SENATOR Entertainment AG

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Zusammengefasster Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Es handelt sich um einen zusammengefassten Lagebericht der Senator Entertainment AG (Senator AG) und des Konzerns. Sofern nicht explizit auf die Senator AG oder den Konzern Bezug genommen wird, beziehen sich die Aussagen auf die Senator AG und den Konzern gleichermaßen. Die im Folgenden dargestellten Ausführungen des Geschäftsverlaufs sowie der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns basieren auf dem Konzernabschluss nach IFRS, wie sie von der EU übernommen wurden. Die Ausführungen zum Geschäftsverlauf und der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Senator AG beziehen sich auf den nach HGB aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft.

Gesamtaussage zur Lage

Das Geschäftsjahr 2009 bedeutete für die Senator-Gruppe eine Phase des Umbruchs. Das Unternehmen reagierte auf die vorherige unbefriedigende Ertragslage und unterzog sich einem konsequenten Optimierungskurs, der eine Reduzierung der Kosten und der Komplexität bewirkte. Der Erfolg der zugehörigen Maßnahmen wurde bereits im ersten Halbjahr deutlich, das mit einem Konzernergebnis von € 0,9 Mio. (Vj.: € -10,3 Mio.) die zwischenzeitliche Rückkehr in die Profitabilität markierte. Zwar war es auf das Gesamtjahr 2009 betrachtet noch nicht möglich, die Periode mit einem Überschuss abzuschließen, da insbesondere die Filme DIE TÜR und NEW IN TOWN, die das Unternehmen noch vor der Umstrukturierung erworben hatte, in der zweiten Jahreshälfte die für sie kalkulierten Einspielergebnisse maßgeblich verfehlten und umfangreiche Abschreibungen im Filmportfolio und Beteiligungsbereich nötig waren. Dennoch ist das Unternehmen davon überzeugt, in der Berichtsperiode wesentliche Weichenstellungen vorgenommen zu haben, die sich langfristig positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken werden.

Das Highlight des Geschäftsjahres 2009 bildete die Veröffentlichung des Films DER VORLESER in den deutschen Kinos. Die Verfilmung von Bernhard Schlinks Bestsellerroman erklomm vom Start weg Platz 1 der deutschen Kinocharts und war für das Unternehmen der zuschauerstärkste Titel der letzten Jahre.

Beispielhaft für die neue Ausrichtung des Unternehmens war DER VORLESER auch deshalb, weil er nach den Richtlinien der Filmförderungsanstalt (FFA) als deutscher Film gilt. So hat die Senator-Gruppe im Berichtsjahr damit begonnen, verstärkt europäische Filme mit einem Schwerpunkt auf deutsche Produktionen zu vermarkten und zu entwickeln. Damit reduziert der Konzern seine Abhängigkeit von risikoreicheren US-amerikanischen Produktionen, die sich in der Vergangenheit wiederholt als unprofitabel erwiesen haben.

Um die Neuausrichtung hin zu deutschen Filmen zu beschleunigen, gründete die Senator AG am 5. Februar 2009 die deutschfilm GmbH. Das Joint Venture bildet neben der Senator Film Produktion GmbH ein weiteres Standbein im Bereich Filmproduktion. Über Produktion, Filmakquise und Marketing bietet die Tochtergesellschaft das komplette Spektrum des Filmgeschäfts an, mit einer Ausrichtung ausschließlich auf deutsche Filme. In diesem Zusammenhang steht auch die Neugründung der Senator Film Köln GmbH zum 1. Januar 2010, die in NRW sowohl ihren Fokus auf deutsche als auch vor allem auf internationale Co-Produktionen mit Herstellungsort Deutschland, u. a. in Zusammenarbeit mit den MMC Studios in Köln, richten wird.

Zur Verminderung der Komplexität innerhalb des Konzerns wurden die Tochtergesellschaften Senator Musik GmbH, Senator TV GmbH, Senator Beteiligungs GmbH sowie In Good Company PR GmbH auf die Senator Entertainment AG im Geschäftsjahr 2009 verschmolzen. Im Geschäftsjahr 2010 sollen zur weiteren Umsetzung dieses Zieles die irischen nicht operativen Töchter aufgelöst sowie nicht betriebsnotwendige Beteiligungen veräußert werden.

Eine Finanzierungsvereinbarung konnte die Senator AG im Dezember 2009 mit der US-amerikanischen Fondsgesellschaft Winchester Capital abschließen. Dem Unternehmen gelang es damit, die für die Finanzierung von Filmakquisitionen sowie der Vermarktung der Titel im Frühjahr 2010 benötigte Liquidität am Kapitalmarkt aufzunehmen.

Insgesamt ist das Unternehmen davon überzeugt, mit den im Geschäftsjahr 2009 umgesetzten Maßnahmen den Weg aus der Krise geebnet zu haben. Vor diesem Hintergrund blickt der Vorstand der Senator Entertainment AG wieder hoffnungsvoll in die Zukunft und erwartet, dass eine Rückkehr zu nachhaltiger Profitabilität ab dem Geschäftsjahr 2010 gelingt.

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG 2009/2010

In unmittelbarer Folge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise war auch in Deutschland die erste Jahreshälfte 2009 von einem dramatischen Rückgang der Wirtschaftsleistung geprägt. Zur Jahresmitte konnte sich die hiesige Volkswirtschaft jedoch wieder stabilisieren und in der zweiten Jahreshälfte sogar zu einer geringen Wachstumsrate zurückfinden. Dennoch musste bezogen auf das Gesamtjahr 2009 aufgrund des starken Einbruchs in den ersten sechs Monaten ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von geschätzten 5,0 % verkraftet werden.

Wesentlich für die konjunkturelle Stabilisierung waren staatliche Eingriffe in den Wirtschaftskreislauf. Damit einher ging jedoch eine immense Neuverschuldung der öffentlichen Haushalte. Die Bundesregierung steht damit aktuell vor der Herausforderung, den Rückzug aus den krisenbedingten staatlichen Eingriffen vorzubereiten, ohne gleichzeitig die wirtschaftliche Stabilisierung zu gefährden. Soll dabei auf Steuererhöhungen verzichtet werden, sind drastische Ausgabenkürzungen nicht zu vermeiden. Keine Abstriche sollten in diesem Zusammenhang im Bereich der Zukunftsinvestitionen in Bildungssystem und Innovationskraft vorgenommen werden, da ansonsten die Gefahr bestünde, dass die deutsche Volkswirtschaft dauerhaft auf einem niedrigen Wachstumspfad verbleibt.

Angesichts der aktuellen Herausforderungen, ist die zukünftige konjunkturelle Entwicklung mit einigen Fragezeichen behaftet. Gegenwärtig wird von einer weiteren Fortsetzung des leichten Wachstums ausgegangen. Für das laufende Jahr 2010 erscheint eine Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 1,6 % realistisch.

Die vorstehenden Aussagen sind dem Jahresgutachten 2009/2010 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vom 13. November 2009 entnommen.

BRANCHENENTWICKLUNG 2009

Konträr zu der gesamtkonjunkturellen Entwicklung präsentierte sich die deutsche Kinowirtschaft im Jahr 2009. Denn anstelle von Krise erlebte die Branche ein kräftiges Wachstum und verzeichnete die höchste Zuschaueranzahl seit dem Jahr 2004. Laut Besucherstatistik der Filmförderungsanstalt (FFA) stieg die Zahl der Kinogänger in Deutschland gegenüber dem Jahr 2008 um 13,1 % auf 146,3 Mio. Personen (Vj.: 129,4 Mio.). Der Umsatz erhöhte sich simultan sogar um 22,8 % und erreichte € 976,1 Mio. (Vj.: € 794,7 Mio.). Bedingt wurde der überproportionale Zuwachs der Erlöse durch einen Anstieg des durchschnittlichen Eintrittspreises, der sich u.a. durch die Einführung des dreidimensionalen Eventkinos durchsetzen ließ. Obgleich hierfür von den Zuschauern Preisaufschläge von teils mehreren Euro verlangt wurden, verzeichneten 3-D-Fassungen einen stärkeren Publikumszulauf als die klassischen Fassungen.

Auch deutsche Filmproduktionen und internationale Koproduktionen mit deutscher Beteiligung waren an der Wachstumsentwicklung im Jahr 2009 maßgeblich beteiligt. So stieg der Marktanteil beim Besuch dieser Filme nach Angabe der FFA auf 27,4 % (Vj.: 26,6 %) an. Mit DER VORLESER befand sich dabei ein Titel von Senator unter den fünf besucherstärksten deutschen Filmen des abgelaufenen Kinojahres.

Optimistisch blickt die deutsche Filmwirtschaft auch in das Jahr 2010. Zwar ist aufgrund der Fußballweltmeisterschaft im kommenden Sommer nicht damit zu rechnen, die in 2009 realisierten Zuschauerzahlen erneut zu erreichen. Bei den Erlösen könnte die Branche gleichwohl an die Zahlen aus dem erfolgreichen Vorjahr anknüpfen, da die wachsende Anzahl an 3-D-Leinwänden eine weitere Steigerung des durchschnittlichen Eintrittspreises bedingt. Darüber hinaus sorgt die Mischung aus unterschiedlichen Genres, großen und kleinen Produktionen, internationalen und einheimischen Titeln und einigen lange erwarteten Blockbustern für ein reichhaltiges Angebot, das heterogene Zuschauerschichten mit den individuell passenden Filmen versorgt.

Der deutsche Videomarkt erlebte ebenfalls ein positives Jahr 2009. So reagierten viele Menschen auf die Wirtschaftskrise in der Form, mehr Zeit zu Hause zu verbringen. Hiervon konnte der Absatz von Bildtonträgern profitieren, der sich nach Angaben des Bundesverbandes Audiovisuelle Medien (BVV) um 8,7 % auf 113,0 Mio. Bildtonträger (Vj.: 104,0 Mio.) ausdehnte und damit einen neuen Stückzahlen-Rekord markierte. Die Umsatzentwicklung fiel aufgrund eines sinkenden Preisniveaus zwar unterproportional aus, dennoch stiegen die Erlöse insgesamt um 7,7 % auf € 1,4 Mrd. (Vj.: € 1,3 Mrd.). Bedingt durch die fallenden Preise für Bildtonträger im Bereich Kauf tendierte der Verleihmarkt erneut leicht rückläufig. Die Anzahl der Verleihvorgänge reduzierte sich um 2,8 % auf 105,0 Mio. Transaktionen (Vj.: 108,0 Mio.). Die damit generierten Umsätze gingen um 3,0 % auf € 256,0 Mio. (Vj.: € 264,0 Mio.) zurück.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES SENATOR-KONZERNS IM JAHR 2009

VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE DES KONZERNS

Ertragslage des Konzerns

Die Senator-Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2009 ihren Umsatz um 3,6 % auf € 33,1 Mio. (Vj.: € 31,9 Mio.) ausbauen. Ausschlaggebend dafür war im Wesentlichen ein Ausbau des TV-Produktionsgeschäfts. Es gab keine wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis. Die Werte sind daher mit den Vorjahreszahlen vergleichbar.

Der Geschäftsverlauf wird im Folgenden zunächst unterteilt nach Segmenten dargestellt. Anschließend wird auf die Gesamtertragslage des Konzerns eingegangen.

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Produktion
2009
Verleih
2009
TV-Produktion
2009
Sonstige
2009
Gesamt
2009
T€ T€ T€ T€ T€
Bereichsumsatz 265 25.623 8.600 140 34.628
Innenumsatz 0 1.516 0 38 1.554
Umsatzerlöse = Zurechenbare Erträge 265 24.107 8.600 102 33.074
Zurechenbare Aufwendungen
Abschreibungen -1.124 -10.225 -368 0 -11.717
- davon außerplanmäßig -505 -1.866 0 0 -2.371
Verwertungs- und Produktionsaufwand -16 -13.163 -6.905 0 -20.084
Personalaufwand -206 -1.116 -1.160 0 -2.482
Summe -1.346 -24.504 -8.433 0 -34.283
Bruttogewinn/-verlust -1.081 -397 167 102 -1.209
Nicht zurechenbare Erträge und Aufwendungen
Sonstige betriebliche Erträge 2.798
Personalaufwand -1.176
Abschreibungen -1.407
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.453
-5.447
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 73
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.167
Equity Ergebnis 81
Währungsergebnis 48
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -6.412

 

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Produktion
2008
Verleih
2008
TV-Produktion
2008
Sonstige
2008
Gesamt
2008
T€ T€ T€ T€ T€
Bereichsumsatz 300 26.217 7.118 0 33.635
Innenumsatz 0 1.695 0 0 1.695
Umsatzerlöse = Zurechenbare Erträge 300 24.522 7.118 0 31.940
Zurechenbare Aufwendungen
Abschreibungen -2.606 -11.495 -1.724 -357 -16.182
- davon außerplanmäßig -2.033 -1.650 0 -209 -3.892
Verwertungs- und Produktionsaufwand -68 -15.641 -5.306 -21.015
Personalaufwand -967 -1.769 -1.709 -295 -4.740
Summe -3.641 -28.905 -8.739 -652 -41.937
Bruttogewinn/-verlust -3.341 -4.383 -1.621 -652 -9.997
Nicht zurechenbare Erträge und Aufwendungen
Sonstige betriebliche Erträge 21.289
Personalaufwand -1.276
Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.858
-1.842
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 412
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.212
Equity Ergebnis -94
Währungsergebnis -538
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -4.274

Über alle Segmente betrug der Bruttoverlust € -1,2 Mio. (Vj.: € -10,0 Mio.). Im Folgenden ist die Entwicklung der einzelnen Segmente dargestellt. Dabei wurde die Segmentberichterstattung im Berichtsjahr geringfügig umgestellt, in dem die Bereiche Kino, TV, Video und DVD zum Verleih-Segment zusammengefaßt wurden. Weitere Informationen dazu sind im Anhang dieses Berichts aufgeführt.

Kinoproduktion

Im Geschäftsjahr 2009 verringerte sich der Erlösbeitrag des Geschäftsbereichs Kinoproduktion der Senator-Gruppe um 11,7 % auf T€ 265 (Vj.: T€ 300). Grund für diesen Rückgang war, dass im Geschäftsjahr nur die Produktionen WHISKY MIT WODKA sowie DIE TÜR fertig gestellt und ausgewertet wurden.

Belastet wurde das Segmentergebnis durch Abschreibungen in Höhe von € 1,1 Mio. (Vj.: € 2,6 Mio.), von denen € 0,5 Mio. (Vj.: € 2,0 Mio.) einen außerplanmäßigen Charakter besaßen. Diese außerplanmäßigen Abschreibungen fielen im Zusammenhang mit Developmentrechten an, deren Entwicklung das Unternehmen nicht weiter verfolgt. Als Resultat belief sich das Bruttoergebnis auf € -1,1 Mio. (Vj.: € -3,3 Mio.).

Verleih

Der Bereich Verleih subsumiert sämtliche Aktivitäten der Senator-Gruppe, die auf die Herausbringung von Filmen und sonstigen Unterhaltungsangeboten abzielen. Neben der Veröffentlichung im Kino, zählt hierzu u. a. auch das Geschäftsfeld Home Entertainment, also die Vermarktung von Inhalten auf DVDs und sonstigen Bildtonträgern sowie die Veräußerung von TV-Lizenzen an Sendeanstalten.

Die Senator-Gruppe brachte im Geschäftsjahr 2009 insgesamt 20 Filme (Vj.: 20) mit insgesamt 2,8 Mio. Besuchern (Vj.: 2,1 Mio.) in die Kinos. Davon entfielen 18 Titel auf den Senator Film Verleih und die restlichen 2 auf den Central Film Verleih. Mit großem Abstand erfolgreichster Film war die Literaturverfilmung DER VORLESER, die allein in Deutschland 2,1 Mio. Zuschauer erreichte. Die Darstellerin Kate Winslet wurde für ihre schaupielerische Leistung mit dem Oscar, einem Golden Globe sowie zahlreichen weiteren Preisen ausgezeichnet.

Das Segment Home Entertainment zeigte in der Berichtsperiode dagegen eine rückläufige Tendenz. Die Anzahl der veröffentlichten Filme, Serien und Dokumentationen verringerte sich auf 32 Titel (Vj.: 57).

Die Umsatzerlöse im Bereich Verleih gingen im Geschäftsjahr 2009 leicht um 1,7 % auf € 24,1 Mio. (Vj.: € 24,5 Mio.) zurück. Aufgrund verminderter Erlöserwartungen bei einigen Filmen fielen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 1,9 Mio. (Vj.: € 1,7 Mio.) an. Bedingt durch diese Wertberichtigungen wurde das Bruttoergebnis zwar in den negativen Bereich gedrückt, auf der anderen Seite war die Maßnahme jedoch notwendig im Hinblick auf eine finanziell unbelastete Zukunft des Filmbestands der Gruppe. Insgesamt schloss der Geschäftsbereich Verleih die Berichtsperiode mit einem Bruttoverlust von € -0,4 Mio. (Vj.: € -4,4 Mio.) ab, was im Vorjahresvergleich trotz außerplanmäßiger Abschreibungen in der Berichtsperiode eine signifikante Rückführung des Defizits bedeutet.

TV-Produktion

Der Geschäftsbereich TV-Produktion beinhaltet die Aktivitäten Senators und der TV-Produktionsgesellschaft Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH (Pro TV), die sich seit März 2010 in der Planinsolvenz befindet. Der im Vorjahr noch dem Segment TV zugeordnete Verkauf von Lizenzrechten an TV-Sender wurde demgegenüber im aktuellen Jahresabschluss dem Segment Verleih zugerechnet. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Mit einem Umsatzzuwachs um 20,8 % auf € 8,6 Mio. (Vj.: € 7,1 Mio.) konnte der Geschäftsbereich im Berichtsjahr ein deutliches Wachstum realisieren. Ebenfalls das Bruttoergebnis erfuhr eine Verbesserung und konnte mit € 0,2 Mio. (Vj.: € -1,6 Mio.) wieder in den positiven Bereich geführt werden.

Sonstige

Zu den sonstigen Betätigungen der Senator-Gruppe zählen insbesondere Aktivitäten aus dem Bereich Musik.

Die Erlöse des Segments stiegen im Geschäftsjahr 2009 auf € 0,1 Mio. (Vj.: € 0,0 Mio.). Mit einem Bruttogewinn von € 0,1 Mio. (Vj.: € -0,7 Mio.) gelang auch hier die Rückkehr in die Profitabilität.

Gesamtertragslage des Konzerns

Die Senator-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2009 mit einem Konzernjahresergebnis von € -6,5 Mio. (Vj.: € -4,3 Mio.) abgeschlossen. Dies entspricht einer Erhöhung des Defizits um 49,3 % gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund des negativen Ergebnisanteils der Minderheitengesellschafter der Pro TV entfällt der genannte Betrag vollständig auf die Eigenkapitalgeber des Unternehmens.

Im Wesentlichen ursächlich für die rückläufige Entwicklung ist das Betriebsergebnis (EBIT), welches sich von € -1,8 Mio. im Geschäftsjahr 2008 auf € -4,2 Mio. verminderte. Das EBIT ist durch außerplanmäßige Ereignisse in Höhe von ca. € 3,3 Mio. beeinflusst, die insbesondere auf Abschreibungen auf Film- und Developmentrechte (€ 2,4 Mio.), und auf Forderungen (T€ 932) beruhen. Beim Vergleich mit dem Vorjahr bleibt zu beachten, dass der Konzernabschluss 2008 außerordentliche Erträge i. H. v. € 17,8 Mio. enthielt.

Rückläufig entwickelten sich die Personalkosten, da restrukturierungsbedingt auf diesem Gebiet Einsparungen realisiert wurden. Der Personalaufwand verringerte sich um -39,2 % auf € 3,7 Mio. (Vj.: € 6,0 Mio.). In Kombination mit dem Umsatzwachstum ging hierdurch die Personalaufwandsquote auf 11,1 % (Vj.: 18,8 %) zurück.

Eine deutliche Verminderung ergab sich bei den sonstigen betrieblichen Erträgen. Die Position, in der vorrangig Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (€ 1,2 Mio.) sowie Forderungen gegen Altgesellschafter im Zusammenhang mit der Pro TV-Beteiligung zusammengefasst werden, verringerte sich um 86,9 % auf € 2,8 Mio. (Vj.: € 21,3 Mio.). Ursächlich dafür war insbesondere der im Vorjahr in dieser Position enthaltene Forderungsverzicht von Gläubigerbanken (€ 17,8 Mio.).

Ebenfalls die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen um 62,5 % auf € 4,5 Mio. (Vj.: € 11,9 Mio.) merklich zurück. Im Jahr 2008 wurden sie jedoch wesentlich von einem einmaligen Effekt i.Z.m. der Entkonsolidierung der US-Aktivitäten beeinflusst, so dass eine Vergleichbarkeit mit den aktuellen Zahlen hier folglich nur eingeschränkt möglich ist. Bereinigt um diesen Effekt betrug der sonstige betriebliche Aufwand des Vorjahres € 6,2 Mio.

Einsparungen gegenüber dem Vorjahr konnten insbesondere bei den Positionen Rechts- und Beratungskosten (T€ 944), Raumkosten (T€ 188) und Reisekosten (T€ 396) erzielt werden. Im Zuge der Restrukturierung geht die Senator-Gruppe von einer weiteren Reduzierung der betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2010 aus.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen gingen um 26,6 % auf € 11,8 Mio. (Vj.: € 16,2 Mio.) zurück. Grund für diese Entwicklung sind vor allem Verbesserungen auf der Beschaffungsseite. Mehr als in den vergangenen Jahren können Filmeinkäufe zu weitaus günstigeren Preisen erfolgen. Weiterhin zeigt sich in dieser Position auch die durch begrenzte liquide Ressourcen verursachte verminderte Einkaufstätigkeit. Im Geschäftsjahr 2009 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Filmrechte in Höhe von € 2,4 Mio. (Vj.: € 3,9 Mio.) vorgenommen. Hintergrund sind verminderte Erlöseinschätzungen im Lizenzhandel (TV-Verkauf) sowie die Realisierungswahrscheinlichkeit einiger Produktionen im Developmentstatus. Senator geht davon aus, nunmehr unbelastet in die kommenden Geschäftsjahre zu gehen.

Eine Verbesserung konnte die Senator-Gruppe im Geschäftsjahr 2009 beim Finanzergebnis erzielen. Zwar war dieses mit € -2,2 Mio. (Vj.: € -2,4 Mio.) erneut negativ, jedoch fiel das Defizit im Vorjahresvergleich um 9,0 % geringer aus. Insbesondere die Zinsaufwendungen konnten um 47,3 % auf € 1,2 Mio. (Vj.: € 2,2 Mio.) zurückgeführt werden, da die Unternehmensgruppe durch den zu Ende des Jahres 2008 ausgesprochenen Bankenverzicht ihre Fremdverbindlichkeiten signifikant reduzieren konnte. Die Zinserträge reduzierten sich um 82,2 % auf € 0,1 Mio. (Vj.: € 0,4 Mio.). Belastend wirkte sich ferner eine Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von € 1,3 Mio. aus, die aufgrund eines beabsichtigten Verkaufs einer Beteiligung notwendig wurde.

Die steuerliche Belastung blieb mit € 0,1 Mio. (Vj.: € 0,1 Mio.) nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. Damit schloss der Senator-Konzern das Geschäftsjahr 2009 mit einem Ergebnis von € -6,5 Mio. (Vj.: € -4,3 Mio.) ab. Das Ergebnis pro Aktie beläuft sich auf € -0,32 (Vj.: € -0,17).

Vermögens- und Finanzlage des Konzerns

Die Konzernbilanzsumme der Senator Entertainment AG verminderte sich zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2009 gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,0 % auf € 34,3 Mio. (Vj.: € 34,7 Mio.). Änderungen im Konsolidierungskreis mit wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanz haben sich nicht ergeben. Daher sind beide Bilanzwerte im Wesentlichen vergleichbar.

Das Verhältnis von langfristigem zu kurzfristigem Vermögen im Konzernabschluss der Senator-Gruppe ist mit 43,9 % zu 56,1 % nahezu ausgeglichen. Verglichen mit dem Vorjahr reduzierte sich das Anlagevermögen um 34,1 % und summierte sich zum Bilanzstichtag auf € 14,7 Mio. (Vj.: € 22,2 Mio.). Wichtigster Vermögenswert bleiben die immateriellen Vermögenswerte, deren Wert sich um 24,5 % auf € 13,9 Mio. (Vj.: € 18,4 Mio.) reduzierte. In dieser Position erfasst Senator primär akquirierte Filmverwertungsrechte, die erst in den kommenden Jahren ausgewertet werden. Darüber hinaus umfasst sie in der Produktion befindliche Projekte, die bis zu dem Zeitpunkt ihrer Verwertung vollständig aktiviert wurden. Die Verminderung geht zum einen auf reduzierte Akquisitionstätigkeiten zurück, die sich an den Investitionen in Filmverwertungsrechte im Berichtsjahr in Höhe von € 7,9 Mio. (Vj.: € 14,8 Mio.) widerspiegeln. Zum anderen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 2,4 Mio. vorgenommen worden, die insbesondere aufgrund geringerer Erlöserwartungen von einzelnen Filmen notwendig waren.

Die Verminderung des Finanzanlagevermögens geht auf eine Umgliederung in das Umlaufvermögen zurück. Beabsichtigt ist, dass die Anteile an der X Verleih AG, der A-Company Consulting & Licensing AG (A-Company) sowie die Anteile an der Pro in Space GmbH im Geschäftsjahr 2010 veräußert werden. Im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Verkauf der Anteile an der A-Company wurde eine Abwertung der Wertpapiere notwendig. Ihr Wert verringerte sich in der Berichtsperiode auf T€ 750 (Vj.: € 2,0 Mio.). Diese Anpassung wurde notwendig, da die Verkaufsgespräche für die Anteile an der A-Company diesen Wert als durchsetzbar erscheinen lassen.

Zum Bilanzstichtag reduzierten sich die langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um € 0,5 Mio. (Vj.: € 0,8 Mio.), da ihre Restlaufzeiten nunmehr weniger als ein Jahr betragen.

Eine rückläufige Entwicklung verzeichneten auch die Sachanlagen der Senator-Gruppe. Die Position verringerte sich im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen um 12,2 % auf T€ 470,0 (Vj.: T€ 535,5).

Das kurzfristige Vermögen verzeichnete in der Berichtsperiode einen deutlichen Zuwachs um 66,4 % und summierte sich zum Bilanzstichtag auf € 19,3 Mio. (Vj.: € 11,6 Mio.). Einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung besaßen die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die um 61,9 % zunahmen und sich auf € 6,8 Mio. (Vj.: € 4,2 Mio.) beliefen. Ursächlich für diesen Zuwachs war zu einem großen Teil die Fertigstellung einer TV-Produktion, welche im ersten Quartal 2010 geliefert wurde. Eine noch wesentlich größere Steigerung verzeichneten die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen, die sich auf € 1,5 Mio. (Vj.: € 0,1 Mio.) erhöhten. Der Hintergrund dieser Entwicklung liegt darin, dass die in 2009 gegründete deutschfilm GmbH mit Produktionsrechten und liquiden Mitteln für den Geschäftsbetrieb ausgestattet wurde.

Im Vergleich zum Vorjahr reduzierten sich die Sonstige finanzielle Vermögenswerte um 13,4 % auf € 3,3 Mio. (Vj.: € 3,8 Mio.), die Übrigen Vermögenswerte blieben im Vergleich zum Vorjahr mit € 0,9 Mio. (Vj.: € 0,9 Mio.) unverändert.

Die liquiden Mittel erhöhten sich im Geschäftsjahr 2009 um 115,0 % und betrugen zum 31. Dezember € 4,2 Mio. (Vj.: € 1,9 Mio.). Ihr Anteil an der Bilanzsumme stieg damit auf 12,1 % (Vj.: 5,6 %). Zu weiteren Ausführungen zu diesem Thema wird auf den Punkt Liquiditätslage verwiesen.

Das Eigenkapital der Senator-Gruppe reduzierte sich bedingt durch den Konzernjahresfehlbetrag um 70,3 % auf € 2,7 Mio. (Vj.: € 9,2 Mio.). Die Eigenkapitalquote ging damit auf 8,0 % (Vj.: 26,6 %) zurück.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen im Berichtsjahr um 32,8 % auf € 29,2 Mio. (Vj.: € 22,0 Mio.). Ihre Relation zu der Bilanzsumme lag damit bei 85,0 % (Vj.: 63,3 %). Den größten Anteil daran besaßen kurzfristige Finanzverbindlichkeiten. Sie erhöhten sich bedingt durch eine zusätzliche Fremdkapitalaufnahme und einer Produktionszwischenfinanzierung um 173,7 % auf € 10,2 Mio. (Vj.: € 3,7 Mio.). Ebenfalls die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 32,2 % auf € 6,8 Mio. (Vj.: € 5,2 Mio.) angestiegen, was vor allem auf gelieferte Filmrechte zurückgeht.

Rückläufig um 11,7 % auf € 5,4 Mio. (Vj.: € 6,2 Mio.) entwickelten sich dagegen die erhaltenen Anzahlungen, die hauptsächlich Mittel aus Verkäufen für noch nicht fertiggestellte Filme und TV-Produktionen beinhalten. Ebenfalls die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten, in denen sich u. a. ein Darlehen von Drittgesellschaftern der Pro TV befindet, gingen um 20,0 % auf € 1,5 Mio. (Vj.: € 1,8 Mio.) zurück. Gleiches gilt für die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen. Sie verminderten sich sogar um 66,4 % auf T€ 40,9 (Vj.: T€ 121,8). Und auch die übrigen Verbindlichkeiten und Abgrenzungen reduzierten sich um 4,1 % auf T€ 796,9 (Vj.: T€ 831,0).

Weitgehend unverändert blieben die sonstigen Rückstellungen, in denen Senator u.a. Lizenzgeberanteile, Videokosten und Prozessrisiken bilanziert. Die Position erhöhte sich leicht um 6,4 % auf € 4,4 Mio. (Vj.: € 4,1 Mio.).

Die langfristigen Verbindlichkeiten gingen um 30,7 % zurück und trugen mit € 2,4 Mio. (Vj.: € 3,5 Mio.) lediglich noch 7,1 % (Vj.: 10,1 %) zu den Passiva der Gruppe bei. Hauptsächlich verantwortlich für diese Entwicklung ist ein Rückgang der langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 45,4 % auf ein Volumen von € 1,8 Mio. (Vj.: € 3,2 Mio.) aufgrund der Umgliederung in den kurzfristigen Bereich.

Detaillierte und weitere Informationen zu den einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz sind im Anhang des Senator-Konzerns aufgeführt.

Liquiditätslage des Konzerns

Zum Bilanzstichtag bestanden langfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 1,8 Mio. (Vj.: € 3,2 Mio.) sowie kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 10,2 Mio. (Vj.: € 3,7 Mio.). Dem standen liquide Mittel in Höhe von € 4,2 Mio. (Vj.: € 1,9 Mio.) gegenüber.

Im Geschäftsjahr 2009 erhöhten sich die liquiden Mittel um € 2,2 Mio. Ausgehend von einem operativen Cashflow von € 4,5 Mio. (Vj.: € 12,5 Mio.) wurden Investitionen von € 7,3 Mio. (Vj.: € 17,0 Mio.) getätigt. Der Cashflow aus dem Finanzierungsbereich trug € 5,0 Mio. (Vj.: € 1,1 Mio.) zum Cashflow des Geschäftsjahres 2009 bei.

Für die weitere Entwicklung der Senator-Gruppe sind bereits Verpflichtungen eingegangen worden, die einen erheblichen Liquiditätsbedarf zur Folge haben werden. Das Unternehmen geht nach der derzeitigen Unternehmensplanung davon aus, dass die Existenz gesichert ist und ein maßvolles Unternehmenswachstum finanzierbar ist. Sollte das operative Geschäft nicht die geplante positive Entwicklung aufweisen, wäre die Fortführung der Gesellschaft ohne die Aufnahme weiterer Mittel möglicherweise gefährdet. Zur Abwendung derartiger zukünftiger möglicher Liquiditätsengpässe prüft der Vorstand aktuell verschiedene Finanzierungsoptionen, die sowohl den Ausbau der Eigen- als auch weitere Fremdkapitalaufnahmen oder eine weitere Schrumpfung der wirtschaftlichen Tätigkeit umfassen.

VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Ertragslage

Die Senator Entertainment AG schloss das Geschäftsjahr 2009 mit einem Jahresfehlbetrag von € -4,0 Mio. (Vj.: Jahresüberschuss von € 5,5 Mio.) ab. Ein Vergleich mit dem Ergebnis des Vorjahres besitzt jedoch nur eine geringe Aussagekraft, da dieses von dem außerordentlichen Ertrag eines Bankenverzichts maßgeblich beeinflusst wurde. Dagegen fand ein solcher Effekt in der Berichtsperiode nicht statt.

Wesentliche Beeinflussungen der Ertragslage des Unternehmens gingen in der Berichtsperiode von außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen aus, deren Ursache in den folgenden Ausführungen erläutert wird.

Die sonstigen betriebliche Erträge, die der Senator Entertainment AG in ihrer Holdingfunktion vor allem durch Konzernumlagen zufließen, verminderten sich um 17,9 % auf € 2,2 Mio. (Vj.: € 2,7 Mio.). Grund für diesen Rückgang war vorrangig eine Verminderung der operativen Kosten der Holding und eine daraus folgende reduzierte Bemessungsgrundlage der Weiterberechnung. Für eine Vervielfachung der Umsatzerlöse auf T€ 476,7 (Vj.: T€ 0,7) sorgte vor allem der Verkauf von Musik- und Produktionsrechten.

Für einen Rückgang der Personalaufwendungen um 8,1 % auf € 1,1 Mio. (Vj.: € 1,2 Mio.) war insbesondere die Reduzierung des Vorstands verantwortlich. Insgesamt beschäftigte die Senator Entertainment AG durchschnittlich 12 Mitarbeiter (ohne Vorstände).

Einen wesentlichen Rückgang verzeichneten die Abschreibungen. Sie verringerten sich um 65,1 % auf € 0,7 Mio. (Vj.: € 2,0 Mio.), da im Vorjahr die im Zusammenhang mit der Produktion FIREFLIES IN THE GARDEN stehenden Abschreibungen in dieser Position enthalten waren. Neben planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagevermögen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 0,5 Mio. in dieser Position berücksichtigt, die nicht weiter verfolgte Developmentrechte betreffen.

Eine gleichgerichtete Entwicklung ergab sich bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die sich um 64,8 % auf € 3,0 Mio. (Vj.: € 8,5 Mio.) reduzierten. Grund für diesen Rückgang waren im Wesentlichen im Vorjahr vorgenommene Wertberichtigungen auf Forderungen im Rahmen von Filmrechtsverkäufen sowie im Zusammenhang mit der Ablösung des US-Geschäfts.

Mit verschiedenen Tochtergesellschaften unterhält die Senator Entertainment AG Gewinnabführungsverträge, infolge derer Organgesellschaften ihre Überschüsse abführen müssen bzw. Verlustausgleichsverpflichtungen bestehen. Die hierdurch vereinnahmten Erträge aus Gewinnübernahmen verringerten sich im Geschäftsjahr 2009 um 24,3 % auf € 3,0 Mio. (Vj.: € 4,0 Mio.). Da im vergangenen Jahr das Ergebnis der Organgesellschaft Senator Film Verleih GmbH durch einen Bankenverzicht beeinflusst war, geht der Rückgang nicht auf das operative Geschäft zurück. Weiterhin reduzierten sich die Verlustübernahmen von Tochtergesellschaften um 31,4 % auf € 1,4 Mio. (Vj.: € 2,1 Mio.).

Als Hauptkreditnehmerin nimmt die Senator Entertainment AG Darlehensmittel von Kreditinstituten auf und reicht sie an ihre Tochterunternehmen weiter. Das Zinsergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf € -0,5 Mio. (Vj.: € -0,7 Mio.), was eine Verminderung des Vorjahresdefizits um 28,5 % bedeutet.

Eine deutliche Wertkorrektur ergab sich bei der Position Finanzanlagen, bei der sich die Abschreibungen auf € 3,0 Mio. (Vj.: T€ 12,2) vervielfachten. Hintergrund dieser Anpassung ist zum einen eine Wertkorrektur in Höhe von € 1,5 Mio. bei den Anteilen an der Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH, die im März 2010 einen Insolvenzantrag gestellt hat. Weiterhin wurde der Buchwert der Anteile an der A-Company Licensing & Consulting AG um € 1,3 Mio. auf T€ 750 reduziert. Hintergrund sind laufende Verkaufsgespräche, die einen höheren Ansatz nicht rechtfertigen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Senator Entertainment AG verbesserte sich im Geschäftsjahr 2009 auf € -4,0 Mio. (Vj.: € -7,9 Mio.), was einen Verlustrückgang um 48,9 % bedeutet. Da in der Berichtsperiode im Gegensatz zum Vorjahr keine außerordentlichen Erträge generiert wurden (Vj.: € 13,4 Mio.), ging das Jahresergebnis auf € -4,0 Mio. (Vj.: € 5,5 Mio.) zurück.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Senator Entertainment AG erhöhte sich im Berichtsjahr um 1,6 % auf € 34,9 Mio. (Vj.: € 34,4 Mio.).

Entsprechend ihrer Holdingfunktion stellen die Finanzanlagen die wichtigste Position des Anlagevermögens dar. Ihr Wert reduzierte sich im Geschäftsjahr 2009 jedoch um 31,3 % auf € 12,9 Mio. (Vj.: € 18,8 Mio.). Hintergrund sind im Wesentlichen die im vorhergehenden Punkt „Ertragslage“ beschriebenen Abschreibungen auf Finanzanlagen. Wesentliche Veräußerungen oder Zukäufe von Beteiligungen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen, jedoch wurden verschiedene Finanzanlagen aufgrund von bestehenden Veräußerungsabsichten ins Umlaufvermögen umgegliedert.

Einen deutlich geringeren Einfluss auf die Bilanz besaßen immaterielle Vermögensgegenstände, deren Wert um 78,0% auf T€ 140,1 (Vj.: T€ 635,6) zurück ging. Hauptursache des Rückgangs war eine vollständige Abschreibung von Developmentrechten, deren Realisierung derzeit unwahrscheinlich ist.

Während das Anlagevermögen insgesamt um 32,4 % auf € 13,4 Mio. (Vj.: € 19,8 Mio.) zurückging, erhöhte sich das Umlaufvermögen um 46,8 % auf € 20,7 Mio. (Vj.: € 14,1 Mio.). Insbesondere die Forderungen gegen verbundene Unternehmen waren verantwortlich für diese Entwicklung. Sie erhöhten sich um 20,9 % und bildeten mit € 14,4 Mio. (Vj.: € 11,9 Mio.) den größten Aktivposten der Senator Entertainment AG. Inhaltlich handelt es sich bei dieser Position im Wesentlichen um die Ausreichung von Darlehen für das operative Geschäft innerhalb der Senator-Gruppe. Eine Vervielfachung auf € 1,3 Mio. (Vj.: T€ 4,0) vollzogen ferner die Forderungen gegen beteiligte Unternehmen, wohingegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1,5 % auf T€ 72,2 (Vj.: € 73,3) und die sonstigen Vermögensgegenstände um 8,8 % auf € 1,9 Mio. (Vj.: € 2,1 Mio.) zurückgingen.

Eine Vervielfachung auf T€ 877,9 (Vj.: T€ 23,5) verzeichnete die Position Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten. Die eigenen Anteile reduzierten sich im Gegensatz dazu um 17,9 %, sind mit einem Volumen von lediglich T€ 4,5 (Vj.: T€ 5,5) jedoch von vergleichsweise geringer Bedeutung.

Bedingt durch den Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2009, ging die Eigenkapitalausstattung der Senator Entertainment AG um 19,1 % auf € 17,0 Mio. (Vj.: € 21,0 Mio.) zurück. Die Eigenkapitalquote betrug damit 48,9 % (Vj.: 61,2 %).

Ein Sonderposten für Investitionszuschüsse, unter dem das Unternehmen Zuschüsse aus dem Programm „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ bilanziert, verringerte sich um 18,7 % auf T€ 98,3 (Vj.: T€ 120,8).

Rückläufig tendierten ebenfalls die Rückstellungen der Gesellschaft. Die Position ging um 15,8 % zurück und betrug zum Bilanzstichtag € 1,0 Mio. (Vj.: € 1,2 Mio.). Die Verminderung geht im Wesentlichen zurück auf eine Reduzierung der Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Prozessrisiken.

Eine Zunahme um 38,8 % auf € 16,7 Mio. (Vj.: € 12,0 Mio.) verzeichnete die Gesellschaft bei den Verbindlichkeiten. Insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen waren ursächlich für diese Entwicklung, da sie sich um 52,2 % auf € 8,4 Mio. (Vj.: € 5,5 Mio.) ausdehnten. Darüber hinaus wuchsen auch die sonstigen Verbindlichkeiten, zu denen auch Fremdverbindlichkeiten gegenüber der Fondsgesellschaft Winchester Capital zählen, um 67,1 % auf € 4,1 Mio. (Vj.: € 2,5 Mio.) sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 40,0 % auf T€ 521,9 (Vj.: T€ 372,7) an. Leicht reduziert werden konnten demgegenüber die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Sie verminderten sich aufgrund von Tilgungsleistungen um 2,1 % auf T€ 489,6 (Vj.: T€ 500,0). Der Bestand an Anleihen blieb im Vorjahresvergleich unverändert bei € 3,2 Mio.

Liquiditätslage

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 489,6 (Vj.: T€ 500,0) sowie Anleiheverbindlichkeiten in Höhe von € 3,2 Mio. (Vj.: € 3,2 Mio.). Dem standen Guthaben in Höhe von T€ 877,9 (Vj.: T€ 23,5) gegenüber.

Für die weitere Entwicklung der Senator-Gruppe sind bereits Verpflichtungen eingegangen worden, die einen Liquiditätsbedarf zur Folge haben werden und die aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen sowie dem bestehenden Cash Pool mit der Senator Entertainment AG als Cash Pool-Führerin auch Auswirkungen auf die Senator Entertainment AG haben. Das Unternehmen geht nach der derzeitigen Unternehmensplanung davon aus, dass die Existenz gesichert ist und ein maßvolles Unternehmenswachstum finanzierbar ist. Sollte das operative Geschäft nicht die geplante positive Entwicklung aufweisen, wäre die Fortführung der Gesellschaft ohne die Aufnahme weiterer Mittel möglicherweise gefährdet. Zur Abwendung derartiger zukünftiger möglicher Liquiditätsengpässe prüft der Vorstand aktuell verschiedene Finanzierungsoptionen, die sowohl den Ausbau der Eigen- als auch weitere Fremdkapitalaufnahmen oder eine weitere Schrumpfung der wirtschaftlichen Tätigkeit umfassen.

MITARBEITER

Im Geschäftsjahr beschäftigte der Senator-Konzern 53 Mitarbeiter. Die Verminderung zum Vorjahr, in dem die Mitarbeiterzahl durchschnittlich 107 betrug, geht neben Reduzierung von Mitarbeitern bei den Senator-Gesellschaften vor allem auf den Abbau bei den Pro TV-Gesellschaften zurück.

CHANCEN UND RISIKEN

Der Senator-Gruppe ist daran gelegen, Chancen zu nutzen und Risiken zu begrenzen. Demzufolge ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Es basiert auf einem systematischen, den gesamten Konzern umfassenden Prozess der Risikoerkennung, -bewertung und -steuerung.

Das Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und ermöglicht durch ein standardisiertes Überwachungssystem gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Die dargestellten Ausführungen gelten gleichermaßen für die Senator-Gruppe sowie für die Senator AG.

Chancenbericht

Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Die Senator-Gruppe betreibt daher ein ganzheitliches Risiko- und Chancenmanagement-System zur konsequenten Nutzung ihrer Chancen, ohne die damit verbundenen Risiken außer Acht zu lassen. Bestehende und künftige Erfolgspotenziale des Unternehmens werden durch effizientes Risikomanagement gesichert. Zielgerecht werden auch Chancen unternehmensweit identifiziert, beurteilt und aufgegriffen. Die Chancen bestehen insbesondere in der Auswahl der Filme und richtigen Stoffe und ihrer anschließenden Performance im Kino, Home-Entertainment sowie deren Verkauf von Fernsehrechten an die verschiedenen Sendeanstalten. Der Erfolg des Senator-Konzerns hängt von verschiedenen Risiken ab, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur schwer einzuschätzen sind.

Risikobericht

Liquidität

Stichtagsbezogen bestehen für die Senator-Gruppe keine Liquiditätsprobleme. Es wird jedoch angestrebt, die Marktpositon zu halten, wofür bereits erhebliche finanzielle Verpflichtungen, insbesondere durch den Erwerb weiterer Filmrechte, eingegangen wurden. Sollten sich die erwarteten Ergebnisbeiträge dieser Erwerbe nicht wie geplant entwickeln und das operative Geschäft der bereits bestehenden Tochtergesellschaften hinter den Erwartungen zurückbleiben, könnte dies den Bestand der gesamten Senator-Gruppe gefährden.

Wettbewerb im Filmproduktions- und Vertriebsmarkt

Die Tochterunternehmen des Senator-Konzerns sind einer Reihe von Markt- und Wettbewerbsrisiken ausgesetzt. Als Produzent und Einkäufer von Filmrechten sowie bei der Auswertung von Rechten und als Lizenzhändler bewegen sie sich sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Vertriebsseite in einem intensiven und dynamischen Wettbewerbsumfeld. Insbesondere besteht das Risiko, dass die multi-national agierenden Studios, den von der Gesellschaft u. a. bedienten Nischenmarkt der deutschsprachigen Produktionen und dessen Auswertung zu besetzen versuchen. Auf Grund der stärkeren finanziellen Möglichkeiten dieser Konkurrenzunternehmen besteht die Gefahr des Verdrängungswettbewerbes.

Risiken bei Filmproduktionen

Bei Eigenproduktionen stehen die Tochtergesellschaften mit anderen Filmproduktionsfirmen im Wettbewerb um die Rechte an literarischen Vorlagen und Drehbüchern sowie um Verträge mit erfolgreichen Regisseuren, Schauspielern und Studios.

Eigen- und Koproduktionen von Kino- und Fernsehfilmen sind kostenintensiv und mit einem entsprechenden finanziellen Risiko verbunden. Die Produktionskosten bei einem durchschnittlichen deutschen Film lagen in der Vergangenheit zwischen € 2,5 Mio. und € 5,0 Mio.; bei internationalen Produktionen betragen die Produktionskosten ein Vielfaches davon. Darüber hinaus besteht das Risiko von Budgetüberschreitungen und nicht termingerechter Fertigstellung.

Das Budgetrisiko wird insbesondere im internationalen Bereich durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Bei nationalen Projekten mindern Filmfördermittel das Risiko. Filmförderungen werden bei internationalen Projekten in der Regel nicht gewährt, dafür stehen andere Fazilitäten, wie beispielsweise die Gap-Finanzierung, zur Verfügung. Der Erfolg eines Films ist im Wesentlichen von der Akzeptanz der Zuschauer abhängig und daher nur schwer im Voraus planbar. Aufgrund des großen Volumens der für die internationalen Produktionen erforderlichen Mittel kann bereits der Misserfolg einzelner Projekte erhebliche nachteilige Folgen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Produzenten haben. Senator hat daher entschieden, größere internationale Projekte nur zu realisieren, wenn wesentliche Verkaufserfolge im Vorfeld erzielt werden konnten und/oder eine Zwischenfinanzierung (Gap-Finanzierung) auf Projektbasis durch eine Bank erfolgt.

Nach deutschem Urheberrecht haben Filmurheber einen Anspruch sowohl auf angemessene Vergütung als auch auf eine zusätzliche Vergütung, sofern die Erlöse aus der Auswertung eines Films im Verhältnis zur ursprünglichen Vergütung als außerordentlich hoch angesehen werden. Die jeweils betroffene Senator-Einheit könnte insofern Nachzahlungsansprüchen der jeweiligen Filmurheber ausgesetzt sein.

Risiken beim Filmeinkauf

Im Bereich Lizenzhandel stehen einzelne Senator-Gesellschaften mit anderen Filmverleihern im Wettbewerb um den Erwerb von Filmrechten für vielversprechende Produktionen. Auch wenn sich die zwischenzeitlich zugespitzte Situation auf dem Beschaffungsmarkt wieder deutlich entspannt hat, besteht nach wie vor eine hohe Konkurrenz um attraktive Kinospielfilme. Darüber hinaus besteht beim Filmeinkauf sowohl ein quantitatives (Einkaufspreis) als auch ein qualitatives Risiko (Inhalt). Risiko mindernd wirkt hier in der Regel allein die Erfahrung der Einkäufer. Der Senator-Konzern ist bestrebt, über seine Tochtergesellschaften eine ausreichende Anzahl von Eigenproduktionen vorzuhalten, um den Bedarf an Spielfilmen auch dann decken zu können, wenn es aufgrund veränderter Marktsituationen nicht gelingen sollte, die benötigte Anzahl von Lizenzen für hochwertige Fremdproduktionen zu annehmbaren Bedingungen zu erwerben.

Risiken bei der Verwertung

Die Senator-Gruppe verwertet Filmrechte über sämtliche Auswertungsstufen. In Vermarktung und Vertrieb konkurriert sie in den jeweiligen Verwertungsstufen mit zahlreichen nationalen und internationalen Anbietern. Einnahmen im Kinobereich hängen sowohl von der Gesamtmarktentwicklung als auch von den Präferenzen des Publikums ab. Konjunkturelle Krisen haben in der Vergangenheit die Auswertung im Kinoverleihgeschäft wiederholt beeinträchtigt; sie stellen daher einen Risikofaktor dar. Der TV-Bereich zeichnet sich durch eine hohe Marktdynamik auf der Nachfrageseite aus, die sowohl die Wettbewerbsstruktur als auch das Preisgefüge beeinflusst. Der TV-Bereich ist von der Entwicklung der Werbeeinnahmen und damit auch von der Konjunkturlage abhängig. Profitieren kann Senator vom aktuellen DVD-Boom. Die Piraterie über das Internet in Verbindung mit leistungsfähigen Technologien kann im Kino- und DVD-Bereich Einbußen zur Folge haben, falls es nicht gelingt, geeignete Maßnahmen zur Eindämmung zu schaffen. Änderungen der Markt- und Wettbewerbslage auf den einzelnen Verwertungsstufen (Kino, Video/DVD, Pay-TV, Free-TV) können sich prinzipiell negativ auf die Geschäftstätigkeit auswirken.

Fördermittel

Aufgrund der aktuellen Fördersituation in Deutschland finanziert Senator die deutschen Produktionen zum Teil über die von den Förderanstalten gewährten Mittel. Eine ungünstige Veränderung der Förderrichtlinien könnte bei Senator zu einer Finanzierungslücke führen, die durch sonstige freie Mittel oder durch eine Umstrukturierung der mittelfristigen Produktionsplanung gedeckt werden müsste. In diesem Zusammenhang besteht ferner das Risiko, dass bestimmte Auszahlungs- bzw. Verwertungsvoraussetzungen nicht eingehalten werden. Ein Verstoß gegen diese Regelungen kann die Verpflichtung zur Rückzahlung der entsprechenden Fördermittel zur Folge haben.

Saisonale Schwankungen der Erträge

Insbesondere beim Lizenzhandel handelt es sich um ein saisonales Geschäft. Umsätze und Zeitpunkt der Umsatzrealisierung sowie der Zahlungseingänge bei den Beteiligungsgesellschaften sind nur schwer planbar.

Forderungsausfallrisiken

Wie in der Branche üblich, können wegen der längeren Zahlungsziele Forderungsausfallrisiken nicht ausgeschlossen werden.

Risiko von Wertberichtigungen an Vermögensgegenständen

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft außerordentliche Wertberichtigungen hinsichtlich der Vermögensgegenstände des Unternehmens (Filmvermögen, Beteiligungen, Firmenwerte, etc.) vorgenommen werden müssen, sofern sich die derzeitige Bewertung als unzutreffend erweist.

Abhängigkeit von qualifiziertem Personal

Qualifiziertes Personal auf Führungs- sowie Mitarbeiterebene ist essentiell für den Erfolg des Konzerns. Der Verlust von entsprechenden Mitarbeitern kann die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns beeinträchtigen.

Neue Geschäftsfelder

Im Rahmen der Expansion des Unternehmens ist es möglich, dass neue Geschäftsfelder entweder originär selbst erschlossen oder entsprechende Beteiligungen an Drittunternehmen eingegangen werden. Hiermit sind finanzielle Investitionen verbunden, deren Refinanzierung von dem wirtschaftlichen Erfolg der jeweiligen Betätigung bzw. Beteiligung abhängig ist. Eine solche Refinanzierung ist nicht gesichert. Hinsichtlich Drittbeteiligungen besteht ebenfalls das Risiko, dass das Unternehmen die Beschäftigten oder Geschäftsbeziehungen nicht halten bzw. nicht integrieren kann oder die angestrebten Wachstumsziele nicht realisierbar sind.

Währungsrisiken

Der überwiegende Teil der auf den internationalen Filmmärkten erworbenen Lizenzen wird in US-Dollar bezahlt. Die bei der Auswertung erzielten Umsätze fallen dagegen überwiegend in Euro an. Schwankungen des Euro/US-Dollar-Wechselkurses können Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb haben, die Finanz- und Ertragslage, vor allem die operativen Margen der Gesellschaft beeinflussen und sowohl zu Wechselkursgewinnen als auch zu Wechselkursverlusten führen.

WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSSTEUERUNG

Das aufgebaute Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und ermöglicht durch ein standardisiertes Überwachungssystem, gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Die Risikomanagementziele und -methoden der Senator AG sind auf die spezifischen Anforderungen des Filmgeschäftes als Projektgeschäft ausgerichtet. Ausgehend von und im budgetären Rahmen einer Gesamtplanung werden detaillierte Kalkulationen der einzelnen Projekte erstellt.

Das unternehmensintern eingesetzte Steuerungssystem berücksichtigt Deckungsbeitragsrechnungen, die je Film über alle Wertschöpfungsstufen aufgestellt werden. Zusätzlich stehen die Umsatzerlöse sowie das Betriebsergebnis im Fokus des Vorstands. Diese Steuerungsgrößen werden mindestens quartalsweise und bei wesentlichen Änderungen aktualisiert.

Über ein standardisiertes unterjähriges Berichtswesen und über unterjährige Abschlüsse wird die Geschäftsführung über die zahlenmäßige Entwicklung der diversen Tochtergesellschaften unterrichtet.

Die Ausgestaltung des Risikomanagements der Senator-Gruppe zur Absicherung von Liquiditätsrisiken und im Umgang mit Projektrisiken ist angemessen und effektiv. Zu weiteren Ausführungen zum Management von Finanzrisiken siehe Konzernanhang Ziffer 37.

Eine der Hauptaufgaben des Risikomanagementsystems betrifft die Absicherung der Risiken aus vorhandenen Finanzinstrumenten (Forderungen und Verbindlichkeiten). Einzelfallbezogen erfolgen u. a. Zins- und Währungssicherungsgeschäfte sowie Bonitätsprüfungen von Kunden, um finanzielle Risiken zu vermeiden. Bei längerfristigen Verträgen werden im Einzelfall Preisklauseln vereinbart bzw. Preise festgeschrieben. Dies sorgt für eine verlässliche Kalkukation bei volatilen Märkten. Für eine optimale Allokation der Finanzmittel werden daneben auch andere Finanzierungsformen flexibel genutzt (z. B. Leasing).

WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

Da das Mutterunternehmen Senator Entertainment AG eine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist, sind gemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess, der auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften einbezieht, zu beschreiben.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnen uns an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261, Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements

• zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen)

• zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie

• zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.

Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess sind im Konzern folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess im Konzern. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und strategischen Geschäftsfelder eingebunden.

Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des konzernrechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in einem Handbuch niedergelegt, das in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst wird.

Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Konzernbilanzierung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Konzernabschlusses und zusammengefasster Lagebericht für den Einzel- und Konzernabschluss maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

• Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Konzernrechnungslegungsprozess;

• Monitoringkontrollen zur Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der strategischen Geschäftsfelder sowie auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften;

• präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften, der strategischen Geschäftsfelder, sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen;

• Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von konzernrechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen;

• Maßnahmen zur Überwachung des konzernrechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Zuordenbare Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bestehen bei der Senator-Gruppe nicht.

Eigene Filmprojekte werden durch Sichtung, Bewertung und schließlich Umsetzung der Filmstoffe durch die jeweiligen Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft entwickelt und erforscht.

Für die Senator-Gruppe als international tätiges Medienunternehmen gehören aber auch die Identifikation und die Bewertung weltweiter Markttrends dazu. Dies umfasst auch die Bewertung von neuen Geschäftsmöglichkeiten oder Auswirkungen auf bestehende Geschäftsfelder, die durch die Entwicklung oder den Einsatz neuer Technologien entstehen.

DIE SENATOR-AKTIE

Die Aktie der Senator Entertainment AG hat im Verlauf der Berichtsperiode eine Seitwärtsbewegung vollzogen. Auf Xetra-Basis verzeichnete der Titel die erste Kursnotierung des Jahres am 5. Januar 2009 bei € 0,47. In der Folgezeit pendelte sich der Kurs zumeist innerhalb einer Schwankungsbreite von € 0,40 bis € 0,50 ein, ohne dass nachhaltige oder länger anhaltende Ausbrüche aus diesem Korridor nach oben oder nach unten beobachtet werden konnten. Flankiert von einem deutlich steigenden Handelsvolumen, zog die Senator-Aktie ab Mitte Oktober 2009 jedoch noch einmal an und erreichte im Verlauf des 27. Oktober 2009 ihre Jahreshöchstnotiz bei € 0,68. In der Folgezeit bildete sich das Kursniveau wieder zurück, wobei der Titel im Xetra-Handel des 23. Dezember 2009 kurzfristig bis auf den Jahrestiefstkurs von € 0,31 fiel. Die letzte Preisnotierung des Börsenjahres verzeichnete die Senator-Aktie am 30. Dezember 2009 bei einem Kurswert von € 0,47. Auf Jahressicht blieb der Titel damit stabil. Gleichzeitig gelang es dem Papier im Jahr 2009 jedoch nicht, seinen Status als Pennystock abzulegen.

NACHTRAGSBERICHT

Die Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH (Pro GmbH), an der die Senator AG eine Beteiligung in Höhe von 51,0 % hält, hat am 4. März 2010 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzeröffnungsverfahrens beim Amtsgericht Köln gestellt. Die Geschäftsführung des Unternehmens beabsichtigt, den Insolvenzprozess zu einer Fortsetzung des bereits eingeleiteten Sanierungsprogramms zu nutzen und hofft, dadurch den Fortbestand des Unternehmens sichern zu können. Die Senator Entertainment AG wird ihre Beteiligung an der Gesellschaft vorerst unverändert beibehalten. Im Geschäftsjahr 2009 steuerte die Pro GmbH einen Verlustbeitrag von T€ 474 zu dem Ergebnis des Senator-Konzerns bei. Die Gruppe hofft darauf, das Unternehmen durch eine erfolgreiche Sanierung im Rahmen des Insolvenzprozesses in eine nachhaltig gewinnbringende Beteiligung transformieren zu können.

Mit notariellem Vertrag vom 18. Februar 2010 wurden die von der Senator Entertainment AG gehaltenen 50,1 %-igen Anteile an der Pro in Space GmbH veräußert.

Im April 2010 hat die Gesellschaft von der Internationales Bankhaus Bodensee AG ein Darlehen in Höhe von € 3,0 Mio. erhalten mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2012, wovon € 1,0 Mio. zur Umschuldung bestehender Finanzverbindlichkeiten verwendet wird.

VERGÜTUNGSBERICHT GEMÄSS §§ 289 ABS. 2 NR. 5, 315 ABS. 2 NR. 4 HGB

Vorstandsmitglieder erhalten ein festes Jahresgehalt (einschließlich Zuschuss zur Altersvorsorge und ggf. Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung) sowie teilweise eine Tantieme, die unter Beachtung des § 87 AktG das Geschäftsergebnis und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie die Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds angemessen berücksichtigt. Die Tantieme wurde im Rahmen einer Zielvereinbarung durch den Aufsichtsrat festgelegt.

Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthalten die Vorstandsverträge keine ausdrückliche Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell zu treffenden Aufhebungsvereinbarung ergeben.

Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Versorgungszusagen und keine Kredite.

Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Vergütung, deren Höhe durch den Beschluss der Hauptversammlung festgelegt wird. Ihnen werden auch die mit ihrer Tätigkeit zusammenhängenden Auslagen sowie die auf diese Bezüge entfallende Umsatzsteuer erstattet.

ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS ZU DEN ANGABEN NACH §§ 289 ABS. 4, 315 ABS. 4 HGB, § 120 ABS. 3 NR. 2 AKTG

Gemäß §§ 289 Abs.4, 315 Abs. 4 HGB haben Aktiengesellschaften, die einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes durch von ihnen ausgegebene stimmberechtigte Aktien in Anspruch nehmen, folgende Angaben im Lagebericht zu machen:

• Die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals; bei verschiedenen Aktiengattungen sind für jede Gattung die damit verbundenen Rechte und Pflichten und der Anteil am Gesellschaftskapital anzugeben;

Das Grundkapital der Senator Entertainment AG beträgt € 19.963.818,00. Es ist eingeteilt in 19.963.818 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Verschiedene Aktiengattungen bestehen nicht. Zu den Angaben für die bedingten und genehmigten Kapitalia verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang.

• Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, soweit sie dem Vorstand der Gesellschaft bekannt sind;

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.

• Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten;

Bis zur Aufstellung des Lageberichtes haben folgende Aktionäre mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Senator Entertainment AG jeweils mehr als zehn Prozent beträgt:

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HSW GmbH, Köln 27,40 %
Prof. Dr. h.c. Roland Berger, Deutschland 13,25 %

• Die Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen; die Sonderrechte sind zu beschreiben;

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht.

• Die Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben;

Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.

• Die gesetzlichen Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung;

Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt auf Grundlage der §§ 84, 85 AktG. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 179, 133 AktG, wobei der Aufsichtsrat auch ermächtigt ist, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen.

• Die Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen;

Auf der Hauptversammlung vom 23. November 2004 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in einem Zeitraum von fünf Jahren ab dem 15. Dezember 2004 um einen Betrag von bis zu € 6.881.909 zu erhöhen.

Die Gesellschaft verfügt derzeit über kein gültiges bedingtes Kapitel. Der Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juli 2008 zur Schaffung eines neuen bedingten Kapitals 2008 liegt nach erfolgreicher Beendigung der Anfechtungsklage derzeit zur Eintragung beim Handelsregister.

Des Weiteren wurde in der Hauptversammlung vom 17. Juli 2008 ein Beschluss zur Ermächtigung zum Erwerb und der Veräußerung von eigenen Anteilen gefasst. Die Gesellschaft wurde ermächtigt, bis zu 1.996.382 eigene Stückaktien bis zum 15. Januar 2010 zu erwerben.

Der Vorstand der Senator Entertainment AG war durch verschiedene Hauptversammlungsbeschlüsse zum Kauf eigener Aktien ermächtigt. Der Erwerb der eigenen Anteile erfolgte zu verschiedenen Zeitpunkten im Geschäftsjahr 2000. Zum Bilanzstichtag wies die Senator Entertainment AG 9.659 Stückaktien aus. Zu weiteren Angaben wird auf die Ausführungen im Anhang hingewiesen.

• Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen; die Angabe kann unterbleiben, soweit sie geeignet ist, der Gesellschaft einen erheblichen Nachteil zuzufügen; die Angabepflicht nach anderen gesetzlichen Vorschriften bleibt unberührt;

Bei einer Beteiligung (verbundenes Unternehmen) besteht eine Möglichkeit der Einziehung von Gesellschaftsanteilen, wenn ein Unternehmen aus der Medienbranche mehr als 50 % der Aktien an der Senator Entertainment AG unmittelbar oder mittelbar erwirbt.

• Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen nicht.

BERICHTERSTATTUNG NACH § 289A HGB

Die Berichterstattung nach § 289a HGB ist unter der Internetadresse http://www.senator.de/investor_relations/corporate_governance/e6205/index_ger.html abrufbar.

PROGNOSEBERICHT

Die Senator Entertainment AG hat auf die in der Vergangenheit aufgetretenen Probleme und die dadurch verursachte Ergebnisbelastung konsequent reagiert und strebt seit dem Herbst 2008 eine Restrukturierung der gesamten Gruppe an.

Zu diesem Zweck treibt das Unternehmen die eingeleitete Konsolidierung des Konzerns weiter voran. Die Senator Entertainment AG wird sich auch weiter von denjenigen Bereichen und Tätigkeiten trennen, die keinen betriebsnotwendigen Charakter besitzen. Davon betroffen sind die Konzerntöchter Pro in Space GmbH und die beabsichtigte Veräußerung der Anteile an der A-Company Licensing & Consulting AG sowie der X Verleih AG. Außerdem wird eine Auflösung der in Irland ansässigen Unternehmen angestrebt, die keinen operativen Geschäftsbetrieb aufweisen. An der Pro GmbH plant die Senator-Gruppe ihre Beteiligung von 51,0 % vorläufig beizubehalten und das Insolvenzplanverfahren zu unterstützen. Es ist aber je nach Fortgang des Insolvenzverfahrens auch denkbar, dass sich die Senator-Gruppe von der Beteiligung trennt.

Dieser Strategie folgend, wird sich die Senator-Gruppe zukünftig nur noch auf das originäre Kerngeschäft und dessen Profitabilität konzentrieren. Dazu zählen die Segmente Filmproduktion und -verleih sowie die nachgelagerte Auswertung der Rechte im Bereich Home Entertainment.

Im Vordergrund der künftigen Geschäftstätigkeiten soll die Entwicklung, Herstellung oder Akquisition und die umfassende Vermarktung von deutschen, europäischen sowie internationalen Filmen stehen, die maßgeblich in Deutschland hergestellt werden. Aufgrund der höheren Nähe zu der Zielgruppe und den besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, können hier die Erfolgsaussichten eines Titels besser abgeschätzt werden. Dadurch verringert sich das Risiko von Fehlschlägen und damit verbundenen Belastungen des Ergebnisses. Zudem eröffnen die hierfür gewährten attraktiven Möglichkeiten der öffentlichen Filmförderung insgesamt bessere Ertragsperspektiven.

Die Verleihstaffel der Senator-Gruppe beinhaltet zum einen breit aufgestellte Filme, wie den von Guillermo del Toro koproduzierten SciFi-Horrorfilm SPLICE, der mit Adrian Brody und Sarah Polley prominent besetzt ist, sowie den Boxerfilm THE FIGHTER, besetzt mit den fantastischen Schauspielern Christian Bale („Batman“) und Mark Wahlberg. Zum anderen wird die Staffel überwiegend Filme aufweisen, die mit einem limitierten Marketingbudget auf den Markt gebracht werden. Hier handelt es sich vor allem um sogenannte Arthouse-Filme, bei denen die Besucher-Zielgruppe vorwiegend über Presseberichterstattung und lokale Kino-PR erreicht wird.

Highlight ist A SINGLE MAN, eine Verfilmung des Romans von Christopher Isherwood durch den Regisseur Tom Ford, der hier nach einhelliger Meinung ein Meisterstück ablieferte. Hauptdarsteller Colin Firth wurde hier für den Oscar 2010 als Bester Männlicher Hauptdarsteller nominiert.

Auch THE ROAD ist eine hochwertige Literaturverfilmung: Cormac McCarthy hat für dieses Buch den Pulitzerpreis erhalten und der Film, mit der Top-Besetzung Viggo Mortensen, Robert Duvall und Charlize Theron, steht dem in nichts nach.

Der derzeitige und anhaltende Hype um 3-D wird den Kinostart von SHOCK LABYRINTH 3D sicher unterstützen. Der bekannte japanische Regisseur Takashi Shimizu, der kommerzielle Meisterwerke wie "Grudge" geschaffen hat, legt hier eine Horrorgeschichte mit einzigartigen 3-D-Effekten vor, die nicht spekulativ, sondern eher subtil erzählt wird.

Zum 30. Todestag von John Lennon wird NOWHERE BOY in den deutschen Kinos starten. Hier wird von der Künstlerin Taylor Wood kongenial die Jugend John Lennons, seine Zerrissenheit zwischen Mutter und Tante und der Beginn seines musikalischen Schaffens gezeigt. Der Film bewegt und erinnert in großartiger Weise an einen einzigartigen Musiker. NOWHERE BOY wird im Dezember durch eine breite Presseberichterstattung eine große Aufmerksamkeit erzielen.

Insgesamt wird der Senator-Konzern im laufenden Jahr nach jetzigem Planungsstand 19 Filme in deutsche Kinos bringen. Für den Bereich Home Entertainment ist die Herausbringung von ca. 50 Titeln im Kauf- und Rentalsegment geplant. Sie werden teilweise in unterschiedlichen Editionen erscheinen, um hierdurch heterogene Käuferschichten zielgerichteter zu erreichen.

Mit Beginn des Jahres hat die neu gegründete Produktionstochter Senator Film Köln GmbH ihre Tätigkeit aufgenommen. Die Senator Film Köln GmbH beabsichtigt, durch Erschließung diverser an den Standort NRW gekoppelter Finanzierungsinstrumente und enge Vernetzung mit lokalen Multiplikatoren das Engagement der Senator Entertainment AG im Bereich der Produktion deutscher Spielfilme weiter zu stärken und das Geschäftsfeld um die Herstellung internationaler, vorrangig englischsprachiger (Ko-)Produktionen zu erweitern.

Bereits in diesem Jahr strebt die Senator Film Köln GmbH die Herstellung zweier exklusiver Filme an. 2 TAGE NEW YORK von und mit Julie Delpy wird als Fortsetzung des Arthouse-Hits „2 Tage Paris“ aus dem Jahr 2007 auf dem weltweiten Erfolg des Vorgängers aufbauen können. Mit der kanadisch-deutschen Koproduktion THE GATE 3D trägt Senator dem Boom der 3D-Technik Rechnung und sichert dem Konzern ein Produkt am Puls der Zeit.

Deutschfilm steht derzeit aktuell in der Vorbereitung, Finanzierung und Produktion der ersten Projekte, darunter der neue Film von Philipp Stölzl, GOETHE!, eine Koproduktion von deutschfilm mit der Senator Film Produktion GmbH und Warner Bros., die sich bereits in der Postproduktion befindet und noch in diesem Jahr in die Kinos kommen wird. Die Dreharbeiten zu DER GANZ GROSSE TRAUM DES KONRAD KOCH mit Daniel Brühl in der Hauptrolle, werden im Sommer 2010 beginnen. Weitere Projekte sind in der Entwicklung und Finanzierung bereits weit fortgeschritten, darunter die Komödie WAS WEG IS, IS WEG, das Regiedebüt von Christian Lerch, dem Autor des bayerischen Kinoerfolges „Wer früher stirbt ist länger tot“ und der hochbrisante Thriller DIE VERLORENEN, über die Liebe eines Neonazis zu einer Farbigen.

Ein weiterhin wichtiges Thema für die Senator-Gruppe bleibt die Beschaffung von Liquidität. Zwar konnte mit der Finanzierungsvereinbarung mit der Fondsgesellschaft Winchester Capital International am 7. Dezember 2009 bereits ein wichtiger Abschluss erzielt werden, der Finanzmittel in Höhe von US$ 4,39 Mio. für die Akquisition von Filmen und deren Vermarktung im laufenden Geschäftsjahr bereitgestellt hat. Der Effekt dieser Finanzierung ist aber kurzfristiger Natur. Im Bemühen des Vorstands um eine mittel- und langfristige Finanzierung der Senator-Gruppe ist das Unternehmen dennoch weiter darin bestrebt, zusätzliche Kapitalquellen zu erschließen und damit erhöhten Spielraum für Investitionstätigkeiten zu schaffen. In diesem Zusammenhang verfolgt Senator gegenwärtig verschiedene Optionen und ist zuversichtlich, eine im Sinne des Unternehmens positive Lösung zu erzielen.

Für die kommenden zwei Geschäftsjahre erwarten wir durch die anstehende Entkonsolidierung der Pro TV GmbH eine leichte Reduzierung der Umsatzerlöse auf ca. € 25-30 Mio. sowie ein positives Betriebsergebnis (EBIT) im mittleren einstelligen Millionenbereich.

 

Berlin, den 30. April 2010

Helge Sasse

Vorstand

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2009 (IFRS)

AKTIVA

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Anhang 31.12.2009 31.12.2008
EUR EUR
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 12 13.906.397 18.424.624
Sachanlagen 12 469.983 535.526
Finanzanlagen
Anteile an assoziierten Unternehmen 13 66.560 1.287.708
Wertpapiere des Anlagevermögens 14 225.001 2.000.001
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16 389.022 841.818
Summe langfristige Vermögenswerte 15.056.963 23.089.677
Kurzfristiges Vermögen
Finanzanlagen
Anteile an assoziierten Unternehmen 1.193.496 0
Wertpapiere des Umlaufvermögens 750.000 0
Vorräte
Handelsware 15 648.592 516.257
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16 6.800.234 4.201.080
Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen 17 1.473.785 87.768
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag 52.327 96.656
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 18 3.289.054 3.800.054
Übrige Vermögenswerte 19 908.413 944.975
Liquide Mittel 4.159.436 1.934.864
Summe kurzfristige Vermögenswerte 19.275.337 11.581.654
Bilanzsumme 34.332.300 34.671.331

PASSIVA

31.12.2009 31.12.2008
EUR EUR
Kapital und Rücklagen
Gezeichnetes Kapital 20 19.954.159 19.954.159
Kapitalrücklage 21 45.734.659 45.734.659
Bilanzverlust -62.958.704 -56.484.771
Währungsausgleichsposten -18 -58
Eigenkapital, das den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzuordnen ist 2.730.096 9.203.989
Minderheitenanteile 22 0 0
Summe Eigenkapital 2.730.096 9.203.989
Langfristige Verbindlichkeiten
Pensionsverpflichtungen 24 125.532 94.915
Finanzverbindlichkeiten 26 1.753.334 3.213.332
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 389.022 0
Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 30 164.379 200.902
Summe langfristige Verbindlichkeiten 2.432.267 3.509.149
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Steuerrückstellungen 8.136 1.619
Sonstige Rückstellungen 25 4.381.653 4.118.667
Finanzverbindlichkeiten 26 10.201.250 3.727.052
Erhaltene Anzahlungen 27 5.442.405 6.162.023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.841.221 5.174.660
Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Personen und Unternehmen 28 40.916 121.830
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 29 1.457.471 1.821.378
Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 30 796.885 830.965
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 29.169.937 21.958.193
Bilanzsumme 34.332.300 34.671.331

KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (IFRS)
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2009 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2009

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Anhang 1.1. -31.12.2009 1.1. -31.12.2008
EUR EUR
Umsatzerlöse 5 33.073.660 31.940.473
Sonstige betriebliche Erträge 6 2.797.825 21.289.212
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7 -20.083.899 -21.015.541
Personalaufwand
Löhne und Gehälter -3.102.347 -5.318.496
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 24 -556.406 -697.245
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 12 -11.873.889 -16.181.850
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 -4.452.810 -11.857.589
-4.197.866 -1.841.036
Zinsen und ähnliche Erträge 73.393 411.778
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 26 -1.167.045 -2.213.378
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 80.837 -94.315
Abschreibungen auf Finanzanlagen -1.250.000 0
Währungsergebnis 9 48.446 -537.791
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -6.412.235 -4.274.356
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -61.699 -62.869
Konzernjahresfehlbetrag -6.473.934 -4.337.225
Ergebnisanteil der Minderheitengesellschafter 0 -930.270
Ergebnisanteil der Eigenkapitalgeber -6.473.934 -3.406.954
Anzahl der gewichteten Aktien (Tausend Stück) 19.954 19.954
Potenziell verwässernde Anzahl Aktien (Tausend Stück) 0 0
Gewichteter Durchschnitt aller Aktien (Tausend Stück) 19.954 19.954
Unverwässertes Ergenis je Aktie (EUR pro Aktie) -0,32 -0,17
Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR pro Aktie) -0,32 -0,17

GESAMTERGEBNISRECHNUNG (IFRS)
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2009 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2009

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Anhang 1.1. -31.12.2009 1.1. -31.12.2008
EUR TEUR
Konzernjahresergebnis -6.473.934 -4.337
Sonstiges Ergebnis
Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 0 -168
Auflösung des Cash Flow Hedges 0 29
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 -139
Gesamtergebnis nach Steuern -6.473.934 -4.476
- davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen -6.473.934 -3.546
- davon den Minderheitengesellschaftern zuzurechnen 0 -930

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

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2009 2008
TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Ergebnisanteilen Dritter -6.474 -4.337
Nicht zahlungswirksamer Forderungsverzicht der Banken 0 -17.857
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 13.124 16.182
Abnahme/Zunahme der Rückstellungen 270 -1.312
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -256 4.418
Ergebnis aus der Equity-Bewertung -81 94
Ausschüttungen der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen 80 0
Währungsdifferenzen -48 538
Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.984 21.629
Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 888 -6.886
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.519 12.469
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus dem Verkauf von Filmverwertungsrechten, anderen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 764 10
Auszahlungen für Investitionen in Filmverwertungsrechte und in andere immaterielle Vermögenswerte -7.890 -14.834
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -164 -124
Auszahlungen aus dem Zugang von sonstigen Finanzanlagen -13 -2.000
Einzahlungen aus dem Verkauf von Anteilen an konsolidierten Tochterunternehmen abzüglich abgegangener Zahlungsmittel 0 -1
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -7.303 -16.949
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus der Ausgabe von Anleihen 0 2.600
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen 5.725 2.403
Auszahlungen für die Tilgung von Darlehen -716 -3.951
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 5.008 1.052
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 2.224 -3.428
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.935 -6.923
Veränderung des Finanzmittelfons aufgrund von Forderungsverzichten 0 12.286
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.159 1.935
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 4.159 1.935
Liquide Mittel = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.159 1.935

Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31. Dezember 2009 (IFRS)

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Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien Stück Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzverlust Rücklage für Cash-Flow Hedges
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 1. Januar 2008 19.816.172 19.816 45.503 -53.078 -29
Gesamtergebnis 0 0 -3.407 29
Abgang eigener Aktien 137.987 138 232 0 0
Verkäufe von Minderheitenanteilen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2008 19.954.159 19.954 45.735 -56.485 0
Stand 1. Januar 2009 19.954.159 19.954 45.735 -56.485 0
Gesamtergebnis 0 0 -6.474 0
Stand 31. Dezember 2009 19.954.159 19.954 45.735 -62.959 0
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Währungs-
ausgleichsposten
Anteile der Aktionäre der Senator Entertainment AG Anteile anderer Gesellschafter Konzern Eigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 1. Januar 2008 168 12.380 4.471 16.851
Gesamtergebnis -168 -3.546 -930 -4.476
Abgang eigener Aktien 0 370 0 370
Verkäufe von Minderheitenanteilen 0 0 -3.541 -3.541
Stand 31. Dezember 2008 0 9.204 0 9.204
Stand 1. Januar 2009 0 9.204 0 9.204
Gesamtergebnis 0 -6.474 0 -6.474
Stand 31. Dezember 2009 0 2.730 0 2.730

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2009

INHALTSVERZEICHNIS

(A) GRUNDSÄTZE UND METHODEN

1. Allgemeines

2. Überblick über wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze

3. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze

4. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(B) ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

5. Umsatzerlöse

6. Sonstige betriebliche Erträge

7. Aufwendungen für bezogene Leistungen

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

9. Währungsgewinne und -verluste

10. Ertragsteuern

11. Ergebnis je Aktie

(C) ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ

12. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

13. Anteile an assoziierten Unternehmen

14. Wertpapiere des Anlage- und Umlaufvermögens

15. Vorräte

16. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

17. Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen

18. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

19. Übrige Vermögenswerte

20. Gezeichnetes Kapital

21. Kapitalrücklage

22. Minderheitenanteile

23. Kapitalmanagement

24. Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer

25. Sonstige Rückstellungen

26. Finanzverbindlichkeiten

27. Erhaltene Anzahlungen

28. Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Personen und Unternehmen

29. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

30. Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen

31. Währungsumrechnung

(D) ERLÄUTERUNGEN ZUR EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

(E) ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

32. Liquide Mittel

33. Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit

34. Cash Flow aus Investitionstätigkeit

35. Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

(F) WEITERE INFORMATIONEN

36. Segmentberichterstattung

37. Finanzinstrumente/Management von Finanzrisiken

38. Mitarbeiter

39. Beziehungen zu nahe stehenden Personen

40. Joint Ventures (Gemeinschaftsunternehmen)

41. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

42. Haftungsverhältnisse

43. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

44. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance-Kodex

45. Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

46. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

47. Aktien der Organmitglieder

48. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

49. Befreiung von der Offenlegung gemäß § 264 Abs. 3 HGB

(A) GRUNDSÄTZE UND METHODEN

1. Allgemeines

Die Senator Entertainment AG, Berlin, (nachfolgend „Senator AG“ bzw. „die Gesellschaft“ oder „der Konzern“) und ihre Tochterunternehmen sind in der Unterhaltungs- und Medienbranche tätig. Das Geschäft der Gesellschaft konzentriert sich im Wesentlichen auf die Produktion von Spielfilmen und die Verwertung von Filmrechten. Innerhalb des Senator-Konzerns treten mehrere Tochtergesellschaften als selbständige Produzenten und Koproduzenten von Spielfilmen und TV-Produktionen am Markt auf. Andere Unternehmen innerhalb des Konzerns betreiben den Erwerb von Lizenzen und die umfassende Vermarktung eigener Filmproduktionen, Koproduktionen und Fremdproduktionen. Der Sitz der Senator AG ist in der Schönhauser Allee 53, 10437 Berlin, Deutschland.

Gegenstand der Senator AG ist der Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen, insbesondere aus dem Bereich Medien, Filmproduktion und Verwertung von Filmrechten sowie die Verwaltung solcher Unternehmen. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, Urheberrechte und sonstige mit Warenzeichen verbundene Rechte aller Art zu erwerben, zu veräußern oder auf sonstige Weise kommerziell zu verwerten. Die Gesellschaft kann alle Maßnahmen ergreifen, die ihrem Geschäft förderlich sind. In diesem Sinne kann sie andere Unternehmen in Deutschland oder im Ausland gründen oder erwerben bzw. Anteile an diesen halten.

Der Konzernabschluss der Senator Entertainment AG für das Geschäftsjahr 2009 wurde am 30. April 2010 vom Vorstand aufgestellt.

2. Überblick über wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze

Konformität des Konzernabschlusses mit IFRS

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 der Senator AG wurde in Anwendung der Regelungen des § 315a HGB nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Alle für das Geschäftsjahr 2009 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden berücksichtigt. Die Anforderungen der IFRS wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Senator-Konzerns. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit Ausnahme der Anwendungen neuer und überarbeiteter Standards und Interpretationen.

Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften des IASB

Erstmals im laufenden Geschäftsjahr anzuwendende (neue/geänderte) IFRS/IAS sowie Interpretationen:

Der Konzern hat im Geschäftsjahr die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS Standards und Interpretationen angewandt. Aus der Anwendung dieser neuen oder überarbeiteten IFRS Standards und Interpretationen ergaben sich – mit Ausnahme zusätzlicher Anhangangaben – keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben

Der geänderte Standard verlangt zusätzliche Angaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte und zum Liquiditätsrisiko. Die Änderungen sehen eine quantitative Analyse der beizulegenden Zeitwerte auf Grundlage einer dreistufigen Hierarchie für jede Klasse von Finanzinstrumenten vor. Zusätzlich ist bei Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3 eine Überleitung zwischen Anfangs- und Endsaldo vorgeschrieben, sowie die Angabe wesentlicher Umgliederungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufen 1 und 2. Mit den Änderungen werden ferner die Anforderungen an die Angaben zum Liquiditätsrisiko klargestellt. In Hinblick auf die Angaben des Konzerns zum Liquiditätsrisiko haben die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen.

IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ und IAS 27 „Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS“: Im Januar 2008 hat das IASB überarbeitete Fassungen der Standards IFRS 3 und IAS 27 veröffentlicht. Eine Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Die Neuregelungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, und führen Änderungen in der bilanziellen Behandlung von nach diesem Zeitpunkt stattfindenden Unternehmenszusammenschlüssen ein, die sich auf die Ergebnisse des Berichtszeitraums, in dem ein Unternehmeserwerb erfolgt ist, und auf künftige Ergebnisse auswirken werden. Die Änderungen zu IAS 27 schreiben vor, dass eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen (ohne Verlust der Beherrschung) als Eigenkapitaltransaktion bilanziert wird. Deshalb wird aus einer solchen Transaktion weder ein Geschäfts- oder Firmenwert noch ein Gewinn oder Verlust entstehen. Außerdem werden Vorschriften zur Verteilung von Verlusten auf Mutterunternehmen und Anteile ohne beherrschenden Einfluss und die Bilanzierungsregelungen bei Transaktionen, die zu einem Beherrschungsverlust führen, geändert. Folgeänderungen ergaben sich zu IAS 7 „Kapitalflussrechnung“, IAS 12 „Ertragsteuern“, IAS 21 „Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse“, IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen“ und IAS 31 „Anteile an Joint Ventures“. Die Änderungen werden sich auf künftige Erwerbe, Verluste von Beherrschung und Transaktionen mit Minderheitsanteilen auswirken.

IFRS 8 Geschäftssegmente: Dieser Standard wurde im November 2006 veröffentlicht und ist erstmals in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnt. IFRS 8 verlangt die Angabe von Informationen über die Geschäftssegmente eines Unternehmens und ersetzt die Verpflichtung nach IAS 14, primäre und sekundäre Segmentberichtsformate für ein Unternehmen zu bestimmen. Die interne Berichts- und Organisationsstruktur entspricht der bislang nach IAS 14 veröffentlichten Segmentberichterstattung, sodass sich mit Ausnahme von Zusammenfassungen aus der Anwendung des IFRS 8 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben haben.

IAS 1 Darstellung des Abschlusses (überarbeitet):

Der überarbeitete Standard verlangt eine separate Darstellung für Eigenkapitalveränderungen, die aus Transaktionen mit den Anteilseignern in ihrer Eigenschaft als Anteilseigner resultieren, und sonstige Eigenkapitalveränderungen. In der Eigenkapitalveränderungsrechnung werden nur die Eigenkapitalveränderungen, die aus den Transaktionen mit den Anteilseignern in ihrer Eigenschaft als Anteilseigner resultieren, im Einzelnen dargestellt, wogegen sonstige Eigenkapitalveränderungen in Summe in einer Zeile ausgewiesen werden. Zudem führt der Standard eine Gesamtergebnisrechnung ein, in der sämtliche erfolgswirksam erfassten Ertrags- und Aufwandsposten sowie alle erfolgsneutral erfassten Ergebnisbestandteile entweder in einer einzigen Aufstellung oder in zwei miteinander verbundenen Aufstellungen dargestellt werden. Der Konzern hat entschieden, die Gesamtergebnisrechnung in zwei Aufstellungen darzustellen.

IAS 23 Fremdkapitalkosten: Der überarbeitete Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Der Standard fordert eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten, die einem qualifizierten Vermögenswert zugerechnet werden können. Demnach werden Fremkapitalkosten ab dem 1. Januar 2009 auf qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Für bisher angefallene Fremdkapitalkosten, die sofort aufwandswirksam erfasst wurden, ergeben sich hieraus keine Änderungen, da die Senator AG bereits die alternativ zulässige Methode nach IAS 23 anwendet.

Aus den Änderungen der nachstehenden Standards und Interpretationen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Rechnungslegungsmethoden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zum Stichtag:

IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse

IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

IFRIC 9 Neubeurteilung eingebetteter Derivate

IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme

IFRIC 16 Absicherungen einer Nettoinvestition in ausländischen Geschäftbetrieb

IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden

IAS 8 Rechnungslegungsmethoden

IAS 10 Ereignisse nach der Berichtsperiode

IAS 16 Sachanlagen

IAS 18 Umsatzerlöse

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer

IAS 20 Zuwendungen der öffentlichen Hand

IAS 23 Fremdkapitalkosten

IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse

IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen

IAS 31 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen

IAS 32 Finanzinstrumente

IAS 34 Zwischenberichterstattung

IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten

IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte

IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung

3. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungsgrundsätze und Stichtag

In den Konzernabschluss sind neben der Senator AG alle Tochterunternehmen einbezogen, an denen der Gesellschaft direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte zusteht oder das Control-Konzept anderweitig gewährleistet ist. Das den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnende Eigenkapital und das entsprechende Periodenergebnis werden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung jeweils gesondert ausgewiesen. Gemeinschaftsunternehmen werden quotal in den Konzernabschluss einbezogen.

Leistungsbeziehungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften der Senator-Gruppe einschließlich der Zwischengewinne und -verluste werden eliminiert. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss der Senator AG einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.

Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Der Konzernabschlussstichtag ist für alle einbezogenen Unternehmen der 31. Dezember 2009.

Anteile an assoziierten Unternehmen

Anteile an assoziierten Unternehmen (die im Allgemeinen mit einer Beteiligungsquote zwischen 20 % und 50 % am Eigenkapital eines Unternehmens einhergehen), auf die die Senator AG einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden nach der Equity-Methode angesetzt.

Anteile an Joint Ventures (Gemeinschaftsunternehmen)

Ein Joint Venture ist eine vertragliche Vereinbarung, in welcher der Konzern und andere Vertragsparteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, die der gemeinschaftlichen Führung unterliegt. Dies ist der Fall, wenn die mit der Geschäftstätigkeit des Joint Ventures verbundene strategische Finanz- und Geschäftspolitik die einhellige Zustimmung der die Kontrolle teilenden Parteien erfordert.

Wenn ein Konzernunternehmen Tätigkeiten unmittelbar im Rahmen einer Joint Venture-Vereinbarung durchführt, sind die Konzernanteile an den unter gemeinschaftlicher Beherrschung stehenden Vermögenswerten und Schulden, die gemeinsam mit den anderen Kapitalgebern eingegangen wurden, im Abschluss des entsprechenden Unternehmens anzusetzen und entsprechend ihrer Art zu klassifizieren. Die Schulden und Aufwendungen in Bezug auf den Anteil an den unter gemeinschaftlicher Beherrschung stehenden Vermögenswerten sind nach dem Grundsatz der Periodenabgrenzung zu bilanzieren. Erträge aus dem Verkauf oder der Nutzung des Konzernanteils an der vom Joint Venture erbrachten Leistung und der Anteil an den Aufwendungen des Joint Ventures sind dann zu erfassen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen in Zusammenhang mit diesen Geschäftsvorfällen dem Konzern zufließen bzw. vom Konzern abfließen wird und dieser Betrag verlässlich ermittelt werden kann.

Joint Venture-Vereinbarungen, die die Gründung eines einzelnen Unternehmens vorsehen, bei dem jeder Partner einen Anteil besitzt, werden als Unternehmen unter gemeinschaftlicher Führung bezeichnet. Der Konzern berichtet über seine Anteile an Unternehmen unter gemeinschaftlicher Führung unter Verwendung der Quotenkonsolidierung. Der Konzernanteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen von Unternehmen unter gemeinschaftlicher Führung ist den entsprechenden Posten im Konzernabschluss zeilenweise zugeordnet.

Geht der Konzern Geschäftsbeziehungen mit einem Unternehmen unter gemeinschaftlicher Führung ein, sind Gewinne und Verluste in dem Umfang des Konzernanteils an dem Joint Venture zu eliminieren.

Unternehmenszusammenschlüsse

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode, in deren Rahmen die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet werden. Ein aus der Verrechnung entstehender positiver Unterschiedsbetrag wird als derivativer Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Der Erwerbszeitpunkt stellt den Zeitpunkt dar, an dem die Möglichkeit der Beherrschung des Reinvermögens und der finanziellen und operativen Handlungen des erworbenen Unternehmens auf den Konzern übergeht.

Die bei der Zeitwertbewertung der Vermögenswerte und Schulden aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden in den Folgeperioden entsprechend der Entwicklung der Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Ein derivativer Geschäfts- oder Firmenwert wird in den Folgeperioden hinsichtlich seiner Werthaltigkeit mindestens einmal im Jahr überprüft und bei vorliegender Wertminderung außerplanmäßig auf den niedrigeren erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Anteile anderer Gesellschafter werden gesondert im Eigenkapital ausgewiesen.

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert, der bei dem Erwerb eines Tochterunternehmens oder eines Unternehmens unter gemeinschaftlicher Führung entsteht, entspricht dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Konzernanteil an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Tochterunternehmens oder des Unternehmens unter gemeinschaftlicher Führung zum Erwerbszeitpunkt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird im Zugangszeitpunkt mit seinen Anschaffungskosten bilanziert und in den Folgeperioden mit seinen Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Konsolidierungskreis

Die Zusammensetzung des Konsoldierungskreises des Senator-Konzerns zum 31. Dezember 2009 ergibt sich aus folgender Darstellung:

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31.12.2009 31.12.2008
Vollkonsolidierte Gesellschaften
Inland 8 12
Ausland 10 10
Quotenkonsolidierte Gesellschaften
Inland 2 3
Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen
Inland 4 3
24 28

Folgende Unternehmen wurden im Konzernabschluss erfasst:

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Lfd. Nr. Vollkonsolidierte Gesellschaften Sitz Hauptgeschäftstätigkeit Anteil
in %
Gehalten
über
weitere
Angaben
Inland
1. Senator Entertainment AG Deutschland Holding -- -- --
2. Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH Deutschland Produktion 51,0 1 --
3. Pro WP TV Produktions GmbH Deutschland Produktion 51,0 2 --
4. Senator Film Produktion GmbH Deutschland Produktion 100,0 1 1, 2
5. Senator Film Verleih GmbH Deutschland Vertrieb 100,0 1 1, 2
6. Senator Home Entertainment GmbH Deutschland Vertrieb 100,0 1 1, 2
7. Senator US Holding GmbH Deutschland Holding 100,0 1 --
8. Senator Film Köln GmbH Deutschland Produktion 100,0 1 3
Ausland
9. Amberlon Pictures L.P. Großbritannien Keine Geschäftstätigkeit 100,0 1 --
10. Amberlon Pictures One Ltd. Großbritannien Keine Geschäftstätigkeit 100,0 18 --
11. Castle Productions Ltd. Irland Keine Geschäftstätigkeit 100,0 13 --
12. Datext Ltd. Irland Keine Geschäftstätigkeit 100,0 13 --
13. Eurofilm & Media Ltd. Irland Vertrieb 100,0 1 --
14. Senator Film Austria GmbH Österreich Vertrieb 100,0 5 --
15. Senator Films Ltd. Irland Keine Geschäftstätigkeit 100,0 13 --
16. SFI Ltd. Irland Keine Geschäftstätigkeit 100,0 13 --
17. Style Productions Ltd. Irland Keine Geschäftstätigkeit 100,0 13 --
18. Venton Ltd. Irland Keine Geschäftstätigkeit 100,0 13 --

 

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Lfd. Nr. Quotenkonsolidierte Gesellschaften Sitz Hauptgeschäftstätigkeit Anteil
in %
Gehalten
über
weitere
Angaben
Inland
19. ProCologne GbR Deutschland Produktion 25,5 2
20. ProVince GbR Deutschland Produktion 25,5 2

 

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Lfd. Nr. Assoziierte Unternehmen Sitz Hauptgeschäftstätigkeit Anteil
in %
Gehalten
über
weitere
Angaben
Inland
21. Central Film Verleih GmbH Deutschland Vertrieb 10,0 1 4
22. Pro in Space GmbH Deutschland Internet 25,5 1 4
23. deutschfilm GmbH Deutschland Produktion 50,0 1 4
24. X Verleih AG Deutschland Vertrieb 31,4 1 4

1 Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft
2 § 264 Abs. 3 HGB wurde angewandt
3 Änderung der Firmierung von Eurofilm&Media GmbH in Senator Film Köln GmbH
4 Ansatz at Equity

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Senator AG und des Konzerns wird gemäß § 313 Abs. 4 HGB zum Elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.

Akquisitionen und Unternehmenszusammenschlüsse

Gemäß IFRS 3 Business Combinations sind Informationen zu Unternehmenszusammenschlüssen des Geschäftsjahres sowie zu Unternehmenszusammenschlüssen, die zwischen dem Bilanzstichtag und der Freigabe zur Veröffentlichung des Abschlusses erfolgten (vgl. Ziffer 48), anzugeben.

Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden identifiziert und gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, sobald sie die Definition eines immateriellen Vermögenswertes erfüllen und ihr beizulegender Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann. Die Anschaffungskosten solcher immaterieller Vermögenswerte entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt.

In den Folgeperioden werden immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, genauso wie einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte, mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet.

Im Geschäftsjahr ergaben sich insbesondere die folgenden Veränderungen im Konsolidierungskreis:

Am 16. Februar 2009 wurde mit notariellem Vertrag die Verschmelzung der Senator Musik GmbH, Senator Beteiligungs GmbH, Senator TV GmbH und In Good Company PR GmbH auf die Senator Entertainment AG rückwirkend zum 1. Januar 2009 veranlasst. Die Verschmelzungen wurden Ende April in die Handelsregister eingetragen.

Die im Geschäftsjahr 2008 gegründete Eurofilm & Media GmbH wurde in 2009 in Senator Film Köln GmbH umfirmiert.

Am 5. Februar 2009 wurde die deutschfilm GmbH neu gegründet, an der die Senator Entertainment AG mit 50,0 % der Stimmrechte beteiligt ist. Die Gesellschaft wird at-equity in den Konzernabschluss einbezogen.

4. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es wurden für alle Konzerngesellschaften einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden festgelegt.

Grundlagen der Aufstellung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage des Anschaffungskostenprinzips aufgestellt. Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden nachfolgend erörtert. Die Bilanz wurde gemäß IAS 1.51 nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Berichtswährung

Der Abschluss wird in EURO erstellt. Alle Beträge werden, sofern nicht anderes angegeben, in T€ ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Bei Fremdwährungsgeschäften wird der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Umrechnungskurs zwischen Berichts- und Fremdwährung umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden, sind in der Periode, in der sie entstanden sind, als Aufwand oder Ertrag zu erfassen.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen der Senator AG, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt nach der Stichtagskursmethode, d. h., die Vermögens- und Schuldposten werden von der funktionalen Währung in die Berichtswährung grundsätzlich mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Kursbedingte Veränderungen des konsolidierten Eigenkapitals und der Ergebnisvorträge werden ergebnisneutral als Währungsausgleichsposten im Eigenkapital erfasst.

Umsatzrealisierung/erhaltene Anzahlungen

Umsätze werden in Übereinstimmung mit IAS 18 realisiert, wenn die folgenden Bedingungen kumulativ erfüllt sind:

(a) der Senator-Konzern hat die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen

(b) dem Senator-Konzern verbleibt weder ein fortdauerndes Verfügungsrecht, wie es gewöhnlich mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden ist, noch eine wirksame Beherrschung über die verkauften Gegenstände und Rechte

(c) die Höhe der Erlöse kann verlässlich bestimmt werden

(d) es ist hinreichend wahrscheinlich, dass dem Konzern der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird, und

(e) die in Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten können verlässlich bestimmt werden.

Umsätze werden erfasst, wenn die Übertragung der mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen mit dem Übergang des rechtlichen Eigentums und der Übergabe des Besitzes zeitlich zusammenfällt. Sofern die Gesellschaft wesentliche mit dem Eigentum verbundene Risiken behält, werden die aus der Transaktion resultierenden Umsätze nicht erfasst.

Gehen beim Konzern vor diesen Erlösrealisierungszeitpunkten Zahlungen von Lizenznehmern ein, werden diese zunächst als erhaltene Anzahlung gebucht.

In Übereinstimmung mit dem in IAS 18 beschriebenen Prinzip der Periodenabgrenzung werden Erträge und Aufwendungen, die sich auf dieselbe Transaktion oder dasselbe sonstige Ereignis beziehen, gleichzeitig erfasst.

(1) Kinorechte

Vorführrechte für Filme werden an Kinos gegen eine Gebühr in Höhe eines Prozentsatzes der Kasseneinnahmen und/oder gegen Minimumgarantien verkauft. Unter bestimmten Umständen erhält der Senator-Konzern eine nicht rückzahlbare Garantie, welche auf die prozentualen Anteile an den Kasseneinnahmen angerechnet wird.

Erfasst werden Erträge sowohl aus den anteiligen Kasseneinnahmen als auch aus den Garantiesummen zum Zeitpunkt der Vorführung des Filmes. Nicht rückzahlbare Garantien werden im Jahresabschluss abgegrenzt und zum Zeitpunkt der Vorführung als Erträge erfasst. Garantien, die im Wesentlichen den vollständigen Erlös darstellen, werden nach denselben Kriterien als Erträge erfasst, wie dies für die Lizenzierung von TV-Rechten erfolgt. Das gilt auch für den Verkauf von Filmrechten an andere Vermarkter in bestimmten Territorien.

(2) Fernsehrechte

Der Senator-Konzern behandelt Lizenzverträge für TV-Programmmaterial als den Verkauf eines Rechtes oder einer Gruppe von Rechten.

Erträge aus einem Lizenzvertrag für TV-Programmmaterial werden erfasst, wenn alle der folgenden Bedingungen erfüllt sind:

(a) Die Lizenzgebühr für jeden Film ist bekannt.

(b) Die Kosten eines jeden Films sind bekannt oder können angemessen bestimmt werden.

(c) Die Vereinnahmung der gesamten Lizenzgebühr ist hinreichend sichergestellt.

(d) Der Film wurde von dem Lizenznehmer gemäß den mit dem Lizenzvertrag einhergehenden Bedingungen angenommen.

(e) Der Film steht für die erste Ausstrahlung oder Sendung zur Verfügung. Sofern nicht die Lizenz eines Dritten, welche sich mit der veräußerten Lizenz überschneidet, die Nutzung durch den Lizenznehmer verhindert, beeinflussen vertragliche Einschränkungen in dem Lizenzvertrag oder einem sonstigen Lizenzvertrag mit demselben Lizenznehmer bezüglich des Zeitpunktes der nachfolgenden Ausstrahlungen diese Bedingungen nicht.

(3) Home Entertainment

Die Video/DVD-Rechte der Konzernunternehmen werden über die Senator Home Entertainment GmbH ausgewertet. Zur Umsetzung hierfür wurde mit der Universum Film GmbH ein exklusiver Vertriebsvertrag geschlossen. Der Konzern erhält teilweise einen nicht rückzahlbaren Vorschuss, der mit Verfügbarkeit des Films in den Umsatzerlösen ausgewiesen wird. Erhält der Konzern keinen Vorschuss bzw. wurde der Vorschuss eingespielt, wird der Umsatz der tatsächlichen Verkäufe von Bildtonträgern realisiert.

(4) Produktionserlöse

Bei Auftragsproduktionen, die vorwiegend von TV-Sendeanstalten vergeben werden, erfolgt die Umsatz- und Gewinnrealisierung entsprechend der Percentage-of-Completion-Methode. Hierbei werden Aufwendungen und Erträge entsprechend dem Fertigstellungsgrad des Gesamtauftrages anteilig den einzelnen Perioden zugeordnet. Die Methode ist zwingend anzuwenden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind und Schätzungen mit ausreichender Sicherheit vorgenommen werden können. Der Auftrag muss dem Unternehmen in voller Höhe vergütet werden, die Kosten müssen eindeutig und verlässlich identifizierbar sein und Erträge, Gesamtkosten und Fertigungsstand müssen zuverlässig bestimmt werden können. Der Fertigungsstand kann nach verschiedenen Methoden ermittelt werden. Im Konzern wird der Fertigstellungsgrad nach dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten bestimmt.

Eigen- und Koproduktionen werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Die externen Finanzierungsbeiträge inklusive der Zuwendungen der öffentlichen Hand werden von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgezogen.

Zinsen

Zinsen werden periodengerecht im Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand bzw. Ertrag erfasst. Zu weiteren Ausführungen wird auf den Abschnitt Fremdkapitalkosten verwiesen.

Ertragsteuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bemessen sich nach der Steuerzahllast unter Berücksichtigung der laufenden Ergebnisse und von Steuerlatenzen. Latente Steuern werden mit Hilfe der Verbindlichkeiten-Methode berechnet. Latente Ertragsteuern spiegeln die steuerlichen Auswirkungen zeitlich begrenzter Unterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögensgegenstandes oder einer Verbindlichkeit in der Bilanz und seinem Wert nach steuerlichen Gesichtspunkten wider. Die Bemessung latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt anhand der Steuersätze, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögensgegenstand realisiert oder eine Verbindlichkeit erfüllt wird, erwartet wird. Die Bewertung latenter Steuerschulden und -ansprüche berücksichtigt die steuerlichen Konsequenzen, die daraus resultieren, in welcher Art und Weise ein Unternehmen zum Bilanzstichtag erwartet, den Buchwert seiner Vermögensgegenstände zu realisieren oder seine Schulden zu erfüllen.

Latente Steueransprüche und -schulden werden unabhängig von dem Zeitpunkt erfasst, in dem sich die temporären Unterschiede wahrscheinlich umkehren.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur dann aktiviert, wenn diese mit hoher Wahrscheinlichkeit durch zukünftige steuerpflichtige Erträge genutzt werden können. Zu jedem Bilanzstichtag hat das Unternehmen nicht bilanzierte latente Steueransprüche und die bilanzierten latenten Steueransprüche neu zu beurteilen. Das Unternehmen setzt einen bislang nicht bilanzierten latenten Steueranspruch in dem Umfang an, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen die Nutzung des latenten Steueranspruches gestatten wird. Umgekehrt hat das Unternehmen den latenten Steueranspruch in dem Umfang zu vermindern, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, um den Nutzen des latenten Steueranspruches, entweder zum Teil oder insgesamt, zu verwenden.

Da zurzeit nicht abschließend beurteilt werden kann, inwieweit steuerlich nutzbare Verlustvorträge bestehen, wurden Steuern auf Verlustvorträge nur in Höhe passiver latenter Steuern angesetzt.

In dem Umfang, in dem nicht ausgeschüttete Ergebnisse ausländischer Tochterunternehmen auf unabsehbare Zeit in diesen Gesellschaften verbleiben, fallen keine latenten Steuerverbindlichkeiten an. Latente Steuerverbindlichkeiten sind für alle zu versteuernden temporären Unterschiede zu bilanzieren, sofern die latenten Steuerverbindlichkeiten nicht einem Geschäftswert entstammen, dessen Abschreibung für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig ist.

Die Ertragsteuern beinhalten Körperschaftsteuer, Gewerbeertragsteuer, Solidaritätszuschlag und die entsprechenden ausländischen Steuern.

In Deutschland beträgt der Körperschaftsteuersatz zurzeit 15 % (2008: 15 %) zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 %. Die Gewerbesteuer beträgt je nach Gemeinde z. Z. zwischen 17,0 % und 19,7 %.

Der für 2009 erwartete Ertragsteuersatz der Konzernobergesellschaft Senator Entertainment AG wird sich nominal auf 30 % belaufen.

Fremdkapitalkosten

In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit stehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Qualifizierte Vermögenswerte sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen.

Im Geschäftsjahr werden keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Immaterielle Vermögenswerte

Der Senator-Konzern aktiviert immaterielle Vermögensgegenstände, wenn der Vermögenswert:

(a) aufgrund von in der Vergangenheit liegenden Ereignissen sich im wirtschaftlichen Eigentum der Gesellschaft befindet

(b) wenn anzunehmen ist, dass ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus diesem Vermögenswert dem Unternehmen zufließt.

In Übereinstimmung mit IAS 38 setzt der Senator-Konzern einen immateriellen Vermögenswert mit dessen Anschaffungskosten an, wenn:

(a) es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und

(b) die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.

Diese Vorgehensweise findet Anwendung, wenn ein immaterieller Vermögenswert extern erworben oder intern generiert wird. Immaterielle Vermögenswerte werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen erfasst. Nach IAS 38 werden immaterielle Vermögenswerte einheitlich über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts beträgt ab dem Datum, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann, maximal zwanzig Jahre. Der Abschreibungszeitraum beginnt, sobald der Vermögenswert genutzt werden kann. Abschreibungszeitraum und -plan werden jährlich am Ende eines Geschäftsjahres überprüft.

(1) Patente, Marken und Lizenzen

Für Patente, Marken und Lizenzen gezahlte Beträge werden aktiviert und anschließend über den Zeitraum des erwarteten Nutzens linear abgeschrieben. Patente, Marken und Lizenzen werden mit ihren ursprünglichen Anschaffungskosten bewertet. Die geschätzte Nutzungsdauer von Patenten, Marken und Lizenzen variiert zwischen fünf und sieben Jahren. Es werden keine planmäßigen Abschreibungen auf Rechte an Manuskripten und Drehbüchern vorgenommen.

(2) Filmrechte national

Die für den Erwerb oder die Produktion von Filmen gezahlten Beträge werden in Übereinstimmung mit IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ aktiviert.

Filme werden über die erwartete Nutzungsdauer verwertungsbedingt abgeschrieben. Dabei wird als Nutzung die Verwertung der deutschsprachigen Kino-, Video- sowie TV-Rechte verstanden. Für die Verwertungsstufen werden Abschreibungen grundsätzlich wie folgt vorgenommen:

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2009 2008
% %
bei Kinostart 10 10
bei Verkauf der Videorechte 35 35
bei Verkauf der TV-Rechte 35 35
bei Video on Demand 10 10
bei Zweitverwertung 10 10

(3) Filmrechte international

Die Abschreibung der Weltvertriebsrechte erfolgt entsprechend den Erlöserwartungen.

Die Bewertung der internationalen Rechte findet auf der Grundlage von US GAAP SOP 002 statt. Diese international übliche Methode schreibt vor, dass die einzelnen zurechenbaren Aufwendungen einer Produktion oder eines Erwerbs von Film- und Lizenzvermögen bis zum Verwertungsbeginn des Films oder des darauf beruhenden Rechts aktiviert werden müssen.

Die Abschreibung des Film- und Lizenzvermögens nach der film forecast computation method erfolgt hierbei in Abhängigkeit der Verwertung. Entsprechend den Zuflüssen der aus der Verwertung insgesamt resultierenden Umsatzerlöse über einen Zeitraum von maximal 10 Jahren werden die periodisch anteiligen Abschreibungen berücksichtigt (verwertungsbedingte Abschreibung).

(4) Künstlerbeziehungen

Künstlerbeziehungen werden aktiviert soweit bei Unternehmenszusammenschlüssen eine Kaufpreisallokation auf diese sonstigen immateriellen Vermögenswerte stattgefunden hat und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

(5) Software

Neue Software wird mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und als immaterieller Vermögenswert ausgewiesen, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren linear abgeschrieben.

(6) Geschäfts- oder Firmenwert

Der Überschuss der Anschaffungskosten der Anteile an einem Unternehmen über den vom erwerbenden Unternehmen am Tage der Transaktion erworbenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der zugehörigen Vermögenswerte wird als Geschäftswert bezeichnet und in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt. Geschäftswerte werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Wertberichtigungen, bilanziert.

Der Buchwert wird zu jedem Bilanzstichtag oder wenn Anzeichen für eine Minderung des Geschäftswertes bestehen im Hinblick auf seinen künftigen wirtschaftlichen Nutzen überprüft. Es wird der erzielbare Betrag für die betreffende Einheit ermittelt, zu welcher der Geschäftswert gehört. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, so wird eine Wertberichtigung vorgenommen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungen ausgewiesen.

Sachanlagen werden über die geschätzte Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Gesellschaft schätzt die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände auf 3 bis 10 Jahre. Die erwarteten Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft und sämtliche notwendigen Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt.

Voll abgeschriebenes Sachanlagevermögen wird so lange unter Anschaffungs- und Herstellungskosten und kumulierten Abschreibungen ausgewiesen, bis die betreffenden Vermögenswerte außer Betrieb genommen werden. Bei Anlageabgängen werden die Anschaffungs- und Herstellungkosten sowie die kumulierten Abschreibungen abgesetzt, Ergebnisse aus Anlageabgängen (Abgangserlöse abzüglich Restbuchwerte) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Wertminderungen bzw. Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, um festzustellen, ob es Anhaltspunkte für eine eingetretene Wertminderung dieser Vermögenswerte gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang eines eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört. Wenn eine angemessene und stetige Grundlage zur Verteilung ermittelt werden kann, werden die gemeinschaftlichen Vermögenswerte auf die einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten verteilt. Andernfalls erfolgt eine Verteilung auf die kleinste Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten, für die eine angemessene und stetige Grundlage der Verteilung ermittelt werden kann.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer bzw. bei solchen, die noch nicht für eine Nutzung zur Verfügung stehen, wird jährlich und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, ein Wertminderungstest durchgeführt.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz auf ihren Barwert abgezinst. Dieser Vorsteuerzinssatz berücksichtigt zum einen die momentane Markteinschätzung über den Zeitwert des Geldes, zum anderen die im Vermögenswert inhärenten Risiken, die nicht bereits Eingang in die Schätzung der Zahlungsströme gefunden haben.

Wenn der geschätzte erzielbare Betrag eines Vermögenswertes (oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit) den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswertes (der Zahlungsmittel generierenden Einheit) auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes (der Zahlungsmittel generierenden Einheit) auf die neuerliche Schätzung des erzielbaren Betrages erhöht. Ausgenommen hiervon ist der Geschäfts- oder Firmenwert. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert (die Zahlungsmittel generierende Einheit) in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden für die Durchführung der Werthaltigkeitstests den Berichtseinheiten zugeordnet, für die auch im internen Berichtssystem des Konzerns eine Allokation dieser Werte erfolgt. Die Prüfung der Werthaltigkeit erfolgt auf Basis der Ermittlung des Nutzungswertes anhand geschätzter zukünftiger Zahlungsströme, die aus der Mittelfristplanung abgeleitet werden. Der Planungshorizont der Mittelfristplanung beträgt drei Jahre. Die Zahlungsströme nach diesem Dreijahreszeitraum werden diskontiert.

Assoziierte Unternehmen

Anteile an Unternehmen, bei denen ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, sind unter den Anteilen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls erhöht oder vermindert um Wertberichtigungen von Geschäftswerten, Gewinnausschüttungen und die anteiligen Ergebnisse der Gesellschaft bewertet. Das Unternehmen bewertet seine Anteile an assoziierten Unternehmen neu, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Anteil eine Wertminderung erfahren hat oder eine Wertminderung, die in früheren Jahren erfasst worden ist, nicht länger besteht.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden entweder

- als Kredite und Forderungen, oder

- als zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen klassifiziert.

Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig und erforderlich sind, zum Ende des Geschäftsjahres vorgenommen.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d. h., am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Die in der Konzernbilanz erfassten Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet. Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Wertpapiere des Anlagevermögens sowie die Ausleihungen werden der Kategorie zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente zugeordnet. Nach der erstmaligen Erfassung werden diese zum beizulegenden Zeitwert - sofern dieser zuverlässig ermittelbar ist - bewertet. Die Wertänderungen der beizulegenden Zeitwerte werden erfolgsneutral als Eigenkapitalveränderung ausgewiesen, sofern nicht dauerhafte Wertminderungsverluste festgestellt werden, die erfolgswirksam erfasst werden. Im Geschäftsjahr 2009 und 2008 lagen jeweils zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente vor, bei denen die Senator AG nicht in der Lage war, einen zuverlässigen beizulegenden Zeitwert zu ermitteln. Entsprechend wurden in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 die entsprechenden Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Wir verweisen auf die Ausführungen zu Akquisitionen und Unternehmenszusammenschlüssen.

Die Wertminderung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Basis von Erfahrungswerten vorgenommen. Für die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte werden angemessene einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn eine der drei folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

- Die vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert sind ausgelaufen.

- Der Konzern behält die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus finanziellen Vermögenswerten zurück, übernimmt jedoch eine vertragliche Verpflichtung zur Zahlung der Cashflows ohne wesentliche Verzögerungen an eine dritte Partei im Rahmen einer Vereinbarung, die die Bedingungen in IAS 39.19 erfüllt („passthrough arrangement“).

- Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert übertragen und hat (a) im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen oder hat (b) im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen.

Vorräte

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle der Leistungserstellung zurechenbaren Einzelkosten sowie produktionsbezogene Gemeinkosten. Die Bewertung der Vorräte zum Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag von Anschaffungs- oder Herstellungskosten und realisierbarem Nettoveräußerungswert. Der Nettoveräußerungswert stellt dabei den voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten dar.

Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrages verlässlich zu schätzen, so sind die Auftragserlöse und Auftragskosten in Verbindung mit diesem Fertigungsauftrag entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag jeweils als Teil der entstandenen Auftragskosten für die geleistete Arbeit im Verhältnis zu den erwarteten Auftragskosten zu erfassen, es sei denn, dies würde den Leistungsfortschritt nicht wiedergeben.

Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, wird der erwartete Verlust sofort als Aufwand erfasst.

Der Fertigstellungsgrad wird nach dem cost-to-cost Verfahren ermittelt, danach wird der Fertigungsgrad am Verhältnis der bis zum Stichtag kumuliert angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten ermittelt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten.

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen für die leistungsorientierten Versorgungssysteme werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei auf der Basis von Pensionsgutachten.

Hinsichtlich der Lebenserwartung wurden die anerkannten versicherungsmathematischen Richttafeln verwendet. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wird durch Diskontierung der geschätzten künftigen Zahlungsmittelabflüsse bestimmt. Der Rechnungszins orientiert sich hierbei an hochqualitativen Unternehmensanleihen, die im Hinblick auf die Währung und die Laufzeit den zugrunde liegenden Pensionsverpflichtungen entsprechen.

Rückstellungen

Rückstellungen werden in Übereinstimmung mit IAS 37 für Verpflichtungen ausgewiesen, die ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe nach ungewiss sind. Eine Rückstellung ist ausschließlich dann anzusetzen, wenn:

(a) der Gesellschaft aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) entstanden ist

(b) es wahrscheinlich ist (d. h., mehr dafür als dagegen spricht), dass zur Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen erforderlich ist und

(c) eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.

Der als Rückstellung erfasste Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtung erforderlichen Ausgaben dar, d. h., den Betrag, den das Unternehmen bei zuverlässiger Betrachtung zur Erfüllung der Verpflichtung am Bilanzstichtag oder zu ihrer Übertragung auf eine dritte Partei an diesem Tag zahlen müsste.

Unter den Steuerrückstellungen der Periode wird der Betrag der Steuern erfasst, der aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurde. Hiervon ausgenommen sind die Beträge der Steuern, die mit Positionen in Verbindung stehen und diesen zugeordnet werden, die in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht ausgewiesen werden. Grundlage für die Bildung von Steuerrückstellungen ist das Ergebnis vor Steuern. Dazu gehören diejenigen Erträge und Aufwendungen, welche unter Berücksichtigung der Regelungen der deutschen Steuergesetzgebung in das Ergebnis vor Steuern einbezogen werden dürfen. Steuerrückstellungen werden im Senator-Konzern auf das Ergebnis vor Steuern der laufenden Periode gebildet sowie für Steuernachzahlungen für vergangene Perioden.

Verbindlichkeiten, die aus einer möglichen Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses entstehen und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig in der Kontrolle des Unternehmens stehen, oder die aus einer gegenwärtigen Verpflichtung entstehen, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht erfasst wurde, weil

(a) der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen mit der Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist; oder

(b) die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann, werden als Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen, außer, wenn die Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Gesellschaft gering ist.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten, einschließlich aufgenommener Kredite, werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst.

Im Rahmen der Folgebewertung werden sonstige finanzielle Verbindlichkeiten grundsätzlich gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten einer finanziellen Verbindlichkeit und der Zuordnung von Zinsaufwendungen auf die jeweiligen Perioden. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder eine kürzere Periode, sofern zutreffend, auf den Buchwert abgezinst werden.

Investitionszuschüsse

Im Geschäftsjahr 2000 wurden erstmals Investitionszuschüsse passiviert. Weitere Investitionszuschüsse erhielt der Konzern in den Geschäftsjahren 2008 und 2009. Die Investitionszuschüsse werden entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Investitionen ertragswirksam aufgelöst.

Segmente

Der Konzern ist in vier Segmente/Geschäftsfelder gegliedert, die einzeln gesteuert werden. Finanzinformationen über Geschäftsfelder und geographische Segmente sind in der Erläuterung Nr. 36 „Segmentberichterstattung“ dargestellt.

Bedeutende bilanzielle Ermessensspielräume und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten

Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung von IFRS erfordert bei einigen Positionen, dass der Vorstand Schätzungen und Annahmen vornimmt, die die Werte der zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden und Finanzverpflichtungen sowie die Erträge und Aufwendungen während des Geschäftsjahres beeinflussen können. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei

- der Bewertung von Filmverwertungsrechten

- dem Ansatz und der Bemessung von Rückstellungen

- der Beurteilung der Notwendigkeit sowie der Bemessung einer außerplanmäßigen Abschreibung bzw. Wertberichtigung

- Bewertung langfristiger Forderungen.

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von € 2,4 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte (Buchwert vor außerplanmäßigen Abschreibungen € 16,3 Mio.) vorgenommen. Grundlage der Wertermittlung waren Barwerte auf Titelbasis, basierend auf internen Erlöseinschätzungen. Der Diskontierungszins betrug 10 %.

In den sonstigen Rückstellungen wurde Vorsorge für Videokosten getroffen, die aufgrund der abgeschlossenen Verkaufsverträge seitens Senators zu tragen sind. Der Gesamtbetrag dieser Rückstellungen beträgt T€ 156. Die Rückstellung für Videokosten wurde anhand von Erfahrungswerten für vergleichbare Titel geschätzt.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäftswerte, der anderen immateriellen Vermögenswerte sowie des Sachanlagevermögens erfolgt generell auf Basis abgezinster Zahlungsströme aus der fortgesetzten Nutzung und dem Verkauf der Vermögenswerte. Faktoren, wie geringere als erwartete Umsätze und daraus resultierende Nettozahlungsströme, aber auch Änderungen der Abzinsungsprozentsätze, können zu einer Wertminderung führen.

Bei der Anwendung der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden muss der Vorstand in Bezug auf die Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden, die nicht ohne Weiteres aus anderen Quellen ermittelt werden können, Sachverhalte beurteilen, Schätzungen anstellen und Annahmen treffen. Die Schätzungen und die ihnen zugrunde liegenden Annahmen resultieren aus Vergangenheitserfahrungen sowie weiteren als relevant erachteten Faktoren. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung. Schätzungsänderungen werden, sofern die Änderung nur eine Periode betrifft, nur in dieser berücksichtigt, falls die Änderung die aktuelle sowie die folgenden Berichtsperioden betrifft, entsprechend in dieser und den folgenden Perioden beachtet.

Innerhalb der Forderungen aus Lieferung und Leistung sind langfristige US-Dollar-Forderungen gegen Lizenzkäufer enthalten, die zum Teil erst Mitte 2011 fällig werden. Der Barwert der Forderungen beträgt nach Berücksichtigung von Währungsanpassungen rund € 0,4 Mio.

(B) ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

5. Umsatzerlöse

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2009 2008
T€ % T€ %
Filmproduktion 265 0,80 300 0,94
Verleih 24.107 72,89 24.522 76,77
TV-Produktion 8.600 26,00 7.118 22,29
Sonstige 102 0,31 0,00 0,00
33.074 100,00 31.940 100,00

Erlöse aus Filmförderung für die Produktion von Filmen werden seit dem letzten Jahr nicht mehr als Umsatzerlöse gezeigt sondern direkt von den Herstellungskosten der selbst geschaffenen Filmverwertungsrechte abgezogen. Fördermittel für die Herausbringung von Filmen werden direkt vom Materialaufwand abgezogen.

Die Umsatzerlöse aus dem Verleih setzen sich wie folgt zusammen:

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2009 2008
T€ % T€ %
Kino 9.166 38,02 6.665 27,18
TV 5.019 20,82 2.545 10,38
Video 9.106 37,77 14.442 58,89
Weltvertrieb 32 0,13 51 0,21
Sonstige 784 3,26 819 3,34
24.107 100,00 24.522 100,00

Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der erstmaligen Anwendung des neuen IFRS 8 und der damit verbundenen Umstellung der Segmente entsprechend angepasst.

6. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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2009 2008
T€ T€
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.189 983
Erträge aus Kaufpreisreduzierung 625 0
Erträge aus weiterbelasteten Kosten 269 490
Erträge aus Kaufoption 225 0
Mieterträge 81 55
Erträge aus Abgängen von Vermögenswerten des Anlagevermögens 8 3
Erträge aus Forderungsverzichten von Gläubigerbanken 0 17.857
Erträge aus der Entkonsolidierung 0 1.171
Sonstige Erträge 401 730
2.798 21.289

Bezüglich der Erträge aus Forderungsverzichten von Gläubigerbanken im Vorjahr verweisen wir auf die Ausführungen zu den Finanzverbindlichkeiten in Punkt 26.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH im Jahr 2007 wurden im Berichtsjahr aufgrund von vertraglich vereinbarten Earn-Out Regelungen Forderungen aus Kaufpreisanpassungen aktiviert.

7. Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2009 2008
T€ T€
Filmvermarktungskosten 10.558 14.632
Filmproduktionskosten 6.921 5.374
Lizenzgeberanteile 1.759 575
Abführungen an Filmförderanstalten 846 434
20.084 21.015

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen folgende Posten:

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2009 2008
T€ T€
Forderungsbewertung 1.101 5.739
Rechts- und Beratungskosten 801 1.745
Raumkosten 644 832
Abschluss- und Prüfungskosten 186 166
Versicherungen 162 147
Reisekosten 151 547
Telefon, Porto 140 194
Aufsichtsratsvergütung 115 113
Hauptversammlung bzw. Gesellschafterversammlungen 114 161
Verluste aus Anlagenabgängen 68 1
Repräsentations- und Werbekosten 59 386
Bürobedarf, Fachliteratur 58 94
Nebenkosten des Geldverkehrs 57 214
Kosten des Fuhrparks 39 71
Sonstige Personalkosten 39 32
Instandhaltung, Wartung, Miete für Büroausstattung 26 108
Übrige 693 1.308
4.453 11.858

9. Währungsgewinne und -verluste

Die Währungsgewinne und -verluste setzen sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

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2009 2008
T€ T€
Währungsgewinne 217 682
Währungsverluste -169 -1.220
48 -538

10. Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuerschulden für das laufende Geschäftsjahr und die Vorjahre werden unter Anwendung der am Bilanzstichtag geltenden Steuersätze mit den Beträgen bemessen, die erwartungsgemäß an die Finanzbehörde zu zahlen sind.

Der sich bei Anwendung der Senator AG ergebende Steueraufwand lässt sich zum tatsächlichen Steueraufwand wie folgt überleiten:

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2009 2008
T€ T€
Ergebnis vor Ertragsteuern - 6.412 -4.274
Steuer zum angesetzten Steuersatz von 30 % -1.924 -1.282
Effekt des nicht steuerpflichtigen Ergebnisses auf die Bestimmung des steuerpflichtigen Gewinns aus Equity-Anteil -23 28
Effekt der nicht abzugsfähigen Aufwendungen auf die Bestimmung des steuerpflichtigen Gewinns:
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 17 37
Nicht abzugsfähige Forderungsverzichte 0 916
Nicht der Steuer unterliegende Vermögensmehrungen und Vermögensminderungen 390 0
Nicht steuerpflichtige Erträge aus Konsolidierung -255 0
Ansatz/Wertberichtigung aktive Steuerabgrenzung auf Verlustvorträge 304 299
Nichtansatz steuerlicher Verluste 1.438 63
Sonstiges 114 2
Steueraufwand gemäß Konzernabschluss, davon 61 63
Steueraufwand des Berichtsjahres 61 63
Steueraufwand für Vorjahre 0 0
Veränderung latente Steuern 0 0

Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

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Stand
01.01.2009
Zuführung/
Auflösung
Stand
31.12.2009
T€ T€ T€
Aktive Steuerabgrenzung
Steuerlicher Verlustvortrag 489 -304 185
Pensionsrückstellungen 23 9 32
512 -295 217
Passive Steuerabgrenzung
Filmverwertungsrechte (netto) 315 -196 119
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 197 -99 98
512 -295 217
Bilanzausweis 0 0 0

Im Berichtsjahr werden die Steueransprüche wegen der Verrechnungsmöglichkeit bei gleichen Steuerbehörden insgesamt saldiert ausgewiesen.

Die noch nicht steuerlich genutzten körperschaftsteuerlichen sowie gewerbesteuerlichen Verlustvorträge der Senator AG betragen zum 31. Dezember 2009 jeweils rund € 150 Mio.

11. Ergebnis je Aktie

Das gemäß IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf der Division des laufenden Ergebnisses durch den gewichteten Durchschnitt der Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Aktien.

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Für das Geschäftsjahr 2009
Periodenverlust Gewichtete
Durchschnittszahl
an Aktien
Ergebnis je Aktie
T€
Den Aktionären zuzurechnender Periodenverlust -6.474
Ergebnis je Aktie
Den Aktionären zuzurechnender Periodenverlust -6.474 19.954.159 -0,32

 

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Für das Geschäftsjahr 2008
Periodenverlust Gewichtete
Durchschnittszahl
an Aktien
Ergebnis je Aktie
T€
Den Aktionären zuzurechnender Periodenverlust -3.407
Ergebnis je Aktie
Den Aktionären zuzurechnender Periodenverlust -3.407 19.954.159 -0,17

In den dargestellten Berichtsperioden gab es keine Verwässerungseffekte.

(C) ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ

12. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte:

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Geschäftswert Filmrechte
Produktion
Filmrechte Künstlerbeziehung
T€ T€ T€ T€
Anschaffungskosten
01. Januar 5.374 71.280 242.438 1.150
Zugänge 0 390 5.980 0
Umbuchungen 0 0 5.209 0
Währungsdifferenzen 0 0 0 0
Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Abgänge -4.826 -419 -1.518 0
31. Dezember 548 71.251 252.109 1.150
Kumulierte Abschreibungen
01. Januar 4.826 70.229 232.332 493
Zugänge 0 567 10.450 328
- davon außerplanmäßig 0 505 1.616 0
Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Abgänge -4.826 -4 -1.501 0
31. Dezember 0 70.792 241.281 821
Nettobuchwert 548 459 10.828 329
Nettobuchwert Vorjahr 548 1.051 10.106 657
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Patente, Marken und Lizenzen Geleistete
Anzahlungen
2009
Summe
2008
Summe
T€ T€ T€ T€
Anschaffungskosten
01. Januar 858 7.807 328.907 386.827
Zugänge 7 1.512 7.889 15.376
Umbuchungen 0 -5.209 0 0
Währungsdifferenzen 0 0 0 -543
Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 -69.076
Abgänge -208 -276 -7.247 -3.677
31. Dezember 657 3.834 329.549 328.907
Kumulierte Abschreibungen
01. Januar 683 1.919 310.482 355.734
Zugänge 105 250 11.700 15.951
- davon außerplanmäßig 0 250 2.371 3.892
Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 -57.533
Abgänge -208 0 -6.539 -3.670
31. Dezember 580 2.169 315.643 310.482
Nettobuchwert 77 1.665 13.906 18.425
Nettobuchwert Vorjahr 175 5.888 18.425

Der Geschäfts- und Firmenwert wurde im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH gebildet.

Abgänge an Filmrechten ergeben sich durch den Ablauf von Lizenzzeiten.

Die Position „Patente, Marken und Lizenzen“ umfasst im Wesentlichen Rechte an Drehbüchern. Sobald die Rechte an Drehbüchern für die Produktion eines Films verwertet wurden, werden diese Rechte als Produktionskosten des jeweiligen Films klassifiziert und unter den Filmrechten aktiviert.

Sachanlagen (Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung)

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2009
Gesamt
2008
Gesamt
T€ T€
Anschaffungskosten
01. Januar 2.180 2.496
Zugänge 164 108
Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 -326
Abgänge -1.066 -98
31. Dezember 1.278 2.180
Kumulierte
Abschreibungen
01. Januar 1.644 1.667
Zugänge 174 229
Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 -157
Abgänge -1.010 -95
31. Dezember 808 1.644
Nettobuchwert 470 536

13. Anteile an assoziierten Unternehmen

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Stand
01.01.2009
Veränderung Stand
31.12.2009
T€ T€ T€
Central Film Verleih GmbH, Berlin 165 -98 67
Pro in Space GmbH, Köln 448 -8 440
X. Verleih AG, Berlin 675 78 753
1.288 -28 1.260

Die Veräußerung von weiteren Anteilen der Central Film Verleih GmbH, Berlin, im Geschäftsjahr führte zur Reduzierung des Equity-Ansatzes.

Die Anteile an der Central Film Verleih GmbH wurden trotz des Anteilsverkaufs wie im Vorjahr at-equity in den Konzernabschluss einbezogen, da die Kontrollrechte unverändert geblieben sind. Grund für den maßgeblichen Einfluss ist, dass die Abberufung bestehender Geschäftsführer und das Treffen wesentlicher geschäftspolitscher Entscheidungen nur mit Zustimmung von Senator möglich sind.

Die nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen weisen insgesamt im Geschäftsjahr ein Jahresergebnis i. H. v. T€ -241 (Vj.: T€ -283), Umsatzerlöse von T€ 6.237 (Vj.: T€ 6.533), Aktiva i. H. v. T€ 18.543 (Vj.: T€ 10.366) sowie Schulden i. H. v. T€ 10.863 (Vj.: T€ 8.005) aus.

Langfristige Aktiva bestehen i. H. v. T€ 11.491 (Vj.: T€ 2.647), kurzfristige i. H. v. T€ 7.052 (Vj.: T€ 7.719). Die assoziierten Unternehmen haben kurzfristige Passiva i. H. v. T€ 11.637 (Vj.: T€ 6.822) und langfristige i. H. v. T€ 6.234 (Vj.:T€ 3.544).

Die Anteile an assoziierten Unternehmen an der Pro in Space GmbH und der X Verleih AG wurden gemäß IFRS 5 aufgrund von bestehenden Verkaufsabsichten aus den langfristigen in die kurzfristigen Vermögensgegenstände umgegliedert.

14. Wertpapiere des Anlage- und Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Anlagevermögens beinhalten eine Option in Höhe von T€ 225. Hierzu verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Punkt 37. Finanzinstrumente.

In 2008 erwarb die Senator Entertainment AG 12,55 % an der Berliner A-Company Consulting & Licensing AG (A-Company) für € 2,0 Mio. Die Wertpapiere wurden aufgrund von Veräußerungsabsichten in das Umlaufvermögen umgegliedert, ein konkretes Verhandlungsergebnis besteht noch nicht. Es wurde eine Abwertung der Wertpapiere auf einen zu erwartenden Veräußerungserlös von T€ 750 vorgenommen.

15. Vorräte

Senator verfügt über Lagerbestände an Bildtonträgern in Höhe von T€ 649.

16. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2009 2008
T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.777 8.595
Abzüglich Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen -3.588 -3.552
Forderungen, netto 7.189 5.043
- Davon aus Fertigungsaufträgen 3.927 0

Forderungen werden zum Nennwert abzüglich Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen bilanziert. Die Forderungsverluste betragen in 2009 T€ 986 (Vj.: T€ 2.412).

Forderungen aus Filmfördermitteln werden aufgrund der geänderten Bilanzierungsmethode seit dem Vorjahr nicht unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sondern unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.

Noch nicht endabgerechnete Forderungen aus laufenden Fertigungsaufträgen (IAS 11):

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2009 2008
T€ T€
Bis zum Bilanzstichtag angefallene Kosten zuzüglich erfasster Gewinne 3.927 0
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo 3.927 0
Erhaltene Anzahlung 2.647 0

Die in der Periode erfaßten Auftragserlöse entsprechen den angefallenen Kosten zum 31.12.2009. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um ein Projekt, das kurz vor der Fertigstellung stand.

Die Entwicklung der auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildeten Wertberichtigungen ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

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2009 2008
T€ T€
Stand am 01. Januar 3.552 754
Verbrauch 64 0
Auflösung 0 180
Abgang durch Entkonsolidierung 0 3
Zuführung 100 2.981
Stand am 31. Dezember 3.588 3.552

Zum 31. Dezember 2009 ist ein Forderungsbestand i. H. v. T€ 6.562 (Vj.: T€ 2.562) weder einzelwertberichtigt noch überfällig. Hier deuteten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die zum Bilanzstichtag in Zahlungsverzug befindlichen, aber nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie folgt überfällig:

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2009 2008
T€ T€
bis 30 Tage 644 463
31. bis 90 Tage 153 345
91. bis 180 Tage 61 535
181. bis 360 Tage 21 106
ab 361 Tage 1 188
880 1.637

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. T€ 880 (Vj.: T€ 1.637), welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren, wurden keine Wertminderungen gebildet, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit dieser Schuldner festgestellt wurde und mit einer Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird. Der Konzern hält keine Sicherheiten für diese offenen Posten.

17. Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen

Die Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

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2009 2008
T€ T€
Forderungen gegen Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 1.474 46
Sonstige 0 42
1.474 88

Zum 31. Dezember 2009 und 2008 ist der Gesamtbetrag der Forderungen weder wertgemindert noch überfällig. Hier deuteten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die nahe stehenden Personen oder Unternehmen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Zu weiteren Erläuterungen wird auf Ziffer 39. „Beziehungen zu nahe stehenden Personen“ verwiesen.

18. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

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2009 2008
T€ T€
Forderung gegen Förderinstitute 923 606
Forderung gegen die Deutsche Bank 625 625
Debitorische Kreditoren 356 56
Forderung aus Kaufpreisanpassung 245 0
Anspruch VGF 240 240
Forderung aus Beteiligungsverkäufen 41 150
Notaranderkonto 19 105
Kautionen 10 34
Forderungen an Mitarbeiter 2 56
Darlehensforderung 0 594
Forderung Finanzierung 0 452
Übrige 828 882
3.289 3.800

19. Übrige Vermögenswerte

Die übrigen Vermögenswerte setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

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2009 2008
T€ T€
Sonstige Steuern 904 945
Sonstiges 4 0
908 945

20. Gezeichnetes Kapital

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2009 2008
Stück Stück
Aktien, 19.963.818 Stück,
Genehmigtes Kapital (2009/I) bis zu € 9.981.909; 19.963.818 19.963.818
Eigene Aktien -9.659 -9.659
19.954.159 19.954.159

Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Es ist in nennwertlose Stückaktien eingeteilt.

Eigene Anteile werden in der Bilanz eigenkapitalmindernd erfasst. Der Erwerb eigener Anteile wird im Jahresabschluss als eine Veränderung im Eigenkapital ausgewiesen.

Die Senator AG wurde mit Beschlussfassung der Hauptversammlung am 29. Juni 1999 erstmalig dazu ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Aktien bis zu einer maximalen Höhe von 10 % des Stammkapitals zu erwerben. Der Erwerb der eigenen Anteile erfolgte zu verschiedenen Zeitpunkten im Geschäftsjahr 2000. Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, keinen Handel mit den eigenen Aktien zu treiben und die eigenen Aktien nur unter bestimmten Umständen zu veräußern.

Am 31. Dezember 2009 weist die Gesellschaft 9.659 Stückaktien als eigene Anteile aus, auf die nominal € 9.659 bzw. 0,05 % des Grundkapitals entfallen.

Auf der Hauptversammlung vom 20. Juli 2009 wurde das bis dahin bestehende genehmigte Kapital 2004/I aufgehoben und ein neues genehmigtes Kapital beschlossen, wodurch der Vorstand ermächtigt ist, nach Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in einem Zeitraum von fünf Jahren ab dem 29. September 2009 um einen Betrag von bis zu € 9.981.909 zu erhöhen.

21. Kapitalrücklage

Die Deutsche Bank AG brachte mit Forderungsverzichtserklärung vom 6. Dezember 2005 eine Forderung i. H. v. € 22.431.226,48 als Sacheinlage in die Gesellschaft ein, davon entfielen € 6.200.000 auf die Erhöhung des gezeichneten Kapitals und € 16.231.226,48 auf die Einstellung in die Kapitalrücklage.

Die Erträge aus der Kapitalherabsetzung in 2004 i. H. v. € 30.600.000 wurden nach den aktienrechtlichen Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung in die Kapitalrücklage eingestellt. In 2004 reduzierte sich die Kapitalrücklage aufgrund der vereinfachten Kapitalherabsetzung i. H. v. € 1.328.813 für die von der Senator AG gehaltenen eigenen Anteile.

22. Minderheitenanteile

Die ausgewiesenen Minderheitenanteile betragen gemäß IAS 27.35 unverändert zum Vorjahr € 0.

23. Kapitalmanagement

Die Senator Entertainment AG unterliegt über die aktienrechtlichen Bestimmungen hinaus keinen weiter gehenden satzungsmäßigen oder vertraglichen Verpflichtungen zum Kapitalerhalt. Die im Rahmen der Unternehmenssteuerung von der Gesellschaft herangezogenen Finanzkennzahlen sind überwiegend erfolgsorientiert.

Vorrangiges Ziel des Senator-Managements ist die für eine Unternehmensfortführung sicherzustellende Liquidität, da den Senator-Gesellschaften derzeit keine freien Kreditlinien zur Verfügung stehen. Zur Umsetzung des Ziels werden neben der absoluten Höhe des Bestandes an liquiden Mitteln die erwarteten Ein- und Auszahlungen durch einen Plan auf Wochenbasis sowie einem mittelfristigen Plan, der sich über einen dreijährigen Zeitraum erstreckt, überwacht.

Um flexibel sich bietende Eigenkapital- und Fremdfinanzierungsoptionen am Markt nutzen zu können, ist eine ausreichend hohe Eigenkapitalquote erforderlich. Dabei wird das wirtschaftliche Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme überwacht. Die Eigenkapitalquote ist dabei das Verhältnis zwischen dem wirtschaftlichen Eigenkapital auf konsolidierter Basis und der Bilanzsumme. Das wirtschaftliche Eigenkapital setzt sich aus dem bilanziellen Eigenkapital sowie den Investitionszuschüssen zusammen.

Das wirtschaftliche Eigenkapital sowie die Eigenkapitalquote entwickelten sich wie folgt:

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2009 2008
T€ T€
Bilanzielles Eigenkapital 2.730 9.204
Investitionszuschüsse 164 201
Wirtschaftliches Eigenkapital 2.894 9.405
Bilanzsumme 34.332 34.671
Eigenkapitalquote 8,4 % 27,1 %

Es existieren keine sog. Covenants, bei deren Nichteinhaltung eine Kündigung von Kreditverträgen drohen könnte.

24. Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer

Pensionspläne und Pensionsrückstellungen

Im Geschäftsjahr 2009 weist der Senator-Konzern Pensionsverpflichtungen für einen aktiven und einen inaktiven Mitarbeiter der Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH aus. Es handelt sich bei beiden Pensionszusagen um leistungsorientierte Zusagen, d. h., die Mitarbeiter werden vom Unternehmen einen festen Betrag an Pensionsleistungen in der Zukunft erhalten. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung entspricht dem Barwert dieser Verpflichtung, abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens.

Nach diesem Plan haben die Berechtigten Anspruch auf feste monatliche Vergütungen bei Erreichen des Ruhestandsalters von 65 Jahren. Zur Tilgung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurde von der Möglichkeit der sofortigen erfolgswirksamen Erfassung aller im Geschäftsjahr angefallener Gewinne und Verluste Gebrauch gemacht.

Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zugrunde gelegt wurden, sind:

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2009 2008
% %
Abzinsungssatz 5,60 5,60
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 5,60 5,60
Erwartete prozentuale Gehaltssteigerungen 0,00 0,00
Rententrend 2,00 2,00

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind hinsichtlich dieser leistungsorientierten Pläne folgende Beträge erfasst:

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2009 2008
T€ T€
Laufender Dienstzeitaufwand 21,5 21,9
Zinsaufwand 32,5 29,6
Erwartete Erträge aus Planvermögen -28,3 -25,8
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 33,9 18,6
Summe Pensionsaufwendungen 59,6 44,3

Der laufende Jahresaufwand ist im Personalaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag aufgrund der Verpflichtung des Unternehmens aus leistungsorientierten Plänen ergibt sich wie folgt:

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2009 2008
T€ T€
Barwert der gedeckten leistungsorientierten Verpflichtung 638 580
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -512 -485
Plandefizit 126 95
nicht erfasste versicherungsmathematische Nettoverluste 0 0
nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0
Nettoschuld am Jahresende 126 95

Die Bewegung im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen des laufenden Geschäftsjahres stellen sich wie folgt dar:

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2009 2008
T€ T€
Verpflichtung zum 1. Januar 580 529
laufender Dienstzeitaufwand 22 22
Zinsaufwand 33 29
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 4 0
Verpflichtung zum 31. Dezember 638 580

Im Geschäftsjahr 2010 werden Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen i. H. v. T€ 35 erwartet.

Die Bewegungen im Barwert des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens im laufenden Geschäftsjahr stellen sich wie folgt dar:

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2009 2008
T€ T€
Planvermögen zum 1. Januar 485 442
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 28 26
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -30 -19
Beiträge des Arbeitgebers 29 37
Planvermögen zum 31. Dezember 512 486

Das Planvermögen besteht aus Ansprüchen aus Versicherungsrückdeckungen. Die erwarteten Vermögenserträge werden auf der Grundlage von zu diesem Zeitpunkt gängigen Markterwartungen für den Zeitraum berechnet, über den die Verpflichtungen erfüllt werden.

25. Sonstige Rückstellungen

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Stand
01.01.2009
Verbrauch Auflösung Zuführung Veränderung
Konsolidierungskreis
Stand
31.12.2009
T€ T€ T€ T€ T€ T€
Personalrückstellungen 203 203 0 129 0 129
Sonstige ungewisse Verbindlichkeiten 3.916 828 1.188 2.353 0 4.253
4.119 1.031 1.188 2.482 0 4.382

 

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Stand
01.01.2008
Verbrauch Auflösung Zuführung
T€ T€ T€ T€
Personalrückstellungen 287 227 1 203
Sonstige ungewisse Verbindlichkeiten 5.821 1.865 982 1.553
6.108 2.092 983 1.756
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Veränderung
Konsolidierungskreis
Stand
31.12.2008
T€ T€
Personalrückstellungen -59 203
Sonstige ungewisse Verbindlichkeiten -611 3.916
-670 4.119

Die Personalrückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehenden Urlaub.

Die sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Lizenzgeberanteile sowie Prozessrisiken, letztere insbesondere im Zusammenhang mit der gerichtlichen Auseinandersetzung gegen die Deutschen Bank AG (vgl. auch Punkt 18).

26. Finanzverbindlichkeiten

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2009 2008
T€ T€
Anleihen 2.961 2.640
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.453 1.897
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 3.540 2.403
11.954 6.940

Analyse der Fälligkeit finanzieller Verbindlichkeiten:

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Originäre finanzielle Verbindlichkeiten Buchwert 2010 2011-2012 2013-2014
31.12.2009 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.453 205 4.477 242 0 140 976
Anleihen 2.961 250 2.184 116 777 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 3.540 677 3.540 0 0 0 0

Alle sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten sind kurzfristig und beinhalten keine Zinszahlungen.

Die langfristigen Bankschulden betreffen in Höhe von T€ 976 ein Nachrangdarlehen aus dem H.E.A.T. Programm, welches der Senator Film Verleih GmbH gewährt wurde und bei dem die Senator AG einen Schuldbeitritt erklärt hat. Das Darlehen tritt mit dem Rückzahlungsanspruch des Nominalbetrages und der Zinszahlung im Rang hinter die Forderungen aller bestehenden und künftigen Gläubiger der Senator Film Verleih GmbH zurück. Der Nachrang gilt auch im Insolvenzverfahren.

Mit der Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG besteht ein Darlehen in Höhe von T€ 490, das jederzeit fällig gestellt werden kann. Das Darlehen ist besichert mit den aktuellen und künftig noch zu erwerbenden Anteile an der X Verleih AG.

Im Dezember 2008 wurden Anleihen mit einem Gesamtvolumen von € 2,64 Mio. emittiert. Die Anleihen wurden in vier Tranchen begeben, deren Rückzahlung zu verschiedenen Zeitpunkten bis zum 22. Dezember 2011 erfolgt. Die Anleihen sind mit Ausgabeaufschlägen (Agio) zwischen 7 % und 35 % zurückzuführen. Die Anleihen wurden mit immateriellen Vermögenswerten besichert.

Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten enthalten ein Darlehen in Höhe von € 2,5 Mio., das zum 31.12.2009 noch mit einem Nominalbetrag in Höhe von T€ 1.705 bilanziert ist. Das Rest-Darlehen wird voraussichtlich bis Ende 2010 getilgt. Das Darlehen tritt mit dem Rückzahlungsanspruch des Nominalbetrages und der Zinszahlung im Rang hinter die Forderungen aller bestehenden und künftigen Gläubiger der Senator Entertainment AG zurück. Besichert wurde das Darlehen mit den bestehenden Anteilen an der A-Company Consulting & Licensing AG.

Des Weiteren enthalten die sonstigen Finanzverbindlichkeiten ein Darlehen von der amerikanischen Fondsgesellschaft Winchester Capital International LLC, das im Dezember des Geschäftsjahres dem Konzern gewährt wurde. Zum Bilanzstichtag betrug der Darlehensbetrag T€ 1.673. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis Ende 2010. Als Sicherheit für die Rückzahlung des Darlehens wurden Erlösansprüche an diversen Filmen abgetreten.

Der Wert der besicherten Aktiva beträgt ca. € 5,0 Mio.

Die Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH verfügt über eine Kreditlinie in Höhe von € 5,2 Mio., die zum Bilanzstichtag in Höhe von € 3,7 Mio. in Anspruch genommen wurde. Die Linie dient der Zwischenfinanzierung der Produktionskosten und zur Übernahme von Anzahlungsavalen für die Produktion von Kino- und TV-Spielfilmen. Die Laufzeit ist unbestimmt.

Darüber hinaus bestehen im Konzern keine Kreditlinien.

Die zum 31. Dezember 2009 bestehenden langfristigen Finanzverbindlichkeiten waren durch die folgenden Inanspruchnahmen, Zinssätze und Fälligkeiten gekennzeichnet:

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31.12.2009 Zinssatz Fälligkeit
T€ in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 976 9,75 22.02.2014
Anleihen 777 16,67 22.12.2011

27. Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen gliedern sich innerhalb der primären Segmente wie folgt:

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2009 2008
T€ T€
Verleih 2.783 6.124
TV-Produktion 2.655 34
Sonstige 4 4
5.442 6.162

Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der erstmaligen Anwendung des neuen IFRS 8 und der damit verbundenen Umstellung der Segmente entsprechend angepasst.

28. Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Personen und Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Personen und Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

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2009 2008
T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 31 81
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahe stehenden Personen und Unternehmen 10 41
41 122

29. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

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2009 2008
T€ T€
Darlehen 1.207 1.650
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 43 35
Kreditorische Debitoren 6 0
Übrige 201 136
1.457 1.821

30. Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Zusammensetzung der übrigen Verbindlichkeiten und Abgrenzungen:

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2009 2008
T€ T€
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 197 777
Verbindlichkeiten für Abgaben und Beiträge 16 52
Investitionszuschüsse 164 201
Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern 71 2
Sonstige 349 0
797 1.032

31. Währungsumrechnung

Für die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden, der Gewinn- und Verlustrechnung und der Fremdwährungspositionen in den einzelnen Abschlüssen werden die folgenden Wechselkurse zugrunde gelegt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2009 31.12.2008 2009 2008
(Basis: 1 €) (Basis: 1 €)
US-Dollar 1,4406 1,3917 1,3948 1,4708

(D) ERLÄUTERUNGEN ZUR EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

Das Eigenkapital des Senator-Konzerns veränderte sich im Geschäftsjahr lediglich durch das Gesamtergebnis.

(E) ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Senator weist den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Übereinstimmung mit IAS 7 „Kapitalflussrechnung“ nach der indirekten Methode aus, nach der der Gewinn oder Verlust der Periode um die Auswirkungen nicht zahlungswirksamer Transaktionen, um Abgrenzungen der Mittelzu- oder Mittelabflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit in der Vergangenheit oder der Zukunft und um Ertrags- oder Aufwandsposten in Verbindung mit dem Cashflow aus Investitions- oder Finanzierungstätigkeit angepasst wird.

32. Liquide Mittel

Bei den liquiden Mitteln (Finanzmittelfonds) handelt es sich um Kassenbestände und Bankguthaben sowie Bankverbindlichkeiten, soweit es sich um Kontokorrentkonten handelt.

Zum 31. Dezember 2009 werden in der Konzernbilanz die Guthaben bei Kreditinstituten, die von den Verfügungsbeschränkungen betroffen sind, wie im Vorjahr unter den sonstigen finanziellen Vermögenwerten ausgewiesen (T€ 18, Vj.: T€ 105).

Im Vorjahr haben zwei Banken auf ihre Forderungen gegen die Senator AG und ihren Tochtergesellschaften in Höhe von T€ 17.857 verzichtet, dadurch ergab sich eine zahlungsunwirksame Veränderung des Finanzmittelfonds in Höhe von T€ 12.286.

33. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sind folgende Ein- und Auszahlungen enthalten:

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2009 2008
T€ T€
Gezahlte Ertragsteuern -23 -8
Erhaltene Ertragsteuern 52 464
Gezahlte Zinsen -886 -1.574
Erhaltene Zinsen 11 92

34. Cashflow aus Investitionstätigkeit

Der Abfluss liquider Mittel aus Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in Filmverwertungsrechte und andere immaterielle Vermögenswerte i. H. v. T€ -7.890 (Vj.: T€ -14.834). Der Verkaufspreis im Vorjahr für die X-Filme Creative Pool GmbH betrug abgezinst T€ 3.351. Die Senator Entertainment Inc. wurde in 2008 für US$ 1 verkauft.

35. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen (T€ 5.725) stehen Auszahlungen aus der Tilgung von T€ 716, insbesondere für Darlehenstilgungen, gegenüber. Wir verweisen auch auf die Ausführungen in Punkt 26. „Finanzverbindlichkeiten“.

(F) WEITERE INFORMATIONEN

36. Segmentberichterstattung

In Übereinstimmung mit IFRS 8 werden Informationen zu Geschäftsfeldern und geographischen Segmenten offen gelegt. Die Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 wird unter Anwendung des ‚Management-Ansatzes’ vorgenommen, d. h., die Segmentberichterstattung basiert auf der aktuellen für die interne Berichterstattung verwendeten Segmentierung. Intersegmentäre Transaktionen: Segmenterträge, Segmentaufwendungen und Segmentergebnis beinhalten Transaktionen zwischen Geschäftsfeldern und zwischen geographischen Segmenten. Derartige Transaktionen werden zu Marktpreisen abgerechnet, die nicht verbundenen Parteien für ähnliche Leistungen berechnet werden. Diese Transaktionen werden für Zwecke der Konsolidierung eliminiert. Das primäre Berichtsformat gliedert sich nach den Geschäftsfeldern des Senator-Konzerns. Für das sekundäre Berichtsformat werden die geographischen Regionen verwendet, in denen der Senator-Konzern tätig ist.

Geschäftsfelder

Der Senator-Konzern führt den Großteil seiner Geschäfte in den folgenden Geschäftsfeldern durch:

(a) Produktion

(b) Verleih

(c) TV-Produktion

(d) Sonstige.

Diese Geschäftsfelder stellen das primäre Berichtsformat dar.

Das Segment Produktion umfasst die Produktion von Kinofilmen. Das Segment Verleih beinhaltet die Auswertung von Filmen in Kinos in Deutschland und Österreich sowie die Auswertungen von Kinofilmen im Fernsehen und auf Video und DVD. Zum Segment TV-Produktion zählen die Produktionen der konsolidierten Gesellschaft Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH. Im Segment Sonstige werden Verkäufe von sonstigen Rechten, die beim Erwerb von Filmlizenzen dem Konzern übertragen wurden, sowie die Musik-Aktivitäten zusammengefasst.

Der Senator-Konzern hat im Geschäftsjahr drei wichtige Kunden, mit denen jeweils mehr als 10% der Konzernumsatzerlöse realisiert wurden. Insgesamt betrug der Umsatz mit diesen Kunden € 15,7 Mio. Mit zwei der wichtigen Kunden werden Umsätze im Verleihsegment und mit einem im TV-Produktionssegment realisiert.

Geographische Regionen

Der Senator-Konzern ist international mit den Schwerpunkten Inland und übrige Länder tätig. Die sekundäre Segmentierung wird daher nach den geographischen Segmenten Inland und übrige Länder vorgenommen. Dabei wird danach unterschieden, wo Erlöse erzielt werden.

Geschäftsfelder

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Produktion
2009
Verleih
2009
TV-Produktion
2009
Sonstige
2009
Gesamt
2009
T€ T€ T€ T€ T€
Bereichsumsatz 265 25.623 8.600 140 34.628
Innenumsatz 0 1.516 0 38 1.554
Umsatzerlöse = Zurechenbare Erträge 265 24.107 8.600 102 33.074
Zurechenbare Aufwendungen
Abschreibungen -1.124 -10.225 -368 0 -11.717
- davon außerplanmäßig -505 -1.866 0 0 -2.371
Verwertungs- und Produktionsaufwand -16 -13.163 -6.905 0 -20.084
Personalaufwand -206 -1.116 -1.160 0 -2.482
Summe -1.346 -24.504 -8.433 0 -34.283
Bruttogewinn/-verlust -1.081 -397 167 102 -1.209
Nicht zurechenbare Erträge und Aufwendungen
Sonstige betriebliche Erträge 2.798
Personalaufwand -1.176
Abschreibungen -1.407
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.453
-5.447
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 73
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.167
Equity Ergebnis 81
Währungsergebnis 48
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -6.412

 

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Produktion
2008
Verleih
2008
TV-Produktion
2008
Sonstige
2008
Gesamt
2008
T€ T€ T€ T€ T€
Bereichsumsatz 300 26.217 7.118 0 33.635
Innenumsatz 0 1.695 0 0 1.695
Umsatzerlöse = Zurechenbare Erträge 300 24.522 7.118 0 31.940
Zurechenbare Aufwendungen
Abschreibungen -2.606 -11.495 -1.724 -357 -16.182
- davon außerplanmäßig -2.033 -1.650 0 -209 -3.892
Verwertungs- und Produktionsaufwand -68 -15.641 -5.306 0 -21.015
Personalaufwand -967 -1.769 -1.709 -295 -4.740
Summe -3.641 -28.905 -8.739 -652 -41.937
Bruttogewinn/-verlust -3.341 -4.383 -1.621 -652 -9.997
Nicht zurechenbare Erträge und Aufwendungen
Sonstige betriebliche Erträge 21.289
Personalaufwand -1.276
Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.858
-1.842
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 412
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.212
Equity Ergebnis -94
Währungsergebnis -538
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -4.274

Die damit verbundenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie die Finanzinvestitionen in dem jeweiligen Segment lassen sich wie folgt aufgliedern:

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2009 2008
T€ T€
Vermögenswerte
Produktion 934 2.418
Verleih 18.413 22.631
TV-Produktion 10.279 2.374
Sonstige 4.706 7.248
Summe 34.332 34.671

 

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2009 2008
T€ T€
Verbindlichkeiten
Produktion 111 338
Verleih 14.669 15.842
TV-Produktion 8.127 1.784
Sonstige 8.695 7.503
Summe 31.602 25.467

 

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2009 2008
T€ T€
Investitionen
Produktion 482 4.488
Verleih 7.426 10.139
TV-Produktion 17 5
Sonstige 129 2.326
Summe 8.054 16.958

Geographische Segmente

Für die Aufteilung in geographische Segmente wurde die Eurofilm & Media Ltd., Killaloe, Irland, dem Inland zugeordnet, da sie überwiegend Umsätze auf dem deutschen Markt erzielt.

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2009 2008
T€ T€
Umsätze
Deutschland 32.417 31.310
Übrige Länder 657 630
Summe 33.074 31.940

 

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2009 2008
T€ T€
Vermögenswerte
Deutschland 34.211 34.403
Übrige Länder 121 268
Summe 34.332 34.671

 

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2009 2008
T€ T€
Investitionen
Deutschland 8.054 14.450
Übrige Länder 0 2.508
Summe 8.054 16.958

Segmentinformationen

Die Segmentdaten wurden auf der Grundlage der im Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ermittelt.

Das Segmentvermögen stellt das betriebsnotwendige Vermögen der einzelnen Segmente dar. Derivative Geschäfts- oder Firmenwerte werden dem Segmentvermögen zugeordnet.

In den Segmentschulden sind die operativen Schulden und Rückstellungen der einzelnen Segmente enthalten.

Investitionen beinhalten die Ausgaben für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Für die geographische Segmentberichterstattung werden die Umsätze nach dem Standort des Kunden segmentiert, der in der Regel auch dem Standort der Konzerngesellschaft entspricht. Das Segmentvermögen und die Segmentinvestitionen wurden auf der Grundlage des Standortes der Konzerngesellschaft ermittelt.

37. Finanzinstrumente/Management von Finanzrisiken

(a) Bewertung der Finanzinstrumente nach Kategorien

Die Finanzinstrumente der Aktivseite betreffen die Bewertungskategorie nach IAS 39 Kredite und Forderungen mit Ausnahme der Wertpapiere, Anteile an assoziierten Unternehmen sowie kurzfristige Finanzanlagen, die als zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte klassifiziert wurden. Alle Finanzinstrumente der Passiva sind finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind.

(b) Beizulegender Zeitwert

Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt und entspricht annähernd dem Buchwert.

Allgemeines

Der Senator-Konzern unterliegt aufgrund seiner operativen Tätigkeit den folgenden Risiken:

- Kreditrisiken

- Liquiditätsrisiken

- Marktrisiken.

Unter den Marktrisiken werden auch Risiken aus der Veränderung von Zinssätzen erfasst.

Im Folgenden werden

- die Risiken der jeweiligen Risikokategorie aufgeführt, die von der Senator-Gruppe als für den Konzern relevant identifiziert wurden

- die Ziele, Regeln und Prozesse zur Risikoidentifizierung und zum Umgang mit den Risiken der Senator-Gruppe beschrieben.

Der Senator-Konzern hat einen zentralen Ansatz des finanziellen Risikomanagements in Portfolioform zur Identifizierung, Messung und Steuerung von Risiken. Die Risikopositionen ergeben sich aus den konzernweit vorgenommenen und geplanten zahlungswirksamen Ein- und Ausgängen als Marktrisiken, betreffend Zinssatz-, Preis- und Wechselkursänderungen. Zins- und Preisänderungsrisiken werden durch die Mischung von Laufzeiten sowie von fest- und variabel verzinslichen Positionen gesteuert.

Option

Mit Vertrag vom 1. September 2009 ist ein Geschäftsanteil von 40 % am Stammkapital der Central Film Verleih GmbH durch die Senator Entertainment AG zum Nominalwert veräußert worden.

Gleichzeitig war der Anteilskaufvertrag mit einer Option auf den Rückerwerb dieser Anteile versehen. Die Option kann zwischen dem 1. Januar 2011 und 30. April 2011 mit Wirkung zum 1. Januar 2011 ausgeübt werden. Der Ausübungspreis der Option beläuft sich auf € 41.200,00. Die Option wurde im Konzernabschluss mit T€ 225 bilanziert. Dieser Wert wurde auf Basis am Markt beobachtbarer Preisverhältnisse ermittelt und entsprechend IFRS 7 der Stufe 2 zugeordnet.

Kreditrisiko

Unter Kreditrisiko wird das Risiko des Zahlungsausfalls eines Kunden oder Vertragspartners der Senator-Gruppe verstanden, welches dazu führt, dass in der Konzernbilanz ausgewiesene Vermögenswerte, Finanzanlagen oder Forderungen, einer Wertberichtigung unterzogen werden müssen. Demnach ist das Risiko auf den Buchwert dieser Vermögenswerte beschränkt.

Kreditrisiken resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Kreditwürdigkeit der jeweiligen Kunden wird von den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen regelmäßig überwacht.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum 31. Dezember 2009 nicht wertberichtigt waren, lagen keine Anhaltspunkte für Zahlungsausfälle vor.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft besteht darin, dass sie möglicherweise mangels vorhandener Liquidität ihren finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht nachkommen kann, zum Beispiel bei der Tilgung von Finanzschulden und der Bezahlung von Einkaufsverpflichtungen.

Die Senator Entertainment AG begrenzt dieses Risiko durch ein zentrales Cash-Management. Die erwarteten Zahlungsein- und –ausgänge werden permanent überwacht.

Ergänzend zu den genannten Instrumenten der Liquiditätssicherung verfolgt die Senator Entertainment AG die sich an den Finanzmärkten bietenden Finanzierungsmöglichkeiten. Außerdem beobachtet die Senator Entertainment AG Entwicklungen, was deren Verfügbarkeit und Kosten betrifft. Ein wesentliches Ziel ist es, die finanzielle Flexibilität der Senator AG zu sichern und unangemessene Refinanzierungsrisiken zu begrenzen.

Zu den Fristigkeiten der bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag siehe Punkt 26. Finanzverbindlichkeiten.

Marktrisiko

(a) Währungsrisiken

Aus dem Ein- und Verkauf in Fremdwährung können sich je nach Entwicklung des Wechselkurses Risiken für die Gesellschaft ergeben. Der Einkauf kann wechselkursbedingt teurer werden und der Verkauf in Fremdwährung kann zu einem in € geringeren Umsatz führen.

Wesentliche Fremdwährungsrisiken ergeben sich bei Senator im Wesentlichen aus Einkäufen in USD. Es ist beabsichtigt, in Einzelfällen Währungsabsicherungsgeschäfte vorzunehmen.

(b) Zinsrisiken

Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind sowohl Festzinsen aber auch variable Zinsen vereinbart. Marktzinssatzänderungen bei festverzinslichen Schulden würden sich nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum fair value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Sensitivitätsanalysen nach IFRS 7 wurden für variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten mit folgendem Ergebnis durchgeführt: Wenn das Marktzinsniveau im Geschäftsjahr um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis T€ 173 (Vj.: T€ 121) geringer (höher) gewesen.

38. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug in den Geschäftsjahren:

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2009 2008
Deutschland 53 104
Übrige Länder 0 3
53 107

In den quotenkonsolidierten Unternehmen waren durchschnittlich 10 Mitarbeiter beschäftigt.

39. Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Als nahe stehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 gelten Unternehmen oder Personen, die den Senator-Konzern beherrschen oder von ihm beherrscht werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Allen Geschäften mit nahe stehenden Personen und Unternehmen wurden marktübliche Konditionen zugrunde gelegt.

Die HSW GmbH, Köln, ist direkt mit insgesamt 27,38 % an der Senator AG beteiligt. Gesellschafter der HSW GmbH sind der Vorstand Helge Sasse (mittelbar) und Marco Weber (bis zum 31. August 2008 Vorstandsmitglied der Senator AG). Die HSW GmbH gilt als nahe stehendes Unternehmen des Senator-Konzerns.

Des Weiteren gelten als nahe stehende Personen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates der Senator AG sowie ihre Familienangehörigen (vgl. Punkt 45. „Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats“).

Zu den Gesamtbezügen des Vorstands und des Aufsichtsrats der Senator AG vgl. Punkt 46. „Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands“. Aus Vergütungen und Reiskostenabrechnungen bestanden zum 31. Dezember 2009 gegenüber Vorstandsmitgliedern kurzfristige Verbindlichkeiten i. H. v. T€ 2. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats betragen T€ 170.

Daneben bestanden Geschäftsbeziehungen mit folgenden nahe stehenden Personen und Unternehmen:

Die Senator AG hat im Geschäftsjahr 2008 mit der HSW GmbH einen Forderungskaufvertrag geschlossen. Gegenstand des Forderungskaufvertrages sind Forderungen der Senator AG gegen die X-Filme Creative Pool GmbH i. H. v. T€ 2.600. Die Restkaufpreisforderung der Senator AG gegen die X-Filme Creative Pool GmbH wäre in drei gleichen Raten bis zum 1. Januar 2011 fällig gewesen. Ferner sind die Forderungen mit einer Verpfändung von Geschäftsanteilen an der X-Filme Creative Pool GmbH an die Senator AG gesichert. Gegen einen sofort fälligen Kaufpreis i. H. v. T€ 2.451 hat die Senator AG die Forderungen sowie die Sicherungsrechte an die HSW GmbH im Geschäftsjahr 2008 verkauft und übertragen.

Die Rechtsanwaltskanzlei Sasse und Partner, bei der das Mitglied des Vorstands, Helge Sasse, Gesellschafter ist, war für Konzerngesellschaften im Geschäftsjahr 2009 beratend tätig. Für die Beratungsleistungen wurden T€ 26 gegenüber Senator-Gesellschaften abgerechnet.

Im Geschäftsjahr 2009 wurde ein nicht-exklusiver Beratungsvertrag im Rahmen des Absatzes und der Lizenzierung von TV-Rechten zwischen der Senator Entertainment AG und dem Aufsichtsratsmitglied Jochen Kröhne geschlossen. Der Vertrag wurde für eine Laufzeit von 18 Monaten, beginnend ab dem 1. Juli 2009 geschlossen. Für seine Vermittlungstätigkeiten soll Herr Kröhne eine auf die Laufzeit des Vertrages verteilte Vergütung von insgesamt € 126.000 erhalten. Die Zahlung der Beratungsleistungen erfolgt in sechs monatlichen Zahlungen von € 6.000 und weiteren 12 monatlichen Zahlungen in Höhe von € 7.500.

40. Joint Ventures (Gemeinschaftsunternehmen)

Die Senator AG ist seit 2007 an folgenden Joint Ventures indirekt über die Beteiligung an der Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH an der ProCologne GbR und der Pro Vince GbR beteiligt. Folgende Beträge wurden aufgrund der Quotenkonsolidierung im Konzernabschluss berücksichtigt:

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2009 2008
T€ T€
Kurzfristiges Vermögen 188 230
Langfristiges Vermögen 337 666
Kurzfristige Schulden 283 359
Langfristige Schulden 0 0
Erträge 1.448 1.883
Aufwendungen 1.304 1.719

41. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

(1) Gerichtliche Prozesse sowie Forderungen aus Rechtsstreitigkeiten, die sich im normalen Geschäftsverlauf ergeben, könnten in der Zukunft gegenüber den Konzerngesellschaften geltend gemacht werden. Die damit einhergehenden Risiken werden im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens analysiert. Obgleich das Ergebnis dieser Streitfälle nicht immer genau eingeschätzt werden kann, ist der Vorstand der Ansicht, dass sich hieraus keine wesentlichen Verpflichtungen ergeben werden.

(2) Zum 31. Dezember hatte der Konzern feststehende folgende finanzielle Verpflichtungen:

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31.12.2009 31.12.2008
Gesamt Restlauzeit
bis zu 1
Restlaufzeit
zwischen 1
Restlauzeit
über
Gesamt Restlaufzeit
bis zu 1
Restlaufzeit
zwischen 1
Restlaufzeit
über
Jahr u. 5 Jahren 5 Jahren Jahr u. 5 Jahren 5 Jahren
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Miete und Leasing 3.373 380 1.608 1.385 3.336 332 1.471 1.533
Minimumgarantien 13.153 13.153 0 0 12.423 12.423 0 0
16.526 13.533 1.608 1.385 15.759 12.755 1.471 1.533

Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten aus bedingt rückzahlbaren Fördermitteldarlehen im Zusammenhang mit der Produktions- (T€ 9.277; Vj.: T€ 9.279) und Verleihförderung (T€ 3.408; Vj.: T€ 3.569).

42. Haftungsverhältnisse

Für die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird auf die Ausführungen unter Punkt 26. Finanzverbindlichkeiten verwiesen.

Die Senator AG hat im Geschäftsjahr 2008 gegenüber der Universum Film GmbH, München, eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich in Form einer Schuldmitübernahme verpflichtet, für die Verpflichtungen aus dem zwischen der Senator Home Entertainment GmbH und Universum Film GmbH abgeschlossenen Videovertriebsvertrag vom 18. August 2006 und dem dazugehörigen Long Form Vertrag vom 13. Mai 2008 einzustehen.

Die in den Konzernabschluss einbezogene Senator Home Entertainment GmbH hat im Geschäftsjahr 2008 und 2009 gegenüber der Universum Film GmbH, München, im Rahmen des oben genannten Vertriebsvertrags vom 18. August 2006 und 13. Mai 2008 verschiedene Sicherungsübertragungen zur Sicherung von geleisteten Vorschusszahlungen der Universum Film GmbH an die Senator Home Entertainment GmbH vorgenommen. Die Sicherungsübertragungen enthalten die Übertragung von Videomaterialien und Vervielfältigungsrechten im Bereich der Videogrammauswertung an diversen Filmen. Die Senator AG hat diesbezüglich Patronatserklärungen abgegeben.

Die Senator AG hat im Geschäftsjahr 2008 gegenüber der Universum Film GmbH, München, eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich in Form einer Schuldmitübernahme verpflichtet, für die Verpflichtungen aus dem zwischen der Senator Home Entertainment GmbH und Universum Film GmbH abgeschlossenen Lizenzvertrag vom 8. Oktober 2008 einzustehen.

Die in den Konzernabschluss einbezogene Senator Home Entertainment GmbH sowie die Senator Entertainment AG haben im Geschäftsjahr 2008 mit der optimal media production GmbH zur Sicherung eines gewährten Zahlungsrahmens (bis zu T€ 550) sowie zukünftig entstehenden Forderungen der optimal media production GmbH gegenüber der Senator Home Entertainment GmbH Sicherungsvereinbarungen geschlossen. Gegenstand der Sicherungsvereinbarungen sind zum einen die Abtretung von Erlösen der Senator Home Entertainment GmbH aus der Videoauswertung von fünf Filmen an die optimal media production GmbH sowie zum anderen die Verpfändung von Geschäftsanteilen der Senator Entertainment AG an der Senator Home Entertainment GmbH an die optimal media production GmbH.

Die in den Konzernabschluss einbezogene Senator Film Verleih GmbH hat im Geschäftsjahr gegenüber der Telepool GmbH, München, Erlösansprüche der Senator Film Verleih GmbH aus der Auswertung von TV-Nutzungsrechten an diversen Filmen zur Sicherung von zukünftig gegebenenfalls entstehenden Rückzahlungsansprüchen der Telepool GmbH gegen die Senator Film Verleih GmbH bis zu T€ 1.500 an die Telepool GmbH abgetreten.

Die Senator AG hat gegenüber der Pro In Space GmbH eine Patronatserklärung und Sicherungszweckabrede zur Absicherung von Vergütungsansprüchen der Pro In Space GmbH gegen die Tochtergesellschaften der Senator AG abgegeben. Gegenstand der Patronatserklärung und Sicherungszweckabrede ist die Abtretung von bestehenden und künftigen Gewinnausschüttungsansprüchen der Senator AG als Gesellschafterin der Pro In Space GmbH an die Pro In Space GmbH. Die besicherten bestehenden und noch entstehenden Forderungen resultieren aus der Erstellung und Installierung von Internetwebseiten des Senator Konzerns durch die Pro In Space GmbH.

43. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Die Honorare für die von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erbrachten Leistungen für Unternehmen des Senator-Konzerns beliefen sich auf folgende Beträge:

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2009 2008
T€ T€
Prüfungshonorare
BDO Deutsche Warentreuhand AG 0 26
Ernst & Young GmbH 135 130
Bestätigungsleistungen 7 0
142 156

44. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance-Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft und im elektronischen Bundesanzeiger dauerhaft zugänglich gemacht.

45. Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

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Vorstand: Helge Sasse, CEO Jurist
Aufsichtsrat: Dr. Thomas Middelhoff, Bielefeld Dipl. Kaufmann - Vorsitzender - Chairman and Founding Partner bei BLM & Partners LLP, London
Wolf-Dieter Gramatke, Hamburg - stellvertretender Vorsitzender -Selbständiger Medienmanager und Berater, Great-Minds Consultants Entertainment – Mediaebusiness GmbH, Hamburg
Dr. Arnold R. Bahlmann, München Selbständiger Unternehmensberater
Prof. Dr. h.c. Roland Berger, München Dipl. Kaufmann Chairman der Roland Berger Strategy Consultants GmbH, München
Jochen Kröhne, München-Grünwald Dipl. Kaufmann Geschäftsführer der GET ON AIR GmbH, München-Grünwald
Dr. Wolfgang Müller, Berlin Rechtsanwalt und Schriftsteller

Die Herren sind darüber hinaus Mitglied in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien:

Dr. Thomas Middelhoff

- Karstadt Warenhaus GmbH, Essen (bis 28. Februar 2009)

- Moneybookers.com Ltd., London, Großbritannien (bis 10. Juli 2009)

- New York Times Company, New York, USA

- Thomas Cook Group plc, London, Großbritannien (Vorsitzender bis 28. Februar 2009)

- Marseille-Kliniken AG, Hamburg (ab 18. Dezember 2009)

- Special Purpose Acquisition Company (SPAC) Germany 1 Acquisition Limited, Guernsey (bis 12. August 2009)

Wolf-Dieter Gramatke

- DEAG Deutsche Entertainment AG, Berlin (Vorsitzender)

- DEAG classic AG, Berlin (Vorsitzender)

- Pixelpark AG, Berlin (Vorsitzender)

- Jetix Europe N.V., Hilversum, Niederlande (Member of the Supervisory Board bis 30. Juni 2009)

Dr. Arnold R. Bahlmann

- Telegate AG, München

- Business Gateway AG, Starnberg

- YOC AG, Berlin

- TVN-Group (Polnische Aktiengesellschaft), Warschau, Polen

- Freenet AG, Hamburg (ab 7. Juli 2009)

Prof. Dr. h.c. Roland Berger

- Fresenius SE, Bad Homburg

- Live Holding AG, Dreieich (Vorsitzender ab 1. April 2009)

- Prime Office AG, München (Vorsitzender)

- Schuler AG, Göppingen

- Wilhelm von Finck AG, Grasbrunn (stellvertretender Vorsitzender)

- WMP EuroCom AG, Berlin (Vorsitzender)

- FIAT Group, Turin, Italien

- Telecom Italia S.p.A., Italien

- Loyalty Partner Holdings S.A., Luxemburg

- Special Purpose Acquisition Company (SPAC) Germany 1 Acquisition Limited, Guernsey (Vorsitzender)

Mit Wirkung zum 16. April 2010 hat Herr Prof. Dr. h.c. Roland Berger sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt.

Herr Dr. Wolfgang Müller und Herr Jochen Kröhne sind in keinen weiteren gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien.

46. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Bei den nachfolgenden Angaben zur Vorstandsvergütung handelt es sich um gesetzlich vorgesehene Anhangangaben nach dem Handelsgesetzbuch (vgl. § 314 HGB) sowie um Angaben aufgrund der Vorgaben des Corporate Governance Kodex.

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Vorstandsmitglieder 2009 2008
Sasse, Helge T€ 276 T€ 289
Dr. Borgmann, Christopher T€ 0 T€ 211
Weber, Marco TUS$ 0 TUS$ 332

Die Bezüge von Herrn Sasse beinhalten das Gehalt für das Geschäftsjahr 2009 (T€ 250), eine Zulage zur Sozialversicherung (T€ 9), einen Gruppenunfallversicherungsbeitrag (T€ 1) sowie eine Zulage für die Kfz-Nutzung (T€ 16).

Für Herrn Sasse besteht eine vertragliche Einkommensvereinbarung dergestalt, dass neben einem fixen Gehalt auch ein variabler Anteil gewährt wird. Der variable Anteil ist dabei an die Erreichung bestimmter Ziele geknüpft, wozu im Wesentlichen Ergebnisziele im Konzernverbund der Senator AG gehören. Im Berichtsjahr wurden keine variablen Bezüge berücksichtigt.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2009 verteilen sich wie folgt:

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Aufsichtsrat Vergütung Kostenerstattung Gesamt
Dr. Thomas Middelhoff 22.000 0 22.000
Wolf-Dieter Gramatke 20.000 2.743 22.743
Dr. Arnold R. Bahlmann 16.000 3.217 19.217
Prof. Dr. h.c. Roland Berger 16.000 532 16.532
Jochen Kröhne 16.000 2.459 18.459
Dr. Wolfgang Müller 16.000 0 16.000
106.000 8.951 114.951

47. Aktien der Organmitglieder

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Helge Sasse (indirekt über HSW GmbH) 2.702.138,5* Aktien 13,69 %
Marco Weber (indirekt über HSW GmbH) 2.702.138,5*Aktien 13,69 %
Prof. Dr. h.c. Roland Berger 2.645.798 Aktien 13,25 %
Dr. Thomas Middelhoff 950.000 Aktien 4,76 %
Dr. Arnold R. Bahlmann 195.000 Aktien 0,98 %
Wolf-Dieter Gramatke 125.000 Aktien 0,63 %
Dr. Wolfgang Müller 16.900 Aktien 0,08 %

* Die HSW GmbH hatte 200.000 Stück ihrer Aktien an die Sparkasse Köln-Bonn verpfändet, um damit eine Verbindlichkeit des HSW Gesellschafters Marco Weber zu besichern. Die Sparkasse Köln-Bonn hat das Pfand im August/September 2009 Schritt für Schritt verwertet.

Herr Weber wiederum hatte eigene 137.987 Stück Aktien an die HSW verpfändet, um die Sicherheit, die die HSW gegenüber der Sparkasse Köln-Bonn gewährt hatte, seinerseits abzusichern. Die HSW hat diese Aktien mit Zustimmung von Herrn Weber eingezogen, als die Sparkasse Köln-Bonn im Herbst die 200.000 Aktien zu verwerten begann.

48. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 4. März 2010 hat die Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH, eine 51 %ige Tochtergesellschaft der Senator Entertainment AG, beim zuständigen Amtsgericht Köln Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die Pro Programme und Produktionen für Bühne und Fernsehen GmbH wurde zahlungsunfähig, da sie über keine Finanzierungsquellen verfügte und sich wichtige angestrebte Projekte nicht realisieren ließen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Kölner Rechtsanwalt Dr. Christoph Niering berufen. Ein Insolvenzplanverfahren wird angestrebt.

Mit notariellem Vertrag vom 18. Februar 2010 wurden die von der Senator Entertainment AG gehaltenen 50,1 %-igen Anteile an der Pro in Space GmbH veräußert.

Im April 2010 hat die Gesellschaft von der Internationales Bankhaus Bodensee AG ein Darlehen in Höhe von € 3,0 Mio. erhalten mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2012, wovon € 1,0 Mio. zur Umschuldung bestehender Finanzverbindlichkeiten verwendet wird.

49. Befreiung von der Offenlegung gemäß § 264 Abs. 3 HGB

Folgende Gesellschaften nehmen die Befreiung von der Offenlegung der Jahresabschlüsse und Lageberichte gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:

− Senator Film Produktion GmbH, Berlin

− Senator Film Verleih GmbH, Berlin

− Senator Home Entertainment GmbH, Berlin

***

Versicherung des gesetzlichen Vertreters zum 31. Dezember 2009

Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Berlin, den 30. April 2010

Helge Sasse

Vorstand

Bestätigungsvermerk

Zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den von der Senator Entertainment AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel, Segmentberichterstattung sowie Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt „Liquiditätslage des Konzerns“ und „Risikobericht“ im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns hin. Dort ist ausgeführt, dass der Konzern bereits Verpflichtungen eingegangen ist, die einen erheblichen Liquiditätsbedarf zur Folge haben werden. Der Vorstand geht nach der derzeitigen Unternehmensplanung davon aus, dass die Existenz gesichert ist und ein maßvolles Unternehmenswachstum finanzierbar ist. Sollte das operative Geschäft jedoch nicht die geplante positive Entwicklung aufweisen, wäre die Fortführung der Gesellschaft ohne die Aufnahme weiterer Mittel möglicherweise gefährdet."

 

Berlin, 30. April 2010

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Glöckner, Wirtschaftsprüfer

Schmidt, Wirtschaftsprüfer