![]() Bayer AktiengesellschaftLeverkusenZwischenbericht zum 30. Juni 2016KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT ZUM 30. JUNI 2016
2. Quartal 2016Bayer mit Umsatz- und Ergebnisplus
Der Bayer-Konzern ist im 2. Quartal 2016 weiter gewachsen. Der Umsatz erhöhte sich
währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 2,3 % auf 11,8 Mrd. € und das um Sondereinflüsse
bereinigte EBITDA um 5,7 % auf 3,1 Mrd. €. In Summe zeigte Life Science einen erfreulichen
Umsatz- und Ergebniszuwachs. Bei Pharmaceuticals profitierten wir von der weiterhin starken Entwicklung unserer
neueren Produkte. Consumer Health konnte den Umsatz steigern, das um Sondereinflüsse
bereinigte EBITDA ging hingegen zurück. Der Umsatz von Crop Science blieb trotz eines
anhaltend schwierigen Marktumfelds auf Vorjahresniveau, während das Ergebnis rückläufig
war. Bei Animal Health war das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA trotz Umsatzwachstum
rückläufig. Covestro steigerte das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA deutlich,
während der Umsatz erwartungsgemäß sank. Den Konzernausblick heben wir an. 1. Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im Überblick2. Quartal 2016Der Konzernumsatz stieg im 2. Quartal 2016 währungs- und portfoliobereinigt (wpb.1) um 2,3 % auf 11.833 Mio. € (nominal2: - 1,4 %). Davon entfielen 1.177 Mio. € auf Deutschland. Bei Pharmaceuticals erhöhte sich der wpb. Umsatz um erfreuliche 8,4 % auf 4.104 Mio.
€. Unsere neueren Produkte verzeichneten hierbei erneut eine starke Geschäftsentwicklung.
Auch Consumer Health konnte den Umsatz wpb. um 4,0 % auf 1.553 Mio. € ausweiten. Bei
Crop Science lag der Umsatz trotz eines schwachen Marktumfelds auf dem Niveau des
Vorjahresquartals (wpb. +0,4 %; 2.518 Mio. €). Der Umsatz von Animal Health erhöhte
sich wpb. um 4,2 % auf 426 Mio. €. Insgesamt belief sich der Umsatz der Life-Science-Bereiche
auf 8.858 Mio. € (wpb. +4,6 %). Der Umsatz von Covestro sank wpb. um 3,9 % auf 2.975
Mio. €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns erhöhte sich trotz negativer Währungseinflüsse
von 90 Mio. €, Dissynergien aus dem Covestro-IPO sowie dem Verkauf von Diabetes Care
um 5,7 % auf 3.054 Mio. €. Pharmaceuticals verbesserte das EBITDA vor Sondereinflüssen um 13,3 % auf 1.352 Mio.
€, maßgeblich durch die weiterhin sehr gute Geschäftsentwicklung. Das EBITDA vor Sondereinflüssen
von Consumer Health sank um 9,4 % auf 328 Mio. €. Die Ergebnisbeiträge aus dem guten
Geschäftsverlauf und den Kostensynergien konnten die höheren Marketinginvestitionen
sowie Allokations- und Währungsbelastungen nicht kompensieren. Bei Crop Science ging
das EBITDA vor Sondereinflüssen aufgrund des unverändert schwachen Marktumfeldes um
8,2 % auf 663 Mio. € zurück. Animal Health verzeichnete einen Rückgang des EBITDA
vor Sondereinflüssen um 16,7 % auf 100 Mio. €, unter anderem bedingt durch höhere
Aufwendungen für Marketing und Vertrieb. Insgesamt verzeichneten die Life-Science-Bereiche
ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 2.511 Mio. € (+5,4 %). Covestro erhöhte das EBITDA
vor Sondereinflüssen um 7,3 % auf 543 Mio. €. Das Ergebnis der Überleitung stieg kräftig
gegenüber dem Vorjahresquartal, im Wesentlichen aufgrund der Veränderung von Rückstellungen
für die langfristige aktienbasierte Vergütung. Das EBIT des Bayer-Konzerns stieg um 17,3 % auf 2.138 Mio. € (Vorjahr: 1.823 Mio.
€). Darin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 104 Mio. € (Vorjahr: 255 Mio.
€), die im Wesentlichen Aufwendungen für Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Höhe von
46 Mio. €, Kosten für die Integration erworbener Geschäfte in Höhe von 29 Mio. € sowie
Aufwendungen in Verbindung mit der Neuausrichtung des Konzerns in Höhe von 21 Mio.
€ betrafen. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 7,9 % auf 2.242 Mio. € (Vorjahr:
2.078 Mio. €). Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von - 314 Mio. € (Vorjahr: - 287 Mio.
€) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei 1.824 Mio. € (Vorjahr: 1.536 Mio. €). Nach
Abzug eines Ertragsteueraufwands von 431 Mio. € (Vorjahr: 390 Mio. €) sowie unter
Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und
Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich für das 2. Quartal 2016 ein Konzernergebnis
von 1.380 Mio. € (Vorjahr: 1.164 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie (gesamt) betrug 1,67
€ (Vorjahr: 1,40 €). Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft
stieg auf 2,07 € (Vorjahr: 1,99 €). 1
Die währungs- und portfoliobereinigte Umsatzveränderung zeigt die prozentuale Veränderung
der Umsatzerlöse ohne den Einfluss von Wechselkurseffekten sowie den für die jeweilige
Geschäftseinheit wesentlichen Akquisitionen und Desinvestitionen. Bei den Wechselkurseffekten
wird grundsätzlich die im jeweiligen Land gültige funktionale Währung zur Berechnung
herangezogen. Davon abweichend wird in Brasilien und Argentinien, hauptsächlich bei
Crop Protection, eine geschäftsbedingte Anpassung der jeweiligen funktionalen Währung
an den USD vorgenommen. Der Brutto-Cashflow aus fortzuführendem Geschäft des 2. Quartals 2016 stieg deutlich
um 9,3 % auf 2.366 Mio. € (Vorjahr: 2.165 Mio. €). Der Netto-Cashflow (gesamt) konnte
trotz einer erhöhten Mittelbindung im Working Capital insgesamt leicht um 1,2 % auf
1.982 Mio. € (Vorjahr: 1.959 Mio. €) erhöht werden. Im 2. Quartal 2016 zahlten wir
Ertragsteuern in Höhe von 659 Mio. € (Vorjahr: 352 Mio. €). Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich um 1,5 Mrd. € von 16,3 Mrd. € am 31. März
2016 auf 17,8 Mrd. € am 30. Juni 2016. Im gleichen Zeitraum erhöhten sich die Nettopensionsverpflichtungen
als Saldo von Pensionsverpflichtungen und Planvermögen von 13,3 Mrd. € auf 13,8 Mrd.
€, vor allem aufgrund von gesunkenen langfristigen Kapitalmarktzinsen für hochwertige
Unternehmensanleihen in Deutschland, Großbritannien und den USA. Die Zahl der Beschäftigten des Bayer-Konzerns verringerte sich zum 30. Juni 2016 gegenüber
dem 30. Juni 2015 um 1,7 % auf 115.576 Mitarbeiter (Vorjahr: 117.534 Mitarbeiter).
Der Personalaufwand stieg im gleichen Zeitraum um 1,7 % auf 2.789 Mio. € (Vorjahr:
2.743 Mio. €). 1. Halbjahr 2016Der Konzernumsatz erhöhte sich im 1. Halbjahr 2016 wpb. um 2,8 % auf 23.687 Mio. €
(nominal - 0,5 %); dazu trugen die Life-Science-Bereiche mit einer Steigerung von
wpb. 5,3 % auf 17.862 Mio. € bei. Pharmaceuticals erzielte deutliche Umsatzsteigerungen von wpb. 10,2 % auf 7.993 Mio.
€. Den Umsatz von Consumer Health verbesserten wir wpb. um 3,1 % auf 3.073 Mio. €.
Crop Science konnte das Geschäft trotz des schwierigen Marktumfelds auf Vorjahresniveau
halten (wpb. +0,8 %; 5.454 Mio. €). Der Umsatz von Animal Health erhöhte sich um wpb.
6,4 % auf 834 Mio. €. Bei Covestro sank der Umsatz wpb. um 4,3 % auf 5.825 Mio. €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Bayer-Konzerns stieg um 10,9 % auf 6.441 Mio.
€ (Vorjahr: 5.810 Mio. €). Die gute Geschäftsentwicklung insbesondere bei den Life-Science-Bereichen
ging einher mit hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Marketing und
Vertrieb. Ergebnismindernd wirkten sich Währungseffekte von etwa - 150 Mio. € aus.
Pharmaceuticals verbesserte das EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich um 14,7 % auf
2.613 Mio. €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health ging um 2,7 % auf
711 Mio. € zurück. Die Ergebnisbeiträge aus dem guten Geschäftsverlauf und den Kostensynergien
konnten Marketinginvestitionen sowie Allokations- und Währungsbelastungen nicht kompensieren.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science (+0,5 %; 1.752 Mio. €) sowie von
Animal Health (0,0 %; 222 Mio. €) blieb auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt erzielten
die Life-Science-Bereiche eine Steigerung des EBITDA vor Sondereinflüssen um 10,5
% auf 5.394 Mio. €. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Covestro stieg deutlich um +12,6 % auf 1.047 Mio.
€. Das EBIT des Bayer-Konzerns erhöhte sich kräftig um 18,9 % auf 4.458 Mio. € (Vorjahr:
3.748 Mio. €). Die Sonderaufwendungen beliefen sich in Summe auf 376 Mio. € (Vorjahr:
499 Mio. €). Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg deutlich um 13,8 % auf 4.834 Mio.
€ (Vorjahr: 4.247 Mio. €). Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von - 629 Mio. € (Vorjahr: - 561 Mio.
€) erzielten wir ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 3.829 Mio. € (Vorjahr:
3.187 Mio. €). Das Finanzergebnis beinhaltete insbesondere ein Zinsergebnis von -
260 Mio. € (Vorjahr: - 288 Mio. €), Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions-
und sonstigen Rückstellungen von 143 Mio. € (Vorjahr: 148 Mio. €) sowie Kurssicherungskosten
in Höhe von 177 Mio. € (Vorjahr: 122 Mio. €). Nach Abzug eines Steueraufwands von
905 Mio. € (Vorjahr: 759 Mio. €) erreichten wir ein Ergebnis nach Ertragsteuern von
2.924 Mio. € (Vorjahr: 2.428 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft
und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich insgesamt ein Konzernergebnis von 2.891
Mio. € (Vorjahr: 2.498 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 3,50 €
(Vorjahr: 3,02 €) und das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem
Geschäft auf 4,42 € (Vorjahr: 4,05 €). Der Brutto-Cashflow im fortzuführenden Geschäft stieg um 18,5 % auf 4.930 Mio. € (Vorjahr:
4.162 Mio. €). Trotz einer erhöhten Mittelbindung im Working Capital stieg der Netto-Cashflow
(gesamt), vor allem durch den Zufluss aus dem Verkauf des Diabetes-Care-Geschäfts,
um 23,1 % auf 3.304 Mio. € (Vorjahr: 2.683 Mio. €). Im Netto-Cashflow waren Ertragsteuerzahlungen
in Höhe von 1.208 Mio. € (Vorjahr: 796 Mio. €) enthalten. Die Nettofinanzverschuldung
stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2015 (17,4 Mrd. €) um 0,4 Mrd. € auf 17,8 Mrd.
€ zum 30. Juni 2016. Die Nettopensionsverpflichtungen erhöhten sich im Vergleich zum
31. Dezember 2015 von 10,8 Mrd. € auf 13,8 Mrd. €, insbesondere aufgrund gesunkener
langfristiger Kapitalmarktzinsen für hochwertige Unternehmensanleihen. 2. KonjunkturausblickKonjunkturausblick1Tabelle 1
Vorjahreswerte angepasst 1
Reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, Quelle: IHS Global Insight Stand: Juli 2016 Die Konjunkturerwartungen haben sich in der ersten Jahreshälfte insgesamt leicht eingetrübt.
Wir rechnen nun für 2016 mit einem etwas geringeren Wachstum der Weltwirtschaft als
im Vorjahr. Das britische Votum, aus der Europäischen Union auszutreten, schafft zusätzliche
Unsicherheiten - insbesondere für die Wirtschaft in Europa. Aber auch in den USA ist
eine geringere Dynamik zu erwarten, vor allem infolge einer enttäuschenden Entwicklung
am Arbeitsmarkt. Das Wachstum der Schwellenländer dürfte auf dem Niveau des Vorjahrs
liegen. Konjunkturausblick der Segmente1Tabelle 2
Vorjahreswerte angepasst Stand: Juli 2016 Für das Jahr 2016 erwartet Covestro für die Hauptabnehmerbranchen weiterhin ein verbessertes
Konjunkturklima. 3. Umsatz- und ErgebnisprognoseDie Prognosen der alternativen Leistungskennzahlen EBITDA vor Sondereinflüssen, bereinigtes
Ergebnis je Aktie sowie der währungs- und portfoliobereinigten Umsatzveränderung sind
in Übereinstimmung mit den im Abschluss angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen und
den in den Kapiteln 7 und 8 beschriebenen Bereinigungen ermittelt worden. Die für unsere Prognose relevanten Wechselkurse haben wir an die aktuellen Entwicklungen
angepasst und legen nun für das 2. Halbjahr 2016 die Wechselkurse vom 30. Juni 2016
zugrunde, z. B. einen EUR-USD-Kurs von 1,11. Eine Aufwertung (Abwertung) des Euro
um 1 % gegenüber allen Währungen führt auf Jahresbasis zu einem Rückgang (Anstieg)
des Umsatzes um etwa 300 Mio. € sowie zu einer Verringerung (Steigerung) des um Sondereinflüsse
bereinigten EBITDA um ca. 90 Mio. €. Nach dem im Mai 2016 unterzeichneten Vertrag über den Verkauf des Konsumentengeschäfts
von Environmental Science in der Division Crop Science ist dieses nicht mehr im fortzuführenden
Geschäft und damit nicht mehr in der Prognose enthalten. Auf Basis der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung ergeben sich unter
Abwägung der Risiko- und Chancenpotenziale sowie unter der Annahme einer ganzjährigen
Einbeziehung des Covestro-Geschäfts die folgenden Prognosen für das aktuelle Geschäftsjahr. Bayer-KonzernWir planen nun für 2016 für den Bayer-Konzern inklusive Covestro einen Umsatz von
46 - 47 Mrd. € (bisher: über 47 Mrd. €). Dies entspricht nach wie vor währungs- und
portfoliobereinigt einem Anstieg im unteren einstelligen Prozentbereich. Das EBITDA
vor Sondereinflüssen planen wir jetzt im oberen einstelligen Prozentbereich zu erhöhen
(bisher: im mittleren einstelligen Prozentbereich). Das bereinigte Ergebnis je Aktie
aus fortzuführendem Geschäft (zur Berechnungsweise siehe Kapitel 8 "Bereinigtes Ergebnis
je Aktie") wollen wir nun im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich steigern
(bisher: im mittleren einstelligen Prozentbereich). Hierbei ist zu berücksichtigen,
dass Covestro ab dem 19. April 2016 mit rund 64 % (vom 1. Januar bis 18. April 2016:
mit rund 69 %) enthalten ist. Summe Life SciencesFür den Bereich Life Sciences, also den Bayer-Konzern ohne Covestro, planen wir unverändert
einen Umsatz von ca. 35 Mrd. €. Dies entspricht währungs- und portfoliobereinigt nach
wie vor einem Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das EBITDA vor Sondereinflüssen
planen wir nun im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich zu erhöhen (bisher:
im mittleren einstelligen Prozentbereich). In unserer Planung sind Dissynergien von
rund 130 Mio. € aus der Verselbstständigung von Covestro sowie aus Desinvestitionen
berücksichtigt. PharmaceuticalsFür Pharmaceuticals erwarten wir trotz teilweise rückläufiger Preisentwicklung nun
einen Umsatz von über 16 Mrd. € (bisher: ca. 16 Mrd. €). Dies entspricht jetzt einem
währungs- und portfoliobereinigten Zuwachs im oberen einstelligen Prozentbereich (bisher:
im mittleren einstelligen Prozentbereich). Den Umsatz mit unseren neueren Pharma-Produkten
wollen wir nun in Richtung 5,5 Mrd. € steigern (bisher: auf über 5 Mrd. €). Wir planen
jetzt eine Steigerung des um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA im unteren Zehner-Prozentbereich
(bisher: mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich). Die um Sondereinflüsse
bereinigte EBITDA-Marge wollen wir verbessern. Consumer HealthIn der Division Consumer Health rechnen wir nun mit einem Umsatz von ca. 6 Mrd. €
(bisher: über 6 Mrd. €). Wir planen jetzt ein währungs- und portfoliobereinigtes Umsatzwachstum
im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich (bisher: im mittleren einstelligen
Prozentbereich). Das EBITDA vor Sondereinflüssen erwarten wir nun auf dem Niveau des
Vorjahres. (bisher: Steigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich). Crop ScienceIn Anbetracht des weiterhin schwachen Marktumfelds planen wir jetzt für Crop Science
einen währungs- und portfoliobereinigten Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres (bisher:
währungs- und portfoliobereinigte Steigerung im unteren einstelligen Prozentbereich).
Dies entspricht nominal einem Umsatz von etwa 10 Mrd. €. Wir planen nun einen Rückgang
des EBITDA vor Sondereinflüssen im unteren einstelligen Prozentbereich (bisher: Steigerung
im unteren einstelligen Prozentbereich). Animal HealthIm Bereich Animal Health erwarten wir weiterhin einen Umsatz leicht über dem Niveau
des Vorjahres. Wir planen nach wie vor eine währungs- und portfoliobereinigte Steigerung des Umsatzes
sowie einen Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen jeweils im unteren bis mittleren
einstelligen Prozentbereich. ÜberleitungFür das Jahr 2016 erwarten wir nun einen Umsatz von ca. 1 Mrd. € (bisher: auf dem
Niveau des Vorjahres; Vorjahr: 1,1 Mrd. €). Das EBITDA vor Sondereinflüssen planen
wir jetzt in einer Größenordnung von - 0,1 Mrd. € (bisher: - 0,2 Mrd. €). CovestroCovestro plant für das Jahr 2016 nun einen Umsatzrückgang (bisher: auf dem Niveau
des Vorjahres) sowie im 2. Halbjahr 2016 ein um Sondereinflüsse bereinigtes EBITDA
mindestens auf der Höhe des Vorjahres (bisher: Rückgang des um Sondereinflüsse bereinigten
EBITDA für das Gesamtjahr). Weitere Kennzahlen Bayer-KonzernFür das Jahr 2016 planen wir unverändert Sonderaufwendungen in einer Größenordnung
von etwa 0,5 Mrd €. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Integration der erworbenen
Consumer-Care-Geschäfte sowie auf Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neustrukturierung
des Bayer-Konzerns. Wir erwarten weiterhin ein Finanzergebnis von etwa - 1,2 Mrd. €. Darüber hinaus rechnen
wir nach wie vor mit einer Steuerquote von ca. 24 %. Zum Jahresende 2016 gehen wir
unverändert von einer Nettofinanzverschuldung von unter 16 Mrd. € aus. Für weitere Details zur Geschäftsprognose verweisen wir auf unseren Geschäftsbericht
2015, Kapitel 18.2. 4. KonzernstrukturveränderungenDie Bayer AG hat im April 2016 an der Covestro AG gehaltene Aktien in den Bayer Pension
Trust e.V. eingelegt. Das Volumen dieser Aktien entsprach 10 Mio. Stück bzw. 4,9 %
der ausgegebenen Aktien, sodass Bayer derzeit noch mit rund 64 % an Covestro beteiligt
ist. Im Mai 2016 unterzeichnete Crop Science einen Vertrag über den Verkauf des Konsumentengeschäfts
von Environmental Science, das wir nun als nicht fortgeführtes Geschäft ausweisen.
Environmental Science beinhaltet dementsprechend nur noch das Geschäft für professionelle
Anwender. Die Kennzahlen und Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. 5. Geschäftsentwicklung nach Segmenten und Regionen5.1 PharmaceuticalsKennzahlen PharmaceuticalsTabelle 3
Vorjahreswerte angepasst; wpb.= währungs- und portfoliobereinigt; wb.= währungsbereinigt 1
Zur Definition siehe Kapitel 7 "Ermittlung des EBIT(DA) vor Sondereinflüssen". 2. Quartal 2016UmsatzDer Umsatz von Pharmaceuticals erhöhte sich im 2. Quartal 2016 wpb. erfreulich um
8,4 % auf 4.104 Mio. €. Unsere neueren Produkte entwickelten sich weiterhin stark.
Xarelto™, Eylea™, Xofigo™, Stivarga™ und Adempas™ erzielten einen Umsatz von insgesamt
1.332 Mio. € (Vorjahr: 1.051 Mio. €; wb. +28,8 %). Unser Pharmaceuticals-Geschäft
konnten wir wb. in allen Regionen ausbauen. Umsatzstärkste Pharmaceuticals-ProdukteTabelle 4
wb. = währungsbereinigt 1
Vermarktungsrechte bei Regeneron Pharmaceuticals Inc., USA Umsatz nach Produkten
ErgebnisDas EBITDA vor Sondereinflüssen von Pharmaceuticals stieg im 2. Quartal 2016 deutlich um 13,3 % auf 1.352 Mio. €. Den Ergebnisbeiträgen aus der sehr guten Geschäftsentwicklung standen erwartungsgemäß höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung gegenüber. Ergebnismindernd wirkten sich Währungseffekte in Höhe von etwa 40 Mio. € aus. Das EBIT wuchs kräftig um 28,0 % auf 988 Mio. €. Hierin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 11 Mio. € (Vorjahr: 78 Mio. €), die im Wesentlichen aus den Effizienzsteigerungsprogrammen resultierten. 1. Halbjahr 2016UmsatzIm 1. Halbjahr 2016 verbesserten wir den Umsatz von Pharmaceuticals wpb. um 10,2 % auf 7.993 Mio. €. Hierzu trugen insbesondere unsere neueren Produkte Xarelto™, Eylea™, Stivarga™, Xofigo™ und Adempas™ mit einem Umsatz von insgesamt 2.519 Mio. € (Vorjahr: 1.948 Mio. €) bei. Das Pharmaceuticals-Geschäft entwickelte sich in allen Regionen positiv. ErgebnisDas EBITDA vor Sondereinflüssen stieg im 1. Halbjahr 2016 kräftig um 14,7 % auf 2.613 Mio. €. Dieser Ergebniszuwachs ist auf die sehr gute Geschäftsentwicklung zurückzuführen. Gegenläufig wirkten erwartungsgemäß höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie negative Währungseinflüsse in Höhe von etwa 80 Mio. €. Das EBIT wuchs deutlich um 11,0 % auf 1.686 Mio. €. Die Sonderaufwendungen beliefen sich auf 242 Mio. € (Vorjahr 102 Mio. €) und resultierten im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte (Essure™) in Höhe von 231 Mio. €. 5.2 Consumer HealthKennzahlen Consumer HealthTabelle 5
Vorjahreswerte angepasst; wpb. = währungs- und portfoliobereinigt; wb. = währungsbereinigt 1
Zur Definition siehe Kapitel 7 "Ermittlung des EBIT(DA) vor Sondereinflüssen". 2. Quartal 2016UmsatzDer Umsatz von Consumer Health erhöhte sich im 2. Quartal 2016 wpb. um 4,0 % auf 1.553
Mio. €. In den Regionen Lateinamerika / Afrika / Nahost, Europa und Asien / Pazifik verzeichneten
wir eine gute Geschäftsentwicklung, während die Umsätze in Nordamerika im Vergleich
zu einem starken Vorjahresquartal rückläufig waren. Sehr hohe Wachstumsraten erzielten
unsere Marken Claritin™, Aspirin™, Bepanthen™ / Bepanthol™ und Canesten™. Umsatzstärkste Consumer-Health-ProdukteTabelle 6
Vorjahreswert von Aleve™ angepasst; wb. = währungsbereinigt 1
Markenrechte und Vertrieb nur in bestimmten Ländern außerhalb EU Umsatz nach Produkten
ErgebnisDas EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health ging im 2. Quartal 2016 um 9,4 % auf 328 Mio. € (Vorjahr: 362 Mio. €) zurück. Die Ergebnisbeiträge aus dem guten Geschäftsverlauf und den Kostensynergien konnten die höheren Marketinginvestitionen sowie Allokationsbelastungen und Währungseffekte von etwa - 25 Mio. € nicht kompensieren. Das EBIT lag mit 190 Mio. € (- 0,5 %) auf dem Niveau des Vorjahres. Hierin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 32 Mio. € (Vorjahr: 61 Mio. €), die im Wesentlichen aus den Kosten für die Integration erworbener Geschäfte von 29 Mio. € resultieren. 1. Halbjahr 2016UmsatzIm 1. Halbjahr 2016 erhöhte sich der Umsatz von Consumer Health wpb. um 3,1 % auf
3.073 Mio. €. Besonders positiv entwickelte sich das Geschäft in Lateinamerika sowie
in der Region Asien / Pazifik, während die Umsätze in den USA rückläufig waren. ErgebnisDas EBITDA vor Sondereinflüssen verringerte sich im 1. Halbjahr 2016 leicht um 2,7 % auf 711 Mio. € (Vorjahr: 731 Mio. €). Die Ergebnisbeiträge aus dem guten Geschäftsverlauf und den Kostensynergien konnten die höheren Marketinginvestitionen sowie Allokationsbelastungen und Währungseffekte von etwa - 40 Mio. € nicht kompensieren. Das EBIT stieg im 1. Halbjahr deutlich um 18,6 % auf 433 Mio. € (Vorjahr: 365 Mio. €). Die Sonderaufwendungen beliefen sich auf 64 Mio. € (Vorjahr: 150 Mio. €). Darin enthalten sind Aufwendungen für die Integration erworbener Geschäfte in Höhe von 47 Mio. € sowie für Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Höhe von 17 Mio. €. 5.3 Crop ScienceKennzahlen Crop ScienceTabelle 7
Vorjahreswerte angepasst; wpb. = währungs- und portfoliobereinigt; wb. = währungsbereinigt 1
Zur Definition siehe Kapitel 7 "Ermittlung des EBIT(DA) vor Sondereinflüssen". 2. Quartal 2016UmsatzIm 2. Quartal 2016 erzielte Crop Science einen Umsatz von 2.518 Mio. € (wpb. +0,4
%). Bei Crop Protection / Seeds konnten wir trotz eines weiterhin schwachen Marktumfelds
das Vorjahresniveau halten. Environmental Science verzeichnete leichte Umsatzrückgänge. Nach der im Mai 2016 erfolgten Unterzeichnung des Vertrags über den Verkauf des Konsumentengeschäfts
von Environmental Science weisen wir dieses als nicht fortgeführtes Geschäft aus.
Environmental Science beinhaltet dementsprechend nur noch das Geschäft für professionelle
Anwender. Die Kennzahlen und Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Umsatzerlöse nach GeschäftsfeldernTabelle 8
Vorjahreswerte angepasst; wpb. = währungs- und portfoliobereinigt Umsätze nach Regionen
ErgebnisDas EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science ging im 2. Quartal 2016 um 8,2 % auf 663 Mio. € zurück (Vorjahr: 722 Mio. €). Gestiegene Herstellungskosten und leicht geringere Absatzmengen sowie ein Währungseffekt von rund - 10 Mio. € konnten durch höhere Absatzpreise und niedrigere Aufwendungen für Marketing und Vertrieb nur teilweise kompensiert werden. Das EBIT verringerte sich um 8,7 % auf 512 Mio. €. Hierin enthalten waren Sonderaufwendungen in Höhe von 30 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €), im Wesentlichen aus Restrukturierungsmaßnahmen. 1. Halbjahr 2016UmsatzIm 1. Halbjahr 2016 erreichte der Umsatz von Crop Science mit 5.454 Mio. € trotz des
schwierigen Marktumfelds das Niveau des Vorjahres (wpb. +0,8 %). Bei Crop Protection
/ Seeds kompensierte die positive Entwicklung bei Fungiziden die rückläufigen Umsätze
mit Insektiziden. Das Saatgut- und das Environmental-Science-Geschäft konnten wir
ausweiten. Regional steigerten wir in Asien / Pazifik und Europa unsere Umsätze. Das
Geschäft in Nordamerika sowie Lateinamerika / Afrika / Nahost blieb hingegen auf Vorjahresniveau. ErgebnisDas EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science lag im 1. Halbjahr 2016 mit 1.752 Mio. € auf Vorjahresniveau (+0,5 %, Vorjahr: 1.743 Mio. €). Positiven Ergebnisbeiträgen aus höheren Absatzpreisen standen gestiegene Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, niedrigere Absatzmengen sowie ein negativer Währungseffekt von rund 25 Mio. € gegenüber. Das EBIT stieg leicht um 3,6 % auf 1.467 Mio. €. Hierin enthalten waren Sonderaufwendungen in Höhe von 33 Mio. € (Vorjahr: 75 Mio. €), im Wesentlichen aus Restrukturierungsmaßnahmen. 5.4 Animal HealthKennzahlen Animal HealthTabelle 9
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt; wb. = währungsbereinigt 1
Zur Definition siehe Kapitel 7 "Ermittlung des EBIT(DA) vor Sondereinflüssen". 2. Quartal 2016UmsatzIm 2. Quartal 2016 erzielte Animal Health einen wpb. Umsatzanstieg um 4,2 % auf 426
Mio. €. Alle Regionen entwickelten sich wb. positiv - den stärksten Zuwachs erzielten
wir in Europa. Umsatzstärkste Animal-Health-ProdukteTabelle 10
wb. = währungsbereinigt Umsatzerlöse nach Produkten
ErgebnisDas EBITDA vor Sondereinflüssen von Animal Health verringerte sich im 2. Quartal 2016 um 16,7 % auf 100 Mio. € (Vorjahr: 120 Mio. €). Maßgeblich hierfür waren im Wesentlichen saisonale Verschiebungen bei den Aufwendungen für Marketing und Vertrieb sowie negative Währungseinflüsse in Höhe von etwa 5 Mio. €. Das EBIT lag mit 93 Mio. € um 11,4 % unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 105 Mio. €). Hierin waren keine Sonderaufwendungen enthalten (Vorjahr: 6 Mio. €). 1. Halbjahr 2016UmsatzDer Umsatz von Animal Health erhöhte sich im 1. Halbjahr 2016 wpb. um 6,4 % auf 834
Mio. €. Den stärksten Umsatzzuwachs erzielten wir in den USA sowie in Europa. ErgebnisIm 1. Halbjahr 2016 betrug das EBITDA vor Sondereinflüssen 222 Mio. € (Vorjahr: 222 Mio. €) und lag damit auf Vorjahresniveau. Positiven Ergebnisbeiträgen aus der guten Geschäftsentwicklung standen höhere Aufwendungen für Marketing und Vertrieb sowie negative Währungseinflüsse von rund 10 Mio. € gegenüber. Das EBIT von Animal Health konnten wir um 21,8 % auf 207 Mio. € (Vorjahr: 170 Mio. €) steigern. Hierin waren Sondereinflüsse in Höhe von 1 Mio. € enthalten (Vorjahr: 38 Mio. €). 5.5 CovestroKennzahlen CovestroTabelle 11
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt; wb. = währungsbereinigt 1
Zur Definition siehe Kapitel 7 "Ermittlung des EBIT(DA) vor Sondereinflüssen". 2. Quartal 2016UmsatzDer Umsatz von Covestro sank im 2. Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
wpb. um 3,9 % auf 2.975 Mio. €. Die Absatzpreise waren im Wesentlichen bedingt durch
die Rohstoffpreisentwicklung deutlich rückläufig, insbesondere bei Polyurethanes.
Die Absatzmengen lagen insgesamt über denen des Vorjahresquartals. Umsatz nach Business UnitsTabelle 12
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt Umsatzerlöse nach Business Units
ErgebnisDas EBITDA vor Sondereinflüssen von Covestro verbesserte sich im 2. Quartal 2016 um 7,3 % auf 543 Mio. € (Vorjahr: 506 Mio. €). Die Auswirkung niedrigerer Absatzpreise wurde durch gesunkene Rohstoffpreise und höhere Absatzmengen in Summe überkompensiert. Ein Währungseffekt von etwa - 5 Mio. € wirkte ergebnisbelastend. Das EBIT stieg gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich um 32,0 % auf 367 Mio. €. Es fielen keine Sondereinflüsse an (Vorjahr: - 59 Mio. €). 1. Halbjahr 2016UmsatzDer Umsatz von Covestro sank im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
wpb. um 4,3 % auf 5.825 Mio. €. Die Absatzpreise waren in allen drei Business Units
rückläufig, insbesondere bei Polyurethanes. Die Absatzmengen lagen insgesamt über
denen des Vorjahreszeitraums: Bei Polycarbonates und Polyurethanes konnten sie gesteigert
werden, während sie in der Business Unit Coatings, Adhesives, Specialties auf Vorjahresniveau
lagen. ErgebnisDas EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 12,6 % auf 1.047 Mio. €. Niedrigere Rohstoffkosten konnten den Rückgang der Absatzpreise kompensieren. Zudem wirkte sich eine Ausweitung der Absatzmengen positiv auf das Ergebnis aus. Das EBIT verbesserte sich um 41,4 % auf 703 Mio. €. Es fielen keine Sondereinflüsse an (Vorjahr: - 101 Mio. €). 6. Forschung, Entwicklung, InnovationDie Aufwendungen für Forschung und Entwicklung des Konzerns beliefen sich im 2. Quartal
2016 auf 1.122 Mio. € (wb. +9,4 %). Davon entfielen 1.060 Mio. € auf die Life-Science-Bereiche
(wb. +10,5 %). Angaben zu Forschung und EntwicklungTabelle 13
Vorjahreswerte angepasst Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Konzerns beliefen
sich auf 589 Mio. € (Vorjahr: 601 Mio. €), davon entfielen auf die Life-Science-Bereiche
509 Mio. € (Vorjahr: 466 Mio. €). In Ergänzung zur Ende 2015 geschlossenen Partnerschaft mit CRISPR Therapeutics AG,
Schweiz, unterschrieben Bayer und ERS Genomics, Irland, im Mai 2016 eine Vereinbarung,
die Bayer Zugang zu den CRISPR-Cas9-Genome-Editierungs-Patenten von ERS erlaubt. Bayer
erhält damit Rechte für definierte Forschungsanwendungen dieser Technologie in ausgewählten
strategischen Kerngebieten. PharmaceuticalsMit mehreren Arzneimittelkandidaten aus unserer Forschungs- und Entwicklungspipeline
führen wir klinische Studien durch. Die wichtigsten Arzneimittelkandidaten der klinischen Prüfungsphase II sind: Forschungs- und Entwicklungsprojekte (Phase II)1Tabelle 14
1
Stand: 18. Juli 2016 Gemäß der Empfehlung eines unabhängigen Datenkontrollgremiums (Data Monitoring Committee,
DMC) beendeten wir im Mai 2016 eine Phase-II-Studie mit Riociguat (Handelsname: Adempas™)
bei Patienten mit Lungenhochdruck als Begleiterkrankung der idiopathischen interstitiellen
Pneumonie (PH-IIP). Darüber hinaus werden wir die Entwicklung von BAY 98-7196 + Anastrozol (Intravaginalring)
in der Indikation Endometriose nicht weiter fortführen. Die wichtigsten Arzneimittelkandidaten der klinischen Prüfungsphase III sind: Forschungs- und Entwicklungsprojekte (Phase III)1Tabelle 15
1
Stand: 18. Juli 2016 Eine klinische Phase-III-Studie bei inoperablem Leberkrebs mit dem Wirkstoff Regorafenib
(Handelsname: Stivarga™) erreichte im Mai 2016 den primären Endpunkt - eine statistisch
signifikante Verbesserung der Gesamtüberlebenszeit. In der Studie wurde Regorafenib
bei Patienten mit Leberzellkarzinom untersucht, deren Krankheit während der vorausgegangenen
Behandlung mit Sorafenib (Handelsname: Nexavar™) weiter fortgeschritten war. Wir planen,
auf Basis dieser Daten im Laufe des Jahres 2016 die Zulassung für Regorafenib zur
Behandlung bei inoperablem Leberkrebs zu beantragen. Mit Orion Corporation, Espoo, Finnland, vereinbarten wir im Juni 2016, das globale
klinische Entwicklungsprogramm für den neuartigen Androgenrezeptor-Antagonisten BAY-1841788
(0DM-201) zu erweitern. In einer neuen klinischen Phase-III-Studie soll der Einsatz
von BAY-1841788 bei Männern untersucht werden, die wegen eines neu diagnostizierten
metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms (mHSPC) eine Hormontherapie als
Behandlung der ersten Wahl erhalten. Des Weiteren schlossen wir im Juni 2016 mit dem US-amerikanischen Studien-Netzwerk
NSABP (National Surgical Adjuvant Breast and Bowel Project), einer führenden Organisation
für Kooperationen bei klinischen Studien, eine neue Forschungspartnerschaft. Eine
klinische Phase-III-Studie soll den Einsatz von Regorafenib als Einzelsubstanz zur
adjuvanten Behandlung im Anschluss an eine adjuvante Chemotherapie bei Patienten mit
fortgeschrittenem, aber noch nicht metastasiertem Darmkrebs untersuchen. Die wichtigsten noch im Zulassungsprozess befindlichen Arzneimittelkandidaten sind: Einreichungen1Tabelle 16
1
Stand: 18. Juli 2016 Im Mai 2016 erhielt Gadavist™ / Gadovist™ (Wirkstoff: Gadobutrol) von der US-amerikanischen
Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) als erstes Kontrastmittel die
Zulassung zur Magnetresonanzangiographie (MRA) bei bekannter oder vermuteter Erkrankung
der supra-aortalen Arterien oder der Nierenarterien bei Patienten in allen Altersklassen. Consumer HealthIm April 2016 haben wir unser Claritin™-Portfolio in den USA um ClariSpray™ erweitert.
Dabei handelt es sich um ein 24 Stunden wirksames Nasenspray zur Behandlung von Allergiesymptomen. Im Juni 2016 begannen wir in den USA mit der Vermarktung von Aleve™ Direct Therapy,
mit dem wir unser Angebot im Bereich der Schmerzlinderung erweitern. Es handelt sich
um ein medizinisches Gerät zur transkutanen elektrischen Nervenstimulation, das bei
Schmerzen und Verspannungen im unteren Rückenbereich eingesetzt wird. Crop ScienceIm April 2016 gab Crop Science eine auf fünf Jahre angelegte Forschungspartnerschaft
mit dem Institut für Geographie und dem Fachbereich Informatik der Universität Hamburg
bekannt. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung neuer digitaler Lösungen für die Landwirtschaft
auf Basis von geoinformatischen Methoden und Modellen, welche anhand relevanter Geobasisdaten
wie Boden-, Klima-, Relief- und Nutzungsparameter die Konsequenzen landwirtschaftlicher
Prozesse computergestützt visualisieren. Im Mai 2016 unterzeichnete Crop Science zusammen mit dem Unternehmen Planetary Resources
mit Sitz in Redmond, Washington, USA, eine Absichtserklärung über die Entwicklung
von Anwendungen und Produkten auf Grundlage von Satellitenbildern. Animal HealthIm Mai 2016 schlossen wir mit der BioNTech AG, Deutschland, eine Vereinbarung über
die Entwicklung neuartiger mRNA-Impfstoffe und -Therapeutika, die speziell für tiermedizinische
Anwendungen bestimmt sind. Ebenfalls im Mai 2016 unterzeichneten wir mit TransferTech Sherbrooke, Quebec, Kanada,
einen Lizenzvertrag über die globale Entwicklung eines neuartigen Impfstoffkandidaten,
der an der Université de Sherbrooke entwickelt wurde. Der neue Impfstoff soll Milchviehbestände
vor einer durch Staphylococcus aureus verursachten Mastitis schützen. CovestroIm Juni 2016 eröffnete Covestro am Standort Dormagen eine Anlage zur Produktion einer neuartigen Schaumstoff-Komponente mit 20 Prozent CO2 -Anteil, wodurch der traditionelle Rohstoff aus Erdöl in entsprechender Menge eingespart werden kann. Die neue Anlage mit einer Kapazität von 5.000 Tonnen pro Jahr ermöglicht dem Unternehmen erstmals Kohlendioxid in der Kunststoff-Herstellung in industriellem Maßstab zu nutzen. 7. Ermittlung des EBIT(DA) vor SondereinflüssenDas EBIT (Ergebnis nach Ertragsteuern zuzüglich Ertragsteueraufwand und zuzüglich
Finanzergebnis), das nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert
ist, wird durch Sondereffekte sowie durch Abschreibungen und Wertaufholungen von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen beeinflusst. Um die Auswirkungen dieser Effekte auf
die operative Geschäftstätigkeit zu beleuchten und die Vergleichbarkeit der operativen
Ertragskraft im Zeitablauf zu ermöglichen, ermitteln wir zusätzliche Kennzahlen -
EBITDA, EBIT und EBITDA vor Sondereinflüssen sowie EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen
- die ebenfalls nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert
sind. Überleitung SondereinflüsseTabelle 17
Vorjahreswerte angepasst
Die Abschreibungen lagen im 2. Quartal 2016 mit 814 Mio. € auf Vorjahresniveau (Vorjahr:
814 Mio. €). Sie setzten sich zusammen aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
von 447 Mio. € (Vorjahr: 446 Mio. €) und aus Abschreibungen auf Sachanlagen von 367
Mio. € (Vorjahr: 368 Mio. €). In den Abschreibungen waren außerplanmäßige Abschreibungen
in Höhe von 39 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €) enthalten. Es fielen keine Sondereinflüsse
an (Vorjahr: 4 Mio. €). Die Abschreibungen stiegen im 1. Halbjahr 2016 um 14,7 % auf 1.853 Mio. € (Vorjahr:
1.615 Mio. €). Sie setzten sich zusammen aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
von 1.114 Mio. € (Vorjahr: 870 Mio. €) und aus Abschreibungen auf Sachanlagen von
739 Mio. € (Vorjahr: 745 Mio. €). In den Abschreibungen waren außerplanmäßige Abschreibungen
in Höhe von 298 Mio. € (Vorjahr: 67 Mio. €) enthalten, von denen 244 Mio. € (Vorjahr:
52 Mio. €) als Sondereinflüsse erfasst wurden. 8. (Bereinigtes) Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie gemäß IFRS wird sowohl durch Effekte aus der Kaufpreisaufteilung
für Akquisitionen als auch durch weitere Sondersachverhalte beeinflusst. Um den Einfluss
dieser Effekte auf das Ergebnis zu beleuchten und die Vergleichbarkeit unserer Performance
im Zeitablauf zu ermöglichen, ermitteln wir zusätzliche Kennzahlen - "Core EBIT",
bereinigtes Konzernergebnis und das bereinigte Ergebnis je Aktie, die nach den internationalen
Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert sind. Bereinigtes Ergebnis je Aktie "Core EPS"Tabelle 18
Vorjahreswerte angepasst Zur Ermittlung des "Core EBIT" wird zunächst das EBIT (Ergebnis nach Ertragsteuern
zuzüglich Ertragsteueraufwand und zuzüglich Finanzergebnis), das nach den internationalen
Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert ist, um sämtliche Abschreibungen / Wertaufholungen
auf immaterielle Vermögenswerte, außerplanmäßige Abschreibungen / Wertaufholungen
auf Sachanlagen und Sondereinflüsse (ohne Abschreibungen / Wertaufholungen) bereinigt.
Basierend auf diesem "Core EBIT" wird das bereinigte Konzernergebnis ermittelt, das
neben dem Finanzergebnis (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung), den Ertragsteuern (gemäß
Gewinn- und Verlustrechnung) und dem Ergebnis nach Ertragsteuern auf nicht beherrschende
Anteile entfallend (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung) auch die Sondereinflüsse im
Finanzergebnis, die Sondereinflüsse in den Ertragsteuern, die Steuereffekte bezogen
auf Abschreibungen / Wertaufholungen und Sondereinflüsse sowie den auf andere Gesellschafter
entfallenden Anteil der oben dargestellten Anpassungen enthält. Basierend auf diesem bereinigten Konzernergebnis weisen wir analog zum Ergebnis je
Aktie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie aus, das wir als Basis für unsere Dividendenpolitik
verwenden. Das bereinigte Ergebnis je Aktie wird sowohl für das fortzuführende als
auch für das nicht fortgeführte Geschäft ermittelt. Im 2. Quartal 2016 steigerten
wir das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft um 4,0 % auf 2,07
€ (Vorjahr: 1,99 €). Das Ergebnis je Aktie wurde im gleichen Zeitraum um 19,3 % auf
1,67 € gesteigert (Vorjahr: 1,40 €). 9. Finanz- und Vermögenslage Bayer-Konzern9.1 KapitalflussrechnungKapitalflussrechnung Bayer-Konzern (Kurzfassung)Tabelle 19
Vorjahreswerte angepasst Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow)
Zu- / Abfluss aus investiver Tätigkeit
Zu- / Abfluss aus Finanzierungstätigkeit
9.2 Flüssige Mittel und NettofinanzverschuldungNettofinanzverschuldung1Tabelle 20
1
Diese Kennzahl ist nicht nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert
und wird wie in der Tabelle dargestellt ermittelt.
9.3 Vermögenslage und KapitalstrukturBilanz Bayer-Konzern (Kurzfassung)Tabelle 21
NettopensionsverpflichtungenTabelle 22
10. Chancen und RisikenAls international agierendes Unternehmen mit einem diversifizierten Portfolio ist
der Bayer-Konzern einer Vielzahl von internen und externen Entwicklungen oder Ereignissen
ausgesetzt, die das Erreichen unserer finanziellen und nicht-finanziellen Ziele in
wesentlichem Maße beeinflussen können. Das Chancen- und Risikomanagement ist bei Bayer integraler Bestandteil des konzernweiten
Systems der Unternehmensführung. Für eine ausführliche Darstellung unserer Chancen-
und Risikomanagementprozesse und der Chancen- und Risikolage verweisen wir auf den
Geschäftsbericht 2015, Kapitel 18.3. Grundlegende Veränderungen haben sich seitdem
nicht ergeben. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand des Bayer-Konzerns
gefährdenden Risiken ab. Darüber hinaus sind weiterhin keine Risiken mit gegenseitig
verstärkenden Abhängigkeiten, die sich zu einer Bestandsgefährdung aufbauen könnten,
erkennbar. Die im Vergleich zur Darstellung im Geschäftsbericht 2015 (Anhangangabe [32]) eingetretenen
wesentlichen Entwicklungen im Bereich der rechtlichen Risiken sind im verkürzten Anhang
zum Zwischenabschluss Bayer-Konzern unter "Rechtliche Risiken" dargestellt. Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016Gewinn- und Verlustrechnung Bayer-KonzernTabelle 23
Vorjahreswerte angepasst 1
EBIT = Ergebnis nach Ertragsteuern zuzüglich Ertragsteueraufwand und zuzüglich Finanzergebnis Gesamtergebnisrechnung Bayer-KonzernTabelle 24
Vorjahreswerte angepasst 1
Summe der im Eigenkapital erfolgsneutral erfassten Wertänderungen Bilanz Bayer-KonzernTabelle 25
Vorjahreswerte angepasst Kapitalflussrechnung Bayer-KonzernTabelle 26
Vorjahreswerte angepasst Eigenkapitalveränderungsrechnung Bayer-KonzernTabelle 27
Vorjahreswerte angepasst Verkürzter Anhang Bayer-KonzernKennzahlen nach Segmenten und RegionenKennzahlen nach SegmentenTabelle 28
Vorjahreswerte angepasst 1
Zur Definition siehe Konzernzwischenlagebericht Kapitel 1 "Umsatz, Ertrags- und Finanzlage
im Überblick". Kennzahlen nach SegmentenTabelle 29
Vorjahreswerte angepasst 1
Zur Definition siehe Konzernzwischenlagebericht Kapitel 1 "Umsatz, Ertrags- und Finanzlage
im Überblick". Kennzahlen nach RegionenTabelle 30
Vorjahreswerte angepasst 1
Zur Definition siehe Konzernzwischenlagebericht Kapitel 1 "Umsatz, Ertrags- und Finanzlage
im Überblick". Kennzahlen nach RegionenTabelle 31
Vorjahreswerte angepasst 1
Zur Definition siehe Konzernzwischenlagebericht Kapitel 1 "Umsatz, Ertrags- und Finanzlage
im Überblick". Erläuterungen zum verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016Grundlagen und MethodenDer Zwischenabschluss zum 30. Juni 2016 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften
des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen
und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards
(IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen
des IFRS Interpretations Committee erstellt worden. Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2015 gelten - mit Ausnahme der
im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendeten Rechnungslegungsvorschriften und
einer Änderung einer Bilanzierungsmethode - insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend. Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften und Änderungen von BilanzierungsmethodenDie erstmalige Anwendung folgender geänderter Rechnungslegungsvorschriften hatte keinen
bzw. keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage oder auf das Ergebnis je Aktie. Im Mai 2014 gab das IASB die Ergänzung "Clarification of Acceptable Methods of Depreciation
and Amortisation" in Bezug auf IAS 16 (Property, Plant and Equipment) und IAS 38 (Intangible
Assets) heraus. Die Ergänzung zu IAS 16 und IAS 38 stellt klar, dass eine umsatzerlösbasierte
Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten nicht sachgerecht ist.
Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar
2016 beginnen. Im Mai 2014 veröffentlichte das IASB die Ergänzung "Accounting for Acquisitions of
Interests in Joint Operations" in Bezug auf IFRS 11 (Joint Arrangements). Die Ergänzung
zu IFRS 11 regelt die Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen
Tätigkeiten, deren Tätigkeit einen Geschäftsbetrieb darstellt. Die Änderungen sind
verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, anzuwenden. Im Juni 2014 hat das IASB unter dem Titel "Agriculture: Bearer Plants" Änderungen
zu IAS 16 (Property, Plant and Equipment) und IAS 41 (Agriculture) veröffentlicht.
Die Änderungen stellen klar, dass fruchttragende Pflanzen, die nur zur Erzeugung landwirtschaftlicher
Produkte genutzt werden, nach IAS 16 (Property, Plant and Equipment) zu bilanzieren
sind. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar
2016 beginnen. Im September 2014 hat das IASB im Rahmen der jährlichen "Improvement"-Projekte den
Sammelband "Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle" herausgegeben. Die Änderungen
präzisieren den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Geschäftsvorfällen, vereinheitlichen
Terminologien und sind im Wesentlichen als redaktionelle Korrekturen zu bestehenden
Standards zu verstehen. Sie sind für Geschäftsjahre anwendbar, die am oder nach dem
1. Januar 2016 beginnen. Im Dezember 2014 veröffentlichte das IASB Änderungen mit dem Namen "Disclosure Initiative"
zu IAS 1 (Presentation of Financial Statements). Diese Änderungen sollen zu einer
Verbesserung der Angabepflichten führen. Sie betreffen Regelungen in Bezug auf Wesentlichkeit,
Zusammenfassung von Posten, Zwischensummen, Struktur des Anhangs, maßgebliche Rechnungslegungsmethoden
und den separaten Ausweis des sonstigen Ergebnisses (OCI) von assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die
am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Im laufenden Geschäftsjahr nicht angewendete Rechnungslegungsvorschriften, die für Geschäftsjahre ab 1. Januar 2016 vom IASB als verpflichtend anzuwenden beschlossen wurdenDas IASB hat im Januar 2014 IFRS 14 (Regulatory Deferral Accounts) herausgegeben.
Der Standard behandelt die Rechnungslegung von regulatorischen Abgrenzungsposten für
IFRS-Erstanwender und ist somit nicht von Unternehmen anwendbar, die bereits nach
IFRS bilanzieren. Die Erstanwendung des IFRS 14 ist verpflichtend für Geschäftsjahre,
die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Da dieser Standard nur für eine Übergangszeit,
bis ein endgültiger Standard herausgegeben wird, gelten wird, wird der EU-Übernahmeprozess
erst beginnen, wenn der endgültige Standard vom IASB verabschiedet wurde. IFRS 14
wird keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
haben. Im Dezember 2014 hat das IASB Änderungen zu IFRS 10 (Consolidated Financial Statements),
IFRS 12 (Disclosure of Interests in Other Entities) und IAS 28 (Investments in Associates
and Joint Ventures) mit dem Titel "Investment Entities: Applying the Consolidation
Exception" herausgegeben. Die Änderungen stellen im Wesentlichen klar, welche Tochterunternehmen
einer Investmentgesellschaft von dieser zu konsolidieren sind und welche erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Übernahme in europäisches
Recht steht noch aus. Die Änderungen haben derzeit keine Auswirkungen auf die Darstellung
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Änderungen von BilanzierungsmethodenAufgrund der rechtlichen und wirtschaftlichen Eigenständigkeit von Covestro ergeben
sich Änderungen bei den jährlichen, weltweiten Werthaltigkeitsprüfungen (Impairmenttests)
für Covestro. Die strategischen Geschäftseinheiten von Covestro werden aus Sicht des
Bayer-Konzerns künftig als eine Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf
ihre Werthaltigkeit überprüft, da der Geschäfts- oder Firmenwert von Covestro nunmehr
auf dieser aggregierten Ebene durch das Management des Bayer-Konzerns überwacht wird. Änderungen zugrunde liegender ParameterÄnderungen in den zugrunde liegenden Parametern beziehen sich vor allem auf die Wechselkurse
sowie auf die Zinssätze für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen. Die Wechselkurse wichtiger Währungen zum Euro ergeben sich wie folgt: Wechselkurse wichtiger WährungenTabelle 32
Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen wurden folgende wesentliche
Abzinsungssätze zugrunde gelegt: Abzinsungssatz PensionsverpflichtungenTabelle 33
Erläuterungen zur SegmentberichterstattungIm Rahmen der Ausrichtung des Bayer-Konzerns als Life-Science-Unternehmen wurde im
September 2015 eine organisatorische Neuausrichtung zum 1. Januar 2016 beschlossen.
Der bisherige Teilkonzern Bayer HealthCare wurde aufgelöst. Pharma und Radiologie
sind unter der Division Pharmaceuticals integriert. Die Division Consumer Health beinhaltet
nun ausschließlich das Consumer-Care-Geschäft. Animal Health wird als berichtspflichtiges
Segment gesondert ausgewiesen. Der Teilkonzern Bayer CropScience ist jetzt die Division
Crop Science. Der Bayer-Konzern besteht somit seit 1. Januar 2016 aus den fünf berichtspflichtigen
Segmenten Pharmaceuticals, Consumer Health, Crop Science, Animal Health und Covestro. Die nachfolgende Tabelle enthält die Überleitungsrechnung des EBITDA vor Sondereinflüssen
der oben genannten Segmente sowie die Überleitung zum Ergebnis vor Ertragsteuern des
Konzerns: Überleitung vom EBITDA vor Sondereinflüssen der Segmente zum Ergebnis vor Ertragsteuern des KonzernsTabelle 34
Vorjahreswerte angepasst KonsolidierungskreisEntwicklung des KonsolidierungskreisesZum 30. Juni 2016 wurden insgesamt 307 Gesellschaften konsolidiert (31. Dezember 2015:
307 Gesellschaften). Davon wurde unverändert zum 31. Dezember 2015 ein Unternehmen
mit gemeinschaftlicher Tätigkeit gemäß IFRS 11 (Joint Arrangements) anteilsmäßig einbezogen.
Ferner sind vier Gemeinschaftsunternehmen (31. Dezember 2015: drei Gemeinschaftsunternehmen)
und fünf assoziierte Unternehmen (31. Dezember 2015: vier assoziierte Unternehmen)
im Konzernabschluss nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 (Investments in Associates
and Joint Ventures) berücksichtigt worden. Akquisitionen, Desinvestitionen und nicht fortgeführtes GeschäftAkquisitionenIm Rahmen der globalen Kaufpreisallokation der im Juli 2015 erworbenen SeedWorks India
Pvt. Ltd., Indien, führten bessere Informationen über die akquirierten Vermögenswerte
im 1. Quartal 2016 zu einer Verringerung der immateriellen Vermögenswerte sowie zu
einer korrespondierenden Erhöhung des Goodwills in der Eröffnungsbilanz. Darüber hinaus
reduzierte sich der Kaufpreis um 2 Mio. € durch die finalen Kaufpreisverhandlungen. Die genannte und weitere kleinere Anpassungen der Kaufpreisaufteilung aus Transaktionen
der Vorjahre wirkten sich zum jeweiligen Anpassungszeitpunkt auf Vermögen und Schulden
des Konzerns im 1. Halbjahr 2016 wie folgt aus und führten zu folgendem Mittelabfluss: Erworbene Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert bei Erwerb sowie AnpassungenTabelle 35
Änderung der Kaufpreisallokation im VorjahrDie globale Kaufpreisallokation für das in 2014 erworbene Consumer-Care-Geschäft von
Merck &Co., Inc., USA, wurde im September 2015 abgeschlossen. Hieraus ergab sich für
das 1. Halbjahr 2015 eine Erhöhung von aktiven latenten Steuern um 933 Mio. € sowie
eine korrespondierende Verringerung des Geschäfts- oder Firmenwertes um 890 Mio. €
in der Bilanz. In der Gewinn- und Verlustrechnung erhöhte sich das Ergebnis nach Ertragsteuern
um 43 Mio. €. Diese Änderung führte für das 1. Halbjahr 2015 zu einem Anstieg des
Ergebnisses je Aktie um 0,05 € auf 2,92 € für das fortzuführende Geschäft. Desinvestitionen und nicht fortgeführtes GeschäftAm 4. Januar 2016 wurde der Verkauf des Diabetes-Care-Geschäfts für rund 1 Mrd. €
an Panasonic Healthcare Holdings Co, Ltd., Tokio, Japan, abgeschlossen. Der Verkauf
umfasst die führenden Contour™-Blutzuckermessgeräte und -sensoren, weitere Blutzuckermesssysteme
wie Breeze™2 und Elite™ sowie Microlet™-Stechhilfen. Die genannte Desinvestition wirkte sich im Halbjahr wie folgt aus: DesinvestitionenTabelle 36
Der Verkauf des Diabetes-Care-Geschäfts umfasst zudem weitere signifikante Leistungsversprechen
von Bayer, die über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren nach dem Verkaufszeitpunkt
erfüllt werden. Der Veräußerungserlös wird entsprechend über zwei Jahre realisiert
und als Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäften dargestellt. In der Bilanz wurde
ein Abgrenzungsposten angesetzt, welcher im Zuge der Erbringung der Leistungen aufgelöst
wird. Im Halbjahr wurde hieraus ein Betrag von 250 Mio. € in den Umsatzerlösen erfasst.
Der Abgang des Nettovermögens von 71 Mio. € wurde entsprechend in den Herstellungskosten
gezeigt. Die über die nächsten zwei Jahre zu erbringenden Leistungen im Zuge der Veräußerung
des Diabetes-Care-Geschäfts werden ebenso als nicht fortgeführtes Geschäft in der
Gewinn- und Verlustrechnung und der Kapitalflussrechnung ausgewiesen. Im Halbjahr
entstanden hieraus Umsatzerlöse in Höhe von 45 Mio. €. Die Angaben erfolgen aus Sicht
des Bayer-Konzerns und enthalten keine eigenständige Darstellung der entsprechenden
Aktivitäten, wodurch ein Vergleich mit den aus operativen Produktverkäufen entstandenen
Umsatzerlösen in 2015 nicht möglich ist. Die Bilanzposten aus dem Diabetes-Care-Geschäft werden als Teil der sonstigen Segmente
in der Segmentberichterstattung dargestellt. In der Bilanz sind neben dem oben genannten
Abgrenzungsposten (718 Mio. €) sonstige Forderungen (netto: 57 Mio. €), aktive latente
Steuern (netto: 84 Mio. €), Ertragsteuerverbindlichkeiten (21 Mio. €) und Rückstellungen
für Restrukturierungskosten (2 Mio. €) enthalten. Am 19. Mai 2016 wurde ein Vertrag über den Verkauf des Konsumentengeschäfts (CS Consumer)
des Bayer-Geschäftsbereichs Environmental Science an SBM Développement SAS, Lyon,
Frankreich, geschlossen. Das Konsumentengeschäft umfasst die Geschäftsfelder Bayer
Garten und Bayer Advanced in Europa und Nordamerika. Der Vollzug der Transaktion wird
für Oktober 2016 erwartet. Die Aktivitäten werden als nicht fortgeführtes Geschäft
ausgewiesen. Im Einzelnen setzt sich das Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft für das 2. Quartal
2016 wie folgt zusammen: Gewinn- und Verlustrechnung aus nicht fortgeführtem GeschäftTabelle 37
1
EBIT = Ergebnis nach Ertragsteuern zuzüglich Ertragsteueraufwand und zuzüglich Finanzergebnis Für das 1. Halbjahr 2016 ist das Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft wie folgt
zusammengesetzt: Gewinn- und Verlustrechnung aus nicht fortgeführtem GeschäftTabelle 38
1
EBIT = Ergebnis nach Ertragsteuern zuzüglich Ertragsteueraufwand und zuzüglich Finanzergebnis Nachfolgend sind die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
des Konsumentengeschäfts des Bayer-Geschäftsbereichs Environmental Science dargestellt: Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und VerbindlichkeitenTabelle 39
Das nicht fortgeführte Geschäft wirkte sich im 2. Quartal 2016 auf die Kapitalflussrechnung
des Bayer-Konzerns wie folgt aus: Kapitalflüsse aus nicht fortgeführtem Geschäft Tabelle 40
Im 1. Halbjahr 2016 wirkte sich das nicht fortgeführte Geschäft wie folgt auf die
Kapitalflussrechnung aus: Kapitalflüsse aus nicht fortgeführtem GeschäftTabelle 41
FinanzinstrumenteBuchwerte und beizulegende Zeitwerte der FinanzinstrumenteTabelle 42
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der FinanzinstrumenteTabelle 43
Die vorangehenden Tabellen stellen die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der
einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie
von Finanzinstrumenten dar und leiten diese auf die entsprechenden Bilanzpositionen
über. Da die Bilanzpositionen sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowohl Finanzinstrumente als auch nicht
finanzielle Vermögenswerte bzw. nicht finanzielle Verbindlichkeiten (z. B. sonstige
Steuerforderungen oder Vorauszahlungen für zukünftig zu erhaltende Leistungen) enthalten,
dient die Spalte "Nicht finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten" einer entsprechenden
Überleitung. In Ausleihungen und Forderungen innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte
sowie in den Finanzverbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
wurden, sind auch Finanzierungs-Leasingforderungen bzw. Finanzierungs-Leasingverbindlichkeiten
enthalten, bei denen Bayer der Leasinggeber bzw. Leasingnehmer ist und die folglich
nach IAS 17 bewertet werden. Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie
Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten weichen die Buchwerte am Bilanzstichtag
nicht signifikant von den beizulegenden Zeitwerten ab. Der nachrichtlich angegebene beizulegende Zeitwert von Ausleihungen und Forderungen,
bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinvestitionen oder der zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten Verbindlichkeiten wird als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzu- oder
-abflüsse ermittelt. Die Abzinsung erfolgt unter Anwendung des zum Bilanzstichtag
aktuellen laufzeitadäquaten Zinssatzes unter Berücksichtigung der Bonität des Kontrahenten.
Sollte ein börsennotierter Preis vorhanden sein, wird dieser als beizulegender Zeitwert
angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
entsprechen notierten Preisen auf aktiven Märkten (Stufe 1) bzw. werden als Barwert
der zukünftigen Zahlungsmittelzu- oder -abflüsse auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren
ermittelt (Stufe 3). Sofern keine öffentlich notierten Marktpreise auf aktiven Märkten (Stufe 1) existieren,
werden für Derivate die beizulegenden Zeitwerte mit Bewertungstechniken basierend
auf beobachtbaren Marktdaten zum Bilanzstichtag ermittelt (Stufe 2). Bei der Anwendung
von Bewertungstechniken wird das Kreditrisiko der Vertragspartner durch die Ermittlung
von Credit Value Adjustments berücksichtigt. Die Bewertung der Devisen- und Warentermingeschäfte erfolgt einzelfallbezogen und
mit dem jeweiligen Terminkurs bzw. -preis am Bilanzstichtag. Die Terminkurse bzw.
-preise richten sich nach den Kassakursen und -preisen unter Berücksichtigung von
Terminauf- und -abschlägen. Die beizulegenden Zeitwerte von Instrumenten zur Sicherung
von Zinsrisiken sowie Zinswährungsswaps ergeben sich durch Diskontierung der zukünftigen
Zahlungsmittelzu- und -abflüsse und der Berücksichtigung einer Fremdwährungsumrechnung
zum Stichtag. Zur Abzinsung dienen Marktzinssätze, die über die Restlaufzeit der Instrumente
angewendet werden. Sofern beizulegende Zeitwerte auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren geschätzt
wurden, werden diese innerhalb der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie ausgewiesen.
Dies betrifft bestimmte zur Veräußerung verfügbare Schuld- und Eigenkapitaltitel,
teilweise die beizulegenden Zeitwerte eingebetteter Derivate sowie die Verpflichtungen
für bedingte Gegenleistungen im Rahmen von Unternehmensakquisitionen. Bei der Ermittlung
der beizulegenden Zeitwerte der Schuldtitel innerhalb der Kategorie "zur Veräußerung
verfügbare finanzielle Vermögenswerte" ist häufig das Kreditrisiko der wesentliche
nicht beobachtbare Inputfaktor, der im Discounted-Cashflow-Ansatz zur Anwendung kommt.
Es wird hier auf Credit Spreads von vergleichbaren Emittenten zurückgegriffen. Ein
signifikanter Anstieg des Kreditrisikos könnte in einem niedrigeren beizulegenden
Zeitwert resultieren, während ein signifikanter Rückgang zu einem höheren beizulegenden
Zeitwert führen könnte. Eine relative Veränderung des Credit Spread um 10 % hat jedoch
keine wesentliche Auswirkung auf den beizulegenden Zeitwert. Eingebettete Derivate werden von den jeweiligen Basisverträgen separiert. Bei den
Basisverträgen handelt es sich in der Regel um Absatz- oder Bezugsverträge aus dem
operativen Geschäft. Die Zahlungsströme aus dem Vertrag ändern sich aufgrund der eingebetteten
Derivate beispielsweise in Abhängigkeit von Wechselkursschwankungen bzw. Preisschwankungen.
Die intern durchgeführte Bewertung von eingebetteten Derivaten erfolgt insbesondere
mit der Discounted-Cashflow-Methode, die auf individuellen nicht beobachtbaren Inputfaktoren
- unter anderem geplanten Absatz- und Bezugsmengen sowie aus Marktdaten abgeleiteten
Preisen - basiert. Basierend auf diesen beizulegenden Zeitwerten erfolgt ein regelmäßiges
Monitoring im Rahmen der quartärlichen Berichterstattung. Die Entwicklung der auf nicht beobachtbaren Inputfaktoren basierenden und zum beizulegenden
Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Stufe 3)
für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten stellte sich wie folgt dar: Entwicklung der auf nicht beobachtbaren Inputfaktoren basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und VerbindlichkeitenTabelle 44
Ergebniswirksame Veränderungen wurden in den sonstigen betrieblichen Erträgen und
Aufwendungen und den Zinserträgen erfasst. Einlage in das Planvermögen des Bayer Pension Trust e.V.Durch die Einlage von 4,9 % der ausgegebenen Aktien der Covestro AG in den Bayer Pension
Trust e. V. reduzierten sich die Pensionsrückstellungen der Bayer AG um 337 Mio. €.
Das Eigenkapital des Bayer-Konzerns erhöhte sich entsprechend. Ein Anteil in Höhe
von 4,9 % am Eigenkapital der Covestro AG wurde den nicht beherrschenden Gesellschaftern
zugeordnet. Rechtliche RisikenHinsichtlich der Angaben zu den rechtlichen Risiken des Bayer-Konzerns verweisen wir
auf die Darstellung in Anhangangabe [32] im Bayer-Geschäftsbericht 2015. Der Bayer-Geschäftsbericht
2015 steht unter WWW.BAYER.DE kostenlos zum Herunterladen bereit. Seit diesem Geschäftsbericht
hat es folgende wesentliche Veränderungen im Bereich der rechtlichen Risiken gegeben: PharmaceuticalsYasmin™ / YAZ™: Die Gesamtzahl der gerichtlichen und außergerichtlichen Anspruchstellerinnen in den USA belief sich am 14. Juli 2016 auf etwa 500 (nach Abzug bereits verglichener Fälle). Die Anspruchstellerinnen machen geltend, drospirenonhaltige orale Kontrazeptiva wie Yasmin™ und / oder YAZ™ bzw. Ocella™ und / oder Gianvi™, von Barr Laboratories Inc. in den USA vermarktete generische Versionen von Yasmin™ bzw. YAZ™, hätten bei Anwenderinnen zu Gesundheitsschäden geführt, in Einzelfällen auch mit Todesfolge. Bis zum 14. Juli 2016 hat Bayer ohne Anerkennung einer Haftung Vergleiche vereinbart
mit etwa 10.500 Anspruchstellerinnen in den USA wegen Erkrankungen infolge von venösen
Blutgerinnseln (hauptsächlich tiefen Venenthrombosen oder Lungenembolien) für insgesamt
rund 2,08 Mrd. USD. Bayer wird weiterhin die Möglichkeit eines Vergleichs solcher
Ansprüche nach einer fallspezifischen Analyse der medizinischen Unterlagen in Betracht
ziehen. Derzeit befinden sich rund 100 solcher Ansprüche in der Prüfung. Im August 2015 hat Bayer ohne Anerkennung einer Haftung eine Einigung zum Vergleich
von gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen wegen behaupteter Erkrankungen
infolge von arteriellen Thrombosen (hauptsächlich Schlaganfälle und Herzinfarkte)
für einen maximalen Gesamtbetrag von 56,9 Mio. USD erzielt. Die für das Zustandekommen
des Vergleichs erforderliche Mindestbeteiligung wurde erreicht (97,5 Prozent der Berechtigten
und 96 Prozent der Berechtigten, die schwere Gesundheitsschäden oder Todesfälle behaupten)
und die Vergleichssumme im Mai 2016 ausgezahlt. Zum 14. Juli 2016 betrafen rund 10
der 500 oben erwähnten Ansprüche Erkrankungen infolge von arteriellen Thrombosen. Xarelto™: Bis zum 14. Juli 2016 wurden Bayer US-Klagen von etwa 11.500 Anwendern von Xarelto™ zugestellt, einem oralen Gerinnungshemmer zur Behandlung und Prävention von Blutgerinnseln. Die Kläger tragen vor, die Anwendung von Xarelto™ habe zu Gesundheitsschäden wie beispielweise zerebralen, gastrointestinalen sowie anderen Blutungen und Todesfällen geführt, und verlangen Schaden- und Strafschadenersatz. Mit weiteren Klagen ist zu rechnen. Bis zum 14. Juli 2016 wurden Bayer zehn kanadische Klagen im Zusammenhang mit Xarelto™ zugestellt, in denen jeweils die Zulassung einer Sammelklage beantragt wird. Betaferon™ / Betaseron™: Seit 2010 streiten Bayer und Biogen Idec vor einem US-Bundesgericht um die Wirksamkeit eines Patentes von Biogen und dessen behauptete Verletzung durch die Produktion und den Vertrieb von Betaseron™, einem Bayer-Medikament zur Behandlung von Multipler Sklerose. Im März 2016 hat das US-Bundesgericht einen streitigen Aspekt zum Schutzumfang des Patents zugunsten von Biogen entschieden. Bayer hält die Entscheidung für falsch und kann dagegen nach Abschluss der ersten Instanz Rechtsmittel einlegen. Bayer ist nach wie vor davon überzeugt, in dieser Auseinandersetzung gute Argumente zu haben, und beabsichtigt, sich weiterhin entschieden zur Wehr zu setzen. Beyaz™ / Safyral™: In dem Patentverletzungsverfahren gegen Watson Laboratories, Inc. hat das US-Berufungsgericht im Mai 2016 die von Bayer geltend gemachten Patentansprüche für ungültig erklärt und die Entscheidung eines US-Bundesgerichts aus dem vorigen Jahr aufgehoben. Bayer hat eine erneute Verhandlung beantragt. Beyaz™ und Safyral™ sind orale Verhütungsmittel von Bayer mit Zusatz von Folat. Im September 2015 hatte ein US-Bundesgericht bezüglich der Gültigkeit des Patents und dessen Verletzung durch Watson zugunsten von Bayer entschieden. Watson hatte abgekürzte Zulassungsanträge für neue Arzneimittel (ANDA) hinsichtlich der Vermarktung generischer Versionen von Beyaz™ und Safyral™ in den USA gestellt und die Entscheidung des US-Bundesgerichts angefochten. Finacea™: Im Mai 2016 hat das US-Berufungsgericht die Entscheidung eines US-Bundesgerichts aus dem vorigen Jahr bestätigt, dass das Bayer-Patent für Finacea™ gültig ist und von Glenmark Generics Ltd. verletzt wird. Finacea™ ist ein Gel von Bayer zur äußerlichen Anwendung. Glenmark hatte einen ANDA-Zulassungsantrag hinsichtlich einer generischen Version von Finacea™ in den Vereinigten Staaten gestellt und die Entscheidung des US-Bundesgerichts angefochten. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenNahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 (Related Party Disclosures)
sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Bayer AG und deren Tochterunternehmen
Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die
Bayer AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Dazu gehören insbesondere nicht
konsolidierte Tochtergesellschaften, zu Anschaffungskosten oder at-equity einbezogene
Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen sowie Versorgungspläne und ferner die Organmitglieder
der Bayer AG. Zur Erhöhung der Deckungssumme hat die Bayer AG am 19. April 2016 an der Covestro
AG gehaltene Aktien in den Bayer Pension Trust e.V. eingelegt. Das Volumen der eingelegten
Aktien entsprach 10 Mio. Stück bzw. 4,9 % der ausgegebenen Aktien der Covestro AG
und betrug 337 Mio. €. Die Verkäufe an nahe stehende Unternehmen und Personen sind aus Sicht des Bayer-Konzerns
nicht von materieller Bedeutung. Lieferungen und Leistungen wurden vor allem im Rahmen
des laufenden operativen Geschäfts vom assoziierten Unternehmen PO JV, LP, Wilmington,
USA, bezogen (0,2 Mrd. €). Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 haben sich die Forderungen gegenüber den nahe stehenden
Unternehmen nicht wesentlich verändert. Die Verbindlichkeiten sind um 0,2 Mrd. € gestiegen,
im Wesentlichen gegenüber dem mit der CRISPR Therapeutics AG, Basel, Schweiz, neu
gegründeten Gemeinschaftsunternehmen. Sonstige AngabenDie Hauptversammlung hat am 29. April 2016 der von der Verwaltung vorgeschlagenen
Dividende von 2,50 € / Aktie für das Geschäftsjahr 2015 zugestimmt. Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Die Hauptversammlung hat entsprechend den Vorschlägen des Aufsichtsrats zwei Aufsichtsratsmitglieder
der Anteilseigner gewählt. Der von der Verwaltung vorgeschlagenen Billigung des Systems zur Vergütung der Vorstandsmitglieder
hat die Hauptversammlung zugestimmt. Die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen,
ist auf Vorschlag des Aufsichtsrats als Jahres- und Konzernabschlussprüfer für das
Geschäftsjahr 2016 sowie als Prüfer für eine prüferische Durchsicht der verkürzten
Abschlüsse und Zwischenlageberichte zum 30. Juni 2016 und 30. September 2016 gewählt
worden. Als Prüfer für eine prüferische Durchsicht des verkürzten Abschlusses und Zwischenlageberichts
zum 31. März 2017 hat die Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats die Deloitte
& Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Leverkusen, 25. Juli 2016 Bayer Aktiengesellschaft Der Vorstand
Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Leverkusen, 25. Juli 2016 Bayer Aktiengesellschaft Der Vorstand
BescheinigungAn die Bayer AG, Leverkusen Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung
und Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung
sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht
der Bayer AG für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 30. Juni 2016, die Bestandteile
des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere
Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und
dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review
of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity"
(ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Essen, den 26. Juli 2016 PricewaterhouseCoopers
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