Wild Bunch AGBerlinHALBJAHRESFINANZBERICHT 2019HIGHLIGHTSUMSATZ scroll
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EINFÜHRUNGDer Halbjahresfinanzbericht der Wild Bunch AG erfüllt die Anforderungen der anzuwendenden Vorschriften des WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) und umfasst nach § 115 WpHG einen verkürzten Konzernhalbjahresabschluss, einen Konzernzwischenlagebericht sowie eine Versicherung der gesetzlichen Vertreter. Der Konzernhalbjahresabschluss ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind, erstellt worden. Der Halbjahresfinanzbericht sollte zusammen mit unserem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2018 gelesen werden. Dieser beinhaltet eine umfassende Darstellung unserer Geschäftsaktivitäten sowie Erläuterungen zu verwendeten Finanzkennzahlen. KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT1.1 GRUNDLAGEN DES KONZERNS, KONZERNSTEUERUNG UND -STRATEGIEZu Konzernstruktur, -steuerung und -strategie verweisen wir auf die Erläuterungen im zusammengefassten Konzernlage- und Lagebericht 2018 (Geschäftsbericht 2018, Seite 20 ff.). Im ersten Halbjahr 2019 ergaben sich folgende Änderungen bzw. Ergänzungen, wobei die Strategie des Wild Bunch-Konzerns („Wild Bunch“) unverändert blieb: Im Rahmen der Optimierung der Konzernstruktur hat die Senator Film München GmbH im März 2019 ihre Anteile an der Bavaria Pictures GmbH an den Mitgesellschafter, die Bavaria Film GmbH, verkauft. Mit Datum vom 10. Mai 2019 hat Wild Bunch beschlossen, die französischen Gesellschaften Wild Bunch Distribution SAS, Wild Side Film SAS und Wild Side Video SAS auf die Wild Bunch S.A. zu verschmelzen. Dies dient der Vereinfachung der Konzernstrukturen und Optimierung der administrativen Prozesse. Die Verschmelzung erfolgte zum 31. Juli 2019. Die Verschmelzung der Gesellschaften auf die Wild Bunch S.A. hat keine Auswirkung auf den vorliegenden Konzern-Halbjahresfinanzbericht. Am 10. Mai 2019 beschloss der Aufsichtsrat der Wild Bunch AG eine Neuordnung der internationalen Vertriebsaktivitäten durch den Aufbau der bestehenden internationalen Vertriebsabteilung Wild Bunch als eigenständiges Unternehmen, Wild Bunch International. Zielstruktur ist, dass Wild Bunch S.A. 20 % der neuen Gesellschaft hält. Ziel ist es, Know-how und Fixkosten mit neuen Partnern zu teilen und von deren Finanzkraft bei der Realisierung neuer Projekte zu profitieren. Diese Reorganisation soll im zweiten Halbjahr 2019 umgesetzt werden und hat keine Auswirkungen auf den vorliegenden Konzern-Halbjahresfinanzbericht. Im ersten Halbjahr 2019 konnte Wild Bunch die im Jahr 2018 begonnene finanzielle Restrukturierung erfolgreich abschließen (siehe Geschäftsbericht 2018, unter anderem Anhang zum Konzernabschluss, Abschnitte "Going Concern Annahmen" und "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" sowie Abschnitt "Risikobericht" im Konzernlage- und Lagebericht). Die wichtigsten Maßnahmen umfassen:
Diese Maßnahmen verändern die Finanzlage sowie das Risiko der Unternehmensfortführung des Konzerns. Siehe dazu den Chancen- und Risikobericht in diesem Bericht. 1.2 WESENTLICHE OPERATIVE EREIGNISSE IM ERSTEN HALBJAHR 20191.2.1 KINOVERLEIHIm ersten Halbjahr 2019 veröffentlichte die Wild Bunch Gruppe insgesamt 26 Filme in Kinos in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien. Wild Bunch Distribution brachte fünf Filme in den französischen Kinos heraus, darunter den von der gleichnamigen Manga-Comic-Reihe inspirierten japanischen Animationsfilm DRAGONBALL des Regisseurs Tatsuya Nagamine, welcher 571.400 Zuschauer erreichte. In Deutschland veröffentlichte Wild Bunch Germany ebenfalls fünf Filme, darunter erfolgreich den belgischen Animationsfilm ROYAL CORGI von Ben Stassen und Vincent Kesteloot (327.200 Zuschauer). BIM brachte insgesamt neun Filme in die italienischen Kinos, u.a. vier Filme in Zusammenarbeit mit Movies Inspired wie z.B. Bill Holderman's BOOK CLUB, eine US-Komödie mit Diane Keaton und Jane Fonda mit 220.600 Zuschauern. Vértigo verzeichnete im gleichen Zeitraum sieben Kinostarts in Spanien, darunter THE OLD MAN AND THE GUN mit 141.700 Zuschauern. 1.2.2 WELTVERTRIEBIm internationalen Vertrieb wurden im ersten Halbjahr 2019 15 Filme durch Wild Bunch International Sales ausgeliefert, darunter so wichtige Titel wie HIGH LIFE von Claire Denis mit Juliette Binoche und Robert Pattinson. Mit LA PARENZA DEI BAMBINI von Claudio Giovannesi vertrieb Elle Driver den italienischen Gewinner des Silbernen Bären für das beste Drehbuch auf der Berlinale 2019, der auf dem Bestseller-Roman von Roberto Saviano basiert. Insiders verkaufte erfolgreich u.a. DUMPLIN' von Anne Fletcher und Versatile LIL' BUCK RENAISSANCE von Louis Wallecan. Im Laufe des ersten Halbjahres 2019 lieferte Wild Bunch TV zwei neue internationale TV-Serien aus. THE NAME OF THE ROSE von Giacomo Battiato, für die Wild Bunch TV die Rechte für französischsprachige Gebiete besitzt, ist eine Adaption des berühmten Bestsellers von Umberto Eco. IN THE SEARCH OF THE ORIENT EXPRESS von Louis-Pascal Couvelaire, ist eine Dokumentation über eine zeitlose Reise zwischen Mythos und Realität im berühmtesten Zug der Welt. Wild Bunch TV konnte die Dokumentation bereits nach Australien (SBS), Norwegen (NRK), Schweden (UR), Tschechien (Česká TV), Spanien (TVE) und Portugal (RTP) verkaufen. Zudem wurde mit Viasat World ein paneuropäischer und afrikanischer Vertrag für die Ausstrahlung in weiteren 90 Territorien abgeschlossen. 1.2.3 ELEKTRONISCHER DIREKTVERTRIEB, HOME ENTERTAINMENT & TV-LIZENZENInsgesamt setzte sich in den Schlüsselmärkten der Wild Bunch Gruppe der Abwärtstrend der Nachfrage nach physischen Videos im ersten Halbjahr 2019 fort, während die Nachfrage nach VOD stabil blieb und SVOD seine positive Entwicklung fortsetzte und zunehmend zum Gesamtertrag beitrug. Im ersten Halbjahr 2019 konnten u.a. CHILDREN ACT und OLD MAN AND A GUN in VOD auf allen Plattformen in Italien hohe Abrufe erzielen. In Frankreich veröffentlichte Wild Bunch JOURNAL 64, das Finale der Department Q Saga, im eCinema. Im Geschäftsbereich SVOD hat die Gruppe weitere Vereinbarungen mit Amazon in Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien abgeschlossen und die Zusammenarbeit mit Netflix fortgesetzt. Im ersten Halbjahr 2019 erzielte Wild Bunch signifikante Umsätze im Lizenzgeschäft mit lokalen Fernsehsendern, wie z.B. in Italien mit der Sendergruppe RAI, welche die Filme SPOTLIGHT, REMEMBER, BREATHE und HAMPSTED ausstrahlte. In Deutschland zeigte RTL 2 BEFORE I FALL, MASTERMINDS lief bei RTL und WIND RIVER im ZDF. In Spanien strahlte MovieStar THE OLD MAN AND THE GUN aus. KIKI und LA FAMILLE BELIER liefen bei Fox. In Frankreich strahlten prominente Sender wie France 2 die Titel DE L'AUTRE CÔTE DU LIT und KINGS SPEECH (France 3) oder C8 UPFRONT aus. FilmoTV hat sein Angebot durch Vereinbarungen mit Paramount und Warner erweitert und konnte seinen Kunden im Laufe des ersten Halbjahres 2019 so Filme wie TRANSFORMERS, REVOLUTIONARY ROAD oder MEET THE PARENTS anbieten. 1.2.4 AUSZEICHNUNGEN BEI FILMFESTIVALSIm ersten Halbjahr 2019 wurden WILD BUNCH-Filme erneut mit zahlreichen Preisen auf Festivals ausgezeichnet: Die erste Auszeichnung in 2019 ging an LA PARENZA DEI BAMBINI von Claudio Giovannesi, einen italienischen Film, der von Elle Driver international und von WILD BUNCH in französischen Kinos vertrieben wird, der auf der Berlinale 2019 den Silbernen Bären für das beste Drehbuch erhielt. Es folgten zahlreiche Auszeichnungen bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2019, u.a. erhielt der von Wild Bunch International vertriebene Film LES MISERABLES von Ladj Ly den Jurypreis. YOUNG AHMED von Jean-Luc &. Pierre Dardenne, der den Best Director Award gewonnen hat, wird ebenfalls von Wild Bunch International verkauft und von BIM in Italien vertrieben. Die von Wild Bunch International verkauften Filme IT MUST BE HEAVEN von Elia Suleiman und BEANPOLE von Kantemir Balagov wurden mit dem Sonderpreis der Jury und dem Fipresci-Preis bzw. dem Best Director Award und dem Fipresci-Preis im Wettbewerb Un Certain Regard, ausgezeichnet. Der Film AN EASY GIRL von Rebecca Zlotowski gewann den SACD-Preis im Wettbewerb La Quinzaine des Réalisateurs. Der Film wird von Wild Bunch International verkauft und in Deutschland von Wild Bunch Germany vertrieben. 1.3 ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DES KONZERNSGesamtaussage Die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2019 waren durch die finanzielle Restrukturierung und durch die damit verbundene notwendige Zurückhaltung bei Investitionen, insbesondere in neue Filmtitel, geprägt. Gleichwohl konnte die Gruppe wesentliche Elemente der Businessplanung zur Umsetzung bringen. Mit der verpflichtenden Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 Leasingverhältnisse zum 1. Januar 2019 ergeben sich Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Wild Bunch AG. Zahlungsverpflichtungen aus bisherigen Operating Leasing-Verhältnissen werden zukünftig abgezinst und als Leasing-Verbindlichkeit passiviert; als finanzielle Verbindlichkeiten erhöhen sie die Finanzverbindlichkeiten. Zugleich aktiviert der Leasing-Nehmer ein Nutzungsrecht. Bisher im Zusammenhang mit Operating Leasing-Verhältnissen erfasste operative Aufwendungen werden damit zukünftig in den Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte bzw. in den Zinsaufwendungen für abgezinste Verpflichtungen aus Operating Leasing-Verhältnissen erfasst. Dadurch erhöht sich das operative Ergebnis (EBIT), ohne dass sich die wirtschaftlichen Grundlagen verändert haben. In der Kapitalflussrechnung reduziert der Tilgungsanteil der Leasing-Zahlungen aus bisherigen Operating Leasing-Verhältnissen künftig den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit und nicht mehr den Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit. Lediglich die Zinszahlungen verbleiben weiterhin im Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit. Die veröffentlichten Vorjahreswerte wurden im Rahmen der Erstanwendung des IFRS 16 nicht rückwirkend angepasst. ERTRAGSLAGE DES KONZERNS Der Wild Bunch-Konzern konnte im ersten Halbjahr 2019 Umsatz und Bruttoergebnis gegenüber dem Vorjahr steigern und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Aufgrund deutlich niedrigerer sonstiger Erlöse, insbesondere durch geringere Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten, lag das operative Ergebnis (EBIT) mit T€ -2.778 unter dem Wert der Vergleichsperiode (6M 2018: T€ -2.123). Im Zusammenhang mit den beiden Sachkapitalerhöhungen (Debt-Equity-Swaps) im März bzw. April 2019 entstand insgesamt ein Ertrag von T€ 1.063, der im Finanzergebnis ausgewiesen ist. Dieser Ertrag resultiert daraus, dass der Buchwert der Sacheinlage den Marktwert der neuen Aktien am Tag der Eintragung der jeweiligen Kapitalerhöhung überstiegen hat. Das Konzernergebnis in den ersten sechs Monaten 2019 lag bei T€ -4.609 nach T€ -4.788 im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht den Erwartungen des Vorstands. Im Einzelnen ist des Weiteren auf folgende Entwicklungen hinzuweisen: Im ersten Halbjahr 2019 erwirtschaftete der Wild Bunch-Konzern einen Umsatz von T€ 39.323 (6M 2018: T€ 38.344) und Betriebserträge von T€ 40.507 (6M 2018: T€ 39.081). Die Betriebserträge, d.h. die Umsatzerlöse sowie die sonstigen filmbezogenen Erlöse, stieg leicht um T€ 1.426 bzw. 3,6%, trotz eines nach wie vor knappen Investitionsbudgets, nachdem diese in den Vorjahren rückläufig waren. Auf das Segment Internationaler Vertrieb und Verleih und Filmproduktion entfiel ein Umsatz von T€ 32.981 (6M 2018: T€ 35.098), das Segment Sonstige erzielte in den ersten sechs Monaten 2019 Umsatzerlöse von T€ 6.342 (Vorjahr: T€ 3.245). Insbesondere aufgrund veränderter Lizenzzeitstarts fielen die Erlöse aus TV-Rechten und SVOD-Rechten geringer aus, während im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 die im Segment Sonstige enthaltenen Erlöse der VOD-Plattform des Konzerns um T€ 2.454 anstiegen. Im Wesentlichen aus Filmfördermitteln erzielte der Konzern in den ersten sechs Monaten 2019 sonstige filmbezogene Erlöse von T€ 1.135 (6M 2018: T€ 737). Die Herstellungskosten waren im ersten Halbjahr 2019 auswertungsbedingt um 2,6% bzw. T€ 855 niedriger und betrugen T€ 31.666 (6M 2018: T€ 32.521). Die Verwaltungsaufwendungen stiegen auf T€ 11.563 (6M 2018: T€ 10.959). Darin nicht enthalten sind Kosten der Kapitalerhöhungen von T€ 1.035, die im ersten Halbjahr 2019 angefallenen sind. Diese wurden erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Das Finanzergebnis blieb mit T€ -2.067 unter dem Vorjahreswert von T€ -2.738. Darin enthalten sind die bereits oben erwähnten Erlöse im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen von T€ 1.063. Dem standen um T€ 236 auf T€ 3.144 gestiegene Zinsaufwendungen (6M 2018: T€ 2.908) gegenüber. Das Konzernergebnis betrug T€ -4.609 (Vj.: T€ -4.788). Das Ergebnis Anteilseigner sank leicht um T€ 146 auf T€ -4.689 (6M 2018: T€ -4.543) und lag damit im Rahmen der Erwartungen des Vorstands. Das Ergebnis je Aktie beträgt -0,33 Euro (6M 2018: € -2,22). VERMÖGENSLAGE DES KONZERNS Die Bilanzsumme des Konzerns zum 30. Juni 2019 betrug T€ 283.927 und lag damit über dem 31.12.2018 (Vj.: T€ 271.677). Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um T€ 7.563 auf T€ 202.271 (Vj.: T€ 194.708). Der Anstieg entfiel im Wesentlichen auf das Filmvermögen (+T€ 2.840) sowie auf den Ansatz von Nutzungsrechten (+T€ 5.233). Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um T€ 4.686 auf T€ 81.656 (Vj.: T€ 76.970). Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich dabei deutlich um T€ 7.786 auf T€ 26.369 (Vj.: T€ 18.583). Dies ist vor allem auf die Bereitstellung finanzieller Mittel durch die Voltaire Finance B.V. zur Investition in Working Capital und neue Filme zurückzuführen. Rückläufig waren insbesondere die sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände, die um T€ 2.808 zurückgingen. Die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2019 beträgt 40,2 % nach 24,9 % zum 31. Dezember 2018. Der Anstieg der Eigenkapitalquote resultiert im Wesentlichen aus den beiden Sachkapitalerhöhungen (Debt-Equity-Swaps) im März und April 2019. Das gezeichnete Kapital erhöhte sich dabei um T€ 21.899 auf T€ 23.943 (Vj.: 2.044), die Kapitalrücklage stieg um T€ 29.070 auf T€ 55.939 (Vj.: T€ 26.869). Gleichzeitig verminderte sich die Kapitalrücklage um T€ 2.565, unter anderem aufgrund der erfolgsneutral im Eigenkapital, nach Berücksichtigung latenter Steuern, zu verrechnenden Kosten der Kapitalerhöhungen, die in den Geschäftsjahren 2018 und 2019 angefallen sind. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten betrugen zum 30. Juni 2019 T€ 68.905 (Vj.: T€ 24.418). Der Anstieg ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass sich die Darlehen der Voltaire Finance B.V. im ersten Halbjahr 2019 um T€ 18.350 erhöht haben und die im Vorjahr unter den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen Darlehen der Voltaire Finance B.V. aufgrund der Verlängerung der Fälligkeit bis zum 13. Juni 2023 in die langfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert wurden. Der Kredit der Bank Leumi (UK) plc, London, UK ist dagegen nun unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Insgesamt betragen die kurzfristigen Verbindlichkeiten T€ 97.436 (Vj.: T€ 175.189). Der Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten ist neben den oben beschriebenen Umgliederungen im Wesentlichen auf die Ablösung der Verbindlichkeiten gegenüber verschiedenen französischen Filmfördergesellschaften in Höhe von T€ 13.594 zurückzuführen. FINANZLAGE DES KONZERNS Im ersten Halbjahr 2019 erwirtschaftete der Wild Bunch-Konzern einen positiven operativen Cashflow von T€ 6.408 (Vj.: T€ 5.137). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2019 auf T€ -13.637 (Vj.: T€ -6.097). Hierbei investierte das Unternehmen vor allem in Filmverwertungsrechte, die voraussichtlich in den kommenden Monaten und Jahren über die einzelnen Wertschöpfungsketten verwertet werden. Positiv war hingegen der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit mit einem Mittelzufluss in Höhe von T€ 16.581 (Vj.: T€ 3.720). Insgesamt betrug die Nettoverschuldung des Konzerns (Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel ohne Leasingverbindlichkeiten aus Erstanwendung IFRS 16) zum 30. Juni 2019 T€ 67.965 (Vj.: T€ 98.180). 1.4 PROGNOSEBERICHTDer Vorstand bestätigt aus heutiger Sicht die bisherigen finanziellen Ziele für das Gesamtjahr 2019. Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet die Wild Bunch Gruppe einen Konzernumsatz zwischen € 80,0 Mio. bis € 90,0 Mio. und ein Konzern-EBIT in einer Bandbreite von € -2,0 Mio. bis € -4,0 Mio. vor Sondereffekten im Zusammenhang mit den finanziellen Restrukturierungsmaßnahmen und damit eine Verbesserung gegenüber dem Geschäftsjahr 2018. 1.5 CHANCEN- UND RISIKOBERICHTIm Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2018 sind bestimmte Risiken dargestellt, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Fortführung des Unternehmens haben könnten. Ferner haben wir dort unsere wesentlichsten Chancen sowie die Ausgestaltung unseres Risikomanagementsystems beschrieben. Das Liquiditätsrisiko hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2018 aufgrund der in der Zwischenzeit erfolgreich umgesetzten Refinanzierungsmaßnahmen (Debt-Equity Swap I & II) gemindert, wird aber dennoch vom Vorstand der Wild Bunch AG weiterhin als bestandsgefährdendes Risiko eingeschätzt. Die Fortführung des Unternehmens setzt voraus, dass die Refinanzierung der Bank Leumi Kreditlinie bis zum Ende der Laufzeit gelingt. Der Vorstand steht hier vor dem Abschluss der Gespräche und Verhandlungen. Im Berichtszeitraum haben wir keine weiteren bedeutsamen Risiken und Chancen identifiziert, die über die Risiken und Chancen hinausgehen, die im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2018 sowie in diesem Halbjahresfinanzbericht dargestellt sind. Weitere Risiken und Chancen, die uns derzeit nicht bekannt sind oder die wir gegenwärtig als unwesentlich einschätzen, könnten ebenfalls unsere Geschäftstätigkeiten sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen. Gegenwärtig wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand von Wild Bunch gefährden könnten. Wir verweisen auch auf die Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen am Ende dieses Berichtes. KonzernhalbjahresabschlussKonzern-Gewinn und Verlustrechnungscroll
Verkürzte Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Verkürzte Konzernbilanz – Aktivascroll
Verkürzte Konzernbilanz – Passivascroll
Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungrechnungscroll
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Anhang1. Allgemeine AngabenDie Wild Bunch AG (Wild Bunch) ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin, Deutschland. Die in Berlin und Paris etablierte Gruppe ist ein führendes, unabhängiges europäisches Filmverleih- und Produktionsunternehmen, das sich aktiv im Bereich Akquisition, Ko-Produktion, Filmvertrieb sowie Weltvertrieb betätigt und derzeit eine Filmbibliothek mit mehr als 2.500 Filmtiteln verwaltet. Gegenstand dieses verkürzten Konzernhalbjahresabschlusses zum 30. Juni 2019 sind die Wild Bunch AG und ihre Tochterunternehmen (das Unternehmen, die Gesellschaft oder Wild Bunch). Dieser Konzernhalbjahresabschluss ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind. Der Konzernhalbjahresabschluss soll im Zusammenhang mit dem Wild Bunch IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 gelesen werden. Die im Konzernhalbjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen, die im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 zur Anwendung kamen, mit Ausnahme des seit 1. Januar 2019 anzuwendenden IFRS 16 Leasingverhältnisse (IFRS 16). Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses verlangt vom Management, Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die ausgewiesenen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten betreffen sowie die Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode beeinflussen. Siehe Geschäftsbericht 2018, Anhang zum Konzernabschluss, Abschnitt 1.4 sowie die Ergänzungen in Abschnitt 3 dieses Anhangs. Die Ergebnisse der Zwischenberichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu. Der Halbjahresfinanzbericht wurde weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft. Er wurde am 27. September 2019 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. 2. Änderungen wesentlicher Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIFRS 16 Leasingverhältnisse ersetzt IAS 17 Leasingverhältnisse und die damit verbundenen Interpretationen. Die nach IAS 17 getroffene Unterscheidung zwischen bilanzierten Finanzierungsleasingverhältnissen und nicht bilanzierten Operating-Leasingverhältnissen ist nach IFRS 16 nicht mehr anwendbar. Nach der Neuregelung ist der Leasingnehmer nun verpflichtet, Leasingverträge in Form eines Nutzungsrechts als Vermögenswert auf der Aktivseite und abgezinste Leasingverbindlichkeiten auf der Passivseite der Bilanz auszuweisen. Das Nutzungsrecht wird in der Regel linear abgeschrieben und die Leasingverbindlichkeit nach der Effektivzinsmethode angepasst. Mit der Erstanwendung von IFRS 16 erfasst Wild Bunch für bisher unter IAS 17 als operatives Leasing klassifizierte Leasingverhältnisse für Büroausstattung, Fahrzeuge und Immobilien nun Nutzungsrechte und abgezinste Leasingverbindlichkeiten. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen bisher als Kosten unter den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. In Zukunft wird stattdessen die Amortisation des Nutzungsrechts in den Abschreibungen erfasst, die aber ebenfalls Teil der Verwaltungsaufwendungen sind. Die Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Zahlungen aus Leasingverträgen werden in Zukunft in der Kapitalflussrechnung in Zins- und Tilgungszahlungen aufgeteilt. Während die Zinszahlungen weiterhin im Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit ausgewiesen werden, werden die Tilgungszahlungen dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zugeordnet. Mit Inkrafttreten von IFRS 16 sind zusätzliche Anhangsangaben erforderlich. Wild Bunch wird diese erstmalig im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 vollständig darstellen. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 erfolgte in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften modifiziert retrospektiv (IFRS 16.C5b). Die Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2018 wurden nicht angepasst. Wild Bunch wendet das Wahlrecht an, kurzfristige Leasingverhältnisse nicht zu bilanzieren. Dies betrifft Verträge, die eine Laufzeit von 12 Monaten ab dem Vertragsbeginn haben und keine Kaufoption enthalten. Des Weiteren werden Leasingverträge für Wirtschaftsgüter mit einem Wert unter T€ 5 je Wirtschaftsgut nicht bilanziert. Leasingzahlungen aus kurzfristigen und aus geringwertigen Leasingverträgen werden weiterhin als Aufwand in den Verwaltungsaufwendungen erfasst. Wild Bunch macht vom Wahlrecht nach IFRS 16.4 betreffend immaterielle Vermögenswerte keinen Gebrauch und bilanziert diese wie bisher gemäß IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte. In Verträgen, die neben Leasingkomponenten auch Nicht-Leasingkomponenten enthalten, wird grundsätzlich keine Trennung vorgenommen. Die Nebenkosten bei der Miete von Räumlichkeiten werden nicht als Leasingkomponente betrachtet. Die erstmalige Anwendung aller anderen zum 1. Januar 2019 verpflichtend anzuwendenden neuen oder geänderten Standards oder Interpretationen ist für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. 3. Ermessensausübungen und SchätzunsicherheitenWild Bunch bestimmt die Laufzeit eines Leasingverhältnisses als die nicht kündbare Laufzeit des Leasingverhältnisses. Sofern eine Option zur Verlängerung des Leasingverhältnisses besteht, beurteilt Wild Bunch nach eigenem Ermessen, ob die Ausübung der Verlängerungsoption hinreichend sicher ist. 4. KonsolidierungskreisDie Zusammensetzung des Konsolidierungskreises des Wild Bunch-Konzerns hat sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 31.12.2018 mit einer Ausnahme nicht verändert. Die bisher unter den Anteilen an assoziierten Unternehmen ausgewiesene Beteiligung an der Bavaria Pictures GmbH wurde im März 2019 mit Wirkung zum 1. Januar 2019 an den Mitgesellschafter, die Bavaria Film GmbH, verkauft. 5. EigenkapitalIm Berichtszeitraum hat sich das gezeichnete Kapital durch die Umwandlung von Finanzverbindlichkeiten in Eigenkapital (Debt-Equity-Swaps) um T€ 21.899 auf T€ 23.943 und die Kapitalrücklage um T€ 29.070 auf T€ 55.939 erhöht. Somit beträgt das Grundkapital zum 30. Juni 2019 € 23.942.755 (Vj.: € 2.044.075), eingeteilt in 23.942.755 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Vj.: 2.044.075 Stückaktien), auf die ein rechnerischer Wert von jeweils € 1 entfällt. Mit Datum vom 14. März 2019 wurde die Umwandlung der Verbindlichkeiten aus der 8 %-Inhaberschuldverschreibung 2016/2019 in neue Aktien der Gesellschaft in das Handelsregister eingetragen. Insgesamt wurden € 18.000.000 Verbindlichkeiten in 3.600.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je € 1,00 gewandelt. Mit Datum vom 12. April 2019 wurde die Umwandlung von insgesamt € 36.597.360 Verbindlichkeiten der Wild Bunch AG in 18.298.680 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je € 1,00 in das Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg eingetragen. Diese Sachkapitalerhöhung war Teil des zwischen der Wild Bunch AG, der Tennor Holding B.V. (vormals Sapinda Holding B.V.) und Voltaire Finance B.V., am 15. Juni 2018 unterzeichneten Vertrags zur finanzwirtschaftlichen Neustrukturierung der Wild Bunch Gruppe. Im Rahmen dieser Vereinbarung wurden in mehreren Schritten im März 2019 zunächst bestehende Bankverbindlichkeiten der Wild Bunch S.A. sowie Verbindlichkeiten der Wild Bunch S.A. gegenüber anderen Kreditoren im Gesamtumfang von € 62,7 Mio. von der Voltaire Finance B.V. übernommen. Davon sind € 26,1 Mio. als Gesellschafterdarlehen bei der Wild Bunch S.A. verblieben. € 36,6 Mio. wurden im Rahmen einer Schuldübernahme von der Wild Bunch AG übernommen und anschließend in Eigenkapital der Wild Bunch AG gewandelt. Im Zusammenhang mit den beiden Sachkapitalerhöhungen sind Erlöse von T€ 1.063 angefallen, da der Buchwert der Sacheinlage den Marktwert der neuen Aktien am Tag der Eintragung der jeweiligen Kapitalerhöhung überstiegen hat. Erfolgsneutral in der Kapitalrücklage verrechnet wurden nach Berücksichtigung latenter Steuern T€ 2.565 für Kosten, die in den Geschäftsjahren 2018 und 2019 im Zusammenhang mit den Kapitalerhöhungen angefallen sind. 6. Finanzielle VerbindlichkeitenDie finanziellen Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2019 setzen sich nach Abschluss der finanziellen Restrukturierung wie folgt zusammen: Finanziererspiegelscroll
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a) Working Capital & Acquisition Capital Facility 7. FinanzergebnisDas Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen: scroll
8. SegmentberichterstattungWild Bunch ist unverändert in die folgenden zwei berichtspflichtigen Geschäftssegmente unterteilt:
Das Segment Internationaler Vertrieb und Verleih sowie Filmproduktion beinhaltet zum einen den Weltvertrieb und die Auswertung von Filmen in Kinos in Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland und Österreich sowie die Auswertung von Kinofilmen im Fernsehen und auf Video und DVD und zum anderen die Filmproduktion von Kinofilmen. Die Betriebsergebnisse der Geschäftseinheiten werden jeweils vom Vorstand überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen. Die Entwicklung der Segmente wird anhand des Ergebnisses beurteilt und in Übereinstimmung mit dem Ergebnis im Konzernabschluss bewertet. Die Aktivitäten des Wild Bunch Konzerns erstrecken sich im Wesentlichen auf Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland und Österreich. scroll
Die in der Berichtsperiode vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von T€ 1.962 (Vj.: T€ 1.996) sowie die Erträge aus Zuschreibungen von Anlagevermögen T€ 982 (Vj.: T€ 0) entfallen ausschließlich auf das Segment Internationaler Vertrieb und Verleih und Filmproduktion. 9. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden PersonenAls nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 gelten Unternehmen oder Personen, die den Wild Bunch Konzern beherrschen oder von ihm beherrscht werden, insbesondere nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, zu Anschaffungskosten oder at-equity einbezogene Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen. Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Wild Bunch AG sowie ihre Familienangehörigen. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 fanden neben Gehaltszahlungen an Vorstände und den satzungsmäßigen Vergütungen an Aufsichtsräte die nachfolgenden Transaktionen und Geschäftsbeziehungen mit folgenden nahestehenden Personen und Unternehmen statt: Die Gesellschaft betrachtet die Voltaire Finance B.V. („Voltaire“) als nahestehendes Unternehmen. Voltaire hält zum 30. Juni 2019 rund 96,20 % der Stimmrechte der Gesellschaft. Im Rahmen der finanziellen Restrukturierung hat Voltaire Darlehen der Wild Bunch Gruppe gewährt. Zu Umfang und Konditionen dieser Darlehen siehe auch die Angaben unter 6. Finanzielle Verbindlichkeiten. Mit dem assoziierten Unternehmen Circuito Cinema s.r.l., Rom, Italien, bestanden zum 30. Juni 2019 bei dem Konzernunternehmen BIM s.r.l., Rom, Italien, Darlehen und Forderungen in Höhe von T€ 286 (31. Dezember 2018: T€ 284). Im Geschäftsjahr 2017 gewährte BIM s.r.l. Circuito Cinema ein Darlehen in Höhe von T€ 213. Des Weiteren bestanden gegenüber Circuito Cinema Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 0 (31. Dezember 2018: T€ 39). Circuito Cinema rechnete im ersten Halbjahr 2019 Kinoerlöse in Höhe von T€ 104 (H1 2018: T€ 45) mit der Gesellschafterin BIM s.r.l. ab. Circuito Cinema erbrachte im ersten Halbjahr 2019 Dienstleistungen im Rahmen der Vermarktung von Filmen für die Gesellschafterin BIM s.r.l. in Höhe von T€ 97 (H1 2018: T€ 60). Die BIM Distribuzione s.r.l. hat im Geschäftsjahr 2017 eine Bürgschaft in Höhe von T€ 600 für einen Bankkredit, den die Circuito Cinema s.r.l. von der Banca Nazionale del Lavoro erhalten hat, übernommen, die weiterhin besteht. Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen Transaktionen mit den anderen assoziierten Unternehmen. Allen Geschäften mit nahestehenden Personen und Unternehmen wurden marktübliche Konditionen zugrunde gelegt. 10. Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum 30. Juni 2019 hatte der Konzern folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten: scroll
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Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten aus erfolgsbedingt rückzahlbaren Fördermitteldarlehen im Zusammenhang mit der Produktions- und Verleihförderung von T€ 12.407 (31. Dezember 2018: T€ 11.951). 11. Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Bilanzstichtag zum 30. Juni 2019 sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung mit erheblichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von Wild Bunch eingetreten.
Berlin, den 27. September 2019 Wild Bunch AG Vincent Grimond Max Sturm Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Berlin, den 27. September 2019 Wild Bunch AG Vincent Grimond Max Sturm ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN UND HINWEISEDieses Dokument enthält Aussagen, die sich auf unseren künftigen Geschäftsverlauf und künftige finanzielle Leistungen sowie auf künftige Wild Bunch betreffende Vorgänge oder Entwicklungen beziehen und zukunftsgerichtete Aussagen darstellen können. Diese Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie „erwarten“, „wollen“, „antizipieren“, „beabsichtigen“, „planen“, „glauben“, „anstreben“, „einschätzen“, „werden“ und „vorhersagen“ oder an ähnlichen Begriffen. Solche Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Wild Buch-Managements, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Wild Bunch liegen. Sie unterliegen daher einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und Faktoren, die in Veröffentlichungen – insbesondere im Abschnitt Risiken des Geschäftsberichts – beschrieben werden, sich aber nicht auf solche beschränken. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren, sollten behördliche Entscheidungen, Einschätzungen oder Auflagen anders als erwartet ausfallen oder sollte es sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Erwartungen nicht eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse von Wild Bunch (sowohl negativ als auch positiv) wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die ausdrücklich oder implizit in der zukunftsgerichteten Aussage genannt worden sind. Wild Bunch übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Dokument nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor. Bei Abweichungen ist die deutsche Fassung des Dokuments maßgeblich und der englischen Übersetzung vor. Aus technischen Gründen kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Dokument enthaltenen und den aufgrund gesetzlicher Vorgaben veröffentlichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. IMPRESSUMHerausgeber Telefon +49 30 880 91 700 Vorstand Registergericht |
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