Westag & Getalit AG

Rheda-Wiedenbrück

Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2019

HALBJAHRESFINANZBERICHT
zum 30.06.2019

ZWISCHENLAGEBERICHT

Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2019

Umsatzentwicklung

Die Westag &Getalit AG hat im ersten Halbjahr 2019 Umsatzerlöse in Höhe von 117,8 Mio. € erwirtschaftet und lag damit auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreswertes (Vorjahr 118,1 Mio. €). Der Inlandsumsatz war trotz des grundsätzlich positiven Umfelds des Bauhauptgewerbes durch eine Veränderung im Produktmix gekennzeichnet. Die Umsatzerlöse in den Auslandsmärkten konnten demgegenüber um 2,4 % auf 30,2 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr 29,5 Mio. €). Entsprechend stieg auch die Exportquote von 25,0 % auf 25,7 %.

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Umsatzerlöse in T€ 01.01. bis 30.06.2019 01.01. bis 30.06.2018 Veränderung in %
Türen/Zargen 62.909 62.593 0,5
Oberflächen/Elemente 51.024 52.562 -2,9
Zentralbereich 3.822 2.922 30,8
Summe 117.755 118.077 -0,3


Sparten

Die Umsatzerlöse der Sparte Türen/Zargen lagen mit 62,9 Mio. € auf Vorjahresniveau (Vorjahr 62,6 Mio. €). Durch die positive Entwicklung der Exportumsätze konnte der Produktmixeffekt im Inlandsgeschäft ausgeglichen werden. Die Sparte Oberflächen/Elemente verzeichnete einen leichten Rückgang der Umsatzerlöse von 52,6 Mio. € auf 51,0 Mio. €. Ursächlich hierfür war insbesondere die schwächere Nachfrage bei Industrie- und Schalungsplatten. Die Umsätze des Zentralbereiches erhöhten sich durch den gegenüber dem Vorjahr stetigeren Betrieb der Kraftwerksanlage deutlich und lagen bei 3,8 Mio. € (Vorjahr 2,9 Mio. €).

Ertragslage

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Ergebnisdaten in T€ 01.01. bis 30.06.2019 01.01. bis 30.06.2018 Veränderung in %
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.399 3.267 -26,6
Periodenüberschuss 1.797 2.287 -21,4
Periodenüberschuss je Stammaktie in € 0,31 0,40 -22,5
Periodenüberschuss je Vorzugsaktie in € 0,37 0,46 -19,6


Das Ergebnis vor Steuern belief sich im ersten Halbjahr 2019 auf 2,4 Mio. € (Vorjahr 3,3 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr wirkten sich insbesondere Einmalbelastungen im Personalaufwand sowie erhöhte Werbeaufwendungen im Rahmen der turnusmäßig stattfindenden Leitmessen auf das Ergebnis aus. Durch positive Effekte aus dem laufenden operativen Geschäft konnten diese Aufwandssteigerungen teilweise ausgeglichen werden. Nach Steuern verringerte sich das Ergebnis innerhalb der ersten sechs Monate entsprechend auf 1,8 Mio. € (Vorjahr 2,3 Mio. €). Der Überschuss je Aktie beträgt für die Stammaktie 0,31 € (Vorjahr 0,40 €) und für die Vorzugsaktie 0,37 € (Vorjahr 0,46 €).

Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich aufgrund der Dividendenauchsschüttung und erfolgsneutraler Veränderungen aus der Bewertung der Pensionsrückstellugen in Folge der Zinsentwicklung verringert.

Mitarbeiter

Zum 30.06.2019 beschäftigte die Westag &Getalit AG 1.288 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 1.296).

Investitionen

Nach den umfangreichen Investitionen in den vergangenen Jahren konzentriert sich die Gesellschaft in 2019 auf die Fertigstellung einzelner Großprojekte und führt darüber hinaus notwendige Ersatzinvestitionen durch. Bis zum 30.06.2019 investierte die Westag &Getalit AG insgesamt 3,1 Mio. € (Vorjahr 5,0 Mio. €). Im Schwerpunkt betrafen die getätigten Investitionen die Fertigstellung der Zargenlinie im Bereich Türen/Zargen sowie Brand- und Lärmschutzmaßnahmen.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Ausblick

Auf Basis unserer neu eingeführten Produkt-Markt-Analyse wird mit der Umsetzung der ersten Schritte begonnen. Damit legt die Gesellschaft den Fokus auf margenstärkere Produkte und Märkte, um eine Verbesserung der Erträge herbeizuführen. Zur weiteren Analyse gehört eine Überprüfung der strategischen Ausrichtung, mit der das Produktportfolio und die Serviceleistungen bewertet werden. Darüber hinaus prüft der Vorstand, inwieweit mit Hilfe externer Dienstleister die Effizienz im Unternehmen verbessert werden kann. Insgesamt bleibt das Ziel, die Ertragslage der Westag &Getalit AG zu verbessern und eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu erreichen.

In diesem Zusammenhang werden sich auch positive Entwicklungsmöglichkeiten aus der Zugehörigkeit zur Broadview-Gruppe ergeben. Die Gruppe eröffnet unter anderem den Zugang zu neuartigen Technologien, neuen Produkten sowie einem erweiterten Vertriebsnetz, ohne dass die Westag &Getalit AG ihr eigenständiges Profil verliert. Auf der Branchenleitmesse "Interzum", die im Mai in Köln stattfand, konnten in diesem Zusammenhang bereits erste Themen der Zusammenarbeit an die Kunden kommuniziert werden.

Aufgrund der zurückhaltenden Entwicklung im ersten Halbjahr hat das Management die ursprünglich ausgegebene Umsatzprognose für 2019 angepasst und geht nunmehr von einem leichten Umsatzzuwachs aus. Während die zurückgenommene Umsatzprognose und die genannten Einmalbelastungen im Personalaufwand auch Auswirkungen auf das Ergebnis haben werden, erwartet das Management gleichwohl eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern gegenüber dem Vorjahr. Voraussetzung ist neben den genannten Maßnahmen auch eine anhaltend gute Baukonjunktur.


Rheda-Wiedenbrück, August 2019

Westag & Getalit AG

Der Vorstand

BILANZ

Aktiva (in T€)

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30.06.2019 31.12.2018*
Immaterielle Vermögenswerte 1.090 1.256
Sachanlagen 73.564 75.754
Nutzungsrechte 779 435
Finanzanlagen 3.965 3.474
Latente Steuern 4.964 3.642
Langfristiges Vermögen 84.362 84.561
Vorräte 39.596 37.443
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 32.172 31.373
Liquide Mittel 11.010 11.621
Kurzfristiges Vermögen 82.778 80.437
Bilanzsumme 167.140 164.998


Passiva (in T€)

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30.06.2019 31.12.2018
Gezeichnetes Kapital 13.709 13.709
Kapitalrücklage 24.399 24.399
Sonstige Rücklagen 69.340 71.195
Eigenkapital 107.448 109.303
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 30.990 26.924
Leasingverbindlichkeiten 569 339
Andere langfristige Rückstellungen 1.779 1.310
Langfristiges Fremdkapital 33.338 28.573
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.686 6.368
Leasingverbindlichkeiten 205 96
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 16.884 20.127
Kurzfristige Rückstellungen 579 531
Kurzfristiges Fremdkapital 26.354 27.122
Bilanzsumme 167.140 164.998


* Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten gem. IFRS 16


Die Gesellschaft wendet ab 01. Januar 2019 erstmalig die Regelungen des IFRS 16 zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen an. Dabei werden die Rechte und Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen grundsätzlich in der Bilanz des Leasingnehmers als Nutzungsrechte und korrespondierende Leasingverbindlichkeiten abgebildet. Die Vergleichszahlen zum 31. Dezember 2018 wurden entsprechend angepasst.

GESAMTERGEBNISRECHNUNG AUF HALBJAHRESBASIS

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in T€ 01.01. bis 30.06.2019 01.01 bis 30.06.2018
Umsatzerlöse 117.755 118.077
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.863 2.529
Andere aktivierte Eigenleistungen 236 246

119.854 120.852
Sonstige betriebliche Erträge 499 826
Materialaufwand 58.099 60.013
Personalaufwand 39.919 37.757
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.449 5.134
Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.982 15.832
Betriebsergebnis 1.905 2.941
Finanzergebnis 494 326
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.399 3.267
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 602 980
Gesamtergebnis 1.797 2.287
Periodenüberschuss je Stammaktie (unverwässert und verwässert) 0,31 0,40
Periodenüberschuss je Vorzugsaktie (unverwässert und verwässert) 0,37 0,46
Durchschnittliche Anzahl der Aktien (unverwässert und verwässert) 5.354.934 5.354.934


GESAMTERGEBNISRECHNUNG AUF QUARTALSBASIS

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in T€ 01.04. bis 30.06.2019 01.04 bis 30.06.2018
Umsatzerlöse 57.346 57.184
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 390 1.069
Andere aktivierte Eigenleistungen 129 78

57.865 58.331
Sonstige betriebliche Erträge 261 732
Materialaufwand 27.903 29.299
Personalaufwand 19.499 18.350
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.676 2.539
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.279 8.188
Betriebsergebnis 769 686
Finanzergebnis 356 167
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.125 853
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 220 261
Gesamtergebnis 905 592
Periodenüberschuss je Stammaktie (unverwässert und verwässert) 0,14 0,08
Periodenüberschuss je Vorzugsaktie (unverwässert und verwässert) 0,20 0,14
Durchschnittliche Anzahl der Aktien (unverwässert und verwässert) 5.354.934 5.354.934


KAPITALFLUSSRECHNUNG

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in T€ 01.01. bis 30.06.2019 01.01 bis 30.06.2018
Betriebsergebnis 1.905 2.941
Erhaltene Zinsen 7 22
Gezahlte Ertragsteuern -964 -1.640
Abschreibungen auf Anlagevermögen 5.449 5.134
Ergebnisbeiträge aus Anlagenabgängen -115 -13
Veränderungen des kurzfristigen Vermögens -3.310 -7.490
Veränderungen des Fremdkapitals 244 2.799
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 3.216 1.753
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -3.148 -5.023
Veränderungen von Termingeldanlagen 0 1.000
Erträge aus assoziierten Unternehmen 0 304
Erlöse aus Anlagenabgängen 122 65
Cashflow aus Investitionstätigkeit -3.026 -3.654
Tilgungsanteil von Leasingzahlungen -5 0
Zinsaufwand Leasing -4 0
Dividendenzahlung -792 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -801 0
Veränderung der flüssigen Mittel -611 -1.901
Finanzmittelbestand zum 01.01. 11.621 14.906
Finanzmittelbestand zum 30.06. 11.010 13.005


EIGENKAPITALSPIEGEL

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in T€ Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Kapitalrücklage Sonstige Rücklagen Eigenkapital
Stand 01.01.2018 14.644 -4.998 24.399 74.962 109.007
Periodenergebnis


2.287 2.287
Veränderung anderer Rücklagen



0
Erwerb eigener Aktien



0
Erfolgsneutrale Veränderungen



0
Dividendenzahlung



0
Stand 30.06.2018 14.644 -4.998 24.399 77.249 111.294
Stand 01.01.2019 13.709 0 24.399 71.195 109.303
Periodenergebnis


1.797 1.797
Veränderung anderer Rücklagen



0
Erwerb eigener Aktien



0
Erfolgsneutrale Veränderungen


-2.859 -2.859
Dividendenzahlung


-792 -792
Stand 30.06.2019 13.709 0 24.399 69.340 107.448


SEGMENTBERICHTERSTATTUNG FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2019

Die Segmentabgrenzung ergibt sich gem. IFRS 8 aus dem sog. Management-Approach, d. h. die Festlegung der Segmente erfolgt in Analogie zur internen Steuerungs- und Berichtsstruktur des Unternehmens. Die Westag &Getalit AG ist in die Segmente Oberflächen/ Elemente und Türen/Zargen sowie den Zentralbereich gegliedert, der übergeordnete Leistungen und die Energieversorgung bereitstellt. Die innerhalb eines Segments vertriebenen Produkte sind gleichartig. Die Segmente stellen die Grundlage für die interne Berichterstattung dar, mit der das Management das Unternehmen nach dem Ergebnis vor Steuern (EBT) und dem Jahresüberschuss steuert. Die Bewertung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Sparten erfolgt auf der Basis von Verrechnungspreisen. Die übrigen Ertrags- und Aufwandsposten beinhalten im Wesentlichen die sonstigen betrieblichen Erträge, die Material- und Personalkosten sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

SEGMENTERGEBNIS

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in T€ Oberflächen/Elemente Türen/Zargen Zentralbereich Gesamt
01.01. bis 30.06.2019



Umsatzerlöse mit Externen 51.024 62.909 3.822 117.755
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -278 -9.856 10.134 0
Umsatzerlöse 50.746 53.053 13.956 117.755
Abschreibungen -1.561 -2.693 -1.195 -5.449
Erträge aus assoziierten Unternehmen 490 0 0 490
Zinsergebnis 0 0 4 4
Übrige Ertrags- und Aufwandsposten -48.301 -49.335 -12.765 -110.401
EBT 1.374 1.025 0 2.399
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -345 -257 0 -602
Periodenüberschuss 1.029 768 0 1.797


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in T€ Oberflächen/Elemente Türen/Zargen Zentralbereich Gesamt
01.01. bis 30.06.2018



Umsatzerlöse mit Externen 52.562 62.593 2.922 118.077
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 1.032 -9.552 8.520 0
Umsatzerlöse 53.594 53.041 11.442 118.077
Abschreibungen -1.684 -2.305 -1.149 -5.138
Erträge aus assoziierten Unternehmen 304 0 0 304
Zinsergebnis 0 0 22 22
Übrige Ertrags- und Aufwandsposten -50.706 -48.977 -10.315 -109.998
EBT 1.508 1.758 0 3.267
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -451 -529 0 -980
Periodenüberschuss 1.057 1.230 0 2.287


Unter dem Segmentvermögen ist das gesamte betrieblich gebundene Vermögen, das von einem Segment genutzt wird, insbesondere die langfristigen Vermögenswerte, Vorräte, Forderungen und liquiden Mittel, erfasst. Die Segmentschulden umfassen alle betrieblichen Schulden und bestehen überwiegend aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Unter Segmentinvestitionen sind alle Investitionen in betrieblich genutztes Anlagevermögen zu verstehen.

SEGMENTVERMÖGEN/SEGMENTSCHULDEN

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in T€ Oberflächen/Elemente Türen/Zargen Zentralbereich Gesamt
30.06.2019



Segmentvermögen 66.316 75.702 25.122 167.140
davon Anteile an assoziierten Unternehmen 3.965 0 0 3.965
Segmentschulden 23.531 17.647 18.514 59.692
Nettovermögen 42.785 58.055 6.608 107.448
Segmentinvestitionen 595 1.600 953 3.148


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in T€ Oberflächen/Elemente Türen/Zargen Zentralbereich Gesamt
31.12.2018



Segmentvermögen 65.343 74.701 24.954 164.998
davon Anteile an assoziierten Unternehmen 3.474 0 0 3.474
Segmentschulden 21.974 17.364 16.357 55.695
Nettovermögen 43.369 57.337 8.597 109.303
Segmentinvestitionen 1.720 6.359 2.772 10.851


ANGABEN ZUM VERKÜRZTEN ZWISCHENABSCHLUSS

Allgemeine Informationen

Der Halbjahresfinanzbericht der Westag &Getalit AG per 30.06.2019 wurde hinsichtlich des Umfangs auf Grundlage des § 51a BörsO für die Frankfurter Wertpapierbörse unter entsprechender Anwendung der geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) auf Basis des Einzelabschlusses aufgestellt.

Die Liquidation der russischen Tochtergesellschaft OOO Westag &Getalit, Moskau, wurde am 10.04.2019 in das russische Handelsregister eingetragen und ist damit abgeschlossen. Vor diesem Hintergrund veröffentlicht die Westag &Getalit AG für 2019 die Zahlen ihres Einzelabschlusses. Die dargestellten Vorjahreszahlen weichen aus diesem Grund leicht von den zum 30.06.2018 veröffentlichten Konzernzahlen ab.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss der Westag &Getalit AG zum 31. Dezember 2018 wurde in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des IASB - den International Financial Reporting Standards (IFRS) - wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Im vorliegenden Einzelabschluss zum 30.06.2019, der erstmalig und nach den Anforderungen des IAS 34 aufgestellt ist, wurden - mit Ausnahme der im Geschäftsjahr erstmalig anzuwendenden geänderten Vorschriften - dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2018 zu Grunde lagen.

Ferner wurden sämtliche zum 30. Juni 2019 anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) beachtet. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Einzelnen im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018 erläutert. Die wesentlichen, erstmalig angewendeten Standards bzw. die geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im folgenden erläutert.

Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Bei der Erstellung des Zwischenabschlusses wendet das Management Schätzungen und Annahmen an, die nach bestem Wissen der gegenwärtigen und künftigen Situation der Periode getroffen werden. Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch von diesen Schätzwerten abweichen. Die wesentlichen Schätzungen und Annahmen sowie die wichtigsten Quellen von Unsicherheiten sind im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 unverändert geblieben.

Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Die Gesellschaft wendet die folgenden neuen Rechnungslegungsvorschriften erstmals in der Berichtsperiode an:

Jährliche Verbesserungen der IFRS: Zyklus 2015 - 2017 (veröffentlicht im Dez. 2017), Änderungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23

Änderungen an IAS 19, Änderungen in Bezug auf Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen

Änderungen an IAS 28, Änderungen in Bezug auf langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures

Änderungen an IFRS 9, Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung

IFRIC 23, Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung

IFRS 16, Leasingverhältnisse

Nur der im Folgenden beschriebene IFRS 16 hatte Auswirkungen auf den Einzelabschluss. IFRS 16 schafft für Leasingnehmer die bisherige Unterscheidung von Leasingverhältnissen in Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnisse ab. Der Standard führt stattdessen ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse grundsätzlich in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (right-of-use asset) sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Die Gesellschaft wendet die Erleichterungsmöglichkeiten des Standards für kurzfristige Leasingverhältnisse sowie Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte an und erfasst die Leasingzahlungen für diese Verträge aufwandswirksam grundsätzlich linear über den Vertragszeitraum. Für diese Leasingverhältnisse werden somit keine Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechte bilanziert. Überdies wendet die Gesellschaft den Standard nicht auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte an.

Die Westag &Getalit AG weist die Nutzungsrechte entsprechend den zugrunde liegenden Vermögenswerten in der Bilanz unter den Sachanlagen aus. Die Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen sowie etwaiger Wertminderungen angesetzt. Die Anschaffungskosten entsprechen dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich etwaiger Zahlungen, die bereits bei oder vor Beginn des Leasingverhältnisses gezahlt wurden, sowie etwaige anfängliche direkte Kosten (Abschlusskosten) und Kosten für die Wiederherstellung oder Demontage des Leasingobjekts. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über den Leasingzeitraum. Wenn der Übergang des Eigentums am Ende des Leasingzeitraums vorgesehen ist, wird auf die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Leasingobjekts abgestellt. Der Bilanzausweis der Leasingverbindlichkeiten erfolgt separat. Leasingverbindlichkeiten werden erstmalig zum Barwert der künftigen Leasingzahlungen angesetzt.

Die Diskontierung erfolgt in der Regel mit dem jeweiligen laufzeitspezifischen Grenzfremdkapitalzinssatz. In der Folge wird der Buchwert der Verbindlichkeiten aufgezinst und erfolgsneutral um die geleisteten Leasingzahlungen gemindert. Die Aufzinsung wird aufwandswirksam im Finanzergebnis ausgewiesen. Entsprechend der gewählten Übergangsmethode wurden die Vergleichszahlen zum 31. Dezember 2018 angepasst.

Im Zuge der Erstanwendung des IFRS 16 wurden zum 1. Januar 2019 Nutzungsrechte sowie Leasingverbindlichkeiten in Höhe von rund 435 T€ angesetzt. Der neue Standard führte im Erstanwendungszeitpunkt somit erwartungsgemäß zu einer Bilanzverlängerung um rund 435 T€.

Kapitalflussrechnung

Bei der Ermittlung der Zahlungsströme aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden die direkte und die indirekte Methode verwendet. Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel mit Ausnahme der Termingeldanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten in Höhe von 0 T€ (30.06.2018 1.000 T€).

Liquide Mittel

Die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel beinhalten keine Wertpapiere.

Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals

Das Gezeichnete Kapital der Westag &Getalit AG beträgt 13.708.631,04 €. Es ist eingeteilt in 5.354.934 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, aufgeteilt in 2.860.000 Stamm- und 2.494.934 stimmrechtslose Vorzugsaktien. Der rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt 2,56 € je Aktie.

Bestellobligo

Am 30.06.2019 belief sich das Bestellobligo gegenüber unseren Lieferanten auf 2.116 T€ im Vergleich zu 4.396 T€ zum 30.06.2018.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie nach IAS 33 ergibt sich, indem sowohl für die Stamm- als auch für die Vorzugsaktien der auf die jeweilige Aktiengattung entfallende Periodenüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der jeweiligen Aktien dividiert wird. Das Ergebnis wird demzufolge unter Berücksichtigung des Dividendenvorteils für die Vorzugsaktien auf die verschiedenen Aktiengattungen aufgeteilt. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem Ergebnis je Aktie.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (IAS 24)

Bezüglich der im Geschäftsbericht 2018 erläuterten Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen gab es keine Veränderungen. Zwischen der Westag &Getalit AG und anderen verbundenen Unternehmen der HAL-Gruppe sind bis zum 30.06.2019 Warenlieferungen zu marktüblichen Preisen und Bedingungen durchgeführt worden. Insgesamt wurden von den verbundenen Unternehmen Waren und Dienstleistungen im Wert von 574 T€ erworben und Umsätze im Wert von 31 T€ getätigt.

Die Umsatzerlöse mit assoziierten Unternehmen beliefen sich in den ersten sechs Monaten 2019 auf 319 T€ (Vorjahr: 421 T€).

Nachtragsbericht

Es haben sich keine berichtspflichtigen Vorgänge nach dem 30.06.2019 ergeben.

Prüfung

Der Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2019 hat keiner Prüfung entsprechend § 317 HGB durch den Abschlussprüfer unterlegen.

Erklärung der gesetzliehen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der vorliegende Halbjahresfinanzbericht ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.


Rheda-Wiedenbrück, August 2019

Westag & Getalit AG

Der Vorstand

FINANZKALENDER*

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29.10.2019 Veröffentlichung der Quartalsmitteilung zum 30.09.2019


* Zwischenzeitliche Aktualisierungen finden Sie unter: www.westag-getalit.com/finanzkalender


Impressum

Herausgeber:
Westag & Getalit AG
Hellweg 15
33378 Rheda-Wiedenbrück
Deutschland
Tel. +49 5242 17-0
Fax +49 5242 17-75000

Redaktion:
Investor Relations
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Fotografie:
Westag &Getalit AG

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