![]() Westag & Getalit AktiengesellschaftRheda-WiedenbrückJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013BILANZ NACH IFRS ZUM 31. DEZEMBER 2013AKTIVA scroll
GESAMTERGEBNISRECHNUNG NACH IFRS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013scroll
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Das Ergebnis je Aktie nach IAS 33 ergibt sich, indem sowohl für die Stamm- als auch für die Vorzugsaktien der auf die jeweilige Aktiengattung entfallende Jahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der jeweiligen Aktien dividiert wird. Das Jahresergebnis ist demzufolge auf die verschiedenen Aktiengattungen aufzuteilen. Im Rahmen der Aufteilung wird der nicht für die Ausschüttung vorgesehene Teil in dem Verhältnis der jeweiligen Aktienanzahl zugeordnet. Das verwässerte Ergebnis entspricht dem Ergebnis je Aktie. ANHANG (NACH IFRS) FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013Allgemeine Erläuterungen Die Westag & Getalit AG ist Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen mit Sitz im westfälischen Rheda-Wiedenbrück. Die Aktiengesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Gütersloh unter Nummer HRB 5565 eingetragen. Die Notierung der Aktien der Westag & Getalit AG erfolgt im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie im amtlichen Handel der Düsseldorfer Börse. Der Einzelabschluss der Westag & Getalit AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr und endet mit dem 31.12.2013. Die Westag & Getalit AG ist nicht verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Die Regelungen des IFRS 8 (Geschäftssegmente) wurden nicht angewendet. Die Angabe der Segmentergebnisse aufgrund des Management Approaches auch bei freiwilligen IFRS-Einzelabschlüssen kann für die Gesellschaft gegenüber Wettbewerbern zu einem wesentlichen Schaden führen, da Wettbewerbern Angaben anhand gegeben werden, während sie selbst aufgrund ihrer fehlenden Kapitalmarktorientierung nicht zu derartigen Angaben verpflichtet sind. Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit Vorjahren wird daher die bisherige Form der Segmentberichtserstattung beibehalten. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2013 waren erstmals die Änderungen des IAS 1 (Darstellung des Abschlusses - Sonstiges Ergebnis) und des IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) verpflichtend anzuwenden: Die Änderungen des IAS 1 betreffen die Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses in der Gesamtergebnisrechnung. Demnach werden diejenigen Posten des sonstigen Ergebnisses, die bei der späteren Ausbuchung aus dem sonstigen Gesamtergebnis erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen sind, getrennt von den Posten ausgewiesen, deren zukünftige Ausbuchung erfolgsneutral erfolgt. Die Steuern im Zusammenhang mit den Posten, die vor Steuern dargestellt werden, sind für diese beiden Gruppen getrennt darzustellen. Die wesentliche Änderung des IAS 19 (2011) besteht darin, dass erfahrungsbedingte Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen, sogenannte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, unmittelbar erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis als direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen auszuweisen sind. Die Anwendung der bisher von der Westag & Getalit AG verwendeten Korridormethode, die es erlaubte, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste erst erfolgswirksam zu verrechnen, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 % des Verpflichtungsumfangs liegen, ist zukünftig nicht mehr zulässig. Im Rahmen der retrospektiven Anwendung des IAS 19 wurden deshalb in der Bilanz zum besseren Vergleich die Vorjahreswerte gemäß IAS 8.22 angepasst und die Eröffnungsbilanz des Vorjahres eingefügt. Die folgende Tabelle stellt die Auswirkungen der Änderungen auf die Eröffnungsbilanz zum 01.01.2012 und den Vorjahreszeitraum dar: scroll
Eine Beibehaltung der Regelungen des IAS 19 (2008) vor den Änderungen, die erstmalig nach IAS 19 (2011) zum 01.01.2013 retrospektiv anzuwenden waren, hätte folgende Effekte zur Folge gehabt: scroll
Aus weiteren Änderungen des IAS 12 (Latente Steuern), des IFRS 7 (Anhangsangaben: Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten), der Erstanwendung des IFRS 13 (Bemessung des beizulegenden Zeitwerts) und den Anpassungen aus dem jährlichen Verbesserungsprojekt 2009 bis 2011, die zu Beginn des Geschäftsjahres anzuwenden waren, ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Anhangangaben des vorliegenden Jahresabschlusses. Folgende bereits herausgegebene, aber noch nicht anzuwendende Standards bzw. Standardänderungen und Interpretationen werden von der Westag & Getalit AG nicht angewendet: scroll
Auf Basis einer vorläufigen Einschätzung erwartet die Westag & Getalit AG keine wesentlichen Auswirkungen auf den Jahresabschluss. Im Rahmen der retrospektiven Anpassungen des IAS 19 wurde die Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von unmittelbar im Eigenkapital zu erfassenden Aufwendungen und Erträgen zu einer Gesamtergebnisrechnung. Das Gesamergebnis umfasst zum einen die realisierten Erträge und Aufwendungen der Periode, die per Saldo das Jahresergebnis ergeben. Zum anderen geht darin das sonstige Ergebnis als Saldo der unmittelbar im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ein. Für die Gesamtergebnisrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt. Neben der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung wird die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Die Anhangangaben enthalten zudem eine Segmentberichterstattung in der bisherigen Form. Zur Verbesserung der Aussagekraft werden in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und dann im Anhang erläutert. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Im Einzelnen wurden folgende wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt: Ertrags- und Aufwandsrealisierung Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang auf den Kunden oder mit der Erbringung der Leistung realisiert. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Rabatte, Preisnachlässe und Boni ausgewiesen. Bestandsveränderungen aus zum Bilanzstichtag noch im Produktionsprozess befindlichen unfertigen Erzeugnissen sind mit ihren anteiligen Herstellungskosten erfasst. Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. mit dem Zeitpunkt ihrer Verwendung ergebniswirksam erfasst. Gewährleistungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse verbucht. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Aufwendungen und Erträge in Fremdwährung werden mit dem Durchschnittskurs der Periode umgerechnet. Langfristige Vermögenswerte Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden nach IAS 38 mit den Anschaffungskosten aktiviert. Sie werden entsprechend ihrer geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig und linear im Wesentlichen über einen Zeitraum von 3 bis 8 Jahren abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen werden zum Bilanzstichtag außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der „erzielbare Betrag“ des Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der „erzielbare Betrag“ wird als der jeweils höhere Wert aus Nettoveräußerungswert und Barwert des erwarteten Mittelzuflusses aus dem Vermögenswert ermittelt. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt und bewertet, soweit keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden. Die Abschreibungen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt für Fabrik-, Geschäfts-, Wohnbauten, sowie andere Baulichkeiten überwiegend 25 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen bis zu 15 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 10 Jahre. Die Abschreibungs- und Nutzungsdauern werden jährlich überprüft. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den Materialaufwendungen zu Anschaffungskosten Fertigungslöhne sowie anteilige Produktionsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt. Finanzanlagen Unter den Finanzanlagen sind Anteile an assoziierten Unternehmen sowie verzinsliche Ausleihungen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt nach IAS 27 bzw. IAS 39 zu den Anschaffungskosten oder in Höhe der niedrigeren beizulegenden Werte. Latente Steuern Latente Steuern werden gemäß IAS 12 aus temporären Differenzen zwischen Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden ermittelt. Die latenten Steuern sind mit einem Steuersatz von 30 % angesetzt. Vom Wahlrecht der Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern wird Gebrauch gemacht. Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten sind nicht Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch ausreichende Abwertungen berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden entsprechend bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögenswerte Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten. Erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Wertminderungsrisiko wird durch Wertberichtigungen berücksichtigt, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basieren. Die bestehenden Forderungen in Fremdwährung werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Unverzinsliche Forderungen einschließlich der Ertragsteuerforderung aus dem Körperschaftsteuerguthaben mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden ausgehend von Anleihen öffentlicher Emittenten mit vergleichbarer Restlaufzeit mit 0,5 % abgezinst. Liquide Mittel Die Zahlungsmittel sind zum Nominalwert angesetzt. Fremdwährungsbestände sind zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Fremdkapital Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen betreffen Verpflichtungen aus einer Versorgungsordnung für die Belegschaft des Unternehmens. Die Berechnungsgrundlage für die Rückstellung sind gehaltsunabhängige monatliche Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrentenzahlungen pro vollem Jahr der Betriebszugehörigkeit. Darüber hinaus bestehen einzelvertragliche Pensionszusagen, die Versorgungsansprüche als Festbeträge umfassen. Die Rückstellung wird für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter und deren Hinterbliebene gebildet. Die Versorgungswerke wurden in der Vergangenheit geschlossen, neu eintretende Mitarbeiter erhalten keine Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung. Rückstellungen für Pensionen aus leistungsorientierten Altersversorgungsplänen werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf der Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen. Die Sterbe-, Invaliditäts- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten basieren auf den Richttafeln 2005 (G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei der Berechnung der Rückstellungen kommen die aufgrund des Rentenreformgesetzes neu geregelten Altersgrenzen zur Anwendung. Bei einigen einzelvertraglichen Pensionszusagen wird abweichend davon als Altersgrenze die Vollendung des 65. Lebensjahres verwendet. Der Rechnungszinsfuß orientiert sich an der Umlaufrendite hochwertiger Unternehmensanleihen. Aufgrund einer Änderung des IAS 19, die rückwirkend mit Beginn des Geschäftsjahres 2013 anzuwenden war, entfällt die bisher von der Gesellschaft angewendete Korridormethode, die es erlaubte, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste erst erfolgswirksam zu verrechnen, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 % des Verpflichtungsumfanges lagen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind nun sofort in voller Höhe erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals zu erfassen. Wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Ausführungen zu "Allgemeine Erläuterungen". Sonstige Rückstellungen Rückstellungen gemäß IAS 37 werden gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt, und sich dieser Vermögensabfluss zuverlässig schätzen lässt. Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung der bisherigen bzw. der geschätzten zukünftigen Schadensfälle gebildet. Die übrigen Rückstellungen werden ebenfalls nach IAS 37 für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt. Die angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist. Rückstellungen für Verpflichtungen, die voraussichtlich nicht bereits im Folgejahr zu einer Vermögensbelastung führen, werden in Höhe des Barwertes des erwarteten Vermögensabflusses gebildet. Der dabei verwendete Abzinsungssatz orientiert sich an den Marktzinssätzen zum Bilanzstichtag. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag erneut überprüft. Die Unterscheidung der Rückstellungen erfolgt in der Bilanz in langfristige und kurzfristige Rückstellungen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten bilanziert. In den Folgejahren werden alle Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sämtliche Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag passiviert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich jeweils um Verbindlichkeiten mit kurzfristiger Laufzeit von höchstens 12 Monaten. Derivate Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich in Einzelfällen entsprechend einer internen Richtlinie zur Sicherung von Zins- und Währungsrisiken auf Basis einer vom Vorstand definierten und mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Sicherungspolitik eingesetzt. In diesen Fällen werden diese Finanzderivate gemäß IAS 39 im Zugangszeitpunkt zum Fair Value, i.d.R. entsprechend den Anschaffungskosten, erfasst und in der Folge zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Soweit die eingesetzten Finanzinstrumente wirksame Sicherungsgeschäfte im Rahmen einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 sind, führen die Zeitwertschwankungen nicht zu Auswirkungen auf das Periodenergebnis während der Dauer des Derivats. Schätzungen und Beurteilungen des Managements Bei der Aufstellung des Abschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualforderungen und -verbindlichkeiten der Berichtsperiode auswirken. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen können die sich tatsächlich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen. Die auf eine Sicht von 12 Monaten am stärksten von einem entsprechenden Risiko betroffenen Vermögenswerte und Schulden des Abschlusses sind die Rückstellungen für Gewährleistungen. Den Gewährleistungsrückstellungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit und zukünftige Einschätzungen zugrunde. In allen Fällen wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses vorliegende werterhellende Umstände berücksichtigt. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt auf: scroll
2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen scroll
3. Andere aktivierte Eigenleistungen scroll
4. Sonstige betriebliche Erträge scroll
5. Materialaufwand scroll
6. Personalaufwand scroll
Die Arbeitnehmerzahl der Westag & Getalit AG beträgt im Jahresdurchschnitt: scroll
7. Abschreibungen Anlagevermögen scroll
In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 194 T€ (Vorjahr: 0 T€) enthalten. 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll
Die übrigen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 216 T€ (Vorjahr: 113 T€) und Fremdwährungsaufwendungen in Höhe von 37 T€ (Vorjahr: 69 T€). 9. Sonstige Steuern scroll
Die sonstigen Steuern umfassen im Wesentlichen Grundsteuer und Kraftfahrzeugsteuer. 10. Finanzergebnis scroll
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag scroll
Die genannten Steuersätze wurden auf Grundlage der jeweils geltenden Steuersätze geschätzt. Dabei wurde von einem Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % ausgegangen. Bei der Gewerbesteuer liegen Hebesätze von 403 % für Wiedenbrück und 411 % für Wadersloh zugrunde. Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die latenten Steuern wurden auf Grundlage eines Steuersatzes von 30 % berechnet. 12. Ergebnis je Aktie scroll
Erläuterungen zur Bilanz 13. Langfristige Vermögenswerte 13.1 Immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahre 2013 sind der nachstehenden Darstellung zur Bilanz zu entnehmen. Die Sachanlagen sind mit Grundschulden in Höhe von 6.800 T€ belastet. Die Grundschuld wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag wurden 49,0 % der Anteile an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH mit Sitz in Meiningen als assoziiertes Unternehmen gehalten. Das Nennkapital der AKP beläuft sich auf 65 T€ (Vorjahr: 65 T€). Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31.12.2013 beträgt 2.685 T€ (Vorjahr: 2.354 T€). Es konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 889 T€ (Vorjahr: 443 T€) für 2013 erzielt werden. ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE, SACHANLAGEN, FINANZANLAGENscroll
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13.2 Latente Steuern scroll
Die latenten Steuerforderungen betragen bei einem Ansatz von 30 % zum 31.12.2013 saldiert 638 € (Vorjahr: 695 €). 14. Kurzfristige Vermögenswerte 14.1 Vorräte scroll
Im Geschäftsjahr erfolgten erfolgswirksame Abwertungen der Vorräte gemäß IAS 2.34 in Höhe von 1.026 T€ (Vorjahr: 1.391 T€). Aus in früheren Jahren vorgenommenen Wertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr keine Wertaufholungen vorgenommen. Vorräte sind von der Westag & Getalit AG nicht als Sicherheiten übereignet. 14.2 Forderungen und sonstige Vermögenswerte scroll
Der Ausweis der Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultiert aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH sowie deren Tochterunternehmen WAV Carat-Arbeitsplatten GmbH. Die Westag & Getalit AG hat einen maßgeblichen Einfluss auf die obigen Gesellschaften. Im Geschäftsjahr 2013 sind Waren in Höhe von 1.039 T€ (Vorjahr: 1.076 T€) geliefert und wie im Vorjahr keine Waren bezogen worden. scroll
Die Entwicklung der Wertberichtigungen zur Abdeckung eines möglichen Ausfallrisikos stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Aufwendungen aus Forderungsausfällen des Geschäftsjahres betrugen 199 T€ (Vorjahr: 125 T€). Die Lieferungen der Gesellschaft erfolgen unter Eigentumsvorbehalt. Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich zusammen aus: scroll
Die Ertragsteuerforderungen beinhalten in Höhe von 1.584 T€ (Vorjahr: 1.976 T€) Ansprüche aus Körperschaftsteuerguthaben. Diese Ansprüche werden mit 0,5 % (Vorjahr: 0,5 %) abgezinst und beginnend ab 2008 über einen Zeitraum von 10 Jahren in gleichbleibenden Beträgen in Höhe von 399 T€ ausbezahlt. Der Nennbetrag dieser Forderungen beträgt 1.596 T€ (Vorjahr: 1.995 T€). 14.3 Liquide Mittel scroll
Für die Insolvenzabsicherung von Altersteilzeitguthaben sind Avalkredite von 131 T€ (Vorjahr: 138 T€) bis zum 31.03.2014 eingeräumt worden. Darüber hinaus wurden im abgelaufenen sowie im vorangegangenen Geschäftsjahr keine Verpfändungen oder Abtretungen von Wertpapieren oder Bankguthaben vorgenommen. 15. Eigenkapital 15.1 Gezeichnetes Kapital (Inhaberaktien) scroll
Ziel unseres Kapitalmanagements ist es, auf Grundlage der vorhandenen guten Eigenkapitalquote eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals zu erreichen. Unter Berücksichtigung der Regelungen des AktG und der Satzung werden die erzielten Überschüsse in die Rücklagen eingestellt oder an die Aktionäre als Dividende ausgeschüttet. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der beigefügten Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind zum Börsenhandel mit amtlicher Notierung an der Düsseldorfer und Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Die Stammaktien sind voll stimmberechtigt, die Vorzugsaktien stimmrechtslos. Die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für diese zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 €. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten. Der Vorstand wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24.08.2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23.08.2015 einmal oder mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm- und/oder stimmrechtsloser Vorzugsaktien um bis zu 5.840.000 € (genehmigtes Kapital I) gegen Geldeinlagen bzw. um 1.460.000 € (genehmigtes Kapital II) zu erhöhen. Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, Vorzugsaktien auszugeben, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen. Des Weiteren weisen wir auf die folgenden Punkte zum Kapital und zur Satzung hin: Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist seit Dezember 2013 am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt, indem sie die Stimmrechtsanteile von der Syntalit AG, Zug, Schweiz, einer Tochtergesellschaft der Gethalia Foundation, übernommen hat. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht mitgeteilt worden und dem Vorstand auch nicht bekannt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden. Beteiligungen von Arbeitnehmern am Kapital der Gesellschaft sind der Gesellschaft nur hinsichtlich der Vorzugsaktien bekannt. Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft werden nach § 84 AktG vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen. Die Änderung der Satzung kann nach § 179 AktG nur mit mindestens drei Viertel des in der Hauptversammlung vertretenen Grundkapitals beschlossen werden. Die Satzung enthält keine davon abweichenden Bestimmungen. Im Rahmen des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 24.08.2010 wurde der Vorstand zum Rückkauf von eigenen Aktien im Sinne des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 23.08.2015 ermächtigt. Hinsichtlich eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots bestehen bei der Gesellschaft keine Vereinbarungen. Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebotes Entschädigungen vorsehen, existieren nicht. 15.2 Kapitalrücklage scroll
Die Kapitalrücklage setzt sich im Wesentlichen aus den Agiobeträgen der Kapitalerhöhungen aus früheren Jahren zusammen. 15.3 Gewinnrücklagen scroll
Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der Westag & Getalit AG, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Darüber hinaus sind erfolgsneutrale negative Eigenkapitalveränderungen, die durch die Umstellung der Bilanzierung von HGB auf IFRS entstanden sind, berücksichtigt. Im Berichtsjahr 2013 betrug die Zuführung nach § 58 Abs. 2 AktG 800 T€ (Vorjahr: 2.100 T€). 15.4 Bilanzgewinn scroll
Die am Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Anteile von 310.828 (Vorjahr: 310.828) Stück mit Anschaffungskosten von 3.844 T€ (Vorjahr: 3.844 T€) wurden erfolgsneutral mit dem Bilanzgewinn verrechnet. Das sonstige Ergebnis beinhaltet die direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen und stellt die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsplänen in Höhe von 487 T€ (Vorjahr: -4.816 T€) unter Berücksichtigung latenter Steuern von - 146 T€ (Vorjahr: 1.445 T€) dar. 16. Langfristiges Fremdkapital 16.1 Pensionsrückstellungen scroll
Der Barwert der Pensionsverpflichtungen wird nicht über einen Fonds finanziert. Die Leistungsverpflichtung verteilt sich wie folgt: scroll
In der Gesamtergebnisrechnung des Geschäftsjahres sind folgende Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen als Personalaufwand enthalten: scroll
Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste werden in der Gesamtergebnisrechnung als sonstiges Ergebnis in der Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesen. De Höhe der Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Dabei werden folgende Rechnungsannahmen zugrunde gelegt: scroll
Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der Pensionsrückstellung zum Bilanzstichtag verwendeten Annahmen würde die Verpflichtung wie folgt ändern: scroll
Wir beabsichtigen auch zukünftig, die Pensionsverpflichtungen über Rückstellungen zu finanzieren und die Rentenzahlungen aus dem laufenden betrieblichen Cashflow des Unternehmens zu leisten. Investitionen der freien liquiden Mittel in das eigene Unternehmen sollen mittel- und langfristig eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals sicherstellen, um ungedeckte Pensionsrisiken abdecken zu können. Für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir einen Dienst- und Zinsaufwand in Höhe von 987 T€. Das Fälligkeitsprofil aus den Leistungsverpflichtungen beträgt für die zukünftigen Wirtschaftsjahre: scroll
Die gewichtete, durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtung beträgt wie im Vorjahr rund 16,6 Jahre. 16.2 Andere langfristige Rückstellungen scroll
Die langfristigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen den langfristigen Anteil der Rückstellungen für Reklamationen und Gewährleistungen sowie die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen. Der kurzfristige Anteil der Jubiläumsrückstellungen beträgt 50 T€ (Vorjahr: 42 T€). 17. Kurzfristiges Fremdkapital 17.1 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen scroll
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten, die durch den üblichen Eigentumsvorbehalt der Lieferanten besichert sind. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich. 17.2 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten scroll
Die Versicherungszahlungen beziehen sich auf einen Hagelschaden, den das Werk in Rheda-Wiedenbrück im Sommer 2013 erlitten hat. Zur Regulierung des Schadens und der damit verbundenen Kosten hat die Versicherung auf Basis eines Sachverständigengutachtens bis zum Bilanzstichtag Zahlungen in Höhe von 2.626 T€ geleistet. Die Zahlungen der Versicherung stehen in Zusammenhang mit der Umsetzung der mit dem Schaden verbundenen Reparaturmaßnahmen, die in 2014 bis zum Ende des Geschäftsjahres vorgesehen sind. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich. 17.3 Kurzfristige Rückstellungen scroll
Die Rückstellung wurde für die kurzfristige Inanspruchnahme von Gewährleistungen gebildet. 18. Sonstige Angaben 18.1 Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten Die Westag & Getalit AG verfügt am Bilanzstichtag über originäre Finanzinstrumente. Diese betreffen auf der Aktivseite die finanziellen Vermögenswerte und umfassen im Wesentlichen die sonstigen langfristigen Ausleihungen, die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie die liquiden Mittel und werden entsprechend der vorgenommenen Klassifizierung (bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzanlagen bzw. Kredite und Forderungen) mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Auf der Passivseite entfallen die Finanzinstrumente auf die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten. Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko. Zur Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen und den Laufzeiten verweisen wir auf die Erläuterungen zu dem Bilanzposten „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“. Die folgende Darstellung vergleicht die Buchwerte mit den beizulegenden Zeitwerten. Für Flüssige Mittel und andere kurzfristige originäre Finanzinstrumente stellen die bilanzierten Buchwerte einen angemessenen Näherungswert des beizulegenden Zeitwertes dar. scroll
Die Westag & Getalit AG ist aufgrund von Einkaufs- und Absatzgeschäften in fremder Währung in kleinem Umfang Finanz- und Währungsrisiken ausgesetzt. Diesen begegnet die Gesellschaft im Einzelfall und in geringem Umfang durch den Einsatz von Kurssicherungsinstrumenten bei gleichzeitiger Beobachtung von erwarteten Wechselkursentwicklungen. Im Geschäftsjahr 2013 wurden lediglich die Verkäufe in Großbritannien in der dortigen Landeswährung unterjährig durch entsprechende Devisenkursgeschäfte abgesichert, während das Kursrisiko auf der Einkaufsseite in US-Dollar durch zeitgleichen Erwerb des US-Dollars begrenzt wurde. Die Gesellschaft geht zurzeit aufgrund des Geschäftsvolumens in fremder Währung davon aus, dass Wechselkursänderungen sich nicht signifikant auf das Periodenergebnis auswirken. Zur Abwehr von Forderungsausfallrisiken sind unsere Forderungsbestände zum größten Teil durch die bestehende Forderungsversicherung abgesichert. Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Der beizulegende Wert der derivativen Finanzinstrumente beträgt somit 0 T€ (Vorjahr: 39 T€). 18.2 Segmentberichterstattung Unter dem Segmentvermögen ist das gesamte betrieblich gebundene Vermögen, das von einem Segment genutzt wird, insbesondere die langfristigen Vermögenswerte, Vorräte, Forderungen und Liquide Mittel erfasst. Die Segmentschulden umfassen alle betrieblichen Schulden und bestehen überwiegend aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Unter Segmentinvestitionen sind alle Investitionen in betrieblich genutztes Anlagevermögen zu verstehen. Die Aufteilung in die Segmente erfolgt im Wesentlichen nach den jeweiligen Umsatzanteilen, sofern keine Direktzuordnung möglich ist. Die Segmentberichterstattung der Westag & Getalit AG erfolgt durch die Aufteilung der geografischen Regionen mit dem Sitz der Kunden nach Inland und Ausland (primäres Berichtsformat). scroll
Segmentberichterstattung nach Geschäftsbereichen (sekundäres Berichtsformat): scroll
18.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sie setzen sich wie folgt zusammen: scroll
In den Miet, Pacht- und Leasingverträgen ist ein Erbbaurecht mit einer Restlaufzeit von 60 Jahren in Höhe von 187 T€ enthalten (Vorjahr: 188 T€), das mit 5 % abgezinst wird. Innerhalb der kommenden 12 Monate sind aufgrund der bestehenden Miet-, Pacht und Leasingverträge Zahlungen in Höhe von 220 T€ (Vorjahr: 139 T€) zu leisten. 18.4 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen Als nahestehende Personen im Sinne des IAS 24 werden angesehen:
Laut Mitteilung der Syntalit AG mit Sitz in Zug, Schweiz, und der Gethalia Foundation mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, vom 18.12.2006 betrug der Stimmrechtsanteil der Syntalit AG an unserer Gesellschaft 75,5 %. Diese Stimmrechtsanteile waren der Gethalia Foundation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Mit Schreiben vom 23.12.2013 haben uns nunmehr die beiden vorgenannten Gesellschaften mitgeteilt, dass die 75,5 % der Stammaktien und damit der Stimmrechtsanteil an der Westag & Getalit AG am 23.12.2013 auf die Gethalia Foundation übertragen worden sind. Mit Schreiben vom 16.01.2014 teilte die Syntalit AG ergänzend mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Westag & Getalit AG seit der Übertragung vom 23.12.2013 0,0 % beträgt. Weitere meldepflichtige Änderungen des Bestandes sind seither nicht an uns ergangen. Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte mit der Syntalit AG sowie der Gethalia Foundation getätigt worden sind. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: "Berichtspflichtige Vorgänge haben nicht vorgelegen." Hinsichtlich der Bezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie der Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH verweisen wir auf die Ausführungen unter 14.2 "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" und 18.6 "Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats". 18.5 Organe der Gesellschaft scroll
* Vertreter der Arbeitnehmer Dr. Joachim Schönbeck ist Mitglied im Aufsichtsrat der SMS Siemag AG, Düsseldorf, der Elexis AG, Wenden, sowie Präsident des Verwaltungsrats der SMS Concast AG, Zürich. 18.6 Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands scroll
Vorschüsse, Kredite, Bürgschaften oder Gewährleistungen wurden weder Mitgliedern des Aufsichtsrats noch des Vorstands gewährt. In der Hauptversammlung vom 24.08.2010 wurde mit einer Mehrheit von mehr als drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals beschlossen, dass die Angaben zu den Vorstandsvergütungen nach § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB sowie §§ 315a Abs. 1, 314 Abs. 1 Nr. 6 Satz 5 bis 8 HGB für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014 nicht erfolgen müssen. 19. Corporate Governance Kodex Die Westag & Getalit AG hat die nach § 161 AktG notwendige Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären über das Internet zugänglich gemacht. 20. Vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnetes Gesamthonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar teilt sich wie folgt auf: scroll
21. Überleitungsrechnungen nach IFRS 1 21.1 Überleitungsrechnung Eigenkapital HGB-IAS/IFRS scroll
21.2 Überleitungsrechnung Jahresergebnis HGB-IAS/IFRS scroll
22. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag hat die Versicherung im Rahmen der Regulierung des im Geschäftsjahr 2013 erlittenen Hagelschadens weitere Zahlungen in Höhe von 624 T€ geleistet. Die Entschädigungszahlungen der Versicherung sind an die Umsetzung der mit dem Schaden verbundenen Reparaturmaßnahmen, die in 2014 bis zum Ende des Geschäftsjahres vorgesehen sind, gebunden. Weitere zu berücksichtigende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken, haben sich nicht ergeben. 23. Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns Für das Geschäftsjahr 2013 ergibt sich ein Bilanzgewinn nach HGB von 11.767 T€, der sich wie folgt zusammensetzt: scroll
Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: scroll
Bei den Aktien handelt es sich bei den Stammaktien um 2.860.000 Stück nennwertloser Stückaktien und bei den Vorzugsaktien um 2.549.172 Stück nennwertloser Stückaktien. Für den Vorschlag des Bilanzgewinns wurde die Anzahl der Vorzugsaktien um die eigenen Anteile, die am Tag der Bilanzaufstellung gehalten werden (310.828 Stück), korrigiert. 24. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern, dass nach bestem Wissen und Gewissen der Jahresabschluss der Westag & Getalit AG unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Westag & Getalit AG vermittelt.
Rheda-Wiedenbrück, den 21. Februar 2014 Westag & Getalit Aktiengesellschaft Der Vorstand Wenninger Beckers Sander KAPITALFLUSSRECHNUNG (NACH IFRS)Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2013 und 2012. Dabei werden Zahlungsströme aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit nach der indirekten Methode unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel. scroll
Der Zahlungsmittelzufluss aus Beteiligungserträgen wurde erstmalig zum 31.12.2013 als Cashflow aus Investitionstätigkeit gezeigt und nicht wie in den Vorjahren als Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Kapitalflussrechnung des Vorjahres wurde gemäß IAS 8.41ff. angepasst. EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG (NACH IFRS)scroll
LAGEBERICHT (NACH IFRS) FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013Grundlagen Der Westag & Getalit AG Geschäftsmodell Die Westag & Getalit AG ist einer der bedeutendsten europäischen Zulieferer von Holz und Kunststofferzeugnissen. An unseren beiden Standorten in Rheda-Wiedenbrück und Wadersloh wird unter Einsatz modernster Technologien ein breites Spektrum an Produkten gefertigt, zu dem beschichtete Sperrholzplatten, Türen und Zargen, Küchenarbeitsplatten, Fensterbänke sowie Platten aus Hochdrucklaminaten und Mineralwerkstoff gehören. Mit der Unterteilung in operativ eigenständige Produktbereiche bedienen wir vielschichtige Absatzmärkte und Branchen. Steuerungssystem Die Westag & Getalit AG verfügt über ein detailliertes, SAP-basiertes Steuerungssystem, das die Grundlage für alle wichtigen Entscheidungen in den Sparten und den verschiedenen Unternehmensebenen darstellt. Die Steuerung der Gesellschaft auf Vorstandsebene erfolgt im Wesentlichen anhand der unterjährigen Berichterstattung, die monatlich über die Ergebnisse der Gesellschaft detailliert berichtet. Hauptkennzahlen sind dabei Umsatz, Deckungsbeitrag und Ergebnis. Ergänzt werden diese Ergebnisse auf Vorstandsebene durch weitergehende Auswertungen und Kennzahlen aus den Bereichen Vertrieb, Fertigung, Einkauf, Personal und Finanzen. Die damit verbundenen Auswertungen stellen auch die Grundlage für die laufende Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat dar. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftlich war 2013 ein durchwachsenes Geschäftsjahr. Einerseits prägte die anhaltende Unsicherheit bedingt durch die weiterhin angespannte Finanzsituation in den europäischen Haushalten das Bild. Auf der anderen Seite gab es für die Wirtschaft – zum Teil aufgrund der niedrigen Leitzinsen der Zentralbanken – positive Signale für die Geschäftsentwicklung. Dennoch blieb die Konjunktur im europäischen Raum weiterhin schwach, und es kamen kaum nennenswerte Nachfrageimpulse aus dem europäischen Ausland, das noch immer mit den Auswirkungen der Finanzkrise zu kämpfen hat und die das Konsumverhalten prägt. In Deutschland hingegen zeichnet sich das Bild etwas besser. Das niedrige Niveau der Leitzinsen begünstigte im vergangenen Jahr vor allem weiterhin den privaten Bausektor, was sich auch an der Entwicklung des Wohnungsbaus ausdrückte. Auch 2013 war dies erneut der Sektor im Bauhauptgewerbe, der am stärksten wachsen konnte. Weiterhin gehemmt blieb die Entwicklung hingegen beim öffentlichen und beim Wirtschaftsbau. Beide Bereiche haben sich im Vergleich zum schwachen Vorjahr nur leicht verbessern können. Dies hing unter anderem auch mit dem schwierigen Jahresstart zusammen, der besonders das Baugewerbe mit dem lang anhaltenden Winter stark getroffen hatte und sich auch auf die Wirtschafts- und Preisentwicklung in den Folgequartalen auswirkte. Geschäftsverlauf 2013 Die europaweite Wirtschaftslage spiegelt sich auch im Geschäftsverlauf der Westag & Getalit AG wider. Der Umsatz verringerte sich leicht um 1,4 % auf 224,2 Mio. € (Vorjahr 227,4 Mio. €). Einer der Gründe für den Umsatzverlauf 2013 und die Abweichung gegenüber unserer ursprünglichen Prognose war die weiterhin schwierige Marktsituation für unsere Sperrholz- und Schalungsplatten. Zusätzlich war es über das Jahr nicht realisierbar, die witterungsbedingten Rückgänge aus den ersten beiden Quartalen vollständig auszugleichen. Darüber hinaus führte die schwierige Situation in unseren Nachbarländern dazu, dass der Export unserer Produkte gehemmt wurde. Sperrholz/Schalung Die in einem hart umkämpften Markt agierende Sparte Sperrholz/Schalung war im vergangenen Jahr vom lang anhaltenden Winter betroffen, der negativen Einfluss auf die Entwicklung im Bauhauptgewerbe genommen hatte. Hinzu kam eine wiederum schwächere Nachfrage aus den Exportmärkten der Sparte. Daher und durch die weiterhin schwache Nachfrage im öffentlichen wie gewerblichen Hochbau musste die Sparte einen spürbaren Umsatzrückgang von 10,6 % auf 28,6 Mio. € (Vorjahr 32,0 Mio. €) im Berichtszeitraum hinnehmen. Der Exportumsatz verringerte sich deutlich um 15,6 % auf 7,9 Mio. € (Vorjahr 9,3 Mio. €). Entsprechend sank auch die Exportquote auf 27,4 % gegenüber 29,0 % im Vorjahr. Um auf die Situation und das schwierige Marktumfeld zu reagieren, wurden im vergangenen Jahr Restrukturierungsmaßnahmen des Bereichs umgesetzt. In diesem Rahmen wurde der Bereich zum 01.01.2014 mit der Sparte Laminate/Elemente zusammengefasst. Die daraus resultierende neue Sparte Oberflächen/Elemente bedient dabei weiterhin das komplette Produktsortiment und profitiert sowohl in der Fertigung als auch im Vertrieb durch die so entstandenen Synergien. Türen/Zargen Die Sparte Türen/Zargen konnte ihr Wachstum trotz der schwierigen Exportsituation weiter fortsetzen und ihren Umsatz leicht steigern. In besonderem Maße getragen ist diese positive Entwicklung durch den anhaltend starken Wohnungsbau und das darauf abgestimmte Angebot unserer Wohnraumtüren und –zargen. Aufgrund des breiten Spektrums, das wir mit unserem Türensortiment bedienen, konnten wir so die zurückhaltende Nachfrage im öffentlichen und Wirtschaftshochbau ausgleichen und entsprechend weiter wachsen. Im Berichtszeitraum stieg der Umsatz der Sparte Türen/Zargen um 0,7 % auf 114,7 Mio. € (Vorjahr 113,9 Mio. €). Auch hier führte die verschlechterte Absatzsituation im europäischen Ausland zu einer Verringerung des Exportumsatzes, der sich mit 16,4 Mio. € um 3,6 % niedriger darstellt als der Vorjahreswert von 17,1 Mio. €. Die Exportquote betrug 14,3 % (Vorjahr 15,0 %). Laminate/Elemente Die Entwicklung der europäischen Märkte hat für unsere Sparte Laminate/Elemente mit ihrem relativ hohen Exportanteil eine besondere Bedeutung. So konnte die schwache Nachfrage in unseren Zielmärkten trotz des weiterhin stabilen Inlandsgeschäfts nicht voll abgefangen werden. Demnach musste die Sparte einen leichten Rückgang der Umsätze um 0,7 % auf 74,3 Mio. € (Vorjahr 74,8 Mio. €) hinnehmen. Die Exportumsätze gaben dabei um 2,8 % nach, womit sich der Auslandsumsatz auf 21,9 Mio. € (Vorjahr 22,5 Mio. €) schmälerte. Die Exportquote verringerte sich damit von 30,1 % auf 29,5 %. Export Der Export blieb im Berichtszeitraum weiterhin von großen Unsicherheiten betroffen. Zudem führten nicht nur die Sparmaßnahmen im öffentlichen Sektor, sondern auch das Konsumverhalten der Privatwirtschaft im europäischen Ausland zu einer Schwächung unserer Exporte. Entsprechend der generellen Stimmung in unseren Zielmärkten hat sich der Export im Berichtsjahr um 5,5 % auf 46,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 48,9 Mio. € reduziert. Die Exportquote sank damit einhergehend auf 20,6 % (Vorjahr 21,5 %). Lage Ertragslage Das Ergebnis vor EE-Steuern hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit einem Rückgang von 15,7 % auf 9,1 Mio. € nicht zufriedenstellend entwickelt (Vorjahr 10,8 Mio. €). Zwar haben sich in allen Unternehmensbereichen die Rohstoffpreise relativ stabil verhalten, und auch das operative Geschäft unserer Sparte Sperrholz/Schalung konnte im Jahresverlauf weitgehend stabilisiert werden, jedoch ist die Ertragssituation von den Umstrukturierungsmaßnahmen in diesem Geschäftsbereich weiterhin betroffen. Der bereits angesprochene lange harte Winter hatte neben den aus dem Umsatzverlust resultierenden negativen Ergebniseffekten auch zur Folge, dass in den Märkten der Wettbewerbsdruck auf die Preise zunahm und damit auch unsere Margen negativ beeinflusst wurden. Marktbegleiter hatten ähnliche Problemstellungen durch die saisonalen Verzögerungen, und vielfach wurde versucht, Auslastungsproblematiken durch Preisanpassungen nach unten zu kompensieren. Ein weiterer Einflussfaktor, der unser Ergebnis in 2013 negativ beeinflusst hat, ist die Insolvenz eines bedeutenden Kunden im Baumarktsektor. Als eine zukunftsweisende Maßnahme zur nachhaltigen Verbesserung der Situation im Produktbereich Sperrholz/Schalung wurde die Sparte zum 01.01.2014 mit der Spart Laminate/Elemente verschmolzen. Damit können wir Potenziale sowohl in der Fertigung und den fertigungsnahen Bereichen als auch im Vertrieb optimal nutzen. Der Rückgang der Materialeinsatzquote von 50,5 % auf 48,7 % der Betriebsleistung ist insbesondere auf eine Veränderung des Produktmixes zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich im abgelaufenen Jahr von 30,5 % auf 31,4 %. Der Grund für den Anstieg liegt bei einer nahezu konstanten Mitarbeiterzahl vorwiegend in der durchgeführten Lohn- und Gehaltserhöhung, die sich im Zusammenspiel mit dem leichten Umsatzrückgang negativ auf die Personalaufwandsquote auswirkte. Zudem erhöhten sich auch unsere Abschreibungen von 9,7 Mio. € auf 10,1 Mio. € in 2013. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Berichtszeitraum bei 28,2 Mio. € und stiegen damit ebenfalls gegenüber dem Vorjahreswert von 26,2 Mio. €. Maßgeblich für den Anstieg waren die Kosten für die Optimierung unserer Produktionsabläufe, insbesondere auch für unsere Energieerzeugung. Der Bereich Energieerzeugung trug wie im Vorjahr positiv zum Ergebnis bei. Parallel zum Vorsteuerergebnis verringerte sich auch der Jahresüberschuss und belief sich auf 6,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 7,5 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie betrug damit 1,16 € (Vorjahr 1,35 €) je Stammaktie und 1,22 € (Vorjahr 1,41 €) je Vorzugsaktie in 2013. Finanzlage Zum 31.12.2013 hat sich die Bilanzsumme auf 157,0 Mio. € erhöht. Auf der Aktivseite ist dabei vor allem die deutliche Steigerung der liquiden Mittel ausschlaggebend, die sich um 5,8 Mio. € erhöhten. Maßgeblicher Grund für die Erhöhung waren die Reduzierung der Vorräte und die Zahlungen der Versicherung für einen erlittenen Hagelschaden. Die Schäden selbst werden von dieser Summe in 2014 behoben. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital von 105,5 Mio. € auf 107,1 Mio € erhöht. Mindernd wirkte sich die Dividendenzahlung für 2012 aus. Zudem führten die erhöhten Fremdkapitalanteile aufgrund der Neubewertung der Pensionsrückstellungen nach IAS 19 (insgesamt 4,4 Mio. € in 2012 und 2013) sowie die Bilanzierung der erhaltenen Zahlungen unserer Versicherung für die Behebung eines Hagelschadens als Verbindlichkeit zur Minderung der Eigenkapitalquote, die sich damit auf 68,2 % gegenüber dem angepassten Vorjahreswert von 69,2 % beläuft. Auch weiterhin verzeichnet die Westag & Getalit AG hinsichtlich ihrer Finanzlage keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die liquiden Mittel erhöhten sich im Berichtsjahr auf 21,3 Mio. €. Bestand an eigenen Aktien Zum 31.12.2013 hatte die Gesellschaft unverändert 310.828 eigene Aktien im Bestand. Dabei handelt es sich ausschließlich um Vorzugsaktien. Der Rückkauf weiterer Aktien ist bis maximal zum Ablauf des 23.08.2015 durch einen Beschluss der Hauptversammlung vom 24.08.2010 genehmigt. Der Wert der eigenen Aktien ist entsprechend den IFRS nicht in den Vermögenspositionen der Bilanz dargestellt. Vermögenslage Investitionen Im Berichtsjahr wurde ein Gesamtvolumen von 12,4 Mio. € (Vorjahr 10,6 Mio. €) investiert. Die Abweichung der ursprünglichen Planung von 15 Mio. € ergibt sich aufgrund geänderter Zahlungsmodalitäten mit den Lieferanten, die zu entsprechend höheren Ausgaben in 2014 führen werden. Dem stehen Abschreibungen in Höhe von 10,1 Mio. € (Vorjahr 9,7 Mio. €) gegenüber. Wesentliche Investitionsschwerpunkte bildeten dabei die Modernisierungsstrategie zur Optimierung unserer Produktionsstrukturen sowie die Steigerung der Energieeffizienz. Herausragende Einzelprojekte bildeten unter anderem eine neue Bearbeitungsanlage im Türenwerk sowie eine weitere Doppelbandpresse zur Herstellung unser GetaLit-HPL-Schichtstoffe. Mit beiden Investitionen richten wir unsere Fertigung auf die Anforderungen unserer Märkte aus, um auch künftig den steigenden Anforderungen hinsichtlich Lieferschnelligkeit und Produktvielfalt bei gewohnt hoher Qualität begegnen zu können. Beide Großprojekte werden planmäßig in 2014 fertiggestellt. Eine weitere Investition stellte die Erweiterung der Hallen- und Grundstücksflächen im Werk in Rheda-Wiedenbrück dar. Zur Steigerung unserer Energieeffizienz an unserem zweiten Standort in Wadersloh investierten wir im Berichtsjahr zudem in eine zentrale Energieversorgung, die den kompletten Betrieb mit Wärme versorgt und uns damit unabhängiger vom Energiemarkt agieren lässt. Beteiligungen Seit dem Jahr 2006 sind wir mit 49 % an der AKP Carat-Arbeitsplatten GmbH in Meiningen/ Thüringen beteiligt. Die Gesellschaft ist ein Spezialist für die Konfektionierung von Küchenarbeitsplatten aus HPL, Mineralwerkstoff, Quarzstein, Naturstein, Massivholz, Keramik und Glas. Sie beliefert deutschlandweit Küchenstudios, die Küchenindustrie und große Möbelketten mit Küchenausstellungen. Im Jahr 2013 hat diese Gesellschaft zusammen mit seinen Tochterunternehmen einen Umsatz von 15,4 Mio. € erwirtschaftet (Vorjahr 15,2 Mio. €). Der Jahresüberschuss erhöhte sich von 0,6 Mio. € in 2012 auf 0,9 Mio. € in 2013. Die Ausschüttung betrug 0,6 Mio. €, an der wir in Höhe unserer Anteilsquote beteiligt waren. Kurzfristige Vermögenswerte Aufgrund von eingeleiteten Maßnahmen zur Bestandsoptimierung ergab sich ein Rückgang der Vorräte um 7,8 % auf 35,3 Mio. € (Vorjahr: 38,3 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben entsprechend der Gesamtumsatzentwicklung nahezu konstant bei 27,3 Mio. €. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Haupt-Leistungsindikatoren sind für die Westag & Getalit AG Umsatz und Ergebnis, wie bereits zur Ertragslage dargelegt. Wertschöpfung Trotz einer verringerten Gesamtleistung auf 223,5 Mio. € (Vorjahr 228,7 Mio. €) konnte die Nettowertschöpfung im Berichtszeitraum nahezu konstant gehalten werden und betrug im Berichtsjahr 79,6 Mio. € (Vorjahr 80,7 Mio. €). Die Ursachen für diesen vergleichsweise geringen Rückgang liegen darin, dass zwar einerseits die sonstigen Aufwendungen als auch die Abschreibungen gestiegen, aber andererseits die Materialaufwendungen gesunken sind. Bei der Verteilung der Wertschöpfung hat sich der Anteil, der auf die Mitarbeiter entfällt, im Berichtszeitraum auf 70,3 Mio. € (Vorjahr 69,7 Mio. €) erhöht. Während der Anteil der über die Dividendenzahlung an die Aktionäre entfällt, konstant geblieben ist, verringerte sich der Anteil der Rücklagen bzw. des Gewinnvortrags. Verringert hat sich der Anteil, der an den Staat über die Steuern abzuführen ist, aufgrund des geringeren Jahresüberschusses. Mitarbeiter Zum 31.12.2013 waren bei der Westag & Getalit AG 1.284 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 1.287). In der Gesamtzahl sind 63 Auszubildende enthalten, womit sich deren Zahl zum Stichtag um fünf erhöhte. Die Ausbildungsquote liegt damit bei 4,9 %. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um knapp einen Prozentpunkt auf 31,4 %. Zusätzlich zur eigenen Belegschaft unterstützten uns im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder bis zu 80 Mitarbeiter von Personaldienstleistern zur Abdeckung von Kapazitätsspitzen. Produktentwicklung In unserem Spartenbereich Sperrholz/Schalung ist die Entwicklung eines neuen Schalungsplattentyps mit Melaminfilmbeschichtung besonders hervorzuheben. Mit der Betoplan top MF bieten wir seit dem vergangenen Jahr eine Ergänzung unseres bisher ausschließlich phenolharzbeschichteten Betonschalungsplatten-Sortiments an. Diese Produktentwicklung bringt technische Vorteile bei der Herstellung hochwertiger Sichtbetonflächen mit sich, die sich sowohl im Betonbild als auch in der Wirtschaftlichkeit der Schalungsplatten ausdrücken. Im Spartenbereich Türen/Zargen wurde unter anderem ein montagefreundlicheres Stahlzargensystem für Brand- und Rauchschutztüren entwickelt. Damit wird die Montage mit einer PU-Montageschaumhinterfüllung ermöglicht, wodurch der Einbau deutlich effizienter gestaltet werden kann als mit den bisherigen Systemen, bei denen Mörtel oder Mineralwolle eingesetzt werden musste. Einen weiteren Schwerpunkt bildete im vergangenen Jahr ein umfangreiches Prüfprogramm mit Rauchschutznachweisen nach europäischer Normung. Zudem wurde der Zulassungsbestand für verschiedene Exportmärkte weiter ausgebaut. Neben den technischen Weiterentwicklungen wurden auf der Branchenmesse BAU im zurückliegenden Jahr auch eine Vielzahl neuer Dekore vorgestellt, die dem aktuellen Konsumverhalten entsprechen. Besonders hervorzuheben ist dabei das präsentierte Farbwelten-Konzept, mit dem wir kunststoffbeschichtete und lackierte Türen im Farb- bzw. Dekorverbund anbieten. Der Entwicklungsschwerpunkt der Sparte Laminate/Elemente lag beim Sortiment unseres Mineralwerkstoffs GetaCore. Hier ist es gelungen, Dekore zu entwickeln, die eine Marmorierung mit sehr authentischer Wirkung aufweisen und wertigen Marmorsteinen in natürlicher Weise nachempfunden sind. Diese Dekore wurden in drei verschiedenen Farbstellungen entwickelt und werden über unsere GetaCore-Fertigung in Wadersloh als 3 mm dickes Plattenmaterial gefertigt. Eine weitere Entwicklung, die ebenfalls unseren Mineralwerkstoff betrifft, bilden 17 neue Dekore, die das Sortiment unserer Basiskollektion erweitern. Umweltmanagement In einem Produktionsbetrieb hat umweltbewusstes Handeln sehr unterschiedliche Aspekte. Die wesentlichen Gesichtspunkte sind jedoch die Umweltfreundlichkeit der hergestellten Erzeugnisse und die umweltfreundliche Gestaltung der Produktionsprozesse. Nachdem im Vorjahr bereits ein Teil unserer Türen und Zargen mit dem Blauen Engel für emissionsarme Produkte aus Holz- und Holzwerkstoffen gekennzeichnet werden durfte, sind im Berichtsjahr wesentliche Teile unseres Arbeitsplatten- und Zubehörsortiments von dem unabhängigen Kölner ECOInstitut geprüft und zertifiziert worden. Die Auszeichnung mit dem ECO-Label bestätigt, dass diese Produkte auch die strengen Schadstoff- und Emissionsanforderungen des ECO-Instituts erfüllen. Gerade für den Einsatz in Bereichen, in denen Lebensmittel genutzt werden, ist dies ein wichtiges Kriterium. Zur Verbesserung der Energieeffizienz bei unseren Produktionsprozessen wurde ein Energiemanagementsystem eingeführt und im Berichtsjahr nach DIN EN ISO 50001:2011 von einem unabhängigen Institut zertifiziert. Erklärtes Ziel der Westag & Getalit AG ist es, benötigte Energie noch effektiver zu nutzen und unnötige Energieverbräuche zu vermeiden. Zu diesem Zweck haben im Berichtsjahr bereits zahlreiche Informationsveranstaltungen für unsere Mitarbeiter stattgefunden, die das Bewusstsein hierfür schärfen und die Motivation, entsprechende Verbesserungsvorschläge zu machen, erhöhen sollen. Dazu kamen neben energetischen Optimierungen in unseren technischen Bereichen weitere kleinere Maßnahmen wie z.B. die Umstellung unserer Drucker und Kopierer im Bürobereich auf umweltfreundlichere Geräte, die weniger Strom benötigen. Nachtragsbericht Im Sommer 2013 hat das Werk in Rheda-Wiedenbrück einen erheblichen Hagelschaden erlitten. Zur Regulierung des entstandenen Schadens und der damit verbundenen Kosten leistete die Versicherung auf Basis eines Sachverständigengutachtens bis zum Bilanzstichtag Zahlungen in Höhe von 2,6 Mio. €. Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres hat die Versicherung zur Regulierung weitere Zahlungen in Höhe von 0,6 Mio. € getätigt. Die Zahlungen stehen im Zusammenhang mit der Umsetzung der mit dem Schaden verbundenen Reparaturmaßnahmen, die bis zum Ende des Geschäftsjahres 2014 vorgesehen sind. Weitere berichtspflichtige Vorgänge haben sich nach Ablauf des Geschäftsjahres nicht ergeben. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Konjunkturentwicklung Der Blick auf das Jahr 2014 bringt eine generell positive Erwartungshaltung an die Entwicklung im deutschen Wirtschaftsraum mit sich. Hinsichtlich der aktuellen Prognosen wird sich die wirtschaftliche Situation und auch das Konsumverhalten in Deutschland weiterhin stabil entwickeln. Bei genauerer Betrachtung des Bauhauptgewerbes ist generell auch hier von einer positiven Stimmung auszugehen, wobei diese auch in 2014 weiterhin durch den starken Wohnungsbau, insbesondere auch in der Renovierung, getragen sein wird, dem wiederum ein Wachstum seitens der Wirtschaftsexperten prognostiziert wird. Schwieriger bleibt nach wie vor die Einschätzung unserer europäischen Nachbarländer. Die Auswirkungen der Finanz- und Staatsschuldenkrise werden auch in 2014 noch spürbar sein, wenngleich sich die Prognosen für den Euroraum etwas verbessert haben. Risiken für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung stellen hier weiterhin die Staatsschuldenkrise sowie der aktuell laufende Stresstest für Banken aus den EU-Ländern dar, der erneut für Unruhe im Wirtschaftsumfeld sorgen kann. Welche, bzw. in welchem Ausmaß die derzeit angespannte Situation in der Ukraine negative Auswirkungen auf die europäische Wirtschaftsentwicklung haben wird, lässt sich aus heutiger Sicht noch nicht voraussagen. Ausblick für die Westag & Getalit AG Dieser konjunkturelle Hintergrund lässt uns für 2014 grundsätzlich einen moderat steigenden Umsatz erwarten. Getragen wird dieser in Deutschland vorwiegend durch den Wohnungsbau und zudem durch den sich langsam erholenden öffentlichen und Wirtschaftshochbau. Mit unseren Produkten und unserer Fertigung sind wir auf eine anziehende Nachfrage eingestellt, um die Märkte bedarfsgerecht bedienen zu können, was sich in unserem Umsatz auswirken sollte. Schwierig bleibt für uns der Ausblick auf unser Exportgeschäft bei den bisherigen Rahmenbedingungen. Erfreuliche Signale geben uns hier die Generierung neuer Partner für unser Exportgeschäft, die zugleich zeigen, dass wir mit unserem Produktportfolio gut aufgestellt sind. Damit sollten wir bei einer entsprechenden Wirtschaftsentwicklung in unseren Zielmärkten auch mittelfristig unseren Exportumsatz wieder ausbauen können. Investitionen Für das Geschäftsjahr 2014 haben wir Investitionen in Höhe von über 15 Mio. € vorgesehen. Darin sind teilweise auch die beiden Anlagen-Großinvestitionen – eine weitere HPL-Doppelbandpresse sowie die Erweiterung unseres Türenwerks um eine Band- und Schlossbearbeitung – enthalten, die wir im laufenden Geschäftsjahr fertigstellen werden. Weitere Investitionsschwerpunkte bilden die Kapazitätsausweitungen im Rahmen unserer Modernisierungsstrategie, die wir damit weiterhin nachdrücklich vorantreiben. So stellen wir uns auf die Marktanforderungen ein und halten unsere Werke weiterhin auf einem technisch hohen Niveau. Ertrag Für das Ergebnis 2014 ist neben unserem Umsatz auch die Entwicklung der zuletzt unter Druck geratenen Margen sowie der geschäftliche Erfolg der Zusammenfassung der Sparten Sperrholz/Schalung und Laminate/Elemente maßgeblich. Ausgehend von einer stabilen Wirtschaftsentwicklung und einem damit verbundenen leicht steigenden Umsatz, stimmen uns auch die bisherigen Ergebnisse der Spartenzusammenführung positiv, im Ertrag wieder wachsen zu können. Durch die kontinuierliche Optimierung unserer Prozesse und Abläufe sowie unsere Kundenbedarfsgerechte Ausrichtung unserer Produktbereiche schaffen wir gute Voraussetzungen, wieder an unsere alte Ertragsstärke anknüpfen zu können. Daher streben wir für 2014 einen deutlichen Ergebniszuwachs an. Risikobericht Vorbemerkung Die Westag & Getalit AG ist sowohl im In- als auch im Ausland aktiv. Aus dieser Geschäftstätigkeit ergeben sich wie bei jedem unternehmerischen Handeln vielfältige Chancen und Risiken. Viele Risiken lassen sich durch ein geeignetes Vorgehen ausschalten, andere Risiken können durch Versicherungen oder andere Maßnahmen so begrenzt werden, dass sie in ihren Auswirkungen beherrschbar bleiben. Kennzeichnend für ein nachhaltig erfolgreiches unternehmerisches Handeln ist die Ergreifung von sich bietenden Chancen und der gleichzeitigen Beherrschung der damit verbundenen Risiken. Aufgabe unseres unternehmensinternen Risikomanagements und Risiko-controllings ist es daher, Risiken möglichst frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen angemessen Rechnung zu tragen. Die Bewertung der Risiken erfolgt insbesondere im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit der damit verbundenen Gefahren und die mögliche Schadenshöhe. Es hängt dann von der Art und dem Umfang des jeweiligen Risikos ab, welche Maßnahmen wir ergreifen. Hinsichtlich der Details zu dem von uns installierten Kontroll- und Risikomanagementsystem verweisen wir auf die nachfolgenden Ausführungen nach § 289 Abs. 5 HGB. Durch eine entsprechende Organisation und ein systematisches Berichtswesen ist sichergestellt, dass der Vorstand zeitnah über entsprechende Risiken informiert wird und frühzeitig angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Über bestehende Risiken und deren Entwicklung wird der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig unterrichtet. Aus dieser vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit werden die Risiken, die eine zentrale Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Westag & Getalit AG haben, abschließend bewertet und der Umgang mit diesen abgestimmt. Nachfolgend stellen wir die Risiken dar, die für die Westag & Getalit AG von wesentlicher Bedeutung sind, und führen die entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements auf. Dabei ist es wichtig, einleitend festzuhalten, dass nach unserer Einschätzung keine Risiken erkennbar sind, die unser Unternehmen in seiner Gesamtheit gefährden könnten. Konjunkturelle Risiken Die Westag & Getalit AG ist aufgrund ihrer Produkt- und Kundenstruktur maßgeblich von der Konjunktur in der Holzwerkstoff- und Baubranche sowie im Baumarktbereich abhängig. Aufgrund der flexiblen Arbeitszeitmodelle sind wir jedoch in der Lage, auf kurzfristige Absatzschwankungen angemessen zu reagieren und so negative Auswirkungen auf die laufende Ergebnisentwicklung deutlich zu reduzieren. Darüber hinaus verfügen wir über eine gesunde Finanz- und Liquiditätsstruktur und damit über ausreichende Reserven, um etwaige Konjunkturrückgänge in den vorgenannten Branchen gut zu verkraften. Absatzrisiken Absatzrisiken sind für unser Geschäft von grundlegender Bedeutung. Zwar erreichen wir dadurch, dass unsere Produkte teilweise auf unterschiedlichen Märkten vertrieben werden, eine gewisse Diversifikation und sind daher weniger von der Entwicklung auf Einzelmärkten abhängig als viele andere Unternehmen. Trotzdem spielen auch für uns konjunkturelle Entwicklungen, die Akzeptanz unserer Produkte beim Kunden und die Durchsetzung eines angemessenen Verkaufspreises eine maßgebliche Rolle. Wir versuchen, diesen Risiken einerseits durch eine permanente weitere Diversifikation unseres Produktportfolios und andererseits durch eine weitere Streuung unserer Absatzmärkte zu begegnen, um immer weniger von einzelnen Marktsegmenten und der konjunkturellen Entwicklung in einzelnen Ländern abhängig zu sein. Ausfallrisiken Ausfallrisiken können sich daraus ergeben, dass Kunden oder andere Vertragspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen. Hauptursache hierfür sind eine sich verschlechternde Liquidität oder eintretende Insolvenzen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem sehr leistungsfähigen internen Forderungsmanagement sowie einer angemessenen Versicherung unserer Kundenforderungen gegen Zahlungsausfälle. Darüber hinaus lassen wir uns in Einzelfällen Forderungen durch entsprechende Bürgschaften von Kreditinstituten oder Versicherungen absichern. Beschaffungsrisiken Die Risiken auf der Beschaffungsseite haben sich in den letzten Jahren für uns deutlich erhöht. Gründe hierfür sind die Reduzierung von Produktionskapazitäten bei bestimmten Vorprodukten, die anziehende Nachfrage nach einigen von uns benötigten Rohstoffen sowie die Verknappung bestimmter Chemikalien und Holzarten. Um dem Beschaffungsrisiko bei Vorprodukten vorzubeugen, die nur von einer Quelle bezogen werden, werden kontinuierlich Möglichkeiten für Alternativ-Lieferanten untersucht beziehungsweise entsprechende Lagervorräte gebildet, die uns einen angemessenen Handlungsspielraum einräumen. Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Rohstoffen in der benötigten Qualität begegnen wir durch die kontinuierliche Überprüfung in unserem Lieferantenbewertungssystem und die Ausweitung unseres Lieferantennetzwerks, wobei wir unseren Einkaufsfokus zunehmend auch auf die internationalen Märkte ausrichten. Schwieriger ist hingegen der Umgang mit dem Risiko von weiteren Preissteigerungen. Hier sind unsere direkten Einflussmöglichkeiten angesichts globaler Entwicklungen wie dem Ölpreisanstieg und einer starken Marktstellung einzelner Anbieter bei bestimmten Rohstoffen begrenzt. Stattdessen ist es hier von Bedeutung, sich abzeichnende Preiserhöhungen rasch zu erkennen und möglichst zeitnah und in angemessener Höhe unsere eigenen Verkaufspreise anzupassen. Unerwarteten Spezifikationsänderungen und Mängeln bei Vorprodukten und Rohstoffen begegnen wir durch eindeutigere vertragliche Regelungen, einer höheren Kontrolldichte bei den Wareneingangsprüfungen und einer Intensivierung der produktionsbegleitenden Prüfungen. Operative Risiken Wesentliche Herausforderung im operativen Bereich ist die Sicherstellung der Produktion von Gütern in vorgegebenen Qualitätsstandards mit einer möglichst guten Kostenstruktur. Hier besteht unsere permanente Aufgabe darin, neue Herstellverfahren zu sichten und bei entsprechender Eignung bei uns zu implementieren. Der bestehende Maschinenpark wird durch gründliche Wartungen, Instandhaltungen und Modernisierungen auf einem hohen technischen Stand gehalten. Parallel sind wir gegen Elementarschäden und den Ausfall besonders kritischer Anlagen angemessen versichert. Flankiert werden diese Maßnahmen durch unser nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Einen besonders hohen Stellenwert nimmt die Informationstechnologie ein, deren Bedeutung stetig zugenommen hat. Hier garantieren gespiegelte Hardware für zeitkritische Anwendungen, redundante Netzwerkkomponenten und eine moderne Infrastruktur die höchstmögliche Systemverfügbarkeit sowie höchste Sicherheit für unsere Datenbestände. Ferner werden Datenverluste durch die tägliche Sicherung unserer relevanten Daten minimiert und Systemausfallzeiten durch den Einsatz eines entsprechend geschulten Teams so gut wie ausgeschlossen. Darüber hinaus haben wir zahlreiche technische und administrative Maßnahmen ergriffen, um sowohl unbefugte Zugriffe auf unsere Daten als auch schädigende Angriffe aus dem Internet weitestgehend zu vermeiden. Personalrisiken Die wichtigste Ressource unseres Unternehmens sind gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter. Daher sind ein leistungsfähiges Personalmanagement, das sich um die Weiterbildung unserer Mitarbeiter kümmert und qualifizierte neue Mitarbeiter gewinnt, sowie Maßnahmen zur Mitarbeitermotivation von entscheidender Bedeutung für unseren Erfolg. Den Risiken, die mit einem Wissens- und Erfahrungsverlust aufgrund altersbedingter Abgänge verbunden sind, begegnen wird durch entsprechende Qualifizierungen jüngerer Mitarbeiter und rechtzeitigen Nachfolgeregelungen. Im Hinblick auf die absehbare demografische Entwicklung haben wir unsere Bestrebungen intensiviert, Nachwuchskräfte bereits während der Ausbildung auf die Westag & Getalit AG als interessanten Arbeitgeber aufmerksam zu machen, was unter anderem in Praktika, Diplomarbeiten und einer verstärkten Kooperation mit Ausbildungseinrichtungen Ausdruck findet. Chancenbericht Mit der konsequenten Verfolgung einer wertorientierten Unternehmensphilosophie ergeben sich für die Westag & Getalit AG zahlreiche Chancen. Als einer der führenden Hersteller von Holzwerkstoff- und Kunststofferzeugnissen bewegen wir uns in einer Branche, die durch ständige Innovation lebt und in der wir gut positioniert sind. Solides Fundament Grundsätzlich steht langfristig ein gesundes und organisches Wachstum im Fokus unserer Aktivitäten. Die solide Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von etwa 70 % und einer guten Liquidität verschafft uns Sicherheit und bietet Raum für die zukünftige Entwicklung unseres Unternehmens. Darüber hinaus sind wir damit in der Lage, relativ kurzfristig auf marktbedingte Veränderungen zu reagieren. Unabhängigkeit Unsere Unabhängigkeit ist ein wichtiges Merkmal zur Entwicklung des Unternehmens. So sind keinerlei Bankverbindlichkeiten zu verzeichnen und durch die Errichtung sowie die Erweiterung der energetischen Anlagen wird auch eine gewisse Unabhängigkeit vom Energiemarkt hergestellt. Moderne Fertigungstechnik Kontinuierliche Investitionen sichern den technologischen Standard in unseren Werken. Zur Steigerung der Produktivität und Flexibilität bauen wir unsere Anlagen daher stetig aus. Ein wichtiger Aspekt ist dabei unser Anspruch, sämtliche Produkte auch ab Stückzahl Eins in kurzer Lieferzeit bereitstellen zu können. Bei einer immer individueller werdenden Nachfrage eröffnen sich damit neue Chancen für uns. Unternehmensstruktur Die operative Eigenständigkeit der verschiedenen Produktsegmente sichert uns eine auf den Markt zugeschnittene Vertriebs- und Entwicklungsarbeit. Zugleich bündelt der Zentralbereich übergreifende Funktionen und bildet damit eine Serviceeinheit für alle produktiven Segmente des Unternehmens. Damit können nicht nur die Kunden bedarfsgerecht versorgt, sondern auch die Kostenstruktur verbessert werden. Produktvielfalt Ebenso bringt die hohe Diversifikation der Produktpalette und Kundenstruktur eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber einzelnen Märkten mit sich. Damit sind wir bei Nachfrageschwankungen flexibel und können damit auf marktseitig wechselnde Produktnachfragen optimal eingehen. Schnelligkeit in der Auftragsabwicklung Zuverlässigkeit, Termintreue und kurze Lieferzeiten sind nur drei unserer Erfolgsfaktoren, die wir mit unseren ausgefeilten internen und externen Logistikprozessen kostenoptimiert und im Sinne unserer Kunden realisieren. So können wir aufgrund ausgereifter Prozesse sehr schnell auf marktbedingte Veränderungen eingehen und die Nachfrage entsprechend bedienen. Hohe Fertigungstiefe Aufgrund der hohen Fertigungstiefe in unseren Produktsegmenten sind wir in der Lage, sehr kurzfristig zu agieren. Damit verfügen wir über eine relativ kurze Markteinführungsphase, die es uns ermöglicht, schnell auf Produkttrends bzw. -nachfragen zu reagieren, ohne unmittelbar von Dritten abhängig zu sein. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Ziel unseres internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist es, eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und eine Übereinstimmung der Abschlüsse und Berichte mit den einschlägigen Vorschriften zu gewährleisten. Grundlegendes Instrument unseres Risikomanagements ist ein SAP-gestütztes, planungsbasiertes Informationssystem, mit dessen Hilfe wir Abweichungen hinsichtlich aller wesentlichen Unternehmenskennzahlen rasch erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten können. Auf dieser Basis ist das gesamte Management in den Prozess der Risikovermeidung bzw. -minimierung einbezogen. Der Rechnungslegungsprozess erfolgt auf Grundlage der SAP-Plattform und des dort Installierten einheitlichen Kontenplans sowie maschinell standardisierter Abläufe. Die daran Beteiligten Mitarbeiter verfügen über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen. Durch spezielle Sicherungen sind die verwendeten Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Bei allen rechnungsrelevanten Prozessen sind geeignete Kontrollen unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Funktionstrennung implementiert. Neben automatischen Kontrollen auf der Ebene der IT-Systeme erfolgen analytische Prüfungen sowie manuelle Überprüfungen einzelner Vorgänge. Neue Vorschriften sowie Änderungen der bestehenden Regelungen zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen analysiert und erforderlichenfalls umgesetzt. Die klare Definition von Verantwortungsbereichen, eine klare Organisationsstruktur, geeignete Kontrollmechanismen sowie eine entsprechende personelle und materielle Ausstattung stellen einen effizienten Rechnungslegungsprozess sicher. Auch ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, das angemessen und funktionsfähig implementiert ist, kann jedoch keine absolute Sicherheit zur Identifikation und Steuerung der Risiken gewährleisten. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote von knapp 70% sowie der vorhandenen Liquidität sehen wir derzeit keine Finanzierungsrisiken. Den Währungsverschiebungen außerhalb der EU-Zone begegnen wir dadurch, dass wir fast ausschließlich in Euro fakturieren. Lediglich unsere Verkäufe in Großbritannien in der dortigen Landeswährung werden in Einzelfällen unterjährig durch entsprechende Devisenkursgeschäfte abgesichert. Auf der Einkaufsseite werden Käufe auf US-Dollar-Basis dadurch abgesichert, dass wir die entsprechenden US-Dollar zeitgleich erwerben. Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats Die Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung wird vertraglich mit dem jeweiligen Vorstandsmitglied vom Aufsichtsrat festgelegt. Der Personalausschuss unterbreitet hierzu Vorschläge. Die Bezüge der Vorstandsmitglieder enthalten feste und variable Bestandteile. Die festen Bestandteile richten sich nach der Aufgabe des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die variablen Bestandteile bestimmen sich bei den für die Produktionssparten zuständigen Vorstandsmitgliedern zum einen aus dem Jahresgewinn der jeweiligen Sparte, zum anderen aus dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Bei dem Vorstandsmitglied, das für die Zentralsparte verantwortlich ist, bemisst sich der variable Bestandteil ausschließlich nach dem Jahresgewinn der Gesellschaft. Als Jahresgewinn der Gesellschaft gilt der Jahresüberschuss vor Körperschaftsteuer, vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag aus dem Vorjahr und um die Beträge, die nach Gesetz und Satzung aus dem Jahresüberschuss in die offenen Rücklagen einzustellen sind. Um Anreize für einen möglichst hohen Jahresgewinn zu schaffen, erhöhen sich die Gewinnanteile bei Überschreiten bestimmter Gewinnstufen überproportional. Der prozentuale Anteil der variablen Vergütung an der Gesamtvergütung ist entsprechend dem erzielten Jahresgewinn unterschiedlich. Darüber hinaus ist die variable Vergütung mit einem Nachhaltigkeitsfaktor versehen, der im Ergebnis dazu führt, dass nur die Hälfte der variablen Vergütung für ein Geschäftsjahr dem jeweiligen Vorstandsmitglied endgültig zusteht. Ob und inwieweit das jeweilige Vorstandsmitglied auch Anspruch auf den restlichen variablen Betrag hat, hängt davon ab, ob sich die Ergebnisentwicklung auch in den beiden Folgejahren fortsetzt oder nicht. Hierdurch soll ein weiterer Anreiz für eine nachhaltig positive Ergebnisentwicklung gegeben werden. Für außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen hat sich der Aufsichtsrat eine Begrenzungsmöglichkeit der variablen Vergütung vorbehalten. Darüber hinaus enthalten alle Vorstandsverträge Obergrenzen für die variable und die Gesamtvergütung. Der feste Vergütungsbestandteil wird monatlich anteilig, der variable Vergütungsanteil wird nach Abzug des fixen Bestandteils der Tantiemen jährlich nach Feststellung des Jahresabschlusses des vorangegangenen Geschäftsjahres gezahlt. Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder Sachbezüge und sonstige Bezüge, die sich im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstwagen ergeben. Regelungen mit den Vorstandsmitgliedern über die Gewährung von Aktien der Gesellschaft, Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen bestehen derzeit nicht. Der Aufsichtsrat ist bei der Überprüfung der Vorstandsvergütungen und ihrer Komponenten zu dem Ergebnis gekommen, dass die Vergütung das Vergleichsumfeld und die Vergütungsstruktur im Unternehmen angemessen berücksichtigt und attraktiv genug ist, um einen ausreichenden Anreiz für nachhaltig gute Leistungen zu bieten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten satzungsgemäß eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die sich für das einzelne Mitglied auf 9.000 €, für den Vorsitzenden auf den doppelten Betrag und für dessen Stellvertreter auf den eineinhalbfachen Betrag beziffert. Den Aufsichtsratsmitgliedern werden ferner die durch die Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen erstattet. Übernahmerelevante Angaben Das Grundkapital der Westag & Getalit AG beträgt 14.643.200 €. Es ist eingeteilt in 5.720.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, aufgeteilt in je 2.860.000 Stamm- und stimmrechtslose Vorzugsaktien. Der rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt 2,56 € je Aktie. Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus den Bestimmungen des Aktiengesetzes. Die Vorzugsaktien erhalten satzungsgemäß aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie. Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende von 0,12 € je Vorzugsaktie nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Nach Ausschüttung einer Dividende von 0,12 € auf die Stammaktien erhalten die Vorzugsaktionäre eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 €. An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen Vorzugs- und Stammaktionäre im Verhältnis der anteiligen Beträge am Grundkapital gleichmäßig teil. Die Ausgabe weiterer Vorzugsaktien, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen oder vorgehen, bleibt vorbehalten. Ein Stimmrecht gewähren die Vorzugsaktien abgesehen von den in den §§ 140 und 141 des Aktiengesetzes vorgesehenen Fällen nicht. Darüber hinaus gewähren die Vorzugsaktien die jedem Aktionär aus der Aktie zustehenden Rechte. 310.828 Vorzugsaktien wurden von der Gesellschaft am 31.12.2013 selbst gehalten. Aus ihnen stehen der Gesellschaft keine Mitgliedschaftsrechte zu. Die Gethalia Foundation c/o Prokurationsanstalt, Vaduz, Liechtenstein, ist seit Dezember 2013 am Grundkapital der Gesellschaft mit 2.159.300 stimmberechtigten Stammaktien beteiligt, indem sie die Stimmrechtsanteile von der Syntalit AG, Zug, Schweiz, einer Tochtergesellschaft der Gethalia Foundation, übernommen hat. Sie gewähren 75,5 % der Stimmen. Die Mitglieder des Vorstands der Westag & Getalit AG werden nach den §§ 84, 85 des Aktiengesetzes in Verbindung mit § 4 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Für Änderungen der Satzung der Gesellschaft sind die §§ 133 und 179 des Aktiengesetzes maßgeblich. Der Vorstand wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 24.08.2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23.08.2015 einmal oder mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stamm- und/oder stimmrechtsloser Vorzugsaktien um bis zu 5.840.000 € (genehmigtes Kapital I) gegen Geldeinlagen bzw. um 1.460.000 € (genehmigtes Kapital II) zu erhöhen. Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, Vorzugsaktien auszugeben, die bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens den vorhandenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gleichstehen. Des Weiteren wurde die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24.08.2010 ermächtigt, bis zum 23.08.2015 im Rahmen der Vorschriften des § 71 Abs. 1 Nr. 8 eigene Stamm- und/oder Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern und ggf. einzuziehen. Über die vorstehenden Angaben hinausgehende, gemäß § 289 Abs. 4 HGB anzugebende Umstände liegen nicht vor oder sind nicht bekannt. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Gemäß Mitteilung der Syntalit AG mit Sitz in Zug, Schweiz, und der Gethalia Foundation mit Sitz in Vaduz, Liechtenstein, vom 18.12.2006 betrug der Stimmrechtsanteil der Syntalit AG an unserer Gesellschaft 75,5 %. Diese Stimmrechtsanteile waren der Gethalia Foundation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz zuzurechnen. Mit Schreiben vom 23.12.2013 teilten uns die beiden vorgenannten Gesellschaften mit, dass die 75,50 % der Stammaktien und damit der Stimmrechtsanteile an der Westag & Getalit AG am 23.12.2013 auf die Gethalia Foundation übertragen worden sind. Mit Schreiben vom 16.01.2014 teilte die Syntalit AG ergänzend mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Westag & Getalit AG seit der Übertragung vom 23.12.2013 0,00 % beträgt. Zur Klarstellung hinsichtlich der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen weisen wir darauf hin, dass keine Rechtsgeschäfte mit der Syntalit AG oder der Gethalia Foundation getätigt worden sind. Der im Hinblick hierauf abgegebene Bericht gemäß § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung: „Berichtspflichtige Vorgänge haben nicht vorgelegen.“ Erklärung zur Unternehmensführung Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich des Corporate Governance Berichts ist unter www.westag-getalit.de/unternehmensfuehrung verfügbar. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern, dass nach bestem Wissen im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Westag & Getalit AG so dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Rheda-Wiedenbrück, den 21. Februar 2014 Westag & Getalit Aktiengesellschaft Der Vorstand Wenninger Beckers Sand BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den von der WESTAG & GETALIT AKTIENGESELLSCHAFT, RHEDA-WIEDENBRÜCK, aufgestellten Einzelabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Einzelabschluss und Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Einzelabschluss und den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Einzelabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Einzelabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Einzelabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Entgegen der Regelungen in IFRS 8 "Geschäftssegmente" wurde die Aufteilung der Geschäftssegmente und die in IFRS 8 vorgesehene Berichterstattung über die Segmentergebnisse sowie des Segmentvermögens und der Segmentschulden sowohl im Einzelabschluss nach den IFRS als auch in der entsprechenden Zwischenberichterstattung nicht gemäß den Regelungen des IFRS 8 vorgenommen, da die Gesellschaft davon ausgeht, dass ihr durch die Angabe dieser Informationen ein nicht unwesentlicher Schaden gegenüber Mitbewerbern entstehen wird, die nicht zu einer entsprechenden Angabe verpflichtet sind. Dementsprechend vermittelt die Rechnungslegung insoweit kein zutreffendes Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der nach IFRS 8 zu bildenden Segmente. Mit dieser Einschränkung entspricht der Einzelabschluss aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 324a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Einzelabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 27. Februar 2014 PETERS & PARTNER GMBH Rolf Roter, Wirtschaftsprüfer Elke Reil, Wirtschaftsprüferin An unsere Aktionäre Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Damen und Herren, das Geschäftsjahr 2013 stellte die Westag & Getalit AG vor erhebliche Herausforderungen. Unser Exportgeschäft litt unter der schwachen Konjunktur in unseren Absatzmärkten. Im Inland war die allgemeine konjunkturelle Lage zwar weitaus besser, jedoch machten sich in unserer Branche Überkapazitäten bemerkbar, die dazu führten, dass die Umsätze stagnierten und die Preise unserer Erzeugnisse nicht mit den gestiegenen Personalkosten mithalten konnten. Die Folge war, dass trotz erheblicher Anstrengungen der Umsatz leicht und der Ertrag stärker hinter dem Vorjahr lag. Auch die Umstrukturierung der Sparte Sperrholz/Schalung erwies sich als schwieriger, als dieses zunächst erwartet worden war. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2013 die ihm nach Gesetz, Satzung, dem Deutschen Corporate Governance Kodex und seiner Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht. Über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, haben wir beraten und entsprechende Beschlüsse gefasst. Der Vorstand hat uns hierzu regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, den Stand der Investitionen sowie über bedeutsame einzelne Vorgänge und Maßnahmen informiert. Hierzu erhielten wir monatlich eine Erfolgsrechnung. Jeweils vor den Aufsichtsratssitzungen, mit Ausnahme der Sitzung nach der ordentlichen Hauptversammlung, erhielten wir einen umfangreichen schriftlichen Bericht des Vorstands. Diese Berichte wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich erörtert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Planungen wurden uns im Einzelnen erläutert. Über wichtige Geschäftsvorfälle und Entwicklungen wurde der Aufsichtsratsvorsitzende stets unverzüglich informiert. Ferner setzte sich der Aufsichtsratsvorsitzende regelmäßig mit dem Vorstandssprecher und den anderen Vorstandsmitgliedern zusammen, um die aktuellen Entwicklungen und besondere Vorkommnisse zu besprechen. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, lagen nicht vor. Sitzungen des Aufsichtsrats In jedem Quartal fand eine Aufsichtsratssitzung statt. An diesen nahmen stets alle Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie jeweils ein Vertreter des Abschlussprüfers teil. Die Aufsichtsratssitzungen waren durch offene, sachliche und konstruktive Gespräche gekennzeichnet. Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 14.03.2013 war die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft zum 31.12.2012. In diesem Zusammenhang befassten wir uns mit der Weiterentwicklung von Abwertungsschemata für unsere Vorräte unter Berücksichtigung der jeweiligen Lagerreichweiten. Weitere Punkte waren die Umstrukturierung der Sparte Sperrholz/Schalung, das unbefriedigende Zahlungsverhalten eines großen Baumarktkunden sowie die Entwicklung unserer Niederlassung in Watford, Großbritannien. Im Vordergrund der Aufsichtsratssitzung am 16.05.2013 stand das von dem zuständigen Vorstandsmitglied Herrn Sander vorgetragene Konzept zur Weiterentwicklung der Sparte Laminate/Elemente und zur Integration der Sparte Sperrholz/Schalung in diese Sparte. Ein weiterer Gegenstand der Sitzung waren die flächenmäßigen Erweiterungsmöglichkeiten an unserem Standort in Rheda-Wiedenbrück. Außerdem erörterten und verabschiedeten wir die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 23.07.2013. In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung am 23.07.2013 nach der Hauptversammlung wurde Herr Holzinger erneut zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Herr Pampel zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Ferner legten wir die Zusammensetzung der Ausschüsse des Aufsichtsrats fest. Den auf der vorangegangenen Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer beauftragten wir mit der Abschlussprüfung für das Jahr 2013. Angesichts des härteren Umfeldes im Baumarktbereich berieten wir zusammen mit dem Vorstand darüber, welche Möglichkeiten existieren, die Ertragssituation in diesem Bereich mittel- und langfristig wieder zu steigern. In der am 12.12.2013 abgehaltenen Sitzung befassten wir uns mit der unter dem Vorjahreswert liegenden Ertragsentwicklung in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres. Wir ließen uns die Gründe hierfür erläutern und diskutierten mit den Vorstandsmitgliedern über die geplanten oder noch zu planenden Maßnahmen, um die Rentabilität des Unternehmens zu verbessern. Der vorgeschlagenen Integration der Sparte Sperrholz/Schalung in die Sparte Laminate/Elemente stimmten wir zu. Ferner verabschiedeten wir eine neue Fassung der Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG. Dem positiven Ergebnis der Effizienzprüfung der Aufsichtsratstätigkeit durch den Prüfungsausschuss sowie den von diesem in Abstimmung mit dem Abschlussprüfer vorgeschlagenen Prüfungsschwerpunkten bei der Jahresabschlussprüfung stimmten wir zu. Turnusgemäß stand ferner die vom Vorstand vorgelegte und erläuterte Ergebnis- und Investitionsplanung für das Geschäftsjahr 2014 zur Beratung an. Die Ergebnisplanung nahmen wir zustimmend zur Kenntnis, wiesen jedoch darauf hin, dass der Senkung der Gemeinkosten eine hohe Bedeutung beigemessen werden sollte. Dem Investitionsplan stimmten wir im Wesentlichen zu. Zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bestellten wir das für die Sparte Türen/Zargen zuständige Vorstandsmitglied, Herrn Wilhelm Beckers, zum Vorsitzenden des Vorstands. Das Vorstandsmandat von Herrn Markus Sander verlängerten wir um weitere drei Jahre bis zum 31.12.2016. Arbeit der Ausschüsse Die Arbeit des Aufsichtsrats wird durch drei von ihm eingerichtete Ausschüsse unterstützt. Sie haben die Aufgabe, Beschlüsse des Aufsichtsrats vorzubereiten und Themen zu bearbeiten, die im Aufsichtsrat behandelt werden sollen. In einzelnen Fällen hat der Aufsichtsrat Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses, dem der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Klaus Pampel, vorsteht, führt der Aufsichtsratsvorsitzende in den Ausschüssen den Vorsitz. Der Prüfungsausschuss hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zweimal getagt. Schwerpunkte seiner Arbeit waren dabei die Prüfung des Jahresabschlusses, die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, des unternehmensweiten Kontroll- und Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Ferner hat er die Wahl des Abschlussprüfers vorbereitet, bei der er sich von der Unabhängigkeit des vorgeschlagenen Abschlussprüfers und der Einhaltung der Regelungen zur internen Rotation überzeugte. Der Halbjahresbericht und die Quartalsberichte im Jahr 2013 wurden vom Prüfungsausschuss entsprechend der Empfehlung in Ziffer 7.1.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex vor ihrer Veröffentlichung jeweils in einer Telefonkonferenz mit dem Vorstand erörtert. Alle Berichte wurden vom Prüfungsausschuss zur Veröffentlichung freigegeben. Ein weiterer Beratungsgegenstand war die Prüfung der Effizienz der Aufsichtsratsarbeit. Hierzu haben alle Aufsichtsratsmitglieder einen umfangreichen Fragebogen erhalten, ausgefüllt und unserem Abschlussprüfer übermittelt, der die Ergebnisse ausgewertet und vorgestellt hat. Auf dieser Grundlage haben wir die Effizienz unserer Tätigkeit erörtert. Insgesamt waren die Rückmeldungen von allen Aufsichtsratsmitgliedern positiv. Vor allem die Informationsversorgung durch den Vorstand, die Festlegung von Prüfungsschwerpunkten mit dem Abschlussprüfer und die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder untereinander, aber auch gegenüber dem Vorstand wurden als äußerst positiv für die gemeinsame Arbeit empfunden. Einigkeit bestand darüber, dass die Möglichkeit für jedes Aufsichtsratsmitglied, eigene Tagesordnungspunkte für die einzelnen Sitzungen vorzuschlagen, praktikabler gestaltet werden soll. Ferner stimmten wir mit dem Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte ab. Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal und bereitete die Berufung von Herrn Beckers zum Vorstandsvorsitzenden sowie die Bestellung und den Vorstandsvertrag mit Herrn Sander für weitere drei Jahre vor. Der Nominierungsausschuss tagte am 16.05.2013 und beschloss, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, der Hauptversammlung am 23.07.2013 Herrn Dr. Joachim Schönbeck zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Jahresabschluss Der von der ordentlichen Hauptversammlung am 23.07.2013 gewählte und von dem Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die Peters & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, hat den vom Vorstand jeweils nach den Regeln des HGB und der IFRS aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 und die dazugehörigen Lageberichte der Westag & Getalit AG geprüft. Die Lageberichte und der Abschluss nach HGB wurden mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Bezüglich des vom Vorstand freiwillig nach IFRS aufgestellten Jahresabschlusses erfolgte ein lediglich aufgrund der Segmentberichterstattung erwartungsgemäß eingeschränkter Bestätigungsvermerk. Rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats haben wir die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie den Corporate Governance Bericht, den Vergütungsbericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands erhalten. Diese wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 20.03.2014 unter Teilnahme eines Vertreters des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Dieser berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung sowie über die zu keinen Beanstandungen führende Prüfung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems der Gesellschaft. Die Prüfungsberichte haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Jahresabschlüsse und die Lageberichte haben wir geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers haben wir uns aufgrund eigener Feststellungen und in Übereinstimmung mit der Empfehlung des Prüfungsausschusses angeschlossen und die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse und die Lageberichte gebilligt. Die Jahresabschlüsse sind damit festgestellt. Ferner haben wir den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands geprüft, mit diesem erörtert und uns diesem ebenfalls angeschlossen. Den vom Vorstand aufgestellten Bericht über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen hat der Aufsichtsrat ebenfalls geprüft. Diese Prüfung sowie die Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer haben zu keiner Beanstandung Anlass gegeben. Der Bericht des Abschlussprüfers enthält folgenden Bestätigungsvermerk: „Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind.“ Aufgrund des abschließenden Ergebnisses unserer Prüfung erheben wir keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands. Den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats für ihr erneut hohes Engagement und ihre erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Rheda-Wiedenbrück, den 20. März 2014
Der Aufsichtsrat Pedro Holzinger Vorsitzender Zusammensetzung des Aufsichtsrats
* Vertreter der Arbeitnehmer |
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