen von leistungsorientierten Pensionsplänen" im übrigen Eigenkapital enthalten. Kein Effekt für WACKER resultiert aus der sofortigen erfolgswirksamen Erfassung von verfallbarem nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand bei Entstehung, anstelle einer Erfassung über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit. Ebenfalls ergibt sich kein Effekt aus der Erfassung von nicht mit der Verwaltung von Planvermögen in Zusammenhang stehenden Verwaltungskosten bei Leistungserbringung. Gemäß dem neuen IAS 19 (revised 2011) "Leistungen an Arbeitnehmer" sind zukünftig die Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen neu zu bewerten. Die Verpflichtung zur Zahlung von Aufstockungsbeträgen stellt zukünftig keine Leistung aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses dar. Solange die Erbringung einer Arbeitsleistung für diese Leistungen notwendig ist, stellen diese Verpflichtungen langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer dar, die entsprechend ihres Erdienenszeitraums anzusammeln sind. Wegen dieser Änderung in der Klassifizierung hat WACKER die Rückstellungen für Altersteilzeit zum Stichtag 01. Januar 2012 um - 7,8 Mio. € angepasst. Zum Stichtag 31. Dezember 2012 fielen die Altersteilzeitrückstellungen um 1,8 Mio. € niedriger aus. Durch die Bewertung des Erfüllungsrückstandes mit dem finanzmathematischen Barwert ergibt sich zum Jahresende ein Minderbetrag von 1,9 Mio. € und der Effekt im Ergebnis des Geschäftsjahres 2012 stieg um 5,9 Mio. €. Die folgenden Tabellen stellen die Auswirkungen aus den geänderten Rechnungslegungsgrundsätzen dar. Die Auswirkungen auf die Bilanz zum 31. Dezember 2012 sowie die Auswirkungen auf den dargestellten Vorjahreszeitraum sind: Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Bilanz 31. Dezember 2012scroll
Kapitalflussrechnungscroll
Gesamtergebnisrechnung 12M 2012scroll
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Entwicklung des Konzerneigenkapitals 12M 2012scroll
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Hätte WACKER IAS 19 (revised 2011) nicht zum 1. Januar 2013 angewendet, hätte sich ein zusätzlicher Aufwand nach Steuern von rund 17 Mio. € ergeben. Die Pensionsrückstellungen wären um rund 470 Mio. € niedriger ausgefallen. Es ergäben sich um rund 120 Mio. € niedrigere aktive latente Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wären auf Grund der Altersteilzeitrückstellungen um rund 15 Mio. € höher ausgefallen. Das Eigenkapital hätte sich um rund 350 Mio. € erhöht. Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFolgende Übersicht zeigt zusammengefasst die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: scroll
01 Umsatzerlöse / Herstellungskosten / Sonstige betriebliche Erträge / Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
In den Herstellungskosten des Vorjahres sind insgesamt Nettoerträge aus der Reduktion einer Rückstellung für erwartete Verluste aus dem Silicongeschäft in China in Höhe von 74,9 Mio. € enthalten. Der Grund war eine veränderte Verrechnungspreispolitik zwischen den chinesischen WACKER-Gesellschaften und dem assoziierten Unternehmen Dow Corning (ZJG) Co. Ltd., China, zur Herstellung von Siloxan. Die Anpassung der Verrechnungspreise führte im Vorjahr zu einer Wertberichtigung auf den Equity-Ansatz der Dow Corning (ZJG) Co. Ltd., China, in Höhe von 77,0 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2013 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 37,0 Mio. € vorgenommen. Davon betreffen 34,8 Mio. € den Geschäftsbereich Siltronic, der im Wesentlichen nicht genutztes Anlagevermögen abgeschrieben hat. Die übrigen Wertminderungen betreffen wie im Vorjahr die Stilllegung kleinerer Anlagen in anderen Geschäftsbereichen. Die Aufwendungen aus Umstrukturierungen betreffen den Geschäftsbereich Siltronic. Im Vorjahr enthielten sie im Wesentlichen die Aufwendungen für die Schließung der 150 mm Waferproduktion am Standort Portland sowie Restrukturierungsaufwendungen von Siltronic in Deutschland. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen enthalten überwiegend nicht aktivierungsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Aufbau der Polysiliciumanlagen in den USA. 02 Equity-Ergebnis / Sonstiges Beteiligungsergebnis / Zinsergebnis / Übriges Finanzergebnisscroll
Die Equity-Ergebnisse entfallen im Wesentlichen auf Beteiligungen an Unternehmen in China und Singapur. Sie enthalten neben den anteiligen Jahresergebnissen Effekte aus anteiligen Zwischengewinneliminierungen. Mit dem assoziierten Unternehmen Dow Corning (ZJG) Co. Ltd., Zhangjiagang, bestehen langfristige Lieferverträge mit fixierten Transferpreisen. Im Vorjahr wurden im Rahmen einer geänderten Transferpreispolitik die zukünftigen Transferpreise erheblich reduziert. Die Anpassung der Transferpreise führte zu einer Veränderung der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse beim assoziierten Unternehmen. WACKER hatte aus diesem Grund den zugeordneten Equity-Ansatz um 77,0 Mio. € reduziert. Für den durchgeführten Impairmenttest wurde der Value-in-Use-Ansatz zu Grunde gelegt. Der Diskontierungszinssatz belief sich auf 10,7 Prozent (nach Steuern). Der Wertminderungsaufwand wurde dem Segment Silicones zugeordnet. Im Geschäftsjahr wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 2,0 Mio. € (Vorjahr 14,2 Mio. €) aktiviert; hierdurch verbesserte sich das Zinsergebnis entsprechend. Der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns, der im Geschäftsjahr herangezogen wurde, belief sich wie im Vorjahr auf 3,1 Prozent. Im Zinseffekt verzinslicher Rückstellungen sind die Netto-Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen und der kalkulierten Erträge aus Planvermögen in Höhe von 42,3 Mio. € (Vorjahr 36,6 Mio. €) und Zinsaufwendungen und Zinserträge aus der Aufzinsung und Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 9,3 Mio. € (Vorjahr 11,2 Mio. €) enthalten. Die sonstigen finanziellen Erträge und Aufwendungen ergeben sich im Wesentlichen aus Währungseffekten im Rahmen von Finanztransaktionen. 03 ErtragsteuernDer Berechnung der Ertragsteuern liegen die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt geltenden oder erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. In Deutschland wird neben der Körperschaftsteuer auch ein Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer erhoben. Außerdem ist eine in Abhängigkeit der Gemeinde des ansässigen Unternehmens variierende Gewerbeertragsteuer zu zahlen. Steuersätze in Deutschlandscroll
Entsprechend werden latente Steuern inländischer Gesellschaften zum Bilanzstichtag mit einem Gesamtsteuersatz, einschließlich Solidaritätszuschlag von 28,2 Prozent (Vorjahr 27,5 Prozent) bewertet. Der von den ausländischen Konzerngesellschaften erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland gültigen Sätzen versteuert. Die für ausländische Gesellschaften zu Grunde gelegten jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersätze liegen zwischen zehn Prozent und 39,0 Prozent (Vorjahr zehn Prozent und 40,5 Prozent). Steuerabgrenzungen auf nicht ausgeschüttete Gewinne von Tochtergesellschaften wurden nur vorgenommen, sofern eine Ausschüttung geplant ist. An ausschüttungsfähigen Beträgen sind 537,1 Mio. € (Vorjahr 492,5 Mio. €) vorhanden. scroll
Der ausgewiesene Steueraufwand des Geschäftsjahres in Höhe von 24,7 Mio. € ist um 16,0 Mio. € höher als der erwartete Steueraufwand in Höhe von 8,7 Mio. €, der sich bei Anwendung des inländischen Gesamtsteuersatzes von 28,2 Prozent auf das Ergebnis vor Steuern ergäbe. In den Ertragsteuern sind laufende Steuererträge aus Vorjahren in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr Steueraufwand 2,9 Mio. €) sowie periodenfremde latente Steuererträge von 5,0 Mio. € (Vorjahr 4,7 Mio. €) enthalten. Zuordnung der Steuerabgrenzungenscroll
Eine Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern findet statt, wenn künftige Belastungen oder Minderungen desselben Steuerpflichtigen gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen. Des Weiteren werden aktive latente Steuern nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile wahrscheinlich ist. Die wesentlichen Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern wurden in Höhe von 41,0 Mio. € (Vorjahr 21,6 Mio. €) erfolgswirksam erfasst, während -55,1 Mio. € (Vorjahr 102,7 Mio. €) direkt im Eigenkapital berücksichtigt wurden. Die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge können wie folgt genutzt werden: scroll
Die im Ausland entstandenen steuerlichen Verlustvorträge betragen insgesamt 279,8 Mio. € (Vorjahr 260,4 Mio. €). Insgesamt entfallen 0,4 Mio. € (Vorjahr 5,3 Mio. €) auf realisierbare Verlustvorträge. Für 2013 ergeben sich in diesem Zusammenhang aktive latente Steuern in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr 1,5 Mio. €). Auf nicht realisierbare Verluste werden keine latenten Steuern gerechnet. Theoretisch würde sich jedoch ein Betrag in Höhe von 78,7 Mio. € (Vorjahr 70,2 Mio. €) errechnen. Von den steuerlich nicht realisierbaren Verlustvorträgen sind 55,7 Mio. € (Vorjahr 8,4 Mio. €) der Höhe und der Zeit nach unbegrenzt. Zum 31. Dezember 2013 werden keine aktive latente Steuern für abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 267,7 Mio. € (Vorjahr 325,4 Mio. €) angesetzt. 04 Entwicklung des Anlagevermögens2013scroll
2012scroll
1
Dieser Wert enthält Veränderungen aus der
Anwendung der At-Equity-Methode, langfristige Zinsforderungen aus
Ausleihungen sowie die Fair-Value-Bewertung von Beteiligungen. 05 Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte enthalten entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte. 06 Sachanlagen2013scroll
2012scroll
Im Berichtsjahr sind Fremdkapitalkosten in Höhe von 2,0 Mio. € (Vorjahr 14,2 Mio. €) als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten von qualifizierten Vermögenswerten aktiviert worden. Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz beträgt wie im Vorjahr 3,1 Prozent. In den Sachanlagen sind auch technische Maschinen sowie andere Anlagen in Höhe von 32,1 Mio. € (Vorjahr 38,1 Mio. €) enthalten, denen ein eingebettetes Finance Lease zugrunde liegt. WACKER ist auf Grund der Vertragsgestaltung das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen. 07 Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienDie Wacker Chemie AG ist Eigentümer von Immobilien am Produktionsstandort Köln. Hierbei handelt es sich um Grundstücke sowie um Infrastruktureinrichtungen (Energie, Abwasser, usw.). Die Grundstücke sind vermietet bzw. langfristig verpachtet; es liegt kein Finance Lease vor. Die Betreibung, Wartung und Pflege der Grundstücke und Infrastruktureinrichtungen werden durch Dritte vorgenommen, die die entstehenden Kosten direkt an die Mieter bzw. Pächter verrechnen. Die Miet- und Pachteinnahmen sind in der folgenden Aufstellung enthalten. scroll
Der beizulegende Zeitwert beruht auf einem externen Gutachten, das periodisch aktualisiert wird. Die letzte Aktualisierung erfolgte in 2010. Da aus wirtschaftlicher Sicht für einen potentiellen Käufer nur die Einstellung des derzeitigen Betriebes und der Abriss der vorhandenen Gebäude in Betracht kommt, um die Grundstücksflächen einer neuen Verwendung zuführen zu können, wurde zur Bewertung des beizulegenden Zeitwertes der Verkehrswert auf Grund des Liquidationswertes des Betriebes ermittelt. Bei der Ermittlung wurde die aktuelle Marktlage und damit das aktuelle Preisniveau berücksichtigt. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ist in der Fair-Value-Hierarchie der Stufe zwei zuzuordnen. Das Bewertungsverfahren wurde im Vergleich zum letzten Bewertungszeitpunkt nicht geändert. 08 At equity bewertete Beteiligungen / Finanzielle Vermögenswerte2013scroll
2012scroll
WACKER hat im Geschäftsjahr 2013 eine zu Anschaffungskosten bewertete kleine Beteiligung auf Grund einer Optionsausübung veräußert. Dabei wurde ein Ertrag im einstelligen Millionenbereich erzielt. Im Geschäftsjahr 2013 sind erstmals negative Veränderungen aus der Equity Methode gegen eine Ausleihung, die als Nettoinvestition gilt, in Höhe von 21,2 Mio. € verrechnet worden. Im Vorjahr wurden weitere Shareholder-Loans an die Siltronic Samsung Wafer Pte. Ltd., Singapur in Höhe von 29,9 Mio. € ausgereicht. Der Zugang wurde unter den sonstigen Finanzanlagen ausgewiesen. Über die Zins- und Tilgungsvereinbarungen hinaus erhält WACKER, wie bei bereits bestehenden Darlehensverträgen, das Recht, Darlehen in Eigenkapital umzuwandeln (Call-Option). Die Call-Optionen haben unterschiedliche Ausübungszeiträume bis längstens 31. März 2016 und sind zum Stichtag nicht ausübbar. Darüber hinaus wurde im Vorjahr ein Shareholder-Loan an die Dow Corning (ZJG) Co. Ltd., Zhangjiagang, in Höhe von 87,9 Mio. € ausgereicht. Die Begebung der Shareholder-Loans erfolgte zu marktüblichen Konditionen. Weitergehende Finanzinformationen zu assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind unter Ziffer 23 im Anhang enthalten. 09 Vorrätescroll
10 Forderungen / Sonstige Vermögenswerte / Ertragsteuerforderungenscroll
Die übrigen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen an die Pensionskasse. Forderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, die den Marktwerten entsprechen. Ausfallrisiken sind - soweit nicht durch Versicherungen und erhaltene Anzahlungen abgedeckt - durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Entwicklung der Wertberichtigungen und der Überfälligkeiten stellen sich wie folgt dar: 2013scroll
2012scroll
Entwicklung der Wertberichtigungen und Überfälligkeitenscroll
Wertberichtigungen werden bei erkennbaren Kreditrisiken sowie bei Änderungen der Währungsparitäten gebildet. Permanente Bonitätseinschätzungen werden bzgl. der Werthaltigkeit der Forderungen durchgeführt und es werden gegebenenfalls Kreditausfallversicherungen abgeschlossen. Das maximale Ausfallrisiko besteht in Höhe des Buchwerts der nicht versicherten Forderungen. Es sind keine Ausleihungen oder Forderungen vorhanden, die nachverhandelt wurden, um eine Überfälligkeit oder eine mögliche Wertminderung zu vermeiden. Auf Grund der Erfahrungen der Vergangenheit sowie der Bedingungen zum Bilanzstichtag ergeben sich keine Einschränkungen bezüglich der Kreditqualität. Die Zuführungen / Auflösungen bei den Wertberichtigungen auf Forderungen im Berichtsjahr betreffen im Wesentlichen Unternehmen der Siltronic-Gruppe und die Wacker Chemie AG. 11 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente / Wertpapierescroll
Die Kassenbestände und Bankguthaben sind zum Nennbetrag bilanziert. Bei den Zahlungsmiteläquivalenten handelt es sich im Wesentlichen um Commercial Paper, die von Emittenten mit erstklassiger Bonität ausgegeben werden und der Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehalten" zugeordnet werden. 12 Eigenkapital / Anteile anderer GesellschafterDas gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Wacker Chemie AG beträgt 260.763.000 €. Es besteht aus 52.152.600 nennwertlosen Stückaktien (Gesamtbestand). Dies entspricht einem rechnerischen Wert von fünf € je Stückaktie. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht; es handelt sich ausschließlich um Stammaktien. Die Anzahl der ausstehenden Aktien hat sich im Rahmen des Börsengangs im April 2006 durch Veräußerung eines Teils der vorher im eigenen Bestand befindlichen Anteile erhöht. Die Entwicklung im Berichtsjahr und im Vorjahr ergibt sich aus folgender Tabelle: scroll
Zur Erläuterung der Aktionärsstruktur der Wacker Chemie AG wird auf Ziffer. 24 - Nahestehende Personen - verwiesen. Die Kapitalrücklage enthält die in den Vorjahren bei der Ausgabe von Anteilen über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge sowie andere Zuzahlungen, die in das Eigenkapital geleistet wurden. In den Gewinnrücklagen sind enthalten: die in früheren Geschäftsjahren bei der Wacker Chemie AG gebildeten Beträge, Einstellungen aus dem Jahresergebnis des Konzerns, die Ergebnisse der einbezogenen Gesellschaften abzüglich der Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis, ergebniswirksame Veränderungen der Konsolidierungsposten und Konsolidierungskreisveränderungen. Im übrigen Eigenkapital sind die Unterschiede aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer Tochterunternehmen und die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten und Pensionen ausgewiesen. Die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter teilen sich folgendermaßen auf Gewinn- bzw. Verlustanteile auf: scroll
Die Wacker Chemie AG beachtet im Rahmen des Kapitalmanagements die gesetzlichen Vorschriften zur Kapitalerhaltung. Sie unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Besondere Kapitalbegriffe werden nicht verwendet. Die Dividendenpolitik orientiert sich grundsätzlich daran, mindestens 25 Prozent des Jahresergebnisses an die Aktionäre auszuschütten, vorausgesetzt die wirtschaftliche Situation erlaubt dies und die Gremien stimmen zu. 13 PensionsrückstellungenFür die Mitarbeiter des WACKER-Konzerns bestehen je nach den rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Entgelt der Mitarbeiter basieren. Bei der betrieblichen Altersversorgung wird zwischen beitrags- und leistungsorientierten Plänen unterschieden. Aus beitragsorientierten Plänen resultieren über die Entrichtung von Beiträgen an zweckgebundene Fonds hinaus keine weiteren Verpflichtungen für das Unternehmen. Bei den Konzerngesellschaften existieren sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Pläne, die teilweise über die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG oder Fonds finanziert sind. Pensionsverpflichtungen ergeben sich aus leistungsorientierten Plänen in Form von Anwartschaften und laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter des WACKER-Konzerns sowie deren Hinterbliebene. Im Wesentlichen garantieren die unterschiedlichen Pensionspläne den Mitarbeitern lebenslange Renten auf Basis des während der Beschäftigung bei WACKER durchschnittlich bezogenen Gehalts (Karrieredurchschnittsplan) oder Kapitalzahlungen. Im Rahmen der Altersversorgung für Mitarbeiter im Konzern bestehen folgende Altersversorgungspläne: Versorgungspläne über die PensionskasseFür Mitarbeiter in Deutschland wird eine Grundversorgung über die rechtlich selbstständige Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG gewährt. Diese wird aus Mitglieds- und Firmenbeiträgen finanziert. Die zugesagten Leistungen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Die Pensionskasse ist ein kleiner Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit im Sinne des § 53 des Versicherungsaufsichtsgesetzes und ist reguliert nach § 11s b Abs. 3 des Versicherungsaufsichtsgesetzes. Sie unterliegt damit den Regelungen für deutsche Versicherer und wird von der BaFin beaufsichtigt. Es bestehen gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen. Für Mitarbeiter, die der Pensionskasse bis 2004 beigetreten sind, gilt in der Grundversorgung eine feste Leistungszusage, die bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zu berücksichtigen ist. Die Rentenhöhe ist dabei unabhängig vom Alter bei Beitragszahlung und auch unabhängig von der erzielten Vermögensverzinsung. Für Mitarbeiter, die nach 2004 in die Unternehmen eingetreten sind, gelten neue Tarife für die Grundversorgung. Den garantierten Leistungen liegen dort feste Zinssätze zugrunde und die Leistungshöhe hängt vom Alter bei Beitragszahlung ab. Jährliche Überschussbeteiligungen können die zukünftige Leistung erhöhen. Diese Tarife gehen nicht in die Ermittlung der Pensionsverpflichtung ein, da sie auf Grund ihrer versicherungsförmigen Ausgestaltung als beitragsorientierte Pläne zu qualifizieren sind. Zusätzlich können Mitarbeiter in Deutschland Beiträge zur freiwilligen Höherversicherung PK+ an die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG leisten. Die Beiträge aus der tarifvertraglich geregelten Altersversorgung aufgrund der Tarifverträge über Einmalzahlungen und Altersvorsorge und über Lebensarbeitszeit und Demografie werden in die freiwillige Höherversicherung eingezahlt. Auch die Tarife für die freiwillige Höherversicherung gehen nicht in die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen ein, da sie auf Grund ihrer versicherungsförmigen Ausgestaltung als beitragsorientierte Pläne zu qualifizieren sind. Direktzusagen des WACKER-KonzernsNeben den Zusagen der Pensionskasse erhalten Mitarbeiter in Deutschland direkte Leistungszusagen in Form einer Zusatzversorgung. Mit der Zusatzversorgung werden Gehaltsanteile oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze abgesichert. Bis 2004 eingetretene Mitarbeiter und deren Hinterbliebene erhalten Rentenleistungen. Die Höhe der Rente hängt vom durchschnittlich während der Beschäftigung bei WACKER bezogenen Gehalt ab (Karrieredurchschnittsplan). Für ab 2005 eingetretene Mitarbeiter wird jährlich ein Prozentsatz des Gehalts oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze bereitgestellt. Das sich hieraus ergebende Kapital wird verzinst. Die Leistungen können als lebenslange Rente oder, für Zusagen ab 2005, alternativ als Einmalzahlung abgerufen werden. Leistungsberechtigt sind die Mitarbeiter und ihre Hinterbliebenen. Die Ansprüche der Mitarbeiter gehen in die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen ein. Dies gilt sowohl für bis 2004 eingetretene Mitarbeiter, als auch für ab 2005 eingetretene Mitarbeiter. Für Mitglieder des Vorstands bestehen Einzelzusagen. Weitere Informationen zur Altersversorgung des Vorstands finden Sie im Corporate Governance Bericht auf S. 268. Außertariflich bezahlte Mitarbeiter in Deutschland können in einen arbeitnehmerfinanzierten Leistungsplan ("Deferred Compensation") Teile ihres Gehalts einzahlen. Dieser Plan gibt Mitarbeitern die Möglichkeit, Teile ihrer künftigen Entgeltansprüche in ein wertgleiches Versorgungskapital umzuwandeln. Das Versorgungskapital wird in Abhängigkeit vom Abschluss der Teilnahmevereinbarung am Leistungsplan (Zusage) mit sieben Prozent (1996 - 2001), sechs Prozent (2002 - 2010) oder fünf Prozent (2011 - 2013) verzinst. Bei den Zusagen mit einer Verzinsung von sieben Prozent oder sechs Prozent kann der Mitarbeiter zwischen einer Auszahlung in Rentenform oder als Kapital wählen. Bei den Zusagen mit einer Verzinsung von fünf Prozent erfolgt die Auszahlung ausschließlich in Kapitalform. Zusagen, die bis zum 31. Dezember 2000 erteilt wurden, werden mit dem m / n-tel Barwert (gemäß Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet, Zusagen, die ab dem 1. Januar 2001 erteilt wurden, werden mit dem Barwert der erworbenen Anwartschaft bewertet. Die Versorgungsansprüche in Deutschland sind durch den Pensionssicherungsverein a. G. gegen Insolvenz geschützt. Die Insolvenzsicherung ist nach oben begrenzt. Gesetzliche Mindestfinanzierungspflichten bestehen nicht. Pensionszusagen im AuslandFür die Mitarbeiter ausländischer Tochtergesellschaften bestehen unterschiedliche Pensionszusagen nach den rechtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Länder. Außer den in den USA begebenen Pensionszusagen sind diese Pensionspläne für den Konzern nicht wesentlich. In den USA bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen für Mitarbeiter der Siltronic Corporation Portland und der Wacker Chemicals Corporation. Für beide Unternehmen wurden die leistungsorientierten Pläne ab dem 31. Dezember 2003 für Neuzusagen geschlossen. Die leistungsorientierten Zusagen werden nur für die Altbestände fortgeführt. Die Versorgungsleistung besteht in einer monatlichen Rentenzahlung ab dem 65. Lebensjahr, die sich auf Basis des zuletzt gezahlten Durchschnittsgehaltes ermittelt. Spezielle Regelungen gibt es bei frühzeitiger Verrentung ab dem 55. Lebensjahr abhängig von der Betriebszugehörigkeit. Auf Grund des ähnlichen Charakters werden auch Verpflichtungen für die medizinische Versorgung von Mitarbeitern nach deren Eintritt in den Ruhestand sowie für Austrittsentschädigungen unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Für neue Mitarbeiter existieren nur noch beitragsorientierte Pensionspläne. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen kann wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen übergeleitet werden: Nettoschuld der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungenscroll
Entwicklung der Nettoschuld der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungenscroll
In den Effekten aus Abgeltungen und Kürzungen in 2012 ist im Wesentlichen der Abgang im Zusammenhang mit der Schließung eines Teils der Produktion der Siltronic Corporation in Portland enthalten. AnnahmenDie Pensionsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung von unternehmensspezifischen und landesspezifischen, biometrischen Rechnungsgrundlagen und Parametern ermittelt. Den Berechnungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zu Grunde, die folgende Parameter berücksichtigt haben: scroll
Hinsichtlich der Lebenserwartung werden in Deutschland die von Prof. Dr. Klaus Heubeck entwickelten "Richttafeln 1998" mit Modifikationen zugrunde gelegt. Dabei werden für den Bestand der Pensionskasse (Grundversorgung) von der Aufsichtsbehörde genehmigte Sterbetafeln (Reduzierung der Sterblichkeiten bei Männern auf 75 Prozent und bei Frauen auf 85 Prozent der Richttafelwerte) verwendet. Für den Bestand der übrigen Zusagen wurden die Sterblichkeiten bei Männern auf 60 Prozent und bei Frauen auf 85 Prozent der Heubeck-Werte reduziert und damit insbesondere der anerkannte Zusammenhang zwischen Lebenserwartung und Höhe der Rente ("Einfluss des sozioökonomischen Status") berücksichtigt. Für die USA wird der RP-2000 Combined Healthy Fully Generational Mortality Table (Scale AA to 2020) für Männer und Frauen verwendet. Die der Berechnung der Pensionsverpflichtung zu Grunde liegenden Diskontierungssätze und Gehaltssteigerungen wurden in Abhängigkeit von den entsprechenden ökonomischen Rahmenbedingungen nach einheitlichen Grundsätzen abgeleitet. Der Rechnungszins beruht auf einer Zinsstrukturkurve, die aus Renditen hochrangiger festverzinslicher und laufzeitäquivalenter Unternehmensanleihen des jeweiligen Landes abgeleitet wurde. Er berücksichtigt die WACKER-spezifischen, erwarteten zukünftigen Zahlungsströme der Verpflichtungen. SensitivitätsanalyseBei der folgenden Sensitivitätsanalyse wird jeweils nur eine Annahme verändert, d. h. die übrigen Annahmen bleiben gegenüber der ursprünglichen Bewertung unverändert, sodass die Sensitivität einer jeder Annahme isoliert betrachtet werden kann. Daraus folgt, dass mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen nicht berücksichtigt werden. Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IAS 19 (revised 2011) werden für die Sensitivitätsanalysen keine Vergleichszahlen der vorangegangenen Periode angegeben. Die folgende Übersicht zeigt, inwieweit sich der Barwert der Pensionsverpflichtungen durch Veränderungen bei den maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen ändern würde. scroll
Zusammensetzung des PlanvermögensIn Deutschland investiert die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG gemäß gesetzlicher Vorschriften und der Vorschriften ihrer Satzung das relevante Planvermögen. Die Pensionskasse investiert knapp die Hälfte des Vermögens in Aktien- und Rentenfonds. Die andere Hälfte wird als Direktinvestition in die Anlageklassen Schuldscheindarlehen, Immobilien, Immobiliendarlehen und Private Equity angelegt. Der verbleibende Teil des Vermögens wird als Liquidität vorgehalten. Die Anlagestrategie erfolgt gemäß der vom Vorstand der Pensionskasse vorgegebenen Kapitalanlagerichtlinie. Das Planvermögen der in den USA aufgelegten Pensionspläne wird im Wesentlichen in Aktien und Fonds gemäß der vorgegebenen Kapitalanlageregelungen angelegt. Die Zusammensetzung des Planvermögens des Konzerns zeigt folgende Tabelle: scroll
Der WACKER-Konzern nutzte zum Stichtag 31. Dezember 2013 80,2 Mio. € des Planvermögens für eigene Zwecke. Hierbei handelte es sich um die von der Wacker Chemie AG selbst genutzte Immobilie der WACKER-Hauptverwaltung in München. RisikenDie mit den leistungsorientieren Verpflichtungen verbundenen Risiken betreffen neben den üblichen versicherungsmathematischen Risiken vor allem finanzielle Risiken im Zusammenhang mit dem Planvermögen. In Deutschland werden wesentliche Teile der leistungsorientierten Verpflichtungen in der Pensionskasse verwaltet. Im Rahmen einer jährlich durchgeführten Asset-Liability-Studie wird das aktuelle und künftige Verhältnis von Portfoliostruktur zu den Verpflichtungen analysiert und prognostiziert. Als Resultat ermittelt sich das langfristige Renditeerfordernis der Pensionskasse. Darauf aufbauend definiert die Pensionskasse ein strategisches Zielportfolio. Das Renditeerfordernis, der Firmenbeitrag der Trägerunternehmen und die strategische Asset-Allokation werden somit jährlich überprüft und miteinander in Einklang gebracht. Grundsätzlich sind alle Kapitalanlagen Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Diese können aus Zins-, Aktienkurs- bzw. Wechselkursverschiebungen bestehen. Die Pensionskasse zielt darauf ab, durch ein sog. Overlay-Management Verluste auf ein vorgegebenes Maß zu beschränken. Derivate werden von der Pensionskasse nur zu Absicherungszwecken eingesetzt. Die leistungsorientierten Pläne in den USA unterliegen auf Grund der Anlage des Planvermögens in Aktien und Fonds neben den versicherungsmathematischen Risiken ebenfalls dem Marktpreisänderungsrisiko. Je nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften ist WACKER dazu verpflichtet eine Unterdeckung der Pensionspläne durch Zuführung liquider Mittel zu reduzieren. Versicherungsmathematische Risiken ergeben sich insbesondere durch die Lebenserwartung der Leistungsempfänger und das Zinsgarantierisiko. Insbesondere die bis 2004 in Deutschland erteilten Zusagen haben einen hohen Garantiezins, der im aktuellen Marktumfeld nicht risikolos zu erzielen ist. Das Zinsgarantierisiko wird im Rahmen des Risikomanagementprozesses regelmäßig beobachtet. Es stellt bei der Ermittlung des langfristigen Zinserfordernisses und deren Erfüllbarkeit ein Schwerpunktthema der Pensionskasse dar. Risiken aus dem Zinsgarantierisiko entfallen auch auf die Pläne zur "Deferred Compensation". Finanzierung der PensionspläneIm Geschäftsjahr 2013 wurden für Pläne in Deutschland 66,7 Mio. € (Vorjahr: 64,1 Mio. €) und für Pläne im Ausland 6,3 Mio. € (Vorjahr: 6,1 Mio. €) an Rentenzahlungen geleistet. Für das folgende Geschäftsjahr erwartet WACKER Rentenzahlungen aus Pensionsplänen von rund 80,0 Mio. €. Die Einzahlungen des Arbeitgebers in das Planvermögen werden in 2014 rund 40,0 Mio. € betragen. Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtung beträgt zum 31. Dezember 2013 18,3 Jahre in Deutschland und 13,5 Jahre in den USA. Voraussichtliche Auszahlungszeiträume der Pensionsleistungenscroll
Zusammensetzung des Pensionsaufwandsscroll
14 Andere Rückstellungen / Steuerrückstellungenscroll
PersonalrückstellungenSie enthalten Verpflichtungen zur Gewährung von Jubiläums- und Sterbegeldern sowie Rückstellungen auf Grund von Frühpensionierungs- und Altersteilzeitmodellen. Der Abfluss der langfristigen Jubiläumsrückstellungen erfolgt kontinuierlich. Die Rückstellung für Altersteilzeitmodelle wird in zwei bis sechs Jahren vollständig abgeflossen sein. Bis zu diesem Zeitpunkt erfolgt der Abfluss kontinuierlich. Verkaufs- / EinkaufsrückstellungenDie Rückstellungen auf Grund von Verkaufs- bzw. Einkaufsgeschäften umfassen Verpflichtungen aus Gewährleistungen oder Produkthaftung sowie noch zu gewährende Rabatte, Skonti oder sonstige Preisnachlässe, zu zahlende Provisionen für die Vermittlung von Verkäufen und drohende Verluste aus vertraglichen Vereinbarungen. Die Rückstellungen für drohende Verluste aus vertraglichen Vereinbarungen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 21,0 Mio. € verbraucht. Der Restbetrag wird im nächsten Jahr zu Abflüssen führen. UmweltschutzrückstellungenDie Rückstellungen für Umweltschutz decken erwartete Belastungen für die Sanierung kontaminierter Standorte, für Maßnahmen zum Gewässerschutz, zur Rekultivierung von Deponien, zur Beseitigung von Umweltbeeinträchtigungen an bestehenden Produktions- oder Lagereinrichtungen und ähnliche Maßnahmen ab. Sie enthalten auch die voraussichtlichen Umweltabgaben an staatliche Stellen. Die langfristigen Umweltschutzrückstellungen werden im Wesentlichen innerhalb von 20 Jahren zu Abflüssen führen. UmstrukturierungsrückstellungenDie Rückstellungen für Umstrukturierungen enthalten Abfindungszahlungen für ausscheidende Mitarbeiter, erwartete Kosten für Standortschließungen sowie Abbruchverpflichtungen und vergleichbare Belastungen. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl erkennbarer Einzelrisiken und ungewisser Verpflichtungen (z. B. Schadensersatz, Prozessrisiken). Die Zinssätze lagen in einer Bandbreite zwischen null Prozent und zehn Prozent. Sie entfielen im Wesentlichen auf Rückstellungen im Zusammenhang mit Einkaufsgeschäften, Umweltrückstellungen, Rückstellungen für Altersteilzeitmodelle und Jubiläumsrückstellungen. Andere Rückstellungenscroll
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SteuerrückstellungenSie enthalten Steuerverpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern sowie Beträge für Risiken aus Außenprüfungen und Rechtsmitteln. Der vorhandene Bestand an langfristigen Steuerrückstellungen wird im Wesentlichen in den nächsten zwei bis vier Jahren abfließen. Steuerrückstellungenscroll
15 Finanzverbindlichkeitenscroll
WACKER hat im ersten Quartal 2013 eine erstrangig unbesicherte Privatplatzierung in drei Tranchen in Höhe von insgesamt 400 Mio. USD bei Investoren am US-amerikanischen Finanzmarkt platziert. Die drei Tranchen haben unterschiedliche Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren. Die Aufnahme erfolgte zu marktüblichen Bedingungen. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten. Für die Finanzverbindlichkeiten bestehen keine dinglichen Sicherheiten. Es gibt keine Sicherung der Finanzverbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind teilweise festverzinslich, teilweise handelt es sich um variable Verzinsungen. Teile der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden unter der Voraussetzung gewährt, dass bestimmte Kennzahlen (Covenants) eingehalten werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die unbesicherte Privatplatzierung setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In den Sonderkrediten sind wie im Vorjahr variable verzinste Kreditbeträge enthalten. Der variable Anteil beträgt 200,0 Mio. € und hat eine Restlaufzeit bis 2016. In den Darlehen sind in 2013 variable verzinste Kreditbeträge in Höhe von 34,5 Mio. € (Vorjahr 44,0 Mio. €) enthalten. Sie haben eine Restlaufzeit bis Ende 2017. In den Schuldscheindarlehen sind variable Kreditbeträge in Höhe von 101,0 Mio. € (Vorjahr 101,0 Mio. €) mit einer Restlaufzeit bis 2015 und 39,0 Mio. € (Vorjahr 39,0 Mio. €) mit einer Restlaufzeit bis 2017 enthalten. Sämtliche Club Deals und sonstige Darlehen sind wie im Vorjahr variabel verzinst. Die Privatplazierungen sind in voller Höhe festverzinslich. Die Buchwerte der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten entsprechen dem Rückzahlungsbetrag. Mit Ausnahme der Club Deals sind sämtliche Kredite und Darlehen endfällig. In den sonstigen Krediten mit Kreditinstituten sind im Wesentlichen Working Capital Linien enthalten. Der folgenden Übersicht können die zukünftigen Tilgungs- und Zinszahlungen für Darlehen entnommen werden. scroll
Daneben bestehen langfristige ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 700,7 Mio € (Vorjahr 643,6 Mio. €), für deren Inanspruchnahme alle Bedingungen erfüllt sind. Für Finance-Lease-Verträge betragen die zukünftigen Mindestleasingzahlungen zum Stichtag: scroll
Bedingte Leasingzahlungen aus Finance Leasing liegen nicht vor. Als Finance Lease wird ein von der Wacker Chemie AG am Standort Burghausen gepachtetes Gas- und Dampfkraftwerk aktiviert. Der Pachtvertrag für das Kraftwerk endet spätestens im Jahr 2019. WACKER hat das Recht, das Kraftwerk zu einem Kaufpreis zu erwerben, der sich an den Buchwerten nach deutschem Handelsrecht bemisst. Sofern WACKER dieses Kraftwerk erwirbt, darf das Kraftwerk innerhalb von fünf Jahren nicht an Dritte weiterveräußert werden. Darüber hinaus bestehen für einige technische Anlagen Leasingverträge, die als Finance Lease qualifiziert und von WACKER aktiviert wurden. Auch hier bestehen zum Teil Vorkaufsrechte und Mietverlängerungsoptionen. Die Leasingverträge dienen der vereinfachten Beschaffung und Finanzierung von Betriebsmitteln und Anlagevermögen. Auf Grund der langfristigen Bindung entsteht jedoch für die Zukunft ein konstanter Liquiditätsabfluss, dem sich das Unternehmen nicht entziehen kann. 16 Verbindlichkeitenscroll
Die Steuerverbindlichkeiten umfassen neben den Beträgen, für die die Konzerngesellschaften Steuerschuldner sind, auch solche Steuern, die für Rechnung Dritter abgeführt werden. Als Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind insbesondere die noch abzuführenden Beträge an Sozialversicherungen ausgewiesen. Die sonstigen Personalverpflichtungen enthalten insbesondere Urlaubs- und Gleitzeitguthaben sowie andere Verpflichtungen aus dem Personalbereich. Die erhaltenen Anzahlungen stehen überwiegend im Zusammenhang mit zukünftigen Polysiliciumlieferungen. Für die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen keine dinglichen Sicherheiten. Es gibt keine Sicherung der sonstigen Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte. 17 Eventualverbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere RisikenEventualverbindlichkeitenEventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser künftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereichs des Konzerns liegen. Ferner können gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualverbindlichkeiten darstellen, wenn der Abfluss von Ressourcen nicht hinreichend wahrscheinlich für die Bildung einer Rückstellung ist und / oder die Höhe der Verpflichtungen nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Die nachfolgend dargestellten Haftungsverhältnisse sind Nominalwerte. scroll
Im Geschäftsjahr wurde die Finanzierung von assoziierten Unternehmen neu aufgestellt. In diesem Zusammenhang sind einige Bürgschaften entfallen. Die noch bestehenden Bürgschaften für geleistete Kundenanzahlungen an ehemalige Gemeinschaftsunternehmen, aus denen WACKER durch den Erwerber vertraglich entbunden wurde, für die jedoch keine Übertragung auf den Erwerber erfolgt ist, haben sich reduziert. Auf Grund der derzeitigen finanziellen Situation der Unternehmen, für die WACKER Bürgschaften übernommen hat, ist eine Inanspruchnahme aus diesen Bürgschaften unwahrscheinlich. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere Risikenscroll
Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, die als Operating Lease zu qualifizieren sind, least der Konzern Sachanlagen, Kraftfahrzeuge sowie IT-Equipment. Die Laufzeiten liegen hierbei im Allgemeinen zwischen drei und fünf Jahren. Mietverträge für Büroräume, Sachanlagen usw. haben eine deutlich längere Laufzeit. scroll
Das Bestellobligo für Investitionsvorhaben beläuft sich auf 223,6 Mio. € (Vorjahr 431,9 Mio. €) und betrifft im Wesentlichen die Investitionen im Segment Polysilicon. Im Rahmen von langfristigen Abnahmeverpflichtungen von jährlich rund 110,0 Mio. € (Vorjahr 118,0 Mio. €) sichert der Konzern die Auslastung der Joint Venture Gesellschaften mit Dow Corning und Samsung. WACKER hat die Beteiligung am Gemeinschaftsunternehmen mit Samsung verpfändet. Der Beteiligungsanteil dient als Sicherheit für die mit externen Banken abgeschlossenen Projektfinanzierungen des Joint Ventures. Durch die geplante Tilgung der Projektfinanzierungen zum 28. Februar 2014 im Rahmen der Mehrheitsübernahme durch WACKER wird die Verpfändung entfallen. Im Zusammenhang mit der aktuellen Rohstoffversorgung bestehen langfristige Abnahmeverpflichtungen für strategische Rohstoffe, Strom und Gas. Hieraus ergeben sich per Saldo sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mindestabnahmeregelungen in Höhe von 2,27 Mrd. € (Vorjahr 2,41 Mrd. €). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf das Auslaufen bestehender langfristiger Lieferverträge zur Sicherung des Rohstoff- und Energiebedarfs zurückzuführen. Die Laufzeit der Verträge liegt zwischen ein und zehn Jahren. Der Konzern erhält im Rahmen seiner Investitionstätigkeit Zuschüsse und Zulagen der öffentlichen Hand. Diese Zuschüsse sind an Bedingungen geknüpft, an bestimmten Standorten eine gewisse Anzahl von Arbeitsplätzen zu schaffen bzw. zu erhalten. Bei Nichterfüllung dieser Bedingungen müssen die erhaltenen Fördermittel ganz oder teilweise zurückgezahlt werden. Die Dauer, für die der Konzern die Vertragszusagen einhalten muss, ist zeitlich begrenzt. Die oben genannten sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten auch eventuelle Liquiditätsbelastungen aus möglichen EEG Umlage-Nachzahlungen. Mitte Dezember 2013 hat die EU-Kommission ein Beihilfe-Verfahren zum EEG eingeleitet. Gegenstand des Verfahrens ist u. a., ob die ab Geltung des EEG 2013 gewährten Teilbefreiungen von stromintensiven Unternehmen gerechtfertigt sind oder den Wettbewerb möglicherweise ungebührend verfälschen. Als stromintensives Unternehmen wurde der Wacker Chemie AG antragsgemäß eine solche Teilbefreiung gewährt. Im Fall eines negativen Ausgangs des Verfahrens drohen uns entsprechende Nachzahlungen. Die Bundesregierung ist unter Berufung auf geltende EuGH-Rechtsprechung und der anstehenden EEG-Novelierung überzeugt, die Bedenken der EU-Kommission gegen die Rechtmäßigkeit der Entlastung ausräumen zu können. Angesichts dessen bewertet die Wacker Chemie AG das Risiko einer künftigen Belastung durch EEG Umlage-Nachzahlungen derzeit als gering. WACKER ist von Zeit zu Zeit in gerichtliche und schiedsgerichtliche Verfahren und behördliche Untersuchungen und Verfahren eingebunden. Anhängige Verfahren können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von WACKER negativ beeinflussen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erwartet WACKER keine wesentlichen negativen Auswirkungen. 18 Sonstige Angabenscroll
Soziale Abgaben enthalten insbesondere die Arbeitgeberanteile von Sozialversicherungsbeiträgen sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge. In den Aufwendungen für Altersversorgung sind hauptsächlich Pensionszahlungen und die Zuführung zu Pensionsrückstellungen enthalten; Zinsanteile werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Aufwendungen für die Dotierung externer Pensionsfonds und Pensionskassen werden ebenfalls in den Aufwendungen für Altersversorgung ausgewiesen. scroll
Die anderen Bestätigungsleistungen enthalten im Wesentlichen Kosten für unterjährige Reviews. Der Honoraraufwand für Abschlussprüfer betrifft in Höhe von 1,0 Mio. € die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Davon entfallen 0,7 Mio. € auf Abschlussprüfungsleistungen und 0,3 Mio. € auf andere Bestätigungsleistungen. 19 Ergebnis je Aktie / Dividendescroll
Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr dem unverwässerten Ergebnis. Ein Ergebnis je Aktie bezogen auf Ergebnisse aus fortgeführter bzw. nicht fortgeführter Tätigkeit wird mangels einschlägiger Sachverhalte nicht angegeben. Aus Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergaben sich positive Effekte in Höhe von 0,16 € je Aktie in 2012. Für das Geschäftsjahr 2012 wurde eine Dividende in Höhe von 29,8 Mio. € ausgeschüttet; dies entspricht pro dividendenberechtigtem Anteil einem Betrag von 0,60 €. Vom Bilanzgewinn der Wacker Chemie AG wurden 230,0 Mio. € in die Gewinnrücklagen eingestellt. Für das Geschäftsjahr 2013 hat der Vorstand der Wacker Chemie AG die oben genannte Dividende vorgeschlagen. Der Dividendenvorschlag bezieht sich nur auf die dividendenberechtigten Aktien, d.h. ohne Aktien im Eigenbesitz. Die Zustimmung oder Ablehnung dieses Vorschlags obliegt der Hauptversammlung der Wacker Chemie AG. Vorbehaltlich dieser Zustimmung wird für die Gesamtzahl von 49.677.983 Stückaktien, die sich nicht im Eigentum der Gesellschaft befinden, ein Betrag von 24.838.991,50 € ausgeschüttet. 20 FinanzinstrumenteIn der folgenden Tabelle sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt. Dabei werden auch Verbindlichkeiten aus Finance Lease sowie Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, obwohl sie keiner Bewertungskategorie des IAS 39 angehören. Der beizulegende Zeitwert von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten wird durch Abzinsung unter Berücksichtigung eines risikoadäquaten und laufzeitkongruenten Marktzinses ermittelt. Aus Wesentlichkeitsgründen wird der beizulegende Zeitwert für kurzfristige Bilanzposten dem Bilanzwert gleichgesetzt. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen 31. Dezember 2013scroll
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Enthält nicht: Steuerforderungen, geleistete
Anzahlungen und aktive Rechnungsabgrenzungsposten Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen 31. Dezember 2012scroll
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Enthält nicht: Steuerforderungen, geleistete
Anzahlungen und aktive Rechnungsabgrenzungsposten In den Krediten und Forderungen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Darlehen und Ausleihungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Fremdwährung werden zum aktuellen Umrechnungskurs zum Stichtag bewertet. Der Buchwert entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Der Zeitwert der Ausleihungen entspricht dem Barwert der Darlehen und Ausleihungen und ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. In der Kategorie bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere sind kurzfristige festverzinsliche Wertpapiere enthalten, die nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte enthalten Wertpapiere, Fondsanteile zur Sicherung der Altersteilzeitverpflichtungen sowie Beteiligungen. Bei den Fondsanteilen entspricht der beizulegende Zeitwert den Börsenkursen am Stichtag. Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, da keine an aktiven Märkten beobachtbaren Preise vorliegen. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von Finanzverbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Alle anderen Verbindlichkeiten werden zu Anschaffungskosten bewertet, da keine beobachtbaren Preise vorliegen. Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten gemäß Bewertungskategorien dar. Nachfolgend sind keine Ergebniseffekte aus Finance Lease und aus Cash-Flow-Hedge-Beziehungen berücksichtigt, da diese keiner Bewertungskategorie des IAS 39 angehören. scroll
Das Nettoergebnis aus der Kategorie "Kredite und Forderungen" beinhaltet im Wesentlichen Nettoverluste /-gewinne auf Währungseffekte, Zinserträge aus Finanzanlagen und Bankguthaben sowie Wertberichtigungen. Die Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte beinhaltet Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren. Die Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Währungs-, Zins- und Warenderivaten, die nicht die Anforderungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllen, sind in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte / Verbindlichkeiten" enthalten. Zusätzlich sind hier die Effekte aus Fair Value Hedge Accounting ausgewiesen. Die Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, belaufen sich auf 13,3 Mio. € (Vorjahr: 13,5 Mio. €). Es handelt sich im Wesentlichen um Zinserträge aus Bankguthaben und Ausleihungen sowie bis zur Endfälligkeit gehaltenen Wertpapieren. Die Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, belaufen sich auf 42,7 Mio. € (Vorjahr: 37,4 Mio. €). Es handelt sich im Wesentlichen um Zinsaufwendungen aus Finanzschulden. In der Kategorie bis zur Endfälligkeit gehaltene Vermögenswerte sind im Wesentlichen Zinserträge aus langfristigen und kurzfristigen Unternehmensanleihen, die in den Wertpapieren ausgewiesen wurden, enthalten. Die Nettoverluste in der Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Zinsen für Bankverbindlichkeiten und sonstige Finanzverbindlichkeiten. Es fanden weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr Umgliederungen bei finanziellen Vermögenswerten zwischen einer Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten und einer Bewertung zu Marktwerten oder umgekehrt statt. Die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden wurden den drei Kategorien gemäß IFRS 13-Bewertungshierarchie des beizulegenden Zeitwerts (Fair-Value-Hierarchie) zugeordnet. Die Zuordnung gibt Auskunft darüber, welche der ausgewiesenen Zeitwerte über Transaktionen am Markt zustande gekommen sind und in welchem Umfang die Bewertung wegen fehlender Markttransaktionen anhand von Modellen erfolgt. Die einzelnen Hierarchiestufen sind wie folgt gegliedert: scroll
Die folgende Tabelle zeigt die Einordnung in die Fair-Value-Hierarchie für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz bewertet werden oder zu Anschaffungskosten in der Bilanz bewertet werden und deren beizulegender Zeitwert im Anhang genannt wird: Fair-Value-Hierarchie zum 31. Dezember 2013scroll
Fair-Value-Hierarchie zum 31. Dezember 2012scroll
WACKER überprüft regelmäßig, ob die Zuordnung der Finanzinstrumente auf die Level der Bewertungshierarchie noch zutreffend sind. Wie im Vorjahr haben auch im Geschäftsjahr 2013 keine Umgliederungen innerhalb der Level-Hierarchie stattgefunden. WACKER bewertete im Berichtszeitraum ausschließlich finanzielle Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert. Die Marktwerte werden anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen, auf Basis quotierter Preise der Kontrahenten oder anhand geeigneter Bewertungsverfahren (Discounted Cashflow bzw. finanzmathematisch anerkannte Verfahren wie z.B. die PAR-Methode) ermittelt. Die derivativen Finanzinstrumente und die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und unterliegen damit einem wiederkehrendem Fair-Value-Ansatz. Der Fair Value der derivativen Finanzinstrumente werden auf Basis von Marktdaten wie Währungskursen oder Zinskurven gemäß marktbezogener Bewertungsverfahren berechnet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes enthalten das eigene bzw. das Ausfallsrisiko des Kontrahenten mit laufzeitadäquaten, am Markt beobachtbaren CDs-Werten. Der Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten lässt sich mittels notierter Preise in aktiven Märkten ableiten. Die Ausleihungen und Finanzverbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Für diese ist im Anhang jedoch verpflichtend der beizulegende Zeitwert anzugeben. Der beizulegende Zeitwert der Ausleihungen entspricht dem Barwert der zukünftigen erwarteten Cashflows. Die Anwendung der Discounted Cashflow-Methode unter Berücksichtigung der marktgerechten Zinsen führt dazu, dass der Buchwert der Ausleihungen dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Finanzverbindlichkeiten erfolgt über die Nettobarwertmethode. Dieser werden marktübliche Zinsen zugrunde gelegt. Für die von WACKER zu Anschaffungskosten bewerteten Eigenkapitalinstrumente konnte kein beizulegender Zeitwert ermittelt werden, da Börsen- oder Marktwerte nicht verfügbar waren. Hierbei handelt es sich um Anteile an nicht börsennotierten Unternehmen, bei denen keine Indikatoren einer dauerhaften Wertminderung zum Bilanzstichtag vorlagen und für die beizulegende Zeitwerte nicht verlässlich bestimmbar sind. Für die zum 31. Dezember 2013 ausgewiesenen Anteile bestand grundsätzlich keine Veräußerungsabsicht. Wacker weist im Moment keine zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente aus, die in die Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie fallen. Im Berichtszeitraum ergaben sich keine nicht wiederkehrenden Fair-Value-Bewertungen. Hinsichtlich der Bewertungsverfahren gab es keine Veränderungen zum Vorjahr. Finanzwirtschaftliche RisikenWACKER ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, die aus den operativen Geschäften sowie den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen entstehenden Risiken durch den Einsatz ausgewählter derivativer und nicht-derivativer Sicherungsinstrumente zu begrenzen. Die Risiken im Zusammenhang mit Beschaffung, Finanzierung und Absatz der Produkte und Dienstleistungen von WACKER sind im Lagebericht ausführlich dargestellt. Finanzwirtschaftlichen Risken begegnet WACKER durch ein implementiertes Risikomanagementsystem, welches vom Aufsichtsrat überwacht wird. Die Grundsätze verfolgen das Ziel, Risiken zeitnah zu erkennen, zu analysieren, zu steuern, zu überwachen und zu kommunizieren. Der Vorstand wird durch regelmäßige Analysen über das Ausmaß dieser Risiken unterrichtet. Marktrisiken, insbesondere Rohstoffpreisrisiken, Währungsrisiken und Zinsrisiken, werden bezüglich ihres möglichen Einflusses auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bzw. auf das Zinsergebnis analysiert. Kreditrisiko (Ausfallrisiko): Der Konzern ist bei Finanzinstrumenten einem Ausfallrisiko ausgesetzt, das aus der möglichen Nichterfüllung einer Vertragspartei resultiert und daher maximal in Höhe des positiven beizulegenden Zeitwerts des betreffenden Finanzinstruments besteht. Zur Beschränkung des Ausfallrisikos werden Transaktionen nur im Rahmen festgelegter Limits und mit Partnern sehr guter Bonität getätigt. Um ein effizientes Risikomanagement zu ermöglichen, werden die Marktrisiken im Konzern zentral gesteuert. Der Abschluss und die Abwicklung der Geschäfte erfolgen nach internen Richtlinien und unterliegen Kontrollen unter Berücksichtigung der Funktionstrennung. Im operativen Bereich werden die Außenstände und Ausfallrisiken fortlaufend überwacht und über Warenkreditversicherungen abgesichert. Forderungen gegen Großkunden sind nicht so hoch, dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden. Ausfallrisiken wird durch Wertminderungen unter Berücksichtigung von erhaltenen Anzahlungen Rechnung getragen. Liquiditätsrisiko: Das Liquiditätsrisiko für den Konzern besteht darin, dass auf Grund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehenden oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen werden kann. Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherstellen zu können, werden auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer monatlichen rollierenden Liquiditätsplanung langfristige Kreditlinien und liquide Mittel vorgehalten. Zu seiner Begrenzung hält WACKER eine Liquiditätsreserve in Form von kurzfristigen Anlagen und Kreditlinien vor. WACKER hat mit einer Reihe von Banken langfristige syndizierte Kredite und bilaterale Kreditverträge abgeschlossen. Hinsichtlich der Fälligkeitsanalyse für nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten verweisen wir auf Ziffer. 15. Marktrisiken: Als Marktrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass die beizulegenden Zeitwerte oder künftigen Zahlungsströme eines originären oder derivativen Finanzinstrumentes auf Grund von Änderungen der Risikofaktoren schwanken. WährungsrisikoDie Ermittlung des Risikopotenzials (Währungs-Exposure) zum Hedging durch derivative Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der wesentlichen Fremdwährungs-Einnahmen und -Ausgaben. Das größte Risiko besteht gegenüber dem USD. Als USD-Einnahmen sind alle in USD fakturierten Umsätze zu verstehen, unter USD-Ausgaben werden sämtliche USD-Einkäufe sowie die Standortkosten in USD erfasst. Zu den direkten USD-Einnahmen und -Ausgaben werden noch in die Ermittlung des Risikopotenzials die indirekten USD-Einflüsse der Top-Rohstoffe Methanol und Erdgas miteinbezogen. Gleichzeitig werden indirekte €-Umsätze vom Währungs-Exposure abgezogen. Als relevante Risikovariable für die Sensitivitätsanalyse im Sinne von IFRS 7 findet ausschließlich der USD Berücksichtigung, da der weitaus größte Teil der Zahlungsströme in Fremdwährung in USD abgewickelt wird. Wechselkurserhöhungen des € gegenüber dem SGD, CNY und JPYY haben demgegenüber einen geringen Einfluss. Bei der Ermittlung der Sensitivität wird eine Abwertung von zehn Prozent des USD gegenüber dem € simuliert. Die Auswirkung auf das EBITDA hätte zum 31. Dezember 2013 -59 Mio. € und zum 31. Dezember 2012 -56 Mio. € betragen. Der Effekt aus den als Cashflow Hedge designierten Positionen hätte das Eigenkapital vor Ertragsteuern um 36,8 Mio. € (Vorjahr 36,4 Mio. €) erhöht. Das Währungs-Exposure lag zum 31. Dezember 2013 bei 586,0 Mio. € (Vorjahr 564,0 Mio. €). ZinsrisikoDas Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus Finanzschulden und zinstragenden Anlagen. Der Vorstand legt die Mischung aus fest und variabel verzinslichen Nettofinanzschulden fest. Unter Berücksichtigung der gegebenen Struktur werden gegebenenfalls Zinsderivate abgeschlossen. Je nachdem, ob das entsprechende Instrument (Finanzverbindlichkeiten, Anlagen, Zinsderivate) mit einem festen oder variablen Zinssatz ausgestattet ist, werden die Zinsrisiken entweder auf Basis einer Marktwertsensitivität oder einer Cashflow-Sensitivität gemessen. Finanzschulden und Anlagen mit fester Verzinsung werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und unterliegen somit nach IFRS 7 keinem Zinsänderungsrisiko. Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Auf Grund ihrer kurzen Laufzeit unterliegen sie keinem wesentlichen Zinsänderungrisiko. Für keines der Zinsderivate wird Hedge Accounting angewendet. Marktzinsänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von variabel verzinslichen Finanzinstrumenten aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivität ein. Marktzinsänderungen von Zinsderivaten haben Auswirkungen auf das Finanzergebnis und werden daher bei einer ergebnisbezogenen Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. Wenn das Marktzinsniveau zum Stichtag 31. Dezember 2013 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Zinsergebnis um 0,1 Mio. € (Vorjahr 2,9 Mio. €) schlechter (besser) ausgefallen. Die Nettofinanzverschuldung zum Ende des Geschäftsjahres entspricht nicht der durchschnittlichen Nettoverschuldung im Berichtsjahr. RohstoffpreisrisikoGenerell bestehen Risiken bezüglich der ausreichenden Versorgung mit Rohstoffen und ein Ergebnisrisiko bei möglichen Erhöhungen der Rohstoffpreise. Derivative FinanzinstrumenteDie finanzwirtschaftlichen Risiken werden auch durch derivative Finanzinstrumente gesichert. Bei den Rohstoffpreisrisiken, die sicherungsmäßig behandelt werden, handelt es sich im Wesentlichen um die laufende Energiebeschaffung. Die Preissicherung der Stromzulieferung erfolgt über Vertragsgestaltungen für die im Wesentlichen die own use exemption des IAS 39 in Anspruch genommen werden kann. Diese Verträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nicht finanzieller Güter entsprechend dem eigenen Bedarf abgeschlossen werden, werden nicht als Derivate bilanziert, sondern als schwebende Geschäfte behandelt. In den Fällen, in denen WACKER eine Absicherung gegen Währungsrisiken vornimmt, werden Derivate eingesetzt, insbesondere Devisenterminkontrakte sowie Devisenswaps. Derivate werden nur dann eingesetzt, wenn sie durch aus dem operativen Geschäft entstehende Positionen, Geldanlagen und Finanzierungen oder geplante Transaktionen (Grundgeschäft) unterlegt sind; zu den geplanten Transaktionen gehören auch erwartete, aber noch nicht fakturierte Umsätze in Fremdwährung. Devisensicherungen erfolgen vorwiegend für den USD, den Japanischen Yen sowie den Singapur-Dollar. Bei möglichen Zinssicherungen wird auf die Fälligkeit der Grundgeschäfte abgestellt. Die operative Sicherung im Devisenbereich bezieht sich auf die bereits gebuchten Forderungen und Verbindlichkeiten und umfasst im Allgemeinen Laufzeiten zwischen zwei und drei Monaten, die strategische Sicherung umfasst den Zeitraum von vier Monaten bis maximal 21 Monaten. Die gesicherten Cashflows beeinflussen im Zeitpunkt der Umsatzrealisierung die Gewinn- und Verlustrechnung. Ihr Zufluss erfolgt üblicherweise je nach Zahlungsziel kurz danach. Gesichert werden neben den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Dritten auch konzerninterne Finanzforderungen und -verbindlichkeiten. Die Marktwerte beziehen sich auf die Auflösungsbeträge (Rückkaufswerte) der Finanzderivate zum Bilanzstichtag und werden mit verschiedenen anerkannten finanzmathematischen Verfahren ermittelt. Die Derivate werden unabhängig von ihrer Zwecksetzung zum Marktwert angesetzt; der Ausweis erfolgt in der Bilanz unter den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen Verbindlichkeiten. Bei strategischen Sicherungen von Währungsrisiken aus zukünftigen Fremdwährungspositionen wird - sofern zulässig - Cashflow Hedge Accounting praktiziert. In diesen Fällen werden die Marktwertveränderungen von Devisentermingeschäften bzw. Veränderungen des inneren Werts von Devisenoptionen bis zum Eintritt des Grundgeschäfts ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst, soweit der Hedge effektiv ist. Bei Realisierung der zukünftigen Transaktionen werden die im Eigenkapital kumulierten Effekte erfolgswirksam aufgelöst. Die Veränderungen der Zeitwerte der nicht dem Cashflow Hedge Accounting unterliegenden Devisenoptionen werden erfolgswirksam erfasst. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in Abhängigkeit von der Art des Grundgeschäfts entweder im Betriebsergebnis oder bei der Sicherung von Finanzverbindlichkeiten im Zins- bzw. übrigen Finanzergebnis. Für die strategische Sicherung werden abgestufte Sicherungsquoten verwendet. Die Quoten liegen zwischen 25 Prozent und 50 Prozent bezogen auf das erwartete Netto-Exposure in US-$. Dabei ist das erwartete Netto-Exposure für 2014 zu rund 50 Prozent abgesichert und das erwartete Netto-Exposure des Halbleitergeschäfts zusätzlich für 2015 zu rund 30 Prozent. Die Sicherungsquote der operativen Sicherung in US-$ beträgt rund 70 Prozent. Im Geschäftsjahr ist in den kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen ein unrealisiertes Ergebnis vor Steuern in Höhe von 11,4 Mio. € (Vorjahr 7,9 Mio. €) aus Cashflow Hedge Beziehungen berücksichtigt. Es wurden im Periodenergebnis keine Gewinne oder Verluste aus Ineffektivitäten des Hedge Accounting erfasst, da die Sicherungsbeziehungen nahezu vollständig effektiv waren. Fair Value Hedges bestehen zur Absicherung von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden auf Grund von Währungsänderungen (Fremdwährungs-Swap). Bei einer effektiven Sicherung wird der Buchwert des zugeordneten Grundgeschäfts um die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der abgesicherten Risiken angepasst. WACKER weist zum Geschäftsjahrsende einen Aufwand aus der Bewertung des Sicherungsinstruments im Fair Value Hedge in Höhe von -18,9 Mio. € (Vorjahr -11,6 Mio. €) aus. Im gleichen Zeitraum wurde ein Ertrag bei dem zu Grunde liegendem Grundgeschäft in Höhe von 19,0 Mio. € (Vorjahr 11,2 Mio. €) realisiert. In Abhängigkeit vom Grundgeschäft wird die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes im Finanzergebnis ausgewiesen. In wenigen Fällen existieren eingebettete Derivate. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zu Marktwerten; sofern solche nicht ableitbar sind, zu fortgeführten Anschaffungskosten. Auch hier erfolgt der Ausweis unter den sonstigen Vermögenswerten bzw. übrigen Verbindlichkeiten. scroll
Die Währungsderivate beinhalten im Wesentlichen Devisenterminkontrakte über 942,7 Mio. US-$, 15,5 Mrd. JPY und 178,4 Mio. SGD (Vorjahr 1.206,2 Mio. US-$, 17,2 Mrd. JPY und 295,1 Mio. SGD). Bei den Sonstigen Derivaten handelt es sich um auf dem norwegischen Markt gehandelte Strom-Futures mit einem Nominalwert von 12,5 Mio. € (Vorjahr 20,2 Mio. €). Mit den Strom-Futures wird das Risiko steigender Spot-Marktpreise am Energiemarkt durch eine strukturierte Preisfixierung auf dem Strommarkt begrenzt. Das Sicherungsvolumen beträgt 90 Prozent des zukünftigen Strombedarfs der Siliciumproduktion im norwegischen Holla. Die Laufzeiten betragen maximal ein Jahr. Es wurden Derivate bis 2015 abgeschlossen. Im Vorjahr enthielten die Sonstigen Derivate noch Zinsswaps mit einem Nominalvolumen von 25,0 Mio. €. Die nachfolgende Tabelle enthält Angaben zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz. Ferner zeigt sie die finanziellen Auswirkungen einer möglichen Aufrechnung von Finanzinstrumenten aus Verrechnungsvereinbarungen, einklagbaren Globalverrechnungsverträgen oder ähnlichen Vereinbarungen. scroll
Die Tabelle zeigt neben den Beträgen, die die Regelungen zur bilanziellen Saldierung nach IAS 32 erfüllen, auch jene Beträge, die zwar Aufrechnungsvereinbarungen unterliegen, aber nach IAS 32 nicht saldierungsfähig sind. WACKER saldiert keine wesentlichen finanziellen Vermögenswerte und Schulden. Im Rahmen der Abwicklung der strategischen Kurssicherung von Auslandsumsätzen stellt WACKER Devisentermingeschäfte vor Fälligkeit mit einem Gegengeschäft glatt. Das strategische Devisentermingeschäft und das korrespondierende Devisentermingeschäft der Glattstellung werden gemäß den Kriterien des IAS 32 saldiert ausgewiesen. Weiter werden Generalverrechnungsvereinbarungen mit einigen Banken geschlossen, welche nur im Insolvenzfall gelten. WACKER hat keine als Absicherung verpfändete Barsicherheiten für positive Marktwerte von Derivaten erhalten und für negative Marktwerte von Derivaten verpfändet. Der Nettobetrag zeigt jenen Betrag an finanziellen Vermögenswerten bzw. finanziellen Verbindlichkeiten, der trotz Saldierung und Globalverrechnungsvereinbarung bei Insolvenz nicht erhalten werden bzw. bezahlt werden muss. 21 Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDer Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten um Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisveränderungen bereinigt. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzposten können daher nicht mit den entsprechenden Werten auf der Grundlage der veröffentlichten Konzernbilanzen abgestimmt werden. Beim Cashflow aus investiver Tätigkeit werden die tatsächlich abgeflossenen Mittel ausgewiesen; diese Werte können deshalb ebenfalls nicht mit den Anlagenzugängen in der Konzernbilanz abgestimmt werden. Sofern Tochtergesellschaften bzw. Geschäftsaktivitäten erworben bzw. veräußert werden, werden die Einflüsse hieraus in der Kapitalflussrechnung in eigenen Posten dargestellt. Die Geldanlage in Wertpapiere mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten wird beim Cashflow aus investiver Tätigkeit gesondert ausgewiesen, da diese Geschäfte wirtschaftlich als Liquiditätsbestandteil betrachtet werden. Die Konzernfinanzierung erfolgt überwiegend durch Bankkredite, die in Form von Kreditzusagen gewährt werden, wobei innerhalb der Kreditzusagen, sowohl unterjährig als auch im Verlaufe mehrerer Jahre, die Inanspruchnahme innerhalb des vorgegebenen Kreditrahmens starken Schwankungen unterliegen kann. Aufnahmen und Rückführung von Krediten in Fremdwährung werden mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet, sodass auch hier eine Überleitung der gesamten Zu- und Abflüsse zur Veränderung der Finanzverbindlichkeiten in der Bilanz nicht möglich ist. Zur Zusammensetzung des aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten bestehenden Finanzmittelfonds verweisen wir auf den Anhang. Siehe Ziffer 11 Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträgescroll
22 Erläuterungen zur SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung ist an der internen Organisations- und Berichtsstruktur ausgerichtet. WACKER berichtet über fünf operative Segmente (Siltronic, Silicones, Polymers, Polysilicon und Biosolutions), die nach der Art der angebotenen Produkte und der unterschiedlichen Risiko- und Ertragsstrukturen eigenständig organisiert und geführt werden. Die keinem operativen Segment zugeordneten Aktivitäten werden als "Sonstiges" ausgewiesen. Sofern Währungsergebnisse den Segmenten nicht zuordenbar sind, werden sie ebenfalls hier ausgewiesen. Im Geschäftsjahr überschreitet das Segment Biosolutions erstmals die von IFRS 8 vorgegebenen Schwellenwerte und ist damit berichtspflichtig. Da sich WACKER bisher entschieden hat, das Segment Biosolutions auf Grund der spezifischen Produkt- und Kundenstruktur als berichtspflichtiges Segment auszuweisen, ändert sich im Vergleich zum Vorjahr nichts an der Segmentberichterstattung. Die Zuordnung von Bilanzposten und von Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zu den operativen Segmenten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt. Von mehreren Segmenten gemeinsam genutzte Vermögenswerte werden im Allgemeinen unter "Sonstiges" ausgewiesen, sofern sie nicht eindeutig einem Segment zuordenbar sind. Beim Fremdkapital wird analog verfahren. Bei den geografischen Regionen erfolgt die Zuordnung des Vermögens und der Schulden entsprechend dem Standort der jeweiligen Konzerngesellschaft. Die Umsätze werden sowohl nach dem Sitz des Kunden als auch nach dem Standort der jeweiligen Konzerngesellschaft aufgegliedert. WACKER bemisst den Erfolg der Segmente anhand der Segmentergebnisgröße EBITDA. Das EBITDA ergibt sich durch Zurechnung der Abschreibungen, Wertminderungen und Zuschreibungen zum EBIT. Das EBIT setzt sich aus dem Bruttoergebnis vom Umsatz, den Vertriebs-, den allgemeinen Verwaltungskosten, den Forschungs- und Entwicklungskosten sowie den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen abzüglich dem Equity-Ergebnis und dem sonstigen Beteiligungsergebnis zusammen. Die Anlagenzugänge sowie Abschreibungen und Zuschreibungen beziehen sich auf Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien sowie auf Finanzanlagen. Die Innenumsätze zeigen die Umsatzerlöse, die zwischen den Segmenten getätigt wurden. Sie werden überwiegend auf der Basis von Marktpreisen bzw. Planselbstkosten abgerechnet. Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Forderungen und Schulden, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in der Konsolidierung eliminiert. Die Vermögenswerte der Segmente umfassen grundsätzlich alle Vermögenswerte. Finanzforderungen, Liquidität sowie aktive latente Steuern werden jedoch grundsätzlich dem Segment "Sonstiges" zugeordnet. Die Segmentschulden beinhalten grundsätzlich alle Schulden, ausgenommen passive latente Steuern, die im Segment "Sonstiges" gezeigt werden. Die Aufteilung der Finanzverbindlichkeiten des Konzerns auf einzelne Segmente erfolgt proportional nach dem Segmentvermögen. Zum 1. Januar 2013 hat WACKER die Zuordnung einzelner unwesentlicher Organisationseinheiten innerhalb der Segmente verändert. Das Salzgeschäft von WACKER, das bisher im Umsatz und Ergebnis dem Geschäftsbereich WACKER polysilicon zugeordnet war, wird jetzt im Segment "Sonstiges" erfasst. Der im Segment "Sonstiges" ausgewiesene Umsatz des Salzgeschäfts belief sich im Geschäftsjahr auf einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag und führte zu einem positiven Ergebnisbeitrag. Im Vorjahr ergaben sich Effekte in der gleichen Größenordnung und eine Anpassung fand nicht statt. Darüber hinaus wurde die interne Kostenverrechnung zwischen den Segmenten vereinheitlicht. Diese Umstellung führt zu geringeren Innenumsätzen im Segmentausweis. Der Rückgang reduzierte die Innenumsätze des Vorjahres in Summe um rund 100 Mio. €. Wesentliche ergebnisneutral berücksichtige Wertänderungen betreffen Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente (Cash Flow Hedge) sowie Wertänderungen aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen. Bei den Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente aus Cashflow Hedging entfallen 5,9 Mio. € (Vorjahr 6,6 Mio. €) auf das Segment Siltronic und 2,1 Mio. € (Vorjahr -0,1 Mio. €) auf Sonstiges. Die Wertänderungen auf Grund der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen verteilen sich wie folgt auf die Segmente: 28,4 Mio. € (Vorjahr -52,1 Mio. €) im Segment Silicones; 11,1 Mio. € (Vorjahr -21,4 Mio. €) im Segment Polymers; 2,6 Mio. € (Vorjahr -4,9 Mio. €) im Segment Biosolutions; 18,7 Mio. € (Vorjahr -44,4 Mio. €) im Segment Polysilicon; 40,6 Mio. € (Vorjahr -55,9 Mio. €) im Segment Siltronic und 51,4 Mio. € (Vorjahr -100,0 Mio. €) im Segment Sonstiges. Neben Deutschland sind die USA und China die einzigen Länder, in denen WACKER aus Konzernsicht wesentliche Umsatzerlöse erzielt. Diese beliefen sich, bezogen auf den Sitz der verkaufenden Einheit in den USA, auf 609,8 Mio. € (Vorjahr 672,5 Mio. €). Bezogen auf den Sitz des Kunden konnten in den USA und China Umsätze in Höhe von 604,4 Mio. € (Vorjahr 681,2 Mio. €) bzw. 754,0 Mio. € (Vorjahr 717,3 Mio. €) erzielt werden. Großkunden, mit denen wesentliche Umsätze getätigt werden, existieren nicht. Die Überleitung vom Gesamtergebnis der Segmente zum Jahresergebnis ergibt sich aus der folgenden Aufstellung: Überleitung des Segmentergebnisses (EBIT)scroll
23 Aufstellung des Anteilsbesitzes / Kennzahlen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierter UnternehmenSofern nicht anders angegeben, beziehen sich nachfolgende Werte für die ausländischen Tochtergesellschaften auf die IFRS-Ergebnisse. Verbundene Unternehmenscroll
Gemeinschaftsunternehmen / assoziierte Unternehmen3scroll
Special Purpose Entityscroll
*
Kennzeichen:
1
Laufende Nummer 0: Wacker Chemie AG Kennzahlen Joint Venturesscroll
Kennzahlen assoziierte Unternehmenscroll
24 Beziehungen zu nahestehenden PersonenNach IAS 24 müssen Personen oder Unternehmen, die die Wacker Chemie AG beherrschen oder von ihr beherrscht werden, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der Wacker Chemie AG einbezogen werden. Beherrschung liegt hierbei vor, wenn ein Gesellschafter mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der Wacker Chemie AG hält oder kraft Satzungsbestimmungen oder vertraglicher Vereinbarungen die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik des Vorstands des WACKER-Konzerns zu steuern. Der WACKER-Konzern wird im Berichtsjahr von den Angabepflichten nach IAS 24 in Bezug auf die Geschäftsbeziehungen zu den Hauptanteilseignern sowie zu den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Wacker Chemie AG berührt. Ferner fallen alle Geschäfte mit nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen unter die Regelungen des IAS 24, da ein maßgeblicher Einfluss auf diese Unternehmen besteht. Der WACKER-Konzern wird durch den Mehrheitsgesellschafter, die Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mbH, beherrscht. Diese hält mehr als 50 Prozent der Stimmanteile an der Wacker Chemie AG. Zwischen der Wacker Chemie AG und ihrem Mehrheitsgesellschafter, der Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mbH, sowie mit Gesellschaftern der Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mbH und deren nahen Familienangehörigen bestehen Leistungsbeziehungen nur von untergeordneter Bedeutung. Diese betreffen in geringem Umfang das Anmieten von Büroräumen und den Dienstleistungsaustausch. Die Leistungsbeziehungen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Gemäß IAS 24 fällt auch die Pensionskasse der Wacker Chemie AG in die Kategorie der nahestehenden Unternehmen. Zwischen den Unternehmen bestehen Leistungsbeziehungen im Zusammenhang mit der betrieblichen Altersversorgung. WACKER leistet Zuwendungen in das Planvermögen der Pensionskasse zur Deckung der Pensionsverpflichtungen. Zusätzlich mietet die Wacker Chemie AG das Gebäude der Hauptverwaltung sowie das dazugehörende Grundstück von einer Tochtergesellschaft der Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG. Insgesamt betragen die Ausgaben 41,4 Mio. € (Vorjahr 40,0 Mio. €) und die Forderungen gegenüber der Pensionskasse 40,3 Mio. € (Vorjahr 35,3 Mio. €). Darüber hinaus haben Gesellschaften des WACKER-Konzerns mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der Wacker Chemie AG sowie anderen Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keinerlei wesentliche Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises. Die Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mbH, München, hat der Wacker Chemie AG am 7. Juni 2006 mitgeteilt, dass sie mehr als 50 Prozent der Stimmrechtsanteile an der Wacker Chemie AG hält. Die Blue Elephant Holding GmbH, Pöcking, hat der Wacker Chemie AG am 12. April 2006 mitgeteilt, dass sie mehr als zehn Prozent der Stimmrechtsanteile an der Wacker Chemie AG hält. Geschäfte mit Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen, der Pensionskasse und nicht konsolidierten Tochtergesellschaften werden grundsätzlich zu Bedingungen durchgeführt, wie sie zwischen fremden Dritten üblich sind. Für Produktlieferungen von Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen wurden vertraglich fixierte Transferpreisformeln festgelegt. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen / Personenscroll
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Bei den Transaktionen mit Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen handelt es sich um Lieferungen und Leistungen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus Umsatzerlösen, Lizenzerlösen und Verwaltungskostenumlagen. Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen haben Materialbezüge und Provisionen in Rechnung gestellt. Gewährte Bürgschaften und Sicherheiten sind unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen unter Ziffer. ausgewiesen. Darüber hinaus bestehen Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 231,6 Mio. € (Vorjahr 256,2 Mio. €). Diese enthalten aktivierte Zinserträge für den Berichtszeitraum in Höhe von 10,1 Mio. € (Vorjahr 5,9 Mio. €) Angaben zur Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats:Vergütungen für Organescroll
1
In der Altersversorgung ist neben dem Dienstzeitaufwand
auch der Zinsaufwand enthalten. Die Detailangaben zu den Vorstandsvergütungen sind im Vergütungsbericht enthalten. Der Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts und beinhaltet Angaben, die nach dem deutschen Handelsrecht Bestandteil des Anhangs sind. Sonstige Geschäftsbeziehungen des Vorstands und Aufsichtsrats bestehen in dem Erwerb und Verkauf von Aktien der Wacker Chemie AG, die zu marktüblichen Bedingungen stattfinden. Die Veröffentlichung dieser Transaktionen erfolgte sowohl im Unternehmensregister als auch auf der Website der Wacker Chemie AG unter www.wacker.com/directors-dealings. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der Wacker Chemie AG sind auf den folgenden Seiten aufgeführt.
München, den 05. März 2014 Wacker Chemie AG Rudolf Staudigl Joachim Rauhut Tobias Ohler Auguste Willems AufsichtsratDr. Peter-Alexander Wacker 1 ,2 ,3 Vorsitzender Starnberg Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Wacker Chemie AG, Unternehmer Vorsitzender des Aufsichtsrats und des Beirats Giesecke & Devrient GmbH Vorsitzender des Verwaltungsrats und Kuratoriums ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. Anton Eisenacker *1 ,2 ,3 Stv. Vorsitzender Perach Industriemeister Chemie Peter Áldozó * Burghausen Personalfachkaufmann Dr. Gregor Biebl (seit 08. Mai 2013) München Leitender Ministerialrat, Bayerisches Staatsministerium der Finanzen Matthias Biebl München Rechtsanwalt und Banksyndikus UniCredit Bank AG Dr. Werner Biebl (bis 08. Mai 2013) München Generalstaatsanwalt a. D., Geschäftsführer der Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mbH Dagmar Burghart * (seit 08. Mai 2013) Kirchdorf Industriemechanikerin Stv. Aufsichtsratsvorsitzende Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG Marko Fartelj * (bis 08. Mai 2013) Kirchdorf Anlagenfahrer Konrad Kammergruber * Burghausen Leiter Infrastruktur Services Eduard-Harald Klein * Neuötting Operator Manfred Köppl * 1 Kirchdorf Industriemechaniker Franz-Josef Kortüm 1 ,2 München ehem. Vorstandsvorsitzender der Webasto SE Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Webasto SE Mitglied des Aufsichtsrats Schaeffler AG Vorsitzender des Beirats Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG (seit Juli 2013) Seppel Kraus * Olching Landesbezirksleiter IG BCE, Bayern Mitglied des Aufsichtsrats Novartis Deutschland GmbH Hexal AG Gerresheimer AG Harald Sikorski * München Bezirksleiter IG BCE, Altötting Mitglied des Aufsichtsrats Siltronic AG** Dr. Thomas Strüngmann Tegernsee Co-Geschäftsführer der ATHOS Service GmbH Dr. Bernd W. Voss 3 Kronberg, i.T. Ehemaliges Mitglied des Vorstands Dresdner Bank AG Mitglied des Aufsichtsrats Continental AG Mitglied des Zentralen Beirats Commerzbank AG (bis 31. Dezember 2013) Dr. Susanne Weiss München Rechtsanwältin und Partnerin der Kanzlei Weiss Walter Fischer-Zernin Vorsitzende des Aufsichtsrats ROFA AG Mitglied des Aufsichtsrats und des Beirats Giesecke & Devrient GmbH Mitglied des Aufsichtsrats UniCredit Bank AG Hypo Vereinsbank AG (bis 31. Dezember 2013) Porr AG, Österreich Schattdecor AG (seit 24. Juni 2013) Vorsitzende des Beirats Alu-Sommer GmbH, Österreich (seit September 2013) Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker München Professor emeritus für Biochemie an der LMU München, Secretary General, Human Frontier Science Program (HFSP), Straßburg Vorsitzender des Aufsichtsrats MediGene AG (bis 16. Juli 2013) Mitglied des Aufsichtsrats Bayer AG
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Arbeitnehmervertreter VorstandDr. Rudolf Staudigl Vorsitzender WACKER POLYSILICON Obere Führungskräfte Konzernentwicklung Corporate Communications Investor Relations Konzernrevision Recht Compliance Vorsitzender des Aufsichtsrats Siltronic AG** (bis 26. Februar 2013) Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG Mitglied des Aufsichtsrats Groz-Beckert KG Mitglied des Beirats Bayern Deutsche Bank AG Dr. Tobias Ohler WACKER POLYMERS Personal/Soziales (Arbeitsdirektor) Technischer Einkauf & Logistik Einkauf Rohstoffe Region Asien Mitglied des Aufsichtsrats Siltronic AG** (seit 26. Februar 2013) Dr. Joachim Rauhut SILTRONIC Bilanzierung und Steuern Konzerncontrolling Finanzen und Versicherungen Zentrale Ingenieurtechnik Information Technology Region Amerika Mitglied des Aufsichtsrats Siltronic AG** (bis 26. Februar 2013) Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG MTU Aero Engines AG B. Braun Melsungen AG Vorsitzender des Aufsichtsrats Siltronic AG** (seit 26. Februar 2013) Mitglied des Beirats J. Heinrich Kramer Holding GmbH Mitglied des Regionalbeirats Süd Commerzbank AG Auguste Willems WACKER SILICONES WACKER BIOSOLUTIONS Sales and Distribution Forschung und Entwicklung Intellectual Property Werkleitungen Corporate Security Umwelt / Gesundheit / Safety Product Stewardship Regionen Europa, Middle East Mitglied des Aufsichtsrats Siltronic AG** Mitglied des Landesbeirats Bayern TÜV Süd AG Corporate Governance Bericht und Erklärung zur UnternehmensführungCorporate Governance ist ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg und die verantwortungsbewusste Führung und Kontrolle von Unternehmen. Die Wacker Chemie AG misst den Regeln ordnungsgemäßer Corporate Governance große Bedeutung bei. Der Vorstand berichtet in diesem Bericht - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) über die Corporate Governance sowie gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung. Entsprechenserklärung und Berichterstattung zur Corporate GovernanceVorstand und Aufsichtsrat haben sich auch im Geschäftsjahr 2013 intensiv mit der Corporate Governance des Unternehmens und den Änderungen des Kodex vom 13. Mai 2013 auseinandergesetzt. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 10. Dezember 2013 beschlossen, gemäß § 161 AktG die nachfolgende Entsprechenserklärung abzugeben. Die Entsprechenserklärung wurde der Öffentlichkeit auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Entsprechenserklärung 2013 des Vorstands und des Aufsichtsrats der Wacker Chemie AGGrundsatzerklärung gemäß § 161 AktGIm Dezember 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Wacker Chemie AG ihre letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Wacker Chemie AG entsprach seither den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) in der Fassung vom 15. Mai 2012 mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen und wird den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 weiter mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprechen. Ausnahmena) Selbstbehalt bei D & O-Versicherung für AufsichtsratsmitgliederGesetz und Satzung setzen dem Aufsichtsrat feste Grenzen, auf die Geschäftstätigkeit einer Aktiengesellschaft Einfluss zu nehmen. Nach § 76 Absatz 1 Aktiengesetz leitet der Vorstand die Aktiengesellschaft in eigener Verantwortung. Über die Mitwirkung des Aufsichtsrats an der Festlegung der Grundzüge der Unternehmensstrategie hinaus sind die Möglichkeiten des Aufsichtsrats zur Einwirkung auf deren Umsetzung oder das operative Geschäft begrenzt. Dies gilt auch für Maßnahmen zur Abwendung von Schäden für das Unternehmen. Da darüber hinaus die Mitglieder des Aufsichtsrats im Vergleich zur Vergütung des Vorstands lediglich eine relativ geringe Aufwandsentschädigung bekommen, halten wir vor diesem Hintergrund die Vereinbarung eines Selbstbehalts für die Mitglieder des Aufsichtsrats nicht für sinnvoll. b) Abfindungs-CapVon Januar 2014 an folgen wir dieser Empfehlung des Kodex. c) Angemessene Berücksichtigung von Frauen im VorstandDie Wacker Chemie AG misst dem Thema Diversity auch bei der Besetzung des Vorstands eine hohe Bedeutung bei. Wichtigste Kriterien sind dabei jedoch Kompetenz - auch internationale Kompetenz - und Qualifikation. Wir halten es aber nicht für zielführend, dem Thema "Anstreben einer angemessenen Berücksichtigung von Frauen" eine höhere Priorität als der Kompetenz und Qualifikation einzuräumen. d) Bildung eines Nominierungsausschusses im AufsichtsratDer Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Diese Empfehlung wird von uns nicht befolgt, da unserer Ansicht nach die Einrichtung eines solchen Ausschusses bei unserer Aktionärsstruktur nicht sachgerecht ist. Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsrat sind auf Grund der Mehrheitsverhältnisse ohnehin mit dem Mehrheitsaktionär abzustimmen, sodass ein zusätzlicher Nominierungsausschuss auch keinen Beitrag zur Effizienzsteigerung liefern würde. e) Bekanntgabe von Kandidatenvorschlägen für den Aufsichtsratsvorsitz an die AktionäreNach dieser Empfehlung sollen die Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz den Aktionären bekannt gegeben werden, obwohl der Aufsichtsrat in der Regel noch nicht gewählt ist. Das Gesetz sieht vor, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats "aus seiner Mitte" von den Aufsichtsräten zu wählen ist. Eine Bekanntgabe der Kandidaten für den Vorsitz aus dem Kreis von Aufsichtsräten, die noch nicht einmal gewählt sind, ist auch vom Gesetz nicht vorgesehen und würde darüber hinaus zu einer weiteren vom Gesetz nicht vorgesehenen faktischen Vorfestlegung führen. Aus diesen Gründen wird die Empfehlung nicht befolgt. f) Benennung konkreter Ziele für die Anzahl unabhängiger Mitglieder des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der Wacker Chemie AG erfüllt in seiner gegenwärtigen Zusammensetzung die Anforderungen des Kodex im Hinblick auf eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder. Auch bei künftigen Wahlvorschlägen an die Aktionäre wird der Aufsichtsrat darauf achten, eine aus seiner Sicht angemessene Anzahl unabhängiger Kandidaten vorzuschlagen. Eine darüber hinausgehende Festlegung eines konkreten Ziels würde nicht nur die Auswahl geeigneter Kandidaten für den Aufsichtsrat begrenzen, sondern auch das Recht der Aktionäre einschränken, diejenigen Mitglieder des Aufsichtsrats zu wählen, die sie für die geeignetsten halten. Aus diesen Gründen wird die Empfehlung nicht befolgt. Berichterstattung zur Corporate GovernanceAktionäre und HauptversammlungAktionäre und Öffentlichkeit transparent informierenWACKER verfolgt den Anspruch, alle Zielgruppen des Unternehmens, ob Aktionäre, Aktionärsvertreter, Analysten, Medien sowie die interessierte Öffentlichkeit, gleichberechtigt und zeitnah zu informieren. Wichtige Termine des Unternehmens veröffentlichen wir regelmäßig in einem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht, in den Zwischenberichten sowie auf unserer Webseite veröffentlicht ist. Die Kapitalmarktteilnehmer stehen in engem Kontakt zu unserem Investor-Relations-Team. In Telefonkonferenzen zur jeweiligen Quartalsberichterstattung informieren wir Investoren und Analysten über die aktuelle und zukünftige Geschäftsentwicklung. Regelmäßig sind wir auf Roadshows und Anlegerkonferenzen. Einmal im Jahr veranstalten wir einen Capital Markets Day. Wichtige Präsentationen können im Internet frei eingesehen werden. Dort finden Sie auch sämtliche Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen in deutscher und englischer Sprache sowie den Online-Geschäftsbericht, alle Zwischenberichte und den Nachhaltigkeitsbericht. Weitere Informationen bieten die Online-Kundenzeitschrift, die Medienbibliothek und das PodcastCenter. www.wacker.com. HauptversammlungDie jährliche Hauptversammlung dient dazu, sämtliche Aktionäre effizient und umfassend über die Lage des Unternehmens zu unterrichten. Bereits vor der Hauptversammlung erhalten die Aktionäre wichtige Informationen über das abgelaufene Geschäftsjahr im Geschäfts- und im Kurzbericht. In der Einladung zur Hauptversammlung werden die Tagesordnungspunkte erläutert und die Teilnahmebedingungen erklärt. Die Einberufung nebst allen gesetzlich erforderlichen Berichten und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts (der unter anderem den Konzernjahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht enthält) sowie der Jahresabschluss der Wacker Chemie AG sind auch auf der Webseite zugänglich. Im Anschluss an die Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse im Internet. All diese Kommunikationsmaßnahmen tragen zu einem regelmäßigen Informationsaustausch mit unseren Aktionären bei. WACKER erleichtert seinen Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte und die Stimmrechtsvertretung. Für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre stehen Stimmrechtsvertreter zur Verfügung, die auch während der Hauptversammlung erreichbar sind. Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratDie Wacker Chemie AG besitzt wie im deutschen Aktiengesetz (AktG) vorgeschrieben ein duales Führungssystem. Es besteht aus dem Vorstand, der das Unternehmen leitet, und dem Aufsichtsrat, der das Unternehmen überwacht. Die beiden Gremien sind hinsichtlich ihrer Mitgliedschaft wie auch in ihren Kompetenzen streng voneinander getrennt. Um den langfristigen und nachhaltigen Erfolg des Unternehmens sicherzustellen, arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammen. VorstandDem Vorstand gehören derzeit vier Mitglieder an. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung und vertritt die Wacker Chemie AG bei allen Geschäften mit Dritten. Sein Handeln und seine Entscheidungen sind bestimmt durch das Unternehmensinteresse und orientieren sich am Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. Zu diesem Zweck bestimmt er die strategische Ausrichtung des WACKER-Konzerns und steuert und überwacht diese durch Zuteilung von finanziellen Mitteln, Allokation von Ressourcen und Kapazitäten sowie der Begleitung und Kontrolle der operativen Geschäftseinheiten. Er sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und errichtet ein angemessenes Risikomanagement. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Dabei führt das einzelne Mitglied des Vorstands das ihm zugewiesene Ressort in eigener Verantwortung. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse grundsätzlich mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag; ein Vetorecht gegen die Beschlüsse des Vorstands steht dem Vorsitzenden hingegen nicht zu. Enge Zusammenarbeit von Vorstand und AufsichtsratIm Interesse des Unternehmens arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng miteinander zusammen. Gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und seines Werts. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens. Auch zwischen den Sitzungen hält der Aufsichtsratsvorsitzende Kontakt mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorsitzenden des Vorstands und berät über die vorstehenden Themen. Der Vorstand erläutert dem Aufsichtsrat Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen und nennt die Gründe dafür. Bestimmte in der Geschäftsordnung für den Vorstand der Wacker Chemie AG festgelegte Geschäfte bedürfen vor Abschluss der Zustimmung des Aufsichtsrats. Dazu gehören unter anderem die Verabschiedung der Jahresplanung, einschließlich der Finanz- und Investitionsplanung, der Erwerb und die Veräußerung von Anteilen an Unternehmen, die Aufnahme neuer und Aufgabe vorhandener Produktions- und Geschäftszweige sowie die Aufnahme großer langfristiger Kredite. AufsichtsratDer Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von hoher Bedeutung für das Unternehmen sind, unmittelbar eingebunden. Grundlegenden Entscheidungen über die weitere Entwicklung des Unternehmens muss der Aufsichtsrat zustimmen. Der Aufsichtsrat hat 16 Mitglieder. Entsprechend dem deutschen Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) setzt er sich zu gleichen Teilen aus Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer zusammen. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und überwacht und berät diesen bei der Leitung des Unternehmens. Dadurch, dass Mitglieder des Aufsichtsrats nicht gleichzeitig dem Vorstand angehören können, ist bereits strukturell ein hohes Maß an Unabhängigkeit bei der Überwachung des Vorstands sichergestellt. Bei Bedarf, insbesondere wenn es um Personalentscheidungen geht, tagt der Aufsichtsrat ohne den Vorstand. Ausschüsse erhöhen Effizienz des AufsichtsratesDamit der Aufsichtsrat seine Aufgaben optimal wahrnehmen kann, hat er drei fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet. Über die Arbeit der Ausschüsse wird regelmäßig im Aufsichtsrat berichtet. Der Präsidialausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor, insbesondere die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie die Ernennung des Vorsitzenden. Er behandelt ferner die Vorstandsverträge und erarbeitet das System der Vorstandsvergütung, auf dessen Basis das Aufsichtsratsplenum die Vergütung der Vorstandsmitglieder festsetzt. Der Präsidialausschuss setzt sich zusammen aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Peter-Alexander Wacker als Vorsitzendem sowie den Aufsichtsratsmitgliedern Anton Eisenacker und Franz-Josef Kortüm. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Darüber hinaus befasst er sich mit der Prüfung des Konzernzwischenabschlusses zum Halbjahr und der Durchsprache der Quartalsabschlüsse sowie Fragen des Risikomanagements. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des zusammengefassten Lageberichts sowie des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Insbesondere überwacht er die Rechnungslegungsprozesse, die Compliance und die Wirksamkeit der internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssysteme. Dabei arbeitet er eng mit den Abschlussprüfern zusammen. Der Prüfungsausschuss bereitet darüber hinaus die Vereinbarung mit den Abschlussprüfern vor und trifft geeignete Maßnahmen, um die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und die vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen zu überwachen. Er unterbreitet auf dieser Grundlage dem Aufsichtsrat eine Empfehlung, wen dieser der Hauptversammlung als Abschlussprüfer vorschlagen soll. Mitglieder dieses Ausschusses sind Dr. Bernd W. Voss, Dr. Peter-Alexander Wacker und Anton Eisenacker. Vorsitzender dieses Ausschusses ist Dr. Bernd W. Voss, der unabhängig und kein ehemaliges Mitglied des Vorstands der Gesellschaft ist. Auf Grund seiner früheren Tätigkeit als Finanzvorstand der Dresdner Bank AG sowie dank seiner jahrelangen Tätigkeit in den Prüfungsausschüssen verschiedener Aufsichtsräte verfügt er über besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf den Gebieten der Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Ferner besteht der gesetzlich zu bildende Vermittlungsausschuss mit den ihm gesetzlich zugewiesenen Aufgaben, dem Dr. Peter-Alexander Wacker, Anton Eisenacker, Franz-Josef Kortüm und Manfred Köppl angehören. Vorsitzender des Ausschusses ist Dr. Peter-Alexander Wacker. Wesentliche UnternehmensführungspraktikenCompliance als wesentliche Leitungsaufgabe des VorstandsDie Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien und deren Beachtung im Konzern gehören bei WACKER zu den Leitungs- und Überwachungsaufgaben. Die Compliance im Konzern wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Verantwortlich dafür ist die Compliance-Organisation von WACKER. Das Unternehmen hat in Deutschland, Norwegen, den USA, China, Japan, Indien, Korea, Brasilien, Mexiko und Singapur Compliance-Beauftragte ernannt und ausgebildet. Sie informieren die Mitarbeiter in regelmäßigen Schulungen über maßgebliche gesetzliche Bestimmungen und interne Richtlinien. Sie sind Ansprechpartner für Fragen der Mitarbeiter und beraten zum Thema Compliance. Im Geschäftsjahr 2013 lag ein Schwerpunkt des Compliance-Managements weiterhin darin, den Austausch mit den ausländischen Standorten innerhalb der Compliance-Organisation ständig zu verbessern und die dortigen Mitarbeiter vor Ort zu schulen. Responsible Care® und Global Compact feste Bestandteile der UnternehmensführungZwei freiwillige globale Initiativen bilden die Basis für die nachhaltige Unternehmensführung bei Responsible Care® der chemischen Industrie und der Global Compact der Vereinten Nationen. In der Responsible Care® -Initiative engagiert sich WACKER seit 1991. Die Teilnehmer des Programms - auch WACKER - verpflichten sich darin, in eigener Verantwortung die Leistungen für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz ständig zu verbessern - unabhängig von gesetzlichen Vorgaben. Das Gleiche gilt für die UN-Initiative Global Compact. Wir setzen die zehn Prinzipien des Global Compact zum Schutz der Menschenrechte, zu Sozial- und Umweltstandards und zur Bekämpfung von Korruption um. Auch unsere Lieferanten sollen die Prinzipien des Global Compact einhalten. Bei der Risikoprüfung bewerten wir unsere Lieferanten daher auch in diesem Punkt. Seit 2011 hat WACKER eine eigene Abteilung Corporate Sustainability aufgebaut, die für die Umsetzung unserer Selbstverpflichtungen Responsible Care® und Global Compact zuständig ist und weltweit die Nachhaltigkeitsarbeit von WACKER koordiniert. Gesellschaftliches EngagementUnternehmen brauchen das Vertrauen der Gesellschaft, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Deshalb übernimmt WACKER gesellschaftliche Verantwortung im Umfeld seiner Standorte und weltweit dort, wo Menschen in Not geraten sind. Wir fördern und unterstützen regelmäßig eine Vielzahl gemeinnütziger Projekte, Organisationen und Initiativen. Wir engagieren uns im Bereich Wissenschaft und Bildung, Sport sowie im sozialen und karitativen Bereich. Weitere Angaben zur Corporate Governance bei WACKERBestimmungen des § 15 Wertpapierhandelsgesetz werden erfülltDen gesetzlichen Regelungen des § 15 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) kommen wir nach. Wir haben seit Jahren eine Koordinationsstelle "Ad-hoc-Publizität", in der Vertreter verschiedener Fachbereiche Sachverhalte auf ihre Ad-hoc-Relevanz prüfen. Wir gewährleisten damit den gesetzeskonformen Umgang mit möglichen Insiderinformationen. Mitarbeiter, für die der Zugang zu Insiderinformationen im Rahmen ihrer Aufgaben erforderlich ist, werden in einem Insiderverzeichnis geführt. Aktiengeschäfte von Vorstand und AufsichtsratIn § 15a WpHG ist festgelegt, dass Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sowie bestimmte Angehörige verpflichtet sind, den Erwerb und den Verkauf von WACKER-Aktien und anderer darauf bezogener Rechte der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Gesellschaft mitzuteilen, sofern die Wertgrenze von 5.000 € innerhalb eines Kalenderjahres überschritten wird. Im Jahr 2013 sind von Mitgliedern des Aufsichtsrats und deren meldepflichtigen Angehörigen insgesamt drei meldepflichtige Verkaufs- und Erwerbsgeschäfte mit Stückzahlen von 200 bis 300 WACKER-Aktien mitgeteilt worden. Das Volumen der einzelnen Geschäfte lag zwischen 15.660 € und 22.400 €. Die Blue Elephant Holding GmbH, deren Mehrheitsgesellschafter Dr. Peter-Alexander Wacker, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wacker Chemie AG, ist, hält mehr als zehn Prozent der Aktien der Wacker Chemie AG. Verantwortungsvoller Umgang mit Chancen und RisikenDer verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit Risiken ist wichtiger Bestandteil einer guten Corporate Governance. Mit einem systematischen Chancen- und Risikomanagement identifiziert und überwacht WACKER regelmäßig die wesentlichen Risiken und Chancen. Ziel ist es dafür zu sorgen, dass Risiken frühzeitig erkannt und durch konsequentes Risikomanagement minimiert werden. Über bestehende Risiken und deren Entwicklung informiert der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig. Mit dem Rechnungslegungsprozess sowie der Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems beschäftigt sich regelmäßig der Prüfungsausschuss. Er ist ebenfalls mit der Abschlussprüfung befasst. Das Chancen- und Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Rechnungslegung und AbschlussprüfungGemäß den Regelungen des Corporate Governance Kodex haben wir mit dem Abschlussprüfer, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, vereinbart, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung informiert wird. Außerdem berichtet der Abschlussprüfer auch sofort über alle wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die die Aufgaben des Aufsichtsrats betreffen. Sollte der Abschlussprüfer bei der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG ergeben, wird er den Aufsichtsrat darüber informieren bzw. dies im Prüfungsbericht vermerken. D & O-VersicherungWACKER hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen, in der die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats miteinbezogen ist (D & O-Versicherung). Diese Versicherung sieht den gesetzlichen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstands vor. Zielsetzung zur Zusammensetzung des AufsichtsratsFür WACKER war es schon immer wichtig, den Aufsichtsrat mit Mitgliedern zu besetzen, die eine hohe fachliche Qualifikation besitzen. Gemäß Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 hat sich der Aufsichtsrat von WACKER hinsichtlich der künftigen Zusammensetzung in seiner Sitzung am 09. Dezember 2010 die folgenden Ziele gesetzt, die neben der hohen fachlichen Qualifikation auch die internationale Erfahrung der Mitglieder sowie die angemessene Vertretung von Frauen im Aufsichtsrat berücksichtigen: 1. Dem Aufsichtsrat soll eine angemessene Anzahl von Mitgliedern mit internationalen Erfahrungen, mindestens jedoch ein Mitglied, angehören. 2. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat beinhaltet bereits umfassende Regelungen zur Verhinderung und zum Umgang mit Interessenkonflikten von Aufsichtsratsmitgliedern. Darüber hinaus strebt der Aufsichtsrat grundsätzlich die Verhinderung von Interessenkonflikten an und wird dieses Ziel auch bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung berücksichtigen. 3. Der Aufsichtsrat strebt zum Zweck der Erreichung einer noch größeren Vielfalt eine Erhöhung der weiblichen Vertreter im Aufsichtsrat auf mindestens zwei Personen in den nächsten zwei Wahlperioden an. Bei der Umsetzung dieses Ziels wird angestrebt, dass sowohl die Anteilseigner als auch die Arbeitnehmer jeweils einen weiblichen Vertreter stellen. Eine Altersgrenze ist bereits in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat enthalten. Dem Aufsichtsrat gehört eine nach seiner Einschätzung angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Der weitergehenden Empfehlung in Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 13. Mai 2013 zur Festlegung einer konkreten Anzahl unabhängiger Mitglieder wird aus den in der Entsprechenserklärung vom 10. Dezember 2013 dargelegten Gründen nicht gefolgt. Der Aufsichtsrat hat die von ihm beschlossenen Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats bei seinen Wahlvorschlägen zu den turnusmäßigen Aufsichtsratswahlen im Geschäftsjahr 2013 berücksichtigt. Bei den Aufsichtsratswahlen wurden unter anderem zwei weibliche Aufsichtsratsmitglieder - jeweils eines auf Anteilseigner- und Arbeitnehmerseite - zur Wahl vorgeschlagen und gewählt. Alle Ziele, die sich der Aufsichtsrat zu seiner Zusammensetzung gegeben hatte, wurden somit umgesetzt. Vergütungsbericht für den VorstandDer nachfolgende Vergütungsbericht ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und des testierten Konzernabschlusses. Für die Festlegung der individuellen Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Wacker Chemie AG ist das Aufsichtsratsplenum nach Vorbereitung durch den Präsidialausschuss zuständig. Das seit dem 01. Januar 2010 geltende Vergütungssystem trägt den gesetzlichen Anforderungen des im August 2009 in Kraft getretenen VorstAG Rechnung. Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus folgenden, wesentlichen Komponenten zusammen: (i) Einem festen Jahresgehalt:Das feste Jahresgehalt wird monatlich in gleichen Raten ausbezahlt. (ii) Einem variablen, erfolgs- und leistungsbezogenen Bonus:Die Höhe des variablen, jährlich im Nachhinein zahlbaren Bonus ist abhängig davon, dass vom Aufsichtsrat für alle Mitglieder des Vorstands einheitlich festgesetzte Ziele für den WACKER-Konzern erreicht werden. Für die Bemessung des Bonus wird die Zielerreichung des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie die Gesamtzielerreichung der zwei dem abgelaufenen Geschäftsjahr vorangegangenen Jahre im Wege einer Durchschnittsbildung einbezogen. Basis der Ziele sind die Kennzahlen Ergebnis nach Kapitaleinsatz, Cashflow und Zielrendite für das Geschäftsjahr 2011. Für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 wurde zusätzlich die Kennzahl Return on Capital Employed (ROCE) aufgenommen. Je nach Vorstandsmitglied liegt der rechnerische Zielbonus bei 100 Prozent Zielerreichung im Bemessungszeitraum bei 180 Prozent bzw. 140 Prozent des durchschnittlichen Jahresgrundgehaltes im letzten Jahr des Bemessungszeitraums; der Maximalbonus für die Vorstandsmitglieder beträgt 220 Prozent bzw. 180 Prozent des durchschnittlichen Jahresgrundgehaltes im letzten Jahr des Bemessungszeitraums. Der Aufsichtsrat hat die Möglichkeit, den rechnerisch ermittelten Bonus auf der Grundlage einer Gesamtwürdigung aller Umstände unter Einbeziehung der individuellen Leistung nach billigem Ermessen in einem bestimmten Rahmen zu erhöhen oder zu reduzieren. Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, in einem Wert von 15 Prozent ihres Bruttojahresbonus Aktien der Wacker Chemie AG zu erwerben. Für diese Aktien gilt eine Haltefrist von zwei Jahren. (iii) Einem Beitrag zur Altersversorgung:Die Mitglieder des Vorstands erwerben einen Anspruch auf Zahlung eines jährlichen Ruhegehaltes im Versorgungsfall, d.h. bei Erreichen des vereinbarten Ruhealters bzw. bei dauerhafter Berufsunfähigkeit. Vor Eintritt des Versorgungsfalles haben Herr Dr. Rudolf Staudigl und Herr Dr. Joachim Rauhut grundsätzlich Anspruch auf ein jährliches vorzeitiges Ruhegehalt, wenn sie gegen ihren Willen aus dem Vorstand ausscheiden, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt oder wenn sie von sich aus ihre Tätigkeit auf Grund eines von der Gesellschaft zu vertretenden wichtigen Grundes beenden. Die Höhe des Ruhegehaltes bemisst sich nach der Höhe des zuletzt bezogenen festen Jahresgehaltes sowie nach der Dauer der Vorstandstätigkeit. Ein Prozentwert des Jahresgrundgehaltes wird als Sockelbetrag definiert und mit einem jährlichen, prozentualen Steigerungsbetrag pro Dienstjahr angepasst. Voraussetzung für den Anspruch auf Ruhegehalt ist eine fünfjährige Vorstandstätigkeit. Die Gesellschaft gewährt den Mitgliedern des Vorstands angemessenen Versicherungsschutz, insbesondere eine D & O-Versicherung mit einem Selbstbehalt entsprechend der Vorgaben des VorstAG. Schließlich unterliegen die Mitglieder des Vorstands im Falle des Ausscheidens aus dem Unternehmen jeweils einer 12-monatigen Karenzverpflichtung, die mit einer Karenzentschädigung verbunden ist. Die Karenzentschädigung errechnet sich auf Basis von 50 Prozent der zuletzt bezogenen Jahresgesamtbezüge (Durchschnitt der letzten drei Jahre). Ein etwaiges Ruhegehalt wird auf die Karenzentschädigung angerechnet. Im Geschäftsjahr 2013 setzte WACKER auf Grund der herausfordernden Ertragslage eine Vielzahl an Programmen zur Kostenreduzierung und Produktivitätsverbesserung um. Im Sinne einer Vorbildfunktion reduzierte der Vorstand von März bis einschließlich November 2013 seine monatliche Festvergütung um zehn Prozent. Die aktuelle Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Vorstandsvergütungscroll
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In der festen Vergütung ist auch die Nutzung
eines Firmenfahrzeuges enthalten. Herr Dr. Sittenthaler hat zum 31. Dezember 2012 sein Amt als Mitglied des Vorstands aus persönlichen Gründen vorzeitig niedergelegt. Bis zum regulären Ende seines Dienstverhältnisses am 30. April 2013 erhielt Herr Dr. Sittenthaler sämtliche ihm anstellungsvertraglich zustehenden Leistungen. Nach dem Ausscheiden erhält er die vereinbarte Karenzentschädigung. Nach endgültiger Festlegung der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2013 entspricht das einem Gesamtbetrag in Höhe von 779.541 €. Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenenscroll
Pensionsverpflichtungen für Vorstandsmitgliederscroll
Vergütungsbericht für den AufsichtsratDie Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats der Wacker Chemie AG ist in der Satzung der Wacker Chemie AG geregelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für ihre Tätigkeit eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Jahresvergütung in Höhe von 70.000 €, zuzüglich der darauf zu entrichtenden Umsatzsteuer. Aufsichtsratsmitglieder, die während des laufenden Geschäftsjahres in den Aufsichtsrat eintreten oder aus dem Aufsichtsrat ausscheiden, erhalten eine entsprechende anteilige Vergütung. Die Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats wird mit dem Faktor 3, für seinen Stellvertreter und Ausschussvorsitzenden mit dem Faktor 2 und für Mitglieder von Ausschüssen mit dem Faktor 1,5 multipliziert. Dabei bleiben Doppel- und Mehrfachfunktionen unberücksichtigt. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats werden im Zusammenhang mit der Ausübung des Mandates entsprechende Auslagen mit einer jährlichen Pauschale von 18.000 €, zuzüglich der darauf zu entrichtenden Umsatzsteuer, erstattet. Die Gesellschaft gewährt den Aufsichtsratsmitgliedern angemessenen Versicherungsschutz; insbesondere schließt die Gesellschaft zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder eine D & O-Versicherung ab. Aufsichtsratsbezügescroll
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In der festen Vergütung ist auch die Auslagenpauschale
enthalten. Erklärung des Vorstands zur Rechnungslegung und zur PrüfungFür die Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts der Wacker Chemie AG ist der Vorstand verantwortlich. Der Konzernabschluss von WACKER wurde unter Beachtung der vom International Accounting Standards Board (IASB) in London veröffentlichten und von der Europäischen Union anerkannten Regeln aufgestellt. WACKER hat zur Gewährleistung der Übereinstimmung des zusammengefassten Lageberichts und des Konzernabschlusses mit den anzuwendenden Regeln und der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensberichterstattung wirksame interne Kontroll- und Steuerungssysteme eingerichtet. Die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit der Kontroll- und Steuerungssysteme werden kontinuierlich von der internen Revision weltweit geprüft. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Wacker Chemie AG geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Konzernabschluss von WACKER, der zusammengefasste Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats in seiner Sitzung am 04. März 2014 ausführlich behandelt. Über die Prüfung durch den Aufsichtsrat verweisen wir auf dessen Bericht. Versicherung der gesetzlichen Vertreter gem. §§ 297 Abs. 2, 315 Abs. 1 HGBWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
München, den 05. März 2014 Wacker Chemie AG Rudolf Staudigl Tobias Ohler Joachim Rauhut Auguste Willems Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Wacker Chemie AG, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Entwicklung des Eigenkapitals, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 05. März 2014 KPMG AG Pastor, Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Grottel, Wirtschaftsprüfer MehrjahresübersichtMehrjahresübersichtscroll
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Weitere InformationenChemisches GlossarBBiotechnologieBiotechnologische Verfahren nutzen lebende Zellen oder Enzyme zur Stoffumwandlung und Stoffproduktion. Je nach Anwendung wird zwischen roter, grüner und weißer Biotechnologie unterschieden: Rote Biotechnologie: medizinisch-pharmazeutische Anwendung. Grüne Biotechnologie: landwirtschaftliche Anwendung. Weiße Biotechnologie: biotechnologisch basierte Produkte und Industrieprozesse, z. B. in der Chemie-, Textil- oder Lebensmittelindustrie. CChlorsilaneVerbindungen aus Silicium, Chlor und Wasserstoff. In der Halbleiterindustrie wird meist Trichlorsilan zur Herstellung von Polysilicium und für die Abscheidung von Silicium nach dem Epitaxieverfahren verwendet. CyclodextrineCyclodextrine gehören zur Klasse zyklischer Oligosaccharide, zu Deutsch: ringförmiger Zuckermoleküle. Cyclodextrine sind in der Lage, Fremdmoleküle wie Geruchsstoffe zu binden oder Wirkstoffe dosiert an die Umgebung abzugeben. Cyclodextrine werden von WACKER BIOSULUTIONS produziert und vermarktet. CysteinCystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure und gehört zu den nichtessentiellen Aminosäuren, da es vom Körper gebildet werden kann. Cystein findet z. B. als Lebensmittelzusatzstoff oder Hustenmittel Anwendung. Cystein und seine Derivate stellen ein Geschäftsfeld des Bereichs WACKER BIOSULUTIONS dar. DDispersionenBinäres System, in dem ein Bestandteil in fein verteilter Form in einem anderen Bestandteil vorliegt. VINNAPAS® -Dispersionen von WACKER sind Vinylacetat-basierende Co- und Terpolymere in flüssiger Form, die hauptsächlich als Bindemittel in der Bauindustrie dienen, z. B. für Fugenmörtel, Grundierungen, Putze oder Primer. DispersionspulverEntsteht durch Trocknen von Dispersionen in so genannten Sprüh- oder Scheibentrocknern. VINNAPAS® -Dispersionspulver von WACKER werden als Bindemittel in der Bauindustrie, z. B. für Fliesenkleber, Selbstverlaufsmassen, Reparaturmörtel etc. empfohlen. Die Pulver verbessern Adhäsion, Kohäsion, Flexibilität und Biegezugfestigkeit, Wasserrückhaltevermögen und die Verarbeitungseigenschaften. EElastomereKunststoff, der sich nahezu ideal elastisch verhält: Bei Einwirkung einer Kraft verformt sich ein Gegenstand, bei Nachlassen der Kraft nimmt der Gegenstand genau die Ursprungsform wieder ein. Die Zeit der Krafteinwirkung spielt beim ideal elastischen Verhalten keine Rolle, wohl aber die Temperatur. EthylenEthylen ist ein farbloses, sehr reaktionsfähiges Gas und ein wichtiger Rohstoff für die chemische Industrie. HHalbleiterStoffe, deren elektrische Leitfähigkeit viel geringer ist als die von Metallen, aber mit steigender Temperatur stark anwächst. Halbleiter können durch Dotierung mit Fremdatomen gezielt verändert und dem Einsatzzweck angepasst werden. PPolymerPolymere sind große Moleküle, die aus Ketten von Untereinheiten (Monomere) bestehen. Ein Polymer enthält zwischen 10.000 und 100.000 Monomere. Ein Polymer kann langgestreckt sein oder als Knäuel vorliegen. PolymerblendsGemische aus synthetischen und natürlichen Polymeren, bei denen der nachwachsende Rohstoff mit einem Anteil von mindestens 65 Prozent die Hauptkomponente stellt. Kombiniert mit dem Bindemittelsystem VINNEX® entstehen Polymerblends aus nachwachsenden Rohstoffen (z. B. Stärke), Polymilchsäure (PLA) oder Polyhydroxyalkanoate (PHA). PolysiliciumPolykristallines Silicium des Bereichs WACKER POLYSILICON. Hochreines Silicium zur Herstellung von Siliciumwafern für die Elektronik- und Solarindustrie. Rohsilicium wird in das flüssige Trichlorsilan überführt, aufwändig destilliert und bei 1.000 °C in hochreiner Form wieder abgeschieden. Pyrogene KieselsäureWeißes, synthetisches, nichtkristallines Silicumdioxid (SiO2 ) in Pulverform, hergestellt durch Flammenhydrolyse von Siliciumverbindungen. Vielfältige Nutzung als Additiv in Siliconkautschuk, Dichtmassen, Farben und Lacken, Pharmazie und Kosmetik. SSilaneSilane werden sowohl als Monomere für die Synthese von Siloxanen eingesetzt, als auch als Hilfs- oder Rohstoff direkt verkauft. Typische Anwendungsgebiete sind Oberflächenbehandlung, Agenz in der Pharmasynthese, Haftprimer bei Beschichtungen. SiliciumNach Sauerstoff das am häufigsten vorkommende Element auf der Erde. In der Natur kommt Silicium ausnahmslos in Form von Verbindungen vor, hauptsächlich als Siliciumdioxid und in Form von Silicaten. Silicium wird über die energieintensive Reaktion von Quarzsand mit Kohle gewonnen und ist wichtigster Rohstoff der Elektronikindustrie. SiliciumwaferEin Siliciumwafer ist eine runde Scheibe mit einer Dicke zwischen ca. 200 und 800 μm, die von der Halbleiterindustrie für die Herstellung von Halbleiterbauelementen, d. h. integrierten Schaltkreisen und Einzelbauelementen (so genannten diskreten Bauelementen), eingesetzt wird. SiliconeSammelbegriff für Verbindungen von organischen Molekülen mit Silicium. Nach ihren Anwendungsgebieten lassen sich Silicone in Öle, Harze und Kautschuke einteilen. Silicone zeichnen sich durch eine Vielzahl herausragender Stoffeigenschaften aus. Typische Einsatzgebiete sind: Bau, Elektrik und Elektronik, Transport und Verkehr, Textilausrüstung und Papierbeschichtung. SiloxanSystematische Bezeichnung für Verbindungen, bei denen Siliciumatome über Sauerstoffatome verknüpft sind und die freien Valenzen über Wasserstoff oder organische Reste abgesättigt sind. Siloxane sind Grundbausteine der Polymerisationsprodukte (Polysiloxan, Polyorganosiloxan), die zum Aufbau von Siliconen dienen. VVINNAPAS®VINNAPAS® ist die Produktbezeichnung für Dispersionen, Dispersionspulver, Festharze und deren Lösungen. VINNAPAS® -Dispersionen und -Dispersionspulver werden hauptsächlich in der Bauindustrie als polymere Bindemittel eingesetzt z. B. für Fliesenkleber, Wärmedämmverbundsysteme, Selbstverlaufsmassen und Putze. FinanzglossarBBusiness Value Contribution (BVC)Der BVC (= Wertbeitrag) ist eine Steuerungsgröße, mit deren Hilfe die Wertschaffung der Wacker-Einheiten nach Abzug aller Kapitalkosten gemessen wird. Zur Ermittlung des BVC werden vom Gewinn (EBIT) die Kapitalkosten (WACC x CE) subtrahiert. Der BVC ist eine um außerordentliche Effekte (z. B. Unternehmensteilverkäufe) bereinigte Ergebnisgröße und damit ein gutes Maß für die Geschäftsentwicklung. CCapital Employed (CE)Das Capital Employed (gebundenes Kapital) setzt sich aus den durchschnittlichen langfristigen Vermögenswerten abzüglich langfristiger Wertpapiere, zuzüglich Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zusammen. Es ist die Bezugsgröße für die Berechnung der Kapitalkosten. CashflowDer Cashflow ist die wirtschaftliche Messgröße, die den aus der Geschäftstätigkeit erzielten Nettozufluss bzw. -abfluss liquider Mittel während einer Periode darstellt. Der Netto-Cashflow ist die Summe aus dem Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit ohne die Veränderung der erhaltenen Anzahlungen und dem Cashflow aus laufender Investitionstätigkeit ohne Wertpapiere, inklusive Zugänge aus Finanzierungsleasing. EEBITEarnings Before Interest and Taxes = Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Über verschiedene Unternehmen einheitlich definierte und damit gut vergleichbare Gewinngröße. EBITDAEarnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation = Ergebnis vor Zinsen und Steuern und vor Abschreibungen = EBIT + Abschreibungen. EigenkapitalquoteDie Eigenkapitalquote errechnet sich aus dem prozentualen Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme eines Unternehmens. Sie beschreibt den Grad der wirtschaftlichen und finanziellen Stabilität des Unternehmens. IIFRSDie International Financial Reporting Standards (bis 2001 International Accounting Standards, IAS) sind internationale Rechnungslegungsvorschriften, die vom in London/ Großbritannien ansässigen "International Accounting Standards Board" (IASB) erarbeitet und veröffentlicht werden. Seit 2005 sind die IFRS nach der so genannten IAS-Verordnung von börsennotierten Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden. KKapitalrendite (ROCE)Return on Capital Employed: Rentabilitätsgröße in Bezug auf das gebundene Kapital. |
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