![]() Bayer AktiengesellschaftLeverkusenHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022Starkes Wachstum, Ausblick angehoben – Konzernumsatz auf 12,8 Mrd. € erhöht (wpb. +9,6 %) – EBITDA vor Sondereinflüssen auf 3,3 Mrd. € gesteigert (+30,0 %) – Crop Science und Consumer Health mit starkem Umsatz- und Ergebniswachstum – Pharmaceuticals mit leichtem Umsatz- und Ergebnisplus – Bereinigtes Ergebnis je Aktie 1,93 € (+19,9 %) – Konzernergebnis bei -0,3 Mrd. € – Free Cashflow bei 1,1 Mrd. € – Verbessertes ESG-Rating bei MSCI – Konzernausblick für das Gesamtjahr angehoben Kennzahlen Bayer-Konzern
Vorjahreswerte angepasst; wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
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Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen
des Bayer-Konzerns“. Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2022Wesentliche Ereignisse Invasion Russlands in die Ukraine Die Sicherheit unserer 700 Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine und ihrer Familien hat für uns oberste Priorität. Darüber hinaus haben wir einen Katastrophenhilfefonds eingerichtet und spenden auch Produkte wie Antibiotika und Saatgut für den Anbau von Nahrungsmitteln. Russland und die Ukraine machten zusammen rund 3 % unserer Umsatzerlöse im Jahr 2021 aus. Als Folge des Krieges droht auch eine Beeinträchtigung der Energieversorgung sowie der globalen Lieferketten. Bei Bayer lag der Anteil der Energiekosten an den gesamten Herstellungskosten im Jahr 2021 bei lediglich rund 3 %. Wir sind gut vorbereitet, die Auswirkungen einer möglichen Gasverknappung weitestgehend einzudämmen. So haben wir unsere Prozesse angepasst, um unsere Abhängigkeit von Erdgas deutlich zu reduzieren. Dies beinhaltet sowohl eine Umstellung auf alternative Energiequellen als auch die Einführung von Energiesparprogrammen. Gleichzeitig erweitern wir unser Lieferantennetzwerk und bauen zusätzliche Vorräte auf, wo es möglich ist. Konzernumsatz und -ergebnis waren im 2. Quartal nur geringfügig vom Krieg und seinen unmittelbaren Folgen beeinträchtigt. Nach heutiger Einschätzung erwarten wir auch für das Gesamtjahr 2022 keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen. Portfolioänderungen Im Juli haben wir eine Vereinbarung über den Verkauf von Nebido™ (Testosteronundecanoat) mit Grünenthal für einen Kaufpreis von bis zu 500 Mio. €, vorbehaltlich üblicher Abschlussanpassungen, unterzeichnet. Der Käufer erwirbt die weltweiten Produktrechte an Nebido™ sowie das Vertragsgeschäft in den USA, wo Endo Pharmaceuticals als Lizenznehmer den Wirkstoff unter dem Namen Aveed vertreibt. Die Transaktion wird voraussichtlich bis Ende 2022 abgeschlossen. ESG-Rating Wir haben bei einem wichtigen ESG-Rating bedeutende Fortschritte erzielt: MSCI ESG Research hat vor Kurzem seinen ESG Controversies Report aktualisiert und die rote Flagge für „Umweltbedenken im Zusammenhang mit genetisch veränderten Nutzpflanzen“ sowie die damit verbundene Behauptung eines Verstoßes gegen die Grundsätze des UN Global Compact aufgehoben. Nach der Aufhebung der roten Flagge von Institutional Shareholder Services (ISS) im Zusammenhang mit Neonicotinoid-Insektiziden im vergangenen Jahr stellt dies eine weitere wichtige Verbesserung unseres ESG-Ratingprofils dar. 1. Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im Überblick1 1.1 Ertragslage 2. Quartal 2022 Konzernumsatz Der Konzernumsatz stieg im 2. Quartal 2022 wpb. um 9,6 % auf 12.819 Mio. € (Vorjahr: 10.854 Mio. €; nominal: +18,1 %). Positive Währungseffekte wirkten sich mit 915 Mio. € (Vorjahr: negative Währungseffekte in Höhe von 524 Mio. €) aus. In Deutschland erzielten wir einen Umsatz von 610 Mio. € (Vorjahr: 554 Mio. €). Crop Science verzeichnete einen signifikanten Umsatzanstieg, der auf ein deutlich verbessertes Marktumfeld zurückzuführen ist. Unser Pharmaceuticals-Geschäft wuchs im 2. Quartal leicht; Umsatzsteigerungen vor allem bei Eylea™ wirkten positiv, während preis- und volumenbedingte Rückgänge bei Xarelto™ das Wachstum dämpften, insbesondere aufgrund von Tenderverfahren in China und dem Patentablauf in Brasilien. Bei Consumer Health verzeichneten wir eine starke Umsatzsteigerung mit Zuwächsen in allen Regionen. EBITDA vor Sondereinflüssen Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns erhöhte sich um 30,0 % auf 3.349 Mio. €. Hierin enthalten waren positive Währungseffekte in Höhe von 300 Mio. € (Vorjahr: -153 Mio. €). Bei Crop Science stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen erheblich, vor allem durch die sehr gute Geschäftsentwicklung. Bei Pharmaceuticals entwickelte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen vor allem aufgrund des Umsatzwachstums positiv. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health stieg signifikant, primär aufgrund der starken Umsatzsteigerung. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen des Konzerns betrug 26,1 %. Abschreibungen Die Aufwendungen aus Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen beliefen sich per saldo auf 2.482 Mio. € (Vorjahr: 1.390 Mio. €), wovon 2.082 Mio. € (Vorjahr: 1.025 Mio. €) auf immaterielle Vermögenswerte und 400 Mio. € (Vorjahr: 365 Mio. €) auf Sachanlagen entfielen. Wir verzeichneten per saldo Wertminderungen in Höhe von 1.460 Mio. € (Vorjahr: 458 Mio. €). Davon entfielen 1.453 Mio. € (Vorjahr: 466 Mio. €) auf immaterielle Vermögenswerte. Aufgrund der stark gestiegenen Kapitalmarktzinsen ergab sich die Notwendigkeit einer außerplanmäßigen Werthaltigkeitsprüfung. Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte betrafen insbesondere die Division Crop Science mit 1.322 Mio. €. Wertminderungen und Wertaufholungen per saldo in Höhe von 1.413 Mio. € (Vorjahr: 427 Mio. €) wurden als Sonderaufwendungen erfasst. EBIT und Sondereinflüsse Das EBIT des Bayer-Konzerns betrug 169 Mio. € (Vorjahr: -2.281 Mio. €). Darin enthalten waren per saldo Sonderaufwendungen in Höhe von 2.111 Mio. € (Vorjahr: 3.901 Mio. €). Diese stehen im Wesentlichen in Verbindung mit den zuvor genannten Wertminderungen innerhalb der Division Crop Science sowie den laufenden Rechtsverfahren und Restrukturierungsmaßnahmen. Sondereinflüsse aus Desinvestitionen, insbesondere in der Division Pharmaceuticals, wirkten gegenläufig. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 40,7 % auf 2.280 Mio. € (Vorjahr: 1.620 Mio. €). Zur Ermittlung von EBIT und EBITDA haben wir folgende Sondereinflüsse berücksichtigt: A 1 Sondereinflüsse1 nach Kategorien
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Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen
des Bayer-Konzerns“. A 2 Sondereinflüsse1 nach Funktionskosten
Konzernergebnis Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von -692 Mio. € (Vorjahr: -99 Mio. €) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei -523 Mio. € (Vorjahr: -2.380 Mio. €). Das Finanzergebnis beinhaltete insbesondere das Beteiligungsergebnis von -96 Mio. € (Vorjahr: 209 Mio. €), das Zinsergebnis von -307 Mio. € (Vorjahr: -253 Mio. €), Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 136 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €) sowie die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge von -113 Mio. € (Vorjahr: 107 Mio. €). Innerhalb des Finanzergebnisses sind per saldo negative Sondereinflüsse von 127 Mio. € (Vorjahr: positive Sondereinflüsse von 16 Mio. €) ausgewiesen. Nach Addition eines Ertrags aus Ertragsteuern von 234 Mio. € (Vorjahr: 52 Mio. €) und unter Berücksichtigung von Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich ein Konzernergebnis von -298 Mio. € (Vorjahr: -2.335 Mio. €). Bereinigtes Konzernergebnis je Aktie Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie lag bei 1,93 € (+19,9 %; Vorjahr: 1,61 €) und wurde vor allem durch die sehr gute Geschäftsentwicklung der Division Crop Science beeinflusst, gegenläufig wirkte eine negative Entwicklung des Finanzergebnisses vor Sondereinflüssen. Das Ergebnis je Aktie (gesamt) lag bei -0,30 € (Vorjahr: -2,38 €). Im Vergleich zum bereinigten Konzernergebnis je Aktie wurde dieses vor allem durch die zuvor genannten Wertminderungen belastet. A 3 Bereinigtes Ergebnis je Aktie „Core EPS“1
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Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen
des Bayer-Konzerns“. Personalaufwand und Mitarbeiter Die Zahl der Beschäftigten des Bayer-Konzerns stieg im Stichtagsvergleich um 2,5 % auf 101.914 Mitarbeiter (Vorjahr: 99.439 Mitarbeiter). Der Personalaufwand erhöhte sich im 2. Quartal um 15,7 % auf 3.391 Mio. € (Vorjahr: 2.931 Mio. €). Dies ist u. a. auf Währungseffekte sowie eine erhöhte Vergütung zurückzuführen. 1. Halbjahr 2022 Konzernumsatz Der Konzernumsatz stieg im 1. Halbjahr 2022 wpb. um 12,1 % auf 27.458 Mio. € (Vorjahr: 23.182 Mio. €; nominal +18,4 %), dabei wirkten sich positive Währungseffekte mit 1.444 Mio. € aus. Auf Deutschland entfiel ein Umsatz von 1.345 Mio. € (Vorjahr: 1.215 Mio. €). In der Division Crop Science konnten wir den Umsatz mit einem prozentual zweistelligen Wachstum in allen Regionen merklich ausweiten. Unser Pharmaceuticals-Geschäft wuchs im 1. Halbjahr leicht; Umsatzsteigerungen vor allem bei Eylea™ in allen Regionen wirkten positiv, während preis- und volumenbedingte Rückgänge bei Xarelto™ das Wachstum dämpften, insbesondere aufgrund von Tenderverfahren in China. Bei Consumer Health verzeichneten wir eine deutliche Umsatzsteigerung mit Zuwächsen in allen Regionen und Kategorien. EBITDA vor Sondereinflüssen Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Bayer-Konzerns stieg um 28,5 % auf 8.600 Mio. € (Vorjahr: 6.695 Mio. €). Hierin enthalten sind positive Währungseffekte in Höhe von 367 Mio. €. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen erhöhte sich auf 31,3 %; Währungseffekte wirkten mit 0,3 Prozentpunkten verwässernd. Bei Crop Science stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen, im Wesentlichen aufgrund der sehr guten Geschäftsentwicklung. Zusätzlich profitierten wir von Mengenausweitungen sowie Beiträgen aus den laufenden Effizienzprogrammen. Bei Pharmaceuticals sank das EBITDA vor Sondereinflüssen leicht aufgrund hoher Marketinginvestitionen für neue Produkte. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Consumer Health stieg vor allem aufgrund der deutlichen Umsatzsteigerung. Abschreibungen Die Abschreibungen und Wertminderungen beliefen sich in den ersten sechs Monaten 2022 auf 3.562 Mio. € (Vorjahr: 2.476 Mio. €). Diese setzten sich zusammen aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von 2.781 Mio. € (Vorjahr: 1.697 Mio. €) und aus Abschreibungen auf Sachanlagen von 781 Mio. € (Vorjahr: 779 Mio. €). In den Abschreibungen waren per saldo Wertminderungen in Höhe von 1.515 Mio. € (Vorjahr: 524 Mio. €) enthalten. Davon entfielen per saldo Wertminderungen von 1.501 Mio. € (Vorjahr: 487 Mio. €) auf immaterielle Vermögenswerte. Diese standen insbesondere im Zusammenhang mit den zuvor genannten Wertberichtigungen in der Division Crop Science. Wertminderungen und Wertaufholungen per saldo in Höhe von 1.414 Mio. € (Vorjahr: 463 Mio. €) sowie beschleunigte Abschreibungen in Höhe von 0 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) wurden als Sonderaufwendungen erfasst. EBIT und Sondereinflüsse Das EBIT des Bayer-Konzerns belief sich im 1. Halbjahr auf 4.381 Mio. € (Vorjahr: 802 Mio. €). Die Sonderaufwendungen beliefen sich per saldo auf 2.071 Mio. € (Vorjahr: 3.886 Mio. €). Diese stehen im Wesentlichen in Verbindung mit den zuvor genannten Wertminderungen innerhalb der Division Crop Science sowie den laufenden Rechtsverfahren und Restrukturierungsmaßnahmen. Sondereinflüsse aus Desinvestitionen, insbesondere in der Division Pharmaceuticals, wirkten gegenläufig. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 37,6 % auf 6.452 Mio. € (Vorjahr: 4.688 Mio. €). Konzernergebnis Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von -1.182 Mio. € (Vorjahr: -447 Mio. €) erzielten wir in den ersten beiden Quartalen ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 3.199 Mio. € (Vorjahr: 355 Mio. €). Das Finanzergebnis beinhaltete insbesondere das Beteiligungsergebnis von -163 Mio. € (Vorjahr: 217 Mio. €), das Zinsergebnis von -583 Mio. € (Vorjahr: -521 Mio. €), Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions-und sonstigen Rückstellungen von 210 Mio. € (Vorjahr: 37 Mio. €) sowie die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge in Höhe von -162 Mio. € (Vorjahr: 65 Mio. €). Innerhalb des Finanzergebnisses sind per saldo negative Sondereinflüsse von 198 Mio. € (Vorjahr: positive Sondereinflüsse von 53 Mio. €) ausgewiesen. Nach Abzug eines Ertragsteueraufwands von 194 Mio. € (Vorjahr: 593 Mio. €) erreichten wir ein Ergebnis nach Ertragsteuern von 3.005 Mio. € (Vorjahr: -238 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich insgesamt ein Konzernergebnis von 2.993 Mio. € (Vorjahr: -246 Mio. €). Bereinigtes Konzernergebnis je Aktie Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie lag bei 5,46 € (Vorjahr: 4,20 €; +30,0 %) und wurde vor allem durch die sehr gute Geschäftsentwicklung der Division Crop Science beeinflusst. Gegenläufig wirkte eine negative Entwicklung des Finanzergebnisses vor Sondereinflüssen. Das Ergebnis je Aktie (gesamt) lag bei 3,05 € (Vorjahr: -0,25 €). Im Vergleich zum bereinigten Konzernergebnis je Aktie wurde dieses vor allem durch die zuvor genannten Wertminderungen belastet. 1.2 Geschäftsentwicklung in den Divisionen Crop Science A 4 Kennzahlen Crop Science
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt 2. Quartal 2022 Umsatzerlöse Im 2. Quartal 2022 verzeichnete Crop Science einen signifikanten wpb. Umsatzanstieg um 17,2 % auf 6.461 Mio. €, der auf ein deutlich verbessertes Marktumfeld zurückzuführen ist. In Lateinamerika und Europa/Nahost/Afrika konnten wir ein prozentual zweistelliges Wachstum erzielen und auch in Nordamerika und Asien/Pazifik registrierten wir eine starke Geschäftsentwicklung.
A 5 Umsatzerlöse nach strategischen Geschäftseinheiten
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt Ergebnis Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science stieg im 2. Quartal auf 1.749 Mio. € (Vorjahr: 1.018 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen auf die deutlich verbesserte Geschäftsentwicklung zurückzuführen. Zusätzlich profitierten wir von Beiträgen aus den laufenden Effizienzprogrammen. Kostenanstiege, insbesondere bei den Herstellungskosten, die hauptsächlich auf die hohe Inflation zurückzuführen sind, belasteten das Ergebnis. Wir verzeichneten einen positiven Währungseffekt in Höhe von 215 Mio. € (Vorjahr: -111 Mio. €). Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen stieg um 6,8 Prozentpunkte auf 27,1 %. Das EBIT betrug -258 Mio. € (Vorjahr: -3.483 Mio. €). Hierin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 1.369 Mio. € (Vorjahr: 3.945 Mio. €). Diese stehen vor allem in Verbindung mit Wertminderungen aufgrund gestiegener Kapitalkosten. Betroffen sind hier die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gemüsesaatgut (269 Mio. €) sowie Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften (202 Mio. €). Darüber hinaus führten in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Baumwollsaatgut veränderte Geschäftserwartungen und gestiegene Kapitalkosten zu einer Wertminderung in Höhe von 851 Mio. €. A 6 Sondereinflüsse1 Crop Science
1. Halbjahr 2022 Umsatzerlöse Im 1. Halbjahr 2022 erhöhte Crop Science den Umsatz wpb. um 19,7 % auf 14.908 Mio. €, hierzu trugen alle Regionen mit einem prozentual zweistelligen Wachstum bei. Im Bereich Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften erhöhten sich unsere Umsätze insbesondere preisbedingt. Zusätzlich erzielten wir Mengenausweitungen in allen Regionen mit Ausnahme von Nordamerika, wo wir Mengenrückgänge durch geringere Anbauflächen verzeichneten. Bei den Herbiziden erzielten wir erhebliche Zuwächse in allen Regionen vor allem aufgrund des anhaltend hohen Preisniveaus bei unseren glyphosathaltigen Produkten. Durch Mengensteigerungen konnten wir das Geschäft mit Fungiziden in Lateinamerika, Europa/Nahost/Afrika und Asien/Pazifik weiter ausbauen, wohingegen wir in Nordamerika aufgrund von geringeren Absatzmengen einen Rückgang verzeichneten. Innerhalb der Berichtseinheit Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften verringerte sich der Umsatz aufgrund von Mengenrückgängen in den Regionen Nord- und Lateinamerika. Bei den Insektiziden erhöhten wir den Umsatz insbesondere aufgrund von Mengensteigerungen in den Regionen Lateinamerika und Europa/Nahost/Afrika, wohingegen das Geschäft in Nordamerika aufgrund von geringeren Absatzmengen rückläufig war. Im Bereich Environmental Science sowie bei Gemüsesaatgut stieg der Umsatz in allen Regionen. In der Berichtseinheit Sonstige entwickelte sich das Geschäft mit Baumwollsaatgut besonders positiv, insbesondere in den Regionen Nord- und Lateinamerika. Ergebnis Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Crop Science stieg im 1. Halbjahr 2022 um 56,3 % auf 5.418 Mio. € (Vorjahr: 3.466 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen auf die deutlich verbesserte Geschäftsentwicklung zurückzuführen. Zusätzlich profitierten wir von Mengenausweitungen sowie Beiträgen aus den laufenden Effizienzprogrammen. Wie im 2. Quartal belasteten insbesondere inflationsbedingt gestiegene Herstellungskosten das Ergebnis. Zusätzlich wirkten sich Währungseffekte in Höhe von 313 Mio. € positiv aus (Vorjahr: -363 Mio. €). Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen erhöhte sich auf 36,3 %; Währungseffekte wirkten mit 0,2 Prozentpunkten verwässernd. Das EBIT belief sich auf 2.770 Mio. € (Vorjahr: -1.730 Mio. €), hierin enthalten sind Sonderaufwendungen in Höhe von 1.324 Mio. € (Vorjahr: 3.997 Mio. €). Diese resultierten im Wesentlichen aus den zuvor genannten Wertminderungen. Pharmaceuticals A 7 Kennzahlen Pharmaceuticals
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt 2. Quartal 2022 Umsatzerlöse Der Umsatz von Pharmaceuticals stieg im 2. Quartal 2022 um wpb. 2,1 % auf 4.818 Mio. €. Die Markteinführung unserer neuen Produkte, vor allem Nubeqa™ und Kerendia™, verlief weiter erfolgreich. So erzielten wir mit unserem Krebsmedikament Nubeqa™ eine Verdoppelung der Umsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal. Insgesamt wurde das Wachstum durch weitere Tenderverfahren in China, insbesondere bei Xarelto™ und Nexavar™, gedämpft.
A 8 Umsatzstärkste Pharmaceuticals-Produkte
Ergebnis Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Pharmaceuticals stieg im 2. Quartal 2022 um 4,9 % auf 1.478 Mio. € (Vorjahr: 1.409 Mio. €). Gestiegene Rohstoffkosten sowie höhere Marketinginvestitionen in unsere neuen Produkte konnten durch das Umsatzwachstum weitestgehend ausgeglichen werden. Zusätzlich erzielten wir Erträge aus dem Verkauf von Randgeschäften. Wir verzeichneten positive Währungseffekte in Höhe von 41 Mio. € (Vorjahr: -26 Mio. €). Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen betrug 30,7 %. Das EBIT betrug 1.206 Mio. € (Vorjahr: 1.312 Mio. €). Hierin enthalten sind per saldo Sonderaufwendungen in Höhe von 10 Mio. € (Vorjahr: Sondererträge in Höhe von 152 Mio. €). Sondererträgen aus dem Verkauf unserer Lormetazepam-Produkte standen Aufwendungen aus Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten aufgrund von Zinsänderungen gegenüber. A 9 Sondereinflüsse1 Pharmaceuticals
1. Halbjahr 2022 Umsatzerlöse Der Umsatz von Pharmaceuticals stieg in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 um wpb. 2,4 % auf 9.442 Mio. €. Hierzu trug vor allem die Ausweitung des Geschäfts mit unserem Augenmedikament Eylea™ in allen Regionen bei, insbesondere in Europa durch die fortlaufende Ausbietung der Eylea™-Fertigspritze. Der Umsatz mit Xarelto™ war rückläufig, vor allem in China aufgrund von Tenderverfahren sowie aufgrund des Patentablaufs in Brasilien. Mit Nubeqa™ verzeichneten wir signifikante Zuwächse, speziell durch Volumenausweitungen in den USA. Ergebnis Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Pharmaceuticals sank im 1. Halbjahr 2022 leicht um 1,4 % auf 2.867 Mio. € (Vorjahr: 2.907 Mio. €), insbesondere durch gestiegene Rohstoffkosten sowie höhere Marketinginvestitionen in unsere neuen Produkte. Auch unsere Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen gegenüber dem Vorjahr, das durch die anteilige Erfassung von Erlösen von 52 Mio. € aus dem Verkauf eines Priority-Review-Vouchers in den USA begünstigt war. Positiv wirkten sich das Umsatzwachstum sowie Erträge aus dem Verkauf von Randgeschäften aus. Außerdem verzeichneten wir positive Währungseffekte in Höhe von 7 Mio. € (Vorjahr: -83 Mio. €). Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen betrug 30,4 %; Währungseffekte wirkten mit 1,1 Prozentpunkten verwässernd. Das EBIT betrug 2.408 Mio. € (Vorjahr: 2.681 Mio. €). Hierin enthalten sind per saldo Sondererträge in Höhe von 38 Mio. € (Vorjahr: 277 Mio. €). Sondererträgen aus dem Verkauf unserer Lormetazepam-Produkte sowie aus der Bewertung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert standen Aufwendungen aus Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten aufgrund von Zinsänderungen gegenüber. Consumer Health A 10 Kennzahlen Consumer Health
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt 2. Quartal 2022 Umsatzerlöse Im 2. Quartal 2022 verzeichneten wir bei Consumer Health eine starke Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahresquartal um wpb. 6,8 % auf 1.496 Mio. € mit Zuwächsen in allen Regionen. Unser Geschäft mit Erkältungsprodukten konnten wir aufgrund anhaltender Erkältungswellen deutlich ausweiten, insbesondere in Europa und Nordamerika. Im Juni verzeichneten wir erste Umsätze mit unserem Produkt Astepro™, das wir von einem verschreibungspflichtigen Medikament in den OTC-Status überführt haben, und das damit als erstes und einziges steroidfreies Antihistamin-Nasenspray rezeptfrei auf dem US-Markt erhältlich ist. Nach einer sehr starken Umsatzentwicklung seit 2020 entwickelte sich die Kategorie Nahrungsergänzung leicht rückläufig, verblieb aber insgesamt auf einem hohen Niveau.
A 11 Umsatzerlöse nach Kategorien
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt Ergebnis Im 2. Quartal 2022 stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen um 18,7 % auf 330 Mio. € (Vorjahr: 278 Mio. €). Hierzu trugen insbesondere die starke Umsatzsteigerung sowie unser kontinuierliches Kosten- und Preismanagement bei, welche die gegenläufigen Effekte aus inflationsbedingten Kostensteigerungen mehr als ausgleichen konnten. Zusätzlich vereinnahmten wir Einmalerträge aus dem Verkauf einer kleineren, nichtstrategischen Marke. Wir verzeichneten positive Währungseffekte von 49 Mio. € (Vorjahr: -20 Mio. €). Die um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 22,1 %. Das EBIT betrug 239 Mio. € (Vorjahr: 187 Mio. €). Hierin enthalten sind Sonderaufwendungen von 3 Mio. € im Zusammenhang mit Restrukturierungen (Vorjahr: 8 Mio. €). A 12 Sondereinflüsse1 Consumer Health
1. Halbjahr 2022 Umsatzerlöse Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz von Consumer Health deutlich um wpb. 11,9 % auf 3.008 Mio. €. Wir konnten das Geschäft in allen Regionen und Kategorien ausweiten, auch durch marktbedingte Nachfrageverschiebungen. Besonders positiv wirkten sich die Erholung unseres Geschäfts mit Erkältungsprodukten nach der Aufhebung erhöhter Schutz- und Hygienemaßnahmen sowie Zuwächse aufgrund anhaltender Erkältungswellen im 2. Quartal aus. Auch die Kategorien Dermatologie und Magen-Darm-Gesundheit, u. a. mit Bepanthen™ und MiraLAX™, entwickelten sich erfreulich. Die Kategorie Nahrungsergänzung trug ebenfalls zu der positiven Entwicklung bei. Ergebnis Im 1. Halbjahr 2022 stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen auf 718 Mio. € (Vorjahr: 570 Mio. €). Hierzu trugen insbesondere die deutliche Umsatzsteigerung sowie unser kontinuierliches Kosten- und Preismanagement bei, welche die gegenläufigen Effekte aus zusätzlichen Investitionen in die Vermarktung unserer innovativen Produkte und inflationsbedingten Kostensteigerungen mehr als ausgleichen konnten. Zusätzlich vereinnahmten wir Einmalerträge aus dem Verkauf kleinerer, nicht-strategischer Marken. Zudem verzeichneten wir positive Währungseffekte von 55 Mio. € (Vorjahr: -46 Mio. €). Die um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich deutlich um 1,5 Prozentpunkte auf 23,9 %; Währungseffekte wirkten sich mit 0,7 Prozentpunkten vorteilhaft auf die Marge aus. Das EBIT betrug 523 Mio. € (Vorjahr: 388 Mio. €). Hierin enthalten sind Sonderaufwendungen von 21 Mio. € im Zusammenhang mit Restrukturierungen (Vorjahr: 14 Mio. €). 1.3 Finanz- und Vermögenslage Bayer-Konzern Kapitalflussrechnung A 13 Kapitalflussrechnung Bayer-Konzern (Kurzfassung)
Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit
Cashflows aus investiver Tätigkeit
Cashflows aus Finanzierungstätigkeit
Free Cashflow
Nettofinanzverschuldung A 14 Nettofinanzverschuldung1
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Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen
des Bayer-Konzerns“.
A 15 Rating
Vermögenslage und Kapitalstruktur A 16 Bilanz Bayer-Konzern (Kurzfassung)
Vorperioden angepasst
2. Forschung, Entwicklung, Innovation Crop Science Kooperationen Im April haben wir die Erweiterung der strategischen Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Biotech- Unternehmen Ginkgo Bioworks angekündigt. Ginkgo Bioworks soll hierfür von uns die Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen für landwirtschaftliche Biologika in West Sacramento sowie die entsprechende Wirkstoffforschungs- und Lead-Optimierungsplattform übernehmen. Im Zuge dessen sollen wir u. a. vollen Zugriff auf die Technologien zur Stickstofffixierung des Joint Ventures Joyn Bio erhalten. Ginkgo Bioworks wird damit unser langjähriger strategischer Partner bei der Entwicklung biologischer Lösungen, etwa zur Stickstoffoptimierung oder Kohlenstoffbindung und für neuartige Ansätze im Pflanzenschutz. Durch die Transaktion wollen wir unsere führende Stellung bei den Biologika ausbauen, den Zugang zu Schlüsseltechnologien in der synthetischen Biologie stärken und unsere Rolle als bevorzugter Forschungs-, Entwicklungs- und Vertriebspartner im Biologika-Segment aufrechterhalten. Pharmaceuticals Unsere Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline prüfen wir regelmäßig, um die aussichtsreichsten Pharma- Projekte mit Priorität voranzutreiben. Klinische Prüfungsphase II und III Projekte Die wichtigsten Arzneimittelkandidaten der klinischen Prüfungsphase II sind: A 17 Forschungs- und Entwicklungsprojekte (Phase II)
Stand: 17. Juni 2022
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In Zusammenarbeit mit lonis Pharmaceuticals, Inc., USA Die folgende Tabelle enthält unsere wichtigsten Arzneimittelkandidaten der klinischen Prüfungsphase III: A 18 Forschungs- und Entwicklungsprojekte (Phase III)
Stand: 17. Juni 2022
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In Zusammenarbeit mit Regeneron Pharmaceuticals, Inc., USA Im ersten Halbjahr 2022 ergaben sich die folgenden wesentlichen Entwicklungen: Asundexian
TASK-Kanal-Inhibitor
Pecavaptan
Einreichungen und Zulassungen Die wichtigsten noch im Zulassungsprozess befindlichen Arzneimittelkandidaten sind: A 19 Wesentliche Einreichungen
Stand: 21. Juni 2022
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In Zusammenarbeit mit Regeneron Pharmaceuticals, Inc., USA Finerenon
Rivaroxaban (FXa Inhibitor)
Vericiguat
Darolutamid
Radiologieplattform Calantic
Zell- und Gentherapie In den vergangenen Jahren haben wir mehr als 2,5 Mrd. € in den Aufbau einer Zell- und Gentherapie-Platt- form investiert. Dazu gehören die Übernahmen von BlueRock und AskBio sowie strategische Kooperationen (z. B. mit Mammoth Biosciences). Dies hat es uns ermöglicht, eine zukunftsorientierte Innovationsbasis und -pipeline aufzubauen. Unser Entwicklungsportfolio umfasst schon heute sieben Projekte in unterschiedlichen Stadien der klinischen Entwicklung. Diese decken mehrere Therapiegebiete mit hohem medizinischem Bedarf ab, mit führenden Programmen in den Bereichen Parkinson-Krankheit, Pompe-Krankheit, Hämophilie A und kongestive Herzinsuffizienz. Im ersten Halbjahr 2022 ergaben sich die folgenden wesentlichen Entwicklungen:
Consumer Health Im ersten Halbjahr haben wir in Nordamerika One-A-Day™ Multi+, eine Linie von ganzheitlichen Multivitamin-Gummis, auf den Markt gebracht. Mit diesen vier zusätzlichen Produkten lässt sich die tägliche Ernährung mit wichtigen Nährstoffen ergänzen und lassen sich das Immunsystem (Varianten für Erwachsene oder Jugendliche), die Gehirnfunktion bzw. die Gesundheit von Haut, Haar und Nägeln unterstützen. Zudem überführten wir das bisher verschreibungspflichtige Produkt Astepro™ in den OTC-Status. Astepro™ lindert eine verstopfte, laufende oder juckende Nase sowie Niesen aufgrund von Heuschnupfen oder anderen Allergien der oberen Atemwege. Durch die Umstellung vermarkten wir in den USA das erste und einzige steroidfreie Antihistamin-Nasenspray für Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren, das rezeptfrei erhältlich ist und dessen Wirkung innerhalb von 30 Minuten einsetzt und bis zu 24 Stunden anhält. Leaps by Bayer Leaps by Bayer, unsere Einheit für Impact Investments, hat in den ersten sechs Monaten in 2022 in sechs Unternehmen im Gesundheitssektor investiert. Im Januar 2022 kündigte Leaps seine Beteiligung an einer Finanzierungsrunde für Cellino Biotech an. Cellinos Produktionsplattform der nächsten Generation kombiniert künstliche Intelligenz und Lasertechnologie, um ein autonomes Verfahren zur Herstellung von Zelltherapien zu ermöglichen, das Kosten reduziert, die Produktion in großem Maßstab ermöglicht und somit die Verfügbarkeit für Patienten steigert. Die größte Leaps-Investition im ersten Halbjahr tätigten wir in das Unternehmen Affini-T Therapeutics, das sich die Eigenschaften von T-Zellen im Kampf gegen onkogene Treibermutationen zunutze macht, um potenziell heilende Arzneimittel für Patienten mit schwer zu behandelnden soliden Tumoren zu entwickeln. Mit der Aufnahme von Woebot Health in sein Portfolio hat Leaps seine Investitionsgebiete erweitert und adressiert zum ersten Mal den Bereich psychische Gesundheit. Woebot entwickelt skalierbare, interaktive Therapien durch die Kombination von künstlicher Intelligenz, langjährig klinisch belegter therapeutischer Forschung und eines vielversprechenden relationalen Agenten. 3. Prognose, Chancen und Risiken 3.1 Prognosebericht 3.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung A 20 Konjunkturausblick1
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Reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, Quelle: IHS Markit (Stand: Juli 2022) Das globale Wirtschaftsklima hat sich seit Beginn des Jahres deutlich eingetrübt. Der Krieg in der Ukraine hat - insbesondere in Europa - das Vertrauen von Wirtschaft und Konsumenten erschüttert und die Energiepreise in die Höhe getrieben. Weitere Lockdowns in China im Zuge der dortigen Null-COVID-Politik haben die ohnehin angespannten globalen Lieferketten zusätzlich belastet und den Kostendruck verstärkt. Vor dem Hintergrund der hohen Inflationsraten sehen sich die Zentralbanken gezwungen, ihre expansive Geldpolitik zu beenden und die Leitzinsen zu erhöhen. Diese Entwicklungen führen weltweit zu deutlich geringeren Wachstumserwartungen; in einigen Regionen - darunter Europa und die USA - kann es im weiteren Jahresverlauf auch zu einer Rezession kommen. Der Konjunkturausblick bleibt mit erheblichen Unsicherheiten verbunden, insbesondere aufgrund der Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg. A 21 Konjunkturausblick der divisionsspezifischen Märkte
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Eigene Berechnung (Stand: Juli 2022) Im Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt rechnen wir für das Jahr 2022 nun mit einem erhöhten Wachstum von 10 % (zuvor: +5 %). Dies resultiert aus anhaltend hohen Agrarrohstoffpreisen, die Anreize für Investitionen in hochwertiges Saatgut schaffen, sowie inflationsbedingten Preissteigerungen sowohl im Saatgut als auch Pflanzenschutz. Für den Pharmaceuticals-Markt erwarten wir ein Wachstum von rund 6 % (zuvor: +5 %). Innovative Produkte werden zum weiteren Wachstum beitragen und die Verluste, die durch Patentabläufe entstehen, mehr als ausgleichen. Im Consumer-Health-Markt rechnen wir für das Jahr 2022 nun mit einem Wachstum von 5 % (zuvor: +4 %). Wesentliche Gründe sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die zu Preiserhöhungen führen, und der anhaltende Fokus der Konsumenten auf Gesundheit und Wohlbefinden. 3.1.2 Unternehmensausblick Nach der positiven Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2022 sind wir auch für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich und erhöhen unsere Prognosen für die Divisionen Crop Science und Consumer Health und damit für den Gesamtkonzern. Dabei legen wir zur besseren Vergleichbarkeit der operativen Performance die Monatsdurchschnittskurse aus 2021 zugrunde. Nach unserer aktuellen Einschätzung ergeben sich keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen der unsicheren geopolitischen Lage und Gasversorgung auf unsere Geschäftsentwicklung in 2022. Wir erwarten nun für das Geschäftsjahr 2022 einen währungsbereinigten Umsatz von 47-48 Mrd. € (bisher: etwa 46 Mrd. €). Dies entspricht jetzt einem währungs- und portfoliobereinigten Umsatzanstieg von etwa 8 % (bisher: etwa 5 %). Die um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA-Marge soll sich nun währungsbereinigt auf etwa 26-27 % belaufen (bisher: etwa 26 %). Unter Zugrundelegung der genannten Umsätze bedeutet dies nun ein währungsbereinigtes EBITDA vor Sondereinflüssen von etwa 12,5 Mrd. € (bisher: etwa 12,0 Mrd. €). Das bereinigte Ergebnis je Aktie erwarten wir nun währungsbereinigt bei etwa 7,30 € (bisher: etwa 7,00 €). Auf Basis der Stichtagskurse zum 30. Juni 2022 rechnen wir nun mit einem Umsatz von 50-51 Mrd. € (bisher: etwa 47 Mrd. €). Dies entspricht nun einem währungs- und portfoliobereinigten Umsatzanstieg von etwa 8 % (bisher: etwa 5 %). Die um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA-Marge soll sich nun auf etwa 26-27 % belaufen (bisher: etwa 26 %). Unter Zugrundelegung der genannten Umsätze bedeutet dies nun ein EBITDA vor Sondereinflüssen von etwa 13,0 Mrd. € (bisher: etwa 12,0 Mrd. €). Für das bereinigte Ergebnis je Aktie planen wir nun einen Wert von etwa 7,70 € (bisher: etwa 7,10 €). A 22 Prognose 2022
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
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Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2021 A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen
des Bayer-Konzerns“. Wir planen nun Sonderaufwendungen im EBIT in Höhe von währungsbereinigt insgesamt etwa 2,5 Mrd. € (bisher: etwa 1,0 Mrd. €). Die Sonderaufwendungen im EBITDA sollen sich nach wie vor auf etwa 1,0 Mrd. € belaufen. Zu möglichen Einschätzungsrisiken im Hinblick auf Rechtsfälle verweisen wir auf unseren Geschäftsbericht 2021, Anhangangabe [30] „Rechtliche Risiken“ sowie Kapitel A 3.2 „Chancen- und Risikobericht“. 3.2 Chancen und Risiken Als international agierendes Unternehmen mit einem diversifizierten Portfolio ist der Bayer-Konzern einer Vielzahl von internen und externen Entwicklungen oder Ereignissen ausgesetzt, die das Erreichen unserer finanziellen und nichtfinanziellen Ziele in wesentlichem Maße beeinflussen können. Das Chancen- und Risikomanagement ist bei Bayer integraler Bestandteil des konzernweiten Systems der Unternehmensführung. Für eine ausführliche Darstellung unserer Chancen- und Risikomanagementprozesse und der grundlegenden Chancen- und Risikolage verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2021, A 3.2 „Chancen- und Risikobericht“. Im Vergleich mit unserem Geschäftsbericht 2021 zeigen sich zusätzliche geopolitische Risiken im Zusammenhang mit Russlands Krieg in der Ukraine. Sowohl der direkte Einfluss des Krieges als auch Einflüsse wegen maßgeblicher Sanktionen können unser Geschäft negativ beeinflussen, z. B. unsere (Energie-)Kosten, die Verfügbarkeit von Energie - insbesondere im Falle eines Gasembargos/Gaslieferstopps - und Lieferketten(-unterbrechungen), Umsätze, Gewinne und den Cashflow. Grundsätzlich sind die Auswirkungen des Krieges unvorhersehbar und sie haben das Potenzial, die Märkte und Finanzmärkte signifikant zu beeinflussen, indem sie bspw. zu hoher Volatilität der Währungen und einer Konjunkturabschwächung führen. So könnte unser Marktumfeld und in Konsequenz auch unsere geschäftliche Leistung negativ beeinflusst werden. Wir stellen uns mit globalem und lokalem operationalem Krisenmanagement, energiebezogenen Task-Forces und weiteren interdisziplinären Teams, die Mitigationsmaßnahmen wie den Aufbau von zusätzlichem finanziellem Puffer und der Diversifizierung unserer Energiequellen aufsetzen, auf diese Herausforderungen ein. Gesamtbeurteilung durch den Vorstand Wir sehen eine Erhöhung unserer Risikolage im Vergleich zu unserer Darstellung im Geschäftsbericht 2021 bedingt durch Russlands Krieg in der Ukraine. Der Vorstand beurteilt den Fortbestand des Bayer-Konzerns weiterhin als nicht gefährdet. Die im Vergleich zur Darstellung im Geschäftsbericht 2021 (Anhangangabe [30]) eingetretenen wesentlichen Entwicklungen im Bereich der rechtlichen Risiken sind im verkürzten Anhang zum Zwischenabschluss des Bayer-Konzerns unter „Rechtliche Risiken“ dargestellt. Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2022 Gewinn- und Verlustrechnung Bayer-KonzernB 1
Gesamtergebnisrechnung Bayer-Konzern B 2
Vorjahreswerte angepasst aufgrund der im 4. Quartal 2021 abgeschlossenen Kaufpreisallokation für AskBio
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Das sonstige Ergebnis wird im Eigenkapital erfolgsneutral erfasst. Bilanz Bayer-KonzernB 3
Vorjahreswerte angepasst aufgrund der im 4. Quartal 2021 abgeschlossenen Kaufpreisallokation für AskBio Kapitalflussrechnung Bayer-Konzern B 4
Eigenkapitalveränderungsrechnung Bayer-Konzern B 5
Vorjahreswerte angepasst aufgrund der im 4. Quartal 2021 abgeschlossenen Kaufpreisallokation für AskBio Verkürzter Anhang Bayer-KonzernErläuterungen zum verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2022 Grundlagen und Methoden Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2022 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee erstellt worden. Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2021 gelten, insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, entsprechend. Bzgl. der dort aufgeführten erstmals im Geschäftsjahr 2022 anzuwendenden Standards, Änderungen und Interpretationen ergaben sich im laufenden Geschäftsjahr keine wesentlichen Auswirkungen auf den Bayer-Konzern. Auswirkungen von COVID-19 Weitreichenden Lockerungen einschränkender Schutz- und Kontaktbeschränkungsmaßnahmen stehen weiterhin Unsicherheiten beispielsweise durch erneute COVID-Ausbrüche durch neue Virusvarianten gegenüber. Momentan sehen wir keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf unsere Geschäftsbereiche und damit auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Wir werden die Auswirkungen der Pandemie weiterhin sorgfältig überwachen, darunter fallen insbesondere die Auswirkungen auf unsere Vorräte und Forderungen gegenüber Kunden sowie signifikante Annahmen in Bezug auf Geschäfts- oder Firmenwerte und das immaterielle Vermögen. Auswirkungen der russischen Invasion in die Ukraine Konzernumsatz und -ergebnis sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt waren im zweiten Quartal nur geringfügig vom Krieg und seinen unmittelbaren Folgen beeinträchtigt. Wir verzeichneten keinen wesentlichen Anstieg der überfälligen Forderungen in Russland oder der Ukraine. Auf Basis einer Risikoanalyse auf Einzelkundenebene haben wir Forderungsabwertungen in Höhe von 35 Mio. € vorgenommen. Als Folge des Krieges droht auch eine Beeinträchtigung der Gas- und Energieversorgung sowie der globalen Lieferketten. Bei Bayer lag der Anteil der Energiekosten an den gesamten Herstellungskosten im Geschäftsjahr 2021 bei rund 3 Prozent. Die konkreten Auswirkungen unterschiedlicher Szenarien auf unser Geschäft und mögliche Lösungsansätze werden derzeit analysiert und können noch nicht abschließend quantifiziert werden. Inzwischen haben wir eine Reihe von Maßnahmen zur Reduzierung des Erdgasbedarfes erarbeitet und teilweise bereits umgesetzt. Zudem erweitern wir unser Lieferantennetzwerk und bauen zusätzliche Vorräte auf, um weiterhin die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können. Die Stabilität des Zahlungsverkehrs sowohl innerhalb Russlands als auch grenzüberschreitend unterliegt gegenwärtig starken Unsicherheiten und wir evaluieren entsprechende Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Künftige unmittelbare wie mittelbare Auswirkungen der wirtschaftlichen Entwicklungen und Sanktionen auf die Bewertung einzelner Vermögenswerte und Schulden werden fortlaufend analysiert. Änderungen zugrunde liegender Parameter Änderungen in den zugrunde liegenden Parametern beziehen sich vor allem auf die Wechselkurse sowie auf die Zinssätze für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen. Die Wechselkurse wichtiger Währungen zum Euro ergeben sich wie folgt: B 6 Wechselkurse wichtiger Währungen
B 7 Anwendung des IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern)
Die Effekte für die erstmalige und laufende Bilanzierung sind bislang unwesentlich für den Konzern. Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen wurden folgende wesentliche Abzinsungssätze zugrunde gelegt: B 8 Abzinsungssatz Pensionsverpflichtungen
Der langfristige Rententrend in Deutschland wurde aufgrund erhöhter Inflationserwartungen angepasst und wirkte im ersten Halbjahr 2022 mit 1.400 Mio. € gegenläufig zur Veränderung der Rechnungszinsen in Höhe von 6.111 Mio. €. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung Der Bayer-Konzern besteht zum 30. Juni 2022 aus den drei berichtspflichtigen Segmenten Crop Science, Pharmaceuticals und Consumer Health. B 9 Kennzahlen nach Segmenten
Fortsetzung B 9 Kennzahlen nach Segmenten
B 10 Kennzahlen nach Segmenten
Kennzahlen nach Segmenten Fortsetzung B 10 Kennzahlen nach Segmenten
In den Segmentkennzahlen sind Leasingverhältnisse zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften auch nach Erstanwendung von IFRS 16 am 1. Januar 2019 im Konzernabschluss wie Operating-Leasingverhältnisse nach IAS 17 abgebildet, um den Konsolidierungsvorgang zu vereinfachen. Die Auswirkungen auf die davon betroffenen Kennzahlen haben keine Relevanz für die Steuerung und die interne Berichterstattung an den Vorstand als Hauptentscheidungsträger. Die nachfolgende Tabelle enthält die Überleitungsrechnung des EBITDA vor Sondereinflüssen der oben genannten Segmente sowie die Überleitung zum Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns aus fortzuführendem Geschäft: B 11 Überleitung vom EBITDA vor Sondereinflüssen der Segmente zum Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns
Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen im 2. Quartal 2022 in Höhe von per saldo -570 Mio. € (Vorjahr: -3.204 Mio. €) sind -476 Mio. € (Vorjahr: -3.238 Mio. €) auf Sondereinflüsse zurückzuführen. Letztere beziehen sich hauptsächlich auf die laufenden Rechtsverfahren. Die Sondereinflüsse im 2. Quartal 2021 fielen im Wesentlichen für den Rechtskomplex Glyphosat an. Konsolidierungskreis Entwicklung des Konsolidierungskreises Zum 30. Juni 2022 wurden insgesamt 369 Gesellschaften konsolidiert (31. Dezember 2021: 374 Gesellschaften). Ferner sind sechs Gemeinschaftsunternehmen (31. Dezember 2021: sechs Gemeinschaftsunternehmen) und 36 assoziierte Unternehmen (31. Dezember 2021: 33 assoziierte Unternehmen) im Konzernabschluss nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) berücksichtigt worden. Akquisitionen, Desinvestitionen und nicht fortgeführtes Geschäft Akquisitionen Am 28. Juni 2022 hat Bayer 30 % der Anteile der Natsana GmbH, Deutschland, für einen Kaufpreis von rund 96 Mio. € erworben. Die erworbenen Anteile werden nach der Equity-Methode bilanziert. Natsana ist ein reiner Onlineanbieter mit Schwerpunkt auf dem Vertrieb und der Entwicklung von natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitaminen, Mineralien, Nährstoffen und Probiotika. Das Portfolio umfasst über 100 Produkte unter den drei Hauptmarken: Feel Natural, Nature Love und Natural Elements. Die übrigen 70 % der Anteile werden von Bayer in 2025 aufgrund eines beim Abschluss der Transaktion vereinbarten Buy-out-Mechanismus erworben. Die Gesellschaft wird dem Segment Consumer Health zugeordnet. Akquisitionen im Vorjahr Am 2. Juni 2021 hat Bayer den Erwerb von 100 % der Anteile zweier Biotechnologieunternehmen, Noria Therapeutics Inc., USA, und PSMA Therapeutics Inc., USA, abgeschlossen. Mit den Akquisitionen erhielt Bayer die exklusiven Rechte an einer differenzierten Alpha-Radionuklid-Therapie basierend auf Actinium- 225 und einem niedermolekularen Molekül, das zielgerichtet an das prostataspezifische Membranantigen (PSMA) bindet, und erweiterte damit das Onkologieportfolio an zielgerichteten Alpha-Therapien (Targeted Alpha Therapies, TAT). Bayer hat eine Einmalzahlung in Höhe von insgesamt 8 Mio. € geleistet. Bayer wird potenzielle Meilensteinzahlungen in Höhe von bis zu rund 120 Mio. € bis zur Markteinführung sowie mögliche weitere, an den Umsatz gekoppelte Meilensteinzahlungen, ebenfalls in Höhe von bis zu rund 120 Mio. €, leisten. Beide Akquisitionen fallen nicht unter den Anwendungsbereich des IFRS 3, sondern werden als Investition in immaterielle Vermögenswerte im Bereich Forschungs- und Entwicklungsprojekte dargestellt. Beide Gesellschaften werden dem Segment Pharmaceuticals zugeordnet. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und nicht fortgeführtes Geschäft Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr ergaben sich keine als nicht fortgeführtes Geschäft auszuweisende Sachverhalte. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und damit in direktem Zusammenhang stehenden Schulden belaufen sich zum 30. Juni 2022 per saldo auf insgesamt rund 1.487 Mio. €. Sie betreffen im Wesentlichen die geplante Veräußerung des Geschäftsbereichs Environmental Science für professionelle Kunden (ES) an die Beteiligungsgesellschaft Cinven, Vereinigtes Königreich, für rund 2.400 Mio. €. Environmental Science Professional ist Anbieter von Lösungen zur Bekämpfung von Schädlingen, Krankheiten und Unkräutern in nicht landwirtschaftlichen Bereichen - dazu gehören die Bekämpfung von Krankheitsüberträgern, professionelle Schädlingsbekämpfung und Vegetationskontrolle in Forstwirtschaft, auf Rasenflächen und bei Zierpflanzen. Der Abschluss der Transaktion wird im 2. Halbjahr 2022 erwartet. Die Transaktion betrifft das Segment Crop Science. Die Klassifizierung als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden erfolgte erstmalig zum 31. März 2022. Des Weiteren ist die Veräußerung von Büro- und Verwaltungsflächen in St. Louis, USA, mit rund 51 Mio. € in den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten enthalten. Sie betreffen vollumfänglich Sachanlagen. Darüber hinaus sind immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt rund 38 Mio. € in den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten enthalten. Sie betreffen mit rund 16 Mio. € die Veräußerung des Produkts Nebido™ an die Grünenthal GmbH, Deutschland, sowie mit rund 22 Mio. € die geplante Veräußerung der Marken Marvelon™ und Mercilon™ in China, Hongkong, Macau und Vietnam des Segments Pharmaceuticals. Die Transaktion wurde für China, Hongkong und Macau abgeschlossen. Der Abschluss für Vietnam wird im dritten Quartal 2022 erwartet. Insgesamt stellen sich die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden zum 30. Juni 2022 wie folgt dar: B 12 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Im Vorjahr betraf der Ausweis im Wesentlichen den geplanten Verkauf einer Produktionsanlage in Brasilien des Segments Pharmaceuticals. Die Transaktion wurde im zweiten Quartal 2022 abgeschlossen. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Im zweiten Quartal 2022 wurde eine außerplanmäßige Werthaltigkeitsprüfung aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Zinsumfeld und der damit verbundenen Auswirkungen auf die gewichteten Kapitalkosten erforderlich. Im Segment Pharmaceuticals ergaben sich aus der außerplanmäßigen Werthaltigkeitsprüfung Wertminderungen auf Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Höhe von rund 92 Mio. €, insbesondere aufgrund gestiegener gewichteter Kapitalkosten. Die Wertminderungen wurden jeweils den Forschungs- und Entwicklungskosten zugeordnet. Im Segment Consumer Health ergaben sich aus der Werthaltigkeitsprüfung keine wesentlichen Wertminderungen oder Wertaufholungen. Im Segment Crop Science ergaben sich Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1.322 Mio. €. Sie betreffen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Baumwollsaatgut in Höhe von 851 Mio. € (davon 67 Mio. € auf Forschungs- und Entwicklungsprojekte, 696 Mio. € auf Patente und Technologien, 75 Mio. € auf Marken und 13 Mio. € auf Vermarktungs- und Verkaufsrechte), Gemüsesaatgut in Höhe von 269 Mio. € (davon 78 Mio. € auf Forschungs- und Entwicklungsprojekte, 157 Mio. € auf Patente und Technologien, 24 Mio. € auf Marken und 10 Mio. € auf Vermarktungs- und Verkaufsrechte) sowie Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften in Höhe von 202 Mio. € (davon 37 Mio. € auf Forschungs- und Entwicklungsprojekte, 130 Mio. € auf Patente und Technologien, 30 Mio. € auf Marken und 5 Mio. € auf Vermarktungs- und Verkaufsrechte). Die Wertminderung in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Baumwollsaatgut resultiert im Wesentlichen aus veränderten Geschäftsaussichten und gestiegenen Kapitalkosten. Die Wertminderungen in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gemüsesaatgut sowie Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften sind insbesondere auf deutlich gestiegene gewichtete Kapitalkosten zurückzuführen. Die Wertminderungen auf die Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden den Herstellungskosten, Vertriebskosten sowie Forschungs- und Entwicklungskosten zugeordnet. Die Ermittlung der Werte erfolgte jeweils auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten. In folgender Tabelle werden die für die Werthaltigkeitsprüfungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verwendeten Kapitalkostensätze im vierten Quartal 2021 und zweiten Quartal 2022 angegeben. B 13 Parameter Werthaltigkeitsprüfung
Die für die Werthaltigkeitsprüfungen der Geschäfts- oder Firmenwerte im vierten Quartal 2021 und zweiten Quartal 2022 verwendeten Wachstumsraten und Kapitalkostensätze können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: B 14 Parameter Werthaltigkeitsprüfung
Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfungen für die Geschäfts- oder Firmenwerte wird der beizulegende Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten berechnet. Im zweiten Quartal 2022 wurden, wie im Vorjahr, keine Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen. Finanzinstrumente Die nachfolgenden Tabellen stellen die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten gemäß IFRS 9 dar und leiten diese auf die entsprechenden Bilanzpositionen über. Da die Bilanzpositionen „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“, „Sonstige Forderungen“, „Finanzverbindlichkeiten“ und „Sonstige Verbindlichkeiten“ sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle Vermögenswerte bzw. nicht finanzielle Verbindlichkeiten (z. B. sonstige Steuerforderungen) enthalten, dient die Spalte „Nicht finanzielle Vermögens- werte/Verbindlichkeiten“ einer entsprechenden Überleitung. B 15 Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente
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AC: at Amortized Cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten), FVTOCI: at Fair Value
through Other Comprehensive Income (zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral), FVTPL:
at Fair Value through Profit or Loss (zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam) B 16 Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente
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AC: at Amortized Cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten), FVTOCI: at Fair Value
through Other Comprehensive Income (zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral), FVTPL:
at Fair Value through Profit or Loss (zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam) Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten weichen die Buchwerte am Bilanzstichtag nicht signifikant von den beizulegenden Zeitwerten ab. Der nachrichtlich angegebene beizulegende Zeitwert der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten wird als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzu- oder -abflüsse ermittelt. Die Abzinsung erfolgt unter Anwendung des zum Bilanzstichtag aktuellen laufzeitadäquaten Zinssatzes ggf. unter Berücksichtigung der Bonität des Kontrahenten. Sollte ein börsennotierter Preis vorhanden sein, wird dieser als beizulegender Zeitwert angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten entsprechen notierten Preisen auf aktiven Märkten (Stufe 1) oder werden mit Bewertungstechniken basierend auf beobachtbaren Marktdaten zum Bilanzstichtag (Stufe 2) bzw. als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzu- oder -abflüsse auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren (Stufe 3) ermittelt. Sofern keine öffentlich notierten Marktpreise auf aktiven Märkten (Stufe 1) existieren, werden für Derivate die beizulegenden Zeitwerte mit Bewertungstechniken basierend auf beobachtbaren Marktdaten zum Bilanzstichtag ermittelt (Stufe 2). Bei der Anwendung von Bewertungstechniken wird das Kreditrisiko der Vertragspartner bzw. unser Kreditrisiko durch die Ermittlung von Credit Value Adjustments bzw. Debt Value Adjustments berücksichtigt. Die Bewertung der Devisen- und Warentermingeschäfte erfolgt einzelfallbezogen und mit dem jeweiligen Terminkurs bzw. -preis am Bilanzstichtag. Die Terminkurse bzw. -preise richten sich nach den Kassakursen und -preisen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Die beizulegenden Zeitwerte von Instrumenten zur Sicherung von Zinsrisiken sowie von Zinswährungsswaps ergeben sich durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsmittelzu- und -abflüsse ggf. unter Berücksichtigung einer Fremdwährungsumrechnung zum Stichtag. Zur Abzinsung dienen Marktzinssätze, die über die Restlaufzeit der Instrumente angewendet werden. Sofern beizulegende Zeitwerte auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren geschätzt wurden, werden sie innerhalb der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie ausgewiesen. Dies betrifft im Wesentlichen bestimmte Schuld- und Eigenkapitaltitel, teilweise die beizulegenden Zeitwerte eingebetteter Derivate sowie die Verpflichtungen für bedingte Gegenleistungen im Rahmen von Unternehmensakquisitionen. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Schuldtitel innerhalb der Kategorie „FVTPL - zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam“ ist häufig das Kreditrisiko der wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktor, der im Discounted-Cashflow-Ansatz zur Anwendung kommt. Hierbei werden Credit Spreads von vergleichbaren Emittenten angewendet. Ein signifikanter Anstieg des Kreditrisikos könnte in einem niedrigeren beizulegenden Zeitwert resultieren, während ein signifikanter Rückgang zu einem höheren beizulegenden Zeitwert führen könnte. Eine relative Veränderung des Credit Spread um 10 % hat jedoch keine wesentliche Auswirkung auf den beizulegenden Zeitwert. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der sonstigen Verbindlichkeiten für bedingte Gegenleistungen innerhalb der Kategorie „FVTPL (nicht-derivativ) - zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam“ ist die Einschätzung der Erfolgswahrscheinlichkeit bspw. von vorab festgelegten Meilensteinen im Hinblick auf Forschungs- und Entwicklungsprojekte oder Umsatzziele sowie des zeitlichen Anfalls von Auszahlungen der wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktor. Eine Änderung der Einschätzung kann zu einem deutlich höheren oder niedrigeren beizulegenden Zeitwert führen. Eingebettete Derivate werden von den jeweiligen Basisverträgen - sofern diese keine Finanzinstrumente sind - separiert. Bei den Basisverträgen handelt es sich in der Regel um Absatz- oder Bezugsverträge aus dem operativen Geschäft. Die Zahlungsströme aus dem Vertrag ändern sich aufgrund der eingebetteten Derivate bspw. in Abhängigkeit von Wechselkursschwankungen bzw. Preisschwankungen. Die intern durchgeführte Bewertung von eingebetteten Derivaten erfolgt insbesondere mit der Discounted-Cashflow-Methode, die auf individuellen nicht beobachtbaren Inputfaktoren - u. a. geplanten Absatz- und Bezugsmengen sowie aus Marktdaten abgeleiteten Preisen - basiert. Basierend auf diesen beizulegenden Zeitwerten erfolgt ein regelmäßiges Monitoring im Rahmen der quartalsweisen Berichterstattung. Die Entwicklung der auf nicht beobachtbaren Inputfaktoren basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Stufe 3) für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten stellte sich wie folgt dar: B 17 Entwicklung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Stufe 3)
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Zur Bezeichnung der Bewertungskategorien siehe Tabelle B 15. B 18 Entwicklung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Stufe 3)
Vorjahreswerte angepasst aufgrund der im 4. Quartal 2021 abgeschlossenen Kaufpreisallokation für AskBio
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Zur Bezeichnung der Bewertungskategorien siehe Tabelle B 16. Ergebniswirksame Veränderungen wurden in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie im Finanzergebnis in den Zinserträgen, im Kursergebnis und in den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Finanzverbindlichkeiten Die Bayer AG hat im März 2022 neue Hybridanleihen über 1,3 Mrd. € platziert. Die Erlöse wurden für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet, einschließlich der Finanzierung des vorzeitigen Rückkaufs der Hybridanleihe über 1,3 Mrd. €, die zum 2. Oktober 2022 kündbar war. Der Rückkauf erfolgte im April bzw. Mai 2022. Darüber hinaus wurden im 2. Quartal 2022 zwei Anleihen über insgesamt 250 Mio. USD (229 Mio. €) vorzeitig zurückgezahlt sowie eine Anleihe mit einem Nominalvolumen von 750 Mio. € und eine Anleihe im Nominalvolumen von 10 Mrd. JPY (73 Mio. €) planmäßig getilgt. Die Bayer AG hat im Mai 2022 eine Kreditlinie in Höhe von 3 Mrd. € vereinbart und gezogen. Die Liquidität ist in Money-Market-Funds investiert und dient zur Risikoabsicherung im Fall einer Verschlechterung der gegenwärtigen geopolitischen Situation. Die Anlagen in Money-Market-Funds werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Stufe 1 der Fair-Value-Hierarchie) bewertet und sind innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Rechtliche Risiken Hinsichtlich der Angaben zu den rechtlichen Risiken des Bayer-Konzerns verweisen wir auf die Darstellung in Anhangangabe [30] im Bayer-Geschäftsbericht 2021. Der Bayer-Geschäftsbericht 2021 steht unter www.bayer.de kostenlos zum Herunterladen bereit. Seit diesem Geschäftsbericht hat es folgende wesentliche Veränderungen im Bereich der rechtlichen Risiken gegeben: Roundup™ (Glyphosat): Monsanto, einer Tochtergesellschaft von Bayer, wurden in den USA zahlreiche Klagen zugestellt. Die Kläger tragen vor, sie seien mit von Monsanto hergestellten glyphosathaltigen Produkten in Berührung gekommen. Glyphosat ist der in bestimmten Herbiziden von Monsanto einschließlich der Roundup™-Produkte enthaltene Wirkstoff. Die Kläger tragen vor, ihr Kontakt mit diesen Produkten habe zu Gesundheitsschäden geführt, u. a. zu Erkrankungen wie dem Non Hodgkin’s Lymphom (NHL), und sie verlangen Schaden- und Strafschadenersatz. Mit weiteren Klagen ist zu rechnen. 2020 hat Monsanto ohne Eingeständnis einer Haftung eine Grundsatzvereinbarung mit den Klägern getroffen, um die meisten der Ansprüche beizulegen und einen Mechanismus zur Beilegung möglicher zukünftiger Klagen einzurichten. Die drei Fälle, die zulasten von Monsanto entschieden wurden - Johnson, Hardeman und Pilliod -, sind nicht von dem Vergleich umfasst. Das Unternehmen beantragte beim Obersten Gerichtshof der USA (Supreme Court) eine Überprüfung in den Fällen Hardeman und Pilliod. Im Fall Hardeman erbat der Supreme Court von der Bundesregierung der USA eine Stellungnahme. Sie empfahl dem Supreme Court, eine Überprüfung der Hardeman-Klage nicht zu gewähren. Im Juni 2022 lehnte der Supreme Court die Überprüfung der beiden Verfahren zu Hardeman und Pilliod ab. Möglicherweise werden künftige Verfahren zu Roundup™ (oder andere, nicht mit diesem Komplex zusammenhängende Verfahren) den Supreme Court mit Fragen des Vorrangs des Bundesrechts vor dem Recht einzelner Bundesstaaten konfrontieren. Das Unternehmen wird weiterhin seine rechtlichen Möglichkeiten in Bezug auf weitere Verfahren prüfen. Im Juni 2022 fällten die Geschworenen in zwei bundesstaatlichen Gerichtsverfahren - Shelton (Circuit Court for Jackson County, Missouri (Kansas City)) und Larry Johnson (Circuit Court for Jackson County, Oregon) - Urteile zugunsten von Monsanto und stellten fest, dass Roundup™ die Krebserkrankung der beiden Kläger nicht verursacht hat. Diese Fälle sind die dritten und vierten Verfahren in Folge, die das Unternehmen gewonnen hat. Dicamba: Im Jahr 2016 reichte Bader Peach Farms vor einem Gericht in Missouri eine Klage gegen Monsanto und BASF ein. Bader behauptet, dass das Dicamba-Herbizid und/oder das Xtend™-System die Ernten von Bader geschädigt hat. Im Jahr 2020 sprachen die Geschworenen den Klägern Schadenersatz in Höhe von 15 Mio. USD und einen Strafschadenersatz in Höhe von 250 Mio. USD zu, und zwar gesamtschuldnerisch gegen die Beklagten Monsanto und BASF. Monsanto reichte nach der mündlichen Verhandlung Anträge ein, die dazu führten, dass der Strafschadenersatz auf 60 Mio. USD reduziert wurde, wodurch sich der Gesamtbetrag auf 75 Mio. USD verringerte. Monsanto legte Berufung ein. Im Juli 2022 bestätigte das Berufungsgericht alle Aspekte des erstinstanzlichen Urteils mit Ausnahme der Feststellung der gemeinsamen Haftung von BASF und Monsanto für Strafschadenersatz. Monsanto ist mit dieser Entscheidung nicht einverstanden und prüft seine rechtlichen Möglichkeiten. BASF-Schiedsverfahren: 2019 wurde Bayer eine Schiedsklage zugestellt, die von der BASF SE erhoben wurde. BASF macht Schadenersatzansprüche aus den 2017 und 2018 unterschriebenen Kaufverträgen geltend, über die BASF bestimmte Geschäftsbereiche der Division Crop Science erworben hatte. Wir erwarten die Entscheidung des Schiedsgerichts in Kürze. PCB: Monsanto, eine Tochtergesellschaft von Bayer, wurde in Klageverfahren von verschiedenen staatlichen Stellen in den USA benannt. Diese behaupten, Monsanto, Pharmacia und Solutia seien gemeinsam als Produzent von PCB für verschiedene PCB-bedingte Schäden in der Umwelt verantwortlich, u. a. in Gewässern. Es sei gleichgültig, wie die PCB dorthin gelangt seien. 2020 traf Bayer eine Vereinbarung für einen Sammelvergleich (Class Settlement) zur Beilegung von Klagen von ca. 2.500 kommunalen Regierungsbehörden in den Vereinigten Staaten gegen eine Gesamtzahlung von ca. 650 Mio. USD, einschließlich Zahlungen für die Mitglieder des Sammelvergleichs und Anwaltskosten. Im März 2022 hat das Gericht dem Vergleich vorläufig zugestimmt. Im Juli 2022 wies der Superior Court of Delaware die Einzelklage des Generalstaatsanwalts von Delaware wegen angeblicher Umweltschäden durch PCBs vollständig ab. In Oregon ziehen wir unter Berücksichtigung der speziellen Umstände in diesem Staat einen Vergleich mit dem Generalstaatsanwalt in Betracht. Monsanto ist darüber hinaus mit einer Vielzahl von Klagen wegen des Gebrauchs von und der Exposition gegenüber PCB-Produkten konfrontiert, in denen Gesundheits- und Vermögensschäden geltend gemacht werden. In dem Verfahrenskomplex zu einem Schulgebäude in Washington (dem Sky Valley Education Center (“SVEC”)) wurde im Juni 2022 ein drittes Verfahren abgeschlossen, in dem die Geschworenen vier Klägern insgesamt ca. 21,3 Mio. USD (Schadenersatz und Strafschadenersatz) zusprachen. Bayer ist mit diesem Urteil, das auf vielen der gleichen Fehler wie in den ersten beiden Verfahren beruht, nicht einverstanden und beabsichtigt, Berufung einzulegen. Ein viertes Verfahren (Soley) zu diesem Verfahrenskomplex ist im Juli 2022 ohne Ergebnis abgeschlossen worden, weil die Geschworenen sich nicht auf ein Urteil einigen konnten. Es ist nicht bekannt, ob es ein neues Verfahren geben wird. Ein fünftes SVEC-Verfahren (Allison) ist derzeit für August 2022 angesetzt. Anlegerklagen wegen Monsanto-Erwerb: In Deutschland und den USA klagen Anleger auf Schadenersatz gegen Bayer wegen angeblich fehlerhafter Kapitalmarktkommunikation im Zusammenhang mit dem Erwerb der Monsanto Company. Am 30. Juni 2022 waren in Deutschland 30 Klagen von insgesamt etwa 340 Klägern rechtshängig. Das Landgericht Köln leitete im Juli 2022 ein Musterverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz ein. Eine Entscheidung in der Sache ist damit nicht verbunden. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Im ersten Halbjahr 2022 betrug der Cashflow aus operativer Tätigkeit 1.378 Mio. € (Vorjahr: -768 Mio. €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf geringere Vergleichszahlungen im Zusammenhang mit den Rechtsfällen Glyphosat, PCB, Essure™ und Dicamba zurückzuführen, welche per saldo 791 Mio. € (Vorjahr: 3.103 Mio. €) betrugen. Aus investiver Tätigkeit ergaben sich im aktuellen Halbjahr Mittelabflüsse von 2.029 Mio. € (Vorjahr: Zufluss 4.392 Mio. €). Für kurzfristige finanzielle Vermögenswerte flossen per saldo 1.308 Mio. € ab (Vorjahr: Zufluss 4.891 Mio. €). Diese Auszahlungen sind insbesondere auf den Erwerb von Anteilen an Money-Market-Funds zurückzuführen. Aus Finanzierungstätigkeit ergaben sich per saldo Auszahlungen in Höhe von 739 Mio. € (Vorjahr: 4.490 Mio. €). Die darin enthaltene Nettokreditaufnahme betrug 1.785 Mio. € (Vorjahr: Nettoschuldentilgung 2.000 Mio. €). Die Nettozinsausgaben beliefen sich auf 573 Mio. € (Vorjahr: 525 Mio. €). Als Dividende zahlten wir 1.966 Mio. € (Vorjahr: 1.965 Mio. €) aus. Beziehung zu nahestehenden Personen Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 (Related-Party-Disclosures) sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Bayer AG und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle, der gemeinschaftlichen Führung oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Bayer AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Dazu gehören insbesondere nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, zu Anschaffungskosten oder nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen sowie Versorgungspläne und ferner die Organmitglieder der Bayer AG. Die Geschäftsvorfälle an nahestehende Unternehmen und Personen sind aus Sicht des Bayer-Konzerns nicht von materieller Bedeutung. Sonstige Angaben Die Hauptversammlung hat am 29. April 2022 der von der Verwaltung vorgeschlagenen Dividende von 2,00 € je dividendenberechtigter Aktie für das Geschäftsjahr 2021 und der von der Verwaltung vorgeschlagenen Einstellung von 90.197.520,07 € in andere Gewinnrücklagen zugestimmt. Den im Geschäftsjahr 2021 amtierenden Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats ist gemäß den Vorschlägen der Verwaltung Entlastung erteilt worden. Die Hauptversammlung hat entsprechend den Vorschlägen des Aufsichtsrats drei Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner gewählt. Die von der Verwaltung vorgeschlagene Billigung des nach § 162 Aktiengesetz erstellten und geprüften Vergütungsberichts für das Geschäftsjahr 2021 hat die Hauptversammlung abgelehnt. Die Hauptversammlung hat entsprechend dem Vorschlag der Verwaltung dem neu gefassten Beherrschungs-und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der Bayer Chemicals GmbH vom 18. Februar 2022 zugestimmt. Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, ist auf Vorschlag des Aufsichtsrats als Jahres-und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 sowie als Prüfer für eine etwaige prüferische Durchsicht des verkürzten Abschlusses und Zwischenlageberichts zum 30. Juni 2022 sowie etwaiger verkürzter Abschlüsse und Zwischenlageberichte zum 30. September 2022 und zum 31. März 2023 gewählt worden Nachtragsbericht Akquisition von CoverCress Inc. Zum 1. August 2022 erwarb Bayer weitere 59 % der Aktien der CoverCress Inc., USA zu einem Kaufpreis von rund 118 Mio. USD. Bayer hielt bereits 6,3 % der ausstehenden Aktien. CoverCress Inc. ist ein innovatives Start-up, das eine neue Sorte Winterölsaat unter der Marke CoverCress™ entwickelt. CoverCress™ hat das Potenzial, den Stickstoffverlust zu verringern, Kohlenstoff im Boden zu speichern und die Bodengesundheit zu verbessern.
Leverkusen, 2. August 2022 Bayer Aktiengesellschaft Der Vorstand Werner Baumann Sarena Lin Wolfgang Nickl Stefan Oelrich Rodrigo Santos Heiko Schipper Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Leverkusen, 2. August 2022 Bayer Aktiengesellschaft Der Vorstand Werner Baumann Sarena Lin Wolfgang Nickl Stefan Oelrich Rodrigo Santos Heiko Schipper Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzernbilanz, der Konzern-Kapitalflussrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2022, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements 2410 „Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity“ vorgenommen. Danach haben wir die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft sowie auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der Konzernzwischenabschluss der Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
München, den 2. August 2022 Deloitte GmbH Andreas Wermelt, Wirtschaftsprüfer Michael Mehren, Wirtschaftsprüfer
Grundlagen der Berichterstattung Dieser Zwischenbericht der Bayer AG ist ein Halbjahresfinanzbericht, der den Vorgaben des § 115 Abs. 2 Nr. 1 und 2, Abs. 3 und Abs. 4 WpHG entspricht. Bayer hat den verkürzten Konzernzwischenabschluss im Einklang mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie die Europäische Union (EU) übernommen hat. Der Bericht sollte zusammen mit dem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2021 und den darin enthaltenen Zusatzinformationen über das Unternehmen gelesen werden. Den Geschäftsbericht 2021 finden Sie auf unserer Webseite www.bayer.com. Impressum Herausgeber Bayer AG, 51368 Leverkusen, Bundesrepublik Deutschland Redaktion Danielle Staudt-Gersdorf, Tel. +49 214 30 46309 E-Mail: danielle.staudt-gersdorf@bayer.com Investor Relations Peter Dahlhoff, Tel. +49 214 30 33022 E-Mail: peter.dahlhoff@bayer.com Veröffentlichungstag Donnerstag, 4. August 2022 Bayer im Internet www.bayer.com Zukunftsgerichtete Aussagen: Dieser Zwischenbericht kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.com zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. Markenrechtshinweis: Bei den mit ™ gekennzeichneten Produktnamen handelt es sich um Marken des Bayer-Konzerns bzw. unserer Vertriebspartner, die in vielen Ländern als eingetragene Marken geschützt sind. |
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