![]() Wild Bunch AGBerlinHalbjahresbericht 2015GRUNDLAGEN DES KONZERNSDie Charakteristika der Gesellschaft haben sich in Bezug auf die Geschäftstätigkeit,
die Struktur und Gliederung der Gesellschaft, die im letzten eigenständigen Jahresbericht
von Senator für das Geschäftsjahr 2014 am 30. April 2015 dargelegt wurden, nach der
Fusion der Senator Entertainment AG und der Wild Bunch S.A., Paris, zur Wild Bunch
AG grundlegend geändert. Die wesentlichen Änderungen der Struktur und der Segmente
der Gruppe werden auf den folgenden Seiten detailliert beschrieben. 1.1 STRUKTUR DER GRUPPE UND IHRE OPERATIVEN SEGMENTEDie ehemalige Senator hat die von der außerordentlichen Hauptversammlung am 12. September
2014 beschlossene Sachkapitalerhöhung im Umfang von 55.872.788 jungen Aktien gegen
Einbringung sämtlicher Anteile an der Wild Bunch S.A. erfolgreich durchgeführt. Die
Eintragung der Sachkapitalerhöhung im Handelsregister erfolgte am 5. Februar 2015.
Die jungen Aktien wurden am 6. Februar 2015 in den Handel aufgenommen, wodurch der
Zusammenschluss von Wild Bunch und Senator erfolgreich abgeschlossen wurde. Wild Bunch ist vor allem in den drei Hauptgeschäftsfeldern "Verleih", "Weltvertrieb"
und "Sonstige" tätig. Als Dachgesellschaft agiert die Wild Bunch AG als Holdinggesellschaft,
die für Management, Finanzierung, Konzernrecht, Kommunikation und Informationstechnik
(IT) zuständig ist. 1.2 AUFSICHTSRAT UND VORSTANDNach dem Zusammenschluss sind wichtige Änderungen auf der Ebene von Aufsichtsrat und
Vorstand vorgenommen worden. Der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Dr. Andreas Pres ist am 15. Juni 2015 von seinem
Amt zurückgetreten. Er hat den Aufsichtsrat von Senator seit August 2011 geleitet.
Seine Stelle als Vorsitzender des Aufsichtsrates hat Herr Wolf-Dieter Gramatke übernommen,
der seit April 2006 Mitglied des Aufsichtsrates und seit Juli 2007 Stellvertretender
Vorsitzender war. Außerdem endete das Mandat von Herrn Norbert Kopp mit der Beendigung
der Jahreshauptversammlung am 30. Juni 2015. Der Aufsichtsrat hat der Hauptversammlung am 30. Juni 2015 die Ernennung von drei
neuen Aufsichtsratsmitgliedern vorgeschlagen:
Alle drei neuen Mitglieder wurden von der Jahreshauptversammlung bestätigt. Der Aufsichtsrat
hat insgesamt sechs Mitglieder, darunter auch Frau Prof. Dr. Katja Nettesheim und
Herr Tarek Malak. Drei der Gründer / Direktoren von Wild Bunch sind zu Vorstandsmitgliedern der neuen
Einheit ernannt worden:
Herr Max Sturm verblieb im Vorstand als CFO (Chief Financial Officer). 1.3 MITARBEITERWährend der ersten Jahreshälfte 2015 hat die Wild Bunch AG durchschnittlich 178 Mitarbeiter
(H1 2014: 126) beschäftigt. 1.4 HAUPTVERSAMMLUNGDie Jahreshauptversammlung der Senator Entertainment AG hat die Änderung des Namens
der Gesellschaft in Wild Bunch AG gebilligt. Der Name Senator wird als Marke für die
Produktion erhalten bleiben. Auf der Jahreshauptversammlung wurde ferner entschieden,
durch Schaffung genehmigten Kapitals das Grundkapital gegen Bar- und/oder Sacheinlagen
um bis zu € 37.165.007 zu erhöhen sowie das Grundkapital durch die Ausgabe von bis
zu 19.750.097 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien unter Ausschluss des Bezugsrechts
bedingt zu erhöhen. Ferner hat die Hauptversammlung die Nominierung von drei neuen
Aufsichtsratsmitgliedern verabschiedet - wie im Kapitel 1.2 erwähnt. 1.5 AKTIEDie Aktien der Wild Bunch AG (früher Senator Entertainment AG) sind seit dem 25. Februar
2008 im Regulierten Markt ("General Standard") der Frankfurter Börse gelistet. Im
ersten Halbjahr 2015 verzeichnete die Aktie der Wild Bunch AG Höhen und Tiefen, blieb
aber meist auf einem höheren Niveau als zu Beginn des Jahres 2015. Zum Jahresanfang
2015 startete die Aktie mit € 2,03, der höchste Börsenschlusskurs wurde am 2. März
2015 mit € 2,70 erreicht. Der niedrigste Stand wurde am 5. Februar 2015 mit € 1,84
registriert. Am 30. Juni 2015, dem letzten Handelstag des Berichtszeitraums, belief
sich der Aktienkurs auf € 2,13, was einer Marktkapitalisierung von € 158,3 Mio. entsprach. WICHTIGE ECKDATENscroll
WIRTSCHAFTSBERICHT2.1. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN2.1.1. GESCHÄFTSUMFELDDie geschäftlichen Aktivitäten der Wild Bunch AG konzentrieren sich größtenteils auf
Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien. Daher sind wirtschaftliche Trends in
diesen Ländern für die Gruppe wichtig. Die Gruppe ist ferner über ihre internationale
Distribution oder über Filmverkäufe in ausländischen Märkten, wie etwa in den USA,
auf internationalen Märkten tätig. In der globalen Wirtschaft sind teilweise Zeichen der Erholung zu beobachten. Gemäß
der Einschätzung der Europäischen Kommission profitiert das wirtschaftliche Wachstum
in der Eurozone vom positiven wirtschaftlichen Rückenwind. Die Ölpreise sind weiterhin
relativ niedrig, das globale Wachstum ist stabil und der Euro wertete weiter ab. Folglich
erwartet die Europäische Kommission, dass das BIP (Bruttoinlandsprodukt) 2015 in der
EU um 1,8 % und in der Eurozone um 1,5 % ansteigt. Für 2016 wird vorausgesagt, dass
das Wachstum in der EU um 2,1 % und in der Eurozone um 1,9 % ansteigt. Die Europäische Zentralbank und ihre Niedrigzinspolitik hat die Entwicklung der europäischen
Wirtschaft ebenfalls unterstützt. Es wird erwartet, dass die Zinssätze auf einem sehr
niedrigen Niveau verharren. Frankreich, die zweitgrößte Wirtschaftszone in der Eurozone, wuchs im ersten Vierteljahr
2015 um 0,6 %, hinkt aber beim Wachstum weiter hinterher. Das Statistikamt Insee erwartet,
dass die französische Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte weiter wachsen und wahrscheinlich
zu einem Rückgang der Arbeitslosenquote führen wird. Nachdem die deutsche Wirtschaft
im ersten Quartal 2015 um 0,3 % zulegen konnte, erwartet die Deutsche Bundesbank im
zweiten Quartal hauptsächlich wegen des starken Konsums ein beschleunigtes Wachstum.
Die gute Situation auf dem Arbeitsmarkt und die Einkommenszuwächse sorgten dafür,
dass die Konsumenten in Kauflaune blieben. Dennoch wirkt sich die Griechenlandkrise
negativ auf die wirtschaftlichen Erwartungen in Deutschland aus. Der Konsumklimaindex,
der von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelt wird, ist im ersten Halbjahr
2015 angestiegen und es wird erwartet, dass er auf dem soliden Niveau von 10,1 Punkten
im Juli 2015 verbleibt - nach 10,2 Punkten im Vormonat. Trotz dieses leichten Rückgangs
bleibt der private Konsum in Deutschland eine wesentliche Säule der wirtschaftlichen
Entwicklung. In Spanien und Italien haben die politischen Reformen zu positiven Ergebnissen geführt:
Die spanische Wirtschaft hat im Frühjahr schneller expandiert als zu irgendeinem Zeitpunkt
seit 2007, wobei das BIP im zweiten Quartal 2015 um 1,0 % wuchs. Die italienische
Wirtschaft scheint sich zu erholen, da das BIP im ersten Quartal 2015 um 0,3 % anstieg. Laut dem ifo-Institut- / Center of Economy Studies (CES) wird sich die wirtschaftliche
Erholung der Eurozone im laufenden Geschäftsjahr weiter leicht beschleunigen. Angetrieben
von der Inlandsnachfrage wird die Wirtschaftsleistung voraussichtlich im dritten und
im vierten Quartal um 0,5 % zulegen, nachdem sie im ersten und zweiten Quartal 2015
um 0,4 % gestiegen ist. Alles in allem erwartet das ifo-Institut für 2015 eine jährliche
Wachstumsrate von 1,4 %, gegenüber 0,9 % im letzten Jahr. Die Inflation erhöht sich
wahrscheinlich leicht auf 0,2 % im zweiten Quartal 2015 und 0,9 % gegen Jahresende,
weitere Stabilität in der Eurozone vorausgesetzt. 1
European Commission, Spring 2015 Economic Forecast: Tailwinds support the recovery Gemäß dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat sich die Weltwirtschaft 2015
in den ersten Monaten abgeschwächt. Dennoch wird sich der wirtschaftliche Schwung
im laufenden Jahr wahrscheinlich verstärken und auch 2016 fortsetzen. Daher erwarten
die Experten ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 % für 2015, gefolgt von einem
moderaten Wachstum von 3,8 % im kommenden Jahr. Nachdem der Welthandel Ende 2014 an
Dynamik gewann, sind die weltweiten Wachstumsraten insbesondere wegen eines signifikanten
Einbruchs in den Schwellenländern merklich zurückgegangen. Der Wert des US-Dollars ist gegenüber dem Euro erheblich gestiegen. Während der Wechselkurs
im Januar 2015 noch bei € / $ 1,2098 lag, verlor der Euro im ersten Halbjahr 2015
gegenüber dem US-Dollar an Wert. Ende Juni stand der Wechselkurs bei 1,1143. Die Europäische Zentralbank (EZB) ließ den Zinssatz im ersten Halbjahr 2015 unverändert
und hielt ihn auf dem Allzeittief von 0,05 %. Mitte Juli 2015 bestätigte die EZB diesen
Rekord-Niedrigzins, um weitere wirtschaftliche Erholung in der Eurozone zu stimulieren.
Die US Federal Reserve bestätigte Ende Juli erneut ihren niedrigen Zinssatz zwischen
0 % und 0,25 %. Dennoch erwarten Marktexperten die erste Zinserhöhung im zweiten Halbjahr
dieses Jahres aufgrund einer Erholung der US-Wirtschaft nach einem langen Zeitraum
mit extrem niedrigen Zinssätzen. 2.1.2. BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENDie gesamte wirtschaftliche Entwicklung in Europa und weltweit hat auch einen deutlichen
Einfluss auf die europäische Medien- und Unterhaltungsindustrie. Die branchenspezifischen
Entwicklungen in den einzelnen Segmenten der Wild Bunch AG werden im Folgenden weiter
aufgeführt. VERLEIHKINOFRANKREICHLaut dem Centre National du Cinéma et de l'Image Animée, Paris, wurden im ersten Halbjahr
2015 100,8 Millionen verkaufte Eintrittskarten registriert, etwa 5,5 % weniger als
im selben Zeitraum 2014. Nach einem dreimonatigen Rückgang stiegen die Besucherzahlen
jedoch im Juni wieder an. Demnach haben 11,99 Millionen Zuschauer die Kinos des Landes
im Juni besucht, 5,6 % mehr als im Vergleich zum Vorjahresmonat. Französische Filme
machten 36,5 % der verkauften Eintrittskarten im ersten Halbjahr 2015 aus, verglichen
mit 48,4 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum, während 48,4 % auf US-Produktionen
und 15,1 % auf Filme aus anderen Ländern entfielen. Im Geschäfsjahr 2014 beliefen
sich die Einnahmen an den Kinokassen auf € 1,3 Mrd. 4
ifo Institut, Center for Economic Studies (CES), Die Erholung des Eurogebietes beschleunigt
sich DEUTSCHLANDIm ersten Halbjahr 2015 entwickelten sich die deutschen Kinos positiv. Zum ersten
Mal überhaupt wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres Einnahmen von mehr als
einer halben Milliarde Euro an deutschen Kinokassen registriert. Das entspricht einem
signifikanten Anstieg von 21,1 % im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum,
da sich die Einnahmen auf € 545,0 Mio. erhöhten (HY 2014: € 449,9 Mio.). An den deutschen Kinokassen wurden zwischen dem 1.Januar und dem 30.Juni 2015 insgesamt
66,8 Millionen Eintrittskarten verkauft, was im Halbjahresvergleich einem Anstieg
von 18,8 % entspricht. Der meistbesuchte Film im ersten Halbjahr 2015 war die Komödie
HONIG IM KOPF von Til Schweiger mit 6,9 Millionen Besuchern bis zum 30. Juni 2015.
Gleichzeitig wurde mit einem Marktanteil von 26,8 % bis Ende Juni 2015 das wachsende
Interesse an deutschen Produktionen bestätigt. Trotz dieses Wachstums bleibt der Trend
von Kinokasseneinnahmen hin zu digitalen Video-Services wie SVoD, TVoD und EST weiter
bestehen. Gleichzeitig unterstreicht die GfK eine allmähliche Verschiebung des Kinomarktes
hin zu einem älteren Publikum. ITALIENDas italienische Kino zeigt im ersten Halbjahr 2015 eine positive Entwicklung. Zwischen
Januar und Juni stiegen die verkauften Eintrittskarten um 5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum
auf über 51 Millionen. Die Einnahmen an den italienischen Kinokassen beliefen sich
auf € 330 Mio., verglichen mit € 302 Mio. im Vorjahr. Das entspricht einem signifikanten
Anstieg um 9,4 % laut den Angaben von ANICA während der fünften "Ciné" in Riccione.
Die Zahlen vom Juni 2015, mit fast 5 Millionen verkauften Eintrittskarten, einem Anstieg
von rund 1 Million gegenüber dem Vorjahr (23,7 %) und einem Umsatzanstieg um 35 %
auf € 32 Mio. an den Kinokassen, deuten auf eine weiterhin positive Entwicklung im
zweiten Halbjahr 2015 hin. SPANIENIm ersten Halbjahr 2015 haben US-Filme wie Fifty Shades of Grey, The Fast and The
Furious und The Avengers die Zuschauerzahlen ansteigen lassen. Sie haben zu einem
Umsatzanstieg von 4,4 % an den spanischen Kinokassen im ersten Halbjahr 2015 gegenüber
dem Vorjahreszeitraum auf insgesamt € 250 Mio. bei etwa 40 Millionen verkauften Tickets
geführt. Spanische Filme haben an Schwung verloren mit einem Rückgang um 60 % von
€ 73 Mio. im ersten Halbjahr 2014 auf nunmehr € 28Mio. Von starken Filmen wie dem
zweiten Teil von A SPANISH AFFAIR - geplanter Kinostart Ende November 2015 - wird
wieder eine Verbesserung der Zahlen erwartet. Zum 30. Juni beliefen sich die Einnahmen
aus spanischen Filmen auf etwa 11 %, verglichen mit den Rekordergebnissen von 24,05
% im selben Zeitraum des letzten Jahres. Der Film SPANISH AFFAIR hatte mit Einnahmen
von mehr als € 44,5 Mio. sämtliche Kinokassenrekorde in Spanien gebrochen, augenblicklich
ist er der erfolgreichste spanische Film aller Zeiten. Es wird erwartet, dass das
spanische Kino 2015 € 600 Mio. aus verkauften Eintrittskarten und damit mehr als die
€ 518 Mio. des letzten Jahres einspielen wird, ungeachtet nachlassender Zuschauerzahlen
bei spanischen Filmen gegenüber den Rekordzahlen vom letzten Jahr. Home EntertainmentMit Blick auf die größeren Märkte von Wild Bunch Frankreich, Deutschland, Italien
und Spanien hat sich der Video-Markt im ersten Halbjahr 2015 unterschiedlich entwickelt.
Insgesamt gibt es eine Tendenz, dass die Nachfrage nach physischen Videos abnimmt,
während VoD-Services zunehmend zu den Gesamteinnahmen im Video-Markt beitragen. In
Deutschland allein schauen 22 % bzw. zwölf Millionen Internet-Nutzer ab 14 Jahren
Shows oder Filme mittels VoD-Services an, die üblicherweise mit Gebühren verbunden
sind, wie der Bundesverband Bitkom ermittelt hat. Zu den etablierten VoD-Plattformen
gehören Amazon Prime Instant Video, HBO Now (nur in den USA), Maxdome, Netflix, Watchever,
der Video-Service von Apple (iTunes) oder Sky's Snap, die beide in Deutschland online
zugänglich sind, sowie Canalplay in Frankreich. Diese Gesellschaften bilden eine starke,
neue Kundenbasis für Wild Bunch. SVoD fördert den Konsum von Premium-Online-Videos
in vielen Märkten. Während einige Märkte weiterhin von politischer und wirtschaftlicher
Unsicherheit geprägt sind, kann man laut Futursource Consulting von dem Video-Unterhaltungsbereich
erwarten, dass er 2015 kontinuierlich zunehmen wird. Einer der am schnellsten wachsenden Streaming-Services ist Netflix. Das Unternehmen
wurde 1997 als Online-Video-Bibliothek gegründet und gibt jährlich US$ 3 Mrd. für
Inhalte anderer Provider aus. Das schnell wachsende Unternehmen ist aktuell in 50
Ländern aktiv, darunter Frankreich und Deutschland seit September 2014. Bis Ende 2015
wird der Streaming-Service in allen Wild-Bunch-Gebieten zugänglich sein: Frankreich,
Deutschland, Spanien und Italien. Im zweiten Quartal 2015 wuchs Netflix weiter und
akquirierte 3,3 Millionen neue Abonnenten. Weltweit hat das Unternehmen etwa 65,6
Millionen Kunden. Der Hauptkonkurrent von Netflix ist augenblicklich Amazon mit seinem Streaming-Service
Amazon Prime Instant Video, der in Großbritannien und in Deutschland zugänglich ist.
Mit der Registrierung für einen Amazon-Prime-Zugang können Videos entweder über eine
jährliche Gebühr oder anhand einer jeweiligen Einzelgebühr (pay-per-view) betrachtet
werden. Der Inhalt der Instant-Videos ist über Streaming zugänglich und kann offline
auch auf Kindle Fire-Tablets von Amazon angesehen werden. FRANKREICHIn Frankreich ändert sich der Video-Markt sogar noch schneller als auf anderen europäischen
Märkten. 79 % der Haushalte mit Fernseher nutzen VoD. Damit ist Frankreich auf diesem
Gebiet in Europa führend. Im ersten Halbjahr 2015 beliefen sich die Einnahmen aus
DVD und Blu-ray auf € 305 Mio., was - verglichen mit dem Vorjahr - einem Rückgang
von 17,2 % entspricht. Die DVD-Einnahmen gingen um 16,5 % zurück auf € 231,2 Mio. während die Einnahmen aus
Blu-rays sogar um 19,3 % auf € 74,1 Mio. sanken. Damit wurde in Frankreich bei Videos
ein Rückgang um 9,9 % im Vergleich zum ersten Halbjahr des letzten Jahres registriert.
Insgesamt wurden 36,2 Millionen Videos verkauft -30,6 Millionen DVDs und 5,6 Millionen
Blu-rays. Der französische VoD-Markt erzielte 2014 dagegen einen Umsatz in Höhe von
€ 248,9 Mio., was einem Wachstum von 3,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gemäß
den Schätzungen des französischen Centre National du Cinéma erwartet man, dass das
VoD-Segment schnell auf ein Umsatzvolumen von mindestens € 312 Mio. im Jahr 2015 anwächst,
bedingt durch günstige EST-Preise, neue Streaming-Services und exklusive Fernsehserien
auf Abruf. Besonders das SVoD-Segment bietet weiteres Wachstumspotenzial, z.B. aufgrund
intensiverer Aktivitäten von Streaming-Services. Der französische SVoD-Service Canal
Play hat angekündigt, dass über seinen Service im laufenden Jahr sieben Original-Web-Serien
gestartet werden sollen, offensichtlich als Antwort auf den Eintritt von Netflix in
den französischen Markt. Gleichzeitig hat MARSEILLE als erste original französische
Produktion von Netflix die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. MARSEILLE wird die erste
Serie mit acht Folgen sein, die der Streaming-Service selbst in Europa realisieren
will. Laut einer Studie von Ernst & Young können bis 2020 im VOD-Segment mit französischen
Filmen potenzielle Einnahmen zwischen € 45 Mio. und € 75 Mio. generiert werden. DEUTSCHLANDIm ersten Halbjahr 2015 nahmen die Einnahmen der deutschen Sell-through Video-Industrie
laut Informationen von GfK Panel Services Germany leicht um 4 % auf € 576 Mio ab.
Während die Nachfrage nach physischen Videos abnimmt, wächst der digitale Sektor weiterhin
und ist verantwortlich für 13 % des gesamten Umsatzes. Elektronisch verkaufte Video-Inhalte
(Electronic-Sell-Through/EST) erzielten Einnahmen von € 41 Mio. im ersten Halbjahr
2015, was einem signifikanten Wachstum von 41 % gegenüber dem Vorjahrszeitraum entspricht.
Die Tatsache, dass Video-Streaming heute eine unverzichtbare Form des Medienkonsums
ist, geht auch aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des deutschen Branchenverbandes
Bitkom hervor. In Deutschland nutzen 76 % der Internet-Nutzer Streaming, das sind
zwei Millionen Nutzer mehr als vor einem Jahr. Dank der immer schnelleren Breitbandverbindungen
lädt inzwischen jeder vierte Internet-Nutzer Videos herunter, um Shows und Filme anzusehen. Demgegenüber geht die Nachfrage nach physischen Video-Medien weiter zurück. Während
die DVD-Einnahmen um 9 % von € 385 Mio. auf € 350 Mio. sanken, sind die Einnahmen
aus Blu-rays leicht um 1 % auf € 186 Mio. gestiegen. Der Umsatz im DVD-Verleih ist
weiter um 11 % auf € 55 Mio. zurückgegangen, verglichen mit € 61 Mio. im Jahr 2014.
Einnahmen aus dem Verleih von Blu-rays gingen um 8 % auf € 23 Mio. zurück. Demgegenüber
stiegen die Einnahmen im TVoD-Segment (Transactional VoD) um 12 % auf € 47 Mio., was
den Trend eines wachsenden Umsatzanteils aus VoD auf dem deutschen Video-Markt unterstreicht.
Die wachsende Bedeutung digitaler Inhalte wird offensichtlich, wenn man die unterschiedlichen
Vertriebskanäle vergleicht. Nur 52 % der Einnahmen aus dem Video-Verleih (€ 64 Mio.),
also etwas mehr als die Hälfte der Gesamteinnahmen von rund € 125 Mio., werden auf
dem klassischen Weg in Videotheken generiert. Insgesamt 13 % des Gesamtumsatzes im
Video-Markt in Höhe von € 700 Mio. wurden durch digitale Video-Services erreicht -
per Kauf oder Verleih. Alles in allem bleibt der Video-Markt in Deutschland einer
der stärksten in Europa. ITALIENLaut dem Univideo Report 2015 belaufen sich die gesamten Einnahmen aus dem italienischen
Heimvideo-Markt 2014 auf € 350 Mio., was verglichen mit 2013 einem Rückgang von 2,8
% entspricht. Die Anzahl der verkauften DVDs und Blu-rays blieb 2014 verglichen mit
dem Vorjahr mit 19 Millionen verkauften Einheiten stabil. Der italienische Heimvideo-Markt
wird mehr und mehr von digitalen Videoangeboten dominiert. Der digitale Markt (VOD/EST)
wies verglichen mit 2013 ein Wachstum von 38,9 % auf. 2014 verzeichnete VOD/EST einen
Umsatz von etwa € 25 Mio., verglichen mit € 18 Mio. 2013. Viele Plattformen sind jedoch
laut "European Video Yearbook 2014" mit dem Einstieg in den italienischen Markt aufgrund
des hohen Maßes an Online-Piraterie, der niedrigen Breitband-Durchdringung und hohen
Anzahl von Filmen im Pay TV und im Free TV noch zurückhaltend. Die Einnahmen aus Online-Services
reichen nicht aus, um den Verlust des physischen Home-Entertainment-Marktes auszugleichen.
Laut des Univideo Report belaufen sich die geschätzten Einnahmen aus dem VoD-Segment
(EST und VoD) auf etwa 7 % der gesamten Einnahmen. Der Streaming-Service Netflix plant,
seine Tätigkeit in Italien im Oktober 2015 aufzunehmen. SPANIENDer spanische Video-Markt ist negativ beeinflusst von Piraterie und der schwierigen
wirtschaftlichen Situation. Folglich hat die spanische Regierung legislative Reformen
zur Reduzierung der Online-Piraterie eingeleitet. Die GfK schätzt, dass 2014 der Anteil der Konsumenten, die illegal auf Inhalte zugreifen,
auf 58 % gestiegen ist, verglichen mit 51 % im Vorjahr. Der spanische Video-Markt
(DVD und Blu-ray) ging 2014 um 14 % auf € 94,6 Mio. zurück, verglichen mit dem Vorjahr.
2014 brach der DVD-Markt um 17 % auf € 64,2 Mio. ein. Gleichzeitig sind die Einnahmen
aus Blu-rays gegenüber dem Vorjahr signifikant um 22 % gestiegen. Wie der spanische
Videoverband UVE mitteilt, hat der Verleih von Blu-rays ein starkes Wachstum in Höhe
von 26 % erfahren. Nachdem er lange Zeit vergleichsweise gering war, ist der digitale
Videovertrieb in Spanien im letzten Jahr in Schwung gekommen. 2014 stieg der digitale
Video-Markt gemäß GfK um 42 % an. Insgesamt sank der spanische Verleihmarkt um 41
%, verglichen mit 2013, während der Verkaufsmarkt leicht um 3 % anstieg. TVTrotz eines starken Wettbewerbs beruht die Attraktivität des TV-Marktes auf dem insgesamt
hohen Verbreitungsgrad des Fernsehens. Es gibt viele Fernsehsender mit Angeboten von
Programmen aller Art - ob kostenlos oder gegen Gebühr, ob über Kabel oder Satellit,
oder als IP TV über das Internet - die Möglichkeiten, Filmproduktionen zu vertreiben,
wachsen folglich weiter. Dennoch ist dies in den letzten Jahren von einem beträchtlichen
Preisverfall begleitet worden. Bei größeren Abnehmern von Feature-Film-Produktionen
sind die besten Zeitabschnitte zwischen 20 und 22 Uhr seit einigen Jahren von Reality
TV-Shows, Serien und Eigenproduktionen besetzt. Besonders TV-Serien haben zu einem
stärkeren Wettbewerb bei Feature-Film-Produktionen geführt. Ein anderer Faktor ist,
dass Spitzenproduktionen nicht für alle Formate von Fernsehsendern geeignet sind.
Das Marktumfeld im Fernsehbereich muss daher als eine Herausforderung betrachtet werden. Der europäische Markt des Bezahl-Fernsehens sieht sich zunehmend neuen Wettbewerbern
ausgesetzt, die SVOD-Service anbieten. Dennoch bleiben Anbieter von Bezahl-Fernsehen
starke Marktakteure und Schlüsselkunden in allen Märkten von Wild Bunch. Gemäß dem
"Digital TV Western Europe Forecasts" Bericht ist zu erwarten, dass die Verbreitung
von Bezahlfernsehen von 56,7 % gegen Ende 2014 auf 60,4 % in 2020 anwächst und die
Anzahl von Abonnenten um 2,57 Millionen auf 99,0 Millionen in den nächsten fünf Jahren
steigt. Entsprechend setzt das Bezahlfernsehen seine Expansion in Deutschland fort,
wobei etwa 90 pay-TV Programme verfügbar sind. Auf der Grundlage der Übersicht "Bezahlfernsehen
in Deutschland 2015", erstellt vom "Verband Privater Rundfunk- und Telemedien" (VPRT)
in Deutschland, wuchsen die Einnahmen aus Bezahlfernsehen und Bezahlvideo auf Abruf
(pay video on demand) um etwa 8 % auf € 2,22 Mrd. in 2014 (2013: 2,05 Mrd.). In den
ersten sechs Monaten des Jahres 2015 erhöhte sich die durchschnittliche monatliche
Reichweite von Bezahl-Fernsehkanälen auf 11,6 Millionen Zuschauer, verglichen mit
10 Millionen im Vorjahr. Gemäß dem Verband VPRT wird erwartet, dass das Bezahlfernsehen
zum ersten Mal in diesem Jahr einen von fünf Haushalten erreichen wird. Im französischen Markt für Bezahlfernsehen kann eine ähnliche Entwicklung beobachtet
werden. Laut dem "Conseil Supérieur de L'Audiovisuel" (CSA), haben 18,29 Millionen
private Haushalte im Jahr 2014 Bezahlfernsehen abonniert, was 68 % aller Fernsehbesitzer
in Frankreich entspricht. Demgemäß erfasst das Bezahlfernsehen 14,1 % des gesamten
Publikums in Frankreich, wobei man unter 141 Bezahlfernseh-Kanälen auswählen kann.
Die führende Bezahlfernseh-Gesellschaft in Frankreich ist die Canal Plus Group, die
weltweit gegenwärtig rund 14,7 Millionen Abonnenten hat. Die Attraktivität des Fernseh-Marktes
hat auch eine positive Wirkung auf die Fernsehwerbung. Laut France Pub erhöhten sich
die Werbeeinnahmen im französischen Fernsehmarkt um 4 % auf € 3,85 Mrd. In Deutschland
erhöhten sich die Werbeeinnahmen aus dem Fernsehmarkt ebenfalls um 4 % auf € 4,29
Mrd. in 2014, wobei das Fernsehen die wichtigste Werbeplattform bleibt; das geht aus
der Werbestatistik der ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft) hervor.
Außerdem hat im Streaming-Video die Werbung gemäß der VPRT zu Werbeeinnahmen in Höhe
von € 250 Mio. geführt. MASSNAHMEN GEGEN PIRATERIE UND NEUE BESTIMMUNGENInsgesamt zeigt sich, dass Urheberrechtsverletzungen inzwischen als ernsthafte Bedrohung
der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung des Unterhaltungssektors angesehen
werden. Daher werden weltweit zunehmend verschärfte Maßnahmen gegen Piraterie ergriffen,
wobei Europa im Mittelpunkt der Aktivitäten stand und Fortschritte im Kampf gegen
Online-Piraterie gemacht hat. Das Jahr 2015 war gekennzeichnet durch weitreichende
Gerichtsentscheidungen und Regierungsinitiativen zur Reduzierung der Piraterie:
SONSTIGEDas Umfeld für US-Vertriebsgesellschaften, die sowohl Kunden für internationale Verkäufe
der Gesellschaft als auch Anbieter von Direktvertrieb sind, ist ebenfalls von hoher
Bedeutung für die Entwicklung von Wild Bunch. Bei Vertriebsgesellschaften gab es größere
Veränderungen auf dem US-Markt. Ein neues Fernseh- und Filmstudio mit dem Namen STX
Entertainment wurde gegründet, dass schnell expandieren will. Das voll integrierte
Fernseh- und Filmstudio spezialisiert sich auf Produktion, Marketing und Vertrieb
von talentbestimmten Filmen und Fernsehprogrammen. STX Entertainment wird geleitet
von Robert Simonds und gemeinsam mit TPG-Kapital gegründet. Mit extrem starker finanzieller
Unterstützung von TPG und der chinesischen Private Equity Gesellschaft Hony Capital
sowie einer Vereinbarung zur Mitfinanzierung mit der führenden chinesischen Vertriebgesellschaft
Huayi Bros hat STX das Potential, ein Schlüsselanbieter im Bereich unabhängiger Produktion
und Vertrieb zu werden. Zwei Filme sind schon für das laufende Jahr angekündigt worden:
Am 31. Juli 2015 will das Studio den Film THE GIFT herausbringen, ein zeitgenössischer
Psycho-Thriller von Jason Blum's Blumhouse, mit Joel Edgerton als Regisseur. SECRET
IN THEIR EYES startet am 23. Oktober 2015. 2.2 GESCHÄFTSVERLAUF2.2.1. FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENDas vorrangige Ziel der Wild Bunch AG ist es, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.
Umsatzgrößen und das bereinigte EBIT sind die maßgeblichen Steuerungsgrößen innerhalb
der Gruppe. Des Weiteren werden zur Kontrolle und Steuerung der Segmente regelmäßig
die Kennziffern Betriebsergebnis (EBIT) und die Nettoverschuldung (liquide Mittel
abzüglich Finanzverbindlichkeiten) ermittelt. scroll
NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENÜber die finanziellen Steuerungsgrößen hinaus sind nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
bzw. Erfolgsfaktoren von zentraler Bedeutung für die Performance des Unternehmens.
Diese ergeben sich aus den spezifischen Anforderungen des jeweiligen Geschäftsmodells. BESUCHERZAHLENIm Segment "Verleih" ist das Kinokassen-Geschäft, das von einem Film generiert wird,
ein extrem wichtiger Erfolgsfaktor, da der Kinoerfolg in der Regel auch die nachfolgenden
Verwertungsstufen beeinflusst. Trotz intensiver vorheriger Marktbeobachtung kann der
Geschmack des Kino-Publikums nur bis zu einem gewissen Ausmaß abgeschätzt werden.
Außerdem stehen von der Gruppe herausgebrachte Kinofilme immer im Wettbewerb mit Konkurrenzfilmen
anderer Verleiher, so dass auch eine auf den jeweiligen Film abgestimmte Marketingkampagne
sich nicht immer in den erwarteten Besucherzahlen niederschlägt. ZUGANG ZU RECHTENDie Gruppe ist einem starken Wettbewerb ausgesetzt, wenn sie Rechte an literarischen
Werken und Drehbüchern erwerben oder Verträge mit erfolgreichen Regisseuren, Schauspielern
und Filmstudios abschließen will. Aus diesem Grund hat die Gruppe enge Arbeitsbeziehungen
zu bekannten und erfahrenen Drehbuchschreibern, Regisseuren und Produzenten aufgebaut,
die ein umfassendes Know-how in der Produktion von Kinofilmen und Fernsehformaten
haben. FACHKENNTNIS UND KONTAKTNETZWERKSowohl technische als auch inhaltliche Fachkenntnisse sind wichtig, nicht nur im Hinblick
auf die zunehmende digitale und konvergente Mediennutzung und den Trend zur Nutzung
von plattformübergreifenden Angeboten. Die Rekrutierung, Förderung und Bindung von
gut ausgebildeten, fachkundigen, engagierten und kreativen Mitarbeitern ist ebenso
wichtig. Ein umfangreiches und etabliertes Netzwerk mit Kontakten sowie eine enge
und vertrauensvolle Beziehung zu Geschäftspartnern sind ebenfalls Faktoren für den
Erfolg der Gruppe. 2.2.2. GESCHÄFTSENTWICKLUNG 1. HALBJAHR 2015VERLEIHKINOSTARTSInsgesamt hat die Gruppe 30 Filme in Kinos in Frankreich, Deutschland, Italien und
Spanien vertrieben. scroll
Italien und Spanien erwarben gemeinsam die Rechte für den französischen Filmhit LA
FAMILLE BELIER. Der Film wurde für beide Tochtergesellschaften zum besten Kinofilmstart
und profitierte deutlich von gemeinsamen Marketing- und Werbeaktivitäten. In Italien wurden neun Filme gestartet, von denen zwei schlechte Ergebnisse aufwiesen:
THE CUT von Fatih Akin und FOXCATCHER von Bennet Miller. In Frankreich wurden sieben Filme in den Kinos herausgebracht. Der Film UNE HEURE
DE TRANQUILLITÉ lief 2015 sehr zufriedenstellend und erreichte mehr als eine Million
Besucher. Ein weiterer Erfolg war LA TETE HAUTE, der Eröffnungsfilm des Film-Festivals
in Cannes, während die ambitionierte Komödie QUI C'EST LES PLUS FORTS deutlich hinter
den Erwartungen zurückblieb. Mit beliebten Filmen wie SAMBA und DREI TÜRKEN wurden insgesamt zehn Filme von Wild
Bunch Germany herausgebracht. Am 11. Juni 2015 startete VICTORIA in den deutschen
Kinos und erfuhr viel Aufmerksamkeit von Filmkritikern und Kinopublikum. Der Film
von Regisseur Sebastian Schipper gewann beim Deutschen Filmpreis sechs Lolas: je eine
goldene Lola für den besten Film, den besten Regisseur, die beste Schauspielerin mit
Laia Costa, den besten Schauspieler mit Frederick Lau, die beste Kameraführung/den
besten Schnitt und die beste Musik. BEENDIGUNG DES OUTPUTVERTRAGS MIT RELATIVITYAm 5. Januar 2015 übte die Eurofilm & Media Ltd. ("Eurofilm") mit Sitz in Irland ihr
vertragliches Recht aus, den Outputvertrag vorzeitig zu beenden, der seit 2011 mit
dem US-Produzenten RML-Distribution International LLC ("Relativity") bestand. Durch
die Ausübung des Kündigungsrechts entfällt für Eurofilm ab dem 1. Februar 2015 das
exklusive Recht und die Verpflichtung, zukünftig Filmproduktionen von Relativity über
Wild Bunch im deutschsprachigen Europa zu vertreiben und die damit verbundenen Garantiezahlungen
zu leisten. START E-CINEMAIm März 2015 startete Wild Bunch einen neuen Vertriebskanal mit der Bezeichnung e-Cinema.
Mit dem deutlichen Zuwachs und der stetigen Vereinfachung der Nutzung von VoD-Angeboten
und mit Blick auf das dichte Programm in den Kinos, plant das Unternehmen, zukünftig
bestimmte Filme alternativ als echtes VoD-Event herauszubringen. Damit soll den Filmen
das größtmögliche Publikum geboten werden. Geplant ist, einen Film pro Monat anzubieten.
Der erste Film über e-Cinema wurde in Frankreich mit DEPARTMENT Q: THE KEEPER OF THE
LOST CAUSES gestartet. ONE CHANCE folgte in Frankreich im Juli. WELTVERTRIEBSofern der Weltvertrieb eingebunden war, hat die Wild Bunch Gruppe 16 neue Filme vertrieben,
darunter WOLF TOTEM von Jean-Jacques Annaud, LA TETE HAUTE von Emmanuelle Bercot,
DIARY OF A CHAMBER MAID von Benoît Jacquot oder THE ASSASSIN von Hou Hsiao-Hsien. VIER PREISE BEIM CANNES FILM FESTIVAL 2015Das Cannes Film Festival im Mai 2015 war in diesem Jahr ein großer Erfolg für Wild
Bunch. Zusätzlich zu dem Eröffnungsfilm LA TETE HAUTE und dem Abschlussfilm THE ICE
AND THE SKY erhielt Wild Bunch beim Cannes Film Festival 2015 insgeamt vier Preise.
Darüber hinaus gewann Jacques Audiard (Wild Bunch International Sales - BIM - Vertigo)
die begehrte Goldene Palme für seinen Film DHEEPAN. Rooney Mara wurde als beste Schauspielerin
Ex-aequo in CAROL von Regisseur Todd Haynes (Vertigo) ausgezeichnet. Außerdem erhielt
Hou Hsiao-Hsien (Wild Bunch International Sales) die Auszeichnung als bester Regisseur
für THE ASSASSIN und Michel Franco (Wild Bunch International Sales - Wild Bunch Distribution)
die Auszeichnung für das beste Drehbuch für CHRONIC. GRÜNDUNG VON "INSIDERS" ALS NEUE INTERNATIONALE VERTRIEBSGESELLSCHAFTIm Mai 2015 gründete Wild Bunch mit Insiders eine neue internationale Vertriebsgesellschaft
mit Sitz in Los Angeles, die sich auschließlich auf den Handel mit unabhängigen Filmen
mit einem Budget größer US$ 15 Mio. konzentrieren soll. Insiders wird für Third-Party-Kapitalgeber/
Produzenten agieren, die so die Möglichkeit haben, neben Wild Bunch Anteilseigner
des Unternehmens zu werden. Das Unternehmen wird als deren unabhängiger Vertriebssagent
handeln und ihre Filme an alle internationalen Verleiher, ausgenommen die USA, weltweit
vermarkten. Die Gruppe verfolgt damit ihre Strategie der Expansion und Diversifikation weiter,
um neue Quellen für profitables Wachstum zu erschließen. SONSTIGEFILMO TV ERWEITERT REICHWEITEFILMO TV ist nun auf der Bouygues-Plattform verfügbar. Damit ist FILMO TV auf allen
französischen Plattformen (außer SFR), auf OTT oder auf vernetzten Fernsehgeräten
verfügbar und erreicht damit etwa 80 % der französischen Haushalte. ERWERB DER SENATOR FILM BABELSBERG GMBHMit Wirkung zum 20. Januar 2015 hat die Senator Film Produktion GmbH ihren Anteil
an dem assoziierten Unternehmen Senator Film Babelsberg GmbH von 50 % auf 100 % erhöht
und firmierte die Gesellschaft in Senator Reykjavik GmbH um. Der Kaufpreis belief
sich auf € 12.500. 2.3. ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DES KONZERNSDas Finanzmanagement der Wild Bunch AG ist zentral auf Konzernebene organisiert. Der
Konzern verfolgt wertorientierte Finanzierungsgrundsätze, um die Liquidität zu jedem
Zeitpunkt zu gewährleisten und finanzwirtschaftliche Risiken zu minimieren. Darüber
hinaus wird ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil angestrebt. In der nachfolgenden Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage werden zum
ersten Mal die Konzernzahlen der neuformierten Wild Bunch AG erläutert. Zur vollständigen
Information werden nachfolgend auch die Zahlen des ersten Halbjahres 2014 der ehemaligen
Senator Entertainment AG (nachfolgend auch "Senator") sowie der Wild Bunch S.A. in
der Ertragslage genannt. Aufgrund der unterschiedlichen Datenbasis wird dabei im Folgenden
zwischen den beiden Berichtszeiträumen kein Vergleich gezogen. 2.3.1. ERTRAGSLAGE DES KONZERNSIm ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015 erwirtschaftete die Wild Bunch AG gemäß
des IFRS-Konzernabschlusses Umsatzerlöse in Höhe von T€ 67.964. Im Vorjahreszeitraum
verbuchte die ehemalige Senator Entertainment AG einen Umsatz von T€ 9.478, die Wild
Bunch S.A. verzeichnete einen Umsatz in Höhe von T€ 69.370. Die Umsatzerlöse der Wild
Bunch AG verteilten sich wie folgt auf die einzelnen Segmente: Im Segment Verleih
erzielte die Wild Bunch AG im ersten Halbjahr 2015 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 54.785.
Daneben erwirtschaftete das Unternehmen im Segment Weltvertrieb einen Umsatz von T€
13.335. Im Segment Sonstige konnte der Konzern einen Umsatz von T€ 223 verbuchen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2015 auf
T€ 56.855 (Wild Bunch S.A. H1 2014: T€ 61.188 / Senator H1 2014: T€10.177) Diese umfassen
insbesondere Kosten im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Filmen, Kosten für die Vermarktung
und Herstellung von DVD/Blu-ray sowie Aufwendungen an Lizenzgeber. Infolge betrug
das Bruttoergebnis für die ersten sechs Monate 2015 T€ 11.110 (Wild Bunch S.A. H1
2014: T€ 8.182 / Senator H1 2014: T€ - 699). Hieraus resultierte eine Bruttoergebnismarge
von 16,3 % (Wild Bunch S.A. H1 2014: 11,8 % / Senator H1 2014: - 7,4 %). Für das Gesamtjahr
2015 erwartet das Management eine Bruttoergebnismarge auf vergleichbarem Niveau. Die
sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im ersten Halbjahr 2015 auf T€ 599 (Wild
Bunch S.A. H1 2014: T€ 222 / Senator H1 2014: T€ 2.016). Der Verwaltungsaufwand in
Höhe von T€ 10.759 (Wild Bunch S.A. H1 2014: T€ 7.485 / Senator H1 2014: T€ 2.498)
ist im Wesentlichen durch Personalkosten geprägt. Die Verwaltungsaufwandsquote liegt
dabei, gemessen am Umsatz, mit 15,8 % im Rahmen der mittelfristigen Erwartungen des
Managements für das Gesamtjahr 2015. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen
sich im ersten Halbjahr 2015 auf T€ 505 (Wild Bunch S.A. H1 2014: T€ 130 / Senator
H1 2014: T€ 2.079). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich im ersten Halbjahr 2015 auf
T€ 445 (Wild Bunch S.A. H1 2014: T€ 790 / Senator H1 2014: T€ -3.260). Der Finanzaufwand
betrug T€ 2.858, während die ehemalige Senator Entertainment AG im ersten Halbjahr
2014 einen Finanzaufwand von T€ 656 bzw. Wild Bunch S.A. von T€ 1.615 verbuchte. Im ersten Halbjahr 2015 belief sich das Konzernergebnis auf T€ - 2.062; die Senator
Entertainment AG hatte im ersten Halbjahr 2014 ein Konzernergebnis von T€ - 3.802
und die Wild Bunch S.A. T€ -526 verbucht. Bei insgesamt 74.330.015 ausstehenden Aktien
der Wild Bunch AG zum 30. Juni 2015 entspricht dies einem Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert)
von € - 0,03 (Wild Bunch S.A. H1 2014: € - 0,01 / Senator H1 2014: € -0,13). WESENTLICHE KONZERNKENNZAHLEN IM ÜBERBLICKscroll
2.3.2. VERMÖGENSLAGE DES KONZERNSDie Bilanzsumme der Wild Bunch AG belief sich zum Stichtag 30. Juni 2015 auf T€ 329.782.
Auf der Aktivseite betrug das langfristige Vermögen zum 30. Juni 2015 T€ 243.892.
Dieses umfasst insbesondere sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von T€ 107.114,
wobei T€ 9.093 in Zusammenhang mit dem Zusammenschluss zur Wild Bunch AG stehen. Diese
sonstigen immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen Filmverwertungsrechte,
die voraussichtlich in den kommenden Monaten und Jahren verwertet und damit zu den
Umsatzerlösen beitragen werden. Weiterhin umfassen die langfristigen Vermögenswerte
einen Goodwill in Höhe von T€ 106.264, wobei T€ 63.356 aus dem Zusammenschluss zur
Wild Bunch AG resultieren. Zum Stichtag 30. Juni 2015 summierten sich die Sachanlagen
auf T€ 1.695. Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich insbesondere aus Beteiligungen
an assoziierten Gesellschaften in Höhe von T€ 1.301 sowie Anteilen an Beteiligungsunternehmen
in Höhe von T€ 7.190 zusammen. Die sonstigen Finanzanlagen beliefen sich auf T€ 1.038,
während die aktiven latenten Steuern zum 30. Juni 2015 T€ 19.290 betrugen. Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum Bilanzstichtag 2015 auf T€ 85.890.
Wesentlich trugen hierzu die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen
Forderungen in Höhe von T€ 75.716 bei. Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen von T€ 43.436, die im Wesentlichen Forderungen gegenüber TV-Sendern
und Kinobetreibern enthalten oder im Zusammenhang mit dem Vertrieb von DVDs und Blu-rays
stehen. Daneben bestehen sonstige finanzielle Forderungen in Höhe von T€ 5.293. Forderungen
aus anderen Vermögenswerten von rund T€ 25.391 resultieren aus Umsatzsteuerforderungen
sowie Forderungen gegenüber Förderanstalten. Die liquiden Mittel beliefen sich zum
Bilanzstichtag 2015 auf T€ 8.033. Im Zuge des Zusammenschlusses der Senator Entertainment AG und Wild Bunch S.A. verfügt
der neue Konzern Wild Bunch AG über eine solide Eigenkapitalausstattung: Zum 30. Juni
2015 belief sich das bilanzielle Eigenkapital auf T€ 80.076. Dies entspricht einer
Eigenkapitalquote von 24,3 %. Zum 30. Juni 2015 standen insgesamt T€ 249.539 an Verbindlichkeiten zu Buche. Die
Summe der langfristigen Verbindlichkeiten belief sich zum 30. Juni 2015 auf T€ 73.543.
Darin enthalten sind langfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 51.100, passive
latente Steuern in Höhe von T€ 7.915 sowie sonstige Rückstellungen für Lizenzgeberabführungen
in Höhe von T€ 14.527. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2015 betrugen
T€ 175.996. Diese sind vor allem auf sonstige Rückstellungen, im Wesentlichen im Zusammenhang
mit Verbindlichkeiten gegenüber Lizenzgebern von T€ 22.411, sowie auf kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 40.955 zurückzuführen. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
enthalten dabei unter anderem eine Anleihe der vormals Senator Entertainment AG in
Höhe von T€ 15.000. Daneben betrugen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
T€ 73.947; diese stehen im Wesentlichen in Zusammenhang mit dem Einkauf von Filmverwertungsrechten,
der DVD-Herausbringung sowie Kino-Marketingkosten. Die sonstigen Verbindlichkeiten
in Höhe von T€ 29.483 umfassen Verbindlichkeiten aus der Lohnsteuer sowie gegenüber
Filmförderanstalten. 2.3.3. FINANZLAGE DES KONZERNSIm ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015 erwirtschaftete die Wild Bunch AG einen
positiven operativen Cashflow von T€ 11.076. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2015 auf T€
- 8.525. Hierbei investierte das Unternehmen vor allem in Filmverwertungsrechte, die
voraussichtlich in den kommenden Monaten und Jahren über die einzelnen Wertschöpfungsketten
verwertet werden. Negativ zeigte sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit mit einem Mittelabfluss
in Höhe von T€ -1.012. Dies ist vor allem auf Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen
in Höhe von T€ 31.849 bei einer Rückführung von Darlehen in Höhe von T€ 32.150 zurückzuführen. Insgesamt beliefen sich somit die liquiden Mittel des Konzerns zum 30. Juni 2015 auf
T€ 8.033 2.4. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DER WILD BUNCH AGENTWICKLUNG ZU EINEM FÜHRENDEN PANEUROPÄISCHEN FILMUNTERNEHMENDas erste Halbjahr 2015 der Wild Bunch AG war von weitreichenden Veränderungen in
der Gruppe geprägt. Nach dem erfolgreichen Zusammenschluss der Senator Entertainment
AG und Wild Bunch S.A., hat sich das Unternehmen zu einem führenden, europaweit tätigen
Filmunternehmen mit einer einzigartigen Präsenz und einem breiten Portfolio an Aktivitäten
entwickelt, die vom Weltvertrieb bis zum direkten digitalen Vertrieb reichen. Wild
Bunch ist in fast allen bedeutenden europäischen Filmmärkten wie zum Beispiel Deutschland,
Frankreich, Italien und Spanien vertreten und bietet eine Bibliothek von mehr als
2.200 Filmen über alle Kanäle in den verschiedenen Märkten an. Das Unternehmen konnte
die operativen Tätigkeiten, wie geplant, weiter voranbringen, beispielsweise die Produktion
und den Vertrieb von Filmen in den Bereichen Kino, TV und Home Entertainment. Wild
Bunch ist sehr gut positioniert, um weitere Synergien zu erzielen und die Vorteile
zu nutzen, die sich aus dem hohen Wachstumspotential des internationalen Filmmarktes
ergeben. ZUSAMMENSCHLUSS VON SENATOR ENTERTAINMENT AG UND WILD BUNCH S.A.Das erste Halbjahr 2015 war gekennzeichnet durch die finanzielle und strategische
Restrukturierung der heutigen Wild Bunch AG. Eine Reihe von Kapitalmaßnahmen wurde
dabei von Senator durchgeführt, um die Voraussetzungen für den Zusammenschluss mit
der Wild Bunch S.A. zu schaffen, der im Februar 2015 realisiert worden ist. Der Zusammenschluss
ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem paneuropäischen Unternehmen.
Inzwischen wurde das Unternehmen in Wild Bunch AG umbenannt. Nichtsdestotrotz wird der Name Senator weiter als Marke in der Produktion Bestand
haben. Grundsätzlich ist geplant, pro Jahr etwa vier Eigen- oder Co-Produktionen zu
produzieren. REFINANZIERUNG DER KURZFRISTIGEN ANLEIHE 2014Die Wild Bunch AG hat am 24. März 2015, die im Rahmen einer Privatplatzierung angebotene
Anleihe, erfolgreich platziert. Institutionelle Investoren zeichneten Anleihen mit
einer Laufzeit von 12 Monaten im Gesamtnennbetrag von etwa € 11,8 Mio. Die Platzierung
der restlichen Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von € 3,2Mio. auf insgesamt
€ 15 Mio. wurde am 25. Juni 2015 erfolgreich vollendet. Die Erlöse dienen der Sicherung
der Liquidität, der Rückzahlung bestehender Verbindlichkeiten und der Finanzierung
des operativen Geschäfts. RÜCKZAHLUNG DER 8 % SCHULDVERSCHREIBUNG 2011/2016Am 27. März 2015 veröffentlichte Wild Bunch die Bekanntmachung der Kündigung und Rückzahlung
sämtlicher noch ausstehender 8 % Schuldverschreibungen 201 1/2016 zum Zinszahlungstag
29. April 2015. Darüber hinaus führt das Unternehmen Gespräche mit seinen wichtigsten
Finanzpartnern, um die am besten geeignete Finanzstruktur zusammenzustellen, die den
Zielen des Unternehmens gerecht wird. Das Management bestätigt, dass die Ergebnisse
im ersten Halbjahr 2015 vollkommen im Einklang mit den Unternehmenszielen stehen und
sich im bereinigten EBIT widerspiegeln. Die Wild Bunch AG ist auf dem richtigen Weg,
um ihre Ziele für das Gesamtjahr 2015 zu erreichen. NACHTRAGSBERICHTAngabe und Auswirkungen von Vorgängen von besonderer Bedeutung nach dem BilanzstichtagUMFIRMIERUNG IN WILD BUNCH AGDie jährliche Hauptversammlung der ehemaligen Senator Entertainment AG hat den Wechsel
des Firmennamens in Wild Bunch AG beschlossen. Die Umfirmierung wurde zum 8. Juli
2015 wirksam. VERLÄNGERUNG DER KREDIT-VEREINBARUNG MIT DER BANK LEUMINach dem Bilanzstichtag verlängerte Wild Bunch den Kreditrahmenvertrag mit der britischen
Niederlassung der israelischen Bank Leumi (UK) plc, London. Die ursprüngliche Vereinbarung
wurde verlängert und das bestehende Limit von € 10 Mio. bestätigt. Der Kreditvertrag
eröffnet für Wild Bunch die Möglichkeit, Forderungen aus Verwertungsverträgen über
bis zu zwei Jahre zwischen zu finanzieren und so den Zeitraum der Bindung eigenen
Kapitals zu minimieren. INSOLVENZ VON RELATIVITY MEDIADie Filmvertriebsfirma Relativity Media, einer der größten US-Produzenten und Distributoren
von Serien und berühmten Filmen in den vergangenen Jahren, hat Ende Juli 2015 Insolvenz
angemeldet und wird ihre Film- und Fernsehaktivitäten zur Versteigerung anbieten.
Wild Bunch ist aktuell dabei, die Auswirkungen auf die letzten beiden Filme festzustellen,
die gemäß des Output-Vertrags mit Relativity Media noch zu liefern sind. Den Vertrag
hatte Wild Bunch bereits im Januar 2015 gekündigt. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT4.1. PROGNOSEBERICHT4.1.1. ENTWICKLUNG DES MARKTUMFELDSDie Gruppe verfolgt das Ziel, deutlich stärker von den Wachstumstrends auf internationalen
Märkten zu profitieren. Auch PwC sieht hier großes Potenzial: Laut der aktuellen Studie
wird der Gesamtumsatz auf dem globalen Filmmarkt voraussichtlich um 4,1 % CAGR bis
2019 wachsen und US$ 104,6 Mrd. betragen. Sowohl in den entwickelten Regionen wie
den USA, Europa und Japan als auch in aufstrebenden Märkten wie China und Lateinamerika
wird ein Wachstum auf hohem Niveau erwartet. Ungeachtet des anhaltenden Umsatzwachstums an der Kinokasse, die laut Prognosen bis
2019 nach wie vor die Haupteinnahmequelle bleiben wird, ist insbesondere der deutliche
Anstieg des elektronischen Konsums über Video-on-Demand Angebote hervorzuheben, der
sich nach Angaben des aktuellen PwC Media Outlook bis 2019 verdoppeln soll. Demzufolge
wird sich der Umsatz im globalen Electronic Home Video Markt in der genannten Periode
von US$ 15,28 Mrd. auf US$ 30,29 Mrd. vergrößern. Vor allem digitale Video-Dienste
können ein weiteres Umsatzwachstum verzeichnen, da Online-Video- und Streamingdienste
auf dem Weg sind, sich ein bedeutendes Standbein in vielen Märkten aufzubauen. Diese
Entwicklung kann ebenso in den wesentlichen Märkten von Wild Bunch beobachtet werden
- jedoch von unterschiedlicher Intensität. Nach Schätzungen von PwC ist zu erwarten, dass dieser Bereich den Verkauf und Verleih
physischer Filme (DVDs und Blu-rays) als zweitgrößten Umsatzträger in den kommenden
Jahren ersetzen wird. Der erwartete Umsatz, der weltweit durch Streamingdienste erwirtschaftet
werden wird, beläuft sich auf $ 30 Mrd., was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum
von rund 19 % entspricht. Auch auf dem TV-Markt haben digitale Angebote eine zunehmende Bedeutung erlangt. In
der PwC-Studie wird darauf verwiesen, dass das Wachstum von Over-the-Top (OTT) Video-Diensten
die Form der Werbung langsam verändert. Da sich das Fernsehen von traditionellen Netzwerken hin zu digitalen Alternativen
verschiebt, werden auch Werbetreibende darüber nachdenken, wo sie mit ihrem Budget
die gewünschten demographischen Zielgruppen erreichen können. Nach Angaben der PwC-Studie
wird für jeden Markt in Westeuropa eine jährliche Wachstumsrate von knapp 5 % prognostiziert.
Insgesamt wird erwartet, dass die TV-Werbung weltweit jährlich um 4,1 % auf US$ 204,1
Mrd. in 2019 steigen wird, während die terrestrischen und Mehr-Kanal-Werbeeinnahmen
voraussichtlich jährlich um 2,8 % bzw. 5,1 % zulegen werden, obgleich für die weltweit
online-generierten TV-Werbeeinnahmen ein jährliches Wachstum von 19,8 % prognostiziert
wird. 4.1.2. AUSRICHTUNG DES KONZERNS IM GESCHÄFTSJAHR 2015Die Gruppe richtet ihre Aktivitäten auf die wichtigsten Filmmärkte in Deutschland,
Frankreich, Italien und Spanien sowie auf ihre signifikante Präsenz im Bereich des
weltweiten Verleihs aus. Mittelfristig plant die Gruppe, sich als eines der führenden,
unabhängigen europäischen Unternehmen im Filmverleih zu etablieren. Basierend auf der neuen Konzernstruktur mit noch effizienteren Strukturen und einem
starken internationalen Netzwerk, verfolgt Wild Bunch das Ziel, in den kommenden Jahren
ein profitables Wachstum zu erzielen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Unternehmen
im Geschäftsjahr 2015 drei wesentliche Herausforderungen zu bewältigen. Zum einen
ist die Integration der Unternehmenseinheiten voranzutreiben, um weitere Synergien
zu schaffen. Darüber hinaus ist geplant, die finanziellen Mittel neu zu ordnen und
die Kapitalstruktur der Gruppe zu optimieren. Dabei ist Wild Bunch bestrebt, seine
operative Ertragskraft zu stärken. Neben einer zunehmenden Durchdringung der bestehenden Märkte, ist die Entwicklung
neuer Marktsegmente ein weiterer Bestandteil der Wachstumsstrategie des Konzerns.
Insbesondere sollen die Aktivitäten der Gruppe in den Kernmärkten ausgebaut werden,
indem die Wettbewerbsposition gestärkt und die Vermarktung von Inhalten über digitale
Kanäle forciert wird. Die Plattform FilmoTV VoD/SVoD wird derzeit ausschließlich in
Frankreich genutzt. Aber diese Form des Filmverleihs soll mittelfristig auch in anderen
Ländern möglich gemacht werden. Auf diese Weise zählt Wild Bunch hinsichtlich der
Digitalisierung, des mobilen Konsums von Inhalten und dem Wechsel von traditionell,
linearem Fernsehkonsum hin zu On-Demand TV zu den Vorreitern. Das Geschäftsmodell, das in den Kernmärkten der Gruppe erfolgreich etabliert worden
ist, wird mittelfristig auf andere europäische Märkte ausgebaut werden. Dies könnte
auch die Nutzung von Partnerschaften sowie weitere Akquisitionen umfassen. 4.1.3. ERWARTETE ENTWICKLUNG DER WILD BUNCH AGDas zweite Halbjahr des Jahres 2015 wird durch einen bedeutenden Umfang an Kinoveröffentlichungen
durch die Gruppe hinweg geprägt sein -mit einigen Filmen von starker Performance.
Insgesamt werden 39 Filme in den Kinos in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien
veröffentlicht werden. Einige Filme werden in mehreren Territorien durch das Vertriebsnetz
von Wild Bunch veröffentlicht, wie beispielsweise der Genrefilm SINISTER 2 von Claran
Foy, der in Frankreich und Deutschland veröffentlicht wird. DHEEPAN von Jacques Audiard,
der mit der Goldenen Palme auf dem Cannes Film Festival ausgezeichnet worden ist,
oder LIFE von Anton Corbijn, die Biographie von James Dean als Drama, werden in Italien
und Spanien herausgebracht. Die Kinoveröffentlichungen nach Ländern:FRANKREICH:
DEUTSCHLAND:
ITALIEN:
SPANIEN:
Die zweite Jahreshälfte ist für den Weltvertrieb von zentraler Bedeutung. Auf der
einen Seite finden die meisten Filmauslieferungen während dieses Semesters statt,
so dass der Großteil des Umsatzes im Weltvertrieb in diesem Zeitraum generiert wird.
Andererseits finden zwei der vier größten Filmmärkte im zweiten Halbjahr des Jahres
statt: der American Film Market (AFM) in Los Angeles und das Toronto International
Film Festival (TIFF) in Toronto. 23 Filme werden für den Weltvertrieb in der zweiten
Jahreshälfte 2015 relevant, darunter DHEEPAN oder THE LITTLE PRINCE von Mark Osborne
- der überhaupt erste Antimationsfilm des legendären Meisterwerks von Antoine de Saint-Exupéry. Nach dem erfolgreich abgewickelten Zusammenschluss, ist der Konzern nun in der Lage,
eine deutlich höhere Anzahl an Filmen und Serien in den größten europäischen Märkten
anzubieten. Infolgedessen erwartet das Management einen höheren Umsatz und Ergebnis.
Eine noch höhere Priorität hat zudem, dass das Unternehmen danach strebt, eine einzigartige
Marktposition in Europa zu erreichen - nicht nur in Bezug auf die Größe und die geographische
Reichweite, sondern auch im Hinblick auf das daraus resultierende Filmrepertoire. Im Geschäftsjahr 2015 sollen die Umsatzerlöse um den Faktor sechs bis sieben höher
ausfallen als der von der Senator Entertainment Gruppe veröffentlichte Umsatz für
das Jahr 2014. Um diese Umsatzsteigerung zu erzielen, wird auch das Investitionsvolumen
deutlich ansteigen. Herausforderung in 2015 wird die Zusammenlegung der beiden Unternehmensgruppen
und die damit verbundene Realisierung von Synergieeffekten sein. Zudem werden einmalige Integrations- und Mergerkosten durch den Zusammenführungsprozess
entstehen. Trotz dieser Effekte erwartet der Vorstand einen erheblichen Anstieg des
operativen Ergebnisses im Vergleich zum Senator-Konzern im Jahr 2014. Dieses soll
im Geschäftsjahr 2015 im positiven Bereich liegen. 4.1.4. GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR ENTWICKLUNG DES KONZERNSWild Bunch ist aufgrund der erfolgreich implementierten neuen Konzernstruktur merklich
gewachsen. Aufbauend auf dieser erheblich verbreiterten Basis, sieht der Vorstand
gute Chancen, die Gruppe als nachhaltig profitables Unternehmen am Filmmarkt zu positionieren. 4.2. BERICHT ÜBER CHANCEN UND RISIKENEs haben sich keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu den im Jahresbericht 2014
der ehemaligen Senator Entertainment AG dargestellten Chancen und Risiken ergeben. VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENABSCHLUSSIFRS GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERNBILANZ (IFRS)AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS (IFRS)scroll
scroll
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG (IFRS)scroll
ANHANGWILD BUNCH AG - ANHANG ZUM VERKÜRZTEN KONZERNZWISCHENABSCHLUSS FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 20151. ALLGEMEINESDie Wild Bunch Gruppe (nachfolgend "Wild Bunch") ist entstanden aus dem Zusammenschluss
zwischen dem deutschen Medienkonzern Senator Entertainment AG, Berlin und der europäischen
Filmverleihgesellschaft Wild Bunch S.A., Paris, unter dem Dach der Wild Bunch AG (vormals:
Senator Entertainment AG), Berlin (nachfolgend "Gesellschaft"), deren Aktien im General
Standard Segment der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet sind. Die in Berlin und Paris etablierte neue Gruppe ist ein führendes, unabhängiges, europäisches
Filmverleih- und Produktionsunternehmen, das sich aktiv im Bereich Akquisition, Koproduktion,
Filmvertrieb sowie Weltvertrieb betätigt und derzeit eine Filmbibliothek mit mehr
als 2.200 Filmtiteln verwaltet. Auf der Hauptversammlung am 30. Juni 2015 wurde beschlossen, dass die Senator Entertainment
AG, Berlin künftig unter dem Namen Wild Bunch AG firmiert. Die Umfirmierung wurde
am 7. Juli 2015 ins Handelsregister eingetragen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1.Januarbis 30. Juni 2015
ist durch Beschluss des Vorstands zur Veröffentlichung am 31. August 2015 freigegeben. Der Konzernhalbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2015 der Wild Bunch erfüllt die Anforderungen
des Wertpapierhandelsgesetzes. Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses erfolgt
in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form und in Anwendung
von § 315a HGB nach den am Abschlussstichtag für Zwischenberichte gültigen und von
der Europäischen Union (EU) anerkannten International Financial Reporting Standards
(IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den vom IASB gebilligten
Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC). Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015 haben sich für die Wild Bunch AG keine
wesentlichen Änderungen aus erstmalig anzuwendenden IFRS-Standards oder IFRIC Interpretationen
ergeben. Der Halbjahresfinanzbericht wurde weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch
entsprechend §317 HGB geprüft. Die für den verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2015 angewandten Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden sowie die angewandten Schätzungsmethoden entsprechen grundsätzlich
denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014. Eine detaillierte Beschreibung
dieser Methoden ist im Anhang des Konzernabschlusses der Wild Bunch S.A., Paris, Frankreich
zum 31. Dezember2014 veröffentlicht. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung
wurde im vorliegenden Konzernzwischenabschluss aufgrund der weiteren Internationalisierung
der Gruppe vom Gesamtkostenverfahren auf das Umsatzkostenverfahren umgestellt. Die
Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. 2. KONSOLIDIERUNGSKREISÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREISAuf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 12. September 2014 wurde die Erhöhung
des Grundkapitals der Wild Bunch AG, Berlin (ehemals Senator Entertainment AG) um
€ 55.872.788 durch Ausgabe von 55.872.788 neuen Aktien gegen Sacheinlagen im Zusammenhang
mit der Einbringung von Anteilen an der Wild Bunch S.A., Paris, Frankreich beschlossen.
Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgte am 5. Februar 2015. Die Transaktion ist als ein umgekehrter Unternehmenserwerb, eine sog. Reverse Acquisition,
im Rahmen des IFRS 3 zu bewerten, sodass für Zwecke der Rechnungslegung nach IFRS
die Wild Bunch AG, Berlin (ehemals Senator Entertainment AG) als erworbenes Unternehmen
und die Wild Bunch S.A., Paris, Frankreich als Erwerber darzustellen sind. Aus diesem Grund stellt der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss eine Fortführung
des Konzernabschlusses der Wild Bunch S.A., Paris, Frankreich dar, wobei rückwirkend
das formal-rechtliche Eigenkapital des bilanziellen Erwerbers bereinigt wurde, um
das formal-rechtliche Eigenkapital des bilanziell erworbenen Unternehmens abzubilden.
Die in diesem Konzernzwischenabschluss dargestellten Vergleichsinformationen sind
die der Wild Bunch S.A., Paris, Frankreich die ebenfalls rückwirkend angepasst wurden,
um das formal-rechtliche Eigenkapital der Wild Bunch AG, Berlin, widerzuspiegeln.
Folglich sind in der Gesamtergebnisrechnung ab dem 1.Januar2015 bis zum Erwerbszeitpunkt
am 5. Februar 2015 lediglich die Zahlen der Wild Bunch S.A., Paris, Frankreich und
deren Tochterunternehmen dargestellt. Ab dem 5. Februar 2015 wurden dann die Wild
Bunch AG, Berlin, und deren derzeitigen Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis
aufgenommen. Im Rahmen der Aufnahme der Wild Bunch AG, Berlin, und deren Tochterunternehmen in
den Konsolidierungskreis wurde eine Kaufpreisallokation durchgeführt, die in der Anhangsangabe
3 dargestellt wird. Die Wild Bunch S.A., Paris, Frankreich und die Wild Bunch AG, Berlin, halten je 50
% der Anteile an der Central Film Verleih GmbH, Berlin. Durch die zuvor beschriebene
Einbringung der Anteile an der Wild Bunch S.A., Paris, Frankreich in die Wild Bunch
AG, Berlin, hält die Wild Bunch Gruppe 100 % der Anteile der Central Film Verleih
GmbH. Ab dem 5. Februar 2015 wird der Abschluss der Central Film Verleih GmbH im Konzernabschluss
vollkonsolidiert. Im Vorjahr und bis zum Erwerbszeitpunkt in 2015 erfolgte die Konsolidierung
dieser Gesellschaft at equity. ZUSAMMENSETZUNG DES KONSOLIDIERUNGSKREISESDie Zusammensetzung des Konsoldierungskreises des Wild Bunch-Konzerns ergibt sich
aus folgender Darstellung: scroll
Folgende Unternehmen wurden im Konzernhalbjahresfinanzbericht erfasst: scroll
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Ansatz at-equity bis zum 5. Februar 2015 1
Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft 3. ERWERB WILD BUNCH AG, BERLINDer rechtliche Erwerb von 100 % der Anteile der Wild Bunch S.A., Paris, Frankreich,
durch die Wild Bunch AG, Berlin (ehemals Senator Entertainment AG, Berlin) stellt
einen umgekehrten Unternehmenserwerb gemäß IFRS 3 dar. Dies ergibt sich daraus, dass
durch die Sacheinlage in Form der Anteile an der Wild Bunch S.A., Paris, Frankreich,
die vormaligen Aktionäre der Wild Bunch S.A., Paris, Frankreich die Mehrheit der Stimmrechte
an der Wild Bunch AG, Berlin erhalten haben und die Altaktionäre der Gesellschaft
lediglich 24,8 % der Stimmen behalten haben. Dies hat zur Folge, dass ab dem Erwerbszeitpunkt
die Wild Bunch S.A., Paris, Frankreich als bilanzieller Erwerber und die Wild Bunch
AG, Berlin als erworbene Gesellschaft darzustellen sind. Gemäß IFRS 3 ist der Erwerbszeitpunkt der Tag, an dem die Beherrschung des erworbenen
Unternehmens auf den Erwerber übergeht. Aufgrund der Klassifizierung der Transaktion
als "Reverse Acquisition" ist die Wild Bunch S.A., Paris, Frankreich bzw. deren Aktionäre
als Erwerber zu klassifizieren. Für die Bestimmung des Erwerbszeitpunktes ist daher
entscheidend, zu welchem Zeitpunkt die entsprechenden Rechte, die den Aktionären der
Wild Bunch S.A., Paris, Frankreich durch die ausgegebenen Wild Bunch AG-Aktien gewährt
werden, entstehen. Das Stimmrecht entsteht gem. § 134 Abs. 2 AktG mit der vollständigen Leistung der
Einlage. Dies setzt jedoch voraus, dass die mit dem Stimmrecht zugrunde liegenden
Aktien wirksam entstanden sind. Nach § 189 AktG wurde die Kapitalerhöhung zum Zeitpunkt
der Eintragung in das Handelsregister am 5. Februar 2015 wirksam, sodass dann die
das Stimmrecht gewährenden Wild Bunch AG-Aktien für die Aktionäre der Wild Bunch S.A.,
Paris, Frankreich, entstanden sind. Der Zeitwert bestimmt sich nach dem Kurs der Wild Bunch AG, Berlin am 5. Februar 2015
in Höhe von € 1,84 je Aktie, demnach € 33.961.267,68. Entsprechend IFRS 3.IE5 ist der Zeitwert der übertragenen Gegenleistung nach der "most
reliable measure" zu bestimmen. Der Zeitwert hat dabei gem. IFRS 13.24 dem Wert zu
entsprechen, der am Hauptmarkt oder vorteilhaftesten Markt in einer üblichen Transaktion
bei der Veräußerung der Vermögenswerte zu erzielen wäre. Die Aktien der Wild Bunch
S.A., Paris, Frankreich werden aber nicht an einem Markt gehandelt, sodass man sich
primär nach dem Zeitwert der Wild Bunch AG Aktie zu richten hat. KAUFPREISALLOKATION ZUM 5. FEBRUAR 2015Gemäß IFRS 3 ist nach Bestimmung des Erstkonsolidierungszeitpunkts sowie der Anschaffungskosten
des erworbenen Geschäfts (Wild Bunch AG, Berlin) das erworbene (anteilige) Reinvermögen
festzustellen und eine Aufteilung des Kaufpreises auf die erworbenen Vermögenswerte,
Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten vorzunehmen. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag
ist als Goodwill anzusetzen oder als negativer Unterschiedsbetrag ertragswirksam zu
vereinnahmen. Kriterien für den Ansatz von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die kumulativ
erfüllt sein müssen, sind:
Die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden
der Gruppe stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar: scroll
Die Kaufpreisallokation ist vorläufig, da insbesondere die Bewertung der immateriellen
Vermögenswerte und des beizulegenden Zeitwertes der Anteile an der Central Film Verleih
GmbH noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Es wurden keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer erworben. Der Bruttobetrag der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug
T€ 6.423. Darauf waren Wertberichtigungen in Höhe von T€ 2.501 erfasst. Auf die erworbenen
sonstigen finanziellen Vermögenswerte und übrigen Vermögenswerte entfallen keine Wertberichtigungen. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 63.356 reflektiert unter anderem den
Wert für eine stärkere Marktposition und damit verbundene steigende Umsätze aus bestehenden
und neuen Erlösquellen, beispielweise durch die Entwicklung neuer Formate im TV-Bereich.
Des Weiteren spiegelt der Geschäfts- oder Firmenwert Potential aus möglichen Synergieeffekten
wider. Es wird davon ausgegangen, dass der erfasste Geschäfts- oder Firmenwert steuerlich
nicht abzugsfähig ist. Im Rahmen des umgekehrten Unternehmenserwerbs erwarb die Wild Bunch S.A., Paris, mittelbar
die verbleibenden 50 % Anteile der Central Film Verleih GmbH, die von der Wild Bunch
AG, Berlin gehalten werden. Der vorläufig ermittelte beizulegende Zeitwert der von
der Wild Bunch S.A., Paris, gehaltenen Anteile betrug zum Erwerbszeitpunkt T€ 4.406. Die am 5. Februar 2015 erworbene Wild Bunch AG (ehemals Senator Entertainment AG)
und deren derzeitigen Tochtergesellschaften erzielten seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
bis zum 30. Juni 2015 Umsatzerlöse von T€ 7.394 und ein Ergebnis vor Finanzergebnis
und Ertragsteuern (EBIT) von T€ - 293. In den ersten sechs Monaten 2015 erzielte diese
Umsatzerlöse von T€ 9.769 und ein EBIT von T€ - 1.460. 4. SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie Segmentberichterstattung wird gemäß IFRS 8 unter Anwendung des "Management-Ansatzes"
vorgenommen, d.h. die Segmentberichterstattung basiert auf der aktuellen für die interne
Berichterstattung verwendeten Segmentierung. Intersegmentäre Transaktionen: Segmenterträge,
Segmentaufwendungen und Segmentergebnis beinhalten Transaktionen zwischen den Geschäftsfeldern.
Derartige Transaktionen werden zu Marktpreisen abgerechnet, die nicht verbundenen
Parteien für ähnliche Leistungen berechnet werden. Diese Transaktionen werden für
Zwecke der Konsolidierung eliminiert. Das Segmentergebnis der Geschäftseinheiten wird vom Management getrennt überwacht,
um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und die Ertragskraft
der Einheiten zu bestimmen. Die Ertragskraft der Segmente wird anhand des Segmentergebnisses
beurteilt. Das Segment Verleih beinhaltet die Auswertung von Filmen in Kinos in Deutschland,
Frankreich, Italien, Spanien und Österreich sowie die Auswertung von Kinofilmen im
Fernsehen und auf Video und DVD. Unter dem Segment Weltvertrieb wird die internationale
Vermarktung von Filmverwertungsrechten an Kino- und Fernsehprogrammen erfasst. Im
Segment sonstige werden Verkäufe von sonstigen Rechten, die beim Erwerb von Filmlizenzen
dem Konzern übertragen wurden, sowie die Musik-Aktivitäten und die Produktion von
Kinofilmen sowie die Entwicklung und die Produktion von TV-Formaten zusammengefasst. 01.01.-30.06.2015scroll
01.01.-30.06.2014scroll
5. WESENTLICHE GESCHÄFTE MIT NAHE STEHENDEN PERSONENAls nahe stehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 gelten Unternehmen
oder Personen, die die Wild Bunch Gruppe beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss
haben oder von ihr beherrscht werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes
Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden. Als nahe stehende Personen gelten die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
der Wild Bunch AG sowie deren Familienangehörigen. Des Weiteren gelten die SWB Entertainment
Investment B.V., Schiphol, Niederlande als größter Anteilseigner der Wild Bunch AG
sowie die diesem nahe stehenden Unternehmen und Personen als nahe stehende Unternehmen
oder Personen. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015 fanden mit Ausnahme von Gehaltszahlungen
an Vorstände und von satzungsmäßigen Vergütungen an Aufsichtsräte keine Transaktionen
mit nahestehenden Personen statt. Allen Geschäften mit nahe stehenden Personen und Unternehmen wurden marktübliche Konditionen
zugrunde gelegt. 6. MITARBEITERDie Wild Bunch Gruppe beschäftigte im ersten Halbjahr 2015 durchschnittlich 178 Mitarbeiter
(1. Halbjahr 2014: 126). 7. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITENDie Bewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt mit den im
Folgenden beschriebenen Ausnahmen zu fortgeführten Anschaffungskosten, die in etwa
den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Lediglich in den sonstigen finanziellen
Vermögenswerten werden Derivate zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken mit einem
beizulegenden Zeitwert von T€ 314 ausgewiesen. Diese Derivate sind der Hierarchiestufe
3 zuzuordnen. 8. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENZum 30. Juni 2015 hatte der Konzern folgende sonstigen finanziellen Verpflichtungen: scroll
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Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten aus erfolgsbedingt rückzahlbaren
Fördermitteldarlehen im Zusammenhang mit der Produktions- (T€ 8.832; 31. Dezember
2014: T€ 8.954) und Verleihförderung (T€ 4.365; 31. Dezember 2014: T€ 4.120). Diese
Fördermitteldarlehen sind jedoch nur aus anteiligen zukünftigen Erlösen, die die Kosten
übersteigen, zurückzuführen. 9. SONSTIGE ANGABENPERSONELLE ÄNDERUNGEN IM VORSTANDDie bisherigen Mitglieder der Geschäftsleitung der Wild Bunch S.A. wurden am 5. Februar
2015 zu Vorständen der Wild Bunch AG (vormals: Senator Entertainment AG) bestellt,
wobei im neu formierten Vorstand Vincent Grimond als CEO (Chief Executive Officer),
Vincent Maraval als CCO (Chief Content Officer) und Brahim Chioua als COO (Chief Operating
Officer) fungieren. Zum 15. Juni 2015 hat Herr Dr. Andreas Pres sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt.
Darüber hinaus endete das Aufsichtsratsmandat von Norbert Kopp mit Ablauf der ordentlichen
Hauptversammlung am 30. Juni 2015. Herr Benjamin Waisbren, wohnhaft in Chicago (USA) und Milwaukee (USA), Partner bei
der internationalen Rechtsanwaltskanzlei Winston and Strawn, Chicago sowie President
der LSC Film Corp. (film coproduction fund), wurde auf der Hauptversammlung am 30.
Juni 2015 mit Wirkung ab Beendigung der Hauptversammlung für den Rest der Amtszeit
des ausgeschiedenen Mitglieds Dr. Andreas Pres, d.h. bis zur Beendigung der Hauptversammlung,
die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2015 beschließt, in den Aufsichtsrat
gewählt. Herr Hans Mahr, wohnhaft in Köln, Journalist und Inhaber von mahrmedia, wurde auf
der Hauptversammlung am 30. Juni 2015 mit Wirkung ab Beendigung der Hauptversammlung
in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Pierre Tattevin, wohnhaft in Paris, Partner und Managing Director Investment
Banking bei Lazard Frères, Paris, Frankreich wurde auf der Hauptversammlung am 30.
Juni 2015 mit Wirkung ab Beendigung der Hauptversammlung für den Rest der Amtszeit
des ausgeschiedenen Mitglieds Dr. Thomas Middelhoff, d.h. bis zur Beendigung der Hauptversammlung,
die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 beschließt, in den Aufsichtsrat
gewählt. REFINANZIERUNG DER KURZFRISTIGEN ANLEIHE 2014Die Senator Entertainment AG hat die im Rahmen einer Privatplatzierung angebotene
Anleihe am 25. März 2015 erfolgreich platziert. Institutionelle Investoren zeichneten
im März Anleihen mit einer Laufzeit von 12 Monaten im Gesamtnennbetrag von etwa €
11,8 Mio. Am 25. Juni 2015 konnte die Platzierung der restlichen Teilschuldverschreibung
aus der im März 2015 begebenen und auf insgesamt € 15 Mio. ausgelegten Anleihe abgeschlossen
werden. Die noch ausstehenden Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von €
3,2 Mio. wurden von institutionellen Investoren gezeichnet. Die Erlöse dienen der
Sicherung der Liquidität, der Rückführung der € 10 Mio. Anleihe, die im März 2015
fällig wurde, dem Rückerwerb der noch ausstehenden Schuldverschreibungen aus 2011
in Höhe von € 0,4 Mio. und der Finanzierung des laufenden Geschäfts bis zur Umsetzung
einer umfassenderen Neuaufstellung der Refinanzierungsstruktur. 10. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGAuf der ordentlichen Hauptversammlung der ehemaligen Senator Entertainment AG am 30.
Juni 2015 wurde beschlossen, die Gesellschaft in Wild Bunch AG umzufirmieren. Die
Umfirmierung wurde am 8. Juli 2015 rechtswirksam. Nach dem Berichtsstichtag hat die Wild Bunch beschlossen, die existierende Kreditvereinbarung
mit der in Großbritannien ansässigen Niederlassung der israelischen Bank Leumi (UK)
plc, London, zu erneuern. Der bestehende Vertrag wurde verlängert, die Kreditlinie
im Umfang von € 10 Mio. blieb unverändert. Der Kreditvertrag ermöglicht Wild Bunch
die Zwischenfinanzierungen von Forderungen aus der Auswertung von Verträgen über eine
Periode von bis zu zwei Jahren und minimiert die Zeit der Eigenkapitalbindung. Das Filmvertriebsunternehmen Relativity Media, einer der größten US Produzenten und
Verleiher von einer Reihe von bekannten Filmen in den letzten Jahren hat Ende Juli
Insolvenz angemeldet und wird seine Film- und TV-Aktivitäten in einem Bieterverfahren
veräußern. Die Zukunft einiger Relativity Projekte ist vor diesem Hintergrund gegenwärtig
unsicher. Wild Bunch evaluiert zurzeit den Status der letzten zwei Filme (MASTERMINDS
und DISAPPOINTMENTS ROOM), die Relativity Media gemäß dem Output Agreement, welches
bereits imJanuar2015 von Wild Bunch gekündigt wurde, noch zu liefern hat. Weitere Ereignisse, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und
Finanzlage des Wild Bunch-Konzerns haben, sind nach Abschluss des Bilanzstichtags
nicht eingetreten. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der vorausichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Berlin, den 31. August 2015 scroll
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