Ad-hoc | 19 August 1999 08:28
Ad hoc-Service: Senator Film AG
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Senator Film setzt Erfolgskurs fort
Umsatzsteigerung im 1. Halbjahr um 160 Prozent – Ergebnis deutlich über Vorjahr
– Mehr Kinostarts als geplant
Auch im zweiten Quartal 1999 setzte die Senator Film AG, Berlin, ihren
Erfolgskurs konsequent fort. Insgesamt stieg der Umsatz im ersten Halbjahr 1999
um 159,6 Prozent auf 43,9 (16,9) Mio. DM und hat damit bereits den Gesamtumsatz
des Jahres 1998 von 43,6 Mio. DM übertroffen. Wie schon im ersten Quartal
verzeichneten vor allem die Geschäftsfelder Lizenzhandel und Produktion
herausragende Steigerungen. Die Ertragsentwicklung verlief äußerst positiv. Die
Senator Film AG erzielte ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen
(EBITDA) von 26,6 (2,0) Mio. DM. Damit konnte eine Steigerung gegenüber dem
Vorjahreszeitraum von 1.210,4 Prozent erzielt werden. Das Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 5,0 Mio. DM auf 3,7 Mio. DM und liegt
ebenfalls über dem Wert des Gesamtjahres 1998. Die Senator Film AG erzielte ein
Betriebsergebnis (EBIT) von 3,3 (-0,6) Mio. DM. Das bereinigte Ergebnis nach
DVFA/SG stieg auf 1,8 (-1,1) Mio. DM. Das Ergebnis pro Aktie betrug 0,36 DM.
“Wir sind zuversichtlich, die beim Börsengang gesteckten Umsatz- und
Ertragsziele zu erreichen”, sagte Vorstandsvorsitzender Hanno Huth. Im zweiten
Halbjahr werden mehr Filme starten als ursprünglich geplant. Die Eigen-
produktion “Helden wie wir” (Kinostart: 9. November), nach dem Bestseller von
Thomas Brussig, befindet sich in der Postproduktion, der von Senator Film
produzierte Zeichentrickfilm “Käpt’n Blaubär”, der im Dezember im Kino startet,
in der Animationsphase. Seit dem Börsengang hat Senator Film zusätzlich die
deutschsprachigen Rechte an 19 attraktiven Kinospielfilmen erworben, davon
allein 9 Filme auf den Filmfestspielen in Cannes. Diese langfristigen
Lizenzrechte mit allen Auswertungsmöglichkeiten bilden die Grundlage für das
weitere Wachstum der Geschäftsfelder Lizenzhandel und Verleih.
Alle drei Kerngeschäftsfelder entwickelten sich im zweiten Quartal 1999 weiter
extrem positiv. Im Geschäftsfeld Lizenzhandel flossen aus den Abkommen mit BMG
Video und ProSieben im Bereich Video- und TV-Lizenzhandel die ersten Erlöse.
Sie sorgten im ersten Halbjahr für einen kräftigen Sprung der Erlöse auf 17,1
(3,3) Mio. DM (plus 412,0 Prozent). Im Geschäftsfeld Verleih erzielte Senator
Film Kinoerlöse von 11,2 (12,1) Mio. DM. Als Folge des verstärkten Einkaufs von
Spielfilmen wird die Zahl der Kinostarts im zweiten Halbjahr 1999 deutlich
steigen. Ein großer Erfolg in diesem Sommer ist der im Juni gestartete Wim
Wenders-Film “Buena Vista Social Club”, der unter anderem mit dem Bogey-Award
für über 1.000 Besucher pro Kopie am Startwochende ausgezeichnet wurde. Auch im
Geschäftsfeld Produktion konnten die Umsatzerlöse deutlich gesteigert werden.
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sie sich um 930,5 Prozent auf 15,6 (1,5) Mio.
DM. Der Umsatzanstieg ist in erster Linie auf die Eigenproduktionen zurück-
zuführen.
Auf der Kostenseite haben sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen nur
leicht um 5,9 Prozent auf 11,2 (10,5) Mio. DM erhöht. Der Personalaufwand stieg
um 23,3 Prozent auf 3,4 (2,7) Mio. DM. Senator Film hat in zusätzliches
qualifiziertes Personal investiert, um auch in den Human Resources die
Grundlage für unser künftiges Wachstum zu schaffen. Die Abschreibungen erhöhten
sich auf 23,3 (2,6) Mio. DM.
Die Senator Film AG wird den Ausbau der Kerngeschäftsfelder weiter voran-
treiben. Das Eigenkapital von 97,1 Mio. DM (Eigenkapitalquote: 74,3 Prozent)
stellt eine solide Basis für die Zukunft dar. “Unser Ziel ist die Fortsetzung
der Integration hervorragender Köpfe der Medienbranche, denn Filmgeschäft ist
vor allem people business”, sagte Huth. Ein besonderer Höhepunkt des zweiten
Quartals war der Erwerb von 51 Prozent an Til Schweigers Produktionsfirma Mr.
Brown Entertainment GmbH, München, durch den sich Senator Film die exklusive
Zusammenarbeit mit Til Schweiger als Regisseur und Produzent sicherte.
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