SENATOR Entertainment AGBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012LageberichtZusammengefasster Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2012Es handelt sich um einen zusammengefassten Lagebericht der Senator Entertainment AG (Senator AG) und des Konzerns. Sofern nicht explizit auf die Senator AG oder den Konzern Bezug genommen wird, beziehen sich die Aussagen auf die Senator AG und den Konzern gleichermaßen. Die im Folgenden dargestellten Ausführungen des Geschäftsverlaufs sowie der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns basieren auf dem Konzernabschluss nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind. Die Ausführungen zum Geschäftsverlauf und der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Senator AG beziehen sich auf den nach HGB aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft. Summen und Prozentangaben wurden auf Basis der nicht gerundeten Euro-Beträge berechnet und können von einer Berechnung auf Basis der berichteten Tausend bzw. Millionen Euro-Beträge abweichen. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG 2012Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Berichtszeitraum weiter abgeschwächt. Nachdem die Weltwirtschaft in 2011 noch ein Wachstum von 3,7 % verzeichnen konnte, schätzt der Internationale Währungsfonds (IWF) das globale Wachstum im Jahr 2012 auf 3,3 %. Dabei ist das Wachstumstempo in den einzelnen Weltregionen weiterhin sehr unterschiedlich: Der Euroraum ist in die Rezession geraten, die USA sind verhalten gewachsen und in den Schwellenländern hat sich die Dynamik abgekühlt. Damit setzte sich die Abschwächungstendenz fort, die auf Verschuldungsprobleme vieler Industrieländer sowie auf eine restriktivere Wirtschaftspolitik zurückzuführen ist. Die europäische Konjunktur wurde vor allem durch die Verschärfung der Schuldenkrise geschwächt. In den Schwellenländern Ostasiens und Lateinamerikas wurden in der ersten Jahreshälfte wirtschaftspolitische Maßnahmen ergriffen, um einer drohenden konjunkturellen Überhitzung entgegenzuwirken. Die deutsche Wirtschaft blieb auch 2012 auf Wachstumspfad, auch wenn die anhaltende Unsicherheit im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise die Konjunktur in Deutschland deutlich beeinträchtigt hat. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt um 0,7 %. Der deutsche Außenhandel erwies sich im Jahr 2012 trotz einer nachlassenden Weltwirtschaft als robust. Im Inland wurde im Jahr 2012 mehr konsumiert, aber weniger investiert als 2011. Die privaten Konsumausgaben stiegen nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,8 %. Dagegen lagen die Ausrüstungsinvestitionen mit -4,4 % deutlich unter dem Wert des Vorjahres. Im Jahr 2012 sank die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf 2,9 Mio. und ging damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 % zurück, die Arbeitslosenquote lag bei 6,8 % (Bundesagentur für Arbeit). Das von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelte Konsumklima behauptete sich im Berichtszeitraum auf hohem Niveau. Die Inflationsrate stieg in 2012 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes vor allem aufgrund höherer Preise für Energieprodukte um 2,0 % und lag damit unter der Preissteigerung des Jahres 2011 (+2,3 %). BRANCHENENTWICKLUNG 2012Kino Im Jahr 2012 erzielte die deutsche Kinowirtschaft die höchsten Einnahmen ihrer Geschichte. Der Gesamtumsatz aus dem Verkauf von Eintrittskarten lag erstmalig über einer Milliarde Euro. Mit € 1,033 Mrd. setzten die Filmtheater im Berichtszeitraum € 74,9 Mio. mehr um als im Vorjahr (€ 958,1 Mio.), das entspricht einem Umsatzwachstum von 7,8 %. Laut Besucherstatistik der Filmförderungsanstalt (FFA) ist die Zahl der Kinobesucher im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr um 4,2 % auf 135,1 Mio. Besucher gestiegen und sorgte damit für das beste Ergebnis seit 2009 – trotz Fußball-Europameisterschaft und der Olympischen Spiele im Sommer. Der deutsche Film lag mit 24,0 Mio. Besuchern unter dem Niveau des Vorjahres (27,9 Mio. Besuchern) und erreichte damit einen Marktanteil im Berichtszeitraum von 18,1 %. Wesentlichen Anteil an der positiven Bilanz des Kinojahres hatten die drei TOP-Filme des Jahres 2012: ZIEMLICH BESTE FREUNDE (8,9 Mio. Besucher), „Skyfall“ (7,5 Mio.) und „Ice Age 4“ (6,7 Mio.). Insbesondere die zunehmende Digitalisierung der deutschen Kinos und der Erfolg des 3D-Kinos haben nochmals für eine weitere Erhöhung des durchschnittlichen Eintrittspreises von € 7,39 auf € 7,65 im Berichtsjahr gesorgt. Der Marktanteil von 3D-Filmen lag bei 21,8 % mit 28,9 Mio. Besuchern in etwa auf Vorjahresniveau (29,3 Mio.). (FFA Zahlen aus der Filmwirtschaft 1/2013) Der Rückwärtstrend im Kinobestand setzte sich in 2012, wenn auch verlangsamt, weiter fort. Im Berichtszeitraum hat sich der Kinosaalbestand um 193 Leinwände auf jetzt 4.617 Leinwände reduziert. Auch die Zahl der Standorte ist im letzten Jahr weiter gesunken. Home Entertainment Der deutsche Videokaufmarkt erwirtschaftete in 2012 laut der aktuellen Daten der GfK Panel Services Deutschland mit € 1,710 Mrd. Umsatz das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des deutschen Home Entertainment-Marktes. Die nach € 1,427 Mrd. in 2011 um -1 % auf € 1,411 Mrd. leicht gesunkenen Umsätze aus dem Verkauf filmischer Inhalte konnten durch die auf € 299 Mio. um +8 % angestiegenen Verleihumsätze nach € 276 Mio. in 2011 mehr als kompensiert werden. Nach Angaben des Bundesverbandes Audiovisuelle Medien (BVV) setzt sich die Verschiebung der Formate von der DVD hin zum High Definition Standard Blu-ray und dem Online-Abruf „Video on Demand“ (VoD) weiter fort. Während der DVD-Verkaufsumsatz um -9 % auf € 1,022 Mrd. gesunken ist (nach € 1,127 Mrd. in 2011), verzeichnet sowohl das Blu-ray-Geschäft mit +28 % auf € 343 Mio. (nach € 268 Mio. in 2011) als auch die VoD-Nutzung mit einem Anstieg von +43 % auf € 46 Mio. (nach € 33 Mio. in 2011) ungebrochen starke Zuwächse. In 2012 konnte ebenfalls ein deutlicher Anstieg im VoD-Verleihgeschäft verzeichnet werden. Mit einem Plus von 71 % stieg der VoD-Verleihumsatz auf € 77 Mio. nach € 45 Mio. in 2011. Im Videoverleihmarkt nach Nutzungsarten wird deutlich, dass neben dem prosperierenden VoD-Geschäft vor allem noch der Internetbestellservice mit anschließender postalischer Versendung für Wachstumsimpulse gesorgt hat (+35 % auf € 31 Mio. nach € 23 Mio. in 2011). Einbußen musste erneut das physische Verleihgeschäft hinnehmen. Der Umsatz der Verleihvorgänge physischer Bildtonträger (in der herkömmlichen Videothek oder an Automaten) lag mit € 191 Mio. um -8 % unter dem Vorjahresumsatz von € 208 Mio. TV Der Absatz von TV-Lizenzen gestaltet sich nach wie vor als schwierig. Die Zahl der Fernsehsender, die Programme jedweder Art anbieten, ob frei empfangbar oder gegen Entgelt, über Kabel oder Satellit oder als so genanntes IP TV aus dem Internet, ist zahlreich und die Zahl der Verwertungsmöglichkeiten von Filmproduktionen nimmt demgemäß zu. Gleichzeitig ging dies aber in den letzten Jahren mit einem erheblichen Preisverfall einher. Bei Großabnehmern von Spielfilmproduktionen, d. h. die großen, frei empfangbaren Sendergruppen (RTL, ProSieben/SAT.1-Gruppe, ARD, ZDF), werden seit einigen Jahren die ertragreichsten Sendeplätze zwischen 20 und 22 Uhr wesentlich von (Reality-)Show-Formaten, Serien oder Eigenproduktionen belegt und dementsprechend reduziert sich die Nachfrage nach Spielfilmen. Gesamtaussage zur Lage Das Geschäftsjahr 2012 war gekennzeichnet durch den außerordentlichen Erfolg von ZIEMLICH BESTE FREUNDE. Mit 8,9 Mio. Zuschaueren war die berührende französische Komödie der erfolgreichste Film des Jahres 2012 in Deutschland. Auch im Home-Entertainment-Bereich gelang es dem Film im abgelaufenen Jahr in allen Auswertungsformen den ersten Platz zu belegen. Im Juni konnte die Senator AG erfolgreich eine Kapitalerhöhung von € 11,5 Mio. (netto € 10,4 Mio.) aus dem genehmigten Kapital platzieren. Die Eigenkapitalbasis des Unternehmens wurde um rund 50 Prozent gestärkt und bildet damit eine Grundlage für die Umsetzung des im Dezember 2011 bekannt gegebenen Output-Vertrages mit RML Distribution International, LLC Los Angeles, USA, (Relativity Media) und weitere Produktionsvorhaben der Senator-Gruppe. Die Senator Gruppe erhält lokale und europäische Produkte unter anderem über die eigenen Produktionsgesellschaften. Einer der Schwerpunkte liegt auf europäischen und internationalen Koproduktionen mit einem starken deutschen Bezug. In 2012 hat sich die Senator Film München GmbH, München, an der Bavaria Pictures GmbH, München, einem Unternehmen der Bavaria Film Gruppe, beteiligt. Diese Beteiligung erhöht nicht nur die Anzahl der zu erwartenden Eigen- und Koproduktionen für die Senator Gruppe, sondern bietet vor allem in der bundesweiten, umfassenden Produktionsinfrastruktur der Bavaria Gruppe erhebliche Synergien zur Vorbereitung und Durchführung von Filmprojekten. Über die Senator Film München GmbH baut Senator derzeit ein Kinderprogramm auf. Im abgelaufenen Geschäftsjahr begannen die Dreharbeiten der Koproduktion der Bestsellerreihe für Kinder im Vorschulalter: PETTERSSON UND FINDUS. Ebenso haben in 2012 die Produktionsarbeiten der Koproduktion für den Kinderfilm DER KLEINE MEDICUS, nach dem gleichnamigen Bestseller-Sachbuch begonnen. In 2012 fiel die erste Klappe zu der Senator Koproduktion von John le Carrés Spionage-Bestsellers MARIONETTEN (OT: A MOST WANTED MAN) mit Philip Seymour Hoffman und Rachel McAdams in den Hauptrollen. Die Regie führt Anton Corbijn. Die Senator Film Verleih GmbH wird den Film voraussichtlich im November dieses Jahres in den Kinos starten. Desweiteren erwarb Senator gemeinsam mit Network Movies und der Züricher C-Films die Rechte an Martin Suters DER KOCH. Als Regisseur zeichnen Ralf Huettner und als Drehbuchautorin Ruth Toma für dieses Projekt verantwortlich. Deutsche Produkte erhält Senator über die Senator Filmproduktionsfirmen und über das Beteiligungsunternehmen deutschfilm GmbH, Berlin (deutschfilm). Im Spätsommer 2012 begannend die Dreharbeiten zu Dominik Grafs leidenschaftlichem Liebesdrama DIE GELIEBTEN SCHWESTERN mit Hannah Herzsprung, Henriette Confurius und Florian Stetter in den Hauptrollen. Die Senator Film Köln GmbH drehte in Koproduktion mit panda plus im Herbst 2012 den neuen Helge Schneider Film 00 SCHNEIDER - IM WENDEKREIS DER EIDECHSE. Der Film befindet sich derzeit in der Postproduktion und wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres von der Senator Film Verleih GmbH in den deutschen Kinos gestartet. Deutschfilm steckt derzeit in der Vorbereitung, Finanzierung und Produktion weiterer Projekte. Im Geschäftsjahr wurde die von deutschfilm produzierte Komödie WAS WEG IS, IS WEG, das Regiedebüt von Christian Lerch, dem Autor des bayerischen Kinoerfolges „Wer früher stirbt, ist länger tot“, in die deutschen Kinos gebracht. GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES SENATOR-KONZERNS IM JAHR 2012VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE DES KONZERNSErtragslage des Konzerns Die Senator-Gruppe konnte in 2012 den Umsatz um 76,1 % auf T€ 50.155 (Vj.: T€ 28.485) ausbauen und erwirtschaftete ein EBIT von T€ 6.952 (Vj.: T€ 856). Der Geschäftsverlauf wird im Folgenden zunächst unterteilt nach Segmenten dargestellt. Anschließend wird auf die Gesamtertragslage des Konzerns eingegangen. scroll
Über alle Segmente betrug der Bruttogewinn T€ 11.386 (Vj.: T€ 1.472). Im Folgenden ist die Entwicklung der einzelnen Segmente dargestellt. Die Bereiche Kino, TV-Lizenzen, Video und DVD sind im Verleih-Segment zusammengefasst. Weitere Informationen dazu sind im Anhang aufgeführt. Kinoproduktion Im Geschäftsjahr 2012 lag der Beitrag zu den Umsatzerlösen des Geschäftsbereichs Kinoproduktion der Senator-Gruppe bei T€ 235 (Vj.: T€ 297). Belastet wurde das Segmentergebnis wie im Vorjahr durch Abschreibungen in Höhe von T€ 506 (Vj.: T€ 251). Die Personalkosten lagen im Geschäftsjahr leicht über dem Vorjahresniveau. Die Produktionskosten stiegen aufgrund der verstärkten Produktionsaktivität auf T€ 2.586 (Vj.: T€ 587), denen Erträge aus aktivierten Eigenleistungen in Höhe von T€ 2.536 (Vj.: T€ 464) gegenüberstanden und führten damit zu einem Bruttoverlust des Geschäftsbereichs in Höhe von T€ 605 (Vj.: T€ 337). Verleih Der Bereich Verleih fasst sämtliche Aktivitäten der Senator-Gruppe zusammen, die auf die Herausbringung von Filmen und sonstigen Unterhaltungsangeboten abzielen. Neben der Veröffentlichung im Kino zählt hierzu u. a. auch der Bereich Home Entertainment, also die Vermarktung von Inhalten auf DVDs und sonstigen Bildtonträgern sowie die Veräußerung von TV-Lizenzen an Sendeanstalten. Senator brachte im Geschäftsjahr 2012 insgesamt 18 Filme (Vj.: 19) mit 9,7 Mio. Besuchern (Vj.: 3,2 Mio. Besuchern) in die deutschen Kinos. Mit großem Abstand erfolgreichster Film war die französische Komödie ZIEMLICH BESTE FREUNDE, der allein in Deutschland 8,9 Mio. Zuschauer erreichte. Senator konnte in 2012 durch den Erfolg von ZIEMLICH BESTE FREUNDE seinen Marktanteil von 2,4 % auf 6,8 % ausbauen und war damit der führende Independent Verleiher Deutschlands bzw. belegte insgesamt Platz 6 der Verleiher in Deutschland. Die Marktanteile der deutschen Verleihunternehmen im Jahr 2012 sehen wie folgt aus: ![]() (Quelle Rentrak, Zahlen ohne Previews) Die Umsatzerlöse im DVD-Bereich konnten ebenfalls maßgeblich aufgrund des Erfolgs von ZIEMLICH BESTE FREUNDE weiter ausgebaut werden. Die Anzahl der veröffentlichten Filme, Serien und Dokumentationen lag mit 37 Titeln leicht unter Vorjahresniveau. Insgesamt erhöhten sich die Umsatzerlöse im Bereich Verleih im Geschäftsjahr 2012 um 77,2 % auf T€ 49.794 (Vj.: T€ 28.095). Der Geschäftsbereich Verleih schloss in der Berichtsperiode mit einem sehr erfreulichen Bruttogewinn von T€ 11.869 (Vj.: T€ 1.716) ab, was im Vergleich zum Vorjahr einen signifikanten Ergebnisanstieg bedeutet. Sonstige Zu den sonstigen Betätigungen der Senator-Gruppe zählen Aktivitäten aus dem Bereich Musik. Die Umsatzerlöse und der Bruttogewinn des Segments lagen im Geschäftsjahr 2012 mit T€ 126 (Vj.: T€ 93) etwas über Vorjahresniveau. Gesamtertragslage des Konzerns Die Senator-Gruppe hat im Geschäftsjahr einen Konzerngewinn von T€ 4.584 (Vj.: T€ -288) erzielt. Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich das Konzernergebnis damit signifikant. Im Geschäftsjahr stieg das Betriebsergebnis (EBIT) auf T€ 6.952 (Vj.: T€ 856). Diese sehr positive Entwicklung basiert im Wesentlichen auf dem außerordentlichen Erfolg der Komödie ZIEMLICH BESTE FREUNDE. Die Ertragskraft der Filme spiegelt sich durch den Saldo aus Umsatzerlösen, Aufwendungen für bezogene Leistungen und Abschreibungen wider. Dieser Deckungsbeitrag beträgt im Geschäftsjahr T€ 10.122 nach T€ 2.213 im Vorjahr. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen umfassen im Wesentlichen Herausbringungskosten für die einzelnen Filmstarts, die Kosten der Vermarktung und Herstellung von DVD/Blu-ray sowie Lizenzgeberabführungen und Aufwendungen aufgrund anderer Erlösbeteiligungen. Die Aufwandsquote im Verhältnis zum Umsatz beträgt 67,3 % gegenüber 65,5 % im Vorjahr. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen lagen mit T€ 6.263 (Vj.: T€ 7.606) unter dem Niveau des Vorjahres. Die Auswirkung von Filmeinkäufen in den vergangenen Jahren zu niedrigen Preisen machte sich auch im Geschäftsjahr bemerkbar. Im Geschäftsjahr 2012 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Filmrechte und geleistete Anzahlungen auf Developmentrechte in Höhe von T€ 1.421 (Vj.: T€ 278), aufgrund von verminderten Erlöseinschätzungen im Lizenzhandel (TV- und Home Entertainment Erlöse) bzw. aufgrund der Aufgabe von Projekten in der Entwicklungsphase, vorgenommen. Die Personalkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 30,3 % vor allem aufgrund von ergebnisabhängigen Einmalzahlungen und einem Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl auf T€ 3.045 (Vj.: T€ 2.336). Im Geschäftsjahr beschäftigte der Senator-Konzern durchschnittlich 38 Mitarbeiter (Vorjahr: 35). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr auf T€ 3.271 (Vj.: T€ 2.233) gestiegen. In den Aufwendungen sind einmalige Effekte wie Vertragsaufhebungsgebühren von T€ 137 und Wertberichtigungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens von T€ 145 enthalten. Die Erhöhung resultiert des Weiteren aus Zahlung von Garantiegebühren in Höhe von T€ 300. Im Mai 2011 konnte die Senator AG teure kurzfristige Finanzverbindlichkeiten durch die Ausgabe der Optionsschuldverschreibung im Nennbetrag von € 9,98 Mio. und mit einer Laufzeit bis zum 28. April 2016 langfristig umschulden. Durch die günstigere Fremdfinanzierung reduzierten sich die Zinsaufwendungen um T€ 351 (23,9 %) auf T€ 1.119. Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen auf eine 10 %ige Beteiligung in Höhe von T€ 163 sowie Abschreibungen auf einen internationalen Asset Fund in Höhe von T€ 1.130, aufgrund der zum Bilanzstichtag geringeren beizulegenden Werte der Investitionen, notwendig. Das Währungsergebnis setzt sich zusammen aus realisierten Verlusten aus Zahlungen von Minimumgarantien in US-Dollar, Bewertung von US-Dollar Vermögenswerten und aus noch nicht realisierten Gewinnen bzw. Verlusten aus der Umrechnung von originären US-Dollar-Verbindlichkeiten in Euro. Das Währungsergebnis lag bei T€ -63 nach T€ 35 im Vorjahr. Die steuerliche Belastung des Senator-Konzerns ist durch ein negatives Ergebnis im Organkreis sowie bestehender Verlustvorträge gering. Im Hinblick auf die Kosten der Kapitalerhöhung 2012 ergab sich ein latenter Steueraufwand von T€ 432. Im Ergebnis schloss der Senator-Konzern das Geschäftsjahr 2012 mit einem Jahresüberschuss von T€ 4.584 (Vj.: T€ -288) ab. Das Ergebnis pro Aktie beläuft sich auf € 0,18 (Vj.: € -0,01). Vermögens- und Finanzlage des Konzerns Die Konzernbilanzsumme der Senator Entertainment AG erhöhte sich zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2012 gegenüber dem Vorjahr um 41,7 % auf T€ 46.269 (Vj.: T€ 32.652). Das Verhältnis von kurzfristigem zu langfristigem Vermögen im Konzernabschluss der Senator-Gruppe ist mit 48,4 % zu 51,6 % nahezu ausgeglichen. Verglichen mit dem Vorjahr erhöhte sich das Anlagevermögen um T€ 7.489 (45,7 %) und belief sich zum Bilanzstichtag auf T€ 23.893 (Vj.: T€ 16.404). Wichtigster Vermögenswert mit T€ 18.688 bzw. 40,4 % der Bilanzsumme bleiben die immateriellen Vermögenswerte. Gegenüber dem Vorjahreswert (T€ 14.566) erhöhte sich die Position um 28,3 %. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen erfasst Senator primär akquirierte Filmverwertungsrechte, die erst in den kommenden Jahren ausgewertet werden. Weiterhin beinhaltet die Position geleistete Anzahlungen für noch nicht gelieferte Filmrechte und in der Produktion befindliche Projekte, die bis zu dem Zeitpunkt ihrer Verwertung vollständig aktiviert werden. Im Geschäftsjahr 2012 wurde in Filmverwertungsrechte insgesamt T€ 9.956 (Vj.: T€ 8.849) investiert, davon in eigene Produktionen und Koproduktionen T€ 1.503 (Vj.: T€ 399). Im Geschäftsjahr erhöhte sich das Finanzanlagevermögen durch den Erwerb von verschiedenen Gesellschaftsanteilen sowie durch das At-Equity Ergebnis insgesamt um T€ 3.280. Senator erwarb 25 % der Geschäftsanteile an der Bavaria Prictures GmbH, München, 40 % der Anteile an der Central Film Verleih GmbH, Berlin, sowie 50 % an der Senator Film Babelsberg GmbH, Potsdam. Der Senator-Konzern konnte aufgrund der Liquiditätszuflüsse aus Kapitalerhöhung und der operativen Tätigkeit im Geschäftsjahr in Wertpapiere des Umlaufvermögens investieren. Zum Bilanzstichtag betrug der Bestand der Wertpapiere des Umlaufvermögens T€ 4.377 (Vj.: T€ 292). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.335 auf T€ 8.859 und stellen mit 19,1 % der Bilanzsumme die wichtigste Position des kurzfristigen Vermögens dar. Mit T€ 1.994 werden die Forderungen an assoziierte Unternehmen ausgewiesen. Hierunter sind im Wesentlichen Ausleihungen an die deutschfilm GmbH, Berlin, zusammengefasst, die durch die Übertragung von Produktionsrechten und liquiden Mitteln für den laufenden Geschäftsbetrieb gewährt wurden. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierten sich die sonstigen finanziellen Vermögenswerte um 20,8 % auf T€ 1.727 (Vj.: T€ 2.180). Die liquiden Mittel erhöhten sich im Geschäftsjahr 2012 auf T€ 3.690 (Vj.: T€ 410). Ihr Anteil an der Bilanzsumme betrug damit 8,0 % (Vj.: 1,3 %). Zu weiteren Ausführungen wird auf den Punkt Liquiditätslage verwiesen. Der Senator-Konzern ist zu 62,7 % langfristig und zu 37,3 % kurzfristig finanziert. Die langfristige Finanzierungsstruktur setzt sich aus dem Eigenkapital und den langfristigen Verbindlichkeiten zusammen. Das Eigenkapital des Senator-Konzerns erhöhte sich bedingt durch den Konzernüberschuss und die Kapitalerhöhung auf T€ 17.130 (Vj.: T€ 2.077). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 37,0 % (Vj.: 6,4 %). Die langfristigen Verbindlichkeiten betrugen T€ 11.867 und bestehen zu T€ 1.887 aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zu den Fälligkeiten der Finanzverbindlichkeiten wird auf Punkt 29 „Finanzverbindlichkeiten“ des Anhangs verwiesen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten nahmen im Berichtsjahr um 12,3 % auf T€ 17.271 (Vj.: T€ 19.695) ab. Die wichtigsten Positionen stellen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 7.072; Vj.: T€ 7.432) und die sonstigen Rückstellungen (T€ 5.132; Vj.: T€ 4.085) dar, die vor allem Lizenzgeberabführungen sowie Minimumgarantien und ausstehende Rechnungen für bereits entstandene Vermarktungskosten beinhalten. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich im Geschäftsjahr um T€ 2.897 und betrugen am Bilanzstichtag T€ 1.626. Zu weiteren Erläuterungen wird auf Punkt 29 „Finanzverbindlichkeiten“ des Anhangs verwiesen. Detaillierte und weitere Informationen zu den einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz sind im Anhang des Senator-Konzerns aufgeführt. Liquiditätslage des Konzerns Zum Bilanzstichtag bestanden langfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 11.400 (Vj.: T€ 10.337) sowie kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.626 (Vj.: T€ 4.523). Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten lagen um T€ 1.062 über dem Vorjahr, die kurzfristigen haben sich durch die Rückzahlungen während des Geschäftsjahres mehr als halbiert. Zum Bilanzstichtag 2012 verfügt Senator über liquide Mittel in Höhe von T€ 3.690 (Vj.: T€ 410). Der operative Cashflow betrug T€ 8.352 (Vj.: T€ 4.039), dem stand ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit von T€ -13.106 (Vj.: T€ -8.551) gegenüber. Der Cashflow aus dem Finanzierungsbereich trug mit T€ 8.034 (Vj.: T€ 3.765) zum Cashflow des Geschäftsjahres 2012 bei. Für die weitere Entwicklung der Senator-Gruppe sind bereits Verpflichtungen eingegangen worden, die einen erheblichen Liquiditätsbedarf zur Folge haben könnten. Das Unternehmen geht nach der derzeitigen Unternehmensplanung davon aus, dass die Existenz gesichert ist und ein Unternehmenswachstum finanzierbar ist. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE DER SENATOR ENTERTAINMENT AGErtragslage der Senator Entertainment AG Die Senator Entertainment AG schloss das Geschäftsjahr 2012 mit einem Jahresfehlbetrag von T€ 7.686 (Vj.: Jahresfehlbetrag von T€ 766) ab. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft lagen mit T€ 126 leicht über Vorjahresniveau (Vj.: T€ 93). Umsatzerlöse der AG stammen aus der Auswertung von Musik- und Produktionsrechten, die aufgrund der Verschmelzung der Senator Musik GmbH auf die AG auf diese übergegangen sind. Die sonstigen betrieblichen Erträge der Senator Entertainment AG lagen mit T€ 1.466 um 37,5 % unter dem Wert des Vorjahres (Vj.: T€ 2.345). Im Vorjahr enthielt diese Position einmalige Erträge aus Vergleichen aufgrund von Ablösevereinbarungen von Finanzverbindlichkeiten. Ansonsten werden vor allem Konzernumlagen, die der Senator Entertainment AG für ihre Holdingleistungen zustehen, in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr im Wesentlichen aufgrund von erfolgsabhängigen Einmalzahlungen auf T€ 1.492 (Vj.: T€ 1.135). Insgesamt beschäftigte die Senator Entertainment AG wie im Vorjahr durchschnittlich 13 Mitarbeiter ohne Vorstand. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen T€ 3.222 und waren damit im Geschäftsjahr fast doppelt so hoch wie im Vorjahr. Grund für diesen Anstieg waren im Wesentlichen einmalige Aufwendungen in Höhe von T€ 1.441, die im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung angefallen sind. Mit verschiedenen Tochtergesellschaften unterhält die Senator Entertainment AG Ergebnisabführungsverträge, infolge derer Organgesellschaften ihre Überschüsse abführen müssen bzw. Verlustausgleichsverpflichtungen bestehen. Die hierdurch entstanden Aufwendungen aus Verlustübernahme betrugen T€ 2.838 (Vj.: T€ 726). Die Senator Entertainment AG übernimmt als Holding die Versorgung des Konzerns mit Liquidität. Dazu nimmt die AG als Hauptkreditnehmerin Darlehen von Kreditinstituten auf bzw. hat im Geschäftsjahr durch die Ausgabe neuer Aktien Liquidität erhalten. Die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzerngesellschaften werden verzinst. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Senator Entertainment AG verschlechterte sich im Geschäftsjahr 2012 im Wesentlichen aufgrund geringer betrieblicher Erträge sowie aufgrund der Kosten für die Kapitalerhöhung und wesentlich höherer Aufwendungen aus Verlustübernahmen um T€ 6.929 auf T€ -7.686 (Vj.: T€ -757). Der Unterschied zum Konzernergebnis resultiert aus dem insgesamt positiven Ergebnis internationaler Filme, die in der irischen Tochtergesellschaft liegen. Vermögens- und Finanzlage der Senator Entertainment AG Die Bilanzsumme der Senator Entertainment AG reduzierte sich im Berichtsjahr um 15,6 % auf T€ 30.233 (Vj.: T€ 35.836). Entsprechend ihrer Holdingfunktion stellen die Finanzanlagen die wichtigste Position des Anlagevermögens dar. Ihr Wert erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 um 13,1 % auf T€ 16.223 (Vj.: T€ 14.345). Die Erhöhung ergibt sich im Wesentlichen aus dem Rückerwerb von 40 % der Anteile an der Central Film Verleih GmbH. Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich im Wesentlichen durch die Anzahlung auf eine Filmlizenz und die Umgliederung von Musiklizenzen im Geschäftsjahr erhöht, stellen aber nur einen geringen Teil der Bilanzsumme dar. Im Geschäftsjahr reduzierte sich das Umlaufvermögen um 39,3 % auf T€ 12.574 (Vj.: T€ 20.704). Insbesondere die Forderungen gegen verbundene Unternehmen waren verantwortlich für diese Entwicklung. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich um 69,9 % und bildeten aber mit T€ 5.074 (Vj.: T€ 16.856) immer noch den größten Aktivposten des Umlaufvermögens der Senator Entertainment AG. Inhaltlich handelt es sich bei dieser Position im Wesentlichen um die Ausreichung von Darlehen für das operative Geschäft innerhalb der Senator-Gruppe. Die Forderungen gegen beteiligte Unternehmen stiegen gegenüber dem Vorjahr um T€ 282 auf T€ 1.899. Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um T€ 1.062 auf T€ 826. Hintergrund der Reduzierung ist zum einen die Umgliederung von Musiklizenzen in die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögen sowie die Umgliederung von Anzahlungen für einen Anteilkauf in Höhe von T€ 500 in die Finanzanlagen. Zum Bilanzstichtag verfügte die Senator AG über Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von T€ 2.256. Ein Teil der zugeführten Liquidität aus der im Geschäftsjahr durchgeführten Kapitalerhöhung wurde kurzfristig angelegt. Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich durch die Kapitalerhöhung, der jedoch das negative Jahresergebnis gegenüberstand. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 56,9 % (Vj.: 37,4 %). Ein Sonderposten für Investitionszuschüsse, unter dem das Unternehmen Zuschüsse aus dem Programm „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ bilanziert, lag aufgrund der Auflösung im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 67 bei T€ 415 (Vj.: T€ 482). Die Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr erheblich auf T€ 670 (Vj.: T€ 335). Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf ergebnisabhängigen Bonuszahlungen. Die Gesellschaft verzeichnete eine Reduzierung bei den Verbindlichkeiten um 44,7 % auf T€ 11.961 (Vj.: T€ 21.624). Die Veränderung der Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr war im Wesentlichen geprägt durch die Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 8.183, die durch die Verrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften zum Bilanzstichtag verursacht wurde. Liquiditätslage der Senator Entertainment AG Durch die im Geschäftsjahr durchgeführte Kapitalerhöhung von T€ 11.479 floss der Gesellschaft Liquidität zu, die zum Teil über die Tochtergesellschaften in neue Filmprojekte investiert wurde bzw. dem Konzern für zukünftige Projekte zur Verfügung stehen wird. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vj.: T€ 499). Die Gesellschaft hat Verbindlichkeiten aus der im Vorjahr herausgegebenen Optionsanleihe in Höhe von T€ 10.117 (Vj.: T€ 10.113). Für die weitere Entwicklung der Senator-Gruppe sind bereits Verpflichtungen eingegangen worden, die einen erheblichen Liquiditätsbedarf zur Folge haben könnten. Das Unternehmen geht nach der derzeitigen Unternehmensplanung davon aus, dass die Existenz gesichert ist und ein Unternehmenswachstum finanzierbar ist. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Senator Entertainment AG Der Senator-Konzern kann auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 zurückblicken. Die Ertragslage konnte gegenüber dem Vorjahr wesentlich verbessert werden. Das operative Ergebnis des Konzerns lag bei T€ 6.952 (Vj.: T€ 856). Neben der positiven operativen Entwicklung konnte die Kapitalstruktur und Eigenkapitalquote des Senator Konzerns aufgrund der erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung im Juni 2012 deutlich verbessert werden. Langfristiges Vermögen wird durch Eigenkapital und langfristige Schulden gedeckt. Die Fremdfinanzierung des Konzerns ging im Geschäftsjahr weiter zurück und hatte eine Reduzierung der Zinsaufwendungen zur Folge. Aufgrund der zum Stichtag bestehenden Finanzierungsvereinbarungen sowie bedingt durch den großen Erfolg der im Januar 2012 gestarteten französischen Komödie ZIEMLICH BESTE FREUNDE, der sich auch noch auf das Ergebnis 2013 auswirken wird, ist die Existenz des Konzerns sowie seine Ertragslage für 2013 gesichert. CHANCEN UND RISIKENDer Senator-Gruppe ist daran gelegen, Chancen zu nutzen und Risiken zu begrenzen. Demzufolge ist das Risikomanagement integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Es basiert auf einem systematischen, den gesamten Konzern umfassenden Prozess der Risikoerkennung, -bewertung und -steuerung. Das Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und ermöglicht durch ein standardisiertes Überwachungssystem gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die dargestellten Ausführungen gelten gleichermaßen für die Senator-Gruppe als auch für die Senator AG. Chancenbericht Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Die Senator-Gruppe betreibt daher ein ganzheitliches Risiko- und Chancenmanagement-System zur konsequenten Nutzung ihrer Chancen, ohne die damit verbundenen Risiken außer Acht zu lassen. Bestehende und künftige Erfolgspotenziale des Unternehmens werden durch effizientes Risikomanagement gesichert. Zielgerecht werden auch Chancen unternehmensweit identifiziert, beurteilt und aufgegriffen. Die Chancen bestehen insbesondere in der Auswahl der Filme und richtigen Stoffe und ihrer anschließenden Performance im Kino, Home-Entertainment sowie deren Verkauf von Fernsehrechten an die verschiedenen Sendeanstalten. Risikobericht Der Erfolg des Senator-Konzerns hängt von verschiedenen Risiken ab, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur schwer einzuschätzen sind. Liquidität Stichtagsbezogen bestehen für die Senator-Gruppe keine Liquiditätsprobleme. Es wird jedoch angestrebt, die Marktposition zu halten bzw. auszubauen, wofür bereits erhebliche finanzielle Verpflichtungen, insbesondere durch den Erwerb weiterer Filmrechte, eingegangen wurden. Sollten sich die erwarteten Ergebnisbeiträge dieser Erwerbe nicht wie geplant entwickeln und das operative Geschäft der Tochtergesellschaften deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben, hängt die Fortführung der Gesellschaft ab Mitte 2014 davon ab, dass die Aufnahme weiterer Mittel im erforderlichen Umfang gelingt. Aufgrund der zum Stichtag bestehenden Finanzierungvereinbarungen gehen wir auf der Basis einer konservativen Erfolgs- und Liquiditätsplanung kurzfristig von keiner liquiditätsbezogenen Bestandsgefährdung aus. Risiken im Zusammenhang mit dem Abschluss von Output Agreements Das Relativity Media Output Agreement zwischen Relativity und Eurofilm & Media Ltd., einer 100 %igen Tochtergesellschaft der Senator AG, beinhaltet für Eurofilm gegenüber sonst üblichen einzelnen Filmrechteerwerbsverträgen ein deutlich erhöhtes unternehmerisches Risiko. Das Risiko liegt in der Natur der Vereinbarung als Output Agreement über eine Vielzahl von bislang noch unbekannten Filmen, der finanziellen Verpflichtung über einen langen Zeitraum sowie den zu erwartenden Herausbringungskosten für diese Filme. Sollten die Ergebnisbeiträge dieser Filme nicht die geplante positive Entwicklung aufweisen, müssten weitere finanzielle Mittel zur Finanzierung Mitte 2014 aufgenommen werden. Risiken aus einer Veränderung des Freizeitmarktes und illegaler Download Im Kino- und Home Entertainment Bereich kann die Piraterie über das Internet in Verbindung mit leistungsfähigen Technologien Einbußen zur Folge haben, falls es nicht gelingt, geeignete Maßnahmen zur Eindämmung zu schaffen. Zudem könnten andere Freizeitangebote den Filmen und Produkten der Gesellschaft vorgezogen werden und damit zu Umsatzrückgängen führen. Wettbewerb im Filmproduktions- und Vertriebsmarkt Die Tochterunternehmen des Senator-Konzerns sind einer Reihe von Markt- und Wettbewerbsrisiken ausgesetzt. Als Produzent und Einkäufer von Filmrechten sowie bei der Auswertung von Rechten und als Lizenzhändler bewegen sie sich sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Vertriebsseite in einem intensiven und dynamischen Wettbewerbsumfeld. Insbesondere besteht das Risiko, dass die multinational agierenden Studios den von der Gesellschaft u. a. bedienten Nischenmarkt der deutschsprachigen Produktionen und dessen Auswertung zu besetzen versuchen. Auf Grund der stärkeren finanziellen Möglichkeiten dieser Konkurrenzunternehmen besteht die Gefahr eines Verdrängungswettbewerbes. Risiken bei Filmproduktionen Bei Eigenproduktionen stehen die Tochtergesellschaften mit anderen Filmproduktionsfirmen im Wettbewerb um die Rechte an literarischen Vorlagen und Drehbüchern sowie um Verträge mit erfolgreichen Regisseuren, Schauspielern und Studios. Eigen- und Koproduktionen von Kino- und Fernsehfilmen sind kostenintensiv und mit einem entsprechenden finanziellen Risiko verbunden. Die Produktionskosten bei einem durchschnittlichen deutschen Film lagen in der Vergangenheit zwischen € 2,5 Mio. und € 7,5 Mio.; bei internationalen Produktionen betragen die Produktionskosten ein Vielfaches davon. Darüber hinaus besteht das Risiko von Budgetüberschreitungen und nicht termingerechter Fertigstellung. Das Budgetrisiko wird insbesondere im internationalen Bereich durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Bei nationalen Projekten mindern Filmfördermittel das Risiko. Filmförderungen werden bei internationalen Projekten in der Regel nicht gewährt, dafür stehen andere Fazilitäten, wie beispielsweise die Gap-Finanzierung, zur Verfügung. Der Erfolg eines Films ist im Wesentlichen von der Akzeptanz der Zuschauer abhängig und daher nur schwer im Voraus planbar. Aufgrund des großen Volumens der für die internationalen Produktionen erforderlichen Mittel kann bereits der Misserfolg einzelner Projekte erhebliche nachteilige Folgen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Produzenten haben. Senator hat daher entschieden, größere internationale Projekte nur zu realisieren, wenn wesentliche Verkaufserfolge im Vorfeld erzielt werden konnten und/oder eine Gap-Finanzierung auf Projektbasis durch eine Bank erfolgt. Nach deutschem Urheberrecht haben Filmurheber einen Anspruch sowohl auf angemessene Vergütung als auch auf eine zusätzliche Vergütung, sofern die Erlöse aus der Auswertung eines Films im Verhältnis zur ursprünglichen Vergütung als außerordentlich hoch angesehen werden. Die jeweils betroffene Senator-Einheit könnte insofern Nachzahlungsansprüchen der jeweiligen Filmurheber ausgesetzt sein. Risiken beim Filmeinkauf Im Bereich Lizenzhandel stehen einzelne Senator-Gesellschaften mit anderen Filmverleihern im Wettbewerb um den Erwerb von Filmrechten für vielversprechende Produktionen. Auch wenn sich die zwischenzeitlich zugespitzte Situation auf dem Beschaffungsmarkt wieder deutlich entspannt hat, besteht nach wie vor eine hohe Konkurrenz um attraktive Kinospielfilme. Darüber hinaus besteht beim Filmeinkauf sowohl ein quantitatives (Einkaufspreis) als auch ein qualitatives Risiko (Inhalt). Risiko mindernd wirkt hier in der Regel allein die Erfahrung der Einkäufer. Der Senator-Konzern ist bestrebt, über seine Tochtergesellschaften eine ausreichende Anzahl von Eigenproduktionen vorzuhalten, um den Bedarf an Spielfilmen auch dann decken zu können, wenn es aufgrund veränderter Marktsituationen nicht gelingen sollte, die benötigte Anzahl von Lizenzen für hochwertige Fremdproduktionen zu annehmbaren Bedingungen zu erwerben. Desweiteren wird generell versucht, das finanzielle Risiko beim Filmeinkauf durch Verkäufe von TV-Lizenzen und durch DVD-Erlösvorschüsse bereits zum Zeitpunkt des Einkaufs zu reduzieren. Risiken bei der Verwertung Die Senator-Gruppe verwertet Filmrechte über sämtliche Auswertungsstufen. In Vermarktung und Vertrieb konkurriert sie in den jeweiligen Verwertungsstufen mit zahlreichen nationalen und internationalen Anbietern. Einnahmen im Kinobereich hängen sowohl von der Gesamtmarktentwicklung als auch von den Präferenzen des Publikums ab. Konjunkturelle Krisen haben in der Vergangenheit die Auswertung im Kinoverleihgeschäft wiederholt beeinträchtigt; sie stellen daher einen Risikofaktor dar. Der TV-Bereich zeichnet sich durch eine hohe Marktdynamik auf der Nachfrageseite aus, die sowohl die Wettbewerbsstruktur als auch das Preisgefüge beeinflusst. Der TV-Bereich ist von der Entwicklung der Werbeeinnahmen und damit auch von der Konjunkturlage abhängig. Änderungen der Markt- und Wettbewerbslage auf den einzelnen Verwertungsstufen (Kino, Video/DVD, Pay-TV, Free-TV) können sich prinzipiell negativ auf die Geschäftstätigkeit auswirken. Fördermittel Aufgrund der aktuellen Fördersituation in Deutschland finanziert Senator die deutschen Produktionen zum Teil über die von den Förderanstalten gewährten Mittel. Eine ungünstige Veränderung der Förderrichtlinien könnte bei Senator zu einer Finanzierungslücke führen, die durch sonstige freie Mittel oder durch eine Umstrukturierung der mittelfristigen Produktionsplanung gedeckt werden müsste. Ferner besteht das Risiko, dass bestimmte Auszahlungs- bzw. Verwertungsvoraussetzungen nicht eingehalten werden. Ein Verstoß gegen diese Regelungen kann die Verpflichtung zur Rückzahlung der entsprechenden Fördermittel zur Folge haben. Saisonale Schwankungen der Erträge Insbesondere beim Lizenzhandel handelt es sich um ein saisonales Geschäft. Umsätze können im Kinobereich aber auch erheblich durch die nicht planbare Wetterlage beeinflusst werden. Risiko von Wertberichtigungen an Vermögensgegenständen Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in Zukunft außerordentliche Wertberichtigungen hinsichtlich der Vermögensgegenstände des Unternehmens (Filmvermögen, Beteiligungen, Forderungen etc.) vorgenommen werden müssen, sofern sich die derzeitige Bewertung als unzutreffend erweist. Abhängigkeit von qualifiziertem Personal Qualifiziertes Personal auf Führungs- sowie Mitarbeiterebene ist essentiell für den Erfolg des Konzerns. Der Verlust von entsprechenden Mitarbeitern kann die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns beeinträchtigen. Währungsrisiken Der überwiegende Teil der auf den internationalen Filmmärkten erworbenen Lizenzen wird in US-Dollar bezahlt. Die bei der Auswertung erzielten Umsätze fallen dagegen überwiegend in Euro an. Schwankungen des Euro/US-Dollar-Wechselkurses können Auswirkungen auf den Geschäftserfolg haben, die Finanz- und Ertragslage, vor allem die operativen Margen der Gesellschaft beeinflussen und sowohl zu Wechselkursgewinnen als auch zu Wechselkursverlusten führen. Senator begegnet den Währungsrisiken indem 75 % des US$-Kaufpreises von Filmlizenzen durch Währungssicherungsgeschäfte wie Währungsoptionen und Devisentermingeschäfte abgesichert werden. Risiko eines change of control Durch die Ausgabe der neuen Aktien und die mögliche Ausübung von Optionsrechten aus der Optionsanleihe 2011/2016 könnte es zu einem change of control bei der Gesellschaft kommen. Ein solcher change of control kann zum Verlust der steuerlichen Verlustvorträge der Senator Entertainment AG führen und Kündigungsrechte in wichtigen Darlehensverträgen auslösen. Risiken aus Finanzinstrumenten Die Anlage von operativ nicht benötigten finanziellen Mitteln kann bei Kursveränderungen zu Verlusten führen. Strategische Risiken Strategische Risiken resultieren unter anderem aus Investitionen in nicht nachhaltig erfolgreiche Konzepte und Unternehmen, die negative finanzielle Ergebnisse zur Folge haben könnten. Diese sogenannten Beteiligungsrisiken basieren dabei vor allem auf dem Risiko einer Insolvenz. So könnte sich die Erlös- und Ertragssituation unserer Unternehmensbeteiligungen schlechter als geplant entwickeln. Dadurch würden im Rahmen eines Werthaltigkeitstests außerplanmäßige Abschreibungen erforderlich werden. Prozessrisiken - Ad-hoc-Publizitätspflicht Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) prüft derzeit, ob Senator im Rahmen der Bekanntgabe des Output-Vertrages mit Relativity Media, LLC, eine verspätete Ad-hoc-Mitteilung veröffentlicht hat. Sollte die BaFin im Rahmen ihrer Prüfung feststellen, dass Senator über den Vertragsabschluss mit Relativity Media, LLC, nicht rechtzeitig informiert hat, droht Senator eine Geldbuße von bis zu maximal € 1 Mio. WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSSTEUERUNGDas aufgebaute Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und ermöglicht durch ein standardisiertes Überwachungssystem gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Risikomanagementziele und -methoden der Senator AG sind auf die spezifischen Anforderungen des Filmgeschäftes als Projektgeschäft ausgerichtet. Ausgehend von und im budgetären Rahmen einer Gesamtplanung werden detaillierte Kalkulationen der einzelnen Projekte erstellt. Das unternehmensintern eingesetzte Steuerungssystem berücksichtigt Deckungsbeitrags-rechnungen, die je Film über alle Wertschöpfungsstufen aufgestellt werden. Zusätzlich stehen die Umsatzerlöse sowie das Betriebsergebnis im Fokus des Vorstands. Diese Steuerungsgrößen werden mindestens quartalsweise und bei wesentlichen Änderungen aktualisiert. Über ein standardisiertes unterjähriges Berichtswesen und über unterjährige Abschlüsse wird die Geschäftsführung über die zahlenmäßige Entwicklung der diversen Tochtergesellschaften unterrichtet. Die Ausgestaltung des Risikomanagements der Senator-Gruppe zur Absicherung von Liquiditätsrisiken und im Umgang mit Projektrisiken ist angemessen und effektiv. Zu weiteren Ausführungen zum Management von Finanzrisiken siehe Konzernanhang Ziffer 39. Eine der Hauptaufgaben des Risikomanagementsystems betrifft die Absicherung der Risiken aus vorhandenen Finanzinstrumenten (Forderungen und Verbindlichkeiten). Einzelfallbezogen erfolgen u. a. Zins- und Währungssicherungsgeschäfte sowie Bonitätsprüfungen von Kunden, um finanzielle Risiken zu vermeiden. Bei längerfristigen Verträgen werden im Einzelfall Preisklauseln vereinbart bzw. Preise festgeschrieben. Dies sorgt für eine verlässliche Kalkulation bei volatilen Märkten. Für eine optimale Allokation der Finanzmittel werden daneben auch andere Finanzierungsformen flexibel genutzt (z. B. Leasing). Bezüglich der Darstellung Risikomanagement für Finanzinstrumente verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang Ziffer 39. WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMSDa das Mutterunternehmen Senator Entertainment AG eine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist, sind gemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess, der auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften einbezieht, zu beschreiben. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnen uns an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261, Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements
Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess sind im Konzern folgende Strukturen und Prozesse implementiert: Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess im Konzern. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und strategischen Geschäftsfelder eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des konzernrechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in einem Handbuch niedergelegt, das in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst wird. Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, welche die Konzernbilanzierung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Konzernabschlusses und zusammengefasster Lagebericht für den Einzel- und Konzernabschluss maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
MITARBEITERDie Senator-Gruppe beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 38 Mitarbeiter (ohne Auszubildende und Praktikanten), dies bedeutet einen Anstieg um 3 Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt waren im Konzern durchschnittlich 26 Frauen und 12 Männer tätig. Zum Bilanzstichtag 2012 waren die Mitarbeiter des Konzerns durchschnittlich 4,8 Jahre (Vj.: 4,2 Jahre) bei Senator beschäftigt. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGZuordenbare Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bestehen bei der Senator-Gruppe nicht. Eigene Filmprojekte werden durch Sichtung, Bewertung und schließlich Umsetzung der Filmstoffe durch die jeweiligen Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft entwickelt und erforscht. Für die Senator-Gruppe als international tätiges Medienunternehmen gehören aber auch die Identifikation und die Bewertung weltweiter Markttrends dazu. Dies umfasst auch die Bewertung von neuen Geschäftsmöglichkeiten oder Auswirkungen auf bestehende Geschäftsfelder, die durch die Entwicklung oder den Einsatz neuer Technologien entstehen. DIE SENATOR-AKTIEIn das Jahr startete die Senator-Aktie mit einem Wert von € 0,92. Der Höchstwert des Jahres lag bei € 1,36 am 30. April 2012, während am 12. Januar 2012 der niedrigste Kurs bei € 0,78 festgestellt wurde. In den Monaten März bis Anfang Mai des Geschäftsjahres notierte die Aktie auf einem Niveau zwischen € 1,20 und € 1,36. Danach lag der Kurs zumeist innerhalb einer Schwankungsbreite von € 0,95 bis € 1,10, ohne dass nachhaltige oder länger anhaltende Ausbrüche aus diesem Korridor nach oben oder nach unten beobachtet werden konnten. Am 28. Dezember schloss die Aktie mit einem Wert von € 0,97. Gemäß WPHG-Meldung vom 3. September 2012 hat sich das luxemburgische Unternehmen Pacific Capital S.à.r.l. mit 29,9 % an der Senator AG beteiligt und ist damit der größte Aktionär der Senator AG. Die Aktionärsstruktur der Senator AG zum Bilanzstichtag sieht wie folgt aus: ![]() NACHTRAGSBERICHTDie Senator AG und der international agierende Filmfinanzier Silver Reel haben sich im Februar 2013 auf einen dreijährigen Output-Vertrag für Deutschland über internationale Filmproduktionen verständigt, die Silver Reel finanziert. Das romantische Fantasy-Abenteuer FALLEN von Scott Hicks und der schottische Thriller UNDER THE SKIN von Jonathan Glazer mit Scarlett Johansson sind die ersten beiden Filme, die Senator vermarkten wird. Senator wird darüber hinaus pro Jahr drei bis vier Filme der von Silver Reel finanzierten, internationalen Filmprojekte, in Deutschland herausbringen. Das Investitionsvolumen liegt voraussichtlich im unteren bis mittleren einstelligen Millionenbereich pro Film. Die erforderlichen Gremienbeschlüsse auf Seiten beider Vertragspartner stehen noch aus. Im Februar 2013 erhielt Senator eine Zusage der israelischen Bank Leumi, den bestehenden Kreditvertrag um weitere zwei Jahre zu verlängern und den Rahmen von € 7,5 Mio. auf € 10,0 Mio. zu erhöhen. Der Aufsichtsrat hat Markus Maximilian Sturm zum Finanzvorstand der Senator AG mit Wirkung ab dem 1. März 2013 ernannt. VERGÜTUNGSBERICHT GEMÄß §§ 289 ABS. 2 NR. 5, 315 ABS. 2 NR. 4 HGBDer Vorstand erhält ein festes Jahresgehalt (einschließlich Zuschuss zur Altersvorsorge und ggf. Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung) sowie teilweise eine Tantieme, die unter Beachtung des § 87 AktG das Geschäftsergebnis und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie die Leistungen des Vorstandsmitglieds angemessen berücksichtigt. Die ergebnisabhängige Vergütung kann maximal T€ 500 pro Jahr betragen. Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthalten die Vorstandsverträge keine ausdrückliche Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell zu treffenden Aufhebungsvereinbarung ergeben. Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Versorgungszusagen und keine Kredite. Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Vergütung, deren Höhe durch den Beschluss der Hauptversammlung festgelegt wird. Ihnen werden auch die mit ihrer Tätigkeit zusammenhängenden Auslagen sowie die auf diese Bezüge entfallende Umsatzsteuer erstattet. ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS ZU DEN ANGABEN NACH §§ 289 ABS. 4, 315 ABS. 4 HGB, § 120 ABS. 3 NR. 2 AKTGGemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB haben Aktiengesellschaften, die einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes durch von ihnen ausgegebene stimmberechtigte Aktien in Anspruch nehmen, folgende Angaben im Lagebericht zu machen:
BERICHTERSTATTUNG NACH § 289A HGBDie Berichterstattung nach § 289a HGB ist unter der Internetadresse http://www.senator.de/investor_relations/corporate_governance/bericht_zur_unternehmesfuehrung_nach_289a_hgb/index_ger.html abrufbar. PROGNOSEBERICHTDer gesamtwirtschaftlichen Konjunkturprognose des ifo Instituts zufolge wird die Konjunktur in Deutschland nach einer Abschwächung im Winterhalbjahr 2012/2013 im Jahresverlauf 2013 wieder anziehen. Das Wachstum wird zunächst von der hohen Unsicherheit im Zusammenhang mit der Eurokrise gebremst und im Jahresdurchschnitt preisbereinigt 0,7 % erreichen. Die Branche erwartet, dass der Kinoverleihmarkt in 2013 auf dem hohen Niveau von 2012 stagniert und die Rekordzahlen des Vorjahres wieder erreicht werden können. Im Home-Entertainment-Bereich wird sich voraussichtlich der Trend des vergangenen Jahres fortsetzen und Zuwächse im Blu-ray und Digitalgeschäft für einen stabilen Kaufmarkt sorgen. Desweiteren wird erwartet, dass der Video on Demand Bereich sich positiv entwickelt, dies aber zu Lasten des Videoverleihmarktes gehen wird. Insgesamt erwartet die Branche ein geringes Wachstum für das Jahr 2013 Die Senator-Gruppe konzentriert sich seit 2009 ausschließlich auf ihr originäres Kerngeschäft. Dazu zählen die Segmente Filmproduktion und - verleih sowie die nachgelagerte Auswertung der angeschafften oder hergestellten Filme in allen weiteren Medien, insbesondere im Bereich TV, Home Entertainment und über digitale Plattformen im Internet. Zwei wesentliche Aktivitäten sichern die Versorgung des Unternehmens mit neuen Spielfilmen in ausreichender Zahl: Zum einen entwickeln die Senator Filmproduktionen Projekte und stellen die Filme selbst oder mit anderen Produzenten aus dem In- und Ausland in Koproduktion her. Daneben stellt die Akquisition von Filmrechten aus dem europäischen und dem US-amerikanischen Raum die zweite Säule zur Versorgung unserer Verleih-Pipeline dar. Im Produktionssegment erwarten wir in den nächsten zwei bis drei Jahren starkes Wachstum und positive Ergebnisbeiträge. In erster Linie soll der Produktionsbereich die Versorgung des Verleihs mit Kinofilmen zu Bedingungen sicherstellen, die für den Verleih kalkulierbarer sind als Akquisitionen und für die Fördermittel eingesetzt werden können. Die verschiedenen im Bundesgebiet strategisch operierenden Gesellschaften der Senator-Gruppe arbeiten intensiver denn je in der Geschichte von Senator an der Realisation neuer, eigener Filme. Die in 2011 neu gegründete Senator Film München GmbH entwickelt mit Partnern vor allem Kinderfilme wie zum Beispiel DER KLEINE MEDICUS, nach dem gleichnamigen Bestseller-Sachbuch oder die Produktion der Bestsellerreihe für Kinder im Vorschulalter PETTERSSON & FINDUS, die sich beide in Produktion befinden. Die Senator Film Köln GmbH und die Stammproduktion in Berlin haben im letzten Jahr mehrere Filme entwickelt, die entweder, wie der neue Film von Dominik Graf DIE GELIEBTEN SCHWESTERN, sich bereits in Produktion befinden oder unmittelbar vor Drehbeginn stehen, wie zum Beispiel die Verfilmung des Bestsellers DER KOCH von Martin Suter, der ab dem 11. Juni 2013 in Köln und Zürich gedreht werden soll. Die Akquisition von Filmen auf den internationalen Märkten und in Berlin ist weiter ein umkämpftes Terrain zwischen den unabhängigen Verleihern in Deutschland. Gerade hat der Verleih mit dem Film SAFE HAVEN, nach dem Bestseller von Nicholas Sparks, erfolgreich den ersten Film aus dem in 2011/2012 geschlossenen Output-Vertrag mit dem US Studio RML Distribution International, LLC, Los Angeles, USA (Relativity Media) gestartet. Die ursprüngliche Versorgung aus dem Output-Vertrag hat sich zeitlich verzögert. Im Rahmen der mehrjährigen Zusammenarbeit erwartet Senator ab dem Jahr 2014 eine ganze Reihe von Filmen. In 2013 wird Senator nach derzeitigem Planungsstand insgesamt 22 Filme im Kino starten und zusätzlich mindestens weitere 25 Titel auf DVD und Blu-ray veröffentlichen, so dass der Bereich Home Entertainment mit ca. 50 Titeln im Verleih- und Kaufsegment vertreten sein wird. Ein Großteil der Video-Titel wird sowohl in Standard Definition als auch in High Definition, also auf Blu-ray, veröffentlicht, um dem weiter wachsenden Blu-ray-Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz Rechnung zu tragen. In den ersten drei Monaten 2013 wurden unter anderem die Filme SILVER LININGS mit Jennifer Lawrence und Bradley Cooper, THE MASTER sowie EIN MORDS TEAM mit Frankreichs neuem Superstar Omar Sy (ZIEMLICH BESTE FREUNDE) von Senator in die deutschen Kinos gebracht. Ende April wird dann Steven Soderberghs hochkarätiger Film SIDE EFFECTS mit Jude Law, Rooney Mara, Catherine Zeta-Jones und Channing Tatum in den Kinos anlaufen. Zur weiteren Verleihstaffel des Jahres 2013 gehören auch Yaron Zilbermans berührendes Spielfilmdebüt SAITEN DES LEBENS mit Christopher Walken, Philip Seymour Hoffman, Catherine Keener und Mark Ivanir sowie die deutschen Produktionen IM WEISSEN RÖSSL und 00 SCHNEIDER - IM WENDEKREIS DER EIDECHSE. Insgesamt plant Senator kapp 4 Mio. Besucher in 2013 in die Kinos zu locken. Für die kommenden zwei Geschäftsjahre erwarten wir im Verleihsegment bei Erreichen der geplanten Kinozuschauerzahlen und entsprechenden Verkaufserfolgen im Bereich Home Entertainment Umsatzerlöse zwischen € 30 Mio. und € 50 Mio. sowie ein positives Betriebsergebnis (EBIT) im unteren einstelligen Millionenbereich. Der Senator-Konzern plant derzeit für 2013 Investitionen in neue Filmprojekte in Höhe von ca. € 15 bis € 20 Mio. und für die kommenden Jahre jährlich von mindestens ca. € 30 Mio. Auch wenn der Kino- und DVD-Erfolg des Jahres 2012 sich nach menschlichem Ermessen und der Statistik nicht als Maßstab für die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten Jahren nehmen lässt, erwartet der Vorstand der Senator Entertainment AG in der Zukunft ein nachhaltig positives Wachstum.
Berlin, den 16. April 2013 Senator Entertainment AG Helge Sasse, Vorstandsvorsitzender Markus Maximilian Sturm, Vorstand Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012AKTIVA scroll
IFRS Konzerngewinn- und Verlustrechnung für 2012scroll
IFRS Gesamtergebnisrechnung für 2012scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2012scroll
Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31. Dezember 2012 (IFRS)scroll
Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2012INHALTSVERZEICHNIS
(A) GRUNDSÄTZE UND METHODEN1. Allgemeines Die Senator Entertainment AG, Berlin, („Senator AG“ oder „Gesellschaft“) ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin, Deutschland. Die Senator AG und ihre Tochterunternehmen („Senator“ oder „Senator-Konzern“) sind in der Unterhaltungs- und Medienbranche tätig. Das Geschäft des Konzerns konzentriert sich im Wesentlichen auf die Produktion von Spielfilmen und die Verwertung von Filmrechten. Innerhalb des Senator-Konzerns treten mehrere Tochtergesellschaften als selbständige Produzenten und Koproduzenten von Spielfilmen am Markt auf. Andere Unternehmen innerhalb des Konzerns betreiben den Erwerb von Lizenzen und die umfassende Vermarktung eigener Filmproduktionen, Koproduktionen und Fremdproduktionen. Die Gesellschaft wird unter der Handelsregisternummer HR B 68059 B des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg geführt. Der Sitz der Senator AG ist in der Schönhauser Allee 53, 10437 Berlin, Deutschland. Gegenstand der Senator AG ist der Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen, insbesondere aus dem Bereich Medien, Filmproduktion und Verwertung von Filmrechten sowie die Verwaltung solcher Unternehmen. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, Urheberrechte und sonstige mit Warenzeichen verbundene Rechte aller Art zu erwerben, zu veräußern oder auf sonstige Weise kommerziell zu verwerten. Die Gesellschaft kann alle Maßnahmen ergreifen, die ihrem Geschäft förderlich sind. In diesem Sinne kann sie andere Unternehmen in Deutschland oder im Ausland gründen oder erwerben bzw. Anteile an diesen halten. Der Konzernabschluss der Senator AG für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2012 wurde am 16. April 2013 durch den Vorstand aufgestellt und anschließend zur Prüfung und Billigung an den Aufsichtsrat weitergeleitet. 2. Überblick über wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze Konformität des Konzernabschlusses mit IFRS Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte in Anwendung von § 315a HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union (EU) anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (ISAB) sowie den vom ISAB gebilligten Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Commitee (IFRIC). Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Im Geschäftsjahr 2012 haben sich für die Senator AG keine wesentlichen Änderungen aus erstmalig anzuwendenden IFRS-Standards oder IFRIC-Interpretationen ergeben. 3. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungsgrundsätze und Stichtag In den Konzernabschluss sind neben der Senator AG alle Tochterunternehmen einbezogen, an denen die Gesellschaft direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte zusteht oder das Control-Konzept anderweitig gewährleistet ist. Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, vollkonsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Leistungsbeziehungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften des Senator-Konzerns einschließlich der Zwischengewinne und -verluste werden eliminiert. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss der Senator AG einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Der Konzernabschlussstichtag ist für alle einbezogenen Unternehmen bis auf die Bavaria Pictures GmbH der 31. Dezember. Das Wirtschaftjahr der Bavaria Pictures endet am 31. Januar. Anteile an assoziierten Unternehmen Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Als assoziierte Unternehmen werden Unternehmen definiert, bei denen der Senator-Konzern einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Im fortgeführten Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens enthaltene Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nach den Bilanzierungsgrundsätzen für Unternehmens- und Geschäftserwerbe ermittelt. Für die Einbeziehung nach der Equity-Methode werden die IFRS-Einzelabschlüsse dieser Unternehmen zum Konzernabschlussstichtag zugrunde gelegt. Verluste aus assoziierten Unternehmen, die den Beteiligungsbuchwert bzw. sonstige langfristige Forderungen aus der Finanzierung dieser Unternehmen übersteigen, werden nicht erfasst, sofern keine Nachschusspflicht besteht. Beteiligungsbuchwerte werden hinsichtlich ihrer Werthaltigkeit überprüft und bei vorliegender Wertminderung außerplanmäßig auf den niedrigeren erzielbaren Betrag abgeschrieben. Unternehmenszusammenschlüsse Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode, in deren Rahmen die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet werden. Ein aus der Verrechnung entstehender positiver Unterschiedsbetrag wird als derivativer Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Der Erwerbszeitpunkt stellt den Zeitpunkt dar, an dem die Möglichkeit der Beherrschung des Reinvermögens und der finanziellen und operativen Handlungen des erworbenen Unternehmens auf den Konzern übergeht. Die bei der Zeitwertbewertung der Vermögenswerte und Schulden aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden in den Folgeperioden entsprechend der Entwicklung der Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Anteile anderer Gesellschafter werden gesondert im Eigenkapital ausgewiesen. Konsolidierungskreis Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises des Senator-Konzerns zum 31. Dezember 2012 ergibt sich aus folgender Darstellung: scroll
Folgende Unternehmen wurden im Konzernabschluss erfasst: scroll
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1 Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft 2 § 264 Abs. 3 HGB wurde angewandt 3 Ansatz at Equity Mit notarieller Urkunde vom 8. August 2012 erwarb die Senator Film München GmbH, München, 25 % der Geschäftsanteile der Bavaria Pictures GmbH, München. In 2009 veräußerte die Senator AG 40 % der Geschäftsanteile der Central Film Verleih GmbH, Berlin. Mit notarieller Urkunde vom 16. Februar 2012 hat die Senator AG das unwiderrufliche Angebot zum Rückerwerb von 40 % der Anteile an der Central Film Verleih GmbH angenommen und hält jetzt wieder 50 % der Geschäftsanteile an dieser Gesellschaft. Die Anteile an der Central Film Verleih GmbH werden wie im Vorjahr at-equity in den Konzernabschluss einbezogen. Auf der Hauptversammlung am 7. August 2012 wurden die Ergebnisabführungsverträge zwischen Senator AG und den Tochterunternehmen der Senator Film Köln GmbH, Köln, Senator Film München GmbH, München, sowie Senator MovInvest GmbH, Berlin, beschlossen. Die Eintragungen der Ergebnisabführungsverträge in den jeweiligen Handelsregistern erfolgten in den Wochen nach der Hauptversammlung. Am 15. November 2012 erwarb die Senator Film Produktion GmbH, Berlin, mit notarieller Urkunde 50% der Geschäftsanteile an der Einundzwanzigste Babelsberg Film GmbH, Potsdam, von der Babelsberg Film GmbH, Potsdam. Die Gesellschaft wurde anschießend in Senator Film Babelsberg GmbH, Potsdam, umfirmiert. 4. Bedeutende bilanzielle Ermessensspielräume und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung von IFRS erfordert bei einigen Positionen, dass der Vorstand Schätzungen und Annahmen vornimmt, welche die Werte der zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden und Finanzverpflichtungen sowie die Erträge und Aufwendungen während des Geschäftsjahres beeinflussen können. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei
Die Buchwerte der entsprechenden Abschlussposten sowie wesentliche Bewertungsparameter sind im Rahmen der detaillierten Angaben im Konzernanhang dargestellt. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 1.421 (Vj.: T€ 278) auf immaterielle Vermögenswerte (Buchwert vor außerplanmäßigen Abschreibungen T€ 20.109) vorgenommen. Grundlage der Wertberichtigung waren Barwerte auf Titelbasis, basierend auf internen Erlöseinschätzungen für einzelne Verwertungsstufen. Der angewandte Diskontierungszins zur Abzinsung der prognostizierten Zahlungsmittelzuflüsse aus den jeweiligen Titeln beträgt unverändert zum Vorjahr 8 %. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte sowie des Sachanlagevermögens erfolgt generell auf Basis abgezinster Nettozahlungsströme aus der fortgesetzten Nutzung und dem Verkauf der Vermögenswerte. Faktoren, wie geringere als erwartete Umsätze und daraus resultierende Nettozahlungsströme, aber auch Änderungen der Abzinsungsprozentsätze, können zu einer Wertminderung führen. Bei der Anwendung der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden muss der Vorstand in Bezug auf die Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden, die nicht ohne Weiteres aus anderen Quellen ermittelt werden können, Sachverhalte beurteilen, Schätzungen anstellen und Annahmen treffen. Die Schätzungen und die ihnen zugrunde liegenden Annahmen resultieren aus Vergangenheitserfahrungen sowie weiteren als relevant erachteten Faktoren. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung. Schätzungsänderungen werden, sofern die Änderung nur eine Periode betrifft, nur in dieser berücksichtigt, falls die Änderung die aktuelle sowie die folgenden Berichtsperioden betrifft, entsprechend in dieser und den folgenden Perioden beachtet. 5. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die im Geschäftsjahr 2012 konzerneinheitlich angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind grundsätzlich unverändert zum Vorjahr. Grundlagen der Aufstellung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage des Anschaffungskostenprinzips aufgestellt. Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden nachfolgend erörtert. Die Bilanz wurde gemäß IAS 1.60 nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert, wobei als kurzfristig alle Vermögenswerte und Schulden bis zu einem Jahr und als langfristig alle größer einem Jahr angesehen werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Berichtswährung Der Abschluss wird in EURO erstellt. Alle Beträge werden, sofern nicht anderes angegeben, in T€ ausgewiesen. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend (T€) auf- oder abgerundet. Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten auftreten. Währungsumrechnung Bei Fremdwährungsgeschäften wird der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Umrechnungskurs zwischen Berichts- und Fremdwährung umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden, sind in der Periode, in der sie entstanden sind, als Aufwand oder Ertrag zu erfassen. Für die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden, der Gewinn- und Verlustrechnung und der Fremdwährungspositionen in den einzelnen Abschlüssen werden die folgenden Wechselkurse zugrunde gelegt: scroll
Alle im Geschäftsjahr und Vorjahr in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen der Senator AG haben den Euro als funktionale Währung. Umsatzrealisierung/erhaltene Anzahlungen Umsätze werden in Übereinstimmung mit IAS 18 realisiert, wenn die folgenden Bedingungen kumulativ erfüllt sind:
Umsätze werden erfasst, wenn die Übertragung der mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen mit dem Übergang des rechtlichen Eigentums und der Übergabe des Besitzes zeitlich zusammenfällt. Sofern die Gesellschaft wesentliche mit dem Eigentum verbundene Risiken behält, werden die aus der Transaktion resultierenden Umsätze nicht erfasst. Gehen beim Konzern vor diesen Erlösrealisierungszeitpunkten Zahlungen von Lizenznehmern ein, werden diese zunächst als erhaltene Anzahlung gebucht. In Übereinstimmung mit dem in IAS 18 beschriebenen Prinzip der Periodenabgrenzung werden Erträge und Aufwendungen, die sich auf dieselbe Transaktion oder dasselbe sonstige Ereignis beziehen, gleichzeitig erfasst. (1) Kinorechte Vorführrechte für Filme werden an Kinos gegen eine Gebühr in Höhe eines Prozentsatzes der Kasseneinnahmen und/oder gegen Minimumgarantien verkauft. Unter bestimmten Umständen erhält der Senator-Konzern eine nicht rückzahlbare Garantie, welche auf die prozentualen Anteile an den Kasseneinnahmen angerechnet wird. Erfasst werden Erträge sowohl aus den anteiligen Kasseneinnahmen als auch aus den Garantiesummen zum Zeitpunkt der Vorführung des Filmes. Nicht rückzahlbare Garantien werden im Jahresabschluss abgegrenzt und zum Zeitpunkt der Vorführung als Erträge erfasst. Garantien, die im Wesentlichen den vollständigen Erlös darstellen, werden nach denselben Kriterien als Erträge erfasst, wie dies für die Lizenzierung von TV-Rechten erfolgt. Das gilt auch für den Verkauf von Filmrechten an andere Vermarkter in bestimmten Territorien. (2) Fernsehrechte Der Senator-Konzern behandelt Lizenzverträge für TV-Programmmaterial als den Verkauf eines Rechtes oder einer Gruppe von Rechten. Erträge aus einem Lizenzvertrag für TV-Programmmaterial werden erfasst, wenn alle der folgenden Bedingungen erfüllt sind:
(3) Home Entertainment Die Video/DVD-Rechte der Konzernunternehmen werden über die Senator Home Entertainment GmbH ausgewertet. Zur Umsetzung hierfür wurde mit der Universum Film GmbH, München, ein exklusiver Vertriebsvertrag geschlossen. Als Umsatz werden die tatsächlichen Verkäufe von Bildtonträgern realisiert. (4) Produktionserlöse Bei Auftragsproduktionen, die vorwiegend von TV-Sendeanstalten vergeben werden, erfolgt die Umsatz- und Gewinnrealisierung entsprechend der Percentage-of-Completion-Methode. Hierbei werden Aufwendungen und Erträge entsprechend dem Fertigstellungsgrad des Gesamtauftrages anteilig den einzelnen Perioden zugeordnet. Die Methode ist zwingend anzuwenden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind und Schätzungen mit ausreichender Sicherheit vorgenommen werden können. Der Auftrag muss dem Unternehmen in voller Höhe vergütet werden, die Kosten müssen eindeutig und verlässlich identifizierbar sein und Erträge, Gesamtkosten und Fertigungsstand müssen zuverlässig bestimmt werden können. Der Fertigungsstand kann nach verschiedenen Methoden ermittelt werden. Im Konzern wird der Fertigstellungsgrad nach dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten bestimmt. Eigen- und Koproduktionen werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Die externen Finanzierungsbeiträge inklusive der Zuwendungen der öffentlichen Hand werden von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgezogen. Zinsen Zinsen werden periodengerecht im Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand bzw. Ertrag erfasst. Zu weiteren Ausführungen wird auf den Abschnitt Fremdkapitalkosten verwiesen. Ertragsteuern Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bemessen sich nach der Steuerzahllast unter Berücksichtigung der laufenden Ergebnisse und von Steuerlatenzen. Die Ertragsteuern beinhalten Körperschaftsteuer, Gewerbeertragsteuer, Solidaritätszuschlag und die entsprechenden ausländischen Steuern. In Deutschland beträgt der Körperschaftsteuersatz zurzeit 15,0 % (2011: 15,0 %) zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % (2011: 5,5 %). Die Gewerbesteuer beträgt je nach Gemeinde z. Z. zwischen 17,0 % und 19,7 % (2011 zwischen 17,0 % und 19,7 %). Der für 2012 erwartete Ertragsteuersatz der Senator AG wird sich wie im Vorjahr nominal auf 30,0 % belaufen. Latente Steuern Latente Steuern werden mit Hilfe der Verbindlichkeiten-Methode berechnet. Latente Ertragsteuern spiegeln die steuerlichen Auswirkungen zeitlich begrenzter Unterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit in der Bilanz und seinem Wert nach steuerlichen Gesichtspunkten wider. Die Bemessung latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt anhand der Steuersätze, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Verbindlichkeit erfüllt wird, erwartet wird. Die Bewertung latenter Steuerschulden und -ansprüche berücksichtigt die steuerlichen Konsequenzen, die daraus resultieren, in welcher Art und Weise ein Unternehmen zum Bilanzstichtag erwartet, den Buchwert seiner Vermögenswerte zu realisieren oder seine Schulden zu erfüllen. Latente Steueransprüche und -schulden werden unabhängig von dem Zeitpunkt erfasst, in dem sich die temporären Unterschiede wahrscheinlich umkehren. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur dann aktiviert, wenn diese mit hoher Wahrscheinlichkeit durch zukünftige steuerpflichtige Erträge genutzt werden können. Zu jedem Bilanzstichtag hat das Unternehmen nicht bilanzierte latente Steueransprüche und die bilanzierten latenten Steueransprüche neu zu beurteilen. Das Unternehmen setzt einen bislang nicht bilanzierten latenten Steueranspruch in dem Umfang an, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen die Nutzung des latenten Steueranspruches gestatten wird. Umgekehrt hat das Unternehmen den latenten Steueranspruch in dem Umfang zu vermindern, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, um den Nutzen des latenten Steueranspruches, entweder zum Teil oder insgesamt, zu verwenden. Da zurzeit nicht abschließend beurteilt werden kann, inwieweit steuerlich nutzbare Verlustvorträge bestehen, wurden Steuern auf Verlustvorträge nur in Höhe passiver latenter Steuern angesetzt. In dem Umfang, in dem nicht ausgeschüttete Ergebnisse ausländischer Tochter-unternehmen auf unabsehbare Zeit in diesen Gesellschaften verbleiben, fallen keine latenten Steuerverbindlichkeiten an. Latente Steuerverbindlichkeiten sind für alle zu versteuernden temporären Unterschiede zu bilanzieren, sofern die latenten Steuerverbindlichkeiten nicht einem Geschäftswert entstammen, dessen Abschreibung für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig ist. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Fremdkapitalkosten In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit stehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Qualifizierte Vermögenswerte sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Alle Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Immaterielle Vermögenswerte Der Senator-Konzern aktiviert erworbene und selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte, wenn der Vermögenswert:
In Übereinstimmung mit IAS 38 setzt der Senator-Konzern einen immateriellen Vermögenswert mit dessen Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten an, wenn:
Diese Vorgehensweise findet Anwendung, wenn ein immaterieller Vermögenswert extern erworben oder intern generiert wird. Immaterielle Vermögenswerte werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen erfasst. Nach IAS 38 werden immaterielle Vermögenswerte einheitlich über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts beträgt ab dem Datum, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann, maximal zwanzig Jahre. Der Abschreibungszeitraum beginnt, sobald der Vermögenswert genutzt werden kann. Abschreibungszeitraum und -plan werden jährlich am Ende eines Geschäftsjahres überprüft. (1) Patente, Marken und Lizenzen Für Patente, Marken und Lizenzen gezahlte Beträge werden aktiviert und anschließend über den Zeitraum des erwarteten Nutzens linear abgeschrieben. Patente, Marken und Lizenzen werden mit ihren ursprünglichen Anschaffungskosten bewertet. Die geschätzte Nutzungsdauer von Patenten, Marken und Lizenzen variiert zwischen fünf und sieben Jahren. Es werden keine planmäßigen Abschreibungen auf Rechte an Manuskripten und Drehbüchern vorgenommen. (2) Filmrechte national Die für den Erwerb oder die Produktion von Filmen gezahlten Beträge werden in Übereinstimmung mit IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ aktiviert. Filme werden verwertungsbedingt abgeschrieben. Dabei wird als Nutzung die Verwertung der deutschsprachigen Kino-, Video- sowie TV-Rechte verstanden. Für die Verwertungsstufen werden Abschreibungen grundsätzlich wie folgt vorgenommen: scroll
Die Abschreibung der Videorechte und Video on Demand beginnt mit der Videoveröffentlichung bzw. Abrufverfügbarkeit und erfolgt linear über die folgenden sechs Monate. (3) Filmrechte international Die Abschreibung der Weltvertriebsrechte erfolgt entsprechend den Erlöserwartungen. Die Bewertung der internationalen Rechte findet auf Basis der Grundsätze der US-amerikanischen Rechnungslegungsliteratur statt. Diese international übliche Methode schreibt vor, dass die einzelnen zurechenbaren Aufwendungen einer Produktion oder eines Erwerbs von Film- und Lizenzvermögen bis zum Verwertungsbeginn des Films oder des darauf beruhenden Rechts aktiviert werden müssen. Die Abschreibung des Film- und Lizenzvermögens nach der film forecast computation method erfolgt hierbei in Abhängigkeit der Verwertung. Entsprechend den Zuflüssen der aus der Verwertung insgesamt resultierenden Umsatzerlöse über einen Zeitraum von maximal 10 Jahren werden die periodisch anteiligen Abschreibungen berücksichtigt (verwertungsbedingte Abschreibung). (4) Software Neue Software wird mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und als immaterieller Vermögenswert ausgewiesen, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Im Geschäftsjahr und dem Vorjahr wurde von Senator keine Software selbst entwickelt. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungen ausgewiesen. Sachanlagen werden über die geschätzte Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Gesellschaft schätzt die Nutzungsdauer der Vermögenswerte auf drei bis zehn Jahre. Die erwarteten Nutzungsdauern, Restwerte und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft und sämtliche notwendigen Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt. Voll abgeschriebenes Sachanlagevermögen wird so lange unter Anschaffungs- und Herstellungskosten und kumulierten Abschreibungen ausgewiesen, bis die betreffenden Vermögenswerte außer Betrieb genommen werden. Bei Anlageabgängen werden die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen abgesetzt, Ergebnisse aus Anlageabgängen (Abgangserlöse abzüglich Restbuchwerte) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Wertminderungen bzw. Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, um festzustellen, ob es Anhaltspunkte für eine eingetretene Wertminderung dieser Vermögenswerte gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang eines eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört. Wenn eine angemessene und stetige Grundlage zur Verteilung ermittelt werden kann, werden die gemeinschaftlichen Vermögenswerte auf die einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten verteilt. Andernfalls erfolgt eine Verteilung auf die kleinste Gruppe von Zahlungsmittel generierenden Einheiten, für die eine angemessene und stetige Grundlage der Verteilung ermittelt werden kann. Im Senator-Konzern besteht Identität zwischen den Zahlungsmittel generierenden Einheiten und den Segmenten. Zum Ende des Geschäftsjahres 2012 enthielten die bestehenden Segmente keine Buchwerte von immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer bzw. bei solchen, die noch nicht für eine Nutzung zur Verfügung stehen, wird jährlich und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, ein Wertminderungstest durchgeführt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz auf ihren Barwert abgezinst. Dieser Vorsteuerzinssatz berücksichtigt zum einen die momentane Markteinschätzung über den Zeitwert des Geldes, zum anderen die im Vermögenswert inhärenten Risiken, die nicht bereits Eingang in die Schätzung der Zahlungsströme gefunden haben. Wenn der geschätzte erzielbare Betrag eines Vermögenswertes (oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit) den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswertes (der Zahlungsmittel generierenden Einheit) auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes (der Zahlungsmittel generierenden Einheit) auf die neuerliche Schätzung des erzielbaren Betrages erhöht. Ausgenommen hiervon ist der Geschäfts- oder Firmenwert. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert (die Zahlungsmittel generierende Einheit) in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Die jährliche Prüfung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer erfolgt auf Basis der Ermittlung des Nutzungswertes anhand geschätzter zukünftiger diskontierter Zahlungsströme, die aus der Mittelfristplanung abgeleitet werden. Der Planungshorizont der Mittelfristplanung beträgt drei Jahre. Die Zahlungsströme nach diesem Dreijahreszeitraum werden als Ewige Rente ohne Berücksichtigung einer Wachstumsrate berücksichtigt. Der Diskontierungszins wird anhand der gewichteten Kapitalkosten (WACC) ermittelt. Die zum 31. Dezember 2012 durchgeführte jährliche Prüfung der Werthaltigkeit immaterieller Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer erfolgte auf Basis eines Vorsteuerdiskontierungszinses von 8 % (Vj.: 8 %). Assoziierte Unternehmen Anteile an Unternehmen, bei denen ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, sind unter den Anteilen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls erhöht oder vermindert um Wertberichtigungen von Geschäftswerten, Gewinnausschüttungen und die anteiligen Ergebnisse der Gesellschaft bewertet. Das Unternehmen bewertet seine Anteile an assoziierten Unternehmen neu, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Anteil eine Wertminderung erfahren hat oder eine Wertminderung, die in früheren Jahren erfasst worden ist, nicht länger besteht. Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden entweder
Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswertes zuzurechnen sind. Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig und erforderlich sind, zum Ende des Geschäftsjahres vorgenommen. Die in der Konzernbilanz erfassten Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet. Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen. Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Wertpapiere sowie die Ausleihungen werden der Kategorie zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente zugeordnet. Nach der erstmaligen Erfassung werden diese zum beizulegenden Zeitwert - sofern dieser zuverlässig ermittelbar ist - bewertet. Die Wertänderungen der beizulegenden Zeitwerte werden erfolgsneutral als Eigenkapitalveränderung ausgewiesen, sofern nicht dauerhafte Wertminderungsverluste festgestellt werden, die erfolgswirksam erfasst werden. Die Wertminderung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Basis von Erfahrungswerten vorgenommen. Für die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte werden angemessene einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen. Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswertes oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn eine der drei folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken, die Einfluss auf zukünftige Zahlungsströme ausüben, werden Finanzderivate eingesetzt. Diese werden zu Zeitwerten auf Basis von Börsen- oder Marktpreisen bzw. mittels anerkannter Bewertungsmethoden bewertet. Sofern die Kriterien für die Abbildung von Sicherungsbeziehungen erfüllt sind, erfolgt die Bilanzierung der Zeitwertänderungen unter Berücksichtigung der steuerlichen Wirkung erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital. Die im kumulierten übrigen Eigenkapital ausgewiesenen Beträge werden ausgebucht, sofern das Grundgeschäft bilanziell erfasst bzw. erfolgswirksam geworden ist. Zeitwertänderungen von Derivaten, die ungeachtet ihrer wirtschaftlichen Sicherungswirkung die Kriterien für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäft nicht erfüllen, werden erfolgswirksam zum Zeitwert bilanziert. Alle Zeitwertänderungen der Derivate wurden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst. Die Senator AG hielt zum 31. Dezember 2011 Finanzderivate in Form einer Kaufoption an Geschäftsanteilen an der Central Film Verleih GmbH (siehe Punkt 39 „Finanzinstrumente“). Die Option wurde im Geschäftsjahr ausgeübt. Vorräte Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle der Leistungserstellung zurechenbaren Einzelkosten sowie produktionsbezogene Gemeinkosten. Die Bewertung der Vorräte zum Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag von Anschaffungs- oder Herstellungskosten und realisierbarem Nettoveräußerungswert. Der Nettoveräußerungswert stellt dabei den voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten dar. Forderungen aus Fertigungsaufträgen Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrages verlässlich zu schätzen, so sind die Auftragserlöse und Auftragskosten in Verbindung mit diesem Fertigungsauftrag entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag jeweils als Teil der entstandenen Auftragskosten für die geleistete Arbeit im Verhältnis zu den erwarteten Auftragskosten zu erfassen, es sei denn, dies würde den Leistungsfortschritt nicht wiedergeben. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, wird der erwartete Verlust sofort als Aufwand erfasst. Der Fertigstellungsgrad wird nach dem cost-to-cost Verfahren ermittelt, danach wird der Fertigungsgrad am Verhältnis der bis zum Stichtag kumuliert angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten ermittelt. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten. Rückstellungen Rückstellungen werden in Übereinstimmung mit IAS 37 für Verpflichtungen ausgewiesen, die ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe nach ungewiss sind. Eine Rückstellung ist ausschließlich dann anzusetzen, wenn:
Der als Rückstellung erfasste Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtung erforderlichen Ausgaben dar, d. h., den Betrag, den das Unternehmen bei zuverlässiger Betrachtung zur Erfüllung der Verpflichtung am Bilanzstichtag oder zu ihrer Übertragung auf eine dritte Partei an diesem Tag zahlen müsste. Verbindlichkeiten, die aus einer möglichen Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses entstehen und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig in der Kontrolle des Unternehmens stehen, oder die aus einer gegenwärtigen Verpflichtung entstehen, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht erfasst wurde, weil
werden als Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen, außer, wenn die Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Gesellschaft gering ist. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten, einschließlich aufgenommener Kredite, werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst. Im Rahmen der Folgebewertung werden sonstige finanzielle Verbindlichkeiten grundsätzlich gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten einer finanziellen Verbindlichkeit und der Zuordnung von Zinsaufwendungen auf die jeweiligen Perioden. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder eine kürzere Periode, sofern zutreffend, auf den Buchwert abgezinst werden. Leasingverhältnisse Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt, selbst wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt ist. Bei Leasingvereinbarungen, die vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurden, gilt in Übereinstimmung mit IFRIC 4 der 1. Januar 2005 als Zeitpunkt des Abschlusses der Leasingvereinbarung. Investitionszuschüsse Im Geschäftsjahr 2000 wurden erstmals Investitionszuschüsse passiviert. Weitere Investitionszuschüsse erhielt der Konzern in den Geschäftsjahren 2009 und 2010, insbesondere für Investitionsmaßnahmen am Mietobjekt. Die Förderung ist bedingt rückzahlbar, insbesondere in Abhängigkeit von einer Mindestgrundmietzeit sowie der Schaffung von Dauerarbeitsplätzen. Die Investitionszuschüsse werden entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Investitionen ertragswirksam aufgelöst. Segmente Der Konzern ist in drei Segmente/Geschäftsfelder gegliedert, die einzeln gesteuert werden. Finanzinformationen über Geschäftsfelder und geographische Segmente sind in der Erläuterung Punkt 38 „Segmentberichterstattung“ dargestellt. (B) ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG6. Umsatzerlöse scroll
Die Umsatzerlöse aus dem Verleih setzen sich wie folgt zusammen: scroll
7. Aktivierte Eigenleistungen scroll
Unter den aktivierten Eigenleistungen werden die aktivierungsfähigen Produktionskosten für Eigenproduktionen sowie die Koproduktionsbeiträge ausgewiesen. Im Vorjahr wurden die aktivierten Eigenleistungen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die fehlerhafte Darstellung im Vorjahr wurde entsprechend korrigiert. 8. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
9. Aufwendungen für bezogene Leistungen Die Aufwendungen für bezogene Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen folgende Posten: scroll
Die in der Berichtsperiode erfolgswirksam erfassten Zahlungen aus Leasingverhältnissen belaufen sich auf T€ 331 (Vj.: T€ 345). Hiervon entfallen auf Mindestleasingzahlungen T€ 16 (Vj.: T€ 21) und bedingte Mietzahlungen T€ 315 (Vj.: T€ 324). 11. Währungsgewinne und -verluste Die Währungsgewinne und -verluste setzen sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen: scroll
12. Ertragsteuern Die tatsächlichen Steuerschulden für das laufende Geschäftsjahr und die Vorjahre werden unter Anwendung der am Bilanzstichtag geltenden Steuersätze mit den Beträgen bemessen, die erwartungsgemäß an die Finanzbehörde zu zahlen sind. Der sich bei Anwendung der Senator AG ergebende Steueraufwand lässt sich zum tatsächlichen Steueraufwand wie folgt überleiten: scroll
Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Im Berichtsjahr werden die Steueransprüche wegen der Verrechnungsmöglichkeit bei gleichen Steuerbehörden insgesamt saldiert ausgewiesen. Die noch nicht steuerlich genutzten körperschaftsteuerlichen sowie gewerbesteuerlichen Verlustvorträge der Senator AG betragen zum 31. Dezember 2012 jeweils rund € 110 Mio. (Vj.: rund € 150 Mio.). Die Reduzierung der vorhandenen Verlustvorträge ergibt sich aus einem schädlichen Anteilseignerwechsel im Geschäftsjahr in Höhe von 29,89 %, die Verlustvorträge werden entsprechend quotal untergehen. 13. Ergebnis je Aktie Das gemäß IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf der Division des laufenden Ergebnisses durch den gewichteten Durchschnitt der Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Aktien. scroll
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In der gewichteten durchschnittlichen Anzahl an Aktien wurden die neuen Aktien aus der Kapitalerhöhung vom 27. Juni 2012 zeitanteilig berücksichtigt. Insgesamt wurden 9.981.606 neue Aktien platziert, die aufgrund des Ausgabetermins nur mit 188 Tagen zu 366 Tagen in die Gewichtung der Durchschnittszahl eingeflossen sind. Zu den vorhandenen 19.954.159 Aktien wurden 5.127.164 neue Aktien (9.981.606 *188 Tage/366 Tage) hinzugerechnet. (C) ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ14. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Immaterielle Vermögenswerte: scroll
Im Berichtsjahr waren außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von veränderten Erlöserwartungen notwendig. Im Geschäftsjahr betrugen die außerplanmäßigen Abschreibungen T€ 1.421 (Vj.: T€ 278), davon betrafen T€ 1.152 das Verleihsegment und T€ 269 das Produktionssegment. Abgänge an Filmrechten ergeben sich durch den Ablauf von Lizenzzeiten. Die Position „Patente, Marken und Lizenzen“ umfasst im Wesentlichen Rechte an Drehbüchern. Sobald die Rechte an Drehbüchern für die Produktion eines Films verwertet wurden, werden diese Rechte als Produktionskosten des jeweiligen Films klassifiziert und unter den Filmrechten aktiviert. Sachanlagen (Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) scroll
15. Anteile an assoziierten Unternehmen scroll
Der Senator-Konzern besitzt 50 % der Anteile an der Central Film Verleih GmbH, einem in Berlin ansässigen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen, das für das Booking und Billing im Kinobereich zuständig ist. In 2012 erwarb die Senator Film Produktion GmbH, Berlin, 50 % der Anteile der Senator Film Babelsberg GmbH, ein gemeinschaftlich geführtes Unternehmen, ansässig in Potsdam, das ein internationales Filmprojekt durchführen soll. Beide zuvor genannten Gemeinschaftsunternehmen haben zum 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2011 keine Eventualverbindlichkeiten oder Kapitalverpflichtungen. Desweiteren hält der Senator-Konzern 50 % der Anteile an der deutschfilm GmbH, einem in Berlin ansässigen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen, das sich auf die Produktion und die Vermarktung deutscher Filme spezialisiert hat. Die deutschfilm GmbH hat zum 31. Dezember 2012 Eventualverbindlichkeiten aus erfolgsbedingt rückzahlbaren Fördermitteldarlehen im Zusammenhang mit der Produktionsförderung in Höhe von T€ 7.198 (Vj.: T€ 7.056), davon entfallen auf die Senator Entertainment AG 50 % T€ 3.599 (Vj.: T€ 3.528). Diese Fördermitteldarlehen sind jedoch nur aus anteiligen zukünftigen Erlösen, die die Kosten übersteigen, zurückzuführen. Zusätzlich bestanden zum Bilanzstichtag finanzielle Verpflichtungen aus Minimumgarantien in Höhe von T€ 105 (Vj.: T€ 415). Die nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Produktionsunternehmen weisen insgesamt im Geschäftsjahr die folgenden Werte aus: scroll
Die nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Verleihunternehmen weisen insgesamt im Geschäftsjahr die folgenden Werte aus: scroll
Der kumulierte Gesamtbetrag des nicht erfassten anteiligen negativen Eigenkapitals aus assoziierten Produktionsunternehmen beträgt T€ 1.114 (Vj.: T€ 783). 16. Wertpapiere des Anlage- und Umlaufvermögens Die Wertpapiere des Anlagevermögens beinhalteten im Vorjahr eine Rückkaufoption in Höhe von T€ 225. Hierzu verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Punkt 39 „Finanzinstrumente“. Im Geschäftsjahr legte der Senator-Konzern Liquidität aus der durchgeführten Kapitalerhöhung in diverse Wertpapiere des Umlaufvermögens an. Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen auf eine 10%-ige Beteiligung in Höhe von T€ 163 sowie Abschreibungen auf einen internationalen Asset Fund in Höhe von T€ 1.130 aufgrund der zum Bilanzstichtag geringeren beizulegenden Werte der Investitionen notwendig. 17. Vorräte Senator verfügt über Lagerbestände an Bildtonträgern in Höhe von T€ 1.074 (Vj.: T€ 811). Weder im Geschäftsjahr 2012 noch im Vorjahr mussten Wertberichtigungen auf die Lagerbestände vorgenommen werden. Die Vorräte, die als Aufwand in der Berichtsperiode erfasst worden sind, belaufen sich auf T€ 1.750 (Vj.: T€ 1.504). 18. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Forderungen werden zum Nennwert abzüglich Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen bilanziert. Die Forderungsverluste betragen in 2012 T€ 67 (Vj.: T€ 12). Die Entwicklung der auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildeten Wertberichtigungen ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen: scroll
Zum 31. Dezember 2012 ist ein Forderungsbestand in Höhe von T€ 7.941 (Vj.: T€ 8.735) weder einzelwertberichtigt noch überfällig. Hier deuteten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die zum Bilanzstichtag in Zahlungsverzug befindlichen, aber nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie folgt überfällig: scroll
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 917 (Vj.: T€ 1.459), welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren, wurden keine Wertminderungen gebildet, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit dieser Schuldner festgestellt wurde und mit einer Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird. Der Konzern hält keine Sicherheiten für diese offenen Posten. 19. Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen Die Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Zum 31. Dezember 2012 und 2011 ist der Gesamtbetrag der Forderungen weder wertgemindert noch überfällig. Zu weiteren Erläuterungen wird auf Punkt 41 „Beziehungen zu nahe stehenden Personen“ verwiesen. 20. Sonstige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt: scroll
21. Übrige Vermögenswerte Die übrigen Vermögenswerte setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen: scroll
22. Gezeichnetes Kapital scroll
Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Es ist in nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Im Juni des Berichtsjahres konnte die Senator AG eine Kapitalerhöhung durch die Platzierung von 9.981.606 nennwertlosen Stückaktien erfolgreich durchführen. Das Grundkapital erhöhte sich um ca. 50 % auf € 29.945.424. Eigene Anteile werden in der Bilanz eigenkapitalmindernd erfasst. Die eigenen Anteile werden mit ihrem Nominalwert ausgewiesen. Der Vorstand der Senator AG wurde mit Beschlussfassung der Hauptversammlung am 29. Juni 1999 erstmalig dazu ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Aktien bis zu einer maximalen Höhe von 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb der eigenen Anteile erfolgte zu verschiedenen Zeitpunkten im Geschäftsjahr 2000. Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, keinen Handel mit den eigenen Aktien zu treiben und die eigenen Aktien nur unter bestimmten Umständen zu veräußern. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. August 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 6. August 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien in einem Volumen von bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Gesellschaft hat sich wiederum verpflichtet, keinen Handel mit den eigenen Aktien zu treiben und die eigenen Aktien nur unter bestimmten Umständen zu veräußern. Am 31. Dezember 2012 weist die Gesellschaft 9.659 Stückaktien als eigene Anteile aus, auf die nominal € 9.659 bzw. ca. 0,03 % des Grundkapitals entfallen. Auf der Hauptversammlung vom 7. August 2012 wurde das bis dahin noch bestehende genehmigte Kapital 2009/I aufgehoben, soweit von diesem kein Gebrauch gemacht worden war, und ein neues genehmigtes Kapital beschlossen, wodurch der Vorstand ermächtigt ist, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 6. August 2017 um einen Betrag von bis zu € 14.972.712,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012/I). Das bedingte Kapital 2008, welches auf der Hauptversammlung vom 17. Juli 2008 beschlossen wurde, ist am 6. Mai 2010 mit Berichtigung vom 20. Mai 2010 ins Handelsregister eingetragen worden. Das bedingte Kapital wurde im Jahr 2011 im Rahmen der Ausgabe der 8 % Optionsanleihe, die am 28. April 2016 zur Rückzahlung fällig ist, verwendet. Auf der Hauptversammlung vom 7. August 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 6. August 2017 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu € 4.990.803,00 zu begeben. Entsprechend wurde - ergänzend zu dem bedingten Kapital 2008 - ein weiteres bedingtes Kapital beschlossen. Danach ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu € 4.990.803,00 durch Ausgabe von bis zu 4.990.803 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012/I). Das Bedingte Kapital 2012/I wird nur verwendet, soweit die Inhaber der Wandlungs- oder Optionsrechte von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllen. Die Eintragung des Bedingten Kapital 2012/I ins Handelsregister erfolgte am 30. August 2012. 23. Kapitalrücklage Die Deutsche Bank AG brachte mit Forderungsverzichtserklärung vom 6. Dezember 2005 eine Forderung in Höhe von € 22.431.226,48 als Sacheinlage in die Gesellschaft ein, davon entfielen € 6.200.000 auf die Erhöhung des gezeichneten Kapitals und € 16.231.226,48 auf die Einstellung in die Kapitalrücklage. Die Erträge aus der Kapitalherabsetzung in 2004 in Höhe von € 30.600.000 wurden nach den aktienrechtlichen Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung in die Kapitalrücklage eingestellt. In 2004 reduzierte sich die Kapitalrücklage aufgrund der vereinfachten Kapitalherabsetzung in Höhe von € 1.328.813 für die von der Senator AG gehaltenen eigenen Anteile. Die Aktien der Kapitalerhöhung im Juni 2012 wurden zu einem Bezugspreis von € 1,15 je neue Aktie platziert. Sämtliche Aktien von Senator haben einen rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von € 1,00. Der Differenzbetrag von € 0,15 je neuer Aktie wurde in die Kapitalrücklage, abzüglich der Steuerbelastung von T€ 432, eingestellt und im Wesentlichen zur Deckung der Emissionskosten verwendet. Die Kosten enthalten eine Provision in Höhe von 10 % des Gesamtbruttoemissionserlöses T€ 1.148. Diese Provision steht zur Hälfte der Emissionsbank und zur Hälfte Sapinda Deutschland GmbH (Sapinda) zu. Sapinda hatte sich gegenüber der Gesellschaft verpflichtet, unter bestimmten marktüblichen Voraussetzungen, Neue Aktien, die nicht anderweitig bezogen wurden, im Umfang von bis zu 29,9 % des Grundkapitals nach Durchführung der Kapitalerhöhung zum Bezugspreis selbst zu erwerben oder für den Bezug durch einen Dritten Sorge zu tragen. Für diese Verpflichtung erhielt Sapinda von der Emissionsbank eine Vergütung in Höhe von 5 % des Bruttoemissionserlöses. Desweiteren fielen Rechts- und Beratungskosten in Bezug auf die Kapitalerhöhung in Höhe von T€ 281 an. 24. Sonstiges Eigenkapital Die Senator AG hat am 6. Mai 2011 eine Optionsanleihe erfolgreich platziert. Mit der Anleihe wurden 9.981.000 auf den Inhaber lautende Optionsscheine ausgegeben. Jeder Optionsschein gewährt seinem Inhaber das Recht zum Bezug von einer Aktie gegen Zahlung des Optionspreises. Der Wert der Optionsscheine betrug bei Ausgabe der Optionsanleihe € 0,01 je Optionsschein. 25. Anteile ohne beherrschenden Einfluss Zum Bilanzstichtag bestehen keine Anteile ohne beherrschenden Einfluss. 26. Kapitalmanagement Die Senator AG unterliegt über die aktienrechtlichen Bestimmungen hinaus keinen weiter gehenden satzungsmäßigen oder vertraglichen Verpflichtungen zum Kapitalerhalt. Die im Rahmen der Unternehmenssteuerung von der Gesellschaft herangezogenen Finanzkennzahlen sind überwiegend erfolgsorientiert. Vorrangiges Ziel des Senator-Managements ist die für eine Unternehmensfortführung sicherzustellende Liquidität. Zur Umsetzung des Ziels werden neben der absoluten Höhe des Bestandes an liquiden Mitteln die erwarteten Ein- und Auszahlungen durch einen Plan auf Wochenbasis sowie einem mittelfristigen Plan, der sich über einen dreijährigen Zeitraum erstreckt, überwacht. Um flexibel sich bietende Eigenkapital- und Fremdfinanzierungsoptionen am Markt nutzen zu können, ist eine ausreichend hohe Eigenkapitalquote erforderlich. Dabei wird das wirtschaftliche Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme überwacht. Die Eigenkapitalquote ist dabei das Verhältnis zwischen dem wirtschaftlichen Eigenkapital auf konsolidierter Basis und der Bilanzsumme. Das wirtschaftliche Eigenkapital setzt sich aus dem bilanziellen Eigenkapital sowie den Investitionszuschüssen zusammen. Das wirtschaftliche Eigenkapital sowie die Eigenkapitalquote entwickelten sich wie folgt: scroll
Es existieren keine sogenannten Covenants, bei deren Nichteinhaltung eine Kündigung von Kreditverträgen drohen könnte. 27. Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland wird als "State Plan" im Sinne von IAS 19.36 als gemeinschaftlicher Plan mehrerer Arbeitgeber behandelt. Insgesamt sind im Geschäftsjahr 2012 für die Mitarbeiter der Inlandsgesellschaften T€ 149 (2011: T€ 134) vom Arbeitgeber an den Rentenversicherungsträger gezahlt worden (Arbeitgeberanteil). 28. Sonstige Rückstellungen scroll
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Die Personalrückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehenden Urlaub und ergebnisabhängige Einmalzahlungen. Die sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Lizenzgeberanteile sowie Prozessrisiken. 29. Finanzverbindlichkeiten scroll
Analyse der Fälligkeit finanzieller Verbindlichkeiten: scroll
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Anleihen Die Senator AG hat die im Rahmen eines Bezugsangebots angebotene Optionsanleihe bei Altaktionären und qualifizierten Investoren am 6. Mai 2011 erfolgreich platziert. Ausgegeben wurden insgesamt 99.810 Stück Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils 100 Euro mit einer Verzinsung von 8 % per annum, fällig in 2016 mit einem Gesamtnennbetrag von 9.981.000 Euro. Die neuen Teilschuldverschreibungen (ISIN der Optionsanleihe cum: DE000A1KQX87 / ISIN der Optionsanleihe ex: DE000A1KQX95) sowie die Optionsscheine (ISIN: DE000A1KQYA1) wurden im Mai 2011 im Freiverkehr der Frankfurter Börse eingeführt. Die Anleihen wurden mit immateriellen Vermögenswerten besichert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die langfristigen Bankschulden betreffen in Höhe von T€ 993 ein unbesichertes Nachrangdarlehen aus dem H.E.A.T. Mezzanine Programm, welches der Senator Film Verleih GmbH gewährt wurde. Das Darlehen tritt mit dem Rückzahlungsanspruch des Nominalbetrages und der Zinszahlung im Rang hinter die Forderungen aller bestehenden und künftigen Gläubiger der Senator Film Verleih GmbH zurück. Der Zinssatz beträgt 8,251 %. Der Nachrang gilt auch im Insolvenzverfahren. Mit der Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG, München, bestand zum Vorjahresbilanzstichtag ein Darlehen in Höhe von T€ 499, das jederzeit fällig gestellt werden konnte. Der Darlehenszins lag im Geschäftsjahr zwischen 7,69 % und 8,07 % p. a. Das Darlehen wurde im Geschäftsjahr vollständig zurückgeführt. Ein Geldmarktkredit in Höhe von € 7,5 Mio. mit mehrjähriger Laufzeit konnte mit der britischen Niederlassung der israelischen Bank Leumi (UK) plc, London, im Geschäftsjahr 2011 abgeschlossen werden. Der Rahmenkredit ermöglicht es den Gesellschaften des Senator-Konzerns, Forderungen aus Verwertungsverträgen über bis zu 2 Jahre zwischen zu finanzieren und so den Zeitraum der Bindung eigenen Kapitals zu minimieren. Die Verzinsung des Darlehens betrug im Geschäftsjahr LIBOR + 4,0 %. Zum Bilanzstichtag wurde der Kreditrahmen in Höhe von T€ 1.670 in Anspruch genommen. Zusätzlich berechnet die Bank eine Avalgebühr in Höhe von 0,75 % p. a. Der Kredit wurde mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie mit immateriellen Vermögenswerten und den Geschäftsanteilen an der Senator MovInvest GmbH besichert. Im November 2012 erhielt die Senator Film Köln GmbH, Köln, für das Projekt 00 SCHNEIDER – IM WENDEKREIS DER EIDECHSE ein Zwischenfinanzierungsdarlehen. Die Kreditlinie beträgt T€ 1.000 und wurde zum Bilanzstichtag mit T€ 850 in Anspruch genommen. Der Zinssatz lag im Geschäftsjahr bei 4,197 % p. a. (EURIBOR plus 4 %). Desweiteren steht der Bank eine Bereitstellungsprovision in Höhe von 0,25 % pro Monat ab dem dritten Monat nach Vertragsabschluss zu. Besichert wurde der Kredit mit den Ansprüchen gegen Filmförderanstalten und gegen die Senator Film Verleih GmbH sowie durch die Abtretung sämtlicher Filmrechte und der Sicherungsübereignung von Material des zwischenfinanzierten Filmprojekts. Sonstige Finanzverbindlichkeiten Im Geschäftsjahr 2010 erhielt die Senator AG ein Privatdarlehen in Höhe von € 1,0 Mio. Das Darlehen ist zu verschiedenen Zeitpunkten im Jahr 2011 und 2012 ratierlich zu bedienen. Die Verzinsung betrugt 8,5 % p. a. Im Geschäftsjahr wurde das Darlehen vollständig zurückgeführt. Die Herren Prof. Dr. h.c. Roland Berger und Dr. Thomas Middelhoff haben der Senator AG im Vorjahr Darlehen in Höhe von jeweils T€ 39 zur Verfügung gestellt. Die ungesicherten Kredite waren im Dezember 2011 zur Rückzahlung fällig. Die Darlehen wurden im März 2012 vollständig zurückgeführt. Die Darlehen wurden mit 6,75 % p. a. verzinst. Der Wert der besicherten Aktiva beträgt ca. € 9,0 Mio. (Vj.: € 13,0 Mio.). Darüber hinaus bestehen im Konzern keine Kreditlinien. Die zum 31. Dezember 2012 bestehenden langfristigen Finanzverbindlichkeiten waren durch die folgenden Inanspruchnahmen, Zinssätze und Fälligkeiten gekennzeichnet: scroll
30. Erhaltene Anzahlungen Die erhaltenen Anzahlungen gliedern sich innerhalb der primären Segmente wie folgt: scroll
31. Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Personen und Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Personen und Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
32. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt: scroll
33. Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen Die langfristigen übrigen Verbindlichkeiten und Abgrenzungen enthalten passivierte Investitionszuschüsse, welche über die Laufzeit der geförderten Maßnahmen aufgelöst werden. Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Zusammensetzung der kurzfristigen übrigen Verbindlichkeiten und Abgrenzungen: scroll
(D) ERLÄUTERUNGEN ZUR EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGDas Eigenkapital des Senator-Konzerns veränderte sich im Geschäftsjahr durch das Gesamtergebnis in Höhe von T€ 4.584 sowie durch die Kapitalerhöhung T€ 10.470. (E) ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGSenator weist den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Übereinstimmung mit IAS 7 „Kapitalflussrechnung“ nach der indirekten Methode aus, nach der der Gewinn oder Verlust der Periode um die Auswirkungen nicht zahlungswirksamer Transaktionen, um Abgrenzungen der Mittelzu- oder Mittelabflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit in der Vergangenheit oder der Zukunft und um Ertrags- oder Aufwandsposten in Verbindung mit dem Cashflow aus Investitions- oder Finanzierungstätigkeit angepasst wird. 34. Liquide Mittel Bei den liquiden Mitteln (Finanzmittelfonds) handelt es sich um Kassenbestände und Bankguthaben sowie Bankverbindlichkeiten, soweit es sich um Kontokorrentkonten handelt. Zum 31. Dezember 2012 bestand ein Guthaben in Höhe von TUS$ 1.040 bei der Bank Leumi, (UK) plc, London, das zur Absicherung eines Akkreditives hinterlegt wurde. Im Vorjahr hatte Senator ein Guthaben bei einem Kreditinstitut, das von Verfügungsbeschränkungen betroffen war in Höhe von T€ 19. Beschränkt zur Verfügung stehende Bankguthaben werden unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. 35. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sind folgende Ein- und Auszahlungen enthalten: scroll
36. Cashflow aus Investitionstätigkeit Der Abfluss liquider Mittel aus Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in Filmverwertungsrechte und andere immaterielle Vermögenswerte in Höhe von T€ -9.956 (Vj.: T€ -8.849) sowie aus der Investition in Finanzanlagen T€ 2.984 (Vj.: T€ 163). 37. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Im Geschäftsjahr war der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit geprägt durch die Mittelzuflüsse aus der durchgeführten Kapitalerhöhung in Höhe von T€ 10.038. Zudem wurden Darlehen in Höhe von T€ 2.548 in 2012 aufgenommen, denen Darlehenstilgungen in Höhe von T€ 4.552 gegenüber standen. Im Vorjahr konnte der Senator-Konzern Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen und der Platzierung der Anleihe in Höhe von T€ 14.342 verzeichnen, denen Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen und Rückführung von Anleihen in Höhe von T€ 10.577 gegenüber standen. Wir verweisen auch auf die Ausführungen in Punkt 29 „Finanzverbindlichkeiten“. (F) WEITERE INFORMATIONEN38. Segmentberichterstattung In Übereinstimmung mit IFRS 8 werden Informationen zu Geschäftsfeldern und geographischen Segmenten offen gelegt. Die Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 wird unter Anwendung des ‚Management-Ansatzes’ vorgenommen, d. h., die Segmentberichterstattung basiert auf der aktuellen für die interne Berichterstattung verwendete Segmentierung. Intersegmentäre Transaktionen: Segmenterträge, Segmentaufwendungen und Segmentergebnis beinhalten Transaktionen zwischen Geschäftsfeldern und zwischen geographischen Segmenten. Derartige Transaktionen werden zu Marktpreisen abgerechnet, die nicht verbundenen Parteien für ähnliche Leistungen berechnet werden. Diese Transaktionen werden für Zwecke der Konsolidierung eliminiert. Das primäre Berichtsformat gliedert sich nach den Geschäftsfeldern des Senator-Konzerns. Für das sekundäre Berichtsformat werden die geographischen Regionen verwendet, in denen der Senator-Konzern tätig ist. Geschäftsfelder Der Senator-Konzern führt den Großteil seiner Geschäfte in den folgenden Geschäftsfeldern durch:
Diese Geschäftsfelder stellen das primäre Berichtsformat dar. Das Segment Produktion umfasst die Produktion von Kinofilmen. Das Segment Verleih beinhaltet die Auswertung von Filmen in Kinos in Deutschland und Österreich sowie die Auswertungen von Kinofilmen im Fernsehen und auf Video und DVD. Im Segment Sonstige werden Verkäufe von sonstigen Rechten, die beim Erwerb von Filmlizenzen dem Konzern übertragen wurden sowie die Musik-Aktivitäten zusammengefasst. Geographische Regionen Der Senator-Konzern ist international mit den Schwerpunkten Inland und übrige Länder tätig. Die sekundäre Segmentierung wird daher nach den geographischen Segmenten Inland und übrige Länder vorgenommen. Dabei wird danach unterschieden, wo Erlöse erzielt werden. Geschäftsfelder scroll
Die damit verbundenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie die Finanzinvestitionen in dem jeweiligen Segment lassen sich wie folgt aufgliedern: scroll
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Geographische Segmente scroll
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Segmentinformationen Die Segmentdaten wurden auf der Grundlage der im Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ermittelt. Das Segmentvermögen stellt das betriebsnotwendige Vermögen der einzelnen Segmente dar. In den Segmentschulden sind die operativen Schulden und Rückstellungen der einzelnen Segmente enthalten. Investitionen beinhalten die Ausgaben für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Für die geographische Segmentberichterstattung werden die Umsätze nach dem Standort des Kunden segmentiert, der in der Regel auch dem Standort der Konzerngesellschaft entspricht. Das Segmentvermögen und die Segmentinvestitionen wurden auf der Grundlage des Standortes der Konzerngesellschaft ermittelt. 39. Finanzinstrumente/Management von Finanzrisiken Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt und entspricht aufgrund ihres kurzfristigen Charakters annähernd dem Buchwert. Der Senator-Konzern verwendet Devisenterminkontrakte, um sich gegen einen Teil der Transaktionsrisiken abzusichern. Der Zeitraum, für den die Devisenterminkontrakte abgeschlossen werden, entspricht dem Zeitraum, in dem ein Fremdwährungsrisiko der zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle besteht, in der Regel ein bis zwölf Monate. Die Devisenterminkontrakte werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten: scroll
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Während der Berichtsperiode zum 31. Dezember 2012 gab es keine Umbuchungen zwischen den Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2. scroll
Allgemeines Der Konzern unterliegt aufgrund seiner operativen Tätigkeit den folgenden Risiken:
Unter den Marktrisiken werden auch Risiken aus der Veränderung von Zinssätzen erfasst. Im Folgenden werden
Der Senator-Konzern hat einen zentralen Ansatz des finanziellen Risikomanagements in Portfolioform zur Identifizierung, Messung und Steuerung von Risiken. Die Risikopositionen ergeben sich aus den konzernweit vorgenommenen und geplanten zahlungswirksamen Ein- und Ausgängen als Marktrisiken, betreffend Zinssatz-, Preis- und Wechselkursänderungen. Zins- und Preisänderungsrisiken werden durch die Mischung von Laufzeiten sowie von fest- und variabel verzinslichen Positionen gesteuert. Option Mit Vertrag vom 1. September 2009 ist ein Geschäftsanteil von 40 % am Stammkapital der Central Film Verleih GmbH durch die Senator AG zum Nominalwert veräußert worden. Gleichzeitig war der Anteilskaufvertrag mit einer Option auf den Rückerwerb dieser Anteile versehen. Die Option konnte zwischen dem 1. Januar 2012 und 30. April 2012 mit Wirkung zum 1. Januar 2012 ausgeübt werden. Der Ausübungspreis der Option belief sich auf € 41.200,00. Die Option wurde im Konzernabschluss im Vorjahr mit T€ 225 bilanziert. Dieser Wert wurde auf Basis am Markt beobachtbarer Preisverhältnisse ermittelt und entsprechend IFRS 7 der Stufe 2 zugeordnet. Mit notarieller Urkunde vom 16. Februar 2012 hat die Senator AG die Option auf den Rückerwerb der Anteile gezogen und 40% der Geschäftsanteile im Geschäftsjahr zurückerworben. Der Wert der Option ist in die Anschaffungskosten der Geschäftsanteile eingeflossen. Kreditrisiko Unter Kreditrisiko wird das Risiko des Zahlungsausfalls eines Kunden oder Vertragspartners des Senator-Konzerns verstanden, welches dazu führt, dass in der Konzernbilanz ausgewiesene Vermögenswerte, Finanzanlagen oder Forderungen einer Wertberichtigung unterzogen werden müssen. Demnach ist das Risiko auf den Buchwert dieser Vermögenswerte beschränkt. Kreditrisiken resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Kreditwürdigkeit der jeweiligen Kunden wird von den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen regelmäßig überwacht. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum 31. Dezember 2012 nicht wertberichtigt waren, lagen keine Anhaltspunkte für Zahlungsausfälle vor. Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko der Gesellschaft besteht darin, dass sie möglicherweise mangels vorhandener Liquidität ihren finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht nachkommen kann, zum Beispiel bei der Tilgung von Finanzschulden und der Bezahlung von Einkaufsverpflichtungen. Die Senator AG begrenzt dieses Risiko durch ein zentrales Cash-Management. Die erwarteten Zahlungsein- und -ausgänge werden permanent überwacht. Ergänzend zu den genannten Instrumenten der Liquiditätssicherung verfolgt die Senator AG die sich an den Finanzmärkten bietenden Finanzierungsmöglichkeiten. Außerdem beobachtet die Senator AG Entwicklungen, was deren Verfügbarkeit und Kosten betrifft. Ein wesentliches Ziel ist es, die finanzielle Flexibilität der Senator AG zu sichern und unangemessene Refinanzierungsrisiken zu begrenzen. Zu den Fristigkeiten der bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag siehe Punkt 29 „Finanzverbindlichkeiten“. Marktrisiko (a) Währungsrisiken Aus dem Ein- und Verkauf in Fremdwährung können sich je nach Entwicklung des Wechselkurses Risiken für die Gesellschaft ergeben. Der Einkauf kann wechselkursbedingt teurer werden und der Verkauf in Fremdwährung kann zu einem in € geringeren Umsatz führen. Größere Fremdwährungsrisiken ergeben sich bei Senator im Wesentlichen aus Einkäufen in US-Dollar. Im Geschäftsjahr wurden diverse Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, um das Fremdwährungsrisiko zu reduzieren. Sensitivitätsanalysen nach IFRS 7 wurden für Bilanzpositionen in US-Dollar mit folgendem Ergebnis durchgeführt: Wenn das Wechselkursniveau zum Bilanzstichtag um 10 % höher bzw. niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis T€ 244 bzw. T€ 197 (Vj.: T€ 0) höher bzw. geringer gewesen. (b) Zinsrisiken Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind sowohl Festzinsen aber auch variable Zinsen vereinbart. Marktzinssatzänderungen bei festverzinslichen Schulden würden sich nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum fair value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Sensitivitätsanalysen nach IFRS 7 wurden für variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten mit folgendem Ergebnis durchgeführt: Wenn das Marktzinsniveau im Geschäftsjahr um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis T€ 20 (Vj.: T€ 3) geringer (höher) gewesen. 40. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug in den Geschäftsjahren: scroll
41. Beziehungen zu nahe stehenden Personen Als nahe stehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 gelten Unternehmen oder Personen, die den Senator-Konzern beherrschen oder von ihm beherrscht werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden. Allen Geschäften mit nahe stehenden Personen und Unternehmen wurden marktübliche Konditionen zugrunde gelegt. Als nahe stehende Personen gelten die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Senator AG sowie ihre Familienangehörigen (vgl. Punkt 46 „Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats“). Zu den Gesamtbezügen des Vorstands und des Aufsichtsrats der Senator AG vgl. Punkt 47 „Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands“. Aus Vergütungen und Reisekostenabrechnungen bestanden zum 31. Dezember 2012 gegenüber dem Vorstand kurzfristige Forderungen in Höhe von T€ 9 (Vj.: T€ 5). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats betragen T€ 2 (Vj.: T€ 46). Daneben bestanden Geschäftsbeziehungen mit folgenden nahe stehenden Personen und Unternehmen: Ein nahe stehendes Unternehmen, die Rechtsanwaltsgesellschaft Sasse & Partner, Hamburg, war für Konzerngesellschaften im Geschäftsjahr 2012 bei der Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen, vorwiegend im illegalen Filesharing, tätig. Im Rahmen dieser Verfolgung fordert das Unternehmen für Rechtsverletzungen (z. B. illegales Streaming) Schadensersatzzahlungen und Auslagenersatz vom Urheberrechtsverletzer. Die Schadensersatzleistungen werden an Senator weitergereicht. Im Ergebnis trägt Senator keine wirtschaftliche Belastung aus der Rechtsverfolgung, sondern erzielt durch die Rechtsverfolgung lizenzähnliche Erlöse. Das Aufsichtsratsmitglied Dr. Thomas Middelhoff sowie der Vorstand Helge Sasse erhielten im Geschäftsjahr 2011 Avalprovisionen in Höhe jeweils T€ 9. In 2011 gewährten der Vorstand Helge Sasse sowie das Aufsichtsratsmitglied Dr. Thomas Middelhoff der Senator AG Darlehensmittel von insgesamt T€ 59. Zu weiteren Einzelheiten zu den Darlehen von Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf unsere Ausführungen unter dem Punkt 29 „Finanzverbindlichkeiten“. Das Aufsichtsratsmitglied Robert Basil Hersov ist Managing Partner der Sapinda U.K., London, Großbritannien, die wiederum ein verbundenes Unternehmen der Sapinda Deutschland GmbH, Berlin, ist. Im Dezember 2011 haben Senator und das Hollywoodunternehmen RML Distribution International, LLC, Los Angeles, USA, (Relativity Media) sich auf einen Outputvertrag verständigt, dem zufolge Senator in Zukunft alle Relativity-Filme in Deutschland vertreiben wird, dessen endgültige Detailbedingungen im Mai 2012 vertraglich geregelt wurden. Sapinda Deutschland GmbH, Berlin, (Sapinda) hat sich gegenüber Relativity Media verpflichtet, für sämtliche Zahlungen und Verpflichtungen des Konzerns unter dem Output Agreement einzustehen. Als Sicherheit gewährt die Senator AG der Sapinda eine erstrangige Sicherung an allen Rechten und Ansprüchen in Verbindung mit den erworbenen Filmrechten sowie an sämtlichen Anteilen der Eurofilm & Media Ltd. Killaloe, Irland. Für die Einräumung der Relativity Media-Garantie gegenüber Relativity sowie für die tatsächliche Stellung von Sicherheiten bzw. Zahlung erhält Sapinda von der Senator AG eine Commitment bzw. Guaranty Fee. In 2012 wurden insgesamt T€ 300 an Sapinda gezahlt. Sapinda hatte sich gegenüber der Senator AG verpflichtet, unter bestimmten marktüblichen Voraussetzungen Neue Aktien der Kapitalerhöhung, die nicht anderweitig bezogen wurden, im Umfang von bis zu 29,9 % des Grundkapitals nach Durchführung der Kapitalerhöhung zum Bezugspreis selbst zu erwerben oder für den Bezug durch einen Dritten Sorge zu tragen (Backstop Agreement). Für diese Verpflichtung erhielt Sapinda von der quirin bank AG, Berlin, eine Vergütung in Höhe von 5 % des Bruttoemissionserlöses. 42. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
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Im Dezember 2011 verständigten sich Senator und das Hollywoodunternehmen Relativity Media auf ein Output Agreement, darin verpflichtet sich Senator eine bestimmte Anzahl von Filmen pro Jahr von Relativity Media abzunehmen. Das Output Agreement hat eine Laufzeit von 5 Jahren. In dem Output Agreement hat sich Senator zum Erwerb von Lizenzen für bis zu 12 Filme pro Jahr verpflichtet. Im ersten Quartal 2013 wurde der erste Film geliefert. Die finanziellen Verpflichtungen aus diesem Vertrag hängen von diversen Faktoren ab und werden voraussichtlich zwischen € 30 Mio. und € 50 Mio. pro Jahr liegen. Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten aus erfolgsbedingt rückzahlbaren Fördermitteldarlehen im Zusammenhang mit der Produktions- (T€ 6.870; Vj.: T€ 9.231) und Verleihförderung (T€ 2.601; Vj.: T€ 3.079). Diese Fördermitteldarlehen sind jedoch nur aus anteiligen zukünftigen Erlösen, die die Kosten übersteigen, zurückzuführen. 43. Haftungsverhältnisse Für die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird auf die Ausführungen unter Punkt 29 „Finanzverbindlichkeiten“ verwiesen. Die Senator AG hat im Geschäftsjahr 2008 sowie im Geschäftsjahr 2010 gegenüber der Universum Film GmbH, München, eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich in Form einer Schuldmitübernahme verpflichtet, für die Verpflichtungen aus dem zwischen der Senator Home Entertainment GmbH und Universum Film GmbH abgeschlossenen Videovertriebsvertrag, vom 18. August 2006 und dem dazugehörigen Long Form Vertrag vom 13. Mai 2008 sowie dem Lizenzvertrag vom 2. Dezember 2010 einzustehen. Die in den Konzernabschluss einbezogene Senator Home Entertainment GmbH hat im Geschäftsjahr 2009 und 2010 gegenüber der Universum Film GmbH, München, im Rahmen des oben genannten Vertriebsvertrags vom 18. August 2006 und 13. Mai 2008 sowie vom 2. Dezember 2010 verschiedene Sicherungsübertragungen zur Sicherung von geleisteten Vorschusszahlungen der Universum Film GmbH an die Senator Home Entertainment GmbH vorgenommen. Die Sicherungsübertragungen enthalten die Übertragung von Videomaterialien und Vervielfältigungsrechten im Bereich der Videogrammauswertung an diversen Filmen. Die Senator AG hat diesbezüglich Patronatserklärungen abgegeben. Die Senator Film Produktion GmbH hat mit Vereinbarung vom 25. Oktober 2010 eine Schuldübernahme zugunsten von deutschfilm GmbH in Bezug auf die Koproduktionsverträge zwischen deutschfilm und Summerstorm Entertainment GmbH erklärt. Insofern übernimmt Senator Film Produktion GmbH die Verpflichtung zur Rückzahlung eingebrachter Co-Produktionsbeiträge und Erlösabrechnungen und stellt die deutschfilm GmbH von jeglicher Inanspruchnahme durch Summerstorm frei. 44. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Die Honorare für die von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erbrachten Leistungen für Unternehmen des Senator-Konzerns beliefen sich auf folgende Beträge: scroll
45. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance-Kodex Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft und im elektronischen Bundesanzeiger dauerhaft zugänglich gemacht. 46. Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Vorstand:
Herr Sasse war zudem im Geschäftsjahr Mitglied des Aufsichtsrats der X Verleih AG, Berlin. Im November 2012 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Sasse zum 1. Januar 2013 für weitere fünf Jahre zum Vorstand. Herr Sasse wird den Vorsitz des Vorstandes übernehmen. Aufsichtsrat:
Die Herren sind darüber hinaus Mitglied in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien: Wolf-Dieter Gramatke
Robert Basil Hersov
Walter F. Kalthoff
Norbert Kopp
Dr. Thomas Middelhoff
47. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands Bei den nachfolgenden Angaben zur Vorstandsvergütung handelt es sich um gesetzlich vorgesehene Anhangangaben nach dem Handelsgesetzbuch (vgl. § 314 HGB) sowie um Angaben aufgrund der Vorgaben des Corporate Governance Kodex. Die fixen Bezüge von Herrn Sasse beinhalten das Gehalt für das Geschäftsjahr 2012 (T€ 308; Vj.: T€ 294), eine Zulage zur Sozialversicherung (T€ 9; Vj.: T€ 9), einen Gruppenunfallversicherungsbeitrag (T€ 1; Vj.: T€ 1), einen Lebensversicherungsbeitrag (T€ 8; Vj.: T€ 8) sowie eine Zulage für die Kfz-Nutzung (T€ 18; Vj.: T€ 18). Für Herrn Sasse besteht eine vertragliche Einkommensvereinbarung dergestalt, dass neben einem fixen Gehalt auch ein variabler Anteil gewährt wird. Der variable Anteil berechnet sich in Höhe von 5 % des EBIT des Senator-Konzerns, maximal jedoch T€ 500 pro Jahr. Für das Geschäftsjahr erhält Herr Sasse einen Bonus in Höhe von T€ 348 (Vj.: T€ 43). Desweiteren erhielt Herr Sasse im Geschäftsjahr einen Sonderbonus in Höhe von T€ 50 (Vj.: T€ 50). Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 verteilen sich wie folgt: scroll
48. Aktien der Organmitglieder Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 hielten die nachfolgend aufgeführten Organmitglieder folgende Aktien an der Senator AG: scroll
49. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Senator AG und der international agierende Filmfinanzier Siver Reel haben sich im Februar 2013 auf einen dreijährigen Output-Vertrag für Deutschland über internationale Filmproduktionen verständigt, die Silver Reel finanziert. Das romantische Fantasy-Abenteuer FALLEN von Scott Hicks und der schottische Thriller UNDER THE SKIN von Jonathan Glazer mit Scarlett Johansson sind in der Kooperation von Silver Reel und Senator die ersten beiden Filme. Senator wird darüber hinaus pro Jahr drei bis vier Filme der von Silver Reel finanzierten, internationalen Filmprojekte in Deutschland herausbringen. Im Februar 2013 erhielt Senator eine Zusage der israelischen Bank Leumi, den bestehenden Kreditvertrag um weitere zwei Jahre zu verlängern und den Rahmen von € 7,5 Mio. auf € 10,0 Mio. zu erhöhen. Der Aufsichtsrat hat Markus Maximilian Sturm zum Finanzvorstand der Senator AG mit Wirkung ab dem 1. März 2013 ernannt. 50. Befreiung von der Offenlegung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Folgende Gesellschaften nehmen die Befreiung von der Offenlegung der Jahresabschlüsse und Lageberichte gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
*** Versicherung der gesetzlichen Vertreter zum 31. Dezember 2012 Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so darstellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Berlin, den 16. April 2013 Senator Entertainment AG Helge Sasse, Vorstandsvorsitzender Markus Maximilian Sturm, Vorstand BestätigungsvermerkZu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den von der Senator Entertainment AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“
Berlin, 16. April 2013 Ernst & Young GmbH Glöckner, Wirtschaftsprüfer Schmidt, Wirtschaftsprüfer |
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