![]() Bayer AktiengesellschaftLeverkusenZwischenbericht zum 30. Juni 20182. Quartal 2018Bayer: Größte Übernahme in der Unternehmensgeschichte vollzogen
Konzernzwischenlagebericht
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| Bisherige Berichtsstruktur | Berichtsstruktur ab Q2 2018 | |
| Herbizide | Herbizide | |
| Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften | ||
| Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften | ||
| Fungizide | Fungizide | |
| Insektizide | Insektizide | |
| SeedGrowth | ||
| Environmental Science | Environmental Science | |
| Gemüsesaatgut | Gemüsesaatgut | |
| Sonstige | Sonstige | |
| Crop Science gesamt | Crop Science gesamt | |
Aufgrund der relativen Größe von Monsantos "Corn seed and traits"- und "Soybean seed
and traits"-Geschäften weisen wir unsere korrespondierenden strategischen Geschäftseinheiten
"Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften" sowie "Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften"
von nun an separat aus. Das "Agricultural Productivity"-Geschäft von Monsanto wird
auf Herbizide, Environmental Science und Sonstige allokiert, "Cotton seed and traits"
und "All other crops seeds and traits" werden unter Sonstige berichtet und das "Vegetable
seeds"-Geschäft wird unserer entsprechenden Geschäftseinheit Gemüsesaatgut zugeordnet.
Unser SeedGrowth-Geschäft weisen wir aufgrund der relativen Größe nicht mehr gesondert
aus, sondern subsumieren es unter Sonstige. Die regionale Berichterstattung bleibt
von den Änderungen unberührt.
Der Konzernumsatz stieg im 2. Quartal 2018 wpb. um 8,5 % auf 9.481 Mio. € (nominal:
+8,8 %). Davon entfielen 959 Mio. € auf Deutschland.
Pharmaceuticals erzielte einen Umsatzanstieg von wpb. 3,1 % auf 4.217 Mio. €. Bei
Consumer Health blieb der Umsatz mit 1.413 Mio. € (wpb. - 1,4 %) leicht unter dem
Niveau des Vorjahresquartals. Der Umsatz von Crop Science wuchs wpb. um 21,4 % auf
3.011 Mio. €, vor allem bedingt durch die im Vorjahresquartal deutlich erhöhten Rückstellungen
für Produktrückgaben aufgrund hoher Lagerbestände in Brasilien. Nominal stieg der
Umsatz von Crop Science um 39,2 %, im Wesentlichen durch einen Portfolioeffekt von
25,0 % (543 Mio. €) aus der Übernahme von Monsanto. Der Umsatz von Animal Health konnte
wpb. um 7,6 % auf 453 Mio. € ausgeweitet werden.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns stieg um 3,9 % auf 2.335 Mio. €. Negative
Währungseffekte belasteten das Ergebnis mit rund 130 Mio. €. Bei Pharmaceuticals ging
das EBITDA vor Sondereinflüssen um 8,0 % auf 1.363 Mio. € zurück. Das EBITDA vor Sondereinflüssen
von Consumer Health verringerte sich um 18,5 % auf 256 Mio. €. Bei Crop Science erhöhte
sich das EBITDA vor Sondereinflüssen um 99,1 % auf 631 Mio. €. Grund hierfür waren
im Vorjahresquartal deutlich erhöhte Rückstellungen für Produktrückgaben in Brasilien.
Das neu akquirierte Geschäft trug mit 70 Mio. € zum Ergebnis bei. Das EBITDA vor Sondereinflüssen
von Animal Health stieg um 10,3 % auf 128 Mio. €.
Die Abschreibungen und Wertminderungen verringerten sich im 2. Quartal 2018 um 0,9
% auf 666 Mio. € (Vorjahr: 672 Mio. €). Davon entfielen auf immaterielle Vermögenswerte
416 Mio. € (Vorjahr: 416 Mio. €) und auf Sachanlagen 251 Mio. € (Vorjahr: 255 Mio.
€). Abschreibungen in Höhe von 55 Mio. € entfielen auf Vermögenswerte, die aus Neubewertungen
resultieren oder im Rahmen der Kaufpreisallokation von Monsanto erstmals angesetzt
wurden.
Die Wertminderungen betrugen insgesamt 54 Mio. € (Vorjahr: 126 Mio. €), davon entfielen
2 Mio. € (Vorjahr: 23 Mio. €) auf Wertminderungen auf Sachanlagen. Wertminderungen
und Wertaufholungen in Höhe von 45 Mio. € (Vorjahr: 122 Mio. €) wurden als Sondereinflüsse
erfasst.
Das EBIT des Bayer-Konzerns sank um 7,7 % auf 1.351 Mio. € (Vorjahr: 1.463 Mio. €).
Darin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 363 Mio. € (Vorjahr: 244 Mio.
€). Diese resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen in Verbindung mit der Akquisition
von Monsanto in Höhe von 287 Mio. €, davon 126 Mio. € in Verbindung mit dem Verkauf
der übernommenen, im Rahmen der Kaufpreisallokation zu Marktwerten neu bewerteten
Vorräte. Weitere Sonderaufwendungen entfielen auf außerplanmäßige Abschreibungen immaterieller
Vermögenswerte in Höhe von 43 Mio. € sowie auf Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Höhe
von 32 Mio. €. Das EBIT vor Sondereinflüssen lag mit einer Veränderung um +0,4 % auf
1.714 Mio. € (Vorjahr: 1.707 Mio. €) auf dem Niveau des Vorjahresquartals.
Zur Ermittlung von EBIT und EBITDA haben wir folgende Sondereffekte berücksichtigt:
| EBIT | EBIT | EBIT | EBIT | EBITDA | EBITDA | |
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | H1 2017 | H1 2018 | Q2 2017 | Q2 2018 |
| Vor Sondereinflüssen | 1.707 | 1.714 | 4.236 | 4.102 | 2.247 | 2.335 |
| Pharmaceuticals | - 120 | - 56 | - 156 | - 57 | - 7 | - 13 |
| Consumer Health | - 15 | 1 | - 24 | - 4 | - 7 | 1 |
| Crop Science | - 95 | - 280 | - 132 | - 341 | - 84 | - 278 |
| Animal Health | - | - 3 | - | - 3 | - | - 3 |
| Überleitung | - 14 | - 25 | - 34 | - 36 | - 14 | - 25 |
| Restrukturierung | - 14 | - 13 | - 29 | - 18 | - 14 | - 13 |
| Rechtsfälle / Rechtliche Risiken | - | - | - 5 | - 3 | - | - |
| Akquisitionskosten | - | - 12 | - | - 15 | - | - 12 |
| Summe Sondereinflüsse | - 244 | - 363 | - 346 | - 441 | - 112 | - 318 |
| Wertminderung / Wertaufholung | - 118 | - 43 | - 151 | - 43 | - 6 | - |
| Rechtsfälle / Rechtliche Risiken | - 2 | - 2 | - 7 | - 6 | - 2 | - 2 |
| Akquisitionskosten | - 47 | - 287 | - 68 | - 348 | - 47 | - 285 |
| Restrukturierung | - 37 | - 32 | - 80 | - 45 | - 27 | - 32 |
| Desinvestitionen | - 40 | 1 | - 40 | 1 | - 30 | 1 |
| Nach Sondereinflüssen | 1.463 | 1.351 | 3.890 | 3.661 | 2.135 | 2.017 |
| EBITDA | EBITDA | |
| in Mio. € | H1 2017 | H1 2018 |
| Vor Sondereinflüssen | 5.301 | 5.231 |
| Pharmaceuticals | - 10 | - 14 |
| Consumer Health | - 15 | - 4 |
| Crop Science | - 108 | - 339 |
| Animal Health | - | - 3 |
| Überleitung | - 34 | - 36 |
| Restrukturierung | - 29 | - 18 |
| Rechtsfälle / Rechtliche Risiken | - 5 | - 3 |
| Akquisitionskosten | - | - 15 |
| Summe Sondereinflüsse | - 167 | - 396 |
| Wertminderung / Wertaufholung | - 6 | - |
| Rechtsfälle / Rechtliche Risiken | - 7 | - 6 |
| Akquisitionskosten | - 68 | - 346 |
| Restrukturierung | - 56 | - 45 |
| Desinvestitionen | - 30 | 1 |
| Nach Sondereinflüssen | 5.134 | 4.835 |
Vorjahreswerte angepasst
| EBIT | EBIT | EBIT | EBIT | EBITDA | EBITDA | |
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | H1 2017 | H1 2018 | Q2 2017 | Q2 2018 |
| Summe Sondereinflüsse | - 244 | - 363 | - 346 | - 441 | - 112 | - 318 |
| davon Herstellungskosten | - 66 | - 148 | - 91 | - 158 | - 42 | - 145 |
| davon Vertriebskosten | - 40 | - 16 | - 41 | - 18 | - 8 | - 16 |
| davon Forschungs- und Entwicklungskosten | - 77 | - 50 | - 113 | - 53 | - 3 | - 7 |
| davon Allgemeine Verwaltungskosten | - 58 | - 149 | - 93 | - 207 | - 58 | - 149 |
| davon Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen | - 3 | - | - 8 | - 5 | - 1 | - 1 |
| EBITDA | EBITDA | |
| in Mio. € | H1 2017 | H1 2018 |
| Summe Sondereinflüsse | - 167 | - 396 |
| davon Herstellungskosten | - 53 | - 155 |
| davon Vertriebskosten | - 9 | - 18 |
| davon Forschungs- und Entwicklungskosten | - 6 | - 10 |
| davon Allgemeine Verwaltungskosten | - 93 | - 207 |
| davon Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen | - 6 | - 6 |
Vorjahreswerte angepasst
Das Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft belief sich auf -
8 Mio. € (Vorjahr: 641 Mio. €). Im Vorjahr war Covestro noch enthalten.
Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von - 322 Mio. € (Vorjahr: - 369 Mio.
€) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei 1.029 Mio. € (Vorjahr: 1.094 Mio. €). Das
Finanzergebnis beinhaltete insbesondere das Zinsergebnis von - 270 Mio. € (Vorjahr:
- 133 Mio. €). Innerhalb des Finanzergebnisses sind negative Sondereinflüsse von 106
Mio. € (Vorjahr: 164 Mio. €) ausgewiesen, die im Wesentlichen in Verbindung mit der
Brückenfinanzierung für die Monsanto-Akquisition stehen. Nach Abzug eines Ertragsteueraufwands
von 216 Mio. € (Vorjahr: 258 Mio. €) sowie unter Berücksichtigung des Ergebnisses
nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter
ergab sich für das 2. Quartal 2018 ein Konzernergebnis von 799 Mio. € (Vorjahr: 1.224
Mio. €).
Das Ergebnis je Aktie (Gesamt) belief sich im 2. Quartal 2018 auf 0,87 € (Vorjahr:
1,38 €). Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft erhöhte sich
um 1,3 % auf 1,54 € (Vorjahr: 1,52 €).
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | H1 2017 | H1 2018 |
| EBIT (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung) | 1.463 | 1.351 | 3.890 | 3.661 |
| Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten | 416 | 416 | 758 | 713 |
| Wertminderungen / Wertaufholungen von Sachanlagen und in den Sondereinflüssen enthaltene beschleunigte Abschreibungen | 33 | 2 | 46 | 9 |
| Sondereinflüsse (ohne Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen) | 112 | 318 | 167 | 396 |
| "Core EBIT" | 2.024 | 2.087 | 4.861 | 4.779 |
| Finanzergebnis (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung) | - 369 | - 322 | - 665 | - 192 |
| Sondereinflüsse Finanzergebnis | 164 | 106 | 199 | - 130 |
| Ertragsteuern (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung) | - 258 | - 216 | - 682 | - 710 |
| Sondereinflüsse Ertragsteuern | - | - | - | - |
| Steuereffekte bezogen auf Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen und Sondereinflüsse | - 214 | - 240 | - 352 | - 347 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern auf nicht beherrschende Anteile entfallend (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung) | - 2 | - 6 | - | - 6 |
| Auf andere Gesellschafter entfallender Anteil der oben dargestellten Anpassungen | - | - | - | - |
| Bereinigtes Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft | 1.345 | 1.409 | 3.361 | 3.394 |
| in Stück | ||||
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien2 | 885.186.889 | 915.694.644 | 884.826.889 | 900.704.047 |
| in € | ||||
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft "Core EPS" | 1,52 | 1,54 | 3,80 | 3,77 |
Vorjahreswerte angepasst
1
Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2017, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen
des Bayer-Konzerns"
2
Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien (unverwässert und verwässert) wurde
für alle Perioden vor Juni 2018 um den Effekt der Bonuskomponente von Bezugsrechten
angepasst, die im Rahmen der Kapitalerhöhung im Juni 2018 ausgegeben wurden.
Im April 2018 zeichnete die Investmentgesellschaft Temasek, Singapur, 31 Millionen
neue Bayer-Aktien zu einem Bruttoemissionspreis von insgesamt 3 Mrd. € unter Ausschluss
der Bezugsrechte der Bestandsaktionäre.
Im Juni 2018 wurde eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrechten für die Bestandsaktionäre
durchgeführt, mit dem ein Nettoemissionserlös von rund 6,0 Mrd. € erzielt wurde. Es
wurden insgesamt ca. 74,6 Millionen neue Aktien ausgegeben. Da der Bezugspreis der
neuen Aktien unterhalb des Marktpreises der bestehenden Aktien lag, beinhaltet diese
Kapitalerhöhung eine Bonuskomponente nach IAS 33. Die gewichtete durchschnittliche
Anzahl der Aktien wurde für alle Perioden vor Juni 2018 um den Effekt dieser Bonuskomponente
angepasst.
Der Personalaufwand erhöhte sich u. a. währungsbedingt und durch die Monsanto-Akquisition
um 9,4 % auf 2.566 Mio. € (Vorjahr: 2.345 Mio. €). Die Zahl der Beschäftigten des
Bayer-Konzerns stieg im Stichtagsvergleich auf 124.055 Mitarbeiter (Vorjahr: 99.720
Mitarbeiter; +24,4 %) im Wesentlichen durch die Monsanto-Akquisition.
Der Konzernumsatz stieg im Halbjahr 2018 wpb. um 5,1 % auf 18.619 Mio. € (nominal
+1,2 %). Davon entfielen 1.999 Mio. € auf Deutschland.
Der Umsatz von Pharmaceuticals erhöhte sich wpb. um 3,0 % auf 8.292 Mio. €. Bei Consumer
Health lag der Umsatz mit einer Veränderung von wpb. - 1,8 % auf 2.822 Mio. € leicht
unter dem Niveau des Vorjahrs. Der Umsatz von Crop Science stieg wpb. um 8,1 % auf
5.872 Mio. €, im Wesentlichen aufgrund des beschriebenen Effekts in Brasilien. Nominal
wuchs der Umsatz um 11,1 %, im Wesentlichen durch einen Portfolioeffekt von 10,3 %
(543 Mio. €) aus der Übernahme von Monsanto. Animal Health verzeichnete eine wpb.
Umsatzsteigerung von 5,4 % auf 867 Mio. €.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Bayer-Konzerns lag mit 5.231 Mio. € (- 1,3 %)
leicht unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 5.301 Mio. €). Bei Pharmaceuticals
ging das EBITDA vor Sondereinflüssen um 6,9 % auf 2.778 Mio. € zurück. Das EBITDA
vor Sondereinflüssen von Consumer Health sank um 19,4 % auf 569 Mio. €. Bei Crop Science
erzielten wir einen deutlichen Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen um 16,8 % auf
1.673 Mio. €, vor allem durch die genannten Effekte in Brasilien sowie den Ergebnisbeitrag
des neu akquirierten Geschäfts. Auch bei Animal Health erhöhte sich das Ergebnis um
6,4 % auf 267 Mio. €.
Die Abschreibungen und Wertminderungen beliefen sich im 1. Halbjahr 2018 auf 1.174
Mio. € (Vorjahr: 1.244 Mio. €). Sie setzten sich zusammen aus Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte von 712 Mio. € (Vorjahr: 758 Mio. €) und aus Abschreibungen auf Sachanlagen
von 462 Mio. € (Vorjahr: 486 Mio. €). Abschreibungen in Höhe von 55 Mio. € entfielen
auf Vermögenswerte, die aus Neubewertungen resultieren oder im Rahmen der Kaufpreisallokation
von Monsanto erstmals angesetzt wurden.
In den Abschreibungen waren Wertminderungen in Höhe von 75 Mio. € (Vorjahr: 173 Mio.
€) enthalten, von denen 9 Mio. € (Vorjahr: 37 Mio. €) auf Wertminderungen auf Sachanlagen
entfielen. Wertminderungen und Wertaufholungen in Höhe von 45 Mio. € (Vorjahr: 168
Mio. €) wurden als Sondereinflüsse erfasst.
Das EBIT des Bayer-Konzerns sank um 5,9 % auf 3.661 Mio. € (Vorjahr: 3.890 Mio. €).
Die Sonderaufwendungen beliefen sich per saldo auf 441 Mio. € (Vorjahr: 346 Mio. €).
Diese resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen in Verbindung mit der Akquisition
von Monsanto in Höhe von 348 Mio. €, davon 126 Mio. € in Verbindung mit dem Verkauf
der übernommenen, im Rahmen der Kaufpreisallokation zu Marktwerten neu bewerteten
Vorräte. Weitere Sonderaufwendungen entfielen auf Effizienzsteigerungsmaßnahmen in
Höhe von 45 Mio. € sowie auf außerplanmäßige Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte
in Höhe von 43 Mio. €. Das EBIT vor Sondereinflüssen verringerte sich um 3,2 % auf
4.102 Mio. € (Vorjahr: 4.236 Mio. €).
Das Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft belief sich auf 0
Mio. € (Vorjahr: 1.205 Mio. €). Im Vorjahr war Covestro noch enthalten.
Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von - 192 Mio. € (Vorjahr: - 665 Mio.
€) erzielten wir ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 3.469 Mio. € (Vorjahr:
3.225 Mio. €). Das Finanzergebnis beinhaltete einen Ertrag von 341 Mio. € aus der
Veräußerung von Covestro-Anteilen, ein Zinsergebnis von - 362 Mio. € (Vorjahr: - 251
Mio. €), einen Kursverlust in Höhe von 78 Mio. € (Vorjahr: 190 Mio. €) sowie Aufwendungen
für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 86 Mio. € (Vorjahr:
99 Mio. €). Innerhalb des Finanzergebnisses sind Sondererträge von 130 Mio. € (Vorjahr:
Sonderaufwendungen von 199 Mio. €) ausgewiesen. Nach Abzug eines Steueraufwands von
710 Mio. € (Vorjahr: 682 Mio. €) erreichten wir ein Ergebnis nach Ertragsteuern von
2.759 Mio. € (Vorjahr: 2.543 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses nach
Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab
sich insgesamt ein Konzernergebnis von 2.753 Mio. € (Vorjahr: 3.307 Mio. €).
Das Ergebnis je Aktie (Gesamt) verschlechterte sich auf 3,06 € (Vorjahr: 3,74 €).
Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft lag mit 3,77
€ (Vorjahr: 3,80 €; - 0,8 %) auf dem Niveau des Vorjahres.
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |||||
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | nominal | wpb. | H1 2017 | H1 2018 |
| Umsatzerlöse | 4.304 | 4.217 | - 2,0 | 3,1 | 8.567 | 8.292 |
| Umsatzveränderungen1 | ||||||
| Menge | 4,7 % | 5,8 % | 6,2 % | 5,7 % | ||
| Preis | - 0,3 % | - 2,7 % | - 0,4 % | - 2,7 % | ||
| Währung | 0,5 % | - 4,9 % | 1,4 % | - 6,0 % | ||
| Portfolio | 0,0 % | - 0,2 % | 0,0 % | - 0,2 % | ||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||||||
| Europa / Nahost / Afrika | 1.647 | 1.653 | 0,4 | 3,2 | 3.253 | 3.264 |
| Nordamerika | 1.101 | 992 | - 9,9 | - 3,3 | 2.174 | 1.915 |
| Asien / Pazifik | 1.290 | 1.323 | 2,6 | 6,8 | 2.602 | 2.626 |
| Lateinamerika | 266 | 249 | - 6,4 | 10,5 | 538 | 487 |
| EBITDA1 | 1.474 | 1.350 | - 8,4 | 2.973 | 2.764 | |
| Sondereinflüsse1 | - 7 | - 13 | - 10 | - 14 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 1.481 | 1.363 | - 8,0 | 2.983 | 2.778 | |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1 | 34,4 % | 32,3 % | 34,8 % | 33,5 % | ||
| EBIT1 | 1.102 | 1.053 | - 4,4 | 2.321 | 2.216 | |
| Sondereinflüsse1 | - 120 | - 56 | - 156 | - 57 | ||
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 1.222 | 1.109 | - 9,2 | 2.477 | 2.273 | |
| Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 528 | 629 | 19,1 | 1.501 | 1.861 |
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |
| in Mio. € | nominal | wpb. |
| Umsatzerlöse | - 3,2 | 3,0 |
| Umsatzveränderungen1 | ||
| Menge | ||
| Preis | ||
| Währung | ||
| Portfolio | ||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||
| Europa / Nahost / Afrika | 0,3 | 2,9 |
| Nordamerika | - 11,9 | - 2,8 |
| Asien / Pazifik | 0,9 | 7,3 |
| Lateinamerika | - 9,5 | 6,5 |
| EBITDA1 | - 7,0 | |
| Sondereinflüsse1 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | - 6,9 | |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1 | ||
| EBIT1 | - 4,5 | |
| Sondereinflüsse1 | ||
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | - 8,2 | |
| Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 24,0 |
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
Im 2. Quartal 2018 stieg der Umsatz von Pharmaceuticals wpb. um 3,1 % auf 4.217 Mio.
€. Unsere Hauptwachstumsprodukte Xarelto™, Eylea™, Xofigo™, Stivarga™ und Adempas™
erzielten insgesamt einen Umsatz von 1.691 Mio. € (Vorjahr: 1.555 Mio. €; wpb. +13,2
%) und setzten damit ihre starke Entwicklung fort. Der Umsatz der 15 umsatzstärksten
Pharmaceuticals-Produkte stieg wpb. um 4,8 %. Unser Geschäft mit Kogenate™, das durch
die Beendigung einer Vereinbarung mit einem Vertriebspartner zum Jahresende 2017 beeinträchtigt
wurde, verzeichnete erneut einen deutlichen Umsatzrückgang. Bereinigt um diesen Effekt
belief sich das Umsatzwachstum von Pharmaceuticals auf wpb. +4,2 %. Des Weiteren wirkten
sich wie im 1. Quartal erwartungsgemäß vorübergehende Lieferengpässe bei einigen unserer
etablierten Produkte wie beispielsweise Adalat™ und Aspirin™ negativ auf den Umsatz
aus.
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |||||
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | nominal | wpb. | H1 2017 | H1 2018 |
| Xarelto™ | 834 | 891 | 6,8 | 10,6 | 1.585 | 1.705 |
| davon USA2 | 117 | 126 | 7,7 | 7,2 | 203 | 209 |
| Eylea™ | 458 | 540 | 17,9 | 22,5 | 904 | 1.044 |
| davon USA3 | 0 | 0 | . |
. |
0 | 0 |
| Xofigo™ | 105 | 89 | - 15,2 | - 9,2 | 205 | 181 |
| davon USA | 62 | 52 | - 16,1 | - 10,3 | 124 | 103 |
| Adempas™ | 75 | 89 | 18,7 | 23,4 | 148 | 170 |
| davon USA | 38 | 41 | 7,9 | 16,2 | 76 | 78 |
| Stivarga™ | 83 | 82 | - 1,2 | 7,5 | 158 | 152 |
| davon USA | 46 | 41 | - 10,9 | - 4,8 | 85 | 70 |
| Zwischensumme Hauptwachstumsprodukte |
1.555 | 1.691 | 8,7 | 13,2 | 3.000 | 3.252 |
| Mirena™-Produktfamilie | 276 | 276 | 0,0 | 7,4 | 591 | 593 |
| davon USA | 176 | 177 | 0,6 | 8,2 | 395 | 401 |
| Kogenate™ / Kovaltry™ | 260 | 213 | - 18,1 | - 13,7 | 535 | 427 |
| davon USA | 91 | 74 | - 18,7 | - 11,8 | 185 | 154 |
| Nexavar™ | 229 | 193 | - 15,7 | - 10,5 | 436 | 355 |
| davon USA | 86 | 59 | - 31,4 | - 24,8 | 161 | 102 |
| Adalat™ | 171 | 165 | - 3,5 | - 1,2 | 345 | 341 |
| davon USA | 0 | 0 | . |
. |
0 | 0 |
| Glucobay™ | 139 | 151 | 8,6 | 10,3 | 297 | 319 |
| davon USA | 0 | 1 | . |
. |
1 | 1 |
| YAZ™ / Yasmin™ / Yasminelle™ | 158 | 159 | 0,6 | 8,2 | 328 | 311 |
| davon USA | 25 | 22 | - 12,0 | - 7,6 | 45 | 37 |
| Aspirin™ Cardio | 148 | 139 | - 6,1 | - 3,1 | 305 | 287 |
| davon USA | 0 | 0 | . |
. |
0 | 0 |
| Betaferon™ / Betaseron™ | 185 | 142 | - 23,2 | - 18,6 | 356 | 272 |
| davon USA | 108 | 77 | - 28,7 | - 22,3 | 202 | 135 |
| Gadavist™ / Gadovist™ | 97 | 103 | 6,2 | 13,0 | 186 | 190 |
| davon USA | 34 | 38 | 11,8 | 21,8 | 61 | 63 |
| Avalox™ / Avelox™ | 87 | 77 | - 11,5 | - 6,6 | 187 | 174 |
| davon USA | 2 | 0 | . |
. |
5 | 3 |
| Summe umsatzstärkste Produkte | 3.305 | 3.309 | 0,1 | 4,8 | 6.566 | 6.521 |
| Anteil am Pharmaceuticals-Umsatz | 77 % | 78 % | 77 % | 79 % | ||
| Summe umsatzstärkste Produkte USA | 785 | 708 | - 9,8 | - 4,0 | 1.543 | 1.356 |
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |
| in Mio. € | nominal | wpb. |
| Xarelto™ | 7,6 | 11,7 |
| davon USA2 | 3,0 | 3,0 |
| Eylea™ | 15,5 | 20,9 |
| davon USA3 | . |
. |
| Xofigo™ | - 11,7 | - 3,7 |
| davon USA | - 16,9 | - 7,1 |
| Adempas™ | 14,9 | 22,3 |
| davon USA | 2,6 | 15,5 |
| Stivarga™ | - 3,8 | 5,5 |
| davon USA | - 17,6 | - 8,2 |
| Zwischensumme Hauptwachstumsprodukte |
8,4 | 13,6 |
| Mirena™-Produktfamilie | 0,3 | 10,7 |
| davon USA | 1,5 | 13,7 |
| Kogenate™ / Kovaltry™ | - 20,2 | - 14,9 |
| davon USA | - 16,8 | - 6,5 |
| Nexavar™ | - 18,6 | - 12,3 |
| davon USA | - 36,6 | - 29,1 |
| Adalat™ | - 1,2 | 3,9 |
| davon USA | . |
. |
| Glucobay™ | 7,4 | 12,2 |
| davon USA | . |
. |
| YAZ™ / Yasmin™ / Yasminelle™ | - 5,2 | 3,0 |
| davon USA | - 17,8 | - 10,1 |
| Aspirin™ Cardio | - 5,9 | - 0,9 |
| davon USA | . |
. |
| Betaferon™ / Betaseron™ | - 23,6 | - 17,6 |
| davon USA | - 33,2 | - 25,4 |
| Gadavist™ / Gadovist™ | 2,2 | 9,0 |
| davon USA | 3,3 | 15,2 |
| Avalox™ / Avelox™ | - 7,0 | - 1,2 |
| davon USA | . |
. |
| Summe umsatzstärkste Produkte | - 0,7 | 5,3 |
| Anteil am Pharmaceuticals-Umsatz | ||
| Summe umsatzstärkste Produkte USA | - 12,1 | - 3,2 |
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
1
Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2017, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen
des Bayer-Konzerns"
2
Vermarktungsrechte bei einer Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson, USA; transaktionale
Effekte belasten mit 10 Mio. €
3
Vermarktungsrechte bei Regeneron Pharmaceuticals Inc., USA
| ― |
Der Umsatz mit unserem oralen Gerinnungshemmer Xarelto™ legte erneut deutlich zu. |
| ― |
Erhebliche Umsatzzuwächse erzielten wir mit unserem Augenmedikament Eylea™, primär durch Mengenausweitungen in Europa, Japan und Kanada. Dabei wirkte sich insbesondere das differenzierte klinische Profil von Eylea™ positiv aus. |
| ― |
Bei unserem Krebsmedikament Xofigo™ ging der Umsatz aufgrund von niedrigeren Absatzmengen, u. a. in den USA und Japan, deutlich zurück. Anteil daran hatte auch die im November 2017 vorzeitig beendete Phase-III-Studie mit Radium-223-Dichlorid in Kombination mit Abirateronacetat und Prednison / Prednisolon. |
| ― |
Den Umsatz mit unserem Medikament zur Behandlung von Lungenhochdruck, Adempas™, konnten wir deutlich steigern. Grund hierfür war eine positive Geschäftsentwicklung in den USA und in Europa. Die Umsätze beinhalteten wie bisher auch die anteilige Erfassung der aus der sGC-Kooperation mit Merck & Co., USA, resultierenden Vorab- und Meilensteinzahlungen. |
| ― |
Mit unserem Krebsmedikament Stivarga™ erzielten wir wpb. einen erfreulichen Umsatzzuwachs. Dieser ist vor allem auf Mengenausweitungen in Japan und China zurückzuführen, wo wir von den Markteinführungen der Vorjahre profitierten. Der Umsatz in den USA blieb hingegen aufgrund des verstärkten Wettbewerbsdrucks unter dem Niveau des Vorjahresquartals. |
| ― |
Das Geschäft mit unseren Hormonspiralen der Mirena™-Produktfamilie (Mirena™, Kyleena™ und Jaydess™ / Skyla™) konnten wir ausbauen, insbesondere in den USA. Hier wirkte sich weiterhin eine erfolgreiche Markteinführung der Hormonspirale Kyleena™ positiv auf den Umsatz aus. |
| ― |
Merkliche Umsatzeinbußen mussten wir erneut bei unseren Blutgerinnungsmitteln Kogenate™ / Kovaltry™ hinnehmen. Diese sind auf die Beendigung einer Vereinbarung mit einem Vertriebspartner zum Jahresende 2017 zurückzuführen. Bereinigt um diesen Effekt erhöhte sich der Umsatz wpb. um 3,2 %. |
| ― |
Der Umsatz mit unserem Krebsmedikament Nexavar™ sank deutlich. Hier wirkte sich der erhöhte Wettbewerbsdruck in den USA und Japan aus. |
| ― |
Umsatzrückgänge verzeichneten wir mit unserem Produkt gegen Bluthochdruck und koronare Herzerkrankungen, Adalat™, sowie mit unserem Medikament zur Herzinfarktsekundärprävention, Aspirin™ Cardio. Die erneut starken Mengenausweitungen in China konnten die Rückgänge in Europa nicht kompensieren. |
| ― |
Mit unserem Antidiabetikum Glucobay™ erzielten wir erneut erfreuliche Umsatzsteigerungen. Maßgeblich hierfür waren höhere Absatzmengen in China. |
| ― |
Das Geschäft mit unseren oralen Kontrazeptiva YAZ™ / Yasmin™ / Yasminelle™ entwickelte sich sehr positiv. Dies ist primär auf eine gute Geschäftsentwicklung in Russland, China und Japan zurückzuführen. |
| ― |
Bei unserem Multiple-Sklerose-Präparat Betaferon™ / Betaseron™ ging der Umsatz deutlich zurück. Dies ist vorrangig auf das kompetitive Marktumfeld in den USA zurückzuführen. |
| ― |
Ein starkes Umsatzwachstum erzielten wir mit unserem MRT-Kontrastmittel Gadavist™ / Gadovist™, insbesondere durch die gute Geschäftsentwicklung in den USA. |
| ― |
Der Umsatz mit unserem Antibiotikum Avalox™ / Avelox™ verringerte sich, im Wesentlichen aufgrund des generischen Wettbewerbs in den USA. |
Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Pharmaceuticals sank im 2. Quartal 2018 um 8,0
% auf 1.363 Mio. € (Vorjahr: 1.481 Mio. €). Ohne Berücksichtigung der negativen Währungseffekte
von 54 Mio. € verringerte sich das Ergebnis um 4,3 %. Der Rückgang ist im Wesentlichen
auf höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung und Marketing und Vertrieb sowie
auf die Effekte aus den vorübergehenden Lieferengpässen zurückzuführen. Zudem wirkten
sich höhere Herstellungskosten aus. Deutlich gestiegene Absatzmengen unserer Hauptwachstumsprodukte
konnten diese Effekte teilweise kompensieren.
Das EBIT verringerte sich um 4,4 % auf 1.053 Mio. €. Hierin enthalten sind Sonderaufwendungen
in Höhe von 56 Mio. € (Vorjahr: Sonderaufwendungen von 120 Mio. €). Diese resultierten
aus außerplanmäßigen Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte in Höhe von 43 Mio.
€ sowie Aufwendungen für Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Höhe von 13 Mio. €.
| EBIT | EBIT | EBIT | EBIT | EBITDA | EBITDA | |
| in Mio. € | Q2 2017 |
Q2 2018 | H1 2017 | H1 2018 | Q2 2017 | Q2 2018 |
| Restrukturierung | - 2 | - 13 | - 5 |
- 14 | - 1 | - 13 |
| Wertminderung / Wertaufholung | - 118 | - 43 | - 151 | - 43 | - 6 | - |
| Summe Sondereinflüsse | - 120 | - 56 | - 156 | - 57 | - 7 | - 13 |
| EBITDA | EBITDA | |
| in Mio. € | H1 2017 | H1 2018 |
| Restrukturierung | - 4 | - 14 |
| Wertminderung / Wertaufholung | - 6 | - |
| Summe Sondereinflüsse | - 10 | - 14 |
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 stieg der Umsatz von Pharmaceuticals wpb.
um 3,0 % auf 8.292 Mio. €. Unsere Hauptwachstumsprodukte Xarelto™, Eylea™, Stivarga™,
Xofigo™ und Adempas™ zeigten mit einem Umsatz von insgesamt 3.252 Mio. € (Vorjahr:
3.000 Mio. €; wpb. +13,6 %) eine starke Entwicklung. Einen deutlichen Umsatzrückgang
verzeichneten wir im Geschäft mit Kogenate™, welcher auf den Wegfall der Bestellungen
eines Vertriebspartners zurückzuführen ist. Bereinigt um diesen Effekt belief sich
das Umsatzwachstum von Pharmaceuticals auf wpb. +4,4 %.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen sank im 1. Halbjahr 2018 um 6,9 % auf 2.778 Mio. €
(Vorjahr: 2.983 Mio. €). Ohne Berücksichtigung der negativen Währungseffekte von 123
Mio. € verringerte sich das Ergebnis um 2,7 %. Ergebnismindernd wirkten sich vor allem
höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, für Marketing und Vertrieb sowie
höhere Herstellungskosten aus. Positive Beiträge resultierten primär aus einem deutlich
gestiegenen Absatzvolumen, insbesondere unserer Hauptwachstumsprodukte.
Das EBIT ging um 4,5 % auf 2.216 Mio. € zurück. Die Sonderaufwendungen betrugen 57
Mio. € (Vorjahr: 156 Mio. €) und resultierten aus außerplanmäßigen Abschreibungen
immaterieller Vermögenswerte in Höhe von 43 Mio. € sowie Aufwendungen für Effizienzsteigerungsmaßnahmen
in Höhe von 14 Mio. €.
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |||||
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | nominal | wpb. | H1 2017 | H1 2018 |
| Umsatzerlöse | 1.542 | 1.413 | - 8,4 | - 1,4 | 3.143 | 2.822 |
| Umsatzveränderungen1 | ||||||
| Menge | - 4,6 % | - 2,2 % | - 2,2 % | - 2,8 % | ||
| Preis | 2,4 % | 0,8 % | 2,4 % | 1,0 % | ||
| Währung | 1,5 % | - 7,0 % | 2,1 % | - 8,4 % | ||
| Portfolio | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | ||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||||||
| Europa / Nahost / Afrika | 503 | 466 | - 7,4 | - 3,4 | 1.041 | 962 |
| Nordamerika | 661 | 595 | - 10,0 | - 2,7 | 1.362 | 1.191 |
| Asien / Pazifik | 195 | 202 | 3,6 | 8,2 | 415 | 379 |
| Lateinamerika | 183 | 150 | - 18,0 | - 1,1 | 325 | 290 |
| EBITDA1 | 307 | 257 | - 16,3 | 691 | 565 | |
| Sondereinflüsse1 | - 7 | 1 | - 15 | - 4 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 314 | 256 | - 18,5 | 706 | 569 | |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1 | 20,4 % | 18,1 % | 22,5 % | 20,2 % | ||
| EBIT1 | 195 | 157 | - 19,5 | 473 | 368 | |
| Sondereinflüsse1 | - 15 | 1 | - 24 | - 4 | ||
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 210 | 156 | - 25,7 | 497 | 372 | |
| Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 297 | 148 | - 50,2 | 562 | 321 |
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |
| in Mio. € | nominal | wpb. |
| Umsatzerlöse | - 10,2 | - 1,8 |
| Umsatzveränderungen1 | ||
| Menge | ||
| Preis | ||
| Währung | ||
| Portfolio | ||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||
| Europa / Nahost / Afrika | - 7,6 | - 3,5 |
| Nordamerika | - 12,6 | - 2,4 |
| Asien / Pazifik | - 8,7 | - 2,7 |
| Lateinamerika | - 10,8 | 6,8 |
| EBITDA1 | - 18,2 | |
| Sondereinflüsse1 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | - 19,4 | |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1 | ||
| EBIT1 | - 22,2 | |
| Sondereinflüsse1 | ||
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | - 25,2 | |
| Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | - 42,9 |
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
Bei Consumer Health verzeichneten wir im 2. Quartal 2018 wpb. einen leichten Umsatzrückgang
um 1,4 % auf 1.413 Mio. €. Dieser ist im Wesentlichen auf die rückläufige Geschäftsentwicklung
in Europa / Nahost / Afrika sowie auf einen schwächeren Geschäftsverlauf in Nordamerika
zurückzuführen. Die Region Asien / Pazifik befindet sich wieder auf Wachstumskurs,
hier konnten wir unsere Umsätze ausweiten.
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |||||
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | nominal | wpb. | H1 2017 | H1 2018 |
| Claritin™ | 159 | 140 | - 11,9 | - 5,7 | 349 | 307 |
| Aspirin™ | 104 | 93 | - 10,6 | - 2,2 | 221 | 202 |
| Bepanthen™ / Bepanthol™ | 100 | 97 | - 3,0 | 2,7 | 195 | 197 |
| Aleve™ | 101 | 97 | - 4,0 | 3,3 | 183 | 169 |
| Coppertone™ | 80 | 71 | - 11,3 | - 5,1 | 182 | 157 |
| Canesten™ | 74 | 69 | - 6,8 | - 3,4 | 144 | 121 |
| Elevit™ | 44 | 54 | 22,7 | 31,3 | 96 | 104 |
| Dr. Scholl's™2 | 66 | 54 | - 18,2 | - 9,8 | 107 | 103 |
| One A Day™ | 55 | 50 | - 9,1 | - 1,8 | 110 | 96 |
| Alka-Seltzer™-Produktfamilie | 44 | 41 | - 6,8 | 0,5 | 114 | 93 |
| Summe | 827 | 766 | - 7,4 | - 0,6 | 1.701 | 1.549 |
| Anteil am Consumer-Health-Umsatz | 54 % | 54 % | 54 % | 55 % |
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |
| in Mio. € | nominal | wpb. |
| Claritin™ | - 12,0 | - 2,7 |
| Aspirin™ | - 8,6 | 0,7 |
| Bepanthen™ / Bepanthol™ | 1,0 | 6,6 |
| Aleve™ | - 7,7 | 2,3 |
| Coppertone™ | - 13,7 | - 4,2 |
| Canesten™ | - 16,0 | - 12,0 |
| Elevit™ | 8,3 | 17,7 |
| Dr. Scholl's™2 | - 3,7 | 7,6 |
| One A Day™ | - 12,7 | - 2,4 |
| Alka-Seltzer™-Produktfamilie | - 18,4 | - 8,7 |
| Summe | - 8,9 | - 0,2 |
| Anteil am Consumer-Health-Umsatz |
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
1
Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2017, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen
des Bayer-Konzerns"
2
Markenrechte und Vertrieb nur in bestimmten Ländern außerhalb EU
| ― |
Der Umsatz unseres Antihistaminikums Claritin™ ging zurück. Maßgeblich hierfür waren ein verändertes Bestellverhalten in China sowie ein stark verspäteter Saisonstart in den USA. |
| ― |
Bei unserem Schmerzmittel Aspirin™ blieb der Umsatz leicht unter dem Niveau des Vorjahresquartals, primär bedingt durch die erwarteten vorübergehenden Lieferausfälle. Inklusive des bei Pharmaceuticals ausgewiesenen Geschäfts mit Aspirin™ Cardio beliefen sich die Umsätze auf 232 Mio. € (Vorjahr: 252 Mio. €) und sanken somit wpb. um 2,7 %. |
| ― |
Mit unseren Wundheilungs- und Hautpflegemitteln der Marken Bepanthen™ / Bepanthol™ erzielten wir leichte Umsatzsteigerungen, hauptsächlich durch ein Wachstum in Europa. |
| ― |
Das Geschäft mit unserem Analgetikum Aleve™ konnten wir ausweiten. Hier profitierten wir insbesondere von einer Produktlinienerweiterung in den USA. |
| ― |
Der Umsatz mit unserem Sonnenschutzmittel Coppertone™ war rückläufig. Grund hierfür war im Wesentlichen ein verspäteter Saisonstart und der weiterhin intensive Wettbewerb in den USA. |
| ― |
Mit unseren Haut- und Intimgesundheitsprodukten der Marke Canesten™ verzeichneten wir einen Umsatzrückgang, der vor allem auf erwartete vorübergehende Lieferausfälle zurückzuführen ist. |
| ― |
Das Geschäft mit unserem Pränatalvitamin Elevit™ konnten wir erneut erheblich ausbauen, begünstigt durch eine anhaltend starke Nachfrage in Asien / Pazifik. |
| ― |
Der Umsatz unseres Fußpflegeprodukts Dr. Scholl's™ sank deutlich, insbesondere in den USA, wo wir im Vorjahresquartal von der Bevorratung des Handels profitiert hatten. Insgesamt verläuft die Neupositionierung der Marke in den USA positiv. |
| ― |
Bei unserem Vitaminpräparat One A Day™ gingen die Umsätze leicht zurück. |
| ― |
Die Umsätze unserer Alka-Seltzer™-Produktfamilie zur Behandlung von Magenbeschwerden und Erkältungskrankheiten lagen auf dem Niveau des Vorjahresquartals. |
Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health sank im 2. Quartal 2018 deutlich
um 18,5 % auf 256 Mio. € (Vorjahr: 314 Mio. €). Ohne Berücksichtigung der negativen
Währungseffekte von 12 Mio. € verringerte sich das Ergebnis um 14,6 %. Der Ergebnisrückgang
ist im Wesentlichen auf geringere Absatzmengen und höhere Herstellungskosten zurückzuführen,
die u. a. aus einem veränderten Produktmix resultierten. Im Ergebnis enthalten sind
zudem Einmalerträge aus dem Verkauf einer kleineren Marke in Höhe von 14 Mio. € (Vorjahr:
0 Mio. €).
Das EBIT verringerte sich um 19,5 % auf 157 Mio. €. Hierin enthalten sind Sondererträge
in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr: Sonderaufwendungen in Höhe von 15 Mio. €).
| EBIT | EBIT | EBIT | EBIT | EBITDA | EBITDA | |
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | H1 2017 | H1 2018 | Q2 2017 | Q2 2018 |
| Restrukturierung | - 15 | 1 | - 24 | - 4 | - 7 | 1 |
| Summe Sondereinflüsse | - 15 | 1 | - 24 | - 4 | - 7 | 1 |
| EBITDA | EBITDA | |
| in Mio. € | H1 2017 | H1 2018 |
| Restrukturierung | - 15 | - 4 |
| Summe Sondereinflüsse | - 15 | - 4 |
In den ersten sechs Monaten 2018 verringerte sich der Umsatz von Consumer Health wpb.
leicht um 1,8 % auf 2.822 Mio. €. Die Rückgänge in Europa / Nahost / Afrika, Asien
/ Pazifik und Nordamerika konnten durch den positiven Geschäftsverlauf in Lateinamerika
nicht kompensiert werden.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen verringerte sich in den ersten sechs Monaten 2018
um 19,4 % auf 569 Mio. € (Vorjahr: 706 Mio. €). Ohne Berücksichtigung der negativen
Währungseffekte von 47 Mio. € verringerte sich das Ergebnis um 12,7 %. Der Ergebnisrückgang
ist primär auf geringere Absatzmengen zurückzuführen. Darüber hinaus fielen Einmalerträge
aus dem Verkauf kleinerer Marken deutlich geringer aus als im Vorjahreszeitraum.
Das EBIT verringerte sich um 22,2 % auf 368 Mio. € (Vorjahr: 473 Mio. €). Die Sonderaufwendungen
beliefen sich auf 4 Mio. € (Vorjahr: 24 Mio. €) und resultierten aus Effizienzsteigerungsmaßnahmen.
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |||||
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | nominal | wpb. | H1 2017 | H1 2018 |
| Umsatzerlöse | 2.163 | 3.011 | 39,2 | 21,4 | 5.283 | 5.872 |
| Umsatzveränderungen1 | ||||||
| Menge | - 13,7 % | 22,0 % | - 4,3 % | 8,6 % | ||
| Preis | - 2,1 % | - 0,6 % | - 1,1 % | - 0,5 % | ||
| Währung | 1,7 % | - 7,2 % | 2,3 % | - 7,3 % | ||
| Portfolio | 0,0 % | 25,0 % | 0,0 % | 10,3 % | ||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||||||
| Europa / Nahost / Afrika | 908 | 986 | 8,6 | 5,5 | 2.370 | 2.280 |
| Nordamerika | 865 | 1.076 | 24,4 | - 1,9 | 1.907 | 2.045 |
| Asien / Pazifik | 459 | 508 | 10,7 | 10,2 | 825 | 876 |
| Lateinamerika | - 69 | 441 | . | . | 181 | 671 |
| EBITDA1 | 233 | 353 | 51,5 | 1.324 | 1.334 | |
| Sondereinflüsse1 | - 84 | - 278 | - 108 | - 339 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 317 | 631 | 99,1 | 1.432 | 1.673 | |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1 | 14,7 % | 21,0 % | 27,1 % | 28,5 % | ||
| EBIT1 | 117 | 154 | 31,6 | 1.087 | 1.046 | |
| Sondereinflüsse1 | - 95 | - 280 | - 132 | - 341 | ||
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 212 | 434 | 104,7 | 1.219 | 1.387 | |
| Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 1.170 | 1.653 | 41,3 | 491 | 950 |
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |
| in Mio. € | nominal | wpb. |
| Umsatzerlöse | 11,1 | 8,1 |
| Umsatzveränderungen1 | ||
| Menge | ||
| Preis | ||
| Währung | ||
| Portfolio | ||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||
| Europa / Nahost / Afrika | - 3,8 | - 3,3 |
| Nordamerika | 7,2 | 1,6 |
| Asien / Pazifik | 6,2 | 10,4 |
| Lateinamerika | . | . |
| EBITDA1 | 0,8 | |
| Sondereinflüsse1 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 16,8 | |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1 | ||
| EBIT1 | - 3,8 | |
| Sondereinflüsse1 | ||
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 13,8 | |
| Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 93,5 |
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
Im 2. Quartal 2018 erzielte Crop Science einen Umsatz von 3.011 Mio. €. Hierzu trugen
die zu veräußernden Geschäfte mit 468 Mio. € bei. Nominal wuchs der Umsatz um 39,2
%, im Wesentlichen durch einen Portfolioeffekt von 25,0 % (543 Mio. €) aus der Übernahme
von Monsanto. Zusätzlich wirkte sich ein Währungseffekt von - 7,2 % aus. Der Anstieg
um wpb. 21,4 % ist insbesondere auf die im Vorjahresquartal deutlich erhöhten Rückstellungen
für Produktrückgaben von Pflanzenschutzmitteln aufgrund hoher Lagerbestände in Brasilien
zurückzuführen. Die Lagerbestände im Distributionskanal haben sich dort aufgrund der
ergriffenen Maßnahmen wieder normalisiert.
Durch die Übernahme von Monsanto zum 7. Juni 2018 haben wir unser Saatgut-Geschäft
deutlich ausgeweitet, insbesondere mit Mais und Sojabohnen. Zusätzlich wurde unser
bestehendes Herbizidgeschäft merklich erweitert. Vor diesem Hintergrund haben wir
die Berichtsstruktur des Segments Crop Science angepasst, wie im Abschnitt "Konzernstrukturveränderungen"
zu Beginn des Zwischenberichts erläutert. Regional vergrößern wir durch die Übernahme
insbesondere unser Geschäft in den Regionen Nordamerika und Lateinamerika.
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |||||
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | nominal | wpb. | H1 2017 | H1 2018 |
| Crop Science | 2.163 | 3.011 | 39,2 | 21,4 | 5.283 | 5.872 |
| Herbizide | 741 | 1.028 | 38,7 | 12,7 | 1.653 | 1.828 |
| Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften | 19 | 134 | . |
0,0 | 70 | 172 |
| Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften | 37 | 147 | . |
37,8 | 105 | 206 |
| Fungizide | 502 | 709 | 41,2 | 47,8 | 1.289 | 1.437 |
| Insektizide | 256 | 329 | 28,5 | 37,1 | 557 | 628 |
| Environmental Science | 192 | 183 | - 4,7 | - 14,1 | 339 | 297 |
| Gemüsesaatgut | 85 | 128 | 50,6 | 5,9 | 247 | 272 |
| Sonstige | 331 | 353 | 6,6 | 12,7 | 1.023 | 1.032 |
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |
| in Mio. € | nominal | wpb. |
| Crop Science | 11,1 | 8,1 |
| Herbizide | 10,6 | 2,1 |
| Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften | 145,7 | - 11,4 |
| Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften | 96,2 | 13,3 |
| Fungizide | 11,5 | 17,4 |
| Insektizide | 12,7 | 21,4 |
| Environmental Science | - 12,4 | - 14,2 |
| Gemüsesaatgut | 10,1 | - 2,0 |
| Sonstige | 0,9 | 9,9 |
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
| ― |
In Europa / Nahost / Afrika stieg der Umsatz um wb. 12,7 % auf 986 Mio. €. Der Beitrag des akquirierten Monsanto-Geschäfts belief sich auf 65 Mio. €. Wpb. stieg das Geschäft um 5,5 %. Positiv entwickelten sich hierbei insbesondere die Fungizide durch Nachholeffekte aus dem verspäteten Saisonstart in Frankreich sowie einer erfolgreichen Produktneueinführung in Deutschland. Die Herbizidumsätze stiegen ebenfalls. Demgegenüber steht ein Rückgang bei Environmental Science. |
| ― |
In Nordamerika wuchs der Umsatz wb. um 31,0 % auf 1.076 Mio. €. Der Beitrag des akquirierten Monsanto-Geschäfts betrug 284 Mio. €. Der wpb. Rückgang um - 1,9 % beruhte im Wesentlichen auf den Herbiziden in den USA aufgrund von verstärktem Wettbewerbsdruck sowie eines deutlichen Rückgangs bei Environmental Science durch planmäßig geringe Produktlieferungen an den Erwerber unseres im Jahr 2016 verkauften Konsumentengeschäfts. Diese Effekte konnten teilweise kompensiert werden durch höhere Lizenzeinnahmen für Sojasaatgut in den USA. |
| ― |
In der Region Asien / Pazifik erhöhten wir den Umsatz auf 508 Mio. € (wb. +18,7 %). Der Beitrag des akquirierten Monsanto-Geschäfts betrug 38 Mio. €. Wpb. erzielten wir einen erfreulichen Anstieg um 10,2 %. Prozentual zweistellige Umsatzzuwächse erzielten wir mit unseren Insektiziden, insbesondere durch das schwache Vorjahresquartal in Indien, und den Fungiziden aufgrund einer Produktneueinführung in China. Auch unser Herbizidgeschäft konnten wir deutlich ausweiten, insbesondere in Australien. |
| ― |
In der Region Lateinamerika erzielten wir einen Umsatz von 441 Mio. € (Vorjahr: - 69 Mio. €). Der Beitrag des akquirierten Monsanto-Geschäfts betrug 155 Mio. €. Der nach Abzug eines Währungseffekts von - 25 Mio. € resultierende wpb. Anstieg ist insbesondere auf die im Vorjahresquartal deutlich erhöhten Rückstellungen für Produktrückgaben von Pflanzenschutzmitteln aufgrund hoher Lagerbestände in Brasilien zurückzuführen. Die in dem Zuge ergriffenen Maßnahmen zur Normalisierung der Lagerbestände für Pflanzenschutzprodukte konnten wir im 2. Quartal, zum Ende der Saison, erfolgreich abschließen. Exklusive Brasilien erzielten die übrigen Länder insgesamt einen leichten Anstieg. |
Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science erhöhte sich im 2. Quartal 2018 um
99,1 % auf 631 Mio. € (Vorjahr: 317 Mio. €). Der deutliche Anstieg ist insbesondere
auf die genannte Situation im Vorjahresquartal in Brasilien zurückzuführen, in dem
vor allem Rückstellungen für Produktrückgaben sowie Wertberichtigungen von Forderungen
und Vorräten das Ergebnis belasteten. Einen positiven Ergebnisbeitrag in Höhe von
70 Mio. € lieferte zudem das neu akquirierte Geschäft. Mindernd wirkte dagegen ein
negativer Währungseffekt von 52 Mio. €, ohne Berücksichtigung des akquirierten Geschäfts.
Das EBIT stieg um 31,6 % auf 154 Mio. €. Hierbei wurden u. a. zusätzliche Abschreibungen
in Höhe von 55 Mio. € berücksichtigt, die aus Neubewertungen oder im Rahmen der Kaufpreisallokation
erstmals angesetzten Vermögenswerten resultierten. Darüber hinaus verminderten Sonderaufwendungen
in Höhe von 280 Mio. € (Vorjahr: 95 Mio. €) das Ergebnis, im Wesentlichen im Zusammenhang
mit der Übernahme von Monsanto. Davon standen 126 Mio. € in Verbindung mit dem Verkauf
der übernommenen, im Rahmen der Kaufpreisallokation zu Marktwerten neu bewerteten
Vorräte.
| EBIT | EBIT | EBIT | EBIT | EBITDA | EBITDA | |
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 |
H1 2017 | H1 2018 | Q2 2017 | Q2 2018 |
| Restrukturierung | - 6 | - 4 | - 22 | - 6 | - 5 | - 4 |
| Rechtsfälle | - 2 | - 2 | - 2 | - 3 | - 2 | - 2 |
| Akquisitionskosten | - 47 | - 275 | - 68 | - 333 | - 47 | - 273 |
| Desinvestitionen | - 40 | 1 | - 40 | 1 | - 30 | 1 |
| Summe Sondereinflüsse | - 95 | - 280 | - 132 | - 341 | - 84 | - 278 |
| EBITDA | EBITDA | |
| in Mio. € | H1 2017 | H1 2018 |
| Restrukturierung | - 8 |
- 6 |
| Rechtsfälle | - 2 | - 3 |
| Akquisitionskosten | - 68 | - 331 |
| Desinvestitionen | - 30 | 1 |
| Summe Sondereinflüsse | - 108 | - 339 |
Im 1. Halbjahr 2018 erzielte Crop Science einen Umsatz von 5.872 Mio. €. Hierzu trugen
die zu veräußernden Geschäfte mit 1.359 Mio. € bei. Nominal wuchs der Umsatz um 11,1
%, im Wesentlichen durch einen Portfolioeffekt von 10,3 % (543 Mio. €) aus der Übernahme
von Monsanto. Zusätzlich wirkte sich ein Währungseffekt von - 7,3 % aus. Der wpb.
Anstieg um 8,1 % beruhte im Wesentlichen auf der Region Lateinamerika aufgrund des
beschriebenen Effekts in Brasilien sowie auf einer positiven Entwicklung in der Region
Asien / Pazifik. Dies wurde teilweise kompensiert durch einen Rückgang in der Region
Europa / Nahost / Afrika, vorrangig durch ungünstige Wetterbedingungen in Westeuropa
und die veränderten regulatorischen Rahmenbedingungen in Frankreich.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science erhöhte sich im 1. Halbjahr 2018
um 16,8 % auf 1.673 Mio. € (Vorjahr: 1.432 Mio. €). Der deutliche Anstieg ist insbesondere
auf die genannten Effekte in Brasilien sowie den oben genannten Ergebnisbeitrag des
neu akquirierten Geschäfts zurückzuführen. Ergebnismindernd wirkten dagegen leicht
niedrigere Absatzpreise in den USA und -mengen in Europa sowie ein negativer Währungseffekt
von 96 Mio. €, ohne Berücksichtigung des akquirierten Geschäfts.
Das EBIT ging um 3,8 % auf 1.046 Mio. € zurück. Hierin enthalten waren u. a. die oben
genannten Abschreibungen sowie Sonderaufwendungen in Höhe von 341 Mio. € (Vorjahr:
132 Mio. €), im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Übernahme von Monsanto.
Aufgrund des Umfangs der übernommenen Aktivitäten und der mit dem Geschäft verbundenen
Saisonalität stellen wir die Umsätze nach strategischen Geschäftseinheiten auf ungeprüfter
Pro-forma-Basis dar, u. a. um die operative Geschäftsentwicklung für das kombinierte
Geschäft von Crop Science und Monsanto besser aufzeigen zu können. Dabei werden die
Umsätze so dargestellt, als wären sowohl die Übernahme von Monsanto als auch die damit
zusammenhängenden Desinvestitionen bereits zum 1. Januar 2017 erfolgt.
| Veränderung in %2 | Veränderung in %2 | |||||
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | nominal | wb. | H1 2017 | H1 2018 |
| Crop Science | 5.013 | 5.095 | 1,6 | 10,0 | 11.980 | 11.243 |
| Herbizide | 1.402 | 1.454 | 3,7 | 11,4 | 2.954 | 2.757 |
| Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften | 989 | 961 | - 2,8 | 7,7 | 3.518 | 3.235 |
| Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften | 805 | 686 | - 14,8 | - 6,6 | 1.652 | 1.352 |
| Fungizide | 502 | 710 | 41,4 | 47,7 | 1.290 | 1.437 |
| Insektizide | 256 | 329 | 28,5 | 37,2 | 559 | 627 |
| Environmental Science | 320 | 283 | - 11,6 | - 4,6 | 617 | 521 |
| Gemüsesaatgut | 185 | 175 | - 5,4 | 0,3 | 382 | 351 |
| Sonstige | 553 | 497 | - 10,1 | - 0,3 | 1.008 | 961 |
| Veränderung in %2 | Veränderung in %2 | |
| in Mio. € | nominal | wb. |
| Crop Science | - 6,2 | 3,2 |
| Herbizide | - 6,7 | 0,9 |
| Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften | - 8,0 | 3,7 |
| Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften | - 18,2 | - 7,8 |
| Fungizide | 11,4 | 17,3 |
| Insektizide | 12,2 | 20,8 |
| Environmental Science | - 15,6 | - 6,7 |
| Gemüsesaatgut | - 8,1 | - 1,1 |
| Sonstige | - 4,7 | 6,4 |
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
1
Die Pro-forma-Angaben sind ungeprüft und unter der Annahme erstellt, dass sowohl die
Übernahme von Monsanto als auch die damit zusammenhängenden Desinvestitionen bereits
zum 1. Januar 2017 erfolgt sind. Die Umsatzerlöse von Monsanto wurden entsprechend
des Bayer-Geschäftsjahres periodisiert. Dabei wurden einmalige Effekte aus dem Geschäftsbetrieb,
die Bilanzierung von nicht fortgeführten Geschäften sowie der Ausweis und die Bewertung
des Umsatzes aus bestimmten Geschäftsvorfällen an unsere Bilanzierung angepasst. Aufgrund
des vereinfachten Vorgehens stellen sie explizit keine Umsatzerlöse im Sinne des IFRS
und des IDW RH HFA 1.004 dar.
2
Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2017, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen
des Bayer-Konzerns"
Auf Pro-forma-Basis erzielten wir im 2. Quartal 2018 einen wb. Umsatzanstieg um 10,0
%:
| ― |
Der Anstieg im Bereich Maisaatgut und Pflanzeneigenschaften ist insbesondere auf einen Sondereffekt und dadurch erhöhte Lizenzeinnahmen in Brasilien sowie Mengenausweitungen aufgrund eines verspäteten Saisonstarts in Nordamerika und Osteuropa zurückzuführen. |
| ― |
Der Bereich Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften entwickelte sich rückläufig im Wesentlichen aufgrund eines schwierigen Marktumfelds in den USA. Dies konnte teilweise kompensiert werden durch eine höhere Marktdurchdringung sowohl von Roundup Ready 2 Xtend™ in Nordamerika als auch von Intacta RR2 PRO™ in Lateinamerika. |
| ― |
Das Umsatzplus in den Bereichen Herbizide, Fungizide und Insektizide ist insbesondere auf die bereits erwähnte deutliche Erhöhung der Rückstellungen für Produktrückgaben von Pflanzenschutzmitteln im Vorjahr in Brasilien zurückzuführen. Zusätzlich positiv wirkten sich höhere Preise bei den Herbiziden aus. |
| ― |
Bei Environmental Science verzeichneten wir einen Rückgang durch die planmäßig geringeren Produktlieferungen an den Erwerber unseres Konsumentengeschäfts. |
Auf Pro-forma-Basis erzielten wir im 1. Halbjahr 2018 einen wb. Umsatzanstieg um 3,2
%. Positiv entwickelten sich insbesondere die Bereiche Fungizide und Insektizide aufgrund
der beschriebenen Effekte in Brasilien. Ebenfalls erfreulich verlief unser Geschäft
mit Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften, das insbesondere von der positiven Entwicklung
im 2. Quartal profitierte sowie von Nachholeffekten aus dem Vorjahr in den USA. Dies
wurde teilweise kompensiert durch den Rückgang im Bereich Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften
sowie Environmental Science.
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |||||
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | nominal | wpb. | H1 2017 | H1 2018 |
| Umsatzerlöse | 450 | 453 | 0,7 | 7,6 | 890 | 867 |
| Umsatzveränderungen1 | ||||||
| Menge | - 0,7 % | 9,6 % | - 0,5 % | 6,2 % | ||
| Preis | 2,8 % | - 2,0 % | 3,0 % | - 0,8 % | ||
| Währung | 1,6 % | - 6,9 % | 2,3 % | - 8,0 % | ||
| Portfolio | 1,9 % | 0,0 % | 1,9 % | 0,0 % | ||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||||||
| Europa / Nahost / Afrika | 122 | 116 | - 4,9 | - 3,3 | 266 | 252 |
| Nordamerika | 208 | 220 | 5,8 | 14,9 | 385 | 380 |
| Asien / Pazifik | 80 | 81 | 1,3 | 7,5 | 156 | 158 |
| Lateinamerika | 40 | 36 | - 10,0 | 5,0 | 83 | 77 |
| EBITDA1 | 116 | 125 | 7,8 | 251 | 264 | |
| Sondereinflüsse1 | - | - 3 | - | - 3 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 116 | 128 | 10,3 | 251 | 267 | |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1 | 25,8 % | 28,3 % | 28,2 % | 30,8 % | ||
| EBIT1 | 107 | 116 | 8,4 | 233 | 245 | |
| Sondereinflüsse1 | - | - 3 | - | - 3 | ||
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 107 | 119 | 11,2 | 233 | 248 | |
| Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 97 | 88 | . |
66 | 101 |
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |
| in Mio. € | nominal | wpb. |
| Umsatzerlöse | - 2,6 | 5,4 |
| Umsatzveränderungen1 | ||
| Menge | ||
| Preis | ||
| Währung | ||
| Portfolio | ||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||
| Europa / Nahost / Afrika | - 5,3 | - 3,8 |
| Nordamerika | - 1,3 | 9,9 |
| Asien / Pazifik | 1,3 | 9,0 |
| Lateinamerika | - 7,2 | 6,0 |
| EBITDA1 | 5,2 | |
| Sondereinflüsse1 | ||
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 6,4 | |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1 | ||
| EBIT1 | 5,2 | |
| Sondereinflüsse1 | ||
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 6,4 | |
| Zufluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 53,0 |
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
Im 2. Quartal 2018 stieg der Umsatz von Animal Health wpb. um 7,6 % auf 453 Mio. €
- trotz der Belastungen durch veränderte Rechnungslegungsvorschriften (IFRS 15). Deutliche
wpb. Umsatzsteigerungen erreichten wir in der Region Nordamerika, hauptsächlich aufgrund
von Verschiebungen in der Nachfrage zu Lasten der Folgequartale. In den Regionen Asien
/ Pazifik und Lateinamerika erzielten wir wpb. erfreuliche Zuwächse. Rückläufig war
unser Geschäft dagegen in der Region Europa / Nahost / Afrika.
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |||||
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | nominal | wpb. | H1 2017 | H1 2018 |
| Advantage™-Produktfamilie | 146 | 156 | 6,8 | 13,8 | 282 | 270 |
| Seresto™ | 81 | 99 | 22,2 | 29,2 | 157 | 187 |
| Drontal ™ - Produktfamilie | 33 | 30 | - 9,1 | - 3,2 | 68 | 61 |
| Baytril™ | 31 | 24 | - 22,6 | - 17,1 | 58 | 49 |
| Summe | 291 | 309 | 6,2 | 12,8 | 565 | 567 |
| Anteil am Animal-Health-Umsatz | 65 % | 68 % | 63 % | 65 % |
| Veränderung in %1 | Veränderung in %1 | |
| in Mio. € | nominal | wpb. |
| Advantage™-Produktfamilie | - 4,3 | 3,2 |
| Seresto™ | 19,1 | 27,1 |
| Drontal ™ - Produktfamilie | - 10,3 | - 3,8 |
| Baytril™ | - 15,5 | - 7,8 |
| Summe | 0,4 | 7,8 |
| Anteil am Animal-Health-Umsatz |
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
| ― |
Bei unserer Advantage™-Produktfamilie mit Floh-, Zecken- und Entwurmungsmitteln verzeichneten wir deutlich höhere Umsätze insbesondere in Nordamerika aufgrund erheblicher Verschiebungen in der Nachfrage, primär aus dem Folgequartal. In der Region Europa / Nahost / Afrika war das Geschäft durch einen anhaltend hohen Wettbewerbsdruck rückläufig. |
| ― |
Das Geschäft mit unserem Floh- und Zeckenhalsband Seresto™ konnten wir erneut deutlich ausweiten. Dabei verzeichneten wir in allen Regionen einen Umsatzanstieg. Im Wesentlichen war das Wachstum auf eine erhöhte Nachfrage in den USA sowie in der Region Europa / Nahost / Afrika zurückzuführen. |
| ― |
Bei unseren Entwurmungsmitteln der Drontal™-Produktfamilie war das Geschäft in der Region Europa / Nahost / Afrika rückläufig. Preis- und Mengensteigerungen in den übrigen Regionen konnten dies nicht ausgleichen. |
| ― |
Die Umsätze mit unserem Antibiotikum Baytril™ sanken vor allem in Nordamerika, nachdem sich im Vorjahresquartal eine Veränderung des Vertriebsmodells positiv ausgewirkt hatte, sowie in der Region Europa / Nahost / Afrika. |
Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Animal Health stieg im 2. Quartal 2018 um 10,3
% auf 128 Mio. € (Vorjahr: 116 Mio. €). Ohne Berücksichtigung negativer Währungseffekte
von 10 Mio. € erhöhten wir das Ergebnis um 19,0 %. Dies ist auf deutlich höhere Absatzmengen
auch aufgrund der genannten Verschiebungen in der Nachfrage zurückzuführen. Dagegen
standen ein ergebnismindernder Effekt aus der Anwendung von IFRS 15, negative Preiseffekte,
gestiegene Aufwendungen für Marketing und Vertrieb sowie höhere Herstellungskosten.
Das EBIT erhöhten wir um 8,4 % auf 116 Mio. €. Hierin enthalten waren Sonderaufwendungen
von 3 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €).
| EBIT | EBIT | EBIT | EBIT | EBITDA |
EBITDA | |
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | H1 2017 | H1 2018 | Q2 2017 | Q2 2018 |
| Restrukturierung | - | - 3 | - | - 3 | - | - 3 |
| Summe Sondereinflüsse | - | - 3 | - | - 3 | - | - 3 |
| EBITDA | EBITDA | |
| in Mio. € | H1 2017 | H1 2018 |
| Restrukturierung | - | - 3 |
| Summe Sondereinflüsse | - | - 3 |
Der Umsatz von Animal Health erhöhte sich im 1. Halbjahr 2018 um wpb. 5,4 % auf 867
Mio. €. Das Wachstum wurde u. a. durch die Erstanwendung von IFRS 15 belastet. Wpb.
Umsatzzuwächse verzeichneten wir in der Region Nordamerika, hauptsächlich bedingt
durch Nachfrageverschiebungen aus der zweiten Jahreshälfte. Erfreulich entwickelten
sich wpb. auch die Regionen Lateinamerika und Asien / Pazifik, während das Geschäft
in Europa / Nahost / Afrika rückläufig war.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Animal Health stieg im 1. Halbjahr 2018 um 6,4
% auf 267 Mio. € (Vorjahr: 251 Mio. €). Ohne Berücksichtigung negativer Währungseffekte
von 20 Mio. € erhöhten wir das Ergebnis um 14,3 %. Deutlich gestiegene Absatzmengen
überwogen einen ergebnismindernden Effekt aus der Anwendung von IFRS 15, höhere Herstellungskosten
und negative Preiseffekte.
Das EBIT wuchs um 5,2 % auf 245 Mio. €. Hierin enthalten waren Sondereinflüsse von
- 3 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €).
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | H1 2017 | H1 2018 |
| Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit aus fortzuführendem Geschäft | 1.901 | 2.240 | 2.452 | 2.898 |
| Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit aus nicht fortgeführtem Geschäft | 412 | - | 702 | - |
| Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit (Gesamt) | 2.313 | 2.240 | 3.154 | 2.898 |
| Cashflows aus investiver Tätigkeit (Gesamt) | - 1.178 | - 37.925 | - 2.314 | - 39.983 |
| Cashflows aus Finanzierungstätigkeit (Gesamt) | - 549 | 35.746 | 62 | 35.165 |
| Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit | 586 | 61 | 902 | - 1.920 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenanfang | 2.224 | 5.338 | 1.899 | 7.436 |
| Veränderung aus Wechselkurs- / Konzernkreisänderungen | - 37 | - 388 | - 28 | - 505 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende | 2.773 | 5.011 | 2.773 | 5.011 |
Vorjahreswerte angepasst
| ― |
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit (Gesamt) verringerte sich im 2. Quartal 2018 um 3,2 % auf 2.240 Mio. €. Im Vorjahresquartal war Covestro noch enthalten. Der operative Cashflow aus dem fortzuführenden Geschäft erhöhte sich vor allem aufgrund höherer Mittelfreisetzung im Working Capital um 17,8 % auf 2.240 Mio. €. |
| ― |
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit (Gesamt) verringerte sich im 1. Halbjahr 2018 um 8,1 % auf 2.898 Mio. €. Im Vorjahreszeitraum war Covestro noch enthalten. Der operative Cashflow aus dem fortzuführenden Geschäft erhöhte sich vor allem wegen niedrigerer zusätzlicher Mittelbindung im Working Capital um 18,2 % auf 2.898 Mio. €. |
| ― |
Die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sanken im 2. Quartal 2018 um 3,6 % auf 459 Mio. € (Vorjahr: 476 Mio. €). Davon entfielen auf Pharmaceuticals 121 Mio. € (Vorjahr: 142 Mio. €), auf Consumer Health 45 Mio. € (Vorjahr: 31 Mio. €), auf Crop Science 174 Mio. € (Vorjahr: 135 Mio. €) und auf Animal Health 9 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €). In den Vorjahreswerten war Covestro mit 92 Mio. € enthalten. |
| ― |
Für den Erwerb von Monsanto flossen 45.290 Mio. € ab. Darin sind Zahlungsmittel von Monsanto in Höhe von 2.657 Mio. € verrechnet. |
| ― |
Aus dem Kauf und Verkauf von Covestro-Anteilen flossen in Summe 1.107 Mio. € zu: Aus dem Verkauf flossen netto 2.162 Mio. € zu, aus dem Kauf der Aktien vom Bayer Pension Trust, mit denen die im Jahr 2020 fällige Umtauschanleihe bedient werden soll, flossen 1.055 Mio. € ab. |
| ― |
Aus kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten flossen 6.424 Mio. € zu (Vorjahr: Abfluss von 776 Mio. €). |
| ― |
Die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sanken im 1. Halbjahr 2018 um 9,3 % auf 808 Mio. € (Vorjahr: 891 Mio. €). Davon entfielen auf Pharmaceuticals 340 Mio. € (Vorjahr: 294 Mio. €), auf Consumer Health 73 Mio. € (Vorjahr: 55 Mio. €), auf Crop Science 237 Mio. € (Vorjahr: 234 Mio. €) und auf Animal Health 14 Mio. € (Vorjahr: 11 Mio. €). In den Vorjahreswerten war Covestro mit 166 Mio. € enthalten. |
| ― |
Aus dem Kauf und Verkauf von Covestro-Anteilen flossen insgesamt 2.909 Mio. € zu. |
| ― |
Aus kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten flossen 2.712 Mio. € zu (Vorjahr: Abfluss in Höhe von 1.359 Mio. €). |
| ― |
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit flossen 35.746 Mio. € im 2. Quartal 2018 zu, vor allem aus der Begebung von Anleihen und weiteren Netto-Kreditaufnahmen in Höhe von insgesamt 29.151 Mio. € (Vorjahr: 1.014 Mio. €). |
| ― |
Aus Kapitalerhöhungen flossen 8.986 Mio. € zu. |
| ― |
Für Dividendenzahlungen flossen 2.403 Mio. € ab. |
| ― |
Im Vorjahresquartal wurden bei unveränderter Vollkonsolidierung Covestro-Anteile für netto 1.045 Mio. € verkauft. |
| ― |
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit flossen 35.165 Mio. € im 1. Halbjahr 2018 zu, vor allem aus der Begebung von Anleihen und weiteren Netto-Kreditaufnahmen in Höhe von 28.644 Mio. € (Vorjahr: 270 Mio. €). |
| ― |
Im Vorjahreszeitraum wurden bei unveränderter Vollkonsolidierung Covestro-Anteile für netto 2.505 Mio. € verkauft. |
| in Mio. € | 31.12.2017 | 31.03.2018 | 30.06.2018 | Veränderung zum 31.03. in % |
| Anleihen / Schuldscheindarlehen | 12.436 | 12.290 | 35.495 | 188,8 |
| davon Hybridanleihen2 | 4.533 | 4.534 | 4.535 | . |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 534 | 611 | 14.441 | . |
| Leasingverbindlichkeiten | 238 | 248 | 389 | 56,9 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten3 | 240 | 199 | 201 | 1,0 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 970 | 686 | 1.603 | 133,7 |
| Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten3 | - 244 | - 223 | - 355 | 59,2 |
| Finanzverschuldung | 14.174 | 13.811 | 51.774 | . |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - 7.581 | - 5.332 | - 4.981 | - 6,6 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte4 | - 2.998 | - 6.829 | - 1.042 | - 84,7 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte5 | - | - | - 1.054 | . |
| Nettofinanzverschuldung | 3.595 | 1.650 | 44.697 | . |
1
Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2017, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen
des Bayer-Konzerns"
2
Nach IFRS Fremdkapital
3
Darin enthalten sind Marktwerte aus der Zins- und Währungssicherung bilanzieller Risiken.
4
Darin enthalten sind kurzfristige Forderungen gegenüber Banken und anderen Unternehmen
mit einer Laufzeit >3 Monate und <=12 Monate sowie Finanzinvestitionen in Schuldtitel
sowie Eigenkapitaltitel, die beim erstmaligen Ansatz als kurzfristig ausgewiesen werden.
5
Darin enthalten ist ausschließlich die restliche Beteiligung an Covestro, um die 2017
begebene Umtauschanleihe mit Fälligkeit im Jahr 2020 zu bedienen.
| ― |
Die Nettofinanzverschuldung des Bayer-Konzerns erhöhte sich im 2. Quartal 2018 aufgrund der Akquisition von Monsanto auf 44,7 Mrd. €. |
| ― |
Zur Finanzierung der Akquisition wurden u. a. im Juni 2018 über die Tochtergesellschaft Bayer U.S. Finance II LLC, Pittsburgh, USA, Anleihen über 15 Mrd. USD und über die Tochtergesellschaft Bayer Capital Corporation B.V., Mijdrecht, Niederlande, über 5 Mrd. € begeben. |
| ― |
Im Rahmen der Akquisition wurden Anleihen im Nominalvolumen von 6,9 Mrd. USD von Monsanto übernommen. |
| ― |
Der Anstieg bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultierte im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme der Brückenfinanzierung für die Akquisition von Monsanto. |
| ― |
Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten zum 30. Juni 2018 enthielten 530 Mio. €, die auf die im November 2016 begebene Pflichtwandelanleihe entfielen, sowie Commercial Paper in Höhe von 730 Mio. €. |
| ― |
In der Finanzverschuldung sind drei nachrangige Hybridanleihen mit insgesamt 4,5 Mrd. € enthalten, die von den Ratingagenturen zu 50 % als Eigenkapital bewertet werden. Demnach werden die ratingspezifischen Verschuldungskennziffern des Konzerns aufgrund der Hybridanleihen entlastet. |
| ― |
Nach der Akquisition von Monsanto wird unsere Bonität von den Ratingagenturen wie folgt bewertet. Die Investment-Grade-Ratings von allen drei Agenturen dokumentieren eine gute Bonität. |
| Ratingagentur | Rating Langfristig | Rating Kurzfristig | Ausblick |
| S & P Global Ratings | BBB | A-2 | stabil |
| Moody's | Baa1 | P-2 | negativ |
| Fitch Ratings | A- | F2 | stabil |
| in Mio. € | 31.12.2017 | 31.03.2018 | 30.06.2018 | Veränderung in % |
| Langfristige Vermögenswerte | 45.014 | 42.225 | 98.713 | 133,8 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 2.081 | 3.132 | 3.720 | 18,8 |
| Übrige kurzfristige Vermögenswerte | 27.992 | 30.037 | 34.097 | 13,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 30.073 | 33.169 | 37.817 | 14,0 |
| Gesamtvermögen | 75.087 | 75.394 | 136.530 | 81,1 |
| Eigenkapital | 36.861 | 38.384 | 47.219 | 23,0 |
| Langfristiges Fremdkapital | 24.633 | 23.912 | 62.549 | 161,6 |
| Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 111 | 520 | 669 | 28,7 |
| Übriges kurzfristiges Fremdkapital | 13.482 | 12.578 | 26.093 | 107,4 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 13.593 | 13.098 | 26.762 | 104,3 |
| Fremdkapital | 38.226 | 37.010 | 89.311 | 141,3 |
| Gesamtkapital | 75.087 | 75.394 | 136.530 | 81,1 |
| ― |
Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2018 erhöhte sich gegenüber dem 31. März 2018 um 61,1 Mrd. € auf 136,5 Mrd. €, im Wesentlichen durch die Übernahme von Monsanto. |
| ― |
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 56,5 Mrd. € auf 98,7 Mrd. €. Im Zuge der Übernahme wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 27,1 Mrd. €, die sich im Wesentlichen auf Patente und Technologien (17,4 Mrd. €), Forschungsprojekte (4,3 Mrd. €) sowie Marken (4,2 Mrd. €) verteilen, und Sachanlagevermögen von 6,3 Mrd. € übernommen. Darüber hinaus wurde ein Goodwill von 23,0 Mrd. € angesetzt. Die Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen reduzierten sich vor allem durch den Verkauf weiterer Covestro-Anteile um 2,1 Mrd. €. |
| ― |
Die Summe der kurzfristigen Vermögenswerte stieg um 4,6 Mrd. € auf 37,8 Mrd. €. Von Monsanto wurden u. a. Forderungen und Vorräte in Höhe von 7,2 Mrd. € bzw. 4,9 Mrd. € übernommen. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte gingen insbesondere durch die Verwendung zur Finanzierung der Akquisition um 5,8 Mrd. € auf 1,6 Mrd. € zurück. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte, die im Zusammenhang mit der Übernahme von Monsanto sowie mit dem geplanten Verkauf des verschreibungspflichtigen Dermatologie-Geschäfts von Consumer Health stehen, stiegen um 0,6 Mrd. €. |
| ― |
Das Eigenkapital stieg gegenüber dem 31. März 2018 um 8,8 Mrd. € auf 47,2 Mrd. €. Im April 2018 zeichnete die Investmentgesellschaft Temasek 31 Mio. neue Bayer-Aktien zu einem Bruttoemissionspreis von insgesamt 3 Mrd. €. Im Juni 2018 erzielten wir im Rahmen einer Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital gegen Bareinlagen mit Bezugsrechten für die Bayer-Bestandsaktionäre einen Nettoemissionserlös von 6,0 Mrd. €. Auf das Eigenkapital erhöhend wirkten zudem das Ergebnis nach Ertragsteuern mit 0,8 Mrd. €, erfolgsneutral erfasste Währungsdifferenzen mit 1,0 Mrd. €, die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von entsprechend bewerteten Eigenkapitalinstrumenten mit 0,3 Mrd. € sowie die erfolgsneutrale Verringerung der Pensionsrückstellungen mit 0,1 Mrd. €. Die Dividendenausschüttung in Höhe von 2,4 Mrd. € führte demgegenüber zu einer Reduzierung des Eigenkapitals. Die Eigenkapitalquote verringerte sich zum 30. Juni 2018 auf 34,6 % (31. März 2018: 50,9 %). |
| ― |
Das Fremdkapital erhöhte sich zum 30. Juni 2018 um 52,3 Mrd. € auf 89,3 Mrd. €. Im Zuge der Übernahme wurden u. a. Finanzverbindlichkeiten, Rückerstattungsverpflichtungen sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 8,7 Mrd. €, 3,3 Mrd. € bzw. 2,9 Mrd. € übernommen. Durch die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert sind akquisitionsbedingt darüber hinaus passive latente Steuern von 8,0 Mrd. € angesetzt worden. Das langfristige Fremdkapital stieg insgesamt um 38,6 Mrd. € auf 62,5 Mrd. €. Insbesondere die zur Finanzierung der Akquisition neu begebenen Anleihen und aufgenommenen Darlehen führten zu einem Anstieg der entsprechenden Bilanzpositionen um 23,2 Mrd. € bzw. 13,8 Mrd. €. Das kurzfristige Fremdkapital stieg um 13,7 Mrd. € auf 26,8 Mrd. €. |
Im 2. Quartal 2018 stiegen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung des Konzerns
um wb. 8,9 % auf 1.261 Mio. €.
| F&E-Kosten | F&E-Kosten | F&E-Kosten | F&E-Kosten | F&E-Kosten | F&E-Kosten | |
| Veränderung in % | Veränderung in % | |||||
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | wb. | H1 2017 |
H1 2018 |
wb. |
| Pharmaceuticals | 707 | 765 | 11,5 | 1.419 | 1.458 | 6,6 |
| Consumer Health |
65 | 55 | - 9,7 | 124 | 110 | - 4,1 |
| Crop Science | 275 | 390 | 7,5 | 558 | 647 | 1,8 |
| Animal Health | 38 | 37 | - 0,3 | 71 | 67 | - 1,8 |
| Überleitung | 12 | 14 | 21,7 | 19 | 19 | - 1,6 |
| Summe Konzern |
1.097 | 1.261 | 8,9 | 2.191 | 2.301 | 4,4 |
| Um Sondereinflüsse bereinigte F&E-Kosten | Um Sondereinflüsse bereinigte F&E-Kosten | Um Sondereinflüsse bereinigte F&E-Kosten | Um Sondereinflüsse bereinigte F&E-Kosten | Um Sondereinflüsse bereinigte F&E-Kosten | Um Sondereinflüsse bereinigte F&E-Kosten | |
| Veränderung in % | Veränderung in % | |||||
| in Mio. € | Q2 2017 |
Q2 2018 |
wb. | H1 2017 |
H1 2018 |
wb. |
| Pharmaceuticals | 638 | 722 | 16,5 | 1.317 | 1.415 | 11,5 |
| Consumer Health | 59 | 57 | 2,9 | 116 | 112 | 4,1 |
| Crop Science | 273 | 383 | 5,5 | 555 | 637 | 0,5 |
| Animal Health | 38 | 35 | - 5,0 | 71 | 65 | - 4,8 |
| Überleitung | 12 | 14 | 21,7 | 19 | 19 | - 1,6 |
| Summe Konzern | 1.020 | 1.211 | 12,0 | 2.078 | 2.248 | 7,5 |
Mit mehreren Arzneimittelkandidaten aus unserer Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline
führen wir klinische Studien durch.
Die wichtigsten Arzneimittelkandidaten der klinischen Prüfungsphase II sind:
| Projekte | Indikation |
| Anetumab Ravtansine (Mesothelin ADC)2 | Malignes Mesotheliom des Brustfells |
| BAY 1093884 (anti-TFPI Antibody) | Hämophilie |
| BAY 1128688 (AKR1C3 Inhibitor) | Endometriose |
| Fulacimstat (BAY 1142524, Chymase-Inhibitor) | Herzinsuffizienz |
| Fulacimstat (BAY 1142524, Chymase-Inhibitor) | Chronische Nierenkrankheit |
| BAY 1193397 (AR alpha 2c Rec Ant.) | Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) |
| BAY 1213790 (Anti-FXIa Antibody) | Prävention von Thrombosen |
| BAY 1902607 (P2X3 Antagonist) | Chronischer Husten |
| BAY 2253651 (TASK-Kanal-Blocker) | Obstruktive Schlafapnoe |
| BAY 2306001 (IONIS-FXIRx)3 | Prävention von Thrombosen |
| Levonorgestrel + Indomethacin combi IUS | Kontrazeption |
| Neladenoson Bialanate (BAY 1067197) | Chronische Herzinsuffizienz mit reduzierter (HFrEF) und erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) |
| Radium-223-Dichlorid | Brustkrebs mit Knochenmetastasen |
| Radium-223-Dichlorid | Multiples Myelom |
| Riociguat | Systemische Sklerose |
| Rogaratinib (pan-FGFR-Inhibitor) | Urothelialkrebs |
| Vilaprisan (S-PRM) | Endometriose |
1
Stand: 27. August 2018
2
Diese Studie hat ihren primären Endpunkt nicht erreicht, ist jedoch noch nicht beendet.
Anetumab Ravtansine wird in weiteren Studien bei unterschiedlichen soliden Tumoren
untersucht, zu Einzelheiten siehe Bayer-Geschäftsbericht 2017.
3
Durchgeführt von Ionis Pharmaceuticals, Inc.
Das Wesen der Arzneimittelforschung und -entwicklung bedingt, dass nicht alle Wirkstoffe
das jeweils festgelegte Projektziel erreichen werden. Es besteht die Möglichkeit,
dass einige oder alle der hier aufgeführten Projekte aufgrund wissenschaftlicher und
/ oder wirtschaftlicher Erwägungen abgebrochen werden und so nicht zu einem marktfähigen
Produkt führen. Zudem ist es möglich, dass die für diese Wirkstoffe erforderliche
Zulassung als Arzneimittel durch die Food and Drug Administration (FDA), die European
Medicines Agency (EMA) oder eine andere Zulassungsbehörde nicht erteilt wird. Darüber
hinaus überprüfen wir unsere Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline regelmäßig, um
die aussichtsreichsten Pharmaceuticals-Projekte mit Priorität voranzutreiben.
Die Phase-II-Studien mit Nesvacumab plus Aflibercept (Handelsname: Eylea™) in den
Indikationen diabetisches Makulaödem bzw. feuchte altersbedingte Makula-Degeneration
wurden inzwischen beendet.
Im August 2018 wurden beim ESC (European Society of Cardiology) erste Daten aus der
Phase-II-PANTHEON-Studie mit Neladenoson Bialanate (BAY 1067197) in Herzinsuffizienz-Patienten
mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) vorgestellt. Neladenoson Bialanate ist ein
oraler, selektiver, partieller Adenosin-A1-Rezeptor-Agonist. Ziel der Studie war es,
die Sicherheit, das pharmakologische Profil und die optimale Dosis für Neladenoson
Bialanate bei einmal täglicher Einnahme zu untersuchen. Die Studie erreichte den definierten
primären Endpunkt hinsichtlich Wirksamkeit nicht. Es wurden keine Sicherheitsbedenken
festgestellt. Die Studiendaten werden weiter analysiert und nächste Schritte geprüft.
Die wichtigsten Arzneimittelkandidaten der klinischen Prüfungsphase III sind:
| Projekte | Indikation |
| Copanlisib (PI3K-Inhibitor) | Verschiedene Arten von Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) |
| Darolutamide (ODM-201, AR-Antagonist) | Kastrationsresistentes, nicht metastasiertes Prostatakarzinom |
| Darolutamide (ODM-201, AR-Antagonist) | Hormonsensitives, metastasiertes Prostatakarzinom |
| Finerenone (MR-Antagonist) | Diabetische Nierenerkrankung |
| Molidustat (HIF-PH-Inhibitor) | Renale Anämie |
| Radium-223-Dichlorid2 | Kombinationsbehandlung von kastrationsresistentem Prostatakrebs |
| Rivaroxaban3 | Anti-Koagulation in Patienten mit chronischem Herzversagen |
| Rivaroxaban3 | VTE-Prävention bei Hochrisikopatienten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus |
| Rivaroxaban | Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) |
| Rivaroxaban | VTE-Behandlung bei Kindern |
| Vericiguat (sGC-Stimulator)4 | Chronische Herzinsuffizienz |
| Vilaprisan (S-PRM) | Symptomatische Gebärmuttermyome |
1
Stand: 27. August 2018
2
Diese Studie wurde vorzeitig entblindet, und es erhält kein Patient mehr die Kombinationsbehandlung,
ansonsten läuft die Studie, insbesondere die Beobachtung der Patienten im Rahmen des
Studienprotokolls, weiter. Die finale Auswertung steht noch aus, zu Einzelheiten siehe
Bayer-Geschäftsbericht 2017.
3
Durchgeführt von Janssen Research & Development, LLC
4
Durchgeführt von Merck & Co., Inc., USA
Das Wesen der Arzneimittelforschung und -entwicklung bedingt, dass nicht alle Wirkstoffe
das jeweils festgelegte Projektziel erreichen werden. Es besteht die Möglichkeit,
dass einige oder alle der hier aufgeführten Projekte aufgrund wissenschaftlicher und
/ oder wirtschaftlicher Erwägungen abgebrochen werden und somit nicht zu einem marktfähigen
Produkt führen. Zudem ist es möglich, dass die für diese Wirkstoffe erforderliche
Zulassung als Arzneimittel durch die Food and Drug Administration (FDA), die European
Medicines Agency (EMA) oder eine andere Zulassungsbehörde nicht erteilt wird. Darüber
hinaus überprüfen wir unsere Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline regelmäßig, um
die aussichtsreichsten Pharmaceuticals-Projekte mit Priorität voranzutreiben.
Auf dem ESC-Kongress in München im August 2018 stellten Bayer und ihr Entwicklungspartner
Janssen Research & Development, LLC, USA, Ergebnisse der klinischen Phase-III-Studien
COMMANDER HF und MARINER zu ihrem oral wirksamen Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban (Handelsname:
Xarelto™) vor. Die Studie COMMANDER HF untersuchte, ob Rivaroxaban zusätzlich zum
Therapiestandard bei Patienten nach einer Episode der Verschlechterung einer Herzinsuffizienz
bei koronarer Herzkrankheit das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse senkt. Die Daten
zeigten, dass thrombotische Ereignisse bei den mit Rivaroxaban Behandelten zwar reduziert,
aber durch die hohe Rate nicht-thrombotischer Ereignisse in beiden Prüfarmen überlagert
wurden, sodass der primäre Endpunkt der Studie nicht erreicht wurde. Die Studie MARINER
untersuchte, ob Rivaroxaban gegenüber Placebo bei der Prävention venöser Thromboembolien
(VTE) bei internistischen Hochrisikopatienten nach der Krankenhausentlassung überlegen
ist. Die Auswertung ergab, dass bei den im Krankenhaus adäquat antithrombotisch vorbehandelten
Patienten die Ereignisrate der VTE nach Entlassung so niedrig war, dass kein Unterschied
zu sehen war.
Die wichtigsten noch im Zulassungsprozess befindlichen Arzneimittelkandidaten sind:
| Projekte | Indikation |
| Damoctocog alpha pegol (long-acting rFVIII) | Europa, USA, Japan: Hämophilie A |
| Rivaroxaban | USA: Prävention schwerer kardialer Ereignisse (MACE), COMPASS-Studie |
| Rivaroxaban2 | USA: Sekundärprophylaxe des akuten Koronarsyndroms (ACS), Rivaroxaban in Verbindung mit dualer antithrombozytärer Therapie (DAPT), ATLAS-Studie |
| Larotrectinib (LOXO-101, TRK-Fusion-Inhibitor)3 | USA: Solide Tumore mit NTRK-Genfusionen |
1
Stand: 27. August 2018
2
Eingereicht von Janssen Research & Development, LLC
3
Eingereicht von Loxo Oncology, Inc.
Im Mai 2018 erhielt Bayer in China die Zulassung für Eylea™ (Wirkstoff: Aflibercept,
Injektionslösung ins Auge) zur Behandlung des Sehschärfeverlusts, bedingt durch neovaskuläre
(feuchte) altersabhängige Makuladegeneration (nAMD).
Ebenfalls im Mai 2018 gewährte die US-amerikanische Gesundheitsbehörde Food and Drug
Administration (FDA) dem Entwicklungskandidaten Larotrectinib den Status der vorrangigen
Prüfung ("Priority Review"). Der Zulassungsantrag bezieht sich auf die Behandlung
von an Krebs erkrankten Kindern und Erwachsenen mit lokal fortgeschrittenen oder metastasierten
soliden Tumoren, bei denen sich neurotrophe Tyrosin-Kinase-Rezeptor(NTRK)-Gene, die
für die Tropomyosin-Rezeptor-Kinase(TRK)-Rezeptoren kodieren, mit anderen DNA-Abschnitten
verbunden haben (Genfusionen). Im August 2018 reichte Bayer Larotrectinib auch in
der Europäischen Union zur Zulassung ein.
Im Juli 2018 erhielt Bayer von der chinesischen Zulassungsbehörde die Zulassung für
Kovaltry™ (Wirkstoff: Octocog alfa) zur Behandlung von Kindern und Erwachsenen mit
Hämophilie A. Die Zulassung umfasst die Anwendung als Routineprophylaxe, Bedarfsbehandlung
und zur Behandlung von Blutungen bei einer Operation. Kovaltry™ ist ein rekombinant
hergestellter nicht veränderter Faktor VIII (FVIII).
Im August 2018 erhielt Bayer zudem von der Europäischen Kommission die Zulassung für
ein neues Behandlungsschema mit Eylea™, das eine frühzeitige Verlängerung der Behandlungsintervalle
bei Patienten mit neovaskulärer altersabhängiger Makuladegeneration (nAMD) bereits
im ersten Behandlungsjahr ermöglicht. Das neue Behandlungsschema erlaubt es den behandelnden
Ärzten, die individuellen Behandlungsintervalle für die Patienten, abhängig von den
funktionellen und / oder morphologischen Befunden, auszudehnen.
Ebenfalls im August 2018 ließ die Europäische Kommission Xarelto™ (Rivaroxaban) in
der Dosierung von 2,5 mg zweimal täglich in Kombination mit Acetylsalicylsäure (ASS)
75 - 100 mg einmal täglich zur Prophylaxe atherothrombotischer Ereignisse bei erwachsenen
Patienten mit koronarer Herzerkrankung (KHK) oder symptomatischer peripherer arterieller
Verschlusserkrankung (pAVK) und einem hohen Risiko für ischämische Ereignisse zu.
Die Zulassung in der EU basiert auf den Ergebnissen der klinischen Phase-III-Studie
COMPASS. Sie hat gezeigt, dass Rivaroxaban in der genannten Dosierung das Risiko des
kombinierten Studienendpunkts aus Schlaganfällen, kardiovaskulären Todesfällen und
Herzinfarkten bei Patienten mit KHK oder pAVK deutlich senken konnte, und zwar um
24 % (relative Risikoreduktion) im Vergleich zur alleinigen Behandlung mit ASS in
einer Dosierung von 100 mg täglich.
Im Mai 2018 unterzeichneten Bayer und das MD Anderson Cancer Center der Universität
Texas, Houston, USA, eine fünfjährige Kooperationsvereinbarung, um die Entwicklung
neuartiger Behandlungsoptionen für Krebspatienten voranzutreiben. Ziel der Kooperation
ist es, basierend auf bestimmten Patienten- und Tumoreigenschaften neue zielgerichtete
Krebstherapien zu entwickeln, für die aktuell keine befriedigenden medikamentösen
Behandlungsoptionen verfügbar sind.
Im Juni 2018 erweiterten Bayer und das US-amerikanische Broad Institute of MIT and
Harvard ihre strategische Forschungsallianz zur Entwicklung neuer Behandlungsansätze
für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie zum Beispiel Herzinsuffizienz. Forscher
des Broad Institute und des Bayer-Konzerns arbeiten in einem gemeinsamen Labor für
"Precision Cardiology" am Broad Institute in Boston zusammen. Ziel der Zusammenarbeit
ist die weitere Erforschung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf der Ebene molekularer
Mechanismen und die Entwicklung neuer Therapien für Patienten.
Im August 2018 schloss Bayer mit dem österreichischen Unternehmen Haplogen GmbH eine
mehrjährige Forschungsallianz zur Identifizierung und Entwicklung neuer Wirkstoffkandidaten
zur Behandlung von Lungenerkrankungen wie der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung
(COPD).
Die bestehenden Innovationsaktivitäten von Crop Science werden nun durch die Produktinnovations-Pipeline
von Monsanto erweitert. Die übernommene Pipeline enthält u. a. eine Vielzahl biotechnologischer
Pflanzeneigenschaften der nächsten Generation für die Schädlings- und Unkrautbekämpfung,
mehrere neue Saatgutbehandlungsmittel, die bis 2020 auf den Markt gebracht werden
sollen, sowie über 35 Projekte in der Climate-FieldView-Pipeline.
Die Tabelle zeigt die aktuelle Bayer-Produktinnovations-Pipeline:
| Markteinführung | Produktgruppe | Indikation / Kultur | Produkt / Pflanzeneigenschaft |
| 2019 | Saatgut | Reis | Salz- und Überflutungstoleranz (arteigene Eigenschaft) |
| 2019 | Chemischer Pflanzenschutz | Insektizid | Tetraniliprole |
| 2019 | Chemischer Pflanzenschutz | Fungizid | Tiviant™ |
| 2019 | Saatgut | Reis | Doppelte Krankheitstoleranz (arteigene Eigenschaft) |
Stand: 1. August 2018
Eine aktualisierte, integrierte Pipeline-Übersicht wird bis zum kommenden Geschäftsbericht
verfügbar sein.
Im 2. Quartal haben wir die folgenden Kooperationsverträge geschlossen, wobei Tätigkeiten,
die das neu akquirierte Geschäft betreffen, seit dem Abschluss der Übernahme am 7.
Juni 2018 enthalten sind:
Im April haben wir mit der International Finance Corporation (Washington D.C., USA),
der Netafim Ltd. (Tel Aviv, Israel) und der Swiss Re Corporate Solutions Ltd. (Zürich,
Schweiz) eine globale Allianz "Better Life Farming" abgeschlossen. Das Ziel besteht
darin, ganzheitliche, innovative Lösungen in Entwicklungsländern für Kleinbauern mit
weniger als zwei Hektar Land anzubieten und diese damit in die Lage zu versetzen,
ihre Betriebe als nachhaltige Geschäftsmodelle auszubauen.
Im Juni hat Bayer über die Monsanto Company (St. Louis, Missouri, USA) mit Corteva
Agriscience™ (Indianapolis, Indiana, USA), der Landwirtschaftsdivision von DowDuPont
Inc., die Ausweitung der Lizenz für die Roundup Ready 2 Xtend™-Technologie auf Sojabohnen
vereinbart. Mit dieser Lizenz kann Corteva Agriscience™ Landwirten in den USA und
Kanada durch erweiterten Zugriff auf die Roundup Ready 2 Xtend™-Technologie in ihrem
nordamerikanischen Markenportfolio für Saatgut weitere Flexibilität bei der Unkrautbekämpfung
bieten.
Im Juli haben Bayer Animal Health und Mitsui Chemicals Agro, Inc. (MCAG) mit Sitz
in Tokio, Japan, ein globales Lizenzabkommen unterzeichnet. Auf Grundlage der Erfindungen
von MCAG beabsichtigen wir neuartige Antiparasitika für Haustiere zu entwickeln und
auf den Markt zu bringen.
| Wachstum 2017 |
Ausblick Wachstum 2018 |
|
| Welt | 3,3 % | 3,3 % |
| EU | 2,6 % | 2,1 % |
| davon Deutschland | 2,5 % | 2,2 % |
| USA | 2,3 % | 3,0 % |
| Schwellenländer2 | 4,8 % | 4,8 % |
Vorjahreswerte angepasst
1
Reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, Quelle: IHS Markit
2
Darin enthalten sind rund 50 Länder, die IHS Markit in Anlehnung an die Weltbank als
Schwellenländer definiert.
Stand: Juli 2018
Wir rechnen weiterhin mit einem kräftigen Wachstum der Weltwirtschaft. Allerdings
haben die Risiken für die globale Konjunktur zugenommen, insbesondere durch die aktuellen
handelspolitischen Konflikte. Für die USA erwarten wir eine höhere Dynamik, während
das Wachstum in Europa geringer ausfallen dürfte als im Vorjahr. In den Schwellenländern
rechnen wir mit einer kräftigen Zunahme der Wirtschaftsleistung auf dem Niveau des
Vorjahrs. Dabei gehen wir für China weiter von einem hohen, aber gegenüber dem Vorjahr
leicht rückläufigen Wachstum aus.
| Wachstum 2017 |
Ausblick Wachstum 2018 |
|
| Pharmaceuticals-Markt | 3 % | 4 % |
| Consumer-Health-Markt | 3 - 4 % | 3 - 4 % |
| Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt | 1 % | 2 - 3 % |
| Animal-Health-Markt | 2 % | 4 % |
Vorjahreswerte angepasst
Stand: Juli 2018
Nach der am 7. Juni 2018 erfolgten Übernahme von Monsanto sowie unter Berücksichtigung
der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung und Abwägung der Risiko-
und Chancenpotenziale haben wir unsere Erwartungen für das Geschäftsjahr 2018 angepasst.
In unserem Ausblick sind nun die Umsatz- und Ergebnisbeiträge von Monsanto ab dem
Zeitpunkt der Übernahme inkludiert. Da diese später erfolgte als von uns erwartet,
werden wir aufgrund des saisonalen Geschäftsverlaufs im Agrarsektor im Jahr 2018 gegenüber
der im Februar veröffentlichten Prognose inklusive Monsanto geringere Erträge erfassen.
In unserem Ausblick haben wir die Finanzierungskosten für den Erwerb der Monsanto-Anteile
sowie zeitanteilig die gestiegene Aktienanzahl der Bayer AG nach den Kapitalerhöhungen
berücksichtigt. Die an BASF veräußerten Geschäfte sind ab dem Zeitpunkt des jeweiligen
Verkaufs nicht mehr enthalten.
Unserer Prognose liegen die Wechselkurse vom 30. Juni 2018 zugrunde. Zur besseren Vergleichbarkeit der operativen Performance haben wir die Prognosen auch währungsbereinigt dargestellt.4
Wir erwarten nun für den Bayer-Konzern einen Umsatz von mehr als 39 Mrd. € (bisher:
unter 35 Mrd. €). Hiervon entfallen mehr als 5 Mrd. € auf das übernommene Geschäft.
Durch die Veräußerung bestimmter Aktivitäten an BASF mindert sich der geplante Umsatz
um etwa 1 Mrd. €. Dies entspricht nun einer währungs- und portfoliobereinigten Umsatzsteigerung
im mittleren einstelligen Prozentbereich (bisher: im unteren bis mittleren einstelligen
Prozentbereich).
Für das EBITDA vor Sondereinflüssen erwarten wir nun einen Anstieg im unteren bis
mittleren einstelligen Prozentbereich (bisher: Verringerung im unteren einstelligen
Prozentbereich). Währungsbereinigt entspricht dies einem Anstieg im oberen einstelligen
Prozentbereich (bisher: Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich).
Wir erwarten nun ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 5,70 € bis 5,90 € (bisher:
Vorjahresniveau). Währungsbereinigt entspricht dies einem Rückgang im oberen einstelligen
Prozentbereich (bisher: Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich). Hierbei
berücksichtigen wir die Anpassung des bereinigten Ergebnisses je Aktie des Vorjahres
auf 6,64 €, aufgrund der Bonuskomponente der Bezugsrechtskapitalerhöhung.
| Stichtagskurse vom 30.06.2018 | währungsbereinigt | |
| Umsatz | mehr als 39 Mrd. € | Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich1 |
| Entwicklung des um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA | Anstieg im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich | Anstieg im oberen einstelligen Prozentbereich |
| Entwicklung des bereinigten Ergebnisses je Aktie | 5,70 € - 5,90 € | Rückgang im oberen einstelligen Prozentbereich |
Wir streben für 2018 eine Dividendenauszahlung mindestens auf dem Niveau des Vorjahres
an, was von der bestehenden Dividendenpolitik (30 - 40% des bereinigten Ergebnisses
je Aktie als mathematischer Rahmen für die Dividendenausschüttung) nach oben abweicht.
Aufgrund der späten Übernahme von Monsanto beinhaltet das für das Geschäftsjahr erwartete
bereinigte Ergebnis je Aktie nur einen geringen Beitrag des erworbenen Geschäfts.
Allerdings werden uns saisonalitätsbedingt erhebliche operative Zahlungsmittelzuflüsse
aus dem akquirierten Geschäft zur Verfügung stehen. Des Weiteren tragen die erwarteten
Erlöse aus den BASF-Verkäufen und die bereits realisierten Erträge aus dem Covestro-Anteilsverkauf
zum Ergebnis bei. Insgesamt wird die Nettofinanzverschuldung zum Jahresende damit
deutlich niedriger ausfallen als ursprünglich erwartet. Unter Berücksichtigung der
Mittelzuflüsse und in Anbetracht einer erwarteten erfolgreichen Geschäftsentwicklung
des kombinierten Geschäfts wollen wir unsere Aktionäre mit einer attraktiven Dividende
am Unternehmenserfolg teilhaben lassen.
Für Pharmaceuticals bestätigen wir unsere bisherige Umsatz- und Ergebnisprognose.
Für Consumer Health bestätigen wir unsere Erwartungen für die Umsatzentwicklung sowie
für das währungsbereinigte EBITDA vor Sondereinflüssen. Beim EBITDA vor Sondereinflüssen
erwarten wir nun währungsbedingt einen Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich
(bisher: Rückgang im unteren einstelligen Prozentbereich).
Für Crop Science planen wir nun einen Umsatz von leicht über 14 Mrd. € (bisher: über
9,5 Mrd. €). Wie erwähnt ist hierin ein positiver Umsatzeffekt von mehr als 5 Mrd.
€ durch das übernommene Geschäft enthalten sowie eine Umsatzminderung von etwa 1 Mrd.
€ durch die Veräußerung bestimmter Aktivitäten an BASF. Wir rechnen wie bisher mit
einer währungs- und portfoliobereinigten Steigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich.
Wir erwarten eine Steigerung des EBITDA vor Sondereinflüssen im mittleren Zwanziger-Prozentbereich
(bisher: im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich). Währungsbereinigt planen
wir nun einen Anstieg um rund 30 % (bisher: Anstieg im mittleren Zehner-Prozentbereich).
4
Dabei werden die Monatsdurchschnittskurse aus 2017 verwendet (siehe B 4/1).
Für das Segment Animal Health, für die Überleitung sowie für die Bayer AG bestätigen
wir unsere Umsatz-und Ergebnisprognosen.
| Aktualisierte Prognose | Prognose vom 28.02.2018 | |
| Sondereinflüsse | etwa 1,9 Mrd. € Sonderertrag1 | etwa 0,4 Mrd. € Sonderaufwand |
| Aufwendungen für Forschung und Entwicklung | etwa 4,9 Mrd. € | etwa 4,1 Mrd. € |
| Investitionen | etwa 2,8 Mrd. € | etwa 2,2 Mrd. € |
| davon immaterielle Vermögenswerte | etwa 0,6 Mrd. € | etwa 0,6 Mrd. € |
| Planmäßige Abschreibungen | etwa 3,0 Mrd. € | etwa 2,2 Mrd. € |
| davon auf immaterielle Vermögenswerte | etwa 2,0 Mrd. € | etwa 1,2 Mrd. € |
| Finanzergebnis | etwa - 1,2 Mrd. € | etwa - 1 Mrd. € |
| Steuerquote | 21,0 % | 20,0 % |
| Nettofinanzverschuldung | etwa 37 Mrd. € | Nettoliquidität2 |
1
Im Wesentlichen Erträge aus den kartellrechtlich vorgeschriebenen Veräußerungen bestimmter
Crop-Science-Aktivitäten
2
Ohne Berücksichtigung von Kapital- und Portfoliomaßnahmen
Als international agierendes Unternehmen mit einem diversifizierten Portfolio ist
der Bayer-Konzern einer Vielzahl von internen und externen Entwicklungen oder Ereignissen
ausgesetzt, die das Erreichen unserer finanziellen und nicht-finanziellen Ziele in
wesentlichem Maße beeinflussen können.
Das Chancen- und Risikomanagement ist bei Bayer integraler Bestandteil des konzernweiten
Systems der Unternehmensführung. Für eine ausführliche Darstellung unserer Chancen-
und Risikomanagementprozesse und der Chancen- und Risikolage verweisen wir auf den
Geschäftsbericht 2017, A 3.2 "Chancen- und Risikobericht". Grundlegende Veränderungen
des Bayer Risikoprofils ohne Berücksichtigung der Monsanto-Übernahme haben sich im
Vergleich zu unserer Darstellung aus dem Geschäftsbericht 2017 bisher nicht ergeben.
Das Risikomanagement Monsanto-bezogener Risiken liegt im Berichtszeitraum unverändert
bei Monsanto. Die Berücksichtigung in unserem bestehenden ERM-Prozess wird im Laufe
der kommenden Integrationsmaßnahmen geschehen. Der Überblick über die folgenden Risiken
setzt daher auf den seitens Monsanto erhobenen und zuletzt veröffentlichten Risiken
auf. Eine Bewertung der Risiken in Bezug auf Wahrscheinlichkeit oder mögliche Schadenhöhe
wurde nicht vorgenommen. Risiken, die aufgrund der vollzogenen Transaktion entfallen,
werden nicht genannt.
Die folgende Tabelle zeigt eine Zuordnung der von Monsanto extern berichteten Risiken
zu den wesentlichen Risikobereichen von Bayer. Hierbei wurden die Risiken jeweils
nur dem aus unserer Sicht vorrangig betroffenen Risikobereich zugeordnet. Ein Eintreten
solcher Risiken könnte sich ebenso auf den Gesamtkonzern und seine Reputation auswirken
wie Risiken aus den originären Bayer-Segmenten.
| Risikobereiche Bayer | Abschnitte aus dem externen Risikobericht von Monsanto |
| Strategische Risiken | |
| Unternehmenstransaktionen | |
| Operative Leistungsrisiken | |
| Geistige Eigentumsrechte | |
| Entwicklung und Kommerzialisierung der Pipeline-Produkte | |
| Schwankungen der Rohstoffpreise | |
| Produktion | |
| Saisonaler Bedarf an Working Capital und Verschuldungsgrad | |
| Sicherheits-, Qualitäts- und Compliance-Risiken | |
| Regulierung des biotechnologisch entwickelten Saatguts, der landwirtschaftlichen Produkte und der Forschungs- und Produktionsprozesse | |
| Verständnis und Akzeptanz in der Öffentlichkeit für Biotechnologie- und sonstige landwirtschaftliche Produkte | |
| Einhaltung von Qualitätsanforderungen | |
| Rechtsstreitigkeiten1 | |
| Externe Risiken | |
| Wettbewerb | |
| Geschäftstätigkeit außerhalb der USA | |
| Wetterereignisse, Naturkatastrophen, Unfälle oder Sicherheitsvorfälle (inkl. Cyber-Angriffe) |
Im Folgenden werden jene Abschnitte aus dem Monsanto-Risikobericht dargestellt, die
nach unserer aktuellen Einschätzung nicht bereits in vergleichbarer Form im Bayer-Geschäftsbericht
2017, A 3.2 "Chancen- und Risikobericht" berichtet wurden:
Produktionsverträge werden zu Marktpreisen mit zahlreichen Saatguterzeugern geschlossen
und das erworbene Saatgut wird bis zum Verkauf gelagert. Diese Einkäufe stellen einen
erheblichen Anteil der Herstellungskosten für Saatgut dar. Darüber hinaus werden für
die Herstellung von chemischen Erzeugnissen chemische Zwischenprodukte und Energie
benötigt, die sich bei steigenden Rohöl- und Erdgaspreisen ebenfalls verteuern. Folglich
können steigende Rohstoffpreise die Herstellungskosten belasten oder zu Preiserhöhungen
führen, was den Absatz beeinträchtigen könnte. Zur Risikominimierung werden Hedging-Strategien
angewendet und entsprechende Einkaufsverträge so gestaltet, dass kurzfristige Veränderungen
der Rohstoffpreise mitigiert werden. Für mittel- und langfristige Rohstoffpreisveränderungen
ist dies hingegen nicht möglich. Das Einkommen von Landwirten ist auch von Agrar-Rohstoffpreisen
abhängig, deren Schwankungen zu einer veränderten Nachfrage nach Saatgut und chemischen
Produkten führen können.
Der Verschuldungsgrad sowie der saisonale Bedarf an Working Capital können die finanzielle
und operative Flexibilität mindern. Beispielsweise erhalten Kunden in manchen Regionen
regelmäßig Zahlungsziele, damit diese zu Beginn der Anbausaison Pflanzenschutzprodukte
und Saatgut erwerben können. Angesichts dieser Vorgehensweise sowie der Saisonalität
von Absätzen und Kosten kann der Finanzmittelbedarf zu bestimmten Zeiten des Jahres
steigen und eine Notwendigkeit bestehen, kurzfristiges Fremdkapital aufzunehmen. Die
kurzfristige Verschuldung kann höher ausfallen, wenn es nicht gelingt, Forderungen
gegenüber Kunden zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit einzuholen.
Wir sehen keine materiellen Veränderungen der Risikolage im Vergleich zu unserer Darstellung
aus dem Geschäftsbericht 2017, wo eine Erhöhung der Risikolage durch die bevorstehende
Akquisition von Monsanto bereits antizipiert wurde. Durch den Abschluss der Akquisition
sind die Risiken von Monsanto nunmehr auf Bayer übergegangen.
Nach heutiger Einschätzung sehen wir weder Einzelrisiken noch eine Kombination bzw.
Wechselwirkung mehrerer Risiken, die zu einer Bestandsgefährdung des Bayer-Konzerns
führen könnten.
Die im Vergleich zur Darstellung im Geschäftsbericht 2017 (Anhangangabe [32]) eingetretenen
wesentlichen Entwicklungen im Bereich der rechtlichen Risiken sind im verkürzten Anhang
zum Zwischenabschluss Bayer-Konzern unter "Rechtliche Risiken" dargestellt. Der Abschnitt
enthält auch die Monsanto-Risiken, sofern sie aus Sicht des Bayer-Konzerns materiell
erscheinen.
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | H1 2017 | H1 2018 | |
| Umsatzerlöse | 8.714 | 9.481 | 18.394 | 18.619 | |
| Herstellungskosten | - 2.783 | - 3.512 | - 5.770 | - 6.421 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 5.931 | 5.969 | 12.624 | 12.198 | |
| Vertriebskosten | - 2.831 | - 2.940 | - 5.498 | - 5.449 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 1.097 | - 1.261 | - 2.191 | - 2.301 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 493 | - 573 | - 953 | - 1.000 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 185 | 185 | 344 | 337 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 232 | - 29 | - 436 | - 124 | |
| EBIT1 | 1.463 | 1.351 | 3.890 | 3.661 | |
| Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen | - 5 | 27 | - 12 | 98 | |
| Finanzielle Erträge | 100 | 160 | 132 | 530 | |
| Finanzielle Aufwendungen | - 464 | - 509 | - 785 | - 820 | |
| Finanzergebnis | - 369 | - 322 | - 665 | - 192 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 1.094 | 1.029 | 3.225 | 3.469 | |
| Ertragsteuern | - 258 | - 216 | - 682 | - 710 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern aus fortzuführendem Geschäft | 836 | 813 | 2.543 | 2.759 | |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend | 2 | 6 | - | 6 | |
| davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend | 834 | 807 | 2.543 | 2.753 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortgeführtem Geschäft | 641 | - 8 | 1.205 | - | |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend | 251 | - | 441 | - | |
| davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend | 390 | - 8 | 764 | - | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 1.477 | 805 | 3.748 | 2.759 | |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend | 253 | 6 | 441 | 6 | |
| davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend (Konzernergebnis) | 1.224 | 799 | 3.307 | 2.753 | |
| in Stück | |||||
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien2 | 885.186.889 | 915.694.644 | 884.826.889 | 900.704.047 | |
| in € | |||||
| Ergebnis je Aktie | |||||
| aus fortzuführendem Geschäft | |||||
| unverwässert | 0,94 | 0,88 | 2,87 | 3,06 | |
| verwässert | 0,94 | 0,88 | 2,87 | 3,06 | |
| aus nicht fortgeführtem Geschäft | |||||
| unverwässert | 0,44 | - 0,01 | 0,87 | 0,00 | |
| verwässert | 0,44 | - 0,01 | 0,87 | 0,00 | |
| aus fortzuführendem und nicht fortgeführtem Geschäft | |||||
| unverwässert | 1,38 | 0,87 | 3,74 | 3,06 | |
| verwässert | 1,38 | 0,87 | 3,74 | 3,06 | |
Vorjahreswerte angepasst
1
Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2017, A 2.4 "Alternative Leistungskennzahlen
des Bayer-Konzerns"
2
Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien (unverwässert und verwässert) wurde
für alle Perioden vor Juni 2018 um den Effekt der Bonuskomponente von Bezugsrechten
angepasst, die im Rahmen der Kapitalerhöhung im Juni 2018 ausgegeben wurden.
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | H1 2017 | H1 2018 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 1.477 | 805 | 3.748 | 2.759 | |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend | 253 | 6 | 441 | 6 | |
| davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend | 1.224 | 799 | 3.307 | 2.753 | |
| Neubewertungen der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen |
300 | 82 | 905 | - 94 | |
| Ertragsteuern | - 132 | 59 | - 327 | 58 | |
| Sonstiges Ergebnis aus Neubewertungen der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen |
168 | 141 | 578 | - 36 | |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten |
- | 90 | - | 185 | |
| Ertragsteuern | - | - 2 | - | - 2 | |
| Sonstiges Ergebnis von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten |
- | 88 | - | 183 | |
| Sonstiges Ergebnis at-equity bewerteter Beteiligungen | - | 17 | - | 4 | |
| Sonstiges Ergebnis, das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird |
168 | 246 | 578 | 151 | |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von Cashflow-Hedges | 10 | 292 | - 78 | 352 | |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag | - 27 | - 26 | 27 | - 57 | |
| In den Geschäfts- oder Firmenwert umgebuchter Betrag | - | - 37 | - | - 37 | |
| Ertragsteuern | 8 | - 75 | 23 | - 83 | |
| Sonstiges Ergebnis aus Cashflow-Hedges | - 9 | 154 | - 28 | 175 | |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten |
- 27 | - | - 34 | - | |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag | - | - | - | - | |
| Ertragsteuern | - 1 | - | 8 | - | |
| Sonstiges Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | - 28 | - | - 26 | - | |
| Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften |
- 1.213 | 1.021 | - 1.384 | 639 | |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag | - | - | - | - | |
| Sonstiges Ergebnis aus Währungsumrechnung | - 1.213 | 1.021 | - 1.384 | 639 | |
| Sonstiges Ergebnis at-equity bewerteter Beteiligungen | 40 | 3 | 47 | 2 | |
| Sonstiges Ergebnis, das anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind |
- 1.210 | 1.178 | -1.391 | 816 | |
| Sonstiges Ergebnis1 | - 1.042 | 1.425 | - 813 | 968 | |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend | - 86 | - 1 | - 63 | - 5 | |
| davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend | - 956 | 1.426 | - 750 | 973 | |
| Gesamtergebnis | 435 | 2.230 | 2.935 | 3.727 | |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallend | 167 | 5 | 378 | 1 | |
| davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend | 268 | 2.225 | 2.557 | 3.726 | |
| in Mio. € | 30.06.2017 | 30.06.2018 | 31.12.2017 |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 15.823 | 37.770 | 14.751 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 12.685 | 38.312 | 11.674 |
| Sachanlagen | 12.672 | 13.762 | 7.633 |
| Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen | 548 | 501 | 4.007 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.402 | 2.815 | 1.634 |
| Sonstige Forderungen | 526 | 783 | 400 |
| Latente Steuern | 6.332 | 4.770 | 4.915 |
| 49.988 | 98.713 | 45.014 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 8.459 | 11.089 | 6.550 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.077 | 14.254 | 8.582 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 7.233 | 1.556 | 3.529 |
| Sonstige Forderungen | 1.652 | 1.600 | 1.276 |
| Ertragsteuererstattungsansprüche | 455 | 617 | 474 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.773 | 4.981 | 7.581 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 3 | 3.720 | 2.081 |
| 32.652 | 37.817 | 30.073 | |
| Gesamtvermögen | 82.640 | 136.530 | 75.087 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 2.117 | 2.387 | 2.117 |
| Kapitalrücklagen | 9.658 | 18.388 | 9.658 |
| Sonstige Rücklagen | 20.875 | 26.371 | 25.026 |
| Aktionären der Bayer AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital | 32.650 | 47.146 | 36.801 |
| Nicht beherrschende Anteile | 2.833 | 73 | 60 |
| 35.483 | 47.219 | 36.861 | |
| Langfristiges Fremdkapital | |||
| Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen | 9.618 | 8.352 | 8.020 |
| Andere Rückstellungen | 1.631 | 1.929 | 1.366 |
| Rückerstattungsverbindlichkeiten | - | 233 | - |
| Vertragsverbindlichkeiten | - | 889 | - |
| Finanzverbindlichkeiten | 14.168 | 42.593 | 12.483 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 505 | 810 | 495 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 985 | 291 | 1.116 |
| Latente Steuern | 1.490 | 7.452 | 1.153 |
| 28.397 | 62.549 | 24.633 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | |||
| Andere Rückstellungen | 5.631 | 2.424 | 4.344 |
| Rückerstattungsverbindlichkeiten | - | 5.920 | - |
| Vertragsverbindlichkeiten | - | 529 | - |
| Finanzverbindlichkeiten | 5.037 | 9.536 | 1.935 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.211 | 4.861 | 5.129 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 935 | 504 | 422 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.946 | 2.319 | 1.652 |
| Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten |
- | 669 | 111 |
| 18.760 | 26.762 | 13.593 | |
| Gesamtkapital | 82.640 | 136.530 | 75.087 |
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | H1 2017 | H1 2018 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern aus fortzuführendem Geschäft | 836 | 813 | 2.543 | 2.759 |
| Ertragsteuern | 258 | 216 | 682 | 710 |
| Finanzergebnis | 369 | 322 | 665 | 192 |
| Gezahlte Ertragsteuern | - 491 | - 540 | - 984 | - 928 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
672 | 666 | 1.244 | 1.174 |
| Veränderung Pensionsrückstellungen | - 82 | - 73 | - 145 | - 171 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte |
14 | - 40 | - 36 | - 60 |
| Zu- / Abnahme Vorräte | 31 | 267 | - 69 | 183 |
| Zu- / Abnahme Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
334 | 1.458 | - 1.311 | 109 |
| Zu- / Abnahme Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
- 117 | - 106 | - 845 | - 542 |
| Veränderung übriges Nettovermögen / Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge |
77 | - 743 | 708 | - 528 |
| Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit aus fortzuführendem Geschäft |
1.901 | 2.240 | 2.452 | 2.898 |
| Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit aus nicht fortgeführtem Geschäft |
412 | - | 702 | - |
| Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit (Gesamt) |
2.313 | 2.240 | 3.154 | 2.898 |
| Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
- 476 | - 459 | - 891 | - 808 |
| Einnahmen aus dem Verkauf von Sachanlagen und anderen Vermögenswerten |
19 | 23 | 73 | 82 |
| Einnahmen aus Desinvestitionen | 54 | 69 | 54 | 214 |
| Einnahmen / Ausgaben aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten |
- 42 | 1.211 | - 96 | 2.988 |
| Ausgaben für Akquisitionen abzüglich übernommener Zahlungsmittel |
- | - 45.316 | - 158 | - 45.316 |
| Zins- und Dividendeneinnahmen | 43 | 123 | 63 | 145 |
| Einnahmen / Ausgaben aus kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten |
- 776 | 6.424 | - 1.359 | 2.712 |
| Cashflows aus investiver Tätigkeit (Gesamt) | - 1.178 | - 37.925 | - 2.314 | - 39.983 |
| Kapitaleinzahlungen | - | 8.986 | - | 8.986 |
| Erlöse für Aktien der Covestro AG | 1.045 | - | 2.505 | - |
| Gezahlte Dividenden | - 2.361 | - 2.403 | - 2.361 | - 2.403 |
| Kreditaufnahme | 1.424 | 56.307 | 1.716 | 57.328 |
| Schuldentilgung | - 410 | - 27.156 | - 1.446 | - 28.684 |
| Zinsausgaben einschließlich Zinssicherungsgeschäften |
- 275 | - 361 | - 389 | - 444 |
| Zinseinnahmen aus Zinssicherungsgeschäften | 28 | 373 | 37 | 382 |
| Ausgaben für den Erwerb zusätzlicher Anteile an Tochterunternehmen |
- | - | - | - |
| Cashflows aus Finanzierungstätigkeit (Gesamt) | - 549 | 35.746 | 62 | 35.165 |
| Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit (Gesamt) |
586 | 61 | 902 | - 1.920 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenanfang |
2.224 | 5.338 | 1.899 | 7.436 |
| Veränderung aus Konzernkreisänderungen | - | - | - | 1 |
| Veränderung aus Wechselkursänderungen | - 37 | - 388 | - 28 | - 506 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende |
2.773 | 5.011 | 2.773 | 5.011 |
Vorjahreswerte angepasst
| in Mio. € | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklagen | Sonstige Rücklagen |
Aktionären der Bayer AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital |
Nicht beherrschende Anteile |
Eigenkapital |
| 31.12.2016 | 2.117 | 9.658 | 18.558 | 30.333 | 1.564 | 31.897 |
| Eigenkapital-Transaktionen mit Anteilseignern | ||||||
| Kapitalerhöhung / -herabsetzung | ||||||
| Dividendenausschüttung | - 2.233 | - 2.233 | - 129 | - 2.362 | ||
| Sonstige Veränderungen | 1.993 | 1.993 | 1.020 | 3.013 | ||
| Gesamtergebnis | 2.557 | 2.557 | 378 | 2.935 | ||
| 30.06.2017 | 2.117 | 9.658 | 20.875 | 32.650 | 2.833 | 35.483 |
| 31.12.2017 | 2.117 | 9.658 | 25.026 | 36.801 | 60 | 36.861 |
| Anpassung aufgrund der Einführung von IFRS 9 (nach Steuern) | - 60 | - 60 | - 60 | |||
| Anpassung aufgrund der Einführung von IFRS 15 (nach Steuern) | 86 | 86 | 86 | |||
| Eigenkapital-Transaktionen mit Anteilseignern | ||||||
| Kapitalerhöhung / -herabsetzung | 270 | 8.730 | 9.000 | 9.000 | ||
| Dividendenausschüttung | - 2.402 | - 2.402 | - 2.402 | |||
| Sonstige Veränderungen | - 5 | - 5 | 12 | 7 | ||
| Gesamtergebnis | 3.726 | 3.726 | 1 | 3.727 | ||
| 30.06.2018 | 2.387 | 18.388 | 26.371 | 47.146 | 73 | 47.219 |
| Pharmaceuticals | Pharmaceuticals | Consumer Health | Consumer Health | Crop Science | Crop Science | |
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | Q2 2017 | Q2 2018 | Q2 2017 | Q2 2018 |
| Außenumsatzerlöse | 4.304 | 4.217 | 1.542 | 1.413 | 2.163 | 3.011 |
| Veränderung1 | 4,9 % | - 2,0 % | - 0,7 % | - 8,4 % | - 14,1 % | 39,2 % |
| Veränderung währungsbereinigt1 | 4,4 % | 2,9 % | - 2,2 % | - 1,4 % | - 15,8 % | 46,4 % |
| Intersegment-Umsatzerlöse | 11 | 10 | 4 | 1 | 8 | 12 |
| Umsatzerlöse (Gesamt) | 4.315 | 4.227 | 1.546 | 1.414 | 2.171 | 3.023 |
| EBIT1 | 1.102 | 1.053 | 195 | 157 | 117 | 154 |
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 1.222 | 1.109 | 210 | 156 | 212 | 434 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 1.481 | 1.363 | 314 | 256 | 317 | 631 |
| Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit | 528 | 629 | 297 | 148 | 1.170 | 1.653 |
| Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen | 372 | 297 | 112 | 100 | 116 | 199 |
| Animal Health | Animal Health | |
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 |
| Außenumsatzerlöse | 450 | 453 |
| Veränderung1 | 5,6 % | 0,7 % |
| Veränderung währungsbereinigt1 | 4,0 % | 7,6 % |
| Intersegment-Umsatzerlöse | 1 | 3 |
| Umsatzerlöse (Gesamt) | 451 | 456 |
| EBIT1 | 107 | 116 |
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 107 | 119 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 116 | 128 |
| Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit | 97 | 88 |
| Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen | 9 | 9 |
| Überleitung | Überleitung | Überleitung | Überleitung | |||
| lle sonstigen Segmente |
Alle sonstigen Segmente | Corporate Functions und Konsolidierung |
Corporate Functions und Konsolidierung | Konzern |
Konzern |
|
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | Q2 2017 | Q2 2018 | Q2 2017 | Q2 2018 |
| Außenumsatzerlöse | 252 |
378 |
3 |
9 |
8.714 |
9.481 |
| Veränderung1 | - 1,6 % | 50,0 % | - | - | - 1,6 % | 8,8 % |
| Veränderung währungsbereinigt1 | - 0,8 % | 52,5 % | - | - | - 2,7 % | 14,6 % |
| Intersegment-Umsatzerlöse | 508 | 624 | - 532 | - 650 | - | - |
| Umsatzerlöse (Gesamt) | 760 | 1.002 | - 529 | - 641 | 8.714 | 9.481 |
| EBIT1 | 45 | 24 | - 103 | - 153 | 1.463 | 1.351 |
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 58 | 36 | - 102 | - 140 | 1.707 | 1.714 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 118 | 93 | - 99 | - 136 | 2.247 | 2.335 |
| Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit | - 74 | 24 | - 117 | - 302 | 1.901 | 2.240 |
| Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen | 60 | 57 | 3 | 4 | 672 | 666 |
Vorjahreswerte angepasst
Pharmaceuticals |
Pharmaceuticals | Consumer Health |
Consumer Health |
Crop Science |
Crop Science |
|
| in Mio. € | H1 2017 | H1 2018 | H1 2017 | H1 2018 | H1 2017 | H1 2018 |
| Außenumsatzerlöse | 8.567 | 8.292 | 3.143 | 2.822 | 5.283 | 5.872 |
| Veränderung1 | 7,2 % | - 3,2 % | 2,3 % | - 10,2 % | - 3,1 % | 11,1 % |
| Veränderung währungsbereinigt1 | 5,8 % | 2,8 % | 0,2 % | - 1,8 % | - 5,4 % | 18,4 % |
| Intersegment-Umsatzerlöse | 21 | 19 | 9 | 2 | 16 | 20 |
| Umsatzerlöse (Gesamt) | 8.588 | 8.311 | 3.152 | 2.824 | 5.299 | 5.892 |
| EBIT1 | 2.321 | 2.216 | 473 | 368 | 1.087 | 1.046 |
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 2.477 | 2.273 | 497 | 372 | 1.219 | 1.387 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 2.983 | 2.778 | 706 | 569 | 1.432 | 1.673 |
| Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit | 1.501 | 1.861 | 562 | 321 | 491 | 950 |
| Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen | 652 | 548 | 218 | 197 | 237 | 288 |
| Animal Health | Animal Health | |
| in Mio. € | H1 2017 | H1 2018 |
| Außenumsatzerlöse | 890 | 867 |
| Veränderung1 | 6,7 % | - 2,6 % |
| Veränderung währungsbereinigt1 | 4,4 % | 5,4 % |
| Intersegment-Umsatzerlöse | 2 | 5 |
| Umsatzerlöse (Gesamt) | 892 | 872 |
| EBIT1 | 233 | 245 |
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 233 | 248 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 251 | 267 |
| Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit | 66 | 101 |
| Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen | 18 | 19 |
| Überleitung | Überleitung | Überleitung | Überleitung | |||
| Alle sonstigen Segmente | Alle sonstigen Segmente | Corporate Functions und Konsolidierung | Corporate Functions und Konsolidierung | Konzern | Konzern | |
| in Mio. € | H1 2017 | H1 2018 | H1 2017 | H1 2018 | H1 2017 | H1 2018 |
| Außenumsatzerlöse | 504 | 756 | 7 | 10 | 18.394 | 18.619 |
| Veränderung1 | - 0,4 % | 50,0 % | - | - | 3,0 % | 1,2 % |
| Veränderung währungsbereinigt1 | 0,6 % | 50,3 % | - | - | 1,2 % | 7,9 % |
| Intersegment-Umsatzerlöse | 1.218 | 1.219 | - 1.266 | - 1265 | - | - |
| Umsatzerlöse (Gesamt) | 1.722 | 1.975 | - 1.259 | - 1255 | 18.394 | 18.619 |
| EBIT1 | 19 | 46 | - 243 | - 260 | 3.890 | 3.661 |
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 50 | 66 | - 240 | - 244 | 4.236 | 4.102 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 163 | 180 | - 234 | - 236 | 5.301 | 5.231 |
| Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit | - 241 | - 219 | 73 | - 116 | 2.452 | 2.898 |
| Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen | 113 | 114 | 6 | 8 | 1.244 | 1.174 |
Vorjahreswerte angepasst
Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2018 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften
des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen
und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards
(IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen
des IFRS Interpretations Committee erstellt worden.
Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2017 gelten - mit Ausnahme der
im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendeten Rechnungslegungsvorschriften oder
geänderter Bilanzierungsmethoden - insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden entsprechend.
Zum 1. Januar 2018 wurden IFRS 9 (Financial Instruments) und IFRS 15 (Revenue from
Contracts with Customers) erstmals angewendet. Im Folgenden werden die Effekte angegeben,
wie sie aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 resultieren.
IFRS 9 ist der neue Standard zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten, den Bayer modifiziert
retrospektiv ohne Änderung der Vorjahreszahlen zum 1. Januar 2018 erstmals angewendet
hat. Umstellungseffekte zum Erstanwendungszeitpunkt wurden kumulativ im Eigenkapital
erfasst und die Vergleichsperiode wird in Einklang mit bisherigen Regelungen dargestellt.
Die Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 9 und IFRS 15 auf die Gewinnrücklagen und
das sonstige Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung sind im Folgenden dargestellt:
| in Mio. € | ||
| Gewinnrücklagen inkl. Konzernergebnis 31. Dezember 2017 | 26.851 | |
| Effekte aus IFRS 9 | - 43 | |
| davon Umgliederung aus sonstigem Ergebnis (Marktbewertung Finanzinstrumente) | 37 | |
| davon Zuführung Vorsorge für erwartete Kreditrisiken "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" | - 93 | |
| davon Zuführung Vorsorge für erwartete Kreditrisiken "Sonstige Forderungen" | - 4 | |
| davon Zuführung Vorsorge für erwartete Kreditrisiken "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" | - 1 | |
| davon latente Steuern | 18 | |
| Effekte aus IFRS 15 | 86 | |
| Gewinnrücklagen inkl. Konzernergebnis 1. Januar 2018 | 26.894 | |
| in Mio. € | |
| Marktbewertung Finanzinstrumente 31. Dezember 2017 | 98 |
| Umgliederungen in die Gewinnrücklagen | - 37 |
| Umbewertungen aufgrund Änderung in der Bewertungskategorie | 11 |
| Latente Steuern | 9 |
| Marktbewertung Finanzinstrumente 1. Januar 2018 | 81 |
IFRS 9 führt neue Vorschriften für die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen
Vermögenswerten ein und ersetzt die derzeitigen Regelungen zur Wertminderung von finanziellen
Vermögenswerten. Der neue Standard erfordert eine geänderte Bilanzierung der Effekte
aus der Veränderung des eigenen Kreditrisikos für zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte
finanzielle Verpflichtungen und ändert die Vorschriften für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen.
Darüber hinaus bleiben die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verpflichtungen
weitgehend unverändert zu den derzeitigen Regelungen.
Nach IFRS 9 bestimmen sich die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten
nach dem Geschäftsmodell des Unternehmens und den Charakteristika der Zahlungsströme
des jeweiligen finanziellen Vermögenswerts. Für zum 1. Januar 2018 gehaltene Eigenkapitalinstrumente,
die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, hat Bayer einheitlich das Wahlrecht ausgeübt,
zukünftige Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung
zu erfassen und diese damit bei Abgang des Finanzinstruments im Eigenkapital zu belassen.
Dieses Wahlrecht kann grundsätzlich auf Basis des einzelnen Instruments bei dessen
Zugang unwiderruflich ausgeübt werden. Der Anfang Mai 2018 vom Bayer Pension Trust
erworbene 6,8 %-Anteil an Covestro zur Bedienung der im Jahr 2020 fälligen Umtauschanleihe
wird erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.
Zum Erstanwendungszeitpunkt ergaben sich Umklassifizierungen im Wesentlichen aufgrund
der Charakteristika der Zahlungsströme von Fondsanteilen, von Beteiligungen an Limited
Partnerships und von der Bayer Pensionskasse VVaG gewährten Gründungsstockdarlehen
und des Genussrechtskapitals. Diese Finanzinstrumente wurden bislang in der Kategorie
Available-for-Sale mit Erfassung von Zeitwertänderungen im sonstigen Ergebnis in der
Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen und sind nunmehr als Schuldinstrumente klassifiziert,
deren Zeitwertänderungen erfolgswirksam erfasst werden.
Aus der geänderten Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten
haben sich die folgenden Auswirkungen zum Zeitpunkt der Erstanwendung ergeben:
| in Mio. € | ||||||
| Bewertungskategorie gemäß IAS 39 | Buchwert gemäß IAS 39 zum 31.12.2017 | Umgliederungen | Umbewertungen aufgrund Änderung in der Bewertungskategorie | Umbewertungen aufgrund der Anwendung des Wertminderungsmodells | Buchwert gemäß IFRS 9 zum 01.01.2018 | Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |||||
| Ausleihungen und Forderungen | 8.582 | - 93 | 8.489 | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Ausleihungen und Forderungen | 1.731 | 1.731 | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
|||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -Schuldtitel | 34 | 34 | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
|||
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen | 57 | 57 | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
|||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -Eigenkapitaltitel zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
35 | 11 | 46 | Eigenkapitaltitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgsneutral, kein Recycling) | ||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -Eigenkapitaltitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 191 | 191 | Eigenkapitaltitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgsneutral, kein Recycling) | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -Eigenkapitaltitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 39 | 39 | Schuldtitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgswirksam) | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -Schuldtitel | 2.429 | 145 | 2.574 | Schuldtitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgswirksam) | ||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung | 296 | 296 | Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung | |||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | 351 | 351 | Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | |||
| Sonstige Forderungen | Sonstige Forderungen | |||||
| Ausleihungen und Forderungen | 380 | - 4 | 376 | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -Schuldtitel | 46 | 46 | Schuldtitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgswirksam) | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | |||||
| Ausleihungen und Forderungen | 7.581 | - 145 | - 1 | 7.435 | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
|
| Finanzielle Vermögenswerte gesamt | 21.752 | 0 | 11 | - 98 | 21.665 |
Für die finanziellen Verbindlichkeiten haben sich keine Auswirkungen ergeben.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 9 auf die
Gewinnrücklagen und das sonstige Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung aufgegliedert
nach Bewertungskategorien:
| in Mio. € | |||
| Bewertungskategorie gemäß IAS 39 | Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 | Gewinnrücklagen Effekt zum 01.01.2018 | Sonstiges Ergebnis Effekt zum 01.01.2018 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Ausleihungen und Forderungen | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - 93 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - Eigenkapitaltitel zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Eigenkapitaltitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgsneutral, kein Recycling) | 11 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - Eigenkapitaltitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet | Schuldtitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgswirksam) | 10 | -10 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - Schuldtitel | Schuldtitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgswirksam) | 36 | -36 |
| Sonstige Forderungen | Sonstige Forderungen | ||
| Ausleihungen und Forderungen | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - 4 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - Schuldtitel | Schuldtitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgswirksam) | - 9 | 9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||
| Ausleihungen und Forderungen | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - 1 | |
| Finanzielle Vermögenswerte gesamt | - 61 | -26 |
Die nachstehende Tabelle zeigt die Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 9 auf die
auf nicht beobachtbaren Inputfaktoren basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten
finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Stufe 3), deren Entwicklung im
1. Halbjahr 2018 in Tabelle B 27 dargestellt wird.
| in Mio. € | |||||
| Bewertungskategorie gemäß IAS 39 | Buchwert gemäß IAS 39 zum 31.12.2017 | Umgliederungen aufgrund Änderung in der Fair-Value-Hierarchie | Umbewertungen aufgrund Änderung in der Bewertungskategorie | Buchwert gemäß IFRS 9 zum 01.01.2018 | Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -Eigenkapitaltitel zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 35 | 11 | 46 | Eigenkapitaltitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgsneutral, kein Recycling) | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -Eigenkapitaltitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 18 | 4 | 22 | Eigenkapitaltitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgsneutral, kein Recycling) | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -Eigenkapitaltitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 18 | 18 | Schuldtitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgswirksam) | ||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -Schuldtitel | 757 | 757 | Schuldtitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgswirksam) | ||
| Derivate | 10 | 10 | Derivate | ||
| Sonstige Forderungen | Sonstige Forderungen | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -Schuldtitel | 46 | 46 | Schuldtitel zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgswirksam) | ||
| Finanzielle Vermögenswerte (Stufe 3) gesamt | 849 | 39 | 11 | 899 | Finanzielle Vermögenswerte (Stufe 3) gesamt |
| Sonstige Verbindlichkeiten | Sonstige Verbindlichkeiten | ||||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet (nicht-derivativ) | - 7 | - 7 | Zum beizulegenden Zeitwert bewertet (nicht-derivativ) | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten (Stufe 3) gesamt | - 7 | - 7 | Finanzielle Verbindlichkeiten (Stufe 3) gesamt |
Eine bilanzielle Vorsorge für erwartete Kreditverluste wird für zu fortgeführten Anschaffungskosten
bilanzierte finanzielle Vermögenswerte erfasst. Für Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen wird im Rahmen der vereinfachten Vorgehensweise auf die über die jeweiligen
Laufzeiten erwarteten Kreditverluste abgestellt. Es werden dabei auf historischer
und prognostizierter Datenbasis kalkulierte Verlustraten zugrunde gelegt, die dem
Geschäftsmodell, dem jeweiligen Kunden und dem ökonomischen Umfeld der geografischen
Region Rechnung tragen. Forderungen mit signifikanten Überfälligkeiten, die aufgrund
der Kundenstruktur auch mehr als 90 Tage betragen können, oder solche, über deren
Schuldner ein Insolvenz- oder ein vergleichbares Verfahren eröffnet wurde, werden
einzeln auf eine Wertminderung geprüft. Für sonstige finanzielle Vermögenswerte erfolgt
die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste bei deren Zugang primär auf Basis von
Credit Default Swaps, für die im Rahmen einer Monte-Carlo-Simulation Verluste berechnet
werden, die aus Ausfällen in den nächsten 12 Monaten erwartet werden. Im Falle einer
signifikanten Erhöhung des Ausfallsrisikos werden die über die jeweilige Laufzeit
des Vermögenswerts erwarteten Kreditverluste berücksichtigt.
Die Effekte aus der Erhöhung der bilanziellen Vorsorge aus der Erstanwendung des neuen
Wertminderungsmodells sind in nachfolgender Tabelle dargestellt:
| in Mio. € | ||||
| Bewertungskategorie gemäß IAS 39 | Kumulierte Wertberichtigungen gemäß IAS 39 zum 31.12.2017 | Umbewertungen aufgrund der Anwendung des Wertminderungsmodells gemäß IFRS 9 | Kumulierte Wertberichtigungen zum 01.01.2018 | Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |||
| Ausleihungen und Forderungen | - 425 | - 93 | - 518 |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
| Sonstige Forderungen | Sonstige Forderungen | |||
| Ausleihungen und Forderungen | - 3 | - 4 | - 7 |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | |||
| Ausleihungen und Forderungen | - 1 | - 1 |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | |
| Gesamt | - 428 | - 98 | - 526 |
Die aus dem eigenen Kreditrisiko resultierenden Zeitwertveränderungen von erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden nunmehr
im sonstigen Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung und nicht mehr in der Gewinn-
und Verlustrechnung erfasst. Diese Änderung betrifft bei Bayer insbesondere die im
Juni 2017 begebenen Schuldverschreibungen (Umtauschanleihe), welche auch in Covestro-Aktien
umgetauscht werden können. Hieraus ergaben sich zum Umstellungszeitpunkt keine wesentlichen
Effekte.
Für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen hat Bayer von dem Wahlrecht Gebrauch
gemacht, die Vorschriften von IFRS 9 ab 1. Januar 2018 prospektiv anzuwenden. Wenn
nur der innere Wert einer Option als Sicherungsinstrument in einer Sicherungsbeziehung
designiert wird, sieht IFRS 9 vor, dass Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der
Zeitwertkomponente von Optionen über die Laufzeit der Sicherungsbeziehung zunächst
im sonstigen Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung erfasst werden. Die Auflösung
der darin kumulierten Beträge entweder in Form eines Basis Adjustments oder einer
direkten erfolgswirksamen Erfassung hängt von der Art der abgesicherten Transaktion
ab. Die geänderte Bilanzierungsmethode ist - im Gegensatz zu den übrigen Regelungen
zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen - retrospektiv anzuwenden. Zum Umstellungszeitpunkt
hatten diese Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage.
Im Oktober 2017 veröffentlichte das IASB die Änderung "Prepayment Features with Negative
Compensation" an IFRS 9 (Financial Instruments). Darüber hinaus erfolgte eine Klarstellung
zur Modifikation von finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht zur Ausbuchung führen.
Für diese nicht-substanziellen Modifikationen sind Modifikationsgewinne oder -verluste,
inkl. der Kosten der Modifikation, unmittelbar erfolgswirksam zu erfassen. Diese Änderung
zu IFRS 9 ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018
beginnen, anzuwenden. Mangels vergangener nicht-substanzieller Modifikationen von
Verbindlichkeiten hatte diese Änderung keine Auswirkungen auf die Darstellung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Für das im Juni 2018 eröffnete Anleihenumtauschprogramm
für die übernommenen Monsanto-Anleihen im Rahmen des Monsanto-Erwerbs, bei dem es
sich um eine nicht-substanzielle Modifikation handelt, wurden Aufwendungen in Höhe
von 13 Mio. € im 2. Quartal 2018 aufwandswirksam erfasst.
Im Mai 2014 veröffentlichte das IASB den IFRS 15 (Revenues from Contracts with Customers)
und legte im April 2016 weitere Klarstellungen des Standards vor. Sowohl der Standard
als auch die Klarstellungen wurden in europäisches Recht übernommen. IFRS 15 ersetzt
die aktuellen Standards zur Umsatzrealisierung IAS 18 (Revenue) und IAS 11 (Construction
Contracts) sowie die dazugehörigen Interpretationen und ist für Geschäftsjahre anzuwenden,
die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der neue Standard sieht ein fünfstufiges
Modell für die Erfassung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden vor. Nach IFRS 15 sind
diejenigen Beträge als Umsatzerlöse zu erfassen, die ein Unternehmen als Gegenleistung
für die Übertragung von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen an einen Kunden
zu erwarten hat. Erlöse werden erfasst, wenn (oder sobald) das Unternehmen die Verfügungsgewalt
über Waren oder Dienstleistungen entweder über einen Zeitraum oder zu einem Zeitpunkt
an einen Kunden überträgt. Darüber hinaus konkretisiert IFRS 15 die Zuordnung von
einzelnen Sachverhalten zu (neuen) Bilanzpositionen, einzelnen Funktionskosten in
der Gewinn- und Verlustrechnung und deren Brutto- versus Nettodarstellung.
Bayer hat IFRS 15 auf Basis der modifizierten retrospektiven Methode eingeführt, sodass
sämtliche Umstellungseffekte zum 1. Januar 2018 kumulativ in den Gewinnrücklagen erfasst
wurden und die Vergleichsperiode in Einklang mit bisherigen Regelungen dargestellt
wird. Bayer hat entschieden, den Standard rückwirkend ausschließlich auf Verträge
anzuwenden, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung keine erfüllten Verträge sind,
und zudem die Auswirkungen aller Vertragsänderungen, die vor dem Stichtag der erstmaligen
Anwendung erfolgt sind, gemäß IFRS 15.C7A(b) in aggregierter Form wiederzugeben.
Die Anwendung von IFRS 15 hat zu den folgenden Effekten geführt:
| ― |
IFRS 15 sieht eine rückwirkende Anpassung der Umsatzerlöse vor, sobald Meilensteinzahlungen im Rahmen von Auslizenzierungen von Zugangsrechten keinen Beschränkungen mehr unterliegen, und bedingt somit eine frühere Umsatzerfassung. Diese Änderung hat zum 1. Januar 2018 zu einem Anstieg der Gewinnrücklagen um 64 Mio. € nach latenten Steuern und einem Rückgang der Vertragsverbindlichkeiten (unter IAS 18 als Abgrenzungsposten in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen) um 86 Mio. € geführt. Für das Segment Pharmaceuticals fällt der Umsatz aufgrund dessen nach Einführung des IFRS 15 im Vergleich zu IAS 18 im 1. Halbjahr um 5 Mio. € bzw. im 2. Quartal um 3 Mio. € geringer aus. Hieraus ergibt sich im Vergleich eine Minderung der latenten Steueraufwendungen im 1. Halbjahr um 2 Mio. € bzw. im 2. Quartal um 1 Mio. €. |
| ― |
Für die Desinvestition einer Marke sieht IFRS 15 in Verbindung mit IAS 38 (Intangible Assets) grundsätzlich die Erfassung des Kaufpreises abzüglich der Restbuchwerte in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen zum Zeitpunkt des Übergangs der Verfügungsgewalt vor. Es wurden einige Fälle identifiziert, in denen der Kaufpreis gemäß den bisherigen Bilanzierungsgrundsätzen in Einklang mit IAS 18 abgegrenzt wurde, nach IFRS 15 jedoch zu einem früheren Zeitpunkt im Ergebnis anzusetzen gewesen wäre. Zum Zeitpunkt der Erstanwendung von IFRS 15 wurden aufgrund dessen ein Anstieg der Gewinnrücklagen um 21 Mio. € nach latenten Steuern und ein Rückgang der Vertragsverbindlichkeiten (unter IAS 18 als Abgrenzungsposten in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen) um 27 Mio. € erfasst. Für die Segmente Pharmaceuticals und Animal Health fällt in der Folge der Umsatz nach Einführung des IFRS 15 im Vergleich zu IAS 18 im 1. Halbjahr in Summe um 23 Mio. € bzw. im 2. Quartal um 8 Mio. € geringer aus. Hieraus ergibt sich im Vergleich eine Minderung der latenten Steueraufwendungen im 1. Halbjahr um 5 Mio. € bzw. im 2. Quartal um 2 Mio. €. |
| ― |
Aus der Änderung des Realisationszeitpunkts resultiert unter Einschluss der einzeln beschriebenen Effekte insgesamt ein um 9 Mio. € geringeres Halbjahresergebnis bzw. ein um 8 Mio. € geringeres Ergebnis für das 2. Quartal im Vergleich zu einer Umsatzerfassung nach IAS 18. Diese Ergebniswirkungen beziehen sich auf den Bayer-Konzern vor Erstkonsolidierung des ehemaligen Monsanto-Konzerns, dessen Finanzinformationen der Vergleichsperioden nach US-amerikanischen Rechnungslegungsnormen erstellt wurden und daher keinen angemessenen Vergleich mit nach IAS 18 ermittelten Umsatzerlösen ermöglichen. |
Um der Methodik von IFRS 15 zu entsprechen, hat Bayer zudem die Darstellung bestimmter
Sachverhalte in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angepasst.
| ― |
IFRS 15 sieht in der Bilanz eine Bruttodarstellung erwarteter Produktretouren für die Fälle vor, in denen davon ausgegangen wird, dass retournierte Produkte wiederverkauft werden können und Bayer den Kaufpreis erstatten wird. Die hieraus resultierenden Vermögenswerte aus erwarteten Produktretouren werden in Höhe der vorherigen Buchwerte ggf. abzüglich etwaiger Rückerlangungskosten und potenzieller Wertminderungen in den Vorräten ausgewiesen. Die aus der Bruttodarstellung resultierenden Rückerstattungsverbindlichkeiten enthalten die geschätzten Beträge, die bei Produktrückgabe voraussichtlich zu erstatten sind. Vor Anwendung von IFRS 15 hat Bayer erwartete Produktretouren netto in Höhe der Marge in den anderen Rückstellungen ausgewiesen. Im Rahmen der Kapitalflussrechnung steht daher der mit IFRS 15 zu verzeichnenden Erhöhung der Vorräte eine Minderung des übrigen Nettovermögens gegenüber. |
| ― |
Bereits erhaltene (oder zu erhaltende) Beträge, die dem Kunden voraussichtlich zurückzuerstatten sind, werden gemäß IFRS 15 als Rückerstattungsverbindlichkeiten ausgewiesen. Diese Beträge beziehen sich in der Regel auf erwartete Mengenrabatte und erwartete Produktretouren und wurden zuvor unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen. |
| ― |
Erhaltene (oder zu erhaltende) Anzahlungen im Zusammenhang mit Produktlieferungen wurden zuvor in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Erhaltene (oder zu erhaltende) Anzahlungen aus der Auslizenzierung von Zugangsrechten und Dienstleistungsverträgen, die über einen Zeitraum erfasst werden, wurden zuvor als Abgrenzungsposten in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Mit der Einführung von IFRS 15 werden beide als Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen. Innerhalb der Kapitalflussrechnung steht der aus der Ausweisänderung resultierenden Minderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen eine entsprechende Veränderung des übrigen Nettovermögens gegenüber. |
Die Effekte aus der Anwendung der modifizierten retrospektiven Methode auf die Eröffnungsbilanz
zum 1. Januar 2018 sind Tabelle B 14 zu entnehmen. Unter Einschluss des ehemaligen
Monsanto-Konzerns werden in Tabelle B 15 die Auswirkungen auf die Konzernbilanz zum
30. Juni 2018 dargestellt, soweit sie die veränderten Ausweisvorschriften von IFRS
15 im Vergleich zu IAS 18 betreffen.
| 31.12.2017 |
01.01.2018 | |||
| Vor Bilanzierungsänderungen | Ausweisänderungen | Änderung des Realisationszeitpunkts | Nach Bilanzierungsänderungen |
|
| in Mio. € | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Latente Steuern | 4.915 | - 5 | 4.910 | |
| Sonstige Langfristige Vermögenswerte | 40.099 | 40.099 | ||
| 45.014 | - 5 | 45.009 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Vorräte | 6.550 | 76 | 6.626 | |
| Sonstige Kurzfristige Vermögenswerte | 23.523 | 23.523 | ||
| 30.073 | 76 | 30.149 | ||
| Gesamtvermögen | 75.087 | 76 | - 5 | 75.158 |
| Eigenkapital | ||||
| Sonstige Rücklagen | 25.026 | 86 | 25.112 | |
| Sonstiges Eigenkapital | 11.835 | 11.835 | ||
| 36.861 | 86 | 36.947 | ||
| Langfristiges Fremdkapital | ||||
| Andere Rückstellungen | 1.366 | - 152 | 1.214 | |
| Rückerstattungsverbindlichkeit | - | 152 | 152 | |
| Vertragsverbindlichkeit | - | 905 | - 78 | 827 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.116 | - 905 | 211 | |
| Latente Steuern | 1.153 | 24 | 1.177 | |
| Sonstiges Langfristiges Fremdkapital | 20.998 | 20.998 | ||
| 24.633 | 0 | - 54 | 24.579 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | ||||
| Andere Rückstellungen | 4.344 | - 2.197 | 2.147 | |
| Rückerstattungsverbindlichkeiten | - | 2.275 | 2.275 | |
| Vertragsverbindlichkeiten | - | 740 | - 37 | 703 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.129 | - 561 | 4.568 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.652 | - 181 | 1.471 | |
| Sonstiges Kurzfristiges Fremdkapital | 2.468 | 2.468 | ||
| 13.593 | 76 | - 37 | 13.632 | |
| Gesamtkapital | 75.087 | 76 | - 5 | 75.158 |
| IFRS 15 30.06.2018 | Ausweisänderungen | IAS 18 30.06.2018 | |
| in Mio. € | |||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Latente Steuern | 4.770 | 4.770 | |
| Sonstige Langfristige Vermögenswerte | 93.943 | 93.943 | |
| 98.713 | 98.713 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 11.089 | - 146 | 10.943 |
| Sonstige Kurzfristige Vermögenswerte | 26.728 | 26.728 | |
| 37.817 | - 146 | 37.671 | |
| Gesamtvermögen | 136.530 | - 146 | 136.384 |
| Eigenkapital | |||
| Sonstige Rücklagen | 26.371 | 26.371 | |
| Sonstiges Eigenkapital | 20.848 | 20.848 | |
| 47.219 | 47.219 | ||
| Langfristiges Fremdkapital | |||
| Andere Rückstellungen | 1.929 | 233 | 2.162 |
| Rückerstattungsverbindlichkeit | 233 | - 233 | - |
| Vertragsverbindlichkeit | 889 | - 889 | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 291 | 750 | 1.041 |
| Latente Steuern | 7.452 | 7.452 | |
| Sonstiges Langfristiges Fremdkapital | 51.755 | 51.755 | |
| 62.549 | - 139 | 62.410 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | |||
| Andere Rückstellungen | 2.424 | 5.774 | 8.198 |
| Rückerstattungsverbindlichkeiten | 5.920 | - 5.920 | - |
| Vertragsverbindlichkeiten | 529 | - 529 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.861 | 524 | 5.385 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.319 | 144 | 2.463 |
| Sonstiges Kurzfristiges Fremdkapital | 10.709 | 10.709 | |
| 26.762 | - 7 | 26.755 | |
| Gesamtkapital | 136.530 | - 146 | 136.384 |
Im Januar 2016 veröffentlichte das IASB den neuen Standard zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen
IFRS 16 (Leases), der die bisher in IAS 17 (Leasingverhältnisse), IFRIC 4 (Beurteilung,
ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält), SIC-15 (Mietleasingverhältnisse
- Anreizvereinbarungen) und SIC-27 (Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen
in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen) enthaltenen Regelungen ersetzen
wird. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im Oktober 2017. Der neue Standard
ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen.
Er führt ein einheitliches Leasingbilanzierungsmodell für Leasingnehmer ein, bei dem
Vermögenswerte für gewährte Nutzungsrechte sowie korrespondierende Leasingverbindlichkeiten
zu bilanzieren sind. Eine Unterscheidung in Operating-Lease-Verträge, bei denen Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten zurzeit nicht bilanziert werden, und Finanzierungsleasing wird
es zukünftig für Leasingnehmer nicht mehr geben. Allerdings enthält IFRS 16 Wahlrechte
zur Inanspruchnahme von Ansatzfreistellungen. Für Leasinggeber ist wie auch unter
dem bisherigen Standard IAS 17 weiterhin zwischen Finance Lease und Operating Lease
zu unterscheiden.
Bayer wird IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 rückwirkend ohne Änderung der Vorjahreszahlen
anwenden, sodass Umstellungseffekte zum 1. Januar 2019 kumulativ im Eigenkapital erfasst
werden und die Vergleichsperiode in Einklang mit bisherigen Regelungen dargestellt
wird. In diesem Zusammenhang können für Leasingverträge, in denen eine Bayer-Gesellschaft
Leasingnehmer ist, zum Umstellungszeitpunkt verschiedene Erleichterungen in Anspruch
genommen werden. Bayer wird von dem Wahlrecht Gebrauch machen, immaterielle Vermögenswerte
vom Anwendungsbereich von IFRS 16 auszunehmen.
Die Implementierung des neuen Standards wird im Rahmen eines konzernweiten Projekts
gesteuert. Die Analyse der quantitativen Auswirkungen von IFRS 16 auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage ist noch nicht abgeschlossen. Es werden die folgenden Effekte
erwartet: Anstelle der bislang unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen angegebenen
Mindestmietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen wird die Anwendung von IFRS
16 zu einem Anstieg der langfristigen Vermögenswerte durch die Bilanzierung von Nutzungsrechten
führen. Ebenso werden sich die Finanzverbindlichkeiten durch den Ausweis der korrespondierenden
Leasingverbindlichkeiten erhöhen. Im Hinblick auf die Gesamtergebnisrechnung werden
anstelle der bisherigen Aufwendungen für Operating Leases unter IFRS 16 künftig die
Abschreibungen der Nutzungsrechte und die Zinsaufwendungen für die Verbindlichkeiten
ausgewiesen. In der Kapitalflussrechnung wird sich aus der Anwendung von IFRS 16 durch
geringere Auszahlungen im operativen Bereich tendenziell eine Verbesserung des operativen
Cashflows ergeben, während der Tilgungsanteil der Leasingzahlungen und der Zinsaufwand
als Bestandteile des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit eingehen.
Die konkreten quantitativen Auswirkungen der Erstanwendung sind u. a. abhängig von
der Entwicklung des Grenzfremdkapitalzinssatzes zum 1. Januar 2019, der Zusammensetzung
des Leasing-Portfolios zu diesem Stichtag und den dann vorzunehmenden Einschätzungen
im Hinblick auf die Ausübung von beispielsweise Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen.
Ebenfalls ist die Prüfung noch nicht abgeschlossen, ob und in welchem Umfang Wahlrechte
und Erleichterungsvorschriften in Anspruch genommen werden.
Das IASB veröffentlichte im Juni 2017 die IFRIC Interpretation 23 (Uncertainty over
Income Tax Treatments), um die Bilanzierung von Unsicherheit in Bezug auf Ertragsteuern
klarzustellen. IFRIC 23 ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem
1. Januar 2019 beginnen, anzuwenden. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch
aus. Die Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
werden noch geprüft.
Änderungen in den zugrunde liegenden Parametern beziehen sich vor allem auf die Wechselkurse
sowie auf die Zinssätze für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen. Die Wechselkurse
wichtiger Währungen zum Euro ergeben sich wie folgt:
| Stichtagskurs | Stichtagskurs | Stichtagskurs | Durchschnittskurs | Durchschnittskurs | ||
| 1 € / | 31.12.2017 |
30.06.2017 | 30.06.2018 | H1 2017 | H1 2018 | |
| BRL | Brasilien | 3,98 | 3,76 | 4,48 | 3,43 | 4,13 |
| CAD | Kanada | 1,51 | 1,48 | 1,54 | 1,44 | 1,55 |
| CHF | Schweiz | 1,17 | 1,09 | 1,16 | 1,08 | 1,17 |
| CNY | China | 7,81 | 7,73 | 7,72 | 7,42 | 7,70 |
| GBP | Großbritannien | 0,89 | 0,88 | 0,89 | 0,86 | 0,88 |
| JPY | Japan | 135,01 | 127,72 | 128,93 | 121,60 | 131,61 |
| MXN | Mexiko | 23,66 | 20,57 | 22,86 | 20,99 | 23,07 |
| RUB | Russland | 69,41 | 67,47 | 73,10 | 62,69 | 71,84 |
| USD | USA | 1,20 | 1,14 | 1,17 | 1,08 | 1,21 |
Aufgrund der wirtschaftlichen Situation in Argentinien wird geprüft, ob eine zukünftige
Bilanzierung nach IAS 29 auf Argentinien anzuwenden ist.
Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen wurden folgende wesentliche
Abzinsungssätze zugrunde gelegt:
| in % | 31.12.2017 | 31.03.2018 | 30.06.2018 |
| Deutschland | 1,90 | 1,90 | 1,90 |
| Großbritannien | 2,50 | 2,60 | 2,80 |
| USA | 3,40 | 3,80 | 4,10 |
Die Heubeck-Richttafeln werden bei Bayer als eine Rechnungsgrundlage zur bilanziellen
Bewertung von Pensionsverpflichtungen in Deutschland eingesetzt. In den letzten Jahren
wurden die Tafeln "RT 2005 G" verwendet. Mit Veröffentlichung der Richttafeln "RT
2018 G" haben wir auf diese umgestellt, da aus unserer Sicht die Zugrundelegung der
neuen Richttafeln im Vergleich zu den Richttafeln "RT 2005 G" zu einer Bewertung führt,
die die tatsächliche wirtschaftliche Belastung am jeweiligen Stichtag zutreffender
abbildet. Ohne den Wechsel zu den Heubeck-Richttafeln "RT 2018 G" wären die Rückstellungen
dadurch um 364 Mio. € niedriger ausgefallen.
Zur Ermittlung des Abzinsungssatzes für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen
wurde bisher bei der Berechnung die "Macauley Duration" angewendet. Bayer hat sich
entschlossen stattdessen auf die im Markt häufiger eingesetzte und mathematisch überlegene
"Einheitszinsmethode" umzustellen. Ohne diese Modifizierung wäre der Zinssatz zum
30. Juni 2018 um 10 Basispunkte niedriger ausgefallen. Die Rückstellungen wären dadurch
um 361 Mio. € höher ausgefallen.
Der Bayer-Konzern besteht zum 30. Juni 2018 aus den vier berichtspflichtigen Segmenten
Pharmaceuticals, Consumer Health, Crop Science und Animal Health.
Die nachfolgende Tabelle enthält die Überleitungsrechnung des EBITDA vor Sondereinflüssen
der oben genannten Segmente sowie die Überleitung zum Ergebnis vor Ertragsteuern des
Konzerns aus fortzuführendem Geschäft:
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | H1 2017 | H1 2018 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen der Segmente | 2.346 | 2.471 | 5.535 | 5.467 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen Corporate Functions und Konsolidierung | - 99 | - 136 | - 234 | - 236 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen1 | 2.247 | 2.335 | 5.301 | 5.231 |
| Abschreibungen vor Sondereinflüssen der Segmente | - 537 | - 617 | - 1.059 | - 1.121 |
| Abschreibungen vor Sondereinflüssen Corporate Functions und Konsolidierung | - 3 | - 4 | - 6 | - 8 |
| Abschreibungen vor Sondereinflüssen | - 540 | - 621 | - 1.065 | - 1.129 |
| EBIT vor Sondereinflüssen der Segmente | 1.809 | 1.854 | 4.476 | 4.346 |
| EBIT vor Sondereinflüssen Corporate Functions und Konsolidierung | - 102 | - 140 | - 240 | - 244 |
| EBIT vor Sondereinflüssen1 | 1.707 | 1.714 | 4.236 | 4.102 |
| Sondereinflüsse der Segmente | - 243 | - 350 | - 343 | - 425 |
| Sondereinflüsse Corporate Functions und Konsolidierung | - 1 | - 13 | - 3 | - 16 |
| Sondereinflüsse1 | - 244 | - 363 | - 346 | - 441 |
| EBIT der Segmente | 1.566 | 1.504 | 4.133 | 3.921 |
| EBIT Corporate Functions und Konsolidierung | - 103 | - 153 | - 243 | - 260 |
| EBIT1 | 1.463 | 1.351 | 3.890 | 3.661 |
| Finanzergebnis | - 369 | - 322 | - 665 | - 192 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 1.094 | 1.029 | 3.225 | 3.469 |
Vorjahreswerte angepasst
Zum 30. Juni 2018 wurden insgesamt 421 Gesellschaften konsolidiert (31. Dezember 2017:
237 Gesellschaften). Ferner sind neun Gemeinschaftsunternehmen (31. Dezember 2017:
acht Gemeinschaftsunternehmen) und vier assoziierte Unternehmen (31. Dezember 2017:
vier assoziierte Unternehmen) im Konzernabschluss nach der Equity-Methode gemäß IAS
28 (Investments in Associates and Joint Ventures) berücksichtigt worden. Die Covestro
AG als Obergesellschaft der Covestro-Gruppe wurde bis Mai 2018 nach der Equity-Methode
in den Konzernabschluss einbezogen. Seit Mai 2018 weist Bayer die Covestro-Beteiligung
als Eigenkapitalinstrument aus.
Am 16. April 2018 hat die Investmentgesellschaft Temasek 31 Mio. neue Bayer-Aktien
zu einem marktnahen Ausgabepreis pro Aktie gezeichnet (Bruttoemissionserlös rund 3
Mrd. €). Das entsprach zum Zeitpunkt des Erwerbs einem Anteil von ca. 3,6 % des Grundkapitals
und erhöhte den bereits bestehenden Anteil von Temasek an Bayer auf ca. 4 %.
Darüber hinaus hat der Vorstand der Bayer AG am 3. Juni 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats
eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen mit Bezugsrechten für die Bestandsaktionäre
von Bayer aus genehmigtem Kapital beschlossen. Hierzu wurden von Bayer 74.604.156
neue auf den Namen lautende Aktien (Stückaktien) mit Gewinnanteilberechtigung ab dem
1. Januar 2018 ausgegeben.
Die Aktionäre konnten für je 23 gehaltene Aktien von Bayer 2 neue Aktien zu einem
Bezugspreis von 81,00 € je neuer Aktie im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts erwerben.
Dieses Angebot wurde für 73.343.177 Aktien wahrgenommen. Im Rahmen einer Privatplatzierung
haben institutionelle Anleger die nicht bezogenen 1.261.039 Aktien zu einem durchschnittlichen
Platzierungspreis von 96,6437 € je Aktie bezogen. Abzüglich Transaktionskosten ergab
sich hieraus in Summe ein Nettoemissionserlös von rund 6 Mrd. €.
Die beiden Kapitalerhöhungen schlossen zusammen mit der Begebung der Pflichtumtauschanleihe
im November 2016 die im September 2016 angekündigte Eigenkapitalkomponente zur Finanzierung
der Übernahme von Monsanto ab.
Am 7. Juni 2018 hat Bayer 100 % der ausstehenden Aktien der Monsanto Company mit Sitz
in St. Louis, Missouri, USA, erworben. Die Akquisition von Monsanto hat zwei starke
Geschäfte zusammengebracht, die sich in hohem Maß ergänzen: Das innovative chemische
und biologische Pflanzenschutzportfolio von Bayer und das herausragende Wissen von
Monsanto in den Bereichen Saatgut und Pflanzeneigenschaften. Bayer ist damit ein führendes
Unternehmen in der Landwirtschaft mit einem klaren Bekenntnis zu Innovation und Nachhaltigkeit
- zum Nutzen für seine Kunden und die Gesellschaft. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
haben eine umfassende Expertise im Agrarbereich, zudem verfügt Bayer über das stärkste
Produktportfolio an Saatgut- und Pflanzenschutz-Produkten für eine große Bandbreite
an Kulturen und Indikationen, die beste Forschungs- und Entwicklungsplattform sowie
das führende Digital-Farming-Geschäft.
Monsanto besitzt u. a. Produktionsstätten in St. Louis, Luling, Muscatine und Soda
Springs (Vereinigte Staaten), Antwerpen (Belgien), Zarate (Argentinien) und Camacari
(Brasilien). Das Portfolio etablierter Marken umfasst DEKALB™, Asgrow™ und Roundup™.
Der Kaufpreis in Höhe von 48.029 Mio. € entfiel im Wesentlichen auf immaterielle Vermögenswerte
für Technologien im Bereich Saatgut und Pflanzeneigenschaften (Nutzungsdauer zwischen
9 und 30 Jahren), Herbizide (Nutzungsdauer von 20 Jahren) sowie digitale Plattformen
(Nutzungsdauer von 15 Jahren), auf Forschungs- und Entwicklungsprojekte und Marken
(Nutzungsdauer zwischen 10 und 30 Jahren), Sachanlagen, Vorräte sowie einen Geschäfts-
oder Firmenwert. Dem Unternehmensnamen "Monsanto" wurde kein Wert zugeteilt.
Der Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet erwartete Synergien bei Verwaltungsprozessen
und Infrastrukturen, u. a. Kosteneinsparungen in den Funktionen Vertrieb, Forschung
und Entwicklung sowie allgemeine Verwaltung, und erwartete Umsatzsynergien durch das
kombinierte Anbieten von Produkten. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist nicht steuerlich
abzugsfähig.
Im 2. Quartal trug Monsanto in Höhe von 543 Mio. € zum Umsatz des Bayer-Konzerns bei.
Das seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt erwirtschaftete Ergebnis der erworbenen
Geschäfte nach Steuern betrug - 165 Mio. €.
Die Kaufpreisallokation für Monsanto ist derzeit noch nicht abgeschlossen, da die
Erstellung und Prüfung der zugrunde liegenden finanziellen Informationen noch andauern.
Änderungen in der Zuordnung des Kaufpreises auf die einzelnen Vermögenswerte und Schulden
können sich daher noch ergeben.
Bayer war verpflichtet, im Rahmen der Akquisition von Monsanto ein Übernahmeangebot
für die nicht beherrschenden Anteile an der Gesellschaft Monsanto India Limited abzugeben.
Das Angebot wurde im Juni veröffentlicht. Zum 30. Juni 2018 werden die nicht beherrschenden
Anteile aufgrund des Angebots als Verbindlichkeit abgebildet.
Zur Finanzierung der Akquisition wurden u. a. im Juni 2018 die folgenden Anleihen
mit einem Nominalvolumen von insgesamt 15 Mrd. USD und 5 Mrd. € begeben:
| Emittent | Kupon (%) | Nominalvolumen | Ausgabetag | Fälligkeit |
| Bayer U.S. Finance II LLC, USA | ||||
| 3,50 | 1.250 Mio. USD | 25. Jun. 18 | 25. Jun. 21 | |
| 3-Monats-USD LIBOR + 0,63 | 1.250 Mio. USD | 25. Jun. 18 | 25. Jun. 21 | |
| 3,875 | 2.250 Mio. USD | 25. Jun. 18 | 15. Dez. 23 | |
| 3-Monats-USD LIBOR + 1,01 | 1.250 Mio. USD | 25. Jun. 18 | 15. Dez. 23 | |
| 4,25 | 2.500 Mio. USD | 25. Jun. 18 | 15. Dez. 25 | |
| 4,375 | 3.500 Mio. USD | 25. Jun. 18 | 15. Dez. 28 | |
| 4,625 | 1.000 Mio. USD | 25. Jun. 18 | 25. Jun. 38 | |
| 4,875 | 2.000 Mio. USD | 25. Jun. 18 | 25. Jun. 48 | |
| Bayer Capital Corporation B.V., Niederlande | ||||
| 3-Monats-EURIBOR + 0,55 | 750 Mio. EUR | 26. Jun. 18 | 26. Jun. 22 | |
| 0,625 | 1.000 Mio. EUR | 26. Jun. 18 | 15. Dez. 22 | |
| 1,500 | 1.750 Mio. EUR | 26. Jun. 18 | 26. Jun. 26 | |
| 2,125 | 1.500 Mio. EUR | 26. Jun. 18 | 15. Dez. 29 | |
Im Rahmen der Akquisition wurden Anleihen im Nominalvolumen von 6,9 Mrd. USD von Monsanto
übernommen.
Am 2. Mai 2018 hat Bayer seinen Anteil am Joint Venture Bayer Zydus Pharma Private
Limited, Thane, Indien, von 50 % auf 75 % plus eine Aktie erhöht. Es wurde ein Kaufpreis
in Höhe von 28 Mio. € vereinbart. Bayer ist verpflichtet, im Jahr 2021 die ausstehenden
25 % minus eine Aktie an Bayer Zydus Pharma zu übernehmen, und hat eine entsprechende
Verpflichtung in Höhe von 9 Mio. € passiviert. In der Folge wurde die Bilanzierung
von der Equity-Methode auf die Vollkonsolidierung umgestellt und es wurden 100 % der
Anteile der Bayer Zydus Pharma konsolidiert. Aus der Neubewertung der bisher nach
der Equity-Methode bilanzierten Anteile ergab sich ein Betrag in Höhe von 18 Mio.
€. Der sich nach Ausbuchung des Buchwerts nach der Equity-Methode ergebende Gewinn
von 15 Mio. € wurde im Finanzergebnis erfasst. Der Kaufpreis entfiel vorrangig auf
einen Geschäfts- oder Firmenwert. Dieser wiederum basiert im Wesentlichen auf einer
Kontrollprämie. Bayer Zydus Pharma ist in Kernsegmenten des indischen Pharmamarktes
tätig mit dem Schwerpunkt auf Frauengesundheit, diagnostischer Bildgebung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Diabetes-Behandlung und Onkologie. Mit der Akquisition erhöht Bayer seine Präsenz
im indischen Pharmamarkt.
Die genannten Transaktionen wirkten sich auf Vermögen und Schulden des Konzerns wie
folgt aus und führten unter Berücksichtigung übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
zu folgendem Mittelabfluss:
| in Mio. € | H1 2018 | davon Monsanto |
davon Zydus |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 23.046 | 22.998 | 48 |
| Patente und Technologien | 17.350 | 17.350 | - |
| Marken | 4.195 | 4.195 | - |
| Vertriebsrechte | 821 | 821 | - |
| Forschungsprojekte | 4.300 | 4.300 | - |
| Sonstige Rechte | 394 | 394 | - |
| Sachanlagen | 6.293 | 6.293 | - |
| Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen | 52 | 52 | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 253 | 250 | 3 |
| Vorräte | 4.885 | 4.882 | 3 |
| Forderungen | 7.203 | 7.201 | 2 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 27 | 27 | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.659 | 2.657 | 2 |
| Aktive latente Steuern | 1.550 | 1.548 | 2 |
| Pensionsrückstellungen u. ä. Verpflichtungen | - 367 | - 367 | - |
| Sonstige Rückstellungen | - 1.530 | - 1.529 | - 1 |
| Rückerstattungsverbindlichkeiten | - 3.322 | - 3.321 | - 1 |
| Finanzverbindlichkeiten | - 8.657 | - 8.656 | - 1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | - 2.872 | - 2.870 | - 2 |
| Passive latente Steuern | - 8.019 | - 8.019 | - |
| Nettovermögen | 48.261 | 48.206 | 55 |
| Veränderungen in den Anteilen anderer Gesellschafter | - 177 | - 177 | - |
| Neubewertung zuvor gehaltener Kapitalanteile | - 18 | - | - 18 |
| Übertragene Gegenleistung | 48.066 | 48.029 | 37 |
| Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - 2.659 | - 2.657 | - 2 |
| Nicht zahlungswirksame Bestandteile | - 91 | - 82 | - 9 |
| Nettoabfluss aus Akquisitionen | 45.316 | 45.290 | 26 |
Der beizulegende Zeitwert der akquirierten Forderungen in Höhe von 7,2 Mrd. € entfällt
im Wesentlichen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zum Erwerbszeitpunkt
betrug der Bruttobetrag der vertraglichen Forderungen 7,7 Mrd. €, als uneinbringlich
wurden davon 0,4 Mrd. € eingeschätzt.
Wären die zuvor genannten Akquisitionen bereits zum 1. Januar 2018 erfolgt, so wiese
der Bayer-Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 25.321 Mio. € aus. Das Ergebnis nach Steuern
betrüge 2.712 Mio. € und das Ergebnis pro Aktie 2,85 €. Darin sind erhebliche Effekte
aus den Finanzierungskosten und den Kaufpreisallokationen für das Halbjahr enthalten.
Negativ wirkten sich dabei insbesondere die Neubewertung der Vorräte zu Marktpreisen
und deren anschließender Verbrauch sowie die planmäßige Abschreibung der immateriellen
Vermögenswerte aus. Eine Bereinigung um Sondereinflüsse erfolgte nicht.
Ende September 2017 hat Bayer die faktische Kontrolle über Covestro abgegeben und
Covestro entkonsolidiert. Covestro erfüllt ab dem Verlust der Kontrolle die Voraussetzungen
für den Ausweis als nicht fortgeführtes Geschäft. Im Rahmen des Verkaufs von Covestro-Aktien
in 2017 ist die Bayer AG derivative Kontrakte eingegangen. Aus diesen Kontrakten resultierten
bis ins 2. Quartal 2018 Kursrisiken und -chancen an der Covestro-Aktie für die Bayer
AG. Diese führten im 2. Quartal 2018 zu einem Verlust nach Ertragsteuern in Höhe von
- 8 Mio. €:
| Covestro | Covestro | Diabetes Care | Diabetes Care | Summe | Summe | |
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | Q2 2017 | Q2 2018 | Q2 2017 | Q2 2018 |
| Umsatzerlöse | 3.479 | - | 184 | - | 3.663 | - |
| Herstellungskosten | - 2.336 | - | - 7 | - | - 2.343 | - |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.143 | - | 177 | - | 1.320 | - |
| Vertriebskosten | - 344 | - | - 1 | - | - 345 | - |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 68 | - | - | - | - 68 | - |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 115 | - | - 3 | - | - 118 | - |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | 72 | - 2 | - | - | 72 | - 2 |
| EBIT1 | 688 | - 2 | 173 | - | 861 | - 2 |
| Finanzergebnis | - 36 | - | - | - | - 36 | - |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 652 | - 2 | 173 | - | 825 | - 2 |
| Ertragsteuern | - 159 | - 6 | - 25 | - | - 184 | - 6 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 493 | - 8 | 148 | - | 641 | - 8 |
| davon auf andere Gesellschafter entfallend | 251 | - | - | - | 251 | - |
| davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend (Konzernergebnis) | 242 | - 8 | 148 | - | 390 | - 8 |
Für das 1. Halbjahr 2018 setzt sich das Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft
wie folgt zusammen:
| Covestro |
Covestro | Diabetes Care | Diabetes Care | Summe | Summe | |
| in Mio. € | H1 2017 | H1 2018 | H1 2017 | H1 2018 | H1 2017 | H1 2018 |
| Umsatzerlöse | 7.043 | - | 312 | - | 7.355 | - |
| Herstellungskosten | - 4.694 | - | - 14 | - | - 4.708 | - |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 2.349 | - | 298 | - | 2.647 | - |
| Vertriebskosten | - 690 | - | - 2 | - | - 692 | - |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 132 | - | - | - | - 132 | - |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 227 | - | - 5 | - | - 232 | - |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | 77 | 8 | 5 | - | 82 | 8 |
| EBIT1 | 1.377 | 8 | 296 | - | 1.673 | 8 |
| Finanzergebnis | - 89 | - | - | - | - 89 | - |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 1.288 | 8 | 296 | - | 1.584 | 8 |
| Ertragsteuern | - 330 | - 8 | - 49 | - | - 379 | - 8 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 958 | 0 | 247 | - | 1.205 | 0 |
| davon auf andere Gesellschafter entfallend | 441 | 0 | - | - | 441 | 0 |
| davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend (Konzernergebnis) | 517 | 0 | 247 | - | 764 | 0 |
Das nicht fortgeführte Geschäft wirkte sich im 2. Quartal 2018 auf die Kapitalflussrechnung
des Bayer-Konzerns wie folgt aus:
| Covestro |
Covestro | Diabetes Care | Diabetes Care | Summe |
Summe | |
| in Mio. € | Q2 2017 | Q2 2018 | Q2 2017 | Q2 2018 | Q2 2017 | Q2 2018 |
| Zu- / Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 415 | - | - 3 | - | 412 | - |
| Zu- / Abfluss aus investiver Tätigkeit | - 275 | - | - | - | - 275 | - |
| Zu- / Abfluss aus Finanzierungstätigkeit | - 116 | - | 3 | - | - 113 | - |
| Veränderung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 24 | - | - | - | 24 | - |
Im 1. Halbjahr 2018 wirkte sich das nicht fortgeführte Geschäft auf die Kapitalflussrechnung
wie folgt aus:
| Covestro | Covestro | Diabetes Care | Diabetes Care | Summe | Summe | |
| in Mio. € | H1 2017 | H1 2018 | H1 2017 | H1 2018 | H1 2017 | H1 2018 |
| Zu- / Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit | 690 | - | 12 | - | 702 | - |
| Zu- / Abfluss aus investiver Tätigkeit | - 387 | - | - | - | - 387 | - |
| Zu- / Abfluss aus Finanzierungstätigkeit | - 117 | - | - 12 | - | - 129 | - |
| Veränderung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 186 | - | - | - | 186 | - |
Da dem nicht fortgeführten Geschäft Diabetes Care keine Zahlungsmittel zuzuordnen
sind, werden die erwirtschafteten Zahlungsmittel im Finanzierungshaushalt wieder abgeführt.
Am 13. Oktober 2017 hatte Bayer im Rahmen der Übernahme von Monsanto eine Vereinbarung
über den Verkauf bestimmter Crop-Science-Geschäfte mit BASF geschlossen. Die zu veräußernden
Geschäfte umfassen das weltweite Glufosinat-Ammonium-Geschäft von Bayer und die dazugehörige
LibertyLink™-Technologie zur Herbizidtoleranz sowie einen wesentlichen Teil des Geschäfts
mit Saatgut in Feldkulturen einschließlich der entsprechenden Forschung und Entwicklung.
Dazu gehören u. a. das weltweite Geschäft mit Baumwollsaatgut (ohne Indien und Südafrika),
die Rapssaatgutgeschäfte in Nordamerika und Europa sowie das Geschäft mit Sojasaatgut.
Am 23. April 2018 hatte Bayer in diesem Zusammenhang eine weitere Vereinbarung mit
BASF unterzeichnet, die das gesamte Gemüsesaatgut-Geschäft, die Forschungsplattform
für Weizenhybride, das verbleibende Rapssaatgut-Geschäft, drei Forschungsvorhaben
im Bereich der Totalherbizide, das globale Digital-Farming-Geschäft sowie Geschäftsaktivitäten
im Bereich der Saatgutbehandlung umfasst.
Der Abschluss für alle Transaktionen, mit der Ausnahme des Gemüsesaatgut-Geschäfts,
fand am 1. August 2018 statt. Der Abschluss der Veräußerung des Gemüsesaatgut-Geschäfts
erfolgte am 16. August 2018. Der gesamte Basiskaufpreis von 7,6 Mrd. € vor Steuern
unterliegt transaktionstypischen Kaufpreisanpassungen.
Der Verkauf der Crop-Science-Geschäfte an BASF umfasst weitere signifikante Leistungsversprechen
von Bayer, die entsprechend den Auflagen der Kartellbehörden über mehrere Jahre nach
dem Verkaufszeitpunkt erfüllt werden. Ebenfalls entsprechend den Auflagen der Kartellbehörden
erfolgen die Lieferungen im Rahmen der Supply Agreements (Fertigprodukte und Wirkstoffe)
zu Preisen basierend auf den jeweiligen variablen Kosten. In Höhe des Unterschiedes
zu handelsüblichen Verkaufspreisen wird in der Bilanz ein Abgrenzungsposten angesetzt,
welcher im Zuge der Erbringung der Leistungen aufgelöst wird.
Am 27. Juli 2018 hat Bayer die Verträge zum Verkauf des verschreibungspflichtigen
Dermatologie-Geschäfts unterzeichnet. Vorbehaltlich der Erfüllung der Closing-Bedingungen
soll das US-Geschäft am 4. September 2018 übertragen werden, wohingegen das restliche
globale verschreibungspflichtige Dermatologie-Geschäft voraussichtlich erst in der
2. Jahreshälfte 2019 auf den Käufer LEO Pharma A / S übergeht. Das zu veräußernde
Portfolio umfasst verschreibungspflichtige Marken wie u. a. Advantan™, Skinoren™ und
Travocort™. Der Basiskaufpreis beträgt 58 Mio. € für das US-Geschäft und 555 Mio.
€ für das restliche globale Geschäft und unterliegt transaktionstypischen Kaufpreisanpassungen.
Nachfolgend sind die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden dargestellt:
| in Mio. € | 30.06.2018 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 800 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 440 |
| Sachanlagen | 1.384 |
| Sonstige Vermögenswerte | 456 |
| Latente Steuern | 163 |
| Vorräte | 447 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 30 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 3.720 |
| Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen | 40 |
| Andere Rückstellungen | 467 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 107 |
| Latente Steuern | 55 |
| Verbindlichkeiten im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 669 |
Am 30. Juni 2018 hat das Segment Pharma sein MK-Generika-Geschäft in Mittelamerika
und der Karibik an den Käufer Tecnoquímicas S.A. veräußert. Das veräußerte Geschäft
beinhaltet die Produktionsstätte Bonima in El Salvador. Der Basiskaufpreis betrug
44 Mio. €.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der
einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie
von Finanzinstrumenten gemäß IFRS 9 dar und leitet diese auf die entsprechenden Bilanzpositionen
über. Da die Bilanzpositionen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige
Forderungen und sonstige Verbindlichkeiten sowohl Finanzinstrumente als auch nicht
finanzielle Vermögenswerte bzw. nicht finanzielle Verbindlichkeiten (z. B. sonstige
Steuerforderungen oder Vorauszahlungen für zukünftig zu erhaltende Leistungen) enthalten,
dient die Spalte "Nicht finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten" einer entsprechenden
Überleitung.
Die Umstellungseffekte aus der geänderten Klassifizierung und Bewertung von finanziellen
Vermögenswerten zum Zeitpunkt der Erstanwendung von IFRS 9 sind im Abschnitt "Im laufenden
Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften" dargestellt.
| 30.06.2018 | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet [Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert1 ] | Zum beizulegenden Zeitwert bewertet [Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert1 ] | Zum beizulegenden Zeitwert bewertet [Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert1 ] | Nicht finanzielle Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten |
||
| Auf Basis öffentlich notierter Marktpreise (Stufe 1) | Auf Basis beobachtbarer Marktdaten (Stufe 2) | Auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren (Stufe 3) | ||||
| in Mio. € | Buchwert | Buchwert | Buchwert | Buchwert | Buchwert | Buchwert in der Bilanz |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 14.048 | 206 | 14.254 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 14.048 | 14.048 | ||||
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | 206 | 206 | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 153 | 2.458 | 696 | 1.064 | 4.371 | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 153 | [153] | 153 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgswirksam) | 2.165 | 137 | 857 | 3.159 | ||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgsneutral, kein Recycling) | 292 | 186 | 478 | |||
| Derivate | 1 | 559 | 21 | 581 | ||
| Sonstige Forderungen | 429 | 53 | 1.901 | 2.383 | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 429 | [429] | 429 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgswirksam) | 53 | 53 | ||||
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | 1.901 | 1.901 | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 4.981 | 4.981 | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 4.981 | [4.981] | 4.981 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte gesamt | 19.611 | 2.458 | 696 | 1.117 | 23.882 | |
| davon: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 19.611 | 19.611 | ||||
| davon: Zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgswirksam) | 2.165 | 137 | 910 | 3.212 | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 50.791 | 1.137 | 201 | 52.129 | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 50.791 | [31.141] | [22.857] | 50.791 | ||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet (nichtderivativ) | 1.137 | 1.137 | ||||
| Derivate | 201 | 201 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.861 | 4.861 | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 4.861 | 4.861 | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.384 | 3 | 234 | 15 | 974 | 2.610 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 1.384 | [1.384] | 1.384 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet (nichtderivativ) | 15 | 15 | ||||
| Derivate | 3 | 234 | 237 | |||
| Nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 974 | 974 | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt | 57.036 | 1.140 | 435 | 15 | 58.626 | |
| davon: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 57.036 | 57.036 | ||||
| davon: Zum beizulegenden Zeitwert bewertet (nicht-derivativ) | 1.137 | 15 | 1.152 | |||
| davon: Derivate | 3 | 435 | 438 |
In der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" innerhalb der sonstigen
finanziellen Vermögenswerte sowie in den Finanzverbindlichkeiten sind auch Finanzierungs-Leasingforderungen
bzw. Finanzierungs-Leasingverbindlichkeiten enthalten, bei denen Bayer Leasinggeber
bzw. Leasingnehmer ist und die folglich nach IAS 17 bewertet werden.
Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie
Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten weichen die Buchwerte am Bilanzstichtag
nicht signifikant von den beizulegenden Zeitwerten ab.
Der nachrichtlich angegebene beizulegende Zeitwert der zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten wird als Barwert der zukünftigen
Zahlungsmittelzu- oder -abflüsse ermittelt. Die Abzinsung erfolgt unter Anwendung
des zum Bilanzstichtag aktuellen laufzeitadäquaten Zinssatzes unter Berücksichtigung
der Bonität des Kontrahenten. Sollte ein börsennotierter Preis vorhanden sein, wird
dieser als beizulegender Zeitwert angesetzt.
Die beizulegenden Zeitwerte von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerten entsprechen notierten Preisen auf aktiven Märkten (Stufe 1) oder werden
mit Bewertungstechniken basierend auf beobachtbaren Marktdaten zum Bilanzstichtag
(Stufe 2) bzw. als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzu- oder -abflüsse auf Basis
nicht beobachtbarer Inputfaktoren (Stufe 3) ermittelt.
Sofern keine öffentlich notierten Marktpreise auf aktiven Märkten (Stufe 1) existieren,
werden für Derivate die beizulegenden Zeitwerte mit Bewertungstechniken basierend
auf beobachtbaren Marktdaten zum Bilanzstichtag ermittelt (Stufe 2). Bei der Anwendung
von Bewertungstechniken wird das Kreditrisiko der Vertragspartner durch die Ermittlung
von Credit Value Adjustments berücksichtigt.
Die Bewertung der Devisen- und Warentermingeschäfte erfolgt einzelfallbezogen und
mit dem jeweiligen Terminkurs bzw. -preis am Bilanzstichtag. Die Terminkurse bzw.
-preise richten sich nach den Kassakursen und -preisen unter Berücksichtigung von
Terminauf- und -abschlägen. Die beizulegenden Zeitwerte von Instrumenten zur Sicherung
von Zinsrisiken sowie Zinswährungsswaps ergeben sich durch Diskontierung der zukünftigen
Zahlungsmittelzu- und -abflüsse und die Berücksichtigung einer Fremdwährungsumrechnung
zum Stichtag. Zur Abzinsung dienen Marktzinssätze, die über die Restlaufzeit der Instrumente
angewendet werden.
Sofern beizulegende Zeitwerte auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren geschätzt
wurden, werden diese innerhalb der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie ausgewiesen.
Dies betrifft bestimmte Schuld- und Eigenkapitaltitel, teilweise die beizulegenden
Zeitwerte eingebetteter Derivate sowie die Verpflichtungen für bedingte Gegenleistungen
im Rahmen von Unternehmensakquisitionen. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte
der Schuldtitel innerhalb der Kategorie "zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ist
häufig das Kreditrisiko der wesentliche nicht-beobachtbare Inputfaktor, der im Discounted-Cashflow-Ansatz
zur Anwendung kommt. Hierbei werden Credit Spreads von vergleichbaren Emittenten angewendet.
Ein signifikanter Anstieg des Kreditrisikos könnte in einem niedrigeren beizulegenden
Zeitwert resultieren, während ein signifikanter Rückgang zu einem höheren beizulegenden
Zeitwert führen könnte. Eine relative Veränderung des Credit Spread um 10 % hat jedoch
keine wesentliche Auswirkung auf den beizulegenden Zeitwert.
Eingebettete Derivate werden von den jeweiligen Basisverträgen - sofern diese keine
Finanzinstrumente sind - separiert. Bei den Basisverträgen handelt es sich in der
Regel um Absatz- oder Bezugsverträge aus dem operativen Geschäft. Die Zahlungsströme
aus dem Vertrag ändern sich aufgrund der eingebetteten Derivate beispielsweise in
Abhängigkeit von Wechselkursschwankungen bzw. Preisschwankungen. Die intern durchgeführte
Bewertung von eingebetteten Derivaten erfolgt insbesondere mit der Discounted-Cashflow-Methode,
die auf individuellen nicht beobachtbaren Inputfaktoren - u. a. geplanten Absatz-
und Bezugsmengen sowie aus Marktdaten abgeleiteten Preisen - basiert. Basierend auf
diesen beizulegenden Zeitwerten erfolgt ein regelmäßiges Monitoring im Rahmen der
quartärlichen Berichterstattung.
Die Finanzverbindlichkeiten aus den im Juni 2017 begebenen Schuldverschreibungen (Umtauschanleihe),
welche in Covestro-Aktien umgetauscht werden können, werden erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet. Diese Umtauschanleihe stellt ein hybrides Finanzinstrument dar,
das einen Schuldtitel als nicht derivativen Basisvertrag und mehrere eingebettete
Derivate enthält.
Die Entwicklung der auf nicht beobachtbaren Inputfaktoren basierenden und zum beizulegenden
Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Stufe 3)
für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten stellt sich wie folgt dar:
2018 |
2018 | 2018 | 2018 | 2018 |
|
| in Mio. € | Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgswirksam) | Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet (erfolgsneutral, kein Recycling) | Derivate (Saldo) |
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten (nichtderivativ) | Summe |
| Nettobuchwerte aus Vermögenswerten / Verbindlichkeiten (-) 01.01. | 821 | 68 | 10 | -7 | 892 |
| Ergebniswirksam erfasste Gewinne / Verluste (-) | 8 | - | - 6 | - | 2 |
| davon zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte / Verbindlichkeiten | 8 | - | - 6 | - | 2 |
| Ergebnisneutral erfasste Gewinne / Verluste (-) | - | - 1 | - | - | -1 |
| Zugänge von Vermögenswerten / Verbindlichkeiten (-) | 81 | 130 | 17 | -10 | 218 |
| Abgänge von Vermögenswerten (-) / Verbindlichkeiten | - | - 1 | - | 1 | - |
| Umbuchungen gemäß IFRS 5 | - | - 6 | - | 1 | -5 |
| Abgänge aus Desinvestitionen / Konzernkreisänderungen | - | - 4 | - | - | -4 |
| Nettbuchwerte aus Vermögenswerten / Verbindlichkeiten (-) 30.06. | 910 | 186 | 21 | -15 | 1.102 |
Ergebniswirksame Veränderungen wurden in den sonstigen betrieblichen Erträgen und
Aufwendungen sowie im Finanzergebnis in den Zinserträgen und in den sonstigen finanziellen
Aufwendungen und Erträgen erfasst.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der
einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie
von Finanzinstrumenten für die Vergleichsperiode gemäß IAS 39 dar:
| 31.12.2017 | 31.12.2017 | 31.12.2017 | 31.12.2017 | 31.12.2017 | 31.12.2017 | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet [Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert1 ] | Zum beizulegenden Zeitwert bewertet [Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert1 ] | Zum beizulegenden Zeitwert bewertet [Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert1 ] | Nicht finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten | ||
Auf Basis öffentlich notierter Marktpreise (Stufe 1) |
Auf Basis beobachtbarer Marktdaten (Stufe 2) |
Auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren (Stufe 3) |
||||
| in Mio. € | Buchwert | Buchwert | Buchwert | Buchwert | Buchwert | Buchwert in der Bilanz |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.582 | 8.582 | ||||
| Ausleihungen und Forderungen | 8.582 | 8.582 | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.823 | 452 | 2.085 | 803 | 5.163 | |
| Ausleihungen und Forderungen | 1.731 | [1.731] | 1.731 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 35 | 448 | 1.452 | 793 | 2.728 | |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen | 57 | [58] | 57 | |||
| Derivate | 4 | 633 | 10 | 647 | ||
| Sonstige Forderungen | 380 | 46 | 1.250 | 1.676 | ||
| Ausleihungen und Forderungen | 380 | [380] | 380 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 46 | 46 | ||||
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | 1.250 | 1.250 | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 7.581 | 7.581 | ||||
| Ausleihungen und Forderungen | 7.581 | [7.581] | 7.581 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte gesamt | 18.366 | 452 | 2.085 | 849 | 21.752 | |
| davon: Ausleihungen und Forderungen | 18.274 | 18.274 | ||||
| davon: Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 35 | 448 | 1.452 | 839 | 2.774 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 12.958 | 1.220 | 240 | 14.418 | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 12.958 | [11.327] | [2.183] | 12.958 | ||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet (nichtderivativ) | 1.220 | 1.220 | ||||
| Derivate | 240 | 240 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.568 | 561 | 5.129 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 4.568 | 4.568 | ||||
| Nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 561 | 561 | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 681 | 2 | 319 | 7 | 1.759 | 2.768 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 681 | [681] | 681 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet (nichtderivativ) | 7 | 7 | ||||
| Derivate | 2 | 319 | 321 | |||
| Nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 1.759 | 1.759 | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt | 18.207 | 1.222 | 559 | 7 | 19.995 | |
| davon: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 18.207 | 18.207 | ||||
| davon: Derivate | 2 | 559 | 561 |
Die nachfolgende Tabelle stellt die Entwicklung der auf nicht beobachtbaren Inputfaktoren
basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten (Stufe 3) für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten
für die Vergleichsperiode gemäß IAS 39 dar:
| 2017 | ||||
| in Mio. € | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | Derivate (Saldo) |
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten (nichtderivativ) | Summe |
| Nettobuchwerte aus Vermögenswerten / Verbindlichkeiten (-) 1.1. | 851 | - 8 | -8 | 835 |
| Ergebniswirksam erfasste Gewinne / Verluste (-) | 8 | 14 | - | 22 |
| davon zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte / Verbindlichkeiten | 8 | 14 | - | 22 |
| Ergebnisneutral erfasste Gewinne / Verluste (-) | - 20 | - | - | - 20 |
| Zugänge von Vermögenswerten / Verbindlichkeiten (-) | 4 | - | - | 4 |
| Abgänge von Vermögenswerten (-) / Verbindlichkeiten | - | - | - | - |
| Nettobuchwerte aus Vermögenswerten / Verbindlichkeiten (-) 30.06. | 843 | 6 | - 8 | 841 |
Im 1. Quartal hat Bayer 21,0 Mio. Aktien der Covestro AG zu einem Kurs von 86,25 €
an institutionelle Investoren veräußert. Im 2. Quartal veräußerte Bayer weitere 28,81
Mio. Aktien der Covestro AG zu einem Kurs von 75,50 € an institutionelle Investoren.
Daneben wurden 13,79 Mio. Aktien der Covestro AG vom Bayer Pension Trust e. V. erworben,
der nun seinerseits keine Covestro-Aktien mehr besitzt. Damit behält die Bayer AG
lediglich noch einen 6,8 %-Anteil an Covestro, um die im Jahr 2017 begebene Umtauschanleihe
mit Fälligkeit im Jahr 2020 zu bedienen.
Bis Mai 2018 wurde die Covestro-Beteiligung als assoziiertes Unternehmen nach der
Equity-Methode in den Bayer-Konzernabschluss einbezogen. Die oben genannten Aktienveräußerungen
führten zum Verlust des maßgeblichen Einflusses auf die finanz- und geschäftspolitischen
Entscheidungen von Covestro. Daraus resultierte auch ein Wechsel der Bilanzierungsmethode.
Seit Mai 2018 weist Bayer die Covestro-Beteiligung als Eigenkapitalinstrument aus.
In diesem Zusammenhang hat Bayer das Wahlrecht ausgeübt, zukünftige Änderungen des
beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam zu erfassen.
Die Eventualverbindlichkeiten des Bayer-Konzerns summieren sich zum 30. Juni 2018
auf 907 Mio. € und umfassen im Wesentlichen schwebende Rechtsfälle in mehreren Ländern.
Zudem bestanden sonstige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 9.487 Mio. €. Im
Vergleich zum 31. Dezember 2017 resultiert der Rückgang in den sonstigen finanziellen
Verbindlichkeiten im Wesentlichen auf der erfolgreich abgeschlossenen Akquisition
der Monsanto Company, St. Louis, Missouri, USA.
Hinsichtlich der Angaben zu den rechtlichen Risiken des Bayer-Konzerns verweisen wir
auf die Darstellung in Anhangangabe [32] im Bayer-Geschäftsbericht 2017. Der Bayer-Geschäftsbericht
2017 steht unter www.bayer.de kostenlos zum Herunterladen bereit. Seit diesem Geschäftsbericht
hat es folgende wesentliche Veränderungen im Bereich der rechtlichen Risiken gegeben:
Mirena™: Bis zum 17. August 2018 wurden Bayer US-Klagen von etwa 2.700 Anwenderinnen
von Mirena™ zugestellt. Mirena™ ist eine Hormonspirale zur langfristigen Verhütung.
Die Klägerinnen tragen vor, die Anwendung von Mirena™ habe zu Gesundheitsschäden geführt,
insbesondere Perforation des Uterus, ektopischen Schwangerschaften oder idiopathischer
intrakranieller Hypertension, und verlangen Schaden- und Strafschadenersatz. Mit weiteren
Klagen ist zu rechnen. Bis zum 17. August 2018 wurden Bayer etwa 600 US-Klagen zugestellt,
in denen die Klägerinnen eine Erkrankung an idiopathischer intrakranieller Hypertension
geltend machen.
Im April 2018 wurde die Rahmenvereinbarung (sogenanntes Master-Settlement-Agreement)
über den Vergleich aller Perforationsfälle für einen Gesamtbetrag von 12,2 Mio. USD
unterzeichnet. Bayer kann von diesem Vergleich zurücktreten, wenn weniger als 98 %
der Berechtigten am Vergleich teilnehmen. Nach Stand vom 17. August 2018 wären von
diesem Vergleich etwa 4.600 Fälle erfasst.
Xarelto™: Bis zum 17. August 2018 wurden Bayer US-Klagen von etwa 24.300 Anwendern
von Xarelto™ zugestellt, einem oralen Gerinnungshemmer zur Behandlung und Prävention
von Blutgerinnseln. Die Kläger tragen vor, die Anwendung von Xarelto™ habe zu Gesundheitsschäden
wie beispielweise zerebralen, gastrointestinalen sowie anderen Blutungen und Todesfällen
geführt, und verlangen Schaden- und Strafschadenersatz. Mit weiteren Klagen ist zu
rechnen.
Essure™: Bis zum 17. August 2018 wurden Bayer US-Klagen von etwa 17.000 Anwenderinnen
von Essure™, einem Medizinprodukt zur permanenten Verhütung ohne operativen Eingriff,
zugestellt. Die Klägerinnen machen Gesundheitsschäden im Zusammenhang mit Essure™
geltend, wie beispielsweise Hysterektomie, Perforation, Schmerzen, Blutungen, Gewichtszunahme,
Nickelallergie, Depression oder ungewollte Schwangerschaft, und verlangen Schaden-
und Strafschadenersatz. Mit weiteren Klagen ist zu rechnen.
Sammelklagen zu Neonikotinoiden in Kanada: Im Februar 2018 hat ein Gericht in Quebec
dem Antrag der Kläger auf Zertifizierung einer Sammelklage stattgegeben. Bei den Klägern
handelt es sich um Honigproduzenten aus Quebec, die Schaden- sowie Strafschadenersatz
verlangen und behaupten, Bayer und ein weiterer Produzent von Pflanzenschutzmitteln
hätten in Bezug auf die Konzeption, die Entwicklung, das Marketing und den Vertrieb
neonikotinoidhaltiger Pestizide fahrlässig gehandelt.
Betaferon™ / Betaseron™: Seit 2010 streiten Bayer und Biogen Idec MA Inc. in den USA
über die Wirksamkeit eines der Firma Biogen erteilten Patentes, und ob dieses Patent
mit Produktion und Vermarktung von Betaseron™ durch Bayer verletzt wird. Betaseron™
ist ein Bayer-Medikament zur Behandlung von Multipler Sklerose. Am Ende eines Gerichtsverfahrens
über Ansprüche von Biogen gegen EMD Serono,
Inc. und Pfizer Inc. wegen Verletzung desselben Patentes entschied ein Geschworenengericht
im Februar 2018, dass das Patent von Biogen ungültig ist. Biogen hat die Entscheidung
der Geschworenen angefochten. Wird die Entscheidung der Geschworenen nicht aufgehoben,
kann Biogen seine Ansprüche gegen Bayer nicht durchsetzen.
Xarelto™: 2015 reichten Bayer und Janssen Pharmaceuticals bei einem US-Bundesgericht
eine Patentverletzungsklage ein gegen Mylan Pharmaceuticals Inc. ("Mylan"), Prinston
Pharmaceutical Inc. ("Prinston"), Sigmapharm Laboratories, LLC ("Sigmapharm") und
weitere Beklagte. Bayer hatte Mitteilungen über einen ANDA-Zulassungsantrag von Mylan,
Sigmapharm und den weiteren Beklagten erhalten, mit dem jeder der Antragsteller die
Genehmigung zur Vermarktung einer generischen Version von Xarelto™ in den USA verfolgt.
Xarelto™ ist ein oraler Gerinnungshemmer zur Behandlung und Prävention von Blutgerinnseln.
Im Juli 2018 urteilte das Gericht, dass der bis 2024 laufende Patentschutz für den
Wirkstoff von Xarelto™ gültig ist und das Patent verletzt wird. Prinston hat Rechtsmittel
eingelegt. Mylan und Sigmapharm haben kein Rechtsmittel eingelegt. Die weiteren Beklagten
können noch Rechtsmittel einlegen.
Newark-Bay-Umweltschutzverfahren: In den USA haben verschiedene Umweltschutzbehörden
eine Reihe von Ansprüchen erhoben, in die Bayer und zahlreiche weitere Parteien involviert
sind. In Sachen Lower Passaic River untersucht Bayer gemeinsam mit einer Gruppe von
mehr als 60 Gesellschaften unter Aufsicht der US-Umweltbehörden belastete Ablagerungen
im Flussbett. Künftige Abhilfemaßnahmen werden eine noch näher zu bestimmende Form
des Ausbaggerns und möglicherweise weitere Maßnahmen umfassen. Die Kosten der Untersuchung
und der Abhilfemaßnahmen können beträchtlich sein, wenn letztlich ein umfassendes
Ausbaggern und die Entsorgung betroffener Ablagerungen erforderlich sein sollten.
Im Juli 2018 reichte die Occidental Chemical Company, eine der potenziell für die
Kosten einer Reinigung des Lower Passaic River haftenden Gesellschaften, eine Klage
bei einem Bundesgericht in New Jersey ein. Die Klägerin verlangt, dass sich einige
Dutzend andere potenziell verantwortliche Parteien, einschließlich einer Tochtergesellschaft
von Bayer, an bereits aufgelaufenen und künftig noch entstehenden Reinigungskosten
beteiligen oder solche Kosten erstatten. Bayer kann derzeit den Umfang seiner Haftung
in dieser Sache nicht bestimmen.
Im Juni 2018 wurde Bayer alleiniger Aktionär der Monsanto Company, St. Louis, USA
("Monsanto"). Die Kartellbehörden in den USA verpflichteten Bayer allerdings, Monsanto
als separates Unternehmen zu führen, bis bestimmte kartellrechtlich erforderliche
Veräußerungen abgeschlossen sind. Der Informationsaustausch zu den rechtlichen Risiken
von Monsanto war deshalb in der Zeit vor dem Vorstandsbeschluss von Bayer über diesen
Halbjahresbericht bis zum 16. August 2018 begrenzt. Auf Grundlage der am 30. August
2018 für Bayer verfügbaren Informationen stellen die nachfolgend beschriebenen Rechtsverfahren
die für den Bayer-Konzern wesentlichen Rechtsrisiken von Monsanto dar. Die Angaben
sind nicht als abschließende Liste zu verstehen.
PCB: Monsanto wurde in Klageverfahren von verschiedenen staatlichen Stellen in den
USA benannt. Diese behaupten, Monsanto, Pharmacia und Solutia seien gemeinsam als
Produzenten von PCB für verschiedene PCB-bedingte Schäden in Gewässern verantwortlich.
Es sei gleichgültig, wie die PCBs dorthin gelangt seien. PCBs sind künstlich hergestellte
Chemikalien, die für verschiedene Zwecke weit verbreitet waren, ehe sie von der Umweltschutzbehörde
Environmental Protection Agency (EPA) in den USA 1979 verboten wurden. Wir sind davon
überzeugt, gute Argumente zur Verteidigung gegen die erhobenen Ansprüche zu haben,
und beabsichtigen, uns in diesen Verfahren entschieden zur Wehr zu setzen.
Roundup™ (Glyphosat): Bis zum 27. August 2018 wurden Monsanto in den USA Klagen von etwa 8.700 Klägern zugestellt. Die Kläger tragen vor, sie seien mit von Monsanto hergestellten glyphosathaltigen Produkten in Berührung gekommen. Glyphosat ist der in bestimmten Herbiziden von Monsanto einschließlich der RoundupTM -Produkte enthaltene Wirkstoff. Die Kläger tragen vor, ihr Kontakt mit diesen Produkten habe zu Gesundheitsschäden geführt, u. a. zu Erkrankungen wie dem Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) und dem multiplen Myelom, und sie verlangen Schaden- und Strafschadenersatz. Die Kläger behaupten u. a., dass die glyphosathaltigen Herbizidprodukte von Monsanto fehlerhaft seien, dass Monsanto die mit solchen Produkten verbundenen Risiken gekannt habe oder hätte kennen müssen, und dass Monsanto die Nutzer vor diesen Risiken nicht angemessen gewarnt habe. Mit weiteren Klagen ist zu rechnen. Die meisten der Kläger haben ihre Klagen bei einzelstaatlichen Gerichten in Missouri, Delaware und Kalifornien eingereicht, die übrigen bei verschiedenen Bundesgerichten. 2016 wurden die bundesgerichtlichen Fälle im Rahmen einer sogenannten Multi-District-Litigation (MDL) zur gemeinsamen vorprozessualen Koordination in Kalifornien zusammengeführt. Im August 2018 sprach ein Geschworenengericht in San Francisco einem Kläger einen Schadenersatz von 39 Mio. USD und einen Strafschadenersatz von 250 Mio. USD zu. Der Kläger behauptete, ein Monsanto-Produkt habe seine NHL-Erkrankung verursacht. Wir halten die Entscheidung für falsch und beabsichtigen, das Urteil durch den Richter des Geschworenengerichts überprüfen zu lassen sowie Berufung einzulegen, falls erforderlich. Mehr als 800 wissenschaftliche Studien - darunter auch eine unabhängige Untersuchung, die über mehr als 20 Jahre hinweg über 50.000 lizenzierten Applikatoren sowie in der Landwirtschaft Beschäftigten und deren Partnern folgte - sowie Aufsichtsbehörden weltweit haben bestätigt, dass Glyphosat nicht krebserregend und dass seine bestimmungsgemäße Anwendung sicher ist. Wir sind deshalb weiterhin überzeugt, gute Argumente zur Verteidigung gegen die erhobenen Ansprüche zu haben, und beabsichtigen, uns in allen diesen Verfahren entschieden zur Wehr zu setzen.
Im Zusammenhang mit den oben genannten Verfahren ist Monsanto in jeweils industrieüblichem
Umfang gegen gesetzliche Produkthaftungsansprüche gegen Monsanto versichert und hat
auf Grundlage der derzeit vorliegenden Informationen angemessene bilanzielle Vorsorgemaßnahmen
für erwartete Verteidigungskosten getroffen.
Die Cashflows aus operativer Tätigkeit wurden durch die Auszahlung der Monsanto-Aktienoptionen
in Höhe von 352 Mio. € verringert. Für den Erwerb von Monsanto flossen 45.290 Mio.
€ ab. Darin sind Zahlungsmittel von Monsanto in Höhe von 2.657 Mio. € verrechnet.
Weitere Covestro-Anteile wurden für netto 1.107 Mio. € verkauft. Aus der Begebung
von Anleihen und weiteren Netto-Kreditaufnahmen flossen insgesamt 29.151 Mio. € zu.
Aus Kapitalerhöhungen erhielten wir netto 8.986 Mio. €. Dividenden wurden in Höhe
von 2.403 Mio. € gezahlt.
Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 (Related-Party-Disclosures)
sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Bayer AG und deren Tochterunternehmen
Einfluss nehmen können oder der Kontrolle, der gemeinschaftlichen Führung oder einem
maßgeblichen Einfluss durch die Bayer AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen.
Dazu gehören insbesondere nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, zu Anschaffungskosten
oder nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen
sowie Versorgungspläne und ferner die Organmitglieder der Bayer AG.
Die Verkäufe an nahestehende Unternehmen und Personen sind aus Sicht des Bayer-Konzerns
nicht von materieller Bedeutung. Im Vergleich zum 31. Dezember 2017 bestehen weiterhin
Verbindlichkeiten gegenüber Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 0,2 Mrd. €, im Wesentlichen
gegenüber dem mit der CRISPR Therapeutics AG, Basel, Schweiz, gegründeten Gemeinschaftsunternehmen
Casebia Therapeutics Limited Liability Partnership, Ascot, Großbritannien.
Die Bayer AG hat im Mai 2018 6,8 % der Covestro-Aktien vom Bayer Pension Trust zum
Marktwert erworben, um die im Jahr 2020 fällige Umtauschanleihe zu bedienen. Das Gesamtvolumen
belief sich auf 1,1 Mrd. €.
Covestro gilt seit Mai 2018 nicht mehr als assoziiertes Unternehmen. Die Forderungen
gegenüber assoziierten Unternehmen haben sich dabei um 0,1 Mrd. € auf 0,0 Mrd. € verringert.
Die Hauptversammlung hat am 25. Mai 2018 der von der Verwaltung vorgeschlagenen Dividende
von 2,80 € / Aktie für das Geschäftsjahr 2017 zugestimmt.
Den im Geschäftsjahr 2017 amtierenden Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats
ist gemäß den Vorschlägen der Verwaltung Entlastung erteilt worden.
Die Hauptversammlung hat entsprechend dem Vorschlag des Aufsichtsrats ein Aufsichtsratsmitglied
der Anteilseigner gewählt.
Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, ist auf Vorschlag des
Aufsichtsrats als Jahres- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 sowie
als Prüfer für eine prüferische Durchsicht des jeweiligen verkürzten Abschlusses und
Zwischenlageberichts zum 30. Juni 2018, zum 30. September 2018 und zum 31. März 2019
gewählt worden.
Am 27. Juli 2018 hat Bayer die Verträge zum Verkauf des verschreibungspflichtigen
Dermatologie-Geschäfts unterzeichnet. Vorbehaltlich der Erfüllung der Closing-Bedingungen
soll das US-Geschäft am 4. September 2018 übertragen werden, wohingegen das restliche
globale verschreibungspflichtige Dermatologie-Geschäft voraussichtlich erst in der
zweiten Jahreshälfte 2019 auf den Käufer LEO Pharma A / S übergeht. Das zu veräußernde
Portfolio umfasst verschreibungspflichtige Marken wie u. a. Advantan™, Skinoren™ und
Travocort™. Der Basiskaufpreis beträgt 58 Mio. € für das US-Geschäft und 555 Mio.
€ für das restliche globale Geschäft und unterliegt transaktionstypischen Kaufpreisanpassungen.
Im Rahmen der Übernahme von Monsanto hatte Bayer eine Vereinbarung über den Verkauf
bestimmter Crop-Science-Geschäfte mit BASF geschlossen. Der Abschluss für alle Transaktionen,
mit der Ausnahme des Gemüsesaatgut-Geschäfts, fand am 1. August 2018 statt. Der Abschluss
der Veräußerung des Gemüsesaatgut-Geschäfts erfolgte am 16. August 2018. Der gesamte
Kaufpreis beträgt 7,6 Mrd. € und unterliegt transaktionstypischen Kaufpreisanpassungen.
Die im Juni 2018 zur Zwischenfinanzierung der Übernahme von Monsanto gezogene syndizierte
Kreditlinie wurde im Juli bzw. August 2018 um weitere 7,9 Mrd. USD reduziert, im Wesentlichen
durch die Einnahmen aus dem Verkauf der Crop-Science-Geschäfte an BASF.
Leverkusen, 30. August 2018
Bayer Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Werner Baumann | ||
| Liam Condon | Dr. Hartmut Klusik | Kemal Malik |
| Wolfgang Nickl | Heiko Schipper | Dieter Weinand |
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Leverkusen, 30. August 2018
Bayer Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Werner Baumann | ||
| Liam Condon | Dr. Hartmut Klusik | Kemal Malik |
| Wolfgang Nickl | Heiko Schipper | Dieter Weinand |
An die Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung
und Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung
sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht
der Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni
2018, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen
Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach
den International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft.
Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss
und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze
für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International
Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information performed
by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die
prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer begrenzten Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt
sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische
Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare
Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können
wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
der Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WPHG aufgestellt
worden ist.
München, den 31. August 2018
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Heiner Kompenhans | Prof. Dr. Frank Beine |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |